Montag, 3 Zebruar MI Deutsche Lufiangnffe aus nvldasnkanische Häsen Ushcoo &0Z70 ^Hommomet Trapani B'J den alten bewährten Kreuzer mit Dynamit in die Luft. Die britische Propaganda ist jetzt eifrig am Werke, um die in Rom nicht geleugneten Erfolge an der nordafrikanischen Front als einen durchschlagenden Sieg und den beginnenden Zusammenbruch des ost- afrikanischen Imperiums hinzustellen. Diese Propaganda ist nur allzu deutlich barour abgefteUt, vor allem In den Vereinigten Staaten Die Annahme des japanischen Vermittlungsangebotes durch Thailand (Siam) und Jnbochina zwecks Schlichtung von Grenzstreitigkeiten, die als ein großer politischer Erfolg Japans zu buchen ist, weil die Machenschaften Englands und Amerikas in Bangkok und Saigon dadurch als gescheitert zu betrachten sind, lenkt insbesondere die Aufmerksamkeit auf Thailand. Denn es ist das einzige Staatswesen Hinterindiens, das seine politische Unabhängigkeit bewahrt hat. Während Birma, die Shan-Staaten, Laos, Annam, Kambodscha und die malaiischen Fürstentümer alle unter fremde Botmäßigkeit gerieten, ist Thailand heute noch, wie sein einheimischer Name anzeigt, Muang-Thai „Das Land der Freien", Das erscheint wie ein Wunder, wenn man sich vergegenwärtigt, daß Thailand ringsum von den Besitzungen europäischer Kolonialstaaten umgeben ist, die jede Gelegenheit benutzen, um sich auf feine Kosten zu vergrößern. Die völlige Austeilung des Landes unter seine Nachbarn schien nur eine Frage der Zeit zu sein, und nur die Eifersucht zwischen । Frankreich und England mit seinen Nimmersatten, ländergierigen Polypenarmen schien das vorläufige Fortbestehen des Reiches zu gewährleisten. Doch ten Grenzstreitigkeiten geführt hat. Heute haben sich die Verhältnisse von Grund aus geändert, Thailand hat seine außenpolitische Stellung in den letzten Jahren wesentlich gefestigt. Am I. April 1927 wurden alle Verträge abgeschafft, die den Fremden eine bevorzugte Stellung einräumten, und trie große Umwälzung im Juli 1932 schlug em neues Blatt in der Geschichte Thailands auf. Der Staatsstreich richtete sich nicht gegen die monarchische Staatsform, sondern nur gegen den Absolutismus der Dynastie. Dem König gehörten theoretisch das Leben und der Besitz aller seiner Untertanen, die Krone selber mißbrauchte ihre Rechte nicht, aber mehrere Prinzen, die hohe Staatsämter bekleideten, taten dies in einer Weise, die zur Katastrophe führen mußte. Schon im März 1932 waren anläßlich der Feier des 150. Jahrestages der damaligen Dynastie Gerüchte über eine bevorstehende Revolution im Umlauf. Sie waren nur etwas verfrüht. Außer der Mißwirtschaft der Prinzen erregte in den Kreisen der Intellektuellen, die meistens in Europa oder in Amerika ihre Bildung empfangen hatten, besonderen Unwillen, daß die Prinzen immer noch auf ein Zeremoniell und auf Vorrechte Anspruch erhoben, deren Form für modern denkende Menschen (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten?) Rom, Ende Januar 1941. Großbritannien verfolgt gegenwärtig im östlichen Ritteimeerraum bestimmte 'Ziele, deren militärisch- rategischer und politisch-propagand.stocher Eharak- er jetzt immer deutlicher zutage tritt. Je gefahrvoller ich die Lage des englischen Jnselreiches gestaltet und » mehr unter den Schlägen der deutschen Luftwaffe ie Vernichtung des englischen Derteidigungssystems nd des englischen Kriegspotenziells fortschreitet, m so zwingender sieht sich das englische Oberkom- ianbo vor die Notwendigkeit gestellt, der Welt- Madrid, l.Febr. (Europapreß.) Vierzehn eng- lische Kriegsschiffe verschiedener Klassen liefen am Frntagnachmittag aus Gibraltar in Richtung auf das Mittelmeer aus. Im Kriegshafen sind nur noch ein Panzerschiff, ein Kreuzer und verschiedene Zerstörer zurückgeblieben. Das vor einiger Zeit eingelaufene, schwer havarierte britische Schlachtschiff „Malaya" scheint notdürftig repariert zu sein und unternimmt Probefahrten. Am Freitagabend wurden in Algeciras schwer eDetonationen aus Gibraltar vernommen, die sich als Explosionen einer oder mehrerer Minen bei Bauarbeiten 3ur Errichtung neuer Luft chutzräume berausstellten. in die Hand zu nehmen. Malta ist von den deutschen Bombenfliegern bereits mehrfach mit vernich- vkllck und vertag: Nützliche UniverfilStrdruckerei R. Lange Sizilien Ausgangspunkt für Mittelmeerfiüge. Annahme von 'jlmcigctt für die Mittaasnummer bistt'/.Ubr des Vormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung 2) ta Ifta ff eil Abschlüsse Mengenstaffel8 Plgtzvorfchrift l vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Ein Teil der in Italien eingesetzten deutschen Flieger hat seinen Stützpunkt auf der Insel Sizilien. Don hier aus steigen auch die Stukas auf, die der englischen Flotte immer wieder empfindliche Verluste beibringen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Oie britische Flotte von G fcralfar auöaelaufen. Kampffeld Libyen Bon unterem v. H.-Berichterstatter. von Barbla wurde ein 10 OOO-BRI.-Bampfer versenkt. Am Nachmittag des 31. Januar haben die Abteilungen des deutschen Fliegerkorps intensive Angriffe gegen feindliche Schiffe längs der Küste und in den Häfen der 211 ar- marlfa durchgeführt. Drei Dampfer mittlerer Tonnage wurden versenkt, weitere drei schwer beschädigt. Lines unserer im Atlantik unter dem Befehl von Fregattenkapitän Prima Langabardo operierendes U-Boot hat einen aus vier englischen Dampfern bestehenden gesicherten Geleitzug angegriffen und drei der Dampfer mit insgesamt etwa 15 000 BRT. torpediert und versenkt. 3n Oftafrita Fortdauer der Schlacht an der flort f ont Rom, 1. Febr. (DNB.) Der italienische Dehr- machtbericht vom Samstag hat folgenden Wortlaut: laut: An der griechischen Front die übliche Artillerie- und Spähkrupptäli'-keit. Feindliche Trup- penanfammlungen sind im Tiefflug angegriffen und wirksam mit Bomben belegt worden. In der L y r e n a i k a haben unsere Panzereinheiten im Süden des Dschebel feindliche Einheiten angegriffen und zurückgeworfen, die außerdem von unserer Luftwaffe bombardiert wurden. In O st a f r l k a dauert die Schlacht an der Nordfront an. In erbitterten Kämpfen haben unsere tapferen weißen und farbigen Truppen dem Feind beträchtliche Verluste beigebracht. Auch unsere Verluste sind beträchtlich. Die Luflwafte hat weiter- hin in unermüdlichem Einsatz ihren wirksamen Beitrag zum Kampf geleistet. Im Verlauf einer nächtlichen Kreuzfahrt unserer Torpedoboote in den Gewä 'ern des A e g ä i s ch e n Meeres hat ein unter dem Befehl von Korvettenkapitän Francesco Mimbelli stehendes Torpedo b o o t einen gesicherten Geleitzug feindlicher Dampfer gesichtet und angegriffen. Ein mindestens 1 0 000 Tonnen großer Dampfer wurde aetroffen und sank sofort. Trotz der heftigen Abwehr der Begleitschiffe sind unsere (Einhei'en un- beschädigt zu ihrem Stützpunkt znrückgekehrt. Die Kamvfe bei® WM. 91- Jahrgang Nr. 28 irfrtjeiiit tnahet), außer >onntags und Feiertags eilagen: DieJlluftnerte lieftenerftamilienblntter eimnt imBild DieSclrolle lonats-BezugovreiS: lit 4 Beilagen :USDL 1.95 hne Illustrierte „ 1.80 iustellgebühr... „ -.25 ucb bei Nichterscheinen on einzelnen Nummern ifolfle höherer Gewalt ernivrechanschlust 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" soüfcheck 116na krankt. M Berlin, 2.Febr. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auch am 1. Februar setzte die Luftwaffe ihre bewaffnete Aufklärung über England fort. 3m Tiefflug wurden zwei Flugplätze angegriffen und dabei zahlreiche feindliche Kampfflugzeuge zerstört ober befchäbigt. Auch hallen und Unterkünfte wurden getroffen. In Ostcngland wurden zwei Fabriken und ein Hafen wirksam mit Bomben belegt Deutsche Jäger schossen ein feindliches Flugzeug beim Einflug in das besetzte Gebiet ab. Fernkarnpfartillereie des Heeres beschoß kriegswichtige Ziele in Südostengland. 3m Mittelmeer griffen deutsche Kampfflugzeuge mehrere Hafenanlagen an der norb- afrikanischen Küste, die der englischen Versorgung dienten, mit großem Erfolg an. Dabei würden drei feindliche Handelsschiffe mit zusammen 14 000 BRT. versenkt drei weitere schwer beschädigt In der vergangenen Nacht flog der Feind weder in das besetzte noch in bas Reichsgebiet ein. Zwei eigene Flugzeuge kehrten von ihrem Einsatz am 31. Januar nicht zurück. Der ttalienWe Bericht Rom, 2.Febr. (DNB.) Der italienische wehr Machtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front haben wir bei Spähtruppaktionen Gefangene gemacht und viel Material, das von einer in den letzten Tagen geschlagenen Abteilung zurückgelasien wurde, erbeutet Wie festgestellt worden ist, hat der Feind beträchtliche Verluste erlitten. In einem einzigen Abschnitt des Tomorihatales wurden 200 lote, darunter drei Offiziere, geborgen. Feindliche Flugzeuge haben das Lazarettviertel von valona bombardiert und Schäden und Opfer verursacht Es find zehn Tote und einige Verwundete zu beklagen. In der L y r e n a i f a nichts Erwähnenswertes. Abteilungen unserer Luftwaffe haben stellenweise motorisierte Abteilungen mit Bomben belegt Zwei Flugzeuge vom Hurricane-Typ wurden von unseren Zögern abgeschossen. Vom Feind unternommene Einflüge auf unsere Flugplätze hatten Schäden, aber roeber Tote noch Verwundete zur Folge. In O st a f r i k a fanden am gestrigen Tage harte Kämpfe in der westlichen Ebene Eritreas zwischen Agordat und Barentu statt Die Luftwaffe hat ununterbrochen am Kampf teilgenommen, indem sie feindliche Stellunaen und Truppenkolonnen mit Bomben und MG.-Feuer belegte und zahlreiche Kraftwagen des Feindes vernichtete. Un'ere Jäger haben ein Flugzeug vom Hurricane-Typ abge- schosien. Die Verbände des deutschen Fliegerkorps haben mit sichtlichen und wirksamen Ergebnissen die Anlagen und die Häfen von die dort immer weiter um sich greifende äußerst tenber~ bombarbiert roorben. Englische L'°7° lUi fch7^op a • i WÄ SffiiÄ && y Ä .... ....................... tung der in angelsöchffschen Ländern unb Dominien "k ÄÄ ^ßte, Thoilond^sich fmtenben Hoffnungen auf einen englffchen Sieg. ^nt bleibt ber italienische Wiberltanb bestehen, j In Rom wird demgegenüber immer wieder dar- bleibt das faschistische Italien weiter fest auf hinqewiesen, daß die Vorgänge an der nord- den Krieg zur Brechung der englischen Mittelmeer- afrikanischen Front voraussehbar wären und vor-, Herrschaft mit dem Einsatz aller verfügbaren Kräfte ausgesehen wurden und daß eine entscheidende Be-1 zum siegreichen Ende zu bringen. einfach unerträglich geworden war. Aber die Siamesen haben König Chulalongkorn (1868—1910) und seinen Nachfolgern Rama VI. und Prajadhipok die Einführung eu- ropäischer Derwaltungsmethoden, europäischer H^e- resorganisation und europäischer Technik zu verdanken. Thailand verfügt heute über eine gut aus« gerüstete Armee und über eine beträchtliche Luftflotte. Besonderen Wert hat man auf den Ausbau und die ständige Verbesserung des Eisenbahnnetzes sowie den Bau von Autostraßen gelegt. Zeigt sich in all diesen Maßnahmen der Wunsch, die Errungenschaften des Westens einzuführen,so tritt andererseits in der gesamten Kulturpolitik Thailands der feste Wille hervor, das geistige Erbe der Vorfahren zu erhalten. In Thailand ijt der Buddhismus die Staatsreligion; er beherrscht nicht nur das ganze öffentliche Leben, sondern er durchdringt aufs Heffte Denken und Fühlen aller Volkskreise. Da das Dolksbildungswesen zum großen Teil in den Händen der Mönche liegt und die met- ffentlichkeit gegenüber im östlichen Mittelmeer- < aum gewisse Erfolge aufweisen zu können, deren > rategische Bedeutung allerdings weit hinter der ( ropayandistischen Auswertung zurückbleibt. Es ist den Engländern unzweifelhaft gelungen, n Laufe des letzten halben Jahre» an der nord- frikanischen Küste starke Truppenkontinente zu konzentrieren. Ununterbrochen sind in en letzten Monaten in Port Said und Alexan- rien englische Geleitzüge eingetroffen, die aus allen 'eilen des Weltreiches Truppen- und Materi'loer- ärkungen nach Aegypten schickten. Großbritannien at heute an der nordafrikanischen Küste dezeich- lenderweise in erster Linie Trupven der großen nglischen Dominien, vor allem Australier, teuseeländer, Rhodesier und auch indische Kontinente eingesetzt, die aus klimatischen Gründen für ie Kämpfe in den afrikanischen Wüstengebieten esonders geeignet sind T):e Gesamtstärke d"r briti- chen Armee wird nach fachverständiger Beurtei- ung auf rund 300 000 Mann geschätzt. Die Eng- ander Haben es ferner verstanden, eine enge Z u - ammenarbeit zwischen der Mittelmeer- l o t t e, der britischen Luftwaffe und den an »er nordafrikanischen Küste operierenden motorisierten Divisionen Herzustellen. Die Graziani - Armee befand sich daher von tnfang des Krieges an gegenüber den Engländern n einer schwierigen Sage. Während sie ausschließ- ich auf die Transporte aus der Heimat angewiesen toar und das gesamte Kriegsmaterial und die Trup- lenoerftärfungen auf dem Seewege nach Libyen lefchafft werden mußten, konnte die britische Aegyp- en-Armee die bereits in Vorkriegszeiten auf eng» ische Forderung hin von Aegypten gebauten Eisenahnlinien und Derkehrsstraßen entlang der nord- frikanischen Küste verwenden. Das in dem nord- isrikanischen Wüstenkrieg außerordentlich bedeut- ame Problem der Material- und Truppenheran- chaffung war vom ersten Tage des italienischen Weges an somit für die Engländer weit günstiger [elagert als für die italienischen Truppen. Das englische Weltreich hat nun tatsächlich an der nordafrikanischen Front die volle Wucht der zur Oerfügung stehenden Kräfte eines über die ganze Welt ausgedehnten Imperialismus eingesetzt. Nach talienischen Berechnungen war das Kräfteverhältnis in den letzten Kämpfen vor Tobruk 1 :5 zu '.Ingunsten Italiens. Die Graziani-Armee hat den überlegenen englischen Offensivstreitkräften einen heroischen Widerstand entgegengesetzt, obgleich man sich von vornherein über die Heftigkeit der zu erwartenden englischen Offensive im klaren war und mit dem Masseneinsatz mo'orisierter englischer Verbände rechnete, hat die Graziani-Armee zunächst bei Sidi el Barani, dann bei Sollum. h'nn bet Barbia und jetzt bei Tobruk die englische Offensive um Wochen aufgehalten und nach eigenen Darstellungen des englischen Oberkommandos den britische Trupven schwere Verluste zugefüzt Mit größter Tapferkeit und unvergleichlichem Mut haben die italienischen Truppen und Schwarzhem- ben sich der motorisierten englischen Offensive ent- Hbia -------Pantellerio J===L fJtoU _ t/Nabeui.________________ Golf von —--------- ________Molto Linjso — ■ —----- - (Jtcl.X» ---- Mailand, 2. Febr. (Europavreß.) Aus einem Frontbericht des „(Karriere della Sera" geht hervor, daß die Besatzung der Oase Giarabub, etwa 250 km südöstlich von Tobruk, englischen Angriffen weiter heldenmütig Wider st and lei-, ft e t. Seit einem Monat sei die Oase das Ziel von Angriffen englischer Panzerabteilungen und der englischen Luftwaffe, die es besonders auf die Dcrpflegungskolonnen abgesehen habe. Die Besatznn" beschränke sich nicht nur auf die Abwehr, sondern ' iWnebne auch Ausfälle, bei den-n -.........o den Engländern empfindliche Verluste beigebracht, Vier Sollten und zwei Arbeiter fielen den ExM- würben, qionen zum Opfer, mehrere wurden schwer verleg c> _TT ■ ...<ä C ------Cj -----MESSI NAÄk ber englischen Offensive in der nordafrikanischen fonq^fcr5 und dem Uebergreifen einer französischen nn.k»rGAnh be^ftehen, 3nt-erenenfpf)äre Quf ' rechte Mekong-Ufer be- tswlolsen, quemen was das Land nie verschmerzt und zu ste- —- ^fr-vRegmp J/ fatti i .r-ip- _s\ fnQ&-/L- r le,PALERMO..;:,V cireale'jr-% MorsCo Co/tcnis$ertoJ>' fATAMiÄ ___ ^»Hazaro , . ' ./• 4 __ ? ----ytoh) • j — Terro00 —XMo^sgS— -----e n —— Taten von einzigartigem Heldentum sind von italienischen Soldaten und Offizieren in ber nordafri- tanischen Wüste vollbracht worden. In Bardia wie ■ in Tobruk hat die italienische Besatzung wochenlang der unerhört schweren Beschießung durch orofp fülibrige englische Schiffsgeschütze und durch Bombenabwürfe standgehalten. Erst als die letzte Munition verschossen und die letzten Vorräte aufgezehrt waren, wurde der nutzlos gewordene Widerstand aufgeqeben. Nach den letzten Frontberichten war der Widerstand heftiger und hartnäckiger als die Berteidigung von Bardia. Heber 14 Tage lang haben fünf englische Divisionen, unterstützt von Schlachtschiffen und Kreuzern der englischen Mittelmeerflotte, mit einem Masseneinsatz englischer Flugzeuge Tobruk angegriffen, das nur von niner italienischen Division verteidigt wurde. Das strategische Ziel, das auf italienischer Seite mit der Berteibigung von Bardia unb Tobruk angeftrebt würbe, ist zweifellos erreicht worben: Die Graziam- Urmee hat nunmehr Zeit g e w o n n e n , die rückwärtigen Verbindungen und Verteidigungslinien auszubauen und einen verschärften W i • berftanb gegen die englische Offensive vorzube- leiten. Die Engländer sind jetzt qezwun^n, die einzige zur Verfügung stehende Straße, die von Tobruk entlang der Küste führt, zu benutzen, eine Straße, die durch zerklüftetes Gebirge fuhrt und daher für Derteidigungszwecke besonders geeignet 'st. Ein Kapitel heldenhafter Verteidigung und eästen Soldatentums ist ber Untergang des italienischen Kreuzers „San G i o r g i o". Dieser 35 2ahre alte und daher längst aus dem aktiven Dienst ausgeschie- iene Kreuzer war vor dem Hasen von Tobruk nur gement auf Grund gesetzt und hatte die Funktion, einer Küstenbatterie übernommen. Die Dffi3tere oes .San Gioraio" hatten sich gegenseitig geschworen, das in ein Fort verwanbelte Schiff nur bei Knecis- inbe zu verlassen oder im äußersten Fall zur Selbstvernichtung zu schreiten. Dis zum lenten lluoenblif feuerten bie Batterien des .San Hior» eiow auf die Tobruk angreifenden englischen Divi- iionen und fügten den Engländern schwere -Verluste bei. Erst als die Australier bereits in dcn in- ireren Feftunasgürtes von Tobruf * 1So11um unb Bardia angegriffen. 3m Hafen waren, sprengte die Besatzung des „San Giorgio i Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Valetta I ~ emflu fung der Kriegslage im östlichen Mittelmeer ® dtlblUtlfl durch bie englischen Erfolge keineswegs einge- yi treten ist. Dor allem zeichnet sich seit dem Eintreffen des deutschen Fliegerkorps m Sizilien Immer deutlicher eine neue Phase in den Mittelmeerkämpfen ab. Der deutschen Luftwaffe ist es gelungen, bereits wenige Tage nach ihrem Eintreffen in Sizilien in engster Zusammenarbeit mit der italienischen Luftwaffe unb, ber italienischen Flotte bie See st raße von Sizilien und damit bie englischen Transportverbindungen von Gibraltar nach dem östlichen Mittelmeer zu unter- binben, ber britischen Mittelmeerflotte schwere, äußerst empfindliche Verluste zuzufügen und die Kontrolle in dem mittleren Teil des Mittelmeeres ipolis aS/tljn OtaLiterit G Oiim di Sebha Wtoen । fatlttmri «z •OwedArej Dsdicfra Ozren J*e/blürpn (Hst UM» TEW fidel Ktfb Uz' \ X 1 \ Sirte'' EIK dm» TANIEN Y £ •öd*** »trefKjfr’i /"der d trze - -tir äirah - ~ = Alexndrite^ \ , •fenneti 1 •trtb» / \ \ . —________- _. - Jiyurj* Ws IW Wß- WU NW "./'Ä H - jereien zwi- Urlaub be« Oie Trauerfeier für Reichsjustizminister Dr. Güriner Der Staatsakt im Mosaiksaal der Neuen Reichskanzlei. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Eine Schwere Unruhen in Johannesburg. Südafrikanische Republikaner demonstrieren gegen den englischen Krieg prach im Namen der Beamten, Angestellten und Arbeiter der Reichsjustizverwaltung. Sie nehmen, wie Dr. Schlegelberger hervorhob, Abschied von ihrem Minister, den sie nicht nur verehrt sondern von (------ r------ " ' • ~ untergebrachte neue Lichtspielhaus dr, Wehrmacht wurde mit „Der alte und der jungt König" eröffnet. Das Heim der Wehrmacht liegt in Prags neuestem Stadtviertel Dejwitz auf dem Platz der Wehrmacht. Das Kampfabzeichen für die Flak. englrsche Methode. Verstärkung der englischen Güdatlantikflotte. Montevideo, 1. Febr. (Europapreß.) beträchtliche Verstärkung der englischen Südatlantik- Flotte wird in Montevideo festgestellt. Gegenwärtig patroullieren zumindest die drei englischen Kreuzer „Enterprise", „N e w c a st l e" und „Cumberland" in den Gewässern des Südatlantik. Die in Schiffahrtsfragen gewöhnlich gut unterrichtete Zeitung „Tribuno Populär" schreibt, daß „bie bedeutende Verstärkung der englischen Kriegsmarine in Südamerika erfolgte, um der wachsenden Bedrohung der Südatlantik-Route durch Deutsche Hilfskreuzer zu begegnen. Spendet zum Bau von Soldatenheimen in Norwegen. Ein Aufruf von Neichsminister Dr. Goebbels. ijiler dieii Das Waffenstillstandsabkommen zwischen Thailand und Indochina. Tokio, 1. Febr. (Europapreß.) Amtlich wurde der Inhalt des Waffenftillftandsaokommens bekannt- gegeben, das mit japanischer Vermittlung zwischen Thailand und Französisch-Jndochina abgeschlossen worden ist. In 10 Artikeln ist die beiderseitige Z u • rückziehungder Truppen auf eine Entfer- nung von 10 Kilometer von der Linie vorgesehen, die die beiden Heere am 28. Januar einnahmen. Innerhalb der entmilitarisierten Zone wird eine Polizeiverwaltung eingesetzt. In der Bucht von Thailand ist eine Demarkationslinie festgesetzt worden, die von keinem Schiff der beiden Staaten überfahren werden darf. Ferner sind Ab- machungen über die Neutralisierung des Luftraumes im Grenzgebiet getroffen worden. Die in Aussicht genommenen Friedensver- handlungen werden wahrscheinlich im japanischen Außenministerium stattfinden. Die beiden Delegationen treffen in den nächsten Tagen i n Tokio ein. sten Siamesen einige Monate ihres Lebens im Klo- fter zubringen müssen, läßt sich der Einfluß, den der Buddhismus auf jeden einzelnen ausübt, kaum überschätzen. Die Könige führten den Titel „Beschützer des buddhistischen Glaubens", und als Pra- jadhipok offfziell verkünden ließ, daß er sich dieses Titels neben dem königlichen in allen amtlichen Ver- lautbarungen zu bedienen gedenke, war dies für die ganze buddhistische Welt ein Ereignis von ein- schneidender Bedeutung. In der Tat haben sich die politischen Auswirkungen dieses geschickten kulturpropagandistischen Schachzuges in ganz Hinterindien bemerkbar gemacht. Thailand ist ein Agrarland. Der Reisbau tft die Grundlage fast der gesamten Volkswirtschaft. Wenn auch Mißernten und Absatzkrisen zuweilen die gesamte Wirtschaft des Landes ungünstig beeinflussen, so wird die Lage der Bauernschaft dadurch nicht entfernt so stark in Mitleidenschaft gezogen, wie dies In ähnlichen Fällen bei anderen Ländern der Fall ist, denn der überfruchtbare Boden gibt den genügsamen Siamesen stets leicht die Möglichkeit, das Existenzminimum au gewinnen, und das tropische Klima reduziert an sich schon die Ausgaben für Wohnung und Kleidung auf das kleinstmögliche Maß. Hingegen beansprucht ein anderes Problem die Aufmerksamkeit der Siamesen: die Chinesen- frage. In Thailand liegt fast der gesamte Handel und fast das gesamte Handwerk in den Händen von Chinesen. Die chinesische und halbchinesische Bevölkerung Thailands wird auf zwei Millionen Seelen, - d. h. 20 o. H. der Gesamtbevölkerung, geschätzt. F. B. Gluck der Angehörigen der Rechtsjustizverwaltung sei sein Gluck gewesen. Seine Gefolgsä>aft sei seine weitere Familie gewesen. Ein schönes Dichterwort sage: „Gerecht sein gegen sich und andere, das ist das Schwerste auf der weiten Erde." Gärtner habe dieses Schwerste geleistet. Bei aller seiner Güte habe ihm nicht die innere Härte gefehlt, wenn es den Schutz' der Wohlfahrt des deutschen Volkes ge- gölten habe gegen Menschen, denen chr eigenes Wohl höher als der Gemeinschaft gestanden habe. Während nun die Staatskapelle das' „Lied nom guten Kameraden" intonierte, senkten sich die Fatz' nen. Der Führer trat an den Sarg und legte einen Kranz aus weißen Tulpen und Calla nieder. Mit zum Gruß erhobener Rechten erwies er dann seinem toten treuen Mitarbeiter die letzte Ehre. Darauf verabschiedete er sich von den Hinterbliebenen und verließ den Mosaiksaal. Acht Justizwackt- meister hoben darauf den Sarg auf und trugen ihn in den Ehrenhof der Neuen Reichskanzlei. Eine Ehrenwache der höheren Beamten des Justizministeriums begleitete den Sarg, dem die Angehörigen des Verstorbenen mit Reichsinnenminister Dr. Frick und Staatssekretär Schlegelberger folgten. Der Sarg wurde nun zum Anhalter Bahnhof'gefahren un- aller Kulturen der Menschheit vornehmlich nach dem Recht beurteilt werde, das sie sich schufen. Aus dieser Erkenntnis heraus sei sein Kampf für ein arteigenes deutsches Recht erwachsen. Die Schaffung einer einheillichen nationalsozialisttschen Rechts- pslege sowie zahlreiche im Geiste des Nationalsozialismus gestalteter Gesetze als erstes Fundament einer nationalsozialisttschen Rechtsordnung gäben Zeugnis von der unermüdlichen Arbeit des Verstorbenen. Dr. Frick erwähnte die Ausrichtung der Reichtswahrer auf den neuen Geist, die Schaffung einer einheitlichen Reichsjustiz durch die weitgediehe- nen Erneuerungsarbeiten auf dem Gebiete des Strafrechts, des Strafvollzugs und die Maßnah. men auf wirtschaftsrechtlichem Gebiet. Auch habe Dr. Gurtner *bei den großen Gesetzen anderer Mi. ni st en en mitgewirkt. Dem Führer sei er ein treuer Gefolgsmann, dem deutschen Volk ein vorbildlicher Wahrer des Rechtes gewesen. Staatssekretär Or. Gchlegelberger au verhelfen und zum Bau von Soldatenheimen durch Spenden beizutragen Die Helden von Rar. vik und alle die Kämpfer, die bis zum Eismeer ad wehr- und einsatzbereit gegen den Feind auf Wachs für Deutschland stehen, werden ihren Dank duiH weitere treue Pflichterfüllung bis zum Endsieg bg. , künden. Die Spenden können aus das Konto der Arbeitsgemeinschaft für Soldaten, Heime bei der Bank der Deutschen Arbeit in Bec. lin, Nr. 79 500, unter dem Motto „Spende für Sol- datenheime" eingezahlt werden. Eröffnung eines Wehrmachtheimes in Prag. Prag, 3. Febr. (DNA. Funkspruch.) Mit der am ; Sonntag erfolgten Eröffnung des „Wehrmacht- Heimes" hat die Wehrmacht nun auch in Prag ein Heim erhalten, in dessen Geselligkeit die in Proz weilenden Soldaten das finden sollen, was sie in der Ferne am meisten entbehren: Haus und Heimat Der Kommandant von Prag schilderte in seiner Er- öffnungsansprache, wie das Heim für Soldaten de- * schaffen ist. Zwei große Räume sind als Gastwirtschaft und Caf6 eingerichtet, Lesezimmer, Spielzimmer und Billard stehen zur Verfügung. Kegelbahn und Schießhalle werden bald eingerichtet sein. Im Sitrn u Mtiiloch? Soldatenheim zu ersetzen, in dem bei Filmvorführungen, Kameradschaftsveranstaltungen oder bei gemeinsamem Spiel die soldatische Gemeinschaft gepflegt werden kann. Deshalb hat die Deutsche Arbeitsfront NS.-Ge- meinschaft ,Ä r a f t durch Freude" auf Grund einer Vereinbarung mit der Wehrmacht seit Jahren im ganzen Reich und besonders in letzter Zeit in den besetzten Gebieten unter Mitwirkung der Arbeitsgemeinschaft für Soldatenheime derartige Heime errichtet. Die besonderen klimatischen und verkehrstechnischen Verhältnisse in Norwegen bedingen einen besonderen Bautyp, von dem bereits mehrere von der NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" im Einvernehmen mit den drei Wehrmachtteilen fertiggestellt wurden und eine weitere Anzahl im Bau begriffen ist. Diese Maßnahme wird vom Reichskommissar für Norwegen, Josef Terboven, in weitestgehendem Maße unterstützt und gefördert. Der Führer selbst bekundet die Wichtigkeit der Aktion, indem er für den Bau von Sol- datenheimen in Norwegen den Betrag von einer Million Reichsmark 3 u r Verfügung ft eilte. An zahlreichen Orten Norwegens, überall dort, wo deutsche Soldaten Wache halten werden diese Heime kameradschaftlicher Gemeinschaft gebaut. Daher ergeht an das gesamte deutsche Volk der Appell, dem Beilpiel des Führers zu folgen, dieser herrllchen Aufgabe zur Erfüllung und d , 8elgrc ' p regiert . F sich se ■ ^«Politik • ne Politil * iQirb oerfr ' ul aus, d ' Nilatro -Miaus l W „D ! ? Ötbnun ■ Ws finb a I «n. üßem I ,0Ben eut !|[b "ierna l! MIs ejj Klein, ..^bsHs Welle ?.*r 7.'n Em m'5 a"getr Durch Verfügung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe wurde jetzt dieses Kampfabzeichen für die Flakartillerie aus- gegeben. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag. Berlin, 1. Febr. (DRV.) Das Oberto mmands der Wehrmacht gibt bekannt: Am gestrigen Tage griffen Kampfverbände eine größere Anzahl kriegswichtiger Ziele in London und Ostengland an. hierbei erhielt einer nationalen antibrittfchen Vereinigung ausgebrochen sein. Es fei zunächst zu Schlägereien zwischen Veranstaltungstellnehmern und auf UrL-L 2. sindlichen Soldaten gekommen. Militär aus der Umgebung hätte zur Niederwerfung der Unruhen eingesetzt werden müssen, die Polizei sei genötigt gewesen, Tränengasbomben anzuwenden und mit dem Gummiknüppel auf die Manifestanten einzuschlagen. Soldaten, die gegen die Organisation demonstrierten und versuchten, gegen die Büros dieser Organisation und deren Zeitung „Transvaler" vorzugehen, seien von der Polizei zurückgehalten worden. Vorher hatten die Soldaten jedoch bereits Fensterscheiben im Gebäude der Zeitung sowie im Zeitungsgebäude des Hertzog-Blattes „Vaderland" eingeschlagen. Wachsende Ausfuhrschwierig- keilen Südafrikas. Vigo, 2. Febr. (DNB.) Die Ueberschwemmung des südafrikanischen Marktes mit Früchten hat ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Die Früchte müssen, da die Lagerhallen nicht ausreichen, zum Teil offen gelagert werden. Daß hierbei ein großer Teil dem Verderb anheimfällt, ist unausbleiblich. Die Preise für Früchte sind auf G e - stehungskosten gesunken. Auch an Kartoffeln und Zwiebeln besteht in Kapstadt em Ueberangebot. Die Preise sind um 5 0 v. H. gefallen. England, das bei Kriegsausbruch die Abnahme der südafrikanischen Wolle in Aussicht stellte, kann bereits seit einiger Zeit in Anbetracyt seines Mangels an Schiffsraum den eingegangenen Verpflichtungen nicktmehr nachkommen. Die auf Export angewiesenen Farmer Südafrikas stehen daher vor wachsenden Schwierigkeiten. In East London allein lagern zur Zeit 130000 Ballen ohne Lagerraum, in Durban 135 000 Ballen. Die britische Wolleinkausskommission sah sich daher genötigt, den Bau von Lagerhäusern in Angriff zu nehmen. Mordanschlag auf neutralen Diplomaten in Kairo. Beirut, 1. Febr. (DNB.) Auf den diploma- tischen Vertreter einer neutralen Macht in Kairo wurde vom britischen Intelligence Service ein Mordanschlag verübt, der mißlang. Durch einen Koch, der sich am ersten Tag im Dienste des Diplomaten befand, wurde ihm vergiftetes Fleisch auf die Abendtafel gesetzt. Der Diplomat bemerkte bereits beim zweiten Bissen einen sonderbaren Geschmack und fühlte bereits ein Würgen im Halse. Abends lag er mit 40 Grad Fieber im Bett und ließ sich von einem neutralen Arzt behandeln, der schwere Vergiftungserscheinungen feststellte. Die Bitte um Laboratoriumsuntersuchung des Fleisches stellte der neutrale Arzt als aussichtslos hin, da alle Laboratorien in Kairo unter englischer Leitung stünden. England kaust Soldaten. Rom, 2. Febr. (Europapreß.) Der Emir A b - dullah Ibn Hussein von Transjordanien hat, wie „Popolo di Roma" aus Beirut meldet, einen Geheimvertrag mit England abgeschlossen. Es verlautet, daß der Emir 5 0 0 0 0 Söldner aus Iransjorbanien den Engländern zur Verfügung stellen soll. Dafür soll er 500 000 Pfund Sterling und außerdem zehn Pfund Sterling für jeden in englische Dienste übernommenen Söldner erhalten. Bis Ende Dezember soll der Emir bereits 5000 Söldner gestellt und dafür 50 000 Pfund Ster- fing empfangen haben. — Geld für Blut, die alte Berlin, 1. Febr. In Anwesenheit des Führers fand im Mosaiksaal der Reichskanzlei der Staatsakt für den verstorbenen Reichsjustizmini- ter D r. h. c. Franz (Büttner statt. Die Wir- kung des Raumes mit feinen gedämpften Färb- tönen in Braun, Gold und Grau erhielt ihre besondere Note durch die Blumenausschmückung, die sich mit den am Sarge niedergelegten Kränzen zu einem Blütenmeer in Weiß, Rosa und Grün ver- einigten. Eine goldumrandete Hakenkreuzfahne zierte die Stirnwand des Saales. Acht Beamte der Justizverwaltung in Uniform hielten die Ehrenwache am Sarg. Auf acht ttauerflorgeschmückten Podesten brannten Kerzen. An den Längswänden des Saales standen die Fachschaftsfahnen der Justizverwaltung. Zu beiden Seiten des Mittelspaliers von unisor- mierten Justizbeamten versammelten sich hervor- ragende Vertreter aus Staat, Partei und Wehrmacht, an ihrer Spitze der Stellvertreter des Führers, die Reichsminister Frick, von Ribbentrop, Dr. Goebbels, Darr£, Seldte, Graf Schwerin von Krosigk, Kerrl und Reichsprotektor Freiherr von Neurath. Als Vertreter des Reichsmarschalls Göring war Generaloberst Weiß erschienen. Ferner waren Generalfeldmarschall von Brauchitsch, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, Generalfeldmarschall Keitel, die Reichsleiter Dr. Ley, Dr. Dietrich, Rosenberg, Ritter von Epp, Hühnlein sowie zahlreiche Staatssekretäre und (Bauleiter anwesend, ebenso das Di- vlomatische Korps unter Führung seines Doyens, des päpstlichen Nuntius, der erkrankte Generalgouverneur Reichsminister Dr. Frank hatte eine Abordnung entsandt, die, von seinem Staatssekretär Dr. Bühler geführt, aus Vertretern des Reichsrechtsamtes der NSDAP., des Nationalsozialistischen Rechtswahrerbundes, der Akademie für Deutsches Recht und der Abteilung Justiz in der Regierung des Generlagouverneurs bestand. Nachdem die An. ehörigen des verstorbenen Reichsministers ihre Nlätze eingenommen hatten, betrat der Führer den Saal. Er schritt durch das Spalier der uni- ornperten Justizbeamten zu seinem Platz und be- grüßte die Hinterbliebenen. Sodann erfüllten die weihevollen Klänge des Parsival - Vorspiels von Richard Wagner, vorgetragen von der Staatskapelle Berlin unter Leitung von Professor Heger den Raum. HeichSminister Or. Irick hielt die Gedenkrede. Es sei ein tragisches Geschick, 0 führte er aus. daß mitten in einem so schweren, 0 weitgreifenden, so siegheischenden Rechtskampf Dr. Gärtner von uns gehen mußte Sein Name sei ur alle Zeiten mit dem Aufbau des Großdeuffchen Reiches verknüpft. Er fei durchdrungen gewesen von dem Bewußtsein, daß der Wert und der Unwert Stockholm, 3. Febr. (Europapreß.) Seit dem vergangenen Freitag wird, wie der britische Nachrichtendienst mitteilt, das öffentliche Leben in Johannesburg durch schwere Unruhen erschüttert. Am Freitag kam es erstmalig im Zentrum der Stadt zwischen Angehörigen der R e p u b 1 i k a - nischen Gesellschaft (Republican Society) und Polizei sowie Militär zu schweren Zusammenstößen. Zivilisten, die nicht der genannten Gesellschaft angehörten, stellten sich teilweise auf die Seite der Gesellschaftsmitglieder und gingen mit ihnen gegen die Polizei und Militär vor, als diese mit Gummiknüppeln und Tränengas der Lage Herr zu werden versuchten, lieber die Hintergründe der Unruhen ist von dem südafrikanischen Zensor bisher noch nichts freigegeben worden, jedoch unterstreicht man in London, daß es sich bei der Republikanischen Gesellschaft um eine ausgesprochen antibritische Organisation handelt, die nach der englischen Kriegserklärung verlangte, daß die Südafrikanische Union strikte Neutralität wahren solle. Arn Samstag kam es zu neuen Zusammenstößen. Wiederum benutzten Polizei und Militär Gummiknüppel und Bajonette, um die Demonstranten zu zerstreuen. Nach englischen Meldungen mußten bis Sonntag über hundert Teilnehmer der Demonstration in Krankenhäuser eingeliefert werden. Es handelt sich um die schwersten Unruhen, die Johannesburg seit Ausbruch des Krieges erlebte. Die Streitigkeiten sollen im Anschluß an die Veranstaltung Japans Budgetvorlage vom Unterhaus einmütig angenommen. Tokio, 2. Febr. (Ostasiendienst des DNB.) Die allgemeine Budgetvorlage über 6 860 Millionen Den für das Finanzjahr 1941/42 wurde in der Plenar- sitzung des Unterhauses einmütig angenommen. Gleichzeitig wurden der Sonderbetrag und die ergänzenden Budgetvorlagen für 1940/41 einmütig gebilligt. Finanzminister Kawada stellte fest, daß eine einstimmige Billigung des ordentlichen Haushalts bisher noch nie vorgekommen fei. Sie beweise, daß der Reichstag sich des Ernstes der Lage bewußt fei. Starkes Anwachsen der mandschurischen Industrieproduktion. Tokio, 1. Febr. (DNB.)'Kriegsminister Tojo legte dem Unterhaus Zahlen vor, die ein starkes Anwachsen der mandschurischen Roheisen-, Kohlen- und Stahlproduktion in den letzten drei Jahren zeigen. Die mandschurische Eisenproduktton hatte 1940 eine Zunahme um 46 v. H. gegenüber 1937 zu verzeichnen, während die Roheisenlieferungen nach Japan in derselben Zeit um 78 v. H angestiegen sind. Tojo machte auf oie Bedeutung dieser Zahlen im Hinblick auf das amerikanische Ausfuhrverbot für Roheisen für Japan aufmerksam. Weiter ist die mandschurische Stromerzeugung während der letzten drei Jahre um 80 v. H angestiegen, und auch die Erzeugung von Düngemitteln, Aluminium, Blei, Zink und synthettschen Deien ist entwickelt worden. Berlin, 2. Febr. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels erläßt zur Stiftung von Soldatenheimen folgenden Aufruf: Zahllos sind die Beweise inniger Verbundenheit, die die in der Feme auf Wacht für Deutschland stehenden Soldaten von der Heimat erfahren haben und täglich aufs neue empfinden. Auch die Wunschkonzerte für die Wehrmacht sind ja ein solches Zeichen des fielen Zusammengehörigkeitsgefühls, das Front und Heimat unerschütterlich verbindet. Besonders die deutschen Soldaten, die im Norden bis hinauf zum Nordkap, im arktischen Winter auf wichtigen Posten einsatzfreudig und wachsam ihren harten Dienst erfüllen, haben in den vergangenen Monaten neben vielen anderen Beispielen des Gedenkens der Heimat- eine Betreuung erfahren, die ihnen — vor allem hinsichtlich der Gestaltung der Freizeit — manche Erleichterung und viele Freude, Unterhaltung und Erbauung vermittelt. Und doch bleibt für die Betreuung der deutschen Soldaten in Norwegen noch eine Aufgabe zu lösen, deren Erfüllung gerade in diesem Land der gewaltigen Entfernungen und des harten Winters freudige Begeisterung finden würde. Nicht überall getanen es die örtlichen räumlichen Verhältnisse in Jen einzelnen Standorten, außerhalb des Dienstes zu kameradschaftlichem Beisammensein zusammenzu- kommen und die Freizeit gemeinschaftlich zu gestalten. Die beste Unterkunftsbaracke vermag nicht e i n ÄtuP M'Mlrr ' Pialige - hi nunD ' Mhause- :iÜ leinen peinigten ^letzten' ißonbi tssice ernst j-lt hat un l ii ianorieri tjranlre tarnte, hn zu erw • l'ifr ge|d)itf hingen Raiten in HllstanL Im auf i k he. Die titanischer i ttben koni | Mische' [ onnten le Ifrgenb jein 5 23t hatte, hort betör 1 -deren v I itt liebe [ onbon, ? Ueendi nm, beuo m genai Mitt in W Da/Hi Jftretär 0 I! benasch' ßelegramn «och US Itoie Do; lh Engla, inn sich, r tu erft Ira, • IN soll. Sommer wird sich ein Teil des Lebens im Wehren achthe im auf einer schönen Terrasse abfpieleti Auch Nebenräume für geschlossene Versammlungen j ^er Kameradschaftsabende, Vorträge und Tagungen Mnbogi werden nicht fehlen. Auch das im gleichen Gebäude I Di ,yfll *«** II 1 aus. so, a l s ob i Führer hatte den verdienten Offner durch sein Bild ausgezeichnet. e Der bekannte Heerführer General der Infanterie L e q u i s beging am 2. Februar seinen 80. Geburtstag. General Lequis, der als Pionier in das Heer eingetreten war. nahm an der China-Expedition die Aufständisch' Zügel hat wahrend seines langen Lebens zahlreiche Ehrungen erfahren, zuletzt durch die Verleihung der Goethemedaille zum 90. Geburtstage. Mit dem Orden der bayerischen Krone hatte er schon früher den persönlichen Adel erhalten. Mehrere Akademien zeichneten ihn durch die Ehrenmitgliedschaft aus; die Universität Gießen ernannte ihn zum Ehrendoktor. Werke des 88jährigen waren noch vor drei Jahren in der Ausstellung im Hause der Deutschen Kunst in München zu sehen. ' —y— u. a. auch das Ft.-Gerät zerschossen und unbrauch- bar geworden war., Das war Oberleutnant von Werras verwegenstes Jagdfliegerstück. Genau eine Woche später, am 5. September, wurde er dann im Luftkampf über England durch einen Treffer in die Maschine zur Notlandung an der englischen Küste gezwungen. Aber nun wird er bald wieder unter uns sein, und alle Männer unserer Jagdgruppe freuen sich bereits auf den Augenblick, ihm die Hand drücken zu können. Nur sein Löwe Simba wind ihn nicht mehr begrüßen können, denn er hat den rauhen Winter nicht überlebt. Oberleutnant von Werras verwegenstes Husarenstück. Von Kriegsberichter Harry Gehrn. Das Gemeinfchafishaus der NGOAP Von Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley. wagen floß das Benzin in Strömen, rundherum war alles in Flammen gehüllt. Zwei Maschinen am Liegeplatz und drei vor dem Baldachin brannten lichterloh. Auch das große Zelt stand bereits in Flammen. Somit waren mindestens fünf Maschinen am Boden vernichtet. • Inzwischen war es nun aber wirklich höchste Zeit für den Rückflug geworden, die Flak schoß schon wie wild, und auch die Benzinuhr ließ höchste Eile geboten erscheinen. Im Rückflug ging es nun über Die englische Landschaft dahin, dann über den Kapal und mit dem letzten Tropfen „Schnaps" im Tank nach Hause. Erst hier stellte Werra fest, daß seine Maschine zahlreiche Einschüsse aufwies und dazu gehöre und auch landen wollte." Immerhin war Dorlicht geboten, denn die Engländer befanden sich ja bei weitem in der Ueber- macht. Also wartete Werra erst mal, bis die ersten drei Maschinen auf dem Rollfeld aufgesetzt hatten, dann zog er blitzschnell seine „Beine wieder ein und ging zum Angriff aus die drei noch in der Lust befindlichen Maschinen über. Eine stürzte sofort ab und zerschellte auf dem Platz, die beiden anderen dagegen waren gerade beim Einschweben, als Werra sie erreichte und ihnen eine kräftige „Spritze" aus seinen Bordwaffen verabfolgte. Also noch zwei Abschüsse. Jnzwischne hatte Werra Zeit gehabt, sich den Platz genau anzusehen. So sauste er nun im Tiefflug weiter und beharkte eine ganze Reihe in einer Platzecke abgestellte Maschinen mit seinen MGs. Dann sah er einen großen Tankwagen, schoß diesen in Brand und gleich darauf noch einen großen Baldachin, unter dem offenbar noch weitere Maschinen standen. Aus dem Tank- DNB. .. 2.Febr. (PK.) Das war eine Freude bei den Männern unserer Jagdgruppe und unseres Geschwaders, als der Rundfunk die Meldung von der gelungenen abenteuerlichen Flucht des Oberleutnnts von Werra aus der englischen Gefangenschaft brachte. Franz von Werra war bis zu seiner Gefangennahme vorigen Jahres unser Gruppenadjutant und zugleich der beliebteste und verwegenste Jagdflieger unserer Gruppe. Innerhalb weniger Wochen hatte Oberleutnant von Werra acht Gegner mit brennenden Maschinen in die Tiefe geschickt. Die Engländer kannten ihn schon als den „Roten Teufel". Denn wenn er in seiner Me 109 aum Lüstkampf aufstieg, trug er über der Uniform stets eine knall- rote Jacke, an der sie ihn schon von weitem erkannten. Die Jacke hatte allerdings einen ganz anderen Zweck, sie sollte nämlich nur die Suche nach ihm erleichtern, falls er einmal Pech haben und in den „Bach" fallen sollte. Kam Oberleutnant von Werra dann vom Feindflug zurück, so begrüßte ihn als erster sein junger Löwe Simba, der auf unserem Feldflugplatz frei herumlies und der Liebling der ganzen Gruppe war. Sein verwegenstes Jagdfliegerstück hatte Oberleutnant von Werra wenige Tage, bevor er selbst im Luftkampf über England zur Notlandung gezwungen wurde und in Gefangenschaft geriet. Es war der 28. August 1940. Die Gruppe Halle „freie Jagd über England" gehabt. Die meisten Maschinen waren schon zurück und hatten bisher insgesamt acht Abschüsse melden können. Aber es fehlte Die Maschine des Oberleutnants von Werra. Eine halbe Stunde verging. Der Adjutant war immer noch nicht da. Niemand von den anderen Flugzeugführern hatte ihn während des Luftkampfes mit den englischen Jägern gesehen. Auch Funkmeldungen waren nicht eingegangen. Jetzt war schon fast eine Stunde seit der Landung der letzten Maschine vergangen. Man mußte damit rechnen, daß.Oberleutnant von Werra im Luftkampf über England abgeschossen oder zur Notlandung gezwungen worden war. Da brauste plötzlich im Tiefflug eine Maschine über den Feldflughafen und wackelte kräftig mit den Tragflächen. Es war die Maschine des Adjutanten. Wenige Augenblicke später war Oberleutnant von Werra gelandet und berichtete nun über seinen abenteuerlichen Luftkampf, in dessen Verlauf er drei englische Maschinen abscyoß und außerdem noch eine Reihe von Maschinen am Boden vernichtete. „Gleich nach meinem Eintreffen Über England kamen wir über Der Dhemsemündung in eine große Kurbetei mit Spitfires", begann Oberleutnant von Werra seinen Bericht. ,L>a hatte mich plötzlich eine Spitfire von hinten am Wickel. Beinahe wäre es schief Legangen, aber ich hatte gerade den Tommy noch rechtzeitig bemerkt, um nach unten wegzudrük. „Wer den Sieg nicht nutzet und ausbeutet, hat ihn schon verloren!" Durch Befehl des Führers ist schon jetzt der soziale Wohnungsbau bis in alle Einzelheiten fest, gelegt und gesetzlich verankert. Die Altersversorgung hat dem Führer vorgelegen, und er hat sie bereits gebilligt. Das Gesundheitswerk mit einer großzügigen Gesundheitsführung, dem Erholungswerk des deutschen Volkes, dem Freizeitwerk und der Krankenhilfe wird in Kürze dem Führer vorgelegt werden. Das Berufserziehungswerk ist in seinen Grundzügen fertiggestellt; es bedarf nur noch der formellen gesetzlichen Verankerung eines Zustandes, der heute bereits in der Praxis sich bewährt hat. Die Reichslohnordnung ist in ihren Grundzügen auch fertig und vom Führer gebilligt; es bedarf hier nur einer langwierigen Reihenuntersuchung, um zum gerechten Leistungslohn zu kommen. Was auf sozialem Gebiete geschieht, geschieht auf dem Gebiete der Erziehung, der Kultur, der Wirtschaft, des Nährstandes usw. Alle verantwortlichen Führer arbeiten und planen mit höchster Intensität und Verantwortung, um nach dem Endsieg vorbereitet zu sein, um mit aller Kraft das zu Der- wirklichen, was der Nationalsozialismus immet wieder gepredigt hat. Aber vor allem und jeder Planung und Ausführung steht die Gemeinschaft. Diese Ge- Zum 30. Januar, dem Tag der Macht. Übernahme, veröffentlicht der Reichsorgani- sationsleiter der NSDAP, erstmalig Grundsätzliches über das Gemeinschastsyaus der NSDAP., das nach dem Befehl Des Führers in jeder Ortsgruppe errichtet werden wird. Darin heißt es: Die junge nationalsozialistische Revolution, die den Gemeinschaftsgedanken als das Fundament allen menschlichen Fortschritts und jeglicher Entwicklung auf ihre Fahne schreibt, ist von der alten, absterbenden Welt des nackten Individualismus zum Kampfe herausgefordert und muß sich in diesem Kriege nicht nur gegen die Herr- schäft des Geldsacks und des Goldes behaupten, sondern wir Nationalsozialisten sind überzeugt, daß diese junge revolutionäre Idee von der rassischen und blutsmäßigen Gemeinschaft über die Welt des Manchestertums und der Anbetung des goldenen Kalbes naturgesetzlich siegen muß, mit demselben Naturrecht, wie Jugend immer und ewig das Alter überwindet! Um unsere Mission die uns das Schicksal gestellt hat, lösen zu können, müssen wir Ntaionalsoziali- ft en nach dem militärischen Sieg die nationalsozia- listische Ordnung schaffen, die uns unsere Idee und unser Wollen vorschreibt. Für uns gilt das Wort: >n zu erwarten, aber gleichzeitig durchblicken ließ, aß geschickte Manipulationen uns doch hinein- ringen könnten. Die amerikanischen Korrespon- snten in Bordeaux wurden kurz vor dem Was- mstillstand hellhörig und mißtrauisch, als Reynaud lles auf die Karte seiner Botschaft an Roosevelt itzte. Die Korrespondenten wußten, daß kein ame- kanischer Präsident eine so entscheidende Antwort eben konnte, wie sie erforderlich war, um den anzösischen Widerstand auftechtzuerhalten. Sie innten keine andere Erklärung finden, als daß :genD jemand Reynaud zu der Annahme veran- ißt hatte, er könnte eine solche entscheidende Ant- »ort bekommen, und sie konnten dahinter niemand oberen vermuten, als unseren Botschafter B u l - itt. Ueber die Doppelrolle unseres Botschafters in ondon, Walter Page, erfuhren wir e r st nach ieendigung des Weltkriegs. Sollten wir ns, bevor wir einen neuen Krieg riskieren, nickt rft genau von der Rolle überzeugen, die Aul» ! tt in Paris gespielt hat? Willkie plötzlich zurückgerufen. und an den Kämpfen gegen die Aufständischen in Südwestafrika teil. Im Weltkrieg erhielt er das Eichenlaub zum Pour le mörite. Im Dezember 1918 wurde er beauftragt, in Berlin die Ordnung wiederherzustellen. 1920 schied er aus dem Heeresdienst fen. Der Engländer kam hinter mir her, und nun ging es in eine große Wolke hinein. Da machte ich plötzlich einen Looping, und als wir wieder aus der Wolke herauskamen, hatte ich den Engländer vor mir und schoß ihm aus allernächster Nähe den La- Den voll. Da fing er sofort an zu brennen und sauste ungespitzt in die Tiefe." Das war der erste Abschuß an diesem Tage, Dabei war Oberleutnant von Werra bis auf 500 Meter heruntergekommen und befand sich nun plötzlich mutterseelenallein über England mit seiner Ma- schine. Wieder aufzusteigen hatte keinen Zweck, da über ihm in den Wolken viele englische Jäger hin- gen und ihn sofort erledigt hätten. Also ließ er sick weiter nach unten durch Die Wolken durch, um sich Dann nach Hause Durchzuschlagen. Doch welche lieber- raschung. Gerade, als er durch Die Wolken stieß, bemerkte er unter sich sechs englische Jagdmaschinen, Die gerade zur Landung auf einem Feldflughafen ansetzten und bereits die Fahrwerke herausgestreckt hatten. „Kurz entschlossen steckte ich ebenfalls meine ,Seine' heraus", berichtete Werra weiter, „hängte mich an die sechs Hurricanes hinten an und t a t Wie „(Karriere della Sera" meldet, hat Mussolini in Begleitung des Generalftabschefs der italienischen Luftwaffe, General Pricolo, eine Besichtigung von Flugplätzen im Operationsgebiet vorgenommen. In verschiedenen Ortschaften des nordwestindischen Hochlandes Waziristan kam es wieder $u blutigen Zusammenstößen zwischen Den aufständischen Waziri-Stämmen und englischen Truppen, die vor 8/< Jahren zur enDgüItigen Niederwerfung des Auf- standes in Waziristan zirsammengezogen worden roa- ren. Oer Tiermaler Heinrich von Zügel t» Wie aus München gemeldet wird, ist dort der bekannte Tiermaler Professor Dr. h. c. Heinrich von Zügel, der vor drei Monaten seinen neunzigsten Geburtstag begehen konnte, an den Folgen einer Grippe g e st o r b e n. Eine zu Zügels Ge- burtstag veranstaltete Ehrenausstellung, die am Sonntag in Der Ständigen Ausstellung der Kameradschaft der Künstler als Sonderschau von Werken Des Meisters in München eröffnet wurde, wird nun zu einer Nachlaß- und Gedächtnis-Ausstellung. Zügel wurde am 22. Oktober 1850 in Murrhardt in Württemberg geboren. Sein Vater war Besitzer einer großen Schäferei; der Sohn lernte also schon als Kind eines feiner Lieblingsmotive aus vielfältiger Anschauung kennen. Die künstlerisch veranlagte Mutter förderte die früh sich zeigenden Anlagen des Knaben, der bereits als 14jähriger mit Zeichnungen auf einer Stuttgarter Ausstellung Die Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Ein Stipendium ermöglichte ihm Dann in Stuttgart eine ordentliche AusbilDung. 1869 siedelte er nach München über, wo er den größten Teil seines gesegneten Lebens zubrachte. Sein Bild „Schafwäsche" auf der Wiener Weltausstellung von 1873 brachte ihm Die golDene MeDaille und den ersten großen Erfolg; aber er hatte noch schwer um die Festigung seiner Existenz zu kämpfen, bis ihn der entscheidenoe Erfolg zweier Bilder auf der Münchener Internationalen Aus- stellung von 1889 von äußeren Sorgen befreite und ihm Studienreisen nach Holland und Belgien ermöglichte. 1894 wurde er Lehrer an der Karlsruher Akademie, kehrte aber schon im folgenden Jahre nach München zurück, wo er als Leiter Der Tier-Abteilung an Der Akademie Die Entwicklung Der Münchener Malerei in den letzten Jahrzehnten entschieDen beeinflußte. Heinrich von Zügels Gemälde finden sich In fast allen großen Galerien. Mit Bildern wie „Ruhende Schafherde", „Knabe mit Rind", „Rinder auf sonniger Weide", „Spätnachmittag im Moor" — um nur einige aus großes Fülle zu nennen — wurde er Der deutsche Tiermaler unserer Zeit schlechthin; vielleicht Deuten die wenigen aufgeführten Titel seiner Bilder schon an, daß er nicht in einer realistischen Wiedergabe des Modells Genüge fand: Zügel ist nicht nur ein großer Tiermaler, sondern auch ein bedeutender Impressionist gewesen, in dessen Bildern sich der geschulte Blick für Das charakteristische Wesen des Kreatürlichen mit einem zart und empfindlich reagierenden Sinn für Die Wirkungsmöglichkeiten von Licht unD Farve verband. melnfchast Darf nicht nur gepredigt und durch 93er- orbnungen und Gesetze ihre Schädlinge ausgemerzt und vernichtet werden, und — ich bekenne es offen — nicht einmal die beste Organisation, wie wir sie heute sicherlich in der Partei, ihren Gliederungen und Verbänden besitzen, ist allein letzter Garant für bas ewige Bestehen biefer Gemeinschaft; sondern es gilt für die Gemeinschaft das gleiche, was auch für ben Sozialismus Geltung hat: nämlich die Erkenntnis, baß man die Einsicht, das Wollen und die Organisation durch die Errichtung und das Bauen von materiellen Einrichtungen in Stein und Eisen für alle Ewigkeiten verankert! Erst das Umsetzen der Grundsätze und Erkenntnisse in praktische materielle Tatsachen gibt »die Gewähr, daß das sozialistische Wollen der Führung für alle Zelten fest verankert ist. Dasselbe gilt für die Gemeinschaft. Die Gemeinschaft muß räumlich irgendwo an einem festen Platz l n einem Gemein sckaftshaus beheimatet fein. Dieses Gemeinfchaftshaus ist alsdann der Mittelpunkt Der Ortsgruppe. Erst, wenn jede Ortsgruppe der NSDAP, ein solches Gemein- schaftshaus besitzt, wird Der Nationalsozialismus für alle Ewigkeit fest und unausrottbar begründet fein. Das ist der Wille des Führers! Deshalb hat der Führer Den Bau der Gemeinschaftshäuser befohlen und hat schon während des Krieges angeordnet, IL6. das Grohüllager von Southampton Volltreffer mit nachfolgender Vrandwirkung. Lin feindliches Handelsschiff wurde an der britischen Ostküste stark beschädigt. Fernkampfflugzeuge versenkten im Seegebiet westlich Irland zwei Han- delsschlfse von zusammen 10 000 BRI. Lin weiterer britischer Hafen wurde planmäßig vermint. Der Feind flog weder in das Reichsgebiet noch in ble besetzten Gebiete ein. London erhält eine „Kraterbrücke". Stockholm, 2. Febr. (DNB.) London hat „eine leue Brücke" erhalten. Sie wird nach alter Tro- Mtiou der Lordmayor von London in voller Gala in Aegenwart Willkies und umgeben von Den Aelter- nännern und Sheriffs einweihen. Den berühmten Alaswagen wird Der Lordmayor allerdings wegen !cr Fliegergefahr zu Hause lassen. Eine deutsche Fliegerbombe hatte'einen Krater aufgerissen, Der so :roß ist, daß es der Londoner Straßenbauoerwal. .Mg praktischer erschien, in einmonatiger Arbeit von 10 Arbeitern eine große Brücke über dieses ftiefenlod) zu schlagen, als es mit Erde und Schutt :u5füüen zu lassen. Die neue Kraterbrücke ist fünf Dieter breit und besitzt, auf jeder Seite einen Weg üt Fußgänger. Sie ist aus Holz gebaut und ruht urf einer massiven aus zwei schweren eisernen Brüdenbogen bestehenden Eisenkonstruktton. Vullitts Doppelrolle inparis. Neuyork, 2. Febr. (DNB.) Im „New Port Daily Mirror" heißt es: „Was hat SB u11i tt (der chemalige Botschafter Der USA. in Paris) Frankreich nun wirklich gesagt?" Vor dem Ausschuß des Unterhauses habe Bullitt behauptet, er habe Frankreich keinen Grund zur Annahme gegeben, daß Die Bereinigten Staaten zu Hilfe kommen würden. m\ letzten Weltkrieg, Jo faate das Blatt, hatten wir n London einen Botschafter, der Dem Forelyn Jffice ernste Warnungen aus Washington übermtt- ?lt hat und gleichzeitig privattm sagte, man möge ie ignorieren. Haben wir Diesmal einen Botschafter i Frankreich gehabt. Der« Das Land offiziell parnte, keine Hilfe von den Bereinigten Staa- Washington, 1. Febr. (Europapreß) Staats- sckretär Cordell Hüll schickte zur allgemeinen j ieberraschung an. Wendel! Willkie in London ein elegramm mit der Aufforderung, s ch n e 11 ft e n s a ch USA. zurückzukehren. Angeblich soll Zillkie vor dem Senatsausschuß zur Unterstützung s Englandhilfe-Gesetzes erscheinen. Dennoch fragt Iran sich, weshalb Willkie nun so plötzlich, nachdem it erst trapp eine Woche in England wellt, zurück- chren soll. Jugoslawien und -ie europäische Neuordnung. B e I g r a D, 2. Febr. (Europapreß.) Die „Breme", w regierungsamtliche Blatt schreibt, Jugoslawien ibe sich seit Beginn Des Krieges für eine Neutra- lätspolitik eingesetzt. Gleichzeitig habe es aber auch ine Politik Der Freundschaft zu Deutschen- D verfolgt. Die Politik Jugoslawiens gehe Dar- uf aus, Die eigenen Interessen zu wahren, alle Komplikationen aus dem Wege zu räumen und das Land aus dem Konflikt herauszuhalten. Das Blatt S»ließt: „Deutschland ist bemüht, den Frieden und e Ordnung auf dem Balkan aufrechtzuerhalten, kies sind auch unsere eigenen Bemühun- gen. Wenn das Jahr 1W1 wirklich das Jahr der großen europäischen Erneuerung sein soll, dann wirb niemanb lieber an diesem Heke mitarbei- b n als Jugoslawien." Kleine politische Nachrichten. Stabschef Lutze nahm die Meldung ^>er in den t enststellen Des Führers beschäftigten SA--Führer uib -Männer entgegen. Nach kurzer Begrüßung dir im Empfangsraum der Adjutantur bes Stabs- ipfs angetretenen Männer, von Denen sich auch eine gcnze Reihe als neubeförDert melden konnte, gab br Stabschef die Parole für das nunmehr begon- itsne IX. Jahr Der nattonalfozialrstischen Revolution ans. ♦ Der ehemalige österreichische Eisenbahnminister ^Idmarschalleuttiant Emil Freiherr von Gut- li n ber g, Der am 4. Januar fernen 100. Geburts. kg feierte, ist in Salzburg geftorben. Der Deutsche Reichspost dieu-t üttö jleuw&t tpM» mit dem ! Alle sind wir heute aufs Sparen eingestellt, um in allen Lebenslagen sicher zu sein. Das Postsparbuch macht das Sparen großer und kleiner Beträge für den Sparer in der Heimat ebenso leicht und bequem wie für den Sparer an der Front! Einzahlungen und Abhebungen können bei sämtlichen Postämtern, Poststellen und LandzusteUcrn in Großdeutschland vorgenommen werden. Selbst kleinste Pfennigbeträge können in Form von Briefmarken mit der Postsparkarte für das Postsparbuch zusammen gespart werden. Wer im Felde steht, kann seine Ersparnisse mit Feldzahlkarte auf sein eigenes Postsparbuch oder auf das Postsparbuch von Angehörigen ein zahlen. Man kann auch Postsparbücher für Dritte ausstellen lassen. Deshalb ist das Postsparbuch die gegebene Sparmöglichkeit für jeden Deutschen. Gehen Sie noch heute zu Ihrem Postamt. Verlangen Sie die ausführliche „Anleitung für Postsparcr" und lassen Sie sich ein Postsparbuch ausstellen daß alle Vorbereitungen und Planungen in Angriff genommen werden, damit nach Beendigung des Krieges die Errichtung der Gemeinschaftshäuser mit aller Tatkraft und Energie durchgeführt werden kann. Die Gemeinschaftshäuscr der NSDAP, dienen der Betreuung der Volksgenossen auf allen Gebieten des täglichen Lebens sowie der Vertiefung des Gemeinschaftslebens in den Ortsgruppen. Im Gemein- lchaftshaus müssen daher diesen Aufgaben ent. sprechende Räume untergebracht werden. Das sind: 1. Die Dienststellen der Partei, Gliederungen und angeschlosscne Verbände, 2. der Feierraum mit ent. sprechenden Neoenräumen, 3. die kleine Gaststätte mit Küche, 4. die Gesundheitsstation, 5. ein Kin- vergärten, 6. eine Sportanlage. Im Laufe der kam« menden Jahre soll in jeder Ortsgruppe ein solches Gemeinschaftshaus errichtet werden. Der Zweck der Gemeinschaftshäuser der NSDAP, in txn Ortsgruppen ist Zusammenfassung aller Dienststellen der Partei, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände, Abhaltuna von Kundgebungen, Mitgliederversammlungen, Appellen, Führerbesprechungen, Durchführung von Feierstunden, Durchführung kultureller Veranstaltungen, z. B. künstlerischer Darbietungen (Kraft durch Freude) und wissenschaftlicher Vorträge, Veranstaltung von Filmabcnden, Durchführung von jeder Art Kursen des Volksbildungsmerkes, Geselliges Bei- sammensein bei Spiel, Musik und Literatur, Vor- sorgende ärztliche Betreuung der Volksgenossen, Gesundheitliche Betreuung der werdenden Mütter, Reihenuntersuchungen, Kinderbetreuung, Durchführung jeder Art von Leibesübungen. Damit wird das Gemeinschaftshaus der volkskulturelle, sportliche und gesellschaftliche Mittelpunkt der Orts, gruppe. Jeder Volksgenosse findet hier die Betreuung und Erholung, die er sucht. Es ist grundsätzlich dafür zu sorgen, daß die Amtsräume der Partei von denen der Staats- oder Stadtuerwaltungen baulich getrennt werden, d. h. es ist nicht wünschenswert, daß beide Verwaltungen in einem Gebäude untergebracht werden. Es muß jedem Volksgenossen klar sein, daß die Geschäfte des Staa- tes ober der Gemeinden von denen der Partei getrennt sind. Das Bürgermeisteramt kann zwar in der Grundhaltung eine ähnliche Planung auf- weisen, jedoch soll das Dienstgebäude der NSDAP. o(4 solches deutlich erkennbar sein. Das Bindeglied des Parteihauses als Sinnbild der weltanschaulichen Führung und des Bürgermeisteramtes als Zentrale des praktischen Vollzuges kann die Feierhalle bilden, die in ihrem architektonischen Ausdruck immer der künstlerische Schwerpunkt sein soll. Entsprechend diesen Ueberlegungen ist genügend Platz für das Gcmeinschaftshaus vorzusehen. Mit den zuständigen Stellen des Staates werden ent. sprechende Erlasse für die Freihaltung dieser Plätze vorbereitet. Im Gemeinschaftshaus muß sich grundsätzlich auch die Dienststelle des örtlichen HI-Führers be- finden. Ob dort, wo noch kein HJ.'Heim errichtet ist, in Zukunft auch dieses Haus am Platz des Ge- meinschaftshauses errichtet werden soll, wind je. weite von den örtlichen Gegebenheiten sowie von der Möglichkeit der Unterbringung der für das Ge. meinschaftshaus notwendigen Anlagen abhängig fein. Vor Festlegung der Raumgröße der Feierräume und der Ausmarschplätze sind eingehende Unter, suchungen darüber anzustellen, welcher Art die Fcierhallen und Aufmarschplätze der Gausoren und Kreisforen sein werden und welchen Umfang sie haben können. Dabei ist besonders zu beachten, daß in bereits erbauten Städten oft für mehrere Ortsgruppen zusammen nur ein Fcierraum gebaut werden kann. Gleichzeitig kann diese Stadt z. B. auch Gauhauptstadt und Kreisstadt sein. Die einzelnen Feierhallen und Aus. marschplätze sind daher entsprechend diesen lieber- legungen in das Gesamtbild der Stadt einzuordnen. Die Ehrung der Gefallenen der Bewegung und der Gefallenen dieses Krieges, die im Kampf um die nationalsozialistische Revolutioy und den nationalsozialistischen Endsieg ihr Leben ge. opfert haben, ist Aufgabe der Partei. Es ist deshalb notwendig, einen würdigen Ehrenhof der Gefallenen bei der Anlage der Gemeinschaftshäuser vorzusehen. In den Gebäuden soll jedoch ein Ehrenhof nicht eingebaut werden. Die Beerdigung findet Dienstag, 4. Februar, nachm. 2 Uhr statt. 594 D Fernruf 2251 WW'/z tö LORI Hl Gießen (Neuen Bäuc 7), den 3. Februar 1941. j92 D Heute Montag Erstaufführung Oießen-Wieseck, den 3. Februar 1941. 588 D JT WILLY FORST! DER REPRÄSENTATIVE WIEN-FILM Junger 7 Nbr. 580D PQLQST Giessen Die Trauerfeier findet Dienstag, den 4. Februar, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. KleineAnzeigen m Wictirncr Hnjeigfi rorrhrn von Imiifnhri beadjtet und ßdeirn. Am 1. Februar, zwanzig Tage vor Vollendung seines 90. Lebensjahres, verschied nach einem ereignisvollen Leben unser lieber Vater, Schwieget vater, Grohvater und Urgroßvater Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marg. Linde, geb. Waldschmidt Kinder und Enkelkinder. Albach, Lieh. Bettenhausen, Bad-Nauheim, Daubringen, den 3. Februar 1941. Suche nicht zu unge, zuverläss. Hause gehiltin für % Tage. I527D Frau M. Täuber! Seltersweg 70 II. Frau Pro!. Gönli er Wartiveg 5. Die trauernden Hinterbliebenen: Katharina Euler Witwe, geb. Balser Lina Fey, geb Balser, und Familie Johann Balser und Familie Heinrich Balser und Familie Dr. Ludwig Balser und Familie. sage Ich allen meinen herzlichen Dank. Wilhelm Bierau. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang meiner Heben Frau Lina Bierau Karl Balser I Polizeidiener i. R. Für Führung ein.HauöhallS wird Hräuleinod.Zrau mit nuten Kochtenntmsien auf en. 3 Wochen (nb Mitte FebruarI gesucht. Sofortige Angebote mit Referenden imt 593D an den Gieß Situ Am 80. Januar verschied infolge eines Unglücksfalles mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Gregor Linde im Alter von 55 Jahren. Schulftrab- 7 GleheN Es wirken mit: Die Wiener Philharmoniker • Chor und Ballett der Wiener Staatsoper SPIELLEITUNG: WILLY FORST Die klassische Wiener Operette ist der eigentliche Held dieses musikalischen Großfilms, der ein dramatisches Zeitbild aus dem Wien der unsterblichen Musiker Strauß, Suppö und Millöcker ist. Die schönsten Melodien der drei großen Komponisten klingen durch den Film, der in einem gewaltigen Rahmen das interessante und ergreifende Schicksal Franz Jauners schildert, des „Königs der Operette" Jugendliche haben keinen Zntrltt. NEUESTE UFA-TON-WOCHE Beachten Sie die Anfangszeiten: Täglich 3.00 4.45 5.00 Sonntags 2.30 4.45 730 Hauptf. Woche Hauptf. M eu'e von Obrem tßlefjener 'Bud)l)änMer ra» utr- r fd) bcbil e tc TDerh-blatt TVreun •<' er Natur sind ,,Vrcun>,r nufer •nilffcer" llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll im Verleih der Tobis WILLY FORST / MARIA HOLST / DORA KOMAR PAUL HÖRBI. ER / LEO SLEZAK / TRUDE MARLEN SIEGFRIED BREUER / GUSTAV WALDAU Vermietungen! 4-Zimmer Wohnung mit Pad per 1. März oder April zu vermiet. Scbriftl Angeb. mit.5911) an den Gieß. Anz. erbet. I Mietgesuche | 3-4-Zimmer- Woinung von höherem Be amten sofort od später, auch in Wieseck, gesucht. Schriftliche Angebote mit. 0390 an den Gießener Anzeiger erbet (stellenangebote| Willi für mehrer Tage in der Woche, dauernd od. uor- ilbergehend gcf Bley er Georg - Philipp - Gail« Str. 6 lo»n neu, Größe 44 lom zu verkaufen. Auskunft durch Anruf 2509. von 3 bis 6 Uhr. 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Nur so kann die dem Vorteil der Allgemeinheit dienende Genauigkeit de» auch während des Krieges wichtigen Nachschlagewerkes erzielt werden. Die Geschäftswelt wird davon benachrichtigt, datz neben der Hausliste eine Firmenliste abgegeoen wird, die den geschäftlichen Notwendigkeiten für die neue Adretzbuchausgade eingehend Rechnung trägt. Der eigene Vorteil aller Geschäftsleute ist es, 'bad sie diese Sonderliste sofort und vollständig aus- süllen; sie wird gleichzeitig mit der Hausliste nach einigen Tagen wieder abgeholt werden. Vereins- und Kasfen-Vorstände sowie andere am Vereinewesen Beteiligte wahren die Belange ihrer Vereine durch entsprechende Einträge in die d dafür vorgesehene Abteilung der Hausliste. Oberhesfischer Adrehbuch-Verlag Die baukllnstlerische Gestaltung sämt. llcher Gemeinschaftshäuser der Partei wird von dem Generalbauinspektor Pg. Professor Speer überwacht. Die Finanzierung und Aus» führung sowie die spätere Verwaltung und ErhaL tung der Gebäude erfolgt durch den Reichs, schatzstieifter als Bauherr. Die Dienststellen der Kreisleitünaen werden in b e» sonderen Häusern zusammengesaßt werden, lieber Art und Umfang sowie Planung werden zu gegebener Zeit ebenfalls Richtlinien herausgegeben werden. Die ersten drei Gemeinschaftshäuser sind in der Planung fertiggestellt, genehmigt und werden — soweit es die Bedürfnisse des Krieges erlauben — in Angriff genommen. Die Planung weiterer 300 Gemeinschaftshäuser steht kurz vor dem Abschluß und es ist zu hoffen, daß wir mit Kriegsende großzügig — wie es der Führer befiehlt — den Bau dieser Gemeinschaftshäufer durchführen können. Soweit im Kriege Siebten, gen gebaut werden, wird jede, neue Siedlung mit einem solchen Gemeinschaftshaus verbunden fein. vaupndtctfUwer: Dr ,vrtetnd) Wil beim Lange SttUvertretn m Hculptschri'Neiter, (hnft vlumschetn. Berantwörtlich ßt f oittl Unb Bilder Dr flfr. W. Lange ftir da« kzeu'.ieton: Dr. Han« Thyrioft flr Stad' »tefcen. Provm,, «trt>cha>. u. Sport: <4enn B>um,che n. Drud uno Vertag Brüpl'che Unirer-ttduDturferet W. t'anflf » ®, Bertaartetter Sr Fei» hvenn mar Landwirt Der Mc t L l*.t ®, ! '->°d . I Ss ol !!1” d-- % ÜÄ Uer # Wichiigkei ■fjinb er I mn feine mut sich Rntthias Auch n in/ar fäll gT'bls in [Rennen a Sonne Hel «um Troj llouptet ei ßin siahr Lieben I ^tage bi ff»! Wzei Md) da bie Film die fi rfem ßeroc IlN friert (fit* Oder rinjt her .i Spielen l mb lier Jnaben bk Rolfe gunf macht P -rebrua Äffen r,1niar m Jjjt es) nJ1 H "®nt, *rchjF S' > »!>>r &« NEUESTE WOCHENSCHAU Heute Montag Neuaufführung Lichtspielhaus Täglich ai5 5.15 730 jugendliche haben keinen Zutritt. 585 A Giefeener Vortragsring Goethe Bund / Kulturelle Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein) / Volksbildungsstätte Oiebeo Heute Montag, den 8. Februar 1941, abends 7.15 Uhr, Neue Aula der Universität t Lichtbilder-Vortrag des bekannten Kunsthistorikers Dr. Oskar SCHÜREjR Wiens deuisclie Sendung Kartenverkauf Saalkasae. 471D Ein leichtbeschwingter Film, an dessen Spitze ein humorbtgabtes Knsemble steht — ein Film, der Schwung,Tempound Schmibhat. M» Magda Schneider Wolf Albach-Retty Fritz Odemar Rudolf Platte Hilde von Stolz H. O. Meyerink Dauer-Feuerzeug D. R. 0. M. (Westentaschenformat) Spendet ce. 3 Mon. Feuer bei einmal. Auffüllung. Funktioniert tadellos. Unverwüstlich Im Gebreuoh. StOck95 Pfg. Mit dazugehörigem Sortiment Brennstoff u. Feuersteinen RM 1.50, 5 Stück RM 7.— und Porto gegen Nachnahme. Emst Web ar« Langenohursdorf/Se. 32 Jahre, Witw., mitLMädchen, i. Alter von 3 und 4 Jahren, und 6d Morgen Land, sucht tüchtige Haushälterin vornLande.Evtl. svätere Heirat. Zuschriften mit. 0391 an d. G. A. Nr. 28 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Montag. Z.Zebruar 1941 Kinder im Schnee. . Bon Hedwig Forstreuter. Sie kamen den verschneiten Fußweg hergelaufen, eifrig und kläglich rufend, zwei fefyr kleine Kinder, die betrübt waren. ,Lisabeth, Lisabeth!" rief der kleine Junge in Jammertönen, von stoßweisem Schluchzen unterbrochen, und er rannte so schnell, wie die kleinen Füße chn im Schnee nur vorwärts trugen. Das Schwesterchen folgte ihm mühsam, sie kam noch langsamer voran als er. Auch sie stieß klagende Rufe aus, nur daß sie nach einer Annemarie schrie. Hatten die Kleinen sich verirrt und wußten nun den Weg nicht? — Die Erwachsenen, die auf der anderen Seite der schon halb ländlichen Straße gingen, sahen wohl zu ihnen hinüber, aber niemand fragte nach ihrem Kummer oder versuchte, ihrem blinden Laufen Einhalt zu tun. • Einmal stolperte das kleine Mädchen und fiel in einen Schneehaufen; sie rappelte sich wieder auf, aber nun hatte der Bruder einen Dorsprung gewonnen, sie sah es und weinte nur kläglicher, abwechselnd seinen Namen und den Ruf nach Annemarie ausstoßend. Aber er hörte nicht auf sie, fein Blick war vorwärts gerichtet in die Weite und schim- mernde Weiße der Landstraße, die vor ihnen lag. Don ihrem Jammer gerührt, schritt eirte Frau über den Fahr da mm und blieb auf dem schmalen Fußweg vor den Kindern stehen, um nach dem Grund ihres Weinens zu fragen. Nein, die Mutti hatten sie nicht verloren, aber ihre älteren Schwe- ftern! „Sie wollten uns mitnehmen nach der Mühle", schluchzte die Kleine, die nun auch herangekeucht kam. — Der Junge ließ sich nicht durch Fragen aushalten, er rief weiter mit einer Stimme, die das härteste Herz erweichen mußte, das der großen Schwester aber ungerührt gelassen hatte. Die Frau redete den Kindern gut zu: „Ihr müßt nicht so jammern", sagte sie, „eure Schwestern sind schon weit fort, seht einmal, die Straße ist schon ganz leer, ihr könnt ihnen nicht mehr nachlaufen, denn ihr findet sie nicht mehr." Die Kinder sahen mit großen Augen zu der Tröstenden auf. „Sie hatten aber versprochen, uns mit- zunehmen." — Dis Frau fühlte sich für die Schwe- Heuer großer Erfolg für das Kriegs-MW Ehrung her kinderreichen Wfter in Gießen-Hord liche Glückwünsche aus und erinnerte sie daran, daß ZahreshanptaMllderGießenerallenArMeristen Am Samstagabend fand im Kameradschaftsheim „Hessischer Hof" der Jahreshauptappell der Artilleristen kameradscha ft 1895 Gießen unter Leitung des Kameradschaftsführers Müller statt. Die Kameraden hatten sich dazu in sehr großer Zahl eingefunden. Der Kameradschaftsführer stellte an die Spitze seiner einleitenden Worte die enge Verbundenheit der Kameraden in der Heimat mit den im Felde Im Rahmen des anschließenden Jahresberichts konnte Kamerad Röder namens der Kassenprüfer den ordnungsmäßigen Befund der Kassengeschäfte und eine gesunde finanzielle Grundlage der Kameradschaft feststellen und bnbei die vortreffliche Führung der Kassengeschäfte durch den Rechner, Kamerad Stephan, mit warmen Worten her Anerkennung hervorheben. Gestützt auf diesen Bericht konnte der Kameradschaftsführer dem Rechner den wohlver- dienten Dank der Kameradschaft für feine anerkennenswerte und arbeitsreiche Tätigkeit ausfprechen und ihm zugleich Entlastung für das verflossene Geschäftsjahr erteilen. Der stellvertretende Schriftführer, Kamerad Faber, gab den Arbeitsbericht i her Führerschaft über das abgelaufene Jahr, aus Derdmikelungszeit 3. Februar von 18.11 bis 9.02 Uhr. ehrenden Nachruf. Während des stillen Gedenkens spielte die Musikkapelle das Lied vom guten Kameraden. Sodann überreichte Pg. Thomas den 86 kinderreichen Müttern der Ortsgruppe das vom Führer gestiftete und verliehene Ehrenkreuz; 9 Mütter erhielten es in Gold, 17 in Silber und 60 in Bronze. Der Ortsgruppenleiter sprach allen Müttern herz- Die Reichsstrahensammlung für das Kriegs-Winterhilfswerk, die am vergangenen Wochenende und am gestrigen Sonntag durchgeführt wurde, gestaltete sich auch in Gießen und im Kreise Wetterau zu einer neuen starken Bekundung der Hilfsbereitschaft für das Kriegs-WHW. und der Verbundenheit aller Bevölkerungsfchichten im Geiste des nationalsozialistischen Gedankens der Volksgemeinschaft. Die Sammler, Beamte und Handwerker, waren an beiden Sammeltagen vom frühen Morgen bis zum Abend unermüdlich und überall unterwegs, um die Sammelbüchsen für das Kriegs-WHW. möglichst ganz oder mindestens doch zu einem erheblichen Teile durch die Spenden der opferfreudigen Geber füllen zu lassen. Die schönen Majolika-Abzeichen der Sternbilder fanden überall gern Käufer, viele von ihnen erwarben zwei, drei und mehr der Abzeichen. Daneben waren noch die üblichen „Nachleser" eifrig am Werk, die auch von den Volks- genoffc» mit ein ober mehreren Abzeichen durch freundliche Einladung immer noch einen Groschen einen Fünfer usw., manchmal auch mehr locker zu machen verstanden und damit ihren Sammelbüchsen in verstärktem Maße „Munition" für das Kriegö- WHW. zuführten. Eine Reihe von Sonderveranstaltungen diente dem gleichen Zwecke. Die Reichsbahn gab auf einem Abstellgleis des Oberhessischen Bahnhofs hinter dem früheren Hotel Kühne Gelegenheit, eine moderne große D-Zug-Lokomotive und daneben eine geradezu kümmerliche Vertreterin des französischen Loko- motivparks zu besichtigen, ferner an einem Läute- ttferf nach Belieben zu bimmeln und andere Ein- richtungen zu sehen, während Schaffnerinnen der Worte der Begrüßung an die Mütter. Pg. Hitz verlas dann das Führerwort: „Wenn wir heute von jedem das höchste verlangen, so nur deshalb, um jedem das höchste wiederzugeben ...", das sich insbesondere an die deutsche Frau und Mutter richtet. Sodann hielt der Ortsgruppenleiter die Feieransprache. Er betonte, daß heute zum vierten Male, und trotz des Krieges, die Mütterehrungen vorgenommen werden könnten. Wie der Soldat für feine begonnen. In den streng bemeffenen Strophen wird der Dichter, dem Georgefchen Weltbilde gemäß, als einsamer, richtender Seher und Mahner d^m Volke gegenübergefteüt; die lebten Verse sind seit den Tagen der nationalen Erneuerung häufig zitiert und wie wenige fönst aus Georges Werk über den begrenzten Kreis der Eingeweihten hinaus be- rühmt geworden. Gedichte von Josef Magnus Wehner („Heiliges Vaterland"), Hans Rehberg („Das Reich") und Ernst Bertram („Zeit ist zu reden"; „Die Berggräber") umkreisten das gemeinsame Thema auf ihre Weife, während Agnes Miegels mütterlich tief empfundene Verse „lieber der Weichsel drüben" die Heimwehstimme der Ausländsdeutschen dem großen Chor einfügten. mb Tier das ganze Jahr." Wovor uns Gott in !naben bewahren wolle! Im Gegensatz dazu ist . - ölte günstig, benn: „Im Hsrnung Schnee und stehenben alten und jungen Kameraden. Er gedachte is, macht den Sommer heiß", und .Starker Nord, sodann mit ehrenden Worten der im verflossenen i Februar beutet auf ein autes Jahr." Am er- Jahre verstorbenen Äameraben, darunter zweier eulichsten aber lautet bas Sprüchlein: „Ist her Mitgrünber der Kameradschaft, und ber für Volk ebruar mäßig kalt, eine gute Ernte fallt" Und und Vaterland gefallenen Kameraden, deren An- is ist es ja, was wir alle herzlich wünschen! denken in üblicher Weise geehrt wurde Als Sprecher wirkten eifrig bemüht die Herren Joachim Ernst und Hans Ca n inend er g. Die Leitung der Morgenfeier hatte Herr Gerhard Reuter, der zu Beginn einen geschichtlichen Ueberblick über bas Thema und eine Einführung in bas Programm verlas; feine Darlegungen gipfelten in ber Erkenntnis, baß bem heutigen Reiche als bem Lanbe ber Mitte unb bem Herzen ber Welt vornehmlich aufgegeben fei, bie früher, oft vermißte Einheit von politischer Macht unb geistiger Kultur zum Segen der Völker zu verwirklichen. — Zu beginn unb zürn- Beschluß trug ber Singchor der Spielschargruppe 5/116 zwei Lieber vor. Im Hinblick auf bie Ausgestaltung der noch kom. menden Morgenseiern mähten wir zu bedenken geben, daß bei einer beträchtlichen Ueberschreitung des seither für Morgenfeiern üblich gewesenen zeitlichen Rahmens (wie es gestern der Fall war) doch die Aufnahmefähigkeit der Hörer merklich beein- trächtigt wird, zumal wenn es sich, wie in diesem Falle, großenteils um die Wiedergabe schwieriger oder doch zum wenigsten nicht eben mühelos sich erschließender Dichtungen handelt. — Die Veranstaltung, die als Nachfeier zum Gedächtnis der Reichsgründung und der Machtergreifung gedacht war, hätte im übrigen einen stärkeren Besuch verdient, der sonst bei Sonntagmorgenfeiern erfreulicherweise nichts zu wünschen übrig läßt. Hans Thyriot Gießener Gtadttheater. 4. Morgenfeier: Das Reich. In einer Zeit des Schicksalskampfes um Glück unb Größe und Zukunft der Nation, in biefen Jagen zumal, ba der Machtergreifung vor acht fahren als eines entscheidenden Wendepunktes in unserer Geschichte gedacht wurde und die letzte jrofee Rede des Führers noch nachklingend die Belt bewegt, erscheint es besonders sinnvoll, die lortragsfolge einer Morgenfeier um den Gcdan- k-n des Reiches zu sammeln. Avs den Stimmen, de ba laut würben, war zu entnehmen, wie un- yrftörbar bieser Gebaute im Bewußtsein bes Dolus durch bie Jahrhunberte lebenbig geblieben ift Ibn ber Kaiserzeit des hohen Mittelalters bis in de nahe und nächste Gegenwart hinein. Aus her Stadt Gießen. Wetter tm Februar — Wetter fürs halbe Lahr. Wie für alle anderen Monate, so weiß der Bauer auch für den Februar allerhand Wetterregeln. Besonders wichtig als sogenannter „Lostag ' ist ihm ber 2. Februar, ber Tag von „Mariä Lichtmeß", ber ja überhaupt im bäuerlichen Leben eine ge- wichtige Rolle spielt. Als erstes stehe ein an sich ziemlich nichtssagenbes aber boch trostreiches Wort: „Lichtmessen — ist der Winter halb gegessen und bald vergessen." Weiter hören wir vom Lichtmeß- lag: „Wenns an Lichtmeß stürmt und schneit, ist ber Frühling nicht mehr weit." Oder: „Wenns an Lichtmeß stürmt und tobt, ber Bauer sich bas Wet- ter lobt!" Weiter: „Wieviel Tage bie Lerche vor Lichtmeß , fingi, soviel Tage nachher ihre Stimme verklingt" und „Tönt vor Lichtmeß Lerchengesang, roirb's bem Bauern angst unb bang!" Etwa bas gleiche besagen bie folgenben Regeln: „Sonnt sich ber Dachs in der Lichtmeßwoch, kriecht er hernach auf vier Wochen ins Loch." Unb: „Liegt Lichtmeß bie Katze in ber Sonne, muß sie Ostern hinter ben Ofen." Ferner heißt's: „Lichtmeß im Klee, Ostern Am Anfang ber hier anbeutungsmeife aufgewie- ' jenen Entwicklung ftanb ein beweglicher Traktat Oss Archipoeta, des Erzpoeten, zum Lobe Kaiser Friebrichs. Darauf hörten wir jenes schöne, man-, ren wahrscheinlich noch unbekannte mittelalterliche ■ keutschlanblieb, bas zu den bedeutendsten Gedichten Walthers von der Bogelweide gefjört und Nicht wenig dazu beigetragen hat, in Walther den In - begriff und die edelste Blüte unser höfischen Lyrik K erkennen. Es folgte dann ein Stück ber ^.™eri6 astlich beschwörenden, politisch unb geschlchts- phllosophisch unterbauten Prosa Fichtes aus den i Ä'-ven an die deutsche Nation. Die in klassisch rei- ntm Versmaß aus griechischem Geiste strömenoe h-rnne „Gesang der Deutschen" von Friedrich Hol- berlin beschloß ben ersten Teil der Folge. Die Oberleitung zum zweiten bildete Haydns beruym- te> Kaiserquartett (Nr. 42, op. 76,3), in reinlichem, a):rtgetreuen Musizieren vorgetragen vom Streich- qiartett des Städtischen Orchesters (Kerzisnir, 3d ft, Blümers, Schneider.) Mit den Da- rtitionen über das musikalische Thema des Deutfch- lcnd-Liedes im Adagio cantabile fügte sich oas friartett sinnvoll dem Grundgedanken der Morgen- 'eer ein. Der zweite Teil wurde mit Stefan Georges^o- fcrni Gedicht „Der Dichter in Zeiten der Wirren Tapferkeit und ber Arbeiter für feinen Einfatz ge- liu/t wiuuiuun|u/e uu» um» numcne jik vuiun, vu^ ehrt würben, so erfahre die kinderreiche Mutter die | das Ehrenkreuz bie höchste Auszeichnung für eine Ehrung, bie ihr von Rechts wegen gebühre. Der, deutsche Mutter darstelle. Er ermahnte bie Mütter, Rebner sprach bann baoon, welch höhere Achtung ' auch weiterhin im Alltag und in ber Familie ganz bie kinderreiche Mutter heute erfahre gegenüber der । im Dienst unseres Volkes und unteres Führers zu Vergangenheit. Heute stehe bie Förberung ber Fa-. stehen, ber Deutschland nach bem glorreich errunge« milie im Mittelpunkt bes gesamten Lebens. Vorbei, neu Sieg zum sozialsten Staat ber Welt machen seien bie vielen Gruppen und Bünde, in bie bie werbe. In bem begeistert aufgenommenen Gelob- Jugend in ber Vergangenheit zersplittert gewesen nis der Treue zum Führer und dem gemeinsamen sei. Heute gäbe es nur noch eine einzige Jugend, Gesang ber nationalen Lieber fanb die ernste, wür- die Jugend Adolf Hitlers. Jeder Junge, der sich bige Feierstunde ihren Abschluß. Reichsbahn mit Eelektrokarren burch die Straßen ratterten und kassierten. Die städtischen Beamten machten mit ihrem Wagen, auf dem ber verknöcherte unb aktenverstaubte Stabtschreiber Murr thronte, begleitet von stilgerecht angegogenen Stabtsoldaten aus Urgroßvaters Zeiten, überall starken Einbruck unb bemgemäh Gelb locker. Einen Ausblick auf bas neue Gießen an Hand von Mobellen des Stadt- bauamtes konnte man in bem früheren Schulzefchen Laben am Kreuzplatz bei Erläuterungen burch Stabtbaubirektor G r a v e r t erhalten, ber es eben» falls verstand, feine Sammelbüchse entsprechend zur Geltung zu bringen. Die Forstbeamten hatten sich eine ber schwächsten menschlichen Stellen ausgesucht, bie barin besteht, ohne Fleischmarken zu einem guten Sonntagsbraten zu kommen. Hier hakten sie mit einer amerikanischen Versteigerung von Wilb- bret ein, bei der bie WHW.-Büchse ihren gehörigen „Schnitt" machte und schließlich auch ber Braten seinen „Vernichter" fanb. Die Männer vom Äoll erwiesen sich natürlich als Meister ihres Faches, sie machten den Seltersweg am Selterstor einfach mit Schranken zu, die sie nur dann öffneten, wenn vorher ber gebührenbe „Wegzoll", ber gerne ge- währt wurde, entrichtet mar. Kreisleiter Back- Haus, ber Rektor der Universität Dr. med. H. W. Kranz unb Landgerichtspräfibent Dr. Colnot „beackerten" ihr Sammelrevier ebenfalls mit aller Gründlichkeit unb mit ersichtlich vollem Erfolg. So würbe bieser erneute Feldzug für bas Kriegs- WHW. auch in Gießen allenthalben "zu einer großen unb glücklichen Aktion, bereu Ergebnis sicherlich in hohem Maße befriebigen wirb. Im festlich geschmückten Saale bes „Burghof" | heute bemühe und wirklich den Willen habe, etwas wurde am gestrigen Sonntagvormittag bie Ehrung zu leisten, bem stehe eine schöne Zukunft bevor, der kinderreichen'Mütter in ber Ortsgruppe Gießen- Ortsgruppenleiter Thomas kam dann noch auf die Nord burch Ortsgruppenleiter Thomas vorgr-§ Führerrebe vom 30.Januar zu sprechen, in der uns nommen. Zu Beginn ber Feier spielte bie Kapelle ber Führer bie Gewißheit gegeben habe, daß der Krengel flotte'Märsche, um schließlich nach Der- Sieg unser sei. Er gedachte dann ber kinberreichen lesung ber Namen ber kinderreichen Mütter mit Mütter, bie durch ihr Ableben nicht mehr in ben ernster Musik die eigentliche Feierstunde einzuleiten.1 Besitz bes Ehrenkreuzes hätten kommen können Ortsgruppenleit'er Thomas richtete herzliche und roibmete ben Toten der Bewegung, ben Gesal- Worte der Begrüßung an bie Mütter. Pg. Hitz ver- lenen des Weltkrieges und des jetzigen Krieges einen m Schnee", unb „Lichtmessen hell, schinbet dem ^Bauern das Fell." Dagegen: „Lichtmeß dunkel, wird Mr Bauer ein Junker." Wünschen wir uns also lieber keinen allzu schönen Februar, benn: „Bringt Mariä Lichtmeß Sonnenschein, wirb bie Kälte nachher umso größer sein!" ober sogar: „Besser ber Wolf, als oer Sonne Licht, zu Lichtmeß in den Schafstall bricht." Zu Lichtmeß beginnt für bie jBäurin allmählich wieder bas eigentliche bäuerliche Leben, baher heißt's: „Lichtmeß, nun Kunkel unb vpinbel vergeß." Vom Dorotheentag, 6. Februar, sagt ber Bauer: „Sanft Dorothee gibt ben meisten Schnee", vom 22. (Petri Stuhlfeier): „Petri Stuhlfeier kalt, bie Kälte nun länger anhalt", genau bas Gegenteil aber besagt: „Hats in ber Petersnacht gefroren, lann läßt ber Frost uns ungeschoren." Unb „Geriert es an Sankt Peter, gefriert es nicht mehr päter." Wichtig ift bieser Lostag auch für bas Wetter ber nadjfolgenben Zeit, benn eine andere ‘/leget behauptet: „Die Nacht vor Sankt Peter weifet an, was wir vierzig Tage für Wetter Han." Mit roher Hoffnung erfüllt es uns, wenn mir hören: Im Februar ber Lenz entspringt, zu St. Peter, lvcnn man bie Messe singt." Der Matthiastag (24. 2.) steht bem Peterstag an Wichtigkeit nicht nach, benn: „Mattheis brichts Eis. Vinb er feins, so macht er eins." Der Winter Hat tun feine Macht verloren: „Nach Sankt Mattheis traut sich kein Fuchs mehr übers Eis", unb „Wenn jRatthias kommt herbei, legt bie Gans das erste Ei." Auch von ber Fastnacht, die ja meist in den Fe- intar fällt, rneiß ber Bauer allerhand Sprüchlein: (Bibts in ber Fastnacht viel Sterne, so legen bie Hennen aerne". unb .Gebt Fastnachtdienstag die | Sonne hell auf, gerät bie Frühsaat aut, merk auf!" Hum Trost für eine verregnete Fastnacht aber behauptet ein anderer Prophet: „Fasten ohne Regen, in Jahr ohne Segen!" Neben den Wetterregeln, die sich auf bestimmte Lostage beziehen, stehen aber auch solche, bie auf »en ganzen Monat Bezug nehmen, und zrnar sind ich ba die Wetterpropheten einmal ziemlich einig, enn bie folgenben Beispiele besagen, in verschiebe- iiem Gewanb. so ziemlich das gleiche. Einige Bei- Diele mögen für viele stehen: „Wenns im Hornung richt friert unb schneit, kommt der Frost zur öfter» eit." Oder: .Wenns der Hornung gnädig macht, "'ringt ber Mai ben Frost bei Nacht." Weiter: Spielen die Mücken im Februar, friert Mensch bem eine vielseitige unb rege Tätigkeit hervorging. Wie im Rahmen der gesamten Kameradschaft alles getan wurde für bie Verwirklichung ber hohen Jbeale ber alten Solbaten, so setzten sich die alten Artilleristen auch stets gern unb erfolgreich für bie großen Ziele bes Dolksgcmeinschaftsgebankens ein, wobei sie u. a. insbesondere für bas Kriegs-WHW. unb bei ber Metallspenbe bes beutschen Volkes, ferner bei bem Wirken für Kinber- unb Waisenheime bes NS.'Reichskriegerbunbes tätig waren. Der Mit- giieberftanb ber Kameradschaft ift gegenüber bem Vorjahr nahezu unverändert geblieben. Alles .n allem konnte ein erneutes Jahr fruchtbaren Wirkens fcftgeftellt werden. Nach der Berichterstattung wurde einstimmig der bisherige Kamerabschaftssührer Müller erneut zur Führung ber Kamerabfchaft berufen, ber feine Mitarbeiter in ber bisherigen Zusammensetzung zur weiteren Tätigkeit verpflichtete. Im Hinblick auf die großen Ereignisse bes verflossenen Jahres und angesichts ber vielfachen Aufgaben unseres Volkes im begonnenen Jahre brachte ber Kameradschafts» ührer zu Beginn ber neuen Arbeit die selbstver- ländliche Bereitschaft ber alten Artilleristen in (Bielen zum vollen Einsatz ihrer Kräfte für Volk unb Vaterland, für unseren Führer und sein Werk erneut zum Ausbruck. Das Gelöbnis bazu betunbeten bie Kameraben mit ihrem Gruß an den Führer. Im weiteren Verlaufe des Appells wurden noch zahlreiche herzliche Dank- und Grußschreiben von Kameraden im Felde verlesen, bie barin ihre Freube über bas kameradschaftliche Gedenken zu Weihnachten und zum neuen Jahre zürn' Ausdruck brachten, zugleich ihr unverändert treues Verdun- benfein mit ben Alten in der Heimat betonten. Nach Erlebigung einiger kleinerer Angelegenheiten wurde ber bienstliche Teil bes Appells geschlossen, bem sich bann noch eine Stunde geselliger Kameradschaft anschloß. Dornott,en. Tageskalender für Ittontag. Gießener Dortragsring: 19.15 Uhr in der Großen Aula ber Universität: Lichtbilberoortrag Dr. Oskar Schürer über „Wiens beutsche Sendung" — Gloria-Palast, Seltersweg: „Operette" — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Frühlingsluft". Gießener Dortragsring. Der Goethe-Bund, bie Kulturelle Vereinigung unb bie Volksbilbungsstätte Gießen veranstalten im Rahmen bes Gießener Vortragsringes am heutigen Montag einen , Lichtbilberoortrag bes bekannten Kunsthistorikers Dr. Oskar Schürer über „Wiens deutsche Sendung". Ortszeit für den 4. Februar. Sonnenaufgang 9.04 Uhr, Sonnenuntergang 18.15 Uhr. — Monduntergang 1,54 Uhr, Mondaufgang 12.15 Uhr. Geheimrat Ott 75 Lahre alt. In Wiesbaden, wo er im Ruhestand lebt, kann am morgigen Dienstag, 4. Februar 1941, der Geheime Medizinalrat Professor Dr. phil. et med. vet. h. c. Adam Olt seinen 75. Geburtstag begehen Geheimrat Olt, über dessen Lebensaang wir |chon mehrfach berichteten, wirkte vom 1. Oktober 1901 bis zum 1. April 1934 an der Universität Gießen als ordentlicher Professor für Pathologische Anatomie, Tierhygiene und Fleischbeschau. Nach feiner Emeritierung übernahm er jedoch noch die neuge- schaffene Professur für animalische Nahrungsmittel- künde und die Leitung des entsprechenden Instituts, bis er im Sommer 1935 in den Ruhestand trat und nach Wiesbaden zog. Im jetzigen Kriege hat Geheimrat Olt seine Kraft erneut vorübergehend in ben Dienst unserer Universität gestellt. Durch seine Arbeiten ist Geheimrat Olt einer der wichtigsten Wegbereiter der veterinärmedizinischen Wissenschaften in Gießen geworden, deren Ansehen er durch seine Forschungen und Lehre in hohem Maße gefördert hat. Seine systematischen pathologisch-anatomischen und mikrobiologischen Untersuchungen ber Wilbkrankheiten machten ihn zum Begrünber einer tierärztlichen Pathologie der Jagdtiere und ließen ihn zugleich für den Neuaufbau des deutschen Jagdwesens nach ber Machtübernahme wichtige Vorbedingungen, schaffen. Neben feiner Wissenschaft war ihm die Malerei allezeit eine be- ftern beschämt; es lag so viel getäuschte Hoffnung in den hellen Augen ber Kinber. „Gewiß haben sie das vergessen und euch nicht kränken wollen, nun geht brav nach Hause. Wo wohnt ihr?" Noch immer seufzend und schluckend von ber erlittenen Aufregung, zeigten bie Kinder mit froftroten Händen nach einem Haus mit verschneitem Giebel, etwas rückwärts von der Straße gelegen. „Dahin geht jetzt zurück", riet ihnen die Tröstende und sah bann, wie bie Blicke ber Kinber nun nicht mehr betrübt bie Chaussee entlang schweiften, fon- bern an ben Aepfeln hafteten, die aus ihrer Ein- kausstasche glänzten. Sie nahm zwei der schönsten heraus und gab sie ihnen, wendete ihre kleinen Ge- statten mit entschlossenem Ruck um und zeigte auf bas Elternhaus: „Jetzt marsch vorwärts mit euch! Laust zur Mutter!" Sie streifte mit dem Lederhandschuh leise an bie tränennassen Wangen und sah bann, halb gerührt, halb belustigt, wie sie da- f)intrerbten, einträchtig Hand in Hand, Brüderchen unb Schwesterchen aus bem Märchen, mit oerira- genen Mänteln und schiefsitzenben Strümpfen, mit verheulten Gesichtern, aber boch in ber Anmut ihrer Hittlosigkeit, die in ein Vertrauen umschlug, so stark, daß sie nun wortlos und gehorsam der Weisung folgten, als hätte bie Mutter selbst zu ihnen gesprochen. Der Junge wendete sich noch einmal um unb lächelte, bann biß er mit allen Mausezähnchen, schon getröstet, tn feinen Apfel. Der Rabe als Liebesbote. Auf eine originelle Jbee ist der italienische Bauernbursche Antonio Guinetti aus einem umbri» sehen Dorf gekommen. Da weder fein Dorf noch bas feiner etwa 20 Kilometer entfernt wohnenben Geliebten eine Poststation besitzt, hat er einen gelehrigen Raben abgerichtet, feine Briefe auf schnell- ftern Weg feiner Angebeteten zuzustellen Die kleinen Briefe befestigte er kunstvoll unter dem Federkleid des Vogels, ber bamit ohne Zögern in das andere Dorf fliegt unb am Hause bes Mädchen« so lange an bas Fenster klopft, bis ihm geöffnet wirb. Ist niemanb zu Hause, so wartet bas Tier gebubbig auf dem Fensterbrett bis zur Rückkehr bes Mädchens und läßt sich von keinem anderen Mess schen feine Botschaft abnehmen. zu verdanken. SJ.Jpori tiiuriiu jju.ihuui \\)-i i.uv,uu, v. viwvi viuiiqivj :.|rt 4:08,66; 4. Viktoria Chierroni (I.) 4:09,46; 5, Hel- 1 öern J & mut Lantschner (D.) 4:09,69. » «J. Länderwertung: 1. Deutschland 9 Punkte, wn v* 2. Italien 17 P., 3. Schweden 39 P., 4. Ungarn Punkte. . ...... „ ........ M 2. Schweiz 18 Punkte. folgendes Aussehen: hat jetzt (Nachdruck verboten.) 15 Fortsetzung. 0 2 2 1 0 0 0 sel hem n ramm geg ßsiges W izniier Nac big blieben. Die Tabelle Verein Wetzlar 05 W.-Steinberg Spiele 11 11 12 11 11 11 8 10 7 10 Gew. 9 8 T 7 5 5 2 2 1 1 Verl. 1 2 4 4 4 4 5 8 6 9 Ptte. 19:3 17:5 15:9 14:8 12:10 12:10 5:11 4:16 2:12 2:18 Unentsch. 1 Koßmann las die Berichte in drei verschiedenen Zeitungen ein zweites Mal durch. Er fühlte sich ent- letzlich beklemmt und in die Enge getrieben. Da stand ein Mann unter Anklage des Mordes. Sein , , „ „ , Leben war nach den neuesten Ermittlungen in sehr i richt« in den Zeitungen zutreffend mich jetzt verpflichtet, seine Interessen so wahrzunehmen, wie es sein Vater oder sein Bruder getan hätten, wenn solche lebten." Koßmann brachte das wicht verloren und stürzten. Entscheidend war natürlich die Wachsfrage. Dis Deutschen hatten Paraffin gebügelt und damit bas Richtige erwischt. Die Ergebnisse des Abfahrtslaufs: Männer: 1. Josef Iennewein (D.) 4:03,97; 2. Alberto Marcellin (I.) 4:06,66; 3. Rudi Cranz (D.) VfB.-Reichsbahn Naunheim 1900 Burgsolms VfL. Marburg Luftwaffe Bissenberg Sportfreunde aus wird man am morgigen Tage in Gießen und Oberhesjen des verdienten Gelehrten gerne mit herzlicher Erinnerung gedenken. Ire es z l?;n von e ItiQÜdjen f L auj Ikc Quisling den stc (lenen So Norwegisch jll 6r trac -lvhen blai Beweglich Bir grü6 „3o, ungefähr so." „Welcher Verteidiger wird dem Verhafteten zu- geteilt werden?" „Das steht noch nicht fest. Die Anklageschrift ifti noch nicht fertiggestellt." Fecht überlegte einem Augenblick. „Warum interessieren Sie sich denn für die Verteidigung? Sie müßten doch mehr ein Interesse daran haben, daß der Tod Ihres Freunde« Deutsche (Pflicht: Langpferd, Seitpferd, Barren, Boden. t;ren grünt 1 hen hell' Brem Keller («cywz.) 4:öo,öö. Länderwertung: 1. Deutschland 6 Punkt«, V Schweiz 18 Punkte. I l- I loious au| I j.uben des ßenn m- linter hem lonn siehi tjuies 'Bur W S-Ipläcl Ballen t feinem ■ rartenbe i| 19,9, 18,6, 19,8, 19,7, 20, 20, 19,8, 19,8, 19,8):; 3. Kurt Krötzsch (Leuna) 191,8 Punkte (19,6, 18, 18,, 19,6, 19,6, 18, 19,5, 19,9, 20, 19,6); 4. Hans Friedrich (München) 190,7 Punkte (19,7, 18,4, 18,7, 19,1, 19, 19,4, 18,8, 19, 19,5, 19,1); 5. Göggel (Stuttgart und Steffens (Lüdenscheid/WH.) je 190,4 Punkte:; 6. Anna (Manrcheim/WL.) 189,7 P.; 7. Hausteiin (Leip,zig) 189,5 P.; 8. Weischedel (Stuttgart) 188,5 P.; 9. Gauch (Kiel/WM.) 188,6 P.; 10. Müllei (Leuna) und Reuther (Ludwigshafen-Oppau) je 187,6 P.; 11. Sich (Düsseldorf) 186,4 P.; 12. Bantz (Speyer/RAD.) 185,0 P.; 13. Strode! (Hüttlingen!) 183,9 P.; 14. Otto (Leuna^WL.) 183,4 P.; 15. Kiefen (Bad Kreuznach) 183,0 P.; 16. Limburg (Ruhla)! 181,9 P.: 17. Hahn (Köln/WM.) 181,7 P.: 18.. Smuda (Hamburg) 181,3 P.; 19. Walter (Wein- heim/WL.) 180,4 P.; 20. Pagel (Leipzig) 180,1 1 Einzelmeisterschasten : Längspferd: MD und Karl Stadel je 39,7 Punkte; Seitpferd: Kar» Stadel 39,9 P; Barren: Willi Stadel 39,6 P.Bodenturnen: Willi Stadel 39,7 P.; Reck: Willi mihi Karl Stadel je 39,5 P. Die Vertreter Hessen». 52. (Bergs (Kassel) und Bieger (Kassel) je 168,7 P.;; 55. Schöneich (Erbach) 166,5 P. Kurze Sportnoii'zen. Hessens alpine S k i m e i st e r s ch a f t gewann in Gersfeld (Rhön) der Ostmärker Zankel! (Heer) vor Volke (Willingen). Beim 25. Hallenhandball-Turnier' in Mainz wurde der Südwestmeister SA. Frankfurt: Turniersieger. Im Endspiel unterlag der Tv. Mainz- Mombach mit 1:11 (1:4) Toren. üblem; Im Zahrstl fasten. Er bitte Direktor Wistel, alles nach seinem Gutdünken zu erledigen. Dann verließ er sein Dürrn und fügte noch in der Tüür hinzu, daß er an diesem Tage bestimmt nicht wieder zurückkommen roerbt„ vielleicht auch nicht am nächsten. (Fortsetzung Zoses jtnneroem und Lhnsiel Lranz Weltmeister im Abfahrtslauf in Eortina b'Ampezzo. 51 Punkte. Frauen: 1. Christel Cranz (D.) 4:10,30-, 2. Käthe Grasegger (D.) 4:17,58, 3. Anneliese Prox. auf (D.) 4.25,33, 4. Vreni Fuchs (Schwz.) 4:29,58, 5. Vreni Keller (Schwz.) 4:36,38. Umwege des Herzens Roman von H.G. Hansen Copyright by Prometheus • Vertag Dr. Eich acker • Gröbcnxetl Ergebnisse der Bezirksklaffe. DfB.-Reichsbahn — 1900 1:1 Wetzlar 05 — Sportfreunde Wetzlar 9:0 Naunheim — Burgsolms 5:0. Das Spiel auf dem Waldsportplatz mit dem Unentschieden ist für die 1900er schmeichelhaft. Die Sportfreunde hatten gegen die 05er gar nichts zu bestellen. Unter der Sturmführung Zehners lieferte der Wetzlarer Sturm ein sehr gutes Spiel. Gemessen an dem Spielgeschehen drückt die hohe Niederlage nicht einmal die spielerische Ueberlegen- heit der 05er richtig aus. Die Naunheimer waren gegenüber den Leistungen der letzten Spiele nicht wieder zu erkennen. Die Mitwirkung ihres seither gesperrten Mittelläufers gab der Mannschaft den notwendigen Rückhalt. Das Endresultat entspricht dem Spielverlauf, in dem die Burgsolmser viele Fragen ihres Könnens schul- Bruchhausen nickte nachdenklich. „Tatsächlich. .So muß es gewesen fein. Vielleicht ist diese Angabe sogar ein neues Indiz gegen Korn. Er hat in der ersten Verblüffung alles so genau erzählt, wie es nur der Mörder |elbst konnte und dabei nicht überlegt, daß er sich damit weiter verstrickt hat. Trotzdem bin ich dafür, zu versuchen, ob wir nicht ein Geständnis aus ihm herausbringen." „Wird besorgt. Das wäre mir auch das liebste. Aber ich glaube, Sie können jetzt volizeilicherseits die Erhebungen abschließen und alles weitere der Staatsanwaltschaft überlassen." „Wenn Sie meinen, gern. Ich lasse die Akten schließen und Ihnen zusenden." !||hSie Mlibeit h 1 Rg Deutsche Turmneisterschasten in Karlsruhe Alle Titel für die Gebrüder Stadel. K kbl. tfl 0l0e j. Eüie Utile i ; Der ein gehörenden Geräte usw. Dereinsführer Simon । schloß die Versammlung in der üblichen Weste, dankte allen Mitarbeitern für ihre Arbeit und for- Anschließend hielt Pg. K l ü ck e r noch einen inter- derte sie auf, auch weiterhin zum Wohle der Sport- essanten Lichtbildervortrag vom Ortssporttag 1946 gemeinde mitzuarbeiten. Ortsgruppenleiter R i n 11 in Steinbach. gab dann noch einen politischen Ueberblick und > Die zweiten deutschen Kriegsmeisterschaften im Gerätturnen, die am Sonntagnachmittag vor rund 8000 Besuchern in der Karlsruher Markthalle mit dem Kürturnen der „13 Besten" abgeschlossen wurden, gestalteten sich zu einem einzigartigen Triumvh der Gebrüder Stadel, die auf sämtliche Titel Beschlag legten. Flieger Willi Stadel (Konstanz) wurde nach einem spannenden Kampf mit seinem Bruder Zehnkampsmeister und außerdem Einzel- meister am Reck, Barren, Längspferd und im Bodenturnen. Feldwebel Karl Stadel (Ettlingen) siegte am Seitpferd und kam außerdem zusammen mit seinem Bruder am Reck und Längspferd zu Meisterebren. Bon Anfang an lag die Entscheidung nur zwischen Willi und Karl Stadel, die schon am Samstag in der Pflicht alle Mitbewerber weit hinter sich gelassen Hattern Begonnen wurde mit dem Seitpferd, und hier gelang es Karl Stadel, der eine „20" turnte, feinen Bruder in der Gesamtwertung von der Spitze zu verdrängen, denn Willi schaffte hier „nur" 19,8 Punkte. Am Barren bekamen die beiden Brüder die gleiche Punktzahl (19,8), so daß Karl weiter mit einem Vorsprung von Vio Punkt in Füheung lag. In der Bodenübung zog bann Willi mit 19,9 gegen 19,8 seines Stubers gleich, und im abschließ-enden Reckturnen sicherte er sich durch eine vollendete Hebung, die mit der vollen Punktzahl bewertet wurde, den Meistertitel. Karl, der am Reck 19,8 Punkte erzielte, blieb mit 2/io Punkten knapp geschlagen. Der Meister schaffte in diesem Gerätzehnkampf also 197,3 von 200 möglichen Punkten, Karl Stadel kam auf 197,1 Punkte. Der Titelverteidiger im Zehnkampf, Kurt Krötzsch, der am Vorabend nach dem Kürsprung am Pferd an sechster Stelle lag, turnte diesmal ganz hervorragend und konnte sich mit 191,8 Punkten noch den dritten Platz vor dem Münchner Friedrich (190,7), dem Stuttgarter Göggel (190,4) und dem Lüden- scheider Steffens (190,4) sichern. Alle übrigen Turner, die nicht am Endkampf beteiligt waren, hatten bereits am Vormittag ihre Kürübungen erledigt. Sich (Düsseldorf), Bantz (Speyer) und der Württemberger Strobel (Hüttlingen) waren hier die Besten und konnten sich in bei ©elamtroertung noch vor die Letztplacierten der am Enokampf Beteiligten schieben. Die Ergebnisse: Unentschieden auf dem Waldsportplatz. Die zahlreich erschienenen Zuschauer wurden Zeuge eines Kampfes, der trotz der schwierigen Bodenverhältnisse von beiden Mannschaften fair durch- qeführt wurde. Die ersten zwanzig Minuten hat es den Anschein, daß die 1900er die Platzbesitzer . eindeutig überfahren würden, da die körperliche Verfassung der einzelnen Spieler eindeutig zugunsten der Gäste geklärt schien. Im späteren Verlauf des Spieles jedoch waren die DIB.er, abgesehen von den letzten 10 Minuten, im Felde besser und erspielten die klareren Torgelegenheiten. Ein knapper Sieg wäre verdient gewesen. Zur Mannschafts- kritik sei gesagt, daß alle Spieler gute und schwache Momente hatten, die jedoch durch Den Eifer und die Hingabe wieder ausgeglichen wurden. Besonders erwähnenswert erscheint die Leistung von Knauß im DsV.-Tor, der bei verschiedenen Gelegenheiten zeigte, daß er für diesen Posten über dem Durchschnitt stehend begabt ist. Spielverlauf: Die 1900er beginnen mit 9 Mann und ergänzen sich in der angekundigten Aufstellung. Zur allgemeinen Ueberraschung sind sie sofort im Bilde und beherrschen 20 Minuten lang eindeutig das Spielgeschehen. Lediglich,bie Schußunsicherheit ♦♦ Eine Fünfundsiebzigjährige. Morgen, Dienstag, 4. Febr., kann Frau Dina Fersch, Witwe des Johannes Fersch, Crednerstraße 24, bei guter Gesundheit ihren 75. Geburtstag feiern. Der Jubilarin unseren herzlichen Glückwunsch. ♦♦ Autozusammenstoß. Arn gestrigen Sonntagnachmittag ereignet sich an der Ecke Liebig- straße/Frankfurter Straße ein Zusammenstoß zweier Kraftwagen, bei dem es allerhand Bruch gab. Leider wurde dabei einer der Autofahrer, ein Mann aus Grünberg, durch eine große Schnittwunde im Gesicht verletzt. Er konnte jedoch nach ärztlicher Hilfeleistung am Abend mit der Bahn nach Hause zurückkehren. ** Städtische Bücherei. In Januar sind 2058 Bände ausgeliehen worden. Von diesen Bänden kamen auf: Literaturgeschichte 3, Zeitschriften 23, Gedichte und Dramen 29, Erzählende Literatur 1129, Iugendschristen 391, Länder- u. Völkerkunde 96, Kulturgeschichte 8, Geschickte und Biographie 195, Kunstgeschichte 6, Naturwissenschaft und Technologie „3a, in vollem Umfang. Ich persönlich hege nicht mehr die geringsten Zweifel daran, daß Korn der Täter ist." „Dann wird wohl mit seiner Verurteilung zu rechnen sein?" ,Hch kann mir nicht denken, daß die Geschworenen bei den vorliegenden schweren Indizien zu einem Freispruch kommen." „Meine laienhaften Ueberlegungen lind vielleicht unzutreffend, Herr Staatsanwalt. Aber ich habe mir alles überlegt, wie ich es sehe. Ich glaube kaum, daß ein direkter Mord vorliegt. Ein Mord ist doch eine vorher überlegte und vorsätzlich begangene Tat?" „Ganz recht, so lautet die juristische Formulierung. Meine Anklage wird auf Mord lauten, auch wenn an Ihrer Auffassung etwas richtig sein sollte." „Glauben Sie an Vorsatz und Ueberlegung?" „Vielleicht nicht direkt, aber es wird Sache der Geschworenen und des Gerichts fein, ein Urteil zu fallen. Solange der Verhaftete leugnet, muß er damit rechnen, daß er feine Lage nur verschlimmert. Wenn.er ein Geständnis ablegt, konnte er sie verbessern." „Halten Sie es für möglich oder wahrscheinlich, daß eine Verurteilung nur wegen Totschlags erfolgen kann?" „Ihre Fragen setzen mich einigermaßen in Verlegenheit. Es ist mir normalerweise unmöglich, darauf zu antworten. Wenn ich trotzdem darauf eingebe, und zwar ausnahmsweise, tue ich das nur aus der Erwägung, daß Sie vielleicht ein Recht zu Ihren Fragen haben, da der Tote Ihnen nahesiand und der Mord auf dem von Ihnen gepachteten Gelände passiert ist. Außerdem rechne ich unbedingt mit Ihrer Verschwiegenheit." ..Selbstverständlich. Ich betrachte unsere Unterredung als absolut vertraulich." . Eine Verurteilung wegen Totschlags ist vielleicht wahrscheinlicher als eine solche wegen Mordes." , Alsa käme Todesstrafe nicht in Frage?" „Das ist wieder so eine knifflige Frage. Ich kann sie nicht mit Nein oder Ja beantworten. Wahrscheinlich, und zwar mit größter Wahrscheinlichkeit ist damit zu rechnen, daß Korn zum Tode verurteilt wird. Unsere Rechtsauffasiung läßt kaum ein anderes Urteil zu." Koßmann zwang sich gewaltsam und erschien auch für die geübten Augen des Staatsanwalts ruhig. „Also wird Ihre Anklage auf Mord, verbotenen Waffenbesitz, WWern usw. lauten?" sondere Freude, und ihr ist manches schöne Gemälde 83, Heer- und Seewesen 53, Haus- und Landwirt- schast 1, Religion und Philosophie 1, Staatswissen- Weit über den Kreis der Universität Gießen hin- schäft 38, Fremdsprachliches 2 Bände. fe.« IW Hllb S WM h ft *8 X ü Als erster Wettbewerb bei den Skimeisterschaften in Cortina d'Ampezzo wurde am Sonntag der Abfahrtslauf für Männer und Frauen durchgcjührt und gleich mit zwei deutschen Siegen abgeschlossen. Josef Iennewein war unter 26 Bewerbern in 4:03,97 Minuten der weitaus schnellste Läufer vor Marcellin (Italien) in 4:06,66 und Rudi Cranz in 4:08,66, während der Titelverteidiger Helmm Lantschner mit 4:09,69 sogar noch Chierroni (Italien) mit 4:09,46 den Vorrang lassen mußte. Bei den Frauen war die Weltmeisterin Christel Cranz wieder unerreicht. In 4:10,30 Minuten legte sie die Strecke zurück, womit Käthe Grasegger in 4:17,58 und Anneliese Proxauf in 4:25,33 auf die Plätze verwiesen waren. Die Tofana-Strecke überwand bei 4600 Meter Länge einen Höhenunterschied von 985 Meter. Aus dem ersten Teilstück waren sechs Pflichttore eingeschaltet, um die ungeheure Schußfahrt etwas zu hemmen. Nach Ueberroinbung oes Kanonenrohres machte ber stumpfe Schnee die Abfahrt wesentlich langsamer, io daß bereits auf dem ersten Teil bas Rennen entschieden war. Allzu große Schwierigkeiten stellte die Bahn nicht an die Teilnehmer, Stürze waren deshalb sehr selten. Bei den Frauen war die Strecke auf 4000 Meter verkürzt. Tausende von Zuschauern, auf ber Ehrentribüne Nationalrat Manganiello und Reichssportführer von Tschammer und Osten, verfolgten die Abfahrt der Wettkampfteilnehmer auf ber vom Skistabion gut zu übersehenben Strecke. Am eindrucksvollsten war großer Gefahr. Dabei handelte es sich gar nicht um einen Mord, und Korn war nicht der Täter. Koßmanns Gefühl für Ehre und Pflicht ließen keinen Augenblick in ihm den Gedanken aufkommen, sich einfach abseits zu halten und die Dinge ihren Lauf gehen zu lassen. Er konnte nicht zum intellektuellen Mörder an einem Unschuldigen werden. Wie eine unübersteigbare Wand stand zwischen ihm und seinem Trieb zur Hilfeleistung die ungeheure Gefahr, die. mit jedem Schritt verbunden war. Alles^was er hatte vermeiden wollen, das Bekanntwerden seiner häuslichen Schmach, den Klatsch unter Bekannten, seinen Gefolgschaftsmitgliedern und zwtt schen Fremden, die Besudelung seines Namens und der abstoßende Eindruck, den die Kinder einmal empfinden würden, wenn sie größer wurden und davon hörten, drohte jetzt zu kommen. Dabei waren die Folgen des Betruges seiner Frau nun ins Gigantische gesteigert. Ursprünglich hätte er nur Scheidung und Gerede ertragen müßen. Jetzt wuchs und wuchs die Gefahr, daß er in öffentlicher Gerichtsverhandlung feine intimsten Familienangelegenheiten und Herzensreaungen enthüllen mußte. Einen Ausweg gab es. Schweigen. Das w5r nur so lange möglich, wie für diesen Korn noch Hoffnung bestand. Alles in Koßmann wehrte sich gegen die unerbittliche Konsequenz, die der Verlauf der Dinge ihm aufzuzeigen drohte. Dabei verspürte er im Innersten, daß kaum noch ein Ausweg offen stand. Dann rang er sich zu einem Entschluß durch. Nach einer Nacht ohne Schlaf fuhr er Donnerstag vormittag zu Sttatsanwalt Doktor Fecht. Er wurde gleich nack ber Anmeldung vorgelassen. „Mas kann ich für Sie tun, Herr Koßmann?" Fecht begrüßte ihn liebenswürdig. „Ich habe lange überlegt, ob ich Sie mit meiner Frage behelligen kann, Herr Staatsanwalt, und bin schon darauf vorbereitet, daß Sie mir eine Antwort verweigern. Sie werden begreifen, daß ich für die Affäre Korn Interesse habe. Herr Kühlitz hatte keine näheren Verwandten. Ich bin ber einzige Mensch gewesen, der ihm wirklich nahe stand und fühle Die Pressestelle beim Polizeipräsidium unterrich- :ete die Zeitungen über die neuen Aufklärungen in ?er Mordsache Kühlitz. Mittwochs brachten die Abendblätter ausgedehnte Schilderungen, die den knappen amtlichen Text wirkungsvoll ergänzten. Koßmann, der alle Veröffentlichungen darüber mit Spannung verfolgte, war erschüttert, von der neuen Verschlechterung der Lage des Verhafteten zu lesen. Er hatte das kaum bezwingbare Bedürfnis, dem Ranne irgendwie zu helfen. Zu einem Rechtsanwalt gehen? Der erste Impuls trieb ihn dazu Aber das mußte notwendia zu Konflikten führen. Der Anwalt würde zweifellos fragen, warum ber Fabrikbesitzer Koßmann sich für einen Verbrecher verwenbe, ber außerdem in dringendem Verdacht stand, der Mörder seines Freundes iU sein. Eine Erklärung dafür wäre unmöglich. Weiter würde die Anklagebehörde Neugier und Interesse zeigen. Mit eigenen Mitteln konnte Korn keinen Anwalt bezahlen. Also würde man einen in die Affäre verwickelten Dritten vermuten und suchen. fließend und afauhroürbig hervor. 1„Ich begreife, Herr Koßmann." „Wie steht die Angelegenheit jetzt? Sind die Bericht« In den Zeitungen zutreffend?" ten schieben. Die Ergebnisse: 1 $ bin i Zehnkampfmeisterschaft > heute ... ihWti( Übung, Reck; Kür: desgleichen): 1- Flieger Will ||M m ber Stabe! (Konstanz/WL.) 197,3 Punkte (19,8, 19, 19,8, k^rt mie 19,8, 19,5, 19,9, 19,8, 19,8, 19,9, 20); 2.' Feldwebel |Mer n0, Karl Stadel (Ettlingen/WH.) 197,1 Punkte (19,7 1 des Sturmes uni) das zu lange Zögern lassen Torgelegenheiten ungenützt vorübergehen. Das Bild ändert sich epst, als die VsB.er das Spiel mehr auf die rechte Sturmseite verlegen. Hier ist es Ehmann, der immer wieder durch sein ziellstrebendes Spiel Verwirrung in die Hintermannschaften bringt. Zwei glänzende Paraden von Knauß, der in dem einen Falle Koch den Ball vom Fuß nimmt, zeigen die weitere Gefährlichkeit der 1900er. Als der Linksaußen des Platzoereins zur Mitte flankt und Goß den Ball verfehlt, schießt Ehmann zur Führung ein. Hieran ändert sich bis zur Halbzeit nichts mehr. Nach Wiederbeginn sind sich die Mannschaften im Feldspiel gleichwertig. Dabei fällt besonders auf, daß die 1900er ihr Spiel zu sehr auf Luther ver- legen, der von Fleischhauer gut bewacht wird und nie richtig zur Entfaltung kommt. Ein Spieler des VfB. muß jetzt den Platz verlassen. Die 10 VsB.er kämpfen nun mit allem Einsatz. Heß schießt an den Pfosten, und als Ehmann den Ball an die Innenkante jagt und der Tormann sich um die eigene Achse dreht und so den Ball wieder vor die Linie befördert, ist ein wetteres Tor fällig. Dieses wird sedoch nicht gegeben. Nachdem Ehmann nach einem Alleingang den Ball an den Pfosten schießt, ist für die VfB.er ihre Angriffskraft aebrochen. Sie verlegen sich auf das Halten des Resultats, ohne jedoch verhindern zu können, baß Kraft II den Ausgleich erzielt. Gportgemeinde Steinbach. Am vergangenen Sonntag hielt die Sportgemeinde Steinbach bei Mitglied Otto Hahn ihre Jahresgeneraloersammlung ab. Dereinsführer Pg. Simon betonte, daß in der Sportgemeinde im abgelaufenen Jahr ein weiterer Aufstieg zu verzeichnen war. Besonders sei ber am 8. September 1940 durchgeführte Orts-Turn- und Sporttag eirt ?;roßer Erfolg gewesen. Er gedachte ber im Felde tehenden Mitglieder, die alle mit Weihnachtspäckchen beschenkt werden konnten. Weiter gedachte er der im Jahre 1940 verstorbenen Mitglieder. Die einzelnen Fachsckaftsleiter legten dann Rechenschaft über die im verflossenen Jahr geleistete Arbeit und die errungenen Erfolge ab. Die Schützenabteilung errang mehrere Siege und steht im Gau an sechster Stelle. In der Fachschaft, Leichtathletik konnten ebenfalls zahlreiche Siege 'verbucht werden.. Die Fußballabteilung errang die Kriegserinnerungsplakette 1940 ber Kreisklasse. In den jetzigen Spielen um die Kriegsmeisterschaft 1940/41 sind die Meisterschaftsaussichten noch nicht vergeben. Zu erwähnen ist hier, daß die Fußballmannschaft die einzige Mannschaft der Kreisklasse in der Umgebung ist, die ihren «Spielbetrieb hn abgelaufenen Jahr immer aufrechterhalten hat. Danach gab der Kassenleiter einen Bericht über die Kassenoerhält- hältnisse; ebenso der Zeugwart über die dem Serbas Rennen bes Siegers Josef Iennewein, ber fast die ganze Sttecke in Hockstellung bewältigte und ir geradezu atemberaubendem Tempo die Schußfahn hinter sich brachte. Kurz vor dem Ziel wurde Änne, wein vom Krampf im rechten Bein befallen, so daß ’ er nach seinem Sieg nicht mehr laufen konnte uni: gestützt werden mußte. Dor Italiener Lacedelli kam bet der Schußfahrt zu Fall, der Japaner Sugo- roara flog gar mit einem mächtigen Salto ins Ziel. Den Finnen Penttilä legte es gleich dreimal um, und auf dem unteren Teil ber Strecke war bie verlorene Zeit nicht mehr aufzuholen. — Pech hatten bei den Frauen Rosemarie Proxauf und auch die Schweizerin Boulaz, die beide bas Gleichqe- [ |im Teil *' Richtung. [ ftrlid)er l jbe natioi I rdqniffe | nwirfluni Honig g • bulb. S 3 errate: Asse gan, i enzen I nentaleurc i Dien. Au I alogische I Wien de 11 ’iton an 1 ,r ein neu 1 hie Leu Tinstell ? ' Wtjeit |e ! ch PM 9lorn irische f • Ndjhnb ’ Wnie 1 Quisling pme jea ffiort I M Seite. li’ hen tz üb l'eht E? 1,01 RL°llroPhe r- An gerächt wird." „Natürlich, ich meine das ohne besondere Absicht. Eine letzte Frage noch. Wann ist mit der Verhalt- hing gegen Korn zu rechnen?" „Sicher in der nächsten Schwurgerichtsperiode, also zwischen dem ersten und fünften August. Die Ermittlungen sind soweit abgeschlossen." Koßmann ftatjb auf, dankte für die erhaltenem Auskünfte und verabschiedete sich. Draußen auf beim Korridor mußte er sich einen Augenblick auf eine Fensterbank stützen. Er fühlte Schwäche in dem Knien und etwas Schwindclgefühl. Wie ein Betrunkener ging er durch den langen Gang unbi stieg nur mit Mühe die Treppe hinunter. Zu ir- ,, genbeiner Art Tätigkeit konnte er sich nicht >nt-, schließen und hatte regelrechte «Scheu, nur m!8 jemanden geschäftliche Gespräche zu führen. 6t: suchte deshalb das nächste Restaurant auf uni» saß zum erstenmal seit vielen Jahren am Vormittag, während seiner Hauptarbeitszeit, in einem Lokal, ohne auch nur einen Gedanken an fein Unternehmen zu verschwenden. Zwei Stunden später verspürte er Hunger unhe aß in dem gleichen Restaurant. Die Speisen batte« keinen Geschmack. Er kaute lange darauf peruim und würgte sie mühsam hinunter. Dazu verbrauchte er eine Menge Getränke. Mit einem Kognak uni» einer Tasse Jffaffee half er sich schließlich wieder einigermaßen auf bie Beine und fuhr zur Sabri" hinaus. Dort wartete eine Menge Post auf ihn. Der Direktor hatte wieberholt nach ihm gefragi- Don verschiedenen Stellen war er angerufen worden, darunter dringend von einer Behörde. $c vernahm den Bericht feiner Sekretärin interesselos und hatte als einzige Antwort nur bie Versicherung, daß er scheußliche Kopfschmerzen habe und nicht imstande fei, einen klaren Gedanken 3® Strafkammer Gießen. Am Sonntag, 15. September v. I., unternahm der H. D. in Großen-Buseck mit feinem Personenkraftwagen eine Fahrt von Großen-Buseck aus in Richtung Grünberg, die ein tragisches Ende fand. Beim Einfahren in eine unübersichtliche Linkskurve in Reichskircken verlor D. die Herrschaft über seinen Wagen, prallte an einen Torpfosten und fügte hierbei zwei Kindern schwere Verletzungen zu, die den Tod der beiden Kinder zur Folge hatten. Der Anklagevertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von fünf Monaten. Der Angeklagte wurde wegen der fahrlässigen Tötung in Tateinheit mit einer lieber« tretung ber Reichsstraßenverkehrsorbnung zu einer Gefängnisstrafe von brei Monaten verurteilt. In ber Urteilsbegrünbuna wurde ausge« ührt, daß zwar unglückliche Umstände bei dem Un- aUt mitgespielt Hütten, daß aber der Angeklagte )as Tempo (35 Kilometer) hätte verringern müssen, zumal er sehr weit rechts gefahren fei. Der Angeklagte habe auch gewußt, daß fein Wagen, besonders hinsichtlich ber Bereifung, nicht mehr ganz zuverlässig war.