Montag. 50. Dezember MO luftellgebübi .25 amtabmr mm Äruetnem für die MttaaSnummer biSH'/.llbr des Vormittag- ftaaetaeträfeetfe j Bmetgemeii 7 Stof. le mm bei W mm Beüenbreiter Wertteil 50 Stof. le mm bei 70 mm Zeilenbrerte HadHäffe: Diederbolung Malftastell Abschlüsse Mengensiaffel B Plabvorschritt tvorhettae Berernbarung) 25°/» mew tdcbemi tdflheb. auhet k-onntaa« und rt-eiertaad Beilagen: Tie illustrierte Siebener A-amilienblätter Heimat nnBild TieScdoÜe Glonats-Be»ugsvreis: fiit 4 Beilagen RM 1.95 fbne ttons) unb in gebrückte und gefärbte Kattune - Berlin. 29. Dez. (DNB.) Vas Oberkommando sammelt die Meldungen ein. „Auf feindlichen aufzuckend, aufschlagend Er läuft ist nach Norden ausgewichen, unter großer Fahrt nordwärts ab." bedient werden. Dann habe das deutsche Kriegs- schiff auf Flugzeuge, die zum Verladen bestimml gewesen seien, sowie auf Phosphat- und Oellager geschossen, jedoch nicht auf privathäuser. Nach Ausführung der wirkungsvollen Beschießung entfernte sich das deutsche Kriegsschiff unbeschädigt und un- verfolgt wieder. Mit der obigen Feststellung des australischen Marineministers Hughes wird auch von gegnerischer Seite bestätigt, daß ein deutsches Kriegsschiff selbstFeuer!" Gewaltiger Feuerschein, Gellerü» schallt die Alarmglocke. Helle Rufe hallen über die Dünen. Die Kanoniere hasten heraus. Scharfe Munition, große Ladung' Zahlen werden gerufen, und von den Geschützen klingen sie zurück. „Zu — gleich!" Kräftige Männerarme wuchten an den schweren Geschützen. Mannshohe Granaten rollen heran, Winden kreischen, Rohre werden hoch- gekurbelt. Gleichmütig wiederholen die Geschützführer die ihnen zugerufenen Befehle. Die Züge melden. „Batterie feuerbereit!" Die Meßstelle der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Ueberwasserstreltkräfte mel- mündung ein feindliches Handelsschiff von etwa 8—10 000 BRT. mit zwei Bomben schweren Kalibers. 3n der Nacht zum 28.12. griffen stärkere Verbände deutscher Kampfflugzeuge London mit zahlreichen Spreng- und Brandbomben aller Kaliber an. heftige Explosionen und große Brände im Zentrum und am Oslrand der Stadt zeigten die starke Wirkung des Angriffs. Fernkampfartillerie des Heeres und der Kriegsmarine beschoß in der gleichen Nacht feindliche Schiffe, die sich D ü n k i r ch e n zu nähern versuchten und zwang sie zum Abdrehen nach Norden. Der Feind flog nur mit wenigen Flugzeugen in das Küstengebiet ein, ohne auf deutschem Reichsgebiet Bomben zu werfen. Vorposten- und Sicherungsfahrzeuge wurden in der Nordsee von feindlichen Torpedoflugzeugen erfolglos angegriffen; sie schossen drei Flug- Zeuge ab, ein weiteres feindliches Flugzeug wurde durch Flakartillerie zum Absturz gebracht. Lin eigenes Flugzeug wird vermißt. Das Ritterkreuz für erfolgreiche Hilfskreuzer-Kommandanten. Berlin, 2S.Dez. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitän z. S. K a e h l e r und Kapitän z. S. k r ü d e r. der gellende Donnerschlag in den Rohrmündungen. Gurgelnd verlassen die Geschoßriesen die Rohre und rauschen seewärts. Die Ohren dröhnen. Schon fliegen die Granaten durch die Verschlüsse, die gewaltigen Kartuschenladungen flitzen hinterher. „Verschluß zu!" „Erstes — feuerbereit!" Und wieder kam: „Salve!" Zweimal, drei, fünf, sieben, neun, zwölf ... „Feuer einstellen!" Draußen auf See aber steigen die Wasserfontänen in den nächtlichen Himmel. Die Mehstellen suchten mit Scherenfernrohren, mit ihren Nacht- gläserii das düstere Licht zu burdjbringen. Sie erkannten weit draußen den Feuerschein der auf- schlagenden, detonierenden Granaten. Sie vermerkten in ihrem Entfernungsmesser die exakte Entfernung durch den Vorhang der aüfstiebenden Wassersäulen. Das Feuer verhallte. Das dumpfe Grollen auf See tauchte im Rauschen der Wellen unter. Die Schatten waren verschwunden. Ein schnell fliegender Aufklärer, von der Artillerie aufgehetzt, suchte düs Meer ab. Sein Funker ries durch: „Feindlicher Verband sicherten Geleltzug im Nordatlantik. Ls gelang ihnen, einen 6000 BRT.-Dampfer durch Einsatz der Artillerie- und Torpedowaffe zu versenken, einen weiteren Dampfer schwer zu beschädigen und in knrzem Gefecht einen feindlichen schweren Kreuzer der starken Bedeckungsstreitkräfte mehrere schwere Artillerietresfer beizubringen, so daß der Gegner das Gefecht abbrach. Die eigenen Streitkräfte erlitten keine Beschädigungen. Ein Unterseeboot unter der Führung von Korvettenkapitän v. Slock- h auf en meldet als Gesamtergebnis einer Fernunternehmung die Versenkung von 46 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes. 3m Verlaufe bewaffneter Aufklärungsflüge warf ein Kampfflugzeug gestern Bomben auf die Kaianlagen von Southampton. 3n der letzten Nacht griffen schwächere Kampffliegerverbände eine hafenstadt an der britischen Kanal- küste mit Bomben an. Hebet dem Reichsgebiet wurden in der vergangenen Nacht keine Bomben abgeworfen. Bombenabwürfe im besetzten Gebiet richteten keinen nennenswerten Sachschaden an. Ein feindliches Flugzeug wurde durch Flakartillerie abgeschossen. Luftangriff/ auf London. Der Wehrmachtbericht vom Samstag. Berlin, 28. Dez. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Lin U-Boot, von dessen letzten Erfolgen ein Teilergebnis bereits bekanntgegeben ist, meldet die Versenkung von vier bewaffneten feindlichen Handelsschiffen mit insgesamt 24 340 BRT. Ein weiteres U-Boot hat den 12 823 BRT. großen bewaffneten britischen handelsdamp- fer „Daidlira" versenkt. Nach der Ruhe der Weihnachtstage setzte im Laufe des 27.12. die Luf ta uf kl ä run g und dieKampf- kätigkeit der deutscken Luftwaffe wieder ein. Ein Aufklärungsflugzeug traf ostwärts der Themse- Seeredbatterien gegen englische Schiffe Don Kriegsberichter Or. Joachim Fischer. Erfolgreicher Angriff auf Geleiizug im Nordatlantik. Mehrere Treffer auf schweren Kreuzer. — ll-Boot versenkte 46000 BNT. (PK.) ...... 30. Dez. (DNB.) Dor wenigen Tagen noch besuchte der Oberbefehlshaber des Heeres die schweren Batterien, die in den Dünen an der Küste des Kanals seit Monaten Tag um Tag und Nacht um Nacht auf Einsatz warten. Sorgsam hatten sie ihren Schußbereich vermessen, und sehnsüchtig warteten die Kanoniere auf ihre Stunde. Als der Generalfeldmarschall sie nach ihren Einsätzen fragte, mußten sie ein wenig unmilitärisch lächeln: „Es war noch nichts, Herr Generalfeldmarschall ..." Als wenn sie es beschworen hätten ... Hn der Nacht zum Samstag w a r e s s o w e i t. Die in den Dünen lauernden Mehstellen, dauernd besetzt, warteten wie immer. " Kalt und fern glitzerten die Sterne. Keine Wolke schob sich von See heran. Gleichmäßig rauschten die Wellen auf den Sand des langen Strandes, der sich nordwärts Dünkirchen zur belgischen Grenze hin dehnt. Im übrigen ist es noch immer der gleiche Strand, von dem aus die Engländer im Mai flohen. Der Wachtmeister der Artillerie, der in seinem gut verglasten Stand saß, fror ein wenig. Deutlich hob sich der zerschlagene Transporter aus dem Wasser. Die Wellen rauschten über ihn hinweg, der nun schon keinen Schornstein mehr besaß. Die Wucht der eintönig schlagenden Wasser hatte ihn zerschlagen. Der Wachtmeister suchte das Meer ab: Nichts, wie immer. Nur dumpf dröhnte die Heulboje herüber, die weit draußen über der Untiefe an der Kette schaukelte. Wenig später wieder wanderten die Augen des Soldaten über das dunkle Wasser. Im hellen Licht der Nacht glaubt er etwas zu erkennen. Er weckt die Kameraden. Verschlafen starren sie mit ihm in die Nacht. Die Meldung geht über das Telephon: „Rotkraut meldet ..." Peilungen, Messungen, andere Mehstellen werden angerufen; es stimmt: Englifche Schiffe. Kapitän z.S. Koehler, Kommandant eines Hilfskreuzers, führt seit mehreren Monaten erfolgreich seine Aufgaben in überseeischen Gewässern durch. Er hat bisher 52 000 BRT. feindlichen und dem Feinde nutzbaren Handels schiff s- raum versenkt. Alle schwierigen Situationen, in die der deutsche Hilfskreuzer geraten ist, wurden hervorragend gekNeistert, so daß das Schiff voll einsatzbereit seine Aufgaben durchführen konnte. Außerdem wurden wertvolle Prisen von ihm eingebracht. — Kapitän z. S. trüber, ebenfalls Kommandant eines deutschen Hilfskreuzers, hat in überseeischen Gewässern 79 000 BRT. feindlichen und dem Feind nutzbaren Handelsschiffsraum versenkt. Kapitän Krüder und seine Besatzung haben unter schwersten Bedingungen ausgezeichnete Leistungen in Uebersee vollbracht. falsch. Der letzte Angriff auf London. Genf, 28. Dez. (Europapreß.) „London hat in der Nacht zum Samstag die schrecklichste Luftattacke seit dem 8. Dezember erlebt", schreibt das „Journal de Gendoe" in einem Sonderbericht aus London, in dem es weiter heißt: „Eine bedeutende Anzahl von Explosivbomben und Hunderte von Brandbomben sind auf das garue Gebiet, über das sich die Hauptstadt erstreckt, ab- geworfen worden. Ein neutraler Beobachter hat auf eine Entfernung von 250 Meter den Fall von 51 Brandbomben gezählt. Auf eine Entfernung von einer halben Meile wurden sechs große Gebäude in Brand geworfen. Der Angriff bauerte vier Stunden." Kurz nach Einbruch der Dunkelheit fielen bereits, wie schon gemelbet, die ersten Leucht- und Brandbomben über der Stadt nieder und boten damit den nachfolgenden deutschen Bomberformatio- nen einen Anhaltspunkt. Die Angriffe wurden fortgesetzt bis in die frühen Morgenstunden. Sie werden auch an amtlicher Stelle als überaus heftig bezeichnet. Umfangreiche Sachschäden räumt der englische Nachrichtendienst bereits jetzt ein, wenngleich es auch noch nicht möglich sei, den genauen Umfang dieser Schäden zu ermessen. Zahlreiche Londoner hatten in Vorausahnung der zu erwartenden Angriffe bereits vor Anbruch der Dunkelheit ihre Lustschutzunterstände aufgesucht. Sie sollen sich dabei stellenweise geäußert haben: „Nun hat unser normales Leben wieder begonnen." Britische Mlltiiratte in amerikanischer Sicherheitszone. Berlin, 28. Dezember. (DNB.) In den letzten Wochen haben englische Kriegsschiffe in der Nähe der Küsten der ameriaknischen Staaten wiederum kriegerische A k t i o n e n^ v o r g e n o m m e n , aus denen sich eindeutig ergibt, daß die britische Regierung nicht gewillt ist, die von ihr gegenüber den Grundgedanken der Deklaration von Panama von Anfang an eingenommene ablehnende Haltung irgendwie zu ändern. In der Panama-Erklärung vom 3. Oktober 1939 wurde bekanntlich eine 300» Meilen-Sicherheitszone von den beteiligten amerikanischen Regierungen proklamiert. Innerhalb dieser Zone hat am 1. Dezember 1940 ein enalisches Kriegsschiff den brasilianischen Dampfer „Jtape" bei San Thome auf der Fahrt von einem brasilianischen Hafen nach einem anderen brasilianischen Hafen angehalten und 22 Reichsangehörige gewaltsam von Bord geholt. Am 8. Dezember sind der deutsche Handelsdampfer „Jdarwald" und am 12. Dezember 1940 der deutsche Handelsdampfer „Rhein" durch die Einwirkung feindlicher Kriegsschiffe an der Südküste von Kuba verloren gegangen. Die Meldungen, daß ein amerikanisches Kriegs- schist Zeuge der kriegerischen Aktionen gegen den Dampfer „Rhein" innerhalb der panamerikamscken Sicherheitszone gewesen ist, sind unwidersprochen geblieben. Daß es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt, die britische Regierung vielmehr nicht gewillt ist, die Sicherheitszone zu respektieren, geht aus der Tatsache hervor, daß die Sicherheitszone in zahlreichen früheren Fällen von englischer Seite durch Kriegshandlungen gegen deutsche Schiffe systematisch verletzt worden ist. Solche Aktionen wurden am 24. Oktober 1939 gegen den deutschen Tankdampfer „Emmy Friedrich", am 6. Dezember 1939 gegen den Dampfer „Ussukama", am 15. Dezember 1939 gegen das Motorschiff „Düsseldorf", am 19. Dezember 1939 gegen die Dampfer „A r a u c a" und „C o l u m b u s , am 13. Februar 1940 gegen den Dampfer „W a • k a m a", am 1. März 1940 gegen den Dampfer „Troj a" und gegen das Motorschiff „Heidelberg", am 8. März 1940 gegen das Motorschiff .Hannover" und am 26. September 1940 gegen das Motorschiff „Weser" durchgeführt. Das Interesse des amerikanischen Kontinents und darüber hinaus der ganzen Welt ist auf diese ständigen britischen Willkürakte gerichtet. Angesichts der sich häufenden Verletzungen der Sicherheitszone durch englische Kriegsschiffe hat der Vorsitzende des Interamerikanischen Neutralitätsausschusses, der brasilianische Botschafter Mello Franco, auf nbinng!7durchslaufen einen erzreichen Wf auf einen,stark ge- lende Meldungen der feindlichen Agitation sind Schiffsverband — Feuer frei!" Die Stimme des Offiziers dringt in die Batterie: „Batterie Erhöhte Artillerietätigkeit an der Front von Bardia. der Sitzung vom 20. Dezember dieses Jahres die Anwendung finanzieller und wirtschaftlicher Sanktionen zur stärkeren Sicherung einer wirksamen Beachtung der amerikanischen Sicherheitszone befürwortet. Der Vorschlag wurde von dem chilenischen Delegierten/ lebhaft unterstützt. Da wegen der Erkrankung eines Delegierten eine Beschlußfassung nicht erfolgen konnte, wurde die Sitzung auf den 10. Januar nächsten Jahres vertagt. Mißglückter Anschlag des Intelligence Service gegen Ibn Saud. Rom, 28. Dez. (Europapreß.) Nach Meldungen aus Beirut konnte ein Anschlag gegen das Regime des Königs Ibn Saud rechtzeitig aufge'deckt und vereitelt werden. Nach Mitteilungen des arabischen Konsuls in Damaskus waren Haupttäter des Komplotts der Scherif Abdul Hamid und andere, die alle verhaftet werden konnten. Der Scherif wurde hingerichtet, die anderen zu Gefängnisstrafen verurteilt. Nach ihren Angaben hatten sie in Verbindung mit dem Intelligence Service gestanden. „Popolo bi Roma" schreibt, der Intelligence Service habe einen neuen Beweis seiner verbrecherischen Tätigkeit geliefert. Ibn Saud, der ben größten Einfluß auf das arabische Volk besitze, sei kein besonderer Freund Englands. Deshalb wolle ihn England aus dem Wege räumen, wobei es nach der bewährten Methode oorgehe. Die „Stampa" sagt, die ausdrückliche Beschuldigung des Intelligence Service werde für das englische Ansehen in der arabischen Welt umfassende Rückwirkungen haben. König Ibn Saud erfreue sich unter ben Arabern sowohl wegen seiner Frömmigkeit als auch wegen seiner militärischen Tüchtigkeit größter Beliebtheit. Als Beschützer der heiligen Stätte des Islams fei er auch der Schirmherr ihrer Religion. Oer italienische Bericht vom Sonntag. Rom. 29. Dez. (DNB.) Der italienifche Wehrmachtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: 3m Grenzgebiet der L y r e n a i k a an bet Front von Barbia erhöhte Artillerie- und Patrouillentätigkeit. Bei Aktionen unserer motorisierten Kolonnen wurden in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe in der Wüstengegend einige feindliche Panzerwagen zerstört. Zwei unserer Torpedoflugzeuge haben einen Monitor und ein Torpedoboot angegriffen und getroffen. Lines unserer 3agdflugzeuge ist nicht zurückgekehrt. An der griechischen Front Aktionen lokalen Lharakters. Feindliche Streitkräfte sind durch unser Artillerieseuer zerstreut worden. Abteilungen unserer Luftwaffe haben bedeutende Stützpunkte des Feindes im Mittelmeer getroffen. 3n Ostaftika Artillerie- und Kavalleriepatrouillentätigkeit an der Sudangrenze. Eine 3agd- formatlon hat im Tiefflug einen Angriff auf in Fahrt befindliche mit Truppen besetzte Autokolonnen unternommen und mit MG.-Feuer einige Kraftwagen in Brand gefetzt. 3m Luftkampf mit 5 3ägetn vom Gloster-Typ wurden 4 abgeschossen. Feindliche Flugzeuge haben einige Ortschaften In Aethiopleü bombardiert ohne Schaden anzurichten. Lines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Oer iialienische Bericht vom Gamstag. R o m, 28. Dez. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Samstag hat folgenden Wortlaut: 3m Grenzgebiet der Lyrenaika an der Front von Barbia Artillerietätigkeit. 3n Zusammenarbeit mit der Luftwaffe Hai eine unserer motorisierten Kolonnen eine feindliche motorisierte Abteilung ver- nichtet und die Besatzungen gefangen genommen. Line Flotteneinheit hat längs der Küste Panzerabteilungen beschossen und dabei Heinere feindliche Abteilungen zerstört und motorisierte Artillerie zum Schweigen gebracht. Unsere Bomber haben während des gestrigen Tages und der vorausgegangenen Nacht vorgeschobene Stützpunkte und Motorkolonnen des Feindes weiterhin wirkungsvoll angegriffen. Unsere 3agdflieger hallen heftige Luftkämpfe mit den gegnerischen 3ägem. Lines unserer Flugzeuge hat im Mittelmeer einen 5000-Tonnen-Dampfer durch Torpedo versenkt. 3nsgesamt wurden drei feindliche Jagdflugzeuge abgeschossen. Lin eigener Bomber ist nicht zurückgekehrt. An der griechischen Front wurden feindliche Angriffe durch unsere entschlossene Gegenwt» kung zurückgewiesen. Ls wurden Gefangene ringe, bracht und automatische Waffen erbeutet Bomberund 3Lgdformationen richteten aufeinanderfolgende Angriffe auf Truppen, Stellungen und Straße», knotenpunkte. Der feindliche Flottenstützpunkt Pre- vesa wurde angegriffen. Die dort liegenden Schiffe wurden getroffen. Lines unserer Unterseeboote im Atlantischen Ozean ist nicht zurückgekehrt 3n 0 ft a f r i f a nichts von Bedeutung. Aeuorbmmg der Lebensmittel- versoraung in Italien. Rom, 29. Dez. (Europapreß.) Die römische Presst veröffentlicht die Neuregelung der Lebensmit- telversorgung und die verschärften ©trafen für Verletzung der neuen Bestimmungen. Die Verbesserung in der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensrnitteln soll durch die Zentralisierung her gesamten Lebensmittelbeschaffung und ihre Verteilung im Ministerium für Ackerbau erreicht werden. Vor allem wird eine Erhebung der Bestände an Lebensmitteln im ganzen Lande und eine Pflichtanmeldung angeordnet. Durch Ankäufe bzw. Requirierung wird bann zunächst der Bedarf der Wehrmacht und bann jener der Zivilbevölkerung gedeckt werden. Das Mi- nisterium wird die landwirtschaftlichen Betriebe, die Lebensmittelindustrie und die Lebensmittelgeschäft« kontrollieren. Dem Minister steht auch das Recht xu, im Bedarfsfälle Rationierungen in der Abgabe von Lebensmitteln an die Zivilbevölkerung anzuordnen. Auch die Ueberwachung der Lebensmittelpreise steht nun dem Ministerium zu. Wer Waren des allgemeinen ober ausgedehnten Verbrauchs dem normalen Verkehr entzieht, um einen Manael auf dem Markt oder Preiserhöhungen hervorzurufen, wird vom Sondergerichtshof mit dem Tode oder, wenn keine schwere Störung des Marktes erfolgt ist, mit lebenslänglicher Zwangsarbeit bestraft. Mit dem Tode bestraft wird auch, wer Rohstoffe, landwirtschaftliche oder industrielle Erzeugnisse bzw. Erzeugungsmittel zerstört. Spanien in ruhiger Erwartung. Buenos Aires, 28. Dez. (Europapreß.) De, auf dem Wege nach Chile befindliche neue spanisch« Botschafter für Chile, Marques Juan Jgnacio LucadeTena, erklärte einem Journalisten, daß Spanien feit dem denkwürdigen 18. Juli 1936 nui einen Führer, eine Idee und ein Geschick kenne. Das Vertrauen in die spanische Zukunft sei fest unb unerschütterlich. Im ganzen Lande herrsche absolute Ruhe. Die im Auslande verbreiteten Meldungen über Versorgungsschwierigkeiten Spaniens bezeichnete der Botschafter als übertrieben. Die durch die englische Blockade notwendig gewordene Rationierung werde ohne Ungeduld ertragen. Gegenüber dem europäischen Konflikt sei die spanische Stellung in ruhiger Erwartung. Der Kampf gegen Preiswucherer wird in Spanien mit immer größerer Scharfe durchge- führt. So gibt der Preiskommissar bekannt, baß bis zum 25. Dezember 211 Industrielle und Kaufleute in Arbeitsbataillone gesteckt worden sind. Registrierung der Ausländer in den Vereinigten Staaten. N e u y o r k, 28. Dez. (Europavreß.) Die Registrierung der Ausländer in den Bereinigten Staaten wurde nach viermonatiger Dauer mit rund fünf Millionen Eintragungen abgeschlossen» Wer vor dem 1. Juli 1922 illegal eingewandert ift,; darf sich nach seiner Registrierung naturalisieren lassen. Für die übrigen illegal Eingewanderten ifl eine großzügige Behandlung zugesichert worden. 3m Buffalo erschien am letzten Tage der Registrierung eine Gruppe in Kanada geborener Jr o ke- s e n - I n d i a n e r , die in einem durch Kriegstänze untermalten Protest erklärten, die alten Verträge bezeichneten sie als Bürger von ganz Nordamerika. Sie führten Plakate mit sich, auf welchem zu lesen mar: „Wir haben von ben Pilgrimoäterm keine Fingerabbrücke gefordert, als sie in unseren, heimatlichen Amerika ankamen!" Die Fremden-Re- gistrierung ergab in Neuyork 958 000 Auslärch« bei 7,3 Millionen Einwohnern. Oie Beratende Versammlung in Frankreich. Vichy, 28. Dez. (Europapreß.) Die Beratend« Versammlung, bie auf Wunsch bes Marschallm Petain zur Unterstützung der Regierung und zua Mitverantwortung geschaffen wirb, soll demnächst zusammenaestellt werben. Sie wird wahrscheinlich 150 Mitglieder umfassen, bavon 50 ehemalige Deputierte unb 30 ehemalige Senatoren. Die anderem Sitze werden Vertretern des Klerus, des Heeres des Rechtswesens, der höheren Behörden, der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer zufallen. Genfer Rot-Kreuz-Vertreter in Berlin. Genf, 29. Dez. (Europapreß.) Das Internationale Rote Kreuz gab folgendes Kommunique heraus: „Auf Einladung des Präsidiums des Deutsche» Roten Kreuzes sind zwei Mitalieder^des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Fräulein ßuciß Odier und Herr Martin Bodmer, nach Berlin gefahren, um prinzipielle Fragen der Krieg ß* gefangenenfürforge zu besprechen. Die beiden Vertreter bes Internationalen Komitees konnten bei diesem Anlaß auch eine Reihe ber ooim Deutschen Roten Kreuz geschaffenen großzügigem Einrichtungen kennenlernen, die diesen in gastfreundlicher Weise vom Präsidenten des Deutschem Roten Kreuzes, Dr. G r a w i tz, gezeigt wurden. Große Erzlager in Ostsibirien entdeckt. Moskau, 28. Dez. (DNB.) Wie Taß berichtet, sind bei geologischen Untersuchungen in Ostfibiriem eine Reihe neuer Vorkommen von Essen- un« M a ng a n - Erzen, Gold, Zinn, K/»hle übermittelt worden. Bei dem Dorf Nishne-Jlimst bti Gebiet von Irkutsk sei ein großes Eisenerzvorkommen entdeckt worden, das auf 350 Millionen TlM- nen geschätzt wird. Ein neues Erzvorkommen ftu auch in ber Gegend von Sljirdjanka (ebenfalls Gebiet Irkutsk) entbedt worben. Man glaubt, daß dm Vorräte biefes unb der bereits bekannten Vorkommen von Baljaginskoje unb auf ber 3nstu Olichon (im Baikalsee) ausreichen werden, um W Montanwerke von Petrows! (Gebiet Tschita) p*' 28 bim SO Jahre mit Rohstoffen zu versorge». Dl =o n Hin < pchehei -'M Ji. j M*' I' btf trien h° pW lri- gl V0ll M Daß1 lu> ß! buri 9$ S Intern Halte gi Sol eien 6 guprob ■rabeji Mi"? Dich mt Mer Dhr o W «inen Hit zi W di chVoi IW Weit leignif Mihehr »il üb litglie p, 1k m 6a öhimai Vähr ftmelle 6:rjat)r toorri Dlzb Biles eii tjiet Auf dem Wege zur neuen Ordnung snfere Ausländskorrespondenten berichten über die weltpolitische Lage an der Jahreswende. $innlflüb6 Uplinrhmin/l Boden besitzen, neu angesiedelt werden, obgleich schwung und die Industrialisierung des Landes ge- 0IIIIIIMHVP VllUliy« der Boden knapp ist. Es muß für einige zehntausend schassen, die ersten Schritte zur Losung der Woh- Von unserem O. LZ,Korrespondenten Industriearbeiter und Angestellte, deren Arbeite- nungsfraye unternommen, weitgehende Jnvestitwns- Shrendoich des Heeresfm denEiabsches derSA. Sie Slowakei tritt in das europäische Geschehen on unserem ständigen ALE.-Äerichterstatter. , 28. Dez. (DNB.) Der Oberbefehlshaber blick auf die vormilitärische Wehrertüchtiguna sowie v Generalfeldmarschall von Brau- die Zusammenarbeit zwischen Heer und SA. eine Berlin des Heeres, Generalfeldmarschall Kleine politische Nachrichten KaujlB fibe/icr/eier im ^afe Wien I M Ihre Verlobung geben belannt Toni Schneider Gießen, Walltorstraße 39 z. Z. im Felde «ESSEN-NEUENWEC4. AM KREUZmiZ 1 04360 Ä Am 2. Januar 6026D geschlossen! Gießen - Bahnhofstralle 48 - Ruf 3841 6074A 1IHRMACHERMEI5TER JUWELIER JNH. HERBERT HERZOG chitsch, überreichte am Samstag dem Stabschef der SA. Lutze anläßlich seines 50. Geburtstages einen Ehrendolch des Heeres. In dieser Ehrengabe fanden die besonderen Verdienste der SA. im Hin- Eintritt nur bei Vorzeigen der Platz- und Verzehrkarten, die ab Sonntag am Büfett erhältlich sind. 3ofef Geiger Feldwebel der Luftwaffe bleiben meine Geschäfte wegen Inventuraufnahme Dienstag, den 31.Dezbr.1940 19 Uhr stätte in Wiborg und den anderen Jndustriesied- hingen der abgetretenen Gebiete lag, neue Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden. Angestellte des 23er* waltungsapparates, Angehörige der freien Berufe, Handwerker, alle diese müssen neu eingebaut werden. Sie alle müssen ernährt werden aus den Finnland verbliebenen Beständen, obgleich diese immer Empfehlungen | Jruckschriften In gefalzten.Bogen In Heftform und gebunden Klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet und sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr,!ndustrle und Bewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. 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Bismarck- straße 4311. e spach 11 Gn, 1» S i)i(f kW. ei jehtl je ohjoliD Dlelb'j^-i ten ej» ’ ertrie. !adc i# >hne Uns in Ronfli Erom Wegen Inventur bleibt mein Geschäft am 30. u. 31. Dezember 1940 geschlossen SighWe Ikioerfilötsönnletel Schulstraße 7/9 teX geahntem Tempo vorwärtsgetrieben. Der Beitritt der Slowakei zum Dreimächtepakt aber, den Ministerpräsident Dr. Tuka bei dem feierlichen Staatsakt am 24. November in Berlin vollzog, ist für den außenpolitischen Weg der Slowakei von einmaliger Bedeutung, denn dadurch wurde „das außenpolitische Geschick der Slowakei yuf das engste an die Weltneuordnungskräfte geknüpft; sie muß jetzt in allererster Linie im Innern des Staates jene Verhältnisse schäften, für die heute sichtbare Anerkennung. — Unser Bild zeigt Generalfeldmarschall von Brauckitsch und Gattin in Unterhaltung mit dem Stabschef. (Scherl-Bilderdienst-M.) . 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Die überwiegende Mehrzahl weiß auch heute noch nicht, wo sie im kommenden Jahre ihre Felder bestellen wird, sie weih nur soviel, daß ihr harte Arbeit bevorsteht, denn der vorhandene Landoorrat ist zu klein, um die Neusiedlung ohne Urbarmachung weiter Landstriche durchführen zu können. Im industriellen Wiederaufbausektor verhalten sich die Dinge nicht wesentlich anders. Neue Betriebe müssen errichtet werden, um Ersatz für die verlorenen Arbeitsplätze zu schaffen und um die Einbußen im Nationalvermögen auszugleichen. Aber jeder Neugründung stehen ost unüberwindlich erscheinende Schwierigkeiten gegenüber. Die Neubeschaffung der maschinellen Ausrüstung ist vielfach in gleicher Weise problematisch wie die Abschätzungen der wirtschaftlichen Möglichkeiten einer Neugründung. So steht das finnische Volk einer Situatton gegenüber, von der es weiß, daß deren Meisterung Jahre hindurch alle seine Kräfte in Anspruch nehmen wird. Es ist nur allzu verständlich, wenn dieses Volk vor allem einen Wunsch besitzt: in Ruhe und Frieden den Wiederaufbau durchführen zu können, um derart dem eigenen Staat wiederum feste Grundlagen zu geben. ASTRA addiert, saldiert und schreibt Vorführung kostenlos u.unverbindlich zeichnen war. Die Umbildung der Regie- r u n g nach Salzburg, wodurch die bewährten Trä- ger der deutsch-slowakischen Zusammenarbeit, die unentwegten'Kämpfer für die Freiheit des slowakischen Volkes die Möglichkeit erhielten, unter Ausschaltung aller hemmenden Kräfte, sich voll und ganz dem Aufbauwerk des Staates widmen zu können, führte zur Proklamierung eines klar um- rifsenen Programms, das Ministerpräsident Dr. Tuka kurz als „slowakischen Nationalsozialismus" kennzeichnete und dessen Aus- Wirkungen heute schon im ganzen Lande zu spüren sind, da ,chie slowakische Regierung bei der Lösung aller politischen, sozialen, wirtschaftlichen, Rassen- und Kulturfragen sich das Beispiel des Reiches vor Augen halten wird, wo die Ergebnisse der nationalsozialistischen Konzeptton unerhörte sind". Die Regierung erhielt denn auch von der slowakischen Volksvertretung die erforderlichen Vollmachten, um die vordringlichsten Aufgaben des jungen Staa- tes mit Energie, frei von allen Beschränkungen lösen zu können, als da sind, die soziale Frage, die Att- iierung, u. a. Seit dem Tage von Salzburg hat ich denn auch ein gewaltiger Wandel vollzogen, >as Arbeitstempo ist gesttegen, die Judenfrage wurde energisch angegangen, eine ganze Reihe wichtigster Gesetze beschlossen, die L o h n f r a g e der Arbeiterschaft wenigstens provisorisch einer Regelung unterzogen, Verwaltungs- und Steuerreform angebahnt, die gesetzlichen Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Auf- Zu kaufen gesucht: Gut erhalt., modern./kleinerer $tr|ooto-5®iitffo l Einspänner) für Pony geeignet. Schriftliche Angebote unter 6063D an den Gießener Anzeiger. Brauweilers als Leiter der Ausländsabteilung wurde der Präsident des Werberats der deuftchen Wirtschaft, Professor Dr. Hunke, berufen, oer sein Amt als Präsident des Werberats weiterfuhrt. Der Verwaltungsdirektor der Reichsrundfunkgesellschaft, Hermann Voß, einer der ältesten Parteigenossen in der deutschen Rundfunkarbeit, beging am 28. Dezember seinen 60. Geburtstag. Reichsminister Dr. Goebbels sprach Direktor Voß mit seinem herzlichen Glückwunsch seinen besonderen Dank aus. Voß schuf dem deutschen Rundfunk das finanzielle Rückgrat und ermöglichte ihm damit die Erfüllung seiner Kriegsaufgaben. Der jugoslawische Außenminister Dr. Cincar- Markowitsch wird den Besuch des ungarischen Außenministers Graf Csaky, der zum Abschluß des ungarisch-jugoslawischen Freundschaftsvertrages führte, Mitte Januar erwidern. Graf Cfaky, der immer noch in der Budapester Universitätsklinik Wir suchen für eine unserer Angestellte^ möbliertes Zimmer evtl, mit Pension für sofort oder später. Textilhaus ßensherß 4 Co Marktstraße 4-8 Geburtsanzeigen o«i Brühl. Gießen Der Führer hat dem Generaldirektor der Staatsarchive a.D. Geheimen Dberregierungs- rat Professor Dr. Paul Kehr aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres den A d l e r s ch i l d des Deuftchen Reiches mit Widmung „Dem hervorragenden Forscher der mittelalterlichen Geschichte" verliehen. Der Führer hat dem Komponisten Prof. Kamillo Horn in Wien aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste als Tonsetzer und Musikschriftsteller die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. ♦ Reichsminister Dr. Goebbels hat im Einvernehmen mit dem Reichspressechef Dr. Dietrich dem bisherigen Leiter der Abteilung Ausland, Ministerialrat Dr. Brauweiler,, aktuelle Sonderausgaben im Rahmen der Presseabteilung der Reichsregierung — unter Beibehaltung seiner Stellung als Abteilungsleiter — übertragen. Zum Nachfolger Dr. Deutschland, Italien und Japan In der Wett eW* treten". . . Alles was sonst in der Slowakei geschah, tritt hinter diesen Ereignissen weit zurück, wie die Ehrung deuftchen Heldentums bei der Befreiuung der polnischen Gebiete durch die Enthüllung eines Denkmals für die Gefallenen der deuftchen Wehrmacht in Podvlk. die zahlreichen Besuche aus dem Reich, die vielen Beweise der deutsch-slowakischen Verbundenheit auf kulturellem, wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Gebiete, die tätige Förderung des Staates durch das Reich. Festgestellt sei hier nur noch die Tatsache, daß die deutsche Volksgruppe in der Slowakei, die ebenfalls auf ein überaus ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurückblicken kann, die innige Zusammenarbeit mit dem slowakischen Volke und dem Reiche vertiefen, den organisatorischen Ausbau auf allen Gebieten forftetzen konnte und sich so der ihr vom Führer gestellten Aufgabe würdig und gewachsen gezeigt hat „als Element der Ordnung und Dizisplin ein Abbild der deutschen Volksseele zu fein*. Helsinkt, im Dezember 1940. Die Lage Finnlands war während des ganzen ^gelaufenen Jahres eine außergewöhnliche. Sie wirb es auch während des kommenden Jahres blei- hm. Innerhalb der großen Entwicklungen, dir an alle Nationen des Kontinents hohe Anforderungen stellen, ist diesem Polke durch das Schicksal eine i-onderaufgabe zuteil geworden. Es muß nach Ab- Muß des Krieges mit der Sowjetunion den Wie- Herauf bau seines Londes und seiner Wirtschaft durchführen, es muß diese Umstellungen ttotz der I Stöße der dabei aufgerollten Probleme in erster Lnie aus eigener Kraft bewirken. Gemessen an der Weite des Landes erscheinen die Gebiets- «dufte, die Finnland im Frieden von Moskau ersten hat, an sich gering. Aber Staaten, deren Terri« ttrium vom Polarkreis nicht nur berührt, sondern durchschnitten wird, zeigen bisweilen bemerkens- I nette Verschiebungen in der Bewertung ihres Rau- I1 «es. So haben auch diese Gebietsabtretungen, weil ftl't völlig dem Süden des Staates entnommen, stärker, als man glauben könnte, den Lebenskern bis Landes berührt. Daß diese Gebietsabtretungen nach einem, wenn «ich kurzen, so doch harten Kriege erfolgten, hat dir durch sie aufgeworfenen Probleme nicht einsicher gemacht. Daß aber die Bevölkerung der ab- «ttetenen Gebiete ihren Willen, nur im Rahmen »s alten Staates zu leben, kundtat, ihre bisheri- «n Wohnsitze verließ und in die Finnland verblie- vmen Gebiete umsiedelte, das hat dem Wiederauf- ■uproblem ein für ein so kleines Land und Volk «radezu gigantisches Ausmaß verliehen. Allerdings «e Finnen sind'ein zähes Volk. Sie wollen daher auch mit dieser Aufgabe fertig werden. Soll dies grschehen, müssen für 400 000 Menschen, d. i. für Mhr als 10 v. H. der Gesamtbevölkerung, neue Eistenzgrundlagen geschaffen werden, was ebenso jdjmierig wie dringlich ist, weil der größte Teil der Umsiedler wirtschaftlich völlig in den abgetretenen gebieten verwurzelt war. So müssen 40 000 Landwirte, die heute keinen tthellslelle mit Svrungrab. zu verk. mm? Ebelstr. 43 v. Alte Bettstelle u. Kastenmatr. billig abzugeben. Hindenburg- 6078D wall 2011 Gr. Stebleiter, Waschgeschirre, (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Preßburg, im Dezember 1940. Ein Jahr noch nie erlebten gigantischen Welt- schehens liegt hinter uns, in welchem die Ereig- sie in der Slowakei nur eine recht bescheidene olle spielen, so wie das Land selbst nur einen einen Stein in dem gewaltigen Mosaikbild bar- ellt, zu dem ganz Europa durch die gestaltende mb des Führers geformt wird. Für das slowaki- >e Volk ist auch dieses Jahr, ebenso wie das vor- rgegangene, in dem es durch den Führer seine reiheit erhielt, von schicksalhafter Bedeutung. Drei reigniffe sind es besonders, die aus der Fülle von ftchehnisien, Arbeiten und Leistungen alle anderen eit überragen: Die gesetzliche und administrative ikfglieberung ber von ben Polen in ben Jahren 820, 1924 und 1938 geraubten Gebiete, ber „Tag in Salzburg" und ber Beitritt ber Slowakei zum | reimächtepakt. Währenb das erste dieser Ereignisse nur eine vrmelle Bestätigung eines schon im Herbst des orjahres prakttsch vollzogenen Zustandes war, der otzdem im ganzen Lande freudige Genugtuung roorrief, leitete der 28. Juli, der als „Tag von alzdurg" in die Geschichte des slowakischen olkes und seines Staates eingegangen ist, nicht nur einen neuen Abschnitt in ber aufrichtigen utsch slowakischen Freundschaft ein, sondern bettet einen völligen Umschwung, einen Astigen Umbruch für Volk und Land, wie er in der Geschichte eines Volkes wohl noch nie zu ver- Mietgesuche"] WMtS WM von Abteilungsleiter eines hre- sigen Betriebes fofort gesucht. Schrift!. Angeb. mir Preis unter 6059D an den Gießener Anzeiger erbeten. Für Geschäftsräume Taqes- mädchen oder Putzfrau auf Stunden z. 1. Febr., evtl, früher, gesucht. H. Kaetz Nachf. Gnb. Wilh. Horn & Sohn, 6073A Gießen, Kreuzvlatz 15. | Verkäufe | MW mit Kalb z. verkaufen. [6O72D Lützellinden Nr. 219. Besseres cfreimal 4-Zimm.-Haus mit Mansarde, in guter Lage, Südviettel, zu verkaufen. 6075D Nab. A. Becker, Kevlentraße 9. Fernruf 3804. Neue Tarnen- Pelz-Weste Gr. 42/44, getr. H.-Halbschuhe, Gr. 39/40, zu verkaufen. [04303 Am Nahrungs- berg 10 p. Stellengesuche| Junger BuiWI« sucht Nebenbeschäftigung. Schr. Ang. unt. 04362 a.b.G.A. [Stellenangebote Kehie Ursprungszeugnisse, ondkrn nur Zeugnis abschriften dem Be iverbungsichreiben bei legen! — Lichtbilder undBewerbungSunter lagen müflen zur Ber meidung von Beriusten auf ber Nückleite 'Hamen und Anschrift des Bewerbers tragen! Zuverlässiger Buch- halier(in) f. ein. Stunden m der Woche ger sucht, auch abos. Schr. Ang. unt. 04361 a.b.G.A. 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Freitag Mont. u. Donnerst. Dien Der 5 fii Oie Deutsche Arbeitsfront VmsseMuWMl- MungsstStte ©leben Am 25. Dezember 1940 entschlief nach Kurzem, schwerem Leiden meine liebe, herzensgute, unvergeßliche Tochter, unsere heißgeliebte Schwester Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 2. Januar 1941, nachm. 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. Von Beileidsbesuchen bitte ich Abstand zu nehmen. Den ich tön Sii gen jtfen btr J, Seitenweg 87 12,50 7,50 7,50 Zeit 18.30-20.00 18.30-20.00 20.00-21.30 20.00-21.30 18.30-20.00 20.00-21.30 20.00-21.30 18.30-20.00 Zop re die M' im Saal mit TANZ / Anfang 19 Uhr __6062D * , In tiefstem Schmerz: Else Wöhrmann, geb. Vesper Lotte Wöhrmann Hans Wöhrmann und Fiau Hildegard, geb. Schulz. hoch in die Luft geschleudert. Erdbeben in Kanada und Nordamerika. Das Gebiet von Ost-Kanada und Nordamerika wurde zum zweiten Male innerhalb von fünf Tagen von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Die kanadische Hauptstadt soll stellenweise beträchtlich gelitten haben. In Owensound und Oontario und Athol in New Hampshire waren die Erschütterungen so heftig, daß die Gebäude erbebten und der Schmuck von den Weihnachtsbäumen fiel. Auch Neuyork, Montreal, Ottawa, Scanton in Pennsylvanien und Newport in Rhode-Island erlebten Erdstöße. Zwei Lisenbahnunfälle in Rumänien. An den Weihnachtsfeiertagen ereigneten sich in Rumänien zwei Eise'nbahnzufammenstöße. O e st. Plötzlich und unerwartet, mitten in einem arbeitsreichen Leben, ist am Samstagabend mein geliebter Mann, mein treuer Lebenskamerad Gesundheits- Heifer! Schnelle, schmerzlose Hilfe gegen Gallensteine, Grieß Leberschwellung usw., seit üb. 30 Jahren bekannt u. bewährt Raphanol, Rettich - Extrakt u. , Wohldorf.‘-Leber- u. Gallentee gegen Verstopfung „Bulgara - Tee“, stets mild und wirksam. eossD Fachgeschäft für alle Heilkräuter nach Kneipp, Künzle u. a. Kräuterhaus Jung Gießen, in der Mäus>burg Hämorrhoiden sind heilbar auch b;Schw.Fällen sammen, wobei die beiden Lokomotiven und 40 Wagen entgleisten. Sechs Personen wurden getötet, mehrere verletzt. In der Nähe von Bukarest fuhr ein Personenzug auf einen vor ihm fahrenden anderen Personenzug auf. Eine Person wurde getötet, elf verletzt. Schweres Eisenbahnunglück auf Formosa. Auf der südlichsten japanischen Insel Formosa, 5 Kilometer nördlich von Takao, ereignete sich ein folgenschwerer Zusammen st oß zwischen einem Personenzug und einem Güterzug. Alle Wagen des Personenzuges sprangen aus den Schienen und stürzten von der Böschung ab. Ueber 2 0 0 Per - s o n en wurden getötet bzw. verwundet. Das Unglück soll auf falsche Weichenstellung zurückzuführen sein. 3u der Straßenbahn geboren. In Sofia wurde eine Frau imder Straßenbahn von Wehen befallen, und noch ehe man sie in ein Krankenhaus schaffen konnte, gebar sie im offenen Wagen einen strammen Jungen. Die im Wagen sitzenden Frauen leisteten der Mutter Hilfe und stellten ihre Tücher als Windeln zur Verfügung. Edgar BORRMANN £ Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 und 4156 E Reichsverbilligungsschein I a) für Kleinrentner und b) für Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene und Empfänger von Familienunterhalt: Gartenstraße 2, Zimmer 16 A—H Donnerstag, den 2. Januar 1941, 15—17 Uhr, J —R Freitag, den 3. Januar 1941, 15—17 Uhr, S—Z Samstag, den 4. Januar 1941, 8—12 Uhr; c) für Sozialrentner: Lonystraße 2, am Schalter A—Z Donnerstag, den 2. Januar 1941, 8—12 und 15—17 Uhr; d) für Unterstützungsempfänger der Allgemeinen Fürsorge. A—Z Freitag, den 3. Januar 1941, bei der Auszahlung der Unterstützung; e) für Volksgenossen, die nicht in Betreuung des Sozialamts stehen: Gartenstraße 2, Zimmer 16 A—H Donnerstag, den 2. Januar 1941, Dauer 40Std. 40 „ 40 „ 40 „ Im Namen der Hinterbliebenen: Professor D. Dr. August Freiherr v. Gall Forstmeister Werner Freiherr v. Gall und Frau Irmgard, geb. Decker Hauptmann Waldemar Freiherr v. Gall und Frau Annegret, geb. Wiegand und vier Enkelkinder. Gruvve Eisen und Metall. 12. Technisches Zeichnen I . 13. Technisches Rechnen I . In tiefer Trauer: Marie Scharmann, geb. Spieß. I ' Statt besonderer Anzeige. Am Sonntag vor Weihnachten ist meine liebe Frau, unsere unvergeßliche und treusorgende Mutter, Großmutter und Schwester Marie Freifrau v. Gall, geb. Rumpf r Sc .'gut k Fr. ianlk itM * tzir Ar ‘trous ":hr, Neu oe *Nti •Wil foneni ? übi hi chll 8—12 Uhr, J—R Freitag, den 3. Januar 1941, 8—12 Uhr, S—Z Samstag, den 4. Januar 1941, 8—12 Uhr. Reichsvecbilligungsschein II. Gartenstraße 2, Zimmer 16 A—Z Montag, den 6. Januar 1941, 8—12 Uhr. Gießen, den 28. Dezember 1940. Der Oberbürgermeister, Sozialamt, Die Anmeldung muß persönlich auf der Dienststelle der Deutschen Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Abtlg. f. Berufserziehung und Betriebsführung, Gienen, Schanzenstr. 18, Zimmer 4 (1. Stock) vorgenommen werden. Anmeldezeiten täglich von 8-13 und 14.30-18 Uhr, außer Samstagnachmittags. Mtt der Anmeldung ist die Teilnehmergebühr zu entrichten. [6057D ...... “h । !■ ............. gepflegt wird, befindet sich auf dem Wege der Ge- nesung. Der ägyptische Ministerrat entschloß sich zu besonderen Luftschutzmaßnahmen. Für den Bau von Luftschutzkellern in Kairo, Alexandria, Port Said und Jsmailia stellte er 270 000 ägyptische Pfund zur Verfügung. An der Mündung der Piave in das Adriatische Meer wurde in Anwesenheit des Herzogs von Genua und des Außenministers Graf Ciano das Fischerdorf Cortellazzo eingeweiht, das in den letzten Monaten erbaut wurde und den Namen des Vaters des italienischen Außenministers tragen wird. Aus aller Welt. Schwere Stürme in Südamerika. Ein heftiger Gewitterfturm richtete am Heiligen Abend in Buenos Aires beträchtliche Schäden Tage Mont. u. Donnerst. Dienstag u.Freitag Mont. u. Donnerst. Dienstag u. Freitag Mont. u. Donnerst. Dienstag u. Freitag Dienstag u. Freitag Dienstag u. Freitag n oi' In, 3en. nid" Die 1 mi 3.' h -r 7 w hl w s Ni A Wegen Inventurarbeiten bleibt meine Buchhandlung Dienstag, den 31. Dezember, geschloffen jifi #ii" W •i il Die 1 die Wir beklagen tief den Heimgang unseres lieben Alterskameraden Otto Nachtigall Die Beerdigung findet Dienstag, den 31. Dezember vormittags 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. — Um zahl eiche Rofriliq-unn bittet der Vorstand. 6069 D Solgenöe MMnieilWasken roeroen oö Wang 3nnnot 1941 neu elngeftBk Gruvve Kurzschrift und Maschineschreiben Svgz M Gebühr 8,50 .8,50 '8,50 8,50 8,50 8,50 10,50 10,50 Hzsk Hi Manhlöoon von3bls20v-H-ertla,tenSiebelwieder* Nacniasse holten Veröffentlichungen einer Anzeigei Montag u. Freitag 18.30-20.30 Dienstag 18.30-20.30 Mittwoch 18.30-20.30 .sflehu ZB pf. Un iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen die Verbindung her zu Ihren Erzeug- nlssen.Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Briefumschläge,Postkarten, Rechnungen, Qeschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Druck- aechen l Wir bieten sie Ihnen preiswertI BrühPsche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 miiiiiuiiiiiiiiiiiiiniiin 1. Kurzschrift . (Anfänger) .. 2. Kurzschrift I (Anfänger) .. .3. Kurzschrift II (60-80 S.) .. 4. Kurzschrift II (60-80 S.) .. 5. Kurzschrift-Eilschrift, Einführung (K/III), 80-120 S. 40 6. Kurzschrift - Eilschrift, Einführung (K/III), 80-120 S. 40 7. Maschineschr.I (Anfänger) . 40 8. Maschineschr.IKFortgeschr.) 40 tlfCDDE DRUCKSACHEN WCnDC 3rühl. Gießen Kirchliche Anzeigen Dienstag, 31 Dezember Altiahröandacht. Stadtkirche: 16, Becker. Fohanneskirche:16,Lic.Wißntann K av elle Alter Fried Hof: 16, Walther. Kapelle Wetzlarer Weg: 17, Lic. Dr. Jost. Gießen—Klein-Linden: 16, Ludwig. Gießen-Wieseck: 15. Lollar: 20. Mainzlar: 20. ich: 20, Naumann. Kollekte. (Im Gemeindesaal.) Bekanntmachung. Betr.: Fettverbilligung. Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine für die Monate Januar bis März 1941. Ausgabezeiten. Die nachstehend aufgeführten Ausgabetermine sind unbedingt etnzuhalten. Reichsver- billigungsscheine, die an den genannten Tagen nicht abgeholt werden, können später nur noch Mittwoch vormittags in Empfang genommen werden. An Kinder werden Reichsverbilligungsscheine nicht ausgehändigt. Jede Aenderung des Einkommens und des Personenstandes ist der betreffenden Ausgabestelle umgehend zu melden. Die Unterlassung dieser Meldung und der unberechtigte Bezug von Reichsoerbilli- gungsscheinen kann strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen. Der Straßenbahnschaffner gab fefneit Willen kund, Taufpate des Jungen zu sein. Sämtliche Passagiere legten ihr Geld zusammen und spendeten cm ansehnliches Taufgeschenk, da? der Familie, die aus dem Arbeiterstand stammt sehr willkommen ist. Nun will sich der Vorort von Sofia, in dem die Familie wohnt, des Jungen, der auf fo ungewöhnliche Art ins Leben getreten ist, annehmen und für das Kind sorgen. Tag der Briefmarke. Wie in den vergangenen Jahren, findet auch der Tag der Briefmarke 1941 am ersten Sonntag nach dem Geburtstag des Weltpostmeisters Heinrich von Stephan, also am 12. Januar, statt. An allen Orten, in denen Kameradschaften des Reichsbundes der Philatelisten ihren Sitz haben, sind Aus. Stellungen oder Zusammenkünfte vorgesehen. paiuHidjnrtleiter Dr -ttteond) iBUbelm l'jnfle Steilbeinetei oti VauptlchrirUetrers Ernst Blumschetn. Beranttvortiich ür T'Oiiti untz Ollder- Dr. tfr. W. Lange für da» Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; ür Stad' Gießen. Provm?, ^icndim, u. Sport: Erna B'umich? r. Druck inte Benag BrühUche Unirer-itifteDaideret R. Lange fi. G, Beriageleiter Dr.-Ing. Sri* Hamann Änzetgenle^ter Hans Beck. Ser.tnnDorH’rfi ür den k>nbal« derAn-ewen Dbeodor Kümmel Pi.Nr.-. KURT HOLDERER Univ.-Buchhandlung Gießen, Seltersweg 75 an. Nach einem drückend schwülen Tag fetzte gegen Abend ein peitschender Regen ein, der gleichzeitig tobende Sturm entwurzelte zahlreiche Bäume. _■. _ - ~ - .. Aiele Straßen wurden durch die Wasserfluten über- lich von Arad stießen zwei Personenzuge zu- schwemmt. Verschiedentlich wurden Telegraphenstangen vom Sturm geknickt. In Rosario, der zweitgrößten Stadt Argentiniens, wurden drei Menschen vom Blitz getroffen. Auf dem unweit von Buenos Aires gelegenen Flugplatz Prefidente Ri- vadavia wurden mehrere Flughallen zerstört. Ein zwölf Tonnen schweres Flugzeug wurde fünf Meter 9. Dovv. Buchs. I (Anfänger). 40 10. Dovv.Buchf.il (Fortgeschr.) 40 11. Doppelte Buchführung III (Abschlußtechnik)......... 40 Montag. 30 Dezember WO Gießener Anzeiger (General-Anzeiger fSr Gberhesien) ßt.507 Zweites Blatt igeleji; i ^)em gebackenen Zopf der Holle entspricht die Brezel ober Kringel Wodans, ein Abbild des Rades und Laßen feier 19 Uhr 6071° zu bleiben. ziger Auskunft geben. C.K, chatt »sen! Oer dicke Herr und die Zeitung. Die Budapester sind im allgemeinen als sehr äiten jlollei Turnverein 1846 Gießen. Oie Turnhalle wird wieder in Betrieb genommen. Im Vorprogramm sieht man die neue deutsche Wochenschau mit Bildern von den Weihnachtsfeiern unserer Soldaten, von Uebungen eines Reiterregiments, von einem erbeuteten englischen U-Boot, von der Arbeit in einer Gewehrfabrik und aus der Werkstatt des Bildhauers Professor Thorak. — Hans Thyriot Der Spielleiter V. Tourjansky, von dessen früheren Inszenierungen u. a. die Filme „Der- klungene Melodie" und „Der Gouverneur" hier gelaufen sind, hat es verstanden, den Schauplatz an der Grenze und die gewitterschwüle Atmosphäre, die da herrscht, zu einer unheimlichen und beklemmenden Wirklichkeit zu erheben. Vor allem die entscheidenden Szenen in der einsamen Waldschenke sind von erregender Spannung: jedes Wort und jede Bewegung sind hier verdächtig, doppelsinnig, von Mißtrauen und Verrat belauert; jedes Gespräch, jeder Scherz, Kartenspiel und Tanz sind nur Momente eines Kampfes vor dem Kampfe, Entscheidungsszenen eines Dramas, in dem es nur Flucht oder Vernichtung, Rettung oder Untergang geben kann. Das tiefe, aufatmende Glück der einem er» barmunaslosen Feinde entronnenen Volksdeutschen in der Obhut der ersten deutschen Grenzposten gibt dem erregenden Geschehen einen menschlich lösenden, zu Herzen gehenden Ausklang. 0-20.3(1 0-20.30 0-20.30 Verdunkelungszeit in der Woche vom 29. Dezember 1940 bis 4. Januar 1941: 17.15 Uhr bis 9.30 Uhr. käppchen", Märchenspiel nach Gebrüder Grimm von Stelter. Außer Miete! — Abends „Der Vogelhändler", Operette von Zeller. Außer Miete! Donnerstag, 2. Januar: Einmaliges Gastspiel „Meistersextett". Außer Miete! Freitag, 3. Januar: „Der Ahnenpaß", Schwank von Real und Frank. 15. Freitag-Miete! Sonntag, 5. Januar: Nachmittags „Rotkäppchen", Märchenspiel von Stelter. Außer Miete. — Abends Sauer zur Seite steht. Die Sportdienstgruppen des BDM. unter der Leitung von Jdel Hauck und des ID. unter der Leitung von Neußer jun. nehmen ständig zu. Die Faustballer unter der Leitung von Dr.- Pfeffer haben es bis zum Hessenmeister gebracht. Bei der Reichsstraßensammlung des NSRL. für das Kriegs-WHW. haben sich besonders die beiden Altersturner Wilhelm D a p - per und Wilhelm Will eingesetzt. Die Verbindung mit den Kameraden im Felde war rege. Der Vereinsführer dankte allen seinen Mitarbeitern und den Turnern und Turnerinnen für ihre Treue. Seine Worte klangen aus in besten Wünschen für die Zukunft des Vereins und in dem Siegeswillen unseres Volkes, das unter der Führung Adolf Hitlers auch den letzten Feind, England, vernichten werde. Wie der Vereinsführer mitteilte, ist fein Stellvertreter Franz Sauer in seiner Berufseigenschaft als Kulturinspektor mit sofortiger Wirkung nach Mainz versetzt worden. Der Vereinsführer würdigte seine Arbeit mit herzlichen Worten und sprach ihm die besten "Wünsche für seine Zukunft aus. Dom Oberturnwart Karl Müller, der als Hauptmann im Felde steht, wurden Feldpostbriefe verlesen. Die Mitteilung über die Wiederaufnahme der Turnstunden in der Turnhalle am Oswaldsgarten wurde beifällig ausgenommen. Die Turnhalle ist so umfassend hergerichtet worden, daß sie auch für größere Deranstaltungen wieder zur Verfügung steht. Die Darstellung erweist sich allenthalben im Sinne von Tourjanskys straff zusammenfassender Regie als eine schöne, ganz einheitlich bestimmte Gemeinschaftsleistung. Innerhalb dieser Gemeinschaft hebt sich sehr persönlich, scharf profiliert und empfindungsmäßig verdichtet die von Brigitte Gorney gegebene Wirtstochter Anna heraus, die tapfer und listig ein lebensgefährliches Doppelspiel zur Rettung ihrer Landsleute wagt. Willy B i r - gel ist der Führer der Deutschen, Inspektor Keith: energisch, geschickt, geistesgegenwärtig, der rechte Mann in drohender Gefahr. Ivan Petrovtch, aus der Gegenseite: gefährlich, kalt, brutal-geschmeidig. Vom großen Aufgebot seien ferner Nikolas Kolin , Hedwig Mangel, Karl Heinz Peters und der kleine Fritz Eugens genannt. — Der tüchtige Kameramann heißt Fritzarno Wagner. — Ein dicker Herr stieg ein, sah sich suchend um, fand einen letzten leeren Sitz, zwängte sich hinein, zog eine Zeitung aus der Tasche und begann zu lesen. Als er umblättern wollte, flüsterte ihm sein Nachbar zu: „Einen Augenblick bitte, ich bin noch nicht fertig". Der Dicke wartete geduldig und fragte dann etwas ironisch: „Darf ich nun?" Auf das zustim- menbe Nicken las er dann die zweite und dritte Seite, ständig unterbrochen von seinem Nachbarn, und als sie endlich auch die letzte Seite gemeinsam durchstudiert hatten, sprang der Dicke plötzlich auf, faltete die Zeitung zusammen und wollte aussteigen. „Halt!" rief ihm der andere nach, „Die Zeitung, bitte! Meine Frau hat sie noch nicht gelesen". Jetzt riß dem Dicken doch die Geduld. „Das ist doch unerhört? Nun wollen Sie meine Zeitung auch noch mitnehmen?" „Ihre Zeitung?" lächelte der Nachbar freundlich. „Sie irren sich. Sie haben die Zeitung aus meiner Tasche herausgezogen." Neuinszenierung „Madame Butterfly", Oper von Puccini. Musikalische Leitung: Otto Söllner. Spielleitung: Max Schwarz a. G. (vom Deutschen Theater Wiesbaden). Außer Miete! Ortszeit für den 31. Dezember. Sonnenaufgang 9.37 Uhr, Sonnenuntergang 17.19 Uhr. — Mondaufgang 10.40 Uhr, Monduntergang 20.50 Uhr. ♦♦ Gefangskonzert für unsere Verwundeten. Das Oberkommando der Wehrmacht ließ durch die NSG. „Kraft durch Freude" am gestrigen Sonntag den Verwundeten in einem Re<- •QN stll höfliche Leute bekannt. Eine kleine Szene, die sich dort kürzlich in der Straßenbahn ereignete, beweist, daß es nicht immer leicht ist, höflich AeuvereidigiW der Freiwilligen Feuerwehr im Stadtkreis Gießen. Beit 0-20.001 0-20.00 0-21.311 O-21.3(i 0-20.00 0-21.30 0-21.30 0-20.00 0-20.30 0-20.30 10-20.30 itssroni Gießen bereiten der An- [8057D SMus der Stadt Gießen Jahreswende und Aberglaube. 81161 ifthi«11 io#««"1 wirktschmerzs#il,end* I ■ Amol Karmelitergeist ab 80 Rpf. in allen Apotheken u. Drogerien Was wir alles nicht sehen. Wenn wir eine Aussage über ein Geschehnis erhärten wollen, so pflegen wir zu erklären, daß wir es mit eigenen Augen gesehen hätten. Doch auch der Augenzeuge ist vielfach dem Irrtum unterwor- fen. Man mache den Versuch und lasse ein Dutzend Menschen die Linien und Zeichnungen beschreiben, die sich auf den Tapeten ihrer Zimmer befinden, und kaum einer wird genaue Angaben machen können über diese Dinge, die er Tausende von Stunden vor Augen gehabt hat. Ein Universitätsprofessor machte mit den Hörern seines psychologischen Kollegs einen besonders aufschlußreichen Versuch. Er fragte 51 Studenten, ob ein Fenster, dessen Aussehen er genau beschrieb, sich in dem Uni- versttätsgebäude befinde. Es war ein großes, sehr auffallendes Feyster vor eigenartiger Form, an dem jeder der Studenten täglich mehrere Male vorbeiging, und doch erklärten 42 Studenten, es gäbe kein solches Fenster, zwei waren unsicher, und nur 7 wußten anzugeben, wo es sich befinde. Bei einem anderen Versuch wurde ein kleines Bild, das eine Landschaft mit sehr ausgesprochenen Merkmalen, einer Kirche, einem Hügel, Bäumen usw. darstellte, 20 Studenten je 30 Sekunden lang gezeigt, am nächsten Tage sollten sie dann angeben, was sie behalten hätten. Nur zwei von den 20 waren imstande, eine ziemlich richtige Beschreibung zu machen: 16 gaben ganz falsche Dinge an, und zwei hatten überhaupt nichts behalten. Schließlich veranlaßte der gleiche Professor in seiner Vorlesung einen aufregenden Vorfall; er ließ einen grotesk angezogenen Mann in den Hörsaal eindringen, sich wild gebärden und Schreie ausstoßen, bis er hinausgeworfen wurde. Der Vorfall spielte sich sehr schnell innerhalb 20 Sekunden ab, und der Professor kam auf den Vorfall erst nach einer Woche zurück. Er legte dann den Studenten 13 verschiedene Fragen vor, die sich auf das Aussehen des seltsamen Eindringlings bezogen. Hat er einen Hut getragen und wenn, von welcher Farbe? Wie war er angezogen? Wie war die Farbe seines Haares? Hatte er etwas in den Händen? Trug er Handschuhe und einen Schlips? 9 Studenten sagten aus, daß er überhaupt keinen Hut gehabt habe, die übrigen gaben feine Farbe mit schwarz, braun, grau, weiß an. Elf Studenten machten über die Haarfarbe Mitteilungen obgleich dies unkenntlich gewesen war. lieber die Art der Maske, die er getragen, konnte kein ein* m, 51 Wi. h | In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Turnvereins von 1846 im „Schipkapaß" "gab Vereinsführer Fritz Wiegand bekannt, daß in den nächsten Tagen die Turnhalle am Oswald s- garten wieder in Betrieb genommen wird. Vereinsführer Wiegand gab der Freude darüber Ausdruck, daß der alte Turner Ludwig Herbert und der Kamerad Ziegler, die von der Wehrmacht zurückkamen, das Turnen wieder aufgenommen haben, wodurch die aktiven Turner eine erwünschte Verstärkung erhielten. In einem Rückblick auf die Ereignisse dieses Jahres erinnerte er an den Kamerad schäft sab end mit den Urlaubern am Jahresende 1939. In den Kämpfen dieses Jahres fielen die Turn käme r ade n Heinrich Herbert, Hans A l t - haus und Georg Körner, am Jahresende verstarb an den Folgen einer Verwundung im Weltkrieg 1914/18 der Kassenwart Georg Wahl. Der Turnverein 1846 betrauert in ihnen gute Kameraden ujib begeisterte Turner. Ihr Andenken wurde in üblicher Weise geehrt. Wie Vereinsführer Wiegand weiter* mitteilte, ist Turnkameiad Ludwig Petri, ein alter Turner, als Nachfolger Georg Wahls zum Kassenwart bestimmt worden. Der 'Vereinsführer verpflichtete ihn in seinem neuen Amt. Von der turnerischen Arbeit selbst wurde mitgeteilt, daß sie rüstig weiter geht. Die Turnerinnen, die zur Zeit am stärksten vertreten sind, stehen unter der Leitung der Kameradin Jdel Hauck, die auch die Turrnstunden der Kinderabteilung leitet, in denen ihr Kamerad Franz auch i ‘ Inti*,! tat iS ! fteiyf Sm „Feinde." Ein Bavaria-Film im Gloria-Palast. Eine ganze Reihe von Szenen in diesem Film rhen sich an, als ob sie aus früheren Wochenschauen (erausgeschnitten und zusammengestellt seien; diese Wochenschauen sind jetzt nicht viel älter als ein >ahr, und die Ereignisse, die uns da vorgeführt werden, waren im Sommer und im Frühherbst tes vergangenen Jahres traurige, grausame und uschütternde Gegenwart. Der Schauplatz ist Polen, mweit der deutschen Grenze; die Zeit: kurz vor tem Ausbruch des Krieges. Das ganze ist ein Dokument in Form eines Spielfilms, und man hat len Eindruck, als ob hier die Wirklichkeit fast über» über dem Spiel stünde, über der Phantasie der Ittehbuchautoren (Emil B u r r i und Arthur ! uethv), über der Gestaltung und Derwand- •ingstraft der Schauspieler, und auch die Leistung tes Spielleiters Tourjansky scheint sich ent- Heidend in dem llmftanbe auszubrücken, daß man auf weiten Strecken des Filmstreifens, durch 9ai}3e Tzenenreihen hin zu vergessen geneigt ist, daß hier mas gespielt wird; eher glaubt man die erregen» den Bilder einer historischen Reportage zu sehen, das Historische ist uns aber noch so nah und gegen« »artig, daß wir es kaum als geschichtlich empfinden, zumal ja das, was dort vorgeht, nur am Am fing einer Entwicklung steht, in der wir uns noch S?genwärtig befinden. Landgerichtsrat a. O. Or. Hansult 70 Jahre alt. Am morgigen 31. Dezember 1940 begeht der Landgerichtsrat a. D. Or. jur. Moritz Hanfult in Gießen in bester Frische seinen 70. Geburtstag. Der Jubilar ist sowohl durch seine berufliche Tätigkeit, als auch durch sein schriftstellerisches Wirken weithin bekannt geworden. In Gambach bei Butzbach am 31. Dezember 1870 geboren, besuchte Moritz Hansult später das Gymnasium in Darmstadt, wo er im Herbst 1891 das Abitur erlangte. Er studierte bann bis 1895 in Marburg, München unb Gießen. Von Ostern 1895 ab war er Gerichtsakzessist in Butzbach, Darmstadt, Offenbach unb Friebberg, vorn Herbst 1898 ab Gerichtsassessor. Im Herbst 1898 erwarb er sich in ber Gießener juristischen Fakultät den Dr. jur. Von 1899 bis 1900 war er als Hilfsgerichtsschreiber an den Landgerichten in Därmstadt und Gießen beschäftigt. Von 1901 ab wirkte er zunächst als Hilfs- richter in Ulrichstein, von 1904 ab dort als Amtsrichter, bis er 1905 als Amtsrichter nach'Dieburg versetzt wurde. Im Jahre 1913 wurde er zum Amtsgerichtsrat ernannt. Bis 1914 blieb er in Dieburg, in derselben Zeit war er auch Hilfsrichter am Landgericht in Darmstadt. Im Jahre 1914 kam er als Amtsgerichtsrat nach Gießen, wo er 1919 zum Landgerichtsrat ernannt wurde. U. a. war er hier Vorsitzender des Mieteinigungsamts Gießen-Land feit 1919, Vorsitzender des Tierärztlichen Ehrenge- richts ber Provinz Oberhessen ab 1928, Dorsitzenber des Bezirksschöffengerichts ber Provinz Oberheffen von 1927 bis 1931. Dann war er Hilfsrichter am Oberlandesgericht in Darmstadt, auf feinen Antrag kam er aber wieder als Landgerichtsrat nach Gießen zurück. Hier trat er im Jahre 1933 in den Ruhestand, den er seitdem in Gießen verlebt. Neben seinem beruflichen Wirken betätigte sich Ländgerichtsrat Dr. Hansult auch als Fach- unb Heimatschriftsteller. Er schrieb mehrere juristische Abhandlungen. Im Jahre 1936 erschien u. a. aus seiner Feber in ber „Heimat im Bilb" bes „Gießener Anzeigers" eine Abhandlung „Wirt unb Gäste nn „Goldenen Ritter" zu Butzbach 1798 bis 1800", im Jahre 1940 als neueste Arbeit ein heimatkundliches Buch unter dem Titel „Vogelsberg und Wetterau in alten und neuen Zeugnissen für Sinn und Art ihrer Bauern" als Gießener Beiträge zur deutschen Philologie (begründet von Otto Behaghel, her- ausgegeben von Alfred Götze). Dieses Buch fand weithin in unserer engeren Heimat große Beachtung, denn es stellt einen bedeutsamen Beitrag zur Kenntnis des oberhessischen Volkstums dar. Durch feine Arbeiten hat sich Dr. Hansult in ber Reihe ber oberhessischen Heimatschriftsteller besonbere Der- bienfte erworben. In ben Kreisen seiner früheren Berufskameraden und darüber hinaus in breiten Bevölkerungsschichten in Stabt unb Lanb wird dem im langjährigen öffentlichen Dienst bewährten Beamten und mit vortrefflichen Charaktereigenschaften ausgestatteten Menschen große Wertschätzung dargebracht. Zu seinem morgigen 70. Geburtstage übermitteln auch wir dem Jubilar unsere herzlichen Glückwünsche. B. Gie^en-Wieseck. Am 2. Weihnachtsfeiertag konnten die Eheleute Emil Kreiling, Landwirt, und Frau Luise, geb. Völzel, das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Das Jubelpaar erfreut sich noch bester Gesundheit, die es ihm ermöglicht, noch alle landwirtschaftlichen Arbeiten zu verrichten. Zum Ehrentage gingen ben Jubilaren zahlreiche Glückwünsche zu. Nachträglich auch unseren herzlichen Glückwunsch. Die wenigen Schicksale Volksbeutscher in Polen, i’-e hier geschilbert werben, stehen als Beispiele fcr Tausende von anderen, und wenn die Meyr- W der hier gezeigten eine glückliche Wendung »shmen ganz zuletzt, dann zeigt der Film nicyl nur, wie nahe und messerscharf der Weg m die iieiheit an Verzweiflung und völliger Vermich- frng vorbeiführte, sondern er erinnert auch an Hun- krte und Tausende von anderen deutschen Men- henschicksalen in Polen, die unvergessen in Den Zvilen Verlustlisten dieses Krieges verzeichnet steyen. -$n einem deutschen Sägewerk nahe an Der Grenze gibt ein Sabotageakt das Signal ZUM Aus- f-ande ber polnischen Insurgenten, bie alles Deut’ he mit fanatischem Haß verfolgen und nur aus kn Augenblick lauern, wo sie sich übermächtig Ö nug und bie Deutschen schwach unb verlaßen $?nug glauben, um auf ihre grausame Art ben Ver- r chtungsfelbzug unb Bcmdenkrieg gegen Die oeu - auch ber Gemeinde den Stempel auf. Der Oberbürgermeister gab den Feuerwehrmännern noch von den geplanten Bauten für die Feuerwache Kenntnis, Die außer den Geräteunterkünften auch noch Wohnungen für die Mannschaften und die Wache haben sollen. Mit dem Gruß an den Führer wurde die Feier geschlossen. Im Saal des „Frankfurter Hof" fanden sich dann die Kameraden zu einem kameradschaftlichen Zusammensein eim Oberbürgermeister R i t te r begrüßte hier die geladenen Gäste, Polizeimajor Hellwege-Emden und Kreisfeuerwehrführer Bouffier. Kreisfeuerwehrführer Bouffier dankte für die Einladung und teilte mit, daß es dem Kreisfeuerwehrdezernenten Regierungsrat Fuhr durch Erkrankung leider nicht möglich war, selbst zu kommen. Seine weiteren Worte galten der Kameradschaft, in der er die Brücke zu allem gedeihlichen Zusammenarbeiten sieht. Mit dem Dank an die Kameraden von Klein-Linden und Wieseck, die nun dem Stadtkreis Gießen zugehören, schloß er seine Ausführungen. Stadtbaudirektor Grave r t brachte dann in Lichtbildern einen Gang durch die Stadt. Die naturfarbigen Aufnahmen vom Winter 1939 und Frühjahr sanden guten Anklang. Nachdem man noch in kurzer kameradschaftlicher Unterhaltung verweilt hatte, wurde das Beisammensein geschlossen. schen Ansiedler zu beginnen. Von diesen sind manche seit Jahrzehnten mit segensreicher Arbeit als Kulturpioniere drüben am Werk und selbst in diesem Augenblick noch geneigt, bie Gefahr zu unterschätzen — bis eine Schreckensbotschaft aus ber nächsten Nachbarschaft jeben Zweifel beseitigt: bort haben bie polnischen Mordbrenner einen deutschen Hof überfallen, ben Besitzer erschlagen, sein Haus geplündert unb in Flammen aufgehen lassen. Die Ereignisse überstürzen sich nun innerhalb weniger Stunben und treiben einer Katastrophe zu. Es gibt für bie Deutschen, ba jeder Wiberstand gegen bie Uebermacbt aussichtslos erscheint, nur noch bie Flucht mit Frauen und Kindern und ber bürftigften Habe über bie rettenbe Grenze nach Deutschland. Aber schon streifen die polnischen Banden überall durch die Wälder und machen Jagd auf die wehrlosen Deutschen. Denen ist schon jeder Fluchtweg abgeschnitten, nur ein breiter Sumpfstreifen vor der Grenze ist noch frei, aber da traut sich bei Nacht unb Nebel niemanb burch. Während an bie zweihundert Deutsche, Männer, Frauen und Kinder, in einem Waldlager voll Angst und Sorge auf Rettung sinnen, ist ihr Führer, der Inspektor Keith, den Insurgenten in einer Waldschenke in die Falle gegangen. Dort beginnt ein atemraubendes, nervenspcmnendes Spiel auf Tob und Leben, bis es endlich mit List und Gewalt gelingt, die polnische Uebermacht zu überrumpeln unb den verfolgten Landsleuten den gefährlichen Fluchtweg durch den Sumpf zur rettenden Grenze zu bahnen. 'len alten, feit Urzeiten überkommenen Räucher- ■nitteln, nämlich mit Wacholderbeeren und Baum- larzen. So entstand ber Name Rauchnächte, von dem bie Rauh nächte hasten blieben. Die alten, bem Wodan zu Ehren gefeierten Jul- efte waren mit feierlichen Opferschmäusen verbun- en. Zum Festfeiern gehört nun einmal gut essen gib trinken. Der Kops bes Julebers ist seit Wal- ballas Zeiten bie Lieblingsspeise der Götter und Helden und hat sich seitdem auch auf deutscher Erde ingebürgert. In den „Zwölften" werden von ber cermanischen Heidenzeit her zu Ehren der Frau jolle oder Bertha besondere Kuchen gebacken. Die n Zopfform gebackenen Semmeln, Wecken, Stollen iber Striezeln gehören zur Holle, die in dieser Zeit n die Häuser kommt und ngchsieht, ob die Frauen und Mädchen ihre Zöpfe ordentlich geflochten haben, widrigenfalls sie ihnen einen „Hollenkopf" zaust. Die Freiwillige Feuerwehr des Stadtkreises Gießen war am gestrigen Sonntagnachmittag an der Schillerschule zur Neuvereidigung angetreten. Zugführer Funk erstattete dem Dberbüraermeifter Ritter Meldung, der dann im Turnsaal der Schillerschule die Neuoereidigung der gesamten Freiwilligen Feuerwehr vornahm. Nach Begrüßung der Kameraden ging Oberbürgermeister Ritter kurz auf bie Ereignisse des Jahres 1940 ein, die zu dem gewaltigen Erfolg führten, weil nur in der vom Führer geschaffenen Kameradschaft fö etwas möglich ist. Die Freiwilligen Feuerwehren haben schon immer beste Kameradschaft gepflegt, und so werden die Kameraden gerne bie von ihnen geforberten Pflichten übernehmen. Nach kurzen Erklärungen über die Neuordnung, die durch das Feuerlöschgesetz von 1939 geschaffen ist, nahm Oberbürgermeister Ritter die Vereidigung der 90 Feuerwehrmänner vor und ließ die ErnennungsurkuiÄen ausgeben. Nachdem noch die Kameraden Heinrich Funk, Otto Arnold, Heinrich Schmidt (Gießen) und Karl Fink (Klein- Linden) mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25- jährige Dienstzeit ausgezeichnet waren, gab er noch bekannt, daß zur engen Fühlungnahme der' Wehr mit der Stadtverwaltung Stadtbaudirektor G r a» ocrt persönlich das Amt des Kreis- und Wehrführers übertragen wurde. Die Wehr solle ausgebaut werden, denn der Geist der Feuerwehr drücke ter Sonne. Zum guten Essen gebührt sich auch in guter Trunk: „Die Männer trinken die Stärke, ie Frauen aber die Schöne" — sagt Sebastian ftanck in seinem „Weltbuch" (1567). Endlos ist ie Reihe der Rezepte zu Weihnachts- und Silvester- unschen, und jedes wird als bestes und bekömm- ichstes angestsiesen. Den Schluß der „Zwölften" bildet bas „Große eujahr", der Dreikönigstag (6. Januar), an dem ie ländlichen Dienstboten einstehen oder wechseln. >n Süddeutschland wird dieser Tag auch „Perch- g" genannt. Zu Ehren der Frau Bertha, bie egen ausftreuenb burch bas Lanb zieht und durch rscheucsten der bösen, Feld und Flur bedrohenden '(ter em gutes Erntejahr bescheren wirb, machen ie Burschen und Mädchen mit Peitschen und Kuhlocken einen ohrenbetäubenden Lärm im Dorf. Ne- en ber heidnischen Göttin stehen die heiligen drei önige, deren Anfangsbuchstaben E. M. B. (Easpar, clchior, Baltbasar) mit drei Kreuzeszeichen in eide an bie Tür gemalt werden. Die drei Kreuze örnten Donars Hammerzeichen fein. Xtornofüen. Tageskalenber für Montag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Feinbe". — Licht- ielhaus (Bahnhofstraße): „Beates Flitterwochen"; 3.30 Uhr Märchenvorstellungen „Die Sterntaler", Kaspar bei ben Wilden", „Der süße Brei", „Der leine Häwelmann". Stabtlheaker Gießen. Dienstag, 21. Dezember, Silvester: Uraufführung Der Ahnenpaß", Schwank von Neal unb Frank. Mit Kabarett-Einlagen! Außer Miete! Mittwoch, 1. Januar, Neujahr: Nachmittags „Rot- Die Hauptzeit des Aberglaubens konzentriert sich tuf bie Jahreswende, auf bie „Zwölften", bie auf >as Julfest folgen. In biefer Zeit, besonders in ben .... ifflölf Nächten, haust ber „Wilde Jäger", unb es J'i, uirb gewissermaßen die alte heidnische Götterwelt c u losgebunden; daher ist dies bie Periode für alles heidnische Wesen, für Zauberei unb Wahrsagung. Di« neubekehrte Gemeinde xu schützen, räucherten Vie christlichen Priester Kirchen und Kapellen mit Als das germanische deutsche Heidentum durch das Christentum verdrängt wurde, machte die Kirche die bisherigen göttlichen Mächte, bie als persönliche Lrscheinungsformen der Naturmächte anzusehen !ind, zu gespenstischen, unheimlichen und vcrwun- chenen Wesen und verwies sie in das Gebiet des ilnglaubens, des Aberglaubens. w E Zer Mchlling auf Korsika Vornan von gelnz LorenMambrecht 2Ü Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Die „Melusine" legt den Weg von Genua nach Rapallo in einer Stunde zurück. 3m Kurhaus und vor allem in dem jenseits der Straße als prächtige Terrasse über dem Meer liegenden Kurgarten herrscht bereits reger Betrieb, und unternehmungslustig stürzen sich Viktors Schutzbefohlene in das Gewühl. Solange das Boot sie zusammenhielt, konnte er sie leicht beaufsichtiaen, jetzt nicht mehr. Sie stieben da- und dorthin und sind wie Vögel, die mal da, mal dort zupicken, wo sie einen guten Wappen wittern. Es wird Kaffee getrunken, es wird getanzt, man bewirft sich mit Blütenblättern, man steht großartig mit seiner Flamme am Sektpavillon und spendiert mit der Miene eines geübten Lebemannes ein Glas Sekt und noch ein Glas Sekt und wieder ein Glas Sekt. Man ist ja der Sohn wohlhabender Eltern, man hat ja Geld in allen Taschen — oha, daran fehlt's nicht, meine Herren! Es wird dunkel, es wird Nacht, Girlanden bunter Papierlaternen streuen gedämpftes Licht auf die erhitzte Gesellschaft. Ausgelassenheit und Lebensfreude schwingen einem Höhepunkt zu. Viktor bekommt seine Horde zum Abendessen zusammen, zu dem Flipo Orlando auf jeden Fall wieder französischen Sekt bestellt. 3a, heute wollen sie einmal ganz großartig sein, diese jungen Herrchen, die in ihren ersten Smokings, zu denen sie runde amerikanische Strohhüte tragen, beinahe so blendend wie Filmstars aussehen. Ancia Maria erinnert sich an ihr Versprechen. Sie tanzt mit Viktor. Und dann tanzt sie noch einmal mit ihm. „O, Sie tanzen besser als die andern alle, Viktor", sagt sie. „3ch tanze gern mit 3hnen. 3d) tanze mit 3hnen am liebsten. Ach, heute ist mein glücklichster Tag, Viktor." „3ch glaube, du hast viele glückliche Tage, Ancia Maria." _ „3a, aber heute ist der allerglücklichste. — Sagen Sie mir, wer von uns gefällt 3hnen eigentlich am besten?" „Enzio. Er ist der prächtigste junge Bursche, den ich kenne." „Ach, ich meine doch natürlich von uns Mädels. Eeleste natürlich, nicht wahr?" „Nein!" „Nicht?" Sie ist ehrlich erstaunt. „Wissen Sie, ich kann sie ja nicht riechen, aber ich finde sie einfach himmlisch." „Na ja, wenn sie schon Celeste heißt." „3a, und das finde ich wieder so arrogant, daß sie schon mit ihrem Namen das Verhimmeln herausfordert. — Also?" „Was also?" „Wen Sie am nettesten finden?" „Elena Borgate", lügt er. „Ach ...!" macht sie enttäuscht. Denn wenn sie auch ohne weiteres Celeste Galiera den ersten Preis einräumt, so erhebt sie doch Anspruch auf den zweiten. „Elena ...? Nun ja, sie paßt ja auch gut zu 3hnen. Sie ist so ernst und still. Warum sind Sie eigentlich so still, Viktor?" „Weil ich ein wenig älter bin als ihr alle. Weil ich fast der Vater jedes einzelnen von euch fein könnte." Sie sieht ihn prüfend an. Schüttelt dann den Kopf. „Nein, das ist nhht wahr, das finde ich -eigentlich gar nicht, Viktor , sagt sie langsam. So plaudern sie während des Tanzes da^in, und Viktor wird ganz frei und leicht zumute. Um elf Uhr aber befiehlt er den Aufbruch. Natürlich bestürmt man ihn, noch eine Stunde zuzugeben. Aber er bleibt unerbittlich. Er hat Maria Ansaldi versprochen, daß er um Mitternacht mit Ancia Maria daheim sein würde. Enzio stellt sich auf seine Seite, und auch Ancia Maria zeigt sich willfährig. Da schließen sich dann auch die anderen an. Sie fahren ab, und das bunte Llchtgeflimmer auf der Terrasse über dem Meer liegt bald wie eine seltsame Fata Morgana hinter ihnen, lieber ihnen und rings um sie her öffnet sich ein viel köstlicherer Lichtzauber: das mit Sternenbildern sanft durchwirkte Gewölbe des nächtlichen Himmels. Sie gleiten an der Bucht von St. Margherita vorbei und um das Vorgebirge von Portofino herum, das sich als massiger schwarzer Bergkoloß ins Meer vorschiebt. Dann taucht schon — ganz in der Ferne noch — der Lichtdunst auf, den Genua in die Nacht sickern läßt. Viktor hat der Sicherheit halber das Steuer übernommen. 3n den jungen Menschen pulst noch kräftig der Aufruhr des Festes. Dazu hat Flipo Orlando noch zwei Flaschen Sekt mitgenommen. ,Kapitän", sagt er mit etwas gläsernen Augen und steifer Zunge zu Viktor, „melde, Herr Kapitän, daß ich ordnungsgemäß Konterbande an Bord geschmuggelt habe." Und läßt den Pfropfen knallen. „Evvioa!" rufen die andern und halten die Gläser aus der kleinen Pantry hin. Außer Rand und Band sind sie. Jetzt steht Flipo Orlando auf der Heckbank im Cockpit und hält eine Rede auf das junge 3talien, und sie singen ein faschistisches Kampflied. Dann hält er eine Rede auf das Meer. Und dann eine Rede auf die Frauen im allgemeinen. Dann eine auf Ancia Maria im besonderen, manchmal verwechselt er den Namen und sagt Celeste. Er fuchtelt mit Händen und Füßen und hat vor lauter Fuchteln keinen Tropfen mehr in seinem Glas. Er ist Temperament vom Wirbel bis zur Zehe. Außerdem ist er natürlich beschwipst. Bei seiner Rede stopft sich Ancia Maria die Finger in die Ohren und kreischt ihn an: „O Flipo, du bist der größte Schwätzer von ganz Ftalien." „Was bin ich? Der größte Schwätzer von ..." Weiter kommt er nicht mehr. Er hat mit solcher Vehemenz seine Arme über sich geworfen, daß er das Gleichgewicht verliert und ganz unerwartet hjnb plötzlich über Bord geht. Seitlich über den Dollbaum plumpst er am Hintersteven ins Meer. Dort verschwindet er fuchtelnd in dem Strudel, der von der Schraube aufgepflügt wird. Ancia Maria stößt einen schrillen Schrei aus, die anderen starren wie von Entsetzen gelähmt ins Wasser. Da merkt auch Viktor schon, was geschehen ist. Er überlegt nicht lange, während er das Boot abstoppt, hat er schon den Rettungsring im Griff, der neben dem Steuerrad hängt. Er schreit Enzio zu, das Boot herumzuwerfen, ist mit einem Satz am Heck späht, den Rock herunterreißend, wobei er den Rettungsring zwischen die Knie geklemmt hält, über das Kielwasser hin und sichtet Flipos Gesicht und seine Arme, die noch heftiger fuchteln als vorhin.. Er wirft den Retttmgsring in weitem Bogen in die Richtung und springt ihm herzhaft nach. Er weiß zwar, Flipo ist ein guter Schwimmer, aber der Junge hat zuviel getrunken, und der Schreck kann ihm in dieser Verfassung Geitzesgegen- seroelazarett ein Gesangskonzert darbringen, das von dem Gesangverein „Germania" Watzenborn- Steinbera unter Leitung seines Ehrenchormeisters Harnisch gegeben wurde. Der Sängerchor brachte Volkslieder in bester Weise zu Gehör und konnte den dankbaren Beifall der aufmerksam lauschenden Hörer ernten. Ein Vertreter der NSKOD. wohnte der Deranstattung bei. ♦* Neujahrsglückwünsche sollen vor allem auch rechtzeitig beim Empfänger eintreffen. Darum liefert man die Sendungen nicht erst in letzter Stunde bei der Post ein. Man versieht sie mit genauer Anschrift, vergißt also nicht Straße, Hausnummer, Stockwerk und bei Untermietern den Wohnungsinhaber anzugeben. Bei Sendungen nach Großstädten fügt man die Nummer des Zustell- poftamts hinzu. Man schreibt möglichst mit Tinte, Somit die Aufschrift nicht unleserlich wird, gibt auch die volle Absenderanschrist an und verwendet Marken und Karten des Kriegswinterhilfswerts. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen 4- Grünberg, 27. Dez. Die Ueberreichuna von 51 Ehrenkreuzen der deutschen Mut- t e r fand am zweiten Weihnachtsfeiertage im Saale vom „Hessischen Hof" statt. Zu der Feier waren die Politischen Leiter, Vertreter der Gliederungen und Angehörige der Mütter als Gäste erschienen, als Vertreter der Stadt war Bürgermeister König anwesend. Die Ueberreichung, die durch den brennenden Weihnachtsbaum eine weihevolle Gestaltung erfuhr, wurde durch Lieder einer BDM.-Gruppe, Musikvorträge sowie dem Vortrag von Worten des Führers oder unserer Dichter über die deutsche Mutter umrahmt. Ortsgruppenleiter Schütz sprach zu den Müttern, denen er alsdann die Auszeichnung überreichte. Folgende Mutter erhielten das Ehrenkreuz: I. Stufe (goldenes Ehrenkreuz): Marie Weiß, geb. Muth: Minna Repp, geb. Feldmann. — II. Stufe (silbernes Ehrenkreuz): Anna Gehringer, geb Dickel: Frieda Keller, geb. Seng; Helene Schroer, geb. Windgassen: Katharine Flick, geb. Dickel; Margarethe Stichler, geb. Sauer: Elise Keil, geb. Koch; Katharine Thom, geb. Schepp: Elise Repp, geb. Dickhardt: Luise Stein, geb. Brückmann: Lina Degen, geb. Keller; Anna Godosar, geb. Heidt. — III. Stufe (bronzenes Ehrenkreuz): Emma Misar, geb. Debus; Anna Kreuder, geb. Lückert: Hella Hornef, geb. Schinke; Lina Hansen, geb. Dreut; Katharine Hoffmann, geb. Hofmann; Amalie Repp, geb. Bachmann; Anna Tröller, geb. Wurm Nonette Meyer, geb. Schilling, die als Achtzigjährige die älteste der Ausgezeichneten war; 3osevhine Möller, geb. Steuernagel; Anna Tröller, geb. Frank; Auguste Rau, geb. Knöß; Anna Kaspar, geb. Seibert; Marie Wolf, geb. Ohly: Paula Robert, gb. Aff; Anna Erb, geb. Schäfer; Marie Hoffmann, geb. Stamm; Luise Schmadel, geb. Kratz; Margarete Römer, geb. Keil; Katchen Heinzmann, geb. Stauf; Elisabeth Bock, geb. Knöß, Marie Balser, geb. Weber; Anna Port, geb. Keller; Elisabethe Herzberger, geb. Bast; Lina Bausch, geb. Bley; Katharine Sauer, geb. Ritter: Anna Hahn, geb. Reuter; Luise Neeb, geb. Sauer; Minna Leineweber, geb. Kaiser; 3ohanna Semmlerf geb. Frank; Elisabeth Säubert, geb. Roos; Luise Rühl, geb. Schäfer: Martha Elise Rebensberger, geb. Kauß: Anna Helm, geb. G'lbert; Marie Karpe, geb. Frank; Elise Stein geb. Möbus: Lina Gömert, geb. Erb; Johanna Müller, geb. Groß; Else Zimmer, geb. Bück. Kreis Büdingen. h Schotten, 27. Dez. Der N SV -Kind er- g ar t e n hielt in der dicht besetzten Turnhalle eine stimmungsvoll verlaufene Weihnachtsfeier ab. Die vielen Dortrage, Lieder und Spiele fanden reichsten Beifall. Ein gemeinsamer Kaffee schloß sich an. Der Kindergärtnerin Frl. ntfe Fürst wurde vom Bür-, germeifter her Dank für ihre treue Kinderfürsorge ausgesprochen. Kreis Marburg. ch N o r d e ck, 27. Dezember. Der Flieger-Ober- gefreite Karl Schneider von hier erhielt für besondere Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz I. Klasse. Todessturz aus dem Auto. Dillenburg, 29. Dez. Nachts fiel aus einem fahrenden L a st a u t o aus Herbornseelbach, mit dessen Hilfe in Oberscheld ein anderes Auto flott- gemacht worden war, einer der vier 3nsassen, Otto S e i p aus Herbornseelbach, auf die Straße. Die Mitfahrer hoben ihn auf und setzten ihn zwischen sich, doch mußten sie bei ihrer Ankunft feststellen, daß der Verunglückte bereits t o t war. Wahrscheinlich hat er sich bet dem Sturz das Genick gebrochen. Verfehlungen im Dienst. 4 Jahre Zuchthaus für einen Volksschädliug. Lpd. Darmstadt, 29. 12. Der ehemalige städtt- sche Angestellte Georg Friedrich Späth aus Darmstadt ist nach mehrtägiger Verhandlung von der Strafkammer des Landgerichts Darmstadt wegen fortgesetzter schwerer und einfacher Bestechung, Erpressung, Nötigung und Amtsanmaßung, Amtsunterschlagung und Betrugs sowie als Dolksschädling im Sinne des § 4 der Verordnung gegen Volksschädlinge vom 5.9.1939 rechtskräftig zu einer Gesamtstrafe von 4 3 ahren Zuchthaus und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 3ahren verurteilt worden. Drei Monate Untersuchungshaft werden auf die Strafe angerechnet, zahlreiche von Späth durch seine Straftaten erworbenen Gegenstände, eingezogen. Ein Wertbetrag weiterer Bestechungsvorteile in Höhe von 500 RM. ist zu Gunsten des Reiches für verfallen erklärt worden. Der Verurteilte hat die Mehrzahl feiner Verfehlung unter Ausnutzung feiner Stellung als Aufseher einer Arbeitskolonne begangen und wurde bereits zu Beginn des Ermittlungsverfahrens fristlos aus dem städtisschen Dienst entlassen. Neunzehn in diesem Zusammenhang gleichfalls unter Anklage gestellte Personen wurden wegen aktiver Bestechung zu Gefängnisstrafen von 1 bis 6 Monaten verurteilt. 3n zwei weiteren Fällen erfolgte Freisprechung. Sranffuder Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 30. Dez. (Vvrbericht.) Es kosteten: Ochsen 35 bis 46,50 RM., Bullen 35 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 36 bis 45,50, Kälber 35 bis 70, Hämmel 30 bis 51, Schafe 18 bis 44, Schweine 50 bis 58 RM. Marktverkauf: alles zugeteilt. erzielen konnte. Schiedsrichter Best leitete groß, zügig und konnte gefallen. Spielverlauf: Trotz der zahlenmäßigen Untev legenheit sind die VfB.er sofort im Angriff. Zu enge Kombination gibt jedoch der Wetzlarer Hintermannschaft immer wieder Gelegenheit zu klären. Verschiedene Vorstöße der Gäste beweisen im Straf- raum die gleiche Schußunsicherheit wie bei den Gie- ßenem. Nachdem die Gießener das Führungstor erzielt haben, verschießt Kramer einen Elfmeter, und damit sind die Höhepunkte des Spieles bis zur Halbzeit erschöpft. Nach Wiederbeginn wird bat Spiel vollständig einseitig. Von den vielen Torchancen werden jedoch mir noch 5 verwertet. Bei einem Freistoß haben die Gäste Gelegenheit, das Ehrentor herauszuholen. Ein Gießener Verteidiger kann aber den Ball auf der Linie abwehren. Beim Schlußpfiff haben die Gießener einen in dieser Höhe verdienten Sieg errungen, ohne jedoch restlos überzeugt zu haben. Kurze Sportnotizen. Die Ausschreibungen zu den hessi- schen Schimeisterschaften sind jetzt erschienen. Die Titelkäinpfe in den nordischen Wettbewerben finden am 11/12.3anuar in Kassel statt, die alpinen Meisterschaften werden am 1./2. Februar in Gersfeld (Rhon) entschieden, und die Dauerlauf- Meisterschaft kommt am 16. Februar in Willingen (Waldeck) zur Durchführung. Der deutsche Eishockeymeister Wiener EG. wurde am Samstagabend auf der Me- ner Engelmann-Eisbahn von Schwedens Meister Güta Stockholm mit 3:0 Toren besiegt. Die Schweden schossen die Tore gegen Schluß des zweiten Spielabschnitts innerhalb von 75 Sekunden. Auf der Eisbahn in Villach (Kärnten) erzielte die Eishockeymannschaft des Münchner ED. ein 2:2 gegen eine Kombination Kämten/Klagen- furt. Die Gastgeber konnten erst wenige Sekunden vor Schluß den Gleichstand erzielen. \ Das Schispringen In Oberammer, g a u, das für Sonntag vorgesehen war, wurde auf Sonntag, 12. 3anuar, verschoben. Bayerns Eishockey - Meisterschaft wurde am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen mit dem Treffen zwischen SC. Rießeilee und SS. Nürnberg fortgesetzt. Rießersee siegte nur knapp mit 3:2 (1:1, 2:0, 0:0). Die Tore für den Sieger schossen Wild (2) und Egger, für Nürnberg Isenmann unb Molter. * I Die Stuttgarter Berufsboxkämpfe hatten rund 5000 Besucher in die „Stadthalle" gelockt. 3m Hauptkampf des Abends siegte der deutsche Halbschwergewichtsmeister Kreutz (Aachen) über den Schweden Andersson hoch nach Punkten. Weltergewichtsmeister Eder (Köln) schlug Deyana (Ftalien) nach Punkten, und Rutz (Straßburg) landete einen Punktsieg über Kreimes (Mannheim). Sei ben Hamburger Borkämpfen siegte Richard Vogt (Hamburg) über Oldomi (Italien) nach Punkten, ebenso landete Andersen (Dauern c: k) einen Punktsieg über Stegemann (Berlin). Der Münchner Schmidt punktete den Stuttgarter Kohlborn aus. . Die Südwe st-Ringermei st erschuften im Bantam-, Feder- und Halbschwergewicht wurden in Franksurt-Eckenheim durchgeführt. Hübner (AC. Mainz-Weisenau), Seibert (Mainz 88) unb Leichter (Dikt Frankfurt-Eckenheim) sicherten sich die Titel. ♦ Einen Führungswechsel hat es in der bayerischen Fußball-Bereichsklasse gegeben. Der BC. Augsburg unterlag auf eigenem Gelände mit 1:3 (0:0) gegen die Spvg. Fürth und mußte den ersten Platz an den TSV. 1860 München abgeben, der den Lokalgegner Wacker mit 10:1 (7:1) schlug. Der Ostmark-Fußballmeister Rapid Wien trat am Sonntag in Budapest vor 7000 Zuschauern zum Rückspiel gegen Ungarns Meister Ferencvaros an und unterlag knapp mit 3:4 (1:2) Toren. 3n Wien hatte Rapid mft 6:1 gewonnen. Derslowakische Fußballmeister Preh- burger SK. siegte am Sonntag in Berlin vor 5000 Zuschauern gegen -ertha/BSC. überlegen mit 7:1 (4:0) Toren. OJixfpoTi Fußballergebniffe am Sonntag. 1900 — Burgsolms 5:2 VfB.-Reichsbahn — Sportfreunde Wetzlar 6:0 Wetzlar 05 — Bissenberg 6:2 VfL. Marburg — Naunheim 3:4 Das Resultat auf dem Trieb entspricht dem Spielverlauf. Die 1900er haben mit diesem Siege den Anschluß zur Spitzengruppe sich nicht entgehen lassen. Die Sportfreunde hatten auf dem Waldsportplatz während des ganzen Spieles r(eine Gewinnchance. Das Ehrentor wäre ihnen schon auf Grund ihres Eifers zu gönnen gewesen. Wenn auch die Wetzlarer eindeutig gewannen, so leisteten die Bissenberger doch erbitterten Widerstand. Aus Angriffen aus der Verteidigung heraus resultierten die Gegentore. Die 05er haben mit die- fern Sieg ihre Spitzenstellung weiter ausgebaut. Die Naunheimer nutzten in Marburg eine Schwächeperiode des Gastgebers in der ersten Halbzeit geschickt aus und errangen eine 3:0-Führung. 3n der zweiten Halbzeit waren-die Marburger jederzeit Herr der Lage. 3hr Mittelstürmer Scherer konnte zwei Tore aufholen und schoß auch, nachdem die Naunheimer einen Fehler der Hintermannschaft der Marburger zu einem weiteren Tor ausgenutzt hatten, das dritte Tor. Naunheim war glücklich in feinen Akttonen, wahrend Marburg vieles mißlang. Auf Grund der Resultate ist der Tabellenstand folgender: Verein Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. FC. Wetzlar 8 7 0 1 14:2 Naunheim 8 6 0 2 12:4 W.-Steinberg 8 5 1 2 11:5 VfB.-Reichsbahn 8 5 0 3 10:6 Burgsolms 8 4 1 3 9:7 1900 * 8 4 0 4 ! 8:8 VfL-Marburg 5 2 0 3 4:6 Bissenberg 5 1 0 4 2:8 Luftwaffe 7 1 0 6 2:12 Sportfr. Wetzlar 7 0 0 7 0:14 1900 — Burgsolms 5:2 (2:0). Der Sieg der Blau-Weihen ist zustande gekommen. Er mußte jedoch weit schwerer erkämpft werden, als man vorher annehmen konnte. Die Gäste brachten nämlich neben ihrem kämpferischen Einsatz manche unnötige und überflüssige Härte ins Spiel, die den Platzbesitzern, besonders in der ersten Hälfte, das Spiel sehr erschwerte. Auch die Platz- vcrhältnisse beeinflußten das Spiel zu Beginn merklich. Erst als man die richtige Einstellung gefunden tjatte, bekam das Geschehen den richtigen Fluß. Mit dem Wind als Bundesgenossen verlegen die Blau-Weißen vom Anstoß weg das Spiel in des Gegners Hälfte. Vielbeinige Verteidigung, besonders aber die Tücke des Spielfeldes, lassen kein richtiges Spiel zu. Es ist ein Hin» und Herschlagen des Balles, das sich bis zur 20. Minute hinzieht. Erst da sieht man einen geschlossenen Angriff, der auch zum Erfolg geführt hätte, wenn Koch nicht in Abseitsstellung geraten wäre. Kur^ darauf bewahrt eine wunderbare Leistung des Hüters die Gäste vor dem ersten Treffer, als er einen Bombenschuß von Heilmann im Hechtsprung über die Latte lenkt. 3n der 30. Minute ist es dann doch geschehen. Ein geschlossener Angriff der Blau-Weißen wird mehrmals ab- gewehrt, bis Heilmgnn den Rest besorgt. Acht Minuten später steht es 2:0. Kraft II., der bis dahin eifrigste Mann im Sturm der Platzbesitzer, kämpft sich auf Rechtsaußen die Linie entlang, und ttotz Behinderung kommt seine Vorlage so genau zur Mitte, wo sein größerer Bruder nur einzulenken braucht. Bei diesem Stande werden die Seiten gewechselt. Mit dem Wiederanstoß der Gäste ändert sich sofort das Ergebnis. Bei einem harmlos aus- sehenden Angriff gelingt es dem Linksaußen, das Leder aus nächster Nähe einzuköpfen. Auf der Gegenseite verschuldet der Gästehüter durch zu langes Ballhalten einen Freistoß. Diese Gelegenheit weiß man geschickt auszunutzen, und damit steht es 3:1. Als bei einem Angriff Kraft II. allzu hart gelegt wird, entscheidet der Schiri Elfmeter. Koch, sonst der absolut sichere Vollstrecker, verschießt. Bei einem Gegenvorstoß verkürzen die Gäste überraschend auf 3:2. Hierdurch geraten die Blau-Weißen sichtlich aus dem Konzept. Burgsolms drängt mit Macht zum Ausgleich, und man kann schon sagen, daß diese Zeit glimpflich für die Platzbesitzer ablief. Als dann jedoch durch eine glänzende Einzel- leiftung durch Greven der Stand auf 4:I gebracht wird, kommen die Blau-Weißen nochmals ganz groß zum Zug. Der Ball läuft, die Gäste werden vollkommen in die Verteidigung gedrängt. Daß es hierbei nur noch zu einem Treffer durch Greven kommt, verdanken die Gäste der Nachsicht des Schiri, der bei manchem Vergehe» im Strafraum mehr als beide Augen zudrückt. Der Vorzug der Burgsolmser war die körperliche Ueberlegenheit, von der jedoch mehr als erforderlich und zulässig Gebrauch gemacht wurde. 1900 mit Heeg, Pankok, Goß, 3äger, Greven, Bischoff, Schell- haas, Kraft II., Kraft I., Heilmann, Koch, zeigte eine annehmbare Leistung, di« sich in der zweiten Hälfte zur Befriedigung auswirkte. Hoher Sieg der Reichsbahner. Die Spielweise der Leute vom Waldsvortplätz in der ersten Halbzeit entsprach der Art ihres Antretens; es ist für einen Platzverein beschämend, wenn die Mannschaft mit 8 Mann aufläuft und sich dann im Laufe des Spieles ergänzt. Schmidt uni) fröhlich hatten die Aufgabe, das unsportliche Verhalten ihrer Kameraden, Die ohne Entschuldigung weggeblieben waren, zu verdecken. Die Wetzlarer Mannschaft war zu unausgeglichen, um gewinnen zu können. Wohl verfügte sie über eine Verteidigung, die glänzend war und in dem linken Verteidiger den 6elften Mann auf dem Felde hatte, und auch der linke Flügel war gefährlich, im übrigen jedoch waren die Spieler unter Durchschnitt. Es war daher keine Ueberrcrschung, daß die Wetzlarer nur dann durch kamen, wenn dieser Flügel sich durchsetzen konnte. Gemessen an den Bodenverhältnissen war die Leistung der VfB.er erst Dann befriedigend, als sie in der zweiten Halbzeit das Spiel nach einer Umstellung auf die Flügel verlegten. Die Hintermannschaft der VfB.er hatte keine schwere Ausgabe. Die Läuferreihe spielte zeitweise zu kurz, im übrigen konnte sie befriedigen. Die Leistung des Sturmes wird durch die 6 Tore gekennzeichnet. Besonders glücklich war dabei Ehmann, der allein 4 Tore ADOX . ____ rwwi wart und Kraft lähmen. Mit ruhigen Stößen zieht er nach dem Verunglückten hin, nimmt unterwegs den Rettungsring auf und ist bei Flipo, der sich fauchend und keuchend über Den Ring wirft, wah- renD Viktor ihn unter Der Brust hochstemmt. Enzio hat unterdes das Steuer übernommen. ($r wendet das Boot nicht. Er schaltet den Rückwärts gang ein und drückt es langsam zurück. Dicht bei Viktor und Flipo hält er an. Er manövriert besonnen und geschickt, bis man Den beiDen an Bord helfen kann, zuerst Flipo, Dann Viktor. Nach zehn Minuten ist alles roieDer in Ordnung- Viktor und Flipo haben sich in der Kajüte ausge- kleidet, abgerieben und ^tatrofen^)o^en und Woll- jroeateps angezogen, die immer im Boot bereitliegen. Die kleine Gesellschaft sitzt, etwas ernüchtert durch den Zwischenfall, auf Den im Spitzbogen zu- laufenDen Bänken im Cockpit und unterhält fiA leise. Nur Ancia Maria starrt schweigend vor sich hin. Enzio steht am Steuer. Die Lichter Genuas nähern sich. Als Flipo und Viktor aus der Kabine kommen, steht Ancia Maria auf. Flipo jetzt sich schweigend auf ihren Platz. Er fühlt sich klein und seekrank von dem vielen geschluckten Wasser. Ancia Maria dreht sich zu ihm herum, stemmt die Hände in die Hüften unb sieht finster auf ihn herab. Endlich macht sich ihre niedergehaltene Erregung Luft. „Du bist ein ganz dummer 3unge, Flipo, damit du es nur weißt", beginnt sie. „Du machst immer solche Kunststücke, Die einen auf Den Tod erschrecken- Du, mit Deinem Sekt und Deinem Gequassel. Den Sekt hättest Du ruhig bleiben lassen können. Wer Du mußt ja immer Den Großartigen spielen. Du kannst nur Herrn Gienant danken, daß du noch am Leben bist. 3ch an seiner Stelle wäre dir nicht nach' gesprungen, niemals, wahrhaftig nicht." Hier wagt Flipo einen schwachen Einwurf: „Herr Gienant unb niemand hätte mir nackzuspringe» brauchen. 3ch kann nämlich ganz gut schwimmen, wenn du es noch nicht wissen solltest." „Ach, du und schwimmen! 3n deinem Zustand« Tu bist ja betrunken, bas bist du nämlich wirklich, Damit Du es nur weißt Du solltest dich ganz gehörig was schämen. Ueberhaupt, wenn ich gewußt hätte, daß es so kommt, wäre ich ganz bestimmt nicht mitgefahren, ganz bestimmt nicht. (Fortsetzung folgt)