Dienstag, 2. September 1941 Gietzener Anzeiger <91. Jahrgang Nr. 208 Erscheint täglich, außer Sonntags und fveiertags Beilagen: Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis8'/,Ubr des Bormittags 'Anzeig en-Breiie: Anzeigenteil 7 Nvi. ie mm bei 22 mm Zellenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel 1 Abschlüsse Mengenstaffel 6 Platzoorschrist t vorherige Vereinbarung) 25°/#> mehr vrühlfchellnioersttS^dnickerei B. Lange General-Anzeiger für Oberhessen 6itfien^Sd>Hlftta6t 7-9 Gießener Familienblätter Heimat rmBild DieScholle Berugsvreis: Monatlich......RM1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Ferrrivrechanschluk 2251 Trahtanschrift:„Anzeiger" Postscheck 11686 Franks j M. Die Neuordnung in Mazedonien. Von unserem J.-Korrespondenten. jeder Fußbreit Ackerland besät und für die Ernährung nutzbar gemacht werde. Nachdem die Zuschußgebiete im Westen mit den Städten Kitschewo, Te- towo und Gostiwar von den Italienern besetzt wurden, wird der Kreis Skoplje sich selbst ernähren können. Das Hauptprodukt Mazedoniens, der ungemein aromatische Tabak, wird nun zu höheren Preise aufgetauft, als die serbische Monopolverwaltung geboten hat. Damit soll das Unrecht gutgemacht werden, das die Belgrader Regierung gegen die bulgarischen Mazedonier beging, indem sie auf Grund des. Monopolrechtes für den wertvollen Tabak geringere Preise bestimmte als in, Altserbien. Tatsächlich waren wir hier und im Kreis' Bitolja er- Hafenplah Hapsal genommen. Der Wehrmachibericht. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 1. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt. Verbände des deutschen Heeres haben feit dem 26. August auf dem Dnjepr nördlich Kiew 27 sowjetische Wonllore und Kanonenboote vernichtet. Im Verlaufe der Säuberung Estlands wurde der an der Westküste gelegene hafenplah h a p f a l genommen. Bei den am 28. August abgeschlossenen Kämpfen um Reval wurden 11 432 Wann gefangengenommen sowie 293 Geschütze, 91 Panzerkampfwagen, 2 Panzerzüge und zahlreiches Kriegsmaterial erbeutet. Im Finnischen Meerbusen setzten deutsche Seestreitkräfte die ZRinenoperafionen fort, lieber 60 brennende feindliche Schiffe wurden im Gebiet unserer Minensperren gesichtet. Im Atlantik versenkte ein Anterseebot aus einem stark gesicherten Geleitzug in hartnäckigen Finnland nach der Rückeroberung Vnpuris. schüttet von dem technischen Rückstand der Landwirtschaft, von der Verödung fruchtbaren Bodens und der Kümmerlichkeit der Lebensführung der Bauern. Der Kreishauptmann von Bitolja, ehemals Abgeordneter des türkischen Vilajets Uesküb in Konstantinopel, sagte zu uns erbittert, er hätte nach 33jähriger Abwesenheit dieses Land in demselben Zustand und mit dem gleichen niedrigen Lebensstandard vorgefunden wie er es 1908 verlassen hätte. Mit der Vergrößerung ihres Vaterlandes um 36 v. H. haben die Bulgaren große Verantwortung auf^sich geladen. Aber gerade in Mazedonien erhärtete sich wieder unser Eindruck, daß der bulgarische Beamte das Talent der Organisation besitzt und in kurzer Zeit die Überleitung vom Zwischenregime in einen geordneten Friedenszustand vollendet haben wird. wiederholten Angriffen vier feindliche Handelsschiffe mit zusammen 14 000 BRT. Auf der britischen Insel bombardierten in der vergangenen Rächt stärkere Kampffliegerkräfte den Einfuhrhafen hüll. Bombentreffer richteten schwere Zerstörungen in Dockanlagen, .Versorgungsbetrieben und Lagerhäusern der Stadt an und verursachten mehrere Grohbrände. Andere Kampfflugzeuge bombardierten roeifere Hafenanlagen an der englischen Oslküsle sowie Flugplätze in der Grafschaft Lincolnshire. Sie schossen zwei Bomber über England ab. In Rordafrlka richteten sich wirksame Angriffe deutscher Kampfflugzeuge in den gestrigen Abendstunden gegen militärische Anlagen der britischen Flottenstützpunkte Alexandria und Port Said. Britische Flugzeuge flogen in der letzten Rächt nach Westdeutschland ein. In Wohnvierteln, u. a. in Köln, entstanden durch Bombenwurf Gebäudeschäden. Angriffsversuche einzelner feindlicher Flugzeuge in Rord- und Rordvstdeutschland blieben wirkungslos. Rachtjäger und Flakartillerie schossen sieben britische Bomber ab. Skoplje, Anfang September 1941. Seitdem die Grenzpfähle zwischen Bulgarien und Mazedonien gefallen sind und die feltfamen Wachttürme der Serben nur mehr gelegentlich von neu- gieriaen Augen bestaunt werden, flutet ein urwüchsiges Leben über sie hinweg und gleicht aus, was in den vergangenen zwei Jahrzehnten auf 1 beiden Seiten verschieden und manchmal auch fremd gewachsen ist. Auf unserer Fahrt in das Land der ,HMRO" und der Revolutionen, der heißen Sonne und der goldenen Früchte fanden wir Tausende fvon Arbeitern am Bau von Vevbindungsstratzen beschäftigt. Ingenieure vermaßen zwischen Gü- kschewo und Kumanowo die Trasse der neuen, zweigeleisigen Eisenbahn, wodurch Sofia eine Verkehrs- Verbindung mit der wichtigsten Stadt Mazedoniens, mit Skoplje, erhalten wird. Rund 80 000 Männer des bulgarischen Arbeitsdienstes wühlen in den Grenzwäldern im Westen und Süden Bulgariens und beseitigen natürliche und künstliche Hindernisse. Sie demonstrieren gleichsam mit Hacke und Schaufel gegen die sonderbaren, und unglücklichen Launen des Vertrages von Reuilly. Schon in den ersten Stunden unserer Fahrt erhielten wir den Eindruck, in ein wohlgeordnetes Gebiet zu kommen, in dem nur mehr wenige Spuren verraten, daß hier der Krieg gewesen ist. Einige zerschossene und teilweise schon abmontierte Lastautos und Tanks an den Straßenrändern, bei Kumanowo der Rumpf eines englischen Flugzeuges, verlassene einsame Gräber serbischer Soldaten und hie und da ein Grab mit einem deutschen Stahlhelm am blanken Kreuz, verdeckt von frischen Blumen und Kränzen, die von der dankbaren Bevölkerung ständig erneuert werden: an diesen Zeichen nur wird man gewahr, daß in Mazedonien die Kunst der Diplomatie abgelöst wurde von der harten und konsequenten Kunst der Waffen. Beim Kirchlein des hl. Joachim am Paß von Kriwa Palanka feierten wir mit den Bauern das Kirchweihfest. Wir nahmen teil an der feierlich- fröhlichen Versammlung von farbenfreudigen Trachten, aufmerksam begrüßt und gerne gesehen am Tanzplatz vor der Kirchentreppe, weil es sich sofort herumsprach, daß wir Deutsche waren. Man wies auf den Flaggenschmuck der Häuser, der nicht nur die 'bulgarischen Farben, sondern auch das Hakenkreuz trug. Diese Zuordnung der Flaggen ist in fianj Mazedonien zur Gewohnheit geworden und o manche Dörfer, durch die wir tarnen, hätten ihren Triumphbogen mit dem doppelsprachigen „Willkommen!" am liebsten in Stein gehauen, um . ihn als immerwährendes Andenken an die Be- ; freiung zu erhalten. Unsere Lebensmittelvorräte, die wir vorbeugend mitgenommen hatten, waren bald an dankbare Straßenarbeiter verschenkt. Es gab nämlich in allen Bäckereien genügend Brot und Mehl; in den Gasthäusern bot man uns Früchte des Landes an, und auch die sonstigen Bedarfsartikel waren längst aus i)em Altreich herangeschafft und in den Auslagen »er Geschäfte zu sehen. Die Preise sind niedriger als unter serbischem Regime. Nunmehr wird in Mazedonien auch das Kartensystem für jene Pro- Idukte eingeführt, die schon bisher in Bulgarien rationiert waren. Heber Kumanowo führt eine ausgezeichnete ^ Straße in das Skopsko Pole, in das breite and fruchtbare Becken von Skoplje, das »om Ward-ar durchquert wird. Skoplje wurde oon den Serben als wichtige Bastion der sogenannten Wardarbanschaft angesehen und gegenüber dem adrigen Mazedonien erheblich bevorzugt. Die Stadt | [liegt vor dem breiten Rücken eines Berges an den Ufern des Flusses inmitten hoher Pappeln, über i die die Umrisse der Festung aus der Türkenzeit ragen. Es ist nicht mehr das alte Uesküb mit 'einen Türkenvierteln und Karawansereien, wenn I auch noch immer die weißen Minarette, die Kuppeln der Moscheen, Fez und Turban zu sehen sind. Die Harke Zuwanderung an serbischen Beamten und Offizieren nach dem Weltkrieg hat vor allem das Stadtviertel im Westen verändert, wo neuzeitliche Wohnhäuser gebaut und Amtsgebäude errichtet wurden. Im Zentrum fällt der überdimensionale Bahnhof in die Augen, ein mächtiger Quaderbau mit einer arabesken Säulengalerie über dem Eingangsaortal. Heute werden die breiten Hallen von bul- ' ^arischen Eisenbahnern und amtlichen Stellen be= - nützt. Die Züge laufen fast friedensmäßia in den \ Bahnhof ein, Schlafwagen, mit der Aufschrift \,Sofia—Skoplje" werden rangiert, Güter verladen und die vielen Wünsche der Reisenden befriedigt. f Uuf einem Gerüst hängt ein Arbeiter und meißelt soeben das jugoslawische Wappen von der Mauer. Skoplje ist die Hauptstadt eines der beiden Ver- . valtungskreise, in die Mazedonien von den Bul- ßaren geteilt wurde. Der Kreis zählt 700 000 Einwohner, darunter nur einige Hundertstel Serben, । dürfen, Albaner und Zigeuner. Es spricht Jür die , Duldsamkeit der Bulgaren, daß sie jene Serben, tie seit je hier ansässig waren und sich als verträg- ch erwiesen, nicht behelligten. Der serbische Be- -tzer der Konservenfabrik von Skoplje und die son- ligen serbischen Geschäftsleute üben weiter ihre Berufe aus. An den Geschäften sind alle serbischen Aufschriften verschwunden und durch bulgarische er- etzt worden. Das Auge kann aber leicht erkennen, aß nur in seltenen Fällen auch der Name des Be- itzers überpinselt wurde. Denn die Bevölkerungs- Mehrheit oon Skoplje hat ihren nationalen Charak- ?r in den letzten 20 Jahren nicht geändert. Der versuch, serbische Kolonisten im Gebiet von Skoplje, bitolja und Prisren anzusetzen, ist völlig mißglückt, veil sich die Siedler wirtschaftlich nicht halten konnten und der Rest inzwischen nach Altserbien abwan- berte. Im geräumigen Verwaltungsgebäude des Kreises erfahren wir vom stellvertretenden Kreishauptmann, baß die Ernte auch in diesem Jahre befriedigend sei. Es sei dafür Sorge getragen, daß im Herbst Helsinki, 2. Sept. (Europapreß.) Bei der Eröffnung der Reichstagssitzung am 1. September sprach Präsident Hakkila Worte der Ehrung für die Kriegsgefallenen. Er wies darauf hin, daß der Platz des Abgeordneten H a v a s, der im Kampf für die Freiheit Finnlands gefallen ist, mit einem Lorbeerreis und mit der finnischen Flagge geschmückt sei. Der Abgeordnete hatte bereits an den beiden früheren Verteidigungskämpfen Finnlands teilgenommen. Sodann sagte Reichstagspräsident Hakkila, die Eroberung von Viipuri ist für uns der deutlichste Beweis für die Sicherheit und Endgültigkeit unseres Sieges. In den dunkelsten Tagen unseres Winterkrieges haben wir niemals aufgehört, an die Gerechtigkeit unserer Sache zu glauben. Die gerechte Sache wird siegen im Kampf gegen Falschheit, Lüge und Gewalt. Die Vertreter des finnischen Volkes sprechen unserer Wehrmacht den Dank und die Anerkennung aus. Das finnische Volk wird nie vergessen, daß es nach den in der Weltgeschichte bisher größten Siegen, die Deutschland dem Erbfeind zugefügt hat, möglich geworden ist, unsere Freiheit zu retten. Unsere junge selbständige Demokratie ist auf eine unerhörte Probe gestellt und wird sie bestehen. Finnland baut auf und wird lebensfähig in eine neue Zukunft schreiten. Ein eindeutiges Dementi. Helsinki, 1. Sept. (DNB.) Das finnische Nachrichtenbüro ist bevollmächtigt, zu erklären, daß die in einigen ausländischen Zeitungen und Rundfunksendungen verbreiteten Gerüchte, wonach Finnland angeblich wegen unzuftiedenstellender Ergebnisse seines Verteidigungskrieges Äerhandlungen in Helsinki und Stockholm mit dem Ziel eingeleitet hätte, ein fremdes Staatsoberhaupt für Friedensverhandlungen zwischen Finnland und der Sowjetunion zu bewegen, vollkommen falsch sind. ♦ Angesichts der großen Erfolge der finnischen Truppen in Karelien — es sei nur an die Einnahme von Wiborg erinnert — war nichts alberner als das Gerede in Neuyork, London und Stockholm, die Finnen suchten nach einer Möglichkeit, ihren Befreiungskrieg abzubrechen. Wie'so oft, war auch bei der Verbreitung dieser lächerlichen Gerüchte durch die feindliche Agitation der Wunsch der Vater des Gedankens, der Wunsch nämlich, den finnischen Freiheitskampf, indem sich die Truppen des Generalfeldmarschalls Mannerheim mit beispielloser Bravour und größtem Erfolg schlagen, zu diffamieren und so nebenbei auch die deutsch-finnische Waffenbrüderschaft anzuzweifeln. Die Verleihung des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes an Generalfeldmarschall Mannerheim beweist eindeutig, wie eng die deutschen und finnischen Truppen im Kampf gegen den Bolschewismus Zusammenarbeiten und welche Bedeutung der Führer der Tapferkeit der Finnen beimißt. — Die Bemühungen der feindlichen Agitation, ob sie nun ihren Ursprung im Weißen Hause in Washington oder in der Sowjet- Gesandtschaft der Frau Kollontay in Stockholm haben, sind zu durchsichtig, als daß sie nicht als ein übles Machwerk der Plutokraten oder ihrer dunklen bolschewistischen Freunde erkannt wurden. Das Dementi aus Helsinki, das an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt, ist die klare Antwort an die Gerüchtemacher, die glauben, von Frieden reden zu können, obgleich sie (wie Herr Roosevelt) alles tun, um den Anschluß an den Krieg nicht zu verpassen. Erfolgreiche Verfolgung über Viipuri hinaus. Helsinki, 19. Aug. (DNB.) Die Verfolgung des Feindes an der finnischen Ostfront nach der Einnahme von Viipuri wird erfolgreich fortgesetzt. Die Bolschewisten finden keine Zeit, sich zu wirksamem Widerstand festzusetzen, so daß die Verluste der finnischen Truppen verhältnismäßig gering sind. Nach der Einnahme von Kivennava schiebt sich die finnische Front in einem Keil in Richtung auf Petersburg vor. Schwere Eowjelverluste bei Neval. Berlin, 1. Sept (DBB.) In den Kämpfen um Reval haben die Bolschewisten überaus schwere Verluste erlitten. Die Verbände des X. sowjetischen Armeekorps, die 22. motorisierte Schützendivision, die 10. Schützendivision und Reste der 16. Schützendivision sowie zahlreiche Wärmeeinheiten und die regulären Truppen zugeteilten Arbeitsformationen wurden völlig vernichtet Darüber hinaus wurde eine große Anzahl von Gefangenen eingebracht Starke sowjetische Kräfte südlich des Ilmensees vern'chtet. Berlin, 1. Sept. (DNB.) Südlich des Ilmensees vernichtete eine deutsche Division in umfassendem Angriff starke sowjetische Kräfte. Die Sowjets hatten sehr schwere Verluste. Heber 1600 Gefangene wurden eingebracht. Die Bolschewisten setzten schwerste Panzerkampfwagen ein. Fünf Kampfwagen wurden vernichtet. Sechs Gowjetschiffe versenkt. Berlin, 1. Sept. (DNB.) Im Nordabschnitt der Ostfront setzten Truppen des deutschen Heeres am 31.8. die Beschießung von Schiffszielen erfolgreich fort Es gelang, sechs Sowjetschiffe zu versenken. Unter diesen befanden sich vier Monitvre und ein Schnellboot. Neue Sowjetangriffe am unteren Dnjepr zurückgewiese«. Berlin, 1. September. (DNB.)' Am Unterlauf des Dnjepr griffen die Sowjets am Sonntag mit stärkeren Kräften die deutschen Stellungen an. Die Angriffe wurden unter blutigen bolschewistischen Verlusten zurückgeschlagen. In diesen erfolgreichen Abwehrkämpfen wurden 1000 Gefangene eingebracht, 21 Granatwerfer und zahlreiche andere sowjetische Infanteriewaffen erbeutet. Sowjetische Kräfte wiederholten auch südlich Kiew den Versuch, mit Unterstützung von Artillerie und durch Kanonenboote auf das Westufer des Dnjepr überzusetzen. Auch dieser Versuch wurde, wie an den Vortagen, unter schweren bolschewistischen Verlusten abgeschlagen. — Es gelang den Bolschewisten nicht, das Westufer des Flusses zu erreichen. Sowjetischer Panzerangriff zerschlagen. Berlin, 1.September. (DNB.) Im mittleren Frontabschnitt der deutschen Ostfront Oie deutsche Luftwaffe in zwei Kriegsjahren. Von General der Flieger Qnade. In vier Jahren hat der Reichsmarschall die junge deutsche Luftwaffe des Dritten Reiches auf Befehl des Führers aufgebaut. Vier kurze Jahre - hatte sie Zeit zum Ausbau, zur Organisation, zur Ausbildung, zur Entwicklung ihrer Waffen und ihrer Flugzeuge, zum Zusammenschweißen der Besatzungen und der Verbände, zu Hebungen und Manövern, in welchen die Einsatzgrundsätze für die Luftwaffe erforscht, ihre Zusammenarbeit mit Heer und Kriegsmarine erprobt werden konnten. Dann rief der uns durch England aufgezwungene Krieg sie zur Tat. Zwei Kriegsjahre haben bewiesen, daß ihre Bewaffnung und Ausrüstung allen Anforderungen in höchstem Maße entsprachen, daß die Ausbildung und der Geist von Offizier und Mann dem Feinde turmhoch übrlegen waren. Auf sieben Kriegsschauplätzen — in Polen, Norwegen, Frankreich, über England, auf dem Balkan, in Nordafvika und im Sowjetstaat war sie eingesetzt oder kämpft sie heute noch. Ueberall gelang es ihr nach wenigen Tagen die Luftüberlegenheit zu erringen, die feindliche Luftwaffe weitgehend auszuschalten, und damit die wichtigste und entscheidende Vorbedingung zu schaffen für die kühnen und schnellen Angriffsoperationen i>es Heeres. Nur in einem Raume, der nach oben abgeschirmt war durch eine starke Luftwaffe, die den Luftraum über dem jeweiligen Angriffsraum beherrschte, konnten die Panzerkorps und die Schnellen Truppen jene vom Feinde völlig unerwarteten, entscheidenden Einbrüche tief in die Feindfront vortragen, die heute schon Geschichte geworden sind. Mit Recht wurden dafür die Begriffe „Blitzkriege" und „Blitz- sic-ge" geprägt. Die Jagdverbände schützten sie gemeinsam mit der Flakwaffe gegen Angriffe aus der Luft, sie verhinderten die Zerstörung wichtiger Uebergangsstellen auf den langen Nachschubwegen durch die feindliche Luftwaffe, ihre Kampfverbände unterstützten sie wirksam, wenn es galt, stärkeren Widerstand schnell zu brechen, ihre Lufttransportverbände halfen mit, ihren dringenden Nachschub auf schnellstem Wege zuzuführen, Verwundete zu bergen. Aber auch den Infanteriedivisionen war die deutsche Luftwaffe eine getreue Helferin. Die schweren und schwersten Bomben der Kampf- und besonders der Sturzkampfverbände trugen entscheidend dazu bei, daß sich die stärkeren Riegel, mit welchen unsere Feinde ihre Grenzen abgeschlossen hatten, schnell öffneten. Die im Verbände des Heeres eingesetzten Teile der F l a k w a f f e zeigten besonders' bei diesen Kämpfen ihre Treffsicherheit, auch auf kleinste Erdziele. Sie bewährte sich hundertfach als hervorragende, überaus tapfere Fronttruppe in vorderster Linie. Auch die Fallschirm- und Luftlandetruppen haben ihren stolzen Anteil an den Erfolgen des Heeres. Die Kapitulation der Festung Holland, die Bezwingung des Forts Eben Emael, die Heberwindung des Isthmus oon Korinth und endlich die Eroberung Kretas waren Erfolge, welche schon heute mit goldenem Griffel in das Buch der Geschichte dieses Krieges eingeschrieben sind. Auch bei allen diesen Kampfhandlungen haben sich die Lufttransportoerbände in schneidigem Einsatz besonders hervorgetan. Kampf- und S t u r z k a m p f v e r b ä n d e haben durch Zerschlagen anmarschierender feindlicher Reserven, durch Zerstörung von Bahnen, Brücken, Straßen, Kanälen, Munitions- und Der- pflegungsdepots dem Heere indirekt wertvollste Hilfe geleistet. Durch weitgehende Zerstörung der Nachrichtenmittel behindertsn sie die feindliche Führung, durch systematisch rollende Angriffe auf ein- gekesselte Feindarmeen vernichteten sie deren Moral und beschleunigten ihre Kapitulation. In der Verfolgung geschlagener Verbände wurden sie gemeinsam mit den Panzertruppen der Schrecken aller Feinde. ..z Nah- und Fernaufklärung haben für die Führungsstellen von Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine durch unzählige mit höchstem Schneid durchgeführte Einzelflüge die Unterlagen geliefert für die entscheidenden taktischen und operativen Entschlüsse. Sie haben sich als das unentbehrliche Auge der Obersten Führung erwiesen, die ihre in sanden am 31. August heftige Kämpfe statt, in deren Verlauf die Sowjets Panzerkampfwagen einsetzten. Die sowjetischen Einheiten wurden von den deutschen Truppen zerschlagen und mußten sich zurückziehen. In diesen Kämpfen wurden 25 sowjetische Panzerkampfwagen, darunter acht 52-Tonnen-Panzer, vernichtet. Damit wurden am 30. und 31. August im Bereich eines deutschen Armeekorps insgesamt 86 sowjetische Panzerkampfwagen zerschossen und vernich- tet. Verbände dieses deutschen Armeekorps schossen außerdem am 30. und 31. August durch Maschinengewehrfeuer zwei sowjetische Jagdflugzeuge und ein Bombenflugzeug ab. Durch Flakartillerie wurden zwei weitere sowjetische Flugzeuge zum Absturz gebracht. Das Eichenlaub für Generalleutnant Grüwell. DRB. Ans dem Führerhauptquartier, 1. Sept Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh dem Generalleutnant G r ü - tvxe 11, Kommandeur einer Panzerdivision, in dankbarer Würdigung feines heldenhaften Einsatzes im Kamps für die Zukunft unseres Volkes als 34. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Der Führer übergab heute dem tapferen Kommandanten diese hohe Auszeichnung persönlich. oller Stille geleistete aufopferungsvolle Arbeit immer wieder besonders anerkennt. Die schwersten, wichtigsten und härtesten Schläge aber führte die deutsche Luftwaffe gegen den Hauptfeind, gegen England. Sie zertrümmerte die Mehrzahl der wichtigsten Einfuhrhäfen der Insel, verminte immer wieder die Fahrwasser in Küstennähe, zerschlug Docks, Flugzeug- und Munitionsfabriken, versenkte in engster Zusammenarbeit mit der Kriegsmarine Handelstonnage in einem für England gefahrbringenden Umfang. Sie führt diesen Krieg um die ganze Insel herum, sie führt ihn 500 und mehr Kilometer westlich der Insel aus dem Ozean, gemeinsam mit Italien im Mittelmeer, in Afrika bis zu einer der wichtigsten Lebensadern Englands, dem Suezkanal. Sie zwang Englands Kriegsschiffe, die Küsten Norwegens zu verlassen und selbst den Angriff auf Narvik auf^zugeben, sie schlug sie schwer bei Calais und Dünkirchen, trieb sie in wenigen Tagen aus der Aegäis und fügte ihr an allen diesen Stellen empfindliche Verluste bei. Sie erbrachte dabei den entscheidenden Beweis, daß keine noch so starke Flotte im nahen Wirkungsbereich einer überlegenen feindlichen Luftwaffe auf die Dauer operieren kann. Diese bittere Erkenntnis, der sich Albions stolze Flotte schon mehrfach hat beugen müssen, ist wohl der härteste Schlag, Den England von der deutschen Luftwaffe bisher hat hinnehmen müssen. Die glänzenden Erfolge der jungen Waffe auf allen Kriegsschauplätzen hätten nicht errungen werden können ohne die aufopferungsvolle und unermüdliche Arbeit aller ihr organisch zugehörenden Waffenteile und Verbände. Die Luftnachrichten t r u p p e hat durch rücksichtslosen Einsatz von Menschen und Material auch im schnell fortschreitenden Bewegungskrieg die Verbindung zwischen Führung und Truppe aufrechterhalten und dadurch die Möglichkeit geschaffen für den rechtzeittgen und planvollen Einsatz der fliegenden Verbände. Auch unter schwierigsten Wegeverhältnissen und über weiteste Strecken haben die Nachschubverbände der Luftwaffe dafür gesorgt, daß die Schlagkraft der Truppe erhalten blieb. Der Flug- rneldedienst hat in der Heimat und an allen Fronten — oft dicht hinter der ersten Linie eingesetzt — in aller Stille seine verantwortungsvolle Arbeit getan. Tages- und Nachtjagdver- bände schützen in engem Zusammenwirken mit der Flakartillerie, den Scheinwerfer- und Luftsperrabteilungen die Heimat. Wie gründlich und erfolgreich ihre Tätigkeit ist, das haben die hohen Verluste der englischen Angreifer während der letzten Wochen erneut bewiesen. In vorbildlicher Form haben die Führungsstellen der Luftwaffe an allen Fronten ihre schwere Aufgabe gemeistert. Der dritte Wehrmachtteil, die deutsche Luftwaffe, hat chren Wert und ihre Kampfkraft in den beiden ersten Kriegsjahren unter Beweis gestellt. Mit Heer und Kriegsmarine verbindet sie engste Waffenbrüderschaft, die durch gemeinsame Kämpfe und gemeinsame Siege vertieft und verstärkt wurde und nicht mehr zu übertreffen ist. Gemeinsam kämpfen sie weiter bis zum Endsieg. • Die Nacht von Reval. Oer Lohn für harte Arbeit deutscher Minenleger. Von Kriegsberichter Herbert Wendt. DNB. Bei der Kriegsmarine, 1. September. Mancherlei Nächte haben wir seit Beginn des Ostfeldzuges im Finnen-Gols erlebt, helle Mitsommernächte mit.nichtweichendem Glanz auf dem Wasser, in denen unsere Schiffe und Boote stets der Sicht des Feindes und größter Gefahr ausgesetzt waren, dunkle Sturm nächte, die unseren Bug in die Tiefe rissen und dann wieder in die Höhe schleuderten, die uns mit knapper Not zwischen Minen und Riffen hindurch lavieren ließen, Nebelnächte dicht unter der feindlichen Küste mit pausenlosem Artilleriebeschuß und pausenlosen Angriffen zur Luft und zu Wasser. Wir haben erlebt, wie die Sowjefflieger in der gleißenden Mondhelligkeit sich auf uns gleich Habichten stürzten und das Wasser von diesen Bomben kochen ließen, wie die Leuchtspur der feindlichen Artillerieboote um uns zuckte und tanzte, als wolle es uns zum Empfang ein festliches Feuerwerk veranstalten, wir haben die Säulen der Minendetonationen vor uns, neben uns, hinter uns, hochsteigen und in den Himmel wachsen sehen und sind im Feuer der Küstenbatterien mit unseren Booten vorwärts gesprungen wie die Summier* Nacht um Nacht waren wir draußen, ein paar Minenschiffe, ein paar Räumboote; ein paar Schnellboote dazu zur Sicherung. Nacht für Nacht haben wir Minen gelegt, Nacht für Nacht wuchsen die verseuchten Quadrate, die auf der großen Karte im Steuerhaus sorgfältig ausgezeichnet wurden. Manch einer hat sich gefragt: Warum das? Wer soll den ganzen Kram nachher wieder wegräumen? Denn so wichtig auch das einzelne Unternehmen war, so sehr es auch den ganzen Mann beanspruchte, wir warteten doch auf das eine, auf das Große, den entscheidenden Schlag. Ja, wir verstanden, daß es im Minenkrieg nicht so war, wie im Krieg der Flotte, der U-Boote, der Schnellboote, daß die Erfolge nicht gleich sichtbar sein konnten. Wir wußten: Arbeit, immerwährende Arbeit, allnächtliche Arbeit nur war unsere Aufgabe, anpirschen und nochmals anpirschen an die bezeichneten Quadrate, Minen werfen. Und wachen, damit der Feind unsere Sperren nicht räumt und die seinen an unsere Küste und in unseren Straßen legt. Und doch warteten wir auf das eine... Da war eine Nacht, in der das Not der untergehenden Sonne noch am Himmel stand, während es im Osten bereits wieder zu dämmern begann. Die Minenschiffe schoben sich vorwärts, dunkle Silhouetten an der Kimm, die Räumboote glitten sichernd über die Wogen, das Heck tief von den übernommenen Minen ins Wasser gedrückt. Da tauchten irgendwo im Gewölk mückengleich dunkle surrende Pünktchen auf, wuchsen, tarnen näher. „Fliegeralarm!" Kurze Kommandos, ein paar Sprünge, schon waren die Geschütze, die MG.s besetzt. Nun waren es keine Pünktchen, keine Mücken mehr am Horizont, man konnte Form und Tiefe ausmachen: „Fünf Sowjet-Flugboote an Steuerbord!" Hoch über uns zogen sie dahin, während unsere Geschütze brüllten, unsere MG.s bellten und die Leuchtspur wie aüf einer unsichtbaren Leiter emportanzte zum Feind. Und hoch in der Luft klinkten sie ihre Bomben aus. Fünf, zehn, zwanzig Wassersäulen schossen empor. Da — wieder Flieger! Diesmal setzten sie zum Tiefangriff an. MG.-Garben prasselten um unseren Kopf, und bann hatte einer der Sowjets Feuer gefangen. Er bäumte sich auf, flog wie eine brennende Fackel eine steile Kurve und schoß bann zischend mit dumpfem Aufschlag ins Meer. Eine andere Nacht. Finnische Minenleger in unserem Geleit. Die feindliche Küste wuchs uns entgegen, schwarz und schwärzer. In der Ferne glommen Lichter auf, Scheinwerfer umspielten uns, ein Sowjet-Torpedokreuzer brannte, von unseren Kampffliegern getroffen, am Strande lichterloh. Es galt, die Fahrstraße dicht unter der Küste zu verminen, um dem Feind auch die letzte Möglichkeit zum Entkommen zu nehmen. Bald waren wir so nahe am Festland, daß wir hätten die Stiesel ausziehen und hinüberwerfen können, wenn wir gewollt hätten. Die Minen glitten eine nach der andern ins Wasser, während man uns an der Küste mit Scheinwerfern und Leuchtgranaten und Horchgeräten suchte. Lange Zeit atemlosen Wartens, dann ging es mit äußerster Kraft Richtung Heimat. Und die Küstenbatterien hinter uns schleuderten uns ihren Eisenhagel nach. Wieder eine Nacht. Bis auf die Knochen durchnäßt standen mit auf der Brücke, auf der Back, auf der Schanz. Die Räumboote nahmen Wasser über, es ging über minenverseuchtes Feindgebiet, und die Minen unter uns tanzten und hüpften wie wir ... An diese Nächte und die vielen anderen, die ihnen glichen, mußten wir denken, wenn wir nun d i e er ft en Erfolgsmeldungen hörten: Zwei sowjetische Transporter auf deutsche Minen gelaufen! Vier Sowjetdampfer durch Minentreffer gesunken! Eines Tages konnten wir von der finnischen Küste aus deutlich Detonationen hören und in der Ferne Rauchwolken aufsteigen und Feuerscheine zucken sehen: fünf große feindliche Transporter waren unserer Sperre zum Opfer gefallen. Und dann kam die Nacht von Reval. Während unsere Truppen noch die letzten Befestigungen nieberrangen, hatten wir im Schutz dunkler regnerischer Stunden nochmals Sperren vor Das Ritterkreuz für tapferen Einsatz. Berlin, 1. Sept. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an General der Artillerie Hansen, ^-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-^ h a u s f e r, Generalmajor Hube, Oberst Hartmann, Artilleriekommandeur, Rlajor Dr. T r e e ck und Oberfeldwebel Gretschmann. General Hansen stieß mit seinem Armeekorps sehr schnell zum Njemen vor und überschritt schon am zweiten Angriffstag den Fluß unter Abwehr feindlicher Gegenangriffe. Im weiteren schnellen Vorstoß des Korps gelang es General Hansen, nach Durchbruch durch die Stalin-Linie den Feind im Raum nordwestlich Noworshew unter Abwehr starker sowjetischer Entlastungsangriffe vom Osten her einzukesseln und die Vernichtung von etwa zwei sowjetischen Divisionen zu erreichen. — ^-Gruppenführer Haufser hat in den schweren Kämpfen zwischen Beresina und Dnjepr und weiter vom Dnjepr ostwärts seine Division geführt. — Generalmajor Hube, der im Weltkrieg einen Arm verlor, tat sich als Kommandeur einer Panzerdivision in den Kämpfen am 6. und 9. 7. besonders hervor. Nachdem am Horyn-Ab schnitt die Sowjetnachhut von der Panzerdivision geworfen war, übernahm er die Führung der Verfolgungsabteilung. Es gelang ihm, 60 Kilometer weit vorzustoßen. Die Verfolgung wurde bis in die Nacht fortgeführt und dadurch die Vorbedingung für den weiteren Angriff geschaffen. Am 9.7. stand die Panzerdivision im schwersten Kampf um Lubar. Trotz größter Ermüdung der Truppe, trotz Munitions- und Be- triebsstoffmangels verfolgte Generalmajor Hube den Feind bis in die Nacht hinein. — Oberst Hartmann trug als Artilleriekommandeur einer Infanterie-Division zu dem großen Durchbruchserfolg auf Rawa-Ruska einen wesentlichen Teil bei. Beim Durchbruch durch die Stalin-Linie wurde Oberst Hartmann in vorderster Linie schwer verwundet. Der Angriff führte zu einem tiefen Einbruch in die Bunkerstellung der Stalin-Linie. — Schon beim Durchbruch durch die Metaxas-Linie ist das Bataillon des Majors Dr. Treeck tief in den feindlichen Rücken durchgestoßen und hatte damit entscheidenden Anteil an der Oeffnuna des Rupel- Pasfes. Auch den schweren Auftrag bei den Kämpfen auf Kreta, über das weglose Gebirge vorzustoßen, hat das Bataillon erfüllt. Ohne Verbindung mit dem Regiment sperrte es die Rückzugsstraße der Engländer und ermöglichte den Vorstoß motorisierter Kräfte. — Oberfeldwebel Gretschmann zeichnete sich während der mehrtägigen Abwehrkämpfe vom 26.7. bis 30. 7. aus. Der Feind mar beiderseits mit Panzern durchgestoßen. Als auch gegen den Rücken der Kompanie Panzer anfuhren, stürzte Oberfeldwebel Gretschmann gegen die Panzer vor, um sie mit Maschinenwaffen und Leuchtpistolen zu erledigen. Dieses heldenhafte Beispiel wirkte mit* reißend auf die Kompanie, die die Stellung gegen eine Uebermacht ohne allzu große eigene Verluste hielt. den Hafen gelegt, wieder in Reichweite der feindlichen Artillerie, der feindlichen Schiffsbestückung. Geschützdonner erschütterte weithin die Luft, während wir unseren Bug wieder zum Einsatzhafen richteten. Am nächsten Tage war Reval besetzt, und schon am Spätnachmittag und am Abend ununterbrochen flohen die Sowjettruppen, von den Sowjetkriegsschiffen geleitet, Hals über Kopf auf Transportern aufs Meer hinaus, Hangö, Kronstadt oder Oefel zu. Die erste Detonation rollte über das Wasser. Ein Sowjeffchiff legte sich auf die Seite. Eine zweite, eine dritte Detonation. Flammen erhellten weithin die See. Und während Schiff auf Schiff der Sowjetmarine auf unsere Minen liefen, sanken ober ausbrannten, zeigten sich am Himmel unsere Kampfflugzeuge, wuchsen, kamen näher unb stürzten sich auf bie Reste dieser wohl gewaltigsten Transportflotte, die man seit Dünkirchen und Kreta einem Hasen hatte entfliehen sehen. Die Nacht von Reval — sie war die stolze Krönung aller vergangenen Nächte im Finnen-Golf, aller Arbeit, aller Mühe, allen Wachens und aller Wagnisse. Der Himel glühte in dieser Spätsommer- nacht wie in den hellsten Mittsommernächten, das Meer schien zu brennen, und immer noch rissen die Detonationen nicht ab. Vier Zerstörer, 13 weitere Kriegsschiffe und 29 Transportschiffe liefen auf unsere Minen und sanken zum allergrößten Teil. Was zu entkommen versuchte, wurde von den Bomben der Kampfflugzeuge getroffen und versenkt. Mit einem Schlage waren die SowjettElite- truppen in Estland, die sich bis zum letzten zäh verteidigt hatten, und die Stalin gewiß gern noch an anderen Plätzen eingesetzt hätte, vernichtet. Nacht von Reval — viele Nächte unbekannter Arbeit stek- ken in ihr bis sie kommen konnte. Aber daß sie kommen mußte, dessen waren mir in all diesen Fahrten voller Sttapazen und Gefahren gewiß. Britisch-sowjetische Verbindung in Iran. Kopenhagen, 1. September. (Europapreß.) In militärischen Kreisen der englischen Hauptstadt wird mitgeteilt, daß die sowjetischen und britischen Stteitkräfte, bie auch die iranischen Grenzbezirke nach der Türkei hin besetzen, am Freitagabend beim Urmisa-See bie Verbindung miteinander aufgenommen haben. Die direkte Landverbindung zwischen den Bolschewisten und dem Heer General Wavells ist hiermit zustandegebracht. Die sowjetische Besatzungsarmee hat ihr Hauptquartier i n Täbris errichtet, während das Hauptquartier der britischen Stteitkräfte sich vorläufig noch in Abadan befindet. inra ininiur tijwhm URTimc—aninwOTMiMHBmuMWi Die Tatsache, daß auch nach der Einstellung des Widerstandes auf iranischer Seite die Bombardierung unbefestigter Städte durch die sowjetische Luftwaffe fortgesetzt wird, hat tiefe Bestürzung in Iran hervorgerusen. In Kazvin steht ein der „Anglo-Iranian Oil Company" gehörender Benzintank von 2,5 Millionen Ltter in Flammen. In Babolsar am Kaspischen Meer schlugen in der Umgebung eines unter Schweizer Leitung stehenden bekannten Hotels dreißig Bomben ein. In Te heran hielt am Sonntag bie Panik an. Tausende von Einwohnern haben die Stadt verlassen, angesichts des B o l f ch e wi ft e n te r r o r s in den von den Sowjets besetzten Städten. Oft führen die Flüchtenden nur das notwendigste Hab und Gut auf Eselskarren mit sich. Alle ausländischen Kolonien Teherans sind in den Gebäuden ihrer diplomatischen Vertretungen versammelt. Nach den Erfahrungen, die die Kosulate in Täbris gemacht haben, fürchtet man aber, daß auch dort keine Sicherheit vor den Bolschewisten zu finden sein wird. Sogar die britischen Staatsbürger sind in Sorge vor den Bolschewisten und haben auf dem Sommersitz der britischen Botschaft Zuflucht gesucht. Die Bedingungen, die die Engländer und Bolschewiken nach ihrem Heb erfüll an Iran stellen, sind noch nicht veröffentlicht worden. Nach einer Meldung des Rundfunksenders Bagdad sollen folgende Forderungen gestellt werden: Besetzung der Petroleumquellen im Südwesten durch die Engländer, Kontrolle der transiranischen Eisenbahn im Süden durch die Engländer und im Norden durch die Sowjets, Kontrolle der Verbindungswege von Teheran und Täbris in den Kaukasus und an die türkische Grenze durch die Sowjets. Schließlich soll sich Iran dem sogenannten Sterling-Block anschließep, was für England mit seiner entwerteten Währung einen handelspolitischen Vorteil bedeutet. Kleine politische Nachrichten. An der Spitze seiner Truppe im Verband einer Panzerdivision wurde der Abteilungskommandeur Major Richard Kolb, Universitätsprofessor in Jena, im Osten schwer verwundet. Kolb marschierte am 9. November 1923 neben dem Führer in der ersten Reihe des Zuges zur Feldherrnhalie. Im Westfeldzua 1940 drang er als erster in Straßburg ein und hißte die Hakenkreuzfahne am Münster. Eine deutsche Schule konnte nach 53jähriger Unterbrechung wieder in Stockholm den Schulhetrieb eröffnen. Die Schule steht unter der Leitung des Direktors Dr. Dorff, dem 24 Lehrkräfte zur Seite stehen. 172 Schüler wurden ausgenommen. NeÜreiWMngMöw Vornan von Horst Hiernach 7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Kathi hatte eine vertrackte Art, bie Stühle seitlich zum Tisch auszurichten unb die Kissen auf den Sesseln aufzuschütteln. Alles stand wie in Kommandostellung, diese gemütlichen Stücke, die Luisa und ihm wie gute Freunde vertrant waren und fast alle ihre Namen und ihre Geschichte hatten. Der große Ohrensessel Maximilian, der Täbris in Luisas Zimmer, den sie Anna von Cleve getauft hatten, der fahrbare Likörschrank Pork — alle benannt nach Arbeiten und Aufsätzen Hellwangs, von deren Honoraren immer ein Teil für die Erfüllung eines großen Wunsches angelegt worden war. Ach, Luisas Atem wehte nicht mehr durch die Räume, ihr warmer Atem, der auch den toten Dingen Leben eingehaucht hatte. Kathis Ordnungsbegriff war für den, der ihn mit voller Wucht zu spüren bekam, eine furchtbare Geißel. Sie feierte mit dem kombinierten Staubsauger stundenlange Orgien. Einem Versuch Hellwangs, den teuflischen Apparat heimlich außer Gefecht zu setzen, hatte die außergewöhnlich starke Konstruktion widerstanden. Luisa allein hatte das Kunststück fertiggebracht, Kathis Ordnungsdrang mit Samthandschuhen über Eisengelenken zu zügeln. Ob dieses Fräulein Zögling, das morgen ihren Poften antreten sollte, in der Behandlung Kathis bie gleiche Geschicklichkeit besitzen würde? Er erinnerte sich mit einigem Unbehagen an die Unterredung mit Kathi, an ihre präzisen Fragen über die Stellung der künftigen Hausgenossen ihr gegenüber — und an fein nicht gerade mutiges Ausweichen. Aber der Teufel mochte im Angesicht dieser gewaltigen Frauensperson Mut haben! Ihm blieb nichts anderes übrig, als inbrünstig zu hoffen und zu wünschen, daß alles gut ausgehen möge. Fräulein Zögling erschien an dem verabredeten Montag um neun Uhr morgens Sie keuchte ein wenig, und auf ihrer Stirn standen kleine Schweißperlen, denn sie trug zwei große Koffer mit sich. Sie hatte diese schweren Stücke vom Bahnhof Greiffing eigenhändig bis zur Haustür geschleppt, da Greiffing weder mit Autotaxen noch mit Gepäckträgern auf den Verkehr eingestellt war. Und immerhin ging man vom Bahnhof bis zum Hause „Gode Wind" gut und gern zehn Minuten. „Oh, das tut mir aber leid", rief Hellwang bedauernd, „ich rechnete bestimmt damit, daß Sie an- läuten würden, ich hätte Sie dann von der Bahn abgeholt." Er wandte sich an Kathi, die ihm die Ankunft von Fräulein Zögling mit einem kurzen „sie ist da!" gemeldet hatte, und ersuchte sie, das Gepäck zu nehmen und in Fräulein Zöglings Zimmer zu schaffen. Kathi lupfte die beiden braunen Preßstoffkoffer an, murmelte: „Schwer genug fan f", und ließ es offen, zu erraten, im Hinblick worauf die Koffer ihrer Meinung nach schwer genug waren. Söhnchen lugte aus der Tür des Kinderzimmers, aber er kam nicht hervor, sondern verdrückte sich lautlos. Die beiden Mädel waren in der Schule und wurden erst zum Mittagessen zurückerwartet. Hellwang führte Fräulein Zögling zu ihrem Zimmer und blieb, nachdem er ihr sozusagen die Schlüssel'überreicht hatte, vor der Schwelle stehen. „Sie werden sich nach dem anstrengenden Wege sicherlich erfrischen wollen. Wenn ich Sie später durch das Haus führen unb Ihnen das Notwendige erklären soll, so suchen Sie mich bitte in meinem Arbeitszimmer auf — es liegt gerade gegenüber." „Nun, das Haus ist ja nicht so groß, daß man sich darin verirren könnte", sagte Fräulein Zögling; es war der erste längere Satz, den sie in der neuen Stellung sprach. Vielleicht sollte ihre Feststellung heiter klingen, vielleicht aber auch andeuten, daß sie in größeren Fluchten zu wandeln gewohnt sei. Hellwang verbeugte sich verabschiedend: „Wenn Ihnen Kathi beim Auspacken behilflich sein soll, so ... Er kam nicht dazu, die Höflichkeit zu vollenden, denn Kathi bemerkte kühl und bestimmt, daß sie das Essen aufs Feuer gestellt habe, und daß das Fräulein sich leider allein werde behelfen müssen. Damit hievte sie die Koffer auf zwei Stühle und entschwand. „Und ich bin es gewohnt, allein fertig zu werden!" rief Fräulein Zögling tapfer. Daraufhin ent» schied sich Hellwang zu einer zweiten Verbeugung, und wortlosem Abgang. Er entfernte sich mit einem Gesicht, als wittere er irgendwo im Hause einen Brandgeruch. Fräulein Zögling brauchte nicht viel Zeit, um sich zu erfrischen. Das Koffertragen schien ihr sogar gut bekommen zu sein. Ihre blassen Wangen waren zart gerötet, ihre Lippen kräftiger durchblutet, und sie verbreitete einen frischen Duft nach Kölnischwasser, als sie im Arbeitszimmer erschien. Sie trug ein kapuzinerbraunes Kleid von streng geschlossenem Schnitt; es war mit einem Krägelchen und 21 ernte!= aufschlägen garniert, die aussahen, als wagten sie es nicht, rosa zu sein, um nicht leichtfertig zu er= scheinen. Hellwang hatte sie bisher nur im Hut gesehen, einem schlichten schwarzen Velour mit brei- fingerbreiter Krempe. Jetzt bemerkte er, daß sie blond war und eigentlich recht hübsches, leuchtendes Haar hatte, aber es war glatt aus der Stirn gezogen und im Nacken zu einer schmucklosen, puritanischen Rolle zusammengedreht. Er deutete auf einen Sessel in der Plauderecke und bat sie, Platz zu nehmen. Jedoch sie blieb verweilend neben dem Sessel stehen und sah sich im Zimmer um. Hellwang ahnte fast, was nun kommen würde, und spielte nervös mit den Fingern. ,^Hier entstehen also die großen Werke, von denen auch Graf Jdell-Idell nur in Tönen höchster Anerkennung sprach", stellte Fräulein Zögling mit andächtiger Stimme fest; und wie zur Entschuldigung ihrer Ergriffenheit fügte sie hinzu: „Ich war nämlich noch niemals in der — wenn man so sagen darf — Werkstatt eines Dichters." Ihr Blick ft reifte bie Bücherborde, Holbeins Falkner, bie Masken Friedrichs des Großen und Moltkes und blieb an dem Schreibtisch haften. „Ja", seufzte sie, „ein stimmungsvoller Raum; in dieser Atmosphäre müssen kluge Gedanken wachsen." Gott im Himmel, dachte Hellwang und faltete die Hände, soll das immer so weitergehen? ,Ha, ja, ein ganz hübsches Zimmerchen", murmelte er etwas verstört. ,Öh, auch ich hatte einmal btn Ehrgeiz, mich sozusagen der Muse der Dichtkunst zu weihen, doch wie es im Leben geht ..." Hellwang schloß für eine halbe Sekunde die Augen. Als er sie wieder aufriß, schienen sie noch einmal fo hell zu jein wie zuvor. „Nun", siel er mit erhobener Stimme ein, „dann werden Sie ja am besten wissen, daß bie schönste Stimmung zum Teufel geht, wenn man nicht in Ruhe arbeiten kann. Bitte, setzen Sie sich jetzt, damit wir über Ihre Aufgaben sprechen können." Er war im Grunde seines Wesens zart und menschenscheu. Dem glänzenden Schreiber war es unmöglich, vor fremden Gesichtern drei zusammenhängende Sätze frei zu sprechen. Im Verkehr mit her Umwelt verbarg er seine Unsicherheit hinter dem Panzer schweigsamer Höflichkeit. Zeit seit Lebens mar er Hausierern, Firmenvertretern und Versicherungsagenten hilflos ausgeliefert gewesen. Ohne Luisas energisches Dazwischentreten wäre fein Schreibtisch vor Versicherungspolicen aller Art geborgten unb das Haus vor Staubsaugern, Klavieren und Radiogeräten zu klein geworden. Es mußte Ungewöhnliches vorfallen, daß er sich dazu hinreißen ließ, jemanden glatt das Wort abzuschneiden. Auch jetzt überfiel ihn noch nachträglich eine Art von Zittern über die eigene Kühnheit. Es war wie das erste Freibad im Mai. Einmal mußte man ja ins Waffer. Hoppla also! Schlug das Herz noch? Ja, es schlug noch. Er schwamm. Fräulein Zögling knickte zusammen und nahm gehorsam in dem angebotenen Sessel Platz. Hellwang schielte nach ihrem Gesicht. War sie gekränkt? Nein, anscheinend nicht, ihre Gedanken hatten die Muse der Dichtkunst verlassen und waren ganz gegenwärtig. Ihre grauen Augen hingen in beflissener Dienstbereitschaft an einem imaginären Punkt, drei Finger breit entfernt neben seinem linken Ohr. „Ruhe also", wiederholte er, ,Has ist alles, was ich brauche. Verstehen Sie mich recht, mich stört nicht so sehr bas gelegentliche Lärmen der Kinder ober ein Geräusch im Hause, aber wovon ich unbedingt verschont zu werden wünsche, das ist der tägliche Kleinkram, das sind Rechnungen, Steuertermine und die berühmte Frage, was morgen gekocht werden soll. Auch will ich nicht wissen, daß die Kinder neue Schuhe brauchen, und daß der Wasserhahn in der Küche tropft ..." Er schloß mit einer wellenförmigen Handbewegung, die die Aufzählung solcher Dinge bis ins unendliche fortfetzte und zerbrochenes Geschirr, die Kohlen im Keller und die Anschaffung des Kartoffelvorrats für den Winter in sich schloß. (Fortsetzung folgt) Drei Minuten Lustschutz. Beizeiten bedacht - bewahrt vor großen Schäden. Planetendreiheit am Osthimmel. Gternschau im September. Von Dr. Erwin Kossiuna. Sand vermögen mitunter unersetzliche Werte vor dem Verderben zu bewahren. Wäsche und Kleidungsstücke braucht man am dringendsten. Ein Kofser mit den notwendigsten und besten Stücken sollte nachts im Keller lagern. Zum Luftschutzgepäck gehört auch eine betriebsfertige Taschenlampe oder zumindest Kerzen und Streichhölzer. Haustüren abzuschließen ist grundoerkehrt, denn die meisten Brände werden zuerst vom Nachbarhaus aus entdeckt. Verschlossene Haustüren verhindern jede Hilfe. Auch für Hotelgäste besteht die Pflicht, den Lustschutzraum aufzusuchen. Hotelhallen bieten ebenso wenig Schutz wie jeder andere Raum. Berater und Helfer in allen Luftschutzfragen ist für jeden Volksgenossen das für ihn zuständige Luftschutzrevier. Alle Meldungen, auch über eingetretene Schäden, sind nur dorthin zu richten. Anrufe bei der örtlichen Luftschutzleitung sind unbedingt zu unterlassen. Auch Anzeigen und Beschwerden, wie sie häufig sogar ohne Angabe des Namens und der Anschrift an die örtliche Luftschutzleitung gerichtet werden, sind zwecklos. die Sternwolken, auf denen sich die helleren Fixsterne wirkungsvoll herausheben. Am Westrand der Milchstraße funkelt die blau- weiße Wega mit dem kleinen Sternviereck daneben, das für das Sternbild der Leier kennzeichnend ist. Nordwärts folgen auf den kreuzförmigen Schwan im Zenit die BiQer Kepheus, Kassiopeia, Perseus und Fuhrmann. Durch großen Reichtum an Sternen, auch an helleren, hebt sich vor allem der Perseus heraus. Mit dem Feldstecher finden wir leicht die beiden großen Sternhaufen im Perseus nahe der Kassiopeia, die In mondlosen Nächten auch mit freiem Auge erkennbar sind. Man hat in diesen Sternhaufen zahlreiche veränderliche Riesensterne gefunden, aus deren Lichtwechsel die Entfernung berechnet werden konnte. Es ergab sich der gewaltige Wert von 3000 Lichtjahren oder rund 30 000 Billionen Kilometer für den Abstand der beiden Sternhaufen im Perseus. Dasselbe schöne Sternbild enthält den bekannten veränderlichen Stern Algol, der zu den Bedek- kungsveränderlichen gehört. Das Licht des Hauptsterns, der die IMfache Leuchtkraft unserer Sonne besitzt, wird in regelmäßigen Zeitabständen von 68 Stunden 49 Minuten durch den umlaufenden Begleiter auf ein Drittel seiner normalen Helligkeit abgeblendet. Ein solcher Lichtwechsel läßt sich am 20. September beobachten. Die Abnahme und Wiederzunahme des Lichts dauern je 5 Stunden, das Kleinstl'icht wird kurz vor 23 Uhr Sommerzeit erreicht. Man beobachtet diese Verfinsterung am besten durch Vergleich Algols mit den benachbarten Sternen. An den Perseus schließt sich nach rechts unterhalb der Milchstraße die Andromeda und das große Pegasusquadrat an. Tief im Süden funkelt Fomal- haut, der Hauptstern im Südlichen Fisch. Der Himmelswagen im Großen Bären rollt rückwärts und nähert sich seiner tiefsten Stellung im Norden. Am 23. September 13 Uhr überschreitet die Sonne in südlicher Richtung den Himmelsäquator, womit astronomisch der Herbst beginnt. Der Mond zeigt folgende Hauptlichtgestalten: Vollmond am 5., letztes Viertel am 13., Neumond am 21., erstes Viertel am 27. September. Da der Mond kurz nach Pollmond und kurz vor Neumond durch die Knoten stiner Bahn, die Schnittpunkte mit der Ekliptik, geht, tritt sowohl eine Mond- als auch eine Sonnenfinsternis auf. Bei der Mondfinster- n i 5 am 5. September 19.45 Uhr wird jedoch nur ein kleines Stück des südlichen Mondrandes verdunkelt. Die Sonnenfinsternis am 21. September ist total, jedoch nur in einer schmalen Zone sichtbar, die vom Kaspischen Meer quer durch Asien nach den Marschall-Inseln im tropischen Stillen Ozean verläuft. Aus der Stadt Gießen. September. Der September, der neunte Monat des Jahres, läuft immer noch mit dem Namen des „Siebenten" durch die Welt. Diese Bezeichnung geht auf den alten römischen Kalender zurück, der mit dem März begann und in dem der September daher wirklich an der siebenten Stelle stand. Aber merkwürdig ist es, daß der alte lateinische Name sich in all den Jahrhunderten, seitdem der 1. Januar Neujahrstag ist, so hartnäckig erhalten hat trotz seiner offenbaren Sinnlosigkeit. Dabei hat es dem Monat an anderen schönen und sinnvollen Namen niemals gefehlt. Besonders im deutschen Mittelalter finden wir eine ganze Reihe von Bezeichnungen, die sich auch im mundartlichen Gebrauch zum Teil bis heute erhal« ten haben. Herbistmanoth nannte ihn Karl der Große, und als „erster Herbstmonat" wird er vom Oktober und November unterschieden. Daneben begegnen wir dem Namen Fulmonat, bei Fischart Vollmonat, der auf die Fülle der Ernte verweist, Verdunkelungszeit 2. September von 20.07 bis 6.31 Uhr. uni) im Tegernfeer Kalender des 16. Jahrhunderts Saumonat, weil hier die Saujagd begann. Ein anderer Name ist Sämonat, weil es die Zeit der ersten Wintersaat ist, und Michelsmonctt nach dem Fest des Erzengels Michael am 29. September. - In unseren Breiten ist der September der Monat zwischen Sommer und Herbst, dessen Gesicht fast wechselnder und vielgestaltiger ist als das des April. Es ist der Monat der letzten warmen Sommertage, deren Licht von einer köstlich hohen, reifen Klarheit ist, und es ist zugleich der Monat der späten Rosen und der ersten Lauboerfärbung, der Fülle und des Abschieds. Unsere Gärten beschenken uns in diesem Monat noch einmal mit ihrer reichsten und buntesten Fülle. Noch blühen Phlox und Gladiolen in ihrer ganzen Pracht, daneben Dahlien und Astern in unübersehbarer Mannigfaltigkeit von Farben und Formen. Vor allem das Gelb feiert im Septembergarten seine höchsten Triumphe: die über mannshohen Stauden der Rudbeckien und der Goldraute bilden ein goldleuchtendes Meer; neben den großen Sternen der Sonnenblumen schimmern dis kleineren des Helenium. Dem Jäger schenkt die zweite Hälfte des Monats die erlesenste Freude des ganzen Jahres, die Hirschbrunst. In Gegenden, wo es viel Rotwild gibt, ist es auch für Den Nichtjäger ein eindrucksvolles Erlebnis, in kalten sternklaren Nächten in den Wald zu wandern und diesem Orgelkonzert der Natur zu lauschen, dem urhasten Kampf- und Liebesgeschrei dieses WWes. Wie allen Uebergangszeiten haftet auch dem September im Volksglauben etwas Unheimliches an, und wir finden bei allen Völkern den verschiedensten Abwehrzauber. Schon im alten Rom war es üblich, am 13. dieses Monats einen Nagel in eine Mauer einzuschlagen und dadurch alles Unheil zu verbannen. Auch bei den Herbstfesten der Germanen, die im September begannen, spielte Abwehrzauber eine Rolle. Dabei war mit einem Totenfest, das zu feiern der anbrechende Winter mahnte, ein Erntedankfest verbunden. Das erste lebt im Fest des Erzengels.Michael weiter, das zweite in den Kirchweihfesten. In weiten Volkskreisen galt noch bis in die jüngste Vergangenheit hinein der 1. September, an dem Sodom und Gomorrha uniergegam- gen fein sollen, als Unglückstag, außerdem wurde er als vorbedeutend für das ganze Herbstwetter angesehen. Als weitere Lostage galten der 17. und der 21. dss Monats. So viele Nachtfröste vor dem 1. September eintreten, so viele wird es auch im kommenden Mai geben. Der Michaelstag am 29. September bezeichnet den Beginn der kalten und dunklen Jahreszeit. Don diesem Tage an arbeiten die Handwerker wieder bei Licht. In Ungarn verbietet ein Aberglaube, am 30. September zu säen, weil dieses Korn grün bleibt und nicht reif wird. C. K. Voruotuen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 19.30 bis 23 Uhr „Prinz Friedrich von Homburg". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Frau Luna". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das große Abenteuer". Kriminalkommissar Schönefeld nach Zwickau versetzt. Der Leiter der Kriminalabteilung bei der Polizeidirektion Gießen, Kriminalkommissar Heinrich Schönefeld, wurde mit sofortiger Wirkung als Kriminalkommissar nach Zwickau in Sachsen versetzt. Kriminalkommissar Schönefeld kam im Jahre 1928 von Darmstadt nach Gießen und wirkte seitdem an der Spitze der hiesigen Kriminalpolizei, deren Amtsbereich auch Oberhessen umfaßt. In seiner langjährigen hiesigen Tätigkeit hat er sich die vertrauensvolle Wertschätzung seiner Vorgesetzten und Mitarbeiter, darüber hinaus durch seine vortrefflichen menschlichen Eigenschaften auch hohe Wertschätzung in weiten Bevölkerungskreisen unserer Stadt erworben. Mit seinen Kameraden von der Polizei sehen viele Volksgenossen den beliebten Beamten ungern von hier scheiden. Oie neue Steuerkapte. Der Reichsfinanzminister hat die Anweisungen für die Lohnsteuerkarten 1942 herausgeaeben. Die Karten sind diesmal hellgrün. Eine Abweichung gegenüber bisher tritt insofern ein, als die Gemeindebehörde bei der Eintragung der Steuergruppe künftig auch schon die Aenderungen berücksichtigt, die sich aus dem vorgeschrittenen Alter ergeben. Der Arbeitgeber hat deshalb ab 1. Januar 1942 ein bestimmtes Alter des Arbeitnehmers abweichend von der Eintragung der Steuerkarte nur noch bann zu beachten, wenn nach dem 10. Oktober, dem Stichtag der Personenstandsaufnahme, ein weiblicher Arbeitnehmer das 50. Lebensjahr oder ein männlicher oder weiblicher Arbeitnehmer das 65. Lebensjayr vollendet hat. Volksnahe Sozialmaßnahmen. Die meisten Volksgenossen sind heute in der Sozialversicherung, aber die wenigsten wissen in deren Vorschriften Bescheid. Es ist deshalb erfreulich, daß es das Reichsversicherungsamt für angezeigt hält, in einem an die Versicherungsträger gerichteten Rundschreiben, das im neuesten Reichs- arbeitsblatt Nr. 23 veröffentlicht wird, auf das Erfordernis einer sozialen und volksnahen Rechtsanwendung innerhalb der Sozialversicherung besonders hinzuweisen. Die Dersicherungsträger sind danach nicht nur verpflichtet, die betreuten Volksgenossen gemeinverständlich in ihren Versicherungsangelegenheiten zu beraten, sondern auch ihre An-xeits tUf Dir selbst und triff Deine Maßnahmen so, Deinem Nachbarn kein Schaden daraus erwächst. Die Absichten des Feindes zu durchkreuzen und die Schadensmöglichkeiten auf ein Mindestmaß zu begrenzen, kann allerdings nur gelingen, wenn wir nicht nur handeln, sondern richtig, rasch und überlegt vorgehen. Im Laufe des Krieges konnten manche Erfahrungen gesammelt werden — es wäre unklug, wenn wir sie nicht beachten wollten. Hier nur einige Beispiele: Um die Brandbekämpfung in der Wohnung zu erleichtern, mache man es sich zum Grundsatz, bei Fliegeralarm weder die Wohnungstür, noch die Zimmertüren, Schränke u. dgl. abzuschließen. Alles muß offen und rasch zugänglich sein, es kommt oft auf Sekunden an. Jedes verfügbare Gefäß — nicht nur die Luftschutzeimer —, z. B. Badewannen, Töpfe, Eimer usw., abends mit Wasser füllen und so aufstellen, daß in jedem Raum Löschwasser zur Hand ist! Löschsand kann man gar nicht genug haben. Die praktischen Luftschutzsandsäcke lassen sich in jedem Raum unauffällig unterbringen. Ein paar Hände Die länger werdenden Abende, deren Dunkelheit während der Kriegszeit durch fein künstliches Licht gestört wird, bieten dem Sternfreund eine Fülle von Beobachtungsmöglichkeiten. In den ruhigen klaren Herbstnächten ist schon der Fixsternhimmel wegen der günstigen Stellung der Milchstraße von hervorragender Schönheit. Dazu kommen im diesjährigen Herbst noch die drei hellen Planeten Mars, Jupiter und Saturn, deren Glanz dem Osthimmel besonderes Gepräge verleiht. Mars geht Anfang September kurz nach 21 Uhr, Ende des Monats aber schon gegen 19 Uhr. also bald nach Sonnenuntergang, auf. Der Planet bewegt sich im Sternbild der Fische, einer an helleren Sternen armen Himmelsgegend, wo er durch feine große Helligkeit und seine rote Farbe besonders auffällt. Im Laufe des Monats verringert sich der Abstand des Mars von der Erde von 72 Millionen auf 61,5 Millionen Kilometer. Gleichzeitig steigert sich seine Leuchtkraft ganz erheblich, so daß Mars etwa vom 10. September ab sogar den majestätischen Jupiter an Helligkeit übertrifft. Verglichen mit dem sehr hellen Fixstern Kapella im Fuhrmann, der abends im Nordosten heraufkommt, ist Mars Anfang September sechsmal, zuletzt zehnmal heller. Mars beroegt sich bis zum 6. September rechtläufig, d. h. in östlicher Richtung am Himmel, dann wird er scheinbar „rückläufig", was dadurch zu erklären ist, daß er bei seiner Bewegung um die Sonne hinter der rascher laufenden Erde zurückbleibt. Eine Stunde nach dem Mars erscheint der Ringplanet Saturn über dem östlichen Horizont, und wieder eine Stunde später geht Jupiter auf. Gegen Mitternacht finden wir die drei Planeten Mars, Saturn und Jupiter hoch im Südostquabran- ten des Himmels, wo fie, in einer leicht geschwungenen Linie angeordnet, eine prächtige Konstellation bilden. Venus ist kurze Zeit nach Sonnenuntergang als Abendstern tief im Westen sichtbar. Der abendliche Fixsternhimmel erhält durch das silbern schimmernde Band der Milchstraße seinen schönsten Schmuck. Steil steigt die Milchstraße im Nordosten empor bis zum Schwan im Zenit, um dann, in zwei Ströme geteilt, Jid) ebenso steil wieder nach Südwesten zu senken. Mustern wir mit ausgeruhten, an die Dunkelheit gewöhnten Augen das Lichtband, so erkennen wir bald, daß es in sich reich gegliedert ist. Neben fast schwarz wirkenden Sternleeren finden wir im Schwan, im Adler und im Schild des Sobieski gewaltige.Anhäufungen von Sternen zu großen Wolken von besonderem Glanz. Die Sternleeren werden durch kos- miscke Staubwolken hervorgerufen, die uns den Blick auf die dahinter stehenden Sterne verwehren. Wie feinster Diamantenstaub erscheinen dagegen träge und Beschwerden ohne Zeitverlust zu prüfen und dabei offenbare Härten und Unbilligkeiten zu vermeiden, soweit das Gesetz dazu Möglichheiten bietet Bei der Auslegung der Sozialversicherungsgesetze darf in Zukunft auch nicht so sehr von alten Urteilen der Versicherungsbehörden ausgegangen werden, sondern von dem lebendigen Rechtsbewußtsein der Gegenwart, das darin gipfelt, daß Recht nur fein kann, was dem Volke nützt. Gerade unter letzterem Gesichtspunkt dürfen lediglich formale Rechtsbedenken in keinem Falle dazu führen, den Versicherten innerlich begründete Ansprüche abzuschneiden oder zu verkümmern. In diesem Zusammenhang weist das Reichsversicherungsamt auch darauf hin, daß die Berufsgenossenschaften in geeigneten Fällen bei Versäumung der Meldefrist für einen Unfall nicht den Einwand des Rechtsverlustes infolge Zeitablaufs erheben. Entsprechendes muß für sonstige, bereits abgelaufene Ausschlußfristen gelten, sowie dann, wenn es sich um die Verjährungseinrede gegenüber Ansprüchen auf Erstattung von Beiträgen oder auf Leistungen handelt Die Frist für die Anmeldung von Unfall- entschäbigungsansprüchen soll zwar den Unfallversicherungsträger vor unbegründeten Ansprüchen schützen, sie darf aber fein Mittel fein, die Verfolgung sachlich berechtigter Ansprüche zu erschweren. Wenn Rechtsunkenntnis des Versicherten oder sonstige echte Hinderungsgründe, die die rechtzeitige Antragstellung verzögerten, vorliegen, dann sollen die Dersicherungsttäger Entgegenkommen beweisen. Teures Holz. Einem auswärtigen Holzhändler dürfte die Lieferung von Brennholz an hiesige Abnehmer teuer zu stehen kommen. Der Händler hatte nach den Ermittlungen der Preisüberwachungsstelle Gießen in einem klargestellten Falle für die von ihm gelieferte Holzmenge von 15 Zentner einen erheblichen Uederpreis, nämlich 50 RM. an Stelle der angemessenen 21 RM. genommen, wobei er behauptet hatte, der Wagen enthalte etwa 35 Zentner. Die Preisüberwachungsstelle Gießen stellte jedoch durch einen ihrer Beamten die tatsächlich weit geringere Menge von 15 Zentner und damit den Ueberpreis fest. Gegen den Händler, der wegen einer früheren ähnlichen Geschichte de- mit 1200 RM» Geldstrafe vorbelastet ist, et* folgte Anzeige. Vorhergehende Holzlieferungen an andere Abnehmer dürften jetzt wohl auch mft näher unter die Lupe genommen werden. \ Gießener Wochenmarktpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A-Ware. Für B-Ware ober abfallende Ware iomie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 2. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 60, Wirsing, Vi kg \8, Weißkraut 6, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüden 9 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün, 23 bis 30, gelb, 30, Mischgemüse 8 bis 9, Tomaten 30 bis 40, Frühäpfel 40 bis 45, Birnen 45, Zwet- schen 45, Salatgurken 15, Einmachgurken 20, Endivien, das Stück 12 bis 15, Oberkohlrabi 12, Rettich 10, Radieschen, das Bund 10 Rpf. Gsmeindesportiag in Gießen-Klein-Linken. Im Anschluß an unseren gestrigen Bericht über den Orts-Turn- und Sporttag in Gießen-Klein- Linden bringen wir hier einen Auszug aus der Siegerliste: HI.-Klasse A (12 Teilnehmer): 1. Hermann Hinterlang 66 P.; 2. Otto Volkert 54 P.; 3. Hanfried Stein 44 P.; 4. Egon Otto 42 P.; 5. Reinhold Weigel 40 P. — HI.-Klasse B (9 Teilnehmer): 1. Herbert Jung 45 P.; 2. Willi Müller 36 P.; 3. Emil Lenz und Heinz Rau je 35 P. — Deutsches Jungvolk, Klasse A (27 Teilnehmer): 1. Friedel Müller und Helmut Litzinger je 43 P.; 2. Erich Hoßbach und Erich Langsdorf je 42 P.; 3. Karl Ludwig Lenz 41 P.; 4. Herbert Hildebrand 40 P. — Deutsches Jungvolk, Kl a s s e B (19 Teilnehmer): 1. Helmut Jung 56 P.; 2. Heinz Spengler 51 P.; 3. Helmut Volkert und Günter Litzinger je 46 P.; 4. Artur Schneider 45 P.; 5. Willi Schneider 42 P.; 6. Karl Heinz Reichhardt 41 P. — B DM. -Klasse A (3 Teilnehmer): 1. Gertrud Härder 40 P.: 2. Lisel Lenz 29 P.; 3. Else Luh 18 P. — BDM.-Klasse B (14 Teilnehmer): 1. Hilde Damm 37 P.; 2. Lisel Volk 35 P.; 3. Hilde Hoßbach 31 P. — Deutsche Jungmädel, Klasse A (31 Teilnehmer): L Irmgard Hof 50 $4 2. Elfriede Klein 49 P.; Gedächtnisfeier für Generalleutnant Güßmann. Zu Ehren des am 20. Mai bei dem Angriff auf Kreta gefallenen Generalleutnants S ü ß m ann, des Kommandeurs einer Fliegerdivision, fand am eamstag in Braunschweig eine militärische Gedächtnisfeier statt. An ihr nahmen neben den Angehörigen des Gefallenen Offiziersabordnungen aus zahlreichen Truppenteilen der Luftwaffe und Ehren- gäfte aus den übrigen Wehrmachtteilen, aus Partei und Staat teil. General der Flieger Student betonte in seiner Ansprache, daß diese Feier dem Gedächtnis aller Kameraden diene, die auf Kreta gefallen seien. Ihr Opfergeist werde stets heiliges Vermächtnis fein. . 3. Inge Stein 48 P.; 4. Irmgard Korbin 47 P.; 5. Elfriede Steger 45 P. — Deutsche Jung» möbel, Klasse B (18 Teilnehmer): 1. Waltraud Diehl 60 P.; 2. Elfriede Rinn 57 P,; 3. Elfriede Hinterlang 53 P.; 4. Erika Weller 50 P.; 5. Gertrud Jung 48 P. — Männer, Klasse I (5 Teilnehmer): 1. Adolf Mülln 25 P.; 2. Walter Schmidt 23 P.; 3. Karl Sittner 21 P. — Frauen, Klasse I (3 Teilnehmer): 1. Marie Siegmund, 18 Punkte. Das Ergebnis der E i n z e l w e 11 k ä m p f e ist folgendes: Weitsprung: HJ.-Klasse A: Otto Volkert 6 Meter; HJ.-Klasse B: Heinz Rau und Herbert Jung je 4,50 Meter; DJD.-Klasse A: Helmut Litzinger 4,40 Meter; DJV.-Klasse B: Helmut Jung 4,20 Meter; BDM.-Klasse A: Gertrud Hör- ber 4,50 Meter; Männerklasse: Walter*Schmidt urtb Karl Sittner mit je 4,90 Meter. — Hochsprung: HJ.-Klasse A und B: 1. Otto Volkert 1,58 Meter; 2. Fritz Germer unb Karl Lubwig Schmidt je 1,53 Meter. BDM.Klasse A: Gertrud Hörder 1,36 Meter. — Kugel st oßen, 5 kg: Hermann Hinterlang 11,95 Meter. BDM.-Klasse A: Marie Siegmund 7,10 Meter. — Keulenwurf: Hermann Hinter- lang 60 Meter. — Speerwurf: Hermann Hinterlang 33,50 «Meter. — Deutscher Dreisprung: Otto Volkert 11,40 Meter. — 10 0- Meter-Lauf: Hermann Hinterlang 12,3 Sek. Frauen: Gertrud Hörder 14,4 Sek. — 7 5 - Meter- Laus. DJV.-Klasse A: Karl Ludwig Lenz 11,8 Sek. BDM.-Klasse B: Hilde Damm und Margot Weigel mit je 12,4 Sek. — Schlagballweitwurf, DJV.-Klasse A: Erich Hoßbach unb Erich Langsborf mit je 51 Meter. DJV.-Klasse B: Heinz Spengler 47 Meter. Aus der engeren Heimat. Orts-Turn- und Sporttag in Watzenborn-Steinberg. Am Sonntag wurde in Watzenborn-Steinberg der Orts-Turn- unb Sporttag burchgeführt, mit dessen Ausrichtung ber NSRL.-Ringführer A. Pitz beauftragt war. Vormittags traten sämtliche Teilnehmer, eingeteilt in Riegen, auf bem Sportplatz an. Der NSRL.-Ringführer wies in kurzen Worten auf bie Bebeutung ber Orts-Turn- unb Sporttage hin. Nach ber Totenehrung würbe bie Flaggenhissung vorgenommen. Alsdann wurde gemeinsam das Lied „Oh Deutschland hoch in Ehren" gesungen. Hierauf begannen bie Wettkämpfe. Die Männerklasse begann mit Kugelstoßen, bie HJ.-Klasse A unb B mit dem Weitsprung, bas DJ. mit bem Lauf, BDM. mit Weitsprung unb ber BDJM. mit Ballweitwurf. Die Tagesbest- leiftung im Kugelstoßen vollbrachte Erwin Pfaff, im Weitsprung Boll (Fl.-HJ.) mit 6,40 m unb im 100-m-Lauf ebenfalls Boll mit 12,1 Sek. Erstaunliche Leistungen erzielte das DJ. im Ballweitwurf. Der größte Teil ber jungen Wettkämpfer erreichte hier die Höchstpunktzahl. Gegen ^12 Uhr waren die Dreikämpfe beenbet, so baß nunmehr bie Arbeit bes Berechnungsausschusses einsetzte. Der Nachmittag würbe mit einer 4X100-Meter- Staffel begonnen, an der je eine Mannschaft bes Turnvereins Watzenborn-Steinberg, ber Flieger- HI. Watzenborn-Steinberg unb als Gast eine Mannschaft bes Luftwaffensportvereins teilnahmen. Letztere siegte mit etwa 10 Meter Vorsprung vor ber Mannschaft des Tv. Watzenborn-Steinberg, bie knapp vor bem Schlußmann der Flieger-HI. Boll durch bas Ziel ging. Anschließenb spielte im Gesellschaftsspiel bie Hanbballmannschaft bes Luft- waffensportvereins gegen bie Mannschaftf bes Tv. Watzenborn-Steinberg. Watzenborn-Steinberg ging in Führung, doch halb ftanb bie Partie 4:1 für bie Gäste aus Gießen. Das Zusammenspiel ber Platzmannschaft wurde immer besser, unb bis zur Halbzeit wurde der Gleichstand erzielt. Mit dem leichten Wind spielend lagen die Einheimischen in ber zweiten Spielhälfte mehr im Angriff. Mit bem Schlußpfiff bes Schiebsrichters Leidich mußte bie Luftwaffe Gießen eine 9:6-Nieberlage einstecken. Anschließenb fand bie Siegerehrung durch den Ortsgruppenleiter Karl Harnisch statt. Es konnten mit einer Urkunde unb einem Siegerbändchen ausgezeichnet werben: Männerklasse: Erwin Pfaff (FC. Teutonia), Hrch. Hock (SA. 13/116). HJ.-Kl. A: Ph. Boll (Fl.-HJ.), Ernst Happel (HI.), Helm. Harnisch (HI.). HJ.-Kl. B: K. Gilbert, O. Buß, Karl Schmanbt, Walter Sommer, Karl Pitz, Helm. Stumpf, O. Schneiber, Hermann Burger, Hans Pitz, Helm. Sommer, Willi Koch. DJ.-Klasse A: Reinh. Harnisch, Hans Weiß, Karl Häuser, Rich. Schmanbt, Karl Schmanbt. DJ.-Kl. B: Erwin Häuser, Reinh. Gilbert, K. Häuser II., Walter Reit- schmidt, Reinh. May. BDM., Jahrg. 24/25: Else Zammert, Hildegard Häuser und Elli Buß (gleiche Punktzahl), Elis. Maid. BDM., Jahrg. 26/27: Margot Paulus und Liesel Fink (gl. Punktzahl), Anneliese Heß und Erna Schmalz und Elfriede Häuser und Marie Zammert (gl. Punktz.). BDM., Jahrg. 28/29: Brigitte Münker, Marie Mandler und Reinhilfe Wallbott (gl. Punktz.), Elli Burger, Else Becker, Elli Buß, Margret Sommer. Ortsgruppenleiter K. Harnisch wies in seinen Schlußworten darauf hin, daß es nicht möglich war, jeden Teilnehmer mit einem Siegerbändchen und einer Urkunde auszuzeichnen, daß es aber für diejenigen, die jetzt leer ausgehen müßten, ein An- Kranke Zähne können nur durch gewissenhafte Behandlung gesund gemacht werden. Richtige Zahnpflege aber schützt vor Krankheiten und Zahnzerfall. Ch lorodont weist den Weg zur richtigen Zahnpflege sporn für die künftige Zeit fein möge, auch ihre Leistungen noch zu verbessern, damit auch sie im nächsten Jahr ausgezeichnet werden könnten. Dann fand die Veranstaltung ihren Abschluß in üblicher Weise. Schweinemarkt in Nidda. * Nidda, 1. September. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 483 Ferkel zum Verkauf. Bis zu 6 Wochen alte Ferkel kosteten 11 bis 14 RM., 6 bis 8 Wochen alte 15 bis 18 RM., 8 bis 10 Wochen alte 18 bis 24 RM., 10 bis 12 Wochen alte 25 bis 28 RM. das Stück. Das Geschäft verlief schleppend; es verblieb Ueberstand. Kreis Alsfeld. △ Alsfeld, 1. Sept. Die hiesige Oberschule für Jungen hat am 28. August den Unterricht für das neue Schuljahr ausgenommen, nachdem die restlichen Schüler der Klasse I die Aufnahmeprüfung bestanden hatten. Die Eröffnung des Unterrichts erfolgte nach einer Morgenfeier unter Leitung des stellvertretenden Direktors, Prof. Schimpf,, da der Leiter der Anstalt, Oberstudiendirektor Dr. Hainer, zum Heeresdienst einberufen ist. Der stellvertretende Leiter der Schule wies in einer Ansprache auf den Dichter Hoffmann v. Fallersleben hin, von dem er ein treffendes Lebensbild als Schöpfer des Deutschlandliedes entwarf. Prof. Schimpf schloß seine Ansprache mit einer Mahnung an die Schüler zur strengen Pflichterfüllung und ernster, zielbewußter Offenes Licht gehört in Statt und Scheune nicht! Arbeit. Die Neuanmeldungen zu der Anstalt sind unter Berücksichtigung der Kriegsverhältnisse durchaus zufriedenstellend. Im neuen Schuljahr besuchen insgesamt 249 Schüler die Oberschule, die. damit ihren seitherigen Schülerbestand bewahrt hat. Infolge zahlreicher Neuanmeldungen mußte die Klasse I in zwei Parallelklassen aufgeteilt werden, die zusammen 62 Schüler aufweisen. Keldpostpäckchen beraubt. Das Sondergericht Frankfurt a. M. verurteilte den 23jährigen Posthelfer Karl Hofmann zu vier Jahren Zuchthaus und vier Jahren Ehrverlust. Der Angeklagte war bei der Post in Wiesbaden tätig und hatte ins Feld gehende Sendungen, die Zigaretten enthielten, beraubt. Die gestohlenen Zigaretten verwandte er für sich. SchwereVergistung durch Strahlenpilz LPD. H e r s f e l d, 1. Sept. Ein Einwohner aus der Hersfelder Gegend, der beim Dreschen half, kaute an einem Strohhalm. Seit dieser Zeit liegt er an Vergiftung durch den Strahlenpilz schwer krank im Krankenhaus darnieder; die Aerzte zweifeln an seinem Aufkommen. Auch dieser Vorfall sollte wieder allen Leichtsinnigen eine Mahnung sein. G. A.-Sport. NSRL.-Lererchstaqung in Kassel. Im Rahmen einer Arbeitstagung des Sportbereichs Hessen in Kassel, zu der die Mitglieder des Bereichsführerstabes, die Bereichsfachwarte und die Bezirksführer, Bezirkssportwarte und Bezirkspressewarte der zwölf Bezirke des hessischen Bereichs erschienen waren, sprachen stellvertretender Bereichsführer Hans M e i st e r und stellvertretender Be- reichssportwart Bruno May (Kassel) über die Kriegsaufgaben der deutschen Leibesübung. Es konnte festgestellt werden, daß die Arbeit auf dem Gebiete der Leibeserziehung und Leibesübung allenthalben im Bereich mit großer Freude und Einsatzbereitschaft vonstatten geht. Erfolgreich verlaufen ist vor allem die Aktion der Turn- und Sporttage. Die größten Teilnehmerzahlen haben hier die Bezirke Gießen, Friedberg und Kassel aufzuweisen. Ein wesentlicher Teil der Tagung galt der Vorbereitung eines wichtigen Sondereinsatzes des Nationalsozialistischen Reichsbundes für Leibesübungen, zu dem die NSRL.-Gemeinschaften in nächster Zeit durch den Reichssportführer aufgerufen werden. Stellvertretender Bereichsamtmann Rüp» p e l (Kassel) und stellvertretender Bereichspresse» wart O ß w a l d (Bad-Nauheim) machten Mit den auf einer Arbeitstagung in Berlin erhaltenen Richtlinien dieses Einsatzes vertraut. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. mittags geschlossen. ismmyUioqosyT:U30)3$UI6 iaq notzuL usq anj tz)i„2ocuiuoi3A •pa® ßuvH uajiajuaöjaiuß 'uuvmv- (pu£) SuL-laayaisvv^ag G 'Ä söuvA'rü iaiapiuqsiuiijaaaiun shMna® :6i'pa® Qun piu$ •inatpjmni® jjiuZ :pod® n 'iuiaoi® 'uagai© iqviZ irjj UopützT suo- iD zuojajjinaß soq anj laOuvfj W -1AS iS ^aQliS- qun jpijo® inj (pjijaoai)u»aa® -uiatplunj® ci-aajianjutpjjctnu^ »aq aaiawaaiiaiS) aöuvF uijaijji® lppqapjj :aanaiM«pMiwH Schmarotzer an der Seife? •Uh leistens kennen Sie diese Schmarotzer gar nicht, und doch fressen sie laufend an Ihren Seifenbeständen, einerlei, ob es sich um Stückseife handelt oder um die Seife, die im Waschpulver enthalten ist. Sie selber sind daran schuld, daß die Seife immer so schnell zu Ende geht, ohne daß Sie es sich erklären können. Da ist zunächst der Schmarotzer Kalk. Sie wissen: erst wenn die Seife gut schäumt, kann sie auch gut reinigen! Sn vielen Städten Deutschlands, zum Beispiel in Berlin, Hannover, Braunschweig, Leipzig, Köln, Stuttgart usw., hemmt das kalkhaltige Wasser die Schaumkraft. Ein großer Teil der Seifenwirkung wird vernichtet. Man hat ausgerechnet, daß bis zu % Pfund Seife in einem mittelgroßen Waschkessel bei hartem Wasser verlorengeht. Wenn man hier nichts tut, verliert man einen großen Teil seiner Seifenbestände, ohne von der Seife eine Wirkung zu haben. Man muh deshalb das Wasser vor dem Waschen weichmachen, damit die Schaumund Waschkraft der Seife entwickelt werden kann. Das geschieht mit Bleichsoda. Am Abend vor dem Waschtag verrührt man einige Handvoll davon im Waschkessel. Über Nacht wird das Wasser wundervoll weich. Morgens merkt man dann, wieviel besser die Lauge schäumt und um wieviel kräftiger sie reinigt. Durch Weichmachen des Wassers kann man in einem mittelgroßen Haushalt im Jahre mehr als 10 Pfund Seife sparen! Es gibt noch einen weiteren Schmarotzer an der Seife: das ist Teer, Öl, Schmier und ähnliches an den Händen. Sie haben's sicher schon mal ausprobiert, wie lange man reiben mutz, wenn man Teer und Öl von den Fingern kriegen will. Immer wieder entwickelt man ein warmes Schaumbad — und der Teer bleibt doch dran! Auch das ist unnötiger Seifenverbrauch. Ein Griff nach einem guten Scheuerpulver — und schon löst sich auch der zäheste Öl- und Teerschmutz wie von selber. Da, wo schmutzige Hände gewaschen werden, soll stets ein bewährtes Scheuerpulver zur Hand sein. Für das Scheuern von Fußböden, Fliesen und Fensterrahmen darf man heute auh keinen Fall Seife nehmen! Mit gebrauchter Waschlauge geht es genau so gut. Bei hart« nädigen Flecken nimmt man etwas Scheuerpulver auf den Lappen. Die kostbare Seif- hebt man für Gesicht und Körper auf! Heute im Kriege heißt cs für alle: Mithelfer^ um durch richtiges und sinnvolles Arbeiten im Haushalt sich selber uut> unsere Wirtschaft vor Verlusten zu bewahren. ü 02911 E Familie Ludwig Völzel. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen saßen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank 2 Eier ausgegeben, und zwar auf den Abschnitt a und b je 1 Ei. Gemeinsame Vekannlmachunq der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Eierverteilung. In d^r Zeit vom 25. August bis 21. September 1941 werden auf den Bestellschein Nr. 27 der Reichs- eierkarte Gieben-Wieseck. den 2. September 1941. _______________02909 Ützhausen, Gießen -Wieseck und Rödgen," den 1. September 1941. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 3. September, nachm. um 3 Uhr, in Wieseck statt. Todes-Anzeige. Am Sonntagnachmittag wurde meine innigst geliebte Frau, unsere liebe Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Lina Kraushaar geb. Lotz durch einen sanften Tod von ihrem langen, schweren, mit unendlicher Geduld ertragenem Leiden erlöst. In tiefem Schmerz: Heinrich Kraushaar Familie Philipp Lotz V. Familie Heinr. KraushaarWwe. und alle Angehörigen. Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, daß am 3. August 1941 in den Kämpfen im Osten mein heißgeliebter, braver, hoffnungsvoller, herzensguter Mann, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Neffe und Onkel Wilhelm Münch Unteroffizier in einem Panzer-Regt., Träger des E.K.II und des Westwall-Ehrenzeichens im blühenden Alter von 26 Jahren auf dem Felde der Ehre für Deutschland gefallen ist. Er war unser Stolz, unsere Stütze und Hoffnung und wird in unseren Herzen weiterleben. In tiefer Trauer: Emma Münch, geb. Röhmig Familie Heinrich Münch III. Familie Karl Häuser Heinrich Münch, z. Z. im Felde, und Familie Willi Schmidt, z. Z. im Felde, und Familie Familie Karl Röhmig Witwe nebst allen Angehörigen. Watzenborn-Steinberg, Hausen, August 1941 _____________________________________________3666 D Gießen, den 1. September 1941. 3665D Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. jahrelang litt ich an heftigen Nerven u. Rhvumaschmerzen zeitw. so stark, daß ich nichts mehr arbeiten u. kaum mehr gehen konnte. Nach einer mehrwöchig. Kur mit Trineral-Ovaltabletten bin ich mein Leiden vollständig los." Schreibt am 23. 5. 40 Fr. Marie Tessarz, Hausbesitzerin, Hintersdorf/ND., Hauptstr. 40. Bet Glieder-, Gelenk-, Nerven- u. Kopfschmerzen, Gicht, Rheuma, Ischias, Hexeuschuk, Grippe, Er- kältuugskraukh. helfen die hochwirksamen Trineral- Ovaltabletten. Sie werden auch von Herz-, Magen- und Darmempftndlichen bestens vertragen. 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August 1941 In der Nachmittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 5COOO RM. 130143 3 Gewinne zü 10000 RM. 6 Gewinne zu 4000 RM. 9 Gewinne zu 3000 RM. 54 Gewinne zu 2000 RM. 310702 46698 349985 180069 181562 213393 23856 92064 100013 122367 131422 142351 155397 169235 211038 241249 251203 266165 289381 335199 361721 369928 138 Gewinne zu 1000 RM. 382648 399770 6650 22346 26323 28216 35203 37149 57333 63292 74865 78957 82036 87051 97999 103446 103940 111315 127869 147535 157674 161528 168368 174780 183430 18'420 198972 201315 209798 212412 217904 225263 226658 231526 234615 235093 253495 262608 277567 283101 290083 290777 305803 332442 338556 350939 355213 397217 264 Gewinne zu 500 NM. 2922 2973 4652 19542 25160 28099 30553 38283 38808 39464 45963 51820 56462 57639 62053 62742 64592 68318 74883 83529 92130 109281 109555 109760 110524 111629 117654 119107 121029 129714 132683 133485 135592 169059 175122 183012 184182 184724 196207 200260 206370 208192 210975 211772 220953 224816 225519 225687 227011 227949 230949 232586 236661 239139 240765 243160 243979 249719 256795 261573 267068 289978 295614 312690 313122 315285 316307 318255 321876 330028 331548 333424 337502 343812 345645 346039 346368 349717 349988 350414 353065 365802 371648 377514 384663 387688 390272 394403 17. Ziehungstag 30. August 1941 Sn der Lormittagsssehung, wurden gezogen 3 Gewinne zu 10000 RM. 3 Gewinne zu 5000 RM. 15 Gewinne zu 4000 RM. 387112 21 Gewinne zu 3000 RM. 190358 232798 322099 128893 229124 19337 22402 111974 318645 48755 50052 98312 120471 7946 9200 24749 46471 64038 291492 60580 183465 269242 369491 115922 147092 182736 215250 243599 284854 313724 340370 368596 126224 151461 191688 221649 252039 285421 317764 345099 371759 129296 152312 194830 225504 258955 288662 323803 346877 372563 98334 138824 154013 201790 232712 260919 299089 325715 353066 376185 107780 143049 172806 211908 241186 265615 305347 333034 356949 393915 111548 145928 176183 213312 242956 274398 310508 337138 361756 396075 105072 141789 157116 203403 239654 264651 300986 331628 354516 385060 124589 149395 191548 218919 249493 284999 314968 343757 369507 54 Gewinne zu 2000 RM. 89843 119066 184018 187035 279 Ecw'.nne zu 500 RM. 10154 10759 16551 29065 30913 31446 31670 32799 36648 49131 62401 78579 82389 84555 88989 90033 92230 ' ------ ----- ------ ------ ------ ------ 199228 207648 280225 303293 314092 328165 376298 393443 99 Gewinne zu 1000 RM. 26265 48775 56306 68840 77252 95599 97601 126890 127161 151894 172946 183973 191263 204487 222823 236774 237826 247539 295357 310341 326790 326824 337885 340810 367733 370532 379825 381053 391632 GEBR. 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