Dienstag, 2. Dezember Ml 91. Jahrgang Rn 286 Oer Block der 400 Millionen Nach der Rückkehr in die Hauptstädte ihrer Län- n-Konaretz in Berlin zusammen- ihrer Genugtuung darüber Aus- iner gemeinsamen Politik schlüssig geworden sind hat diesen Kongreh den zweiten Berti- Kongreß in Erinnerung an die Glanzzeiten Dr. Goebbels über die Einheit von Politik und Kriegführung Die große Stunde fordert von uns das Letzte, bietet der Ration aber auch das Höchste." rr er haben die verschiedenen Staatsmänner, die auf em Antikomintern ----! ‘----- Ran e r tfcbemt täglich außer sonntags und feiertags Beilagen: Ötefoener Ammlienblntter »eünat miBild DieScholle Beituasvrcis: Ronntlicb.......RM 1.80 lu'ieUgevübr... „ - 25 iud) bei Nichtericheinon cn einzelnen Nummern ntoine höherer Geivalt ermvreckrnnickilusi 2281 «^rabtanickmit:,. Anzeiger" ibftfrtjett 116s« ftTöntf. M. Annahme von 'Anzeigen für hie MittagSnummer vis8'/,llbr desGormitiags Slnzeigen-Preiie: Anzeigenteil 7 Wdi ie mm bei 22 mm Bellenbreite, - Tertieil 50 Rot. >e mm bei 70 mm Heilcnbreite SlachliiNe: Wiederholung lUnlftnffel I AbichliiüeMengenitastel B Plavoorichnfl t vorherige Bereinbarung > 25"/« mehr Der Wehrmachtbericht. DRV. Aus dem F ü h r er h a u P t q ua r l l er 1. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: v . s JmRaumeoonSoftoro sehleder $einb auch gestern leine Gegenangriffe unter ruckfichisiofcm Lm fad non Menschen und material fort. Lr erlitt dabei wieder schwerste blutige Verluste. Im Raume von Moskau angreifende In- fanferie- und Panzerverbände smd in weitere Vordringen gegen die sowjetische hauplsta . Vor Leningrad setzte der Gegner feine w - geblichen Ausbruchsversuche auch gestern ort öc der Abwehr eines mit stärkeren Kräften iu Eis der Newa geführten Angriffs verlor der Feind bei hohen blutigen Verlusten zahlreiche Gefangen sowie 30 Panzer, darunter sechs schwerste. Die Luftwaffe bekämpfte 'm Mittel- und Nordabschnitt der Front mit guter Wirkung Nachschubwege der Sowjets. Ostwärts des w o d) wurden Truppenunterkünfte und Materlallage bardiert. In den Gewässern nm K r o n st a lenkten Kampfflugzeuge einen Cisb recy . ein größerer Frachter wurde durch Bombenwurf schwer beschädigt, weitere Luftangriffe richteten sich gegen Moskau und Leningrad. An der schottischen O st k ü st e griff die Luftwaffe bei Tage einen Flugplatz mit Bomben und Bordwaffen an. In hallen und Unterkünften wurden Volltreffer erzielt und mehrere am Boden abgestellte Flugzeuge beschädigt. Bei Nacht griffen Kampfflugzeuge Hafenanlagen in S ü d w e st e n g l a n d an. In Nordafrika dauern die Kämpfe südostwärts Tobruk noch an. Von Süden her geführte britische Gegenangriffe wurden erfolgreich abge- roiefen. Deutsche und italienische Kampf- und Iagd- flieqeroerbänhe unterstützten die Operationen. Britische Bomber griffen in der letzten Nacht das norddeutfche Küstengebiet an. In Hamburg und Emden hatte die Zivilbevölkerung Verluste an Toten und verletzten. Die britische Luftwaffe erlitt bei diesen Angriffen wieder schwere Ver- luste. Sie verlor 15 Flugzeuge, von denen zehn durch Einheiten der Kriegsmarine abgeschossen wurden. (schwere Verluste der britischen Lustwaffe. zwischen (^örinq und V^tarn. Paris. 1. Dez. lDNV.) Am 1. Dezember fand in St. Florentin-Vergigny zwischen Reichsmarschall Göring und Marschall p L t a i n eine längere Unterredung über die Deutschland und Frankreich interessierenden Fragen statt. Bulgariens Gebietsgewinn ieitAeuiily Sofia, 1. Dez. (Europapreß.) Heber das jetzige Flächenausmah des bulgarischen Staatsgebietes veröffentlicht „Prasnitfchni Westi" die neuesten An- gaben. Danach umfaßte Bulgarien nach dem Ver- trag von Keuilly 103 146 qkm. Nach dem Vertrag von Craiova kam das Gebiet der D o b r u d sch a mit 7726 qkm und im Frühjahr dieses Jahres Mazedonien mit 36672 sowie Thrazien mit 18 308 qkm hinzu, so daß das Gesamtausmaß des bulgarischen Staatsgebietes nunmehr 165 852 qkm gegenüber früher 103 146 beträgt 73 v. h der Bevölkerung Bulgariens betreiben Landwirtschaft. Berlin, 1. Dezember. (DNB.) Reichsminister Dr Goebbels sprach in der Berliner Universität im'Rahmen der Deutschen Akademie vor gelatenen Gästen aus Dipomatie, Regierung, tei, Wirtschaft, Kultur und Prefse. Dr. Goebbels pries zu Beginn seiner Rede den Geist der Statte, ain ter er sprach, und von der F, ch t e ernst bie Kation aufrief, ein Geist, in dem sich sentimentalltatsloser Realismus und wohltuende Bewegtheit des Herzens paaren, und der sich in unseren geschichtlichenSUm- den immer durch eine besondere Art von beharr- lichem Gleichmut und innerer Kraft auszeichnete. Wenn der Krieg, so führte Dr. Goebbe saus b e Fortführung der Politik mit anderen Mitteln ist so Ht andererseits auch die Politik die Forfuhrung des Krieges mit anderen Mitteln. Kur wenn Politik und Kriegführung in einer Hand liegen, wie heute m Deustchland.'ist zu verhindern, daß wieder die Feder verdirbt, was das Schwert erobert hat Wenn wir einmal den deutschen Sieg in Händen haben, so wird er das Ergebnis eines höchsten Zusammenspiels all-r Kräfte unseres Volkes darstellen. . Dr. Goebbels traf dabei vor feinen Zuhörern die Feststellung, daß eine überlegenes a d) r i ch - ten Politik im Kriege nicht nur -'N-Informa, tionsmittel, sondern auch unter Umstanden schlachtenbeeinflussendes Kriegsmittel ist. Er sprach von den Perioden des Schweigens der deutschen Führung, die noch meist die stunden vor großen Entscheidungen waren, und stellte fest daß es uns manchmal vorteilhafter erschiene, den Engländern für den Augenblick den psychologischen Erfolg zu lassen, den materiellen Erwlg aber für uns zu behalten. Ein zeitweiliges Verstummen kann sich die deutsche Nachrichtenpolitik jeboef) nur leisten, weil sie dank ber imer wieder bewiesenen Rich- t; a k e i t ihrer Mitteilungen einen so großen Hrc- bit im In- und Ausland genießt, schweigt der, der die Verantwortung trägt, dann soll die Nation in scheuer Ehrfurcht davor stillstehen: denn nicht selten wird in seiner Schweigsamkeit geboren, was über Tag und Jahr Geschichte fein wirb. Und Geschichte wird heute gemacht. Der Minister erinnerte an die schlüssigen Beweise für die Angriffsabsichten der Sowjetunion und schilderte, wie die notwendigen Waffen hierfür un- ter dem bolschewistischen Zwang von den 180 Millionen Menschen geschmiedet wurden, tue aiif örunb des niedrigsten Lebensstandards m lenem riesigen Raum ein Küftungserperiment ermöglichten, dem mir auf die Dauer nichts gleichwertiges hatten ent- ietroh'cn waren, , „ v ruck gegeben, daß nunmehr 400 Millionen, also die Ingehörigen der aufwärts und nach Gerechtigkeit -redenden Rationen, sich über Wege und Ziele geschäfte mit Uebersee und um ihre Einnahmen von englischen Pfunden bangten. Die breite Volks- mässe in den Städten lebte von diesem Uebersee- handel. Daß inzwischen der handel mit dem Reich zunahm, wurde zunächst nicht beachtet, die Versicherungen liefen weiter über Lloyds! Die Tatsache, daß alle beteiligten Stände ihre Gelder in England hatten und daß die großen Getreideein- fäufc in englischen Uebersee-Besitzungen getätigt wurden, war ausschlaggebend. Daneben gab es aber natürlich auch genug Menschen, die die ungeheure Wandlung, die in Europa im Gange war, klar erkannten. Diese beiden Richtungen führten einen unterirdischen Kampf. Jene, denen das Geld, die Presse und der Rundfunk gehörten, führten ihn mit weitaus größerem Erfolge als die anderen, die nichts hatten als bie lieber- zeugung, daß sich auch Griechenland der neuen Ordnung anpassen sollte. Die antideutsche und anti italienische Propaganda wurde eifrigst betrieben und Englands Ansprüche wurden stets unterstützt. In diesem Sinne führte man dann auch den Krieg, ber für Griechenlanb in kurzer Zeit vorüber war und über bas Canb hinweggegangen ist wie ein kalter Schauer. Fast über Rächt stanb Griechenlanb vor neuen Problemen. England und seine Exponenten waren vertrieben. Uebriggeblieben waren jene beiden Mächte, gegen die in ganz Griechenland Jahr und Tag Sturm gelaufen worden, war. Und jetzt wirkte sich wiederum jene Mentalität der Langsamkeit aus. Das Volk verstand kaum, wie alles geschehen war, da die reichen Leute doch immer noch ihr Geld In England haben und ihre Sch ffe immer noch für englische Rechnung fahren. Kein Wunder, daß eine vollkommene Hilflosigkeit entstand. Die Männer, die schon seit Jahren die Entwicklung tonv men sahen und einen lange vergeblichen Kampf um die neue Richtung geführt hatten, sind heute die Mahner und einzig Berufenen, die das Volk auf den neuen Wegen führen wollen und müssen. Diese Wege heute zu finden, ist schwerer als es früher gewesen wäre, denn heute ist Griechenland voll von Problemen, die die englische Blockade, der britische Goldraub und der Verlust der gesamten Flotte gestellt haben. Richt nur in wirtschaftlicher, sondern auch in politischer Hinsicht muh Griechenland umzulernen beginnen. Griechenland muß dazu geführt werden, sich nicht zwischen Europa und Mittelmeer, sondern ausschließlich in Europa zu fühlen. Das ist die politische Ausgabe, die ihm gestellt ist. Don ber Zeit, d t die Lösung dieser Ausgabe benötigt, wird zu einem , guten Teil die Zeitspanne abhängen, die Griechen- i land zu einem neuen Ausstieg benötigt davon, bie England noch verbleibewbe Widerstandskraft etwa zu unterschätzen, machte Dr. Goebbels den Versuch, bas voneinander zu unterscheiden, was an Churchills Angaben Bluff und was Wirklichkeit ist. Dabei erklärte Dr. Goebbels, daß bei den von Churchill in letzter Zeit mehrfach behaupteten an, geblichen deutschen Friedensfühlern nur ber Wunsch ber Vater des Gedankens sei. Im Hinblick auf Roosevelts Rolle untersuchte Dr. Goebbels die wirtschaftlichen, politischen und militärischen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten ber Vereinigten Staaten. Er entfleitete bie Thesen bes USA.-Präsitenten ihrer bürftigen bemokratischen und Humanitären Phrasen, ließ seine Machtgelüste und bie Herrschaftsansprüche ber hinter ihm stehen- ben Kräfte klar werben, um glenbzeitig bie Grenzen ihrer Möglichkeit anzubeuten. Die Weltgeschichte mürbe ihren Sinn verlieren, wenn ber älteste Kulturkontinent, Europa, ausgerechnet vom Präsiden'en Roosevelt über ben Fortgang seiner weiteren Geschichte belehrt werben mühte. Dr. Goebbels stellte der Drohung aus USA. bie Tatsache gegenüber, bah wir fest, sicher und vollkommen unangreifbar auf unserem Kontinent sitzen. Die gegnerischen Stellungen dagegen werden von Woche zu Woche in Uebersee. Auch sonst hatten alle reichen ßeuir ihre Vermögen in England. Die Politiker waren englisch eingestellt, auch bei- König — als er aus dem Eril zuruckkam — bachte rein englisch Die Presse gehörte den Juden oder englandfrcundlichen Elementen, die Propaganda wurde von Leuten betrieben, die um ihre handels- Athen.^m November 1941. Wenn in Deutschland der Herbstwind die letzten Blätter von den Bäumen reiht, ber Himmel sich eintrübt und aus ber leuchtenden Farbensymphonie des Spätsommers schlichtes Grau wird — da beginnt in Griechenland die gesamte Natur einen zweiten Frühling vorzubereiten. Der Hirn- mel erstrahlt in wolkenloser Klarheit,' bie Mandelbäume beginnen zu blühen, in wenigen Wochen gibt es wieder Flieder. Der Ablauf ber Jahreszeiten, wie er etwa in Mitteleuropa vor sich geht, ist hier völlig verändert, hier bedeutet Sommer Dürre, brachliegende Felder, von der Sonne versengte Grünhänge. Dafür sind aber Herbst und Frühling so lang und gleichmäßig, bah mehr gedeihen und wachsen könnte als jemals in der deutschen Heimat. Diese Freigebigkeit der Natur, so schön sie ist, bringt für bie Menschen, die von ihr verwöhnt werden, gewisse Gefahren, sobald das Volk diesen natürlichen Gegebenheiten allzu sehr nachgibt. Mit wenig Arbeit wird auch bas Notwendige erreicht. Wozu sich also besonders anstrengen, um der Natur noch mehr abzuringkn? Diese Mentalität wirkt sich nicht nur im Wirtschaftlichen, sie wirkt sich auch im Politischen aus. Man braucht unendlich lange, um von altem Denken und alten Wünschen frei zu werden und sich den neuen Notwendigkeiten und Forderungen anzupossen. Nur so ist cs verständlich, daß heute trotz größeren Bedarfes die gelber immer noch genau so bebaut werben wie zu Zeiten, ba bie alten Griechen ihre Epen und Oden schrieben. Berlin, 1. Dez. (DNB.) Rach den neuesten Feststellungen sind die Verluste, die die britische Luftwaffe bei ihren Einflügen in das Gebiet der Deutschen Bucht inderNachtzuml. Dezem- b e r erlitt, noch höher, als bisher betanntge- geben wurde. Selbst der britische Rundfunk mußte den Abschuß non 19 Bom b e r n melden. Da- ipit wird von britischer Seite bestätigt, daß 20 v h. der an diesen Einflüaen beteiligten Maschinen der deutschen Flak- und Marineartillerie sowie Nacht- jägern und Dorpostenbooten zum Opfer gefallen sind und dabei über 100 Mann ausgebildeter Flugzeugbesatzungen dabei verloren gegangen sind. Diese Einbuße steht in keinem Verhältnis zu den ange- richteten Schäden, da bie britischen Flieger weder militärische Ziele noch kriegswichtige Anlagen getroffen haben. Mnferrebunq Griechenlands politische Aufgabe Von unserem F. v. C.-Korrespondenten. gefährdeter. Der Minister gab dann einen Ueberblick über die Judenfrage, an die man nicht mit Sentimentalität Herangehen darf, sondern in klarer Erkenntnis der geschichtlichen Schuld, die das Judentum auf sich lud. Der Führer sprach am 30. Januar 1939 im Deutschen Reichstag die Prophezeiung aus, daß, wenn es dem internationalen Finanzjudentum gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, das Ergebnis nicht die Dolfchewi- fierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein würde, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa. Wir erleben eben den Vollzug dieser Prophezeiung. Dr. Goebbels sprach klar aus, daß wir in diesem Kampf, den wir bis zur letzten Konsequenz durchfechten werden, nicht mehr zurück wollen und nicht mehr zurück können. Den rührseligen Argumenten einiger zurückgebliebener Judenfreunde antwortete er: „Sie würden wahrscheinlich Auge, Rase und Mund aufsperren, wenn sie chre lieben Juden sich einmal im Besitze der Macht betätigen sähen. Aber bann wäre es zu spät, unb teshald ist es bie Pflicht einer nationalen Führung, mit ben Ihr geeignet erschü- nenben Mitteln dafür zu sorgen, daß dieser Zustand nie eintritt. So wie bie Vorherrschaft bes gegenstellen können. Wir sind nur 90 Millionen, - wir können angesichts des Lebensstandards unseres Volkes nicht über ein Vierteljahrhundert den Wohnungsbau einstellen, das Volk nur mit Ruben er- nähren und jede Kultur abdrosseln, um einer sol- chen stets wachsenden Bedrohung standzuhalten. Darüber hinaus wären wir, wenn wir den Stoß abgewartet hätten, nicht in der Lage gewesen, Re- eroen in Hülle und Fülle heranzuführen, um )ie vom bolschewistischen Wahnsinn aufgeriebenen Lücken zu füllen. Wir würden, wenn die Sowjets mit roher Händ in den komplizierten Wirtsckafts- unb Agrarmechanismus unseres hochzivilisierten Landes hätten eingreifen können, in kürzester Frist zugrunde gegangen fein. Dr. Goebbels schilderte die Lage Deutschlands zwischen der von Osten drohenden, ful- turoernichtenden bolschewistischen Gefahr und dem herrschaftsanfpruch der westlichen Demo- krakie und ließ dann aus der Gefahr dlefer Konstellation die uns gebotene einzigartige historifche Gelegenheit erstehen. Niemals in unserer Geschichte, so sagte er. waren die nationalen Chancen so günstig und damit der Einsatz so erfolgversprechend, wie heute. Die große Stunde fordert von uns allen das Letzte, bietet der Ration aber auch das höchste. Rie waren wir so gerüstet wie jetzt, nie hatten wir ein so umfassendes wirtschaftliches Potential. nie waren wir im Besitz so ausschlaggebender militärischer Machtpositionen wie gegenwärtig. und nie hatten wir eine so glänzende Führung wie in diesem schicksalhaften Ringen. Seit einem Dierteljahrhundert stehen wir im Kamps, hat bas deutsche Volk sich kaum noch feines Lebensrechtes erfreuen können. Das muß anders werden. Keiner von uns will wieder von vorne anfangen. Das gigantische Ringen um die führende Großmachtstellunq des Reiches ist im Gange. Koch einmal werfen sich die Kräfte ber Unterwelt in einem Kiefenanfturm auf uns, um uns niederzubre- eben Sie werden scheitern. Wie will England über- Haupt siegen oder besser gesagt, wie will es nicht besiegt werden? Dr. Goebbels charakterisierte Chur- ch j l l s Kriegspolitik unb traf babei die Feststellur^: Wer sich mit bem Bolschewismus oerbünbet, um ihn als Verwüster gegen Europa anzusetzen, kann nur als ein im tiefsten Sinne chaotischer und europa- feindlicher Mensch angesehen werben. Weit entfernt Griechenlanb war burch mehr als zwei Jahrzehnte barauf eingestellt, ein 11 e b e r g a n g s l a n b zwischen Europa unb dem Mittelmecr zu fein. In biesem Mittelmeer, bas ehedem ganz eindeutig ein englisches Meer war, hat sich nun seit 1936 Stallen seine Stellung erobert. In Europa, vor allem aber im Korben Griechenlands, gab es gleichzeitig eine Staatengruppe — B a l f a n • (E n - tente genannt —, die sich viele Jahre hindurch, unterstützt durch die Westmächte unb ben Völkerbund, eine große Rolle heimaß, bis dann eine neu- erstarkte Macht — das Großdeutsche Reich — die Verhältnisse in diesem Raume auf ihre ursprüngliche unb seit vielen Generationen bewährte Formel zurückbrachte. Damit war die Linie, die Gr'ecdenland viele Jahre hindurch vertrat und die deutlich auf England und die von England Politisch abhängige Bal- kan-Entente abgestimmt war, mehr und mehr ver- wischt. Während sich früher in Griechenland Poli- tifer um die Macht im eigenen Staate stritten, während Generale und Staatsmänner Bürger- kriege inszenierten, kam plötzlich etwas neues ins Blickfeld: die Achsenmächte, die verlangten, daß die Staaten Europas vor allem europäisch zu beuten hätten. Damit waren neue Reibungsflächen in Griechenland geschaffen: die Reeder, die reichsten Männer im Lande, hatten ihr Geld in England, ihre Schiffe waren bet Lloyds versichert, sie fuhren Metzener Anzeiger wKwiSa», General-Anzeiger für Oberheffen -ässst ts Bismarckreiches genannt, da 1878 Bismarck als hrlicher Makler sich mühte, aus den russisch-türki ächen Kriegsdifferenzen unb dem verhängnisvollen Linschalten ter Seemacht England in diese die hne- )enserhaltende Resultante aus diesem Parallelo- zramm widerstreitender Kräfte zu ziehen. Aber während Bismarck sich mühte, wirklich ehr- Icher Makler zu sein, ist heute, wie die verschiedenen lluslandsstimmen sagen, insofern die Sache geklär- itr, als es heute keine Differenzen auszugleichen ijibt, sondern alle Kräfte a u f ein Ziel g e - - ichtet sind, nämlich den Bolschewismus enbgüb ig niederzuwerfen unb damit gleichzeitig auch ber Ztalin unterstützenden anglo-amerikanischen Pluto- Iratie eine schwere Niederlage beizubringen. Fast libereinstimmend wirb betont, heute gruppiere sich 1 bie Welt ber Keuorbnungsbeftrebungen um einen ijlapn, den primus inter pares, Adolf Hitler, ’ »ährend bie nihilistischen Kräfte bes Bolschewis- j mus, bes Mammonismus unb bamit bes Judentums ihren sehr negativen Ausdruck in Roose- seit gefunden hätten, der vergebens strebe, über- ' iill Unheil anzurichten und direkt ein Förderer des Der Block von 400 Millionen erstreckt sich nicht | nur auf das europäische Festland, sondern er um- ; faßt die jungen, selbstbewußten unb für bie Keu= , orbnung in Oftafien (ämpfenben Völker asiatischer Kultur, wie bas China Wangtschingweis, ■ Manbschukuo und Japan. Gerade sie haben die gleichen Aufgaben gegenüber den Künsten eines Roosevelt unb sie werben diese Künste scheitern laßen. Darüber herrscht kein Zweifel. Die Aggressionspolitik Roosevelts gegenüber Fernost ist fett langem durchaus aggressiv gegen Japan gewesen^ Mit allen Mitteln versuchte Nosoevelt, Japan emzukesseln. Der japanische Ministerpräsident Tojo hat soeben erklärt die USA. und England erstrebten bie Vorherrschaft in Asien „indem sie die ostasiatischen Völker gegeneinander ausspielten", Tschiangkaischek tanze nach der Pfeife ber USA. unb bes Kommunismus. In Nanking hat Präsibent Wangtschingwei erklärt bie Ausrottung bes Kommunismus in ber ganzen Wett fei zum Heile ber Völker notroenbig. Der Versuch der japanifchen Regierung, Roosevelt von feinen aggressiven Schritten zurückzuhalten, ihn durch Ver- nunftgrünbe zu überzeugen, baß seine rem perfon- . liche Politik bie USA., mit der jeder in Frieden zu- lammenleben möchte, in ein namenloses..Unglück stürzt, diese Fricdensversuche scheinen gegenüber Der wahnwitzigen Starrköpfigkeit Poosevelts vergeblich gemefen au fein. Er f-tzt leine Versuche, den Bo,, schewi-chus unb I|d)ian6taifd)et zu unterstützen, also bie Feinte Japans unb einer neuen asiatischen Orbnung fort. Wie aus Tokio gemeldet wirb, sind die USA. entschlossen, nach dem Vorb'lb der atlan- tischen Schissspatrouille gegen Deutschland letzt auch eine asiatische Luftpatrouille gegen Japan, die Uhi- riefen unb Manbschukuo einzurichten. Die amtliche japanische Nachrichtenagentur Dome, spricht von der Möglichkeit amerikamsch-iapanischer Zusammenstöße "im Luftmeer, Japans Interesse liege m der Freihaltung des Luftraumes über der Burma- ftraße von einer amerikanischen Luftpatrouille, bie beispiellos wäre in ber Geschichte, genau so, ro e Roosevelts Verhalten gegenüber Deut chlanb. Wir erinnern an bie Worte bes Re.chsaußenministers, der in feiner großen Rebe sagte, in Ostasien stehe bie Großmacht Japan, „die dort L)err der melieren Entwicklung i|l und der auf die Dauer kerne Macht der Wett d e ihr zukommende deherrfchcnde «tet lung streitig machen kann". Denn der Block^der^ Millionen ist einig in der Wahrung feines gefamten Lebensraumes, wo immer bieser auch burch Rriegs- lüfteme ober Irrsinnige angetastet wirb. -> Chaos fei. Bei bieser Betrachtungsweise spielt En gl an b eigentlich eine nur noch untergeordnete Rolle, und .(hurchill gilt nur als Werkzeug feines Herrn und Meisters i'm Weißen Hause zu Washington. Nichts st vielleicht bezeichnender für die Entwicklung als Sie Tatsache, daß England in biesem Streit zweier I Weltanschauungen als belanglos abgetan wirb. So I hat sich Englanbs Stellung seit seiner verhäng- i nisoollen Kriegserklärung gewandelt. Es ist unter Churchill so tief gesunken, baß es in ber Außen- Politik und Wirtschaft praktisch lebiglich als Anhängsel Roosevelts betrachtet unb danach gewertet Judentums ein Charakteristikum für die Krankheit des Nachweltkriegseuropa war, fo wird die Beendigung dieser Vorherrschaft ein Charakteristikum für die Gesundung des kommenden Europa sein. In einem großen, zusammengefaßten Ueberblick schilderte Dr. Goebbels, wie der Anlaß eines Krieges niemals gleichzeitig auch seine Ursache zu sein braucht. Alle alten, nie oder doch nur unzulänglich gelösten Probleme Europas brachen auf, als die mehr als bescheidenen deutschen Forderungen auf Danzig sowie einen Korridor durch den Korridor im August 1939 von unseren Feinden zum frivolen Anlaß des Krieges gemacht wurden. Es ist der Versuch der ab sterbend en Plutvkratien, Deutschland und seine Verbündeten auf viel zu engen Raum einzusperren und durch eine Reihe von Trabanten das Leben unseres Erdteils ewig zu beunruhigen. Es ist andererseits das Problem des Bolschewismus, der 180 Millionen zu einem Elendsdasein verurteilte, um eine kontinentbedrohende bolschewistische Wehrmacht aufzubauen. Alle diese Probleme sind zur Lösung fällig — ob wir wollen oder nicht. Europa muß sich entscheiden, ob es leben aber im Chaos versinken will. Die Chance, die die deutsche Ration heute besitzt, ist eine einmalige, aber auch ihre größte. Daran muß der Soldat denken, wenn er in die Schlacht zieht. Daran muß der Arbeiter denken, wenn er ans Derk geht, daran muh der Dauer denken, wenn er dem Acker das " tägliche Drok für fein Volk abringt, daran muh der Ingenieur, der Wissenschaftler, der Beamte, der Arzt, der Künstler denken, wenn er der Ration an seinem Platze dient. Das muh unser Gebet am Dörgen und am Abend sein. Dir müssen siegen, und wir werden siegen. Aber hat jemand geglaubt, dah uns die historische Aufgabe der Reuordnung eines Kontinents leicht und fast unverdient in den Schah fallen würde? Die Geschichte verschenkt nichts, sie bietet alles nur an. Wer da nicht zugreift und festhält, wird alles verlieren. Es liegt an uns, ob uns dieser Krieg verflucht oder segnet. Er fordert das Letzte von uns, aber er gibt uns auch alles, wessen wir für unsere nationale Zukunft bedürfen. Wer von uns möchte, wenn er die Wahl hätte, von dieser Zeit in eine andere, ruhigere, dafür aber auch inhaltlosere entlassen werden. Einmal werden auch unsere Sorgen und Nöte zu Ende sein und werden auch uns die Glocken das Ende des Krieges und den Sieg einläuten. Diese Stunde ist dann für uns alle der Preis. Zeder einzelne wird gewogen in seinen Handlungen und Unterlassungen, und dann treten wir als Volk vor den Richterstuhl der Geschichte. In Demut vor einem gewaltigen Schicksal, das uns aufgebürdet war und dessen wir Herr wurden, neigen wir unser Haupt, um den Lorbeer zu empfangen. Des deuischen Volkes Antwort. Das Ergebnis der 3. Veichsstroßenfammlung 46 Prozent mehr als im Vorjahre. Berlin, 1.Dez. (DRB.) Das vorläufige Ergebnis der 3. Reichssiraßensammlung am 15. und 16. Rovember 1941 beträgt RM. 29 638 593,37. Sammler und Sammlerinnen der DAF. haben gegenüber der gleichen Sammlung des Vorjahres eine Steigerung von RD. 20 300 476,98 um Reichsmark 9 338 121,39 gleich 46 Prozent auf Reichsmark 29 638 598,37 erzielt. Das Ergebnis d-er letzten Sammlung für das Winterhilfswerk ist um vieles, vieles höher geworden, als das der früheren. Dies Sammel ergebms hat einen tiefen Sinn. Das deutsche Volk hat damit eindeutig zum Ausdruck gebracht, daß es voll fester Entschlossenheit und Zuversicht hinter dem Führer steht und daß es voll Dank an den Führer und an seine Soldaten bereit ist, auch selbst jedes Opfer zu bringen, um den harten Kampf gegen den bolschewistischen Weltfeind siegreich beenden zu helfen. Das Sammelergebnis ist eine stille, schweigende, aber desto überzeugendere Antwort an Moskau, den Bolschewismus und die mit ihm verbündeten plutokra- tischen Mächte, nicht nachzulassen in diesem Kampfe, bis der Sieg errungen ist. Es ist nicht die größere Summe, die dem Ergebnis seine Bedeutung gibt, sondern der gesteigerte Opferwille, der sich hier manifestiert hat und der die unerschütterliche Geschlossenheit im Kampf bis zum Sieg zum Ausdruck bringen wollte. Das deutsche Volk in seiner Gesamtheit hat hier dokumentiert, daß es aus ganzem Herzen dem Führer und seiner unvergleichlichen Wehrmacht dankt, recht,zeitig vor dem furchtbaren und entsetzlichen Geschick bewahrt zu sein, das ihm gewiß gewesen wäre, wenn der Führer die Gefahr nicht rechtzeitig erkannt und beseitigt hätte. Die ent« scheidenden Schläge sind bereits getan. Wenn wieder der Appell an uns ergeht, für das Winterhilfs- werk zu geben, erinnern wir uns dessen, was uns erspart geblieben ist, und geben wir doppelt! England spürt die Konkurrenz -er LkGA. Stockholm, 2. Dezember. (DRB. Funkspruch.) Die Londoner „Financial News" fordert die Aufhebung der amerikanischen Treuhandverträge und anderer Abmachungen, die eine Beschlagnahme von britischem Privatkapital in den Vereinigten Staaten zugunsten des Empire verhindern. Das Blatt erklärt, die Devisenlage fei weit ernster, als die meisten Leute glaubten. Die Feststellung des Premierministers, die Regierung habe vor einem Jahr nicht gewußt, an wen sie sich wen- den solle, um nur einen einzigen Dollar zu erhalten, sei das erste amtliche Eingeständnis, daß die britischen Dollarreseroen Ende 1941 erschöpft wären. Das englische Schatzamt müsse neue Dollarreseroen ansammeln und zu diesem Zweck auch die nach den Vereinigten Staaten verschobenen oder geschmuggelten Kapitalien reicher englischer Privatleute angreifen. Auch aus der Londoner City wird bekannt, daß sich der britischen Exporteure und Banken immer größere Unruhe bemächtigt, da sich die Vereinigten Staaten im Zuge ihrer politischen und wirtschaftlichen Ausweitungspolitik immer stärker auf den Märkten des Empire festsetzten und die Nach- krieqswirtschaft ein ausgesprochen amerikanisches Gesicht tragen könnte; vor allem ist man in konservativen Kreisen in Sorge Über die Entwicklung der britischen Finanz- und Währungsverhältnisse durch die gesteigerten Kriegsanforderungen und die Unsicherheit über d i e Verpflichtungen aus dem Pacht- und Leihge'setz gegenüber den Vereinigten Staaten. Die politische Seite der USA.» Stützpunktpolitik wird heute in London beinahe weniger schwerwiegend für die Zukunft Großbritanniens gewertet als die wirtschaftlichen Auswirkungen des immer stärkeren Vorrückens der Vereinigten Staaten. Erfundene „Aazi-Bedrohung"Guayanas Berlin, 1. Dezember. (DNB.) Roosevelt hat die Besetzung Niederländisch-Guayanas durch USA.» Truppen damit begründet, daß er Guayana gegen eine Nazi-Bedrohung in Schutz nehmen müsse. Das Kriegsdepartement gab bekannt, daß die USA.-Truppen auf Niederländisch-Guayana das ehemalige deutsche Hauptquartier be- setzt hätten, und daß der Naziführer, ein gewisser E r d m a n n , -er nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Holland versackst habe, die holländische Regierung auf Niederländisch-Guayana abzusetzen, sich im Konzentrationslager befinde. Diese Verlautbarung soll den Eindruck erwecken, als ob für Niederlandisch-Guayana tatsächlich so etwas wie eine Nazibedrohung bestanden habe und als ob nur durch das Auftreten der USA.-Truppen diese Gefahr beseitigt worden sei. In Wirklichkeit handelt es sich bei dem erwähnten Erdmann um einen ehrsamen und in holländischen Kreisen Guayanas hochangesehenen deutschen Kaufmann, der wie alle Deutschen, die sich aus beruflichen Gründen zur Zeit des deutschen Einmarsches in Holland in Niederländisch-Guayana befanden, bereits am 10. Mai 1940verhaftetund interniert Mittel gegen den Lindwurm. Von Johann Peter Hebel. Reiche Leute haben trotz ihrer gelben Vögel doch manchmal auch allerlei Lasten und Krankheiten auszustehen, von denen gottlob der arme Mann nichts weiß, denn es gibt Krankheiten, die nicht in der Luft stecken, sondern in den vollen Schüsseln und Gläsern, und in den weichen Sesseln und seidenen Betten, wie jener hautreiche Amsterdamer ein Wort davon reden kann. Den ganzen Vormittag saß er im Lehnsessel und rauchte Tabak, wenn er nicht zu faul war, oder hatte Maulaffen feil zum Fenster hinaus, aß aber zu Mittag doch wie ein Drescher, und die Nachbarn sagten manchmal: „Windet's draußen, oder schnauft der Nachbar so?" — Den ganzen Nachmittag aß und trank er ebenfalls bald etwas Kaltes, bald etwas Warmes ohne Hunger, aus lauter Langeweile bis an den Abend, also, daß man bei ihm nie recht sagen konnte, wo das Mittagessen aufhörte und wo das Nachtessen anfing. Nach dem Nachtessen legte er sich ins Bett und war so müde, als wenn er den ganzen Tag Steine abgeladen oder Holz gespalten hätte ... Davon bekam er zuletzt einen dicken Leib, der so unbeholfen war, wie ein Maltersack. Essen und Schlaf wollten ihm nimmer schmecken, und er war lange Zeit, wie es manchmal geht, nicht recht gesund und nicht recht krank, wenn man aber ihn selber hörte, so hatte er 365 Krankheiten, nämlich alle Tage eine andere. Alle Aerzte, d e in Amsterdam sind, mußten ihm raten. Er verschluckte ganze Feuereimer voll Mixturen und ganze Schaufeln voll Pulver und Pillen wie Enteneier so groß, und man nannte ihn zuletzt scherzweise nur die zweibeinige Apotheke. Aber alles Doktern half ihm nichts, denn er befolgte nicht, was ihm die Aerzte befahlen, sondern sagte: „Fouder, wofür bin ich ein reicher Mann, wenn ich soll leben wie ein Hund, und der Doktor will mich nicht gesund machen für mein Geld!" Endlich hörte er von einem Arzt, der 100 Stunden weit weg wohnte, der sei so geschickt, daß die Kranken gesund würden, wenn er sie nur recht anschaue, und der Tod geh' ihm aus dem Weg, wo er sich sehen lasse. Zu dem Arzt faßte der Mann ein Zutrauen und schrieb ihm feinen Umstand. Der Arzt merkte bald, was ihm fehle, nämlich nicht Arznei, sondern Mäßigkeit und Bewegung, und sagte: „Wart, dich will ich halb kuriert haben." Deswegen schrieb er ihm ein Brieflein folgenden Inhalts: „Guter Freund, Ihr habt einen schlimmen Umstand, doch wird Euch zu helfen sein, wenn Ihr folgen wollt. Ihr habt ein bös' Tier im Bauch, einen Lindwurm mit sieben Mäulern. Mit dem Lindwurm muß ich selber reden, und Ihr müßt zu mir kommen. Aber fürs erste dürft Ihr nicht fahren oder auf dem Rößlein reiten, sondern auf des Schuhmachers Rappen, sonst schüttelt Ihr den Lindwurm, und er beißt Euch die Eingeweide ab, sieben Därme auf einmal ganz entzwei. Fürs andere dürft Ihr nicht mehr essen als zweimal des Tages einen Teller voll Gemüse, mittags ein Bratwürstlein dazu und nachts ein Ei und am Morgen ein Fleischsüpplein mit Schnittlauch drauf. Was Ihr mehr esset, davon wird nur der Lindwurm größer, also daß er Euch die fieber verdrückt, und der Schneider hat Euch nimmer viel anzumessen, aber der Schreiner. Dies ist mein Rat, und wenn Ihr mir nicht folgt, so hört Ihr im anderen Frühjahr den Kuckuck nimmer schreien. Tut was Ihr wollt!" Als der Patient so mit sich reden hörte, ließ er sich sogleich den anderen Morgen die Stiesel salben, und machte sich auf den Weg, wie ihm der Doktor befohlen hatte. Den ersten Tag ging es so langsam, daß perfekt eine Schnecke hätte können sein Dorreiter sein, und wer ihn grüßte, dem dankte er nicht, und wo ein Würmlein auf der Erde kroch, das zertrat er. Aber schon am zweiten und am dritten Morgen kam es ihm vor, als wenn die Vögel lange nicht so lieblich gesungen hätten wie heut', und der Tau schien ihm so frisch und die Kornrose im Felde so rot, und alle Leute, die ihm begegneten, sahen so freundlich aus und er auch, und alle Morgen, wenn er aus der Herberge ausging, war's schöner, und er ging leichter und munterer dahin und als er am achtzehnten Tage in der Stadt des Arztes ankam und den qnderen Morgen aufstand, war es ihm so wohl, daß er sagte: „Ich hätte zu keiner ungeschickteren Zeit können gesund werden als jetzt, wo ich zum Doktor soll. Wenn's mir doch nur ein wenig in den Ohren brauste, oder das Herzwasser lief mir." Als er zum Doktor kam, nahm ihn der Doktor bei der Hand, und sagte ihm: .Letzt erzählt mir denn doch einmal von Grund S Mozarts klingendes Wien üllf6 ein. Hi M und die dadurch ein getretene Verhärtung der vor- j -l-n bi ICH. UIIUI | v deutsche Infanterie gegen eine fri f ch auf- ; gefüllte Sowjetdivision an. In kühnem , , . r Ansturm griff sie am 29.11. die bolschewistischen L. Stellungen an, warf die Besatzung zurück und drang schließlich in die Straßen einer Stowt selbst ein. Im dem Büchertisch — Josef Hofmiller: Briefe. 4 den ri an Der 8 We t®ar fr 8 Du, r susto den Dung keil" vl her tief verschlammten Wege keine unüberwindlichen Hindernisse für weitere deutsche Angriffe darstellten. Unter besonders schwierigen Verhältnissen trat Eine Darmstädter llraufführuna. Das Hessische Landestheater brachte unter Franz Everths Spielleitung als Uraufführung Hans Rehbergs Schauspiel „Heinrich und 21 n n a". Heinrich VIII. von England läßt sich von seiner Gemahlin scheiden und erhebt die junge unschöne Anna Boleyn zur Königin. Da Papst Clemens die Erlaubnis zu dieser Scheidung verweigert, Bit M «bereit d,begir von Hlllda Hofmiller. 368 Seiten. Geb. RM. 7,50. Karl Rauch Verlag, Dessau. — (64.) — Der 1933 als Konrektor und Gymnasialprofessor in Rosenheim bei München verstorbene Josef Hofmiller ist einer der nicht eben zahlreichen deutschen Essayisten von Rang gewesen: neben fernem Schulamt (als Lehrer für Englisch, Französisch und Spanisch) entfaltete er eine überaus reiche und fruchtbar anregende literarische Tätigkeit als Publizist, als Herausgeber. Ueberfetzer, Kritiker und Literarhistoriker, ein Mann von profundem Wisien, von einer wahrhaft humanistisch zu nennenden Bildung des Geistes, von bestechender Klarheit und Eleganz des Stiles — ein Mensch überdies von höchst ausgeprägtem Charakter und einer fo noblen wie anziehend-erfreulichen Gesinnung. Das reizvoll intime Bild feiner Persönlichkeit spiegelt sich in den Briefen, welche seine Witwe mit liebevollem Verständnis gesammelt, ausgewählt und herausgegeben hat, und von denen nun, das letzte Lebensjahrzehnt als Herausgeber und Essayist in Rosenheim von 1922 bis 1933 umspannend, der zweite Teil als VI. Band der gesammelten Schriften in einer gediegenen Ausgabe vor uns liegt. Das literarische fiebenswerk Hofmil- Diesem wie auch dem ebenfalls in die Angelegenheit verwickelten früheren Wirtschaftsattachä der französischen Gesandtschaft in Sofia, Gervi 11er, ist es gelungen, aus Bulgarien zu fliehen. In dem Prozeß haben sich zu verantworten ein Franzose namens (3 o ff e I i n, drei Juden fremder Staatsangehörigkeit und drei Bulgaren. Die Anklage wirft den Angeklagten vor, daß sie mit dem Oberst Roß in Verbindung gestanden und versucht haben, Sabotageakte zu verüben. Ferner werden die Angeklagten beschuldigt, dem englischen Geheimdienst Mitteilungen über die bewaffneten Streitkräfte Bulgariens gemacht zu haben. Frisch aufgefüllte Gowjetdiviflonen geschlagen. Berlin, 1. Dez. (DNB.) Der neuerliche Erfolg einer deutschem Infanteriedivision im mittleren Abschnitt der Ostfront beweist, daß starke Kälte 31rf W Üe 5 h Ben !N Wi i au« worden mar. Don einer Bedrohung Niederländisch- Guayanas durch diese Deutschen kann also keine Rede sein. Die an sich schon unglaubwürdige Begründung für die Besetzung Niederländisch-Guayanas durch USA.-Truppen kann also durch diese Erklärung des Kriegsdepartements nur noch mehr in Mißkredit geraten. Früherer britischer Militärattache in Sofia im Mittelpunkt eines Spionageprozeffes. aus, was Euch fehlt." Da sagte er: „Herr Doktor, mir fehlt gottlob nichts, und wenn Ihr fo gesund seid wie ich, so soll's mich freuen." Der Doktor sagte: „Das hat Euch ein guter Geist geraten, daß Ihr meinem Rat gefolgt habt. Der Lindwurm ist jetzt abgestanden. Aber Ihr habt noch Eier im Leib, deswegen müßt Ihr wieder zu Fuß heimgehen und daheim fleißig Holz sägen, das niemand sieht, und nicht mehr essen, als Euch der Hunger ermahnt, damit die Eier nicht ausschlüpfen, so könnt Ihr ein alter Mann werden" — und lächelte dazu. Aber der reiche Fremdling sagte: „Herr Doktor, Ihr seid ein feiner Kauz, und ich versteh' Euch wohl" und hat nachher dem Rat gefolgt und 87 Jahre, 4 Monate, 10 Tage gelebt, wie ein Fisch im Wasser so gesund, und hat alle Neujahr dem Arzt 20 Dublonen zum Gruß geschickt. flltir 511 fang rin [isnrii; 0115 « W' Kampf wurde die Stadt genommen, obwohl das umliegende Gelände völljg vermint war und ganze Häuserblocks zur Sprengung vorbereitet waren. 14 Geschütze, 66 Maschinengewehre und 1100 Gefangene fielen in deutsche Hand. Ritterkreuzträger Major Vitter starb den Heldentod. Berlin 1. Dezember. (DNB.) An der Front vor Moskau ist der Münchener Ritterkreuzträger Major Ritter, Kommandeur eines Infanterie- Bataillons, beim Angriff gefallen. Er kämpfte im Verbände eines Panzerkorps und wurde für die Einnahme einer Stadt mit dem Ritterkreuz aus- gezeichnet. Durch fein entschlossenes Handeln gelang es einer seiner Kompanien, ohne jede Unterstützung im Handstreich eine schwere sowjetische Flakbatterie zu nehmen, die den Angriff der Division aufzuhalten drohte. Tief stieß er in den Rücken des weit überlegenen Gegners und verteidigte seine Stellung in zäher Abwehr, bis die Masse der Division durch gestoßen war. Die Verleihung der hohen Auszeich nung konnte Major Ritter nicht mehr erfahren'; kurz nach seiner Waffentat traf ihn der tödliche Splitter. _ . , , , Zweiter Teil: 1922-°—1933. Ausgewählt und herausgegeben I Mei fr hc N i< p u L- s öie > 1 <1J ÄIU Mj|& J mich > ! K F P* ui phoniker unter Leitung des Staatsopern-Kapell« Meisters Rudolf Moralt der Mozartwoche als würdigen Beitrag hinzufügte. Er wählte außer dem glänzenden „Krönungskonzert" das ganz auf liebliche Anmut gestellte A-dur-Konzert. Doll inniger Wärme blühte die Kantilene auf, das feine Filigran der Passagen glitzerte in virtuoser Brillanz. Bedeutsam rauschten die Akkordzerlegungen zu Beginn der selteneren der beiden c-moll-Phantasien auf. Von leichter Spielfreude war der Vortrag der C-dur-Sonate (Köchel-Verzeichnis 330) durchbebt. Die beyeisterte Zuhörerschaft rief den großen Pianisten immer wieder auf das Podium. Roland Tenschert. lers, das feine pädagogische Berufsarbeit überdauerte, bezeichnet sich, neben einer Fülle in Zeitungen und Zeitschriften wie den „Süddeutschen Monatsheften", der „Deutschen Zeitschrift" und der „Corona" verstreuter kleinerer Arbeiten in Werken wie den „Versuchen", den „Wan-derbildern und Pilgerfahrten", den „Franzosen", dem „Revolution^ tagebud) 1918/19", dem „Umgang mit Büchern", der Prosafassung der mittelhochdeutschen Novelle vom Meier Heimbrecht, — um einige der bekanntesten zu nennen. Aus dem Briefbande ergibt sich fo etwas wie der Kommentar zu einem Lebenswerke, den die ganze liebenswerte Ursprünglichkeit von Hofmillers betont südbayerischer Persönlichkeit auf jeder Seite, fast in jeder Zeile kennzeichnet. Man begleitet ihn bei der Arbeit, man lernt einen Mann von glänzendem Wissen und Können, von unheimlicher Belesenheit, erstaunlichem Fleiß und immer neu entzündeter Arbeitslust kennen, — aber auch einen vorbildlichen Familienvater und treuen Freund, einen begeisterten Bergsteiger und Wanderer, weitab vom blassen, vergrabenen Stubengelehrtentum, dem Umgang und Aussprache mit Gleichgesinnten ebenso Bedürfnis war wie die Entdeckungsfahrten durch die geliebte, gesegnete engere Heimat. Den Zugang zu Hofmillers Werk und Welt wird man am besten und unmittelbarsten in feinen Briefen finden; sie sind eine ungewöhnlich anregende, belehrende und amüsante Lektüre. — Walter Bauer: T a g e b u chb l S tt er aus Frankreich. 99 Seiten. Kart. RM. 2,50. Karl Rauch Verlag, Dessau 1941. — (77.) — Auf- Zeichnungen eines Soldaten in Frankreich. Begegnungen mit den Dingen am Rande des Krieges, die man gemeinhin weder in den PK.-Berichten noch in der Wochenschau findet: bie JtiHe Erschütterung im Anblick von Verdun wie im Anblick der Kathedrale von Chartres; (Erinnerung an Dichter und Maler, winzige Erlebnisse mit fremden Kindern ungefallenen Kameraden; Stimmungen am Meer und im Urlauberzuge, Träume vom Frieden und der künftigen Heimkehr. Schlichte, nachdenkliche Prosa, eine Anzahl Gedichte dazwischengestreut. Das Ganze als Bekenntnis des geistigen Menschen im Kriege, der im Alltag der soldatischen Wirklichkeit nach dem Unverlierbaren und Unzerstörbaren sucht. Hw Thyriot ß dtn unbt Ptatn menalen Mailänder Virtuosen Luigi Amodio das Klarinetten-Quintett spielt, dann bestrickt neben der hinreißendei^Ausführung der Musik und dem Gehalt der Werke auch der Zauber der Säle, m deren Raumform und Ornamentik die Mozartsche Musik ihren Widerschein findet. Ganz nahe war man schließlich dem geschichtlichen Mozart, als einige seiner Kammermusikwerke im Palais Pallavicini sogar auf den Instrumenten der damaligen Zeit vor- getragen wurden, ober im Festsaal der National- Bibliothek, wo Mozart einst selber Konzerte seines Gönners von ©mieten dirigierte und jetzt eine unvergleichliche Schau von Dokumenten seines Lebens und Schaffens aufgebaut ist, darunter die Urschrift ten der „Figaro"-Partitur und des „Don Giovanni", die neben vielen anderen Leihgaben mit den eigenen Beständen der Wiener National-Bibliothek zu einer das Klangerlebnis dieser Festtage historisch vertiefenden Schau vereinigt wurden. Johannes Jacobi. Wilhelm Backhaus auf der Wiener Mozartwoche. S IT * S ? fo 7 et Rin p R I "$il L'-foi V23 h» Acht Tage lang steht Wien, die Stadt der deutschen Musik, im Zeichen Mozartscher Klänge. Die mitten ick? Kriege einzigartige Huldigung für einen der deutschesten Musiker hat schon in den ersten drei Tagen eine schier überwältigende Fülle von künstlerischen Ereignissen mit sich gebracht. Allabendlich steht im Mittelpunkt die Staatsoper. Die Sprachen fast ganz Europas mischen sich zu einem schwirrenden Chor mit dem Deutschen und seiner bodenständigen Wienerischen Form. Dielgesichtig sind auch die Eindrücke von der Bühne her. Den Hauptteil liefert die Wiener Staatsoper selbst. Ihre „Entführung aus dem Serail" bekam von bem Dresdner Gastdirigenten Karl Böhm kristallische Klarheit alles Orchestralen. Oskar Fritz Schuh und Wilhelm Reinting formten Bild und Bewegung der Szene und neben den Wiener Solisten feierten die Berliner Kammersängerinnen (Erna Berger und Irma Seilte Triumphe mit ihren glitzernden, makellosen Koloraturstimmen. Mit musikdramatischer Wucht versuchte dann Hans Knappertsbusch dem „Don Giovanni" beizukommen und wurde von den Szenerien Josef Fennekers mit ihrer kühlen Großartigkeit und den schweren, die Dämonie des Geschehens andeutenden Schatten unterstützt. Unter den Sängern dominierte Paul Schäffler als ein zwar weniger dämonischer, aber mit kernigem Bariton singender, beweglicher Don Juan. Mel diskutiert wurde die glanzvolle Gastvorstellung der Münchener Staatsoper, die unter Clemens Krauß' subtil ausfeilender Musikleitung prunkvollste Stimmen und ein von Rochus ©liefe realistisch aufgebautes Venedig ins Treffen führte für die spielerische Rokokokomödie „Kofi f a n t u 11 e". In der Münchner Auftassung unter der Regie Rudolf Hartmanns wurde sie mit schwerer barocker Pracht und innigster Beseelung dargeboten. Die Symphonie-Konzerte stellten zunächst die berühmtesten Hauptwerke Mozarts heraus. Nachdem Böhm mit den Wiener Symphonikern schon bet der Eröffnungsfeier u. a. die strahlende Jupiter- Symphonie gespielt hatte, bezwang Knappertsbusch s Darstellung der berühmten Symphonie in Es=Dur und Q-Moll mit den Wiener Philharmonikern durch die geballte Kraft der Interpretation. Dazwischen entzückte Georg Kulenkampff mit dem eleganten und tief erfühlten Dortraa des Dio- linkonzertes in A-Dur (K. D. 219). In einem kostbaren Rahmen wie kaum eine andere Stadt vermag Wien die Kammermusik zu stellen. Wenn Edwin Fischer als Pianist und zugleich als Dirigent der Wiener Symphoniker eine Serenade im Schloß zu Schönbrunn gibt ober das Strub-Quartett im Pallavicini-Palais einige der sogenannten Haydn- Quartette Mozarts und zusammen mit dem phäno- !>1 h K LunD T< © o f i a 2. Dez. (DNB. Funkspruch.) Dor Sofioter Bezirksgericht begann der Prozeß in einer Spionageaffäre, Deren Mittelpunkt der frühere englische Militärattache in Sofia, Oberst Roß, bildet. 3ir$ ' hUmc IM, G MN chkin ff dienen Bei der bewußten Gestaltung, die das Spiel von Wilhelm Backhaus auszeichnet, steht dem Künstler jeder Darstellungsstil offen. In der Kunst eines Beethoven und Brahms besonders heimisch, findet sich dieser klare Geist doch auch in der Welt Schuberts und Chopins zurecht. Aehnlich ist es mit Mozart. Dies erwies sich bei einem Festabend, den |n^ Ley Backhaus mit dem Stadtorchester der Wiener Sym» {({gnul °he, X)b( 4927D Die Iagd im Dezember. ler (Nachdruck verboten.) L Fortsetzung. M unt ich W >ge uni >st Clb seigert, Zu Ehren des in der Reichshauptstadt weilenden chgarischen Finanzmimsiers iand im Kaiserhof em 1 *ipfang durch den Reichsfinanzminister Graf ^hrverin von Krosigk statt, an dem Reichswirt- stafts-mimster Funk sowie zahlreiche Persönlichkei- in aus Staat, Partei, Wehrmacht und Wirtschaft tiln ahmen. wenn er nachdcnkt." . Michel mußte lächeln. Frauen waren m solchen Dingen bessere Beobachter als Männer. „Und jetzt wollen wir einmal zusammenfassen. Du stellst drei Behauptungen auf. Erstens, Herr Kaspar und Fraulein Barkow haben wider besseres Wissen als Zeugen vor Gericht ausgesagt, Herr Kaspar habe am 11 Mai, dem Unglückstage, bereits um einhalb r Front uzträgn janterie rpfte iin für dir !uz aus1 n gelang Stützung Hatten« i aufzii- des weil Stellung )it durch Ilus^eich rrsayren; tödlichr Der Führer hat dem früheren Direktor der ächsischen Landesbibliothek in Dresden, Professor r.z Martin Bollert, in Würdigung seiner Der- ?nste um das Büchereiwesen die Goethe-Medaille ir Kunst und Wissenschaft verliehen. Zimmer der Chefs nach dem Korridor und nach den Personalräumen Doppeltüren haben. Rur zwischen den beiden Direktorzimmern ist eine einfache Türe." „ f £ x . „Wann Herr Wand von Herrn Kaspar fortgmg, hast du wohl nicht feststellen können?" „Als ich um ein Uhr über den Korridor zum Garderobenraum ging, kam Herr Wand den Gang entlang. Er murmelte vor sich hin und riß dabei an dem Knopf seines Jacketts, was er immer tut, auch nichts." . „Gewiß." Frau Mathilde Eberhardt nickte nachdrücklich. v r , „Ich fahre jetzt aufs Präsidium und suche Herrn Kriminaldirektor Doktor Ball auf. Er ist zuständig. Falls er auf Grund meines Berichtes ein Eingreifen für notwendig hält, wirst du deine Aussaaen ordnungsgemäß zu Protokoll geben. Ich bin bald wieder hier." , , . Michel Crusius stand auf, gab seiner Bärbel einen herzhaften Kuß, drückte der Schwiegermutter die Hand und verschwand eilig. reaung und Verwunderung darüber gezeigt, daß nirgends mehr Unterlagen über die Konstruktionen gefunden wurden, obwohl die Pläne von großer Bedeutung für eure Firma sind." Richtig!" sagte Bärbel strahlend. „Du verstehst es" besser als ich, die Dinge sachlich klarzulegen. Sie lächelte ihn freundlich an. Nun will ich dir und deiner Mutter etwas ans legen." Er wurde sehr ernst und wandte sich an die beiden Frauen. „Was deine Behauptungen zu bedeuten haben, können wir hier nicht entscheiden. Auto sahen, aber nicht erwähnt, daß Ihre Braut auf diesen Punkt noch einmal zu sprechen gekommen ist. Meint sie, daß irgendwelche verborgenen Be- Ziehungen zwischen den beiden bestehen?' „Das weiß ich auch nicht, Herr Kriminaldirektor. „Weiter. Wie kam es in der Verhandlung überhaupt zur Sprache, um welche Zeit Herr Kaspar am 11. Mai das Wert verlassen hat?" „Herr Kaspar war einer der beiden Menschen, die den tödlich verunglückten Ingenieur Wand zuletzt gesehen haben." „Richtig. Aber deswegen brauchte doch der Richter nicht auch die Sekretärin danach zu fragen. Können Sie genau angeben, wie es zur Erörterung dieser Dinge kam?" , Ä , „Jawohl, Herr Kriminaldirektor, Herr Kaspar wurde zuerst über den L"!M'-nd und hio Zuverlässigkeit des angeklagten Werkmeisters Möller befragt und stellte diesem das beste Zeugnis aus." „Er machte dabei keine Einschränkungen?" „Nicht die geringsten", gab Michel zu und stellte innerlich fest, daß dieser Umstand aeeiqnet sei, Kaspar zu entlasten. Falls dieser selbst schuldig war, hätte er kaum soviel Wärme aufgebracht, als er seinen Angestellten zu decken versuchte. Ein wenig verwirrt fuhr Michel fort: „Dann fragte der Vorsitzende der Strafkammer danach, ob Herr Kaspar eine Vermutung über die Ursache des Unglücks habe. Der Zeuge antwortete, es gebe soviel Möglichkeiten, daß er nicht eine einzelne hervorheben könne. Kaspar habe einen neuen Apparat für Sprengungen konstruiert, der mit I Nitroglyzerin arbeite und die Gefahren auf ein ; Minimum herabmindere, die bei der Anwendung dieses Sprengstoffes bestehen. Er verbreitete sich ausführlich über die Eigenart des Nitroglyzerins, schilderte, daß die Flüssigkeit schon bei leichtem Anprall explodiere und nur mit allergrößter Vorsicht zu behandeln sei. Wand habe seit Jahren überlegt, wie man diese Gefahren ausgleichen und Nittogly» zerin zu 'einem Sprengmittel machen könne, das ebenso gefahrlos transportiert und abgefüllt werden könne wie zum Beispiel Dynamit. £)b und in- wieweit Herrn Wand diese Erfindung gelungen fei, wisse er nicht. Herr Wand sei immer sehr schweig- sam und zurückhaltend gewesen und habe nicht gesprochen, bis seine Konstruktionen fertig waren. (Fortsetzung folgt) Sportamf KdF. Schwimmen: jeden Dienstag 20—21 Uhr jeden Freitag 20.30—24.30 21.30—22.30. el cü',: ein« hnb« Gießener Konzertrmg Orchester-Konzert mit Professor Hermann Abendroth. ixplosion in Raum5 Roman von H. C. Hansen hpyrlyht by Prometheus-Verlag Dr.Eldiadter, Gröbenrell b.MOndien er vor. Mchen dnsiA sen trat ) aus. kühnm' Mchn d brnnfl ein. 3m ohl dar d gan« iren. U Gefmi' Eine Stunde später beendete Michel seinen Bericht, den er Kriminaldirektor Dr. Ball in Gegenwart des Kommissars Kammin erstattete. „Ganz ausgezeichnet dargestellt, Herr Crusius. Da Sie nun schon einmal in die Sache hinemgestiegen sind, können Sie gleich hierbleiben." Er wandte sich an Kammin. „Was halten Sie davon?" „Ich halte von jeder Anzeige etwas, die sich auf Tatsachen stützt. Jedenfalls müssen wir der Ange- legenheit nachgehen." „Ganz recht Und nun, Herr Crusius, mochte ich Sie auf einige Lücken aufmerksam machen, die Ihr Bericht aufweist,. und die Sie vielleicht noch durch Antworten auf meine Fragen' ausfüllen können. Erstens: Welckes Motiv schiebt Ihr Fraulem Braut Herrn Kaspar für eine Mordtat zu? Eme Frau ist meistens sehr schnell dabei, eine Verdächtigung handfest zu untermauern." „ „Darüber habe ich mit ihr gar nicht gesprochen Michel machte ein betrübtes Gesicht, sobald er sich bewußt wurde, baß er wie ein blutjunger Anfänger gehandelt und diefe selbstverständliche Frage nicht an Bärbel gestellt hatte. „ Sie brauchen sich keine Dorwurfe zu machen , begütigte Doktor Ball. „Das passiert jedem einmal, zumal wenn er noch nicht lange in der Praxis steckt Nun zweitens: Sie haben uns geschildert, daß Sic auf der Heimfahrt von der Gerichtsverhandlung Herrn Kaspar und Fräulein Barkow zusammen im !it über- ! in Zei- putschen und drl । Werken und P'-l- rtlutW jern", 6er >elle Dom kanntest^ Uch !° ensloerke, hkeit °on Ateü aus net M .en i unW itb immer aber » freu'" inb #«* Sfubeng :tä vs in I'1"*" M """ 1 Vegcs ff«" a " U$rol«- nÄ** Mliot. % Sw hot, Ml l'M 8| Qnni'( )ek tiH lk-eche," ., ,9* ..Wie es weitergegangcn ist, weißt du nicht ..Nein. Durch die geschlossene Ture konnte ch k: Worte nicht mehr verstehen. Die Debatte gmg i er weiter, zuerst leise, vielleicht, weil Herr «o- bfit mahnte, bann wieder jo laut wie vorher. .Lr] Die Sowjets im Iran erweitern die Hafenanlage int Dender Schah am Kaspischen Meer, während i'2 Engländer unter der Geltung von General ühodes den Hafen Dender-Schah pur am Persischen kolf ausbauen. Die französische Regierung hat zwei neue Gesetze l-gen die Juden erlassen. Das eine Gesetz unter- egt den Juden mit Grundstücken zu spekulieren, i 5 andere ordnet an, daß alle Juden in einem be- rnderen Verband zusammengefaßt werden. Fuchsbala ist nun vollwertig, Füchse sind genug vor- Händen, Jagd und Fang lohnen die Mühe. Dazu kommt, daß kaum eine Wildart so viel abwechslungs- reiche Jagd verspricht. Es brauchen ja gar nicht immer eine Mehrzahl von Schützen und eine große Schar von Treibern zu sein. Wer sein Revier und seine Fuchspässe kennt, schießt seine Fuchse viel sicherer mit wenig Flinten und evtl. verlappten, unbesetzten Pässen und einem oder zwei Treibern, die den Fuchs rege machen. Ein anderer zieht das Reizen mit der Hasenklage oder dem Mäusepfeifchen vor und verschafft sich damit erhöhten Jagdgenuß. Dabei ist es gar nicht nötig, auf Schnee zu warten. Ein hungriger Fuchs steht natürlich besser xu, aber auch zu Zeiten offenen Wetters kann Erfolg belieben sein. Der Abschuß am Luderplatz ist bet uns wenig geübt, aber durchaus erfolgversprechend. All diese Methoden waren, ja unseren Vätern viel bekannter und gerieten nur durch das heute verbotene Tellereisen in Vergessenheit. Kleine Stöberhunde können mit bestem Erfolg zur Fuchsjagd ver- wendet werden, während die Hauptzeit der Bauhunde erst im Januar während der Rollzeit beginnt. Neben dem Fuchs sind im Dezember auch unsere edelsten Pelzträger, die M a r b e r , frei, deren Zahl sich unter den Auswirkungen des Reichsjagdgesetzes offensichtlich schon gehoben hat. Auch ihre Jagd kann vielseitig gestaltet werden. Neben dem „Ausneuen kann die Reizjagd zum Erfolge führen. Meist aber wird die Knüppelfalle dem Gelb- ober Weißkehlchen zum Verderben werden. Auch der Stänker Iltis trägt ein begehrtes Rauhwerk. Zum Graben des Dachses ist eb hohe Zeit. Bald bringt die Fähe erledigt werden sollten. Ich ging über den Korri- j bor in mein Zimmer. Die Türe zu ber Barkow stand genau so auf wie am 11. Mai, als ich die Ueberstunden machte. Don dieser Seite aus war von bem Streit aber nichts zu hören, weil bie Das türkische Unterrichtsministerium b-fchloß, in eher Aerzte nach Deutschland und der Schweiz i schicken, wo sie vier Jahre lang ihre Studien cxtsetzen sollen, um bann Lehrstühle an türkischen Imnerfttäten zu erhalten. ♦ Der Beauftragte für außenpolitische Fragen beim krvollmächtigten des Deutschen Reiches in Kopen- : gen, Gesandter v. Kotze, ist dort nach langem duneren Leiden im Alter von 50 Jahren verstorben. Dch einer Trauerfeier in der deutschen St. Petri- Kirche werben die sterblichen Ueberrefte des Der- vrbenen nach Deutschland übergeführt. d. h Syu., «apell, he als 7 ben if lieb' innig« äligron Bebeut beginn n auf. Ml der rchbebi n Pi°,1 hert na. •• Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Der Dachdecker Friedrich Pfeiffer, Schwarüachweg 37 wohnhaft, z. Z. Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im Osten, erhielt für Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz II. Klasse, außerdem das Derwundeten-Abzeichen. ** Hans Albert Schewe, der zur Zeit als Oberspielleiter des Schauspiels in-Memel wirkt und vorher zwei Jahre am Stadttheater in Gießen tätig war, wurde mit Beginn der nächsten Spielzeit vom Generalintendanten Alfred Roller für mehrere Jahre als Spielleiter an die Hamburgische Staatsoper verpflichtet. ♦* Kanarienzüchterverein Gießen. Am vorigen Sonntag führte der hiesige Kanarien- zuchtverein feine diesjährige Prämiierung durch den Preisrichter L. Kreß (Frankfurt a. M.) mit folgendem Ergebnis durch: A. Selbstzuchtklasse 1941: 1. Sieger Heinrich Schmidt, Gießen, 294 Punkte; 2 Peter Reinhardt, Eckelshausen, 279 P.; 3. Hugo Schmidt, Gießen, 192 P. B. Allgemeine Klasse: 1. Johann Gerlach, Silberg, 312 P.; 2. Heinrich Schmidt, Gießen, 303 P.; 3. Hugo Schmidt, Gießen, 300 P.; 4. Karl Becker, Gießen, 285 P. *♦ ©äfte im Lustschutzräum. Es kann geschehen, daß Straßenpassanten bei Fliegeralarm einen ösfentlchen Luftschutzraum nicht mehr erreichen, bevor die Flak schießt oder Bomben fallen. Sie dürfen dann den nächstgelegenen privaten Luft- schutzraum aufsuchen. Die Schutzsuchenden als Gaste aufzunehmen ist selbstverständliche Menschenvflicht. Außerdem macht sich nach § 330 des Strafgesetzbuches jeder strafbar, der „bei Unglücksfall ober gemeiner Gefahr ober Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies nach gesundem Dolksempfinden seine Pflicht ist". So unterrichtet „Die Sirene", die illustrierte Zeitschrift d-s Reichsluftschutzbundes, im neuesten Heft ihre Leser. Aus der Stadl Gießen. Oer Zrontsoldat sieht auf Dich! Dafür, daß die militärischen Entscheidungen, die durch die Gewalt unserer Waffen im Laufe des vergangenen Kriegsiahres getroffen wurden, in ihrer atemraubenden Größe fast an das Wunderbare zu reichen scheinen, gibt es nur eine Erklärung, lieber die Forderung des Pflichtbewußtseins hinaus hat das deutsche Dolk, hat jeder einzelne an seinem Platz getan und geleistet, was in seinen Kräften stand. Der deutsche Mensch, auch wenn der heiße Atem unseres großen Waffenganges ihn noch nicht unmittelbar berührte, hat die Tiefe dieses Kampfes verstanden. Denn dieser Kampf ist nichts anderes als das erbitterte Ringen zweier Welten. Der Idealismus steht in Gestalt des deuten Sozialismus dem Materialismus einer untergruben Welt- orbnung gegenüber. , Ä „Wer bie Welten gestalten will, muß-^rzichten, sie zu genießen", sagt einer unserer Große^Das deutsche Dolk hat in unserem Krieg nichts Mveres getan, als biefe Worte erfüllt. Nicht bie englischen Plutokraten, nicht ber aus jübifcher Inspiration geborene Bolschewismus, fonbern der deutsche Mensch ist es, der fortan das Angesicht des neuen Europa prägen wird. Jetzt ist nicht die Zeit, zu genießen. Opfer und Einsatz und Einsatz und Opfer sind die harten Forderungen unseres Ringens. Gegen unseren deutschen Sozialismus haben die englischen Shylocks und Börsenjobber das Kriegsfeuer über Europa angezündet. Und gerade zu diesem unserem Ideal wollen wir uns Tag für Tag durch immer erneuten Einsatz bekennen und sie mit jedem Opfer ins Genick treffen. Nicht ber Klang des Geldes an sich ist das Entscheidende, sondern das Opfer selbst. Jedes Opfer erinnert uns und bindet uns von neuem an die Gemeinschaft des deutschen Volkes und macht uns stark im Glauben an seine große Sendung. Und dieser Glaube wird den siegreichen Fahnen unserer Soldaten den Weg bereiten. Dor dem Führer und vor aller Welt wollen wir ihn bei jeder Sammlung neu beweisen, auch zum 4. Opfersonntag des Kriegs-WHW. am 7. Dezember! VS-SmelliWsl M Statt önnö Me Auf Einladung des Reichsorganifationsleiters )r. Ley traf der rumänische Arbeitsminister Dr. anulescu zum Besuch ber Deutschen Arbeitsamt unt> zur Information über sozialpolitische nrichtungen in den deutschen Betrieben in Ber- i ein. Mit dem Julmonib beginnt die Winterjagd. Im Dezember, wenn die Felder gangbarer geworden sind und der Hase nach Einkehr ber Ruhe m ber Feldflur wieder mehr auf dem Acker als im Holz liegt, ist die Zeit der Feldtreiben gekommen. Das Ergebnis der seitherigen Jagden auf den Hasen ist sehr mäßig. Der Wiederausstieg hat zur Daraus- setzung, daß noch ein dafür ausreichender Besatz vorhanden ist. Große Treiben, nicht nur Kessel, sondern auch Stanbtreiben, und Liegenlassen von Teilen des Reviers, dazu sichere Schützen, die nur auf waidmännische Entfernungen schießen, sind alterprobte Rezepte für schlechte Jahre. Dann bleibt meist noch genug Wild liegen ober ergreift gesund das Hasenvanier. Wenn bann, wenn es nötig wird, noch eine Winterfütterung einfetzt, dann hat der Jäger getan, was er tun kann. Im Schalenwildrevier ist der Abschuß in vollem Gang. Unter unseren einheimischen Verhältnissen gilt er vor allem dem roeibticben Rehwild. Auch hier ist es gut, wenn er alsbald zu Ende geführt wird. Im Hochwildrevier find bie Wildjagden im Gange. Sauen stehen in der Raufchzeit. Ihre Jagd wird sehr erleichtert werden, wenn Schneefall einsetzt. Dann ist regelmäßiges Kreisen Pflicht in allen Revieren, in denen im Sommer und im Herbst Schwarzwild zu Schaden ging und, durch die äußeren Verhältnisse begünstigt, den Bemühungen ber Jäger meist spottete. Auf eine „Neue" wartet auch ber Raubw i l b - jager. Denn sie verrät ihm, wo ber Fuchs schnürte, ber Marber holzte ober ber Iltis sich steckte Der sichert, und so schwoll ber Beifall in hohem Maße an, als der Komponist (in Feldgrau) sich zeigte. Beethovens einziges Violinkonzert wurde zu einer Offenbarung durch bie Art, wie mir es hören konnten. Was an Werten allein in dem Orchesterpart liegt, das lieh H. Abendroth mit einer inneren Weitung und Eindringlichkeit bem Hörer bewußt werben, bie ihn innerlich ergreifen mußte. Dazu führte Guila Bustabo ben Solopart so durch, wie wir ihn in Gießen noch nicht gehört haben. Es erscheint nicht zu hoch gegriffen, wenn man hier mit Berechtigung von einem geigerischen Genie, ja von einem Phänomen spricht. Eine höchste technische Dollenbung wirb hier das Ausdrucksmittel einer Einfühlungsgabe, bie selbst bie unbeachtetste Note nicht nur als organisches Glied erfaßt, sondern sie auch wirklich so erleben läßt: ein Durchfühlen aus dem Geiste der Musik heraus, wie man es nur sehr selten antrifft. Eine Nachgiebigkeit in der Modulation des Tones, die man kaum anders als seelenvoll bezeichnen kann. Was die Geigerin als solche zu geben hat, dafür zeugten die Kadenzen, zumal im ersten Satz mit der imitatorischen Verknüpfung des Gesangthemas; ein aeigerisch-musi- kalisches Erlebnis. Wie aber Begleitkörper und Solostimme sich ineinander fügten in ber Eingliederung als Organismus, wie etwa das Larghetto sich ausspannte in entrückter Klanglichkeit und tiefstem Erfühlen, das war ein Akt höchster Weihe. Endlos war der Beifallssturm der ergriffenen Hörer. Zum Schluß bie lebensfreudige Symphonie in F-dur op. 9 des aus der Höhe seines Schaffens durch ein tückisches Lungenleiden im Alter von kaum 36 Jahren herausgerissenen Hermann Götz (1840—1876). Die Frische des Kopfsatzes mit seinem lebensbejahenden Cellothema war im ständigen Aufblühen bis zur grandios gesteigerten Coda. Das Intermezzo wurde bildhaft plastisch als das romantische Erleben einer Sonntagswanderung mit Wal- desrauschen und Orgelklang. Im Adagio mit seinem Ringen und Aufwallen wurde das persönliche Bekennen des Schaffenden im Kampfe mit Jeinem Schicksal wach; im Finale ein drängendes Stürmen, ein schwelgendes klangseliges Sich-Ergehen. Ein Durchleben des Ganzen im besten musikantischen Sinne, ein Einsetzen der Ausdruckskräfte des Orchesters, bis zum Letzten plastisch und klangschön. Der Dank des Hauses erhob sich zu höchsten Aus- maßen. Dr. Hermann Hering. Welche unübersehbare Bedeutung die Persönlichkeit des Dirigenten besitzt, um die geistige Brücke zwischen Werk und Ausführenden zum Hörer hin zu schlagen, das bestätigte aufs Ueberzeugendste das Konzert des Rhein-Mainischen Landes- Orchesters unter Prof. Hermann Abendroth. Das konnte diesmal um so stärker in Erscheinung treten, als er gerade zwei hier noch nicht bekannte Werke vermittelte, eine Erstaufführung von Albert L u i g und ein in der Ueberfülle des musikalischen Betriebes zu Unrecht oft übersehenes, ja fast vergeh jenes Werk. Die erste Suite für großes Orchester op. 51 von Albert Luig steht ganz und gar auf modernem Boden; in den Mitteln der Ausführung zieht es das vollbesetzte Orchester heran, in der Gestaltung aber geht Luig seine eigenen Wege. „Erinnerungen an eine Winterreife", so bezeichnet sein Untertitel den Geschehenskreis des Werkes, es sind BildWmit stärkstem Eindrinaen erschaut und erfühlt, ausschwingend .zu tiefer Ausbreitung des Impulses. Das grundlegende Element des Erlebens, besonders aber der Darstellung, ist hier der Rhythmus, nicht in bizarrer Exponiertheit, sondern als die Basis, aus der das Melodische erblüht. Nicht immer sind seine Motive und Themen leicht eingängig, aber eins zeichnet sie aus: sie sind einem eind ringenden Erleben erwachsen voll drängendem Ausdruckswillen, nicht allein gekonnt, nein, gemußt. Diese Gesühlsemanationen stufen sich in allen Graden ab vom sensibelsten klanglichen Hauch bis zu monumentaler Ekstase; in gewähltester Klangfarbe, nicht intellektuell konstruiert, sondern aus einer unmittelbaren Klangsinnlichkeit heraus geboren; oft geradezu überraschende Werte, die aus dem Orchester aufflingen. Die Gruppe der Bilder, als Ganzes genommen, läßt im einzelnen erahnen, wo es sich um ein ad schildernd es Naturerleben handelt ober wo persönliche Momente ausstrahlen, wie in dem Moderato con moto oder der schwindende rhythmische Impuls im Presto. Sublimierte Klänge im Adagio, und im Allegro molto das Ganze zum Schluß zu größter Steigerung führend. Es liegt in dieser Musik von Albert Luig ein urgesunder Kern, trotz der bisweilen eigenartigen Klanglicbkeit; man hatte die Ueberzeugung, daß hier jemand etwas Besonderes aus einer urtümlichen Kraft heraus zu verkünden hatte. Durch die Wiedergabe unter Prof. Hermann Ab enLiroth wurden allerdings auch die günstigsten Bedingungen für das Erleben des Werkes ge- hitreibt Heinrich aus Trotz die Trennung ber eng- Kchen Kirche von der päpstlichen Macht, und auf ber »rsuchten Ausdeutung dieser Tat beruht Rehbergs Lchauspiel, das den historischen Vorgängen ziemlich gmau folgt. Wenn es ihm auch nicht darum geht, I'dividualpsychologie zu treiben, sondern die Fol- «n dieser Handlung aufzuzeigen, so überwuchert dlnnoch angesichts der beiden Titelhelden — des sirnlichen und egoistischen Königs und der frivolen iitb rücksichtslosen Anna — das Liebesdrama die pklitilche Wirkung. Es bleibt mit dem Schlußwort 1X3 Königs nach Annas Hinrichtung: „Wen hat sie giliebt?" ja auch nur die Frage des Liebhabers, nicht bie nach ber politischen Tat. Trotzbem bleibt des Schauspiel bedeutend, soweit es die Entwicklung und den tragischen Ausgang des Liebeshandels in meisterhaften Szenen zum Vorwurf hat. Reh- btrgs Sprache weiß Lichter aufzusetzen oder Dunkel 38 geben, und man spürt den Mann des Theaters, d«r in vielen historischen Dramen bewiesen hat, daß d bie Dinge an der Wurzel ersaßt und mehr ist als eh geschickter Bühnenroutinier. Ludwig Beil. Kleine politische Nachrichten. Die Reichsuniversität und die Deutsche Techni- d-e Hochschule in Prag, sowie die Deutsche Tech- lsche Hochschule in Brünn, an denen feit ihrer Übernahme in bie unmittelbare Reichsverwaltung 8ich ben gleichen Stubien- und Dorlesungsplänen re an allen deutschen Hochschulen gelehrt wird, khren ben Lehr- und Forschungsbetrieb im vollen tmfange durch. Es ist Vorsorge getroffen roorben, - h jeder Student und jede Studentin in Prag ler Brünn eine geeignete Wohnung findet. „lieber was sie alles gesprochen ober, besser geegt, gestritten haben, weiß ich nicht. Aber es war tron höchst merkwürdig, daß Herr Wand über- hcupt laut wurde. Ich bin letzt fünf Jahre im faufe und habe noch nie gehört, daß Herr Wand erregt gewe|en wäre. Das sagen die anderen auch a. e, die ihn noch viel länger kannten. Ich war bet fcrrn Kobelt zum Diktat, als der Krach begann, las muß um zwölf Uhr gewesen sein. Herr Kooelt unterbrach das Diktat für wenige Augenblicke, bt rchte neugierig auf und diktierte dann weiter. Eobalb er mit dem einen Brief zu Ende war, ließ mich sitzen und machte die Türe auf, um ZU fcrrn Kaspar ins Zimmer zu gehen. Ich satz bim Rücken zur Türe und wollte mich nicht um» Men, um nicht neugierig zu erscheinen. Aber gr- biTt habe ich ganz deutlich, daß $crr ®a'?ar J1!1! toter Stimme erklärte, nicht Herr Wand allem Qm --------- bilde über bie Erfindung zu verfugen, sondern ote ,. , u- ba9 $QU5 verlassen, wahrend er erft um fama, und bas seien alle drei Inhaber Daraus ^jnhalb sieben gegangen ist. Zweitens, Zwischen bem crie Herr Wcmb, ich sage ausdrücklich, er schne, ^dUch verunglückten Erfinder, Herrn Wand, und Tsil man es nicht anders bezeichnen kann, in &em anderen Mitinhaber der Firma, Herrn Kaspar, bi-lem besonderen Falle müsse er sich ferne Ent- e9 am ersten ober zweiten Samstag nach Ostern ’dnüHe vorbehalten. Sprengungen mit bem neuen einer heftigen Auseinandersetzung gekommen. Moparat könne auf absehbare Zeit nur er selbst! «Aemerkenswert daran ist, daß Herr Wand im r.sführen, später vielleicht noch Leute die er oe- @ n|at^ feinem sonstigen Verhalten sehr erregt lonbers ausbilde Er habe bas Gefahrenmomeirt (mu»be Drittens, Herr Kaspar hat eigenartigerweise, iir Nitroglyzerin auf ein Minimum vermindert, bqe|ef)en DOn der falschen Zeitangabe, kerne Er- ther er bülhe nicht, baß der Apparat für ben all» » -------------- bafc Jimeinen Gebrauch freigegeben werde. „Daran erinnerst bu dich so genau. „Jawohl, weil ich es genau gehört habe. 3d) bntte bis jetzt nicht davon erzählt, weil ich Z r-manbem über vertrauliche Dinge aus der ftirma Die weithin bekannte deutsche Heilstätte in Davos, r bereits vielen Lungenkranken Heilung gebracht et, beging bas Fest des 40jährigen Bestehens. ♦ Der Führer hat dem Direktor ber Deutschen tzchiff. und Maschinenbau AG. in Bremen, Prof. r. Gustav Bauer aus Anlaß seines 70. Geburts- qes den Adlerschild des Deutschen Reiches mit der ibmung „dem großen deutschen Schifssmaschinen- fctier" verliehen. nach einer Viertelstunde kam Herr Kabelt heraus, Sollten le aber wirklich einen -"sten tzmtergrund war sehr erregt, wischte sich mit dem Taschentuch besigen, so ernst, wie du, Bärbel, es vermut^, dann über die Stirn und schickte mich wetz, ahne die muh unbedingt darüber geschwiegen werden, ^zu anderen Briese zu diktieren, die ursprünglich nach > sedermann, auch zu Vater und Kurt Verstanden^ erlediat werden sollten. Ich ging über den Korri. i „Ial" Bärbel war ganz willig. „Mutter, du sagst Am S.Oezember allgemeine Viehzählung schlafen. In tiefer Trauer: MW» Königsberg, Gießen-Wieseck. 04049 esst H* unA reichen neuzeltliohen Ausführungen sowie Papieren billigst d e BrDhl’sche Druckerei Schulslr. 7, Ruf 2251 Unser lieber, unvergeßlicher Vater, Schwiegervater und Großvater Wilhelm Muller, Univ.-Amtsgehilfea D. ist heute im Alter von 75 Jahren sanft ent- VornehmI Geschmackvoll i Persönlich I Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache THEATER der Universitätsstadt Gießen Derdunkelungszeil 2.12. von 17.10 bis 9.09 Uhr. Wolfstraße 31 Tanzschule Bäulke Fernruf 8835. 4877 D Größeres Gelände für g ew erbliche Zwecke in Stadtnahe zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unt. 4926D an den Gießener Anzeiger. Suche Stelle als Verkäuferin evtl. zurAushilfe oder Mithilfe im Geschäft. Schriftl. Angob. unter 04055 mn den Gieß. Anz. Hausmädchen Hausbursche I für sofort ges. Hotel Print Carl Karl Müller,Verw.-Oberinsp.,u.Frau Gerhard Busch und Frau Albert Nees und Frau und 5 Enkelkinder. Gießen (Bismarckstraße 22), den SO.Nov. 1941. Die Beisetzung findet in der Stille statt. 04050 Kaufe HerrcDarmüandsihr sowie wenig getragene (tasporischiilie Gr. 42. Eilangebote unt? 04062 an den Gießen. Anzeig. Bild möglichst Oelge- mälüe, sowie Teppich z. kaufen gesucht. Nähere Angaben und Preis unter 4924Da. d.G.A. Kaufe Schneider- Knopfloch-Nähmaschine neu od. gebraucht. Schriftl. Angeb. unt. 04063 an den Gießen. Anzeig. Perlenkette amSeltersw.od. im Glorie-Palast verloren. Abzugeb. gegen gute Belohnung Schulstraße 11. MfkMe schwarz, mitAus- weisen und Lebensmittelkarten Samstag nachmittag Kaiserallee Nähe Persiluhr verloren. Geg. Belohnung abzugeben 04053 Kaiserallee 39 I bei Deventer. Der gute Jnngs Hustentee ab 65 Pfennig Spitzwegerichsan gr.Fl. 2.-Bl. Die guten Helfer für Sie! Kräuterhausmittel im Kräuterhaus Jungg Gießen, in der Mäusburg z Allen Bekannten, Freunden und Verwandten die traurige Nachricht, daß der Herr über Leben und Tod unsere liebe Liesel im Alter von 6 Jahren heimgerufen hat. In tiefer Trauer: Emst Block und Frau Ottilie, geb. Pauly Familie Eduard Pauly Familie Heinrich Block Langsdorf, Bettenhausen, 2. Dezember 1041. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 4. Dezember, nachmittags 3 Uhr statt. __ 4929D Eine besondere Beachtung bedarf der Jagdschutz. Es ist eine alte Erfahrung, daß zu Kriegszeiten die Wilderei aus verschiedenen Gründen zuzunehmen pflegt. Davon macht auch dieser Krieg keine Ausnähme. Zu Zeiten von Wintersnot find diese zweibeinigen Räuber besonders gefährlich. Bor allem die üble Gilde der Schlingensteller stellt eine besondere Gefahr für ein Revier dar. Bei Schnee bedürfen auch die Garten zäune am Dorfrand einer Ueberwachung auf laulhose Würger. Wer seine Hasen draußen füttert, hindert sie am Besuch gefährlicher Gärten mit Grünkohl usw., aber auch lebensgefährlichen Zaunlücken! Dieser Kampf gegen das Wilde re rtum ist gerade jetzt erst recht am Platze, wo das Wild als Ernäh- runysreserve des Volkes, so wie es von der Jägerschaft immer betrachtet und gehegt worden ist, eingesetzt wird. Die Abgaben von Wild aller Art an den Wildhandel und seine Verteilung auf die Großstädte unterstreichen die Bedeutung, die dem Wild in der Ernährungswirtschaft zukommt. Huberfus. Harnsäure fm Übermaß, Gicht, Rheuma, Magen-, Darmkatarrh, sowie Arterienverkalkung, Saures Brennen, Gallen- u. Nierensteine sind Zeichen schlechter Magenpflege. Mit Sal digestivus Nattermann bereitet man sich ein Heilwasser, das übermäßige Harnsäure ausschwemmt, das Blut u# die Säfte reinigt u. den Magen richtig pflegt. Die wohltuende Wirkung ist bald festgestellt G1a$:1.25 RM in Apoth-u.Drog. Wollene Kinder-zauil- Sandschuhe (grau mit blau) auf dem Wege 0. 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Der Redner wies an Hand verschiedener Beispiele nach, daß die Arbeitsstudien nach Refa nicht etwa nur in Industriebetrieben anzuwenden sind, sondern auch Handels-, Büro- und Verwaltungsbetriebe in Bezug auf rationellste Arbeitsweise durchleuchtet werden können. Der Erfolg wird auch hier verblüffend sein und Leistungssteigerungen von ungeahnter Höhe sind durchaus keine Seltenheit. Richtige Menschenführung unter bewußtem Eingehen auf rassische und persönliche Eigenarten des lebendigen Gliedes der Leistungsgemeinschaft des Betriebes ist eine der ersten Voraussetzungen für erfolgreiche Refa-Arbeit. Hierdurch werden ungeahnte Leistungsreserven geweckt, denn Refa steht in erster Linie den Menschen, diesem nachgeordnet erst die betriebliche Sachwelt. In einem Schlußwort dankte der Kreisberufswal- ter dem Redner für seine lebendigen, von umfangreichen praktischen Erfahrungen zeugenden Ausführungen und unterstrich diese mit dem Hinweis, den Menschen auch im Betrieb immer in den Mittelpunkt aller Betrachtungen zu stellen. Mit dem Gruß an den Führer wurde der zweite Vortrag der Vortragsreihe geschlossen. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. O Laubach, 1. Dez. Als vierte Veranstaltung im Rahmen der LaubacherKun st gemeinde, zugleich mit dem 8. Jahrestag der NSG. „Kraft durch Freude", fand ein Kammerkonzert statt, zu dem sich die Mitglieder des Städtischen Orchesters | in Gießen Luise Schmidt-Frank (Harfe), Konzertmeister Franz Kerzisnik (Violine) und Paul Kirschmann (Flöte) zusammengetan hatten. Die Vortragsfolge brachte alte Meister des 18. Jahr- hunderts. Zu den wenigen Originalwerten für Harfe im Zusammenspiel mit anderen Soloinstrumenten, die dem Geschmackswandel der Jahrhunderte standhielten, gehört die eingangs gespielte Sonate F-dur für Flöte und Harfe von Joh. Baptist Krumpholtz, ein dreisätziges Werk, dessen Thematik den Einfluß Haydns verrät und das zugleich die spielerische Grazie Mozarts vorausahnen läßt. Paul Kirschmann gab die Sonate mit biegsamem Ton, dem sich die feinsinnige Dynamik des Harfenspiels von Luise Schmidt-Frank einfühlsam beimischte, wieder. In drei kleinen Solostücken von Phil. Em. Bach, Mozart und einem unbekannten Meister konnte die Harfenistin ihre gereifte Technik und Vortragskunst zeigen. Auch Ludwigs Spohrs Sonate für Harfe und Violine bietet den Spielern reizvolle Aufgaben, die Konzertmeister Kerzisnik in großlinigem Zusammenspiel mit Luise Schmidt-Frank mit viel Geschmack und sicherem Stilempfinden löste. Zum Abschluß hörte man ein Trio für Harfe, Violine und Flöte von Carl Stamitz, dessen Wiedergabe von tiefem Verständnis für die stille Größe des Werkes, dem sich die Ausführenden selbstlos unterordneten, zeugte. Die Darbietungen wurden mit großem In- terefse ausgenommen, so daß sich die Künstler zu Zugaben verstehen mußten. Schweinemarkt in Hungen. * Hungen, 1. Dez. Der heutige Schweinemarkt war mt 100 Ferkeln beschickt. Man bezahlte für Ferkel bis zu 8 Wochen alt 10 bis 12 RM., 8 bis 12 Wochen alte 14 bis 16 RM., 13 Wochen und ältere Tiere 16 bis 20 RM. das Stück. Bei gutem Geschäftsgang wurde der Auftrieb geräumt. Schweinemarkt in Alsfeld. A Alsfeld, 1. Dezember. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 70 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 20 bis 25 RM., 8 bis 10 Wochen alte 25 bis 30 RM. das Stück. Der Handel verlief flott, der Markt wurde ausverkauft. Schweinemarkl in Duhbach. Butzbach, 2. Dezember. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 151 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten 6 Wochen alte Ferkel 20 bis 22 RM., 6 bis 8 Wochen alte 22 bis 25 RM., 7 bis 8 Wochen alte 25 bis 28 RM., 8 bis 10 Wochen alte 28 bis 30 RM. das Stück. Der Markt wurde geräumt Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der ' Schriftleitung.) D. R., Gießen. Ob die Hinterbliebenen verpflichtet sind, die fraglichen Verträge fortzusetzen, oder ob sie ein Recht auf vorzeitige Kündigung haben, läßt sich ohne Kenntnis der Bedingungen, die Gegenstand der Verträge geworden sind, nicht entscheiden. Falls Ihnen diese Bedingungen im einzelnen nicht bekannt sind, empfehlen mir Ihnen eine Nachfrage bei den betreffenden Unternehmungen. Sie werden dann schon die gewünschte Auskunft erhalten. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach» mittags geschlossen. W ohnungstausch Aachen-Gielen. 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Dezember, 15 Uhr, in Reiskirchen stattfinden. 4e32D Entlauben Foxt.-Hündin, schwarziveiß,Name „Bully", gea. Belohnung ob» zugeben.VorAn- kauf wird gewarnt. 4833D Wilh. Sommeriad, Großen-Iiinden. Kaufgesuche | WIMMM Tm. Pelzwesle z. kaufen gesucht. CngellNotbeke Gießen, Fernsvr. 2676. hängt ja ebenfalls weitgehend von der viehwirt- schaftlichen Entwicklung ab. Damit ergibt sich für die Viehbesitzer aller Gruppen eine große Verantwortung, denn von der Genauigkeit der Ausfüllung der Fragebogen hängen Vorgänge ab, die nicht nur den einzelnen Betrieb, sondern das ganze Volk betreffen. Die Agrarführung kann keine weitblickenden Dispositionen treffen, wenn ihr nicht durch die Mitarbeit jedes einzelnen das notwendige Werkzeug in die Hand gegeben wird. Vor allem muß ein Fehler, der in vergangenen Jahren immer wieder gemacht wurde, vermieden werden. Es genügt nicht, daß der Viehhalter nur die Zahl des gehaltenen Viehes angibt, es müssen auch die Angaben über die Altersklassen innnerhalb der einzelnen Vieharten sorgfältig gemacht werden. Nur bei genauer Erfüllung dieser Forderung sind richtige Voranschläge für die Futtermitteloersorgung der Betriebe und für die Schlachtoiehanlieferung möglich. Was aber von einer genauen Organisation dieser beiden Aufgaben abhängt, darüber werden sich sowohl die Viehhalter als auch die ehrenamtlichen Zähler klar sein. Die morgige Viehzählung muß daher alle vorherigen Zählungen an Genauigkeit und Sorgfalt übertreffen! schon wieder Junge, und damit setzt auch die Schonzeit ein. Dom einheimischen Federwild muß dem Rebhuhn die ganze Sorge des Hegers gelten, wenn er hofft, seine Hühnerjagd wieder heben zu können. Der Fasan dagegen kann noch besagt werden, während Wintersütteruna gleichzeitig betrieben wer- den muß. Auch sein Besatz verdient eine pflegliche Behandlung und überlegte Bejagung, um auf der vorhandenen Grundlage wieder aufbauen zu können. Die letzten beiden Winter und die infolge des Krieges erschwerte Winterfütterung wirken sich noch aus. Auch unsere Enten versprechen erfolgreichen Jagdgang, erst recht, wenn einmal der Frost Teiche Am 3. Dezember wird die übliche allgemeine Viehzählung -im gesamten Großdeutschen Reich unter Einschluß der eingegliederten Ostgebiete durchgeführt. Gerade während des Krieges ist die genaue Durchführung dieser großen Diehbestandsausnahme von größter wirtschaftlicher Bedeutung. Es ist daher Pflicht aller Viehhalter genaue Angaben über ihre Viehbestände zu machen. Die Diehzähler sind verpflichtet, die Ställe und Gebäude, in denen Vieh gehalten werden kann, zu betreten und die Viehbestände persönlich nachzuzählen. Diq Angaben der Viehhalter werden von Beauftragten der Ernährungsämter stichprobenweise kontrolliert werden. Diehhalter, denen hierbei nachgewiesen wird, daß sie wissentlich falsche Angaben über ihre Viehbestände gemacht haben, werden auf Grund des Gesetzes über Viehzählung vom 31.10.1938 streng bestraft. Die Angaben, die durch diese Zählung gewonnen werden, sind maßgebend für künftige Gestaltung und Ausrichtung der Schlachtvieherzeugung und der Fleischversorgung des Volkes, sie bilden die Ghtnd- lage für die zukünftige Futtermittelpolitik, firto also insgesamt gesehen entscheidend für die künftige Er- nährungswirtschaft; die Milch- und Fettoersorgung Tanj -'Tlnterricßt Mittwoch, den 8. Dezember, 20 Uhr, beginnt ein Kursus für Fortgeschrittene Gefällige Anmeldungen erbeten. und viele Strecken fließenden Wassers in seinen Bann schlagen sollte. Wer dann offene Stellen an Fluß oder Bach in seinem Revier hat, wird manchen Grünhals an den Galgen hängen können. Schnepfen können vereinzelt auf dem Durchzug noch vorkommen, Ringeltauben sind meist fortgezogen, da sie keinerlei Mast zurückhielt. Eher tst dagegen mit dem Vorkommen von G ä n- sen zu rechnen, wenn auch ihre Jagd unter unseren Verhältnissen nicht leicht ist. Neben der Jagd kommt der Wildhege zu Beginn des Winters eine besondere Bedeutung zu. Der vorletzte schwere und der letzte auch nicht (eichte Winter haben unserem Wild erhebliche Verluste gebracht, an deren Folgen vor allem die Niederjagd heute noch leidet. Es ist auch Tatsache, daß eine ganze Anzahl von Revieren damals vollkommen überrascht wurde, weil, verwöhnt durch milde Winter, keinerlei oorausschauende Maßnahmen für den Notfall getroffen waren. Sie hinkten dann nach und erreichten ihr Ziel nicht mehr. Und dazu kommt noch, daß die Kriegsverhältnisse mancherlei Erschwernisse mit sich bringen. Futtermittel, wie 3. B. Mais ober Hafer, die man früher jederzeit kaufen konnte, sind für Wildfütterung nicht zu haben, mit Kartoffeln ist es ähnlich, Mast fehlt auch und schließ- lich darf die Transportfrage nicht vergessen werden. Für Hochwildreviere sind Roßkastanien, wie sie die Schulen gesammelt haben, ausdrücklich als Wild- fixttermittel freigegeben. In manchen Revieren, wo Kastanien dem Wilde frei zugänglich sind (Alleebäume), nimmt auch das Rehwild sie gern und leicht an. In anderen macht es z. T. Schwierigkeiten. Auch sonst muß der Jäger, vor allem wenn er nicht aus eigener Wirtschaft irgendwelche Futtermittel, wie z. B. Rüben, Heu, Grummet, Haferstroh u. ä. besitzt, darauf bedacht fein, das auszunutzen, was ihm dis Natur draußen bietet. Wo Heidekraut wächst, ?stbt es wenig Not, wenn der Mensch beim Freiegen dem Wild behilflich ist. Weichhölzer sind eine gern genommene und auch bekömmliche Aesung. Das Abfallholz von Obstbäumen ist beim Hasen besonders beliebt. Wer einen WiDacker während des Sommers pflegte, wird nun den Nutzen haben. Alle «Gemüseabfälle aus dem Haushalt können zur Fütterung von Hafen und Federwild verwendet werden. Für Huhn und Fasan sollten die Fütterungen in Ordnung und bereits etwas beschickt sein. Wer vorsorgte, schüttet nun Hinterkorn oder auch Heublu- men, die in jeder Scheune, auf jedem Heuboden leicht zu haben sind. Sie sind für eine richtige Hüh- nerfutterung unentbehrlich. Dienstag, 2. Dezember 19—21.30 Uhr «sesD 14. Dienstagmiete u. Halbmiete B NORA Schauspiel von Henrik Ibsen. Preise von 0.60 bis 8.10 RM. Sil im Sfatoav* . Arbeitsstudien als Voraussetzung für Leistungssteigerung. In der von der Deutschen Arbeitsfront, Kreis- maltung Wetterau, Hauptstelle für Berufserziehung und Betriebsführung, veranstalteten Vortragsreihe für Betriebsführer und betriebliche Unterführer sprach am Freitag im Großen Hörsaal der Universität Oberingenieur Keller, Frankfurt a. M., vor über 390 Betriebsführern und Unterführern über das Thema „Betriebliche Leistungssteigerung — Sinn und Zweck des Refa". Nach der Begrüßung durch den Kreisberufswalter der DAF., Pg. Müller, fetzte Pg. Keller ausführlich das Refa-Gedankengut auseinander und bewies durch feine Ausführungen, daß bei richtiger praktischer Verwertung dieses Gedankengutes außerordentliche Leistungssteigerungen zu erzielen sind, die, was das Wesentliche ist, nicht etwa auf Kosten l-2-Io.Litiei wagen od. stärkerer um» baufälliger Perfonemvagen zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04054 an den Gieß. Anz. Skihose Größe 42/44, Skistiefel Gr.39 u. 36/37, sowie Skier mit Bindung u. Stöcken für 12i. Zung.z.kauf.ges. ^chr. Ang. unt. 4889Oa.d.G.A. | Verkäufe Gute Milch- und Fahrkuh 2. mal gekalbt, in Dillingen, Bahnhofstr. 73, zu verkauf, 49220 Trächtiges, schwarzweißes Rind gefahren, verk. 21. Sinbt, A Sickerts- “ Hausen 31. $ Schöne m.zirk.!2WachS- figur.t München. Kunst) zu verk. Leillgesterner Weg 18. 04051 | Verschiedenes| ■Hanen alle lästig. Haare Leberflecken Pickel, Sommer- ivrosf. uiw. entf u Gar kür immer Frau B. 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