M k - * 'G Ir k' L./_ « K O'7? ■<...-. ' » M M M« - ■ > Mittwoch, 2. Zull Ml Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/»Ubr des Vormittags Ameigen-Vreise: Ameigenteil 7 Rvf ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvi. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüße Mengenstaffel 8 Platzvorichrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr M. Jahrgang Nr. (55 Erscheint täglich, außer Sonntage und feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat unBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich.......RM 1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei Nichterschemen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernivrechanschlutz 2251 Drahtanschrift:„Anzeiger" Postscheck 1168K Frankl ^M. Gietzener Anzeiger General-AnzeigersürGberhessen er ia m in ier )t* rtz' ich en. iiu in* Der nt- ört ine hts :ige !Nt' fr‘* inö O' ial6 öas ind- ujei pre* c>ot' j#t- rbt- Se> chK iten- D Riga in deuifcher Hand Flügelaltar eines Lübecker Meisters vom Jahre 1524 mit den Bildnissen eines Lübecker Ratsherren und seiner Gattin geschmückt. Es wird festzustellen sein, wo diese unschätzbaren Kunstwerke geblieben sind. Wenn vielleicht die Letten sie noch aufbewahrt haben mögen, so ist doch kaum damit zu rechnen, daß sie von der bolschewistischen Zerstörungssucht übersehen worden sind, bestenfalls hat man sie zu Geld gemacht, nach Amerika verkauft oder weggeschleppt. Seltsam und ungewöhnlich war die Geschichte dieser Stadt. Sie hat jahrhundertelang Fremden gehört, paßte sich den äußeren Formen ihrer Herrschaft an und blieb doch unveränderlich deutsch. Diese Stadt gehörte zu einem fremden Staat, aber sie gehörte uneingeschränkt zum geistigen Deutschland, als es noch kein anderes als ein geistiges Deutschland gab. Es war die Zeit der Hamann, Herder, Lenz, Klinger bis in die Zeit des jungen Kapellmeisters Richard Wagner, der hier in Riga in der Petersburger Vorstadt wohnte. Run sind wieder die Deutschen in Riga einge- 3m Seegebiet um England beschädigten Kampfflugzeuge ein größeres Handelsschiff schwer. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen den Versorgungshafen Cardiff sowie gegen Hafenanlagen an der britischen Ost- und Süd- k ü st e. 3n Nordafrika warfen deutsche Sturzkampfflugzeuge vor Soll um einen britischen Zerstörer in Brand und bombardierten in Tobruk Hafenanlagen und Ansammlungen von Kraftfahrzeugen des Feindes. Britische Kampfflugzeuge warfen gestern unter dem Schuhe tiefliegender Wolken und unsichtigen Wetters auf Wohnviertel im norddeutschen Küstengebiet Bomben. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste. Mehrere Gebäude wurden zerstört oder beschädigt. Bei diesem Angriff und bei Einflugversuchen des Feindes in die besetzten Gebiete am Kanal schossen 3äger und Flakartillerie 11, Marineartillerie 5 britische Flugzeuge ab. Bei feindlichen Luftangriffen, die sich in der letzten Nacht gegen Westdeutschland richteten, wurden u. a. in K ö l n einige Zivilpersonen getötet oder verletzt. Wehrwirtschaftliche oder militärische Schäden entstanden nicht. Durch nächtliche Jagd- und Flakabwehr wurden drei britische Flugzeuge zum Absturz gebracht. Marineartillerie schoß in der Nacht zum 30. Juni vier feindliche Flugzeuge ab. In den siegreichen Luftschlachten im Osten errang das Jagdgeschwader unter Führung von Oberstleutnant Mölders 110 Abschüsse, das Jagdgeschwader unter Führung von Major T r a u t l o f t 65 Abschüsse. Oberstleutnant Mölders erzielte seinen 82., Hauptmann Ioppien seinen 52. Luftsieg. 3m Kampf um die feindlichen Grenzbefestigungen zeichneten sich der Kommandeur eines Pionierbataillons, Major Schütter, der Oberleutnant und Kompanieführer in dem gleichen Bataillon Hornung und der Leutnant und Führer eines Infante- rie-Pionierzuges 3ohannes Müller besonders aus. Der Leutnant haaf eines Lisenbahn-Pionier-Re- giments verhinderte die Sprengung einer besonders wichtigen Eisenbahnbrücke. Der Gefreite Reiser eines Artillerie-Regiments vernichtete als Richtkanonier mit seinem Geschütz in kurzer Zeit 14 feindliche Panzer. Der Führer und die neuen Eichenlaubträger im Führerhauptquartier. Eine Kampffliegergruppe unter Führung von Major Busch versenkte im Einsatz gegen Großbritannien bis zum 15. 3uni 1941 einen Kreuzer, einen Zerstörer und 21 kleinere Kriegsfahrzeuge sowie 436188 BRT. feindlichen Handelsschiffsraum. Außerdem wurden zahlreiche Handelsschiffe durch Bombentreffer schwer beschädigt. Oie große Luftschlacht bei Oünaburg. Von Kriegsberichter Harry Gehm. (DRV.) . . . ., 1. Juli. (PK.) Das war die größte Luftschlacht, die im Verlauf des Krieges bisher geschlagen wurde. Innerhalb weniger Stunden griffen die Bolschewisten den von uns gesicherten Raum mit chren modernsten Kampfflugzeugen achtmal an. Achtmal rasten die schnellen Messerschmitt-Maschinen des Jagdgeschwaders Trautloff trotz des Bombenhagels über die Startbahn unseres Feldflugplatzes. Kein einziger der bolschewistischen Bomber entkam. Bereits am frühen Morgen war von zwei Gruppen des Geschwaders die Zahl von 6 0 Abschüssen erreicht!, eine Abschußzahl, wie sie im Verlauf des Krieges bisher noch von keinem anderen Jagdgeschwader erreicht werden konnte. Wir befinden uns auf dem am weitesten vorgeschobenen Feldflugplatz unserer Luftwaffe im Osten. Drüben, jenseits der Düna, liegt die Stadt Düna- burg, deren weiße Kathedrale zu uns herüberleuchtet. Als wir auf diesem Platz am Morgen des 27. Juni als erste landeten, um ihn für unser Geschwader zu belegen, da brannte Dünaburg noch, und dichte Rauchschwaden zogen über das von den Bolschewisten völlig verwahrloste Rollfeld. Uber 30, 3um Teil völlig startbereite Maschinen mit vollen Tanks und voller Bewaffnung, hatten die Sowjets bei ihrer überstürzten Flucht zurücklassen müssen. Diesen Raum zu sichern, war die Aufgabe unseres Geschwadern, denn die im baltischen Raum eingeschlossene bolschewistische Armee unternahm immer wieder den Versuch, den Vormarsch der deutschen Divisionen aufzuhalten. Immer wieder griffen sie die Vormarschstraßen an, aber jedesmal wurden sie von unseren Jägern dabei erwischt, und nur wenige kehrten zu ihren Ausgangshäfen zurück. Heute nun, am 30. Juni, galt ihr großer Schlag uns selbst, dem- Jagdgeschwader Trautloff. Vom frühen Morgen bis zum späten Abend rollten die Angriffe der Sowjetbomber über unseren Flugplatz Oie Entscheidungsräunie. Der Wehrmachtbericht vom 1. Juli stellt sehr klar die drei großen Entscheidungsräume an der Ostfront vor das Auge der Heimat. Er beginnt auf dem südlichen Flügel: Deutsche und slowakische Truppen kämpften sich in dem gut 400 Kilometer (in der Luftlinie) breiten Raum zwischen den R o -- k i t n o - S ü m p f e n und den Karpathen vorwärts. Es ist eine aus den Fingern gesogene Kombination der anglo-amerikanischen Presse, daß die Sowjretrussen Lemberg in den letzten Tagen nur mit starken Nachhuten gehalten hätten. Denn ausdrücklich wird im deutschen Wehrmachtbericht hervorgehoben, daß die deutsche Luftwaffe über die Rückzugsstraßen fegt, auf denen sich zwei oder drei Kolonnen nebeneinander gegen das Innere Rußlands flüchtend vorwärtsbewegen Oder: zu bewegen suchen. Was unter solchen Umständen eine „Verstopfung" der Rückzugsstraßen bedeutet, braucht nicht ausgemalt zu werden. Der zweite Entscheidungsraum wird dahin umschrieben, daß er zwischen Bialystok und Minsk liege. Es ist derselbe Raum, der in den Sondermeldungen vom Sonntag als östlich von Bialystok" charakterisiert wurde. Hier sind .zwei owjettussische Armeegruppen eingeschlossen. Der Wehrmachtbericht vom 1. Juli teilt mit, daß die Sowjetrussen Durchbruchsangriffe 8 bis 12 Glieder tief und unter Einsatz schwerster Kampfwagen ver- uchen. Hinter dieser Feststellung verbirgt sich das Grauen. Dann folgt der Satz — kurz und präzise — daß hinter Minsk die Beresina erreicht ist. Die Entfernung von Minsk bis zur Beresina beträgt etwa 100 Kilometer. Die Gegenüberstellung der russischen Durchbruchsversuche in dem Raum Bialystok—Minsk mit der Meldung von dem Erreichen der Beresina ist vielsagend. Der dritte Entscheidungsraum liegt zwischen der O st s e e k ü st e im Westen und den über Kowno—Wilna an d i e Düna vorgestoßenen deutschen Truppen. Die Düna ist in breiter Front erreicht und an verschiedenen Stellen überschritten wobei ebenfalls die Luftwaffe in den Kampf machtvoll eingegriffen hat. In einer Sondermeldung heißt es, daß bei Dünaburg von 40 angreifenden Sowjetflugzeugen alle 40 vernichtet worden sind. Hier verbietet die Einmaligkeit eines solchen Kampfausganges jede Erläuterung. Man kann hier nur in Zahlen sprechen. Worte bedeuten eine Abschwächung. Insgesamt buchte das Jagdgeschwader des Oberstleutnants Mölders 110 und das des Majors Trautloff 65 Abschüsse. Wenn das Jagdgeschwader Trautloff über Dünaburg operierte, so das Jagdgeschwader Mölders im Raum „ostwärts Minsk und Babrujsk"; hier wurden von 100 angreifenden Sowjetflugzeugen 80 abgeschossen! Babrujsk liegt auf dem hohen rechten Ufer der hier 100 Meter breiten Beresina und deckt die Brücke der Bahn Wilna— Minsk—Gomel—Charkow über die Beresinck. Die „Times" beugt vorsorglich einer allzu großen Enttäuschung vor und schreibt im Gegensatz zu dem sonstigen anglo-amerikanischen Gewäsch: „Die Sowjetstreitmächte, die durch diese Vorstöße (über Bialystok, Baranowitschi und Minsk) in der Flanke gefaßt wurden, befinden sich irt großer Gefahr. Das Schicksal der Streitkräfte beiderseits Minsk muß noch durch den Kampf entschieden werden.. Wenn die deutsche Hauptmacht sich einen Weg über Minsk hinaus bahnt, dann wird der Feind einen großen Sieg errungen haben." Dr. Ho. Oer Wehrmachtbericht. Aus dem Führerh au ptquartier, 1. 3 uli. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Zwischen den Karpaten und den Pripjet- Sümpfen kämpfen sich die Verbände des deutschen Heeres im Verein mit slowakischen Truppen in der Verfolgung des geschlagenen Feindes beiderseits Lemberg vorwärts. Die zwischen Bialystok und Winfkeinge- fchlossenen Sowjet-Armeen unternahmen vergeblich während des ganzen Tages verzweifelte Versuche, aus der Umklammerung auszubrechen. Die vielfach in acht bis zwölf Gliedern tief geführten und von schwersten Panzern unterstützten A u s- bruchverfuche des Feindes brachen unter ungewöhnlich blutigen Verlusten zusammen. Weiter ostwärts wurde die Beresina erreicht. Zwischen Dünaburg und R i g a ist die D ü n a in breiter Front erreicht und an verschiedenen Stellen überschritten worden. Auch hier schei- fetten erbitterte Gegenangriffe des Feindes. Verbände der deutschen Luftwaffe griffen mit durchschlagender Wirkung in den Erdkampf ein. Sie bombardierten die ostwärts Lemberg zum Teil in zwei und drei Kolonnen auf einer Straße nebeneinander zurückweichenden feindlichen Kolonnen, brachten den zwischen Bialystok und Winsk eingeschlofsenen Sowjettruppen s ch w e r st e V e r l u st e bei und griffen den über Riga zurückgehenden Feind in rollendem Einsatz an. Bei diesen Operationen wurden zahlreiche Panzerwagen und Hunderte von Lastkraftwagen vernichtet, feindliche Batterien zum Schwei- gen gebracht und Transportzüge zerschlagen. Besondere Erfolge erzielte die deutsche Luftwaffe am gestrigen Tage im Kampf gegen die Sowjet- Fliegertruppe. Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, verlor der Feind am 30. Juni 2 8 0 Flugzeuge, davon allein 216 in Luftkämpfen. Südlich der F i s ch e r - H a l b i n s e l ist ein Sowjet-Zer st örer durch Bombentreffer v e r- s e n k t und ein weiterer Zerstörer schwer beschädigt worden. zogen. Wir verzichten darauf, vorauszusagen, was aus diesem mit den Waffen eroberten Teil der deutschen geistigen Heimat in Zukunft werden soll. Auf jeden Fall aber haben die furchtbaren Leiden der letzten Monate ein schnelles Ende gefunden, wie wir hoffen dürfen, ein Ende für immer. H. von Mühlen. Oas Echo in Rom. Rom, 2. Juli. (DNB.°Funkspruch.) Die Besetzung von Riga und die Erreichung der Beresina während des unaufhaltsamen Vormarsches der deutschen Truppen im Osten bilden das Hauptthema der römischen Presse. Roch stärker als Moskau erscheint, so schreibt „Messaggero", nach dem Vordringen der deutschen Truppen im Abschnitt von Riga jetzt Leningrad bedroht zu sein. „Avvenire" schreibt, man könne natürlich noch nicht von einem endgültigen Erfolg sprechen. Aber es ergebe sich schon jetzt, daß die Kriegsmaschine Stalins an Elephantiasis leide. Durch die Ueberlegenheit der deutschen Luftwaffe und die verschiedenen Abschnürungen an der Ostfront sei die Elastizität der sowjetrussischen Kriegführung bereits ernstlich erschüttert. DRV. Musbern Führerhauptquarliek, 1. 3uli. Das OKW. gibt bekannt: Heute vormittag nahmen Truppen des deutschen Heeres Riga, nachdem bereits am 29. Juni weit vorausgeworfene Kräfte unter Führung des Obersten Lasch in raschem Vorstoß über Mitau kämpfend in den Südwestteil der Stadt eingedrungen waren. ♦ Seit Bischof Albert, Domherr zu Bremen, 1201 am Ri geb ach an der Düna den Grundstein von Riga legte, ist die Stadt ein Dutzend mal belagert worden und hat dem Gegner sechsmal die Tore öffnen müssen. Jetzt hat wieder das Banner gewechselt. Die Sowjetflaage ist verschwunden, und an dem edelsten Denkmal mittelalterlichen Baukunst, dem Schwarzhäupterhaus, weht die deutsche Kriegsflagge. Der Feind ist abgezogen, die Besteier der Stadt sind, mit Jubel begrüßt, einmarschiert. Das letzte Vierteljahrhundert hat viele und schwere Kämpfe um Riga gesehen. Zu Anfang des Monats September 1915 hat nach zweitägiger Schlacht die achte deutsche Armee unter Führung des Generals der Infanterie von Hutier, das an mehreren Stellen brennende Riga von Westen und Südosten her genommen. Wie es im damaligen Heeresbericht hieß, brachen unsere kampfb ernährten Truppen überall den russischen Widerstand und überwanden in ungestümem Drang nach vorwärts jedes Hindernis, das Wald und Sumpf boten. Der Russe hatte seinen ausgedehnten Brückenkopf westlich der Düna in größter Eile geräumt, dichte ungeordnete Heerhausen drängten sich in Tag- und Nachtmärschen auf allen Wegen von Riga nach Nordosten. Die Russen fühlten sich damals durch die weiten Sümpfe, die die Stadt im Westen schützten und dem breiten, von sanddurchsetzten Sumpfufern eingefaßten Dünastrom vor jeder deutschen Ueber- raschung vollkommen sicher. Der natürliche Schutz der Stadt hat den Russen im Jahre 1915 ebenso wenig geholfen wie den Bolschewisten im Jahre 1941. In der Zwischenzeit ist noch einmal um den Besitz dieser Stadt gekämpft worden, nämlich als deutsche Freikorpsttuppen im Jahre 1919 Riga entsetzten und von der Bolschewistenherrschast befreiten. Durch einen Handstreich kam die Stadt damals in deutschen Besitz, es war aber auch höchste Zeit, denn die Bolschewisten, die in dieser Stadt schon so viele Grausamkeiten verübt hatten, waren drguf und dran, weitere Grausamkeiten zu begehen. Die Letten haben dieses deutsche BesteiUNgswerk leider nicht immer so anerkannt, wie es sich geziemt hätte. Sie haben dafür bitter büßen müssen, und wir haben gerade in den letzten Tagen gesehen, wie furchtbar die Bolschewisten, nachdem sie Lettland überfallen hatten, wieder 'in Riga gehaust haben. Jetzt ist aber die Leidenszeit auch für Riga zu Ende. In weiser Voraussicht hat der Führer, der ja die Bolschewisten kannte, das Deutschtum in Riga rechtzeitig auffordern lassen, nach Deutschland zurückzukehren. So haben die Deutschen Rigas, denen der Abschied aus der alten Heimat gewiß schmerzlich gewesen ist, wenigstens diese letzte Bolschewistenzeit nicht miterleben müssen. Wenn auch heute in Riga deutsche Soldaten nicht von Deutschen begrüßt werden, so ist das deutsche Gepräge des Stadtbildes doch noch unverkennbar. Die alte deutsche Reichsstadt Riga, die stolze Stadt deutschen Bürgerfleißes und deutscher Wissenschaft, hat auch in den harten Zeiten der Verrussungspolitik nicht aufgehört, ihr Gesicht nach Westen zu richten. Die Verfassung Rigas war vorbildlich für die baltischen Staaten, deren Bürgerschaften, dem Beispiel Rigas folgend, schon früh danach trachteten, in Recht und Gericht, Verwaltung und Steuerrecht unabhängig von den im Lande gebietenden geistigen Herren und dem Orden zu werden. Natürlich hat die alle Verfassung Rigas unter der russischen Herrschaft viele Wandlungen durchmachen müsfen, aber der Geist eines starken, selbstbewußten Bürgertums war in Riga noch lebendig bis in unsere Tage. Es war eine Ironie der Geschichte, daß die Russifizierungs- bestimmungen dann von den lettischen Nationalisten in ihrem Sinne übernommen wurden. Wenn auch die deutschen Menschen nicht mehr reden, die Steine reden auch heute noch eine deutsche Sprache. Wer aus dem Westen zum erstenmal an das baltische Gestade gelangt, der ist überrascht von dem Anblick dieses Stadtbildes, das sich an dem weiten Dünastrom aufbaut wie eine der alten Hansa- stcidte an der Küste des Deutschen Reiches. Nur der wundervolle Schattenriß von Reval wirkt auf baltischem Boden noch mittelalterlicher, noch mehr deutsch als der Anblick Rigas. Wie bei allen alten Städten geben gewaltige Kirchtürme dem Stadtbild sein besonderes Gepräge. Der schönste dieser Türme ist der der St.-Petri-Kirche. Er wird an der ganzen Ostseeküste nur noch' vom Turm der Olai-Kirche in Reval übertroffen. Manches alte hochgegiebelte Kaufhaus in der winkligen, anheimelnden Stadt hätte genau so an einer Straße des Reiches stehen können. Als 1915 jedoch deutsche Truppen nach Riga kamen, durften dort öffentlich kein Wort deutsch mehr gesprochen werden und diesmal wird es kaum anders gewesen fein. Die Hauser der großen und kleinen Gilde — der Kaufleute und Handelsherren — nach den ersten Bürgern der Stadt „Stuben von Münster und Soest" genannt, bargen mannigfache Kunstwerke. So enthielt der Saal der großen Gilde das Bruchstück eines deutschen Schnitzaltars vom Ende des 15. Jahrhunderts mit einer Darstellung des Todes Marias, lieber einen herrlichen Silberschatz verfügte das damalige städtische Gildenhaus. Hier wäre eine von dem Lübecker Goldschmied Heynemann 1507 vollendete Silberstatue des heiligen Georg als Drachentöter zu nennen. Im Stadtbild hob sich besonders das 1765 vollendete Rathaus hervor, der Marktplatz war reich an Ueberbleibseln alter deutscher Bauwerke. Aus der Glanzzeit Rigas wahrend seiner Zugehörigkeit zum Hansabund stammte oer Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht empfing am 29. Juni die Unterseebootskommandanten Kapitänleutnant Liebe, Kapitänleutnant Schultze und Oberleutnant z. S. Endraß (von links nach rechts) und überreichte ihnen das anläßlich der Versenkung von mehr als 200 000 Tonnen feindlichen Handelsschiffsraumes verliehene Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. (Presse-Hoffmgnn-M.) Oie Beresina erreicht. hinweg. Achtmal flogen sie bis zum frühen Nachmittag in geschlossener Formation an, aber jedesmal rasten unsere Jäger bereits beim ersten Austauchen der feindlichen Maschinen über die Startbahn und hielten mit den bolschewistischen Fliegern fürchterliche Abrechnung. Nur einem Teil gelang es, die Bomben überhaupt noch gezielt zu werfen, wobei auf dem Platz selbst und in der Umgebung nicht der geringste Schaden angerichtet wurde. Dann sahen wir vom Platz aus jedesmal ein spannendes Schauspiel. Jrn Augenblick hatten untere, schnellen Messerschmitt-Jäger die Ketten der Sowjetbomber erreicht, sich hinter die bald aufgeregt durcheinander kurvenden Maschinen gefetzt und eine nach her anderen brennend abgeschossen. Insgesamt achtmal führten die Sowjets ihre Angriffe auf unserem Platz durch, wobei sie mit jeweils drei bis neun Maschinen in mir geringer Höhe über uns hinwegbrausten. Aber keine einzige der Sowjet-Kampfmaschinen kehrte zurück. Der Kommodore selbst, Major Trautloft, schoß zwei der Bomber ab. Die anderen an der gewaltigen Luftschlacht beteiligten Jäger hatten fast sämtlich jeweils zwei Luftfiege an diesem Tage zu verzeichnen. Japan glaubt an den deutschen Sieg über Moskau Eine Unterredung mit Admiral Suetsugu. Tokio, 2. Juli. (Europapreß.) Der Europapreß- Korrespondent wurde dieser Tage von Admiral Suetsugu dem Vorsitzenden des Beratungsausschusses der Bewegung zur Stützung des Thrones empfangen. Admiral Suetsugu, der an den jüngsten Beratungen der Gruppe nationaler Politiker führend beteiligt war, erklärte zu der durch den Ausbruch des antibolschewistischen Krieges geschaffenen neuen Lage: ,„Es gibt keine Person in Japan, die einen einzigen Augenblick daran zweifeln würde, daß Deutschland einen glänzenden Sieg über Sowjetrußland erringen wird." Dom japanischen Gesichtspunkt aus bettachtet, so fuhr der Admiral fort, hänge die Neuordnung Europas eng mit der Neuordnung Ostasiens zusam- men. Japan werde selbstverständlich nach Kräften dazu beitragen, mit Deutschland zusammenzuarbei- len. Japan müsse durch eine Stärkung feiner wirtschaftlichen Lage und durch eigene Maßnahmen, die der Verbreiterung seiner Dersorgungsbasis innerhalb des ostasiatischen Raumes dienten, die Beseiti- gung der China-Affaire und damit die ostasiatische Neuordnung herbeiführen. Die Neuordnung Ost- asiens bedeute in seinen Augen zugleich eine Neuordnung der Welt. Unter Hinweis auf seine Rede bei der kürzlichen Tagung der Bewegung zur Stützung des Thrones wiederholte der Mmiral, die entscheidende Wichtigkeit des Dreierpaktes für die Verwirklichung der japanischen Ideale müsse jedem Japaner kristallklar vor Augen stehen. Sueffugu sagte dann: „Es besteht bei uns kein Zweifel darüber, was zu tun ist." Die großen Erfolge Deutschlands schreibt Suetsugu vor allem der hochentwickelten Kultur und Wissenschaft zu, die dem deutschen Volke die materielle und moralische Kraft gaben. Das japanische Volk wisse diese nationalen Werte Deutschlands wohl zu schätzen, die sich jetzt in dem Riesenkampf, in dem Deutschland gegenwärtig stehe, zeigten. Dieser tätigen Kraft der deutschen Seele wünsche er, so schloß Admiral Suetsugu seine Unterhaltung, seine tiefste Verehrung zu zollen. Japanische Regierungserklärung heute erwartet. Tokio, 1. Juli. (Europapr.) Die langerwartete Erklärung der japanischen Regierung zur europä- ischenLage wird am Mittwoch erfolgen. Auf die reguläre Kabinettskonferenz vom Dienstag soll am Mittwoch wahrscheinlich eine außerordentliche Konferenz zwischen führenden Persönlichkeiten des Kabinetts erfolgen. Anschließend werde, wie verlautet, der japanische Ministerpräsident Fürst Konoye das japanische Volk von der Absicht der Regierung unterrichten, die feste Süd Politik weiter- z u f ü h r e n. Die Anerkennung Nankings Berlin, 1. Juli. (DJtB.) Die Reichsregierung Hal am 1. Juli die von Präsident Wang Tsching-wei geführte chinesische Rationalregierung in Nanking ihrem an die Reichsregierung gerichteten Ersuchen entsprechend anerkannt und wird die diplomatischen Beziehungen zu ihr in Kürze aufnehmen. * Die jetzt erfolgte Anerkennung der Regierung Wangtschingweis durch die deutsche und italienische Regierung ist eine Folge der Politik, die durch den Dreierpakt zwischen den Achsenmächten und Japan inauguriert worden ist und durch den Kampf gegen den Bolschewismus, der in Europa am 22. Juni auf breitester Front entbrannte, noch verstärkt wurde. Als Wangtfching- wei im Frühherbst des Jahres 1939 in Nanking eine antikommunistische Regierung mit Billigung Japans errichtete, hatte er das antikommunistische Prinzip der japanischen Politik seinem Regierungsprogramm zugrunde gelegt. In emsiger Kleinarbeit, die dem Wesen Wangs liegt, hat er seit dieser Zeit die Stellung seiner Negierung so befestigt und ausgedehnt, daß sein kürzlicher Besuch in Tokio gewissermaßen die Anerkennung seiner Arbeit durch die japanische Vormacht des Fernen Ostens darstellte. Wangffchingwei hatte bis in die Anfänge des Jahres 1939 die Regierung von Tschunking unterstützt. Wenn Marschall Tschiangkaischek als der erste Mann Chinas galt, der den Kampf gegen Japan aufnahm, so war unzweifelhaft Wangtschingwei der zweite. In der herrschenden chinesischen Partei, der Kuomintang, die auf den großen chinesischen Revolutionär Sunyatsen zurückgeht, vertrat Wangtschingwei die ursprüngliche Richtlinie, die jedes Paktieren mit den Kommunisten ausschloß. Wangtschingwei hatte, wie einst auch Tschiangkaischek, in vielen Feldzügen die Kommunisten niedergeworfen, aber als Tschiangkaischek mit diesen zusammenging und sich auf die angelsächsischen Plutokratien stützte, versuchte Wangtschingwei aus den Belangen des chinesischen Nationalismus heraus eine Zusammenarbeit mit dem antibolschewistischen Japan zu erreichen. Als er anfangs 1939 plötzlich das Lager Tschiangkaischeks verließ und sich zunächst nach Hanoi in Französisch- Jndochina flüchtete, war der Bruch mit Tschiangkai- fchek vollzogen. Wangtschingwei proklamierte, Tschiangkaischek habe das ursprüngliche Kuomintangprogramm verlassen, er stürze durch seinen Kampf gegen Japan ganz China ins Elend und liefere die Chinesen den Plutokratien aus. Dagegen vertrete er das ursprüngliche Programm, das auf eine Unverletzbarkeit Chinas hinauslaufe, aber als dominierende Macht im Fernen Osten Japan anerkenne und mit ihm Zusammenarbeiten und den Krieg beenoen wolle. Die Verhandlungen Wangtschingweis mit Japan führten zur Anerkennung einer chinesischen Nationalregierung unter Wangtschingwei in Nangking, die immer mehr an Boden gewann. Im Vorjahr war diese nationale Nankingregierung bereits so weit gefestigt, daß die Japaner unter Fortsetzung des Kampfes mit Tfchungking einen Staatsvertrag mit der Nanking-Regierung schlossen, in dem fie zusagten, die besetzten mittleren und südlichen Provinzen Chinas zwei Jahre nach Beendigung ' des Krieges mit Tschungking zu räumen. Das war unzweifelhaft ein bedeutsamer Erfolg der Regierung Wangtschingweis. Weiter wurde bestimmt, daß die Nanking-Regierung nur aus Nationalchinefen bestehen solle, das Heer der Nangking-Regierung aber von japanischen Offizieren modernisiert werde, und die Nanking- Regierung sich wirtschaftlich und finanziell auf Japan stütze. E. S. Auch Anerkennung Italiens. Rom, 1. Juli. (Europapreß.) Die italienische Regierung hat auf Wunsch Japans beschlossen, die chinesische Nationalregierung mit dem Präsidenten Wang Tsching-wei an der Spitze anzuerkennen. Fallschirmjäger kehren heim. Von Kriegsberichter Erwin Bischhaus. (PK.).....2. Juli. (DNB. Funkspruch.) Eine norddeutsche Stadt konnte die siegreichen Fallschirmjäger, die aus Kreta zurückkehrten, herzlich begrüßen. Schon bei der Fahrt durch Rumänien, Ungarn und durch die deutschen Heimatgaue wurden die Fallschirmjäger überall auf das herzlichste begrüßt. Die ganze Verbundenheit, die eine Bevölkerung zu der Truppe, die in ihren Standorten liegt, zum Ausdruck bringen kann, erlebten wir beim Einzug in unsere Garnison. Die ganze Stadt war auf den Beinen. Obwohl unsere Transportzüge durch den Ausbruch des Krieges im Osten mehrstündige Verspätungen hatten, erlebten wir einen überraschenden Empfang. Die Straßen waren mit den Fahnen des Reiches geschmückt, und alt und jung entbot uns den Willkommensgruß. — „Wir grüßen die Sieger von Kreta", mit dieser Aufschrift waren mit Tannengrün versehene Bänder über die Straße gespannt, und das Händedrücken und Umarmen und das Zuwerfen von Blumen nahm kein E^nde. Heute erleben mir nun den Höhepunkt unserer Heimkehr. Die Stadt wollte es sich nicht nehmen lassen, uns in feierlicher Weise zu begrüßen. Das Regiment marschierte mit seinem tapferen und siegreichen Kommandeur Oberst Bräuer auf dem Marktplatz auf. Mit herzlichen Worten begrüßte der Standortälteste, der Kreisleiter und der Oberbürgermeister die tapferen Männer. Der Oberst gedachte in kurzen Worten der gefallenen Kameraden, die in vorbildlichem Todesmut ihre Pflicht erfüllt haben, betonte, datz trotz der eingerissenen Lücken in Kürze die volle Einsatzbereitschaft wieder hergestellt ist. Mit dem Faltschirmjägerlied „Rot scheint die Sonne" wurde die Gefallenenehrung beschlossen, und nach einem Sieg-Heil auf den Obersten Befehlshaber marschierte das stolze Fallschirm- jägerregiment unter ungeheurem Jubel der Bevölkerung im Parademarsch an seinem Kommandeur und der Bevölkerung vorbei. Weißruthenische Landschaft. Minsk ist die anmutig am Swislotsch, einem Nebenfluß der Beresina, gelegenen Hauptstadt d?r Weißruthenen und zählt gegen 150 000 Einwohner. Die Stadt ist von jeher ein bedeutender Handelsplatz gewesen, was insbesondere durch die alljährlich im März abgehaltene Messe oder Josphkontrakte zum Ausdruck kam. Auch unter den Sowjets wurde eine Warenbörse eingeführt. In Minsk befindet sich auch eine Universität. Im Mittelpunkt der Stadt stand unter dem alten russischen Regime die im Jahre 1845 erbaute lutherische Kirche, in der wöchentlich ein deutscher Gottesdienst abgehalten wurde. Minsk ist als Eisenbahnknotenpunkt wichtig. Von hier führt eine Zweigbahn über die Grenzstation Alechno- witsche nach Wilna, und die Bahn nach Bachmatsch verbindet Weißruthenien mit der Ukraine und dem Süden der Sowjetunion. Minsk wurde im 11. Jahrhundert gegründet und war später die Hauptstadt des Fürstentums Minsk. Ende des 14. Jahrhunderts kam es an Litauen, im 15. Jahrhundert an Polen und bei der zweiten Teilung Polens im Jahre 1793 an Rußland. Etwas südlicher von Minsk erstreckt sich das Ende der R o kitn o s ümp f e, die bei Kowel im Gouvernement Wolhynien beginnen, sich in nordöstlicher Richtung hin zieh en und am P titsch, einem Nebenfluß des Pripet, ihr Ende finden. Der Anblick dieser Sümpfe ist höchst traurig. Sie tragen nur steife RiAgräser, Binsen, Moose, kümmerliche Birken, verkrüppelte Fichten und Zwergweiden. Alles ist kahl, eine wilde Einöde, bevölkert nur von Schnepfen und Bekassinen und belebt von den kreischenden Tönen des unruhigen Kibitz. Landschaftlich b.retet die Strecke vor Minsk und auch die weitere nach Moskau keine Schönheiten; wette stille Flächen, selten ein einzelnes Gehöft, braunschwarze Feldermassen, über die mit schwerem Tritt eine jener Bauerngestalten dahingeht, die wie aus Tolstois oder Tschechows Volkserzählungen auftauchen; dann Birkenwälder mit schlanken, geschmei, digen Stämmen oder dunkle ernste Tannen und große Wsideflächen. Stunde auf Stunde zieht sich das so hin. Man fragt sich: wo sind hier die Menschen? Sie sind wohl da wie die paar Blockhäuser, die wenigen unter Birken- und Tannenbäumen hingesäten Dörfer und die einfachen Stationen beweisen, wo einige Bauern mit breitschirmigen Kappen oder mit der Pelzmütze auf dem Kopfe in langen, groben, gegürteten Kaftans und schweren hohen Stieseln nachlässig am Gelände lehnen und mit einem unbebeutbaren Ausdruck in den breiten, melancholischen bärtigen Gesichtern die Reisenden mustern, die ein kurzes Anhalten der Lokomotive benutzen, um auszusteigen und sich ein wenig in Bewegung zu ergehen. Doch das hinter Minsk am linken Ufer der Beresina gelegene weißrussische Bezirkszentrum Bor- risow weckt historische Erinnerungen, denn von dieser Stadt an fällt die Fahrt nach Moskau mit der Rückzugslinie der großen französischen Armee von 1812 zusammen, und dadurch gewinnt die an landwirtschaftlichen Schönheiten nicht bedeutende Gegend ein gewisses Interesse. Mit starken Krümmungen windet sich die träge Beres-ina, höchstens 30 Meter breit, durch einige Meter breites sumpfiges Wiesenland. An der Stelle, wo 1812 auf dem Rückzug Napoleons von Moskau die Franzosen den Fluß überschritten, würde im Jahre 1901 ein Denkmal mit den Medaillon-Bildnissen Alexanders I. und Napoleons aufgestellt. Von den 108 000 Mann, mit denen Napoleon Moskau verlassen hatte, wälzte sich von der Beresina nur noch ein ungeordneter Haufen von 36 000 Köpfen in regelloser Flucht auf Wilna zu. Der französische Gesamtverlust an der Beresina betrug etwa 30 000 Mann. Zwischen 1812 und 1941, dem Jahre der deutschen Luftwaffe und der deutschen Panzerdivffionen — welch ein Unterschied! Dazu erklärt man in politischen Kreisen Roms, Italien' und Deutschland seien bestrebt, ihren Beitrag zur Klärung der politischen Derhältnisse im Fernen Osten zu leisten. Getreu dem Geiste des Dreimächtevertrages, der das Verhältnis Japans im Fernen Osten festlegte, sei die Anerkennung der Nanking-Regierung durch Deutschland und Italien erfolgt, ein Ausdruck des deutsch-italienischen Willens, mitzuarbetten an der Befriedungsaktion, die Japan im Fernen Osten betreibe. Weiter erklärt man, es fei nicht ohne Bedeutung, daß die Anerkennung Wang Tfching-weis gerade in dem Augenblick erfolge, in dem die Achse den Kreuzzug aegen den Bolschewismus begonnen habe. Dieser Kreuzzug, den sich die Regierung Stalin zugezogen habe, werde die Losung der Chi na frage sehr fördern. - * Gleichzeitig mit der Reichsregierung und Italien haben auch Spanien, Rumänien, Ungarn Kroatien Uhu Bulgarien die chinesische Nationalregierung Wangtfkhingwei anerkannt. Japanischer LustangriffaufTschungking Schanghai, l.Juli. (Europapreß.) Bei einem fünfstündigen japanischen Luftanginff am Montag auf Tschungking wurde durch einen Bombenvoll- treffer die britische Botschaft zerstört. Botschaftsrat Sir Arthur Blackburn und vier weitere Boffchastsmitglieder, die sich gerade auf dem Weg zum Luftschutzkeller befanden, blieben verwundet liegen, als die Bombe in das Botschafts- gebäude geschlagen war. Sir Arthur Blackburn soll schwere Verletzungen erhalten haben. Die ÜSA.-Hilse für Tschunking. Tokio, 1. Juli. (Europapreß.) In dem auf eine gesteigerte militärische Zusammenarbeit zwischen USA. und China gerichteten Bemühungen der USA. erkennt die japanische Presse die Absicht, die chinesischen Lufthäfen als Stützpunkte Zu gewinnen. Das Blatt stützt seine Behauptung auf den Transportzahlreicher USA.-Flug. Zeu g e nach Tschungking. Außerdem liegen den Mattern Berichte vor, wonach nordarneri konische Piloten unter dem Deckmantel einer „freiwilligen Die Dominiks. Roman von Hellmuth M. Böttcher. 19. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Das sind die Verhandlungen von damals", erklärte er. „Der Birk-Stahl hätte die Dominik-Werft auf eine unerhört breite und billige Produktionsbasis gestellt. Daß inzwischen keiner von unserer Konkurrenz auf die Idee gekommen ist, gehört zu den Wundern, an denen auch unser zwanzigstes Jahrhundert noch so reich ist." lieber sein Gesicht fliegt der Hauch einer lächelnden Ironie. „Du hast damals die Verhandlungen allein geführt?" „Zum großen Teil. Bloß einer von meinen Angestellten, dem ich damals noch mein vollstes Vertrauen schenkte, war mit eingeweiht — ein gewisser Frinzka. Ach so — du kennst ihn ja aus der Aktienangelegenheit." ,;Unb warum —", fragt Nissen, „warum hast du deinen Jugendplan nicht ausgeführt?" „Es ist nichts daraus geworden!" Der alte Herr bringt es abgerissen und unwillig heraus. Und auch, was er weiter spricht, klingt zögernd, fast bitter. „Ich sagte dir ja schon: Der Balkankrieg brach aus. Das war wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Besonders für mich. Unsere Aktiengesellschaft gab’s damals noch nicht. Alles ging auf meinen Namen und meine persönliche Verantwortung. Ich hatte viel nach dem Balkan geliefert. Meine Schiffe hatten damals schon ihren guten Namen — besonders da unten. Ich hatte mich auf die Levante spezialisiert. Nicht absichtlich. Es kam von selber. Es sprach sich herum vyn Kunden zu Kunden." „Und mit einem Male riß der Faden ab?" „Jawohl. Mit einem Male. Aber was noch schlimmer war: ich kriegte meine Außenstände nicht herein. Kein Mensch zahlte mehr. Und die Akzepte meiner Balkankunden, die mir vorher von der Bank gern diskontiert worden waren, tarnen plötzlich alle wieder zurück, und ich mußte sie selber einlösen. Es hätte nicht viel gefehlt, und ich wäre damals selbst Kobolz geschossen. Schließlich konnte ich mich noch durch die Gründung der Aktiengesellschaft retten. Seitdem darf ich mich Direktor nennen. Auch ein Trost!" Er lacht bitter auf. „Und Birk?" fragt Nissen. „Ging mir natürlich durch die Lappen." „Schade, Vater." „Ja. Schade! Um Birk & Co. und alles das andere, das damals kaputt ging. Es war die unglücklichste Zeit meines Lebens. Ich wurde so gereizt, daß ich mich nicht mehr außerhalb des Werkes sehen ließ. Ich bildete mir ein, die Leute zeigten mit Fingern auf mich, weil ich Verluste hatte. Den Menschen, die ich am liebsten hatte, ging ich aus dem Wege. Auch der Frau —" „Welcher Frau?" Dominik wirft den Kops auf. Auf seiner Stirn steht eine Falte. Die Schläfen zucken. „Keiner Frau." Er schreit es saft. „Keiner Frau! Was sollten mich zu jener Zeit Frauen angehen, wo mir die Schulden bis an die Ohren standen?" Nissen ist feinfühlig genug, um zu spüren, daß der Vater hier unter der Macht der Erinnerung an einen Punkt gerührt hatte, den er keinem, auch dem Sohne nicht, preisgeben wollte. Er denkt wieder an die Szene mit Lietzendorf. Da war es genau so. „Ich habe mich bann wohl verhört? Entschuldige." „Außerdem hab' ich bann ein paar Jahre daraus deine Mutter geheiratet." „Gewiß, Vater — ich weiß." Sie sitzen sich eine Weile schweigend gegenüber. Dominik strichelt auf seinem Löschblatt. „Und nun sind Birk & Co. pleite —?" „Ja. Und da könnten wir vielleicht deinen Jugend- plan verwirklichen?" „Hm." Wieder schweigen die beiden. „Du kannst dich mal unter der Hand erkundigen, Statut, Grundbuchauszug, Katalog beschaffen." „Gern, Vater." „Aber diskret und vorsichtig." „Natürlich." Dominik fängt wieder an zu kritzeln. „Was will er jetzt noch?" denkt Nissen. „Wird er jetzt von Brigitte sprechen?" Der Vater strichelt und strichelt. „Und nun noch eines. Junge. Ich muß mit dir mal ein ernstes Wort reden ..." „Bitte, Vater." Dominik wirft den Bleistift hin und beginnt, das Zimmer mit langen Schritten zu durchmessen. „Du kannst dir wohl denken, was ich will?" Nissen stockt der Atem. „Fräulein Lind?" Bisher hat der Vater immer so getan, als wüßte er nichts von den gemeinsamen Ritten. „Ja!" Wieder läuft der alte Herr auf und ab. „Ist es dir nicht recht, wenn ich Fräulein Lind treffe?" Der alte Herr macht mitten im Schritt halt und stellt sich breitbeinig auf. „Du bist mündig, mein Sohn, in deiner Freizeit kannst du tun und lassen, was du willst." „Das klingt nicht sehr freundlich, Vater." „Ist auch nicht sehr freundlich gemeint." - „Möchtest du mir nicht sagen--" „Nein." Nissen muß an sich halten. Es ist mitunter nicht ganz leicht, Sohn des Direktors der Dominik-Werft zu fein. Der Alte faßt feinen Sohn fest ins Auge. Jetzt kommt es, weiß Nissen mit einemmal. Jetzt kommt das Schreckliche, wegen dessen er mich hier behalten hat. „Frage Fräulein Lind, ob ihr Vater U-Kreuzer bauen will." Nissen fährt zusammen wie unter dem Schlage einer Peitsche. „Vater!" „Du siehst doch die junge Dame hin und wieder?" Nissen muß Antwort geben. „Allerdings." Er wunderte sich über den harten, fast tonlosen Klang seiner Stimme. „Na also. Da findet sich doch eine Gelegenheit. ." Nissen nimmt sich zusammen. Er drückt die Fingernägel in die Handflächen, um sich festzuhalten und ruhig zu bleiben. „ pd) glaube nicht, daß Herr Lind sich mit seiner Tochter über die Geschäfte unterhält." „Dann mag sie ihn danach fragen. So was läßt sicy mal «gesprächsweise machen." „Vater!" „Bitte! Belaste dich nicht mit Skrupeln. Sie finit bei dieser Familie — bei dieser Familie nicht angebracht." „Was hat dir die Familie getan, Vater? Ich denke, du bekämpfst nur Herrn Lind? ... Nur die Norddeutsche Werft ...?" Dominik ist ganz grau im Gesicht. Seine Augen flackern. Seine Hände liegen unruhig auf der grünen Schreibtischplatte. „Da ist einer wie der andere. Der Vater — die Mutter, alle beide gleich. Die Tochter wird ihre Eltern und ihr Nest nicht verleugnen." Wieder fällt Nissen bas Wort von Lietzendorf ein, das Wort von einer Frau — einer Frau, die Zwischen seinem Vater und Lind steht. Und er denkt daran, daß eine Frau die Dominik-Aktien für Lind kaufen will — Frau Spreckels — Frau Martha Spreckels. In dem Gespräch mit Bankier Schild hat fein alter Herr zwar gesagt, daß es diese Frau seit dreißig Jahren nicht mehr gibt, aber ... Mit einem Male ist es Nissen, als zerriß ein Wolkenvorhang vor feinen Augen. Das also ist es. Armer Vater. Daher der Haß gegen alles, was den Namen Lind träg! Jetzt spricht er weiter, bitter, zerhackt mit zielbewußter Gehässigkeit. Irgend einen Zweck muß doch dieses Techtel- mcchtel haben. Ach so, das Wort stört dich! Finde dich ab mit diesem Urteil deines Vaters! Einen anderen Zweck, mein Sohn", der Alte betont jedes Wort einzeln, „und einen anderen Sinn kann ich wirklich nicht in deinen Beziehungen zu Fräulein Lind finden." Er drückte auf einen Telephonknopf. • „Der Lohnbuchhalter soll mir die Leistungskurve heraufbringen." Er hebt sein Gesicht zu Nissen und blickt ihn am , "'E si"d stetig, mein gunge^# fagt er m-lt dem herzlichsten Gesicht der Welt. „Du siehst, ich habe zu tun, und du hast sicher deine Arbeiten auch noch nicht fertig." Nissen versteht. (Fortsetzung folgt) Aus der Stadt Gießen e* be- Wavell geht nach Indien. «Genf, 2. Juli. (DNB. Funkspruch.) In London die be- I. II. ein inien ielbe' lgen inen die ihrs t i r t nur der lte auf ig- den w gen 16 M ns )lb rt jei« em r« ftt' im uft Di» fr Ich sind an« Philosophischen Fakultät, II. Abteilung, aus dem Gebiete der Botanik gestellte Aufgabe „Neue Beiträge zur Zytologie der Desmidiaceen". Die hierzu eingereichte Arbeit wurde mit einem vollen Preis bedacht. Preisträgerin ist cahd. rer. nat. Gertraude Barg aus Rauscha (Kreis Görlitz). Die Osann-Beulwltz-Stistung hat je einen vollen Preis zuerkannt: P f a n n. Der Rektor gab sodann die Ergebnisse der arbeiteten Preisaufgaben bekannt. Bon den akademischen Preisaufgaben ist eine bearbeitet worden. Es ist dies die von lit es m de n« h> es uf n« 01 in« 00 te, i. ib ch i« t, t. i. n n, m lit e, 11« e« e. *ine hen SA. chtel« finde finen jeder n lch iulei« ein» die >entt Lind irthn (ein seit Palast, Seltersweg: „Dreimal Hochzeit". — spielhaus, Pahnhofstraße: „Maja zwischen Ehen". für Studierende: a) cand. med. vet. Karl UerlingS, zur Zeit im Wehrdienst, für die Arbeit „Anfall und Gewinnung des Abwasserfettes in den deutschen Schlachthöfen riach dem Stande des Kriegsjahres 1940"; b) Marianne Trapp, Assistentin am Philosophischen Seminar, für die Arbeit „Die Philosophie an der Universität Gießen im 19. Jahrhundert"; c) Waldemar Dickler, Assistent am Physikalischen Institut, für die Arbeit „Die ther-- moelektrischen Spannungen im einmetallischen Kreise, die bei unsymmetrischer Temperaturverteilung gefunden worden sind, sollen an metallischen Einzelkristallen geprüft werden". für andere wissenschaftlich gebildete Bewerber: a) Dozent Lic. Dr. Karl Friedrich Euler, .Gießen, für die Arbeit .Hethiter und Altes Testament"; b) Dr. habil. Walter Arnold, Assistent der Juristischen Fakultät, für die Arbeit „Zur Lehre von der richterlichen Gestaltung privater Lebensverhältnisse"; c) Dozent Dr. med. vet. habil. Hugo Keller. Städt. Oberveterinärrat in Gießen, für die Arbeit „Es sollen Ermittlungen über die Erscheinungsform und Häufigkeit der Ma-gentuberkulose bei Schweinen angestellt «und die einschlägigen histologischen Untersuchungen vorgenommen werden. Auf Grund der Ergebnisse möchte geprüft werden, ob Tuberkulose der Lymphonodi gastrici ihr Quellengebiet in der Magenwand hat und welche wirtschaftliche Bedeutung dieser Frage kapituliert." Dann erinnerte der Rektor im Rahmen seines kurzen Rechenschaftsberichts über das verflossene Jahr der Universität an die in Anwesenheit des Gauleiters erfolgte Einweihung der im Kriegsjahr 1940 durch geführten Umbauten des Universitäts- gebäudes, über die wir seinerzeit eingehend berichtet haben, für die die Stadt Gießen unter ihrem Ober- bürgermeister, Ehrensenator der Ludwigs-Universität Pg. Ritter, die Geldmittel zur Verfügung stellte; ferner an die Gründung einer RS.-Dozenten- akademie im November 1940 in Anwesenheit des Reichsdozentenführers: an den Besuch einer Reihe von ausländischen Gästen; an die Vorträge prominenter Vertreter von Partei und Wehrmacht im Rahmen der von der Universität veranstalteten wehrwissenschaftlichen Vorträge; an die Gründung des schon lange geplanten zahnärztlichen Instituts; schließlich an die Gemeinschaft unserer Alma mater Liidoviciana als Arbeiter des Geistes mtt den Arbeitern der tzgust in einer Front in Treue und Kameradschaft. Dann dankte er der gesamten Gefolgschaft der Universität, Professoren und Dozenten Assistenten und Studenten, Beamten und An- „Wer im Heuet nicht gabelt. In der Ernt' nicht zabelt, Im Herbst nicht früh aufsteht, Der seh, wie's ihm im Winter gehn Schwärmt die Biene erst im Juli, so ist's nid)t gut, denn es heißt: „Ein Schwarm im Mai gilt ein Fuder Heu; Ein Schwarm im Juni, ein fettes Huhn; Ein Schwarm im Jul, ein Federspuhl!" Kehren wir zum Wetter zurück, so hören wir, wiederum zum Lob des schönen, sonnenbegnadeten Juli: „Hundstage hell und klar, deuten auf ein gutes Jahr!" Und endlich: „Nur in der Juliglut, wird Obst und Wein uns gut." Und des Obstes, wir bedürfen seiner jetzt im Krieg mehr denn je! Und mit dem Wein, den der Juli kocht, wollen wir trinken auf den Sieg, den, wir zweifeln nicht daran, der Himmel uns schenken wird, denn mit hem Mutigen ist Gott! L. B. Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 3.7. 41, nachmittags von 15 bis 17 Uhr in Gießen statt. Tageskalender für Mittwoch. Hörsaal 34 der Universität: 20 bis 21.30 Uhr Vortrag Professor Dr. Vollrath „H. St. Chamberlain und die deutsche Goetheforschung". -- @^ria= Zwei 'zukommt". Mit Glückwünschen an die Preisträger beschloß der Rektor seine Ansprache. Prof. Dr. Kluie, der Geograph und Prorektor unserer Universität, hielt sodann den Festvortrag über das Thema „V o l k u n d R a u m". Einleitend teilte er bei einer Betrachtung über die Verteilung der Menschheit auf Ä die tun»4 n ■ dein betz ntw Alle »S3aye»*-Arzneimittel tragen auf ihrer Packung das Kreuz. Es ist ein Sinnbild erfolgreicher, wissenschaftlicher Arbeit und jahrzehntelanger Erfahrung. Das ZtäX »Daye-'i« - Kreuz ist das Zeichen BAYER) des Vertrauens. < E J Das Iuliwetter in Bauernsprüchen. Der Landmann hat es nicht gern, wenn ihm der Juli verregnet, im Gegenteil, heiß soll die Sonne vom Himmel strahlen in diesem Monat. Wie für andere Monate kennt der bäuerliche Wetterkalender auch für den Monat Juli sogenannte „Lostage". Vom 2. Juli, dem Tag von Mariä Heimsuchung, heißt es: „Regen an unserer lieben Frauen, wird vierzig Tage niedertauen"; oder: „Wenn's am Ul- richstag (4. Juli) donnert, fallen die Nüsse vom Baum". Vom 10. Juli wird behauptet: „Wie das Wetter am Siebenbrüdertag, so bleibt es sieben Wochen danach", und „Siebenbrüder-Regen bringt weder Nutz' noch Segen". Gefährlich ist auch der 22. Juli, denn: „Magdalena weint um ihren Herrn, drum rcgnefs an ihrem Tage gern". Das ist aber sehr bedauerlich, denn „Regnet's am Magdalenen- tag, folgt gewiß mehr Regen nach. Ein bedeutsamer ! Lostag ist der 25. Juli, von dem der Bauer sagt: „Der Vormittag vom Jakobstag, das Wetter bis Weihnachten deuten mag" (der Nachmittag aber sagt das Wetter voraus für die Zeit nach Weihnachten); „So warm der Jakobstag, so kalt Weihnachten", oder „Ist Jakobi hell und warm, friert man Weihnachten bis in den Darm". Ist das Wetter drei Sonntage vor Jakobi schön, „so wird gut Korn gesäet, so es anhält; regnet's, so bringt's schlecht Korn hervor". „Ist es hell am Jakobitag, viel Früchte man sich versprechen mag"; aber: „Regnet's auf Jakobi, so sollen die Eicheln verderben". Regen im Juli ist, wie gesagt, beim Landmann recht unbeliebt, was er in zahlreichen Wettersprüchen niedergelegt hat. Da hören wir zum Beispiel: „Regnet es zum Juli hinaus, guckt der Bauer nicht I gern aus dem Haus!" Oder: „Wenn es im Juli bei Sonnenschein regnet, man viel giftigem Meltau begegnet." Weiter: „Juli kühl und naß, bringt leere Scheun', leer' Faß", oder: „Juliregen nimmt Erntesegen." Ferner: * „Wenn's nicht donnert und blitzt, Und der Schnitter nicht schwitzt, Und der Regen dauert lang, Wird's dem Bauersmann bang." zu der Festoerlammlung. Nach seinen Grußworten an die Gäste und Kameraden und nach der lieber» mittlung der Grüße und besten Wünsche des Gauleiters wies der Redner aus die Größe unserer Zeit hin, in der unsere Herzen höher schlauen, weil setzt über die kommenden Jahrhunderte entschieden wird. Dann erinnerte er an die zahlreichen ruhmvoll.m ! Waffentaten unserer Wehrmacht auf allen Kriegs- lck.aunlätren. die mit aoldenen Lettern in die Ge- ' Ein britischer Bombenangriff auf den Privat- vohnsitz des französischen Oberkommissars von Sy- rrn, General Dentz, in Beirut forderte sechs Tote Md mehrere Verletzte. Aus aller Well. 12 Bräute im Sendesaal. Die 500. Sendung des Kameradschafts- br e n ft e s des Großdeutschen Rundfunks wurde am lienstagfrüj) als Ringsendung durchgeführt. Im Ütittelpuntt des Jubiläums stand die F e r n t r a u - um g von 12 Bräuten im Senderaum des Berliner iundfunkhauses. „Sie, meine deutschen Frauen,! sind hierher gekommen, um Ihr Jawort zur Che. iier den Rundfunk zu geben", so leitete der Stan- te sbeamte an dem blumengeschmückten Tisch, auf te m Stahlhelm und Tropenhelm lagen, seine An- (kwache ein. Als Trauzeugen fungierten Reichsinten- bmt Dr. Glasmeier und andere Männer der Reichs- nurtefunkgesellschaft. Auch Vertreter der Wehrmacht mb des NS.-Reichskriegerbundes waren erschleuß n. Und noch eine Ueberraschung hielt diese 500. ^Endung bereit. Rolf Wernicke war in der Nacht n»n einer Berliner Frauenklinik in die andere gefahren, um erste Schreie jüngfter Erdenbürger ab- zmoarten und ihre Stimme zusammen mit dem per« skitlichen Gruß der jungen Mutter über den Aether 31 geben. Der Schauspieler Guido Thielscher gestorben. Der Berliner Schauspieler Guido Thielscher ii. in Bad Salzhausen, wo er sich zur Kur aufhielt, gestorben. Er hat ein Alter von 81 Jahren erdicht. Thielscher stammte aus Königshütte (O.°S.). Isen größten Teil feines langen Schauspielerlebens o rbradjte er an Berliner Bühnen. Seine komische Jiegabung wurde früh entdeckt, und in Rollen wie te m Amtsdiener Mitteldorf im „Biberpelz", dem Totengräber im „Hamlet" und der Hexe im „Faust e: probt. Einer seiner größten Erfolge aber war „Tharleys Tante" und in den Schwänken von Arnold und Bach, in der „Spanischen Fliege" und .Hurra, ein Junge!" begeisterte er das reichshaupt- sndtische Publikum an unzähligen Abenden. Krankenhausdirektor Dr. Full (Erfurt) f. Der Direktor der inneren Abteilung des St.-Ne- pvmuk-Krankenhauses in Erkürt, Dr. med. Hermann £ull, ist, wie die Frankfurter Zeitung meldet, im Titer von 51 Jahren im Refervelazarett Gieren gestorben. Dr. Full, der 1889 in Würzburg geboren wurde und dort sein medizinisches Staatsexamen ablegte, war am St.-Georgs-Kranken- taus und an der Universitätsklinik in Hamburg und innn an der Universitätsklinik in Frankfurt als ^Isistenzarzt tätig, ehe er 1922 nach Erfurt berufen t urtle. Er war ein hervorragender Internist. Sem besonderes wissenschaftliches Arbeitsgebiet waren 5serz- und Gefäßkrankheiten und die Zuckerkrankheit. Dr. Full, der im Weltkrieg mit dem EK. II . und I und dem Hanseatenkreuz ausgezeichnet wor- dm mar, war vor einigen Monaten zum Oberstabs- aizt befördert worden. ist keineswegs an sich übervölkert Zu den bei der eigenen Nährfläche überbevölkerten Staaten gehört auch das Deutsche Reich. Um seine Bevölkerung zu ernähren, müssen Industrie- waren ausgeführt werden. Andere Industriestaaten sind nicht im gleichen Maße in dieser Zwangslage. Unsere Weltkriegsgegner hatten, als sie das Diktat von Versailles schufen, keinen Mangel an Le dens- raum, denn Großbritannien verfügte über 39 Millionen Quadratkilometer Kolonialland mit 450 MilU Einwohnern, Frankreich über 11 Mill. Quadrat- Kilometer mit 60 Millionen Einwohnern; Rußland, das rund .20 Millionen Quadratkilometek umfaßt, kann in feinem eigenen Staatsgebiet die Bevölkerung verdoppeln, die Vereinigten Staaten könnten sie vervierfachen. Erft mit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus wurden alle Werte des deutschen Raumes gehoben und alle Kräfte im Volk geweckt und geeint. Damit fetzte ein Aufschwung ein, der sich am besten in dem Wiederansteigen des Geburtenüberschusses zeigt. Aber auch dieser schwer errungene Aufstieg wurde uns von unfern Gegnern mißgönnt, und sie schmiedeten ein neues Komplott, um uns ein zweitesmal zu knebeln. Dank der Vorsorge unseres Führers und dank der deutschen Männer, die in der Wehrmacht stehen, wird der Kampf mit unfern Siege enden. Nach einem vom Akademischen Gesangverein unter Leitung von Professor Dr. Temesvary mit schöner klanglicher Steigerung Doraetragenen Chor aus Händels Oratorium „Der Feldherr hielt Gtudentenführer cand. chem. Stein eine Ansprache, in der er u. a. fantc: Wieder er- leben wir den Gründungstag der Ludwigs-Universität in feierlicher Form, dem durch die lungsten Ereignisse eine ganz besondere Weihe gegeben ift Schon im Vorjahre war dieser Tag umgeben von Großtaten der deutschen Kriegsgeschichte, d^e ein sichtbarer Ausdruck für den gewaltigen poltti chen und kulturellen Gestaltungswillen des deutschen Volkes sinh. „ , Das Studententum hat sich stets zum Wehrge° danken bekannt. Immer Haben bie deutschen Studenten soldatischen Einsatz gezeigt als folgerichtige Erscheinung ihres stets wachen Empfindens für Dinge, die das Wohl des deutschen Volkes angehen. Dieser Instinkt für politische Dinge war keineswegs eine Folge der Intelligenz, sondern ein Zeichen der kämpferischen Haltung der deutschen Studenten. Im Weltkrieg zogen die' Studenten mit Begeisterung aus — und sie erlebten Langemarck. Nicht mehr als Studenten,- sondern allein als Söhne ihres Volkes, wie Generationen vor ihnen die Studenten als Söhne Deutschlands nur für Deutschland 334.IahresftierderLu-wigs-Llniversität der Erde mit, daß von den 150 Millionen Quadrat, tilometer der Land fläche etwa nur die Hälfte als anbaufähige Fläche zur Verfügung steht, auf der die überwiegende Mehrzahl der über 2 Milliarden zählenden Menschheit wohnt. Aber auch von der anbaufähigen Fläche der Erde ist bei weitem nicht alles Land unter Kultur genommen, denn ysst Drittel der Menschheit, das sind 1440 Millionen, leben auf einem Fünftel des anbaufähigen Landes. Daher haben wir dichtbevölkerte und dünnbevölkerte Gebiete. Unter den dichtbevölkerten Gebieten kön- nen wir nach ihrer Wirtschaftsstruktur zwei Arten unterscheiden; nämlich solche, der denen die dichte Bevölkerung noch aus dem Lande selbst ernäyrt werden kann oder wenigstens bei intensiver Bewirtschaftung ernährt werden könnte. Diesen Ländern stehen als dichtbevölkerte die Industriestaaten Westeuropas gegenüber, bei denen nur noch ein Teil der Bevölkerung aus der Nährfläche des Staates ernährt werden kann, während der Rest auf Nahrungszufuhr von außen angewiesen ist. Es liegen aber noch große Gebiete brach, wie etwa die tropischen Urwälder und Waldgebiete in Asien und Nordamerika, aber auch noch Steppengebiete. In vielen Gebieten ließe sich der Ackerertrag auch wesentlich steigern, denn die Vereinigten Staaten von Nordamerika, wie auch Rußland erzeugen auf i)et gleichen Fläche nur die haloe Weizenernte wie Deutschland. Auch bei allen anderen Ackerfrüchten wäre eine Ertragssteigerung möglich. Die Erde kämpften. Die Studenten sind jetzt wieder ausgezogen. Die Hörsäle leerten sich aber nicht, und die Universitäten verwaisten nicht, obwohl man sich nicht vor- ftellen kann, daß nicht jeder Student den Wunsch hätte, Soldat zu sein. Es können aber nicht alle Soldat sein, da dies niemals im Sinne einer planvollen Ausbildung fein könnte und wenn später keine spürbaren Lücken im Nachwuchs der geistig schaffenden Berufe eintreten sollten. In diesem Sinne hat auch 'die Wehrmacht viele Kameraden zum Studium ab kommandiert. Jeder Student in der Heimat ist an diesen Platz befohlen, feine Pflicht zu tun. Der bedingungslose Einsatz unserer Kameraden vor dem Feinde steht vor uns als eine unermeßlich große Forderung, die die Anspannung aller unserer Kräfte erforderlich macht. Die Erfüllung dieser For- derung kann nicht allein im eifrigen Studium liegen. Darüber hinaus ist es Wunsch und Wille jedes Studenten, sich voll und ganz einzusetzen. Er begegnet damit den Forderungen des Reiches und Volkes an ihn, und so muß es zwangsläufig zu dem Einsatz der Studentenschaft kommen, wie er schon seit Jahren als Erntehilfe, Fabrikdienst oder Landdienst durchgeführt wurde. Getreu der soldatischen Tradition des deutschen Studententums werden alle in der Heimat verbliebenen Studenten und Studentinnen mithelfen, die Kraft' des deutschen Volkes in diesem totalen Kriege zu stärken. Buch und Gewehr, dazu die Fahne Adolf Hitlers sollen uns immer Symbol und Mahnung sein in unserem Einsatz für Volk und Führer! Die Führer-Ehrung, der gemeinsame Gesang der Lieder der Nation und der Ausmarsch des Senates und des Lehrkörpers beschlossen den Festakt. Form statt. Nach dem Einzug des Senats und des Lehrkörpers in die vollbesetzte Aula sprach Ee. Magnifizenz der Rektor prof. Or. med. H. W. Kranz In Anwesenheit zahlreicher Ehrenhafte aus Partei und Staat, Wehrmacht und Behörden fand am gestrigen Dienstagvvrmittag in der Großen Aula die 3 3 4. Jahresfeier der Ludwigs- Universität Gießen in üblicher feierlicher schauplätzen, die mit goldenen Lettern in die schichte eingegangen sind, sowie an die jüngsten glanzenden deutschen Siege im Osten und an den gemeinsamen Aufbruch der Völker Europas unter der Führung Adolf Hitlers zur Ausrottung des Bolschewismus und damit zur Rettung Europas. Dabei betonte er u. a.: „Wir find glücklich darüber, daß unsere von der Umwelt so viele Jahre verlachte und verfolgte nationalsozialistische Idee sich nicht nur Anerkennung und Achtung verschafft hat, sondern in ihrem tiefsten Sinn im Rahmen des großen Geschehens unserer Zeit auch immer mehr von den anderen europäischen Völkern in ihrem biologischen und sittlichen Recht begriffen wird. Mit unserem ebenso unendlichen Stolz auf den Führer und sein Großdeutsches Reich wie mit unserer unaufhörlichen Dankbarkeit ihm und allen Blutzeugen dieser Zeit gegenüber über ist verbunden unsere immer währende Einsatzbereitschaft. Zu Zeiten, in denen die Waffen sprechen, hat die Heimckt nicht von ihren Taten zu reden, die sie im Schutze ihrer Krieger verrichten darf, sondern opferbereit und still zu arbeiten. Von einem aber sind wir überzeugt, und unsere Gegner können dies ebenso sein, daß in diesem Kriege die Kampffront eine Heimat hinter sich hat, auf die sie sich verlassen kann, die sich der Taten ihrer Waffenbrüder würdig erweist, und dem Soldaten ebensowenig in den Rücken fällt wie gestellten für ihre treue Mitarbeit und Einsatzbereitschaft auch im vergangenen Jahre. Hierauf wurde in üblicher Weise der Toten der Universität im abgelaufenen Jahre gedacht: orte. Professor Dr. jur. Hans Gmelin, em. orte. Professor Dr. Dr. med. vet. h. c. Dr. sc. nat. Wilhelm Zwick, Honorarprofessor Dr. med. et phil. Hermann Griesbach, Obermgschinenmeister i. R. Georg Alb rech!, Regierungssekretär i. R. Ludwig Schneider, Präparator August Müller, Tierpfleger Jakob Briegel, gestorben als Soldat in einem Lazarett, und Studentin der Medizin Liddi -3n Nordaf rika lebhafte Artillerietätigkeit an hT Tobruk-Front. Die Luftwaffe der Achsen- niächte hat nördlich von B a r d i a einen feindlichen ^ottenoerbanb angegriffen, einen Zerstörer versinkt und einen weiteren Zerstörer schwer beschädigt, ludere Flugzeuge haben in Tobruk Versorgungslager und Befestigungsanlagen bombardiert. Ein unter dem Befehl von Korvettenkapitän Üincento Politi stehendes Unterseeboot hat in östlichen Mittelmeer einen britischen Zerstörer tTpebiert und versenkt. Vichy, 1. Juli.' (Europapreß.) Politische Kreise y:n Vichy sehen im Abbruch der diplomatischen Be- ttljungen zu Sowjetrußland eine notwendige Fort- «ung der bereits in den letzten Monaten verstärken antikommunistischen Maßnahmen. Die Maßnahme sei um so dringender geworden, als die un- oifähr 300 Mitglieder starke diplomatische Vextre- üng des Kreml in der besetzten Zone auf Veran- Icjung der Besatzungsbehörden in das unbesetzte Gebiet abgerückt sei und hier eine vep- i rfte kommunistische Propaganda betrieben habe. Lmwhl Marschall Pötain als auch Admiral Dar- Icn haben in unmißverständlicher Weise darauf hin- paDtefen, daß der Bekämpfung der gaullistischen I Popaganda die Bekämpfung der kommunistischen Agitation auf dem Fuße folgen werde, als eine Bestti gung des Willens der französischen Regierung, (r dem europäischen Aufbau mitjuarbeiten. In vielen Blättern geht man bis auf die im Jahre 24 durch die Regierung H e r r i o t durchgesetzte herfennung der Sowjetunion durch Frankreich wück und verfehlt nicht, gleichzeitig auf bie seit iir Anerkennung ohne Unterlaß durchgeführte Agi- Lwn der bolschewistischen Agenten hinzuweisen, soziale Konflikte und innere Unordnung zu schaf- n, sei stets der Zweck des Kreml gewesen, und er i gerade in Frankreich sehr häufig — man denke die Volksfrontzeit — auf recht fruchtbaren Bo- Mn gefallen. Militärische Schwäche in der Dritten y-publik zu schaffen, sei für Moskau ein besonderes el gewesen, und man habe dieses Ziel in gewissem f aße auch erreicht. Die Blätter weisen auf eine feilte von Fällen hin, die grobe Verstöße gegen die iternationalen Gepflogenheiten, wie die Entfer- mng der beiden Generale Kuijepow und Miller und ir Mord an dem russischen Ingenieur Navachin ) rch Agenten der GPU. darstellen. Weiter hören wir: „Wenn Hundstage Regen reiten, kommen nicht die besten Zeiten", sowie „Was V- i, ------ >-----~ t ,die Hundstage gießen, muß die Traube büßen'; rrö amtlich bekanntgegeben, daß General W a - aber: „Auf drei Tag' Sonne ein Tag Regen, das irt l zum Oberkommandierenden in Indien ernannt ^er(, unb Tal zum Segen!" wrden ist, er tritt an die Stelle des Generals Sonne aber, sie ist und bleibt doch, trotz luch in le ck, der zum britischen Dberfommanteied aüer fianba unb Erntehilfe, die beste Helferin des nnben im Mittleren Orient ernannt ist. Bauern. So heißt es denn: „Julisonne arbeitet für ! wer Littleton ist zum Staatsminister und st^vei!", oder: „Juli heiß, lohnt Müh und Schweiß!"^ ttglied des Kriegskabinetts ernannt worden, das $)n g'uli mu$ braten, was im Herbst soll geraten." im Mittleren Orient vertreten wird. Dann aber auch: „Im Juli Höhenrauch in Menge Kleine politische Nachrichten. Weniger6 mit dem Wetter beschäftigen sich Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsministers folgenden Bauernsprüche: üs Auswärtigen von Ribbentrop den SA.Dber- „Wer nicht geht mit dem Rechen, wuppenführer von Jagow zum deutschen! Wenn die Bremsen und Fliegen stechen gesandten in Budapest ernannt. Der bis- Muß im Winter gehn mit dem Strohseil hirige deutsche Gesandte in Budapest, von Erd- Unb fragen: ,Hat niemand Heu feil'? n an n st) o r f f, ist zur weiteren Verwendung ins Einen ähnlichen Gedanken gibt wieder: Auswärtige Amt einberufen worden. Verhängnisvolles Spiel mit einem Iievolver. Der gestern von uns berichtete tragische Vorfall in der Nähe von Abendstern hat seine Aufklärung gefunden. Nach langem Verhör durch die Kriminalpolizei von Frankfurt a. M. und die ©enbarmeric in Krofdorf hat der durch einen Schuß durch die Hand verletzte 12 Jahre alte Oswald Hofmann aus Gleiberg erklärt, daß er und fein Spielkamerad, teer 13 Jahre alte Heinz Burk aus Gleiberg, angeblich auf einem Abfallhaufen einen alten Trommelrevolver gefunden hätten. Mit diesem Revolver hätten sie in der Nähe des Bahnkörpers bei Abend- ftern schießen wollen. Bei der Hantierung mit teer Waste ging plötzlich ein Schuß los, der dem 12 Jahre alten Oswald Hofmann die Hand durchschlug und dem dicht dabeistehend-en 13 Jahre alten Heinz Burk in die Brust eindrang, wo das Geschoß in teer Lunge steckenblieb und den alsbaldigen Tod des Knaben zur Folge hatte. Als der Hofmann sah, welches Unglück entstanden ttiar, will er die Waffe in einen Teich der nahegelegenen Ziegelei Abendstern geworfen haben. Noch am gestrigen Tage wurde, um den Revolver zu erlangen, mit mit dem Auspumpen des Teiches begonnen, jedoch konnte bis zum Abend die Waffe-in den Schlammschichten noch nicht gefunden werden. Die Leiche des bedauernswerten toten Heinz Burk wurde nach der Sektton zur Bestattung freigegeben, teer mit feinen 12 Jahren noch strafunmündige Hofmann seinen Eltern in Obhut gegeben. Hätigung" in Tschungking eingetroffen sind. ■>iefe Hilfe", so schreibt die Tokioter Zeitung „Ni- 7 Nickst", „soll nicht überschätzt werden, aber ab- ,schen von teer Quantität teer Hilfe muß die in C Tschungking-Hilfe ausaedrückte antijapa- ische Haltung teer USA. wirkungsvoll be- fimpft werden." Frankreichs Bruch mit Moskau. tr Di it di e id Ji m le A |a iv in 1 5 Ji o 3 le 3( lr 3 k I 9' 3' ft bi ri fi bi v tu bi Ql ei I li Für Buchhaltung und Büroarbeiten männliche od. weibliche Arbeitskraft evtl, auch für halbe Tage, gesucht. Schriftl. Angebote unter 2820V an d. Gießener Anzeiger ZllMlSWesMW in gepflegten Beamten-Haus- halt (zu Kleinkind, 3 Monate) sofort oder 15. Juli, evtl, auch später gesucht, ^chr. Ang. unt. 2803V n. d. Gieß. Anz. erbet. Kaufgesuche Wenig gebrauchte Personenwagen (mögt Bauj. 1939) gesucht. OPEL* Automobile Gießen o Ruf 2847 Z bühnenmäßig gesehen, eine Pa- nges, und die Mittel, mit denen Dr.med. Storck 2700 Edgar 2824 A AN die nächste Verkaufsstelle -urUckzugeben und forvem Hiermit glelchzelUg. die Verkaufsstellen auf, Bestände an 'leeren «SWrAsv"- Flaschen an ble Großverteiler zwecks MNdsendung nach INllnchm abzulieferm Nmbei^llnkMM^Rllckgabe^eererNasAr^anZW'M petlässtgeLBelleferung miß ' für täglich 2 bis 3 Stunden in Haushalt mit Kleinkind gesucht E. Hochstätter, Brandplati 1 ■.....,,,, [Empfehlungen| Achtung Grasmäher Metzger, Buchbinder, Schneider, Friseure! Messer unö Scheren schleift [02210 E. Horn Babnbofstr. 29. Karte genügt! unbeantwortete Frage zuläßt. Das kann von diesem Stück kaum behauptet werden; es «gibt hier eine ganze Reihe von Fragen, die sich der Zuschauer selber beantworten muß. BORRMANN 5. Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 und 4156 Hinzu kommt, daß Charlotte eine Schauspielerin ist: das gibt jedem ihrer Austritte und großen Szenen eine sozusagen natürliche Theatralik. Die Titelfigur ist, rein -----sn°' raderolle ersten Ranges, und— -------- — die Kammerschauspielerin Hilde W a g e n e r sie vorführte, waren so sympathisch wie überzeugend: der entscheidende Eindruck ging, wie uns scheint, von der Stimme aus, einem überaus geschulten, Am Niegel- Vjpfad1ü8p Praxis geschlossen bis 28. Juli Bürohilfe für Buchhaltung u. Korrespondenz gesucht. Schriftliche Angebote unter 02206 cm den Gießener Anzeiger erbet. Taßeshilie oder Butzfrau, nach Berein- barung, gesucht. Hagcnauer, Mod., beaueme Z-31m.-Mn. gegen beaueme 4-5-3.-Wotin zu tausch, gesucht für sofort oder zum 1. Oktober. Schriftl. Angeb. imtcr 2814V an d. Gieß. Anzeig. Saubere, ehrliche Frau »der Mädchen Bekanntmachung. Betrifft: Ansahfeifenkarlen. Die Ausgabe der für die Monate Juli bis September 1941 gültigen Zusatzseifenkarten für Kinder bis zu 2 Jahren und für Kinder von 2 bis 8 Jahren erfolgt gegen Vorlage der Lebensmittel-Personalausweise durch die Bezirksgeschäftsstellen am Donnsrskag, dem 3. Juli 1941, am Freitag, dem 4.3uli 1941, am Samstag, dem 5. Juli 1941, jeweils von 8 bis 12.30 Uhr. Die Zusatzseifenkarten für Aerzte und Krankenpflegepersonal werden an den gleichen Tagen auf Zimmer 1 ausgegeben. 2810V Gießen, den 2. Juli 194L Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Wirtschaftsamt. 3.616.94? leere „sNEe"-Flasche« liegen z. 3t ungenützt bei unseren Abnehmern bzw. In Öen Haushaltungen unserer -Freunde. Mir bitten .bahn alle Haushaltungen drlngenösi. iiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiini Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den BießenerAnzeiger uiiiiiiiiiiiniiiiuiiiiinii ___________________________________02188 Muhr Freude an der Nalor durch Dermüliler-Bücher! Peter lernt knipfen! So heibt ein wunderhübsch geschriebenes Photo-Lehrbuch für grob und klein. Es kostet RM. 2.00 und man bekommt es beim j/irf Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. | ZM- miilSkWligen 10-20 Ztr. Tragkraft, zu kaufen gesucht. 02206 Fr. Luh Lützellinden 74. Mn kauft täglich jede Menge 2822v Konditorel-CaM Amend Am Selterstor. Wir suchen für sofort oder später Behrauchswerberiin) der (die) unsere sieben Schaufenster sauber und zugkräftig dekorieren kann, ev. halbe Tage. Plakatschrift erwünscht. — Angebote sind zu richten an Rudolph Karstadt KARZENTRA Gießen, Seltersweg 28 ieioD HekvÜtzrlelsle^tveröem Hackerbeäw München Lagerraum oder trockener Keller zirka 100/150 gm, zumUnterstellen, per sofort zu mieten gesucht. Schriftl. Angebote unter 2815V an den Gießener Anzeiger erbeten zögernd zurechtfindet, wird erkennen, daß es ein höchst wirksames Theaterstück ist: in den beiden Mittelakten vor allem, in der Gesellschaftsszene, mit der die Familie um des Kindes willen den Skandal (vergeblich) zu vertuschen versucht; und in der großen Szene hernach/ wo Charlotte einen wesentlichen Teil der Vorgeschichte rekonstruiert. Gießener Gtatttheater. Gastspiel Hilde Wagener: „Charlotte Ackermann" von Juliane Kay. Dre Aufführung im ganzen — von Reinhold Siegert inszeniert, von Karl Löffler ausge- Gesell- schaftevin für die Nachm.-Stunden a. einige Wochen zur älterenDame gesucht. Schriftl. Angeb. it. 02204 an ocn Gießener Anzeiger erbet. Gießener Gcklachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteige- runashalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 44,5 bis, 48,5 Rpf., Bullen 42 bis 46, Kühe 18 bis 44, Färsen 27 bis 52,5, Kälber 35 bis 57, Hämmel 45^ Rpf. je x/z kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,20 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e—f (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,20, j (Altschneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08, h (Eber) 1,08 RM. Marktverkauf: alles zugeteilt. Am 1. Juli verschied nach langem, schwerem mit denkbar größter Geduld ertragenem Leiden mein lieber herzensguter Mann, mein stets besorgter Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Richard Bemard nach vollendetem 72. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Karoline Bernard Friedel Bemard, geb. SehüBler Dipl.-Kfm. Hugo Bernard Klaus-JUrgen Bernard Frank-Gernot Bernard. Gießen (Plockstr. 16, Bergstr. 23) den 1. Juli 1941. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 4. Juli, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 2825D Achtung! Hausfrauen! Steingut- Zubindehäfen in großerMenge und allenGrößent geeignet für Gelee, Marmelade, Gurken, Obst, Eier usw. Charlotte Ackermann: Geschichte einer Schau- svielerin, einer Frau, einer Che; ein Einzelfall: dis Frau, die mit dem stebergana vom Paradies junger Liebe in den Dauerzustand der Che gefühlsmäßig nicht fertig wird. Juliane Kay hat sich zur Exem- plisizierung dieses Sonderfattes eine Vorgeschichte ersonnen, die in einem sorgfältig verstrickten Geflecht aus Zufall, Mißverständnis, Katastrophe und Skandal zu entwickeln versucht, wie zwei füreinander bestimmte Menschen aneinander vorbeileben und auseinanderstreben, wobei eine vermeintliche Geliebte, ein vermuteter Nebenbuhler und das von Charlotte erwartete Kind die Verstrickung völlig hoffnungslos erscheinen lassen. Das alles klingt nicht nach Komödie, und es muß dem Besucher überlassen bleiben, 6 b ihm die späte Wiedervereinigung des Paares nach Charlottes wildem Geständnis und ihrer eiligen Flucht eine solche Benennung des Stückes zu rechtfertigen scheint. Aber auch wer sich in dem psychologischen Labyrinth nicht oder nur beherrschten, beweglichen und musikalisch zu nennenden Organ, das feinfühlig auch zarten Nuancen folgt, Uebergänge schafft und der sogenannten großen Szene ebenso angemessen ist wie dem intimen, kammerspielmäßigen Dialog. Uebrigens sah der Gast aus Wien ^rzüglich aus und spielte nicht nur mit der Routtne einer Salondame von Rang, sondern auch mit echtem Temperament und, stellenweise, dem vagen, umspringenden Gefühlston der problematischen Heldinnen bei Ibsen. Zeitschristen-vuchhandlung sucht ' Berufs-Boten innerhalb eines festen Angestellt.- Verhältnisses. Es bandelt sich hierum eine Dauerstellung. Radfahren Bedingung. Schriftliche Angebote unt. 2808V an den Gieß. Anzeiger. Kontoristin1 mit Kenntnissen in Stenographie und Maschinenschreiben sowie für einfache Büroarbeiten gesucht. Hollmann-Werke, Wetzlar Photo - Kino, Kreuzplatz 9 Fernruf 3153 a807A stattet — war so gepflegt und flüssig, rare es vom Renommee der Wiener Schauspielkunst erwartet werden durfte. In Hellmuth Krauß (Burg- theater), der Charlottes Gatten Julian gab, hatte Frau Wagener einen ausgezeichneten Parker: seine unerschütterliche Ruhe und starre Källe wahrend der drei ersten Akte entsprach den Voraussetzungen; die Verwandlung zuletzt suchte er so behutsam wie möglich und erwünscht zu bringen. Helene Laute r b ö ck , die patriarchalisch strenge alte Frau Ackermann, Lois M i tz n e g g (Stefan), Herms Sora (Hildegard) und Franz W e st e n (Dr. Ström) seien vom kleinen Ensemble noch genannt. — Die Gäste wurden mit lautem Beifall gefeiert. Hans Thyriot. 2-3-3immet- MNIINg mit Bad f. sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 02207 n. d. Gieß. Anzeiger. 2-3iminer- Mmiiig von jg. Ehepaar mögt, für sofort gesucht. Schriftl. Angeb. u. 02202 an d. Gieß. Anz. Aunaeö, bernfö- tätiaeö (Ehepaar sucht möbliertes MMzimmer möglichst Kliniksnähe. Sclrrift- liche Angeb. unt. 2821V a.d. Gieß. Anzeiger erbeten In frauenlosen Haushalt eine tüchtige WsWlerln die sich dazu eignet, zeitweise Kundschaft zube dien. (Metzgerei) gesucht. An: liebsten vom Lande, da vorläufig noch etwas Landwirtschaft. Schrift. Angeb. unter 02189 an den Gieß. Anz. Hansoehillin baldigst od. zum 1. August gesucht. Evtl. Frau oder Rllidchen bis mittags nach dem Spülen. 28ißD Frau Marie Roller Hitlerwall 33 II. Zum 15. Juli od. l.Aug. für Haushalt zuverlässig. Mädcta möglichst f. ganze Tage ges. 02203 Die Kammerschauspielerin Hilde Wagener vom Wiener Burgtheater, die schon im vorigen Sommer bei uns gastierte, gab gestern ein zweites Ensemble-Gastspiel. Das Stuck nennt sich (otte Ackerman n", Komödie in vier Akten von der Ostmärkerin Juliane Kay, die vor einer Vieihe von Jahren mit dem preisgekrönten Roman „Abenteuer im Sommer" in die Literatur emzog und sich seitdem, soweit wir ihren Weg verfolgen konnten, vorwiegend dramatischen Aufgaben gewidmet hat. „Charlotte Ackermann5 — oder der Umweg AUM Glück, wie man als Untertitel hinzufügen könnte: es ist nicht nur das zeitferne Kostüm, das den aufmerksamen Besucher an gewisse Ibsen-Stucke ierinnern wird; es liegt auch an der Fabel, an ihrer Konstruktion und an gewissen Formen des Dialogstiles. Allerdings muß man mit solchen Parallelen stets vorsichtig sein und in diesem Falle, was Ibsen betrifft, zugeben, daß es noch immer keine Kleinigkeit ist, Vergleiche mit dem großen Norweger her- vuszusordern, vor allem auch, daß dessen dramatische Taktik und Technik (man erinnert sich an das seinerzeit berühmte Bild von den Mauselöchern, die der Reihe nach sorgfältig verstopft werden so daß kein Ausweg mehr bleibt) keine Lücke und keine Möbl.WoliM. Schlafzimmer oder kleine inBbL WohnuDh möglichst Nähe Stadttbeater u. mögl. m.Zentr.- Hei-. u. Bad in ruhig. Gegend v. ruh. Dauermiet. per 1. Aug. ges. Angeb. an: G. I. Ludwig, Dassel, Amalien- straße 8. I2705D |wohnungstau8ch| Wohnungslauscli Frankfurt a.M.- Gicßen Rußig. Ehepaar sucht schöne große 2-Zinun.»Wvlm. mit Heiz., Bad, mögl. 1. Stock, in gut. Haus u. sch. Lage. - Geboten in Franks, a. M.: Gr. 3-Zimmer- Wohnung m. gr. Diele, Heizung, Bad, i. 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Nach der Siebenten Verordnung zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers (RGB. vom 8. V. 1939 S. 832) j und § 2 der Neunten Verordnung zur Abwehr des Kartoffelkäfers vom 22. April 1941 (RGB. Nr. 47 Seite 227) haben sämtliche Grundbesitzer, die in der Gemarkung Gießen Kartoffeln angebaut haben, auch die außerhalb wohnenden, ihre Kartoffelfelder jeden Freitag in der Zeit zwischen 15 und 19 Uhr abzusuchen. Das erforderliche Personal ist entsprechend der Größe des Anbaues zur Verfügung zu - stellen, damit das Absuchen in der vorgenannten Zeit erfolgen kann. Außerdem werden sich in derselben Zeit die Schüler der Schulen von Gießen, unter Führung ihrer Lehrer an dem Suchdienst beteiligen. Während der Sommerferien beginnt der Suchdienst der Schüler jeden Freitag um 8 Uhr. Die Kartoffelanpflanzungen det geschlossenen Anstalten und eingefriedigten Gärten sind nur von den Besitzern in der vorgenannten Zeit abzusuchen. Das Absuchen wird von dem Feldschutzpersonal überwacht. Zuwiderhandlungen gegen diese Aufforderung werden nach § 18 und § 10 obengenannter Verordnungen mit Strafe belegt. 2805C Gießen, den 30. Juni 1941. Der Oberbürgermeister. I. V.t Nicolaus. Gemeinsame Bekanntmachung der Landräle der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Futtermittelscheine für Hunde. Der im Juni 1940 eingeführte „Futtermittelschein zum Bezüge von pflanzlichen Futtermitteln für einen Hund" verliert am 31. Juli 1941 durch Zeitablauf seine Gültigkeit. Mit Wirkung vom 1. August 1941 gelangt daher ein neuer Futtermittelschein zur Ausgabe, dessen Gültigkeit sich wiederum aus 12 Monate erstreckt, und der ebenfalls zum Bezüge von bis zu 6 kg pflanzlichen Futtermitteln (Futterroggenflocken, Futterhaferflocken und ähnlichen für die menschliche Ernährung nicht geeignete pflanzliche Futtermittel) für einen Hund je Monat berechtigt. 2812V Zur bevorzugten Versorgung mit pflanzlichen Futtermitteln sind nur folgende Gruppen zugelassen: a) Diensthunde der Polizei, der Reichsbahn, der Finanzverwaltung und anderer Behörden, b) Hunde, die für den Heeres- oder Polizeibedarf gemustert find, c) Blindenhunde, d) Rassehunde, die in Zuchtzwingern gehalten werden, e) Jagdhunde, die in Zuchtzwingern gehalten werden, f) Diensthunde der NSDAP., ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände, g) Hunde, die in Tierheimen gehalten werden, n) Schutzhunde schwerhöriger und tauber Personen, i) Wach- und Schutzhunde in kriegswichtigen Industriebetrieben. Den Besitzern der vorstehend aufgesührten Hunde wird auf Antrag von den Ernährungsämtern, Abt. B, je Hund ein Futtermittelschein ausgehändigt. Als Nachweis für den Besitz solcher Hunde gelten für die Gruppe a) der Dienstausweis der betreffenden Behörden, b) der Musterungsausweis, c) der amtliche Blindenausweis, d) die Bestätigung des Verbandes für Hundewesen e. V., Berlin, e) die Bestätigung des Kreisjägermeisters, । f) die Bestätigung des Reichsschatzmeisters der NSDAP, oder der Musterungsausweis, ' g) die Bestätigung eines dem Tierschutz angegliederten Tierschutzvereins, h) eine Bestätigung des Reichsbundes der Deutschen Schwerhörigen e. V. in Berlin C 2, Oranienburger Straße 14, oder feiner Untorgliederungen, i) eine Bescheinigung der Werkluftschutz-Bezirks- 1 vertrauensstelle der Reichsgruppe Industrie. Gießen, den 30. Juni 1941. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, ' Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. frommt mit seiner Kleidung wie mit seinen Schuhen sehr gut ous» Oos Rezept dafür heißt: täglich pflegen! Die Kleider mit der Bürste, die Schuhe mit der Qürste und Nigrin-ÄS. Nigrin «um Für unser chemisches Laboratorium LABORANT(IN) Oder junge Hilfskraft mit leichter Auffassungsgabe für alle vorkommenden Laboratoriumsarbeiten zum mögl. sofortigen Eintritt gesucht. — Ausführliche schriftliche Bewerbungen erbeten an MANNESMANNRÖHREN-WERKE Abt. Bergverwaltung Gießen, Gutcnbergstraße 6. 2804 D Mietgesuche