ger jurürfgeben zu können. Beim Eintreffen in
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Berlin, 1. April. (DNB.) 3n den Mittags- stunden des heutigen Tages haben deutsche Kampfflugzeuge einen stark belegten Flugplatz an der englischen Südküste im überraschenden Tiefangriff aus 15 Meter höhe mit vernichtender Wirkung getroffen. Zwei grotze hallen mit anschlietzenden Unterkünften und Baracken wurden mit Bomben mittleren und schweren Kalibers belegt und vollständig zerstört. Der mit Bomben und Bordwaffen durchgeführte Angriff Hal außerdem Mannschaften in den Unterkünften und Baracken sowie auf Straßen bei
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der Mittagsruhe überrascht und dem Gegner erhebliche Berluste zugefügt. Mindestens 12 bis 14 Bomber sowie 8 bis 10 Jagdflugzeuge sind bei dem Tiefangriff am Boden mit Sicherheit zerstört worden. Mit weiteren Beschädigungen und Zerstörungen ist bei der einwandfrei beobachteten starken Brandwirkung des Angriffs zu rechnen. Es handelt sich um einen der Flugplätze, von denen die britische Luftwaffe bisher ihre Angriffe gegen Deutschland ausführte. Die beteiligten Kampfflugzeuge sind sämtlich zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt.
!che Grundstück führte, hatte eine Ehren korn-
25“/® mehr
Oie europäische Erdölversorgung.
Von unserer Berliner Schristleitung.
Die Gründung der halböffentlichen „Kantinen« taten D e ( A G.", die ihre Tätigkeit mit dem erheblichen Kapital von 80 Millionen RM. beginnen wird, ist ein Akt von großer grundsätzlicher unpraktischer Bedeutung. Um die Aufgaben des neuen Unternehmens richtig beurteilen zu können, muß man sich über die Verhältnisse, die bisher auf dem Gebiet der Bedarfsdeckung in Mineralölen geherrscht haben, klar werden. Der Krieg 1939/41 hat die Erfahrung des Weltkrieges von 1914/18 bestätigt, daß jede Fernversorgung durch den Krieg bedroht ist. Wenn sich eine der beiden jetzigen Kriegs Partei en — Großbritannien — doch auf Erdöl-Fernversorgung eingelassen hat, so deshalb, weil sie die Zufahrtwege von den überseeischen Produktionsstätten nach dem Jnselreich gegen jede Gefährdung durch den Gegner sichern zu können glaubte. Europa selber ist erdölarm. Die beiden einzigen bedeutenderen Produktionsgebiete liegen am Rand des Kontinents: in Rumänien und in Rußland. Sonst gibt es in einigen Ländern (Großbritannien, Schweden und dem früheren E st l a n d) Oelschiefer, aus dem Mineralöle gewonnen werden können.
Deutschland verfügt über wenig ergiebige
gation (einem Samstag) dem Mendub ein ' iges Ultimatum gestellt, um das deutsche rüde frei zu bekommen. Gleichzeitig hatten die vier für Tanger den bisherigen Kadi durch den fen von le tu an zum Pascha ernannt. Die Frage nun, ob der Mendub, o. h. der Sultan von
Deutschland kehrt nach Tanger zurück
Von unserem Sch.-Berichterstatter.
Graz, 2. April. (DNB.) In Graz sind Biens« tag weitere Züge mit Flüchtlingen aus Jugoslawien eingetroffen. Nach Erzählungen dieser Volksgenossen, die unter Zurücklassung von Hab und Gut, zumeist nur mit kleinen Koffern, über die Grenze gekommen sind, nehmen die Deutschenoerfolgungen durch serbische. Elemente einen immer stärkeren Umfang an.
So wird insbesondere ans Lilli von einem Schreckensregiment berichtet, das den Deutschen das Leben der letzten Stunden ihres Dortseins zur Hölle gemacht hat. Sie wurden unaufhörlich beschimpft und bespuckt und schließlich, wo man sie auf der Straße traf, geschlagen und mißhandelt. Ihre Wohnungen wurden geplündert, so daß sie selbst häufig nur das nackte Leben retten konnten. Der hauptheher und Anführer des serbischen Mobs war in Lilli ein ehemals in Wien sehr bekannter jüdischer Schrift- st e 11 e r, Tartarnga mit Namen, der jetzt als englischer Agent der hauptanslifter der gehässigen Umtriebe ist.
In den Schulen wurde die serbische Schul- j u g e nd systematisch zu Gewalttätigkeiten gegen die volksdeutschen Kinder aufgehetzt. So wurden m Fraßlau Volksdeutsche Jungen gemartert und fast zu Tode gewürgt. Auch in S) r a ft n i g g , dem bekannten Glasblaserort, wurden die Volksdeutschen, wo sie sich nur blicken ließen, mißhandelt und mit dem Tode bedroht Fensterscheiben in Geschäften und Häusern von Volksdeutschen wurden zertrümmert, und wenn sich im Walde verborgene Besitzer ihrem Heim näherten, mußten sie gräßliche Verwüstungen mit ansehen.
Aus den Erzählungen der Flüchtlinge, die gestern in Villach eingetragen sind, werden nun Einzelheiten bekannt über die furchtbaren Leiden und brutalen Verfolgungen, denen die Volksdeutschen i n Laibach seit dem Tage des jugoslawischen Staatsstreiches ausgesetzt sind. Es fing damit an, daß serbische Elemente für das neue Regime, für ein deutschfeindliches Jugoslawien und für die Freundschaft mit England demonstrierten. Vor dem Gebäude des englischen Konsuls kam es ,zu Ovationen. Es wurden Rufe wie „Nieder mit Deutschland" laut. In Häusern deutscher Familien in Laibach wurden unter Rufen wie „Tod und Verderben den Deutschen" mit Steinen die Fensterscheiben eingeschlagen und Hochrufe auf England ausgebracht.
Uebereinslimmend wird berichtet, daß im südslawischen Grenzbezirk bei der Bevölkerung große Unruhe darüber herrsche, daß von den südslawischen Mililärstellen größere Kontingente serbischer Granicari und Soldaten zur Grenze beordert würden, die von jeher bei der Grenzbevölkerung wegen ihres Deutschenhasses unbeliebt waren und die nun ein Schrecken- und Terrorregiment gegen alles, was deutsch ist, durchführen.
Auch zahlreiche Z o 11 k o m m i s s a r e , die in letzter Zeit aus ihrer Deutschfreundlichkeit keinen Hehl gemacht hatten, wurden versetzt oder es wurden ihnen deutschfeindliche serbische Beamte zur Seite gegeben. — In der deutschen Grenzstation B 1 e i b u r g traf ein Flüchttingszug mit etwa 160 Reichsdeutschen aus Gutenstein, Win- difchgrätz und Prävclli ein. Ein Reichsdeutscher be-
lands nach Tanger unter den Arabern. Trotz der langen Jahre der deutschen Abwesenheit haben die Muselmanen nicht vergessen, was die damalige deutsche Reichsvertretung Gutes für die Bevölkerung getan hat. Die arabische Zeitung „El Hurrya" faßt ihre guten Wünsche und ihren Willkommensgruß in die Hoffnung zusammen, daß das Gebäude der deutschen Reichsvertretung heute wieder demselben guten Zweck dienen möge wie einst.
Während die spanische und die arabische Presse von Marokko die Feierlichkeiten anläßlich der Rück- aabe der deutschen Gesandtschaft ausführlich und in herzlich gehaltenem Tone bringen, veröffentlicht die französische „Dspeche Marocaine" nur eine versteckte fünfzeilige Meldung. Nicht verwunderlich ist die Tatsache, daß das enMsche Hetzblatt in Tanger „Tangier Gazette", das auch in der französischen Zone Verbreitung findet, mit Sttllschweigen über das historische Ereignis hinweggeht.
JUian war es allerdings noch nicht ganz gewiß, M bis Uebergabe des Gebäudes der früheren deut- Gesandtschaft tatsächlich an dem vorgesehenen l i' erfolgen würde, da der Mendub in dem
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at, und die französische Schutznation die Ptaß- e der Spanier anerkennen würden oder nicht. Spannung löste sich aber, als am Sonntagen kurz vor Ablauf des Ultimatums in der Reföubia die Möbel auf große Wagen verladen Mintm. Kaum war das Ultimatum ab gelaufen, als slfrischgebackene Pascha in Begleitung einer spa- -marokkanischen Reitergarde und unter dem l einer begeisterten Menge sich zur Antritts- : in die Moschee begab. Der Sultan hatte nachten. Der Kalif von Tetuan dehnte feine Macht auch auf Tanger aus. Damit war eine Ein- ing beseitigt, die nach der Eingliederung der nationalen Zone in das spanische Protektorat Existenzberechtigung mehr hatte.
ese neue Machtkonstellation in Tanger war die ussetzung für einen reibungslosen Wiedereinzug
richtet, daß am Sonntag in Windischgrätz mehrere Volksdeutsche schwer mißhandelt wurden. Unter bt-n Flüchtlingen befinden sich auch Kranke, die sich, obwohl sie im Krankenhaus darniederlagen, aufmachten, um in die Sicherheit und in den Schutz des Reiches zu gelangen. Aus Marburg berichten die Flüchtlinge, daß ein dortiges Lokal und die Anlagen eines volksdeutschen Sportplatzes vollkommen zerstört wurden.
Wie Flüchtlinge aus dem Banat berichten, hat das serbische Militär alle Amtswalter der deutschen Volksgruppe Jugoslawiens eingezogen, um die Volksgruppe führerlos zu machen. Es besteht der Verdacht, daß die einberufenen deutschen Amtswalter nicht zu ihren Militäreinheiten gebracht werden, sondern nach Südserbien in Lager verschleppt werden. In Groß-Kikinda haben die Behörden zehn führende Männer der deutschen Volks-, gruppe als Geiseln festgesetzt. In die meisten deutschen Gemeinden legte man 10 bis 20 Mann starke Gruppen des berüchtigten serbischen Komi- tadschi-Verbandes Tschetnik.
Ein dreistes Oemenii.
Belgrad, 1. April. (DNB.) Die jugoslawische Agentur Avala, die vor wenigen Tagen von einem neuen als besonders englandfreundlichen Direktor übernommen wurde, veröffentlicht eine bestimmte „Erklärung", in der alle Bemonftra- tionen, wie sie seit acht Tagen in ganz Jugoslawien in voller Öffentlichkeit stattfinden und von denen die ganze Weltpresse fenfationell berichtet, einfach abgestritten werden. Ferner wird die Flucht der Volksdeutschen nach Rumänien die an der jugoslawi sch-rumänischen Grenze bereits zu Zwischenfällen führte und in Temesch- burg die Errichtung eines Auffanglagers erforderlich machte, „kategorisch dementiert". Dieses Dementi ist ein selten dreistes Dokument, das in den Bereich der Versuche gewisser jugoslawischer Kreise gehört, die für den Fortgang der deutschfeindlichen Ausschreitungen im Inneren des Landes durch biedere Versicherungen gegenüber dem Ausland eine Rückendeckung zu schaffen versuchen. Die Avala wird von dem Belgrader Times-Korrespvndenten Lügen ge- ftraft, der in seinem Bericht mit Befriedigung her- vorhebt, daß die „deutsche Behauptung über deutschfeindliche Demonstrationen in Jugoslawien nicht der Wahrheit entbehrt".
Deutsche Grenzgemeinden in Flammen.
T e m e f d) b u r g, 1. April (B91B.) In unmittelbarer Nähe des rumänischen Grenzortes Stara- moa ist auf jugoslawischer Seite ein riesiger Waldbrand ausgebrochen. Nach Aussage von über die Grenze Geflüchteten halten sich in diesem Wald zahlreiche Volksdeutsche verborgen. Es ist anzunehmen, daß der Brand von den serbischen Grenztruppen angelegt wurde, um der Deutschen leichter habhaft zu werden und sie am Grenzübertritt zu hindern. Vor der rumänischen Grenze auf der Bahnstrecke Temeschburg—Werschetz sieht man zwei knapp jenseits der Grenze in Jugoslawien liegende deutsche Gemeinden, Zichydorf und Kudritz, brennen.
Griechische Agitation in Jugoslawien.
S o f i a , 1. April. (DNB.) Wie weit die griechische Agitation sich die jüngsten jugoslawischen Ereignisse zu eigen macht, geht aus einer serbischen Nachrichtensendung des Athener Rundfunks hervor, die sich an die „lieben jugoslawischen Brüder" wandte und von der „griechifch-jugollawi-
zahlte mit zu den schlimmsten Diskriminierungen des Versailler Vertrages .
Nach dem Einzug der Spanier in Tanger war es auf Grund des zwischen Deutschland und Spanien bestehenden Freundschaftsverhältnisses eine Selbstverständlichkeit, daß die deutsche Autorität in Tanger wieder hergestellt und Deutschland das zurück- gegeben wurde, was sein Eigentum war. Die spanische Tangerzeitung „Espana^betonte auch in ihrem Kommentar, daß es sich um einen Akt der Gerechtigkeit handele. Spanien freue sich, daß es auf diese Weise dem freuen Waffengefährten aus dem Bürgerkrieg seinen Dank abftatten könne. Besonders groß aber ist die Freude über die Rückkehr Deutsch-
|t?, das spritzte das schmutzige Wasser gegen die ,:gflächen der alten Ju52. Auf dem Rollfeld stan- noch die Wasserlachen vom letzten Regen. Die lken hingen tief und jagten wild durcheinander, nchmal zerriß der Schleier, und für einen kurzen ® cUDAnenblick kam ein Stück blauer Himmel hindurch. 3 >r||6haT der „Omnibus der Luft", wie die spanischen a*.« ■*1Öaten während des Bürgerkrieges die deutsche getauft hatten, schüttelte seine Flügel,* als ob sich über das schlechte „Wetter" beklagen wollte, r kaum war die Wetterscheide der Sierra Mo- pafsiert, als die Wolken immer mehr Veranden und sich allmählich das strahlende Blau südspanischen Himmels durchsetzte, das die Beut« n bis zu ihrem Einzug in Tanger nicht mehr ieß.
iNachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Madrid, Ende März 1941.
Ns die deutsche Belegation zur Hebernahme des al n deutschen Gesandtschaftsgebäudes in Tanger mr dem Madrider Flugplatz Euatro Mentos lan-
fchen Schicksalsgemeinschaft" sprach. „Unsere beiden Nationen" — so erklärte der Sprecher — „sind darauf angewiesen, nebeneinander zu gehen. Nur mit gegenseitiger Hilfe können wir diese Mission erfüllen?'
Oie kroatischen Einigungsverhandlungen.
Berlin, 1. April. (BNB.) Die Agramer Verhandlungen M a t s ch e k s mit Vertretern der nationalen kroatischen Opposition sollen — wie der Belgrader Vertreter des „Zeitungsdienst Graf Reischach" berichtet — einen günstigen Verlaus nehmen. Obwohl über das Ergebnis keine authentischen Informationen oorliegen, halte man es nicht für ausgeschlossen, daß eine Einigung zwischen der Bauernpartei Matscheks und der zahlenmäßig sehr starken nationalen Opposition zu- standekommt. Das würde die Einigung des Kroatentums bedeuten. Die nationale Opposition, deren Führer der nach dem Königsmord in Marseille nach Italien emigrierte Br. Ante P a • wolitsch ist, arbeitet auf eine vollständige Loslösung von Serbien hin. Die antiserbische Stimmung in Kroatien wächst. Ein Teil der in Belgrad sich aufhaltenden Kroaten habe sich nach Agram begeben, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Züge nach Agram sind so überfüllt, daß zahlreiche kroatische Reisende zurückbleiben mußten.
Ein Leitartikel des Matschet nahestenden Blattes „H r o a t s k i D n e v n i k" erklärt: „Wir fordern nur das, was man uns genommen hat." Indirekt kommt der Artikel auf das Ausgleichsabkommen zu sprechen, indem er darauf hinweist, daß die kroatische Verhandlungsbereitschaft als Schwäche aus« gelegt worden fei. „Mit uns Kroaten ist es nicht schwer, zusammenzuarbeiten, aber nur wenn man unsere Eigenart anerkennt und uns als Nationalität respektier t." Bas Blatt weist darauf hin, daß das kroatische Volk vor großen Entscheidungen stehe, daß es politisch geschult und weitblickend sei und sich in seiner Zielsetzung nicht beirren lasse. Verschiedene Umstände deuten Darauf hin, so schließt der Artikel, daß die Stunde der Ent- scheidung nicht mehr fern ist.
400000 Ungarn leben in Lugoslawien
Budapest, 1. April. (DNB.) „P e st e r L l o y d" veröffentlicht einen mit einer Landkarte versehenen längeren Artikel über die geographischen, ethnographischen sowie die religiösen Verhältnisse Jugoslawiens. Die Zeitung erinnert daran, daß in dem nach dem Weltkrieg an Jugoslawien gelangten ehemaligen Südungarn 400 000 Ungarn leben. Auf der Grenzstation Gyekonyes sind von serbischen Gendarmen verfolgte Flüchtlinge deutscher und magyarischer Volkszugehörigkeit in Ungarn eingetroffen.
Oie Auffassung in Sofia.
Sofia, 1. April. (DNB.) Die Zeitung „Sofia" stellt fest, daß sich Jugoslawien von England und den Vereinigten Staaten gegen Deutschland aufhetzen ließ. Mit größtem Interesse wird hierbei die Haltung der Kroaten verfolgt, für deren Freiheitsbestrebungen gegen den serbischen Chauvinismus hier stets das größte Verständnis entgegengebracht wurde. Die serbischen Erklärungen. daß die Mobilmachung vollständig durchgeführt worden sei, werde in gut unterrichteten Kreisen Sofias starkem Zweifel unterzogen. Dem Mobilmachungsbefehl sollen nur 40 v. H Kroaten, kaum 70 v. H. Slowenen und höchstens 85 v. H. Serben gefolgt sein. Indessen sollen die Mazedonier alle bis auf den letzten Mann sich eingestellt haben, um vor allen Dingen Waffen in die Hand zu bekommen.
Kundgebungen in Sofia gegen serbischen Chauvinismus.
Sofia, 2. April. (DNB. Funkspruch.) Spontane nationale Jugend- und Studenten kundgebungen fanden vor dem königlichen Schloß statt. Nach einer Versammlung, die dem bulgarischen Soldatentum gewidmet war, zogen die Teilnehmer durch die Hauptstraßen, fangen patriotische Lieder und verteilten Flugschriften, die sich in scharfen Worten gegen den serbischen Chauvinismus und die Unterdrückung der Kroaten und Mazedonier wandten. Es wurden Hochrufe auf den Führer und das deutsche Heer laut. Die Jugend forderte in Sprechchören die Befreiung von Thrazien und Mazedonien. Eine große Menschenmenge, die düi »Straßen umsäumte, ftimmtfi beifällig zu.
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enquui] r u-m! J3Q qii:| :a(pjc2 f yuachr im L 50^ 13 N _
sog, m f! «deutschen Reichsvertretung in Tanger. An einem uchu! »rmüchen Sonnentage wurde nach 26V2 Jahren in
U »wiger Zu rn ersten Male wieder die deut- i.si3W ch< Flagge gehißt. Die llebergabe der alten jag) ü eckchen Gesandtschaft, die idyllisch am Seco quaM I ömde (Großer Markt) in einem großen schattigen IU3W3 i || fori versteckt liegt, erfolgte durch den Oberkommis- ajj nur; ai Äeneral Afenci 0. Schon die erste Nachricht jp3 w, vn der Rückkehr der Deutschen hatte die arabische j jdwr|J fojolferung auf die Beine gebracht. Lange vor Be- 1 sji U ;lün der Uebergabefeier war der Marktplatz voll von icü »Mischen. Die Schlcmgenbeschwörer und Eingebore- q M I VN-Musikanten, die verschleierten Frauen, die U3hnrü jlw Früchte und grünen Salat feilboten, waren »uufc iw! ihren primitiven Verkaufsstänben schleunigst 1 maqfl 'Etchwunden, um nicht von den Neugierigen über« m?q P ’U'nt zu werden. Auf den Dächern der Autos und 1 113$ und auf dem Gesims der niedrigen weiß- J3q p?: fruchten Häuser standen dicht gedrängt alte und
•*1 Up# Muselmanen. Vor dem Tor, das auf das
ach der Ankunft in Tetuan, dem Sitz des N:fen von Spanisch-Marokko, Muley Hassan, 1l!) chte die deutsche Delegation den Ober-Kommissar Ulj k, ® eral Asenci 0 , der seiner Freude darüber IH ibrucf gab, den Deutschen ihr Eigentum in Larger zurückgeben zu können. Beim Eintreffen in
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J üjierung am Tagetes Eintreffens der deutschen
leilichen Haus immer noch feine Wohn- und Dienst- D- me hatte. Der Mendub war der Beauftragte des I(n 3 fnnkreich hörigen Sultans von Rabat und als i'1u iriWer ^ch nach der militärischen Besetzung 2än- ge noch von Rabat abhängig. Um dieser unklaren piation ein Ende *zu bereiten, hatte die spanische
3 M1- der spanische Gouverneur von Tanger, der ü'ijij br ommandierende der spanischen Marokkostreit« 1 der spanische Gesandte und der italienische
^kneralFonful, ferner der Pascha als Dertrettr der iiafuii CT<1-)'fc^cn Bevölkerung. Das blendende Weiß der Cf MMe, die bunten Uniformen auf der Tribüne, das r ■ ' der Palmen in dem deutschen Park und das "bte Blau des marokkanischen Himmels ver- dem Ganzen ein malerisches Gesicht. Als die Hakenkreuzflagge unter den Klängen des 'tschlandliedes am Mast emporstieg und die spa- Jjfdxn Truppen, die Jugend der Falange und des Mno vor dem deutschen Gebäude aufmarschierten, ^b'ach aus der Menge ein Sturm der Freude Amor und Hochrufe auf den Führer, auf den Ka- Wn und auf Spanien lösten einander ab.
lonn besichttgten die Mitglieder der deutschen Avmnission das Haus, aus dem Deutschlands diplo- unsicher Vertreter D i e ck h 0 f f, der spätere Stcrssekretär und Botschafter in Washington, im suchst des Jahres 1914 von den Franzosen gegen internationale Recht ausgewiesen worden Kür. Mach über 26 Jahren übernimmt wieder ein d'^sher Konsul die Vertretung der Reichsinteressen. Würflig wird es nicht mchr möglich sein, daß einem Tk.tchen in Tanger das Niederlassungsrecht ver- K)ei](rt oder daß er ausgewiesen wird, nur weil L jjX irWiieinem französischen subalternen Beamten jy. Nase nicht paßt. Ein Deutscher war feit dem M Wlrieg in Tanger rechtlos und mußte sich, wenn y S?» hn überhaupt in die Zone hineinließ, wie cm behandeln lassen, während die größten mter- ' MWaten Gauner unter dem Schutz des internatto-
Regimes sich wie Herren des Landes auffuh- durften. Deutschlands Verbannung aus Tanger
A Jahrgang Hr.78 /HBF W /> A tC e
W Glchener Anzeiger
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Mwfiss», General-Anzeiger sur Oberhessen tst
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sperren können. Die hohe Bedeutung, die der Gründung zukommt, geht aus der Tatsache hervor, daß Reichswirtschastsminister Funk persönlich den Vorsitz im Aufsichtsrat der neuen Gesellschaft übernommen hat. Zu einem späteren Zeitpunkt ist geplant, zunächst 30 Millionen RM. Inhaberaktien in Kreisen des sparenden Publikums unterflubringen. Die Vorkehrungen, die jetzt bereits für eine künftige bessere Erdöloersorgung Europas getroffen werden, sind geeignet, den europäischen Raum wirtschaftlich zu sichern und damit auch die Kriegsgelüste anderer Mächtegruppen zu dämpfen. Er.
Liverpooler Baumwollbörse geschlossen
N e u y o r t, 1 April. (DNB) Nach einer United- Preß-Meldung aus Livervool ist dort die jahrhun- dertealte Baumwollbörse für die Dauer des Krieges geschlossen worden, da der britische Baumwollhandel unter den Einwirkungen der deutschen See- und Luftstreitkräfte bereits so weit zum Erliegen ge- kommen ist, daß sich die Abhaltung einer Börse nicht mehr lohnt.
Die Krankenanstalten von Bethel erneut bombardiert.
Berlin, 1.April. (DNB.) Das Okw. gibt begannt:
Die Luftwaffe versenkte bei bewaffneter Aufklärung im Seegebiel um England aus einem Geleitzug heraus ein Handelsschiff von 1000 BRT. und beschädigte ein anderes großes Handelsschiff schwer. Beim Tiefangriff von Kampfflugzeugen auf einen Flugplatz in Südengland wurden vier hallen schwer getroffen und gerieten in Brand. Weitere Bombenangriffe richteten sich gegen die Hafenanlagen von Falmouth. Bei Luftkämpfen über dem Kanal wurden zwei brltifche Flugzeuge abgeschossen. Fernkampfartillerie des Heeres beschoß in den Rachmillagsflunden kriegswichtige Ziele in Dover mit beobachteter Wirkung. Während der Rächt griffen Verbände der Luftwaffe die Hafenanlagen von hüll und Great Jarmouth erfolgreich an. Ausgedehnte Brände verursachten schwere Zerstörungen. 3m Hafen von Great Dar- mouth geriet ein Schiff in Brand.
3n Nordafrika bekämpften deutsche Sturzkampffliegerverbände mit guter Wirkung Feldbefestigungen und Ansammlungen britischer Panzerkräfte mit Bomben schweren Kalibers.
Der Feind warf in der letzten Rach! mit fchwäche- ren Kräften Spreng- und Brandbomben in West- und Rordwesideulschland. 3n einer mittleren Stadt Rordwestdeulschlands entstand stärkerer Gebäude- schaden. Bei Bielefeld wurden die Kranken- an st allen von Bethel zum zweitenmal innerhalb weniger Wochen bombardiert. Ein Volltreffer zerstörte hier ein Krankenhaus. Dabei wurden zahlreiche Personen getötet oder verletzt.
Vorpostenboote schossen zwei, Flakartillerie eines der angreifenden Flugzeuge ab. 3n der Zeit vom 16. bis 31.3. verlor der Feind 55 Flugzeuge und 11 Sperrballone. Während der gleichen Zeil gerieten 24 eigene Flugzeuge in Verlust.
Elf Tote und fünf Verletzte.
Die Opfer des britischen Volltreffers auf das Krankenhaus in Bethel.
Berlin, 1. April. (DNB.) Schwächere britische Luftstreitkräfte, die in der Nacht zum 1. April nach Nordwestdeutschland einflogen, warfen über der weltbekannten charitativen Anlage von Bethel bei Bielefeld Sprengbomben ab und richteten — wie bei ihrem Angriff auf dieselben Heilstätten am 16. 9.1940 st a r k e Zerstörun- g e n an. Durch einen Volltreffer auf ein Krankenhaus wurden elf Personen getötet und f ü n f v e r l e tzt. Im September v. I. waren neun Kinder als Opfer des britischen Ueberfalls zu beklagen, während neun schwer verletzt wurden. Die britische Luftwaffe hat durch diesen zweiten Angriff auf diese in aller Welt gerühmten Stätten der christlichen Nächstenliebe erneut bewiesen, daß sie in ihrem Haßkrieg gegen die Zivilbevölkerung vor wehrlosen Kindern, Kranken und Krüppeln nicht halt macht, auch wenn diese durch die Zeichen des Roten Kreuzes geschützt sind.
Maffuokas Besuch in Rom.
Rom, 1. April. (Europavreß.) Zusammen mit dem japanischen Botschafter oeim Quirinal fuhr der japanische Außenminister Matsuoka am Dienstagmorgen zum Quirinal, um.sich dort in das Gästebuch einzutragen. Aus der 'Fahrt durch die Stadt wurden immer wieder Hochrufe auf die verbündete japanische Nation und ihren Herrscher sowie auf den Duce und den Führer ausgebracht. Nach der Eintragung statteten die japanischen Gäste den Königsgräbern im Pantheon einen Besuch ab, wo Außenminister Matsuoka einen Kranz niederlegte. Beim Verlassen des Pantheons kam es wieder zu lebhaften Begeisterungskundgebungen, wofür Matsuoka, in seinem Wagen stehend, mit erhobenem Arm und freundlichem Lächeln dankte. Auch bei der Kranzniederlegung am Altar des Vaterlandes und dem Grabmal des Unbekannten Soldaten sowie dem Denkmal der Gefallenen der faschistischen Bewegung kam es zu neuen Sympathiekundgebungen. Im Tabularium auf dem Ca- vitol, wo dem japanischen Gast ein Ueberblitf über Die neuesten Ausgrabungen gewährt wurde, mußte er sich auf dem Balkon der auf dem Capitol-Vor- platz harrenden Menge zeigen, die immer wieder lebhaft applaudierte, tim 11.30 Uhr kehrte der lange Wagenzug der Gäste in den Quirinal zurück, wo Matsuoka vorn König und Kaiser empfangen wurde. Anschließend war er Gast des Königs bei einem Frühstück.
Um 17 Uhr wurde Matsuoka vom Chef des Zeremoniells des Außenministeriums, Exzellenz Celesta, von der Villa Madama abgeholt und zum Palazzo C h i g i, dem Sitz des italienischen Außenministeriums begleitet. Dort fand die erste Unterredung zwischen Matsuoka und dem Grafen C i a n o statt, nach der die beiden Außenminister zusammen in den Palazzo Venezia fuhren,
wo die erste Unterredung mit dem Duce begann. Die Unterredung dauerte über eine Stunde. Dann traten Mussolini und Matsuoka auf den Balkon des Palazzo Venezia. Eine große Menschenmenge bereitete dem Duce und feinem japanischen Gast stürmische Ovationen. Immer wieder brausten die Rufe auf: „Duce" und „Banzai!" Zum Abendessen um 21 Uhr im Hotel Exzelsior, das vom italienischen Außenminister gegeben wurde, war von deutscher Seite Botschafter von Mackensen geladen. Die Abendtafel war mit weißen Mandelblütenzweigen und roten Anemonen in den Farben Japans geschmückt.
Herzliche Trinkspröche.
Graf C i a n o begrüßte Matsuoka mit herzlichen Worten als Vertreter eines Reiches, mit dem Italien durch ein Bündnis verbunden sei, das ebenso fest und dauerhaft in der Politik der beiden Länder verankert sei, wie es im Herzen der beiden Völker Wurzel geschlagen habe. Tie in Asien, so sagte Graf Ciano, Deutschland und Italien in Europa haben die Fahne der Revolution gehißt, die unsere Jugend unter der hohen Leitung ihrer Führer in aller Stille und mit allem Glauben vorbereitet hatte und die von dieser Jugend und von ihren Führern mit der Kraft jenes Glaubens durch die letzte Probe des gegenwärtig gegen das britische Weltreich geführten Kampfes zur siegreichen Vollendung geführt wird. Wir sind geeint in derselben Sache, in demselben Kampf, in derselben unerschütterlichen Entschlossenheit, unsere Lebensrechte zu verteidigen, die in dem Anspruch unserer drei Völker auf die ihnen von der Natur zugewiesenen Lebensräume bestehen."
Matsuoka gab feiner Freude über die so herzliche
Erdölfelder in der Lüneburger Heide und im Unter« elsaß. Zum Teil ersetzt Deutschland die fehlenden eigenen Erdölquellen durch sythetische Gewinnung von Mineralölen aus Kohle, an der Deutschlands Boden reich ist. Aber ohne Zufuhr von Mineralölen aus fremden Ländern kann Deutschland die Motorisierung nicht so schnell vorwärtstreiben, wie es aus allgemeinen wirtschaftlichen und auch sozialen Gründen erwünscht wäre. Es liegt im Wesen der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik, kein Mangelgebiet sich selbst zu überlassen, sondern rechtzeitig für eine Versorgung in der Zukunft Vorkehrung zu treffen. Es ist selbstverständlich, daß die neu gegründete Kontinentale Del AG. sich vornehmlich in den Dienst der Friedensverfor- gung, und zwar, wie der Name sagt, ganz Europas, stellen wird. Damit reiht sich diese Gründung den anderen Maßnahmen an, die das Reich für die Sicherung künftiger europäischer Bedarfsdeckung getroffen hat.
Die naheliegende Frage lautet: ob denn in der Vergangenheit von den gegen uns eingestellten Mächten und internationalen Wirtschaftskräften ernite Versuche zur Störung der deutschen Erdöl- versorgung unternommen worden sind. Die Erdölgewinnung gehört zu denjenigen wirtschaftlichen Betätigungen, die mit einem besonderen Maß von Risiko belastet sind. Sie eignet sich daher in der Hauptsache für kapitalftarke, möglichst in verschiedenen Ländern gleichzeitig arbeitende Unternehmungen, die für erfolglose Bohrungen in einem Lande durch entsprechende Mehrgewinne in einem anderen Lande entschädigt werden. Eine einzige Tiefbohrung auf etwa 2000 Meter erfordert einen Kapitalaufwand von nicht selten mehreren hunderttausend RM. Bleiben mehrere Dersuchs- bohrungen ergebnislos, so würde ein kleineres Unternehmen dabei finanziell zusammenbrechen. -'Der besondere Charakter der Erdölgewinnung hat dazu geführt, daß dieser Wirtschaftszweig in hohem Grade der Tummelplatz der internatio-* * nalen Großfinanz geworden ist. Die beiden größten internationalen Erdöltrusts, die Rockefeiler- sche Standard Oil Co. und die englisch-holländische Royal Dutch-Shell verfügen jeder über ein Kapital von vielen hundert Millionen RM. Sie haben ihre Gruben in Nordamerika, Venezuela, im Nahen und im Fernen Orient. Sie machen die Preise, bestimmen also den Tribut, den die Derbraucherschaft ihnen zu zahlen hat und nehmen natürlich auch Weisungen ihrer Regierungen entgegen, wenn es gilt, ein unbequemes und unbeliebtes Land kurz zu halten oder in den Preisen hoch zu nehmen. Gegen diese übermächtigen Trusts gibt es nur einen ausreichenden Schutz: eine nationale beut- sche Erdölgesellschaft, die in jeder Beziehung stark genug ist, die Versorgung des Reiches und darüber hinaus ganz Europas mit Erdöl und Erdölprodukten zu steuern. Diese Rolle wird die jetzt gegründete „Kontinentale Del" spielen. Um den Einfluß des Staates zu sichern, haben sich die an dem Unternehmen beteiligten öffentlichen Stellen ein fünfzigfaches Stimmrecht gegenüber den anderen Aktionären ausbedungen.
Bei der Ausnutzung und Verwaltung der in Europa und im Nahen Orient gelegenen Erdölgebiete wird selbstverständlich nach dem Grundsatz verfahren werden müssen, daß die näher und fracht- lich günstiger gelegenen Erdölgebiete nicht vorzeitig erschöpft werden Dürfen, also geschont werden müssen. Dies gilt in erster Linie für Rumänien, dessen Erdölgewinnung in den letzten Jahren zurück- gegangen ist. Dafür wären bann andere Erdölgebiete, zu denen Deutschland nach siegreicher Beendigung des Krieges die Verbindung sichern kann (Irak und Iran), und die noch nicht annähernd voll ausgenutzt sind, entsprechend stärker anzuspan- nen. Wie wenig diese eine Ausnutzung fremder ßeiftunaen ist, ergibt sich aus der Tatsache, daß Deutschland vor dem Weltkrieg die beiden leistungsfähigsten rumänischen Petroleum-Gesellschaften (Steaua Romana und Regatul Roman) aufhaute und für die Entwicklung der rumänischen Erdölindustrie Entscheidendes aeleiftet hat. Aucy im Irak, dem Land zwischen Euphrat und Tigris, sind die ersten erfolgreichen Erdöl-Bohrversuche von deutschen Ingenieuren und Wehrmachtangehörigen im Jahr 1917 durchgeführt worden. Die Sicherung der Erdölversorgung ist übrigens auch für alle europäischen Länder von grundlegender Bedeutung. Deutschland handelt also im Sinne feiner Treuhänderrolle, die es gegenüber dem ganzen Kontinent zu spielen entschlossen ist, wenn es die Erdölgewinnung in den für Europa erreichbaren Produkffonsländern dahin beeinflußt, daß raum- fremde Mächte dem Kontinent nicht die Versorgung
Gießener Gtadttheaier.
Goethe: „Clavigo."
Die äußere Anregung zur Niederschrift dieses bürgerlichen Trauerspiels in Madrid (das hier vor elf Jahren zuletzt auf dem Theater erschien) gab im Mai 1774 ein kleines Fräulein in Frankfurt, die erst 16jährige Anna Sibylla Münch, die zum Goethefchen Freundeskreise gehörte und ihm beim damals beliebten Mariagefpiel auf den Freitagsgesellschaften im Hause am Großen Hirschgraben Dreimal hintereinander durch das Los zur'^. Gemahlin" bestimmt worden war. Diese Anna Sitkjlla, übrigens mit Goethe weitläufig verwandt, regte den jungen, durch den „Götz" schon berühmt gewordenen Dichter an, das „fragment de mon voyage d’Espagne“ in den Memoiren von P. A. C. de Beaumarchais zu dramatisieren. Goethe hatte eines Abends das spanische Reiseabenteuer des Franzosen (der als Verfasser der Lustspiele „Le Bafbier de Saville“ und „Une tolle journ£e, ou le mariage de .Figaro“ freilich sehr viel bekannter wurde) der Freitagsgesellschaft oorgelefen; das kleine Fräulein Münch sagte hernach zu Goethe: „Wenn ich deine Gebieterin und nicht deine Frau wäre, fo würde ich dich ersuchen, dieses Mömoire in ein Schauspiel zu verwandeln: es scheint mir ganz dazu geeignet zu sein." Das war das Stichwort für Goethe: er erklärte sogleich, in acht Tagen damit fertig zu fein und hat nicht einmal so lange dafür gebraucht.
Das machte sich bemerkbar. Das Stück weift deutliche Spuren einer mehr als eiligen Nieder- fchrift auf, die überdies ganze Partien fast wörtlich aus dem Original übernahm. Der Erfolg war denn auch zunächst mäßig, die Kritik ziemlich heftig. Goethes Darmstädter Freund Merck, den er in Der Gestalt des Carlos porträtiert hatte, schrieb ihm kurz und deutlich: „Solch einen Quark mußt du mir künftig nicht mehr schreiben, das können die andern ( auch." Beaumarchais, der das Stück auf einer Deutfchlandreife in Augsburg fennenlernte, äußerte sich noch gröblicher: „Der Deutsche hat meine Geschichte durch einen Zweikampf und ein Begräbnis überladen, Zusätze, die weniger Talent verraten als
Hohlköpfigkeit." Andere sanden die Sprache im vierten Akt „ekelhaft übertrieben" oder schlechterdings „wüst".
Wir werden uns heute in der Betrachtung dieses Dramas vom ungetreuen und reumütigen Liebhaber, vom zweimal verlassenen und verratenen Mädchen — auch wenn wir zu Tage liegende Mängel nicht übersehen werden — etwas zurückhaltender und respektvoller äußern. Zunächst ist festzustellen, daß Goethe mit diesem Beitrage zur Gattung des bürgerlidjen Trauerspiels ein vehementes und glänzendes Theaterstück geschrieben hatte, das noch in jeder Aufführung von unmittelbarer Wirkung war. (Auch die hitzigsten Kritiker haben das nicht bestreiten können ) Wenn man an die verblüffend kurze' Arbeitszeit denkt, was ja gewiß für die Bewertung nicht ent- scheidend fein kann, muß man das Ganze eine geradezu phantastische Leistung nennen.
Wichtiger aber als dieser Umstand, wichtiger als die französische Vorlage, Nachwirkungen Shakespeares und Erinnerungen an ein von Goethe im Elsaß gefundenes Volkslied „Vom Herrn und der Magd" ist die ganz persönliche Beziehung des jungen Genies zu seinem Stoff, der uns an und für sich so fern läge wie sein Schauplatz Madrid und uns kaum zu tieferer Anteilnahme — über das rein Theatralische hinaus — zu bewegen vermöchte.
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Wie alles ober doch alles Wesentliche in Goethes dichterischem Werk ist auch der „Clavigo" „Bruchstück einer großen Konfession". Er fand den Stofs „dramatisch, ja theatralisch" und hat „Freude gehabt darüber", — aber die Fabel reizte nicht nur den Ehrgeiz eines jungen Genies, sie erinnerte ihn auch schmerzlich an ein noch immer nicht verwundenes Erlebnis, an Sesenheim und Friederike, deren letzter Brief „fein Herz zerriß" Goethe nennt feinen sehr zweifelhaften Helden einen unbestimmten, halb großen, halb kleinen Menschen, „das Pendant zum Weisungen im Götz, vielmehr Weisungen selbst", und gleich die erste Szene des ersten Aktes wirkt wie Goethes eigene Beichte an den kühlen, spöttisch- überlegenen und ungerührten Darmstädter Jugendfreund, wie das späte und reumütige Bekenntnis eines nicht mehr gutzumachenden Unrechtes der Liebe. Und wenn das bürgerliche Trauerspiel „Clavigo" auch ein Drama des politischen Ehrgeizes enthält: dieses wird immer zurücktreten hinter der Marientragödie, in der sich uns ein dichterischer Nachhall vom aufwühlenden, lange unvergessenen Goethefchen Jugenderlebnis im Elsaß bewahrt. —
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Die letzte Gießener „Clavigo"-Jnszenierung (unter Tannert) hatte sich bemüht, die beiden nächst der Liebeshandlung wesentlichsten Dominanten des Stückes vom Räumlich-Bildhaften her sichtbar werden zu lassen: durch eine horizontale Zweialiede- rung der Bühne in Oben und Unten Die soziale Schichtung und das bürgerliche Trauerspiel anzudeuten; ferner durch die vertikale Ueberschneidung solcher Anordnung mit einer steil hochgeführten Trevpe die politische Komponente des Dramenbaues zu symbolisieren.
Die geftrige Aufführung, die Oberspielleiter Wilhelm Michael Mund vom Stadttheater Greifswald als Gast betreut hatte, ging von anderen Voraussetzungen aus: sie unternahm den interessanten, auf den ersten Blick schlechterdings überraschenden Versuch, den „Clavigo" als Kammerspiel zu geben. Das gelang bis zur ersten Szene des vierten Aktes einschließlich und überzeugte auch. Man empfand die Dämpfung der enormen Span- nungen, die hier herrschen, in einem fast halblaut- höfischen Konversationston in Verbindung mit akustischen Untermalungen und farblichen Reizen (die von Herrn Löfflers sUlgerechten und geschmack- Uch sicheren Dekorationen ausgingen) als wohltuend, zumal nichts von der unmittelbar-bühnenmäßigen Wirkung dabei oerlorenaing. Die Szenen zwischen Carlos und Clavigo (besonders jene erste im vierten Akt) schienen uns die Höhepunkte der von einer durchaus persönlich bestimmten Auffassung gelenkten Inszenierung zu sein.
Was dann folgt, entzieht sich allerdings von Natur aus dem Kammerspielstil. Der Betrachter ver- mag sich nicht zu der (vom Spielleiter im Programmheft entwickelten) Ansicht zu bekennen, der „Clavigo" sei ein „stilles Stück": man kann es wie hier gezeigt wurde, „still" spielen — aber eben nur bis zu einer gewissen Grenze; jenseits dieser Grenze (IV, 1) bricht die ungestüme Lust eines jungen Genies am reinen Theater und die ganze heftige Leidenschaft des Sturmes und Dranges
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Außenminister Graf Ciano bei der Begrüßung des japanischen Gastes. Links von ihm in Uniform der deutsche Botschafter von Mackensen. — (Bildtelegramm Scherl-M.)
Aufnahm» in Italien Ausdruck. Er erinnerte an seine diplomatische Zusammenarbeit mit Graf Ciano im Februar 1932 in Schanghai und fuhr fort: „Wir haben den Wiederaufbau der Welt in Angriff genommen, der in Ostasien und in Europa eine neue Aera eines wahren, auf der Gerechtigkeit und Billigkeit begründeten Friedens eröffnet. Der Pakt ist Das Symbol einer großen Vorwärtsbe- megun-g der Menschheit mid legt .uns natürlich eine herkulische Aufgabe auf. In der Tat stehen uns viele und vielgestaltige Schwierigkeiten gegenüber, aber sie können nur unsere Kräfte stählen und unsere Entschlossenheit, sie zu besiegen, noch fester gestalten. Und wir werden jedes Hindernis, das wir auf unserem Wege antreffen werden, bedingen mit der Gewißheit, daß der Erfolg unsere Anstrengungen krönen wird."
Sicherstellung des
Eisen- und Kupferbedarfes in Japan.
Tokio, 2. April. (DNB.) In einem Appell des Präsidenten des Planungsamtes wird die gesamte Nation aufgefordert, die Bemühungen der Regierung zur Sicherstellung des Eisen- und Kupfer- bedarfs für die nationale Mobilisierung mit allen Kräften zu unterstützen. Der Aufruf erinnert an die von USA. gegenüber Japan verhängte Ausfuhr- f p e r r e für Eisenschrott, Kupfer usw. und weist auf die von der Regierung ergriffenen Gegenmaßnahmen hin, um durch SteigerungderProduk- t i o n und andere Aktionen Japan auf diesem Gebiete unabhängig zu machen. Diese Pläne würden sich bis etwa zur Mitte des nächsten Jahres voll auswirken.
Oie Frühjahrsoffensive TschunkingS zerschlagen.
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Tokio, 1. April. (DNB.) Militärische Beobachter stellen fest, daß die von Tschungking in Szene- gesetzte Frühjahrsoffensive von den japanischen Streitkräften in China bereits in einem Augenblick zerschlagen worden ist, wo die japanische lärmet' ihre eigene Offensive überhaupt noch nicht begonnen hatte. Innerhalb einer Woche nach der Rund- funkansprache Tschiangkaischeks, in der er versicherte, das „freie China" werde jeden japanischen Soldaten auslöschen, war das militärische Vorgehen Der Tschungking-Truppen bereits völlig matt gesetzt. Ein starker Verband japanischer Marineflugzeuge griff am 18. März Tschungking an, blieb eint volle Stunde lang über der Stadt, bombardiert« alle militärischen Ziele. Die japanischen Expeditions- ftreitträfte haben festen Fuß in der fruchtbaren Gegend an der Jangtsemündung gefaßt, von wo sit die Tschunking-Truppen und auch die Reste bet' kommunistischen neuen 4. Armee vertrieben haben..
durch, die nicht zu dämpfen ist; der letzte Ak! vollends überhöht diesen Eindruck mit fast melodramafff chen Mitteln und jenen Effekten, die Hem- Beaumarchais in Augsburg fo sehr mißfielen. —
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In der Titelrolle sah man Herrn (Saninen» berg: er holte aus dem schwankenden und mehr' als schwierigen Charakterbilde heraus, was darstellerisch hier zu geben war; er vermied das Po«' litifche und unterstrich die reine Empfindung, bit: Verwirrung des Gefühls, welche, wenn man will, die Rolle vergleichsweise „modern" erscheinen lassen: kann.
Herr E r n ft spielte mit einer geschliffenen Dia" lektik den Carlos: wenn man, nicht mit Unrecht, mephistophelische Züge in der Erscheinung dieses; Mannes gefunden hat, fo waren sie hier von Welt« läuftgkeit, höftscher Rouffne und untadeliger KaE liershaltung überdeckt; hier sammelten sich ganz ungebrochen und folgerichtig die überlegenen Willens» energien, die den unglücklichen Titelhelden immer wieder umwerfen und die Handlung zur doppelten Katastrophe treiben.
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Hilde Heinrich gab die Marie, eine noch passivere Rolle als der Clavigo, „senffmentalisch" oon Grund aus: eine rührende, fünfte und blaffe Geliebte, vom Schlagen des eigenen Herzens aenng* fügt, in Seufzern und Tränen, in ohnmächtigem Erleiden und jähem Erlöschen.
Herr Erker als Beaumarchais: in ihm sind alle Gegenenergien versammelt, welche vom bürgerlich" Lager her Dem höfischen Intrigenspiel entgegengesetzt werden können; die mühsam gestaute Welle beleidig ten Gefühls war auch in dieser Gestalt, im Sinn« der Regieführung bis zur angedeuteten Grenze del! Möglichkeiten von gesellschaftlich korrekter Form be* herrscht, um gegen Ende, als der abermalige rat offenkundig ist, um so leidenschaftlicher auszubrechen.
Herr L a p o r t e gab den ruhig abwägende» Guilbert, Hilde Kneip die sorgende Schroeste^ Sophie, Herr Bernd den jugendlich hitzigen unÄ unversönlichen Buenco. —
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Der Spielleiter konnte zuletzt mit den Darstellerm starken Beifall entgegennehmen. Hans Thjrno*
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Die Seeschlacht bet Kreta
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Die Krieasaufaaben der inneren Verwaltung
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Andere von unseren Alugzeugen haben Kraftfahrzeuge erfolgreich bombardiert.
wo er bis 1924 mithalf am Aufbau der neuen Wehrmacht.
Arbeiter und ber Sauer an Heimat verdiene, Anspruch habe.
Der Oberbefehlshaber des Heeres hat dem Wirklichen Geheimen Kriegsrat mit dem Range der Räte l Klasse a. D. Semmel seine und des Heeres Glückwünsche zur 60. Wiederkehr seines Diensteln- tritts in die Armee am 1 April 1941 ausgesprochen in dankbarer Erinnerung an dessen Verdienste als Chef der Kriegsverpflegungsabteilung wahrend des Weltkrieges. Rach dem Weltkrieg war Geheimrat Semmel Abteilungschef im Reichswehrministerium,
Die beiden norwegischen kommissarischen Staats, röte Jogas Sie und Sverre Riisnaes haben sich jetzt nach Deutschland begeben, um an der Aus. bildung der „Standarte Nordland" bei der Waffen-^ teilzunehmen. Die beiden Staats- rate hatten sich am Tage der Gründung der „Standorte Nordland" als erste freiwillig gemeldet.
Keuyork, 1. April. (DNB) Der spanische faenminlfter Serrano Suner erklärte dem beren amerikanischen Botschafter In Brussel, bas ^ringen von Dampfern mit Sein sm itteln für Spanien durch die briti-
Kleine politische Nachrichten.
Nach einem Erlaß des Führers führt der Reichs- kommisiar für die Saarpfalz künftig die Bezeichnung „Der Reichs st atthalter in der TO e ft m a r k". Seine Behörde hat ihren Sitz in Saarbrücken.
Erstmalig [eit dem Weltkrieg ist den Deutschen Schanghais wieder ein Sitz im Stadtrat der internationalen Niederlassung in Schanghai eingeräumt worden.
RetchsoraaMisationSletter Dr. S e y, der sich auf einer Rundfahrt durch westdeutsche Betriebe befindet, besuchte in Dortmund ein großes Hüttenwerk. Er besichtigte eine Reihe wichtiger Betriebsabteilungen in voller Produktion. Den Abschluß bildete ein Betriebsappell in einer großen Montagehalle.
Hannover, 1. April. (DNB.) Reichsminister Dr. Frick führte Gauleiter Staatsrat Lauterbacher in sein Amt als Oberpräfibent ber Provinz Hannover ein. Bei dieser Gelegenheit fand ber Reichsinnenminlster besonders herzliche Worte der Anerkennung für die Verdienste des scheidenden Siebenten Stabschef Lutze um das nieder- e Sand Gleichzeitig überreichte er ihm In tnung feiner hervorragenden treuen Dienste als Oberpräfibent bas Kriegsverdienst« kreuz I. Klosse zugleich mit einem Dankschreiben des Führers. „Sie yaben", so erklärte Dr. Frick, „die verwaltungsmäßige Entwicklung ber Provinz mit starker Hand vorwärts getrieben unb Seistungen vollbracht, bie für bie Bevölkerung von ausfchlag- gcbenber Bedeutung sind. Als Beispiel brauche ich dabei nur auf die großen Kulturarbeiten in den Moorgebieten ber Provinz hinzuweisen, die dank Ihrer Initiative besonders gefördert worden finb."
Zu Gauleiter Lauterbacher, bem neuen Dberpräfibenten gewonbt, betonte der Reichslnnen- Minister, er habe schon vor der Machtergreifung bie HI. in Hannover geführt und übernehme nun als geborener Ostmärker ein hohes preußisches Staatsamt, ein stolzes Erbe, das verpflichte. Hannover in feiner gegenwärtigen, seit der Uebernahme durch Preußen vor 75 fahren nicht veränderten Gestalt hebe sich allein durch seine räumliche Größe aus den übrigen Verwaltungsbezirken des Reiches heraus.
[chen schweren Schiffsgeschützen getroffen worben sei. Ein italienisches Lazarettschiff sei in die kretischen Gewässer entsandt worden, um die lieber- lebenden zu bergen. Wenn diese heimkehren, werbe man wohl nähere Einzelheiten erfahren.
Oer italienische Bericht
Rom. 1.April. (DNB.) Der ilallenische wehr- machlderlchi vom Dienstag Hal folgenden worllaul:
An der griechischen Aront wurden im Abschnitt der 11. Armee feindliche Vorstöße von örtlicher Bedeutung im keime erstickt, verbände unserer Luftwaffe haben Munitionslager bombardiert und gegnerische Truppen mit Splitterbomben belegt.
3n Nordafrika hat einer unserer Bomberverbände. begleitet von deutschen Jägern, feindliche Flugzeugstühpunkte und militärische Anlagen bombardiert und dabei zwei Flugzeuge am Boden zerstört und große Brände hervorgerufen. Vie deutschen Jäger haben in Luftkämpfen ein hvrricane- Flugzeug abgeschossen. Britische Flugzeuge haben einen Einflug auf Misurata unternommen. Ls gab einige Verwundete und geringfügigen Sachschaden.
3n Ostafrlka dauert der Kampf im Jlorb- abschnltt zwischen Keren und Asmara erbittert an. Trotz des gesteigerten Einsatzes von Truppen und motorisierten Einheiten des Gegners leisten unsere Abteilungen Heldenhasten widerstand. Einer unserer Bomberverbände hat den Flugplatz von Glgglga angegriffen. 3m Luftkampf mit feindlichen Jägern wurde ein Gloster-Flugzeug abgeschossev.
Der Nachschub für das deutsche Afrikakorps erfolgt mit großen Truppentransportern über das Mittel- meer. Hier haben Truppentransportschiffe mH deutschen Truppen im Hosen von Tripolis festgernacht. (PK.-Moosmüller-Scherl-M.)
Einführung Lauterbachers als Oberpräsident von Hannover.
Dr. Frick bie Ärlegsaufgaben ber inneren Verwaltung: Das Erfassung^- und Be- schaffungswesen, bie Sorge für Die Familien unb Angehörigen unserer Soldaten, bie Verwaltung tn den neugewonnenen unb besetzten Gebieten unb zahlreiche anbere oerantwortungsreiche Kriegsaufgaben mehr. Die Betreuung ber Angehörigen der Kriegsteilnehmer ist zu keiner Zelt so umfassend gewesen wie im nationalsozialistischen Staat. Dazu kommt noch eine großzügige Verbrauchsregelung. Aus allen bleien Aufgaben leitete Dr. Frick ab, bah gerade auch Der deutsche Beamte auf den Dank des Volkes, wie Ihn auch ber Rüstungs -
Hom, 1. April. (Europapreß.) Zu bem Seege- fcht im Süden von Kreta kann von amtlicher ifa» Huscher Seite noch keine abschließende OarMung Eben werden, da man noch das (E t In r e f • hn weiterer Berichte abwarten muß. Die I 5 ferlufte auf italienischer Seite find zwar im Wehr- II «rchtbericht mitgeteilt worden, doch fehlen über I |)ei Verlauf bes Gefechtes und vor allem über IIji< englischen Verluste nähere Angaben. ' 6f wird ausdrücklich unterstrichen, daß bie von | eiyllscher Seite verbreitete Meldung von der an- glichen Versenkung eines vierten italienischen A?uzers „Giovanni delle Bonde Nere" falsch ist. N,ch an anderen italienischen Schiffen sind keine i ! H)äden zu verzeichnen.
Man betont in Rom, daß dies Seegefecht nur * ! ,1- Teil sei einer Reihe von offensiven Italienischen ^Vernehmungen gegen feindliche Stützpunkte, wo- Mbl am 28. März ein feindliches Kriegsschiff in ber t Eda-Bucht (Kreta) versenkt worden sei. Weiter ge- ■ 1 M-e in bie Reihe ber offensiven Unternehmen ber L'/ttorpedo- unb Bombenangriff am 29. März I Aren englische Flugzeugträger unb zwei Kreuzer. I Hn 30. März sei ein feinblicher Kreuzer schwer qe- tr.rfen worden.
Die im Wehrmachtbericht vom 31. März erwähn- je Vorgänge stünden mit diesen anderen im Zu- s^linenhang. Allein die Tatsache des Kampfes i n dir Nähe von Kreta beweise, daß die Halle» pjihe Marine auch in gefährlichen Gewässern llgig e n eine erdrückende Uebermadjt fänpfe. Die Ereignisse des Wehrmachtberichtes vom > 81 März müsse man in diese Kette von Begeben- ■fc*en einreihen. In dieser Nacht seien auch Halte- niHje Zerstörer zum Schuß gekommen. Abgesehen •|j|M|on stehe die Versenkung des schweren ßtglischr» Kreuzers fest, der von italieni-
Reichsminister Dr. Frick sprach am Abend in einer öffentlichen Kundgebung zu Taulenden von Dolksgenossen, die den Konzertsaal unb Den großen Saal bes Ballhauses füllten. Im Mittelpunkt Dee Rebe ftanb ein Ueberblick über bie Drei großen Phasen, bie Den Jahren ber Machübernahme ihr beson- oeres Gepräge gaben. Die ersten Jahre ftanben im Zeichen Der Innerpolitischen Festigung bes Staates. Es galt, Das Volk willensmähig auf die IDee ADo'.f Hitlers auszurichten. Dr. Frick wies auf bie Bebeu- tung ber Gleichschaltung Der Länder hin, InDem er Diese Ausrichtung auf das Reich Der Zeit gegenüberstellte, in der ein immerwöhrenDer Streit Zwischen Reich unb ßänbern die Kraft der Nation schwächte. Nach der Abschaffung ber zersetzenden politischen Parteien wurde die NSDAP. Die Willensträgerin Des Deutschen Volkes unD Reiches: sie hat seither Die großen verantwortlichen Ausgaben ber Menschen- sührung übernommen, unb sie ist damit Kern und Auslese der Nation geworden. Als zweiten großen Faktor stellte Dr. Frick den Aufbau der deutschen Wehrmacht heraus. Nach ber macht- mäßigen Stärkung des Reiches konnte ber Führer dann mit Der Verwirklichung Des Programms tn außenpolitischer Hinsicht beginnen. Dann entwickelte
Spornten einem Urteil zugefüchrt worden Ist. Die Freigelassenen bürfen nicht in ihre Heimatsorte und in Die Orte, wo sie ihre Delikte verübten, zurück- kehren. Sie müssen mindestens 250 Kilometer davon entfernt leben. Durch diese Verbannung wird bezweckt. Die vielen persönlichen Konflikte, bie bei der Rückkehr ber Gefangenen entstehen könnten, auszuschalten.
Schwierige Ernährungslage Irlands.
Dublin, 1. April. (DNB.) Der Irische Ministerpräsident de Valero erklärte, daß ber Weizenmangel ein beträchtliches Ausmaß erreicht habe, Eire könnte im weiteren Verlauf bes Krieges einer Loge gegenüberstehen, bie einer vollkommenen Blockobe der Einfuhr gleichkäme. Jeder müsse einsehen, was das bedeute. Es würden kerne Reserven vorhanden sein. Wenn die Ernte unter dem Durchschnitt läge unb bie Lieferungen nicht ausreichend seien, wäre Das Volk bem Hunger aus- gefetzt. — In der englischen Zeitschrift „Nineteenth Century" wurde kürzlich bei Behandlung der Frage Der Ueberlassung irischer Stützpunkte für bie englische Flotte unb Luftwaffe zynisch fest- gestellt: „Wenn Irlanb erst merkt, daß (eine Der- sorgungsloge unhaltbar wird, muß es sich an England wenden, dessen Schiffe allein Lebensmittel bringen können. Und dann ist für England die Stunde gekommen, den Handel abzu- schließen."
Hervorragende Kampfleistung leichter Seestreitlräste.
Berlin, 1. April. (DNB.) Zu Dem Abschuß von zwei englischen Bombenflugzeugen durch deutsche Vorpostenboote wird ergänzend mitgeteilt, daß deutsche Dorpostenschiffe, Minenraum- und Torpedoboote in Den beiden letzten MärH - wachen allein sieben englische Kampfflugzeuge ab geschossen haben. Diese Ab- schußzahlen stellen eine hervorragende Kampfleistung ber leichten Seestreitkräst-e dar, Die in treuer Pflichterfüllung unter Den schwierigsten Wetterbedingungen Tag und Nacht ihren harten Dienst tun. Kampferfolge dieser Art sprechen in gleicher Weise für das seemännische Können ber Kommanbanten, wie für die Einsatzbereitschaft unD ausgezeichnete Schießausbildung ihrer Besatzungen.
Das kleinste deutsche Kriegsschiff besucht Berlin.
,Lwerg 7", bas ft e l ft ft e Minensuchboot der Kriegsmarine aus einem Küstensicherungsver- band der norwegischen Westküste, ist von Norwegen kommend in einem deutschen Hafen eingetroffen und hat Die Fahrt auf Der Elbe unD Der Havel fortgesetzt. Es soll am Mittwoch in Berlin eintreffen unD vor Dem DbertommanDo der Kriegsmarine am Tirpitzufer festmachen. Die aus einem Bootsmannsmaaten als Kommandanten und fünf Matrosen bestehende Besatzung wird dem Oberbefehlshaber Der Kriegsmarine, GroßaDmiral RaeDer, eine befonDere Meldung und den Gruß Der norwegischen Westküste überbringen.
Bulgarischer Flieger erzählt von den ersten Bombenflieqern vor 30 Jahren.
Sofia, 1. April. (DNB.) Im Sofioter RunD- funk fanb die erste deutsch-bulgarische Soldaten- stunde statt. Im Mittelpunkt der Sendung ftanb eine Plauberei über Kriegserlebnlffe bes ersten bulgarischen Kampffliegers Oberstleutnant Rabul Milkofs. Vor 30 Jahren setzten die Bulgaren zum erstenmal das Flugzeug als Kamvfmittel im Kriege ein. Heute vor 30 Iah- ren fiel Adrianopel in bulgarische Hände. Damals wurden die ersten Bombenflüge ausgeführt, unb zwar, was mit befojiberer Freude vermerkt werben kann, mit einer deutschen 100-?8-Ma- schine Albatros. Im Oktober 1912 kam Milkoff aus Deutschland nach Bulgarien zurück als frischgebacke- ner Pilot mit einem Fttegerdiplom, das bie Unterschrift des Freiherrn von der Goltz getragen gäbe.
Der so plötzlich mitten aus ber Arbeit gerissene Generalarbeitsführer Rolf v. G o e n n e r, ber Führer des Arbeitsgaues XXX, würbe auf dem Münchener Nordfriedhof feierlich bestattet. Entsprechend den großen Verdiensten, die er sich erworben hat, erwiesen Ihm zahlreiche Vertreter der Partei, Staat unb Wehrmacht die letzte Ehre, an ihrer Spitze Reichsarbeitsführer Hierl, Gauleiter Adolf Wagner der stelltertretestde Kommandierende General des VII. Armeekorps, General der Artillerie Wa- chenfeld und der Befehlshaber im Luftgau VII General der Flakartillerie Zenettt.
Die Provinz liege mit ihren 38 700 Quadratkilometern Fläche unter allen Ländern, Reichsgauen unb Provinzen Preußens größenmäßig mit an Der Spitze, unb ber Einwohnerzahl nach übertreffe sie mit 3,5 Millionen ganz erheblich ben Durchschnitt. Der neue Dienstbereich erstrecke sich über den Parteigau hinaus in den Bereich der zwei angrenzenden Gaue Weser-Ems unb Osthannooer. Solange eine umfassende Neuordnung nicht erfolgen könne, fei es daher die Aufgabe des ObcrpröfiDentcn, die durch diese Verhältnisse bedingten Schwierigkeiten zu mekstem. Der Oberpräsident sei mit allen Machtbefugnissen ausgestattet deren er zur Handhabung der ihm anvertrauten Zentralgewalt bedarf, und er fei dabei bewußt auf leitende Tätigkeit beschränkt. Dieser klaren Zentralgewalt, die bie unbedingte Durchsetzungs- und Befehlsmöglichkeit bis zur untersten Verwaltunqsftufe bkfitzen müsse, stellte der Minister den schädlichen Zentralismus gegenüber, d. h. die Belastung der richtunggebenden Tätigkeit mit verwaltungsmäßig auszuführenden Aufgaben. Klar und eindeutig müsse Die Devise lauten: Starke Zentralgewalt, jedoch Abbau eines solchen Zentralismus. Dann brachte Stabschef Lutze in bewegten Worten seinen Dank zum Ausdruck für bie hohe Auszeichnung. Darauf sagte ber neue Oberpräfibent, daß er stolz sei, eine so schöne Provinz mit ihren wunderbaren Menschen führen zu können.
Der Ritterkreuzträger Major Klein ist in den westnorwegischen Bergen tödlich verunglückt. Er wurde auf bem Helden srtedhof bei Bergen mit militärischen Ehren beigesetzt. Der Wehrmachtsbe- fehlshober Norwegens, Generaloberst von Falken- horst, legte als letzten Gruß bes Führers einen Kranz am Grabe nieder.
(Spanien feiert den W eiten Jahrestag des Sieges
Nadrid, 1. April. (DNB.) Dor einer großen I ÜNtli-schenmenge, die sich auf ber „Allee bes Gene- Ssimus" und den Nebenstraßen staute, fand die e militärische Parade aus Anlaß Des zweiten -estages des Sieges bes nationalen Spanien W dem Caudillo, Der Regierung und der Genera- : Hü statt. Die Parade wurde von einer Abteilung ? Idadfahrer eröffnet, denen die Kadetten Der t>er- , Ebenen Militärakademien folgten. Unter den Fuß- kippen fiel besonders bas vor kurzem aufgestellte itibbatatllon des H e e r e s m i n l st e ° ftvms auf. Auch Einheiten der Marine unb Lust- K sowie motorisierte Kolonnen und Stampf-
noerbänbe nahmen an der Parade teil. Besow
Jubel löste das Erscheinen der studenti- öcn Milizen aus, welche sich zum erstenmal Mossen in der Oeffentlichkeit zeigten. Auf der kplomgtentribüne sah man die Botschafter Deutsches und Italiens, Die Vertreter Japans, Ungarns, Kwiäniens und ber Slowakei sowie Den päpstlichen
II8Üus. „ , , . . ..
Iröe Falangezeitung „Arriba" betont ber zweite krestag des Sieges fei für Die Falange Anlaß Uiiner unerbittlichen Selbstprüfung. Der 1-Apnl !9ll fei nicht dazu angetan, in fchrankenlose Freude ns;«brechen, sondern müsse Den Willen zur chsetzung Der nationalreoolutto- ihen Ziele stählen. Angesichts Der Opfer des ^Bürgerkrieges sei es Pflicht, die Ideale der Fo ange Hgen alle unD alles burchzusetzen „ABC ttoit, daß das wesentlichste Ergebnis Des Burger- taffes bie Rückkehr Spaniens zu fernen großen Ift&itionen gewesen sei. Spanien fei wieder von len Glauben an seine große Tradition erfüllt und M sich selbst wieder gefunden.
I Jahrestag Der Befreiung Madrids bat Die I Frische Regierung eine T e ilamn e ft t c erlafftn.
>n tlidje zu weniger als zwölf Jahren Derurtedten 'Eschen Gefangenen sollen 'N Dingte Frechett jeiezt werden. Betroften werden dadurch schähungs- »ft 3 5 0 0 0 Gefangene. Die Tatsache daß !Ssch dabei nur um eine fo geringe Zahl handelt, st ko rauf zurückzuführen, daß bisher nur ein ge- ihger Prozentsatz der politischen Gefangenen m
Jie allgemeine Lage fei übrigens völlig an- ptrs als im Weltkriege. Frankreich fei ge- Mgen, England vom Kontinent durch eine tata- Mlphale unb entscheidende Niederlage vertrieben.
bestehe auch keine vernünftige Aussicht dafür, lkj die Engländer je wieder irgend einen bedeuten- Ikn Einfluß auf das europäische Festland gewinnen mürben Hinsichttich der Haltung ber ^Bereinig- ! meist nmaii
Augei che I icht b! ber A ner[id n Soll 'gehen natt
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M Kalkgehalt »es Wassers in einem normalgroßen Waschkessel frißt mehr Seife, als es auf eine Seifenkarte gibt. Einige hanüvoll Senke - 30 Minuten vor Bereitung Ser Waschlauge im Kessel verrührt - sichern volle Ausnutzung von Waschpulver unS Seife.
Nach langem, schwerem Leiden entschlief am 31. März mein lieber Mann, unser lieber, guter Vater
Georg Jung, Direktor a.D.
im 60. Lebensjahre.
In tiefer Trauert
Lina Jung, geb. Mäser
Hans-Ludwig Jung, Leutnant fn einem Artillerie-Regiment
Herbert Jung, Fähnrich i. d. Luftwaffe
Gießen (Liebigstraße 47), den 1. April 1941.
Die Beisetzung findet nach dem Wunsch unseres lieben Entschlafenen in der Stille statt.
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Für die liebevolle Anteilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir herzlichsten Dank.
Frau Marie Wallenfels, geb. Berg und Kinder.
Gießen (Dammstraße 35 I),den 1. April 1941.
598 D
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden und allen denen, die uns so hilfreich zur Seite standen, sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank.
Margarete Volkmann Theodor Volkmann.
Heuchelheim, den 2. April 1941.
1603 D
Sterbefälle.
Am 16. 3. Hans Joachim Risse, 18 Monate, Gießen, Schiffenberger Weg 9. 17. 3. Cäcilie Hochscheid, 42 Jahre, Gießen, Kavlansgasse 23. 18. 3. Bergwerksdirektor a. D. Johannes Wilhelm!, 72 Jahre, Gießen, Liebigstraße 74. 19. 3. Rentenempfäng.er Georg Schwarz, 81 Jahre, Gießen, Teufelslmt- gärtchen 3, Clse Hallenberger, geb. Keil, 40 Jahre, Gießen, Steinstraße 52. 20.3. Clotilde Kühne, geb. Bierau, 74 Jahre, Gießen, Aulweg 44. 21.3. Lbei* baurat Ludwig Fischer, 64 Jahre, Gießen, Ludwrg- straße 44. 22. 3. Katharina Hanauer, geb. Schlierbach, 62 Jahre, Gießen, Neustadt 61; Bahnschremer Karl Wesserli, 74 Jahre, Gießen, Liebigstraße 61; Hilfsarbeiter Ernst Schöndorf, 66 Jahre, Wetzlar, Gabelsbergerstr. 23.3. Karl Diet-r Knöß, 6 Monate, Klein-Eichen, Kr. Gießen. 24. 3. Herbert Sittner, 2 Jahre, Beltershain, Kr. Gießen. 25.3. Helena Kunze, geb. Gaertig, 81 Jahre, Gießen, Am großen Morgen 1; Renate Mortaigne, 4 Atonale, Gießen, Katharinengasse 11; Prokurist Albert Wallenfels, 64 Jahre, Gießen, Dammstr. 35; Margarete Ufer, geb. Binnecker, 55 Jahre, Garbenheim, Kr. Wetzlar. 27.3. Elisabeths Stork, geb. Jung, 62 I., Heuchelheim, Kr. Gießen; Dekan, Pfarrer a. D. Ludwig Gußmann, 73 Jahre, Gießen, Moltkestr.7; Schloß er- geselle Heinrich Ruhs, 58 Jahre; Lollar, Kr. Gießen. 28. 3. Wilhelmine Paulus, geb. Schamp, 77 Jahre, Watzenborn-Steinberg, 5tr. Gießen. 29.3. Elisabeth Stabiler, geb. Burkhardt, 67 Jahre, Gießen, Hamm- straße 14; Schweinehändler Hermann Petschel, 62 I., Braunfels, Kr. Wetzlar. 31. 3. Verwaltungsdirektor a. D.Georg Jung, 59 Jahre, Gießen, Liebigstr. 47.
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,Das werde ich ebssn nicht tun! Ich werde ihm
du?
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g folgt.)
werdenden Sommerwettercharakters Luftwirbel aus, 3ie im willkürlichen Wechsel mal dieser, mal jener Wetterform den Vorrang geben Es kann im April 309 Wetter innerhalb weniger Minuten so kraß
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2. April von 19.58 bis 6.56 Uhr.
rre(te er und wischte sich über die Sttrn, auf der Ikchweiß stand. „Es stimmt wahrhasttg! Ich have i-tzt das Foto ebenfalls gesehen! Ich hab' es bet wir! Es stimmt wahr und wahrhaftig, sie hat ein Nnd und wohnt mit einem Tankstellenwarter zu-
kaufe zu tätigen.
Gert hatte mit kriminalisttschem Spürsinn so lange nachaeforscht, bis er die Quelle der Gerüchte über Charlotte entdeckt hatte. Darauf hatte er Falscher gestellt. Der leugnete zwar, verschwor sich hoch und heilig, keine Ahnung zu haben, aber Gert mar seiner Sache sicher und redete Fraktur mit ihm. Allem Anschein nach war die Unterredung nicht mehr weit von einer Prügelei ^entfernt gewesen oder hatte sogar schon dahin geführt. Gert drückte sich über diesen Stand seiner Nachforschungen ziern-
genannt.
Den südlichen Teil des Fimmels beherrscht das schöne Sternbild des Großen Löwen mit dem Königsstern Regulus. Im Westen sehen wir von den Wintersternbildern noch Prokyon, die Zwillinge Kastor und Pollux- und die hellstrahlende gelbe Ka- pella im Fuhrmann, anschließend im Nordwesten
21. April um 23.30 Uhr Sommerzeit. Der Himmelswagen im Großen Bären nähert sich seiner Zenitstellung. Am Südhorizont finden wir rechts unterhalb der Spika das Sternviereck des Raben, den Becher und die lange gewundene Sternreihe der
Hydra.
Don den Planeten können Jupiter und S a * turn noch kurze Zeit abends über dem westlichen Horizont beobachtet werden. Ihr scheinbarer Abstand hat sich in den letzten Wochen erheblich vergrößert. Merkur und Venus bleiben unsichtbar. Mars ist am Morgenhimmel im Sternbild des Steinbocks zu sehen;' er geht etwa zwei Stunden
zu; die Tageslänge wächst von 13 aus 15 Stunden. Der Mond zeigt folgende Lichtgestalten: erstes Viertel am 5., Vollmond am 11., letztes Viertel am
Das ist die geringste Sorge."
„Ein Wunder, daß der alte Herr noch nichts
„Behauptet Felschsr."
„Es ist rätselhaft!" . .
„Es wird für alles dies eine sehr einfache Erklärung geben, Gert, die wir nur noch nicht kennen."
„Ja, aber welche?"
„Das wirb sich bald Herausstellen."
„Und ganz Oschnitz steht Kopf!"
„Es wird schon wieder auf die Beine kommen!
Niere und Blase
Schriften durch die Kurverwaltung Bad Wildungen
„Willst du das wirklich tun?"
Gert geriet in Bedrängnis. Mit einem Versprechen nahm er es sehr genau, besonders, wenn er es seinem Vater gegeben hatte.
,Zch mutz es ihm sagen, Lis? Es geht nicht anders. Natürlich werde ich ihm nicht alles erzählen —
In keinem Monat ändert sich das Bild des abendlichen Fixsternhimmels so rasch und auffällig wie im April. Die uns vertrauten Wintersternbilder Stier, Orion, Großer Hund und Sirius, welche schon im März stark nach Westen gerückt waren, verschwinden in der abendlichen Dämmerung, während im Osten dafür die Sommersternbilder Jungfrau, Bootes, Herkules und Leier emporsteigen. Der lieber« gang vom Winter- zum Sommerhimmel vollzieht sich mit überraschender Schnelligkeit, und es ist für ben Sternfreund von hohem Reiz, diese Wandlung im einzelnen zu verfolgen. Daß die Wintersternbilder in der zweiten Hälfte des Monats so rasch verschwinden, ist darin begründet, daß die Dunkelheit täglich zwei Minuten später einsetzt, während anderseits die Fixsterne täglich vier Minuten früher
hn fasse!"
Einige Tage lang ließ er sich nicht mehr sehen, ^e aber noch eine Woche vergangen mar,/am er Eines Abends zu ihr, völlig erschöpft, erschutteri und ianz außer Atem. Stefan war zufällig nicht zu
diese verrückte Geschichte .
„Dor allem möchte ich gern wissen, von wem du
„Das wäre ja gelacht! Du wirst sehen! Ich bringe sie mit! Wenn sie auf feinen sonst hört; auf mich
ASSlÄ.’» SÄ SfÄttl Äfi 8 MrÄWj.«
3d) hatte mir gleich denken tonnen va» v ' Oschnitz dokumentarisch be- Erlaubnis abrtngen, sie zu besuchen. Gibt er fein
o£r5 M zu Weit, um V d°ßCh°rl°tt° ihr erlaubte, sie nut dem Jungen zu be-^-mde .n. Feuer.
fahren hat."
„Wirst du es ihm sagen?"
„Unter gar keinen Umständen... das heißt, gentlich mußte ich es ihm sagen!"
„Weshalb?" ~
„Weil ich ihm mein Wort gegeben HGe, ihn . fort zu benachrichtigen, sobald ich von Lolotttz Aufenthalt etwas erfahren habe."
Aus der Stadt Gießen.
Oer unberechenbare Monat
Heber Aprillaunen noch Worte zu verlieren, hieße Stilen nach Athen tragen. Doch es muß bei dem um ingenehmen Charakter, den das Aprilwelier zuweilen — namentlich in der ersten Monatshälfte — an» nimmt, immer wieder betont werden, daß ein ungebärdiger April-das beste Vorzeichen des beginnen« Den Sommerhalbjahres ist. Nur dann werden die Launen des April so sprunghaft und extrem, wenn 3er Gegenspieler, die Sommerwärme, zum Antritt hrer jahreszeitgemäßen Rechte sich vorbereitet. Es Öfen sich durch den Aneinanderprall des sterbenden winterlichen Wettertyps und des immer kräftiger
AWWlMlMW.
Roman von (Otto üenftlSl.
!9. Fortsetzung (Nachdruck verboten.)
Gert hob die Faust. „Ich komme dem Halunken
:uf die Spur! Und dann wird er mir Rede und
Intwort stehen, und Gnade ihm Gott, wenn ich
ung hterB.
Nom Winter- znm Sommerhimmel
Sternschau im April 1941.
Von Dr Erwin Kossiima.
westM
iJJW«
Schnei'-
srößtk« ;cl - W •utttr -*
ivglM tung-«£ eöeren \- nsch-'^
hört sie!"
„Du wirst sie nicht mitbringen! erklärte Lis nachdenklich und nahm noch einmal das Foto zur . Hand, das vor ihr auf dem Tisch lag. „Mach dir keine vergeblichen Hoffnungen. Sie bleibt, wo sie ist.
Sie erste Reichskleiderkarle
weiterhin Kundenausweis für Schuhmacher.
Bei Einführung der zweiten Reichskleiderkarte war die Gültigkeit der ersten Reichskleiderkarte, die ursprünglich nur bis 31. Oktober 1940 Geltung besitzen sollte, bis 31. 3.1941 verlängert worden. Nach- dem dieser Termin inzwischen verstrichen ist, besitzt die erste Reichskleiderkarte für Einkäufe von Spinn, stoffwaren keine Geltung mehr. Sie gilt jedoch weiterhin als Kundenausweis für Schuhmacher und ist für diesen Zweck sorgfältig aufzubewahren.
Gebt Ostersendungeri jetzt zur Post.
Man wartet nicht erst den letzten Zeitpunkt ab, sondern liefert seine Ostersendungen — Pakete, Päckchen und namentlich Feldpostpackchen — schon in diesen Tagen, aber nicht später als am 3. April zur Post, wenn sie rechtzeitig den Empfänger erreichen sollen.
Händels „Feldherr" unter Prof. Temesväry in Offenbach.
In Offenbach a. M. wurde dieser Tage, wie man uns mitteilt, unter der Leitung von Professor Dr. Temesväry (Gießen) „Der Feldherr" von Händel (in der Bearbeitung von Prof. Stephini, Marburg) mit großem Erfolg aufgeführt. Ausge- zeichnete Leistungen boten auch die Solisten Heilwig. Rolofs, Berlin (Sopran), Erna Stolls Frankfurt a. M. (Alt), Heinr. B e n d i n g, Frankfurt Ue- nor) und Gustav Bley, Gießen (Baß). — Es sei bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, daß das Werk in den nächsten Wochen auch in Gießen unter der Leitung von Professor Temesväry im Gießener Konzertring aufgeführt werden wird.
Obst- und Gartenbauverein Gießen.
Der Obst- und Gartenbauverein Gießen hielt im „Burghof" eine gut besuchte Versammlung ab. Der- einssührer Junker eröffnete . fie mit dem Treugruß an den Führer und einem Gruß an die ein- berufenen Mitglieder. Zunächst wurde die Sarnen- beschaffung und die Aufzucht der Iungpflanzen besprochen. Der Dereinsleiter wies darauf hin, daß mit dem Samen wirtschaftlich verfahren werden muß. Es kommt darauf an, von vornherein so zu säen, daß die Pflanzen nachher genügend Licht und Luft erhalten, damit sie sich entsprechend entfalten können. Er gab eine Reihe von Pflanzensorten an, die besonders praktisch für die Verwertung im Haus« halt sind und dje jetzt für die Gartenbestellung in Bettacht kommen. Anschließend gab er praktische Vorschläge für das Umsetzen der Pftanzen, wobei er darauf aufmerksam machte, daß junge Pflanzen, deren Stiel nicht stark genug ist, Schaden an ihren Wurzeln erleiden und im Wachstum stark gehemmt werden. Sodann wurde die Behandlung der Erdbeeren im Frühjahr, vor allem aber die richtige Düngung besprochen. In der anschließenden Aussprache wurde auch auf die Behandlung der Obst- bäume Bezug genommen. Stadtgärtner Lange stellte fest, datz die Obstbäume innerhalb des Stadtbereiches viel zu wünschen übrig lassen, vor allem bemängelte er den nicht sachgemäß ausgeführten Schnitt der Bäume. Er erklärte sich bereit, eine Gartenbegehung vorzunehmen und durch praktische Vorweisungen den Interessenten das richtige Schneiden der Bäume und deren Pflege vorzuführen. Dieser Gartenrundgang soll baldigst vorgenommen werden. Der Vereinsleiter teilte noch mit, daß Fichteiistangen als Baumpfähle, Stutzen usw. zur Verfügung stehen und auch Kali, einiger Volldünger und Stachelbeersträucher an die Mitglieder abgegeben werden können. Dann fand noch eine Freiverlosung von Gartengeräten, Dünger und Topf- blumen für die Mitglieder statt.
„Du möchtest sicher gern etwas Kaltes trinken, fcert?" erkundigte sich Lis schonend
„Ja, gern! Aber wenn du meinst, td) rebe irre, bann bist du auf dem Holzweg. Du kannst das Foto selber sehen. Es Oft nicht besonders gut gttro ftn oder daß es Lolott ist, daran gibt es g«r keinen Zweifel. Und sie hat ein Kind auf dem Arm. Da,
Mte* aus seiner Brieftasche eine kleine Lieb- hiderfotografte, die nicht ganz fd)arf mar.
bitte recht das junge schlanke Madel, das da mit einem Kind auf dem Arm neben der Benzinpumpe stand und frohgemut lächelte, war Charlotte.
„Toll!" sagte Lis. Und nach einer W-lle: „Außer dem ganz unwahrscheinlich und...
„Nicht wahr? Es ist natürlich nicht i.h ?ür wie alt hältst du das Gor? Drei Jahre.
„Nein, so alt ist es nicht. Höchstens zwei.
Otta Söllner. Spielleitung: Max Schwartze a. G. Bühnenbild: Karl Löffler. 25. Mittwoch-Miete.
Ortszeit für den 3. April.
Sonnenaufgang 6.58 Uhr, Sonnenuntergang 20.01 Uhr. — Monduntergang 1.28 Uhr, Mondaufgang 10.38 Uhr. Mond in Nordwende.
Sprechstunde des Kreisleiters.
Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 3.4.41, von 15 bis 17 Uhr in Gießen statt.
Die deutsche Handelsmarine rüst.
Die deutsche Handelsmarine hat in den uns aufgezwungenen Kampf gegen England Aufgaben von kriegsentscheidender Bedeutung. Es ist deshalb eine nationale Pflicht jedes seebefahrenen Manntzs, sich der Schiffahrt wieder zur Verfügung zu stellen. Die Seeschiffahrt ruft daher die vielen in den weiten deutschen Landen verstreuten ehemaligen Seefahrer auf, soweit sie noch körperlich leistungsfähig sind, sich wieder zum Einsatz in der Handelsschiffahrt zu melden und ihre Anschrift mit kurzen Angaben über Fahrzeit, Ausbildung und Alter der Reichsausgleichsstelle für Arbeitseinsatz in der Seeschiffahrt beim Arbeitsamt Hamburg in Hamburg 11, Steinhöft 3, mitzuteilen.____________________________________
I peratur bleibt mit 4300 Grad allerdings erheblich ' hinter der Sonnentemperatur (5900 Grad) zurück. | Während aber die Sonne wegen ihrer sehr hohen j Dichte den Höhepunkt ihrer Entwicklung bereits überschritten hat, befindet sich Arktur im aufsteigenden Äst seiner Entwicklung, wo die Strahlungstem- I peratur noch zunimmt. Wega steht tief im Nord- : osten; sie ist nächst Sirius der hellste bei uns sicht- । bare Fixstern, dem sie auch im Spektrum und in , der bläulich weißen Farbe sehr ähnelt. Zwischen Wega und Arktur finden wir die halbkreisförmige Nördliche Krone und das große Sternbild des Herkules, rechts vom Arktur eine aus schwächeren Lichtpunkten bestehende Sternreihe, Haar der Berenike
wechseln, als tauschten sich Winter und Sommer ms, die Temperaturen können innerhalb 24 Stun- >en zwischen 15 bis 25 Grad schwanken, als fände ; me Verwechslung der Klimazonen statt. Aber alles Ms ist nur echter April.
Trotzdem nimmt dieser Monat in der gartenwirt- chaftlichen Arbeit und in der Vorbereitung des 5rntejahres die ausschlaggebende. Stellung ein. Be- ktzer eines Kleingartens dürfen sich in diesem Mo- iat nicht von den äußeren Wetterverhältnissen leien lassen, sondern müssen alle Aussaaten vornehmen, die für den Gemüsegarten in Frage kommen. Insbesondere müssen die Setzpflanzen jetzt gesteckt »erden, gleichgültig, ob es tagsüber noch Schnee- chauer gibt oder ob vorsommerlich warm die Sonne cheint. Lediglich die Frühkartoffeln sind am besten ;rft in der zweiten Monatshälfte zu legen, da dann ’aum noch Gefahr besteht, daß tiefer in den Erdboden eindringender Frost aufkommt. Im übrigen ind natürlich die jungen Aussaaten und Pflänzchen, )ie u. U. an einigen warmen Tagen sich sehr schnell entwickeln können, bei rückfälligem Wetter ins Kalte mb bei Nachtfrostgefahr peinlichst zu schützen. Es oirb in klaren Aprilnächten immer angebracht fein, liefe Saaten und Pflänzchen leicht zu Überbecken. Sofern der erste Teil des April schon eine stärkere sind längere Wärmewelle bringt — was klimatisch durchaus im Bereich der Möglichkeit liegt — und ich damit eine schnelle Entwicklung der Blüten- 'nofpen von Beeren- und Kernobst ergibt, ist für ►en Fall, daß diese Sträucher und Bäume bis kurz ?or Entfaltung der Blüte kommen, in kalten und unfreundlichen Wetterperioden unbedingt für ihren Schutz zu sorgen. Eine primitive Sackleinendecke cder sonstwie unbrauchbare Lumpen genügen, um lie empfindlichen Dlütenknospen vor Nachtfrostein- lusi'en zu schützen. Diese Vorsichtsmaßnahmen haben n diesem Jahre namentlich die klimatisch begünstigen Teile Gryßdeutschlands wie der. Rhein-Main- ;au, die Bergstraße und die Ebenen der Ostmark u beachten, denn sehr wahrscheinlich wirb bei dem gegenwärtigen Stand der Vegetation es in den ge« 'annten Gebieten Anfang oder Mitte April zur Baumblüte kommen Bei der Wetterwendigkeit, die erab-e bem biesjährigen Frühling wieder eigen zu ein scheint, sind aber auch für diese Zonen noch tachtfröste zu erwarten, und es wäre sehr bebauer« .d), wenn die Aussicht auf eine gute Dbfternte, die öir nur begrüßen können, durch Fahrlässigkeit Der« lüchtet würde.
Für gewöhnlich kann im Laufe des April die Äinterheizung der Oefen aufgegeben, Zumindest cber auf ein geringes Maß reduziert werden. Mei- cens läßt es sich in der dritten Monatsdekade ichon hne Heizung auskommen, namentlich in nach I foüben gelegenen Zimmern. In der Dersandwlrt- 'chaft sind, mit Ausnahme für den äußersten Osten,
„Aber weshalb, zum Donnerwetter? Offenbar hat sie dem Kerl, diesem Lasard, den Laufpaß gegeben, und was soll fie jetzt noch zurückhalten?"
Lis schüttelte den Kopf. „Wie sie lächelt! Wie sie das Kind ansieht! Nein, Gert! So sieht nur jemand aus, der ganz glücklich ist! Du bringst sie nicht mit nach Hause! Die haben wir verloren!"
jetzt kaum noch besondere Vorsichtsmaßnahmen notwendig, da auch in den kältesten Aprilnächten die Temperatur nicht so weit sinkt, daß eine Beeinträchtigung der überwinterten und aus ihren Großlagern zur Verteilung kommenden Lebensrnittel zu befürchten ist. Die Kellervorräte sind jetzt in erhöhtem Maße gegen eindringende Wärme und Licht zu schützen. Besonders die Kartoffeln verlangen sorgsamste Betreuung, weil sie bei mehr als 5 Grad Wärme und Lichteinlaß sogleich stark zu keimen beginnen und damit schnell an Nährwert verlieren.
So bringt der April, trotz aller Launenhaftigkeit, den Frühling und die Ueberleitung zu vorsommerlichem Wetter. Darum ist es erforderlich, daß im April die letzten gartenwirtschaftlichen Vorarbeiten für das laufende Erntesahr erledigt werden.
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Tageskalender für Mittwoch.
Stadttheater: 19 bis 21.30 Uhr „Madame Butter- siy". ___ Gloria-Palast, Seltersweg: „So gefällst du mir". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mutter und Kind". — Oberhessischer Kunstverein und Winterhilfswerk: 17 bis 19 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand.
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Am heutigen Mittwoch wird Puccinis Oper „Madame Butterfly" wiederholt. Musikalische Leitung:
kanz außer zuem. ölciuh u-u. J 7 ur
Hause, weil er einen auswärtigen Kunden nach Lreslau begleitet hatte und erst spät in der Nacht gurüiferroartet wurde.
Gert ließ sich in einen der Korbsessel fallen, die
M Der lerrajfe ftanben. „Cs i « erfahren, daß d-r jung- F-l-
scher mit einer Berliner Freundin einen Autoausflug nach Potsdam unternommen hatte und bei dieser Gelegenheit zufällig auf eine Tankstelle ge« stoßen war, bei der er ein bekanntes Glicht entdeckt hatte. Es war Charlotte Mathesius. Er glaubte seinen Augen nicht zu trauen, war auch seiner Sache keineswegs sicher, weil Charlotte sich nicht bei der Tankstelle selber, sondern in dem Hause dahinter befand Das Fenster stand offen, er sah in eine Bauernstube, und hier saß die junge Frau, in der er Charlotte Mathesius wiederzuerkennen glaubte. Er setzte seinen Ausflug fort, aber die Sache ging ihm nicht mehr aus dem Kopf, und er richtete es so ein, daß er auf der Rückfahrt abermals vor derselben Tankstelle seinen Brennstoif erneuerte.
Er hielt sich im Innern des Wagens nerboraen, schickte seine Freundin hinaus und hatte das Glück, Charlotte diesmal deutlicher zu Gesicht zu be- beTtfa^Ünb^^r^ein™ b*! NÜrbas Nötigste. E- macht sich i°
oem iu«. u v I I ______ biKor fiuhnnPon und Soraen. der alte Herr. Nur
Gert machte eine ärgerliche Handbewegung, ließ sich aber in keinen Streit ein. Er nahm das Bildchen schließlich wieder an sich und verabschiedete sich bald. Als er nach Hause fuhr, faßte er den Entschluß, sofort mit seinem Vater zu sprechen. Vielleicht war es möglich, morgen schon nach Berlin zu fahren und die verdrehte Geschichte in Ordnung zu bringen. Es war eine heikle Unterredung, die ihm bevorstand, und über den Ausgang wagte er noch 1 keine Mutmaßungen, aber fest stand, daß er fein Wort halten mußte und seinen Vater keinen Augenblick zu lange in Ungewißheit lassen durfte.
Von Frau Triebsch erfuhr er, daß sein Vater vor einer halben Stunde aus dem Werk nach Hause gekommen war und sich in feinem „Kabinett" befand. Dies „Kabinett" war eine Art Arbeitszimmer, m bem jedoch niemand arbeitete. Es enthielt die alten wurmstichigen Möbel, zwischen denen der Begründer dem Hauie lag. unc ne luyii« euren utuitu mui^hi -----. - • ■ - der Mathesius-Werke vor fast hundert Iahrcn ge»
an der Hand Mit dem Eigentümer der Tankstelle selber Gedanken und morgen der alte Herr. Nur w hatte ^lus Gründen der Pietät war das uralte -
schien sie auf sehr vertrautem Fuß Zu stehen. Sie anmerken läßt er sich nichts davon, aber i H weiß Mobiliar aufbewahrt und genau so aufgestellt wor- | fmnne". es. Ihm siele ein Stein vom Herzen, wenn ich ihm & roie e5 einst in dem kleinen, schuppenartigen
,’Jtem, io air qi es s • bürgerlicher Name war übrigens Hans endlich sagen kann, daß Charlotte sich wieder an« Gebciude gestanden hatte, das die Keimzelle des heu-
.Hast du irgendeine vernünftige irnaru g Westphal Ilm nähere Nachforschungen anzustellen. gefunden hat." tigen großen Verwaltungsgebäudes war.
r- ßUfrftfchte? • t Xiyqipyui. uin , ) t t miA.t'______s I llnh »in ma/ii» nnhsro Steins burdett DU tnm 3 °
। fotografieren.
Das war alles.
Gert bekam feine eisgekühlte Selter und tränt sie in burftigen Zügen aus.
„Nun sage mir, um alles in der Welt, ßis, was hältst du von der Geschichte?"
„Mit zwei Männern chaust sie zusammen, sagst
untergehen.
Mit den Sommerfternbildern sind drei besonders helle Fixsterne heraufgekommen, die unsere Aufmerksamkeit auf sich lenken: Spika in der Jungfrau, Arktur im Bootes und Wega in der r—7 .... m-v----- - . - .. . ...
Leier. Die weiß strahlende Spika finden wir . Perieus und Kassiopei-a. Der optisch veranderttche gegen 22 Uhr Sommerzeit in verhältnismäßig ge- Stern Algol im Perseus, dessen Licht durch den ringer Höhe über dem südöstlichen Horizont. Neuere ihn umlaufenden Begleiter in regelmäßigen Abstan- Untersuchungen haben ergeben, daß Spika ein sehr den teilweise abgeblendet wird, hat günstig zu beod- enqer Doppelstern ist, dessen Sonnen sich fast be- achtende Lichtminima am 1. April um 22 Uhr unö rühren. Jede von ihnen hat etwa die tausendfache ***** 09 Qn dr »»"»«* «•
Leuchtkraft unserer Sonne bei einer Entfernung von rund 300 Lichtjahren. Die beiden Sonnen kreisen in vier Tagen um den gemeinsamen Sck-werpunkt. Aber kein noch jo großes Fernrohr vermag sie zu trennen, immer sehen wir nur einen blendend weißen Punkt. Nur die regelmäßige Verschiebung der Spektrallinien verrät uns die wahre Natur dieses riesenhaften Doppelsterns. In auffallendem Gegensatz zur weißen Spika ist der höher stehende Arktur von tief gelber Farbe. Dieser schöne Stern, dessen wunderbare Leuchtkraft schon im griechischen Altertum die Aufmerksamkeit der Dichter auf sich lenkte, nimmt in der Entwicklungsreihe der Fix- > vui uci vu.u« “**■• _ . . .,
fterne eine besondere Stellung ein. Arktur ist ein Die Mittagshöhe der Sonne nimmt im April gelber Riesenstern von gewaltiger Größe, aber nur 1 um 10 Grad oder 19 scheinbare Sonnendurchmesser geringer Dichte. Bei einem Abstand von 38 Licht- I jähren oder 360 Billionen Kilometer besitzt Arktur ben 27fachen Durchmesser und die hundertfache Leuchtkraft unserer Sonne. Seine Oberflächentem-
Gießener Schlachtviehmarkt.
Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehoersteigerungshalle Rhein-Main kosteten Ochsen 39 bis 45,5 Rpf., Bullen 39,5 bis 49,5, Kühe 28 bis 46,5, Färsen 35 bis 48,5, Kälber 35 bis 57, Schafe 29 bis 41 je Y-i kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,13 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,13, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,11, c (90 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 89,5 kg) 1,01, e bis f (unter 80 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Altschneider) 1,11, g2 (andere Sauen) 1,01,
h (Eber) 1,01 RM. Marktverlauf: regelmäßig, alles zugeteilt.
*♦ Städtische Bücherei. Im März sind 2123 Bände ausgeliehen worden. Von diesen Bänden kamen auf: Literaturgeschichte 1, Zeitschriften 14, Gedichte und Dramen 18, Erzählende Literatur 1226, Äugendschrrften 395, Länder- und Völkerkunde 106, Kulturgeschichte 2, Geschichte und Biographien 176, Kunstgeschichte 4, Naturwissenschaft und Technologie 89, Heer- und Seewesen 45, Haus- und Landwirtschaft 5, Gesundheitslehre 1, Religion und Philosophie 2, Staatswissenschaft 37, Außerdeutsche Literatur in Originalsprachen 2 Bände.
ner Wilhelm Müller den günstigen Kassenbericht. Die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wieder gewählt. Nach reger Aussprache schloß die Generalversammlung in üblicher Weise.
Kreis Büdingen.
△ Schotten, 31. März. Gestern fand in der schön geschmückten Turnhalle die Ueberweisung und Verpflichtung der in die HÄ- und den BDM. zu überführenden Jahrgänge statt. Nach dem Fahneneinmarsch erklangen gemeinsam gesungene Lieder und Sprechchöre. Der Fähnleinführer übergab die 14jährigen dem HJ.-Führer, die BDM.-Führerin übernahm die Mädels. Pg. Bezirksbauernführer Straub richtete mahnende Worte an die Jugend. Anschließend fand noch eine Schulentlassungsfeier der aus der Oberschule und Volksschule zur Entlassung kommenden Schüler und Schülerinnen aus Schotten und den Gemeinden Betzenrod, Götzen
Aus der engeren Heimat.
Auf der Flucht erschossen.
* Alsfeld, 2. April. In der Nacht zum Sonntag wurden in dem Kreisorte Ohmes von einem unbekannten Täter vier Einbrüche verübt. Während der Einbrecher in der Schule und in der Försterei, wo er gestört wurde, erfolglos abziehen mußte, gelang es' ihm in zwei anderen Häusern, Beute zu machen. Am Sonntag wurden durch die Gendarmerie die F u ß sp u r e n und andere Merkmale des Täters gesichert, wobei ein zufällig in Ohmes weilender Fahrzeuglenker von auswärts zu- fah, der sich insbesondere die Fußabdrücke des Spitzbuben genau einprägte.
Der Zufall fügte es, daß dieser Zuschauer am Montagoormittag auf der Landstraße einen unbekannten und verdächtigen Mann bemerkte, dessen Fußabdrücke in dem vorübergehend aufgeweichten Boden er als i d e n t i s ch mr t d e n Einbrecher- fußspuren in Ohmes erkannte. Es gelang ihm, den Unbekannten nach Ruhlkirchen mitzunehmen, wo er ihn der Gendarmerie übergab. Bei der ersten Vernehmung durch den Gendarmeriebeamten gestand der Fe st genommene ohne weiteres die vier Einbrüche in Ohmes ein, ebenso gab er an, daß er in einer Schäferhütte übernachtet hatte, die von ihm aufgebrochen worden war.
Auf dem Wege zu den Tatorten zwecks weiterer Feststellungen ging der Verhaftete, der keinerlei Papiere bei sich führte und auch keinen Namen genannt hatte, dem Gendarmeriebeamten zwischen Ruhlkirchen und Ohmes flüchtig. Der Beamte verfolgte den Ausreißer über eine Strecke von mehreren Kilometer quer durchs Feld und mehrere Waldstücke, wobei er wiederholt Warnungsrufe an den Flüchtenden richtete und auf größere Entfernung auch mehrere Warnungsschüsse abgab. Alle diese Warnungszeichen ließ der Flüchtling unbeachtet. Als sich der Abstand zwischen ihm und dem verfolgenden Gendarmeriebeamten einmal auf kurze Entfernung verringert hatte, setzte der Täter zu einem neuen Gewaltlauf an, worauf der Beamte nach nochmaliger Warnung wieder einen Schuß abgab. Dieser traf jetzt den Flüchtling, der auf der Stelle t o t zusammenbrach.
Üeber die Personalien des Toten bestehen bis jetzt keine Anhaltspunkte. Aus verschiedenen Wahrnehmungen ergibt sich aber die Wahrscheinlichkeit, daß er sicherlich noch andere Straftaten, vor allem Einbrüche, begangen hat und kriminell kein Neuling mehr war. Die weiteren Ermittlungen über die Herkunft und das Vorleben des anfangs der zwanziger Jahre stehenden Unbekannten sind im Gange.
Spar- und Darlehenskasse Lollar.
O Lollar, 1. April. D i e Spar - und Darlehenskasse e. G. m. b. H. Lollarchiett am Sonntag im Gasthaus „zum Löwen" bei Mitglied Hofmann ihre 22. Generalversammlung ab. Der erste Vorsitzende des Aufsichtsrats, T a u b e r t, gedachte zunächst der im verflossenen Fahre verstorbenen Genossenschaftler und der im Fahre 1940 gefallenen Kameraden.
Vorstandsmitglied Geißler erstattete sodann den Geschäftsbericht. Dem Bericht war zu entnehmen, daß die Kasse ihre Aufwärtsentwicklung trotz des Krieges auch im Fahre 1940 fortgesetzt hat. Fm abgelaufenen Jahre sind der Genossenschaft 14 Mitglieder neu beigetreten, ausgeschieden sind durch den Tod 6, durch Aufkündiaung 7. Am Schluß des Ge- chäftsjahres gehörten der Genossenschaft 239 Mit- siieder an. Eine starke Steigerung erfuhr der Um- atz. Er betrug auf eine Hauptbuchseite 5 952 298,14 RM., mithin ist der Gesamtumsatz 11904 596,28 RM. Aus diesen Wahlen ist ersichtlich, welche Arbeit von der Kasse zu leisten war. Wenn sich in den ver- aangenen Jahren die Entwicklung bei den Spareinlagen bereits erfreulich zeigte, so ist die diesmalige Erhöhung der Spareinlagen von 575 614,24 RM. auf 757 137,80 RM. besonders zu begrüßen. Hierzu ist zu bemerken, daß im Berichtsjahre 348 684,14 RM. neu eingelegt wurden und 167 160,58 RM. zur Rückzahlung gelangten. Im verflossenen Jahre ergaben sich 4 135,02 RM. neue Spareinlagen bei der Schulsparkqsse. Die beste Stütze dieser Einrichtung ist die Lehrerschaft. Pie festbefristeten Darlehen beliefen sich am Ende des Jahres auf 66 928,95 RM., die Hypotheken auf 244 750,60 RM. Der Ge^ winn aus dem Geschäftsjahr 1940 beträgt 3 887,51 RM. gegenüber 3 783,39 RM im Vorjahr. Aus diesem Geschäftsbericht ergibt sich ein recht erfreuliches Bild über die günstige Entwicklung der Kasse. Schon äußerlich gesehen zeigt sich dieses Fortschreiten an der Erhöhung der Bilanzsumme von 762 757,19 RM. auf 1001 685,82 RM. Durch den Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden T a u b e r t erhielt der günstige Gesamteindruck volle Bekräfttgung.
Nach den beiden Berichten konnte der Jahresrechnung und der Bilanz Genehmigung erteilt werden. Ebenso wurde dem Vorstand und dem Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Dem Vorschlag des Vorstands, den Gewinn wie folgt zu verteilen: Verteilung einer Dividende von 5 v. H., Tragung der 10 v H. Kapitalertragssteuer und Zuschreibung des Restes zum Reservefonds bzw. Betriebsrücklage, wurde entsprochen.
Bei der Ersatzwahl zum Vorstand, aus dem das Vorstandsmitglied Geißler satzungsgemäß auszuscheiden hatte, wurde dieser wiedergewählt; desgleichen erfolgte die Wiederwahl der Aufsichtsratsmitglieder Becker und R i e h m. Die gesetzliche Revision der Kasse, von der ein schriftlicher Bericht vorlag, (der durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Taubert verlesen wurde) widmete der Kasse für den Stand und die Geschäftsführung vollste Anerkennung.
Nachdem das Protokoll vorgelesen wurde, schloß der erste Vorsitzende des Aufsichtsrats in üblicher Weise die Versammlung.
Landkreis Gießen.
& Steinbach, 2. April. Frau Maria Katharina Arnold, geb. Müller, Witwe des schon 1929 verstorbenen Werkmeisters Karl Arnold, feiert in guter Gesundheit.am 5. April ihren 7 0. Geburtstag. Der einzige Sohn der Frau Arnold fiel im Weltkriege im Oktober 1915. Der Jubilarin unsere herzlichen Glückwünsche zum Geburtstage.
# Mainzlar, 1. April. Die hiesige Landwirtschaftliche Bezugs - und Absatzge- n o s s e n s ch a f t hielt am Samstagabend bei Gastwirt W. Müller ihre Jahresschlußversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Ludwig Kreiling gab zunächst die Gewinn- und Verlustrechnung bekannt. Anschließend erstatteten der Direktor Hch. K r e i l i n g den Geschäftsbericht und der Rech-
Michelbach statt. Die Feier war umrahmt von musikalischen Vorträgen und Liedern. Rektor Stein- Hauer (Schotten) hielt eine Ansprache an die Entlassenen. Mit den Liedern der Nation und dem Sieg-Heil auf den Führer klang die Feier aus. Ein interessanter Lehrfilm wurde noch vorgeführt. — Die gestrige Straßensammlung mit dem Verkauf der schönen Heilkräuterabzeichen hatte mit rund 700 Reichsmark wieder ein sehr gutes Ergebnis. — 150 Frauen und Mädchen wurden in einem vom Deutschen Rotey Kreuz und dem Reichsluftschutzbund ausgehenden Kursus als Laienhelferinnen ausgebildet. Bei der Prüfung durch Medizinalrat Dr. Eiche l s- b a ch e r konnte man sich die Gewißheit von dem guten Stand der Ausbildung verschaffen. Bürger- meister M e n g e l sprach den Leitern des Kursus, Frau T h e i n e vom DRK., und Berufsschullehrer Sauer vom RLB., den verdienten Dank aus.
Häftlinge als Schwarzfahrer im Bremserhaus.
LPD. Fulda, 1. April. Bei der Ankunft eines Güterzuges im Fuldaer Reichsbahnhof entdeckte ein Bahnschutzbeamter in den frühen Morgenstunden i n einem Bremserhäuschen zwei Strafgefangene, die aus einem Arbeitslager bei Dieburg geflüchtet und von Hanau bis Fulda auf diese Weise „schwarzgefahren" waren. Während einer der Häftlinge dingfest gemacht werden konnte, entwischte der zweite im Schutze der Dunkelheit.
SJl.-$pOTt
3. Hallenkampfspiele der HZ.
Die 3. Hallenkampfspiele der Hitler-Jugend 1941 in Stuttgart mit den deutschen Fugendmeisterschaften im Turnen, Boxen, . Ringen, Gewichtheben, Judo, Fechten und Hallen-Radsport sowie den Reichsprüfungskämpfen der Schwimmerjugend wurden am Dienstag eröffnet. Zu der Feierstunde im festlich geschmückten Saal der Stuttgarter Liederhalle hatten sich neben den rund 2000 teilnehmenden Hiklerjungen, BDM.-Mädel und Kampfrichtern, die Obergebietsführer Dr. Schlünder im Auftrage des Reichsjugendführers auf die Gesetze und Regeln eines ritterlichen Kampfes feierlich verpflichtete, mit dem württembergischen Gauleiter und Reichsstatthalter Wilhelm Murr an der Spitze zahlreiche Ehrengäste von Partei, Staat und Wehrmacht eingefunden.
17. Fußballändertreffen Deutschland—Ungarn in Köln.
Die deutsche Sportgemeinde sieht dem 17. Fuß- ball-Ländertreffen mit der ungarischen National- Mannschaft, das am Sonntagnachmittag im Kölner Stadion vor sich gehen wird, mit großer Spannung entgegen. Den Fußballfreund bewegt in erster Linie natürlich die Frage nach dem Ausgang des Spiels. Wird es der deutschen Elf endlich wieder einmal gelingen, die Magyaren zu schlagen? Seit 1934, als Edmund Conen zum erstenmal in der Nationalelf stand und Hennes Stubb vor seinen Landsleuten ein „sagenhaftes" Tor schoß (3:1 endete das Spiel), gab es keinen deutschen Sieg mehr. 1936 und 1939 verloren wir in Budapest, dazwischen liegt das Nürnberger 1:1. Und die beiden Spiele im vergangenen Jahr in Berlin und Budapest endeten 2:2, wobei was noch in aller Erinnerung sein sollte — der Wiener Pesser jedesmal ein einwandfreies Tor schoß, was aber von den Schiedsrichtern übersehen wurde. So blieben auch 1940 naheliegende deutsche Siege aus, und in der Bilanz der deutsch-ungarischen Ländertreffen hat Ungarn mit 7:3 Siegen (sechs Spiele endeten unentschieden!) eine überlegene Führung.
Deutschland wird mit größter Wahrscheinlichkeit mit der Elf antreten, die zuletzt in Stuttgart gegen die Schweiz siegreich blieb. Die deutschen Farben werden also vertreten: Klodt; Janes, Streitle; Kupfer, Rohde, Kitzinger; Hanreiter, Hahnemann, Walter, Schön, Kobierski. In Reserve stehen Jahn (Tor), Miller (Verteidigung), Gellesch (Läuferreihe) und Willimowski (Sturm).
Ungarns Verbandskapitän Josef Fabian hat 14 Spieler namhaft gemacht, die gegen Deutschland antreten werden. Die endgültige Mannschaftsaufstellung wird, genau wie auf deutscher Seite, erst an Oft und Stelle vorgenommen. Das Aufgebot für Köln lautet: Tor: Csikos (Ferencvaros); Toth (Szeged); Verteidigung: Koranyi (WMFC.); Kispeter (Szelnok); Läuferreihe: Sarosi III, Polgar, Lazar (alle Ferencvaros), Toth (Gamma); Sturm: Kincses (Kispest),' Bodola (Großwardein), Füzi (Gaswerke), Kiszely, Gyetvai (beide Ferencvaros Berecz (DJMAWAG.)
..©porfgemeinhe Steinbach.
Grünberg Jugend — Steinbach Jugend 2:0 (2:0).
Beide Mannschaften trafen sich zum fälligen Bannmeisterschaftsspiel in Grünberg. Die Platzbesitzer konnten in stärkster Aufstellung antreten, während die Gäste für ihren Mittelläufer Ersatz ein- stellen mußten. Die Gastgeber, mit dem Wind spielend, konnten bis zur Halbzeit zweimal erfolgreich sein. Nach dem Wechsel kamen die Gäste mehr auf und drängten die Gastgeber in ihre Hälfte. Trotz der Ueberlegenheit verstanden es die Gäste nicht, einen knappen Sieg, mit dem man rechnete, zu erringen. Die Gastgeber unternahmen noch einige Vorstöße, die abgewehrt werden konnten.
TD.-Sfeinberg SDG. — Steinbach SDG. 0:4.
Die SDG. von Steinbach, die auf dem Waldsportplatz von VfB.-R. Gießen gegen die SDG. von Watzenborn-Steinberg antrat, verstand es, einen sicheren Sieg zu erringen. Damit ist die SDG. Steinbach Gruppensieger in der Gruppe II und wird nun gegen die SDG. von DfV.-R. Gießen um die Jungbannmeisterschaft zu kämpfen haben. Daubringen 1. Jgd. — Garbenteich 1. Jgd. 5:0 (3:0).
21m Sonntag trafen sich die Mannschaften zum weiteren Ausscheidungsspiel um die Bannmeisterschaft in Saubringen. Die Gäste hatten eine gute Mannschaft, Saubringen mußte sein ganzes Können aufbieten, um den Gegner zu besiegen. Durch besseres Stehvermögen und größere Spielerfahrung kamen die Platzbesitzer zu einem weiteren Erfolg.
Von der &H&. 1877.
Mit Beginn des Frühjahrs ist wieder Leben in die Bootshäuser an der Lahn einaekehrt. Die Technische Nothilfe hat sich auch in diesem Jahre wieder zur Anbringung der Anlagebrücken zur Verfügung gestellt. Nun kann die notwendigste Vorbereitung für den „Tag des Deutschen Rudersportes" am Sonntag, 6. April, getroffen werden. Arn Vorabend findet im unteren Bootshaus eine kameradschaftliche Zusammenkunft mit einem Lichtbildervortrag statt. Von der Schloßterrasse an der Jll, in unmittelbarer Nähe des Münsters der deutschen Stadt Straßburg, wird am Sonntag, 6. April, um 11.45 Uhr der Be- fehl zur Flaggenhissung an alle deutschen Ruderer erfolgen. Die GRG. 1877 nimmt vor dieser Feier- stunde die Taufe eines Gigvierers vor. Nachher werden die Ansprachen des Reichssportführers und des Reichsfachamtsleiters übertragen. Nach dem für alle deutschen Ruderer zugleich um 12 Uhr gegebenen Start werden die ersten Boote auf die Lahn gebracht. Anschließend findet im unteren Bootshaus die Ehrung verdienter Mitglieder statt.
Asm Lahn-Neqatia-Verein.
Der Lahn-Regatta-Verein hielt seine Hauptversammlung in Limburg unter Leitung des stellvertretenden Vereinsführers Fr. Levermann von der Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 ab. Zunächst begrüßte Kamerad Levermann insbesondere den Sportbezirksführer des Bezirkes 9, Kamerad Roth (Eschhofen). Sann wurde der Geschäftsbericht erstattet, der vor allem auf eine Sitzung in Weilburg hinwies, in der die Bestrebungen Mr Aufrechterhaltung der Rudertätigkeit auf der Lahn besprochen wurden. Weiterhin wurde festgestellt, daß nur zwei Lahnvereine sich an größeren Veranstaltungen beteiligt haben, die Limburger Ruder- gesellschaft an der Regatta in Offenbach und die GRG. 1877 mit einem Frauenvierer an der HJ- Regatta in Frankfurt a. M. Nach dem Kassenbericht und den Berichten der Kassenprüfer wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Kamerad Fr. S ch ü ß - l e r von der „Hassia" Gießen dankte dem Kamera- den L e o e r m a n n für seine Mühewaltung im ab-
Mädel rücken zum Arbeitsdienst ein.
In die Lager des weiblichen Reichsarbeitsdienstes rücken jetzt neue Arbeitsmaiden ein. Hier sehen wir eine Anzahl Berliner Mädel, die ihre Koffer bereits gepackt haben und auf die Abfahrt des Zuges warten. — (Scherl-Bilderdienft-M.)
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Dom 18. bis 31. März fanden die Entlastungen aus dem Reichsarbeitsdienst der weiblichen Jugend statt. Sie werden von den Neueinstellungen unmittelbar abgelöft. Bis 45 Sonderzüge werden jeweils 400 bis 900 Arbeitsmaiden quer durch Deutschland an ihren Bestimmungsort bringen. Zahlreiche Reichsarbeitsdienstführerinnen und Reichsarbeitsdienstärztinnen begleiten jeden Transport. Etwa 80 000 Angehörige des Jahrganges 1922 wurden einberufen, darunter freiwillige Volksdeutsche der neuen Ost- und Westgebiete.
gelaufenen Geschäftsjahr. Sodann erfolgte als Hauptpunkt der Tagesordnung die Annahme der neuen Einheitssatzung. Auf Vorschlag von Kamerad Levermann wurde der zur Zeit im Felde stehende Vereinsführer Paul Brühl erneut zum Vereinsführer vorgeschlagen, damit er durch den Sportkreisführer des NSRL. bestellt werden kann. Als weitere Mitglieder wurden durch Kamerad Paul Brühl bestellt: Fr. Levermann (GRG. 1877) als Stellvertreter, H. Wagener (GRG. 1877) als Kassierer, Wegener (Limburger Rcl. 1907) äls Schriftwart, von Schenk (Wetzlarer Rcl. 1880) als Jugendwart, Schaden (Limburger Rcl. 1907) als Wanderruderwart, Liselotte Kimmel (GRG. 1877) als Ruderwartin. In den Beirat berufen wurden: Levermann, Wagener, Wegener und von Schenk, in den Ältestenrat: Leißler, Wegener und Scharmann. Zu Kaffenprüfern für 1941/43 wurden Fr. Schüßler (Gießen) und Leißler (Wetzlar) bestellt. J3n der Aussprache über die Renngemeinschaften sand der Vereinsführer warme Worte für eine solche Zusammenarbeit, die durch den Sportkreisführer unterstrichen wurden. Es folgte eine an» reaende Aussprache. Die Versammlung wurde geschloffen mit dem Wunsche, daß jeder sein Teil dazu beitragen wolle, um dem Rudersport auf der Lahn im Jahre 1941 jede Förderung zuteil werden zu lassen.
Aus dem Reich.
Die jüngste deutsche Großstadt.
Durch die vom Chef der Zivilverwaltung im Elsaß verfügten Eingemeindungen, hat die elsässische Industriestadt Mülhausen die 100 000- Grenze in der Einwohnerzahl überschritten Damit ist eine neue deutsche Großstadt entstanden, der die Aufgabe gestellt ist, Stützpunkt und <5d)aufenfter im Südwesten des Reiches zu fein. Im Gedanken an die geschichtliche Vergangenheit, den deutschen Charakter der Stadt Mülhausen und das deutsche Blut, das um das Elsaß und auch um diese Stadt geflossen ist, wird sich Mülhausen jetzt feiner Stellung als Großstadt durch Einsatzfreude, Tatkraft und Pflichterfüllung würdig erweisen, wie Oberbürgermeister Maas in einem Aufruf betonte.
Erweiterte Elternversorgung für Hinterbliebene.
Die Einkommensgrenzen für die Feststellung der Bedürftigkeit bei Gewährung von Elternversorgung sind sowohl für die Eltern von gestorbenen Soldaten des Weltkrieges als auch des jetzigen Krieges wesentlich erhöht worden. Elternrenten nach dem Wehrmachtfürsorge- und -Dersorgungsgesetz sowie Elternbeihilfen nach dem Reichsversorgungsaesetz werden jedoch nur auf Antrag neu festgestellt. Auskünfte erteilen für die alte Wehrmacht die Der- forgungsämter, für die neue Wehrmacht die Wehr- machtfürsorge- und Versorgungsämter
Auswärtiqenzuschlag zum Schulgeld aufgehoben.
Der Reichserziehungsminister hat den „Auswar- tigenzuschlag" zum Schulgeld an den öffentlichen höheren Schulen und Mittelschulen in Preußen aufgehoben. Bisher konnte an den nichtstaatlichen, höheren Schulen und Mittelschule^ für auswärtige Schüler, z. B. Fahrschüler, ein Zuschlag zum Schulgeld erhoben werden. Dieser schul- und siedlungspolitisch unerwünschte Zustand ist nun beseitigt worden. Die Verwaltungen der Länder sind ebenfalls gebeten worden, in gleicher Weise zu verfahren, soweit dort der Auswärtigenzuschlag erhoben wird.
öcüwarz-Veiß Bleich-Soda enthärtet das Wasser und lost über Nacht den Schmutz aus der Wäsche