l»b Jahrgang Nr. 254 Erscheint täglich aufeer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Kam ilienblätter Heimat nnBild DieScholle Be-ugSvreis: Monatlich... RM1.80 I Zustellgebühr... „ -.25 auch bei 'Nichterscheinen von einzelnen Wummern änolge höherer Gewalt ZHernivrechanschluh 2251 I Dmhtanichrist:„Anzeiger" Postscheck 116sa ^ranki M 11 --------- - Donnerstag, 2 Oktober Ml Gietzener Anzeiger Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer biS8'/.UHr des Vormittags A«eige«-Preise: Anzeigenteil 7 Rvt ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstafsell Abschlüsse Mengenstaffel B Plavoorschritt (vorhenae Vereinbarung) 25"/. mehr vrühlsche Untier fltaUbniderei 8. Lange General-Anzeiger sür Gberhessen * 6ie6ei,9Sd>elRra*e Z-9 und der da die ilanbs unter ihm aus dem Land des Milch-, Butter- Käseüberflusses das Gegenteil wurde. net man mit eein er weiteren Kaufkraftminderung der breiten Schweizer Massen. Und nun, um das gewissermaßen auf die Spitze zu treiben, kam der Schlag aus England gegen die Schweizer Demokratie! Es ist schon so: Der Feind auch der Schweiz ist England! Nur, daß niemand hier offen ausspricht, was ist, und bie Schäden nicht in dem England nachgeahmten politischen System sucht, ist das Bezeichnende für die Schweiz, die noch immer zu glauben oorgibt, das demakratische System sei das beste, auch wenn der 5. Armee abgezeichnet ist. Eine Zusammenstellung von Spionagenachrichten, die der Regierungskommissar U r o n o w in Rowno am 8. Mai 1941 «--»jungen zurnacyr. jjie i)uige uuuuh iji Üte Krisenzustand der „Schwyzer Demokratie ol'er nicht öffentlich erörtert ^werden darf, d Verkennung des Kriegswirtschaftssystems der totalitären Mächte hier als „Sakrileg" gilt, auchwenn wn das straffe und gerechte Walten Deutsch! otl diesem Gebiete wohl insgeheim bewundert. Ein neuer aufschlußreicher Knud. Die Angriffsabsichten der Sowjets. abschloß, bildet die Grundlage für die Anordnungen des Armeepropagandachefs, der auf feine Weise den in Vorbereitung befindlichen Angriff auf Deutschland unterstützen wollte. Wie siegesbewußt er war, zeigt der Satz: „Im allgemeinen werden die Kampfhandlungen sich auf dem Gebiete des Feindes abwickeln, und zwar unter für die die Sowjetarmee günstigen Bedingungen, besonders dort, wo die ukrainische und jüdische Bevölkerung vorherrscht (Bezirk Cholin) und nördlich davon. Die Polin find gegenüber der UdSSR, loyal gestimmt. Ihre Losung lautet: Besser Bolschewisten als Deutsche." Die Ereignisse, die dann am 22. Juni einfetzten, haben allerdings bewiesen, daß diese Rechnung falsch war. Nur das Verhalten der ukrainischen Juden hatte der Chef-Kommissar richtig eingeschätzt. Der weitere Verlauf des Krieges muß ihn von Tag zu Tag mehr enttäuscht haben, denn seinem Plane hatte er den Satz vorausgestellt: „Es ist notwendig, dem Fein.d einen sehr starken blitzartigen Schlag zu versetzen, um die moralische Widerstandskraft der Soldaten rasch zu erschüttern, die im ersten Jahre des Krieges künstlich erhoben worden ist durch die erfolgreichen, blitzartigen Operationen auf den einzelnen Kriegsschauplätzen. Mag dieser Plan nun auch durch die Geschichte widerlegt sein, so bleibt er doch ein neues Beweisstück in der von Woche zu Woche stattlicher ^gewor- denen Reihe von Belegen für die Vorbereitung eines Angriffskrieges der Sowjets gegen Deutschland in der Zeit, in der die Moskauer Regierung so tat, als wenn sie sich noch an den 1939 abgeschlossenen Pakt hielt. Erfolgreicher Verlauf der Operationen ostwärts des Dnjepr. Wieder Bomben auf Moskau. - Britisches Gchiffsbauzentrum Newcastle von stärkerem Kampffliegerverband wirkungsvoll bombardiert. oif diesem Gebiete wohl insgeheim bewundert. Aber io etwas sagt man eben in der Schweizer Stickluft licht ... Dazu kommen finanzielle Sorgen sehr eigenarti- Natur. Die Schweiz hat zu viel Geld! Die frei ienorbenen Betriebsmittel haben sich mit dem un- tiigen Kapital getroffen, dazu werden neue Bank- t*c:en gedruckt usw. Dieses beschäftigungslose Kapi- jhl hat sich nun auf die sogenannten Sachwerte hetürfit Der Handel mit Wohnungseinrichtungen, |hir Kunstgegenständen, mit Gold und Diamanten, tut unbebauten Grundstücken hat einen Umfang an- $eiammen, der zu den schwersten Besorgnissen An- M gibt. Hin,zu kommt, eben aus der Scheu, mit der I tuen die widersinnigsten .Demokratischen" Einrich- j ^igen aufrecht erhält, die Angst davor, eine ge- I tiqenbe Besteuerung durchzuiühren und durch eine Ücr« Steuerpolitik die Erfassung der Produktwns- tiö Arbeitsgewinne vorzunehmen. 3m ©egenteu: "tute sind zwei Milliarden Schweizer Goldfranken «•niDeber gehortet oder als Banknoten im Umlauf. sind rund zweitausend Franken pro Familie, hat ferner die ständige Preissteigerungswelle "Uch das soziale Gefüge der Schweiz in Unorbnung rächt. Man kann unmöglich verlangen, daß die -ichtbesitzenden, also die Schaffenden, zusehen, wie ''t Leute mit Kapital immer fetter werden wah- tttd fie selbst immer weniger für ihren 2ohner- -aiten. Das Verhältnis von Preis und Lohn ist so ^gesund geworden, daß eine neue Lohnwelle beachtet wird. Da aber stets die Preise den Lohnen Monlausen, die Derteuerimg der notwendigsten Großer Waffenerfolg der Finnen Oie Hauptstadt Ostkareliens erobert. Der Wehrmachtbericht. DRB. Aus dem Führerhauptquartler, 1. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Angrtffsoperattonen ostwärts des Dnjepr verlaufen nach wie vor erfolgreich. Ostwärts Dnjepropetrowsk nahm eine Panzerdivision in überraschendem Vorstoß mehrere feindliche Batterien. Rürdlich davon stieß eine andere Panzerdivi- sion auf feindliche Panzerkräfte und vernichtete 45 von 80 sowjetischen Panzern. Der Rest wurde in die Flucht geschlagen. Kampfflugzeuge griffen in der Rächt zum 1. Oktober militärische Anlagen in Moskau an. Im Kampf gegen Großbritannien bombardierte ein stärkerer Kampffliegerverband das Schiffsbauzentrum von R e w c a st l e. In Dock- und Werftanlagen entstanden zahlreiche Brände und starke Explosionen. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen kriegswichtige Einrichtungen an der britischen Ostküste und in Schottland. Ein Han- delsschiff von 1500 BRT. wurde versenkt. In Rordafrika griffen deutsche Kampfflug- zeuge am 30. September mit guter Wirkung britische Zeltlager bei Tobruk an. Britische Bomber warfen in der letzten Rächt Spreng- und Brandbomben auf Wohnviertel verschiedener Städte an der Deutschen Bucht und der Ostseeküste. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Mehrere Wohnhäuser wurden zerstört oder beschädigt. Einzelne Flugzeuge, die Berlin anzugreifen versuchten, wurden zum Abdrehen gezwungen. Rachtjäger, Flak- und Marineartillerie schossen drei feindliche Flugzeuge ab. Unter dem Feuer schwerer deutscher Artillerie. Berlin, 1. Oft. (DNB.) Schwere deutsche Artillerie beschoß im Laufe des 30. 9. mit guter Wir- Schweizer Gorgen. Von unserem S.-Berrchterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Derbrauchsgüter aber immer schlimmer wird, rech- kung wichtige Industrieanlagen in Leningrad. In den Werken, die das Ziel der deutschen Artillerie waren, wurden gutliegende Treffer beobachtet. Schwerste deutsche Artillerie beschoß am Dienstag wiederum erfolgreich das im Hafen von Kronstadt liegende Sowjetschlachtschiff „Oktober- r e v o l u t i o n". Das Schlachtschiff, das in den vergangenen Tagen wiederholt durch deutsche Granaten schwer beschädigt wurde, erhielt verschiedene neue Treffer. Im Hafen von Oranienbaum wurde ein sowjetischer Kreuzer erfolgreich beschaffen. Wei-^ tere Ziele der schweren deutschen Artillerie waren am Dienstag, 30. 9., die Hafenanlagen von Oranienbaum. Im Hafen wurde nach den Einschlägen der deutschen Granaten eine große Explosion und ein ausgedehnter Brand beobachtet. Erfolgreiche Einzelkämpfe auch in anderen Abschnitten. Berlin,.!. Oft. (DNB.) Während der Vorbereitung und während des Ablaufs der riesigen Um* fafsungsschlacht ostwärts Kiew, die allein an Gefangenen 655 000 Mann einbrachte, fanden auch an den anderen Frontabschnitten im Osten erfolgreiche Kämpfe statt. Auch diese Einzelkämpfe verliefen mit der vorgesehenen Planmäßigkeit. So wurden im mittleren Frontabschnitt allein bei örtlichen Kampfhandlungen vom 6. August bis 27. September 91 752 Sowjetfoldaten als Gefangene eingebracht. Damit haben diese Einzelkämpfe in ihrer Auswirkung ein Ausmaß erreicht, das an die Ergebnisse der Schlacht von Tannenberg herankommt. Die Beutezahlen aus diesen Kämpfen unterstreichen eindrucksvoll die im mittleren Frontabschnitt erzielten Erfolge. Es fielen in der angegebenen Zeit 1044 Sowjetpanzer und 302 Geschütze den deutschen Truppen in die Hände. igenfo reden, täglich reicher werden. Hier aber helfen zu wollen, das heißt doch, die eralistsche Struktur des Landes, die für diese igeheuerlichen Mißstände verantwortlich ist, zu Irtisieren, und dazu ist der Schweizer mit seinem ischen Kantönligeist noch nicht reif. Die kriegs- rtschaftlichen Verordnungen — also vor allem ich die Preiskontrolle — werden nämlich von den desbehörden getroffen, ihre Durchführung aber, h Exekutive, ist den Kantonregierungen überlassen, n stehen gemeinhin die Kantonregierungen mit tri Bundesbehörden auf „Kriegsfuß". Das (Ergeb- IWis ist, daß Preisstöp und Rationierung von die- kleinen Kantonen „elastisch" gehandhabt werden, d H. daß sie möglichst nicht angewendet werden und mtn beide Augen vor offensichtlichen Gesetzesver- fefuin^en zumacht. Die F^lge davon ist ftner^stän- Helsinki, 1. Oktober. (DRB.) Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, ist die h a u p t st a d t O ff- fdrehens, Petroskoi (Petrosawodsk), Mittwoch früh von finnischen Truppen, die von mehreren Seiten auf die Stadt vordrangen, erobert worden. In Finnland herrscht großer Jubel über diesen Erfolg. * Die Einnahme der ostkarelischen Hauptstadt durch d-ie finnischen Truppen ist mit hervorragenden soldatischen Leistungen der Finnen verbunden. Die Operationen, die der Einschließung und Vernichtung starker sowjetischer Kräfte vorangingen, wurden in überaus schwierigem Gelände und gegen äußerst -üben Widerstand der Bolschewisten durchgeführt. In dem von zahlreichen Flußläusen durchzogenen Wald- und Seengebiet um Petroskoi kämpften sich die finnischen Truppen vor und bewiesen in zahllosen Einzelkämpfen ihre soldatische Ueberlegenheit über die Bolschewisten. Bereits in den ersten Septembertagen erreichten bie Finnen den Swir südlich Petroskoi und brachten mehrere wichtige Straßenkreuzungen in ihre Hand An den Ufern des Swir entlang drängten fie die Bolschewisten in harten Kämpfen weiter nach Osten und nach Norden auf Petroskoi zurück. Mitte September waren die in diesem Raume stehenden sowjetischen Streitkräfte bereits schwer än- Bern, Ende September 1941. London hat dieser Tage in Bern offiziell mit» feilen lassen, daß Großbritannien infolge des Handelsvertrages der Schweiz mit Deutschland (!) den Iransport von Rohmaterialien und Jndustriepro- ' lüften mit der Bestimmung für die Schweiz wider- | ruft. Diese verschärfte Blockade über d i e ! kchweiz tjat nun ein seltsames Nachspiel ge- jibt: Der Berner „Bund" drückte sein Befremden ms, denn der Handel mit Deutschland, auf das die kchweiz ja schon aus geopolitischen Gründen ange- | liefen ist, bewegt sich in den üblichen Bahnen; । per die „Neue Zürcher Zeitung" konnte selbst bei |:efer Gelegenheit nicht umhin, dem Schweizer $olt einzureden, die Lebensmittelversorgung der kchweiz werde wohl anscheinend nicht betroffen, ^gleich an dem Ernst der Ankündigung, mit der hs „demokratische" Schweizeroolk von den eng- kchen Hütern der Demokratie mißhandelt wird, . »cht zu zweifeln ist. Es.ist nun bezeichnend, daß gerade Schweden rib die Schweiz, die sich so gern als Steig- feigelhalter der Pluto-Demokratien fühlen, am I reiften unter den Folgen der englischen Blockade leiden haben. Wie in Schweden hat auch in der ! öweizerischen Demokratie die Preiskontrolle voll- | inbig versagt. Die Mißstimmung der Bevölkerung j chtet sich also gegen die Behörden, und wahrlich, ist genug geschehen, um diese Mißstimmung, zu chtfertigen. Vor dem Kriege war die Schweiz ein inb, in dem Milch, Butter und Käse derart im eberfluß erzeügt wurden, daß die Berner Bundesgierung versuchte, diesen Ueberfluß abzustoppen. :tzt ist vlötzlich die Milch knapp geworden, die utteroerforgung mußte rationiert werden und enso der Käse. Der Schweizer ^Bürger rf)ä11 heute sogar weniger Butter [ s der deutsche Volksgenosse! Man hat i diesem Prachtstück demokratischer Regierungs- tinfte herumgedoktert, aber die Butter-, Käse- und kilchausfuhr ist rapide gesunken. Die Verknappung H: überhaupt nicht erklärlich; es sei denn, daß die I »Schweizer Kühe im Dienste Churchills stünden, und f war gegen die Schweizer selbst. Aber auch andere ijfc Lande selbst erzeugte Waren sind knapp und liier geworden. Obst und Gemüse sind um 200 v. H. Wiki Preis gestiegen, obgleich die Schweiz ein wah- bs Obst- und Gartenland ist. Die Textilien sind um tu bis 80 v. H. teurer'geworden, obgleich die Schweiz ff fkast Textilwaren ausführte. Alle Richtlinien und jreisüorTd)riften haben die Zurückhaltung von Mvaren, begair Som, Meer. Itebes e viel j kwiii' mkeh, Lust, Jahre • IOOOO. In ihnen werden jetzt täglich schätzungsweise über fünf Millionen Gefolgsleute verpflegt. Dazu kommt noch eine große Zahl von Lager- küchen, die während des Krieges ebenfalls stark zugenommen haben. Viele Betriebe erhalten ihr warmes Mittagessen auf dem Wege der Fernverpflegung. Kündigung durch einberufene Gefolgschastsmitglieder. Den zum Wehrdienst einberufenen Gefolgschaftsmitgliedern steht grundsätzlich chr alter Arbeitsplatz nach Beendigung des Wehrdienstes wieder zu. Sie schaftsmitglieder regelmäßig eine getrennte Haushaltsführung auf sich genommen haben. Er denke hierbei z. B. an die Land- und Forstwirtschaft. Fünf Millionen in der Gemeinschaftsverpflegung Schon vor dem Kriege hatte die Gemeinschaftsverpflegung in Werks kantin en, Lagerküchen usw. einen großen Aufschwung genommen. Etwa 6500 Werksküchen waren bei Kriegsausbruch vorhanden. Die Kriegsverhältnisse haben der Werksverpflegung einen weiteren starken Auftrieb gegeben Heute beträgt die Zahl der Werksküchen rund Dunkelheit draußen *— da soll es daheim schön hell sein! Die neuen Osram-Krypton-Lampen zu 25, 40 und 60 Watt zeigen den Weg zu richtiger Ausnutzung der verfügbaren Elektrizitätsmengc; sie geben silberweißes Licht, sind dabei aber äußerst sparsam im Gebrauch. (Der Arbeitspreis beträgt ohnehin meist nur noch 8 Rpf. und weniger ■l s -Cl Aus Reykjavik meldet United Preß, kmmandeur der D8A.-Besatzungsstreitkräf^ m iland, Generalmajor Bonesteel, bekanntgab,* daß Verstärkung der bereits in "Island anwesenden ^gehörigen des LI§^..-Marinekorps reguläre ppen eingetroffen seien, deren Stärke nicht an- Rachdem die Artillerie den Uebergang über den Dnjepr vorbereitet hatte, setzten die Pioniere in Floß- säcken über, um die am anderen Ufer befindlichen Truppen mit weiterer Munition zu versorgen. — (PK.-Hähle-Scherl-M.) e brb 1 t, bie i I m •'! Biber, 1 mut ft dn ls ’bie 1 [offen, ■ fyn tischen blefer -i einer rd in i e bet ’ r Un-'i gegen , 1. Latz Hauptfchrfftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de4 hauptichnfkleit-rs: Ernst Blumlchein. verantwortlich für Politik und Äiloer: Tr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i.B. Ernst Blumschein: für Da6 Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot: rür Stadt Gießen. Provinz, Wirt- chast u. Sport: Ernst Blumjchein. Druck und Verlag: Brühlsche Untveriität-druckerei R. Lange K.G. Lerlagsleiter: Dr.-Hna. Erich Hamann Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pi.Nr.S. (ruppenlei.ter des Berliner Fascio, General R u g - t ri, General der Flieger v. Witzendorf und meralleutnant v. Seidel begrüßt wurde. Genese davon berichten, daß überall die Straßen und [äufer zu Ehren des Staatschefs festlich geschmückt aren. In den Rathäusern fanden Empfänge der ivilgouverneure und Bürgermeister statt, an denen ile führenden Persönlichkeiten der Behörden, der artet und der Wehrmacht teilnahmen. In einigen jtädten wurden auch Truppenparaden veranstaltet, h verschiedenen Orten, so in Valencia und El Fer- fcl bei Caudillo, der Vaterstadt Francos, stifteten Mtz I 02 Provinzverwaltungen namhafte Summen zur ,.[ Unterstützung der Armen. Der Geburtsort Francos, Bei der Betrachtung des französischen Kolonialbesitzes muß man davon ausgshen, daß der französische Staat nach Großbritannien bei Kriegsausbruch hinsichtlich auswärtiger Besitzungen an zweiter Stelle stand. Faßt man alles unter dem Begriff Frankreich zusammen, so ergibt sich eine Fläche von rund 12 366 800 qkm und 106 500 000 Einwohnern, von denen nur 551000 qkm auf Das eigentliche Mutterland entfielen, das von 40 228 000 Einwohnern besiedelt wurde. In Afrika ist Algerien das dem Mutterland nächstgelegene Gebiet. Es umfaßt die sogenannren Nordgebiete, d. h. die Departements Algier, Con- stantine und das vielgenannte Dran sowie die Süd- gebiete, die Territorien Ain Sefra, Ghardaja, Tuggurt und die Oasen der Sahara, jerter Wüste, die allein 1 066 500 qkm Fläche aufweist. Die wichtigsten Städte in Algerien sind Algier mit 257 000 Einwohnern, Oran (163 700 E.), Constantine (105 000 E.) und Bone (69 000 E.), ein Hafen, der bei Ausbruch des Weltkrieges durch unsere Mittelmeerdivision „Soeben" und „Breslau" unter Feuer genommen rdorden war. Neben Algerien webt über den Schutzstaaten Tunis und Marokko die französische Flagge. Von ersterem ist Tunis die Hauptstadt (202 500 E.), während das vielgenannte Sfax (40 000 E.) und Bizerta (23 000 E.) die Haupthäfen sind. Marokko hat zwei Hauptstädte, und zwar Fes (112 400 E.) als Resident des Sultans und den Hafen Rabat (55 300 E) als Sitz der französischen Verwaltungsbehörden. Mehr Einwohner haben Marrakesch oder Marokko mit 195 000 und Casablanca mit 163 000 Einwohnern; aus der Zeit der politischen Hochspannung vor dem Weltkrieg soll der kleine Hafen Agadir nicht unerwähnt bleiben. Wirtschaftlich sind die vorstehend bezeichneten Gebiete die ertragreichsten. Algerien führte vor dem Kriege allein rund 10 Millionen dz Weizen und nahezu ebensoviel Gerste aus, hinzu kamen 22 Millionen hl Wein und eine Million t Eisenerz. Für Tunis und Marokko liegen entsprechende Zahlen vor, wobei für Marokko rund 2,5 Millionen dz Mais hinzukommen und je über 1 Millionen t Phosphate, um nur die wichtigsten Produkte zu nennen. In Westafrika hat Frankreich eine Reihe von Besitzungen verschiedner Größenordnung, von lenen mir Senegal mit der Hauptstadt St.Louis (29 800 E.), Franz. Sudan (Kuluba), die Elfenbeinküste (Bingerville), Franz. Guinea (Konakry), Da- homey (Porto Novo), die Nigerkolonie (Niamey) und Mauretanien nennen wollen. Da die eigentliche Verwaltung von Dakar ausgeübt wird, einer im Vorjahre von England vergeblich angegriffenen, 73 000 Bewohner zählenden Hafenstadt, sind'die anderen Plätze naturgemäß von untergeordneter Bedeutung. Aehnlich liegen die Dinge im sogenannten Aequatorialafrika, wo die einzelnen Distrikte Gabun (Libreville), Mittelkongo (Brazzaville), Ubangi-Tschari (Sangt) und Tschad (Fort Lamy) mit ihren (in Klammern genannten) Hauptorten erwähnenswert sind. Die Gesamtverwaltung wird von Brazzaville ausgeübt. In Ostafrika ist die 616 400 qkm große Insel Madagaskar mit ihren rund 4 Millionen Einwohnern die wichtigste Besitzung der Franzosen. Daneben verschwinden Reunion und die 22 000 qkm große S 0 m a l i k ü st e mit dem Hafen Djibouti (11300 E), die dem italienischen Abessinien vorgelagert ist. Die Hauptstadt Madagaskars ist Tananarivo, die über 100 000 Bewohner zählt, außer ihr gibt es einige Häfen, als größten Tama- tcwe (23 000 E). Hauptausfuhrprodukte sind hier Reis und Zuckerrohr, wobei von ersterem etwa junge: Die iif M < mti i» Senö- !N Alki oDfl Der tei: in n$ übricen jre A? 1 es genef)®1 bitS» beit/' verhol' auen nq ten # n W iebensif* > foN eser V die V or cks en W E fr.! fein, p nÄ^ f] N!^ ffe W en USA WIÄ jeJe 31; Wf. 4? ;‘S? rsg «4 ififl nif»1 11 Ferrol del Caudillo, sandte an den Staatschef in Huldigungstelegramm, in dem die Stadt mit kcolz der Ehre gedenkt, Vaterstadt des Staatsober- hmptes zu fein. Kleine politische Nachrichten Im Auftrag von Reichsminister Dr. Goebbels knpfing Staatssekretär Gutterer in Gegenwart des Generalsekretärs der Reichskulturkammer, Ministe- yeben werde. * Nach einer Veröffentlichung des amerikanischen öhatzamtes nahmen die Bundesschulden der USA. ^her monatlich um rund eine Milliarde zu. Am Sevtember betrug die Bundesverschuldung rund 12 Milliarden Dollar. Ans dem Reich. Oie Trennungszulagen. -Der Reichsarbeitsminister weist daraus hin, daß !ht beabsichtigt ist, Trennungszulagen auch in den Men einzuführen, wo es schon vor Kriegsbeginn ieufsüblich war, daß die Arbeit häufig in einem äderen Ort als im Wohnort aufgenommen wurde. ;! würde feinen Absichten widersprechen, wenn ^nnungszulagen in Wirtschaftszweigen cingeföbrt ' rben, in denen schon vor dem Kriege Gesolg- ©er „Tag des Caudillo". Madrid, 2. Okt. (Europapreß.) Der „T a g les Caudillo" ist am 1. Oktober in Spanien fd)t nur in der Hauptstadt, sondern auch in der Harnten Provinz festlich begangen worden. Aus ilen Teilen des Landes laufen Meldungen ein, iinftler, die sich zur Zeit auf einer linden. An dem Empfang nahmen auch namhafte rutsche Künstler teil. 7 Millionen dz geerntet werden, an Zuckerrohr rund 2,5 Millionen dz. Insgesamt umfaßt der französische Kolonialbesitz in Afrika 10,7 Millionen qkm, die von über 39 Millionen Menschen — vorwiegend natürlich Schwarzen — bevölkert werden. In Asien beläuft sich der französische Besitz auf 941772 qkm mit 24 400 000 Einwohnern. Räumlich am kleinsten ist Französisch-Indien, Das nur 513 qkm aufweist, wo aber die Orte Pondichsry (46 500 E.) und Chandernagor (28 000 E.) auf geführt werden müssen. Auch Kwan- tschou-Wana mit Fort Bayard (6500 E.) ist nur ein — im Fernen Osten gelegenes — kleines Pachtgebiet. Am wichtigsten ist I n d 0 ch i n a mit den Einzelländern Cochinchina, "Kambodscha, Annam und Lang-Bian, Tongking und Laos, die teilweise selbständige Reiche sind, aber der französischen Schutzherrschaft unterstehen. Sie sind während der letzten Monate im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Thailand (Siam) genannt worden, der durch japanische Vermittlung glücklich beendet wurde. Don Städten und Häfen wollen wir Hanoi und Saigon als die wesentlichsten benennen. In diesen Gebieten steht Reis als Hauvtexportartikel allem voran (1934: 70 Millionen az), ferner Mais (5 Millionen dz), Kautschuk, Tee und an Bodenschätzen die Gewinnung von Steinkohle (1,5 Millionen t pro Jahr). Auch die Zucht und die Ausfuhr von Rindvieh ist beträchtlich. Am meisten genannt werden in diesen Tagen die in Doroerasien oder im sogenannten Mittleren Orient gelegenen Staaten und Gouvernements Libanon, Syrien, Latakie und Drusien, die unter dem Begriff Syrien allgemein bekanntgeworden sind. Rund 200 000 qkm Fläche und 2,5 Millionen Einwohner seien genannt, vorwiegend Araber, Türken, Turkmenen, Kurden, Tscherkessen, Armenier, Perser und Juden. Hauptstadt des Mandats ist Beirut (162 000 E.), größer sind Aleppo (249 000 E.) und Damaskus (229 000 E.). Die wichtige Erdölleitung aus dem Irak endet bei Tripoli (37 000 E.). Im Bereich des amerikanischen Kontinents liegen die wichtigen Inseln Saint-Pierre und Miquelon mit dem Hasen St. Pierre (3400 E.), Guadeloupe mit Nebeninseln und dem Hafen Basse-Terre (9000 E.) als Sitz der Verwaltung sowie Martinique mit Fort de Frgnce (43 000 E.), sowie auf dem südamerikanischen Festland die Besitzung Guayana, die hauptsächlich als Verschiffungsort für Verbrecher gilt. Der Name Ca- penne (11 000 E.) ist für jeden Franzosen ein bestimmter Begriff! Insgesamt weist der französische Besitz in Westindien und auf dem Festland etwa 93 000 qkm auf mit einer halben Million Einwohner, die nur auf Saint Pierre überwiegend aus Franzosen besteht, sonst aus Mischlingen, Schwarzen und Kreolen. Der Stille Ozean, um unsere Betrachtung zu beenden, umschließt die Neuen Hebriden mit Porta Vila auf der Insel Vate und 1200 Einwohnern, sowie Neukaledonien mit Depen- denzen (Hafen und Sitz der Verwaltung: Noumea mit 10 000 E0 und die kleineren Niederlassungen, also u. a. die G e s e l l s ch a'f t s i n s e l n, die Mar- auefainfeln und andere. Sitz der Verwaltung ist Papetee auf der Insel Tahiti mit 7000 Einwohnern, die zur Gruppe der Gefellfchaftsinseln gehört. Alle die genannten Gebiete, über denen die Trikolore weht, sind nunmehr von dem Staatschef Marschall Pstain aufgerufen, sich gegen die Uebergriffe britischer Willkür zu verteidigen, um nach dem Kriege ihren Beitrag zum Neuaufbau Frankreichs und Europas leisten zu können. J. Aus dem Dunkel ins Osram-Licht/ Neu! Osram-Krypton-Lampen zu 25, 40 und 60 Watt! Aus aller Welt. Goethe-Medaille für Professor Payr. Der Führer hat dem Ordentlichen Professor em. Geheimen Medizinalrat Dr. med. Erwin Payr in Leipzig aus Anlaß seines 30iährigen Dienstjubiläums als Ordentlicher Professor in Anerkennung feiner Verdienste um die medizinische Wissenschaft insbesondere guf dem Gebiete der Chirurgie, die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Die Goethe-Medaille für Professor Dr. Wiedenfeld. Der Führer hat dem ordentlichen Professor em. Geheimen Legationsrat und Geheimen Regierungsrat Dr. Kurt Wiedenfeld in Berlin-Grunewald aus Anlaß der Vollendung feines 70. Lebensjahres in Würdigung feiner Verdienste um die Dolkswirt- fchaftslehre die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Fleischmarkenfchieber hingerichtet. Am Dienstag, 30. September, Ist der dm 17. Dezember 1896 in Oberwölz, Kreis Murau (Steiermark) geborene Heinrich Götzelmann hingerichtet worden, den das Sondergericht in Wien als Volksschädling zum Tode verurteilt hattet Götzelmann hatte als Angestellter des Haupternährungsamtes der Stadt Wien fortlaufend Fleischmarken im Gesamtwerte von rund 21000 kg Fleisch und Fettmarken im Gesamtwerte von 600 kg Fett unterschlagen und zu hohen Preisen verkauft. Zuchthaus für Rentenbetrug. Mit einem recht ungewöhnlichen Fall von Rentenbetrug hatte sich die Gleiwitzer Strafkammer zu befassen. Im Jahre 1930 erlitt der jetzt 34jährige Wllh. S w i e n t y aus Stroppendorf einen Betriebsunfall, und nach einer Quetschung blieben trotz wiederholter ärztlicher Behandlung der rechte Arm, die Hand und die Finger stark angeschwollen. Auch schien die Beweglichkeit der Finger gestört. Wie eine jetzt vorgenommene Untersuchung ergab, hatte S. zehn Jahre hindurch den Arm durch betrügerische Kunstgriffe in krankhaftem Zustand erhalten und dadurch zu Unrecht 10 300 RM. Rente bezogen. Das Urteil lautete auf drei Jahre Zuchthaus. Schweres Eisenbahnunglück In Japan. Auf Kyuschiu ereignete sich am Mittwochmorgen ein schweres Eisenbahnunglück. Auf der Strecke Kumamoto—Oita entgleiste beim lieberqueren einer Brücke ein Personenzug. Das Unglück ist offenbar darauf zurückzuführen, daß ein schwerer Sturm und Regenschauer die Grundfesten der Brücke beschädigt " hatten. Zwei vollbesetzte Personenwagen stürzten in den hochgeh enden Fluß und blieben unter der Wasseroberfläche liegen. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich in dem reißenden Fluß äußerst schwierig. Nach dem Eisenbahnunglück auf Kyuschiu hat sich auf Schikoku ein weiteres Unglück unter fast gleichen Umständen zugetragen. Wie im ersten Fall stürzte auch hier ein Zug — ein kombinierter Personen- und Güterzug — von einer Brücke in einen Fluß. Das Unglück ist ebenfalls auf einen von starken Regenfällen begleiteten Taifun, der feit 'Mittwochmorgen die südlichen Gebiete Japans Heimsucht, zurückzuführen. Der Sturm hatte die Drücke weggespült. Die Arbeiten zur Bergung der Vermißten bei dem Eisenbahnunglück auf Kyuschiu werden tatkräftig fortgesetzt. Man hat bis jetzt 50 Tote und 100 Verletzte bergen können, doch dürfte sich die Zahl' der Opfer noch wesentlich erhöhen. OSRAM-KRYPTON-LAMPEN INNEhlMAHlEÄf (ilberbell — io kleiner, gefälliger Bor art können zwnr auch während der Dauer des Wehrdienstes ihr Beschäftigungsverhältnis kündigen, aber nur mit Zustimmung des Arbeitsamtes, das in elfter Linie staatspolitische Gesichtspunkte, daneben aber auch soziale Gesichtspunkte berücksichtigt. Wenn ein Gefolgschaftsmitglied, dem der Unternehmer während seiner Einberufung den Arbeitsverdienst ganz ober zum Teil weitergezahlt oder Zuschuß zum Familienunterhalt gewährt hat, o-hne zwinge-n- den Grund seinen Arbeitsplatz wechseln will, so wird dies nicht als sozial gerechtfertigt anzusehen sein. Tieue (Seminare färÄinbergärfnerinnen Um dem wachsenden Bedarf an Kindergärtnerinnen und Kinderpflegerinnen nachzukommen, werden neue Seminare erstellt. Die NSV. besitzt fünf Iugendleiterinnen-Seminare, 27 Kindergärtnerin- nen-Seminare und 16 Kinderpflegerinnen-Schulen. Außerdem werden Sonderlehrgänge für bewährte Helferinnen der Kindergartenarbeit, ferner für Abiturientinnen und Mädel aus den Umsiedlungslagern durchgeführt, die vor der Berufswahl stehen und durch die HI. bei Eignung und Neigung den sozialen Berufen zugeleitet werden. Kurzschrrst- unb Maschinenschreibunieri-icht. Der Reichserziehungsminister hat erklärt, es müsse dahin gestrebt werden, daß auch der Unterricht im Maschinenschreiben künftig nur noch von Lehrkräften erteilt wird, die die Ma- schinenschreiblehrerprüfung oder die Prüfung an den Instituten für Bürowirtschaftslehre der Handels- und Wirtschaftshochschulen abgelegt haben. Dies gilt nicht nur für die Lehrer an öffentlichen und privaten Schulen sowie für die Privattehrer, sondern auch für Die sog. Unterrichts- und Uebungs- leiter. Grundsätzlich muß gefordert werden, daß jeder Lehrer, der Unterricht in Kurzschrift und Maschinenschreiben erteilt oder Uebungsabende leitet ober sich als verantwortlicher Prüfer bei Leistungsschreiben betätigt, den Nachweis seiner Befähigung durch Prüfungen zu erbringen hat. Richt entschieden. Bald Liegt Stalin vorne, bald Rhurchill, bald — wie mitunter neuerdings — Roosevelt. Die wirklichen Entscheidungen des Kriegs liegen aber auf einem anderen Gebiet, und dort feftimmt die deutsche Wehrmacht, wo und wie sie jillt. Sie verweist auch die britischen Zweijahres- jilanzen des Krieges in das Reich der Romantik. Segen diese Bilanzromantik setzt sie die Realität hier Siege! Englands-Non-stop-Flüge. Stockholm, 2. Okt. (DNB. Funkspruch.) „Die iAF. schreckt vor keinem Opfer zurück, um unseren uvjetischen Verbündeten beizustehen", erklärte der iglische Luftfahrtminister Sinclair am Mittwoch in einer Rede in Middlesborough. „Der kampf ist hart, denn die Deutschen haben ihre besten xiaschinen und besten Piloten eingesetzt, um uns zu l-kämpfen", sagte er weiter. Damit gab Sinclair • 1, daß die Entlastungsoffensive der ritischen Luftwaffe für die bedrängten Bolschewisten zu den s ch w e r st e n V e r l u st e n ;führt hat, die man nur üm des Prestiges willen mb um den heißersehnten letzten Festlands- legen nicht z u vergrämen aüf sich nimmt. !er Luftfahrtminister vermied es geflissentlich, über le beträchtlichen Einbußen der Engländer an Born- tmflugzeugen irgendwelche Angaben zu machen, kroßmäulig sprach er über die gegenwärtigen nglischen Lustanariffe auf deutsche 0 h n b e 3 i r f e, die „den Kampfwillen des deut- tien Volkes zerbrechen" sollen (!!), damit bann bie dtische Armee „den Krieg in das feindliche Gebiet .neinträgt, wenn die Stunde gekommen ist." Für I ie nahe Gegenwart aber hatte Sinclair nur die Merheißung neuer deutscher Angriffe, die I ebenso hart oder noch schlimmer fein können als im «ergangenen Jahr". Nach einer Verordnung des belgischen Innen- nisteriums wird letzt auch der freiwillige weib- )e Arbeitsdienst in Belgien eingerichtet. Die Er- ichung der weiblichen Jugend wird nach n Erfahrungen vorgenommen werden, breite in Deutschland gemacht hat. Huf dem Flugplatz Tempelhof traf am Mittwoch dik italienische Staatssekretär für Luftfahrt, Oene- 11t bet Inlleutnant Pricc 0 1 0 , ein, wo er vom italieni- hni et ßen Botschafter, Dino A1 fieri,^dem La^ndes- 2.0 Itounf'1®" HiX PILSNER Matt Gießen, Neustadt 5-7 03268 Ihre Geschäftsdrucksachen v 4074Ö Friedrichstraße 24. 4078 D Freibankverkauf im 3. Oktober 1941: 4077A Ihr Berater in allen Punktfragen das große Spezial-Haus für gute 357 A in allen Apotheken und Drogerien Kohle«. * GIESSEN -?x. TraumaPlast Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag -Vormittag geschlossen! 's l gut le Ar letzten leine‘21 tuet (t en im Siebener Anzeige« werden von Tausenden brachtet und oek'*o. Erzeugnissen. 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Schon blutet es. Wenn Sie nun krank feiern wollen, dann machen Sie sich einen ,.bedeutenden”, dicken, altmodischen Verband. Wenn Sie aber gleich weiter arbeiten wollen, dann genügt ein Stück von dem dünnen, straff sitzenden, heilungfördernden Wundpflaster ______ Meiner werten Kundschaft zur Kenntnis, daß ich ab heute meinen Betrieb wieder in vollem Gange aufgenommen habe. - Ich bitte,' das mir früher geschenkte Vertrauen wieder entgegenzubringen. Pünktliche und prompte Bedienung wird zugesichert. LIEFERZEIT für Feuchtwäsche 1—3 Tage, für Plätt- und Mangelwäsche sowie Gardinen 6—8 Tage. J. GÜNTHER,Wäsch er- und Plättermeister |r «egen kn sich t3n bei O leh Statt Karten. Am Sonntag, dem 28. September, 17 Uhr, entschlief sanft unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Susanne Krombach Wwe. kurz nach Vollendung ihres 70. Lebensjahres. . Eduard Krombach und Frau Helene, geb. Pitz Wilhelm Krombach und Frau Anna, geb. Pitz Walter Krombach und Frau Sophie, geb. Schadt Ludwig Krombach und Frau Anni, geb. Berbig Hermine Krombach Paul Brück und Frau Luise, geb. Krombach Karl Brakhahn und Frau Martha, geb. Krombach und 14 Enkelkinder. Klaviere werden fachgemäß repariert und gestimmt G. Ebert Klaviermacher Bleldstr.17.Tel.2403 Verk. v. neuen u. gebrauchten Klavieren Mietklaviere Gemeinsame Bekanntmachung der Landräle der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Eierverteilung. In der Zeit vom 22. September bis 19. Oktober 1941 werden auf den Bestellschein Nr. 28 der Reichseierkarte 4080D Ihr Fachgeschäft für Eisenwaren Herde und Oefen Haus- und Küchengeräte Glas und Porzellan gebet durch ein weiteres Tor den Sieg sicherstellteil« spiel „Die sieben Schwaben" auffuhren, bei dem auch die weiblichen Rollen wie stets von Knaben dargestellt werden. Der Direktor der Wiener Staatsoper, Dr. Erwin Kerber, hat die kleine Märchenoper einstudiert, der Text ist von Maria K a st l, die Musik von Richard R o ß m a y r. Wildfrüchte warten auf Ernte. Einen nicht zu unterschätzenden Zuschuß zu den verschiedenerl Obstarten aus unseren Gärten vermögen Wildfrüchte zu bieten. Allerdings wird man sich im allgemeinen selbst der Mühe unterziehen müssen, die Früchte zu sammeln. Ihr vielfach etwas herber Geschmack kann durch Zuckerzusatz oder gleichzeitige Verwendung anderer Obstarten gemildert werden, an Nährwert und Heilkraft, vor allem aber an Vitamingehalt sind die wildwachsenden Früchte ihren gartenmäßig gezogenen Artgenossen vielfach überlegen. Wenn auch die Blaubeere nicht mehr anzutreffen ist, so loynt doch auch in den Herbstmonaten ein Sammelausflug in den Wald. Brombeeren, bisweilen auch Himbeeren, können in günstigen Lagen bis in den Oktober hinein geerntet werden. Eine ausgesprochene Herbstfrucht ist die Berberitze mit ihrem herb-säuerlichen Fruchtfleisch, das sie nicht nur, vermischt mit Aepfeln, zur Marmeladen- und Geleebereitung geeignet macht, sondern auch den Zitronensaft ersetzen läßt. Maulbeeren finden sowohl roh, als in Form von Saft oder Sirup genossen ihre Liebhaber. Die süßbittere Traubenkirsche liefert ein schmackhaftes Mus oder einen nicht weniger angenehmen Saft. Bekannter noch dürfte der schwarze Holunder sein, dessen Zubereitungsmöglichkeiten — Kompott, Marmelade, Saft, Wein oder Likör und schließlich auch Suppe — fast unerschöpflich sind, wobei man die Beeren ganz nach Geschmack allein oder in Verbindung mit anderen, am beften’ säuerlichen Obstarten genießen kann. Weiter locken die roten Trauben der Eberesche zum Pflücken, deren Verwendungsmöglichkeiten kaum weniger vielseitig als die des Holunders sind. Einen besonderen Ruf als Vitaminträger aber hat sich die Frucht der Heckenrose, die Hagebutte, erworben. Zu Suppe, Kompott oder Marmelade verarbeitet, kommt sie unserer Ernährung zugute. Erinnern wir uns schließlich noch der Schlehe und des würzigen Wacholders, so haben wir eine kleine Auslese derjenigen Wildfrüchte, die uns die Natur jetzt und in den kommenden Wochen und Monaten bietet und die es in Kriegszeiten doppelt zu nutzen gibt. Bastelt für den Vogelschutz! Mit dem Eintritt der kühleren Jahreszeit ist die Jugend wieder mehr ans Haus gefesselt und sehnt sich nach einer anregenden und nützlichen Beschäftigung in der Freizeit. Was könnte sie besseres tun als Vogelschutzgeräte basteln! Für die Kriegswirtschaft ist die Vertilgung der schädlichen Kerbtiere durch die Vögel besonders wichtig. Die Vermehrung dieser Schädlingsvertilger hängt aber in hohem Maße von den Nistgelegenheiten ab. Da die natürlichen Nistgelegenheiten infolge von Rodungen, Abbrennen der Böschungen, Abschlagen vieler Hecken und wegen der neuzeitlichen Bauweise der glatten Wände immer weniger werden, müssen wir für künstliche Nistplätze sorgen. Also frisch an die Arbeit, Jungens und Mädel! Bastelt Nistkästen, Winterfutterhäuschen und Nestunterlagen für Schwalben! Die Anleitungen dazu bekommt ihr kostenlos von der Vogelwarte in Garmisch (Obb.), oder vom Tierschutzverein. Dort könnt ihr auch Näheres über die Art der Winterfütterung und über das richtige Aufhängen der Kästen und Unterlagen erfahren. Reinigt die 7! stkästen' „Bringen Sie mir einen Kirsch!" sagte Hellwang plötzlich laut. Es war, als hätte er nach langem Anlauf und mehrfachem Zurückweichen endlich ein Hindernis übersprungen. Und Trix wußte, was das Hindernis gewesen war, ihre Gegenwart. Eine kurze Pause entstand. Hellwang klimperte angelegentlich mit seinem Schlüsselkettchen.'Trix spürte einen schar- fen', stechenden Schmerz in ihrem Innern, eine namenlose Trauer; sie hätte weinen mögen. Der Kellner schob den Kirsch auf einem ovalen Nickeltablettchen vor Hellwang hin. Trix beobachtete ihn unauffällig. Er griff hastig nach dem kleinen Spitzglase und kippte es mit einem scharfen Ruck nach hinten. Und als hätte die Wirkung des Getränks im gleichen Augenblick eingesetzt, in dem - das Glas aufstellte, atmete er tiefer auf. Sein Brust- korb hob sich, seine Nervosität lieh nach, er steckte die Wagenschlüssel in die Tasche, sein Ausdruck schien lebhafter zu werden, sein Blut schneller zu kreisen. Trix hob den Kopf, es war als- spanne sich in ihrem Rücken plötzlich wieder ein Draht, der für 5 kg 48, Wirsing, 8 kg 6 bis 13, Weißkraut 5 bis 10, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 7, Mischgemüse 8 bis 10, Tomaten 20 bis 30, Kürbis 10, Frühäpfel 30 bis 40, Birnen 30 bis 45, Lauch 20, Sellerie 20, Blumenkohl, das Stück 20 bis 50, Salat 12, Endivien 10 bis 15, Rettich 10 bis 15 Rpf. Aus der engeren Heimat. Don einem Umsturzenden Schlepper totgedröckt. LPD. Alsfeld, 1. Oft. Der Polizeidiener Konrad Meier in Grebenau hatte sich beim Mistfahren mit einem großen Mistwagen, der von einem Schlepvper gezogen wurde, neben den Fahrer auf die Zugmaschine gesetzt. Auf einem steilen Feldweg stürzte der Schlepper um, wobei Meier unter das schwere Fahrzeug zu liegen kam und so schwer verletzt wurde, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Dex Fahrer des Schleppers war zur Seite geschleudert worden und kam dadurch unverletzt davon. Landes-Leistunqshüten in Hungen. Am Sonntag fcknd in Hungen das diesjährige Landes-Leistungshüten statt. Das Richteramt lag in den Händen der Herren Hüttenberger, Hold und König, die es diesmal nicht leicht hatten, aus den zum Wettbewerb gemeldeten 8 Schäfern den besten herauszuftnden, zumal an einer Herde von 400 Schafen, temperamentvoll und voll genährt, wie sie Hungen besitzt. Trotz des schwierigen Geländes fanden sich die Schäfer mit der gestellten Aufaabe durchweg gut ab und erzielten gute Punktzahlen. Die Ergebnisse: 1. Preis: Schäfermeister Wilh. Müller, Gießen, 55 Punkte, Landesleistunqs- fieger; 2. Preis: Schäfermeister Ernst Kerb, Bad Ems, 54 Punkte; 3. Preis: Schäfermeister Wilh. Ihrig, Fürstengrund i. Odenw., 52 Punkte; 4. Preis: Schafermeister Otto Rindermann, Hof- „Na, Sie sind ja ganz aufgekratzt und lusti.; Kathi", brummte er und ryischte sich den Schwell von der Stirn. „Ich freu' mich hall, daß wieder an wen'g Leben ins Haus fimmt", antwortete sie, und mit einem kühnen Vorstoß fügte sie hinzu: „Ich mein', boj das Fräulein Trix eine große Freud' haben täl wenn Sie dran dächten, mit ihr auch mal id Thiater zu gehen ober ins Konzert, Herr Dokter' Einen Augenblick lang sah es aus, als wenn & sich Belehrungen darüber, wie er feine Gäste st unterhalten habe, verbitten wolle. Er trommelte i der Hosentasche gegen sein Dein und warf Kathi ein rv scharfen Blick zu. Theater ... Keine schlechte eigentlich. In den Kammerspielen gab Wem4 Krauß ein Gastspiel in der Rolle König LeM Wahrscheinlich war das Theater stets reftlos am* verkauft, und es war zweckmäßig, die Karten reit' zeitig zu bestellen. Wie lange war es her, seit rl 3um letztenmal im Parkett gesessen hatte? Eindl'i' viertel Jahr? Länger noch — und er hatte stützt mit Luisa keine Aufführung von Bedeutung D«f säumt. „Legen Sie nachher die heutige Zeitung meinen Schreibtisch, Kathi", sagte er und verlirl das Zimmer. Beim Mittagessen hatte Britta trübe Augen. aß ohne Appetit und klagte über Schluckbeschw-ck den und Kopfschmerzen. Trix ließ sich den zeigen. Er war entzündet und belegt „Kein Wunder", bemerkte Hellwang ärgerlU „ben ganzen Tag treiben sich die Bälger brau&t herum. Seit Wochen sehe ich sie nur noch zu drl Mahlzeiten. Unb der Sommer ist eben oords Abends steigen die Nebel, da hat man eine Faltung im Handumdrehen weg." „Willst du nicht den Arzt anläuten, Konrad?'", „Quatsch, wegen jedem Quark gleich den Arzt Trix legte ihre Hand an Brittas Stirn: glaube, sie hat auch Fieber ..." „Kinder fiebern bei jedem Schnupfen", sagte * kaltblütig, „glaub mir!" Trix vertraute seiner größeren Erfahrung. Brittas Zustand verschlechterte sich zusehenr Beim Kaffee saß sie völlig apathisch bei Tische. (Fortsetzung folgt) Er zuckte mit ben Schullern: „Vorläufig geht es so." Als sie in die Mozartstraße einbogen, standen Kathi und die drei Kinder zum Empfang von Trix am Gartentor, unb ble Mädels rannten dem Wagen entgegen. Lydia war mit „fürchterlichen Bauchschmerzen" von der Schule heimgekommen, und es blieb vorläufig Brittas Geheimnis, wie sie es fertig gebracht hatte, in der ersten Stunde solch ein Nasenbluten zu bekommen, daß sie ebenfalls nach Hause geschickt werden mußte. Die Wiedersehens- freube war grenzenlos. Die Kinber stürzten sich wie ausgehungerte kleine Raubtiere auf Trix und erstickten sie unter ihren Zärtlichkeiten. Es sah aus, als wollten sie Trix zerreißen, um sich mit je einem Trix-Tett knurrend in ihre Winkel zu verziehen. Im Verlauf einer Minute erfuhr Trix alles, was sich im Verlaufe der letzten Monate ereignet hatte. Daß Söhnchen Windpocken gehabt und Britta ein Fahrrad bekommen hatte, daß Lydias Sparkonto auf zwanzig Mark vierzig Pfennige angeschwollen war, und daß Kathi drei Gläser Stachelbeermarmelade eingekocht hatte, daß Major Habedank und Direktor Beyerlein in Feindschaft lebten, weil der Foxl vom Direktor den Kater Hinz totgebissen hatte. Leider hatte der Kamps dem Foxl ein Auge gekostet. Und heute gäbe es Kalbsbraten zu Mittag, und zum Kaffee frischen Zwetschendatschi, den Kathi soeben in den Ofen geschoben hätte ... Kathi gelang es nur mit Gewalt, den Belagerungsring zu sprengen. Trix schüttelte ihr die Hand: „5a, Kathi, da wäre ich also ..." Sie hob ratlos die Schullern, als ob sie fragen wollte, was ihre Anwesenheit nun also für einen Zweck haben sollte. „Ach, Fräulein Trir", sagte Kathi seltsam bewegt unb preßte Trixens Finger, „ich bin ja so froh, baß Sie gekommen sind. Es war schlimm in der letzten Zeit, ich hab' gefürchtet, daß alles aus den Fugen geben wurde ... In der Garage räumte Hellwang die Koffer aus dem Wagen und winkte Kathi herbei, daß sie ihm behilflich sei, das Gepäck ins Haus zu schaffen. Sie trugen die Koffer nach oben. Kathi fürchtete, Hellwang würde beim Anblick der gefüllten Vasen in Zorn geraten. Er duldete es nicht, baß Blumen geschnitten würben. Es war ber einzige Punkt, besserst- wegen er manchmal mit Luisastn Kriegszustand geraten war. Aber er verlor kein Wort darüber. Sie erhoben sich. Während Hellwang zahlte, holte Trix einen Gepäckträger, ber ihre Koffer zum Wagen bringen sollte. Hellwang belud sich mit ber Hutschachtel und den kleinen Köfferchen. Später, als der Wagen aus der Holzkirchener Unterführung in die Landsberger Straße einbog, nahm Trix bas unterbrochene Gespräch mieber auf. „Ich erwarte bei euch eine wichtige Entscheidung. Sie wird schätzungsweise in zwei oder drei Wochen fallen. Ich habe mich nämlich um eine Stellung im Virchow-Krankenhaus beworben. Auf mein gutes Examen hin möchte ich auch fast annehmen, daß ich sie bekommen werde .." ,Zch werde dir den Daumen hallen", murmelte er. Seine Aufmerksamkeit galt ber Straße. Hinter ihnen klingelte eine Trambahn, vor ihnen lief ein Lastzug mit Anhänger, ber nach links abbiegen wollte. Hellwang war mit Ganawechsel, Bremse und Kupplung vollauf beschäftigt. Dann gab ber Lastwagen die Straße frei unb Hellwang konnte kräftiger aufs Gas brücken. Trix stemmte die Füße gegen bas Trittbrett. „Fahr' langsamer, Konrab", bat sie, „es ist nicht notwendig, daß du mir zu Ehren einen Radler auf die Hörner nimmst," — Hellwang glaubte Luisas Stimme zu hören. Er nahm den Fuß gehorsam vom Gas und fetzte die Fahrt in mäßiger Geschwindigkeit fort. Sie schnurrten an den Brauereien vorüber. Es roch nach Malz. Trix schnupperte in ben Winb ... „München", sagte sie lächelnd, „ich würde es mit verbundenen Augen erkennen." „Ich habe eigentlich jDen ganzen Sommer über darauf gewartet, daß du oder einer von euch sich einmal bei uns sehen lassen würde." „Ich habe im ganzen Sommer keinen freien Tag gehabt; aber wenn ich mich nicht irre, hast du Mutters mehrfaches Anerbieten, euch zu besuchen und ein wenig zu helfen, abgelehnt und geschrieben, Kathi mache ihre Sache tadellos. Du schriebst übrigens so merkwürdig unklar, weshalb euch Fräulein Zögling verlassen hat." „Konnte sich mit Kathi nicht vertragen", antwortete er lakonisch. „Und nun?" fragte sie und sah ihn von ber Sette an. »ich! bc San ll Mnöl Criedjer Brotes lsill! m gspi nlani Isfrag er it Li seine . d)es ' sachsisci Scheck- Has Lo lila ol Barben roßte1 Aeulschi M nel ünmer i le alljt •b & vch qe •Nü: j der konnten jkma Wmber •-nen ur ...diese H dein der ;yn IlNun JUle .F°®mei ’Wt u Mal •MU5{( -Ä K ijMi ‘P Ori 'S* ’h .Ar gut Utphe i. vberh., 50 Punkte; 5. Preis: Schäfer- meister Hch. Kipper, Unter-Schmitten i. Oberh., 47 Punkte; 6. Preis; Schäfermeister Wilh. Paul Herbornseelbach/Dill, 38 Punkte; 7. Preis: Fritz Maier, Bastersbach/Dill, 35 Punkte; 8. Preis: Wilh. Hofmann, Singhofen, 34 Punkte. Landesgefolgschaftswart Pg. Steible überreichte dem Landesfachfchaftswart Schäfermeister Philipp Wirth, Wetterfelb, den von der Landes- bauernschaft Hessen-Nassau gestifteten Brauchtumsund Sippenpreis in Anbetracht bes Generationen hindurch gepflegten Schäferberufs. Dann wurde die Veranstaltung in üblicher Weise geschlossen. 3m Atter von 101 Jahren gestorben. Lpd. Darmstadt, 1.Oktober. Kurz vor seinem 101. ©e'burtstag, den er Mitte Oktober hätte begehen können, ist Rektor i. R. Heinrich Busse gestorben. Rektor Busse stammte aus Westfalen und war lange Jahre im Priocstschuldienst, u. a. in Düst seldorf und Gelsenkirchen tätig. Er hatte als 24- jähriger Mann am Kriege 1864 teilgenommen, im 66er-Krieg war er bei Königgrätz verwundet worben, außerdem war er Veteran von 1870/71. Kreis Bübingen. (DOebern, 1. Oktober. An ten Folgen schwerer innerer Verletzungen, die er sich durch einen Sturz von der Haustreppe zugezogen hatte, verstarb der hiesige Apothekenbesitzer Heinrich Deesen- meyer im Atter von 59 Jahren. Unter größter Beteiligung der einheimischen und auswärtigen Bevölkerung wurde er am Sonntag zu Grade geleitet. Apotheker Desenmeyer stammte aus Wiesbaden und hatte im Jahre 1911 die hiesige Apotheke käuflich erworben. Er erfreute sich allgemeiner Wertschätzung und bekleidete eine Reihe von Ehrenämtern. 30 Jahre lang hatte er mit Tatkraft unb Umsicht ben hiesigen Zweigverein des Vogelsberger Höhen-Cluds geleitet. Lange Jahre hindurch gehörte er dem Kirchenvorstand als Mitglied an, ebenso auch in früheren Jahren dem Gemeinderat. brütern schon im Winter als Unterschlupf benützt werden. Sollten sich Fledermäuse eingenistet haben, so lasse man diese nützlichen Vögel ungestoxt! Sonst aber ist aller Inhalt aus den Kästen zu entfernen und alles Ungeziefer zu beseitigen. Die Vögel bauen nur in einen sauberen Kasten. Das Aufhängen der Kästen in vier Meter Höhe sagt allen Dogelarten zu. Das Flugloch soll nach Südosten gerichtet fein. Gießener Wochenmarktpreise Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für ^4-Ware Für 6-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 2. Okt. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, Y kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 26 ©porffreife in Heffen-Tlaffau. Im neuen Sportgau Hessen-Nassau treten mit Wirkung vorn 1. Oktober die Sport kreise an die Stelle der Sportbezirke. Die neue Kreiseintei- lung lautet: Kreis 1: Frankfurt a. M.; 2: Alsfeld-Lau- ter b ach; 3: Alzey; 4: Bergstraße; 5: Biedenkopf; 6: Bingen; 7: Bübingen; 8: Darmstabt; 9: Gelnhausen, 10: Groß-Gerau; 11: Hanau; 12: Lirnburg-Unterlahn; 13: Main-Taunus-Obertaunus; 14: Mamz; 15: Oberlahn-Usingen; 16: Oberwester- wald; 17: Odenwald; 18: Offenbach; 19: Rheingau- St. Goarshausen; 20: Schlüchtern; 21: Untertaunus; 22: Unterwesterwald; 23: W etter au ; 24: Wetzlar; 25: Wiesbaden; 26: Worms. Achtmal um den Reichsbundpokal. An ben Spielen um ben Fußball-Reichsbundpokal, ber erst vor wenigen Wochen von Sachsen burch einen 2:0-Sieg über Bayern gewonnen würbe, sind diesmal 25 Mannschaften beteiligt, darunter erstmals die Auswahlmannschaften ber neugeschaffenen Sportgaue und bie Vertretung bes General-Gouvernements. In ber ersten Vorrunde sind nur 18 Mannschaften beschäftigt, während bie restlichen sieben zusammen mit ben Siegern bes fommenben Sonntags unb bes 12. Oktober (an diesem Tage findet bas Spiel Niebersachsen — Wartheland statt!) am 9. November bie zweite Vorrunde bestreiten. Es spielen am Sonntag in: Frankfurt a. M.: Hessen-Nassau — Niederschlesien, Kassel: Kurhessen — Danzig-Westpreußen, Straßburg: Elsaß — Württemberg, Luxemburg: Moselland — Baden, Metz: Westmark — Köln-Aachen, Weimar: Mitte — Pommern, Königsberg: Ostpreußen — ©ubetenlanb, Bismarckhütte: Oberschlesien — Generalgouvernement. Das Spiel Niedersachsen — Wartheland findet erst acht Tage später in Bremen statt, während ber Pokalinhaber Sachsen, ferner Bayern, Westfalen, Nieberrhein, Nordmark, Ostmark unb Berlin- Bran- benburg spielfrei sind. • Sekunben erschlafft war. „Uebrigens warte ich noch immer auf beinen Glückwunsch, mein Lieber", sagte sie heiter unb griff nach ihrer Handtasche. „Glückwunsch — wozu?" fragte er ahnungslos. „Du bist ja ein aufmerksamer Briefleser! Du scheinst wirklich keine Ahnung von den großen Ereignissen zu haben." „Verzeih, Trix, ich muß zugeben, daß ich in den letzten Wochen ein wenig auf dem Mond gelebt habe." „Ich habe vorgestern mit Glanz und Gloria mein Examen bestanden! Als einzige von sechzehn mit .Sehr gut*." „Donnerwetter!" grinste er respektvoll, „und wie nennst du dich jetzt?^' „Assistentin für Röntgenologie!" sagte sie stolz. „Fabelhaft! Wenn du Wert daraus legst, werde ich dich von nun an nur noch mit vollem Titel an» reben." Das iie ein< eher da # e out zu Sie bi । risch' Me $ i viele h Mek cn Sie criental feine ft funbenl Statur ' i?m da! taupt c iber al Munt eine bei firengur Hpiell famsfra Diese M m fragen janb r Lhr oei Miet Londe t ten, wk Srotgeti Büchertisch. — Johann Wolfgang von Goethes Don deutscher Baukunst. — Ms Nummerj der neuen Folge feiner Reuchlindrucke bringt btt Karl Rauch Verlag in Dessau auf wenigen, in einer schönen großen Fraktur gedruckten Seiten, mit einet ausgezeichnet klaren Aufnahme des kunsthistorifcheil Jnstttuts in Marburg, Goethes Huldigung an Ei, min von Steinbach und fein Straßburger Mimst« in Form einer sorgfältig ausgestatteten schmalen Broschüre: die kleine, von Enchufiasmus, Kunftfim und Nattonalgefülhl getragene Schrift wird viels, wieder einmal eine willkommene unb nützliche M türe fein — gerabe heute, in einer Zeit neu ermo chender Leidenschaft für monumentale Architekt^. Hans Thyriot. — Rh^ in - Main. Band 12 der Reihe „Di Deutschen Heimatführer". Preis RM. 1,—. Verla; Dipl.-Kfm. Erwin Müller (Abt. Verlag der Deto schen Heimatführer), Berlin W 9, Potsdamer Str.L Der Begriff Rhein-Main umfaßt dje Reife- uni Wandekgebiete wie Bergstraße, Odenwald, Rheir. Hessen, Oberhessen, Rheingau, Taunus, Lahntal uni Westerwald. Im Zusammenwirken mit dem Landes fremdenoerkehrsoerbanb Rhein-Main detteut, hct der Verlag im Kriege nun auch für dieses Gebiet ben Führer herausgebracht, der sowohl bie einzelne! Landesteile, wie jeden wichtigen Ort knapp uni fachlich, aber erschöpfend beschreibt, und so ein voL wertiges Auskunftsbuch für den Reisenden, bei Wanderer, ben Heimatfteunb, aber auch für b-it Wirtschaft bereitfteßt. — 2)r. Robert Ley: Das größte sozii, listische Aufbauwerk bes b e u t f dje 1 Volkes (Verlag der Deutschen Arbeitsfront ®. nt b. H., Berlin). Die große Rede des Reichsorganis tionsleiters vor ben Gauobmännern und Gauwi fchaftsberatern der NSDAP, liegt jetzt im Druf oor. Dr. Ley verkündet hier mit klaren Worten bc» größte Aufbauwerk, das Deutschland und die Wi jemals erlebt haben. Die höchste Lebensstufe tft !&r den schaffenden Deutschen gerade gut genug. Er h«oi das Recht auf ein sorgloses und gesundes Dasein - und er wird es bekommen. Viele Bilder zeigen weich' gewaltige soziale -Aufbauarbeit bereits bur$ bie Kraft unteres Willens geleistet wurde. Das ab«r ist erst der Anfang. Jeder, ber wissen möchte, wu es nach dem Endsiege unserer unvergleichlichLi Wehrmacht im nationalsozialistischen Staate auf sehen wirb, wirb diese Schrift lesen wollen. kostet in handlichem Format nur 10 Rpf. Sprechstunden ber Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstagnach mittags geschloffen.