ir rtgen Schutz von Indo Erklärung heißt es, daß MTätz sei 'N ischt?' ti neb^^ aus- linden- e Sonbv lsahes w lenonnni WM ML von IJl islandM allen OK' sogar ebarh.K weilki Mill, n >r eine i* smaß Ip er ereigis ■ • ein j®? j au des l 1 einem f den $ e SEI reignete hJ Sohn er-. nenig |p^ j azonenstrom zurückzog. . .n Lima (Peru) gibt es ebenfalls eme blühende anische Kolonie, die zwar nur rund 25 OOO Kopse lt, deren wirtschaftlicher Einfluß über em sehr Druck und Verlag: vrühlscheUniverfitatrdruckerei B. Lauge Der Wehrmachtbericht. DNB. Musbern Führerhauptquarlier, 31. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bei der Verfolgung der in der Ukraine geschlagenen russischen Armeen stießen deutsche Kräfte tief in die feindlichen Rückzugsbewegungen hinein. Die Einschließung des Feindes ostwärts Smolensk wurde weiter verengt. Die in Estland kämpfenden Verbände warfen den Gegner nach Korben zurück. Kampfflugzeuge belegten in bet vergangenen Nacht militärische Ziele in Moskau sowie ben Eisenbahnknotenpunkt Drei wirksam mit Bomben. Unterseeboote verfolgten bie zersprengten Reste des im Atlantik angegriffenen Geleitzuges unb versenkten fünf weitere bewaffnetehanbels- i ch i f f e mit zusammen 24 000 VRT. Die Gesamt- Verluste bes Feindes burch biese Operationen haben sich bomit auf 140 500 VRT. erhöht. Heue Beweise für die Angriffsvorbereiiungen der Sowjetarmee. qierunq schon immer tuic .-----3-- v— ~-r~ , . r, in bezug auf Jndochina zum Ausdruck gebracht1 Durchführung der nationalen Politik erforderlich. art. ü mm» L Dorjhr n Miite M. 5 v ite U W hch Japan in Amerika Von unserem Stg.-Verichterstatter. Freitag, l.August Ml Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (oorbenae Vereinbarung) 25°/o mehr ; die Londoner R e -1 Krieg „ernste Folgen f ü r I a p a n" mit sich ihre feindseligen Absichten bringe. Für Japan sei eine schnelle und stresse ' ,7>iir<4ifithritnn hör nnfinnnfpH Rolitik ersorderlicb. Die europäische Einheit Serrano Suner znr politischen Loge. habe. Sie habe aus ihrer Absicht kein Hehl gemacht, sich aller französischen Besitzungen zu bemächtigen, die infolge ihrer Lage einen möglichen Zugang für Eingriffe gegen das englische Kolonialreich bilden 'könnten. Die Behandlung, die aber anderseits England der französischen Kolonie Dschibuti in Ost- asrika angedeihen lasse, beweise, daß England auch an solchen Punkten des französischen Kolonialreiches, wo keinerlei strategische Gefahren vorhanden seien, die Hand nach allen französischen Besitzungen ausstrecke, überall dort, wo sich ihr die Gelegenheit biete. * Die Informationsstelle der französischen Regierung teilt mit, daß Admiral Toyoda in einem Telegramm an Marschall Petain die feste Entschlossenheit seiner Regierung zum Ausdruck brachte, alle eingegangenen Verpflichtungen Frankreich gegenüber, die bereits in den Verhandlungen mit dem Außenminister Matsuoka übernommen worden waren, zu respektieren. Erklärungen Konoyes. 51 * * & eil"" lerfe. Im Kampf gegen England beschädigte die Luftwaffe durch Bombenwurf ein großes Handelsschiff ostwärts Lowestoft schwer. Weitere Bombenangriffe erfolgten in der letzten Nacht auf Flugplätze im Südosten und Südweste« j)er Der Angriffsve/such oonlrunb 40 britischen Flugzeugen, dis von einem Flugzeugträger im Nördlichen Eismeer gegen den Hafen von Kirkenes gestartet waren, wurde vereitelt. Der Feind verlor hierbei in Luflkämpfen 23 Flugzeuge, durch Flakartillerie und Marineartillerie fünf Flugzeuge. Heber der Deutschen Bucht schossen Jagdflugzeuge aus einem Verband von acht englischen Bombern fünf Flugzeuge ab. Marineartillerie brachte zwei, ein Räumboot ein britisches Kampfflugzeug zum Absturz. In einigen Orten Westdeutschlands warfen britische Flugzeuge in der vergangenen Nacht Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung halte einige Verluste an Toten und Verletzten. Gesamtverlust des hritischeu Geleitzuges aus 140500 BRT. erhöht. Tiefer Vorstoß in der Ukraine. - Bomben auf Moskau und Orel. - Oie schweren britischen Flugzeugverluste. Vichy, 30. Juli. (Europapreß.) Eine regierungsoffiziöse Erklärung kam nochmals auf die Gründe zurück, die die französische Regierung veranlaßt haben, das Abkommen mit Japan über den ~ ' china abzuschließen. In der daß die Londoner Re- der europäischen Autarkie würde zweifellos einen Zusammenbruch ihrer Wirtschaft zur Folge haben. Auf die Frage, ob er glaube, daß eine Jnterven- tian der USA. die im Kampf gegen den Bolschewismus zutage getretene europäische Einheit festigen und das gemeinsame Vorgehen aller Völker Europas zur Folge haben würde, erklärte Ser- rano Suner, er sei davon überzeugt, Irland, Portugal und Frankreich müßten gegen die aus einem anderen Kontinent kommenden Angreifer das Feuer eröffnen und aus Gründen, iric mit den Ursachen des gegenwärtigen Kon- f/ikts nichts zu tun haben, am Krieg gegen England und feine Verbündeten teilnehmen. In den besetzten Gebieten fielen die Schuppen von den Augen vieler, und es fei viel Feindschaft, Mißtrauen und Bitterkeit verschwunden. Die europäische Einheit werde zur Tatsache werden. ;Qd) bei I ,e" Sie? (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) 12< ' Neuyork, im Juli 1941. die krisenhafte Zuspitzung der Beziehungen zwi- ■?er kn schm den Vereinigten Staaten von Amerika und . bem japanischen Kaiserreich lenkt die Aufmerksam- jlW. keil auf die Tatsache, daß der amerikanische Kon- M tinent für lange Jahre das Ziel der japani- i x chen Auswanderung gewesen ist. Allein in N ben Vereinigten Staaten sind daher rund 180 000 öa$6 Japaner ansässig, von denen ein großer Teil, weil e er auf amerikanischem Boden geboren wurde, das Vürgerrecht genießt. Die japanischen Kinder gehen unmittelbar nach dem Unterrichtsschluß in den amerikanischen Schulen in die japanische Sprachschule, wo sie in der Sprache, Kultur und Weltanschauung Nippons unterrichtet werden, einschließlich der unbedingten Ergebenheit für den Tenno und im gläubigen Vertrauen auf ihr Mutlewolk. In Nordamerika gibt es 4 7 7 japanische DivW i lal au» ...---, » ffabck»Javaner niedergelassen, davon allein 90 v. H. in i so der Provinz von Sao Paulo. Dort bilden sie )'w- ein eng zusammenhaltendes Klein-Japan. Sie sind Md W L Mifellos die besten Farmer und fangen als Land- r arieiter an, aber sie überflügeln schnell die gemach- lchm Brasileiros, die Indianer und Neger. Sehr bild besitzen sie ihr eigenes Stück Land, dos sie ye- ViffirfL zu ruttivieren verstehen. Durch die Entwick- teg ermutigt, gingen die vier großen Familien- Mzerne in Japan mit Unterstützung ihrer Regie- Ma daran, eine Million Hektar im Lnazonastal für die japanische Kolonisation z: erwerben. Die Regierung in Rio de Janeiro $ab ihre Zustimmung und eine M u st e r s i e d- Inn g wurde gegründet. Aber da meldete sich Nkrdamerika, das die Ausbreitung des „Nipponis- ms" in Südamerika mit Eifersucht betrachtete, m so mehr, da ja auch Ford riesige Konzessionen M Amazonenstrom für die Errichtungvon Gummi- plmtagen besaß. Im brasilianischen Militär wurde Eit sinnlose Meinung verbreitet, daß Japan darauf Wgehe, das Amazonastal zu annektieren. Die Age dieses Kesseltreibens war, daß auch Brasilien fcit japanische Einwanderung außerordentlich be- schänkte und die bereits erteilte Konzession am Berlin, 31. Juli. (DNB.) Unter dem weiteren Geheimmaterial, das in den ehemaligen Stabsquartieren verschiedener sowjetischer Verbände in Luck aufqefunden und inzwischen gesichtet wurde, befand sich auch ein Plan über „die Organisation der rückwärtigen Dien sie und ein Plan für die „materielle Versorgung bet bevorstehenden Operationen" der 15. Sowjetarmee. Beide Dokumente find vor Beginn der Kampfhandlungen im Osten ausgefertigt. Der Operationsplan für die rückwärtigen Dienste enthält als Punkt la: Bis zum Beginn der Operationen (2 5. 7. 1 9 41) ist der Bestand an Material usw. auf das öoII aufzusullen. Punkt lb: B i s z um 3 0. Juli 1941 (Durchbruch der "Linie des Flusses Wieprz) müssen Munitionsbestände in den Batteriestellungen und in den Munitionslagern auf das Soll vervollständigt Unter Punkt 2 heißt es: a) B e f e h l s st a t i o n bis zur Erreichung des Abschnittes Ljubartow—Lublin ist Bahnhof Sarny. Nach der Erreichung dieses Wschnittes (zum 4.8.1941) der Bahnhof Kowel. Rom, 31. Juli. (DNB.) Der spanische Außenminister Serrano Suner hat dem Vertreter des „Mesfaggero" auf die Frage, wie sich Spanien gegenüber der' Verwirklichung des Planes einer englisch - nordamerikanischen Besetzung der Azoren und Kapverdischen Inseln verhalten würde, geantwortet, daß Spanien einer Aggression gegen die portugiesischen Besitzungen nicht teilnahmslos zusehen könnte. Aus die Frage, ob er denke, daß die Haltung Washingtons zu einem offenen Konflikt zwischen der Achse und den USA. führen könnte, erklärte Serrano Suner, es wäre absurd, dies zu glauben, denn ein derartiger interkontinentaler Krieg wäre der Ruin Amerikas und der Welt. Nach dem Niederbruch des Bolschewismus werde (Europa s i ch selbst genügen. Die amerikanischen Völker müßten sich dann überlegen, was sie mit ihren Roh st offen anfangen wollten, denn die Verwirklichung b) Versorgungsbahnhöse: für XIII. Schützenkorps, 20.,” 21. und 22. Schützendivision ab 17. 7. Bahnhof Krymnow, späterhin wird beabsichtigt, den Versorgunasstützpunkt nach Bahnhof E h o l m zu verlegen; für X. Schützenkorps, 5., 6. und 7. Schützendivision, 103. Haubitz - Artillerie - Regiment und 15. motorisierte Brigade ab 18. 7. Bahnhof P o- wursk, vom 28.7. Bahnhof Kowel, ab 28.7. Bahnhof Lublin; für alle anderen Verbände dieser Sowjetarmee werden bis Mitte Juli bestimmte Bahnhöfe angeführt. Von diesem Zeitpunkt an treten an ihre Stelle wie bereits oben Namen weiter westlich gelegener Bahnhöfe im Generalgouvernement. Unter Punkt 5 wird die Einrichtung von drei Sammellagern des Volkskommissariats des Innern für Kriegsgefangene bekanntgegeben. Es handelt sich um Nummer 23 in Kaymno, Nummer 28 in Kowel und Nummer 29 in Turijsk. Am Schluß dieser Ausführungen befindet sich der Vermerk: Diese Gefangenenlager aber können täglich 4600 bis 6000 Mann durchschleusen. Durch den raschen Zugriff der deutschen Truppen gelang es den Bolschewisten T o k i o , 31. Juli. (Europapreß.) Vor der 16. Plenarsitzung der Untersuchungskommission fürdie Generalmobilisierung sprach der japanische Ministerpräsident Fürst Konöye. „Japan muß auf das Schlimmste vorbereitet sein", erklärte er und führte weiter aus, daß der deutsch-sowjetische nicht, ihre wohlvovbereiteten Absichten durchzuführen. Weder die an der Grenze bezeichneten Versorgungsbahnhöfe konnten zu dem festgesetzten Zeitpunkt in Betrieb genommen, noch eines der angeführten Gefangenenlager benutzt werden. Daß es nicht dazu kam, ist einzig und allein dem raschen Zuschlägen und dem Erfolg der deutschen Waffen zu danken. Bei der Eroberung von Zelwa im Raum von Bialystok und Baranowitschi wurde von deutschen Truppen am Rande des Städtchens eine frisch ausgehobene Grube entdeckt, die noch nicht vollständig zugeworfen war. Die fliehenden Sowjets hatten hier in Eile wichtiges Dokumenten- und Kartenmaterial eingegraben, darunter eine große Menge von Karten deutscher Städte. Sie stammen von einem in der Nähe gelegenen bolschewistischen Flugplatz, sind im Frühjahr 19 4 0 in der Moskauer Staatsdruckerei hergestellt und stellen ausgesprochene Zielunterlagen für Bombenangriffe auf weit im Innern des Reiches liegende Städte dar. Den Karten sind geographe Angaben, Bilder und Formblätter zum Einträgen öon Erkundungsergebnissen von Agenten beigefügt. Die den Sowjets wichtig erscheinenden Ziele sind rot umrandet. Auf der Karte von Magdeburg, die die Geheimnummer 155 trägt, sind bezeichnenderweise auch die Kirchen und sozialen Institute rot umrandet. Mit diesen Kartenfunden wird das umfangreiche Beweismaterial für die Angriffsabsichten der Bolschewisten gegen Deutschland um weitere Unterlagen vervoll- ■ ständigt. Heber die Karpathen nach Ungarn hinein. bleuet sowjetischer Jnvasionsplan aufgefunden. B u d a p e st, 31. Juli. (Europapreß.) Das Amtliche Ungarische Telegraphenbureau gibt von einem im Büro eines sowjetischen Kommandos gefundenen Aufmarschplan Kenntnis. Dieser Plan sah vor, daß die über die Karpathen vorrückenden sowjetischen Truppen binnen weniger Tage Budapest erreichen und von hier mit der Invasion in den Balkan beginnen sollten. Auf Anordnung des sowjetischen Generals Iwanow standen nach diesem Plan an der ungarischen Grenze 16 Divisionen, darunter mehrere Panzereinheiten und einige motorisierte Infanterie-Brigaden, zum Angriff bereit. Die Budapester Presse beschäftigt sich mit diesem „deutlichen Plan", der durch den ernüchternden Schlag vereitelt wurde, den die deutsche Armee und die ungarische Honved auf die im Hinterhalt lauernden Bolschewisten geführt hätten. Gerade das Gegenteil davon, so sagt „Pest", was General Iwanow in seinen kühnen Träumen sich ausmalte, sei eingetreten. Behörden die Freizügigkeit der Japaner auf dieser Inselgruppe beschränkt. Da nun aber ein großer Teil derJapaner aufHawaiidie amerikanischeStaats- bürgerschaft besitzt, so handelt es sich dabei um eine verfassungswidrige Maßnahme, die einen scharfen Protest der Betroffenen hervorgerufen hat. Aehnlich wie in Hawaii liegen die Dinge auf den Philippinen, wo z. B. die Provinz von Da- vao hauptsächlich von Japanern besiedelt ist. Zahlreiche Philippinos vervollständigen ihre Studien an japanischen Universitäten und sind offene Gegner der USA.-Fremdherrschaft über die Inseln. Es könnte daher nicht ausgeschlossen sein, daß man hier im Falle einer weiteren Zuspitzung des Konfliktes die Japaner als Befreier und nicht als Feinde empfangen würde ... Das Fndochina-Abkommen. ws s Diel"11' »in* i Geopolitik im osteuropäischen Raum. Von Dr. Paul Rohrbach. Fassen wir Osteuropa als den Raum zwischen Karpathen und Ural, Eismeer und Schwarzem Meer, so finden wir hier ein fast alle natürlichen Reichtümer entbehrendes Zentrum, umgeben von weitaus besser ausgestatteten Randgebieten. Dabei stehen wir vor der geschichtlichen Paradoxie, daß die staatliche Zusammenfassung des osteuropä- ischen Raumes zum späteren russischen Reich gerade von der armen Mitte ausgegangen ist. Dort ent- tand das Moskauer Zarentum, und wenn wir ragen, woher diesem die Kraft kam, seit der Mitte je5 16. Jahrhunderts fein Machtgebiet fhrt und fort auszudehnen, so können wir nur antworten, daß ihm sein tatarisches Erbe dazu verhalfen hat. Die Vielzahl russischer Fürstentümer wurde im 13. Jahrhundert von den Mongolen, für die später der tatarische Name aufkam, unterworfen. Die Tn- butpflicht an den Tataren-Chan dauerte 250 Jahre. Während dieser Zeit gelang es dem Moskauer Großfürsten, vom Chan das Recht zur Einsammlung und Abführung des Tributs aus allen Fürstentümern übertragen zu erhalten. Das war nicht nur der Anfang zu einer faktischen Oberherrschaft Moskaus, sondern auch zu einer wenn auch primitiven und brutalen, so doch leistungsfähigen Steuer- Verfassung für das ganze spätere Machtgebiet Moskau. Das zweite Erbe aus der Tatarenzeit war die absolute Herrschergewalt der Großfürsten und späte- teren Zaren von Moskau. Sie war eine Nachahmung des asiatischen Despotismus der Chane. Der zarische Absolutismus und das uneingeschränkte Recht der Steuererhebung waren die Wurzeln der politischen Ueberlegenheit Moskaus. Zum Verständnis der großen und geopolitischen Unterschiede innerhalb des osteuropäischen Raums, durch die seine Geschichte und seine Wirtschaft bestimmt werden, müssen wir ihn mehrfach gliedern. Das zentrale und nördliche Gebiet, das von der Natur am wenigsten begünstigt ist, können wir das Moskowitische oder Sarmatische Osteuropa nennen. Es hat ein rauhes Klima und mageren Boden, der aus den massenhaften Schuttablagerungen der Eiszeit entstanden ist. Der Ertrag des Ackers ist daher gering. Die Landwirtschaft wurde hier von jeher primitiv betrieben, und auch heute ist sie noch so rückständig, daß die Ernten je Hektar nur ein Sechstel bis höchstens ein Viertel der deutschen Durchschnittsernte betragen. Seit die Volkszahl durch die gewaltsam betriebene Industrialisierung und durch das Entstehen von Millionenstädten wie Moskau und Petersburg stark zugenommen hat, ist diese Region nicht mehr imstande, sich selbst zu ernähr-en, es muß ihr Brotkorn zugeführt werden. Ein weiterer Nachteil ist ihre B i n n e n l a g e. Ihr nördlicher Ausgang durch die Dwina in ein Nebenmeer des Eis- 01. Jahrgang Nr. I8| Cicheint täglich, außer . Sonntags und feiertags Beilagen: ben u GeßenerFamilienblätter n; J1' A Heimat unBild-Die^holle > B ' Bezugspreis: : M Monatlich.......RM1.80 norf.? Zustellgebühr... „ -.25 . 'M auch bei Nichterfcheinen von einzelnen Nummern eW. infolge höherer Gewalt flkniivrechanfchlusi 2251 Wh Dnhtanichrift:,,Anzeiger" ir ftnif Postscheck 11686 Franks M. Schulen mit 1400 Lehrern und 69 000 Schülern. Nan hat in Kalifornien die Japaner scharf an- ।gegriffen, weil sich kein einziger Japaner für die W'eitslosenunterstützung hat vormerken lassen, morr behauptet daher, sie nähmen den Amerikanern die Arbeit weg. In der Tat sind alleMngs bie Japaner genügsamer und fleißiger als ihre ame- rikonischen Gefährten. Ihre Sippen halten zusammen und deshalb gibt es kaum einen Japaner, der ______ bei Oeffentlichkeit zur Last fällt. Man wirft ihnen gegeben ach vor, daß sie sich dreimal so schnell wie die geprüfti Amerikaner vermehren, und daß ihre Zahl trotz Tennis» T bei Einwanderersperre ständig anwächst. Der ein- e Sapiti jige stichhaltige Vorwurf, den die Nordamerikaner r ben Japaner im Lande machen können, ist der, das er auch in der zweiten und dritten Generation jei n e Eigenarten bewahrt und amerikanische Sitten und Gebräuche nur äußerlich an- nimmt. Der USA.- Japaner wäre ein idealer Staatsbürger für dis Vereinigten Staaten, wenn er sich nicht in seinem ausgeprägten Volksbewußt- fein als Zugehöriger zu seiner oder der Heimat einer Eltern fühlen würde. | jluch in Brasilien haben sich rund 200000 starb. Sf tter eklis! M6W1 ______ . licht W streichender ist. Aber auch Peru mußte unter b häiüs i>rt Druck der Vereinigten Staaten die Emwan- h.inq von Japanern erschweren und ihnen den (nöerb von Grundstücken sowie die Leitung von Üintagen untersagen. In Mexiko leben unge- E M str 6000 Japaner, also auch in den mittelamen- >n sichwischen Staaten sind sie, wenn auch m geringer M, vertreten. . . m.. « Sorfluti 2>ie Anwesenheit von Japanern in der Na he tes Panamakanals bereitet den Nordamen- lotern ernstliche Sorge. Haben doch die Strategen ii Washington erklärt, daß einige wenige entschlos- jtnt Männer genügen könnten, um die Schleusen- tn.eigen im Kanal zu sprengen und die norü- ^rikanische Kriegsflotte aufs Trockene zu setzen tor zumindest die Durchfahrt durch den Kanal zu berren. In der unter USA.-Oberhoheit stehenden In na I30 ne werden natürlich keine Japaner zu- Mssen; diese Zone erstreckt sich jedoch,nur, auf teiige Kilometer auf beiden Seiten der Kanalufer Reg die Aufsicht auch noch so streng sein so gibt t; doch in Gebiet von Panama genug abenteuer^ ld-2 Elemente, die die Yankees hassen und die im Ernstfälle einen Handstreich auf den Kanal wagen trnten, wobei es sich nun keinesfalls unbedingt Japaner zu handeln braucht. 2ichl nur auf dem amerikanischen Komment, weit M>r noch in den amerikanischen K o l o- Ü2 n im Pazifik, erscheint der Rooseveltclique heute . ki der bedrohlichen Verschlechterung der Beziehun- jn zwischen Washington und Tokio die ^uwesei - Vv von Japanern als eine Bedrohung. 3w Zen- tum der nordamerikanischen Wen Ozean, auf H a w a i i, ist z B. die Bevol- lirmg überwiegend japanischer Basse. Die ^egte- Urgsftatiftiten in Tokio geben die Zahl der Japa- Iiet auf Hawaii mit 150 832 an. Diese ' Wt nicht nur die Untertanen des Tenno, sonderri tug alle die Japaner, die in Hawaii auf amerr- brischem Hoheitsgebiet geboren sind und folglich amerikanische Staatsbürgerschaft besitzen. Tokio pllt die Herzen, und es ist davon überzeugt, daß kt Herzen trotz der amtlichen Abstempelung treu Wx die alte Heimat schlagen. Es gibt auf Hawaii ft Schulen japanischer Sprache, die Lehrer E ne-i aus Japan. Einige dieser Schulen werden v iMhistischen Priestern geleitet. . _ i Ilm sich vor der angeblichen lapamschen »e- hl)ung zu schützen, haben die nordamerikanischen Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Sd,ri6ie6e*Sd)Mlftra6e57-9 Was ist ein GquadronLeader? Zehn Zahre Reichspresiechef der ASDAP. Ostafrika Das Ritterkreuz für tapfere Offiziere Uten der teiltet „Lizenzen" (erlaubter Freistellungen). V o i Auf Ment Berlin, 31. Juli. (DNB.) In heldenhaftem für den Division nur tat= ^schützen ßt, der d tstischen erloren, lnteroffij eschütz । iart ar igzeuge i ibergef) ar auf i e tiefhäk unserei ken K p. würdi gene ere- 6d)u| -masche I sich des K Nam Berlin, 31. Juli. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eifernen Kreuzes an: Oberst Bergen, Major Voigtsberger, Major Beigel, Hauptmann Schneider-Ko st alfki, Hauptmann Bach, Oberleutnant M u g l e r und Oberleutnant Kümmel. Flieger (wing = Gruppe), dann kommt der Group Captain, der Fliegeroberst oder Geschwaderchef (group = Geschwader). Weiter sind zu nennen: der Air Commodore (Fliegercommodore), der Air Dice Marsbal (Generalmajor der Flieger, der Air Mar« sbal (Generalleutnant der Flieger) und der Air Chief Marshal, der General der Flieger und Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Die britische Luftwaffe kennt außerdem einen Marshal of the Royal Air Force, der unserem Generalfeldmarschall gleichzusetzen ist. Todesurteile für sowjetische Beamte. Lausanne, 31. Juli. (Europapreß.) Wie aus den Berichten amerikanischer Korrespondenten. m Moskau heroorgeht, häufen sich in der Sowiet- union die Todesurteile an Sowjetbeamten, ö0 find jetzt wieder in Moskau drei hohe Staatsbeamte durch das Militärgericht zum Tode verurteilt wor- den, weil sie die ihnen obliegenden Pflichten, fur die Abwehr von Brandbomben zu sorgen, nicht er« füllt hätten. Sie wurden weiter wegen revolutw« närer Tätigkeit angeklagt wegen des am 14. h du lang lie ffnrüum! Jahren entstandenen „Fachausdrucks" ist also: einen Kredit oder ein Guthaben nicht verwertbar zu (lüSerfuf M I* E?-k-Z Deutsche Batterie schlug sowjetischen Lleberfall ob. „Einfrieren." Reichspressechef Dr. Dietrich. (Scherl-Bilderdienst- sSahm-j M.) en, die zugleich der Partei eine einheitliche und aktive publizistische Wirkungsmöglichkeit gegenüber der übrigen Presse des Reiches eröffnete. In jenen Tagen — so können wir heute rückblickend fest- telleri — hat auch der innere Prozeß der Revolutionierung der deutschen Presse begonnen. Mit der publizistisch-kämpferischen Vertretung der Parteiziele hat Reichspressechef Dr. Dietrich immer die Forderung nach einer grundlegenden Neuordnung der damaligen deut- sthen Presse verbunden. Damals schon rief er alle anständigen deutschen Journalisten zum Kamps für eine Säuberung der Presse auf, und er stellte sich an ihre Spitze, als im Jahre 1933 der Weg frei wurde für eine Neugeburt des deutschen Journalismus. Im Schriftleitergesetz, dessen Grundsätze er im Auftrag des Führers formulierte, gestaltete Dr. Dietrich eine neue Idee der .18.....3 M und -eine Nie s m Der mgen pol Meile, E?Q5 gef *Nen, CT Al Morbo ’ t5hu< führer bei einem Panzer-Regiment bei dem am 5. 6. 41 beginnenden englischen Großangriff zur Entsetzung Tobruks aus eigenem Entschluß den überlegenen Feind westlich Capuzzo an. Durch Kühnheit und Zähigkeit während der dreitägigen Kämpfe in der Wüste verhinderte er den Feind, weiter nach Norden vorzustoßen. Zwei Marineoffiziere mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Berlin, 31. Juli. (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Korvettenkapitän Forstmann und Kapitänleutnant IN e h - ter. durchschnittliche Laufweite der Frachtgüter von etwa 200 Kilometer bereits europäische und sächlich autarke Verhältnisse an. „Richt genug Köpfe." $ra IliSert M 31;‘ fug hak NSK. Am heutigen Tage sind zehn Jahre vergangen, seit Reichsleiter Dr. Dietrich einer Berufung des Führers folgend, fein Amt als Reichspressechef der NSDAP, antrat. Die Ernennung eines Pressechefs in der Reichsleituna der NSDAP, war in den Augusttagen 1931, als die Partei zum Endkampf um die Macht rüstete, ein Ereignis von beachtlicher Bedeutung. Für die im Aufbau und Ausbau begriffenen nationalfozialisti- chen Parteizeitungen wurde damit erstmals eine pressepolitische Zentralstelle geschaf- dl*vNen kiAöti R» i Ifeli htz 2? «r ES, ssL?«tbi ■5» Nach einer United-Pretz-Meldung sind mit einem Clipper-Flugzeug Ingenieure, Techniker und Mechaniker nach dem britisch-westafrikanischen Stützpunkt Bathurst abgeflogen. Drei amerikanische Bomber sollen unter dem Befehl des Hauptmanns B. Burke über Natal ebenfalls nach Bathurst stiegen. Das hartnäckige Leugnen Churchills über dis chweren Verluste der britischen Luftwaffe bei den Kämpfen über dem Aermelkanal hat wenig Nutzen gehabt. Die nunmehr erfolgte Veröffentlichung einer Namensliste der allein an zwei Tagen in deutsche Gefangenschaft geratenen oder als Leichen geborge« nen englischen Flieger prangert erbarmungslos die bornierte Verlogenheit des britischen Premiermini' ters an. Außer den Namen sind auch die Dienst, grade der feindlichen. Flieger angegeben. So heißt es z. B. Squadron Leader Campbell-Rogers oder Pilot Dfficer Jreton oder Flying Dfficer Lewin usw Was ist nun ein Squadron Leader? Ein Blick auf die Dienstgradeinteilung in der britischen Lust, waffe gibt darüber Aufschluß. Der einfache Flieger heißt Äircraftman, der Gefreite Leading Aircraft. man, der Unteroffizier Air Force Corporal und der Fliegerfeldwebel nennt sich in England Sergeant Ein Pilot Dfficer ist ein Fliegerleutnant, der Ober, leutnant der Flieger heißt Flying Dfficer, und der Fliegerhauptmann wird mit Flight ßieutnant bezeichnet. Flight ist im Englischen der Ausdruck für unseren Begriff Kette ober Schwarm. Die Staffel nennt sich Squadron. Ein Squadron Leader ist ein 1 5. an der Westfront vor Tobruk mit seinem MG.-Bataillon tief in die Befestigungen eingedrungen und hat das von den Engländern zah verteidigte Fort el Madauuan genommen. Im Lause des 1 Mai stieß das Bataillon bis zum Fort Oiaiba vor. Major Voigtsberaer hat dabei wiederholt ftarte englische ©egen an griffe abgewiesen, wobei das Bataillon vorübergehend vom Feind ganz eingeschlos- en war. — Major Beigel, Kommandeur eines Panzerpionierbataillons, hat als Führer einer Vorausabteilung durch rasckes Zugreifen die Brücke über die Szczara unversehrt in deutsche Hand gebracht und dadurch die. Möglichkeit für das schnelle Dorstoßen eines Panzerkorps geschaffen. — Haupt- mann Schneider-Kostalski hat als Batati- lonskommandeur in einem Panzer-Regiment am 22. 6., da die Brücke über den Muchauwiec vollkommen zerstört war, einen Uebergang erkundet, den er mit seiner Abteilung durchschritt, was fur das Vorgehen auf Kobryn von entscheidender Bedeutung war" Beim weiteren Vormarsch schoß er mit seiner Abteilung eine große Anzahl von Panzerkampfwagen ab und erbeutete zahlreiche Geschütze und Paks. — Hauptmann Vach hat im A f r ika« Feldzug drei Tage lang gegen heftige englische Angriffe eine Stellung gehalten und bei vorbildlicher tapferer Führung immer wieder Gegenangriffe unternommen, durch die den Engländern große Verluste zugefügt und Material vernichtet wurde. Sein Entschluß, den Halfaya-Paß unter allen Umstanden zu halten und seine geschickte Kampfführung der deutschen und italienischen Truppen, waren für den Ausgang der Schlacht und den Sieg der Division bei Sollum von ausschlaggebender Bedeutung. — — Oberleutnant Mu gier gelang es als Kommandeur eines Pionierbataillons, den Schlüsselpunkt Oleszyce, der von den Sowjettruppen hart- näckig verteidigt wurde, im Kampf Mann gegen Mann zu nehmen, wobei er schwer verwundet wurde. — Oberleutnant Kümmel griff als Zug- Presse, legte er den Grundstein zu einer neuen Pressemoral, die bereits in vielen Ländern Anerkennung gefunden hat und in der ganzen Welt zum Kampfprogramm der verantwortungsbewußten Journalisten geworden ift Unter Führung seines Reichspressechefs hat der deutsche Journalismus seither eine neue Form gefunden, die ihm als tapferen unermüdlichen Mitgestalter des nationalen Schicksals die Achtungs^nd Wertschätzung des deutschen Volkes sichert. Der Begriff des kämpferischen nationalsozialistischen Journalisten, wie ihn die Zeit vor der Machtergreifung erstmals prägte, hat in den großen Jahren des politischen Ringens um die Wiedererstarkung des Reiches seine Bewährung ebenso gefunden wie jetzt im Kriege, wo der deutsche Schriftleiter als Soldat jenen Typ des Kriegsberichters verkörpert, der in der Welt nicht seinesgleichen hat. Es ist das Werk dieser vergangenen zehn Arbeitsjahre, auf die der Reichsprefsechef zurückblickt, daß aus einem Pressechäos, in dem Juden und anonyme Geldgeber zum furchtbaren Schaden der Nation die öffentliche Meinung fälschten, wie sie es in der Presse der Plutokraten noch heute tun, eine wahre Volkspresse entstand, die der Nation verantwortungsbewußt und unbeirrbar den Weg in die Zukunft weist und die das kräftige deutsche Sprachrohr gegenüber einer Welt ist, in der Mißgunst und Haß täglich ihre lügnerischen Netze ausbreiten. Die Aufgabe, die deutsche Presse politisch zu ordnen und einen zielbewußten deutschen Journalismus zu entwickeln, hat Reichspressechef _ Dr. Dietrich von einer hohen Warte aus in Angriff genommen und durchgeführt. Er hat sich in seiner Arbeit nicht in tagespolitischen und organisatorischen Problemen erschöpft, sondern es unternommen, die tragenden Ideen unserer Revolution in großen Ueberblicfen und in gültigen Formulierungen in die großen geistesgeschichtlichen Zusammenhänge hineinzustellen, und er hat mit seinen Schriften und Vorträgen nicht nur den Kampf der deutschen Presse gegen die verfallende Welt jüdisch-demokratischer Täuschung befruchtet, sondern hat auch als ein Sprecher des neuen deutschen Geistes schlechthin weit über die Grenze des Reiches hinaus gewirkt. Mögen im Leben eines Mannes, der so sehr mitten im Geschehen steht, äußere Abschnitte keine Bedeutung besitzen, so wird doch manchem dieser Gedenktag ein Anlaß sein, zurückzublicken, um in der mit dem nunmehr zehnjährigen Wirken Dr. Dietrichs als Pressechef des Führers untrennbar verbundenen neuerstandenen deutschen Pressemacht ein Werk zu würdigen, das im Wiederaufstieg des Reiches feinen Platz einnimmt und im Freiheitskampf unserer Nation eine wichtige Waffe im Ringen mit uen Feinden unseres Vaterlandes geworden ist. meers, das Weiße Meer, ist sechs Monate, ihr westlicher durch die Newa in den Finnischen Meerbusen ist mindestens drei Monate im Jahr durch Eis ge= schlossen. Nutzt are Mineralien sind nur in geringer Menge vorhanden. Weit besser gestellt ist die Politische oder Ukrainische Region, die den südlichen Teil Osteuropas einnimmt. Im Vergleich zu Mos- kowien ist sie ein Randgebie t. Sie grenzt in voller Breite an das eisfreie Schwarze Meer, sie hat fruchtbaren Boden, die' berühmte Schwarzerde, sie besitzt Eisen, Kohle und andere Mineralien in reichlichen Lagern, sie hat ein besseres Klima, eine größere Volksdichte und damit alle natürlichen Bedingungen für die moderne, doppelpolige, auf Ackerbau und Industrie beruhende Wirtschaft. Damit ist sie, im Gegensatz zu Moskowien, von Grund auf autark, d.h. sie kann ein wirtschaftlich selbständiges Eigenleben führen und, bei vorgeschrittener agrarischer und industrieller Betriebssuhrung, auch Produktionsüberschüsse ausführen. Im Westen schließt sich an die Moskowitische Region die Baltische, gleichfalls mit günstigerem Klima, etwa besseren Böden und einer weitaus günstigeren Verkehrslage. Die Ostsee ist das Mittelländische Meer des Nordens; Deutschland, Dänemark und Schweden, drei hochentwickelte Kulturländer, umgrenzen sie im Süden und Westen und laden zu wirtschaftlichem Austausch ein; dazu öffnet sich durch den Sund und die Belte ein bequemer Weg nach den westeuropäischen Ländern. Nichts war also begreiflicher, als daß Moskau mit aller Macht danach strebte, den Pontisch-Ukrai- nischen und den Baltischen Teil Osteuropas s i ch einzuverleiben, und es gelang ihm, weil es dabei nirgends mit einem stärkeren Nachbarn zu tun hatte. Weder Schweden, noch Polen, noch die Türkei waren imstande, ihm Halt zu gebieten. Die Verschiedenwertigkeit des osteuropäischen Zentrums und der Randgebiete bestätigt sich weiter im Reichtum des K a u f a f u s g e b i e t s an Erdöl, Mangan und anderen Mineralien, und ebenso in den reichen Eisenerzlagern des südlichen Ural, die fast 2000 Kilometer von Moskau entfernt liegen. Noch weiter entlegen sind die enormen Kohlenlager in West-Sibirien im Gebiet bescheren Ob. Die Sowjetwirtschaft hat ihre Ausbeutung mit der des uralischen Eisens im „Ural-Kusnezker Kombinat" zusammenzufassen gesucht, aber die Distanz, über die das Eisen und die Kohle hier zu einander gebracht werden müssen, beträgt fast 2500 Kilometer! Die geläufige Redensart von „Rußlands" unermeßlichen Naturschätzen erleidet also eine einschneidende Korrektur durch die Armut des Zentrums und die Entfernungen bis zu den reichen Randgebieten. Die durchschnittliche Laufweite für Getreide innerhalb der Sowjetunion zur Derfor- gung der Gebiete mit einer Ernte-Unterbilanz beträgt über 800 Kilometer. Drei Viertel der Sowjetindustrie müssen mit Brennstoffen beliefert werden, deren Laufweite jeden europäischen und amerikanischen Maßstab übertrifft. Sie beträgt für Steinkohle über 600, für Rohöl über 700 Kilometer. Im Durchschnitt aller Frachten beträgt die Laufweite in der Sowjetunion fast 600, in den europäischen Ländern nur 100 bis 150 Kilometer. Die an mineralischen Rohstoffen reichen Gebiete liegen auf der Karte der Sowjetunion als Sprengfel zerstreut, die durch Tausende von Kilometer voneinander getrennt sind. Das gilt für die Zusammenziehung der verschiedenartigen osteuropäischen Regionen zu einem einzigen staatlichen und wirtschaftlichen Riesengebilde. Nimmt man dagegen eine einzelne Region, z. B. die Ukrainische, für sich, so zeigt die „ 31.51 061 W’f?, ^,7 in obru I Lerlau.' M > eine' Oberst Bergen konnte mit seinem Infanterie- Regiment schon am 22. 6., nachmittags, das beherr» sch ende Höhengelände nordostwärts Nowgorod in Besitz nehmen. Am 25. 6. führte er fein Regiment über den 10 Kilometer breiten versumpften Biebrza-Abschnitt, wodurch es der Division gelang, auf dem Dftufer einen Brückenkopf im Rucken der Festung 0 s o w i e c zu bilden und die Feinde zu zwingen, die Festung zu räumen. — Major ~ qtsberger ist beim Angriff am 30.4. und an der Westfront vor Tobruk mit seinem Die Drahtnachrichten sind wahre Bazillenträger von Fremdworten oder von zunächst unverständ« lichen Fachausdrücken. Das hängt mit der oft phan« tastifchen Eile zusammen, mit der solche Drahtmel« düngen „durchgegeben" werden müssen. Der Korrespondent im Ausland verläßt sich auf die „Zen- träte", um diese Nachricht in ein gemeinverständliches Deutsch zu bringen, aber in der Zentrale der Nachrichtenbüros herrscht derselbe Trubel. Und so „rutschen" Fremdworte und Fachausdrücke schließlich bis zum letzten Leser durch, der sich manchmal verzweifelt fragen mag: „Was bedeutet denn das nun eigentlich?' Eine der letzten Errungenschaften ist das Wort vom „Einfrieren". Jeden Augenblick können wir jetzt lesen: „Roosevelt hat die japanischen Guthaben in den Bereinigten Staaten einfrieren lassen." Und umgekehrt lassen auch die Japaner die ameritani« | # nieberl schen Guthaben in ihrem Herrschaftsbereich ein- "": frieren. Der Ausdruck bürgerte sich vor etwa zehn Jahren während der Weltwirtschaftskrise ein und bezeichnete ursprünglich Kredite, die der Gläubiger einfach nicht mehr zurückfordern konnte, die „eingefroren" waren. Und von dieser „leidenden Form" des Einfrierens war es dann nur ein Schritt zur „tätigen Form" desselben Zeit- wortes. Der Sinn dieses erst seit knappen zehn Kritik an derPlntokratischenFührerauslese' Genf, 1. August. (DNB. Funkspruch.) „England hat nicht genug Köpfe in den leitenden und entscheidenden Stellungen'. Diese bemerkenswerte Feststellung trifft das englische Sonntagsblatt „The People" im Anschluß an eine Oberhaus-Rede Lord Addisons. Das Blatt erklärt: „Wir wählen unsere führenden Männer hauptsächlich aus einer besitzenden Schicht, die klein an Zahl ist und infolgedessen über den entsprechend geringen Prozentsatz an Könnern verfügt. England ist angeblich eine Demokratie. Jedermann soll eine Chance haben. Aber wer ist es, der gegenwärtig die hohen Po st en in Heer, Flotte und Luftwaffe innehat? Oder seht euch nur das gegenwärtige Unterhaus und das Kabinett selbst an? Oder prüft nach, wer die höchsten Stellen in der Verwaltung für sich beansprucht. Wieviel Söhne aus Arbeiterkreisen sind in Stellen mit hoher Verantwortung zu finden. Das Schlimme ist, daß wir Tausende begabter Jungen und Mädel haben, die es niemals zu etwas bringen, weil man ihnen keine Chance gibt. Die Psychologen sagen, daß die Genialität keinem Gesetz folgt. Sie kommt ebenso oft unter den unten ernährten Armen vor wie unter den wohlgenährten Reichen. Man bedenke, wieviel Intelligenz bei unserem Auslesesystem jährlich dem Lande verlorengeht. Kürzlich sagte mir ein Lehrer, wie schmerzlich es für ihn sei, zu sehen, wieviele begabte Knaben vorzeitig von der Schule abgehen müssen. Wir behaupten, daß jeder Schuljunge seinen Schulranzen in ein Ministerportefeuille umtauschen kann, wenn er das Zeug dazu hat, aber d i e Wirklichkeit sieht ganz anders aus. In Wirklichkeit können es nur die zu etwas bringen, die zahlen können. Das augenblickliche Chaos unseres Ausleseprozesses ist verorecherisch. Es verschwendet soziale Fähigkeit und erhebt die Unfähigkeit auf den Thron." Weitere LtSA.-Techniker in Nordirland N e u y o r k, 31. Juli. (DNB.) 460 weitere USA.» Techniker sind in einem ungenannten nordirischen Hafen gelandet. Sie wurden an Bord des Schiffes von dem britischen Kriegsminister Margesson begrüßt. Der Leiter der USA.-Qruppe teilte mit, daß die Techniker am Bau von Hafenanlagen mitarbeiten würden; die Amerikaner werden eine eigene Kolonie mit eigener Polizei und eigenem Sanitätsdienst bilden. Eigene Lebensmittel und Kleidung hätten sie mit sich gebracht, um Enaland ßu entlasten. In Nordirland sollen bereits 800 USA.. Arbeiter beschäftigt fein. Kampf wehrte eine deutsche Batterie am 3Ö. 7. den L Ueberfall sowjetischer Infanterie ab, die aus einem L Kessel ostwärts von Smolensk durchzubrechen versuchte. Die Bolschewisten hatten sich unbemerkt durch dichtes Unterholz und Gestrüpp an die deut- scheu Stellungen herangeschlichen und versuchten, die Batteriestände zu stürmen. In direktem Beschuß nahmen die deutschen Kanoniere die sowjetischen Angreifer unter Feuer und überwältigten sie bann im Nahkampf. Hierbei zeigte sich, daß die Artilleristen auch mit den Handfeuerwaffen zu kämpfen wissen. Mit wohlgezielten Schüssen brachten sie einen sowjetischen Scharfschützen nach berii anderen zur Strecke. Heber 300 gefallene Bolschewisten blieben vor der deutschen Batterie liegen* nennt sich tequaoron. «in öquauron «cuuci i|i cm jjj®?. Major der Flieger. Der nächsthöhere Rang ist der ; ein2 des Wing Commanders, des Oberstleutnants der i W\ a: hnnn fnmmt her (Bronn l ,..c Korvettenkapitän Forstmann hat als Chef einer Räumbootflottille bisher 550 Minen, überwiegend im freien Seeraum und unter erheblicher feindlicher Gegenwirkung aus der Luft oder von Küstenbatterien geräumt. Bei der Durchführung zahlreicher Geleite und bei der U-Bootbekämpftmg hat er feine Untergegeben stets unter vollem persönlichen Einsatz zu äußersten Leistungen angefeuert. Zäh und unerschrocken hat er mit seiner Flottille an der Schaffung und Sicherung des Seeverkehrs durch den Kanal einen bedeutenden Anteil. Kapitänleutnant Metzler hat als U-Bootkommandant bisher 11 bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit zusammen 76170 BRT. versenkt. Außerdem führte er mit außerordentlichem Geschick wichtige Minenaufgaben durch. Auf einer Feindfahrt griff er, nachdem alle Torpedos verschossen waren, bei Nacht ein bewaffnetes feindliches Handelsschiff von 5000 BRT. mit Artillerie in blitzschnellem Feuerüberfall an und versenkte es. Das Ritterkreuz für erfolgreiche Kampfflieger. Berlin, 30. Juli. (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an Hauptmann Wählte und Oberleutnant Staiger. Hauptmann Mahlte gehört zu den kühnsten und erfolgreichsten Stuka-Fliegern und hat in bisher 145 Feindflügen auf allen Kriegsschauplätzen hervorragende Waffentaten vollbracht. Im Ostfeldzug hat er zur Unterstützung einer Panzergruppe immer wieder den oft in harter Bedrängnis kämpfenden Panzerschützen den Weg nach vorwärts gebahnt und mit seinen tapferen Besatzungen zwei Panzerdivisionen aus schwierigster Einkreisung durch feindliche Panzerübermacht befreit. Bei diesen Flügen wurde Hauptmann M. innerhalb von zwei Wochen dreimal über Feindesland a b g e s ch o s- \ e n, schlug sich jedoch immer wieder kämpfend zu feiner Truppe durch und setzte sich sofort zu neuem Kampf an die Spitze seines Verbandes. Im Einsatz gegen Schiffsziele versenkte er zwei Zerstörer, ein U-Boot und 29 Handelsschiffe mit insgesamt 152 000 BRT. 150 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes, ein Kreuzer wurden schwer beschädigt. — Oberleutnant Staiger hat als Flugzeugführer eines Jagdgeschwaders an der West- und Ostfront bisher 25 Luftsiege errungen und sich in kühnen Tiefangriffen gegen feindliche Panzer, Infanterie- und Fahrzeugkolonnen hervorragend ausgezeichnet. Beförderungen in der Wehrmacht. Berlin, 31. Juli. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat befördert: Im Heer zu Generalleutnanten: Die Generalmajore Geitner, Stemmermann, Moser, Wittke; zu Generalstabsärzten: die Generalärzte Dr. Lohse, Dr. Zimmer; zum General^ ftabsoeterinär: den Generalveterinär Pros. Dr. Richters, zu Generalmajoren: die Obersten Fischer (Wolfgang), Schwartz, Rauch (Erwin), Buschenhagen, Breith (Hermann), Koch (Hellmuth), Kessel, Zahn, Haverkamp, Sin), Trierenberg, Tar- buk, Freiherr von Mauchenheim genannt Bechtels- heim (Gustav), Sagerer, Göschen-Warnicke, Gih- rach, Deininger, Schade, von Devitz, genannt von Krebs, Luer, Lindenau, von Diringshofen, Linkenbach, Lemke; zu Obersten die Oberstleutnante Radwan, Fieweger, Michalik, Hassenstein (Erich), Schmidt-Hammer, Heinrich (Willy), Bär, Chorbacher, Schwarz, Str aber, Fürguth, von Schlieben, machen. Unser gutes altes deutsches Wort „Sper- r e n" gibt den Sinn vollkommen richtig und erschöpfend wieder. Es bleibt nur hinzuzufügen, daß eine solche Sperre oder ein solches „(Einfrieren las sen" von Guthaben nicht dasselbe wie Beschlagnahmen ist. Die Sperre von Guthaben verändert nur die Verfügungsgewalt, die Beschlagnahme das Eigentumsrecht. Bei der Sperrung von Guthaben wird auch in der Regel dafür gesorgt, daß der (Eigentümer in sehr beschränkten Grenzen, also etwa zur.Bestreitung feines persönlichen Mindest-Auf- wandes oder zur Zahlung von Steuern, unter Um« ständen auch zur Weiterbeschäftigung oder Abloh« nung von Angestellten und Arbeitern bestimmte ] . $ Auszahlung verlangen darf: sei es auf Grund all« JJ. / * gemeiner, sei es auf Grund von Fall zu Fall er« . ’tärlfter Deuchtinger, Graf von Schwerin, Busse (Theodor), Block, Beinhoff, Flimm, von Parseval, Hahne, Hahm, Wachsmuth, Babinger, Hüther, Wachsen, Becker (Carl), Crisolli, Bork, Schubert (Fritz), Kei« bei, Haßfurther, Bernet, von Klaß, Köhler, Grosse, von Borries, Fricke (Ernst), Fließ, Thoma, Dürbig, von Mayer, von Eschwege Hermann), Fehr, Tetens, Böse, von Hautcharmoy, Bender (Helmuth), Klingholz von Faber, von Isendorf, Schreiber (August), Hollatz, Pätzold, Senfs, Kobus, Neumann (Hans), Trambauer, von Schweinitz, Naumann (Friedrich), Heine (Siegfried), von Hantelmann, ^mauern Schlettwein, Clemens, Stornier, Albrecht (Leopold), Jwr 2lrt von Kellermann, Rönneberg, Schmidt (Hans), -^Nückh Werner-Ehrenfeucht, Schneider (Hermann). *iA ' In der Kriegsmarine: Zu Kapitänen zur See: die Fregattenkapitäne Rieve (Johannes), von Borries (Alexander), Aschmann (Frank), Dr. Schmidt (Eberhard), Dr. Chappuzeau, Rödenbeck, Stohwasser (Herbert), Griebel, Kotthaus, Fechnek Uncht (Max); zu Kapitänen zur See (Jng.): die Fre« lhom gattenfapitäne (Jng.) (Elmering, Wach; zum Kam- Wach. tän zur See (W.): den. Fregattenkapitän (W.) Stoll. Aus dem Reich Flakartillerie gegen Panzer Von Kriegsberichter Robert Baur. falen-Nord teil. * U W Will Illi I-J-—-t I Auf Mozarts Spuren lii 2i( Gaffe ist.schon im Mittelalter entstanden das 't .'1 r. -ff»*. Anitfom IN !ßors in Salzburg Von Otto Kunz. r oft Pb Drah^ Der fo die mverfA r Sentit 8f” ll*' gt dah J m, also ti3 Mindest-^ i, unter lb oder W n bestimm f Grund u zu Fall k ngen). reis fi n SOLTIT fD/WfcoHferv/ert Hofzfphfen aacf macht ffe haftbarer / ■■ MM» । 6d)R^\ j5, fldeBS WS -ht« nidt innn). . tönen ilMM J britische Flugzeug mit wenigen wohlgezielten Flak- tresfern ab. In heftigen Kämpfen stießen s i n n i s ch e T r u p. p en am 30. Juli an der karelischen Front auf sowjetische Abteilungen. Die finnischen Truppen wiesen sowjetische Gegenstöße unter blutigen Verlusten für die Sowjets zurück. Eine größere Anzahl von sowjetischen Panzern wurde vernichtet und neun Panzer erbeutet. * Reichsminister Dr. Goebbels empfing den Direktor der „Gazetta del Popolo", Bertuettr, den Hauptschriftleiter des „Popolo b'Jtalia", Dr. Prm, den militärischen Schriftleiter des „Popolo d Italia , General Fetterappa und den außenpolitischen Schriftleiter der „Tribuna", Professor Puccw, die sich auf einer Deuschlandreise befinden. Am Donnerstag fand in Bayreuth als letzte „Ring"-Dorstellung der diesjährigen Kriegsfeftsprele die Aufführung der „Götterdämmerung" unter der Gesamtleitung von Staatsrat Generalintendant Tietjen statt. An ihr namen mit einer Abordnung der norwegischen National Sämling die Gäste des Führers aus den Gauen Mecklenburg und West- ’rubel. Us zi. Juli. Seitdem der Krieg im Osten e" ’ unb uns ein Gegner entgegentrat, der üb'jr (ine Riesenzahl von Panzern aller Großen ®a 3 peirügt, ist unserer Flakartillerie, die . bewit« in den zurückliegenden Feldzügen höchste 0Q5 L:: LeLtmgen vollbrachte, erneut eine schwere und ge- ionnen t ^c-.ligr Aufgabe erwachsen. Inmitten, ja oft sogar n GuA-- pD-; Jr vordersten Linie unserer Heeresverbande offen." 1?. fäKpfmb, muß sie den sich verzweifelt wehrenden amen!:- @^ne;. niederhalten, der unter Einsatz großer Pan- ^reich„wervände immer wieder den Versuch unter- etwa nitrnd, eine Aenderung seiner bedrängten Lage zu ife einerm)inqen, Was dabei von den Männern an den der W Flikgeichützen geleistet wird, zeigt nachfolgender kfordi^BE der den Zusammenbruch eines starken bol- von li jchMischen Gegenangriffes im Raume von ir es hS nalenft festhält, bei dem die Sowjets 26 Pan- ifelben h- -es verloren, von denen allein 20 von Oberleutnant appen zs W Mteroffizier A. und Gefreiten W. mit ihrem t allo: er Mgsichütz erledigt wurden. mertbar t TT * v Verbindung mit der von der Außenwelt abgeschnittenen und von den Gaullisten und den Briten bedrängten Kolonie von Dschibuti am Roten Meer hergestellt. Das Flugzeug führte insbesondere Medikamente usw. an Bord und flog mit einer Stunden- geschwinüigkeit von 300 km. Französische Elektrifizierungspläne in Nordafrika. Vichy, 31. Juli. (Europapreß.) Der General- aouDerneur von Nord- und Westafrika, General W e y g a n d, hat in Algier eine Konferenz über die Ausnutzung der nordafrikanischen Wasserkräfte abgehalten. Die Konferenz stellte einen Plan über die weitere Elektrifizierung Nordafrikas unter Ausnutzung der vorhandenen Wasserkräfte und urüer Planung neuer Staudämme auf. Alle nur möglichen Bewässerungsanlagen sollen geschaffen werden, um die Elektrizitätswirtschaft auf einen solchen Höchststand zu bringen, daß aus Nordafrika nicht nur die Kornkammer Europas wird,, sondern auch mit Hilfe im Lande erzeugter elektrischer Energie eine leistungsfähige, moderne Industrie aufgebaut werden kann. Oer Konflikt zwischen Pern und Ecuador. Quito, 31.Juli. (Europapreß.) Trotz formeller Blaumeisen-Kinder. Von Paul EiPPer. Anfang Mai pfiff und firrte ein Blaumeisen- Hähnchen immerzu vor meinem Arbeitszimmer, lockte auf der frisch grünenden Lärche, und schon nach wenigen Tagen zog es mit seinem Weibchen in die Nisthöhle, die links von meinem Schreibtisch in einer Kiefer aufgehängt ist. Nun begann eine temperamentvolle Flitterwoche; allerdings kamen die beiden Blaumeisen nur selten zum Schnäbeln und Kosen. Sie mußten ihre Wohnung gegen den Fliegenschnäpper verteidigen, der ebenfalls hier einziehen wollte, und außerdem gebot ihnen ein angeborener Trieb, fortgesetzt Grashalme und anderes Polsterzeug ins Nest zu tragen. Aber nach zehn Tagen wurde die Betriebsamkeit stiller; nun waren wohl die rotgepunkteten Eier gelegt und mußten bebrütet werden. Das taten beide Eltern wechfel- weis in schöner Eintracht; gesungen wurde nur noch selten; ein wenig am frühen Morgen, ein kleiner Triller zur Nacht. So vergingen zwei Wochen, plötzlich lief der Lebensmotor auf höchsten Touren. Wohl alle dreißig Sekunden flog die eine Meise aus dem Nest, und sie begegnete in der Lust meist schon dem Ehepartner, der mit einer Raupe im Schnabel heimwärts eilte: die Jungen waren ausgeschlüpft! ♦ Vierzehn Tage dauert nun schon das Atzen; die Kinderrufe ähneln bereits den Stimmen der Eltern, und dann und wann guckt auch ein gelbliches Köpfchen aus dem runden Loch des Nistkastens. Bald müssen die Jungen flügge sein. Als ich am nächsten Morgen in den besonnten Garten trat, hing recht wagemutig ein Meisenkind mit halbem Oberkörper aus dem Nest. Zwar ging es schnell zurück, aber im gleichen Augenblick flog die Alte herbei, landete nicht, sondern flatterte handbreit vor dem Höhleneingang in der Luft. Von neuem erschien das Kinderköpfchen; eine dicke grüne Raupe wurde ihm in den gäben Schnabel gestopft; |e E eval, W u er, «* MZ Öhler, oma, Dm _ f , Fehr,J I ber langen, engen Getreidegasse tn Wolzburg, •r (N1^. eile der Hauptgeschäftsstraßen aus der °ltburger? ' liihm Zeit, liegt Mozarts Geburtshaus. Dicht, ohne Zviyenräurne, reiht sich hier Haus an Vermauern sind so hochgezogen, daß sie nach tta- li iifta Art das Dach verbergen; die Verbindung ihtbm Rückhäusern stellen Jnnenhöfe her, in denen fit) 'Irtabenbogen über Marmorbrüstungen und Ülttaorpfeiler schwingen. In dieser Gasse ist noch hiule das geschäftige Salzburg am Werke, Srnfe, L ckrsmittelhändler, Tuchwarengeschäfte, Eisen- h Engen, Gasthöfe. Keine einzige Querstraße iLtirbridü den langen Zug der san tgeschwungenen u» vom Rathausplatz bis zur steile" Mönchs- ^l .^-5>-use des Syndikats für Automobilzubehör ubkk hi/^tian^enen Brandes, der für 3,5 Millionen Rubel :bU>kfcbei angerichtet habe, der die Verdunkelung lg^^xtadt Moskau vereitelte. Die Täter bekannten, das Verbrechen aus sowjetfeindlicher Gesinnung be- 1 3" yaben. *5 Der italienische Bericht. SÄ fjom, 31.Juli. (DRV.) Der italienische Wehr- Cl> richt vom Donnerstag hat folgenden Wort- Nordafrika an der Tobruk-Front wurden Abteilungen, die von Panzerwagen unter- J"» waren, in die Flucht geschlagen. Deutsche Ar- ip ctr1’1 fat die Anlagen und Verteidigungsstellungen Ssobruf beschossen. ii i cJoi!' CH Verlauf des im gestrigen Wehrmachtbencht ’ «neigten Einfluges auf Bengasi hat unsere Bo- dp?^demb»ehr ein englisches Flugzeug abgeschossen. Das . stürzte ins Meer ab. ,' Unb^v1"™ ge der Achse haben vor den Küsten der kffMtnetfa einen Tanker versenkt und einen lU e^Mer schwer beschädigt. x. .Nt «h Dftafrita haben Schwarzhemden- und Ein- aebrenenoerbänbe kühne Ausfälle unb Vorstöße 7 !'t{| iincrnommen, wobei es ihnen gelang, in feindliche ?anl5 kcfJutqen einzubringen. Der Feinb leistete Wider- würbe aber überall in bie Flucht geschlagen. Verluste an Menschen unb Material. Va ien letzten Tagen fanben einige Einfluge auf JJ’r Wahnpiertel von Gonbar statt. Es sind keine deklaaen. c. Masche Flugzeuge griffen gestern nachmittag -MLi^liari an. Unsere Bobenabwehr und unsere W V.yfüiggeuge haben die feindlichen Aktionen sofort s ^pncicktzewiesen. Es ist nur ein Opfer zu beklagen. Französisches Flugzeug siellt Verbindung mit Dschibuti her. ,. ;;ilhy, 31.Juli. (Europapreß.) Ein französisches kni n n n «Rixprfn iTunisl aus die planvoll erweiterte 71SV -Arbeit. Berlin. 31.Juli. (DNB.) Di- Frage kriegsbe- bingter, ständig zunehmender Arbeitsfülle, welche die NSDAP, der NSV. überantwortet hat, veranlaßten Oberbefehlsleiter H i l a e n f e l d Mu einer Arbeitsbesprechung in der Gaujchule der NSV. m Berlin-Wannsee. Es liegt im Wesen der sozialen Verantwortung, daß in ihr vor allem der altere Mensch tätig wird. In dieser Verantwortung lag auch die Möglichkeit, mitten im Kriege eine planvolle Erweiterung der Arbeit vorzubereiten, welche die erzieherischen und gesundheitspflegerischen Aufgaben an Mutter unb Kind verstärkt. Sie Ausbilbung ber Fachkräfte hat weitere 10 000 ausgebildete Mitarbeiter in die NSV.-Arbeit emschal- ten können. Die großen Gesichtspunkte ber vielfältigen Aufträge verlangen vor allem die verantwortungsbewußte Volkspflegerin ober Schwester. Es wirb daher mehr als je zuvor bar auf an kommen, die sozialpflegerischen Frauenberufe noch stärker m den Mittelpunkt ber Berufswahl zu stellen. Weitere Erörterungen dienten der Klärung ber Arbeitsaufteilung zwischen staatlichem Gesundheitsamt und den Einrichtungen des Hilfswerkes Mutter unb Kind. Die Neuordnung des Schwestern- wesens stand unter dem Gesichtspunkt kommender großer Arbeitsvochaben. Hierüber werden zu gegebener Zeit weitere Planungen beEanntgegeben. Kinderreiche Familien im Wehrmachteinsatz. Nach einer Entscheidung des Führers ist während des Krieges den Familien mit fünf und mehr wehrpflichtigen Söhn en, von denen entweder bereits fünf oder mehr Sohne im aktiven Wehrdienst stehen, oder vier Söhne bereits Soldat sind und einer oder mehrere Söhne zur Einberufung heranstehen, auf Antrag w e n i g - stens einmännlicherErbe dzw. eine männliche Arbeitskraft zur Erledigung ber bie Existenz der Familie bedingenden Arbeiten zu belassen. In diesen Fällen bleibt zu prüfen, ob ein Sohn aus dem aktiven Wehrdienst entlassen oder ein Sohn nicht einberufen unb bis auf weiteres zuruckgestellt werben soll. Den Wünschen ber Beteiligten ist nach bas Wohnzimmer. Hier empfing Vater Mozart seine Gäste, hier mürbe musiziert, unb hier preßten wohl bie Kinder ihre Nasen an die Glasscheiben und sahen auf das Treiben in ber Gasse hinab. Nach rückwärts schließt sich als Verbinbunaszimmer zu einem rückwärtigen, hellen Gemach (sog. Arbeitszimmer L. Mozarts) ein seltsamer Raum an. Er ist düster unb schmucklos, sein einziges Fenster geht auf den Hof, ja, nicht einmal Hof, fonbern auf einen Gang, ber in ben Hof führt Das war - bie bamalige Zeit legte auf Ausstattung solcher Räume keinen besonderen Wert — bas Schlafzimmer ber Eltern. In biefem Zimmer hat W. A. Mozart bas Licht ber Welt erblickt. Heute finb brei Stockwerke bes Hauses Museum mit befonberer Betonung der ehemaligen Wohnung Mozarts unb insbesondere des Geburtszimmers, das ein Heiligtum der deutschen Nation lst. Das Museum enthält die Zeugen aus Mozarts Zett unö seines Umkreises: Bildnisse, Instrumente Manuskripte, persönliche Erinnerungsgegenstande, ferner einer Theaterabteilung, die das Bühnenwerk Mozarts in alter und neuer Zeit zum Gegenstand hat und eine Gruppe „Mozartkult nach Mozarts Tod bis zur Gegenwart". 1775 zog bie Familie Mozart in eine größere Wohnung am bamaligen Theaterplatz. Auch ste aus sechs hellen Räumen unb einem Saal bestehend, ist (wenn auch ebensowenig wie in Mozarts Geburtshaus Einrichtungsgegenstände vorhanden sind) erhalten geblieben und steht heute größtenteils in Verwendung des Leopold-Mozart-Semmars der Reichshochschule Mozarteum. Salzburgs Baulichkeiten sind voll Erinnerungen an Mozart. Im Dom spielte Mozart als junger Konzertmeister, in der Peterskirche leitete er (mit seiner Gattin Konstanze in der öopranpartie) t)ie Uraufführung der C-moll-^effe, für die nahe Wallfahrtskirche Maria Plain ist die Kronungsmesse ge- । schrieben, in der Residenz wurde zu Festlichkeiten i oder Taseleien seine Musik gespielt, auf dem 3m» . berg steht das „Zauberflöten"-Häuschen, em ©ar» - tenhäuschen, in dem Mozart in Wien Teile der „Zauberflöte" komponierte und das später nach : Salzburg übertragen wurde, und vieles andere. So ner an dem leichten Flakgeschütz sich immer wi-d-r der Panzer erwehren, die dem Geschütz zu nahe kommen. Nacheinander fallen sechs bolschewistische Panzer dem Abwehrfeuer des leichten Fl^kzuges zum Opfer; zwei davon allein durch das Geschütz des Unteroffiziers Pf., dessen Bedienung nach heldenhaftem Kampf fällt. Einer der schweren Kolosse ist durchgebrochen und kommt auf nächste Entfernung an bas leichte Flakaeschütz heran. Und noch ehe vom schweren Flakgeschütz ber vernichtende Schuß abgegeben werden kann, erhält das Geschütz des Unteroffiziers Pf. einen Dolltxefter. Mitten m der tapfersten Abwehr degen einen ungleich stärkeren Gegner ruft der Tod vier tapfere Kämpfer vom Schlachtfeld ab; zwei Kameraden sind verwundet. Bereits die ersten wirkungsvollen Treffer der Flakartlllerie haben Verwirrung in die Reihen des Gegners gebracht, dessen Angriff bald zum Stoppen kommt. Panzer, die bereits auf größere Entfernung abdrehen, weil die Besatzung die Aussichtslosigkeit ihres Vorstoßes erkannt hat, werden unter Feuer genommen und wirksam bekämpft. Eine Reihe von ihnen wird gegen unsere unentwegt angreifenden Verbände nicht mehr zum Einsatz kommen ... Kleine politische Nachrichten. Deutsche Marineartillerie schoß bet dem bereits gemeldeten Versuch britischer Kampfflugzeuge am 30. Juli, die norwegischen Küstengewässer anzufliegen, zwei britische Maschinen ab. Ein deutsches Räumboot, auf das der dritte bereits abgedrehte Flieger einen Bombenabwurf versuchte, schoß das Möglichkeit Rechnung zu tragen. Länger dienende Soldaten kommen für eine Entlassung nicht lIV25e» tracht. Desgleichen ist anzustreben, daß nach Mog- lichkeit nur solche Soldaten entlassen werden, bie bereits ihre aktive Dienstpflicht erfüllt haben. Ferieneinsatz in Kindergärten. Ebenso wie bie Lehrer werben auch bie Leh r e - rinnen in ben Ferien sich für ben Kriegseinsatz zur Verfügung stellen. Einem großen Teil ber Kinbergärtnerinnen und Jugendleiterinnen ist die Gewährung von Urlaub in diesem Jahre erschwert. Die Reichswaltung des NS.-Lehrerbundes hat es als Ehrensache der Lehrerinnen bezeichnet, bei ihrem Ferieneinsatz bie Vertretung von Kinbergärtnenn- nen und Jugenbleiterinnen zu übernehmen. Mietzuschüffe und Lohnstop. Der Reichsarbeitsminister hat klargestellt, daß auch Mietzuschüsse ber Unternehmer an die Gefolgschaftsmitglieder dem Lohnstop unterliegen. Dabei ist es unerheblich, ob diese Mietzuschüsse dazu bienen, die Mieten im sozialen Wohnungsbau tragbar zu machen oder ob sie die Mietzahlungen anderer Wohnungen erleichtern wollen. Es könne nicht Aufgabe der Lohnpolitik sein, für einen kleinen Teil des Volkes tragbare Mieten zu schaffen. Der hier notwendige Ausgleich müsse, um sonst un- vermeidbaren Berufungen auf dem Gebiete ber Lohngeftaltung aus bem Wege zu gehen, in einer anberen Weise als burch mittelbare Lohnerhöhungen erreicht werben. Ausnahmen vom Lohnstop finb in allen diesen Fällen nicht zuzulassen. Keine Gratifikation e bei Verstoß gegen die Arbeitsdisziplin. Der Reichsarbeitsminister hat in einem Erlaß an bie Reichstreuhänber ber Arbeit barauf fjinge- wiesen, baß nach einem Urteil bes Reichsarbettsge- richts ber Betriebsführer berechtigt ist, bei Verstößen gegen bie Treupflicht dem Gefolgsmann die vereinbarte oder übliche Weihnachtsgratifikation oder Jahresabschlußvergütung zu versagen, wenn sich der Gefolgsmann einen gröblichen Verstoß gegen bie Arbeitsdisziplin zuschulben kommen ließ. ber eigenen Artillerie abgewehrt wirb und zum Stehen kommt. Bereits dis zu diesem Zeitpunkt hat unsere Flakartillerie einen schweren Panzer zum Schweigen gebracht unb einen weiteren von mittlerer Größe vernichtet. Aber auch in ben eigenen Reihen sind Verluste eingetreten. Ein Geschütz ist durch Volltreffer ausgefallen, zwei Kameraden gefallen, ein anderer schwer verwundet. redet die ganze Stadt noch die Sprache seiner Musik, unb bie weite, herrliche, große Lanbschaft ber Umgebung ist ihr Echo. Der ägyptische Ministerpräsibent Hussein Sirry Pascha hat ein neues Kabinett gebilbet. Major Sir Herbert Paul Latham, Parlaments- mitgüeb für Scarborough-Whitby (Yorkshire) würbe verhaftet. Er soll wegen angeblicher Vergehen gegen bas Militärgesetz vor ein Kriegsgericht gestellt werben. offenbar ber Abschiedsbissen; denn alsbalb schwang ich die Mutter auf einen Zweig des Nachbarraums und lockte. Jetzt sah ich zum erstenmal die winzigen Krallen des Jungoogels; so weit trieben ihn Hunger unb Tatendrang ans Licht. Ein kleiner Schrei, ziemlick verzweifelt, unb schon war die kühne Tat vollbracht: drüben auf ber Birke landet unser Erstlingsflieger. Sein Vater schwingt sich daneben und atzt chn. Inzwischen macht ein zweites die gleichen Gym- nastikübungen, schafft durch Kopfsprung einen guten Start unb wirb in der Linde von der Mutter verköstigt. Nach einer Weile folgt bas Dritte, fatm sich aber nicht halten in der Luft, flattert änastlich tn mein Arbeitszimmer. Beide Eltern sehen die Tra- gödie; sie rufen recht erregt, indes der Kleine stlll atmend auf dem Bücherbord sitzt, mich ohne Scheu herankommen läßt unb gleich darauf behutsam ins Freie getragen wird. Diesmal gelingt der Hoch- flug; in einer Kiefer umsorgen ihn die beiden Alten mit lautem Triumph. Aber ich kann gar nicht so schnell erzählen, wie sich die Ereignisse nun überstürzen. Wie der Teufel aus dem Kasten flitzen ohne Pause Kind vier, fünf und sechs in den Luftraum, iebes grüngelb gefiebert, das vollkommene Ebenbild feines Vorgängers. Noch erstaunlicher ist die schnelle Vielseitigkeit der Eltern; sie sind überall zugleich; eben füttern sie ein Kind auf meinem Hausdach, flöten schon hinüber zu den beiden in ber Birkenkrone, picken rasch ein Räup- chen auf, das ebenso schnell vom andern Kind ver- schlangen wirb, unb finben immer noch Zeit, vor bem schwarzen Loch des Nistkastens umherzuschwirren, falls sich dort ein Zauberer nicht entschließen farm. „Mütterchen, sie sind wahrhaftig alle ausgeflogen! Schluß mit ber Vergangenheit; neue Pflichten warten auf bich unb neue Freuden. Es will ja noch eine zweite Brut hochkommen in diesem Sommer; nun muß die erste rasch selbständig werden." Großer Umtrieh erfüllte an jenem Taa meinen Garten: sechs junge Blaumeisen lernten durch die Eltern ihr Kindheitsparadies kennen, beziehungsweise ihre Speisekammer, um bann am Abend auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden in eine weite, schöne Welt. In ben Nachmittagsstunben erscheint ber Geaner mit v er sinzelten Panzern auf dem Schlachtfelde. Zwei Kolosse werden von einem Geschütz in Zusammenarbeit mit ber Sturmartillerie erlebigt, ber Rest zieht sich in bie Wälder zurück. Gegen 16 Uhr gehen die Sowjets zu einem überaus starken Jnfanterieangriff vor, ber von runb 5 0 Panzern aller Kaliber unterstützt wirb. Der Gegner will einen Keil in unsere vorwärts stürmende Front treiben. Mit einem einzigen Blick erfaßt Oberleutnant K. bie Tragweite des massierten Angriffs. Während vor ihm sich bas Aufbellen ber leichten Flakgeschütze mit bem Einschlagen ber feinblichen Granaten mischt, greift er sich aus ber Vielzahl ber Panzer mit Ruhe unb Umsicht bie nächsten heraus, bie balb rauchenb ober leblos liegen bleiben. Unaufhörlich änbert bas Geschütz seine Richtung, immer wieder trifft das Geschoß sein Ziel. 35 Minuten hin- burch tobt der schwere Kampf, in dessen Verlauf allein Oberleutnant K. 16 Panzer und sein Unteroffizier vierPanzervernicktet, unter ihnen Kolosse von unwahrscheinlichem Ausmaß. Und mit der gleichen Ruhe und Umsicht versieht der Richtkanonier, ber Gefreite W., feine Pflicht m härtestem Kampf. £ , . , , Um bie gleiche Zett nimmt die leichte Flak ihr verheerendes Feuer gegen die ben bolschewistischen Panzern folgenden Maschinenaewehre unb Geschütze auf. Zwischendurch aber müssen die Män- rf L Wkübergehende Verschlechterung des Wetters fi9 unblt fidi barauf schließen, baß. der Gegner, ber im jfiigen,! tiefhängenber Wvlkenschichten vor ben Zu- istierens unserer Luftwaffe einigermaßen sicher war, ie W r iflirten Kräften zu Gegenstößen an» n Derart j jen würde, um zu versuchen, bie weit jn ihn gnajme b errungene Panzerspitze d o m © r o 5 n AA' h zHeeres zu trennen. Unsere Abteilung, i): bin Schutz ber Vorausabteilungen des Heeres v(7 Merraschenben Angriffen übernommen hat, be» |IM sich beshalb bereits feit langen Stunben m Mt Alarmbereitschaft. Unaufhörlich schlagen bie Jtimten ber feinblichen Artillerie um bie Stel- luiM ein. Das Feuer wird immer heftiger. Be- in ben SSormittagsftunben setzt ber Gegner tärtfter Artillerievorbereitung zu einem Inerte a n g r i f f an, ber aber gemeinsam mit Einstellung ber Feinbseligkeiten haben sich an ber Grenze zwischen Ecuabor unb Peru bie Angriffe peruanischer Streitkräfte wieberholt. Aus einer Verlautbarung ber Regierung Ecuabors geht hervor, baß ein peruanisches Kriegsschiff ben Hafen von Bolivar beschoß. Peruanische Flugzeuge sollen bie Ortschaften Machla und Basaje mit Bomben belegt haben; sie überflogen ferner in großer Höhe die Stadt Guayaquil unb warfen Flugblätter ab, in ®urupuptCB., »lu ,.u„ou|.w» denen die Bevölkerung zum Aufstand gegen die B i z e r t a (Tunis) aus bie 1 ecuadorianische Regierung aufgeforbert wurde. ?• zM JjJ P"fertige Ausweitung, abgeschlossen durch einen y®.)^ efft Torbogen, hinab zum ^alzachfluß, und h er, uv der Blick über ben Platz durch bas Tor zum riiräenben Gewässer geht, liegt Mozarts Ge- 4'®/* Ii- ®a||e ist.schon im Mittelalter entstanden das N Z-hrhundert hat allen diesen Häusern in Por- WFensterumrahmungen, Eisengittern, Türen, einen barocken Einschlag gegeben. Vater Leo- |i4 M Mozart, Violinist (späterer Dizehofkapell- 1 °n.W Mu) zog nach seiner Hochzeit nut ber $fIeaers Uch-7 Anne Marie Pertl aus St. Gilgen (Salz i tirirergut) in das Haus GetreFegasse 9, 3. Stock. KHie ist Wolfgang Amadeus Mozart am 27. Ja- uni K rte '1756 geboren. Die engen, steilen Treppen, ,ti Am iiisiur und die Gänge mit marmornen Fußboden, dl-^che, zu der ein paar Marmorstufen abwärts litt« Ären, unb die -ine alte, offene Rauchhaube und alte Anrichte besitzt, — all diefe Dinge sind r ’s erhalten. Und ebenso die Zimmer mrt ihren iatteNt c ltsti braungestrichenen Türen, dem einfachen S f ^iirf an ben Decken unb ben weichholzernen ^ufe- L) O MC3 vordere große •Rimmer war ife - W Wan-ervorschläge für den Sonntag Wirtschaft ft« Spielvereinigung 1926 Leihgestern. i. B.: Dr. Hans Thyriot. i.D.: Dr. Hans Thyriot. unh Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K.A wk.j ■ Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Angele Verantwortlich für den Inhalt derAnzeigen:TyeodorKümmel. Pl.Nr«i. 1-^' ttforbe öliiriimraiwmffmnimmr-LLTTTTiiTiiiMTnininiTMSi ®ir | Mietgesuche j. 5nho | Kaufgesuche~| | Empfehlungen"! Beutel 25 Pfg. 31930 geordnet. Hersteller: Friko-Dortmund, Postfach 225 Ruf: 34752 Mündlich können (Sie 65 nur wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen (Sie e§ allen Reichs-Spinnstoff-Sammlung 28. Juli bis 23. August 1941 Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Veterinärpolizei. I. B.: Nicolaus. um, K Tagesgi mten E en find ts auf d itet hat! der St die 61 inner, fite nur sichtsreicher Feldweg führt uns hinab nach unserem Endziel, dem im Dietzbözetal hübsch gelegenen Ort Eibelshausen. Dauer der Wanderung 5% Stunden. Gießen — Badenburg — Wißmar — krofdorfer Forst — Wettenberg — Gießen. Wir beginnen unsere Wanderung bei der Unterführung in der Ederstraße und folgen blauen Strichen, die uns den Bahnkörper entlang zur bewirtschafteten Ruine Badenburg bringen. Von hier gehen wir roten Ringen nach am Ufer der Lahn her auf die Eisenbahnbrücke und über den Sportplatz nach Wißmar. Nach einer Erholungspause benutzen wir den Weg, der an der hochliegenden Kirche vorüber nach Crumbach führt aufwärts zum Wald, an dessen Rand sich ein prächtiger Blick über das Lahntal nach dem Hangelstein, dem Lollarer Kopf und Burg Staufenberg erschließt. Waldeinwärts stoßen wir alsbald auf schwarze Punkte, denen wir nach links nachgehen. Auf lauschigen Waldpfaden leitet uns das Zeichen zum Wettenberg, wo wir uns wieder an der hübschen Aussicht erfreuen, gehen über die Eisenbahnbrücke auf die Launsbacher Straße und später auf die Krofdorfer Straße, auf der wir nach vierstündiger lohnender Wanderung Gießen erreichen. rohe oder gekochte /, Früchte mit oder / j ohne Zucker in Zu bindeg läsern, und -gefäßen Dillenburg — Nanzenbach — Eschenburg — Hirzenhain — Philippsbuche — Eibelshausen. Vom Bahnhof Dillenburg überschreiten wir die Eisenbahnbrücke und gelangen alsbald in das schöne, vielgewundene Nanzenbachtal, in dem wir aufwärts gehen, um in 1% Stunden Nanzenbach zu erreichen, hier überrascht uns die eigenartige Bauweise der Wohnhäuser und der mitten in der breiten Dorfstraße stehende zweiröhrige Laufbrunnen. Kurz hinter dem Ort beginnt der Aufstieg zur 590 Meter hohen Eschenburg, deren Gipfel ein 50 Meter hoher Turm ziert. Der Rundblick von der Spitze des Turmes ist unbeschreiblich schön; sehenswert ist auch das neben der im Untergeschosse befindlichen Gaststätte untergebrachte kleine Museum mit zahlreichen Gesteinsarten, Ausgrabungen und Versteinerungen. Eine breite Waldstraße bringt uns nach dem durch seinen Segelflugplatz betankten Hirzenhain mit guten Gasthäusern. Weiße liegende Kreuze zeigen uns von hier den Weg nach dem Dietebachtal, das wir überqueren, um, jetzt ohne Zeichen, zur Phi- lippsbuche und dem Denkmal am Hang des Staffel- bölls emporzusteigen. Hier oben bieten sich uns prächtige Blicke auf die Höhen des Hinterlandes und des kuppenreicher Schelder Waldes. Ein aus- *8ri ! p:2ite: Werkmeister sucht für 1 Monat ruhiges Zweibell-ZiiDiner Angebote unter 02517 a.d.G.A. Zwei Kinder in den Flammen umgekommen. LPD. Marburg, 31. Juli. Zn dem Dörfchen Rodenhausen entstand in einer Scheune, in der sich ein Taubenschlag befand, ein Feuer, wobei tue beiden Söhne des Formers Heinrich B e ck im Alter von sechs und elf Jahren, die sich in dem Taubenschlag beschäftigt hatten, den Tod fanden, während der neun Jahre alte Sohn des Bauern Joh. Schreiner sich noch rechtzeitig retten konnte. Außerdem gingen 300 Zentner Heu in Flammen auf. Man vermutet, daß 'tue Kinder mit Streichhölzern gespielt hatten. Nach Löschung des Brandes fand man die verkohlten Leichen der beiden Jungen. Aber die Urkunde der Reichs* Spinnstoff - Sammlung ist ein Andenken an.eine große Zeit* m 5 mit !>ie Schc weiten i ein, m Derfu bien imi Biiet erfa U' das ß Di das des U Einkoch Uchi, da jlbjen ob Wch hal i'tn alle als Mliihkeil "tominen I Himngspro W durch Mohn Mrüben : ■ta Sem fr getagt BR. Nac pr.grür 8Ä fa. Anordnung über das verbot des Badens in der Lahn innerhalb des Stadtkreises Gießen. Auf Grund des § 129b Abs. II Z. 2 der Hessischen Städteordnung vom 8. Juli 1911 in Verbindung mit der Ersten Hessischen Verordnung zur Durchführung der Deutschen Gemeindeordnung vom 1. April 1935 ordne ich an: 3194C Nachdem das Staatliche Gesundheitsamt Gießen die Gesundheitsschädlichkeit des Lahnwassers festgestellt hat, verbiete ich mit sofortiger Wirkung das Baden in der Lahn. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Gießen, den 30. Juli 1941. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ortspolizeibehörde. I. V.: gez. Nicolaus. General-Vertr. für Hessen: Ernst Volkmann» Bochum-Brenschede, Burgstrafee 15 / Ruf 81589 Weist auch Bezugsquellen nach! ADOX Vom 2. bis 17. August Praxis geschlossen Zahnarzt Dr. Bender Vertreter in dringenden Fällen: Dr. Geyer und Dr. Schmidt 3197 D EISENGROSSHANDLUNG in größerer süddeutscher Stadt sucht zu sofortigem od. baldigem Eintritt perfekte Stenotypistin als Sekretärin in angenehme Dauerstellung. Gefl. Bewerbungen mit Lichtbild und den üblichen Unterlagen unt. 3196D an den Gießener Anzeiger erbeten. (i hM"" Bit N* Bekanntmachung. Betr.: Geflügelcholera. In den Geflügelbeständen des Karl Seibert, Gie- ßen-Wieseck, Am Wingert 18, und des Karl Kreiling, Gießen-Wiefeck, Kornblumenstraße 33, ist die Geflügelcholera ausgebrochen. Gehöftsperre ist an- Wertielördert die Möbel von Küche u. Schlafzimmer 0251» von Köln nach Gießen? Angebote an Deichmann, Gießen, Roonstratze 2. Iijä bildend es; Fi S, wie eh ySin bi, Memüf. s den bereits bestehenden Schwimm- und Badegelegenheiten am Obersee geschaffen werden soll. Den Wohnungsbau und überhaupt die Beschaffung von Wohnungen wird die Stadtgemeinde durch Bereitstellung und Erschließung von Baugelände in großzügiger Planung durchführen. Landkreis Gießen. * L e i h g e st e r n , 31. Juli. Innerhalb von zehn Tagen verstorben in unserer Gemeinde die beiden ältesten Einwohner: Frau Marie Jung Wwe. am 17. Juli und der Grubenbeamte i. R. Johannes Diehl am 26. Juli im 87. Lebensjahre Beide find auf ihrem langen Lebenswege von ernstlichen Krankheiten verschont geblieben. Zinsen auf TeilschuldverschreÄmngen 15,69 (13,04), Einkommen-, Ertrag- und Vermögenssteuern 212,79 (171,45), Berufsvertretungsbeiträge 2,42 (2,77) Millionen RM. Rach 168,78 (171,24) Millio- nen RM. Anlageabschreibungen, 5,0 (5,0) Zuwendungen an Pensions- und Unterstützungskassen, 0,177 (5,66) an gesetzlicher, 10,0 (6,997) zur freien Rücklage bleibt ein Jahresreingewinn von 58,756 (56,071) Millionen RM. und reicht damit gerade zur Verteilung von wieder 5 v. H. Dividende auf 2,0 Millionen RM. Vorzugs- und wieder 8 v. H. auf diesmal 733,20 (691) Millionen RM. Stammaktien aus (i. V. wurden noch 0.601 Millionen dem Aufsichtsrat vergütet), so daß die Erfolgsrechnung wiederum ausgeglichen ist. Die Bilanzsumme hat sich weiter von 1868,39 auf 1923,66 erhöht und ist damit noch näher an die 2-Milliarden-Grenze herangerückt. Die Hauptversammlung findet am 8. August in Frankfurt a. M. statt. Bäuerliche Hauptgenoffenschast Nhein- Main-Vxckar eGmbH., Frankfurt a. M. Dank der planvoll gesteuerten Arbeit des deutschen Bauerntums durch die nationalsozialistische Agrarpolitik vollzog sich auch in der Landwirtschaft die Umstellung von der Friedens- zur Kriegswirtschaft rasch und reibungslos. Das genossenschaftliche Warengeschäft wurde vom Krieg stark beeinflußt. Mit dem geschäftlichen Erfolg ist die Bäuerliche Hauptgenos|enschaft zufrieden. Durch die Verhältnisse bedingt, konnten nicht alle Wünsche der Genossenschaften und ihrer Mitglieder befriedigt werden. Insbesondere mußte die Kontingentierung der srickstoff- und phosphorsäurehaltigen Düngemittel ebenso wie die der Futtermittel manche Wünsche offen lassen. Der Bedarf an Saatgut, namentlich an Pflanzkartoffeln, war erheblich größer als in den Vorjahren, die Brennstoffversorgung war befriedigend, das Interesse an Schädlingsbekämpfungsmitteln stieg. Jni Landmaschinengeschäft konnten fast gleiche. Umsätze wie im Vorjahr erzielt werden. An der Erfassung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse war die Hauptgenossenschaft, gemessen am Gesamtertrag, gut beteiligt, in Kartoffeln und Rauhfutter wurde der Umsatz früherer Jahre beträchtlich übertroffen. Die Flachsröste konnte den größten Teil der mengenmäßig guten Ernte in verhältnismäßig kurzer Zeit abnehmen. Während der Mengenumsatz rd. 0,392 Mill. Doppelzentner höher als im Vorjahre war, ging der wertmäßige Umsatz um 6,5 auf 54,6 Mill. RM. zurück. Die Mitgliederzahl sank von 1282 auf 1261 bei 10 (11) Zu- und 21 (25) Abgängen. Es verbleibt einschl. 5 502 (2329) RM. Vortrag ein Reingewinn von 128 319 (137 939) RM. Es werden wieder 5 v. H. Zins auf die Ge- fich ebenfalls nur geringe Veränderungen. A» Pfandbriefmarkt bleibt die starke Nachfrage bestehen die Kurse sind meist rein nominell. Neu eingefühc wurden 4'/2- und 4prozentige Schuldverschreibm gen der Hessischen Landesbank-Girozentrale, die zr den Üblichen Kursen notiert wurden, jedoch nur ji kleinsten Prozentsätzen zugeteilt werden konnten Am Markt der Länderanleihen ist jetzt auch Badei: mit einer Kündigung einer früher 6-, jetzt 4l/2pr» zentiaen Anleihe von 1927 hervorgetreten, mobr den Inhabern der Umtausch in eine neue 3Vrpn» zentige Anleihe in Aussicht gestellt wird. — Dn Aktiensreiverkehr hielt sich in engsten Gremm Deutschlands größter Chemiekonzern berichtet. FWD. Frankfurt a. M., 1. August. In dem Jahresbericht 1940 der JG.-Farbenindustrie A G. Frankfurt a. M. wird eingangs festgestellt, daß die in den IG.-Werken vornehmlich auf synthetischem Wege neu entwickelten Erzeugnisse wie Stickstoffverbindungen, Leuna - Benzin, IG.- Leichtmetalle, Vistra-Zellwolle, IG.-Kunststoffe, Buna, im wesentlichen der Erweiterung und Verbesserung der allgemeinen Güterversorgung dienen sollten, daß sie jedoch im deutschen Schicksalskarnvf die stärkste Rechtfertigung erfahren. Auch nach Kriegsbeginn wurden noch zahlreiche neue Erfindungen technisch und wirtschaftlich nutzbar gemacht. Neue große Investitionen wurden vorgenoinmen, Leistungen und Geschäftsumfang der IG. beträchtlich erhöht. Entsprechend wurden an die finanzielle Leistungsfähigkeit große Anforderungen gestellt. Um die Steigerung der Ausfuhr war die IG. ständig bemüht. Kriegsbedingten Ausfällen im Ueberfeege- schäft stand eine erhöhte Ausfuhr nach europäischen Ländern gegenüber. Im einzelnen war in Farbstoffen der Umsatz irrt ganzen befriedigend. Der Umsatz in Schwerchemikalien, Kunststoffen, synthetischem Kautschuk, Gerbstoffen u. a. ist gestiegen. Trotz des Krieges konnte der Ausbau der wissenschaftlichen Behring-Institute fortgesetzt werden. Neue pharmazeutische Präparate wurden herausgebracht, auch die Zahl der Pflanzenschutzmittel erfuhr eine Vermehrung. Der Umsatz in Photographika zeigte eine befriedigende Entwicklung, die Qualität wurde verbessert. Der Unv- satz in Kunstseide-, Zellwolle- und Zellstoffprodukten stieg an, die Erzeugung von Sulfit- und Salpetersäure-Zellstoff verlief normal. Auf dem Mineral- öelgebiet wurden Entwicklung und Produktion planmäßig durchgeführt. Die erhöhten Anforderungen an Düngestickstoff konnten befriedigt werden. Die Förderung der Braun- und Steinkohlengruben stieg. Die sozialen Aufwendungen werden mit 97,41 (94,64) Millionen RM. beziffert, davon waren 75,38 (72,86) Millionen RM. gesetzliche Beiträge zur Sozialversicherung und Aufwendungen für betriebliche Altersvorsorge. Für Aufwendungen für einberufene Gefy,lgschaftsmitglieder und deren Angehörige sowie für die Jahresprämie wurden 34,1 (22,9) Millionen RM. ausgegeben. Der Roh- überschuß stieg in 1940 auf 846,44 (786,33) Millionen RM., Beteiligungserträge brachten 26,25 (24,65), Zinsen und sonstige Kapitalerträge 6,46 (2,31), ao. Erträge 1,47 (8,71) Millionen RM. Demgegenüber erforderten Löhne und Gehälter 382,14 (364,36), gesetzliche Sozialabgaben 24,86 (23,84), furter Hof bis 98 nach, nachdem vorübergehend )j( Parigrenze überschritten wurde. Grün & Bilfinger, die ihr Kapital durch Berichtigung auf die dreifach,' Höhe bringen, waren zuletzt stärker erholt uiü rund 277. — Am Rentenmarkt zeigte sich gleiche falls nur wenig Unternehmungslust. Reichswerh schwankten um Prozentbruchteile, Stadtanleihn fast geschäftslos. In Jndustrieobligationen ergäbet| Der siegreiche Kampf unserer tapferen Wehrmacht sichert die Zukunft unseres Volkes. Ken Sie Sinnig ! m Sie te und w Wregung üben. Oer landwirtschaftliche Marktbeobachter NSG. Getreidewirtschaft: Die Roggenernte konnte bisher nur langsam vor sich gehen. Der Saatgutbedarf in Wintergerste ist gedeckt. Es wird dadurch ein Ueberblick erreicht, welche Gerstenmengen für Futterzwecke verfügbar werden. Die Versorgung mit Weizen- und Roggenmehl ist ausgeglichen. Doll befriedigt konnte auch der Bedarf an Reis werden. Die Heuablieferungen sind anhaltend durchaus zufriedenstellend. Gleichzeitig setzen die ersten Ablieferungen von Stroh neuer Ernte ein. Kartoffelwirtschaft: Bei den Frühkartoffeln zeigen sich hinsichtlich der Menge immer noch gewisse Schwankungen, doch wurde auf den Märkten alles dafür eingesetzt, den Bedarf der Bevölkerung soweit wie möglich zu decken. Gartenbauwirtschaft: In der Anfuhr von Gemüsen ist ein anhaltender Anstieg zu verzeichnen. Der Gemüsebedarf insgesamt kann gedeckt werden, wobei natürlicherweise in den Mengen der einzelnen Gemüsearten immer noch Unterschiede vorhanden sind. Hemmend wirkt mitunter eine ungleichmäßige Verteilung der Verbraucher auf die Verkaufsstellen. Es kommt dadurch vor, daß einzelne Geschäfte sich beinahe um Absatz bemühen müssen, während in anderen Geschäften noch ähnliche Erscheinungen wie in der Mangelzeit auftreten. Es wirkt sich in dieser Beziehung teilweise noch die Nachwirkung einer gewissen Mangelpsychose aus, die sich aber von Woche zu Woche mehr verlieren wird. Es wurde danach getrachtet, die Zulenkungen von Obst an die verschiedenen Marktorte zu verstärken. Bis jetzt konnte allerdings das erwünschte Ziel noch nicht erreicht werden, wie schon in den vorausgegangenen Berichten betont, kann hier die Entwicklung nur -schrittweise vorangehen. Viehwirtschaft: lieber die Deckung des Fleischbedarfs hinaus war wieder die Herausnahme von Schröeinen und Kälbern für die Vorratshaltung und für die Verarbeitungsbetriebe möglich. Auch Umleitungen konnten gleichzeitig erfolgen. DSr Schafauftrieb steht im Zeichen eines allmählichen Anstieges und wird sich fortschreitend verstärken. Die Fleischqualitäten waren zufriedenstellend. Für die Märkte der kommenden Woche werden wieder gute Auftriebe auch an Großtieren erwartet. Milch- und Fettwirtschaft: Es galt auch in der vergangenen Woche wieder den Bedarf an Milch und Milcherzeugnissen, Fett und Del zu decken. Besondere Schwierigkeiten sind in der Berichtszeit nicht aufgetreten. Eierwirtschaft: Die in der vergangenen Woche aufgerufenen vier Eier auf den Abschnitt b und c der Reichseierkarte konnten, wie schon im voraus angedeutet, nicht auf einen Schlag ausgegeben werden. Die noch ausständigen Eier werden aber in nächster Zeit zur Stelle fein. Oie Zahlung in der Rentenversicherung Die Sozialrentenempfänger erhalten die neuen Zuschläge zu den Renten der Invalidenversicherung an den Postschaltern er st malig im 21 u g u ft gleichzeitig mit den Nachzahlungen für Juni und Juli, soweit die Renten bereite im Juni 1941 laufen. Die Reichspost ersucht die Rentenempfänger, bei der Abhebung der Augustrente nur einen Rentenempfangsschein vorzulegen und diesen aus den Gesamtbetrag auszu- ftellen. Der Gesamtbetrag umfaßt den bisherigen Betrag der Rente und die Zuschläge für drei Monate. Wer also zum Beispiel bisher eine Invalidenrente von 31,50 RM. bezog, erhält künftig monatlich 37,50 RM. Für August erhält er außerdem die Nachzahlung für Juni und Juli von je 6 RM., so daß der Rentenempfangsschein für August auf 49,50 RM. lauten muß. Eine Witwe, deren Rente bisher beispielsweise 18,50 RM. betrug, stellt den Rentenempfangsschein für August auf 33,50 RM. und in den folgenden Monaten auf 23,50 RM. aus. Die Waisenrente eines Vormunds von drei zuschlagberechtigten Kindern erhöht sich monatlich um 12,— NM. Angenommen, eine solche Rente macht bisher 26,— NM. aus, so beträgt sie nunmehr monatlich 38— RM. Im August werden in diesem Falle 62,— RM. gezahlt, lieber weitere Einzelheiten erteilt die Post Auskunft. Aus der engeren Heimat. Aufbauarbeit in Laubach. LPD. ßaubacf), 31. Juli. Im Zuge ihres Aufbauprogramms, das die Stadt Laubach ausgestellt hat, ist eine durchgreifende Verschönerung des historischen Stadtbildes vorgesehen, und damit die Freilegung alter Fachwerkbauten, alter Winkel und Gäßchen der Stadtteile „Grünes Meer", „Lippe" u. a. m. In verstärktem Maße soll nach Wiederkehr der Friedensverhältnisse gerade dieses Gebiet gefördert werden, zumal Laubach manchen alten Fachwerkbau von außerordentlicher Schönheit sein eigen nennen kann. Auch an die Errichtung einer neuen Volksschule und eines neuen Spritzenhauses ist gedacht, ebenso an die Anlage eines neuen, geräumigen Sportplatzes mit Aschenbahn, der in Verbindung mit Mde, di Irfialb de «alledA L in lche M M 3U c: seine 5 p SA jjBllich A, Aber Lienloger "bis einer M we> WS jetzt ß ^erfahr' M?neinanÖ£ fctift, Br |tt ftiefr Wes ander ,r Verein W 3® M Fac !ll Dinge »n ans h üjüfjrt m he,M ;e kmni 'n Kleins zemhnhe r unbear stopfen. Ä in d jedjten E n eine |Wohnungstausch| Tausche 3-Zimmer- Wohnung gegen 3-4-Zimm.- Wohnung Schr.Angeb.unt. 02520 and.G.A. ÄOCDIdflCöenJNe ra v. S. erhalten 6U W roter erholten Aut- aabmfu dner ft Witte* I schäftsguthaben verteilt, der Rest bis auf 6182 RM den Rücklagen zugeführt. Weiter sehr stille Aktienmärkte. Frankfurt a. M., 31. Juli. Die Stille oi den Aktienmärkten dauerte in der Berichtswoch. weiter an, und die Tagesumsätze hielten sich in eng. ’ ften Grenzen. Verschiedentlich konnten in einige: Werten Abgaben kleinen Ausmaßes von beftimm ter Stelle beodachtet werden. Das Kursnioeau wj unter diesen Umständen, zumal kaum Neigung J Käufen auf dem hohen Kursstand vorlag, stänLic mehr oder weniger erheblich n a ch g e b e n d. Eiiy's 3eine Sonderbewegungen waren jedoch auch diesmal wieder zu verzeichnen, so zogen Daimler wieder bi$i 203 an, auch Conti Gummi, die dis 389 zurückge, gangen waren, wieder bis 393 aufholend, Holzman, f dis 278 erholt. Die Fardenaktie schwankte zwischen 211 und 213. Im Einheitsmarkt gaben Frank Dingler gingen zuletzt mit etwa 150 & Klumpp etwa auf letzter Basis. — Miet) unverändert mit 1,75 v. H. In diesem Jahre kann die Spieloereinigung IM Lechgestern auf ihr 15jähriges Bestehen zurüss Micken. Aus diesem Anlaß findet am kommend« Sonntag auf dem Platz an der Rindsmühle ein Fußball-Blitzturnier für Jugendmannschaften ftäffi. zu dem mehrere Vereine ihre Zufage gegelm Haden. Der Zeit entsprechend wird das lumir: in schlichtem Rahmen durchgeführt. Nach der Flezp genhissung beginnen die Kämpfe der Vorentscheii düng. Nachmittags werden die Endkämpfe zm Austrag kommen. Den Abschluß bildet die (Sieger* ehrung. Bis jetzt haben ihre Teilnahme an diesem Fußballturnier zugesagt: Grünberg 1. Jgd., Großm Linden 1.Jg»d., Watzendorn-Steinberg 1. Jgd., der-Weisel I.Jgd. und Mein-Linden 1. Jgd. Kurze Sportnotizen. Ragnhild Hveger,. Dänemarks Reko^ schwimmerin, feierte in Aarhus zwei neue Siegs Die 100-Meter-Kraul gewann sie in 1:06,1 und du- 400-Meter-Kraul in 5:15,7 Minuten, lieber 2M Meter-Brust war Inge Sörensen in 3:00,3 erfolgreich. I Hauvtschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter hö Hanptichriftleiters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politik IM' Bilder: Dr. Fr. W. Lange,' für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: bi Stabt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Eport: Ernst Blumscheinlbeuil.', DtahWaßt' 3200 D billig zu verkauf. Wnträoo Seltersweg 6 Fernruf 3292. für Gleichstrom zu verk. _ 02513 Marie Bohm, Evangelisches Schwesternhaus Die Entscheidungen in den weiteren sieben Oe- bietsgruppen fallen am 2. und 3. bzw. 9. und IQ August. Arn kommenden Wochenende werden nach stehende drei Gruppenturniere veranstaltet: Grupp V in Ludwigshafen unter Teilnahme der Gebier.- Westmark, Köln—Aachen, Moselland und West falen; Gruppe VI in Berlin (Berlin, Mittelland Niederschlesien) und Gruppe VIII in Erfurt (DH seldorf, Sachsen, Mittelelbe. Die restlichen vier Turniere finden am 9. und 10. August statt, und zwa: für die Gruppe II in Nürnberg (Franken, Kurhch fen, Württemberg), für die Gruppe III in Lin- (Oberdonau, Oberschlesien, Hessen-Nassau), füi die Gruppe IV in Hannover (Niedersachsen, Ham bürg, Nordmark, Nordsee) und, die Gruppe VII in Wien (Wien, Hochland, Sudetenland). Frau । oder Fräulein zur Pflege einer alten Frau für sofort gesucht. Frau Leuth, Bleichstraße 35. Mädchen od. 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Blumenkohl und Zwiebeln, stellen n . ßl l t\\ uns eine Aufgußlösung her Wir kochen etwas Material verwendet werden Allerlei Hochsommerliches zeigen wir ■eloitlidie Schnellverband Honso* ist ichnell und leicht anzu-4 getragenes rann. 'er 61 Jnbrunbe i legen. Er ichmiegl lieh an und folgt allen) Bewegungen, ohne dabei zu behinderns d und J n, Miidis Erfurt E chen ml, tatt, unh anten, Sb e III in; NasslN' rsachsen, ii ■ Bmppe nfl ntraik, jedoch im, ten |ör. it auch tu ■ >-b> h treten, $ neue 3>/| wird, J len 50 um, \ Der quergestreifte Pullover für kühlere Tage ist aus Wollre st eck in Weis;, Gelb und Grün selbst gestrirkt. Aus einem schadhaft gewordenen Waschkleid In frischen Farben ist der Luftanzug rechts gearbeitet, zu dem auch ein kurzes Höschen aus dem gleichen Material gehört. * * bverjchstz. 1 ..K' I d1 **> >r b , tH Z«11' ■«»* 1 ftsl ?d 4^ I 'Na °>e v j erhob ; stobtajl ’nen frJ fle. «itiwJÄ itiiifi - Dr.NÄ ift «luiM-'M ncnlellti: n sieben 1 w. 9. uit Wj! lihgeßm j 'cinifliin|li| itehen $B| m tommie 1 iindsinühii'D >n schäften i | iujaflf ff i ) das 1» I Nach her p I er 'Lorenb: I ndkäinpfe! 1 bet die Äf I lhine an t- I I ■g l'M'J m 1-V 1 ttL narks ■ >ei neue 7I 1:06,1 ue.'-| m. Heber-1 n 3:00,3 M werden f. Wo tanet’ ß- 1Q ' auf dem Tisch oder auf dem Qört)n|3 ausge- ic der K»W tet l)otl Noch schlimmer ist es, wenn die Tasche Erbsen und Puffbohnen. Geht die Hausfrau heute Gemüse chifiuijen, |n sieht sie allenthalben Erbsen In reichlichen Mengen. Wie machen wir uns diesen Reichtum nun am besten nu Hb ar auch für unsere Barratowirtschaft? Wenn die Einmachglaser knapp sind, können wir uns mit Flaschen helfen. Die Erbsen werden gewaschen und f) Minuten vorgodämvft. Dann füllt man sie in die gut gereinigten Flaschen, fließt das Dampf- »nasser darüber, verkorkt und bindet den Kork durcl) eine Kordel mit einer Schlinge, am besten Apothe- kerfchlinge, fest Die Flaschen werden nun sterilisiert, und zwar (10 Minuten auf IOO Grad. Am zweiten Tag flerilisiert man die Flaschen nochmals. Sind die Erbsen schon dicker, so das» sie zum Grilukochen nicht mehr gut verwandt werden können, so werden sta ausgepahlt, nnf Horden gelegt und an der Lust im Braioseu oder aus dem Herd getrockuet. Zum Trocknen im Braioseu legi man die Orbsen auf ein mit Papier belegte» Blech uud füiiebt es In den mäßig warmen Backofen (beim (Gasherd ist die Flamme auf klein zu stellen). Die Backosentür bleibt offen, damit die feuchte Luft entweichen kann. Damit da» Trocknen gleichmäßig geschieht, ist mehrmaliges Wenden erforderlich. Des weiteren sehen wir auch hier und da gragero Mengen au P u f f b o h n e n. Wer sie nicht kennt, probiere sie einmal auf folgende Art. Die Buff- bohlten werden nach detn y\ia|d)en abgebrüht, dann mit Dörrfleisch gargekocht. Aus Fett und Mehl stellt man eine Schwitze her und bindet damit die Bohnen« brühe. Mit Bohnenkraut uud Salz gewürzt, sind sie bann sehr schmackhaft Haben wu kein vorrflelsch iui Verfügung, können um fle auch mH >o> ü'b- klößchen von Hackfleisch zuberetten. Sterilisieren. Wenn nun wieder reich!ick) Obst und Gemüse auf den Markt kommt, werden die Haussrauen an das Eimnachen gehen und vor allem die einp)inblld)en Ob ft« und Gemüsearten In Glaser oder Dofen sterilisieren. Ja, was ist nun alle» dabei zu beobachten, ■'•uiausseimng i|i nciiüillch peinlichste iaubet।*H und äußerste Pünktlichkeit. Gläser oder Deckel mit gesprungenem oder abgesplittertem Band sollte mau nicht neI)men, da sie nicht mehr seit schließen Bor Gebrauch werden die Gläser griindlichft In Soda« masset gereinigt und m heißem klaren Wdsset gut nachgespült. Man stellt sie dann umgekehrt ans eil» sauberes Tuch zum Abtropfen. Die Gummiringe werden sorgfältig nachgesehen, in > armem Wasser gereinigt und bis zum Gebrauch In abgekochtes Wasser gelegt. _ . Zum Einmachen verwendet man nur einwandfreies Obst, das vor hem Zerkleinern gewaschen wird aber nicht im Wassel Ih gen läßt Flüssigkeiten füllt man höchstens bis fingerbreit unter den Glasrand. Die Feder soll nicht zu straff oder zu schwach gespannt sein. Der Deckel muß etwas nachgeben, hamli beim Erhitzen die Lust ent» weichen kann. Ist der Federdrnck zu sch,nach, so kann beim Erkalten die falle Luft eindringen unh verhindert dadurch hav Schließen der Gläser. Durch zu starkes unh plötzliches Erhitzen steigt das Ein- mamgut m in ii Gläsern, .....h kocht leicht et» Flüssigkeit ans den Gläsern. Die Hitzegrade unh hie Koch zeit müssen genau eingehalten werden, damit das Einmachgut durchhitzt und damit feimfrei wird. Rezepte Kirsch bowle. 600 g reife saure Kirschen, HO g Zucker, etwas Wasser zum Auslösen des Zuckers, % Flasche Johannisbeersüstmost, 11 • Flaschen Traubenmost, Sellerowasser. Die entsteinten Kirschei» läßt man mit dem Traubenmost und einigen fein- gestoßenen Sternen etwa V» Stunde sieben und gießt dann den Saft durch ein Sieb in das Bowlengefäß, gibt dazu den aufgelösten Zucker, den Süß- most und Selterowasser. Gefüllte Gurke »becher. Grüne Schlau- flenfliirfen werden geschält, In etwa 5 O cm lauge Stücke geschnitten, ausgehöhlt (l cm dicken Boden lassen), zum Austropfen umgekehrt auf eine Platte etzen, mit Gemüsesalaten, wie Kohlrabi, Möhren, Tomaten usw., gefüllt und nett ungerichtet zu Tisch geben. B r ö t ch e n a u fl a u f in 11 Q n a r g. 1% Liter Milch, 6 bis « Brötchen, Zucker, Zitrone nach Geschmack, % kg Quarg. Die Brötchen werden in Schei- ben geschnitten unh mit einem Teil her marinen Milch übergossen und gut durchziehen lassen. Den Ouarg streicht man durch ein Sieb, verrührt ihn mit Milch und schmeckt mit Zucker und Zitrone ab. Brötchen und Quarg füllt man nun lagenweife in eine Auflaufform, hie oberste Lage müssen Brötchen fein. Bon der reftllchen Milch stellt man mit einen» Päckchen Puddingpulver einen Pudding her und gießt ihn über den Auflaus und backt das Ganze Vi bis % Stunde im Backofen. fV-, 9 _ Der quer-eloili KlClKR platt eloiliich . > ■ I a»ak Cr er k» rwv WündeK mit einer festen Schlinge, um besten Apothekerschlinge, sichern. Nach dem Sterilisieren wird her Verschluß noch weiter gesichert, indem wir den Flaschenhals in Kerzenwachs, Siegellack oder Fla fchenlack oder aber einen Brei aus Gips und Talkum tauchen. Haben mir keine Korken, fo nimmt man f c ft g erollt c W a 11 e ft r e i f e n , die man fn fest in die Flasche eindrücken muß, daß sich die Flasche daran hochheben läßt und überbinden diesen Walteverschluß mit dreifachem Zellophanpapier. Bel Haltbarmachung von Obst verwenden mir beim Dampsentsaften an» besten hie in Hauvhal tungsgeschästen oder Drogerien erhältlichen Gum- m ikapPen , die vor Gebrauch audgekocht und naß über die Flasche gezogen merben. (Also nicht etwa abtrocknen vorher!) Auch Korkverschluß ist möglich, es dürfen bei Süßmost aber immer nur heile, also nicht etwa schon augebohrle oder durchgebohrte Korke verwendet werden. Die Sicherung durch Wachs, Lack oder Gipsbrei ist die gleiche wie oben, nur müssen mir bei Wachs- aber Lackbezug tue Flaschen liegenb ausbewahren, bei Gipsbreivermen- düng seboch stehend. Haben mir weder Korke noch Gummikappen, fo können wir uns auch mit b r e l - s a ch e m Z e 11 0 p h a n p a p i e r Helsen, bas mir bann aber auch mit feuchter Korbei sestblnbeu. Bei Saft, ben mir mit keinem ober nur ganz wenig Zucker in Flaschen sterilisieren »vollen, verwenben mir hie gleichen Verschlüsse »nie bei Obst in Flaschen. Wollen mir Tomatenmark in engen Flaschen aufbewahren, fo können wir als Verschluß ebenfalls Gummikappen »mb Korke verwenden ober auch einen sauberen, gebrühten Leinenlappen, ben wir mit feuchtem Bindfaben fest zublnbeu, nachbem mir eine Oelschicht von 2 bis 3 mm Höhe auf ben Inhalt gegossen haben. Dao Del können wir nachher beim Kochen verwenben. p7e»h gut e tylgf p/, °'1< . kö^ho^od^if 4*Pf**hr 1 ,u ■ - fä’ B lö. ÖIUIIU muyi uw v)*"1* j 4 koitln ... -... ..... Ausguhlösung her Wir kochen etwas h • mlüc clnen weiten Trägerrock aus kitnüfe mit Wasser ‘/s Stunde lang, ^>hen es > Leinen in Blau-Welß-Rot, zu bem ein i.ch unb lassen bte Flüssigkeit erkalten, banad) I ^oßkaneNem r-emen $ o ( Q b ( u ' . fomie ein lüen rotr bie erforderliche Menge Salz unb 'S g c. e r Hut ans bem gleichen Leinen getragen sich in die Flüssigkeit unb geben das Ganze über g^r o rjou w"“Ä.w w ». i» SA Ä S'MS ii her Straße sich öffnet und all blcfer Ballast i, bie Straße rollt. Gar manches Lächeln der DI nner, meine Damen, galt nicht ihnen, sondern I |t tc nur ein Interesse für die Handtasche. Ver- lu en Sie es einmal mit der zweckmäßigen Verve düng der Fächer in ihren Handtaschen und holen Sie auch hier auf Ordnung. Es müßte schon M und wird jede Dame erfreuen, ohne Mühe und Mreguna sofort den gewünschten Gegenstand zu [tuten. Werner Weise. Krischkostsalai für den Winter. Ule Schaffung unserer Wintervorräte macht im- ne. weitere Fortschritte. Wir sterilisieren, letzen in |L cm, alle in Betracht kommenden Möglich- ji^n versuchen wir erschöpfend anzuwenden und I Mhten immer gern noch wieder Neues auf diesem Miet erfahren. Und etwas Neues und Gutes ist t°l bas Einsäuern von Gemüse ühnl'ch S das des Sauerkohls. Die zur Verfügung stehen- h Einkochgläser oder Büchsen sind schnell ausge« beicht, da ist uns bie Möglichkeit in Stein- t L1 f c n ober großen Gläsern noch weitere Mengen C näse haltbar zu machen hoch willkommen. Wir m en alle um die Bekömmlichkeit des Sauer« Mutes als Frischkost und wissen, daß diese Be- r müichkeit auf seinen Gehalt an Milchsäure und Iiiminen beruht. Beides entwickelt sich burch den rungsprozeß, ben her Kohl durch bie Einsaue- til g durchwacht. Ebenso können wir Breche und Änittbohnen, Kohlrabi, Blumenkohl, Notkohl, Mlrüben unb Möhren usw. einmachen Gemüse muß f r i s ch zur Verarbei ung kam- tu, gelagertes Gemüse ruft leicht Fehlgarungen (vor. Nach bem Putzen wirb es in fUehendem । ifljer grünblich gewaschen und auf ein Sieb zum i ropfen gebracht. Dann wirb es zerkleinert, ent« der in Würfel, Scheiden ober Stucke, in einer : nne mit her entsprechende Menge Salz ver- !cht und gleich in den gut gesäuberten Ste n« if eingelegt bzw. eingestampft. Um bem Gemüse i erforberlichen Milchsäurebakterien beizufugen, Lrn wir saure Milch zu (es kann auch ent« Ijnite Frischmilch sein), unb öwar /z Liter aus i 10-Liter-Geföß. Wir erreichen hierdurch eine öglichst reine Milchsäuregärung. Das ^efaß wiw "«voll aefüllt, mit einem Tuch bedeckt unb auf Hes Tuch Brett und Stein zum Beschweren gell . (Granitstein — Sandsteine sind ungeeignet.) Der stl bildende Saft muß immer über dem Gemüse Men, es darf nicht mit der ßuft in Berührung ' «... Jn r- p nftamnfen m Oer Name lil//dWto plail B.lfe Oenuubeadifenl sdnick bildet, der das Gemüse vor bem Einbringen -Vlv 4^/UllVlUanberer Bakterien schützt. Es muß darauf geachtet Mann über eine »rauen«nflelefle«IieW. «Ä sie Hanbtasche ist für die Frau eine unentbehr« durchaus einwandfrei. Die fertig gefüllten Gesäße [|A- Begleiterin durchs Leben. All die kleinen (Üe- lassen mir 3 bis 1 Wochen in Räumen mit einer lande, die zur Be|riedigung her mannigfaltigen Temperatur von 10 bis 20 Grad Celsius gären, önlichen Bedürfnisse dienen, führt die Frau danach bewahren wir sie in kühlen Räumen mit in erfralb des Hauses in einer Handtasche mit sich, etwa 5 bis 8 Gnad Celsius auf. Sich etwa bilden« Ze nach Neigung und Geschmack der Besitzerin die- den Kahm muß abflenoimnen werden. Bei den an- m alle dem einen Zweck, geheimnisvoll und sicher geführten Gartöpfen mit Deckel bildet sich kein Gl j in sich aufzunehmen. Wie unersättlich eine .Kahm. K i)c zum Aufnehmen des bunten Allerleis ist, Nachstehend einige Angaben über die nötigen iaum zu beschreiben. Salzmengen für die verschiedenen Gemüselorten: le Frauen sehen eo nicht gern, wenn ein an« Auf 5 kg Weißkohl 75 g ^alz, auf 5 kg Rotkohl r seine Nase in diese Geheimkammer steckt! Sie 75 g, auf 5 kg Bohnen 150 g,. auf 5 kg Zwiebeln m ganz genau, so nmncherlei ist darin, was IOO g, mit Aufaußlösung, auf » kg Mohren 100 g, evtl ich" nicht mehr zum Aufbeivahren nötig auf 5 kg Kohlrabi 75 g, auf 5 kg Blumenkohl c. Aber — sie schleppen lieber ein kleines 100 dis 150 g, mit Aufgußlösuna, auf 5 kg Kohlenlager unter ober am Arm mit sich herum, rüben 75 g Salz. Nach der Gärung ist dieses bis eines Tages die Generalinventur ernstlich Gemüle verwondiingsfähig. Es kann als Frisch- n ift, weil das Suchen eines beftimmten Gegen- kost fiir Salate verwandt werden. Ader auch zum des jetzt Mühe macht. Also wird im vereinfach. Kochen, als EintoG usw. iü es zu verwenden, den M Verfahren bie Tasche umgestülpt. Einträchtig etwas säuerlichen Geschmack können mir burch Zu- ^weinanber liegen Gelbstück, Lebensmittelmarken, gäbe von etwas frischer Milch außer bei Sauer- [ßWtift, Briefe, Paß, Photos, Taschentuch, ver- kraut mildern. Flaschenverschlüffe für «inmachzwecke. 9lies auberc mehr. — Ein Tohuwabohu in lieb- Wenn unsere Hausfrauen sich heute baruin lllr Vereinigung. bemühen, Obst- unb Obstsäfte für ben Winter halt- ztehr Ziveckmößigkeit! Fast alle Taschen haben bar zu machen, so bringt bie Frage bes Flaschen« me rere Fächer, bie zum getrennten Ausbewahren Verschlusses oft einiges Kopfzervrechen. Welche Elßler Dinge genüaen. Das Taschentuch allein muß Möglichkeiten haben mir hier, bie auch bie Gewähr Bn aus hygienischen Grünben immer gesäubert I fitr einwanbsreie Haltbarkeit bieten? Haben mir -ervahrt werden, Sck;lüssel gehören in eine Extra- obst roh in Flaschen gefüllt und wollen diese nun labe, Photos, Nähzeug und Teile der Sck)önbeits- sterilisieren, so verwenden wir K orte», bie wir pl ge kommen in Necessaires, bie es in entzücken- jn btc Flaschen brücken und burch eine Korbei dc Kleinheit für üe Taschen gibt. Eine lelblflc riiuewohnheit ist es, das Gelb lose aufzubewahren »b ;■ unbeantwortete Briefe sinnlos in die Tasche N stopfen. Es kann doch einmal eine unbefugte £ A H aaaam M / -ncnJ^ in der Tasche „aufräumen" Welch einen 2/AD iDllCtl TDIV iVGGvH * ftor ubtn>l d chten Eindruck macht es auf bie Umgebung, VvV V * & ♦ - f..i —w n eine Frau zwischen allen Dingen einen be« I Mtt?ÄÄ‘> PRAKTlSCHB VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS S auf bem Tisch ober auf bem Schoß ausge- H«ms k :Nüi beim Werken in Stuben und Küche, die Freude spendende Hand beim Spiel mit den Kindern, die mütterlich gütigen Hände, die sich um die kleinen Händchen des Kindes beim Nachtgebet schließen. Ich denke an die Hände meines Vaters. Ich sehe seine stille Hand ausruhen von des Lebens Kampf und Sein. Ich spüre ihre starre Kälte unter meinen zuckenden Händen, die sie zum letztenmal umschließen. Vor diese Hand des Toten aber schiebt sich das Bild seiner lebensprühenden kraftvollen Hand, die Weg wies und half und liebend zügelte. Hände, die mein Leben formten, die die Straße ebneten; Hände, die noch heute, da längst die Erde sie deckt, die große Richtung zeigen, die Hände meines Vaters.' Ich denke an die Hände meiner Kinder. Ich spüre ihre zarten kindlichen Liebkosungen, ihr unbeholfen spielerisches Tasten. Ich spüre ihr zuversichtliches Vertrauen, mit denen sie sich meinen Händen überlassen. Ich sehe sie friedlich im Schlaf auf den Decken des Kinderbettchens und der Wiege liegen. Hände, die gläubig 'vertrauend sich unserer Führung geben, Hände, die meines Lebens Zukunft weisen, die Hände meiner Kinder. Weißt du, woran ich eben denke, Kamerad? Ich sehe die Hände meiner Eltern, meiner Frau und meiner Kinder sich mit meinen Händen einen zum festen Band. Ich sehe dieses Band wachsen, die Hände der Ahnen und Urahnen großem den Rei- gen, einen schier unendlich weiten Reigen. Immer neue Glieder kommen hinzu, aber die Hände halten fest, und der Reigen wächst. Don der Erde zum Himmel und vom Himmel zur Erde reicht der Reigen, und in ihm sind auch unsere Hände. H. W. Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Ich kenn Dich nicht und liebe Dich". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Roman eines Arztes". * ** Baden in der Lahn verboten! Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen — Ortspolizeibehörde — erläßt im heutigen Anzeigenteil eine Anordnung über das Verbot des Badens in der Lahn innerhalb des Stadtkreises Gießen. Die Maßnahme wird mit der durch das Staatliche Gesundheitsamt Gießen festgestellten Gesundheitsjchädlichkeit des Lahnwassers begründet. Die Anordnung tritt sofort in Kraft. Zuwiderhandlungen werden bestraft. neue Spielplan, wie Intendant Klein bemerkte, in Schauspiel und Lustspiel, Oper und Operette so gleichmäßig und vielseitig ausgestattet, daß jeder Besucher auf seine Rechnung kommen wird. Nach dem Intendanten äußerte sich der neue Oberspielleiter des Schauspiels und Chefdramaturg Wilhelm Michael Mund über die mancherlei Pläne und Erwartungen der Theaterleitung für die kommende Spielzeit. Er legte Wert darauf, in der künftigen Arbeit an die gute Tradition anzuknüpfen und den künstlerischen Ruf zu rechtfertigen und zu festigen, den das Gießener Stadttheater allenthalben im Reich genieße. Unter dem Leitwort „Junges Schauspiel in Gießen" solle in ernster Zeit ein Bekenntnis zum Leben abgelegt werden. Im Rahmen des Spielplanes, der je sieben Klassiker, moderne Schauspiele und Lustspiele sowie je acht Opern und Operetten vorsehe, seien zwei jährlich wiederkehrende Zyklen geplant. Der erste dieser Zyklen ist die Wiederentdeckung zu Unrecht vergessener Dramatiker gewidmet; mit Immermann („Das Auge der Liebe") soll begonnen werden. An Hans Franck und Henry von Heiseler ist für später gedacht. Der zweite Zyklus will Dramatiker der jungen Generation Herausstellen, beifuielsweise Eberhard Wolfgang Möller und Fritz Helke. Die Schauspi^lmusik soll besonders gepflegt werden, worauf schon der Intendant hinwies („Don Juan und Faust"), und wie auch die Premiere des „Prinzen von Homburg" mit der Bühnenmusik von Marc Roland erweisen soll. Der Begriff der festlichen Premiere soll wieder zu Ehren kommen und vom Alltags- und Geschäftscheater wegführen. (Hier ist an den „Homburg", an „Don Juan und Faust" und Zerkaulens „Reiter" gedacht.) Die Oper wird, wie Oberspielleiter Mund bemerkte, unter dem Motto „Die schöne Stimme" stehen; insbesondere soll hier die deutsche und italienische Spieloper gepflegt werden. Die Operette soll als Kunstwerk von Niveau gegeben werden, abseits vom bloßen Unterhaltungstheater. Das „Theater der Jugend" wird ein besonderes Anliegen sein; die HI.-Ringe sollen demgemäß erweitert und HJ.- Spielabende eingerichtet werden. Auch an Ausstellungen im Foyer, an Einführungs- und Leseabenden ist einiges geplant. Mit liebevoller Aufmerksamkeit will man sich der Ausgestaltung der Morgenfeiern annehmen, die ja bereits zu einer erfreulichen Tradition am Gießener Theater geführt haben. Der Spielplan ist hier in verschiedene Zyklen gegliedert. So ist ein Zyklus „Tragisches Welttheater" vorgesehen mit Hölderlins „Tod des Empedokle^' und einer Uraufführung „Der Tod und das Reich von Rehberg. Ein anderer Zyklus nennt sich „Die kleine Oper" und bringt z. B. Goethes Singspiel „Erwin und Elmire", ein dritter ist dem Tanz gewidmet, ein Der Intendant des Gießener Stadttheaters, H. W. Klein, hatte für gestern abend zu einer Pressebesprechung im Intendanzbüro emgeladen, um seine Pläne für die kommende Spielzeit bekanntzu- geben und einige ergänzende Mitteilungen zum neuen Werbeheft zu machen, über dessen wesentlichen Inhalt hier bereits berichtet wurde. Der Intendant ging in seinen Bemerkungen über seine Plane und Erwartungen für die am 2. September beginnende neue Spielzeit davon aus, daß diese mit einem in überwiegenden Teilen ganz neuen E n - s e m b l e begonnen werde, welches dem Theater ein neues Gesicht geben werde; er hoffe, daß die neuverpflichteten Kräfte die Zuneigung der Gießener Theaterfreunde in nicht geringerem Maße gewinnen werden als die alten Lieblinge des Stammpublikums, zumal es — trotz manchen durch die Zeitumstände bedingten Schwierigkeiten — gelungen sei, diesmal besonders tüchtige und erprobte Mitglieder zu engagieren: schöne Stimmen vor allem für die Oper und im Schauspiel, insbesondere Fachvertreter, die in der letzten Zeit gar nicht oder nur ungenügend verfügbar waren. Dadurch sei in aflen Fällen eine vollwertige Besetzung gewährleistet; und zwar sei der personelle Apparat so groß, daß in Gießen und auf Abstecher gleichzeitig und unabhängig voneinander gespielt werden kann; Schauspiel, Oper und Operette seien so besetzt, daß störende und verstimmende Absagen und Umdispositionen vermieden werden können. Die Abstechertätigkeit solle auch, vor allem aus finanziellen Gründen, in Zukunft mit Nachdruck betrieben werden — zum Nutzen des Gießener Theaters. Anderseits fei det feste Ä bon - nentenstamm nach wie vor das Rückgrat des Theaterbudgets. Die rückläufige Bewegung der Abonnentenzahlen fei neuerdings gestoppt und die Kurve wieder im Ansteigen. Die finanzielle Bilanz zeige ein erfreuliches Bild, das Defizit fei getilgt. Auch künstlerisch dürfe man mit dem Ergebnis der letzten Spielzeit zufrieden fein, was im einzelnen durch Zahlenangaben bekräftigt wurde. (Es wird in diesem Zusammenhang interessieren, daß in der abgelaufenen Spielzeit, einschließlich der Abstechervorstellungen, rund 300 000 Besucher erfaßt worden sind.) Im einzelnen wäre aus der Vorschau des Intendanten etwa noch folgendes hervorzuheben. Zum 150jährigen Bestehen des Gießener Konzertvereins im März kommenden Jahres ist die festliche Aufführung von Grabbes „Don Juan und- Faust" geplackt. Hierbei soll eine Bühnenmusik gespielt werden, zu deren Komposition man namhafte zeitgenössische Tonkünstlar zu gewinnen beabsichtigt. Besondere Förderung soll — nicht nur aus kassenmäßigen, sondern auch aus künstlerischen Erwägungen — im besondern der Operette zugewandt werden. Im übrigen ist der wird er trotzdem besorgen — mit der Wucht einer Persönlichkeit, hinter der kaufmännisches Können, wirtschaftliche Klugheit und die Ueberzeugungskraft der Kapitalmillionen stehen, die dem Namen Lind in der Wett einen goldenen Klang und eine blitzende Ueberzeugungskraft verleihen. Semper aliquid haeret — auf deutsch: Die Leute lassen sich ja so gerne was erzählen. Dazu darf es aber nicht kommen. Jetzt nicht mehr! Dazu hat Lind den Augenblick verpaßt. Auch ein Mattheus Lind ist nicht unfehlbar. „Die Diskussion ist geschlossen!" stellt Dominik fest, kalt und unberührt. „Sie hätten früher kommen sollen, Herr Lind. Wir haben keine Zeit, alles zweimal durchzusprechen." „Ich muß dem widersprechen. Ich bin pünktlich hier gewesen. Die Versammlung hat zu früh ange- fangen." Dominik muß nun doch wider seinen Willen lächeln. „Für diesen Fall haben Sie die Möglichkeit, alle Beschlüße durch Anfechtungsklage aufheben zu lassen. Sie müßten dann aber auch nachweisen, daß die Uhr des beurkundenden Notars falsch gegangen ist." Lind beißt sich auf die Lippen. Preßt die Hand auf die Herzgrube. Daß das alte Ding da drinnen gerade heute nicht parieren will! Abfuhr---! Also nochmals den ersten Gedanken aufnehmen! „Ich habe einen Antrag gestellt. Ich verlange, daß über meinen Antrag abgestimmt wird." Dominik lächelt wieder. „Das ist ihr gutes Recht, Herr Lind." Er wendet sich dem Notar zu. „Haben sie protokolliert, Herr Doktor?" „Ja, natürlich." „Also stimmen wir zunächst über den Antrag des Herrn Lind ab. Vielleicht ist einer von den Herren so liebenswürdig und sammelt die Stimmzettel ein. Vergessen Sie bitte nicht, meine Herrschaften, Ihre Namen beizufügen!" Alle Anwesenden schreiben ihre Namen und „Ja" oder „Nein" auf die kleinen Stimmzettel. Die meisten haben keine Ahnung, um was es in Wahrheit geht. Es soll nochmals die Diskussion eröffnet werden! Warum denn nicht? Da hört man also noch ein bißchen mehr über die Sache? Komisch, daß Dominik sich dagegen sträubt. Jemand nimmt einen Hut, geht von Mann zu Mann und bringt die Zettel zu Dominik. w „Nein, nicht zu mir — zum Herrn Notar, bitte. Dr. Klarer vergleicht die Namen mit den in der Hinterlegungsliste genannten und notiert den Wert jeder Stimme entsprechend dem Aktienbesitz. Dann stellt er fest. „Für den Antrag stimmten achthundertelftaufend Reichmark--1 Lind blickt triumphierend auf. Er hatte richtig gerechnet! Außer ihm haben noch andere Herren mit mehr als fünfzig Aktien gegen Dominik gß» stimmt. „Gegen den Antrag sümmten eine Million und achtundsiebzigtausend Reichsmark. Der Anttag ist also abgelehnt." Wieder rechnet Lind blitzschnell. Eine Million achtundsiebzigtausendmal „Nein", achthundertelftausendmal „Ja", das sind zusammen eine Million achthundertneunundachtzigtausend Stimmen. Zwei Millionen beträgt das Aktienkapital. Es fehlen demnach hundertundelf Stimmen. Der abwesende Frinzka hat allein zweihundertsiebzig. Das geht also nicht mit rechten Dingen zu! Er erhebt sich wieder. Das Herz schlägt ihm bis in den Hals. „Ist Ihnen da nicht ein Irrtum unterlaufen, Herr Notar?" Dr. Klarer schnappt sofort ein. „Wie meinen Sie das, Herr Lind?" fragt er scharf zurück. „Als beamteter Notar werde ich wohl richttg rechnen können. Oder sollte Ihre Bemerkung etwa anbeuten, daß ich ..." Seine Stimme zittert vor Erregung. Lind bleibt unberührt. vierter der Dichterlesung (Zerkau len), em fünfter, „Wort und Lied", bringt Dichtung und Kammermusik; hier heißen die Programn'folgen „Arzt und Dichter", „Dichter der Heimat", „Der deutsche Brief", „Vom frohen Leben" und „Deutsche Romantik"; auch eine Uraufführung aus Nietzsches Nachlaß ist in diesem Morgenfeier-Zyklus beabsichtigt. „Ich habe mich zum Wort gemeldet!" schrillt Linds Stimme. Mit einemmal scheinen alle Anwesenden zu versinken. Nur zwei Menschen gibt es in dem Saal. An einem Ende des Tisches Mattheus Lind: klein, untersetzt, schlank, flink mit beherrschtem Gesicht und den sprühenden, alles durchdringenden, alles wissen- Auch die neue Wochenschau ist voll von jener Dramatik, wie sie nur die Wirklichkeit geben kann, aber auch wieder reich an künstlerischen Augenblicken, die die- stetig reifende Technik unserer PK.-Kameraleute zeigt. Welch großartig filmische Leistung stellen die Aufnahmen des Marsches einer deutschen Reiterspitze bei peitschendem Sturmwind bar! Wie ein grandioses Fresko wirken diese Gegenlichtaufnahmen, wie ein von einem Maler erdachtes Sinnbild des Kampfes an sich. Theater mit KdF. in der kommenden Gpietzeit Die Deutsche Arbeitsfront, NSG. „Kraft durch Freude", Kreisdienststelle Wetterau, richtet ein Rundschreiben an ihre Mitglieder, dem über die diesjährigen Theaterpläne das Folgende zu entnehmen ist. Für die kommende Spielzeit sind vorgesehen: 1. ein Ring mit 8 Veranstaltungen (2 Opern, 2 Operetten, 2 Schau- und 2 Lustspiele), die jeweils an Samstagen, stattfinden. 2. Ein Ring mit 16 Veranstaltungen (4 Opern. 4 Operetten, 4 Schau- und Lustspiele), die jeweils an einem Montag oder Donnerstag stattfinden. 3. Ein Ring mit 10 Veranstaltungen (2 Opern, 3 Operetten, 1 Schauspiel, 4 Lustspiele), die jeweils an Sonntagnachmittagen stattfinden. Aus dem Spielplan des Stadttheaters wurden ausgewählt: Klassisches Schauspiel: „Prinz von Homburg" von Kleist, „Die Räuber" von Schiller. — Schau- spiel: „Dschungel" von Franck, „Veit Stoß" von H. H. Ortner, „Christian de Wet" von Krieger. — Klassisches Lustspiel: „Der Lügner" von Goldoni.— Dolksstück: „Der Verschwender" von Raimund. — Lustspiele: „Das Himmelbett von Hilgenhöh" von Besonders interessante Aufnahmen stehen auch zu Beginn der neuen Wochenschau. Man hat in der letzten Zett schon öfters die mit der Zeitlup en- technik bewerkstelligte Veranschaulichung des Be- chusses von Panzern gesehen. Diesmal wird man Zeuge der Vernichtung russischer Dorpostenboote durch deutsche Zerstörer. Man ver- dlgt den Lauf der Geschosse, man sieht sie mit atemberaubender Zielsicherheit sich in die Bordwand der gegnerischen Schisse fressen, sieht die Flammen und Rauchsäulen aufsteigen, sieht die Vernichtung. Deutlicher auch als in anderen Wochenschauen wirb in diesem Filmstreifen die Vernichtungsorgie, die die Sowjets gegen sich selbst führen. Großflächige Aufnahmen aus der Luft von W i t e b sk anderen russischen Städten zeigen das Ausleuchten. „Herr Lind hat das Wort!" dröhnt es durch den Saal. „Ich beantrage, über Punkt a der Tagesordnung abzustimmen." Lind setzt sich wieder. Sein Blick sucht im Kreise. Wo ist Frinzka? Verdammt! Wo ist Frinzka? Plötzlich fängt sein Herz zu pochen an. Es ärgert ihn öfters in der letzten Zeit. Wenn der Körper alt wird, bekommt er Mucken. Seine Augen kneifen sich zusammen. Sollte Frinzka etwa--? Das ist doch nicht gut möglich. Sicher hat er einen Vertreter geschickt? Er will sich nicht exponieren, der schlaue Fuchs ... Lind wendet sich an feinen Sekretär. „Lassen Sie sich mal von dem Notar sagen, wieviel Aktien Herr Otto Frinzka hinterlegt hat!" Der Sekretär geht hinter den Stühlen zu Klarer. Der Notar protokolliert gerade noch an dem Antrag Linds. Er sucht umständlich alle Namen durch. „Herr Frinzka ist überhaupt nicht dabei." Mattheus Lind sieht seinem Sekretär schon von weitem die Antwort an. Er überlegt blitzschnell. Frinzka hat ihn im Stich gelassen. Mit ihm kann er also nicht rechnen. Seine stimmen fallen aus. Dominik hat allein etwa achchundert Aktien zu je eintausend Mark. Er selber hat siebenhundertund- achtundfünfzig. Er braucht also bloß knapp fünfzig Stimmen, um Dominik ohne Frinzka zu Fall zu bringen. Wenn bloß das Herz nicht so unruhig wäre! Verdammt! Daß er von Frmzkas Fehlen nicht vorher gewußt hat. Der Sekretär, den er extra zur Beobachtung in die Sitzung vorausgeschickt hat, ist ein Idiot. Nun, der kann nachher etwas erleben. Fünfzig Stimmen! Woher triegt er fünfzig Stimmen? Es muß nochmals zur Diskussion kommen. Auf jeden Fall. Er will versuchen, die Anwesenden von den Fehlern, die Dominik gemacht hat, zu überzeu- gen. Das ist zwar ursprünglich nicht sein Absicht gewesen. Er wollte Dominik ganz stille und leise und ohne langes Gerede einfach durch die Stimmenzahl totschlagen, um nicht mehr hervorzutreten, als unbedingt nötig war. Das geht nun nicht mehr. Dr. Klarer hat Dominik eben ein Zeichen gegeben, daß er mit seinem Protokoll soweit fertig fei. „Ich bitte abzustimmen", hallt die Stimme des Direktors auf. „Wer gegen den Antrag ist, der..." ßiiti> wirft die Hand empor. „Ein Antrag zur Geschäftsordnung." „Hat das nicht Zeit bis nach der Abstimmung?" „Nein." Dominik krampft die Augenbrauen zusammen. „Also, bttte." _ st Lind spricht im Sitzen. Sein Herz macht ihm arge Beschwerden. „Ich bemerke eben, daß in der Frage, über die abgeftimmt werden soll, noA bei einem großen Teil der anwesenden Herren Unklarheiten bestehen. Ich beantrage daher, die Diskussion nochmals zu eröffnen." Ein paar Kopfe nicken zustimmend, der des Holz- Händlers zuerst. Dominik weiß sofort, worauf Lind hinaus will. Er will anklagen, stören, Beschwerde führen. Er will Schaden machen, er will seinen alten Gegner moralisch zugrunde richten. Er will — die Stimmen der andern fangen. . ., Das letztere ist ein Rechenfehler. Natürlich. Wer das andere — die persönliche Verunglimpfung, das Inszenierung. Kriegsgefangene entflohen. Belohnung für Wiederergreifung ausgesetzt Am Sonntag, dem 27. 7., sind 13 kriegsgefangene polnische Offiziere und ein kriegsgefangener polnischer Unterfeldwebel aus einem Kriegsgefangenlager in Hadamar bei Limburg a. d. L. entflohen. — Bekleidung: vermullich zurechtgemach, tes Zivilzeug (Pullover, Hemdblusen oder ähnliches) oder Uniform. Die Bevölkerung wird um Unterstützung bei der Wiederergreifung der Kriegsgefangenen gebeten. Es ist nicht ausgeschlossen, daß sich noch ein Teil । bei Limburg a. d. Lahn und Umgebung verborgen Brückner, „Der Meisterbarer" von Schwarz und Mathern, „Ich bin kein Casanova" von Bielen, und „Das Mädchen Till" von Gondolatsch. In der Oper: „Die Zauberflöte" von Mozart, „Othello" von Verdi, „Königskinder" von Humper- dinck, „Carmen" von Bizet, „Bohöme" von Puccim, und „Figaros Hochzeit" von Mozart. — Operette: ,^igeunerliebe" von Lehar, „Monika" von Dostal, „Liebe in der Lerchengasse" von Vetterling, und _ „Frau Luna" von Linke. — Die Verteilung der |i'le Werke auf die einzelnen Ringe erfolgt nach Ht Den ri - ■ M sich nut. 4 politisch- j» vor alle maß der Zerstörung, das Stalins Befehl ausgelöst hat. Die ersten Aufnahmen der Wochenschau zeigen den Reichsmarschall in seinem Hauptquartter beim Empfang der mit dem Ritterkreuz ausgezeichneten Kreta-Kämpfer der Luftwaffe und des kroatischen Marschalls Kvaternik. Es folgen Bilder vom Einrücken neuer Freiwilliger im Kampf gegen den Bolschewismus. Don den nun beginnenden eigentlichen Frontbildern sind sehr interessant auch die Aufnahmen aus dem höchsten Norden, die von den außerordentlichen Geländeschwierigkeiten eine eindrucksvolle Vorstellung vermitteln. Mit dem Angriff unserer Bomber auf M o s f a u schließt die diesmalige Wochenschau. Wir kennen diese Art der Aufnahmen schon von London her. In dunkler Nacht flammen die flackernden Punkte der Großfeuer auf, einer neben dem andern, unzählbar. Hier wird die Wochenschau zum Dokument gegen die Lüge. Wie die englische offizielle Berichterstattung, so hat als gelehriger Schüler auch die sowjetische die Wirkung der deutschen Luftangriffe auf die rote Hauptstadt zu bagatellisier een versucht. Die Wahrheit der deutschen Angcttien und die Lü- gen ihrer Gegner, sie wurden hier von den PK.- Männern der Luftwaffe erwiesen. G. A. ks hat n« i dem wo ör auser Ms H’l -selbst i)tW trdmgs v i Erläuter $ sich.""' il erst ar t sich schl.' ! köpfen' len,zukun tmkengar Plutokrat Mi dessen Malls । Mn ffinb JJuer ’ttie; ■W w Itta jD m Trünl Mrsuchi pie sich Nioelts höchst eir S i° gro SHel 5?. der Trotz allen Mahnungen, Sensen auf dem Trans, port und auch in der sogenannten „ruhenden Haltung" so zu verwahren, daß durch sie keine Be» ilJll(l„, m schädigung oder Verletzung entsteht, kommt es im- I,W bloß mer wieder durch Sorglosigkeit in den ländlichen ßr Bezirken zu vermeidbaren Unfällen. Diese M Rasse sind meist darauf zurückzuführen, daß die Sensen fter w nicht so verwahrt und transportiert werden, daß ihre scharfe Schneide nicht an menschliche Körner herankommen kann. Im Gelnhäuser Gebiet haben sich kurz hintereinander mehrere Unfälle dieser Att ereignet, die sich bei einiger Sorgfalt unbedingt hätten vermeiden lassen, den Betroffenen aber er« hebliche Verletzungen einbrachten.