Montag. 1- Dezember 19« M. Jahrgang Ur. 285 Erscheint t o a l i d) außer Sonntags und feiertags Beilagen: Siebener ftamilienblättei Heimat miPild-DieScholle I Bezugsvreis: Monatlich.......RM 1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen 9iummem «folge höherer Gewalt irernivrechanschluir 2251 Dmhtanjchrist:,,An zeiger" Bostscheck 11686 Franks j M. Annahme von Anretgen für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr deö Bormittags * Anzeigen-Preiie: Ameigenteil 7 Rvt je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvt. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite^ Nachlässe: Wiederholung Malstasiell Abschlüße Mengenitanel B Platzvorschrift t vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen SS> 'L ' *,*►*’• '-■,■■■ * > X/5KÄ»- M -0 WM her Erfolgreicher Angriff im mittleren Abschnitt m Kill live VII 4IVWHH». ,r < °«7 ö" .7, -Z .. ,n /««>» X .rfotarei, reiften hatten durch den deutschen Angnsf wiederum » ™ 8. L Jie eine- W»er|te »^nfte. 2600 Gefangene wurden gemacht. ien >en schlagen. Der Vertreter des Landbundes, Abgeordneter P i l p p u l a , hob hervor, wie Finnland in seinem Derteidigungskampf 1939/40 allein stand und auch nach dem Moskauer Zwangsfrieden allein blieb, wie die sowjetische Wühlarbeit im Sommer 1940 Besorgnis für die Zukunft im Lande erweckte und wie dann die Nachricht von der deutsch-finnischen Transitabmachung in Finnland allgemein mit dem Gefühl der Erleichterung ausgenommen worden fei. Darin hätte man das' Dorschen gesehen, daß der kommende Kampf nicht mehr von Finnland allein getragen zu werden brauche. Der Redner sprach darauf im Namen seiner Fraktion die Hoffnung aus, daß die Regierung entschlossen dafür Sorge tragen werde, daß die Opfer, die das finnische Volk gebracht habe und die die Armee auch in Karelien gebracht habe, nicht vergebens gewesen feien. Der Vertreter der Sammlungspartei, der Abgeordnete P e n n a n e n, brachte zum Ausdruck, daß es eine Pflichtvergessenheit gegen die für die Sicherheit Finnlands Gefallenen sein würde, wenn man auf Grund irgendeines Druckes oder einer Drohung jetzt von dem teuer erkauften Sieg zurück- rete oder mitten im Kampf um das Ziel halt- machte. Auch er sprach im Namen seiner Fraktion der Regierung Zustimmung und Vertrauen aus. Der Vertreter der vaterländischen Dolkspartei, der Abgeordnete He in io e, wies besonders auf die erleichterten Derteidigungsmöglichkeiten hin, die jetzt Ostfront die Sowjets aus ihren Stellungen und zwangenfieaufder ganzenBreite der Angriffsfront zum Rückzug. Die Bolsche- .Fl < i 1 V <. V ... V .. .Xf X > C M4 t aXavii im jeqen einen vielfach überlegenen Feind anzutreten. Wenn von den Siedlern in Aethiopien die Berlin, -------------- . chem Angriff warfen am 29.11. die Truppen eines deutschen Armeekorps im mittleren Abschnitt der H e l s i n k i, 30. November. (DNB.) Der finnische Reichstag trat am Samstag zu einer Vollsitzung zusammen, in der Ministerpäsident Rangell feststellte, daß die im Moskauer Frieden abgetretenen Gebiete in der Hauptsache bereits zurückerobert seien, und daß die Kriegshandlungen allem auf die Garantierung der Sicherheit des Landes abzielten. Nach einem Hinweis auf die Antwort Finnlands auf die Aufforderungen zur Kriegsbeendigung seitens gewisser Großmächte hob der Ministerpräsident die Angriffsvorbereitungen der Sowjetunion an der finnischen Grenze hervor, als deren wirksame Abwehr nur eine militärische Besetzung der Gebiete jenseits der Grenzen durch Finnland in Frage kommen könne. Wieweit diese Besetzung ausgedehnt werden müsse, werde durch militärische Gesichts- punkte bestimmt. Rangell stellte weiter fest daß die Bevölkerung Ostkareliens ein Teil des finnischen Volkes sei und daß die Sicherheitsgarantie für Finnland in vollem Maße auch auf die Ostkarelier Anwendung finde. t . Der Ministerpräsident betonte dann das klare und gerade, auf gemeinsame militärische Interessen und die Waffenbrüderschaft begründete Verh.altniS zu Deutschland und wies auf die Verbundenheit der beiden Länder in wirtschaftlicher Hinsicht hin Der Beitritt Finnlands zum Antikommtern- pakt sei auf einen bereits lange vorhandenen klaren grundsätzlichen Standpunkt zurückzuführen. Dann gab der Ministerpräsident vier Gesetzes- Vorschläge bekannt. Der erste sieht vor, daß das Gebiet, das von Finnland im Moskauer Frieden vom 12 März 1940 an di'e Sowjetunion abgetreten wurde, wieder der Oberhoheit Finnlands unterstellt wird, und daß die Verbindlichkeiten, die Finnland im gleichen Friedensoer- trag hinsichtlich H a n g ö s eingegangen war, als nichtig erklärt werden. Der zweite steht eine Regelung der Staatsangehörigkeit für gewisse Einwohner des mit Finnland wieder vereinigten Gebietes vor. Der dritte betrifft die Militärverwaltung in dem mit dem Reich vereinigten Gebiet. Der vierte bezieht sich auf die Wiederherstellung von Eigentumsrechten in dem mit Finnland wiedervereinigten Gebiet. Für die Sozialdemokraten, die größte Partei Finnlands, bezeichnete der Abgeordnete D o i o n - maa den Moskauer Frieden als einen Zwangs- Oie Staatsoberhäupter der Antttominternmächte erwidern die Glückwünsche des Führers. Berlin, 30.Koo. (DBB.) Die Slaalsoberhäup- (er der Im Anlikominlernpakt zufammengeschlosienen Staaten sowie der Duce und der Slaalsches Rumäniens haben die Glückwünsche, die der Führer ihnen aus Anlaß der Unterzeichnung des Protokolls über die Bertängerung des Abkommens gegen die kommunistische Internationale und des Beitritts weiterer sieben Staaten übermittelt halte, m i t Dank- und Glückwunschtelegrammen erwidert. Zugleich haben die Außenminister von Japan und Mandschukuo sowie der Minister des Auswärtigen der chinesischen Kattonaltcgierung die Ihnen aus dem gleichen Anlaß von dem Reichs- Minister des Auswärtigen von Ribbentrop übermittelten Glückwünsche mit Dank- und Glückwunschtelegrammen beantwortet. Flug über das Kampsgelände von Wjasma Rom, 30. November 1941. Das Geschick von G o n d a r hat sich erfüllt. Man 2nn ohne weiteres eine "italienische Formulierung bernehmen, die besagt, Gondar sei weder gewichen, och sei es gefallen. Wenn das letzte Bollwerk Jta- ;ens im Raum seines ostafrikanischen Imperiums m vollen Glanz kriegerischen Ruhmes die letzten iom Kampf zermürbten Waffen strecken muß, so rollzieht sich nur eine weitere Entwicklungsphase, ober kein Ende. Denn es ist undenkbar, daß ein Land, das soviel italienisches Blut getrunken hat, oie Aethiopien, jemals aufhören könnte, ein Stück litaliens zu sein. Bon einem großen Italiener des Nittelalters ist in seiner Jugend einmal gesagt □neben: „Es geht nicht an, daß ein Sohn, um den Dviel Tränen vergossen worden sind, verlorengeht." Wieviel mehr muß dies dann von einem Lande (eiten, um das so viele Tränen geflossen sind, weil Jo viele der besten Söhne Italiens dort ihr Leben Finnlands Kampf um Sicherheit uni) Freiheit. Sitzung des finnischen Reichstags. - Sämtliche Parteien billigen den Regiernngsknrs herausgegriffen aus einem Dutzend solcher Namen, von denen jeder für sich die Äeiche Ehre in Anspruch nehmen kann, sind die Namen geschichtlicher Stätten für jeden Italiener geworden, lind untrennbar von diesen Namen bleibt die Ueberzeugung: Das ist das Ende nichtl Das ist das Ende nicht! Von unserem M. P.-Korrespondenten. Hebe gewesen ist, so waren die Symbole, unter tonen man ihrer gedachte, immer zwei: Spaten Znd Gewehr. Wie die Truppen, die 1935 gegen ton Negus vorrückten und das Gewehr aus der -Hand legten, um die Straßen zu bauen, auf denen ,icht nur die erobernden Heere, sondern auch Kultur mb Wohlstand hinter ihnen in bas Land einziehen eilten, so warfen die Siedler den Spaten zur Seite, ils es galt, wieder mit dem Gewehr in der Hand tos Land gegen England zu verteidigen. Es gibt m Italienischen kein Wort, das dem deutschen Ausdruck vom „Wehr bauern" entspricht: aber Tenn man irgendjemand klarmachen will, was der Begriff des Wehrbauern bedeutet, so braucht man iur diese italienischen Siedler aus Aethiopien zu neirnen. Wie der Feind, maßlos überlegen an Mit- !eln, von Anfang an unterstützt von angeworbenen Scharen von Wüstenräubern, gedeckt durch den um Unterbrochen über See heranströmenden Nachschub, vorsichtig tastend in das neue Land vorrückte, packte tor Bauer die wichtigste Habe, Frau und Kinder Huf und schickte sie in das Landesinnere, während •r selber zur Waffe griff, Stellungen baute, Lebensmittel, Munition und Kriegsgeräte verteilte, um Den Feinden so lange und so wirkungsvoll wie möglich entgegenzutreten. Daß der Ausgang des Ganzen nur eine Zeitfrage war, konnte keinem dieser Männer unklar fern; müh er oder später mußte der Tag kommen, an dem 1 die komplizierten technischen Geräte der modernen । Kriegführung durch Abnutzung und Einfluß einer unbarmherzigen Witterung eines nach dem anderen , unbrauchbar wurden. Und für das Gewehr des Soldaten von heute genügt nicht mehr das Pulver- horn und die Kugelform aus Stein, dieses Gewehr fordert eine bestimmte Patrone mit einem hochwer- Ligen, durch den Einfluß von Hitze und Feuchtigkeit gefährdeten Spezialpuloer: von Geschützen, von ihrer Munition, von Maschinenwaffen, von Panzer- wagen und den motorisierten Hilfsmitteln des neuzeitlichen Krieges ganz zu schweigen. Es fielen eine nach der der anderen der Ha- re n st ädte in die Hand der Engländer, jene Hafenstädte. die die letzte entfernte Hoffnung eines gelegentlich den Nachstellungen des Feindes ent- rlohenen Nachschubdampfers bedeutet hätten. Eigentlich mar das schon der Anfang vom Ende. Die Un- ter fee boote, die bis dahin einen verzweifelten und keineswegs erfolglosen Kleinkrieg im Roten Meer geführt hatten, hatten nur noch die Wahl, sich selbst zu versenken oder den aussichtslos erscheinenden Fluchtversuch um das Kap der Guten nof^- nung herum nach Italien zu unternehmen. Auch hier'wieder fiel die Wahl der verantwortlichen Manner auf den schwierigeren Weg, auf den der größeren Entbehrungen und der schwereren Opfer. Und wie das Glück sein Bündnis mit dem Starken uno Ehrlichen noch nie verleugnet hat. so hielt es auch Bu diesem winzige Aussichten bietenden Entschluß. Nach monatelanger Fahrt erreichten sie die Hafen Der Heimat, und Kommandanten und Besatzungen konnten die ihnen anverttauten Waffen zu weiterer Bermendung wieder an das Vaterland abliefern. In abenteuerlicher Flucht verließen bann auch Die Verkehrsflugzeuge den unhaltbar gewordenen Posten. Von Sturm und Unwetter verschlagen, auseinandergerissen, jedes Flugzeug nur auf sich allein gestellt, fiel doch keines von ihnen in die Hand der Engländer. Und man wird im Italic- Nischen Volk die Achtung vor dem Geist dieser Flieder nicht vergessen, die die Kameradschaft bet dies r Belegenheit gezeigt haben. Und damit, daß man dem Feind wertvolle Beute sntzog. erlosch auch einer der Wege, die nach der Heimat führten, nach dem anderen. Die Verluste, d man dem Engländer in einem erbitterten Snemrrteg immer wieder zu fügte, wurden von englischen uno nordamerikanischen Schiffen, die nun fast uugestori das Rote Meer ansteuern konnten, in kürzester fleit ausgeglichen: aber jedes Geschütz, das aus ttalieiy ischer Seite ausfiel, jeder Lastwagen, der zerbrach, liebe kostbare Patrone, die verschossen wurde, war endgültig dahin. Aus der Heimat kam nichts menr. weil nichts mehr kommen konnte. Jeder Mann, oe fiel oder verwundet wurde, so daß er nicht mey Sn die Front zurückkehren konnte, hinterließ eine Ducke, die nicht wieder zu schließen war. \ Die ungeheure Weite, die Räume, an die man in England als Juniorpartner. Als Anfang dieses Jahres in den Vereinigten Staaten das .Lendlease-Gesetz (das Pacht-Leihge- setz) erörtert wurde, erhob sich natürlich auch die Frage, welches die britische Gegenleistung für die nordamerikanischen Geschenke sein würde. Wenn Kriegsmaterialien „verpachtet" oder „verliehen" werden, so kann es sich dem Begriff nach nur um solche Gegenstände handeln, die nur b e - üutzt, nicht aber verbraucht werden, also etwa um Geschütze, Maschinengewehre, Knegsfahr- zeuge zu Lande, zu Wasser und in der Lust, aber nicht um Munition. Man hat nie darüber etwas gehört, daß ausführliche Listen darüber ausgestellt worden seien, was als geliehenes und was als zum Verbrauch hingegebenes Kriegsgerät anzusehen sei. Man war sich daher von vornherein kaum irgendwo im Zweifel darüber, daß die Form des „Verleihens" nur ein Trick fei, um die peinliche Frage der Bezahlung auszuschalten. Für sehr genaue Rechner wurde hinzugefügt: das besondere Opfer, das Großbritannien durch den Einsatz von Blut und Leben seiner Menschen auf sich nehme, werde durch die lethweise Ueberlassung nordamerikanischen Kriegsgeräts abgegolten. In Wirklichkeit aber sollte das Entgelt auf ganz anderem Gebiet gesucht werden: nämlich in der Ueberantroortung von militärischen, politischen und wirtschaftlichen M a ch t p o s i t i o - nen an die amerikanische Union. Immer deutlicher enthüllte sich das Ziel des ehrgeizigen amerikanischen Präsidenten Roosevelt: Großbritannien in seiner führenden Position zu beerben und das Insel- reich bei der Ausübung der angelsächsischen Weltmacht auf die Rolle eines „Juniorpartners" zu verweisen. Man muß es den maßgebenden Männern in Washington lassen, daß sie die Katze erst ganz allmäh- lich aus dem Sack gelassen haben. Das geeignete Stichwort schien: Erwerb von Schlüsselstellungen, um die angeblich „bedrohte" Neue Welt gegen einen Angriff der autoritären Länder zu verteidigen Wenn man sich erstaunt fragt, wie ein solcher Schwindel allen schlagenden Gegenargumenten zum Trotz so lange lebendig bleiben kann, so ist darauf nur zu antworten, daß ohne eine solche wahrheitswidrige Konstruktion die wahren Pläne Washingtons allzu früh und allzu deutlich zutage getreten wären. Jetzt hat eine nordamerikanische Zeitschrift „News Week" die wahren Absichten offen enthüllt. Das Blatt glaubt, Großbritannien sei bereite so fest an die amerikanische Hilfe gebunden, daß es ein Zurück nicht mehr geben könne, und daß die Union ihre Hände auch nach solchen Posiitionen ausstrecken dürfe, die mit der Verteidigung der westlichen Hemisphäre gegen einen etwaigen Angriff der Achsenmächte offenbar nicht das Geringste zu tun haben. Es ist recht interessant, die einzelnen „Bedingungen" näher zu betrachten, unter denen — nach dieser Zeitschrift — Washington bereit wäre, das geltende Pacht- und Leihgesetz zu verlängern. Zunächst wird eine Bedingung politischer Art gestellt: Großbritannien soll alle Stützpunkte zur Der- fügung stellen, die Washington als für den Schutz 1 der Neuen Welt geeignet ansehen könnte. Da sich ' die von Herrn Roosevelt geführte Neue Welt neuer- ° dings auch in Ostasien „bedroht" fühlt, läßt sich i überhaupt keine britische Besitzung mehr den- - ken, die für die Pankees nicht erstrebenswert wäre. Den Imperialisten in Washington bietet sich die Italien nach Gewinnung des Imperiums so oft mit lachendem Herzen gedacht hatte, da sie ja Raum für immer neue Familien italienischer Siedler liefern sollte, auf lange Zeit, auf Generationen hinaus, diese Weite wurde, je mehr die Zahl der modernen Verkehrsmittel zusammenschrumpfte, umso mehr zum Bundesgenossen des Feindes. Und doch ging der Kampf weiter. Nicht nur damit, daß man sich verteidigte, wenn die örtlichen Verhältnisse am günstigsten waren: noch bis in die letzten Tage hinein kam es immer aufs neue zu jenen verwegenen Unternehmungen, in denen mit dem letzten noch vorhandenen Material ausgerüstete bewegliche Einheiten weit in den vom Feind besetzten Raum vorstießen. Aber früher oder später schlug für jede dieser Wüstenfestungen die Stunde, in der die letzte Patrone in den Lauf geschoben wurde. Es kam die Stunde, in der der Herzog von Aosta in seinem ergreifenden Telegramm an den Duce die Notwendigkeit mitteilte, auf seinem Frontabschnitt den sinnlos gewordenen und völlig aussichtslosen Kampf aufzugeben. Eine der Wüstensestungen der Italiener nach der anderen mußte dem Beispiel folgen: Amba Alatschi, Uolkefit und jetzt Gondar, Namen vorunbekannter afrikanischer Plätze, nur zufällig Eine interessante Luftaufnahme von der heftig umkämvften sowjetischen Stadt. Die Schornsteine der abgebrannten Holzhütten ragen aus der winterlichen Landschaft. Die wenigen vom Feuer verschonten massiven Steinbauten stehen gespensterhaft in der unendlichen Weite. (PK.-Aufnähme: Kriegsberichter Kratzsch. iSch.j.) geschaffen würden, und gleichzeitig auf die Rettung der außerhalb der Grenzen Finnlands lebenden fin- nischen Stammesbrüder vor dem Untergang in dem Meer des Slawentums. Dies bedeute, daß jetzt ein Reich geschaffen werden müsse, das in seinen Armen ganz Ostkarelien mit den dazugehörigen Gebieten einschlösse, wobei zugleich die strategischen Derteidigungsmöglichkeiten Großfinnlands in Betracht zu ziehen feien. Aufruf Mannerheims. Der Oberbefehlhaber der finnischen Armee, Fsld- marschall M a n n e r h e i m, hat vor seiner Rückkehr zur Armee, die er zur Beratung mit der Regierung in Helsinki verlassen hatte, an die finnischen Männer und Frauen, die den Kampf der Soldaten in schwierigen Verhältnissen durch ihre Arbeit und ihre Gedanken unterstützten, einen Ausruf gerichtet, in dem es heißt: „Als das finnische Volk zum jetzigen Krieg gezwungen wurde, waren sich vielleicht nicht alle darüber völlig im klaren, daß unser Land sich in Todesgefahr befand. Jetzt, da die finnischen Männer mit eigenen Augen die ungeheuren Vorbereitungen gesehen haben, die der trügerische Nachbar, auf seine riesenhafte Uebermacht bauend, begonnen hatte, um uns gleichzeitig an unserer gesamten 1000 Kilometer langen Landesgrenze, nicht zu reden von der Weißmeerküste, zu überfallen,' zweifelt wohl niemand mehr daran, daß unser Land zum Untergang verurteilt worden wäre, wenn es sich nicht entschlossen zum Kampf gestellt hätte, bei dem es um unser Letztes geht. Es fehlt nicht mehr viel, daß wir unsere strategischen Aufgaben erreicht haben, nämlich dem Feinde die Mittel zu entreißen, die er sorgfältig vorbereitet Hot, uns zu vernichten und eine Grenze zu erreichen, die leichter zu verteidigen ist als irgendeine frühere Grenze Finnlands. Wir an der Front begreifen, daß wir und das Land einem strengen Winter mit Prüfungen und Entbehrungen entgegengehen. Aber wir wissen, daß die innere Haltung des finnischen Volkes und der Glaube an sich selbst sich jetzt wie immer bewähren werden. Die Welt und jedes Volk, das um feine Existenz kämpfen muß. werden uns verstehen. Wir fuhren keinen imperialistischen Krieg, sondern wir kämpfen für die Zukunft und die Sicherheit unseres Volkes." frieden, den das Volk nicht anerkannt habe. Finn- land fei dann in einen neuen Krieg gezwunar- worden. Der Abgeordnete betonte den Vorteil, bi der Ansturm der deutschen Armeen gegen die Sowjetunion dem tapferen finnischen Heere gebracht hätte und daß es möglich wurde, die geraubten Gebiete dem Vaterlands wieder zurückzugewinnen. Es wäre unmenschlich und unnational, wenn man bei dieser Gelegenheit die finnischen O st k a r e l i e r vergäße, die jahrhundertelang in Knechtschaft und Finsternis gelebt hätten. Der Abgeordnete wies auf die völkische, kulturelle und geographische Verbundenheit Ostkareliens mit Finnland hin und auf die Gewährung der nationalen Selbstverwaltung Ostkareliens im Dorpater Frieden, der von den Bolschewisten nicht eingehalten worden sei. Der Redner gab unter dem Beifall des Hauses im Namen seiner Fraktion die Zustimmung zu den Gesetzesoor- kelassen haben! 1890 zogen die Italiener in Adua ein, um 1896 Adua in den Bergen von den gewaltig überlegenen Heeren Kaiser Meneliks in der Entschei- jungsschlacht geschlagen zu werden 1935 wehte zum weitenmal Italiens Flagge über dieser Stadt, die lurd) die Niederlage von 1896 zu einem Symbol des italienischen Anspruchs auf Aethiopien geworden rar. Um Aethiopien hat das italienische Volk die Sanktionen der Genfer Liga ertragen: in Aethiopien fanden, als die große Auseinandersetzung mit Eng- anb anbrach, wieder Italiener auf verlorenem -tosten, abgetrennt von der Heimat, um wieder nie wiederkehrende Gelegenheit, in der Toga des Wohltäters der friedlichen Menschheit von einer reichbesetzten Tafel das zu nehmen, wonach ihnen der Appetit steht. Zwei weitere Bedingungen, die nach der Meinung der genannten Zeitschrift erfüllt sein müssen, wenn Washington in die Verlängerung des Pacht-Leih-Dertraaes willigen soll, sind wirt- schaftlicher Art: Großbritannien soll auf alle handelspolitischen Vorrechte verzichten, die es bisher bei den Gliedern seines Weltreichs oder auch anderwärts genossen hat. Natürlich beabsichtigt man in Washington nicht, andere Völker zu gleichem Wettbewerb zuzulassen. Die Förderung des „Freihandels" ist nur eine Geste, um die Kritiker einer solchen Forderung zum Schweigen zu bringen. Und wo schon äußerlich und förmlich internationale Gleichberechtigung geschaffen wird, vertraut man darauf, daß der Kapitaleinfluß der Briten und Nordamerikaner ausreicht^um lästige Konkurrenten aus dem Felde zu schlagen. Dies geht aus der weiteren Forderung hervor, daß Großbritannien sein Monopolfür wichtige Roh- stoffe preisgeben solle. In die Sprache der Praxis übersetzt heißt das, daß Großbritannien in Hinterindien amerikanischem Kapital eine angemes- jene Position in den Zinnbergwerken und den G u m m iplantagen einräumen soll. Wie die Partnerschaft der beiden englisch-sprechenden Länder aussehen soll, wird keineswegs verschone- gen: Großbritannien soll der Junior-Partner neben dem amerikanischen Senior-Partner werden, d. h. weniger zu sagen haben und weniger verdienen. Das amerikanische Wochenblatt spricht es offen aus, daß die amerikanischen Börsengewaltigen in Wallstreet von der bisherigen Führung der weltpolitischen und der weltwirtschaftlichen Geschäfte durch die Eng- länder enttäuscht worden sind, und daß sie eine wirkliche Führung wünschen. Hier wird man allerdings feststellen müssen, daß in der Zeit zwischen den beiden großen Kriegen Nordamerika viele Jahre hindurch die einflußreichsten Positionen i n n e g e ° habt hat, beispielsweise in der Organisation zur Eintreibung der deutschen Reparationen und in der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Ba- sei. Wenn diese „Ordnung", die keine Ordnung war, so kläglich versagt hat, so kommt das hauptsächlich auf nordamerikanisches Konto. Die Männer um Präsident Roosevelt herum lieben es, vom hohen Pferd die Handlungen und Bestrebungen der europäischen Völker abzukanzeln. Niemand wird bestreiten, daß es die Nordamerikaner aus technischem Gebiete sehr weit gebracht haben; aber in der weisen Nutzung und pfleglichen Behandlung begrenzter Wirtschaftsmöglichkeiten sind die führenden Männer der Alten Welt den Nordamerikanern weit über- legen. Es ist daher eine neue europafeindliche Hand- lungsweise, wenn Großbritannien vor jedem neuen Wunsche Washingtons kapituliert und einen politischen und wirtschaftlichen Stützpunkt nach dem anderen an die Washingtoner Imperialisten abtritt. Cr. Osiasiens Kampf. Gegen Kapitalismus und Kommunismus. Tokio, 29. November. (DNB.) Der japanische Ministerpräsident T o j o erklärte, daß England und die Vereinigten Staaten nach der Vorherrschaft in Ostasien strebten, „indem sie die ostasiatischen Völker gegeneinander ausspielten". Die Tatsache, daß Tschiangkaischek auf Kosten gesunder und zukunftsfreudiger junger Männer nach der Pfeife Englands, der USA. und des Kommunismus tanzt und daß er einen zwecklosen Widerstand gegen Japan aufrechterhält, ist nur auf den Wunsch Englands und der USA. zurückzusühren, in Ostasien im Trüben zu fischen. „Die Ehre und das Ansehen der Menschheit verlangen es, daß wir diese Art volitischer Praxis aus Ostasien energisch ausrotten.^ In einer gemeinsamen Erklärung der drei ostasiatischen Mächte Japan, China und Man- d s ch u k u o wird das, was Ministerpräsident Tojo schon heroorhob, nochmals unterstrichen. Die drei Mächte seien entschlossen, keine Eingriffe der USA. oder Großbritanniens in die Entwicklung Ostasiens mehr zu gestatten. Die Völker Ostaliens wären sich einig, Ostasien vom kapitalistischen Angriff der USA. ebenso wie von der kommunistischen Pest zu befreien, um eine Sphäre des gemeinsamen Wohlstandes aufzubauen. Mexikanische Flottenstützpunkte für die USA.? Mexiko, 29. Nov. (DNB.) Wie Associated Preß aus Washington meldet, hat der Dizegouvernenr des USA.-Staates Kalifornien, Ellis Patterson, nach der Rückkehr von einem mehrtägigen^ Besuch in Mexiko erklärt, daß zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten Verhandlungen über F l o t t e n b a f e n, die der USA.-Flote zur Verfügung gestellt werden sollen, ausgenommen worden seien. Diese Stützpunkte sollen in der Magdalena- Bucht (Mex.-Niederkalifornien), in Acapulco (Staat Guerrero) und in Sakina Cruz (Staat Oaxaca), also sämtlich an der Pazifikküste, errichtet werden. Argentinische Regierung verbietet deutschfeindliche Hetzkundgebungen. Buenos Aires, 29. Nov. (DNB.) Die argentinische Regierung verbot sämtliche Kundgebungen, die von der „Accion Argentina" im großen Sportstadion der Bundeshauptstadt und in allen größeren Orten des Landes angesetzt waren. Die Organisation, die ihre Geldmittel aus dem anglosächsischen Propagandafonds bezieht, hat sich die Trübung der deutsch-argentinischen Beziehungen zum Ziele gesetzt. So sollten die Kundgebungen gegen die Neutralitätspolitik der Regierung protestieren und eine Huldigung der Roosevelt und Churchill zum Ausdruck bringen. Weitere USA-Truppen für Island. S t o ck h o l m, 30. Nov. (DNB.) Nach einer Mel- düng aus Reykjavik sind die n o r d a m e r i f a n i • schen Besatzungstruppen auf Island jetzt dabei, ihre Lager zu erweitern. Sie müssen Unterbringungsmöglichkeiten für die neuen Truppen schaffen, die im Winter dort ankommen sollen. Die britischen Truppen auf Island sind in weitem Abstand von den Nordamerikanern untergebracht. Die Offiziere halten streng darauf, daß die Soldaten nicht die Kinos der anderen besuchen, ohne daß sie eine besondere Einladung erhalten. Die Engländer sind eifersüchtig auf die luxuriöse Ausrüstung der Amerikaner. Sie meinen auch, daß die USA.- Soldaten etwas verzärtelt seien, da sie in Betten statt auf dem Boden schlafen. Eden leugnet Zusammengehen mit den Sowjets. Von unserer Berliner Schriftleitung. Der britische Außenminister Eden macht, wohl auf Kommando seines Herrn und Meisters Churchill, die tollsten Versuche, die englische Plutokratie von den engen Beziehungen zu den Bolschewisten reinzuwaschen und so zu tun, als ob zwischen England und der Sowjetunion vor dem 22. Juni 1941 keine engeren Beziehungen geherrscht hätten und als ob das Zusammengehen der britischen Kriegstreiber mit den Machthabern des Kremls nicht bereits von langer Hand vorbereitet gewesen wäre. Er lügt unbekümmert darum, daß er durch die Tat- fachen bereits gründlich widerlegt ist. So saß bis zum Abschluß des deutsch-sowjetischen Paktes von 1939 eine englische Militärmission in Moskau. Sie war beauftragt, feste Vereinbarungen mit der Sowjetunion zu treffen. Später hat England den Botschafter Cripps nach Moskau gesandt, der die Instruktion hatte, unter allen Umständen die Fäden mit dem Kreml so fest zu binnen wie nur möglich. Unterdessen rouri)e auch in London selbst eifrig zwischen dem Außenminister Eden und dem Sowjetbotschafter M a i s k y verhandelt. Was in jener Zeit hinter den Kulissen vorging, hat uns der Bostoner Rundfunksender verraten, als er am 26. Juni berichtete, es sei in London bereits zwei Monate vorher eine britische Mission ausgewählt worden, deren Aufgabe es war, sowie der deutsch-sowjetische Krieg ausgebrochen sei, sich nach Moskau zu begeben. Zwischen dem Außenminister Eden und den Moskauer Machthabern mußte also vorher bereits die Frage geklärt worden sein, daß die Bolschewisten überhaupt einen Krieg mit Deutschland beschlossen hatten. Herr Eden wird nicht gut ableugnen können, daß die zu einer Zeit, als zwischen Deutschland und den Sowjets noch tiefster Friede herrschte, bereits organisierte Entsendung einer britischen Militärmission für den deutsch-sowjetischen Kriegsfall sogar die Phase eines sehr engen Zusammenarbeitens zwischen London und Moskau darstellt. Herr Eden ist von jeher eines der verlogensten Subjekte der britischen Kriegshetzerclique. Wenn er jetzt versucht, die den englischen Kriegshetzern unbequem gewordene Tatsache abzustreiten, daß zwischen London und Moskau alles schon lan$e vor Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges in brüderlicher Einigkeit geregelt worden war, so ist das nur eine von den vielen Lügen, die man dem brittschen Außenminister nachweisen kann. Die Welt kennt Mr. Eden; er wird daher mit seinen Ableug- nungsoersuchen kein Glück haben. E. S. Abermals schwere Verluste der Sowjets beiMastenangriffenbeiRvstoVundimDonechogen DRB. Aus dem Führerhaupkquartler. 30. Nov. Das OKW. gibt bekannt: Bel Rostow und im Donezbogen fügten die deutschen Truppen im Zusammenwirken mit der Luftwaffe dem Feinde bei Abwehr seiner auch gestern wiederholten Rrassenangriffe abermals schwer st evertu sie zu. Kampfflugzeuge warfen im Offfeil der Bucht von Taganrog ein Oellager in Brand. Im Raum von Moskau gewann der Angriff der Infanterie und Panzerverbände welker an Boden. Bor Leningrad wurde ein stärkerer von Panzern unterstützter Ausbruchsversuch des Feindes abgewiesen. 3m hohen Borden setzten Kampfftieaerverbände die Zerstörung wichtiger Anlagen der Wurmanbahn fort Weitere wirksame Luftangriffe richteten sich gegen Flugplätze und Eisenbahnanlagen im Süd- und RNttelabschnitt der Front. Leningrad und Moskau wurden bei Tage bombardiert. Bor der britischen Küste griffen Schnellboote in der Rächt zum 29. Rovember einen stark gesicherten feindlichen Geleitzug an und versenkten einen Tanker von 7000 BRT. Ein weiterer großer Dampfer wurde torpediert ynd wahrscheinlich versenkt. 3n Rordafrlka setzten die deutsch-italienischen Truppen ihren Gegenangriff fort Dabei wurden weitere feindliche Panzer vernichtet. Deutsche Sturzkampfflugzeuge sowie 3agd- und Zerstörerverbände zersprengten britische Kolonnen und Panze^bereit- stellungen. Rachschubwege des Feindes bei Marsa mm» i :»8B«uiiiFJmJjaJiugJ«i—u behauptest also steif und fest, Herr Kaspar Explosion inRaum5 Roman von H.G. Hansen Copyright by Prometheus-Verlag Dr.Eldiadcer, Gröbenzell b.MGndien kni-, 'A 6 kr Im nordkarelischen Kampfgebiet griff die deutsche Luftwaffe sowjetische Truppenbewegungen und Strecken der M u r m a n - B a h n an. Zwei Eisen- bchnzüge wurden durch Volltreffer zerstört, zwei nettere schwer beschädigt, ebenso ein Bahnhof. Bei der feierlichen Immatrikulation der jungen Studierenden der Ludwigs-Universität Gießen, die — wie am Samstag von uns schon kurz mitgeteilt wurde — am Samstagmittag in der Aula in Gegenwart des Kreisleiters Backhaus als Hoheitsträger der Partei im Kreise Wetterau, des Lehrkörpers und einer Anzahl Gäste stattfand, hielt Se. Magnifizenz der Rektor Professor Dr. med. H. W. Kranz, eine, Ansprache an die jungen Studenten und Studentinnen, in der er einleitend auf die gewaltigen Siege der deutschen Wehrmacht an allen Fronten hinwies und zugleich der politischen Gemeinschaft der europäischen Völker im Kampfe gegen die im jüdischen Solde stehenden Plutokraten und Bolschewisten gedachte. Dann sagte der Rektor u. a. weiter: Mit feinen Waffenerfolgen und auf Grund feiner rassischen Leiftungsmöglichkeiten und Fähigkeiten hat das Großdeukschland Wolf Hitlers nunmehr nicht allein feinen Führungsanspruch in Europa unter Beweis gestellt, sondern auch Verpflichtungen von geroaltigen Ausmaßen und von verschiedenster Art übernommen. So wird,auch die deutsche Wissenschaft einen Aufstieg nehmen, der erst recht nach dem Sieg der Was. fen eine selbstverständliche und notwendige Forderung darstellt. Ebenso wie das Potential der zur Kriegführung notwendigen Waffen und sonstigen Rüstungen haben wir daher auch das Potenttal der deutschen Wissenschaften zu einer unübertrefflichen Höhe zu ftei-gem. Es soll und wird nicht wieder so werden wie nach dem vorigen Krieg im Jahre 1918. Damals waren selbst die bescheidensten Voraussetzungen für die wissenschaftliche Forschung in Deutschland nicht vorhanden, während den ausländischen Gelehrten alle Möglickkeiten zur Verfügung standen. Damals bedeutete z. B. die Beschaffung eines ein- zigen Dersuchstteres für den deutschen Forscher manchmal eine unüberwindliche Schwierigkeit, während man außerhalb unseres Lebenskreises mit hun« derten von Verfuchstteren arbeitete. Es ist daher unsere Aufgabe, den gesamten Einsatz der Wissenschaften, der bekanntlich ttn Weltkrieg überhaupt nickt in Erscheinung trat, noch mehr als dies bisher geschehen ist, vorwärts zu treiben. So werden wir nach dem Kriege einen enormen Bedarf an Akademikern aller Fächer und Berufe haben, und wir werden darüber hinaus die Aufgabe übernehmen müssen, als führ ende Macht des Konttnents die gesamte europäische Forschung zu lenken und zu steuern. Sie sehen, Ausgaben von weltweiter Bedeutung liegen vor uns, die wir schon jetzt vorzubereiten haben. , Wenn bereits im Trimester 1941 trotz des Krieges und der damit verbundenen Gefahren mehr als 4000 Ausländer bei uns in Deutschland studierten, so ist erst recht nach unserem Endsieg ein gewaltiger Zustrom von ausländischen Studenten zu erwarten. Diese Mmschen würden nicht zu uns kommen, wenn sie nichts bei uns lernen könnten. Aus Ihren Kreilen, meine Kameraden, erwarten wir einen großen Prozentsatz der zukünftig führen« den Männer des nationalsozialistischen Deutschland, und zwar auf allen Gebieten des öffentlichen Le- at#1 inte ’fijooßf i gel^ r Triller M el'HD opfliW te# W1 sE IS. W fctn v" lusM lieft U 's hilben ’ * j nie« * fälM f 'W fort Öb i in do ; Ich lang" (d. i. Sehnsucht) haben nach ein wenig Ruhe, so wird sie uns doch in dieser .Zeitlichkeit" „in Zeit und Ewigkeit" nicht zu Teil, denn Wilhelm Busch, der Weife, hat eben doch Recht, menn er im „Jul- chen" unter eine köstliche Zeichnung die Worte setzt: „Einszwerdrei, int Sauseschritt Läuft die Zeit; wir laufen mit." L. B. Zührertagung der SA.-SruppeHessen. NSG. Der Einsatz der SA. auf dem Gebiete der Wehrmannschaftsausbildung duldet keine Unterbrechung. Je größer der zahlenmäßige Einsatz der SA. an der Front und je kleiner der Rest noch verfügbarer Kräfte in der Heimat ist, um so größer müssen die Anstrengungen der SA. sein, ihre Hei- mathauptausgabe, die vormilitärische Ausbildung der Wehrmänner, zu fördern. Obergruppenführer Kob, im Auftrage der Obersten SA.-Führung, weilt zu einer solchen weiteren Ausrichtung im Gebiet der SA.-Gruppe Hessen. Am Samstagmorgen fand eine Führerbesprechung der Standartenführer im Stabsgebäude der Gruppe statt, zu der neben Obergruppenführer Kob auch der stellvertretende Führer der Gruppe, Brigadeführer Dörnemann, erschienen war. Ein all- seitiger Austausch der praktischen Erfahrungen in den einzelnen Standartengebieten sowie der Richten Paramaribo (Niederländisch-Guayana) trafen d14 rückte er mit der 3. Garde-Jnfanterie-Division i-s Feld. 1919 wurde er in das Reichswehrministe- mm als Referent zu der Veterinär-Inspektion ver- fgt. Als Generaloberveterinär und Chef des Sta- t s der Deterinärinfvektion wurde er 1928 orderst- Ilhes Mtglied des Wiffenschaftlichen Senats für das '-eresveterinärwefen. 1934 wurde Schulze Deteri- isrinfpekteur und trat damit an die Spitze des De- «rinärwefens des deuflchen Heeres, eine Stellung, te er heute noch einnimmt. Zum gleichen Zeitpunkt r folgte feine Beförderung zum Genexalstabsveteri- iSr, 1938 die Beförderung zum Generaloberftabs- t terinär, mit dem Rang eines Generals der Jnfan- hrie. In dieser Teilung setze er fein umfaffenbes Wis- jun, feine große Erfahrung auf dem Gebiet des p-akttschen Deterinärdienftes wie auf dem der Dr- omrtfofion und Verwaltung in hervorragender Weise ,i m Besten des Heeres und feines Veterinärwesens in. Anpassung der Vorauszahlungen an iie voraussichtliche Kinkommenffeuer. Der Reichsfinanzminister hat eine Anpassung der (ünkommensteuervorauszahlungen für 1941 an die iiraussichtliche Einkommensteuer — einschließlich des sriegszuschlags — für 1941 angeorbnet. Die Finanz- (Ttter haben zu prüfen, ob die Vorauszahlung vom II. Dezember 1941 zu erhöhen ist. Diese Prüfung ist I cuf die wirklich lohnenden Fälle zu beschränken. Der betrag, um den sich die Vorauszahlung erhöht, ift ,-st zum 10. Januar 1942 an.zufopdern. Bei der Er- riittlung der Unterschiedsbettäge zwilchen den Dor- mszahlungen und den tatsächlich geschuldeten Steuern werden sich die Finanzämter vor allem ! -auchen also die Steuerpflichttgen selbst nicht anzu- I j f rechen. Für die Steuerpflichttgen bedeutet die Nach- ! )"üfung insofern e ine Entlastung, als nun - schon iii mihzeittg klar wird, ob die Steuer sich erhöht. («llte bas der Fall fein, dann wird der Steuer- lllichttge durch die Zahlung des Unterschiedsbetra- r s schon zum 10. Januar 1942 von der oft lästigen '.fflicht ganz ober teilweise befreit, nach Erhalt des fuen Steuerbescheids eine große Summe kurzsri- f q als Abfchlußzahlung leisten zu müffen. „nachtschlafender Zeit", weil ihm am Tag ,chie Zeit dazu fehlt", „zu beschränkt ist"), einmal ein wenig über die Zeit zu plaudern. Denn Mephisto hat nur <|u recht, wenn er sagt: „Gebraucht der Zeit, die geht o rasch von hinnen!" „Deshalb heißt es auch, die „Zeit nützen, sparen, sie zu Rat halten, ja, sie geradezu auskaufen", denn: „Zeit gewonnen, alles gewonnen!" „Man hüte sich darum wohl, die „kostbare Zeit totzufchlagen", sie zu „vergeuden", sonst werden wir immer „Zeitmangel" haben, und der ist ohnedies „zeitgemäß", eine „Zeiterscheinung". Mögen einmal „magere Zeiten" kommen, so gedenken wir der Mahnung Freidanks: „löt iu die zit gevallen mal fft noch ein boeser körnen sol", oder wir trösten uns: „Kommt Zeit, kommt Rat"! Und wenn wir mit Dangen daran denken, was wohl noch alles „in der Zeiten Schoße" für uns ruhen mag, oder, wenn wir mit Shakespeare das Gefühl haben, daß „die Zeit aus den Fugen" fei, fo hat es keinen Zweck, deshalb auf „die Neuzeit" zu schimpfen und „die gute alte Zeit" über den grünen Klee zu loben, vom „goldenen Zeitalter" zu schwärmen und „das „eiserne" zu verdammen. Denn die „Zeitläufte" waren „vorzeiten" auch nicht gar so rosig, und es gab immer Leute, die „Zeit ihres Lebens" Herumschlichen „Wie die teure Zeit" und darüber jammerten, daß man ihnen „ih're Zeit stehle", da sie doch „keine zu verlieren" hätten, Sie hielten es mit dem Sprichwort: „Zeit frißt alles", und nur „alle heiligen Zeiten einmal" gaben sie zu, daß Schiller recht habe, wenn er in den „Drei Worten des Glaubens" sagt: „Hoch über der Zeit und dem Raume webt lebendig bet höchste Gedanke." Mehr lag ihnen die von Schiller geprägte „Mumie der Zeit". Aber auch in der „Jetztzeit" gibt es „Zeitgenossen", die erst „mit der Zeit", „im Lauf der Zeit", dahinter kommen, daß „Zeit Rosen bringt", „arte Wunden heilt", daß es noch immer „eine blühende, goldene Zeit" gibt, auch wenn „der Zahn der Zeit" alles benagt. Möchten wir uns doch Goethes schönes Wort zu Kerzen nehmen: „Mein Erbteil, wie herrlich, weit und breit! Die Zeit ist mein Besitz, mein Acker ift die Zeit." Deshalb muß man noch nicht glauben, der „reiifte Sohn der Zeit" (Schiller) zu fein, soll aber „jeder Zeit" danach streben, „den Besten feiner Zeit genug zu tun". Daneben sollten wir aber doch auch bedenken: „Einer jeden Zeit zu tun ihr Recht, das macht manchen armen Knecht." Denn: „Was ihr den Geist der Zeiten heißt, das ist im Grund der Herren eigner Geist!" (Faust.) Wird uns „von Zeit zu Zeit" einmal „die Zeit lang" (wozu ein alter Franksurter Kalender zu bemerken weiß: „vil Geld bringt kurze zyt, kein Geld bringt lange zyt"), so suchen wir uns eben „bei Zeiten" einen „Zeitvertreib", der uns ,chie Zeit kürzt". Volkstümlich rät man uns wohl auch scherzhaft: „Wenn di de tid to lank ward, denn nimm je bübbelb" (d. h., so lege sie zusammen). Vergessen wir auch nicht: „ein jeglich Ding will sein Zyt Han"; deshalb „Zeit lassen" und nicht immer nach der Uhr sehen und fragen: „Was ist die Zeit?" Und wenn uns einer freundlich „die Zeit bietet", so wollen auch wir ihm „gute Zeit" wün- scheu und nicht, um „Zeit zu gewinnen", als „Zeit- knicker" vorbeihasten, weil wir doch „unsere Zeit „Ja, genau so ist es. In den beiden letzten Zimmern auf dieser Seite sind die Korrespondenten, für die ich und die beiden anderen in meinem Zimmer schreiben. Am 11. Mai hatte ich noch wichtige Post zu erledigen. Einer der Korrespon- beuten hatte sie mir diktiert und gesagt, ich möchte ______ , . j sie Herrn Kobelt bringen, der die Unterschriften Unfalles, besonders gemerkt?" I leisten werde. '.Eigentlich g°r nichts,Es wcrr ein la« rmeatle 5 Uhr nachmittags mar Ardeitsschluh. Fast anderen, denn als die Explosion erfolgte, war ich; ' nüuktlick noch fiaufe. Ich blieb in !mDn nn Eri?als^ick^heute^d!e "Auaenous"- meinem Zimmer allein. Die Barkow saß nebenan Morgen davon. Erst a ich heute die Zeugenaus- c nod) ouf der Maschine [aPrrn Arbeite W bann an ihrem Schreibtisch zu schaffen, wissentlich doch Besonderesi erlebt Was das war, weiß ich nicht. Kurz vor einhalb m dem 3tmmer n b^n ^ Barkow Mit imr ,u murbe id) endlich fertig. Ich ging mit der «rteljritleir»??Mw? Briefe zurren Uesen durch U KvrrUr zu Her^ Kob.lt Unterschreiben megbringen für bie Dost sorgen uub gab sie mir zmn Kuvertieren zurück, ver- so, lassen wir meist bie Türen offen ibarmt m\r ^^dete sich und ging nach Hause. Das muß Mt™:?.S«».hä,tom.!e* j-i-.. n-.».—«.» 88* 'M Ladungen Kapleln unb fo ®el er? . b . , J,e^r Organisation und der Kerbung. Beide Zimmer d'e^ Austras selbst aus. Spezialität, st^ oon^ ’Ä dieser Grundlage beruhte in berW , melden. Sie schE d^en Briest wr tne 12° der ganze Betrieb. E? war non internahona. t. x r den Verhandlungen auf, sie ist also wirklich das, was ^u-^^Modelle ge- man in einem Fabrikbetriebe als Sekretärin be- 8K" U -1 zeichnet. Ihr Zimmer ist das zweite rechts im bens. Als führende Polittker, als Wirtschaftter, als Forscher und Lehrer, als Diplomaten, als Aerzte, als Rechtswahrer usw. werden Sie dereinst die Prototypen und Garanten höchster abendländischer Kuk- hir sein! Daß Sie es nicht leicht haben, wissen mir alle. Daß Sie in Ihrem studentischen Leben um neue Formen ringen, die sich nicht in wenigen Jahren erreichen lassen, daß Sie in dem brodelnden Kessel einer gewaltigen Revolution sondergleichen, einer säkularen Welten- und Zeitenwende Ihre Entwicklung durchleben, ist für uns alle fein Geheimnis. Daß Sie in einer so heroischen und stolzen Zeit leben, in welcher der deutsch-germanische Mensch nach den Sternen greift, aber sei für Sie alle stolzes Selbstbewußtsein und heilige Verpflichtung. So wollen wir danach streben, daß unfere Besten, unb zwar nur unsere Besten, als eine Auslese des deutschen Volkes auf unsere deutschen Hochschulen kommen, daß nur diejenigen sich bei uns die Voraussetzungen für bie zukünftigen verantwortungsvollen Aemter holen, die eine Berufung in sich suhlen unb mit der Leistung auch die politische Haltung verbinden. Daß unsere Hoffnungen in dieser Richtung nicht unberechtigt sind, beweisen uns vor allem die hohen Blutopfer, bie bas deutsche Studententum in allen Zeiten — und auch in diesem Kriege wiederum — für Deutschland gebracht hat. Alles das, was wir in den vergangenen Monaten unb Jahren erlebt haben, spricht dafür, daß die heilige Flamme des Idealismus und der Vaterlandsliebe in den Reihen unserer Studenten nicht erloschen ist. Ich persönlich habe dies auch nie für möglich gehalten, denn es sind ja schließlich Menschen von demselben Blut, von derselben Rasse wie diejenigen, die in die Freiheitskriege zogen und die bei Langemarck fielen. So will ich Sie heute aufnehmen in die Gemeinschaft unserer Alma mater Ludoviciana. Mit Ernst und mit Pflichtbewußtsein wollen wir die Arbeit diejes Semesters aufnehmen. Durchfuhren aber wollen wir unsere Aufgaben immer im Gedenken an unsere Kameraden, die tapfer unb treu an den Fronten ihr Leben einsetzen für Deutschlands Sicherheit, Größe und Zukunft. Allen denen, die im Laufe dieses Semesters noch von der Front — aus dem Schlamm und dem erbitterten Ringen in Rußland, ober aus den heißen Wüsten Afrikas, ober aus dem hohen Norden, oder von der Küjte des Ozeans — zu uns zurückkehren, wollen wir gute, verständnisvolle unb helfende Kameraden fein und ihnen den nicht leichten Uebergang vom Kriegshandwerk zur geistigen Arbeit, soweit dies nur irgend möglich ist, erleichtern helfen. Alle aber mögen Sie für später eine gute und bleibende Erinnerung fürs Leben mitnehmen an 'hi, Qi’mmer! fertig, ließ sie durch die Frankiermaschine laufen, wusch mir bie Hände, machte das Haar zurecht unb ging erst nach halb sieben Uhr weg. Ähre Studentenzeit an unserer altehrwürdigen 334jährigen Gießener Universität. In diesem Sinne heiße ich Sie als akademische Bürger unserer Universität willkommen in dieser feierlichen Stunde der Verpflichtung auf die Gesetze unserer Universitas in der Gemeinschaft unseres großen Volkes. Im Anschluß an die Rede des Rektors verlas Universitäts-Bürodirektor Kinkel die Verpflichtungsformel, zu der sich die jungen Studierenden vor ihrer Aufnahme in die Gemeinschaft der Universität Gießen bekennen mußten. Hierauf nahm der Rektor die Immatrikulation vor und schloß dann die Feierstunde in der üblichen Weise. Für unsere Verwundeten. In der verflossenen Woche lief in zwei Lazaretten der Film „Petermann ist dagegen", .der mit der Wochenschau den Verwundeten eine Freude war. — In einem Lazarett wurden von KdF. „Zwei frohe Stunden" durch Otto Schuhmann mit seinem Jonglieren mit großen Zahlen, Gedächtniskunst und flotter Ansage bereitet. Fräulein Keß eroberte sich mit ihren Vorträgen auf dem Akkordion und schönen Liedern die Herzen der Kameraden. — Im Auftrage von KdF. spielte die Kapelle S ch i l l i n g e r in einem Lazarett unter dem Motto „Beschwingte Weisen" zwei Stunden flotte Melodien nach Wunsch. Als Solisten erfreuten Herr Müller auf der Harmonika und Herr Kiefer auf der Trompete, während Herr Wiegand mit der Klavierbegleitung auch die Refraingesänge übernommen hatte. Fräulein Gerda Brühl sang mit guter Sopranstimme bekannte Operettenmelodien. — Die Iugendgruppe der Frauenschaft erfreute unter Leitung von Fräulein Ritter die Verwundeten eines Lazarettes mit volkstümlichen Gesängen. — Am gestrigen Sonntag sang in einem Lazarett der Gesangverein „Harmonie" Großen-Linden unter Leitung von Chormeister Schüttler (Gießen) Chor- und Volkslieder in feinem Vortrag. In einem anderen Lazarett brachte der Gesangverein „Sängerlust" Daub- ringen unter Leitung von Chormeister Dietrich Volks- und Soldatenlieder in guter Form zu Gehör. Alle Veranstaltungen erfreuten die Verwundeten sehr und brachten den Gebenden reichen Beifall. — Durch Vermittlung der Kreisfrauenschaftsleiterin Meirich in Lauterbach hatten die Orts- frauenschaften in Grebenau und Schwarz mit ihren auswärtigen Zellen eine stattliche Zahl guter Kuchen für die hiesigen Lazarette gespendet. Die Spende wurde dankbar begrüßt! * ** Stadtbücherei. Im Monat November wurden 2234 Bände verliehen. Davon kommen auf: Romane 1256, Iugendschriften 444, Reisebeschreibungen 112, Geschichte und Kriegsgeschichte 219, Kunst und Philosophie 9, Technik 98, Seewesen 44, Politik 52 Bände. Strafkammer Gießen. Der L. W. in M. war durch Urteil des Amtsgerichts Gießen vom 12. September wegen Vergehens gegen die Derbrauchsregelungsstrafoerordnung zu einer Geldstrafe von 100 RM. verurteilt worden. Gegen das Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. Er war beschuldigt, van einem Einwohner in Daubringen ein Schaf, das dieser geschlachtet hatte und angeblich als Hundesutter verwenden wollte, gekauft und es wieder an einen Mann in Gießen abgegeben zu haben, wobei alle wußten, daß das Schaf unter Umgehung der gesetzlichen Vorschriften geschlachtet worden war. Der Angeklagte behauptete, er habe das Schaf nicht gekauft, den Eigentümer habe er nur gefragt, ob er es einem Bekannten überlassen wolle, wozu der Eigentümer bereit gewesen sei.'Der Anklagevertreter beantragte, die Berufung zu verwerfen. Das Urteil des Amtsgerichts Gießen wurde im Strafmaß dahin abgeändert, daß der Angeklagte zu einer Geldstrafe von 7 0 R M. verurteilt wurde. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 29. Nov. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45,5 bis 46,5, b) 41,5 bis 42,5, c) 37 bis 37,5, Bullen a) 44 bis 44,5, b) 40,5, Kühe a) 43 bis 44,5, b) 39 bis 40,5, c) 30 bis 34,5, d) 20 bis 25, Färsen a) 44 bis 45,5, b) 40 bis 41,5, c) 36,5, Kälber a) 59, b) 56 bis 59, c) 45 bis 50, d) 30 bis 40, Mastlämmer a) 49 bis 51, c) 44, d) 30, Schafe,aj 42 bis 44, b) 35 bis 40, c) 15 bis 32, Schweine a) 61, bl) 61, b2) 60, c) 58, d) 55, e) und f) 53, gl) 61. SJjxfport Dom Fachamt Leichtathletik. Am Wochenende fand unter dem Vorsitz von Dr. von Halt in Berlin eine Tagung der Bereichsfachwarte des Fachamtes Leichtathletik statt. Auf der Tagung wurde die Arbeit des Jahres 1941 überprüft und die Planung für das kommende Jahr getroffen. Im Mittelpunkt stand der Erfolg, den die deutsche Vereinsmannschaft in diesem Jahre erzielt hat. Es haben insgesamt 8006 Mannschaften gegenüber 2500 im Vorjahr mit mehr als 450 000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen in den Kämpfen um die DKVM. gestanden. Es wurden 35 000 Klubkämpfe und 5500 Veranstaltungen im Rahmen der DKVM. abgewickelt. Weit über 100 000 Kampfrichter wurden eingesetzt, so daß also die halbe Million Teilnehmer weit überschritten ist. Sachsen mit 2698 Mannschaften, Bayern mit 1277 und Württemberg mit 986 Mannschaften stehen an der Spitze der sich für die einzelnen Bereiche bzw. Gaue ergebenden Reihenfolge. Für das nächste Jahr gab der Fachamtsleiter die Parole aus, die Zahl von 8006 Manschaften zu verdoppeln. Oberstammführer Wagner berichtete über die leichtathletische Arbeit in der HI. Insgesamt wurde festgestellt, daß die Zusammenarbeit zwischen NSRL. und HI. vollkommen ist. Die Leistungen in der HI. haben sich im abgelaufenen Sommer stark gehoben. Es wurden schon Leistungen von 21,8 Sek. für 200 Meter, 48,6 für 400 Meter, 1:56,1 für 800 Meter usw. erzielt, die früher undenkbar waren. Wagner legte Wert auf die Feststellung, daß es sich hier nicht um einzelne Ergebnisse, sondern um die Dichte der Spitze handelt. Obwohl die Termine für den kommenden Sommer im einzelnen noch nicht feststehen, kann gesagt werden, daß auch im Jahre 1942 das volle Programm, wie es in den letzten Jahren üblich war, durchgeführt wird. Es finden also die großen Staffelläufe, die verschiedenen Meisterschaften in den Kreisen bzw. Bezirken, Gauen und Bereichen sowie die deutschen Meisterschaften statt. Außerdem sind einige Länderkämpfe geplant. OeuischkandS Finger siegreich. Das Ringer-Dreiländertreffen in Stuttgart endete mit dem Gesamtsiege von Deutschland, das nach dem 7:0-Sieg über Kroatien auch gegen Dänemark mit 5:2 Punkten gewann. Dänemark sicherte sich den zweiten Preis durch einen 5:2-Sieg über Kroatien. Ab. Rot-Weiß Frankfurt ein guter Lehrmeister. Stadtmannschast Gießen unterliegt 9:0. Die seitherigen Spiele der Gießener Stadtmannschaft ließen auch diesmal die Annahme zu, daß man einen einigermaßen gleichwertigen Partner abgeben würde, wodurch der Gegner zur Entfaltung seines ganzen Könnens gezwungen würde. Hierzu kam es aber nicht. Die Gäste wußten sich nämlich von Anfang an so in Szene zu fetzen, daß den Gastgebern überhaupt keine Möglichkeit geboten wurde, einmal ihre Abwehr zu organisieren, zum andern die Grundlage für den Ausgang irgendwelcher eigener Unternehmungen zu schaffen. Damit ist der Verlauf im großen und ganzen bereits geschildert. Nach ungefähr 20 Minuten erfolgreichem Abwehrkampf ist es der Halbrechte Zech, der mit einem hohen Ball über den vor dem Tor stehenden Wenz die Führung erziel'!. Nach fünf Minuten ist es abermals Zech, der eine Kombination des Innensturmes erfolgreich abschließt. Der dritte Erfolg entspringt einer vorbildlichen Leistung des Rechtsaußen. Zwei Gegner geschickt umspielend, leitet er seine Flanke so genau zur Mitte, daß für Simon der Abschluß nicht mehr schwer ist. Ehe die Nummer vier fällig wird, macht sich die Stadt- vertreteung hier und da auch einmal bemerkbar. Hornauer ist es, der durch einige Vorlagen an die Außenstürmer den Einkesselungsring etwas sprengt. Zwei Ecken sind alles, was daraus entspringt. Dor der Pause ist es dann Kehm, der bei einem Gedränge das 4:0 buchen kann. Nach dem Wechsel, in der 55. Minute, ist es Debus, der das 5:0 erreicht. Einen durch Handspiel von Drösch verursachten Elfmeter hält Wenz, dafür muß er einen von Weiß an der Strafraumlinie verwirkten Strafstoß passieren lassen. Die Art und Weise, wie er zum Erfolge führt, glückt wohl auch nicht immer. Durch Vorlaufen erzwingt Simon das Oeffnen der Mauer, und als Dietermann den Schuß vom Stapel läßt, springt er hoch, spreizt die Beine und verhilft damit dem Ball zum Weg ins Tor. Einer kurzen Drangperiode der Gastgeber folgen schnell zwei Erfolge der Rot- Weißen. Zuerst ist es Kircher, der mit einer weiten Vorlage von Eufinger davongeht, alles umspielt, was sich ihm in den Weg stellt, und unhaltbar einschießt. Der nächste Erfolg geht auf Konto seines Unsere Freunde wissen zu schätzen, daß ECKSTEIN zugunsten der Tabak-Qualität auf jeden Aufwand in der Verpackung verzichtet M I Kameraden auf der linken Seite. Einen von der Verteidigung zu kurz abgewehrten Ball lenkt er ins lange Eck. Den Abschluß macht der Rechtsaußen Kircher, der, wie vorher, in vorbildlicher Art seine Gegner abschüttelt und dann mit Ueberlegung den Erfolg verzeichnet. Die Mannschaften standen wie folgt: Rot-Weiß: Eckert; Knappeck, Herchenhan; Dietermann, Eufinger, Ott; Kircher, Zech, Simon, Debus, Kehm. _ Stadt: Wenz; Weiß, Schlitz; Drösch, Rose, Weniger; Maiczeck, Hornauer, Hartmann, Kraft, Fett. Bei Rot-Weiß weiß man nicht, welche Eigenschaft man zuerst hervorheben soll. Die jedem Spieler eigene und selbstverständliche Ballbehandlung bildet die Grundlage für ein technisches und taktisches Spiel, ganz gleich, ob es sich um offensiven oder defensiven Charakter handelt. Eine Einzelkritik der Gäste erübrigt sich wohl, da von keinem das Letzte verlangt wurde und so der Wert nur schwer festzustellen ist. Einen darf man wohl erwähnen, den Rechtsaußen Kircher, der mit seinen Flankenläufen seinen exakten Flanken, seinem den Gegner täuschen- den Spiel und seinen erfolgreichen Torschüssen sich das Verdienst erwarb, als bester Mann auf dem Platze zu gelten. Die Stadtvertretung hat diesmal enttäuscht. Die Hintermannschaft wirkte manchmal hilflos. An dem überaus zahlreichen Torsegen konnte Wenz nicht allzuviel ändern. Schlitz merkte man das lange Pausieren an, und Weiß hatte keinen glücklichen Tag. Die Läuferreihe hatte alle Hände voll mit der Abwehr zu tun, so daß zur Unterstützung des Sturmes nichts übrig blieb. Hierdurch blieb es der Fünferreihe nicht erspart, sich im Hinterfeld die Bälle zu holen, wodurch jede Wirksamkeit verlorenging. Auch waren Maiczeck und Fett nicht die Außenstürmer, die sich auf eigene Faust hätten durchsetzen können. Hornauer, auf den sich wohl das meiste Interesse ge- richtet hatte, merkte man ebenfalls die lange Ruhe- pause an. Außerdem erfreute er sich stets einer Doppelwache, und bei Hartmann und Kraft fand er nicht die nötige Unterstützung. Fußball-Werbesp ele in Hessen-Nassau. In Wstein: Untertaunus — KSG. Wiesbaden 2:16; in Gelnhausen: Kinzig — FC. Hanau 93 0:6; in Bingen: Rheinhessen — Cintr. Frankfurt 5:7; in Alzey: Alzey — RSG. Wormatia Worms 1:9; in Gießen: Gießen — RSG. Rotweiß Frankfurt 0:9; in Friedberg: Wetterau — FSV. Frankfurt 0:7; in Dieburg: Rodgau — Kickers Offenbach 3:8; in Limburg: Wetzlar 05 — Union Niederrad 0:3; SV. 98 Darmstadt — 1860 Hanau 4:0. Kurze Sportnotizen. Das Jugend- Boxtreffen zwischen Deutsch- land und Italien endete in Augsburg mit einem knappen 9:7-Siege der Gäste. Die Entscheidung fiel erst im ' abschließenden Schwergewichtstreffen, wo Italiens Vertreter entscheidend gewann. Berlins Turnerinnen gewannen in der Reichshauptstadt den Dreistädtekampf mit 567 Punkten vor Hamburg (555,5) und Leipzig (546). Beste Einzelturnerin war Marthe Jacob (Hamburg) mit 95 Punkten. Zu den Europa-Boxmeisterschäften der Amateure vom 21. bis 25. Januar in Breslau ist die erste MeDung eingelaufen, und zwar von der Slowakei. Steingut- oder wasserdichte Tongefäße eignen sich am besten zum Einlegen der Eier in Ga ran toi. Bei Gläsern besteht eine gewisse Bruchgefahr und in Metall-, Emaille- oder Holzgefäßen halten sich die Eier weniger gut. koiifc Gute Drucksachen liefert Brühl, Gießen EN» NEU Stellenangebote] Reiskirchen, den 29. November 1941. 4S1»D FProspkd.Chem.Lab. I |Schneider,Wiestiadfli] Beratung durch artliche Mitarbeiter Statt Karten Die glückliche Geburt ihres ersten Kindes, eines gesunden Mädchens, zeigen in dankbarer Freude an Oberleutnant von Holly und Ponientzletz z.Z. im Felde und Frau Renate, geb. Frosch Bequem und prolctlscb e ist das rasche Erwärmen von • Speisen, Getränken, Rasier- • wasser usw. mit Esbit-Trocken- • Brennstoff. In einsdil. Geschäften ! käuflich. Packung 60 Pfg. Auch 9 zum Feldpostverso nd zu gelassen. • Bezugsquellen-Nachweis durch» • HERST. ERICH SCHÜMM STUTTGARLW 109 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme an dem schmerzlichen Verlust, den wir durch den Heldentod unseres lieben und unvergeßlichen Sohnes und Bruders, Gefreiten Wilhelm Pfeffer in einem Pionier - Bataillon, erlitten haben, sprechen wir allen unseren herzlichen Dank aus. Noch besonders danken wir der Partei für die Heldenehrung, sowie Herrn Pfarrer Frank für die trostreichen Worte bei der Gedächtnisfeier und den Jugendkameraden für die Kranzspende. In tiefer Trauer: Familie Philipp Pfeffer und Angehörige. Arnstadt, den 28. Nov. 1941 _______________________4921 D/ Häiiiörrlioiflen sind heilbar auch b.schw.Fallen VoiksUiche toMMlal in reid>cebili)crien, lcichiversländl. Werken und in verschieb e> neu Preislagen teten unsere Verlagserzeug nisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick m Die (Bet)elmnif|t des Naturgescheyenr und damit durch er» weiterles Wis.en er- i;vhtejreudeanden vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Pro- ipeitte und ‘Probehefte der Zeitschrift Freude im Lehen. dugoBermühler Verlag Berhn-Liohterfelde. Danksagung. Anläßlich des Todes meiner lieben Frau , unsrer herzensguten Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin u. Tante sagen wir für die erwiesene Anteilnahme herzlichsten Dank. Besonderen Dank dem Herrn Pfarrer Reusch, Leihgestern, für seine lieben und trostspendenden Worte am Grabe, sowie allen, die unserer lieben Verstorbenen durch ihr letztes Geleit und überaus viele Kranzspenden die letzte Ehre erwiesen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Konrad Müller Familie Wilhelm Müller. Großen-Linden, den 29. November 1941. 04046 Ein eigenes Haus jetzt planmäßig vorbereifenl Sichern euch Sie euch eine günstige Geiemt- finenzierung (Bau oder Kauf). Wir bieten Ihnen 3 e/o Zinsen bis zur Zuteilung, dazu Steuervergünstigung. Unkündbare Tilgungsdarlehen mit bequemer Rückzahlung und lebensverslcherungsschutz. Bai 25 bis 30 e/e Eigenkapifal In geeigneten Fällen sofortige Zwischenfinanzierung möglich. Verlangen Sie kostenlos den bebilderten Ratgeber R mit dem verbilligten Tarif von Deutsdilands größter Bausparkasse kJcLT" 3um Austragen v. 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