von einzelnen Nummern infolge höherer Annahme von Arneiaeir für die Mittaasnummer bis 8'/, Uhr desBormittagS Anzeiaen-Pretie: Anzeigenteil 7 Rvr le mm bei 22 mm Zellenbreire. Tertterl 50 Rvr. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nackläste: Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Mengen'tanel B Platzoorfchnft (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mehr Nernivreckanschluk 2251 Druck und Verlag: Po?tsckeck 1168^'s>rant^M. vrühlsche UniverfMrdruSereiL Lauge iUtAIIAitiW 11 HAAtAAil K MLMlM ANjeMk General-Anzeiger für Oberhessen *’ssssss- unter Sie Luftwaffe im Osten wieder sehr erfolgreich zwanzig Minuten! Dieses schnelle Sinken eines iber 30 000 Tonnen großen Schiffes war nicht nuiden deutschen Fachleuten ein Rätsel, denn saft all bis m »er -ch tenwechsels wurde von Washington nur benutzt, inzwischen aufzurüsten. Die deutsche Version i dahin, daß die „Lusitania" Explosivstoffe mit geführt hätte, was von Washington aus beftrii wurde. Aber im Senat ariff der Senator Las nes Herold". Er berichtet seinem Blatt aus Te- leran, daß die britische Militärmission in der Sow- Itunion völlig ohne jede Verbindung 1 i t den sowjetischen Militärbehör- e n und nicht in der Lage sei, irgendwelche In- rmationeu zu erhalten. Weiter berichtet Loderer, durch die Auffindung und Untersuchung des Wracks bestätigt worden. Sogar die Briten bejahten kaum verklausuliert die Frage, ob das Schiff Munition an Bord gehabt hätte, denn der Londoner „Board of Trade Court of Inquiry" unter Vorsitz des Lord Merfey berichtete: „Die Ladung war allgemeine Ladung gewöhnlicher Art, aber ein Teil bestand aus einer Anzahl von Kartuschen (etwa 5000). Diese Munition war in den Schiffspapieren angegeben." Aber was nicht angegeben war, ist ja durch die Aussagen des Neuyorker Hafendirektors der Oeffentlichkeit enthüllt worden. Die Nachwirkung des „Lusitania"-Falles war so groß, daß die US.-amerikanische Regierung gerade deshalb im jetzigen Kriege das N e u t r a l i t ä t s - dahin im U-Bootkrieg von einem Torpedo geti fse- nen Dampfer, selbst die von weit geringerer Giße, hatten sich solange schwimmend gehalten, daß für das ruhige Bemannen der Rettungsboote hicei- N e u y o r k, 1. November. (DNB. Funkspruch.) Ein die zunehmenden Verfallserscheinungen und las beginnende Chaos bei den Som« Torpedolreffer schwer beschädigt. 3m Atlantik versenkten Fernkampfflugzeuge nordwestlich von Cadiz ein Handelsschiff von 2000 BRT. Ein weiterer Frachter wurde durch Bombenwurf beschädigt. Flugzeuge, die zu bewaffneter S e e- aufklarung eingesetzt waren, bombardierten in der letzten Nacht Häfen an der bri tischen O sinn d Südwestküste. Der Feind flog nicht in das Reichsgebiet ein. 48 km lange Eowjetfeldstellung durchbrochen. befunden hatten, setzte ein umfangreicher Noten ieg zwischen Berlin und Washington ein, wobei Washington alle deutschen Argumente beiseitefchob. Eintritt Nordamerikas in den Krieg wurde 1 den „Lusitania"-Fall vorbereitet, die Zeit des Oer Wehrmachtberichi. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 31. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Von deutschen und rumänischen Truppen scharf verfolgt, ist der Feind auf der Krim in voller Flucht. Damit haben die laugen und schweren Durchbruchskämpfe ihre Krönung gefunden, mit denen die Infanteriedivisionen der Armee des Generals der Infanterie o o n 2H a ti- ff ein im Verein mit dem Fliegerkorps des Generalleutnants pflugbeit die schmalen Landzungen bezwungen haben, die zu der Halbinsel führen. Auch im Douezbecken fehlen die deutschen und verbündeten Truppen die Verfolgung des geschlagenen Feindes erfolgreich fort An der Einschließungsfront von Leningrad wurden mehrere Ausbruchsversuche des Gegners abgewiesen. Schwere Batterien des Heeres bekämpften kriegswichtige Ziele in Leningrad mit beobachteter Wirkung. An der übrigen Ostfront sind die Operationen im weiteren Fortfchreiten. Im Schwarzmeergeblel bombardierten Kampffliegerverbände die Hafenanlagen von E u p a- t o r i a und Kertsch und versenkten in diesen Gewässern fünf Frachter mit zusammen 13 000 DRT. Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt versenkten Unterseeboote sechs feindliche Handelsschiffe mit zusammen 27 000 VRT., einen Zerstörer und zwei Bewacher. Lin britisches Kanonenboot wurde durch jets und versenkten ein Transportschiff von 3000 BRT. In wiederholten Angriffen wurden außerdem zwei sowjetische Zerstörer sowie ein vollbesetzter Truppentransporter von 6000 BRT. und ein kleiner Tanker schwer beschädigt. Auf der Krim elbst griffen Kampf- und Sturzkampfflugzeuge Rückzugsbewegungen des Feindes an und brachten ihm große Verluste an Menschen und Material bei. Deutsche Jagdflugzeuge schossen in Luftkämpfen elf sowjetische Flugzeuge ab. Im mittleren Kampfabschnitt der Ost- ront führten am 31. 10. deutsche Kampfflugzeuge erfolgreiche Angriffe auf Eisenbahnlinien und Flugplätze durch. Vier Züge wurden vernichtet und zehn schwer beschädigt oder in Brand geworfen. 17 sowjetische Flugzeuge wurden am Boden zerstört und 15 beschädigt. Ein Verband von Kampfflugzeugen bombardierte Moskau. Ferner setzte die Luftwaffe starke Kräfte zur Unter st ützung von Heeres- operationen ein, die bolschewistische Stellungen, Trupvenansammlungen urjb Marschkolonnen mit Bomoen und Bordwaffen erfolgreich bekämpften. Ostwärts Leningrad richteten sich am 31.10. die deutschen Luftangriffe hauptsächlich gegen Eisenbahnlinien der Sowjets, wobei 17 Züge schwer getroffen und beschädigt wurden. Eine Eisenbahnbrücke erhielt einen Volltreffer. Im hohen Norden bombardierten Sturzkampfflugzeuge mit Erfog die Murmansk-Bahn und Versorgungsbetriebe der Stadt Murmansk. Ein weiterer Verband von Sturzkampfflugzeugen griff Barackenlager auf der Fischerhalbinsel an. Das Durcheinander bei den Sowjets. „Politik des Selbstmordes" Die wirren Lügen des Judenstämmlings Franklin Delano Roosevelt haben jetzt geradezu einen Erdrutsch jenseits des Großen Teiches bewirkt, einen Erdrutsch, den Roosevelt wohl nicht erwartet hatte. Ein Chikagoer Blatt nennt Roosevelts Politik die des Selbstmordes und stellt kurz und bündig feft: „Roosevelt ist nicht ganz normal". Neuyorker Blätter, so die „Sun", sprechen von der tiefen Erregung, die das Bekanntwerden der Einzelheiten im Kongreß ausgelöst habe. Es handelt sich hierbei unseres Erachtens aber nicht um die Mentalität oder die gelegentliche Geistesverwirrung Roosevelts, sondern darum, daß vor aller Welt festgestellt wurde: Roosevelt hat seinen Roosevelt krieg entgegen der Stimmung des amerikanischen Volkes bereits auf eigene Faust begonnen, er läßt schießen, er macht sich dadurch des Bruchs der amerikanischen Verfassung schuldig, und er führt um dieses wahn- witzige Beginnen ein Kartenhaus der Lügen auf, das beim ersten Windhauch glatt zusammengebro« chen ist und diesen Roosevelt aller Welt als Kriegsgierigen zeigt. Der Fall ist schwerwiegend. Bereits der Marineausschuß des Senats der USA. hatte, wie wir feft- stellten, berichtet, die Angaben Roosevelts und feines Marineministers Knox, ein deutsches II- Voot habe zuerst den amerikanischen Zerstörer „Greer" angegriffen, feien unwahr. Es ist schon al- lerhand, wenn der Spitze einer Nation vorgeworfen wird, die Unwahrheit gesagt zu haben. Dann kam der Fall des Zerstörers „Kearney". Roosevelt und Knox hatten behauptet, dieser Zerstörer sei ohne weiteres von einem deutschen U-Boot torpediert worden, und noch in seiner letzten Rede hielt Roose- velt diese Lüge aufrecht. Sein Außenminister Hüll sprach in Gangstertonart von einer deutschen Pi« raterie, sein Marineminister Knox überschlug sich geradezu in Anschuldigungen gegen Deutschland Die kriegshetzerische Presse sekundierte diesem Kleeblatt. Und nun? Die amerikanischen Journalisten sind bekanntlich sehr neugierige Leute. Sie fragten also den Oer Feind auf -er Krim in voller Flucht Auch im Oonezbecken wird die Verfolgung erfolgreich fortgesetzt. Konstruierte Kriegsvorwände Von unserem -bert»Berichterstatter. Berlin, 1. Nov. (DNB. Funkspr.),Die Kampftätigkeit der deutschen Luftwaffe war am 31. 10. an der ganzen Ostfront lebhaft und erfolgreich. Sturzkampfflugzeuge verfolgten an der Westküste der Krim einen Geleitzug der Sow- der Regenwolken. Es* gehört schon die nie versagende gute Laune des deutschen Kampffliegers dazu, bet solchem Wetter einen Angriff zu starten. Höher und höher geht der Flug. Regenschauer wechseln mit Schneewolken ab. Vereisungsgefahr? Auch damit werden unsere Flieger fertig. Vor uns liegt das Ziel, das in jedem Falle erreicht werden muß. Eines stand fest: Die Sowjetjäger würden uns so chnell in dieser „Suppe" nicht finden. Kurz und knapp kommen die Befehle mit den notwendigen Kursverbefserungen von der Führermaschine. Mal nach Steuerbord, mal nach Backbord schwirren unsere Stukas ab. Die bolschewistische Flak kann nur Sperre schießen, aber da kann es uns noch heiß genug werden. Unangenehm macht sich in dieser Höhe die Kälte bemerkbar. Hin und wieder scheue ich über den Rücken in das lachende Gesicht des jungen Flugzeugführers, der sich wie anaezogen oft im selben Augenblick umdreht. Ob er sich vielleicht von dem augenblicklichen seelischen Zustand feines ihm anoertrauten Kameraden überzeugen will? Nein, es ist nur die Mitfreude an dem immer neu^u Erleben auch des anderen. Ein wundervolles Bild von Kraft und Siegesmoersicht, die in sauberer Exerzierformation dahinfliegenden deutschen Kampfmaschinen. „Vor uns Flak." Ehe man die Worte des Flugzeugführers kapiert hat, liegen die dichten Reihen der Sprengwölkchen bereits hinter uns. Doch neue tauchen auf. „Gleich sind wir da." Deutlich kommen die Worte aus den Kopfhörern, nur wer sie gesprochen hat, ist mir im Augenblick nicht klar. War es der Staffelkapitän oder der Führer meiner Maschine? Doch Zum Nachdenken bleibt nicht viel Zeit. In weitem Bogen haben wir das Ziel umflogen und kurven wieder nordwärts ein. Da — unter uns liegt die gesamte Eisenbahnkreuzung, eine der Lebensadern Moskaus und der bolschewistischen Front. Trotz des immer wilder werdenden Flakbefchusses suchen sich die angreifenden deutschen Kampfflugzeuge mit aller Sorgfalt den Angriffsaugenblick. Wenige hundert Meter hinter der Kreuzung taucht ein Eisenbahnzüg auf. Verdammt, ein bolschewistischer Panzerzug, der gleichzeitig in anhängenden Waggons Kriegsmaterial an die Front bringen soll. So das Richtige für unsere Nimmersatten Iu's. Die Führermaschine geht zum Sturz über. Tiefer rast sie gegen die grau scheinende Erde. Dann stößt sie wieder in spitzem Winkel nach oben. Die zweite Maschine stürzt und unten stehen bereits sauber ausgerichtet die Sprengpilze der Führermaschine mitten auf dem Bahnkörper. Dann sind wir dran. Mit beiden Händen halte ich mich fest. Das Gewicht des Körpers zerfließt und wird zu einem „Nichts". Immer tiefer und tiefer geht es hinunter, lieber mir ich nur der eintönige langweilige Wolkenhimmel, bann faßt plötzlich eine ungeheure Kraft den fast willenlos scheinenden Menschen. Als sei alles in einen tollen Wirbel geschleudert, taucht vor mir plötzlich d i e Erde auf. Jetzt ist der Augenblick für den Bordschützen gekommen, auch für sein Teil am Gelingen des Angriffs beizutragen. Aus der Mündung des Maschinengewehrs dl.tzen die Leuchtspuren der Leucht- munition hinab in das Durcheinander der vor dem Panzerzug abspringenden Sowjettruppen. Sturz auf Sturz erfolgt. Da — der Panzer- Zug fahrt mit weit ausströmendem Dampf mitten hinein in die auf schlagende Sprengung einer unserer Bomben. Wie ein Kinderspielzeug überschlägt sich die Lokomotive und reißt eine ganze Wagenreihe mit Das ist mehr, als wir erwartet haben. Glück muß man haben. An unzähligen Stellen ist der Bahnkörper aufgerissen, und die Sowjets werden kaum mehr Gelegenheit haben, ihn zeitig genug wieder in Stand zu setzen, um das so notwendige Kriegsmaterial und ihre Truppenreste nach vorn zu bringen. I e t te die Regierung Wilson heftig an, er langte die Herausgabe des Untersuchungsberich^, was die Regierung Wilson jedoch bezeichnenderwqe verweigerte. Vier 'Tage bevor die „ßufitania" Qi Hafen von Neuyork verließ, hatte der Staatsseki- tär Bryan den Präsidenten Wilson darauf ai merksam gemacht, daß das Schiff Munition gl laden hätte, wie der Senator Lafollette in 3 Paul am 20. September 1917 bekannt gab. Er bl schwor den Präsidenten, die Einschiffung amerifanj scher Passagiere auf der „ßufitania" zu verbiete» aber Wilson weigerte sich! Der verantwortliche Aul sichtsbeamte des Neuyorker Hafens, Dudley Fiell M a l o n e, stellte fest, daß die „ßufitania" eint Menge Kriegsmaterial, darunter allein 4200 Kistet voll kleinkalibriger Patronen, geladen hatte, um fii nach England zu bringen. Diele Zeugenaussaget bestätigten, daß nach der ersten Explosior . . _ o.......... eine weit schwerere erfolgte, die nicht! e t s deutlich vermittelndes Bild zeichnet der be- durch ein deutsches Torpedo hervorgerufen roorbeii|annte Journalist ß o b e r e r im „Washington Ti- war. Die ungeheuerliche Tatsache, daß die „Lusita- nia", also ein P a s s a g i e r d a m p f e r, mit M u - n i t i o n beladen war, daß also die amerikanischen lind die englischen Behörden skrupellos das Leben von 785 ahnungslosen Passagieren aufs Spiel gesetzt batten* wird heute nicht mehr bestritten und ist Berlin, 31. Oft. (DNB.) Eine deutsche Infanterie-Division hat in den Kämpfen der letzten Tage im mittleren Abschnitt der Ostfront unter schwierigen Witterungs- und Geländeverhältnissen hervorragende Kampferfolge erzielt. Zwischen dem 25. und 28. Oktober haben die Truppen dieser deutschen Division trotz der schwierigen äußeren Umstände eine ausgebaute sowjetische Feldstellung von 48 Kilometer Länge und durchschnittlich 4 Kilometer Tiefe durchbrochen und aufgerollt. Das sowjetische Stellungssystem war durch zahlreiche Schartenstände aus Holz, Stein und Beton verstärkt. Von den Schartenständen waren zahlreiche mit allen technijchen Mitteln und mit festeingebauten Maschinenwaffen verstärkt. Mehrere hintereinander laufende Panzergraben, Drahtsperren und andere Hindernisse ließen diese sowjetischen Stellungen als schwer überwind- lich erscheinen. In den Durchbruchskämpfen machte die deutsche Division über 1000 Gefangene und vernichtete oder erbeutete 70 sowjetische Maschinengewehre, zahlreiche Granatwerfer und andere Infanteriewaffen. Außerdem hatten die Bolschewisten schwere Verluste an Menschen und Material. chend Zeit blieb. Beim Untergang der „Lusitc ia" fanden 1198 Menschen den Tod, darunter 785 last fagiere. Da sich unter ihnen auch Nordamerikaner daß die Sowjetbehörden es dem USA.- Militärattache in Moskau, Major Ä) eaton, der jetzt zur Berichterstattung nach Washington berufen sei, nicht gestatten, sich die Moskauer Luftabwehr anzusehen. Mit ihm zusammen kehrten zwei amerikanische Journalisten nach den USA. zurück, da es ihnen unmöglich gemacht werde, Nachrichten durch die Zensur zu bekommen. „Selbst die Bevölkerung der Sowjetunion", heißt es in dem sehr aufschlußreichen Bericht Lo- berers weiter, „weiß nicht, was vor sich geht. Die Zeitungen werden auf das schärfste kontrolliert, Rabiogeräte sind in Privathäusern nicht erlaubt." Loberer gibt an, diese sehr zuverlässigen Informationen von Amerikanern erhalten zu haben, die zunächst in Moskau, dann in Samara waren. Seine Landsleute beschrieben Samara als eine Stadt, die nur eine einzige gepflegte Straße aufzuweisen habe. Sie fei derartig mit Flüchtlingen überfüllt, daß teilweise elf Personen in einem Zimmer hausten. Wegen Raummangels seien selbst die ausländischen Diplomaten auf nur ein Zimmer angewiesen, in dem eiserne Bettstellen aufgeschlagen seien, und das ihnen zugleich aus Büro, Wohn- und Schlafzimmer dienen müsse. Giukas greifen rückwärtige Verbindungen an. Von Kriegsberichter Hans Erzt. PK. ..., 31. Okt. (DNB. Funtspruch.) Nur mit dem widerstandsfähigen Schuhzeug des deutschen Soldaten ausgerüstet, kann man sich durch den endlosen Schlamm der sowjetischen Straßen vorwärts bewegen. Ueber und über bespritzt von den unaufhaltsam an die Front rollenden Panzern und Kraftfahrzeugen kommen wir endlich zum Stukagefechts- ftanb und gerade zurecht, um an der letzten Besprechung vor dem Einsatz teilnehmen zu können. Die letzte Etappe vor Moskau soll diesmal als wirklich lohnendes Ziel angegriffen werden. Unserer Staffel kommt als Aufgabe die reft- loseZerstörung derrückwärtigen Verbindungen der Sowjets zu. Etwas mißtrauisch sehen wir auf den verschlammten Platz, doch Staffelkapitän N. versteht unsere Blicke und winkt lachend ab. Hoch auf spritzt der Schlamm, als die schwerbeladenen Vögel starten und sich zu unserer Genugtuung mühelos von der Startbahn in die Lüfte schwingen. Dicht und weiß hängt hie „Waschküche", und die Ju 87 verschwinden immer wieder im Grau Das Ritterkreuz. Berlin, 31. Oktober. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Goring, das Ritterkreuz des (Eifen nen Kreuzes an Leutnant Evers, Flugzeugführer in einer Fernaufklärerstaffel. (Nachdruck, auch mit QteÖenangabe, verboten.) Madrsd, Ende Oktober 1941. Der Spanier vergißt nichts.Die Tatsache, baß der US.-amerikanische Marineausschuß des Senats entgegen der dreisten Lüge Roosevelts feststellte, der Zerstörer „Greer" habe zuerst gefeuert und das deutsche U-Boot verfolgt, hat hier umso größeres Aufsehen hervorgerufen, als gerade Spanien durch einen erlogenen Kriegsvor- wand von den Vankees einst um seine Kolonien in der Karibischen See und um die vstasiatischen Philippinen gebracht worben ist. Gefordert durch eine maßlose Hetze der amerikanischen Iubenpresse aegen Spanien, brach im Februar 1895 ein Aufstand auf Kuba aus, der mit amerikanischen Dollars bezahlt wurde. Das Ziel der Jankees war der Besitz Kubas, auf das schon Präsident Jefferson spekuliert hatte. Die Spanier sandten ein Heer von 120 000 Mann gegen die Ausrührer, die mit amerikanischen Waffen versehen waren, und enblid) schien im Jahre 1898 der Sieg den rechtmäßigen Besitzern des Landes zu winken und die Revolte niedergeschlagen zu sein. Da schickte Washington das Kriegsschiff „Maine" nach dem Hafen von Habana, und dieses machte keine Anstalten, wieder heimzukehren. Das U8A.-Kriegsschiff hatte mitten im Hafen von Habana, etwa 700 Meter vom Lande entfernt, Anker geworfen. Am 15. Februar 1898, in den ersten Nachmittagsstunben, flog die „Maine" in die Luft. Die amerikanischen Offiziere und der Kommandant hatten bezeichnenderweise das Schiff vorher verlassen und sich an Land begeben! Bei dieser Explosion kamen rund 400 amerikanische Matrosen ums Leben. Ein Wutschrei der nordamerikanischen Presse war die Antwort. Ohne Spaniens Forderung auf eine Untersuchung des Falles der „Maine" anzunehmen, erklärte Washington Spanien sofort den Krieg, und bas Ende bieses Krieges ist bekannt. Kuba ist seitdem ein Vasall Washingtons, ebenso die Philippinen. Aber der „Maine"-Fall ist damit noch nicht beendet. Zehn Jahre später erwirkte Spanien bei der kubanischen Regierung, die damals nicht gerade freundschafllich zu ihren Washingtoner Sklavenhaltern stand, die Hebung des Rumpfes der „Maine", und eine genaue Untersuchung des Wracks ergab, daß eine Explosion von innen heraus ftattgefunben hatte, baß es sich also nicht, wie bie US.=ameritcni= sche Begründung des Kriegseintritts besagte, um eine Torpedierung durch die Spanier gehamelt hatte? Die verschlagene Pauke,Politik hatte also — das ist die Folgerung, deren Logik sich niemand erziehen kann — Hunderte von amerikanischen Ma- rinefolbaten geopfert, um durch einen sensationellen Knalleffekt den Vorwand zu einem Raubkrieg zu haben, wie er verächtlicher kaum jemals geführt worden ist. Wer denkt da nicht an den Fall der „Athenia", die von Churchill selbst versenkt wurde, um die USA. sofort in den jetzigen Krieg zu verwickeln? Jedenfalls hat man hier in Spanien ein besseres Gedächtnis für den rnorsttrie- fenbsn Juden in Washington, als es den Lraht- ziehern Roosevelts lieb sein kann. Und eine zweite, für Roosevelt und seine Kliegs- hetzer ebenso unangenehme Erinnerung, kehrt wieder: der Fall der „ßufitania". Am 7. Mai 1915 ve. senkte das deutsche U-Boot „U 20" den engsichen Passagierdampfer „ßufitania", und zwar in fLah- runq des Kriegsrechts ohne Warnung, fr die englische Admiralität den Befehl gegeben hat^, die Passagier- und Frachtdampfer zu bewaffnent Die bewaffnete „ßufitania" war also in die Krugs- marine Englands eingereiht worden > und mußte folglich als Teil dieser Kriegsmarine bpan= beit werden. Sie fuhr nach England. Das Schiff erhielt einen Torpedotreffer und sank innehalb gesetz erließ, welches den Amerikanern und chren Schiffen das Befahren der Kriegszone bisher verbietet. Das soll jetzt auf Roosevelts Betreiben aufgehoben werden, und wieder einmal sollen Passagiere durch ihr eigenen Regierungen in Lebensgefahr gebracht werden. Man entsinnt sich gerade heute in Spanien dieser Vorgänge sehr gut, und man weist darauf hin, daß die Verbrechermethoden, mit denen früher die Kriege Washingtons erzwungen wurden, Roosevelt nur noch plumper geworden sind Bild: orbnung bwehr getroffenes feindliches Flugzeug ins Me«r eftürzt ist. 1941 6716 2355 2105 293 857 281 352 308 1785 1887 238 . 748 245 315 285 eindeutige Beweis dafür, Volkswirtschaft auch im mehr 1288 570 218 55 109 36 37 23 den Anmeldepflichtigen eingehen und noch nicht dem erhöben Kriegszuschlag unterlegen haben, sind ebenfalls anzumelden. Du nachzuentrichtenden Beträge sind ohne amt- liche/Zahlungaa"fforderung spätestens am 20. No- uemfo- 1941 bei dem Zollamt einzuzablen. Der Zuschlag für später eingehende anmeldepflichtige Sendungen ist bei der Anmeldung zu entrichten. Ausgenommen von der Anmeldung und Nachver- steuerung sind Kleinmengen. Als solche gelten Tabakwaren im Kleinoerkaufswert (ohne Kinegs- zuschlag) von insgesan t nicht mehr als 50 RM., Traubenschaummeln in einer Menge, die zehn ganzen Flaschen, Fruchtschaumwein in einer Menge, die 20 ganzen Flaschen entspricht. Bei Branntwein ist eine Fretmenge von insgesamt weniger als zehn Liter Deingeist zugestanden. Obstabfindungsbrennereien die betriebsfremden Branntwein nicht ver- arbeitet, sind vrn der Nachversteuerung befreit. Nachder Zweiten Durchführungsverordnung über den Kregszuschlaq zum Kleinhandelspreis ist künftig der Kriegszuschlag auf Bier, Tabakwaren und Schaumwein nickt mehr an die Finanzämter,' sondern ai die Zollämter abzuführen. Der Kriegs- zuschlq auf Bier und Tabakwaren wird ab dem 8. Noiember 1941 zur Vereinfachung der Arbeit für Wirtschaft und Verwaltung zugleich m't der Bierstuer und der Tabaksteuer angemeldet und festgesetzt Die Zollämter erteilen Auskunft Einzelheiten 1940 Einkommensteuer. . 5428 daß es in der deutschen .. .. Kriege unentwegt bergauf geht. Einkommen, Umsatz, Vermögen und Verbrauch bewegen 'sich nach wie vor aufwärts. Infolgedessen das Mehr an Einkommensteuer und Körperschaftssteuer, an Umsatzsteuer, an Vermögenssteuer und an Verbrauchs- Körperschaftssteuer . Umsatzsteuer . . o Vermögenssteuer . . Tabaksteuer . . . Zuckersteuer . • . Biersteuer .... Branntweinmonopol Diese Uebersicht ist der Das Zu-aTum wird seiner Vernichiurg nicht entgehen Oer Gauleiter sprach imKheingaulreiS. Berlin, 31. Okt. (DNB.) Am 3. November 19 41 treten erhöhte Kriegszuschläae auf Tabak- waren, Schaumwein und Branntwein in Kraft. Die Verkäufer dieser Waren haben ab demselben Tag ihren Abnehmern die erhöhten Zu- fchlagssätze zu berechnen. Der Kriegszuschlag auf Tabakwaren beträgt 50 v. H. des Kleinhandelspreises, auf Traubenschaumwein 3 RM. und auf Fruchtschaumwein 1 Vi RM. für die ganze Flasche. Der Preis für ein Liter Weingeist wird um 1 RM. erhöht. Befinden sich solche Waren, die nur mit dem Kriegszuschlag in der bisherigen Höbe belastet sind, am 3. November 1941 in Besitz von Händlern, Gaststätten und Kantinen usw., wird der Unterschiedsbetrag zwischen den alten und neuen Zuschlägen für diese Bestände nacherhoben. (Nachsteuerverordnung vom 30. 10. 1941.) Die Händler usw. haben deshalb am 3. November 1941 vor Beginn ihrer Geschäftszeit ihren Bestand an Tabakwaren nach Art, Menge und Ge- samtkleinverkaufsvreis für jede Art und an Schaumwein nach Art und Menge (Stückzahl und Größe der Flasch-n) festzustellen. Die Bestände an Branntwein sind in Litern Weingeist aufzunehmen. Verpflichtet zur Bestandsaufnahme sind außer den Händlern die Trinkbranntweinhersteller, diese auch für unverarbeiteten Branntwein. Dis Bestände sind spätelt"ns am 10. November 1941 dem Zollamt anzumelden. Sendungen, die nach dem 2. November 1941 bei lleberschüssige Kaufkraft im Dienste der Gemeinschaft Fortgesetzte Stärkung der Finanzkraft des Reiches. Ab 3. November erhöhte Kriegszuschläge Marineminister nach den näheren Umstanden des .Hearney"-Falles aus, und sie unterwarfen ihn einem so regelrechten Kreuzverhör, daß der greise Wirrkopf Knox wohl dadurch in die Enge getrieben worden ist und verlegen die Wahrheit enthüllte, die Roosevelt und Knox eigentlich politisch tötet. Danach ist der amerikanische Zerstörer „Kearney" in enger Verbindung mit einem englischen Geleitzug gefahren. Dieser Geleitzug wurde von deutschen U-Boo- ten angegriffen, was durchaus den völkerrechtlichen Grundsätzen entspricht. In ihrer Verzweiflung schickten die englischen Kommandanten Notrufe aus, der amerikanische Zerstörer „Kearney" eilte herbei und warf sofort Wasserbomben auf das deutsche U-Boot, das heißt, er griff, ohne herausgefordert zu fein, in diesen Kampf ein, und erst nachdem das deutsche U-Boot durch diese amerikanischen Wasserbomben in Gefahr kam, schickte es ein Torpedo ab, das die .Learney" aufriß. Uebrigens wird jetzt noch bekannt, daß die „Kearney" mit ganz besonderer Panzerung gegen Torpedos versehen war. Nicht wir, sondern die amerikanische Presse stellt fest, daß, genau wie im Falle „Greer", die „Keam-ey" ein deutsches U-Boot gejagt hat. Die „Kearney" fei, entsprechend dem Schießbefehl Roosevelts, losgedampft, um einen Zwischenfall herauszufordern. Die Folge- rungen sind klar. Im amerikanischen Kongreß ist man über Roosevelt, seinen Marineminister und seine Helfershelfer erregt, weil diese das amerikanische Volk bewußt belogen haben, um Amerikas Söhne für ihre Zwecke hinschlachten zu lassen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, daß die Demokratische Partei im Juli 1940 zur Außenpolitik eine Entschließung annahm: „Wir werden an fremden Kriegen nicht teilnehmen und wir werden unsere Armee, Marine oder Luftwaffe nicht in fremde Länder außerhalb des amerikanischen Kontinents senden." Roosevelt ist Chef der Demokratischen Partei. Als solcher schickte er eine feiner Kreaturen vor und ließ den Zusatz einfügen: „ausgenommen im Falle eines Angriffs". Die Partei nahm diese harmlos klingende Zusatzerklärung an aber letzt stellte sich heraus, daß es eine echt Rooseoeltsche Perfidie war, um feine eigenen Parteifreunde m einen Hinterhalt zu locken. Roosevelt behauptete und log, Deutschland habe die USA. an9e9nffen. Das ist, wie sein eigener Marinemimster selbst zu- geben mu^e, unwahr. Roosevelt hat also seine Na- tion bewußt irregeführt, aber er hat schon im Vorjahre diese Irreführung beabsichtigt dadurch, daß er ifie ominösen fünf Worte „ausgenommen im Falle eines Angriffs" der Entschließung seiner Partei, tue sich für Neutralität ausgesprochen hatte, hinzu- fügen ließ. Mit solchen jüdischen Mitteln ging Roose- velt vor, und wenn jetzt die Empörung in den USA. gegen ihn hohe Wellen schlägt, dann hat dieser Pra- fident, dieser Möchte-Gern-Weltdiktator es sich selbst ^Äneben^steht noch seine geradezu ungeheuerliche Verleumdung, die Deutschen wollten sämtliche Religionen der Erde abschaffen, und sie hätten eine Karte verfertigt, die zeige, was Südamerika nach >m Siege Hitlers zu gewärtigen habe. Die erste iauptung ist so wahnsinnig, daß sie selbst in den glatt unter den Tisch fiel, die zweite ist ae- »zu verrückt. Roosevelt hat bekanntlich in einer ssekonferenz dargelegt, er könne leider die Karte t zeigen, da sie Notizen enthalte. Er hat wohl- zlich diese Karte keinem Menschen gezeigt. Nun e es einfach, die Notizen zu überdecken und die Karte selbst der Oeffentlichkeit zu über- >n. Roosevelt aber tat nicht einmal das, und ir Hüll, sein Außenminister, erklärte neugie- xV Journalisten gegenüber, er habe die Karte t gesehen, sie müßten sich an eine höhere Jn- z wenden. , t , teilen wir fest: Roosevelt hat auch da geschwin- aber er ist Präsident einer mächtigen Nation, seine Schwindeleien, seine bewußten Lügen schlimmer als Gangstertaten. Wenn seine igster harmlose amerikanische Bürger erschießen, Delt es sich um ein Verbrechen. Wenn Roose- schießen läßt, um Amerikas Soldaten auf die achtbank zu bringen, dann handelt es sich um r als um eine Gangstertat, um ein beispielloses toerbrechen schlechthin. oosevetts Güdamerikakarie. Ein Abenteurer und Phantast als Gewährsmann. gütern. Die Finanzen bes Reiches entwickeln sich auch im gegenwärtigen Rechnungsjahr wieder besser als wir bei Beginn des Rechnungsjahres erwartet hatten. Die Summe an Steuern, Verwaltungseinnahmen, Kriegsbeitrag der Gemeinden, Matrikularbeitrag und Besatzungskosten wird rund 45 Milliarden R M. erreichen. Derjenige Betrag, der darüber hinaus zur Deckung des Finanzbedarfes des Reiches erforderlich ist, fließt dem Reich in Form von Kreditmitteln zu. Die Finanzierung der Ausgaben des Reiches vollzieht sich nach wie vor ohne jede Schwierigkeit. Die Finanzkraft des Reiches wird von IHcnaf zu TNonat stärker, denn das Fundament, auf dem die Finanzkraft des Reiches beruht — das Steueraufkommen —, bewegt sich fortgesetzt aufwärts. Das Reich ist deshalb auch nicht etwa aus finanz- wirtschaftlichen Gründen darauf angewiesen, neue Steuern einzuführen oder die Sätze vorhandener Steuern zu erhöhen. Wir haben unlängst durch die Steueränderungs- Derordnung den Kriegszuschlag zur Körperschaft st euer eingeführt. Das ist eine Maßnahme zur Herbeiführung steuerlicher Gerechtigkeit gewesen. Sie ist in Zusammenhang mit der steuerlichen Entlastung der Personengesellschaften und der Einzelgewerbetreibenden geschehen. Die Deckung des Finanzbedarfs des Reiches ist gesichert. Weäen des Finanzbedarfes des Reiches sind deshalb steuerliche Maßnahmen nicht erforderlich. Koufkrast-llebe'schuß. Die Lohnsumme und die Summe der U n - ternehmergeroinne in der deutschen Volks- wirtschaft sind auch während des Krieges fortgesetzt g e ft i e g e n. Sie steigen noch. Auf der anderen Seite bestehen die Schranken auf dem Warenmarkt. Bei dieser Gegenüberstellung ergibt sich ein gewisser K a u f k r a f t - U eb e r s ch u ß . Die Schranken auf dem Warenmarkt sind zur Sicherung der Kriegsgütererzeugung und des sonstigen Wehrmachtbedarfes und damit zur Steigerung der Schlagkraft unserer Frontsoldaten erforderlich. Sie sind gleichzeitig erforderlich, um eine ungesunde Preisentwicklung zu vermeiden. Würde dem Kaufkraft-Ueberschüß, solange die Schranken auf dem Warenmarkt erforderlich sind, freier Lauf gelassen, so würde die Festigkeit dieser Schranken erschüttert werden. Eine solche Erschütterung würde nicht nur die Kriegsgütererzeugung und den sonstigen Güterbedarf der Wehrmacht, sondern auch die Interessen jedes einzelnen Verbrauchers beeinträchtigen. Es gebieten deshalb die Interessen aller, daß die überschüssige Kaufkraft nach volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten gelenkt wird. Eiserne (Sparfonfett. Im Reichsgesetzblatt vom Freitag ist die Verordnung des Ministerrats für die Reichsverteidigung über die Lenkung von Kaufkraft erschienen. Abschnitt I dieser Verordnung fiept die Errichtung eiserner Sparkonten vor. Darüber hatte Staatssekretär Reinhardt bereits am Mittwoch im Rundfunk gesprochen. Die Aktion des eisernen Sparens bedarf einiger Wochen Anlaufzeit. Jeder Lohn- und Gehaltsempfänger kann von dem eisernen Sparen für bestimmte Teile vom laufenden Arbeitslohn erstmals für einen Lohnzahlungszeitraum Gebrauch machen, der nach dem 29. November 1941 endet. Er kann von dem eisernen Sparen für bestimmte Teile von den Weihnachtszuwendungen oder den Neuiahrszuwendungen erstmalig für die Zuwendungen Gebrauch machen, die nach dem 15. November 1941 gezahlt werden. Betriebsanlaqe-Guthabett. Durch die Einrichtung des eisernen Sparkontos werden nur Lohn- und Gehaltsempfänger angeregt, einen Teil ihres Einkommens für die Zeit nach dem Wegfall der Schranken auf dem Warenmarkt zurückzulegen. Abschnitt II der Verordnung über die Lenkung von Kaufkraft sieht eine ähnliche Anregung für gewerbliche Unternehmer vor. Die Unternehmer werden angeregt, die Anschaffung abnutzbarer Betriebsanlageaüter weitmöglichst aus die Nachkriegszeit zu verschieben. Diejenigen gewerblichen Unternehmer, die Beträge ihres Betriebsvermögens bis zur Beendigung bes Krieges in bestimmter Weise binden, erlangen in Höhe ber für die Dauer des Krieges gebundenen Beträge Bewertungsfreiheit für die abnutzbaren Betriebsanlagegüter, die sie nach dem Kriege an* schaffen. Die Bewertungsfreiheit gilt für die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Sie besteht darin, daß die Anschaffungskosten auf eine kürzere Zeit als die der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer verteilt und demgemäß bereits im Jahr der Anschaffung voll vom Gewinn ab gefetzt werden können. Das fuhrt im Jahr der Anschaffung nach dem Kriege xu einer entsprechenden Verminderung der Steuern des Unternehmers und demgemäß zu einer Vergrößerung der finanziellen Dewertungsmöglichkeit und der Möglichkeit unternehmerischer Betätigung. Die Bindung der Beträge, in deren Höhe steuerliche Bewertungsfreiheit erlangt wird, geschieht in der Weise, daß die gewerblichen Unternehmer sie beim Finanzamt einzahlen. Die eingezahlten Beträge werden als „Betriebsanlage-Guthaben" bezeichnet. Das Reich zahlt das Betriebsanlage-Guthaben nach Beendigung des Krieges auf Antrag zurück. Das Betriebsanlage-Guthaben wird für die Zeit nach Beendigung des Krieges, in der es noch nicht zurückverlangt ist, verzinst. Für bestimmte Fälle ist eine vorzeitige Rückzahlung von Betriebsanlage-Gucha- den vorgesehen. Die Bildung von Betriebsanlage-Guthaben ist der steuerlichen Vergünstigung wegen, die das Guthaben für die Zeit nach dem Kriege gewährt, begrenzt. Betriebsanlage-Guthaben kann nur bis zu der Höhe gebildet werden, die der Hälfte des Wertansatzes entspricht, die für abnutzbare bewegliche Betriebsanlagegüter in der Steuerbilanz für 1940 ausgewie- sen sind. Der Reichsminister ber Finanzen wird den Endzeitpunkt für Einzahlungen auf Detriebsanlage- Guthaben bestimmen. In ber Durchführungsverordnung wird als dieser Endzeitpunkt für die Bildung von Betriebsanlage-Guthaben wahrscheinlich der 10. Januar 1 94 2 bestimmt werden. Es liegt im Interesse jedes gewerblichen Unternehmers, ber über flüssige Mittel verfügt," von ber gegebenen Möglichkeit Gebrauch zu machen. Eine allgemeine Bewertungsfreiheit für abnutzbare Betriebsanlage, güter wird nach Beendigung des Krieges nicht kommen. Wer nach Beendigung des Krieges Bewertungsfreiheit für ab nutzbare Betriebsanlagegüter haben möchte, muß heute in entsprechender Höhe Betriebsanlage-Guthaben bilden. Es ist möglich, daß der Reichsminister der Finan- zen die Bildung von Bettiebsanlage-Guchaben einige Zeit später erneut zulassen wird. Für solche später gebildeten Detriebsanlage-Guthaben werden jedoch die Bedingungen nicht dieselben sein wie für diejenigen Betriebsanlage-Guthaben, die gegenwärtig gebildet werden. Erhöhung des Kriegszuschlags auf Tabakwaren, Trükbranniwein und (Schaumwein. Besonders groß ist gegenwärtig die Nachfrage nach Tabakwaren, Trinkbranntwein, Schaumwein und ähnlichen Genußmitteln, die nicht bezugsbeschränkt sind. Die übergroße Nachfrage tritt besonders auf dem Tabakwarenmarkt in Erscheinung. Aus dem Schlangestehen vor den Tabakläden könnte man fast annehmen, die Tabakwarenerzeugung fei zugunsten der Kriegsgüterindustrie eingeschränkt durch die jüdischen Hintermänner zur Verfügung gestellt werde, gleich erfolglos bleiben und die Nie- berläge Englands nicht aufhalten. Das Judentum aber, bas als letzte Reserve Amerika in den Krieg _____u. führen will, und im Präsidenten Roosevelt, wie die In Ostafrika Atttonen vorgeschobener Abtei- Lügen und Verleumdungen seiner letzten Rede wie- ungen. Im Abschnitt von C e l g a wiesen unsere der drastisch bewiesen, ein willfähriges Werkzeug Truppen Annäherungsversuch» der Feindes -urüch, Britische Flugzeuge unternahmen von wem Einfluge auf Tripolis und Bengasi, tnige Personen wurden verletzt und geringe Sach« Haden angerichtet Es wurde festaestellt, daß bei ?m im Dehrmachtbericht vom 26. Oktober erwähn- n Luftangriff auf Bengasi ein von der Boden- io d« Janeiro, 31. Oktober. (DNB.) Nach hen Phantastereien und Hirngespinsten Roose- feine angebliche Karte über die Aufteilung rameritas konstruiert hat, geht aus einem Bries peruanischen Abenteurers Hayade la Torre >or, den „Gazeta de Noticias" jetzt veröffentlicht, diesem Schreiben, das vom 20. Juli d. I. aus n a datiert ist, teilt Haya de la Torre mit, daß urch Vermittlung eines U8A.--Schriststellers, der lich Südamerika bereiste, an Roosevelt n Vorschlag zu deutschfeindlicher Hetze mit direk- Unterstützung der Vereinigten Staaten sandte, diesem Hetzkampagne-Programm, bas nicht roe- r als 12 Schreibmaschinenseiten umfaßte, habe ber bie „Pläne einer deutschen Inva- n" eine Landkarte beigefügt, mit Aufteilung wie sie von deutscher Hand nach ihrem Ermes- gemacht fein könnten. Es seien Regionen einge- ■net, die man direkt als unter deutsche Schutzschaft zu stellende ansprechen sollte, und andere, man als Marionettenstaaten ober Protektorate ichnen sollte. Dazu passende Bilder würde er । irgendwie Herstellen lassen. eher den Ursprung dieser angeblichen Pläne teilt Haya de la Torre in dem Schreiben mit, daß e r bie Karte gezeichnet habe auf Grund von Informationen eines seiner Agenten, die dieser bei dem Aufenthalt eines deutschen Offiziers in Peru von irgend jemand „hintenherum" erhalten habe. Torre schreibt, daß er diese Karte Roosevelt geschickt habe mit dem Ersuchen, sie zu einer Zeit, die der Präsident für geeignet halte, zu veröffentlichen. Sarkastisch meint „Gazeta be Noticias" bazu, „man hätte wohl kaum geglaubt, daß ein Staatschef von dem Weitblick des Herrn Roosevelt jemals Ohren für die Phantastereien dieses geschei- terten Fanatikers gehabt hätte." (*d)ilberfprad,e für Trau ^oosevelf. Neuyork, 31. Oft (DNB.) Wie eine amerikanische Zeitung meldet, habe Frau Roosevelt nach einer Rede in Chikago sich den Weg durch 50 Frauen bahnen müssen, die ihr Schilder entgegenhielten mit Aufschriften wie „Wir lassen uns feine englische Wolle über die Augen ziehen, „U n - f er e Söhne wollen nicht getötet roer- d e n", „Unsere Flagge zeigt Sterne und Streifen und nicht Hammer und Sichel". Für ihre Rede, in ber sie die abgedroschene Phrase, Amerika werde ber Welt eine neue Ordnung geben, nochmals wiederholte, erhielt Frau Roosevelt als Honorar bie Kleinigkeit von 1000 Dollar. .» - gefuiien hat, werde seiner Vernichtung nicht ent- «ehe. Deutschland kann der kommenden Entwick-- lungmit ruhiger Gelassenheit und voller Zuversicht entgzensehen. Dr Gauleiter unterstrich bann die siegeszuver- sichtche Haltung der Heimat und ihr von der Pavi geschaffenes und gepflegtes Kamvfinstrument: die »eutfche Volksgemeinschaft. Er schloß seine de- geibrt aufgenommene Rede mit dem Hinweis auf die unvergleichlichen Siege der Front und ent« wielte daran bie innere Verpflichtung jedes Ein- zelen, dem Glauben ber Soldaten an den Führer, wi er sich in ihrer opfervollen Hingabe offenbare, najjueifern. Oer italienische Bericht. Rom, 31. Okt. (DNB.) Der italienische Wehr- nchtbericht vom Freitag bat folgenben Wortlaut: ZnNorbafrika lebhafte Feuertätigkeit unserer 2-tiflerie an ber Front von Tobruk. Berlin, 31.Okt. (DNB.) Staatssekretär Fritz Reinharbt führte vor Vertretern der Presse am Freitag u. a. folgendes aus: Es war bei Beginn bes gegenwärtig laufenden Rechnungsjahres — das Rechnungsjahr läuft vom 1. April bis 31. März — damit gerechnet worden, daß das Steueraufkommen des Reiches in diesem Rechnungsjahr 30 Milliarden RM. erreichen werde, gegenüber 27,2 Milliarden RM. im Rechnungsjahr 1940. Es liegt etzt das Ergebnis für die erste Hälfte des Rech- lungsjahres 1941 vor. In dieser hat bas Steueraufkommen bes Reiches bereits 15,8 Milliarden RM. erreicht. Das Doppelte davon sind 31,6 Milliarden RM. Wir werden bei Berücksichtigung des unlängst eingeführten Kriegszuschlages zur Körperschaftsteuer wahrscheinlich 32 Milliarden RM. erreichen. Die Entwicklung in der ersten Hälfte des Rechnungsjahres 1941 ergibt im Vergleich mit der ersten Hälfte bes Rechnungsjahres 1940 für bie wichtigsten Steuern in Milliarden Reichsmark das folgende NSG. In einer überfüllten Versammlung der Partei sprach Gauleiter Reichsstatthalter Spreu« g e r am Donnerstagabend in ber Stadthalle von Eltville. In beißender Ironie schilderte er eingangs die Vorstellungen, bie Churchill und die Hetzclique hinter ihm einstmals von dem Kriegsverlauf hatten. Wohl wußten auch sie, daß Deutschland militärisch unbesiegbar sei, den Erfolg aber glaubte man in dem Rezept, mit welchem man den Weltkrieg führte, der Hungerblockade, zu besitzen. Der Gauleiter zeigte dann auf, wie ber Nationalsozialismus mit feinen verantwortungsbewußten Vorbereitungen auch diese Hoffnung zunichte gemacht hat. Heute sei die Waffe der Hungerblockade vollends stumpf geworden, da bas Reich die gesamten europäischen Rohstoffe in den Kampf gegen England stellen könne. In anschaulicher Weise entstand bann vor den Zuhörern der politisch-weltanschauliche Hintergrund unseres Freiheitskamp'es und die Durchkreuzung des Ränkespieles der Briten, das sie durch Einsatz der Sowjets gegen bas Reich im Schilde führten. So wie auch dieser Plan eineL meuchlerischen Angriffes in den Rücken zu Fall gebracht wurde, werde auch jede andere Koalition, die den Briten worben. Das ist jeboch nicht der Fall. 3m Gegenteil, bie Erzeugung und ber Verbrauch an Tabakwaren bewegen sich leit dem Jahre 1933 fortgesetzt aufwärts auch in den Kriegsjahren. Der Verbrauch an Zigaretten hat betragen im Jahre: 1933 . . 33.6 Milliarden Stück, 1938 . . 47,2 1939 . . 62,4 „ „ 1940:’ . . 74,8 Vom heutigen Verbrauch entfallen etwas mehr als 10 v. H. auf bie Ostmark, das Sudetenland und die elngegliebtrten Ostgebiete. Es verbleibt demnach für dos Altreichsgebiet eine Verdoppelung des Verbrauches an Zigaretten tr ber Zeit von 1933 bis heute. Auch ber Verbrauch an Zigarren, an Rauchtabak und an Zigarettenhi-llen ist sehr erheblich ae- ftiegen. Der Kriegszuschlag auf Tabakwaren hat die Steigerung nicht aufhalten können. Der unmittelbare Bedarf ber Wehrmacht beträgt gegenwärtig etwa 40 v. H. ber Gesamterzeugung an Tabakwaren. Die genügenbe Befriedigung bes Wehrmachtsbedarfs ist auf die Dauer nur gesichert, wenn in der Heimat ber Verbrauch an Tabakwaren nicht weiter steigt unb jeber Raucher in ber Heimat sich auf das beschränkt, was er glaubt nicht entbehren zu können. Die Verordnung über die Lenkung von Kaufkraft sieht eine Erhöhung bes Kri'egsgeld-- zuschlagesaufTabakwaren vor, unb zwar von 20 vH. auf 50 o.H. bes Preises, ben ber Verbraucher aufzuwenden hat. Diese Erhöhung bes Kriegszuschlages auf Ia6a tarnten ist erforderlich, um die Nachfrage nach Tabakwaren in der Heimat nicht einen Umfana annehmen 3u lassen, durch ben die genügende Versorgung der Wehrmacht mit Tabakwaren gefährdet werden würde. Es soll durch bie Erhöhung des Krieaszuschlages auf Tabakwaren erreicht werden, daß ber Verbrauch an Tabakwaren in der Heimat nicht weiter steigt, unb daß mancher Raucher in der Heimat seinen Bedarf möglichst vermindert. Aehnlich wie bei ben Tabakwaren liegen die Verhältnisse beim Trinkbranntwein. Deshalb auch hier eine Erhöhung des Kriegszuschlages, und zwar um 100 RM. je Hektoliter. Beim Schaumwein liegen die Verhältnisse anders. Es ist jedoch ein Gebot ber Billigkeit, auch den Kriegszuschlag auf Schaumwein zu erhöhen. Scyaum- roein ist das Genußmittel von Verbrauchern, bei denen in der Regel ber Kaufkraftüberschuß vorhanden fein wird, ber eine weitere steuerliche Inanspruchnahme zuläßt. Demzufolge ist ber Kriegszuschlag verdreifacht worden. Er beträgt künftig 3 RM. und 1,50 RM. für Fruchtschnumwein. Eine Erhöhung bes Kriegszuschlages auf Bier ist dagegen nicht verordnet worden. Dieses Genuh-- mittel, das in der Hauptsache von Volksgenossen mit kleinen unb mittleren Einkommen verbraucht wirb, soll von einer stärkeren Belastung verschont bleiben. IX rung, die in das Reich einbezogenen neuen Ostgebiete im -erbst 1939 unter den wuchtigen und Als an- iel- i NEU USTIERE Pelikanapotheke. 388>V Häute und Felle Werbe-Drucksachen bei Brühl. Gießen Iliid-Jcfstwniv- b b SCHUHE TASCHEN» bei nervösen Erscheinungen wleHerzklopf., Herzschmerzen, Herzstechen, u. euch bei Arterienverkalkung. 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Dafür wurde seine Gesamtseele mit dämonischer Folgerichtigkeit zum allein beherrschenden Antriebe seines Innenwesens gemacht. Aber Massenseele ohne Individualseele — das ist nicht mehr Menschentum — das ist Rückentwicklung in die Tierwelt. Und dies ist nun der Tatbestand: Im bolschewistischen Soldaten kämpft nicht mehr eine Menschenseele, aus Individual- und Gesamtseele harmonisch gemischt, sondern nur noch die Seele eines Tieres jener Gattungen, die schon ein staatliches Leben kennen. Ein Wissenschaftler hat vor kurzem dargetan, wie die einzelne Biene oder Ameise überhaupt keine erkennbaren Regungen individueller Instinkte auf» weist — wie sogar ihr Selbsterhaltungstrieb vollkommen aussetzt, wenn es sich um ihre Aufgaben im Dienste der Gesamtheit handelt. Jawohl, der Bolschewismus kann gar keine Soldaten, keine Bürger gebrauchen, die noch Individuen sind. Er raubt seinen Werdenden alle Voraussetzungen, die ein Wachstum der Individual- seele begünstigen könnten: Elternhaus, Familie, Heimatscholle. Selbst seinen Akademikern — ich habe das vor 15 Jahren auf der Swerdlow-Univer- sität in Moskau mit Erschütterung festgestellt — entzieht er mit Härte jedes Recht auf Selbststudium und auf die Einsamkeit, die seine unentbehrliche Voraussetzung ist. Auch die Geistesentmick- lung macht er zu einer Gruppensache, zu einer Angelegenheit der Kollektivseele. Das Ergebnis ist dieser entsetzliche, niemals zuvor erlebte Soldat, der kämvft, wie jene Herdentiere, wenn ihr Bau angegriffen wird, ohne Besinnen, ohne Frage, ob es noch Zweck hat, ohne Gedanken an seine versönliche Eriftenz, nur von einem animalischen Stachel des Müssens getrieben. Er kämpft nur mit feiner Gesamt- seele. Denn feine (Eigenfeete ist verkümmert bis an die Grenze des Nichtmehrseins. Cui bono? Wem zum Nutzen? Holt euch Antwort im Kreml, im Foreign Office, in der Wallstreet. Da sitzen diejenigen, die wissen oder zu wissen glaubten, wie man es machen müßte, um den Völkern ihr Vaterlandsgefühl wegzuzüchten und sie damit reif zu machen für die Herrschaft des einzigen Volkes auf dieser Erde, das nicht weiß, was das ist: Vaterland. Kleine Aiieigon richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Hei- matzeitung, den SMmrAiioiaii W* laut' serer non * । bei tährt' jhen* Aeer lbtei' Warum husten Sie? Trinken Sie bei Heiserkeit, Verschleimung, Bronchialkatarrh, Asthma, den bewährten Bergona Brust- und Lungentee Mk. 1.19. — In allen Apotheken zu haben. Bestimmt Kanin-, Hasen-, Rehfelle Füchse, Marder, Iltisse sowie alle anderen Felle kauft zu besten Preisen Heinrich Adorf, Marburg/Lahn it b, IL den Massen sich an uqs vorüberwälzt, da spricht aus seinem Bl'ck nicht der männliche Trotz der Bewäh- wie er uns aus unzähligen Augen ge- .— Briefmarken—■ Ankauf Verkauf Taxation kostenl. fachm. Beratung Otto Hase, Frankfurt/M., Biebergasse 5 Telefon 21738 4218 V nähernd 300 gewerbliche Groß-, 9000 Mittel- und 76 000 Kleinbetriebe ergeben, dazu etwas mehr als 9000 Groß- und 112 000 Kleinbetriebe des Handels. Alle diese Objekte wurden, soweit sie Polen gehörten, vorerst beschlagnahmt und genau überprüft. Dabei zeigte sich bald, daß unzählige Betriebe, vor allem kleineren Umfangs, nicht im entferntesten geeignet waren, einem deutschen Volksgenossen eine wirtlich ausreichende und gesicherte Daseinsgrundlage zu gewähren. Die Folge war, daß diese Zwergbetriebe geschlossen wurden, und zwar gleichermaßen in Gewerbe, Handwerk und Handel. Die verbleibenden und volkswirtschaftlich benötigten Unternehmungen wurden kommissarischen Verwaltern unter der Kontrolle der zuständigen Treuhandstelle übergeben. Besonders zahlreich waren die umgesiedelten Volksdeutschen etwa aus den Distrikten Lublin und Chelm und die Heimkehrer aus den entfernteren Ostgebieten, die in solche Stellungen treuhänderisch eingewiesen wurden. Der Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums, Reichsführer ff Heinrich Himmler, sowie Reichsgruppe Handel, Reichsstand des Deutschen Handwerks und andere Reichsstellen wurden in dieser Richtung entsprechend tätig, weil niemals ein rein wirtschaftliches Interesse ausschlaggebend war oder fein durfte, sondern die Besiedlung der neuen Ostgebiete mit deutschen Menschen als Aufgabe stets in vorderster Linie stand. Neben den hier schon ansässigen Volksdeutschen und den bereits erwähnten Umsiedlern kam als dritte Menschengruppe für das neue Ostdeutschland eine Zahl von Männern aus dem Altreich in Frage, die nach dem Osten strebten, um dort zu siedeln, und mit ihren charakterlichen und beruflichen Fähigkeiten zur Begründung einer neuen Zelle unseres Volkstums geeignet waren. Dor allen Dingen sind beträchtliche 'Mengen aller ehemals polnischen Betriebsgruppen selbstverständlich für unsere Frontsoldaten freigehalten worden, die durch den Einsatz ihres Lebens und die Erkämpfung der Freiheit des Bodens das erste Anrecht erworben haben. Gerade zur Eimichtung, Instandsetzung oder Umänderung unentbehrlich für die Aufzucht und Mehrleistung Zu beziehen durch die Kornhäuser, Spar- und Darlehns- kassen, Futtermittelhändler u. Kolonialw.-Großhändler derartiger Unternehmungen hat die HaupttreuhSno» stelle Ost erhebliche Mittel bereitgestellr oder schon eingesetzt. Um gerade dem deutschen Frontkämpfer eine auch wirtschaftlich gesicherte Existenz vorbereiten zu können, sind nach sorgfältiger Planung und unter Anlegung großzügiger Maßstäbe beträchtliche Steuer- erleichterungen für diejenigen geschaffen worden, die bewußt als Kulturträger nach dem Osten streben. Die im Altreich geltenden Vorschriften über Ehestandsdarlehen, Kinderbeihilfen, Einrichtungsdarlehen und -Zuschüsse und über Ausbildungsbeihilfen wurden erweitert, und eine umfangreiche Oststeuerhilfeverordnung sah z. B. vor, daß in den neuen Gebieten weder Wehrsteuer noch irgendwelche Kriegszuschläge erhoben werden, was für sehr viele Steuerpflichtige hinsichtlich* Lohn- oder Einkommensteuer praktisch Steuerfreiheit bedeutet. Dazu kommen Erleichterungen bei Vermögens- und Bürgersteuer, Grunderwerb-, Schenkungs- und Umsatzsteuer und manche andere ähnliche finanzielle Maßnahmen. Soviel über das, was zur Schaffung gesicherter privater Existenzen geschah und weiter geschieht. Was ist aber hinsichtlich der großen volkswirtschaftlichen Interessen geschehen, die die Gesamtheit an den Wirtfchaftsmöglichkeiten des neuen deutschen Ostraums nimmt? Man ist darin seitens der Haupte treuhandstelle Ost nach denselben Gesichtspunkten vorgegangen: So ist beispielsweise in die vielfältige Textilwirtschaft der Reviere Litzmannstadt und Bie- litz endlich Ordnung gebracht worden. Von den mehr als 4000 Betrieben aller Größenordnungen sind die besten auf die Bedürfnisse des Vierjahresplans aus- gerichtet und arbeiten für die heimische Kriegswirtschaft. Die stillgelegten Unternehmungen wurden ordnungsmäßig liquidiert, ihre Einrichtungen und Maschinen sind anderweitig nutzbar gemacht, während andere, deren Wiedereröffnung infolge der kriegsbedingten Einschränkungs- und Kontingentierungsmaßnahmen noch, nicht möglich war, sorgfältig instandgehalten werden, um in der Zukunft deutschen Menschen, besonders Soldaten, deutschem Ge^ werbefleiß eine neue Wirkungsstätte zu geben. Genau so ist man in den Sektoren der Bergwerks- und Hüttenindustrie, im Bereich der Energiewirtschaft, im Geld- und Bankwesen und an anderen Stellen verfahren. Mit welcher Seele ficht der Bolschewik? Von Major Walter Bloem. Beförderungen in der Wehrmacht. Berlin, 31. Oktober. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat befördert: 1. im Heer: mit Wirkung vom 1. August 1941: zu Obersten: die Oberstleutnante Borcherdt, Baach; mit Wirkung vom 1. September 1941: zum Oberst den Oberstleutnant Czesany; mit Wirkung vorn 1. Oktober 1941: zum Generalmajor den Oberst Toussaint; mit Wirkung vom 1. November 1941: zu Generalleutnanten die Generalmajore Schliepcr, Meyer-Rabingen, Jänecke, Göttke; zum Generalstabsarzt den Generalarzt Dr. Full; zu Generalmajoren die Obersten Kamecke, Brabänder, Hilde- mann, Sander, Rossina, von Donat, Jansen, von Detten (Gustav); zum Generaloeterinär den Oberstveterinär Dr. Pape; zu Obersten die Oberstleutnante Linde, Völkers, von der Schulenburg, Stieler (Alfred), Heikaus, Pancke, von Arenstorff, Schmidt, Graf (Hellmuth), Kitschmann, Kaumann, Schick, von Mengden, Freiherr von Lüttwitz, Fronhäuser, Treptow, von Eichstedt, Jank, Weiß (Walter), Dittmann (Max), Schultz-Kalau, Ludwig, Stollewerk, Sperl, Naumann; zu Oberstärzten die Oberfeldärzte Dr. Scheid, Dr. Brutschy, Dr. Stengel; zu Oberstveten- nären die Oberfeldveterinäre Dr. Kleckeisen, Dr. Rüscher. 2. In der Kriegsmarine: mit Wirkung vom 1. September 1941: zu Flottenärzten die Geschwaderärzte Dr. Brauns, Dr. Staby; mit Wirkung vom 1. November 1941: zu Kapitänen zur See die Fregattenkapitäne Schmidt (Albrecht), Wichmann (Herbert), von Sonin (Udo), Dipl.-Jng. Fricke (Hermann), Fischer (Bruno); zum Kapitän zur See ring.) den Fregattenkapitän (ing.) Petersen; zu Ministerialdirigenten die Ministerialräte Bröking, Dr.-Jng. e. h. Schürer; zum Ministerialrat den Baudirektor für Hocybau Kussin. 3. In der Luftwaffe: mit Wirkung vom 1. Oktober 1941: zu Generalleutnanten die Generalmajore Kammhuber, von Döring; mit Wirkung vom 1. November 1941: zu Generalmajoren die Obersten Dipl.-Jng. Riesch, Tschöltscb, Seywald, Müller, Köchy, von Chamier-Glisczinski, Fütterer, von Heyting, Krüger, Walland, von Falkowski, Hasse, von Falkenhayn, Wallner, Schütze; zu Obersten die Oberstleutnante Hiller, Nieper, Köhler, Straßner, Schäffer, von Apell, Fricke, Graf von Plettenberg, Pieper, Hartmann, Holtz, Lenke, von Heimann, Deichmann, Pendele, Timler; mit Wirkung vom 1. September 1941: zu Generalinaenieu- ren die Oberstiingenieure Bullinger, Marquard, Neidenbach; zu Generalintendanten die Ministerialräte Freiherr Kreß von Kressenstein, Dr. Schmidt (Hans- Günther); mit Wirkung vom 1. Oktober 1941 zu Oberstkriegsgerichtsräten: die Oberkriegsgerichtsräte Dr. Franz, Dr. Lokotsch. schnellen Schlägen der deutschen Wehrmacht der Traum eines polnischen Staates zerstob, wurde das Gebiet des zerbrochenen Versailler Staatengebildes auseinandergegliedert; es entstanden die Reichsgaue Danzig—Westpreußen und Wartheland, zu Schlesien und Ostpreußen kamen die Regierungsbezirke Kattowitz und Zichenau, und der restpolnische Raum bis Narew, Bug und San wurde zum Generalgouvernement umgestaltet. Damit erwuchsen für das Reich große neue Aufgaben auf verwaltungsmäßigem, wirtschaftlichem, sozialem und kulturellem Gebiet, besonders bebeutfam im Hinblick auf den uns aufgezwungenen Krieg. Namentlich aus diesem Grunde ergab sich sehr rasch die Notwendigkeit, die wirtschaftlichen Möglich- ketten dieser Räume so bald und so gründlich wie nur denkbar nutzbar zu machen und sie baldigst auf einen Stand zu heben, der dem des Altreichs entsprach. Diese Ausgabe wurde der am 1. November 1939 in Berlin errichteten Haupttreuhandstelle Ost zugewiesen, die also ebenso wie das Generalgouvernement in diesen Tagen auf eine höchst erfolg- reiche Tätigkeitsdauer von zwei Jahren zurückblicken kann. Zu diesem Auftrag gehörte zuerst einmal eine umfassende Bestandsaufnahme; es war ein nicht unwichtiger Beitrag zur sprichwörtlichen polnischen Wirtschaft von ehedem, daß nicht einmal verläßliche statistische Unterlagen volkswirtschaftlicher Natur bestanden. Wie aber sollte man ohne genaue Unterlagen das bisherige Staatsvermögen Polens verwalten, Geld- und Kreditwesen regeln, die erforderlichen Auseinandersetzungen vornehmen und umfangreiche Wirtschaftszweige ordnen und übergeben, wenn man nicht einmal wußte, um wie viele und wie große Objekte es sich handelte? Man errichtete in Danzig-Gotenhafen, Posen, Litzmannstadt, Katto- witz und Zichenau örtliche Treuhandstellen, ein Netz entsprechender Außenstellen schloß sich an, und so ging man an eine gründliche Inventur der polnischen Konkursmasse heran. (Sine von der Republik Polen im Jahre 1930 vorgenommene Zählung hatte — recht ungenau! — für j500D Telefon 2750 Die Zäl igkeit, die rasende Härte des bolschewistischen Widerstandes bedeutete für alle Betrachter ein schwer lösbares Rätsel — zumal für die Mitkämpfer von Tannenberg, Gorlice, Prszasnysz bis Tarnopol, die einen ganz anderen Russen erlebt haben. Der war gewiß tapfer, standhaft und todes- mutig. Aber wenn der Geschoßwirbel der Artillerievorbereitung ein gewisses Höchstmaß überstieg, wenn dann die Infanterie das blanke Eisen aufpflanzte und ihr Sturmsignal schmettern ließ — dann ist er doch häufig.getürmt nach rückwärts — oder mit erhobenen Händen uns entgegen. Was ist inzwischen mit ihnen vorgegangen? Im Gespräch mit Kameraden, die das miterlebt haben, hi.rt man immer wieder drei Erklärungen: Die erste, die äußerlichste, lautet: — Er muß. Er wird gezwungen: Hinter ihm droht der Revolver des Genossen Kommissar, das Maschinengewehr der GPU. Mit dem gleichen Mittel haben auch schon die Kommandeure des Väterchens Zar gearbeitet. Gewiß spielt das auch diesmal stark mit. Zweite Deutung: Man hat dem Soldaten eingeredet, der Deutsche martere und schlachte alle Gefangenen. Nicht ausgeschlossen, daß das ebenfalls von B'-deulung ist. _ Die dritte Lösung möchte etwas greifen. Sie nimmt an, es sei dem bolschewistischen System gelungen, in den Massen einen solch inbrünstigen Glauben an die sowjetische Heilslehre zu erziehen, daß diese Millionen mit bewußter Opserberettschaft in einen Märtyrertod stürmen. Ich finde, so sehen diese Burschen eigentlich nicht aus. Ich glaube, die Frage liegt noch etwas verwickelter. Als wir Mitte Juli 1914 den Krieg näher und näher heranrücken fühlten, da waren gerade wir erfahrenen Friedensoffizieree stark beunruhigt durch die Frage, wie sich im Falle des Ausbruches die marxistisch verseuchten Massen der Fabrikarbeiterschaft stellen würden? Und dann erlebten wir einen höchsten, stolzesten Augenblick: ohne Wimperzucken trat die Arbeiterschaft unter die Fahnen und hielt in der Front, trotz späteren Umfallens der Heimat, bis zum bitteren Ende stand. Was war da eigentlich geschehen?! Der Mensch besitzt, wie jedes lebende Geschöpf, eine Doppelseele: die Individualseele und die Massen-, die Kollektiv-, die G a 11 u n g s s e e l e. Beide sind bereit, für ihre Ziele zu kämpfen. Die Gattungsseele lebt sich dar in allen Handlungen, welche die Fortpflanzung betreffen, die Verewigung des Geschlechts. Gewisse Tierstämme aber bilden noch eine andere Funktion der Gattungsseele aus: die soziale. S'e lernen den Kampf um den Fortbestand des Individuums wie der Art nicht mehr einzeln zu kämpfen, sondern gemeinsam, in Rudeln, Horden, Herden, Schwärmen, „Soifern* zusammen- gebaut. Im gemeinsamen Kampf um den Fortbestand dieser Gesamtheiten lernt das Individuum . sich als ihr Glied fühlen und um ihres Weiterlebens willen die Gefahr der individuellen Vernichtung auf sich nehmen. In der Wertordnung beider Seelen erweist sich Ne Gattungsseele als die stärkere, ihr Befehl ist der höhere. Wie stand das um den deutschen Fabrikarbeiter von 1914? Der Marxismus hatte versucht, ihm eine künstliche Kollektivseele aufzuschwatzen, für die er zu Kampf und Opfer bereit sein sollte: die Wahnvorstellung einer Interessen- und Wesensgemeinschaft internationalen Proletariats. „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!" Diese Scbwindel- fiarole des Juden Kari Marx sollte das ßeitroort ein, unter dem die Massen der Welt zum Sturm antreten würden qeegen die echten Gemeinschaftsseelen der Menschheit: gegen die Nationalfee l e. Don der der Jude ausgeschlossen war, und deshalb hatte er ihr den Untergang geschworen. Und nun geschah das Wunder des 1. August. Im Angesicht her ringsum gnstürmenden fTOritbehrnhung erwachte im deutschen Arbeiter nicht die Fiktions-, ' die Trugseele des internationalen Proletariats — die es nie gegeben hat —, sondern die tief verschüttete Gattungsseele des deutschen Menschen, der kein höheres Ziel kennt, als den Opferkampf um Volk und Vaterland. Jede Lehensregung ist eine eigenständige Aeuße- rung des Naturhaften. Sie ist aber auch der Züchtung, im positiven rote im negativen Sinne. Sie kann durch bewußte'Beeinflussung entfaltet und bis zur möglichsten Höchstleistung gesteigert, sie kann > imterbrücft und bis zum völligen Verschwinden „weggezüchtet" werden. Das Mitt-lalter begünftiate die Entwicklung der kollektiven Triebe des Menfchen. Die Zucht der Kirche, die Bindungen des Lshnsfystems, die stän- d fchen Rangordnungen, das Zunftwesen b»r Städte, das Brauchtum des Dorfes, das alles bedeutet bewußte Pflege massenseelilcher Reaunaen. Demgegenüber brachten Renaisiance und Reformation die Wiedergeburt der schon in der Antike erwachten Jndividualseele bis zu jenem Gipfel, da Goethe die Persönlichkeit als der Erdenkinder höchstes Glück pries. Gewisse gemeinseelische Züge, die für den Bestand der Gesamtheit unentbehrlich sind, waren NUN von der Verkümmerung bedroht. _____ Es wurde möglich, nationale Gesinnung als altväterische Rückständigkeit zu oerspottten, den Frauen einzureden, sie hätten „bas Recht auf den eigenen Körper" und sänken durch Empfängnis und Geburt auf einen Standpunkt des „Halbtieres" herab. Im Kriege durfte ein Fremdling, der es wagen konnte, sich unter die deutschen Dichter zu mischen, den Satz aussprechen, ein lebendiger Hund sei besser als ein toter Löwe ... Die Bereitschaft zu Dien st und Opfer für b i e Gemeinschaft wurde eigentlich nur noch an drei Stellen gepflegt: in der Wehrmacht, in der Beamtenschaft und dem akademischen Veroindungs- leben. Die stark entwickelte, durch Jahrhunderte systematisch hochgezüchtete Jndividualseele in Zucht gehalten. Er zwang Todesgrauen, Kriegsmüdigkeit und Friedenssehnsucht nieder, bis das Erlahmen der Heimat ihm den Boden unter den Nagelschuhen wegrih. Uns aber ist der Erwecker der deutschen G e s a m t s e e 1 e erschienen. Seine „gewaltige Predigt" hat der ganzen Nation die Ueberzeugung ein- gehämmert, daß die Gesamtseele das Wichtige, das Entscheidende ist, der feste Boden, auf dem allein die Einzelseele erblühen und sich erleben kann. Das Ergebnis liegt am Tage: der ungebrochene, durch den Ansturm aller Feindgewalten nicht zu bändigende Siegeszug unserer Heere. Dabei ist es dem Führer und seiner Bewegung niemals eingefallen, die Einze 1 seele verkümmern lasten zu wollen. Im Gegenteil: der Aufschwung der Künste, die Wiedergeburt der Wissenschaften, Bestrebungen wie „Kraft durch Freude" und „Schönheit der Arbeit" und unzählige anverwandte Bestrebungen beweisen, daß die Pflege der Jndividualseele hinfort nicht mehr ein Vorrecht der „Besitzenden" und „Gebildeten" sein soll, sondern unaodingbarer Anspruch jedes Volksgenossen. Aus diesem Boden ist jener deutsche Soldat entstanden, der heute die Kilometer-Tausende lachend hinter sich bringt und noch jede Armee, die ihm entgegenzutreten wagte, vernichtet. Wer ihn aoer kennt, weiß, daß er, wenn's zu schießen anfängt, genau so wie wir von 1914/18, seinen „inneren Schweinehund" niederringen muß, da er an diesem Leben, dessen Wert und Glück er kennt, mit Inbrunst hängt und genau weiß, welch unermeßliches Opfer das Vaterland von ihm verlangt. Wie steht's aber mit dem Sowjet-Soldaten? Wie er uns anglotzt, wenn er in braunen, mieß duften- GEBR. Jüwer FÄRBER El Läden und Annahmestellen überall Ein feststehender Begriff erfolgreicher Kosmetik * * B * * * * £alliatiD-€reani Aufnahme in die WflA Auch in der Säuglingspflege 03628 Erhältlich in Apotheken und Drogerien zu JM.10, 0.55 und 0.30 4450 V EStt± 8l»nt I ♦ bis ins I... . . 1 Zur Führung d. Mietgesuche I Haush. in Land- s haus m. 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In tiefer Trauer: Wenig gebrauchte Personenwagen gesucht. OPEL, Automobile Gießen L Ruf 2847 ® Heute früh um 6% Uhr wurde uns nach einem kurzen, schweren Leiden mein geliebter Mann, unser treusorgender Vater, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Pate Herr Fritz Medebach Autoschlossermeister im Alter von 52 Jahren aus seinem arbeitsreichen Leben entrissen. In tiefer Traüer: Marg. Medebach, geb. Böhmer Hans Medebach, cand.med. Adolf Medebach u.Famllle Helmut Medebach Ewald Medebach u. Farn. Fritz Förster und FamHie und alle Angehörigen. Gießen, Frankfurt a. Main, Heuchelheim, den 31. Oktober 1941. Die Trauerfeier findet Montag, 3. November, nachm. 3*/2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt 4513D Wir suchen ab sofort tüchtigen Heizer inr Bedienung von3 Heilungen evtl, als Nebenberuf für Invaliden oder Pensionär. umD Textilhaus Bensberg & Co. Marktstraße 4-8 Einige Lagerarbeiter sofort gesucht. 4463D JOH. FISCHER Kohlenhandelsgesellschaft Gießen, Alicenstraße 42 — 44. Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestr.32 im Kampf für das Vaterland fiel am 4. September im Osten mein geliebter, einziger Sohn, mein unvergeßlicher, lieber Bruder, unser guter Enkel, Schwager und Onkel Wilhelm Ludwig Unteroffizier in einer Radfahrerkompanie, mit dem EK. II ausgezeichnet im Okt. 1939. Er starb im blühenden Alter von 27 Jahren, für uns zu früh; doch war es Gottes Wille. Wer ihn gekannt, der weiß, was wir verloren. In tiefem Leid: Wilhelm Ludwig \ und Angehörige. Hörnsheim, im Oktober 1941. sofort zu mieten gesucht,a.liebsten in Giehen oder nächster Umgeb. Schr. Ang. unt. 03660 a.d.G.A. Schöne, geraunt. 5-6-äimmet- MWng in der Nähe des Bahnhofs zu mieten gesucht. Schr. Ang. unt. 4510Da.d.G.A. In ruh., älteren Haushalt für oder % Tage einezuverlässige Hilfe gesucht z. 1. XII. od. später. [03632 Weserstraste 21. reitet er sich Id « wenigen Minu- V ten warme» , Wasser selbst. 1 Deberall erMlil. 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Besondere danken wir Herrn Pfarrer Weisel für die Grabrede, dem Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier, der Freiwilligen Feuerwehr, Kriegerverein und Gesangverein für den ehrenden Nachruf, sowie all denen, die ihm die letzte Ehre erwiesen. Im Namen aller Hinterbliebenen: Familie Friedrich Hofmann 5. Heuchelheim, den 31. Oktober 1941. 4502 D z. verkauf, [osess Wo?, sagt die Geschäfts!'!. des Giehen. Anzeig. Grauer yerreumantel u. schwarz. Anzug, Gr. 48, zu verkaufen, [osese Seltersw. 2711. | Kaufgesuche Leichtes bis mittelschweres Pferd u.ein2-bis3jähr. Fohlen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. mit Angabe d. Alters u. der Gröhe an L.Feiling, Atzback 5. 4493 D Garten zu kaufen gesucht v. Gartenfreund. Schriftl. Angeb. unter 03657 an den Gieh. Anz. Hell. Wohnzimmer1 grob. Haushaltschrank, Bild in gr. Goldrahmen (Gravüre),türkis Uebervorhänge, 3 Lederstühle zu verkaufen. [03044 Stevhanstr.29ll 2 EmailleOfen iSitzbadcwanne z.verkauf.[4482D Am Nabrungs- berg 2 I. Ofen z. verkauf. 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Und da alles im Be- reich des Naturgeschehens seinen wohlweislichen Sinn hat, ist er keineswegs fehl am Platze, sondern er erfüllt seine Aufgabe, wenn sie uns auch nicht immer sympathisch erscheinen mag. Die Tage des November sind meist feucht und still. In den Anlagen ist der letzte Vogelpfiff verhallt, auf den Dachrinnen sitzen dick aufgeplusterte Spatzen, während die Passanten eilends ihren Weg suchen. In den Wäldern hat der Feuerzauber, den der Oktober entfachte, sein Ende genommen. Kahl ist das Gezweig derBäume, die Rinden glänzen vor Feuchtigkeit, und selbst die munteren Eichhörnchen, die noch vor kurzem umhertollten, sind nicht mehr sichtbar. Dafür knallen die Büchsen der Jäger, und mancher Hase endet sein Dasein im Kessel der Treibjagd. Heber die kahlen Felder aber pfeift der Wind, dem nur die Krähen mit ihrem eintönigen Geschrei antworten. „Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben." Mit diesen Worten drückte der empfindsame Rainer Maria Rilke die Stimmung aus, die uns angesichts des November überkommt. In der Tat scheint es so, als ob der neblige November unter alles Leben einen Strich ziehen wollte. Zum Glück scheint es nur so. Denn alles, was vergänglich ist, muß dahin, wenn es die Wiedergeburt erleben soll. Tief unter dem morschen Laub bergen sich bereits die Keime des neuen Lebens, das uns im Frühling wieder aufs neue beglücken wird. So erfüllt dieser Monat eine- Mission, ohne die alles schal und ohne Inhalt bliebe. Und wie zum Gleichnis dessen ist der letzte Novembertag in diesem Jahre zugleich der erste Advent, der uns hinleitet zu jenen poesievollen Wochen des Dezember. H. W. Sch. Haushaltsbestandsliffe „Mein Hab und 0uf*. Dieser Vordruck ist im Einvernehmen und mit Unterstützung aller zuständigen Stellen entstanden. Er soll vor allen Dingen den Nachweis der Einrichtung und Vermögenswerte der Haushaltungen erleichtern in den Fällen, in denen Schäden durch Fliegerangriffe entstanden sind. Darüber hinaus ist das Formular jedoch geeignet, auch für Schadenfälle allgemeiner Art, insbesondere als Dersicherungsgrundlage, zu dienen. Die Anlegung dieser Bestandslisten von allen Haushaltungen ist daher im volkswirtschaftlichen Inter- esse und soll weitgehendst gefördert werden. Der Verkauf der Listen (10 Rpf. pro Stück) erfolgt ausschließlich durch Buch- und Papierwarenhandlungen. Verdunkelungszell 1.11. von 17.52 bis 8.15 Uhr. 2.11. von 17.50 bis 8.19 Uhr. Vanillinzutker Reese-Gesellschaft, Hameln Man verlang beim Einkauf Arbeitsmaiden im Kriegshilfsdienst. Im Kinderhort, auf der Straßenbahn, im Krankenhaus, bei der post .. Waschgelegenheiten, die Bastelstuben dürfen als vor- bildlich gelten. Hier werden die Kinder, große und ganz kleine schon, zu Ordnuüg, Sauberkeit und gu- ter Führung erzogen; hier wird Gymnastik getrieben, hier werden sie auch ärztlich betreut. Die Mä- Der Presse des Gaues Hessen-Nassau war Gelegenheit gegeben, die vielfältigen Aufgaben und Leistungen der zum Kriegshilfsdienst verpflichteten Arbeitsmaiden des Bezirks XI Hessen des Reichsarbeitsdienstes an verschiedenen Einsatzstellen in Frankfurt am Main aus eigener Anschauung kennenzulernen. Unser Schriftleitungs-Mitglied schildert hier seine Beobachtungen und Eindrücke. Der Einsatz, von dem hier berichtet werden soll, ist bestimmt durch den seinerzeit veröffentlichten Erlaß des Führers vom 29. 7.1941 über die verlän- gerte Dienstzeit der Arbeitsmaiden; durch diesen Erlaß soll der kriegsbedingte Ausfall zahlreicher männlicher Arbeitskräfte auf sinnvolle und zweckmäßige Weise ausgeglichen werden. Aus dem Bezirk Hessen sind rund 3000 Arbeitsmaiden für den Kriegshilisdienst verpflichtet worden; etwa 500 von ihnen sind in Frankfurt am Main eingesetzt, wo sie in erster Linie in Parteidienststellen, in Staats- und Wehrmachtsbetrieben, bei der Stadtverwaltung, in Lazaretten, NSV.-Heimen und anderen sozialen Organisationen arbeiten. Unterkunft und Verpflegung erhalten sie in Hotels oder Unterkunftsheimen, die der RAD bereitgestellt hat, z. T. auch unmittelbar der RAD. bereitgestellt hat, z. T. auch bei den Einsatzstellen selbst die bei der Straßenbahn eingesetzten Mädels werden mit Rücksicht auf ihre wechselnden Dienstzeiten unmittelbar von Hause aus eingesetzt. * Wir sehen uns in einer Unterkunft im Westen der Stadt um, wo den Maiden ein geräumiges Haus zur Verfügung steht, das früher privaten Zwecken diente, und das nun von der Unterkunftsleiterin so zweckmäßig wie wohnlich für seine neue Bestimmung hergerichtet worden ist. Hier wohnen 46 Maiden, hier erhalten sie Wohnung, Essen, nötigenfalls ärztliche Betreuung, hier haben sie ihre Freizeit. Neben dem täglichen Einsatz gibt es Schulung, Leibesübungen, Singstunden, auch Kurse zur 'beruflichen Fortbildung, lieber Sonntag dürfen sie heimfahren, wenn es der Dienst erlaubt: fünf Tage Urlaub im Halbiahr stehen ihnen zu. Einsatzstellen, leiterin und Kameradichaftssührerinnen betreuen und beaufsichtigen die Maiden, die nun keine RAD.- Tracht mehr tragen, sondern nur durch das KHD- Abzeichen kenntlich sind. Pro Tag bekommen sie 50 Pfennig, dazu eine Mark Bekleidungsgeld. Von der Unterkunft geben sie morgens zum Dienst — diese hier hauptsächlich zu Kindertagesstätten und zur Hilfe bei kinderreichen Familien; abends um 22 Uhr muß alles wieder da fein. — Wir gehen durch das Haus und sehen uns um: große, helle, freundliche Tagesräume; in den Schlafräumen (mit Betten übereinander) wie früher im Lager alles blitzsauber und ordentlich; Küche und Sveiseraum sind so beschaffen, daß die Mädels sich wohlfühlen müssen. * Für den Einlaß wurden, wo es sich einrichten ließ, berulliche Vorbildung und persönliche 91 ei nun g berücksichtigt und nutzbar gemacht; für manche Mä- dels bedeutet dieses halbe Jahr KHD. eine regelrechte Weiterbildung im Beruf; andere lernen ein neues, ihnen zuvor völlig fremdes Lebens- und Arbeitsgebiet kennen, was ihnen später bestimmt nicht schaden wird. 147 Mädels sind bei den verschiedensten Parteidienststellen eingesetzt, bei der Kreisamts- [eitung, der Gauleitung, der Kreisleitung auf dem Büro, andere in Kindertagesstätten, auf Schwestern- stationen, in der Haushaltshilfe; hier soll zugleich tüchtiger Nachwuchs für Parteidienststellen wie für soziale Frauenberufe herangebildet werden. In einer Kindertages st ätte der NSDAP, werden etwa 60 bis 80 Kinder vom 6. bis 14. Jahr nach der Schulzeit bis zum Abend betreut, beschäf- tigt, bei den Schularbeiten beaufsichtigt. Das Heim ist mustergültig eingerichtet und steht unter der Leitung einer Hortnerin. Die Aufenthaltsräume, die del, die da ihren Kriegshilfsdienst leisten, können ihre mütterlichen und hausfraulichen Gefühle und Talente hier wundervoll entfalten, und die Mütter der Kleinen können tagsüber ruhig und unbelastet ihrer oft schweren Arbeit nachgehen: sie wissen ihr Kind in guter Obhut und sorgsamster Pflege. * Schwerer haben es die Mädels, die als Schaffnerinnen bei der Straßenbahn Dienst tun. Man hat nur solche eingesetzt, die in Frankfurt wohnen; dennoch hat manche von ihnen auf diese Art Theater -er Universitätsstadt Gießen. Josef Maria Krank: »Dschungel". Ein Tropenstück in drei Akten, eine dramatisierte Magazingeschichte, spielend auf einer kleinen westindischen .Insel, die von der Malaria heimgesucht wird. Es gibt dort ein Hygiene-Institut, aber das ist nur die Etappe, die medizinische Frontlinie verliert sich im Dschungel, nvo der Dr. Dos Passos sein Hauptquartier aufgeschlagen hat. An dem Tage, an dem er des Fiebers Herr geworden zu fein glaubt, bricht das Verhängnis über ihn herein: in der zunächst harmlos scheinenden Gestalt eines amerika- nischen Reporters. Der interessiert sich anfangs nur für die Malaria, weil er in ihr einen Stoff für sein Sensationsblatt wittert; da er aber außerdem über ein gutes Gedächtnis verfügt, ereignen sich verschiedene unliebsame Ueberraschungen in der ohnehin überhitzten Atmosphäre des unheilschwangeren Eilandes: eine seit Jahren verschollene Mord- gesch chte wird plötzlich wieder aktuell, als der Reporter in Dos Passos den Mann zu entdecken glaubt, der damals zum Tode verurteilt wurde und sich der Vollstreckung des Urteils durch die Flucht unter falschem Namen entzog. Dos Passos seinerseits findet in einer Aerztin der Station höchst unvermutet seine damalige Geliebte wieder, die Frau seines früheren Assistenten, dessen Ermordung ihm zur Last gelegt wurde. Der Konflikt, der sich aus solchen Enthüllungen ergibt, ist mit Händen zu greifen: wird Dos Passos, wie der sensationswütige Reporter verlangt, der Polizei übergeben, bann bleibt die Insel der Malaria ausgeliefert; die Situation aller Beteiligten, wenn er nicht verhaftet wird, kann sich jeder ausmalen, der nur etwas Theaterphantasie besitzt. Ein Glück, daß es noch eine dritte Möglichkeit gibt; die ist so beschaffen, daß weder die jäh und hitzig wiederaufflackernde Liebesgeschichte noch auch der dringlich und unoerjährt Bereinigung heischende Kriminalfall dabei zu kurz kommen. Hm späteren Besuchern nichts von der Spannung zu nehmen und niemandem das Vergnügen an psychologischen Spekulationen und prioatdetektivischen Kombinationen vorzeitig zu verwässern, hüllt sich der Betrachter numyehr, was die Handlung betrifft, in diskretes Schweigen. ♦ Was die Aufführung angeht, so wurde sie von Oberspielleiter W. M. Mund inszeniert: er witterte mit sicherem Instinkt die heftigen theatralischen Möglichkeiten eines an Heberraschungen, Effekten und Sensationen reichen Stoffes und der wichtigsten Rollen. Er legte — hierin von Herrn Löfflers Bühnenbildentwürfen ausgezeichnet unterstützt — besonderen Wert auf Stimmung und eine von Fieberklima, Whiskyrausch und Negermusik erhitzte Atmosphäre, in der leidenschaftliche Liebesgeftänd- niffe, deutliche Redensarten, gereiztes Geschrei, wild ausbrechende Zweikämpfe und geschwungene Revolver ganz natürlich wirken. Dagegen wären, besonders im ersten und letzten Akt, einige Kürzungen und einige Tempobeschleunigungen der Konzentration des Ablaufs und der mehrfach begründeten Spannung sehr förderlich. * In der Rolle des Dos Passos stellte sich Intendant Hans Walter Klein als Schauspieler vor. Es ist eine dankbare Sache, eine Albers-Rolle sozusagen; Intendant Klein spielte sie mit Geschick ohne naheliegende Hebertreibungen, aber so, daß die Figur, auch wo sie nicht agierte, stets im Mittelpunkt der Fabel blieb und auch in kritischen Augenblicken nichts von den Sympathien einbüßte, die der Autor ihr zugewendet hat. Renate F r e i h e n als Virginia sah sehr vorteilhaft aus, und der allmähliche Hebergang aus sachlich betonter Kühle zu angstvoller Erregung gelang ihr mit überzeugenden Mitteln. Herr Funke als Reporter Rubber war entschieden die aktuellste Gestalt, ein Repräsentant der 08A.-Revolverpresse, wie wir sie lieben: ziemlich läppisch, einigermaßen abgekocht und, wenn es darauf ankommt, sogar gefährlich. Herr Mund machte aus dem Halbblut-Assistenten Gomez eine theatralisch wirkungsvoll gesteigerte Charakterstudie. Herr Zeppenfeld, ein derber, lärmender Gouverneur, holte aus der nicht sehr ergiebigen Rolle das Möglichste heraus. Herr Schmidt spielte mit kräftigen Betonungen den Dr. Stijn, Herr B o s n y leicht karikiert den Professor Meyer und Herr Kratz mit saftig ausholendem Humor einen schwarzen Medizinmann im Urroalb. — * Spielleiter und Darsteller durften zuletzt viel Beifall und Blumenspenden entgegenehmen. Hans Thyriot. Sm*? Ein unangenehmes Übel, das sich aber leicht und mit Erfolg bekämpfen läßt Pflegen Sie Haai und Kopfhaut regelmäßig so, daß kein Alkali und keine Kalkseife Im Haai verbleiben, also mit SCHAUMPON SCHWA R Z KO PFQ Der Gioß aufs Herz. Von Otto Brües. Ein paar junge Leutnants saßen, zu Beginn des vorigen Krieges, an dem damals noch erglühenden Lagerfeuer zusammen, kühne, todestrotzige Burschen, die das Leben in vollen Zügen zu genießen aus den Tagen des Friedens gewohnt waren; und als die Stunde schlug, in der sie sich bewähren mußten, warfen sie alles hinter sich und waren einzig das, was sie fein sollten, nämlich Soldaten — von der Art, die nicht rechts und links sieht, wenn es geradeaus geht, und die den Teufel, den es auch heute noch gibt, stracks aus der Hölle holt. Diese verwegenen Herren hatten einen unter sich, einen Offizier des Beurlaubtenstandes, der, ohne sich etwas zu vergeben, in feine Bücher versponnen blieb und stets ein paar im Gepäck mit sich führte. Was lag den mitten im Todesgrauen lebensnahen Gesellen näher, als öen Kameraden immer wieder mit feiner Vorliebe zu necken? Sie taten es weidlich und um so mehr, als sie bemerkten, daß der Bücherfreund betroffen zu erröten pflegte. Nun — als sie jenes Abends ihn am Beiwachtfeuer ertappten, da steigerten sie sich in einen rechten Hebermut und spöttelten über den Kameraden, so dreist sie's nur eben vermochten. Doch plötzlich stand der Major unter ihnen, der das Bataillon führte, ein alter, eisgrauer Truppenoffizier; der hörte noch den Spott, ließ sich unter den Aufspringenden auf einem schnell untergeschobenen Holzblock nieder und klemmte sich das Einglas ein. Er musterte die Herren, knetete sein spitzes Kinn und begann ohne Umschweife zu erzählen. „Das war im letzten Gefecht damals in Südweft", so begann er, „ich war als junger Offizier kaum anders als Sie; liebte den Wein und die Weiber und schätzte von den Büchern nur das Exerzierreglement; übrigens auch das nur fo lange, bis mir fein Inhalt in Fleisch und Blut übergegangen war. Kam einer mir mit den Werken der Wissenschaft oder der Dichtung, so galt er mir als ein Bücherwurm; ich konnte mir keinen Nutzen davon vorstellen, daß man bedrucktes Papier zusammenband und in einen Einband heftete. Nun hatte mir meine Braut, als wir an der »Alten Siebe' zu Cuxhaven voneinander Abschied nahmen, ein kleines Päckchen in die Hand gedrückt. Es war in Seidenpapier eingeschlagen und mit bunter Schnur umwunden. Ich nahm an, daß ein nützlicher Gegenstand darin sei. Als ich, am dritten Tage der Seereise, das Paketchen öffnete, lag ein Buch vor mir, die Dünndruckausgabe von einer Lebensbeschreibung, die man, wie es hieß, kennen sollte; mir sagte nur die Widmung etwas, die Schriftzüge des geliebten Mädchens, wenn mich auch das Geschenk selbst befremdete. Gehorsam trug ich das Buch in der inneren, linken Rocktasche der sandbraunen Feldbluse mit mir herum, ohne jemals darin zu lesen. So den ganzen schweren Krieg hindurch, den die daheim für einen Spaziergang hielten. In jenem letzten Gefecht, als uns der Sieg schon sicher war, traf mich eine Kugel, ich schlug zu Böden und weiß noch gut, daß der kurze Abschied von allem, was ich liebte, der Abschied zumal von der Braut mitten in allem Opferwillen mir das Herz zerriß, eh' ich bewußtlos wurde. Da hatte man den ganzen harten Feldzug bestanden und sollte nun scheiden, als der Sieg schon winkte? Ich biß in das Gras, diesem Schicksal fluchend; ein klägliches Mißgeschick erschien es mir in jener Sekunde. Doch schon war ich wieder zum Leben erwacht. Der Arzt kniete über mir, hielt mir ein Buch entgegen, mein Buch, das einzige: es war von einem Querschläger zerfleddert. Ein Querschläger — hott' ihn die Wand des bedruckten und in einen Einband gehefteten Papiers nicht in feiner Wucht gehemmt, mein Herz hätte nie mehr geschlagen, das nun, durch den Stoß der Kugel, nur für ein paar Sekunden ausgesetzt hatte. <5ie merken schon, ich begann zu verstehen, was für einen Nutzen ein Buch haben kann!" Der Major hielt inne, die Herren lächelten und schwiegen, allein der jüngste von ihnen, ein Frechdachs, glaubte noch etwas sagen zu müssen, weil er sich in dieser Rolle gefiel. „Herr Major wollen damit doch nicht andeuten, daß jeder von uns eine ganze Bibliothek mit in den Krieg schleppen soll!" Der Kommandeur steckte das Einglas zu sich, blickte den Zwischenredner, als ob er aus einem Traum erwache, verwundert an und sagte mit einer Stimme, die wohl kaum von der Kühle der Nacht so heiser wurde: „Ich erhielt beim Antritt der Heimreise von den Eltern meiner Braut einen Brief, mein Mädchen lag sterbenskrank darnieder. In der Schiffsbibliothek fand ich ein heiles Stück des Buches, das mir, wenn auch jetzt zerschossen, zum Talisman auf der Brust geworden war, und ich las das Leben eines Menschen, dem das Schicksal nichts erspart hat ... es war ein einziger Abschied von dem, was er liebte. So durchlitt ich, dem der Stoß auf das Herz dieses Herz für das leise und zarte Geheimnis des Schonen und Wahren eröffnet hatte, auch den Abschied von der Braut ... wäre sie wirklich gestorben, wie ich's fürchtend durchkostete, das Buch hatte mir einen Maßstab für die Hohe, die Tiefe, die Qual des Lebens gegeben, so wie es vorher den Tod von mir abgewehrt hatte. Als ich heimkam, brauchte das Fräulein, das ich liebte, noch mehr als ein Jahr zur Genesung; wir sind dann sehr glücklich geworden. „Das wollt' ich Ihnen noch sagen, meine Herren. Und Sie würdigen jetzt wohl auch, daß ich kein Feigling bin, wenn ich jenen Talisman bei mir trage. Ein Buch, das taugt, hat stets etwas von einem Lebensretter!" Sprach's, der alte, eisgraue Major, und ging, während die Herren salutierten, nach vorn zu den Feldwachen. Dom Seiffmn. Es gibt Menschen, denen der Zeitsinn fehlt; sie wissen nie, wie spät es ist, kommen überall hin zu spät und können auch durch beständige Benutzung der Uhr nicht ganz von diesem Mangel geheilt werden. Aber auch abgesehen von diesen Ausnahmen ist der Zeitsinn bei den Menschen sehr verschieden ausgebildet und unterliegt den mannigfachsten Irrtümern. Hüter gewöhnlichen Umftänöen kann uns eine bestimmte Zeit sehr viel kürzer oder auch sehr viel länger erscheinen, als sie wirklich ist. Dabei verkürzen durchaus nicht nur angenehme Eindrücke die Zeit, sondern auch die Erregung und die Kon- zentrieruna der Aufmerksamkeit in einer bestimmten Richtung spielt eine Rolle/Jn Berichten aus dem Kriege wird von Teilnehmern berichtet, daß sie während einer heißen Schlacht vollkommen den Zeitsinn verloren und glaubten, es sei erst eine halbe Stunde vergangen, wenn schon Stunden hindurch gekämpft worden war. Eine Abart des Zeitsinns ist die Fähigkeit mancher Personen, zu einer bestimmten Stunde von selbst aus dem Schlaf zu erwachen. Viele behaupten, daß sie dazu mit der größten Pünktlichkeit imstande feien, aber die Versuche haben gezeigt, daß es doch nur wenigen gelingt. Man hat dabei beobachtet, daß Personen, die zu einer bestimmten Zeit aufwachen wollen, sehr unruhig schlafen, und daß die Zeichen der Hnruhe sich steigern, je näher die Stunde des Erwachens kommt. Anderseits durchlebt man im Traum Dinge, die viele Stunden zu dauern scheinen, in ein paar Sekunden. So erzählt Laoalette, der während der französischen Schreckenszeit im Oefängnrs lag, er habe einen Traum gehabt in den wenigen Sekunden, die von dem Moment, in dem es Mitternacht schlug, bis zu dem verstrichen, in dem Wache vor seiner Tür abgelöst wurde. „Ich war in der Rue St. Honorö", so schildert er diesen Traum. ,,Es "ar dunkel, die Straßen waren verlassen, aber ich hörte ein dumpfes Gemurmel von fernher. Plötzlich erschien dann am Ende der langen Straße ein Reitertrupp, und fünf Stunden lang rasten Reiter in vollem Galopp an mir vorbei; nach ihnen kam eine große Anzahl von Wagen, mit Leichen belaßen.“ Oefters erlebt man auch im Traum Dinge zu gleicher Zeit, die an ganz verschiedenen Orte und zu cher Zeit, die an ganz verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten vor sich gehen. Daß auch die Tiere bis zu einem gewissen Grade den Zeitsinn besitzen, beweisen zahlreiche Beobachtungen. So wird von einer Ganseherde berichtet, die immer an einem bestimmten Tage in der Woche auf den Markt kam, um die liegengebliebenen Getreidekörner aufzupicken. An einem Donnerstag wurde nun der Markt nicht abgehalten, aber die Gänse erschienen wie gewöhnlich an diesem Tage auf dem Marktplatz. Es erhebt sich nun die Frage, ob die Gänse wüßten, daß eine Woche verstrichen war, ober ob sie vielleicht den Donnerstag an irgend welchen besonderen Zeichen erkannten. Sogar manche Insekten haben einen entwickelten Zeitsinn, wie in letzter Zeit angestellte Versuche gezeigt haben. Wenn man Bienen und Ameisen zu bestimmten Stunden füttert, so lernen sie schnell die Stunde und den Ort der Nahrungsgabe und kommen mit größter Pünktlichkeit herbei. Im Zoologischen Garten von Graz hat man Ameisen mit Archer und Chloroform eingeschläfert, so daß sie fast fünf Stunden bewußtlos blieben; sobald sie wieder aufwachten, gingen sie sofort an ihre Arbeit und fanden sich pünktlich zur Fütterung ein. C. K. SchwesteHidienst - Beruf und Schule für’s Leben Die NS.-Schwesternscbaft and der Reichsbund der Freien Schwestern und Pflegerinnen e. V. stellen lautend junge Mädel und Frauen im Alter von 18 bis 88 Jahren als Lernschwestern In den staatlich anerkannten Kranken- und Säuglingspflegeschulen des Gaues ein. — Weitere Ansbildungsstättan im übrigen Reichsgebiet werden durch die Eeichsdienststeilen der Schwesternschaften Berlin W 62. Kurfürstenstraße HO. vermittelt Einsatz der NS.-Schwestert Krankenhäuser. Kinderkliniken. Gemeinden, SS-Lazarette. SS-Mütter- und Säuglingsheime, Schulen der NSDAP, und Ordensburgen Weitere Auskunft durch das Ausbildung: iVaflOirige Lernzeit» staatliche Prüfung, praktisches Jahr. Fortbildung: Operations-, Diät- Säuglingsschwester usw. Aufstiegsmöglichkeiten: Jungschwesternführerin, Oberschwester, Oberin. Gehalt nach neuem Tarif. Xmt für Volkswohlfahrt, Gauleitung Hessen-Nassau, Einsatz der Relchsbund-Sdiwester: Krankenhäuser, Sanatorien, Kinderkliniken. Mütter-, Säuglings- und Kinderheime und Krippen, vorbeugende Familienhilfe auf dem Lande, krankenpflegerische Tätigkeit im Ausland. Werkschwestern. Darmstadt, Steubenplatz 17. «63v Wandervorschläge für den Sonntag MepreisverieilungimBlumenschmulkwettbewerb (Nachdruck verboten.) 16. Fortsetzung. WWWMK..... mann, Kathi allee. Bei der Stadtverwaltung sind im ganzen 171 Maiden beschäftigt; sie in den Gesamtbetrieb mit seinen rund 15 000 Beschäftigten einzufugen, machte manche Umstellung und die Ueberwindung gewisser psychologischer Schwierigkeiten notwendig. Außer den etwa hundert bei der Straßenbahn und im Krankenhaus sind die Dienstverpflichteten im Büro beschäftigt, in den Gewächshäusern des Palmengartens, in Museen und Bibliotheken, auf dem Ernährungsamt und bei der Ausgabe der neuen Kleiderkarten. In der Kleinarbeit eines großstadtt- scheu Derwaltungsapparates lernen sie, im Dienst am Dolksganzen, ein ganz neues Arbeitsfeld kennen. Zu Gruppen zusammengefaßt, sind sie in vier großen Hotels untergebracht. ■ Dort wohnen auch ihre Kameradinnen, die bei der Feldpostpäckchenstelle der Reichspost eingesetzt sind. 105 Mädels schaffen hier von %8 bis 12 und 13V- bis 18 Uhr; einen freien Nachmittag haben sie in der Woche und alle vierzehn Tage einen freien Sonntag. Alle sind guter Dinge und mit ihrem Dienst zufrieden: das hören wir von ihnen selbst und von dem Beamten, dem die Dienst, stelle untersteht. Uebrigens herrscht eben noch kei- bestimmt, daß auch während der Kriegsjahre das kulturelle Leben im Volke weitergehen solle. Blumen als Ausdruck der Lebensfreude im Heim wie im Straßenbild seien darum auch in der Gegenwart nützlich und verdienten mehr denn je unsere Be- achtung. Wenn aber der Mann, Vater oder Bruder heimkedre, müßten die Blumen am Fenster, auf dem Balkon und drinnen düsten und blühen, denn Blumen gehörten uns Deutschen zur Heimat. Zum Schluß dankte Beigeordneter Nicolaus allen, die zum Gelingen des Werkes durch ihre De- teiligung in irgendeiner Weise beigetragen haben. Garteninspektor l.R. Rehnelt betonte dann, die an die feuchte Gewächshauslust gewöhnten Pflanzen nicht zu sehr den Schädlichkeiten der Zim- merpflege in zu trockener Lust, verbunden mit zu hoher Temperatur, auszufetzen. Kühler, Heller Stand- ort, besonders bei blühenden Gewächsen, verlängere den Flor. Bei der anschließenden Preisoerteilung dürften alle freudigen Erwartungen ihre Erfüllung gefun- und sich entschuldigte. „Haben Sie wenigstens Ihre Motive gefunden?" Er mußte sich erst auf das besinnen, was sie meinte. Die kleine Notlüge hatte er schon wieder vergessen, und mit einiger Mühe brachte er heraus, daß es ihm allein nicht viel Spaß gemacht hätte. Diel reizender und ergebnisreicher wäre es natürlich gewesen, wenn sie hätte mit dabei sein können. Ob sie vielleicht nachher — man könnte ja eine Stunde oder zwei in einer Eisdiele und — wenn es kühler würde — „Mein Gott. Herr Bröger, warum reden Sie so viel herum? Sie sind doch sonst ein Mensch, der geradenwegs auf sein Ziel losgeht. Wahrscheinlich haben Sie überhaupt noch nicht gesucht oder, was hätte sie ganz vergessen, daß Thomas halb und halb böse mit ihr war. Zum mindesten machte er immer noch sein ernstes Gesicht und wühlte mit seinen Händen in den Haaren. Aufatmend, wie von einem Strom hochgetragen, reckte sie die Arme in die Luft. Fast mit fauler Lässigkeit antwortete Thomas: „Ich habe schon Schöneres gesehen!" Ob sie nun diese Antwort nicht erwartet oder ob sie gewollt hatte, daß er schwieg, wußte sie nicht, als sie, über so viel überhebliche Gesättigtheit erschreckend, die Arme wieder sinken ließ: „Aber ich nicht, Herr Bröger, und Sie müssen schon mir zugute halten, daß ich mich freue, wann ich will und mit Ihnen oder ohne Sie. Wenn auch unser Meru an die sechstausend Meter hoch ist, wenn wir auch den Urwald sozusagen vor der Tür haben, mit Löwen und Schlangen umgehen wie Sie hier mit Katzen und Eidechsen, so ist das erste Erlebnis Europas für mich so überwältigend und neu, daß ich mich über jeden Ausblick in eine Landschaft freuen muß. Wenn ich zum Beispiel Maler wäre, würde ich den Durchblick durch den Wein auf die weißen Häuser da hinten, mit den kleinen schwimmenden Wolken in dem blauen Himmel malen..." Thomas sah sich erstaunt um, drehte dann langsam wieder sein Gesicht zum Tisch zurück: „Seien Sie mir nicht böse, Fräulein Grunelius. Ich habe mich wirklich dumm benommen. Vergessen Sie es, bitte. Sie haben ein phantastisches Auge." Er griff nach ihrer Hand un-d preßte seine Lippen auf die schmalen Finger. „Prego, Signorina!“ rissf da der Wirt unter der Tür und sttirzte mit einer großen Karaffe, gefüllt mit einem blutroten Chiantt, an den Tisch. Mit einem unnachahmlichen Schwung setzte er das Ta- blett zwischen die Gläser, holte mit einer weiten Armbewegung aus und ließ die Flüssigkeit in die hohen Kelche fließen. Es nahm sich wie eine Zere- monie aus, bei der der Wirt, seinen Kopf hin und her wiegend, wie ein Zauberer einige Sprüche vor sich hinmurmelte und zum Schluß eine tiefe Der- beugung machte. Thomas, dem diese sizilianische Art nicht unbekannt war, antwortete mit einer entspre- chenden Geste und summte ebenfalls etwas Gebet- artiges vor sich hin. (Fortsetzung folgt.) Kämpfen, arbeiten, siegen! Unter dieser Parole finden heute und morgen im Kreise Wetterau folgende Dersammlun- gen der NSDAP, statt: Samstag, 1. November, 20 Uhr: Allen- dorf (Lahn), Burkhardsfelden, Gießen, Großen- Buseck, Grünberg, Grüningen, Holzheim, Hungen, Lauter, Lollar, Londorf, Melbach, Oberhörgern, DU- lingen, Watzenborn-Steinberg, Wölfersheim. Sonntag, 2. November, 15 Uhr: Bad- Nauheim, Bellersheim, Beltershain, Bersrod, Daub- ringen, Freienseen, Gambach, Geilshausen, Gießen- Wieseck, Harbach, Hausen, Heuchelheim, Pohlgöns, Rockenberg, Rodheim a. d. Horloff. Sonntag, 2. November, 19.30 Uhr: Bettenhausen, Butzbach, Ettingshausen, Griedel, Großen-Linden, Kirchgöns, Laubach, Leihgestern, Mainzlar, Ostheim, Reichelsheim, Reiskirchen, Steinfurth, Weickartshain, Weitershain. Deutsche Volksgenossen und deutsche Arauen! 3n diesen Kundgebungen hört Ihr, was unsere Feinde mit dem deutschen Volke vorhaben, welches grauenvolle Schicksal uns und unseren Kindern zugedacht ist. Darum kommt alle und stärkt Eure Kräfte und den Dillen zum Sieg, denn nur unser Sieg kann unsere Zukunft sein. Daher die Parole: Kämpfen — arbeiten — siegen! den und diese Erfüllung den Vorsatz bestärkt ha^en» im nächsten Jahr die Blumen noch mehr und belfer zu pflegen als seither. Oie Preisträger. Karin Grunelius Roman von Gulöo R,Brand nesweqs Hochbetrieb: „nur" etwa 3000 große Säckel Ueberall sind die jungen Mädels als Helferinnen mit Feldpostpäckchen werden hier täglich abgefer-1 willkommen und in chrer Arbeit sehr geschätzt. Am gestrigen Freitagnachmittag konnte man im Straßenbild mancherlei Passanten mit Blumen und frohen Gesichtern bemerken. Sie kamen von der Preisverteilung, die der Fremdenvertehrs- verein Gießen als Krönung des Ausschreibens zum Blumenschmuck-Wettbewerb veranstaltet hatte. In- einem geräumigen Zimmer des Liebigbaues (Alle Klinik) waren die weißged-ckten Gabentische mit einer Fülle von blühenden und Blattpflanzen geschmückt, außerdem mit geschmackvoll gewählten nützlichen Gegenständen aller Art, wie sie für Blumenpflege, Garten und Häuslichkeit jedermann willkommen sind und Freude bereiten. Eingeleitet wurde die schlichte Feier durch eine kurze Ansprache des Vertreters der Stadt, Beigeordneten Nicolaus. Er erinnerte daran, daß wohl mancher sich gefragt habe, ob unter den gegenwärtigen Verhältnissen die Aufforderung zum Blumenschmuck in unserer Stadt wohl das nötige Echo finden werde, da die Gedanken der Menschen jetzt doch andere Wege gehen. Allein, der Führer habe Dieder — Dünsbachtal — Frankenbach — Eiserne Hand — Rodenhausen — Erdhausen. Dom Bahnhof Bieber gehen wir, nachdem wir das Dorf passiert haben, durch das Biebertal bis zur Obermühle. Kurz dahinter verlassen wir die Landstraße, kommen beim Wegweiser in das reizvolle Dünsbachtal zwischen Dünsberg und Helfholz und am Ende desselben auf die hochgelegene Frankenbacher Landstraße. Die Straße, die unterwegs hübsche Ausblicke bietet, führt zunächst nach Frankenbach, hierauf an der einsamen Wirtschaft „Eiserne- Hand", wo wir schwarze Striche antreffen, später an'der Zigeunereiche vorüber nach Rodenhausen. Am Fuße des Hemmerich entlang geleitet uns das Zeichen weiter einen bewaldeten Talweg zwischen Koppe und Treisberg durch Feld und Wald nach Erdhausen. Beim Austritt aus dem Walde genießen wir noch einen prächtigen Blick auf die Hinterländer Berge mit dem Rimberg. Von Erdhaufen benutzen wir zur Heimfahrt die Bahn über Rieder-Walgern. Dauer der Wanderung etwa viereinhalb Stunden. kommen. „Und wenn es nicht so sein sollte, dann können wir es ja nachholen — falls Ske wirklich noch nichts gefunden haben. Ich helfe Ihnen gern!" sagte sie, um den Wagen herumgehend, und setzte sich neben ihn. Das Licht blendete ihn noch, weil er sich zu sehr an die Sonnenbrille gewöhnt hatte. Es war im höchsten Grade unangenehm, Karin in diesem Augenblick nicht ernst anschauen' zu können, um zu ergründen, wie sie ihre Worte wirklich meinte. „Wie geht es Herrn Merck?" fragte er deshalb ablenkend und brachte den Wagen in Gang. ,Zhrem Herrn ... Günther!" „Warum fragen Sie so spitz? Eifersüchtig?" ~ Statt aller Antwort ließ Thomas das Auto über den Platz rasen, hog in eine enge Straße ein und fing den Wagen erst wieder ab, als sie vor einer Trattoria, in deren Vorgarten bunte Lampions das dunkle Grün belebten, ankamen. „Bitte —", sagte er kühl. Er tat beleidigt, wogegen Karin das Spiel belustigend fand und sich sei- nem Wesen anpaßte. ,Lch danke!" antwortete sie und betrat auf eine höflich-einladende Geste den Garten. Ein feines iro- nisches Lächeln umspielte ihre Lippen. Wenn es dar- auf ankam, würde sie es ruhig mit ihm aufnehmen. „Was wünschen Sie?" fragte er und las ein paar italienische Getränke herunter. Bei einem fügte er hinzu: „Eisgekühlt!" Bisher hatte sie kein Wort verstanden. Jetzt nickte sie, und ohne daß Thomas bestellen konnte, rannte der Wirt mit der Serviette wedelnd davon: „Bene! Bene!“ Wie ein Igel läuft er, dachte Karin, als sie die kurzen Beine in der Tür verschwinden sah. „Mein Gott, wie schön ist es hier!" sagte sie, als Gießen — Lollar — Kirchberg — Sichertshausen — Fronhausen. Diese für die jetzige Zeit empfehlenswerte Stra- ßenwanderung beginnt am Walltor. Wir gehen die aussichtsreiche Marburger Straße entlang am Ba- denburger Wäldchen vorbei nach Lollar, das wir durchschreiten, kommen an Kirchberg mit seinem alten, auf steilem Fels über der Lahn liegenden Kirchlein vorüber in ein schönes Waldtal, die sog. Tiefenbach. Dor (Eintritt in den Wald bietet sich uns ein hübscher Blick auf das malerisch gelegene Oden- hausen mit dem Altenberg im Hintergrund und in das sich anschließende Salzbödetal, während wir beim Austritt aus dem Wald eine prächtige Aussicht auf das breite Lahntal mit mehreren Dörfern sowie auf die Marburger und Hinterländer Berge genießen. Der Weg führt uns durch die Orte, Sichertshausen und Bellnhausen, wo wir die Sahn überschreiten, um, unterwegs nochmals reizvolle Blick auf Schloß Friedelhausen, den Altenberg, das Marburger Schloß und die Lahnberge genießend, unser Endziel Fronhausen zu erreichen. Wan- derzeit 3XA Stunden. Wie in Frankfurt und in anderen Orten sind auch in Gießen und seiner Umgebung Mädels im Kriegshilfsdienst eingesetzt. Insgesamt stellen in unserer engeren Heimat 40 Mädels als Knegshufs- dienstverpflichtete ihre Arbeitskraft zur Verfügung. Ein Teil der Mädels ist in den N S V. - K i n d e r - gärten der Stadt Gießen und in den Orten Wie- seck, Alten-Buseck, Rödgen, Großen-Buseck, Lang- Göns, Garbenteich und Lich tätig. Fünf Kriegshilfs- dienstverpflichtete sind als willkommene Helferinnen in den Lazaretten beschäftigt, sechs arbeiten bei der Reichsbahn in verschiedenen Abteilungen, z. B. an der Fahrkartenausgabe und der Bahn- hofskasse bzw. in der Güter- und Eilgutabfertigung. Weitere arbeiten im Einzel- bzw. Zweiteinsatz bei verschiedenen Dienststellen der Wehrmacht unb bei anderen Behörden auf den Büros, die übrigen sind täglich 8Vi Stunden als Familien- Hilfe in Gießen und Umgebung tätig. Die Kreisamtsleitung der NSV. hat zwei Unterkünfte bereit« gestellt, in denen 24 Mädels wohnen, die übrigen haben ihre Wohnung in Hotels und Privathäusern. Ueberall sind die hingen Mädels als Helferinnen roärtig 2200 Kranke liegen, und daß hier für rund 3000 Menschen — noch dazu auf die verschiedensten Arten — gekocht wird. (Der Frankfurter Betrieb gehört zu den fünf größten dieser Art in Deutsch- anb.) Wenn man durch die Küchen und die Wa- chereianlagen geht, kann man die Augen aufreißen und staunen. Es ist keine leichte und auch nicht immer angenehme Arbeit, die da getan werden muß, aber sie wird gern getan, und die Mädels lernen auch eine Menge dabei. Es sind ein paar Medizin- tudenttnnen unter ihnen, aber die meisten kommen aus allen möglichen anderen Berufen und den ver, chiedensten Lebenskreisen. Untergebracht, sind sie, hell und wohnlich, im alten Sandhof, einem ehemaligen Ausflugslokal, in dessen oberen Raumen der junge Goethe öfters getanzt hat. ihre Vaterstadt erst richtig kennengelernt. The kor- perliche Beanspruchung ist nicht genug, die Verant- wortung erheblich, die Arbeit unter den Augen einer oft ziemlich kritischen Oeffentlichkeit für einen MN- gen Menschen zunächst eine gewisse Belastung. Man hat den Maiden übrigens nichts geschenkt: sie haben, ehe sie auf den Wagen kommen, einen normalen Schaffnerinnenlehrgang mit theoretischer und praktischer Ausbildung hinter sich. Die Prusungser- rebniffe waren bei den hier eingesetzten o5 Maiden durchaus erfreulich; die Straßenbahnverwaltung be- cheinigt ihnen und uns, daß sie ihren Dienst tadel- 09 versehen und mit Lust imb Liebe bei der Sache in-b. Der Dienst dauert wie üblich 8'/- Stunden in zwei Schichten), wirb aber für die Maiden mcht vor 5 und nicht nach 22 Uhr angesetzt; auch haben sie den Sonntag frei. Eine von ihnen erzählt uns mit Humor und von der Leber weg, wie das mit dem Dienst ist; ungefähr so: am ersten Abend war ich schlagskaputt, noch nie bin ich so lang Trambahn gefahren. Solang der Lehrschaffner, kritisch und immer hilfsbereit, baue- bensteht, kann einem nichts passieren, aber das erste- mal allein, da kann man was erleben mit vollen Wagen, heimtückischen Kurven und meckernden Fahrgästen. Man muß die Haltestellen im Kopf haben, man darf nicht zu früh abschellen, und dann die Sache mit dem Teilstreckenfahrplan, mit dem Geld und der Abrechnung abends. (In der ersten Zeit hab' ich daheim mit meinem kleinen Bruder geübt) Mit Soldaten, die fremd sind, wird man am besten fertig; die glauben alles, was man sagt. Das Schlimmste:'ein Kinderwagen vorn auf ber Platt- iorm. Die Frankfurter neigen zur Kritik, aber sie inb auch wieder nett und helfen einem, wenn sie eben, daß man neu ist. — Mir macht das Spaß. ♦ Die Frankfurter Sparkasse, der unae- fahr 60 v. H. chrer männlichen Gefolgschaft fehlen, war dankbar, als ihr einige Maiden zugewiesen würben, bie noch dazu übermiegenb kaufmännisch vorgebilbet sind. Die Mädels werben im Hause ver- pflegt und sind auch ba untergebracht: in reifend hergerichteten Dachzimmerchen mit schönem Blick auf bie Anlagen. Sie nehmen am Unterricht teil (Kurse für Steno, Schreibmaschine, Hollerith), haben ein Bab, können Sport treiben, Bibliothek und Radio stehen ihnen zur Verfügung. Sie genießen alle Vorzüge eines RS.-Musterbetriebes und unterstehen einer Kameradschaftsführerin. Im Städtischen Krankenhaus, drüben Nm andern Ufer, sind einige 40 Mädchen eingesetzt: ln leichter Krankenpflege und allen Zweigen des Wirtschaftsbetriebes. Was das für ein Betrieb ist, wird einem klar, wenn man Höri, daß hier gegen« „Ja, morgen, Günther!" Schnell entzog sie ihm ; ihre Hand, als fürchtete sie, er könne noch einmal in sie bringen. „Weitz es dein Vater schon oder meine Eltern? Hast du ihnen telegraphiert oder geschrieben? Uebri- aens — wo bleibt denn die Antwort aus Merckhof?" fiel ihm ein, zu fragen. „Und wie ist es mit dem Geld?" „Ich habe noch niemand geschrieben. Diese Idee ist mir ja auch ganz plötzlich gekommen und eben aus ber entsetzlichen Langeweile heraus. Das Geld wirb wohl bald kommen — hoffe ich —", fügte fie nachdenklich hinzu, als hinge davon die Verwirklichung ihres Planes ab. Ohne Geld konnte sie diese Reise nicht unternehmen, dazu brauchte es keiner langen Ueberlegung, und sie glaubte in Günthers Blick eine gewisse Genugtuung zu lesen darüber, daß sie in dieser Hinsicht abhängig war von ihm. „Hoffen wir. Also bis morgen!" Er sah ihr noch triumphierend nach, mit ber glücklichen Befriedigung, daß er morgen eine Überraschung für sie haben würde. Die Unterhaltung, deren Spitzen und Kanten ihm durchaus bewußt waren, hatte ihn ermüdet. Es war doch nicht fo einfach, nach einem solchen Sturz wieder zu gesunden. Thomas Bröger wartete schon eine Weile auf dem Marktplatz von Spaccasorno mit dem Wagen des Doktors Schicht auf Karin. Die Sonne brannte heiß auf das holprige Pflaster nieder. Ueber der Motorhaube flimmerte die Hitze, und bie Stabt schien wie ausgestorben. Die grünen unb gelben Fensterläben erhöhten noch das grelle Weih der Häuser. Thomas war froh, daß er eine Sonnenbrille bei sich hatte und die ganze Welt jetzt braungrün vor sich sah. Diese Farbe besänftigte ihn fast und söhnte ihn damit aus, daß ihn trotz eifrigsten Suchens die Mottve nicht befriedigten. Nachdem er Karin bis ans Krankenhaus gebracht hatte, wollte er wenigstens den guten Willen zeigen, den Grund seiner Sar keine neuen Motive und haben das nur so als Ausrede benutzt —" Thomas nahm verwundert die Brille ab und starrte ihr verlegen ins Gesicht. Wenn er in den bisherigen Unterhaltungen schon manche Beweise ihrer beinahe hellsichtigen Fähigkeit, sich einzufühlen, erhalten hatte, so schien ihm der Marktplatz von Spaccasorno nicht gerade die geeignetste Stätte, ihn so zu attackieren. Aufbrausend wollte er erwidern, aber Karin ließ ihn gar nicht erst zu Wort figt' Die Madels stehen in Reihen nebeneinander und sortieren die Päckchen der Nummer nach in die gehörigen Beutel. Das geht wie das Brezelbacken, aber achtgeben muß man und verwerfen darf man sich nicht, sonst kommt ein Päckchen, das nach Ruh- lanb reisen sollte, womöglich in Afrika wieder zum Vorschein. — * Von morgens um 10 bis nachmittags um 17 Uhr sind wir kreuz und quer durch die große Stadt gelaufen und gefahren und haben uns die Einsatzstellen und Unterkünfte der zum Kriegshilfsdienst, verpflichteten Maiden angesehen; wir haben überall tüchtige, verantwortungsfreudige Arbeit und fröhliche Gesichter gefunden; wir haben uns auch davon überzeugt, daß die Mädels, die hier mit großem Eifer ihren oft sehr ungewohnten Dienst tun, aufs beste untergebracht sind, verpflegt und betreut werden. —y— Der Einsatz in Gießen und Umgegend Erste Preise erhielten: Friedr. Bauer, Marburger Straße; Baugenossenschast Liebigstraße und Aulweg, Dietrich Bersch, Aulweg; Bierau-Müller, Hin- denburgwall; Fr. Bomhardt, Hindenburgwall; Phil. Brehm, Am Nahrungsberg; Minna Decker, Kaiserallee; Espenschied, Kaiserallee; Toni Frey, Kaiserallee; A. Fuchs Wwe., Liebigstraße; Helene Gerhard, Am Nahrungsberg: Theodor Gehbauer, Bismarckstraße; H. Haas, Marburger Straße; Marie Heck, Kaiserallee; Marie Hetzel, Ludwigsplatz; Dagmar Hollmann, Leihgesterner Weg; Anna Hopfner, Bückingstraße; Karl Horn, Marktstraße; Louis Jrle, Kaiserallee; H. Jughard, Hindenburgwall; Klinge- Höfer, Kirchstraße; Ida Keil, Ludwigsplatz; Kogel, Goethestraße; Ernst Kohen, Horst-Wessel-Wall; Berta Landmann, Hindenburgwall, Else Lehr, Frankfurter Straße; Lilli Marchand, Bergstraße: Motorwagen-Verkauf, Marburger Straße; Ernst Muhn, Gnauthstraße; Elisab. Neumeier, Ottilie Obermann, Bromberger Straße; Wilh. Peetz, Grün- berger Straße; Anna Reitz, Memeler Straße, Anna Ritter. Bromberger Straße; A. Schäfer, Sonnen- straße; Eberhard Schmidt, Wilhelmstraße, Karl Schmidt, Alter Steinbacher Weg; Karoline Schmidt, Danziger Straße; Schmitt, Schützenstraße; Anna Schrader, Hollerweg; Lotte Schwarz, Stephanstraße; Paula Schwarzlose, Schlesische Straße; Sophie Wallstein, Sonnenstraße. Einen la-Preis für besondere Leistung erhielt Otto Gremm, Henselstraße. Zweite Preise wurden zuerkannt: Elisab. Althaus, Schlesische Straße; I. Althaus, Kaiserallee; Wilh. Baatz, Wilhelmstraße; Antonie Baehr, Frankfurter Straße; Minna Balzer, Kaiserallee, Peter Brinkmann, Ludwigstraße; Edeltraut Büttner, Friedrichsttaße; E. Christel, Friedensstraße; L. Di- doni, Wiesenstraße; Emilie Döring, Friedensstraße; Dresdner Bank, Iohannesstraße; Emil Eidmann, Johannesstraße; Paula Ellrich, Mühlstrahe; Wiegand Engelbach, Liebigstraße; Paul Euler, Ebel- straße; Flimm, Marburger Straße, Emmy Gilbert, Crednerstraße; Rud. Hahn, Liebigstraße; Sophie Hahn, Löberstraße; Ph. Hillenbrand, Feuerbach- straße; Käthe Hofmann, Senckenbergstraße; Hermine Hoos, Walltorstraße; Lina Korell, Kreuzplatz; Hch. Krauskopf, Friedrichstraße; Dina Kuhl, Sonnenstraße; Paul Lasse, Feuerbachstraße; Marg. Leß, Rittergasse; Marie Möll, Liebigstraße; Minna Moos, Günthersgraben; Frieda Müller, Bahnhofstraße; Marie Nolte, Weserstraße; Karl Ott, Frankfurter Straße; Frieda Pfeiffer, Schottstraße; Frau Schuchard, Kaiserallee; Siersleben, Rodgener Str.; Gertrud Spitz, Frankfurter Straße; Peter Stiller, Rittergasse; Marie Traut, Mühlstraße; Lina Weichsel, Wagengasse; Else Winnen, Goethestraße. Mit dritten Preisen wurden bewertet: Emmy Kauße, Kaiserallee; Emma Lang, Hamm» straße; Kath. Meilus, Liebigstraße; Max Oelber- Roonstraße; Albert Pfeiffer, Bismarckstraße; Schabe, Braugasse, Ursula Waag, Kaiser- Dornotizen. Tageskalender für Samstag. NSDAP.: 20 Uhr in der Aula der Universität öffentliche Versammlung. — Stadttheater: 18.30 bis 22 Uhr „Zauberflöte". — Gloria-Palast, Seltersweg: .Leichte Muse". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „O diese Männer". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. — Artilleristen-Kameradfchaft: 20.30 Uhr Kameradschaftsabend im »Hessischen Hof". Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 17 bis 20 Uhr „Carmen". — Städtische Musik- und Orchesierschule Gießen: 11 Uhr in der Aula der Universität Eröffnungsfeier. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Leichte Muse , — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „O diese Männer". — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters. — Landes- Pferdeausstellung: Waldsportplatz 9 Uhr und 14 Uhr. Gießener Vochenniarktprelfe. * Gießen, 1.Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibistter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, Fahrt hierher zu bewahrheiten. Niemals wäre sie der Wahrheit am nächsten kommt — Sie brauchen damit einverstanden gewesen, daß er sie in die Stadt — ...........fn nfa brachte, wenn er nicht vorgeschützt hätte, neue Bilderthemen suchen zu müssen. Sie wollte unbedingt mit der Bahn fahren, einen Weg, auf dem die halbe Zeit mit Warten ausgefüllt wäre. Von Santa Mafalda schlug die Uhr drei mit einem wunderbar tiefen Ton. Thomas lauschte auf diesen Klang wie auf eine Stimme aus der Unendlichkeit. Gleichzeitig mußte er ein wenig lächeln, weil er sich merkwürdig verändert vorkam. Das war doch wirklich komisch, daß er, der sich aus München weggestohlen hatte, der sich in die Einsamkeit verlieren und wiederfinden wollte, wie ein Gymnasiast klopfenden Herzens an Karin dachte und ihr die Schuld an seinem Benehmen gab. Er spielte achtlos am Lenkrad, drückte versehentlich auf die Hupe, die mit einem Aufheulen die unheimlich lastende Stille zerriß, und sagte laut vor sich hin: „Wenn Karin in zehn Minuten nicht da ist, fahre ich ab!" Trotzdem mußten ihn die Schwüle und das flirrende Licht müde gemacht haben. Er neigte den Kops ein wenig zur Seite unb zurück und schlief bald ein. So fand ihn Karin, als sie um halb vier Uhr auf den Platz kam. Sie hatte selbst das Gefühl, daß sie jetzt viel beschwingter und freier ging, und redete sich ein, daß sich Günther eigentlich ganz vernünftig benommen hatte. Besonders zum Schluß. „Hallo! Herr Bröger! Sie bekommen ja einen Hitzschlag!" rief ihn Karin an. Warum sah er wie ein Frosch aus, fragte sie sich, als Thomas schreckhaft erwachend aufschnellte, das Kinn zusammenklappte flrdsffaffe. Holzheim — Luftwaffe Gießen 2. Die zweite Garnitur der Luftwaffe mutz in Holzheim antreten. Die Platzmannschaft erzielte in den letzten Spielen achtbare Resultate und führt ohne Punktverlust die Tabelle an. Trotz des hohen Sieges der Soldaten über Heuchelheim werden sie den Sieg der Platzmannschaft überlassen müssen. Heuchelheim — Krofdorf. Zwei gleichstarke Mannschaften stehen sich hier gegenüber. Beide Vereine stützen sich auf fugendliche Spieler. Infolge des Platzvorteils besitzt Heuchelheim die größeren Siegesaussichten. HJ.-Spiele im Bann 116. M tv. Giehen 1. Jgd. — Grüningen Jgd. Grüningen zeigte im ersten Punktsviel, welchen Ehrgeiz es besitzt. Können sie solche Leistung wiederholen, so muß sich der Mtv. schon vorsehen, um keine unliebsame Ueoerraschung zu erleben. Auf eigenem Gelände wird es aber zu einem Siege reichen. Watzenborn — Mtv. Gießen 2. Igd. Die Platzmannschaft hat mit den Punktspielen lange ausgesetzt, in Freundschaftsspielen aber gute Ergebnisse erzielt. Wird daher von Anfang die Sache ernst genommen, so werden die Gießener um eine Niederlage nicht herumkommen. Lich — Holzheim. Holcheim zeigte in den letzten Spielen, daß es für die Gegner schwer ist, dort zu gewinnen. Pei Lich will es scheinbar noch nicht nach Wunsch gehen. Es bedarf schon großer Anstrenaungen der Gäste, mn ein achtbares Resultat zu erspielen. Vom Sport am Wochenende. 3m Fußball überstrahlt natürlich das Tschammerpokal-Endspiel zwischen dem Pokalverteidiger Dresdner SC. und Schalke 04, das im Berliner Olympiastadion vor sich gehen wird, alles. Einen klaren Favoriten gibt es in diesem Kampf nicht. Schalke ist rein spielerisch wohl etwas höher einzuschätzen, aber daß der DSE. ein für die Westfalen sehr unbequemer Gegner sein wird, daran zweifelt wohl niemand. In den süddeutschen Gauen und Bereichen nehmen die Punktekämpfe ihren Fortgang. Angesetzt sind: Hessen'Nassau: Wetzlar 05 — Eintracht Frankfurt: Kampfsport Wiesbaden — Kickers Offenbach: Hanau 93 — Hanau 1860; Union Niederrad gegen Rb. Rotweiß Frankfurt: VfB. Großauheim gegen SP. 98 Darmstadt: Rb. Wormatia Worms gegen Dunlop Hanau. K u r h e f s e n : VfL. 1860 Marburg — Rb. Bo- russia Fulda; Kurhessen Kasiel — SC. 03 Kassel; BC. Sport Kassel — Spv. Kassel: SG. Petersberg gegen Hermannia Kassel. 3m Handball interessiert außer den Meisterschaftskämpfen, das Ländertreffen zwischen Deutschland und Dänemark in Hamburg. Es ist Deutschlands 50. Länderkampf. In Hamburg werden auf deutscher Seite im allgemeinen die gleichen Spieler eingesetzt, die in Budapest dabei waren. Wenn auch Dänemark kein zu unterschätzender Gegner ist, so sollte doch ein deutscher Erfolg nicht zweifelhaft sein. M- Illis MäHaiis in Gießen zu kaufen gesucht Schriftliche Angebote unter 3857A an den Gießener Anzeiger erbet. (M stark, verschied. Farben. l«ooD MMoeiM Gartenbau- Betrieb, Schiffenberger Weg. Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stabt Gießen. Vekr.: Aufruf des Abschnitts 9 des Futter- mitteljcheins für Pferde. Der Abschnitt 9 des Futtermittelscheines für Pferde wird hiermit zum 1. November 1941 aufge- rufen. Es kommen 320 kg Pferdemifchfutter je Pferd für die Bedarfsdeckung in den Monaten November und Dezember 1941 zur Verteilung. Die Futtermitteloerteiler werden hiermit auf- gefordert, innerhalb einer Woche nach Erlaß dieser Bekanntmachung, die bei ihnen einaeganaenen Abschnitte 8 des Futtermittelscheines für Pferde zum Umtausch in Bezugscheine bei dem für sie zustän- diaen Ernährungsamt Abt. B vorzulegen. Gleichzeitig werden die Verteiler darauf hingewiesen, daß als Verfalltag der Bezugscheine der 20. November 1941 festgesetzt ist. 4477D Gießen den 30. Oktober 1941. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen: Der Landrat des Landkreises Gießen. ___________________Dr. Lotz.___________________ Bekanntmachung. Verlosung von Auslosungsrechkev der Ablösungsanleihe. XII. Ziehung. 23. Oktober 1941. Auszahlung 2. Januar 1942. Gezogen wurden: Gruppe A zu nom. 1000,— R2IL « 2 Stück: Nr. 19, 38. Gruppe B zu nom. 500,— RM. « 2 Stück: Nr. 43, 46. Gruppe C zu nom. 200,— RM. - 14 Stück: Nr. 6, 35, 58, 107, 138, 159, 160, 220, 259, 272, 280, 283, 301, 372. Gruppe D zu nom. 100,— R2H. = 28 Stück: Nr. 27. 33, 41, 76, 120, 158, 160, 188, 225, 287, ** Die Städtische Musik- und Orche- Perschule wird, wie bereits kurz berichtet, am Morgigen Sonntag, 2. November, pünktlich um 11 Uhr in der Aula der Universität eröffnet. Oberbürgermeister Ritter, Prof. Dr. T e m e s v a r y und Bannführer T a e s l e r werden dabei Ansprachen halten. Der Zutritt zu der Feierstunde ist für jeder, mann frei. *• D i e ersten Kriegsfreiwilligen 1914. Unsere gestrige Notiz unter dieser lieber- Shrist bedarf hinsichtlich der Datsn einer Richtig- ellung. Die kriegsfreiwilligen Studenten, Schüler tmd Handwerker, aus die wir gestern hinwiesen, sind 5 kg 40, Wirsing, kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 6 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 10, rote Rüben 6 bis 10, Spinat 10 bis 14, Unterkohlrabi 7, Mischgemüse 8, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 40, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, ‘/io 10, Blumenkohl, das Stück 30 bis 60, Salat 10 bis 12, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 10 bis 15, Rettich 6 bis 10, Radieschen, das Bund 10 Rpf. Heute Eröffnung der IV. Landespferdeausstellung in Ziehen Bereits im Laufe des gestrigen Freitag sind die ersten Transporte wertvoller Zuchtpferde in Gießen einaetroffen, u. a. aus Rheinhessen und dem Odenwald. Nur noch wenige Transporte werden am heutigen Samstagvormittag erwartet. Der Waldsportplatz ,',Am Trieb" hat ebenfalls eine besondere Herrichtung für die Vorführungen, insbesondere für das Reit- und Fahrturnier, erfahren, so daß alles bis ins kleinste für die große Veranstaltung vorbereitet ist. Am heutigen Nachmittag um 14 Uhr beginnt bereits das Richten der Einzelklassen. Begonnen wird mit den Wettbewerben der jungen zwei- und dreijährigen Stuten. Bereits am Samstagnackmit-. tag werden die Entscheidungen aus den Familien- und Hengstklassen fallen. Der Sonntagvormittaa wird mit einer Hufbeschlagsprämiierung eingeleitet. Anschließend folgt ab 9 Uhr die Fortsetzung des Preisrichtens, das bis gegen 11 Uhr beendet sein soll. Um 11 Uhr findet eine Pferdezüchterversammlung im „Schützenhof", verbunden mit Kritik und Preisverteiluna, statt. Für die schwere Arbeit des Preisrichtens sind fast ausnahmslos Fachkenner herangezogen worden; u. a. haben ihr Erscheinen zugesagt die Verbands- vorsitzenden Bollmann (Sachsen-Anhalt), El- lermeyer (Hannover-Braunschweig), Oekonomie- rat Meyer (Oldenburg), van Lessen (Ostfries- land), Dr. Otto (Thüringen), Nahm (Lothrin- gen), ferner die Landstallmeister B r e s g e s , Dr. D e n ck e r und Grieffenhagen. Das Hauptinteresse beansprucht naturgemäß das Hauptprogramm am Sonntagnachmittag. Neben den Vorführungen sämtlicher prämiierter Tiere.steht im Mittelpunkt die Preiskrönung -der Siegerpferde durch Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger. Interessanter Pferdesport wird im Rahmen des gleichzeitig ablaufenden Reit- und Fahrturniers geboten. Neben zwei Fahrwettbewerben enthält das Programm drei Jagdspringen. Die Hauptprüfung Ist hier das Hubertusjagdspringen, für das 26 Pferde gemeldet sind; u. a. werden gute Springpferde aus Frankfurt a. M., Fulda und Marburg in die Entscheidung eingreifen. Der Besuch eines mit so interessantem und viel- fettigem Programm ausgestatteten Nachmittags sei daher allseits empfohlen. am 31. Oktober 1914 nicht erst in Gießen abgefah. ren, sondern an diesem Tage bereits bei Le Q ue s- n o y ins Gefecht gekommen, das bis zum 2. November andauerte und unserem alten Regiment 116 und damit auch den jungen Kriegsfreiwilligen schwere Verluste brachte. Die Abfahrt und herzliche Verabschiedung jener Kriegsfreiwilligen in Gießen fand bereits am 8, Oktober 1914 statt. ** Die Verlosung von Auslosungsrechten der Ablösungsanleihe betrifft eine Bekanntmachung der Stadtverwaltung in unserem heutigen Anzeigenteil. Strafkammer Gießen. Paul K o s a k o w s k i in Lauterback) hatte sich wegen Diebstahls und Einbruchdiebstayls zu verantworten. Er hatte in der Zeit von Ende 1940 bis 22. August 1941 in Lauterbach in sechs Fällen einfache Diebstähle und in vier Fällen Einbrucks- diebstähle begangen, außerdem einen Einbruchs- diebstahl versucht. An Diebesbeute fiel ihm in die Hand: mehrere Stränge Wolle, eine goldene Armbanduhr, die er für 2,50 RM. verkaufte, von einem Fahrrad ein Mantel und ein Schlauch, ein Fahrtenmesser, eine Windjacke, eine Sonnenbrille, eine Taschenlampe, drei Flaschen Wein, drei Stück Seife, ein Paar Turnschuhe, eine Hose, Jodtinktur, Verbandzeug, Keks, Zwieback, Knäckebrot und andere Lebensmittel, eine Zigarettendose, ein Aschenbecher, zwei Schachteln Schuhwichse, Schuhbürsten, mehrere Grammophonplatten und -stifte. Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamtzuchthausstrafe von zwei Jahren. Der Angeklagte wurde wegen schweren Diebstahls hn wiederholten Rückfall In vier Fallen, wegen einfachen Dieb- stahls im wiederholten Rückfall in sechs Fällen, sowie wegen versuchten schweren Diebstahls zu einer Gesamtzuchthaus st rafe von drei I a h r e n-verurteilt. Zwei Monate der Untersuchungshaft wurden auf die Strafe angerechnet. Straferschwerend wirkten die erheblichen einschlägi- gen Vorstrafen. Kaum aus der Strafhaft entlassen, wurde der Angeklagte wieder straffällig. Amtsgericht Gießen. Die E. M. in Gießen hatte einen Strafbefehl über drei Wochen Gefängnis erhalten, gegen den sie Einspruch einlegte. Sie war beschuldigt, in der Zeit vorn 14. bis 27. März einer Frau, die vorübergehend bei ihr wohnte, 2 Sammeltassen, 6 Dessertteller, 1 Metalloase, 1 Zierkörbchen, 1 Aschenbecher und 1 Nippfigur entwendet zu haben. Die Angeklagte bestritt den Diebstahl. Auf die aufgeführten Sachen außer den Tassen und den Tellern legt die Bestohlene keinen Wert. Sie gab die Möglichkeit zu, dies in irgendeiner Form zum Ausdruck gebracht zu haben. Die Tassen und Teller will die Angeklagte in einer Zeit in hiesigen Geschäften gekauft haben, in der nach Aussage von zwei Zeugen diese Gegenstände nicht mehr hergestellt werden durften und auch nicht mehr vorhanden waren. Mit Rücksicht auf das hartnäckige Leugnen beantragte der Anklagevertreter eine Gefängnisstrafe von drei Wochen. Die Angeklagte wurde zu einer G e • fängnisftrafe von zwei Wochen verurteilt. Das Gericht nahm zu Gunsten der Angeklagten an, daß sie nur die Tassen und Teller entwendet habe. 9J.-fpor< Fuhball-Meistersckaftsspiele. Luftwaffe — VfB.-Reichsbahn Watzenborn-Steinberg — 1900 Naunheim — Sportfreunde Wetzlar Burgsolms — Ehringshausen. Der kommende Sonntag weist ein reichhaltiges Fußballprogramm auf. Sämtliche der acht beteiligten Mannschaften kämpfen um die Punkte, von denen jedes einzelne Treffen seinen besonderen Reiz hat. Ohne Punktoerlust sind noch die Mannschaften von Naunheim, 1900 und Ehringshausen. Im Spiel Luftwaffe — VfB. - Reichs - bahn steht Letzterer vor einer schwer zu lösenden Aufgabe. Durch den Weggang einiger guter Spieler der Luftwaffe erscheint Die Mannschaft nicht mehr so spielstark wie einst, und erst der vergangene Sonntag bewies, daß die Mannschaft auch verwundbar ist. Auf den Ausgang dieses Kampfes ist man gespannt. 1900 ist bei Watzenborn-Steinbergzu Gast. Selten haben die Blau-Weißen auf Dem Platze an der Neumühle gewinnen können. Durch die Hereinnahme einiger jüngerer Kräfte hat vor allem der Sturm wesentlich an Durchschlagskraft gewonnen. Da beide Mannschaften noch ohne Punktverlust sind, wird es einen harten Kampf geben, bei Dem der Sieger erst mit dem Schlußpfiff feststehen sollte. Naunheim empfängt Sportfreunde Wetzlar. Durch die beiden letzten Siege, die Naunheim gegen Burgsolms und Luftwaffe erzielte, ist die Mannschaft stark in den Dordergrmck) getreten, wogegen Sportfreunde Wetzlar bis jetzt noch nicht überzeugen konnte. Naunheim sollte als sicherer Sieger aus diesem Kampfe heroorgehen, wobei nur die Höhe des Ausganges eine Rolle spielen wird. Burgsolms wird auf eigenem Platz versuchen, die zu Anfang der Meisterschaftsspiele erlittenen Niederlagen gegen Ehringshausen auszugleichen. Leicht wird ihnen allerdings der Sieg nicht gemacht werden. Watzenborn- Steinberg. Die 1. Iugend-mannschaft der „Teutonen" wellt zum fälligen Meisterschaftsspiel in Großen-Linden. Es ist fraglich, ob sie dem vorsonntäglichen Erfolg in Lich einen weiteren folgen lassen kann, da Gro- ßen-Linden auf eigenem Platz schwer zu schlagen ist. Handball in der Sauklaffe. Cttffroaffenfporfoertin Gießen — Turngemeinde Hanau. Am Sonntag treffen sich auf dem Umversitäts- sportplatz die Turngemeinde Hanau und der Luftwaffensportverein Gießen zu ihrem Pflichtspiel. Die Hanauer, die schon längere Zeit der Gauklasse an- gehören, werden in dem Neuling, dem LSD. Gießen, auf einen Gegner stoßen, der schon bewiesen hat, daß er sich in der Klasse behaupten kann. Aufstellung: Tor: Jsensee; Verteidiger: Bracker, Stratmann; Läufer: Rebischke, Lieb, Gerlach; (Stürmer: Kirchner, Müller, Wagler, Schlüter, Kraft. Gewaltig rind die Aufgaben der Deutschen Reichsbahn gewachsen, weit über die Grenzen des Groß- deutschen Reiches hinaus spannt sich heute dasVerkehrsnetz. Von der Mei- sterung der gestellten Aufgabe hängt Entscheidendes ab für die kämpfende Truppe und für die Heimat. Fast 5 mal so groß wie vor dem Kriege ist heute der Arbeitsbereich des deutschen Eisenbahners... ...und trotzdem Bronchien und Luftröhre zeigen dürch Hustenreiz, Derschleimung oder Atembeschwerden an, daß ttroae nicht in Ordnung ist. riiströhienkatarrh, hartnäckige Bronchitis, chronisch« Verschleimung, quälender Husten und Asthma werden seit Jahren mit Dr. Loether Tabletten, auch in alten Fällen, erfolgreich bekämpft. Dies bestätigen die vielen vorliegenden geradezu begeisterten Dankschreiben von Verbrauchern. Dr. Bo,eher Tabletten sind ein unschädliches kräuterhaltiges Cpezialmittel. Ent hält I erprobte Wirkstoffe. Etark schleimlösend und auewurffördernd. Beruhigt und kräftigt das angegriffene Lronchienaeweb-. Zahl- reich« schriftliche Anerkennungen von bankbarea Patienten vnd —zufriedenen Ärzten! InApocheken * 1.31 und 3.24. kann Dein Stückgut schnell genug reisen! Audi an den Stückgutversand stellen heute die Wehrmacht, die Rüstungsindustrie und die Versorgung der lebenswichtigen Betriebe höchste Anforderungen. Jeder am Stückgutverkehr Beteiligte muß daher alle von der Reichsbahn vorgesehenen Möglichkeiten ausnutzen, um den Stückgutversand zu vereinfachen und zu beschleunigen. Beachten Sie deshalb folgendes: Wenn durch größere Stückgutsendungen eines Verfrachters nach einem Bestimmungsbahnhof ein ganzer Güterwagen ausgenutzt werden kann, so stellt die Güterabfertigung dem Absender einen ganzen Wagen zur ausschließlichen Benutzung. Kostspielige und zeitraubende Umladungen werden dadurch gespart, die Stückgüter werden geschont Meist kann auch an Verpackung gespart werden. Im Sammelgutverkehr der Reichsverkehrsgruppe Spedition und Lagerei (RLS) werden Stückgüter verschiedener Verfrachter mit gleichem Bestimmungsort zu wagenfüllenden Sendungen zusammengefaßt, die ohne Umladung zum Zielbahnhof laufen. Beschleunigte Beförderung und Verbilligung für den Verfrachter werden dadurch möglich. Zugleich wird die Gefahr einer Beschädigung verringert über Maßnahmen zur Erleichterung des Stüdegutverkehrs geben die Güterabfertigungen bereitwilligst Auskunft, über den Sammelgutverkehr außerdem die Sammelgutspediteure. Auf jeden Wagen kommt es an! SlLF DER DEUTSCHEN REICHSBAHN UND DU HILFST DIR SELBST! Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! 288, 299, 307, 355, 377, 400, 436, 451, 490, 509, 535, 599, 646, 661, 665, 671, 765, 797. Gruppe E zu nom. 50,— RM. - 66 Stück: Nr. 3, 46, 93, 155, 156, 158, 186, 306, 363, 365, 391, 396, 405, 451, 474, 530, 540, 548, 567, 616, 641, 642, 664, 742, 748, 789, 795, 847, 849, 944, 960, 997, 999, 1030, 1035, 1042, 1136, 1171, 1188, 1191, 1209, 1260, 1269, 1280, 1290, 1293, 1303, 1336, 1359, 1360, 1416, 1438, 1483, 1508, 1548, 1577, 1583, 1588, 1593, 1641, 1699, 1704, 1708, 1773, 1848, 1923. Gruppe F zu nom. 25,— RM. - 97 Stück: Nr. 9, 66, 88, 124, 140, 170, 178, 205, 238, 242, 256, 258, 331, 344, 398, 430, 466, 556, 581, 668, 746, 760, 776, 892, 897, 936, 982, 1035, 1041, 1085, 1144, 1151, 1181, 1241, 1277, 1282, 1297, 1308, 1361, 1384, 1403, 1429, 1443, 1453, 1478, 1490, 1526, 1592, 1619, 1630, 1683, 1698, 1721, 1744, 1816, 1818, 1897, 1919, 1961, 1978, 2018, 2042, 2057, 2073, 2104, 2111, 2153, 2199, 2225, 2257, 2315, 2326, 2364, 2391, 2445, 2464, 2485, 2487, 2507, 2520, 2569, 2626, 2633, 2648, 2654, 2687, 2717, 2753, 2774, 2784, 2788, 2790, 2862, 2882, 2933, 2935 2942. Gruppe G zu nom. 12,50 RM. = 80 Stuck: Nr. 62, 75, 119, 121, 141, 174, 180, 183, 246, 271, 286, 288, 336, 353, 498. 569, 623, 645, 652, 663, 696, 736, 772, 778, 780, 809, 860, 892, 912, 916, 932, 933, 954, 1032, 1042, 1057, 1111, 1143, 1174? 1192, 1261, 1262, 1275, 1295, 1296, 1345, 1396, 1401, 1426, 1434 1448, 1456, 1535, 1541, 1631, 1632, 1653, 1706, 1746, 1756, 1757, 1795, 1863, 1884, 1898, 1899, 1950, 1960, 1976, 2055, 2091, 2113, 2155, 2222, 2224, 2251, 2330, 2347, 2367, 2389. Die ausgelosten Stücke werden zum Sechseinhalbfachen ihres Nennbetrages eingelöst Außerdem werden bei der Einlösung Zinsen in Höhe von 5 vom Hundert des Einlösungsbetrages für die Zeit vom 1. Januar 1926 bis 31. Dezember 1941 vergütet. Beispiel: Bei der Einlösung werden gezahlt für je 100 RM. Nennwert der Auslosungsscheine...... 650,— RM. Dazu 5 vom Hundert Zinsen für 16 Jahre - 80 vom Hundert . 520— RM. Zusammen 1170,— RM. Die Einlösung erfolgt bei der Stadtkasse Gießen, und zwar vom 2. Januar 1942 ab gegen Rückgabe der gezogenen Auslosungsrechte nebst Schuldverschreibungen der Ablösungsanleihe im gleichen Nennbeträge. Gleichzeitig wird noch bemerkt, daß von früheren Ziebungen die nachstehenden Stücke bisher nicht ein- gelöst worden sind: Gruppe C, Nennwert 200,— RM.: Nr. 95. Gruppe D, Nennwert 100,— RM.: Nr. 294, 342, 420. Gruppe E, Nennwert 50,— RM.: Nr. 69, 128, 178, 215 216, 425, 653, 677, 692, 704, 750, 995, 1012, 1100, 1333, 1379, 1706, 1788. Gruppe F, Nennwert 25,— RM.: Nr. 95, 253, 264, 270, 276, 278, 285, 300, 311, 335, 408, 505, 1060, 1181, 1149, 1376, 1594, 1595, 1660, 1760, 1838, 1871, 1997, 2309, 2652, 2888, 2903. Gruppe O, Nennwert 12,50 RM.: Nr. 42, 151, 152, 165, 181, 203, 216, 220, 223, 228, 375, 793, 1140, 1207, 1532, 1614, 1693, 1719, 1723, 1922, 2122, 2124, 2210, 2261, 2352, 2383, 2384, 2395, 2404. Gießen, den 25. Oktober 1941. 44886 Der Oberbürgermeister. 9.93.: SltcolauA Was koche ich lozzischule start: 4507D 4520 D EINLADUNG EINTRITT FREI 4499 D ß wirkt.« nobläychr & gibt vendiiedene Breitefl und Längen nur bei Nacht? Ischias HMINM 1 Blillll JWH. HFRBERT HERZOG ,£wte£ÄAe Fußpflegemitte/ Hans ap last Hersteller: Eriko-Dortmund, Postfach 225 Ruf: 347.52 ► Seit 2000 Jahren bekannt- Cfri TqjothxLken Durch alkal. Klärschlamm entsäuerter Torfmull Wirempfehlen die Abnahme und Einlagerung jetzt durchzuführen, weil im Frühjahr die Lieferung des Biohums infolge Torfmangels sehr ungewiß ist Z Z BrUhl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 Rezept ousschnelden und aufbewahren I Sie können es immer verwenden — auch wenn Sie heute mal keinen Knorr-Würfel bekommen haben. düngt und verbessert den Boden auf natürliche Weise. vornenmt Geschmackvolll Persönlich I für Obstbäume und Beerensträucher, Gemüse, Blumen, Wiesen. UHRMACHERMEISTER GIESSEN StlTER5W.3-> Wf »873 O. 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Zwiebelsoße Den TPÜlCVlr Soßenwürfel fein zerdrücken, glattrühren und mit 1/4 Liter Wasser unter Umrühren 3 Minuten kochen. 1/2 feingeschnittene Zwiebel mit etwas Butter goldgelb schmoren, zur Soße geben und nochmals aufkochen lassen. Fertig I itasschmerzen oft nicht so ouälenb weil daS Blut bann lebhafter 1. Mozart: Menuett in g-moll (Städtisches Orchester) 2. Ansprachen: Oberbürgermeister Ritter Professor Dr. Temesväry Bannführer Sigurd Taesler 3. Mozart: Menuett in Es-dur (Städtisches Orchester) Eine unsichtbare Verbesserung! Wenn man heute ein Stück Hansaplast betrachtet, sieht es kaum anders aus als früher. In Wirklichkeit hat es eine wichtige Verbesserung erfahren: sein Mullkissera wird seit geraumer Zeit miteinem neuartigen, besonder» kräftig wirksamen Antiseptikum -getränkt. Die Wirkung dieser$ubstanznenntderWi$senschaftler,LwLUAAuUyJ! Es ist beruhigend, zu wissen, daß mit Hilfe von Hansa«' plast all die kleinen u. sogenannten „harmlosen" Verletzungen keine schlimmen Folgen mehrzu hoben brauchen. 5 Gründe sprechen außerdem für Honsaplasti • Hansaplast sitzt unverrückbar fest, • es schließt die Wunde staubdicht, • läßt ober die heilungfördernde Luft heran, • stillt das Blut und • schützt die Wunde vor schmerzhafter Berührung! . und was wichtig ist: die Eier können jederzeit unbedenklich entnommen und zugelegt werden! Eine gute Suppe kommt an fleischlosen Tagen Immer besonders gelegen. Zu Kartoffelklößen mit Zwiebelsoße gibt eine pikante Knorr- Ochsenschwanzart-Suppe eine vortreffliche Grundlage. Die Zubereitung aller Knorr-Suppen Ist denkbar einfach. Sie werden nur mit Wasser gekocht - alle anderen Zutaten enthält bereits der Knorr- Suppenwürfel. Für Kartoffelklöße hat jede Hausfrau Ihr eigenes Rezept — darüber brauchen wir Ihnen nichts zu sagen. Aber gerade bei Klößen kommt alles auf die Soße an, damit sie nicht trocken schmecken. Doch wie man ohne Fleisch eine ausreichende, schmackhafte Soße auf den Tisch bringt, verrät Ihnen das folgende Rezept: Vorverkauf: Kartenverkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, Tel. 2141, u. Musikalienhandl. Challier, Neuenweg. 4479 D Ohrenarzt übt ab Montag, den 3. November wieder Praxis aus Verbrauchergenossenschaft Gießen 4137 D Die Deutsche Arbeitsfront Kreisdienststelle Stadtwerke Gießen, Abt Biohumwerk/6artenstr.3,Tei.2058 59 ______________________________________________________________________4109 A und. alte Silbermünzen kauft General-Vertr. für Hessen: Ernst Volkmann, Bochum - Hofstede, Poststrafoe 54 / Ruf 67 389. Weist auch Bezugsquellen nach! Besucht die große Landespferdeschau und das 3UU« und Fahrturnier! Mittwoch, 5. November 1941, 19.15 Uhr, Neue Aula d. Universität Liditbildervortraq von Dr« Ernst Lehmann von der Presseabteilung der Reichsregierung Die politische Karikatur im geistigen Kampf der Gegenwart ' Feierliche t rojjnung der o taaiiscnen Musik- und Orchesterschule Gießen Sonntag, 2. Nov. 1941,11 Uhr, Aula der Ludw.-Universität T. V. 1846. Die Übungsstunden finden jetzt in der Turnhalle der alten Pesta- TagSüber werden Ischl empfunden — vermutlich----------------------- kreist und auch äußere Eindrücke für Ablenkung sorgen. Aber dieses Nachlassen des Schmerzes und auch daS vor» Altniederländische Tänze, Musik von Julius Röntgen Erinnerung, Musik von Turina Verschiedene Divertissements Karneval von Robert Schumann Choreographie: Ivon Georgi Eintritt: RM. 3 -, 2.50, 2.-, 1.-. Karten im Vorverkauf in der Karten-Verkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“ Gießen. Selters weg Nr. 60, Fernsprecher Nr. 2141 _____________________________4467 D \ Heute in Form’von / Knoblauch Beeren Montag, den 3. November 1941, im Gloria-Palast, Gießen 19.30 Uhr: Einmaliges Gastspiel „Jliederländiscftcs Ballett" Alt-Sold auch Doublt, Alt-Silber Für die Herbst-Düngung ist Blohum im Biohumwerk und Gaswerk vorrätig! Die Mutterberatung io der Ortsgruppe Nord, MW. 38 findet ab 13. November anstatt wie seither von 15-16 Uhr in Zukunft «soiD von 15.30— 16.30 Uhr statt. — 'fWI/ty MKS rohe oder gekochte / j Früchte mit oder ohne Zucker inZubindegläsern und -gelaßen Selte rs weg . del- £382 Ochsenschwanzsuppe Kartoffelklöße mit Zwiebelsoße I übergehende Verschwinden darf nicht täuschen: Die JSchiaS wird man nur durch gründliche Behandlung loSl AIS hervorragendes Mittel bei JSchiaS, Gelenk« und Gliederschmerzen, Rheuma, Gicht, Hexenschuß sowie Nervenschmerzen und Erkältungskrankheiten haben sich seit 25 Jahren Togal-Tabletten auöge-eichnet bewährt. Togak wirkt schmerzstillend, beruhigt und Hilst Arbe-tsfahigkeit und Wohlbefinden bald wieder herzustellen. Keine unangenehmen Nebenerscheinungen. 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