Samstag, 2. / Somttag, 3. August Ml d zk • Samstag, 2./S Gietzener Anzeiger Ver> i’ Monatlich. Lmtellgebi Bezugspreis >. Haus- onnfag. shingtons in Das zerfiörie Kischinew miosevelt über Jbero^ et * 'ich unb olsmiij. fliachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Stockholm, Ende Juli 1941. Es hat manchmal den Anschein, als ob Churchill ich ein K l verbog r jein. M ten Poii' en, die »lohnuijj Erneute Durchbruchsversuche bei Smolensk gescheitert. das Reichsgebiet ein. Hervorragende Marschleistungen deutscher Infanterie _______j........am i.8o Lm'tellgeoühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern lungen fort. Ls wurden mehrere tausend Gefangene eingebracht. Zehn sowjetische Batterien wurden außer Gefecht gesetzt. Line zum Dnjepr vorgegangene deutsche Abteilung versenkte durch Artillerietreffer zwei bolschewistische Transporter. Oer Wehrmachtbencht. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 1. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Kämpfe an der Ostfront nehmen ihren unverändert günstigen Verlauf. Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Rächt militärische Anlagen in Moskau. 3m Seegebiet um England versenkte die Luftwaffe einen Frachter von 3000 BRT. und beschädigte zwei größere Schiffe. Kampfflugzeuge bombardierten in der vergangenen Rächt mit-guter Wirkung Hafenanlagen an der britischen Oft- und Südküste sowie Flugplätze in Südengland. Minenräumboote schossen im Kanal vier britische Jagdflugzeuge ab. Militärische Anlagen am Suezkanal wurden auch in der vergangenen Rächt von deutschen Kampfflugzeugen angegriffen. Der Feind flog weder bei Tage noch in der Rächt Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr des Vormittags Anzeigen-Vreise? Anzeigenteil 7 Rys. le mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Rvt. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr lu rntiH ! l 2 Dptr, • ,le iw 'E lewchW mben. M !2 )le lemtibg Ä- Denn mit diesen Listen wird ja nicht nur der Handel der „faschistischen Länder" mit Jbero-Arnerika unmöglich gemacht, sie bedeuten weit mehr noch eine Ausschaltung Englands aus diesem Kontinent, in dem ungeheure englische Kapitalien stecken. Und was die Sowjetunion angeht, so hat Churchill damit in seiner Verzweiflung einen Schritt getan, der für England überhaupt nicht wieder gutzumachen ist. Wenn noch irgendwo in einem Lande etwas von dem Nimbus haften blieb, den die englische Agitation so krampfhaft auf Hochglanz polieren möchte---: durch das Bündnis mit den Sowjets ist er restlos verschwunden, von den militärischen Aspekten schon ganz zu schweigen, die sich durch die gewaltigen deutschen Siege im Osten ergeben. Schon diese wenigen Andeutungen zeigen, daß auch in diesem Sommer, auf den Churchill zweifellos im Bewußtsein des sowjetischen Vorhabens so große, ja wahrscheinlich alle Hoffnungen setzte, für England nur — Niederlagen gebracht hat. Der Krieg gegen die Insel, von der deutschen Luft- und U-Bootwaffe geführt, hat großartige Erfolge gebracht, die mit so großem propagandistischen Aufwand angekündigte englische Luftoffensive im Westen ist mit außerordentlich, hohen Verlusten an wertvollsten Flugzeugen zusanstnengebrochen. USA. hat seine strategische und wirtschaftliche Position zielbewußt zum Schaden Englands erweitert (das jedem Völkerrecht hohnsprechende Verhalten Wa- steht auf einem anderen Blatt), und init „i Notar, W it 6® « .rl tu« v hatte-* MM 6 $ili® A ,r wf mA eine/oss KZ & «N** Ist Churchill zufrieden? Von unserem —nn.-Berichterstatter. I«. Jahrgang Nr. (82 Ghicbemt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat rmVild DieScholle Sie Schlacht bei Smolensk. Seitdem das Oberkommando der Wehrmacht in einem Bericht vom 18. Juli meldete, daß der Durchbruch durch die Stalin-Linie zwischen Mogilew und Witebsk sich über Smolensk hinaus erweitert habe, die Stadt Smolensk selbst am 16. Juli bereits genommen sei und alle Versuche des Feindes, sie wiederzugewinnen, gescheitert seien, haben sich die Wehrmachtberichte im wesentlichen aus die Feststellung beschränkt, daß die Operationen hier im Zentrum einen planmäßigen und für die deutschen Waffen günstigen Verlauf nehmen. Auf den Flügeln der ungeheuren Front sind die großen Erfolge, die wir erwarten dürfen, schon deutlicher zu Tage getreten. So ist es im Süden den deutsch-rumänischen Armeen unter Führung des rumänischen Staatschefs, des Generals Antonescu, gelungen, Bessarabien, das Land zwischen Pruth und Dnjestr, vom Feinde frei zu machen und den Dnjestt, dessen Mündungsgebiet ebenfalls in der Hand der verbündeten Truppen ist, nordostwärts zu überschreiten. Nach Norden anschließend war es im Raum von Schitomir zu heftigen Kämpfen gekommen, bei denen die Sowjets vor allem starke Panzereinheiten eingesetzt hatten, um nicht die Verbindung mit ihrem linken Flügel zu verlieren. Aber das Massenaufgebot an Panzern brachte den erhofften Erfolg nicht. Schon am 26. Juli wurde gemeldet, daß in diesem Abschnitt drei sowjetische Panzerdivisionen ihre sämtlichen Panzer eingebüht hätten. In erbitterten Nachschubgefechten suchte die Sowjetführung für das Gros ihrer Truppen den Uebergang über den Dnjepr zu decken. Aber deutschen Verbänden gelang es, tief in die feindlichen Rückzugsbewegun- gen hineinzustoßen. Das ist eine besondere Leistung, denn ber Vormarsch in der Ukraine war vom Wetter nicht begünstigt. Wolkenbrüche hatten die wenigen und meist unbefestigten Straßen zu einem einzigen zähen Schlamm verwandelt, der von Pferd und Motor und nicht zuletzt von unserer braven Infanterie das letzte an Ausdauer verlangte, wollte man dem weichenden Feind auf den Fersen bleiben. Seitdem sich in der dritten Juliwoche das Wetter gebessert hatte, gab es für den deutschen Vormarsch kein Halten mehr, zumal nun auch der Uebei^ang aus den unwegsamen Sümpfen und undurchdringlichen Wäldern Wolhyniens in die Kulturlandschaft der nördlichen Ukraine, des ehemaligen Generalgouvernements Kiew, die deutschen Operationen erleichtert. Auf dem linken Flügel arbeiten sich die Finnen im Verein mit deutschen Truppenverbänden in stetem Kamps mit einem sich auch hier verbissen zur Wehr setzenden Feind nach Ost-Karelien hinein. In der Arktis werfen deutsche Flieger Tag für Tag ihre Bomben auf die Sowjethäfen der Eismeerküste und die Murmanbahn, die einzige Verkehrsader, die den Küstenstreifen mit dem Hinterland verbindet und daher die wichtigste Nachschublinie dieses Frontabschnittes ist. Deutsche Zerstörer pirschen in der Barents-See nach Sowjetschiffen und die deutschen Gebirgsjäger des Generals Dietl, des Helden von Narvik, kämpfen hier Schulter an Schulter mit den finnischen Jägern des Feldmarschalls Manner- heim in den Tundren der Polarzone gegen einen Feind, der weiß, daß er hier im hohen Norden mit dem Zugang zum Eismeer und damit zum Atlantik das einzige Tor des Sowjetreichs zum offenen Meer verteidigt, denn hier an der Murmanküfte haben Ausläufer des Golfstroms die Eisbarriere, die sich rings um die Sowjetunion legt, durchbrochen und die einzigen eisfreien Häfen geschaffen, über die die Sowjetunion verfügt. Welch großen Wert Rußland diesem Züaang zum Nordatlantik beilegte, zeigt der Bau der Murmanbahn, mit dem im Weltkriege, begonnen wurde, wobei Tausende deutsche Kriegsgefangene an Hunger und Kälte zu Grunde gegangen sind. Die Sowjets haben diese strategische Stellung noch durch die Anlage des Stalin-Kanals verstärkt, er verbindet die Ostsee Über Ladoga- und Onega-See mit dem Eismeer. In London wie in Moskau hatte man für das militärische und wirtschaftliche Zusammenwirken auf diese Murmcm- küste die größten Hoffnungen gesetzt. Aber das Auf- treten deutscher Flieger, Zerstörer und Gebirgsjäger, die berühmte Narvik-Kombination, hat diesem Traum ein jähes Ende bereitet. Von Narvik über Tromsö und Hammerfest bis Kirkenes hat Deutschland um das Nordkap herum seinen Sperrriegel gelegt, der die Sowjets vom Nordatlantik ausschließt, und sich eine Ausgangsstellung geschaffen für die Bedrohung der Murmanküfte selbst und ihre Zugänge. Wie peinlich Briten und Sowjets dies empfinden, zeigt der Versuch, durch einen groß- angelegten Angriff britischer Torpedoflugzeuge, die unter starkem Jagdschutz von einem Flugzeugträger im Eismeer gestartet waren, im Verein mit Sowjetfliegern in diese starke deutsche Sperrmauer in Nordnorwegen eine Bresche zu treiben. Der Verlust von 28 Flugzeugen mag den Briten gezeigt haben, daß die deutsche Luftwaffe auch hier im äußersten Norden auf der Wacht ist. Daß an der langgestreckten ostkarelischen Front, die man sich freilich heute ebenso wenig wie einst im finnisch-russischen Krieg von 1939 als eine zu- sammenhänaende, Linie vorstellen darf, schon am 9. Juli der Salla-Berg in die Hand deutscher Gebirgsjäger fiel, unterstreicht in besonderer Weise die Tatsache, daß die Sowjets auch hier mit ihrem Offensivstoß gegen den Westen nicht zum Zuge gekommen sind. Denn über Salla sollte die Eisenbahn laufen, deren Bau sich die Sowjets in ihrem Frie- densvertrag mit den Finnen ausbedungen hatten, um Kandalakscha an der Murman-Bahn mit Kemi- järvi, dem Endpunkt ber vom nördlichsten finnischen Ostseehafen Tornea nach Norden führenden Bahnstrecke zu verbinden. Damit wären die Sowjets an der schwedischen Nord grenze erschienen, für eine zweite Anmarschstraße für den Vorstoß an den Nordatlantik waren hier die ersten Steine gelegt. Die Rückeroberung Sallas hat diesen Plan für immer zunichte gemacht Die finnische Hauptmacht scheint ostwärts des Ladogasees eingesetzt zu sein. Zwischen diesem, der mit seinen rund 18 000 Quadratkilometern das größte Binnengewässer Europas dem I senden jp I ie keine 8? I mmt es\ in läM | illen.* die Sri« ! werden,/' >liche W I gebiet W I le dieser '- > lt unbckr:. nen aber t f Qnftnufnahme von ber Hauptstabt Bessarabiens, bie von ben Bolschewisten vor ihrem Abzug Lust°ufnchm°b°°n^d°^Y/^p Uue. Dönig'ler(tört murbe. _ (PK..Brunn-ngr°b°r-Sch°rl.M.) Berlin,!. Aug. (DRV.) Die i n d e m k e f f e l ostwärts der Stadt Smolensk, die sich seit dem 16.3uli'in deutscher Hand befindet, eingeschlossenen sowjetischen Truppen versuchten am 31. Juli verzweifelt, die deutsche Umklammerung zu durchbrechen und wurden an allen Stellen unter blutigsten Verlusten zurückgeschlagen. Die sowjetischen Versuche, aus dem Smolevsker Kessel auszubrechen, scheiterten restlos an dem eisernen Ring der deutschen Truppen. Bolschewistische Feldstellungen im Nordabschnitt durchstoßen. Berlin, l.Aug. (DRB.) Deutsche Abteilungen stießen am 31. 3uli gegen Feindstellungen der Bolschewisten im Rordabschnitt der Ostfront vor. 3n heftigen Kämpfen brachen die deutschen Truppen den sowjetischen Widerstand und drängten die Bolschewisten zurück. Die Bolschewisten versuchten vergebens, einen von den Deutschen gebildeten Brückenkopf anzugreifen. Die deutschen Abteilungen schlugen die starken sowjetischen Kräfte zurück. Reben zahlreichen Toten muhten die Bolschewisten auch 1 3 s ch w e r e P a n z e r zurücklassen. Die Bolschewisten in Estland nach Norden zurückgedrängt. Berlin, l.Aug. (DRV.) 3n Estland drängten deutsche Verbände am 31. Juli die Bolschewisten in fortgesetzten Kämpfen weiter nach Rorden z u r ü ck. An einigen Stellen unternahmen die Sowjets Versuche, sich durchGegenangriffe Entlastung zu verschaffen. Diese Absicht wurde durch die überlegene Kampfesweise der deutschen Verbände und die Wirkungskraft der deutschen Massen vereitelt. Erfolgreiche Vorstöße im Jtoum von Kiew. Berlin, l.Aug. (DRB.) 3m Raum von Kiew setzten die deutschen Truppen am 30. und 31. 3uli ihre erfolgreichen Vorstöße auf bolschewistische Stel- Berlin, 1. Aua. (DNB.) Eine hervorragende Marschleistung vollbrachte am 31.7. ein deutsches Infanterieregiment, das i m Süden der O st - front zurückgehende sowjetische Verbände verfolgte und den Nachhuten schwere Verluste beibrachte. In 36 Stunden haben die Soldaten 10 2 Kilometer zurückgeleat und dabei immer wieder heftige Kämpfe bestanden. Die Infanteristen sind auf sandigen Wegen und staubigen Straßen Tag und Nacht marschiert, um den fliehenden Bolschewisten auf den Fersen zu bleiben. Diese Leistung eines Infanterieregiments steht keineswegs vereinzelt da. Litifolge höherer Gewalt 'ast v 'Aemfvrechanschluß 2251 4)1{i Drahtanschrift:,,Anzeiger" jj” tii Postscheck 11686Frankf^M. ;lt .2 schließlich hat England den letzten Rest dn Ansehen verloren, da es sich unter Führung Churchills aller jener Werte begab, ohne bie es angeblich nicht leben kann. Es ist kein Geheimnis, baß Churchill jeben Eng- länber, gleich welchen Stanbes unb welcher Stellung, ins Gefängnis werfen läßt, ber auch nur leise wagt, an der Unfehlbarkeit Churchills zu zweifeln, daß er geradezu despotisch regiert und sämtliche — aber auch alle — demokratischen Errungenschaften über Bord geworfen hat, für die er zu kämpfen vorgibt. Es ist ein wahrhaft grandioser, aber auch schauriger Akt der Selbstaufhebung, der immer rafenber abläuft, je härter das deutsche Schwert zuschlägt. Wenn es noch eines Beispiels für diesen geistigen Auflösungsprozeß bedurfte, so hat ihn der Erzbischof von Canterbury gegeben, der im Februar 1940 einen Gottesdienst für die Finnen und heute für die Bolschewisten abhielt. Dieser Führer der englischen Hochkirche hat durch feine Schamlosigkeit bestätigt, daß England alle Formen der Uebertieferung verlassen hat, nicht ahnend, daß dieser Mangel an politischem Instinkt sowohl wie an einer verpflichtenden Ethik des staatlichen Lebens bereits anzeigt, wie weit die Selbstaufhebung schon vorgeschritten ist. Daher auch die Sehnsucht so vieler Engländer, ganz in bie Vereinigten Staaten aufzugehen, also in ein Lanb ohne jebe Überlieferung unb ohne geistige Belastung, simpel, brutal unb überheblich? von wuchernder Gier nach Macht und Herrschaft erfüllt, vom späten Kapitalismus unheilbar gezeichnet, ein Trugbild, das dem müden Engländertum, den verkalkten Jnfelplutokraten so etwas wie Vitalität vorgaukelt, was in Wirklichkeit aber nichts anderes als die erschreckend kahle Oberfläche einer Zivilisation ist, die in allen ihren Äußerungen dem englischen Lebensgefühl Hohn spricht. vrühlscheUniverfitatrbruckereiR. Lange General-Anzeiger für Gberhefsen $ «iehtn^chulftraße 7-y g . toll dem waltenden Geist ber Weltgeschichte eigens ÖUr6,r: äajür ausersehen sei, bas Nietzsche-Wort zu ersül- &nh, im,bas ba heißt: „Alle großen Dinge gehen durch 2. !ich f e I b ft zugrunde, durch einen Akt der Selbst- ,,, f jufoebung: so will es das Gesetz des Lebens". Allerdings bedarf die Behauptung einer erweitern- n ,?et\ - Sen Erläuterung. Denn das Gesetz des Lebens er» sich nur dort, wo es selbst bis zum Letz- iiböh" lßn erstarrte Form geworden ist, deren Trä- D:‘ :er sich schließlich gegen alles wenden, was durch jic schöpferische Kraft wurzelkräftigen Daseins zu Jeuen, zukunftsträchtigen Formen drängt. Aus diesem 1 eiantengang ist auch der Haß zu erklären, ben e Plutokratien englischer unb amerikanischer Spiel- bne irt gegen bas junge, vom Nationalsozialismus 8 -lurd) bie Kraft einer aüumfaffenben Jbee erneut bi die Ewigkeit schöpferischen Lebens gestellte „ Vevtschland hegen. Sie spüren hier Kräfte am Sufi] Veit unb sehen sich einer Vitalität gegenüber, der 4 -e auch im Geistigen nicht mehr fähig sind, da der -eschichtliche Auftrag, den England durch das Em- m MUD jire zu erfüllen hatte, ausgeführt worden ist. n Huinpk Zc> gesehen vollführt England heute einen schau- )n ^uccnfliiigen Totentanz, ber — unb bas bekräftigt bas - OperetieHben angeführte Nietzsche-Wort — von ben Män- oon Holte;Ilern angeführt wirb, beren geistige Eigenschaften Jrling, lajljnl) beren Wille gerabe bas Negative ihrer tellung !«Was s e repräsentieren, also bie brutale Herrschfolgt nt*| iicht, ben Dünkel ber Auserwähltheit, bie Heuchelei, sje sich mit Vorliebe ber Kirche bebient, um egoisti- t Whe politische unb wirtschaftliche Ziele zu verfolgen, öhtü. -mb vor allem bie völlige Blindheit gegen bte Mah- , , I jungen ber eigenen Geschichte. ausW - - - zsgesanp igener po? gsgefanp g a. H rechigmch ober z wirb er der ftritp Das wollte Churchill unb sein ihm ergebener Kni an q benn zu Begin biefes Krieges? Sie wollten \\t Demokratie retten, selbstverständlich Aa die Demokratie, bie sie verstauben, also M Privilegien einer bevorzugten Kaste. Sie woll- < en bie „kleinen unb schwachen V ol k er s .'cjchützen unb überall freigebig jene Freiheit , Mmrgen, in beren Luft sich nach ihrer Ansicht eii^ig - ; hb allein atmen läßt. Unb was haben sie erreicht? . ■Bie haben Europa ein neues S o l, b a r i - 1 lotsqef ühl geschenkt, inbem ste ber Sonyet- ( ILon in einem verbrecherischen Spiel ben Konti- it i ausliefern wollten, sie haben weiter tn ebenso hr wütiger wie fahrlässiger Art sich leben Em- V es auf bie Geschicke ber europäischen Staaten 1 Urd) begeben, bah sie in wahrer Verblenbung I Lurch Geschichte machen wollten, baß sie an Stelle ht neuen unb meltberoegenben jungen Ideen der rl haften Eigenständigkeit ihre überlebten diplo- mischen Ränke setzten deren „U-b°rzeugungs- k-it" nicht auf einer zündenden und von der Zen g-tagenen neuen Anschauung des Zusamrnen- i,b ns der Völker getragen wurde, sondern auf bie Elche des Bankkontos pochte, vor allen Dingen abic auf die Errungenschaften einer englifchen Ge- nitation, der gegenüber die i Mäst blaß, degeneriert unb wie em Zerrb i lo Ar zweifellos einst vorhanbenen Eigenschaften ^r ^aube^pkgel „England rules the waves“ uij bie burch ihn erzeugten Bilber der Unuber- Mdlichkeit englischer Mach!: warenblmd siewor b>r, von einer bicken Staubschicht toter Irab honen Eiecft Das junqe Europa hat bas innerhalb bie- fir beiden Kriegsjahre zu iehen, gelernt, die eng- l't.en Plutokraten hielten es Nicht einmal für n tnbig, einen Blick m diesen Spiegel J 'n, tr d-ssen Glanz sie noch heute überzeugt fino Lienfalls tun sie so^vder N'liuch'n krampsh^, leien Einbruck zu erwecken. Aber man mutz Jia) L wieder erstaunt di' Frage ^gen, st Grchill wirklich so zufrieden, wieervvrgid , i- Eden so selbstsicher, wie er aus propaganbMti shm Gründen scheinen möchte? Laae i kntersuchen wir kurz einmal die englische ^.age. iiistvelts^vertr^autelter ^Eonde^ge^sandter," 'hat uns L,!° a?s°kopkins mehr "aus Redseliakeck und ans r-i Perspektive eines amerikanischen Wanderpre Ügers, der das heil zu verkünden hat - vei ».llstreets! -, ofsenherziger war als es Eng kn*.« Anleben aut fern konnte. Der Datz SÄ eXfüubek, ist nämlich pr°P°rt.on £ Ä Ä «ÄS«™ x fiejen Binbungen weiß, hat m ^jtle STä als Vängeschild au bienen nnb Luftige auszufllhren, viel eher erkannt hatten^-N- k-osevelt selbst. Wenn bieser Mann durch choplm Inen läßt welche Anftrenaungen er mach , um ow fc jzaß ein Tätigkeitsfeld zu geben, muß es um stglands Sache sehr schlecht steh'". 6er I Das beweise nicht nur die öaI” rae, «z-an von englischen Schiffen fo gut wi' leerg I lut ist, so daß unsere U-Boote Muhe haben, M- 1 Stute' vor tu” Periskop zu bekommen, da- bewe |?T schließlich auch bie „Schwarzen Listen , Die Limit über Ibero-Amerika oer6ängte oon dem gangsterhaften Vorgehen, bte ^lgenstaatltch ü-amerikanischen ßänber zu brechen, g 3 feigen. E nem starken England gegenüber hatte iS amerikanischei Präsident auch nur b n Gedan. iim Sch° ' -r«se t Mng oe Lliehlich ,erika Reiche 3 pMibt w SilQ1 ffhorb L'» bei K Qni Z lm 21 °agel< Migung I ich eine t ie 21brer schoben i 9 Ätei(ebem :i hseidk 1 a Werte l -ikgelat Ltungsvei - tgten Sti «*iberli$en | Echnelle »Mng der reinem ü DOrikanis- lrf|d)aftlii ft lapanif |||rf: „3/ um ein. 0e! ri ,°i d» 8 iS* nie N inbe he^ illi- M '«Dftafr roffl seine Führung nach acht Tagen Krieg daoonjagen und eine Revolution machen würde, erwies sich ebenso trügerisch wie die Annahme, daß die natio« nalsozialistische Wehrmacht den großen Aufgaben, die nun an sie gestellt werden mußten, nicht ge- «— wachsen sein würde. Das, was dem Krieg von 1914 W!°cr! bis 1918 auf deutscher Seite sein Gepräge gegeben hatte, das Nebeneinander-, ja Gegeneinanderarbeiten der militärischen, politischen und wirtschaftlichen Führung, war nun in das reine Gegenteil verwandelt worden. Solange Völker gekämpft haben, ist noch niemals eine derartige Einheitlichkeit in der gesamten Führung erzielt worden, wie es in diesem Krieg in Deutschland der Fall ist. Und das ist für uns auch die Garantie des Sieges. Wir wissen, daß er kommt und daß er verbürgt Deutsche Zerstörer an der Von Kriegsberichter Wilhelm Weitz. bauten ein und ruhen nicht, bis es mit schwerer Schlagseite nach Steuerbord abzusaufen beginnt. Da gellt Fliegeralarm durch die Decks. Mit einem Feuerhagel aus allen Rohren empfangen wir die sowjetische Maschine, die bald schleunigst das Weite sucht. Eine halbe Stunde ist vergangen, da reißt uns die Alarmglocke wieder hoch. Blitzschnell sind die Rohre ausgeschwenkt und erwarten die beiden feindlichen Flugboote, die sich langsam dem Verband nähern. Bomben lösen sich vom Rumpf, trudeln in die Tiefe, fallen aber weitab in den Bach. Die Schützen nehmen das Ziel auf und hämmern, als endlich die Feuererlaubnis kommt, ihre Feuergarben mit präziser Genauigkeit den Feindmaschinen entgegen. Mit weithin sichtbarer Rauchfahne entkommt eines der Flugzeuge in den Wolken, das zweite türmt mit hoher Geschwindigkeit. Noch einmal kreuzen sowjetische Flugzeuge unseren Weg, aber in weiter Entfernung und ohne anzugreifen. Dann wird es still. t 36 Stunden sind vorübergegangen, alS wir ohne eigene Verluste die Einsatzhäfen wieder anlaufen, Die überrafchende Aktion ist geglückt. Die Sowjets wissen, daß es mit der Sorglosigkeit in den Eis- meeryewässern vorbei ist, und daß wir den Krieg dorthin getragen haben, wo sie ihn nicht erwartet hatten. Mer britische Flugzeuge von Minenräumbooten abgefchoffen. Berlin, 1.Slug. (DRB.) Deulfche Minenräumboote schossen am 31. 3ull im Kanal vier britische Jagdflugzeuge ab und beschädigten drei weitere so Britischer Lustangriff auf petsamo. Bor Abbruch der Beziehungen zu Finnland Helsinki, 1. Aug. (Europapreß.) Die finnische Presse meldet einen Angriff englischer Flieger auf den Hafen von Petsamo. Von 15 britischen Bombern wurden mehrere ab- geschossen. Die Blätter verurteilen das Vorgehen der Engländer und werfen die Frage auf, ob in dem Angriff nicht eine Antwort auf die von Finnland an England gestellte Frage über die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu betrachten sei. „Hel- ingin Sonamat" sagt: „Auf Grund der Tatsache, daß England, ohne bisher auf die von finnischer Seite aufgeworfene Frage geantwortet zu haben, Au dem Angriff übergegangen ist, kann man darauf chließen, daß England sich auf dieses militärische Unternehmen gegen Finnland schon früher planmäßig vorbereitet hatte und nur auf )ie Entwicklung der Lage wartete, um seine Absicht, die offenbar mit der UdSSR, vereinbart worden war, auszuführen. Der englische Angriff ist ein unmittelbarer und eindeutiger Beweis dafür, daß England der UdSSR, praktisch helfen will, und zwar nicht nur im Krieg gegen Deutschland, sondern auch gegen Finnland." „Uufie Suomi" schreibt in ihrem Leitartikel, die Bombardierung Petsamos sei als eine Handreichung an die dem Untergang geweihte Sowjetunion anzusehen. England habe wohl zeigen wollen, daß es militärische Hilfe leisten könne. Es sei Hohn des Schicksals, daß sich der Angriff gerade gegen einen Staat ^gerichtet hätte, der nur feine Sicherheit und die der kleinen Staaten des Nordens bewahren wolle. Englands Verhalten werde seine moralische Stellung nicht stärken können, die es schon durch das Bündnis mit dem Bolschewismus entscheidend Im Winter 1940 haben die englischen Politiker Krokodilstränen darüber vergossen, daß das kleine Finnland von den Sowjets überfallen und beraubt wurde, jetzt aber, da das finnische Volk seinen neuen Freiheitskampf führt, wird es von den Briten ohne jeden Grund und in brutaler Weife überfallen. Mittlerweile hat der englische Unterstaats- fekretär C a d o g a n dem finnischen Gesandten in London eine Note überreicht, die in geradezu beispielloser Weise die Tatsachen ignoriert. Die klaren Gründe der finnischen Regierung für den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit England werden einfach auf die Seite geschoben. Dafür wird die englische Blockade als eine Maßnahme bezeichnet, die durch den Krieg bedingt fei, sich aber nicht' gegen die finnische Bevölkerung richten sollte. Das sind nichts als heuchlerische Redensarten, die ihre Krönung in dem Satz finden, daß diese Maßnahmen „nicht die Beibehaltung normaler diplomatischer Beziehungen zwischen Finnland und England unmöglich zu machen brauchen". Das heißt, England wollte das kleine Finnland durch die Blockade und die Beschlagnahme seiner Schiffe niederzwingen, gleichzeitig aber feinen Gesandten in Helsinki als Horchposten belassen. verloren habe. Diesen traurigen militärischen Ruhm hätte es sich sparen können. Auch das Stockholmer „Astonbladet" bezeichnet den Angriff als eine Verletzungdes nordischen Rechtsgefühls. Man könne nicht annehmen, daß diese direkte Kriegshandlung aus Freundschaft für Finnland vorgenommen worden sei. Es sei eine solche Verschärfung der Lage eingetreten, daß man mit einer Abreise des finnischen Gesandten rechnen müsse. Die Tatsache sei unleugbar, daß England das Uebersprin- gen des Kriegsfunkens auf finnisches Territorium verursacht habe. das Land an der Küste, das sich unseren Blicken darbietet. Steil ragen zerklüftete Felsen himmelan, türmen sich drohend empor, und weithin sichtbar leuchtet in grellem Sonnenschein ewiger Schnee auf ihren Gipfeln und Hängen. Tiefhängende Nebel- schwaden umgaukeln die riesigen Gesteinstrümmer, es ist uns, als erblickten wir den Schauplatz alter nordischer Sagen und Märchen. Lang ist es her, daß wir Deutschland verlassen haben. Weit führte unser Wea, vorbei an großen Städten, fremden Ländern uno Menschen, die sich am Ufer zusammenballten. Laut priesen wir die Stunde, in der wir die Bereitschafts- stellung erreichten. Zum ersten Male in diesem Kriege stoßen deutsche Kriegsfahrzeuge in die sowjetischen Eismeergewässer vor. Ihr Erscheinen im europäischen Nordmeer, der Bahrens-See, und vor der Murmansk-Küste muß für den bolschewistischen Feind eine ungeheure Ueberraschung fein. Weit voneinander gestaffelt kämmen wir das Gebiet systematisch durch. Viele Stunden finb wir schon gefahren, vom Feinde aber ist nichts zu sehen. Mitternacht ist schon vorüber, der junge Morgen dämmert auf, als wir bei diesigem Wetter di e Murmansk- Küste ansteuern. Schon können wir drüben felsiges Land erkennen, Leuchttürme blinken auf. Plötzlich gellt der Ruf über Deck: „Feindliche Schiffe voraus!" Kommandos ertönen, schon schlägt der erste Schuß des Führerbootes in bedrohliche Nähe des feindlichen Verbandes ein. Sie haben die Gefahr erkannt, drehen mit hoher Fahrt gegen die Küste ab. Doch die deutschen Zerstörer jagen hinter ihrer Beute her, umstellen sie im Halbkreis, schon fegt die erste Salve aus den Rohren, Wassersäulen steigen hoch, wieder brüllen die Geschütze, . dicke Rauchwolken hüllen für Minuten das größte der feindlichen Schiffe ein, die ersten Treffer sind , im Ziel. Wild fauchen die Granaten über das ■ Meer, schlagen in das feindliche Fahrzeug, das i bewegungsunfähig liegen bleibt. Feuerschein zün- ° gelt achtern hoch, dunkler Qualm steigt zum Him- > mel, noch einmal bäumt sich das Heck steil auf, dann . ist es aus. Langsam versinkt das erste Opfer ün i den Fluten. Dann beobachten wir, wie ein mit uns , im Verband fahrender Zerstörer das zweite Sow- > jetschiff in Grund und Boden schießt. Doch unsere Aufmerksamkeit muß sich jetzt dem dritten und Sashin Witä W die Ei Jiifun pme qm kleide ur ^bedeute Minoerori «to betroj Men di |P her Re 1914-1941. Das deutsche Volk von heute, das nicht mehr mit dem Makel von einst, ein unpolitisches Volk zu ein, behaftet ist, hat in all den Jahren, da Adolf Hitler um die Seele eines jeden Einzelnen rang, einen tieferen Blick in die weltpolitischen Zusam- ammenhänge getan und Erkenntnisse gewonnen, die für den Weg der Nation bestimmend geworden sind. Jeder einzelne weih, daß es in diesem ge- wattigen Ringen um letzte Entscheidungen geht, Ent- cheidungen, die das Zusammenleben der Völker für alle Zukunft festlegen. Aus der einen Seite stehen dabei die Mächte der Ordnung, auf der anderen jene Plutokratien, die in Wahrheit nichts anderes als die.Exponenten des Judentums barftellen. Wieder einmal jährt sich der Tag des Kriegsausbruchs von 1914. Das deutsche Heer, das damals zu diesem 2ß aff en gang antrat, war, wie auch feine Gegner einräumten, das beste der Welt. Gegen eine Welt von Feinden, gegenüber 30 Nationen, errang es auf allen Schlachtfeldern Siege auf Siege, denen letztlich doch der Erfolg versagt blieb. Es sind in der Zeit nach dem Zusammenbruch von 1918 die mannigfachsten Betrachtungen darüber angeftellt worden, wer die Schuld am Ausgang dieses Ringens trug. Heute, da wir alle politisch sehend geworden sind und vor allem auch Vergleiche mit der Gegenwart ziehen können, wissen wir, daß es das Aus ein and er klaffen der militärischen, politischen und wirtschaftlichen Führung war, das zum Zusammenbruch des 9. November 1918 geführt hat. So schienen damals dis zwei Millionen Opfer vergeblich gebracht zu fein« Niemals können wir den von tiefstem Haß erfüllten Ausspruch Clemenceaus vergessen, der mit brüt taler Offenheit erklärte, daß zwanzig Millionen Deutsche zuviel auf der Welt seien. Der Vernich- tungsfeldzug gegen das deutsche Reich war damijj eindeutig umrissen, er war die Fortsetzung des Krieges, wenn auch mit anderen Mitteln. Das deutsche Volk weiß, daß es die Wende seines Schicksals nur einem Manne verdankt: Unseren! Führer. In dem Augenblick, da Adolf Hitler, gas« erblindet im Lazarett zu Pasewalk liegend, dey Ausspruch tat: „Ich aber beschloß, Politiker zij werden!" hob die Befreiungsstunde des Natton an. Den Kampf gegen Versailles, gegenl dieses Diktat, das mit einem wahren Frieden nichts gemein hatte, schrieb die junge nationalsozialistische Bewegung auf ihre Fahne. Von Jahr zu Jahn wuchs die Schar derer, die sich um das Hakenkreuz scharten, bis schließlich, am 30. Januar 1933, beö vierzehnjährige Kampf des Führers mit der Macht« Übernahme feine Erfüllung fand. Nun gehörte bet Staat der Bewegung und sie konnte daran gehen, das, was in all' den Jahren verkündet worden mar, in die Tat umzusetzen. Stück um Stück wurde das Diktat von Versailles zerrissen, und als es nahezu völlig ausgelöscht worden war, standen auf der Gegenseite die gleichen Mächte wie 1914, zum Teil sogar die gleichen Männer, auf, um den Krieg von 1914 bis 1918 den sie insgeheim weitergeführt hatten, endgültig zu vollenden. Ihr Ziel war klar unö ist von ihnen auch mit aller Deutlichkeit ausgesprochen worden: Endgültige Ausrottung und Vernichtung des deutschen Volkes. Der Trugschluß, dem man sich dabei auf der geg« nerischen Seite hingab, sollte sich jedoch bald auswirken. Die Hoffnung, daß dieses neue Deutschland ist in der Person des Führers und in der von ihm bereits zu unzähligen Siegen geführten, stolzen, deutschen Wehrmacht. Vom ersten Tage dieses Krieges an sind ro i r es gewesen, die das Gesetz des Handelns bestimmt haben. Und wir werden es uns auch niemals mehr aus der Hand reißen lassen, bis der endgültige Sieg an unsere Fahnen geheftet ist. D. S. ■■■■ ■■■ Deutscher Sozialismus der Tai.' Reichsminister Dr. Goebbels vor den Gaubeanstragten der NÄB. Berlin, 1. Aug. (DNB.) Reichsrni nister Dr. Goebbels empfing in Gegenwart von Oberbefehlsleiter H i l g e n f e l d t die Gaubeauftragten der NS.-Volkswohlsahrt aus dem ganzen Reiche, die zu einer Arbeitsbesprechung in Berlin versammelt sind. Dr. Goebbels dankte den Gauamtsleitern für ihren Einsatz. Im Zeichen der großen Auseinandersetzung mit dem Bolschewismus sei die Leistung besonders bedeutungsvoll, die unser großes Hilfs» werk „M utter und Kind" auch in diesen Monaten im Dienste der Gesunderhaltung und der Stärkung unseres ganzen Volkes habe vollbringen können. Dieser deutsche Sozialismus der Tat stehe der hohlen Phrasenhaftigkeit der Machthaber im Kreml gegenüber, die Millionen von Menschen unter den unwürdigsten Lebensbedingungen verkommen ließen. Die NSV. habe neben dem großartigen materiellen Erfolg entscheidend dazu beigetraaen, die Massen an den Staat heranzuführen. Eine Bewegung von der Größe und der Leistung der NSA. und von dieser Sicherheit der weltanschaulichen Einsicht könne mit gutem Recht darauf bestehen, die gesamte soziale Fürsorgetätigkeit führend in die Hand zu nehmen. Die NSV. sei für uns nicht Selbstzweck. Wir gingen von der ganz realen Erkenntnis aus, daß sie ein Mittel darstelle, unser Volk gesund unb lebenskräftig zu erhalten und es damit für die gewaltigen Leistungen, die die Gegenwart und die Zukunft von ihm verlangten, zu ertüchtigen. Generaloberstabsarzt Prof. Or. Hippie Berlin, 1. Aug. Der Inspekteur des Sanitätswesens der Luftwaffe, Generalstabsarzt Professor Dr. H i p p k e wurde — wie schon gemeldet — zum Generaloberstabsarzt befördert. Er leitet den gesamten Verwundeten- uno Krankennachschub der Wehrmacht auf dem Luftwege und den Einsatz aller Sanitätsformationen der Luftwaffe. Aus dem Balkanfeldzug, besonders von Kreta, wurde der weitaus überwiegende Teil sämtlicher Verwundeter mit Sanitätsflugzeu» t inen § |» sei auf ft- logar ist, und dem weiter nordöstlich gelegenen Onegasee, an dessen Ostufer die Murman-Bahn entlang läuft, um dann südlich des Ladogasees Leningrad zu erreichen, stehen die Finnen in scharfem Kampf um den Besitz der Landenge. Der operative Zusammenhang mit dem deutschen Vorstoß aus dem baltischen Raum heraus nach Nordosten ist unverkennbar. Hier sind der Peipus-See und fein Abfluß in den Finnischen Meerbusen, die Narwa, eine Barriere, die den weichenden Sowjettruppen den Rückweg nach Osten sperrt, so daß sie von den in Estland kämpfenden deutschen Verbänden nach Norden zurückgeworfen wurden und gegen den Finnischen Meerbusen gedrängt werden. Die Abspaltung und Vernichtung der im baltischen Raum zum Offen- sivstoh nach Süden bereitgestellten Sowjetarmeen geht damit ihrer Vollendung entgegen. Das Hauptaugenmerk richtet sich nach wie vor auf das Zentrum der Front, wenn auch die Wehrmachtberichte, wie schon gesagt, mit näheren Angaben über die Lage in diesem Kampfabschnitt besonders sparsam sind. Wir wissen in dem Augenblick, wo diese Zeilen geschrieben werden, jedenfalls nur soviel, daß die Schlacht von Smolensk ihren Höhepunkt offenbar überschritten hat und wir auf einAi großen Sieg der deutschen Waffen hoffen dürfen. Es scheint sich hier in vielleicht noch erheblich größerem Maßstab wiederholen zu sollen, was wir erlebt haben, als die Stoßgruppe der Sowjetarmee im Kessel Bialystok-Minsk umklammert wurde und nördlich wie südlich an diesem Kessel vorbei schnell vorgetriebene Panzerkeile, denen Infanteriedivisionen auf dem Fuße folaten, dem Feinde einen Vorsprung abzugewinnen such- ten, um einen rückwärtigen Durchbruch zu verhindern, den Sack zuzuschnüren und zu verhindern, daß Entlastungsvorstöße von Nachbargruppen und von Osten herangeführter Reserven den eingekessel- ten Armeen Luft schaffen könnten. So stießen diese deutschen Keile bereits gegen die Stalin-Linie vor, während sich die im Raum Bialystok—Minsk Eingekesselten noch verzweifelt gegen ihre Vernichtung wehrten. Es ergab sich hier zum erstenmal das Bild, das sich nun im Raum von Smolensk- Wjasma in vielleicht noch größerem Ausmaße wiederholt, daß nämlich deutsche Angriffsgruppen mit ihren Panzerspitzen sich durch die Massen der feindlichen Armeen ostwärts schieben, ungeachtet dessen, daß hinter ihnen sich diese Massen wieder zusammenschließen, während sie ohne Tuchfühlung nach rechts und links, wenn auch durch den Funk mit den Nachbargruppen In ständiger Verbindung, vor- wärtsstürmen, ganz auf eigene Kraft gestellt, von 1 ihrem Nachschub abgeschnitten, und doch fest in der Hand der höheren Führung, die ihren Kurs zu immer neuen Einkesselungen und Umklammerungen leitet. Da der Feind immer wieder versucht, mit Hilfe seiner starken Panzeryiaffe ähnliche Keile nach Westen zu treiben, um ditz Eingekesselten zu entlasten und Durchbrüche zu versuchen, so schieben sicy Freund und Feind oft nebeneinander her, die Keile verzahnen sich, es gibt keine vordere Linie, keine Front, wie wir sie aus dem Weltkrieg, auch soweit er sich als Bewegungskrieg abspielte, im Kopfe haben. Heb er all ist vorne, wenn auch oft mit dem Rücken gegeneinander gekämpft wird und bei Freund und Feind die verkehrte Front keine Seltenheit ist. Die im eisernen Ring bei Smolensk eingeschlossenen Sowjetarmeen machen immer noch verzweifelte Ausbruchsversuche, während weiter ostwärts deutsche Truppen bereits in erbittertem Kampf mit immer neuen aus dem Raum von Moskau herangeführten Reserven stehen. Was Napoleon nicht gelungen war, den Russen zum Kampf zu stellen und sein Feldheer schon in den Grenzschlachten zu vernichten, was ihm auch die blutige Schlacht von Smolensk am 17. August 1812 nicht hatte bringen können, weil die Russen Barclay de Tollys den Kampf vorzeitig abbrachen und im Schutze der Nacht die Stadt räumten, das bahnt sich jetzt in weit gewaltigeren Dimensionen an. Die Schlacht von Smolensk verzehrt die Reserven der Sowjets, die in immer neuen Angriffswellen vorgetrieben werden, um die eingeschlossenen Kessel zu entsetzen und den weiteren deutschen Vorstoß und Durchbruch aufzuhatten. Aber was sich zwischen den deutschen Keilen hindurchschiebt, gerät unfehlbar in die deutsche Umklammerung und teilt damit das Schicksal derer, die aus dem deutschen Ring befreit werden sollten. So steht am Ende dieser Operationen, die, so unübersichtlich sie auch erscheinen mögen, doch von der deutschen Führung mit fester Hand nach großem Plan dirigiert und gemeistert werden, die Vernichtung des Feldheeres der Sowjets und die Aufzehrung aller Reserven, die Moskau in diesen Hexenkessel hineinwirft. Der Offensivgedanke, für den die Sowjetwehrmacht in schroffem Gegensatz zu den Heeren der westlichen Plutokratien gedrillt und erzogen ist, der schon in der Bereitstellung der Stoßarmeen in den unmittelbaren Grenzräumen zum Ausdruck kommt, beherrscht auch jetzt noch die Kampfesart der Sowjets. Doch wie die deutsche Wehrmacht sich auch dem neuen Feind schon in den Grenzschlachten trotz seiner gewaltigen Ausrüstung mit Flugzeugen und Panzerwagen, also ausgesprochenen Offensivwaffen, turmhoch überlegen gezeigt hat, so erbringt sie jetzt nach dem Durchbruch durch die Stalin-Linie den Beweis, daß ihr Offensivgeist sich in diesem neuartigen Bewegungskrieg der großen Räume voll entfaltet und ihre Führung die Freiheit des Handelns nicht aus der Hand gibt. Deutschland bestimmt das Gesetz auch dieses Krieges und der Sieg wird auch diesmal mit den deutschen Waffen sein. Dr. Fr. W. Lange. Wachsende Unruhe in der UdGGR. Tokio, 2. August. (DNB. Funkspruch.) Der bisherige Sekretär an der japanischen Botschaft in Moskau, Sumino, ist nach einer fünfzehntägigen Fahrt aus der Hauptstadt des Bolschewismus am 25. Juli in Mandschuli eingetroffen, lieber seine Eindrücke auf der Fahrt erklärte er Pressevertretern, daß alle Züge in der Richtung nach dem Osten mit Flüchtlingen überfüllt seien. Viele Flüchtlinge hätten davon gesprochen, b i s nach Wladiwostok gehen zu wollen. Am Tage seiner Abfahrt aus Moskau seien die dortigen Warenhäuser geschlossen worden. Die bolschewistischen Machthaber ließen am Donnerstag erneut flehentliche Aufrufe an die Bevölkerung richten, in der „Stunde der furchtbaren Gefahr", die für die Sowjetunion gekommen sei, zusammenzustehen und alle Erscheinungen von Kleinmut und Verzagtheit zu bekämpfen. Von Moskau aus forderte man abermals zu einem „unbarmherzigen Kampf gegen Verräter, Flüchtlinge, Panikmacher und Deserteure unter uns" auf. Diese wiederholten Aufrufe, die durch zahlreiche Artikel in den Zeitungen unterstützt werden, beweisen erneut, dah die Zersetzung hinter der Sowjetfront unaufhaltsam fortschreitsL R K DNB.....31. Juli. (PK.) Mit schneller Fahrt! letzten Gegner zuwenden, der mit äußerster Kraft bahnen sich deutsche Zerstörer den Weg durch die einer schmalen Bucht zustrebt. Wir mißachten die See. Wundersam, wildromantisch und reizvoll ist V'A* ■ mpfen im Offen in die Heimat bringen. Pimpfen im Offen in die Heimat brtnaen. VW Rfen diesen Aufgaben hat der Inspekteur den Aus- ien der luftfahrtmedizinischen Forschung und ihren h A £ satz aus kriegswichtigen Gebieten. Besonders toion II1U ^cm ®cJi,iefe der Höhenforschuna sind dem Ein. ib L ' Io der fliegenden Verbände weite Möglichkeiten im diei°?'' R W geöffnet worden. Der jk ege geö INI die Hafenanlagen von Tobruk geworfen, die in oosevettsWirtschaftskrieggegenHapan zur melle Verwir- auf der cis schnelle Entschlüsse und eine fehl h halb c/ 'chng der gefaßten Entscheidungen fi 3a an anderes übrigbleibe, Id) (jenen Handelsmärkte 6 p sei außerstande, ruhig zu bleib LT X. sogar dieses Recht abstreifen. mutf Claus und Rena: Mutti, denke nur, der Wind hat uns heute nacht viele, viele Mutter: Wer diums wer- denn als von t n Äpfel vom Baum geschüttelt Aber Kinder, das schadet doch nichts, davon koche ich euch mit MAIZENA die schöne Apfelgrütze, die ihr so gerne mögt. Sowjetjäger von deutschem Beobachtungsballon abgeschoffen. Claus und Rena* O ja, Mutti, aber bitte jeden Tag und nur MAIZENA-Apfelgrütze. Mutter (an alle Mütter): Kennen Sie die Apfelgrütze, zubereitet mit MAIZENA? Wenn nicht, dann machen Sie sofort einen Versuch, ich bin sicher, daß sie nie wieder von Ihrem Speisezettel gestrichen wird. Das Rezept hat die MAIZENA in ihrem Prospekt — diesen fordern Sie gratis direkt bei der MAIZENA an —, ein guter Rat, für den Sie mir ewig dankbar sein werden. Die Mutter von Rena und Claus. in abtransportiert, ebenso wie fetzt wie- \ die ©anitäts.Ju's die Verwundeten aus den ? Mi . Q% iS Deuts baoonjasi erwies ti iß die nut i Ausg n, nicht P ey von Itl :äge gegtk geneinanb}.-1 . und mr in dem großen Gebäude des DRK.-Präsi- am Berliner Blücherplatz das Amtsschild Sonderbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes" lieft und dahinter eine in stiller Beschall- lichkeit wirkende Dienststelle vermuten wollte, irrt gewaltig. Kaum ist man durch die Anmeldung hindurchgeschleust, wird der durch lange Gänge mit zahlreichen Türen geführte Besucher von dem Ein- druck eines mit geradezu ungeheurem Arbeitsdrang Der italienische Bericht. i o m , 1. Aug. (DNB.) Der italienische Wehr- iMbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaute n der Nacht zum 1. August haben unsere Flug- >uge den Flottenstützpunkt von La Valetta an- ...o ... gefaßten Entscheidungen fordert „Hochi" inem Leitartikel, der sich mit den letzten nord- rikanisch-englischen Maßnahmen befaßt, die die fchaftliche Erdrosselung und Einschüchterung le; japanischen Volkes zum Ziele haben. Das Blatt ir'lärt: „In unserer ganzen Geschichte sind wir feilen oon einem Feind durch derartige Beleidigungen hlausgefordert worden. Die großen nationalen «wierigkeiten erfordern eine ruhige Abwägung l r Lage und feste Entscheidungen. Je f elfer aber diese Entscheidungen ausgeführt n den, um fo besser ist dies für Japan. Zögern- d,r Opportunismus mag gelegentlich als weise er- fdeinen, kann ober am Ende nur böse Folgen für ......Asahi Shimbun" fragt, was " e, als für die ihm ver- ,_____________________ Ersatz zu schaffen. Ja- fei außerstande, ruhig zu bleiben, wenn die sonders gegen feindliche Abteilungen, denen Verluste beigebracht wurden. Im Gebiet von U o l ch e» f i t Artillerie, und Spähtrupptätigkeit. Vereinzelte britische Flugzeuge überflogen am Nachmittag des 31. Juli verschiedene Oertlichkeiten Siziliens. In Palermo hat unsere starke Abwehr ein feindliches Flugzeug veranlaßt, seine Bomben über dem offenen Meer abzuwerfen. In M e f • fina fielen aus großer Höhe geworfene Bomben in die Mitte der Stadt und verursachten einen Toten, einige Verwundete und leichte Gebäudeschäden. Im Mittelmeer versuchten feindliche Flugzeuge, einen unserer Geleitzüge anzugreifen, sie wurden von Geleitschutz fliegenden Jägern verdrängt. E i n Flugzeug wurde von einem unserer Zerstörer abgeschossen. Bei dem von Erfolg gekrönten Einbruchsunternehmen in den Hafen von Malta haben wir acht Mann, davon vier Offiziere, verloren, 19 Mann sind vermißt. Unsere Sturzkampfflugzeuge haben im Mittelmeer ein feindliches U-Boot versenkt. ZU General der Flieger Danckelmann, der Nachfolger des verstorbenen Generals Ludwig Schröder zum Militärbefehlshaber Serbien ernannt wurde. — (Scherl-M.) Ans aller Wett. wirkenden Amtes gefangen. Hier befindet sich das vom DRK.-Generalhaupt- ührer G r ü n e i f e n geleitete Amt, in welchem alle jene Fäden zusammenlaufen, die mit der für alle Hilfesuchenden besonders wichtigen Kriegsaus- cabe des Deutschen Roten Kreuzes im Dienst der triegeroerlufte, der Vermißtensuche und der Kriegsgefangenenfürsorge für Freund und Feind zu tun haben. Wenn auch die beiden Genfer Abkommen vom 27. Juli 1929, das „Abkommen über die Behandlung der Kriegsge- angenen" und die 3. Fassung der „Genfer Konven- ion" zum Schutze der Verwundeten und Kranken, die beide vom Deutschen Reiche Adolf Hitlers 1934 ratifiziert worden sind, in erster Linie die Staaten elber, also amtliche Organe des Staates und der Wehrmacyt zur Durchführung verpflichten, so ist hierbei doch — und in weitem Umfange — die Mitwirkung der nationalen Gesellschaften vom Roten Kreuz in den Abkommen vorgesehen. Dies betrifft vornehmlich auch das Kriegsgefangenenabkommen. Es handelt sich insbesondere um § 79 dieses Abkommen, nach welchem das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf eine Zentral-Auskunftsstelle über die Kriegsge- angenen aller im Kriege befindlichen Mächte einzurichten hat. Ihr entspricht die deutsche Wehr- machtauskunftsstelle. Dorthin melden die deutschen Truppen die eigenen Verluste an Vermißten, Verwundeten, Gefangenen und Gefallenen sowie, listenmähig erfaßt, auch die dem Feind weggenommenen Kriegsgefangenen. Letztere werden der Zen- zcariffen. n Nordafrika Artillerietätigkeit an der Tobruk- Zcvnt. Deutsche Flugzeuge haben schwere Bomben ie das ORK. Vermißte sucht Bon unserer Berliner Schriftleitung. tierftärfung der britischen Luftwaffe »in Burma. Stockholm, 1. Aug. (Europapreß.) (Eine um» streiche Verstärkung der englischen Luftwaffe in 'Irma gibt das britische Luftfahrtminlstermm betont. Außer englischen seien auch Flugzeuge arne r i k a n i s ch e r Herkunft nach Burma ge- Ihr ft worden. Dor allem in der Nähe der Grenze stm in den letzten Monaten moderne Fl u g - Ptfee angelegt worden. Zuiy Teil befänden sich di? Flugplätze auf frisch ausgerodeten Stellen Wen im Dschutttzel. Große Bo mb en lager h'et angelegt worden. Die Burma-Luftwaffe un- ttrUht hritifrkpn Nhorkommandierenden im Berlin, 1. Aug. (DNB.) Die Besatzung eines im Raume von Kiew einaesetzten Beobach- tungsballHns einer deutschen Artillerieabteilung choß am 30.7. ein Sowjetflugzeug ab. In 600 Meter Höhe über einem Waldstück wurde der Ballon von zwei Sowjetjägern angegriffen. Im gleichen Augenblick, in dem die auf der Erde stehende Flak das Feuer eröffnete, hatte auch die Ballonbesatzung zum Maschinengewehr gegriffen. Den anliegenden Sowjetjägern prasselte eine Maschinen- ;ewehrgarbe entgegen, die Motoren und Tragflächen trafen. Ein Sowjetjäger stürzte ab, während der zweite wenig später von der deutschen Flak totrette gebracht wurde. Neue Rangstufen in der ungarischen Honved. Budapest, 1. Aua. (Europapreß.) In der un- garischen Honoed wurden neue Rangbezeichnungen ein geführt. In der Generalsstufe ist künftig der Feldmarschall der höchste Rang, der aber nur im Kriege erreicht werden kann (in der Honoed gibt es jetzt nur einen Feldmarschall, Erzherzog Joses, der diesen Rang im Weltkrieg erreichte). Die nächte Rangstufe ift wie in Deutschland der G e- neraloberst, die indessen auch den bisherigen Generalen der Infanterie, Kavallerie und Artillerie zukommt. Dem deutschen Generalleutnant entspricht der Feldmarschall-Leutnant und die untere Generalsstufe, die in Ungarn bisher schlechthin General benannt wurde, erhielt die Bezeichnung Generalmajor. Ufer waren, verliehen sie die Kräfte und wurden nach der Schleuse zu abgetrieben. Die Besatzung des Havariebootes der Strombauverwaltung schwamm den Ertrinkenden auf ihre Hilferufe nach. Es gelang, die drei Jungen ans Ufer zu bringen und zu retten. Sie find 7, 10 und 11 Jahre alt, konnten zwar schwimmen, waren aber keine Frei- schwimmer, die sich weit in treibendes Wasser wagen durften. Tödlicher Unfall am Bahnübergang. Am Bahnübergang beim Rolanderhof (Kirchheimbolanden) wurden Pferde, die einer Mähmaschine vorgespannt waren und von dem aus Bolanden stammenden A. Schäffer gelenkt wurden, durch einen Zug unruhig und gingen durch. Schäffer wurde auf das Bahngleis geschleudert und vom Zug über* fahren. Er war auf der Stelle tot. Deutsches flunflffoff-3nflifut in Frankfurt. Auf der 46. Hauptuersammlun g der Deutschen Bunsen-Gesellschaft in Frankfurt a. M. konnte Gau- «mtsleiter Direktor Dr. Kränz lein mitteilen. Auf Wunsch des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger wird dNses Institut den Darmstädter Hochschulinstituten an ge gliedert. Schweres Eisenbahnunglück in Horbfpanien. In der Nähe des Ortes Bola de Gordon raste der aus Asturien in Richtung Leon fahrende Zug gegen eine Rangierlokomotive und entgleiste. Der Loko- motiVführer des Schnellzuges, der Heizer der Ran- gierlolomottoe und neun Fahrgäste wurden tot aus den Trümmern geborgen. Etwa 25 weitere Fahrgäste wurden mit schweren Verletzungen in das Krankenhaus von Leon gebracht. Vier Schwervei> letzte find bereits ihren Verletzungen erlegen. Der Eisenbahnunfall ist daraus autückzuführen, daß ein neben der Strecke, stehender Baum auf die Slbienen fiel und die Rangierlokomotive am Weiterfahren behinderte. Infolge der beträchtlichen Entfernung von drei Kilometer zwischen der Unfallf teile und der nächsten Station Eorthte der Erpreß nicht mehr rechtzeitig gewarnt werden und fuhr auf die Lokomotive auf. Dabei wurden die beiden Maschinen völlig zerstört; außerdem der Schlafwagen, der Spsstewagen, der Postwagen und ein Wagen erster Klasse. Kleine politische Nachrichten. Der bolivianische Lehrkörper der deutscken Schule in La Paz protestierte in einem Schrei- ben an den Staatspräsidenten Penjaranda dagegen, daß im Zusammenhang mit dem Belmonte-Fall die deutsche Schule ungerechtfertigterweise angegriffen wurde. und nicht dem Oberkommandierenden in Indien, General W a v e 11. Immer weitere Vollmachten für Roosevelt. Washington, 1. August. (Europapreh.) Das Militärkommitee des Repräsentantenhauses hat mit 14 gegen 4 Stimmen die Doklage angenommen, die Den Präsidenten.Roosevelt ermächtigt, erforderlichenfalls Rüstungsbetriebe oder Rü- tungs material z u beschlagnahmen, wobei als Entschädigung jeweils der Marktpreis gezahlt wird. Das Recht der Bürger der Vereinigten Staaten, Waffen zu besitzen, wird ausdrücklich aufrecht erhalten, diese Waffen unterliegen nicht der Beschlagnahme. Ein Regierungsausschuß für zentrale Kriegsplanung wurde eingesetzt. Den Vorsitz hat Vizepräsident Wallace, ferner gehören ihm an, die Kabinettsmitglieder Stimson, Hüll, Knox, Morgenthau, Jones, Wickard und der Justizminister Liddle, außerdem Nelson und Rockefeller als Vertreter der lateinamerikanischen Beziehungen. Dem Ausschuß obliegt die zentrale Kriegsplanung in engster Zw sammenarbeit mit dem englischen Kriegswirtschasts- minifterium. Am zweiten Tag der Senatsdebatte über die Dien st Zeitverlängerung wandte sich Senator V a nde n b erg scharf gegen die Behauptung des Kriegsdepartements, daß die Mehrzahl der Eingezogenen auf unbegrenzte Zeit dienen wollten, obwohl es den Leuten verboten fei, sich privat zu äußern und an Mitglieder des Kongresses zu schreiben. Das Kriegsdepartement widersprach einem Vorschlag des Rektors der Universität Neuyork, daß totubenten einen Dienst- a u sich u b von einem Jahr erhalten sollten. Sena- tor W h e e l e r erklärte, die Regierung habe nicht den Mut, die Dienstverlängerung auf eine heft i m m t e Heit festzulegen, und verschanze sich hinter der Ausflucht der unsicheren Verhältnisse. Er bezeichnete Willkie als Kriegshetzer. Während Willkies kürzliche Rede in Los Angeles hätte die Filmindustrie ihre Angestellten wie eine Schafherde zu der Kundgebung treiben müssen, um nur die Räume zu füllen. UGA.-Gtützpunkte in der Antarktis. Rom, 1. Aug. (Europapreß.) Die Vereinigten Staaten haben, wie „Giornale d'Jtalia" aus Santiago de Chile erfährt, von der Palmer-Halb- i n f e l in der Antarktis Besitz ergriffen und richten Dort militärische Stützpunkte ein. Die Palmer-Halbinsel gehört zu dem Gebiet von Graham land. Pie strategische Bedeutung dieser Halbinsel wird bestimmt durch die Tatsache, daß die Drake-Straße, die im Norden von der Südspitze von Feuerland und im Süden von Gra- hamland begrenzt wird, von denjenigen Mächten praktisch geschlossen werden kann, die über die Palmer-Halbinsel und die Falklandsinseln beftim- men können. Hinsichtlich der Falklandsinseln, die England gegen den argentinischen Anspruch widerrechtlich besetzt hält, soll es zwischen England und den USA. bereits zu einer Verständigung über die gemeinsame Benutzung gekommen sein. tralauskunftsstelle nach Genf gemeldet. Und um- gekehrt meldet das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf die ihm von den Feind- floaten gleichermaßen gemeldeten deutschen Kriegsgefangenen an die deutsche Wehrmachtouskrmsts- stelle und an das Deutsche Rote Kreuz, das nun seinerseits die Angehörigen von Kriegsgefangenen sofort und von Amts wegen unterrichtet. Diese Nochrichtenübernrittlung ist eine der w i ch- t i g ft c n Aufgaben des „Sonderbeauftragten des Deutschen Roten Kreuzes", aber sie erschöpft die umfangreiche Wirksamkeit seines Amtes bei weitem nicht. Denn wahrhaft zahllos sind die hier einlaufenden Anfragen von Angehörigen, die Vermißte suchen, vornehmllch im Zusammenhang zunächst auch mit dem Feldzug in Polen. Tausende volksdeutscher Soldaten, die zum Dienst in der polnischen Armee gezwungen worden waren, suchen ihre Angehörigen im ehemaligen Polen, ihre Väter, Mütter und Geschwister, die großenteils Heim und Hof verlassen und flüchten mußten odkr verschleppt ober gar heimtückisch ermordet wurden. Zahlreich sind auch die Fälle, in denen gehetzte Volksdeutsche aus Polen nach Ungarn, nach Litauen oder nach Rumänien übertraten ober auch über die russische Demarkationslinie nach Ostpolen gingen. Auch von diesen über Grenzen geflüchteten Volksdeutschen werden viele gesucht oder suchen polnische Kriegsgefangene in deutscher Hand Verbindung mit Angehörigen ober umgekehrt diese mit ihnen. Die Suche nach Vermißten der anderen Kriegsschauplätze tritt hinzu. Deutsche Kriegsgefangene in feindlicher Hand wollen Verbindung mit ihren Familien in der Heimat und melden sich außerdem mit vielen sonstigen Wünschen, z. B. npch deutschen Büchern, die es zu befriedigen gilt. Auch an diese wichtige und schwierige Aufgabe des Deutschen Roten Kreuzes wollen wir denken, wenn am 3. August b i e 5. Hauss.amrnlung des DRK. ftattfinbet und wollen ihm durch eine reichliche Spende behilflich sein! * H n9 anitn btk ► oodjfc. “Wen & ■ wer fr. ■ heute, k ' und m ff * noerti Mich, des g.ii). ^<4 Jt zu k haß erjü Dhllite !r Sernü war daei efcung fr. In. lende hi Unfern Hitler, legend, dg Mittler fl iinöe di, iHw, w reden ich IfozialW >r zu 36 hakens r 1933, i der M gehörte aran ge vorden mr wurde ki 5 es noljH auf der 6:. I zum Iti n Krieg m geführt^ >ar klar ml t ousgeha. mb Venü ] Beues Präsidium bet Kaiser-Tvilhelm-Gesellschafl. Als Präsident der Kaiser-Wilhelm. Gesellschaft wurde als Nachfolger des verstorbenen Geheimrats Bosch auf Vorschlag des Senats der Kaiser-Wilhelm- Gesellschaft von Reichsminister Rust, Dr. Albert Vogler, für sechs Jahre ernannt. Als erster Vizepräsident wurde Staatssekretär Backe vom Reicysernähriungsministerium und als zweiter Vizepräsident Ministerialdirektor Dr. Mentzel, Chef des Amtes Wissenschaft im Reichserziehungsmini' fteriutp, vom Präsident ernannt Zu Schatzmeistern wurden Professor Hörlei und Staatsrat Dr. vv n Stauß gewählt. Batet und Tochter durch Starfflrom getötet. Als der Landwirt Georg Sturmfels in Klein- Umstadt bei Darmstadt beim Ausmähen eitles Grabens einen herabgerissenen Draht der Starkstromleitung mit der Sense berührte, wurde er durch den elektrischen Schlag auf der Stelle getötet. Seine ihn suchende Tochter erlitt bei der Berührung ihres Vaters ebenfalls einen tödlichen Schlag. Eine Untersuchung ist eingeleitet. Drei Kinder vom Tode des Ertrinkens gerettet. In Offenbach waren drei Jungen in ben Main geschwommen, um sich an einen oorbeifah- u /<--------- ------------1, Als sie weit vom belS. tt W’’ von M austr« n in mtsl^ AuseinE die Le§ großes 'M jL Ä 43 ml die W langte"' UtzA.muß die gesamte Seidenindustrie stittegen. Washington, 2. August. (DNB. Funkspruch.) Dit Prioritätsabteilung im USA.-Rüstunasamt ver- füzie die Einstellung der Rohseidenver- ir>eitung für Freitag Mitternacht. Dieser Stritt, der buch die von Japan als Gegenmaß- mjme angeorbnete Exportkontrolle für Mseide unb Seidenfaser notwenbig wurde, ist Mbebeutend mit ber Stillegung der gesamten öhenDerarbeitenben Industrie wovon 175 000 Ar- biit?r betroffen werden. Gleichzeitig wurden alle Tkidenvorräte in Lagerhäusern und. Fabriken mn der Regierung für Marine und Heeresbedarf dt । ch l a g n a h m t. Brönbe hervorriefen. ter Feind unternahm einen Einfluy auf Ben - cis i. Es gab Tote unter der Zivilbevölkerung ' 3n Dftafrifa richtete sich die Tätigkeit unserer Spähtrupps am Paß von Culquabert (Gondar) be- daß in Frankfurt a. M. ein Bierjahresplan-Jnftitut für Kunftftvff-Forfchuug errichtet wird, das den. Namen Deutsches Kunststoff-Institut tragen foIL Mit dem Ausbau dieses Jnstiituts, in dem bas Wesen des organischeu Kunststoffes erforscht den sM, ist bereits begonnen worden. Mit Ausbau wird Professor Eugen Müller betraut. okio, 1. Auy. (Europapreß.) Die Hoffnungen | eine weitherzige Auslegung ber Einfrierungs- örbnung durch oie Behörden von Nordamertka im Schwinden. Besonders aufmerksam verfolgen Kreise des japanischen Außenhandels die Ve- ung der Ladungen der japanischen i f f e. Sumner Welles Zusage an den japa» en Botschafter Nomura vorn 31. Juli, daß bis hließlich 2. August zwar die für Nord - erifa bestimmten Teile ber ßäbunaen be- gnahmt, jedoch die für dritte Länder be- inimten unbehelligt belassen werden sollen, läßt Gesamtladungen nach dem 2. August g ungarantiert. Diese Stellungnahme des Staats- rtements läßt den Schluß zu, baß die 23er- ten Staaten künftig di e gesamten La- itn g c n japanischer Schiffe beschlagnahmen en, was die japanische Handelsschiffahrt nach Vereinigten Staaten zum völligen Erliegen gen würbe. In gleicher Richtung liegt die bis« e Erfahrung japanischer Banken und HaUdels- en in Neuyork, die unmittelbar nach Erlaß ber rierungsocrorbnung Anträge auf B e - iun g stellten. Bisher wurde nämlich in n e m einzigen Falle die nachgesuchte Reinigung erteilt. ach einer Meldung aus San Franzisko ie Abreise ber „Tatuta Maru" auf den 2. August oben worden, |ie wird erfolgen, sobald die lureifebemilligung oes Schatzamtes vorliegt. Die oh s e ib e-L a d u n g des japanischen Dampfers Werte von drei Millionen Dollar wird nicht geladen, ba unter der Wirkung der Ein- Mungsverordnung ihr Verkauf innerhalb ber Vereisten Staaten unmöglich ist, falls nicht noch eine 'okderlizenz erteilt wird. Reichsverweser von Horthy empfingben neuen beutschen Gesanbten Dietrich von Iagow zur Ueberreidjung seines Beglaubigungsschreibens. feaubtfdjrtftleltec: Dr. Friedrich Wilhelm Langt-. Stellvertreterde« Hauptichriftleiters: Dr. Han« Thyrio«. Berantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr.W. Lange: für da-Feuilleton: Dr. Han« Thyriot: für Ltadi Kiesten, Provinz, Wirtichaft u. Lport: Emst Blumichein tbeurl.), i.B>: Dr.Han« Thyrioi. ~ Dmck und Berlag: Brühstche Universllütsdrutkerei R. Lange K. V. Berlag«letter: Dr.-dng. Erich Hamann; Ameiaenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für denInhalt derAn,eigen:TheodorKümmel. Pl.Nr.S. reine ©egs* ter getönt t EinheM' ■ o k u u worben, r « Land haben, der gellt ü1!“" anderes ub > des Titer oerbür: in der » führten, 8» i Tage ie das dl- ir Hierbei'; reißen lif? Fahn^ß Sonntag, 3. August 1941, 14.15 Uhr: Vorbestellungen Fernruf 6 | Kaufgesuche"} | Verschiedenes] Apotheken. 6OSkk RM2,2O [02547 amt. 20Skk RM-,11 Großen-Linden, Lauf, Hilden, Montreal. 02493 irobuft im 70. Lebensjahre. In tiefer Trauer: 000 essen. 02525 [02545 amt. eG e. Tüchtiger Dreher 02518 Mech.Werkstätte,Hartenrod H -N. 02544 Bin unter 275 A Vevlenkeiie bei der Berwälll abzugeben. 02552J ■■ en »wn ■■ 1 faxtet LZ Sie verletzen sich — es blutet — was nun? V v Wn mnrflirh citrhon Sio pr«f »inc>n T einonUnnpn unn Zwimi unb für leichtere Büroarbeiten gesucht. in allen Apotheken und Drogerien. Juwelen S alter Schmuck Jrauma Plast Bezirks-Turn- u.Sporttag bgen6y vurzelui w psla innliche Iginnt, pikig loejie h »hündische 11 aftes be E eh Heute nacht entschlief plötzlich und unerwartet mein herzensguter Mann, unser treusorgender Vater, unser lieber Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Ludwig Philipp Schmidt Werkmeister i.R. Am 1. Juli 1941 fiel in treuer Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland bei den Kämpfen im Osten mein lieber, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser unvergeßlicher Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Albert Engel Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im Alter von 29 Jahren. 'EISENGROSSHANDLUNG in größerer süddeutscher Stadt sucht zu sofortigem od. baldigem Eintritt perfekte Stenotypistin als Sekretärin in angenehme Dauerstellung. Gefl. Bewerbungen mit Lichtbild und den üblichen Unterlagen unt. 3196D an den Gießener Anzeiger erbeten. ■Warum SPALT-TABLETTEN? Beim Kopfschmerz wirken Nerven, Blutbe s chaffenheit und Blutbewegung zusammen, so kommt es, daß die Ursachen selbst nicht immer im Kopf zu liegen brauchen. Gerade weil der Kopfschmerz aber an seinen verzweigten Wurzeln angepackt werden muß, sind die bekannten „Spalt-Tabletten” geschaffen worden. „Spalt-Tabletten” sind ein Kombinationspräparat, das auch die .spastischen Ursachen der Kopfschmerzen bekämpft, und zwar in einer dem Körper verträglichen Form. Die guten Erfahrungen mit „Spalt-Tabletten” haben zu einer sich täglich steigernden Beliebtheit geführt. Zu haben in allen Gießen-Wieseck, Ruttershausen, Würzburg, den 2.Aug. 1941. Die Beerdigung findet Montag, den 4. Aug., nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Rabenauer Str. 46 aus statt. 3236D 3 Herren-Aozöge Gr. 48/50, neuwertig, zu verkaufen. 02551 Bit erfrag, in der Geschäftsstelle d. GieH. Anzeigers. Nr. 4527 an das Telefon-Netz angeschlossen Karl Kling Bildhauerei Gießen-Wieseck, Gießener Str. 117. Mltor F fflj das ff Wie e *uit lvj ®Uon. Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer die alle Naturfreunde und VogeliiebHab«! mit Begeisterung lesen und schauen werde».': Unter Säbelschnäbler« und Seeschwalben Beobachtungen und Natururkunden aus der Dogelwelt der deutschen Nvrdseekuft - Don Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern naii wundervollen Naturaufnahmen. In Leina 1 gebunden RM. 3.90 Der Verfasser, der als Ornithologe und Tio- photograph bekannt ist, hat mehrere Wochm auf zwei einsamen deutschen Nordseeinselo an der Eidermündung zusammen mit dnn eigenartigsten Vögeln unserer Heimat gelem und die herrlichsten Naturaufnahmen do» den Säbelschnäblern, Seeschwalben, Rotschenkeln, Austernfischern ui a. mitgebrach^ Er erzählt im Textteil unterhaltsam unM spannend aus der Kraft eigenen (Erlebens die sonderbarsten Begebenheiten, die er, m Zelt versteckt, aus nächster Nähe beobachte« und im Bild festhalten konnte. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung eniy gegen. Verlangen Sie bitte das ausführlich«« bebilderte Werbeblatt am 1. August auf dem Wege Seltersweg—Franks. Sir.— Klinikftr. bis Orthop.-Unio.- Klinik verloren. Finder wird gebeten die Kette gegen gute Belohn, in d. OrthoP. Klinik Eterbefälle. 16. 7. 1941: Malermeister Karl Hollmann, 65 Jahre, Giehen, Roonstr. 32; 17. 7.: Wachmann Philipp Ohwald V., 65 Jahre, Giehen-Wreieck, Wagengafse 12; Karoline Schreiner, 32 Jahre, Alten-Buseck, Anger 16; 18.7.: Wilhelmine Fallier, geb. Biedenbach, 64 Jahre, Giehen, Frankfurter Strahe 23; Helga Rinker, 2 Jahre, Ahlar, Kreis Wetzlar, Hauvtstr. 91; Bergmann Wilhelm Dörr, 68 Jahre, Weickartshain, Kr. Gietzen; 19. 7.: Annr Philipp, Bürolehrling, 19 Jahre, Gietzen, Kros- dorser Str. 24; 20. 7.: Schuhmacher Karl Lang, 61 Jahre, Gietzen, Alicenstr. 42; Elisabeth Kraus, geb. Lauer, 58 Jahre, Neukirchen, Kr. Wetzlar; 21. 7.: Regierungs-Baurat Adolph Brusius, 54 I., Giehen, Ludwigstr. 44; 25. 7.: Charlotte Mlckel, geb. Hühn, 34 Jahre, Gietzen,-'Neuen Bäue 2; Karl Rieger, 2 Jahre, Giehen, Wiesecker Weg 19; 26. 7.: Landwirt Heinrich Kuhl, 66 Jahre, Lang- Göns, Obergasse 24; Bahnarbeiter Wilhelm Neeb, 68 Jahre, Mim ch h olzh aus en, Kr. Wetzlar, Bach- stratze 123; 27. 7.: Marie Heinz, geb. Hofmann, 65 Jahre, Giehen, Kirchenplatz 11; Kraftfahrer ^Heinrich Biemer, 42 Jahre, Allendorf, Kr. Wetzlar; 28. 7.: Mathilde Hölzel, geb. Schudt, 84 Jahre, Giehen, Alicenstr. 40; Magdalene Klrppert, geb. Saamer, 50 Jahre, Rodheim, Kr. Giehen; 29. 7.: Heinrich Kämmer, 3 Jahre, Allendorf a.d. Lumda, Kr. Giehen, Nordecker Str. 1; 30. 7.: Anna Peuer, geb. Marr, 64 Jahre, Gietzen, Hinter den Schreh- gärten 22; 31. 7.: Schmiedemeister Heinrich Rock, 58 Jahre, Weiterfeld, Kr. Gietzen, Obergasse 42; Berta Hirtes, geb. Blech, 46 Jahre, Wetzlar, Bahn- hofstrahe 35. Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. --Kindergottesdienst, HG. = Hauvtgottes- dienst, HG.-Abendm. = Haupt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Giehen. Sonntag, 3. August. Stadtkirche. 8, Schmidt; 10,Becker. Johanneskirche. 10, Wehrmacht- und Gemeindegottesdienst, , Liz. Drommershausen; 20, Ludwig. Kapelle Alter Friedhof. 10, Walther; 11.15 KG. Kapelle Wetzlarer Weg. 10, Liz. Dr. Jost. Giehen-Klein-Lindcn. 10, Ludwig; 11 KG. Gietzon-Wieseck. 10, Propst Knodt. Kirchberg. 10 G.; 11 Christenlehre f. weibl. Jugend; 11.20 KG. Daubringen. 13.15 KG.; 14 G. Mainzlar. 13.30 G.; 14.15 KG. Lich. 9.15 Beichte- 9.30, Naumann, Ab end m.; 13 KG. ; 14, Kahn. Evang.Stadtmission, Löberstr. 14. Sonntag, 3. 8., 8.30 Andacht u. Abendm.; 20 Predigt. - Mittw., 5. 8., 20.30 Bibelstunde. Giehen. Donnerstag, 7. August. Stadtkirche. 20, Vortrag v. Pfarrer Dr. Schimmelvseng, Marburg: „Christlicher Glaube und Deutsches Mannestum". Papierhaus Jung. Geeignete Hilfe für Küche und Cafe für ganz oder tagsüber gesucht. [ 3221D Ludwig Rühl K.G., Bäckerei - Kond. Cafe - Giehen, Marktplatz 13, Ruf 4222. BÖ» BNWtnf neu oder gebraucht, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 3217 D an den GieH. Anz. Gut erhaltenes Herren- Fahrrad z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 02527 a.d.G.A. Sehr gut erhalt. glnöer- SMtlvWN zu kauf, gesucht. Schr.Angeb.ullt. 02550 and.G.A. Frauen und Rädchen als Schaffnerin für den Strahenbahn- und Obusbetrieb gesucht. — Meldungen an: SlMMkke Siegen, Adleil. HaßuEttehrsöetileDe Gietzen. Hnmmsttotze 35. Zimmer Nr. 1. 3208a 3-4-3lmmet- VoüMg mit Bad, in gutem Hause, von Akademiker für sofort oder später gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02530 an den GieH. Anz. Dame sucht zum 1. Sevtbr. 2-3-3immet- MllW Erdgeschoh, bevorzugt Altbau. Schr. Ang. mit Preis unt. 02534 an d. GieH. Anz. Ruhige, ältere Dame sucht 2 dimmet und Küche, in gutem Hause, z. 1. Sept. od. spät. 02528 Diehl, Posener Str. 3. Papierhaus Jung. [Stellengesuche] Rüstiger Land- bürgermstr.a.D., auch im Bankwesen erfahren, sucht passende Bewältigung. Schr. Ang. unt. 3220D a.d.G.A. Bon junger Frau wird Existenz inFormv.Vertr. od. als Teilhab. i.ein.Unternehm. gesucht. Kaution kann gest. werd. Schr. Ang. unt. 02475 a.d.G.A. Junge Frau sucht vormitt. IMIm in Büro oder als Sprechstundenhilfe. Schr. Ang. unt. 02542 a.d.G.A. | Verkäufe | Stadtmitte Giehen ein Wohnhaus mit Scheune, Stallung u. kl. Garten zu verkaufen. Schriftl. Angeb., nur von Selbsttaufern, unter 3211D an den GieH. Anz. Schwester i. R. sucht 2 Zimmer u. Küche 5.1.9. od.1.10., mögl. Part. od. 1. St. Südviert. bevorzugt. Schr. Ang. unt.1 02532 a.d.G.A. Eine möblierte Wohnung m. Kochgelegenheit gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02537 an den GieH. Anz. Studentin sucht hübsch möbliertes Zimmer mögl. m. Abend- Funk IW, der Giehen, Bergwerk, Tel.4285.0253k 1 bis 2 Zimmer parterre, leer, gesucht. Schriftliche Angebote u. 3223V an den Giehener Anzeiger. Verlobungs-Anzeigen bei Brühl, Schulstr.7 Wen ( Volk ble r Wen Rille des Mm, die fyiart t ijlner Le I i was I ch, .ist Wgion }| i den ü [Ib diese Rdichleris 6oldunSilber alte Silbermarken kauft zum Höchstpreis Carl Brück _. Juwelier Giessen KreuzpLö Tel. 3602 G.0.MC411325 fiinöet- HWMIlheii z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02549 an den GieH. Anz. Gut erhaltene Herren- Schnürschuhe Gröhe 43, sowie Kmder- Lchnürschuhe Gr.28,z.kauf.ges. Schr. Ang. unt. 3165D a.d.G.A. | Empfehiungen"| BÜRO-EINIUCHTUNGEN Gießen, Bahnhofstraße. 6h58erö 4sl., Volksbadewanne, kl. Eisschrank zu verkaufen. Nur vormittags. [02519 A. Kugelberg 29 Bell mit Matratze Waschtisch mit Marm.u.Svieg., Küchenschrank, Flurgarderobe, Jagdgewehr z. verkauf. [02523 An d. Hardt 81. Grohe Zinkbadewanne z. verkauf. [02531 Zu erfr. in der Geschst. d. G. A. 3«61 1 öjnÖ, ® Nährt- v IM!"" linnen: jiim5 ytnn pitfeli: - Nchtsorc bleichhei! 1. Der MitM Zuchtenten! Habe einige Stämme hochf. «m°rik.Riesen-pekingenten etwa 12 Wochen alt, mit A.R.41, Kellner öbei? 3235D ServierlräöleiD für sofort zur Aushilfe gesucht. Gasthaus Boller, Bahnhofstrahe. Jüngeres, evtl. älteres MW für leichte Büro- Arbeiten (evtl, auch halbe Tage) gesucht. [02546 Pavierhaus Jung. Zuverlässige Putzfrau 2mal wöchentlich gesucht. [02529 Tannenweg 2. haushalt- hilft für halbe Tage gesucht. [3225D Mut 36 Morg. einschl. Weinberg u.Obst- baumstücke,Haus, Hof und Stall., Nähe Bahnstat. Mainz, alters- wegen, billig für 36000,- RM. zu verkaufen. [02522 Näheres: JuLSchmidt, Wiesbaden, Rheinstrahe 69. Hanomag- Record 1,5 Lit.^ in gut. Zustand u. guter fünffacher Bereifung, ist zum Taxwert zu verkaufen. Schriftl. Ang. unt. 02521 an 0. GieH. Anz. 1 MW Wen ReiMlasse Kabrio- Limousine, 18 PS, 600 ccm, sehr gut erhalt., verkauft [3201D Eduard Kratz, Motorfahrzeuge, Ober-Ohmen, Hessen. Tel. Mücke 65. Radio Batterie-Gerät, 4 Röhr., neuwertig, komplett z. verkauf. [02309 Simon, Bleichstr. 18II. Sehr guter $1)010-ütPPfltflt (9 x 12) u. mod. dreiarm. Lampe z. verkauf. [02548 Gietzen, Aulweg 60. tJolmhl in Stenographie sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02538 an den GieH. Anz. Welche Schneiderin nimmt noch Kunden an? Schr. Ang. unt. 02539 a.d.G.A. Der Zunge der im Gloria- Palast die Helle MWe abholte, wird gebeten, diese, da einem kranken Jungen gehörig, gegen sehr gute Belohnung abzugeben an der Kasse des [3222D Gloria-Palastes. Die auf d. Wege Echzell-Gietzen am 1.8.1941 verlor. 2 Ztr. Kart. sow.44leereSäcke m. Namen gez., gegen Belohn, abzugeben bei Müller, Franks. Str. 60. 323iDFernr.3571 Fabrikarbeiter, 55 Jahre, evang., fleißig, verträgt., sucht eine Frau v. 40-50 I. zw. heirat. Erb. Bildzuschr. unter 02483 an den GieH. Anz. Suche für meine Freundin, 41 Jahre alt, brünett, mittlere Figur, sehr häuslich, vermögend, einen idealdenkenden, in geordneten Ver- hältn. lebenden Elieparloer. Gefl. Zuschriften mit Bild unter 02500 a.d.G.A. I Vereine | Ruth Jüres, Alicenstratze 18. Telephon 3161. Möbl. Zimmer mögl. mit Heiz., p. sofort gesucht. Evtl, mit halber Pension. Schriftl. Angeb. unter 3207 D an den GieH. Anz. W. Fra zum Flaschenspülen sofort gesucht. [3224D Weingroßiiandluntj H. Elges Seltersweg 66. Lehrmädchen kann eintreten. Vermittlung durch d. Arbeits- | Vermietungen1] zzwM il Küche, möbl., zu vermieten. 02543 Zu erfrag.: Am Riegel- pfad 50 P. 2-Zimmer- Wohnung in guter Lage zum 1. Sevtbr. zu vermieten. Schr. Ang. unt. 3230Da.d.G.A. | Mietgesuche 3-4-5immer WoQnung baldmöglichst zu mieten gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02516 an den GieH. Anz. Schöne 3-Zimmer- Wohnung von jungem Ehepaar für sofort od. spat, gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02526 an den GieH. Anz. QD Veranda auf. Das war ein wunderlicher Lagerplatz. Gespenstisch glitt noch ein Segel durch die Nacht. Mücken schwirrten, und die Frösche quakten so laut, daß Doktor Faber lange wach blieb. Er sah in den Mond, der sich verdoppelt hatte. Dort oben stand er kalt und schön mit seinem Gefolge von Sternen und auf der leicht bewegten Wasserfläche tanzte heiter und gelöst sein Ebenbild. * Als Faber am frühen Morgen erwachte, schlich er auf Zehen ins Haus, um Kaffee zu kochen und die Schlafende damit zu überraschen. Doch stand dort schon der Frühstückstisch gedeckt. Niemand war zu sehen. Er spähte über den See. Da kam sie mit großen Stößen ans Ufer geschwommen. Sie winkte ihm zu. „Guten Morgen, Froschkönig!" „Guten Morgen, Frühaufsteherin?" Sie trugen das Tischleindeckdich auf die Veranda. „3m Schilf nisten Rohrdommeln, und über dem See, wo der Wald bis ans Ufer reicht, müssen Wasserrosen blühen. Aber ich kehrte um, da ich nicht wegen Zuspätkommens ausgescholten werden wollte." „Ich denke mir oft", sagte Faber mit Bedacht und lehnte sich behaglich zurück, „daß es schön sein müßte, wenn man immer so einen gedeckten Kaffeetisch vorfände." „Es? Man? Ich glaube, Sie sind auf der Brautschau. Ich werde Ihnen gern dabei behilflich sein!" Faber brummte etwas sehr Unliebenswürdiges und schwang sich von der Veranda ins Wasser. Er schwamm weit hinaus auf den See, der nun schon belebt war. Einmal winkte er zu Inge herüber, aber sie war verschwunden. Sie streifte durch den Wald. Ein Karnickel hoppelte über den Weg und verschwand in seinem Bau. Ein Fliegensummen und Käferbrummen, ein Rascheln von Blättern, ein Vogelschlagen. Inge legte sich schließlich auf einen Kräuterfleck nieder, blinzelte in die Sonne — schlief ein. Als sie die Augen aufschlug, lag Faber neben ihr. Er hatte sie gesucht, sich leise neben ihr niedergelassen und war auch von der Morgensonne einge- geschläfert worden. Er hatte ein gutes, frohes, offenes Gesicht. Inge betrachtete es so aufmerksam, als jej ihr der Auftrag erteilt worden« es aus dem Bauer und Künstler und Handwerker geschützt werden müssen, damit das Gesamtleben gedeihe. Versucht man, diese konkreten Kräfte auf einen Gesamtnenner zu bringen, der nichts ausdrückt als das, was sie etwa in Eigentumseinheiten bedeuten, so zerstampft man das Gefilde des Lebens, auf dem die mannigfachsten Wechselbeziehungen und unmerklichen gegenseitigen Abhängigkeiten bestehen. Sie sind sittliche Mächte, nicht nur wirtschaftliche. Ein neues Recht Europas — ja der ganzen Welt — es ist die Sehnsucht, die hinter den Krisen unserer Epoche brennt. Nicht olle Völker können „rechnungsmäßig" als gleich gewertet werden. Ginge man nur nach ihrer Größe, ihrer wirtschaftlichen Kraft, ihrer politischen Macht, so wäre der Untergang der Kleinen, der ökonomisch Abhängigen, der militärisch Wehrlosen besiegelt. Aber Europa und die West bestehen nicht aus Rechnungseinheiten, sondern aus Leistungsträgern, deren Beitrag zum Ganzen so geordnet ist, wie Herz und Lunge, Magen und Gehirn Zusammenwirken müssen. Dieses Füreinander, Miteinander, aber auch Gegeneinander ist in der geopolitischen, wirtschaftlichen und geistig- kulturellen Realität schon vorgezeichnet. Trotzdem bedarf es der schweren Kämpfe und der konstruktiven Geisteskraft, um d a s zum geordneten Recht zu erheben, was bedingend und bedingt schon in der Tiefe vorgeformt ist. Zu allen Zeiten hat nur der Krieg solche neuen Gestalten der Welt, solch neue Ordnung geboren. Wir müssen uns als lebende Generation dem schweren Schicksal dieses Neuwerdens unterziehen, nicht nur als Zusehende — denn die Zeit des stillen Wachstums der Völker ist vorbei — sondern als Mithandelnde, Wagende und Gestaltende. Der Krieg ist der Vater aller Dinge. Aber jeder Krieg wird geführt im Sinne eines Gottesurteils, damit neues Recht entstehe. Aus dem Mich. Schönheit der Schotte. Neben die Parolen „Schönheit der Arbeit" der DAF. und „Schönheit des Dorfes" des Reichsnährstandes stellt der Direktor der R e i ch s st e l l e für Naturschutz, Dr. Klose im „Odal" die Parole „Schönheit der Scholle". Er weist darauf hin, daß Landschaftsschutz nicht nur die Erhaltung und Pflege des Antlitzes ber Heimat für den Stadtmenschen sei, sondern in erster Linie für den Bewohner dieser Landschaft, das Landvolk, den Bauern selb ft. Von dieser Erkenntnis sei man leider vielfach noch recht weit entfernt. Ein führender Vertreter der deutschen Raumordnung habe kürzlich geäußert, daß man eigentlich die ganze deutsche Landschaft unter Landschaftsschutz stellen müsse. Das sei lediglich die ganz nüchterne Feststellung, daß deutscher Boden im Grunde überall schutzwürdig und schutzbedürftig sei. Eine große Anzahl landschaftlich bedeutsamer Gebiete sei in den letzten Jahren bereits unter besonderen Schutz gestellt worden. Weit mehr Gebiete würden in den kommenden Jahren folgen. Aber selbst wenn der behördliche Landschaftsschutz noch so großen Umfang annehmen sollte, werde es sich immer nur um einen bescheidenen Bruchteil der deutschen Gesamtlandschaft handeln. Das gelte vor allem von der Feldflur, die im wesentlichen frei von gesetzlichen Beschränkungen bleiben werde. Deshalb müsse im Bauerntum selbst das Verständnis für den freiwilligen Schutz der Heimatlandschaft geweckt und gestärkt werden. Schönheit der Scholle sei Ausdruck bäuerlicher Bodenverbundenheit, gesunder Bauernwirtschaft und echten Heimatsinnes. Reichszuschüffe für die Wohnungsteilung. Schon im vorigen Jahre hatte der Reichsarbeitsminister erneut 10 Millionen NM. zur Verfügung gestellt, um die Schaffung von Wohnraum durch die Teilung von größeren Wohnungen, den Umbau sonstiger Räume zu Wohnungen und An - und Ausbauten zu fördern. Der Reichs- zufchuh beträgt 50 v. H. der Baukosten. Der Höchstbetrag wird auf 1200 RM. für jede neue Wohnung oder Teilwohnung festgesetzt. Bis zu 600 RM. können für jeden An- oder Ausbau gewährt werden. Dieser Höchstsatz kann überschritten werden, wenn namentlich bei kinderreichen Familien, ein Reichszuschuß bis 50 v. H. der Gesamtkosten erforderlich erscheint. Kr.182 Zweites Blati Eichener Anzeiger jldtururki'n i Men 3bi;si : 11)1» 'S ■s geschah 31 derKtk ^gent zu c&. n Belieb^ Apothe^ In einem schweren Ringen um das nationale selbstoerständnis hat das deutsche Denken zwei Arundideen herausgearbeitet, die in der gegenwär- ligcn Zerrissenheit Europas furchtbar zu werden vermögen. Beide sind aus echtem Wirklichkeitssinn terwrgegangen; denn nichts hat in der Welt Be- tanb, was sich nicht auch an der Wirklichkeit bewahrt. Zugleich aber sind sie Leitgedanken, die der Vorgefundenen Wirklichkeit eine höhere Gestalt geben önnen: die Idee des gewachsenen Volks- ii m 5 und die Idee der gegliederten Rechtsordnung. Man versteht sie am besten, wenn man sie in ihrer polemischen Bedeutung entwickelt: Volkstum gegen „Gesellschaft"; gegliederte Rechtsordnung gegen das Recht der „quantitativen Gleichheit". 1. Der Begriff „Gesellschaft" mit all seinen Ableitungen wie Soziologie, soziale Frage, Sozialpolitik, soziale Fürsorge —'ist entstanden infolge der großen Französischen Revolution, in der sich der ärgerliche Stand nicht nur gegen die beiden ersten Stände empörte, sondern gegen das vorgefundene olitische System. Der dritte Stand — ein Träger er Aufklärung und der neuen individualistisch-kapi- llistischen Wirtschaftsform — sprengte gleichsam as Gehäuse des absolutistischen Staates,' der die irucK”? _ScWls^> «f w N-seK und an ihr zu einem kräftigen Selbstbewußtsein erwacht sind. Die Sinfonie der Dölkerstimmen, die Herder in seiner Philosophie der Geschichte komponierte, empfing ein Menschenalter später einen energischeren Rhythmus durch Hegels Entscheidung: Geschichte machen nur die Völker, die über den pflanzenhaften Zustand des Wachsens durch eigene Staatsbildung hinausgelangen: denn erst in seinem Staat erwacht ein Volk zur Einheit und Klarheit des Wollens. Die Weltgeschichte ist die Bühne der S t a a t s v ö l k e r. Sie sind dann nicht bloß Individualitäten, sondern willensmächtige Personen höheren Grades. Nur an ihnen vollzieht sich das große Weltschicksal mit seiner Tragik und seiner Herrlichkeit. Wäre dies das letzte Wort der Geschichtsphilosophie, so wäre es niederschmetternd für alle die kleinen und kleinsten Volkstümer, die nie zu einer politischen Heldenrolle emporsteigen können. Aber zwischen Volk und Staat liegt eine -ritte Gestalt des Geistes: das Recht. "Das deutsche Denken hat auch mit dem Wesen des Rechtes tief gerungen. 2. Aus späten römischen Rechtsbegriffen haben die europäischen Nationen die irrige Deutung übernommen: das Recht sei die technische Lebensordnung unter Gleichen. Der „Vertrag" galt als das rechtliche Urphänomen. Den Vertrag aber dachte man sich so, daß mindestens zwei Willen, die man juristisch als gleich unabhängig konstruierte, in einem dritten höheren Willen eins würden oder „übereinkämen". Wie man im Westen seit 1789 die Gesellschaft nur als ein berechenbares Spiel von Interessentengruppen ansah, hatte man schon viel früher die Aufklärungsidee herausgebildet: im Recht verständigt sich abstraktes Individuum mit Individuum: als formales Rechtssubjekt ist jedes Individuum dem andern gleich. Es ist Hegels charakteristische Leistung, daß er diesen Rechtsgedanken als eine ganz untergeordnete Auffassung (als bloß „abstraktes Recht", „Vertragsrecht") abgetan hat, um das eigentliche Recht auf höherer Stufe zu suchen, nämlich in mannigfach gegliederten Lebensverhältnissen, die niemals mit der quantitativen Kategorie der Gleichheit zu erfassen sind: der Mann, die Frau,'das Kind sind mehr als bloß „Menschen", die einander in Rechtsansprüchen und Rechtspflichten gleichgestellt werden können. Der Bauer, der Krieger, der Priester, der Kaufmann — sie sind Glieder des Gesamtlebens im Volke, nicht Rechnungseinheiten in einem Aggregat, in dem jeder Teil für jeden anderen gesetzt werden dürfte. Das Leben des Volkes ist eine qualitative Mannigfaltigkeit, in der kein Teil einfach gegen den andern ausgewechselt werden kann. Darauf beruht die deutsche Rechtsa-us- fassung. Recht ist nicht bloß Ausrichtung der Gleichen. Sondern Recht gewährleistet Ordnung unter Ungleichen im Sinne einer höheren Lebensordnung, die jedoch jeden Beitrag zum Gesamtleben gemäß seiner Unentbehrlichkeit und Eigenart zur Geltung kommen läßt und sichert. Zwei wesentliche Gedanken gehören zur Vollendung dieser Rechtsidee: Einmal der Satz: das Recht wird nicht erdacht und nicht beliebig gesetzt. Sondern die rechtliche Normierung (Regelung) liegt in den gegebenen, gegliederten Lebensverhältnissen schon drin. Man kann diese vorgegebenen Verteilungen von Funktionen und Verfügungsgewalten nicht mißachten. Andernfalls zerstört man das Ganze. Denn das Leben ist immer gegliederte Ganzheit. Die juristisch-politische Aufgabe ist nur, das eingehüllt vorhandene Recht zum Bewußtsein zu erheben und zu formulieren, immer vom gegliederten Ganzen her. Ferner: der Starke ist nicht willkürlicher Herr über das Recht; er macht es nicht. Er findet es schon angebeutet vor. Aber seine ablige Pflicht ist es, dies Recht zu schützen. Macht geht nicht vor Recht. Aber ohne umsorgende Macht gedeiht kein Recht. — Wendet man diese zweite Grundidee auf das Leben der Völker an, so ergibt sich folgendes: G e - wachfenes Volkstum gehört überall zu der Gliederung des Lebens, das der Wirklichkeitssehende achten muß, wie Mann und Frau und Kind, wie .Dorthin geht die Fahrt!" sagte er in bestimm- hn Ton. ,Zn einer Stunde, fahren wir mttemanber pi diesem See und nehmen in einem kleinen Haus- icn Wohnung, das mir den Sommer über gehört, tr den geträumten See kam nun noch ein kleines s Hous, leicht hingeworfen. Vielversprechender Rauch tirnelte sich aus dem Schornstein in die Luft. „Sie fcrbeti kochen, Inge, und ich stelle mich als Wasser- hnqer und Abwäscher zur Verfügung, Was an tcusrat fehlt, malen wir uns an die Wand. Ollau- Lv Sie nicht auch, das gibt ein beschauliches chahmacho nahmen. J'M illU90 j rnüW^ mittelalterliche Ständeordnung als Unterbau in sich mgefügt hatte. Die nivellierte „bürgerliche Gesell- xe Hochs, l i shaft" entfaltete sich als ein mechanisches Kräftespiel ün Interessen und Interessenverwebung, von Pri- ’Uliyullt ategoismus und Gruppenegoismus, von persön- !! ntwi g des Wahren und Starken; Religion und Poesie hüllen das ganze Leben ein. Herder belauscht ljs Stimmen der Völker in ihren noch träum» Iften Gesängen; kaum ein wichtiges europäisches itf bleibt seiner Liedersammlung fern. Er sucht die ihesten Traditionen und Urkunden. Er studiert die ille des göttlichen Lebens in den Völkerindivibuali- ten, die aus seinem Schoß emporwachsen. „Der entart der Nationen" — so sagt er früh im Sinne iner Lebensaufgabe — „bin ich nach geschlichen, .d was ich ohne System und Grübelei herausge- acht, .ist: daß jede sich Urkunden bildete nach der ,‘ligion ihres Landes, der Tradition ihrer Väter fcb den Begriffen (Auffaffungsweifen) der Nation: b ft diese Urkunden in einer dichterischen Sprache, ir dichterischen Einkleidungen und poetischem Rhyth- llus erschienen: also mythologische Nationalgesänge itm Ursprünge ihrer ältesten Merkwürdigkeiten", lir wissen, wie viele gewachsene Völker Europas b'se Herdersche Botschaft freudig aufgegriffen haben mit A.B.1I , . Gebilde erschien jetzt als das Wesentliche in der kadukt eines solchem Jnteressengeschiebes. Das ^Lolk" hatte sich aufgelöst, die „Gesellschaft" triumphierte. Die Soziologie wurde die Universalwiffen- fl;aft von der Kultur. In Deutschland reifte in demselben Jahrzehnt ri 780 bis 1790), das im Westen die tiefe Erfchütte- ,: ing brachte, das Verständnis für die große, im U runde unzerstörbare Lebenseinheit „Vol k". | rankreich war in feine Altersperiode eingetreten. H eutfchland begann erst, sich auf feine Iugendkräfte besinnen. In Herder dämmerte der Gedanke if, daß hinter dem Wandel von Sippenordnung, indischer Ordnung und Klassenordnung ein Wesen- I! iftes beharrt: die volkhafte Einheit. Will man sie inz zu Gesicht bekommen, so muß man in die f* * igendzeit der Völker zurückgehen. Da ist ihre L'Urzelung noch ganz erdnahe, ihr Wachstum gleich- - m pflanzenhaftz ihre Seele noch phantasievoll, an h shnliche Bilder gebunden. Die eigentümliche Sprache ■; ginnt, ihr Gewebe zu weben; der Mythos ist 8c chenende?" So zuversichtlich auch Fabers Stimme klang, ganz ftfsr war er feiner Sache nicht. Ob Inge wirklich niSam? Sie war ein guter Arbeitskamerad, sie hinte etwas, er erkannte rückhaltlos an, daß sie k von ihm gelernt hatte, seit sie zusammen ar- bi eten. Aber über ihre Freizeit verfugte sie selvsi, liti zwar sehr eigenwillig. >od) nun war sie unschlüssig. Ein kleines Haus am Bee? Es wäre schön, wenn der Sonntag so geruy- h und sonnenselig dahinginge. Alles wurde so wie Faber ankündigte, sie wurden wandern, brummen und- rudern. Doch — ,Ich sehe auf Ihrer klaren Stirn ein Aber her- («i'viehen wie ein Gewitterwolkchen am Sommer- trmel. Bitte, hören Sie mir einmal zu! Als icy )r en meinen Platz hier am Fenster einraum e, ei der Morgensonne hat — als ich Sie eines b nds ein Stückchen begleitete — als ich zum ks-n Male mit Ihnen tanzen ging — und als 'M si.en Blumen zum Geburtstag brachte — immer ■lim ich erst ein Lächeln, dann Worte des Dankes ii zuletzt ein stilles oder lautes Aber! *mge Haff sah Faber sinnend an. »Ich komme mit, unter, .einer Bedingung. „ da6 Maj&tAtHifie 29/30 - fäatmkofat#'. 2/4. 2./5. August 19N Aus der Siadi Gießen. Oie Stadt im Blumenschmuck. Wenn unsere braven Soldaten in Polen oder Rußland ober auch sonstwo in unwirtlichen Gegenden das bekannte Marschlied vorn Wiedersehen in der Heimat fingen, verbindet jeder sicherlich mit dem Begriff „Heimat" die Vorstellung vom Wohnen in Dörfern ober Stäbten inmitten blühender Gärten und blumengeschmückter Wohnhäuser, wie wir sie bei uns zll sehen gewohnt sind, daß man kaum noch davon spricht. Das aber sollte man von Zeit zu Zeit tun, weil man sonst kaum weiß, was man besitzt, und wo es etwa noch fehlt. Das gilt auch von uns in Gießen. Wir haben während der letzten beiden Jahre trotz des Krieges innerhalb der Stadt mancherlei Wandlungen erlebt, die in dieser Hinsicht einen beachtlichen Fortschritt bedeuten. Die Hauptverkehrsstraßen sind breiter, das Blickfeld durch Entfernen überflüssigen Strauchwerks erweitert und freier geworden. Die Anlagen, welche sich wie ein grüner Kranz um das Häusergewirr der Altstadt winden, sind zwar schmäler, dafür aber um fo schöner. Alle öffentlichen Gebäude tragen wieder reichen Blumenschmuck, und wo es trotzdem etwas Verdunkelungszeit 2. August von 21.13 bis 5.38 Uhr. 3. August von 21.11 bis 5.40 Uhr. auszusetzen gehen könnte, muß bedacht werden, baß tausenb fleißige Hänbe fehlen, weil sie bamit beschäftigt finb, bie scheelsüchtigen Feinbe, bic uns Deutschen Tob unb Verderben geschworen haben, so lange abzuwehren, dis ein dauerhafter Frieden Leben und Arbeit wieder schützt. Was ist z. B. aus dem, im Raum etwas beschränkten Dreieck des Ludwigsplatzes während der letzten Jahre doch geworden, nachdem man ihn gartenmäßig umgestaltet hat? Wie gut- nehmen sich an diesem belebten Kreuzungspunkt bie in sauberen Gefäßen blühenben Cannabüsche aus, sowohl hier wie auch auf bem Freiplatz vor bem Theater. Ganz allgemeinen Beifall finbet vor allem bie Umgestaltung bes Platzes am Selterstor mit bem geschmackvoll bepflanzten, großen Blumenbeet als Mittelpunkt bes Ganzen. Auch bre Bürgerschaft wetteifert mit dem Blumenschmuck ihrer Wohnhäuser, Balkone unb Vorgärten mit benen ber öffentlichen Hand überall, wo bie Bauart ber Häuser bas zuläßt. Man braucht nur auf bie neuerftanbenen Wohnviertel im Osten, Südosten, wie in der Schwarzlachgegend zu verweisen, um zu erkennen, daß ein gesundes Geschlecht hier tätig ist. Die Friedhöfe sind wahre Blumenfelder, auch der Wiesecker ist eine kleine Wanderfahrt dahin durchaus wert. Die Anmeldungen zum diesjährigen Blumenschmuck-Wettbewerb sind gegenüber dem Vorjahre um 20 v. H. zahlreicher. Alles das und noch vieles andere sind erfreuliche Erscheinungen von Heimatliebe, Wohlstand, Gesittung und Kultur. Die Frage, ob wir uns auf dem besten Wege zu einer wahren Gartenstadt befinden, müssen wir » Es sind Forscher von Ruf, ernste Männer der Wissenschaft, Pioniere des Fortschritts. Wenn sie ein Heilmittel zur Verwendung freigeben, dann hat es erfolgreich die schwierigsten Prüfunüberstanden. Dafür bürgt . Kreuz. E R Bx gen Gedächtnis zu malen. Sie berührte sein Haar, streichelte es ganz leicht. Da war Faber plötzlich wach« Er war nicht verwundert, daß sie ihn liebkoste. „Sie sollten mir ein wenig von sich erzählen« Inge." Sie schüttelte abweisend den Kops. Aber nach einer Weile fing sie an: „Von mir erzählen! Ach, da gibt es nicht viel. Sie kennen ja meinen Personalbogen, da steht alles drauf. Nur dies vielleicht, damit sie mich nicht für töricht halten. Vor ein paar Jahren auf der Kunstschule, da hatte ich einen Menschen sehr gern. Wir waren froh und traurig miteinander, wie es eben kam, und dachten, das würde bis in alle Ewigkeit fo bleiben. Aber bann war es auf einmal vorbei. Keiner wußte recht, warum. Wir waren sicher beide schuld. So habe ich immer Angst — vor bem Abschieb." Er setzte zur Entgegnung an, aber bann schwieg er. Kein — Wort — von — Liebe! Ich möchte ihr sagen, wie sehr ich sie liebe, aber, wenn ich mein Wort breche, bann habe ich ihr Vertrauen verloren. Und bas muß ich vor allem behalten. Erst nach einer langen Weile sagte er: „Unb darum haben Sie mir eine so harte Bedingung gestellt? Ich verdiene sie nicht." * Am Nachmittag ruderte Faber Inge hinüber zu den Wasserrosen. Auf dunkelgrünen Blättern schimmerten weiße Kelche. „Ach, es ist alles so schön!" Inge stieg an der flachen Stelle aus dem Boot und nahm eine Rose behutsam in ihre Hand. Sie wollte sie nicht abpflücken, nur bie Kühle ber Blätter fühlen und in den Kelch blicken, wie es dis Sonne tat. Faber war ganz in den Anblick des schönen Mädchens versunken. Er sagte leise: „Ich liebe dich!" Als die beiden über den See zum Häuschen zurückruderten, stand der Abendstern am Himmel. Gerade unter ihm hatten junge Leute am Ufer ein Lager aufgefchlagen. An ber Holztür hing noch das Zeichenblatt mit der kleinen Skizze vom Haus am See unb bein strengen Gebot. Da schrieben sie — Faber führte Inge die Hand — mit großen Lettern quer übet, das Blatt ein einziges Wort; Liebel BetriebsappeN im Gießener Gta-ttheater 6 triebsappell geschlossen. —y— n: Der her- Am nächsten Morgen erwischt Lind seine Tochter ihr den Hörer aus der Hand, wirft if)n in die Ga- (Nachdruck verboten.) 46. Fortsetzung. und (Fortsetzung folgt.) nur nur Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. Seid ihr verrückt?" Martha sucht nach einem Ausweg. „Wenn die Väter sich bekämpfen, so ist das eim< Sache, die sie miteinander auszumachen have» Glücklicher werden sie nicht davon -... boa Leo» von einer Frau haben sie bereits auf dem und das der anderen hat nur noch so viel öin» und Inhalt, daß es die Jungen davor bewahre» helfen soll, sich ebenso ihr Dasein zu verpfuschei» wie mir Alten es getan haben." „Hm ..." Lind hat diese Antwort nicht erwA tet. Sie kränkt ihn. Sie reizt ihn. Sie peitscht auf. „Unter den Alten verstehst du wohl dich Um Neue Kettmarken-Bichtlinien für Gaststätten. Wenn Augen versagen Magnus-Brilien tragen! Reichsspinnstoffsammlung. TBo sind die Annahmestellen in Gießen? Der Bedarf an Spinnstoffabfällen (Lumpen, Flicken, Stoffresten) ist während des Krieges besonders groß. In der Zeit vom 28. 3uli bis 23. Aug. wird deshalb eine Spinnstoffsammlung durchgeführt. Jeder Spender erhält eine Urkunde, auf der der jlame des Spenders, und das genaue Gewicht der abgegebenen Spinnstoffe angegeben find. Annahmestellen ln Gießen find: Ortsgruppe Gießen-Mitte: Bahnhof« stratze 63, gegenüber der Grabensirahe. Ortsgruppe Giehen-Nord: Nähstube, Ecke Wernerwall (gegenüber Dennighoff). Ortsgruppe Gießen-Ost: Licher Straße, Dienststelle der DAI. (Hinterhaus). Ortsgruppe Gießen.Süd: 1. Bergwerk, Unkrf)oh 2. Crednerstraße, Ecke Klinikstraße; 3. Cie- bigstraße 63 (Autohalle 6). Ortsgruppe Gießen-Klein-Llndenr Backhaus, Skelnftraße. Ortsgruppe Gießen-Diefeck: Slhungs« faal, Schulstrahe. Die Sammelstellen der Ortsgruppen Mitte, Nord, Ost und Süd find montags, mittwochs und freitags von 17 bis 20 Uhr geöffnet, die von Klein-Linden und Mieseck mittwochs und samstags von 18 bis 21 Uhr. , Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß an den Splnnsloffabfällen keine festen Telle, wie Knüpfe, Schnallen usw. sein dürfen. Volksgenossen! Ls ist ein Gebot der Stunde, bei der Erfassung von Alt- und Abfall- stoffen den größten Sammeleifer an den Tag zu legen. Nur der restlose Einsatz gibt die Gewähr für den vollen Erfolg! 8ISSPFLEGER ELOGO Reinigt selbsttätig und desinfiziert Zahnersatz tMlTlICH IN DROGERIEN v EINSCHLAG GESCHXffte Um eine Einheitlichkeit auf diesem Gebiete beizusühren, hat der Leiter der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe Richt- Wie unruhig sie heut ist! Vor einer 'Rosenrabatte bleibt sie stehen saugt den Duft tief und sehnsüchtig in Nase und ilüd) ® W finfkeo in, lUUtj CS UUU. er,. Frau Martha eilt herzu und sucht zu vermitteln. Aber sie erreicht das Gegenteil. ,^d) habe dir jedes Telephonieren mit diesem Lassen schon einmal verboten. Was soll überhaupt dieser Verkehr mit den Dominiks? Ich untersage Dir hiermit ein für allemal jedes Gespräch mit irgen jemand von da drüben ... Und wenn du nicht ge" horchst, dann sollst du mich kennenlernen!" Brigitte meint heftig und sucht bei der Muttee Schutz. Sie schiebt sie sanft hinaus. Dann stehen sich ihre Eltern allein gegenüber., Mattheus Lind ist dunkelrot im Gesicht, jein« Frau leichenblaß. Eine Weile steht Schweigen zwischen ihnen. Stille tut fast weh nach dem Lärm, der noch ede» den Raum erfüllte. Es ist, als tasteten die berdeki sich suchend aneinander heran wie zwei Streites von denen jeder auf die Schwäche des anoerm flren, uni SÄ' lltittn L° A die ai fj.n Sam füiii solche ß;jen trur imd fWnt Ar « «yd- ÄÖtiebb 511 des । *ifn fe |Meii ul' Ü$g ft? JLW Brigitte." Die Mondsichel ist längst verschwunden. Aber die lKt VKB tiUCll uct|16y|t VL1 ... Nacht ist noch immer voller Dust, und der rosa- beinen _ beinen früheren Liebhaber, maß?' silberne Schimmer der La-France-Rosen geistert schemenhaft durch das Dunkel, vir S® i. ' Ü116 ^^Äüßtest du von dieser Liebelei?" dröhnt schließlich Lind wieder auf. „Von der Liebelei nicht — ich wußte von oei Liebe der beiden." ... „So? Nicht Liebelei, sondern Liebe? brüllt je|-> Lind. „Eine feine Wirtschaft! Die Väter bekämpfen sich bis aufs Messer, die Kinder lieben sich,, um die Mutter hält darüber ihre segnenden Hanoe vorerst leider verneinen. Noch immer ist die Lud- wigstraße als Zugang zur Universität eine der ödesten und langweiligsten der Stadt. Es ist nicht leicht, hier Wandel zu schassen, es könnte vielleicht auf der Sonnenseite die Anpflanzung von mäßig woch- fenben Kugelbäumen dazu beitragen, die Bausünden einer früheren Zeit etwas zu mildern. Doch das soll nur eine Anregung fein. Wenn es aber Menschen gibt, die den traurigen Mut aufbringen, das schon erwähnte Mittelbeet am Selterstor mit einer Anzahl von Stühlen aus einem benachbarten Kaffeehaus durch Hineinwerfen zu beschädigen, und wenn die Bepflanzung von Plätzen der frei umherlausenden Hunde wegen nicht möglich ist, so sind noch Widerstände zu beseitigen, an deren Ausmerzung mitzuarbeiten eine Pflicht aller derer ist, die guten Willens sind. Früher fand der Fremde den Blumenschmuck in den Anlagen der italienischen Großstädte von Stacheldraht sorgfältig umhegt. Mussolini ließ ihn entfernen. Dafür stellte er eine Anzahl von Schwarz- Hemden während der Nacht ins Gebüsch. Jeder ertappte Frevler bekam als Lohn für seine Tat ohne Anzeige und Strafzettel das Fell versohlt. Das wf R- Als Auftakt zur neuen Arbeitszeit fand gestern Dormittug im Stadttheater ein B e t r i e d s a p p e ll statt, zu dem sich neben geladenen Vertretern von Partei, Wehrmacht und Hitler-Jugend die gesamte Gefolgschaft im Zufchauerraum zusammengefunden hatte, während die Bühne mit der Büste des Führers, mit Fahnen, goldenen Bändern und dunklem Grün geschmückt war. Als derzeitiger Obmann der Fachschaft Bühne der Reichstheaterkammer hieß Herr Volck zu Beginn Gäste und Belegschaft herzlich willkommen und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die neuen Arbetts- kameraden sich bald bei uns in Gießen heimisch üblen und mit dem alten Stamm eine schöne Ge- meinschaft bilden möchten, in welcher soldatischer Geist und treue Kameradschaft herrschen sollen. M |>r NA Mlerschaf! ■Ml i MllMS ■stballspi IL Hugii : Harbin ai’ieger i Wen-Nass W homb WSsieg i pn Rah Wtttoges Lvlichsm« ■ ; Turne Mse durch ja« um b Io Zwo! L ii wer läs (M Bkn: An W herber W Hessen- W, Km EN (2 Ml (Io.? S: außer W 3. C Urjy JJ-t semi wie, wird rche eine W IMtr den W der N 5Nbi J die * Ni ULfletQnn: Mgret Te ft® @rie Auf 3? Siege ft M •■'■fiemhei fün S! 1937 tr lvird Zucht- und Leistungserfoige der Fachfchast für Deutsche (Schäferhunde. Von der Kreisfachschast Oberheften der Fachschaft für Deutsche Schäferhunde im RH., Sitz Großen- Buseck, wird uns geschrieben: Daß unsere Deutschen Schaferhundäfachschaften trotz des Krieges ungestört arbeiten können, bewiesen die beachtlichen Erfolge der Züchter und Abrichter im Bezirk Oberhessen. Die Orts- fachschaft veranstaltete kürzlich eine Schutz- Hundprüfung, an der elf GebrauchshuA teilnahmen. Als Richter amtierte Polizeiwache I meister W. Becker (Plettenberg i. Wests.), der sich über das Hundematerial in hiesiger Gegend sehr lobend aussprach. t M ..... , _ . Die Prüfung bestanden mit dem Prädikat „Sehr I gut": 1. Schutzhund II Faust vom Busecker Schloß, Bes.: Alfred Hahn, Führer: Heinrich Henkel, Gro- ßen-Buseck, 290 Punkte; 2. Schutzhund I Floto vom Busecker Schloß, Bes.: Heinrich Henkel, Führer: Karl Größer, Großen-Buseck, 280 Punkte; 3. Schutz- : Hund III Britta vom Gießener Gartfeld, Bes. unö Führer: Erich Kreiling, Wiefeck, 270 Punkte. Die Bewertung „Gut" erhielten: 4. Schutzhund Alona vom Kalsmunttor, Bef. u. Führer: Ludwig Brechter, Wetzlar. Schutzhund I 255 P. 5. Fant vom Busecker Schloß, Bes. u. Führer: I. Rahn, | Trohe bei Gießen, 235 P. 6. Schutzhund I Frieda j von der Universität, Bef.: K. Jeude, Fuhre^ Frl. -i Jeude, Marburg, 225 P. Ferner mürben noch fünf 3 Junghunde vorgeführt, die sämtlich mit der Note 1 „Bestanden" ausgezeichnet wurden. Auf der Sonderschau In Wetzlar am 20. Jml waren 32 deutsche Schäferhunde zur Schau gestellt, , welche größtenteils aus unserem Bezirk Oberhessen stammten. Die beste Hündin der Schau führte Herr Karl Stütze! aus Wetzlar vor, wahrend der beste Rüde (Faust vom Busecker Schloß) von unserem oberhessischen Züchter Alfred Hahn (zur Zeit m überschritten. Eine Steigerung des Besuches hänge von der Leistung der Künstler ab. Die Gefolgschaft . müsse vom Intendanten bis zum Buhnenarbetter ein harmonisches Ganzes bilden. Bei etwa auftretenden Mißftimmigkeiten sei eme vftene Ansprache stets das Beste, und jeder dürfe erwarten m ■ olchen Fällen an der zuständigen Stelle em ofte- nes Ohr, Verständnis und Hilfsbereitschaft zu finden. Beigeordneter Nicolaus schloß seine An- prache mit der Mahnung, der Ehre, der Freiheit durch Selbstzucht, und des Vaterlandes jederzeit verantwortungsbewußt eingedenk zu sein. Intendant Hans Walter Klein hieß hierauf als Betriebsführer Gefolgschaft und Gäste, insbesondere Kreisleiter Backhaus, Oberstleutnant Kühne und Beigeordneten Nicolaus, herzlich willkommen. Er unterstrich die Verpflichtung, welche die gegenwärtige große Zeit dem Theater auferlege, uno die daraus sich ergebende Notwendigkeit intensivsten künstlerischen Schaffens. Sein kulturelles Programm ziele auf die Schaffung des lebendigen deutschen Volkstheaters. Die Notwendigkeit des Theaters auch im Kriege habe der Staat selbst durch die Hergabe bedeutender Mittel anerkannt. Heute gelte es, die Gießener Bühne in ehrlicher Arbeit und strenger Pflichterfüllung auf ihrem schweren und schönen Wege erfolgreich weiterzufuhren. Das olle erreicht werden, indem hier gutes, ehrliches, leutfches Theater ohne Experimente geboten werde. Es fei ein abwechslungsreicher Spielplan zusammengestellt worden, in welchem die hohe Dichtung und die gute Unterhaltung zu ihrem Rechte kommen. Die Theaterlettung bedürfe zur Verwirklichung ihrer Absichten der Unterstützung aller, vor allem der Jugend: sie suche im Theater das große Erlebnis der Gemeinschaft, sie vertrage keine Enttäuschung, für sie sei nicht die äußere Form, sondern der Geist entscheidend. „Die oft verlästerte Provinzbuhne , so fuhr der Intendant fort, sich an die Versammlung wendend, „braucht unsere und Ihre ganze Einsatzbereitschaft." Kameradschaft, Disziplin und Arbeitsfreude herrschen in diesem Hause, das dem Dienst an der deutschen Kunst gewidmet sei. Die neuen Mitglieder müßten alles daransetzen, sich die Liebe und das Vertrauen des Publikums zu gewinnen. In der kommenden gemeinsamen Arbeit fordere er bedingungsloses Vertrauen, ebenso wie er hier Gefolgschaft sein ganzes Vertrauen entgegenbringe. Man solle nicht meckern, sondern ine Dinge mit Humor nehmen. Sein Prinzip laute: künstlerische Gerechtigkeit, so daß jedem in ferner Arbeit das Seine zukomme. Wenn die treugemomienen Mitglieder einmal von unserem Theater scheuen werden, dann sollen sie das Gefühl haben, m Gießen eine entscheidende Station ihres künstlerischen Weges erlebt zu haben. Auch unser Theater diene dem vom Führer gewiesenen Ziele, der Schaffung des neuen deutschen Adelsmenschen. Mit dem Gruß an den Führer wurde der Be- zu einer Besprechung. Hätte die Sache beinahe vergessen." Er geht lautlos hinaus. Die Aktionäre blicken ihm nach Sie wissen nicht recht, wie sie sich das Verhalten des großen Mannes erklären sollen. Seltsame Sache--! Die Stadt wird sich in nächster Zeit allerhand zu erzählen haben. Als Lind auf der Straße steht, schlägt die atemberaubende Hitze des Nachmittags auf ihn ein. Er muß sich an einen Pfeiler lehnen. Dies verfluchte Herz! Gerade heute! Er wankt und muß von jemandem gestutzt wer, ^^,Ach so — der Kellner von der Krone!" „Besten Dank." , Langsam geht er die Straße entlang. Hoffentlich geht der Anfall bald vorüber. Doller Duft find die Nächte dieser späten Augusttage. Es ist, als trügen sie die ganze schwere Fülle des letzten Sommers in sich. Die zweite Rosenblute ist aufgebrochen und verschwendet ihren Blust reicher und üppiger als im Juni. Ihr Duft hängt in der Luft wie ein Schleier, den der Abendwind, wenn er vorn SDleer kommt, auf und ab hebt. Im Park der Villa Lind ziehen sich die Rosenrabatten die Wege entlang bis zum Fluß hinunter. Wer könnte in diesen schweren Nachten schlafen-' Martha Lind vermag es nicht. .. Die Mondsichel steht hoch — es muß fetzt schon sein am Meer. Aber auch hier in den leichtbewegten, tringeligen Fluhwellen spiegelt sich das fübeme Licht und schimmert über dem schwarzen Wasser, das so leise murmelt, als erzähle es sich selbst von nie gesagten Geheimnissen, die nur der Fluß und die Nacht kennt. Eine seltsame dumpfe Der- lassenheit lastet über den düsteren Wasserrunden. Martha Lind darf nicht lange darauf sehen, sonst wird ihr Gemüt so- schwer wie die Schatten und die Düfte und das verrinnende Sommerleben dieser Augustnacht. Sie geht die Wege am Fluß und im Park auf und ab — immer auf und ab. Hierauf gab Beigeordneter Nicolaus seiner Freude darüber Ausdruck, beim ersten Betriebsappell der neuen Spielzeit namens des Herrn Oberbürgermeisters und der Stadt Gießen die Erschie- nenen herzlich begrüßen zu können. Es seien seit der letzten Spielzeit am Theater große Derande- rungen vor sich gegangen. Neue Kräfte seien verpflichtet worden uiti) sähen nun voller Erwartung und Hoffnung auf Erfolg und gutes Einvernehmen mit dem Publikum der neuen Arbeitszeit entgegen. Die deutschen Theater haben, so führte der Redner aus, auch und gerade während des Krieges eine wichtige kulturelle Mission zu erfüllen; der Führer wolle, daß auch während des Krieges gespielt werde. Das Theater als eine kriegswichtige Einrichtung werde von der Partei mit allen ihren Gliederungen und mtt ganzer Kraft unterstützt, wie schon die Anwesenheit von Kreisleiter Backhaus bezeuge. Ihm sagte Beigeordneter Nicolaus im Namen des Herrn Oberbürgermeisters für fein Erscheinen herzlichen Dank. Eine Aufrechterhaltung des Spiel- betriebes fei heute nicht möglich ohne ein wett- aehendes Verständnis der Wehrmachtdienststellen für die Aufgaben des Theaters. Herrn Oberstleutnant Kühne als Standortältsstem spreche er m diesem Sinne den herzlichen Dank des Oberbürgermeisters aus, desgleichen auch der Gießener Presse, auf deren Mitarbeit das Stadttheater angewiesen sei, und die sich stets verständnisvoll und fördernd für das Theater eingesetzt habe. Beigeordneter Nicolaus wandte sich bann an die neu hinzugekommenen Mitglieder und wies darauf hin, daß sie in Gießen ein dankbares, aber auch verwöhntes Publikum erwarte; er hoffe, daß es allen gelingen möge, sich die Herzen der Besucher im Sturme zu erobern. Der Oberbürgermeister habe stets das größte Verständnis für, unter Theater gezeigt und keine Ausgaben zu seinem Besten gescheut. Die intensive Mitarbeit aller sei erforderlich, um den bis jetzt erreichten Stand auch in Zukunft zu halten. Die Zuschüsse der Stadt haben, so betonte der Redner, heute bereits die äußerste Grenze erreicht, wenn nicht schon em wenig martenforberungen entsprechend niedriger halten. Zur Klarstellung teilt die Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe mit, daß nach den geltenden Vorschriften die Verbraucher in den Gaststätten auf die M a r g a r i n e-Klem- abschnitte der Reichsfettkarte für Normalverbrau- cher Butter als Streichfett beziehen können. Dagegen ist die Abgabe von mit Butter zubereiteten Speisen auf diese Kleinabschnitte unzulässig. Die Reise- und Gaststättenmarken für Margarine sind in die Regelung nicht einbezogen. Auf diese Marken darf mithin Butter als Streichfett nicht abge- geben werden, sie berechtigen vielmehr nur zum Bezüge von Margarine (Speiseöl) oder von mtt Margarine oder Speiseöl, zubereiteten Speisen. ** Verteilung von Salzheringen. Das Ernährungsamt veröffentlicht im heutigen Anzeigenteil eine Bekanntmachung über die Verteilung von «Salzheringen an die Verbraucher der Stadt Gießen. Es werden je Person etwa 180 g Salzheringe abgegeben. Der Bezug muß bis zum 15. August einschließlich erfolgt fein. Näheres ist aus der Bekanntmachung zu ersehen. ♦* Mietjubiläum. Ein schönes Mietverhalt- nis besteht seit langem zwischen dem Gendarmeriewachtmeister i.R. Ludwig Knobel och und dem Schreinermeister Anton W a g n c r im Hause Marburger Straße 74. Gestern waren es 25 Jahre, daß Herr Knobeloch im Hause Marburger Straße 74 wohnt. linien für die Abgabe von Fettmarken durch Gaststättenbesucher herausgegeben. Da- nach dürfen in allen Gaststättenbetrieben Groß- deutschlands von nun an die nachstehenden Fett- mengen für die aufgeführten Gerichte und Speisen verarbeitet und vom Gast die entsprechenden Marken gefordert werden: für Fleischspeisen — mit Ausnahme der Pfannensachen — 10 g Fett (wobei aber der Versuch gemacht werden soll, 50-g-glelsch- geriete mit 5 g F-tt ab3ugeben), für in der Pfanne gebratene, insbesondere panierte Steaks, Fischfilets unb Eierspeisen 15 bis 20 g, für deutsches Beefsteak und Bratklops jedoch nur 10 g, für sonstige warme Fischgerichte höchstens 10 g, für Fleischragouts und Gulalch 10 g, für Gemüse-, Teigwaren- und entsprechende Eintopfgerichte bis zu 10 g, für Gemiste und Teigwaren als Beilage und für Salate höchstens 5 g, jedoch für Salate, die nach Art von Mayonnaise zubereitet sind, 10 bis 15 g, für Vorspeisen mtt Ausnahme der Mayonnaisenspeisen 5 bis 10 g, für Bratkartoffeln bis zu 15 g, für Geflügel je Portion 10 g, für Gänse- und Entenbraten aber keine Fettmarken, für Butterbrot, Brot mtt Aufschnitt oder Käse und Butter höchstens 10 g Fettmarken je 50 g Brotgewicht. Für ein Gedeck (Suppe, Hauvt- gang, Nachtisch) einschließlich aller Beilagen dürfen höchstens 20 g Fett verlangt werden. Es ist anzustreben, daß in der Hauptsache Gedecke hergestellt werden, die weniger als 20 g Fett erfordern. Gaststätten, die mit geringeren Fettmengen als denen der Richtlinien auskommen, können die Fett- Uhr zu Ende. _ . . v Frau Lind hat sich auf eine Bank niedergelassen und streichelt ihrer Tochter die Hände. „Geh ins Bett, Kind, morgen ganz früh fragen wir an. Solange hctt's schon noch Zett/ „Kannst du denn schlafen bei dieser Spannung?" „Natürlich nicht, Kind. Trotzdem — trotzdem.— Wir müssen uns darin schicken. Geh in dem Bett, Vielleicht — F , - Martha Lind wünscht sich, daß es Friedrich Do- minik wäre, der da den ganzen Werftplatz über- schattet. Wie süß die La-France duftet. Es gab mal eine Zeit, wo es hieß, daß diese köstliche Züchtung mit ihrem rosa-silbrigen Glanz an Ueberatterung zugrunde gegangen sei. Aber sie blüht noch immer. Sie blühte schon damals — wo Friedrich Dominik ihr Blumen brachte — einen ganzen Strauß La-France-Rosen. Irgendwoher schlägt eine Uhr. Zwölf — Mitternacht! Schon so spät! Brigitte schläft lange. Gut, daß sie schlafen kann. Vorrecht der Jugend. Da braucht sie nicht zu grübeln. Was mag heute bei dieser entsetzlichen Sitzung herausgekommen sein? „Mutti — bist du's?" r , „Ja, Brigitte--was willst du denn so spat? ,^ch kann nicht schlafen, Mutti. Ich bin in sol- cher Unruhe. Wenn man doch wüßte, was gewor- den ist. Auch Vater ist noch nicht da." Drüben auf der Dominikwerst erlöschen jetzt die Lichter. Richtig, die zweite Schicht war um zwölf Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — veröffentlicht eine Anordnung über die Festsetzung von V e r b r a u ch e r h ö ch st p r e i s e n für in- und ausländisches Wild und Wild^ geflügel, die von jedem Kleinhändlier in dem auszuhängenden Preisverzeichnis aufzunehmen sind. Außerdem wird eine genaue Klassifizierung des Wildes und seiner Teile vorgenommen. Die Anordnung gilt mit Wirkung ab 1. Juli d. I. und ersetzt die bisherige Anordnung vom 21. Dezember 1937. Jäger darf bei Abgabe von zerlegtem Wild 80 v. H., der Großhändler oder Aufkäufer 85 v. H. dieser Höchstpreise fordern. gekritzelt hat. „Ihre Vollmacht ... Sie stimmen für alle An- träge der Tagesordnung und legen gegen jede Ma. iormerung Protest zu notariellem Protokoll em! Las en Sie sich nicht bluffen! Ich muß leider noch Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Ich kenn' Dich nicht und liebe Dich." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Roman eines Arztes". Tageskalender für Sonntag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Ich kenn' Dich nicht und liebe Dich." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Roman eines Arztes". — 14.15 Uhr: Ruder- und Kanu-Regatta. <- Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Am Samstag, 9. August, bringt das Stadtteater ein einmaliges Gastspiel des bekannten Schauspielers Ludwig L i n k m a n n in dem nierattigen Lust- spiel „Der Etappenhase" von Karl Bunje. Linkmann ist den Gießenern als Sohn dieser Stadt bestens bekannt, er spielt seit Jahren mit großem Erfolg an der Volksbühne Berlin. Linkmann hat auch oie -Spielleitung des lustigen Stückes. Die Gießener Tyeaterfreunde können also einen sehr vergnügten Abend erwarten. Ehrung für Kommerzienrat Schirmer. In den Räumen der Firma Georg Heinrich Schirmer fand gestern im Rahmen einer schlichten Feier eine Ehrung von Kommerzienrat S ch i r- m c r aus Anlaß seines 80. Geburtstages statt. Herr Dr. De le R o i überreichte im Auftrage des Leiters der Wirtschaftskammer Hessen, Professor Dr. L ü e r, Herrn Kommerzienrat Schirmer eine Ehrenplakette. Herr Niederhausen als Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Gießen sprach dem Ausgezeichneten herzliche Glückwünsche aus und wies dabei auf die großen Verdienste hin, die sich Kommerzienrat Schirmer in 30iähriger Mitgliedschaft bei der Industrie- und Handelskammer Gießen, insbesondere als deren Präsident in den Jahren von 1920 bis 1930, erworben hat. Hessische Äerbrancherhöchstpreise für Wild und W'ldgeflügel. Beim Namen Dominiks stehen an Stelle der erwarteten Summe zweihundertundsiebzigtausend mehr. Hm. Verspielt! Das also ist bes Rätsels Lösung. Man sollte Frinzka ... Schade, daß man das nicht darf! Lind muß sich zusammennehmen. Er weiß, daß alle Augen im Saal ihn fetzt ansehen. Also Haltung! ... m Er macht sein gleichgültibstes, unberührtes Gesicht und gibt bas Blatt zurück. „Sie haben recht, Herr Notar, Verzeihung! Es stimmt." r ,, Jrgenb jemand grinst. Lind fühlt es, obwohl er die Augen gesenkt hält. Frechheit —! „Dann können wir wohl gleich über den zweiten — ober vielmehr ersten — Antrag abstimmen?" schlägt Dominik vor. Ihm ist ttotz seines Sieges nicht wohl zumute. Lind wird nun seinen Haß noch wilder schüren. Jeder seiner Gedanken wird davon erfüllt fein: Die Niederlage von heute zahle ich euch heim. Armer Nissen. Du wirst es wohl zuerst zu verspüren bekommen. Arme Brigitte — Arme ... Den dritten Namen denkt Friedrich Dominik nicht zu Ende. Er sagt statt dessen noch einmal leise tn sich hinein: Armer Nissen — arme Brigitte. Lind ist aufgestanden. Er schiebt seinem ©etretar etn Papier zu, auf das er eben ein paar Worte fr; 'S- Hfiiiiger a örei j. ZM Bf/'auf! f* ir UllZvolful ^uiler s L grün' !./ suchen t JllSrt Don jenseits des Flusses leuchten Fabrikfenster, beln, daßf es klirrt Drei, vier, fünf lange Reihen. Da wird also noch ge- m>nrfhn p,r arbeitet. Doppelschicht! Manchmal tritt ein Schatten vor einen der Scheinwerfer. Dann wirft er sein Dunkel riesenhaft groß über den Hof. Vielleicht ist das Friedrich Do» minik, der nochmals durch sein Werk geht. Drei Tage bei Wasser und Brot! S.JL'fport Hessische Turnmeisterschasten. rauchshm W Herbert (Tv. 1846 Gießen), Franz Sieger K Hessen-Preußen Kassel), Rudi Manns (ACT. i, Ä. (Ebers- zu verm'^ WiederMerdig-Bergfest. he des «titöN süßte Göhlich Offenbach: W.: Steinberg: W IW fei, Fühl»; te; 3. Schy Id, Les. ud Abt Buß b: ®Qi«H Nlek, ü «i «. 6=6,, □ball im Rahmen des Bezirks-Turn- und [Tttages in Gießen am 10. August durch. Die ftf-), her |it Irgend sch! . Schutzs) >rer: £ubri P. 5. 3oc r: I. M mb I ßn Führer: , en noch ß tüt der B r FachW I itz Trotzt»» Fachschaft« I können, be> I Züchter int] . Die Orb'l ' Schutzs j, unterl’Ü ich -«»5 1,ne" B bei der Hedrich Burger t Schmandt Balser. jMtaltung ’ ift, hat jetzt die Ausschreibung zu hr volkstümlichen Wettbewerben des Weidig- «festes ergehen lassen. Die volkstümlichen Drer- E i^:e finden in den folgenden Klassen statt: B Männer (19 Jahre und älter): 100-Meter- Mf 16,5 bis 12,5 Sek.; Weitsprung, 3,50 bis 5,aO s->r; Kugelstoßen 7% kg, 7,50 bis 10,50 Meter. Frauen (über 18 Jahre): 100-Meter-Lauf, 13/ bis 14,5 Sek.; Weitsprung, 2,50 bts 4,50 Kugelstoßen. 4 kg, 6 bis 9 Meter. — 3. \C» ch-N , »tr A tete" die .. Müller Keck Lehr Tschatsch Nowotny Staab Schmitt Heil gier Hundeersatzstaffel) vorgeführt wurde. Der grmnger „vom Busecker Schloß" erhielt ferner die «oße Plakette des RH.,' für die beste Gesamt- Ostung, die bie^tn Schäferhundezwinger in den vergangenen Jahren auf sämtlichen Ausstellungen ^gesprochen wurde. Kreisfachschaftsoorsitzer W. Ieh rum, Großen-Buseck, sprach seinen Dank ais für die Leistungen der Schäferhundeführer im Vezirk Oberhessen und richtete den Appell an alle, irrig weiterzuarbeiten, denn auch unser vier- einiger Freund, der deutsche Schäferhund, hilft mit am Werk unseres Führers für Großdeutsch- land. |6f|? durch. Um den Titel des Bereichsmeifters 1941 um die Teilnahmeberechtigung an den Deut- Zwölfkampf-Meisterschaften am 7. September lm werden sich außer dem Titelverteidiger Otto s (ACT. Kassel) in der Reichsklasse noch be- en: Anton Kaiser (Luftwaffe Gießen), Lud- HJ.-Klasse A: 100-Meter-Lauf, 16,5 bis 12,5 Sek.; Weitsprung, 3,50 bis 5,50 Meter; Kugelstoßen, 6*4 kg, 7,50 bis 10,50 Meter. — 4. HJ.° Klasse 6- 100-Meter-Lauf, 17 bis 13 Sek.; Weitsprung, 3 bis 5 Meter; Kugelstoßen, 5 kg, 7 bis 10 Meter. — 5. BDM. - Klasse A: 75-Meter- Lauf, 14 bis 10 Sek.; Weitsprung, 2,50 bis 4,50 Meter; Kugelstoßen, 4 kg, 6 bis 9 Meter. — 6. BDM. - Klasse B: 75-Meter-Lauf, 14,5 bis 10,5 Sek.; Weitsprung, 2 bis 4 Meter; Kugelstoßen, 5 bis 8 Meter. — 7. Männer-Altersklasse 1 (30 bis 39 Jahre): 75-Meter-Lauf, 13,5 bis 9,5 Sek.; Weitsprung, 3 bis 5 Meter; Kugelstoßen, 7 bis 10 Meter. — 8. Männer-Al tersklasfe2 (40 bis 49 Jahre): 75-Meter-Lauf, 14,5 bis 10,5 Sek.; Weitsprung a. d. Stand, 1,50 bis 2,50 Meter; Steinstoßen mit Naturstein (etwa 24 Pfund), 5 bis 8 Meter. — 9. Männer-Altersklasse 3 (50 Jahre und älter): 75-Meter-Lauf, 15,5 bis 11,5 Sek.; Weitsprung a. d. Stand, 1 bis 2 Meter; Steinstoßen, 3,50 bis 6,50 Meter. Dazu kommen ein Sonderkampf im Hochsprung für Männer und Frauen und die Pendelstaffeln um die Wanderpreise des Bergfestes; 4X100-Meter Männer um den Weidig-Wanderpreis (Verteidiger Tschft. Lauterbach); 10X100-Meter Jugend um den Mo- ritz-Kuhl-Wanderpreis (Verteidiger Tv. Heuchelheim); 4X100-Meter Frauen um den Albert-Wam- ser-Wanderpreis (Verteidiger Betriebssportgemeinschaft Hartmann & Braun AG., Frankfurt a. M. Handball-Vorschau. In der Gruppe Gießen kommt es zu folgenden Begegnungen: Grüningen — Mtv. Gießen, Holzheim — Heuchelheim. In einem Freundschaftsspiel stehen sich Lang-Göns — Luftwaffe Gießen in Lang-Göns gegenüber. Garbenheim — Niedergirmes, Katzenfurt — Dornholzhausen heißen die Paarungen in der Gruppe Wetzlar. Grüningen — 2Mv. Gießen. Plückhan Schwarz Kaiser Harnisch Heß Buß ; Fett "äes l X Ni«, dtt btt tut iJ’L )ch *°r hiü’t ••y y)vi er NSRL.-Bereich Hessen führt seine Bereichs- ZolizeiivchWesterschaften in den Sommerspielen Faustball und Gießener Dochenmarktprelse. * Gießen, 2. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, neue, kg 8, Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 9 bis 16, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 25, Römischkohl 9 bis 10, Bohnen, grün, 25 bis 30, gelb 30, Mischgemüse 8 bis 10, Rhabarber 15, Stachelbeeren 30, Johannisbeeren 35, Salat, das Stück 8 bis 15, Salatgurken, kg 12 bis 15, Einmachaurken 20 bis 25, Endivien, das Stück 15 bis 30, Oberkohlrabi 10, Rettich, das Bund 14 Rpf. Amtsgericht Gießen. Der W. V. in E., wegen Eigentumsdelikten ganz erheblich vorbestraft, hatte einen Strafbefehl über vier Monate Gefängnis erhalten. Er war beschuldigt, im Herbst 1939 in Langsdorf ein Paar Schuhe entwendet zu haben. Der Angeklagte bestritt in der Hauptverhandlung den Diebstahl und behauptete, die Schuhe seien ihm geliehen worden. Dies wurde auch festgestellt. Der Angeklagte mußte aber zugeben, daß er die Schuhe verkauft hat. Den Wert hat er ersetzt. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde der Angeklagte zu einer G e - fängnis strafe von vier Monaten verurteilt. Straferschwerend wirkten die Vorstrafen. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. * Watzenborn-Steinberg, 1. Aug. Am morgigen Tage feiern die Eheleute Georg Heinrich Burger II. und Frau Elifaböthe, geb. Sommer, Hindenburgftraße 2, das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Die Jubilarin ist Trägerin des goldenen Ehrenkreuzes der deutschen Mutter. Elf Kinder wurden dem Jubelpaar oeschieden. Heute können sie auf 20 Enkel und 2 Urenkel zurückblicken. Georg Heinrich Burger ist bereits seit 1894 Mitglied des Männergesangvereins „Sängerkranz" Watzenborn-Steinberg, der ihn schon vor Jahren zum Ehrenmitglied ernannt hat. Die beiden Jubilars sind geistig und körperlich noch recht rüstig und versehen noch alle vorkommenden Arbeiten. Die Gießener leisteten am Sonntag gegen die Luftwaffe großen Widerstand. Grüningen muß sich vorsehen, um keine Niederlage zu erhalten. Holzheim — Heuchelheim. Zwei gleichwertige Mannschaften treffen hier aufeinander, welche noch keine Siege erringest konnten. Durch den Platzvorteil besitzt Holzheim ein Plus, welches zu einem knappen Siege reichen könnte. „ Lcmg-Gäns — Luftwaffe Gießen. Im Rahmen des Lang-Gönser Sporttages kommt dieses Spiel zum Austrag. Das Lahn-Pokalspiel konnte die Luftwaffe damals nur knapp gewinnen. Die Soldaten werden diesmal zeigen, daß sie mit Recht die Tabelle in dieser Runde anführen. Auch die Jugend tritt auf den Plan. Diesmal ist Heuchelheim der Gegner. Dieser muß sich sehr anstrengen, wenn er gegen die Einheimischen gewinnen will. „Kickers" Offenbach in Watzenborn-Steinberg. Aus Anlaß des 15jährigen Bestehens empfängt der FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinbero am morgigen Sonntag die 1. Mannschaft der spielstarken Kickers" aus Offenbach. Die Gäste, die 1933/34, 1939/40 und 1940/41 die Meisterschaft des Bereichs XIII (Südwest) errangen, besitzen eine Kampfkraft, die auch während des Krieges kaum nachgelassen hat. Wenn auch Eigenbrodt, Hohmann und Harter nicht mehr zur Verfügung stehen, so ift die Mann- schäft doch durch das Hinzukommen des Saarbrückeners Muller, des Gastspielers Plückhan aus dem Rheinland usw. zu ihrer alten Stärke getont- men. Ader auch die Platzbesitzer haben für kommen- den Sonntag eine Mannschaft aufgeboten, die unbedingt als stark anzusprechen ist. Dies ist mit einigen in Urlaub weilenden Spielern möglich. Schmitt wird wieder den Sturm führen und hier der Hintermannschaft feines früheren Vereins, den Gästen aus Offenbach, auch zu schaffen machen. Das Spiel wird von folgenden Spielern bestritten: JJS Auch Dein Opfer hilft den Sieg erringen! Bringe es daher reichlich und freudig zur fünften und letzten Haussammlung des 2. Sriegshilfswerkes für das Deutsche Rote Kreuz am kommenden Sonntag. nn !■ gellen»vieupeu jiuui iinuiuis am 20. Mi), $urt Schöneich (Tv. Erbach, Westerwald), schau M (Tv. Bad Homburg-Kirdorf), A. (Ebers* rk vottW (Tv. Biedenkopf). Der Kampf ist vollkommen u führte M . au£er dem Bereichsmeister werden noch der end der b' >, 3. Sieger den Bereich Hessen in Ulm ver- öon UM H . Da zu den Kämpfen der Bereichsklasse jeder (zur Zeii l |ßinc 3tDßj besten Mehrkämpfer melden ---- »nite, wird auch die Klasse des Meister-Nach- .EGER Ducfes eine gute Besetzung finden. sC n! dk-eichsmeisterschast der Turnerinnen. IU U itlcher den Zwölfkampfmeisterschaften der Turner H:cg! der NSRL.-Bereich Hessen morgen in Mar- telbrtW l urc auch die Achtkampf-Meisterschaften der Frauen ItifiXIlrt iw. Da die vorjährige Bereichsmeisterin Käte Kre- üelils (Kassel) nicht zur Stelle sein kann, haben iit bekannten Gießener Turnerinnen ! Itogret Seim und Schneider und die Kasse* ■ lirefin (Briefing die besten Aussichten auf den Mei- J Urtitel. Außer der Bereichsmeisterin wird noch die 1 jet,neffr ry: ;|®iie Siegerin den Bereich Hessen bei den Deut- . • hie H l$:n Achtkampsmeisterschaften der Frauen am ihuin toptember in Ulm vertreten. ■riftbaflfpiele der Altersklasse II kommen bereits ibilat „Cch -w 3. August auf dem Bezirks-Turn- uno Sporttag ecfer Schliß n Marburg zum Austrag. Hier stehen sich die henkel, 6ic- ^oijieger der hessischen Sportaaue Kurhessen und l Floto dm stfl'n-Nassau, CT. Hessen-Preußen Kassel und Tgm. p« Homburg, im Entscheidungsspiel um den Belässt eg gegenüber. Sn Rahmen des Marburger Bezirks-Tum- und rttages führt der Bereich Hessen auch seine nchsmeisterschasten im Deutschen Zwölfkampf l Turner in der Reichs- und in der Bereichs- NSG. Jetzt werden Lumpen vorwiegend durch t Sf,. Wdb Sammler der Fachgruppe „Att- und Abfall- naflti fllffe" aufgekauft, abgesehen von denjenigen Men- een, die in den überall eingerichteten Schul- und tzcusvorsammelstellen abgeliefert werden. Diese V. 3. Cit Scmmler sind mit einem amtlichen Ausweis und , eiter grünen Armbinde mit Aufdruck ausgestattet, Nnden. 066 f^er allenthalben als große Neuerung ange- 1 spiochen wurde. Dabei find derartige Ausweise, Ämmlerpässe, wie man früher sagte, uralt. Schon im 18. Jahrhundert, als Lumpen besonders begehrt ,, J fünften Male seit der Begründung tm -wto? 1937 und zum zweiten Male als Kriegs- M n wird, wie wir schon kurz berichteten, das 'Le, dig-Ber gf e ft auf dem Schrenzer bei ■Marf? am 17. August durchgeführt. Die für die -ML.-Bereiche Hessen und Südwest offenen Wett- 1 &;fe auf der turngeschichtlich bedeutsamen Stätte -- »er richtete Fr. L. Weidig, der Zeit- und,Ge- fimiLigsgenoHe Fr. L. Jahns und E. M. Arndts, 1811 den ersten hessischen Turnplatz nach dem Vor- k iß Der Hasenheide ein — konnten sich bisher nut iith Jahr steigender Beteiligung erfreuen nicht IM n Sammelbezirk genau umriffen. Wer ohne t ehim solchen gültigen Paß beim Sammeln ange* , trrfen wurde, wurde auf mindestens drei Tage bei trtmnot, Wcsser und Brot eingesperrt! Anfang August, als der Weltkrieg ausbrach Wir blättern in einem alten Zeitungsbande. In einer Zeit wie der heutigen, da die gesamte Nation nbch einem unvergleichlichen Siegeszuge im Endkampf um die Zukunft des Großdeutschen Reiches und eines neuen, gerechter geordneten Europas steht, gewährt es einen eigentümlichen Reiz, sich, für eine kleine Weile nur, zurückzuversetzen in Die Zeit, als Deutschland zum ersten Male in diesem Jahrhundert zu weltgeschichtlicher Entscheidung und Bewährung aufgerufen wurde, und beispielsweise den 164. Jahrgang des „Gießener Anzeigers", Sommer 1914, aufzuschlagen, ein wenig darin zu stöbern und zu blättern. Es liegt uns nichts daran, dabei etwa dem Privatvergnügen des modernen Zeitungsmannes zu huldigen und uns über das altväterische Aussehen unseres Blattes zu amüsieren, das damals, vor 27 Jahren, so wenig (roie~ übrigens die großen Blätter auch) von dem ahnte, was man heute unter der Aufmachung einer Zeitung versiebt; es kommt uns auch nicht darauf an, über das äußere Bild hinaus Vergleiche anzustellen zwischen damals und heute: sie liegen auf auf der Hand und brauchen kaum in leicht vergilbten Blättern aufgesucht zu werden. Schon damals aber war die Zeitung Chronik und Spiegel der Zeit, sie war es — als es weder Rundfunk noch Wochenschau gab — sogar sehr viel ausschließlicher als heute. Viele von uns haben die Augusttage 1914, als der Weltkrieg ausbrach, bewußt und leidenschaftlich entflammt miterlebt; mancher mag sich in diesen Tagen der Zeit von damals erinnern, der „Zeit vor dem Kriege" in einem doppelten Sinne; in großen Zügen wird sie ihm auch heute noch gegenwärtig sein, die Einzelheiten und auch wohl Kleinigkeiten am Rande des Geschehens, das damals die Welt in Atem hielt wie heute wieder, werden ihm entfallen sein. Wer in dem alten Bande von 1914 blättert, dem werden sie wieder lebendig, der bekommt einen Eindruck Davon, wie das Gesicht der Zeit in der Chronik des Tages sich spiegelte. So lesen wir im „Gießener Anzeiger" vom Montag, 3. August 1914: „Eine größere Anzahl Kriegsfreiwilliger hat sich bereits gemeldet, darunter Herren von 64, 62, 42 Jahren. Auch der im Dienstgrad Höchststehende der hiesigen Stadt, Generalleutnant z. D. Klingelhöffer, hat um Verwendung bei vorderer Linie gebeten. Möge das gute Beispiel viel Nacheiferung finden! In dem schweren Kampf, der uns bevorsteht, wird Deutschland wie 1813, wie 1870 einmütig zu den Waffen greifen ..." In der gleichen Nummer empfiehlt eine Bekanntmachung des Oberbürgermeisters der Gießener Bevölkerung, „daß vorsichtshalber nur abgekochtes Wasser verwendet werden soll, weil der Verdacht vorlieat, daß das Wasser infiziert worden sei ..." Der Verdacht hat sich indessen nicht bestätigt: „Soeben, kurz vor Redaktionsschluß, geht uns noch folgende Meldung zu: Die um %12 Ufjr abgeschlossene Voruntersuchung ergab keinerlei Verdacht für die Infizierung des Wassers." Der Verlag des „Gießener Anzeigers" wendet sich an die Leser mit der Mitteilung, daß die (Einberufung von Angestellten, Arbeitern und Hilfsarbeitern aus dem Betriebe zur vorläufigen Einschränkung des Zeitungsumfanges zwinge, und daß die Gießener Familienblätter deshalb zunächst nicht regelmäßig, "sondern je nach den gegebenen Verhältnissen erscheinen werden. Auch werden die Leser auf dem Lande während der nächsten Tage nicht mit einer regelmäßigen Zustellung der Zeitungspakete durch die Bahn rechnen können ..." „Die Militärbehörde macht darauf aufmerksam, daß den hier durchreisenden Militärtransporten Nahrungsund Genußmittel gereicht werden dürfen, jedoch keine alkoholischen Getränke. Da auch viele arme Leute bei den Transporten sind, so helfe wer nur irgend helfen kann." Das Großherzogliche Ministerium hat aus Anlaß der Mobilmachung die Abhaltung einer Notprüfung für das höhere Justiz- unb Verwaltungsfach angeordnet. „Die Prüfung ift im wesentlichen eine schriftliche, findet am Dienstag, dem 4. August d. I., vormittags 9 Uhr, im Prüfungssaal am Paradeplatz in Darmstadt statt und beschränkt sich auf die Dauer eines Tages. Wir lassen zur Prüfung alle diejenigen Referendare zu, die dem vorgeschriebenen Vorbereitungsdienst ganz oder mit Ausnahme des letzten Vierteljahres genügt haben und die zum Dienste im Heere oder in der Marine kommen ..." Der Zivilvorsitzende der Ersatzkommission des Kreises Gießen fordert die zum einjährig-freiwilligen Dienst berechtigten Mediziner, welche bereits sieben Semester studiert haben, zu sofortiger Meldung im Regierungsgebäude auf... „Zwei russische Generale und ein russischer Staatsrat sind heute nacht von der Militärbehörde verhaftet worden. Sie werden als Kriegsgefangene behandelt. Der Windhof ist von der Militärbehörde beschlagnahmt worden und wird in der nächsten Zeit als Aufenthalt der gefangenen Russen verwendet. Im Interesse unseres Vaterlandes ift es dringend notwendig, auf jeden Ausländer ein scharfes Auge zu haben, damit etwaige Anschläge rechtzeitig vereitelt werden können." Fast eine ganze Seite bedeckt der „Auszug aus dem Militär-Lokal- zugs-Fahrplan". Im ausgedehnten Bekanntmachungsteil liest man neben der Mobilmachungsorder, der Aufrufung des Landsturmes, der Bekanntmachung der Gestellungszeiten und Gesief- lungsorte Verlautbarungen des Großherzoglichen Kreisamtes, welche besagen, daß der Kommandierende General die Bestimmungen über die Sonntagsruhe bis auf weiteres aufgehoben habe, und daß „bei Strafandrohung der Verkauf von Benzin und Benzol aus Lagern, außer zu militärischen Zwecken", verboten fei. Der Zweigverein vom Roten Kreuz teilt mit, daß am Dienstagnachmittag 5 Uhr im alten Spital, Seltersweg, ein Ausbildungskursus für Krankenträger und Krankenpfleger beginnt. In der Stadtoerordnetensitzung „über Maßnahmen aus Anlaß des Kriegsausbruches" warnte Oberbürgermeister Ke 11 e r, wie dem ausführlichen Bericht zu entnehmen ist, in einer Ansprache nachdrücklich vor Preiserhöhungen und vor der Abhebung von (Einlagen bei der hiesigen Bezirkssparkasse; auch richtete er an alle Bürger die Bitte, nur in normalen Mengen zu kaufen ... „In der nichtöffentlichen Sitzung wurde einstimmig beschlossen, dem Regiment als Liebesgabe eine erste Rate von 3000 Mark zu überreichen, die an minderbemittelte Unteroffiziere und Mannschaften verteilt werden sollen." Auch die Leser melden sich zum Wort, beispielsweise in einem am 4. August veröffentlichten Aufruf „An Deutschlands Frauen"; darin heißt es u. a.: „Schwestern, laßt nicht den Ruf an euerm Ohr und Herz vorüberhallen: Wir, du und ich, müssen helfen, müssen um Pflicht, Ehre, Vaterland, Glaube und Liebe willen an unserem Posten stehen als: Ein guter Mensch für eine große- gute Sache." Und weiter: „Es ist nicht unbedingt nötig, in tiefer Trauerkleidung sich auf der Straße zu bewegen, aber eine angemessenere Kleidung, als sie vielfach noch Getragen wird, wäre sehr am Platze ... Aller Madefirlefanz wirkt abstoßend und entspricht nicht dem Sinne, den eine echte deutsche Frau und Jungfrau in Zeiten, in denen die Mütter Hunderttausender deutscher Krieger ihre Söhne, zahlreiche Frauen ihre Männer ziehen lassen müssen, bewayren soll." Bekanntmachung des Kreisamtes: „Deutsche Flug- fahrzeuge fahren niedrig und haben an den Flügel- decken schwarze Kreuze. Bei Nacht geben sie.Lichtsignale in der Art, daß sie Radeten abwerfen, die in kurzer (Entfernung vom Flugzeug sich in 10 bis 15 Sterne zerteilen. (Auf die Zahl ist zu achten!) Die deutschen Luftschiffe haben die Bezeichnung Hansa, Z 1 und dergleichen. Alle anderen Flugzeuge sind feindliche und sind zu beschießen, die Insassen zu verhaften und schnellste Meldungen zu machen." — Aufruf an die Landwirte der Provinz Ober- Hessen: „Die heilige Pflicht gebietet uns Landwirten, in jeder geeigneten Weise in dem uns von ruchloser Hand aufgedrungenen Kriege alles aufzubieten, um unsere brave Armee mit den nötigen Lebensmitteln zu versorgen ..." — Die Bäcker- Innung Gießen an die Bewohner: „... Wir werden von jetzt ab nur eine Sorte Brötchen backen. Durch den kolossalen Verbrauch ist dies nicht anders möglich und bitten deshalb um Nachsicht." — (Ein kleines Mosaik, das sich mühelos erweitern ließe; es mag für heute genügen als flüchtige (Erinnerung an die Augusttage 1914, wie sie die Gießener im Spiegel ihrer Zeitung erlebten. —y— Vor diesem Spiel stehen sich die Schülermannschaften von Watzenborn-Steinberg und Steinbach im Freundschaftsspiel gegenüber. Ebenso stehen sich die 2. Jugendmannschaften der genannten Vereine gegenüber. Dom Jugend-Fußball. Steinbach 1. Jugend — Dorf-Gull 1. Jugend. Die 1. Jugend von Steinbach empfängt am Sonntag die gleiche von Dorf-Güll zum Mannschaftsspiel. Watzenborn-Steinberg 2. Jgd — Steinbach 2- Jgd. Die 2. Jugendmannschaft von Steinbach trifft in Watzenborn-Steinberg auf eine spielstarke Mannschaft und muß daher alles daransetzen, um ein ehrenvolles Resultat zu erzielen. Wirffchafi. Hessischer Sparkassen- und Giroverband Oarmstadt. Dem Hessischen Sparkassen- und Girooerband, Darmstadt, gehörten 1940 insgesamt 35 (uno.) Bezirks-, 5 (5) Städtische und 2 (2) Kreissparkassen an mit 115 (116) Zweigstellen. (Er ist neben dem Lande Hessen nunmehr auch Träger der neuen Gemeinschaftsbank, der Hessischen Landesbank-Girozentrale Darmstadt. Trotz der Veränderungen in dem Bankwesen und der Auflösung der Vereinigung Hessischer Gemeindeverbände und Gemeindeverwaltungen zur Förderung des hessischen Kommunalkredits bleibt der Sparkassen- und Giroverband weiterhin Gründungskörperschaft der Hessen-Nassauischen Lebensversiche- rungsanftalt und Hessen-Nassauischen Versicherungsanstalt Wiesbaden. Einen nicht unwesentlichen Erfolg an der auch in 1940 erfolgten starken Vermehrung des Sparkapitals hat nach Auflösung der Werksparkassen die Einführung und Durchführung des Gefolgschaftssparens. Ein wesentlicher Fortschritt sei dadurch erzielt worden, daß das Sparen in der HI. auf eine feste Grundlage gestellt wurde und ausschließlich von den Spar- und Genossenschaftskassen im Anschluß an das Schulsparen betrieben werden soll. Die vorbereitenden Schritte zur Herbeiführung einer Verständigung zwischen den Sparkassen und Genossenschaftskassen über ihre Zuständigkeit in Orten, in denen bisher keine Schulspareinrichtungen bestanden, sind vom Verband eingeleitet worden. Bezüglich der Zinssenkung kann der Verband feststellen, daß eine Zinsempfindlichkeit, deren Vorhandensein nicht geleugnet werden könne, sich im Berichtsjahr noch nicht in fühlbarem Umfange nachteilig für die Sparkassen ausgewirkt habe; es wurden lediglich verstärkt Einlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist in jolche mit vereinbarter längerer Kündigungsfrist oder Termingeld umgewandelt. Auf dem Gebiete des Kommunalkredits ist den Sparkassen im neuen Jahr für lebenswichtige, im allgemeinen Öffentlichen Interesse liegende Zwecke der Weg langfristiger Kredite an Gemeinde, Gemeindeverbände usw. eröffnet. Die Gesamtjpareinlagen der hessischen Sparkassen fliegen im Jahre 1940 von 391,4 auf 487,5 Mill. RM., die Giroeinlagen und Depositen nahmen von 61,2 auf 74,4 Mill. RM. zu. Der Zuwachs an Spareinlagen betrug damit 96,6 (26,0) Mill. RM. Rund 70 v. H. (67) v. H. waren mit gesetzlicher Kündigungsfrist angelegt. Das Schulsparen erbrachte 0,36 (0,38), Heimsparbüchsen 0,43 (0,38), Geschenkspargujscheine 0,03 (0,03), Ab- holverfahren 3,50 (i. V. ?) Mill. RM. Die Einzahlungen stellten sich auf 161,92 (116,14), Zinsgutschriften auf 12,49 (11,56) Mill. RM., Auszah- lungen betrugen 82,93 (100,30) Mill. RM. Der prozentuale Zugang der Spareinlagen errechnete sich auf 24,56 v. H. Je Kopf der Bevölkerung (in den Garantiegemeinden) ergab sich eine Zunahme der Spareinlagen von 276,05 auf 330,24 RM. Die Zahl der Sparbücher wird mit 713 000 (672 000) angegeben, auf ein Sparbuch kamen 638,60 (582,10) RM. An Hypothekenkrediten wurden bewilligt 5,66 (8,996), ausgezahlt 5,22 (7,73) Mill. RM. Nach den Zwischenausweisen für 1940 hat sich die Bilanzsumme der hessischen Sparkassen von 481,65 auf 604,425 Mill. RM. oder um 122,776 Mill. RM. erhöht. Frankfurter Schlachtvlehmarkt. Frankfurt a. M., 2. Aug. (Vorbericht.) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 39,3 bis 48,5, Bullen 37,5 bis 46,5, Kühe 22 bis 46,5, Färsen 36,5 bis '47,5, Kälber 34 bis 70, Hämmel 38 bis 51, Schafe 15 bis 44, Schweine 56 bis 64 RM. Marktverkauf: alles zugeteilt. AßAY AMtr/. AK IA Fotofilm bringt unter persönlicher Leitung von Margarete Kreiser-Barum Tiere/Künstler Sensationen GIESSEN Eröffnung: 14. August. — __3212 D Praktische Beherrschung der Fremdsprachen wird überall vermehrt verlangt. Das BERLITZ- INSTITUT Frankfurt a. M. die Fremdsprachen schule mit üb. SOjährlger Unterrichtserfahrung, beginnt neue Vormittagsklasse zur Ausbildung als: Dolmetscher(in) Auslandskorrespondent(in) Direktionssekretär(in) inEng lisch. Französisch, Spanisch sowie engl.,franz, u. span. Sieno am Mittwoch, 1. Oktober 1941 vormittags 9 Uhr 2852V Das Berlitz-Zeugnis spricht b, Bewerbung für sich u. ist bei allen Weltfirmen eine gute Empfehlung. Anmeldung bald erbeten. Kaiserstr. 2 (Ecke Roßmarkt), Ruf 22406 CHRIST^fA hygienisch einwandfrei veredelte böhmische Federn. Hohe Füllkraft lange Lebensdauer. Muster gratis Jos. Christ1 Nchf.Cham-Opf.361 Hackerbräu München | Werbe-Drucksachen liefert Brühl, Gießen In vollem Umfange zu erledigen. Sollte daher In den Der- laufsslellen ..Nährbier-' vorübergehend nicht zu haben sein, so bitten wir um freundliche Rücksichtnahme auf die vor- geschilderten Umstände. Zur Aufklärung! Infolge bevorzugter Belieferung von Lazaretten. Kranken- Häusern, Kliniken, Genesungsheimen etc. Ist es uns zur Zelt leider nicht möglich, alle einlaufenden Bestellungen auf unser SonbererzeugnIS Marke --- THEATER DER UNIVERSITÄTSSTADT GIESSEN Intendant Hans Walter Klein Samstag, den 9. August 1941, 19.30 Uhr Einmaliges Gastspiel Ludwig Linkmann von der Volksbühne Berlin in DevGtavvenbase Lustspiel in vier Akten von Karl Bunje Spielleitung: Ludwig Linkmann — Bühnenbild: Karl Löffler Preise; 0.60,1.00,1.35,1.85, 2.55, 3.10 HM. Vorverkauf ab 4. August an der Theaterkasse von 10 bis 13 Uhr und Schokoladenhaus Huntemann, Seltersweg. __________ 3219 dJ man für den Winter vorzügliches, ha H bares Tomatenmark herstellen. Das müssen Sie einmal versuchen. Bei Gurken millionenfach erprobt. Neue Rezepte bei Ihrem Hindler. GEHBINGANEIWEISER-BIELE LLLP. Modehaus Schulstraße 4 vorübergehend vom 4. bis 16. August 1941 geschlossen! 3210 A Läßt sich Seife ersehen? Seife läßt sich in vielen Fällen ersehen. Genau so oft läßt sich Waschpulver ersehen. Für das Peinigen von stark verschmutzten Arbeitsanzügen von Monteuren, Schlosiern, Lockern, Fleischern, Installateuren, Tiefbauarbeitern, Heizern sind Seife und Waschpulver heute viel zu kostbar. Es gibt ein Mittel, mit dem man diese Anzüge nicht nur rascher, sondern auch gründlicher sauber bekommt. Wir weichen abends mit heißer iMi»£auge ein. In der Nacht löst sich der gröbste Schmutz von allein. Am Morgen spült man aus und kocht mit neuer iMi»£auge eine Viertelstunde. Dann wird wieder gespült - erst heiß, bann kalk. Auch Arbeitssachen mit zähestem und tagelang verkrustetem Schmutz werben damit tadellos sauber. Litte probieren Sie's audl Anneliese Garbe Walter Erler Verlobte 28. Juli-23* Aug LEN 1* Staatstheater Karlsruhe Staatstheater Schwerin z. Z. Gießen, Moltkestraße 18 ______________ 02541 / Ihre Vermählung geben bekannt Walter Weiß, Forstassessor Hedwig Weiß, geb. Staubach techn. Röntgenassistentin Kassel Gießen Weißenburgstraße 9a Horst-Wessel-Wall 38 z. Z. in einem Reservelazarett 2. August 1941 _____________02524 / Bekanntmachung. Vetr.: Verteilung von Salzheringen. Ab Montag, den 4. August 1941, erhalten die Verbraucher der Stadt Gießen gegen Abgabe des Abschnittes N 25 der rosafarbenen unb blauen Vähr- mittelkarte für die 26. Zuteilungsperiode und Vorlage des Sonderausweises für den Fifchbezug je Person etwa 180 Gramm Salzheringe. Die Verteilung erfolgt im Stadtteil Gießen durch die Fischspezialgeschäfte Koch Nachfolger, Mäusburg 15, Nordsee, Seltersweg 18, und Fischhaus Cuxhaven, Marktstraße 23; in dem Stadtteil Gießen-Wieseck in den dortigen einschlägigen Geschäften. Der Bezug der Heringe muß bis zum 15. August 1941 (einschließlich) erfolgt sein. Nach dem 15. August sind die Zuteilungsansprüche verfallen. Einwickelpapier oder Gefäße wollen mitgebracht werden. Die Warenverteiler müssen die eingelösten Kartenabschnitte aufbewahren. 3228V Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. B. Wegen Betriebsferien vom 4. bis 16. August geschlossen HEINRICH WAGENER Kraftfahrzeuge Reparaturwerkstatt Frankfurter Straße 45 3205D Vom 4.-20. August geschlossen 1IHRMAC HERMEISTER JUWELIER (ilESSEN-NEUENWE<4. AM KREUZPI^TZ 3233 A ------- J Jdeöensfreude - £e6ensleistung durcfj regelmäßigen "Ujeateröesudj 1 Werden Sie plahmieier! Bis zu 50% Ermäßigung - Bequeme Raten Volle Platzmieie bietet: 19 Schauspiele - 8 Opern - 8 Operetten 1 Tanzabend - 4 Umtaüschgutscheine 10 Vorzugsgutscheine Halbe Platzmiete bietet: 10 Schauspiele - 4 Opern - 4 Operetten 2 Umtauschgutscheine - 5 Vorzugsgutscheine Wahl- oder Dutzendmiete: Gültig für 12 offene Vorstellungen Platzänderungs- Wünsche der bisherigen Stamm-Mieter bis 10. August Allgemeiner Einzeichnungsbeginn für alle Theaterfreunde ab 20. August an der Theaterkasse, Johahnes- straße 3 - Ruf 2930 - werktäglich von 10 bis 13 Uhr Verlangen Sie bitte kostenlos das schöne Werbeheft! Intendanz des Stadttheaters Gießen. 3218 D GESCHÄFTSÜBERGABE auf meinen Nachfolger zu übertragen. Karl Dorfeld. Gießen-Wieseck. 3200 Unter höflicher Bezugnahme auf obige Mitteilung emp^phle ich meine neu hergerichteten Lokalitäten sowie Garten und halte mich allen Einwohnern in Gießen und Umgebung bestens empfohlen. Eduard Mrasek, Karlsruh. Meinen werten Gästen, Freunden und Vereinen zur Kenntnis, daß ich mit dem 2. August die rkavlseuh an meinen Nachfolger, Herrn Eduard Mrasek, übertragen habe. Mit dem besten Dank für das mir in langen Jahren erwiesene Vertrauen verbinde ich die Bitte, das mir gewährte Vertrauen auch Zur Herrichtung von Luftschutzräumen innerhalb der Stadt Giefeen haben sich ab 1. August 1941 die Baugeschäfte M. Abermann K.-G., Georg Becker, Faber <& Schnepp, Carl Freitag, H. W. Rinn, Wilhelm Volkmann und Ernst Wagner zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen und nehmen Aufträge . zur Ausführung dieser Arbeiten durch ihren Geschäftsführer H. Kirchner, Giehen, Bleicb- strabe 18 H., Fernruf 4167, jederzeit entgegen. 3209 P -