Dienstag.3Ü. ZUNM0 l9v. Jahrgang Nr. 178 üld-DieScholle SerSalzbmgerIesn- des slowakischen SiaalsprWeiiien t n It r »in id* Se- r d t» Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat imB v lS ch IN Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags ten U-Boot gelang es, ein über 600(1 BRT. großes bewaffnetes feindliches Handelsschiff vor der briti- schen Küste zu versenken. 3m Lause der bewaffneten Luftaufklärung kam es am 28. Juli über dem Kanal an mehreren Stellen zu Luftkämpfen. Sechs feindliche Flugzeuge und ein eigenes wurden dabei abgeschossen. In der Rächt zum 29. Juli warfen britische Flugzeuge in Rord- und Westdeutschland nur wenige Bomben, ohne Schaden anzurichten. Rur in Hamburg siel eine Bombe in ein Wohnviertel. Durch Eingreifen der Luftschuhorganisation konnte jedoch größerer Schaden verhindert werden. Beim Einflug nach Holland wurden zwei feindliche Flugzeuge durch Jager und eines durch Flak, in Nordfrankreich und Nord- deutfchland je ein Flugzeug durch Flak abgefchoffen, so daß die Gesamtverluste des Gegners gestern 11 Flugzeuge betrugen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Wilbun» de« slvlvaMen Kabinette. Lano Mach Innenminister undOberkommandierenderderHLinkagarde in h- ist in send in es ich aß nn Munilionsdepot in Gibraltar in die Lust geflogen. La Linea, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) Am Montag um 11 Uhr ereignete sich in Gibraltar eine gewaltige Explosion, die weithin hörbar war und die Fensterscheiben aller in der Nähe der Grenze bei La Linea befindlichen Wohnhäuser zum Zerbersten brachte. Sofort eilten die Feuerwehr und Krankenwagen an die Unglücksstelle. Obwohl von englischer Seite behauptet wurde, daß lediglich ein Benzindepot in die Luft gegangen sei, wird aus zuverlässiger Quelle berichtet, daß e i n Mu n t ° tionslager aus bisher unbekannter Ursache explodierte, wobei vier englische Soldaten getötet und zahlreiche andere verwundet wurden. Ztalienffcker Lustangriff auf Aden. Rom, 29. Juli. (Europapreß.) Wie „Giornale d'Jtalia" aus London meldet, haben italiemsche Flugzeuge einen Angriff ans Aden ausgefuhrt, durch den beträchtlicher Sachschaden angerichte. worden sei. U. a. sei ein im Vorhafen liegendes Handelsschiff von Bomben getroffen worden. Neue U-Boots-Erfolge. Wieder 24700 ÄNT. aus Oeleitzügen versenkt.-44 Flugzeuge abgefchoffen. Jteutjorf, 30. Zuti. (DNS. Zunkspruch.) Di- auflagenreichste Reuyorker Zeitung „Rew V"rk Daily News" meldet aus London, daß die englische Admiralität infolge der anhaltenden deutschen Luftangriffe den Londoner Hafen für den Schiffsverkehr vollständig gesperrt habe. Gleichfalls ruhe fast völlig der Schiffsverkehr in den Häfen New Lastle, hüll und Southampton. Die Hafenanlagen und die weitere Umgebung von Southampton seien durch deutsche Luftangriffe schwer beschädigt und die Bevölkerung dort fast.re st los evakuiert worden. Wie das amerikanische Blatt hierzu bemerkt, werde die Schließung der englischen Oft- und Südkanalhäfen die Lebensrnittel, Kriegsmaterialien und Rohstoffe, die das Jnfelreich unbedingt aus dem Empire und den Bereinigten Staaten ufro. einführen müsse, erheblich verteuern. Außerdem sehe sich England vor die schwierige Ausgabe gestellt, die eingeführten Waren von der Westküste nach Süd- und TNittelengland zu befördern. Die Schisfsversicherungsrate sei bereits auf 20 v. h. erhöht worden. Ein Teil der aus den Bereinigten Staaten eingeführten Waren fei bis um 150 v. h. im Preise gestiegen. * Der Wehrmachlsberichl vom Montag. Berlin, 29. Juli. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Seekrieg gegen England hielten die Erfolge unserer U-Boote an. Ein Boot unter Führung von Kapitänleutnant Wilhelm Rollmann Hal, wie schon durch Sondermeldung bekannt gegeben, aus einem stark gesicherten englischen Geleitzug fünf bewaffnete Grohhandelsschifse mit insgesamt 48 000 BRT. versenkt, darunter einen Hilfskreuzer von 18 000 Tonnen. Der Geleitzug wurde versprengt. Dieses Boot hat außerdem ein bewaffnetes britisches Handelsschiff von 6000 BRT. torpediert. Lin weiteres U-Boot hat 18 750 BRT. feindlichen handelsfchiffsraumes aus stark gesicherten Geleitzügen heraus versenkt. Einem drit- sührt wird. Um den Burgfrieden in England uf‘ ier, Se« ive ig! !NN in ten es les, für iein lies tt in Staatspräsident Dr. Tifo, Ministerpräsident Dr. Tuka und Sana Mach sind von ihrem Besuch m Salzburg wieder in der slowakischen Hauptstadt eingetrosfen. Der Presse erklärte Sana Mach: „Mr sind mit dem Besuch in Deutschland a u ß erst zufrieden und von dem Bewußtsein erfüllt, daß der Bestand und die glückliche Zukunft des slowakischen Staates endgültig gesichert sind. Die Worte, die wir vom Führer des deutschen Volkes horten, geben uns die Gewähr, daß der souveränen slowakischen Nation in ihrem selbständigen slowakischen Staat eine gesunde u n d u n g e h l n d e r t e Entwicklung beschieden ist. Was das Wort des Führers und was der Schutz des von ihm geführten Reiches bedeuten, wird heute bereits die ganze Welt zu ermessen vermögen. Mr Slowaken können Gott danken, daß wir uns a l s e r st e m den Kampf um die Verwirklichung der genialen Konzeption des Führers eingeschaltet haben. Ich hätte gewünscht, so schloß Mach, daß jeder Slowake ■ gestern den —».< •• i f. ? ii. (a ma« a v-vs • v* «hm nflhnrf h Anon Kopenhagen, 29.Juli. (Europapreß.) „Der ; innerpolitifche Burgfrieden m England, der nach der letzten Führerrede m greifbare Nähe gerückt wurde, ist auf das h och st e b e- droht von Spaltungen und Gegensätzen ernsthafter Natur." Mit diesen Worten charakterisiert „Berlingske Tidende" die innerpolitische Lage m England, wie sie aus Londoner Telegrammen des Skandinavischen Telegrammbüros ersichtlich wird. Das Blatt spricht offen von einer „hervorbrechenoen Krise". Die englische Nation fei im Begriff, m zwei Parteien zu zerfallen, deren stärkste von der Idee einer sozialen Revolution geprägt worden sei während die andere eine Aufrechterhaltung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung anstrebe. Kingsley Woods neuer ,F l n a n z Vorschlag mit seiner überaus harten Besteuerung gerade der wirtschaftlich Schwachen im Staate sei als Ursache dieser Spaltung anzusehen und müsse eine Herausforderung an die arbeitende Bevölkerung" genannt werden, die.sich wehr und mehr als der kommende Machtfaktor im Staate fühle. Man dürste die symptomatische Bedeuttmg der Flut schriftlicher Proteste gegen Kmgsley Wood und alle übrigen konservativen Unterhausmitglieder nicht übersehen, die den Repräsentanten der Labour- Party täglich zugehen. Die stark propagierte „Allianz" zwischen der Arbeiterpartei und dem Churchill-Flügel im Unterhaus sei heute, weiter denn je von stder realpolitischen Bedeutung entfernt. Der 3nfarmatiansminifter Duff Soop ertann e3 niemanb mehr recht machen. Der -Daily Expreß", das Blatt seines Ministerkollegen Beaoer- brook erklärt, das Jnsormationsmlnisterium habe als schlechter Scherz angefangen, sei immer ein I Scherz gewesen; aber jetzt höre der Scherz allmählich auf. „Daily Expreß" polemisiert dann gegen die i neueste Idee Duff Coopers, Inquisitoren m Privathäuser zu schicken und die Leute über ihre Haltung zu der Jnvasionsgefahr und der Rationierung auszuhorchen. „Wenn Duff Cooper auf die Prüfung der öffentlichen Meinung abzielt, so versucht er, das Parlament zu umgehen. Das Unterhaus ist die Einrichtung, durch die das Volk feine Meinung durch'gewählte Vertreter ausdrücken kann. Durch die Versuche Duff Coopers, die Moral der Bevölkerung zu Urkunden, werde nur das Mißtrauen verbreitet, daß tatsächlich etwas faul sei Es sei die Aufgabe des Jnformationsmimsters, Auslandspropaganda zu treiben. Mehr und mehr Beweise lägen aber vor, daß Englands 21U5= landspropaganda minderwertig sei. Der „Daily Expreß" greift auch den Kolomalmimster Lord Lloyd wegen nicht zeitgemäßiger Propa- aandamethoden an. Das jüngste Experiment des British Council auf dem Gebiete britischer Kulturpropaganda sei die Entsendung eines englischen Fußballtrainers nach dem Irak, der die arabische Schuljugend ausbilden solle. Ein neuer Rücktritt aus dem britischen Jnformationsministerium zeugt nicht gerade von einheitlicher Schlagkraft der britischen Propaganda. Es handelt sich um B°n> Perth, den ehemaligen britischen Botschafter in Rom, früher als Sir Eric Drummond erster Ge- , neralsekretär des Völkerbundes, der dem Jnforma- i tionsministerium als Berater und Sachbearbeiter für ausländische Propaganda zur Seite stand. (£in Grund für den unerwgrteten Rücktritt von Lord Perth, dem insbesondere die italienfeindliche englische Propaganda unterstand, wurde nicht gegeben. Es wurde lediglich mitgeteilt, daß der Rücktritt Lord Perths „im Zuge wichtiger Veränderungen im Att- nisterium erfolgt sei. Mitglieder der wohlhabenden englischen Gesellschaftskreise haben jetzt eine neue Methode herausgefunden, um England zu verlassen unb fid) in Uebersee in Sicherheit zu bringen. Am Montag, abend ist ein Ambulanz-Korps von 25 Kraftfahrerinnen nach Afrika aufgebrochen, an- aeblich, um in Kenia Dienst zu tun. Es handelt sich um Angehörige der ersten Gesellschaftskreise des britischen Weltreiches, u. a. um eine Südafrikanerin, die vor einigen Jahren die Golfmeisterschaft gewann; um die Töchter eines Diamantenkomgs aus Afrika und um die Töchter wohlhabender kanadischer, neuseeländischer und in Indien ansässiger Ein neues Europa. Don unserer Berliner Schristleiiung. Die Sicht auf ein w ir ts ch a f tli ch ge e i nie s Europa unter deutsch-italienischer Führung, wie sie Reichswirtschaftsminister und Reichsbankprasident Funk gezeichnet hat, bietet eine unendliche Fistle von Einzelheiten. Wir versuchen das Wesentliche, den roten Faden zu finden; und wir beginnen nicht mit dem großen Ausblick, sondern mit dem handgreiflich Nächsten. Was interessiert zunächst für den Hausgebrauch" ? Jeder praktische Wirtschaftler will wissen, wie sich der llebergang von der Kriegs - in die Friedenswirts cha ft vollziehen wird Auf diese natürliche und dringliche Frage gibt der Reichs- Virtschaftsmimster schlüssige Auskunft. Er sa-A daß kein plötzlicher und stoßweiser Geld- oder Kreditbedarf auftreten wird. Denn einmal konnten die zu erneuernden Vorräte nur allmählich zur Verfügung gestellt werden, und dann werde der Geld- und Kreditstrom auch weiterhin nach der Rangordnung der Aufgaben und der Aufträge gelenkt werden. Die in manchen Kreisen herumgetragene Sorge über einen plötzlichen ruckartigen Geldbedarf, der sowohl die Preis- wie die Zinspolitik übel beeinflussen könnte, kann nach dieser autoritativen Erklärung abgeschrieben" werden. Wir werden also noch einige : Zeit unter einer kriegswirtschaftlichen Planung in gemilderter Form stehen. Das ist gut. Die Unruhe t wird vermieden, und wir werden in gar mast i all zu ferner Zeit nach Friedensschluß sehen, Satz sich auch auf wirtschaftlichem Gebiete wieder em- Die Bewohner der Briteninsel können nunmehr . von ihrer Kreideküste aus täglich sehen, wie das von Churchill gepriesene Geleitsystem unter den Schlägen der deutschen Luftwaffe und Kriegsmarine zerbricht, wie britische Dampfer und die sie bewachenden Kriegsschiffe im Kanal und überall dort, wo England angreifbar ist — und wo wäre England nicht angreifbar — versenkt werden. Entsetzen muß die Bevölkerungskreise, die Augenzeugen deutscher Taten sind, erfassen, der U8^.-Korrespondent Beattie, der den Untergang von fünf Soffen innerhalb weniger Minuten^ erlebte, hat recht, wenn er den amerikanischen Blättern meldet, die deutschen Stuka-Angriffe seien - „d i e konzentrierte Hölle über England". Unser Kampf gegen die britische Unbelehrbarkeit hat in konzentrierter Form begonnen. Was die britische Propaganda verschweigt, melden die amerikanischen Neuigkeitsjäger-, die gesamten Hafen- und Dockanlagen sowie wichtige militärische Objekte im Stadtbereich Southamptons der größten Hafenstadt am Kanal, seien zerstört. Southampton hatte u. a. das größte Trockendock der Welt von 400 Meter Länge, 35 Meter Breite, 20 Meter Tiefe das mehr als 27 000 Tannen Wasser faßte! Die Chicaao Daily News" berichtet durch «toneman, die deutschen Flugzeugangrifse trügen einen sehr ernsten Charakter. Ehe noch der eigentliche Statz begonnen hat, nehmen die Schiffsverluste Englands unvorstellbare Dimensionen an. Wenn unsere OKW.-Berichte Tag für Tagmelden, 40000 oder 50 000 Tonnen feindlichen Schiffsraumes feien versenkt worden, unsere Flieger hätten Englands msti- tärische Produktionswerkstätten zerstört, dann heitzt da-, nichts anderes als: Mit jeder Tonne verliert England eine Möglichkeit, sich der würgenden deutschen Faust zu entziehen, mit jedem Tag schwindet Englands Kraft, mit jedem Bombenangriff wird es ins Mark getroffen Wenn auch die Nervosität in England schon die absonderlichsten Blüten treibt, so dürfen wir doch nicht darn zweifeln, daß die britische Regierung die Dinge wohl mit anderen Augen ansieht. Dafür spricht auch die Tatsache, daß alle nur irgendwie auf den Weltmeeren verfügbaren britischen Flotten- 'einheiten in den Heimatgewässern zusammengezogen werden, damit England in den Entscheidungskampf mit gesammelter Kraft hineingehen kann. Mr wissen, auch der Krieg gegen England wird kem Kinderspiel sein, er wird hart sein, wie jeter Feld- zug Aber wir haben das uneingeschränkte -vertrauen zum Führer, zu unserer Wehrmacht und zu unseren Waffen, daß auch der letzte Gang m diesem uns aufgezwunHrnen Kriege siegreich zu Ende ge- Armahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Anzeigen-Vreife: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung MalstaffelI Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr ^Innenminister Anderson bat endlich den Entschluß gefaßt, die schlimmsten Giftblüten des Londoner Nachtlebens zu knicken. Die Ortspdllzeibehor- den haben die Ermächtigung erhalten, Nachtlokale zu schließen, „in denen Trunkenheit oder unordentliches oder unanständiges Benehmen vorkommt oder Vorstellungen demoralisierenden Charakters gegeben ober Verbrecher und Prostituierte zu finden sind . Damit soll vor allem der Ausplünderung der Soldaten, die sich auf Urlaub befinden, m den Nachtlokalen und „bottle parties em Ende gesetzt werden. Die Bestimmungen sind aber so weitmaschig, daß die Nachtlokale, in denen die wohl- habenden Schichten unbeirrt durch den Krieg ihrem Vergnügen fronen, nicht ernsthaft betroffen werden. Die „Times" berichtet, daß die Vereinigung des Hotel- und Restaurations-Gewerbes die Verordnung als unzureichend bezeichnet und stellt fest, baß praktisch alle bedeutenderen bottle parties, bei denen das Gesetz allnächtlich umgangen wirb, weit erbe st ehen können. Das Problem der englischen Lebensmittel- und R a h st a f f - Z u f u h r e n aus dem Ausland wird van dem Kopenhagener Blatt „Soclaldemo. traten" beleuchtet. Der Schrffsoerkehr Mit euro- päischen Ländern könne als dem ^soluten Nullpunkt bedenklich nahegekommen beze^et werden i schreibt das Blatt, und damit fei Englandauf Ver ; orgung oon überseeischen Mark en , angewiesen. Wähnend es nach nor dem kt Apnrl möglich gewesen sei, mit ernem einzigen 16M-Tan- nen-Dampfer 150000 Tannen Lebensmittel ,ahrlrch aan Dänemark über die Nardsee 3u •transpor. Heren, vermöge aus Grund der l°n^renR^edauer hna aleiche Schiff heute nur noch 25—-30 OVu -ton n S aus Australien und Kanada zu holen Denn früher war es möglich, 90 Reisen Don Esbserg nach charwich zunückzulegen, jjegen° Reisen auf dem Wege Australien—Engis^ wabei selbstredend grötzere Schiffe benutzt würden. Daraus ergebe slch klar der Nachweis, d ß ff n aIa n b 5 Tonnagebedarf heute ou mnf arößer sei als in normalen Zeiten, ohne d!iß hierbei noch die Verzögerungen durch Konvoi und der regelmäßige Tonnageausfall durch Versenkungen eingerechnet seien. Britische Bomben auf Friedhöfe, Kirchen und Schuten P r e ß b u r g, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der Staatspräsident der slowakischen Republik hat den Ministerpräsidenten Dr. T u k a mit der Uebernahm bes Außenmini st enums beauftragt Ferner hat der Staatspräsident Sana Mach zum Innen- mi nist er ernannt und ihm gleichzeitig das Amt des Oberkommandierenden der Hlinka- garbe übertragen. Der bisherige Außen- und Innenminister Dur ca ns ky ist auf fernen Wunsch von seinen Aemtern entbunden worden. Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsministers bes Auswärttgen v. Ribbenttvp den Gesandten im Auswärtigen Amt Manfred von Killinger zum Gesandt en in Preßburg «,rnrmnf ^pr bisherige Gesandte in wurde ins Auswärtige Amt berufen. Berlin, 29. Juli. (DNB.) Die Weltöffentlichkeit ist in letzter Zeit verschiedentlich über ine verbrecherischen Angriffe der britischen Luftwaffe auf Kirchen und Friedhöfe des Deutschen Reiches untern^et marbel Nun w-rb-n weitere Untaten ber^Raya^ Air Farce bekannt. In der Nacht vom ^2. zum £Jre,.Yf; warfen englische Flieger über dem Friedhof ÄaÄ * Ortschaft mehrere Bomben ab durch die o i ° r G r ä b ° r z e r t o r t wurden In der Nacht vom 25. zum 26. Jul, wurden au dem Gottesacker einer größeren wesLeu fchen Stadt durch sieben Sprengbomben sogar u b e r 10 0 Grabstätten re st los zerstört. Bei einem anberen Luftangriff trafen die Bomben d a s Dach einer Dorfkirche und zerstörten eine neben ber Kirche gelegene Gastwirtschaft Hierbei wurde eme Zivilperson verletzt sowie mehrere Stuck Vieh getötet. In einer westdeutschen Stadt fiel eine eng- Monatö-Be-ugsvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte ,, 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei dttchterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanichlust 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger Postscheck 11686 Franks M. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Auf bem choupchahnhos in Sa-zburgwu^ der stowakifch- StaatspMderck £ a^an bem » ÄVin%etUÄ (Sch°Ederdi°nst-M.) Aeuyork meldet völlige Sperrung des Londoner Hafens. Die Auswirkungen der deutschen Luffangriffe auf die britische Insel. lische Fliegerbombe auf einen S'chulh os. Alle diese „Heldentaten" führten die britischen Flieger, wie stets, imSchutze der Nacht aus. r e tz o u r a ernannt. Der Führer gehört hätte, so wie wir ihn gehört haben. Dr-ßbürg $ er narb, Ich bin überzeugt, biefer lag mürbe bann zu emem t . n , 9' Feiertag der ganzen slowakischen Nation werden. kommens Ausrüstung dieser Truppen Ausdruck. An in No die Cingeborenen-Avteilungen, die unter . seinem brachei Befehl bereits in Ostafvika gekämpft haben, richtete Brüssel, im Juli 1940. anz unwillkürlich steigen wohl bei tröffe in Nordafrika ist, besichtigte die an der libyschen Ostfront kämpfenden Truppen. Er gab seiner Befriedigung über die kriegerische Haltung und voll- Marschall Graziani eine Ansprache, in der er an die ruhmreichen Kämpfe in Abessinien erinnerte, die eine Gewähr dafür feien, daß auch dieser Krieg in Nordafrika siegreich sein werde. Die Truppen tTt-n P1 eine stürmische Kundgebung für den König-Kaiser und den Duce aus Belgien nach seinem Kriege Don unserem Dr. p.-Rorrefponbenfen. Clf Engländer in Japan unter Gpionageverdacht verhaftet. Selbstmord des Benter-Korrespondenten.- Durch Schrifistücke schwer belastet. Staatsbegräbnis für General Beyer. In Salzburg gestaltete sich das Staatsbegräbnis für den Ko m. Ge ne ra l de s X V IH. Armeekorps, General der Infanterie Eugen Beyer, der an einer im Felde erlittenen Krankheit starb zu einer eindrucksvollen Trauerkundgebung. Um 12 uyr traf auf dem Kapitol-Platz der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel mit Generalfeldmarschall List, General der Flieger Löhr, General der Infanterie von Stulpnagel und Gauleiter Hofer ein. Generalfeldmarschall List würdigte in ergreifender Rede in General Beyer den charakterfesten Menschen und den m Krieg und Frieden erfolgreichen Soldaten, der schon im Weltkriege an allen Fronten stand und auch im jetzigen Kriege in Polen und Frank- reich kämpfte. Dieser Soldat verkörperte die lebendige innere Verschmelzung der Ostmärker mit allen anderen deutschen Soldaten. Er hat mitgewirkt zum Ruhm des Groß deutschen Reiches, sein Leben ist mit dessen Geschichte untrennbar verbunden. Bei den Klangen des Liedes vom guten Kameraden und Salutschüssen legte hierauf Generalftldmar- den Kranz des Führers und Obersten Befehlshabers nieder, ebenso den Kranz ul Oberkommandos der Wehrmacht. Die sterblichen Ueberreste des Generals wurden dann nach Wien ubergeführt. Fronibewährung der GA.-Etandarie Feldherrnhalle. Berlin, 29.Juli. (DNB.) Während der größte Teil der Manner der Standarte Feldherrnhalle Der- Wendung als Fallschirmjäger fand, wurde ein Sturmbann als Infa nte rie ba t a i llo n am Mstwall eingesetzt. Nach monatelangen Vor- eld'kampfen und sieghaftem Durchbruch durch die Maginotlime sind jetzt die feldgrauen Männer der m • *1x7?. Heirat zurückgekehrt. Eine kleine Stadt im Offen des Reiches bereitete ihnen ernen großen Empfang. Der GenercH dankte Stabschef Lutze, der den Chef des Hauptamtes Führung Obergruppenführer Jüttner, zur Begrüßung der Manner der Standarte Feldherrnhalle entsandt hatte. Am Ende einiger wohlverdienter Tage der Entspannung und Instandhaltung von Bekleidung Sachen und sonstiger Ausrüstung'stehen neue große Aufgaben für die Männer der Standarte. Kleine politische Nachrichten. Wie nun für jeden Belgier klar ward, daß diese Sinnlosigkeiten nur ihm und nicht den Deutschen Aaden zu fügten, so sielen den Belgiern nach dem Abzug der „Gentlemen" auch sonstige Theatervor- hange von den Augen. Selbst die Hartgesottenen erkannten plötzlich und immer mehr, daß die „wahrhaft patriotischen Belgier", die Herren in Poitiers «MMs das Unglück verschuldeten, „Le Roi 6elon , „Der Verräter im Schloß von Laeken", hingegen mit seiner Aufgabe des nutzlosen Widerstandes dem Land unversehrte Städte und Dörfer; den Fa- miUen Hüüderttausende von Menschen gerettet hat. War das nötig? — so fragt man sich heute — an die . Unzahl der zerstörten Brücken denkend, an die ausgebrannten Fabriken und Bahnhofsgebäude. Was das notig? — so fragen die abgerissenen bel- gischen Soldaten im erbsengrünen Frontmantel, denen die Troddel des Käppis in das abgemagerte braune Gesicht baumelt, wenn sie jetzt auf Straßen und Platzen den um sie herumstehenden Passanten berichten, wie sie sich von „irgendwo in Frankreich" bis nach Brüssel durchgeschlagen haben. War das n° h ? -77 ^agen — mit diesen flämischen und wallonischen Heimkehrern die schwarz verschleierten Frauen und alle die, die noch nach Angehörigen lyj1' mit hungrigen Augen die endlose Rubrik „Recherches in dem Inseratenteil der Zeitungen durchlesen und an der Straßenecke das ,Lournal des Refugies Blatt der Flüchtlinge" — erwerben. Sogenannte Freunde waren als Helfer ins Land gelassen, wo sie erst recht zum Feinde werden muß- ten. Denn, wie der eindringende Sieger darauf be- 'dacht war, das Bestehende zu erhalten, so trieben Wut und Enttäuschung die fliehenden Verbünde- ten zur blinden Zerstörung.. Ihnen war das kleine Land mit seinen mittelalterlichen Türmen und Fas- saden, seinen Kathedralen, Belfrieden und Beginen- Hosen fremd und gleichgültig. Die munteren Tom- mies, die uns Deportierten am 13. Mai in Tournai begegneten, Mundharmonika bliesen und bohn- lachend mit den Daumen nach'unten zeigten, als unser trauriger Zug an ihrem Lastwagen vorbeiwanderte, haben denn auch gehaust wie die Wilden. Statt gegen die deutschen Tanks eröffneten sie zum Erstaunen der Bevölkerung ihren Kampf gegen die belgischen Brücken und Geleise. Wie ein Metzger teilten sie die Glieder vom belgischen Rumps und zerschnitten mit den Telephondrähten die Adern, durch die das Leben in diesem Körper gepulst hatte. Mit einem riesigen Hammer schlugen die lustigen Tommies in das feine Räderwerk der komplizierten beigischen Maschine. Sie sangen die „Siegfriedlinie" und zündeten dabei harmlose belgische Villensied- kungen an. Sie zerstörten in Brüssel den Inhalt von Privatwohnungen und betätigten sich vor den zu- ruckgelafsenen Vorräten der Zuckerstadt Tirlemont als „Mannekin-Pis". Alle diese Heldentaten standen Motto: „Schädigung der nachrückenden Deutschen! „Stop" — sagt das rote Licht und läßt die Kolonne der Privatwagen Halt machen, die von der Porte de Hal kommend, den breiten" Boulevard zur Porte de Namur hinauskeuchen. Die Wagen tragen noch die Spuren dieser letzten bewegten Wochen, in denen die verschieden getönten Karosserien alle mit der gleichen stumpfen Kotschicht überzogen wurden. Doch die üppigen amerikanischen Formen der Wagen erinnern noch an die Zeit, wo sie von ihren belgischen Besitzern zum Zweck der Kredit- | ausweitung gekauft und hier in der Brüsseler Ober- u-------c-)ren wurden. Jetzt sind auch diese 'eid der französischen Landstraßen ge- ! zeichnet. Mit aufgerissenen Augen starren sie über das Volant zu der deutschen Militärkapelle, die un- ! weit des Justizpalastes im Schatten der hohen, dichtbelaubten Bäume ihr tägliches Platzkonzert veranstaltet und gerade den Radetzkymarsch in den Umkreis schmettert. Ein Umkreis, in dem neben hellgrauen Fliegern, graugrünen Infanteristen, den blauen Eisenbahnern mit der gelben Wehrmächts- binde auch belgische Passanten stehen, Männer, Frauen und Mädchen, kleine Jungen mit der Matrosenmütze und dem schottischen Käppchen. Für die heimkehrenden Flüchtlinge hat dieser friedliche Brüsseler Nachmtttag etwas Herzbewegendes. Sie sehen jetzt zum erstenmal, wie die altgewohnten Brüsseler Stadtpolizisten mit dem marineblauen Radmantel und dem weißlackierten Stahl- '*'*** grauen deutschen Militärautos den liche Mächte Japan mit einem Netz von Infor- mations - und Propagandaagen turen überzogen. Diese Agenturen seien gewöhnlich als wirtschaftliche Organisationen, religiöse Verbände oder Verkehrsunternehmungen getarnt. Die japanfeindlichen Mächte hätten schon längere Zeit in verschiedenen Schichten des Landes ihre Wühlarbeit durchgeführt. Die britische Politik in Fernost, die durch die krampfhaften Bemühungen, probritische Gedanken zu verbreiten, gekennzeichnet sei, habe sich als eine Brutstätte der Spionage erwiesen. Der britische Spionagedienst hatte seine Haupt-, stelle für Ostasien in Hongkong unter Leitung von Scott, dem ein sogenanntes „Kultur, und Propaganda-Institut" unter Rednan in Tokio unterstellt war, das in Verbindung mit der britischen Botschaft arbeitete und Zweichfellen in Kobe, Osaka, Tokio, Yokohama und Korea unterhielt. Dieses „Kulturinstitut" hatte außerdem direkte Verbindungen zum Londoner Jnformationsministerium. Das Echo in London. völlig entzog. Der Zwiespalt im Lande, die Zweifel an der Stärke des Westens, die sich bereits in den Bemühungen des Königs um eine wirkliche Unabhängigkeitspolitik seit 1937 und eine Neutralitätspolitik im September 1939 zeigten, haben durch den folgerichtigen und klugen Entschluß des 27. Mai das Land nod) vor dem völligen Verderben retten können. In diesem in allem Wesentlichen geretteten Landstrich versucht man sich nun zu sammeln. Ein Beginnen, das den vielfältigsten und unvermeidlichsten Schwierigkeiten begegnet. Was sich früher „liberal" und „marxisttsch" nannte, weiß, daß es heute endgültig verspielt hat. Doch auch die Wünsche der- jenigen, die früher in der Opposition standen, die in außenpolitischer Hinsicht und vor allem in bezug auf Deutschland richtig sahen, lassen sich nur schwer vereinen. Wünsche, Gedanken, Hoffnungen ... entscheiden wird allein die Macht, die imstande und gewillt ist, Europa eine neue, bessere, natürlichere und dauerhaftere Ordnung zu geben. Neben solchen politischen Zielsetzungen gibt es wirtschaftliche Forderungen im belgischen Alltag. Die am 10. Mai in Umlauf gesetzte Lebensmittelkarte ist auch unter der deutschen Militärverwaltung geblieben, um das Land vor dem drohenden Ausverkauf zu schützen. Täglich eintteffende Flüchtlinge erhöhen die über einer Million liegende Zahl der belgischen Arbeitslosen. Wer die Nöte kennt, die das auf die Ausfuhr angewiesene am dichtesten bevölkerte Industrieland Europas bereits vor diesem Kriege hatte, der kann unschwer ermessen, was der Krieg, die Kriegsschulden und Kriegsverwüstungen an neuen Sorgen hinzugefügt haben. Trotzdem sehen auch die Belgier heute nicht hoffnungslos in die Zukunft. Wirifchafisaufbau in Belgien. Brüssel, 29. Juli. (DNB.) Der wirtschaftliche Aufbau Belgiens macht unter dem tatkräftigen Einsatz der deutschen Militär- und Wirtschaftsbehörden immer größere Fortschritte. Täglich tteffen aus den verschiedensten Ort des Landes Nachrichten ein, die von der Ankurbelung der Industrie und der Wirtschaft berichten. So wurden in Gent und Um- Sicherlich gab es in Belgien viele und nicht nur einige, die schon im September eingesehen hatten, daß mit der deutschen Armeee die neue Zeit mar- frfjierte, daß es zwecklos war, sich gegen diese neue 3eit zu stemmen. Doch diese Einsichtigen und Hellsichtigen kamen nicht an gegen die Männer mit den Barten im Senat, im Parlament und in der Re- gierung. Der Sturm des 10. Mai hat diese Bärte davongeweht. Ihre Träger dürfen belgischen Boden nicht wieder betreten und nur noch in den Karikaturen der Brüsseler Zeitungen ist noch Platz für die Mitglieder des ehemaligen Kabinetts Pierlot, die Pierard, Lavalleye, Rollin, Hubin, und wie sie alle hießen, die mit ihrer Macht die Politik der Unvernunft forderten. Die innere Zugehörigkeit zu der zerbrechenden westlich-demokratischen Welt ließ es anschemend nicht zu, daß sich Belgien dem Unheil Genf, 29. Juli. (Curopapreß.) Nach Informationen aus London herrscht dort wegen der Festnahme von zehn britischen Staatsangehörigen in Japan außerordentliche Aufregung. Man ist um so mehr betroffen, als diese Verhaft hingen nach dem B u r m a - U e b e r e i n k o m - men geschehen sind und den Eindruck erwecken, als ob jedes Entgegenkommen .gegenüber Japan nur meitere japanische Forderungen Hervorrufe. Es ist dies das erste Mal, daß in Tokio im Zusammenhang mit Massenverhaftungen von Engländern das Wort Spionage gebraucht worden ist. In Lon- don rechnet man mit einem ausgedehnten Spionageprozeß, zumal man nicht in der Lage ist, die japanischen Anschuldigungen gegen den Reuter-Ver- treter abzuwehren. Die englische Regierung hat ihre diplomatische Vertretung beauftragt, sich mit den Verhaftungen zu befassen. Botschafter Craigie stat- fete am Montagmorgen dem Auswärtigen Amt in Tokio einen Besuch ab, um sich mit dem stellvertretenden Außenminister über die Verhaftungen zu unterhalten. gebung weitere zwanzig Betriebe wieder in Gang gesetzt, die insgesamt 4000 Arbeitern Der- dienstmöglichkeiten schaffen. In den großen Kalkwerken bei Namur ist mit dem An- fahren des ersten Ofens ein erfreulicher Start zu einem neuen Wirtschaftsleben gegeben. Die übrigen Werke können zum größten Teil deshalb noch nicht in Betrieb genommen werden, weil die Eigentümer mit dem Betriebskapital das Weite gesucht haben. Der Vorsitzende des Provinzialrates von A n t - werpen,Clerck, der zugleich die Funktton eines Gouverneurs der Provinz Antwerpen ausübt, teilte ber Presse mit, daß sich auch ber Finanzmarkt, der vor dem Einzug der deutschen Truppen kata- strophal gewesen sei, schon wesentlich gebessert habe. Durch Aufbauarbeiten der verschiedensten Art hätten bereits Tausende von Erwerbslosen in den Arbeitsprozeß eingeschaltet werden können. Die Wasserleitungen und bas umfangreiche Stromnetz in Antwerpen und Provinz seien völlig wiederhergestellt. „Die Währung ist stets das Sekundäre und Wirtschaftsführung das Primäre". So jagt Funk. Und er führt damit zu einer Urväter- Weisheit zurück, die der unsinnige Götzendienst des Goldes verdunkelt hat. Gold ist gut als Ausgleich für Spitzenzahlungen. Aber auch in dieser über« wiegend technischen Funktton nicht absolut un ent« behrlich. Gehortetes Gold aber als Zeichen starker Wirtschaftskraft anzusprechen, ist eine Abart des Lasters, das Geiz heißt. Der Geiz isoliert den Menschen, und er isoliert die Völker. Im Wesen des Geizes liegt die Unfruchtbarkeit. Und was unfruchtbar ist, ist zuttefst unwirtschaftlich. Von der gesteigerten Ausfuhrkraft Deutschlands am Ende des siegreichen Krieges sprechen wir nicht, sie ift: selbstverständlich. Aber etwas ganz anderes ist es; mit der deutschen Währung. Mögen auch die „Edelvaluten" erst langsam chren Ruhepunkt finden, in der deutschen Währung wird sich die politische Vollkraft des Reiches offenbaren. Sie wird ein Siegespanier sein. Oder wie Funk es sagt: „Der Geltungsbereich der Reichsmark, die von den Fesseln der ungeregelten Auslandschulden und der zahlreichen, verschieden bewerteten Sorten befreit werben wirb, muß bann lausend zunehmen." Die Aussicht auf ein wirtschaftlich zusammenarbei- tenbes Europa — und der Ausdruck von ber „europäischen Einheit" bedeutet sinngemäß Zusammenarbeit — es ist ein nahes unb greifbares I Ideal, bas dem Menschen Hoffnung gibt. Was hat denn das Versailler Diktat mit seiner Balkanisierung Europas auch seinen Nutznießern gebracht? Doch nichts anderes, als baß die von ihm bewirkte Zer-1 fetzung Europas in ber Zeit modernster Verkehrsmittel ein jämmerlicher Rückschritt hinter den tatsächlichen Stand von 1914 war! Ohne Hoffnung kann ber Mensch nicht leben: er will für sich unb die nächste Geschlechterfolge etwas sehen unb an etwas glauben, was die Mühe unb die Arbeit lohnt. Dann erst spannt er seine Kräfte an, bann holt er aus sich heraus, was in ihm steckt. Unb diesen starken Antrieb wird ber beutsche Frieden schaffen. Dr. Ho. Das Regierungsjubiläum Viktor Emanuels. Mm ben feldgrauen deutschen Militärautos den Weg zeigen. Ganz unwillkürlicb steigen wohl bei diesem Anblick von Ruhe, Ordnung und Sttaßen- frieden vor den Augen ber heimkehrenben Belgier wieder die Stunben auf, in denen Bettzeug und Matratzen, Koffer und Kinderwagen zu einem großen Packen geschnürt wurden, ber jetzt noch verschmutzt auf dem Dach dieser Flüchtlingsautos lastet. Damals, als diese Belgier aufbrachen, standen wir mit Handschellen gefesselt im ersten Stock des Justizpalastes zu Löwen unb sahen von einem Fenster der Abteilung „Staatsanwaltschaft" herab auf die erregt aus ihren Haustüren stürzenden Menschen, die mit eiligen Händen diese Pakete, eingehüllt in die berühmten großen belgischen Wolldecken auf den damals noch spiegelblanken Autos befestigten. Ueber unseren Köpfen donnerten die schweren Bomber,' und die unheilschwangere Luft des trüben schwülen Nachmittags war erfüllt vom nervenzerreißenden Geheul ber Alarmsirenen. Acht Wochen sind seitdem ins Land gegangen. Wir Deportierten haben Gefängnisse und Zuchthäuser, tagelange Transporte im verschlossenen Guterwagen, Hunger, Durst unb Bajonette, Regengüsse im Poitou und die sengende Sonne im Sand nahe ber spanischen Grenze kennengelernt. Die anderen, die Belgier, die jetzt zurückkommen, bewegten sich mit ihrer $abe auf den vom Flüchtlingsstrom verstopften Landstraßen zwischen marschierenden Truppen, hungernden Kindern, weinenden Frauen, fluchenden Soldaten, heulenden Hunden, einem Wust von Koffern, Körben, Kisten, Menschen, Tie- ren unb steckengebliebenen benzinlosen Autos. Jetzt aber sind wir, ob Ausländsdeutsche oder Belgier, wieder zu Hause, in den bekannten Wohnungen, den bekannten Sttaßen. Wir sind zu Hau e und ziehen Bilanz. Ziehen wir Deutsche die frohe Bilanz der eigenen : Rettung unb des deutschen Sieges, so müssen auch : Jie Belgier zumindest zugeben: es hätte schlimmer kommen können! Sehr viel schlimmer und sehr leicht ' viel schlimmer. Alle Vorbereitungen zur völ- ’ ltgen Verwüstung des „klassischen Schlacht- I felbes Europas" waren diesmal gegeben. Man i patte sich einen Nachbar von größter militärischer < Ueberlegenheit unnötigerweise als Feind aufgeladen, c Der Führer empfing den bulgarischen Genera- ussnnus des Weltkrieges, General der Infanterie ^ch/koif, der zur Zeit auf Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres Kampfgebiete im Westen und Einrichtungen des Heeres besichtigt. In Anerkennung der erfolgreichen Leistungen auf dem Gebiete wehrwirtschaftlicher Vorarbeiten für öen Krieg und den dadurch gewährleisteten vollen Einsatz der Rüstungsindustrie hat der Chef des Ober- kommandos der Wehrmacht im Namen des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht an 22 Rustungsinspekteure als erste bas Kriegs- verdlenstkreuz II.Klasse mit Schwertern ver« liehen. ♦ C h amber la i n, Englands ehemaliger Mini- sterprasibent, liegt schwer krank in einem Lonboner Krankenhaus. Chamberlain, der im 71. Lebensjahr sich einer Operation unterziehen, bis ihn für mehrere Wochen an bas Bett feffelt Cham- berlmn bekleidet zur Zeit den* Posten bes Lord- Präsidenten bes Geheimen Rats. ♦ Die britische Admiralität teilt mit, baß der Zer - fto r er „W r e n" während eines Gefechts zwischen 3erftorern, toe sich auf Patrouillenfahrt befanden, und feindlichen Fliegern von einer Bombe getroffen T o kio, 29. Juli. (DNB.) Der japanische Kriegsminister und ber Justizminister geben bekannt: Angesichts der immer eifrigeren Betätigung der ausländische^ Spionage- unb Vers chwö - rungs organe hat die militärische Polizei unter Leitung der Staatsanwälte als ersten Schritt am 27.Juli elf britische Staatsangehörige verhaftet, die zu dem über bas ganze Land verbreiteten englischen Spionagenetz gehören. Wie man erfährt, erfolgten Die Verhaftungen zur gleichen Zeit in verschiedenen Gemeinden. Unter den Festgenommenen befinden sich einige britische Persönlichkeiten, die schon seit Jahren in Japan ansässig sind und zu den aeschäftigsten Mitgliedern der britischen Kolonie gehören. Kapitän James (Tokio), ein früherer Marineoffizier, war ber Hauptvertreter des britischen Jndustriellenoerbandes in Japan. Ferner gehören zu ben Verhafteten der Präsident ber britischen Vereinigung in Kobe, Hol- ber, zwei Gebrüder Ringer, von denen der eine Kaufmann unb Konsul von Schweden, Norwegen und Portugal, ber andere Konsul von Griechenland ist, sowie andere bekannte britische Geschäftsleute. Alle Verhafteten sind der Spionage angeklagt. Der ebenfalls verhaftete Reutervertreter in Tokio, M. I. Cox, beging Selbstmorb. Er sprang aus dem dritten Stock des Militärgefängnisses unb war sofort tot. Cox stand im Verdacht, im Dienste des Londoner Geheimdienstes Spionagetätigkeit getrieben zu haben. Der Sprecher des japanischen Außenamtes gab bekannt, daß Cox sich während der Vernehmung durch die Militärpolizei aus dem Fenster stürzte. Die anwesenden Beamten wollten ihn zurückhalten, konnten aber den Selbstmord nicht mehr verhindern. Offenbar hat Cox die Tat unter ber Last ber Schuld ausgeführt. Aus den bei feiner Frau vorgefundenen Schriftstücken geht hervor, baß er sich über bie Folgen seiner Spionagetätigkeit im klaren war. Bei ber polizeilichen Vernehmung würbe er bann als gefährlicher Agent Londons so bloßgestellt, baß er angesichts der zu erwartenben Strafen den Freitod vorzog. Wie Domai meldet, erklärt bas japanische Ktüegs- minifterium in einer Warnung zur Unterstützung fremder Agenten u.a., kürzlich hätten japanseind- * Der Führer hat dem Duce zum Geburts- t a a nachfolgendes Telegramm gesandt: ,^Jn kameradschaftlicher Verbundenheit spreche ich Ihnen, Duce, zu Ihrem heuttgen Geburtstage meine und des deutschen Volkes herzliche Glückwünsche aus. Sie gelten Ihrem persönlichen Wohlergehen, dem Erfolg Ihrer Staatsführung und der siegreichen Beendigung unseres gemeinsamen Kampfes für die Freiheit unserer Völker. Adolf Hitler." Ztalienischer Wehrmachtsbericht Rom, 29. Juli. (DRV.) Der ilalienische Wehr- machlsbericht hat folgenden Wortlaut: Jenseits der Lyrtnaika-Grenze haben unsere Flieger-Aormationen feindliche Panzerwagen-Abtei-! lungen unter Waschinengewehrfeuer genommen und mit Sprengkörpern angegriffen, wobei zahlreiche Panzerwagen schwer getroffen wurden. Zwei feindliche Flugzeuge vom Bristot-Vlenheim- Typ wurden im Luftkampf abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Marschall Graziani inspizierte die libysche Ostfront. Rom, 29. Juli. (Europapreß.) Der Generalgou« I oerneur von Libyen, Marschall Graziani, der zugleich auch Oberbefehlshaber der italienischen (Streit-1 mal die Lehre aus dem Märchen vom Hasen und vom Igel als gültig erweist. Und nun kommen wir erst zu der aroßen Ä i r t- schaftsplanungim euro pritschen Raum untet deutsch-italienischer Führung. Diese Dinge sind - jetzt schon mitten im Entstehen. Der aufmerksame Leser fand in den letzten Wochen bereits zahlreiche Nachrichten über eine Verstärkung des Warenaustausches zwischen Skandinavien, Ungarn, dem Pro- teftorat und insbesondere auch Italien. Was sich jetzt anbahnt, wird nach dem Kriege noch intensiver unb räumlich weiter werden. In einem großen Sektor werben sich die Wirtschaftsbeziehungen vom europäischen unb asiatischen Rußland über ben vorderen Orient und Afrika bis zur Pyrenäischen Halbinsel; ausschwinden. Diese erweiterte Nord-Süd-Achse wird I die einseitige atlantische Küsfenentwicklung Europas I aufheben und damit auch jene europäische Stufen- aliederung, bie vom hochentwickelten Westen her schon auf geringe Entfernungen in primitivere und schließlich primitive Wirtschaftsgebiete führt. Dieser gewaltige Raum ist — mit Rußland zur Linken, mit Südamerika zur Rechten — ein großes Selbstversorgungsgebiet. Es wirb angenehm sein, noch da ober dort zusätzliche Käufe vorzunehmen unb Mit den Erzeugnissen der eigenen Industrie zu bezahlen. Aber: diese Käufe sind beschränkt, auf bas Zusätzliche, Angenehme und ... Entbehrliche. England mag sehen, wo es bleibt. Unb Die Vereinigten Staaten, die schon 1918 und während der Weltwirtschaftskrise 1929/33 ihren Beruf ver- fehlt haben, werden zu überlegen haben, ob sie nicht gut tun, sich auf diese veränderte Lage einzustellen. ' Rom, 29. Juli. (Europapreß.) Der König unbHj^ herumgelah: Kaiser Viktor Emanuel III. beging am Mon- Besitzer DOm Leid tag den vierzigsten Jahrestag seiner Thronbestei- *“£ gung. Die italienischen Zeitungen widmen dem König ausführliche Artikel, in denen er als „das lebende Symbol der Tugenden ber italienischen Rasse" (Messaggero), als „Verwirklicher der inneren Einheit und der äußeren Größe Italiens" (Popolo bi Roma) unb als ber „einsichtige Politiker, der bem Duce bie Macht zum Aufbau des faschistischen Jta- ttens ubertrug" (Giornole b'Jtalia) gefeiert wird. Ferner wirb darauf hingewiesen, baß Viktor Ema- nuel auch in biefem Kriege wieder bas Geschick ber Frontsoldaten teile unb dem geschichtlichen Werk bes Duce feine unbegrenzte Solidarität gewähre. Der König hat dem Führer auf sein Glück- wunschtelegramm zum 40. Regierungsiubiläum folgendes Telegramm übersandt: ,^ch danke Ihnen sehr für Ihre so herzlichen Wünsche, die ich be- sonders gern entgegengenommen habe. Mit gleicher! Herzlichkeit übermittle ich Ihnen unb dem derblindeten tapferen Deutschland die wärmsten Wünsche." — Der Duce hat nachstehendes Telegramm an den König unb Kaiser gerichtet: Im Augenblick, da sich der 40. Jahrestag Ihrer glorreichen Regierung er» tch Ihnen, Majestät, zusammen mit den Meinen, daß Ihnen bie wärmsten Wünsche bes italienischen Volkes entgegen schlagen mögen. Das unter bem Zeichen des Liktorenbundeis eisern zu- sammengeschlossene und um Sie unb Ihr Kgl. Haus gescharte italienische Volk ist in Jahrhunderten Zeuge und Gewißheit des Sieges gewesen und wird dies immer fein. hängigen Indien. 8 Ich hatte vom Kapitän die Erlaubnis mich aus dem höchsten"Deck des Schisses, dem P-'ld-ck, auf. willens und der Lebenskraft unseres ELASTOCORN Stefani berichtet aus Marotta, daß der Exmi- mster Mandel, der zusammen mit Dalodier und 22 anderen französischen Parlamentariern nach Casablanca geflüchtet war, in Algier v e r h a f t e t und zur Verfügung der französischen Justizbehörde nach Meknes gebracht worden sei. verde'rbln? Noch l°ng° funkelten dann ter von Eastbourne und „Brighton, „Diele von ihnen", so sagte der Führer, „liegen nun gebettet an der Seite der Gräber, m btnen cf) o n ihre Väter aus dem ^Großen Kriege ruhen. Sie sind Zeugen eines stillen Heldentums. Sie sind das Symbol für jene Hunderttausende von Musketieren, Panzerjägern und Panzerschützen, Pionieren und Artilleristen, Soldaten der Manne und der Luftwaffe, Männer der Waffen--- und für all die anderen Kämpfer, die im Kampf der deut- chen Wehrmacht eingetreten sind für die Freiheit und Zukunst unseres Volkes und für die ewige Größe des nationalsozialistischen Großdeutschen Gandaletten-Geklapper Don Karl ÜÖe. Weitere Offiziere -er Lustwaffe mit -em Mtterkrenz ausgezeichnet Der namenlose Sol-at von Korpsführer Adolf Hühnlein. Berlin, 29. 3uli. (®JIB.) Der Jührer «ud Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh aus Vorschlag des Oberbefehlshabers der Cuftroaffe, Reichsmarschall Göring, folgenden Offizieren der Luftwaffe das «itterkreu, des Eisernen Kreuzes. Oberst Schumacher, Major Graf Schon- born, Ifiafor Hagen, Hauptmann Sigel. Hauptmann Freiherr von Dalw gk, Hauptmann Enneccerus, Hauptmann hitfchhotd, Hauptmann L t n d m a y r, Hauptmann T h " m, Oberleutnant A r e l h e r r Grote, Oberleutnant peitsmeyer, Oberleutnant Göße. Oberleutnant G ö tz e hat als Datterieck^f in einem Flatregiment beim Uebergang über die Maas meh' rere Feindbatterie medergekampst. Raume Cambrai—Arras wurden durch mutigen Enflchluß des Oberleutnants Götze neun nnttlere und schwere Panzer vernichtet und der südliche Durchbruch versuch zum Scheitern gebracht, eine Handlung von schla^entscheidender Bedeutung, da sich die Mag- lichkeit des Vorstoßes deutscher Panzerverbände zur Erschließung von Arras ergab. Un^r erschwerten Bedingungen schoß die Batterie Götze an der Somme und Seine zwei feindliche Flugzeuge ab. Reichsminister Dr. Goebbels empfing m Gegenwart des italienischen Botschafters den Präsidenten der italienischen Industrieorgamsation, Staats- Minister Graf Volpi di Misurata. Gras Dolpi überreichte Dr. Goebbels den Pokal der Biennale von Venedig 1939 für den deutschen Film Robert Flusses durch Flankenfeuer bedrohten, zusammen- geworfen. Auch an der Marne und an der Seme wurden Angrifle trotz besonders schlechter Witterung mit großem Erfolg durchgeführt. Hauptmann L i n d m a y r vernichtete mit seiner Kampfltaffel auf dem Flugplatz Esearmalns 28 feindliche Flugzeuge, versprengte südlich Charleroi eine starke Truppentonzentration und griff mit gkv- ßem Erfolg motorisierte Kolonnen bei Cambrai, Lille und bei Rouen an. Der Flugplatz Tours wurde beworfen, so daß eine Halle und das Befehlsge- bäude in Brand gerieten und 20 Flugzeuge vernichtet wurden. Ein Flugplatz bei Souge wurde durch selbständigen Entschluß Mit MG.-Feuer und Bomben angegriffen. Im Tiefflug wurde der Bahnhof Rennes angegriffen und 500 Waggons, belc^n mit Munitionsmaterial und zwei Regimentern, ver niebbet Hauptmann Thiem, Oberleutnant Freiherr Grote und Oberleutnant Pertsmeyer waren als Staffelkapitäne einer Schlachtgruppe Angesetzt am Albert-Kana^ zerschlugen eine stan- zösische Panzerdivision in Gegend Huye, wehrten einen feindlichen Panzerangnff bei Eambrai ab und unterstützten die Erdtruppen in d r Abmehr eines feindlichen Durchbruches bet Arras Im Raume Ham—Roye—La Fere—Royon Erschlugen sie drei Regimenter, die versuchten nach Sudwesten zu entkommen, vernichteten feindliche Kolonnen die in südlicher Richtung von Smssons zuruckgingen, und unterstützten die Erdtruppen beim Uebergang über die Marne bei Dormans. bei Philippeville auseinandergesprengt und den eÄ» SKT. < >« *«»—<« ÄSS?» N Di« Flüge feiner Gruppe sind gekem^eichnet durch di« Namen: Fort Eden Emael sowie die Forts Pon- tisse und Flamelle bei Lüttich, St. Trond, wo eme jeindliche Jagdstaffel völlig zerstört wurde Most Tirlemont, Löwen. Im Raume von Gemblaux wurde durch Zerstörung von femdlichen Stellun. gen, Bernichtung von Batterien zur Vorberatung eines Panzerangriffes zum Durchbruch durch Dyle-Stellung beigettagen. Mit grofstem Eftolg wunde bei Boulogne, Calais, Dünkirchen und Gra- oeline die Emschifung geschlagener englrsch-r läppen verhindert. Drei Zerstörer, em Kreuzer und drei Transporter wurden vernichtet. Beim lieber nana über die Aisne wurden bei Soissons sechs Batterien vernichtet. Im Raum NeSle-Roye wurden Gegenangriff« feindlicher Ponzer zum Stehen g-° br^t. Sm Abschnitt Bailly-Bourg wurden f-rnd. liche Batterien, die das Ueberfchrerten des Aisne- Ober ihre dummen Hühneraugen? Nein, da gibts ein besseres Mittel; Elastocorn mit dem Filzring drauf« legen! Dann hat sie keine Schmerzen mehr beim Gehen, und in ein paar Tagen ist sie ihre Hühneraugen los. wichtige Bahnanlagen 'und em Mumtionszug vernichtet. Hauptmann Sigel hat mit seiner Stukagruppe durch Angriffe auf Truppenansammlungen m Sudbelgien den Vormarsch der Erdtruppen nn rvx .... raiTLöt ortotrhtprf vurcb «uei- Klavpern, so lautet ein altes Sprichwort, ^hört zum Handwerk. Das fit zunächst ganz wörtlich gemeint und will nichts anderes besagen als daß kem Schmiedehammer auf das Eisen schlagt, keine Sage durch das Holz dringt und kem Muhlwerk m Gang kommt, ohne daß man es zugleich auch hort. Jedoch mcht nur feststellen will das Sprichwort diestn Lärm es rechtfertigt und verlangt rhn auch, wohl wissend, daß sich schon im Geräusch der Arbeit, m toner Emsigkeit, seinem Rhythmus tundtut, wes Geistes Kind sein Urheber ist, und daß somit im Grunde sogar jeder des Klapperns bedarf, um das nötige Aufheben von sich zu machen. Klappern, so nun erweitert dieser Sommer in? Gültigkeit unseres Sprichworts, gehört nicht nur zum Handwerk, sondern auch zum — Fußwert, ge- Er- zum Schuhwerk - seitdem nämlich, m unbegrenzt scheinender Mannigfaltigkeit der Formen und^Riemenverflechtungen, allenorts Holzsanda' len aufmarschiert sind. Mit solcher frohen Selbstverständlichkeit haben sich die jungen Mädchen vor allem dieser neuen Fußbekleidung benioMgt , wß wir zu vermuten wagen, sie taten s nicht allem der Rot gehorchend", sondern vielmehr noch „aus eignem Trieb"! Mögen sie immerhin behaupten dn überraschende Reichtum an Variationen sei es gewesen, der sie so boild schon »verfuhrt habe, wir Md eher davon überzeugt, daß es die ungewohnte Schwere ja, Klobigkeit der Holzsohlen ist, der das (sonst ungleich weniger berechenbare.) wellüiche 5»erz erlegen ist. Denn wer wußte nicht, daß etwas Zartes und Zierliches, wie es beispielsweise em Mädchenfuß ist, noch zierlicher und anmutiger wirkt, wenn ee durch schetnbar unlösliche Bande und Riemchen dem Groben und Klobigen verbunden ist Roch verlockender aber als der unbestrittene Retz bieses Gegensatzes ist — Hand aufs Herz, ihr Madel! - das besagte Klappern, jenes Klappern, das unser Sprichwort nicht nur feststellt, sondern aud) rechtfertigt und für nötig hält. D^nmochte t chr bisher unbeachtet an uns voruberhuschen können, lautlose, duftige SommerwÄkchen jetzt verkunbtt euer hölzern tapsender Schritt Nicht nur. Hier kommt wer, und mag es auch noch so dunkel fein. ^In der Tat, das wahre Geheimnis um die Größe unseres Triumphes liegt nicht nur m der Gute und Neuarttgkeit unserer Waffen und ihrer Verwendung, es liegt zutiefst begründet m jenem heldenhaften Ge i ft d e s d e u ts che n So ld a t en der über die Jahrhunderte hmweg auf allen Schlachtfeldern Europas unter glänzender Führung tam-Pfte und litt, siegte und starb, der fast m allen Kriegen gegen gewaltige Uebermacht stand, der im Grauen der Materialschlachten des Weltkrieges über sich selber hinauswuchs und der nun im ^uoluttonaren Schwung der nationalsoziaksttschen Idee endlich die Krönung jenes Werkes erlangen konnte, um bas Däter und Urväter in tausend blutigen Schlachten und WMchaft: Ernst Biumjchein (beurlaubt), L ®.. Heinrich Ludwig D^. ftna Ettch Hawamu Ameiaenlelter: Hans Beck. ÄS ’S- ( Banats ine jchwarzblauen der Biskaya und die tiefkoba'ltblauen des Atlantischen Ozeans unter uns durchjchöumen, von den weihen Spitzen in« unsire Schraube unaufhörlich spann, uberriesil - E'mrnÄ „As ein dunkles Gebilde aus dem Horizont, ram Näder ü!ck> naher, da brauste es heran. -'N graues Raubtier, der Kreuzer „Köln". J’'®1*..?“'5 auch nn« als wollte er uns rammen, schwenkte m auj schäumender Kurve nach rechts und grüßte uns mit einer schneeweißen, zum Gruß m Parade ang - ^Äch^sah^ü^Sonne in diesen zeitlosen Tagen, die der Ewigkeit anzugehören schienen.glanzvoll aus dem Wasser steigen und majestätisch m Ü)ni ner finfen sah brcmdungüberschäumt die französische Dom fernen Meere ließ ich einen Ge^irtstags JSU’Ä “Ä T-im* JSä-ä BW ’ oftizie" und '.Ach uberfchauerte °°, dah h'-r d,e • ßiAti" Wie Silber leuchteten die hohen Kreide- ^ert" im ^Morgenli^^ Dnitsicher^ Amiens, wo besonders Panzerangriffe abgewehrt wurden, und Anariffe auf feindliche Zerstörer südwestlich Calais sowie auf den Hafen von Dünkirchen die Reihe der Erfolge fort^setzt bei Troyes zwes Brücken zerstört und neben Vernichtung emes Munitionszuges zwei Bahnlinien südlich Dijon Dijon zurückflutende französische Truppen )erschla- gen und 20 000 ®efnngene •3m« satzung-n, welche über dem Femd abgeschosstn wurdest. sind durch tüfw Landung«n ihrer Geschwader- kameroden in Feindesland nicht m Gefangenschaft geraten. — Hauptmann Frhr. von Dalwigk, dessen Stukagruppe zum Geschwader des Maior- Gras Schönborn gehört, flog an der Spitze sein« Gruppe, war den Besatzungen e,n Borbild des per- sönlichen Einsatzes und erreichte durch (eine sichere Führung, dah die Kampfhandlungen seiner Stuka- gruppe von entscheidender Bedeutung waren. Masor chagen hat als Gruppenkommandeur einer Stukagruppe durch Einsätze gegen französische Flugplätze, Angriffe im Vormarsch aus Sedan und die Maasübergänge sowie auf vorgehende feindliche Panzer, erfolAeiche Unterstützung de- ^rmarsches an die Küste und Angriffe auf die fembhd)en Schiffe auf der Reede von Boulogne, Angriffe aus die Zl- in ----. tcrdelle und die Forts von Calais große Erfolge der ^Lauterkeit feines Charakters geradezu 311m er3ieIt gn Dünkirchen zerstörte der Verband zwei ' ' ------------’ Schleusen und vernichtete mehrere Schflse. Bei - ' . «... löi-Unrt hot Beaune unterbrochen. , £ .' Hauptmann Enneccerus hat nut jemer Stukagruppe die Forts bei Lüttich, bei Maubeuge, bä Givet sowie Teile der Maginotttme bei Weißenburg und am Kaiserstuhl fhirmrtif geworfen wer WfL««SLLSU-»2-»--" wurde und gesunken ist. Der Zerstörer (1120 Tonnen) war 1919 vorn Stapel gelaufen. Er lies 34 Knoten und hatte 134 Mann Besatzung. nur! — jung ist und beschwingt, jemand, der seinen Weg mit kleinen, neckischen, tippelnden, tänzelnden, koboldhaft polternden Schrittchen hinter sich bringt, und der es demnach wohl wert ist, daß unser^ner um seinetwillen eln wenig Aufh^ens macht, daß er zum mindesten seinen Blick aufhebt und über den klappernden Sandaletten und den frrschgetonten, gerollten Söckchen ein Baar schlanke, sonnengebeizte Zeine bewundert, und Darüber ein munter flattern- des Kleidchen, bunt wie die Blumen des Som- mers und ein lächelndes Gesicht mit weißen Zahnen und blanken Aeuglein, sanft gerahmt vielleicht von einem gelben Strohhutrand oder auch von einem roten Kopftuch, das artig über der Stirn ver- schlungen und verknotet ist. Zwar ist dies alles längst oorübergeweht, noch bevor unseremer es ganz begriffen und ausgekostet hat, aber das Klappern bleibt noch lange vernehmlich und erzählt auf seine beharrliche Art von zielbewußter Emsigkeit von selbstgewissem Tänzeln und vielsagender Lässig-. Es hat in diesen Tagen erstmalig eine franko- sische Stimme gegeben, die den gewaltigen Sieg dir beutfdjen Waff-N nicht der Msttmellen unb zahlenmäßigen Überlegenheit über die ^dsischen und brittschen Streitkräfte öuschrelbt, sondern dem n a t i 0 n a l s 0 zi a l ist i s ch e y G eist de s deutschen Soldaten. „Der Führer hat die Seele und die Eneraien dieser Jungen vollkommen m der Hand gehabt , so schreibt das franzossicheBlatt „der deutsche Sieg wurde aus dem Glauben 8 Daran mußten wir denken, als der Fich^er in feiner großen Reichstagsrede immer wieder das Hohelied des ewigen deutschen Soldatentums durchklingen ließ und mit der äußeren Ehrung der Heerführer gleichzeitig^ auch den Dank und die Anerkenung für jene Millionen unbekannter und ungenannter Männer verband, die kämpfend und marschierend den Lorbeer der Unsterblichkeit an ihre Fahnen hefteten, jene Namenlosen, die, wie der Führer sagte, „nun mcht wemger ihre Pflicht erfüllten, die millionenfach Leib und Leben einsetzten und zu jeder Stunde bereit waren, als brave deutsche Offiziere und Soldaten für ihr Volk das letzte Opfer zu bringen, das em Mann zu geben Zwei Momente treten immer wieder klar und plchtifch vor unser Auge, wenn wir andie Reichstagssitzung zurückdenken, zwei Momente, die eine kiese Symbolik sind für die gewaltigen Leitungen von Führer und Truppe in dwsem Feldzug. Nach ben Schlußworten bes Reichsmarschalls tritt b-r Führer vor diesen hin, und beider Hande ruhen l°nM U>ch fest ineinander. Unb wenige Mmu en fpäkr steht Adolf Hitler vor einem Abgeordneten im Rock des einfachen Soldaten, unb nneb^ fir^n sich die Hände beider Männer in tiefem herzlichem ^D°s"°gewaltig° Geschehen unserer Tage rollt m der wahrhaft historischen Rede des Führers noch einm^vor uns ab. än seinen packenden Worten verspüren wir förmlich die Wehen, m denen d e Welt sich windet, die gigantische Umwalzung. die sich weit über die örtlichen Grenzen des jetzigen Rinaens ankündigt. Wir glauben schon jetzt Die Weltenwende zu sehen, die in gewaltigen Ausmaßen eingesetzt hat. Aber immer wieder leuchtet blitzyast aus seiner Rede die Tat des eige nen Mannes heraus, der unbekannt tn der Masse der Heere, vielleicht als Einzelmensch sogar unwichttg in dem Millioneneinsatz eines Volkes, dennoch nut seiner Kühnheit unb Tapferkeit, mit feiner entfa gungsvollen Hingabe und feiner füllen Pflichterful- ?ung e7n Steinchen nach dem anderen zusammentrug zu dem herrlichen Gebäude des Sieges, das nun errichtet wurde. Mache ich mich luftig siber euch, die chr auf gelben, blauen unb weißen Kothurnen daherschreitet unb unbekümmert auf der lichten Buhne des Sommers nichts als eure fonnenjrohe Jugend vorspielt. Um die Wahrheit zu gestehen: Auch ich gehöre zu denen, die allzu willig den Blick heben, wenn das Ohr durch die lusttgen Morsezeichen eurer Tritte angesprochen wird, und erst unlängst noch, am letzten Sonntag war's, habe ich über einen gestrengen Papa gelächelt, der, wenige Schritte aus dem . Hause, das Töchterlein zum Umkleiden weil ihm plötzlich bewußt geworden war, Mädel statt mit würdigen sonntäglichen Schuhen vergnüglich auf bunten, lärmenden Sandalen neben ihm stelzte. Ja, ich finde es sogar ganz an der Ordnung, daß ihr, dieweil wir Männer in schweren Soldatenstiefeln daherkommen und mit den prallen Nagelköpfen darunter und den Reifen unserer Absätze sogar Funken aus dem Pflaster zu schlagen vermögen, daß auch ihr in dieser Zeit auf einem härteren Fundament steht als zuvor, und daß es dennoch nicht gleich das unerbittliche Ei en ist, dem mir verschworen smd, sondern, mehr euerm Wesen verwandt das dem fruchtbaren Boden verwurzelte und entwachsene Holz - wenn auch m einer far._ big spielerischen Aufmachung, durch die ihroft das Harte unb Unvermeidliche so klug und geschickt zu mildern versteht. Oberst S ch u m a ch e r war als Kommodore emes Jagdge chwaders der Sieger m der ersten großen erfolgreichen Luftschlacht gegen die britische Royal A'r Force am 18. September 1939 über der Deutschen Bucht. Am 10. Müi und ben folgenden Tagen hat er an der Spitze feiner Jäger unb Zerstörer hollänbische Jäger, die zur Abwehr starteten, m der Luft unb an ber Erbe so vollstanbig vernichtet, bah die hollänbi chen Flieger nicht tn der Lage waren, 1 die Landung unsrer Fallschirm- und ^ufilandetruppen im Süden Hollands und deri Dormar^) unsrer.Erdtruppen in Nordholland zu HAern. Sem Geschwa- der hat im ganzen mehr als 85 Flugzeuge m 2u.ft- kämpfen und 66 Flugzeuge auf holländischen Flugplätzen vernichtet. - MaM Graf Schon born hat als Gruppenkommandeur emer Stukagruppe . an den Erfolgen der Stukaangriffe auf ine 6' Festungswerke von Lüttich unb Namur hervorragen- ben Anteil. Bei dem Einbruch in die Maginotlime bei Sedan zerschlug die Gruppe dort berettgestellte ftanzösische Panzer. Spater führte er als Geschwa- derkommodore das Geschwader nut ^stplelhaftem 431uu.11 ciTuuui. I1-- - - > ■ । in Anariffen auf Boulogne, Calais uno y land, nach Belgien, wie sie Bunker .und Bastionen ^^den Einsätzen gegen die Dyle-Stellung, in kühnem Ansturm nehmen, wie sie m Gewaltmar Dom Geschwader zwei große Transpffk- chen dem Feind auf den Fersen Herben ein Zerstörer vernichtet wurden. Spater wattiger EinkreisungsMacht die Mte ^r englischen hurch die Angriffe des Geschwaders bei und französischen Armeen vernichten. Wir sehen |te I srnnüilische Truppen zers auf eiMosen Straßen nach Süden ziehen m Sonne und Staub, in Hitze und Regen kämpfend marschierend, kämpfend, rastlos bei Tag und bei Nacht. Wir sehen sie an der Maas und m Flandern, an ber Aisne, in der Champagne, an ber Lome feu- «rnb, stürmend, sichtend als die tapsersten Soldaten ber Wett. Unb wir sehen sie m den kärglichen Rast- pausen auf ben Landstraßen des Sieges unb auf I den Plätzen der fianzösischen Stabte helfend m dem sürchlerlichen Elend der Millionen Flüchtling« als bie markantesten Repräsentanten des grundehrlichen unb anständigen deutschen Volkes. Wenn einmal abseits vom Haß und den Leiden-! schäften unserer Tage das Monumentalgemawe dieses Krieges gezeichnet wird d°nn wmb im Vorder gründ dieser namenlose deutsche Sol • bat stehen, ber mehr war, als ein tapferer Soldat, - der 1 vietteicht unbewußt, aber dafür um 0 em- ! dringlicher in sein« Schl,chth«t in Symbol unserer Zeit wurde. , öaii«u|«n mw w..v Diele- fiohelkb des namenlosen deutschen Sokda- Cosne wurde die Loirebrucke zerstört, bei Bräunten dringt immer wieder eindringlich und klar ausl-^-. -,.nih «« Mumtionszug eitlen Worten des Führers heraus. Uud wenn er dabei auch der Män ner d -r zwe'test Linie aedenkt. der Kommandos der Orgamsadon lost, i in sudvetgien oen Us R-ichsarbe-itsdienstes und des NSKK.. die über- R^unre Libramont-Gwet «kleicht-rst JTtef. aü ber kämpfenden Truppe auf dem- Fuße folgten aiiariffe und Bombenwurf für beustche Panz J.L mrifhülfen Straßen Brücken und Verkehr wie- Uebergang Über den Semfis erzwungen, durch An Lki^WEig M b^ngkn, so ist es unser beson- auf die Maginotlinie süblich von Sedan und auch wit zu unserem Teil mit- feindliche Panzer bei Laon, auf Kolonnen bei NUN leuchtend vor uns steht. Richt weniger stolz ist das Korps darau, daß ge° rode in jener Masse, von der der Führer sagte, daß sie sich mit diesem Kriege in die Weltgeschichte ein- habe, der Panzerwafse em« große Zahl von RSKK.-Männern aller Dienstgrade mit- aetochten hat und daß es uns vergönnt war, ihr Jurist unsere jahrelange Erziehung«, und ®4ulungs. arbeit in der Breitengl-iederung wie aus den Motor ' Si einen Ersatz zuzusühren d« r n d - r ; Stunde der Gesahr seine höchste B-- . Währung erwiesen hat. „Dover in Sicht!" Von Dora Brandenburg-Polster. Als letztes deutsches Feuerschiff hatten wir das vvm Borkum-Riff passiert und pogten nun, es war im Herbst 1937, unaufhaltsam durch die Nord see fern an ber holländischen unb belgischen Küste vorbei. Die kleinen heimatlichen Singvogel, vom Winbe auf unser Schiff verschlagen, waren zu unserem Leibwesen alle nacheinander emgegan^n, da sie bie ihnen notweMge Jnsektennahmng nicht fan- ben. Zutraulich und hauchend Hutten sie uns umhüpst, dann starb ein Rotkehlchen tn den Falten meiner Reisedecke und ein Fink tn ber warmen Hand meiner Fahrgenossm. linurer sckö- Wir waren schon ganz heimisch auf unserer |cy nen aroßen Sierra Corboba , ber ich einstmals auf meiner N°Eg-n,ahrt fiorb begegnet war und bie uns jetzt nach Maoeir Mren sollte. Achtzehn herrliche Tage UN Nach waren wir ihr allein anvertraut tn Wind und ©etter auf Gedeih unb Derberb. Wir hatten die riesigen Maschinenanlagen und alle Einrichtungen tm gewalttgen Schiffsbauch unseres llMonnen Damvfers — er trug 900 Urlauber unb 300 Mann Dunkelheit von Simmel und See 30g eine flim^ memöe Lichterschnur, bie sich b«Ib zu einem funtein "en blitze7den^L°nd verbreiterte Emz-ne Achter lütten sich wie roanbembe Sterne, rare, oiaue gelbe, mürben größer, strahlenbe ?.ß^rrbejJ r6T. nn un9 vorbei ober geheimmsvoll der ounne Bug eines Frachters. Unb ba t°^n °nr auch^an Backbord ? _ Xiaip tneift befahrene ULÄrrssWrxM ter von Eastbourne unb Brwhton, irgendwie be f Freudentränen, als wir den rasch Peit^.rmch» LleliLn n^ittten, wmde uns as schone unb mag es auch noch jo ounrei jein, «jtfnaÄ Lr—ISLW I—■ Der Allinbische K 0 ngreß hat °m Sonntag in Puna jebe Hilfe an England ab^elehnt, falls England sich nicht verpflichtet, bie Selbstanbigkeits- forb^rungen bes Kdngreffes zu erfüllen. Mit 95 gegen 47 Stimmen wurde eine Beschluß der Kongreß-Exekutive angenommen, in dem es hieß, die Konareßpartei werde die englischen Kriegsanstren- aunaen ttüken vorausgesetzt, England billige sofort von Venedig 1939 sur oen oeur^en jyum bie löilbuna einer provi orischen Nationalregierung Koch", bie Bronzeplaketten für die beiden Kultur- als erste ^tappe^ arstO dem Wege zu einem unab- filL .Können Tiere denken?, und Räuber unte - • 1 - - • z Wasser und bie Bronzemedaille für den Film „S> >6- ■>6> ■>e> ■>e> «■ «• e> in allen Ausführungen Edgar BORRMANN& Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 und 4156 3438 A Sieghafte deutsche Kunst. Die Malerei auf der Großen Deutschen Kunstausstellung 1940. Don unserem Sonderberichterstatter Karl Lemke tz» Damenbart A Gesichtshaare, alle lästig. Haare werd, nur durch d. von mirangew.einzig sichereMeth. unt. Garant, für immer mit d.Wurzel entfernt Frau B.Gulden, seit35 Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden Mittwoch: Gießen Am Riegelpfad 32, 9-17 Uhr. „9lJ Tatsache, daß die Jugendlichen einer mög° 7'* Unterrichtung über den landwirt- llche n Lebensber'uf bedürfen, hat ^5'ch^ahrstand zu der Forderung veranlaßt, daß die V o l k s s ch u l e durch die Ausgestaltung der Schulgarten zu Gartenarbeitsschulen nach dem ?9lenJ Rotors Mehlan in Berlin-Wilmersdorf OUrm Innmnnrt/in _____ < . . 1 Damit wäre der Kreis um die Malerei geschloffen Wir stehen wieder am Anfang. Roch ist Krieg. Diese Ausstellung entstand während und trotz des deutschen Freiheitskampfes. So mußte dann auch das Knegerleben als Motiv hineinfließen. Doch der Strom ist weife gehemmt worden. Es find zahlenmäßig nur wenige Bilder, die sich mit dem Krieg ausemandersetzen, und sie tun es nicht in allzu billigen Wiedergaben von Äußerlichkeiten. Sie tun es wie die Bilder von Claus Bergen mit Schnell- booten und Luftwaffe den Typ dieses Krieges, wie Wilhelm Sauter mit seinen Soldatenbildern den Menschen dieses Krieges zeigt: sie zeigen, wie Angelo Ja n k s „Aufklärer", den unbekümmerten Umsatz jedes Einzelnen, der zum Siege führt; sie zeigen auch das Menschliche im Krieg, wie Hermann Junkers rührendes Bild „Das Kriegsfohlen" das auch „Kamerad Pferd" heißen könnte. Das schönste Kriegsbild aber scheint doch Hans Adolf Buhlers „Heimkehr" zu sein, auf dem der Heim- gekehrte seinen Stahlhelm neben sich auf der Erde liegen hat und sein müdes, glückliches Haupt im Schoß der Frau ... lieber der deutschen Malerei 1940 wie die Große Deutsche Kunshpusstellung in Munchs sie zeigt, liegt beglückend das Gefühl einer guten Gegenwart und die Gewißheit einer besseren Zukunft. Nur erhältlich: Parfümerie Doll Marktstraße 28 Mfl2A äußere Aehnlichkeiten mit dem Dargestellten verlangt, kann man an dieser Stelle erst recht die Un- sachlichkeit des Einwurfs ersehen, mir hätten dazu heute die photographische Linse. Hier zeigt sich, daß der Pinsel des fähigen Künstlers diel genauer sein fann, als das objektivste Objektiv. Ein Porträt kann den lebendigen Blutschein unter der Haut wiedergeben, wie Leo Franks „Bildnis T. B.", es kann die Seele des Menschen spiegeln, wie Wichelm P i t t h a n s „Frau Bormann", es kann den Beruf des Menschen ausdrücken, wie Richard D w i n - gers „Bildnis des Kammersängers Lohfing" und des „Dr. med. Schwarzenberg", und damit sind wir hier bei der Reihe von Porträts führender deutscher Staatsmänner angelangt. Sie alle besagen unzweideutig: dies sind Führer der Wirtschaft, der Wehrmacht, der Politik. In schöner Klarheit zeigt dies nicht zuletzt auch das Bildnis des Führers von Conrad H o m m e l. noch rechtzeitig zur Ernte eine Anzahl von Pferden der Landwirtschaft wieder zugeführt. Allen Inhabern von Dvinglichkeitsbescheinigungen ist anzuraten, sich nunmehr sofort um»die Beschaffung eines brauchbaren Pferdes zu bemühen. Aus aller Wett. Der Dichter Äurt kluge f. Der am 29. April 1886 in Leipzig geborene Dichter Kurt Kluge ist überraschend einem Herzschlag erlegen. Der seit Jahren als Professor an der Akademie für bildende Künste zu Berlin arbeitende Dichter kam erst sehr spät zum dichterischen Schaffen. Durch die Vorfahren war er seinem eigentlichen Beruf aufs engste verbunden. Handwerkliche Arbeitsleistung ist der Stoff seines ersten Romanes „Der Glockengießer Christoph Mahr", während er in seinem großen Romanwerk „Der Herr Kortuem" ein Bild deutschen Wesens gibt, getragen von einem tiefen Humor und einer weltweiten Innerlichkeit. Sein drittes großes Werk „Die Zaubergeige" gestaltet das Schicksal eines Musikers und seines Kampfes um Anerkennung. Diese Werke Kurt Kluges nähren sich aus dem heimatlichen Boden- Thüringens. Es geht Kluge nicht um Unterhaltung, sondern um Gleichnisse. Die handwerkliche Sorgfalt, die er daran wendet, und der seelische Reichtum, der darin ausgebreitet liegt, machen seine Werke zum beglückenden Erlebnis. Der tiefe ungekünstelte Humor, der dem Dichter zu Gebote steht, erhöht das in Kluges Dichtungen gestaltete Leben, auch wenn es sich in begrenzter Umwelt abspielt, zu einem überzeugenden Sinnbild deutschen Wesens und deutscher Volkswirklichkeit. Kurt Kluge war unserer Gegenwart immer eng verbunden. Mit seinem Werk hat er Teil an dem großen Aufbauwerk. Es war ihm vergönnt, noch vor seinem Tode die Schlachtfelder der Kämpfe im Westen zu besuchen und die Schilderungen der Taten deutscher Soldaten zu hören, denen er sich als Kriegsfreiwilliger des Weltkrieges aufs engste verbunden fühlte. Norwegisch-dänische Expedition nach Ostgrönland. b'nweisen soll. Mit der Lehrerschaft der Volks, und Mittelschule soll «ine enqe Ver- bindung zur praktischen Landwirtschaft hergestellt werden, ,o daß die Schüler von Zeit zu Zeit in landwirtschaftliche Betriebe geführt werden, wo ihnen durch den Bauern selbst eine Aufklärung über eine Berufsarbeit und das Wesen der Landwirt- icyast und des Bauerntums gegeben wird. Durch enge Zusammenarbeit von Lehrer und Bauer soll eine ständige Beeinflussung der gesamten Schuljugend zu einer bäuerlichen Lebensauffassung hin e^lcht werden. Es ist selbstverständlich, daß in OS ?le Landjugend f e 1 b ft für die Landwirtschaft erhalten werden muß. Deshalb muß auch m der Landschule der Frage des Arbeits ° schulg artens größte Aufmerksamkeit gewidmet werden. Der Arbeitsschulgarten, der Lehrer und Schuler zur Natur- und Landverbundenheit er- ziehen soll muß der Mittelpunkt der Erziehung in der Landschule werden. Wehrmachtpferde für die Landwirtschaft. 3“r sicheren Grnteeinbringung hat sich die Wehr- macht entschlossen- eine Anzahl Pferde an di- Land, wlrtjcyast und das Fuhrgewerbe zurückzugeben. Alle von der Wehrmacht abzugebenden arbeitsfähigen Pferde werden vom Reichsnährstand übernommen, der über die Landes- und Kreisbauern- Ichaften für eine gerechte Verteilung entsprechend oen Dnngllchkettsbedürfniffen in den einzelnen Ge- bleten sorgen wird. Auch dem Bevollmächtigten für ." Nahverkehr im Reichsverkehrsmini'sterium wird eine entsprechende Anzahl von Pferden vom Reichsnährstand zur Verfügung gestellt werden. Die Pferde werden im übrigen unmittelbar an Inhaber von Dnnglichkeitsbescheinigungen abgegeben oder an Händler bzw. Genossenschaften. Bei der Uebernahme werden ine Pferde von der Wehrmacht geschätzt. Für das gute, einwandfreie Arbeitspferd beträgt der Schätzungswert nicht mehr als 700 bis 900 RM., nur in ganz seltenen Fällen darüber. Schlachtpferde i werden vorher bereits ausgeschieden. Durch das < große Entgegenkommen der Wehrmacht wird so ; Wiederum mit der Landschaft verbunden oder durch langjährige Beobachtunv nn hör 1 "Uch mildem belebten Interieur, dem Menschen das Schulgarten die Eignung für bie S Siegel chres Lebens aufdruckten, ist der Akt. Es Landwirtschaft f-ststellen und die gebt^hie^manches Zeugnis großen Könnens, wie durch die Lehrer auf die Berufe" der Landwirt engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in dieHei- matzeitung, den 61eßenerAu«igei | Mietgesuctie~| Sicherer - Mieter ruhige 4köpfige önmilie, sucht z. 1. 9. oder 1.10. schöne 4'Zimmer* Wohnung mit allem Zubehör in gut. Lage. Angebote erbet, unter 3432D an den Gieß. Anz. Ehepaar sucht ver sofort oder 15. August ZiDunermilKiiche Schr. Ang. unt. 02581 a. d. G. A. Keine Ursprungszeugnisse, 'andern nur Zeugnisabschriften dem Be werbungSfchretben beilegen I - Lichtbilder andBewerbungSunter- lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers fraßen I Die für Ostgrönland bestimmte erste norwegische Expedition dieses Jahres, die in Aalesund von dem Dozenten Hoel zusammen gestellt wurde, > soll durch dänische Expeditionsteilnehmer erweitert werden, da sich für Dänemark zur Zeit keine andere Möglichkeit bietet, mit seiner Kolonie Grönland und den in der Arktis befindlichen Meteorologen und anderen Wissenschaftlern in Verbindung zu treten. Die dänischen Teilnehmer, darunter der bekannte Grönlandforscher Eigil Knuth, werden in Aalesund an Bord des Fangschiffes „Vesle Kari" nach der dänischen Station Moerke Fjord abgehen, um dort zu überwintern. Die seit 1939 im Moerke-Fjord befindlichen dänischen Wissenschaftler sollen mit dem norwegischen Schiff die Heimreise an treten. 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Nicht unbedingt durch die Mo- Gelöstheit liegt in dem „Liegenden Akt" von Paul tivwahl, bis auf den zahlenmäßig geringen Tell in dem die unbekleidete Frauengestalt der Gemälde, die das Kriegserleben darstellen, wohl offensichtlich ganz und ausschließlich dem Buch, das aber durch die Monate, in denen die meisten dieser fle lauscht. Trefflich hat Ernst Zoberbier Werke entstanden sind. Das ist ein wesentlicher l" 1einer „Träumenden" die Gelöstheit des schlafen- Faktor. Ein noch wesentlicherer aber ist der, daß den Menschen eingefangen. Von einer-fast erheitern- sle.im Zeichen einer Rückkehr und Einkehr steht, im öe" Unschuld ist Sepp Hiltz' Akt „Eitelkeit". Das Zeichen der von Jahr zu Jahr strenger werdenden unbekleidete Bauernmädchen, das hier vor einem Kritik bei der Auslese der auszustellenden Werke. Kleidungsstücken sitzt und im Spiegel Zweierlei ergaben diese Gesichtspunkte: einmal die nur die Wirkung des bunten Halsbandes rücksichtslose Fernhaltung alles Nichtgekonnten unb P""“' sicher weltenweit von aller Koketterie. eilr^<ßU^an^ öe.r Wille nicht hoch genug ein- Wenn bei den figürlichen Komposittonen das zufchatzen ist: ein ausgezeichnetes Durchschnitts- bäuerliche Leben immer wieder erscheint ja mveau. Daß aus diesem hohen Durchschnittsstand wenn es dieses Gebiet fast völlig beherrscht in all dann manche Werke wie Berge aus der Flut empor- seinen Phasen, in der Arbeit, in der Ruhe' in der ragen, ift eine besonders beglückende Beigabe. Der Freude, in der Erfüllung der Ernte, so'ist das Fülle der guten Bilder, die die diesjährige Kunst- durchaus keine Einseitigkeit der Motiv'wahl. Es ist ausstellung aufweist, durch Nennung auch nur 'G Gegenteil wohl mehr die Erkenntnis des Ele- emigermaßen gerecht zu werden, ist im Rahmen mentaren. Grundlegenden,' das im Leben der Men- emer hinweisenden Besprechung unmöglich. Man schen liegt, die um den Segen der Erde ringen. Ein kann nur ms Allgemeine gehende Hinweise geben anderes ist es um die Arbeit in der Industrie Un™ eTeIc ""führen. Hier ist es wiederum der Mensch der mit den Ele- o ^an rann von dem weiträumigen Gebiet der menten ringt, wie der Bauer um den Segen der Land sch a ft sagen, daß sich deutlich zwei Grup- Erde. Aber sichtbar groß und gewaltig sind die lassen: die Landschaften, die rein Kräfte, die er bändigt und sich dienstbar macht darstellender Natur sind und durch reifes technisches Ähre Gewalt läßt sich am stärksten nachts erfühlen Können Achtung und Anerkennung heischen, und wo das Dunkel den Käfig verbirgt und nur Feuer- drejemgen, die darüber hinaus mehr ins Wesenhafte, schein von der Wildheit des Gebändigten svricht in die Tiefe ^r wiedergegebenen Gegend dringen. Ueberaus stark hat dies Günther Domnich in So macht Carl Schleinkofers „Isar land schäft" seiner „Wmternacht über der Königshütte" gestaltet eine Wette und Stille fühlbar, an deren Grund die Ein paar Zeilen noch über das Porträt das ^"""chkett des unbelebten Feldes und Waldes ebenfalls in vielen ausgezeichneten Arbeiten'vor- JJJ Henrich von Richthofens „Blick Händen ist. Heute, da man vorn Porträt auch wieder ms Land ist es auch die Weite, aber hier ist sie • J besonnt, ist gewissermaßen lauter, eindringlicher. Ragende Einsamkeit oberhalb des vertrauten warmen Grüns gibt zwingend Otto Goebels „Der Watzmonn" wieder. Tief und kräftig in das Wesen, in das Gefühl einer Landschaft eingedrungen sind | , gennann Urbans „Vulkanische Küste" unb „Am LlCS^erUsSerzleyUNgSWerk. 2ms". Otta chirth („Mittag über der Lagune" y ’ uni) „Stadt mit Tempel am Fluß") und Alex Kal-, Rückblick auf die bisherigen Kriegsmonate derk („Das Etechteion") haben in ähnlich starker beweist schon jetzt, daß die fördernde Berufs- Weise, wenn auch mit naturgemäß ganz anderem Erziehung ihre Bewährungsprobe im Kriege bestan- Ergebnis das spezifische Gefühl des Südens einge- ^t. In über 1200 Schnellunterwei- fangen und wiedergegeben. Ueberaus stark vermit- LU n rn ?"^ben in den ersten Kriegsmonaten telt DsFar Mull ey mit seinem „Einsamen Hof" -oerusssremde und Frauen an neue Ausgabenqe- bas Gefühl, das im Hochgebirge lebt und aus bie;e herangeführt. Daneben wurde der Arbeits- einem Gemisch von Bewunderung und Grauen, unterricht in den normalen L e h r g e m e i n fd) a f= Geheimnis und Düsterkeit befteht. Von großer . und Aufbaukameradschaften fast Eigenart sind die zwei Gemälde Fritz Vahles "Zuständig weitergeführt. 2,8 Millionen Schaffende „Junge blühende Kiefer" und „Waldboden". Das "ahmen trotz des Krieges im vergangenen Jahr Geheimnisvolle der unbewegten Natur ist hier be- ?" der beruflichen Erwachfenenerziehuna sonders eindringlich. Ist in der ins Auge springen- teil Durch die kriegsbedingten und funfriftiaen den Eigenart einer Darstellungsweise noch eine ^"lern- und Umschulungsmaßnahmen wurden in Steigerung möglich? Sie ist möglich. Hier ist sie: den Berufserziehungswerken im ersten Kriegsvier- Edmund Stepp es hat mtt Erfolg versucht, Musik testahr 72,8 v. H., im zweiten 84,3 unb im dritten als Landschaft barzustellen — unb damit in jene 90,1 v. H. der Friedensarbeit erreicht Die letzte Hohe vorzustoßen, in der alle Kunstgattungen Arbeitsfront unterhält 270 überbetrieb- m das Große zusammenfließen. Die beiden erstaun-Berufserziehungswerke in eigenen Häusern In 'üchen Silber fmb Widmungen „An Johann Se- rund 200 praktischen Werkstätten werden mit fiilfe bafhan Bach und An I eines Maschinenparks von etwa 10 000 Maschinen Stosser, Schmiede, Dreher, Schreiber, Uniform; Archer und Schuhmacher in kriegswichtigen Umschulungsmaßnahmen erfaßt. Der lebendige Arbeits- unterrlcht vollzieht sich meist in den Abendstunden iiV^nn ^.el Schichten. Hinzu kommen noch "ber 400 Großbetriebe, die ihren erwachsenen Ge- folgschaftsmitgliedern planmäßig die Erweiterung ihrer Kenntnisse ermöglichen. y Nr. 178 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Dienstag, 30. Juli WO Aus -er Stadt Gießen. Klipp - klapp! Mitten im flutenden Derkehrsstrom der Stadt läuft mit an einem sonnigen Nachmittag Ingeborg lachend in die Arme: „Merkst Du was?" — „Was oll ich merken" frage ich überrascht zurück, „Ihr wollt wohl an die Lahn mit Euren prallen Bade- toschen", — „Nö!" ruft die jüngere Sigrid überzeugend in den Straßenlärm, und dabei beginnen beide mit hohen Knien regelrecht „an Ort" zu gehen. — „Wollt Ihr vielleicht hier auf offener Straße allerhand fröhliche Gymnastik vorfuhren?" — Du aber eine lanae Leitung!" platzen da beide lachend heraus, „hör doch einmal richtig zu!" „Lärm wollt Ihr machen, ganz einfach — na ja, Ferienstimmung!" „Aber, Onkelchen, das ist doch kein Lärm, das klingt doch so schön klipp! klapp! klipp! klapp!", und schon zeigen sie ihre schönen, neuen Sandalen mit den Holzsohlen, wie Pferde den Huf. „Willst Du Dir nicht auch ein Paar kaufen?" wirbt Sigrid im Ueberschwang ihres Glückes. — „Ach, dazu bin ich wohl schon zu alt!" versuche ich auszuweichen. — „Sei nicht so doof, Onkelchen, Holzschuhe sind doch modern und sparen Sohlenleder für unsere Soldaten und für unsere eignen Allwetterstraßenschuhe später auf dem Schulweg" vertieft Ingeborg mit überlegener Miene, und Sigrid stellt strahlenden Auges in Aussicht: „Wie fein wäre es, wenn wir drei dann zusammen durch die Stadt gingen!" — „Aha, vielleicht so etwas wie ein Propaganda-Marsch unter der Parole: „Spart Sohlenleder!" — „Nö!" lenkt Sigrid ein, „zu dritt klingt's doch noch viel schöner!" „Ach so, wir drei — ein geballter Klangkörper im melodischen Wechsel von klipp! klapp!?" — „Jawohl, jawohl, endlich!" rufen die lustigen Mädels begeistert wie aus einem Munde, und in ihren klangfrohen Abgang gebe ich noch die Versicherung: „Ich überlege mir's, bestimmt!" In der Bahnhofshalle warte ich auf ankommenden Besuch. Knallt da plötzlich vom Eingang her gestreckten Laufes auf Hölzern über die Bodenplatten der langen Halle ein fesches Mädel in blumigem Dirndlkleid der Sperre zu, alles übertönend, auch die klirrenden nägel- und eisenbeschlagenen Arbeitsschuhe und die schweren Stiefel der Soldaten, ja, der ganze weite Raum gehört für ein paar Herzschläge ihr und nur ihr allein, daß es von allen Wänden und Gewölben widerhallt. Solche Klangfülle in Kraft und Anmut — und jedes aufgeschlossene Gemüt wird hier mitfühlen — gibt Zuwachs an Lebensfreude und Selbstbewußffein, und deshalb soll ich ja den „dritten Mann" machen durch die Stadt. Welch reicher Motivkreis führt doch hin zu solch einfachen Holzschuhen! Wenn ich hier versagte? Die Folgen wären kaum auszudenken. Diese Gören wachsen einem sowieso schon über den Kopf. „Holzschuhe für Herren sind weniger gefragt", erklärt mir mein Schuhhändler, „aber in 2 bis 3 Wochen bekomme ich wieder eine Sendung herein, auch mit Herrennummern, bestimmt! Nun, es dauert zwar noch ein paar Tage länger, aber endlich kann .ich auswählen und anprobieren, mit glänzendem Erfolg. Selbstverständlich gilt mein erster Gang meinen mit Spannung geladenen Werberinnen. Jubelnd werde ich begrüßt, schon an der Flurtüre. „Herrlich, Onkel, herrlich!" ruft Ingeborg, und bei der Besichtigung aller Einzelheiten stellt Sigrid sachlich fest: „Dreigliedrig, wie meine Sohlen!" Also wurde ich vollwertig gesprochen und gemein- schaftssähig erklärt. Und nun — gutes Holzwetter! Dornotize«. Tageskalender für Dienstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Bal parö". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der rettende Engel". H5-WHW M Aast öiiiflj Srenöe Das neue Monatsheft. In allen Dienststellen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ist die Augustfolge des KdF.-Monats- heftes erhältlich. Das interessante und reich bebilderte Heft kostet nur 10 Rpf. 3423D Leibeserziehung der Grundschulkinder in Schule und Verein. Die vom Reichserziehungsministerium heraus- aegebenen Richtlinien für die Leibeserziehung in Jungenschulen schufen eine einheitliche Grundlage für das Schulturnen in Großdeutschland. Die dem Buche beigefügten Stoffoerteilungspläne für die verschiedenen Altersstufen ermöglichen allen Erziehern in den deutschen Schulen einen Turn- und Sportunterricht, der die Gewähr für eine gleichgerichtete körperliche Erziehung unserer Jugend in festumrissener Breitenarbeit gibt. Die gegebenen Ziele sind von jedem normal veranlagten Kinde bei dem notwendigen Willen zur Leistung zu erreichen. Die Führung des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen hat die Forderungen der Richtlinien als verbindlichen Arbeitsplan für ihre Kinderabteilungen anerkannt und sich damit in eine Erziehungsfront mit der deutschen Schule gestellt. Die. gemeinsame Ausrichtung dieser Erziehungsarbeit mirt) noch dadurch wirksam gefördert, daß Lehrer und Lehrerinnen sich als Kinderturnwarte und Uebungsleiter in den Vereinen und Gemeinschaften des Reichsbundes betätigen. Die Einführung der 3., 4. und 5. Turnstunde in den Schulen ließ oie Meinung aufkommen, daß nun das Turnen der Kinder in den Vereinen überflüssig geworden sei. So aber, wie die Sportdienstaruppen als zusätzliche Einrichtungen der Leistungsschulung anerkannt sind, ist auch zusätzliches Turnen im Grundschulalter nötig. Die Schule vereinigt in der Klassengemeinschaft beweaungsfreudige und träge, bewegungsbegabte und schwerfällige Kinder. Die Rücksicht, die auf die langsameren genommen werden muß, verhindert, daß der Bewegungstrieb der begabten voll befriedigt wird. Die Leistung der körperlichen Erziehung im Verein ist zusätzlich und ergänzend. Die Vereins- arbett erstrebt in einer Gemeinschaft besonders begabter Kinder eine Vertiefung des Schulturnens an, das von den Jungen und Mädchen dankbar angenommen wird. Die besonders geförderten begabten Kinder sind beim Eintritt ins Jungvolk- und besonders ins HJ.-Atter sehr aufgeschlossen und empfänglich für fachliche Leistungs- und Spitzenschulung. Wenn im Grund schulalter die Freude an der Bewegung und am turnerischen Tun gefördert und gekräftigt wird, dann wird der Heranwachsenden Jugend die leistungsbetonte Leibesübung zur lebenslänglichen Gewohnheit werden. H. Mres-Hauptversammlung des Eisenbahner-HeimWen-Dereins Gießen. Der Gemeinnützige Eisenbahner-Heimstättenverein (e.G.m.b.H.) hielt dieser Tage im Hotel Hopfeld seine Jahreshauptversammlung ab. Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Erstattung des Geschäftsberichts durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Mitglied Keuler. Dem Geschäftsbericht für das Jahr 1939 sei folgendes entnommen: Das Geschäftsjahr brachte für den Verein die Fertigstellung der 1938 begonnenen 5 Wohnungen. An ein neues Bauvorhaben konnte im Laufe des Jahres nicht gedacht werden. Der Vorstand des Vereins blieb unverändert. In den Aufsichtsrat kam an Stelle des versetzten Mitglieds Wagner das Mitglied Hugo Baumann. Vorsitzender / des Aufsichtsrats blieb Mitglied Keuler. Der Mitgliederstand des Vereins ist mit 113 Mitgliedern mit 116 Anteilen bei 7 Zugängen und 3 Abgängen .um 4 Mitglieder und 4 Anteile gestiegen. Die gesetzlichen Prüfungen wurden vorgenommen. Beanstandungen ergaben sich nicht. Auch die Prüfungen durch den Äussichtsrat erbrachten keine Beanstandungen. Die erwähnten 5 Neubauwohnungen wurden am 1. Juli 1939 bezogen. Die Gesamtkosten des Neubaues betrugen 45 710,18 RM. In Bezug auf die früher erstellten 65 Wohnungen hat sich nichts geändert. Die Nutzungsgebühren gehen ordnungsgemäß ein. Mietausfall durch Leerstehen von Wohnungen ergab sich nicht. Wohnungswechsel gab es nur in einem Fall. Die Rentabilitätsberechnung für das Jahr 1939, vom Rechner, Mitglied Münster, erläutert, schließt in Aufwendungen mit 35 328,52 RM., in Erträgen mit 38 806,55 RM. ab, so daß sich ein Gewinn von 3478,03 RM. ergibt. Die Liquidität der Genossenschaft ist gesichert. Der Kapitalstand verzeichnet bei einem eigenen Kapital von 177 663,26 RM. ein Gesamtgeschäftskapital von 575908,71 RM. Die Geschäftsguthaben sämtlicher Mitglieder haben sich im Laufe des Geschäftsjahres um 827,88 RM. vermehrt. Der Gesamtbetrag der Haftsumme beläuft sich auf 33 900 RM. Die rückständigen fälligen Mindestzahlungen auf die Geschäftsanteile betragen am Schluß des Geschäftsjahres 3964,82 RM. Die Bilanz, wie auch die Gewinn- und Verlustrechnung wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Es ergaben sich keine Unstimmigkeiten. Die Versammlung genehmigte daraufhin den Jahresbericht, Bilanz, sowie Gewinn- und Verkusttechnung. Dem Vorstand und dem Auffichtsrat wurde einmütig Entlastung erteilt. Allen Mitarbeitern wurde durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats herzlicher Dank gesagt. Die satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder Martin, Rau und Drescher wurden einstimmig wiedergewäh Im weiteren Verlauf der Versammlung beschäftigte man sich in reger Aussprache mit den Bauvorhaben, die in Angriff genommen werden sollen, sobald der Krieg zu Ende ist und die Zeitverhältmsse die Bautätigkeit wieder gestatten. Nach einem grundsätzlichen Beschluß ist der Bau von 24 weiteren Wohnungen geplant. Für die Neubauten, die am Hollerweg, wie auch an der Liebigstraße (zwischen Ebel- und Jhering- straße) entstehen sollen, steht bahneigenes Gelände zur Verfügung, welches im Erbbaurecht an den Eisenbahner-Heimstätten-Verein abgegeben werden soll. Das Bauvorhaben wird vom Eisenbahner- Heimstätten-Verein durchgeführt. Der technische Reichsbahninspektor Plumhofß der als Vertreter der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. der Versammlung beiwohnte, gab hierzu einige Erläuterungen. Verwaltungsdirektor Martin als Vertreter der Stadtverwaltung nahm ebenfalls zur Frage des Neubaues Stellung und machte Vorschläge für die Berücksichtigung der Wünsche, die von Seiten der Reichsbahndirektion, wie auch vom Verein im Zusammenhang ytit dem Bauvorhaben vorgebracht wurden. Die Finanzierung der 24 Neubauwohnungen ist gesichert. Klarstellung über den Bezug von Strümpfen. Ndz. Die Reichskleiderkarten für Männer und Frauen enthalten Bezügsnachweise für Strümpfe, die immer dann abgetrennt werden müssen, wenn Strümpfe gegen Teilabschnitte der Kleiderkarte an Verbraucher abgegeben w.rden. Falls ©(rümpfe dagegen auf Sonderabschnitte der Kleiderkarte verkaufte werden, sind Bezugsnachweise nicht abzutten- nen. Beim Bezug von Strümpfen II. und III. Wahl, die — falls es sich nicht um naturseidene und kunst- seidene Damenstrümpfe II. und III. Wahl handelt — für die Hälfte der jeweils vorgeschriebenen Zahl von Teilabschnitten der Reichskleiderkarte abgegeben werden, ist also, wie die „Textilzeitung" schreibt, ebenfalls einer der Bezugsnachweise a bis e der Reichskleiderkarte für Männer oder a bis f der Reichskleiderkarte für Frauen abzutrennen. Auch bei der Abtrennung der Bezugsnachweise d und e der Reichskleiderkarte für Männer sind, ebenso wie für a bis c, nur je zwei Teilabschnitte für Socken und je vier Teilabschnitte für Strümpfe abzutrennen, desgleichen bei Abtrennung der Bezugsnachweise e und f der Reichskleiderkarte für Frauen nur je zwei Teilabschnitte. Es darf ferner nicht außeracht gelassen werden, daß die Strümpfe II. und III. Wahl auch als solche gekennzeichnet und mit einem Preisnachlaß gegenüber dem normalen Preis von mindestens 15 v. H. verkauft werden müssen. Postverkehr mit deutschen Kriegsgefangenen in Kanada. Wie vom Oberkommando der Wehrmacht mitgeteilt wird, ist der größte Teil der an sich nur ganz wenigen deutschen Kriegsgefangenen in England inzwischen nach Kanada übergeführt worden. Genaue Lageranschriften sind noch nicht bekannt. ES können jedoch ab sofort offene Briefe und Postkarten der Angehörigen an die Kriegsgefangenen auf gegeben werden. Die postalische Anschrift muß wie folgt lauten: Beispiel: Kriegsgefangenenpost: ' An Unteroffizier Karl Schmidt, German Prisoner os Canada . C. O. Internationale Komitee vom Roten Kreuz, Palais du Conseil, Genf (Schweiz). Pakete und Geldsendungen können vorläufig noch nicht befördert werden. DZ.-Zungbann 116. Der Jungbann 116 gibt bekannt: Alle Pimpfö vom 12. Lebensjahr ab, auch solche, die zur Zeit in Gießen zu Besuch sind, haben am morgigen Mittwoch, 31. Juli, auf dem Brandplatz anzutreten. Die Hitler-Jugend wird in den Ferien verstärkt zur Karq toffelkäfersuchaktion eingesetzt. Es wird erwartet, daß sich alle Pimpfe der Wichtigkeit dieses Dienstes bewußt sind. Bei Regen wird die Aktion auf Donnerstag, 1. August, verlegt. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 30. Juli. Auf dem heutigen Wochen-, markt kosteten: Markenbutter, y-i kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Wirsing, % kg 10 bis 12, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 20, gelbe Rüben 12 bis 14, rote Rüben 12 bis 45, Spinat 20, Römischkohl 10 bis 12, Bohnen, grün, 16 bis 28, gelb 22, Erbsen 25 bis 30, Tomaten 35 bis 40, Rhabarber 10 bis 12, Pilze 50 bis 60, Frühäpfel 32 bis 40 Falläpfel 6, Pfirsiche 45, Hirn* beeren 40, Birnen 42, Johannisbeeren 25, Pflaumen 42, Zwetschen 42, Mirabellen 40 bis 42, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60, Salat 5 bis 10, Salatgurken 10 bis 40, Einmachgurken 2 bis 4, Oberkohlrabi 5 bis 15, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bund 10 Rpf. ** M i t dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Die beiden Brüder Oberfeldwebel und Ofsiziersanwärter Willi R u l l m a n n und Unteroffizier Otto R u l l m a n n , Söhne des Lokomotivführers August Rullmann, Rodheimer Straße Nr. 58, erhielten in Frankreich für ihre Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz II. Klasse. — Der Unteroffizier Dr. L. Faber (Landgerichtsrat), Mühlstraße 22, wurde ebenfalls für besondere Tapferkeit vor dem Feind mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. ** Silberhochzeit. Am gestrigen Montag, 29. Juli, konnten der Bahnbedienstete Ernst Jünger und Frau Margarethe, geb. Honig, Klein-Linden, Frankfurter Straße, das Fest der silbernen Hochzeit feiern. (Wir beglückwünschen!) ** Zivilkleidung zur Entlassung wird verbilligt befördert. Die den zum Heeresdienst Einberufenen zugestandene Gebührenermäßigung für Pakete mit Kleidungsstücken usw. (50 Rpf. einschließlich Zustellgebühr ohne Rücksicht auf Gewicht und Entfernung) gilt, wie das Reichspostministerium mitteilt, auch für Pakete mit Zivilkleidung, die sich Heeresangehörige vor ihrer Entlassung aus dem Heeresdienst von ihren Familienangehörigen usw. zu ihrem Truppenteil in Deutschland zusenden lassen. Die Pakete unterliegen dem Freimachungszwang. ** Wiesecker Störche umkreisen den Stadtkirchturm. Dieser Tage gab es ein hübsches Schauspiel zu beobachten. Die Familie der Wiesecker Störche, insgesamt sechs Vögel, umkreisten längere Zeit dey Stadtkirchturm. Sicherlich handelte es sich dabei um Flugübungen, die die altemStörche mit ihren Jungen ausführten. Die Störche sind in jüngster Zeit öfter über der Stadt gesehen worden. Gerne sieht man den Vögeln zu, wenn sie sich elegant in der Luft wiegen. „Bal pare.“ Der neue Film Karl Ritters. Denselben Karl R i t t e r, der die großen nationalpolitischen Filme „Patrioten", „Unternehmen Michael", „Urlaub auf Ehrenwort", „Pour le merite" schuf, überkam beim Betrachten einer flott hingeworfenen Zeichnung Rezniceks die Erinnerung an eigene frohe Tage im Münchener Fasching und er spürte Lust, etwas von dieser beschwingten Heiterkeit und problemlosen Sinnenfreude, in der das München vor dem Weltkrieg ihm vor den Augen stand, wieder erstehen zu lassen mit all den Mitteln, die der Film ihm bot. Er ist mit guter Laune an sein Werk gegangen, und daß es ihm gelungen ist, etwas von dem Zauber der Münchener Stadt, dem ja vor allem Norddeutsche unrettbar erliegen, für seinen Film einzufangen, werden die Aelteren unter uns aus eigener Erinnerung gern bezeugen. Münchener Studenten- und Künstlerleben, der Münchener Fasching mit seinem besonderen Clou, dem berühmten Bal parS im Deutschen Theater, und als breit hingemalter Hintergrund behäbig-urwüchsiges Münchener Bürgertum sind das Milieu für das Faschingerlebnis eines rheinischen Großindustriellen, der seinen Filius seinem Münchener Korps zuführen will, auf den Bal pare gerät und hier eine Begegnung mit einer allerliebsten kleinen Ballettschülerin hat, zu deren märchenhaft uneigennützigem Mäzen er wird. Ein biederer Gastwirt, der als Nachbar der Kleinen diese in fein ehrliches Herz geschlossen hat, glaubt nicht an so viel Uneigennützigkeit und prophezeit dem seltsamen „Stipendium" einen schlimmen Ausgang. Auch der Filius, der statt Korps und Juristerei sich mit vollen Segeln der Münchener Boheme in die Arme geworfen hat, die er in dem originalgetreu wiedererstandenen „Simpli- zissimus", der berühmten Schwabinger Künstler- kn eipe der Kathi Kobus, an der Quelle studiert, traut dem Herrn Vater nicht nur väterliche Beschützergefühle für die Kleine zu, die eine Zufallslaune ihm gleichfalls im Wirbel des Bal pare zu- geführt hat. Jugend drängt zu Jugend. Es gibt einen Mordskrach zwischen Vater und Sohn, und diesem bleibt nichts übrig, als das Schiefe feines so selbstlos gedachten Mäzenatentums zu begreifen und daraus die Folgerungen zu ziehen. In der fröhlichen Ausgelassenheit eines gleichsam privat arrangierten Bal parö beim biederen Gastwirt Aigner in der Glückstraße finden sich die passenden Paare zusammen. In der Realistik des nüchternen Alltags mag manches unwahrscheinlich erscheinen, was hier die leichte Hand Karl Ritters zusammen mit Felix Lützkendorf, einfallsreich und nie verlegen, in überquellender Schöpferlaune zusammen geb raut hat, denn selbst die sagenhafte „gute, alte Zeit" war ja, einem on dit zufolge, nicht so gut, wie uns dies Münchener Faschingsmärchen erzählt. Aber was tut es? Wie im sinnenbetörenden Rausch des unsterblichen Walzers das junge Paar in den Himmel der Liebe hineintanzt, so gibt es in diesem Film feine graue, stimmungmordende Sachlichkeit. Wo der Dreivierteltakt sein Zepter schwingt, kommen kein „wenn" und „aber" auf. Die Musik ist das eigentliche Element dieses Films. Theo Mackeben schrieb sie. Ein bezaubernder Walzer, ein entzückender Contre im wirbelnden Rhythmus lauter, strahlender Lebensfreude klingen lange nach. Das Ballet aus Tschaikowskys „Nußknacker-Suite" ist eine anmutige Zugabe. Die Laune des Spielleiters war der Impuls des Ensembles. Paul Hartmann war der großin- duftrielle Mäzen, vom Zauber der Jugend angerührt, aber von jener soliden Ritterlichkeit, die seine selbstlosen Gefühle für die kleine Ballettratte plausibel macht. Diese spielte Ilse Werner mit einer reizenden Natürlichkeit und Anmut. Hannes Stelzer war der junge Studiosus, mit den schwärmerischen Augen des Achtzehnjährigen, kantig und geradezu, wie benommen von einer ihm fremden Atmosphäre. Sehr apart in ihrer feinen, stillen, verständnisvollen Art war die Mutter Käthe Haacks. Erika v. T h e l l m a n n als Ballettmeisterin war mit ihrer gewandten Beredtsamkeit eine köstliche Person. Besonders liebevoll war das Milieu des „Simpl" ausgemalt worden mit Grete Ruß als Kathi Kobus. Pamela Wedekind, in eng anliegendem langem schwarzen Gewand, fang Brettl- Lieder ihres berühmten Vaters und Walter I a n f- f c n hatte mit einer virtuosen Sicherheit den Typ Schwabinger Boheme getroffen. Großartig der Onkel Flori Theodor D a n e g g e r s mit dem alles andere ausschließenden Fanatismus des Erfinders, der M feiner Besessenheit zum Narren wirb. Fritz Kämpers als cholerischer Gastwirt, Lina Carstens, Karl John, Amanda Lindner gaben ihre kleineren Rollen sauber ausgefeilt und auf den heiteren Akzent des Ganzen gut abgeftimmt. Dr. Fr. W. Lange. „Der rettende Engels Der neue Film im Lichtspielhaus erzählt eine humorvolle Geschichte, die Geschichte eines Heimkehrers, der sich schwer aber doch entschlossen hat, die Seefahrt aufzugeben und sein Erbe, einen stattlichen Hof im Salzkammergut, anzutreten und für die Folge Bauer und Fischer zu werden. Hinzu kommt, daß sich die Geschichte des jungen stämmigen Seemannes auch noch zu einer richtigen Liebesgeschichte auswächst, denn der Heimkehrer verliebt sich in die hübsche junge Lehrerin feines Heimatdorfes. Es fehlt dabei nicht an einigen Schwierigkeiten und Hindernissen, auch nicht an Mißverständnissen und Eifersüchteleien, so daß der Hoferbe schon fcfft entschlossen ist, wieder zur See au gehen. Aber im letzten Augenblick, und ehe noch die Lokomotive des Zuges pfeift, der ihn entführen soll, hellt sich plötzlich der Himmel der Liebe für ihn auf und er bleibt zu Hause. Das ist in kurzen Zügen die Handlung des Films, der aber daneben noch eine Fülle von trefflichen Schilderungen aus dem dörflichen Leben bringt. Unter der Regie von Ferdinand Dörfler wurde der Bildstreifen nach einem Lustspiel von Maximilian Vitus gedreht und manche Szene mit viel Liebe ausgpmalt. In der Darstellung weiß sich zunächst Sepp R i st als heimkehrender Matrose und Erbe des Fischerhofes alle Sympathien zu sichern. Sein klares männliches Auftreten, seine Selbstüberwindung und schließlich seine Kraftfülle im Kampf mit einem wildgewordenen Stier imponieren mächtia. Auch seine Partnerin, die junge Lehrerin des Dorfes, von Carla Rust liebenswert dargefteltt, kann sich dem Eindruck seiner starken Persönlichkeit auf die Dauer nicht entziehen. Als heiratslustige Berlinerin schneit Grete Weiser in die dörfliche Idylle und bildet das Salz in der Suppe. Franz S ch a f h e i t l i n erscheint als Elegant und Mitbewerber um die Gunst der jungen Lehrerin, während Gustav Waldau als Fischerknecht, Margarete Hagen sehr originell als Magd und .Gerda D r e g e x als Wirtin zur „Seerose" das dörfliche Element Vertretern Die Berge des Salzkammergutes und ein idyllischer See sind der wirkungsvolle Hintergrund für das launige Spiel, von dem man sich gerne unterhalten und erheitern läßt. Im Beiprogramm interessiert neben der Wochenschau ein anschaulicher Film, der die wichtigsten deutschen Flugzeuge, die sich im Kampf über den bisherigen Kriegsschauplätzen bewährt haben, in sehr instruktive Bilder geigt H. L. Neuner. Zeitschriften. — Im neuen Heft der „M odenwel t" findet man alles, was Frauen sich wünschen und leistet können, denn die Modenwelt denkt bei ihren Vorschlägen stets an die Möglichkeiten, die jeder Frau im Rahmen ihrer Kleiderkarte gegeben sind. So spricht schon der erste Aufsatz über die Erfahrungen, die mit der Punktkarte gemacht worden sind. Dann werden die Neuerungen der diesjährigen Mode bet' sprachen und dann kommen Modelle über Modelle Da gibt es gestrickte Kleider, Pullover, Jacken und Strümpfe, Herbstmäntel, Complets und Kostüme, Dormittagskleider, Nachmittagskleider mit Sticken reien und Band, Abendkleider aus Seide und Bro^ tat, Blusen für alle Tageszeiten, hübsche praktische: Wäsche, modische Kleinigkeiten, Taschen, Frisuren usw. Dem Heft liegen zwei Schnittebogen und ein Handarbeitsbogen bei. — Der Maler Paul Padua wird im Augustheft von VelHagen & Klasings Monatshe f ä t e n gewürdigt. Andere Beiträge schildern einen Fliegerhorst an der Nordsee und „Des Weidmanns Kleid im Wandel der Zeit". Eines der merkwürdigsten Kapitel aus der dänischen Geschichte, den Deutschen Sttuensee, schildert der Heidelberger Professor Dr. Willy Andreas, lieber kinderlose Ehen schreibt der Berliner Frauenarzt Dr. Walter Braun. An Erzählungen veröffentlicht das Heft heitere Sommergeschichten von Rudolf Habetin, eine fröhliche Novelle „Der Luftballon" von Franz Hänle, und eine satirische Erzählung „Der Spaßmacher und seine Freunde" von dem italienischen Dichter Rocco Cartoscelli. Den politischen Fragen der Gegenwart geht ein Aufsatz von General Kabijch übex de« Schicksalsweg deutscher Kraft «gch. Aus Der engeren Heimat praktische Heimatkunde. Lpd. Friedberg, 29.Juli. Der Friedberger Geschichtsverein und die Wetterauer Museums gesell- schäft, die sich in den letzten Jahren in besonderem Matze um die heimatkundliche Arbeit verdient gemacht haben und deren Ausspracheabende Hörer aus dem gesamten ob erh es fisch en Raum versam- mett sehen, legen nunmehr ihre Deranstaltungs- r folge für das zweite Halbjahr 1940 vor. Zunächst ist am 18. August ein Dagesausflug nach Frankfurt a. M. vorgesehen, in dessen Verlauf man den Sehenswürdigkeiten der Altstadt einen Besuch ab- statten wird. Am 6. September spricht im Rahmen eines Vortragsabends Kreisschulrat Köth über „Die Wetterau im FarbenbiD" und am 4. Oktober wird gelegentlich eines Ausspracheabends Obermedizinalrat Dr. Rebel „Alte Familiensilhouetten aus dem Besitz der Familie Rebel" erläutern. Ein weiterer Ausspracheabend bringt am 1. November einen Dorttag von Dr. W. Bel^ über „Wertgeheimnisse mittelalterlicher Bauhütten , gezeigt an Bauten unserer Heimat". Die Reihe der Veranstaltungen wird beschlossen am 6. DezerÄer mit einem Vorttag von Prof. Dr. Ehr. Waas. Dieser bekannte Wetterauer Heimatforscher spricht über das Thema „Hessen-Nassauer Landgänger, ein trübes Kapitel aus der deutschen Kleinstaaterei". Landkreis Gießen. = Steinbach, 30. Juli. Am morgigen Mittwoch, 31. Juli, feiert der Landwirt Philipp Melchior Haas in bester Gesundheit seinen 70. Geburtstag. Herr Haas, dessen Schwiegersohn seit Kriegsausbruch im Felde steht, kann noch die ganze Land- wirtschaft besorgen. (Unseren Glückwunsch zum Ge- burtstag!) Arbeitsscheuer Einsiedler festgenommen LPD. Betzdorf, 29. Juli. Unweit des als Schisportgelände bekannten Stegkopfes kam die Polizei dieser Tage einem verdächtigen Mann auf die Spur, der sich schon seit 1938 von jeder Arbeit gedrückt hatte und in den Wäldern hau st e. In einem verborgenen Dickicht hatte er sich eine Waldhütte aus Ginster unp Reisig errichtet, in der er die aanze Zeit hindurch hauste. Der seltsame Wald- oewohner, dem neben Arbeitsscheu auch noch andere Eigenschaften zugesprochen werden, die das Licht der Oeffentlichkeit nicht vertragen, wurde in Haft genommen. Lehrgang im Korbballspiel für Turnerinnen. Der Bereichsfachwart für Sommerspiele, Dr. Pfeffer (Gießen), führte am Sonntagvormittag in Heuchelheim einen Lehrgang im Korbballspiel für Turnerinnen durch, zu dem 35 Spielerinnen aus Friedberg, Hanau, Heuchelheim, Krofdorf, Wetz- laf und Wieseck erschienen waren. Die praktische Arbeit begann mit Vorübungen, Zuspiel im Kreis und zu Paaren im Lauf, ohne und mit Prellen. In Parteispielen und besonders am Korbraum wurden das Zuspiel und die Stellung zum Gegner geübt. Die anschließenden Uebungsspiele zeigen, daß in den anwesenden Vereinen bereits gut vorgearbeitet wurde. Es wäre sehr zu wünschen, daß dieses schöne Spiel für Turnerinnen in allen Turn- und Sportgemeinschaften gepflegt wird. Im Bezirk Gießen wird in nächster Zeit eine große Spielrunde im Korbball durchgeführt. Dr. Pfeffer ist bereit, allen Gemeinschaften, die Korbball einführen wollen, mit Rat und Tat zu helfen. Spiele um die Vereichsmeisterschaft. Der Nachmittag brachte das Ausscheidungsspiel um die Teilnahme am Endspiel um die Bereichsmeisterschaft. Diesem Hauptspiel, das den Sieger für den Sportgau Hessen-Nassau ermitteln sollte, ging als Lehrspiel ein Freundschaftsspiel Wieseck — Heuchelheim voraus, in dem die am Vormittag erworbenen- Kenntnisse bereits praktisch verwertet werden konnten. Nach gleichwertig guten Leistungen trennten sich die beiden Mannschaften mit 2:4 für Heuchelheim. Dann traten Turngemeinde Hanau und Turnverein Wetzlar zum Entscheidungsspiel an. Während man zunächst Hanau als der wettkampferfahreneren Mannschaft die besten Aussichten einräumen mußte, lieferte Wetzlar ein vollkommen gleichwertiges Spiel und ging bis zur Pause mit 1:0 in Führung. Hanau konnte in der zweiten Halbzeit ausgleichen, so daß das Spiel 1:1 unentschieden stand und verlängert werden mußte. Auch jetzt ging Wetzlar wieder in Führung, und Hanau konnte nach Seitenwechsel durch einen 4-Meter-Wurf abermals ausgleichen und gewann dann in der zweiten Verlängerung knapp mit 3:2. * Der Sieger, Turngemeinde Hanau, spielt am nächsten Sonntag in Heuchelheim um die Bereichsmeisterschaft gegen CT. Kassel. Turnverein Wetzlar wird vorher gegen die Mannschaft des Turnvereins Heuchelheim ein Freundschaftsspiel austragen. H. Kugelstoßen (5 Kilo): 1. Sack, 6/116 (Tv. Heuchelh.), 12,98 Meter; 2. Kreiling, 6/116 (To. Heuchelh.), 12,49; 3. Gante, 3/116 (SV. 1900), 12,20. Diskus : 1. Sack, 6/116 (Tv. Heuchelh.), 30,30 Meter; 2. Kreiling, 6/116 (To. Heuchelh.), 28,90; 3. Semper, M.-HI. 1/116 (SV. 1900), 27,80 Meter. Speer: 1. Engel, 15/116 (SD. 1900), 50,05 Meter; 2 Demper, M.-HI. 1/116 (SD. 1900) 29,90 Mtt. Keulenweitwurf: 1. Cttgel, 15/116 (SD. 1900), 70,10 m; 2. Sack, 6/116 (Tv. Heuchelheim), 53,00; 3. Demper, M.-HI. 1/116 (SV. 1900), 52,50. 4 X 100-Meter-Staffel: 1. Gießen I, 47,2 Sekunden; 2. Gießen 11, 50,4 Sek.; 3. Heuchelheim, 50,6 Sekunden. —1— Ergebnisse her sonntäglichen Handballkämpfe. Während die Spiele der Ausgleichsrunde ihren Slanmäßigen Verlauf nehmen, gab es durch das üsfcheiden des Tv. Dornholchausen abermals einen Ausfall. Die Entscheidung liegt nunmehr zwischen Hochelheim und Garbenheim, die sich an einem der nächsten Sonntage gegenüberstehen werden. Im übrigen gab es folgende Ergebnisse: To. Lang-Göns — To. Dutenhofen 10:8 (6:6) Tuspo. W.-Niedergirmes — Tv. Hörnsheim (kampflos für Hörnsheim) Tv. Lützellinden — Tv. Holzheim 12:8 (6:4) Tv. Oberkleen — Tv. Lang-Göns II 2:8 (2:4) Tv. Klein-Linden — To. Großen-Linden 10:8 (7:1) Tv Krofdorf — Tv.Atzbach 11:5 (5:5) Tv. Krofdorf Jgd — Tv. Atzbach Jgd. 7:6 (4:3) Tv. Launsbach — Tv. Heuchelheim 1:8 (0:6) Spgde. Großen-Buseck — Tv. Beuern 3:5 (1:3). Zu einem harten Kampf kam es in Lang-Göns. Beide Mannschaften setzten sich resllos ein. Lang- Gönp konnte einen knappen, nicht ganz unverdienten Sieg sicherstellen. Niedergirmes war durch eine andere Veranstaltung gehindert, rechtzeitig anzutreten. So kamen die Gäste zu zwei billigen,Punkten. Holzheim konnte in Lützellinden gut gefallen. Seine junge Mannschaft legte ein schönes Spiel vor und wurde nicht ganz verdient geschlagen. Lützellinden, das verstärkt antrat, ließ viel von seinen sonstigen Leistungen vermissen. Oberkleen enttäuschte, diesmal stark. Dafür aber boten die Gäste eine vorzügliche Leistung und siegten wie sie wollten. Daß die Krofdorfer Mannschaft mehr und mehr im Kommen ist, beweist der eindeutige Erfolg über die gewiß nicht schlechten Atzbacher mehr als zur Genüge. Nach einer vollkommen ausgeglichenen ersten Halbzeit wurde Atzbach zusehends in die Verteidigung gedrängt und mußte sich hoch geschlagen bekennen. Eine ansprechende Leistung zeigte Launsbach auch diesmal wieder. Trotzdem nämlich Heuchelheim recht spielstark ist, gelang es ein achtbares Ergebnis zu erzielen. In Großen-Buseck gab es Meinungsverschiedenheiten mit dem Schiedsrichter. Dadurch aber ging viel nützliche Zeit verloren, so daß der Sieg dann zum Schluß an die eifrigen Gäste abgetreten werden mußte. Stadtelf Gießen - Wehrmacht Wetzlar. Arn morgigen Mittwochabend trifft die Stadtmannschaft Gießen in einem Freundschaftsspiel auf eine Mannschaft der Wehrmacht. Den Gästen geht ein guter Ruf voraus, denn es gelang ihnen, die gewiß starke Stadtelf von Wetzlar hoch zu schlagen. Die beiden Wetzlarer Vereine Sportverein und Sportfreunde wurden ebenfalls von ihnen besiegt. In der Elf spielt u. a. auch der bekannte Spieler M ö b s, der jahrelang in der Eintracht Frankfurt mitwirkte. Die Gießener, die am Sonntag eine knappe Niederlage einstecken mußten, haben daher ihre Mannschaft durch einige „Neuerwerbungen" erheblich verstärkt; man hofft dadurch besonders die Stürmerreihe zu beleben. Wenn auch an einen Sieg nicht zu denken ist, so steht doch ein spannendes Spiel in Aussicht. Fußball in Gießen-Klein-Linden. Klein-Linden Igd. — Staufenberg Igd. 5:0 (3:0). Die Gastgeber zeigten sich den Gästen stark überlegen. Durch einen zum Tor verwandelten Eckball konnte Klein-Linden schon wenige Minuten nach Anstoß in Fichrung gehen. Die Verteidigung der Gäste konnte dem Drängen des Klein-Lirwener Sturmes keine genügende Abwehr entgegenstellen und mußte immer wieder erleben, daß der Ball im Netz landete. Auch die zweite Halbzett stand ganz im Zeichen der Ueberlegenhett von Klein-LirUren, so daß dem Gegner selbst das Ehrentor versagt blieb. Klein-Linden — Großen-Linden 10:8 (7:1). Beide Mannschaften trafen sich in Klein-Linden zum Freundschaftsspiel. Klein-Linden war in der ersten Halbzeit stark überlegen, so daß sich das Spiel fast nur ttn Raum der Gäste abwickelte, und konnte bis zur Halbzeit ein schönes Spiel zeigen. Rach der Pause aber war es für Klein-Linden schlecht bestellt. Die Spieler hatten sich völlig aus- gegeben. Nun konnte Großen-Linden sein altes Können wieder unter Beweis stellen, zeigte ein schönes Zusammenspiel und holte Tor um Tor auf. Leichtathletikkamps Gießen - Heuchelheim. Es war beabsichtigt, am vergangenen Sonntag auf dem Sportplatz des 23fB.°R. in Gießen einen HJ.-Mannschaftskampf zwischen den Standorten Gießen und Heuchelheim zur Durchführung zu bringen. Infolge einiger besonderer Umstände (Teilnahme an anderen Veranstaltungen) fehlten aber in allen Mannschaften einige der besten Leistungssportler, so daß zur erfolgreichen Abwicklung des Mannschaftskampfes wenia Aussicht vorhanden war. Mtt Rücksicht darauf, entschloß man sich, von der Mannschaftswertung Abstand zu nehmen und als Ersatz dafür, einige Cinzelwettkämpfe auszutragen. Diese Wettkämpfe wickelten sich dann reibungslos ab und brachten zum Teil sehr gute Ergebnisse. Besonders günstig auf die Leistungen unserer jugendlichen Leistungssportler hat sich ihre Teilnahme an den wöchentlichen Trainingsabenden der Arbeitsgemeinschaft der Gießener Leichtathleten ausgewirkt, die vom Fachamt Leichtathletik durchgeführt werden. Die gute Zusammenarbeit zwischen der Hitler-Jugend und oem NSRL. wird auch für die kommende Zeit die Gewähr für die Weiterentwicklung der Leichtathletik Meben. Im Standort Heuchelheim sorgt für die leichtathletische Betreuung der Jugend der ftühere Langstteckler Hans N e i d e l, ebenfalls in engster Zusammenarbeit mit dem dortigen Turnverein. Don den erzielten Ergebnissen darf der Speerwurf des Jg. Kurt Engel (Spielvereinigung 1900) mit 50,05 Meter besonders hervorgehoben werden. Seine Leistung im Keulenweitwurf mit 70,10 Meter ist gleichfalls recht gut. Nach dieser gut gelungenen Veranstaltung, die den Beweis erbrachte, daß es leistungsmäßig in der Leichtathletik der Jugend aufwärts geht, werden nunmehr in nächster Zett die HJ.-Mannschasts- kämpfe zur Durchführung gebracht. Die Ergebnisse. 1 0 0 M e t e r: 1. Dietrich, M.-HI. 1/116 (VfB.- Reichsb.), 12,4 Sek.; 2. Demper, M.-HI. 1/116 (SV. 1900), 12,6; 3. Rinn, M.-HI. 1/116 (Tv. Heuchelheim), und Krieger, M.-HI. 1/116 (Tv. Heuchelheim), 13,0 Sekunden. 400 Mieter : 1. Jox, M.-HI. 1/116 (SV. 1900), 55,8 Sek.; 2. Gehl, Flieg. 1/116 (SV. 1900), 58,3; 3. Wieder, M.-HI. 1/116 (SB. 1900), 61,0 Sekunden. 1000 Meter: 1. Heck, SRD. 1/116 (SV. 1900), 2:47,6 Minuten; 2. Kreiling, 6/116 (Tv. Heuchelh.), 2:48,3; 3. Cawein, M.-HI. 1/116 (DsB.-R.), 2:58,0. Weitsprung: 1. Engel, 15/116 (SV. 1900), 5,83 Meter; 2. Dietrich, M.-HI. 1/116 (VfB.-R.), 5,69; 3. Schonebohm, DJ. (SV. 1900), 5,60 Meter. Hochsprung: 1. Schonebohm, DJ. (SV. 1900), 1,55 Meter; 2. Dietrich, M.-HI. 1/116 (DfB.-R.), 1,55; 3. Gante, Mot. 3/116 (SV. 1900), 1,50 Meter. Dreisprung: 1. Dietrich, M.-HI. 1/116 (VfB.- Reichsb.), 11,80 Meter; 2. Engel, 15/116 (SV. 1900), 11,62; 3. Krieger, 6/116 (Tv. Heuchelh.), 11,30 Mtt. Wirtschaft. * Bausparkasse GdF. Wüstenrot in Ludwigsburg. Nach dem Jahresbericht dieser Bausparkasse waren die privaten Bausparkassen'an der Finanzierung der 1939 errichteten 200 000 Wohnungen dit der Zuteilung von 130 (i. V. 100 Mill. RM. Dertragssumme beteiligt. Die GdF. erzielte 1939 die bisher größte Jahreszuteilung einer einzelnen Bausparkasse allein, es wurden für 4859 (2242) Bausparverträge 51,76 (24,03) Mill. RM. zu geteilt, davon werden 1249 $ ertrage über 14,68 Mill. RM. vorläufig fortgesetzt. Im neuen Jahr hielt die Steigerung der Zuteilungssumme an. Die Gesamtzuteilungen erreichten Ende des Berichtsjahres 326,11 (283,59) Mill. RM. für 26 238 (21 403) Bausparverträge. Der Krieg beeinflußte die Abschlußtätigkeit wenig, im Berichtsjahr wurden 3432 (4614) Verträge mit 47,308 (55,43) Mill. RM. 23er- traassumme abgeschlossen, im 1. Halbjahr 1940 erreichten die Neuabschlüsse schon 30,94 Mill. RM. Ende 1939 bestanden nur noch 4857 (8893) anwartschaftsberechtigte Verträge mit 57,2 (98,49) Mill. RM. Summe, ihre Zahl ist inzwischen weiter stark gesunken. Die durchschnittliche Vertragssumme stieg auf 12 600 (12 400, bei Neuabschlüssen auf 13 800 (12 000) RM. 97 v. H. aller gewährten Darlehen betrugen nicht mehr als 15 000 RM. Die Rückstände an Zinsen und Tilgungen machten 1,96 (1,55) v. H. der Gesamtpflichtleistungen aus. In der Bilanz entfallen 64 (76,4) v. H. der Bilanzsumme von 58,05 (74,66) Mill. RM. allein auf Darlehen, anderseits 82,55 (83,63) v. H. der Bilanzsumme auf Sparguthaben. — Der Gewinn von 0,11 (0,29) Mill. RM. wird wieder den Rücklagen zugewiesen. Äor einer reichen Kartoffelernte. LPD. Gebhardshain, 29.Juli. In dem als Kartoffelland bekannten Gebiet des rheinischen Westerwaldes und des angrenzenden Nassau stehen in diesem Jahr die Kartoffelfelder in seltener Ueppig- keit. Seit Jahren wiesen die Felder keine so prachtvollen Stauden auf, und die ersten Bodenkonttollen Beschädigtes und zerrissenes Verdunkelungsmaterial kann seinen Zweck nicht mehr erfüllen. Wer nicht rechtzeitig für Ersah sorgt, gefährdet Besitz und Leben seiner Mitmenschen! haben ergeben, daß der Besatz mit Knollen über alles Erwarten reich ist. Die somit zu erwartende gute Ernte ist nicht zuletzt auf die neuzeitliche Bodenbewirtschaftung zurückzuführen, sowie auf die Erkenntnis, daß frisches Saatgut in erster Linie reiche (Erträge garantiert. Während in früheren Jahren im Westerwald hauptsächlich Industrie- kartosfeln gepflanzt wurden, bevorzugt man jetzt die krebsfesteren Sorten wie Ackersegen, Ostbote, Flawa und Nordost, die trotz des Höhenklimas hier sehr gut gedeihen. . , Die schöne Melusine Roman bon Hans Richter 13. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Zwei Autostunden von Berlin oder drei. Kommt natürlich auf den Wagen an. Mein Bekannter sagt, wir richten Pendelverkehr mit Berlin ein. Weißt du was, Agnes? Natürlich weiß ich was. Wenn der Alte im Reisebüro nicht so grob gewesen wäre, hätte ich ihm das Geschäft zugeschanzt, so natürlich —" „Sie wollen also einen Ueberlandwagen mieten, Fräulein Sprenger?" „Will ich. Sie sollen doch solch einen fabelhaften neuen Typ haben. Den habe ich meinem Bekannten natürlich sofort empfohlen. Für Ueberlandwagen nur Hellwig & Holzmann, habe ich gesagt." „Sehr nett, aber der neue Wagen ist schon disponiert", läßt Hellwig kühl fallen. „Dann müssen Sie eben umdisponieren, Herr Hellwig, Sie können mir doch nicht Ihre alten Schunkelkästen andrehen wollen." „Alte Wagen haben wir überhaupt nicht, aber ich will mit meinem Teilhaber reden. Sie bekommen einen guten Wagen. Wann geht's denn los?" „Donnerstag oder Freitag." „Und wohin haben Sie mir auch noch nicht ge- fagt" „Nach Schloß Lüchow. Wir haben Lüchow für zehn Tage belegt. Wollen mal sehen, was wir für einen Betrieb da machen. Tonwagen, Friseur, Garderobiere, Kurbelleute. Ganz groß." Agnes Sprenger ist nun einmal, wie sie ist. Sie kann das Kokettieren nicht lassen. Außerdem hat sie diesen outen Bären immer für einen ganz netten Kerl ge- halten. „Kommen Sie mit, Hellwig, Sie haben so was doch auch noch nicht gesehen. „Ich bin tioer Wochenende besetzt." „Macht nichts, dann kommen Sie nach. Also, nicht wahr, Angebot an Kolossalfilm, heute noch. Schicken Sie es durch Boten. Morgen wird alles schriftlich bestätigt." Als sie draußen ist, atmet Wilhelm Hellwig erleichtert auf. Einerseits gar keine schlechte Idee, mal Mit der kleinen Krabbe nach diesem — wie hieß es doch? — Lüchow, Schloß Lüchow, richttg, zu fahren. Aber andererseits. Er wird am Sonntagmittag mit Tilde Rohloff zusammen eine Reise ins Blaue antreten. Richt nach Lüchow und nach diesem vermanschten Ostpreußen, ganz woanders hin. Man macht doch kettle Fahrten in Gegenden, die wie Ostpreußen aussehen. Und daran, daß die Filmleute den Sommernachtstraum kriegen, ist überhaupt nicht zu denken. Sttaßenbummler, beige mit braun, ist auch sehr hübsch. 13. Greta Kran ick, in den Deetjenwerken selten anders als Kranich genannt, steht im Atelier an ihrem Arbeitstisch und wirst teils besorgte, teils nuß- billigende Blicke auf den Platz neben sich, der immer noch frei ist. Dabei ist es schon zehn Uhr. Sie hat alles, was notwendig ist, um sich herum aufgebaut. Einen Berg Tonmasse, Messer, Formen, und arbeitet an einer Keramik, die, wenn sie fertig ist, einmal eine Grabplatte werden soll. Vorläufig ist nur die Platte aus rotem Ton da, doch weich, noch ohne jede Inschrift, aber ein paar Linien und Aussparungen zeigen die Stellen bereits an, auf denen später zu lesen sein wird, daß Berta Josefine Pfeiffer, geborene Raucheisen, im biblischen Alter von neunundsiebzig Jahren verstorben ist. Greta Kranick hat diese Josefine Pfeiffer nicht gekannt. Ihre Stärke ist besonders dar Erfinden und Schneiden schöner Schriften. Aber sie nimmt sich dieser Arbeit, wie überhaupt jeder, die sie tut, mit einer fast mütterlichen Sorgfalt an. Im Augenblick bildet sie einen Palmenwedel, der über einem liegenden Kreuz angebracht werden soll, und fährt mit geschickten Fingern über die einzelnen Blattspitzen. Greta Kranick ist schwer zu schätzen. Sie ist nicht groß, ein wenig rundlich, und das madonnenhaft gebettelte Haar wird von einigen grauen Strähnen durchzogen. Man möchte ihr Atter aber eher nach dem jungen Gesicht und nach den leuchtenden Augen als nach diesem Grau einschätzen — und wahrscheinlich tut man recht daran. Jetzt eben wird die Tür aufaerissen, und Heinz Deetjen stürmt herein, streift seinen weißen Arbeitskittel über und läßt sich auf einen Schemel fallen. „Sie sind wieder einmal sehr spät daran, Heinz", sagt Greta Kranick. Der wehrt ungeduldig ab. „Keine Moralpauken, Kranich. Die wird Vater schon hatten, wenn es so weit ist. War er übrigens schon hier?" „Herr Deetjen war vor etwa einer halben Stunde hier." „Na und?" „Ich habe gesagt, Sie wären wahrscheinlich im Betrieb, vielleicht in der Farbkammer oder oben bei den lRischern." „Und das hat er geglaubt?" „Es schien nicht so." Heinz Deetjen fährt auf und steht in seiner ganzen Länge vor der kleinen Frau. „Ich will Ihnen sagen, wo ich gewesen bin: ich habe im Walde gelegen und habe mir die Sonne auf die Nase scheinen lassen." „Sie brauchen das Ihrem Vater nicht gerade mit derselben Deutlichkeit zu erzählen, Heinz, Sie wissen doch, wie er darüber denkt." „Natürlich weiß ich das. Ich soll Bürostunden einhalten, ich soll Muster entwerfen. Wissen Sie, womit Ofen drei eben gerade gefüllt wird? Mit schwarzen, grünen und roten Katzen, Pudeln, Elefanten und anderen Scheusälern. Ein ganzer Ofen voll. Und das brennt dann seine sechzehn oder acht- e Stunden, und wenn sie herauskommen, leuchten Viecher sogar noch." Greta Kranicks Finger hantteren an dem Kreuz, das nicht ganz so ausgefallen ist, wie sie es sich wünscht. „Sie wissen doch, daß wir in erster Linie Gebrauchsware Herstellen, Tassen, Teller, Schüsseln, Töpfe." „Sie brauchen es mir nicht aufzuzählen, Kranich. Wissen Hie eigentlich, wo all die Scheusäler hingehen?" Die kleine Frau lächelt. „Eigentlich sollten Sie als Sohn des Hauses mich das nicht fragen müssen." „Ich frage Sie aber, weil ich von dem Buchkram nichts verstehe." „Ueberallhin, Heinz, ins Inland und ins Ausland. Die Ware wird verlangt, und Ihr 23ater ist Kaufmann und wird einen sicheren Markt, den er mit eigener Kraft erobert hat, nicht anderen über- lassen." „Aber dazu braucht er mich doch nicht." Greta Kranick bleibt geduldig wie immer. „Herr Deetjen rechnet damit, daß Sie eines Tages die Leitung des ganzen Werkes übernehmen werden, Heinz, nicht nur die der künstlerischen Abteilung, sondern aller Abteilungen. Herr Deetjen rechnet damit, daß die Fabrik auf ihrer Höhe bleibt, nicht nur um Ihretwillen. Er denkt auch an Ihre beiden Schwestern." „Sie hätten Pastor werden sollen, Kranich. Sie können wundervoll predigen. 2Iber ich bin auch nicht von gestern. Sehen Sie, neulich war ich in Berlin im Märkischen Museum. Waren Sie schon einmal im Märkischen Museum?" „Doch", sagt Greta Kranick. „Ich gehe sehr gern in Museen, ich liebe aste Städtebilder und alte Dinge. Ich finde mich leichter in ihnen zurecht als in den neuen. Aber das ist wohl eine durchaus persönliche Einstellung." „Deshalb sitzen Sie auch immer noch hier in den Deetjenwerken im alten Hallersdorser Teerofen, wo nichts als Wald und Wasser in der Gegend ist. Dabei hätten Sie längst einen besseren Posten in München haben können." „Ich liebe aber Wald und Wasser, und ich liebe die Arbeit hier. Aber Sie wollten vom Märkischen Museum sprechen?" „Da sind alte Keramiken, die hier einmal her- gestellt worden sind. So vor hundertfünfzig Jahren. Das war auch einmal Gebrauchsware, aber es h>ar viel künstlerischer als das, was wir heute machen." „Es war ja auch Handarbeit." „Naja, unsere Arbeit ist auch Handarbeit. Aber ich wollte Ihnen erzählen, warum ich im Walde gelegen habe. Wir brauchen doch etwas für die große Ausstellung, etwas, das die Abteilung Kunst angeht, nicht die Katzen und Eulen. 253rr müssen ein Aushängeschild haben. Haben Sie sich einmal die alten babylonischen Topfscherben angesehen, die blauen, wissen Sie?" „Natürlich." „2Barum bekommen wir die Glasur nicht heraus, diese von innen heraus leuchtende Glasur, die die Urfarbe unverändert erhält? Ich will eine Figur machen, und für die will ich eine ganz neue Glasur haben. Etwas, wo der Laie einfach sagt, daß es schön ist, und wo der Fachmann nicht weiß, wie man es gemacht hat." (Fortsetzung folgt)