zreitag.Z.JanuarMl Annakme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/? Uhr desBormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rpf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Nvs. je mm bei 70 mm Zcilenbreite Nachlässe: Wfederbolnng Malstaffel l Abschlüsse Mengenstaffel B Plabvorfchrist (vorherige Vereinbarung) 25' o mehr M- Jahrgang Nr. 2 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die illustrierte Gießener Familienblätter Hennat imBild-DieScholle Monats-Bezugsvreis: Alit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne illustrierte „ 1.80 Zunellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen "Nummern infolge höherer Gewalt Kernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift:,/Anzeiger" Postscheck 11686 Franks. M. Gietzener Anzeiger wKZmim General-Anzeiger für Oberhessen wur- Bomben- sche Ziele wie Flugplätze, Trup- militärl 3 200 000 BRT. deutschen Luftwaffe unverantwortlichen Verantwortlichen allein nicht zu 3m 2. Halbjahr 190000 To. Kriegsschiffe und 3900000 VRT. Handelsschiffsraum vernichiet. Tage haben gezeigt, daß die damalige belgische Regierung einen weit größeren Personenkreis als die offene Opposition als „Feinde" des damaligen Belgiens angesehen und deshalb verhaftet und nach Frankreich und England deportiert hat. Damit allein wurde ein neuer Riß in das bereits freuliche Taten der Belgier anführen, so darf man der Tat des belgischen Königs gedenken, der durch die gegen den Willen seiner Regierung durchgeführte Kapitulation des belgischen Heeres seinem Lande schreckliche Verwüstungen erspart hat, gleichzeitig aber auch Hunderten von Soldaten das Leben rettete, eine Tat, die die Fortsetzung der richtigen Politik war, welche Leopold III gegen alle Tradition im Oktober 1937 eingeschlagen hatte, als er den belgischen Militärpakt mit Frankreich nicht erneuerte und der Politik seines Landes neue Wege wies, die er allerdings später gegen den Willen der Ende gtzhen konnte. Roch weiß man nicht, wie lange die Wartezeit dauern wird, die dem Lande auferlegt ist. Doch die Einsichtigen im Lande, welche die Einrichtung eines Freiwilligen Arbeitsdienstes, berufsständischer Organisationen, einer Organisation aller Schaffenden, der Erneuerung der Kommunalverwaltung als erste Anzeichen einer neuen Zeit begrüßen, erkennen, daß man diese Zeit setzt nicht ungenutzt verstreichen lassen darf. Jetzt ist die Basis zu schaffen, auf bec ter Weise um Zolles das bekümmert, was für das praktische Leben von Notwendigkeit ist. Bedenkt man, daß von dem zerstörten belgischen Eisenbahnnetz trotz Hunderten von Brücken- und Tunnelsprengungen sowie Verwüstung von Schaltwerken und Gleisanlagen bereits im Oktober wieder 95 v. H. in Betrieb standen, daß die von den abziehenden Alliierten mit allen Mitteln zerstörte belgische Industrie heute überall wieder arbeitet, mehr Kohlen gefördert werden als in der Vorkriegszeit, daß 300 000 Arbeitslose in drei Mo- na'en wieder einen Arbeitsplatz erhalten haben, dann sind das nicht nur Leistungen, die am Jahresende registriert werden müssen, sondern Taten, die der Geschichte angehören. Will man neben diesen deutschen Taten auch erfind. Der Kampf gegen England nimmt seinen Fortgang, seine bisherige Wirkung ist weit größer als von außen erkennbar. Das Jahr 1941 wird den Beweis dafür erbringen. Sieggewohnt und kampfgestählt blickt die deutsche Wehrmacht zurück auf ein Jahr stolzester Erfolge. Siegesgewiß, stärker und besser gerüstet denn je, blickt sie vorwärts aus das kommende Jahr. penlager, Kasernen und Flakstellungen, gegen Versorgungsanlagen, Tanklager, Speicher, Kraftwerke sowie gegen Verkehrseinrichtungen. Während dieser fast ununterbrochenen Bombenangriffe forderten Jagd- und Zerstöreroerbände den Gegner zu Luftkämpfen heraus und- brachten ihm schwerste Verluste bei. Sie sicherten durch ihren Geleitschutz den An- und.Abflug der Kampffliegerverbände. Seit dem 25. Juni verlor der Feind etwa das Dreifache an Flugzeugen wie die deutsche Luftwaffe. Seit dem 24. Oktober flogen auch Staffeln der italienischen Luftwaffe Seite an Seite mit den deutschen Verbänden erfolgreich gegen England. Fernkampfbatterien des Heeres und der Kriegsmarine gelang es wiederholt, G e - l e i t z ü g e, die den Kanal zu durchfahren versuchten, unter Verlusten für den Gegner zu zer- prengen. Mit gutem Erfolg wurden militärische Ziele auch im Raum von Dover und südlich Londons bekämpft. Die feindliche Fernartillerie erwiderte das Feuer nur gelegentlich und ohne jede Wirkung. In der Heimat und im besetzten Gebiet wehrten Jagd - und Flakoerbände die Angriffe des Gegners, der fast nur bei Dunkelheit, bei günstiger Wetterlage und mit kleinen Einheiten einflog, ab. Während von der deutschen Luftwaffe seit dem 8. August Über 43 Millionen Kilo Sprengbomben und Über 1 600 000 Kilo Brandbomben auf kriegs- handelsschiffraum: durch Kampfhandtungen der deutschen Kriegsmarine durch kampfhandlunKn der über 700 000 BRT. gegen Berlin vorausgegangen war, wurde der erste Vergeltungsschlag gegen die britische Hauptstadt erst am 6. September geführt. Seitdem hat London erlebt, was den deutschen Städten zugedacht war. liebet 450 Luftatarme und über 100 deutsche Angriffe, darunter einige von gewaltigstem Ausmaß, haben das normale Leben dieser Stadt zerstört, Hafenanlagen, Docks und Vorratslager vernichtet. Seit dem 15. November erstrecken sich die deutschen Luftangrisfe auch auf andere Zentren der britischen Kriegswirtschaft. In 80 Großangriffen und 325 Angriffen gegen wichtige Industrieanlagen wurde die britische Rüstung, insbesondere in IRittet- england, so schwer getroffen, daß der Produktionsausfall für England bedrohliche Ausmaße annimmt. Daneben wurde aber auch durch 350 Angriffe gegen die wichtigsten hafenan - lagen der britischen Einfuhr und der Leistungsfähigkeit dieser Einfuhrhäfen schwerster Schaden zugefügt. Weit über 1000 kleine Angriffsunternehmungen richteten sich gegen Belgiens Gchicksalsjahr. Von unserem Or. P.-Korrespondenien insgesamt also über 3 900 000 BRT. Dabei sind d'e Eraebnijse des 2U i n e n e i n - sahes, der sich bis in die fernsten Meere erstreckte, bisher nur zu einem kleinen Teil erfaßt. Ein weiterer Ausfall entstand für den Feind durch die Beschädigung von wenigstens 264 Handelsschiffen mit über 2 000 000 BRT. Diese Erfolge wurden mit nur geringen Verlusten der Kriegsmarine errungen. Sie betragen seit dem 25. Juni 3 Torpedoboote, 5 Minensuchboote, 8 Unterseeboote, 12 kleinere Kriegsfahrzeuge. Ein Teil der in Verlust geratenen Schiffe konnte gehoben und wieder in Dienst gestellt werden. Im übrigen sind die Verluste im Rahmen des Aufrüstungsprogrammes der Kriegsmarine, das einschließlich der schwersten Schlachtschiffe reibungslos fortgeführt wurde, nicht nur ausgeglichen, die Kriegsmarine konnte vielmehr insgesamt in ihrer Schlagkraft erheblich verstärkt werden. Die Luhwche. <■’ Mt Aufbietung aller zur Verfügung stehenden Mitteln vollzog diedeutscheLuftwaffe nach Beendigung des Feldzuges in Frankreich in wenigen Wochen den Aufmarsch zum konzentrischen Angriff auf die brittischen Inseln. Seit Mai hat die britische Luftwaffe in nächtlichen Einflügen deutsches Reichsgebiet angegriffen und dabei fast ausschließlich mcht-mm- tärische Ziele getroffen. Am 8. August begann die deutsche Vergeltung für eine Form des Luftkrieges, die Deutschland weder gewollt noch^ begonnen bat, obwohl alle Vorteile auf deutscher Seite lagen. Seitdem haben deutsche Kampffliegerverbände in über 130 Großeinsätzen jeweils Mischen 100 000 und 700 000 Kilo Bomben abgeworfen. Obwohl schon eine Reihe von feindlichen Angriffen Ein Jahr stolzester Erfolge im Kampf gegen England Zusammenfaffender Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht. Berlin, 3. Ian. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Das Kriegsjahr 1940 war ein Jahr deutscher Siege. In knapp drei Monaten wurden die Engländer aus Norwegen vertrieben, Holland und Belgien zur Kapitulation gezwungen, Frankreich nach hartem Kampf zu Boden gerungen, das englische Expeditionsheer in Flandern geschlagen, seiner Bewaffnung und Ausrüstung beraubt und auf die Schiffe gejagt. Da die englische Propa- qanbä versuchte, diese einzigartigen Erfolge der deutschen Wehrmacht zunächst abzuleugnen und bann zu verkleinern, hat sie jede Glaubwürdigkeit verloren. Letzten Endes mußte sie sich aber doch der Tatsache beugen, daß Deutschland die blockadegefährdete enge Nordseebasis gesprengt und sie auf einen Raum erweitert hat, der vom Nordkap bis zur spanischen Grenze reicht und der es ermöglicht, tödliche Schläge gegen England selb st zu führen. Das Ober- kommando der Wehrmacht hat in zusammenfassenden Berichten dem deutschen Volke die Kampfereig- nisse zum Abschluß des Waffenstillstandes mit Frankreich dargelegt. Seit Eintritt der Waffenruhe rhit Frankreich begannen die Vorbereitungen für den Kampf gegen England. Während Divisionen des Heeres die fran= zösische Atlantikküste bis zur spanischen Grenze besetzten, die restlichen -Stützpunkte der Maginotlinie säuberten und die unübersehbare Beute sichteten, rüsteten sich Kriegsmarine und Luftwaffe, um d e n Brüssel, im Dez. 1940. Das nunmehr zu Ende gehende Jahr ist sicherlich nicht nur das bedeutungsvollste gewesen, das der belgische Staat in seiner Geschichte zu verzeichnen hat, sondern auch ein Schicksalsjahr schlechthin. Hatten frühere Krisen den geographisch so exponierten Staat doch schließlich nur in seinen äußeren staatlichen Grenzen berührt, so haben die dem 10. Mai folgenden Ereignisse ihn nunmehr in seinem Kern getroffen: Es sind die g e i - stigen Grundlagen, auf denen der belgische Staat ruhte, über die nun das Schicksal entschieden hat. Denn war der Staat mit der „vorbildlichsten" Verfassung in allem und jedem das „M uster- k in d"vdes Liberalismus, so ergibt sich schon hieraus, daß ein solches Gebilde, auch wenn es intakt wäre (was aber bei Belgien eben nicht der Fall ist), in unserer Zeit keine Möglichkeit besitzt als Kuriosum fortzubestehen. Das bedarf keiner Erörterung. Fraglich (mb interessant bleibt deshalb nur, wie sich eine innere und äußere Neuordnung vollziehen könnte, von der täglich in allen Zeitungen als einer Notwendigkeit geredet wird. Und das mit Recht, denn alles, was in Belgien bisher auch immer geschah, war ungeordnet, provisorisch, basierend auf dem Kompromiß. Man verließ sich politisch, wirtschaftlich und finanziell darauf, daß sich alles arrangieren werde und auf den „bon sens beige“ (den praktischen Sinn der Belgier), auf den man so stolz war. Bis das Schicksalsjahr 1940 kam. Die Ereignisse des Jahres 1940 haben gezeigt, daß es Dinge gibt, die stärker und elementarer sind als der Glaube an eine besondere belgische Vernunft, ganz abgesehen davon, daß Bel- aien unvernünftig gehandelt hat. Statt sich dem Ablauf der europäischen Geschichte zu fügen, einen kühnen Entschluß vorzubereiten, haben die „kleinen Leute", wie Leopold II. seine Landeskinder nannte, nach Westen und nach links geschielt und sich so im entscheidenden Moment aufdasfalsche Pferd gesetzt. Weist man auf diese Fehler der Vergangenheit, so muß man wahrheitsgemäß zugeben, daß es auch in Belgien Männer gegeben hat, die alles voraussahen und ihrem Land eine Zeit ersparen wollten, wie sie dann nach dem 10. Mai eintrat. Der 10. Mai und die ihm nachfolgenden weltanschaulicher Haltung darstellt. Wenn wir von dieser Einstellung aus die planerischen und gestalterischen Notwendigkeiten in den neuen Gebieten des Reiches einer grundlegenden und richtungweisenden Prüfung unterziehen, dann müssen wir zuerst einmal erkennen, daß diese neuen Bereiche deutscher Macht weder als koloniale noch als Wirtschaftsräume betrachtet, sondern nur als unbedingt notwendige Vergrößerung des völkischen Lebensraumes gewertet werden dürfen. Es wird auch heute noch zumeist übersehen, daß o viele bäuerliche und kleingewerbliche Existenzen im Altreichsgeb'iet dringend einer Festigung und Erweiterung ihrer Lebensgrundlagen bedürfen, daß schon jetzt durchaus kein Zweifel darüber bestehen kann, daß die neuen Reichsgebiete völlig mit deutschem Menschentum au 5 gefüllt werden können. Von der Gestaltung einer lebensfähigen Volksordnung in den überfüllten Räumen des Altreiches aus gesehen, bedeutet, wiederum eine genügend große Aus- n ah m e f ä h ig k e it der neuen Reichsgebiete sogar die grundlegende Voraussetzung für eine gedeihliche und anhaltende Gesundung der gesamtdeutschen sozialen Lebensgliederung. Der nationalsozialistisch ae,ührte, Aufbau einer neuen völkischen Ordnung — die Stadt und Land, Landwirtschaft und Gewerbe, Sozialaufbau und kulturelle Belange in sich umschließt — wird im völkischen Neuraum zum erstenmal in größerem Umfange und in großzügigster Gestaltung beispielhaft durchgeführt werden können. Auch hieraus wiederum wird erkenntlich, daß die neuen Gaue nicht etwa irgendwelchen eigenständigen Gesetzmäßigkeiten grundsätzlicher Bedeutung unterstehen, sondern daß Art und Umfang der hier vollbrachten deutschen Zukunftsarbeit zurückstrahlen werden auf die Altreichsgebiete, die ja ebenso — wenn auch unter gewissen- anderen Vorbedingungen — noch ihrer Gestaltung nach den Ge- sichtsnunkten nationalsozialistischer Lebenshaltung und Raumbetrachtung harren. Damit wird deutlich, in welch entscheidendem Aus- maß sich auch das kleinste Geschehen in den neuen Gauen in gutem oder schlechtem Sinn auf die gesamtdeutsche Lebensordnung auswirken muß, daß weiterhin alle Maßnahmen von Planung und Gestaltung im Neuraum dahin überprüft werden müf- fen, ob sie auch im Altreich zur Anwendung gelangen kennen, und daß schließlich ebenso jedes Unterfangen, das im Altreich als volksschädigend erkannt wurde, in den neuen Gebieten erst gar nicht in den Bereich der Möglichkeit gerückt werden darf. Diesen Kampfhandlungen der Kriegsmarine im Verein mit den Angriffen der Luftwaffe fiel eine beträchtliche Anzahl britischer Kriegsschiffe zum Opfer. Durch die Kriegsmarine wurden 12 Zerstörer, 8 Unterseeboote, 9 Hilfs- kreuzer, 3 Kanonenboote, 63 kleine Kriegsfahrzeuge, durch die Luftwaffe insgesamt 32 verschiedene Einheiten der britischen Kriegsmarine versenkt. Die Gesamttonnage dieser versenkten Kriegsschiffe beträgt rund 190 000 Tonnen. In nflti) weit höherem Maße bekam die britische Handelsschiffahrt die Folgen der neuerkämpften englandnahen Basis zu spüren. Im Zusammenwirken mit. Unterseebooten der italienischen Kriegsmarine haben deutsche Unterseeboote ihre Erfolge immer mehr gesteigert. Die wachsenden Versenkungsziffern rühren an dem Lebensnerv der britischen Inseln. Erstmalig konnten auch durch Handelszerstörer in überseeischen Gewässern feindliche Schiffe zu Prisen gemacht und in deutsche Häfen eingebracht werden. Gleichzeitig brachten deutsche Kampf- und Sturzkampfflieger durch unermüdliche Angriffe auf britische Geleitzüge und einzeln fahrende Handelsschiffe dem Gegner schwere Verluste bei. Don Island bis zur Nordküste Afrikas überwachte die bewaffnete Luftaufklärung den atlantischen Luftraum und erleichterte auf größte Entfernungen hin durch ihren Meldedienst den deutschen Unterseebooten ihre schwere Arbeit. Seit dem 25. Juni bis zum Iahresschluß verlor England an eigenem oder ihm nutzbaren wichtige Ziele in mehr als 2000 Angriffsunterneh- mungen auf die britischen Inseln abgeworfen den, betrug die vom Feind abgeworfene Bo last nur rund V25 dieser Mengen. Die Mehrzahl der feindlichen Bomben fiel auf Wohnbezirke, darunter auf 30 Krankenhäuser und Lazarette sowie auf 40 Kirchen und Friedhöfe. Der angerichtete militärische und wehrwirtschaftliche Schaden ist dagegen geringfügig. Die deutsche Kriegswirtschaft ist durch ihn in ihrer Gesamtheit Überhaupt nicht beeinträchtigt. Dank der vorbildlichen Haltung der Zivilbevölkerung und aller Organisationen des Luftschutzes scheiterten alle Versuche des Feindes, der Heimat größeren Schaden an Gut und Blut zuzufügen. Im Gegensatz zür strengen englischen Zensur erhielten neutrale Pressevertreter in Deutschland Gelegenheit, sich von der Wirkung der feindlichen Angriffe in den nach d-en amtlichen englischen Berichten besonders schwer getroffenen deutschen Städten zu überzeugen. Don Woche zu Woche wurden in englischen Berichten schwere Angriffe auf deutsche Städte gemeldet, auf die keine Bombe gefallen" ist, ja die nicht einmal überflogen worden Kampf gegen England fortzusetzen. Die. italienische Wehrmacht fesselte inzwischen immer stärkere britische Kräfte. Die Kriegsmarine. Die Kriegsmarine löste in kurzer Zeit die schwierige Aufgabe, alle in Besitz genommenen feindlichen Küstengebiete vom Nordmeer bis zur Biskaya beschleunigt zu sichern, die vorhandenen, teilweise völlig zerstörten Hafenanlagen wieder gebrauchsfähig zu machen, die vorgefundenen Küstenschutzanlagen in Verteidigungszustand zu setzen, wo nötig, neue Kampfbatterien einzubauen. Nach der gefahrenvollen Säuberung und Sicherung des weiterreichenden^ Küstenvorfeldes griffen unverzüglich leichte S e e st r e i t k r ä f t e in den Kampf ein. Ihre mit besonderer Kühnheit durchgeführten Vorstöße wurden immer wieder bis weit in das englische Küstenvorseld hineingetragen. Besonders erfolgreich war der Einsatz von Seestreitkräften in überseeischen Gewässern. Wo immer der Feind die Tätigkeit der deutschen Handelsstörer zu unterbinden versuchte, lieferten ihm deutsche Kriegsschiffe Seegefechte, aud. denen sie selbst erfolgreich und voll einsatzfähig hervor- gingen, während der Gegner mit Beschädigungen und Verlusten den Kampfplatz räumen und den nächstgelegenen Hafen aufsuchen mußte. So sah sich die feindliche Seekriegführung ständig vor neue Ueberraschungen gestellt. Gestalwg der neuen AechWbiele. Von Or. Konrad Meyer, 0. proseffor an der Kn oerfität Äerlin. Die gewaltigen Aufgaben, die dem deutschen Volke durch die Eingliederung seiner neuen Reichsgebiete erstanden sind, können nicht allein durch die Organisierung und Gestaltung der Eindeuttchung von I Mensch und Raum in den jüngsten Gauen des I großdeutschen Volksreiches ihre erschöpfende Lösung sinden, sondern wollen ebenso sehr als entscheidende Vorbedingungen und Voraussetzungen für die als unumgängliche Notwendigkeit vor uns stehende Schaffung einer gesunden und lebensfähigen gesamtdeutschen Volksordnung angesehen und gewertet werden. Daryit wird die Betrachtung und Bewertung des neuen Gebietszuwachses über alle machtpolitischen, wirtschaftlichen und strategischen Vorteilserwägungen hinaus in jene volihafte und allein für Gedeih und Verderb einer Volksgemeinschaft ausschlaggebende politische GescNnthaltuug hinaufgehoben, die alle Geschehnisse nur danach wertet, ob und wie sie der Gesamtheit aller Volksglieder nutzen und dienen können, und die letztem Endes auch den wirklich revolutionären, also umwälzendsten Kerngedanken nationalsozialistticher zerklüftete Belgien gebracht und die Voraussetzungen dafür gegeben, daß wir heute in Belgien nicht wie 1914 bis 1918 nur in einem besiegten und besetzten Land, sondern uns in einem Gebiet befinden, in dem ein Reaime zusammen- brach und jedermann sich fragt: „Was ist noch? Was kann noch bestehen? Was darf hier werden?" Hier stehen sich nicht nur Flamen und Wallonen, Sozialisten, Katholiken, ßiberaliften und Rexisten gegenüber, sondern es sind nach den Geschehnissen des Mai die krassen und fortdauernden Gegensätze zwischen Geflüchteten, Daheimgebliebenen und Deportierten, wobei zu den Letzteren angesehene Belgier, Deutsche und andere Ausländer gehören, die in den Monaten harter Gefangenschaft eine gewisse Schicksalsgemeinschaft erwarben. So ergaben sich in mancher Beziehung Bindungen zwischen Belgien und Deutschland, dessen Armee die Belgier ihre Befreiung zu danken hatten, die stärker sind als die Bindungen zu den Landsleuten dieser Belgier, die damals deren Verhaftungen anordneten oder zumindest guthießen. Mit all dem Gesagten können am Jahresende nur Einblicke gegeben werden in das heutige Leben jener Gebietsteile, die der zusammengebrochene belgische Staat umfaßte, aber keine Voraussagen für die Zukunft. Daß sich das Schicksal diesen ebenso kleinen wie wichtigen Landes im kommenden Jahre entscheiden wird, ist anzunehmen. Gerade so, wie wir schon heute wissen, daß mit diesem Kriege dieses Gebiet auf alle Fälle dem Kontinent fest verhaftet bleiben wird, und daß der alte englische Wunsch, hier ein britisches Dorgelände auf dem Festlande, den berühmten „Brückenkopf", zu unter« halben keine Gestalt finden wird. Die deutsche Militärverwaltung, die heute bei großzügiger Gewährung weitgehender Freiheiten an die einheimischen Verwaltungsstellen die Sorgen für das Gebiet des ehemaligen Belgiens auf sich genommen hat, Hat sich daneben auch i lagen oarn ^51 qi uie oujis zu jujunen, «uj seinerseits in den letzten Monaten in dankenswer- i allein ein Neuaufbau spater vollzogen werden tamfo Planerische Vorbereitung und praktische Durchfüh- rung des Neuausbaus in den neuen Reichsteilenaber sind bis in die kleinsten Einzelheiten festgelegt und umrissen durch die Erkenntnisse, mit denen die nationalsozialistische Weltanschauung unser deutsches Leben revolutionierend befruchtete. Diese Haltung verbietet es von selbst, daß sich etwa die letzten Trümmer und Reste volkspolitischer Rückständigkeit und volkstumsmäßiger Schwächlichkeit, wirtschasts. liberalistischer Eigennützelei und gesellschaftlicher Eigenbrödelei aus dem Altreich in den Neuraum retten könnten. 9m Mittelpunkt aller Erörterungen und Durch- führung in den neuen Bereichen wird der volks- politifche Gedanke, also die Festigung und Neuschaffung deutschen Volkstums im Dlenste der Verwirklichung wahrer Volksordnung stehen müssen. Dieser Gesichtspunkt behauptet allen rein staats- und wirtschaftspolitischen Erwägungen gegenüber den selbstverständlichen Vorrang. — Aller Aufbau vom Volkspolitischen her ist nur vorstellbar, wenn er vom Boden und somit von der ländlichen Ordnung her seinen Ausgang nimmt. Eine gesunde, auf einer überwiegenden Mehrheit bäuerlicher und großbäuerlicher Betriebe ausbauende Bodenordnung, die über das Bekenntnis zum Bauerntum hinaus die bäuerliche Lebenshaltung in allen Gliedern des Landvolkes fordert und ermöglicht, schafft nicht nur die notwendigen Voraussetzungen für das Gewinnen des Volkstumskampfes in den Grenzmarken, sondern stellt darüber hinaus auch die Vorbedingung dafür dar, die deutsche Volksord- nung der Zukunft beruhen zu lassen auf der tragenden Schicht biologisch gesundeter und wirtschaftlich lebensfähiger Bauernschaften. Gestattung im neuen Reichsgebiet bedeutet nach allem somit in ihren letzten Zielen Ansatz und Auftakt zur Verwirklichung nationalsozialistischer Dolksordnung und bedingt, Altreich und völkischen Neuraum zu betrachten als eine in sich geschlossene, gleich bewertete und gleich behandelte Einheit eines wohlgegliederten gesamtdeutschen Großraumes. Neujahrsglückwünsche des Auslandes. relegrammwechsel zwischen Führer und Duce. Berlin, 2. Jan. (DNB. Funkspruch.) Aus An- laß des Jahreswechsels hat zwischen dem Führer und zahlreichen Staatsoberhäuptern und Regierungschefs des Auslandes ein telegraphischer Austausch von Neujahrsglückwünschen stattgefunden. Zwischen dem Führer und dem König von 9 t a- lien und Albanien, Kaiser von Aethiopien, wurden herzliche Glückwunschtelegramme gewechselt. An den Duce hat der Führer nachstehendes Telegramm gesandt: „Beim Eintritt in das neue 9ahr aedenke ,ch 9hrer, Duce, in herzlicher Verbundenheit. Das kommende 9ahr wird das national ozia- l-stlfche Deutschland und das faschistische 9talien in unerschütterlichem Glauben und eiserner Entschlaf- senheit bis zur endgültigen Niederringung des Feindes kämpfen sehen. 9n diesem Sinne grüße ich Sie Duce. Adolf Hitlers - Mussolini antwortete: „9ch danke 9hnen für die Grüße und Wunsche, die Sie mir gesandt haben und die ich mit gleicher Herzlichkeit erwidere. Auch im 9ahre 1941 werden unsere Revolutionen und unsere Völker nach wie vor in bewährter brüderlicher Käme- radschaft gemeinsam bis zum Sieg marschieren und kämpfen. Mussolinis 9üfolge des Krieges wurde auch in diesem 9ahr von dem großen N e u i a h rs e mp f an g des gesamten diplomatischen Korps ebenso wie von sonstigen feierlichen Neujahrsempfängen abgesehen Durch Eintragung in das in der Präsidialkanzlei des Führers ausliegende Besuchsbuch brachten die in Berlin anwesenden Botschafter, Gesandten und Geschaftstraaer als erster der Königlich 9talienische Botschafter A l fi e r i mit seinem Stabe dem Füh- rer die Glückwünsche der von ihnen vertretenen Staatsoberhäupter, Regierungen und Völker zum Ausdruck. Der Reichsaußenministzr v o n R i b b e n- tro p hat anläßlich des 9ahreswechsels telegraphisch Gruße und Glückwünsche an den Duce, an den japanischen Ministerpräsidenten Fürst Konoye, an den italienischen Außenminister Graf Ciano und den japanischen Außenminister Matsuoka gerichtet Ferner hat der Reichsaußenminister Glückwünsche des rumänischen Staatsführers Antonescu, des flo- waklschen Ministerpräsidenten Tuka und des unga- nschen Außenministers Graf Csaky herzlich erwidert. Die Glückwünsche Hessen-Nassaus. 71SG. Anläßlich des Jahreswechsels sandle Gan- leller und Reichsstatthalfer Sprenger deH Jüh. rer telegraphisch folgende Glückwünsche: Nein Führers Für das entscheidungsgewallige Jahr 1941 bitte id) Sie, meine besten Dünsche entgegenzunehmen. Angesichts der großdeutschen Biachtenffaltung darf ich Ihnen versprechen, daß der Gau Hessen-Nassau Ihrem wetteren Marschbefehl zur Niederbrechung des letzten Gegners mit entschlossenem Dillen und tapferen Herzen freudig folgen wird. Mögen die Taten und Leistungen des kommenden Jahres den heroischen Waffengang der Nation sieghaft krönen! heil, mein Führer! Gez.: Sprenger. Der Führer antwortete dem Gauleiter: Für die mir zum Jahreswechsel übermittelten guten Dünsche sage ich Ihnen meinen besten Dank. Ich erwidere sie herzlich für Sie selbst und Ihren Gau. Mit Deutschem Gruß! Gez.: Adolf Hitler. Oer Gauleiter dankt. Anläßlich der Jahreswende find mir zahlreiche Glückwünsche für dos enkscheidungsschwere Kampf- sahr 1941 zugegangen. Ich bitte, auf diesem Dege meinen Dank entgegenzunehmen. Gez.: Sprenger Gauleiter und Reichsstatthalter. Oie Wende in Rumänien. Bukarest, 2. 9an. (Europapreß.) Die Neu- j a h r s f e i e r l n S i n a i a begann mit einem Te- veum im Kloster, an dem der König, Ministerpräsi. deut General Antonescu und Horia Sima teilnah. men Bei der Gratulationskour im Schloß Peles h'tlt General Antonescu folgende Ansprache: ln schwerer Prüfungen und grausamer Schlage für das rumänische Volk, für seine Führer Dynastie ist vorübergegangen. Die Geschichte wird dre großen und die kleinen Schuldigen hart und unparteiisch aburteilen. 9ndem wir mit schmerzerfülltem Herzen die Seite der Vergangenheit umblättern, treten wir in das neue 9ahr mit einem Schwur und einer Gewißheit. Unier Schwur ist, dem Volke und seinem König zu dienen, so wie es das Schicksal und das Gebot seiner Ahnen von uns fordert. Unsere Gewißheit ist, daß wir Erfolg haben werden, weil wir mit Entschlossenheit und dem Wunsche, jedes Hindernis zu beseitige^, an hie Arbeit gegangen sind. 9ch versichere Eurer Majestät ehrerbietigst, daß wir unseren Eid hatten werden und daß unsere Zuversicht von keiner Schwierigkeit besiegt werden wird. 9n diesem Sinne entbiete ich 9hnen im Namen des national-legionären Rumänien, seiner Regierung und meiner selbst die heißen Glückwünsche, damit die Herrschaft Eurer Majestät in der Geschichte des Volkes neuen Aufstieg und neuen Ruhm bringe.* König Michael dankte und gab der Hoffnung Ausdruck, daß nach dem 9ahr der Buße das neue 9ahr ein solches des Sieges und des nationalen Wiederaufstieges werden möge. 3i/2%ige Gchatzanweifungen. Vom 2.9anuar 1941 liegen 3'/rprozentige Schatzanweisungen mit ISjähriger Laufzeit zum Kurs von 983/< v. H. zur Zeichnung auf. Das ist ein gutes Zeichen für das neue 9ahr. Es fei nur darauf hin- gewiesen, daß unlängst noch 4V2prozentige Schatzanweisungen ausgegeben wurden, daß das Reich dann zum 4prozentigen Typ übergehen konnte, und daß die neuen ZV-prozentigen Schatzanweisungen eine weitere wesentliclje Ersparnis für den Reichssäckel bedeuten. Während des Weltkrieges waren alle Anleihen mit 5 v. H. Zinsen ausgestattet. Wenn die sehr vorsichtige und gewissenhafte Reichsfinanz- Verwaltung zum Jahreswechsel — auch politischmilitärisch: „Zwischen den Zeiten" — zu der 3V2- prozentigen Schatzanweisung übergeht, so liegt darin der Beweis einer sicheren Siegeserwartung. Die weithin wirkende Bedeutung der neuen Zins- senkung wird sich aber auf einem ganz anderen Gebiete erst voll auswirken: Hohe Zinsen verlocken immer zu einem bequemen Rentnerdasein; niedrige Zinsen treiben zur Suche nach gewinnbringenderen Anlagen. Und diese Gegenüberstellung der seelischen Auswirkung von hohem und niedrigem Zinssatz ist in diesem Augenblick, am Eingang zum neuen 9ahr £ür uns der gewichtigste Tatbestand. Rein wirtschaftlich läßt sich unendlich viel zu dem Thema sagen; es sei auch nicht verschwiegen, daß die Zinssenkung die Berechnungsgrundlagen von Versicherungen berührt. So einfach sind die Dinge also nicht, daß sie sozusagen im Galopp erledigt werden könnten. Aber die Pflege des Geld- und Kapitalmarktes durch die Reichsregierung ist so besonnen und so sehr auf weite Sicht eingestellt, daß wir die rein fachlichen Umstände in diesem Zusammenhang zunächst zurückstellen können. Wichtiger ist der Auftrieb, der für alles kaufmännische und technische Wagen von einem niedrigen Zinsfuß ausgeht. Es ist fo, daß jeder Geldbesitzer zwei Gesichtspunkte in Rechnung zu stellen pflegt: einmal die Sicherheit und dann die Höhe des Nutzens. Daher pflegen Geldanlagen auch „gemischt* zu werden, ein Teil des Geldes wird mündelsicher angelegt und dafür begnügt man sich mit einem niedrigen Zinssatz; und ein anderer Teil des Geldes wird wagemutiger eingesetzt, und nun erwartet man auch einen höheren Nutzen. Diese Ausstrahlung erfaßt unser ganzes volkswirtschaftliches Dasein, wenn auch in verschiedenen Intensitätsgraden. Für jeden Erfinder, für jeden rührigen Techniker, für jeden Kaufmann von Fingerspitzengefühl ist es von entscheidender Bedeutung, Geld zur Verfügung zu haben. Der Kredit — und besonders der billige Kredit — ist nicht nur eine finanztechnische Gegebenheit, sondern eine der stärksten sozialpolitischen Auftriebskräfte, über die wir überhaupt verfügen. Länder mit billigem Geld sind auch immer fcihia, wirtschaftliche Aufgaben anzu- packen und zu löje«, die außerhalb ihrer Grenzen liegen. Das Geld, das jenseits der Grenze arbeitet, wird wiederum zu einem Faktor der eigenen Auslandspolitik. Dr. Ho. Oer italienische Bericht vom Donnerstag. Rom, 2. Jan. (DRV.) Der italienische Wehr- m -chlbericht hat folgenden Wortlaut: Im Grenzgebiet der Lyrenaika Artillerie- und Streifentätigkeit an der Bardia-Front. Im Gebiet von Giarabub haben wir an der Stelle des im gestrigen Wehrmachtbericht verzeichneten Kampfes vom Feind zurückgelassenes Kriegsmaterial, Munition und Lastwagen erbeutet. Feindliche Einflüge in unsere Luftstützpunkte in der Lyrenaika verursachten bei wirkungsvollem Eingreifen der Jagdflugzeuge und der Flak geringen Schaden und forderten keinerlei Opfer. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen. Unsere Kampf- und Jagdverbände haben zahlreiche motorisierte Gruppen sowie eine feindliche Feldbefestigung mit Bomben und Wl^.-Feuer belegt. Alle unsere Flugzeuge sind zu- rückgekehrt. An der griechischen Front Operationen örtlichen Charakters. Trotz ungünstiger Witterungs- Verhältnisse haben unsere Lustverbände feindliche Stellungen erfolgreich mit Bomben belegt. In Oftafrifa örtlich begrenzte Streifen- und Artillerieakfionen. Feindliche Flugzeuge haben Ortschaften in Aethiopien erfolglos bombardiert. Oie italienische Lustwaffe in Afrika. Rom, 30. Dez. (Europapreß.) „Die italienisch- Luftwaffe kontrolliert weiterhin den Himmel Afrikas", so erklärt „(Biornate d'9talia", und führt zum Beweis an, ein Geschwa^r italienischer „Falken* habe am 27. Dezember bei Ghedaref ein Geschwader. von fünf gerade startenden Gloucester-Flugzeugen angegriffen und vier davon zerstört. Darauf hätten die italienischen 9äger auf einem chon früher zerstörten Flugplatz eine englische Reiter-Einheit überrascht, mit Maschinengewehrfeuer angegriffen und zersprengt. Ferner seien ein langer Materialzug auf einer Eisenbahnstation und vier Autolastzüge zerstört worden. Meine politische Nachrichten. Der Stabschef der SA. Lutze teilt mit: Dl» Fülle der anläßlich meines Geburtstages eingegangenen Glückwünsche ist so groß, daß ich leider nicht jedem einzelnen dafür danken kann. 9ch bitte deshalb auf diesem Wege meinen aufrichtigenDank entgegenzunehmen, womit ich gleichzeitig die besten Wünsche für das neue 9ahr verbinde. * Am Neujahrstage verstarb in Berlin der Parteigenosse Oberstleutnant a. D. Richard Ribbentrop, der Vater des Reichsaußenministers, im 82. Lebensjahre. Er trat 1879 in das Magdebur- aische Feldartillerie-Regiment Nr. 4 ein und war in einer letzten aktiven Dienststellung Abteilungskom- manöeur im Feldartillerie-Regiment 34 in Metz. 9m Weltkrieg war er Abteilungskommandeur im Reserve-Artillerie-Regiment 49 an der Durchbruchs- schlacht von Brzeziny hervorragend beteiligt. Der Präsident des Reichsfremdenverkehrsverbandes hat den Leiter des Fachamtes „Fremdenverkehr" in der Deutschen Arbeitsfront, Oberbereichs« toter der NSDAP. Georg Gallert, in den Beirat des Reichssremdenverkehrsoerbandes berufen. Die portugiesische Regierung hat den Lissaboner Vertreterder LondonerTimes auf- Sfordert, das Land bis Freitagabeich zu verlassen, nlaß zu dieser Ausweisung waren Artikel, di« de» tetue&e. $Qrhts4l« , Südamerikas Neutralität Brasilien. Rio de 9a nei r o, 2.Jan. Heer und Marine Brasiliens veranstalteten am Silvestertag ein Bankett zu Ehren des Präsidenten Vargas, an dem 1200 Offiziere teilnahmen. Präsident Vargas wies auf die tiefe Wirkung des Krieges hin, der Brasilien die europäischen Märkte verschlossen habe. Unter Betonung der Wichtigkeit der Rolle der bewaffneten Macht bei der Aufbauarbeit Brasiliens wies Vargas auf die systematische Aufrüstung hin, die längst vor dem Kriege von Brasilien eingeleitet worden fei. Er erwähnte dabei gewisse Vorkomm nisse der letzten Zeit, indem er feftfteUte: „Kriegsmaterial, das wir bestellt haben gehört uns und kostet unser Geld. Es wäre eine Verletzung unserer Rechte, verhindern zu wollen, daß es in unsere Hände gelangt. Wer das versucht, kann von uns fein Entgegenkommen und keine Gesinnung freundschaftlicher Zusammenarbeit erwarten." Nach einem Rückblick auf die wirtschaftliche Auf- bauarbeit betonte der Präsident, daß wertvolle ar- beitsame Einwanderung weiter erwünscht fei Unerwünscht seien aber die, die in Brasilien einen falschen und bequemen Internationalismus infil- trieren wollten, der patriotische Energien zerstöre und bereit fei, je nach Preis und Opportunität allen und jedem zu dienen. „Diese Elemente werden nicht mehr in das Land gelassen." Den Zustrom von Auslandskapital bezeichnete Vargas als willkommen. Es sei jedoch die Zeit der Kolonialausbeutung brasilianischer Arbeiter und brasilianischer Naturschätze längst vorüber und nur solches Kapital willkommen, das am Fortschritt Brasiliens mitarbeite. Auf der Grundlage seiner christlichen Traditionen und seiner Qualität als arbeitfames friedliebendes SSolf baue Brasilien sein Nationalleben zu einer bihiplimerten Einheit aller Brasilianer aus, im Willen eine blühende Nation zu bilden, die imstande ist, sich Achtung zu verschaffen. Die Freiheit, sich selbst zu regieren, sei ein unveräußerliches Attribut Souveränität, von dem Brasilien Gebrauch mache, ohne die Absicht, in bas 9nnenleben anderer Bolter emjugreifen, Brasilien halte feine Neutra, htat aufrecht und verlange, daß sie geachtet werde, wie es die Rechte der Kriegführenden achte ohne Vorzüge und Sympathien, weil dies Pflicht gegen, über den Konflikten außerhalb des Kontinents sei. Zu der Erklärung de, Präsidenten Barg»,, daß Brasilien ensichloffen sei, d!e Neutralität gegenüber den kriegführenden europäischen Staaten aufrecht- zuerhalten und ihre Beachtung durch alle anderen Regierungen durchzusetzen, schreibt „Giornale d'9ta- lia .' Diese Worte bestätigen ebenso die Macht und den Stolz der Unabhängigkeit wie die Weisheit der großen brasilianischen Nation." Sie seien ein »tchttg«r Gegengewicht gegenüber pofr 64155 ART. im Pazifik versenkt. Der Wehrmachtbericht vom Donnerstag. Berlin, 2. Jan. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein im Pazifischen Ozean operierendes deutsches Kriegsschiff meldet als Teilergebnis feiner Erfolge die Versenkung von 10 feindlichen oder im Dienste des Feindes fahrenden Handelsschiffen mit insgesamt 64155 BHI. Die Besatzungen der versenkten Schiffe wurden durch das deutsche Kriegsschiff auf einer Südfeeinfel in Sicherheit gebrächt. Londons „furchtbarste Nacht". gebäubes den Geschäftsverkehr an einer anderen Stelle fortfetzen zu können. Arn Bonnerstagmorgen ist unter bem Vorsitz bes Bürgermeisters der Londoner City (Lordmayor) ein Ausschuß zusammengetreten, der sich mit der Frage zu beschäftigen hat, in welchem Rahmen es möglich fein wird, die City wieder aufgubauen. Fleisch und Fische kommen nicht herein. England spürt den Ausfall vonKühlschiffen Berlin, 2.9an. (DNB.) lieber die Ncchrung^- mitteleinschränkungen in England, die durch den Mangel an Kühlschiffsraurn bedingt sind, teilt der 9nhaber einer großen Fischeinfuhrgesell- schaft in einer Zuschrift an den Daily Telegraph eine bezeichnende Einzelheit mit: Früher habe seine Firma allein aus Neuschottland jährlich mehr als 2 5 0 0 000 Pfund Fischfilets nach England ein»geführt. 9etzt feien feiner Firma als Kontingent insgesamt 200 Dosen! Fischfilets zur Verfügung gestellt worben, mit bem sie alle ihre Kunden zufriedenstellen soll. ,Lies", so sagt er, „ist einer der Gründe, warum die Hausfrau vergeblich nach Fischfilets Herumlaufen muß, für die man von der Regierung fo ausgedehnte Reklame gemacht hat." Aehnlich große Schwierigkeiten liegen auch auf dem / Gebiet der Fleifchverforgung vor. So herrscht in den Häfen der Südküste von Sussex, wie Brighton und Worthing ausgesprochener Fleischmangel. 9n Worthing, so meldet „New Port Herald Tribüne", gebe es wöchentlich pro Kopf nur Fleisch im Werte von sieben Pence (28 Pfennige), was bei der in England herrschenden Teuerung bedeutet, daß die Bevölkerung praktisch überhaupt fein Fleisch bekommt. Auch in anderen Bezirken Südenglands fei bereits seit einigen Wochen kaum noch Fleisch zu haben. Die Fleischer feien bereits am Vormittag ausverkauft. Fleischgerichte feien von der Speisekarte der Restaurants in Brighton ganz verschwunden. tischen Kundgebungen aus anderen Teilen der westlichen Hemisphäre. Brasilien beweise seinen Willen, seine 9nteressen selbst und ohne fremde Bevormundung zu vertreten. Auch Argentinien habe verschiedentlich seinem Willen Ausdruck gegeben, eine unabhängige Politik zu betreiben und sich der Neutralitätsoerpflichtungen bewußt zu fein. Oie La-plata-Stützpunkte. Mailand, 2. 9an. (Europapreß.) 9n einer Kabinettssitzung wurde, wie die Blätter aus Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, berichten, einmütig die Politik der Landesverteidigung gebilligt. Ferner wurde das Abkommen mit Argentinien über die Errichtung von Stützpunkten am La Plata und die gemeinsame Verwendung der bewaffneten Kräfte zur Verteidigung gegen etwaige ausländische Angriffe gut- geheißen. England hat feine Besatzungen für die amerikanischen Zerstörer. Rom, 2. San. (Europapreß.) Sn einer Funk- metoung berichtet der Vertreter des „Giornale d'9talia" aus Neuyork, die Mannschaft des in Neu- porf eingetroffenen Handelsdarnpsers „Dromore" habe erklärt, daß in den Hafen Halifax und St. 9ohn a u f N e u f u n d l a n d elf der von den USA. an England abgetretenen Zerstörer vollkommen abgerüstet lägen, weil die Engländer keine Besatzungen für diese Zerstörer hätten. Japans Feinde im China-Konflikt. . T o k i o , 2.9an. (DNB.) Der frühere Botschafter m Rom, Schiratori, erklärt in der Neujahrsausgabe von Tokio Asahi Schimbun, von der Fest- ftelhing des Führers ausgehend, daß über das Schicksal Deutschlands für die nächsten 1000 Fahre entschieden werde, „ber Krieg zwischen Deutschland und England ist ein Krieg zwischen 9apan und England, denn der Ausgang des Krieges bestimmt das Schicksal Japans". — Der Ausgang bes Krieges fei bereits klar. 9apan mülle aber Deutschland Hilfe leisten, wie Amerika England. Der wahre Gegner im Chinakonflikt fei Eng- IaPVunb Amerika, nicht Tschungking, was auch für den neuen ostasiatifchen Wirtschaftsraum 3utreffe, den England und Amerika aus kapitalisti- ichem 9nteref|e nicht anerkennen wollten. Deshalb müsse 9apan mit Hilfe seiner Flotte d i e s ü d l i ch e Ausdehnung s i ch e r st e l l e n ; denn Hilfs- quellen zu haben sei notwendig. Hinter der Diplo- matte muß immer etwas Starkes stche». Madrid, 2. 9anuar. (DNB.) Unter riesigen Schlagzeilen veröffentlicht am Donnerstag die Zeitung „ABC" den mit großer Verspätung inMadrid eingetroffenen Bericht ihres Londoner Berichterstatters Calvo über den deutschen Luftangriff auf die englische Hauptstadt in der Nacht zum 31. Dezember. Die letzte Nacht sei ohne jeden Zweifel „die furchtbarste" der Londoner Nächte gewesen. Der Angriff sei kurz gewesen, denn um Mitternacht sei das Werk der Zerstörung bereits vollbracht gewesen. Am Morgen des 31. Dezember, als sich die Londoner in ihre Büros in der City begeben wollten, hätten sie sich durch kilometerlange Schlauchleitungen ber Feuerwehren, rauchende Trümmer, Schutt und Asche ihren Weg bahnen müssen. Sobald sie aus den U-Bahnschächten herausgekrochen seien, hätten sie in Richtung nach Osten einen von Bränden hell erleuchteten'Himmel gesehen. Mit Hilfe von Dachbeobachtern hätten die Feuerwehrleute fieberhaft gegen die Flammen gekämpft. Viele von ihnen seien ums Leben gekommen. Mit aufgesetzten Rauchmasken hätten die Feuerwehrleute schtteß- lich eine große Anzahl von Gebäuden mit Dynamit sprengen müssen, um das rasend um sich greifende Feuer eindämmen zu können. Die oeutschen Flieger hatten wahre Sturzbäche von Tausenden von Brandbomben über ber Stabt ausgeschüttst. Der Motorenlärm, das Pfeifen der Bomben, das Krachen der Explosionen und des Knattern der Brände fei furchtbar gewesen, nur im September hätte man in London bei einem Angriff ähnliches erlebt. Am Donnerstag haben Pioniertruppen mit der Sprengung der in der Londoner City übriggebliebenen Häuserruinen begonnen. 9n diesem Zusammenhang wird mitgeteilt, daß die Börse einen Volltreffer erhalten hat und zerstört wurde. Es ist anzunehmen, daß besonders wichtige Börsendokumente nicht vernichtet wurden; denn bereits kurz vor Ausbruch des Krieges ließen die zuständigen Behörden Duplikate von allen wichtigen Papieren Herstellen und brachten sie in die Provinz. Außerdem waren Vorkehrungen getroffen worden, um im Falle einer Vernichtung des Börfen- Bel ber bewaffneten Aufklärung am 1. Januar wurden in ber Nahe von Aldebourgh ein englisches Vorpostenboot und ein anderes ostwärts Ramsgate durch Bombenvolltreffer beschädigt. In ber Nacht zum 2. Januar belegte« beutsche Kampfflugzeuge zahlreiche kriegswichtige Ziele in Witt el- und Sübostengland erfolgreich mit Bomben. Britische Flugzeuge warfen in ber letzten Nacht in Ndrbwestbeutschlanb an brei Stellen Bomben au Fabrikanlagen, bie einigen Schaben verursachten. Fünf Personen wurden getötet, mehrere verletzt. Ein feindliches Flugzeug vom Bluffer Vickers-Del- lington wurde im Luftkampf abgeschossen. riaen Flugze der ®i das Heck hoch aus dem Wasser, dann schoß die ^-n st°^°7k^i,ch° En.s°rnungom°ss°r be. nächst- w« em °°»-^chN° ^^7nu,e^n der nutzt, die folgendermaßen arbeiten« Eine lm Gerat ^orpeo 1 ) Achtersteven auf Tiefe. Dos befindliche Marke die Dedienungsmanni im - ^ng prad)tD0Üe Meldung, die Kapitänleutnant sie' g7n°7 Ler dem Mugzeng steü^D^ < L-hm°nn.WMenbr°-k in bi.fer Nach, dem Befehl-. Monatliche Oiensiappette der Hitler-Jugend. dran, ein neues, Lciuuni.m.» — ---• । BRT. Im hellen Mondlicht bei der geringen Entfernung konnte der Treffpunkt genau bestimmt werden Achtern wühlte sich der Torpedo in den Schiffsleib. Kaum waren fünf Minuten verstrichen, da brach das Heck ab und versank, nach weiteren elf Minuten verschwand auch der vordere Teil. Der nächste war ein 4000-Tonner, für den genügte ein __ 7 1 - V f STD hör bezeichneten nur noch die Stelle, wo eben noch die „Western Prince" geschwommen hatte. Die restliche Munition krepierte irgendwo unter Wasser. der Leibeserziehung, der Leichtathletik usw. durch besondere Leistungsnoten in der Reihe 1 bis 9 gekennzeichnet. Diese bezeichnen den erreichten Schwierigkeitsgrad der für die Altersstufe in Betracht kommenden Hebungen. Die Note 1 bedeutet die geringste, die Note 9 die beste Leistung. Die Leistunigen nach Zwischenstufen zu bewerten, ist nicht statt- haft. Wenn Kinder sich in die äußere Schulordnung nicht einzufügen vermögen, z. B. durch öfteres Zuspätkommen, Unsauberkeit oder Unordnung, so ist den Eltern in den Halbfahrszeugnissen hier- von unter „Bemerkungen" Kenntnis zu geben. Hier sind auch die Schulversäumnisse zu vermerken. Die Versetzung hat in der Volksschule stets zu erlagen besitzt. „ .. Weiter verbietet die Beweglichkeit des Ziels die Fünf Schiffe mit einer Gesamttonnage von 40 900 BRT. auf einer Feindfahrt, das ist eine Leistung, die den großen Taten unserer erfolgreichsten U- Boot-Kommandanten ebenbürtig ist. Man sieht es den lachenden Gesichtern von Kapitänleutnant L e h- mann-Willenbrock und seiner Besatzung an, daß sie auf diese Leistung stolz sind. (Sieben Jahre Michs-Tierfchutz-Geseh. Seit Erlaß des Reichstierschutzgesetzes 1933 sind jetzt sieben Jahre vergangen. Der Leiter des Reichstierschutzbundes, Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs, teilt mit, daß heute in Großdeutschland in etwa 1000 Gemeinden über 400 arbeitsfähige, selbständige Tierschutzoereine, daneben Hunderte von Zweiggruppen und Vertrauensleuten bestehen. Di« Leiter der Tierschutzvereine setzen sich, ebenso wie die Vorstands- und Beiratsmitglieder, aus allen Berufen zusammen. Von den Dereinsleitern seien 22,63 d. 5). Tierärzte; dann folgten Lehrer. B?i den Vorstands- und Beiratsmitgliedern ständen mit 11,70 v. H. die Lehrer an der Spitze. Er freue sich, daß gerade die Lehrer und darunter die Dolksschul- Wie schießt die Klak? Don Oberstleutnant Schalter, Reichslustftahrmimsterium. , x x _ IX ff. oas netr voll) aus uem xouijei, vunn ,u;uö VI? Schon nach einer Stunde war der na ch st e Costern Prince" senkrecht in die Tiefe. Oel, Trlim- ^7°lfnetes Motorschiff von 6000| mcr ^aft(,n, Spaten, Ballen und Rettungsboote uchen der Kimm ausgefüllt. Es war kurz nach! Mitternacht des zweiten Tages. Der Kommandant^ begab sich noch einmal auf die Brücke, um die Lage zu peilen. Da! Meldung vom Backbordausguck: „Schatten in Sicht!" Ein Riesenpott mit vier Masten und hohen Deckaufbauten. Doch der Bursche war außerordentlich vorsichtig, lief bei hoher Fahrt häufige und unregelmäßige Zickzackkurse. Es war die 10900 RBT. große „Western Prince", die 10 000 Tonnen Munition und Bombenflugzeuge für England geladen hatte. Es befand sich an Bord u. a. auch der kanadische Munitionsminister. Das erfuhren Kommandant und Besatzung allerdings Vom 1. Januar ab sind von den Gefolgschaften, Fähnlein, Mädelgruppen und Jungmädelgruppen sowie den selbständigen Scharen der Sondereinheiten monatliche Dienstappelle abzuhalten, und zwar zu Beginn des ersten Sonntagsdienstes tn jedem Monat. Bei gutem Wetter kann der Dienstappell im Freien durchgeführt werden. Die Dienstappelle dienen der Dollzähliakeitskontrolle, Heber- prufung der Uniformierung, Bekanntgabe von Befehlen und des monatlichen Dienstplanes, Heber- Prüfung und Vervollständigung der Dienftkarte .ober des Dienstausweises, Belehrungen, Belobigun« |gen und Bestrafungen. Diese Dingen dürfen nun- erst später. Versetzung hat in der Volksschule stets zu er- E- mar v-rd-mmt schwierig, zum Schuß zu kam- m°nndie<8esEtr-ife £ men. In mehrstündiger Höchstfahrt versuchte es der wlgreiches Mitarbe n eSnenÄ^äcbern, SBBSSä •* pebo hatte das Rohr verlassen. Eine gewaltige I Millionen Schulkinder Detonation! Darauf ein heller Feuerschein! Der Aal . AAa hatte unter einer Ladeluke getroffen. Das Vorschiff itl 50 000 2jOlr£fu)UlCtt. der „Western Prince" sackte sofort weg und schaute £ag Statistische Reichsamt hat eine Deröffent- nur noch mit der Back aus dem Wasser heraus. Eichung über die Volksschulen herausgegeben. Im Das Schiff blieb gestoppt liegen, sofort wurden ^hre 1939 bestanden im alten Reichsgebiet 50 745 Rettungsboote zu Wasser gebracht. Sie taten drüben öffentliche Volksschulen mit 185 891 Klassen, rund auffällig eilig. Kein Wunder angesichts der hoch- 7 j87 qqq Schulkindern und 176 552 hauptamtlich empfindlichen Fracht. j beschäftigten Lehrern. An Schulstellen waren rund 2900 unbesetzt. Von Schulkindern befanden sich rund 4 110 000 in der Grundschule, rund 3 232 000 in der Oberstufe der Volksschule: in den Hilfsschulen 96 591. Ostern 1939 sind 927 106 Schulkinder (472 732 Jungen und 454 374 Mädchen) neu ausgenommen und 866 237 (433 830 Jungen und 432 407 Mädchen) ent- lösten worden. Auf mittlere und höhere Schulen sind 153 490 übergegangen, davon auf höhere Schulen 98 141 (63 744 Jungen und 34 397 Mädchen). DNB. 2. Jan. (PK.) Ein wüster Sturm herrschte während der ganzen Feindfahrt. Die Brückenwache mußte sich wie die Gebirgsjäger angurten, sonst wäre so mancher außenbords gegangen. Brecher auf Brecher überschütteten das Boot. Sie tarnen mit solcher Wucht, daß sogar der Turm an einer Stelle eingebeult wurde. So mancher Liter des salzigen Wassers mußte wider Willen geschluckt werden. Es waren die berüchtigten Dezemberstürme. Ein steifer Novdwest wehte und schob eine hohe Dünung vor sich her. Der Kommandant lag auf seiner Koje und hielt am Geburtstage wohlverdienten Nachmittagsschlaf. Aber der Schlummer sollte nicht lange dauern. Lautes Gebrüll tönte vom Turm herunter. „Ein Geburtstagsgeschenk für den Kommandanten!" Kapitänleutnant Lehmann- Willenbrock ist skeptisch und auf einen Scherz gefaßt. Aber die Neugierde treibt ihn auf den Turm. * Donnerwetter! Das war wirklich em Geburts- tagsge chenk! Backbord voraus ein Mastenwald von mindestens 16 Schiffen. Nach kurzem Manövrieren wird der erste bewaffnete Dampfer, ein Brocken mit vier Masten und zirka 10 000 BRT. gleich aufs Korn genommen. Auf geringe Entfernung, bekommt er einen Treffer achtem! Der Tommy läßt sofort die Boote zu Wasser. Dex Geleitzug stiebt in wilder Panik strahlenförmig in alle Winde auseinander. Aber Kapitänleutnant Lehmann läßt sie jetzt nicht, mehr los, er heftet sich an die Fersen des Wildes. Der am wetteren zurückliegende Dampfer war eingeholt. Wieder ein anständiger Brocken. Aber der Angriff war hier weitaus schwerer; denn der Mond verbreitete Tageshelle, und der Engländer fuhr..sehr unregelmäßig. Aber in dem Augenblick, wo eine Wolke den Mond verdunkelte, war die Chance da. Der Torpedo verläßt das Rohr. Spannungsvolle Sekunden. Die Stoppuhr wird nicht aus den Augen gelassen ... Da! Die Detonation ... und ihr folgt der Jubel der Besatzung. Der Aal hatte prompt und sauber getroffen. Der Engländer stoppte, sackte tiefer und blieb liegen. Aber dieser 7000-Tonner konnte noch einen zweiten Torpedo gebrauchen. Auch der traf gut achtem. Rasch sackte er über den Achtersteven weg. ober nicht. Schon diese kleine Beobachtungsaufgabe zeigt jedem, welche Verantwortung ein Batteriechef oder Schießender der Flakartillerie trägt, sie lehrt weiter, daß der Flugmeldeposten, der dauernd den Himmel abzusuchen hat, einen schweren und anstrengenden Dienst leistet. Wichtig ist ja, ein Flugzeug so zeitig wie irgendmoglich zu finden, damit die Schießgrundlagen ruhig und genau ermittelt werden. Der Ausdruck „Ermitteln der Schießgrundlagen" führt uns mitten hinein in bre Flakschießlehre. Diese unterscheidet sich wesentlich von der bekannteren Schießlehre der Erbartillerie. Begründet ist der Hnterschied durch die Eigenart des Ziels. Ein Vergleich der beiden Schießverfahren soll dieses erläutern. Im Erdkampf sind unbewegliche oder sich langsam bewegende Ziele zu bekämpfen. Querfeldein sind Geschwindigkeiten von 30 bis 40 km/h Höchstleistungen. Das Schießverfahren stützt sich meist auf Beobachtung der Schußlage, Boden- bewachfung und Bodenqestaltung ermöglichen es, beim Einschießen die Schüsse in ihrer Lage zum Ziel als kurz oder weit, rechts ober links feftzu- legen und solange zu verbessern, bis auf die ermittelten günstigsten Entfernungen das Wirkungs- schießen aufgebaut wird. Das Ziel der Flakartilleristen dagegen ist klein und wendig und bewegt sich mit ber zehnfachender oben angegebenen Geschwindigkeit im Raum, also in b re i Dimensionen. Im unendlichen Raum aber gibt es keine Anhaltspunkte, die mit ber Bobern gestaltung zu vergleichen finb. Nur ber Volltreffer läßt den Sprengpunkt mit bem Ziel in unmittelbaren Zusammenhang bringen, in allen übrigen Fällen kann die Schußlage zum Ziel nicht be. stimmt werden, ber Himmel besitzt kein Hilfsmittel, bas erkennen läßt, ob ein Sprengpunkt kurz ober weit, seitlich ober ber Höhe nach richtig liegt. Der Nichtfachmann, ber als seitlicher Beobachter ?Iaubt, urteilen zu können, bebenke stets, baß er einen Anhaltspunkt für btt Schußrichtung, daß er kein Vergleichsmah über Entfernungen und Ab- Lage ber ersten Gruppe zu Verbesserungen auszunutzen, ein Flugzeug bleibt nicht am gleichen Punkt schweben, es fliegt weiter, jede Gruppe muß hinsichtlich Seite, Erhöhung und Entfernung neu be- rechnet werden. Somit entfällt für den t^afartiue« riften jedes Einschießen, es gibt bei ihm nur ® t p kungsschießen unter Zugrundelegen ber durch seine Geräte ermittelten Werte. Nach Plan berechnetes Wirkungsschießen kennt ber Erdartillerist auch. Da er jedoch weiß, daß trotz genauester Rechenarbeit vor allem durch Witterungs- und ballistische Einflüsse Ermittelungsfehler auftreten, nimmt er die nächstgelegenen kürzeren und weiteren Entfernungen zu Hilfe und streut mit diesen Entfernungen über das Ziel hinweg. Dazu hat ber Flakartillerist keine Zeit. Sein Ziel entfernt sich in jeder Sekunde um etwa 100 Meter von bem errechneten Treffpunkt, jebe Streugruppe würde um Sekunden und damit um Hunderte von Metern falsch liegen Alle Berechnungen und Ermtttlungen müssen so schnellwiemo glich durchgeführt werden, heißt es doch möglichst viel Geschosse an den Feind zu bringen. Nur kurz ist die Zeit, in der bas Ziel im Wirkungsbereich einer Batterie sich befindet. Sie beträgt meist nur zwei bis drei Minuten. Für diesen Kampf um Sekunden muß ber Mensch Ger a t e als Rechenmaschinen zu Hilfe nehmen. Die Ermittlung des Flugzeugortes geschieht durch Entfernungsmesser. Auch bei besten Geräten und besten Bedienungskräften sind Mindestmaßfehler nickst auszuschalten. Fehler, die allem durch die Hnzulänglichkeit des menschlichen Auges entstehen, können beispielsweise bei Meßentfernung 5000 bereits 17,5 Meter betragen. In Deutschland Mehr denn je steht heute die Bekämpfung der । Flieger durch Flakartillerie im Mittelpunkt des Interesses. Vor allem wird dies Thema aufgegriffen, wo nächtliche Feindangriffe die deutsche Heimat be- drohen, wo weit entfernt von ber Front der Erd- kämpfe die Bevölkerung den neuzeitlichen, den totalen Krieg erlebt und gezwungen wird, vor den Heberfällen aus der Luft in Luftschutzkellern Zuflucht zu nehmen. In Friedenszeit war m der Heimat die Flakartillerie nur beim friedlichen Exer- zieren beobachtet worden. Mit staunender Bewunde- rung hatte man der schnellen und geheimnisvollen Arbeitsweise der modernen Geräte und Geschütze zugesehen. Als bei derartigen Vorführungen das Brausen ber herannahenden Flugzeugmotore übertönt wurde von bem scharfen Knall Der Manöver- kartuschen, haben viele irrtümlich angenommen, daß die Maschinen in die Vernichtung hineingeflogen seien Diese Beobachter wundern sich nun heute, daß trotz starker Flakabwehr immer wieder feindliche Maschinen tief in das deutsche Heimatgebiet durchbrechen und, ohne abgeschossen zu werben, ben Rückweg finden. Vorschnelle Urteile sind leicht gefällt bem braven Flakartilleristen, der in ununter- brochener, ermüdender Aufmerksamkeit, in treuer und anstrengender Arbeit tags und nachts feinen Abwehrdienst versieht, wird ber bittere Vorwurf gemacht, versagt zu haben. Die Schwierigkeiten beginnen bereits, bevor bie Flakartillerie das Feuer eröffnet. Derjenige, der Zeitschriften der Luftwaffe lieft, weiß, daß zahlreiche deutsche und feindliche Flugzeugtypen sich ähneln. Es erfordert eine besonders intensive Ausbildung, die kleinen Unterschiede zu erkennen. Nicht jeder hat hierfür einen Blick, es gehört besonderes Verständnis dazu, ähnlich wie beispielsweise in einer pferbe- befpannten Batterie zwar jeher die Rappen von den Schimmeln ober Braunen unterscheidet, aber nur Pferdekenner aus der Masse ber aufgestellten Pferbe gleicher Farbe bie einzelnen namentlich bestimmen können. Hiergegen wird behauptet werden, die Flugzeuge führen doch Hoheitszeichen, es ist doch Freund ober Feind leicht zu unterscheiden. Dieser Zweifler mag sich einmal bei Ertönen von Flugzeuggeräuschen die Mühe machen, ein Flug- zeug zu suchen und bie Abzeichen abzulesen. Ihm wird es selbst mit bem besten Glas nicht gelingen, ein Flugzeug, bas in großer Höhe fliegt, im Dunst ober aus bem Dunst ber Sonne auf den Beobachter zukommt, zu finden. Der Flakartillerist darf sich mit dem Auffinden jedoch nicht begnügen, er hat sich zu entscheiden, ob er bas Feuer eröffnen bars Augenblick abgelesene Entfernung ist bie gesuchte , Megentsernung. Schon die Auswahl der Bedie- j nungsleute, die die Grundforderung des Gerätes, , das räumliche Sehvermögen befifcen, ist schwierig. Heberanstrengung, aber auch seelische Gemütsschwankungen beeinträchtigen gute Meßleiftungen. Daß das Gerät sehr empfindlich ist und dauernder Heberprüfung bedarf, braucht nicht besonders betont zu werden. Durch diese Beispiele ist aber auch bereits gezeigt, daß bie Grundlage des ganzen Schießens, die Ermittlung des Flugzeugortes nicht einfach ist, und daß durch geringe Bedienungsfehler, die zu dem Minbestmaßfehler treten, der Ausgangspunkt aller weiteren Rechnungen auf falschen Voraussetzungen aufgebaut wird. Die wichtigsten Faktoren ber weiteren Rechen- arbeiten des Kommandogerätes sind bie Ermittlung der Flugrichtung und Fluggeschwindigkeit. Flugrichtung und Fluggeschwindigkeit werden während der gesamten Arbeitstätigkeit am Kommandogerät auf technischem Wege ermittelt. Zur Ermittlung des Vorhaltes ist zu be- denken, baß nach erfolgtem Abschuß an ber Flugbahn des Geschosses nichts mehr geändert werden kann. Der Berechnung selbst wird zugrunde gelegt, daß das Flugzeug die bis zum Abschuß ermittelte Flugrichtung und Fluggeschwindigkeit nicht mehr ändert. Theoretisch wird der durch das Kommando, gerät ermittelte Treffpunkt zum Abschuß oder Doll- treffer führen, wenn die Geschoßflugzeit des dorthin gerichteten Geschosses gleich der Zeit ist, die das Flugzeug braucht, um den Weg vom Abschußpunkt zum Treffpunkt zurückzulegen. Die benötigte Zeit hängt aber vor allem ab von der Geschwindigkeit des Flugzeuges. Zusammenfassend gilt für Ermittlung des richtigen Vorhaltewertes, daß das zu bekämpfende Flugzeug bis zum Treffpunkt sich mit gleichbleiben- der Geschwindigkeit gleichmäßig und gradlinig fortbewegt. Beträgt also beispielsweise die Geschoßslug- ' zeit 15 Sekunden, so legt ein Flugzeug, dessen Ge- ' schwindigkest 100 m/sek beträgt, in -dieser Zett 1500 Meter zurück, also 1,5 Kilometer muß das Flugzeug die vor bem Abschuß ermittelte Flugrichtung und Geschwinbigkeit beibehalten. Diese Zahl allein beweist bie Schwierigkeit bes Flakschießens. Geringe Aenderungen ber Geschwindigkeit, der Hohe ober ber Flugrichtung haben zur Folge, baß die ermittelten Werte falsch finb, daß bie abgefeuerten Schüsse weitab vom Ziel liegen. Weiter kommt erschwerenb hinzu, daß das Ziel sehr klein ist. Spannweiten von 23 Meter und Längen von 18 Meter find Werte für große Maschinen, in großen Höhen sind diese jedoch kaum dem menschlichen Auge sichtbar, sie sind ausgesprochene beweg- liche Punktziele. Hm hier einen Vergleich zu ermöglichen, seien bie Treffaussichten eines unbe- möglichen Erdzieles herangezogen. Gegen ein 9800 Meter entferntes Ziel von 80 Meter Länge, 8 Meter Breite und 3 Meter Hohe sind beispielsweise nach ber Wahrscheinlichkeitsrechnung nur 16 v. H. Treffer zu erwarten. Wie viel schwieriger ist bann ein kleines, aber schnell bewegliches Ziel zu treffen, das nur kürzeste Zeit im Schußbereich einer Batterie sich befindet. Auf eine Schußentfernung wird im allgemeinen nur 1 Gruppe (4 Schuß) abgegeben werden. Die Voraussetzungen der Wahrscheinlichkeitsrechnung sind also niemals gegeben. Die großen Erfolge ber Flak in ben letzten Wochen lassen es angezeigt erscheinen, auch einmal bie großen Schwieriakeiten zu schildern, bie die Flakartillerie überwinden muß. Die Dämmerung kam langsam auf und die „Western Prince" wollte immer noch nicht absacken. Ein zweiter Aal mußte geopfert werden. Dazu hatte man drüben wild SOS. gefunkt. Es wurde höchste Zeit, daß man hier verschwand. Der Treffer jag diesmal mehr mittschiffs. Die folgende Detonation war noch gewaltiger als die erste. Ihr folgten mehrere ungeheuere Teildetonationen. Grüne rate, in allen Farben leuchtende Feuerscheine erhellten grell das Vorschiff und die Brücke. 100 Meter hoh^ - weißgelbe Rauchwolken hüllten das Schifi ein und als der Wind den Qualm langsam vertrieb, tagte Die ins deutsche Gebiet einfallenden Feindflugzeuge benutzen für ihre Angriffe meist d i e N a ch t. Hierbei spielt das Wetter eine ausschlaggebende Rolle. Um die Ausgangswerte richtig zu ermitteln, muß der Entfernungsmesser das Ziel klar auf- nehmen können. Scheinwerfer sollen hierzu den Feind sichtbar machen. Die Reichweite ber Scheinwerfer ist jedoch beschränkt, Dunst ober blenbenbes Mondlicht vermindern bie Leuchtstärke, Verminderung der Beleuchtung erschweren das Messen. Sobald jedoch der Feind vom Scheinwerfer gefaßt ist, sucht er sich durch Kurven oder Fallen, Vergrößern oder Vermindern der Geschwindigkeit dem Scheinwerfer zu entziehen. Wie soll aber dann der Flakartillerist die Vorhaltwerte richtig ermitteln, wenn die Geschwindigkeit oder Flugrichtung tendenzmäßig nicht gleichbleibt? Noch schwerer wird bas Schie- ... ßen, wenn Wolken die Sicht versperren, wenn mehr Schulungsdienste nicht mehr beschäftigen. Die der Gegner sich in Wolkenfetzen ber Sicht entzieht. Dienstappelle sind Pflichtbienst. In diesen Fällen kann der Flakartillerist seinem Der zeitliche Umfang des P s l i ch t d i e n st e s Gegner nur dorthin einen Feuerwall vorlegen, wo wird vom Reichsjugendführer bestimmt. Der Inhalt ihn feine Instrumente melden. In diesen Fällen des Dienstes sowie der Stoffplan wird von der ist es wohl verständlich, daß der entgegengeschleu- Reichsjugendführung festgelegt. Da gebietlich und derte Feuerwall kaum zu einem Abschuß führen örtlich Sondereinsätze und Sonderreglungen not- kann. Auch auf der Erde wird ein Jäger, ber nach wendig werden können, werben die Führer der Ge- dem Gehör in einem Wald ein Stück Wild erlegen biete ermächtigt, für einzelne Aufgaben in ihrem will, kaum mit einem Abschuß rechnen können, auch Bereich weiteren Pflichtdienst anzuordnen. Die Zeit- wenn er an Stelle seines Jagdgewehres ein Ma- festsetzung erfolgt durch die Bannführungen, soweit schinengewehr bedienen würde. Er wird das Wild nicht reichs- oder gebietseinheitliche Zeiten feftge- nicht erlegen, er wirb es aber verscheuchen, setzt sind. Bei allen Dienstfestsetzungen muß der Was jedoch für den Jäger unangebracht ist, ist für Pflichtdienst als solcher bezeichnet werden. Neben den Flakartilleristen ein Erfolg, er verhindert den dem Pflichtdienst kann in besonderen Fällen für feindlichen Flieger allein durch sein Feuer am ge- alle Einheiten ber HI. freiwilliger Dienst nach den zielten Bombenabwurf. Abschließend muß noch her- für bie Stamm-HI. geltenden Richtlinien angesetzt vorgehoben werden, daß keineswegs e i n werben. Pflichtdienst für den Jahrgang 1923 ist an Treffer ber Flakartillerie zu einem Abschuß zwei nicht auseinander folgenden Sonntagen tm führen muß. Jedes Geschoß, das innerhalb von Monat, jeweils von 9 bis 13 Hhr. An einem Sonn- 25 Meter Entfernung von bem Ziel betoniert, b e • tag ist eine Stunde dieses Dienstes für den Dienst- schädigt das Feindflugzeug, aber nur wenn appell zu verwenden. Ferner ist an einem Abend lebenswichtige Teile des Flugzeuges ner- tn ber Woche, die bem Sonntagsbienst vorausgeht, letzt finb, wirb die Tätigkeit bes Alakartilleristen Schulungsdienst von längstens 1V$ Stunben. durch einen Abschuß gefrönt, während verletzte, _ aber flugfähige Flugzeuge durchaus den Heimat- LeMUNgSveVeNUNg Hafen erreichen können. , x In diesen Ausführungen find die wichtigsten ttl VCtl -AWuSfCv”"*"* ScftwieriStejten bes glaubens 3u[ammengefte(!t ^chbem vor längerer Zeit einheitliche Richtlinien wettere, belsplelsweife solche, die d u r ch für hen Unterricht in sämtlichen Volksschulen des , und Wetter oder durch ballistische Emwir- lsir unrerruyl m , j i/ hingen sind, aufzuführen, ginge über ben ^^^hungsmmister nun auch eine einheitliche Lei- ' S?rTcn Abhandlung hmaus. Ebenso ist mit s^^gt>ewertung geschaffen. Danach sind h a I b • Absicht nur au bie Bekämpfung von Flugzielen a n i s s e au erteilen Beim Ab- ' Flakartillerie eingegangen. I lich 3eu g n 1 f H die I da diese bei den Angriffsverfahren auf das Heimat- A^^i. ein besonders auszufertigendes Entlaf ° - gebiet hauptsächlich ^u beobachte^ ist. Neben ihrem l n g s z e u g n i s. Die Führung und Haltung sind t anstrengenden Berettschaftsdienst arbeitet bie Flak- > . fnfnpnben Noten au bewerten: Sehr gut", artiljerie täglich und unermüdlich daran, durch Exer- gQn3Gn befriedigend". Haben die F ü h- ^erubun^en unb Prüfung ber Bedienungen und ^nt)C5, feine Einstel- Gerate bie Fehlerquellen ?^^m^te Maß 3" & Üblichen Arbeiten ober zur Mitarbeit im beschranken. Schon sirancher .^one Waffenerfolg Unterricht während des abgelaufenen Halbjahres hat diese stete und stille Arbeit belohnt, und dort, I . unederholten Beanstandungen Anlaß gegeben, n?o ein Abschuß nicht erzielt werden konnte, wurde L ^ies ,n hen Halbjahrszeugnissen zusätzlich zu der Getier gezwungen, sich mit feiner eigenen ^inerten. Eine allgemeine Charakteristik des Schü- Sicherheit derart zu beschäftigen, daß gezielter gehen. Lassen es die körperlichen Bombenwurf Nicht ^rchgefuhrt werben ^nte, bah I ^^erlichen Anlagen eines Kindes ratsam er Planlos seine Munitton a^ ^ erscheinen, mit ben Eltern in Fühlung zu treten, ihrem schweren Dienst ist für die Flakartillerie ber I, < , hnrrh eine vetiönliche Besprechung zu schönste Lahn das Vertta^ und die Anerkennung ^^^^en. In den Entlassungszeugnissen erfolgt die der heimatlichen Bevölkerung. Beches stutzt sich auf Bewertung der Führung und Haltung nur durch das Verständnis der Wirkungsmoglichkeit auf » v v - die Kenntnis der Wirkungsbegrenzung der Waffen. ^ür die Bewertung der Leistungen gelten Dies der Allgemeinheit verftandlich zu machen, ist L <5 Leistungsstufen: „Sehr gut" (wett über der Zw'ck dieser Abhandlung. „Gut" hinausgehend), „Gut" (wesentlich über dem — - Durchschnitt stehend), „Befriedigend" (vollwertige » I Normalleistungen ohne Einschränkung), „Ausreichend" (ausreichende Leistungen, wenn auch nicht ohne Schwächen), „Mangechaft" (nicht ausreichende Leistungen, jedoch bei Vorhandensein wesentlicher Ll-Boot auf Feindfahrt Grundlagen mit der Möglichkeit eines baldigen Wie Kapitänleutnant Lehmann. Willenbrock die .Western prince- »trftnfa. ÄÄ Son Kriegsberichter Kurt Schutze. fcVX V ÄÄ' Än's’olhÄÄ Ätt Nach" Nach den genannten Leiftungsstlkfen wird auch die Jetzt wurden neue Jagdgrunde ausgesucht, allgemeine körperliche ßeiftungs- Zwei Tage lang kreuzte bas Boot schon wieder rzh ig ke ft der Kinder bewertet. Dagegen werden durch ben Atlantik, die langsam dabinfliehenden Leistungen in den einzelnen Uefcungsgebieten Stunden waren nur mit dem enttäuschenden Ab-Ij - •' ' ' K Aus aller Wett Sturm in der Meerenge von Gibraltar. alle I-t eine Reihe von Denk- nur Hausdächer und Baumkronen aus der steigen. Neuinszenierung In neuer Ausstattung Bieber, Aßlar, den 2. Januar 1941. Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 4. Januar, 14.30 Uhr, statt. Heilpraktiker 020 Gießen, Frankfurt. Straße 37 I. 'Cafe ,Wienc) gesucht. 016 Freitag, Samstag, Sonntag: TAN 16D Gießen, den 2. Januar 1941. Gießen Bahnho Straße 49 Ruf 3941 190 Werbe-Drucksachen liefert Brühl, Gießen Neueste Wochenschau Tücht., gewandt. Für grötz. Handwerkerbetrieb Heute Freitag: Erstaufführung! sStadttheater MeineAnzeigen m ffiieftpner Snüfiflet v-rdcn von touienben beachtet und fielei*n. Am 1. Januar entschlief plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Die trauernden Hinterbliebenen: Karoline Grömbach, geb. Will Familie Wilhelm Jung Familie Fritz Groß. Be- cuf lieber 4000 Kinder wurden bisher in diesen Heimen erzogen, lieber 3 Millionen Männer sind in den mehr als 42 000 Kriegerkameradschaften des RS.» Reichskriegerbundes vereinigt, darunter noch 3200 Kriegsteilnehmer von 1870/71. Acht Kriegerkarne- i bis 4 Tage m der Woche gesucht. Schriftliche Angebote unter 20D an den Gießener Anzeiger erbeten. der be= von 2G. IOWHW-J anUuriöä Verkäufe Kastens Schlitten zu verkaufen. 022 UM. (Siegen Bahnhofstr. 5. zu im | Mietgesuche | Berufstät.Dame (Dauer Mieterin! sucht leeres NroiBimier nur bei einzelner Dame. Schriftl. Angeb. unt. 018 andenGieb.Anz. UrJMmn Frankfurter Straße 10 p. Ort Heben od.unabhäng.Frau für Haus- und Küchenarbeit sofort gesucht. uD öeinti® ßetiler Konditorei und erst. Wiener Caf6 zur Aushilfe sofort gesucht, iso O?tnri(ö Seiner Konditorei und erst. Wiener Caf6 als Professor an die Akademie der bildenden Künste in Stuttgart berufen wurde. Nach Erreichung der Altersgrenze schied Professor Habich im Jahre 1937 aus dem Amt und schuf dann in Stuttgart und anderwärts noch eine Reihe öffentlicher und privater Arbeiten. Seit einigen Jahren ist er wieder in Darmstadt ansässig. Diele ehrenvolle Auszeichnungen des Jn° und Auslandes- zeugen < Don der Anerkennung feines künstlerischen Schaffens. 70. Geburkskag Walther Köhlers. in ein Nachbardorf retten, jedoch ist der größte Teil des Viehs ertrunken. HaupuchnsUeuer: Dr .^rteöridi Wilhelm Lange. Stellvertreter c-el paupttchrlltletkers,- Ernst Blumschetn. Berarnworliich rßt foHtt, und ÄUder Dr. psr. W. Lange für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: kür Stadi Gießen, Provinz, ffitttidiaii u. Sport: Emu Bium>che.n. Drucl unv Verlag Brühlicke Univerütatsdrulleret R. Lange «. S. Senaarteiter Dr..fing. Erich Hamann Anzeigenie'ter Hans Beck. -Beranfwcn-u ch firbett Inhalt bereit tiopn: IhenbntJfffimmei Pi.N-.». Am Samstag, 4.Januar,20Uhr KWMsWk- iiöenö im Hessisch. Hof Älriillerie- Kameradschaft Gießen, «d Straßburg, 30. Dez. (DNB.) Durch Entscheidung des Chefs der Jivilverwaltung im Elsaß sind zahlreiche an die bisherige Stadtgrenze heranreichende .Gemeinden und Ortschaften, in die Stadt Straßburg eingegliedert worden, wodurch die Stadt eine Devölkerungszahl von rund 250 000 erreichte. Durch die Eingemeindung dieser Vororte, die von jeher gebietlich, verkehrsmäßig, kulturell und wirtschaftlich mit Straßburg eng verbunden waren, find jetzt alle Möglichkeiten erschlossen worden, um Hausgehilfinnen für kinderreiche Haushaltungen. Keine Ursprungs- xengnlsse, VN dem nur Zeugnis abschrtften dem Be werbungchchreiben beilegen! — Lichtbllder undBewerbungsuntev idflpn müllen zur Der Meldung von Aerlusten aus der Nüäieite 'Jia- men und Anschrift bei Bewerbers tragen! , ,, ies Künstlers, der von 1906 bis 1910 mit einem Lehrauftrag an die Technische Hochschule Stuttgart verpflichtet und dann Ab heute wieder Sprechstunde L. Kaietsch Professor Ludwig Habich erhielt den Kulturpreis der Stabt Darmstadt. Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Darmstadt verlieh den Kulturpreis 1940 an Professor Ludwig Habich. Der Künstler, der 1873 in Darmstadt geboren wurde, trat mit feiner ersten größeren Arbeit, dem Columbus-Denkmal für Bre- Dieser Film findet den Weg zum Herzen aller! fern heimgesucht. In der Provinz Cordoba verursachte das Uebertreten des Flusses Tedua neue lehrer einen so großen Hundertsatz stellen. Der Zeitpunkt werde hoffentlich nicht mehr fern fein, wo der Tierschutz in gleicher Weise.wie der Natur- und Landschaftsschutz im Schulunterricht aller Schwarten erscheine. Die Tierschutzarbeit müsse aus dem alleinigen Tätigkeitsbereich von privatrecht- lichen Vereinen Hinüberwachsen in denjenigen von Rechtsträgern mit behördlichen Aufgaben, Pflichten und Rechten, ähnlich wie es bei den Jagd- und Naturschutzbehörden der Fall fei. Der Tierschutz müsse einmal eine Reichsäufgabe werden. Die Schaffung von Tierschutzanwälten ähnlich den Landschaftsanwälten sei zu empfehlen. Eine Kriegebilanz des AG -3eichskriegerbundes. Der NS.-Reichskriegerbund veröffentlicht einen Rückblick auf das Jahr 1940, aus dem sich ergibt, daß die in den Kriegerkameradschaften vereinigten ehemaligen Soldaten nicht nur erhebliche Beträge für das Kriegswinterhilfswerk und das Rote Kreuz spendeten, sie stellten auch Freiplätze für erholungsbedürftige Soldaten zur Verfügung, betreuten die Verwundeten in den Lazaretten, schufen eine enge Verbindung zu den Truppenteilen in der Heimat und an der Front und führten das Opferschießen für das Deutsche Rote Kreuz und für das Kriegswinterhilfswerk durch. Am Geburtstag des Führers opferten die Kriegerkameradschaften die Fahnenspitzen ihrer alten Traditionsfahnen für die Metallspende. Für die Wunschkonzertspende brachten sie innerhalb eines Jahres 350000 RM. auf. Neben Rundfunkempfängern und Musikinstrumenten konnte aus dieser Spende bisher 3000 im Kriege geborenen Soldatenkindern, darunter 1000 Zwillingspaaren, ein Sparkassenbuch über je *0 RM. zur Verfügung gestellt werden. An den Kleinkaliber- wettkämpfen des Bundes beteiligten sich im letzten Jahr 450 000 Kameraden, lieber 3000 Ehrennadeln und Siegerplaketten wurden verliehen. Seit Kriegsbeginn find für bedürftige Kameraden und Kameradenwitwen sowie für kriegsbeschädigte Kameraden auf den Kampfgebieten der Ost- und Westgrenze rund 1/4 Millionen RM. an Unterstützungen verausgabt worden. In den fünf Kinder- und Waisen- Heimen sind 400 Kinder, denen eine unentgeltliche Erziehung bis zur Schulentlassung geboten wird. ASTRA addiert, saldiert und schreibt Vorführung kostenlos u.unverbindlich Schwere Unwetter in Argentinien. Während im Süden Argentiniens, insbesondere in den Territorien Rio Negro und Santa Cruz eine anhaltende Dürre die Ernte und den Viehbestand gefährdet, werden die nördlichen Provinzen immer wieder von neuen Unroet« schäften konnten in diesem Jahr ihr lOOjöhriges stehen feiern. Heber 40 000 Kameraden blickten eine 40- ober 50jährige Mitgliedschaft zurück. Groß-Siraßdurg. einen organischen Ausbau und Aufbau des Großraumes praktisch in die Wege leiten zu können und alle Voraussetzungen geschaffen, um Straßburg einer der bedeutendsten und schönsten Städte Südwesten Deutschlands zu machen. Um den Abzug von Hausgehilfinnen namentlich aus kinderreichen Haushaltungen möglichst zu vermeiden, hat der Reichsarbeitsminister angeordnet, daß. bei den künftigen Musterungen zum weiblichen Arbeitsdienst die Frage A b k ö m m l i ch k e i t der Hausgehilfinnen mit fonberer Sorgfalt geprüft werden soll. Unterstützung bebürftiger Gefolgschastsmitglieder der IG. Farbenindustrie AG., vor allem besonderer Hilfe - bedürftiger Ehefrauen bei Schwangerschaft und Niederkunft. Die Verwaltung der IG. Farbenindustrie AG. hat beschlossen, aus gleichem Anlaß eine „Her- mann-Schmitz-Stiftung" ins Leben zu rufen, für die alljährlich 20 000 RM. zur Verfügung gestellt werden, die zur Unterstützung und Förderung Kindern gefallener Gefolgschaftsmitglieder der dienen soll. Schwerer Sturm in der Meerenge zwang___ Schiffe im Hafen von Gibraltar, ihre Verankerung zu verstärken. Das britische Hilfskriegsfahrzeug „Auk" riß von den Ankern los und wurde gegen das Kap e l Espugon getrieben, wo es auflief. Bergungsschiffe wurden eingesetzt, um das Schiff wieder flott zu machen, was jedoch infolge Unwetters und des schweren Lecks, das die „Auk" davongetragen hat, sehr schwierig sein dürfte. Die Iugendgesundheilspflege. Für die Aufnahme des Jahrganges 1930/31, nämlich der vom 1. 7.1930 bis 30. 6.1931 Geborenen, in das Deutsche Jungvolk bzw. den Jungmädelbund sind möglichst umgehend Reihenuntersuchungen durchzuführen, soweit dies durchführbar ist. Gegebenenfalls sind Gesund- h e i t 5 a p.p c 11 c mit Tauglichkeitsbegutachtung zu veranstalten. Bei Reihenuntersuchungen ober' Ge- sunbheitsappellen find die Tauglichkeitsergebnisse in bie Gesundheitspässe einzutragen. Heute morgen um %4 Uhr entschUef sanft nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater. Schwiegervater. Großvater Urgroßvater, Bruder, Qnkel und Pate, August Haas, Steinhauer im 70. Lebensjahre. Zu dem großen Leid, das mich durch den plötzlichen Tod meines geliebten Mannes wiederum betroffen, sind mir so unzählige Beweise der Liebe und des herzlichen Mitempfindens entgegengebracht worden, daß es mir unmöglich ist, jedem einzelnen zu danken. Ich bitte, auf diesem Wege meinen aufrichtigen, tiefempfundenen Dank entgegenzunehmen. Auch danke ich herzlich für die vielen Kranzspenden und die letzten Ehrungen am Sarge des teuren Entschlafenen. In tiefem Leid: Dina Wahl, geb. Hexamer. Lichtspielhaus Tägl. 3.15, 5.15, 7.30; Sonntags 2.30, 4.45, 7.80 — __1U Paul Hörbiger in.der 3;h«nsim Rotte 0 seines Lebens. — Er spielt den lieben Augustin, einen Alt-Wiener Volkssänger, dessen Name noch heute in aller Welt lebendig ist teiraii für Praxisrämne 2 neue Eiche- WWnMl mit Nußbaum- Einlage (Schränke 1,80m breit) nD 2 Me-Wetls mit Kredenzen zu verkaufen, ßelntlö) 'tritt Möbelschreinerei Langsdorf (Oberhessen). stadttheaAr giessen Intendant: Hans Walter Klein Sonntag, den 5. Januar 1941, 19 Uhr merhaoen, hervor, wofür ihm auf der Internationalen Kunstausstellung zu München die kleine Goldene Medaille zuerkannt wurde. Auch das in Gießen auf dem Marktplatz stehende Kriegerdenkmal für die Gefallenen von 1870/71 stammt von ihm. In Darmstadt zeugt ' ~ mälern von dem Schaffen d Verloren eine weiße Petz-Krawatte von Licher Str. bis Theater an Silvester. Ab- zugebon gegen Belohnung 017 Sicher Straße 75II r. VMMve« Die Lebensgemein. schaff des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufnahmen au- dem Tier- und 'pllonzenleben des hei- mailichen Waldes auf 128 Kupfertiefdruck- tafeln, mit lebendigem und aufschlußreichem lkinführungstexi von st.Gerhardu.B.W Ift Preis RM. 4,80. „(Es lebt und webt tn dem D che, und wer es versteht, mit emp- fäno.lichen Sinnen die bildgeword. Naturschönheiten in si * auf' zunehmen, dem singen u. klingen die Tafeln tausend Ertnnerunge»-. wach an einstmals leibhaft Erschautes." Ree am» Universum Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter 3u beziehen durch jede Buchhandlung? Hugo Bermühler Verlag Berlin Lichterfelde 20 v. 6. erhalten 6U bei wiederholten Mat- nahmen einer Unretse | Vereine Paul Hörbiger, Hilde Weibner Maria Andergast / Michael Bohnen / Rudoli Prack / Rich. Romanowsky / Anton Polntner Spielleitung: E. W. Emo Musik: Willy Schmidt-Gentner Madame Butterfly Oper in 3 Akten von Giacomo Puccini Musikalische Leitung: OTTO SÖLLNER — Spielleitung: MAX SCHWARZE, Deutsches Theater Wiesbaden a. G. Bühnenbild: KARL LÖFFLER Preise von RM. 1.20 bis 4.10. — Vorverkauf an der Tageskasse des Stadttheaters, Johannesstraße 3 (Tel. 2930), und im Schokoladenhaus Huntemann, Selters weg 39 (Tel. 3969) 18 D x In tiefer Trauer: Marie Haas, geb. Launspach Familie Wilhelm Happel Familie Karl Vonderheid Familie Heinrich Haas IV. Annerod, den 1. Januar 1941. Die Beerdigung findet Samstag. 4. Januar, nachm um %3 Uhr statt. 19 bis 21.80 Uhr 15. Freitag-Miete td Der Ahnenpaß Schwank von Neal und Frank Preise von RM 0.60 bis 3.10. Philipp Crombach Schreinermeister im Alter von 67 Jahren. Bud)balter(in) & Zwei neue Stiftungen der IG. Farbenindustrie. Anläßlich feines 60. Geburtstages am 1. Januar 1941 hat Geheimrat Dr. Schmitz, der Vorsitzer des Vorstandes der IG, Farbenindustrie AG., eine Hermann-und-Margarete-Schmitz-Stistung errichtet, die mit 150 000 RM. ausgestattet wurde und all- mählich erhöfft werden soll. Die Stiftung dient der In Heidelberg beging der em. o. Professor Dr. fehlen^70 ut|uu,ic uus ucueiutien ves Slupes -Leona neue n m: 0, Sri? m 1900: große Ueberschwemmungen. Etwa 10 000 .J habilitierte, wo er 1904 zum Hektar Getreideland stehen unter Wasser, rund mnr ber 1QM 30 000 Tonnen Hanf sowie 5000 Tonnen Weizen S®1ÄÄÄn?«öS?1?0° si"d als verloren anzusehen. Am schwersten wurde -MWWM LM-IWM 019 22 D Myp 8reitag,3.ZanuaNW Gtehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen) Nr. 2 Zweiter Blatt Verdunkelungszeit in der Woche vom 29. Dezember 1940 bis 4. Januar 1941: 17.15 Uhr bis 9.30 Uhr. Das neue Jahr bringt in steuerlicher Hinsicht vor allem wieder die Abgabe der Steuererklärungen, insbesondere der Einkommensteuererklärung für das vergangene Jahr, die bis Ende Februar beim Finanzamt einzureichen ist. Der Kriegszuschlag wird zur Eii^ommensteuer 1940 erstmalig in voller Höhe von 50 v. H. der Einkommensteuer berechnet werden; er wird nicht erhoben, soweit dadurch das Einkommen über die kriegszuschlagsfreie Grenze von 2400 RM. jährlich hinaus wegaesteuert würde. Erstmalig wirkt es sich bei der Veranlagung für 1940 aus, daß der Kriegs- Zuschlag nicht mehr als 15 v. H. und zusammen mit der Einkommensteuer nicht mehr als 65 v. 5). des Gesamteinkommens betragen darf, was aber regelmäßig erst bei Einkommen über 18 500 RM. für Steuerpflichtige in Steuergruppe I, bei Einkommen über 28 500 RM. für solche in Steuergruppe H usw. von Bedeutung wird. Von der höheren Einkommensteuer in Steuergruppe II werden bei der Veranlagung für das Fahr 1940 neu nunmehr die Ehegatten betroffen, die seit Ende 1934 verheiratet sind, sofern bis Ende 1940 kein Kind geboren ist. Jedoch kommt die Steuergrupptz II u. a. nicht in Betracht, wenn ein Ehegatte vor dem 1.9.1940 65 Jahre alt geworden ist oder das Jahreseinkommen der Ehegatten 1800 RM. nicht überstiegen hat. Daß M e h r e i n k o m m ensteuer nicht mehr erhoben wird, ist ausdrücklich bestimmt, so daß höhere Einkünfte im Jahre 1940 gegenüber 1939 einer Sondersteuer nicht unterliegen. Linheilsbewertung und Vermögensteuer 1941. Damit macht er Schluß. Seine Männer denken: Unser Paule hat doch immer das letzte Wort, aber auch diesmal komischerweise recht. Maxe geht weiter und freut sich. Dabei ist Paulrg einer seiner jüngsten Korporäle! Zehn Minuten später steht die 10. Kompanie zum Geldempfang angetreten. Das geht wie das Donnerwetter. Der „Spieß" ruft auf, der Mann kommt angespritzt und verschwindet wie der Blitz mit 10 Mark, die ihm der Rechnungsführer in die Faust gedrückt hat. Zum Schluß heißt es: „Brustbeutel raus" — 120 Mann hantieren eifrig, und nach wenigen Minuten ist der Mammon in den mysteriösen Leder- täschchen verschwunden. Dann kommt der Hauptmann. Rowohlf meldet. Mure — zwei Helle blaue Augen im lederfarbe- nen Gesicht — sieht seine Männer an: „Tag, ihr Kapitalisten!" Auf den Gruß freut sich die Kompanie schon seit Tagen. „Tag, Herr Hauptmann!" donnert es zuruck. „Hat irgend jemand noch Forderungen an Geld ober Verpflegung. Der trete vor." Pause. Rowohlf nickt zufrieden. Das wäre ja noch schöner. „Wegtreten!" In eine Staubwolke gehüllt bleiben „Maxe und sein Oberfeldwebel noch einen Moment stehen. Der Hauptmann winkt sich Paulig heran, der gerade vorbeikommt. „Sagen Sie mal, mein Gutes, was machen Ihre Männer, wenn einer vom Fonds überhoben ist?" Der starrt einen Moment ganz platt seinen Chef an, sagt dann aber rasch gefaßt:. „Dann wird aus einem in den anderen Fonds umaebudjt, Herr Hauptmann!" Maxe lacht. „Ra schön!" Damit geht er auf die Schreibstube, wo die Um terschristen auf ihn warten. Paulig sieht ihm noch leicht benommen nach. ,,3d) möchte bloß wissen, was der nicht weiß!" Mit diesem Ausspruch' verschwindet er in Rich ‘ tung Kantine. ! Ein Zahltag ist beendet. Aus der Stadt Gießen. Oer letzte festliche Nachhall. Nicht immer war der Januar der erste Monat des Jahres. Das alte römische Jahr begann mit dem März, woran mir noch eine Erinnerung haben, wenn wir bei der Aufzählung der Tierkreiszeichen mit dem Märzzeichen, dem Widder beginnen. Auch unsere Monatsnamen, September, Oktober, November, Dezember lassen die alte Einteilung erkennen, das heißt wir nennen sie den siebenten, achten, neunten und zehnten Monat, obgleich sie in Wirklichkeit bei uns der neunte, zehnte, elfte und zwölfte sind. Die Verlegung des Jahresanfangs auf den 1. Januar geht in- Rom auf das Jahr 154 vor unserer Zeitrechnung zurück und knüpft sich an ein bestimmtes Ereignis. Am Neujahrstage traten nämlich in Rom die neugewählten Konsuln ihr Amt an. Nun gelangte im Dezember des Jahres 154 nach Rom die Kunde von einem Aufstand in Spanien, der so ernst schien, daß man es für nötig Zeitschriften. — Im Januarheft der Monatsschrift „D i e Kunst" (Verlag F. Bruckmann, München) lernt man Gottfried Schadow als Zeichner kennen. Die Kenntnis seines zeichnerischen Schaffens erst ermög. licht es, die ganze KünsUerpersönlichkeit Schadows voll zu würdigen. P. Strache macht mit dem Berliner Bildhauer Joß Römer bekannt. Die Plastiken zeichnen sich besonders durch Grazie und Beschwingtheit aus. Die Aquarelle von Max Kaus zeigen das Erfassen der Atmosphäre und die Verbundenheit mit der Landschaft. Richard Benz gibt eine lieber- sicht über die Versuche, Brentanos Märchen zu illustrieren. Erst jetzt wird man dem Schaffen des Wiener Maler-Schusters Michael Neder gerecht, der in Einsamkeit und Armut Bilder schuf, die an die alten Niederländer gemahnen. Im 2. Teil des Heftes wird ein Einfamilienhaus des Architekten Heinz Thoma, Düsseldorf, gezeigt, das schlicht und einfach der Landschaft angepaßt ist. Die Bremer Architekten Runge und Scotland haben ein helles Haus für alle Anforderungen einer hohen Wohnkultur gebaut E. v. Sichart legt dar, wie der Klassizismus des 18. Jahrhunderts Grundlage unserer Wohnkultur geworden ist. Sodann wird eine überaus sinnreiche Kachelofenanlage von Rudolf Lunghard gezeigt. Dr. H. K. Kiefer erinnert an ein Richtfest vor 100 Jahren und verknüpft damit eine Erzählung von Adalbert Stifter. Ein Jagdhaus des Münchener Architekten Max Wiederanders zeigt, wie Fichtenholz in seiner natürlichen Schönheit wirksam zur Geltung kommen kann. Arbeiten aus der Textil» werkstätte E. Klein-Köppen, deutsche Möbel, auf der Triennale in Mailand, sowie ©Überarbeiten aus der Heilbronner Silberwerkstätte Schober 6- Bruckmann verraten großen Geschmack und Formschön- heit-. Die Umsatzsteuer im Jahre 1941. Am 10.1. ist die letzte monatliche oder vierteljährliche Umsatzsteuerrate für 1940 zu entrichten. Im neuen Jahre brauchen nur vierteljährliche Vorauszahlungen und Voranmeldungen zu erfolgen, wenn der Umsatz im Jahre 1940 50 000 RM. nicht überstiegen hat. 5um Jahresabschluß für 1940. Für den Jahresabschluß ist zu beachten, daß eine steuerfreie Rückstellung für die am 10. Januar fällige letzte Umsatzsteuerrate für 1940 zulässig ist. Die am 15. 2.1941 fällige Gewerbesteuerrate ist dagegen nicht rückstellungsfähig, sondern nur etwaige rückständige Gewerbesteuern für die Zeit bis zum 31.12. 1940. Rückstellungen für künftige Ausgaben, z. B. zur Wiederauffüllung des Warenlagers oder dergl., werden im allgemeinen nicht anerkannt; in besonderen Fällen sind bei größeren Markenfirmen Rückstellungen für Nachkriegswerbung zugelassen. Soweit notwendige Instandsetzungen ober dergl. nicht vorgenommen werden können, kommt u. U. eine Abschreibung des reparaturbedürftigen Gegenstandes auf einen niedrigen Teilwert (= Wert vom Standpunkt eines Erwerbers des Gesamtunternehmens) in Betracht. Es kann sich empfehlen, den notwendigen Reparcfturbetrag als Passivposten einzufetzen; er kann sodann, falls eine entsprechende Entwertung geltend gemacht werden kann, als Wertberichtigungspoften oder, was jedoch nicht unbestritten ist, als Rückstellung geltend gemacht werden. Zu den abzugsfähigen Betriebsausgaben ist auf Grund der Rechtsprechung des letzten Jahres darauf hinzuweisen, daß auch Kosten für die Bewirtung von Kunden im eigenen Haushalt als solche geltend gemacht werden können, wenn sie ganz oder einseitig entstehen und im einzelnen, soweit zumutbar, nachgewiesen werden können. Aufruf! Durch die Opferwilligkeil und die Einsatzbereit- schuft des gesamten deutschen Volkes hat uns das Jahr 1940 die größten Erfolge gebracht, die alle Erwartungen Übertroffen haben. Im Jahre 1941 wollen wir eine noch größere Opferbereitschaft und Hingabe an den lag legen. Dies wollen wir am 4. und 5. Januar 1941 bei den Straßen-, Vetriebs- und Haussammlungen unter Beweis stellen. Jeder opfere, was in feinen Kräften fleht. Backhaus, Kreisleiter. unverkennbarer Abwehrzauber. Mit dem Dreikönigstag verklingt der letzte festliche Nachhall von Weihnachten. Der nüchterne All- tag tritt wilder voll in seine Rechte. C. K. Ortszeit für den 4. Januar. Sonnenaufgang 9.37 Uhr, Sonnenuntergang 17.24 Uhr. — Mondaufgang 12.22 Uhr, Monduntergang 0.13 Uhr. __________ Dornoluen. Tageskalendec für Freitag. Stabttyeater: 19 bis 21.30 Uhr „Der Ahnenpaß". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Feinde". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der liebe Augustin". Stadttheater Gießen. Arn heutigen Freitag wird zum erstenmal der Siloester-Uraufführungserfolg, der Schwank „Der Ahnenpaß", wiederholt. Spielleitung: Karl Volck, Bühnenbild: Karl Löffler. Mit dieser Vorstellung beginnen wieder die Mietvorstellungen des Stadttheaters, die während der Festtage ausgesetzt waren. 16. Freitag-Miete. ober bie Schuldverschreibungen eine zusätzliche Verzinsung gewähren, welche sich nach der Höhe ber Gewinnausschüttungen bes Schulbners richtet. Befreit find auch bie Gewinne aus ber Veräußerung von Altbesitzgenußrechtscheinen. Soweit hiernach bie Veräußerung von Aktien unb sonstigen nicht ausbrücklich steuerbefreiten Wertpapieren von der Spekulationssteuer betroffen wirb, weil bie Veräußerung innerhalb eines Jahres seit bem Ankauf erfolgt ist, wird ber Unterschied zwischen dem Veräußerungs- unb bem Anschaffungspreis einkommensteuerpflichtig, sobald bie Spekulationsgewinne im Kalenderjahre insgesamt 1000 RM. ober mehr betragen. Zum Anschaffungspreis rechnen die gesamten für den Erwerb des Wertpapiers gemachten Aufwendungen, wie insbesondere die von der Bank berechneten Spesen, während sich ber Veräußerungspreis um diese entsprechend vermindert. Wird Bankkredit zu Deckung der Ausgaben ausgenommen, so sind die Zinsen als Werbungskosten bei der Berechnung des Spekulationsgewinns absetzbar. In anderen Fällen können die zum Zwecke des Erwerbs von Aktien gezahlten Bankzinsen nur bis zur Höhe der erhaltenen Dividenden oder nach Verkauf ber Aktien ober nach end- gültigem Fehlschlag ber Spekulation in Abzug gebracht werben. Im übrigen können bei Spekula- tionsverlusten bie sonstigen EinkünUe nicht ^um bie Bankzinsen gekürzt werben. Die Spekulgtionsver- lufte selbst sind stets nur bis zur Höhe bes im gleichen Kalenderjahr erzielten Spekulationsgewinns abzugs'fähig. hielt, die Konsuln selbst dorthin zu senden. Da es । sich aller Voraussicht nach um ein langwieriges Unnehmen handelte, schien es geboten, nicht die Konsuln des zu Ende gehenden Amtsjahres w entsenden, sondern schon die neuen, die in diesem Falle darum schon am 1. Januar ihr Amt antraten. Da dieser Amtsantritt ein feierlicher Termin mar, an bem auch bie anberen Behörben wechselten, man das Haus mit grünen Bäumchen schmückte unb gegenseitig Geschenke tauschte, so machte das bürgerliche Jahr bie Verlegung mit. Die am 1. Januar gewählten Konsuln traten nach einem Jahr roieber von ihrem Amt zurück, und so bürgerte der 1. Januar sich als amtliches und bürgerliches Neujahr em. Auch unsere germanischen Vorfahren feierten den Jahresanfang im Mittpinter, zur Zeit der Sonnen- wende. So war ihnen der Januar als erster Iah- resmonat geläufig, obgleich sie im Mittelalter noch vielfach als eigentlichen Jahresbeginn den Weih- nachtstag rechneten und unser heutiges Neujahr sich nur langsam und gegen allerlei Widerstände durchsetzen konnte. Doch hat die Sitte der Neujahrsgeschenke sich aus der Antike erhalten und ist besonders in Frankreich lebendig geblieben. Wichtiger als der Neujahrstag war ftüher der Dreikönigstag am 6. Januar, der in manchen Gegenden, zum Beispiel im Salzburgischen, geradezu der „Dritte Heilige Abend" genannt wird. Mit diesem Tage enden die geheimnisvollen „Zwolf- nächte", und so suchen alle die guten und bösen Mächte, denen in dieser Zeit Raum gegeben ist, noch einmal den Menschen heim. Noch einmal tritt daher all der lärmende Abwehrzauber, mit dem sich der Mensch gegen die übersinnlichen Mächte schützt, in Erinnerung. So find die verschiedenen Masken und „Perchten" zu erklären, die an diesem Tage, besonders in den deutschen Alpenländern, ihr Wesep treiben, sowohl die „Schönberchten" des Pongaus, die über der ortsüblichen Tracht die hohe scharlachrote Berchtelkappe mit dem Spiegel in der Mitte tragen, als auch die „schiachen Perchten" mit ihren fratzenhaften Horimasken. Meist den Knaben Vorbehalten ist die Rolle der „Sternsinger", die als „Heilige Drei Könige", Kaspar, Melchior und Balthasar, oft noch in Begleitung eines Sterntragers von Hof zu Hof, von Dorf zu Dorf ziehen und in Liedern die Kunde von Bethlehem und dem König Herodes melden. Ueberall werden sie freundlich ausgenommen und mit Aepseln und Gebäck beschenkt. Wo nicht schon die mit Kreide geschriebenen Anfangsbuchstaben der Drei Könige C. M. B. über der Tür prangen, wird einer der Sternfinger .gebeten, die Buchstaben aufzumalen, auch dies ein Der Steuerzahler im Januar 1941 Von Dr. jur et. rer. pol. K Wutb,Berlin Eine allgemeine neue E i n h e i t s b e w e r t u n g der Gewerbebetriebe und Grundstücke findet auf den 1.1.1941 nicht statt; das gleiche gilt für die Vermögensteuer. Die Grundstückseinheitswerte vom 1.1.1935 oder einem späteren Fortschreibungszeitpunkt bleiben also auch für die Grundsteuer und Vermögenssteuer 1941 maßgebend. Jedoch ist im einzelnen Falle ein Antrag auf Neufestsetzung (Fort- schreibung) des Einheitswerts auf den 1.1. 1941 zulässig, wenn der Wert des Grundstücks an diesem Zeitpunkt von dem bisher festgesetzten Einheitswert um mehr als Vs, mindestens 10000 RM., oder um mehr als 100 000 RM. abweicht. Handelt es sich um Bestandsveränderungen, wie Grundstücksabtrennung, Gebäudeabbruch, -abbrand oder dergl., so genügt eine Abweichung um mehr als Vsn, mindestens 100 RM. Die Fortschreibung, die von Amts wegen insbesondere bei Reu- und Anbauten vorgenommen wird, setzt in jedem Falle voraus, daß eine Aende- rung im tatsächlichen Zustande des Grundstücks eingetreten ist, da bei der Neubewertung die Wertverhältnisse vom 1.1.1935 maßgebend bleiben. Dies gilt grundsätzlich auch hinsichtlich der Höhe der Mieten. Doch kann eine Aenderung des baulichen Zustandes des Gebäudes, der Verkehrsader Geschäftslage oder dergleichen eine Fortschreibung auf den 1.1.1941 rechtfertigen. Eine Neuveranlagung zur Vermögen st euer auf den 1.1.1941 erfolgt auf Antrag, wenn sich für diesen Zeitpunkt ein um mehr als Vs oder um mehr als 100 000 RM. von dem bisherigen abwer- chenden Vermögen ergibt. Eine Neuoeranlagung zur Vermögensteuer wird auch vorgenommen, wenn dem Steuerpflichtigen 1940 ein Kind geboren ist. Bei der Neuveranlagung bleiben die Freibeträge vom 1. 1. 1940 maßgebend; jedoch werden am 1.1.1941 haushaltzugehörige Abkömmlinge, bie inzwischen geboren sind, berücksichtigt. Dom 1. Januar 1941 ab wieder Spekulattonssleuer. Während die Veräußerung von Wertpapieren aus dem Privatvermögen nach der Verordnung vom 22.7.1939 in den Jahren 1939 und 1940 einkommensteuerfrei war, wird die Spekulationssteuer nach dem Erlaß des Reichsfinanzministers vom 16. 12. 1940 (RStBl. S. 1041) ab 1941 wieder erhoben. Don der Spekulationssteuer werden Verkäufe,oon Wertpapieren betroffen, die innerhalb eines Zeitraums von nicht mehr als einem Jahre seit der Anschaffung der Papiere vorgenommen- werden. Ausgenommen sind u. a. inländische Schuld- und Rentenanleihen, sofern.es sich um Wandelanleihen — die neben der festen Verzinsung ein Recht auf Umtausch in Gesellschaftsanteile geben — handelt. Zahltag bei den Soldaten. Von Oberleutnant von dem Knesebeck. Der Hauptmann geht das Revier ab. Er sieht und hort dabei alles. Bei der dritten Abteilung beobachtet er durch die halbgeöffnete Tür, wie Unteroffizier Paulig feine Lämmer über Geldwirtschaft belehrt. „Paßt auf,, ihr Helden — sonst macht ihr nachher doch bloß Unsinn mit eurem Einkommen. Zunächst einmal, wieviel gibt es heute eigentlich? Otto!" „10 Mark!" „So — das ist zwar nicht zum Totlachen, aber ich werde euch beibringen, wie man ein Vermögen daraus macht. Heute muß besorgt werden: Zahnputzzeug, Stiefelwichse und Rasierklingen. Nahzeug und Seife habt ihr noch vom letzten Mal. Kosten zusammen 1,50! Wer das Geld noch nicht braucht, macht was? Ehlert!" „Der tut fein Geld in den Materialfonds! Paulig holt einen Zettel heraus. „Richtig!" Er faltet den Zettel auseinander. „Den Rest teilen wir nach altem und bewährtem System ein. Diesmal folgende Sätze: 3 Mark Verpflegung und Genußmittel, 2 Mart sparen für Weihnachten, 2,50 für persönliche Bedürfnisse, 1 Mark für unvorhergesehene Vorfälle — Capisto?" „Jawohl, Herr Unteroffizier" antwortet em heiterer Chor. . ■ Maxe wartet noch einen Moment. Er weiß, jetzt kommt' noch ein „goldenes" Wort. Er kennt doch seinen Paulig. „Und warum predige ich jedesmal deswegen? — Murks!" „Murks" ist etwas klein geraten. Aber fein Maul- werk gleicht das wieder aus. „Jeder deutsche Mann ein Kleinsparer sagt er bloß ernsthaft. Die Kameraden grinsen. Da hat er Paulig mal wieder sanft auf die Schippe genommen. Das ist sein Vorrecht. Paulig duldet das gern. Er weiß, daß die guten Mtze Spaß machen — „und Spaß muß sein . ■— „®ut, mein Junge. Und sauer verdientes Geld will anständig ausgegeben werden." liche und Vortragsvirtuosität der Fünf kam in dem abschließenden spanischen Marsch von Rixner bestechend zur Geltung. Natürlich ging es nicht ohne Zugaben ab, und „Der Onkel Doktor" erweckte immer noch einmal reines Vergnügen. Die Zuhörer konnten sich, wie üblich, nur schwer entschließen, nach Hause zu gehen. Der Beifall brauste. Hans Thyriot. Gießener Stadttheater. Gastspiel des Meister-Sextetts. Das war nun das fünfte Gastspiel des Meister- Sextetts in Gießen. Der Erfolg war der gleiche wie 1932, als sie sich noch Comedian Harmomsts nannten. Diesmal kamen sie mit einem neuen Programm und einer in wesentlichen Teilen neuen Besetzung: an Stelle von Leschnikoff erscheint Will V o s m e n- des als erster Tenor, jenem vor allem im schwebenden Piano der hohen Lage ähnlich. Sehr frisch und hell ein junger lyrischer Tenor, Erwin Sachse-Steuernagel. Eine sympathische Bereicherung ist endlich der weiche, gepflegte Barikon von Bernhard Taverne. Am Flügel wirkt diesmal Willi Herrmann. Vom alten Stamm sind nur noch der Leiter der Gruppe, Roberi B i b e r 11, mit profundem Baß und trockenem Humor, eine der wichtigsten Stützen des Sextetts, und der zweite Tenor Alfred.©runert dabei. Geblieben ist aber die auf langen Gastspielreisen unverbrauchte Musizierfreudigkeit, die immer wieder bestechende Vokal-Harmonie der fünf Stimmen, die vollkommene Geschlossenheit des kleinen Klangkörpers, das rhythmische Temperament und die saubere Artikulation. Geblieben ist auch die Vorliebe für den leichten Song, das Schlagerlied, für dessen Wiedergabe das Sextett wie geschaffen ist. Das Programm-wies diesmal nur eine einzige klassische Nummer auf (erftaunlidjerroeife die „Träumerei" von Schumann) — und die wurde nicht gesungen. * Selbst die berühmtesten Schlager dieser Zeit, wie das Wolga-Lied und „Am Abend auf der Heide", die doch eigentlich schon in Grund und Boden gespielt sind, erhalten ' durch die Vortragskultur der Gruppe einen unwahrscheinlich neuen Klangreiz. Aber auch ganz alte Sachen wie bei> Weibermarsch aus der „Lustigen Witwe" oder das Kollo-Potpourri haben sie sozusagen wiederentdeckt und neu aufgevutzt. Eine der hübschesten Nummern, „Hollah, Lady", stammt aus dem Film „Liebesbriefe aus dem Engadin" und ist eine äußerst luftige Sache. Man kann nicht das ganze Programm abfdjreibenj genannt feien aber noch die beliebte „Rosamunde" imd das Ständchen von Heykens. Die ganze stimm» BHemetnW M krall önrOenöe k. d. F.-Sportamt. Heute Wiederbeginn der KdF.-Schwlmmkurse. Jeden Freitag, 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.30 Uhr, und jeden Dienstag, 19 bis 20 Uhr und 20 bis 21 Uhr, für Männer und Frauen, auch für Anfänger. Das Märchen am Mantelaufschlag. NSG. Anläßlich unserer Reichsstraßensammlun- gen sind schon mehrfach Märchensiauren aus dem verschiedenartigsten Material zum Verkauf gekommen. Trotzdem sind die WHW.-Märchenabzeichcn der Gaustrahensammlung am 4. und 5. Januar 1941 von bisher unübertroffenem Reiz! In zierlichen, künstlerisckjen Darstellungen aus Kunstharz geschnitzt, sind äußerst geschmackvolle Broschen entstanden, die zehn verschiedene Motive aus unseren bekanntesten deutschen Märchen bringen. Der gestiefelte Kater begegnet uns da mit Schneewittchen und den sieben Zwergen, der Frosch- fönig mit dem tapferen Schneiderlein, und wo die beiden sind, da dürfen natürlich Rotkäppchen und Rübezahl nicht fehlen! Aber noch manche andere Figur unseres reichen und schönen deutschen Märchenschatzes ist mit in diesem bunten Reigen anzu. treffen. Wer eine dieser geschmackvollen Broschen sieht, wird alle besitzen wollen. Und sie sind in jedem Falle billiger als ihr tatsächlicher Wert. Politische Leiter, Walter und Helfer der RSV., der HI. und NSKOV. sammeln am kommenden Samstag und Sonntag. Und wir wollen felbftver- ständlich die erste Straßensammlung im Jahre 1941 zum Vorbild unserer Opferbereitschaft werden lassen? Der Winter 1879/80 in Gießen. Eine merkwürdige persönliche Jugenderinnerung aus dem Winter 1879/80 schickt mir ein geborener Gießener, Sanitätsrat Dr. Retter, Dillenburg. Er schlief „um Weihnachten" 1879 in seinem Eltern- haus, dem Schulzeschen Eckhaus am Kreuzplatz. Wahrscheinlich hat er, seinen 13 Jahren entsprechend, auch recht fest geschlafen. Da wurde er wie von Kanonenschlägen, die in der ganzen Innenstadt gehört wurden, aufgeweckt. Was war geschehen? An der Auffahrt zur Neustädter Lahnbrücke standen beiderseits zwei riesige deutsche Pappeln. Sie waren mit lautem Knall geplatzt. Er schreibt, um Neujahr sei nach seiner Erinnerung nach dem ersten harten Frost Tauwetter eingetreten. Das stimmt mit den Aufzeichnungen von Pfarrer Weicker im Kirchberger Kirchenbuch, daß um Weihnachten die Kälte etwas nachließ und das Neujahr starkes Tauwetter brachte und am 1. Januar das dicke Eis auf der ^ahn brach. Ich weiß nicht, ob beim Erfrieren die Bäume auf-- knallen können, jedenfalls ist es begreiflicher beim Auftauen. Bekanntlich dehnt sich das Eis beim Auf- tauen aus. Dasselbe muß auch bei den gefrorenen Zellen der Bäume geschehen. Der Umfang des Stammes reicht nicht aus bei der starken Ausdehnung, er muß sich Luft schaffen und platzt. Genau damit stimmt ein Erlebnis überein, das ’ ich in dem schon erwähnten März 1917 hatte. Nach ■ einer bitter kalten Nacht ging ich Mitte März mit- , tags um V-2 Uhr von Queckdorn nach Lauter. Plötz- i lief) hörte ich hinter mir einen starken Schuß. Die - Sonne schien schon recht heiß, wie das oft Mitte . März der Fall ist. Als ich nach zwei Stunden zu- rückkam, untersuchte ich in der Gegend des Knalles die Obstbäume an der Landstraße und fand an einem kräftigen Apfelstamm einen geradlinigen Spalt von oben dis unten, in den man einen Finger hineinlegen konnte. Der Knall war also durch das plötzliche mächtige Aufreißen des Stammes infolge der Erwärmung durch die Mittagssonne verursacht. Im Laufe des Frühjahrs schloß sich der Spalt, und im Sommer wuchsen die Wundränder wieder zusammen. Dem Baum hat es weiter nichts aeschadet. In den kommenden Jahren konnte man öfter, auch an Wildbäumen, solche zusammengewachsenen Stammspalten beobachten. Das Knallen geschieht also nicht durch Erfrieren, sondern durch das Auftauen nach starkem Frost. F. Schick. Nicht durch den Mund atmen! Der menschliche Körper besitzt einen Selbstschutz gegen schädliche Einwirkungen der Außenwelt. Ein wichtiges Organ dieses Selbstschutzes ist die Nase. Gerade die Nase hat besondere, für die Gesunderhaltung des menschlichen Körpers notwendige Funktionen zu erfüllen. Sie hat die Aufgabe, zunächst die kalte Außrnluft für den Zugang zum Körperinneren zu erwärmen und sie dann mit Wasserdampf za sättigen. Würde die kalte Luft unerwärmt in die Luftröhre und in die Lunge dringen, wie das Gedenket der hungernden Vögel! bei der Mundatmung geschieht, so wäre eine Erkältung und somit eine Erkrankung dieser Organe die unausbleibliche Folge. Das Innere der Nase besitzt einen samtartigen, mit feinsten Härchen ver- sehenen Bezug,' der sich in dauernder Bewegung befindet. Diese Flimmerbewegung ermöglicht es, aus der Luft kommende Fremdstoffe, Krankheitserreger usw., vom Eindringen in den Körper fernzuhalten. Der Schleim, den die Jnnenhaut der Nase hervor, bringt, ist ein wichtiges Schutzmittel, denn er macht eine große Reihe von Krankheitserregern für den Körper unschädlich. Man achte besonders beim Niesen darauf, daß man die für den eigenen Körper unschädlich gemachten Stoffe nicht andern Personen ins Gesicht schleudert. Deshalb halte man sich beim Niesen stets ein Taschentuch vor. Vereiste Schaufensterscheiben vorsichtig abtauen Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß vereiste Schaufensterscheiben niemals gewaltsam, etwa durch Abwaschen mit warmem Wasser, durch Aufstellen von brennenden Lichtern oder sonstigen Leuchtkörpern direkt an der Scheibe abgetaut werden, da die Scheibe dadurch mit Sicherheit springt. Schäden, die auf diese Weise entstehen, sind wegen der typischen Form der Sprünge sofort als solche erkennbar und werden von den Versicherungsunternehmungen nicht ersetzt. Um allen Gefahren oorzubeugen, empfiehlt es sich, von vornherein Eisbildung an den Schaufensterscheiben zu verhüten. Es gibt mehrere Mittel, die als Paste aufgetragen und auf der Scheibe verrieben werden, ohne daß die klare Durchsicht beeinträchtigt wird. Ist es dafür aber schon zu spät, so kann die Eisbildung ohne Gefahr entweder durch langsame-Erwärmung des ganzen Raumes und gleichzeitiges Abwischen des herabrinnenden Tauwassers (um das Faulen oder Rostansetzen des Rahmens zu verhindern) beseitigt werden, wobei der Heizkörper aber mindestens drei Meter von der Scheibe entfernt sein muß. Oder noch besser: Man stellt einen gewöhnlichen Ventilator so auf, daß der Luftstrom die ganze Scheibe bestreicht. Die Scheibe wird dann in ganz kurzer Zeit wieder klar sein. Aus Der engeren Heimat. Schweinemarkt in Alsfeld. ♦ Alsfeld, 2. Ian. Der heutige Schweine- m a k k t hatte nur schwachen Auftrieb zu verzeichnen. Es kosteten sechs bis acht Wochen alte Ferkel 26 bis 30 RM., Läuferschweine 40 NM. pro Stück. Der gesamte Auftrieb war rasch verkauft. Landkreis Gießen. (D Londorf, 2. Ian. Auch die Bezirkssammel- stelle Londorf der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung (RfH.) die von Lehrer Müller verwaltet wird, hat ihre Arbeiten nun abgeschlossen; fte hat insgesamt 1 7 9,320 Kilo getrockneter Heil- und Teekräuter zum Versand an die- Gausammelstelle gebracht. Das Trockengut setzt sich aus nachstehenden Einzeldrogen zusammen: Kamillen 68,050; Brombeerblätter 39,580; Himbeerblätter 25,500; Brennesselblätter 25,500; Ackerschachtelhalm 5; Johanniskraut 3,8; Birkenblätter 2,6; Spitzwegerich 2,5; Holunderblüten 2,4; Holunderblätter 2; Maiblumenblätter 2,250; Erdbeerblätter 0,140 Kilo. Die Sammeleinheiten sind wie folgt an dem Aufkommen beteiligt: Schule Weitershain 49; Schule Kesselbach 33,250; Schule Allertshausen 31,3; Schule Rüddingshausen 20,8; Schule Allendorf (Lda.) 14,5; Schule Londorf 13; Schule Odenhausen 6; Schule Climbach 4; Schule Geilshausen 3,5; NS.-Frauen- schaft Londorf 2,250; Iungmädel Allertshausen 1,7 Kilo. urcis Lauterbach * Lauterbach, 3. Ian Der Vermessungs-Inspektor Hermann Reitz und Ehefrau begehen am 5 Januar das Fest der Silberhochzeit. Das Jubelpaar wurde seinerzeit in Gießen getraut. Unseren Glückwunsch zur „Silbernen". ' Wirtschaft. Freundliche Börsen zum Jahreswechsel Frankfurt a. M., 2. Jan. Der diesmalige Berichtszeitraum umfaßt zwei Wochen, da in ihn die Weihnachts- und Neujahrsfesttage fallen. Die Stimmung an den Börsen war in dieser Zeit durch, weg recht freundlich, obwohl der Umfang des Geschäfts keineswegs nennenswert war. Es überwog Anlagebedarf, dem kaum ein Angebot gegenüber» stand, so daß schon aus rein markttechnischen Grün, den das Kursniveau sich weiter hob. Nur vereinzelt waren zum Jahresschluß und im Hinblick auf die ab 1. Januar 1941 wieder zur Erhebung gelangende sog. Spekulationssteuer Tauschoperationen zu beobachten, die aber kein größeres Ausmaß annahmen. Beachtet wurden vor allem Werte, bei denen man Hoffnungen auf anhaltend günstige Weiterentwicklung hegen konnte, so neben Montanen Auto- und Maschinenaktien, Bau- und auch Zellstoffwerte und Chemieaktien. Elektrowerte traten demgegenüber eher etwas zurück. Am Einheitsmarkt blieben, begünstigt durch verschiedene Dioiüendenerhöhu^gen, Brauereiaktien gesucht, doch kamen Notierungen meist wegen völligen Materialmangels selten zustande. Die IG. Farbenaktie schwankte zwischen 199 und 203. Eine Sonderbewegung verzeichneten wie, der VDM., bei denen man 'nunmehr in den nächsten Tagen die offizielle Ankündigung einer Dividendenerhöhung erwartet, der Kurs erreichte mit 245 am 31.12.1940 einen neuen Höchststand, am 2.1.1941 lag die Taxe bei 247 bis 248, wie Überhaupt nach Jahreswechsel das Anlagebedürfnis sehr stark heroortrat und kräftige Kurssteigerungen bis 3 v. H. auslöste. Das war nicht zuletzt bedingt durch die Anspannung am Rentenmarkt, wo vor allem Neichswerte gesucht wurden. Die Folgen 6 und 7 der 4°/oigen Reichsschätze von 1940 konnten bis 101 anziehen. Hier wird die am 3. Januar erfolgte Auf» legung der 3,5%igen Reichsschätze zu 98,75 vH. mit 15jähriger Laufzeit eine gewisse Entlastung des Anlagedruckes mit sich bringen. Durch den Materialmangel konnten auch Industrieobligationen wieder mehr hervortreten, wo die Kurse gleichfalls aufstrebten. Bei Pfandbriefen ist die in den letzten Monaten heroorgetretene Differenzierung zwischen sofort kündbaren und erst später kündbaren Pfandbriefen wieder fast völlig aufgehoben worden, da auch hier stetige Nachfrage bestand. Aufgelegte 4°/oige Pfandbrieftypen blN'b'en daneben nach Einführung zu meist 100 v. H. (bzw. 99 bei Kommunalobi.) gestrichen Geld. Im Freiverkehr hat sich dagegen das Geschäft nur wenig geändert, einige Umsätze sanden in west- und ostpreuß. Kleinbahnaktien statt, bei denen Erwägungen über eotl. Uebernahme in Reichsbahnbesih mitgespielt haben dürsten. Der Satz für Tagesgeld, der auf 1,75 v. H. heruntergesetzt worden war, wurde zum Iahresschluß wieder auf 2 v. H. erhöht. 20,3 Millionen Hektar Waldbestand in Großdeutschland. Unter dem Vorsitz des ständigen Stellvertreters des Reichsforstmeisters, Generalforstmeister Alpers, fand in Berlin eine Sitzung der Chefs der Ländersorstverwaltungen, der leitenden Forstbeamten der Reichsgaue unh der Leiter der forstlichen Mittelbehörden von Preußen und Bayern statt. Generalsorstmeister Alpers gab Richtlinien für die Bewirtschaftung der Waldungen Großdeutschlands, die sich von 12,4 Millionen Hektar im Altreich a u f 2 0,3 Mill. Hektar erhöht haben. Bei dieser bedeutenden Flächenvergrößerung bedarf es des Einsatzes jedes einzelnen, um allen Anforderungen zu genügen, zumal ein besonders großer Teil der Forstbeamtenschaft den grauen Nock trägt. Ministerialdirektor Parchmann gab einen Ueberblick über die Holzversorgung, die trotz der im Kriege auftretenden'Schwierigkeiten sowohl von der Eigen- . erzeugung her gesehen, als auch im Rahmen der notwendigen Ergänzung durch Einfuhr gesichert ist. Briefkasten der Redaktion. D. k.» Odenhausen. Die Ursache des Schwitzens der Wände läßt sich auf Grund Ihrer Angaben von hier aus nicht mit Bestimmtheit feststellen. Wir empfehlen Ihnen, sich an das für Ihren Ort zuständige Hessische Hochbauamt in Gießen, Stephanstraße, zu wenden, damit ein sachkundiger Beamter Ihren Bau besichtigt und Ihnen dann sagen kann, welche Ursache das Schwitzen der Wände hat und was zur Beseitigung des Uebels zu tun ist. Hessische Gerätemeisterschasten. Der Bereich XII Hessen im NSRL. bringt seine Bereichsmeisterschaften im Gerätturnen am kommenden Sonntag in Bad-Nauheim zum Austrag. Ein Dutzend der besten hessischen Turner bewirbt sichern den Meistertitel. Die Bad-Nauheimer Veranstaltung hat außerdem die Aufgabe, die drei hessischen Turner zu ermitteln, die den Bereich bei den Deutschen Gerätmeisterschaften am 2. Februar in Karlsruhe zu vertreten haben. Außer Hessens besten Turnern weilt auch die Spitzenklasse der Turnerinnen des Bereichs am Sonntag in Bad-Nauheim zu einer Leistungsschulung. Turner und Turnerinnen werden am Nachmittag gemeinsam eine Schau der Leibesübung gestalten. Oer Handballsonntag. Mit dem kommenden Sonntag nehmen die Handballer ihren- Spielbetrieb wieder auf. Diesmal werden sich gegenüberstehen: Mtv. Gießen — Tv. Garbenheim Dornholzhausen — Lützellinden Hochelheim — Hörnsheim Kirch-Göns — Katzenfurt. Wenn es den Gießener Männerturnern aelingt, eine durchschlagskräftige Mannschaft ins Feld zu stellen, wird Garbenheim Mühe haben, sich durchzusetzen. Immerhin genügt die augenblickliche Form, um auch das erste Spiel im neuen Jahr siegreich zu beenden. Das umsomehr, als die Mannschaft die Punkte nötig braucht, um den Anschluß an die Spitzengruppe nicht zu verlieren. > Zwei gleichwertige Gegner treffen in Dornholzhausen aufeinander. Die Platzbesitzer werden aus den Niederlagen der letzten Zeit gelernt haben und deshalb alles daransetzen, um diesmal die Oberhand zu behalten: Das Hüttenberger Lokaltreffen, dem früher einmal außerordentliche Bedeutung zukam, hat auch heute noch [eine Reize. Kein Wunder, daß man das erneute Zusammentreffen beider Gegner mit Spannung erwartet. Wer Sieger werden wird, ist nicht vorauszusagen. Vermutliche wird Hochelheim die durchschlagkrästigere Elf ins Feld stellen. Katzenfurt hat gegenüber den starken Kirch-Gön- fern einen sehr schweren Stand, und es ist kaum anzunehmen, daß sich die Mannschaft durchsetzen wird, zumal es bis jetzt noch keinem Gegner gelang, in Kirch-Göns zu Erfolgen zu kommen. Fußball-Ergebnisse. Spg. Garbenieich I —. FC. Kirchhain I 5:1 (2:0). Nach langer Spielpause sahen die Garbenteicher Fußballanhänger wieder einmal ein schönes, flottes Spiel ihrer 1. Mannschaft. Die Gäste aus Kirchhain spielten einen schönen Fußball. Besonders gefielen in der Mannschaft der Torwart, die Verteidigung, Mittelläufer und Linksaußen. Die Mannschaft der Sportgemeinde hatte durch auf Urlaub weilende Soldaten eine wesentliche Verstärkung erfahren. Im Tor stand Rück, der für sein sicheres Spiel und schöne Paraden alle Anerkennung verdiente. Die Verteidigung mit Wilhelm Stumpf und Karl Stumpf war das Glanzstück der Mannschaft. Durch ihre-wuchtigen Abschläge gaben sie dem gegnerischen Sturm nur wenig Gelegenheit zum Toreschießen. In der Läuferreihe spielten Stühler, Panzer und Ewald Stumpf, von denen Stühler eine ausgezeichnete Partie lieferte. Im Sturm spielten Wallbott, Jnderthal, Lotz, Schneider und Schmitt. Als „Schützenkönig" zeichnete sich der Mittelstürmer Lotz aus, der allein vier Tore auf fein Konto brachte. Spielverlauf: Bis zur 15. Minute verteiltes Spiel. Eine Steilvorlage von Jnderthal nahm Lotz auf und schoß aus 15 Meter unheimlich scharf. Der Torwart konnte den Ball nur noch berühren. 1:0. Kurz darauf war es derselbe Spieler, der auf 2:0 erhöhte. Bis zur Halbzeit änderte sich am Resultat nichts mehr. Noch einmal war der Pfosten Retter in der Not, als ein Bombenschuß von Lotz vom Pfosten abprallte. Nach der Pause war zuerst Kirchhain tonangebend. Garbenteich mußte stark verteidigen, konnte aber nicht verhindern, daß der Linksaußen der Gäste den Ehrentreffer anbringen konnte. Bei diesem Stand blieb es nicht lange, Denn kurze Zeit später hieß es 3:1. Linksaußen Wallbott war der Schütze. Und nun war es wieder Lotz, der einen Foulelfmeter zum 4:1 verwandelte und kurz vor Schluß durch einen schönen Schuß das Endergebnis herstellte. Auch in der zweiten Halbzeit hatte Lotz das Pech, mit einem Bombenschuß den Pfosten zu treffen. Der Schiedsrichter war gut. Steinbach I — Lollar I 3:2 (1:0). Die Mannschaften trafen sich am Sonntag in Steinbach zum fälligen Meisterschaftsspiel. Lollar trat in zur Zeit stärkster Ausstellung an und spielte etwas überlegen. In der ersten Halbzeit konnten die Platzbesitzer ein Tor erzielell, denen die Gäste nichts entgegensetzten. Nach dem Wechsel verwandelte der Rechtsaußen der Einheimischen den verhängten Elfmeter und erhöhte auf 2:0.Kurze Zeit später war es der Mittelstürmer der Gäste, der auf 2:1 verbesserte. Verschiedene sichere Torchancen wurden auf beiden Seiten nicht ausgenutzt. Die Gastgeber kargen durch ihren Mittelstürmer zu einem weiteren Erfolg, während Lollar auf 3:2 aufholte. Kurze Sportnotizen Der Riesentorlauf im Kleinen Waise r t a l, der die besten württembertzischen und all- gäuer Schiläufer im Kampf sah, wurde in der Klasse 1 von Haller (Klein-Walsertal) vor Etschmann (Klein-Walsertal) und fit v. Bouillon (Stuttgart) gewonnen. Bei den Frauen siegte Frl. Keßler (Klein-Walsertal) vor Frau Stephan (Wildbad). Weltmeister Sepp Bradl (Mühlbach) siegte beim Neujahrs-Schispringen in Reit im Winkel mit Note 146,7 und Sprüngen von 60 und 61 Meter vor Palme (Innsbruck), Weiler (Oberstdorf), Fridel (Aschberg) und Wein (Sonthofen). Bei den Hochfir st - Schiwettkämpfen in Neustadt im Schwarzwald gewann der Freiour- ger Hitlerjunge Reinhard Geis (Schizunft Feldberg) den über 1500 Meter führenden Abfahrtslauf in 1:26,8 Minuten. Der vorgesehene Sprunglauf konnte nicht stattfinden. Die Hirschberger Jäger spielten beim Schispringen auf der Koppenschanze in Schreiber- hau die erste Rolle. Sieger wurde fit. Meergans mit Note 223,6 und Sprüngen von 44 und 46,5 m. Beim Schispringen auf der Kleinen Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen erhielt der Jugendliche Konrad Riedel (Partenkirchen) für zwei Sprünge von 44 und 47 Meter die Bestnote (215,1) des Tages. In der Hauptklasse siegte Toni Eisgruber (Partenkftchen) mit Note 212,1 (44 und 47 Meter). Im Olympia-Eis st adion in Garmisch- Partenkirchen lieferten sich am Neujahrstag der SC. Rießerfee und der Berliner SC. einen spannenden Eishockeykampf, den die Rießerfeer knapp mit 3:2 (1:0, 0:1, 2:1) Toren siegreich gestalten konnten. * /■ Münchens Fußballelf wurde am Neujahrstag in Rom von der dortigen Stadtmannschaft mit 5:2 (2:1) Toren geschlagen. Das Vorspiel in München hatten die Römer seinerzeit 1:10 gewonnen. Berlins Stadtmannschaft errang im Mailänder Städtekampf gegen die Auswahl der lombardischen Hauptstadt ein ehrenvolles 2:2. Bei der Pause führten die Berliner 2:1. Dem Treffen wohnten 20 000 Besucher bei. gtrsiudjtimgnufßorlita Homan von flein.3 loren^flambretht 32. Fortsetzung (Nachdruck verboten.» Als Maria Ansaldi Ancia Maria abholt, merkt sie ihr trotz des hellen Jubels, wieder in ihrer geliebten ,citiä superba‘ zu sein, doch eine kleine Enttäuschung an. Natürlich kennt sie auch den Grund, und sie findet es durchaus taktvoll von Viktor, daß er nicht an die Bahn gekommen ist. Die Begegnung zwischen den beiden findet am folgenden Tag statt. Viktor wird zum Tee eingeladen, und diesmal ist es Maria Ansaldi, die so taktvoll ist, das Wiedersehen der beiden ohne Augenzeugen zu lassen. Sie treffen sich in dem großen Prunkgemach, das von der Terrasse her reich von Licht durchflutet ist. Viktor, so ruhig er auch erscheint, ist zuinnerst aufgewühlt. Ancia Maria kann sich me.niger beherrschen. Sie geht, als sie ihn kaum erblickt, rasch auf ihn zu, beide Arme ihm entgegengestreckt. Aber dann stockt sie, wie bezwun» gen von feiner Ruhe, sie wird unsicher, lächelt verwirrt und reicht ihm nur die eine der ausgestreckten Hände. „Oh, Herr Gienant ...!" Das ist alles, was sie hervorbringt. Er gibt ihr die Blumen, die er für sie mitge» bracht hat. „Ich bin sehr froh, daß Sie wieder bei uns sind, Ancia Maria." Zum erstenmal sagt er ,Sie' zu ihr, doch fügt er das vertrauliche Ancia Maria bei. Da sie das entstehende Schweigen bedrückt, gehen sie langsam auf die Terrasse. Viktor hat mit dem ersten Blick Ancia Marias Gestalt in sich aufge? nommen. Es ist die alte Ancia Maria noch, aber es ist auch eine ganz neue. Sie ist etwas größer geworden, noch ist sie zwar Mädchen, aber alles an diesem herb und stolz getragenen Leib sehnt sich der Erfüllung entgegen. Wie von Kind auf trägt sie das Haar in der Mitte gescheitelt, aber es liegt glatt am Kopf und ist im Nacken in einen lockeren Knoten geschlungen. Das Gesicht hat noch-die frühere Klarheit und liebevolle Wärme, doch ist das Mienenspiel darin gezügelt und beherrscht. Der gleiche besonnene Ausdruck liegt auch in den Augen, deren Graublau dem dunkel getönten Gesicht seinen kost- lichen Zauber verleiht. Sie .stehen nebeneinander und sprechen kleine Sätze vor sich hin, ohne sich anzusehen. „Ach, ich bin froh, wieder daheim zu sein. Daheim! Sie wissen nicht, was das ist!" \ „Wir haben Sie sehr, sehr vermißt." „Es war lieb von Ihnen, mir zu schreib-n." " „Ihre Briefe waren für mich immer die schönste Erholung." „Jetzt brauchen wir uns nicht mehr zu schreiben." „Nein. Nun weiß ich, daß ich Sie wieder jeden Tag sehen kann." „Das ist schon ..." sagt Ancia Maria leise. Plötzlich durchbricht eine starke Bewegung ihre in diesem Jahr geschulte Selbstbeherrschung. Sie breitet die Arme und ruft inbrünstig: „Ach, das alles ist so schön ... so schön!" Sie scheint die Stadt zu meinen, die unter ihnen liegt, das Meer, das sich darüber ausdehnt, aber es gilt allein der Tatsache, daß sie Viktor wieder neben sich hat. Gleich darauf tritt Maria Ansaldt zu ihnen. 3a, vnun sehen sie sich fast wieder täglich. Doch ist es nur für kurze Zeit. Die Familie Ansaldi, soweit sie in der Stadt abkömmlich ist, siedelt während der Sommermonate in ihr Landhaus am Corner See über. Und als Ancia Maria im Herbst zurückkehrt, wird Viktor rasch klar gemacht, daß sie nun zu den Erwachsenen zählt, die alle Freuden der Erwachsenen genießen darf, die sich aber auch allen ihren Pflichten oder Verpflichtungen zu unterwerfen hat. Die große Gesellschaft Genuas scheint nur auf ihr Flüggewerden gewartet zu haben, um sie in ihren Strudel von Empfängen, Bällen, Banketten und anderen Geselligkeiten zu ziehen und sie als ebenbürtiges Mitglied aufzunehmen. Und Ancia Maria wäre keine richtige, eben fertig gewordene junge Dame gewesen, wenn sie sich nicht mit Hingabe in die unbekannte und daher so überaus verlockende Welt gestürzt hätte, wo man tanzt, flirtet und sich feiern läßt. Es hat tatsächlich den Anschein, als sollten Viktors Worte, die er ohne innere Ueberzeugung zu Maria Ansaldi gesprochen hat, Wahrheit werden: Ancia Maria wird umschwärmt und schwärmt wieder. Im flüchtigen Taumel ihres ersten Gesellschaftswinters scheint Viktor in Vergessenheit zu geraten ober doch in den Hintergrund gedrängt zu werden. Auch Enzio hält sich während des Winters im Elternhaus auf. Er ist ein prächtiger, junger Mann geworden, der überall gern gelitten ist, besonders bei den jungen Damen und bei den Müttern, die über solche als Tochter verfügen. Sein erster Schwarm, die Contessa Celeste Galiere, hat sich jüngst mit einem Pallavicini verheiratet. Enzio war nicht sonderlich betrübt darüber. Ihm bietet die Welt noch so unendlich viel Neues und Wunderbares, daß sein Interesse für die Weiblichkeit vorerst noch weit dahinter zurückbleibt. Nachdem er feine Studjen auf dem Technikum, in der Seemannsschule, in den Betrieben seines Vaters und Onkels hinter sich hat, nachdem er auch gedient hat, beginnt für ihn die Zeit der großen Reisen. Andreas Ansaldi, der sich den sechzig nähert, sieht es gern, daß der Sohn auf diese Weise sein Blickfeld erweitert und gleichzeitig der Firma Ansaldi neuen Boden bereitet Im Frühjahr des folgenden Jahres fährt Enzio nach Rio de Janeiro, um dort die Interessen der väterlichen Firma zu vertreten. Im Herbst des gleichen Jahres folgt ihm Ancia Maria, die sich, solange sie noch frei ist, ebenfalls die Welt etwas ansehen soll. Die Geschwister wollen in westlicher Richtung die Erdkygel umfahren und sich dabei ge» nirgend Zeit lassen, überall kleine Abstecher ins Landinnere zu machen. Viktor erhält von den einzelnen Etappen Karten, von Panama, von San Franzisko, Sidney, Tokio, Singapore, Kalkutta ... Ancia Maria schreibt die Karten, Enzio fügt je- meils einen Gruß bei. Nein, Ancia Maria vergißt ihn nicht Dennoch verspürt er jetzt immer häufiger eine innere Unruhe und Unzufriedenheit, die ohne Zweifel von seinem Verhältnis zu Ancia Maria her- rühren. Natürlich hat er sie häufig in der großen Gesellschaft getroffen, und fie hat mit ihm getanzt wie mit jedem anderen. Aver selten kam es dabei zu einer vertraulichen Wort. Sie erschien ihm fremd und unerreichbar in dieser festlich lauten Umgebung, in der er sich selbst nie recht zu Hause fühlte. Es war ihm eine Qual, zu beobachten, wie viel junge und auch ältere Männer von Stellung und Vermögen das entzückende Geschöpf umschwärmten, das den ganzen frischen Zauber der eben für mündig erklärten, heiratsfähigen und in jeder Hinsicht begehrenswerten jungen Dame emsftrömte. Er konnte sich zwar hundertmal vorsagen, daß es einfach sinnlos wäre, mit Gedanken an eine Heirat zu liebäugeln, aber gegen die geheimsten Stimmen, Wünsche und Gefühle ließ sich eben doch sehr schwer eine Mauer aufrichten. Im übrigen wird ihm die Zeit ihrer Abwesenheit nicht lang. Er ift mit Arbeit überlastet. Dazu hat er eine Nebenbeschäftigung gefunden, die seine Freizeit ganz in Anspruch nimmt. Schon geraume Zeit verfolgt er mit großer Teilnahme die Bewegung, die in Deutschland schon seit Jahren von sich reden macht und nunmehr orkangleich anschwillt. Sie ist der neuitalienischen vergleichbar und verwandt und aus der Sehnsucht und Kraft einer ge» demütigten Nation selbst entsprossen. Viktor läßt sich Broschüren kommen und setzt sich mit namhaften Persönlichkeiten der Bewegung in Verbindung. Er gründet in Genua einen deutschen Klub, und da er in den fast fünfzehn Jahren seines Aufenthaltes in Genua bereits eine bekannte Persönlichkeit geworden ist, da er als erster Mitarbeiter Andreas Ansaldis und vor allem als vertrauter Freund der Familie Ansakdi eine feste gesellschaftliche Stellung einnimmt, so hat er mit seinen Bestrebungen auch Erfolg. Der deutsche Klub weist bald eine stattliche Mitgliederschaft aufr Einmal, aus einer seiner merkwürdig unzufriedenen und ruhelosen^Stimmungen heraus, wird der Gedanke, den er schon öfter hatte, zum Entschluß: Er will nach Korsika fahren, um die Stätte seiner Gefangenschaft wieder einmal zu sehen. Nur von einem Bootsmann begleitet, fährt er in einem Schnellboot der Firma hinüber und kommt gegen Mittag in Bastia an. Es ist ein seltsames Gefühl, mit dem er am neuen Hofen an Land geht. Wie vertraut >ihm das alles ist! Hier hat die „Guardian" -gelegen, bas spanische Schiff, das Solterbeck und ihn in dis Freiheit führte. Dort an der Ecke des Hotels Cry- nos wartete der spanische Schiffsjunge mit der weißen Kokarde an der Mütze auf sie. An jener Laterne lehnte der Betrunkene, und mitten auf der Place St. Nicolas sieht noch immer der marmorne Napoleon meerwärts. lieber den beiden Häfen aber hebt sich die alte graue Zitadelle empor. Mit jedem Schritt, den Viktor tut, wird die Vergangenheit stärker in ihm wach. (Fortsetzung MflM