Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer bis8'/?Uhr des Vormittag- 2lnzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel 3 Plabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/« mehr vrShlscheUnlversltStrdruckerei«. Lange General-Anzeiger für Oberheffen «iehen.^chulftrahe 7-9 M-Jahrgang ttr.t CriMernr laglich. außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte GiekenerFamilienblätter Heimat unBild DieSckolle Monats-Bezngsvreis: Dlit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen 'Nummern infolge höherer Gewalt Kernsvreckanschluft 2251 Drahtanschrift:„An zeiget Poilscheck1168S?>rantf. M. JESF 9 A y I 9 Donnerstag 2 ZannarMt GletzenerAiyeiger Die Sozialpolitik gehört zu den wichtigsten Was« wirken haben, so wie jeder nach seinen Bedürfnissen fen des totalen Krieges. In einem Kriege, in dem Anspruch auf die Versorgung erhebt. Vie Front nicht mehr nur dort, wo der Soldat vor Die neue Lohnordnung wird Die neue Lohnordnung wird, fußend auf wissenschaftlich exakter Unterfuchung, eine Ordnung [tiegs vermittelt in das willkürlich aufgeführte Gebäude des Lohnes Diese fünf der Diese fünf, dem Leiter der Deutschen Arbeitsfront Berlin. 31. Dez. (DNB.) Der Führer hat zum der ausgeplündertund ausgepreßt. Das neue Volk Wir brauchen Härle, Einsatzbereit, schäft und unerschütterlichen Zttat draußen an der Front wie drinnen in der Heimat. Denn wir Schulter an Schulter eng zusammenstehen, wie ein Stahlblock fest zusam- mengeschwnßt, werden wir allen Gefahren trotzen und jede Aufgabe meistern. Wir find eine junge Nation, uns gehört die Zukunft! Im neuen Jahr gilt die Parole: Mit allen Kräften vorwärts bis zum Cnta sieg! später zum Krieg führen mußte. Jahrhundertelang haben nun einige Völker — an deren Spitze Engländer — die Welt mit ihren Kriegen überzogen und mit Gewalt zusammengeraubt, wessen sie Habhast werden konnten, große Millionen-Völker unterjocht und verelendet und solcherart ihre sogenannten Weltreiche aus Blut und Tränen gebaut. So richteten sie jene Deltordnung auf, die seitdem nach ihren eigenen ebenso eiskalten wie spott- vollen Erklärungen aus Besitzenden und Habenichtsen besteht. -km inhaltschw-re- 3«hr d°ut!ch°r Seschicht- ist Fm TerÄn M mit den"Reich 3U Ende. Dl« gewaltige Einmaligkeit der Ereignisse, jüdischen Parasiten, verdächtigten >h" umwälzende Bedeutung sur d,° künftige Ent- 4 putsche Bolt unö feine Führung und halsen Wicklung der Menschheit w ro ,n vvuem !uu-m-ß (o it j"e Psyche,, zu erzeugen, die früher oder hinein erhalten und damit eine Verbesserung des Lebensstandards herbeiführen. Das Berufserziehungswerk schließlich wird jedem deutschen Menschen dazu verhelfen, wenn er fleißig und ausdauernd ist, den Platz im Arbeitsprozeß einzunehmen, der ihm auf Grund seines Könnens und seiner Tüchtigkeit zukommt. Es lifchen Haß gegenüber dem deutschen Volk, began- nen sie mit ihrer neuen, wüsten Hetze und riefen zum Boykott nicht nur der deutschen Waren, sondern vor allem auch des deutschen Menschen auf. Die demokratischen Zeitungen — selbst kleinster Länder — sahen es als ihr Vorrecht an, die größte mitteleuropäische Macht Tag für Tag zu beschimpfen, die führenden Männer dieses Volkes mit beleidigenden Ausdrücken zu belegen, das Regime entweder zu verspotten oder zu verleumden und zu militärischen Gewaltakten gegen das Reich aufzuputschen. Jeder Versuch einer Verständigung oder gar einer Rüstungsbegrenzung wurde von den verbrecherischen Elementen der kavitalistischen Demokratien mit Zorn oder Hohn zurückgewiesen. Jede Forderung nach Gleichberechtigung des deutschen Volkes mit unverhülltem Zynismus a b g e l e h n t. 15 Jahre lang haben sie vorher das demokratische Deutschland, das ohnehin nur um Gnade zu winseln — statt sein Recht zu fordern — verstand, nieder- gehalten und mit der ganzen Rücksichtslosigkeit plutokratischer, politischer und wirtschaftlicher Schie- beit als in anderen geleistet wird, die Entlohnung wesentlich niedriger ist. Der Lohn ist bisher in aller Welt willkürlich oder auf Grund von Jnteressenten- kämpfen nach den jeweiligen Machtoerhältnissen entstanden. Hier wird Deutschland mit seiner neuen wird jedem Deutschen, unabhängig von seinen | finanziellen Verhältnissen, die Möglichkeit des Aufpressung nicht mehr länger zu dulden, erweckte daher ihren besonderen Zorn und Haß. Charakterlose bringen. Kein Mensch in der Welt kann sagen, übertragenen Aufgaben und ihre teilweise ange- warum in einem Beruf, in dem wesentlich fchwe- deuteten Lösungen zeigen umrißhaft, wie konstruk- rere und für die Volksgemeinschaft wichtigere Ar- tio und großzügig der Bau des neuen Sozialge- der Herrschenden in diesen plutokratischen Demokratien alle Methoden und Maßnahmen ablehnen. Jahreswechsel folgenden Aufruf erlassen: „Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen, Parteigenossen! erst späteren Generationen bewußt werden. Wir, die wir die Geschichte dieser Zeil aber Lohnordnung erstmalig für die Findung des gerechten Lohnes Sorge tragen. Das Gesundheitswerk wird dem deutschen Menschen feine Schaffenskraft bis ins hohe Alter bäudes geplant ist. Sie zeigen weiterhin, daß der Sieg nicht nur das Ende einer alten, sondern auch der Beginn einer neuen Zeit ist. Wenn man die Grundlagen dieses neuen umfassenden Sozialwerkes bestachtet und dagegen das Gestammel der plutokratischen Aushängeschilder hört, so ist zu sagen, daß die neuentdeckte plustkratische Sozialpolitik genau wie ihre Schöpfer selbst in die politische Rumpelkammer gehört. Göring, Reichsmarschall des Grohdenlschen Reiches. Rudolf Heß an den Führer. Berlin, 31. Dez. (DRV.) Der Stellvertreter des Führers der RSDAP.» Reichsminister Rudolf Heß, hal an den Führer zum Jahreswechsel folgendes Telegramm gerichtet: „Wein Führer! Im Ramen Ihrer netto« nalfozialisiischen Bewegung, mit der Sie die Grundlagen schufen für die unerhörten Erfolge des neuen Reiches, grüße ich Sie itt Dankbarkeit und Verehrung an btt Schwelle des Jahres, in dem Deutschland unter Ihrer Führung die gewaltigsten soldatischen Leistung gen seiner Geschichte vollbrachte, die ihre Krönung fanden in dem Sieg einmaliger Größe im Westen. Das ganze deutsche Volk, vor allem Ihre alte Par- teigenossenfchaft aus der Zeit des Aufbaues und des Kampfes der RSOAP.» begleiten Sie mit heißen Wünschen ins Reue Jahr, das den endgültigen Sieg und die Sicherung Deutschlands bis in ferne Zukunft bringen wird. Wöge Ihnen Gott auch in diesem Jahr seinen Schuh und Segen verleihen. Wünchen, den 31.Dezember 1940. Rudolf Heß. Von den Pyrenäen zum Nordkap. Berlin, l.Jan. (DNB.) Zwischen dem nördlichsten und dem südlichsten deutschen Korps fand folgender Gruhaustausch anläßlich des Jahreswechsels statt. „Das Gebirgskorps Norwegen grüßt vom höchsten Norden das südlichste Korps der beufr schen Wehrmacht zum Jahreswechsel. Sieg Heil! (gez.) Dietl, General der Gebirgstuppen." „Dank für Gruß. Don den Pyrenäen zum Nordkap ein einheitlicher Dille für 1941! (gez.) Kauptsch, General der Krtitten&N die dem schrankenlosen Egoismus des einzelnen Hemmungen auferlegen könnten zu Gunsten des Lebens der Gesamtheit. Diese Elemente, die als führende politische Persönlichkeiten in den dsmokratisch-n Ländern zugleich auch Inhaber und Aktienbesitzer der Rüstungsindustrien sind, glaubten außerdem — und glauben es auch heute noch —, daß der Krieg die größten Geschäftsmöglichkeiten mit sich bringt, vor allem ein langer Krieg. Denn es liegt in ihrem kapitalistischen Interesse, die Investierungen ihrer Gelder eine möglichst lange Zeit auswerten zu können. So ist es zu begreifen, wenn z. B. einer der Hauptrüstungsindustriellen in England, der nunmehr verstorbene Mister Chamberlain, vom ersten Tag an sofort erklärte, daß dieser Krieg für England mindestens drei Jahre dauern müsse. So ist es zu verstehen, wenn andere demokratische Machthaber wiederum in der wirtschaftlichen Seite der Beteiligung am Kriege die größte Chance für ihre Länder erblicken und kein Hehl daraus machen, daß ihnen jeder Friede der Verständigung, d. h. ein vernünftiger Ausgleich der Dölkerinteressen, v e r b a ß t ist, weil dies den dwidend-nhungrirren R"'stungsinterefstnten die substantiellen Voraussetzungen entziehen würde. Deutschland, das entschlossen war, diese das und Land zum totalen Ruin führende Er- Oie allgemeinen Menschenrechte für die Habenichtse Oer Führer in feinem Reujahrsaufruf über -en Ginn unseres Kampfes. „Mit allen Kräften vorwärts bis zum Lndfteg!" Oer Neujahrsaufruf Reichsmarschall Görings. Beginn -es sozialistischen Zeitalters Don Werner Oenckler. dem Feind kämpft, verläuft, sondern mitten durch die im Kriege stehenden Völker geht, kommt es wesentlich auf die Haltung, auf die Gesamtleistung der Heimat auf allen Gebieten des völkischen Lebens an. Daß diese wesentlich von der Sozialpolitik abhängt, ist nickt nur logisch, sondern auch eine geschichtlich tausendfach erhärtete Erfahrungstatsache. Wenn jetzt, nachdem sie seit mehr als 300 Jahren Zeit dazu hatten, die hartgejoitenen Plutokraten lieber dem welthistorischen Geschehen des vergangenen Jahres leuchtet der unvergängliche Ruhm deutschen Soldatentums. In Norwegen, Holland, Belgien und Frankreich hat unsere Wehrmacht nach den kühnen Plänen ihres Obersten Befehlshabers die glänzendsten Wasjenersolge der deutschen Geschichte errungen. Großdeutschlands Feinde auf dem Festlande sind entscheidend besiegt; England ist vom Kontinent vertrieben. Wesentliche Voraussetzungen für eine politische und wirtschaftliche Neuordnung und Befriedung Europas sind damit erfüllt. Zum ersten Male seit vielen Jahrhunderten muß England die Lasten des Krieges selbst tragen, den seine herrschende Schicht gewinnsüchtig und gewissenlos begonnen hat. Immer härter sind die Schläge, immer wuchtiger die Offensivstöße geworden, die unsere Luftwaffe und unsere Kriegsmarine gegen die britische Insel und ihre Zufuhrstraßen führen. Die schaffende Heimat hat zu den gewaltigen politischen und militärischen Erfolgen nach besten Kräften beigetragen. Der Bauer hat trotz der Ungunst der Witterung für Aussaat und Ernte gesorgt und das tägliche Brot gesichert. In der gewerblichen Wirtschaft haben Betriebs- sührer, Angestellte und Arbeiter ihre Fähigkeiten und ihr ganzes Können eingesetzt, um der Front zu dienen Niemals zuvor ist in den Fabriken und :Die Völker selbst aber sind diesen demokrati, ichen Heuchlern wie früher so auch heute gänzlich gleichgültig. So ist es auch zu verstehen, daß mein Versuch im Jahre 1939, den Ausbruch des Krieges mit Frankreich und England zu verhindern, in der ganzen demokratifchenWelt nicht nur eine eisige Ablehnung, sondern einen geradezu wütenden Entrüstungssturm auslöste. Für sie stand nur das unterdes in Rüstungsbetrieben investierte Kapital auf dem Spiel sowie die Sorge, durch das Ausbleiben weiterer Aufträge die Gewinne wieder zufamenschmelzen zu sehen. Um ihre Absichten dabet zu maskieren, mußten sie mit Hilfe ihrer Presse einen Lügen- und Verdummungsfeldzug ohnegleichen organisieren. Denn wenn die Völker begreifen würden, daß dieser Krieg über-- Haupt nicht notwendig war, daß weder England noch Frankreich die geringste Forderung erhalten hattem dann könnte die Gefahr entstehen, daß die sehend gewordenen Völker ihre demokratischen Verderber selbst zur Verantwortung und Rechenschaft ziehen. ußte mm und muß auch heule noch den Völkern mik der ebenso dummen wie infamen Lüge kommen, das Deutsche Reich oder Jlallen wollten die Welt erobern, wahrend in Wirklichkeit die tatsächlich schon bestehenden Welleroberer Kriege brauchen, um ihre Kapitalien noch höher als bisher zu verzinsen. Diese Delkeroberer sind aber gerade jene Staaten, die an Deutschland den Krieg erklärten. Deutschland selbst Hal weder an Frankreich noch an England die geringste Forderung gestellt. Roch am 6. Oktober 1939 habe ich Frankreich und England eingeladen, gemeinsam mit Deutschland die Waffen niederzulegen und statt den europäischen Kontinent im Interesse außereuropäischer Faktoren zerstören und aur^ bluten zu lassen. In gemeinsamer Arbeit einen vernünftigen Wiederaufbau anzustreben. Es blieb dies vergeblich. Damit traten wir in das nunmehr abgelaufene Jobr ein. Es gehörte deshalb auch zu den Praktiken der demokratischen Kriegsverbrecher, jeden deutschen Friedensschritt ihren Völkern von vornherein als Schwäche hinzustellen. Als mir jahrelang die unausgesetzten demokratischen Hetz- griffe unbeantwortet ließen, erklärte man, Deutschland wage nicht, auch nur in eine Kontroverse mit den mächtigen Staaten des Westens ein» treten. Als die fortgesetzten Kriegsdrohungen von Deutschland keine Erwiderung fanden, sagte man, dies fei das Zeichen, daß Deutschland unfähig setz infolge ferner inneren Schwäche überhaupt einen Kriea zu führen. Als wir die Bopkotthetze, die fort- geatzten Anariffe auf deutsche Konsulate, das Herab- reißen deutscher Fahnen usw. unbeantwortet ließen erleben, können uns des Eindrucks nicht erwehren, daß das Wallen der Vorsehung stärker ist, als die Absicht und der Wille einzelner Menschen. Die Göller schlagen nichl nur die zu ihrem Verderben Bestimmten mit Blindheit, sondern zwingen auch die von der Vorsehung Berufenen, Ziele anzustreben, die zunächst oft wett außerhalb ihres ursprünglichen eigenen Wunsches liegen. Als das deutsche Volk nach jahrelangem Zusammenbruch, moralisch auf das tiefste gedemütigt, wirtschaftlich verelendet und verkommen, durch den Nationalsozialismus geeint, den Weg feiner Wieder- genefung fand, waren Führung und Volk entschlossen, die Zukunft der Nation mit den Mitteln friedlicher Arbeit und durch den Appell an das Rechtsgewissen der anderen zu Trotzdem sie nun selbst tatsächlich im Besitz der größten Bodenschätze der Welt sind, gelingt es ihnen dabei noch nicht einmal, der Not in ihren eigenen Völkern Herr zu werden. In Staaten, die kaum zehn Menschen auf den Quadratkilometer zu ernähren haben, die alle Rohstoffe der Welt ihr eigen nennen, find zehn und zwölf Millionen Erwerbslose, d. h. vom menschlichen Glück Ausgestoßene, und das alles, nur weil die Gewinn- Werkstätten mehr gearbeitet und mehr geleistet worden. Die Heimat hat die tapfersten Soldaten der Welt mit den besten Waffen versorgt. Allen Schaffenden in Stadt und Land und besonders auch der deutschen Frau, die im Kriege neue zusätzliche Pflichten übernommen hat, gilt mein herzlicher und aufrichtiger Dank. Wachlvoller denn je steht das deutsche Volk an der Schwelle des neuen Jahres, stolz auf die hart erkämpften Erfolge, in selbstbewußtem Vertrauen auf sein scharfes Sdfwetf und seine gewaltige Arbeitskraft, unwandelbar in der Liebe und Treue zu seinem Führer, dem es alles verdankt. Keine Epoche der deutschen Vergangenheit kennt einen gleichen steilen Aufstieg aus tiefstem Dunkel in das strahlende Licht der Sonne. Noch vor acht Jahren blutete Deutschland aus tausend Wunden; wehrlos war es der Willkür übermütiger Gegner preisgegeben. Heute steht der ragende Bau des Großdeutschen Reiches, der führenden Macht Europas, wie ein Fels im Strom des Zeitgeschehens. Das gigantische Werk unseres Führers in den Stürmen des Krieges sichern und vol- lenden zu helfen, ist schön ft e Aufgabe und höchste Pflicht aller Deutschen. Kein Opfer fei uns zu groß, keine Mühe zu schwer! gestalten. Aber schon ehe im Jahre 1933 die Machtübernahme stattfand, verkündeten die Feinde des Reiches i---— in zahlreichen schriftlichen und rednerischen Kund-, sucht, Korruption, Trägheit, aber auch Dummheit gedungen ihren Entschluß, jede Wiederaufrichtung v— A—•*f«*#**-^*;r*»*1 des deutschen Volkes mit allen Mitteln verhindern zu wollen. Sie setzten nach dem 30. Januar 1933 diese Warnung auch sofort in die Tat um. Ohne jeden Grund, nur aus ihrem inferna- plötzlich auf die Idee kommen, eifrig in Sozialpolitik zu machen, so ist das ein Eingeständnis für die entscheidende Wichtigkeit, die der Sozialpolitik im augenblicklichen Schicksalskampf zukommt. Deshalb heucheln sie das plötzliche Jnteresie. Mitten im Kriege schicken die Plutokraten ihren Arbeitsminister, Herrn Benin, vor und lassen ihn zum Zwecke einer Aufpulverung der Kriegsbe- geifterung goldene Worte von de? Notwendigkeit für Großbritannien, die soziale Sicherung höher als die erstrebten Gewinne zu stellen, stammeln. .So führte Herr Devin am 21. November 1940 auf einem Bankett in London aus: „Ich vertrete die Ansicht, daß wir nach Beendigung dieses Krieges und sogar noch in Kriegszeiten die soziale Sicherheit als hauptsächlichste Grundlage des sozialen Leben erstreben müssen." Es ist ein wahrer Hohn, wenn England, dem 300 Jahre die unerschöpflichen Quellen seines Imperiums zur Verfügung standen, jetzt mitten im Kriege plötzlich die Notwendigkeit einer sozialen Sicherheit seiner Bevölkerung proklamiert. Es ist aber auch ein Zeichen dafür, daß die deutsche Sozialpolitik, die aerobe in den letzten Wochen und Monaten so fruchtbare Ergebnisse zeitigte, der englischen Plutokratenclique schwere Sorgen bereitet. Das nationalsozialistische Deutschland hat es nicht nötig, so wie die Engländer, aus propagandistischen Gründen im Verlaufe des Krieges sozialpolitische Versprechungen zu machen. Es braucht nur, wie auf allen anderen Gebieten, auch auf dem sozialpolitischen Sektor seinen 1933 begonnenen Weg weiter zu gehen. Und die aus dem berufensten Munde, dem des Führers, verkündeten sozialistischen Nachkriegsziele, sind dem deutschen Volke mit ihrer Bekanntgabe gleichzeitig garantiert Wenn in den letzten Wochen und Monaten vorn Führer und seinen Mitarbeitern auf dem sozialpolitischen Sektor besonders viel geleistet und geschafft wurde, so ist das nicht 'm Hinblick aus einen Mosiägaffda- erfolg geschehen, sondern weil der Endsieg feststeht 41 nb demgemäß mit den Planungen für den Bau des größten Sozialstaates der Welt begonnen werden muß. Das nationalsozialistische Deutschland war sozialpolitisch schon immer äußerst fruchtbar. Es wurde viel Großes und Neues geschaffen, doch bei allen Bemühungen war es bisher nicht möglich, den Sozialstaat in dem Umfange zu bauen, wie ihn der Wille des Aührers und die Idee des Nationalsozia- li-rmus erstrebt. Der Grund dafür ist ein einfacher. Man kann trotz allen Fleißes und aller Energie nicht mehr aus einer Tonne herausfchövfen, als darin ist. Deutschland war nach dem Willen der „Besitzenden" den .Habenichtsen" unter den Völkern zugeteilt, und es gab ,20 Millionen Deutsche zu viel auf der Welt". Wenn nun der Endsieg feft- teht und durch ihn genügend Lebensraum für den deutschen Fleiß und die deutsche Tüchtigkeit getroffen ist, kann nunmehr der deutsche Sozialstaat eine endgültige Formgebung erhalten. Der deutsche Sozialstadt, dessen Planung schon den Plutokraten und ihrem Arbeitsminister Bevin so schwere Sorgen macht, zeichnet sich heute bereits in seinen we- jenllichsten Konturen ab. Für den Ausbau des neuen Sozialstaates wird wesentlich der vom Reichsorganisationsleiter der NSDAP, und Leiter der Deutschen Arbeitsfront aeprögte Satz „Schluß mit der sozialpolitischen Flick- fchusterei" Geltung haben. Es wird nicht mit Pflastern und Pflästerchen gearbeitet werden, sondern e? wird ein ganz neues konstruktives Gebäude errichtet Fünf große Aufgaben sind es, die bisher vom Führer dem Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. R. Ley, zur Lösung Übertranen wurden und die die Grundpfeiler des neuen Baues fein werden: . Die Schaffung eines Altersversorgungswerkes des deutschen Volkes, eines Derufserziehungswerkes, einer neuen Lohnordnung, eines Gesundheitswerkes und die Ausarbeitung eines großzügigen sozialen Wohnungsbauprograamms. Die Lösung der Wohnungsbaufrage, die zu den dringendsten sozialpolitischen Problemen gehört, ist durch den Erlaß des Führers vom 15. November 1940 und die Ernennuna Dr. Leys zum Reichskommisiar für den sozialen Wohnungsbau bereits aus dem Stadium der Planung heraus. Mit ganz neuen Maßnahmen wird dieses Problem in großzügigster, wahrhaft sozialistischer Weise einer Lofung entgegengeführt. Das A l t e r s v e r so r g u n g s w e r k des deutschen Volkes ist ebenfalls in der Planung bereits fertiggestellt. Es wird, wie es Dr. Ley ausführte, dem schaffenden Deutschen einen gesicherten Lebensabend garantieren. Vom Punkt 10 des Parteiprogramms ausgehend, der besagt, daß es Pflicht eines jeden Deutschen sei, körperlich oder geistig zu schaffen, erfüllt es die daraus sich ergebende Pflicht des Staates, die im Punkt 15 festgelegt wurde: .Wir fordern den großzügigen Ausbau der Altersversorgung". Der gesicherte Lebensabend wird nach diesem im Werden befindlichen Altersversorgung "werk zu den selbstverständlichen Grundlagen des Deutschen gehören. Die Aufbringung der Mittel für die Versorgung wird auch nicht mehr die Sache der einzelnen Versickerten sein, sondern die Aufgabe der Volksgemeinschaft in ihrer Gesamtheit. Jeder wird nach seinen Kräften im Rahmen der allgemeinen Besteuerung an der Schaffung der Mittel miizu- Das Arbeitsprogramm der HI- Eine Neujahrsansprache des Reichsjugendführers. versuchte man, dies als ein Zeichen der Ablehnung des heutigen Regimes durch das deutsche Volk zu erklären. Als endlich der Krieg beginnen sollte, da wurden meine letzten Bemühungen, den Frieden zu erhalten, abgetan mit dem triumphierenden Geschrei, es fei nunmehr erwiesen, daß Deutschland ungerüstet wäre, und daß man es daher jetzt ober nie mit Leichtigkeit vernichten könnte. Ja, als endlich der erste der von den demokratischen Brandstiftern oorgeschickten Staaten, Polen, in achtzehn Tagen zusammengeschlagen war und Deutschland abermals seinen Wunsch nach Frieden aussprach, da wurde gerade in dieser Friedenssehnsucht der Beweis erblickt, daß Deutschland selbst im Zweifel sei und mit schlotternder Angst den britisch-französischen Angriffen im Westen entgegensetze. So war es und so ist es noch heute. Ob wir nun aus Angst oder aus Berantwortungsbewußtsein 1939 und 1940 unsere Friedensschritte unternommen hatten, ist unterdes weltgeschichtlich bereits zur Genüge geklärt worden. Das Jahr 1940 hat Entscheidungen gebracht, wie sie in der Geschichte der Völker in ähnlichem Ausmaß und Tempo noch nie stattgefunden hatten. Der Versuch Mr. Churchills, durch eine Ueberrumpelung sich in Norwegen festzusetzen, der vor allem dank seiner eigenen Schwatztzastig- keit noch gerade zur rechten Stunde zu^ unserer Kenntnis kam, führte zum Zusammenstoß in diesem Lande. In wenigen Wochen hat die deutsche Wehrmacht, haben unsere Soldaten diese Frage gelöst. Trotzdem die französischen und englischen Jnva- sionstruppen auch dort — unter den ungünstigsten Bedingungen für Deutschland — überall vernich. tend geschlagen und endlich aus Norwegen hinausgetrieben worden sind, brachte es vor allem die britische Propaganda fertig, den Kampf um Norwegen als einen deutschen Mißerfolg hinzustellen, ja geradezu in ihm seinen Beweis zu sehen für die mangelnde Ausrüstung des deutschen Soldaten, für die fehlende Schlagkraft der deutschen Verbände, für die schlechte Führung der deutschen Wehrmacht und für die nachlassende Moral des deutschen Volkes. So belogen und beschwindelt, schickten sich die Alliierten anfangs Mai an, zunächst Belgien und Holland zu besetzen, um so den Krieg an die deutsche Grenze zu tragen. Am 10. Mai trat die deutsche Wehrmacht diesen Machenschaften entgegen, erfüllt von dem Entschluß, nunmehr im Westen die endgültige Entscheidung zu erzwingen. Fünf Tage schon brachte Holland zur Kapitulation, nach weiteren zehn Tagen hat die belgische Armee die Waffen gestreckt. Sechs Wochen nach Beginn der Westoffensioe aber gab es keine französische Armee mehr, die in der Lage gewesen wäre, noch irgend einen Widerstand zu leisten. Wenn britische Propagandisten die Lage so hinzustellen versuchen, als ob Frankreich den Krieg gänzlich unnötigerweise abgebrochen hätte, dann ist dazu nur folgendes zu sagen: Die ersten Verbände, die den Kampf abbrachen, waren die englischen Divisionen. Vom Moment unseres Angriffs im Westen hatte diese britische Armee nur den einen Gedanken, schleunigst das Festland zu räumen und zu dem Zweck die notwendige Deckung durch Hol- länder, Belgier und Franzosen sicherzustellen. Genau so, wie sie wenige Wochen vorher die norwegische Armee nur als Schutztruppe für ihren eigenen Rückzug ansah, so nunmehr ihre Verbündeten in Frankreich und Belgien. Als die französische Regie, rung um Frieden bat, gab es keine französische Truppe mehr, aber vor allem: es gab schon längst keine englische. Gerade diese hatte, während Frankreich noch kämpfte, als e r st e beschleunigt versucht, über Dünkirchen zu fliehen. Auch sonst brach im Zug dieser geschichtlichen Auseinandersetzung das propagandistische Lügengebäude der demokratischen Kriegshetzer zusammen. Während sie noch wenige Wochen vorher versicherten, daß über eine Million Engländer auf dem Kontinent feien, stellte es sich nun heraus, daß es statt einer Million nur 12'/- Dioisionen gewesen sind. So haben sie ihre eigenen Angehörigen und die Völker ihrer Verbündeten betrogen. Der Feldzug im Westen hat nicht nur für eine andere sehende Welt, sondern auch für die deutsche Führung und das deutsche Volk die Güte der neuen deutschen Wehrmacht erwiesen. Der deutsche Soldat ist In erhöhtem Ausmaß heute wieder das, was er stets gewesen war. Heer, Marine, Luftwaffe und ^-Verbände wetteiferten miteinander im Einsatz und in den Leistungen. Die Führung genügte den höchsten Ansprüchen. Die Tapserkeit des deutschen Mannes war wie zu allen Zeiten über jedes Lob erhaben. Allein, auch die Heimat hat einen großen Anteil an diesem gewaltigen Erfolg. Alle Organisationen der Partei und des Staates bewahrten sich auf das höchste. Zahlreiche Helfer und Helferinnen standen im Dienste unserer Kriegführung. Zu den Riesenorganisationen des Reichsarbeitsdienstes, der Organisation Todt, der SA., des Reichsluftschutzbundes usw. kamen die nicht minder großen des Roten Kreuzes sowie der nationalsozialistischen Fist- sorgeverbände. Das Kriegs winterhilsswerk 1939/40 ist ein Dokument einer sozialen Volksgemeinschaft, wie es etwas ähnliches auf der Erde nicht gibt. Das Krieaswinterhilfswerk 1940/41 wird — das kann heute schon erklärt werden — diesen Eindruck nur verstärken. Allein, auch die Ar- b e i t s f r o n t in der Heimat hat ungeheure Leistungen vollbracht. An der Spitze stehen hier die Millionen-Armeen unserer Rüstungsarbei» t e r und unseres Landvolkes und über allem die Millionenarmee der im Kriege tätigen deutschen Frau. Sofort nach Beendigung des Feldzuges im Westen habe ich neuerdings — diesesmal an England — den Wunsch gerichtet, den an sich sinnlosen Krieg ju beenden und Europa und seinen Bewohnern das weitere Leid eines solchen Kampfes zu ersparen. Die Antwort entsprach den Interessen derer, die sie gaben. Eine Welle von Wut und Empörung erfaßte die kapitalistischen Kriegsoerdiener aller Demokratien, der Gedanke an eine Völkerverständigung, die mit einem Schlage ihre Kriegs- und Rüstungsgeschäfte beendet haben würde, regte sie dermaßen auf, daß ihre britischen Hauptredner mit jenem Haß und Zorn den Gedanken einer Kriegsbeendigung abtaten, den zu allen Zeiten die Fi- nanzgewaltigen dann bekämpfen, wenn am heiligsten Gut, das sie auf dieser Welt besitzen, gerührt wird nämlich an den Interessen des Kapitals. Und wenn sie heute ihren allmählich unruhig werdenden Völkern versprechen, daß sie nach dem Kriege auch nicht abgeneigt seien, für so etwas wie Volksgemeinschaft einzutreten oder sich um die Interessen der verelendeten eigenen Massen zu kürn- mern, dann beweist das nur die Skrupellosigkeit dieser demokratischen Kriegsverbrecher, mit der sie wenigstens für die Zukunft etwas versprechen, was Ne in der Vergangenheit nie gekannt haben, und in btr Gegenwart nicht nur nicht kennen, sondern Berlin, L Jan. (DNB.) Am Neujahrstaae brachte der Rundfunk eine Ansprache des Jugend- führers des Deutschen Reiches Artur A x m a n n , durch Chor- und Instrumentalmusik der Berliner Nundfunkspielschar eingeleitet. Die Neujahrsan. spräche des Reichsjugendführers brachte das A r • deitsprogramm für das Jahr 1941. An erster Stelle steht die Auslese und Ausbildung des jungen Führernachwuchses für die unteren Einheiten in besonderen Ausbildungseinheiten. Ferner werden gemeinsam mit der Wehrmacht Ausbildungslager errichtet, in denen die jungen Führer in der Wehrertüchtigung unterwiesen werden. Der hauptamtliche Jugendführer soll organisch in die Funktion und Lebensbereiche der Partei und des Volkes hineinwachsen. Auslese und Bildung des Führernachwuchses müssen besonders in den neuen Gebieten berücksichtigt werden. Besonders verwies der Reichsjugendführer auf die Bauerngaue und Kornkammern des Reiches, das Wartheland und Danzig-Westpreußen. Die Sendung der Jugend in diesem Raum altdeutscher Kolonisation heißt, Bauer zu fein. Dort habe er auf die Frage nach dem künftigen Beruf von allen Befragten die Antwort erhalten: ,Hch will Bauer werden!" Zur Behebung der Landflucht wird die HI. gemeinsam mit dem Reichsnährstand in den neuen Gebieten die bäuerliche Berufrertüchtigung ver- wirklichen, wozu sie in ihrem Landdienst bereits Berlin, 31. Dez. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels sprach am Silvesterabend über den Rundfunk zum deutschen Volk. In seiner Rede führte er aus: Eines der entsckeidungsvollsten Jahre der deutschen Geschichte geht heute zu Ende. In seinem Ver- lauf haben nicht nur das Reich, sondern ganz Europa ihr Gesicht verändert. In erdbeoen- artiaen Erschütterungen sind Staaten, Länder und Völker umgesormt worden, machtpolitische Umschichtungen vollzogen sich, die man in einem Ablauf von Jahrzehnten, geschweige eines kurzen Jahres nicht für möglich gehalten hatte. Man hätte mich wahrscheinlich für einen Narren und Phantasten, nicht aber für einen ernst zu nehmenden Politiker gehalten, hätte ich am Silvesterabend 1939, als ich von dieser Stelle aus zur Jahreswende zum deutschen Volk sprach, prophez"ien wollen, daß am Ende dieses damals eben anbrechenden Jahres 1940 die deutsche Front von Kirkenes bis zur Biskaya reichen würde, daß dann überall diese ganze 5000 Kilometer lange Grenze herunter deutsche Soldaten auf der Wacht ständen, um das Reich in ihren sicheren Schutz zu nehmen, daß Norwegen dann bis an den Polarkreis in deut- che Obhut gekommen sei, daß Frankreich militärisch vollkommen zerschmettert und England durch die deutsche Gegenblockade und durch Tag und Nacht in seine Lebenszentren hineingetragene Vergeltungsangriffe der deutschen Luftwaffe ins Herz getroffen fein würde, fo daß es taumelnd un- er den schweren Schlägen unserer Wehrmacht, müh- am um fein nacktes Leben ränge, daß London in aller Welt um Hilfe betteln würde, um, wenn auch nur für Monate, überhaupt weiter existieren zu können. Ist es nicht erlaubt, die Frage aufzuwerfen, was wohl Monsieur Reynaud vor 12 Monaten getan haben würde, wenn er gewußt hätte, was das Jahr 1940 für Frankreich bringen sollte, und weiter, was Mr. Churchill heute tun würde, wenn er wüßte, was Englands Schicksal im Jahre 1941 fein wird? Wir Nationalsozialisten haben zwar selten, aber noch niemals falsch prophezeit. Hatte man dem Führer beizeiten geglaubt und Gehör geschenkt, der Welt märe wahrscheinlich viel Leid erspart geblieben. Aber es muß wohl so fein, daß eine neue Oordmmg von den gigantischen Ausmaßen wie die heute sich voll- ziehende nur unter Schmerzen geboren werden kann und daß die geschichtlichen Sunden der west- so haßen, daß sie schon deswegen Deutschland den Krieg erklärten. Damit findet nun der Krieg seine Fortsetzung bis zur Vernichtung dieser verantwort- licheu Elemente! Daß die deutsche Wehrmacht gut ist, hat sie bewiesen, daß sie aber In den kommenden Monaten noch besser sein wird, ist unser Entschluß. Er wird mit fanatischer Gewissenhaftigkeit und mit unermüdlichem Fleiß verwirklicht. Das Jahr 1941 wird das deutsche Heer, die deutsche Marine und Luftwaffe in gewaltiger Verstärkung und in verbesserter Ausrüstung antreten sehen. Unter ihren Schlägen werden dann die letzten Phrasen der Kriegsverbrecher zusammenbrechen und damit endlich die Vor- aussehungen einkreten für eine wirkliche Verständigung der Völker. Nationalsozialisten und Nattonalsozialistinnen! Ihr kennt die Geschichte unseres inneren Ringens. Auch hier mußten erst gewisse Schichten beseitigt werden, ehe eine wirkliche Zusammenarbeit der Menschen in unserem Lande stattfinden konnte. Es ist nach außen leider nicht anders. Die demokratischen Kriegsinteressenten, die seit vielen Jahrzehnten die Welt in Unruhe versetzen und die Völker in immer neue Krisen stürzen müssen, vernichtet werden! Es ist unser unerbittlicher Entschluß, dieses Gericht stattfinden zu lassen, auf daß Europa wieder feinen inneren Frieden findet. Was immer auch eintreten mag, Deutschland wird mit kühner Entschlossenheit alle Schritte vollziehen, die zur Erreichung dieses Zieles notwendig sind. Jede Macht, die von diesen Demokraten ißt, wird daran sterben. Wenn Herr Churchill und feine internationalen demokratischen Genossen heute erklären, daß sie ihre Welt verteidigen und daß ihre Welt neben der unfrigen nicht fein kann, bann ist das nur ihr eigenes Unglück. Die deutsche Welt hat genau fo wie die italienische das Zeitalter der Vorrechte einiger plutokratischer Kapitalisten überwunden und an ihre Stelle das Zeitalter des Volkes gesetzt. Wenn die Herren Churchill und ihr kapitalistischer Anhang nun erklären, in einer solchen Welt nicht leben zu können, bann werden sie dadurch nicht die deutsche Welt vernichten, sondern früher ober später ihre eigene stürzen, um auch bort den eigenen Völkern die Freiheit zu geben. ein geeignetes Instrument besitzt, die gesunde Jugend aus den Städten mit dem Boden seßhaft zu verbinden. Jugendliche aus dem Altteich werden als Lehrlinge in den Osten gehen, um das ländliche Handwerk zu beleben und zu fördern. Auch in den neuen Westgebieten hat sich di.e Jugend begeistert unter den Fahnen der HI. gesammelt. Sie ist der Stimme ihres Blutes gefolgt und zu einer untrennbaren Kameradschaft mit der HI. des Altreiches geworden. Für die neuen Gebiete wird die HI. Führer und Führerinnen bereitstellen, die sich im Altreich bewährt haben, und durch ihren Einsatz im Osten ober im westlichen Grenzgebiet eine Auszeichnung erfahren sollen. In bie Planung unserer Heime, Herbergen und Führerschulen sollen besonders die neuen Gebiete einbezogen werden. Die Jugend des Reiches soll auf die neuen Gebiete ihre Ausrichtung erfahren. Diese sind nicht nur ein geographischer Zuwachs und ein Gewinn an Boden. Wir haben deutsche Menschen, deutschen Geist und deutsche Kultur gewonnen. Nachdem bie großen politischen Jbcen für bie kommenden Jahrhunderte gegeben sind, ist es unsere Ausgabe, den monumentalen Bau des Reiches im einzelnen fleißig und gewissenhaft zu gestalten, wozu auch Können und Leistung gehört. Deshalb werde auch der volle Einsatz in Schule und Beruf gefordert; denn die deutsche Leistung ist mehr wert als alles Gold der Welt. lichen Demokratien auch ihre geschichtliche Sühne finden müssen. Sei dem, wie ihm wolle: bas neue Deutschland ist als Vollstrecker dieses historischen Schicksals bereit. Wir bilden als Front und Heimat eine große, starke S0-Millionen-Ge- meinschaft, die jeder Gefahr und jeder Bedrohung gewachsen ist. Wir haben das Glück, einen Führer zu besitzen, der uns aus kleinsten Anfängen beginnend immer den geraden Weg nach oben führte. Lr kann sich auf feine Soldaten, auf feine Arbeiter, Bauern, Beamten und Geistesschaffenden verlassen. Sie verstehen ihn, fo wie er sie versteht. Bei uns zulande gibt es in diesen harten Monaten des Krieges nur einen Gedanken: den an den Sieg. Dafür arbeiten und kämpfen wir, bis der Angriff auch des letzten Feindes gebrochen fein wird. Wir verneigen uns als deutsches Volk in dieser Stunde in tiefer Ehrfurcht vor dem Allmäch- t i g e n, der uns in diesem ab gelaufenen Jahr fo sichtbar seinen Segen gegeben hat, der über unseren Schlachten stand und unsere Waffen mit Sieg krönte. Er weiß, daß wir diesen Krieg für einen besseren Frieden führen, daß wir eintreten für d-as Glück der Menschen, das bisher fo oft von den Re- gierenden mit Füßen getreten wurde. Die ganze deutsche Station aber, Front und Heimat, vereint sich in dieser Stund« in einem heißen Dankgefühl für den Führer, bis grüßt ihn aus 90 Millionen glühenden Herzen. Sie ist bei ihm in den schweren und in den glücklichen Stunden unseres Volkes, so wie sie das Gefühl hat, daß der Führer immer bei ihr ist. Wir Deutschen alle wünschen ihm Glück und Segen für das neue Jahr, eine starke, feste, sichere Hand, Gesundhett und Kraft in allen feinen Werken. Lang möge er leben, lang möge er über dem Volke stehen als des Reiches Schutz und Schirm, als der erste Kämpfer für einen wahren, echten Frieden und für das Glück, die Ehre und den Ruhm feines Volkes. Die Welt bewundert ihn, wir aber find bevorzugt, ihn lieben zu dürfen. Reichen wtt uns alle die Hände und fchließen uns fest und unzertrennbar um ihn zusammen. Das alte Jahr ist zu Ende. Ein neues steigt heraus. Möge es dem scheidenden nicht nachstehen an Glück, Segen und stolzem ©leg! Im Kamps der plutokrattscheu Vorrechte gegen nationalsozialistische Dolksrechte werden die letzteren erfolgreich fein! In diefem Glauben treten wir in das Jahr 1941 ein. An unserer Seite steht seit Anfang Juni dieses Jahres das faschistische Italien. Es ist genau so entschlossen, wir wir es sind, den von einer bornierten demokratischen Oberschicht dem italienischen Volke noch be- sonders erläuterten Krieg aufzunehmen und durchzuführen. Sein Kampf ist auch unser Kampf, seine Hoffnungen sind die unseren. Der Glaube der Krie^macher, durch einzelne Aktionen am Ausgang des Ringens etwas ändern zu können, ist kindisch. Herr Churchill hat schon eine große Anzahl von sogenannten „Siegen" erzielt, die sich später noch immer als seine Mißerfolge herausstellten. Herr Churchill war ja auch der Mann, der plötzlich den unbeschränkten Luftkrieg als bas große Geheimnis bes britischen Sieges erfanb. Drei- einhalb Monate lang hat biefer Verbrecher deutsche Städte durch Nachtangriffe mit Bomben bewerfen lassen, Brandplättchen auf Bauerndörfer geschüttet und — wie es bie Bewohner ber Reichshauptstadt wissen — befonbers Lazarette als Ziele angegeben. Daß bie deutsche Wehrmacht dreieinhalb Monate nicht anroortete, befestigte im Gehirn dieses Mannes die Meinung, er hätte nun endlich die Methode gefunden, in der er Deutschland überlegen sei, und mit ber die deutsche Wehrmacht ihm nicht antworten könnte. Ich habe dieser menschlichen Grausamkeit, die militärisch nur ein Unfug war, dreieinhalb Monate lang zugesehen. Allerdings immer wieder mit der Warnung, daß eines Tagesdie Vergeltung kommen würde. Die demokratischen Brandsttster hatten für diese Warnung nur Ihr alt- befanntes Gelächter übrig. Sie sprachen vom „reizenden Krieg-, ber „fröhlich stimme" und „zu bem man nur jeden beglückwünschen könne". Sie brach- ten eingehenbe Schilberungen ber Wirkung ihrer Bomben auf bie beutsche Bevölkerung und auf die deutsche Wirtschaft usw. Nun war bie einzige Wirkung biefer Angriffe nur bie sich allmählich ftei- gembe Verbitterung im beutschen Volk, bie Hoff- nung, daß einmal bie Vergeltung kommen werbe unb bei ber Führung ber Entschluß, mit dieser einseitigen Kriegführung endlich Schluß zu machen. Im Monat Mai hat England mit feinen Angriffen gegen die Stadt Freiburg begonnen. Monatelang höhnte man seitdem in den Kreisen der britischen Kriegshetzer über bie Unfähigkeit Deutschland, etwas ähnliches zu tun. Seil Mitt« September wird Haßplaudereien an amerikanischen Kaminen. Jedermann kennt die wenig freundschaftlichen Gefühle, die der Präsident der Vereinigten Staaten der nationalsozialistischen Idee, dem neuen Deutschland und seinem Kamps um Gerechtigkeit entgegenbringt. Nicht erst in diesem Kriege hat sich Roosevelt als Gegner Deutschlands und seines faschistischen Verbündeten immer wieder bekannt, und die Rolle, die seine Diplomaten in Warschau sowohl wie in Paris und London gespielt haben, hat nicht unwesentlich dazu beigetragen, die Kriegspartei in diesen Ländern zu stärken und alle Bemühungen um einen Ausgleich mit den Achsenmächten durch den Hinweis auf die Hilfe der Vereinigten Staaten lahmzulegen. So hat es' nicht weiter erstaunt, daß Roosevelt das von ihm selbst zu Beginn des Krieges erlassene Neutralitäts- gesetz nur als eine Maske betrachtete, hinter ber er nur umso intensiver eine großzügige Hilfsstellung für die westlichen Plutokraiien auszubauen gedachte, ohne es zum offenen Kriege mit den von ihm fo gründlich gehaßten Achsenmächten kommen zu lassen, denn auch er mußte mit der tiefen Abneigung des weitaus größten Teiles des amerikanischen Vol- kes gegen eine Wiederholung des Wilsonsche-n Experimentes ebenso rechnen wie ihm natürlich auch der für einen Zweifrontenkrieg unzulängliche Stander amerikanischen Rüstung bekannt war. Aber auch seine neueste Rede, die als eine „Plauderei am Kaminfeuer" angekündigt war, jedoch eine politische Kundgebung von unzweifelhaftem Gewicht ist, bedeutet nicht mehr unö nicht weniger als. daß Roosevelt in sich die Berufung fühlt, zum Mitkämpfer des rettungslos verlorenen England zu werden. Freilich nur, soweit Amerika keine Soldaten zu stellen braucht. Wie die Engländer bis zum letzten Norweger, bis zum letzten Holländer und Belgier, bis zum letzten Franzosen gekämpft unb mit ihnen die europäische Partie verloren haben, so will Roosevelt jetzt bis zum letzten Engländer kämpfen. Und er zeigt sich auch hier als gelehriger Schüler des britischen Imperialismus, der die eigenen politischen Methoden seinen. Gegnern unterstellt und damit glaubt, die öffentlich« Meinung irreführen zu können, wenn er in feiner höchst eigenartigen Plauderei am Kaminfeuer erklärt, niemals sei die amerikanische Zivilifatton so gefährdet gewesen, wie zu dieser Stunde. ,Lwci Nationen in Europa und eine asiatische drohen gemeinsam, baß sie sich zum Vorgehen gegen die Vereinigten Staaten zusammenfänden, wenn diese ihr Expansionsprogramm zu durchkreuzen versuchten, oder es zu blockieren." Die Herren Europas, so behauptet Roosevelt, ohne auch nur eine Spur des Beweises dafür zu erbringen, hätten deutlich ihre Absicht funbgetan, auch die ganze übrige Welt zu beherrschen. Bisher würden diese gegen die Freiheit verbündeten Kräfte von Briten, Griechen unb den Soldaten, bie „aus den unterworfenen Ländern" hätten entkommen können, von den amerikanischen Küsten^ ferngehalten. Amerika habe keinen Angriff zu befürchten, solange ein freies England fein mäch« tiger Nachbar im Atlantischen Ozean fei. „Kann aber jemand ernsthaft glauben, daß mir in Ruhe gelaßen werden, wenn bie Achsenmächte zu unseren Nachbarn auf See werden?" So fragt Roosevelt ihnen nun wohl klar geworben fein, daß es nur Menschlichkeit gewesen ift, die uns solange zurück- hielt, die Churchillschen Verbrechen zu beantworten. Nun aber wird auch dieser Krieg geführt werden bis zur letzten Konsequenz, — d.h.: solange, bis die auch dafür verantworttichen Verbrecher beseitigt sind. Unb es ist keine Phrase, sondern blutiger Ernst, wenn wir versichern, daß auf jede Bombe zehn oder wenn notwendig hundert zurückgeworfen werden. So mögen sie auch heute wieder vorübergehend schon aus propagandistischen Gründen wie schon so oft von der „Wendung des Kriegsglücks" reden. Sie mögen sich ober eines merken: in diesem Kriege siegt nicht das Glück, sondern endlich einmal das Recht! Und das Recht ist auf ber Seite der Völker, die um ihr bedrohtes Dasein kämpfen. Und der Kampf um dieses Dasein wird diese Völker zu den ungeheuersten Leistungen der Weltgeschichte anfpornen. Wenn In den Demokratien die treibende Kraft für die Produktion der Gewinn ist, den einzelne Industrielle, Vankleule und bestochene Politiker einstecken, dann ist es Im nationalsozialistischen Deutschland und im faschistischen Italien die Erkenntnis der Millionen Schaffenden, daß in diesem Krieg gegen sie gekämpft wird, daß die Demokratien, wenn sie jemals Sieger wären, mit der ganzen kapitalistischen Grausamkeit wüten würden, der diejenigen fähig sind, deren einziger Gott das Gold ist, die keine andere menschlich« Regung kennen als die Sucht nach Gewinn und die bereit sind, diesem Trieb jedem anderen edleren Gedanken ohne weiteres preiszugeben. Das nationalfozlaliftische Deutschland, das faschistische Italien und das mit uns verbündete Japan wissen, daß in diesem Kriege nicht um eine Slaatsform gekämpft wird, nicht um irgendwelche internationalen Konstruktionen der Zukunft, sondern ausschließlich darum, ob diese Erde nur für die einen und nicht auch für die anderen da sein soll. Ein amerikanischer Politiker hat die geistvollen iBegriffe geprägt, daß es im Grunde genommen eben der Versuch der Habenichtse sei, etwas zu bekommen. Uns kann das nur recht fein. Wahrend bie andere Welt sich anschickt, den Habenichtsen das Wenige, was sie noch besitzen, so wie vor ber Machtübernahme, wegzustehlen, treten mir der besitzenden Welt gegenüber mit dem Entschluß, den Habenichtsen bie allgemeinen Menschenrechte zu erkämpfen uni) ihnen jenen Anteil am Leben sicherzustellen, den sie auf Grund bie- es Rechtes beanspruchen können. Dieser Kampf ist nicht ein Angriff gegen die Recht« anderer Völker, sondern nur gegen bie Anmaßung und Habgier einer dünnen kapitalistischen Oberschicht bie nicht einsehen will, daß die Zeit vorbei ist, in ber das Gold die Welt regiert, baß im Gegenteil eine Zukunft anbricht, in der die Völker, b. h. bi« Menschen, die bestimmte Kraft im Leben ber Rationen sind. Diese Erkenntnis war es, bie die nationalsozialistische Arme« im vergangenen Jahre beflügelt hat. Sie wird ihr auch im kommenden Aahr den Sieg bereiten. Indem wir aber für dieses Gluck der Völker kämpfen, glauben wir uns auch am ehesten den Segen der Vorsehung zu verdienen. Der Herrgott hat bisher unserem Kampf feine Zustimmung gegeben. Er wird uns — wenn wir treu unb tapfer unsere Pflicht erfüllen — auch in fünft nicht verlassen. ° <8^4 «dotf W» Mr ein Gedanke: der an den Sieg. Or. Goebbels spricht im Rundfunk zum deutschen Volk. SÄ SS. SÄ = »» Ä»? ÜM5 In der Rächt zum 31. Dezember fanden keine sche Luftwaffe nicht eingesetzt. Auch der Gegner Kampfhandlungen statt. unterließ Angriffshandlungen. richtete sich der ^kä^e Unabhängigkeitskrieg, gegen ein- nerniins.ige N-u°rdnnng di- den jungen N^ht wir sondern die Engländer waren es, die Volkern ihr Recht an dieser Welt bringen muß, im Sezessionskrieg die Südstaaten gegen den Nor° denen man bisher ihren Platz an der Sonne vor- den unterstützten. Nicht wir, sondern die Franzosen enthalten hat. Das amerikanische Volk muß sich darunter Napoleon III. verletzten durch ihre Inter- über klar sein, daß sein Präsident, wenn er fein Dr. Fr. W. L Von derJZaucfyrolle des Indianers zu der heute äusserst AM mrow GÜLDENRING heisst die Zigarette, bei der erstmalig das Mundstück,ohne wesensfremde Zu taten,aus dem Zigarettenpapier selbst entwickelt wurde.Da es Vnsic^tbar ist,könnte man güldenring auf den ersten Blick für eine mundstücklose Zigarette halten. Sie ist aber mehr als das; denn ihr neuartiges 0.'Mundstück, schützt die Lippen vor Verletzungen und zugleich den Tabak vor nachteiliger Durchfeuchtung. zudrlngen. Von ihnen wurden zwei Flugzeuge vom Muster Vristol-Vlenheim schon im Küstenvorland von der Flakartillerie a b g e s ch o s s e n , die anderen vor Erreichung des Zieles zur Umkehr gezwungen. Eigene Verluste sind auch gestern nicht dereien am Kamin" zum Mitschuldigen und Mitverantwortlichen für diesen plutokratischen Krieg Gegner dieses Anspruches der Vereinigten Staaten bekundet. Nicht gegen uns, sondern gegen England Berlin, 1. Jan. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am 31.12. erzielte ein deutsches Kampfflugzeug bei einem kühnen Linzelangriff aus nur 100 Meter höhe mehrere Volltreffer ln ein Rüstungswerk der Grafschaft Essex. Auch in London wurden kriegswichtige Ziele mll Sprengbomben belegt. Weitere Angriffe richteten sich gegen einen Bahnhof sowie gegen einen Hafen im S ü d o st e n der Insel, wobei erheblicher Schaden an kriegswichtigen Anlagen und mehrere Brände in Lagerhäusern beobachtet wurden. Vier feindliche Flugzeuge versuchten im Schuhe der Wolken in das westdeutsche Industriegebiet ein- Volltreffer in englisches Rüstungswerk. Kriegswichtige Ziele in London bombardiert. — Keine Angriffshandlungen in der Neujahrsnacht. verfeinerten Art, den Tabak zu geniessen,füfyrt ein weiter Weg. TAm> Ende dieser Entwicklung stellt als jüngstes Beispiel niemals rastenden Fortschritts eine Zigarette mit Unsichtbarem Mundstück GÜLDENRING mit UM ENDSTÜCK Der Wehrmachtbencht vom Dienstag. Berlin, 31. Dez. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Rächt zum 30. Dezember griffen, wie bereits gemeldet, stärkere Kampffliegerverbände London an. Sie warfen eine grohe Anzahl von Bomben aller Kaliber auf kriegswichtige Ziele vor allem im Stadtkern. Es enftanden viele und auherordentlich ft a r k e Brände, die bis zur Kanalküste sichtbar waren. Im Laufe des 30. Dezember beschränkte sich die Tätigkeit der Luft- waffe auf einige Angriffe gegen Flugplätze und Jndustrieziele in Rorfolk und Eambridgeshlre. Dabei wurden auf dem Flugplatz Mildenhall durch Angriff aus niedriger unter Napoleon III. verletzten durch ihre Intervention in Mexiko den Grundsatz der Monroedoktrin, und schließlich waren es gar die Vereiniaten Staaten selbst, die gegen ihre eigenen Grundsätze verstießen, als sie im Weltkriege amerikanische Armeen nach Europa entsandten. Wenn Roosevelt heute uns, die wir im Kamps um eine europäische Monroedoktrin stehen, mit Worten bekämpft, die ihm von der jüdischen hetz, journaille geliefert werden, wenn er uns eine „Bande von Verbrechern" nennt und die Achsen« möchte eine „unheilige Allianz", die ganze Völker in eine moderne Art von Sklaverei gepreßt habe, dann beweisen diese Schimpfworte nur, daß Roose- weit in seiner schlechten moralischen Position keine sachlich fundierten Gründe für seine Hetzpolitik vorbringen kann. So muß Roosevelt zu so infamen Lügen greifen, wie es die Behauptung ist, wir machten Anspruch auf die Weltherrschaft. Um das zu beweisen, verfälscht er auf das unverschämteste die Worte des Führers, der in seiner Rede vor den Rüstungsarbeitern vom Kampf der Arbeit gegen das Gold gesprochen hat. Aus diesen Worten des Führers für eine soziale Gerechtigkeit in einer besseren Welt macht Roosevelt eine deutsche Kriegserklärung an die ganze Welt und den Weltherr- schaftsansvruch der Achsenmächte. Der Präsident, der mit Hilfe von Dollarkrediten den Versuch macht, die südamerikanischen Staaten in die Polypenarme der amerikanischen Ausrüstung zu ziehen, erdreistet sich, seinen Landslsuten eine „deutsche Gefahr" vorzugaukesn und entblödet sich nicht, die kritischen Stimmen im eigenen Lande als „Fünfte Kolonne" 3U verdächtigen. In seiner geradezu wahnwitzigen Einseitigkeit, mit der er die Ding« sieht, diffamiert er skrupellos alle Amerikaner, die aus ihrer besse-- ren Erkenntnis heraus Vernunft predigen. - „So macht sich dieser Präsident durch seine „Plau- Silvesterabend in Aeuyort. Neuyork, 1. Ian. (Europapreh.) Die Bevölkerung der Stadt Neuyork begrüßte das neue Jahr mit dem üblichen Lärm, dessen Mittelpunkt der rie- sige Times Square war, dessen Schaufenster durch Barrikaden gegen die Menge geschützt waren. Ein starkes Polizeiaufgebot hielt mühsam die Ordnung aufrecht. Hotels und Restaurants waren überfüllt. Der Alkoholkonsum übertraf den der Vorjahre weit. Die Neuyorker Rundfunksender widmeten dem neuen Jahr wie üblich sentimentale Programme, und die Neuyorker Mittwochmorgen-Presse ging ins neue Jahr vorwiegend mit Artikeln im Sinne Roosevelts. Die Silversternacht und Neujahrstag forder- ten in den USA. über 150 Menschenleben, darunter befinden sich 105 Verkehrsopser- * Der Leiter der britischen Einkaufskommission Arthur P u r v i s, nahm zusammen mit dem Schatzamtssckretär Morgenthau an einem Frühstück beim Präsidenten Roosevelt im Weißen Hause teil. Einzelheiten über die Unterredung sind nicht bekannt. ________ abschwächen können". Mit einiger Gelassenheit werden die Völker der Achsenmächte diese eigenartige Plauderei des amerikanischen Präsidenten zur Kenntnis nehmen. Das Bild, das Roosevelt von ihnen und ihren politischen Zielen entwirft, um seinen Landsleuten seine an den Rand des Krieges führende politische Linie schmackhaft zu machen, ist so ins Groteske verzerrt, strotzt so von Unwahrhaftigkeiten und willkürlichen Verdrehungen, daß selbst in der öffentlichen Mei- nung der Vereinigten Staaten es trotz der Lügenkampagne einer skrupellosen plutokratischen Presse, Männer genug geben wird, die die Verlogenheit der Behauptungen ihres Präsidenten klar erkennen werden. Die Achsenmächte haben für Europa die gleiche Aufgabe übernommen, die die Vereinigten Staaten durch die Erklärung der Monroedoktrin bereits vor mehr als 100 Jahren für den gesamten amerikanischen Kontinent für sich beansprucht haben. Durch den Dreierpakt vom 25. September ist dieser Grundsatz der klaren Interessenscheidung für die Lebensräume der großen Nationen auch auf Ostasien ausgedehnt worden. Weder Deutschland noch Italien oder Japan haben in der Vergangenheit jemals die Berechtigung der amerikanischen Monroedoktrin angezweifelt. Wohl aber haben Frankreich sowohl wie vor allem England sich bei den verschiedensten Gelegenheiten als entschiedene Londons Silvesternacht. Stockholm, 1 Ian. (Europapreß.) Das Aus. bleiben jeder Angriffstätigteit der deutschen Luftwaffe in der Silvesternacht hat nach den Schilderungen des englischen Nachrichtendienstes, in der englischen Hauptstadt zu Szenen geführt, die an die hysterischen Ausbrüche erinnern, über die die schwedische Presse in ihren Berichten von den Weihnachtsfeiern in London nach dem Fest sprach. In den Untergrundbahnstationen, die trotz der Kampfpause von Tausenden von Londonern besucht waren, wurde immer wieder das Lied „Gute, alte Zeit" gesungen. Nach den Berichten der „New Port Times" und „New s2)orf Herald Tribüne" beging London den schwärzesten Silvestertag in der englischen Geschichte, größtenteils in der Untergrundbahn und zum kleinsten Teil in Luxushotels, die brechend voll waren. Die traditionelle Neujahrsausrufung auf dem Piccadilly-Cireus wies, soweit die Dunkelheit erkennen ließ, die denkbar schwächste Beteiligung auf. Der englische Innenminister Morrison richtete in einer Rundfunkansprache einen dringenden Appell an jeden Engländer, sich sofort zu den zivilen Feuerwehrbrigaden zu melden. Es fei die Pflicht eines jeden Haushaltsvorstandes und jedes Fabrikbesitzers, dafür zu sorgen, daß innerhalb eines Häuserkomplexes bzw. innerhalb einer Fabrik Feuerbekäpfungsmannschaften gegründet werden, damit die Feuerwehren entlastet werden könnten. Die Feuerwehr sei nicht in der Lage, jeden Brand zu bekämpfen und könne nur bei Großbränden eingesetzt werden. Die Ereignisse in London, Bristol, Coventry und Manchester hätten gezeigt, welche Gefahren die deutschen Luftangriffe mit sich brächten. Jedes Haus müsse eine Feuerwehrgruppe für sich haben. Ein Gesetz werde die zivile Feuerbekämpfung zur Pflicht machen. Es habe keinen Sinn, noch länger mit der Bildung derartiger Feuerwehrmannschaften zu warten, und die Städte, die bisher noch von keinem Angriff heimgesucht worden seien, müßten ebenso schnell zu Werke schreiten wie die bereits angegriffenen. Deutscher Hilfskreuzer im Seegebiet von Singapore. Berlin, 31. Dez. (DNB.) lieber die erfolg, reiche Tätigkeit deutscher Kriegsschiffe im Pazifischen Ozean liegt eine neue Meldung aus Manila vor. Danach haben 40 norwegische Seeleute, die in Hongkong ankamen, über die Tätigkeit eines deutschen Hilfskreuzers berichtet, der ungefähr in der ersten Dezemberwoche drei englische Frachter und einen Tankdampfer versenkt hat. Das Jagdgebiet des deutschen Hilfskreuzers befand sich damals im Seegebiet von Singapore. Das deutsche Schiff habe aus See seine Brennstoff- und Lebensmittelvorräte aufgefüllt. Nach Angabe der norwegischen Seeleute hatte der deutsche Hilfs- kreuzer ungefähr 10 (M Tonnen Wasserverdrängung und eine Bestückung von 15- und 20,3-cm-Geschützen. Wie Reuter berichtet, teilte der Premierminister von Neuseeland mit, daß man auf einer Insel im Bismarckarchipel 500 Engländer, Fran» zosen und Norweger ausgenommen habe, die ein deutscher Handelszerstörer bereits vor einiger Zeit dort abgesetzt hatte. Es handele sich dabei um Ueberlebenbe von zehn Schiffen, die das deutsche Kriegsschiff versenkt habe, und zwar der englischen Schiffe „Rangitane" (16 712 BRT), „Turakina" (9691 BRT.), „Triadie" (6378 BRT.), „Triaster" (6932 BRT.), „Triona" (4413 BRT.), „Momata" (3900 BRT.) und „Helmwood" (2156 BRT.), sowie der in englischen Diensten fahrenden Norweger „Ringwood" (7203 BRT.) und , „Vinni" (5181 BRT.) und des Franzosen „Notou" (2489 BRT.). _____________________ und behauptet weiter, daß nach einer Niederlage Englands die Achsenmächte Europa, Asien, Afrika, Australien und die Meere beherrschen würden Das Schicksal der europäischen Nationen die, wie Roosevelt sagt, unter eine moderne Form der Sklaverei gebracht worden seien, zeige, was es heiße, unter der Drohung des nationalsozialistischen Revolvers zu leben. Der Präsident polemisierte dann ungemein heftig gegen die Gegner seiner Politik einer Einmischung der Vereinigten Staaten in den europäischen Krieg, indem er sie verdächtigte, Parteigänger der Achsenmächte zu sein. Die „bösen Kräfte" ständen bereits „vor unseren Toren", so behauptete Roosevelt. Ihre Geheimagenten seien „in unserem Lande und in unseren Nachbarstaaten an der Arbeit. Die Ruhestörer verfolgen das einzige Ziel, unser Volk in feindliche Gruppen zu spalten, unsere Einigkeit zu zerstören und unfern Abwehrwillen zu zerschlagen. Er gibt Amerikaner, die diesen Agenten helfen, in- dem sie genau tun, was die Nationalsozialisten wollen". Damit wärmt Roosevelt das alte Märchen von der .Fünften Kolonne" wieder auf, das zur Ver- peftung der öffentlichen Meinung der Vereinigten Staaten schon so viel beigetragen hat. Gleichzeitig weist er strikt die Auffassung zurück, daß Amerika sich aus dem Streit heraushalten sollte, um seinen Einfluß beim Friedensschluß in die Waagschale zu werfen. „Es gibt keinen Frieden mit der Rücksichtslosigkeit", so rief Roosevelt pathetisch aus. „Mit einer Brandbombe kann man nicht vernünftig reden" Die Aussicht auf eine Verwicklung der Vereinigten Staaten in den europäischen Konflikt sei viel geringer, wenn man jetzt das möglichste tue, um die gegen die Achsenmächte kämpfenden Nationen zu unterstützen als wenn man sich mit ihrer Niederlage ab finde und warte, bis man selber an die Neihe komme. Das britische Empire, das Roosevelt emphatisch die Bastion des Widerstandes gegen die Eroberung der Welt nannte, verlange gar nicht die Absendung eines amerikanischen Expeditionskorps, aber man müsse den Kampf der Demokratien gegen die Welteroberung durch die Aufrüstung der Vereinigten Staaten unterstützen und dadurch fördern, daß jede Unze und jede Tonne .an Munition und Material, die erübrigt werden könne, „den Verteidigern an die Front geschickt" werden. Die Vereinigten Staaten müßten „das große Arsenal der Demokratien" fein. „Kein Diktator", so sagt Roosevelt, „wird diese Entschlossenheit durch Drohungen Schifflein an den versinkenden Kahn Englands bindet, eine verlorene Sache zu der feinen macht. Es muß sehen, welche ungeheuren Gefahren Roosevelts Haß, ebenso voreingenommen wie überheblich, mit einer Politik heraufbeschwört, die mit Neutralität nicht mehr das geringste zu tun hat. Wilsons Experiment ist bei dem größten Teil seiner Landsleute noch unvergessen. Seine Spuren, die noch heute im Wirtschaftsleben der Vereinigten Staaten sichtbar sind, sollten vor einer Wiederholung schrecken. 7’1( E der(jescfjicf)te Qes üjfafafes X | •**//// EnMche Angriffe in Mdafrika abgew'esen Rom, 31. Dez. (DRV.) Der italienische wehr- zum Absturz geführten. die bei dem Versuch, sich unseren Stellungen zu nähern, zurückgeworfen und beschädigt wurden. Gegen den Stützpunkt S o H u m richteten sich Bombenangriffe der Luftwaffe und Fernfeuer der Artillerie. 3n der Nacht zum 30. Dezember bombardierten feindliche Flugzeuge wirkungslos Flugplätze in der Lyrenaika. Bukarest, 30. Dez. (DNB.) Die sowjetrussisch- rumanischen Wirtschaftsoerhandlungen, die in der MG. Feuer belegt. Zahlreiche Kraftwagen sind in Brand geraten. 3n den gestrigen Rachmittagsstunden hat eine feindliche Fliegerformalion einen Angriff auf Valona versucht. Die Marineflak und die sofort eingreifenden Jäger haben drei Blenheim abgeschossen. Ein weiterer wurde von einer Divi- sionsbatlerie abgeschossen. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrk. 3n Ostafrika nicht Besonderes zu melden. Oer italienische Bericht vom Dienstag. besonderen Errungenschaften des letzten Jahres verzeichnet die Zeitung die Zunahme der gesamten industriellen Produktion um elf vom Hundert im Vergleich zum Jahre 1939, die hohen Ernteerträge des verflossenen Jahres, die wiederum mit fast sieben Milliarden Pud Getreide angegeben werden, die neuen arbeitsrecht- llchen Bestimmungen, die eine Förderung der Disziplin und Ordnung in allen Industriebetrieben mit sich gebracht hätten, die Ausbildung der „st a a t- lichen Arbeitsreseroen" durch die Einführung der Gewerbe- und Fabrikschulen, die Erhöhung der militärischen Macht der Sowjetunion durch die Reform der Ausbildung und Organisation der Roten Armee und Flotte, ferner die Eingliede- rmig der B a I t - NI ä N d - r, Bessarabiens und der N o r d b u k o w i n a sowie die Schaffung einer Karelisch-Finnischen Bundesre- publik. An der griechischen Grenze fanden Kämpfe vorwiegend örtlichen Charakters statt. Der Feind erlitt empfindliche Verluste und ließ Waffen und Gefangene in unseren Händen. Flotteneinheiten haben feindliche Verforgungsstühpunkte längs der griechischen und albanischen Küste mit sichtbarer Wirkung intensiv beschossen. Zahlreiche Bomber und picchiatelli - Formationen haben ununterbrochen feindliche Stellungen, Brücken und Straßen angegriffen. Truppenausammlungen sowie auf der Fahrt befindliche Kraftwagenkolonnen wurden von unseren Jagdfliegern mit Maschlnengewehrfeuer belegt. Die Häfen und militärischen Anlagen von Saloniki und Prevesa sowie die Flugplätze von Janina und Ko Hani sind mit bestem Erfolg bombardiert worden. Aw Boden wurden zwei feind- Uche Flugzeuge vernichtet. Eine Streife von hurri- canen, die sich einer unserer Vomberformationen entgegenzuftellen versuchte, wurde abgewiesen, wo- bei eine hurricane abgeschossen wurde. Englands steigende Gchiffsverluste. Stockholm, 1. Jan. (Europapreß.) Die in der nm 22. Dezember abgelaufenen Berichtswoche England und feinen Alliierten zugefügten Schiffsver- luste werden am 31. Dezember von der Admiralität mit 43 300 BRT. angegeben. Es handelt sich um 18 verlorengegangene Einheiten, von denen 15 bri- Acher Nationalität waren. Mit diesen Verlusten wird sich nach englischer Kalkulation (die Zahlen liegen in Wahrheit weitaus höher) der Wochendurchschnitt im Dezember auf etwa 71000 BRT. belaufen. Das ist im Vergleich zum November eine Erhöhung um 3000 BRT. und im Vergleich zum voraussichtlichen Jahresdurchschnitt ein A n - steigen um 8 0 0 0 BRT. Die hohen Schiffsver- luste werden in London auf den Umstand zurückge- fuhrt, daß die deutsche Kriegsmarine über Flottenstützpunkte an den europäischen Küsten „von Pet- samo bis zum Golf von Biskaya" verfüge. Wie Associated Preß meldet, hat die Funkstation Mackay Radio einen Hilferuf von dem englischen Frachtdampfer „Nalgora" (6579 BRT.) aufge- fangen, er werde vrfolgt. Der 6752 BRT. große im englischen Dienst fahrende norwegische Motorfrachter „Talleyrand" ist seit Juli verschollen. Man vermutet, daß es das Schicksal von über 20 anderen in englischem Dienst fahrenden norwegischen Schis- sen geteilt hat, die im Pazifik durch deutsche Hilfskreuzer versenkt wurden. Norwegen im Kampf gegen britische Anmaßung. Eine Rundfunkansprache Quislings. Or. Winkelnkemper Oberbürgermeister der Hansestadt Köln. Köln, 1. Jan. (DNB.) An Stelle des vor kurzem verstorbenen Oberbürgermeisters Dr S ch u d t hat der Reichsminister des Innern den bisherigen Hauptschnftletter des „Westdeutschen Beobachters", r7"- /^r. pol. Peter Winkelnkemper, zum Oberbürgermeister de Hansestadt Köln beufen. Dr. Winkelnkemper, 1902 in Wiedenbrück (Westfalen) geboren, trat am 1. September 1930 als Schritt- leiter der Redaktion des „Westdeutschen Beobach- < « -^..dessen Hauptschriftleitung er seit dem 1. April 1931 ausubte. Er t)at sich auch als Gauredner große Verdienste um die nationalsozialistische Bewegung erworben. Sein in seinen zahlreichen -"eben und Aufsätzen bekanntgewordenes vielseitiges s- hefes Jffiiffen geben ihm die Voraussetzungen, die für die großen Aufgaben eines Oberbüraer- meisters der Handelsstadt Köln gefordert werden. Rom, 1. Jan. (DRB.) Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Im Grenzgebiet der Lyrenaika Tätigkeit unsrer Artillerie, die feindliche Autokolonnen wirkungsvoll beschossen hat. Ein feindlicher Angriff gegen einen unserer vorgeschobenen Posten ander Front von Bardia wurde abgewiesen. In anderen Kämpfen haben unsere Truppen in der Zone von G i a r a b u b eine von Panzerwagen unterstützte feindliche Abteilung in die Flucht geschlagen. Formationen unserer Kampf- und Jagdflugzeuge haben feindlichen motorisierten Einheiten durch wiederholte Angriffe beträchtliche Verluste zugefügt. 1 .An der griechischen Front pakrouillen- täligkeit sowie in einigen Abschnitten Zusammenstöße vorgeschobener Elemente. Jäger- und picchia- lelli-Formationen haben in Zusammenarbeit mit den Landstreitkräften Truppenzufammenziehungen sowie Rachschub-Autokolonnen bombardiert und mit Oslo, 1.Jan. (DNB.) Vidkun Quisling, der Führer von Nasjonal Sämling, sprach zum Jahreswechsel im norwegischen Rundfunk. In Europa vollziehe sich seit dem Weltkrieg eine große Revo- luhon gegen das kapitalistische System und die englisch-jüdische Weltdespotie. Der amerikanische Unabhängigkeitskrieg habe Amerika von Englands Vor- herrschaft befreit. Der jetzige Krieg werde Europa für immer von dem Herrfchaftsanspruch Englands und dei^englischen Despotie auf den Meeren erlösen. Auch Norwegen sei. der Blockade ausgesetzt, seine Handelsflotte sei zum Teil geraubt worden. Wenn Englands Tyrannei auf dem europäischen Kontinent gebrochen ist, dann werde eine neue Zeit der Gerechtigkeit einziehen. Deutschland habe Norwegen gerufen, als gleichwertiges germanisches Brudervolk das neue Europa mit aufzubauen. Die landes- verräterifchen _ geflohenen früheren norwegischen Machthaber hätten die Verteidigung Norwegens sabotiert und sich unter der Hand mit England ins Einvernehmen gesetzt. Heute beglückten sie die norwegische Heimat mit Bomben. Die Zusammenarbeit mit Deutschland — so schloß Quisling — ist für Norwegen eine NotwendigkeN Der Kamps gegen England sei auch für Norwegen eine Existenzfrage. Moskau hält Rückschau. Moskau, 1. Januar. (DNB.) Die „P r a w d a" Pbt am Jahresschluß eine Rückschau auf die Erfolge der Sowjetunion während des verflossenen Jahres und betont, daß sie um so gewichtiger seien, als sie inmitten der gegenwärtigen inter- nationalen Lage erreicht worden seien. Unter den zweitenNovemberhälfte in Moskau begonnen hatten, wurden am Freitag beendet. Es wurde beschlossen, daß die Sowjetunion größere Mengen von Schnittholz m Rumänien einkauft, während Rumänien getrocknete Fische aus Sowjetrußland erhält. Beförderungen in der Wehrmacht. Berlin, 31. Dez. (DNB.) Der Führer und Oberjte Befehlshaber der Wehrmacht hat mit Wirkung vom 1. Januar 1941 befördert: V r: Zum General der Infanterie den Generalleutnant V l e r o w ; zum Generaloberstarzt ^^r?lsfabsarzt Professor Dr. Handloser; zu Generalleutnanten die Generalmajore Schellert Lei- h°o« ror e^DaIierIe; zum Geueralftabs- arzt den Generalarzt Dr. Gunderloch; zu General- majoren die Obersten Schirmer, Rohde, Düoert von Hartmann, Friemel, Völkers, Herr lein' ffnsx: 'Xu Generalärzten die Oberst- arzte Eckel (Richard), Dr. Stower; zu Obersten die , SWtdtytietten Dt. jfaecnd» tBubeim Lmge. (steUtemetei ort £auphd)rirtidier»_@rnft Blumschein. 8eranf»ortii* üt Politik unb JBÜbCT- ®t. fit. W. Lange für da» ftem.ieton: Dr. Hont Thstriot: für Stadi ®ie6at, Provir», ißiti;djau u. Sport: i£rnu B.umiche n. Dmck una gering SBrühhcfip UniwudtrOrucferet tR. ifanae s «n^-gcnie ter Hane üei. tomfi » ku-r-ln e>aen- ThenbntÄümmfi Pi '•)>* g 3n Ostafrika Artillerie- und Streifentätigkeit an der Sudangrenze. Feindliche Flugzeuge haben einen unserer Stützpunkte mit Bomben belegt und dabei ein Flugzeug in Brand geworfen. Sie wurden von unseren Jagdfliegern angegriffen; zwei Flugzeuge wurden abgeschosfen. i 3n der Rächt zum 31. Dezember haben feindliche machlberlchk vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: 5lug3e^ < ÄÄSS-K KSF un-> Maschlnengewehrangriffe auf Gruppen feint)- bracht. lid)er Panzerwagen und panzerkraftwageu durch- Oberstleutnante Schulz (Friedrich), Lahausen, Frieb« (Hellmuth), Großer (Johann), Ritter und Edler von Detinger, Kratz, Stenz, Fiedler, Bornfcheuer, Cuno, Raapke, Graf von Schwerin (Bogislaw), Ruff, Schwierz, Radisch, Wittstatt, Dipl.-Ina. Schür- mann, Hausschulz, Zimmermann (Karl), Thohoolte, Röttiger, Büscher, Grolia, Werner-Ehrenfeucht (Heinz), Hochbaum (Friedrich), Schwarzmüller, Würtz, Dr. Korfes, Follius, Niederle, Auer, Hörl, Strandes, Freiherr von Schlotheim, von Hartlieb genannt Walspom, Freiherr von Ow auf Wachendorf Kirchenpauer von Kirchdorfs; zu Oberstärzten die Oberfeldärzte Dr. Willimzik, Dr. Liebisch; zum Oberstveterinär den Oberfeldveterinär Dr. Blutzaff. In der Heeresverwaltung: Zu Oberstinten- danten die Oberintendanturräte Dr. Hohnbaum-' Hornfchuh, Nierhoff. In der Kriegsmarine: Zu Vizeadmiralen die charakterisierten Vizeadmirale Aßmann, Wolf, die Konteradmirale von Seebach, Warzecha; zu Konteradmiralen die charakterisierten Konteradmirale von Sonin, Braune, Kinast (Hellmuth), Schmidt (Arno), Donner, Matthias, Graf von Schweinitz und Krain, Freiherr von Kauder, von Bredow, Walther, Krafft; die Kapitäne zur See Michels, Burchardi, Lltzmann, Eissen, Paul; zu Konteradmiralen (Ina.) den charakterisierten Konteradmiral (Jng.) Dipl.- Jng. Packroß; zu Kapitänen zur See die Fregattenkapitäne Günther (Oskar), Bonatz, Bethke, "den charakterisierten Kapitän zur See Valentiner (Max). In der Luftwaffe: Zu Generalleutnanten die Generalmajore Steudemann, Heilingbrunner, von Arnauld de la Perriere, Putzier; zu Generalmajoren die Obersten Meindl, Schultheiß, Keiner, Drum, Nitzsche, von Mafsow (Albrecht); zu Obersten die Oberftteutnante Koller, Hake, Fitze, Bauer- hm, Leesemann, Herbert, Köppen, Rupprecht, Härder, Freytag, Koch. Holzhauer, Pohl, von Borcke, Schneider (Hans), Komorowski, Schumburg, Zielke, Dr. von Seelen, Dreher, Wendt (Peter), Gelau, Freter, Schloßberaer, Holtzmann, Dipl.-Kaufmann Wendt (Walter), Dimel, Lücke, Haupt, Dr. Brehm, Zeller, von Knobelsdorfs; zu Oberstärzten die Oberfeldärzte Dr. Jacobi, Dr. Würfler, Dr. Thomann; zum Oberstingenieur der Fl.-Oberstabsmgemeur Schwencke. Statt Karten! Gießen Beuel 1. Januar 1941 04369 Unser Stammhalter ist angekommen! Dieburg Wessen) Berlin z. 3- im Felde Or. Karlheinz Etz und Frau Else, geb. Heller Wir haben uns verlobt Karola Lehrmund Jakob Buchholz z. 3. Mainz -Virnenz-Hospital Hans Happel und Frau Hilde, geb. Hug Vermahlte Zhre Verlobung geben bekannt Liesel Fendi Malier Linke Oberfeldwebel in einem Kampfgeschwader Gießen Stephanstraße 47 Neujahr 1941 (Siegen, klarer Weg 53 Suszbach (©dar) z. 3- im Felde 29. Dezember 1940 50V** I Montag, den 6.Jannar 19.30 Uhr Gl ria-Palast, Gießen ! Festliches Variete Triumph der LeiHtnng Deutschlands berühmte I Universalartisten 4 Philipps in ihrer großen artistischen Schau! Kita auf dem Drahtseil Edith mit ihrem Wunderpferd Charlie mit dem Fahrrad Rons Radio Symphoniker das einzige Mundharmonika Quartett I Los To'edos j maskierte Blitzjongleure I Die 4 Philipps I der unnachahmbare Perche-Balance-Akt Dazu: 7q I Karin Karinowa I „der lebende Kreisel“ I Carter der große Manipulatoi Max Wendeier der Meister der Ansage I und des Humors. I Eintritt: L-, 2.-, 2.50, 3.— RM. Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf in der Kartenverkaufsstelle d. NSG. ,.Kraft d. Freude“ Selterswe? 60 Donnerstag _V 19 bis 21 Uhr. Außer Miete! E nmaliges Gastspiel fa we'lberöhmleo Gesangs-Sexfelk Meister-Sextett Preise von RM 0.60 bis 8.10. Für die vielen Beweise der I elinahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen saßen wir herzlichen Dank Frau Katharine Scharth. geb. Buckler nebst allen Angehörigen Glehen (Am Riegelpfad 72). den 2 Januar 1941 Heute, 19-21 Uhr Außer Miete! STADTTHEATER GIESSEN Intendant: Hans Walter Klein MEISTER.SEXTETT mit völlig neuem Programm! ’V • • e.BJat wie ein großes, hohes Fest“. — fP^llkum bog sich vor Lachen“. — „Man will sie nicht fortlassen, man trampelt und tobt“. Preise von RM. 0.60 bis RM. 3.10. Die Deutsche totoonl NSG. „Krall durch Freude" Frankf.Str.60v | Verschiedenes! Freibankverkauf am 3. Januar 1941: 651- 700 701- mufmein & Gliederreißen Gicht-Schmerzen 851- 901- Invalide 57 Jahre, sucht sA 900 Schriftl. Angeb. unter 08 an den Gieß. Anz. erbet. Frau, die gleichzeitig die Pflege übernimmt. den täglich, evtl icd. zweiten Tag Mehr, gut erhalt. Herren-Winter- Frau Marie Lorenz, Private, Wien 23, Fischamend I. W. 227, schreibt am 25. 1. 40: „Seit Jahren litt ich an Gliederreißen u. gichtischen Schmerzen in den Kniegelenken so stark, einen Stock benützen mußte. auf d.Wege Lich. 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Anz. Franz Vogte (2. Giessen Goethesfr. 32 Seltersweg 44 Ruf : 2464 Stadttheater Donnerstag, 2. Januar 1941 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefien) Nr. 1 Zweites Blatt l'l 1 T UM \ CREME .ZUP HAUtvvtec* V/ <*untund k pflegt dieHauT Mft NIVEA gepflegt® Haut ist geschmeidig, glatt und wetterfest. IM Die Lebensversicherung der Einberufenen. Aus der Siadt Gießen. Oer Januar. Nach den allgemein-gültigen meteorologischen Gesetzen bringt der Januar in der Regel die niedrigsten Temperaturen. Durchblättert man aber die Statistiken, so stellt man fest, daß sich der Januar durchaus nicht so genau an diese Gesetze hält, sondern zuweilen ausgesprochen mild und regnerisch verläuft. Namentlich sind diese Fälle dann häufig eingetreten, wenn der Vorwinter schon strenge Kälte brachte. Der Januar ist der Monat, in dem die Stille und Oedheit m der Natur auch nach außen hin ihren sichtbarsten Ausdruck findet. Man kann durchweg sagen, daß die erste Monatshälfte ohne jedes Leben in der Vegetation ist. Anderseits hat der Januar im späteren Ablauf mit einer wesentlich sich steigernden Sonnenbahn und deshalb mit zunehmender Einstrahlung von Wärme zu rechnen. Die Wirkung dieser Einstrahlungswärme macht sich besonders im letzten Drittel des Monats bemerkbar. Sie ist unter Umständen in der Lage, eine Schneedecke an der Südwand eines Hauses oder in den nach Süden gerichteten Ackerfurchen aufzuschmelzen, eine Fähigkeit, die von der Sonne des Jahresbeginns noch nicht erwartet werden kann. Aus dieser Tatsache ergibt sich die Folgerung, daß Ende Januar, wenn der Winter nicht allzu streng ist, sich in der Vegetation schon wieder die ersten Lebensmerkmale zeigen. Der Januar besitzt eine Art „versteckten" Vorfrühling, der an den Süd- 1 eiten von Hausfronten bzw. in deren Gärten, an »en südlichen Waldsäumen und anderen der Sonne zugänglichen Stellen zu beobachten ist. Hier wird sich, während die übrige Vegetation noch grau in grau ist. das erste zarte Grün zeigen, das sich allerdings nur dem aufmerksamen Naturbeobachter verrät. Immerhin ist es ein beglückendes Zeichen, in den letzten Januartagen wieder das erste Grün zu finden, das allerdings so vereinzelt und so sehr von den äußeren Voraussetzungen abhängt, daß es nur „inoffiziell" vorhanden ist. Natürlich kann in Jahren, wenn der Januar besonders mild und regnerisch ist und zuweilen von warmen Sonnentagen durchsetzt wird, dieses erste Grün schon recht sichtbar werden. Vom Bauern wird aber ein derart verfrühter Frühling wenig geschätzt. Hauswirtschaftlich ist im Januar noch mehr, als bisher auf die sorgfältige Lagerung der Vorräte zu achten. Namentlich die Kartoffeln sind so zu lagern, daß sie nicht den Einflüssen plötzlich einbrechender extremer Kälte ausgesetzt sind. In solchen Fällen kann auch im Keller die Temperatur schnell mehrere Grade unter Null sinken. Um diese Gefahren zu nerTiiiten, muß der Keller auf jeden Fall unbedingt zugfrei ist. Man deckt die Kartoffeln, sofern sich die ^rste Kältesteigerung bemerkbar macht, am besten mit einem Sack oder mit Stroh zu. allerdings nur solange, wie die Kälte extrem.ist. da im übrigen die Kartoffeln frische Luft 'vorziehen. Nimmt der Januar dagegen milde Formen an und bringt er namentlich häufige Sonnentage, so ist darauf zu achten, daß die Temperaturen in den Kartoffel- kellern nicht über 7 Grad Wärme steigen bzw. nicht zuviel Licht in den Keller fällt. In.derartigen Fällen beginnt sich bei den Kartoffeln die natürliche Keimfreude zu regen, und es kann unter Umständen ein großer Prozentsatz der Nährkraft der Kartoffeln verloren gehen. Weil die Kartoffeln aber im Winter ein Hauptnahrungsmittel sind, mit. dem im Kriege äußerst vorsichtig und planungsvoll itm= gegangen werden muh, ist die Betreuung der Vorräte höchste Pflicht. Vornoti, en. lageskalender für Donnerstag. Stadttheater: 19 bis 21 Uhr „Meister-Sextett". — Gloria-Palast. Seltersweg: „Feinde". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Alarm". Ortszeit für den 2. Januar. Sonnenaufgang 9.37 Uhr, Sonnenuntergang 17.21 Uhr. — Mondaufgang 11.36 Uhr, Monduntergang 23.05 Uhr. Ortszeit für den 3. Januar. Sonnenaufgang 9.37 Uhr. Sonnenuntergang 17.22 Uhr. — Mondaufgang 11.59 Uhr? Monduntergang 0.09 Uhr. Sonne in Erdnähe. _______________ Die Aufrechterhaltung der Lebensversicherung ist für den Einberufenen und seine Familie von besonderem Wert, weil es ün nationalsozialistischen Deutschland selbstverständlich ist. daß auch im Kriegssterbefall die volle Versicherungssumme zur Auszahlung kommt. Es bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung, daß auch in der Kriegszeit die Beiträge regelmäßig und pünktlich gezahlt werden müssen. Um dies jedem Einberufenen zu ermöglichen. sind besondere Bestimmungen erlassen worden. Der Kern dieser Bestimmungen ist. daß die Fürsorgestellen eine gewisse Summe, den sogenannten Sicherungsbetrag, für die Lebensversicherungen der Einberufenen zahlen, der genügt, um die Lebensversicherung in voller Höhe ausrechtzuerhalten. Wer erhält diese Beihilfe? 1. Die zum Dienst in der Wehrmacht Einberufenen und ihre Angehörigen, auch solche Einberufenen, die keine amilienunterhaltsberechtigten Angehörigen haben. 2. Zum Notdienst herangezogene Notdienstpflich- iqe sowie die Angehörigen folgender Formationen: f^-Verfügungstruppe, bewaffnete Teile der ff, Notdienst, technische Wehrwirtschaftseinheiten. Reichs- arbettsdienst, behördlicher Luftschutz, Teile des Flugmeldedienstes, freiwillige Krankenpflege für die Zwecke der Wehrmacht. 3. Die von einer behördlichen Räumung oder Freimachung Betroffenen. 4. Die infolge feindlicher Maßnahmen an der Rückkehr aus dem Ausland verhinderten Besatzungsmit- alieber der deutschen Handelsschiffe und ihre im Jnlande verbliebenen familienunterhaltsberechtigten Angehörigen. Welche Versicherungen werden b e • rücksichtigt? Die Beihilfen werden grundsätzlich für alle Lebensversicherungen gewährt (also auch für Aussteuer-, Invaliden-, Pensionsversicherungen usw.), sofern diese vor dem 1.9.1939 beantragt wurden und hierfür Beiträge bis zur Einberufung laufend bezahlt worden sind. Wie hoch ist der Sicherungsbeitrag und wie wird er gezahlt? Der Sicherungsbeitrag beträgt ein Viertel des monatlichen Barbeitrages, der nach dem Endbetrag (Tarifbeitrag abzüglich Gewinnanteil, zuzüglich Versicherungsteuer und etwaige Hebegebühr) der letzten Beitragsquittung berechnet wird. In vielen Fällen wird mehr als ein Viertel des Endbetrags gewährt: und zwar wird bei den Versicherungen mit Bar- beiträgen bis zu 5 RM. Monatsprämie der volle Betrag als Sicherungsbetraa gezahlt, bei Versicherungen über 5 RM bis 20 RM. mindestens 5 RM. Ueberfchreitet der monatliche Barbeitrag die Grenze von 240 RM.. so wird lediglich der höchste Siche- rungsbeitrag (ein Viertel von 240 RM.) — 60 RM gewährt. Für den 240 RM. überschreitenden Teil des monatlichen Darbeitrages muß die Versicherung in der bisherigen Weise fortgesetzt werden. Was gilt über Risiko- und (Befolg- schaftsversicherungen? Für Risikoversicherungen (kurzfristige Todesfalloersicherungen) müssen auch für die Dauer des Krieges die vollen Beiträge gezahlt werden, und zwar auch dann, wenn die Fürsorgestelle nur einen Teil des Barbeitrages erstattet. Bei Gefolgschaftsoersicherungen, zu denen der Arbeitgeber einen Teil der Beiträge trägt, werden nur für den auf den Einberufenen entfallenden Teil Beihilfen gewährt. Wasgilthinsichtlichdesübr-igenTa- rifbeitrages? Der Sicherungsbeitrag genügt zur völligen Aufrechterhaltung der Lebensversicherung während der Zeit der Einberufung. Der Unterschied zwischen Sicherungsbeitrag und Barbeitrag wird von den Versicherungsunternehmungen bis auf weiteres gestundet; er kann aber auch — wenn die Mittel es zulassen — schon jetzt mit dem Sicherungsbeitrag zusammen überwiesen werden. Wie wird der Sicherungsbeitrag beantragt? Die Beantragung der Beihilfe bei den Fürsorgestellen erfolgt unter Vorlage • der letzten Beitragsquittung. W e r z a h l t an die G e s e l l s ch a f t ? Äst der Antrag genehmigt, so zahlt die Fürsorgestelle monatlich den Sicherungsbeltrag an den Versicherten bzw. an dessen Frau ober einen Beauftragten. Der Empfänger hat dann die Pflicht, diesen Betrag monatlich an die Gesellschaft zu überweisen. Ein besonderer Antrag an die Gesellschaft ist nicht erforderlich; es genügt ein glaubhafter Nachweis über die Erstattung des Sicherungsbeitrages. Sollten sich' Zweifelsfragen ergeben, so empfiehlt sich, den zuständigen Versicherungsvertreter, der mit genauen' Anweisungen versehen ist, oder die Versicherungsgesellschaft selbst zu befragen. Generalmajor Herriem. (Aufnahme: GA.-Archiv.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr« macht hat mit Wirkung vom 1. Januar 1941 den Oberst He rrlein zum Generalmajor befördert. Damit haben die großen Verdienste eines Offiziers, der sich im Kriege 1914/18, in den Jahren des deutschen Niederbruches und in der Zeit seit der Wiedererstarkung unseres Volkes und seiner Wehrmacht durch den Führer allezeit mit seiner ganzen Person für Volk und Vaterland einsetzte, eine erneute wohlverdiente Anerkennung erfahren. Generalmajor He rrle in wurde am 27. April 1889 zu Ehrenbreitstein bei Koblenz als Sohn des Oberstleutnants Herrlein geboren, der später dem Stab des Jnf.-Rgts. 116 in Gießen angehörte und hier im März 1902 verstarb. Nach dem Besuch der Gym- nafien in Gießen und Fulda kam der jetzige Generalmajor in die Kadettenhäuser Densberg und Groß-Lichterfelde, im. Jahre 1910 trat er nach der Reifeprüfung als Fähnrich in das 3. Garde-Regiment zu Fuß ein. Am 20 März 1911 wurde er Leutnant. Im Jahre 1914 war er Regimentsadju- tant. Am 18. Juni 1915 erfolgte seine Beförderung zum Oberleutnant. 1916 wurde er 'Adjutant der 1 Garde-Reserve-Jnfanterie-Brigade. 1917 war er Kompanieführer im 1. Garde-Reserve-Regiment. Am 20. Juni 1918 wurde er Hauptmann im 3. Garde-Regiment zu Fuß. im gleichen Jahre war er Bataillonsführer. 1919 stand er in gleicher Dienststellung an der Spitze des III. Batl. 1. Garde-Regiment zu Fuß. Nach dem Kriege 1914/18 diente er dem Vaterland in der damaligen Reichwehr. Ab 1. August 1919 war er Bataillonsführer im Reichswehr-Jnf.- Rgt. 68 in Prenzlau, ab 20. Oktober 1920 wurde er zum Reserve-Jäger-Bataillon 9 in Ratzeburg-Lauen- burg versetzt. Dann kam er in das ReichswehrHnf.- Rgt. 6, mit Standort in Ratzeburg, später in Lübeck, wo er bis 1927 in Garnison lag. Dann wurde er nach Potsdam versetzt, wo er zuerst beim Reichs- wehr-Jnf.-Rgt. 9. später als Adjutant beim damaligen Jnfanterieführer III, dem heutigen Gene» ralfeldmarschall Keitel, Dienst tat. In dieser Zeit organisierte er den bekannten „Tag von Potsdam" am 21. März 1933. Während seiner Potsdamer Dienstzeit erhielt er vom Führer als besondere Auszeichnung sein Bild mit eigenhändiger persönlicher Widmung als sichtbaren Ausdruck der Anerkennung überreicht. Im Jahre 1934 kam er als Major und Bataillonskommandtzur zum Jnf.-Rgt. 16 in Bre- 3m neuen Jahre ... Stiller als sonst hat zum zweiten Male im Kriege ein neues Jahr der Arbeit, der Hoffnungen und Wünsche, aber auch der Zuversicht und des stolzen Mutes seinen Einzug gehalten. Große Geschäftigkeit herrschte noch bis in die Abendstunden des Silvestertages. Mehr als in früheren Jahren wurde das neue Jahr in den Familien begrüßt. Noch einmal wurden die Lichter des Weihnachtsbaums angesteckt, und wer um Mitternacht durch die stillen Straßen ging, konnte überall aus den Häusern, hinter den abgedunkelten Fenstern die fröhlichen Prost Neujahrsrufe hören. Nachdem die Weihnachtsurlauber gleich nach dem Fest wieder abgereift waren, konnte man zu Neujahr wiederum viele Soldaten im Urlaub begrüßen, und oft war die Freude besonders groß, wenn sich zwei oder drei Urlauber an einem Familientisch trafen. Da wollte das Erzählen kein . Ende nehmen. Auf der Reichsbahn war es über Neujahr ziemlich lebhaft, denn nicht nur im Nahverkehr, sondern auch in den Fernverbindungen waren die Züge gut besetzt. Schwere Tage hatte wiederum die Reichspost. Die Briefträger und Briefträgerinnen muhten gestern noch wahre Lasten schleppen, um b»e tausende Neujahrsbriefe und Glückwünsche den Empfängern zuzustellen. Auch der Paketverkehr war am Neujahr noch überaus stark. Die Feuerschutzpolizei, in früheren Neujahrsnächten, wenn die Frösche knallten, die Raketen zischten und die Kanonenschläge donnerten, arg geplagt, konnte geruhsam Silvester und Neujahr feiern, denn es gab nichts zu tun. Auch die Breitschaft des Roten Kreuzes und die Polizei hatten nicht mehr zu tun als an andern Tagen. ___________________ Nun wachsen die Tage wieder. Als Ueberbleibfel früherer Neujahrsbräuche sind uns mannigfache Formen des Glückwünschens zum Beginn des neuen Jahres erhalten geblieben. Dazu gehören die verschiedenen Neujahrsgebäcke: Das rheinische Landvolk kennt noch „Neujahrskränze", der schwäbische Bauer den „Neujahrsring", der Elsässer den Neujahrsstollen, der Hesse den „Schorn" und in der deutschsprachigen Schweiz ißt man „Helswecken". Einheitlicher haben sich die Bräuche zum Dreikönigstage erhalten, wenngleich auch ihre einstige Bedeutung dahin ist. Aber auf unzähligen Höfen malt man noch an diesem Tage mit Kreide die Zeichen C. M. B. (Caspar, Melchior und Balthasar) über die Tür, in vielen anderen Höfen feiert man ausgelassen das „Bohnenfest", auf dem durch den Bohnenkuchen der Dohnenkönig ermittelt wird. Wenig später, am 22. Januar, feiern die Winzer den St.-Vinzenz-Tag. denn St. Vinzenz genießt den Ruf eines Schutzheiligen für den Weinbau. Wenn aber auch die Anlässe aller dieser Feste um die Jahreswende herum voneinander abzuweichen scheinen, so bleibt als Ausgangspunkt doch die Tatsache bestehen, daß in diesem Zeitabschnitt das Licht südlich wieder zur Herrschaft gelangt. „Nun wachsen die Tage", fang man einst. Unter den zahlreichen Bauernregeln, die sich auf die große Wende in der Natur beziehen, findet sich eine mit Beobachtungen wie diese: „Am Weihnachtstage wächst der Tag, so weit die Mücke gehen mag; am Neujahrstage, so weit der Hahn krähen mag; am Dreikönigstag, so weit der Hirsch springen mag". Die durch den Krieg bedingte Verdunklung macht uns die Freude unserer Vorfahren über den Sieg des Lichtes besonders verständlich.__________________ Gießener Stadttheater. Max Neal und Rudolf Frank: „Der Ahnenpatz". Als Silvesterfeier brachte das Stadttheater an der Schwelle des neuen Jahres die Uraufführung des Schwankes „Der Ahnenpaß" von Max Neal und Fr. Rudolf Frank. Die zeitnahen Autoren, welche offenbar Bescheid wissen, wie man die von ehrwürdigen Traditionen bemooste Gattung des Schwankes ins aktuelle Fahrwasser steuern und aus dem Geiste der Gegenwart sozu- sagen verjüngen muß, nennen ihr Stück in diesem Sinne verheißungsvoll „ein heiteres Spiel um eine vordringliche Angelegenheit in drei Akten". Es ist eine abenteuerliche Geschichte, in der das Wirkliche, Mögliche und Wahrscheinliche mit stürmischer Phantasie und unbekümmerter Großzügigkeit nach alter guter Schwankweise ins vollkommene Gegenteil verkehrt wird, und in welcher der Zufall jene drama- tükgisch entwaffnende und bestürzende Rolle zu spielen bestimmt ist, wie im antiken Drama der berühmte Gott aus der Maschine. * Es wäre, wie in der Regel bei Schwänken, ein hofsnungsormes Unternehmen, wollte der Kunstbetrachter versuchen, den verschlungenen Wegen der raffinierten Autoren beschreibend zu folgen und m etwa den Gang der Handlung zu erzählen. Man wolle sich also mit der Andeutung bescheiden, daß dieses Stück sich in einer Mädchenschule ereignet, und daß hier eine junge Lehrerin unterrichtet, welche beklagenswerterweise bislang nicht den erforderlichen Nachweis chrer arischen Abstammung hat bei- bringen können. Ihre Vergangenheit ist von exotisch-düsteren Geheimnissen umwittert, und da es sich aus allerlei Gründen als notwendig erweist, die Schleier erbarmungslos zu lüften, welche die Herkunft dieses Fräuleins bedecken, erhebt sich die beliebte und ziemlich entscheidende Frage: wer war der Vater? Das war für die Herren Neal und Frank gewissermaßen das Stichwort: mit der Stellung dieser Frage haben sie ausgesorgt für drei beinahe abendfüllende Akte. Nun ist kein Halten mehr. Nicht allein, daß das Damoklesschwert solcher Kardinalfrage den ganzen Abend lang über dem Haupte des bejammernswerten Schulrektors schwebt — die Autoren haben außerdem kraft ihrer üppig ins Kraut geschossenen Phantasie eine solche Fülle von Mißverständnis, Verwechslung und Rollenvertauschung über die vordringliche Angelegenheit ausgegossen, daß selbst scharfsinnige und von Silvesterstimmung noch ungetrübte Geister nicht ohne Schwierigkeiten den hieraus entstandenen Rattenkönig verwandtschaftlicher Beziehungen zu entziffern vermochten. Daß des Jubels über das so verrottete Familienleben kein Ende war, braucht kaum versichert zu werden. Herr V o l ck hatte die Spielleitung und trug gewissenhaft dafür Sorge, daß keine der wie bengalisches Feuer und heuer verbotene Kanonenschläge wirkenden Pointen verpuffte. Herr Löffler hatte eine freundliche und geräumige Szenerie geschaffen. Unter dem furchtbaren Verdacht illegitimer Vaterschaft wanden sich schreckensbleich Herr Bosny als Rektor und Herrn V o l ck s Pedell zum hellen Ergötzen der mitleidlosen Zuschauer in allen Aengsten. Waltraut G o e 11 f e spielte mit erfrischender Jugendlichkeit das Aergernis ohne Ahnenpaß. Die Herren Erler und Lowitz tauschten ihre Persönlichkeiten mit der Vorurteilslosigkeit vollkommener Kavaliere. Hella Henzky führte als Frau Rektor ein wahres Schreckensregiment. Anneliese Garde war der ahnungslose und glückstrahlende Backfisch Jngeborg. Mit sehr sympathischer Reserviertheit spielte Herr Geißler den hamburgischen Senator Lütt. Herr Schewe als Fabrikant Keßler. Herr L a p o r t e als erpresserischer Zirkusdirektor und Hilde Kneip als wild entfesselte indische Bauch-än- zerin rundeten das Ensemble mit trefflichen Effekten. ♦ Weil Silvester war, wurde außerdem dem erwartungsvollen Publikum Besonderes geboten in Gestalt von Kabarett-Einlagen nach dem zweiten Akt: das Ballett produzierte sich steptanzend, Herr G r ü- n e f e machte als Ansager in aufgekratzter Silvesterstimmung und lieferte überdies etliche witzige Parodien am Flügel. Das Herrenquartett des Stadttheaters (Kohlermann. Mayr, Ritter, Zahn am Flügel: F. Dietzmann) bemühte sich dem Meister-Sextett Konkurrenz zu machen. Die Herren Bernardi und Müller erwiesen sich. von Herrn Spelt am Flügel begleitet, als tüchtige Artisten am schwingenden Seil und am Schleuderbrett. — ♦ Das Haus war beinahe ausverkauft und in großartiger Stimmung. Hans Thyriot Die Farnilirnaxt. Don Stry zu Eulenburg. „Ihr müßt .mehr Familienstolz aufbringen!" ermahnte der Gemeindevorsteher die Brüder Max und Michael. Die beiden Brüder waren Holzfäller und hatten sich noch niemals Zeit genommen, um darüber nachzudenken, was Familienslolz ist. „Paßt einmal auf!" bemühte sich der Gemeindevorsteher. „Euer Vater war doch Holzfäller, und auch euer Großvater war Holzfäller?!' Max und Michael nickten zustimmend. „Und auch der Vater unseres Großvaters hat schon Bäume geschlagen!" „Wißt ihr das genau?" „Dort lehnt die Axt, mit der schon der Vater unseres Großvaters gearbeitet hatte!" Der Gemeindevorsteher rang nach Atem: „Und das sagt ihr so leichthin, so ohne jeden Respekt? Ihr wißt tatsächlich nicht, was es bedeutet, eine lückenlose Reihe von Ahnen zu besitzen, die dem gleichen Beruf nachging! Wißt nicht, daß ihr eine wahre Holzfällerdynastie seid und die Art vor euch als Erbstück, sozusagen als die Familienart den größten Wert darstellt, einen ungeheuren Wert besitzt und dementsprechend hoch in Ehren gehalten werden muß. Aber ich werde schon dafür sorgen, daß ihr möglichst bald einmal erkennt, woran ihr bisher blind oorbeigegangen seid!" ♦ Und der Gemeindevorsteher, der ein sehr tüchtiger Gemeindevorsteher war. schickte einen ausführlichen Bericht an seine vorgesetzte Behörde. Der Erfolg blieb nicht aus. Bald erschienen die zuständigen Amtsvertreter, nahmen Protokolle auf und beglückwünschten im Namen des Staates die beiden 'Holzfällerbrüder als die Mitglieder einer ihrem Stand so viele Generationen hindurch tteu- I gebliebenen Familie. Die Zeitungen brachten lange Artikel über Max und Michael und zeigten in großen Bildern die Familienaxt. die, wie die Brüder erzählt hatten, nun schon in dritter Geschlechterfolge jeweils vom Vater in seiner Todesstunde dem ältesten Sohne übergeben worden war. Auch der Rundfunk kam zu Max und Michael in die Holzfällerhütte, um seinen Hörern ein Gespräch mit den Besitzern der Familienaxt zu übertragen. Der Sprecher vor dem Mikrophon fragte Max: „Und nun sagen Sie uns, bitte, möglichst genaui Wie lange befindet sich diese Axt schon in Ihrer Familie?" „Ungefähr wohl zweihundert Jahre." „Und es wurde diese ganze Zeit über damit gearbeitet?" wandte sich der Sprecher nun an Michael. Michael bestätigte es. „Tag für Tag wurde diese Axt gebraucht!" Der Rundfunksprecher holte tief Atem: „Verehrte Hörer! Sie konnten soeben selbst aus berufenem Munde vernehmen, wie alt diese Axt ist, wie viele Tausende von Bäumen unter ihren wuchtigen Hieben fielen; und trotzdem, meine lieben Hörer, könnten Sie hier sein wie ich, diese Axt vor sich liegen haben, Sie würden staunen, sich darüber wundern, wie gut erhalten diese Axt noch ist. wie gar nicht alt und wie wenig verbraucht sie aussieht. Das Messer blitzt und blinkt, als wäre es neu, und das kommt davon, daß die Axt auch jetzt noch fleißig benützt wird, wenngleich ich fast vermuten möchte, daß diese Axt besonders liebevoll gepflegt und wohl nach besonderen, uns unbekannten Richtlinien behandelt wird." „Habe ich nicht recht?" fragte der RuMunk- sprecher noch einmal die beiden Holzfällerbrüder. Max und Michael nickten zustimmend, und Max antwortete: „Freilich muß die Axt, damit man immer mit ihr arbeiten kann, nach besonderen Richtlinien behandelt werden. So ist es zum Beispiel notwendig, das Messer der Axt alle fünf Jahre zu erneuern." „Und alle zwei Jahre ungefähr muß die Axt einen neuen Stiel bekommen!" verriet Michael. Und einträchtig bestätigten die beiden Brüder: „So hat es schon der Vater unseres Großvaters gemacht, unser Großvater, unser Vater, und ja haben auch wir es bisher mit der Familienaxt gehalten: alle fünf Jahre ein neues Messer und all« zwei Jahre ein neuer Stiel!" men. später in gleicher Eigenschaft in das Inf.- Rgt 65 in Delmenhorst Dann mar er wieder als BataiUonskommandkur in Bremen, wo er zum Oberstleutnant befördert wurde. Am 1 Oktober 1936 wurde er Kommandeur des Inf -Rgt. 116, wo er am 18. Januar 1937 zum Oberst befördert wurde. Seine Tapferkeit und fein vielfacher persönlicher Einsatz mit mehreren Verwundungen im Kriege 1914/18 wurden durch zahlreiche Kriegsauszeichnun- gen anerkannt. Er erhielt das Eiserne Kreuz II und I Klasse, den Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern, das Hamburgische Hanseatenkreuz. das Oefterreichische und das Ungarische Militärverdienst- kreuz, sowie für seinen Einsatz bei den Kämpfen nach dem Kriege in Lettland das Baltenkreuz Im jetzigen Kriege erwarb er sich die Spangen zum Eisernen Kreuz II und I Klasse mit denen sein Einsatz in den schweren Kämpfen bet Amiens, beim Vorstoß auf Paris und bis nach Südfrankreich hinein vom Führer und Obersten Befehlshaber anerkannt wurde In weiten Bevölkerungskreisen tn Gießen und darüber hinaus, besonders bei den jungen und alten 116ern, wird Generalmajor Herrletn allenthalben große Wertschätzung dargebracht. Louis Gchormann -f. Am heutigen Donnerstagnachmittag wird der Kaufmann Louis Scharmcrnn. der am Samstagabend einem Herzschlag erlegen ist. auf dem Neuen Friedhof zur letzten Ruhe bestattet. Mit ihm ist em Mann aus dem Leben ab berufen worden, der nicht nur m Gießen, sondern weit darüber hinaus bekannt geworden war Der Rudersport hatte ihn in den Vordergrund des sportlichen Lebens gebracht. Bereits im Alter von 18 Jahren, im Jahre 1900, trat Louis Scharmann. der einer angesehenen Gießener Kaufmanns- familie entstammte, der Gießener Rudergesellschaft 1877 bei. Er war ein eifriger Ruderer und Steuermann. der auf den Ruderregatten des Rhein-Main» Lahngebiets oft ins Boot stieg. Er hatte allerdings nicht allzu häufig die Freude, bei den Rennen den Sieg zu erringen, denn es war meist stärkste Konkurrenz, die der damaligen Mannschaft der GRG entgegentrat; jedoch war es ihm und seinen Ruderkameraden möglich, meistens gute zweite Plätze zu belegen Im Jahre 1909 wurde Louis Scharmann in den Vorstand der Gießener Rudergesellschaft berufen. dem er bis zuletzt angehört hat Peinlichst genaue und gewissenhafte Führung seiner Aenfter im Vorstand der GRG haben ihn allezeit ausgezeichnet. In dankbarer Würdigung seiner Verdienste wurde ihm als einzigem des Vereins von der GRG. die Rudernadel in Brillanten verliehen, die bis jetzt kein weiterer Sportkamerad des Vereins wieder erhalten hat Bei den Arbeiten für die Regatten des LahN'Regatta-Verbandes und der Gießener Rudergesellschaft zeichnete er sich stets durch großen Eifer und gewissenhafte Erfüllung feiner Obliegenheiten aus Don jeher bekundete er allen Ruder- kameraden gegenüber beste Kameradschaft, die chn in vielen Fällen zum guten Berater und aufrechten Freund seiner Vereinskameraden werden ließ. Das Bootshaus der GRG war ihm gewissermaßen zu seinem zweiten „zu Hause" geworden, und die GRG hat daraus in vielfältiger Hinsicht Nutzen für ihre Gemeinschaft gehabt. Durch fein Wirken hat sich Louis Scharmann im deutschen Rudersport und in der Gemeinschaft der Gießener Ruderer, vor allem aber in der Geschichte der Gießener Ruder- c^ellschaft 1877 ein unvergeßliches Andenken ge- Ueber den Kreis der Ruderer hinaus hat er sich auch durch seine vortrefflichen Charaktereigenschaften, seine allezeit gleichbleibende Zuvorkommenheit und seinen aufrechten Sinn in weiten Kreisen der Gießener Bevölkerung große Wertschätzung erworben. die nicht nur dem alten Gießener, sondern auch dcm Menschen und guten Kaufmann sowie dem verdienlen alten Soldaten galt. Das Andenken an ihn wird darum in weiten Kreisen der Gießener Bevölkerung in Ehren fortbestehen. J^tyrf/Iüik&nann nicktet: Wiederein Fünfhunberter in (Hieben. Beim Glücksrnaun 210 der Reichswinterhilfe-Lotterie wurde am Montagabend im Cafe Wien ein Treffer von 500 RM. gezogen. Der glückliche Gewinner ist zur Zelt auf Besuch in Gießen. Nachdem bereits in den ersten 14 Tagen der Lotterie dreimal 50 RM und einmal 100 RM gezogen wurden, ist nunmehr der Taufender zu erwarten. IlS-GeMlllWsl M Sraft öurfflMe Das kdF.-Monaishesl. Die Ianuarfolge des KdF.-Monatsheftes ist erschienen. Sie bringt auf 24 Seiten einen außerordentlich interessanten Inhalt. Das KdF.-Monatsheft ist bei den KdF.-Dienststellen für nur 10 Rps. erhältlich. 4D Festliches Variete mit den 4 Philipps. Don der NSG. Jtraft durch Freude" in Gießen wird uns geschrieben: Es ist uns gelungen, ein Programm von Spitzenleistungen der internationalen Artistik zu gewinnen, das als eine glanzvolle Veranstaltung bezeichnet werden kann. Die 4 P h i l i p p s. die größten und berühmtesten Universalkünstler der Welt, werden mit ihrem Programm der Sensationen am 6. Januar 1941 im Gloria-Palast gastieren. Die 4 Philipps sind Uni- versalkünstler. die feit mehreren Jahren in allen ,3k" • A/v.c fünf Erdteilen, in allen Groß-Dariet6s des In-und Auslandes Sensationserfolge feiern. In der Vielseitigkeit ihrer Darbietungen sind sie seit der einmaligen Erscheinung eines Sylvester Schäffer gleich diesem unerreicht geblieben. In sechs verschiedenen Akten, von denen jeder einzelne eine unerreichte Spitzenleistung auf seinem Spezialgebiet darstellt, füllen sie in raschem Wechsel einen großen Teil des Programms. Ihre Nummer Los Toledos, die einzigen maskierten Blitz-Jongleure, ist ein rasender Wirbel der Iongleurkunst, wie er in solcher Vollendung, im Tempd und in Sicherheit nur selten zu sehen ist. Eine weitere Spitzenleistung der Artistik ist Kita, ein prachtvoller Drahtseilakt, in dem sich Kühnheit und weiblicher Charme vereinigen. Auf einem ganz anderen Gebiet kommt Charlie mit dem Fahrrad, er wird die Lachmuskeln der Besucher in heftige Bewegung fetzen, ebenso wie Edith, die mit ihrem Wunderpferd, eine „Spitzenleistung" der „Dressur", zur Erheiterung der Besucher beitragen wird. Dor ihrem großen Schlußakt vereinigen sich die 4 Philipps dann noch auf musikalischem Gebiet, um als Roxys Radio-Sinfoniker Proben ihres meisterhaften Könnens als Mundharmonika- Quartett zu bieten. Der Höhepunkt der Darbietungen ist aber ihr großer Philippsakt. ein Perche- und Balanceakt. der an halsbrecherischer Kühnheit nicht mehr zu übertreffen ist. Weiter wirken an dem Abend mit: Karin K a - rlnoroa genannt „Der lebende Kreisel", eine Tänzerin, die mit viel Charme und vollendeter Technik einen Walzer tanzt. Dann lernen wir noch Carter, den hervorragenden Jllusiionisten und Manipulator kennen, der ebenfalls durch seine Darbietungen das Publi-kum in seinen Bann zieht. An der Spitze des Programms steht Max Wendeler, einer der besten deutschen Humoristen und Ansager. Es ist besonders zu begrüßen, daß es gelungen ist, gerade diesen Meister des Humors für das Programm zu verpflichten, denn keiner ist mehr dazu berufen, ein Programm mit feiner Laune zum vollen Erfolg,zu steuern, als Max Wendeler. Neue Gchweinepreise ab 1.1.1941. NSG. Die, Schweinepreise erfahren ab 1.1.1941 einen jahreszeitlichen Abschlag von 50 Rpf. auf die Grundpreise je 50 kg Lebendgewicht in allen Schlachtwertklassen und Preisgebieten. Die Preise für Rinder, Kälber und Schafe bleiben wie seither. Am Mittelmarkt Wetzlar gelten die gleichen Preise wie auf den Derteilungsstellen Gießen und Friedberg, die 1,— RM je 50 kg Lebendgewicht niedriger sind als auf den übrigen Schlachtvieh» märkten. ** 75 Jahre alt. Am heutigen Donnerstag, 2. Januar, kann Frau Wilhelmine Sch»ch Mäus- bürg 3 wohnhaft, in guter Frische ihren 75. Geburtstag begehen. Der Jubilarin unseren herzlichen Glückwunsch. ** Kraftposten nach Dors-Gill Kloster Arnsburg, Münzenberg, Eberstadt, Ober-Hörgern und Gambach. Vom 3. Januar ab werden an jedem Dienstag und Freitag die seit Kriegsausbruch eingestellt gewesenen Kraftpostfahrten nach Gießen wieder ausgenommen. Mit dieser Einrichtung erhalten die Bewohner der genannten Orte wenigstens an zwei Tagen der Woche wieder eine feit längerer Zeit erwünschte Gelegenheit zu Fahrten nach Gießen. ♦* Städtische Bücherei. Im Dezember sind 1795 Bände ausgeliehen worden. Don diesen Bänden kommen auf: Literaturgeschichte 2, Zeitschriften 33 Gedichte und Dramen 1. Erzählende Literatur 1036, Iugendschristen 322, Länder- und Völkerkunde 86. Kulturgeschichte 8, Geschichte und Bio« graphien 181, Naturwissenschaft und Technologie 49. Heer- und Seewesen 37, Haus- und Landwirtschaft 5, Religion und Philosophie 3, Staatswißen- schäft 30, Sport 2 Bände. Aus Der engeren Heimat. Landkreis Gießen. 5 Albach. 2. Ian Am 4. Januar können die Eheleute Landwirt Karl Arnold und Anna Marie Katharine, geb Schäfer, das Fest der g o l d e nen Hochzeit feiern. Beide Ehegatten erfreuen sich für ihr Alter (der Mann steht im 80 Lebensjahr) noch einer guten Gesundheit. Vier Kinder waren ihnen geboren, von denen eins tm zartesten Kindesalter starb und der jüngste Sohn 1918 im Weltkriege fiel. Vier Enkel erfreuen ihr Alter Unsere herzlichen Glückwünsche dem Jubelpaare. * Watzenborn-Steinberg, 31. Dez. Anläßlich des 65. Geburtstages des Chordirigenten des Gesangvereins „Germania", Georg Harnisch, hatte der Dereinsführer «ine Mitglieder zu einem Vereinsabend eingeladen. Dereinssührer Jung richtete in einer Ansprache herzliche Worte des Dankes an Liedermeister Harnisch für feine dem Verein nun über 25 Jahre geleisteten treuen Dienste und überreichte ihm neben einer herzlichen Gratulation ein nettes Geschenk. Fenier wurde an diesem Abend der seitherige Provinzsängerführer für Oberhessen, L. Wendler (Bad-Nauheim), zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Der Vereinsführer nahm auch Gelegenheit, dem ältesten Sänger des Vereins, Johannes Sommer, für feine nunmehr 55jährige aktive Sängertätigkeit aufrichtigen Dank zu sagen, und er überreichte ihm für seine Treue ein Geschenk. Unterhaltung und Lieder hielten die Mitglieder des Vereins noch lange beisammen. □ Laubach, 31. Dez. Weitere acht kinderreiche Mütter aus Laubach erhielten im Rathaussaal aus der Hand des Ortsgruppenleiters Pg. Pott das vom Führer gestiftete Mütterehrenkreuz. Nach einer Ansprache, die den Sinn der Stiftung erläuterte, wurden folgende Mütter ausgezeichnet: Das Ehrenkreuz I. Stufe erhielt Frau Lina Heuß geb. Schneider. Das Ehrenkreuz III. Stufe bekamen Frau Hedwig Bechthold geb. Guthard, Frau Katharine Enders geb. Löwer, Frau Margarete Krött. Frau Elisabeth Stengel geb. Schuchard und Frau Helene Kratz geb. Spuck. — Die NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranlaßte ein Gastspiel der Lustigen Dariete-Bühne des Kreises Wetterau. Die heiteren, von gutem Können zeugenden Darbietungen sanden großen Beifall bei den zahlreichen Besuchern. — Der seitherige Kaßenwatter der hiesigen Kameradschaft der NSKOV., Pg. Karl Rausch, wurde nach Mücke versetzt. Er versah seit 1936 fein Amt mit großer Gewissenhaftigkeit. An feine Stelle tritt Pg. Joseph Heßler, Adolf-Hitler-Straße 19. — Befördert wurden der Schütze Philipp Heßler zum Oberschützen, der Oberkanonier Emst Doll in einem schweren Artillerie-Regiment zum Gefreiten, der Gefreite Ernst Janson in einem Infanterie- Regiment aum Unteroffizier. — Frau Johanna Fritsch, die Witwe des weit über feinen engeren Wirkungskreis in Ruppertsburg hinaus bekannten Pfarrers Friffch, feiert am 5. Januar in körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihren 8 0. Geburts- t a g. Der Jubilarin unseren herzlichen Glückwunsch. Kreis Alsfeld. △ Alsfeld, 28. Dez. Das tradittonelle Weih» n a cht s f i n g e n am Heiligen Abend vom Turm der Walpurgiskirche erhielt in diesem Jahre infolge der Kriegszeit sein besonderes Gepräge dadurch, daß es ohne den sonst auf dem Turm im hellen Kerzenlicht erstrahlenden Weihnachtsbaum in Dun- 'elheit stattfinden mußte. Trotz der hierdurch ent- tanbenen Schwierigkeiten ließ es sich die Sänger- char der Alsfelder Sängervereinigung „Liederkranz- Harmonie" nicht nehmen, die Jahrhunderte alte Tradition auch in diesem Jahre ausrechtzuerhalten. Einem verdienstvollen Mitglied der Alsfelder Sängervereinigung, Schreinermeister Dalenttn W e p p - l e r, der in diesem Jahre zum 50 Male das Weihnachtssingen auf dem Turm mitmachte, wurde von Bürgermeister Dr Vö Ising anläßlich dieses Ereignisses ein Geschenk der «tadtoerwaltung überreicht unter anerkennenden Dankesworten für dis eifrige Unterstützung der Erhaltung dieses alten Alsfelder Brauchtums — Am zweiten Weihnachts« feiertag veranstaltete die NS -Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Kreisdienststelle Sllsfelfcßauterbad), im Rahmen des Unterprogramms der Kultur- gemeinschast Alsfeld ein K o n z e r t des Rhein- Mainischen Landesorchesters unter Leitung des Gaumusikinspizienten, Fritz Cuj6 im großen Saal des „Deutschen Hausts^ Als Gesangssolisten wirkten mit die Sopranistin Anni Brunner und der Tenor Werner Müller. Der erste Teil der Vortragssolge brachte Musik- und Gesangsszenen aus Opern, während der zweite Teil dem Reiche der Operette gewidmet war Unter der Leitung seines Dirigenten bewies das Orchester auch diesmal wieder fein ausgezeichnetes Können. Das Orchester und die Solisten ernteten reichen Beifall. Oer Tod auf den Lippen. LPD. Ingelheim, 30. Dez. Die 15 Jahre alte Tochter eines hiesigen Einwohners hatte sich an der Lippe verletzt, schenkte jedoch der kleinen Wunde keine Beachtung. Nach einiger Zeit ergab sich eine Infektion, die den Tod des jungen Mädchens herbeiführte. Auch dieser Vorfall beweist wieder, daß auch die geringfügigsten Verletzungen sorgfältige Deachtuntz oerbienen. Schulung im Frauenturnen des Bezirks 8 Gießen im NS.-Relchsbund für Leibesübungen. Unter Leitung des Bezirksfrauenturnwarts Schneider (Wetzlar) wurde am Sonntag in einer Arbeitstagung in Gießen mit den Lehrwarten und Lehrwartinnen des Bezirks der Lehrplan für die Bezirksschule im Frauenturnen festgelegt Das Arbeitsgebiet umfaßt die Schulung von Uebungslei- terinnen für Frauen- und lurnerinnenabteilungen, Iugendabteilungen der Vereine und Gemeinschaften (zugleich Leistungssportgruppen des BDM.), Sportdienstgruppen der Jungmadel und Kinderabteilun- gen der Vereine. In vier fortlaufenden Lehrgängen sollen je an einem Sonntag im Januar, Februar, März und April die Uebungsleiterinnen geschult werden. Jede Teilnehmerin muß sich zum Besuch aller Lehrgänge' verpflichten. Zum Abschluß kann bei Eignung bas Lehrwarteabzeichen verliehen werden. Für die verschiedenen Altersstufen, hie von den Uebungsleiterinnen zu betreuen sind, ist nicht nur ein sehr reichhaltiger Uedungsstofs bereitzustellen, sondern auch die Form der Stoffvermittlung ist sehr verschiedenartig. Dieses Stoffgebiet wurde gesichtet und an die Lehrwarte verteilt. Es umfaßt Körperschule, Bewegungsschulung und Lauf, Keulen-, Ball- und Sprungseilgymnastik, Volkstanz, Spiele, Gerätturnen (Reck, Barren, Pferd, Schwede- kante, Ringe), volkstümliches Turnen und Korbballspiel. Als Lehrwarte wurden bestimmt Heinrich Schneider und Erika Schneider (Wetzlar), Schönberger (Nieber-Girmes), Jdel Hauck, Else Ludwig, Helma Schmieder und Dr. Pfeffer (Gießen), Volk- mann (Heuchelheim) und Heller (Wieseck). Zu Beginn des ersten Lehrganges wird die Schule am 12. Januar in Wetzlar eröffnet, die übrigen Lehrgänge finden alle in Gießen statt. H. ADOX Str$lüdjtlingaufKot|ito Nomon von fjdnj Lorenz,Lambrecht 31.Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Es ist ein Glück für sie, wenn sie es auch natürlich als größte Bitternis empfindet, daß sie im nächsten Frühjahr, es ist das Jahr 1929, in das Pensionat in der französischen Schweiz kommt, um den letzten Schliff zu erhalten, bevor sie den bedeutsamen Schritt m die Gesellschaft der Erwachsenen tut Wie soll sie dieses lange Jahr mit drei- hundertsünfundfechzig Tagen und Nächten überstehen? Worauf sie sich vor kurzem noch gefreut hat, erscheint ihr nun als unerträgliche Verdammnis Einige Tage bevor sie aus dem Elternhause scheidet, ist Viktor zu einem einfachen Abendessen ;m Haus Ansaldi eingeladen Man feiert Ancia Marias Abschied, wobei er natürlich nicht fehlen darf. Sie ftat still und etwas blaß am Tisch, und um ihre Augen liegen tiefe Schatten Nach dem Esten findet sie Gelegenheit, mit Viktor einige Minuten allein zu fein Aber nun ist sie so aufgeregt, daß sie fein Wort hervorbringen kann, obwohl sie im Kopf schon längst alles auswendig hersagen kann, was sie ihm anvertrauen möchte Plötzlich drückt sie mit einer ungelenken Geste ein flaches in Seidenpapier gehülltes Schächtelchen in seine Hand. Dabei stößt sie hervor- „Sie dürfen es aber erst aufmachen, wenn ich fort bin. Versprechen Sie es mir!" ,Ha. Ancia Maria." Er ist überrascht und selbst erregt „Und ..." „Was denn? Sprich doch, nur." „Darf ich Ihnen schreiben — einmal?" ,Lch würde mich sehr freuen." „Wirklich?" „3a. Ganz gewiß Ancia Maria." „Und Sie werden auch mir schreiben?" Die Stimme überstürzt sich ..Bitte, bitte, Viktor, schreiben Sie mir. Ich werde sonst verrückt dort. Ich brenne einfach durch. Sie müssen mir schreiben, nicht wahr, bitte'" „Ich will dir gerne schreiben' Ancia Maria." NS