Samstag, / Sonntag, 2. März Ml GiehenerAnDger (Nachdruck, auch mit Ouenangabe, verboten.) knde Februar 1941. Der ft. An den zahlreichen chen gesprochen werden: Nordländerinnen fitzen ;iul lige die ein den Hotels zahlreiche Aw lande die noch vor kur. Obdach zu finden, bis die g r o ch Spanien, um !S, in Portugal, hatten sie ge- einst in Paris, öffentlich gell u f Angst zurückzuführen ist und die jetzt fchn einfehen, daß sie besser daran getan hätten, in it m Wohnungen am und Wüsttinge einziehen würden, u — ja und — s und sichere ein strah. Der Führer empfing Japans BoMasier. n a l e Stadt gewordeü Gaststätten rund um den herrscht ein Durcheinand Las Portugiesische fei Sprachkundiger dürfte fester vorläufig ein 2 Reise nach der habt dig ist. Träger der Reichsstraßensammlung für das WHW. sind diesmal die Männer der Parteigliede- traf Freitag abend in Wien ein. Mit dem Reichs- außenminister ist der Kaiserlich-Japanische Botschafter Hiroshi Oshima in Wien angekommen. stolzen Bekenntnis eurer sozialistischen Haltung Liebe zum Führer wird. Registrierkasse reißt nicht (ab. sich die Hände. Ein Hotazi hön, wenn man arbeiten lassen Tagesbefehl des Reichsmarschalls an die Lustwaffe. I. Lissabon waiter, garxon" wie uf. Das Klingeln der ie Gastwirte reiben er zu bekommen, ist nterfangen. Immer — alles besetzt Vom Feinde gefürchtet, von Wett geachtet und bewundert. DNB. Hauptquartier der Luftwaffe, 1. März. Der Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe erließ zum 6.Jahrestag der Reugründung der Luftwaffe folgenden Tagesbefehl: „Soldaten der Luftwaffe! Kameraden! Am 6. Jahrestag der Reugründu, g der Luftwaffe stehen wir im siegreichen Kampf um Freiheit und Ehre unseres Volkes. In dem hinter uns liegenden Jahr habt Ihr, meine Kameraden, durch Eure Einsahfreudigkeit und Tapferkeit herrliche Erfolge errungen. Dafür spreche ich Luch Dank und Anerkennung aus. OerkämpfendenFrontwürdig! Aufruf zur 6. Reichsstratzensammlung am 1. und 2. März. Berlin, 28. Febr. (DNB.) Millionen deutscher Männer sind zum letzten entscheidenden Waffengang angetreten. Sein Ausgang wird die Gestaltung der deutschen Zukunft bestimmen. An ihr mitzuwirken sind aber nicht nur die Soldaten der nationalsozialistischen Wehrmacht berufen, sondern jedes Glied der deutschen Volksgemeinschaft ist beauftragt und verpflichtet, unter Einsatz feiner ganzen Kraft den Endsieg erringen zu helfen. Die Männer, die bei der kämpfenden Truppe stehen, scheuen kein Opfer. Ihre Liebe zu Deutschland möge den Volksgenossen, die ihrer heimischen Arbeit nachgehen können, Ansporn und Beispiel fein. Die Front soll wissen, daß die Heimatihres Einsatzes wert und wür- Annabme von "Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/» Uhr des Bormittags Anreigen-Vreise: Anzeigenteil 7 Rpf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengenstaffelL Plavvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25% mehr Aber es ist unsere Ueberzeugung, daß England auch hier die Rolle desjenigen spielt, der zwar dos Böse will, aber schließlich doch das Gute schafft Der Stellvertteter des Führers aab feiner lieber« zeugung Ausdruck, daß dieser Krieg zu einem wirklichenundlanganhaltendenFrie- d e n führen werde. „Dieser Friede", so erklärte er, „wird für lange Zeit nicht nur das Schicksal der beiden befreundeten kriegführenden Nationen Deutschland und Italien besttmmen, sondern zugleich das vieler benachbarter und befreundeter Völker. Denn in diesem Kriege gehl es nicht nur um die Zukunft der Achsenmächte und um die von ihnen vertretenen ideellen Werte, sondern nicht zuletzt um die Zukunft Europas und seiner Kulturwelt. Für diese große Entscheidung sind die Kräfte der beiden führenden Nationen aufs höchste gespannt. Ein Großteil der anderen Nationen Europas steht in Erkenntnis dessen, um was es geht, helfend zur Seite. Dieser Entscheidung sieht Deutschland mit Ruhe und Gelassenheit entgegen, das beweist auch die Abhaltung dieser Winterspiele." Rudolf Heß betonte, daß zur gleichen Zeit, in der alle Kräfte zur höchsten Kampfesleistung angespannt seien, aus deutschem Boden die Jugend Europas sich zum friedlichen Wettbewerb vereine, die Jugend, die zugleich die Zukunft der Völker darstelle. Diese Jugend lebe in einem Zeitabschnitt, in dem in größtem Ausmaße geschichtliche Entscheidungen fielen, Männer und Völker nicht nur um materielle, sondern vor allem auch um geistige Werte ringen. Alke, überlebte Ideen und Systeme und deren Träger haben den Kamps entfeffell gegen die Völker, die Reues und Besseres an die Stelle des Allen gesetzt haben. Für das Neue und Bessere aber hat die Jugend von jeher ein feines Gefühl. Sie hat sich dafür auf allen Gebieten eingesetzt, nicht zuletzt gerade aus dem Gebiet des sportlichen Wettkampfes. In dieser Jugend siegen die Kräfte der Gestaltung über die Kräfte der Beharrung und des Rückschrittes. Wir wissen, schloß der Stellvertreter des Führers, daß diese neuen Ideen selbst in der Jugend der Länder, die augenblicklich im Kriege gegen uns stehen, Fuß gefaßt haben. Ideen, die von der Jugend getragen werden, haben den Sieg für s i ch. Ich grüße in Ihnen die Jugend der Welt! Mit den ausländischen Ehrengästen wohnte der Stellvertreter des Führers im Anschluß an die Ihr durch Eure Taten getreu der Ueberlieferung deutschen Soldatentums neuen, unvergänglichen Ruhm an Eure Fahnen geheftet. Das deutsche Volk sieht mit Stolz und Vertrauen auf Euch und begleitet Euch mit heißem Herzen. In mänlicher Trauer senken wir am heutigen Tage die Fahnen im Gedenken an unsere gefallenen Kameraden. Ihr Opfer ist uns Wohnung und Verpflichtung, den Endsieg zu erringen. Heil unserem Führer! Gez.: Göring Reichsmarschall des Großdeulschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe. und eurer See Yokoi begleitet war. Eine Abteilung der ^-Leibstandarte erwies bei der An- und Abfahrt die militärischen Ehrenbezeigungen. ♦ Wien, 1. März. (DNB. Funkspruch.) Der Reichsminister des Auswärtigen o. Ribbentrop Der Stabschef der SA. Lutze, der Reichsführer ff Himmler, der Korpsführer des NSFK. C h r f ft t a n f e n, der Korpsführer des NSKK. Hühnlein. Olympiakampfstätte, auf der die 400 Angehörigen der ausländischen Gäste und Wettkampfgruppen Aufstellung genommen hatten. Im offenen Viereck standen neben der deutschen Jugend die 13 Abord - nungendereuropäifchenLänder.an der Spitze Italien mit dem Generalvizekommandanten der GIL., Bonamici, und ferner aüch die erst Dcio und Restauradores von Sprachen, in dem falls vorherrscht. Ein - len, daß an sechs Tischen Der Giegesmarsch der Ideen der Achse Der Stellvertreter des Führers spricht zur europäischen Fugend. Amerika beginnen kann. Weit ist der Weg vieler Flüchinge: von Polen über Rumänien und das Nittelm r, nach Belgien, zuschen, daß die Artikel jener $reffewn aufgelegter Schwindel waren Mer es war „schot so, daß jeder, der über etwas Geld und natürlich über Devisen verfügte, keinen anderen Gedanken Ufte, als nur Flucht. Sicher ist sicher, dachte der kleine Spießer; wozu hatte man schließlich die mühsam ersparten Devisen? Wohin aber? In Spanien suhlte Han sich nicht sicher genug, denn schließlich ist Spamh, ein autoritär regierter Staat, und not triefet Staatsform jDOÜte man ja gerade Reißaus mhki-n Gibt es sonst noch Staaten in Europa-, die ein-m gehetzten westeuropäischen Emigranten ein rnrd •—* n-*•'*- res Asyl bieten können? Portas«!! dem. Sehr gegen ihren Willen mu en sie einsehen, daß es mit der Macht der westlicher Plutokratten in Europa zu Ende ist. Wie war es do London, Brüssel oder Amsterdam so Geld hatte und die anderen für fit_______ konnte. Wie viele fette Deviferschiekngen und Spe- kulattonen konnten da heimlich ui estrande Europas unserem H. H. B - Sonderberichterstatter. , ü so mancher Sorgen enthebt. Selbst in so kleichn un unbekannten Orten wie Ealdas da Rainla tiib T nar findet man in Garmisch-Partenkirchen, 28. Februar. (DNB.) Das Treffen der europäischen Jugend in Garmisch-Pattenkirchen erreichte am Freitag mit dem Besuch des Stellvertreters des Führers, Reichs- Minister Rudolf Heß, feinen Höhepunkt, der an der olympischen Stätte zu der Jugend Europas sprach. Zum Empfang des Stellvertreters des Führers hatten sich auf dem Bahnhof der Reichsjugendführer Axmann, der Reichssportführer von Tschammer und 0 st en, der Oberbürgermeister und Kreisleiter SA.-Brigadeführer Scheck und der Stabsführer M ö ck e l eingefunden. Der Stellvertreter des Führers schritt die auf dem Bahnhofsvorplatz angetretenen Ehrenformationen der HI. ab und begab sich, von der Bevölkerung und vornehmlich von der Jugend begeistert begrüßt, in das Ski- Stadion. Im Olympiahaus biefer Kampfftätte stellte der Reichsfugendführer dem Stellvertteter des Führers die Führers der europäischen Jugend vor. Dann begrüßte Reichsminister Rudolf Heß die in Garmisch anwesenden diplomatischen Vertreter, an deren Spitze den ehemaligen Staatsjugendführer Portugals und jetzigen Gesandten in Berlin, Nobre Gue- des. Dann betrat der Stellvertteter des Führers die Berchtesgaden, 28. Februar. (DNB.) Führer empfing auf dem Berghof in Gegenwatt des Reichsministers des Auswärtigen v. Ribbentrop zur Uederreichung feines Beglcmbigungs-. jmu uiuuuu uit ^umiu schreibens den neuerannten Kaiserlich-Japanischen | rungen. Gebt ihnen gern und reichlich und seid be- Botschafter Hiroshi 0 s h i m a, der vom Gesandten sorgt, daß das Ergebnis der Sammlung zu einem Sakuma, Botschaftsrat Käse, Militärattache Gene- stolzen Bekenntnis eurer national- ralleutnant Banzai und Makineattache Kapitän zur zem nicht daran dachten, laß sie nm al in portugiesischen Provinzhotels heiumsitzei würden. Ausgerechnet Portugal! — wird mandr von ihnen denken und im Stillen dem portugie chen Staat dankbar fein, der es ihm vergönnt, (91. Jahrgang Ur. 5( Erschein! täglich, außer Sonntags und fteiertanS Beilagen: Die Illustrierte Gießener Fmmilienblätter Heimat tmBild DieScbolle Mvnats-Bezugsvreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 auck bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift-.„Anzeiger" Postscheck 116s« Tranks. M Noch vor Jahresfrist kor! man in den Reisebüros und auf den Bahnsen der ganzen Welt sehen, diezumBe - Vorabend eingetroffene japanische Abordnung. Der Stellvertreter des Führers gab dann in feiner Ansprache feiner Freude darüber Ausdruck, eine so stattliche Auswahl' der Iugeicki einer großen Zahl von Nationen begrüßen zu können. Er verwies auf die olympischen Spiele 1936, die den Beweis dafür erbracht haben, daß die innere Kraft und die innere Haltung der Völker auch im fttedlichen Wettbewerb ihren Ausdruck finden können. „Der Deutsche", so sagte der Stellvertteter des Führers, „verband mit diesen Spielen ganz besonders die Hoffnung auf eine Festigung der friedlichen Beziehungen der Völker. Ls war Deutschlands Wunsch, daß die zwischen den Nationen schwebenden Fragen in dem Geist gelöst würden, in dem die Jugend der Volker sich im sportlichen Wettkampf zusammen- gefunden hatte. Diese unsere Hoffnung hat sich nicht erfüllt. England hat es anders gewollt. Nun aber behauptet sich Deutschland nicht nur, Großdeutschland ist vielmehr in diesem Kriege feit dem ersten Schuß bis heute unausgesetzt stärker geworden. Keinerlei Kriegskraft ist unersetzbar verbraucht, manche Art von Kriegsreserve ist unerhört vermehrt. Die Handlungsfreiheit der deutschen Kriegführung ist so gut wie unbeschränkt. Die augenblicklichen Schwierigkeiten unseres Verbündeten im Mittelmeerraum sind, verglichen mit der gewaltigen deutschen Bereitschaft, unbesorglich. „Wir sind auf jede nur vorstellbare Eventualität d o r b e r e ite t", sagte am 30.Januar der Führer. Eine Formulierung, die ganz befon^eis geeig- war, Vertrauen auszustrahlen. Sie schaltet bin w Wunschvorstettunaen, die immer umlaufen, aus und begreift statt dessen auch unbequeme Möglichkeiten ein. Sie vermeidet die schweren Schätzungsfehler der Westtnächte, von denen wir sprachen und die wesentlich zum Ausbruch des heutigen Krieges beigetragen haben. Vor allem macht ein solches sorgfältiges und vorurteilsfreies Kalkül an führender Stelle nur in wirklichdri Portugal zu reifen/ TßarJ gerade der englische Text- „Strangers are in\i:d not to come to Portugal“ in einer besonders nbrucksvollen lakonischen Kurze abgefaßt ist, ist nick ahne weiteres einzusehen. Wie erklärt sich dieser Wiche Umschwung? Früher wurden die ausländis n Reisenden mit offenen Armen begrüßt, und füihren Besuch wurde mit allen Mitteln nzoderner Ppaganda geworden, und jetzt schließt sich Portuga ngstlich ab und versucht oen Zustrom von Fremi gewaltig zu drosseln. " ' ‘ dennoch gelingt, in Por- Mi dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Berlin, 28. Febr. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Raeder, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitän zur See M e i s e l, Kapitänleutnant M o e h l e , Kapitänleutnant Lehmann- W i l l e n b r o ck und Oberleutnant zur See T o e - n ig e s. Kapitän z. S. Meise! hat als Kommandant eines in überseeischen Gewässern operierenden deutschen Kreuzers 86 000 BNT. feindlichen bzw. dem Feind nutzbaren Handelsschiffsraum versenkt. Dem Schneid und der Tatkraft des Kommandanten sowie seiner vorbildlichen Besatzung ist dieser ausgezeichnete Erfolg zu verdanken. Kapitänleutnant M o e h l e hat als Kommandant eines Unterseebootes insgefamt 19 bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit 111943 BRT. versenkt. Auf mehreren Unternehmungen, die ihn teilweife bis dicht unter die englische Küste führten, hat er durch seinen ständigen Ängriffsgeist und seine kühne Tatkraft mit seiner Besatzung diesen glänzenden Erfolg .erzielt. Kapitänleutnant Lehmann-Willenbrock, Kommandant eines Unterseebootes, hat bisher 14 bewaffnete feinblicbe Handelsschiffe mit insgesamt 125 580 BRT. versenkt, darunter einen zur Sicherung eines Geleitzuges eingesetzten großen feindlichen Hilfskreuzer. Diesen glänzenden Erfolg erzielte der Kommandant durch sein stürmisches Draufgängertum und sein hervorragendes Können. Mit dem Kommandanten wird zugleich die Besatzung ausgezeichnet. Mit Kapitän Lehmann-Willenbrock wurde der 25. Angehörige der U-Bootwafse mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Oberleutnant' z. S. Toeniges, Kommandant in einer Schnellbootflottille, hat fein Boot schneidig und erfolgreich geführt. Er versenkte bisher fünf Dampfer mit über 38 000 BRT. feindlichen bzw. dem Feind nutzbaren Handelsschiftsraum. zum Teil unter schwierigsten Witterungsverhältnissen. Dieser hervorragende Erfolg ist allein der zähen Entschlossenheit, Kühnheit und Einsatzfreudigkeit des Schnell- bootkommanüunten zu verdanken, Bestrafter Mißbrauch der Macht. Von General der Artillerie z. V. von Metzsch. Wer sich.erheitern will, lese unbekümmert formulierte Urteile führender Engländer über die USA. oder führender Amerikaner über England nach. Beides in zuverlässigen Arbeiten aus der Zeit kurz vor dem Weltkriege oder vor dem Beitritt der USA. zum Feindbund. Man wird dann an solchen, vertraulich ausgesprochenen Werturteilen unmißver» tändlich erkennen, wie lange schon der Amerikaner ich als der berufene Erbe des britischen Empire ge- ühlt und der Engländer Frankreich als eine ab« teigendeM ach t betrachtet hat. Was freilich den Amerikaner nicht hinderte, eine militärische Niederlage Englands für unerwünscht zu halten. Aber die kommerzielle, industrielle und intellektuelle lieber- flügelung Englands durch Deutschland gehörte als wahrscheinliche Eventualität durchaus in den us-amerikanischen Gedankenkreis. Auch das niedergehende Frankreich durfte, nach englischer Auffassung, nicht militärisch geschlagen werden. Aber, daß es trotzdem einer Niederlage entgegenzureifen schien, war die Ansicht zahlreicher Engländer von lieber« blick und Format. Jedenfalls erscheint in allen diesen unbefangenen Gesprächen unter vier Augen, insoweit uns dergleichen zuverlässig überliefert ist, Deutschland als die europäische Zukunftskraft, die der Angelsachse als einzige ernst zu nehmen habe. Wer wollte heute noch bestreiten, daß diese Propheten nur allzu richtig in die Zukunft gesehen haben! Aber sie galten nichts in ihrem Daterlande. Ober sie folgerten daraus nicht, daß man zu einem mo- dus vivendi mit Deutschland kommen müsse. Oder, diese Doppeleinsicht setzte sich nicht durch. Es triumphierte die Fehlschätzung als Wunschoorstellung oder die negative Losung: Niederschlagung Deutschlands als scheinbar bestes Mittel, sich selbst zu behaupten. lender Stern der Hoffnung tauchte dieser Name aus dunklen Erinnerungen an farbige Plakate hervor. Und so begann ganz allmählich nach der Vernichtung Polens die Einwanderung nach Portugal. Anfangs war es nur ein dünner Strom von Reisenden, der in das gelobte Land am Atlantik eindrang. Meist waren es Leute mit klangvollen Namen, Angehörige von regierenden oder abgesetzten Herrscherhäusern, in großen Luxuslimusinen mit Sekretären und Dienerschaft oder die ungekrönten, dafür aber effektiven Machthaber an den Börsen von Paris, London, Amsterdam. dann nach Frankreich, von dort 11 schließlich im letzten Winkel Euro zu landen. Andere tarnen von lorwegen, über England und Frankreich. Fast al hatten sie geglaubt, in England oder Frankrei sicher und weit vom Schuß zu sitzen, so wie sie bam s dem britischen Hilfeversprechen an Polen geglaubtiatfen. Der heilsame Schrecken vor der Allgegenw:t der deutschen Wehrmacht sitzt vielen von ihnen ich in den Glie- Kundgebung einem Schauspringen auf der Großen Olympiaschanze und eissportlichen Vorführungen tm Olympia-Stadion bei. Am Schluß der Vorsührun- gen sprach der Stellvertreter des Führers den sreudestrahlenden Reichsfiegern seine Anerkennung für chre Leistungen aus. -eä« General-Anzeiger für Oberhessen vxr tätigt werden. Wie gut hatte ma es erst, wenn man als Jude ober Freimaurer Be< Hungen zu den berühmten „einflußreichen Persönli! eiten" hatte. Dennoch ist die Zahl jener Eler nte, denen ihr schlechtes Gewissen keine Ruhe lieg klein im Vergleich mit anderen, deren Flucht n r jetzt schließt sich Portuga Den Zustrom von Frem Nun, jeder Reisende, dem , M tugal einzudringen, wirdchnell genug den Grund dieses Frontwechsels vers en. Er wird mit Erstaunen feftftellen, daß Lissa eine interna t i o • in Lissabon kein einfache wieder muß man „tudo beio — hören. Zahllos sind tri) PHathaushalte, oder zwei Zimmer an Fiemdqvermietet haben. Dieser Fremdenstrom eschrvkt sich feinesroe^s auf die Hauptstadt. Auch bie ! ideotte wie Estonl, Figueira da Foz und Espnho Iben einen Zuspruch tm Winter, der die Hotel esitzei' der eigenen Dummheit. Denn schli gich hätte ein bißchen gesunder Menschenverstand nügt, um ein- Hn aufgelegter t so, daß jeder, im besetzten ober unbesetzten Frank ich, in Belgien, Holland ober Norwegen zu bleien. Vermutlich hätte ihnen niemand ein Haar gek mmt. Sie verdanken ihr jetziges Flüchtlingslchicks der Hetze der einsttgen demokratischen Presse, wo ach die Soldaten des Dritten Reiches überall c > Raubmörder büros und auf den Bahnien Der ganzen -äsen farbenfreudige Plakate hän; sehen, d e zum Be- suchPortuaals aufsor ten. „Die Sonne ladet Sie ein in das Sonnen d — Portugal feiert 800 Jahre seiner Geschieht — Sonne und Meer; Friede und Ordnung — tugal hat sich für Sie geschmückt", so und ähnlich tuteten die Unterschriften zu den geschmackvoll Bildern, auf denen Sonne, Meer, Ochsenwage und Klöster ein fröhliches Durcheinander bilde». Heute ist das anders geworden. Hier und da fien sich wohl noch Plakate der oben geschilderten tt, aber wchl nur, weil man vergessen hat, sie ab, eifeen. Denn wer heute ein portugiesisches Konsulc betritt, bemerkt zunächst einmal große Schilder, c denen in allen Weltsprachen von Reisen nack Portugal abgeraten wirb, etwa in der Art: „5 lländer werden gebeten, enden Fällen nach [eraöe der englische etwa acht verschiedene Sp chen gesprochen werden: französisch, englisch, beutsfjpanisch, holländisch, portugiesisch, italienisch, pcttsch, tschechisch, bis zum unverfälschten jiddisch. K» Nordländerinnen fitzen neben eifrig gestikulieren« Spanierinnen, würdige „Mijnheers" unterhalten h mühsam mit korrekten französischen Spitzbattttärn, deren Begleiterinnen einen ganzen Hofstaat vo tadellos gekleideten Portugiesen um sich üerfamnf'u» Tas l->-schäft blüht. Die Kellner hören genau, sq gut (bzw. reagieren ebensowenig) auf „Herr auf den ortsüblichen „bfi jelXn Versuch. Deutjdylanb einzuschüchtern, hoff- nunnolo», um nicht zu saften lächerlich Allerdings rennen nun drüben, beim Feinde, Wut, Haft und Sorge oder Furcht um die Wette Das pflegt immer so zu sein, roerin man sich bei Illusionen ertappt, Fähigkeit entdeckt, wo allenfalls ein erster heftiger Ansturm gewärtigt wurde und auch eine seelisch-geistige Ueberlegenhett der Krieg- iührung da heroortritt, wo man die bisherigen Erfolge so gern einer Handvoll Technikern zuschreiben mochte. Dav Gegenteil Ist richtig. Die sogenannte deutsche Kriegsmaschinerie ist nichts weniger als eine solche. Die Nation als Ganzes mit allem und jedem, was in ihr kriegsbrauchbar ist, wirft sich in ole Waagschale des Kampfes. Die Sluka und U Boote, Panzerkorps und Ferngeschütze sind mir Spitzenleistungen auf einem wehrpolitischen Fun» dom-nt, in dem sich keine krie^onotwendige Kraft versagt, so daß es Nährboden für alles ist, was am Feinde gebraucht wird. Mit anderen Worten: Noch etwa anderthalb Iah- ren Krieg stehl Großdeutschland aus einem, vorder nie erreichten Gipfelpunkt geballter kriegerischer Kraft. England dagegen erkennt die Grenzen seiner eigenen und der von Ihm mißbrauchten fremden Macht. Der Mißbrauch ist freilich mißlungen. Aber der Versuch, sich der Strafe zu entziehen, wird, nach menschlichem Ermessen, auch mißlingen. Gelingen kann voraussichtlich nur noch der erfolgreiche Rückzug ins „angelsächsische" Asyl. Die Aufnahme dort ist etwas kostspielig geworden. Man bat Hoheitsrechte verschachern müssen. Man hat nicht, wie einst bei kleineren europäischen Mach- ten, erschleichen und erpressen können, sondern betteln müssen und muß eo noch. Man laßt sich borgen, ohne sich um die Abhängigkeit zu sorgen, die unweigerlich darauf folgen wird. Man nimmt In Kaul, daß der us-amerlkanische Imperialismus den britischen übertrumpft. Man gibt das Ansehen preis, um das Leben zu retten. Und man begibt sich In die Hände einer anderen, der us-amerikanischen Macht, um sich vor der Strafe für den Wßbruch der eigenen einstigen Macht zu schlitzen. Eo kann als erwiesen gelten, daß sich Churchill mit dieser Zweitrangiakelt im „angelsächsi- scheu" Nahmen längst abgesunden hat und 'Jtoofe- velt mit dem Englandbllsegeletz der angelsächsischen Verschmelzung unter us-amtrlkanischer Führliug ent- gegenzukommen glaubt Aber wie dem auch sei, noch eutlicher liegt zutage, daß aus mißbrauchter Macht ein Fluch lastet, für den die Geschichte der Jahrtausende unzählige Beispiele liefert. Das letzte und größte heißt Versailles, fein noch drastischeres scheint uns die englische Politik des letzten halben Jahrhunderts zu sein. In ihm wäre es recht oft möglich gewesen, die sv verschieden geartete Macht zweier großer Reiche, des britischen und des bculfcl^eii, durch sinnvollen Gebrauch derart in tragbare Verbindung zu bringen, daß der unter allen Umständen verhängnisvolle Umweg über die Katastrophe des heutigen, ennli|d)en Krieges vermieden werden konnte. Stattdessen hat England ein Strafgericht her- ou »gefordert, das den Mißbrauch der brlti- SciM Gewalt so ahnden wird, wie es die Geschichte tels, wenn auch zuweilen aus krausem Wege, getan tat. Nur das Maßvolle ist sinnvoll. Wohl laßt die Geschichte Maßlosigkeiten zu. Aber sie billigt ihnen keine Dauerwirkung zu. Wohl kann - nach Elausewit — höchstes Wagen tiefste Weis- beit sein Aber, In oweit eo sich um die britische Gemilchte der letzten lins Jahrzehnte handelt, kann mir Jon höchster Anmaßung, nicht von weiser Mäßigung die Rebe sein. Wir sind der Meinung, daß selbst im kühlsten Realismus ein Körnchen Altruismus enthalten fein muß. Das Ist nicht wirklichkeitsfremd, sondern gut deutsch, übrigens auch blsmarcksch. Aber der Engländer, unfähig, sich in das Wesen anderer Völker hineinzudenken, hat nicht zuletzt deshalb das europäische Augenmaß dafür verloren, wo die Grenze zwischen dem schöpferischen Gebrauch und dem nur verneinenden Mißbrauch der britischen Gewalt liegt. Dao wird und muß sich am Empire röchen, und Deutschland scheint berufen, der Vollstrecker des Urteils zu sein. Reichsuniverfliäi pofen. Berlin, 28. Jebr. (DJIB.) Jum bevorstehenden Sommersemester 1941 wird die Beichs- nniversiläl pofen eröffnet. Vie Borberel- lunfleii hierfür haben fofort noch Beendigung des Polenfeld,ngev begonnen. Viefe jüngste dentfche Universität knüpfte an die Traditionen der Deut- fchen Akademie in pofen an. die 1903 errichtet worden ist. Als Vegründnngvlag haben die Belchvmlni- ster Kn st und Belchsstotthaller Greifer den 2 0. April 1941 vorgesehen, um damit zugleich den Dank an den Führer aus zudrücken, der selbst Im September 1939 In den Tagen der Befreiung des deutschen Ostens vom polnischen Terror den Befehl zur Vorbereitung dieser ersten natlo- nalso stallst Ischen Neugründung einer deutschen Universität gegeben Hal. • Die Neichsimiverfilöt Posen wird der wissenschaftlichen Lehre unb Forschung Im neuen Dflen unb für den deutschen Osten dienen. Eie wird filmt lldje maßgeblichen Fakultäten umfassen: Die Philo- jophische, ole Rechts- und Wirtschaft »wissenschaftliche, die Nalurwisfeusäiaftllche, die Medizinische, die Landwirlschafillche unb die Tierärztliche Fakultät. Dem Wesen des Warthelandeo entsprechend wird die Landwirlschafillche Fakultät besonders reichhaltig mit Lehrstühlen, Instituten und Versucho- ßtitem auogestattet werden Nach dem Krleeg werden großzügige Neubauten die jüngste Relchsuniversttät zu einem Muster natio. nalsoziallstlscher Kulturpolitik und damit zu einem Anziehungspunkt des wissenschaftlichen Nachwuchses machen Aber mich schon in der Zwischenzeit Ist durch da» engste Zusammenwirken von Partei und Staat und unter der Anteilnahme der gesamten Rutschen Bevölkerung des Warlhegaues die Weinähr geboten, daß bk Reich »Universität Posen eine nationalsozialistische Volksanstalt wirb, In der Tiefe des Wissens unb praktische Brauchbarkeit zusam- inengeben Sie wird so ihren wirksamen Teil zum Ausbau des neuen Ostens unb zu seinem ewigen beulffhen Bestände beitragen. Wie die kürzliche Neugründung ber Universität Straßburg einen Eckpfeiler deutschen Geisteslebeno hn Westen schuf, so wird auch die neue Reichs- Universität Posen zu einem ber wichtigsten Eckpfeiler des Deulfchtums Im Osten des Reiches werden, den da» deutsche Volk von Herzen begrüßt. Neve Phase im Krieg in Afrika. Sine italienische Betrachtung der Lage. Rom, 1. März. (DNB. Funkspruch.) Der di- plomatlsche Mitarbeiter der Agenzla Stefan! stellt fest, daß ber afrikanische Krieg in eine neuePhase eingetragen sei. Aus taktisch strategischem Gebiet hatten die englischen Anstrengungen trotz der Teilersolge die gesteckten Ziele nicht erreicht. Auf politifchem Gebiet fei die ganze Offensive gegen Italien vollkommen gescheitert. Die italienische Gegenwehr habe zu einer Erschöpfung zahlreicher britischer Kräfte geführt, die nach zwei Monaten fdjarfer Anstrengungen auf einen Immer stärker werdenden Wider st and stoßen. „Der Einsatz starker deutscher Luftstreit- krafte übt seine Wirkung auf den Gang der DIterationen aus Die Anwesenheit deutscher Panzerstreit, kräste an der libyschen Front Ist eine glatte Widerlegung der englischen Prahlerei von der Beherrschung des Mittelmeers". An ber albanischen Front seien die englisch-griechischen Angriffe in den letzten 14 Tagen auf ständig zunehmende italienische Strafte gestoßen. Aus der atlantischen wie auf ber Nordfeefront liege der Alpdruck des herannahenden Früh, lings. Der italienische Bericht Hom, 28. Febr. (DBB. Funkspruch.) Der Italienische Wehrmachtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: An der g r i e ch I sch e n Front nichts von Bedeutung. Ein Derbanb feindlicher Bomber ist beim Versuch, einen unserer Flugstützpunkte onzugrek- fen, von unseren Jagdflugzeugen gestellt worden, die ein Spitsire-Flugzeng abschossen. Lin zweites Flugzeug wurde von der Warineftak zum Absturz gebracht. 3m verlaufe des gestern gemeldeten Angriffs- auf die Flugplätze von Malta wurden außer den bereits gemeldeten Flugzeugen noch weitere fünf am Boden stehende als vernichtet festgestellt. 3n Tlorbafrlfa haben eigene Flugzeuge fo- wie Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps feindliche Panzerfahrzeuge erfolgreich mit Bomben unb Maschinengewehrfeuer belegt. 3n R u f r a unb Gia- rabub wurden wiederholte Angriffe des Feindes von unseren Truppen abgewiesen. 3n 0 stafrika lebhafte Tätigkeit unserer Artillerie im Abschnitt von fleren. 3n $ o m a 11 la n b dauert der erbitterte Kamps fort. Unsere Truppen kämpfen erbittert nach der Räumung von Moga- disclo im Horden der Stabt. Der große Stuka-Angriff aus Malta. Nom, 28. Febr. (Europapreß.) In den Meldungen der Frontberichterftatter ber römischen Dresse vom Donnerstag wird ber im Wehnnachtbericht gemeldete Angriff deutscher B o zu b c n J l u g • zeuge auf Malta am Mittwoch als der irßpte unb heftig'ste bezeichnet, den die In- el seit Kriegsbeginn erlebt hat. 80 Tonnen Bomben eien allein auf Den Flugplatz von MIkkaba niedergegangen. Durch zahlreiche Krater sei nun bas grofjte Fluafeld der Insel zerrissen würden. Ein Stapel englischer Fliegerbomben sei ebenfalls ge- troffen worden. In Schwärmen hätten die Stukaslhre Angriffeausgeführt. Nach Beendigung des Angriffes sei der Flugplatz mit Trümmern englischer Flugzeuge und Ueberbleibfeln der Flugzeughallen übersä! gewesen, während ringsum die 'Ruinen ber Milnitions-und Benzinlager rauchten Zu Beginn des Angriffs fei das Flakfeuer noch überaus heftig gewesen. Nach den höllischen Angriffen ber Stukas, die auch in die Reihen ber Abwehr betracht!ick)e Lücken gerissen hätten, sei das Flakfeuer aber immer mehr abgeflaut. Dieser Massenangriff der Stukas sei nicht etwa in der Nacht, sondern am hellichten Tage und bei guter Sicht ausqeführt worden. Unb dennoch hätten die englischen Jagdflieger gezögert, in den Kampf einzugreisen. Als sie Dann doch zu einem Gegenangriff anfefoten, feien sie von den deutschen und italienischen Zagdfliegern mit dem im italienischen Wehrmachtbericht vom Donnerstag gemeldeten Ergebnis rasch abgemiesen worden. Dieser Tag von Matta zähle sicherlich zu den verlustreichsten der britischen Luftwaffe auf Malta, wenn auch der zahlenmäßige Verlust der Engländer an Flugzeugen nicht genau angegeben werden könne. Es werde viel Zeit verstreichen, bis sich Malta von diesem schweren Schlag erholt haben werde. Malta habe am Mittwoch einen Vorgeschmack dessen bekommen, was ihm mit dem Einsetzen des Frühlings blühen werde. Die neueste Lustaufnahme vom Suezkanal. Non den Luftangriffen auf den Suezkanal und den hierbei verfenkten Schiffen liegen nun die neuesten Luftaufnahmen vor. Die hier gezeigte Aufnahme wurde etwa acht Kilometer südlich Jsmailia gen,acht und zeigt einen 5000 BRT. grogen Frachtbampfer mit abgesacktem Heck. Der bis zu 1.30 Meter breite Kanal (bei einer Sohlenbreite von 60 Meter) war durch die versenkten Schiffe gesperrt. Man sieht hier deutlich, wie ein Schlepper versucht einen ber beschädigten Dampfer an die Kanalböschung zu bringen, um die Fahrtrinne wieder freizubekommen. (Atlantic-M.) Darauf waren fie in England nicht gefaßt. Itiefangriff einer 3u »s auf englische,, $lkger»orfl. Bon Kriegsberichter fllaimmib Schulz. .... 1 Mörz (DRV. Funkfpruch.) (PK.) Die deutsche Luftwaffe ist Im ständigen Angriff auf die brb iifche Insel. Mag das Flugwetter fein wie es will — unsere Kampfflieger finden I n E n g. land ihre Ziele. Bis zum Mittag haben wir heute auf dem französifchen Fliegerhorst auf den Englandflart gewartet. Rofig Hot sich am Vormittag das Wetter nicht auggelajfen. Aber unser Kampf- auftrag ist klar — wir kommen in die Gegend von London. Die Karte haben der Flugzeugführer, Oberleutnant R., und der Bombenschüße, Oberfeldwebel Sch., im Kopf. Unser Funker, Unteroffizier B., ist bereits in die Maschine gestiegen. Ihm folgen Flugzeugführer unb Bombenschüße, während ich als Fliegerschütze zuletzt einsteige. „Klappe geschlossen". Wir rollen zum Start, wir wollen bem Engländer heute wieder im Tiesflug kommen. Schon fliegen mir über französifchen 'Baden. Fast grau in grau ist alles gehüllt. Die Wolken Hegen lief — stehen manchmal bis Bodennähe. Rur für kleine Augenblicke kommt leichter Heller Schimmer In die neblige Wolkenwand, als mailte die Sonne durchkommen „Ist uns garnicht lieb", geht mir durch den Kopf Wir müssen uns la möglichst ungesehen unb unbekannt über den Kanal an die englische Küste heranbringen. Nach bestimmter Flugzeit ist die französische Küste erreicht. 3m tiefen Kontrast stehen die roten Felsen zum jetzt schmußig-grünen Atlontikwasser. Erst wei ter draußen auf See färbt sich die See zum dunkeln Grün, unterbrochen non bei, weiten Bogen der weißen ©d)aun,fronen, ble wie ein einige« Spiel über dem Wasser liegen. Ein harter Westwind steht Über ber See. Wir gehen etwa» höher. Es wird Zeit, scharf auf l'nallsche Jäger zu achten. Die Bordwaffen sind ein- satzbereit. Angestrengt sehe ich nach unten — nicht« r u 1) r t sich auf bem Kanal — kein Schnell- boot. „Achtung, ein Jäger link« hinter uns!" gibt uns unser Funker In der Eigenverständigung durch, — und schon sind mir etwa» tiefer In her Wolkenschicht. Der Säger muß unter un« weg sein Er hat sich auf alle Fälle nicht mehr blicken fassen Borne bei Flugzeugführer und Bombenschüße fallen die Worte selten Der errechnete Kur« zum Ziel Ist bei dieser Wetterlage nicht so einfach ein- zuhalten. Bodensicht fällt jetzt in ber Nähe de» englischen Festlande« vollkommen aus Die Flug- mlnulen „Richtung Gegend London" werden genau elngeljdlfen Wir sind nicht allzu hoch Da« Wetter wird immer bockiger. Herausgehen aus den Wolken hat wenig Zweck. Wir müssen so an unser Ziel her- anfommen. Wir gehen wieder tiefer. Noch keine Bodensicht. Das engllfrlK Festland muß unter uns fein Werden sie uns gehört, vielleicht geieben haben? Nur der Genicke an bei, Flugauftrag liegt in den Köpfen der Besatzung. M4 «tüt Uwt» Md „(6U an ta BwiM. (Banfl feine Brocken, die da nach unten gehen wer' Den. Noch hängen sie friedlich dicht vor meiner Nase. „Wir müssen einmal vorsichtig durchstoßen", meint ber Bombenschüße, und schon geht es noch etwa» nach unten. Die lßoirhu werden dünner, etwa« dunkel schimmert etwas heraus. Zu erkennen ist jedoch noch nichts. Noch etwas nach unten, und ba kommt der englische »oben auch schon heraus. Felder und ein teilweise abgeholzter Wald werden überflogen. Eine breite Straße zieht durch die Landschaft — die weißen Striche in den Kurven s'Nd deutlich zu erkennen. Drei Lastwagen sehe ich deutlich unter mir. Sie waren die ersten, die über- rascht wurden. Das ging ihnen wohl alles zu pl o ß lich, wie ein Spuk waren wir wieder in bei, Wolken. «Wir müssen an ba« Auoweichziel." Bei der fast aufliegenden Wolkendecke ist eine Orientierung schwer möglich. Wieder etwas heraus aus den Wolken, die jeßt wie auf einen Schlag etwas dünner geworden sind. „ 2Lir find auf bem richtigen Kurs." Ö-« geht über Wälder hinweg im Tiefflug, kleine Ortschaften werden überflogen. Englische Landsitze mit großen Billen liegen einfam zwischen ihren Purks. Mir sind so tief daß wir alles deutlich erkennen können. Die Wagen auf den Straßen halten nicht an, sie find n i ch t g e f a ß t a u f d e u t - I ch e Flieger, lieber eine Straße link« von mir .steht ein grüner Zigeunerwagen. Sonst Ist alles auogeftorben. „Achtung, vor uns eine Bahn ft recke mit Transportzu g", gibt der Bombenschüße durch, und schon sind wir ran. Die ersten Feuerstöße gehen auf diesen Transport. 2Vle rötliche''Bogen sagen die Geschosse „ach unten. Der Angriff jetzt spielt sich in Minuten ab, der wie ein lange« Geschehen nachher nor meine Augen tritt. „F l a k st e 11 u n g e n" gebe >ch burch. K e i n M enschrü h r t sich unten Sie glauben wohl nicht, daß wir heute bei diesem Wetter kommen können Wir bekommen keinen Schuß. Aus all.' Fälle werden wir uns diese Abwehr etwa« vom Leibe halten. Und wieder gehen unsere Garben nach unten. Jetzt muß der gesuchte Fliegerhorst B. kommen Eine kleine Ortschaft taucht unter mir auf. Hier wieder das gleiche Bild, wir k o in m e n überraschend. Eine Kolonne Militär wird kurz vor dem Flugplatz unter Feuer genommen. Und bann lagen mir hinein in das Plaßgelände „Bomben fertig zum Abwurf!" Wir alle fiebern In diesem Angriff. Wie werden mir sie treffen? Und da liegen Hallen — sechs bis sieben Stück — und dahinter auf dem Platz sind etwa fünf M a - sch inen dicht zusammengestellt zu sehen. D i c bomben fallen. Die erste liegt an ber letzten fiane, die anderen fallen mitten in ble Flugzeuge Getroffen!" 3m Augenblick ist in ber Eigen- Verständigung nichts zu verstehen Feder sieht In, Kampfeifer den Angriff mit seinen Augen. Eine rot» pcuwltole W mitt* fr 6« Der Weirmachtbericht von Freitag. Berlin, 28 Jebiar. (DNV. Junkfpruch.) Das Oberkommando er lehrmachl gibt bekannt: Ein Unterfreoot versenkte 22000 BRD feindlichen handekstsssroumes. Jernkampf 1 Ul e u g e 2b. Februar 500 fei« schwer beschädigt, daß mit versenkten, wie wurden drei Sch , ihrem Vertust zu renen ist. vier wettere Schiffe durch Sondermel un bereits bekanatgegeben, am krmeter westlich 3rlanb aus einem gesicherten »rischen Geleitzug heraus neun Schiffe mit amen 58 000 DRI. Außerdem erhielten schwere Vabentreffer. Bei bewaffneter „sklärung im Seegebiet von Großbritannien oe'enkte die Luftwaffe cm 27. Februar welch 3rtand ein Handelsschiff von 10 000 BRT. ab beschädigte zwölf große Schiffe durch Bombereffer so schwer, daß ein Teil von ihnen als verlor' gelten kann. üampffliegererbände griffen gestern bei Tage kriegswichti.' Ziele in Süd- und 5 ü b- ostengtand an, ernichteten auf sechs Fiug- plähen zahlreiche Fßzeuge und erzielten schwere Bombentreffer in Hali, und Unterkünften. Blehrere Bombentreffer verurchten eine schwere Ex« ptofion in eine Alugzeugfabrik. Der Feind flog gestn bei Tage und in der letzte« Rächt weder In das elchsgebiet, noch in die besetzten Gebiete ein. Die Besatzung eine ttampfftugzeuges, Oberteut- nant B a u m b a ch, üdwebel Erkens und Unteroffizier Stahl, vcüchtete bis zum 27. Februar insgesamt 240000 Tonn feindlichen Schiffsraumes. aeschobcn wirb. „N o ch Oberfeldwebel. „Hier ftc n le mir I drin n den Wolken — die eng- cht leicht haben." Das ist lischen Jäger sollen es unser Gedanke. Nochmals geht ber Angriff durch den Kopf. D i e Ueberraschunxwa vollständig gelungen. Einzelheiten spm.en wir jetzt durch. Der eine hat dies, der anbire jenes noch beobachtet. Der zweite Platz war größer als der erste, die Startbahnen unb roße Vinterfünfte waren zu erkennen. So rollt' si)vn b im Rückflug ble Gefechts- Maschinen hoch. Ich sei diesen roten grellen Schein der Explosionen. Hier »ß alles vernichtet sein. Der Funker kann bereits >en schwarzen Rauch des Brandes erkennen. Wiraben wenig Sekunden Zeit, um darüber nachzudeien. Mit den Bordwafien wieder hinein inzahlreiche Flakftcl- l u n fl e n. Bis von unn der erste Schuß kommt, flnb, wir wieder in de Regen- und Nebelwoiken — denken Flugzeigsis rer und Bombenschüße. „Bleiben wir hall r»ch verschwunden. „Auftrag durchs führt." Wir gehen im Tiesflug über die cnglife Landschaft. Wieder Wälder, dazwischen könnenwir einen breiteren Fluß ausmachen. Öm Heraueuchen aus bem Wolkenschleier sehe ich einen eiten Mahn, der langsam von einem Mann mit rer Stoßstange vorwärts- Flugplatz?" ruft der —,_________Wellington-Bombe r. Wir haben keine imben mehr Zum Teufel, rer Angriffspunkt. Ein« Das wäre noch ein bi »rer Angriffspunkt. Maschine steht an einerIhlbedc. Zch nehme li unter mein MG. Einip Warben werden wohl jein. „Hier hätten toi loch unsere Bomben ge- oraucht. Diese Englänkr wären bann wohl heute Nacht nicht zum Start ef'.'mmen." Gut ausgebaute Flakstellungen find z erkennen. Wir erhalten keine Gegenweh Ln Augenblick. Aus unser Kommen waren sie in ngland nicht gefaßt Und so drehen wir !>rs ab z ur K Ü ft e. Wir gehen weiter in die Wosn hinein. Richtuna Kanal. Nichts auszumachon. DiZeit geht dahin Die Aufregung und Spannung s Kampfes legt sich etwas. Wir haben „Hrckinai'll^ Nichts ist unten zu entdecken. Wir müssen säm über den, Kanal sein Meldung zusammeigesteli Die Zeit für bei Flug über bem Kanal muß abgelaufen fein, flßli stoße, wieder durch und finden unter uns Festlakst. Konisch, das kann nicht fran- zösischer Boden ün Zm, Teufel, wir sind noch über e n g 11 f e e m Äo den. Der starke Sturm setzt uns vom Kirs ab Jetzt aber raus auf See. Ein kleiner See wird überflogen, eine Segeljacht kann ich im Winerhafep erkennen, unb dann kommt wirklich der Kami. De Wolken liegen tief, wir fliegen dicht übe ber See, die noch stürmischer geworden ist. Boi Griinsi ist langsam der gröbere Teil In die kocende Miße See verwandelt worden. Mo mir usgeflogen find, ist im Augenblick nicht auszumackn. Der allgemeine Kurv gegen die französische Kile wird geflogen Immer wieder narrt eine Nei-lbank. ßcl)en wir höher, kommen wir ganz in bi Wolken, unb mit ber letzten Sicht ist eo auch Debet tliso doch besser, über dem Wasser zu beiden. Wenn die Küste kommt, dann heißt es aufpQcn, um nicht In voller Fahrt gegen die Felsen anzfliegell. Die Spannung wird wieder größer, unsere Flugmt ist überschritten, und noch Ist die Küste id)t iß Sicht. Nichts zu machen — wir halten an Kurs und einmal werden wir schon rankommen. Und endlich st es bann fo weit. Das französische Festland ist z erkennen. Wir fliegen wieder ein und jetzt könnn ror ble letzte Orientierung vor- nehmen. Unse Flußgeua bringt uns im direkten Kurs zum Hei,l,ti)afcn. Nochmals im Tiefflug über Öen Platz. Uni dann fuhrt das Fahrwerk au« Wik fefoen zur fiabungi an. Sie geht glatt vor sich, unb bann ft eit mJere brave Ju wieder In ber sicheren Obhut und mnter Dach. ^^odenklapp« auf,)Unb bann prasseln die leeren MG -Hülfen utf hdn Zementboden Wir sind zu Haufe. Der (hgifinier hat durch dieses Unternehmen wieder eh'fqe Flugzeuge weniger. Englands Schiffsraumnot rz. (DNB Funkspruch.) Londoner Berichten ist es e sind, die durch die empfind- toiiö töalich größer. m Ü.* 1* b 0 ,n ■ ! MSrv (DNB Funkspnich ) Rach hier eihk^onatnen Londoner Berichten ist es um ben cngiu^eH Srt>iffeniubau [ehr e r n ft b e n 11, r ' ' - "in ■■ ।ii । , in un cm ui» .. . . 'dn , erlahmen, gibt der Tatsache 2lu*bru(f, ba| die e gllfchen Werften auch nicht an- nahernb ,, kr (i, t .wlx vum, «r rnivnno üdKn ^gli^n V„Inste geschaffene Schlffswumnot . „ ,,.....Alisführnng des Programms der Masfenpvbuktion an Schissen stockt, da die ® e rc..n/ 11 h, Teil zerstSrt und die ftän- diyen Luftahrme Anfangreichen Arbeits- ausfall >jt Nch Erbracht haben Arbeitsminister Vevin^ .fuchlei-hcher Appell an seine „heben Freunde . kii engil ben Dockarbeiter, In ihrem Arbeitswillen iiirbt * erlahmen albt h.>r Staaten ins Gewicht fallender Schiffsraum nicht abgegeben werden kann, spitzt sich der Mangel an Schiffsraum derart zu, daß er sich beim Anhalten der starken Ausfälle an Geleitschiffen von Tag zu Tag mehr zu einer lebensgefährlichen Krise für Englvnd zu entwickeln droht. Die fchweren Anklagen gegen den Schiffahrtsminister Croß und die Schweigetaktik Churchills über die tatsächlichen Verluste der britischen Handelsschiff- fahrt zeigen deutlich genug, daß die verwundbarste Stelle Englands in seinem Schiffsraum liegt. Englandfahrt — Todessahrt. Lisfabon, 28. Febr (DNB.) Gröhes Aus- sehen hat hier der Bericht der Londoner „Daily Mail" erregt, bah immer weniger englische Seeleute bereit sind, sich a u s hohe See zu begeben Diese Tatsache wird in neutralen Seemannskreisen um so lebhafter erörtert, als die Gewaltmahnahmen, mit denen England neutrale Seeleute zu den gefährlichen Fahrten nach Grohbritannien zwingen will, unerträgliche Formen angenommen haben. Englische DrohunggegenHandelsschiffe Mailand, 1. März. (Europapreh.) Wie „(Sortiere della Sera" aus Neuyork meldet, hat die britische Negierung amtlich angekündigt, daß alle Schiffe beschaffen würden, die den Versuch machten, sich der von England auf Trinidad eingerichteten Kontrolle zu entziehen. Vier norwegische Dampfer versenkt. Neuyork, 1. März. (Europapreh.) Nach einer Mitteilung des Nordamerikanischen Schiffsregisters sind 4 weitere norwegische Dampfer, die im Dienste Englands fuhren, im 'Atlantischen Ozean versenkt worden. Es handelt sich um die Schisse „Bruce" (2200 BNT.), „Hild" (1356 BNT.), ,F)dda" (835 BRT.) und „Eli" (4332 BNT.) Plünderungen in bombardierten englischen Häusern. Genf, 1. März. (DNB. Funkspruch.) Nach dem „Daily Mirror" vom 24. Februar erklärte Oer Bür- germciftcr von Deptford einem Berichterstatter ieses Blattes, bei ihm gingen viele Klagen von Leuten aus bombardierten Häusern ein, deren unbeschädigtes Eigentum, wenn sie es in Sicherheit bringen wollten, schon geplündert sei. Oft sind auch Soldaten die Opfer der Plünderer, sagte der Bürgermeister. Ihre Briefe drücken un- zweideutig aus, was sie mit den Dieben tun würden, falls sie sie auf frischer Tat ertappen sollten. Alfons XIII. f. Rom, 29. Febr. (DNB.) Am Freitagmittag ist der ehemalige König von Spanien A l s o n s XIII. in Rom gesto rben.' Der frühere König von Spanien, Alfons XIII., hat einen reich bewegten Lebenslauf zu verzeichnen. Sein Vater, Alfons XII., war 1875 zur Negierung gelangt und schloß damit eine mehrjährige Periode revolutionärer Kämpfe ab. Im November 11885 starb er, im Mai 1886 kam sein einziger nach- fieborener Sohn zur Welt, der den Namen Al- ons XIII. erhielt, im Jahre 1902 wurde er für mündig erklärt. 3n der Zwischenzeit hatte seine Mutter, die kluge Königin Maria Christina, aus dem Habsburger Geschlecht, die Regentschaft geführt. Das von den Bürgerkriegen erschöpfte Spanien hatte damals schwere Verluste zu beklagen, besonders als im Jahre 1898 Die Dollar- Politik der Vereinigten Staaten die Neste des Kolonialreiches Kuba, Porto Nico und die Philippinen an sich rih. Im Alter von 20 Jahren heiratete der junge König die Prinzessin Ena von Battenberg, die aus einer Seitenlinie des englischen Königshauses stammte und den Namen Victoria Eugehia annahm. 1905 war auf den König bereits ein Attentat in Paris ausgeführt worden, an seinem Hochzeitstage Verbrauchergenossenschaften aus die ÖAK. übertragen. Ausgestaltung zu Musterläden des Einzelhandels. Berlin, 28. Febr. (DNB.) Reichswirtschafts. Minister Funk hat in seiner Eigenschaft als Gene- ralbevollmächtigter für die Wirtschaft im Einver- nehmen mit dem Leiter der Deutschen Arbcitssront, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, durch Verordnung vom 18. Februar 1941 (veröffentlicht im Reichsgesetzblatt 1 S. 106 Nr. 22 vom 28. Febr. 1941) bestimmt, da st das Vermögen der Verbrauchergenossenschaften, der Deutschen Grosteinkaufs-Gesettschatt in Hamburg und der Großeinkauss-Gejellfchaft österreichischer Konsumver- eine in Wien auf das Vermögen der Deutschen Arbeitsfront zu übertragen ist, und zwar unter Wahrung der oermögensrechtlichen Ansprüche der Mitglieder der Genossenschaften und unter Sicherung Der vorhandenen Vermögenswerte. Im Zuge dieser Veränderungen sollen Die 'Berte i l u n g s ft c 11 e n der Verbrauchergenoffenschaf, ten zu Musterläden des Einzelhandels umgestaltet und in die Hände von Einzelhändlern übergeführt werden. Als solche werden in erster Linie Frontkämpfer in Betracht kommen, so dast also die wesentlichen Maßnahmen erst nach Kriegsende zu erwarten sind. Der Zeit- punkt der Durchführung der Verordnung in den Neichsgauen der Ostmark wird im Einvernehmen mit den zuständigen Gauleitern bestimmt werden. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß die Verordnung des Generalbevollmächtigten für die Wirtschaft sich nur auf Verbrauchergenossenschaften erstreckt, die dem Reichsbund der Deutschen Verbrauchergenossenschaften e. V., den Revisionsverbän- den der deutschen Verbrauchergenossenschaften, dem Zentralverband österreichischer Konsumvereine sowie den gleichzusetzenden Spitzenverbänden angeschlos- fen sind. Andere Genossenschaften werden von der Verordnung nicht berührt. Die zur Durchführung der Maßnahmen erforder- lichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften erläßt der Reichswirtschaftsminister. „Kampfgeschwader Luhow." Uraufführung eines neuen Kriegsfilmes in Berlin. Berlin, 28. Febr. (DNB.) In einer festlichen Uraufführung lief im Ufa-Palast am Zoo der Hans-Bcrtram-Film der Tobis „Kampfgeschwader Lützow" an. Die Bedeutung dieses Films wurde unterstrichen durch die Anwesenheit von Reichsminister Dr. Goebbels, der Reichsminister Darr6, Kerrl, Schwerin-Kro- sigk, des Reichsführers ff Himmler, zahlreicher Mitglieder des Diplomatischen Korps, der Militärattaches der auswärtigen Mächte und führender Persönlichkeiten der Partei, aus Kunst, Wissenschaft und Industrie. „Kampfgeschwader Lützow" ist kein Dokumentar- film, sondern ein reiner Spielfilm, und zwar eine Fortsetzung des bekannten Fliegerfilms „D III 88" Die Handlung führt in der Hauptsache in den Polen, feldzug, jenen ersten Einsatz der deutschen Luftwaffe in diesem Kriege. Spielleiter Hails Bertram der mit Wolf Reumeister das Drehbuch schrieb, läßt mit bewährten Schauspielern eine packende Handlung abrollen. Getreue Helfer, besonders in den Massenszenen, waren ihm Formationen des Heeres, Abteilungen der Waffen ff, die die Feind- feite darstellen, und Einheiten der Kriegsmarine, die im zweiten Teil, der den Englandeinsatz streift, feindliche Geleitzüge zur Darstellung bringt. Der Gedanke der Kameradschaft und der Einsatzbereit- schäft zieht sich durch den ganzen Film. Wir erleben den Einsatz der jungen Flieger, sind Zeugen ihrer gewaltigen Leistungen und begleiten auf gefahrvollen Wegen eine Mannschaft, die hinter den vol- nischen Linien landen mußte und sich zu ihrer Truppe durchkämpft. Ergreifend wirken Die Szenen, in denen die Befreiung eines Zuges verschleppter Volksdeutscher von ihren polnischen Peinigern wiedergegeben wird. Der reiche Beifall bewies, baß dieser Kviegsflie- gerfilm ein großer Erfolg ist und ein begeistertes Publikum finden wird. Reichsminister Dr. G o e b - bels hat die vorzügliche Arbeit Bertram s dadurch ausgezeichnet, daß er dem Film die höchsten Prädikate: staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll, volkstümlich wertvoll und jugendwert verlieh. Oer Film „Sieg im Westen- in Vom und Bukarest. Rom, 28. Febr. (DNB.) In einem der schönsten Lichtspielhäuser fand die erste Aufführung des Films „Sieg im Westen" in Nom statt, zu der der deutsche Botschafter geladen hatte. Unter den Ehrengästen sah man außer zahlreichen hohen Offizieren der italienischen Wehrmacht und hohen Beamten den Präsidenten der Königlich Italienischen Akademie und den Gouverneur von Rom. Von feinem klaren Ausbau und der dramatisch aus dem unmittelbaren Frontgeschehen in vorderster Linie schöpfenden Darstellungskraft des Films waren die Zuschauer tief beeindruckt. Sie wurden von dem unwiderstehlichen Schwung des siegreichen deutschen Vorstürmens mitgerissen. Bukarest, 1. März. (Europapreh.) In Bukarest fand die Erstaufführung des deutschen Films „Sieg im Weste n" statt. Die Ausführung gestaltete sich zu einem großen gesellschaftlichen (Ereignis. Als Ehrengäste nahmen an der Veranstaltung teil König Michael, Königinmutter H c • lene und Ministerpräsident General Antone s c u, ferner sämtliche Mitglieder der rumänischen Regierung, der deutsche Gesandte v. K i 11 i n - g e r, der Ches der deutschen Wehrmission, General Hansen, sowie zahlreiche hohe Offiziere der deutschen Wehrmission und der rumänischen Armee. Die wirklichkeitsnahen Bilder des Films machten großen Eindruck auf alle Anwesenden. in Madrid erfolgte ein neuer Anschlag der Anarchisten, so daß der Festtag zu einem Trauertag werden mußte Der König hat nur selten glückliche und sorglose Tage gekannt. Die Wirren im eigenen Lande nahmen kein Ende, die Kämpfe um das spanische.Gebiet in Marokko waren wechselvoll und blutig. Im Weltkriege hat er entgegen den Forderungen her Freimaurer eine ritterliche Neutralitätspolitik gegenüber Deutschland aufrechterhalten. Durch eine Erhebung der Armee im Jahre 1923 wurde die Diktatur cks Generals Primo de Rivera eingeleitet, unter der Spanien einige Jahre der Ruhe und der Reformen erlebte. Es erwies sich aber, daß die geistige Umstellung des Volkes nicht so weit gebieten war, um dieses Regime zu sichern. Inwieweit der König selbst an dem Sturz des Diktators schuldig gewesen sein mag, läßt sich nicht voll übersehen. Er war alles andere als ein Autokrat, er hat immer eine Neigung bekundet, auch den innerpolitischen Gegnern entgegenzukommen. Als Primo de Rivera zurücktreten mußte, stürzte auch die Dynastie. Am 19. April 1931 entsagte der König seinen Herrscherrechten und verließ das Land. Die Ruhe, die er als Privatmann gesucht hat, wurde getrübt durch die Krankheit seiner ältesten beiden Söhne, von denen einer in Amerika gestorben ist. Er war ein Bluter, dem eine leichte "Hand- Verletzung den Tod bringen wußte Der (Erfönig hat zum Chef seines Hauses für den eigenen Todesfall den Prinzen Don Juan eingesetzt und dies der spanischen Nationalregierung mitgeteilt Der Prinz ist 26 Jahre alt. Alfons XIII. wählte Rom zum Aufenthalt seines Exils. Hier ist er nun nach längerer schwerer Krankheit gestorben. Nationaler Trauertaq in Spanien. Madrid, 1. März. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Bekanntmachung des Innenministeriums hat General Franco aus Anlaß des Todes von König Alfons XIII. den 1. März als nationalen Trauertag erklärt. Bis einschließlich Montag flaggen alle öffentlichen Gebäude Halbmast. Am Montag findet in der St. Franziskus-Kirche ein feierlicher Trauergottesdienft statt. Die spanischen Zeitungen würdigen die Lebensarbeit des verstorbenen Königs in ausführlichen Abhandlungen und heben vor allem die große Liebe Alfons XIII. zu Spanien hervor. Gowjetisch-rumönifche MirtschastS- Verhandlungen abaeschloffen. Moskau, 28. Febr. (DNB.) Wie verlautet, sind die seit Ende des vorigen Jahres im Gang befindlichen sowjetisch . rumänischen Wirisch a f t s v e r h a n d l u n g e n nunmehr zum Ab- schluß gelangt. Ein Handels- und Schisfahrtsvertrag sowie ein Abkommen über den Waren- und Zahlungsverkehr ist in Moskau unterzeichnet morben. Das Abkommen über den Warenaustausch sieht für das erste Vertragsjahr Warenlieferungen in einem Gesamtumfang von 8 Millionen USA -Dollar vor. Rumänien wird dem Abkommen zufolge insbesondere Naphthaprodukte und Mineralöle an die Sow- lehminn liefern, die für die südwestlichen Gebiete de» europäischen Rußland beftimmt sind. Die sowjetisch Ausfuhr soll sich in erster Linie auf Baumwolle und Manganerze erstrecken. Die Gchulentlaffungsfeier in Volksschulen Der Reichserziehungsminister weist angesichts der bevorstehenden Schulentlassungen darauf hin, daß in der Volksschule der Schulentlassungstag als Termin für die Entlassungsfeier festgelegt worden ist. In Orten mit mehreren Volksschulen hat sich hieraus der Nachteil ergeben, daß die eingeladenen Wste nur der Einladung einer Schule Folge zu leisten vermochten Der Minister ist deshalb Damit einverstanden, daß an diesen Orten die Schulentlassung an verschiedenen Tagen der letzten Schul- roodK ftattfinben kann Die Schulentlassungsfeier selbst soll eine innere Angelegenheit der Schule sein. Dem entspricht es, daß die Feier auch bei bescheidenen Naumverhältnissen innerhalb der Schule stattfindet. Der Minister ersucht, nur in besonders gelagerten Ausnahmefällen hiervon abzusehen. Geschichte des Studienfachs als neues Lehr, und Prüfungsfach. Aus gegebenem Anlaß hat der Neichserziehungs- minifter eine Ergänzung des Hochschulunterrichts auf dem Gebiete der Naturwissenschaften angeordnet. Danach sollen die Fachvertreter im Rahmen der Vorlesungen die Geschichte ihres Faches 'mitbehandeln. Es ist erwünscht, daß Doktoranden in der Doktorprüfung auch Kenntnisse in der Geschichte ihrer Prüfungsgegenstände nachweisen. Das gleiche gilt für die Habilitation. (Eine Habilitation für das Wefamtgebiet der Geschichte der Naturwissenschaften ist möglich für Habilitanden, die in einem naturwissenschaftlichen Fache promoviert haben. Der Minister weist aber daraus hin, daß nur an ganz wenigen Hochschulen besondere Planstellen für das Gefamtgebiet der Geschichte der Naturwissenschaft im Laufe der Zeit geschaffen werden können. Aus aller Welt. Gastspiel der Dresdner Oper in Belgrad. Der Vorführung von Beethovens „Fidelio" durch die Dresdner Oper, die feit Mittwoch im Belgrader Nationaltheater ein Gastspiel gibt, wohnten auch Prinzregent Paul und Prinzessin Olga bei. Den deutschen Sängern wurden große Ovationen bereitet. Der Direktor der Belgrader Oper überreichte den deutschen Gästen Im warnen der Belgrader Nativ- naloper einen silbernen Lorbeerkrkinz. Volksschädling hingerichlel. Am 27. Februar ist der 1913 in Magdeburg geborene Herbert Gellert hingerichtet worden, den das Sondergericht in Magdeburg als Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Gellert, ein wiederholt vorbestrafter Verbrecher, ist kurze Zeit nach Verbüßung seiner letzten Strafe In zahlreiche Luftschutzkeller eingedrungen ünd hat dort die für Alarmfälle zur Verfügung gehaltenen Sachen gestohlen. Die verschluckte „Einbahnstraße". In Bergen auf Rügen hat ein dreijähriger Junge ein Abzeichen von der WHW.-Sammlung zum Tage der Deutschen Polizei verschluckt, und zwar die „Einbahnstraße". Eine Röntgenausnahme ergab, daß der Fremdkörper mit der Spitze nach unten lag und sich abwärts bewegte. Das Abzeichen ging glücklicherweise auf natürliche Weise wieder ab, ohne Schaden anzurichten. Amerikanisches Verkehrsflugzeug verunglückt. Sieben lote, neun Verwundete. Aus Atlanta (Georgia) wird gemeldet: (Ein überfälliges Verkehrsflugzeug der Castern Airlines rouroe nach mehrstündiger Suche am Donnerstag* rüh nahe dem Bestimmungsort zertrümmert aufge- unden. Es hatte eine Notlandung vornehmen laufen und ist dabei verugnlückt. Sieben Insassen warten getötet. Neun weitere Insassen, darunter der befante Flieger und Direktor der Eastern Airlines, Rickenbecker, wurden mit teils schweren Verletzungen geborgen. Unter den identifizierten Opfern befinden sich der demokratische Kongreßabgeordnete William Byron sowie die dreiköpfige Besatzung des Flugzeuges. Iranisches Dorf durch Erdbeben völlig vernichtet - Von 700 Einwohnern 600 getötet. Ans Birdjend in- Ostiran wird gemeldet, daß der Ort Mohammed Abad Ghaen am Rande der großen Wüste durch ein schweres Erdbeben völlig vernichtet wurde. Don 700 Einwohnern des Dorfes find etwa 600 Tote zu beklagen. Das gesamte Dich ist um- gekommen £wnnf(f)rWldtrr: Dr. iVrlrbrirf) Wilhelm Canpr. (strllttrrirefrr 0c4 .fSmiVtjchrlf Heiter«: Ernst Blumschein. WerantivorHIrfi für Politik mir» Bilder: Dr. »V. W. Lange foerrclft) I. B. EniN Blumfctieln: für ha« Feuilleton: Dr. Han« Ifmriot; für Stadt «'eben, Prov'nz, ©»rt’dujft und Sport: Ernst Blumichein. Trmf und Verlag: Brühlfche UnlBetflfflHbhKferef M. Lange K (M. Berlagtzleiter: Tr. 3nn. Erich Hamann: i?ln,etgenlet«er: Hans Berk. Berantwortllch für den Inhalt der -ln»,eigen: Theodor Kümmel U?l Wr.S Hausfrau, begreife: Nimm Henko - spar Seife! Wenn öie Wüsche schon vor öem kochen vom gröbsten Schmutz befreit wird, braucht man um |o weniger Waschpulver öqju. üiesen Zweck hat öas kinweichen mit fienho. Beim kinweichen wird öas Gemebe jum Rufquellen gebracht; dadurch löst sich der grobe Schmutz von selbst ab. Richtiges kinweichen erleichtert öas Waschen, spart Waschpulver und Seife. Wie spart man beim Waschen Waschpulver und Seife? 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Jetzt trete ich in beengend dichten finsteren Nadelwald, die Skibretter ftreifen stäubende Schneereste von lautlosen Zweigen, es ist hier innen im Schatten bitter kalt, ich muß die Bretter abstellen und meinen Rock wieder anziehen. Ueberm Walde hängen steile Schneehänge. Der Weg ist schmal und schlecht geworden. Ein paarmal breche ich bis zu den Hüften durch den Schnee. Eine launische Fuchsspur geht vom Walde her nut jetzt rechts, jetzt links vom Pfad, macht eine feine, spielerische Schleife und kehrt bergwärts um Hier oben ist eine kleine Alp, mit einer einzigen Hütte: hier will ich Mittagsrast halten. Die Hütte steht auf schmalem Weidebord, Tür und Fensterluken sorgfältig verschlossen, vor der Hütte nach Süden ist eine kleine Ruhebank an die Balkenwand gezimmert. Drüben läuft ein kleiner Brunnen, tief unterm Schnee mit dunkelglasigen Tönen lautend Mehrmals habe ich hier oben die Mittagsstunde verbracht, es ist ein guter Platz, Fremde kommen selten hierher. Reichsmarschall Göring in den Messerschmitt-Werken. 2luf einer Besichtigungsfahrt durch Süddeutschland besuchte Reichsmarschall Göring Werke der Messerschmitt AG. Er überzeugte sich von der hervorragenden Leistungsfähigkeit dieses Bettiebes und fnrnrh bem Genialen Konstrukteur und Betriebssichrer, Professor Dr. Messerschmitt, und dessen Gefolgschaft seinen Dank und seine besondere Anerkennung aus. — Unser Bild zeigt Reichsmarschall Göring wahrend einer Besprechnna mit Präses,ar Dr. Mesi-rschm-tt recht- °°m Reichsmarschall). - 9 (Scherl-Bilderdienst- M — Marg. Thiel.) Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! n Mannes hinzu, die fein unveräußer- im geworden ist und ihren Ausdruck lpaffungsfähigkcit an und feine Ge- feder Lage findet. In deutschen Gastriegen hat der 20jährige Hahn wiederholt geturnt, und bei den Deutschen Gerät- Meisterschaften 1941 in Karlsruhe wurde er unter den 100 Bewerbern mit 181,7 Punkten 17. Sieger. Die Verlierer der Spiele scheiden aus dem ferneren Pokalwettbewerb nicht aus, da entgegen den früheren Jahren statt zwei Vereine drei Vereine die Hauptrunde mit den Kreisklassen bestreiten. Da dürfte. w l r 1900 — Bissenberg. „Unsere Gegner // werden sehen solms. VfB.R. in Marburg. Aus den Gen'chtssäleu In kom- SS für die Gießener Vereine und auch für Steinberg noch Möglichkeiten zur Erringung der Meisterschaft, wenn auch vielleicht nur theoretischer Art bestehen, werden die Derbandfpiele des Sonntags einen weiteren Schritt für die Entscheidung bedeuten. W.-Stein- berg und auch 1900 sollten vor Aufgaben stehen, die gelost werden können. Lediglich die Höhe des Sieges ist für die Platzbesitzer fraglich. Einen schweren Gang haben die Reichsbahner nach Marburg, da der Gastgeber auf eigenem Gelände schwer zu schlagen fein dürften bald zum Eigentum des deutschen Volkes werden. Es versteht sich von selbst, daß das Oberkommando diesen ersten Großfilm des Heeres, wenn er jetzt der Oeffentlichkeit übergeben wird, mit besonderen Gedanken und Wünschen geleitet. In ihrem Mittelpunkt steht eines: Heer und Volk sind eine unzertrennliche Einheit. Es Auf der Landstraße tot aufgefunden. * Nidda, 28. Febr. Am heutigen Freitag vvr- mittag wurde auf der Landstraße Wallernyausen —Nidda, etwa auf der Höhe des Straßenzuges, ein 50 Jahre alter Mann namens Sann, der aus Oberhessen stammt und zuletzt in Frankfurt am Main wohnte, tot aufgefunben. Die Leiche wies verschiedene Verletzungen auf. Die Ermittlungen über die Todesursache sind zur Zeit noch im Gange. Die Blau-Weißen empfangen am Sonntag Bissenberg zum Rückspiel, das, nach den seither gezeigten Leistungen beider Mannschaften, mit einem Erfolg für die Platzbesitzer enden sollte, d. h. wenn 1900 mit demselben Eifer und dem gleichen Willen bei der Sache ist, wie am vergangenen Sonntag in Burg- ist der Führer und feine Sache, für die wir alle kämpfen. Eines ist gewiß, mit diesem Heer, dieser Führung, diesen Soldaten müssen ~:~ siegen! Der Dritte in der Mittelrhein-Mannschast ist Eberhard Frenger aus Köln-Mühlheim, mit 19 Jahren noch eine ganz junge Kraft. Er gilt als ausgezeichneter Barrenturner und fesselt die Zuschauer auch durch eine herrlich? Bodenübnng. Die drei weiteren Mitglieder der Mannschaft, Hugo K a b z a (Troisdorf), Erwin Holzkämper und Fritz Metternich (beide Neuwied) gehören schon feit Jahren der mittelrheinischen Bereichsklasse an; sie gehen mit reichen Erfahrungen in den Kampf. Der Ersatzmann, Stefan Linzenich (Aachen), ist ein guter Durchschnittsturner. In der mittylrheinischen Mannschaft überwiegt das jugendliche Element. Das Durchschnittsalter der Turner beträgt nur 23 Jahre, während es bei den übrigen Mannschaften wesentlich höher liegt. Nachdem wir in mehreren Betrachtungen die Zusammensetzung der in Gießen kämpfenden vier Bereichsmannschaften kurz gewürdigt haben, unterliegt es keinem Zweifel mehr, daß am 9. März eine befte Auslese deutscher Meisterturner am Start fein wird, wie wir sie zuvor noch nie bei uns haben turnen sehen. Ueberall in Turn- und Sportkreisen sieht man denn auch dem Großkampftag in freudiger Erwartung entgegen. ©sr Kußballsonntag. Tschammerpokalspiele. Wetzlar 05 — Naunheim Steindorf — Luftwaffe. Verbandspiele. 1900 — Bissenberg VfL. Marburg — DfB.-N. W.-Steinberg — Burgsolms. Rheinlands beste Turner in Gießen. Die Vorbereitungen für den Gießener Vorrundekampf um die 2. Deutsche Kriegsmeisterschaft im Bereichsmannschaftskampf der Turner, zu dem bekanntlich die NSRL.-Bereiche Mitte, Südwest, Mittelrhein und Hessen am 9. März in der Volkshalle antreten werden, sind in vollem Gang. Die Gießener Bezirksführung des NSRL., mit Kamerad Hans Stein an der Spitze, ist emsig an der Arbeit, um die einmalige großturnerische Veranstaltung nicht nur für den NS.-Reichsbund für Leibesübungen, sondern auch für Gießen zu einem eindrucksvollen Erfolg zu gestalten. Der Kartenvorverkauf hat, wie stellvertretender Bezirksführer Stein mitteilt, bereits lebhaft eingesetzt. Ueberall in Oder- Hessen und in den angrenzenden preußischen Landesteilen besteht starkes Interesse für das große Gießener Treffen deutscher Meisterturner. Die Mannschaft vom Mittelrhein. Auf die Mannschaften, die die Bereiche Mitte, Südwest und Hessen in den Kampf schicken werden, haben wir schon hingewiesen. Nun hat auch der Bereich Mittelrhein seine Mannschaft für den Vorrundekampf in Gießen gemeldet. An der Spitze steht Jakob Kiefer aus Bad Kreuznach, der kürzlich bei den Reichswettkämpfen der besten deutschen Nachwuchsturner (Jahrgänge 1918/22) in Kas- fei erster Sieger wurde und kurz darauf bei den Deutschen Gerätmeisterschaften in Karlsruhe sich im Wettbewerb mit der alten Mannschaft der deutschen Spitzenklasse den 15. Platz erkämpfte. Am 30. März wird der begabte jugendliche Turner, der bereits in die deutsche Nationalmannschaft eingereicht wurde, in der deutschen Mannschaft stehen, die den Länderkampf gegen Ungarn in Stuttgart bestreitet. Auf gleicher Leistungshöhe wie Kiefer steht Kurt Hahn aus Köln, der sich während des Krieges in Kiel der Schulung der besten Marine- folbaten des Reiches unterzog. In dem Wehrmachtskampf Kriegsmarine gegen Luftwaffe in Breslau war er Zweitbester Einzelturner feiner Wnnnfrhnff Amtsgericht Gießen. Der K. Sch. in B., der H. K. und her H. R. in L. wollten sich gehörig mit Dörrfleisch und Wurst versorgen. Zu diesem Zweck hatten R. und K. am 3 Dezember 1940 drei Seiten Dörrfleisch, sechs kleine Preßköpfe und sieben kleine Leberwürste, R. und Sch. drei Seiten Dörrfleisch und zwei große Preßköpfe ihrem Arbeitgeber in L. entwendet und sich angeeignet. Das Verfahren gegen Sch. mußte abgetrennt werden, da dieser zur Zeit nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann. Die Angeklagten K. und R. waren geständig. Der Anklagevertreter beantragte gegen K. sechs Monate Gefängnis, gegen R. eine Gesamtstrafe von einem Jahr Gefängnis. Die Angeklagten wurden oerureilt: K. wegen Beihilfe zum Diebstahl zu einer Gefäng- nisftrafe von zwei Monaten, R. wegen Diebstahls in zwei Fällen zu einer Gesamtge - fängnisftrafe von fünf Monaten. Straferschwerend wirkte der grobe Vertrauensbruch als. langjährige Angestellte der bestohlenell Firma, bei R. auch der Umstand, daß er in dem Betrieb eine besondere Vertrauensstellung innehatte. Straf- meldernd wirkte der Umstand, daß die Angeklagten nicht oder nicht einschlägig vorbestraft sind. Strafkammer Gießen. Die W. E. in Wetzlar hatte am 17. Dezember 1940 vor dem Amtsgericht Gießen einen Eid wissentlich falsch geleistet. Die Angeklagte war in vollem Umfange geständig. Der Anklagevertreter beantragte mit Rücksicht darauf, daß sich die Angeklagte durch Angabe der Wahrheit strafbar gemacht hätte, gemäß 8 157 StrGB. eine Gefängnisstrafe von vier Monaten und zwei Wochen und An- rechnung der Untersuchungshaft. Das Gericht folgte den Ausführungen des Anklagevertreters und verurteilte die Angeklagte antragsgemäß. Ihre feit» fjenae • Hnbestraftheit wirkte strafmildernd. Der O. K. aus Bleichenbach hatte sich wegen Untreue und Urkundensälschung zu verantworten. Der Angeklagte hatte von dem Zeugen I. feit dem 14. März 1939 monatlich 10 RM. mit dem Auftrag erhalten, diese an die Beamtenhank in Darmstadt zugunsten des Zeugen einzuzahlen. Einen am 9. Mai 1939 zu diesem Zwecke übergebenen Betrag Keine Störung der Jagdreviere bei Geländespielen. Um eine Schädigung des Waldes und eine Störung von Jagdrevieren zu vermeiden und damit auch eine ^Beeinträchtigung des für die Volksernährung wichtigen Wilobestandes zu verhindern, haben der Reichsjägermeister und der Reichsjugendführer Anordnungen getroffen. Danach sino vor Beginn größerer Geländespiele die Forstbehörden oder Jagdberechtigten rechtzeitig zu unterrichten. Wünschen der verantwortlichen Stellen für Jagd und Forst ist Rechnung zu tragen, ohne daß anderseits die freie Bewegungsmöglichkeit der HI. im Walde unnötig eingeschränkt wird. Die Beleuchtung an Fahrrädern. Der Reichsverkehrsminister hat eine Klarstellung der Vorschriften über die Beleuchtung an Fahrrädern veröffentlicht. Nach den bestehenden Bestimmungen müssen Fahrräder u. a. auch mit einer Lampe ausgerüstet sein. Jeder Fahrradbesitzer muß also auch eine Lampe zu seinem Fahrrad haben. I Er braucht aber diese Lampe während der Hellen Tageszeit nicht am Fahrrad zu befestigen, braucht sie also nicht bei jeder Rad fahrt bei sich zu haben. Vielmehr müssen Fahrräder nur bei Dunkelheit oder st arkem Nebel mit den vorgeschriebenen Lampen auch tatsächlich versehen sein. Wie oft konnte man es während der Ausbildung erleben, daß aus der Truppe heraus Vorschläge gemacht wurden, um die Abwehr oder den Angriff wirksamer zu gestalten, Vorschläge, deren Richtigkeit der Mann selbst während der Kämpfe des letzten Jahres in irgendeiner Lage erlebt hatte. Und immer spürt man aus diesen Anregungen die innere Anteilnahme unserer Soldaten an dem Geschehen des Krieges. Ja, man hatte den Eindruck, daß sie, die vor Beginn des Kampfes vielleicht Arbeiter in einer Fabrik, Kaufleute ober Studenten waren, die nur ihr Arbeitsgebiet kannten und durch eigene geistige Mitarbeit erhöhte Leistung erzielen wollten, sich nun auch wieder in einem neuen Beruf, dem des Soldaten, zu Hause fühlten, Facharbeiter des Krieges geworden waren, denkende soldatische Kämpfer für Deutschland. Es ist richtig, daß der Krieg und die harte Wirklichkeit des Kampfes mit aller grauen Theorie bricht und bisweilen in wenigen Stunden all das über den Haufen wirft und vergessen läßt, was jahrzehntelang als unumstößliches Gesetz gegolten hat. Und doch, wie oft hat man es erlebt, daß mitten im Durcheinander des Kampfes die oft geschmähte Vorschrift vor dem geistigen Auge stand und den Ausweg zeigte in schwieriger Lage. Gewiß ein Erfolg der Vorschrift — mehr aber noch ein Erfolg Als die Marburger in die Bezirksklasse Gießen- Wetzlar ausgenommen wukden, erwartete man auf Grund der in den Gesellschaftsspielen gezeigten Leistungen von ihnen, daß sie einen ernsten Bewerber um die Meisterschaft darstellen würden. Abgesehen von dem Spiel der 1900er in Marburg, in dem die Marburger eine große Leistung zeigten, sind sie den Beweis ihres Könnens bis jetzt schuldig geblieben. Sogar leichte Spiele wurden verloren. Wi§ man aus Marburg hört, soll der nächste Sonntag die große Wandlung bringen, da man die komplette Mannschaft zur Stelle haben will. Da einzelne Spieler noch keine Mannschaft bilden, so wird das Spiel erst darüher entscheiden, ob eine Mannschaftsleistung zustandekommt. Die VfBer Haden daher auch keinen Grund, das Spiel schon jetzt als verloren zu betrachten. Sie können sich auf eine eingespielte Mannschaft stützen, deren solides Können und Kampfwille auch die Marburger bezwingen kann, im Falle eines Spielverlustes können die VfBer ihrs Hofftmngen auf die Erringung der Meisterschaft aufgeben. Höften wir, daß die Gießener die Punkte in Marburg erringen. ch Watzenborn-Steinberg I — Burgsolms I. Nach langer Pause spielen die „Teutonen" am kommenden Sonntag wieder einmal auf eigenem Platze. Gegner ist die I. Mannschaft aus 23urgiolms. Die Gäste nehmen in der Tabelle der diesjährigen Meisterschaftsspiele einen überraschend guten Platz ein. So gelang dieser Mannschaft sogar in Gießen gegen VfB.-R., in Wetzlar gegen die „Sportfreunde", in Bissenberg und in Marburg ein Sieg. Die Gäste werden auch am kommenden Sonntag versuchen, zu weiteren Ehren zu kommen, zumal die Stütze der Platzmannschaft, Mittelläufer Hedrich, nicht mit von der Partie fein kann. Wie diese Lücke von den Watzenborn-Steinbergern ausgebessert wird, steht zur Zeit noch nicht fest. Steinbach I — Lollar I. Diese Begegnung ist nochmals angesetzt worden, da der Schiedsrichter nicht erschienen war. Der Ausgang des Spieles ist offen. Da dieses Spiel die Meisterschaft entscheidet, darf man mit einem spannenden Kampf rechnen. Steinbach 1. 3gb. — Leihgestern 1. Jgd. Nachdem Steinbach zum Staffelsieger erklärt worden ist, tritt die Jugend am kommenden Sonntag vor dem Spiel der 1. Mannschaft gegen die 1. Jugend von Leihgestern zum weiteren Spiel um die Bannmeisterschaft an. Die Gäste sind als starke Mannschaft bekannt. der in unserer Wehrmacht betriebenen Ausbildungsarbeit, die nun in diesem Winter gerade im Heere in ungeahntem Ausmaße die Erfahrungen des bisherigen Kriegsverlaufs auswertet und sie fast schon im mechanischen Drill jedem einzelnen in Fleisch und Blut übergehen läßt. Und doch geschieht gerade in der Auswertung dieser Kriegserfahrung noch mehr als nur die drillmäßige Schulung auf bestimmte Handgriffe, lieber allem steht die Erziehung jedes einzelnen deutschen Soldaten zum bewußten Einzelkämpfer, zum denkenden und in jeder Phase des Gefechts überlegenden und deshalb überlegenen Beherrscher des Kampffeldes. Geistig und körperlich jederzeit sprung- und kampfbereit zu sein, immer gewillt und fähig, sich auf den Gegner zu stürzen, sich jeder Lage schnell anpaffen und immer das Ziel vor sich sehen, das es zu erreichen gilt — dazu erzieht in diesem Winter das deutsche Heer feine Soldaten. So ausgebildet und in wirklicher „Höchstform" tritt das Heer unserem letzten Gegner entgegen, der zugleich auch unser zähester ist. Alle Zähigkeit und aller Mut der Verzweiflung werden ihm nicht mehr helfen in dem Augenblick, in dem wir antreten zum letzten entscheidenden Kampf, der in diesen Monaten und Höchen in zäher, stiller Kleinarbeit vorbereitet wurde. von 10 RM. zahlte er nicht ein, sondern behielt ihn für sich. Am gleichen Tage überwies er stattdessen mittels Barschecks von dem Postscheckkonto seiner Ehefrau 10 RM. an sich. Diesen Betrag hat er erhalten und auch selbst quittiert. Den durch diese Heberweftung in seine Hände gelangten Lastschriftzettel vom 9. Mai 1939, der ihn als Empfänger bezeichnete, änderte er, nachdem er die ursprüngliche Schrift ausradiert hatte, mit Schreibmaschine so ab, daß nunmehr die Beamtenbank als Empfänger dieses Betrags erschien. Infolge der Nichteinhaltung der Ratenzahlung wurde dem Zeugen eine Schuld gekündigt, und es entstanden ihm erhebliche Kosten, nicht zuletzt dadurch, daß sich der Zeuge das Geld anderweit beschaffen mußte. Der Angeklagte bestritt jegliche Schuld. Er will den Lastschriftzettel weder gefälscht, noch von dem gefälschten Lastschriftzettel wissentlich Gebrauch gemacht haben. Der Anklagevertreter führte aus, der Angeklagte sei zwar erheblich und einschlägig vorbestraft. Da es aber stets entweder nur kleine Geldstrafen gewesen oder die Freiheitsstrafen amnestiert worden seien, hätten die Vorstrafen keine Wirkung auf ihn Qefyabt. Er beantragte eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und eine Geldstrafe von 300 RM. Der Angeklagte wurde der schweren Urkundenfälschung und der Untreue schuldig erkannt und zu einer Ges amtgefgnq- nisftrafe von einem Jahr und einer Geldstrafe von 100 RM. verurteilt. Straf erschwer end wirkten die vielen einschlägigen Vorstrafen. Strafmildernd wurde in Betracht gezogen, daß nur ein geringer Betrag veruntreut wurde. Es wurde in der Urteilsbegründung betont, daß Leute vom Schlage des Angeklagten fühlbar und drastisch gestraft werden müßten. Der Angeklagte wurde sofort in Haft genommen. Die L1G.- Gchwettevuschasi im Gau Hessen-Nassau Lernschwestern MgttgSWS Wetzlar wird es zu einem Großkamps _____ men. Nach der vorsonntäglichen Leistung der Naunheimer gegen Steinberg ist man geneigt, ihnen eine Erfolgsmöglichkeit gegen die 05er einzuräumen. Die Tagesform dürfte Den Ausschlag geben. Die Luftwaffe hat in Steindorf noch nicht gewonnen. Die Niederlage der Sportfreunde sollte ihr zu denken geben. Hoffen wir, daß der einzige Gießener Vertreter seine weitere Teilnahmeberechtigung Zusätzliche Trauerkleidung nur bis zwei Monate nach Todesfall. Innerhalb der Rationierung der Textilien ist die Möglichkeit zum Bezüge von Trauerkleidung neben der Reichskleiderkarte geschaffen. Bei Iran erfüllen kann das Wirtschaftsamt ober die Kartenstelle eine besondere Bescheinigung ausstellen, die zum Einkauf von Trauerkleidung berechtigt. Die Reichsstelle für Kleidung und verwandte Gebiete hat hierzu jetzt die Wirtschaftsämter angewiesen, diese Bescheinigungen in ihrer zeitlichen Gültigkeit auf das erforderliche Maß abzustellen. Danach ist die Abgabe von Trauerkleidung nur bis zu zwei Monaten nach KennMis des Todesfalles zulässig. Die Bescheinigungen werden einen entsprechenden Zusatz erhalten. Der Fachngann spricht: Wer Schuhe sparen will, muß K war das Leder pflegen I Zum Auf- । färben alter, auch ganz abge- \\/ b tragener farbiger Schuhe wie zur täglichen Behandlung em- iSSffiF pfiehlt sich die Verwendung A der konservierenden, decken- den und glänzenden Patent- Paste Von Leutnant Herbert Staate. Glaubt man den Versicherungen der englischen Presse und den nicht gerade wenigen Reden der herrlichen Plutokratenclique auf der Insel, so starten gerade heute unsere Fernkampfflugzeuge, Jäger und Kampfmaschinen mit den letzten Tropfen Benzin, die noch aufgetrieben werden konnten, und sind schließlich nun endgültig die Hälfte aller deutschen U-Boote, ganz zu schweigen von der übrigen Flotte, die bereits bei der Norwegenaktion daran glauben mußte, vernichtet. Nun, das deutsche Volk hat bisher von all diesem törichten Gerede mit zunehmender Heiterkeit erfahren und dazu geschwiegen im Bewußtsein seiner Kraft und der Gewißheit der Stärke seiner Wehrmacht. Die Engländer können sicher sein, daß wir auch — im Gegensatz zu ihnen — weiter schweigsam sein werden, bis zu der vom Führer bestimmten Stunde die deutsche Wehrmacht wieder eine jener Antworten auf dummes Geschwätz erteilt, die während dieses Krieges zu geschichtlichen Lektionen geworden sind. Wir Deutschen haben das schone Sprichwort von den Hunden, die bellen, aber nicht beißen. Man maa auf der Insel beruhigt sein: Wir bellen nicht, um Die Ruhe nicht vorzeitig zu stören, aber wenn es so weit ist, bann werben wir beißen unb wie! Zugegeben, es mag für plutokratische Hirne so aussehen, als habe vor allem unser Heer — die Tätigkeit der Luftwaffe und Kriegsmarine bekommt der Engländer von Tag zu Tag zu spüren — die Winterquartiere des Alten Fritz bezogen und lasse es sich nun nach den Wochen und Monaten des Kampfes wohl sein. „Das schlafende Heer" ist geradezu ein Wunschtraum der Engländer geworden, die nach Vogel-Strauß-Art die Stunde der Abrechnung vermeiden zu können glauben, indem sie peinlichst vermeiden, auch nur an ihre Möglichkeit zu denken. Lassen wir sie, sicher werden die lommies es nur früh genug erfahren, daß unser Heer in diesem Winter ebensowenig geschlafen hat wie in den vergangenen Wintermonaten am Westwall. Die Wahrheit des Führsrwortes vorn 30. Januar dieses Jahres, da er sagte: ,Lu Lande ist die Zahl der Divisionen gewaltig vermehrt worden. Ihr Gehalt wu?be verbessert, die ungeheure einmalige Kriegserfahrung bei Führer und Mann ausgewertet. Es ist gearbeitet worden und wird unentwegt weitergearbeitet. Die Ausrüstung ist verbessert, und unsere Gegver werden sehen, wie sie verbessert wurde", wird den Engländern allerdings wieder einmal erst aufgehen, wenn es zu spät für sie ist. Ja, auch unser Heer hat in feinen Winterquartieren nicht geschlafen. Mit einem Fleiß unb einer Zähigkeit sondergleichen sind Führer und Männer aller Waffengattungen in den Monaten seit dem Waffenstillstand barangegangen und haben gearbeitet unb noch einmal gearbeitet. Galt es zunächst, Fahrzeuge unb Waffen wieber zu überholen unb in Werkstätten unb Waffenmeistereien alle etwa im Laufe des Feldzuges entstandenen Schäden auszubessern, so wurde unmittelbar im Anschluß an die Erledigung dieser Aufgaben an die weitere Ausbildung der Truppe gegangen und in sorgfältigster und feinster Kleinarbeit immer unb immer tflieber an Fehlem der früheren Ausbildungsarbeit herumgefeilt, die sich in der letzten unb höchsten Prüfungsmöglichkeit für bie Richtigkeit solbatischer Ausbildungsvorschriften — dem Kampf — herausgestellt hatten. Wie oft haben wir es drüben in Frankreich erlebt, baß in ben kleinen Dörfern unb Stäbten bie Einwohner — in angemessener Entfernung selbstverständlich — unseren selbsthergerichteten Uebungs- platz bestaunten, noch mehr sich aber über bie Tatsache rounberten, baß unsere Ausbildungsarbeit, angefangen von der Gruppen- unb Zugausbilbung der Infanterie, den Hebungen der Sturmpioniere, dem Geschützexerzieren der Artillerie bis zum Uebungsschießen der Pak, Tag für Tag weiterging, obwohl wir doch, wie sie dann in abendlichen Unterhaltungen sagten, den Krieg, gegen Frankreich gewonnen hätten. Stellte man dann die Gegenfrage, was denn die französischen Truppen während des vergangenen Winters getrieben hätten, so konnte man hären: „Nun, sie haben zwar auch geübt, aber so Tag für Tag und mit diesem Eifer — das gab es nicht!" Wer selbst in der Feldtruppe in dieser Ausbildungsarbeit gestanden hat, vermag allein richtig zu beurteilen, wie sehr durch dieses letzte Ausfeilen unb Ueberprüfen — man mochte fa t sagen jebes Handgriffes, der an irgendeiner Wa fe unb bamit an ber gesamten gewaltigen deut chen Kriegsmaschine in einem kommenden Ein atz zu leisten ist — die Schlagkraft der Truppe wie auch das Selbstvertrauen und das Bewußtsein der soldatischen Ueberlegenheit jedes einzelnen Mannes gestärkt wird. Nicht mehr allein im Frieden erlernt unb nach der Praxis früherer Kriege geformte Ausbildungsvorschriften haben in diesen Monaten bei den Hebungen ber Truppe bas Wort gehabt, fonbern bie Kriegserfahrung ber gesamten deutschen Wehrmacht, die im Feldzug gegen Polen zum erstenmal eine große Anzahl neuer Grundsätze für den Einsatz fand, die durch die Feldzüge in Norwegen und im Westen bann bestätigt unb erweitert würben. Haben diese Erfahrunaen auch bereits in einer Anzahl ergänzender Vorschriften ihren Niederschlag gefunden unb finb damit Allgemeingut der Truppe geworden, so kommt zu diesen großen neuen Erkenntnissen die in härtestem Kamps erworbene Kriegsersahruna jedes einzelnen Mannes liches Eigentnni in feiner wandtheit in % GLORIr nunmehr ein ausge- 1052 A Mit der Hamburg ^Amerika Linie Um die . WH Husten, Frösteln, rauher Hals, Gießen. Kaiserallee62, Korbach,Hildesheim, Biedenkopf, l.Märzl941. Die Deutsche Arbeilslront 4^ NSG. „Krail flurdi Freude Kreisdienststelle w VV ette rau 1079 D Hans Carossa liest aus eigenen Werken Groben-Llnden, den 27. Februar 1941. 1057 D Marktstraße 28 Gießen-Wieseck (Kirchstr. 82), 1. März 1041. 1051 D| Rödgen, den 28. Februar 1941. 1025 D Brühl’sche Druckerei, SchulstraBe 7, Anruf 2251 Of*ek*e AiuoNdwbWwe* 6*rtw» IDEAL >. HIKA-Scbrafe. klärt )nn» die um arte Geschmackvoll Vornehm Persönlich Die trauernden Hinterbliebenen: Maria Keßler, geb. Lang und Angehörige. zeichneles Mittel, das radikal, rasch, sicher und vollkommen schmerzlos Hühneraugen und Hornhaut in wenigen Tagen entfernt, - das ist die bewährte und erprobte Sfr and näh« oben ihrer ginn Lien ter» eilen ohne \ der am nem lins, igen N ißen •ort« ^eg. itQfl die rich, lücke fiert Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 2977 A J.Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Die Trauerfeier findet am Montag, dem 3. März, nachmittags 2% Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. QUALITÄT UND MÄ2ISIOH üsneralverireianß: Baums & Treibig Gießen Bahnhofstr.26 Ruf 3700. 399 D Die Hitglieder de» Goethe-Bundes und der Kulturellen Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein/ haben auf Mitgliedsausweis (G.B. Nr. 2 und K. V Nr. 9/ bis zu 3 Plätzen freien Eintritt. Ebenso haben die Mitglieder des Vortragsringes der KdF. gegen Vorlegen des Mitgliedsausweises freien Eintritt. Die Mitglieder der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde erhalten gegen Kontrollabschnitt Nr. 9 Karten zum ermäßigten Preise von 50 Pf. Mitglieder der NS.-Frauenschaft, des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat erhalten Eintrittskarten zum Preise von ^0 Pf., Nichtmitglieder zu RM. 1.— bei Challier, Neuenweg. Die Angehörigen des Veranstaltungsringes der HJ. erhalten Eintrittskarten zum ermäßigten Preise von 30 Pf., Studenten, Militär und die HJ.- und BDM.-Angehörlgen zu 40 Pf. Sonntag, L. März, ii Uhr: Einmalige Sondervorstellung vor vielerlei Krankheit schützen Sie sich u. Ihre Familie, wrnu Sie fetzt eine Blulrrini- gungskur machen mit Sani. Drops aus 12 hochwirksamen Heilkräutern. Sani-Drops führe« gleich»eitig mild ab. Packg. h* 1», 2.75 «. 7 - OtWt. Drogerie Elges,Seltersw.68a Viktoria-Drog., Marktstr. 5 Löwen-Drogerie.Seliersw 89 Drog. Winterhof!, Krenspl.9-10 Drog. Bornemann, Bahnhofstr. 17 448 V Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, sowie für die zahlreichen Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Bönning beim Heimgange meines lieben Mannes sage ich meinen herzlichsten Dank Frau Elisabethe Hahn Witwe. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen August Seibert, Kaufmann für die zahlreichen Krpnz- und Blumenspenden, dem Turnverein sowie der Sängervereinigung Gießen- Wieseck für die erwiesenen Ehrungen. Besonders dem Herrn Dekan Sattler für die trostreichen Worte sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Klara Seibert Wwe, verw. Baß nebst allen Angehörigen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die vielen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Germer, der Krankenschwester für die liebevolle Pflege und allen denen, die unserem lieben Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. ZlkgMstkN Ein Film des Oberkommandos des Heeres ASIEN-AMERIKA Aus dem reichen Inhalt: Ägypten / Kairo - Das Wunderland Indien - Das Ta] Mahal,die schönste Grabstätte der Welt-Bali, die Insel der Schönheit - Auf dem Wangpoo- Fluß nach Schanghai-Honolulu und Walkiki auf den Hawai-Inseln-Der Panamakanal-Von NewYork wieder in die deutsche Heimat! | Die neue Deutsche Wochenschau^ Vorverkauf an derTageskassc Erwachsene —.70— 1.80 RM Kinder -.40 — 1- RM. 1001 A Ihre Geschäftsdrucksachen stellen die Verbindung her zu Ihren Erzeugnissen. 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März 1941, in der Hans-Schemm-Schule: Knaben von 8.30 bis 9.30 Uhr, Mädchen von 9.30 bis 10.30 Uhr. c) Gießen-Klein-Linden: für alle Knaben und Mädchen am Dienstag, dem 4. März 1941, in der Neuen Schule: Knaben von 8.30 bis 9.30 Uhr, Mädchen von 9.30 bis 10.30 Uhr. Bei der Anmeldung sind der Impfschein, die Geburtsurkunde oder das Familienstammbuch vorzulegen. 10330 Die Schulpflicht besteht für alle Kinder, die bis zum 31. August 1941 das 6. Lebensjahr vollendet hoben. . v , Ein weiterer Termin für dte Anmeldung findet nicht statt. Gießen, den 25. Februar 1941. Ktadtschulamt. J.B.: Walter« Mein Geschäft bleibt 1039A vom 1. bis 6. März geschlossen! Parfümerie Plank Gießen, Seltersweg 8, Ruf 3934. Giehener Vortragsring Goethe-Bund / Kulturelle Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein) / Volksbildungsstätte Giefeen Mittwoch, den 5. März 1941, 996 D abends 7.15 Uhr, Neue Aula der Universität Am 6., 7. und 8. März halte ich keine Spreche!* Naumann, Heilpraktiker. 1027 D 4 Sonntag, den 2. März, 1941, 16.00 Uhr, in der Neuen Aula der Universität Gießen 'Solisten -Äonxcrt Einleitung: Der EntfcheiOung entgegen Hergeftellt von der Deutschen Filmgefellfdiaft M u f I h von H o r ft Hanne Sieber Hauptteil: Der Felözug Än Ser Front aufgtnommtn von Oen Filmberichtern Oer Berkhterflaffel öee Oberbefehlshaber© Oee Heerte, der Propaganöa - Kompanien und Truppe der Heereefllrnftelle Künltlerifdtje öetfaltung: snend noldan und fntz Brunfd) Mufik von Herbert WinOt Im Verleih Oer <$> -—zr Künftlerifd) wertvoll • Staatspolltlfd) der film erhielt die Fradikatc- rofrtDOji , üolksbildcnd • Jugendrocrt die Höhepunkte des gigantischen Ringens im Welten find in diesem film in der Schiwerung des Lintatzes der einzelnen hccrcsformationcn sefigehalten. wir erleben die Landung der falllchirmiagcr in Holland, den todesmutigen Angriff der Sturmpionitrc auf fbcn-emael und maginohforts, wir verfolgen den unauffialtfamen Vormarsch der Infanterie-Regimenter, den feuerkampf der «rtUlcrle, den kühnen Vorstoß der Panzcrroaffe — die heldenhaften Leistungen Icdcr Truppengattung erfahren somit ihre Würdigung. jugendliche haben Zutritt! montag, den z. märz 1941, nachmittags r Uhr Kroße feftDorftellung mit einer flnlpradje des Standortälteften Oberltleutnant kühne es spielt ein Mustkkorps der Wehrmacht SloriaPalast Spielzeiten: Montag, r.oo, 145, 7.30 Uhr Hb Dienstag täglich: r.oo, 430, 7.30 Uhr Sonntags: r.oo, 4.30, 7.30 Uhr Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf Ich habe meine Praxis im früheren Umfang — d.h. ohne Kassenpraxis - wieder aufgenommen Dr. Neiimann-SDeofiel 8-9, 15-16 1056 D Diese 3 wesentlichen Eigenschaften der guten | Familien-Drucksache bietet ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten schnell und zu müßigen Preisen Solisten : ELSA EHLERT-HEBERMEHL, Klavier MARIE LOUISE MOENCH, Violine ERNA STOLL, Sopran iomD Zum Vortrag kommen Werke von Bach — Händel - Schubert und eigene Kompositionen von Frau Elsa Ehlert-Hebermehl Eintrittspreise: RM. 1.00, 1.50, 2.00 und 2.50 Ringmitglieder 20%, Wehrmachtsangehörige 50% Ermäßigung. Karten im Vorverkauf: Kartenverkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, und in der Musikalienh Challier r " " , —".TI Heiserkeit. Schnupfen und Koöffdimtricn sind meist die Anzeichen beginnender Erkältung, die bei Vernachlässigung zur Grippe fuhren kann. Es ist d.eshab ratsam. JsSRl sofort folgende bewährte Kur anzmoenden: 1-2 (Euloifel Klostenrau-Melmen. ncift und 1—2 gestrichene Eizlösicl Zucker mit etwa der doppelten Menge kochen- M Jy •?"' den Wassers gut verrühren. Diese Mischung sofort nach dem Zubcttachcn mog- * tickst hrih trinken und dann lckmitzen. Wenn notwendig wird diese, Anwendung K 4 I 1 bis2rnol wiederholt. Zur Nachkur, und um Rückfällen entgegenzuwirken. nehme W 'W > man noch einige Tage, und zwar 2 bis 3 mal täglich, besonders abends, einen Tee» löffel Klosterfrau-Melissengeist in einer Tasse Mcnernunz- oder andcrcm Tee ;v Diele haben sich auf diese Weise geholfen! So schreibt Frau Martha Muckt. .Hausfrau. Düsseldorf. Schcfsel-Str. 116. am 16.9.40: „3ch bin mit RloHtnrau« ä Melissengeist sehr zufrieden. Besonders in Griovezeiten nehme ich sofort bei auf- MMMKA. tretenden Erkältungen Kiostersrau-Melissengeist als „Hcchtrank und schon am WWMWMxMöWKD nächsten Morgen fühle ich eine wesentliche Besserung." . Weiter Herr Beter Radermacher (Bild nebenHchenö). Kraftfahrer. Koln-Nippes -—-— Eschcrstr. 37. am 9.10.40: ..Durch meinen Berus als Kraftfahrer bin ich Wind und Wetter ausgesetzt und neige leicht 8U Erkältung und Schnupfen. 'Dabei' habe ich mit Kio>tenrau-Meliiien- hie heften Erfahrungen gemacht. Sch kann ihn jedem empfehlen". p r .... 0 Nehmen deshalb auch Sie bei jedem Anflug von Erkältung sofort den bekannten Klosterfrau-Melissengeist in der blauen Packung mit den drei Nonnen: erhältlich in Apotheken. Drogerien und Rcsormhauiern in Flaschen ?u NM. 2.80. 1.65 und 0.90 Inhalt .100 50 und 25 ccm). D.ergeücn Sie ibn nicht bei Ihrem nächsten Einkauf! 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Gera Frih-Reuter-Str. 22 /SltLun ohne Friedel Niebergall Karl Boller FranzVogiACo. Seltersweg 44 Ruf 2464 Ord. Nr. Hedwig Schwing Fritz Kaese Unteroffizier der Luftwaffe Für die anläßlich unserer Silberhochzeit erwiesenen Auf- merksamkeiten banken herzlich Heinrich Mank und Eheirau Luise, geb. Meuter. Gießen-Wieseck,l.März 1941. 1081 D Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm.Hefler Nacht Sandaßistenmeist Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darnm: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den Bießener Anzeiger Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit 8-jähriger Schulbildung. 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Nach 3Tagen konnte ich die erste Tkacht durchsd)lafen.Ich kaufte mit sofort noch 100 Tabletten. Die sind nun längst alle und ich bin völlig von den Beschwerden befreit.Jch werde die Tabletten stets empfehlen." So fchrieb Herr AlfredSchätz,Krankenpfleger,Mölln, am 4»Juni 1938. Quälender Husten, hartnäckige Bronchitis, chronische Derschleimung, Asthma werden seit Jahren mit Dr.BoeiherTablesteo auch in alten Fällen erfolgreich bekämpft. Unschädliches, kräuterhaltiges Spezial- mittel. Enthält 7 erprobte Wirkstoffe. Stark schleimlösend, ausrourf- fördernd und gewebefestigend. Zahlreiche Anerkennungen dankbarer ---Patienten u. zufriedener Arzte! In Apotheken M 1.43 u. 3.50 —, Das vielen Zahnersatzttäger« unentbehrliche Kukident zur selbsttätigen Reinigung und Desinfektion künstlicher Gebisse konnte tn den letzten Monaten nur tn beschränktem Umfange hergestellt werden und war dadurch meist ausverkauft. 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Lustgarten 1039 207,80 IV 60 Grabgarten hinter den Zäunen 385 577,50 II 517 Bauplatz (a) unter dem Eichbaum 509 1018,— IX 133 Acker in den untersten Hasäckern 1687 421,75 XIII 44 Acker am Auenborn 1243 435,05 XIII 180 Acker in den Saulöchern am Trieb 1510 302,— XV 17 Acker am Zollstock 1793 358,60 XVI 283 Acker am großen Kornacker 1536 384,— VIII 97 Wiese am langen Zaun 2243 897,20 XVI 219 Wiese in der Hunsbach 1573 471,90 II II 387 388 Hofreite Grabgarten Grabgarten Grabgarten unter dem Reichels- berg daselbst 522 58 587 83 9800,— VI 71/™ Wiese vor der Ursulum 1405 421,50 VI 2*/io Wiese daselbst 585 175,50 Sa. 18930,40 (ükficncr Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Kr. 51 Drittes Blatt Aus der Eia di Gießen. Das Licht. Von Anton Holzner. Nicht nur zur Winter- und Sommersonnwende, sondern auch in der Zeit, in der die Tage wieder spürbar länger werden und die Sonne wieder voller den Menschen leuchtet, steht seit Jahrtausenden das Licht im Mittelpunkt des Denkens und Erlebens der deutschen Menschen. Das Licht stellt für den nordischen Menschen eine Kraft dar, der er sich besonders verbunden fühlt. Das Licht ist Ausdruck und Künderin göttlicher Kräfte. Wenn die Sonne helleuchtend am Morgen am Rande des Himmelsgewölbes emporsteigt, wenn sie während des Tages Wärme, Licht und Lebenskraft ausstrahlt, und wenn sie am Abend als glühend roter Ball wieder versinkt, dann spürt der nordische Mensch in diesem Leuchten der Sonne eine geheimnisvolle göttliche Kraft. In stiller Ehrfurcht grüßt er dieses herrliche Sonnenlicht. Immer wieder wird er in seinem tiefsten Innern ergriffen von dem göttlichen Wunder, das ihm die Sonne bedeutet. Und wenn am dunklen Abendhimmel das milde Licht des Mondes auftaucht, wenn glitzernd Stern um Stern sich ihm beigesellen und schließlich der ganze Nachthimmel als eine Zauberwelt von kleinen und kleinsten funkelnden Lichtern erscheint, dann gehört diese Sternenwelt wiederum zur tiefsten Heimat der deutschen Seele, die von der Gottheit erfüllt ist. Eine wunderbare geheimnisvolle Kraft liegt in jedem Licht. Wer in tiefer Dunkelheit voll Sehnsucht nach Helligkeit sucht, wer in finsterer Nacht voll Hoffnung auf den Morgen wartet, wer in das unerforschliche Leben der hell leuchtenden Gestirne oder auch nur in das Flimmern eines kleinen, zarten Kerzenlichtes voll Hingabe schaut, der spürt eine Ahnung von dem Göttlichen in der Natur. Mehr als irgendein geschnitztes Bild kann uns darum das Licht Symbol der Gottheit sein. Im Lichte erleben wir immer wieder das geheimnisvolle Dasein des Göttlichen. So wie das Licht zu unserem Leben gehört, so ist Gott mit unserer Wirklichkeit verbunden. Das Licht wird uns so gleichzeitig zum Symbol unseres eigenen Lebens. Wenn wir in die Lichtglut am Herdfeuer sinnend blicken, wenn wir eine brennende Fackel in den Händen tragen, wenn wir zu einer Feierstunde Kerzen entzünden, dann fühlen wir eine innere Verwandtschaft mit diesem Licht. Das Licht verzehrt die Kräfte der Kerze oder des Holzes, damit es leuchten und wärmen kann. So verzehren auch wir Menschen die Kräfte unseres Lebens, um in Begeisterung zu glühen, von der Flamme einer Idee lodernd erfüllt zu sein, mit unserem leuchtenden Leben anderen Menschen Vorbild zu sein und die ganze Welt unseres Volkes mit zu erhalten. Jeder Deutsche hat dabei die Pflicht, dafür zu sorgen, daß die Fackel seines Lebens möglichst lange am Altar seines Volkes leuchte. Am inneren Lichte werden oft viele neue Flammen entzündet. So geben auch wir Menschen das Licht unseres Lebens weiter an Kinder und Enkel, geben es weiter in unseren Taten und Werken. Wenn wir Totenwacht bei einem Verstorbenen halten, wenn wir die Gedenkstätte eines Toten feierlich schmücken, dann entzünden wir, uraltem germanischem Brauche folgend, ein Licht, eine Flamme als Sinnbild de? Menschenlebens. Licht entzündet sich am Lichte zur ewigen Flamme. Leben gebiert neues Sein zum ewigen Leben. Es ist gut, wenn mir jedes Jahr in den Tagen, in denen das Licht wieder deutlich spürbar die Finsternis überwindet, die Kraft des Lichtes zu uns sprechen lassen und uns darauf besinnen, daß uns das Licht Symbol der Gottheit und Symbol des Lebens ist. Gegenüber allen Mächten der Finster- ms, der Lebensverneinung, der Düsterkeit und des Pessimismus sollen gerade diese Tage uns zum Bewußtsein bringen, daß wir deutsche, nordische Menschen Lichtmenschen sind, stets dem Lichte entgegenwandeln und immer für die Macht des Lichtes kämpfen. Her Optiker am Lahniiaf-j Mädels im In kinderreichen Familien ist die Pflege der Kleinen die Hauptaufgabe des Pflichtjahr-Mädchens. Als erste große Aufgabe nach der Schulentlassung steht den jungen Mädchen jetzt das Pflichtjahr bevor, das zu Anfang 1938 eingeführt wurde. Noch ehe sie einen Beruf ergreifen, werden sie ein Jahr lang in völlig neuer Umgebung und meist auch bei ungewohnter Beschäftigung tätig sein. Die Mädchen sollen während dieser Zeit den überlasteten Hausfrauen aus dem Geist unserer Volksgemeinschaft heraus eine Hilfe stellen, wofür insbesondere die bäuerlichen und kinderreichen Haushalte, die für das Dolksaanze am wichtigsten sind, in Betracht kommen. In den vergangenen drei Jahren hat sich diese Einrichtung bestens bewährt, und wenn schon jetzt 700 000 Mädels durch das Pflichtjahr gegangen find, so wird mit dem am 1. April neu hinzukommenden Jahrgang sicher die erste Million erreicht. * Wir kommen auf einen Bauernhof, wo das Pflicht- jahr-Mädel schön bald seine Zeit beendet hat und wie ein eigenes Kind in die Familie ausgenommen ist. Der Betrieb ist nur klein, und der Bauer hatte sich niemals eine besondere Arbeitskraft leisten können, so daß die Frau außer der Versorgung von Kindern, Haushalt und Stall auch noch viele Arbeit auf dem Felde mit übernehmen mußte. Es ist klar, daß dadurch die Bauersstau überlastet war. Schon öf- pflichijahr. A ters sind hier Mädels aus der Stadt eingesprungen. Gretel ist fünfzehn Jahre alt und sieht fast gar nicht mehr städtisch aus, wie sie mit einem großen Kopfttlch am Herd steht und das Mittagessen für die Familie vorbereitet. „Aber sicher bin ich gerne hier", antwortete sie auf unsere Frage, und fährt lachend fort: .Lugenommen habe ich auch schon gewaltig, fast passen meine früheren Kleider nicht mehr. Aber das ist bei der Lust hier draußen ganz selbstverständlich. Früher habe ich meist zu Hause herumgesessen, hier bin ich nun den ganzen Tag auf den Beinen." Bei den letzten Worten ist der Bauer in die Küche gekommen und sagt freundlich: „Na ja, wenn die Arbeit nicht wäre, könnte es beinahe eine Erholung sein, was Gretel? Aber Rüben schneiden zum Futter, die Kühe melken und in der Scheune arbeiten, das ist ja wohl kein Vergnügen." Die Kleine wird rot vor Verlegenheit, und wir sind erstaunt, daß sie sogar die bäuerliche Arbeit schon verrichten kann. „£), sie wollte ja unbedingt in der Wirtschaft helfen", sagte der Bauer, „und jetzt hat sie sich so bei uns eingelebt, daß sie wohl eine ganz tüchtige Bäuerin werden könnte. Aber ich glaube, das ist nicht so ganz nach ihrem Sinn." Nein, sie will zunächst noch in die Stadt zurück und einen Beruf erlernen. Immerhin hat sie in diesem Jahr gesehen, wie man auf dem Lande lebt, Sorgen und Freuden ihrer Familie geteilt, und nun kommt sie bald gesund und froher Dinge zu ihren Eltern zurück. » In einer anderen Familie des Dorfes sind bei einem landwirtschaftlichen Beamten drei kleine Kinder zu versorgen. Dort ist nicht so sehr die Landarbeit, als die Pflege der Kinder die Aufgabe des Pflichtjahr-Mädchens. Alle dazu gehörigen Arbeiten wie Waschen, Anziehen und Füttern der Kleinen, kann das junge Mädchen leicht ausführen und dabei manches für ihre spätere Zeit als Frau und Mutter erlernen. Es ist zwar nicht der Zweck des Pflichtjahres, eine Ausbildung in der Land- und Hauswirtschaft zu geben, aber ganz von selbst eignet man sich dabei viele Dinge an, die immer von Nutzen sind. Diele Mädels wollen später in landwirtschaftlichen Berufen bleiben, und für sie wird das Pflichtjahr gleich auf die Ausbildungszeit angerechnet. Entgegen der vielfach verbreiteten Meinung ist der Arbeitsdienst in allen Fällen wie bisher abzuleisten. Von dem Pflichtjahr ausgenommen sind nur d i e Mädels, die von vornherein in land- und hauswirtschaftlichen Berufen tätig, sein wollen. * Da bei den Arbeitsämtern das Angebot an Pflichtjahrstellen groß ist, können alle Eltern versichert sein, daß nur wirklich geeignete Vermittlungen in solche Stellen vorgenommen werden, in denen ihre Kinder bestens aufgehoben sind. Außerdem erfolgt eine laufende Betreuung der Pflichtjahr^Mäd- chen durch die Vertrauensfrauen, die für städtische Haushalte das Frauenwerk und auf dem Lande der Reichsnährstand stellt und an die sich die beteiligten Stellen bei allen etwa entstehenden Schwierigkeiten B WM Die Bauersfrau zeigt dem Pflichtjahr - Mädel, wie man aus alten Resten praktische Sachen nähen kann. Das Pflichtjahr-Mädel als Helfer des Bauern: Im Keller wird das Frühkartoffel-Saatgut oorbereitet V J (Aufnahmen [3]: Dr. Engelbart.) wenden können. In keinem Falle werden die Mädchen, denen ein zweiwöchiger Urlaub zusteht, körperlich überanstrengt. Selbst in unserem kleinen Bauernhaus hatte das Pflichtjahr-Mädchen ein eigenes Zimmer zur Verfügung, wo es schläft und nach der Tagesarbeit feine Freizeit verbringen kann. Dio Bezahlung der Mädchen ist einheitlich geregelt und richtet sich nach dem Alter, wobei es natürlich nicht der Sinn des Pflichtjahres ist, Geld zu verdienen. Vielmehr soll das aus der Schule kommende Mädchen während des Pflichtjahres Gelegenheit erhalten, sich charakterlich und körperlich weiter zu entwickeln, um dann verständiger und gereifter den weiteren Aufgaben des Lebens entgegenzusehen. K. M< Dornotizen. Tageskalender für Samskag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Im Schatten de? Berges". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ,Herz geht vor Änker". — Artilleristen-Kameradschaft 1895: 20.30 Uhr im „Hessischen Hof" Kameradschaftsabend. — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.ß0 Uhr Ausstellungen im Stadttheater und im Turmhaus am Brandplatz. Tageskalender für Sonntag» NSG. „Kröft durch Freude": 16 Uhr in der Großen Aula der Universität Solisten-Konzert. — Stadttheater: 19 bis 22 Uhr „Die ungarische Hochzeit". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Im Schatten des Berges"; Sondervorstellung 11 Uhr „Rund um die Welt". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: >„Herz geht vor Anker". — Deutscher Alpenverein, Zweig Gießen-Oberhessen: 16 Uhr im „Hindenburg" Lichtbildervortrag Univ.-Professor Dr. Schliephake über „Hochtouren im Wallis und Montblancgebiet. —> Oberhesischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Ausstellungen im Stadttheater und im Turmhaus am Brandplatz. Stadltheater Gießen. Am morgigen Sonntag findet im Stadttheater die Wiederholung der erfolgreichen Operette von Nico Dostal „Die ungarische Hochzeit" statt. Müsika- lische Leitung: Arthur Apelt. Spielleitung: Harry Grüneke. Bühnenbild: Karl Löffler. Tanzleitung: Irmgard Trömel. Außer Miete. Dienstag, 4. März: „Schwarzer Peter", Oper von Schultze. 23. Dienstag-Miete. Mittwoch, 5. März: Erstaufführung „Götter auf KrümenKÄ! WWWliallsMW. Roman von Ao WWl. 2. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sie hatte den Burschen erwürgen sotten! dachte Gert. Charlotte hatte sich jedenfalls entschlossen, sofort nach Oschnitz zurückzukehren. Weshalb? Sie äußerte sich nicht darüber. Aber offenbar wollte sie ihr Verhältnis zu Lasard sofort und ohne Zögern auf einen gesicherten Boden stellen. Auch darin war fie eine Mathesius. Das Abenteuer war vorbei und überstanden. Nun mußten die Folgen daraus gezogen werden. Und die erste Folge war, daß sie ihrer Familie bekanntgab, Lasards Frau werden zu wollen. Sie reiste in Lasards Gesellschaft zurück, berichtete ihrem Vater und — hatte seitdem Hausarrest. Sie wurde behandelt wie ein dummes Ding. Es war keine Rede davon, Lasard hier im Hause auch nur zu empfangen, geschweige denn, ihn anzuhören. Um den Hausarrest hatte sie sich nicht gekümmert. Sie war mehrmals in der Stadt gewesen, hatte sich im Schlesischen Hof, wo Lasard abgestiegen war, mit ihm getroffen, und nun riß also ganz Oschnitz Augen und Mäuler auf. Das war alles. „Na", meinte Gert gedehnt, „und ich finde, es ist eine ganze Menge. Papa schäumt, wie?" „Seit wann schäumt Eis?" fragte Charlotte erbitterte „Er hat .nein' gesagt und kaum ein Wort weiter." „Tja", meinte Gert verständnisvoll, „ich kann mir denken, wie er sich benimmt. Als ich mal die Dummheit gemacht hatte, in Zoppot siebenhundert Mark zu verlieren, habe ich ihn von dieser Seite auch kennengelernt. Und was ist nun?" Es schien, als wollte sie nicht antworten, aber nach einer Weile sagte sie halblaut und ohne ihn anzusehen: „Hat er einen Kopf aus Eisen, hab' ich ihn auch!" „Was heißt das?" „Nun, das heißt, daß ich ja tun kann, was ich will. Ich bin nicht mehr minderjährig. Er kann mir weder Vorschriften machen, noch mich hier ein- kerkern, voch a* * „Aber das ist doch Heller Wahnsinn!" rief er. Sie sah ihn kühl an. „Findest du?" „Ja, aber du lieber Gott, das würde doch bedeuten, daß du wegmußt von hier, daß du dich trennst von uns, daß du alle Brücken hinter dir einreißt." „Und wenn ich gerade das will?" Er sah sie bestürzt und ratlos an. „Das geht doch nicht, Lolott!" rief er beschwörend. „Eines Mannes wegen! Eines Lasard wegen! Das kannst du nicht tun!" In ihre Augen kam ein merkwürdiger Glanz, als sie ihn unverwandt bettachtete. „Doch!" sagte sie schließlich. „Vielleicht werde ich es tun!" „Nein!" rief er. „Nein, das darfst du nicht! Es wird sich ein Ausweg finden lassen! Nimm doch Vernunft an, Lolott; Herrgott, was ist denn geschehen? Ein Wintersportflirt ..." , „Wenn du es allerdings so nennst ..." „Also schön! Eine Wintersportliebe! Deshalb braucht man doch nicht gleich in wilde Panik auszubrechen! Laß ein bißchen Zeit vergehen! Sag deinem Lasard, er soll sich für kurze Zeit aus dem Staube machen ..." „Du meinst, inzwischen werde ich dann zur Vernunft gekommen sein und ihn vergessen." „Du wirst alles ruhiger ansehen, wenn du ein paar Wochen ober Monate vergehen läßt. Wir können Papa gefügiger machen, du kannst dich mit ihm..." ,Hch soll mich unterwerfen?" tief sie. Plötzlich stand sie auf, und er hatte in ihrem sonst so scheuen, sanften Gesicht noch niemals so viel Entschlossenheit gesehen. „Es geht ja gar nicht allein um Lasard! Es geht um mehr! Es geht um all den Kram, unter dem man hier erstickt. Der Zwang, die Vorschriften, die Rücksichten, die Verbote. Keinen Schritt kann man tun, keinen Atemzug, ohne sich zu fragen: Was sagt er dazu? Er! Um ihn dreht sich alles! Vor ihm zittert alles! Und ich mag nicht mehr! Hörst du, ich mag nicht mehr! Das ist es!" Und fie wendete sich heftig ab, um ihm ihr Gesicht zu verbergen. Eine ganze Weile saß Gert stumm und erschüttert da. Mit Zuspruch und anderen guten Worten war ihr jetzt nicht mehr beizukommen. Das begriff er jetzt. Sie befand sich in hellem Aufruhr. „Man darf nichts überstürzen, Lolott! Was du tun willst — ob du nun einfach ausreißen oder Lasard an Ort und Stelle heiraten willst — weiß ich nicht; aber was es auch fein mag, es wird sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Und da meine ich ..." ,Zch will auch nichts mehr rückgängig machen!" „Das sagt sich jetzt so leicht hin! Aber sieh mal, es geht uns doch hier im Grunde genommen ausgezeichnet, nicht wahr? Wir leben herrlich und in Freuden, und wenn du „Ja, und wenn ich gerade das nicht mehr will? Wozu bin ich da? Wozu nütze? Ich sitze herum und mache eine möglichst angenehme Figur, wenn Mama ihre Tee-Empfänge gibt. Ich lese mir die Augen blind vor Langeweile. Ich darf Tennis spielen. Ich darf mal tanzen, wenn sich eine — schickliche Gelegenheit dazu bietet, ich darf mir in bestimmten Grenzen kaufen, was ich will, ich leide keine Not, gewiß, aber ..." „Ja, zum Donnerwetter", rief er ärgerlich, „was willst du denn eigentlich?" „Ich weiß es nicht! Ich will mir selbst gehören! Ich will mich regen können, wie es mir gefällt. Ich will ..." Sie machte eine Handbewegung des Ueber- drusfes. „Ach, was rede ich dgvon! Du willst mich nicht verstehen." „Doch, Lolott, ich begreife dich schon. Der alte Herr ist nun mal etwas rückständig. Zugegeben! Und Oschnitz ist auch nicht gerade der richtige Ort, wo mal ein frischer Luftzug hinkommt." „Vielleicht erinnerst du dich noch, daß ich Papa mal gebeten habe, mir eine Arbeit im Werk zu geben. Ich wollte im Laboratorium arbeiten. Das wäre zwar nicht gerade das gewesen, was mich von ganzem Herzen lockte, aber es wäre doch wenigstens eine Aufgabe gewesen. Er hat es abgelehnt. Ich hätte nach Breslau oder gar nach Berlin gehen müssen. Das paßte ihm nicht. Ihm paßte es auch nicht, daß ich — eine Mathesius, eine junge Dame seiner Familie — im weißen Kittel im Labor stehe und Metallegierungen untersuche. Was hat er getan? Er hat mich zu Tante Alice geschickt, um den Haushalt zu lernen." Gert kratzte sich den Kops. Tante Alice war noch heute für ihn ein Kinderschreck. „Ich weiß, ich weiß, Lolott! Aber nun sag' mir um Gottes willen, was soll jetzt geschehen?" Sie wiegte den Kopf hin und her. In ihre Mienen trat Abweisung und Härte. Sie antwortete nichts. Er sagte mit sanftem Vorwurf: „Selbst zu mir hast du kein Vertrauen mehrl" Da wurde sie weich: „Ich weiß nicht mehr ein noch aus, Gert. Das ist alles, was ich dir sagen fanm Meinst du, ich wüßte nicht, was es zu bedeuten hat. wenn ich einfach davonlaufe? Ich will euch ja nicht verlieren, dich nicht, Mama nicht, ja, sogar den alten Herrn nicht! Aber ich kann mich auch nicht mehr unterwerfen. Es muß diesmal durchgefochten werden — so oder so!" „Kann ich dir nicht helfen?" Sie schüttelte den Kopf. „Wenn es um so Wichtiges geht, kann einem niemand helfen. Ich muß es ganz allein durchstehen." „Aber du wirst nichts tun, ohne dich vorher mit mir zu besprechen? Hab' ich dein Wort darauf?" Er streckte ihr schon die Hand hin, aber sie schlug nicht ein. „Sei mir nicht böse", sagte sie leise, „ich vertraue dir, aber ich weiß nicht, ob du mir mir auch diesmal durch Dick und Dünn gehst, wie sonst. Es steht zuviel auf dem Spiel. Und ich will dich nicht zum Mitwisser machen. Es könnte auch für dich übel auslaufen." Er blickte sie argwöhnisch an. „3a, hast du dich etwa schon entschieden?" „Nein", antwortete sie und sah an ihm vorbei^ noch nicht! Bis jetzt noch nicht ..." * Der große freie Platz vor dem kleinen Oschnitzer Bahnhof hieß Johann-Christoph-Mathesius-Platz, damit jeder Ankommende schon empfangen wurde von dem Namen, der allein die ganze Stadt beherrschte. Die Bronzebüste des Johann Christoph Mathesius stand gegenüber dem Bahnhofsausgang auf einem Granitsockel in der Mitte einer Rasenrundung, und eine goldene Inschrift besagte, daß die Bürgerschaft in steter Dankbarkeit der Verdienste diefts Begründers ihrer heimischen Jndustris gedenke. Die Büste war an dem gleichen Tag enthüllt worden, an dem auch die Gewerbeschule ihre Pforten geöffnet hatte. Sie lag rechts vom Bahnhof, ein stattliches Backsteingebäude mit einem etwas stilwidrigen Uhrenturm. Auch sie war eine Stiftung des auf dem Bahnhofsvorplatz in Bronze Verewigten. Das Altershaus am Rande des Stadtgartens verdankte ihm gleichzeitig fein Entstehen und wurdg von Zuschüssen erhalten, die von den Mathesius« Werken kamen. (Fortsetzung folgt.) derts errichtet worden war, der heute vorhandenen aber nicht die Lahn. B. Abschluß. Ein Schmuckstück für Ihre Küche! GIESSEN Stückrath & Bender Fernruf 3519 Das Spezialhaus für Gardinen u. Dekorationen 1069 D K.-G. 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FERNRUF 3947 1072 D sein." * Den Menschen, die die Siedlung gebaut und bewohnt haben, galt die anschließende Betrachtung Hier konnte Stadtbaudirektor Gravert auf Grund der archivalischen Unterlagen ein interessantes Bild von der Verteilung und Abmessung der Der Umzug erfordert Anschaffungen Gardinenleisten m.Zubehör, Leitern, Haushaltungsgeräte und -Maschinen, Werkzeuge, Kleineisenwaren u.v.a. finden Sie in reicher Auswahl bei J-B Ml Stückrath^ßQndßr ffiÜffiwgiöEE Keßler & Merkel Möbeltransport Neuenweg 18 GIESSEN Fernspr. 3368 Drogerie _ § Kreuzplatz 9 > EDGAR BORRMANN Die Entwicklung Alt-Gießens Ein Vortragsabend im NG.-Ttechtswahrerbund. Eisenwaren Sieben, Neustadt 6—7 Tel. 4165 n. 4156 Büro: Walltorstraße 53 Spedition Möbeltransport Lagerung D Bevor Sie ans große Reinemachen gehen, holen Sie sich bei Ihrem Fachdrogisten das rieh- tige „Handwerkszeug“ I Für die Fnflbedenpüege das ganz hervorragende Wachs-Pulver in weiß, rotbraun u. braun. 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Handwerk und Gewerbe treten in\mer mehr in Erscheinung. Im Norden vor dem Walltor wird 1373 die Flügelgasse zum erstenmal erwähnt, 1379 die Hundsgasse. Damit müssen auch schon die Wetzsteingasse und die Zozelsgasse bestanden haben, wenn sie auch erst 1495 urkundlich sind. Der zweite Erweiterungsabschnitt umfaßt etwa die Zeit von 1350 bis 1450. Im dritten Erweiterungsabschnitt von 1450 bis 1550 liegt als wichtigster Punkt die Erbauung des neuen Schlosses (1530 bis 1533). Im Jahre 1535 wird zum erstenmal der Asterweg erwähnt. 1560 brennt fast das ganze Nordviertel ab, 168 Häuser fallen dem Feuer zum Opfer. Im nächsten Zeitabschnitt von 1550 bis 1650 entsteht mit der Gründung der Universität ein-neues Kraftfeld. Damit beginnt der Zug des Bürgers nach dem Süden, da der Norden bebaut ift Es ergibt sich die deutliche Entwicklung eines Handwerkeroiertels im Süden, westlich vom Seltersweg. Damit ist in großen Zügen die Besiedlung des Festungsringes abgeschlossen. Am Schlüsse seines Bortrages stellte Stadtbau« direktor G r a v e r t gewissermaßen skizzenhaft, durch andeutende Hinweise auf die wichtigsten späteren Epochen die geistige Brücke her zwischen jenem Abschluß und unserer Gegenwart. Zahlreiche Karten und Pläne sowie Bilder aus aller und neuer Zeit, die von Baumeister Simon mit dem Lichtbildapparat vorgeführt wurden, bereicherten den Vortrag in bester Weise. Die Hörer gaben Stadtbaudirektor G r a v e r t ihren Dank für das schone Vortragserlebnis durch lebhaften Beifall zu erkennen. Oberstaatsanwalt K n a u ß unterstrich diesen Dank noch mit herzlichen Worten. Dann fand der Abend seinen üblichen Bmzogs- lomeiDgen zur Zustellung des Meier Anzeigers nach der neuen Wohnung rechtzeitig erbeten an die Geschäftsstelle Schalslrafle 7 Fernspr. 2251 1066 D Schloß od^r die Burg hinter der Stadtkirche der ältere Teil sei? Auf Grund der heute vorhandenen historischen und architektonischen Grundlagen lasse sich, so betonte der Redner, eine Entscheidung der umstrittenen Frage nicht fällen. Weitere Ausgrabungen würden vielleicht auch wettere Betträge zur Klarstellung schaffen. Er, Redner, stehe auf dem Standpunkt, daß ein einheitlicher Baugedanke Schloß und Burg zu Grunde gelegen habe, der aber nicht zur schnellen Durchführung gekommen sei. „Man begann etwa 1150 mit der Burgmannenburg, um zunächst die militärische Sicherung für das Kloster Schisfenberg zu haben, baute dann die Stadtmauer an die Burg an und verband mit der Stadtmauer gleichzeitig den Neubau für das Schloß, d. h. den Amtssitz des landgräflichen Beamten. Diese ganze Bauaufgabe wird etwa um die Mtte der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, wenn auch vielleicht zunächst in einfacher Form, fertig geworden daß damals der Ablauf der kleinen Bäche und Wässer in die Wieseck ging, über den kürzeren Weg direkt in Daher auch der Name unserer Stadt: „Zu den Giessen" (Zu den Bächen). Zur Erweiterung des Bildes von der Urlandschaft skizzierte er sodann die Gestaltung des Landes selbst, wobei er auf wertvolle Anhaltspunkte Hinweisen konnte, die wir heute noch in allen Flurnamen besitzen; z. B. „Im Sandfeld", „Im Gartfeld", Schwarzlach usw. Dabei machte er auch die große Rolle deutlich, die der iLauf der Lahn und der Wieseck bei der Formgewmnung des Bodens gespielt haben. Anschließend schilderte der Redner die Auswir- I kungen der Straßsnführung in der Entstehungszeit gelegt werden kann. Nach diesen geschichtlichen Darlegungen lenkte der Vortragende die Aufmerksamkeit auf die Bauwerke, als die einzigen aus jener Zett vorhandenen Zeugen, hin. Diese Bauwerke finb allein das Schloß und die Stadtmauer. Eingehend behandelle er die Feststellungen bei den bisherigen Nachgrabungen und Untersuchungen an Ort und Stelle. Dabei berührte er auch die Frage, wo denn die Burg Gießen, die in der ersten Hälfte des 13. Jahrhun- ', gelegen, ob das heutige nter der Stadtkirche der Urlaub", Lustspiel von Paul Helwig. Spielleitung: Hans A. Schewe. 22. Mittwoch-Miete. Freitag, 7. März: „Götter auf Urlaub", Lustspiel von Helwig. 23. Freitag-Miete. Samstag, 8. März: Geschlossene Vorstellung für KdF.^.Der Biberpelz", Komödie von Hauptmann. 16er-Ning, 10. Vorstellung. Sonntag, 9. März: Nachmittags-Fremdenvorstellung „Tiefland", Oper von d'Albert. Außer Miete. Abends „Der Vogelhändler", Operette von Zeller. Außer Miete. Der Dichter Hans Carosfa in Gießen. Ein literarisches Ereignis von besonderer Bedeutung werden im Rahmen des Gießener Vortragsringes der Goethe-Bund, die Kulturelle Vereinigung und die Volksbildungsstätte Gießen bereiten. Am Mittwoch, 5. März, wird in der Großen Aula der Dichter Hans Carossa aus eigenen Werken lesen. Der Dichter hatte bei seinem letzten Besuch in Gießen anläßlich der im Rahmen der ersten Gießener Kunstwoche angesetzten 25-Jahrfeier des Goethe-Bundes im Jahre 1939 einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über Goethe gehalten. Ortszeit für den 2. März. Sonnenaufgang 8.12 Uhr, Sonnenuntergang 19.04 Uhr. — Mondaufgang 9.39 Uhr, Monbuntergang 23.53 Uhr. Mond in Erdferne. Gießener Dochenmarktpreife. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A-Ware. Für 6-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 1. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kösteten: Markenbutter, V» kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, % kg 11 bis 14, Weißkraut 8 bis 12, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 12 rote Rüben 10 bis 12, Unterkohlrabi 6 bis 8 Feldsalat 1 RM., 1/io 10 Rpf., Kartoffeln, 5 kg 45, Aepfel, Vi kg 28 bis 40, Lauch 24, Sellerie 21, Blumenkohl, das Stück 45 bis 55. * * * Kinderreiten zugunsten des WHW. Das im Rahmen der Veranstaltungen für das Win- terhilfswerk vorgesehene Reiten und Fahren für Kinder mit Pferden der Gießener Reiter-SA. wird heute nachmittag bei ungünstiger Wetterlage nicht an der Ecke Plockstraße und Johannesstraße stattfinden .sondern in der Bahn des Reitinstttuts Schömbs, am Brandplatz. * * Altersjubilar. Am 2. März vollendet Herr Wilhelm Karnbach, Kaplansgasse 29, in voller geistiger Frische das 82. Lebensjahr. Dem Jubilar bringen auch wir herzlichen Glückwunsch dar. * * Städtische Bücherei. Im Februar sind 2047 Bände ausgeliehen worden. Von diesen Bänden kamen auf: Literaturgeschichte 5, Zeitschriften 13, Gedichte und Dramen 18, Erzählende Literatur 1132, Jugendschriften 417, Länder und Völkerkunde 116, Kulturgeschichte 5, Geschichte und Biographien 152, Kunstgeschichte 4, Naturwissenschaft und Technologie 88, Heer- und Seewesen 48, Haus- und Landwirtschaft 1, Religion und Philosophie 7, Staatswissenschast 28, Sprachwissenschaft 1, Sport 2 Bände. Ortszeit für den 3. März. Sonnenaufgang 8.10 Uhr, Sonnenuntergang 19.06 Uhr. — Mondaufgang 10.05 Uhr, Monduntergang 0.55 Uhr. Gießens, wobei von starkem Einfluß die Tatsache war, daß damals keine Hauptstraßen durch unser Gebiet gingen, diese vielmehr auf den Höhen entlang führten, weil eben die Durchwanderung des Sumpsgebietes um Gießen nicht einfach war, besonders nicht in den regenreichen Jahreszeiten. In diesem Zusammenhänge gab er interesiante Einzelheiten über den Verlauf der Straßen, auf die näher einzugehen hier leider nicht möglich ist. Der nächste Abschnitt des Vortrages behandelte die Entwicklung der Siedlung in dieser Landschaft. Dabei wurde aufgezeigt, welche große und maßgebliche Rolle die damaligen Herren des Landes, die Grafen von Gleiberg, feit dem 10. Jahrhundert gespielt haben. Im Jahre 1248 wird zum erstenmal ein Schultheiß in Gießen erwähnt, dessen Vorhandensein eine mit kaiserlichem Recht ausgestattete Siedlung als Stadt voraussetzt. Es ist daher anzunehmen, daß die Gründung der Stadt Gießen etwa in die gleiche Zeit wie die Gründung Grünbergs, also in die Mitte der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts Einen Heimat- und vor allem lokalgeschichtlich außerordentlich interessanten Vortrag vermittelte der NS.-Rechtswahrerbund, Kreisgruppe Wetterau, in Gießen seinen Miigliedern und Gästen am gestrigen Freitagabend im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Jnstttuts der Universität. Die Hörer erlebten einen aufschlußreichen, Jahrhunderte umfassenden Blick in die Gießener Lokalgeschichte, die als einer, vielleicht sogar als der beste derzeittge Sachkenner der Gießener Baugeschichte Stadtbaudirektor Grave r t, der Leiter unseres Stadtbauamtes, vor den gespannt lauschenden Besuchern darlegte. Nach kurzen Einführungsworten des Kreisgruppenführers des NS.-Rechtswahrerbundes, Ober- staatsanwatt Knauß, sprach Stadtvaudirektor Sravert in etwa anderthalbstündigem fesselnden Vortrag über das Thema „D ie Entwicklung Alt-Gießen s". Er muhte sich natürlich schon aus Gründen der Zeit, dann auch im Hinblick auf die Fülle des Stoffes auf eine Schilderung in großer Linie beschränken, er gab aber dennoch seinen Hörern ein umfassendes Bild über die Anfangs- und spätere Wachstumszeit Gießens, so daß jedermann feste und klar umrissene Vorstellungen jener Zeiten unserer Stadt gewinnen konnte. Der Vortragende gab zunächst ein BUd der Landschaft, in die hinein Gießen gegründet wurde, etwa in der Zeit des Jahres 1000. Er machte den damaligen Lauf der Lahn, der Wieseck, des Klingelbaches und noch mancher anderer, allerdings weniger wichtiger und kleinerer Wasserläufe deullich erkennbar, die insgesamt für das Gesicht und die Struktur der Landschaft bestimmend waren. Besonders interessant war in diesem Zusammenhänge die Mitteilung des Vortragenden, daß vor zwei Jahren mit der Verlegung des Wieseckbettes zwischen Hammstraße und Einmündung in die Lahn durch das große Bauvorhaben der Reichsbahn das letzte Stück des alten Wiefecklaufes verschwunden ist. Bemerkenswert war weiterhin auch die Feststellung, für die neue Wohnung Tapeten Gardinen Verdun kelungs-Rollos von fieintich. fiochftatter Ein schönes Heim durch A. Wehrheim Fachgeschäft für Kautsch, Sessel und Matratzen Löberstraße 17 ________________1090v Umragsforgen leicht gemacht ! ip n rrjgBljJ UMU