190. Jahrgang Nr. 206 «Samstag, 31. August!Somtag, 1. §eptbr. 1940 BBS 1At AAi* SSSs DW-M InlPKrTlrF zIIIwIUlL »• !Z V/»V' I Iv-1 l'V’V I !■ 1V- I^WIV'v waws auch bei 'Nichterscheinen ■ ■ Ab Nachlässe: von einzelnen Wummern XF Wiederbolung Malstaffel I FernIvrcchanschluT, 2251 DrndunöDerlag: ° ffil* (ItfWVfwffott Sdjriflleitang in» 6eMäftsftelIe: ^6üori6rieftTüortierig^ liittilielsÄtfvm. UnioerfitätsbnidereiB.lange J¥ly Vl JUl V/Vvlljv|| V ll «ieften.S«Ittrafee7-9 Berembamn«)25"/.mehr wärtigen der Britische Flugplätze, Industrie- und Hasenanlagen in Brand geworfen. dem Rule s c u, und dem Königlich Ungarischen Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Graf Stephan Csaky, heute in Wien folgenden Schiedsspruch gefällt: 1. Als endgültige Grenze zwischen Rumänien unb Ungarn wird die in die anliegende Karte eingezeichnete Grenze festgelegt. Die genauere Grenzziehung an Ort und Stelle bleibt einer rumänisch-ungarischen Kommission überlassen. 2. Das hiernach an Ungarn fallende, bisher rumänische Gebiet wird von den rumänischen Truppen innerhalb einer Fristvon 14Tagen geräumt und in ordnungsmäßigem Zustande an Ungarn übergeben. Die einzelnen Etappen der Räumung und Besetzung sowie deren sonstige Modalitäten sind sofort durch eine rumänisch-ungarische Kommission festzusetzen. Die Königlich Rumänische und die Königlich Ungarische Regierung haben dafür Sorge zu tragen, daß sich die Räumung und Besetzung in voller Ruhe und Ordnung vollzieht. 3. Alle rumänischen Staatsangehörigen, die am heutigen Tage in dem von Rumänien abzutretenden Gebiet ansässig sind, erwerben ohne weiteres die ungarische Staatsangehörigkeit. Sie sind berechtigt, innerhalb einer Frist von sechs Monaten für die rumänische Staatsangehörigkeit zu optieren. Die Personen, die von diesem Optionsrecht Gebrauch machen, haben das ungarische Staatsgebiet innerhalb einer weiteren Frist von einem Jahr zu verlassen und werden von Rumänien übernommen. Sie kön- Angriffe. Britische Häfen wurden weiter vermint. Auch in der letzten Nacht warfen britische Flugzeuge in Westdeutschland Bomben auf nicht- militärische Ziele. 3m Ruhrgebiet wurden an mehreren Orten Wohnviertel getroffen. Es gelang jedoch, die entstandenen Brände durch den Sicher- heits- und Hilfsdienst rasch zu löschen. Der sonst ungerichtete Sachschaden ist geringfügig. Bei ihren nächtlichen Einflügen in das' Ruhrgebiet wurden zwei feindliche Flugzeuge durch Flak, in den Luftkämpfen des Tages ISfeindlicheFlugzeuge abgefchoffen und sechs Sperrballone zerstört. Sieben eigene Flugzeuge kehrten nicht zurück. Lin U-Boot hat aus einem stark gesicherten G e l e i t z u g heraus bei Nacht drei feindliche hundelsfchtffe von insgesamt 21 000 BRT. versenkt. den schon passiert. Dies ist erklärlich, wenn man bedenkt, daß der Anmarschweg der deutschen Flugzeuge von der französischen Küste nach London nur noch Minuten dauert und der Einsatz bei Bombardements mit größter Wirksamkeit erfolgt." Wieder Lustangriff auf Berlin Wohnviertel, Krankenhaus . und Kirche getroffen. Berlin, 31. Aug. (DRB. Funkspruch.) 3n der Rächt zum Samstag fetzten die Engländer ihren Angriff gegen die Reichshauptstadl fort. Rach Witternacht wurde über zwei Stunden Fliegeralarm gegeben. Mehrere britische Flugzeuge überflogen in dieser Zeit das Stadtgebiet von Berlin und warfen an verschiedenen Stellen zahlreiche Brand- und Sprengbomben ab. Die Bomben fielen in die Innenstadt sowie i n Wohnviertel und riefen zumeist in zivilen Häusern Dachstuhlbrände und Einsturzschäden hervor. 3n Reukölln flog eine Bombe in das Bethesda-Krankenhaus, zwei weitere Bomben trafen in dem gleichen Stadtteil die Lhristus-Kirche. Militärische Ziele wurden nicht getroffen. Infolge des disziplinierten Verhaltens der Bevölkerung konnte größerer Personenschaden vermieden werden. Drei Zivilpersonen sind schwer und drei leicht verletzt. 80 feindliche Flugzeuge abgeschosseu. Lieberraschende Vorstöße nach England. - Flugplätze und Anlagen der NAK. erheblich beschädigt. - Erfolgreiche Lustkämpfe. leazzo Ciano, nach nochmaliger Aussprache mit dem Königlich Rumänischen Minister der chl-n. ihn vorbehaltlos durchzufüh reu. Im Anschluß an den Schiedsspruch Hal Iwst^en den Außenministern der Achsenmächte einerlei s und dem rumänischen Außenminister anderers i ein Rotenaustausch stattgefunden, in dem Den Irland und Italien die Integrität und un- verlehlichkeit des rumänischen Staats- gebietes garantieren und die rumänische Regierung diese Garantie annimmt. Nach der Verkündung des Schiedsspruches erklärte Reichsaußenminister von Ribbentrop u. a.: Die rumänische und die ungarische Regierung haben ihren Willen bekundet, das zwischen / seit langem strittige Problem auf f r t e d l cy Wege zu lösen und haben damit ihrer De wortung sowohl für die Wahrung ihrer eigenen Interessen, als auch für die Erhaltung des Friedens in Südosteuropa Rechnung getragen. Deutschland und Italien, die mit Rumänien und Ungarn in gleicher Weise durch freundschaftliche Beziehungen verbunden sind, sind an der Frage als solcher nicht unmittelbar interessiert. Sie konnten deshalb i n voller Unparteilichkeit an die ihnen angetragene Aufgabe herantreten und aus den großen Schwierigkeiten, die die komplizierten geographischen und ethnographischen Verhältnisse des strittigen Gebietes in sich schließen, einen gerechten und die Interessen beider Teile wahrenden Ausweg finden. Die beiden Achsenmächte haben damit aufs neue den Beweis erbracht, daß fie entgegen der englischen Politik, die seit Beginn der Auseinandersetzung ber- Achsenmächte mit Englanb versucht hat, bie Brandfackel bes Krieges auch in ben Donauraum zu werfen, entschlossen und in ber Lage sind, in Zusammenarbeit mit den Mächten in Diesem Raum eine Ausdehnung des Krieges auf dieses Gebiet zu verhindern. Nach ber sowjetrussisch-rumänischen Einigung über die bessarabische Frage und nach der bereits erzielten Einigung zwischen Rumänien und Bulgarien in der Frage der Süddobrudscha ist nunmehr mit dem heute gefällten und von ben beiden Parteien angenommenen Schiedsspruch das letzte im Donauraum noch schwebende territoriale Problem seiner Lösung zugeführt. Ein endgültiger Zustand der Befriedung wirb nunmehr zum Nutzen Herrschaft zu retten. Um biefes Ziel zu erreichen, war von den Kriegsmachern in Paris und ßonbon mit Hilfe bes britisch-französischen Garantiesystems seit Jahr und Tag ein ungeheurer Mechanismus vorbereitet worden, der wie ein Polyp Deutschland in seinen Fangarmen einpressen und zerdrücken sollte. Wenn in Polen der Kriegsbrand entfacht war, sollte Rußland den Polen den Rücken stärken, französisch-britische Heere sollten unter Umgehung des Westwalls durch Belgien und Holland in Deutschland einfallen und mit Expeditionstruppen über Skandinavien und den Balkan den Ring der Einkreisung vollenden, während die britische Flotte, wie einst im Weltkrieg, Deutschland vom Meere abschneiden sollte. England, trotz so starker vermeintlicher Bundesgenossen von der eigenen militärischen Kraft nicht restlos über« Ö, vertraute wie stets auf die brutale Waffe der ungerung und auf die tückische Waffe der Propaganda um so mehr, als bie Berichte Des so vielgerühmten britischen Geheimdienstes wie das törichte Geschwätz wurzelloser-Emigranten die Clique der Kriegsmacher in London in dem Wahn bestärkt hatten, daß Deutschland ohne jede wirtschaftliche Reserven sehr bald am Hungertuch nagen, die deutsche Rüstungsindustrie ohne Rohstoffzufuhren ehr schnell zusammenbrechen und das deutsche Volk ich, vor einen aussichtslosen Kampf gestellt, gegen eine nationalsozialistische Führung erheben werde. Zweifellos ein wahrhaft gigantischer Plan, ber nur einen freilich grundlegenden Fehler hatte, daß er nämlich auf einer Reihe ebenso gigantischer Trugschlüsse aufgebaut war. Wie alle innenpolitischen Hoffnungen auf eine Zersetzung bes deutschen Widerstandsgeistes an ber ehernen Einheit der nationalsozialistischen deutschen Volksgemeinschaft zerschellten, wie Deutschlanbs Wirtschaft, durch ben Dierjahresplan Görings feit langem auf den Ernstfall ausgerichtet, allen Anforderungen des Krieges nachkam und wie schließlich auch die Ernährung des deutschen Volkes, zweckmäßig gestaltet und beizeiten vorsorglich gelenkt, sich als vollauf gesichert erwies, so stürzte auch bas kunstvoll ersonnene außenpolitische Gefängnis, bas man Deutschland zugedacht hatte, wie ein Kartenhaus zusammen. Die Hoffnung auf den Beistand R u ß - lands trog. Nach monatelangem Antichambrieren im Kreml mußten die britisch-französischen Unterhändler in Moskau am 22. August die Unterzeichnung des deutsch-russischen Freundschaftspaktes durch Ribbenttop und Molotow erleben. Die Sowjetunion war nicht gewillt, sich wie einst das zaristische Rußland, vor den brttischen Kriegswagen spannen zu lassen, sondern lenkte wieder in die Bahnen der traditionellen deutsch-russischen gutnachbarlichen Zusammenarbeit, die seit den Tagen Peters des Großen und ber Großen Katharina mit geringen Unterbrechungen immer zum Wehst beider aller auch in diesem Teil Europas enüreten. Ich bin der Ueberzeugung, daß hiermit eine feste Grundlage für die Herstellung dauerhafter und freundschaftlicher Beziehungen zwischen Rumänien und Ungarn geschaffen worden ist. — Aehnlich lautete auch eine Erklärung des italienischen Außenministers. Die feierliche Unterzeichnung des Schiedsspruches fand um 15 Uhr im Schloß Belvedere statt. Die Grenzziehung. Die neue ungarisch-rumänische Grenze beginnt südwestlich Nagyscalonta (Salvnta) an der bisherigen ungarisch-rumänischen Grenze, führt in nordöstlicher Richtung etwa 10 Kilometer südöstlich von Großwardein vorbei und verläuft bann in östlicher Richtung bicht südlich ber Eisenbahn von Großwar- bein nach Klausenburg und südlich an Klausenburg vorbei bis zu einem Punkte etwa 30 Kilometer norb- norbwestlich Neumarkt. Von bort führt sie sübwest- lich von Neumarkt vorbei nach Sübosten, wobei die Bahnlinie von Schaeßburg nach Kronstadt bei Rumänien verbleibt. Etwa 22 Kilometer nordöstlich Völker gewesen ist. Damit erhielt das zum Kampf gezwungene Deutsche Reich nicht nur politische und militärische Rückenfreiheit im Osten, sondern auch alle Möglichkeiten wirtschaftlicher Zufuhren aus dem großen Rohstoffgediöt des russischen Raumes. Ein Fehlschlag waren auch alle Bemühungen der britisch-sranzösischen Diplomatie, das faschistische Italien aus der Front der Achsenmächte an die Seite der Demokratien zu locken. In Rom hatte man weder die schnöde Behandlung Italiens durch die alliierten Friedensmacher 1919 vergessen, die Italiens berechtigte Kolonialansprüche mit der Ueberlassung von ein paar Wüstenstreifen hatten abspeisen wollen, noch den Sanktionsfeldzug der Genfer Liga, mit dem England den Italienern während des Abessinienfeldzuges in den Rücken gefallen war, und schließlich auch nicht das brüske „Nein", das des französischen Ministerpräsidenten Daladier einzige Antwort auf Italiens Wunsch nach Einleitung eines Gesprächs über die italienischen Revisionsforderungen gewesen war. Italien wartete auf seine Stunde. Die von Mussolini verkündete Politik der „Nichtkriegführung" entsprach den wohlerwogenen Interessen beider Achsenmächte, die durch den Pakt vom 22. Mai 1939 sich zu einem unlöslichen Block zusammen geschlossen hatten, einer engen Zusammenarbeit, die durch die Begegnung zwilchen Führer und Duce auf dem Brenner am 18. März 1940 bekräftigt worden war und am 10. Juni 1940 durch den Eintritt Italiens in den Krieg ihre Krönung erfahren hat. Der Führer selbst hat in seiner Reichstagsrede vom 19. Juli die Wirksamkeit dieser politischen Linie unseres italienischen Bundesgenossen gewürdigt, als er sagte: „Italien bannte von Anfang an starke Kräfte unserer Feinde und lähmte vor allem ihre Freiheit der strategischen Disposition. Das Eintreten Italiens hat mitgeholfen, in Frankreich die Erkenntnis der vollen Aussichtslosigkeit ein-es weiteren Widerstandes zu beschleunigen." Aber nicht nur, daß die Monate der Nichtkrieg- führuna Italiens uns das Tor nach Süden zum Meer hin in einer Zeit offenließ, in der uns im Interesse unserer Versorgung noch sehr viel daran gelegen sein mußte, war es auch die energische Haltung Italiens, die die Mitläufer der Demokratien auf dem Balkan in Schach hielt und sehr wesentlich dazu beitrug, daß aüch hier die demokratische Rechnung nicht aufging. Denn wenn auch Rumänien und Griechenland sich britische Garantien aufnötigen ließen, die Türkei sogar sich zu einem regelrechten Bündnisvertrag mit den Westmächten verstand und in Jugoslawien gewisse Kreise mit Paris und London heftig liebäugelten, so waren die Haltung Italiens und nicht zuletzt die imponierenden Schläge der deutschen Waffen in Polen, in Norwegen, Belgien und Holland eine schlecht überhörbare Warnung an die Balkanstaaten, sich in das britische Netz zu begeben. So konnten weder der Plan einer Landung britisch-französischer Truppen in Saloniki für einen Vorstoß durch Ungarn und die Slowakei in Deutschlands Südostflanke noch die Luftangriffe auf Rußlands kaukasische Oelselder in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Der britische Einkreisungsring wurde auch hier durchbrochen und zerschlagen. Wir sind in unserer Darstellung der Fehlschlüsse britischer Einkreisungspolitik dem chronologischen Gang der Ereignisse vorangeeilt. Denn nach der diplomatischen Niederlage, die die westlichen Demokratien im Kreml hatten einstecken müssen, mar der nächste Schlag militärischer Art gewesen. An jenem denkwürdigen 1. September 1939, an dem der Führer im Reichstag nach Schilderung der Provokationen, die Polen den immer wieder unternommenen deutschen Versuchen zu einem gütlichen Ausgleich in der Frage Danzigs und des Korridors entgegengesetzt hatten, erklärt hatte: „Ich habe mich nun entschlossen, mit Polen in der gleichen Sprache zu reden, mit der Polen nun seit Monaten mit uns spricht. Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!", an jenem 1. September begann sich Polens Schicksal mit einer Schnelligkeit zu erfüllen, die damals auch uns selbst noch in höchstes Erstaunen setzte. Der schlagartig konzentrische Vormarsch von fünf deutschen Armeen im polnischen Raum, die Einkreisung und Vernichtung der polnischen Hauptkräfte im Weichselbogen zeigte zum erstenmal dem deutschen Volke und der staunenden Welt die strategische Ueberlegenheit der deutschen Führung, die es verstand, die unter das Zeichen des Motors gestellten neuen Waffen des modernen Krieges auch in der Masse operativ so einzusetzen und zu bewegen, daß bei geringen eigenen Verlusten der größte Erfolg erzielt wurde. Die blitzartige Zertrümmerung Polens ließ es zu einem Eingreifen seines westlichen Verbündeten gar nicht kommen. Sie hatten mit einem hinhaltenden Krieg gerechnet, der ihnen erlaubte, die eigenen Rüstungen zu vollenden, und mußten nun erleben, daß die Versailler Fehlkonstruktion eines polnischen Staates zerbrach und Deutschland sich mit der Sowjetunion über die Abgrenzung beider Interessengebiete im polnischen Raum einigte. Seitdem ist in den neuen ostdeutschen Reichsgauen wie im Generalgouvernement ein wirtschaftlicher und kultureller Ausbau in die Wege geleitet, der sich der Kolonisation des deutschen Mittelalters zur Seite stellen darf, zumal die Rückkehr und Ansiede- Veispielhaster Angriffsgeist deutscher Jäger mit dem Ritterkreuz belohnt. Berlin, 30. August. (DftB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Göring, das Ritterkreuz zum Eisernen kreuz: Generalmajor Ofterkamp, Oberst 3 b e 1, Oberst- leulnant v. Bülow. Generalmajor O st e r k a m p , der bereits im Weltkriege als Jagdflieger 32 Feindflugzeuge abschoß und hierfür mit betn Drben Pour le merite ausgezeichnet wurde, ist als klugberechnender und geschickter Jagdflieger sowie zäh verbissener und draufgängerischer Kämpfer eine Führernatur von hohen Qualitäten und reichen Erfahrungen. Das bestimmte ihn in der neuen Luftwaffe zum Lehrmeister und Erzieher des Jagdfliegernachwuchses Trotz reiferen Lebensalters hat er als G e- schwaderkommodore an der Spitze feiner Verbände an vielen Feindflügen teilgenommen und feine Besatzungen in mannigfachen Luftkämpfen geführt. Er ist dank seiner glühenden Einsatzfreudigkeit stets Vorbild gewesen. Seiner Einwirkung sind die Hervoragenden Erfolge zu verdanken, die sein Geschwader bei überaus geringen Verlusten zu erringen vermochte. — Oberst I b e l hat das ihm unterstellte Jagdgeschwader vorbildlich geführt, seine Besatzungen durch harte Schulung zu ungewöhnlichen Erfolgen geleitet und durch eigenes Beispiel mitgerissen. Das Geschwader hat sich durch zahlreiche wirkungsvolle Tiefangriffe ausgezeichnet. Oberst Jbel hat sich besonders ausgezeVhnet bei den Tiefangriffen auf feindliche Panzer bei Mon- cernet, auf Jnfanteriegruppen bei Dimy und auf motorisierte Kolonnen bei Poperinghe. Das Geschwader konnte über 300 Abschüsse im Luftkampf und 175 Flugzeugzerstörungen am Boden erringen. — Oberstleutnant v. Bülow, der im Weltkriege als junger Jagdflieger sechs Gegner im Luftkampf besiegen konnte, hat als Kommodore des Jagdgeschwaders Richthofen durch Schutz der Kampfverbände sowie durch Einsatz in der freien Luft wesentlichen Anteil an der Vernichtung der feindlichen Luftwaffe im Luftraum und am Boden. In der großen Luftschlacht über Portland konnte das Geschwader 22 Abschüsse erringen, so daß es 242 Abschüsse in der Luft und 40 Zerstörungen am Boden für sich buchen kann. Durch beispiellosen Angriffsgeist an der Spitze seines Geschwaders hat Oberstleutnant v. Bülow seine Besatzungen zu derartigen Erfolgen geführt. lung der Deutschen aus dem Baltikum, aus Ost- galizien und Wolhynien große Aufgaben stellte. Nach den Spätherbst- und Wintermonaten, von denen der Führer einmal gesagt hat: „Wir haben nicht geschlafen!" parierte die deutsche Wehrmacht in brillantem Zusammenwirken aller Waffen mit einem Landungsmanöver, das nach Ausmaß und Durchführung in der Seekriegsgeschichte ihresgleichen sucht, den britischen Versuch, durch einen Griff über Skandinavien und die Ostsee hinweg Deutschland in seiner nördlichen Flanke zu fassen. Dänemark unterstellte sich dem deutschen Schutz. Norwegen, von einer englandhörigen Negierung in einen sinnlosen Krieg gehetzt und dann im Stich gelassen, wurde trotz ungeheurer Geländeschwierigkeiten und der Sorge um den Nachschub über weite (Entfernungen unter ständiger feindlicher Gegenwirkung binnen drei Wochen niedergeschlagen, das britisch-französische Expeditionskorps in Namsos und Andalsnes zurück auf die Schiffe gejagt und sogar in zähem Kampf durch kameradschaftliches Zusammenwirken von ostmärkischen Gebirgsjägern mit den Besatzungen deutscher Zerstörer unter Führung General Dietls auch in Narvik gegen vielfache Überlegenheit der Sieg erstritten. Kühnheit in der Anlage'des Unternehmens paarte sich mit der moralischen Ueberlegenheit unserer Truppen, die die Durchführung trotz der Schwierigkeiten einer solchen kombinierten Operation angesichts der Flankenbedrohung durch eine weit überlegene feindliche Seemacht erzwang. Deutschland batte damit nicht nur den Briten ihren Plan einer Umfassung vom Norden aus schon im Entstehen aus der Hand geschlagen, sondern auch für die eigene Kriegsmarine und Luftwaffe eine Basis gewonnen, die aus dem berüchtigten „nassen Dreieck" der Deutschen Bucht herausführte und die Anmarschwege zu den Schlupfwinkeln der Grand Fleet und Royal Air Force an der englischen Ostküste wesent- lichverkürzte. Wenige Wochen später sollte Englands Versuch, die in Norwegen empfangene Scharte durch einen großen Schlag im Westen auszuwetzen, zu seiner völligen Isolierung führen. Als dem deutschen Oberkommando der Wehrmacht vorliegende Nachrichten darauf schließen ließen, daß der Vormarsch eines britisch-französischen Heeres mit Unterstützung Belgiens und Hollands in das Ruhrrevier unmittelbar bevorstand, schlug die deutsche Kriegführung am 10. Mai auch hier überraschend zu. Holland wurde in fünf Tagen besetzt, wobei Fallschirmjäger und motorisierte Truppen unerhörte Leistungen vollbrachten. In Belgien wurde mit schnellen Schlägen der Maasübergang erzwungen, das alls starken Feldbefestigungen bestehende Verteidigungssystem an Gette und Dyle zertrümmert, Brüssel und Antwerpen besetzt und über die Lys mit schneller Linksschwenkung zum Pserkanal vorgestoßen. Durch die Kapitulation von König und Armee schied auch Belgien bereits am 28. Mai aus der Reihe der Gegner aus. Die durch Südbelgien voreilenden deutschen Truppen stteßen^tzwischen Namur und Sedan auf die Flanke der britisch-französischen Armeen, erzwangen auf breiter Front den Durchbruch durch die starken Maas-Stellungen und stießen in breitem Keil mit Schnellen Truppen bis zur Kanalküste vor. Die Abriegelung nach Süden gegen französische Entlastungsversuche hielt stand bis zur Einkesselung und völligen Vernichtung der im Raum des Artois und Flanderns umstellten französischen und britt- schen Armeen. Die Einnahme Dünkirchens am 4- Juni krönte diesen ersten Abschnitt der großen Schlachtenfolge im Westen, während die deutschen Heeresgruppen schon zur neuen Offensive zwischen Kanal und Oise-Aisne-Kanal antraten. Die Zerschlagung der Weygänd-Linie, die Einnahme von Paris am 14. Juni, der Fall Verduns, der Durchbruch durch die für unbezwingbar gehaltene Maginotlinie, der gleichzeitige Vorstoß Schneller Truppen über das Plateau von Langres an die Schweizer Grenze südöstlich von Besannen und die damit eingeleitete Umfassung der sich in Elsaß und Lothringen verzweifelt zur Wehr setzenden letzten französischen Armeen, schließlich Frankreichs Waffenstillstandsgesuch am 17. Juni, der denkwürdige Akt im Wald von Compiegne am 21. Juni und vier Tage später der Eintritt der Waffenruhe an allen Fronten in Frankreich, das sind Ereignisse, die im rasenden Tempo ihres Ablaufs noch in unserer aller (Erinnerung stehen. Welchen Momenten im einzelnen die deutsche Wehrmacht die Erfolge dieses beispiellosen Sieges- Zuges verdankt, ist hier gestern schon in dem Aufsatz des Oberstleutnants Ma11haei „Ein Jahr deutscher Siege" von berufener Seite dargelegt worden. Hier sei nur noch einmal auf den Vorsprung hingewiesen, den die deutsche Wehrmacht durch ihren aus dem Zwang der Verhältnisse heraus in kürzester Frist erfolgten Aufbau in bezug auf die moderne Bewaffnung gegenüber ihren weit länger rüstenden aber vielfach erstarrten Gegnern hatte, einen Vorsprung, den sie sich auch in den fünf Monaten relativer Ruhe nach dem Polenfeldzug nicht hatte nehmen lassen, vielmehr gerade auf den Erfahrungen dieses Feldzuges weiter gebaut hatte. Und zum anderen sei erinnert an die Entwicklung der Luftwaffe von einer Hilfswaffe des Heeres, die sie noch im Weltkrieg war, zu einem selbständigen Wehrmachtsteil, der in der Lage ist, mit eigenen Mitteln den Kampf allein zu führen. Während sie in Polen und in Frankreich noch im Zusammenwirken mit den Bodentruppen zur Vernichtung des Feindes beitrug, zeigt sie jetzt schon in dem eben begonnenen Waffengang mit unserem letzten Feind, den Engländern, ihre Bedeutung als eine Waffe der Entscheidung. Der politische Weitblick des Führers hat Deutschland in die Lage versetzt, in diesen für den Ausgang des Krieges entscheidenden Was- fengang mit einer Luftwaffe hineinzugehen, unter deren vernichtenden Schlägen- die britische Luftwaffe heute schon in die Verteidigung gedrängt worden ist. Wie die deutsche Luftwaffe durch die Verlängerung der Front gegen England entlang der Kanal- und Atlanttkküste Die. denkbar besten Ausgangspunkte für ihren Kampf gegen die britische Insel erhalten hat, so bekam auch die deutsche U-Boot- w affe ganz neue Möglichkeiten, die die Annahme rechtferttgen, daß die Tätigkeit unserer U-Boote, die von der französischen Atlantikküste aus die überseeischen Zufuhren Englands auch zu seinen Westhäfen wirkungsvoll kontrollieren können, wie sie von ihren norwegischen Stützpunkten aus Nordsee und Nordatlantik überwachen, noch keineswegs ihren Höhepunkt erreicht haben dürfte, zumal demnächst mit der Indienststellung weiterer Boote zu rechnen sein wird. England ist isoliert, es hat zusehen müssen, wie einer seiner kontinentalen Verbündeten nach dem andern uhter den Schlägen der deutschen Wehrmacht zusammenbrach. Der Ring, den britische Diplomatie um Deutschland zu legen suchte, um ihm den Lebensatem abzuschnüren, ist zerbrochen. Heute steht das tontinentale (Europa in geschlossener Front der britischen Insel gegenüber und ist entschlossen, den Kamps um die Befreiung von der britischen Vormundschaft zu einem siegreichen Ende zu führen. England kann diesem Kampf nicht mehr ausweichen. (Eine Dauerlösung. Der Wiener Schiedsspruch ist nicht nur deshalb gefällt worden, um eine aktuelle Krisis der ungarisch-rumänischen Beziehungen zu verhindern, son- dern er diente auch der Wiedergutmachung eines historischen Unrechts. Vor dem Weltkrieg gehörte zur ungarischen Krone ein Gebiet von 325 411 Quadratkilometer mit einer Bevölkerung von rund 21 Millionen Menschen. Als die Entente-Politiker 1919 in Trianon das neue Statut für Ungarn diktierten, ging es ihnen nicht um die Ordnung der zweifellos vorhandenen Nationalitätenprobleme, sondern um die Demütigung und Zerschlagung Ungarns. Das geht am deutlichsten aus der Tatsache hervor, daß die Friedensmacher statt des einen Nationalitätenstaates Ungarn nun drei neue Nationalitäten st aaten schufen, nämlich Rumänien, die Tschecho-Slowakei und Jugoslawien. Mehr als Zweidrittel seines Gebietes mußte Ungarn abtreten, und zwar verlor es Siebenbürgen an Rumänien, das Ba - n a t zur Hälfte an Rumänien und Jugoslawien, Oberungarn und die slowakischen Bezirke an die Tschecho-Slowakei, Kroatien und Dalmatien an Jugoslawien. Das verbleibende Rumps- Ungarn war nicht größer alh 93000 Quadratkilometer und hatte nur noch 7,5 Millionen Einwohner. Von allen Verlusten wurde am schmerzlichsten die Abtretung Siebenbürgens empfunden, sie war auch am unsinnigsten, weil Rumänien mit den 2,9 Millionen Rumänen im bisherigen Ungarn nun 5,3 Millionen ungarische Staatsbürger erhielt. Außerdem verbinden sich für den Ungarn mit dem Siebenbürger Land viele historische (Erinnerungen, die seinen Nationalstolz ausmachen. In Klausenburg wurde Matthias Corvinus geboren, in Schäßburg fand Ungarns Freiheitsheld und größter Dichter Alexander Petöfi den Tod, in Arad wurden beim Aufstand von 1848 dreizehn ungarische Generale hingerichtet. Ader nicht nur. aus ethnographischen und geschichtlichen, sondern auch aus geopolitischen Gründen erscheint Siebenbürgen dem Westen zugehörig. Von den Karpathenmauern umschlossen, stößt Siebenbürgen wie ein Keil nach Osten vor, unterscheidet sich aber in seinem Hügel- und waldreichen Landschaftscharakter grundsätzlich von den übrigen, bisher rumänischen Gebieten. Die Flüsse Samosch und Marosch öffnen das Land nach dem Westen, nach Mitteleuropa, woher es denn auch seine Kultur bekommen hat. Die Schwierigkeiten der jetzigen Regelung, die in den zweiseitigen Verhandlungen zwischen Rumänien und Ungarn nicht überwunden werden konnten und deshalb durch den Wiener Schiedsspruch gelöst werden mußten, rühren im wesentlichen von der buntscheckigen Zusammensetzung der Siebenbürgener Bevölkerung her. Der Hauptteil der Magyaren, die sog. Szekler, leben nicht im unmittelbaren Anschluß an den magyarischen Siedlungsraum, sondern — durch einen ziemlich breiten rumänischen Volksgürtel getrennt — im gebirgigen Ostteil des Landes, also in einer recht armen Gegend, und pflegten daher auch schon vor dem Weltkrieg in hellen Scharen nach Rumänien, besonders in das aufblühende Bukarest, abzuwandern, das man aus diesem Grunde scherz- Lieferant mid) Ihrer Krankenkasse (Es wird den jungen Völkern den Weg frei geben müssen, die die Garanten ein^s neuen zukunftsträchtigen (Europa sind und die bereits bewiesen haben, daß sie willens und imstande f*rb, dem von plutokratischen Fesseln befreiten Erdteil eine Ordnung der Gerechtigkeit und der Achtung natürlicher Lebensinteressen auch der kleinen Völker zu geben. Der soeben verkündete Wiener Schiedsspruch zum Problem des Gebiets- und Bevölkerungsaustausches zwischen Ungarn und Rumänien zeigt, in welchem Sinne Deutschland und Italien ihre europäische Verpflichtung begreifen. Das setzt die Ausschaltung Englands als Störenfried des Kontinents voraus. Der Kampf gegen die britische Plutokratie, von unserer Luftwaffe so verheißungsvoll begonnen, geht weiter. Wir wissen, wie jeder Feldzugsplan für feine Durch- führung eine sorgsame und gründliche Vorbereitung erfordert. Wir wissen aus den Feldzügen in Norwegen und Frankreich, daß die deutsche Krieg- führung Monate der Ruhe zu nützen versteht und ihre Pläne so vorbereitet, daß in kurzer Frist und mit geringsten Verlusten ein durchschlagender Erfolg erzielt werden kann. England hat diesen Entscheidungskampf gewollt, es wird ihn bekommen, der Führer wird wie bisher stets auch für ihn den rechten Augenblick zu finden wissen, und die deut" schen Waffen werden ihn mit dem gleichen Elan siegreich zu Ende führen, mit dem sie in dem nun vergangenen ersten Jahre dieses Krieges Englands Trabanten auf dem Festland niedergeschlagen haben. Dr. Fr. W. Lange. Der Führer und seine Oherbesehlshaber. fr- I . Ui :t.A X ? X, t < !ar 3n der Mitte: Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht spricht während feines Aufenthalts an der vordersten Front in Dolen mit hom m d „ vonBrauchitsch,die neuesten militärischen Meldungen durch. — Rechts: In seinem Hauptquartier läßt sich Reichsmarschall G ö r in a hTr $eeres' Generalfeldmarschall d°r da- stärkst- Fort d-r F-stung Lüttich zu Fall bracht-, Bericht erstatten. -Link-- DerOberbefehlshaberder Kr^ g?mar?ne GrostadmirM Rae”°" L"'m°nn jährt tz-ims-kchrt-n U-Vsstez mit dem S.& «u^ KK.-Ech-rl-Bild-rdi-nst. und Scherl^Kropp-M)' ä ’ 58eIat|una eines von erfolgreicher Feind« haft, aber mit gutem Recht die größte Szeklerstadt genannt hat. In diesem Zusammenhang muß auch der 600 000 Volksdeutschen, der Siebenbürger Sachsen, gedacht werden, die immer eins der aufbaufreudig. sten Elemente in diesem Lande gewesen sind. Siebenbürgen wurde im 12. und 13. Jahrhundert von Deutschen aus der Rhein- und Moselgegend besiedelt. Sie kamen mit Pflug und Schwert, und zwar zum „Schutze der Krone" mit ausgesprochenen militärischen Pflichten. Sie hatten die besondere Aufgabe, die Karpathen passe zu bewachen gegen die ständig einbrechenden Tatarenhorden. Es wurde ihnen der sogenannte „K ö n i g s b o d e n" vergeben, auf dem sie besondere Rechte und eine weitgehende Selbstverwaltung besaßen. Die deutschen Städte Hermannstadt, Kronstadt, Mediasch, Schähburg und andere entstanden als Bollwerke der europäischen Kultur. Zwischen den Städten wurden die Kirchen- bürgen als kleine Festungen ausgebaut, so daß das ganze Land zu einer Bastion des Grenzlanddeutschtums wurde. Die Siebenbürger Sachsen haben das vorher nur äußerst schwach besiedelte Land in einen Garten verwandelt. Sie führten Ackerbau und Weinbau ein, und ihr Gewerbe spielte während des Mittelalters eine führende Rolle im ganzen Südosten. Bis 1526 war Siebenbürgen ein Bestandteil des ungarischen Königreiches. Während der 300jährigen Türkenkriege hat sich das Deutschtum tapfer gehalten, wenn sich auch ein Rückgang seiner Zahl und seines Einflusses auf die Dauer nicht vermeiden ließ. Rach der Türkenherrschast kam Siebenbürgen 1697 unter habsburgisches Zepter. Im Jahre 1848 wurde die Union mit Ungarn proklamiert. Im eigentlichen Siebenbürgen leben heute gut 250 000 Volksdeutsche, während im Banat mehr als 330 000 Deutsche wohnen. Das Banat wurde erst im 18. Jahrhundert nach der Vertreibung der Türken von deutschen Bauern besiedelt und zu großer Blüte geführt. Mittelpunkt des Banats ist die Stadt Temeschburg, in der bereits Prinz Eugen wohnte und später Generalfeldmarschall von Mackensen sein Hauptquartier aufschlug. Von 100 000 Einwohnern sind hier etwa 40 000 deutsch. Der hohe Anteil, den das Deutscktum an der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung Siebenbürgens gehabt hat, ist für die Regierung des Großdeutschen Reiches sicherlich ein Grund mehr gewesen, ein entscheidendes Wort zur endgültigen Neuordnung des Südostraums zu sprechen. Bevor sich Rumänien und Ungarn mit der Bitte um einen Schiedsspruch an die Achsenmächte gewandt hatten, ging der rumänische Vorschlag dahin, den Ungarn soviel Land zu überlassen, wie sie zur Umsiedlung der im jetzigen Siebenbürgen ansässigen ungarischen Volksgruppe benötigt hätten. Demgegenüber verlangten die Ungarn unter dem Ge- ■ sichtspunkt der völligen Austilgung des Diktats von Trianon rund zwei Drittel des gesamten Gebietes, das ihnen 1919 verloren gegangen war, wobei besonders die obengenannten Szekler berücksichtigt werden sollten, deren Gebiet, wie schon gesagt, durch einen breiten Streifen rumänischen Volksbodens vom übrigen Magyarentum ab getrennt ist. Die nun durch den Wiener Schiedsspruch neugezogene Grenze zwischen Rumänien und Ungarn ist, wenn sie auch den Rumänen den Verlust eines Gebietes von 50 000 Quadratkilometer auferlegt, doch keineswegs eine einfache Wiederherstellung der Grenzen aus der Zeit vor dem Weltkrieg. Wenn Rumänien nach der Abtretung Bessarabien- und der Nordbukowina an Rußland, wie der Süd- dobrutscha an Bulgarien nun sich mit einem neuen Gebietsverlust einverstanden erklären mußte, so ist dabei zu bedenken, daß Rumänien am Ende des Weltkrieges trotz seiner Niederlage auf dem Schlachtfelde seine Grenzen weit über den rumänischen Volksboden hinaus ausgedehnt hatte. Das künsttich aufgeblähte Großrumänien, das die Pariser Vorort- Diktate geschaffen hatten, konnte den Stürmen einer politischen Krisis, wie sie die letzten Jahre mit der Revision des Unsinns von Versailles über die damaligen Sieger gebracht haben, nicht widerstehen. Auch die in Bukarest seinerzeit angenommene eng- lische Garantie hat Rumänien vor dieser Revision nicht schützen können. Die^ Neuordnung auch im Südosten des europäischen Kontinents erfolgt unter anderen Vorzeichen. Die englische Garantie hat sich lediglich als schwere Belastung der rumänischen Außenpolitik ausgewirkt. Sie ist heute längst hinfällig geworben, und an ihre Stelle tritt die von den Acysenmächten eingeleitete Befriedung des Donau- und Balkanraumes, zu der der Wiener Schiedsspruch den Schlußstein setzt. Durch ihn dürfte das volksdeutsche Siedlungsgebiet Siebenbürgens im wesentlichen bei Rumänien verbleiben, während etwa 100 000 Volksdeutsche zu Ungarn zurückkommen werden. Daß diese in ihren nationalen weltanschaulichen und kulturellen Belangen alle Sicherheiten erhalten, die sie erwarten dürfen, dafür bürgen die zwischen Deutschland und Ungarn getroffenen besonderen Abmachungen. rifierung der volksdeutschen Familiennamen, dienen könnten. Die Angehörigen der Volksgruppe haben das Recht, einen in ihrer Familie früher geführten Namen wieder anzunehmen. 8. Die Angehörigen der Volksgruppe haben auf kulturellem Gebiet das Recht zum freien Verkehr mit dem großdeutschen Mutterlande. II. . Zwischen der Reichsregierung und der Königlich Ungarischen Regierung besteht volles Einverständnis darüber, daß die vorstehenden Grundsätze in keiner Weise die Pflicht der Angehörigen der Volksgruppe zur Loyalität gegenüber dem u^igari* scher». Staate berühren sollen. • in. Für die Angehörigen der deutschen Volksgruppe in den mit Ungarn wiedervereinigten, bisher rumänischen Gebieten wird folgende besondere Vereinbarung getroffen: Die Königlich Ungarische Regierung wird den in diesen Gebieten ansässigen Volksdeutschen auf deren Antrag die Möglichkeit gewähren, in das Deutsche Reich umzusiedeln. Die Volksdeutschen, die von diesem Recht Gebrauch machen wollen, haben ihren Antrag innerhalb einer Frist von zwei Jahren vom Tage dieser Vereinbarung an zu stellen. Bei der Umsiedlung können die Volksdeutschen ihr bewegliches Vermögen frei rtiit s i ch führen. Sie können ihr unbewegliches Vermögen vor ihrer Abwanderung liquidieren und den Erlös unter durch die betreffenden Notenbanken zu vereinbarenden Bedingungen ausfllhren bzw. überweisen. Die Einzelheiten der Umsiedlung werden zwischen der Reichsregierung und der Königlichen Ungarischen Regierung alsbald festgesetzt werden. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird auch die Frage geregelt, unter welchen Bedingungen jenes unbewegliche Eigentum, dessen Liquidierung dem Eigentümer in der vorgesehenen Frist nicht gelingt, vom ungarischen Staat übernommen wird. Beide Regierungen werden sich dabei unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse von den Grundgedanken leiten lassen, die für die Reichsregierung und die Königlich Italienische Regierung bei der Regelung der Umsiedlung der Volksdeutschen in Südtirol maßgebend gewesen sind. Kronrat in Bukarest. Bukarest, 31. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Minister des königlichen Hauses teilt mit, daß in der Nacht zum Samstag ein Kronrat unter dem Präsidium des Königs stattgefunden hat. Der rumänische Gesandte in Berlin erstattete Bericht über den Wiener Schiedsspruch. Anschließend teilte der Ministerpräsident die Garantie mit, die von Deutschland und Italien für die Integrität unfcUn- Verletzlichkeit des rumänischen Staatsgebietes gegeben wurde. Sämtliche Berater des königlichen Hauses, sowie alle Mitglieder der Regierung, auch die früheren Ministerpräsidenten M a n i u und B r a t i a n u waren zugegen. Hauptschriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptichriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche UnlversitStSdruckerei R. Lange K. G. Verlagsletter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenletter: LanS Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.S. Schutz der deutschen Volksgruppen in Ungarn und Rumänien. Anläßlich der Besprechungen in Wien hat die Reichsr^ierung mit der ungarischen und der rumä- nischen^llegierung Abmachungen getroffen: zum Bch u tz e der deutschen Volksgruppen in den genannten Ländern. Die Abmachungen haben folgenden Worilaut: In dem Wunsche, die Stellung der deutschen Volksgruppe in Rumänien entsprechend den freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich und Rumänien zu gestalten, haben die Reichsregierung und die Königlich Rumänische Regierung 'folgendes vereinbart: Die Königlich Rumänische Regierung übernimmt die Verpflichtung, die Angehörigen der deutschen Volksgruppe in Rumänien den Angehörigen rumänischen Volkstumes in jeder Weise gleichzustellen und die Stellung der deutschen Volksgruppe im Sinne der Karlsburger Beschlüsse zur Erhaltung ihres Deutschtums weiter auszubauen. Die Abmachung mit Ungarn. -In dem Wunsche, die Stellung der deutschen Volksgruppe in Ungarn entsprechend den beiderseitigen freundschaftlichen Beziehungen zu gestalten, haben die Reichsregierung und die Königlich Ungarischen Regierung nachstehende Vereinbarung getroffen: ( Die Königlich Ungarische Regierung gewährleistet den Angehörigen der deutschen Volksgruppe die Möglichkeit, ihr deutsches Volkstum uneingeschränkt zu erhalten. Sie wird dafür Sorge tragen, daß den Angehörigen der deutschen Volksgruppe aus der Tatsache ihrer Zugehörigkeit zur Volksgruppe und aus ihrem Bekenntnis zur nationalsozialistischen Weltanschauung in keiner Weise und auf keinen Gebieten Nachteil irgendwelcher Art erwachsen. Angehöriger der Volksgruppe ist, wer sich zum Deutschtum bekennt und von der Führung des Dolksbundes der Deutschen in Ungarn a l s Volksdeutscher anerkannt wird. Entsprechend diesen Grundsätzen wird insbesondere folgendes festgestellt: 1. Die Angehörigen der deutschen Volksgruppe lhaben unter Berücksichtigung der bezüglichen allgemeinen Vorschriften das Recht, sich zu organisieren und Verbände für besondere Zwecke wie zum Beispiel für Jugendpflege, für Sport, für künstlerische Betätigung usw. zu bilden 2. Die Angehörigen der Volksgruppe können In Ungarn jeden Beruf unter den gleichen Voraussetzungen und Bedingungen wie die anderen ungarischen Staatsangehörigen ausüben. 3. Die Angehörigen der Volksgruppe werden entsprechend ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung Ungarn bei der Besetzung der ungarischen Behörden und der Zusammensetzung der Selbstverwaltungskörper, insofern die Besetzung durch Ernennung erfolgt, berücksichtigt werden. Die volkdeutschen Beamten sind vorzugsweise bei den Behörden in den volksdeut - schen Siedlungsgebieten und den ihnen übergeordneten Zentralbehörden zu verwenden. 4. Alle Kinder der Angehörigen der Volksgruppe sollen die Möglichkeit haben, unter den gleichen Bedingungen, wie sie für die ungarischen Schulen gelten, eine Erziehung auf Volksdeutschen Schulen zu erhalten, und zwar auf höheren, mittleren und Grundschulen, sowie auf Fachschulen. Die Ausbildung eines geeigneten und ausreichenden volksdeutschen Lehrernachwuch. s e 5 wird ungarischerseits in jeder Weise gefördert. 5. Die Angehörigen der Volksgruppe haben das Recht auf freien Gebrauch ihrer Sprache in Wort und Schrift, sowohl m ihren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen als auch in öffentlichen Versammlungen. Die Herausgabe von Tageszeitungen, Zeitschriften und sonstigen Veröffentlichungen in deutscher Sprache wird keinen Beschränkungen unterworfen werden, die nicht auch für die Herausgabe entsprechender Veröffentlichungen in ungarischer Sprache gelten. In den Derwaltungsqebieten, in denen die Angehörigen der deutschen Volksgruppe mindestens ein Drittel der Gesamtbevölkerung aus- machen, können sie sich für den amtlichen Verkehr in tiefen Bezirken der deutschen Sprache betrienert. 6. Die Volksgruppe hat die Befugnis zu wirtschaftlicher Selb st Hilfe und Ausgestaltung ihres Genossenschaftswesens. 7. Ungarischerseits werden alle Maßnahmen vermieden werden, die dem Zwecke einer zwangsweisen Assimilierung, insbesondere durch M a g y a - flum le&ien ausjunutjen. Det Güterverkehr, den dle Deutsche Leichsdahn im groftdeutschen Saum ju bewältigen hat, ist gewaltig ungestiegen. Vierjahresplan, Rüstungsdetrlede, verlor- gung bet Beo ölkctung utib y vor allen Dingen unsere Wehrmacht gellen größte Anforderungen an den Güterwagenpark. Alles kommt daher jBSKjgr darauf an. jeden oorhan- denen Güterwagen bis .VDffMUM BäS II Uh auf jeden Kubikmeter kommt es an! Aed- planaolk Grfparnis an Wagenraum bebrütet eine Vermehrung des jur Oerfügung stehenden Wagenbestandes. Und feder einzelne verfracht ha. dazu den Dodeil. dast bei be,lerer Wagenaus. Nutzung die Krach, nach niedrigeren Krachhätzen berechne, wird. Deshalb lohn, es sich für leben Der- stach.ee. den Wagenoerfanö fo ju regeln und einju.eilen, dast eine toll ausgelafle.e Wagenladung für leben Bestimmungsort zusammenkommt. . Schon aor Beginn der Verladung empfiehl, es stch. die Unterbringung der Güter ,m wagen genau ju berechnen. Auskünfte über die Sbrneffungen der Güterwagen geben alle Uuterabfemgungen. Zwrckmüstig gewühlte Verpackung. Gebauten aus Gatten und Brettern ■ das alles ann jur toten und rautnfpatenben Verladung beitragen. Befanbers wenn es stch um fpen.gr Guter banbdt. je g. (Id) der Deister im Au-nutzen des bejabl.cn Laderaumes. Sier kommt es auf jme.erle. an. Auf den bestmöglichen Giafatz der mechanifchen und menfchlichen SilfstMe und au engste mit den Güterabfertigungen. Das bedeute, eine wichtige 0ilfe für d.e Deutsche Be.djsbabn Überwindung der Beföcdecungsschwierigkeiten. Hilf der Deutschen Reichsbahn und Du hilfst Dir selbsti Beachten Sie öiese 10 wichtigen Regeln für öen Verfrachteri 1, Güterwagen schnellstens de- und entladen. Rückgabe der Wagen möglichst vor Ablauf der Ladefristen: Überschreitung der Ladefrist hat Ausfall wertvollen Laderaums zur Zolge. 2. Wagen rechtzeitig und nur für den tatsächlichen Bedarf bestellen. Angeborene Lrsatzwagen verwenden, selbst wenn kleine Unbequemlichkeiten damit verbunden sind. 3. Pünktliche An-u. Abfuhr derGüler.Wir dcrBe-und Entladung sogleich nachWagenbereirstellung beginnen. 4. Zür Güterwagen gibt es jetjt keine Sonntagsruhe. Daher Güler, wenn möglich, auch Sonntags verladen. §ür dngegangcnc Güter besteht dle Pflicht zur Entladung an Sonntagen. 3. Güterwagen beim Be- und Entlad^nicht beschädigend Lademaße innehalren. Güter ordnungsmäßig und betriebssicher verladen» 6. Durch zweckmäßige Ladegeräte und tzilfsmittel das Le- und Gntladen erleichtern. Auslastung der Wagen bis zum Ladegewicht und nach Möglichkeit jetzt im innerdeutschen Verkehr dis 1000kg über die Iragfähigkeir. Raumersparnis durch geschicktes Stapeln der Güter, ganz besonders durch fachgemäßes und überlegtes verladen sperriger Güter. H« Vicht mehr Güter zu gleicher Zeit beziehen, als rechtzeitig entladen werden können. 9. Entladung sogleich beim Eingang der Versandanzeige des Absenders oder bei der voraoisierung durch die Güterabfertigung vorbereiten. Zuhrwerkr und Ladepersonai schon im voraus für die Zeit der bevorstehenden Entladung sreihalten. 1Oe Zrachtbriefe und sonstige Begleitpapiere sorgfältig ausfüllen zur Vermeidung von Onläufcn. Geflügel aller Art und jedes Quantum kanft 3877 D Hotel Schütz Auf Wunsch Abholung. ■ 1 eÜRO-EINRICHTUNGEN Gießen. Bahnhofstraße. 7fl7D Sapberes Lebensmittelgeschäft sucht in Gießen am Seltersweg LADEN mit zwei Schaufenstern. Evtl. 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August 1940 Zn der Nachmittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 10000 RM. 125701 3 Gewinne zu 5000 RM. 113806 18 Gewinne zu 4000 RM. 71626 131201 162067 234886 308533 332359 21 Gewinne zu 3000 RM. 2448 159473 232353 281122 310123 324111 343109 30 Gewinne zu 2000 NM. 88343 1 23251 139,59 162803 194653 196981 201193 261636 383873 391208 96 Gewinne zu 1000 RM. 5795 11095 14451 22572 33328 54024 66575 73916 74387 102777 105848 120578 141708 148921 151144 161690 182204 186643 207938 215329 232543 233669 250275 255251 268356 330299 358179 359040 365803 374601 378138 396265 19. Ziehungstag 30. August 1940 In der Bormittagsziehung wurden gezogen 9 Gewinne zu 4000 RM. 148509 267705 270884 21 Gewinne zu 3000 RM. 132805 160431 215539 279658 287361 310291 344327 24 Gewinne zu 2000 RM 31842 164193 241244 242853 259735 307453 319622 370552 171 Gewinne zu 1000 RM 3906 18311 25939 34761 38185 41383 57359 58962 61679 67069 67885 76004 92471 93788 94124 99183 100948 108848 119215 120092 121730 124953 125866 128689 166531 171810 172818 173879 181613 194689 199574 206000 206081 208607 210117 211283 222913 225737 226115 228437 232930 244837 280947 288222 292795 298911 301090 313940 316720 319896 351972 353555 356695 375311 386718 387911 397364 Bekanntmachung. Betr.: Schweinezählung am 3. September 1940. Am 3. September 1940 findet wieder eine Schweinezählung verbunden mit der Ermittlung der Hausschlachtungen in der Gemarkung Gießen mit den Gemarkungsteilen Wieseck und Klein-Linden statt. Die Schweinebesitzer haben den Zählern die notwendigen Angaben bezüglich ihrer Schweinebestände bereitwilligst zu erteilen. Die Leitung der Zählung in Hessen ist dem Landesstatistischen Amt in Darmstadt übertragen. Unrichtige Angaben oder die Verweigerung von Angaben durch die Auskunftspflichtigen wird mit erheblichen Strafen bedroht. Den Auskunftspflichtigen wird ausdrücklich zugesichert, daß die Zählung nur statistischen Zwecken dient, keinesfalls aber zu anderen Zwecken, insbesondere nicht zu steuerlichen verwendet werden darf. 3869C Gießen, den 26. August 1940. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Anlage zu Nr. IN 37 700. Bekanntmachung. Betr.: Antrag der Stadt Gießen auf Enteignung von Grundeigentum für die Anlage einer Kanalisation sowie einer Ringstraße in Gießen. Die Stadt Gießen beabsichtigt, in der Gemarkung Gießen „Am Gänsacker" eine Kanalisation zur Ableitung der Abwässer aus dem Stadtteil Wieseck sowie eine Ringstraße neu anzulegen. Sie hat aus diesem Anlaß die Enteignung von folgenden Grundstücken beantragt: 1. Flur XIX Rr. 41/io = 4511 qm Wiese am Gänsacker, Eigentümer: Möser, Anna, geb. Löber, Ehefrau des Wilhelm Möser II. in Gießen (Pächter: Anton Hartmannshenn, Hochelheim). 2. Flur XIX 9tr. 44/io = 4511 qm Wiese daselbst, Eigentümer: Otto Löber, Oberforstmeister in Darmstadt (Pächter: Anton Hartmannshenn, Hochelheim). 3. Flur XIX Nr. 6 = 9045 qm Wiese daselbst, Eigentümer: a) Fischer, Julie, geb. Flett, Witwe des Adolf Fischer in Gießen, b) Haubach, Luise, geb. Flett, Witwe des Karl Haubach in Gießen, c) Flett, Ludwig, in Oranienburg, d) Sack, Marie, geb. Flett, Witwe des Ernst Lud- wig Sack in Gießen, e) Schuchardt, Anna, geb. Flett, geschiedene Ehefrau des Daniel Schuchardt in Gießen, zu je (Pächter: Franz Hennecken, Gießen, Marburger Strahe 65). 4. Flur XIX Nr. 7 = 3680 qm Wiese daselbst, Eigen- tümer: a) Braun, Adolf Heinrich Traugott, in Gießen, b) Braun, Hedwig, geb. Jughard, dessen Ehefrau, Gesamtgut der Errungenschaftsgemeinschaft (Pächter: Franz Hennecken, Gießen, Marbur- ger Strahe 65). Der Führer der Hessischen Landesregierung hat durch Erlaß vom 24. Juli 1939 (Reg.-Bl. S. 121) aus Gründen des öffentlichen Wohls gemäß Artikel 1 des hessischen Gesetzes über ein vereinfachtes Enteignungsoerfahren vom 4. Oktober 1935 (Reg.-Bl. S. 193) ein vereinfachtes Enteignungsverfahren für den vorstehend bezeichneten Grundbesitz angeordnet. Ich bringe dies hiermit zur öffentlichen Kenntnis mit dem Hinweis darauf, daß der Plan nebst Eingabe in der Zeit von INontag, den 9. September 1940, vis einschließlich Montag, den 25. September 1940, im Stadthaus zu Gießen, Bergstraße, Zimmer Nr. 3, zu jedermanns Einsicht offenliegt. Zugleich wird zur Verhandlung über den Plan und die zu leistende Entschädigung Tagfahrt vor der Lokalkommission auf Mittwoch, den 9. Oktober 1940, vormittags 10 Uhr, im Sitzungssaal des Stadthauses zu Gießen, Bergstraße, anberaumt. Es ist beabsichtigt, die Besitzeinweisungsverhandlungen mit der Tagfahrt vor der Lokalkommission zu verbinden. Die Eigentümer und Pächter sowie sonstige an den abzutretenden Grundstücken Berechtigte und alle übrigen an der beantragten Enteignung Beteiligten werden aufgefordert: a) Einwendungen gegen den Plan bei Meldung des Ausschlusses und Annahme der Einwilligung in die beanspruchte Abtretung oder Beschränkung, b) Erklärung auf die angebotene Entschädigungssumme bei Meidung der Unterstellung der Annahme des Angebots, c) Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, d) Anträge auf Aufrechterhaltung bestehender Lasten bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, e) Anträge auf Einrichtung und Unterhaltung von Anlagen, welche für die benachbarten Grundstücke zur Sicherung gegen Gefahren und Nachteile notwendig sind oder notwendig werden, bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, f) etwaige noch unbekannte Ansprüche und Rechte an die zu enteignenden Grundstücke bei Meidung des Ausschlusses mit solchen in dem Termin vorzubringen. • Wenn dritte Personen als dinglich Berechtigte oder wegen sonstiger Rechtsverhältnisse bei der Enteignung beteiligt sind, so müssen die Eigentümer sie sofort nach Veröffentlichung der Bekanntmachung dem Reichsstatthalter iy Hessen — Landesregierung — Abteilung III (Innere Verwaltung) bezeichnen. Unterlassen die Eigentümer diese Bezeichnung, so bleiben sie für diese Ansprüche verantwortlich. Die Eigentümer der abzutretenden Grundstücke sind von dem Tag der Veröffentlichung der Bekanntmachung an verpflichtet, zu neuen Anlagen oder zu einer von der bisherigen bzw. der gewöhnlichen abweichenden Art der Bewirtschaftung die Genehmigung der Unternehmerin (Stadt Gießen) einzuholen, widrigenfalls eine Entschädigung demnächst nur insoweit verlangt werden kann, als durch die Veränderung auch für den öffentlichen Zweck, zu welchem die Enteignung geschieht, der Wert des Geländes erhöht worden ist. Räumen biß Eigentümer von dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung an einem anderen ein dingliches Recht an den zu enteignenden Grundstücken oder ein persönliches Recht auf deren Benutzung ohne Genehmigung der Unternehmerin ein, so steht jenen anderen an die Unternehmerin ein Anspruch auf besondere Entschädigung nicht zu. Unternehmerin, Eigentümer sowie dinglich Berechtigte oder wegen sonstiger Rechtsverhältnisse bei der Enteignung Beteiligte werden hierdurch zu dem oben bekanntgemachten Termin öffentlich geladen. Einzelladungen ergehen nicht mehr. Wer trotz dieser öffentlichen Ladung ohne Entschuldigung ausbleibt, unterliegt den unter a bis f bezeichneten Wirkungen; insbesondere bleibt der Rechtsweg ausgeschlossen. Im Fall des Ausbleibens der Unternehmerin wird Der- zichtleiftung auf Fortsetzung des Enteignungsverfahrens unterstellt und sie mit den Kosten des Verfahrens belastet. Die vorbezeichneten Wirkungen werden von der Lokalkommission ausgesprochen. Darmstadt, den 19. August 1940. 3870C Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — Abteilung III (Innere Verwaltung). Im Auftrag: Weisfenbach. Bekanntmachung. Neue Speisefrühkarlosfelpreise in Hessen-Nassau. Im Bereich des Kartoffelwirtschaftsverbandes Hessen-Nassau gelten für die Zeit vom 2. bis 7. September 1940 für deutsche Speisefrühkartoffeln folgende Erzeugerpreise: Weiße, rote, blaue Sorten 2,65 RM., runde und lange gelbe Sorten 3,10 RM. I Diese Preise gelten für je 50 kg ausschließlich Verpackung, frachtfrei Empfangsstation. 3892D Nr. 20b Zweites Blatt Siebener Anzeiger (Seneral-Anzelger für SderWen) Sl. August /1. Septemder 1940 Vater und Söhne Schulter an Schulter. Von Walter Bloem Der bekannte Romanschriftsteller hat den ftrieg 1914/18 in vorderster Front mitgemacht, auch in diesem Kriege ist er wieder dabei, vom Hauptmann zum Major befördert, genau wie sein Sohn Kilian K o l l (Walter Julius Bloem), den er 1914 in Frankreich schwer verwundet selbst aus der Frontlinie zurücktrug und der nun in den Reihen der Luftwaffe steht. Wenn sich in diesem Kriege zwei Soldaten treffen, -die beide das Ehrenkreuz des Führers mit Schwertern tragen und dazu wohl das „Eiserne" oder einen der vielen Kriegsorden der „Hohen Verbündeten" des Obersten Kriegsherrn von 1914 — so ist bestimmt eines ihrer ersten Worte: „Wer von uns hätte sich träumen lassen, daß wir noch einen zweiten Krieg erleben würden — und solch einen!" Dann strahlen beider Augen. Aber um Stirn und Lippe gräbt sich ein scharfer Zug herben Sinnens: Wie schwer, wie bitter schwer haben wir's damals gehabt, fast viereinhalb Jahre lang — und was haben wir davon gehabt?! Rur Schmerzen und Schmach. Und heute die Jungen, die kommen, sehen und siegen ... Was wissen die von unserem Höhlenleben in Schlamm und Schnee, von unseren Dauerschlachten, die durch soviel Monate währten, wie die jetzigen etwa Stunden brauchen? Sind die Buben von heute, unsere Söhne, ja, mancher von uns Alten sieht schon Enkel neben sich kämpfen — sind sie bessere Soldaten als wir es waren? Tapferer, zäher, kriegstüchtiger? Mancher Tannenberg- und Verdun- und Flandernkämpfer wird sagen: Rein, sie sind nicht besser als wir — sie sind nur besser dran — sie sind besser bewaffnet und vor allem: sie werden besser geführt. Gemach, Kameraden von 14 bis 18. Sie sind auch bessere Soldaten, als wir es waren — sein konnten. Bestimmt nicht vom rein militärischen Standpunkt aus. Was die soldatische Leistung betrifft, so war und ist der deutsche Soldat des Weltkrieges der erste der Welt — vom heutigen erreicht, übertroffen nicht. Worin besteht der Unterschied? Der Soldat von damals -ahnte höchstens, wofür er kämpfte — der heutige weiß es. Wofür denn glaubten wir zu kämpfen? Für die Rettung unseres Vaterlandes vor dem Vernichtungswillen der ganzen Welt. Das war ein reines Verteidigungsziel. Wir glaubten zu kämpfen für die Er- Haltung des Bestehenden — aber an dies Bestehende selber glaubten wir nicht so recht. Es war auch nicht danach. Das Vaterland, für das wir damals ins Feld xpgen, für das unsere edelste Jungmannschaft mit dem Deutschlandlied auf den Lippen gegen den Drahtverhau britischer Söldner anstürmte, gewiß, das war weit besser, weit fertiger als das unserer Ahnen, unserer Väter. Aber — fertig war's noch lange nicht. Wohl schwuren wir damals schon: „Wir wollen sein ein einzig Volk von Bründern" — aber wir wußten, daß wir's nicht wären, und ahnten nicht, wie wir's jemals werden sollten — glaubten nicht, daß wir's jemals werden könnten. Die Klüfte, die uns zerrissen, waren zu tief. Wohl umschlang uns alle das Band der Reichsverfassung — nein: eben nicht uns alle, nicht einmal das. Die Ostmark, kerndeutsch und als Europas Wall gegen asiatische Ueberflutung in hundert Schlachten bewährt — sie hatte draußen bleiben müssen. Und im Inneren des „kleindeutschen" Reiches, wie stand's denn da? Waren wir ein Reich? Wir waren ein „Bundesstaat". Er bestand aus vier Königreichen, aus Großherzogtümern, aus Herzogtümern, aus Fürstentümern, drei freien Reichsstädten und dem ewigen Stiefkinde, dem „Reichsland" Elsaß-Lothringen. Jeder Staat hatte seine eigene Verfassung, ine auf ganz anderen politischen Weltanschauungen und Regierungssystemen aufgebaut war als die des Reiches. 22 Dynastien, verfassungsmäßig eingeschränkt durch 22 Parlamente, regierten nebeneinander und manchmal mehr oder offen gegeneinander. Gab es doch zum Beispiel den „Preußisch-Sächsischen Eisenbahnkriea" ... Und die 65 Millionen reichsdeutscher Menschen, waren denn die wenigstens einig? Auch nur in den einfachsten Grundfragen? Weit gefehlt. Zur staatlichen Zerklüftung kam die innerpolitische der ewigen Parteiung, kam als Vermächtnis des Reformationszeitalters die schroffe Trennung der religiösen Bekenntnisse, kam als letzter und tiefster Riß die soziale Spaltung, der Haß zwischen „Bourgeoisie^ und „Proletariat". Konnte aus einem so zerrissenen Volk ein guter Soldat, ein oallkommenes Heer herausgezüchtet werden? Aber, schon im Frieden ein Wunder, so stark war im deutschen Blute die Kraft des ewigen Soldatentums, daß in zwei Dienstjahren aus Preußen, Bayern und Lippe-Detmoldern, aus Katholiken und Protestanten, aus Konservativen und Sozis dennoch eine Armee sich zusammenschloß, die stand wie aus einem Span. Rur daß die heimge- kehrten „alten Leute" wieder der angestammten Zersplitterung verfielen. Dann ist das noch viel größere Wunder gekommen, das heilige, unvergeßliche des ersten August. Alle altgedienten Soldaten und mit ihnen die jungen Aktiven, die zu Hunderttausenden herbeiströmenden Kriegsfreiwilligen, sie waren plötzlich in Wahrheit und zum erstenmal „ein einzig Volk von Brüdern". Sie sind's geblieben bis zum letzten Kanonenschuß. Die Heimat aber war in die tausendjährige Zwietracht zurückgesunken und riß die heimkehrenden Frontsoldaten in ihre Wirrung hinein. Doch unter denen allen ist einer gewesen, der hatte der deutschen Rot bis auf den Grund geschaut. Er „entschloß sich, ein Politiker zu werden" — er sagte der deutschen Zwietracht Kampf bis zur Vernichtung an und hat ihn gewonnen. Was war es denn sonst als die Glut dieses einen, einzigen Herzens, die das größte aller Wunder vollbracht hat, die Erfüllung der tausendjährigen deutschen Sehnsucht — das einige Großdeutschland? Wenn man, wie das eine Besichtigungsfahrt des Reichsnährstandes und des Oberkommandos der Wehrmacht zeigte, von Belgien kommend auf Paris zufährt, so sieht man oft auf 50—100 km links und rechts der Landstraße nichts wie seltsam blühende Felder. Man traut seinen Augen nicht und steigt aus, um festzustellen, ob hier tatsächlich Baumwolle wächst. Bei näherem Hinsehen aber erkennt man, daß es blühende Distelfelder sind. Disteln, vereinzelt als Unkraut in unseren Getreidefeldern, sind eine Erscheinung, die der deutsche Bauer und Landwirt sehr ungern sieht. Er versucht sie deshalb immer wieder auszurotten. Ganze Felder aber wären für ihn der wirtschaftliche Zusammenbruch und der Ruin. In Frankreich gibt es so etwas nicht erst jetzt, sondern seit zehn und zwanzig Jahren. Die landwirtschaftlich besten Provinzen sind meist davon befallen, und diese Totalversteppung, wie man sie nennen kann, ist nicht erst durch die Kriegserscheinungen bedingt. Wenn man sich durch Begehen der Felder selbst davon überzeugt, daß es b e st e r und schwerster Boden ist, den wir in Deutschland nur in der Magdeburger Börde finden, wenn wir weiterhin sehen, daß die klimatischen Voraussetzungen für hohe Erträge dort viel günstiger als bei uns im Reich sind, dann schütteln wir nur mit dem Kopf und begreifen diese Verwahrlosung der französischen Landwirtschaft nicht. Keine Strohstoppeln finden wir mehr am Boden, Für das aber kämpfen wir heute — wir alle, die Alten wie die Jungen, Front und Heimat. Der neue Krieg begann wie der erste: als reiner Verteidigungskrieg gegen den neuen Ausrottungsplan unserer alten Erbfeinde. Als aber unsere Gegner immer wieder aufs Reue des Führers freimütig dargebotene Dersöhnungshand zurückstießen — da weitete sich unser Kriegsziel. Aus Verteidigung wurde Angriff, das kämpfende Deutschland, dem die Vernichtung zugedacht war — nun muh, nun will es selber vernichten, um Raum zu schaffen für das neue, das ewige Heilige Reich deutscher Ration. Für das Reich unseres Führers. Run wissen wir, wofür wir kämpfen und in dumpfer Vorahnung schon damals gekämpft haben! Es konnte nicht anders sein: diesem entschlackten, entgifteten, entsühnten Volke mußte ein noch besserer Soldat entwachsen als wir — wahrhaftig sturm- bewährte Kämpfer von vierzehn bis achtzehn! Schon für das rein Körperliche, rein Technische des Kriegshandwerks ist der Zögling des Jungvolks, der HI, der jj und SA., des NSKK., des RSFK. und schließlich des Reichsarbeitsdienstes weit besser vorgeschult als die Rekruten der Vorkriegszeit^ die größtenteils jeder vormilitärischen Ertüchtigung entbehrten. Gesinnungsgemäß aber kommt der Nachwuchs des Führers nicht aus einer von uralten Gefühls-, Glaubens- und Ueberzeugungsklüften zerrissenen Menschenmasse, sondern aus einer einheitlich ausgerichteten Nation. Aber, welches Glück! Inmitten der Jungen steht ja immer noch der alte Soldat, der im Sturm der Uebermate.rialschlacht hundertfach erprobte. Mancher unter* uns hat vielleicht nach dem Zusammenbruch von 1918 die Richtung verloren und an Demokratie und rote Seligkeit geglaubt. Das ist vorbei und verschmerzt. Alle sind wir eines Volkes, eines Herzens, eines Glaubens und Wollens. Der Alte steuert seine unvergessene Kriegserfahrung bei, der Junge seine unverbrauchte Spannkraft. Und — Jubel! — neben den Kämpfern des Altreichs sicht im gleichen grauen Kittel, vom gleichen Banner überflattert, der Soldat der Ostmark und all der anderen heimgekehrten Gaue. So kam das nie Erträumte zustande: Ein Krieg, der eine einzige Kette strahlender Siege war — und bleiben wird, bis das Reich der Deutschen ganz Gestalt geworden ist. also mußten die Felder schon seit Jahren brachliegen. Sie werden der. natürlichen Unkrautver- jamung überlassen und verwildern. Teilweise sind die Halme länger als ein ausgewachsener Mann. Aber nicht nur die Aecker sehen so aus, auch d i e Viehweiden beginnen schon zu versteppen, obwohl man dort durch Austreiben von Vieh und ein einmaliges Abmähen wieder eine natürliche Pflege erzielen könnte. Aber nichts von dem geschaht. Man sieht auch kaum Menschen auf den Feldern. Wenn wir dann französische Bauern, meistens sehr alte Leute fragen, dann sind sie erstaunt, warum wir diese Frage überhaupt stellen. Für sie ist diese Erscheinung nichts Neues, sie kennen sie seit Jahr- zehnten. Sie erzählen uns auch, daß dies nicht erst seit dem Krieg so ist, sondern Frankreichs Landwirtschaft durch seine verantwortungslosen Regierungen seit Jahren dem Ruin nahegebracht wurde. Ein vielfach größeres Kolonialreich als die Heimat verleitete die Expansionspolitiker zu dem Gedanken, alles durch Kolvnialvolker erzeugen zu lassen. Angeblich war die Ware billiger, auch wenn sie höheren Qualitätsfvrderungen nicht gerecht wurde. Außerdem verdiente man mehr an dem Handelsgeschäft, weil die Ware infolge des längeren Transportes durch mehrere Hände laufen mußte, als es bei der Erzeugung durch die eigenen Bauern der Fall gewesen wäre. Zweieinhalb bis fünf Pfennig bekam der französische Dauer für den Liter Milch. Der deutsche Disteln statt Getreide. Die Verwahrlosung der französischen Landwirtschaft. —Fahrt durch verwilderte Felder. — Volk des verkommenen Bauerntums. NSK.-Sonderbericht von Dr. F. Lorz. Der Glaube an das ewige Deutschland. Von Joses Magnus Wehner. Wenn einer meiner Ahnen aus dem Grabe auf» erstünde, vor mich hinträte und mich fragte, warum jetzt wieder Krieg über der Erde sei, dann würde ich ihm antworten: „Weil alle Deutschen aufgestanden sind, das ewige Reich der Deutschen zu errichten." Und wenn er mich wetterfragte, warum ich denn ün das ewige Deutschland glaube, da doch alles vergänglich sei und Geschlecht um Geschlecht in die Grube hinabmüsse, auch die Länder und das Meer und endlich die Erde selber als zersplitternder Stern, da würde ich ihm sagen: Die Zeit steht in Gottes Rat, und er hat uns Lebendigen nicht verraten, wie weit er sie spannen will, ehe er sie in die Ewigkeit heimholt. Solange aber die Sonne über der Erde steht und Gottes Kraft in die Räume strahlt, fo lange werden wir Deutsche leben und das Reich haben, und das Reich ist unsere Ewigkeit. Wir hatten es einst viele Jahrhunderte lang; es wurde uns genommen, weil wir in uns selber uneinig wurden und wider uns selber aufstanden. Aber die das Reich von uns nahmen, haben der Welt nichts gebracht als Krieg, Erpressung, Gewalt und Not; sie haben ihre Herrschaft auf das Gold, die Lüge und die Uneinigkeit der Völker gegründet; darum kehrt es in diesen Tagen zu uns zurück, das heilige Reich, die Mitte der Welt. Siehe, mein Ahn, den Deutschen! In allem was er tat, dachte er meist an die andern, die Fremden; er hat ihnen die Erde unterwerfen helfen, der gute Krieger. Aber vergiß nicht, er dachte immer an Die Dränung der Welt, und selbst, wenn er von sich fei- der abfiel, glaubte er der Gerechtigkeit des Weltganzen zu dienen. Kein anderes Volk fühlt |o brennend die Verantwortung für das Weltganze, kein anderes hat so inbrünstig die Schöpfung mit allen Geschöpfen, ja Gott selber in feine Hut genommen und für die entferntesten Dinge gekampst wie das deutsche. Wir sind das liebesfähigste unter allen Völkern, darum wurden wir oft betrogen, uiu) wahrend die anderen das Land und das Meer nay- men, blieb uns die Luft. >. Weil aber die Welt nicht leben kann ohne Die Herzhaftigkeit, Treue, Gründlichkeit und Traulichkeit des Deutschen, darum glaube ich an das ewige Deutschland, und darum hat Gott nun auch zugelassen, daß wir aus der Luft heraus auf unsere Feinde niederfahren, die die Feinde der Welt und des Lebens und jeder gerechten Gemeinschaft sind. Sie werden nun durch ihre Lüge selber gerichtet, die andern. Solange haben sie die Welt über den Deutschen getäuscht, bis sie selber blind wurden und unser Wachstum und unsere Einheit überhaupt nicht mehr sahen. Wen das Schicksal stürzen will, den verblendet es vorher. So geschieht ihnen nun recht. Wir aber haben auf die Dauer gesonnen; wir wollten, daß das Leben in den Völkern daure, frei und groß und aus der eingeborenen Herrlichkeit und aus der Macht der natürlichen Ordnung, die e i n Volk über das andere stellt nach dem Werte seiner Leistung. Wir haben an die großen Lebensgemeinschaften geglaubt, die jene künstlich zerschnitten durch unselige Verträge. Wir haben zäh und still diese Lebensgemeinschaft zuerst in uns selber aufgebaut, indem wir die innig glühende Volksgemeinschaft in unserem Staate gründeten Weil der Führer an die ewigen, unzerstörbaren Werte des Menschen in der Gemeinschaft glaubte, ist ihm der Ewige selber entgegengekommen und hat uns zum Sinnbild und Gleichnis unter den Völkern erhöht. Unser Beispiel aber soll wirken an.der Wende der Zeit: darum glaube ich an das ewige Deutschland. Wir kennen die Kunst der Lüge die List des kleinen Vorteils, die Behaglichkeit selbstsüchtigen Genusses, die fromme Heuchelei, die unritterliche Grau- famfeit nicht. Die Triebkraft des Haf -- ,st uns fremd, ebenso wie die greisenhafte Künstlichkeit der Gedanken und die Angst ihrer, Sicherungen. Frei und kühn gehen wir vor dem Schicksal emher, untere Entscheidungen waren immer gültig für Die Welt solange wir dem eigenen Gesetze, dem eigenen Volke, treu blieben: darum glaube ich an das ewige Deutschland. . Ich glaube daran auch darum, well wiramttef- ften gelitten haben, weil wir der Welt die Musik chenkten weil die übrigen Künste fung und frisch sind und auch im Kriege den Lorbeer der Musen nicht vergessen, sondern wie die Buhnenkunst die Baukunst die bildende Kunst im unberührten Glanze ihres Frühlings stehen — kurz, well das ganze deutsche Volk sich aufgemacht hat, dem ewigen Deusichland die Unsterblichkeit neu zu rüsten. Das Heer hat endlich das Meer erreicht, die alten Gren- in blitzen auf von Flandern bis nach Burgund, freier Atem durchströmt den ganzen Volkskorper, der Aufstieg ist den Tüchtigen gesichert. So ist das Opfer der Jahrhunderte erfüllt, der Tod aller Helden ist gesühnt, die Zwietracht versöhnt und gemeinsam münden die Schicksalsströme der Vergangenheit in das Jahrtausend des Volkes. Unsere Taten und Tage sind zum Sinnbild geworden, nie wird ihr Ruhm verlöschen und das Geschlecht des Opfers und der Pflicht wird fortleben, solange Menschenvölker auf der Erde wohnen. Die englische Landschaft.. Von Richard Gerlach. Als ich vor Jahren in Harwich das Schiff verließ und auf den Zug nach London wartete, standen die Dinge auf ejnmal anders da, als noch vor einigen Stunden in Holland. Es war wie bei jenen photographischen Linsen, die nur die Mitte scharf zeichnen, nach den Rändern zu aber die Konturen ver- schwimmenlassen. Jede Erscheinung trat wie aus einem ungewissen Nebel ans Licht. John Constable und William Tümer haben so gemalt, mit zarten, wässerigen Farben mehr das Atmosphärische hinhauchend, als Kontur um Kontur bis in jede Bildecke festhaltend. Der Feuchtigkeitsgehalt der Luft gab dem Licht eine Brechung, die verschleiernd das Ueberdeutliche einhüllte. Wenn man-nahe herantrat,. konnte man die Mitte des Sichtbaren fassen; aber das übrige blieb halb verdeckt wie hinter Wol- kenvorhängen. Das Nebelhafte bleibt auch an Sonnentckgen noch zu spüren, ein Rest des bleichen Dunstes verdeckt die Welt hinter den Hügeln. Das Land ist fast überall gewellt, und die Senken entziehen sich dem Ausblick. Oft drücken Regenwolken herab, und die Büsche und Bäume ducken sich. Die Farbe des grünen Grases bekleidet fast überall den Boden. Die Aecker treten dagegen ganz zurück. Auch Wälder sind selten. Dafür sind einzelne Baumgruppen eingestreut. Eiche für Eiche im Park steht für sich, und dazwischen verschränkt sich vielleicht das Gewirr des Farnkrautes. Das halb Verborgene und nach allen Seiten Verdämmernde wird plötzlich durch ein Bündel Sonnenstrahlen durchbrochen, und dann blendet eine übernahe Wirklichkeit. Zu dieser Landschaft gehören die Flüsse, die sachten, langsam in vielen Windungen unter Weidenufern dahinkriechenden Flüsse, in denen sich die Wolken spiegeln, und die zitternde Espe drüben, und dahinter das efeuverdunkelte niedrige Haus. Ein gemächlich dahintreibender Nachen mit einem Angler darin und die über den Hügel trottende erhält im Durchschnitt 13 Pfennig. Man wundert sich deshalb gar nicht, wenn die französische Landwirtschaft in Den dicht besiedelten Gebieten vernachlässigt ist und wenn der Bauer sich einseitig auf den Weizenbau eingestellt hat. Drei, vier Jahre hintereinander baute er auf ein und demselben Felde meist Braunweizen an, der qualitativ gut war und auch einigermaßen Absatz bei relativ günstigen Preisen fand. Man muß wissen, daß der Franzose reiner Weizenbrotesser ist und glaubt, ohne dieses Erzeugnis nicht auskommen zu können. Die Besitzverteilung ist, wie wir vereinzelt bei dieser Fahrt feststellen konnten, die denkbar u n g ü n ft i g ft e. Oft. find es Riefengüter, die dann in Parzellen an arme Bauern verpachtet wurden. Die das vornehme 10670 -2 Familien -Cat6 in Gießen Besitzer sebst sitzen irgendwo an der Riviera und verjubeln ihren Pachtzins, während der Bauer selbst unter ihrer Zinssron zusammenbricht. Eine Landflucht unerhörten Ausmaßes stellen wir außerdem fest. In dem Dorfe Graoelotte — aus dem Einigungskrieg 1870/71 bekannt — besuchen wir einen Bauernhof, der einem Nationalfranzofen gehört, sehr gut mit Maschinen besetzt, 85 Hektar groß, für unsere Begriffe also ein Großbauernhof ist. Nach Befragen des Volksdeutschen Melkers, der dort tätig ist, stellen wir fest, daß diese ober jene Maschine seit zwei Jahren schon nicht mehr gebraucht ist, im Freien steht und verrostet. Der überdachte Maschinenschuppen ist zum Teil ohne Dachziegel, ein Bild, das man in diesem Lande öfters antrifft. Man glaubt auf den ersten Blick, hier hätten Kampfhandlungen stattgefunden, und das Dach sei eingeschossen worden. Aber das ist nicht der Fall. Man hat, weil auf dem Dach des Wohnhauses ein Teil der Ziegel beschädigt war, einfach die Ziegel vom Dach des Maschinen- schuvpens abgenommen und damit das Dach des Wohnhauses ausgebessert. Der Maschinenschuppen interessiert eben den Besitzer nicht mehr. Am stärksten, tritt der Unterschied in den landwirtschaftlichen Anbaumaßnahmen in der Magi- notlinie und dem Westwall zutqge. Auf französischer Seite ist von der Grenze an eine Zone von 16 Kilometer Tiefe vollkommen verwahr- l o ft, kein Halm Getreide ist angebaut, die Ställe und Dörfer sind ausgestorben. Im Westwallgebiet dagegen wächst dank des Einsatzes der Frontbauern durch den Reichsnährstand Weizen und Hafer bis zum vordersten Bunker; teilweise sogar auf Den Bunkern. Auch die Ernte wurde zum Teil während der Kampfhandlungen eingebracht. Deutscher Organisationsgeist und deutsche Schaffenskraft unterscheiden sich eben vom französischen Genuß- und Wohlleben, eine Tatsache, die für die Franzosen den Verlust, für uns den Sieg in diesem Kriege brachte. * Mondamin-Puddingpulver gibt cs aufdie Abschnitte N 21 u. 22 der Nährmittettarte Schafherde vervollständigten damals in den friedlichen Zeitläuften das Bild einer Idylle, die inzwischen verflogen ist. Wer einmal vom Flugzeug aus die deutsche ober bie italienische Landschaft unter sich gesehen hat, erkannte auf das genaueste die ©emarfungslinien der Felder, zum Zeichen, daß jeder Fleck Erde genützt war. In England gibt es fein ähnliches trenges Gefüge des Bauernfleißes. Dem Großwundbesitz genügt die Unermeßlichkeit seiner Wie- enparke für bie Haltung ber Pferde unb Kühe. In biefer Hügellanbfchaft ist kein Ort weiter als zwei Autostunden vom Meer entfernt, unb ber Jnselcharakter verleugnet sich nirgends. Immer wie- ber einmal erinnert eine vorübersegelnde Möwe daran, daß die See nahe ist. So gehört die Küste mit ihren Buchten und steilen Klippen ebenso selbst- verständlich zu der Landschaft wie in Deutschland etwa der Wald. Wenn die Schiffe nicht mehr aus» laufen und die Häfen ftiUgelegt sind, verliert das Land seinen Atem. Das Zwielichthafte und Gespenstische des nebelhaften englischen Daseins, das dem Europäer vom Festland schemenhaft starr und undurchschaubar er- scheint, ist in der feuchten Luft der Insel geworden. In der Idylle gediehen prächtige Blumengärten, und die Kletterrosen umrankten ein reserviertes Plätzchen süßer Selbsttäuschung. Eine Landschaft, die zum Zeitvertteib der begüterten Städter da zu fein schien, erinnert sich jäh an die Stürme, die über sie dahinhrausten, an die Stürme, die bevorstehen. Zeitschriften. — Die „3 n n e n • D e f o r a t i o n", Zeitschrift für behagliches Wohnen (Vrrlagsanstalt Alexander Koch G. m. b. H., Stuttgart) widmet ihr Auguschest vollständig der italienischen Raumkunst auf der VII. Mailänder Triennale. Das reiche architektonische und kunsthandwerkliche Können, über welches das neue Italien verfügt, kommt in wertvollen Proben zur Anschauung, namentlich auf dem Gebiet der Hotelzimmereinrichtung, die ja für das klassische Land des europäischen Fremdenverkehrs eine besonders wichtige Rolle spielt. Daneben sieht man das können der italienischen Architekten sich vorbildlich an solchen Ausgaben bewähren, deren Lösung ein technisches oder ingenieurmäßiges Denken verlangt. In einer Reihe von Luxusgeräten be- kundet sich das hochentwickelte italienische Kunst- handwerf. C. K. (Nachdruck verboten.) 10. Fortsetzung. Möckantlick oIm £osa Berufserziehung durch die OAK Gute Ergebnisse des bisherigen Wirkens im Kreise Wetterau. Den. blauen Himmel unverstellt, Herbstträftig die gedämpfte Wett In warmem Golde fließen." Wenn Augen versagen *- Magnus-Brillen tragen! der schmackhaften und leicht verdaulichen NESTLE KINDERNAHRUNG erhält die Mutter für ihr Kind bis zum Alter von 3 ’/i Jahren gegen Berechtigungsschein, den das Ernährungsamt bzw. die Kartenstelle ausstellt. Broschüre „Ratschläge eines Arztes" kostenlos und unverbindlich durch die DEUTSCHE AKTIENGESELLSCHAFT FÜR NESTLE ERZEUGNISSE BERLIN-TEMPELHOF Aus -er Gta-i Gießen September. Wieder Keldpostpäckcken. Die Annahmesperre für Feldpostpäckchen wird mit Ablauf des 31. August 1940 aufgehoben. Dom 1. September 1940 an werden demnach Feldpostpäckchen bis zum Gewicht von 1000 Gramm allgemein wieder zur Beförderung angenommen._____________________ Güterwagen müssen rollen! Auf jeden Güterwagen kommt es an. — Auch in Gießen kann wesentliche Hilfe geleistet werden. liehst viele Verfrachter nutzbar machen. An sich nicht allzu bedeutende Ueberschreitungen der früher zu- gelassenen Höchstbelastungsgrenze werden dann nicht etwa in einem anderen Güterwagen Raum erfordern, den die Dahn für einen anderen Versender verfügbar halten kann, sondern die gute Auslastung des Güterwagens macht sich auch für den Verfrachter selbst bezahlt, weil sich die Frachtsätze mtt besserer Ausnützung des Ladegewichts ermäßigen. Wenn viele Versender von Frachtgut diese Heraufsetzung der Lademöglichkeit in Anspruch nehmen werden, ergibt sich für den Güterwagenumlauf der Reichsbahn der bedeuterDe Vorteil, daß der durch Mehrladung freigehaltene Wagenraum anderen Sendungen zugewiesen werden kann, so daß auch auf diese Weise eine Beschleunigung der Güterbeförderung ohne Mehrbeanspruchung von Güterwagen erreicht werden kann. Würden z. B. 20 Versender die zu chrer Verfügung stehenden Güterwagen mit je einer Tonne über die angegebene Tragfähigkeit hinaus belasten, so würde diese Mehrbelastung der 20 Wagen schon den Raum für einen weiteren sonst in Anspruch genommenen Güterwagen frei machen. Auf die Gesamtheit des täglich auf der Reichsbahn rollenden Gütermaterials bezogen, kann auf diesem Wege gewaltig viel Wagenraum für andere Transportzwecke frei gemacht und der Wagen- und Güterumlauf beschleunigt werden. ♦ Für den Güterbahnhof Gießen ist die hier gekennzeichnete Förderung durch die Empfänger und Versender von Frachtgut ebenfalls dringend erwünscht. Wie wichtig diese Unterstützung sein kann, wird allein schon dadurch bewiesen, daß unsere Güterabfertigung täglich mit einem Eingang von annähernd 300 und mit einem Ausgang von etwa 250 Güterwagen stets in kürzester Frist be- und ent- laden werden. Dazu haben die beteiligten Firmen und Werke in Gießen an allen Tagen, auch an Sonntagen, von morgens bis abends Gelegenheit, denn die Reichsbahn sorgt dafür, daß alle Wagen zum Be- und Entladen immer rechtzeitig zur Stelle ind und das erforderliche Bahnpersonal auch stän- ;ig zur Stelle ist. Die Reichsbahn in Gießen hat ogar ihre Kraftwagen, die früher im Fernverkehr eingesetzt waren, jetzt für die Versender und Empfänger von Frachtgut mit bereitgestellt, um ihnen bei dem An- und Abfahren der Güter Hilfe zu leisten, damit auch hierdurch der Wagenumlauf beschleunigt wird. Zu dem gleichen Zwecke stehen die von der Fahrbereitschaft Gießen eingesetzten Kraft- fahrzeuge den Gießener Wirtschaftskreisen und der Bahn zur Verfügung. Es sind also in Gießen alle Möglichkeiten vorhanden, um den Güterverkehr auf fcer Bahn noch stärker als bisher zu beschleunigen, zum Nutzen aller Beteiligten, vor allem auch der Empfänger der Sendungen. Von diesen Möglich- feiten sollten alle Interessenten reichlich Gebrauch Machen. Roman von Helene Kalisch Copyright 1939 by Prometheus -Verlag Dr. Elchacker, Gröbenzell bei München Uebungsleiter alle Gewähr für gute Ausbildung bieten. Das Ziel der Lehrgemeinschaften besteht darin, die Teilnehmer durch höchstmöglichen Aus- bildungsstand zu befähigen, einen Arbeitsplatz einzunehmen, auf dem sie die höchsten Leistungen für die Gemeinschaft vollbringen können. Jeder Teilnehmer an den Lehrgemeinschaften erhält nach abgeschlossenem Besuch eine Bescheinigung über seine Mitarbeit in diesem Kreise. Das Berufserziehungs- werk führt für die Teilnehmer der Lehrgemeinschaften auch eine Berufs-Laufbahnberatung durch, die den Teilnehmern gute Möglichkeiten für ihr Fortkommen eröffnen soll. Bei genügender Beteiligung werden vielleicht auch in kleineren Städten des Kreises Wetterau derartige Lehrgemeinschaften durchgeführt werden. Die bisherige gute Steigerung bei der Benutzung dieser Einrichtung zeigt, daß das Bewußtsein, in diesem Rahmen sich in ausgezeichneter Weise fort- bilden zu können, immer breitere Bevölkerungs- kreise durchdringt. 6. Dem Güterverkehr auf der Reichsbahn sind durch den Krieg erheblich^rößere Aufgaben gestellt worden, als er in Friedenszetten zu erfüllen hatte. Die Versorgung unserer Wehrmacht in den besetzten Gebieten, die kriegs- und ernährungswirtschaftlichen Erfordernisse in der Heimat und die großen Transportleistungen für das befreundete und neutrale Ausland stellen an den Güterverkehr der Reichsbahn so gewattige Anforderungen, daß alle früher gewohnten Maßstäbe jetzt keine Gültiakeit mehr haben. Es ist daher auch nur natürlich, daß die Zahl der Güterzüge auf unseren Bahnstrecken im Vergleich zu den Friedensverhältnisfen außerordentlich angewachsen ist. Die Reichsbahn hat alle Kräfte angespannt, um ihren vielfach größeren Pflicmen im Güterverkehr stets entsprechen zu können, tfur den bevorstehenden Herbst und Winter sind jetzt schon alle Vorbereitungen getroffen worden, um neben den Transporten für die Wehrmacht alle Sendungen für die Volksernährung, die Brennftoft- versorguna, die Kriegswirtschaftsbetriebe und alle übrigen Unternehmungen schnell und pünktlich befördern zu können. Dabei gilt als wichtigster Grundsatz das Wort: Güterwaaen muffen schnell umlaufen 1 Dieses Ziel kann die Reichsbahn mit chren allerdings knappen Wagenbeständen nur dann erreichen, wenn alle Verfrachter und Empfänger von Gütersendungen durch verständnisvolle Mitarbeit die Bahn unterstützen. In den meisten Fällen wird dies ohne Mehrbelastung möglich sein, wenn man sich als besondere Verpflichtung vor Augen hält, daß die Kriegsverhalt- nisse von jedermann Sonderleistungen erforderlich machen und rechtfertigen. Die Kreiswaltung Wetterau der Deutschen Arbeitsfront, Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, wendet sich heute mit einem neuen Arbeitsplan des Berufserziehungs- werks für den kommenden Winter an die Öffentlichkeit. In diesem Arbeitsplan wird allen schaffenden deutschen Menschen, gleich welchen Alters und Berufes, eine Fülle von weiteren Ausbildungsmog- lichkeiten geboten, bei deren Benutzung alle Männer und Frauen sich im Rahmen von Lehrgemeinschaften beruflich immer mehr vervollkommnen können. Bei dieser Weiterbildung handelt es sich nicht etwa um einen rein schulmäßigen Betrieb, bei dem ein Lehrer vorträgt und die Teilnehmer nur zuhören, sondern hier sind L e h r g e m e i n s ch a f t e n am Werke, bei denen alle praktisch arbeiten nach dem grundlegenden Gesichtspunkts AusderPraxis,furdre Praxis! Durch diese Arbeitsgemeinschaft werden die Ziele der Weiterbildung von jedermann praktisch erarbeitet. Vor dem Beginn des neuen Arbeitsabschrntts her, Uebungsstätte Gießen ist es interessant, rückschauend zu sehen, wie diese Einrichtung der Deutschen Arbeitsfront im Kreise Wetterau bisher in steigendem Maße in Anspruch genommen wurde. Im Sommer 1939 konnte das Berufserziehungswerk 25 Lehrgemeinschaften mit rund 900 Teilnehmern durchführen, im Winter 1039/40 waren es bereits 38 Lehr- gemeinfchaften mit rund 1200 Teilnehmern, im Sommer 1940 zählte man 43 Lehrgemeinschaften mit rund 1350 Teilnehmern. Die Lehrgemeinschaften vom Sommer 1940 gliederten sich in folgender Weise auf: Gruppe Handel (kaufmännische Fächer) 30 Lehrgemeinschaften mit 860 Teilnehmern, Gruppe „Eisen und Metall" 4 Lehrgemeinschaften mit 120 Teilnehmern, Gruppe „Hausgehilfinnen" 2 Lehrgemein- schasten mit 20 Teilnehmern, ferner die Lehrgänge „Heize richtig!" in 7 Lehrgemeinschaften mit 250 Teilnehmern. Daneben wurden noch einige weitere Lehrgemeinschaften mit kleinerer Beteiligung durchgeführt. Im Winter 1939/40 fanden außerdem 15 Lehrgemeinschaften in Betrieben mit rund 350 Teilnehmern statt, bei denen die Angehörigen der betreffenden Betriebe unter Berücksichtigung der Betriebseigenart zu geschlossenen Lehrgemeinschaften zusammen gefaßt waren. Die Weiterbildung in den Lehrgemeinschaften erfolgt unter Leitung erster Fachkräfte, die als Bergholz macht auch einen Weg durchs Zimmer und wieder zurück, setzt sich und blättert in der Abendzeitung. Er findet die Besprechung der ge- strigen Tristan-Aufführung. Beim Lesen bekommt er einen roten Kopf. Die Aufführung wird als großes musikalisches Ereignis gewürdigt. Vieles wird gelobt, einiges auch getadelt, lieber Diet- muthe Röhls Leistung läßt sich der Bettachter folgendermaßen aus: „Frau Röhls Isolde war gesanglich sowie darstellerisch hervorragend. Doch fehlt dieser hoch- begabten Sängerin, die uns schon mit mancher Probe ihres großen Könnens erfreut hat, leider nur eins, was freilich von keiner noch so fertigen Hebung ersetzt werden kann: Die Beseelung ist es! Diese prachtvoll gesungene Isolde war dennoch nicht Isolde. Auch bei dieser Rolle hat sich Frau Röhl nicht in Gefühlsunkosten gestürzt..." Hans Bergholz zerknittert wütend die Zeitung zu einem Knäuel. „So ein Frechling! So ein unverschämter Geselle!" schimpft er aussvringend und ballt die Fäuste, als gelte es, den Urheber dieser Verunglimpfung — anders nennt er die Bemerkung, nicht — auf der Stelle zu züchtigen. Da wird er zu Tisch gerufen und — kommt zur Besinnung. Er folgt ein wenig betreten dem Ruf. Für Frau Erna hat sich inzwischen die sie besonders beunruhigende Tatsache des gestrigen Ausgehens ihres Mannes aufgeklärt, wenn sie auch noch nicht Zeit gefunden hat, das Erstaunliche zu überdenken. Sie ist neugierig, aber auch voll neuen Mißtrauens. Der Mutter, die bereits wieder beginnt, für Hans Partei zu nehmen, hat sie heftig geantwortet. Bergholz fühlt bei Tisch mehr Unsicherheit als vorher bei dem Gespräch mit seiner Schwiegermutter. Es dürste den meisten Volksgenossen, auch den am Güterverkehr der Reichsbahn beteiligten Wirtschaftskreisen, wohl nicht bekannt sein, daß ein Guterwagen in einem Zeitraum von 300 Tagen an 200 Tagen für den Absender und den Empfänger zum Be- und Entladen auf dem Bahnhof bereitsteht und daß nur 100 Taae aus die Beförderung des Wagens durch die Reichsbahn entfallen. Wenn man sich diese Zahlen und ihre wirtschaftliche Bedeutung gründlich überlegt, wird man zu dem Ergebnis kommen, daß schon geringe Beschleunigungen beim Be- und Entladen sich bei den Hunderttausenden von umlaufenden Güterwagen in einem schnelleren Umlauf auswirken müssen, also erheblich mehr Wagen für die Bedienung des Güterverkehrs zur Verfügung stehen können. Diesem erstrebenswerten Zielen muß alle Arbeit nicht nur bei der Beladung, sondern auch beim Entladen der Wagen entsprechen. Jeder Empfänger eines Güterwagens sollte sofort nach der Bereitstellung des Wagens mit dessen Entladung beginnen, damtt die von der Reichsbahn gestellte Frist eingehalten wird. Der Güterwagen darf nicht als ein Lagerraum angesehen werden, in dem der Empfänger das anaekommene Gut ungebührlich lange liegen läßt, auch wenn er dafür Standgeld — auf das die Reichsbahn gar nicht scharf ist — bezahlen muß. Zur Beschleunigung der Abfuhr aller Güter hat die Reichsbahn die Doravisierung eingeführt. Dadurch ist es möglich, den Empfänger von Warensendungen in Güterwagen abends noch vor Geschäftsschluß von der Ankunft auch solcher Wagen in Kenntnis zu setzen, die erst während der kommenden Nachtstunden ein? gehen werden. Der Empfänger kann also schon am Abend vorher alle Vorbereitungen treffen, damit am folgenden Morgen früh mit dem Entladen begonnen werden kann. Uebrigens sei hier noch darauf hingewiesen, daß für die Empfänger von Wagenladungen auch für die Sonntage die Pflicht zum Entladen der Wagen besteht, damit der Wagenumlauf auch auf diese Weise beschleunigt werden kann. Mit tiefem Ernst tritt das deutsche Volk diesmal in den September ein, jährt sich doch der Tag, an dem der uns aufgezwungene Krieg begann, der M so gewaltigen Ereignissen führen und eine Schick- s al sw ende nicht nur für uns, sondern für ganz Europa einl eilten sollte. So wird der 1. September , für uns Deutsche immer ein Tag bleiben, an dem । große Erinnerungen wachgerufen werden. ( Es ist nicht das erstemal, daß der Anfang September deutsche Schicksalstage brachte. Der Sedan- ; tag nicht der 1. September, der eigentliche Schlacht- iaa, sondern der 2., der die Gefangennahme Napoleons mit seinem ganzen Heer ergab und damit den Krieg von 1870 im Grunde entschied, war in all den Jahren bis zum Weltkriege ein Freudenfest für das ganze Volk, für die Schuljugend besonders ein Höhepunkt im Jahr mit Schulfeier, Ausflügen, Spielen und Fackelzügen. Nun hat der September feine neue Bedeutung für uns'bekommen und seinen Ruf gefestigt, daß gerade er ein wichtiger Monat im Kreislauf des Jahres tft Seit alter Zeit waren mit dem September allerhand Dolksbräuche verknüpft, die ihn als den ersten Erntemonat auszeichneten. In ihm feierten die Germanen ihr Herbstfest, das mit dem Opfer von Tier- köpfen und Opferschmäufen begangen wurde; auch verschiedener Abwehrzauber spielte dabei mtt. Der näherkommende Winter mahnte, ein Totenfest zu eiern das aber mit einem Erntedankfest verbunden war. Das erste lebt in dem Fest des Heiligen Michael weiter, das zweite in den Kirchweihfesten. Die Verquickung der beiden Feste zeigt die Tatsache daß am Lechrain üblich war, am Kirchweih- montag ein Seelenamt für alle Verstorbenen aus der Gemeinde abzuhalten, und gerade an diesem Seelenamt wurde von den Bauern mit außerordentlicher Hartnäckigtett festgehalten, so daß es oft zu Zwistigkeiten mit dem Pfarrer kam, wenn der Montag auf einen Tag fiel, an dem nach den kirchlichen Vorschriften kein Seelenamt gehalten werden durfte. Lieber verzichteten die Bauern aus die ganze Nachkirchweih als auf ein Verschieben des Seelengottesdienstes. Auch daß im September die meisten Wallfahrten stattfanden, erinnerte noch an das altheidnische Opfer fest, zu dem man von weit her im Umkreise zusammen kam. Und während im Hundertjährigen Kalender für die drei vorhergehenden Monate Maßhalten im Essen und Trinken angeraten wird, ist darin der festlichen Ernte- Kirchweihstimmung im September durchaus Rechnung getragen, denn wenn auch vor Uebermaß in allem Obstgenuß gewarnt wird, so wird doch geraten, „sich der Gänse, Kapaunen, Indian und Rebhühner, auch Schnepfen, Fasanen, Grammetsvögel, Wachteln und Staren zu bedienen". Das Wetter spielt im Monat der Tag- und Nachtgleiche im Volksglauben eine wichtige Rolle, vor allem haben der 1., der 17. und der 21. September Vorbedeutung für das ganze Herbstwetter. Nebel und Gewitter werden als günstig angesehen. Aber der September bringt uns oft noch die schönsten Tage, gerade wenn die vorhergehenden Mo- nate uns enttäuscht haben. Dann ist die Welt noch in leuchtenden Sonnenglanz getaucht, Bäume und Büsche sind ungebrochen in ihrem dunklen Grün, in das sich erst gegen den Schluß hin die gelben Töne des eigentlichen Herbstes stärker mischen. Als Bringer reicher Gaben steht der September bei den Kindern in hoher Gunst. Es kommen oft genug noch warme Tage, an denen jede blanke Wasserfläche zum Bade einlädt, und auch der Septembersonne wohnt noch eine bräunende Kraft inne. Verklärung und Reife liegt in diesen Tagen, gerade der ftühe Morgen, wenn der Glanz der aufsteigenden Sonne den am Boden lagernden Nebel durchdringt, wirkt in dieser Zeit einen besonderen Zauber,, und es lohnt sich, ein Frühaufsteher zu sein. Beim Weg über die Fluren wird dem Wanderer dann vielleicht Eduard Mörikes Preislied eines Septembermorgen in den Sinn kommen, das am schönsten den Zauber lenden Müdigkeit glimmte noch etwas Suchendes, Dürstendes. Ohne es zu wissen, hat er in der üppigen Frau da drüben das Bild einer andern gesucht, vergleichsweise, als erinnere ihn der Anblick eines grell bemalten Plakates an eine wundervolle Schöpfung hochbegnadeter Kunst. Er reißt sich zusammen, redet eifriger und tut es, ohne zu denken. Dabei nimmt der Druck um seinen Schädel zu, seine Lider hinter den Brillengläsern röten sich, und sein Gesicht bekommt einen Zug äußerster Abspannung, der auch seiner Frau nicht entgeht. Während der kurzen Heimfahrt verharren sie beide in verdrossenem Schweigen. Als er das Haustor aufichließt, fragt Erna: „Was hast du denn nun wieder? Man kennt sich nicht mehr aus mit dir!" „Ich bin nur müde, weiter ist nichts", entgegnet er gähnend. „So? Gestern aber warst du nicht müde!?" Beim Hinaufgehen macht sie noch mehr anzügliche merkungen, auf die er jedoch nicht eingeht. Die kaum beigelegte Verstimmung ist wieder da. Sic leiden beide darunter und messen sich gegenseitig die Schuld daran zu. In Erna flackert wieder auf. was noch unter der Asche glimmt. Sie kann sich nicht beherrschen und nicht mäßigen. Sie reizt den Mann, der längst nicht mehr Herr seiner Nerven ist, damit zum Aeußersten. Plötzlich stürzt er auf sie zu, stockt sie an Öen Armen und zwingt sie in die Knie. Sein kalkweißes Gesicht ist über ihr. Sie sieht in seine flackernden, rotgeränderten Augen und schreit gellend auf: „Hilfe!" Er preßt seine Hand fett auf ihren Mund. „Wenn du noch einen Ton von oir gibst, bann ..." Sie keucht, erstickte Laute quellen unter dem Druck seiner Finger hervor. Da läßt er sie los und stürzt aus dem Zimmer. Er rennt draußen gegen dar Mädchen Lina. Jetzt schreit die auch noch ... „Halten Sie den Mund!" fährt er sie an und ruft dem Weißlichen, Schattenhaften, dos vor ihm fluch' tet, nach: „Sie brauchen nicht die Polizei anzurufen, aber meiner Frau können Sie Baldriantropfen bringen!" Aus dem Ruhebett im Behandlungszini' mer verbringt er den Rest der Nacht. (Fortsetzung folgt.) Ein paar Zeilen Zeitungstext haben ihm olle Gedanken weit hinweggewirbelt von seinem belanglosen Ehezwist und den schwiegermütterlichen Schlichtungsabsichten. Er bemüht sich, Friedensbe- reitschaft zu zeigen, zwingt sich Gesprächigkeit ab und erzählt von einem komischen Zwischenfall bei Ausübung seiner Praxis, worüber Frau Gehrke quiekend lacht. Von Erna erhält er noch keine Entgegnung, Das kennt er; sie will anders gebeten sein. Aber er weiß, daß ihr das Schmollen und Ungnädigsein selbst bald langweilig wird. Nach dem Abendessen begleiten seine Frau und er die Mama heim. Frau Gehrke erklärt, zu Fuß gehen zu wollen, da sie sich noch etwas Bewegung machen müsse — was Bergholz vollkommen ein- leucytet nach ihrer Essensleistung, der, wie er weih, eine ausgiebige Schlemmerei in der Konditorei vorausgegangen ist. Deutlicher macht sich jetzt ein Umschwung in der Stimmung seiner Frau bemerkbar. Sie spricht wieder zu ihm, wenn auch noch fahrig und sprunghaft. Sie beginnt, Fragen nach seinem gestrigen Abenderlebnis zu stellen. Er antwortet erst gewollt ausweichend uni) zögernd, dann beginnt er zu übertreiben. Sie merft die Neckerei, die ihr wie stets Spaß macht. Er denkt befreit, es sei vielleicht gut, der Sache einen kleinen Dreh ins Lächerliche zu geben. „Ist denn die Sängerin hübsch? Ich meine — auch so, ohne die Aufmachung der Bühne?" „Bildschön ist sie!" behauptet er mit Nachdruck und stößt seine Schwiegermutter leicht mit dem Ellenbogen an. Frau Gehrke erstickt beinahe vor Kichern. Nach einem viertelstündigen Weg scheidet sie höchst zufrieden und fühlt sich neu gestärkt für ihre Aufgabe, Hüterin des Eheglücks der jungen Leute zu fein. Bergholz schlägt seiner Frau vor, noch eine Bar aufzusuchen, in die sie öfters gehen. Sie ist gern dazu bereit. In einer Taxe erreichen sie in fünf Minuten die Gaststätte. Eine dicke, von Tabaksrauch durchwölkte Lust schlägt ihnen entgegen. Im Hintergründe säuseln Geigen, quäkt das Saxophon und raffelt das Schlagzeug. Die Tische sind zumeist besetzt. Don einem wird chnen zugewinkt. „Sieh mal, bis 270 Güterwagen zu rechnen hat. Es sind also tag. lieh 9 bis 10 Güterzüge, zu je 60 Wagen gerechnet, auf den Gleisanlagen bei der Güterabfertigung zum Ent- und Beladen vorhanden, eine Menge, die wirklich sehr respektabel ist. Daß bei diesem großen Ausmaß von Güterwagen die Empfänger und Ver. sender Lurch schleuniges Ent- und Beladen viel zur Förderung des Wagenumlaufes beitragen können, liegt auf der Hand. Leider hat es bisher nach manche Zahlung von Standgeld gegeben, die an sich nicht nötig gewesen wäre. Auch hier sei betont, daß die Reichsbahn gar kein Gewicht auf Standgeld legt es ist ihr im Gegenteil viel lieber, wenn die Ein anderes Mittel zur vollkommenen Ausnützung der Güterwagen besteht darin, die Wagen nicht nur früh am Tage und rechtzeitig, sondern auch bis zur Ladegrenze zu beladen. Der Wagen- raum muh refllos ausgenutzt werden. Dabei ist vor allem auch auf eine zweckmäßige Stapelung der Güter im Wagen zu achten. Von großer Bedeutung ist die Anordnung der Reichsbahn, daß im innerdeutschen Verkehr die Güterwagen bis zu 1 Tonne = 20 Zentner über die angegebene Tragfähigkeit hinaus belastet werden können. Diese I Heraufsetzung der Lademöglichkeit sollten sich mög- dieser Jahreszeit und Morgenstunde besingt: ,Hm Nebel ruhet noch die Welt, Noch träumen Wald und Wiesen: Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, Hans, da tst ja Herr Riemschneider und sein Schwager Brinkr ruft Erna lebhaft. Sie nehmen bei den Bekannten am Tisch Platz. Rechtsanwalt Brink war „alter Herr" in Bergholz' Studentenverbindung gewesen. Dessen Schwager, der Börsenmakler Riemschneider, ist in Rahnsdorf mit feinem Wochenendhäuschen ihr Nachbar. Bergholz hat an diefer Sorn- merfteundfchaft schon reichlich genug; aber Erna freut sich über die Begegnung. Sie wird sehr vergnügt. Wie meggeblafen ist aller Verdruß. Hans tanzt ein paarmal mit ihr. Sie schmiegt sich in einen Arm, zwickt ihn ins Ohrläppchen, erklärt ihn ür ein Scheusal und raunt ihm zu, sie wolle überhaupt nie wieder etwas von ihm wissen. Dabei een ihre Augen, ihr Gesicht glüht, und die n Zähne blitzen hinter den roten, vollen Lippen. Auch der dicke Riemschneider tanzt mit ihr und kaust ihr einen roten Kinderluftballon. Der gute Brink fit ein bißchen ledern und kramt juristtsche Fälle aus, die außer ihn niemanden am Tisch erwärmen können. Und Riemschneider quasselt überhaupt nur. Was er vorbringt, ist teils albern, teils anstößig. Man lacht darüber, na ja ... Man muß es nehmen wie es kommt. Auch der geistige Gehalt der Geselligkeit kann nicht allerorts der gleiche fein und — soll es gar nicht fein. Und Erna übertreibt heute ersichtlich ihr Vergnügen daran. Das Glitzern ihrer Augen verrät Bergholz, daß sie sieh heimlich freut, ihm seinen gestrigen Bummel und die chr damit angetane Kränkung heimzahlen zu können. Mag sie! Er wird müde, gähnt immer häufiger und mahnt mehrmals zum Aufbruch. Erna will davon nichts hören. Sie lacht schadenfroh, erwidert anzüglich und spitz. Er fügt sich. „Also bleiben wir noch ..." Sie beobachtet heimlich, wie er öfters nach einer der Bardamen hinüberblickt — einem üppigen, rotblonden Wesen. Sich vorbeugend, zischelt sie ihm ins Ohr: „Sieht die da so aus wie deine Sängerin? Die Röhl rst doch auch rothaarig, nicht wahr?" Er zuckt leicht zusammen, seine Sttrn rötet sich. „Du kleines Schaf!" murmelt er. Doch er ist bettoffen. Wie ist das nur möglich? Wie errät die Frau solche Dinge, ehe sie ihm selbst klar werden? Wie im Halbschlaf hat er nach der Rotblonden hinter der Theke hinübergestarrt. Unter seiner quä- Tageskalender für Samstag. Schon weit vorgeschritten sind die Meisterschaften ~ n i S. Im HI.-Einzel stehen Mit Gunther aJl u n n e r. iuv, ivv, vvv, - - - -, - - 4X100 Meter; Hochsprung, Weitsprung, Dreisprung, Kugelstoßen, Diskuswurf, Speerwurf. Frauen: 100 Meter; 4X100 Meter; Hoch- fprung, Weitsprung, Kugelstoßen Diskuswurf. Jugend: 100, 400, 800, 3000 Meter; 4X100 Meter, Hochsprung, Dreisprung, Weltsprung, Kugel, stoßen. Oie kommende Meisterschastörunde im Handball. S.jl-tfport Sommer-Kampstpiele der $3 Oer dritte Wettkampftag in Breslau. Es wäre ihm ober, wie weiterhin festgestellt in , möglich gewesen, einen anderen Ausweis S eben, was er aber verweigerte. Da nur ein bie Strafe auf Spitze. Leichtathletik auf der v.-Tfchammer- und-Osten-Kampfbalm. Line hessische Bereichsveranstallung. Der NSRL., Bereich Hessen, wird am 15. September auf der v.-Tschammer-und-Osten-Kampfbahn in Bad-Nauheim nochmals eine reine Leistungs- veranstaltung der Leichtathletik durchführen. Hessens beste Leichtathleten und Leichtathletinnen werden am Start sein, dazu kommen noch erste Kräfte aus dem Nachbarbereich Südwest so daß- Vertreter der deutschen Spitzenklasse der Veranstaltung das Gepräge geben werden. Die folgenden Konkurrenzen fügung gestellt. Die Kreisdienststelle zeigt 3- 3- in emem Fenster ihrer Kartenverkaufsstelle (Seltersweg) unter dem Motto: „Volkstumsarbeit in der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" einen Ausschnitt aus der Arbeit ihrer Volkstumsgruppen. Neben einer Anzahl schöner Bilder, welche die Arbeit der Gruppen ver- anschaulichen, zeigt dieses Fenster einige Trach en- stücke der im Aussterben begriffenen alten „Huttenberger" Frauentracht, daneben einige Stücke des von einem Sachbearbeiter des Reichsamtes der NS.- Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" entworfenen, an die alte Hüttenberger Tracht angelehnten neuen Dolkstanzkleides. Die Stoffe und die Machart sind leichter, die Farben heller und einfacher, wahrend die Muster der Stickereien ganz dem alten Festtagshalstuch entnommen wurden. sie als Saatkartoffeln bis zi der Kartoffelabnahme durch . den zuerst die Erzeuger berücksichtigt, Ssi.r Erfüllung ihrer Rapsanbauverträge die müssen, was besonders stark in Rheinh ist. Am Getreidemarkt kommer rungen an die Mühlen langsam in Gmsi vutier= Mitteln konnten größere Mengen sviehmisch- futter schon jetzt — statt ab 1. Okto^- un die Verbraucher ausgegeben werden. Hlno ^siroy finden glatte Aufnahme. Am Vieh" sind geringere Großvieh- und Schweineau^e zu ve^ zeichnen. Der Bedarf der BevölkerrDird jedoch voll gedeckt, bei Schweine» größter durch dänische Baconschweine. Die Qualitö waren bei Schweinen mittel bis gut, bei Großvwd Kalbern mittel. Der Schafauftrieb zeigt eine ;e 3unapme Die Milch anlieferungen liegen Ms mieoer etwas höher, weil die Kühe nach Haupternle- arbeit weniger zu Feldarbeiten h^ogen werden. Milcherzeugung sowie Oele iFette deckten den Bedarf im Rahmen der Kartei vollauf. Be Eiern ist Ende der kommenden che m.It. .ell^e,r neuen Zuteilung zu rechnen, wovcrn letzt av, jahreszeitlich bedingt, mit gering Mengen z schäften gegliederten deutschen Volkes. Die NS.- Gemeinschast „Kraft durch Freude" ist das große Erziehungswerk des organisierten Volkes. Die nationalsozialistische Dolkstumsarbeit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" hat die Aufgabe, den deutschen Arbeitsmenschen zu feinem eigenen, kulturellen Ausdruck zu verhelfen und damit auch die Voraussetzungen zu schaffen für seine Anteilnahme an den großen geistigen Gütern der Nation. „ Das „Amt Volkstum und Heimatt fuhrt m allen Gauen der Bewegung diese Arbeit durch und verbindet mit ihr im Vollzug für die gesamte kulturpolitische Arbeit des Werkes „Kraft durch freute die Vermittlung der Werke der Meister unserer Kultur, die mit der Volkskultur den Wurzelboden gemeinsam haben und die höchste gesteigerte Form der Aeußerungen der deutschen Volksseele darstellen. Damit schifft das Amt die auf dem Gebiet kultureller ^Erziehung notwendige Einheitlichkeit der harmonischen Ausbildung des Einzelmenschen in allen seinen kultur-schöpferischen Möglichkeiten und der m allen kulturellen Ausdrucksformen sich gleichmäßig auswirkenden Gestaltung des Gemeinschaftslebens. Die von der „Reichsmittelstelle für Dolkstums- arbeit der NSDAP." als Ausgangspunkt der nationalsozialistischen Dolksturnsarbeit gesammelten Kräfte und Gruppen der Volkstumsarbeit wurden zusammengefaßt im „Reichsamt Volkstum und Heimat", das als Werkgemeinschaft und Gefamt- vertretung der Laienkulturarbeit die aktiven Trager der Volkstumsarbeit zum ausschließlichen ge° chlossenen Einsatz innerhalb der NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude" bringt, und ihnen damit ihre Aufgabe zumeist: Dienst zu tun an der Wiederver- Das Landesernährungsamt Hessen teil- mit: Die Rodung der mittelfrühen K a r t o forten wird fortgesetzt. Ertrag und Qualität firy un£ da diese Kartoffeln auch schon jetzt oöllialensest sind, sollte mit der Einlagerung bereil9pnnen werden. Mittelfrühe Kartoffelsorten eigi'ch zum Einkellern durchaus, denn auch beim V müßen - - - | um FxühjahM. Bei ) den Versandet Verwurzelung des deutschen Arbeitsmenschen in der ihm von der Deutschen Arbeitsfront gesicherten organi- schen Lebensordnung des Volkes. Ein Teil dieser Volkstumsarbeit wird auch von den in unserem Kreisgebiet bestehenden Dolkstums- gruppen geleistet. Der oberhessische Mundartdichter Pg. Georg Heß aus Leihgestern hat Hon lange vor der Machtübernahme mit seinen hessischen Trach- tenaruppen und seinen Mundartdichtungen, auf sich selbst gestellt, damals ohne die Unterstützung der Staatsstellen, diese Arbeit ausgenommen. Nach der Machtübernahme wurde seine Arbeit zuerst in den Landschaftsbund „Volkstum und Heimat , dann m die „NS. Kulturgemeinde" und endlich in das große Erzi'ehungs- und Betreuungswerk der NS.-Gemem- schaft „Kraft durch Freude" eingegliedert. Unter Leitung des inzwischen zum Kreisvolksturnsreseren- ten ernannten Pg. Gg. H e.ß hat die Dolkstums- gruppe „Hüttenberg", bestehend aus ausschließlich der HI. und dem BDM. angehörenden jungen Men- schen aus Leihgestern und Kirch-Göns, hervorragenden Anteil an der Volkstumsarbeit in unserem Kreisgebiet. Die Gruppe hat mit ihren Darbietungen auf den Reichsparteitagen, bei den Erntedankfesten auf dem Bückeberg, auf internationalen Volks- tumsfeften in Frankreich und Italien unsere hessisch- Heimat würdig vertreten und sich nicht zuletzt bet WHW.-Deranstaltungen, Wehrmachts, und Lazarett- betreuungen in reichem Maße selbstlos zur Berlingen. Brieffasten her Behattion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) E. JL, Gießen. Wenn Sie den Kraftwagen ztt Fahrten in Ausübung Ihres Berufes verwandt haben, dann müssen Sie von dem ausgezahlten Entschädigungsbetrag die fälligen Steuern bezahlen. Haben Sie aber den Kraftwagen ausschließlich zu Prioatzwecken benutzt, dann ist der Entschädigung^ betrag steuerfrei. Wir empfehlen Ihnen, sich noch bei dem Finanzamt näher zu erkundigen, damit Sie nichts versäumen. Leichtathletik, Schwimmen, Tennis, Schießen und Rollschuhlaufen standen bei den Deutschen Äugend- Meisterschaften in Breslau auf dem Programm des I dritten Wettkampftages, außerdem wurde noch em Hockey-Wiederholungsspiel der Madel Zur Ermittlung des zweiten Endkampfteilnehmers durchgefuhrt. Auf der Aschenbahn gab es in der Hauptsache Vor- entscheidurrgen, aber am späten Nachmittag wurde noch der Fünfkampf der HÄ. zu Ende geführt. Im Schwimmbecken gab es neben Dorkampfen auch eine Reihe von Entscheidungen, auf den Tennisplätzen wurden die Zwischenrunden erledigt, und auf der Rollfchuhbahn liefen Jungvolk und Jungmadel ihre Kürübungen. — Äm S ch w i m m e n Hürden hervorragende Leistungen geboten, obwohl die Wltte- rungsverhältnisse nicht gerade gunstw.warenl. Zwei Titel holte sich der junge Meister Ulli S ch r o der über 200 Meter Kraul vor Laskowski und über 100 M^ter Rücken vor dem jungen Schlesier Knesten. 2 21 bzw. 1:12,4 waren die Zeiten de^ si^reichen Bonners. Die Meisterschaft des BDM^ über 400 Meter Kraul holte sich Liselotte Bachmeier (Franken) in 6:01,7 vor der Rekordlerm Eva Schäfferkordt. Erheblich langsamer war: die Sieae- rin im gleichen Wettbewerb des BDM.-Werkes G?aub? und Schönheit, Ulla Groth (Schlesien) mit 615 9. Än der deutschen Jahresbestzeit von 9^6 nornnnn ' ber Obergau Westfalen die BDM.- Meisterschaft über%X200 Meter Brust. Di- Mei- ii-nckwit der über 4X200 Meter Brust fiel an das'Gebiet Äl-si°n (12:08) vor Baden (12:09,9). Meisterin im Kunstspringen des BDM. wurde Paula °Nach sttzteu Gruppenspielen um die W a s . serb all-Endrunde, m denen Düsseldorf über Niedersachsen mit 6:5 in der Verlängerung, Berlin über Westfalen mit 3:1 und Schlesien m der Wiederholung über Wien mit 3:2 siegten, wurde u has erste Spiel der Endrunde abgemirfelt. Im Kampf um den 5. Platz war Schlesien über Franken mit 4:2 (2:2) erfolgreich. Um die Meisterhaft svielen Berlin und Düsseldorf, um den batten Der SV. Hessen Bad Hersfeld ist von den Meisterschaftsspielen der Fußball-Bereichsklasse Hessen wegen Mannschaftsschwierigkeiten zuruckge- treten. Alle mit Hersfeld angesetzten Spiele fallen aus. * Die 2.Tschammer-Pokal-Schlußru nbje am 8. September bringt u. a. folgende Spiele: 1. M. Nürnberg gegen Kickers Offenbach, Rot-Weiß Frankfurt gegen Phönix Karlsruhe, Rapid Wien oder Neumeyer Nürnberg gegen VfR. Schweinfurt, Stuttgarter Kickers gegen Gelsenguß Gelsenkirchen, Tura 99 Leipzig gegen Spvg. Fürth, Rot-Weiß Essen gegen Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf gegen VfR. Mannheim (in Wuppertal). Ein glanzvolles Meldeerg°b n i s fan- den die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften der Turner in Chemnitz. Am 7. und 8. September bewerben sich 60 Turner, darunter u. a. die Bruder. Stadel (Konstanz), Alfred Müller (Leuna) Kammerbauer (Kuchen), Haustein (Leipzig) und Pludra (Vil- lingen) um die Meisterschaft im Deuftchen Zwölf- kampf und 66 Turnerinnen um den Titel im Deutschen Achtkampf, darunter die Verteidigerin Gretchen Sievers (Kiel), Irma Dumbsky (Nürnberg), Irma Lenzing (Wien) und Margarete Zschorn föranfen- berg). * Die Vorschlußrunden zur Deutschen F a u st b a l l m e i st e r s ch a f t in Chemmtz bestrer- ten am 7. September bei den Männern Tgd. Schweinfurt gegen Zehlendorfer TSV. und Mtv. Braunschweig gegen ATV. Leipzig, bei den Frauen Tv. Neu- und Antonstadt Dresden gegen Tv. 46 Nürnberg und Zoppoter Tv. gegen Tvg. Bremen-Heme- Mit Beginn des Herbstes wird in den B erziehungswerken eine neue Einrichtung n Dienst der ratsuchenden Volksgenossen gestellt den: die Beratungsstellen für Berufserziehung" nehm!ich sollen die kriegsversehrten Kamerad^ die vom Frontdienst entlaßenem Soldaten n Genuß dieser Berufslaufbahn-Beratungsstel^ langen. In 200 Städten des Reiches roerbej6 Beratungsstellen nach den Plänen des Aw.ur Berufserziehung ihre Arbeit aufnehmen. Aisie über Umschulung und Förderung im erlerr^e- ruf werden hier erteilt. Im Vordergrund ftr?r- bei die Beratung auf der Grundlage des^iis erlernten Berufes ober des entsprechend^eil- berufes. Die Einrichtung dieser Beratungssi bedeutet einen weiteren Schritt auf dem Pdas Berufserziehungswerk für Erwachsene z-nem wirklich brauchbaren Helfer der ratsuche- Beruf stätigen zu machen. Oie Versorgungslage im Nhein-Main-Sebiet unter Freisprechung tm übrigen wegen Beleidigung bzw. tätlicher Beleidigung zu Geldstrafen von zweimal 40,—RM., zu 30,— RM. und 20,— RM. verurteilt. Landkreis Gießen. K Steinbach, 30.Aug. Frau Katharina Eleonore Haas, geb. Gerhard, Ehefrau des Land- wirts Philipp Melchior Haas, kann m guter Gesundheit heute ihren 7 0. G e b u r t s t a g feiern. Der Jubilarin unsere herzlichen Glückwünsche. Potaß (Baden) bereits die Dorschlußrundengegner fest. So weit ist beim BDM. erst Irmgard Hallbauer (Sachsen) nach ihrem überraschenden Sieg mit 2:6, 6:3, 8:6 über die Berlinerin Suren. Im HJ.-Doppel stehen bie Schlesier Smolka-Kolacs- kowski als erste unter ben „letzten Vier", währenb beim BDM. mit Brunner-Ceconi (Salzburg) und Obst-Petersen (Hamburg) zwei Paare zur Vorentscheidung aufgerückt sind. Auf ben Kampfbahnen ber Leichtathleten herrschte während des ganzen Tages Hochbetrieb, lieber 100 Meter lief beim BDM. die Hessen- Nassauerin Jöckel mit 12,5 bie beste Zeit. Im Weitsprung des BDM.-Werkes, wo die junge deutsche Meisterklasse fast vollzählig am Start ist, führt Irmgard Braetz mit 5,55 Meter, beim BDM. übersprang nur Prade (Sudetenland) die 5-Meter- Grenze. Im Hochsprung kamen 6 Bewerberinnen über 1,40. Die Schwäbin Hothum war mit 12,3 Sekunden die bisher schnellste Hürdenläuferin, die Kölnerin Yard schleuderte den Diskus im Dorkampf 35,05 Meter weit. In den Endlauf über 4X100- Meter kamen die Obergaumannfchaften von Hochland, H e s s e n - N a s s a u (je 52 Sek.), Düsseldorf, Schlesien, Hamburg (je 52,2) und Württemberg (52,3). Im Speerwerfen legten bie Nürnbergerin Plank für das BDM.-Werk 41,40 Meter vor, wahrend in der BDM.-Meisterschaft Burgsdorf (Westmark) mit 35,88 Meter führt Bei der HI. war Staebe (Nordmark) bester 800= Meter-Läufer in 1:58,9, über 1500 Meter Kampe (Sachsen) in 4:14, im Speerwerfen Schendzilorz (Schlesien) mit 50,04 und in der 4X100-Meter- Staffel das Gebiet Westfalen mit 44,2 Sek. an ber rechnen ist. Gießener Wochenmar'eile. » Gießen, 31. 2Iug. Aus denBg-n Wochen- markt kosteten: Markenbutter, <5 1'80 Mutte 30 Rps„ Käse, das Stück"- 1° ausländisch- Eier 11%, Kartoffeln, % ^,6 S Zb, Wirsing, % kg 7, Weißkraut S 6, Rotkraut 8, gelbe Rüben 7, Spinat 20, BohnZvuu) 15 » (gelb) 20, Erbsen 30, MischgemÜ», Tomaten 18 bis 20, Zwiebeln 12 bis 14, Rhaler 10 KurvlS t, Pilze 40, Frühäpfel 20 bis 2S -apftl 7 bw 10, Birnen 25 bis 45, Pflaumen 2'5 25, Zwetscyen 20 bis 25, Mirabellen 30 bis Renettoben 25 Blumenkohl, das Stück 10 Rpfs 1 10 Rpf., Salatgurken 10 bis 40Nmachgurken 1Z. bis 4, Endivien 10 bis 15, O^rabi 5 bis 10, Qaud) 5 bis 10, Sellerie 10 bis Rettich 5 bis iu, Radieschen, das Bund 10 Rpf. ** Dien ft Jubiläum. Flein Marie U hl, Pflegerin in der PsychiatrifcheUd ^.erD,c"lh„r jbr Universität Gießen, feiert .1- Sept mb« hr 25 ähriges Dienftjubilaum. F-em Uhl »iE des be Vorgesetzten und GefolnflbMitglledern besten Ansehens. Nachdem inzwischen bie Meldungen zu der Runde 1940/41 fast restlos vorliegen, ist es "w gl ich, ben Plan für die Durchführung der ausgelchnebenen Spiele aufzustellen. Für das Spieljahr 1940/41 werden bie Mannschaften wie °ntreten: 1. B e r e i ch s k l a s s e: Tv. Hochelheim, Tv. Gar- benheim, To. Hörnsheim, To. Lützellinden, Tv. Kat- zenfurt, To. Dornholzhausen Tv. Kirch-Gons I. Klasse: To. Dutenhofen, Mtv. Gießen, Tv. Grüningen Tv. Holzheim, Tv. Krofdorf, Tv. Lang- Göns, Tuspo. W.-Niedergirmes. II. K l a s s e: To. Atzbach, Tv. Beuern, Tv. Klein- Linden, Tv. Lang-Göns II, Tv. Lich, Tv. Nauborn, To. Garbenteich, Tv. Garbenheim II. Jugendklasse, Bann 116. Staffel 1: Tv. sk Ä1- 6«,ÄS£. heim, Tv. Großen-Linden SpD. ^?00 Gießen Bann 88. Staffel 1: Tuspo. W.-Niedergirmes, Tv. Garbenheim, Tv. Dutenhofen, To Katzensuril. — Staftel 2: Tv. Launsbach, Tv. Krosdorf, Tv. Atzbach, To. Katzenfurt II. — Staffel 3: Tv. Oberkleen, Niederkleen, Hochelheim, Lützellinden. Vielleicht ändert sich das Bild noch etwas, wenn wider Erwarten noch Meldungen eingehen sollten Im großen und ganzen aber wird die Runde in dieser Form abgewickelt. (Sporttag in Steinbach In einer Besprechung des Vorstandes ber Sport- gemeinde Steinbach mit den Führern ber HÄ. und des BDM. in Gegenwart bes Ortsgruppenleiters, Bürgermeister Rink, wurde ein Turn-« und.Sport- tag für Steinbach festgelegt. Alle Fachschaften der Sportgemeinde werden dabei mitwirken. Am Sonntag 1. September, wird mit den Schlehwettkampsen begonnen. Für Samstag, 7. September nachmit- tags, sind bie Wettkämpfe ber Jungmadel und des Jungvolks vorgesehen. Am Sonntag, 8 September, findet der Sporttag mit zahlreichen Darbietungen statt. Die Wettkämpfe werden vormittags um 8.15 Uhr beginnen. Die Fußballabteilung wird ein Pflichtspiel gegen Hungen austragen. Die seicht' , athleten werden in verschiedenen Klassen ihre Kräfte . messen, dabei werden auch zahlreiche Angehörige der Wehrmannschaft Mitwirken. Die Radfahrer werden ihre Kunst in einem Wettkampf im Langsamfahren zeigen. Fußballspiele der Jugendmannschaft und der Schüler Ausscheidungskämpfe der HI., Einzelwettkämpfe usw. bilden weitere Bestandteile der vorge- sehenen Darbietungen. Hervorragende Sportler von auswärts werden bei den Wettkämpfen zugege» (ein. Kurze Gportnotlzen. NSDAP., Kreisleitung Wetterau: 20.30 Uhr in der Aula ber Universität Großkundgebung mit Reichsredner Pg. Weimer. — Gloria-Palast Verschulden vorliegt, wuroe Seltersweg: „Dieme» Tochter lebt in Wien" — RM. ermäßigt. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Was wirb hier oe-' Mann in Burkhardsfelden war °n»eklagt im fpiett?" 9 1 die Zeugen K. und ch. beleidigt und angepackt Tageskalender für Sonnlag. oben. Ferner wurde ihm voraeworfen, er habe Gloria-Palaft. Seltersweg: „Meine Tochter l°bL^°7^ L-r chafkr hÄ?/ u-f°r°n^^ fen' wird^hier WEr w^i'rde Neue Beratungsstellen ... v k -my e ' • wachsenden, in eine Stande und Arvettsgernein- für fordernde Berufserz,ehung schäften gegliederten deutschen Volkes, Die NS.° Sonnenaufgang 6.36 Uhr, Sonnenuntergang 20.1 23olf UtU0Or6Cif Uhr. - Mondaufgang 5.38 Uhr, Monduntergar (VVMVIWWVH» 1925 "^Ortszeit für den 2. September. (m hfrf S@. „SfOfl DUfti) Sonnenaufgang 6.37 Uhr, Sonnenuntergang 20. Wl // I Uhr. — Mondaufgang 6.58 Uhr, Mondunterga , . ? ... . x 19 55 Uhr. y Dolksturnsarbeit heißt: dem deutschen Arbeits- ' lenschen fein seelisches Eigentum wiederzugeben. Heute abend Kundgebung der pardie deutsche Volkskultur, als Lebensausdruck der Di« Kreisleitung Wetterau hat auf heute, Sa^uern^andEker und Arbeiter von E°ng-^gan- tag, um 20.30 Uhr, zu einer Kundgebung in 3cne”. ^"E^Eioney g sch ff , . .. . rina/la^n ™ Dolksgenossen sondern in seinem ganzen Dasein verankern hierzu em-gefaben. Die Deutsche Arbeitsfront ist die organische Lebensordnung des aus ^seinen AmtSgerichAieben Der A. M. in Kaffel h°kt Vorlobungsanzelgen Vermahlungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 Drogen - Chemikalien Parfümerien Hygienische Artikel Peter Klug mit seinen Solisten Miet- Pianos billigst Schönau Bahnhofstr.76 Kein Schaufenster Photo - Photoarbeiten Projektion Schmalfjlm-Kino Gießen (Schiffenberger Weg 11), den 31. August 1940. 02901 Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Keßer Nacht Bandafiistenmeist. Marktete. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung Ludwigsplatz-Drogerie Hans Noll, Ludwigsplatz Germania-Drogerie Carl Seibel, Frankfurter Straße 39 Medizinal Drogerie H. Elges, Seltersweg 66 Kronen-Drogerie Gebr. Michel Inhaber August Michel, Walltorstraße 29 Tod dem Hausschwamm Beseitig.auf chem. Wege,ohne Abbruch v. Mauerwerk, 10 j. Garant. F. A. Carl Weber, Frankfnrt/Main Sand weg 6, Gartenh. Ruf 46566 Am 26. August verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenen Leiden meine liebe Frau, meine unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Für die überaus herzliche Anteilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Bruders, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir unseren innigsten Dank. Wilhelm Bonarius Henriette Bonarius. Ab 1. September gastiert das Orchester der Sonderklasse PQ.LPST__Giessen Lagerplatz im Nordviertel, evtl, mit Büroraum zu pachten oder zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unt. 02897 an Len Gießener Anzeiger erbeten. Mein Geschäft in Uhren, Gold- und Silberwaren * ist ab Montag, dem 2. September wieder geöffnet Fürstenwalde/ Spree, 23. Aug ust 1940 z.Z. im Felde . Gartenstraße 1 HEINRICH MARX Inh.: Herbert Herzog, Uhrmachermeister Seltersweg 34 Tel. 38 75 £oni M, geb. Dekkert Helmut Noll Oberleutnant in einem Elsenbahn-pionier-Regt. muth Käutner den Film „Auf Wiedersehen, Franziska". Theo Lingen ist der Spielleiter der Filmkomödie „Ein Mädchen von heute mit Johannes Riemann und Hannelore Schroth in den Hauptrollen. Barlog hat die Regie des Films „Unser kleiner Iunge". Maynng verfilmt das Lustspiel von Streicher „Der verkaufte Großväter". G. Forzano schrieb das Drehbuch zu dem Film „Cäsar" mit Gustas Gründgens in der Hauptrolle und als Spielleiter. Aus der vorjährigen Produktion kommen noch hinzu der Deith-Harlan-Film „Jud Süß" mit Heinrich George, Werner Krauß und Eugen Klopfer. Arthur Maria Rabenalts Film „Achtung, Feind hört mit", der Film „Kleider machen Leute" nach der- Novelle von Gottfried. Keller mit Heinz Rühmann und Hertha Feiler und schließlich der Kriminalfilm „Falschmünzer mit Kirsten Heiberg, Rudolf Fernau und Hermann Speelmans. Maximilian Beniers bekannt durch den Rundfunk Anmeldungen von Wlern und Schülerinnen aller Schulen llir die Arbeitsstunden Wernerwall 24 I, können täglich erfolgen. Gewissenhafte Beaufsichtigung der Schulaufgaben und Förderung. BesteEmpieblungen. Druckschrift kostenlos. Sprechstunden von 11—13 Uhr oder nach Vereinbarung. Fernruf 4020. seasD KiÄTü, HÄMORRHOIDALKRAN KE Wiesbaden. Auch während des Krieges geöffnet. Zur Behandlung kommen: Innere und äußere Hämorrhoiden, Afterfisteln, Afterfissuren Mastdarmvorfall, Afterekzem. 8800V Prospekt durch das Sekretariat, Wiesbaden 15, Taunusstraße 5. Briefmarken Ankauf von Sammlungen und besseren Einzelmarken zu hohen Preisen. Otto Hase, Frankfurt a. M. Biebergasse 5. 3874v Hühneraugen? Das sicherste Mittel, sich von Hühneraugen,Ballen und harter Haut zu befreien, besteht darin, einfach morgens und abends 5 A « U K 0 - Hühner- augentropfen auftragen. Nach 6 Tagen kann man sie mit Stumpf und Stiel entfernen. Packung örPfg zu haben bei: Drogerie Bornemann Bahnhofstraße 17 Central-Drogerie Emil Karn, Schulstraße Löwen-Drogerie M. Pierenkemper, Seltersweg 69 Kreuz-Drogerie August Noll, Bahnhofstr. 53 Xur morgen Sonntag. 1. September, 11 Uhr vormittags Woelienscliau - Sonder-Vorstellung u. a. Groß-Serienbau ton Stukas — Bombenherstellung — Deutschlands schwerste Waffen werden geschmiedet —sBei unseren Soldaten im Elsaß — Blick in einenLogentempel der Pariser Freimaurer - Im Hochlandlager der Motor-HJ. — Auf einer U-Boot-Schule der Kriegsmarine. Bombenhagel auf England Vorher Wiederholung der Wochenschau Waffenruhe Im Westen Erwachsene 0.40 Weltmacht u. Kinder 0.20 billigen Unterhaltungsbüchern entgegen, das beson- ders auch unsere Soldaten empfinden. Von atemberaubender Spannung sind die Erzählungen Waldemar K e l l e r s in dem Band „D i e v e r r l e g e l t e Kammer. (149) Sie zeigen Abenteuer und Schicksale in fernen Zonen. Einen heiteren Roman von den Erlebnissen des kleinen Peter in der Großstadt erzählt Irmgard S p a n g e n b e r g s: D l e sie den Verliebten. (150) Das Idyll der oberschwabl- schen Kleinstadt und das Getriebe der Weltmetropole, altväterischen Apothekenbetrieb und wilden Konkurrenzkampf in einer chemischen Fabrik Amerikas stehen sich in Peter Hiltens Roman: Die Apotheke ZumKleeblatt (148) gegenüber. Alle drei nett ausgestatteten Bändchen sind höchst kurzweilig und daher auch als Feldpostsendungen sehr geeignet. — „U n s e r T a g". Sprüche zum Tageslauf von Erik Heinrichs-Becker. Gebd. 1,20 RM. Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam. — (158) —„Den Kameraden des Hochlandlagers ist „Unser Tag" gewidmet und in Sprüchen mit gläubigen und erkennenden Versen zum gültigen Tageslauf einer kämpferischen Jugend geworden. Wenn das Erleben des jungen Tages einmal zum Leben in reiferen Jahren geworden ist, dann wird aus der Fülle des Umweltlichen die Sichtung des innerlich Notwendigen werden. — „Die Gulaschkanone. Herausgegeben von Fritz Graas. Kart. 1,80 RM. Ludwig Doggenreiter Verlag, Potsdam. — (159) — Eine Sammlung von lustigen Kurzgeschichten, Schnurren und Anekdoten, die in fröhlicher Runde sich immer bewähren wird, bietet Gerichte aus allen deutschen Landschaften, die noch dazu den Vorzug haben, daß sie auch in anderen Landschaften „schmecken". ist Gelegenheit Gutes zu Kaufen. Stoffspezialhaus Bernard & Sohn Gießen, Plockstraße 14-16 Im deutschen Filmschaffen behauptet die Terra mit 25 Filmen auch im Produktionsjahr 1940/41 ihren Platz. An der Spitze steht der Film „Friedemann Bach", den Gustaf Gründgens mit Anna Dammann und Eugen Klöpfer in den Hauptrollen nach dem Roman von Brachvogel inszeniert. Paula Wessely spielt unter der Regie von Geza von Bolvary in dem Film „Anna undDonJuan'. In dem von Rittau inszenierten Film „Der Teufe l s g e i g e r" nach einer Episode aus dem Leben Paaaninis spielt Willy Birgel die Titelrolle. Hans Moser und Paul Hörbiger spielen im Wien-Film „Wiener Geschichten". Reben Hörbiger werdet wir Maria Andergast und Hilde Meißner in dem vom Emo inszenierten Alt-Wiener Film „D e r liebe Augustin" sehen. Bolvary inszeniert eine musikalische Komödie „Dreimal Hochzeit" und den Kriminalfilm „Tatort W e st- bahnhof". Ein Film aus den Maitagen des Jahres 1940, „Die große Entscheidu n g", gibt Karl Ludwig Diehl. Sybille Schmitz und Leni Marenbach spielen die Hauptrollen. Ein Film unserer Zeit ist auch Mayrinqs „Blutsbrüder- j ch a f t". Der Film „Kapitän Boykott" spielt während der ersten Erhebung Irlands mit Heinrich George in der Hauptrolle. George ist auch der Hauptdarsteller des Films „Sein Sohn", den Peter Paul Brauer mit Rene Deltgen und Hannelore Schroth inszeniert. Brauer macht auch nach Falladas Roman die Filmkomödie „Himmel, wir erben e i n S ch l o ß" mit Leni Marenbach, Speelmans und Henckels. Arthur Maria Rabenalt dreht den Film „Musik in Salzburg", Geza von Bolvary das musikalische Filmlustspiel „Rosen i n T i r o l" nach Zellers Operette „Der Vogelhändler". Im Expeditionsfilm „Der Kommandant" hat Karl Ludwig Diehl die Titelrolle. Der Film „Die schwedische Nachtigall" nut ylse Werner und Johannes Riemann erzählt das Liebeserlebnis zwischen dem Märchendichter AnÄer- Sehr preiswert zu verkaufen moderne neue Villa in der Universitätsstadt Marburg. 12 Zimmer, Erker, Diele, Wandschränke, grober Obst- und Gemüsegarten. Ein Teil der Villa separat mit Küche (1200 RM. Miete). Preis 45 000 RM. Anzahlung nach Uebereinkunft. Sofort beziehbar. Schr. Angeb. unt. 3871V an den GiehenerAnzeiger. Wirtschaft. Sonderwerte an der Börse im Vordergrund. Frankfurt a. M., 29. Aug. Die Beruhigung, die zum Schluß des vorangegangenen Berichtszeitraumes eintrat, machte sehr schnell wieder einer Befestigungswelle Platz, wobei diesmal mehr einzelne Sonderwerte stärker hervortraten. Es sind vor allem Anleihestockwerte, die gesucht wurden Das geringe Angebot bewirkte naturgemäß Kurs- befestigungen, die auch teilweise nennenswertes Ausmaß erlangten und die übrigen Werte mitbe» einilußten. Vor allem fällt die Festigkeit der Elek- troaktien von AEG. und Siemens sowie von «Licht und Kraft, auf, ferner Ilse Genußrechte und Conti Gummi, die bis zum Schluß der Berichtszeit den Stand von 280 erreichen konnten (vor 14 Tagen noch etwa 254). Stärkeres Interesse fanden auch die Bauaktien, die im Hinblick auf die kommende Bautätigkeit beachtet wurden. Auch am Kassamarkt hielt die Festigkeit an und führte zu beachtlichen Kurssteigerungen bei vielfachen Geldstreichungen, da das herauskommende Material sehr beschränkt ist. Am Rentenmarkt sind wieder neue 4proz. Reichsschatzanweisungen ausgegeben worden, die starker Rachfrage begegneten, anderseits jedoch auch einige Abgaben in früheren Ausgaben bewirkten. Die 4^5proz. Reichsschätze hatten ziemlich ausgeglichenes Geschäft. Die Altbesitzanleihe des Reiches schwankte. um 153. Steuergutscheine wurden eher etwas fester genannt, Steuergutscheine II etwa 100, auch späte Schuldbücher etwa 100 v. H. Der Markt in Jn-- dustrieobligationen hat demgegenüber durchweg sehr stilles Geschäft aufzuweisen. In Stadtanleihen passen sich die Kursnotierungen dem Stand von 101 vom Hundert an, die Umsätze sind bei guter Nachfrage klein. Der Freiverkehr verzeichnete keine Son- dcrbewegungen, für Kupferberg Sekt besteht Nachfrage zu 116 v. H. im Hinblick auf die bevorstehende Kapitalserhöhung mit Bezugsangebot 2:1 zu 105 vom Hundert. Tagesgeld lag unverändert mit 1% vom Hundert. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 30. August. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43,50 bis 46,50, b 39,50 bis 42,50, c) 35,50 bis 37,50; Bullen a) 42,50 bis 44,50, b) 39 bis 40,50, c) 34 bis 35,50, d) 27; Kühe a) 41,50 bis 44,50, b) 38 bis 40,50, c) 28 bis 34,50, d) 15 bis 25; Färsen a) 44 bis 45,50, b) 40 bis 41,50, c) 35 bis 36,50, d) 28; Kälber a) 59, bj 53 bis 59, c) 45 bis 50, d) 26 bis 40; Lämmer und Hämmel a2) 50 bis 51, b2) 48 bis 49, c) 30 bis 44; Schafe a) 42 bis 44, b) 38 bis 40, c) 10 bis 32; Schweine a) 58, bl) 58, b2) 58. c) 57, d) 54, e) 52, Sauen gl) 58. — Marktverlauf: Alles zugeteilt. Meine Sprechstunden Werktags von 9-11 u. 2-5 Uhr Samstag nachmittags keine Naumann Heilpraktiker. 3865 D — Martin Krockow: Vom Novemberstaat zum Großdeutschen Reich. Preis kartoniert 4,80 RM. Verlag Ferdinand Hirt, Breslau. — (75) — Das umfangreiche Werk, das den gewaltigen Stoff vom Niedergang und Aufstieg Deutschlands in fließender Darstelluna gut gliedert und packend erzählt, hat bereits in früheren Auslagen seine Nützlichkeit erwiesen. Es ist jetzt sort- geführt worden bis zum Ausbruch des Krieges und dem Feldzug in Polen. Daß sowohl für die Geschichte Deutschlands unter dem Versailler Diktat wie für das Werden der deutschen Freiheitsbewegung und den Aufbau des nationalsozialistischen Staates, seine Grundlegung im Innern und seine Sicherung nach außen, viele dokumentarische Belege in die Darstelluna einqeflochen wurden, macht das Buch besonders lebendig Dr. Fr. W. L. — Eine neue Sammlung „Franckhs Rote Bänd e"' (Preis kartoniert je 1,85 RM., Verlag sen^und der berühmten Sängerin Jenny Lind. Mit Franckh'sche Verlagsbuchhandlung W. Keller & Co Marianne Hoppe und Hans Söhnker inszeniert Hel-1 Stuttgart) kommt dem Bedürfnis nach guten und Frau Rosa Klingeberger geb. Dietz im Alter von 53 Jahren. In tiefer Trauer: Wilhelm Klingeberger Gertrud Conrad, geb. Klingeberger Werner Conrad und 4 Enkelkinder. Gießen, den 29. August 1940. Die Beerdigung hat auf Wunsch der Verstorbenen in der Stille stattgefunden. 02875 4 Nr. 206 Drittes Blatt Gießener Anzeige (General-Anzeiger für Gberhessen) 51 August/l. September MO! Aus dm Reich. Die neuen Neichsfchahanweisungen. Eine gute Woche lang waren die bisher r- gegebenen 4-v. H.-Reichsfchatzanweif- gen, kurz „Reichsschätze" genannt, an der Pe „gestrichen Geld", d. h. völlig ausverkauft, is Reich bringt nun eine neue Form ebenls 4-o. H.-Reichsfchätze auf den Markt, die aber ne Laufzeit von 20 Jahren haben. Hier ffen wir auf eine Form der Zinsverbilligung, dierm eiligen Leser vielleicht nicht auf den ersten Aieb in ihrer ganzen Bedeutung klar wird. Jede ns- verbilligung muß ausgehen von dem Geld, dasmz kurzfristig ausgeliehen wird, dem sog. „täglien G e l d". Und dann setzt sich die Zinsverbilang fort: zunächst auf die W e ch s e l k r e d i t e unhnn auf Geldanlagen von 6 bis 12 Monaten unlann wieder auf Schuldtitel, die 1 bis 5 Jahre ifen. Ist erst einmal der Geldmarkt in diesem Uinge ersaßt, so werden auch mittel- und langfristig a • pitalanlagen im Zinsertrag allmählichrrab- gesetzt. So waren die zuletzt ausgegebenen ). H.- Reichsschatzanweisungen zunächst auf fünflahre gestellt, dann wurde ein „Typ" von zehnriger Laufzeit herausgebracht, und jetzt ist die ufzeit gar auf 20 Jahre verlängert. Dabei hat daseichs- finanzministerium zu überlegen, daß die Enrmine dieser Laufzeiten auch bei ihrer Fälligkeit ro(genug auseinander liegen, um auch nach 5 oder) oder 15 Jahren plötzliche Ansprüche an den Gmarkt zu vermeiden. Man sieht: die ZinsoerbMng ist eine sehr weitläufige Aktion, deren ersteoraus- setzung ruhige Dispositionsmöglichkeit ist. ßerdem sind schließlich auch die Spaper, Bersicherisgesell- schäften und Sozialinstitute zu berücksichen, die von den Zinseinnahmen in ihrem Lebeoder in ihren Leistungen abhängig sind. Em )ahr Kriegsarbeit der Fuen. Die Reichsfrauenführung berichtet in ' „Inneren Front" über die Kriegsarbeit, die Frauen feit dem 1. September 1939 vollbrachtlben. Es wird geschätzt, daß mindestens dreiNillionen Frauen allein 70 Millionen Stwen erfaßbare Nachbarsch aftshilf geleistet haben. Um ungefähr ein Bild zu aebewie groß insgesamt die Hilfsleistungen gewesen n mögen, werden die Hilfsdienstzahlen von 30 G n im Monat Juni 1940 mitgeteilt. In diesem en Monat leisteten 333 000 Frauen rund 4,8 Minen Stunden Nachbarschaftshilfe in kinderreich Familien, in den Haushalten werktätiger Frauem landwirtschaftlichen Haushalten, in Handel u Handwerk, bei der Kinderbetreuung und bei derrnte. Darüber hinaus waren in den Nä üben des Frauenwerks 94 000 Frauen 8400 Stunden beschäftigt. Bei der Pflege von Vchnerin- nen und Kranken wurden 20 0Frauen für 250 000 Stunden eingesetzt. 71000 auen halsen in 30 Gauen mehr als 400 000 Esten in der NSL.-Arbeit. 22000 Frauen leten 142000 Stunden Bahnhofsdienst. 10 ( Frauen arbeiteten über 400 000 Stunden bei dRückwan- dererbetreuung. Groß war h der Einsatz für die Wehrmacht. In m einen Monat wurden 122 OOO Teile gerann und fast 400 000 Teile genäht, gestopft odeieftickt. 13 000 Frauen halsen in Wehrmachtsküchel57 000 Stunden. Neben dem Hilfsdienst erreichte oolkswirt- fchaftlich-hauswirtschaftliche Aufklä'g große Bedeutung. So gab die Reichsfrlnsührung seit Kriegsbeginn über 20 Millionen Ptdie n st e heraus. Der Mütterdienst er t umfangreiche Schulungsaufgaben durch den §g- 3n 25 000 Lehrgängen wurden seit Kriegsben etwa 450 000 Frauen und Mädchen geschult. D Bedürfnis nach weiteren Schulungsstätten wurde' groß, daß in den letzten Monaten 85 neue 9tterschulen eröffnet wurden. Heber 60000 Boll'chulen in Großdeutschnd. 1939 wurde wieder eine Erhelg über die Volksschulen durchgeführt. Sie ergabaß die Zahl der Volksschulen in Großdeutschlant hne die n e u- c ingegliederten Ost gelte über 60 000 beträgt. Im alten Reichsgebiet rden 50 952 Volksschulen mit 186 582 SchulklasseMählt, an denen von 177 303 hauptamtlich bäftigten Lehrern 7 503195 Schulkinder unterri-t wurden. Der mäßige Rückgang der Zahl Schulkinder entspricht der Entwicklung der ipolksschulpflichtig-n Alter stehenden Beoölkerungsrgänge. Wie im Vorjahre kamen auf eine Kk 40'$, auf einen Lehrer 42,4 Schulkinder. 2)10 000 Einwohner kommen 7,3 Schulen, 25,4 &r und 1078 Schulkinder. 1939 bestanden 207 'vatschulen mit dem Lehrziel der Volksschule. Die^hl der öffentlichen Hilfsschulen hat sich dadurch "k erhöht, daß die Hilfsschulklassen der Volkssch^ jetzt als selbstan- dige Hilfsschulen geführt roun- Somit bestanden 1028 öffentliche Hilfsschulen, der Ostmark wurden 4721 öffentliche Volksschulen Zählt, in denen rund 657 000 Schulkinder unterrid wurden, tm Reichs, gau Sudetenland 2957 Volksen mit rund 274000 Schulkindern. KinderreicheZamilietldArbeitsdienst Auf Grund von Anftac hat der Reichsbund Deutsche Familie eine Endung des Relchsar- beitsführers über die Möokeiten der B e f r e l - ung vom weiblichenrbeitsdlenst her- beigeführt. Eine Befreiuno nicht vorgeschey. In besonderen Fällen können ich Z " s " d g e n ausgesprochen werdeP*e eme^mderreichen Familie wird in jedem alle besonders berücksichtigt. Ein 7laröif=ed)k Berlin, 30. Aug. (DNB.) 5r Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrncht hat zur Erinnerung an den helenmütigen Kampf, den die in echter Wasfe-rüderschaft bei Narvik fechtenden Verbände des Hees, der Kriegsmarine und der Luftwaffe siegreich Ständen haben, einen „Narvik-Schild" gestiftet. Dei,Narvik-Schild" enthält, von dem Hoheitsabzeichenekrönt, Edelweiß, Anker, Propeller .d die Inschrift „Narvik 1940". Er wird nur zur liform getragen, und zwar für Heer und fiuftroaffdlberfarben, für die Kriegsmarine goldfarben. B u d a p e st, 31. Aug. (AB. Funkspruch.) Budapest legte am FreitagabenUn Festkleid an, um der vom Wiener Schiedsspru,heimkehrenden ungarischen Abordnungnen feierlichen Empfang zu bereiten. Die ganze Stt war reich beflaggt und hell erleuchtet. Als der mderzug der Delegation in/die mit den Landessahn sowie den Flagaen des Grohdeutschen Reiches .id Italiens geschmückte Halle des Budapester Osthnhoss einlief, erklangen die Hymnen Ungarns u1 der beiden Achsenmächte. Eine große Menschenmge begrüßte die Abordnung mit Sprechchörewn denen die Freude der Bevölkerung über dieviedergeschenkten Gebiete Siebenbürgens und die'ankbarkeit gegenüber dem Führer und dem Duceum Ausdruck kamen. Auf dem Bahnsteig hatten h die Mitglieder der Regierung, zahlreiche Peinlichkeiten des öffentlichen Lebens und der deutfd und italienische Geschäftsträger eingefunden. Visterpräsident Graf T e - le Fi wies auf die Frestschaft Ungarns zu Deutschland und Italien hin nd betonte, Ungarn müsse beweisen, daß es dechochschätzung dieser beiden Mächte wert sei. Wirehen, so fuhr der Ministerpräsident fort, vor i Aufgabe, die mit der Führung einesviele Volksgruppen umfassenden Slates- zusammenhangt. Die ganze Nation ist ver-twortlich für die Arbeit, die morgen beginnt undom Handeln jedes einzelnen hängt es ab, ob widas jetzt Erhaltene behalten und zum Gedeihen erhelfen können. Das Land achte daraus, daß d jetzt zurückkehrenden Volksgruppen nicht durch ie Brille vergangener Zeiten angesehen werden. Ingarn vertrat immer den Standpunkt, wenn öglich Ziele ohne Blutvergießen zu erreichen. Der Standpunkt wurde belohnt, denn ohne einen Tvfen ipigarifdjcn Blutes kamen über 40 000 Quadr'ilometer geschichtlicher Scholle an Ungarn zurück. Das Blatt „Magirorszag" schreibt, die ungarische Klugheit habe ftet«inen Unterschied zwischen den großen nationalenidealen und den r e a l p o l i - tischen Möglikeiten gemacht. Die ungarische Außenpglitilei stets realistisch gewesen. Ungarn habe den'Actnmächten und ihrer Politik vertraut. Die durch ie gemeinsame Revisionspolitik erzielten Erfolge kten das Vertrauen Ungarns nur erhöht, das sehr whl wisse, daß bei der gegenwärtig erfolgendl europäischen Neuordnung jeder Schritt i n F r i e - n vor sich gehen müsse. In Südosteuropa müsse k Frieden erhalten bleiben, damit nicht unüberlegt kvorgerufene Wirren von anderen ausgenützt werdekönnten. „Sie der Vernunft." Die italicnise Presse zu den Ergebnissen der Lener Verhandlungen. Rom, 30. Ai- (Europapreß.) Im halbamtlichen „Giornale b*3ta" schreibt Gayda, die europäische Aufbaupolitik " Achsenmächte habe in der Tätig- Die Verleihung erfolgt an alle Wehrmachtsungehörigen, die cn der Landung in Narvik ober an den Kämpfen der Gruppe Narvik ehrenvoll beteiligt waren. Im Auftrag des Führers erfolgt die Verleihung durch den Befehlshaber der Gruppe Narvik, General der Gebirgstruppen Dietl. Die zweite Reichsstraßensammlung für das Deutsche Rote Kreuz. Berlin, 30. August. (DNB.) Die am 17. und 18. August 1940 durchgeführle zweite Reichsstraßensammlung für das Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote kreuz erbrachte 26 888 016,42 RM. 3m Vergleich zur ersten Reichsstrahensarnrnlung hat sich das Ergebnis um rund 16,7 v. h. erhöht. Der Betrag je Kopf der Bevölkerung stieg von 29 Rpf. auf 34 Rpf. feit der beiden Außenminister zugunsten einer endgültigen Klärung der Beziehungen zwischen Ungarn und Rumänien durch die Berichtigung ihrer gegenwärtigen politischen Grenze eine neuerliche Bestätigung erfahren. Die beiden Achsenmächte arbeiteten für eine dauerhafte, auf die gutwillige Zusammenarbeit der Völker gegründete Ordnung hin. Ungarn und Rumänien hätten beide die Opfer bringen müssen, die die gerechte und neue. Ordnung Europas ihnen auferlege, die aber durch die Beseitigung der Gefahr eines Krieges bei weitem ausgeglichen würden, der weit höhere Werte zerstört haben würde als die, die nunmehr durch die gegenseitigen Zugeständnisse verloren gingen. Diese Opfer würden auch ausgewogen durch den sofortigen Anschluß der beiden Nationen an- die neue politische und wirtschaftliche Ordnung, die von den Achsenmächten aufgebaut werde. Ungarn und Rumänien gäben Europa und der ganzen Welt ein wertvolles Beispiel, vor allem den beiden imperialen Demokratien, die den Krieg, durch den sie sich selbst vernichteten, der Anerkennung der nationalen Notwendigkeiten und den zu ihrer Verwirklichung exforderlichen vernünftigen Zugeständnissen vorgezogen hätten. In Wien sei ein ernstes und gefährliches Problem von der Karte Europas ausgetilgt worden. Das Ergebnis der Verhandlungen sei ein Sieg der Vernunft, ein Sieg der Achsenpolitik. Luftangriff auf Malta. Der italienische Wchrmachtsbericht. Rom, 30. Aug. (DRV.) Der italienische Wehr- machtsbericht vom Freitag hat folgenden IBortlaul: Der Flotten st ühpunkt von INicabba (Malta) ist von unseren Luftverbänden planmäßig und treffsicher bombardiert worden. Die feindlichen Jagdflugzeuge, die sich bereits in der Luft befanden, haben den Kampf mit unseren Jagdflugzeugen nicht annehmen wollen und versuchten, sich ihrer Aktion zu entziehen. Unseren Jagdflugzeugen gelang es jedoch, drei feindliche Flugzeuge unter Maschinengewehrfeuer zu nehmen und zu befchädigen. In Rordafrika sind die Militärdepots und Militärlager sowie der Güterbahnhof von M a r s a M a t r u k von unseren Luftverbänden in aufeinanderfolgenden Mellen wiederholt und heftig mit Bomben belegt worden. Einige hundert Bomben wurden auf die Ziele abgeworfen, wobei kontrollierte Volltreffer festgeftellt wurden. In O st a f r i k a sind von unseren Flugzeugen bei Arbo el Bahi und in der Rähe von G a r i s f a (Kenia) Truppenzusammenziehungen und Kraftwagenkolonnen bombardiert worden. Ferner wurde der Flughafen von Buna mit Bomben belegt, wo- Agnes Miegi erhielt den Goethe-Preis. e Am 191. Geburtstage Goers überreichte der Frankfurter Oberbürgermeister, Staatsrat Dr. Krebs, der ostpreußischen Dichterin Lies M i e g e 1 den Goethe-Preis. Die feierliche Uebergabe erfolgte im Geburtshaus Goethes in Frkfurt. — Unser Bild zeigt die Dichterin mit der Verleihungsurkunde und rechts'nen ihr Staatsrat Dr. Kreb s. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Ungarn sich Wer neuen Verpflichtungen bewußt. Btvpest begrüßt die ungarische Abordnung. Der lehrreiche Kurszettel. Die Börse ist sehr mit Recht in den Hintergrund getreten, während die Waffen das Wort haben. Im übrigen find auch die Zeiten längst vorbei, wo air den Börsen „Große Politik" gemacht wurde. 21bec es bleibt doch ein Tatbestand zurück, der nicht ohne Bedeutung ist: an der Börse vollzieht sich — heute unter weitgehender Ausschaltung der Spekulation der solide Ausgleich von Angebot und Nachfrage an Wertpapieren. Wenn wir nun nach langer* Pause einmal den Börsenkurszettel wieder auf* schlagen, so sticht uns zunächst ins Auge, daß alle Reichsanleihen über dem Nennwert notieren. Vor zwölf Jahren wurden 6- und 7prozen* tige Reichsanleihen mit wesentlichen Steuerbegünstigungen aufgelegt und ihre Kursgestaltung war katastrophal schlecht. Heute existiert nur noch eine einzige 5prozentige Deutsche Reichsanleihe aus dem Jahre 1927, wenn wir von der deutschen Ausgabe der berüchtigten Poung-Anleihe absehen. Ja, auch im Weltkrieg war die „Kriegsanleihe" mit einem nominellen Zinssatz von 5 v. H. — tatsächlich war er noch etwas höher — ausgestattet. Das alles ist vorbei. Die älteren Reichsanleihen seit 1933 tragen 4%, die neueren Reichsanleihen gar nur 4 v. H. Zinsen und siehe da: diese niedrig-verzinslichen! Reichsanleihen stehen durchaus über dem Nenn* wert, während vor zwölf Jahren hochverzinsliche und mit Sonderreizen ausgestattete Reichsanleihen Jammerkurse hatten. Gehen wir einige Rubriken weiter, so finden wir im Kurszettel noch einige überraschende Entdeckungen. An Stadtanleihen werden an der Berliner Börse 56 Ausgaben notiert; aber in dem Kurszettel, der gerade vor uns liegt, kamen von diesen 56 Stadtanleihen nur 7 zur Notiz. In erheblicher Fülle verzeichnet der Kurszettel ein „G"* was „Geld" oder Nachfrage bedeutet. Mit anderen Worten: es sind viele Käufer da, aber dis Schuldverschreibungen der Städte sind „in f e ft S Hände" übergegangen und so kommen die Käufer nicht zum Geschäftsabschluß. Auch die städttschen Anleihen notieren durchaus über dem Nennwert und sind mit 4% v. H. verzinslich. Mögen die Reichsanleihen noch zu den höheren Regionen gehören, so weiß doch von den Stadtanleihen jedermann, was es für den Bau von Wohnungen bedeutet, wenn die Gemeinden billiges Baugeld aufnehmen können. Bauwirtschaft ist überhaupt das große Stichwort Wenn wir uns die Kursliste der Pfandbriefs ansehen, so finden wir die stattliche Zahl von 292 Ausgaben verzeichnet; aber nur 104 kamen in unseren Kurszetteln zur Notiz ... ebenfalls weil es mehr Käufer als Verkäufer gibt. Gerade in diesem Abschnitt des Kurszettels finden wir noch die reizvollsten Erinnerungen. Gelegentlich werden die früheren Zinssätze noch angegeben. Da gibt es der Reihe nach 8-, 7^-, 6prozentige Pfandbriefe. Aber das war einmal. Auch die Pfandbriefe bringen heute nicht mehr als 4XA v. H. Zinsen. Hier haben wir es ganz handgreiflich, welche Vorteils für die allgemeine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vom „billigen" Geld kommen. Wir sind noch nicht am Ende dieser Entwicklung, Das Reich schöpft sehr starke Bank- und Sparkassengelder zu einem Zinsfuß ab, der wesentlich unter 4 v. H. liegt. Das geschieht in einer sehe ruhigen, überlegten und pfleglichen Art, die eins Verletzung berechtigter Interessen vermeidet und die Dinge „reif" werden läßt. Mit anderen Worten: die Zinsverbilligungen werden nicht vom grünen Tisch her dekretiert, sondern das Reich wartet ab, bis durch das Zusammenspiel aller wesentlichen Umstände ein solches Geldangebot eingetreten ist, daß der G^dbesitzer von sich aus froh ist, ein sicheres Papier zu 4% — und jetzt schon zu 4 v. H. zu erwerben. Die „Brechung der Zinsknechtschaft" —* jener Zinsknechtschaft, die einmal für die schaffenden Stände so gut wie für alle Erwerbstätigen ein brennendes Problem war —, hat sich ohne schädliche Aufregung vollzogen. Es bleibt nur daran zu erinnern, daß Preußen vor dem Weltkrieg dank feiner so soliden Finanzgebarung mit 3- und2^pro- zentigen „Consols" ein sehr beliebtes Anlagepapier bereits besessen hatte. Es werden nicht mehr viels Jahre ins Land gehen, bis wir wieder zu einem solchen erträglichen Zinssatz für erstklassige Anlagenl gekommen sind. Dr. Ho. bei ein Flugzeug am Boden zerstört und zwei andere beschädigt wurden. Die Flugzeuge, die an den obigen Operationen teilgenommen haben, sind alle, obwohl teilweise getroffen, zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. Von ihren Besatzungen ist niemand verletzt. Eine Abteilung Dubais hat bei Buna einett erfolgreichen Handstreich durchgeführt, wobei eilt englischer Kraftwagen zerstört und dem Gegner schwere Verluste zugefügt wurden. Der Feind hat Mogadiscio dreimal born-t bardiert, wobei es zwei Tote und sechs Verwundete gab. Der Sachschaden ist unbedeutend. Sonderzuteilungen für Schutzgütten. Um den besonderen Derpftegungsverhältnisten auf den Schutzhütten des Deutschen Alpenvereins Rechnung zu tragen, hat sich der Reichsernährungsminister damit einverstanden erklärt, daß zur Herstellung des markenftei abzugebenden Berg- steigeresfens auf Antrag Sonderzuteilungen aewährt werden, die für je 100 nachgewiesene Besucher im Jahre 1938 betragen bis zu 5 Kilogramm Haferflocken, bis zu 10 Kilogramm Hülsenfrüchte und bis zu 20 Kilogramm Hülsenfrucht-Suppenkonserven. Auch Hütten, die nicht dem Verein angeschlos* fen sind sowie Berggaftftätten und Bauden in besonderer Höhe oder ungünstiger Verkehrslage können diese Sonderzuteilung erhalten. Alleinheteller;P.Jos.Möbs Seifenfbrlken.tiiessen Auch schmutzige Arbeitshände reinigt feen Übungsstätte gm Winterhalbjahr 1940/41 werden folgende Berusserziehutzsmabnahmen durchgeführt: Gebühr: RM. 4,50. Dauer (Für 12,50. 1. II. Lehrgem 2. Fochzeichnen uni^nslrukttonslehre I. 5. 3. ►en nach Durch- Iragträger. Einfache Fälle Gebühr: RM. 10,50. 8367 D :r Lehrgang zur Vorbereitung auf rprüfung für alle Berufsgruppen: der Minute. Dauer: 20 ' taschinengetriebe, lebe, Fliehkraft, Transformator, erhütungsvor- von Kalk und konstruktion, 1 und ihre Bern Dauer: 20 Do; ms, elektrische widerstand, Lei- III. die Tlei VI. Fachkundliche Vortragsreihen: Textilrohsloffkunde. Grundgesetze der mungsarten. Rech- ten, Zahlen und öebühr: RM. 8,50. ►zeichnen, Verbände, Konstruktions» hten einer Baustelle, Schnurgerüst, iissteifen der Baugruben, Fundie» i, Werkzeuge. Aufreißen von Bö- |, Halbkreise, Korbbögen. s Moment, Momentsatz. Tungen. Elementare gra- are. Zusammensetzen und chwerpunkt, Schwerpunkt- Rechnen mit Buchstabengrößen, nbenannten Größen, positiven ►ßen. Die vier Grundrechnungs- tgen, Addition und Subtraktion, L Division, Klammerausdrücke, [en, Schalungen usw. Gewinnung kement. Baustoffkunde. Gewölbe- Irgerüste. Natur- und Kunststeine dbung in der Bauindustrie. «stunden. Gebühr: RM. 10,50. itschafien für Baulehrlinge li Facharbeiter: 1. Stufei Technisches Rechnen, Planimetrie, Technisches jtonen, Deutsch. ■ z 2. S t u f e \ Trigonometrie-Stereometrie, Algebra, TechnischäZeichnen-Projektion, Deutsch. 3. Stufe Physik, Festigkeitslehre, Chemie, Betriebsläe. 4. S t u f e ll Material- und Siosfkunde, Maschi- nenelemem Elektrotechnik. GenauePtoffverteilungsplan der Stufen I—IV kann auf o Dienststelle eingesehen werden. Dauer: Sttzn I und II je 35 Doppelstunden. \ Gebühr: je RM. 18,50. 'Smn III und IV je 45 Doppelstunden. Gebühr: je RM. 23,50. Die Stufen II und III wden nach Durchführung der Stufe I auf diesdaufbauend durchgeführt um abgeschlossene enntnisse zu er- D. pabteM „Ban“ lBauhilfsarbeiter: >t stärker - Dich und Dein Volk! Ddeutsche Arbeitsfront gibt jiehungswerk die Möglichkeit, Deinepuflichen Kenntnisse und (teilen, Vorarbeiter, Werkmeister und Mer in Industrie und Handwerk.) Grundbegriffe, statt Kräfte und Kräfte phische Statik. Kräf Zerlegen von Kröftel..... bestimmung. Einfach räger mit ruhender und beweglicher Belastuni 2”" der Druck-, Zug-, Ämgs- und Knickfestigkeit. Belastungsermittlunx Tabellenbenutzung. Dauer: 20 Doppelstun. C * "* " 1, Stufen m, rv und V werden nach Durch, füämg der Stufen I und II auf diesen aufbauend duLgeführt, um abgeschlossene Kenntnisse zu er» reijn. Dajr: jede Stufe 12 Doppelstunden. 1 Gebühr: je RM. 7,50. 3. EinMung in die hochfrequeuztechnik. reichen. Dauer: jede Stufe 12 Doppelsnden. Geck:: je RM. 7,50. II. Elektrotechm 1. Elektrotechnik, Stufe I. I 1. Algebra I. He tellung, Gewimg und Eigenschaften von Ze. nu t und Beton. Antprüfung. Anwendung des Eis nbetons. Herstellg. Mischung und Mischungs. Verhältnisse, Wassecktz. Nachbehandlung. Schutz gegen schädliche Einie. Baubestimmungen, Bau» kontrolle. Baumaschn. Schalungen. Festigkeiten. Dauer: 20 Doppelstrn. Gebühr: RM. 10,50. 4. Statik I. Einführung in Pkmg und Entwurf. Berücksichti. gung technischer Forderungen. Einfache Grundriß- und Aufrifttaltung, Schnitte, Dachstuhl» ermittlung, Detaip-nungen und Konstruktionen. Abriß der baupolrichen Bestimmungen, sonstige be- Erbliche Bestiillngen. Durcharbeitung prak- ftf. Beispiele. I . Dc .: 20 Doppelnden. Gebühr: RM. 10,50. Li »beton I. Die Zahlungsmittel. Die Trager des Zahlungsverkehrs. Der internationale Zahlungsverkehr. Der Kredit und feine Arten. Die Kreditsicherung. Dauer: 5 Doppelstunden. Gebühr: RM. 5,50. 2. Wechsel- und Scheckverkehr. Wirtschgftliche Bedeutung von Wechsel und Scheck Wechselfähigkeit. Wechselerfordernisie. Wechsel und Scheck im Zahlungs- und Kreditverkehr. Zahlung. Protest. Bürgschaft. Ehreneintritt, Verjährung usw. Der praktische Verkehr mit Wechsel und Scheck. Wechsel und Scheck in fremden Währungen. Wechselkurs und Prozetzfragen. Dauer: 5 Doppelstunden. Gebühr: RM. 5,50. 3. Die Grundlage des Devifenrechts. 1. Vaukunde I.! Einfachstes teile usw. Eist Erdarbeiten. ' rung, Gerüst! gen: Scheitre, Eisenbeton: 5 Die Aufgabe der Fabrikbuchhaltung. Die Grundlage für die Selbstkostenrechnung. Bearbeitung eines Geschäftsganges von der Eröffnungs- bis zur Schlußbilanz mit den wichtigsten Nebenbuchern. Kaufmännische Buchhaltung und Betrieb sbuchhal- tung. Die Konten und der Kontenplan. Das Anlagevermögen. Die beweglichen und unbeweglichen Anlagekonten. Die Hilfs- und Nebenbücher. Die buchhalterische Darstellung der Roh- und Hi fs- stoffe. Die Lagerbuchhaltung. Lohn- und Gehaltskonto und ihre Nebenkonten. Die Betriebskosten: Arten, Verrechnung, Verteilung, Abschreibungen. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 12,50. Einführung: 2. Teil^Planmäßige Festigung der Griffsicherheit und Stzerung der Schreibfertigkeit. Dauer: 15 Doppelstiten. Gebühr: RM. 10,50. 9. Maschineschreiben — faxis-Fortgeschriltene (M 3). Hebungen im formäechten Schreiben von Geschäftsbriefen. Schrem von formgerechten Briefen a) nach Diktat,fb) nach kurzen Angaben, §auer:^25 stunden. ' Gebühr: RM. 10,50. C. FasbabSeilünO,Eisen und Metall" I. AttgemeinedNaschinenbau: 1. Technisches Zeichnen Wzeichnen). Die hysikalischen Grundlagen, Schwingungslehre. Elektzsche Schwingungen. Resonanz. Geschlossener und tffener Schwingungskreis. Die Elektronen» röhrk. Sender, Verstärker, Empfänger. Dav4 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 10,50. 4. Für P)nik, Stufe I. Der Deoisenbegriff. Genehmigungs- und Anbietungspflicht. Die Zahlungsmöglichkeiten für den deutschen Importeur und für den ausländischen Schuldner. Richtlinien für Geschäfte außerhalb des Waren- und Dienstleistungsverkehrs Aski usw. Dauer: 5 Doppelstunden. Gebühr: RM. 5,50. Die unter III/l—3 aufgeführten Maßnahmen können auch in Form von Wochenendlehrgemem- schaften (Samstagnachm./Sonntagvorm.) durchgeführt werden. IV. Gterrerwesen: 1. Unternehmung und Steuern. Einführung in das Steuerwesen. Die Besitzsteuern. Die Verkehrssteuern. Steuerbilanz und Handelsbilanz. Allgemeines Steuerrecht. Steuerrechtliche Buchführungsvorschriften. Dauer: 5 Doppelstunden. Gebühr: RM. 5,50. (Evtl. Wochenendlehrgemeinschaft.) V. Buchführung: 1. Doppelte Buchführung, Stufe I (Anfänger). Allgemeines über die Textilien-Rohstoffe und ihre Unterscheidungsmerkmale. A. Pflanzenfasern, Samenfasern (Baumwolle, Kapok), Stengelsasern (Flachs, Hanf, Jute, Nessel und Ramie) Blattfasern, Frucht asern und sonstige pflanzliche Rohstoffe. B. Tierische Rohstoffe: Wolle und Haare Schafwolle, Kammgarn und Streichgarn, Ziegen- haare usw.), echte Seide. C. Mineralische Rohstoffe: Asbest Metall- und Glasfäden. D. Die künstlichen Rohstoffe: Kunstseide, Zellwolle. Künstliche Spinn- Dauer: 10 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. 2. Fachkunde des Lisenwaren- u. Hausbedarfshandels. Neuzeitliche Gartengeräte und ihre Anwendung. Aufgaben des Bundes der -deutschen Eisenhändler. Ueber die Schlittschuh- und Rollschuhfabrikation. Die Herstellung von Emaillegeschirr. Porzellanherstellung. Oefen und Herde. Arten und Herstellung unter besonderer Berücksichtigung neuzeitlicher Konstruktionen. Dauer: 6 Doppelstunden. Gebühr: RM. 6,50. B. KurzsM und Maschineschreiben (Beginn: Anfang September 1940.) I^Verkehrsschrift — Einführung (Kl). Einführung in die Grundbegriffe der Verkehrs» schrift. Geläufiges Lesen und Schreiben mittelschwerer Texte in einer Geschwindigkeit von 40 bis 60 Silben. .. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. 2. Verkehrsschrift — Praxis (K 2). Wiederholung des Lehrstoffes von Kl. Schnellschriftliche Hebungen, Ansage: 60 bis 80 Silben m der Minute. Hebertragungsaufgaben. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. 3. Verkehrsschrift — Diktat (K 2a). Steigerung der Schreibgeschwindigkeit derDerkehrs- schrift von 80 Silben in der Minute auf 100 Silben i. d. Minute. Ansage- und Hebertragungsübungen. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. Teilnahmebescheinigungen ausgeftent. Ueber Besucher der UebungsstStte hat Snfpru« auf SSL1’’ pichen, wo höchste Leistungenibracht werden Können. Sä“e wVeW 2n.-r-,s-n.-nz°h. (ca. 20 Teilnehmer) auch innerhal^.ne- ».triebe, als geschloffene bHebundene Maßnahme durchgeführt werden. Auskunft und Meldung durch unsere Dienststelle. Letzter Anmeldetermin: 21. September 1940. Betl itqueßen und Empfangsgeräte, Widerstaichs- kombLtionen, Frequenz, Schein» und Wirk» leistui^n, Netzanschlußgeräte. Diektusen II, III und IV werden nach Durch» fühl un der Stufe I auf dieser aufbauend durch» gefi 9rtum abgeschlossene Kenntnisse zu erreichen, de Stufe 12 Doppelstunden. Gebühr: je RM. 7,50. Beraiserziehiingsw erk der Deutschen Arbeitsfront Kreiswaltung Wetterau, Abteilung für Beruiseriehung und Betriebsführung 4. Eilschrift — Ehjhrung (K 3). Einführung intzie Eilschrift Schnellschriftliche Hebungen. Ansd bis zu 120 Silben i. ö-Amute. Dauer: 20 Dopjstunden. Gebühr: RPt. 8,50. 5. Eilschrift — Prts (K 4). Wiederholung uf Vertiefung der Kürzungsarten der Eilschrift, ^läufigkeitsübungen. Ziel: 140 Silben in der Äute. * Dauer: 20 Doppäunden. Gebühr: RM. 8,50. 6. Schnellschriftliche^bungsgemeinschaft (K 5). Lehransagen undiftat-Hebungen. Steigerung der Schreibgeschwindigst von 140 bis 180 Silben in Die Aufgaben der Buchführung im kaufmännischen Rechnungswesen. Rechtliche Bestimmungen. Inventur und Eröffnungsbilanz. Das Konto. Die Kon- tengruppen. Der Buchungssatz. Bearbeitung ver- chiedener kleiner Geschäftsgänge mit Abschluß. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8^0, 2. Doppelte Buchführung, Stufe II. (Hebungen in deutscher und amerik. Form.) ' Durchführung von Geschäftsgängen mit Abschluß und eines großen Geschäftsaanges im Waren- geschäft. Behandlung der stillen Gesellschaft und der Offenen Handelsgesellschaft. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 10,50. 1 FachabteW „Der deutsche Handel" I. Allgemeines Kaufmanns wissen: 1. Gutes Deutsch. Die deutsche Sprachlehre (Re-Wchr-ibung, Wort- und Sastlehre). Grundlage, Wlederholung und Hebungen. Einsache Hebungen zur SNlkunde (Aus- sätze, Berichte, Lesestücke, Wiedergaben) Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. 2. Der Brief des Kaufmanns. Anforderungen des neuzeMchen Briefoerkehrs an den Korrespondenten. Schemabries und persönlicher Brief. Die Werbung durch den Brief. Briefubungen (Angebot, Kauf, Zurücknahme, Beanstandungen, Mahnschreiben, Verhandlungsbrief, Schriftsätze bei Prozessen, Werbebrief, Bewerbungsschreiben) unter Berücksichtigung der Handels- und bürgerlich-rechtlichen Bestimmungen. n-n Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr. Rwc. II. Kaufmännisches Rechnen: 1. Kaufmännisches Rechnen, Stufe I. Rechenvorteile und Kontrolle bei den Grundrechnungsarten. Bruchrechnen, Sortenoerwandlupg, Dreisatz, Kettensatz, Mischungs- und Derteüungs- rechnen, Prozentrechnen, reiner vermehrter und DE^20 DoW-sstunden. Gebühr: RM. 10,50. 2. Kaufmännisches Rechnen, Stufe N. Zinsrechnen, Anwendung von Prozent- und Zinsrechnen bei Warenrechnungen. Dlskontrechnung. Diskont im Warenverkehr. Wechseldiskont. Kontokorrent», Devisen». Effekten-, Lombard- und Arbi- D°uer:^D°PP°lstunden. Gebühr: RM. 12,50. 3. Die JndustriekalkulaNon auf Grand der Betriebs- abrechnung. Kostenarten und Kostenstellen. Der Betriebsabrechnungsbogen. Die Zuschläge. Die mnerbetriebliche Verrechnungsquote. Heberdeckung. Hnterdeckung. Daue?^8^Doppelstunden. Gebühr: RM. 8,50. III. Zahlungs- und Kreditwesen: 1. Der Zahlungs- und kredilvcrkehr^ 3 Doppelte Buchführung, Stufe III (Abschlußtechnik). Durchführung eines Geschäftsganges eines Fabrikgeschäfts. Abschlußübungen un Warengeschäft. Die Buchhaltung der Kommanbitgefe^^^^ rung eines Geschäftsganges einschließlich Abschluß. Abschlußübungen. «ym) 1Ocn Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 12,50. 4. Doppelte Buchführung, Stufe IV (Schwierige Abschlüsse). Durchführung eines Abschlusses im Bankgeschäft (G.m. d. L). Das Recht der Gesellschaften mit beschränkter Haftung, der Aktiengesellschaft und der Kommanditgesellschaften aus Aktien. Die Buchhaltung dieser Gesellschaftsformen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 12,50. 5. Doppelte Buchführung, Stufe V (Die Bilanz). Wesen und Bedeutung der Bllanz. Die gesetzlichen Vorschriften über Buchführung, Bilanz und Revision. Von der Eröffnungs- bis zur Schlußbilanz. Aufbau und Gliederung. Bilanzwahrheit und -klar- heit. Bilanzkontinuität. Gewinn- und Verlustrech- nung. Zwischenbilanzen. Handels- und Steuerbilanz. Sanierungs- und Fusionsbilanz. Liquida- tions- und Auseinandersetzungsbilanz. Bilanzrechtliche Fragen. Hrnwandlungsaufgabe Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr RM. 15,50. 6. Einfache Buchführung für Kleinbetriebe (Handel und Gewerbe). Rechtliche Bestimmungen. Beleg, Rechnung, Wechsel Scheck usw., Konto, Kontenplan, Inventur und Bilanz. Praktische Durchführung einfacher Geschäftsgänge von der Eröffnungs- bis zur Schlutz- bilanz Vermögensübersicht. Gewinnermittlung und Erfolgsrechnung. Kalkulation. Wareneingangsbuch (für steuerliche Zwecke) und Einführung in die wichtigsten Steuerarten. Steuererklärung und Steuerbescheid. Dauer: 20 Doppelstunden. Gebühr: RM. 10,50. 7. Fabrikbuchführung. Arbeitskamerad! Arbeitskameradin! ä___ CtiqLen zu erweitern und zu uertiefeu und darüber hinaus neue Kenutniste und Fertigkeiten zu erwerben. Die Gemeinschaft mutz heute uan^dem mnzelnen Volksgenosse^ höchste Längen auf allen Geb.eten des Lebens Bedangen. Es ist daher Ehrensache jedes schaffenden deutschen Menschen, sich emzuglredern in: dr« Rechen d-r-r d e n-ch >4 höchster beruflicher Leistung streben. An sich arbeiten, sich beruflich °.e.r-°llk-^nmnen^ bringt^.r^eeNen^nd^ materiellen Grundlagen der Mathernatü Arithmetik. Die 4 einfachen R nen mit Potenzen, ßogarii Buchstaben. Gleichungen. Dauer: 20 Doppelstunden. Mechanik und Festigkeit. Stufe I: Reibungslehre, gleichförmige Bewegung, Kurbeltrieb. Einführung in H benannten und! und negativen d ar'en, Bruchrech! Multiplikation Potenzen und Akeln, einfache Gleichungen. Dauer: 20,Doppfinden. Gebühr: RM. 10L0. Der elektrische Strom, Magnech Maßeinheiten, Meßinstrumente, | ftung, Anwendung der Elektrizift 2. Elektrotechnik, Stufe II. Elektromotore, Induktor und Schaltanlage, Umformer, Unf< schristen. 7. vraschineschreiben -«Einführung (M 1). Einführung in das^hnfingertastschreiben, 1. Test: Maschinenkunde. \ Dauer: 20 Doppelsüden. Gebühr: RM. 10,50. 8. INaschineschreiben -Praxis (^4 2). Stufe I: Ansichtenonung,Schnitte,Blockschrift, Ergänzungsarbeitew Skizzierübungen, Lesen von Werkstattzeichntzen. Stufe II: Durchdriiingen und Abwicklungen, normgerechtes Zeichn, Werkstoffe und Passungsnormen, einfad Zusammenstellungszeichnungen. I „ Stufe III: Perspekische Darstellung, richtiges Reißbrettzeichne( Sinnbilder, Zusammen- stellüngs- und Grupuzeichnungen. Dauer: jede Stufe 24 Lpelstunden. Gebühr: je RM. 12,50. 2. Technisches Rechnen (Fclcechnen). Stufe I: Die Grundtznungsarten, Dezimalzahlen, Brüche, Proz^rechnen, Flächen- und Körperberechnung, Glftrregeln des Rechenschiebers. ! Stufe II: Gewichtsberchen, Einführung in die Buchstabenrechnung, Bsgung und Zeit, Hebungen mit dem Rechenschüer. Die Stufen III, IV upV werden nach Durchführung der Stufen I v II auf diesen aufbauend durchgeführt ui^abgeschlossene Kenntnisse zu erreichen. ! Dauer: jede Stufe 12 Domstunden. pebühr: je RM. 7,50. 3. Zahnräder und Getriebe, f (Leichterer Stoff für Met«>erker). Allgemeines, Kräfte- und gchwindigkeitsverhält- niffe. Hebersetzungen, Verzäiungsarten, Sonderverzahnung. Bestimmung vLeilung und Modul. Gerad-, Schräg-, Bogen- ij Sviralverzahnung. Stirnräder, Kegelräder, Älräoer, Schraubenräder, Schneckengetriebe. Dauer: 15 Doppelstunden. iGebühr: RM. 8,50. 4. Elementare Mathematik. I