8reitag.3l.Mat 1940 Annahme von Anzeigen für bie Mittagsnummer bis 8'/-Uhr des Vormittags Grundvreife für 1 wmHöhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Brerte 60 Pf. Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengenstaffelS Plahvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 "/o mehr Ermäßigte Grundvreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. ,9V. Jahrgang Un|2Z Lrscheim täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener s>amilienblätter HeimatimBild DieSchoUe Monats-Bezugsvreis: Mt4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 «uch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernwrechanschluh 2251 Drahtanschrift „Anzeiger" Postscheck 11 Gse Nrankf^M. GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhelsen tsäst bringen. England in der deutschen Zange Französische Oum-Dum-Geschosse. von von endigung des Weltkrieges befehligte er Kolonial- truppen und war zeitweise Chef der französischen Mililärmifsion in Polen. Bei Kriegsbeginn übernahm er die erste französische Armee. Wit dem Zu- ammenbruch dieser Armee fiel er in deutsche Hand. Die schon mitgeteilt, läßt sich die Zahl der Geflogenen noch nicht annähernd übersehen. Neue deutsche tl-Boot-Krfolge. Madrid, 30. Mai. (DBB.) wie aus Ponle- vedra gemeldet wird, wurde der englische 10 000- BRT.-Tanker „Pelena" torpediert. Das Schiff befand sich auf der Fahrt von Gibraltar nach Borden. Bon der 2Zköpfigen Besatzung — 19 Chinesen und vier Engländer — sind vier Mann getötet worden. Das Schiff konnte noch brennend den Hafen von Pontevedra erreichen. Gleichzeitig trafen in Pontevedra 14 Mann des französischen Handelsschiffes „Maria Jose (5000 BRT.) ein, das In der Zitadelle von Sedan wurde k i st e n - weise französische D um - D u m-M u n i« Hon mit abgeplatteten Spitzen aufgefunden. Diese Dum-Dum-Munition, deren Verwendung ein Verbrechen gegen jedes Völkerrecht darstellt, hat deshalb besonders verheerende Wirkung, weil die Geschosse .beim Einschlag abplatten und so fast nie verheilende! gewaltige Löcher reihen- tPA-Kindermann-Scherl-W.), «vurden getroffen. Davon 3 Kriegsschiffe und 16 Transporter verfenkt, 10 Kriegsschiffe und ' 21 Handelsschiffe aller Gröhen schwer beschä- idigtoderinBrandgeschossen. Auch Flak- artillerie versenkte ein feindliches Vorpostenboot und beschädigte 5 weitere sowie 5 Schnellboote. Die zum Schuhe dieses Grohangriffes unserer Kampfver- «bände eingesetzten Jagd- und Zerstörergruppen Schossen 68 feindliche Flugzeuge ab. Südlich der Linie P o p er i n g h e —L a s f el Haben sich unsere vom westen, Osten und Süden an- greifenden Armeen vereinigt, indem sie" zahlreiche [ sskarke feindliche Gruppen absplilterten und ein- i Schlossen. Bei der Erstürmung des befestigten Stüh- ! gmnkles h a z e b r o u ck am 28. Mai sich ein ! Panzer-Pionier-Bataillon unser seinem Komman- | ldeur Oberstleutnant von Bodecker besonders hervor. An der Südfront wurde ein feindlicher Angriff mit Panzern an der unteren Somme abge- iviesen. Südlich und südwestlich von Amiens wur- lden Truppenansammlungen in den Wäldern mit Bomben belegt. Die feindlichen Verluste betrugen gestern insgesamt 89 Flugzeuge, davon 68 im Luftkampf, 17 idurch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden gerstört. 15 eigene deutsche Flugzeuge werden ver- miiht. Der Kampf um Narvik dauert mit unvermin- ldertor Stärke an. Unsere Truppen haben Berg- Stellungen auherhalb der Stadt bezogen und werden verstärkt. Kampfflieger griffen einen feindlichen Flugplatz an. Mehrere am Boden stehende Flug- geuge* wurden vernichtet. Unsere von Drontheim mach Norden vorstohenden Gebirgsjäger haben Fauste, ostwärts Bodö, genommen. Eines unserer U-Boote meldet die Versenkung 2 feindlichen Dampfern mit einer Tonnage Konzentrische Bombenangriffe der deutschen Lustffreitkraste auf die sich auf die Schiffe flüchtenden Engländer. Der Luftangriff ; auf die englische Transporlftotte. ■ Berlin, 30. Mai. (DNB.) Am Nachmittag und Übend des 29. Mai griffen stärkere Verbände zweier Fliegerkorps, die unter Führung »er Generale Grauerf und von Richthofen landen, im Hafen und Seegebiet Dünkirchen — 0 ff e n b e britische Kriegs- und Transportschiffe an, Die die Reste des geschlagenen britischen Lxpeditions- leeree nach der Heimat abtransportle- cen sollten. Der Angriff, an dem sich Verbände aller Waffen beteiligten, erstreckte sich auf über 60 Schiffe. Drei Kriegsschiffe und 16 Truppentransporter, darunter Schiffe von über 15 000 Tonnen, wurden durch Die anhaltenden konzentrierten Bombenangriffe □ erfenft 31 weitere Schiffe erhielten Volltreffer, wurden schwer beschädigt, teils bewegungsunfähig gemacht, teils in Brand geworfen. Die Schleusen des Hafens von Dünkirchen find nölig zerstört, die Hafenbecken ausgelaufen. Za g d f l i e g e r, die gemeinsam mit den Bombenfliegern den Kampf gegen die englische Transportunternehmung führten, erzielten 6 8 A b f ch ü f f e. hierbei zeichneten sich besonders die Verbände des Oberst vo n M a s s o w aus. Zehn weitere Flugzeuge, die die Einladungen schützten, wurden durch F l a k- larfilterie abgeschossen. Die Flakartillerie versenkte auherdem ein kleineres Kriegsschiff und brachte fünf weiteren durch direkte Treffer schwere Beschädigungen bei. Der Wehrmachisberichi vom Donnerslag. Führerhauptquartier, 30.Mai. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die große Schlacht in Flandern und im Artois geht mit der Vernichtung der dort im Kampf gestandenen englischen und französischey Armeen ihrem Lude entgegen. Seit gestern ist das englische Expeditionskorps in völliger Auflösung. Sein gesamtes unübersehbares Kriegsmaterial zurücklassend, flüchteteszumMeere. Schwimmend und auf kleinen Booten versucht der Feind die auf Reede liegenden englischen Schiffe zu erreichen, auf die sich unsere Lustwaffe, wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, mit verheerender Wirkung stürzte. Heber 60 Schiffe Rock, 31. Mai. (DNB.) „Giornale d'Jtalia" veröffentlicht Einzelheiten über den Plan einer englisch-französischen Landung in Saloniki, die am 29. April stattstnden sollte, aber wegen der raschen deutschen Siege in Norwegen zurückgestellt worden sei. Es stehe fest, so schreibt der Berichterstatter des Blattes in Saloniki, daß am 2 9. April in den ersten Morgenstunden die e n g l i s ch - f r a n z ö s i s ch e Orientarmee, unterstützt durch starke englische Marme- Infanterieabteilungen, sich in den Besitz von Saloniki setzen sollte. Eine ungewöhnliche Geschäftigkeit zwischen den einzelnen Konsulaten und eine gewisse Unruhe der ausländischen Kolonien ließen die Bevölkerung ahnen, daß etwas Außergewöhnliches im Anzuge war. Etwa 20 Schiffe, im Geleit von französischen und englischen Einheiten, waren von Smyrna nach Saloniki unterwegs. Hier hatten der zweite Marineattachö der französischen Botschaft, M e s s u d, ein Mitglied des englischen Konsulats, Hauptmann F a w s s e t, und zwei Mitglieder der Royal Airforce, Palmer und I o h n e s, sowie ein gewisser Green alle Einzelheiten der Aktion vorbereitet. Die Landung sollte an der östlichen Seite des Golfes stattfinden. Nach der Landung sollten sich die Truppen sofort in den Besitz des Wasserflug- Hafens von Calamaria und des Flug« Hafens von Sedes, kaum zwei Kilometer von dem Landungsplatz entfernt, fetzen. Von Saloniki als Stützpunkt sollte ein Angriff g e g en die Grenze Albaniens und auf C a v a l l a an der bulgarischen Grenze erfolgen. Plötzlich auf der Höhe von Lemnos drehte die Flotte jedoch ab in die türkischen Territorialgewässer. Als Ursachen dieses plötzlichen Szenen-! Wechsels kann man nennen: 1. Die deutschen Siege und das rasche Vordringen bei Namsos und Andalsnes, die den Westmächten für den Augenblick ein Ablenkungsmanöver an anderer Stelle unmöglich gemacht hätten. 2. Eine Meinungsverschiedenheit zwischen Game- linundWeygand. * Die Ernennung Weygands zum Oberbefehlshaber der englisch-französischen Streitkräfte habe die Sorgen wieder wachwerden lassen. Man frage sich, ob Weygand als Generalissimus zu dem Plan zurückkehren werde, den er als Oberbefehlshaber der Orientarmee nicht habe durchführen können. Das türkische Heer sei zur Aktion bereit und die Drientarmee, die Wawels zwischen Tigris und Nil zusammengezogen habe, sei eine Reserve, die ausgenutzt werden müsse, da sich die Westmächte nicht den Luxus erlauben könnten, sie länger untätig zu lassen. Das britische Expeditionskorps in völliger Auflösung! anders gearteter weiterer Feldzug, der ebenso wie der militärische von Öen’ Westmächten vorbereitet und durchgeführt wird. Es handelt sich bei dein Greuel-Feldzug in erster Linie um zwei verschiedene Ausdrucksformen. Die eine besteht darin, daß d»e .Westmächte ihren ganzen komplizierten und weit w..«- «*!*-,>»"" •«""™ Geleitzug heraus torpediert worden war und \^e diffamieren. Wir haben ja schon aus den gesunken ist. bisher wiedergegebenen Proben ersehen, daß es sich babei so gut wie ausschließlich um einen Wieder- OzeBevotterungOoverswlrdevafulert b^b^g^rsuch aller der schmutzigen Lügen han- Bern, 30. Mal. (DBB.) Bach einer Meldung delt, die schon in und nach dem Weltkriege nicht der „Daily Mail" ist mit der „inoffiziellen Lva- etwa nur von Deutschland, so^rn ebenso nach« tuierung“ der Bevölkerung Dovers begonnen wor- drucklich auch, nonMlreichen ^--°n^ch°n Beoba^. den. Den ganzen Mittwoch hindurch Hütten ZügeIu^umäßige Ser« mit Frauen und Kindern die Stabt verlassen. Wei- i? umdung ^widerlegt worden sind. Ja, es gibt ter wird aus London gemeldet, daß weitgehende j0$ar namhafte englische Belastungszeugen gegen Pläne ausgearbeitet werden, wonach Frauen und I England und Frankreich, so etwa das bekannte insbesondere Kinder in die Dominien ge- Unterhausmitglied Ponsonby in seinem Buch schickt werden sollen. Die Regierung von Jteu- „Falsehood in War-Time” — Fälschungen int ieeland I°ll sich bereilerklär, haben. 2,5 Millionen Kriege bas 1928 in London erschien, ober bas Kinder ““fJ-ne’-men Slud,.Ä Armee in ein Telegramm ein, in dem es heißt, daß man bereit ober öq9 Buch von Sir Philipp GibbL sei, Frauen und Kinder in Kanada unfet$u- „More that must be told”, „lieber das Ziel hin* 38 480 Bruttoregistertonnen. ■ Der Oberbefehlshaber der 1. französischen Armee gefangen genommen. Berlin, 30.Mal. (DBB.) Arn 29. Mai wurde 3b e i Steenvoorde, ostwärts Cassel, der Ober- 3befehlshaber der 1. französischen Armee, General sPrioux, mit zahlreichen anderen hohen franzö- stschen Offizieren gefangen genommen. General Prioux ist 61 Jahre alt und gilt als ein besonders befähigter höherer Führer. Im Weltkriege avar er französischer Generalstabsoffizier. Bach Beausgeschossen". . Aus der ganzen feindlichen Greuel-Strategiö I einerseits und aus den Widerlegungen der genann« I len englischen Zeugen geht hervor, daß als Hand« buch und Nachschlagwerk für die feindlichen Verleumdungen jener berüchtigte Bericht der Königlich Britischen Regierungskommission im Jahre 1915 unter dem Vorsitz des Viscount B r y c e, also von einer amtlichen englischen Dienststelle über die angeblich von deutschen Truppen verübten Gewalttätigkeiten verfaßt worden ist. Gerade dieser Bericht wird von dem oben genannten Hauptmann Bennet als ein Ragout non Fälschungen bezeichnet, bet dessen Herstellung die famose Königliche Kommission die verworrenen Aussagen wohlweislich unvereidigter Zeugen ganz nach ihrem Gutdünken auslegte oder umfrisierte. Die zweüe Ausdrucksform des feindlichen Greuel- feldzuges besteht darin, daß man bie eigene Soldateska, ganz gleich, ob Weiße oder Nigger, ob Mannschaften oder Ltfiziere, selbst im Gebiet eines Bundesgenossen bei unglücklicher Wendung des Feldzuges also etwa bei Rückzügen auf das private Eigentum der unglücklichen Bevölkerung losläßt und Plünderungen duldet, wie Hte schlimmer auch die amtlich angestellten englischen Seeräuber der ftüheren Zeit kaum begangen haben. Diese Gewalttätigkeiten, die mit Krieg oder Soldatentum nichts, aber um so mehr mit der Art von Buschkleppern und Marodeuren zu tun haben, erfolgen ganz planmäßig, und zwar zu dem Zweck, alle Mse Verbrechen bis zur Vergewaltigung schutzloser Frauen und Mädchen den „Hunnen" und „Nazis" in die Schuhe schieben zu können. Vor uns liegt ein ganzer Stapel von Berichten über feindliche Greueltaten, die von Augenzeugen aufgesetzt wurden. Ihr Inhalt ist unseren Lesern schon aus Proben bekannt. Wir nennen lediglich als Beispiele etwa folgendes: Deutsche Soldaten und Offiziere, die in französische Gefangenschaft geraten, werden wie gemeine Verbrecher behandelt. Französische Offiziere prügeln mit Stöcken auf die Köpfe wehrloser Gefangener. Fran- Izösische Frauen benehmen sich wie Furien, versuchen den Begleitmannschaften die Gewehre zu «entreißen, um die deutschen Gefangenen umzubringen. Deutsche Flieger, bie inmitten feindlicher Truppen nach einer Notlandung vom Tragdeck der Maschine aus zum Zeichen der Ergebung mit'Taschen- Jn dem Abwehrkampf gegen den Hungerkrieg, mit dem England uns niederzwingen will, hat der Führer mit unserer Wehrmacht in knapp zwei Monaten die ursprüngliche Kampsbasis gegen Engl-nd- di- aus der deutschen Nordseeküste bestand lschwarz gezeichnet, zu einer gewaltigen Zange erweitert. T SS Ä7“Sf “ ".7L— Für den 29. April war Landung in Saloniki geplant. Italienische Enthüllungen über die Absichten der englisch-französischen Orientarmee. - Wird Weygand auf seine alten Pläne zurückkommen? "^owEdinburg^ Newcastle' Hannover £ London Stuttj Strafiburgt ISoutnene TfiemS« iHAM- Münster IS in) Stock torSÄeAs. Middlesbrough WLsntMler ■ \ 7ri$e "V LL ^Aacben ~ ,, • z \ ^Wfranklurl =: W fK/WWiAM ■ Oer Schlußakt Die ftanzösische „Kulturnation" zeigt ihr wahres Gesicht Bülow- deutsche Botschafter in Brüssel, von berichtet- der früher- ständig- DNB.-Ver- ihm fetzt „schöne Geschichten" erzählt hätte, würde Ab°r d°nn k-,m -in° d°ust^ P°k°u ll° Brüssel, Schriftleiter Körber, über feine er mich am Nachmittag miI and - r ° n M ° th ° fn ble Aeimot“ e: Ich bin, o führte er aus, einer von den den verhören. Ich wurde dann auch nach einer unsere Ruckteyr in oie qeimai. sorgte ffr eine dunkle Zelle Berlin, 30. Mai. (DNB.) Dor Vertretern der in- und ausländischen Presse sprach der ehemalige Botschaft verhaftet, denen am übernächsten Tag noch weitere sechs Dann treter in Mttelalterliche Folterqualen in sranzösischen Gesangnissen. oder über die Tätigkeit der deutschen Botschaft zu hören. Gleichzeitig stand ein anderer Beamter vor mir und mißhandelte mich mit Faust- schlügen unter den übelsten Schimpfworten, während mir ein anderer dauernd einen entsicherten Revolver an die Schläfe hielt. Frauen und Kindern sich verschlechterte, ich mich zur Abreise. Beim Verlassen französischen Bodens ärztliche Behandlung hätte zuteil werden lassen. Bei dieser Behandlung verwundeter deutscher französisch-schweizerischen Pontarlier auf oer Strecke Dijon— Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht ist nicht gewillt, über diese Tatsachen stillschweigend hinwegzugehen und die von ihr geübte großzügige Behandlung der in deutsche Gefangenschaft geratenen französischen Flieger trotz des gegenteiligen französischen Verhaltens auch in Zukunft noch fortzufehen. Die Reichsregierung kündigt daher der französischen Regierung hiermit an, daß sie künftighin die in deutsche Hand fallenden Angehörigen der ftanzösischen Luftwaffe genau nach dem französischen Vorbild behandeln und daß sie für jeden bekanntwerdenden Fall der Beschießung eine» ln Luftnot befindlichen und mit Fallschirm abspringenden deutschen Fliegers sowie für jeden Fall der Ermordung deutscher Flieger die schärfste Vergeltung üben wird, wie dies von dem Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe bereits öffentlich bekanntgegeben worden ist/ Schärfste Vergeltungsmaßnahmen. Für völkerrechtswidrige Behandlung deutscher Soldaten in französischer Sefangenschast. der deutschen nächsten und folgten. An der Grenze in Angehörige der deutschen Botschaft in Brüffel auf der Durchreise durch Frankreich auf das menschenunwürdigste behandelt U-Boote eine zeitlang stillgewesen ist, wenig- stens im deutschen Heeresbericht, so war das nicht ohne Grund. Nun teilt das Oberkommando mit, daß ein deutsches U-Boot sieben feindliche Dampfer mit einer Tonnage von 38 480 versenkt hat. Thur- chill, der sich immer brüstete, er hätte die deutschen U-Boote vernichtet, wird nun wohl darauf stoßen, daß diese gefährliche Waffe in noch viel größerem -nttckisakr Maßstabe als früher den Blockadering um ^England legt. Die U-Boote finden dabei die habe ich Unterstützung durch Schnellboote und Luftwaffe, gebeten, | Vom flandrischen Schlachtfeld lenkten die Wehr- knien und die Schuhe ausziehen. Dann holte ein Beamter einen schweren Holzknüppel mit schgrfen Kanten und schlug mich mit diesem Holz- knüppel fünf Stunden lang immer wieder auf die nackten Fußsohlen, um etwas über meine Tätigkeit Erlebnisse: Ich bin, Deutschen, die widerrechtlich an der französischen Grenze aus dem Zuge herausgeholt und nach Boulogne verschleppt wurden. Wir wurden von den Franzosen in einer Weise behandelt und mißhandelt, wie ich das von der französischen sog. „ersten Kulturnation" niemals erwartet hätte. Wir wurden sofort in einen schwer beladenen Lastwagen hineingepfercht und unter starker militärischer Bewachung nach Lille befördert. Dort wurden wir in ein Gebäude gebracht, das einer Rom, SO. Mai. (Europapreß.) Dem italienischen Botschafter in Belgien ist der dokumentarische Nach weis für die von den Fliegern der W e ft < möchte systematisch begangenen Zerstörungen von nichtvrilitärischen Gebäuden und Anlagen in Belgien unterbreitet worden. Vertreter öffent licher belgischer Verwaltungen haben dem ttalteni scheu Botschafter schriftliche Erklärungen überreicht in denen die traurige Lage der Städte Belgiens infolge der systematischen Bombardierung durch । Luftstreitkräfte der Westmächte geschildert wird. Die mehr Wiederaufnahme eines mehr oder menigef normale» ■ ,r < n-«--— r- i B. der Bür Neufchatel begann eine Leidenszeit für sämtliche Fahrtteilnehmer, die in dem Zuge eingeschlossen, wie in einem Gefängnis, 12 Tage verbringen mußten. Der Mangel an Platz war so drückend, daß der größte Teil der Fahrtteilnehmer gezwungen war, die ganze Nacht sitzend zu verbringen. Die Fenster mußten stets geschlossen gehalten werden, die Luft verschlechterte sich in unerttäglicher Weise. Die geradezu haarsträubenden hygienischen Derhält- • nisse begannen die Gesundheit der Fahrtteilnehmer zu bedrohen. Es waren Tage, an denen sich bis zu 21 Personen krank meldeten. Allen Begriffen oer Menschlichkeit widersprach es, wenn z. B. am Nachmittag zu einem Kinde, das mit 40 Grad Fieber darniederlag, dringend ein Arzt gerufen wurde und dieser erst am nächsten Nachmittag er» schien. Erst nach Tagen gelang es, die Erlaubnis zu erwirken, daß wenigstens die Frauen und Kinder zweimal am Tage je eine Viertelstunde auf dem Bcchnhof sich bewegen konnten, während es den Männern elf Tage lang verboten roar,. den Zug zu verlassen. Allen Regeln des Völkerrechts zuwider, hat die französische Regierung es mir die ersten fünf Tage lang verwehrt, mich mit der schwedischen Gesandtschaft als der Vertretung der Schutzmacht deutscher Interessen in Frankreich in Verbindung zu setzen. Ich muß hierbei hervor- heben, daß der Vertteter des belgischen Außen- ministeriums, der in der schwierigen Lage war, die deutschen Änte^esjen hei ftWöstschen Behörden Rigger veranstalten in Spy (nordwestlich von Namur) und in anderen Orten regelrechte Treibjagden auf Frauen und Mädchen und schießen die Männer über den Haufen, als diese ihre Angehörigen schützen wollen. So sieht die „Verteidigung der Zivil,- s a t i o n gegen den Barbarismus" aus. Dazu geben englische und ftanzösische Offiziere und Komman- deure Ermunterung und Beispiel! Die deutsche Wehrmacht wird auch auf die beiden Ausdrucksformen der feindlichen Greuel-Strategie mit der Rücksichtslosigkeit zu antworten wissen, die gegenüber diesem Gesindel die einzig mögliche Umgangs» form ist. Der in diesen Zusammenhang gehörende Erlaß des Generalfeldmarschalls Goring ist vom ganzen deutschen Volk mit größter Genugtuung begrüßt worden. Berichtigung. In unserem gestrigen Leitartikel „Die Vernichtung" hatten sich sinnstörende Fehler einge- chlichen, bte richtiggestellt werden müssen. So muß es heißen, daß der Feind die befestigte Grenzstel» lung ostwärts Cassel mit verkehrter Front, aljo gegen Westen, zu verteidigen gezwungen war. Und weiter unten muß es heißen, Wormhoudt, 20 Kilometer nördlich von Hazebrouck. In der Kriegsgeschichte ist Cannae ein Begriff, der bis zur großen Schlacht in Flandern und im Ar- tot§, deren Zeitgenossen wir sind, nicht Überboten war. Nun ist Flandern der kriegsgeschichtliche Be- griff einer Vernichtungsschlacht größten Stils ge- worden im Rahmen einer Strategie, in der alle Waffengattungen mit dramatischer Wucht durchein- anberroirbelten. Wenn wir uns daran erinnern, daß diese große Schlacht im Westen sich zunächst von der Somme bis zur Schelde an der belgisch-holländischen Grenze ausdehnte, über einen Raum von fast 200 Kilometer, so ermessen wir die gewaltige Lei- stung der deutschen Heeresleitung und der deutschen Wehrmacht, die diesen großen Raum auf 20 bis 30 Kilometer zusammengedrängt hat. In diesem Raum vollzieht sich das Schicksal der engllsch-fran- zösischen Nordarmee, die Anfang und Mitte Mai ' spruch steht. Ein besonders charakteristtsches Beispiel einer solchen unerhörten Behandlung ist der Fall des vorübergehend von französischen Streit- träften gefangen genommenen Obersten der Luftwaffe Lackner. Aus dem von ihm nach seiner Befreiung erstatteten dienstlichen Bericht, der inzwischen in der Presse öffentlich bekanntgegeben worden ist, ergibt sich, daß dieser Offizier, als er nach Inbrandsetzung seines Jagdflugzeuges mit dem Fallschirm absprang, von französischen Truppen mit starkem Gewehrfeuer beschossen, daß er nach seiner Landung von marokkanischen Soldaten in brutal st er Weise mißhandelt und mit Erschießung bedroht und daß er schließlich mit Ketten gefesselt wurde. Der Bericht zeigt ferner, daß mehrere andere gefangen genommene deutsche Flieger trotz schwerer Verwundung in langer Fahrt zu ihrer Vernehmung gebracht wurden, ohne daß man ihnen irgend eine Zermalmend sind die Schläge, die auf die versprengten Reste der französischen Elitekorps nieder- sausten. Die Franzosen haben offenbar gar kein Gefühl mehr dafür, wie beschämend es für sie ist, daß sie ihre Kriege nicht mehr selbst, sondern von ihren farbigen Truppen führen lassen müssen, von Truppen, die aus den Kaschemmen afrikanischer Häfen zusammengekehrt worden sind. Seit Tagen haben sie verzweifelten Widerstand geleistet unter Verlusten, die vielfach einer glatten Vernichtung gleichkommen. Dabei hieß es in der englischen und französischen Presse immer, der neue Oberbefehlshaber General Weygand sei ununterbrochen tätig, um eine Entlastungsoffensive oder gar eine Rettung der eingeschlossenen Nordarmee von der Südfront her einzuleiten. Es ist nichts dieser Art geschehen, wobei sich wohl auch auswirkt, daß Frankreich nunmehr fein wichtigstes Industriegebiet, also die Voraussetzung eines jeden Kriegs- Potentials, eingebüßt hat. Wenn es über die Tätigkeit der deutschen Berlin, 30. Mai. (DNB.) Der neulich bekannt- gegebene Bericht des vorübergehend in französische Gefangenschaft geratenen Obersten der Luftwaffe Lackner über die geradezu unglaubliche Behandlung, die ihm seitens der französischen Truppen zuteil geworden ist, sowie eine Reihe von Vorkommnissen ähnlicher Art haben den Reichsaußenminister veranlaßt, der französischen Regierung durch Vermittlung der schwedischen Regierung folgende Mitteilung notifizieren zu lassen: * ,Ln letzter Zeit häufen sich die der Reichsregierung zugehenden Nachrichten, wonach tn ftanzösische Gefangenschaft geratene Angehörige der deutschen Luftstreitkräfte und Fallschirmtruppen eine Behandlung erfahren, die sowohl mit den Regeln des Völkerrechtes und den geltenden Vertragsbestimmungen. als auch mit den elementarsten Gesetzen der Menschlichkeit im krassen Wider- tüchern winken, werden trotz ihrer Wehrlosigkeit als lebebe Zielscheiben benutzt unb von ber Tragfläche heruntergeschossen. Oder ber Kommanbeur des 6. englischen Infanterie-Regiments, Oberst Jr- vin, verlangt in einem Tagesbefehl, baß etwa gefangene beutsche Fallschirmjäger „unbarmherzig" behandelt werden und erläutert diese Anweisung auch noch mit dem zynischen Satz: „Der einzig gute Deutsche ist der tote Deutsche!" und er fugt ermunternd hinzu: „Diel Glück!" Auf der andern Seite liegen zahlreiche Schilderungen unb Photos darüber vor, in welcher geradezu viehischen Weise französische und englische Truppen belgische Städte und Ortschaften nicht nur aus» geplündert, sondern auch verwüstet und zerstört haben. Da finden sich ganze Bündel silberner Eßbestecke in dem Tornister, oder seidene Damenbekleidung im Wagen englischer Offiziere. Da werden Schaufenster kurzerhand mit dem Gewehrkolben Ungeschlagen und der Inhalt geraubt. Da schleppen die farbigen französischen Spahis unter ermunterndem Grinsen ihrer Offiziere Damen« schuhe aus Krokodilleder aus den geplünderten Geschäften weg und erwidern auf die Frage der schutzlosen und verzweifelten Einwohner mtt brüllendem Hohngelächter: „Unser Kommandeur hak e s s o b e f o h l e n !" Oder Frankreichs uniformierte die schwedische Gesandtschaft in Paris gebeten, Vom flandrischen Schlachtfeld lenkten die Wehr- schärfsten Protest bei der französi- Machtsberichte unsere Blicke immer wieder hoch chen Regierung gegen ihren Wortbruch bei hinauf in den Norden, wo um den Erzhafen Norden Verhaftungen zu erheben unb bie unwürbige vik beutsche Gebirgsjäger, von ber Luftwaffe Behanblung der deutschen Diplomaten. Ich habe kameradschaftlich unterstützt, »einen Heldenmuttgen meine Empörung zum Ausdruck gebracht, daß inan Kampf gegen weit überlegene britische Streittrafte es gewagt hat, einen Botschafter des Deutschen kämpfen. Nach sieben Wochen ergebnisloser An» Reiches und seine Mitarbeiter 10 Tage lang schiech- griffe ist es der erdrückenden Uebermacht der Briten ter zu stellen, als es in den Kulturländern gewöhn- i^—— lichen Strafgefangenen gegenüber zu geschehen ~ pflegt. Meine Herren, bas i st französische Auto gebracht würben, wobei es hieß, sie würden Courtoisie! nach bet Schweiz gebracht werben. Schließlich kamen Körber und seine beiden Leidensgefährten nach Boulogne, wo sie mit Schwerverbrechern aller Art untergebracht wurden. „Es war bann für uns eine unerhörte lieber- raschung, als schon zwei Tage später bas Ge- fecht um bie Stabt begann. Drei Tagen waren wir noch in einer sehr gefährlichen Lage, benn bie Briten schossen mit Schiffsgeschützen in die Stadt blieb ich 36 Stunden lang ohne Nahrung. Die aus Frankreich zuruckkehrenden Fluchst Alle zwei Stunden kamen wieder zwei oder brei Hinge liefern Tausende von Beweisen über Die Beamte hinein unb bebrohten mich, mit den Miß- ihnen von ber französischen Bevölkerung und ben Handlungen wieder von vorn zu beginnen. Nach französischen Behörden zuteil gewordene Unmensch 24 Stunden kam ein Kriminalbeamter mit drei Sol- liche Behandlung. So wird bestätigt, daß em nach baten unb sagte: „Jetzt wirst du abgeführt, j e tz t Frankreich geflohener I e s u i t e n p at e r, Pro id i r ft b u erschossen." Daraufhin sagte ich, daß fessor am St. Michel-Institut in Brüssel, nach einem ich nicht gehen könne, und er schlug bie Tür wieder lächerlichen Scheinprozeß unter der angeblichen An zu mit ber Drohung, daß er später wiederkommen klage der Spionage erschossen worben ist. Unter würde. den ungemein zahlreichen Beispielen der unquali Ich muß auch noch sagen, daß unter uns zehn fizierbaren Haltung der in Belgien unter dem Dor Deutschen auch drei deutsche Frauen da- wand, seinen Schutz zu übernehmen, eingedruntze bei waren, drei Sekretärinnen der deutschen Bok- nen Truppen der Westmächte sei vor allem die Tro schäft und daß auch diese mißhandelt wur- gödie erwähnt, der die Familie des Grafen Co den, daß eine Sekretärin in der deutschen Botschaft, rard de Tserclaes Wom me rson , eine der Frl. Beckmann, von diesen ftanzösischen Barbaren bekanntesten belgischen Adelsfamilien, zum Opse mehrere Faustschläge in den Magen bekam. Später fiel. Der Graf, der sich auf seinem in der Nähe be wurden noch zwei Deutsche, die die Franzosen aus Schlachtfeldes liegenden Schloß befand, wollte m« Vpern herausgeholt hatten, der Leiter des deut- feiner Familie nach Brüssel zurückkehren. Aber sei schen Kriegsgräberdieystes und sein Gärt- Auto wurde von den Franzosen unte ner, herangebracht. Der Gärtner wurde derart ge- Maschinengewehrfeuer genommen schlagen, daß man mit seinem Tode rechnen muß. wobei der Vater, die Mutter und die Tochter g e Wir hörten später, wie die Franzosen, höhnisch t ö t e t wurden, während die beiden Kinder be lachend, versicherten, er s e i tot. Wir haben ihn Tochter wie durch- ein Wunder gerettet wurden, auch nie mehr wiedergesehen. Die nächtlichen Angriffe englischer Flieger auf bie Körber schilderte dann, wie er und zwei Ange- belgische Hauptstabt haben weiterhin zahlreich» W stellt» der deutschen Botschaft schließlich ia schwer beschädigt. vertreten zu müssen, sich in loyalster Weise bemüht hat, diese Verbindung herzustellen unb es ihm chließlich gelungen ist, durchzusetzen, daß der schwe- nsche Gejcyaftsträger aus Bern den Zug aufsuchte. Der Aufenthalt in Pontarlier war die einzige Möglichkeit, unseren unglücklichen, verhafteten Kameraden Hilfe zukommen lassen zu können und ihnen, wenn überhaupt möglich, Rettung zu bringen. Bis auf drei ist es mir gelungen, die Verhafteten freizubekommen. Als dann am 13. Tag klar wurde, daß die französische Regierung materiell nicht in der Sage war, die Verhafteten herbeizu- chaffen, andererseits bei meiner Abreise drei Franzosen in Lindau aus dem belgischen Zuge zurück- gehalten wurden und der Gesundheitszustand unter Soldaten handelt es sich nicht um vereinzelte Fälle, die auf die Willkür unb Grausamkeit unterer französischer Dienstgrade Surückge- führt werden könnten. Die französischen Gendar- men, die dem deutschen Offizier Fesseln anlegten, haben betont, daß sie dies auf ausdrückliche AnweisungihreroberenDien st stellen täten. In Uebereinftimmung damit beweist ein in die Hand der deutschen Truppen gefallener G e - heimbefehl des General st abes (Zweites Büro der 9. französischen Armee, Nr. 1801/2 vom 13. April 1940), daß die schonungslose Behandlung gefangener verwundeter Soldaten der deutschen Luftwaffe und der Fallschirmtruppen durchaus d e n Absichten d e r verantwortlichen höheren Kommando st eilen der französischen Armee entspricht und von ihnen den Unterabteilung der französischen SuretS gehörte, einer Organisation, bie dem ftanzösischen Innen» minifter, dem Juden Mandel, untersteht. Diese Organisation hatte vom 10. Mai an eine Terrorherrschaft .in Belgien ausgeübt. Sie hatte dort nicht nur Deutsche, sondern auch Belgier und Holländer, die auf ihren Listen standen, herausgeholt undnachFrankreich verschleppt. Wir wurden in zwei engen Räumen eingepfercht und mußten dort eine ganze Woche lang, auf harten Stühlen sitzend, ohne irgend eine Schlafgelegenheit, verbringen. Wir erhielten kaum irgend etwas zu essen. Der erste Eindruck, den wir von Verhören hatten, war, baß sich ein „Verhafteter" — ich glaube, es handelte sich um einen Belgier — als er vom Verhör zurückkehrte, unbemerkt in einer Ecke bie Pulsabern aufschni11 unb plötzlich in einer großen Blutlache zusammenbrach., Er wurde nur deswegen wieder ins Leben gerufen, weil die ftanzösischen Kriminalbeamten sagten, sie wollten noch das Letzte aus ihm herauspressen, was aus ihm herausgepreßt werden konnte. Der zweite Eindruck war, baß ich einen der Kameraden von ber deutschen Botschaft in Brüssel, ber zwei Tage nach seinem Verhör verschwunden war, nun kurz wieder austauchen sah. Er war im Gesicht völlig zerschlagen, ein Auge war überhaupt nicht mehr sichtbar. Man hatte ihm einige Zähne ausHeschlagen, er konnte nicht mehr laufen unb muhte seine Schuhe in ben Händen tragen, weil man ihn auch an ben Füßen mißhandelt hatte. Dann hörten wir immer in ben Räumen über uns, wie unsere Kameraden in furchtbarer Weise mißhandelt wurden. Sie wurden gegen die Wanb geworfen unb mit Fußtritten traktiert. Erst am dritten Tage kam auch ich dran. Ich wurde gleich mit Handschellen gefesselt, nachdem ich mich zunächst bis auf die Unterwäsche ausziehen mußte. So würbe ich zunächst drei Stunden lang am Vormittag verhört. Dann sckickte mich der Kri» mina(beamte wieder hinunter unb sagte, nachdem ich französischen Truppepn andeso hlen worben ist. nach Belgien vorgeworfen war, um Die oeufichen Denn aus diesem Geheimbeseyl geht klar hervor, Truppen aufzuhalten und im Gegenstoß zu zer- daß solchen verwundeten deutschen Soldaten gründ- schmettern. Die Engländer, soweit sie noch über sätzlich zunächst keine ärztliche Behandlung zuteil Verbände verfügen, haben versucht, die Küste zu werden soll, sondern daß in erster Linie alle Mög- erreichen, wo wenigstens Dünkirchen noch Aussicht lichkeiten ausgenutzt werden sollen, um von ihnen zu bieten schien, zu Schiff nach England zu entkom» militärische Aussagen zu erpressen, men. Aber gerade hier hat sich wieder einmal ge- Viele andere Meldungen, bie ber Rekchsregierung zeigt, wie überlegen der deutsche Generalstab ar- vorliegen, bezeugen in ähnlicher Weise die Grau- beitet, wie er alle Waffen zur rechten Zett emsetzt, samkeit unb Brutalität, mit der deutsche Flieger von dem einen Impuls getragen, den Gegner unter unb Fallschirmjäger nach ihrer Gefangennahme von allen Umständen zu vernichten. England gat an die ben französischen Truppen behandelt werden. belgrsch-französische Küste an Schiften gesandt, was 'sich zusammenraffen ließ, vor allem Knegsschifie und Transporter. Das war das gegebene Angriffsziel für die deutsche Luftwaffe, die am 29. Mai abends ganze Arbeit machte mit dem Ergebnis eines glänzenden Sieges über den Gegner auf dem Wasser und in der Luft. Schwante, über die Leibensfahrt ber Angehörigen ber deutschen Botschaft durch Frankreich nach Deuftchland. Am 11. Mai erklärte mir die belgische Regierung, daß bie deutsche Botschaft in einem Transitzug durch Frankreich nach der französisch- schweizerischen Grenze befördert unb daß ein Vertreter des belgischen Außenministeriums zur Begleitung mitgegeben werden solle. Auf meinei^Ein- wand, ob auch die französische Regierung dem unbehelligten Transport in Form eines Transitzuges zugestimmt habe, wurde mir ausdrücklich erklärt, daß der Transport durch Frankreich unbedingt gesickert, und sich mit der Zuvorkommenheit vollzieyen würde, die internationale Gepflogenheit fei. Ich hatte keinen Anlaß, daran zu zweifeln, da ja erst vor kurzem die ftanzösische und englische Gesandtschaften aus Kopenhagen unbehelligt unb in ben Formen von deutscher Höflichkeit von Deutschland nach Belgien durchgeleitet worben waren. Die Abreise von Brüssel mit 206 Fahrtteilneh- mern, darunter etwa 130 grau en unb Kin» ber, vollzog sich korrekt. Der Zug bestand, da die belgische Regierung sämtliche Schlafwagen bereits nach Frankreich verschickt hatte, aus Personenwagen 1. unb 2. Klasse. Der Raum war jeboch so beschränkt, baß fünf bis sechs Personen in einem Abteil Platz nehmen mußten. An be£ ftanzösischen Grenze würbe der Zug sofort durch französische Kriminalbeamte in Zivil und Soldaten mit aufgepflanztem Bajonett besetzt unb in barschem Tone jedem Fahrtteilnehmer verboten, fein Abteil zu verlassen. Die Paßkontrolle, gegen die ich sofort bei dem belgischen Vertreter Einspruch erheben wollte, was mir jeboch mit Gewalt verwehrt würbe, verlief in außergewöhnlich schroffer Form. Gleichzeitig würben acht Mitglieber Ich war nach kurzer Zeit beinahe bewußtlos, konnte mich nicyt mehr erheben, konnte kaum mehr, , . . sprechen. Meine Füße waren nur noch zwei un° wirtschaftlichen Lebens, so erklärte z. förmige blutige Klumpen. Die Franzosen traten germeister von N a m u r , werde durch die allnacht mir auch mit ihren Füßen auf die Fußgelenke. Da uch sich wiederholenden B o m b a r d i e r u n g e i ich meine Schuhe nicht wieder anziehen konnte, ber Stabt durch englische Flieger verhindert. 2>n schnitt einer ber Beamten bie Schuhe hinten Opfer in ber Zivilbevölkerung zahlten nach H u n auf. Auch so konnte ich nicht hineinkommen, und b e r t e n. Unzählige Hauser feien bereits durch eng ich mußte, auf den Knien rutschend und kriechend, tische Fliegerbomben zerstört worden. Aber nod zwei Stockwerte hinunter in ben Keller, wo» ich i n nie habe eine Bombe ein militärisch wichtiges Ziel ~ " geworfen mürbe. Dort erreicht. ... ang ohne Nahrung. | Die aus Frankreich zurückkehrenden Fluchst, Stunde wieder heraufgeholt, wieder bis auf die Unterwäsche ausgezoaen, meine Hände wurden mir ♦ auf den Rucken gefesselt und ich mußte mi t den Bombardierung belgischer Städte, nackten Kn.enauf ein hartes L' ne a l ^menschliche Behandlung der Flüchtlinge. worden war. Wie die Belgier die Waffen streckten Wie Lille besetzt wurde Ä*sÄB„* SS'L Ä?WÄ' 3t LÄTXÄfiwä «4 « »*"6 >» =>** "•* «'■ zu- der ge- ntloi J ab Cl ] lische Offiziere ließen sich dicke Saum» knüppel geben, um damit sadistisch a u f die Gefangenen einhauen zu können. Beim Verhör wurden die Gefangenen in einen dunklen Raum geschafft und dort mit grellem Licht angeblendet, das sie gegenüber dem Ausfrager, der unsichtbar blieb, mürbe machen sollte. Selbstverständlich verrieten trotzdem die deutschen Soldaten keine militärischen Dinge. Dieser bestialischen Mißhandlung von tapferen, aber wehrlosen Gegnern entspricht das Verhalten der Engländer, als die von ihnen besetzten Ortschaften und Stellungen von deutscher Artillerie, von deutschen Fliegern und Panzern beschossen wurden. Sie rissen aus und überließen die deutschen Gefangenen hilflos ihrem Schicksal, das in vielen Fällen die Befreiung durch ihre deutschen Kameraden brachte. Die deutsche Heimat wird diese Berichte über das Quälen ihrer Soldaten durch die Engländer in ihrem Gedächtnis festhalten müssen. Deutschland wird, wie bereits aus der Bekanntmachung von Generalfeldmarschall Göring hervorgeht, ein derartiges Verhalten nicht ungestraft hinnehmen. zu schlagen und zu vernichten. Wie ein Aufatmen ging es durch die deutschen Schiffe, als die Meldung „Feind in Sicht!" gekommen war. Grohkampffchiffe, Linienschiffe, Panzerkreuzer, kleine Kreuzer, Zerstörer und Torpedoboote waren in einem atemraubenden, rasenden Kampf verstrickt. tenführern nennen". Versailles sollte die deutsche Flotte für immer zerschlagen. Es waren ihr — nachdem sie bei Scapa Flow durch die Versenkung der zur Auslieferung Neue Schandtaten der britischen Lustwaffe Englands Erklärungen nichts als leere Worte. letzt. Zwei Bomben zerstörten ein Haus, und zehn weitere Bomben wurden auf ein Plantagegelände Stockholm, 30. Mai. (Europapreß.) "Dagens Nyheter" hat einen Korrespondenten an Der -Rar- Dor Narvik „frenetische Wirkung der deutschen Luftwaffe". geben. ----v- ----. . ruhe nach dem Artilleriebeschuß, der wieder einige e wück iden fi» sie r. t tourte te litte as jen Win dm li die Gtte ille, W sorgte fr | W Auch die Engländer verüben schlimmste Mißhandlungen 'ie 01; nitbt: ar In W en, K' ’ani^c unk nidjhiv jenu-1 'besch rbrofy- |ar tiü )n b<: Itib nbuftn* Rriw t!6i- vech >as nii ibo m- t. « deuG s W jrö§err ? ng v «bei Ki| * ie ter V- nSib luflnr umitijii reitkck oser 8? er W' A ! i 5 b K "!°t * h % n. ibte. lchtliH tolienif^ >r irunjf’ ■ M??; ter HP m * übeneik t ■ wird, i f normte , der ie M erunfl^ indert * a-H "< durch Aber * ■ u,l4»■ WJ! .6 ein t er -e Tbem^ L Wie der OKW.-Bericht vom Donnerstag feststellt, haben die von Drontheim nach Norden vorstoßenden deutschen Gebirgsjäger, deren Ziel der Entsatz unserer in Narvik kämpfenden Truppen ist, bereits Berlin, 30. Mai. (DNB.) Es mehren sich in den letzten Tagen von verschiedenen Stellen der großen Kampffront im Westen Meldungen deutscher Soldaten, die nach hartnäckiger Gegenwehr in englische Gefangenschaft gerieten, aber nach kurzer Zeit wieder ausaebrochen oder befreit waren, über die Behandlung, die ihnen von englischen Offizieren und Soldaten widerfuhr. In allen Fällen ergab sich stets das widerwärtige Bild, daß sich die Engländer gegen die deutschen Soldaten benahmen, als ob sie Kannibalen ober Raubmörder vor sich hätten. Zunächst wurden die Deutschen m der gemeinsten Weise als Verbrecher beschimpft, geschlagen und mit dem Tode bedroht. Sie mußten sic mit dem. Gesicht zur Wand stellen, während eng- ! lische Soldaten ihre Waffen luden. Hinterher wurden sie vollkommen ausgeplündert und zwar wurden ihnen nicht nur die Waffen, Geld, Uhren,, Ringe und sonstige Wertsachen geraubt, die die Tommies in ihren Taschen verschwin» den ließen, sondern es wurden ihnen auch Privat s a ch e n wie Photographien, Andenken und Briefe fortgenommen oder vernichtet. Ihre Dienstabzeichen, Auszeichnungen, sogar die Erkennungsmarken wurden heruntergerissen, Hosenträger und Knöpfe abgeschnitten, nicht einmal ein ' Taschentuch durften die deutschen Soldaten behal- den Feinden von gestern. Sie sollen u n f e r e F o r - berungen überbringen. Straßen frei für den I deutschen Vormarsch! Aufhebung aller Befehle für, Brückensprengungen und Wegesperren. Heber die Plätze, an denen die belgischen Waffen gestreckt werden sollen, ergeht noch besonderer Befehl. Die meifcgeflaggten Fahrzeuge der Parlamentär- Offiziere werden von einem belgischen Offizier empfangen. Außerordentlich höflich begegnet man allenthalben den Deutschen. Peinlich ist es für die begleitenden Belgier, daß die Soldaten die deutschen Parlamentäre freudig begrüßen, auch die Bevölkerung gibt Zeichen der Freude kund. Die Stäbe, zu denen dann die Parlamentäre gebracht werden, die Kommandeure, Adjutanten machen einen durchaus intakten Eindruck. In vornehmer Zurückhaltung wird die Forderung der deutschen Reichsregierung übergeben. Schon auf der Rückfahrt zur deutschen Linie fanden sich Anzeichen der beginnenden Auf- lösung der belgischen Armee. Weggewor- fene Lmsrüstungsgegenstände sind das kleinste. Allenthalben verstreuen sich die Soldaten, ziehen sich Zivil an, versuchen von der Truppe sortzukom- Männer stehen Gewehr im Arm, Stahlhelm auf, an den Straßenecken und sichern. Einige essen Aep- fel und Apfelsinen, die ihnen von der Bevölkerung geboten werden; sie haben seit heut früh nichts mehr gegessen. Hinter der Zitadelle knallen Maschinengewehre, i Pak kracht, einzelne Gewehrschüsse bellen dazwischen, die Geschosse pfeifen die Straße entlang. Widerstand wurde in Lille selbst nicht besonders geleistet. Die Aufklärer konnten in ihrem Ansturm bis zum Kanal gegenüber der Zitadelle durchstoßen. „Es war", so schmunzelt der Rittmeister, „eine tolle Hasenjagd, die ich mit meinen Männern machte." Mittags traf als erste sehr erwünschte Unterstützung ein ein Bataillon mit schwerer Panzerkraft. Unabhängig von ihm kamen zwei Offiziere eines Infanterieregiments auf Rädern von Osten her in die Stadt, fuhren kreuz und quer ah Unmengen von Franzosen vorbei, die zwar den Stahlhelm noch auf hatten, aber sonst in Begriff waren, Zivil amzulegen. Sie fuhren bis zur Zitadelle hinauf und kamen in Maschinengewehrfeuer. An der Zitadelle war inzwischen eine Kompanie eines Infanterie-Regiments auf Rädern herangekommen und schoß sich mit der Besatzung der Zita- delle herum. Die drei Offiziere schoben ihre Räder zurück und zogen Soldaten, die mit Rädern ankamen, zur Unterstützung heran. Gerade als ich in Lille war, wurde auf der Zitadelle die Hakenkreuzfahne gehißt. Um . 15.30 Uhr bereits war auch ber | Divisionskommandeur in Lille unb hatte bas Rathaus und die Präfektur betreten. Wilhelm Felber. Brandbomben belegt. Die Wirksamkeit ber beut- chen Luftwaffe wirb als „frenetisch" bezeichnet. Ferner wirb bestätigt, baß sich ben Englänbern keine Möglichkeit bietet, entlang ber Eisenbahnlinie vorzubringen, ba sämtliche Eisenbahnbrücken unb Tunnels miniert worben seien unb eberzeit von ben Deutschen in bie Luft gesprengt werben könnten. Aus der Flucht. N e u y o r k, 30. Mai. (DNB.) Verebtes Zeugnis von ber Vollständigkeit bes beutschen Sieges in Flandern gibt ein von „United Preß" aus Lonbon verbreiteter Augenzeugenbericht eines geflohenen englischen Solbaten. Zerschlagene Trümmer des bri- Oie Reaktion der Neuyorker Börse. Gens, 30. Mai. (Europapreß.) Weit über bie Finanz- unb Wirtschaftskreise hinaus wirb bie Re- aktion ber Neuyorker Börse auf bie Nachricht von ber Kapitulation bes belgischen Königs vermerkt. Es kam an ber Neuyorker Effektenbörse zu plötz- lichen Kursstürzen bis zu sieben Punkten. Belgische, französische unb englische Werte lagen burch« schnittlich schwächer, währenb beutsche unb italienische Werte anzogen. Die beutschen Werte erreichten sogar bie höchsten Kurse bieses Tages. Das englische Pfunb unb ber französische Franken verkehrten auf bie Nachricht hin prompt schwächer:. tischen Expeditionskorps, so heißt es in dem Bericht, begännen in den englischen Osthäfen einzutreffen. Von den Soldaten seien die meisten verwundet und erbärmlich anzusehen. Schlafwandlern gleich wanderten sie an Land, blutig, verschmutzt, in zerrissenen Uniformen, teils ohne Schuhe — erschütternde Beweise von Kampf und Rückzug, wobei ihnen ber Gegner keine Zeit für Ruhe gelassen habe. „3n den schlimmsten Träumen habe ich mir dergleichen nicht vorgestellt", erklärte ein Solbat, „es war die Hölle." Während ber ganzen Kämpfe habe er nur Tanks, Bomben, Flammenwerfer unb Flieger gesehen. „Wie ich rückgelangte, weiß nur Gott." Am Tage nach Flucht habe er gesehen, daß sein Haar weiß am Stadtranb abgeworfen. Aut das Reservelazarett Richrath nörolich Opladen wurde ebenfalls eine Bombe abgeworfen und hierdurch eine Baracke schwer beschädigt. Gerade in ben letzten Tagen wieder sielen zahlreiche Zivilpersonen den britischen Bombenangriffen zum Opfer. Derartige fast jede Nacht sich wiederholenden Schandtaten der britischen Luftwaffe beweisen, daß die Erklärungen ber britischen Regierung nichts als leere Worte sind. (einer Kompanie bie Schlüsselstellung an der Küste bei Katwyk trotz stärksten Widerstandes genommen unb gehalten. Er würbe im I späteren Verlauf bes Kampfes schwer oerrounbet — Oberleutnant Schmibt würbe mit seiner Fall- schirmjäger-Kompaniß in Norwegen eingesetzt, um Bahnlinien in Besitz zu nehmen. Mit ben ab» gesprungen^ Mannschaften zerstörte er bie Bahnlinien unb verhinberte bas Vorbringen bes Zahlenmäßig weit überlegenen Feinbes nach ©üben. Trotz I feiner Derwunbung kämpfte er fünf Tage lang, von jeber Verbindung abgeschnitten, mit großer Kühnheit unb Geschick, so bah ber Zweck bes Einsatzes völlig erreicht würbe. — Leutnant Tret- jen hat nach Absprung süblich Rotte rb am mit hervorragenber Tapferkeit im schwersten Feuer bie an einer wichtigen Brücke eingebauten Sprenglabungen vernichtet. Nach seiner beispielhaften Tat mürbe er burch Granatsplitter verwunbet. Seme Unternehmung sicherte bie Brücke vor Zer-1 ftorung unb ermöglichte ben nachbringenben Truppen bas Einbringen in Rotterbam. — Jyelbmebel Görtz geriet nach Absprung süblich Dort- recht in starkes feinbliches Feuer. Trotz ber starken Abwehr schlug er sich mit zwei Unteroffizieren unb sechs Mann in klarer Erkenntnis ber Lage durch den Feind und bildete einen Bruck en- köpf, ben er währenb bes ganzen Tages zu halten vermochte. Seine Tat, bie fast aussichtslos erschien, sicherte burch verwegenen Einsatz unb verbissenes Festhalten ben Enberfolg. Berlin, 30. Mai. (DNB.) Reuter veröffentlichte am 29. Mai eine amtliche Information: „Die briti- tische Regierung steht nach wie vor zu ihrer vom Foreign Office am 10. Mai tunbgegebenen Politik. Es ist nicht die Absicht der britischen Regierung, nichtmilitärische Ziele zu bombardieren." Diese Erklärung der britischen Regierung scheint jedoch der Royal Air Force nicht bekanntgegeben worden zu sein. Jedenfalls ist es Tatsache, daß die britischen Flieger sich nicht hiernach «richten, sondern werter, wie bisher, plan- tillerie liegen blieben. Um eine ärztliche Betreuung los ihre Bomben im deutschen Heimatgebiet ab- der Verwundeten kümmerten sich die Engländer werfen. In der Nacht vom 28. zum 29. Mai wurden überhaupt nicht. Auch beim Marsch wurden ben auf bie Stadt Neuß Bomben abgeworfen. Drer Gefangenen bie Fesseln nicht abgenommen. Konnten Bomben fielen auf ein Lazarett. ®tne ^0^- sie infolge Ermübung ober Blutverlusts nicht schnell kenschwester wu^e schwer, eine anbere leicht ver- genug marschieren, wurden ,i° mitten in die Marsch-«rHnrt«, -in und »hn folonnen getrieben unb bauernb geschlagen. Eng- Oer Geist vom Skagerrak. Wenn wir am 31. Mai, dem Tage, da die Seeschlacht am Skagerrak sich zum vierundzwanzigsten Male jährt, des Sieges gedenken, den bamals bie deutschen Seestreitkräste gegenüber einem weit überlegenen Feind davvntrugen, bann ist es selbst« verstänblich, daß unsere Gedanken dabei von der Vergangenheit auch in die Gegenwart gehen. Mit stolzer Freude hat das deutsche Volk feststellen können, daß der Geist vom Skaaerrak in unserer jungen Kriegsmarine lebendig ist. Alle Einheiten, die nut dem Feind in Gefechtsberührung gekommen sind, haben sich heldenhaft geschlagen und trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit dem Feind schwerste Verluste zugefügt. Und daß deutsche Seeleute, wenn es sein muß, auch zu sterben verstehen, das haben jene Helden auf den Zerstörern vor Narvik gezeigt, bie unter Führung ihres heldenmütigen Komrno- bore Bonte ben Kampf erst dann aufgaben, als ber letzte Torpebo und die letzte Granate verschossen waren. Als vor 24 Jahren jene gewaltige Seeschlacht am Skagerrak entbrannte, ba war für bie beutsche Kriegsmarine ber Tag gekommen, an dem sie beweisen konnte, daß die lange und sorgsame Friedensarbeit der Feuerprobe gewachsen war. Die Flotte hatte diesen Tag herbeigesehnt, an dem sie den Engländer, ber nahezu zwei Jahre einer großen Entscheidung zur See ausgewichen war, vor die Rohre ihrer Geschütze bekommen konnte. Offizier und Mann hatten nur einen Wunsch: den Feind durch den zähen Kamps ber beutschen Gebirgsjäger ^2. tn sno(en kennen, hören hoppelt aufmerksam zahlreiche britische Truppen hier gebunben, bie man denn bas morgige Angriffsziel umschließt vielleicht anderswo gerne eingesetzt hätte, wenn sjtamen wie Paschenbaele, Moorsiebe, Westroose- Englands Prestige den Rückzug von Narvik erlaubt bete unb Langemarck, hätte. Immer wieder muhten umfangreiche Trans- ber Nacht war Ruhe. Die Einschläge des porte an Material und Truppenverstarkungen, ge- feindlichen Störungsfeuers klangen nur ganz schwach leitet durch zahlreiche Kriegsschiffe, von England in ben Halbschlaf, während der Morgen graute, nach Narvik gehen, die für den Kampf am Kanal yann schweigen auch sie. Eine merkwürdige Ruhe! ausgefallen sind. t . Ein Melder kommt: Die Belgier haben sich er- Das ist nach der Zerstörung der Erzbahn ein fleben Seit 5 Uhr ist Waffenruhe. Waffen- nicht unwesentlicher Erfolg bes Helbenkampfes ber rube nad) bem Artilleriebeschuß, ber roieber einige deutschen Gebirgsjäger. Wenn sie nun bie zerstörte Kameraben kostete, Fahrzeuge in Branb geschossen Stabt Nyrvik verlassen haben, so bebeutet bas nicht, bat mferbe verwunbete, baß sie erschossen werben daß sie ben Englänbern ben Weg zu ben schwebi- f, - ~~ rr * - 1 " Ä!r-sx daß sie ben Englänbern ben Weg zu ben schwebi- mußten — Waffenruhe tut gut! Seit Stunben schen Erzgruben freigeben werben. Sie kennen bas bcrr|*f Schweigen an ber Front, bann aber kommt umliegenbe Gelänbe unb werben in ben Sergftel- bte Aufregung. Zwei Parlamentäre müssen hingen außerhalb ber Stabt Stützpunkte finben, bie hinüber zu bem belgischen Generalkommanbo, zu ihnen ihre Aufgabe wesentlich erleichtern werben.' Zudem konnten ihnen auch neuerdings wieder Verstärkungen zugesührt werden, und die von Drontheim nach Norden vorstoßenden Gebirgsjäger-Forma- tionen sind bereits bis ostwärts Bodö vorgestoßen, so daß trotz bes ungeheuer schwierigen Gelänbes, bas. L . .. schon ein Blick auf die Karte erkennen läßt, die P.K. Im Landschaftsdild wacht sich, die Nahe Hoffnung auf baldigen Entsatz unserer tapferen Nar-l Lilles, der großen Industriestadt Nordfrankrelchs, vikkämpfer durchaus gerechtfertigt ist. So werden die bemerkbar. Große Jndustriewerke liegen rechts unb Engländer auch schließlich hier trotz größten Aufwan- links der Straße, aber ihre Schornsteine rauchen .141 m», .1. ,1. 441; fk-J» MittemMterfrem äM""«" 'SÄ ‘".V* Berlin, 30. Mai. (DNB.) Der Führer und f^re kreuz und quer durch Lille. Die Menschen auf Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Dor- ben Straßen sehen erstaunt auf ben Wagen und schlag des Oberbefehlshabers ber Luftwaffe fol- rufen: „Le s A11 emands !" Schließlich frage genben Offizieren ber Luftwaffe bas Ritterkreuz ich einen Zivilisten nach dem „Grande Place", wo- zum Eisernen Kreuz verliehen: Oberstleutnant rauf er antwortet: >,Sie können deutsch mit mich Wilke, Kommandeur einer Transporteinheit, sprechen." „Ick Prisonnier de Guerre bans Oberleutnant Schwarzmann, Kompanieführer llAllemagne im Großen Krieg" und gibt mir be- in einem Fallschirmjäger - Regiment, Oberleutnant breitwillig Auskunft. Ich fahre der angegebenen Schmidt, Kompanieführer in einem Fallschirm- Nichtung nach, überquere einen kleinen Platz — jäger-Regiment, Leutnant Tietjen, in einem immer noch keine deutschen Soldaten zu sehen. Fallschirmjäger-Regiment, Feldwebel Görtz, in Endlich, dort an einer Ecke tauchen bie e rft en einem Fallschirmjäger-Regiment. beutschen Stahlhelme auf, die ersten Siche- Oberstleutnant Wilke landete am 10. 5. mit I rungen liegen hinter dem MG. an ben Stratzen- seinen Leuten als erste Gruppe auf bem Flug- ecken und spähen scharf nach allen Setten. „ platz bei Katwyk. Er sammelte in schwerstem Kurze Zeit barauf bin ich am „Place be Theatre , Beschiß seine Besatzungen unb hielt gegen feinb-- bei ben Männern ein« Aufklärungsabteilung, bie liehe Uebermacht unb gegen unentwegte Angriffe als erste in Lille e i n g e r ü ck t unb bie Stabt , eines zahlen- unb waffenmäßig weit überlegenen besetzt haben. Es waren zwei Schwadronen , Feinbes ben Flugplatz bis zur Waffenstreckung ber Rab fahr er. Die beutschen Truppen uberrasch- Hollänber fest in feiner Hanb. Er hat burch feine vor- ten bei ihrem Einbringen französische, weihe unb bildliche Haltung unb rücksichtslosen persönlichen Ein- farbige Infanterie unb einige ©nglanberunb nap- satz seine Leute zu einer glänzenben Waffentat mit- men sie gefangen. „Wir hatten wirklich feine Zeit, ; gerissen, bie ben Erfolg ber Unternehmung an biefer uns mit bem Zählen ber Gefangenen aozugeben Stelle verbürgte. — Oberleutnant Schwarzmann sagte mir ber Oberleutnant, ber mir bie ^mzel- hat nach Absprung im Unternehmen Norbhollanb mit heiten bieses kühnen Hanbstreiches berichtete. ILir L ----- - > stehen mit bem Rücken an bie Börse gelehnt, bie men. Nach wenigen Stunden beginnt der Bor«, marsch auf heiligem Boden. Langemarck liegt auf ber Marschstraße. Langemarck, für jeden Deutschen heiliger Begriff für all das, was wir in ben Worten Opferbereitschaft und Hingabe an eine große Sache ausdrücken. Dörfer ziehen an uns vorüber, wie Moorslede, Weftroosebeke und Paschen- Vöter ben Krieg durchgestanden bis zum bitteren Ende. Tausendfältig ist hier der Boden mit deutschem Blut getränkt; die Heldengräber aus dem Großen Kriege zeugen davon. Nun stehen wieder deutsche Soldaten, die alten Kämpfer aus dem Großen Kriege und die Soldaten Adolf Hitlers, in diesem Land, um sie her liegt die belgische Armee, - — die sich redlich geschlagen hat, aber nun nicht mehr „Black Prmce", dem Flottillenführer „Tipperary für die brittsche Sache ihr Blut vergießen sali, und sieben Torpedobooten. Deutschlands Flotte Und vor uns liegt der Sieg! Biebrach. büßte 61180 Tonnen ein. Ihre Verluste betrugen I also nur etwa die Hälfte der englischen. Verloren gingen das Großkampfschiff „Lützow", das Linien- H t i . I schiff „Pommern", die vier kleinen Kreuzer „Wies- 1 haben", „Frauenlob", „Elbing" und „Rostock" sowie fünf Torpedoboote. Getötet wurden 6094 Engländer und 2551 Deutsche. Die deutsche Flotte brachte 177 Gefangene heim, die Engländer keinen. An schweren Geschossen (28 »cm- bis 3O-cm-Kaliber) wurden auf englischer Seite 4598 Stück, auf deutscher Seite 3597 Stück verschossen. Die englische schwere Arttllerie erzielte 100 Treffer (= 2,17 v. H ), bie deutsche 120 (= 3,33 v. H.). Mit diesem einzigartigen deutschen Sieg war ber Ruhm der angeblich unbesiegbaren britischen Flotte mit einem Schlage dahin. Welchen Schock diese britische Niederlage in London selbst aus gelöst hatte, geht daraus hervor, daß die Admiralität arjt am Abend des 2. Juni ihre erste Meldung über die Schlacht herausgab. Freilich war sie damals immerhin noch etwas ehrlicher als heute, da man nur den Verlust kleinster Einheiten zugibt. Welche Anerkennung man ber deutschen Führung zollte, erhellt die Aeußerung des englischen Seehistorikers (Sorbett, der über Admiral Scheer erklärte, „man müsse ihn in einem Atemzug mit den größten Flöt« Nierensteine W W/l Der Karlssprudel hat miraufierordenfl. I—jj wohlgetan. Nach14täg. Trinkkur ging. 1 IiXä-J)/ bei mir fast schmerzlos Nierensteine ab. Ich werde das wohlschm. Wasser auch in Zukunft trinken. Hans Kalkoff, Pfarrer, Heiligenstadt / Eichsfeld, Ibergstr. 14. 1.10.36. 20 grolle Flaschen RA* 12.60, 50 grolle Flaschen RM 25.—. Fracht hin und zurück trägt der Brunnen. Heilquelle Karlssprudel. Biskirchen A. Als sich die Nacht auf das Schlachtfeld hinabsenkte, verstummte ber Donner ber Geschütze. Durch — _____________,____, , , eine lange Straße brennender englischer Zerstörer ba^le die auch den jungen Soldaten ber' Armee 1 zog die deutsche Flotte südwärts. In den Einzelge- Advlf Hitlers etwas bedeuten. Hier hoben ihre fechten bes Nachtmarsches unb in dem Morgen- — - ~ ‘ ... v ies besonders klar zu Tage, denn die Sicher- tellung der Ernährung ist ein notwendi- ger Akt der Landesverteidigung und eine wichtige Grundlage für jegliche Art der Kriegführung Es ist die alte Wahrheit, daß Soldat und Bauer Seite an Seite marschieren müssen. Daß das Bauerntum das wichtigste Fundament des Staates ist, ist die Erkenntnis jedes großen und weitschauenden Staatsmannes. In diesem Sinne äußerte sich der Führer zur Bauern- abordnung in Berlin am ersten großen deutschen Erntefest 1933, indem er sagte: „Der deutsche Bauer ist für uns nicht nur ein Stand, sondern der Re- präsentnant der deutschen Lebenskraft und damit Preissystem, Erzeuaungsschlacht, Landeskultur, Neu» bildung deutschen Bauerntums usw. alles, was heute L im Innern wie nach außen so erfolgreich in Er- cheinung tritt, geht auf diese zehnjährige tn der Idee von Blut und Boden wurzelnde, weitplanende Arbeit zurück. Der Reichsbauernführer mußte von dem Mann auf dem Acker und der Frau aus dem Hof oft unsägliche Opfer fordern, die vielfach die Grenze des 'Menschenmöglichen zu überschreiten schienen. An der Spitze steht hier der Einsatz, den feit 1934 die Erzeugungsschlacht, sich fast Jahr für Jahr überbietend, erforderte. Die Hindernisse toie. nen sich haushoch zu türmen. Und dennoch wurden diese'Aufgaben bewältigt. Dennoch übertraf ein Er- folg der Ernte den andern. Freilich nur, weil hinter allem ein Sinn stand, ein großes Ziel, das diesen Einsatz lohnte. Vielleicht wird niemals das Landvolk diese Forderungen Darrss und feinen eigenen Einsatz so ganz verstanden haben wie in diesen Tagen, da auf der Weltkugel die letzten Entscheidungen heranreifen. Denn nur aus dem Zusammenspiel aller Kräfte einer Nation, Wirtschaft und Handel, Kultur und Politik, Wehrmacht und Bauerntum kann ein solcher Erfolg, der in der Tat Völkerschicksale und Epochen unter der Einwirkung von Pflug und Schwert formt, her- anreifen. .Vaupt|rf)rlftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de» Hauptschriftleiters: Ernst Blumschctn. verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Ziesten, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Verlag: Brühlsche UniversitätSdruckerei R. Lange «. ®. Berlagslelluk: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeiaenletter: HcmsBeck. Berantworllich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.S. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12 30 Uhr, 16 f)is 17 Uhr Samstagnach» mittags geschlossen. ohne die menschliche Kultur und jeder materielle Fortsrchitt zugrunde gehen müssen. Mit dem Zer- fall des Bauerntums, das sich von dieser Gesetzmäßigkeit löst, ist nicht nur der Zusammenbruch der Landwirtschaft als Berufsstand, vielmehr der Untergang eines Volkes überhaupt besiegelt. Diese Erkenntnisse sind der Ausgangspunkt zu dem, was heute Landvolk und Ernährungswirtschaft reprä- sentieren. Und alles, was in diesen zehn Jahren organisatorisch und fachlich geschaffen wurde, Reichs- erbhofgesetz, Reichsnährstand, Marktordnung, Fest- Plötzlich und unerwartet ist unser Arbeitskamerad Gustav Krausen 2615 A schätzen gelernt kennen und ihm stets ein ehrenvolles Andenken bewahren. Wir werden Achtung l Achtung! P KdF.-Wagensparer 31. Mai 1940. Gießen, den 614 D den in den 2007V 2618 D n 6 I nützen. Deshalb Brühl'sche Druckerei, SchulstraDe 7, Anruf 2251 Anna Hand und Angehörige. Gießen, den 27. Mal 1940. Die Einäscherung fand auf Wunsch des Verstorbenen In der Stille statt GLORIr Schulstraße 7 MieD Im Alter von 52 Jahren 0195 Im 86. Lebensjahre. Luftschutzspritzen von PQLQST Giessen Lieh, Darmstadt, Harpstedt, 31. Mal 1940. Leihgestern, den 31. Mal 1940 Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. Juni, um 15 Uhr, statt Am 27. Mai 1940 ist mein lieber Mann, mein treuer Lebenskamerad, unser guter Vater, Großvater, Schwager und Onkel aus einem arbeitsreichen Leben Im 69. Lebensjahre für Immer von uns gegangen. In tiefer Trauer: Frau Marie Volk, geb. Jung Uffz. Karl Volk, z. Z. im Felde, und Frau nebst allen Angehörigen gastiert ab 1. Juni 1940 der bekannte Meisterpianist Hermann Kluck mit seinen Solisten ' Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Volz, Justizinspektor a. D. Ludwig Volz, Oberrechnungsrevisor Hanni Volz, geb. Peters. psWjahr- Mdchen in ein Geschäftsbaus Inder Nabe Gießens gesucht. Schrift!. Angeb. unt.01936 an ben Gießen. Anzeig. Samstag.l.Juni 20'/, Ubr, Monatsappell mit Vortrag im „Hessischen Hof". ES wird erwartet, daß alle Kameraden pünktlich erscheinen. 38ieD MNllerlslen- flameroDWU895 Wir weisen darauf hin, daß ab 1. Juni 1940 die KdF.- Wagen - Sparmarken nicht mehr in unseren Verkaufsstellen, sondern nur noch bei folgenden Banken zu erwerben sind: Nach Gottes unerforschllchem Ratschluß verschied plötzlich und unerwartet nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, mein guter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Schwiegersohn Karl Volk, Rangierführer IHM zu verkaufen. Neustadt 12 01»«» (Laden). Vorachubverein zu Grünberg e.G.tn.b.H., Grünberg Gewerbe- und Landwirtschaftsbank Butzbach e. G.m.b.H., Butzbach Bad-NauhelmerVolksbank e.G.m.b H„ Bad-Nauheim Volksbank Nordeck e.G.m.b.H., Nordeck bei Londorf Bank für Handel und Gewerbe und Landwirtschaft e.G.m.b.H.. Friedberg Handels- und Gewerbebank, Giefeen Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 2. 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Di« beiden Verfasser de» vor kurzem erschienenen Kommentar» puim Reichsnaturschuhgesetz haben hier aus Grund ihrer langjährige« Erfahrungen und ihre» weitgehenden Einblick» in da» Werde« der neueu Naturschuhverordnung, die nun für da» ganze Reich gUt. die Derordnüng und alle dazugehörigen bisher erschienenen Er» gänzunqsbestimmungen nach juristischen, verwaltungstechnischen, wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche W Klärung, der mit dem Naturschutz, mit der Natur Überhaupt, sei es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund in Berührung steht. Nicht nur die amtliche» Stellen, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier» und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müssen über die Fragen de» Naturschutzes unterrichtet seln^ sondern auch botanische Deretne, Naturalien» und Her- barien.Handlungen und Lehrrnittelgeschüfte, Präparatoren, Ausstopfer, Pflanzensammler, Sd>mu*rei* slg-Derküuser, Kranzbindereien und die mit der Überwachung der Tlärhie beauftragten Beamten, Felo» hüter, Polizeistellen usw. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen entgegen. Oiigo LemUei Verlag, W.-Mlerlelüe täglichen Arbeitsftunden Wernerwall 241. Eintritt jederzeit. - Man verlange Druckschrift und Empfehlungen von der Leitung. Sprechstunden täglich II-12V2 Uhr od. nach Vereinbarung. Fernr. 4020 Für unsere Versandabteilung männliche oder weibliche Hilfskraft sofort gesucht Verlaß des Gießener Anzeigers IWO.- ür sofort gesucht. Gute Sicherheit gewährleistet. Gest. Angeb. an P. S., stadtvost- lagernd. 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Vzlicuiiip VA)1- > m:____hoc; ml 1 hPrtl 11 mPtl u.eils vermaa leivl zu den Schlußtakten zu „Don Giovanni" Mit 1 Szenen aus der Aufführung der Oper in Prag < schließt der Film. Das, was der Film an Musik bringt, ist getragen von einer eminenten Künstlerschaft und fallt fast aus dem Rahmen des Ganzen. Wer sich vom Bild auf der Leinwand zu lösen gewillt ist und es auch vermag, sich ganz der Musik zu widmen ergebt eine wundersam vollendete Aufführung der „Nachtmusik . Der Kammermusikcharakter der Komposition ist dabei nicht zuletzt durch die große orchestrale Besetzung, erweitert und überhöht worden. Die übrige musikalische Untermalung entspricht ganz dem was von Mozart her, vom Wiener und vom Berliner Philharmonischen Orchester, w,e von den Dirigenten Hans Knappertsbusch und Aloys Melichar zu erwarten ist. In verwandtem Sinne kann dies auch von dem großen tänzerischen Zwischenspiel gesagt werden, das ebenfalls als eine m ich geschlossene künstlerische Leistung erscheint, die vom Ballett der Wiener Staatsoper getragen wird. Die Darsteller bemühen sich mit lobenswertem Eifer um eine Beschwörung des Geistes jener Zeit, versinken dabei aber fast in Pracht und Aufwand, in Kompliment und Getue. Hannes Selz er als Mozart vermag wohl treuherzigen Leichtsinn, naive Naturschwärmerei, ein weites, rasch entflammtes Herz anzudeuten — dabei bleibt es aber auch. Ernster und in schöner Lauterkeit des Gefühls, menschlich feiner profiliert, steht ihm Heli Finken- z eil er als Baronesse Eugenie gegenüber, beson- , ders eindringlich in einigen Großaufnahmen. Christ! M a r d a y n , als Mozarts tolerante Gattin Konstanze, steht in sympathischer Bescheidenheit am Rande der Eresgnisse. Gustav Waldau und Max Gül stör ff, die gräflichen Brüder Schinsberg, legen eine forcierte Lebhaftigkeit an den Tag und führen entzückend nichtige Gespräche. Senta Foltin, Eugeniens Freundin Franziska — ein kapriziöses Persönchen! Hertha v o n H a g e n , Axel v o n Ambe ss er, Annie Rosar, Kurt Meisel u. a. fügen sich in kleinere Rollen ein. Die Regie (Leopold des Bogens. Die Rücksicht auf die Geltung beider konzertierender Instrumente gebot, den Bereich des Programms auf über zwei Jahrhunderte auszickrehnen. An den Beginn hatte sie die Sonate in g-moll von Henry Eccles (1670—1742) gestellt, zur Einstimmung des Hörers sowohl wie zur Bestätigung eigener historischer Schulung. Dieses Werk, der Stilperiode Corellis stark verhaftet, ließ so ein Stück Musikerleben dieses Zeitalters wieder erwachen; denn typisch englische Musik stellt es nicht dar. Vielmehr ist es vor einer Reihe von Jahren gelungen, diesen Henry Eccles, der unter dem Schatten seines bedeutenden Bruders John Eccles (dem geistigen Nachfahren Purcells) seine Erfolge errang, als anmaßenden Fälscher zu entlarven; die Pariser Ausgabe seiner Sonaten hat er zum größten Teil Hpn Kammersonaten des Florentiners G. V a l e n t i n i (1681—1740) notengetreu entlehnt. Diese im Grunde italienische Musik gestaltete Ilse Bernatz mit geschmackvollem Stilempfinden. In dem Adagio und Allegro von Robert Schumann op. 70 stellte sie die innere Schwere dem stürmenden Fluten des Allegro gegenüber. Eine Reihe von kleinen Stücken von Gluck, Reger, Granados und Gla- zonnow ließ sie zu reizvollen Stimmungsbildern auswachsen. In der Sonate von Richard Strauß op. 6 F-dur war es ein tonliches Schwelgen in den Ecksätzen, mit warmer Kantilene im Andante. Wiedergabe des musikalischen Teils vermag selbst einen anspruchsvollen Hörer zu befriedigen. H. L. Neuner. Friedelhaufen — Salzbödetat — Schmelz — Fronhausen — Bellnhausen — Sichertshausen — Lollar. Bei der Station Friedelhausen überschreiten wir die Lahn, gehen durch das anmutig liegende Oden- - hausen und gelangen in das von sanften Waldhohen ; umsäumte Salzbödetal. Bei der idyllisch gelegenen ; Schmelz (Sommerwirtschaft) treffen wir schwarze Punkte, die uns über einen Höhenrücken nach dem Dorfe Fronhausen (gute Einkehr) bringen. Bei dem Stationsgebäude überschreiten wir die Marn-Weser- Bahn und gehen über die Lahn nach Bellnhausen, unterwegs hübsche Blicke nach den Lahnbergen ge= meßend. Von Bellnhausen wandern wir nach Sichertshausen, hinter dem uns ein großes Stuck prächtiger Wald aufnimmt, an dessen Ein- und Ausgang sich wiederum schöne Blicke erschließen. Durch die sog. Tiefenbach kommen wir später an dem altersgrauen Gotteshaus von Kirchberg vorüber und erreichen bald darauf nach insgesamt 4^stündiger Wanderung unser Endziel Lollar. Gießen — Kinzenbach — Himberg — Haina — Bieber. Wir beginnen unsere Wanderung an der Lahnbrücke und folgen schwarzen Dreiecken, die uns die Rodheimer Straße entlang, später an der Heuchelheimer Mühle vorbei nach dem Hochliegenden Kinzenbach führen. Wir kommen an der stattlichen Kirche vorüber und gehen vom Ausgang des Dorfes über freies Feld aufwärts zum Wald, an dessen Rand sich ein prächtiger Rückblick bis zu den Höhen des Vogelsberges und des Taunus bietet. Nach einiger Zeit verlassen wir in der Nähe einer Jagdhütte die schwarzen Dreiecke und folgen nun roten Punkten, die uns auf schönen Waldwegen über den Himberg führen. Wir kommen an den sog. Schwedenschanzen, einigen noch wohlerhaltenen Wällen aus dem Siebenjährigen Krieg, vorüber, sodann über die höchste Erhebung des Berges, den Korngstuhl, einer angeblich altgermanischen Thingstatte, dessen Ausblicksmöglichkeit leider verwachsen ist Das Zeichen endet auf der Straße Waldgirmes—Bieder, der wir nach rechts folgen, um an dem anmutig liegenden Forsthaus Haina vorüber, spater mit unterwegs schönen Blicken auf den Dünsberg durch ' Hof Haina nach dem Endziel Bieber zu gelangen. Wanderzeit 3% Stunden. Ja, das ist vernünftig: Allmählich an die Sonne gewöhnen und langsam bräunen. Mit Nivea-Creme! Wer aber unbedingt länger in der Sonne bleiben und schneller braun werden will, braucht Nivea-Ultra-.öl mit dem verstärkten Lichtschutz. ;ang: 16.13 Uhr. AS-^rauenfchast/Frauenwerk. Abteilung Jugendgruppe. Am Samstag, 1. Juni, pünktlich 15 Uhr, Sportstunde auf dem Universitäts-Sportplatz. ®irb von jetzt ab immer Samstags, ab 17 Uhr, auf >rm Universitäts-Sportplatz Sport getrieben. Die Turnstunden Mittwoch abend fallen vorerst aus. Am Montag, 3. Juni, 20 Uhr, ist Offenes Singen n Gießen-Süd, Leihgestemer Weg- Ecke Fichten- ckraße in der Nahe der Gummifabrik Poppe. Ortsgruppe Gießen-Ost. Volkstümlicher Vortrag der Ludwigs-Universität: iß.15 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut, Lub- oigstrahe 34, Prof. Glaser über „Lebensnahe in der romanistischen Sprachforschung". — Gloria- Zalast, Seltersweg: „Eine kleine Nachtmusik". Daten für den 1. Juni 1940. Sonnenaufgang: 4.43 Uhr, Sonnenuntergang: 1.13 Uhr. — Mondaufgang: 2.41 Uhr, Mondunter- 8CJ)ie Handlung, wie sie im Film geschildert wird, zeigt Mozart und seine liebenswürdige Frau Konstanze auf der Reise nach Prag, schildert, wie Wolf gang Amadeus während einer Reisepause in Park des Grafen Schinsberg gerat, hweingefuhr wird in die Festlichkeit einer Verlobung und dabei eine schone Aufführung seiner „Klemen Nachtmusik Kindergruppe: Die Kinder treten am kommenden Mittwoch wieder an der neuen Pestalozzi- chule an und zwar um 10 Uhr und um 15 Uhr, je nach Schulunterricht. Was toll ich kochen? Diele Frag- beschäftigt jetzt viele Hausfrauen. Der Mütterdienst im Deutschen Frauenwerk halt deshalb einen Kochkursus ab. Allen Frauen und Mädels sollen das Kochen lernen, und zwar unter gaiu besonderer Berücksichtigung der heutigen Zeit. Gerade jetzt ist es besonders wichtig, daß Die uns »ur Verfügung stehenden Nährmittel gut und Schmackhaft zubereitet werden, dabei jol aber auch bedacht werden, wie sie am nahrhaftesten sind denn jedes Nährmittel ist heute Volksgut und muß richtig angewandt werden. Anmeldungen zum Kurs fiinb an die Kreisgeschäftsstelle der Frauenschaft, Frankfurter Straße 1, zu richten. UIS- häusliche Krankenpflege. Noch immer war es dann die Mutter, die besom Here Aufgaben übernehmen mußte. So ist es auch Worten, wenn auch die Heimat sich bewährt und der kämpfenden Truppe sich würdia erweist Ein solcher Akt der Bewährung ist das Opfer für das Deutsche Rote Kreuz. Am kommenden Wochenende stehen wieder die Frauen und Männer von der NSV. mit der Sammelliste vor unserer Tur und ermahnen uns an unsere Pflicht. Diesmal wollen und müssen wir noch mehr geben als bisher, viel mehr. Mag die Spende, mag das Opfer noch o groß erscheinen, es ist — gemessen an den Leitungen unserer Wehrmacht — doch nur gering und rnrftig. Es ist nur ein kleiner Dank an jene, Die ihr Blut gaben, ein kleiner Beitrag zum Gesamt- opfer der Nation. Es ist nur die Erfüllung einer Ehrenpflicht, wenn wir durch unseren Beitrag die selbstlose und hilfsbereite Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes unterstützen und für unsere kranken und verwundeten Soldaten zu sorgen, wie es der Geist des nationalsozialistischen Reiches gebietet. 6 punkte zum richtigen Seifensparen. „Eine kleine Nachtmusik " ; Fast möchte man sich Darüber wundern daß । »Eduard Mörikes entzückende Novelle..'-Mozart aut . Der Reise nach Prag" nicht schon früher sur den Hilm entdeckt wurde. Indessen — nun ist es ge- fschehen, und die Filmschaffenden der Tobis haben imit allen Möglichkeiten der dem Film gemäßen Technik die Novelle des Dichters übersetzt und (nut .einiger Betrübnis muh es festgestellt werden) nichts .anderes daraus gemacht, als eme historisch - ibramte Liebesgeschichte. Es ist nicht möglich den Dichter, dessen Name in diesem Zusammenhang ge :nannt wird, zu fragen, ob die Verfilmung m seinem 'Sinne geschah. Wer die Novelle kennt und hebt iwird es in einigem bezweifeln. Gleichwohl wird sich .auch jedermann darüber klar fern, daß essehr schwer sein mag, eine Novelle solchen künstlerischen Grades in das Filmbild zu übertragen — es erforderte denn eine künstlerische Kraft und Substanz, die der des Dichters nahekommen müßte. Dieser erhoffte glückliche Umstand scheint uns für diesen 6üm nicht gegeben. Die Erwartungen, die man diesem F lm ent gegenbringt, werden nur zu einem ~eit erfüllt, u zwar im wesentlichen von der Musik her. Es erscheint uns auch, daß der Film etwas allzusehr auf das Nur-Liebenswürdige, auf das Spielerische des Rokoko, manchmal gar nur auf Prunk hin angelegt fei. Es mangelt da und dort an -Lieje. Gar das Schöpferische, Genialische, das notwendig in Mozart lebendig sein.mußte, ist schwerlichj zu finden. Mozart ist hier ein sehr gut aussehender junger Mann, stets heiter, etwas leichtfertig der den großen „Kompofiteur" kaum ahnen zu lassen ver mag. In Mörikes Novelle findet man übrigens manchen sehr feinen Dialog, manch gesch iffene Redewendung, deren man sich hier fast völlig be- Gießener Konzertverein. Ilse Bernatz — Georg Kuhlmann. Ilse Bernatz und Georg Kuhlmann bereiteten ihren Hörern mit dem achten Konzert des Konzertvereins Stunden des Musizierens im gegenseitigen Sich-Aufsteigern und Entfalten durch das Widerspiel ihrer wachsenden Kräfte. Es ist schon geraume Zeit her, seit wir im Rahmen der Konzertoeranstaltungen das Cello als Soloinstrument mit der ihm eignen Literatur hören konnten. Um so mehr wurde es von den Hörern freudig begrüßt, dieses ausdrucksstarke Instrument mit seinen unvergleichlichen Qualitäten erleben zu können. Ilse Bernatz ist eine tüchtige Vertreterin ihres Jnftrumentalfachs. Soweit der Abend zu einer Beurteilung hinreicht, liegt bei ihr das Schwergewicht mehr auf der Seite des Musikalischen als des rein Instrumentalen. Spezielle Jnstrumental- künste drängt sie nicht in den Vordergrund; um so schöner ordnet sie ihr Können dem Werk dienend und fördernd unter. Ihr Ton ist rund und namentlich auf Der A^Saite äußerst ergiebig hn Volumen und klanglicher Tragfähigkeit. Nur die höchsten Daumeneinsatzlagen scheinen noch nicht zu letzter Klangintensität entwickelt; wieweit das Dem Instrument zufällt, entzieht sich Der augenblicklichen Beurteilung. SchmieAam und zugleich schwellend blüht ihr Kantilenenbogen auf mit gesunder Basis; sauber geglättet und ausgeglichen ist ihre Technik der Finger, gestützt durch eine geschmeidige Führung ** Poli-zeidienstauszeichnung. Dieser Tage wurden bei Der Polizeidirektion Gießen Polizeimeister Wilhelm Walther sowie die Haupt- wachtmeister Heinrich Dietz und Heinrich Würtz für 25jährige Treue im Dienst mit Der Polizeidienstauszeichnung I. Stufe, die ihnen durch Den Führer verliehen wurde, geehrt. ** Senkung der Bierpreise. In einer am 27. Mai im „Deutschen Reichsanzeiger" erschienenen Anordnung hat der Reichskommissar für Die Preisbilbung bestimmt, Daß Die Preise für Lagerbier und Spezialbier mit einem Stammwürzegehalt von etwa 6 v. H. von Den Brauereien gegenüber Den bislang geforderten Preisen um 4 RM. je Hektoliter Zu senken sind. Diese Preisherabsetzung muß von Den Biergroßverteilern, Bierkleinverteilern Buhbach — Hausberg — Bodenrod — Espa — Buhbach. ! Vom Bahnhof Butzbach führen uns schwarze T i die Taunsstraße aufwärts zum Wald, an Dessen , Rand sich ein hübscher Rückblick bietet. Durch schonen . Hochwald kommen wir durch Das anmutig gelegene Dörfchen Hausen, hinter Dem Der Aufstieg über Drei Ringwälle zu Dem 486 Meter hohen Hausberg beginnt. Leiber ist eben Der auf Der Hohe stehende Holzturm wegen Altersschwäche gesperrt. Doch bietet kurz vor Dem Gipfel eine WalDlichtung einen prächtigen Blick über Die Wetterau. Die Zeichen geleiten uns weiter auf guten WalDwegen an Der Pilgramseiche, einem mächtigen Baum, vorbei nach Bodenrod, Dem hochliegenben TaunusDörfchen mit guter Einkehr. Grüne Striche führen uns jetzt nach Weiper- fcIDen im Solmsbachtal, unD von hier folgen mir Der zum Teil mit schwarzen Punkten versehenen Straße nach Espa, wo wir schwarze Striche an- trcffen, Denen wir bis zu Dem iDyllisch hegenden Forsthaus Butzbach (gute Verpflegung) nachgehen. Für Den Weg zum Enbziel Butzbach benutzen wir blaue Striche, Die uns um Den Schrenzer mit weiter Aussicht führen. WanDerzeit 5^ StunDen. Schotten — Rudingshain — hoherodskopf — Bilstein — Schollen. Wir fahren nach dem'„Herz des Vogelsbergs", dem freundlichen Städtchen Schotten, das wir burdp schreiten, um auf der bekannten Rennstrecke nach Rudingshain zu gelangen. Gelben Strichen folgend nimmt uns bald Hinter dem Ort der Wald auf, der uns bis nahe an Den HoheroDskopf begleitet. In langsamem, aber stetigem Anstieg überschreiten wir später Den Oberlauf Der Nibba, im VolksmunD HunDsbornbach genannt, unD erreichen alsbald nach Verlassen Des Waldes, an der Sprungschanze vorbel- kommend, das Klubhaus des VHC. Nunmehr leiten uns bis zum Schlüsse blaue Striche. Zuerst durch einen Teil des Oberwaldes, am Wasserbehälter vor- , bei, sodann über blumige Halden kommen wir zu : der gewaltigen Basaltgruppe des Bilstein, wo sich . eine weite, prächtige Fernsicht erschließt. Das Zeichen , führt uns nun hinab durch Busenborn, später durch i Wald zur Einkehr im Kurhaus Vogelsberg (früher i Lehrerheim) und hierauf am Alteburgskopf, einer ; interessanten Felspartie, vorbei nach unserem Aus- . gangspunkt Schotten zurück. Dauer der Wanderung 5 Stunden. Georg Kuhlmann hat sich vor einigen Jahren in Gießen mit einem eigenen Klavierabend vorteilhaft eingeführt. Die damals festgestellten Entwicklungsansatze sind zum Teil sehr beachtlich herange- reift, zum Teil scheint er im Augenblick in einem Stadium zu stehen, das hoffentlich den Ausgleich zwischen Dem recht bedeutenden klavieristischen Können und Der musikalischen Durchdringung bringen wird. Don seiner Gestaltungskraft zeugte Beethovens programmgebundene Sonate op. 81a (Les Adieux) mit ihrem mannigfachen Wechsel Der Stimmungen und Dem innerlich beglückenden Finale. Drei Stücke von Friedrich S m e t am a , Die mit ihren Themen stark im heimatlichen Volkstum verwurzelt sind, gaben ihm Gelegenheit zur Entfaltung technischer Vorzüge. Als Begleiter der Solistin ging er voll Anpassung mit, und ganz besonders in Der Strauß-Sonate fanden sich die beiden zu eindrucksvollem Gelingen. Der Beifall des leider nicht voll besetzten Saales war freudig zustimmend und bantbar anerkennend. —Dr. Hermann Hering. heute. Die Aerzte sind überlastet, und es ist schon gut, wenn eine Mutter Die einfachsten Handgriffe kennt und vor allem Die Anordnungen des Arztes gut und rasch ausführen kann, lieber diese Fragen und die nötigen Handgriffe hört man im Kursus des Mütterdienstes im Deutschen Frauenwerk. Beginn: 30. Mai. • Ots. BOM., Unfergau 116, Weiterau. Kommenden (Sonntag, 2. Juni finden auf der Rollschuhbahn am Schwanenteich die .Untergaumeisterschaften im Rollschuhlauf statt mit Beteiligung des Untergaues 253, Limburg. Beginn der Meisterschaften um 10 Uhr, nachmittags ab 15 Uhr Kür- und Schaulaufen. Lehrgang im Kinderturnen. Zur Förderung des Kinderturnens, dessen Bedeutung als Grundlage Der gesamten körperlichen Betätigung Der Jugend fest steht, führt Der Bezirk 8 Des NS.-ReichsbunDes für Leibesübungen am nächsten Sonntagvormittag in Der Turnhalle Der Schillerschule in Gießen einen Lehrgang Durch, zu Dem Der Bereichsobmann für KinDerturnen sein Er- scheinen zugejagt fiat. In diesem Lehrgang soll dre gesamte Arbeit auf Die von der Reichsfuhrung festgelegten Richtlinien ausgerichtet werden. Daß Die vielen Vereine des Bezirkes, die Kinderabteilungen führen, auf Grund Der an sie ergangenen Benachrichtigung ihre Vorturner und Vorturnennnen ent, senden ist sicher. Da von allen Reichsbundvereinen erwartet wird, daß sie die Sportdienstgruppen des Jungvolks unD her Jungmädel betreuen, müssen auch Die restlichen Vereine geeignete Turner und ; Turnerinnen entsenDen, Die Dann Diese Sportdienst- Oie Zieichsjugendwettkämpfe der Mädel und Jungmädel. Arn Samstag und Sonntag führten der BDM. unter sehr guter Beteiligung die Wettkämpfe durch. Es wurden gute Leistungen erzielt. Soweit die ersten Ergebnisse zu übersehen sind, verteilen sie sich wie folgt auf die einzelnen Gruppen des Standortes Gießen: Bei den Jungmadeln wurden beste Einzelsiegerinnen: 1. Lini Maus, IM. 1/116 mit 298 Punkten; 2. Beate Kreiling, IM. 2/116 mit 267 P.; 3. Astrid Raddatz, IM. 1/116 mit 266 P.; 4. L. Müller, IM. 1/116 mit 261 P.; 5. Brigitte Duseberg, IM. 3 mit 261 P.; 6 Inge Einbrodt, IM. 4 mit 259 P.; 7. Liesel Hauck, IM. 4 mit 250 Punkten. An Einzelleistungen wurden erreicht im 60-m-Lauf von Lini Maus, IM. 1, 9,1 Set.; von Brigitte Duseberg, IM. 4, 9,3 Set.; von Liane Schuldt, IM. 2 und Liesel Hauck, IM. 4, 6'5 Set. Im Weitsprung von Lini Maus, IM. 1, 5 4 m, ebenfalls von Gisela Drietrich, IM. 1, von Ilse Dem, IM. 1, 4,2 m, ebenfalls von Inge Einbrodt und Liesel Hauck, IM. 4, 4,2 m und von Beate Kreiling, IM. 2, 4,15 m Im Schlagballweitwurf wurde 1. Elfriede Raddatz, IM. 1 mit 44 m; 2. Lini Maus, IM 1 mit 43,8 m; 3. L. Müller, IM. 1 und Beate Kreiling, IM. 2 mit je 41 m; Inge Einbrodt, IM. 4/116 mit 42 m. Bei den Mädeln waren Einzelsiegerinnen: 1. Gisela Zimmer, M. 3 mit 254 P.; 2. Erita Rittmann M 4 und Lotte Burthardt, BDM.-Wert 2a mit je 232 P.; 3. Ursula Scharping, BDM.-Wert- Gr. 2a mit 225 P. und 4. Hannele Dietrich, M. 4 mit 223 P. An E i n z e l l e i st ungen wurden erreicht im Du sollst Seife stets möglichst trocken in einer Abtropfschale ober auf bem Seifensparer auf» bewahren! Du sollst bie Seife beim Waschen nicht ins Wasser tauchen! Sie fdjäumt auch, wenn bu nur bie Hänbe naß machst. Du sollst Seifenreste ix einem kleinen Beutel sammeln, ihn zubinden unb wie ein Seifenstück gebrauchen! Du sollst niemals Seife zu Reinigungszwecken in Küche unb Haus verwenben; ein gutes Putzmütel erfüllt bie Aufgabe genau so gut! Du sollst auch zum Hänbewaschen bewährte Putz- und Scheuermittel nehmen! Sie greifen die Haut nicht an unb machen auch arg verschmutzte Hanbe völlig sauber. Du sollst beine Hände nicht unter fließendem Wasser waschen; das kostet sehr viel nutzlos vergeudete Seife! 75-m-Lauf: 1. Gisela Zimmer, M. 3 mir 10,6 P.; 2. Martha Philipp, M. 1 und Elfriede Bröckel, M. 4 mit je 10,8 Sek. und 3 Erika Vogel mit 11,5 Sek. Im Weiterung wurde 1. Gisela Zimmer, M. 3 mit 4,7 m; Effi Werner, BDM.' Werk 2a mit 4,28 m und 3. Martha Philipp, M. 1 mit 4,25 m. £ . . ~ Im Schlagballweitwurs wurde 1. Enka Rittmann, M. 4 mit 49,7 m; 2. Ursel Mayer-Pay- fon, M. 3 mit 49,5 m und 3. Ursula Scharping, BDM.-Werk 2a mit 45,6 m. Kein Opfer ist zu groß! Die kommende Sammlung für das Rote kreuz. Unsere Wehrmacht steht am Feind und erkämpft unter unerhörtem Einsatz aller seelischen und körperlichen Kräfte Sieg um Sieg. Mit grenzenloser Bewunderung blicken wir auf unsere Soldaten. Stolz auf ihre Leistungen Dürfen wir aber nur fein, wenn wir, Die wir in Der Heimat zurückblieben, Den deut chen Schicksalskampf mit Dem gleichen unbeug- amen Willen zum Durchhalten und mit der gleichen Hingabe und Opferffeude tragen, mit anderen Aus der Gtadi Gießen. Grüne Beeren. Wir haben uns alle gefreut, als die grünen Blätt- (fcn zum Vorschein kamen. Da waren die Stachelbieren Die ersten. Schnell hatten sie ihr Frühlings- N-'id angezogen, und bald erschienen auch die ersten Tüten, graugrün und von weitem kaum erkennbar. : fljer die Bienen wußten Bescheid und besuchten Blüten. Bald sahen wir kleine Beerchen an den Kachel- und Johannisbeerbäumchen und an den --räuchern. Don Tag zu Tag werden sie dicker. Es ist verständlich, daß nun jung und alt Aus- ktau hält nach dem Ansatz der Beerensträucher und Qir Obstbäume. Die Blüte war Heuer so reich und Mächtig, daß wir schon eine Dollernte erwarten hnnen. Nur machte das Wetter immer wieder e.ien Strich durch bie Rechnung. Die Bienchen, hinten nicht recht fliegen, aber wenn nur ein I.ertel von ben kleinen Früchtchen zur Reife kommt, d:nn sind wir schon zufrieben. Wohl selten in ben letzten Jahren hat sich her junger nach Obst so stark gezeigt wie in diesen Stonaten. Alles wartet auf die ersten Früchte. Die j:nder vor allem sind es, die immer wieder mit ixrlangenben Blicken nach ben täglich bicker wer- biiben Stachel- und Johannisbeeren schauen. Unb nie oft kommt es vor, bah sie es nicht aushalten timen und schon jetzt von ben grünen Beeren «lüge in den Mund stecken und versuchen, ob sie 7Jch nicht schmecken. Auch die Maikirschen fangen un an und röten sich etwas. Hier können es die Jinber auch kaum erwarten, bis sie richtig reif ge- jurben sind. Wir sollen deshalb sorgsam achtgeben, daß untren Kindern durch bie grünen Früchte kein Unheil r-iderfährt. Gärten können abgeschlossen, kleine Kin° !-r femgehalten werben. Bei größeren vergessen vir nicht, auf die Gefahren des Genusses von un° sisem Obst hinzuweisen. Sobald aber bie ersten reifen Fruchte auf dem ftartt erscheinen, wollen wir unseren Kindern bie freuhe machen und ihnen einige mitbringen. Die laar Wochen, Die zur Reife in unseren Gärten yotig sind, gehen auch noch herum. Auch kleine Km- ler müssen einmal warten können. H. Xagesfatenber für Freitag. und Gaststätten in voller Höhe wettergegeben wer- den. Die Preisregelung bezweckt, jede durch die Veränderung des Stammwürzegehatts bedingte Er- sparnis bei den Brauereien in voller Höhe dem s^rbraucher zugutekommen zu lassen. Wirtschaft. Buderus'sche Eisenwerke, Wehlar. Fwd. Frankfurt a. M., 30. Mai. Die oHD. der Buderus'sche Eisenwerke, Wetzlar, in der 17,24 Mill. RM., davon 1,62 Mill. RM. Eigenbesitz, vertreten waren, nahm den bekannten Abschluß für 1939 zustimmend zur Kenntnis und setzte die Dividende auf 5,5 (5) v. H. für 26,0 Mill. RM. Aktienkapital fest. Ferner genehmigte die HD. die Begebung der in der Bilanz mit einem Merkposten von 3,93 Mill. RM. aktivierten aus einer seinerzeitigen Transaktion stammenden 4,31 Mill. RM. Vorzugsaktien, die, wie schon mitgetellt, im Februar d. I. von einem Bankenkonsortium unter Führung der Commerzbank-AG. in dessen Kundschaftskreisen untergebracht worden waren. Hierzu wurde vom AR.- Vorsitzer, Staatsrat Friedrich Reinhart, Berlin, ausgeführt, daß die VA. damals als Vorbeugung gegen eine Ueberfremdungsgefahr, die jetzt nicht mehr vorhanden fei, geschaffen wurden, und nunmehr zur Erfüllung neuer Aufgaben der Gesellschaft sowie zur Notwendigkeit der Bettiebsmittelverstär- kung verkauft worden seien, lieber den Geschäftsgang im laufenden Jahre teilte die Verwaltung mit, daß die ersten Monate weitgehend unter den Schwierigkeiten des Winters gelitten hätten. Im Monat April habe sich der Versand gebessert, so daß ein Teil der Rückstände wieder aufgeholt werden konnte, lieber den weiteren Verlauf könne heute naturgemäß noch nichts gesagt werden. Drei satzungsaemäß ausscheidende AR.-Mitglieder wurden wieoergewählt. 3. S.-Oividende unverändert 8 Prozent Frankfurt a. M., 30. Mai. Die Verwaltung der IG. Farbenindustrie AG. Frankfurt a. M. hat in ihren Sitzungen am 29. und 30. Mai 1940 beschlossen, der auf den 21. Juni nach Frankfurt a. M. einzuberufenden Hauptversammlung aus einem Reingewinn von 56 071 (55,18) Millionen RM. eine Dividende von wieder 8 v. H. auf das Stamm- akttenkapital von 691 (680) Millionen RM. vorzuschlagen und Abschreibungen auf Anlagewerte in Höhe von 171,238 (135,72) Millionen RM. vorzu- nehmen. • Wieder6v. H. Dividende bei Brown, Sonett & C i e AG. Mannheim. Der Aufsichtsrat beschloß in seiner Bilanzsitzung, der für den 28. Juni einzuberufenden Hauptversammlung für 1939 die Ausschüttung einer Dividende von wiederum 6 v. H. auf das im Vorjahr von 12 auf 24 Millionen RM. erhöhte Akttenkapital oorzu- schlagen. Der abermals gestiegene Geschäftsgang ermöglichte wie im Vorjahre die Vornahme ausreichender Abschreibungen und Rückstellungen (i. D. rund 3,95 Millionen RM. Abschreibungen, 0,48 Millionen RM. Zuweisung an gesetzliche Rücklage, 0,75 Millionen RM. an Pensionsrücklage bei einem Reingewinn von 2,21 Millionen RM.). Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 31. Mai. Der Hauptmarkt für Großvieh und der Nebenmarkt für Kälber und Schweine nahm bei ausreichender Beschickung einen lebhaften Verlauf. Das gesamte Vieh wurde zu etwa folgenden Preisen zugeteilt: Ochsen 36 bis 46,5, Bullen 35 bis 44, Kühe 20 bis 44, Färsen 28 bis 45, Kälber 25 bis 65, Hümmel 30 bis 51, Schafe 20 bis 44 und Schweine 50 bis 56 Pfennige । je Pfund Lebendgewicht. SJ.Jport Guter Veginll des Gemeinschaststramiugs der Leichtathleten. Unter Leituna des Fachamtes Leichtathletik begannen jetzt auf dem Sportplatz des VfB.-Reichs- bahn Gießen die gemeinschaftlichen Trainingsabende der Leichtathleten. Die Beteiligung war für den Anfang mit 52 Teilnehmern zufriedenstellend. Nach Durchführung eines kurzen Allgemeintrainings, getrennt nach Männern und Frauen, wurden Wettkämpfe zur Feststellung der Leistungsfähigkeit der einzelnen Teilnehmer bei den Männern und der HI. im 100-Meter-Lauf, im Weitsprung, im Kugelstoßen, Diskus- und Speerwerfen, bei den Frauen und Mädchen im 75-Meter°Lauf, im Weitsprung und im Hochsprung durchgeführt. Dabei konnte die erfreuliche Feststellung gemacht werden, daß gerade bei denen, die seither in der Leichtathletik nicht tätig waren und die insbesondere von diesem Gemeinschaftstraining erfaßt werden sollten, gute Veranlagungen vorhanden sind. Die guten Leistungen von Dr. Luh im Kugel- stoßen mit 14,40 Meter und im Diskuswerfen mit 40,40 Meter werden allen Ansporn zu intensivem Training sein. Mit der Leistung von 14,40 Meter im Kugelstoßen steht Dr. Luh jetzt in der kürzlich veröffentlichten Bestenliste zusammen mit dem Olympiasieger Gerhard S t ö ch (Berlin) hinter Artur Lampert (München) an 2. Stelle. Für den Beginn der Leichtathletiksaison ist die Leistung also recht gut und für die weitere Entwicklung vielversprechend. Das Fachamt Leichtathletik wird beim Bereichssachamt in Kassel anstreben, daß in Kürze ein Spezialwettkampf aller guten Werfer und Stoßer des Gaues Hessen, verbunden mit einigen Rahmenkämpfen, hier in Gießen zur Durchführung kommt. Es sei auch an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, daß die Trainingsabende an jedem Mittwoch statt- finden. Infolge der guten Beteiligung der Frauen und Mädchen wird deren Trainingsabend zur besseren Arbeitsleistung im Training auf den Dienstag abeBd verlegt. Männer und HI. weiterhin Mittwochs. Einige Ergebnisse. 100 Meter, HI.: 1. Lauf: 1. Erich Hochste-in, Sportgem. Großen-Bufeck, 11,7 Sek.; 2. Wagenbach, Sportgem. Großen-Bufeck, 13,2; 3. Kreiling, Tv. Wiefeck, 13,3; 4. Krengel, Spvgg. 1900, 13,5 Sekunden. 2. Lauft 1. Deutsch (ohne Verein), 12,5; 2. Wehrum, Sportgem. Großen-Buseck, 12,8; 3. Boll (ohne Verein), 12,8; 4. Sommerfeld (ohne Verein), 12,9 Sekunden. Weitsprung: 1. Hochstein, Großen-Buseck, 6,24; 2. Schwarz, DfB.-R., 5,40; 3. Boll (ohne Verein), 5,33 Meter. Männer, Diskus: 1. Dr. Luh, DW-R., 40,40; 2. Himmelmann, 1900, 27,88; 3. Deuker, Sportg. Steinbach, 24,90 Meter. Kugel: 1. Dr. Luh, VfB.°R., 14,40; 2. Schleenbecker, Tv. Ruttershausen, 12,08 Meter; 3. Deuker, Steinbach, 10,34 Meter. Hochsprung, B D M.: 1. L. Krausch, Mtv., 1,25; 2. G. Huske, Mtv., 1,25; 3. M. Flörke, BDM., 1,20; 4. L. Klieve, BDM., 1,20 Meter. -4-. Kriegsmeisterschastsspiele der 1. Klaffe Ehringshausen — 1900 Gießen Sportfreunde Wehlar — Steinberg Die Blauweißen fahren nach Ehringshausen. Eine Bewertung der beiden Mannschaften kann nicht erfolgten, der Spielausgang ist daher ungewiß. Die Teutonen von Watzenborn find bei den Sportfreunden in Wetzlar Gast. Es dürfte den Watzenborn-Steinbergern nicht chwer fallen, das Spiel für sich zu entscheiden._______________________ Keine Spur von Hauck. Roman von Lhatlotte Kaufmann. 4. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Die Bettina war verliebt in den Lehrer von 2)3= rup. Manchmal haßte sie sich selbst deshalb. Aber das war einfach so über sie gekommen, sie wußte selbst nicht wie. Zuerst war sie nur ganz mütterlich, besorgt um diesen einsamen Menschen, der so ohne Verwandte und Bekannte in dieses kleine Dorf gezogen war, um sich der Kinder anzunehmen. Sie hatte alles getan, um es ihm gemütlich zu machen. Aber jetzt, während er in den Sommerferien verreist und in seiner Heimat gewesen war, da hatte sie es ganz deutlich gemerkt, daß sie sich in ihn verliebt hatte. Nicht, daß sie Karsten Huith etwas davon merken ließ. Gott bewahre! Aber nachsehen durfte sie ihm wohl, wenn er über die Dorfstraße ging oder des Abends im Garten des Schulhauses langsam die Blumen- und Gemüsebeete entlangschlenderte, die sie dort für ihn angelegt hatte. Die Bettina seufzte. Sie war Witwe und außerdem sechsundreißig Jahre alt. Die Jahre vergingen so, man merkte es gar nicht. Sechsundreißig Jahre! Sie fühlte sich nicht alt. Aber sie wußte natürlich, daß Karsten Hufth sie nie anders ansehen würde, als wie eben ein Lehrer seine Haushälterin ansah, auch wenn sie noch so schöne und saubere Schürzen trug. Nie würde er merken, daß sie blondes, krauses Haar hätte und weiße Haut mit rosiaen Wangen. Daß sie fest und doch schlank gewachsen war und gesunde Zähne hatte. Nie würde er sehen, daß ihre Augen lachten, so oft er mit ihr sprach, und nie würde er wissen, daß sie an ihn dachte, Tag und Nacht. Er war immer weit weg mit seinen Gedanken. — Die Dämmerung fiel hernieder auf den kleinen Ort Dörup. Aus den Häusern kamen die Kinder, barfuß und mit kleinen Notenbüchlein in der Hand. Heute abend war Liederftunde in der Schule, und danach würde ihnen das schlanke Fräulein Hauck etwas erzählen. Denn heute war der erste Tag nach den Sommerferien, an dem die schmale Hilfslehrerin wieder Stunde hielt, und da pflegte sie immer die Geschichte zu erzählen. Das nächstemal aber sollten sie dann anfangen zu lernen, wie man Löffel und Gabeln schnitzt. Der Dust der Linden war aufdringlich und süß. Karsten Huith, der am Zaun feines Garten stand, mit aufgestützten Armen, zog die Nase ein klein wenig kraus. Er blickte die Straße hinunter, auf der dicker weißer Staub lag. Zwei Wagenfurchen liefen den Rain entlang, kleine Abdrücke von Kinderfüßen waren zu fehen, und dort lag ein Büschel Gras, vermischt mit welken Blumen, das irgendein Bauernfuhrwerk verloren haben mochte, lieber diese Straße mußte Sibylle Hauck kommen. Sibylle Hauck! Damals, als sie das Unglück mit ihrem Mann traf, hatte er sich das erstemal ihrer angenommen. Er war herumgelaufen, bis man ihr die kleine Aushilfsstelle an der Schule gab, er war zu den Behörden gerannt und hatte mit der Polizei verhandelt. Er hatte sie getröftet so gut er es in seiner etwas schüchternen Art konnte. Sie war ihm so rührend erschienen in all ihrem hilflosen Kummer, in jener Zeit. Damals sprach man in Dörup und Stein von nichts anderem als von dem verschwundenen Kunstmaler Detlef Hauck. Es war auch zu merkwürdig. Ganz plötzlich an einem Sonntagmorgen war er vom Strand aus in fein Haus gegangen, und seitdem war er verschwunden. Die einen sagten: ein Unglücksfall. Vielleicht ist er ins Meer geraten und ertrunken. Die anderen sagten: er ist eben auf und davon. Er hatte doch Schulden Überall und kein Geld und keine Aussicht, etwas zu bekommen. Und verrückt war er immer schon ein wenig gewesen. Sibylle, die Frau, schien das letztere zu glauben, wenn auch nicht so grob und derb wie die Leute es aussprechen. An Geld und Schulden dachte sie gewiß nicht. Aber sie schien überzeugt davon zu sein, daß ihr Mann noch lebte, und daß er wiederkommen würde — irgendwann. Doch sprach sie schon seit zwei Jahren nicht mehr b-aniber. Sie schien so zerbrechlich, wenn man sie ansah, und sie war doch so stark. Die Dämmerung kam langsam und still über die Dorfstraße herein. Der Staub auf den Gräsern des Gartens wurde dünn und zart wie Patina auf Kupfer. Das Plätschern des Brunnens drang durch die Stille, fern und schwermütig. Karsten tf großen Ansprüchen gerecht zu Zweifel durch die Verschärfung Westen erwachsen werden. LlrlaubSgewährung an Einberufene. entbunden werden. Vermißte - wiedergefunden durch das DRK Oie Betreuungspraxis für unsere Kriegsgefangenen. alle deutschen Kriegsgefangenen zweimal mo. natlich Tabakfen düngen, die das Reichs. wirtschastsministerium für das DRK. freigibt. Alle Anfragen und Anfchristen werden in der Stelle des Sonderbeauftragten karteimäßig erfaßt: und aktenmäßig bearbeitet. So kann über jebtn Mann, dessen Name einmal in Verbindung mit dieser Arbeit ausgenommen wurde, sofort und jeder, zeit Auskunft gegeben werden, sofern er als lebeich festgestellt wurde. Eine Unsumme von mühsamer Kleinarbeit aber ist oft nötia, um überhaupt eint Spur der Vermißen aufzufinden und dann xu Der. folgen. Wie lohnend die Arbeit jedoch ist, hat der Polenfeldzug zur Genüge bewiesen, zum Beispiel bei der notwendigen Wiederzusammenführung zahl, reicher, durch die Ereignisse des Krieges ausein. andergerissener volksdeutscher Familien. Obgleich die Arbeit des Sonderbeauftragten zunr größten Teil von ehrenamtlichen Kräften bewältigt wird, machen die Nachforschungen naturgemäß oft große Kosten. Auch diese müssen neben der ae. wattigen Betreuungsarbeit an unseren Verwunde, ten bestritten werden. Jeder von uns hat Ange, hörige im Felde und konnte einmal in die Lagt kommen, sie vermißt oder in Feindesland zu wis. fen. Dann würde auch er die unentgeltliche Beratung und Hilfe des DRK. in Anspruch nehmen, wollen. Denken wir daran, wenn wir out Hungen L — Grüningen L Vor einer kaum zu lösenden Aufgabe steht Grii. nlngen. Die Mannschaft muß in Hungen zum. Punktkampf antreten. Nachdem die Platzherren anu Sonntag gezeigt haben, was in ihnen steckt, bürgten die Gäste um eine Niederlage nicht herum- kommen. Spielansehungen der 2. Klaffe. 9.6.: ©rüntngen — Garbenteich; Heuchelheim — Steinbach; VfB.-Reichbahn II. — Großen-Bufeck: Klein-Linden — Hungen. 16. 6.: Garbenteich — VfB -Reichsbahn II.; Steinbach — Grüningen; Hungen — Heuchelheim. 23.6.: VfB.-Reichsbahn II. — Klein-Linden; Heuchelheim — Garbenteich; Grüningen — Hungen: Großen-Bufeck — Steinbach. 30.6.: Klein-Linden — Heuchelheim; VfB.,Reichsbahn II. — Grüningen; Großen-Bufeck — Hungen: Steinbach — Garbenteich. 7.7.: Heuchelheim — VfB -Reichsbahn ü.; Hungen — Steinbach; Garbenteich — Großen-Bufeck: Grüningen — Klein-Linden. 14.7.: Grüningen — VfB.-Reichsdahn II.; Heuchelheim — Großen-Bufeck; Hungen — Garbenteich. 21.7.: Grüningen — Steinbach; Hungen — VfB- Reichsbahn II.; Garbenteich — Heuchelheim. Bei dem starken Einsatz unserer Luftwaffe als Wegbereiterin unserer Infanterie, und bei ihrer Verwendung zur Vernichtung der rückwärtigen Verbindungen Des Feindes ist es xumeilen unvermeidlich, Flugzeuge, die vom Feindflug nicht in ihren Heimathafen zurückkehren, als vermißt zu melden. Falls ihre Besatzungen in Gefangenschaft geraten, müffen wir uns oft viele Wochen gedulden, bis uns das Rote Kreuz eines Tages mitteilt, daß über die Wehrmachtsauskunftsstelle Kunde von einem vermißt Gemeldeten gekommen ist. Diese Hilfeleistung wird praktisch ermöglicht durch das „Abkommen über die Behandlung der Kriegsgefangenen", das am 27.7.1929 zwischen 60 Staaten gleichzeitig mit der Genfer Konvention über den Schutz der Verwundeten und Erkrankten der Heere im Felde in Gens abgeschlosfen und von der Reichsregierung 1934 ratifiziert wurde. In Genf, wo das Internationale Komitee vom Roten Kreuz feinen Sitz hat, ist eine Zentralauskunftsstelle errichtet worden, und über diese tauschen alle kriegführenden Staaten ihre Nachrichten über die Vermißten und Gefangenen aus. Zur Zeit dauert es etwa drei Wochen, bis eine Nachricht über Gefangene oder Auffindung von Vermißten der Gegenseite zu uns gelangt. Sobald die Nachricht bei unserer Wehrmachtsauskunftsstelle eingegangen ist, erhalten die Angehörigen auch vom Deutschen Roten Kreuz Nachricht und Anschrift des Soldaten und können nun gewöhnlich sofort mit ihm in Verbindung treten. Das geschieht ebenfalls über das Rote Kreuz. Vom Roten Kreuz erfährt man die Lageranschrift des Gefangenen, das Lazarett, wenn er verwundet wurde und die Bestimmungen, die der Feindstaat für den Postverkehr und die sonstige Versorgung seitens der Heimat erlassen hat. Das Rote Kreuz hat für alles vorgesorgt. Wollen wir Lebensrnittel an den Gefangenen senden, dann tun wir gut, uns der Typenpatete zu bedienen, die wir gegen Entgelt fix und fertig beim DRK. bestellen können und die entweder Tabakwaren, Süßigkeiten oder Seife unb Reinigungsmittel enthalten. Da bei uns diese Dinge bewirtschaftet sind, können wir über das Rote Kreuz dies leichter beschaffen, als wenn wir es uns von den Lebensmittelkarten abfparen müßten. Auch für das geistige Wochl forat die Stelle des Sonderbeauftragten. Das DRK. hat die gegnerischen Kriegsgefangenenlager mit Lagerbüchereien, Musikinstrumenten und Sportgeräten ausge- ftattet, aber es ist darüber hinaus felbftverftändlick auch möglich, dem einzelnen Gefangenen noch Bücher und Instrumente zu schicken. Allerdings suche man Bücher niemals ohne den Rat des DRK. aus, da ganz bestimmte Vorschriften an den Der- fand von Lektüre geknüpft sind. Uebrigens erhalten Kriegsmeisterschastsspiele der 2. Klaffe Großen-Bufeck L — Heuchelheim L Der Tabellenführer trifft zu Hause auf einen alten Rivalen, mit dem er schon manchen harten Strauß ausgefochten hat. Die Heuchelheimer waren es, die schon oft den Platzherren die Meisterschaft vor der Nase wegschnappten. Wenngleich die Gäste ihr erstes Spiel knapp verloren, so haben sie doch nichts von ihrer Gefährlichkeit eingebüßt. Die Platzherren tun gut daran, das Spiel sehr ernst zu nehmen. Garbenleich L — Klein-Linden L Garbenteich hat sich den zweiten Tabellenplatz erkämpft und empfängt die Mannschaft aus Klein- Linden zum Rückfpiel. Nachdem die Gäste im ersten Spiel unterlagen, haben sie durch ihren hohen Sieg vom Sonntag gezeigt, daß sie an Spielstärke gewonnen haben. Die Platzherren sind nicht mehr so stark wie xu Beginn der Serie, deshalb müssen sie sehr auf der Hut sein. Steinbach I. — VfB -Reichsbahn II. Die Grünweißen, denen bisher noch kein Sieg gelang, müssen nach Steinbach. Im Vorspiel siegte Steinbach mit einer starken Elf, die aber an Spiel- stärke verloren hat. Die Grünweißen können bestimmt mehr als der Tabellenstand besagt. Es wird Zeit, daß sich die Elf auf ihr wirkliches Können befinnt Die Anträge der zum Wehrdienst einberufenet 1 Gefolgfchaftsmitglieder auf Freistellung von der Arbeit nach Erhalt des Geftellungsbe. f e h l s sind von den Betriebsführern unterfchichltH 1 behandelt worden. Der Reichsarbeitsminister ist: | der Anregung der Deutschen Arbeitsfront, einet einheitliche Regelung für diese Frage zu. treffen, gefolgt und hat bestimmt, daß die zum. Wehrdienst einberufenen Gefolgschaftsmitglieder: | zur Ordnung persönlich er und häur« l i ch e r Angelegenheiten in der Regel einen; oder einige Tage Freizeit vor dem (Seftettungstagj benötigen. Sie werde von den Betriebsführern nicht: versagt werden können, wenn das Gefolgschaftsmit- | glied einen entsprechenden Eintrag rechtzeitig stelle. Einberufene, die ihren Gestellungsbefehl kurzfristig; erhcftten, sollen auf Antrag von Arbeit baldigst; entbunden werden. kommenden Sonntag wieder besteuern zum Kriegs. Hilfswerk und legen wir noch ein Extrafcherfleiu. auf unsere Gabe, um für diese Arbeit die Grunin ' । lagen schaffen zu helfen, damtt sie imstande ist, den. —ofjen Ansprüchen gerecht zu werden, die ohm ! c—3 der Kampftage int , Dr. Buresch. Huith spielte mit einem Brocken Moos, den er vom verwitterten Zaun gerissen hatte. Nun würde sie bald kommen. Er hatte sie lqnge nicht mehr gesehen. Den ganzen Sommer nicht, schien es ihm. Aber er hatte immer an sie gedacht, als er in feiner Heimat war. Immer. Sibylle Hauck kam mit dem Rad. Der richtige Weg führte von ihrem Dünenhaus nach Stein und von Stein aus auf der Landstraße nach Dörup. Aber das war zu weit. Diel näher war der Weg den Rain entlang, zwischen den Aeckern hindurch quer von den Dünen herüber nach Dörup. Man chnitt ein gutes Stück ab. Aber es war schlecht zu ähren auf den schmalen Grasnarben, die sich zwi- chen den Aeckern hindurchschlängelten und auf denen Jahr und Tag kein Mensch ging außer denen, die gerade hier auf den Feldern zu arbeiten hatten. Sie war daran und etwas außer Atem, als sie vor dem Schulhaus absprang. Das Rad war weiß von Staub, und ihre Schuhe schienen gepudert. „Guten Tag, Fräulein Hauck", sagte der Lehrer Huith und gab ihr die Hand. Er sagte Fräulein zu ihr, wie die Kinder zu ihr sagten. „Guten Abend, Huith", erwiderte sie, „ich bin zu spät gekommen, nicht wahr?" Sie lächelte. „Sie müssen entschuldigen. Der Weg war so schlecht heute. Wie geht es Ihnen?" „Gut." „Sie sehen ordentlich erholt aus. Die Ferien haben Ihnen gut getan. War es schön zu Hause?" „Das war es. In der Heimat ist es immer schön. Und Sie? Was haben Sie getrieben in der langen Zeit? Was gibt es Neues?" „Oh, nichts Neues." Sie zog ihre Hand zurück. „Gar nichts Neues." „Haben Sie gearbeitet?" „Nein. Ich muß gestehen, ich bin schrecklich faul gewesen. Aber gestern habe ich einen Auftrag bekommen. Martens aus der Wilhelminenftraße hat mir geschrieben. Ich soll ihm ein Plakat entwerfen." „Das ist alles?" „Ja, und vor vierzehn Tagen habe ich einen Segler aus dem Wasser gezogen. Aber Sie werden wohl viel zu erzählen haben." Die Bettina stand hinter dem Fenster ihrer Kate und sah hinüber. Die Kinder sind längst alle drinnen, dachte sie ärgerlich und fast (aut, und nun stehen sie da und erzählen sich was. Nachher, als die Stunde längst aus war, faß Sibylle am schweren eichenen Tisch irn Wohnzimmer des Lehrers von Dörup, um noch eine Taffe Kaffee zu trinken, ehe sie sich auf den langen Heimwez machte. Das tut sie jedesmal, wenn sie in Dörup war, zweimal in der Woche. Huith erzählte von feiner Heimat. Ja, es war einmal Kirmes gewesen, und er hatte getanzt. E» war ihm auch einmal ein GedicA eingefallen bei einem Morgenspaziergang. Die Birken waren so silbrig gewesen. Aber er hatte es nicht ausgeschrieben. Wozu! Bei folchen Dingen kam er sich nachher immer lächerlich vor, und Sibylle war die einzige, zu der er überhaupt davon sprach. Wie es gewesen feit Oh, er hatte es vergessen. Und sie — sie hatte also wieder einmal jemand aus dem Wasser gezogen. „Ja, einen aus der Stadt drin. Ingenieur ist et. Don den Scheffield-Werken." „Solche Leute können wohl besser aufpassen", begnügte sich Huith zu erwidern. „Hat er sich benm wenigstens erkenntlich gezeigt?" „Sie sind profitlich, Huith. Er wollte mir sogar eim Bild ab kaufen." „Er wollte ..." „Ich habe ihm keines verkauft." « „Weshalb nicht?" „Weil er nichts davon verstand. Er wollte eines kaufen aus lauter Verpflichtungsgefühl heraus." Sie lachte. „Aber er hat mir versprochen, mich einmal nach Hamburg mitzunehmen, wenn er dort zu tun hat. Ich möchte ja so gern wieder einmal ein gutes Konzert ober eine Oper hören." „Das könnten Sie auch von mir hoben", brummle Huith, „aber mit mir wollen Sie ja nicht nach Hamburg fahren." „Weil Sie kein Geld haben, Huith, unb ich hab« auch (eins." „Darauf könnte ich schon einmal sparen." „Nein. Das würbe doch keinen Spaß machen. Aber so ein Mann, dessen Eltern in der Esmarchstrahe ein ganzes chaus bewohnen unb der ein Auto be< sitzt — da schadet es nichts, wenn man einmal au' einem leeren Platz mitfährt." „Ein junger Kerl gewesen, was?" „Nein. So jung wohl nicht mehr. Er war älter als Sie. Wir haben auch das ganze Segelboot gt;‘ rettet Sie hatten »Wassilü so schön geteert." (Fortsetzung folgt.)