jyo. Jahrgang Nr. 205 Madrid, Ende August 1940. ses liche Han ’-ooraus eHuiiycii i*-*-- - - ; , heit der Führung im Verein mit einer hoch ländern ein Bild von ver- nungen der Sicherheltsorgane. englische Forts von P o l i gn";g^,erbdnb€ Auch hier hat es,' wie in der Kottbuser gend des R ü d o l f - S e e s es h gshm-el-Ghirba Straße, einen Toten und Verletzte unter der Zivil- Haben die Eisenbahnstation vvn^hash « g . b Aber nicht nur die Zerstörungen gaben den Aus- Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaftel 8 Bezirkes zurückgeschlagen. Englisch-französische Spannung in Syrien. Englische Hasenanlagen und Wungswerke in verstärktem ZNaße angegristen. ....... »*• <—«- iÄMBTÄS reichte. Auch das Leuna-Werk war das Ziel eines britischen Angriffes. Der hier angerichtete Schaden zeuge und 1 Sperrballon, wahrend der eigene Gesamtverlust 15 Flugzeuge betragt. Ein U-Boot unter Führung von nanl S ch e p k e versenkte 7 bewaffne an W in Inaugenscheinnahme der betroffenen Wohngegenden an die Stätten der Arbeit m der Reichshauptstadt zu fahren. Sie sahen das Großkraftwerk Klingenberg, dessen Schlote rauchten, sie sahen die Industrieanlagen in Siemensstadt, wo die Arbeit wie tagtäglich ihren Ablauf nahm. Nichtdie erinaste Zerstörung, nicht ein einziger eimiwrt von Spreng- oder Brandbomben, keine Scheibe zerstört. Sie fuhren auf den Berliner Zentralflughafen Tempelhof, wo in der - nar.-------S.----*•••«- «”f bem Rollseld, sauber Ein Zahl deulscher Siege Don Oberstleutnant Matthaei. ... M.i. [ 0 = UHU (JU uuyuwcu lienische Waffen still stands romm is- französische Kreise sion, die vor 48 Stunden Istanbul passiert hat, Stockholm, 29.Aug. (Europapreß.) Die i Waffen still stands komm haben die Etfenvayn,.^.».. . unb (Suban) und »e FlugplShe von D «! Lenzen des riffa (Senia) bombardiert. An oen Leider handelt es sich bei den O p f e r n anToten und Verwundeten in dieser Nacht ausschließlich um Personen, die den B est im m u n ge n d es Zivi. len Luftschutzes gegenüber nachlässig waren. Sie standen in den Hausfluren her* um, waren indenWohnungen verblieben obci beobachteten gar vom Fenster aus die Ereig^ niffe. Nicht in einem einzigen Falle sind Zerstoruw« gen oder gar Splitterwirkungen in Luftschuhraumea ausgetreten. Bei Fliegeralarm ist und bleibt ein für allemal der sicherste Aufenthalt der L u ft s ch u h r a u m. Der Hausflur oder die ReUer< treppen sind nun einmal Gefahrenzonen, wie dies« Nacht bewiesen hat. Wenn wirklich in diesem oder jenem Falle einmal der Weg vom Luftschuhraum zum Boden, in dem eine Brandbombe eingeschla- gen ist, einen Verlust von wenigen Minuten und eine Vergrößerung des Schadens bedeutet, so sind das Dinge, die sich wieder gutmachen lassen, nicht aber Leben und Gesundheit der Menschen. Deshalb ist oberstes Gebot: Sucht bei Fliegeralarm die Luftschutzkeller auf, folgt den Anord^ der Wehrmacht gibt bekannt: Sampffliegerverbände griffen am gestrigen Tage die Flugplätze von East-Ehurch und Southend an der Themse-Mündung, sowie den Has e n von Bognor-Regis an der englischen Südkuste mit starker Wirkung an. Bei Nacht wurden in verstärktem Maße die h a f e n a n l a g e n von Liverpool, Cardiff, Bristol, Middlesborough, Chatham und Tha- ineshoveu foroie K ü ff u n q 5 ii e I e in Sheftield, Norwich und Coventry mit Bomben belegt _ Der Luftminenabwurf In britischen Hafen wurde fortgesetzt. An verschiedenen Stellen kam es zu Luftkämpfen, in deren Verlauf 38 feindliche und 12 eigene Flugzeuge abgeschossen wurdem Britische Flugzeuge griffen in der Nacht p lan- mähig Wohnviertel der Reichshaupt- Gibraltar auf sich allein gestellt Don unserem Ba.-Korrespondenien. sowie an einzelnen Wohnhäusern Dachstuhlbrände und Schäden verursacht. Eines der angreifenden feindlichen Flugzeuge wurde durch Flakarttllerie av- geschossen, bevor es das Weichbild von Berlm er- Berlin, 30. August. (D71B. Junkspräch.» wie schon gestern gemeldel, wurde wegen des Emstuges in der Rächt zum Donnerstag in Berlin INe- geralarm gegeben. Einige englische Maschinen überflogen während des Alarms auf breiter Iran! das Gebiet der Reichshaupistadt Aus g roh er hohe, in der fie sich sicher S^b'en, Netzen^ste Wenn der Führer in feiner Rede vor demi groß- beuticken Reichstag am 1. September 1939 erklärte, er habe über sechs Jahre am Aufbau unserer Weh^ macht gearbeitet und in dieser Zeit mehr als « Milliarden für diesen Aufbau aufgewendet, da ward an diesem entscheidenden Tage, an dem nach des Führers anderem Wort feit 5.45 Uhr früh zurück- geschossen wurde, klar, wie stark heute t>'« unzer reihbare innere Bindung zwischen Politik und Kriegführung ift: i n de re t n en f>ant> Adolf Hitlers liegend, der als der Oberste Befehlshaber der Wehrmacht die Operationen leitete, und der als der Führer des Reiches die Organisationskrast des Staates bestimmend beem- iluhte war damit die wesentliche Grundlage für den Erfolg in einem Kriege gegeben, der un- wrf- . gezwungen .war, der aber oon uns IN eine Bahn geleitet wurde, die den Sieg verbürgte Die Frage ob Deutschland in diesem entscheidungsvollen Rmgen Hammer oder Amboß sein wollte, entschied der Fuh« rer, wie es von ihm nicht anders zu erwarten war: er ergriff den Hammer, er schlug zu und siegte. Dis volitische Aufgabe, die zwangsläufig an uns heran trat, ward militärisch gelöst, und das Vertrauen des Führers auf seine Wehrmacht, welches er m der gleichen Reichstagsrede .Unerschütterlich nannte, konnte sich nicht sicherer, stolzer und vollendeter be währen, als das in dem Feuersturm der vier heißen! Feldzüge geschehen ist. Rach vorausgegangenem fünfmaligem unblutigem CrinfaR am Rhein und in der Ostmark, im Sudeten land, im böhmischen Kessel und im ^Eelgebiet und nach Erfüllung der Schulungs- und Kriegsauf gaben durch geringe Teile bei Niederwerfung der spanischen Revolution stand die junge großdeutsche Wehrmacht vor einem Jahre vor der letzten und arößten Aufgabe: der Feuerprobe. Sie hat sie m einer Form und in einem Umfange, mitelnerKraft und mit einer so echten soldaüschen Lerdenschaftbe standen, daß die Weltöffentlichkeit lhr höchste Achtung aussprechen mußte und die deutsche Hennat m ri_r. . - firh 4>ine4 WerkZkUgeS dkk wird nun in Beirut erwartet, wo man glaubt daß sie im Auftrage der Achsenmächte bestimmte Forderungen den französischen Behörden uberbrln gen wird. Schon jetzt erklärt man in Syrien, so teilt die Londoner „Times" am Donnerstagmorgen mit daß diese Forderungen, wie immer sie auch aus'sehen mögen, von den französischen Behörden angenommen würden. Weiter teilt die Londoner „Times" mit, daß sich seit dem Beschluß des französischen Oberkommissars in Syrien, Puaux, die Befehle der französischen Regierung m Vichy anzuerkennen, in syrischen Kreisen eine ausgesprochen englandfeindliche Haltung bemerkbar gemacht habe. Die Einstellung der lyrischen Behörden gegenüber den Engländern sei alles andere, nur nicht herzlich. Die Grenze Zwischen Syrren und Palästina war lange gesperrt, und zwar von den syrischen Behörden, wurde jedoch nunmehr für den Transitverkehr nach der Türkei wieder eröffnet. Britische Untertanen laufen jedoch Gesayr^ verhaftet zu werden, wenn sie den Versuch machen, aus Syrien herauszukommen Der englische Generalkonsul ist gezwungen worden, seinen Posten in Beirut zu verlassen und sich m Mech, einem Kurort im Libanon, niederzulassen, offensichtlich um diesen englischen Beobachter auszuschalten und zu verhindern, daß er irgendeinen Einfluß aus •..... ~ in Beirut ausübe. Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags .»Beilagen: DieIllustnerie Gießener fyamilienblattei Heimat nnBild DieSckolle Monats-Bezugsvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte » 1.80 Zustellgebühr ... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift:,/Anzeiger" Postscheck 11686 Franks / M. ankert lagen und auf ihren flugplanmaßigen Start warteten. Es erwies sich, daß die tönenden Behauptungen der Engländer, sie hätten Klingenberg, den Zentralflughafen, dieses oder jenes Industrieviertel bombardiert, wieder nichts weiter als Lugen sind. Diese Abwürfe auf weder militärisch noch industriell wichtige Ziele sind wie etwa die auf den Kinderspielplatz in Hamburg-Barmbeck, auf em vor der Stadt völlig isoliert liegendes Lazarett in Koblenz, auf die Seilerstraße in Hannover, auf das vollkommen einsam liegende kleine Dörfchen bei Gifhorn eine brutale Rache für die Ohnmacht ui£ Unfähigkeit der englischen Flieger und für die sZstematischen Zerstörungen, die die c . --- , hen Metboden der englifchen Nacht der englischen Rüstungsindusttie, den Hafei« Flieger; sie hatten Gele7enh^ch°gfe7ch im AnMuh anlagen und Flugplätzen Englands zusugt. Seit dem Abschluß des spanisch-portugiesischen Zusatzprotokolls zu dem bereits zwischen den beiden Ländern bestehenden Freundschaftsvertrag hat \ sich die militäri s ch e Lage der Festung 1 Gibraltar in einer entscheidenden Weise verändert. Während die Verteidiger von Gibraltar in der Vergangenheit mit dem portugiesischen Staatsgebiet als einer möglichen Flankendeckung rechnen konnten, insofern, als ein britisches Expeditionskorps unter Ausnützung des Brückenkopfes Portugal auf der iberischen Halbinsel von dort aus Gibraltar im Ernstfall zur Hilfe eilen konnte, ist diese Möglichkeit jetzt ausgeschaltet. Gibraltar muß daraus die notwendigen Folgerungen ziehen und hat sie bereits gezogen und sich neuerdings auf seine völlig isolierte Lage eingestellt. Die erste Maßnahme, die der Gouverneur der Festung ergriffen hat, war die Erhöhung der Besatzung selbst und die völlige Räumung durch die Zivilbevölkerung. Zu Beginn des englifchen Krieges war die Festung Gibraltar mit rund 5000 Mann besetzt. Dis zum heutigen Tage ist diese Besatzungszahl bis auf rund 19 00 0 erhöht worden. Dabei ist offenbar Wert darauf gelegt worden, in dem verhältnismäßig engen Raum von Gibraltar nach Möglichkeit beste Truppen unterzubringen. Die Räumung durch die Zivilbevölkerung war mit einigen Schwierigkeiten verbunden, weil die Bevölkerung heterogen zusammengesetzt ist. Den Einwohnern britischer Herkunft haben die Maßnahmen des Gouverneurs selbstoer- ständlich keine Schwierigkeiten bereitet. Aber für die Bewohner britischer Nationalität spanischer Herkunft war die Räumung eine ganz andere Ang^ leaenheit. Man hat sie zunächst nicht etwa nach Spanien geschafft, sondern nach Madeira und dann entweder nach Kanada oder nach der b r i t i s ch e n I n f e l s e l b st. Das hat begreiflicher- ■ weise bei diesen spanisch-blütigen Elementen Erbitterung hervorgerufen und der Räumung den Charakter einer drakonischen Zwangsräumung gegeben. Die spanischen Staatsangehörigen wurden dagegen kurzerhand aufgefordert, nach Spanien zurückzukehren. Man darf annehmen, daß sie dem Festungsgebiet leichten Herzens den Rucken kehrten in der sicheren Ueberzeugung, bald auf eine bessere Weise wiederkehren zu können. Heute ist die Lage auf Gibraltar im Vergleich zu den Friedenszeiten völlia verändert. Es gibt'nur Soldaten dort. Bei den Zivilisten, die geblieben sind, handelt es sich um Verwaltungsbeamte. Man hat sie militarisiert und uniformiert Sie müssen täglich bei der Flak und am MG. exerzieren, Schützengräben ausheben und an den Sprengungen Mitwirken, die durchgeführt werden, um m dem Felsrevier Raum für das viele Material zu gewinnen, das neuerdings nach Gibraltar gebracht war- ^giHhrer panifchen Angst vor der Verwundbarkeit des Felsens durch Luftangriffe haben die Brtten auf Gibraltar sich auch in möglichst umfassender Weise mit Flak und Flugzeugen eingedeckt Außerdem haben sie a u ch K a m p fro a 9 e n nach Gibraltar gebracht. Es handelt sich dabei um eine seltsame Initiative des Gouverneurs der Festung. Wenn man in Gibraltar nicht etwa beabsichtigt einen Präventivkrieg anzufangen, und die 19 000' Mann gemeinsam mit den Kampfwagen unter dem Schutz der schweren Festungsartillerie gegen die spamschen Befestigungen zu werfen und die Gibraltar nordwärts vorgelagerte Sierra. Car- bonera einzunehmen scheint die Kampfwagen-Verschiffung zu den Seltsamkeiten der britischen, Krieg fuhrung zu gehören. Es gibt zu wenig Platz aus dem Festungsgebiet für solche Tanks um sich^bewegen zu können, in jedem Fall mußten sie sich m einem Gelände aufhalten, das völlig unter dem Beschuß gegnerischer Artillerie gelegen ist Gibraltar ist also auf sich selbstgestell^ Der Gouverneur weiß es genau, nicht emm l er mirh in her Lage sein, auf Die britische Kriegssivlie r-cknen wenn es zu ernstlichen Dingen kommt. Der Hafen von Gibraltar liegt namtt^> der feind, lichen Schuhrichtung offen. Die Sorgen des Gouver neurs der Festung sind begreiflidjerroeife gro6. lag liih erhält er deutliche Beweise dafür, daß der Ernj 's«»“ »7 Bornbenwerfer eine ausgezeichnete Fe g Treffsicherheit besitzen. Bomben auf den Guezkanal. Der italienische Wehrmachtsber.cht^ 29 Aua. (DRV.) Der italienische Wehr- machtsbe'richt vorn Donnerstag hat folgenden or - Hang stehen. Auslandsjournalisten haben sich Donnerstag früh sehr genau unterrichtet. Sie sprachen mit den Bewohnern, gingen kreuz und yuer durch die betroffenen Wohnviertel und konnten sich m aüen Einzelheiten von dem Geschehen überzeugen. Besonders schwer waren die Schäden in den Hausern der Ko t t b u s e r S t r a ß e. Hier haben mehrere Sprengbomben direkt die Dächer ^derchauser g°. troffen und sind bis in die obersten Stockwerke durch- aescklagen Was zerstört wurde, sind Wohnungen und Eigentum der arbeitenden Bevölkerung. Am Ort des nächtlichen Ueberfalls liegt noch ein Zeü- wnber Neben anderen Brandschäden durch Brandbombenabwurf ist in der Kottbuser Sllnße em Haus in feinen oberen Stockwerken vollkommen au&» aebrannt Wenn eine große Anzahl von Brandbomben sich nicht auswirken konnte, so ist das der Geistesgegenwart und dem schnellen Handeln der S ckerbeitsorgane und der Bevölkerung zu verdanken In Reinickendorf erfolgte der Sprengbombenabwurf mitten hinein i n em en großen Komplex von Kleingarten auf den nur kleine und, kleinste Sommerlauben Unfete Cuflformalionen ^en die ^°l^n- hrtiia non Alexandrien (ZiegypiK»/ den Suezkanal irm^en V’8om- JsmaiNa überflogen D-b» n>arfen^ ben am Nordausgang des ' 2Uil lehkerer Eisenbahnfähre Alka n ta t - überquert die Eisenbahn, die lästina verbindet den Kanal. Verbände das In Oftafritd haben Duwn» onaliidie .^ort5 von Polignaemoer Sudans und Eritreas versuchte eine englische Abteilung, mit Panzerwagen auf unser Gebiet vorzu- bringen. In der Rahe der Oase Ar dar de stieß sie mit einem unserer durch Polizei-Askans verstärkten Verbände zusammen, wobei der Angriff nach heftigem Kampfe zurückgeschlagen wurde. Der Gegner konnte auf den Panzerwagen zahlreiche Verwundete mitnehmen, ließ jedoch auf dem Kampffeld außer etwa 10 Toten (Australier) Maschinen- gewehre und andere Waffen zurück. Wir hallen nur leichte Verluste. Ein anderer Versuch starker feino- licher Trupps gegen unsere Stellung von Galla- bat wurde leicht von unseren Kolonialtruppen die- ist gering -- »fetn ä LesLschlonds, die mit Bomben angegriffen wut-, staatlichen Führung =-nnU, ben, enlffanb ebenfalls kein nennenswerter Schaden. EmmÄigk^femes^ ^M^bender Faktor im Der Feind verlor gestern insgesamt 4 4 3 g Weltgeschehen geworden war. . . -----. 4 mnhrenb der ! ^euge'cy finb die einzigartigen ciegerischen Erso l g e die uns, mm ein ra9l- , , kriegerischen Erfolge, oie «« Kapitänleut- w ^ang von Sieg zu Sieg getragen haben, sie > r e oerfenne < v e iu u n » e t e f e i n b- stehen noch immer auf den zwei Grim Ausschließlich Verliner Wohnviertel von Vomben getroffen. • Nüstunasindustrie. ben Hafens „ V ,, nd Sprengbomben herab, die, gering roie ^ei^betn erfte^ Cinflug Wunder Wach. U auch diesmal wieder ausschließlich aus , Wahngegenden fielen und Leben und Gut ^st^Hendammerung auf dem Rollfeld so der Zivilbevölkerung schädigten. Die Bilanz dieses die großen Verkehrsflugzeuge fest hinterhäUigen, feigen Ueberfalls in der Nacht ,um --------- ikr.n fbmntanmofnaen 6 Donnerstag waren 10 I o I e u n b 2 8 B e r e tj e, von denen sieben besonders 'chwer darn.ederttegen. Sprengbomben fielen auf einen Wohnblock in berKot > busser Slraheund in emLamben- qclände in Reinickendorf. Brandbomben wurden wahllos abgeworfen, ebenfalls m der Umgebung der Kottbuser Skrähe, in ® e16 e n f e e unb im Vorork Grünau. Zn allen Fallen, ohne Ausnahme, waren bie Ziele rein e w ohn- aeqenben, ohne aber auch die geringste mm kürische oder industrielle Bebeulung. Es wurden feine Betriebe getroffen; keine Bomben fielen auch etwa in die RSHe von Gebäuden, die irgendwie mit militärischen Dingen im Zusammen- „ , ' „int r.*t5 bie von einer Sprengbombe in den oberen Geschossen eines Wohnhauses ÄSÄÄäy. »Z; i-SÄ-Ä- e“‘l ______ a 8rdtag,50.HuguftI940 Gichener Anzeiger ««..zxx», General-Anzeiger für Oberheffen . jtfiWif ■ ; r —। v.v wv u/4u||llWcu vt» ytuöveuqojen xsoires em- mal anmelden mußte. So ist Ungeheuerliches auf tedem militärischen Gebiet geleistet worden, als vor einem Jahr die Stunde hereinbrach, und noch mehr mnh Ablauf der ersten polnischen Operation aeschcrfft, als die Kriegsausweitungsabsicht Großbritanniens dann ein unumgänglicher politischer Zustand wurde. in London durch 60 Brandbomben in Brand DNB. An der Küst <, 30. Äug. (PK.) Gerade als die Abendnachrichten durchkamen und auch der OKW.-Bericht des vergangenen Tages noch einmal wiederholt wurde, kletterte Oberleutnant Die Wirkung -er deutschen Lustangriffe Was neutrale Beobachter berichten. Oer 22. Lustsieg. Siner -er erfolgreichsten -rutschen Jagdflieger erzählt. Äon Kriegsberichter Erwin Kirchof. Inseln zur Verteidigung -es Panamakanals. Washington 2S.Aug. (DNB.) Wie man In Kongreßkreisen erfahrt, plant die Regierung der Der» emigten Staaten den Erwerb von Land für bie Anlage von Luft, und Flottenstützpunkten zur Derteidlgung des Panamakanals sowohl am Attan- tischen wie auch am Pazifischen Ozean. Armee und ,"sind besonders interessiert an der Errichtung von solchen Stutzpunkten auf den Kokosinseln, die kt°^Üad°°besitzt' Unb QUf bm @arap03in'ern- USA.-Senat billigt zusätzlichen Rüstungshaushalt. W a s h i n g t o n, 30. August. (DNB. Funkspruch.) Der Bundessenat nahm den zusätzlichen Rüstungs» haushalt an, der 5,1 MilliardenDollarsiür die Inangriffnahme des Baues von 2 0 0 K r i e g s» schiffen und 14 394 Flugzeugen vorsieht. Die Vorlage geht infolge geringfügiger Aenderungen nocy einmal an das Repräsentantenhaus zurück, das die von Roosevelt im Interesse der „totalen Derteidi» ^forderte Mehrsumme bereits kürzlich gut- leitung zerstört wurde, so daß sich selbst die erfor» derlich gewordenen Löscharbeiten als unmöglich her» ausstellten. Bestätigt wird ferner, daß in Südeng» lanb viele Industrieanlagen vernich» 1^/.. wurden, was darauf schließen läßt, daß der tatsächlich angerichtete Schaden ungeheuer sein muß. Auch in Nordost- und Nordwestengland wurden Bomben über ,Hndustrieeigentum", wie es in den amtlichen Verlautbarungen immer heißt, abgewor» e'n; werden auch aus diesen Gegenden ge- meldet. Englands Königspaar im Salonwagen. , 30. Aug. (Europapreß.) Das eng. liche Konigspaar hat sich eine fahrbare Zu- fludjtsftätte gewählt, um sich vor den mit lntenswer werdenden Luftangriffen zu Der britische Nachrichtendienst bestätigt, daß sich das Komgspaar während der letzten Luftangriffe n l ch t i m B uckingham-Palast aufhielt, fon- ™tn l Stadtverlassen hatte. Das Königs- paar habe Wohnung im königlichen Sa- lonwagen genommen, was aber nicht habe Derf)inbern können, daß König Georg und Königin Elizabeth einen Luftangriff in der Grafschaft San- cashire erlebten. Der königliche Salonwagen sei auf em totes Gleis geschoben worden, doch in der Nacht auf Donnerstag seien deutsche Bombenmaschinen ?.uch.u.ber dieser Gegend erschienen, so daß die königliche Gesellschaft Zeuge eines Lufangriffs teilen von der königlichen Zu- fluchtsstatte feien deutsche Bomben niebergeprasftlt. Auch Churchill hatte am Mittwoch Gelegenheit, an der Sudostkuste sich von den deutschen Lust« angriffen persönlich zu überzeugen. General Hertzog fordert sofortige FriedenSverhandlungen der lsnion Er flog wieder einmal mit feiner Staffel Be- aleitfchutz für zwei Kampfverbände, ganz dicht klebten die „Mes an ihren bombenschweren großen Brüdern, bereit, jeden Angriff abzuwehren. Portsmouth war schon zu sehen, aber Oberleutnant Wick hatte noch keine Feindberührung. Die Bomber haben schon längst ihren Auftrag erfüllt, befinden sich aus dem Heimflug, da sieht der Oberleutnant, wie sieben „Hurricanes" in schulmähigem Angriff auf die Messerschmitt losjagen. Mit Höchstgeschwindigkeit arbeitet er sich innerhalb von Sekunden an den Tommy heran, bringt nach bewährter Taktik seine „109" in die erfolgversprechende Schußrichtung und drückt auf alle Knöpfe. Als grell- leuchtende Fackel stürzt der Engländer ab. Deutlich kann Wick jetzt sehen, wie sich fein Rottenflieger umdreht und dann erleichtert aufatmet. Das war der 21. Abschuß. Zwei Minuten später purzelt der zweite Brite. „Der Bursche muß noch ein Anfänger gewesen sein", sagt Wick. „Fast war er aus meinem Schußbereich, aber da machte er eine Dummheit, die ihm sein Leben kostete. Mein 2 2. Abschuß war fällig." Kapstadt. 30. Aug. (DNB. Funksuruch.) Im Mdafrikanischen Parlament beantragte der frühere Ministerpräsident, General Hertzog, sofortige kJ? * n 5 D c .rfV ndlungen mit Deutschland ind Italien, weil England den Krieg nur „im Ge- rBerzweiflunb" fortsetze uno eine richtige Betrachtung der militärischen Lage bewerfe, daß der Krieg hoffnungslos verloren sei. Nur em rascher Friedensschluß könne die Südafri» kanische Union vor Unheil bewahren. „Zu Land" °.Wr General Hertzoa fort, „ist die Ueberlegen- peit Deutschlands über jeden Zweifel erhaben und !n der Luft hat sich Deutschland täglich als Eng. lanös Meister gezeigt. Auf und unter dem Waf er bat Deutschland bewiesen, daß es vor Großbritan» nten keine Angst zu haben braucht." — General Hertzog wurde von dem englandhörigen Premier« Minister Sm u ts heftig angegriffen, der erklärte, ote Union werde ihre Freunde nicht im Stich lassen «Ä Sicherheit nur durch einen eng- nschen Sieg erhoffen. * gesteigerten Erziehung und Ausbildung der Truppe, und es ist auf der anderen Seite die kluge Draanifation der Wehrmacht m^E.^rer vorbildlichen Bewaffnung. Alle drei BZehrmachtteile haben diese Voraussetzungen unter Xer ihrer Oberbefehlshaber bis zur Grenze des Möglichen erfüllt und so den gemeinsamen Sieg bisher errungen, der feine Krönung mit der Niederwerfung Englands erhalten wird. Niemand bei uns und in der Welt zweifelt daran, daß Deutschland insgesamt und seine Wehrmacht die Kraft hat, das uns von der Geschichte gestellte Ziel zu erzwingen und fast unmöglich Erscheinendes mit militärischen Mitteln zu erreichen. Denn die zwölf Monate des ersten Kriegsjahres sprechen in den nur sechzehn pochen, die die vier großen Operationen dauerten, eine so deutliche Sprache, daß das sieghafte Ende jetzt schon in greifbarer Nähe erscheint. . Es 'st hier nicht der Platz, die Einzelheiten der! Vom deutschen und englischen Sport. Denn wir zu Beginn dieses Artikels die Tatsache anführen, daß Deutschland seit Krieasbeginn nicht weniger als 56 sportliche Länderkämpfe , ausgetragen hat, und die Mehrzahl von ihnen — zumeist noch mit Nachwuchskämpsern begann, dann wird mancher Leser geneigt sein, sie unter die Rubrik „Sport" einzureihen und ihr, sagen wir es nur offen, bann ein um einige Grade vermindertes Interesse schenken, als wenn es sich um die Er- läuterung irgend eines politischen Ereignisses handele. Gemach! Wir wollen diesen Leser zunächst daran erinnern, daß die gewaltige Schar der deutschen Turner und Sportler zum größten Teil seit Beginn dieses Krieges unter Waffen steht, und daß der Geist des deutschen Soldaten — bewundert und gefürchtet in der ganzen Welt — auch ihr Gei st ist, Teil ihrer inneren Haltung und ihres ungeschriebenen Gesetzes, das sie verpflichtet, Leibesübungen als eine Erziehung zu Mut, Wehrhaftigkeit, Ein- satzbereitschaft und Kameradschaft zu sehen. Dieses Gesetz waltete so stark über dem sportlichen Leben Deutschlands, daß beispielsweise England in den Vorkriegsjahren immer wieder den knöcherigen Gouvernantenfinger erhob, angeblich, weil Deutsch- land den „sportlichen Gedanken" durch eine solche Erziehung verletze, in Wirklichkeit aber, weil Eng« land schon damals unbewußt spürte, daß sich hier eine gewaltige und schier unerschöpfliche Volks« kraft ordnet und ausrichtet auf ein gewaltiges Ziel, das nicht eben „englischen Interessen" dienst- bar war. Die Folge war dann auch, daß zu Beginn des Krieges der englische Sport lahmgelegt wurde, aus- einanderbrach, weil einmal die finanziellen Voraus- etzungen beispielsweise für die rein kapitalistisch ge- leitete Fußballorganisation fehlten und zum anderen, weil es dem englischen Sport in feiner Ge- samtheit eben an dem Geist gebrach, der die deutsche Leibeserziehung trotz des Krieges zu staunenswer- ten und immer wieder bewunderten Leistungen an- spornte. Daß diese Leistungen, rein sportlich gesehen, durchaus nicht mit dem Namen „Kriegs- Meisterschaften" abgetan werden dürfen, das haben diese Meisterschaften, die in den vergangenen Wochen allenthalben stattfanden und noch nicht ab- geschlossen sind, selbst bewiesen. Was sie aber in der geschichtlichen Auseinandersetzung mit dem einzigen So bescheiden Oberleutnant Wick seine Luststege auch darstellt, wir wissen, was dazu gehört, in den ungeheuren schnellen, mörderischen Luftkämpfen 22 Gegner niederzuringen. Was es für eine Leistung ist, in 16 Feindberührungen 22 Luftsiege zu erringen, begreift man, wenn man bewertet, daß Oberleutnant Wick erst seit dem „Feldzug im Westen" eingesetzt ist. Wenn heute Oberleutnant Wick neben Major Mö lders Deutschlands erfolgreichster Jagdflieger ist, so verdankt er einen großen Teil seines Könnens und seiner Erfahrungen — wie er selbst 'Jagt — diesem besten deutschen Jagdflieger dieses Krieges. „Major Mölders, Träger des goldenen Spanienkreuzes mit Brillanten, formte mich zu dem, was ich bin. Unermüdlich schulte uns Mölders, übte mit uns, durch seine reichen Erfahrungen Unterstützt, Luftkämpfe, wie sie in der Praxis find. Als ich nach vier Monaten so weit mar, gab er mir einige Chancen — ließ mich ran. Ich habe sie genützt'und bin Zeitlebens Moinn Wörter« hnnfkAr _ f«. ' v i viii vuivui auf m S^.3clt in einem Betriebe in nichtftlbftSndig-r Beschäftigung verwendet oder für eine solche »er. Wendung b-lrist-t unabkömmlich gestellt, fo wird Familienunterhalt bis zum Tage der er- sten Lohn- oder Gchalt-zahlung, längsten, jedoch sur me Dauer von zwei Wochen seit dem Ablaus des Entlassungstages, fortgewährt. Wird ein Sol- A. auf kurze Zeit in nichtselbständiger Be- schafUguna verwendet, so wird den Farnilienunter« haltsberechtigten Familienunterhalt f o r t g e - auf längere Zeit in nicht- selbständiger Beschäftigung verwendet werden, er« halten vom Zeitpunkt des Wegfalls des Familien- Unterhalts an die Unterstützung für Dienstverpflich- tete, soweit diese Soldaten einen Arbeitsplatz an- getreten haben, an dem ihr Verbleiben aus staatspolitischen Gründen so wichtig ist, daß das Arbeits- amt einem Arbeitsplatzwechsel nicht zustimmen konnte. Trennungszuschlag und SoiÄerunterstützunq kann ihnen gewährt werden, soweit die ionsttaen Voraussetzungen hierfür vorliegen. Hatte in dem Feldzug der 18 Tage die Wehrmacht mit hartem Schlag den ersten, polnischen An- greiser bereits au Boden geworfen, hatte gleichzeitig, sin-n * VU' Ugland schon begonnen, so diente Stockholm, 29. Aug. (Europapreß.) London s von Süden nach Norden überfloaen Es bad- fi* dem^WesMiall ^yOUMvolle Dienst an und hinter hat m den Abendstunden des Mittwochs den bis- um ein einzig dastehendes Schauspiel gehandelt ch Aufklärung\ über Frankreich unb Mer lang ft en Luftalarm erlebt. Er dauerte „Sagens Nyheter" schreibt daß in den Moraen. hr^9nn^nUnm ßuftm!}nb gegen Groß- 7 Stunden und 10 Minuten. Nach allem, was stunden des Mittwoch 70 deutsche Bombte? bntannien mit ihrer stillen und harten, oft nicht an Andeutungen bisher vorliegt, ist das öffentliche begleitet von Jäaern im (SühnfttJ ffn^rnnh? fr'°nnt°n wertvollen Arbeit der Vorbereitung des. L°b°n der StÄ>t in dieser ganzen Zeit gelähmt7°. Kn bätt?n fen, was abgemehrt werden mußte, wenn England wesen. Der Rundfunk mußte feine Mitteilungen Höhe geflogen und die^enaMcken^äaerhÄ ^.5rhh!inmehCrA >F"Wüssen zwang. Im April aus den Luftschutzkellern des Rundfunkhauses durch. Vergebens bemüht, sie von ihren Aktinen abzubalten ^rch das kühne Unternehmen im hohen spreche, der Verkehr ruhte, und die Kinobesitzer, Die Sicht fei Z gemekn wbalb fyifyen verdichteten, ward in zwei Feldzügen von 20 Uhr begann, waren die deutschen Angriffe auf konnten ohne dabei knapp vier und kaum sechs Wochen das europäische militärisch wichtige Vororte des Sübws ©üb- immer behauvtet m ib- nn„ von ^n letzten Vasallen Englands befreit: ost/ns und Südwestens der Hauptstadt besonders geschossen zu werden Es feien ff die kühne Durchführung überraschte, hatte linien, Bahnhöfe, Flugplätze unb dergleichen bom. Verwirrung ge- fid) ebenso bewährt, wie der Angriffsschwung und bardiert wurden. Die Grafschaft Kent wurde ber Luftabwehr be- einer Truppe, die im neuzeittichen meisten in Mitleidenschaft otogen. Vier Stunto tüchHgEe^it^es n e^ e r /ejbunbenen Waffen und Wehrmacht- spater, um die Mittagszeit, flogm beutsche Bomber LaHtoe k.fhnnfL IT 215 : bem öie teile das letzte daransetzte, um dem Gegner die kraft- begleitet von den dazugehörigen Jägergeschwadern' fMlJn ^ Gleichwertiges entgegenzu. Doüe Ueberlegenheit unb die Wucht eines Stoßes l n die ThemfemÜndung einunbriAte^n 1batten^bie englägber alle ju bemeiien, D°r bem nichts mehr stand hielt: War- auch hier Bombenabwürfe gegen militärisch bedeut- - T^s „D efiant , bie bereits aus Mu und ^2^id)felbogen, Andalsnes unb Narvik, I fQme Ziele, zu denen auch die S ch i f f e bie inber I zurückgezogen gewesen seien, weil Lüttich unb Rotterdam, Abbeville unb Dünkirchen, Themsemündung lagen, gehörten. In bcn Abend- Flugzeugen allzu unterlegen Amiens und Paris die Maginotlinie und Bordeaux, stunden unb bei den Einflügen nach London X Xnm zunehmenden Mangels an Flug- m ^eberfee unb ber Angriff auf Ena- i>en die militärischen Zielender Themsemünduna n st st e 11 e n müssen. Weiland sind unverrückbare Marksteine eines Feldzuges, erneut unter Feuer genommen wobei bisher m*C(=a$ÖU-S ließen erkennen, daß ^^Sleicken in der Kriegsgeschichte aller Zeiten J» London noch nicht gesagt worden ist wie beutschen Bombenabwürfe in m^Lärcker dasteht. ° fangreich bie angerlchteten Sachschäben sinb Portsmouth unb Portland angerichtet baren Eulz tönenden Akkord einer unabreiß- immer, fo kommen auch diesmal erst m i t 2 4 ^t ü n- hon'^0^0°^'V stnd. Die Hafenanlagen baren Kette von hundert tapferen Siegen klingt das ^i g e r Verspätung Einzelanaaben an hi? Portsmouth sind in eine formlose Masse ver- E?^ahr 1939/40 in diesen Tagen aus, unb Deffentlichkeit. bramücr Ueberrefte und Eisenteile verwandelt war- Deutschland weiß, daß nach der vollkommenen Be- Der Londoner Vertreter von „Stockholms Tid- hundert Arbeiter und Angestellte der vorg-schob-n-n politischen und mng-n" berichtet: Obwohl die Engländer in ben mio/n D.?f[an9t mit Ertariichen Bastionen Großdeutschlands auf dem Mittagsstunden behauptet hätten sie hätten die anderen Städten ubergeführt zu werden. ff^nSYr ^l"and jetzt nur nody ein Feind bleibtt I deutschen Maschinen ZurücfÄägenuÄ 2ln= letzten Bombardierung ma?en furcht- r? e^K. krem Stoß ber gesam- Msfslust ber deutschen Kampfflieger gedämpft KniL^n d,u ^obachten gewesen, sogar unter b!krön,^°^ brei Wehrmachtteile des rühm- ™men die gleichen Maschinen in den Na Zmittags- in Pkpmouth waren sroßdnitscken Soldatentums nicht wider- stufen mit beträchtlichen Verstärkungen und L In Dover, Folkestone und stehen unb rnederbrecyen, wenn die Zeit reif ist. lätzlichen Kontingenten wieder unb zahlreiche ?arSa e ™ar eirt ^il bes Strandes durch die Bom- «oino Städte im südostenglischen Dreieck^^erlebten bin u/ngepflügt worden, daß das Küstenver- Keme Llrenstverpfltchtung zweiten Luftalarm am gestrigen Tage Die- beschädigt worden ist. Neue entlassener Kriegsiellnehmer. 'er Spelte. Angriff gegen die militärischen Positio- aU(^ Fabrikanlagen der 65 €^tte 3ieI der jüngsten beut-- vviyvClCIlvC XvlFlUnü W- P u n f t e9 u m ^onb"o n^zu^veniichten ß U 0 u ö ’ Da^stellu^ °Im' 3?i Europapreß.) Aus den ..$1 ."Kn.*$!*• Äff”tliX: 5.;S'7» MXiÄf*& Groß-London beherrscht gewesen von dem ßärm N ah^f r p Uhl 9 haben müssen, der deutschen Bombe^niasHnen. DerKorrespondeM t er^ h - ^r?tnbe ro!^en Reu- hat beobachtet, wie bie Maschinen stundenlana fr em in * 0* JÄ' % n,uvrbcn mllttari che Ziele und quer über Landon flogen ohne von der enS I Brandbomben in Brand ge- Uschen Abwehr ernstlich behindert zu werden Es weniger als 1800 Feuerwehr- habe sich in erster Linie um heinfe Mn a f ch i J fra^ ßSttm^eiteK herange- nen gehandelt, bie man an i?rem ?ön 0 ftr Äh*!hfi^-en Wcr Xobes’ erkennen konnte. Wenn man geglaubt habe hil nn„ Lr ®reTcf>e Reibungen treten deutschen Maschinen seien endlich nerfchmnnhon ^fikuste und auch aus Südengland und feien sie an einer anderen Ecke nneber aufgetaucht I frfü^n i't ^it den unb H-tt«» bi. SW oon Wejt-n noch vär s v h^ »XÄ oV8 W i ck aus seiner Maschine, „..bas Jagdgeschwader Richthofen hat in den gestrigen Kämpfen den 250. Abschuß überschritten. Oberleutnant Wick errang feinen 19. Luftsieg ..." meldete der Rundfunk. Alle Augen strahlten Wick an. Da meinte ber Oberleutnant ganz ruhig: „Meine Herren, Sie sind , vu.omrvutH wi । falsch unterrichtet. Alles überholt. Heute nachmittag kriegerischen Begebnisse zu erörtern, bie bei der habe ich meinen 21. und 22. Abschuß ge- flammenden Teilnahme bes deutschen Volkes schon tätigt." Wick ist auch in britischen Fliegerkreisen laugst geistiges Gut der Gesamtheit geworben sind, längst kein Unbekannter mehr. Schon mancher Doch es zieht sich die eine große Linie durch alles Brite ist beim Anblick ber „Me" mit ber großen blutige Geschehen hinburch, daß die Führung arabischen 2 unb den vielen Abschußstrichen am dieser vier Feldzüge mit den großen Vorbildern aller Leitwerk ausgerissen. Als nun Oberleutnant Wick Seiten in geschichtlichen Wettbewerb treten kann: von seinem ersten Luftkampf erzählt, erklärt die Führung durch das geniale FeDherrntum Adolf freimütig, daß er damals sehr erregt gewesen Zluers, die Führung ber Wehrmachtteile durch ihre und vor dem Schußwechsel mit den vier Franzosen Oberbefehlshaber, die Führung der Heeresgruppen, ,.€in Mann getürmt wäre". ,Ha, bie ersten Luftflotten und Schiffseinheiten, ber Armeen, Korps Luftkämpfe sind schon eine recht „fchwupprige An- unb Divisionen bis herunter zu den Truppenteilen gelegenheit", betont er. aller Waffengattungen. So klug abgewogen gegen- „Sie peitschen die Nerven auf und bringen bas einander, so voll Hingabe unb Derstänbnis mit ben .«eben Gehirn vollkommen durcheinanber. Ver- Plänen ber Obersten Führung und der anderen ständlich! Wir sinb ja nur Menschen! Schon nach Wehrmachtteile mitgehend, so klar in der Durchfüh- bem ersten Abschuß mar ich bedeutend ruhiger, rung und so unnachsichtig in der Erringung des ge« Danz klar arbeiteten bie Gedanken, und Hände und memfamen Sieges stellt sie eine einheitliche .^üße führten blitzschnell aus, was ber Kopf noch geistige Leistung bar, die uns niemand nach- Voller befahl. So kam ich auch zu ben vier Abmacht. fchüflen in dem einen Luftgefecht. Damals sah es Unter stolzer Führung focht eine Truppe verdammt böse aus. 30 Franzosen mit besonders die in unermüdlicher Arbeit durch ein ausgezeich-' guten Maschinen vom Typ „Curtiß" griffen uns netes Offizierkorps und ein vortreffliches Unter- vier Deutsche an. Wir hatten zwar mächtig Dampf, offizierkorps feit bem Spätherbst 1933 auf jene Auf- aber wir haben dennoch aekämpft, wie man nur gäbe vorbereitet würbe, die ber Führer allein wohl kämpfen kann. Durch geschicktes Kurven und man- in ihrem ganzen Umfange kommen sah, well bie $en Flugtrick, ben die phantastische Schnelligkeit polittsche Entwicklung uns einen anderen Weg nicht unö Wendigkeit ber Messerschmitt zuläßt, konnte ich gehen lassen mürbe, wenn Deutschland den Anspruch nacheinander vier „Curtiß" brennend auf seinen Lebensraum, auf bie Erhaltung seines 13u Boden schicken. Einem anderen Kameraden sozialen Zustandes unb seiner kulturellen Guter unb gelang es noch, eine fünfte abzuschießen." In der auf die Geschlossenheit des großbeutschen Volkes ein- ersten großen Luftschlacht über dem Kanal über- — ----tk........r. 1 ~ -....... f panb er in erbitterten Kämpfen drei „Spitsire". . An diesem Tage konnte Oberleutnant Wick feinen Zeitlebens Major Mölders dankbar dafür." . 18. ßuftfieg feiern. 1 * • - ■ .. Mi " -O ' L fe * - * - r< . >■ O M w . ■ MV . ■ ;;J . • ?<• ■ r • <-W' k x.? gpy -7 > - ,,.*•■ -1. MG Die Wiener Besprechungen diese Fahrt vermittelt einen Eindruck von der Weit« läufiakeit Hackenbergs, das von Tunnelgangen in einer Gesamtlänge von vierzehn Kilometer unter- Wien, ------- - - ~ Achse, von Ribbentrop und Graf Liano, hatten heute vormittag Besprechungen mü dem u n gar ischen Ministerpräsidenten Graf Teleki und dem ungarischen Außenminister GrafLaky. Am Rachmittag wurden die Besprechungen mit dem rumänischen Außenminister Manoitescu ausgenommen. Rumänien erließ eine neue politische Amnestie für alle zwischen dem 1. Januar 1937 und dem 26. April 1940 begangenen politischen Vergehen. sYh.bnip&or dieser Amnestie werden vor allem An« Hauvtschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. S^nöcrtTetot brt nmititidiriftleiterß- Ernst Vlumschctn. Berantworkttch für Politü, SSn unb «Ibei™Sr. fit. W. 8mg!; für Stabt ®.bSm, Pr°°du. BSMSÄ'äw Festigung des Friedens im Donauraum. Rom, 29.Aug. (Europapreß.) Zu den Verhand-\ lunaen der Außenminister Unaarns und Rumäniens in Wien schreibt „Giornale bP3talm , Dte Anwesenheit der Außenminister der Achsenmächte solle es den Bevollmächtigten Ungarns und Rumamens er- möglichen, die notwendige Losung ihrer Probleme in die weit umfangreicheren, weit bedeutsameren und aufbauenderen Aktionen der Achsenmächte für den Frieden im Donauraum emzuordnen die das falsche und willkürliche, burd) vertrüge zwanzig Jahre hindurch am Leben erhal tene, gegenwärtige System ersetzen sollten. Der m der Achse Berlin—Rom wirkende aufbauende Geist werde diese endgültige Phase der ungarisch- rumänischen Verhandlungen beherrschen, sowie Das von Ribbentrop und Graf Ciano stets bewiesene Gefühl der Verantwortlichkeit in vollkommen gleichem Maße gegenüber dem einen und dem anderen Volke bei der Lösung der Donaufrage. Die Achse sei be-1 strebt, im hohen Interesse der Erhaltung des Donau- sriedens und der zukünftigen ungarisch-^mamschen Beziehungen die gegensätzlichen ® e f i d) t s = nun?te abzuschleifen. Europa und vor allem der Donauraum sollten von allem gesäubert werden, was in Zukunft den Frieden in diesem Raum stören »nut-, der von erstklassiger Bedeutung ur den Wiederaufbau Europas. „Dor unp arte ilichen Freunden der beiden Völker , so bemerkt das Blatt abschließend, „werden somit die Bevollmach- , tigten Ungarns und Rumäniens ihre Gesichtspunkte i in Uebereinstimmung bringen." der wahre und richtige „Soldatenvater". Er war ■ auch ein geistiger Mensch. Und gerade m seniem . Landschloß Belvedere, sammelte er aus allen Herren Ländern Globen, Atlanten, literarische Werke und darunter wieder besonders aber Nicht ausschließlich Bücher der Militärwissenschaften, Gemälde, Statuen, kunstgewerbliche Arbeiten. Von hier aus erörterte er mit Leibniz den Plan der Gründung i einer Akademie der Wissenschaften, der soweit die habsburgischen „Erblande" in Betracht kamen, erst 1846 verwirklicht wurde. Prinz Eugen war em Mann von universalistischer Geistigkeit ... der erste in der stolzen Reihe moderner deutscher Feldherrn und Militärwissenschaftler, denen ein melseittges Wissen und ein klares Denken einen rühmlichen Namen auch außerhalb des eigentlichen militärischen Bezirkes gemacht haben. Meine politische Nachrichten. Auf die Meldung des Reichsfugendführers Ax- mann vom Beginn der D e u t f ch e n Jugendmeisterschaften m Breslau hat der Führer folgendes Antworttelegramm gesandt: baute für die Meldung vom Beginn der vierten Sommerkampfspiele der Hitler-Jugend und wünsche den Kampfspielen einen guten Verlaus. ♦ , Im Krematorium Wilmersdorf fand die Einäsche- • runa des Generals der Infanterie D ol km a n n t statt, der an den Folgen eines schweren Unfalls auf , der Heimfahrt aus dem Felde verstorben ist. Als Vertreter des Führers nahm Generalfeldmarfchall Belvedere. Die Besprechungen des deutschen und italienischen Außenministers mit den Vertretern von Ungarn unb Rumänien finiten in dem ehemaligen Sommer- Nh des Prinzen Eugen von Savoym, dem Doppel- !*[06 Belvedere, statt. Das Schloß lag ehemals als es Prinz Eugen von Johann Lukas von ftilbebranb bauen ließ, weit außerhalb der Stadtmauern des damals noch befestigten Wiens. Heute liegt es mitten in der riefenhaft geweiteten Groß, stabt Aber ber Blick auf die Hohen des Wiener Waldes ist noch genau so bezaubernd und schon wie vor mehr als 200 Jahren. Aber die freie Flache, die schon hinunterweist auf die ungarischen Ebenen Donau und der Theiß, ist heute völlig rterbout. Prinz Eugen war nicht nur der große Feldherr ber bie Turten unb den französischen Sonnentomg besiegte Er war nicht nur ber Organisator der ersten stehenden Armee Oesterreichs Er war nicht nur mit seinem braunen und zerschlissenen Mantel, Fn bem er aHe Unbilden ferner Feldzüge -mtmachte, Das Werk Hackenberg Eckpfosten der Maginottinie Don unserem Sonderberichterstatter Gerhard Bohlmann Milch an der Einäscherung teil. Offiziersabordnungen aller drei Wehrmachtsteile gaben General Volkmann, der sich schon im Spanienfeldzug als Befehlshaber der „Legion Condor" auszeichnete und während des Feldzuges im Westen eine Infanteriedivision führte, das letzte Geleit. Messinqrohre; französische Soldaten, Techniker stehen dabei und betrachten den fremden Besucher gleich- aültia und kalt. Wir werden in die weißgestriche- nen K r a n k e n r ä u m e geführt und in den Hellen Operationssaal. Wir blicken in die K u ch e n, m denen das Essen für die elfhundert Mann der Besatzung und die 43 Offiziere bereitet wird, und wir sehen uns in den Schlafräumen der Unteroffiziere und Mannschaften um: sie sind kahl und । kalt und erinnern an die schlechtesten Stuben unserer ältesten Kasernen aus der Zeit vor dem UßeU- krieg. Nirgendwo hat man versucht, die grauen, nackten Mauern anheimelnder zu machen: es ist, das spürt man, auch für die französischen Soldaten ein bitteres und freudloses Hausen m diesen Grüften gewesen, durch deren Gänge eine dumpfe Lust gepreßt wird, die nach Oel und feuchtem Mauer- I Maschinen, Maschinen! Ueberall Maschinen' Die Maschinen sollen alles besorgen, damit der einzelne Mann nur ja geschont und keiner Gefahr ausgesetzt werde. Sicherheltuber alles. Die Mannschaften an den Geschützen sehen und wis- sen nicht, auf wen und wohin sie schießen, die Richt- , kanoniere unter den Panzerkuppeln sind von Der Außenwelt abgeschlossen, es gibt sogar — für Den deutschen Soldaten ein vollkommener Unsinn! — kleine Maschinen zum Handgranatenwerfen, durch die die Geschosse durch die Mauer in die Laufgräben gestoßen werden! Die Soldaten ehen nicht und brauchen nicht zu sehen, denn Die Befehle für das Werk gehen von dem Beobachtungsstand aus, der Auge und Hirn der gesamten Anlage darstellt, und die Kommandos werden nicht einmal durch Fernsprecher übermittelt, so daß doch eine kleine persönliche Verbindung zwischen Offizieren und Mannschaften bestände, sondern durch das raffinierte Uhrwerk eines mechanischen Anzeigers. Ueberall die Tendenz, Offiziere und Mannschaften nur nicht ins offene Gelände hinaus- zulasen, sondern sie hinter den schützenden Mauern von Stahl und Beton zu bergen: die Tendenz des Sichzurückziehens, der reinen Verteidigung, die schon den Keim des Rückzugs in sich trägt Man hat wirklich an alles gedacht, was durch Maschinen besorgt werden kann. Die leeren Geschoß- Hülsen sinken nach dem Schuß durch einen Schacht in die Tiefe, werden dort automatisch entgast und dann gesammelt. Es ist gewiß nichts vergessen wor- den, es gibt fünftia Meter unter der Erde sogar eine richtige Bar für die Offiziere aber über alle- > dem hat man nicht daran gedacht, dieses Werk , gegen Fliegerangriffe zu schützen! Oder : sollten die beiden großen — natürlich gepanzerten ; — Scheinwerfer dazu dienen, die wir spater aus > der Höhe der Anlage unmontiert liegen sahen? Es । gibt wohl ausgeklügelte Tank fallen: wenn die i Panzer einen harmlosen Hügel hinanfahren, stürzen ie plötzlich an einer Betonwand hinab in einen Zraben und können dort von beiden Seiten unter Feuer genommen werden. Man hat an alles gedacht, nur nicht daran, wie zersetzend und unterhöhlend diese vollkommene Abwehrmaschmene auf dos Ethos der Truppe wirken muh. Die Franzosen, so wurde uns gesagt, hatten in der Maginot- Itnie nicht weniger als drei Armeen versammelt. Wie hätten diese Soldaten, die monatelang an das Maginot-System gewöhnt und dadurch verwohnt worden waren, noch jemals den Willen zum Aufmarsch und den Geist zum Angriff im offenen Ge- lände aufbringen sollen? Hier hat sich die Magmat-Tendenz der Abwehr Überschlagen und ist in ihr Gegenteil verkehrt wor- den Soldaten, die solange wie die Maulwurfe unter der Erde gehaust haben, waren zu jeder Offensive unfähig geworden. Das Werk Hackenberg rourtx von uns belagert und hat sich, da seine Sage unhaltbar geworden war, kampflos ergeben müssen: die deutsche Kunst der Heerführung hat diesen Eckpfeiler überwunden und ausgeschaltet, Die Strategie im offenen Gelände hat das System der Stollengänge einfach- erledigt. Hackenberg ist vol> kommen unbeschädigt, seine Bahnen rattern durch die Tunnel, und die Motoren arbeiten, aber es ist heute nicht mehr als das Denkmal einer vergangenen Epoche und einer verfehlten Mentalität, em reines Museumsstück. Aus Simla werden neue Kämpfe an der indischen Nordwest grenze gemeldet. Englische Offiziere wurden Überfällen, einer von ihnen getötet. Die Engländer sahen sich gezwungen, Verstärkungen heranzuholen. Es kam zu einem heftigen Gefecht, in dem ein britischer Offizier und 25 Mann verwundet wurden. Fünf sind ihren Verletzungen erlegen. ________ Nutznießer dieser Amnestie werden vor allem gehörige der ehemaligen Eisernen Garde sein. In Durchführung der neuen Judengesetze hat die Bu- karester Rechtsanwaltskammer eine erste Gruppe von 270 jüdischen .Rechtsanwälten aus der Anwaltsliste gestrichen. Die Maginottinie, die im südlichen Sundgau, beginnt, erstreckt sich längs des Ober- rheins nach Norden bis in die Gegend von Weißen' bürg, wo sie ein historisches Schlachtgelande streift, den Geisberg, der 1870 von deutschen Truppen gestürmt wurde. Dort, wo die Linie nach Westen mn- biegt, haben die Franzosen eins ihrer größten Be- femaungswerke aufgebaut, das Werk Hoch- wald, das, ein unerschütterlicher Klotz aus Beton und Stahl, diese gefährdete Ecke schützen sollte. Das Gegenstück zu Hochwald bildet das Werk Ha ck ende rg in der Luxemburger Ecke, an der die Maginottinie zunächst aufhörte; daher ist es versland- lich daß auch dieses Gelände durch einen besonders starken Schlußpunkt und Eckpfeiler gesichert wurde. Wir hatten Gelegenheit, Hackenberg zu besichtigen. Wir sind durch seine Höhlengänge gefahren und I gegangen, wurden von Fahrstühlen hinauf- und hinuntergehoben, waren in den Türmen und unter den drehbaren Panzertuppeln, die zum Schuß emporgestoßen und wieder eingezogen werden, und Das I hat über zwei Stunden gedauert. Dabei sahen wir nur einen Teil des Werkes — eine vollständige Besichtigung der Anlage hätte eine doppelt so lange Zeit beansprucht —, aber auch so haben wir dieses I Erzeugnis der Maainot-Technik und der französischen Gesinnung gründlich genug kennen gelernt. Wir fahren also auf einer elektrischen Kleinbahn, deren Rattern und Rasseln in den gewölbten Tun- nelqänqen widerhallt, in das Innere des Werkes, und die Fahrt dauert einige Minuten. Dann erst I befinden wir uns im Mittelpunkt der ganzen An- Der Balkan ist feit über hundert 3aftr«n Iter fahrenherd Europas gewesen, wozu ihn vor alle di- brutale 3ntereffenpolitit granttet^s iml> Bnfl (ante aemaAt haben. Bte Pariser Dorortvertrage haben versucht, diese brutale Politik 'N NN System zu bringen, um dadurch ju , ,iet)en bungsftächen nicht nur aufrecht ersten blieben, sondern auch noch erweitert wurden Dazu soll e zunächst die K l e i n e E n t e n t ^11111 d) ^u5^eicf> hm- Grundsatz erhoben worden is. n öie Zeit kann auszuzögern, wäre em Fehler, de Gegen- s ä’Ä?-» s: Störenfried Europas, England, bedeuten, sei hier ! kurz noch einmal bargetan. 1 Das englische svortliche Leben hat, durch Trabi- 1 tion, durch Gewohnheit, aber zweifellos auch allein , schon durch das Gewicht der englischen Weltmacht : unb der geschickt propagierten „vorbildlichen" englischen Lebenshaltung in der Vorkriegszeit auch bei uns in weiten Kreisen eine geradezu groteske lieber» fchätzuna erfahren. Die tatsächlichen Verhältnisse entsprachen in keiner Weise diesem Bilde. Dafür gibt es einen bündigen Beweis. Bei ber Aushebung englischer Rekruten würbe schon in ben Jahren vor dem Kriege sestgestellt, daß ein erschreckend hoher Prozentsatz körperlich untauglich für den Waffendienst war, daß er schwere Mängel aufwies, unterernährt und zurückgeblieben mar. Außerdem darf man nicht vergessen, daß der „englische Sport" — so wie er in der Welt gutgläubig verstanden wurde — ein „Gentleman- Ideal" war, eine Sache des englischen Individualismus unb ber Erziehung der Herrenschicht und Damit des — Gelbes. Die breite Mittelklasse trieb zwar auch Sport, aber schon hier war die Grenze zwischen Zeitvertreib und angenehmer Feierabeno- beschäfttgung, die bei ber Oede des englischen Lebens von jeher einen breiten Raum einnahm, nicht mehr klar zu ziehen. Es fehlte jebenfalls völlig an Zielen, wie sie sich etwa der deutsche Sport gestellt hat, die in ihrer historischen Wurzel ja auf Jahn und die Körperertüchtigung im Dienst des Vaterlandes zurückgehen. Eine Verquickung von Sport unb Dienst am Vaterland war in England und enk- bar, wohl aber glaubte man, sportliche Auffassungen, soweit sie propagandistisch wirksam waren, als dünne Tünche auch im politischen Leben zur Geltung kommen zu lassen. Zu glauben, daß bas, was der Engländer unter „fair play" etwa im Fußball versteht, jemals in seiner Politik einen wirksamen Bestandteil in Richtung auf ein moralisches Der-k halten gebildet hat, wäre allerdings mehr als naiv und ist inzwischen auch für alle Welt durch die I zynische und brutale englische Kriegführung, di« sich I über jedes Völkerrecht hinwegsetzt, widerlegt worben. I Sport war in England Nicht Ausdruck emes ge- unden Volkstums, der Dynamrk eines jungen Dol- kes und der Lebenskraft der Jugend dieses Volkes überhaupt, nein, Sport hat in England von jeher nichts anderes bedeutet als das Festhalten einer I kleinen Plutokratenschicht an überlieferten Gebrauchen, als eine Regel im englischen Lebensgefuhl, die vielleicht im positiven Sinne dazu beitrug, in ge-1 wissem Sinne eine Brücke zwischen den individuali-1 stischen Auffassungen des einzelnen Engländers zu schlagen. Eine erzieherische Rolle hat er stets nur I für einige wenige gespielt, bie es sich leisten konnten. Wir dagegen geben der Welt em weithin sicht-1 bares Beispiel von der Gesundheit unserer Jugend, I von dem unerschöpflichen Quell unserer vitalen I Kraft und von ber sinnvollen Einbeziehung unserer gesamten Sporterziehung in das Leben des Volkes. I Der deutsche Sport ist ein Mittel, dem ©ernein- schaftsgeist zu dienen, ihn zu wecken zu starken und gleichzeittg auch die große Charakterschule für jeden jungen Menschen, der in dieser Schule nicht nur zu hoher körperlicher Leistung, zu Mut und Ausdauer erzogen wird, sondern in ihr auch er» | fährt, was es heißt, im Kameradschaftserlebnis jene Einheit zu spüren, die uns alle verbindet. Darum ist der deutsche Sport auch im Kriege jo aktiv darum ist seine Wehrhaftigkeit nur ein Ausdruck für den Dienst, den er am Vvlksganzen leistet zum , Besten der seelischen und körperlichen Erstarkung t unserer Jugend, Die sich eingebettet weiß m Den i großen Strom volkhaften Werdens und der über- [ zeitlichen Macht, bie im nationalsozialistischen Staat i ihren vollkommenen Sinn gefunden hat. Dkn. otfior mtmn diese Derständioung Dauer haben soll, -vqen wirD. Hier liegen Die M u n 11l 0 n 3 k a m - 29. Aug. (BJtS.) Dl-Außenminister der wenn d^f &er «aten jelbft fein, bie 3m8crn, bie durch acf)t Meter dicke Mauern von- . -Oihhonfrnv und Graf Eiano, 'M L. ■ 6en KonMtstoff ausräumen wallen, emander getrennt find, hier befinden sich die Ma ° Das ist der Sinn der Verhandlungen, die tn Salz- kchinenräume, die Licht, Kraft und Lust lie- bura und Wien, dann in Rom, nun wieder IN Wien fcrn; die Motoren furren, aus dem dämmernden vor sich gehen Dunkel der hochgewolbten, Kammerbhfeen^ tee Aus aller Welt Was bringt Vas neue Mlmjahr? Gießen, den 28. August 1940. 3862C Cafe Wien Heute Freitag: Gießen-Wieseck, den 30. August 1940. Auf Wunsch der Entschlafenen fand die Trauerfeier in der Stille statt 3858A 3856 D Telephon 2533 Ohne Gewähr Nachdruck oertoten] 28. August 1940j 17. Ziehungstag In der Nachmittagsziehung wurden gezogen 3860 D 111 Gewinne zu 1000 RM. | Mietgesuche 11 Verkäufe 29. August 2" der Bormittagsziehung wurden gezogen 131723] 48422 75385 30137 128121 41973 298647 26746 221137 11291 125586 100775 281356 23696 105489 199055 261241 383389 175313 185593 248508 250403 363080 364079 113461 118120 119095 206703 224043 234564 262966 279859 286752 18. Ziehungstag 323417 98838 108672 323476 29495 86349 250056 262987 129653 141259 243476 245360 310655 347117 Der Oberbürgermeister der Stadt Gieße«. I. V.: Nicolaus, Beigeordneter. Gewianauszug 5. Klasse 3. Deutsche Reichslotterie Großer Ehren- and Abschiedsabend unserer beliebten Kapelle Hermann Kluck H. RUSCH _______________3859 D Mit Zustimmung des Herrn Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft werden auf den vom 26. August 1940 bis 22. September 1940 gültigen Bestellschein der Reichseierkarte als 1. Rate 2 Eier für jeden Bersorgungsberechtigten ausgegeben, und zwar auf Abschnitt a = 2 Eier in der Zeit vom 6. September bis 22. September 1940. 3 Gewinne zu 10000 RW. 6 Gewinne zu 5000 RM. 30 Gewinne zu 3000 RM. 132756 141552 180055 218380 42 Gewinne zu 2000 RM. 126569 144756 185497 219930 371168 396720 27. August unternahmen die Berufskameraden Max Reichel und Anton Raudaschl aus Bad Reichenhall eine Besteigung des Hochkaltergipfels über den Balueisgletscher. Rach Ueberwindung des Gletschers stiegen sie infolge des Schnees an falscher Stelle in die Wand ein. Etwa 300 Meter über dem Gletscher stürzte Reichel infolge Seilrisses ab und blieb zerschmettert liegen. Großer Brand in Tientsin. Das fünfstöckige Magazin Chungyuan ist durch einen riesigen Brand, der trotz allen Löschbemühungen fünf Stunden lang dauerte, völlig vernichtet worden; 500 Angestellte wurden arbeitslos. Ein Wächter kam in den Flammen um. Der Schaden, durch die Vernichtung der gelagerten Waren, wird auf über eine Million Dollar geschätzt. Robbenjagd in dänischen Gewässern. Die Fischer im Großen Belt haben iü letzter Zeit ein nie erlebtes Massenauftreten von Robben und Seehunden festgestellt, die aufHerings- s ch w arme Jagd machen und die Garne zer- reißen. Da die Seehunde keine Anstalten machen. 2 getragene Anzüge Größe 1.68-1.70 zu verkauf. 3861d Babnbofstr. 76. A»f itde gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewinne grsallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen I, II und III die dänischen Gewässer wieder zu verlassen, ist man dazu übergegangen, einen regelrechten Robbenkrieg auf die seltenen Gäste einzuleiten. Eine schwimmende japanische Rtaschinenausstellung. Ende dieses Jahres tritt ein neu erbautes 10 000- Tonnen-Schiff der Reederei Osaka Shosen Kaisha seine Jungfernreise an, die eine schwimmende Maschinenausstellung sein wird. Veranstaltet wird die Ausstellung von dem Verband der Maschinenfabrik tanteh und der Japanischen Jndustriellen-Vereini- gung. Das Wirtschaftsministerium fördert das Unternehmen. Die Ausstellungsgegenstände umfassen Muster von in Japan hergestellten Turbinen, Kesseln, Motoren, elektrischen Maschinen, Stahltürmen, Kraftwagen, Werkzeugmaschinen, Meßinstrumenten, Stahlseilen, Pumpen. Das Schiff wird an O stund Südafrika sowie an den beiden Küsten Südamerikas entlangfahren und in Colombo, Mombaza, Zanzibar, Daressalam, Port Elizabeth, Kapstadt, Buenos Aires, Montevideo, Santos, Rio de Janeiro und noch weiteren Plätzen Ausstellungen abhalten, bei denen die Maschinen vor den Besuchern in Betrieb gesetzt werden. Die Reise wird vier bis fünf Monate dauern. 3 Gewinne zu 5000 RM. 177359 9 Gewinne zu 4000 RM. 170796 269138 281518 27 Gewinne zu 3000 RM. 10864 45425 ----- 137373 146100 236546 284500 297882 36 Gewinne zu 2000 RM. 36041 60196 163415 212714 214066 238274 286848 289366 73 Gc uinne zu 1000 RM. 20045 47739 - ...... ......—. ----- 17195 18584 24276 37701 40635 45471 55592 75144 91115 95698 109346 112783 114787 140857 156757 184908 285396 288632 291698 299761 302066 332447 351677 372300 BM.LittSK 37Z426 3ÜÜN6 Mlül. Oas neue Winterhilfswerk. Die Mittel für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes, das diesmal einen Monat früher beginnt, also vom 1. September bis 31. März läuft, werden in gleicher Weife aufgebracht w i e i n den Vorjahren. Der freiwillige Lohn- und Gehaltsabzug wird wie bisher nach der Lohnsteuer berechnet, die Kriegszuschläge bleiben also außer Ansatz. An das Abzugsoerfahren werden jetzt auch die Ruhegeld - und Rentenempfänger angeschlosten. Monatstürplaketten werden im kommenden Winterhilfswerk nicht ausgegeben. Die Opferfonntage werden wieder an jedem zweiten Sonntag im Monat durchgeführt, der erste Opfersonntag ist der 8. September. Weiter sieht der Terminplan des Winterhilfswerks sieben Reichs st raßensamm- langen und im Januar wieder die Gaustraßensammlungen vor, außerdem den Tag der Wehrmacht und den Tag der Deut- schenPolizei. > Staatsbegräbnis für Paul Rlpkow. Der Führer hat für den am 24. August 1940 verstorbenen Erfinder des Fernseyens, Dr. h. c. Paul Nipkow, ein Staatsbegräbnis angeordnet. Der feierliche Staatsakt findet am Freitag, 30. August, 10 Uhr vormittags, im Vorhof der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin, Unter den Linden, statt. Die deutschen Filme auf der Viennale. In der bevorstehenden Filmwoche, der Biennale von Venedig, werden von der Reichsfilmkammer folgende Spielfilme aufgeführt: „Mutterliebe" (Regie Ucicky), „Befreite Hände" (Regie Hans Schweikart), „Der Postmeister" (Regie Gustav Ucicky) „Achtung, Feind hört mit!" (Regie Arthur Maria Rabenalt), „Jud Süß" (Regie Veit Harlan), „Opernball)" (Regie G. B. Bolvary). Ferner werden 12 Kulturfilme und Wochenschauen und die böhmischen Filme „Die Angebetete des Musikers", „Sommerfeuer" und der Kurzfilm „Die Wölfe von Monte Surrul" angekündigt. Musik der Heimat bei unseren Soldaten im besetzten Gebiet. Das Rhein-Mainifche Landesorchester, das sich unter Leitung von Generalmusikinspizient Fritz C u j ö auf einer Konzertreise durch d i e besetzten Gebiete befindet, die im Rahmen der Wehrmachtsbetreuung durch die RS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" durchgeführt wird, hat bei unseren Soldaten überall begeisterte Aufnahme gefunden. In vier Tagen fuhr das Rhein-Mainifche Landes- orchester über Köln, Aachen, Brüssel, Paris, Orleans, Tours, Poitiers und Bordeaux nach Biarritz. In zahlreichen Orten wurden Konzerte für unsere Soldaten gegeben, so in Bayonne am Golf von Biskaya, dem Grenzort Hendaye, St. Jean de Luz, St. Jean Pide Port hoch in den Pyrenäen, Bordeaux, Biarritz und vielen anderen Orten. Ein besonderes Ereignis war das Konzert vor der deutschen Kolonie in San-Sebastian (Spanien). Das kolonialwissenschaftliche Arbeitslager des RSD.-Dozentenbundes. Freundlich iaöül.3immer (Nähe der Kliniken) für Mitte Oktober gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 02881a. den Gieß. Ans. erbet. Zeit. Auch der Erfinder der Buchdruckerkunst wird in dem Film „Gutenberg" gewürdigt werden. In der Lustspielkollektion steht an erster Stelle die Verfilmung des Romans „Der Gasmann" mit Heinz Rühmann und Anny Ondra unter der Re- aie von Carl Froelich. In einem anderen Filmlustspiel „Verkannte Bekannte" haben Paul Kempf, Georg Alexander und Hilde Hildebrand die Hauptrollen. Der Film „F r a u e n r a u b" mit Karin Hardt und Volker von Collande spielt in gesundem Bauern-Milieu. Paul Ostermayr inszeniert den ganz auf Situationskomik gestellten Film „Li nks der Isar, rechts der Spre e". Heinrich George spielt in dem Lustspielfilm „Geld, Geld, Geld" den kleinen Angestellten einer Schwindlerbank, der Ordnung ins Geschäft bringt. Mit Zarcch Leander in der Hauptrolle inszeniert Rolf Hansen den Liebesfilm „Der Weg ins Freie". Victor Tourjänsky gestaltet die Komödie „Die keusche Geliebte" mit Willy Fritsch, Maria Landrock und Camilla Horn. „Ein Mann in den b e ft e n Jahren" heißt ein Film, dessen Titelrolle Carl Ludwig Diehl übernommen hat. Einen reizvollen Stoff behandelt auch der von Joseph von Baky mit Luise Ullrich inszenierte Film „A n n e l i e", das Spiegelbild der Zeit von 1870 bis 1940. Eine moderne Liebesromanze ist der Film „Die unvollkommene Liebe", den Erich Waschneck mit Willy Fritsch und Gisela Uhlen inszeniert. Eine musikalisch-prickelnde Stilkomödie am Hofe Maria Theresias ist der Film „Der Tanz mit dem Kaiser" mit Marika Rökk in der Hauptrolle. In dem Film „Wie k o n n t e st du, Veronika" begegnet uns Ralph Arthur Roberts in seiner letzten Rolle. Für den Abenteurer-Film „Freibeuter und Frauen" wurde Hans Albers verpflichtet. Die Filme „Suez" und „B a k u" zeigen die dunklen Machenschaften britischer Geheimpolitik. „Bayer 205" schildert den Kampf deutscher Wissenschaft gegen die Schlafkrankheit. Erich Waschnecks Film „Die Rotschilds" ist bereits durch seine Berliner Uraufführung bekannt geworden. Der Film „I a g d o h n e G n a d e" ist eine Reportage vom Einsatz des Zollschutzes, lieber diese Produktion hinaus bereitet die Ufa die Filme „A nili n", „B e t o n", ein Spielfilm aus der Welt des Westwalls, „E i f e n b a h n Pioniere" und „Panzer- und Fallschirm- j ä g e r" vor. Restauration „Alles Schier ab Samstag, dem 31. August wieder geöffnet Das Produktionsprogramm der Ufa. Nun legt auch die Ufa ihr Produktionsprogramm für 1940/41 vor. Die Zahl von 34 Filmen ist die gleiche wie im Vorjahre. Erweitert wurde jedoch der Theiyenkreis der neuen Ufa-Filme. Stärker denn je treten Stoffe unserer Zeit in den Vordergrund und betonen das Streben nach Gegenwartsnähe. An der Spitze dieser Filme steht Professor Karl Ritters heroisches Zeitgemälde „U e b e r alles in der W e l t", ein Erlebnismosaik von Menschen des Alltags, das den Einsatzwillen der deutscyen Volksgemeinschaft illustriert. „U-Boote westwärts" feiert den Einsatz unserer blauen Jungen auf Fernfahrt. Günther Rittau führt die Regie. Ein weiterer Film heißt „Narvik" und berichtet von dem Kampf der Helüenfchar des Generals Dietl. Im Film „Das Wunfchkonzer t", zu dem Felix Lützkendorf das Drehbuch schrieb, und bei dem auch Heinz Goedicke unter der Regie von E. von Bor- sody mitwirkt, wird die enge Bindung von Front und Heimat deutlich. In dem Film „Reitet für Deutschland" spielt Willy Birgel unter der Regie von Arthur Maria Rabenalt die Rolle des berühmten Turnierreiters Freiherrn von Langen. Der Film „Dreizehn Jungen" ist ein Film vom Durchbruch der neuen Ideale in einem abgelegenen Dorf (Regie: R. A. Stemmte), Erich Waschneck inszeniert den Film „Die goldene Stadt", der sich um das Schicksal Prags bewegt. Der große Treck der Wolhyniendeutschen bildet den Hintergrund für den Wien-Film „Heim- k e h r", in dem Paula Wessely mit Attila Hörbiger unter der Spielleitung von Gustav Uzicky die Hauptrollen spielen. Ostermayr inszeniert die Filme „Violanta" und „Der laufende Berg", Karl Böse den Film „Hochzeitsnach t", einen Bauernschwank mit Hely Finkenzeller in der Hauptrolle. In einem dokumentarisch-biographischen Film behandelt Erich Engel das Schicksal des genialen Erfinders Rudolf Diesel. Ferdinand Marian und Jutta Freybe sind für die Hauptrollen vorgesehen. Professor Carl Froelich gestaltet in dem Film „Katharina I. von Rußland" mit Zorah Leander den meteorhaften Aufstieg der ein- fachen Bauernmagd zur mächtigsten Frau ihrer Das Arbeitslager des NSD.-Dozentenbundes in Nürnberg, in dem deutsche Kolonialwissenschaftler vieler Fachgebiete sich zur Gemeinschaftsarbeit zusammenfanden, wurde in diesen Tagen abgeschlossen. Nach der Erörterung der imperialistischen Kolonialmethoden Englands und Frankreichs und der kolonialpolitischen Zukunftsaufgaben Deutschlands und Italiens wurden die wissenschaftlichen Aufgaben der Die Ramsauer Berge bei Berchtesgaden haben das verschiedenen Fachwissenschaften behandelt. Geo-< sechste Todesopfer in diesem Jahr gefordert. Am Bekanntmachung. Sonderzuweisung von Bohnenkaffee. In der Zeit vom 30. September bis 20. Okt. 1940 erhalten alle Versorgungsberechtigten im Gebiet des Landesernährungsamtes Hessen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, eine Sonderzuteilung von 75 Gramm Bohnenkaffee. Zur Durchführung Gieser Sonderzuteilung gilt folgendes: 1. Die in Betracht kommenden Versorgungsberechtigten haben den -mit einem liegenden Kreuz versehenen Einzelabschnitt N 30 der vom 26. August bis 22. September 1940 gültigen Nährmittelkarte 14 von dem Verteiler, bei dem sie in der 15. Zuteilungsperiode den Kaffee zu beziehen wünschen, bis zum 7. September 1940 abtrennen und den Stammabschnitt dieser Karte mit dem Firmenstempel des Verteilers versehen zu lassen. Die Versorgungsberechtigten dürfen den Kaffee nur bei einem Verteiler innerhalb des Bezirks des Ernährungsamtes beziehen, das auf dem Stammabschnitt der Nährmittelkarte vermerkt ist. Die Verteiler haben bei Abstempelung der Karten darauf zu achten, daß ihnen nicht Nährmittelkarten eines anderen Ernährungsamtes vorgelegt werden. Für anstaltsmäßig Untergebrachte oder sonstwie in Gemeinschaftsverpflegung befindliche Versorgungsberechtigte, die keine Nährmittelkarte haben (RAD., Kranken-, Heil- und Pflegeanstalten usw.) haben die Leiter der Anstalten, Lager usw. die Ausstellung von Bescheinigungen für die Vorausbestellung des Kaffees beim zuständigen Ernährungsamt zu beantragen. 2. Die Verteiler haben die als Bestellscheine dienenden gesammelten Einzelabschnitte N 30 der Nährmittelkarte 14 und die Bescheinigungen für die Vorausbestellung für Kaffee bis zum 12. Septem- der 1940 auf Bogen aufgeklebt an ihre Vorlieferanten (Großverteiler ober zugelassene Röftbetriebe) weiterzuleiten. 3. Unt die rechtzeitige Abgabe der Sonderzuteilung an die Versorgunqsberechtigten sicherzustellen, ist die Einhaltung der Fristen unbedingt erforderlich. 4. Die Abgabe des gemäß den obigen Bestimmungen vorbestellten Kaffees erfolgt in der Zeit vom 30. September bis 20. Oktober 1940 auf den mit einem „K" versehenen Einzelabschnitt N 27 der Nährmittelkarte für den am 23. September 1940 laufenden Versorgungsabschnitt. Die Abgabe der. Sonderzuteilung ist nur zulässig gegen gleichzeitige Vorlage des von dem betreffenden Verteiler abgestempelten Stammabschnittes der Nährmittelkarte 14, die aus diesem Grund über den 30. September 1940 von den Versorgungsberechligten aufzubewahren ist. 5. Nach Ablauf des 15. Versorgungsabschnittes (20. 10. 40) haben die Verteiler die gesammelten und geordneten Abschnitte N 27 dem Ernährungsamt Abteilung B (in den Landkreisen bet Kartenausgabe- stelle) einzureichen unb bie ihnen auf Grunb bcr Vorbestellung gelieferte Kaffeemenge, bie an bie Verbraucher abgegebene Menge unb ben sich daraus ergebenden Vorrat an Kaffee zu melden. Die Richtigkeit der Angaben über bie auf Grunb ber Vorbestellung gelieferte Kaffeemenge ist bent Ernährungsamt Abteilung B (in ben Lanbkreisen ber Kartenausgabestelle) durch Unterlagen nachzuweisen, graphen, Geologen, Botaniker, Zoologen, Dolks- wirtschaftler, Land- unb Forstwirtschaftler unb Mediziner besprachen die gemeinsame Aufgabe ber Kolonialforschung. Professor Dr. Sonnenschein (Hamburg) behandelte die Anforderungen, die die tropischen Klimaoerhältnisse und die Gefahr der verschiedenen Tropenkrankheiten an die Lebensweise der Europäer und an die Maßnahmen zur Gesundhaltung der Weißen und der Farbigen stellen. Dr. Krieger vom Rassenpolitischen Amt der NSDAP, sprach über „Die Einführung des Rassenrechtes in die Kolonialpolitik". Er verwies dabei auf die rasse- aesetzlichen Maßnahmen früherer Zeiten und verschiedener Länder, zeigte dann aber den Unterschied zwischen diesen und der Rassepolitik Deutschlands und Italiens auf, mit ihren wichtigen Folgerungen für die Kolonialpolitik der jungen Völker. Ein Landesverräter hingerichtet. Der vorn Volksgerichtshof wegen Landesverrats am 13. Juni 1940 zum Tode verurteilte 53 Jahre alte Mauritz Samson ist hingerichtet worden. Der Verurteilte hat aus Gewinnsucht im Auftrage des Nachrichtendienstes einer fremden Macht mehrere Reisen ins Reichsgebiet unternommen, um militärische Geheimnisse auszuspähen. Gefängnis für würdeloses verhalten gegenüber Kriegsgefangenen. Mit einer hohen Gefängnisstrafe mußte der 28 Jahre alte Wilhelm Muhm aus Rhens bei Koblenz sein würdeloses Verhalten büßen. Er suchte m i t einem polnischen Kriegsgefangenen hintereinander zwei Wirtschaften auf, trank zusammen mit dem Polen mehrere Glas Wein und bezahlte sogar für den Gefangenen bie Zeche. Der ehrlose Mensch wurde festgenommen und dem Schnellrichter vorgeführt, der ihn zu fünf M o - naten Gefängnis verurteilte und die sofortige Haftvollstreckung anordnete. Zuchthaus für Päckchenmarder. Vor dem Sondergericht Kassel hatte sich der 36- jährige Alois Zoumer zu verantworten. Er war im November 1939 bei der P o st a l s Helfer e i n g e st e l l t worden und wurde im Derladedienst beschäftigt. Unter Ausnutzung ber Verdunkelung entwendete er von Februar bis Juni d. I. etwa 30Pakete und ließ sich van seinem Treiben selbst durch Warnungen seiner Frau nicht abhalten, der er jedesmal, wenn sie Bedenken gegen die Herkunft ber mitgebrachten Sachen äußerte, versicherte, daß es sich um ehrlich erworbenes Gut handele. Das Sondergericht verurteilte den Angeklagten zu vier Jahren Zuchthaus. Die von dem 59jährigen Fritz Riemenschneider aus Kassel begangenen Straftaten sind besonders verwerflich, weil er als Helfer bei der Feldpo st paketfammel stelle fünf Päckchen entwendete, die an Wehrmachtsangehörige gerichtet waren. Der Inhalt soll aus 200 Zigaretten bestanden haben, die er verkaufte. Gegen ihn verhängte das Svndergericht 3 Jahre Zuchthaus. Raubüberfall auf mexikanisches Postamt. Eine Räuberbande hat das Postamt von Santa Ana Maya im Staat Michoacan angegriffen. Es kam zu einem schweren Kampf zwischen den Beamten des Postamtes und den Banditen, der von 19 Uhr bis zum Tagesanbruch dauerte. Als die vom Posthalter telephonisch herbeigerufenen Bundestruppen eintrafen, ergriffen die Banditen die Flucht. Eine Schwester des Posthalters, die an der Verteidigung. teilgenommen hatte, wurde getötet. Tödlicher Absturz am hochkalter. Rechnungen bei Brühl, Gießen | Kaufgesuche"] Gut erhaltener Roller ZU kauf, gesucht. 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August entschlief sanft nach langen, mit Geduld ertragenen Leiden unsere unvergeßliche, innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante In tiefem Schmerz: Auguste Hammel, geb. Ludwig Karl HammeL Lokomotivführer. Frau Margarete Ludwig, geb. Kolb im Alter von 85 Jahren. Heute morgen 5.20 Uhr ist nach kurzer, schwerer Krankheit unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Lina Kümmel, geb. Drescher im Alter von 65 Jahren für immer von uns gegangen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Otto Bierau Familie Karl Heitz. wieseck, Gießen, Alten-Buseck, Rodheim, den 29. August 1940. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 31. August, 15 Uhr, vom Trauerhause Jungfemstraße 5 aus statt. Freitag, 30. August 1940 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) llr. 205 Zweiter Blatt Stillhalten. Infolgedessen wird es vorkommen, !Äm L Rn Xt‘ * Freilich ein bißchen °°'S^L?°b Temp° | gWZ Hanne- Stelzers und dem in die Handlung kommt. Lr hat Vfpkienten dem der furchtbar stotternde Paul Brief einen Krimmalkommisfar in das Theater be ,p 3 5 cin' fet)r lustige Note gibt. Und schließlich „ stellt, und ^eser w.rd nun da- tr-^-Aement 1.8 aktiv dazu^ gehört Was Wird hier gespielt?" // Man braucht nicht wirklich an sie zu glauben — __z es genügt, sie nur sinnbildlich gelten zu saßen Hausgeister. Don Joseph Baur. .MSM-MM -MMMW Ja, und dann kam dos erste Frühstuck neuvermählt, mit Blumen auf dem Tisch. Und glerch mertte jch da, daß den Räumen untex meiner Allem- vollbracht haben. ~ . Sie alle sind auch in der Zukunft unsere unentbehrlichen Gehilfen und uneigennützigen Arbeits- kameraden. — Achtet und schonet sie! Can Kraemer. NSG. Wir essen Obst, weil's gesund ist, gut schmeckt, erfrischend und durststillend ist und eine willkommene Abwechslung bietet. Das kann man durchaus keinen Luxus nennen. Den meisten Hausfrauen ist aber noch nicht klar geworden, daß nicht nur der Genuß von frischem Obst diese Vorzüge hat, sondern vor allem auch in gesundheitlicher Beziehung das frische rohe Gemüse. Frisches rohes Gemüse, gut zubereitet, nennen wir Frischkost und bringen sie ebenso oft auf den Tisch wie frisches Obst. Frisches Gemüse zu Frischkostgerichten verarbeitet ist besonders ausgiebig. Außerdem sind, da Gemüse in dieser Form besonders sättigend ist und nicht, wie beim Kochen, zusammenfällt, viel kleinere Mengen dazu notwendig. Vielfach glaubt die Hausfrau, daß zur Zubereitung von Frischkost Oel notwendig sei. Das ist keineswegs der Fall. Das Oel können wir ersetzen durch eine Reihe von verschiedenartigen Tunken Für eine Person rechnet man einen Verbrauch von durch- ............IIIIII»IIII»»I««»I» II !■ Herrschaft doch etwas gefehlt hatte. Nicht nur die Blumengeister waren es. Von einem schimmernd blonden Haar, das irgendwo hängengeblieben war, oder von einem Stäubchen Puder auf der Glas- plnite des Toilettentisches sttahlte etwas aus, das Die Wohnatmosphäre belebte. Mit der Frau war es gekommen, jenes unfaßbare zarte Fluidum, das einen in den Räumen angenehm umgab, und worin wohl die Hausgeister gediehen. Eine deutlich spürbare Veränderung in der Stimmung des ganzen Hauses geschah, als die junge Gattin des Hausherrn in der unteren Wohnung ihr Kind bekam, ein Mädchen, kleine Erbin des Hauses. Wir empfanden daraufhin fast bedrückend das noch zu wenig Belebte in unseren Räumen. Nur lang- sam wurde es besser. Mancherlei half dazu: der bedächtige Pendelschlag der alten Uhr aus Großmut- ters Stube, das flackernde Feuer Winterabends, Duft der Bratäpfel, einer späten Fliege müdes Gesumm, und nachts das geheimnisvolle Knacken der Möbel. Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Meine Tochter lebt in Wien". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Was wird Theo Lingen als Autor, Regisseur und Schauspieler. hier gespielt?" Ortszeit für den 31. August. Sonnenuntergang 6.34 Uhr, Sonnenaufgang 20.15 Uhr. t— Mondaufgang 4.18 Uhr, Monduntergang Dann, nach dem zweiten Sommer, an einenr kalten grauen Herbsttag, sah ich morgens in der Küche etwas Kleines, Schattenhaftes über den Boden huschen und unter dem Herd verschwinden: eine Maus! Sie war sehr frech, eben eine erste kleine Hausmaus, jung und ohne Erfahrung. Einrnm saß sie sogar oben auf dem Küchenschrank und schaute mich an, so als wollte sie um meine Freundschaft werben. Als ich näher trat, turnte sie aber schleunigst am Küchenhandtuch abwärts. Am liebsten hätte ich sie gefüttert und gezähmt, aber das konnte man nicht verantworten. Hilde getraute sich abends nicht mehr allem l« die Küche: und doch wollte sie mir wehren, als ich schliehlich eine schlagkräftige Mausfalle mit einem delikaten Mäusebrötchen versah und unter den Herd stellte. Heber Nacht war es dann um das arme freche Mäuschen geschehen. Hilde fand nun die Küche traurig verödet. Ich mußte trösten: Geduld, die Wohnstim- mung werde sich gewiß noch bessern. Und wirklich, es schwang so eine Ahnung in der abendlichen Zimmerstille, als würde bald em neuer guter Hausgeist bei den jungen Eheleuten eu^iehea. Jl t III V tu« . D ... . ' ' -r x '1 das Publikum, das hier ja ganz aktiv dazu gehört und dem ergötzlichen Spiel erst die richtige Rundung gibt, worüber bann auch das Publikum vor der Leinwand seine Helle Freude hat. (Tobis.) Dr. Fr. W. Lange. Hungen—cangd—Stornfels—Reipperts—Schotten. Don der Station Hungen betreten wir, nachdem wir bei der Obermühle die Horloff überschritten haben, einen Feldweg nach Lantzd, wenden uns qeaen Ulfa, das jedoch rechts bleibt, wahrend wir direkt nach dem hochliegenden Stornfels gehen, wo sich uns eine hübsche Fernsicht bietet. Weiße Striche führen uns jetzt an dem reizvoll gelegenen -Jago= baue Wolfslauf, vor dem man eine weite Aussicht nach dem Taunus und der Wetterau hat, vorüber nach dem Reipperts, von dessen Kamm sich ein herrlicher Blick auf den hohen Vogelsberg, auf Täler und Schluchten und mehrere Dörfer erschließt. Hier oben stoßen wir auf rote Kreuze die uns bis zum Schluß den Weg zeigen. Auf prächtigen Wald- wegen, das liebliche Gierbachlai durchquerend, erreichen wir schließlich durch den Spießwald nach insgesamt fünfstündiger Wanderung unser Endziel I Schotten. Nach alldem wäre es zweckmäßig, in ganz Deutschland einheitliche Befehlsworte für die! Zugtiere einzuführen. Dies könnte durch die zuständigen Behörden mit Hilfe der Organisationen der landwirtschaftlichen und gewerblichen Pferdehalter und der Händler leicht erreicht werden. Das hier zugunsten der Pferde Gesagte M ebenso bezüglich der Maultiere, Maulesel und Esel. Alle diese Tiere haben schon im Weltkriege bei der Verteidigung unseres Vaterlandes Einzigartiges geleistet, ganz besonders auch dort, wo Motorfahrzeuge nicht mehr verwendbar waren. Wie eng Soldat und Pferd als Kameraden ver- bunden sind, ist neben vielen anderen Beispielen auch dadurch zum Ausdruck gekommen daß die Soldaten für den Einzug m Berlin im Juli 1940 ihre Pferde mit Blumen schmückten. Es war der gttiche Ausdruck des Dankes, den man 1918 bei der Ruck- fehr der Truppen nach Berlin beobachten konnte, wo ich sah, wie ein Offizier, dem vor dem Brandenburger Tor ein Lorbeerkranz überreicht wurde, diesen Kranz um die Stirn seines Pferdes legte. Den besten und nachhaltigsten Dank aber können wir den treuen Kampfhelfern und auch unseren Kriegshunden nur durch bauernbe gute -öe» Handlung, sorgfältigste Pflege und gesunde Stallung abstatten. Dies gilt ebenso gegenüber den Zugtieren, die nicht in Feindesland waren, sondern m der Heimat : doppelt schwere Leistungen vollbringen mußten uno Hofen, wo gegenüber dem Bahnhofsgebaickie der schwarze Strich beginnt, der bis zum Schluß unser Wegzeichen bildet. Wir kommen zunächst nach Münchholzhausen, hinter dem uns schöner Waldbestand aufnimmt. In langsamem, aber stetem Anstieg erreichen wir den 402 Meter hohen Stoppel- berq, von dessen steinernem Turm wir eine prächtige Rundschau auf die von dem Berg beherrschte reizvolle Landschaft haben. Unser Zechen uns nun abwärts über den Weiler Kirschenwaldchen, dessen Besuch namentlich zur Zeit der Kirschenblute sehr lohnend ist, nach unserem Endziel Wetzlar. Dauer der Wanderung 4V2 Stunden. 3uttflfäfer auf absterbendem Kartoffelkraut. 'In bäuerlichen Kreisen wird oft die Meinung vertreten, daß di- Kartoffelkasergesahr mit dem Absterben des Kartoffelkrautes abnehme. D der Fall. Gerade auf dem abster- senden Kartoffelkraut fitzen die Junger oft zu fvunberten Bei einem nachlässig 6u,rd>5e,UI’”En Suchet würden diese Kaser E ge unden werden und somit die ganze Umgegend °°rAm. ? yjg zur Kartoffelernte durchgeführt werden. "^7ist der Jammer aller Sch°uspi^r^°- Rolle, aus der man etwas machen k Lingen, der Schauspieler 3e 9 durch eine Autor, der hier für viele s langweiligen kühne Improvisation aus einem «h Schmarren wirkliches ^^r Gemisch von Liebe, Fuß hat und m gut dosiertem tvem i Gefühl, Eifersucht mit Ugen, Dache unbedingt sicher ist- Das ch ^ge- der Schauspieler, sehr einfach. Nahen des mutet, als stummer „H^freund denn^ aus den Gatten sich in einem Ärank A ^fördern und ihn der eifersüchtige Gatte her , knallen ohne weitere Umstände über b H ein blu- foll. Wahrlich keine Bonrolle M t^ fünfti§en tiger Anfänger vor Theaterduet fönnte. Theo Schwiegereltern fein Jdent »em 1 einer Der- Singen, er ist der Schauspieler, g ist schießen, er zweiflungsaktion Er laßt Bühne und verschwendet einfach und überlaß Reih- ist Theo Lingen, d-r mit seine to Berlin oolle Hauser gemacht V°t muntert, es nun auch auf die >n™ :rPuen denn Darüber können mir uns nur yr^iq l . b einmal gibt es uns Ge egenhett En un^e M* aabteften Komiker a s Auwr, Regisseur mm fpieler in einer Person zu berou e , gerade ist ja der Film so wenig wie das Theaters- gesegnet mit Stücken, m denen uich . ^is Einfall mit Witz und Humor zu f zum letzten Mom-nt sMnn-nden chMMung^^^ «.iS- Zurückhaltung gegenüber Kriegsgefangenen! Wiederholt ist schon daraus hmg.-«i°!°n worden, daß -S Eine selbstverständliche Pflicht aller Volksgenossen ist, sich gegenüber den Kriegsgefangenen größter Zurückhaltung zu befleißigen und temcrte Verbindung mit ihnen auszunehmen, wenn nicht dienstliche Obliegenheiten, wie z. B. bei den Wach. Mannschaften, das Zusammensein Mit den Kriegs- gefangenen erforderlich machen. Vor allem ist e auch unbedingt zu unterlassen, Knegsge angenen irgendwelche Gefälligkeiten oder Geschenke zu teil werden zu [offen. Wer sich g°S^ diese Anordnung »ergeht, benimmt sich als deutscher Volksgenosse würdelos und stellt sich selbst außerhalb unserer Volksgemeinschaft. Daß er dann die entsprechenden Folgen zu tragen hat, versteht sich von selbst. Huhe bei der Nachrichtenübermittlung! In Gaststätten kommt es leider immer noch vor, daß bei der Durchgabe der Nachrichten im Rund- funk die mehr oder minder lauten Unterhaltungen der Gäste fortgesetzt werden. Ein derartiges Ver- hatten ist nicht nur eine Rücksichtslosigkeit gegenüber den anderen Besuchern der Gaststätte, die mit Spannung auf die Nachrichten lauschen, sondern es stellt auch einen Verstoß gegen eine Anordnung dar die ausdrücklich bestimmt, daß in den Gaststätten bei der Durchgabe der Meldungen des drahtlosen Dienstes alle Unterhaltungen der Besucher zu unterlassen sind und Ruhe im Lokal zu herrschen hat. Nebenbei bemerkt, sollte die Wichtigkeit des politischen Nachrichtendienstes in unserer Zeit schon von selbst jeden Gastftättenbesucher veranlassen, einmal für etliche Minuten die Unterhaltung mit einem Tischnachbarn einzustellen und der Stimme des Rundfunksprechers zu lauschen. Diejenigen, die bisher nach dieser Richtung hin gesündigt haben, mögen sich von jetzt ab befleißigen, in der Zeit der Nachrichtendurchgabe in den Gaststätten die Unterhaltung einzustellen. Als mir unsere Wohnung mieteten, war das Haus gerade im Rohbau fertig. Die Böden mären noch nicht gelegt, man mußte acht geben, daß man nicht in die unteren Räume fiel. Mit dem Metermaß in der Hand kletterte ich mögend und planend auf den Balken umher. Ganz neu mar diese schmucke Siedlung aus spitzgiebeligen Häusern, draußen vor der Stadt. Wenn der Himmel in den Fensterausschnitten verblaßte und Abendruhe über die Wipfel des nahen Waldes sich breitete, glaubte man noch ein Raunen der verdrängten Waldgeister m den dämmrigen Winkeln des Neubaues zu spuren. Dann kam der Tag, da das Haus bereit mar zum Einzug. Unberührt neu glanzten die Boden, Hilde fand besonders schön die Spuren der Aeste m Den gebeizten Brettern; sie sagte, das bringe eine Erinnerung an Wald in die Zimmer. 3m ganzen Haus roch es kalkig frisch, glatt und rem stritten die Wände. Ein paar Wochen hauste ich m Der neuen Wohnung noch als Junggeselle, sehr froh, das möblierte Zimmerherrendasein endlich hinter mir zu !n dem neuen Stück, in dem'alles interessiert mtt- spielf Schauspieler, technisches Personal und nicht kuleht das Publikum, roenn auch ungemollt und unbewußt, aber darum gerade höchst lebendig und eckt Nur den Schlußakt hat sich Theo Singen felb, vorbebalten Er, den man eben noch ermordet wähnte Tem man dann wieder aller nur mog- nÄn Verbrechen für fähig hielt, tritt mit einem Schlage wieder ins volle Rampenlicht präsentiert sich als ebenso guter Schauspieler wie Buhnenautor womit er sein Glück gemacht t)ai, Jeinr.^?er' ttag w"d verlängert und die Braut ,st chm sichen ----- de^jungVEhemann/bei" dem wir & Li- - —-......—— - denst der Phantasie Theo Lingens in seruer dreifachen Eigenschaft als Autor, Regisseur und Schausvieler ine im Rahmen eines netten Dialogs zwi- chen Autor und Filmdramaturg auf die zwang- loleste Weise chalkhaft und launig die Geschichte W- MHamen Debüts entwickelt. Vielmehr ha.die Kamera Friedl Behn-Grunds äußerst geschickt unbeweglich sich dem Tempo des Autors angepaßt und alle Möglichketten der Szenerie vor und hinter den Kulissen.ausgeschopft. Dazu kommt, daß ha* ausaezeichnet zusammengestellte Ensemble den Intentionen Theo Singens mit sichtlichem Behagen folgte und ohne Abgleiten ins Schwankste Lrhttm Tnn traf. Vorweg der bei aller Foviatttät doch sehr bestimmte Kriminalkommissar Otto Wernickes, dem unfreiwillig die Hauptrolle 5>sallt. Und dann in vielen Schattierungen das richttge SchauspielervölkchsN von dem vor Samp en fieber Sen Stubenmädel Gertrud üRi! D e n 5 an tns- Km eitlen und eingebildeten „schweren Heiden Richard Häußlers, der auch ganz privat stets am der Bühne steht, und der mit großem Wort- kchwall nervös agierenden Diva Fita S en (b o H 5- Uetzer ihnen thronend mit einer gewissen behag- er lieben Würde, immer ein wenig ^^ftos gegenüber unb * all den auf ihn einstürmenden Pemttchketten der Briesverkehr mit Kriegsgefangenen. Briefe und Postkarten (vorläufig keine Postpakete und Päckchen) können von jetzt ab, soweit die Sager- anschriften der Kriegsgefangenen und Zwilinternier. ten bekannt sind, gebührenfrei mit der Aufschrift .Kriegsgefangenenpost" oder „Interniertensendung durch jeden Postkasten eingeliefert werden. Soweit die Sageranschriften der Kriegsgefangenen und Zivilinternierten noch ungewiß sind (vor allem für die Kriegsgefangenen und Zivilinternierten, die von England nach Kanada übergeführt wurden), ist wie folgt zu verfahren: Der Brief an den Ange- hörigen ist mit Vornamen, Nachnamen (für Kriegsgefangene Dienstgrad), der Kriegsgefangenen- oder Internierten-Nummer und der bisher gültigen Lager- anfchrift zu versehen. Dieser Brief ist in einem zwei- , ten Umschlag mit folgender Adresse abzusenden: Deutsches Rotes Kreuz, Präsidium, Berlin SW 61, Blücherplatz 2, Abteilung Durchleitung. Es dürfen an das Deutsche Rote Kreuz nur für solche Kriegsgefangene oder Zivilinternierte Briefe und Postkarten zur Weiterleitung eingesandt werden, für die eine amtliche Bestätigung ober eine unmittelbare Nachricht von dem Kriegsgefangenen ober Zivilinternierten selbst vorliegt, wonach feststeht baß er sich in englischer Kriegs- ober Zivilgefangenschast befinbet. Soweit noch nicht bekannt ist, ob em tm feinblichen Auslanb lebenber Angehöriger interniert mürbe, finb zunächst Nachforschungen burch bas Aus- madige Amt Berlin W 8, Kronenstraße 10, emzu- leiten. Hrischgemüse so gut wie Frischobst. nicht mit dem Zügel sondern nur durch Zuruf gelenkt werden können, weil auch oft die Wege so schmal sind, daß neben den Tieren kein Platz für den Fuhrmann zum Führen bleibt und dieser außerdem noch die hinter den Hinterrädern befindliche Bremse bedienen muß. Derartig schmale Wege findet man sehr häufig in Gebirgsgegenden: aber auch an unub^rfichtlichen Kreuzungen enger Straßen m den Ortschaften der Ebene können leicht Verkehrsunfalle entstehen wenn sich plötzlich ein Hindernis zeigt und die Pferde nicht genau verstanden haben, was sie tun sollen. Weitere Schwierigkeiten werden sich ergeben, wenn es sich um Pferde handelt, die nur an polnische, dänische, holländische, ftanzosische ober eng- li che 'Kommandoworte gewöhnt waren. Eine Folge der sich ergebenden Storungen die fälschlich auf Ungehorsam der Pferde zuruckgeführt werden, ist eine Verärgerung des Fuhrmannes, SÄ'-tiShÄ. Nutzen fein, und es muß dringend g-I°rdert werden daß solche Pferde nicht durch grobe BehandÄing und Zwangsmaßnahmen, sondern allem durch gütliches Zureden, Andeuten, Anfasserl und Geduld so lange belehrt werden, bis die Tiere ver- standen haben, was von ihnen verlangt wird. Zu den Zwangsmaßnahmen gehört z. B. auch die Anwendung von scharfen Gebissen, die verboten finb und bie Anwenbung von Scheuklappen. Hier-118.53 Uhr. Aus der Stadt Gieheu.! Wandervorschläge für den Sonntag ÖU und dein Arbeitsplatz. Dieseck — Hangelstein — Babenburg — Wißmar — Es hat eine eigentümliche Bewandtnis mit dem Wettenberg — Gießen. Arbeitsplatz. Vielleicht haft du auch schon bemerkt, Diese Wanderung auf dem roten Jung Der JJcar- daß er eine besondere Anziehungskraft besitzt, kierung „Rund um Gießen" beginnen mir m un« eieben Morgen wartet er auf dich, und wenn du serem Vorort Wieseck, wohin wir die ivtrahenbahn noch zu Hause beim Frühstück bist, zieht es dich benutzen. Bei der Ludwigsburg, an der Straße in Gedanken schon fort — an deinen Arbeitsplatz, nach Alten-Buseck gelegen, treffen mir das Zeichen Er ist für dich bereit, Tag für Tag. Hier wartet und folgen diesem nach links. Nachdem wir eine Arbeit auf dich, die deinem Leben Inhalt gibt, lange Waldschneise an den Hängen des Hangelfteins fiier kannst du jeden Tag von neuem beweisen, her passiert haben, kommen wir auf die Marburger was du wert bist und was du zu leisten vermagst. Straße und bald Darauf auf einem breiten, aus- Du bist auf einen Platz gestellt, der dir allein an- sichtsreichen Feldweg hinab zur Badenburg an Der vertraut ist. Er nimmt dich voll in Anspruch und Lahn. Die Zeichen fuhren uns fetzt, an hübschen verlangt den Einsatz deiner ganzen Persönlichkeit. Partien vorbei, am Fluhufer auswärts ms zur Es werden Anforderungen an dich gestellt, die du Eisenbahnbrücke, die wir überschreiten um sodann, allein zu erfüllen haft. Du trägst die Verantwor- durch einen Teil von..Wißmar kommend hinterden hing für die bestmögliche Erledigung Deiner Arbeit, letzten Häusern aufwärts sl^end bei der Waldeck- auch wenn du nur in einen engen Rahmen emge- lärche, einem stimmungsvollen Nuh.eplatzchen die spannt bist. Auf jeden, auch auf dich, kommt es an Höhe zu gewinnen Auf unserem fetzt folgenden — wenn das Werk des größeren Ganzen gelingen Höhenweg bieten sich dauernd prachtvolle Blicke fnlf über das breite Sahntal mit Gießen und mehreren Deine Arbeit gibt dir Ansehen und Bedeutung. Ortschaften bis zu den fernen T,°unusbergen. So Wenn sie auch oft schwer ist — du erlebst immer erreichen wir den Wettenberg, dessen höchste Er wieder die Freude die in getaner Pflicht liegt. Je Hebung, Die Napoleonsnase, umgangen wird, um mehr unD ie belfer Tu arbeiteft, desto mehr wirst sodann am Fuße des Berges, die Zeichen verlassend, du dir deines Könnens und deines Wertes bewußt, auf der Krofdorfer Straße heimzuwandern. Marsch- desto größere Ansprüche kannt du auch im Sehen Dauer etwa 4 Stunden. {teilen Es erfüllt dich mit berechtigtem Stolz, daß Gießen — Dutenhofen — Münchholzhausen — tu imstande bist, alle die gestellten Aufgaben zu Stoppelberg — Kirschenwäldchen — Wehlar. bewältigen. An jeder neuen Arbeit wächst btine „ehen von unserem Vorort Klein-Sinden die Kraft. . m vielfach gewundene, teilweise hübsche Ausblicke bie- - Die Freude über die Leistung und über das Ge- tenbe Landstraße nach dem Hochliegenden Duten-1 Schotten. linaen, die Befriedigung nach vollendetem Tagewerk — das alles verbindet sich mit deinem Ar- beitsplatz. Darum hängst du an ihm, Darum liebst IS’fßDlllö tu ihn und darum verteidigst du ihn auch — wenn U VI W** V M » V NMKslSiZM mit ven zurückgekehrten Kriegspferden tu einmal Deiner Arbeitsstätte fernbleiben mußt — Dann ist dein Platz leer, und es ist, als rufe er nach Dir Es läßt dir keine Ruhe, daß nun Diele Dinge | unerledigt bleiben oder daß sich vielleicht em «n- _ ___________ , Derer an Deinen Platz sttzk. Du spurst, daß es Gluck 4>i & Anzahl solcher Pferde nach Deutsch- ist, einen Arbeitsplatz zu besitzen. Der klare ruhige Kindlicher Seite Kriegsdienste geleistet Ablauf deines Lebens, die Freude vn deinem Da- ^rten werden jetzt an Landwirte und fein ist Dir gewiß, wenn Du in großen Arbeits Pferdehalter verkauft. Jedes Pferd, kommt Prozeß eingefchaliet b.fü D.-f- llu>stüch- S *1 einm Herrn die Sicherung deines Lebens, gibt Dir — Der zir _ aorauszusehen, daß die neuen Besitzer beitsplatz. dieser Pferde zunächst Schwierigkeiten bei der Der- ' Er albt dir aber noch eine weitere ftäliMgunq mit diesen Tieren haben werden denn Du bist eingereiht in eine größere Gemeinschaft. 1 Deutschland sind Die Zurufe für Mahren Manch einer ist an feinem Schreibtisch odA und Anhatten nicht immer Die gleichen. Wahrend der Maschine mehr zu Hause als in seinem möblier- in Ostdeutschland für Anfahre n der Zuruf ten Zimmer, das ihn kalt und lieblos umgibt Hier , bedeutet das gleiche Wort in Westdeutsch- an seinem Arbeitsplatz fpurt er ?°V^iide land gerade das Gegenteil, nämlich den Befehl zum Atmo phäre der Gemeinschaft. Es macht Freuoe, t i 11 h a l t e n. Infolgedessen wird es vorkommen, in einer Gemeinschaft zu ^^beiden. Der lebendige bie tas Gegenteil von dem tun, wa- Austausch von Gedanken und Erfahrungen, Der n be|of)Ißn morden ist. Dies kann von besonders gegenseitige Wettbewerb.gibt^täglich-neuen Auf- s^^mmer Wirkung in solchen Fallen sein^ in denen trieb. Jeder verschafft sich Geltung durch fenle bie Ps^be wegen der Art der Ladung nich fttina und weiß, daß auch eine Arbeit wichtig uno r? , . - Mo SÄ« Wt sich als °m m.tzüch«- Glwd der Gemeinschaft, wenn er an seinem Platz seinen Mann stellt. Jeder fühlt sich geborgen im Kreise Der Arbeitskameraden. Was ter Arbeitsplatz bedeutet — kommt man d)em erst Dann voll und ganz zum JBei^tfein, wenn er ihn eines Tages durch irgendwelche Umstände verliert. Nicht nur ^er Verlust der arbnt • ter damit verbundenen Einnahme ist betru Ä _ °i-l schmerzlicher wird oft da- Scheiden aus einem liebgewordenen Kreise, m dem.man sich wohlgesühlt hat, -mp,und-n ~ 2(r, Arbeitsplatz. Darum soll feder das Gluck, einen a beitsplatz zu besitzen, schätzen und ihn nach^ $ Kräften ausfüllen. SJiXfpOTt II 9 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Roman von Helene Kalisch Copyright 1939 by Prometheus -Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München In Frankfurt a. M. traten sämtliche hessennassauischen Kreis- und Bezirksbauernführer mit ihren Mitarbeitern unter dem Vorsitz von Landes- bauernfühver Dr. W a g n e r zu einer Arbeitstagung über alle wesentlichen, zur Zeit aktuellen Fragen des bäuerlichen Rechts zusammen. Im Mittelpurl?t der Betrachtung stand die neue, am 15. August 1940 in Kraft getretene Reichspachtschutzordnung, die vom Leiter der Rechtsabteilung der Landesbauernschaft, Landwirtschaftsrat M a n k e, eingehend erläutert wurde. Die Organe des Reichsnährstandes, namentlich die Kreisbauernführer, find nunmehr, ebenso wie im Erbhofrecht und Grundstücksverkehr, auch bei der Durchführung der Reichspachtschutzordnung als Wahrer des öffentlichen Interesses bei den in den Amtsgerichten als Pachtschutzämter anhängig werdenden Sachen beteiligt. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 30. August. (Dorbericht.) Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM., Bullen 32 bis 44,50, Kühe 16 bis 44,50, Färsen 27 bis 45,50, Kälber 35 bis 59, Hammel 30 bis 44, Schafe 20 bis 44, Schweine 52 bis 58 RM. — Marktverkauf: Alles zugeteilt. ■Ozr Handballsorintag. Die Ausgleichsspiele zur Lahnpokalrunde nehmen am kommenden Sonntag ihren Fortgang. Wenige Spiele stehen nur noch auf dem Programm, so daß begründete Aussicht besteht, daß wenigstens die Vorrunde vor dem Beginn der Meisterschaftsspiele noch beendet werden kann. Daneben wird eine Reihe der bekanntesten Mannschaften auf den Turn- und Sporttagen in verschiedenen Orten eingesetzt, so daß auch diesmal wieder ein verhältnismäßig reichhaltiges Programm zur Durchführung kommt. Schließlich interessiert noch, daß der Gebietsfachwart für Handball die Bannfachwarte zu einer Arbeitstagung für das Wochenende nach Frankfurt a. M. einberufen hat, um die Richtlinien, unter denen die kommenden Spiele durchgeführt werden sollen, bekanntzugeben. Der Spielplan sieht folgende Begegnungen vor: Die neue Reichspachtschuhor-nung Arbeitstagung der Kreis- und Bezirksbauernführer. Sommer-Kampsspiele der HI Der zweite Wettkampftag in Breslau. Im Fußball qualifizierte sich erwartungsgemäß Ruhr-Niederrhein für das Enospiel, aber Mittelelbe war in der Dorentscheidung ein schwerer Gegner, der sich erst in verlängerter Spielzeit mit 2:1 (1:1) Toren geschlagen gab. — Der Endspielgegner von Ruhr-Niederrhein ist Hochland, das mit 4:1 (1:1) über Schlesien triumphierte. Im Hockey der HI. sind Franken und Düsseldorf, die sich am Donnerstag 1:1 trennten, die Endspielgegner. In der Schwimmbahn gab es zwischen den Wasser- ballspielen zahlreiche Vorentscheidungen und auch schon Endkämpfe. Den ersten Titel holte sich der Wesffale Wahmann über 400 Meter Kraul mit 5:22,0 Minuten vor Laskowski (Pommern) 5:22,2 und Hunger (Sachsen) 5:24,3. lieber 100 Meter Rücken schwamm Ulli Schröder (Köln-Aachen) mit 1:12,2 die beste Vorlaufszeit. Beim BDM. war über 100 Meter Brust Helga Grauthoff (Westfalen) mit 1:16,5 die Schnellste der Vorläufe vor Inge Schm" t (Hamburg) mit 1:26,6 und Anni Kapell (Düsseldorf) mit 1:28,6 Minuten, und über 100 Meter Kraul setzte sich Lisl Weber (Bayr. Ostmark) mit 1:14,3 an die Spitze. Im Waflerballturnier gab es folgende Ergebnisse: Westfalen — Franken 3:1 (1:1); Berlin — Hochland 14:0 (7:0); Niedersachsen — Wien 5:2 (1:1); Düsseldorf — Schlesien 5:0 (kampflos f. D., da Schlesien zu spät antrat); Franken — Hochland 5:1 (1:1); Schlesien — Wien 4:4 (3:3, 2:1) n. Verl. , „Stimmt! Ich sollte! — Und besaß die unglaubliche Kühnheit, diesmal dem Befehl nicht Folge zu leisten." Frau Gehrke blickt zwar noch strafend drein, wird aber ein wenig unsicher durch den ironisch klingenden Ton ihres Schwiegersohnes, über den sie einen moralischen Sieg erfochten zu haben glaubt. ,Zch hatte keine Gelegenheit, ihr zu erklären, was vorlag. Es hatte gestern nachmittag eine Künstlerin von der Oper meine zahnärztliche Hilfe in Anspruch genommen — Dietmuthe Röhl heißt die Dame, und Erna kennt sie — wie ich — von der Buhne her. Bei der Behandlung erzählte mir Frau Röhl, daß sie am Abend zum erstenmal hier in Berlin die Isolde singen würde. Da bekam ich plötzlich mächtige Lust, diese Oper wieder mal zu hören, und unternahm nach Schluß der Sprechstunde — als ich das Nest hier leer fand — den Versuch, noch in die Vorstellung zu kommen, was ja auch gelang. Und ich kann dir sagen: es war ein Genuß! Die Röhl fft eine fabelhaft gute Sängerin! Auch alle anderen waren ausgezeichnet. Ja, und dann nachher...? Es ging ein bißchen merkwürdig zu; ich hatte bisher keine Gelegenheit, darüber zu sprechen. Also ich war nach der Vorstellung mit Frau Röhl und einem Bankier Heidenreich, ferner noch mit einem bekannten Schriftleiter und dessen Frau zusammen. Es war ungemein fesselnd und nett. Ich habe mich lange nicht so gut unterhalten, und ich bin da wieder mal in eine Luft getaucht, die mich geradezu erftischte. Und das eine weiß ich bestimmt: Auch (Erna hätte viel Vergnügen dabei gehabt, wäre sie mitgekommen!" Er schweigt, belustigt über die eigene Flunkerei, die ihm der Augenblick eingab, und über die erstaunte Miene seiner Gesprächspartnerin, die offenbar noch nicht weiß, wie sie dazu Stellung nehmen soll. Dann erhebt er sich mit unterdrücktem Gähnen: „Weißt du vielleicht, liebe Schwiegermama, ob ich in diesem Hause heute noch etwas $u essen bekomme? Sonst sehe ich mich genötigt, anderweitig nach einem Abendbrot Umschap zu halten." Die dicke Frau steht schwerfällig auf, sagt etwas, bas nicht zu verstehen ist, und geht aus dem Zimmer. (Fortsetzung folgt.) Tv. Dutenhofen — Tv. Lützellinden Tv. Lang-Göns — Tuspo W.-Niedergirme» Tv. Grüningen — Tv. Großen-Linden Tv. Lang-Göns II — Tv. Klein-Linden Tv. Atzdach — Tv. Launsdach Tv. Krofdorf — Tv. Beuern. Dutenhofen hat in der letzten Zeit eine Reihe schöner Spiele gezeigt, während Lützellinden nicht immer gefallen konnte. Wer Sieger wird, ist vorläufig noch nicht zu sagen. W.-Niedergirmes wird gegen Lang-Göns kaum gewinnen können, zumal es der Mannschaft an der nötigen Hebung fehlt. Sie hat sich bisher noch nicht einsetzen können, so daß auch jede Dergleichsmöglich- keit fehlt. Anders verhält es sich mit Lang-Göns. Die Mannschaft wird auch diesmal wieder ihr Können unter Beweis stellen. Großen-Linden hat in Grüningen keine Chance. Die Platzbesitzer zählen mit zu den spielstärksten Einheiten des Bezirkes und haben wiederholt aufschlußreiche Ergebnisse erzielen können. Dagegen fallen die Gäste etwas ab. Die Mannschaft ist zwar flink und eifrig, es fehlt aber die Durchschlagskraft, die berartige Treffen immer entscheidet. \ Das Spiel der 2. Mannschaft von Lang-Göns ist neu angesetzt worden. Was vor einiger Zeit bereits gesagt wurde, gilt auch heute wieder. Zwei gleichwertige Mannschaften werden sich einen ausgeglichenen Kampf liefern. Launsdach wird es schwer haben, den Platzbesitzern eine gleichwertige Partie zu liefern. Die Mannschaft ist noch verhältnismäßig jung und deshalb auch noch zu unerfahren, um gegen das Können eines Gegners wie Atzdach ankommen zu können. Aus dem Grunde ist mit einem sicheren Sieg zu rechnen. Zu einem spannenden Kampf wird es zweifellos auch in Krofdorf kommen. Die Einhe-mischen Haden sich mehr und mehr herausgemacht und sind heute in Der Lage, auch dem stärksten Gegner das Nachsehen zu geben. Da gleichzeitig auch feuern in Ordnung ist, kann man mit einem ausgeglichenen Kampf rechnen. Die Meistermannschaft des Tv. Hochelheim gaftiert in Garbenteich, um ein Werbespiel gegen die neu- erstandene Handballmannschaft der Sportgemeinde Garbenteich auszuttagen. Wenn die Neulinge auch keine Gewinnchance haben, so garantieren die Gäste trotzdem für ein schönes Spiel. **AusdemGenossenschaftswesen. Geschäftsführer Karl Fritz aus Heuchelheim von der Bäuerlichen Hauptgenofsenschaft Rhein-Main-Neckar in Frankfurt verläßt am 15. September feinen Posten als Außenbeamter für den Bezirk Gießen. Er geht nach dem Osten, um dort beim Aufbau des ländlichen Genossenschaftswesens mitzuwirken. Karl Fritz war in den letzten Jahren imjjiefige Bezirk erfolgreich tätig. Er war u. a. auch Mitglied des Aufsichtsrats der Volksbank in Gießen. ** Die öffentliche Heimatkundge- b U n g in her Aula der Universität sindet nicht, wie gestern mitgeteilt, am nächsten Sonntag, sondern erst am Sonntag, 8. September, statt. Aus der engeren Heimat. Kundgebung mit dem Kreisleiter in Butzbach. = Butzbach, 29. Aug. Im großen Saale des „Hessischen Hof" veranstaltete gestern abend die NSDAP, eine Kundgebung, die einen überaus starken Besuch auszuweisen hatte. Nach dem Einmarsch der Fahnen und Begrüßung durch Ortsgruppenleiter Dr. Mörschel sprach Kreisleiter Backhaus zunächst über die Aufgaben der Partei. Als vornehmste Aufgabe zeichnete er die Menschensich- rung. Aup der Fülle seiner eigenen Arbeit zeigte er dann eine ganze Reihe Beispiele auf, die die vielseitige Kriegsarbeit der Partei, ihrer Gliederungen und der angeschlossenen Verbände beleuchteten. In [einen weiteren Ausführungen rief er nochmals die Ursachen und die Urheber oes jetzigen Krieges ins Gedächtnis. Er schloß seinen Vortrag, in dem er aufforderte, hart und unerbittlich gegen unsere Feinde zu bleiben. Der letzte Schlag werde jetzt gegen den Hauptfeind England geführt und den glorreichen Krieg beenden. Drtsgruppenleiter Dr. Mörschel dankte dem Kreisleiter für feinen Vortrag. Der Abend wurde dann in üblicher Weise ge- Glossen. Arüße aus dem Norden nach dem Vogelsberg. Aus fernem Lande im hohen Norden (Norwegen) senden in einem Schreiben an uns ihrer lieben Vogelsberg-Heimat und allen Bekannten im Nidda- Tal die besten Grüße bei voller Gesundheit die (befreiten- Richard Müller und Richard I ä a e r sowie der Schütze Richard L e i t h ä u s e r, sämtlich aus Ulfa, und der Gefreite Heinrich Ira ui) aus Nidda. Den treuen Söhnen der oberhessischen Heimat übermitteln wir hiermit deren beste Grüße und herzliche Wünsche für weitere Gesundheit und glückliche Heimkehr. Oer Gkelettfund in Heldenbergen. * Heldenbergen, 30. Aug. In Ergänzung unseres gestrigen Berichts über die Auffindung eines weiblichen Skeletts im Keller einer hiesigen Scheune ist weiter zu vermerken, daß das fragliche Grundstück bis vor einiger Zeit einem Juden gehörte, der inzwischen nach dem Ausland abgewandert ist. Ob dieser Jude In die durch den Skelettfund jetzt wieder in den Vordergrund gerückte Angelegenheit des vor zwei Jahren hier spurlos verschwundenen Mädchens , verwickelt ist, wird zur Zeit von der Ermittlungsbehörde, der Staatsanwaltschaft in Gießen, noch untersucht. Es war nicht der Verbrecher von Schwickershausen. LPD. Limburg, 29. Aug. Wie berichtet, wurde zwischen Hahnstätten und Zollhaus ein Land- tr e id) er fe st genommen, auf den die Be- chreibung des Verbrechers von Schwickershausen zu rassen schien. Die inzwischen angestellten Unter» uchungen haben ergeben, daß es sich um einen polnischen Landarbeiter handelt, der sich vor einiger Zeit von feiner Arbeitsstelle in Holzheim entfernt hatte und sich feit dieser Zeit in der Gegend herumtrieb. Kreis Alsfeld. —.— Homberg, 30. August. Unser Mitbürger August Scheid konnte in bester körperlicher und geistiger Frische sein 8 0. Lebensjahr vollenden. Der. Jubilar ist «och alle Tage von früh bis spät unermüdlich tätig. Möge ihm ein weiterer schöner Lebensabend beschieden fein. Ader was denn? Was bringt ihn eigentlich so gegen sie auf? Daß sie m einer ihr ganz gemäßen Art auf unliebsame Eindrücke antwortet, ist unabänderlich. Er hat trotzdem, wenn es ihn auch zuweilen störte, leichter darüber hinwegsehen können —- mancher netten Eigenschaft wegen, die sie besitzt. Und mit dem anderen, worüber er nicht leicht hinweg gekommen ist, hat er sich nun auch cckgefun- den: Erna will durchaus keine Kinder. Er sagt sich selbst, wenn auch nicht ohne Sitter fett: ,Es ist besser so!' Jetzt aber beschleicht ihn das unangenehme Ge- fühl, daß Erna seine eigenen neuen, ihn selbst überraschenden Empftndungen, die ihm noch dunkel und unklar sind, bereits klar begreift. Es ist, als ob sie, die doch keine Verstandesschärfe und wenig Ge- fühlstiefe besitzt, in feinem Innern lese. Das macht ihn unsicher und nervös. Und da nichts so sehr erbittert, als sich in seinen heimlichen Regungen erkannt zu sehen, macht es ihn ungerecht gegen sie. — Bei der Arbeit des Nachmittags fft er unruhiger und hat sich viel weniger in der Gewalt als wahrend der Vormittagsstunden. Allerlei störende und ärgerliche Zwischenfälle zerren und reißen an feinen Nerven. Die Nachmittags-Kaffeepause hält er nicht ein. Abends ist seine Schwiegermutter da. Erna und sie haben nachmittags einen gemeinsamen Spaziergang unternommen und sich davon in einer Kon- drtorei erholt. Als er ein tritt, erhebt sich Erna und läuft aus dem Zimmer — wie am Mittag. Das scheint jetzt üblich bei ihr zu fein. Er blickt ihr kopf- chüttelnd nach und begrüßt dann Frau Gehrke. Sie itzt in einem Sessel, der ihre Körperfülle kaum $u assen vermag. Ihr dickes, gutmütiges Gesicht ift mit halb verlegenem, halb vorwurfsvollem Ausdruck schnittlich 125 bis 150 Gramm frisches Gemüse. Wer einmal einen Versuch machen möchte, der verlange in den Beratungsstellen und Diensfftellen des Deutschen Frauenwerkes den kostenlosen Rezeptdienst „Frischkost für Sommer und Winter". ihrem Schwiegersohn zugewandt. Ihm wird flau, er weiß, was ihm bevorsteht. „Wer Kinderchen, was macht ihr denn bloß wie- )er?" beginnt sie denn auch voll sanften Vorwurfs. Er setzt sich ihr schräg gegenüber, stützt die Arme auf die Seitenlehnen des Stuhles und legt die Hände ineinander. Er weiß, es ist jetzt am besten, sie reden zu lassen und die Geduldsprobe zu bestehen. So hört er anscheinend aufmerksam zu — in der bescheidenen Haltung, die sie stets für ihn einnimmt; nickt zuweilen, murmelt Zustimmendes oder schüttelt wie bedauernd den Kopf. In Ausübung feiner Praxis hat er sich eine ziemliche Fertigkeit im geduldigen Zuhören angeeignet, wobei er einen bestimmten Teil feines Gehirns abzudichten versteht, der dann wie von selbst arbeitet, ihn antworten oder beruhigen läßt und das Schaltwerk zur Erledigung dieser Aufgaben bedient. Hinter dem Vorhang aber wandern seine Gedanken und vollzieht sich sein Eigenleben. Auch seiner Schwiegermutter gegenüber hat sich diese Fertigkeit als nützlich erwiesen. Er will die Frau nicht kränken; er hat nichts gegen sie und ihre Familie. Das hält er sich vor, wenn er sich immer wieder schmerzhaft an der anderen Art reibt. Sie sind die Robusteren. Ihre seelische Haut ist nicht so verletzlich, wenn sie auch das größere Geschrei erheben. Aber einen Vorwurf darf er nicht ihnen, sondern nur sich selbst machen. Als er in Erna verliebt war, hat er auch ihre Angehörigen durch die Verschönerungsbrille gesehen. Er hat. geglaubt, sich diesem Kreis einfacher Menschen, die freilich nicht viel Kultur, aber Lebenstüchtigkeit und Frohsinn besitzen, ohne Schwierigkeiten einfügen zu können. Der innere Widerstand war damals nicht zum Wort gekommen, als eigenes Wünschen und Notwendigkeit zusammenfielen. „So geschah's, und der Katzenjammer konnte nicht ausbleiben", murmelt er vor sich hin. „Was sagst du, Hänschen?" fragt Frau Gehrke, die sich eben ein paar Tränen aus den Augen gewischt hat. Als sie keine Antwort erhält, nimmt sie den Faden ihrer Rede wieder auf: „Wenn du es doch zugibst, Erna gegenüber im Unrecht zu sein, warum biste denn nid) anders zu ihr? Unsre Erna ist doch 'ne hübsche, nette Frau und dabei tüchtig im Haushalt! Sie hat nicht, wie so manche jungen Weiber, Ueberspanntheiten im Kopf. Wenn Papa Die Sicherung unserer Dolksemährung erfordert neben der Festigung der sozialen Lage vieler auf Pachtland angewiesener landwirtschaftlicher Betriebe und kleiner Erbhöfe gerechte Pachtbedingungen, insonderheit einen tragbaren Pachtpreis und eine lange Pachtzeit, da der häufige Pächterwechsel zum Raubbau und damit zu einer Beeinträchtigung der landwirtschaftlichen Erzeugung führt. Die neue Reichspachtschutzordnung hat gerade für den Westen und Südwesten des Reiches besondere Bedeutung, da fast in jeder einzelnen Gemeinde ein erheblicher Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche nicht im Eigentum der ortsansässigen Landwirtschaft betreibenden Bevölkerung steht, sondern als Pachtland genutzt wird. Der zweite Taa der deutschen Iugendmeisterschas- ten in Breslau stand im Zeichen des Reichssport- Wettkampfes, zu dem in der Schlesier-Kampfbahn sämtliche Gebietsmannschaften aller Jahrgänge angetreten waren. Auf den Schießständen wurden die Kämpfe der Schützen im Kleinkaliber-Schießen fortgesetzt, auf der Rollschuhbahn gab es weitere Pflichtläufe der Jungen und Mädel, auf den Tennisplätzen wurden die Einzel- und Doppelspiele weiter gefordert, in der Schwimmbahn gab es Wasserballspiele und die ersten Schwimmwettbewerbe. Die Auslese aus sieben Millionen deutschen Jun- aen und Mädel stand im Kampf, die sich über Fähnlein, Gefolgschaft und Bann bis zum Reichsentscheid durchgekämpft hatte. Die besten Einheiten im Laufen, Springen und Werfen waren die Gebiete Baden bei der HI., Saarpfalz beim DJ., sowie die Obergaue Württemberg und Berlin bei BDM. und IM. Der am Mittwoch begonnene Reichs-Schießwett- kampf der Gebiete wurde am Donnerstag zu Ende geführt. Die badischen Jungen, die am Mittwoch im KK.-Schießen mit dem Wehrsportmodell bei je 10 Schuß liegend aufgelegt und freihändig 2129 Ringe vorgelegt hatten, blieben unübertroffen und rouroen damit Reichssieger. Das Ergebnis: 1. Baden, 2129 Ringe; 2. Westfalen, 2093 Ringe; 3. Schlesien 2060 Ringe. Im Hockey des BDM. zog Mittelelbe durch einen 11:0- (5:0) Sieg über Düsseldorf in die Endrunde ein. Wer hier der Gegner ist, steht noch nicht fest, da Pommern gegen Hochland 1:0 (0:0) gewann und beide Mannschaften punkt- und torgleich an zweiter Stelle liegen. Ein Wiederholungsspiel ist hier notwendig geworden. — Im Handball der Mädel haben sich Württemberg und Ostland für das Endsviel qualifiziert. Württemberg schlug Hochland 7:4 (2:2) und Ostland bezwang Westfalen mit 6:4 (4:2) Toren. Im Handball der HI. haben Nordmark und Sachfen das Endspiel erreicht. Nordmark siegte mit 13:7 (5:3) über Baden, während Sachsen, gegen Hochland mit 14:8 (6:4) triumphierte. und ick erleben sollten, daß unsere einzige Tochter unglücklich wird und ihr Mann sie schlecht behandelt ... Ach, Hänschen!" Frau Gehrke schnäuzt sich und ihr Gesicht rötet sich stärker, namentlich um die Nase herum. Bergholz trommelt mit den Fingern auf der Armlehne seines Stuhles. Hch bin imstande, die Frau zu ermorden, wenn sie mich noch einmal Hänschen nennt!' denkt er wütend und schweigt verbissen. Es hat keinen Zweck, jetzt zu reden — dieser tränenfeligen Verständnislosigkeit gegenüber. Er betrautet die kurzhalsige, verfettete Gestalt seiner Schwiegermutter, ihr Leeres, aufgeschwemmtes Gesicht, und denkt, daß Erna in zwanzig Jahren wahrscheinlich ebenso aussehen wird. Widerwille quillt in ihm hoch „Der belanglose Streit zwischen Erna und mir könnte - längst beigelegt fein, wenn sie den Willen dazu hätte", sagt er. „Aber sie widersetzt sich meinen Versöhnungsoersuchen und zeigt sich wie so oft schon, als störrisches, unerzogenes Geschöpf." Frau Gehrke richtet sich gerade auf und sieht ihn ftrafenb, aber doch mit sanftem Vorwurf an. „Das ist aber nicht hübsch von dir, Hänschen, so von deiner Frau zu reden und dich mit deiner besseren Erziehung aufzuspielen, wo wir doch unsre Tochter auch ins Lyzeum geschickt haben. Das fft geradezu beleidigend l" Als Bergholz darauf anscheinend verlegen schweigt, fährt sie fort: „Ist es denn nicht begreiflich, daß sie sich aufregt und ärgert, wenn ihr Mann, ohne ihr etwas zu sagen, abends im Smoking und Lackschuhen allein ausgeht und sie am Morgen die Karte eines feinen Weinhauses in seiner Rocktasche findet?" Jetzt lacht Bergholz gereizt. Frau Gehrke guckt ihn erstaunt und mißbilligend an. Er räuspert sich in leichter Verlegenheit. „Du hast ja recht, liebe Mama. Aber ich muß nochmals darauf Hinweisen, daß Erna sich wie ein eigensinniges Kind jeder Er- klärung verschließt. Und dann: Sie war es doch, die gestern abend 3-uerft allein fortging!" „Aber doch nur zu uns! Sie hatte sich über das Mädchen geärgert, und dann warst du häßlich zu ihr! Da wollte sie sich das Herz erleichtern. Sie hinterlieh dir doch Nachricht, daß du sie abholen solltest!" Fußball um die Kriegserinnerungsplakette. I. Klasse: BfB.-R. — leulonia w.-Sleinberg. Wieher ein Großkampf auf dem Waldsportplatz. Gegner ist her Sejirfsmeifter „Teutonia" Watzenborn-Steinberg? Bei dem letzten Spiel auf dem Waldsportplatz sah man die Gäste als verdiente Sieger, inzwischen hat sich das Kräfteverhältnis etwas zugunsten der Grün-Weißen verschoben. Das besagt keineswegs, daß die Teutonen nunmehr keine Aussichten auf einen Punktgewinn hätten, denn sie sind zwar etwas überspielt, jedoch wenn es zu kämpfen gilt, ist die Elf in Form. Die Teutonen haben in Burger einen Tormann, der fein Fach versteht, Fett und Schmandt bedeuten ein starkes Bollwerk. Die Läuferreihe gilt als stark, im Sturm fft außer Harnisch und Buß vor allem der Durchreißer Schmitt zu nennen. Die Grün-Weihen haben eine starke Mannschaft gestellt, denn es gilt für sie, die Spitze der Tabelle zu behaupten. Die Mannschaft hat wiederholt bewiesen, was sie kann, und sie dürfte auch dem Meister alles abverlangen. Das Spiel wird leine Anziehungskraft nicht verfehlen, der Sieger Dürfte erst in der Schlußminute feststehen. Garbenleich — Grohen-Vuseck. Im Rahmen des Ortssporttages in Garbenteich tritt dort der Meister der II. Klasse, Grohen-Vuseck, im Kampf um die Punkte an. Vor kurzem lieferten sich die beiden Mannschaften einen erbitterten Kampf, den damals die Gäste knapp für sich ent» cheiden konnten. Auch diesmal gibt man den Gästen die größeren Siegesaussichten, da die Mann- chaft eine vorzügliche Abwehr aufweist und guch onst zu kämpfen versteht. Die Gastgeber haben zwar ein Plus infolge des Vorteils des eigenen Platzes, wir rechnen aber doch mit einem knappen Siege der Gäste. II. Klasse: Hungen — Klein-Linden. In Hungen veranstaltet die Ortssportgemeinschast ihren Ortssporttag. Die Hungener erwarten den lunroerein Klein-Linden zum fälligen Spiel um die Punkte. Die Mannschaften sind gleichwertig, im letzten Spiel waren es die Gäste, die den Hunge- nern die Punkte abknöpfen konnten. Die Gastgeber sind daher gewarnt und werden versuchen, die Scharte auszuwetzen. Großen-Linden — Grüningen. Die junge Mannschaft von Großen-Linden empfängt die Elf aus Grüningen. Obwohl die Turner den Vorteil des eigenen Platzes haben, dürfte es ihnen doch schwerfallen, gegen die Gäste zu bestehen. Wir rechnen daher mit einem knappen Siege Der Gäste. Zugend-Fußballblihturnier in Wißmar. Arn nächsten Sonntag findet in Wißmar ein Fußball-Blitzturnier statt. Folgende Jugendmannschaften nehmen hieran teil: Saubringen, Spvg. 1900 Gießen, Leihgestern, Löhnberg, VfB.-R. Gießen, Steinbach, Fronhausen, Lollar, .Alten-Buseck, Watzenborn-Steinberg, Dorf-Güll, Vetzberg, Rodheim, Rödgen, Wißmar 1. und 2. Jugend. Es werden spannende Kämpfe erwartet. Beginn der Ausscheidungsspiele 9 Uhr.