Mittwoch, Zi.Zanuar 1940 Ur. 26 (Brftes Blatt 190. Jahrgang M isjohr fftt Deutschland wird leben *r oon einem )ar in ES' Stadt- gebliches Unterfangen war und nur der Glaube an die eigene Kraft und die ewigen Werte des eigenen Volkes Deutschlands Schicksal zum Guten zu wenden vermöge. Eindeutig stellte der Führer die Tatsache heraus, daß, sobald die westlichen Demokratien den Wieder - aufftieg Deutschlands witterten, ihre führenden Schichten entschlossen waren, den Kampf wieder auszunehmen, um diesen Wiederaufstieg und damit die Konsolidierung Europas zu verhindern, mochte auch das aroße innere Reformwerk, das der Rational- soziallsmus in Deutschland begonnen hatte, auch die Interessen der andern Welt in keinem Punkte berühren oder gar beeinträchtigen. Die Gegner wollen Deutschlands Vernichtung, mögen sie das nun mit zynischer Offenheit sagen wie Churchill oder hinter verlogenen frommen Phrasen verbergen wie. Chamberlain. Das Deutschland von 1648 ist ihr Ideal. Aber die damals in Atome zerschlagenen Rationen der Mitte Europas haben ihre innere Uneinigkeit überwunden. Als junge, ihrer Kraft bewußte Völker treten sie in den Kreis der großen Mächte und fordern ihr Lebensrecht. Das ist das Problem, das zur Diskussion steht und gelöst werden wird, wie alle sozialen Probleme. Die Kligue der Kriegshetzer in England und Frankreich wollte darüber keine Verständigung, obwohl Deutschlands Forderungen dem englischen und französischen Volke nichts nehmen. Sie wollten den Krieg und werden den Kampf bekommen! So ruft der Führer aus unter dem sich immer wiederholenden stürmischen Beifall der Mas- Man sprach dann auch nicht mehr von Abrüstung, sondern im Gegenteil man rüstete weiter. Man hat dann auch nicht begonnen, die Konflikte friedlich zu f e n, große Staaten aufgelöst, Rationen rechtlos gemacht, indem man sie erst wehrlos machte und dann endlich eine Einkeilung getroffen, die nur noch Sieger und Besiegte auf dieser Delk übrig lieh. sen, die den Sportpalast füllen. Die erste Phase dieses Krieges, so sagt der Führer dann, war eine politische, die uns politisch wie mili- tärisch den Rücken frei machte durch unsere Freund- Das Echo in Rom. Vorbehaltlose Zustimmung. Rom, 31. Jan. DRV. Die Führerrede im Berliner Sportpalast am 7. Jahrestag der Machtergreifung findet in politischen Kreisen Roms vorbehaltlose Zustimmung. Man hebt vor allem die in der Rede enthaltene Parallele zwischen Deutschland und Italien hervor, daß beide Länder im Laufe der Geschichte um ihren Anteil an der Welt betrogen worden seien und heute als die beiden jungen und starken Nationen ihre Ansprüche erheben. Unterstrichen wird in erster Linie die Feststellung des Führers, daß Deutschland und Italien seit Jahren eine gemeinsame Politik betreiben, daß sich an dieser Politik nichts geändert hat, daß beide Staaten eng befreundet und ihre gemeinsamen Interessen auf den gleichen Nenner zu bringen sind. Stärkste Zustimmung findet, ferner die Feststellung des Führers, daß das heutig zwischen den Völkern gestellte Problem genau so gelöst werden wird wie alle sozialen Fragen. Man ist überzeugt, daß die kompromißlose Stellungnahme des Führers gegen England und Frankreich von der ganzen Welt verstanden werden wird, um so mehr, als der Führer nicht nur das unzerstörbare Vertrauen zwischen Führer und Volk, sondern auch die Tatsache betont hat, daß die Vorbereitungen des nationalsozialistischen Deutschlands in den letzten fünf Monaten feine ungeheueren Leistungen in den letzten sieben Jahren noch weit übertreffen. ebabd.. wollte, ° heißen '' iungt, Jahre manne irzte ährend 'en «• ' tmeren rge die ’ 5 Kind ' muh' Der. Dit. i in An Crtu. :hn • 3m nom. sfage Mich onen f den * Chor lchen, nicht Raum "gen, 'lesen, * bs bienst «tunken. Sei« Sol. Chor« durch den Nationalsozialismus zu einer stählernen Einheit zusammengeschweißt, seiner Kraft und seines Anspruchs bewußt, die Stellung in der Welt einnimmt, die ihm seinen Leistungen nach zukommt. Der Neid und das Mißtrauen der regierenden unt. nüd. lein. die G Jen. N ki dank ch» adt, 2 in ; er X dem rill, a. * Lluser Dank ist Kampf und Arbeit Dr. Goebbels eröffnet die Massenkundgebung. ich, atr «reitet mtwod i eftörten . 'oucher, i it“ ^fachen j hraner In fei' ?r ohne rde dar früher. * Die ein )ers er* loitfal >: > rür r stunden e lange immer r koimn ./ Sie en nur d« fonben Dol. fall iichi ge> i diesem anderen ie Ast'! bstM! !. Uebrr Drogen - Chemikalien Parfümerien Hygienische Artikel Familien- Drucksachen venobunoeanzeigen Vermählungsan zeigen bei Brühl, Schulstraße 7 Qeburtaanxelgao »Mutter, dürfen wir auf die Strahe gehen, — nur auf 'ne halbe Stunde?" »Ja, da müht ihr Vater fragen!" Photo - Photoarbeiten Projektion Schmalfilm-Kino ’S Ml Führer n genotj n.'durid n unab- ist mit düngen daß bei er dee wannen en, dem nen ab ind dar! als ein« in zwei' ers. E ine frei- t mehl Zweijährige Handelskiasse für Schulentlassene mit 8 jäh riger Schulbildg. Frühzeitige Anmeldung erbeten, da die Aufnahmeprüfung bereits vor Ostern statttindet und eine spätere Aufnahme nicht vorgenommen werden kann. Ein- und halbjährige Handelsfachklassen für Schüler mit Volksschulreife und höherer Schulbildung, bei Sekundaoder Mittelschulreife ohne besondere Aufnahmeprüfung. Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte jederzeit im Schclfiebäude Giefien, Goethestr. 32 An den Schaden abgetanfeneE Schnhwel-heitt Schuhe müssen sofort nach dem Ausziehen aufgeleistet werden. Dadurch wird die Falten- und Rihbildung verhindert. Richtige Schuhpflegemittel (fragen Sie im Fachgeschäft) hallen das Leder weich, geschmeidig und wasserdicht und vermeiden Wasserflecke. Nasse Schuhe dürfen nicht dicht am Ofen oder Heizkörper getrocknet werden, weil Sohle und Oberleder dadurch brüchig werden. Wenn keine Leisten im Hause sind, müssen nasse Schuh« mit- Papier ausgestopft werdeck. Wer seine Schuhe so pflegt, den erfreue« sie durch eine längere Lebensdauer und durch ein stets gutes Aussehen. Also niemals den Arger über Schuhe de« Schuhen i« die Schuhe schieben — auf di« richtige Pflege kommt es Q«i 19.30 bis 21.30 Uhr 17. Mittwoch-Miete! 473D KinderaufZeit Lustspiel von Kurt Bortfeldt. Preise: RM. 0.60 bis RM. 3.10. Ein Lustspielfilm nach dem gleichnamigen erfolgreichen Bühnenstück, mit: Leny Marenbach - Jobs. Riemann und Anzüge in grober Auswahl! ent aiig -mgenrI m bitfl m Ml C n. ’ QU?: 'M Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Göethestr.32 lofroM be sofat > deutsch« das eng' sche A! undschasl in diese» ihitt« i nie zul in En- •r impt; für rm* hier 'S Tagki Negit' ne vtf irb über- gab W lese N n W big«;5 )39 W lig ,r Ver- 5 ihtt 5 heute n hüllt llfe° ) * i wäre, fl; iir eiosl eih^ ;urüo' verföh' KalUp!' (Ulin0, ötifrf erde" iuf^ tucrr Vt KZ Hilde Weissner- Hilde Hildebrand Spielleitung: JOHANNES MEYER Musik: FRANZ GROTHE 487a »eilir-l Kn-II At|J Sri;: l bi,| egnerrk «*>■ ’ nif. ln«gihH mu^W e rnüs.|j plohliitl! rhallkl» WJl h intz|.i ,env?j.W >t N; nb unb ' te U-i bataujll L einefflj-i de un)|j f)e ge.H 'k gtil n fünf.» i, nidjtH Kreuzplatz 15 GIESSEN Kreuzplatz 15 mit dem Kullenmesser. Wurst, Fleisch, Käse oder auch frisches Brot lassen sich mit dem Kullenmesser mühelos schneiden. Sie bekommen es, wie auch alle anderen Solinger Stahlwaren bei J.B. Häuser! Gießen, a.Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 Wie werde ich in der Ehe glücklich? Wieheileich meinen Mann vonseinlaunen? | Wie unterrichte ich meine Frau in der Liebe? Solche und ähnliche Spezialfragen beantwortet dies, entzückende Lustspielfilm mffche Pftttruse). Der ganze Dlockadrkrleg tft fa nichts anderes, ebenso wie einst der Krieg gegen d-ie Buren, als ein Krieg gegen die Frauen und Kinder (Erneute stürmische Pfuirufe). Damals wurde das Konzentrationslager erfunden. In einem englischen Gehirn ist diese Idee geboren worden. Wir haben nur im Lexikon nachgelesen und haben das dann später kopiert (Große Heiterkeit). Nur mit einem Unterschied: England hat Frauen und Kinder in diese Lager gesperrt. Ueber 20 000 Burenfrauen sind damals jämmerlich zu Grunde gegangen. Warum soll also England heute anders kämpfen? Das haben mir vorhergesehen und haben uns darauf vorbereitet! (Brausender Beifall). Herr Churchill mag überzeugt fein, was England in den fünf Monaten jetzt getan hat, das wissen wir, was Frankreich getan hat, auch. Aber anscheinend weiß er nicht, was Deutschland in den fünf Monaten getan hat! (Jubelnde Zustimmung.) Die Herren sind wohl der Meinung, daß wir in den letzten fünf Monaten geschlafen haben. Seit ich aber in die politische Arena trat, habe ich noch nicht einen einzigen Tag von wesentlicher Bedeutung verschlafen, geschweige denn fünf Monate. (Stürmische Zustimmung.) Ich kann dem deutschen Volke nur die eine Versicherung geben: Es ist in diesen fünf Monaten Ungeheures g e l e i st e t worden. Gegenüber dem, was in diesen fünf Monaten geschaffen wurde, verblaßt alles, was in den sieben Jahren vorher in Deutschland entstand! (Stürmische Beifallskundgebungen.) Unsere Rüstung ist jetzt zu dem planmäßigen Anlauf gekommen. Die Planung hat sich bewährt. Unsere Voraussicht beginnt jetzt Früchte zu tragen, so große Früchte, daß unsere Herren Gegner langsam zu kopieren anfangen. (Stürmische Heiterkeit.) Allerdings — es find nur sehr kleine Kopisten. Natürlich — der englische Rundfunk weiß ja alles besser. Wenn es nach ihm ginge, dann könnte eigentlich in England heute die Sonne nicht mehr scheinen, weil die britischen Flugzeuggeschwader die Atmosphäre verdunkeln. Die Welt müßte ein einziges Waffenlager sein, von England ausgerüstet, Ältere Leute klagen häufig über Hinfälligkeit und Müdigkeit Eine Kur mit Lebens-Elixlr „Dr. Schleifer- mehrt alt und jung die Kräfte, macht Appetit, stärkt die Nerven und bildet neues Blut. Man fühlt sich frischer und leistungsfähiger. Lecithin und Eisen machend. Gr. Flasche 2.75 Kurflasche 4.90 Univ.-Apotheke zum xold. Engel, A, Habrich, Marktplatz^ durch das Alter Blinde nicht sehend. Wer aber früher schon mit Blindheit geschlagen war, ist er jetzt auch. Wer aber mit Blindheit geschlagen ist, den wollen die Götter verderben. (Tosender Beifall.) heute tritt diesen Kräften die deutsche Wehrmacht gegenüber, die erste der Welt: Vor allem aber tritt diesen Kräften das deutsche Volk gegenüber, das deutsche Volk in einer Einsicht und in seiner Disziplin, erzogen nunmehr durch sieben Jahre nationalsozialistischer Arbeit auf allen Gebieten. Daß das kein Phantom ist, das können wir heute erleben. Diese Erziehungsarbeit hat Klassen und Stände überwunden. Sie hat Parteien beseitigt, sie hat Weltanschauungen ausgetilgt und hat an ihre Stelle eine Gemeinschaft gesetzt. Diese Gemeinschaft ist heute von einem einzigen glühenden Vertrauen beseelt und einem fanatischen Willen erfüllt. Diese Gemeinschaft wird diesesmal nicht den Fehler des Jahres 1918 machen! (Brausende Rufe: Niemals! Niemals!). Wenn heute Herr Daladier an dieser Gemeinschaft zweifelt, oder wenn er glaubt, daß in dieser Gemeinschaft Teile jammern, oder wenn er meine eigene Heimat zitiert und sie bemitleidet — oh, Monsieur Daladier, vielleicht werden Sie meine Ostmärker noch kennenlernen! (Minutenlanger Beifall.) Sie werden Ihnen dann die Aufklärung persönlich geben. Sie werden mit diesen Divisionen und Regimentern ja genau so Bekanntschaft machen wie mit den anderen Deutschen, und Sie werden dann von einem Wahnsinn geheilt werden, nämlich von dem Wahnsinn, zu glauben, daß Ihnen noch deutsche Stämme gegenübertreten. Herr Daladier, Ihnen tritt heute gegenüber das deutsche Volk (Beifall!), und zwar das nationalsozialistische deutsche Volk! (Brausende Bravorufe.) Dieses Volk, um das der Nationalsozialismus gerungen hat, und das in mühevoller Arbeit seine heutige Erziehung und damit seine heutige Formung erhielt, i st geheilt von allen internationalen Anwandlungen, und es wird geheilt bleiben. Dafür bürgt die Nationalsozialistische Partei. Und Ihre Hoffnungen, Volt und Partei oder LH E LM HORN UND SOHN für England arbeitend und damit die britischen Massenheere versorgend. Deutschland umgekehrt stünde vor dem, totalen Zusammenbruch. (Stürmische Heiterkeit.) Ich habe es heute soeben gehört, daß wir noch drei U-Boote besitzen (Erneute Heiterkeit), das ist sehr schlimm, nämlich nicht für uns, sondern für die englische Propaganda, denn wenn die drei Stück vernichtet sind, und das kann schon heute oder morgen sein — was wird man dann noch vernichten können? Den Engländern bleibt am Ende nichts anderes übrig, als dann schon vorher die U-Boote zu versenken, die wir in der Zukunft bauen werden (Abermals ein Sturm von Heiterkeit), und sie werden dann außerdem zu einer U-Boot-Auferstehungstheorie kommen müssen. Nachdem ja doch die englischen Schiffe sicherlich weiter versinken werden, wir aber keine U-Boote mehr besitzen, kann es sich also bei diesen angreifenden U- Booten nur um U-Boote handeln, die von den Engländern schon einmal vernichtet worden sind. Ich las weiter, daß mich tiefe Betrübnis und Trauer erfasse, denn ich hätte erwartet, daß wir jeden Tag zwei U-Boote bauen, während es nur jede Woche zwei seien. Ich kann nur, sagen: Es ist nicht gut, wenn man seine Kriegsberichte und besonders seine Rundfunkansprachen von Angehörigen eines Volkes halten läßt, das feit einigen tausend Jahren nicht mehr gekämpft hat (Brausende Heiterkeit), denn der letzte nachweisbare Kampf der Makabäer (Sturm der Heiterkeit) scheint allmählich doch seinen militärischen erzieherischen Wert verloren zu haben. (Minutenlanger Jubel.) Wenn ich diese ausländische Propaganda ansehe, dann wird mein Vertrauen in unseren Sieg unermeßlich! Denn diese Propaganda habe ich ja schon einmal erlebt. Fast fünfzehn Jahre lang war diese Propaganda gegen uns gemacht worden. Meine alten Parteigenossen, Sie erinnern sich dieser Propaganda! Es sind dieselben Worte und dieselben Phrasen, ja, wenn wir genauer Hinschauen, sogar die gleichen Köpfe und derselbe Dialekt! (Erneute Heiterkeit.) Mit diesen Leuten bin ich fertig geworden als einsamer unbekannter Mann, der eine Handvoll Menschen an sich zog. Fünfzehn Jahre bin ich mit diesen Leuten fertiggeworden, und heute ist Deutschland die größte Weltmacht! (Brausender Beifall.) Es ist nicht so, daß das Alter an sich weise macht. Es werden auch men, den beabsichtigten Krieg tn ebnen allgemeinen Weltkrieg ausarten zu lassen. Der fromme die Bibel studierende, lesende und predigende 'herr Ehamberlain hat sich damals monatelang bemüht mit dem Atheisten Stalin zu einer Verständigung zu kommen und mit ihm einen Bund zu schließen Das ist damals nicht gelungen. Ich verstehe, daß man in England wild ist darüber, daß ich nun das getan habe, was Herr Chamberlain vergeblich versucht hatte, zu tun. CBraufenber Beifall.) Und ich begreife auch, daß das, was bei Herrn Thantberlmn ein Gott wohlgefälliges Werk gerne« bewerb setzte sich aus Abfahrts- und Torlauf zusammen. Der 1. Sieg fiel an ein Frankfurter Mädel. Auch in den beiden anderen Altersklassen sicherten sich die Frankfurterinnen den Sieg. * ** Dienstjubiläum bei der Stadt Gießen. Auf eine ununterbrochene Dienstzeit von 25 Jahren bei den Stadtwerken kann heute der Straßenbahnwagenführer Andreas Wagner zurückblicken. Aus diesem Anlaß wurde der Jubilar in Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste im Kreise der Arbeitskameraden geehrt und erhielt neben einer Treueprämie ein Glückwunschschreiben des ^Oberbürgermeisters. *♦ Wechsel in der Vorlesungsfolae. 9m Rahmen der von der Universität veranstalteten unentgeltlichen Vorlesungen für Hörer aller Fakultäten, Anaehörige der Wehrmacht und interessierte Volksgenossen fällt die für den morgigen Donnerstag, 1. Februar, angekündigte Vorlesung des Professors von Blumenthal über „Homer und die homerische Frage" aus. Dafür wird Professor Dr. Zschietzschmann morgen abend über das Thema J>omer und die bildende Kunst der Griechen" sprechen. Kdf.-Volkstumsgruppen und Soldaten. * Leihgestern, 30. Jan. Wer am Samstag dem von der KdF.-Sing- und Tanzgruppe Leihgestern gemeinschaftlich mit Soldaten veranstalteten Dorfgemeinschaftsabend in der Gastwirtschaft „äum Löwen" beiwohnte, konnte sich erneut davon überzeugen, daß unzertrennliche Bande zwischen Front und Heimat geknüpft sind. Im Wechsel mit den schneidigen Militärmärschen eines Wehrmacht- Musikkorps und Liedern eines Soldatenchores brachten die Leihgesterner Sing- und Tanzgruppen ihre volkstümlichen Darbietungen. Spontanen Beifall lösten die Trachtentänze und alt-hessischen Spinn- pubenlieder aus, zumal die Soldaten deutlich empfanden, daß hier nichts „Gemachtes" geboten wurde, sondern lebensvolle, ursprüngliche Bauernkultur in Erscheinung trat. Der hier beheimatete oberhessische Heimatdichter Georg Heß sprach die verbindenden Worte zwischen den einzelnen Darbietungen, machte durch seine Mundartdichtungen die Gäste mit dem hessischen Humor und der hessischen Muttersprache bekannt und erntete als Leiter der geschickt aufgebauten Spielfolge herzlichen Dank. Die etwa 450 Besucher der Veranstaltung werden den Abend lange in Erinnerung behalten, schenkte er ihnen doch einige frohe Stunden in ernster Kriegszeit und spendete wahre Kraft durch Freude. Marder tötet 13 Hühner. LDD. Ehringshausen (Dillkreis), 29. Jan. In Grabenheim drang ein Marder in den H ü h- n er ft q 11 eines Bauern ein und tötete 13 Hühner. Der Räuber konnte entkommen. Ein AA Sulle - Zwei v-Kühe... Als Zuschauer beim Gießener Die Biehversteigerungshalle Rhein-Main, unweit der Margaretenhütte, ist allwöchentlich Schauplatz des Gießener Schlachtviehverteilungsmarktes. Während mehrerer Tage der Woche ist dort oben abseits der Stadt nicht viel los. Nur am Montagnachmittag und am Dienstagmorgen geht es lebhaft zu. Am Montagnachmittag wird das Vieh antransportiert und trifft vom Güterbahnhof her in den Stallhallen ein. Die Schlachtviehvertellung beginnt Am Dienstagmorgen kommen die Metzger, um die Tiere zu übernehmen, und damit das Fleisch zu kaufen, das für den Lauf einer Woche der Gießener Bevölkerung zusteht In den modernen Buchten des Schweinestalls liegen in manchmal unterschiedlich großer Anzahl, auch in unterschiedlicher Größe, die Schweine und ahnen nichts von ihrem nahen Ende. Im gegenüberliegenden Stall steht das Großvieh; Rinder, Kühe, Ochsen und Bullen, und sie wissen auch nicht, was mit ihnen geschehen soll. Dicht gedrängt stehen die Tiere da, stoßen spielerisch mit ihren Hörnern umeinander, und sind unruhig und ungeduldig in der fremden Umgebung. Zuhause, im Stall des Bauern, war es außerdem wärmer. — Jedes der Siete trägt auf dem Rücken ein kreisrundes Blättchen Papier aufgeklebt, mit einer auf- aestempelten Nummer. Schon daran ist System und Organisation zu erkennen. Die Tiere sind genau in Listen erfaßt Und wenn man am Dienstagmorgen kommt, bann findet man die Tiere auch noch mit anderen Zeichen bemalt In großzügigen Strichen kann man da lesen: AA, B, C, D. Man sieht, die Klassifizierungskommission hat bereits gearbeitet! Ihr gehören ein Bauer, ein Händler und ein Metzger an. Mit den ersten Buchstaben des Alphabets hattdie Kommission das Tier nach seinem Schlachtwert eingeschätzt Da steht ein mächtiger Simmentaler Bulle, massig, gut genährt, so daß er einem Metzger wohl zu imponieren vermag. „AA" steht auf seinem Rücken. Das bedeutet „Ausstichtier", also sehr gute Qualität. Der Preis für diesen Bullen ist höher als für Tiere anderer Klasse. Der Bulle ist aber auch „gut" für, sagen wir einmal, „58 Prozent'; d. h. aus- geschlachtet wiegt der Bulle noch 58% seines Lebendgewichtes. Dann kann es sein, daß unmittelbar neben diesem Simmentaler Riesen ein ganz bescheidenes Tier steht, eine kleine Vogelsberger Kuh; daß sie fett wäre, kann man nicht sagen; auch sehr fleischig ift sie nicht; daß sie sehr jung wäre, ist auch nicht zu vermuten! „D“ steht auf dem Rücken. Also, mindere Qualität Verkauft muß sie. auch werden, und der Bauer, dem sie oftmals den Wagen über die Höhen des Vogelsberges gezogen hat, erhält den gerechten Preis für sein Tier, von dem er sich vielleicht gar nicht so leicht getrennt hat Jene Tiere, die ein „B" oder ein „C" auf dem Rücken tragen, werden von den Metzgern aber mit etwas wohlwollenderen Augen angesehen. Die Preise für die Tiere der verschiedenen Klassen bewegen sich in festgelegten Grenzen. Händler und Metzger müssen sich im gegebenen Rahmen einig werden, und sie werden es auch. In jedem Falle bekommt der Bauer den gerechten Preis. Selbstverständlich müssen Transportkosten, die (festgelegte) Verdienstspanne deZ Händlers und geringe Verwal- tungskosten berücksichtigt werden. Wenn einmal Händler und Metzger vor einem Tier nicht einig werden, wird der Marktmeister angerufen. Er entscheidet dann nach bestem Wissen und Gewissen, ob er den Preis von 32 ober 34 Pfennigen je Pfunb (beispielsweise) für gerecht hält. Von all bem merkt ber Verbraucher nichts, denn die Preise für das Fleisch im Laden find ja konstant. Damit es nicht vorkommt, daß ein Metzger etwa immer nur weniger wertvolles und ein anderer immer bas beste Fleisch hat, gibt es am Schlachtviehverteilungsmarkt auch eine ZuteilungSkommis- sion, die sich aus bewährten, gerechten und erfahrenen Meistern zusammensetzt. Diese Kommission sorgt da- für, baß ber Metzger, ber in ber vergangenen Woche nicht sehr günstig bebacht werben konnte, in bieset Woche ein besseres Stück erhält Manchmal wirb ein AA-Tier auch auf mehrere Metzger mit kleineren Betrieben verteilt, so baß jeder Metzger seine Kunden mit bestem Fleisch bedienen kann. Für den Verbrau- Schlachtviehverteilungsmartt. cher hätte es also wenig Zweck, zu „einem anderen Metzger" zu gehen, weil bei der Verteilung der Tiere im Hinblick auf die Qualität mit peinlicher Gerechtigkeit verfahren wird. Wer ein AA-Tier erhält, muß — entsprechend seinem Kontingent — auch einmal eine V-Kuh mit in Kauf nehmen. Aus den Listen ift immer nachzuweisen, was jeder Metzger erhalten hat. All das, was hier in sachlichen Darstellungen wiedergegeben ist, kann man an einem Markttag mit mehr ober weniger humorvollen, ober auch mit herben Verbrämungen hören, wenn man sich auch nur eine halbe Stunde in das Büro stellt, in dem die Metzger aus- und eingehen und der auch beim Vieh- kauf unvermeidliche „Papierkrieg" ausgetragen wirb. Klassenbezeichnung, Schlachtgewicht, Kontingent* nummer, Pfundpreise, Namen der Metzger usw. werden in scheinbarer Regellosigkeit durcheinander genannt, und doch hat alles seine gute Ordnung. Schließlich können die Metzger aus Gießen, Wie» seck, Klein-Linden und Heuchelheim (etwa 53 an der Zahl) ihr Vieh zum Schlachthof bringen, nachdem Die bayerischen Schi-Meisterschaften und einige Vorrundenspiele um die deutsche Eishockey-Meisterschaft, verbunden mit internationalen Vorführungen im Eiskunstläufen, waren am vergangenen Wochenende der vielversprechende Auftakt zur 4. Internationalen Winterspottwoche in Garmisch-Partenkirchen. Nach zwei Ruhetagen am Dienstag und Mittwoch, die allerdings bet den Aktiven im Zeichen Hatter Trainingsarbeit stehen werden, beginnt bann am Donnerstag ber zweite Teil ber Wintersportwoche, ber in ben von acht Nationen beschickten internationalen Schiwettkämpfen unb bem Sechsländer-Turnier im Eishockey gipfelt. Die Olympia-Kampfstätten im Werbenfelser Lanb werben ber Schauplatz einer internationalen Wintersportveranstaltung sein, wie sie kein anberes Land in diesem Winter durchzuführen vermag. Mit diesem großen Wintersportfest in Garmisch-Pattenkirchen verbinden sich — um ben Worten bes Reichsspottführers zu folgen — Gefühle des Stolzes über das neugeschaffene Gut des deutschen Spottes, der Freude über ben Besuch unserer ausländischen Freunde und ber Dankbarkeit für unseren Führer, bem wir auch bieses Ereignis verbanken! Sechs Länder beim Eishockeyturnier. DaS Eishockey-Länderturnier, bas sich über vier Tage erstreckt, wirb von sechs Nationen bestritten, unb zwar von Italien, Ungarn, Jugoslawien, Slowakei, Protektorat Böhmen unb Mähren unb Deutschland Zunächst wird in zwei Gruppen gespielt, in der einen stehen Deutschland, Ungarn unb Jugoslawien, in ber anoeren Italien, Protektorat und Slowakei. Die deutsche Mannschaft, die in den letzten Tagen an Ort unb Stelle zu einer schlagkräftigen Einheit zusammengeschweißt würbe, spielt am Donnerstag gegen Jugoslawien unb am Samstag gegen Ungarn. Die Magyaren sinb ein besonbers gefährlicher Gegner unb es wirb für bie beutsche Vertretung nicht leicht fein, sich ben Gruppensieg zu erkämpfen. In ber anberen Gruppe wirb wohl bas Protektorat ben Sieg davon- tragen unb so bürste es mit größter Wahrscheinlichkeit am Sonntag zu einem Enbspiel zwischen Deutschlanb unb bem Protektorat kommen, in bem bie beutsche Vertretung bann Gelegenheit erhält, bie kürzlich in Prag erlittene 1:5-Niederlage wettzumachen. In den Pausen der Eishockeyspiele wird man die besten Eiskunstläufer und Läuferinnen Großdeutschlands, Ungarns, Italiens, des Protektorats usw. bewundern können. Acht Nationen bei bett Schikämpfen. Zu den Vertretungen Deutschlands, Italiens, Ungarns, ber Slowakei, bes Protektorats unb Jugo- jlawiens gesellen sich bei ben Schiwettkämpfen noch die Spitzenkönner Bulgariens unb Rumäniens, so baß also insgesamt acht Nationen an ben Schikämpfen auch bie finanzielle Seite mit Hilfe ber Verrechnung über bie Volksbank ihre Erledigung gefunden hat. Da die ganze Arbeit, die mit ber Schlachtviehver- teilung verbunben ist, oft bie Stunden bis zum frühen Nachmittag in Anspruch nimmt, da auch nicht alle Metzger gleichzeitig abgefertigt werden können, findet sich immer auch eine halbe Stunde, die man in bet hübschen Bauernschenke »erbringen kann. Da werben Brot unb Wurst ausgepackt, ein Glas Bier, eine Tasse Kaffee ober eine Fleischbrühe bestellt unb mit wohlverdienter Ruhe gefrühstückt. Dabei lassen sich gemütlich die bunten hübschen Malereien studieren unb bie Sprüche leien, bie — von Georg Heß übrigens —aus bem Leben gegriffen sind. Und wenn ber Metzgermeister an bie Rechnung denkt, die er für das erstandene Vieh bezahlen muß, bann wirb er auch einem ber Wanbsprüche recht geben, bet ba sagt: „Woarim sott ich kloage, bie Rechnung stimmt, m't muaß aach geatoa, wann m'r nimmt." Auch bem Bauern, ber sein Vieh auf ben Gießener Markt schickt, ist etwas in das Stammbuch geschrieben. Da steht nämlich u. a. zu lesen: „Komm Fritz, und laß des net verdräise, Kimmst ohne Jidd aach uf be Maad nach Gäiße." N. teilnehmen werben. Der Freitag bringt ben 40-lcm- Staffellaus für Lünbermannschaften, am Samstag stehen auf ber Kreuzeckstrecke bie Abfahrtsläufe für Männer unb Frauen zur Entscheidung, und der Sonntag bringt am Vormittag bie Torläufe für Männer unb Frauen am Hang bes Gubiberges unb — gewissermaßen als Höhepunkt — um bie Mittagsstunde den großen Spezialsprunglauf auf ber Großen Olympiaschan^e. Deutschland, das im vergangenen Jahre bei ben Schi-Weltmeisterschaften von elf zu vergebenen Titeln allein sieben(!) gewann unb bamit zur führenben Schisportnation ber Welt würbe, wirb selbstverstänblich in Garmisch- Partenkirchen mit seiner gesamten Spitzenklasse vertreten sein. Wir nennen bie Weltmeister Helmut Lantschner (Abfahrtslauf), Josef Jennewein (Alpine Kombination), Gustl Berauer (Nordische Kombination) und Chttstl Cranz (Alpine Kombination), ferner Rudi Cranz, Walter Clausing, bie Süb- tiroler Vinzenz Demetz, Gottfried Baur, ben Salzburger Gregor Höll, bie sächsischen Springer Krauß und Häckel, die jetzt erst in der Slowakei schöne Siege errangen, und aus ben Reihen ber Wehrmacht bie Meisterläufer Lt. Meergans unb Felbw. Burk. Das ist, wie gesagt, nur eine kleine Auslese ber beutschen Spitzenklasse, bie ben Kampf mit ben starken ausländischen Läufern unb Springern aufnehmen wirb. Zu erwähnen wäre, baß unser Weltmeister im Springen. Sepp Brabl, nach seiner schweren Beinverletzung nod) nicht so weit ist, um ebenfalls am Kampf teil* nehmen zu können. Sehr spannend verspricht die 4 x I0-l