Samstag. 30. / Sonntag, 31- Marz 1940 • Samstag, 30. jj GießenerAnzeiger 01 Mhi rttrfci Eine Dr. Graszynfki, Wojewode. Für dieVedmsniffe derZnnenpoMLHamberlains anstaltW - polen vor zwei Möglichkeilen Sern i t Paris, den 29. März 1940. Streng geheim! Kattowitz, 2. November 1938. Geheim! Botschaft der Republik Polen in Paris. R 2/3 An den Herrn Außenminister in Warschau. redung ist deshalb von großer Bedeutung, weil Herr Krulis Randa einer der hervorragendsten tschechischen Industriellen ist, welcher auch kürzlich als Kandidat für den Präsidentenposten der Tschecho-Slowakifchen Republik genannt wurde. Als er über die Politik der Tschecho-Slowakei sprach, äußerte er sich folgendermaßen: „Tausend Jahre hindurch sind die Tschechen politisch in der Gesamtheit des Römischen Reiches tätig gewesen. Nach der Erlangung der Selbständigkeit tauchte in der Tschecho-Slowakei eine Gruppe von Menschen auf, welche die tschechische Politik selbständig zu machen versuchte. Die Geschichte hat sie weggesegt. Der Versuch ist nicht gelungen. Jetzt muß meiner Ansicht nach der tschechische Staat zu seiner alten Rolle als Teilnehmer am p o l i t i s chen Schicksal des Deutschen Reiches zurückkehren. Die tschechische Politik richtet sich in dieser Richtung aus." Unter Berücksichtigung der Stellung von Herrn Krulis Randa besitzen diese Worte ihren besonderen Wert und sie zeugen von Tendenzen, deren Aeuße- rungen wir auch noch auf anderen Gebieten beob- Anlage. Der Chef der Sektion IV, der Abteilung II des Generalstabs. Benach, Dipl.-Oberstleutnant. x Traurig, ja fast tragisch ist es, daß es sich in der gegenwärtigen Situation nicht um d-ie Interessen eines einzelnen Landes, sondern — ohne schau vom 2. November 1938. Der Wojewode von Schlesien. Nr. Pr. 150 TJ. den Herr Minister! Ich halte es für meine Pflicht, über den Inhalt einer Unterredung zu berichten, welche zwischen Sürnbett - auch in 1 Aelch 1 en, aber ai°n, bts Frgamsaiion und Vorbereitung für -en künftigen Konflikt" 'n Sport? mir Qufoj ?r solch«! h, oenn •• rreine tctb iti ihren ■ ereilen, k Vereine ■ sporssch: gungtn br der hch gs, m b »reihntg jn üblichen Er ttamptia! ichleti'che S I rridü roirt n Betbeor: tiegen, in cmfy. Mitteln.^ Zmittag i m finde. M 2T/ro altung fü - yx ober U ; Deranstit neuen Anr vor aller leibesübini: e Bewohn: Hierdurch wird ein allgemeiner europäischer Konflikt entstehen, in dessen erster Etappe wir den Druck der ganzen deutschen Macht werden aushalten müssen. Unsere gesamte Kriegsindustrie wird nicht nur bedroht sein, sondern wir können sie sogar verlieren. Hieraus werden sich schon zu Anfang des Konfliktes nicht nur für uns, sondern ebenso für Frankreich und England die schlimmsten Bedingungen ergeben. Im zweiten Fall wird das Scheitern der Verhandlungen mit London für Hitler ein Beweis der Unaufrichtigkeit und Schwäche der Politik Englands und Frankreichs sein und ihn zu neuen Expansionsunternehmungen in Ost- und Mitteleuropa auf muntern, die früher oder später zur Katastrophe eines Krieges führen müssen. Bei diesem Stand der Dinge itz es ebenso, rmbisch Witz ver- „Von Portugal aus gesehen." Englische Militärmission bei der Kriegsvorbereitung Uebertreibung — um die Vermeidung eines katastrophalen kriegerischen Konflikts handelt. Zum Beispiel der Fall Polen. Ich kenne weder den Text des englischen Vorschlages, noch die Absichten Hitlers. Ich mache mir jedoch auf Grund zweifelloser Aspekte meine eigenen Gedanken über die wirkliche Lage. Die unvorsichtige, in der Form leichtsinnige, im Inhalt lückenhafte englische Initiative läßt die polnische Regierung zwischen der Kompromittierung der Beziehungen zu Deutschland oder dem Scheitern der Verhandlungen London wählen. Im ersten Fall kann HiUer sich gezwungen sehen, uns gegenüber die Anwendung von Zwang zu versuchen, worauf wir nicht anders werden antworten können als bewaffnet. e Berlin, 29. März. (DNB.) Das Auswärtige Imt übergibt heute der Öffentlichkeit in einem r uen Weißbuch eine Reihe amtlicher polni - scher Originaldokumente, die außer- lidentlich aufschlußreich für die Vorgeschichte des Sieges sind. Die Dokumente stammen aus den nach lir Besetzung von Warschau in deutsche Hand ge- fllenen umfangreichen Beständen von Akten des jolnischen A u ß e n m i n i st e r i u m s , .die, so- r*?it sie für die Vorgeschichte des Krieges von Be- 1 Altung oder sonst von allgemeinem Interesse sind, zir Zeit gesichtet und fortlaufend veröffentlicht isrben sollen. Das jetzt herausgegebene Weißbuch i die erste Folge dieser Veröffentlichungen. Die in im im Faksimile-Druck mit deutscher Übersetzung i .ebergegebenen Dokumente werfen ein bedeutsames ueues Licht a u f die ganze politische Entwicklung, die zum Kriege geführt hat. Sie Nthüllen in voller Klarheit, wo die Drahtzieher des Hege5 saßen, mit welchen Mitteln sie arbeiteten i,d welche Ziele sie verfolgten. iAus dem Weißbuch veröffentlichen mir heute die Iiokumente Nr. 2, 3 und 11. (Dokument 2) Schreiben des polnischen Generalstabes (Abteilung II) in Warschau an das Ministerium des Auswärtigen in Warschau. Generalstab Abteilung II L. 17 731/11. S. O. Warschau, den 8. VIII. 1938. Beurteilung der internationalen Lage. Von Portugal aus gesehen. Geheim! Ministerium des Auswärtigen, politisches Departement, hier. Ich übersende dem Herrn Direktor eine Abschrift des Berichts unseres Militärattaches in Lissabon zur Kenntnisnahme und bitte um eine Weisung für mein Verhalten zu den in dem Bericht dargelegten Ansichten der ausländischen Offiziere. gen. Auf diese Weise gibt man dem Gegner den wertvollsten Trumpf, den der Ueberraschung, in die Hand. Doch ist man.über diese Ansicht schon etwas hinausgekommen. Er hält es für möglich, sich mit den Italienern zu verständigen. Zusammenfasfend möchte ich die Ruhe und Einheitlichkeit der Ansichten bei den Vertretern Englands, Frankreichs und der Vereinigten Staaten betonen. Ein tschechisches Urteil. Dokument 3. Schreiben des Wojewoden Dr. G r a s z y n s k i in Kattowitz an den polnischen Außenminister in War- W h Md Annahme von Anreigen für die Mittagsnummer bis8'/?Uhrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel l Abschlüsse MengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 °/»mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. Stabes bin ich auch persönlich d-er Meinung, daß wir mit dem Kriege anfangen sollten, und zwar gleich." Er motivierte das damit, daß Deutschland durch neues Kriegsmaterial überraschend wirken könne, daß die Armee unvorbereitet sei, denn es mangele ihr vor allem an entsprechenden Kadres, das alte Flugzeug- und Panzer- material sei wenig wert und mit verbesserten bzw. neuen Einheiten nur ungenügend ausgerüstet, außerdem führte er die wirtschaftliche und moralische Lage des Landes an (Möglichkeit eines Sturzes des Regimes). Es mangele Deutschland an Erz, Del, Kautschuk und Lebensmittely. Der eventuelle Bundesgenosse Italien sei in einer noch schlechteren Lage, da er überhaupt nicht über Rohstoffe verfüge. Er erklärte, daß sich unter den gegenwärtigen Umständen ein Krieg in Zukunft nicht werde vermeiden lassen. Es sei besser schon jetzt anzufangen, wo der bevorstehende Krieg weniger Gefahren berge. Augenblicklich kann England auf eine enge Zusammenarbeit mit Amerika rechnen. Ich stellte Chamberlain die.Frage, ob England in diesem Falle beabsichtige, die allgemeine Wehrpflicht einzuführen. Er antwortete mir darauf, daß dem nicht so fei, denn man halte folgende Form englischer Hilfe für die am meisten zweckentsprechende: Die Teilnahme der Marine und Luftflotte, sowie der Panzerwaffe; die Teilnahme der Wirtschaft und der Industrie. Natürlich kann sich die Form dieser Hilfe im Verlauf der Kriegsereignisse noch bis zu einer allgemeinen Mobilisation ausweiten. den nach einer Zusammenarbeit mit Rußland in einer Form und einem Bereich, .der lediglich den Bedürfnissen der Innenpolitik Chamberlains entspricht, läßt die unbillige Vermutung aufkommen, als handele es sich hier nicht nur um eine Verteidigung derjenigen Staaten, die durch die neuen Methoden der deutschen Politik bedroht sind, sondern auch um einen ideologischen Kampf mit dem Hitlerismus, und daß das Endziel der Aktionen n i ch-t d e r Friede ist, sondern die Her- Dorrufung eines Umsturzes in Deutschland. Wer die seit langem feststehenden Grundsätze der polnischen Politik kennt, kann nicht annehmen, die polnische Regierung werde sich zu leichtsinnigen und gefährlichen Schachzügen des Herrn Chamberlain positiv einstellen. Nach den Erfahrungen der letzten 20 Jahre, in deren Verlauf England und Frankreich nicht nur keine einzige internationale Verpflichtung gehalten haben, sondern auch niemals imstande waren, ihre eigenen Interessen auf gehörige Weise zu verteidigen, ist es völlig unmöglich, zu glauben, irgendein Staat in Mittel- ober Osteuropa — wie ebenso auf der entgegengesetzten Seite Berlin-Rom — könnte auch nur einen einzigen englischen Vorschlag ernst nehmen, es sei denn, England schwingt sich zu Taten auf, die zweifellos unb unabweisbar feinen Entschluß bestätigen, die Beziehungen zu Deutschland aufzugeben. Hätte die englische Regierung einige Tage vor der Unterbreitung her vorgeschlagenen Deklaration,in Warschau ihre Kriegsflotte mobilisiert, wie die militärische Dienstpflicht eingeführt, und hätte die französische Regierung in größerem Umfang als bisher die Mobilisierung ihrer Armee angeordnet, dann hätte man solche unzulänglichen Vorschläge, wie die, die uns gemacht wurden, als einen Beweis für den aufrichtigen und ernsten Willen loyaler Zusammenarbeit ansehen können. Da es jedoch gerade umgekehrt gekommen ist, muß man annehmen, alle von London unternommenen diplomatischen Verhandlungen werden so lange keine Aussicht auf Erfolg haben, bis sich die englische Regierung endlich zu dem Entschluß aufrafft, konkrete, präzisierte Verpflichtungen zu übernehmen, die von realen Maßnahmen auf dem Gebiet der Streitkräfte, über die sie verfügt, unterstützt werden. brecherisch, Polen für Krieg ober Frieden verantwortlich machen zu wollen. Es muß ein für allemal festgestellt werben, daß die Verantwortung zum größten Teil bei Frankreich und England liegt, deren unsinnige ober lächerlich schwache Politik zu ber Situation und zu ben Ereignissen führte, in denen wir leben. Wenn die englische Regierung bieses heute nicht eiMeht, bann ist ein allgemein-europäischer Konflikt, ja vielleicht sogar ein Weltkrieg, unvermeidbar und muß schnell kommen, benn bie Wahl des geeigneten Momentes liegt bei Hitler. Botschafter Bullitt nahm sich meine Ausführungen sehr zu Herzen und bat mich, sie noch einmal zu wieberholen. Ich sah, baß er jeden Absatz' im Gedächtnis festzuhalten suchte. Später fragte er mich, ob wir ein gemeinsames Bündnis annehmen würden, wenn England und Frankreich uns morgen ein solches vorschlagen sollten. Ich antwortete, ich könne hierauf keine Antwort geben. Dagegen stellte ich fest, daß der Schwerpunkt nicht bei den Vorschlägen liege, die uns gemacht würden, sondern bei den tatsächlichen Maßnahmen, die in erster Linie England ergreifen müsse. Botschafter Bullitt erklärte sich mit meinem Standpunkt völlig einverstanden. Am folgenden Tage, dem 25. dieses Monats, teilte mir Botschafter Bullitt mit, er habe sich meine Anschauungen zu eigen gemacht und unter Ausnutzung der ihm zustehenden Rechte dem Botschafter der Vereinigten Staaten in London, Kennedy, den Auftrag gegeben, sich am heutigen Samstag zu Ministerpräsident Chamberlain in seine Residenz zu begeben und ihm dieses alles unter kategorischer Betonung der Verantwortlichkeit der englischen Re, gierung zu wiederholen» Am Sonntag, dem 26., er» Lllseck 3:1 t Platz du Treffen, d« entscheiden ganz fthn stauie K 5 Trohes männlicher • n Andli-k fk rrgestreW, 5, älter! »- ichte, n*; tSi. -E E , W W' : Die in Portugal tätige englische Mission fflchüftigt sich im Augenblick damit, die militärische Zusammenarbeit zwischen Portugal und England in ixen allgemeinen Linien sestzulegen. lAdmiral Wodehouse machte mit den Stäben tir Armechund Marine von Portugal die englischen Forderungen aus, alle Projekte wurden aber seitens in Regierung und des Kriegsministeriums sabo- t -rt, die Mission erhielt aus sie nicht einmal eine imtmort. ; Hi er üb er konferierte Admiral Wodehouse mit dem uglischen Botschafter Seldy, ber ihm Ruhe und Zurückhaltung anbefahl. Schließlich schickte Admiral I uodehouse einen Bericht direkt nach London, über ; im er folgendes sagte: „Ich fragte in London, ob i । ihnen schon die Pistole auf die Brust setzen riet noch warten sollte. Aus jeden Fall trete ich sitzt ihnen gegenüber schärfer auf." - ;Der portugiesische General Peixote e Cunha, iar als Vertrauensmann von Salazar bie Personal- i form in ber Armee burchführt, erklärte, baß Por- t$al seine Zukunft nur in ber Unterstützung durch iis Bündnis mit England sieht, Spanien unab- hmgig von dem Ausgang der spanischen Ereignisse ene ständige Drohung für Portugal darstellt, eine Schwächung Spaniens selbst durch Losreißung von (italonien würde man in Portugal gerne sehen. Oberstleutnant Chamberlain, ein Mitglied ix englischen M i l i t ä r m i s s i o n , sprach du der Gefahr eines europäischen Krieges und Werte sich folgendermaßen: „Wir sind uns über bn Bluff von Deutschland und Italien vollkommen ir klaren. Ebenso wie die jüngeren Herren unseres so. Jahrgang Nr.75 (xscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags kreilagen: Die Illustrierte «Siebener Familienblätter leimatimBild DieScholle f'tonats-Bezugsvreis: Nit4Beilagen.RM.1.95 dhne Illustrierte,, 1.80 i Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen tun einzelnen Nummern Infolge höherer Gewalt hernsvrechanschlutz 2251 lwahtanschrift: „Anzeiger" i Postscheck 11686Franks^M. gung gekommen, daß die Hilfe nicht wie im Weltkriege erst nach einem Jahr einsetzen soll, als die ersten amerikanischen Soldaten aktiv eingriffen, sondern im Laufe von sieben bis zehn Tagen nach dem Beginn des Krieges sollen 1000 Flugzeuge geschickt werden." Außerdem machte mich Kommandeur Gade auf die unzulässigen Methoden der deutschen Penetration in Südamerika aufmerksam, mit der die Vereinigten Staaten sich nicht einverstanden erklären können. Der Kommandeur Gade ist ein Vertrauensmann und ein persönlicher Freund von Roosevelt. Er besitzt sehr enge Beziehungen nach Belgien und erfreut sich der Freundschaft des belgischen Königs. Deutschland steht er sehr unfreundlich gegenüber. Persönlich ist er sehr reich. Aus den Untetrredungen mit Chamberlain, Daly und Gabe fühlte ich bie ft i 11 e Gewißheit enger Zusammenarbeit im Falle eines Konfliktes heraus Ich unterhielt mich häufiger mit ben hiesigen Italienern. Sie waren äußerst nervös, interessierten sich sehr für unsere Haltung in einem künftigen Konflikt; an bie Wanb gebrückt, wiesen sie auf bie Bebrohung ber Menschheit unb ber Kultur in einem künftigen Kriege hin, ben man beshalb um jeben Preis oermeiben müsse. Währenb ber Anwesenheit ber französischen Flotte hier bat mich ber Kommanbeur Darrieuy, ber stellvertretenbe Chef bes Stabes ber Atlantikflotte, ber für bie fommenbe Leuchte ber französischen Marine gehalten wirb, unb ber mir schon von seinem früheren Besuch in Lissabon als Führer einer Torpebo-Zerstörer-Einheit bekannt war, persönlich auf bas Abmiralsschiff, sowie zu einer Besichtigung bes Flugzeugträgers „Bearn". Zusammen mit Kapitän Stef anowi cz waren wir bort in Begleitung bes französischen Ministers bie einzigen Auslänber. „Bsarn" lag in ber Mitte des Tejo- Fluffes, weitab von jeher Möglichkeit, ihn näher in Augenschein zu nehmen. Bei ber Unterrebung äußerte sich der Kommandeur Darrieuy ziemlich ruhig über die Möglichkeit eines künftigen Konfliktes. Vor allem betonte er, daß in Frankreich die Rechtskreise und die Rechtspresse unnötigerweise Furcht haben und die Lage nicht richtig einschätzen. Für den größten Fehler hält er den Pazifismus ber Demokratien, denn ba= durch kann man den Krieg nicht als Mtzx ayjan- vrühlscheUniverfitätLdruckereiR. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Sieben,^chvlftratzer-» Am 24. dieses Monats sagte ich Botschafter Bullitt in einer normalen freundschaftlichen Unterredung ungefähr folgendes: Ich kenne weder den Text des englischen Vorschlages hinsichtlich der Erklärung der vier Staaten, noch unsere Antwort darauf (was im übrigen auch der Wahrheit entsprach). Indem ich mich jedoch nach Pressemitteilungen richte und deren Echo, die mich von verschiedenen Seiten erreichen, beurteile ich die Situation wie folgt: Der englische Vorschlag scheint mir der Form wie dem Inhalt nach ein Manöver zu sein, das wenigstens zu Dreiviertel für die englische Innenpolitik bestimmt ist unb das nicht etwa dem Willen entstammt, auf die internationalen Ereignisse der letzten Tage zu reagieren, sondern vielmehr den Schwierigkeiten, auf die Chamberlain von feiten des Parlaments wie ber englischen öffentlichen Meinuna gestoßen ist. Es ist kindisch naiv und gleichzeitig unfair, einem Staat, der sich in einer solchen Lage wie Polen befinbet, vorzuschlagen, er solle seine Beziehungen zu einem so starken Nachbarn wie Deutschlanb kompromittieren unb die Wett der Katastrophe eines Krieges aussetzen, nur um den Bedürfnissen der Innenpolitik Chamberlains willfährig zu sein. Noch naiver jedoch wäre es, anzunehmen, die polnische Regierung verstände nicht den wahren Sinn dieses Manövers und feine Konsequenzen. Es ist weiterhin im höchsten Grade unvorsichtig, eine Aktion zu unternehmen, wie sie von der englischen Regierung öffentlich angeregt wurde, und in ihr die Teilnahme Rußlands in ben Vorbergrund zu schieben, bie ebenso das politische Gesicht ber Staaten verunstaltet, die svlibarisch handeln wollen, wie das Ziel ihrer Aktionen. Das ostentative Stre- DoFumenf 11. Bericht des polnischen Botschafters in Paris, Jules Lukafiewicz, an den polnischen Außenminister in Warschau vom 29. März 1939. polnische Geheimberichte über die Vorgeschichte des Krieges Sensationelle Funde in den Archiven des polnischen Außenministeriums. Oberst Daly von der englischen Militärmission i bezüglich der voraussichtlich zu erwartenden Er- wnisse der Arbeit der Mission optimistisch. Er gab Har zu verstehen, daß England Mittel anwende, die eben Erfolg garantieren. Augenblicklich wird schon der Verkauf von beut» |d$m Kriegsmaterial hier in großem Maße burch- hu3t. Man kann bie Möglichkeiten, baß noch mehr temtsches Kriegsmaterial gekauft wird, sehr skeptisch ^urteilen. Er bemerkte babei, daß die letzten Er- fyirungen mit deutschem Kriegsmaterial in Rumänin ungünstig gewesen seien. Oberst Daly sagte mir, baß Deutschland in der leiten Zeit eine gewisse Anzahl von Waffen an Rltfpanien verkauft habe. lieber bie englischen Möglichkeiten sprach er sich ilnlid) wie Chamberlain aus, er unterstrich ieiar nachbrücklich bie schon jetzt erreichten Ergebnisse )e Zusammenarbeit Englanbs mit ben Vereinigten Snaten. lieber bie allgemeine Wehrpflicht faßte er, *cig England durch eine militärische Vorbereitung, vMeßausbildung unb Formung starker Freiwillige i-Derbände für die Verteibigung gegen Luft- trtgriffe, durch Transport- und Sinitätsdienst sich iii Voraussetzungen zu einer sehr großen Erweite- iirig seiner Armee schaffe. Im großen Stile organi- idt England strategische Reserven in seinen Kolv- tinn, vor allem in Indien, und bildet diese dort aus. 5 it zwei Jahren werden auch Schulen für die Binbe ber Kaders zur Führung des künftigen hieges vorbereitet: Die Zentrale der höheren Militärftudien für die üirbereitung der leitenden politischen, administra- itm und militärischen Stellen, vas Imperial Military College zur Vorbereitung ii die entsprechenden Posten in den unteren Stätten, Verdoppelung der Zahl der vorbereiteten Gene- Li'tadsoffiziere auf Jahreskursen für die Besetzung V Stäbe bis zur Division einschließlich und auf stieijahreskursen für die höheren Stäbe. Auf diese Weise erhält England für das gonge, inpire eine Organisation und Vordere img für den künftigen Konflikt. Der Kommandeur Gade, der amerikanische tlirineattachö, sagte mir seinerzeit: „Den Ideen 'ach stehen wir vollkommen auf Seite der Demo» iciien. Augenblicklich studiert man in Amerika die li iglichkeiten für eine schnelle Hilfeleistung für iißlanb und Frankreich; man ist zup Ueberzeu- Herrn Krulis Randa, dem ehemaligen Generaldirektor ber Fabriken von Trzyniec, und Herrn j achten können. Zieleniewski stattgefunden hat. Diese Unter-1 Ev. waren. Aneinanderqefeffelt in die Tiefe. Amsterdam, 29. März. (DNB.) Die englische und französische Regierung hielten am Donnerstag eine ihrer üblichen Propagandatagungen des Ober« sten Kriegsrates in London ab. Reynaud stellte sich seinem Schutzherrn Chamberlain vor. Der sogenannte Oberste Kriegsrat der Westmächte hielt es für notwendig, die Verpflichtung zu beschließen, während des gegenwärtigen Krieges-keinen Waffenstillstand oder Friedensverttay abzuschließen, es sei denn auf Grund eines gemeinsamen Übereinkommens. Das gegenseitige Mißtrauen, das aus diesem Beschluß spricht, besteht jedoch weiter und führte zu BriiischerGeleiizug zersprengt Verstärkte Luftaufklärung mit wertvollen Erkundungsergebnissen. Berlin, 29. März. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westen keine besonderen Ereignisse. Deutsche Kampfflugzeuge griffen in den Abendstunden des 28. 3. unter schwierigsten Wetterbedingungen einen britischen Geteitzug im Zeegebiet der Shetlands erfolgreich an. Der Geleitzug wurde zersprengt. Sechs große Handelsschiffe erhielten Treffer, ein Schiff geriet in Brand und ein Bewachungsfahrzeug wurde versenkt. Alle eingesetzten Kampfflugzeuge kehrten unversehrt zurück. Tagsüber wurde im verstärkten Maße über der Nordsee, Großbritannien und Frankreich aufgeklärt. Die Flüge erstreckten sich bis nach den Orkney- und Shetlandsinseln. Sie erbrachten trotz heftiger Gegenwehr wertvolle Erkundungsergebnis f e. Zwei Aufklärungsflugzeuge find vom Feindflug nicht zurückgekehrl. der Verpflichtung, die Gemeinsamkeit ihrer Handlungen nach der Wiederherstellung des Friedens auf allen Gebieten auftechtzuerhalten, soweit es notwendig fein wird. Deutsch-russische Freundschaft bewährt Molotow gegen die Kriegshetze der plutokratien. der Schuldigen. Wir sehen, wo die Drahtzieher des Krieges sitzen, wie sie im Hin- terarunde arbeiten und Hetzen, um endlich die europäischen Völker auf dem Altar ihres plutokratischen Egoismus opfern zu können. Wenn es überhaupt noch eines Beweises bedurft hätte, um die Blutschuld der in den westlichen Hauptstädten regierenden Kriegsverbrecher vor aller Welt sichtbar zu machen, so ist er durch die Geheimberichte der polnischen Diplomaten restlos erbracht. Es kann und wird den Chamb erlain, Churchill, Dala- dier, Reynaud und Cohnsorten niemals gelingen, diese Dokumente abzuschwächen oder totzuschweigen. Das deutsche Weißbuch bleibt ein Fanal ihrer unermeßlichen Schuld, und es wirft darüber hinaus ein neues Licht auf Menschen, Triebkräfte und Mittel, die bisher hinter den Kulissen verborgen Moskau, 29. März. (DRB.) Am Freitagabend fand im Großen Saal des Moskauer Kreml die Plenarsitzung des Obersten Sowjets statt, bei der der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare und Außenkommissar Molotow einen umfassenden Bericht zur auswärtigen Politik der Sowjetunion abstattete. Der erste Teil der Ausführungen Molotows, der sich mit der Haltuna der Sowjetunion im gegenwärtigen Kriege befaßt, enthielt eine scharfe Verurteilung der e n g l i s ch - f r a n z ö s i - schen KriegspoliNk und ein neues klares Bekenntnis zu den Freundschaftsbeziehungen zwischen der Sowjetunion und dem Deutschen Reich. Die deutsch-sowjetischen Freundschaftsbeziehungen entwickeln sich — wie Molotow betonte — erfolgreich. Sie haben sich im Herbst des Jahres 1939 während des polnischen Feldzuges.bewährt und seien in der Folge ergänzt worden durch die Neuentwicklung des Güteraustausches zwischen den beiden Ländern, der sich zum Vorteil beider Staaten vermehre. Die Beziehungen der Sowjetunion zu England und Frankreich hätten sich dagegen auf Grund der feindseligen Haltung dieser Mächte gegenüber der Sowjetunion erheblich verschlechtert, insbesondere während des finnischen Konfliktes. Das feindselige Verhaltender W e st m ä ch t e bezeichnete der Redner als eine Art von Rache dafür, daß es England und Frankreich seinerzeit nicht gelungen sei, die Sowjetunion ihren imperialistischen Interessen im Kriege gegen Deutschland dienstbar zu machen. Trotz der Provokation der Westmächte werde die Sowjetunion jedoch an ihrer Neutralitätspolitik feschalten, ohne Rücksicht darauf, ob diese Politik den Herren aus London und Paris,gefällt oder nicht. Im zweiten Teil feiner Ausführungen beschäftigte sich Molotow mit einer ausführlichen Darstellung des finnischen Konfliktes, sowie seiner außenpolitischen Hintergründe. Im Ergebnis des Krieges in Finnland, der die Sowjetunion 48 745 Tote und 158 863 Verwundete gekostet - habe, habe die sowjetrussische Politik das ihr von Anfang an gesteckte Ziel voll und ganz erreicht: die Sicherung der nordwestlichen Grenzen der Sowjetunion und Leningrads, wobei Finnland als selbständiger Staat bestehen bleibe, dessen innere und äußere Dolitik völlig unabhängig bleibe. Dagegen äußerte sich Molotow gegenüber dem Plan eines Verteidigungsbündnisses der nordischen Länder absolut ablehnend. Die Sowjetunion wünsche mit den skandinavischen Staaten friedliche und freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten. Alle Gerüchte über angebliche I hielt Botschafter Bullitt in meiner Gegenwart von Botschafter Kennedy einen telephonischen Bericht über die Unterredung, die dieser mit ^Ministerpräsident Chamberlain gehabt hat. Hierüber habe ich Herrn Minister in einem Telegramm Bericht erstattet, das sofort nach meinem Aufenthalt bei Botschafter Bullitt aufgegeben worden war. Ich verstehe, daß Botschafter Bullitt die Be- \ deutung der Erklärungen, die von seinem Kollegen ! der englischen Regierung abgegeben wurden, sicher- i lich etwas übertrieben behandelt. Ich erachte es i jedoch als meine Pflicht, Herrn Minister über alles i odengefagte zu informieren, weil ich glaube, daß i die Mitarbeit Botschafters Bullitt in so schwierig gen und komplizierten Zeiten uns doch vielleicht gewisse Dienste erweisen kann. Es ist auf jeden ; Fall völlig sicher, daß er unseren Standpunkt re ft» ' los teilt und zu einer so weit wie möglichen loyalen freundschaftlichen Zusammenarbeit bereit ist. Um übrigens die Aktion des amerikanischen Botschafters in London noch zu verstärken, machte ich Botschafter Bullitt darauf aufmerksam, es sei nicht ausgeschlossen, daß die Engländer den Schritt der Vereinigten Staaten von Nordamerika zwar mit gut verborgener, aber dennoch mit Geringschätzung behandeln. Er antwortete mir, ich habe wahrscheinlich recht. Dennoch aber seien die Vereinigten Staaten im Besitz von Mitteln, mit denen sie einen wirklichen Zwang auf England ausüben könnten. An die Mobilisierung dieser Mittel werde er ernstlich denken. Der Botschafter der Republik Polen, plutokmtische Kriegshetzer entlarvt. Mit einer Verbissenheit sondergleichen haben die Westmächte seit Ausbruch des europäischen Konfliktes immer wieder versucht, die Schuld an diesem Kriege von sich abzuwälzen und der deutschen Regierung in die Schuhe zu schieben. Vor allem sollten die diplomatischen Farbbücher, die in London und Paris veröffentlicht wurden, diesem Zwecke dienen. Allerdings fiel es dem deutschen Auswärtigen Amt nicht schwer, durch Herausgabe der eigenen Dokumente zur Vorgeschichte des Krie- ges jene plutokratischen Machwerke zu widerlegen, die trotz ihrer raffinierten Zusammenstellung, ihrer Fälschungen und Auslassungen die kriegstreiberische Tendenz der westlichen Diplomatie klar erkennen ließen. Immerhin vermochten England und Frankreich damit in den ihrem Meinunasterror unterworfenen Erdgegenden einen gewissen Schein der Glaubwürdigkeit aufrecht zu erhalten. Nun aber ist das ganze Lügengebäude, das die plutokratischen Politiker über ihrem Kriegsschuld- komplex errichtet hatten, wie ein Kartenhaus zu- sammengestiirzt. Denn die Zeugnisse der plutokratischen Kriegstreiberei, die wir von heute ab veröffentlichen, stammen nicht von deutschen Auslandsvertretern, sind auch nicht dem offiziellen Notenwechsel oder Gedankenaustausch der verschiedenen Mächte entnommen, sondern kommen aus dem Feindlager f e I b ft Dank der blitzartigen Schnelligkeit, mit der das deutsche Schwert gegen Polen zurückschlug, hatten die ehemaligen Warschauer Machthaber nicht Zeit genug, alle ihre Geheimschätze und Archivsammlungen mit auf ihre Flucht ins Ausland zu nehmen. Wichtige Teile der Archive des früheren polnis ehe n Außen- ministeriums sind nach der Besetzung von Warschau in unsere Hände gefallen. Das Auswär- wärtige Amt hat mit der Durchsicht dieses sehr umfangreichen Aktenbestandes begonnen und wird seinen sensationellen Inhalt, soweit er für die Vorgeschichte des Krieges von Bedeutung ober sonst von allgemeinem Interesse ist, in fortlaufenden Veröffentlichungen bekanntgeben. Die erste Folge dieses Dokumentenwerkes liegt nun in Form eines Weißbuches vor, weitere werden folgen. Die Durchsicht dieser Dokumente zeigt auch dem einfachsten Verstände die ungeheure, wahrhaft umwälzende Bedeutung, die sich daraus für die Beurteilung der Kriegsursachen auch im neutralen Auslande ergeben muß. Wir erleben bei der Lektüre der geheimen Aktenstücke, die den diplomatischen Verkehr der Feindmächte untereinander, ihre Befürchtungen, Hoffnungen und Beklemmungen getreulich widerspiegeln, mit geradezu dramatischer Eindringlichkeit das verhängnisvolle Zusammenspiel aggressive Absichten der Sowjetunion auf norwegische Häfen usw. erklärte Molotow als „wilden Unsinn". Im dritten Teil seiner Ausführungen gab Molotow einen Ueberblick über den gegenwärtigen Stand der politsichen Beziehungen der Sowjetunion zu den übrigen Ländern. Er betonte die positive Entwicklung, die im Verhältnis der Sowjetunion zu ihren drei baltischen Nachbarstaaten zu überaus befriedigenden Ergebnissen geführt habe. Was die Beziehungen der Sowjetunion zu ihren Nachbarn an der Südgrenze angehe, so sehe die Sowjetregierung keinerlei Anlaß zu einer Verschlechterung ihrer Beziehungen mit diesen Staaten. Dagegen könne sie nicht umhin, gewisse „verdächtige Machenschaften" im Nahen Osten, so vor allem die Konzentrierung französischer und englischer Truppen in Syrien und anderen nahöstlichen Landern, aufmerksam zu verfolgen. Die feindlichen Kräfte könnten überzeugt jein, daß jede Angriffsmaßnahme gegen die Sowjetunion sofort auf energische Abwehr stoßen würde. Sie spiellen ein gefährliches Spiel. Das gelte insbesondere für diejenigen Nachbarstaaten, die sich der aggressiven Politik gegen die Sowjetunion als Instrument zur Verfügung gestellt haben. Die Beziehungen der Sowjetunion zur Türkei und zum Iran feien im übrigen begründet auf der Basis der bestehenden Verträge und Nichtangriffspakte. Zwischen der Sowjetunion und Rumänien stehe die bessarabische Frage wie ein unentschiedenes und strittiges Problem. Trotzdem bestehe kein Grund zur Verschlechterung der Beziehungen zu Rumänien. Was das Verhältnis der Sowjetunion zu I a p a n angehe, so bestünden wohl noch eine Reihe von Schwierigkeiten. Die Beziehungen der Sowjetunion zu den Vereinigten Staaten hätten sich in letzter Zeit weder verbessert noch verschlechtert mit Ausnahme des „moralischen Embargos" gegen die Sowjetunion. Die grundsätzlichen Aufgaben der Sowjetpolitik kennzeichnete Molotow am Schlüsse seiner Rede folgendermaßen: 1. den Frieden zwischen den Völkern und die Sicherung des eigenen Staates zu gewährleisten. 2. In Verfolg dieser Politik im gegenwärtigen Krieg zwischen den größten Staaten Europas Neutralität zu wahren. Die Sowjetunion könne, so schloß Molotow, auf stolze Erfolge während der letzten Monate zurückblicken; sie werde auch in Zukunft fortfahren, ihre Außenpolitik in demselben Sinne unbeirrbar weiterzuführen. Schutz der Meiallfammlung. Todesstrafe für Bereicherung an gesammeltem Metall. Berlin, 29. März. (DNB.) Der Ministerrat für die Reichsverteidigung hat heute, am 29. März, eine Verordnung zum Schutz der Metall, sammlung des deutschen Volkes erlassen. Die Verordnung hat folgenden Wortlaut: Der Ministerrat für die Reichsverteidigung verordnet mit Gesetzeskraft: Die Metallsammlung ist ein Opfer des deutschen Volkes für das Durchhalten in dem ihm aufge- zwungenen Lebenskampf. Wer sich an gesammeltem oder vom Verfügungs. berechtigten zur Sammlung bestimmtem Metall bereichert ober solches Metall sonst seiner Verwen- düng entzieht, schädigt den grohdeutschen Freiheits- kampf und wird daher mit dem Tode bestraft. Diese Verordnung tritt mit der Verkündung durch Rundfunk in Kraft. Sie gilt auch in den eingeglie- derten Ostgebieten. Berlin, den 29. März 1940. Der Vorsitzende des Ministerrates für die Reichsverteidigung gez. Goring, Generalfeldmarschall. Der Reichsminister und Chef der Reichskanzlei gez. Dr. Lammers. Ablieferungsfrist bis 20. April verlängert. Die Frist zur Ablieferung kriegswichttger Metalle, zu deren Sammlung Generalfeldmarfchall Göring am 14. März aufgerufen hat, ist bis zum 2 0. April verlängert worden. Englands Lustmarschall abgesagt. Nach einer Bekanntgabe des britischen Luftfahrt- minifteriums ist der britische Luftmarschall Sir Ed- ward Ellington von seinem Posten als Generalinspekteur der britischen Luftstreitkräfte zurückgetreten. Der Rücktritt dürfte unzweifelhaft im Zusam- KriimenlÄ« rnenhang mit dem aufsehenerregenden Selbstmord des Geschwaderführers Graham Blomfield stehen, der bekanntlich wegen falscher „Siegesmeldung" vor ein Kriegsgericht gestellt worden war. ' Der Luftrnarschall Sir Edward Ludlow-He- witt wird an seiner Stelle Generalinspekteur. Luftmarschall Portal wurde Oberkommandierender des Bombenkommandos und Luftrnarschall Gossa g e Mitglied des Luftpersonalrates. Unveränderte Lebensmittelrationen. Berlin, 29. März. (DNB.f Die dem Verbraucher für die Zeit vom 8. April bis 5. Mai 1940 auf Karten zustehenden Lebensmittelmengen bleiben gegenüber den Rationen der Zuteilungsperiode vom 11. März bis 7. April 1940 bis auf den Fortfall der auf die Fleisch karte erfolgten Sonderzuteilung an Kunsthonig unverändert. Der Erlaß des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft weist darauf hin, daß es unzulässig und strafbar ist, wenn einzelne Bäckereien, Konditoreien oder Einzelhandelsgeschäfte bestimmte Back- und Süßwaren nur gegen Abgabe von Zucker oder Zuckerkarten verkaufen. Die prämie von 500 000 B21L der Deutschen Reichslotterie gezogen. Die Prämie mit 500 000 Reichsmark der Deutschen Reichslotterie plus 40 000 Reichsmark fiel gestern auf die Nummer 65 606. Die Lose wurden in Achtelteilung ausgegeben. Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Bismarck als Soldat. Zu seinem 125.Geburtstag am1.APril194ü. „Das Beste in mir und in meiner Lebensbetätigung ist immer der preußische Offizier gewesen. Wäre ich der nicht gewesen, ich weiß nicht, ob ich ganj in dieselben richtigen Bahnen verfallen wäre", so hat Bismarck am 26. März 1895 an Kaiser Wilhelm geschrieben. Das Soldatische ist der Grundton im Wesen dieses Staatsmannes; es ist bas, was ihn von den genialen Diplomaten anderer Völker und Zeiten unterscheidet. Bismarck wäre sicher Soldat geworden, wenn nicht die ehrgeizige Mutter aus ihm hätte einen Staatsbeamten machen wollen. Die uralte Tradition feines Geschlechtes, das stets zum Militäradel gehört hatte, war in ihm übermächtig. So fühlt er sich denn auch in dem Sturm und Drang feiner Jugend erst an der richtigen Stelle, als er fein Jahr abbient. ,Hch erinnere mich", hat er später erzählt, daß, als ich als Gardejäger in Reih und Glied getreten war, mich ein Gefühl der Sicherheit überkam." Oder ein andermal sagt er: ,Hch habe das selbst in meinem Privatleben ja durchgemacht, wie das Gefühl, in die Armee einzutreten, in Reih und Glied zu stehen, auf den einzelnen wirkt. Man gibt einen Teil der eigenen Freiheit auf, aber doch nur für den Preis, oaß man an dem Schutze, dem Gefühl der Sicherheit, kurz an allen Vorteilen der Waffen- genosfenfchaft teilnimmt." Später dient er bann „zu seinem Vergnügen" als Landwehrleutnant bei den Ulanen. Während der Revolution von 1848 bildet er aus feinen Bauern eine kleine Garde, läßt die im ganzen Dorf vorhandenen Jagdgewehre zu- fammenbringen und will seinem König nach Berlin zu Hilfe eilen. Als fünfzigjähriger Mann macht er wieder zu seinem Vergnügen alle Manöver mit, jagt den halben Tag „wie unsinnig über Stock und Block" und hat dann „lange Zeit keinen so behaglichen Tag erlebt Morgen muß ich leider wieder in die Tretmühle." Sein ganzes Leben lang hat er die „Schreibge- schäfte" gehaßt wie ,hie Geheimräte", sich stets nach einem frisch-frei-fröhlichen Soldatenleben gesehnt und immer wieder geklagt, daß nicht bas Schwert, sondern die Feder sein Handwerkszeug geworden sei. ,Hch habe es jederzeit bedauert, schreibt der Fürst und Reichskanzler an seinen kaiserlichen Herrn, „daß es mir nach dem Willen meiner Eltern nicht erlaubt war, lieber vor der Front als hinter dem Schreibtisch meine Anhänglichkeit an das angestammte Königshaus und meine Begeisterung für den Ruhm und die Größe des Vaterlandes zu betätigen. Auch heut, nachdem Eurer Majestät Gnade mich zu den höchsten staatsmännischen Ehren erhoben hat, vermag ich das Bedauern, ähnliche Stufen mir als Soldat erftritten zu haben, nicht ganz zu unterdrücken. Verzechen Eure Majestät am Heiligen Abend einem Manne, der gewohnt ist, an christlich Gedenktagen auf seine Vergangenheit zurückzublicken, diese Aussprache persönlicher Empfindungen. Ich wäre vielleicht ein unbrauchbarer General geworden, aber nach meiner eigenen Neigung hätte ich lieber Schlachten für Eure Majestät gewonnen." Dieses ihm tief innewohnende soldatische Gefühl hat ihm auch in militärischen Dingen bisweilen einen Scharfblick verliehen, der weiter sah als der der Berufsoffiziere. Zwar schließt er, als er im dänischen Krieg Roon einen sehr klugen militärischen Vorschlag macht, mit den bescheidenen Worten: „Verzeihen Sie mir diese „Majorsbettachtungen", aber 1866 siegt,er im Kriegsrat von Czernabora über die Generalstäbler, als der Angriff auf die Florisdorfer Linien beim Marsch gegen Wien verhandelt wird. Er fragt, ob denn diese schwer zu nehmenden Befestigungen überhaupt gestürmt werden müßten, und führt aus, daß mit einer Viertelschwenkung links die Richtung auf Preßburg genommen werden könnte. Dann würden die Oesterreicher entweder den Kampf in ungünstiger Lage mit der Front nach Osten südlich der Donau auf nehmen, oder vorher auf Ungarn abweichen; dann sei Wien ohne Schwertschlag zu nehmen. Der König läßt sich daraufhin eine Karte reichen, stimmt zu, und zum Aerger der Generale wird der Vorschlag des Ministers in Ausführung genommen. Auch mit dem Drängen auf die Beschießung von Paris hat er schließlich der gegenteiligen Ansicht des Generalstabs gegenüber recht begatten. Und letzten Endes ist jenes wundervolle Verhältnis zu dem alten Kaiser, das die notwendige Grundlage für fein ganzes Wirken bildete, nur daher zu erklären, daß Wichelm I., der mit Leib und Seele Soldat war, in ihm stets den verwandten Geist fühlte. Am Sedantage 1884 schickte der Kaiser seinem Kanzler den Soldatenorden Pour le mSrite, weil er in ihm „das Herz und den Sinn eines Soldaten weiß". Bismarck fühlte sich auch als Minister als Offizier. Immer wieder, wenn ihm die Bürde feines Amtes zu schwer werden wollte, hat er gesagt, es würde eine Feigheit von ihm sein, jetzt zurückzutreten, er könne nicht fahnenflüchtig Mecdeg unb ähnliches. Und es (er keine Redensart^ wenn er nach dem Kissinger Attentat, dem König für seine Teilnahme dankend, schreibt: „Bei meiner Ernennung zum General sagte Eure Majestät ein huldreiches Wort, welches mein innerstes Gefühl wiedergab, nämlich daß ich Eurer Majestät auch als Minister im Sinne des Soldaten diente", und wenn er dann feine Verwundung „eine Wunde im Dienste" nennt. Der Kampf war diesem Soldaten im Ministerrock das einzig natürliche Lebenselement, und im Kriege verehrte er „bie große Gewalt, die die Gefühle, auf denen die Staaten ruhen, entwickelt und zur Geltung bringt." C. K. Veronika. Don Felix Riemkasten. Wie alt mag die Wett fein, und wie wenig Neues begibt sich in ihr? Wird nicht immer die gleiche Platte immer wieder neu aufgelegt? Diese jauchzende Mitteilung an Veronika: „Der Lenz ist da!" Uralt, uralt. Nun aber kommt der Dreh, das Geheimnis, der große Trick, der herrliche Zauber. Lenze hat es stets schon gegeben, für die Menschheit im ganzen ist es nicht neu, aber hier handelt es sich nicht um die Menschheit im ganzen, sondern einzig und allein um Veronika, und Veronika ist jung! Jung ist Veronika. Und folglich hebt es sich innerhalb ihrer duftig frischen, zarten Frühlingsbluse, als sie das hört, diese schmetternde Jubelbot- schaft an Veronika: „Veronika, der Lenz ist da!" Sie glaubt es, sie fühlt etwas dabei, sie ist fest davon überzeugt, dieser Lenz sei der Lenz, der Lenz aller Lenze, und noch nie ist die Welt so schön gewesen wie diesmal. Es macht nichts aus, daß die Platte alt ist; die Hauptsache ist, daß die Hörer sie zum erstenmal hören. Und so sitze ich, müde nach allerlei Stadtlauferei, ein mittlerer Herr, in einer Konditorei, eine Treppe hoch, und habe vor mir, unter mir den belebten Platz, auf dem es jetzt dämmern will. Die Büros haben geschlossen oder sind dabei, eben jetzt zu schließen. Veronika sitzt an einem kleinen Tischchen mit einer Tasse Kaffee und sieht — sie sieht nicht sonderlich aus, durchaus nicht, sie sieht ganz nett aus, sie ist durchaus „ein junges Mädchen" und sitzt in einer Konditorei und hat ihre Tasse Kaffee vor sich. Ich, ein mittlerer Herr, sitze an dem anderen Tisch und habe die schöne Aussicht auf den so schön belebten kleinen Platz. Ich habe die weitere Aussicht auf das junge Mädchen Veronika, und ich wünsche mir brennend, ich hätte Aussichten auf sie. Aber ich weiß genau, daß ich keine habe. Veronika ist zwanzig, und ich bin etwas mehr als zwanzig. So noch gute zwanzig dazu, dann kommen wir hin. Also da komme ich n i e hin. Zu Veronika. Ich darf sie mir aber angucken, das ist noch nicht verboten. Ich gucke sie an, Veronika, und bemerke ihr zuversichtliches Stupsnäschen, ihre munteren frischen Augen, die von Lachlust leicht zu reuen sind, sie schauen noch nicht gar zu intelligent, aber sie schauen munter, unternehmungslustig und ein bißchen kitzlig mißtrauisch, denn Veronika weiß schon, aus Erfahrung, wie man auf sie schaut. Ihre Bluse ist zart, fein, traumhaft hingegossen; vornweg hat sie ein Schleifchen aus blaßblauem Samt. Handtasche und Handschuhe liegen auf dem Tisch neben der Tasse Kaffee. Und so sitzt das gute Mädchen Veronika und ahnt nicht, was ein mittlerer Herr ihr zu geben hätte, wenn sie es nehmen wollte. Etwa ein riefendickes Stück Torte zu ihrem bitteren Kaffee. Und fünft noch was. Aberürs, Veronika, könnten wir sogar ins Theater gehen. Möchte dich gern mal sehen im dunklen Abendkleid, ein bißchen stolz, ein bißchen Königinnenstil, und die Backen rot und heiß und die Augen ganz entschieden funkelnd, und nach dem Theater gehen wir fabelhaft aus, Veronika. Du bist die Jugend, die Frische, das explodierende gesunde Lachen um ein kleines Nichts. Veronika, du selbst bist der Lenz! Aber das darf man gar nicht sagen. Einer dieser Blicke kann töten, und zwei davon, nach alter RegÄ, töten ein Pferd. Und so sitzt sie, ich sitze ebenfalls, und auf dem Platz ist bie. städtische Normaluhr. Da kann man nur bitter lächeln. Und endlich kommt „e r" jetzt. So einer waren auch wir einmal. Er kommt und sttahtt, und Veronika sieht chn und sttahtt ebenfalls. Und plötzlich ist der Lenz da. „Fräulein", rufe ich, „ich möchte zahlen!" Am Mittwoch beginnen wir in den Gießener Familienblättern mit dem Abdruck eines neuen Romans: „klick und der Goldschatz" von Friedrich Schnack. Er erzählt die lange erwarteten neuen Abenteuer des kleinen klick aus dem Spielzeugladen, der bei feinem ersten Auftreten sich auch unter den Cefem des Gießener Anzeigers fo viele Freunde bei jung und alt, groß und klein erworben halte. -..... ...................... Jeder Hilst dem Kriegs-Winterhilsswerk Städtespiele haben von jeher immer einen Ipril ?all WW Der Optiker amgahnhofi sind auch für das ir 1940 die für das Steuerbescheide ersetzt werden. 1598D r. L 1596 D 6 a) 12 c) AmP-re s $ Volt Bekanntmachung »iiiiroerff- und Langarbeiter erfolgt am 2., Sprit 1940 während den Geschäftsstunden. v* O m ö f f V hl^t* fnhf tPnf er 50 62 75 87 100 150 50 62 75 90 105 150 Rj. 1938 bzw. 1939 festgesetzten Steuerbeträge so lange weiter zu entrichten, bis sie durch neue 2 15 Ü! Backhaus Kreisleiter. erfolgen: Pol. Kennz. des Kfz. I. B-Reih Kreisobmann. 0,90 RM. 1,10 w 1,25 „ 1,50 „ 1,70 „ 3,20 „ 1,80 „ 2,20 „ 2,60 „ 3,90 „ 4,55 „ 6,40 „ 9 Ul ■HewW k der M Hausfrau, begreife: ATA fp°rLSe,fe- ATA ner einen guten die besten Spie- ^leineAnzeigen im Gießener Anzeiger werdest von Taulenden beachtet und geleien. Die Meldung hat auf einer Postkarte nach untenstehendem Muster bis ;um 6. 4. 1940 an Wehrersatz. Inspektion Kassel, Gruppe K, Hohenz. Str. 106, zu Einlagen Leibbinden Gummi- strümpfe 500 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. das vornehme 1067D 1 Familien - Caf£ in Gießen Nie Ausgabe der Zusahkarten /ür Schwer-. 5c'werft- und Langarbeiter erfolgt am 2., 3. uno Lieferant auch Ihrer Krankenkasse ünfters. Gießen, den 29. März 1940. Der Leiter des Vermessungsamts. Dieter. Bekanntmachung. Sondergebäudesteuer für das Rj. 1940. 1. Es wird auf Absatz 2 der Bekanntmachung vom 27. Februar 1939 zur Abänderung des Sonder- gebäudesteuergesetzes vom 19. Februar 1938 (RegBl. 1939 Seite 22) hingewiesen. Hiernach Ausruf des Gauobmannes. NSG. Das Kriegswinterhilfswerk 1939/40 steht vor seinem Abschluß. Die Deutsche Arbeitsfront führt am Samstag, 30., und Sonntag, 31. März, die letzte Reichsstraßensammlung durch. Der Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront, Willi Becker, erläßt dazu folgenden Aufruf: „Schassende sammeln — Schassende geben." „Alle Betriebsführer. Betriebsobmänner. Der- trauensmitglieder. Walter und Warte der Deutschen Arbeitsfront und Werkscharmänner werden durch ihre Tatkraft dazu beitragen, die letzte Strahen- fammlung für das Winterhilfswerk zu einem gewaltigen Erfolg zu führen. Ich weiß, daß jeder Schaffende im Gau Hessen- Rassau auch diesmal feine Pflicht erfüllen wird. Deutsche Frauen und Mnner! Am kommenden Samstag und Sonntag findet die letzte diesjährige Strahenfammlung für das Kriegs- Winterhilfswerk statt, die die Deutsche Arbeitsfront durchführt. Das Ergebnis dieser Sammlung soll beweisen, daß das deutsche Volk durch den uns aufgezwungenen Krieg erst recht zu einer untrennbaren Gemeinschaft zusammengeschweißl ist. Der Opfersinn des deutschen Volkes ist gerade durch die Härte der Zeit noch gesteigert, das wird die Welt auch an dieser letzten Reichsstraßensammlung festslellen können. Als Leitspruch sollen uns die Worte dienen: „Alles für Deutschland !* heil Hitler! omfitli en war low’fit ebitnrit Sd! 9i|> ifionen, Ns fa 5. •40 bis i 1 Jet i unb & * sndiwrW > 1 Zucker * f-S Der Oberbürgermeister.der Stadt Gießen. Ernährungsamt, Abt. B. 1594C Stadimannschafi Gießen-Wetzlar Auf dem Waldsportplatz stehen sich morgen im Winterhilfsspiel beide Mannschaften gegenüber. Die Publikumserfolg gehabt, denn nur ler beider Städte kämpften gegeneinander. Die ^9 ns nxe: $ Tt »j=,2 ■ttoA* - ftbflöt * ***$ dem > yjt , 14 AutoöIe-dAutofette Industrieoie für alle Verwendungszwecke stets sofort ab Lager Klein-Linden lieferbar. Kaufe und hole ab: ALTÖL z. vorgeschriebenen Höchstpreis. Richard Sommer Gießen .Klein.Linden Frankfurter Str. 24, Telephon 2276 Amt Gießen 1401D Fußballfür das Kriegs-Winterhilfswerk Das Fackamt Fußball veranstaltet am morgigen Sonntag eine stattliche Reihe von Spielen, deren Ertrag für das Kriegswinterhilfswerk bestimmt ist. Das Programm sieht folgende Begegnungen vor: Stadtmannschaft Gießen — Stadtmannschaft Wetzlar Steinberg — Leihgestern/Großen-Linden Garbenteich — Wehrmacht Hungen — Steinbach Rodheim — Stadtmannschaft Gießen B. Stadtmannschaft Wetzlar B. — Naunheim Ehringshausen — Wehrmacht Frohnhausen — Nanzenbach Gießener Wochenmarklpreise. * G i e ß e n, 30. März. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, ausländische Eier 11% Rpf., Kartoffeln, 50 kg 3,90 RM., Wirsing, % kg 15 Rpf., Weißkraut 10 bis 14, Rotkraut 15 bis 23, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 45, Unterkohlrabi 8, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 35 Rpf., Feldsalat, kg 2 RM., Birnen, 20 Rpf., Salat, % kg 3,60 RM., Blumenkohl, das Stück 45 bis 50 Rpf., Endivien 15 bis 25, Lauch 5 bis 18, Sellerie 10 bis 30, Rettich 10 bis 20, Radieschen, Bündel 30, Grünfoße-Bündel 30 Rpf. "ZA« M Ls . et fr* snt 5* Seife pflegen» ata reinigen Die Hqu* der Hand zuerst vom gröbsten Bekanntmachung Lber die Offenlegung des Reichskatasters (Liegenschaftskatasters). Das aus Anlaß der Uebernahme der Boden- ih tzungsergebnisse aufgestellte neue Liegenschafts- aluster der Gemeinden Lollar, Ruttershausen, cvubringen mit heibertshausen wird in der Zeit on 15. April 1940 bis einschließlich 14. IHal 1940 n den Diensträumen des Vermessungsamts Gießen Lrnd) während der Dienststunden von 8 bis 13 uno 1 bis 18 Uhr offengelegt. Offengelegt werden die o asterkarten und die Katasterbücher. Die in das ugenschaftskataster übernommenen Angaben wer- n nicht besonders bekanntgegeben. lbUZU Bekanntmachung. Beschlagnahme und Meldepflicht von Anlaß- und Beleuchtungs-Batterien stillgelegter Kraftfahrzeuge und Motorboote sowie des Altmetallhandels. 1. Auf Grund des § 25 des Reichsleistungsgesetzes wird durch die Wehrmacht hiermit die Beschlagnahme aller Anlaß- und Beleuchtungs-Batterien angeordnet a) aus Kraftfahrzeugen, die für den Verkehr auf öffentlichen Straßen zulastungspflichtia warön und nicht mit einem roten Winkel für die Weiterbenutzung versehen sind, b) aus stillgelegten Motorbooten, c) die sich bei Altmetallhändlern, Altmetallver- brauchern oder ähnlichen Unternehmen befinden. 2. Richt beschlagnahmt werden Batterien, die sich nachweislich in Pflege bei Kraftfahrzeug-Werkstätten, Kraftfahrzeug-Handelsunternehmungen, Garagen und Akkuladestationen usw. befinden. Als Stichtag gilt der 25.3.1940. Etwa nach diesem Termin in Pflege gegebene Batterien unterliegen der Beschlagnahme. 3. Nach § 3 (8) des Reichsleistungsgesetzes haben alle Besitzer der unter a—c genannten Batterien diese bis zum 6.4.1940 zahlenmäßig mit genauer Angabe des Lagerortes der Batterien durch Postkarte axv die zuständige Wehrersatz-Inspektion, Gruppe K, zu melden. Sofern Batterien in Pflege gegeben sind, ist hier- bei anzugeben: In Pflege gegeben bei. . . ... . . (genaue Anschrift) 4. Beschlagnahmte Batterien dürfen weder verkauft noch erworben werden. 5. Die beschlagnahmten Batterien sind von den Besitzern gemäß § 15 (1) 4. der Wehrmacht zur Verfügung zu überlassen. Die Zeit der Abholung wird durch die zuständige Wehrersatz-Inspektion mitgeteilt. Den Besitzern wird nach Abgabe der verbrauchten Batterien der Betrag laut nachstehender Liste vergütet: Typ: Ampere Rückkaufspreis für Volt Stunden verbrauchte Batterien Aus der Stadt Gießen. Verpflichtung der 63. im morgigen Sonntag findet im „Gloria- UiW* um 10.30 Uhr -die feierliche Verpflichtung )es gesamten Jahrganges statt, der an Ostern das Schuljahr beendet hat. Die Jungen und Mädel seiden in dieser Feierstunde, in der Kreisleiter Pg. Zock Haus spricht, in Anwesenheit ihrer Angehö- iflin zur Treue, Pflichterfüllung und Liebe zum Wrer und unserer Fahne auf den kommenden jeUnsaüschniff verpflichtet. Diese Feier bedeutet yirbolisch einen Wendepunkt in ihrem Leben, in )ep neue und schwerere Aufgaben im Dienst in der -ifer-Jugend, als auch in der täglichen Arbeit an ic gestellt werden. In dieser Feier, die an Stelle der Mer üblichen Ueberweisungsfeier in Hitler-Jugend m- BDM. gerückt ist, und die morgen im ganzen Re-f) einheitlich zur Durchführung gelangt, werden itL 400 Pimpfe und Jungmädel in Gießen vernichtet werden. HZ. Bann und Llntergau 116. Standortbefehl. Morgen, Sonntag, 31. März, Antreten der zu der Be:pflid)tungsfeier befohlenen Jungen und Mädel in: 9 Uhr am Dolksbad. BOM-llntergau 116 Gießen. Bi tr. Ueberweisungsfeier am 31. 3. Ifionntag, 31. März, treten alle Mädel des Stand- m Gießen (nicht BDM.-Werk-Mädel) um 9 Uhr in tadelloser Kluft am Volksbad zur Ueberwei- lUigsfeier an. Dienstbefehl. |tm Samstag, 30. März, treten alle Neuaufnah. Md der IM.-Gruppe Nord um 15 Uhr am Os- vcidsgarten an. Die Führerin der JM.-Gruppe 4/116. Aehener Woche fürKunstundLiteratur Stadttheater Gießen. gcr (1900); Ehmann (VfB.-R.), Kraft, Balz (1900), Funk, Berghöfer (VfB.-R.); Ersatz Flügel (VfB.-R.). Wer diese Spieler kennt, weiß, daß das unbedingt die beste Vertretung der vorhandenen Spieler aus beiden Lagern ist. Vor allem zeichnen sich diese Spieler durch ungeheuren Eifer und unbeugsamen Siegeswillen aus. Die enorme Schnelligkeit der wendigen Stürmer sollte für einige Tore gut sein. Diesmal braucht man, ohne den gefährlichen Gegner zu unterschätzen, nicht allzu ängstlich zu sein, denn es wird einen packenden Kampf geben, der erst in der Schlußminute entschieden sein dürfte. WHW.-Spiel Watzenborn- Sleinberg I gegen Leihgestern-Großen-Linden komb. Zum angesetzten WHW.-Spiel trifft die 1. Mannschaft des FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg am kommenden Sonntag an der Neumühle auf eine kombinierte Mannschaft von Leihgestern-Großen- Linden. Heber die Stärke der Kombinierten ist wenig zu sagen, da noch nicht feststeht, welche Spieler für diese Mannschaft zur Verfügung stehen. Die Platzmannschaft stützt sich auf ihre bisherigen Spieler, die die Tabellenführung der Bezirksklasse erkämpften. Voraussichtlich jedoch wird die Mannschaft noch durch einige Gastspieler verstärkt. Geaen die nach Absatz 1 dieser Bekanntmachung festgesetzten Steuerbeträge ist das Anfechtungsverfahren der Reichsabgabenordnung gegeben. Die Frist zur Einlegung der Anfechtung beginnt am 1. April und endigt am 30. April 1940. Die Finanzämter Domstädter, die mit einer ganz erstklassigen Mannschaft antreten können, unter anderem spielen: Zampedri, Schreier, Blech I., Blech II., Zidorn, Meinhardt (alles Spieler der Vorkriegself des Sportvereins), außerdem Jftel, der schuhgewaltige Mittelstürmer des Spieloereins Kassel, ist mit von der Partie, haben gezeigt, was in ihnen steckt. Bekanntlich mußte die Gießener Vertretung im Vorspiel eine hohe Niederlage einstecken. Die Gießener spielen voraussichtlich in folgender Aufstellung: Dinges (1900); Fleischhauer (VfB.-R ), Goß (1900); Kraft (DsB.-R.), Möhl (VfB.-R.), Ja- Nadel- und Laubhol,, Schnittmaterialien aus eigenen großen Produktionen Ostpreußisches Kiesernschnittholz Sperrholz - Zsolierplatten - Furniere Hartplatten für Fußboden usw. lte em ab Lager oder Werk -96 A Eugen Dürr L> 6o., Gießen Geschäfts-Drucksachen «“^“"«‘'.7 Briefumschläge , _ Postkarten bei Brühl, Schuistraße 7 Geschättskarten KdF.-Aolkstumsgruppe LeihMern im Dienst fürs WHW. Arn Sonntag, 31. 3., von 16.30 bis 17.30 Uhr singt und tanzt die V o l k s t u rn s g r u p p e Leihgestern unter ihrem Leiter, HeimatHchter Pg. Georg Heß, an der Ecke Plockstraße- Johannes st raße. Die Gießener Bevölkerung wird gebeten, sich die Darbietungen der Volkstumsgruppe anzusehen und anzuhören. Als Einladung erläßt der Heimatdichter H e ß den nachstehenden Aufruf: Mr feange ean daaze firfch WHW. komm ean die Plocksirouß, dann wirftes schun seh. Kaan Chimy, kaan Foxtrott, doas eas näit u's Dort, däi basse näit zou u'sern Troachte — na — deutsch, roäi ean froiherer Zeit würd' gedaazt, doas kannste d'r noach ’moul beoroachte. „De Polka", — „de Schnicker" — aus gan^ aaler „Es gäiht naut iroer die Gemitlichkeit"; ean roonnerboar fläihe die Räckerche beim „Gäih m’r näit iroer mei Aeckerche." Un wann de Hannes die Zäihorgel spielt, roäi einst innerm ßeanebaam, dann Hirt ihr aad),, roäi u's Doarfjugenä singt, ganz, — roäi bei u’s dehaam. Woas alles sonst offem Doarf trassiert wird u'ch ean Mundoart deklamiert, — die Wehrmacht spielt — kom hie zoum lauem — 'e Stinnche Volkstum, — Soldoate un Bauern. Etz' schwei' ich aach stell un haale mei Maul ean dou d'r näit alles v'rzeh'n, sonst waaßte mei fit d's ganze Programm ean doust m’r bis Sonndoag do feh'n. Komm un mach d'r e Gealdsteck zerächt un werf ean die Büchs u’s e Spend’, dann raiche bis Sonndoag firsch WHW. sich Städter un Bauern die Händ. G. H. ■ Cm morgigen Sonntag, 31. März, vormittags, iwt die 7. Morgenveranstaltung als Erosfnungs- t rr der Gießener Woche für Kunst und Literatur ictt. Das Städtische Orchester unter Leitung von Livellmeister Paul Walter bringt die Ouvertüre Li nore Nr. 3 von Ludwig van Beethoven zu Ge- hL Danach hält Oberbürgermeister Ritter eine A prache. Die Feierstunde wird beschlossen durch bi Erstaufführung van Goethes Schauspiel „Die G.chwister" unter der Spielleitung von Hans i ißler. Mitwirkende: Elisabeth Leiprecht, Fried- ri. Gröndahl, Hans Albert Schewe. Im Sonntagabend wird die Operette „Die Fle- lltmaius" von Johann Strauß in der Neuinsze- Nirung von Harry Grüneke wiederholt. Gegen die in das Liegenschaftskataster uhernom« Unen Angaben steht den Grund- und Gebaude- amtümern (Erbbauberechtigten, Erbpächtern) die »e.chwerde zu. Die Beschwerde ist nicht zulässig: gegen den Eigentumsnachweis, wenn er mit dem Nachweis im Grundbuch übereinstimmt; gegen Angaben, die aus dem bisherigen Kataster unverändert übernommen sind. Die Abänderung solcher Angaben kann nur verlangt werden, wenn den zur Einlegung der Beschwerde Berechtigten nach den für die Aufstellung uno Fortführung des bisherigen Katasters maß- gebenden Bestimmungen ein Anspruch auf -Berichtigung bereits zustand; gegen die auf Grund des Gesetzes über die Schätzung des Kulturbodens (Bodenschatzungsgesetz) vom 16. Oktober 1934 (Reichsgesetzbl. I S. 1050) übernommenen Schätzungsergebnisse. - fote Beschwerde kann in der Zeit bis zum Slblauf 28. 2Uai 1940 bei dem Vermessungsamt in ©teer (Land) entweder schriftlich etagereidjt oder zur üiderschrift erklärt werden. Bei völliger Zurück- le'fung der Beschwerde fallen die durch örtliche Versuchungen entstandenen Kosten dem Beschwerde- ihrer zur Last. Mit Ablauf der Offenlegungsfrist tritt das Reichs- ilifter an die Stelle des bisherigen Liegenschafts- Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Grünberg, Hungen, Lauterbach, Ridda und Scholten. Aachtragshaushaltsfatzunü der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1939. Auf Grund des § 88 Absatz 1 in Verbindung mit § 86 Absatz 2 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 (RGBl. I S. 49) wird nach Beratung mit den Ratsherren für das Rj. 1939 folgende Nachtragshaushaltssatzung bekanntgemacht: I. § 1. Der Nacktrqgshaushaltsplan wird im außerorbent- lichen Nachtragshaushaltsplan in den Einnahmen auf . . . 8 088 714,— RM. (gegenüber 2 658 584,— RM. Einnahmen im außerordentlichen Haushaltsplan) in den Ausgaben auf ... 3 088 714,— „ (gegenüber 2 658 584,— RM. Ausgaben im aufjerorbent- lichen Haushaltsplan) festgesetzt. § 2. Die Bestimmungen der Haushaltssatzung vom 29. August 1939, soweit sie sich auf die Steuersätze und die Kassenkredite beziehen, bleiben unverändert. § 3. Der Darlehensbetrag, der zur Bestreitung von Ausgaben im außerordentlichen Haushaltsplan des Rechnungsjahres 1939 dienen sollte, wird gegenüber der bisherigen Festsetzung in Höhe von 1 963 407,15 RM. auf 2 393 537,15 RM. festgesetzt. Gießen, den 28. März 1940. 15950 Der Oberbürgermeister: Ritter. II. Die nach § 86 der Deutschen Gemeindeordnung vorgesehene Genehmigung der Aufsichtsbehörde zu § 3 der Nachtragshaushaltssatzung ist unter dem 29. März 1940 erteilt. Gießen, den 30. März 1940. ________Der Oberbürgermeister: Ritter.________ Arbeiisvergebung. Die Zimmerarbeiten für den Erweiterungsbau der Medizinischen Poliklinik der Universität Gießen sollen im öffentlichen Wettbewerb vergaben werden. Es handelt sich um mittlere Zimmerarbeit, die im Laufe des Frühjahrs zur Ausführung kommt. Einreichungstermin: Dienstag, den 9.April, vormittags 10 Uhr auf dem Neubaubüro des Hessischen Hochbauamts, Kstnikstraße 32 II, wo die Eröffnung der Anaebote im Beisein der erschienenen Bewerber stattfindet. Die Angebote sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, zum vorgenannten Eröffnungs- termin einzureichen. Ab 1. April 1940 sind die Leistungsverzeichnisse von 8 bis 13 und 14 bis 16 Uhr auf dem obengenannten Neubaubüro erhältlich. Dort liegen auch Pläne und sonstige Unterlagen zur Einsicht offen. Auschlagsfrisl: 4 Wochen. 1601D Gießen, den 30. März 1940. 1 Hessisches Hochbauamt Gießen. Kastel, den 28. März 1940. 1604D Wehrersatz-Inspektion Kastel.___________ Bekanntmachung. Die Ausgabe des punklschecks durch die Punktverrechnungsstelle des Wirtschaftsamtes des Stadtkreises Gießen erfolgt am 1. und 2. April 1940 wie folgt: 1621C Für die Firmen mit dem Buchstaben: A—K am 1. April 1940 in der Zeit von 11—13 Uhr, L—N von 15—18 Uhr, O—Z am 2. April 1940 in der Zeit von 9—13 Uhr. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Wirtschaftsamt, Donnerstaß nachmittag 5 Uhr wurde mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Schwiegersohn Adam Hohmeier von seinem langen Leiden erlöst Die trauernden Hinterbliebenen i Lina Hohmeier. geb busch Paul Judt und Fr,au Anneliese, geb Hohmeier Karl Busch. Gießen (Neuenweg 36), den 30 März 1940. Die Trauerfeier findet Dienstag, den 2. April, nachmittags 2 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt. 4-5-Zimmer- lsteilenangebote| oooinooonn I Mietgesuche | ^ U.W, auszahlung 1 sof.od.l.Mai für 'm 40 Gut möbliertes Zimmer zum 1. April 40 zu verm. [01175 Aulweg 38 II r. 'evtl. Mansard.- Wohng.u. Küche im Stadtkreis Gießengeg.Vor- BÜRÖTNRjoitinsFGEN Gießen, Bahnhofstraße. 767d lageram Stadtmitte, sof. zu verm. 01170 Otto Huhn, Rittergasse 23. |Vermietungen | JnsonnigerLage ist eine 4^-Zimmel' VvllNMß mitBalk.,Zentr.- Heizung, flietzd. Kalt- u. Warmwasser zu verm. Schr. 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Ap, ü Herrn >utenhoft rt erstlich imö Die Illustrierte des Gießener Anzeigers fällt heute noch einmal aus als Folge von Güterverkehrseinschränkungen. Die Bezieher werden um Verständnis gebeten für diese besondere Lage. Verlag des Gießener Anzeigers • Wern 11 therer en. <ßolötne Wolfe über Renate Roman non tjorflBtaath. Es dürfte vielen Volksgenossen noch nicht besannt sein, daß in unfern Dörfern schon lange vor Beginn des Krieges der Oberläbskaffee das Haupt- -etränk mar; denn so dick habens unsre kleinen Bauern nicht, daß sie sich jeden Tag einen guten Bohnenkaffee vorsetzen können. Den gab es nur an iahen Feiertagen, oder wenn Besuch kam. Vielleicht md) einmal, wenn die Nachbarn zum Birnenschälen toer auf die Metzelsuppe kamen. Im übrigen wurde mb wird heute erst recht Oberläbskaffee getrunken. Das ist eine Art Kaffee, die in den Dörfern schon •öden Einigung = ler Böden mm ' Straße 2j 313' MD i gesamt 1676 Kilogramm Metall abgeliefert, und zwar 190 kg Kupfer, 970 kg Messing, 106 kg Zinn und 410 kg Blei. In diesen Zahlen sind allerdings nur die vollen Kilogramm erfaßt worden, während die abgelieferten Spenden, die sich unter dem Gewicht eines Kilogramms bewegten, ebenfalls einen wesentlichen Teil der. Sammlung darstellen. Auf einem städtischen Lagerplatz türmt sich bereits ein Berg von etwa 70 Zentnev Metall. den Einsatz der Frauen in hervorragendem Maße mit erfüllt. In zahlreichen bäuerlichen und land- wirtschafllichen Betrieben versehen die Frauen an den Arbeitsplätzen der unter den Fahnen stehenden Männer und ihrer männlichen Helfer die Aufgaben des Betriebens, schaffen sie durch ihre Arbeit das tägliche Brot für unser Volk. Mit den Bauersfrauen wirken die Töchter und die noch jugendlichen Söhne, um den Betrieb fortzuführen und alles zu tun, damit unsere Ernährungsgrundlage keine Einbuße erleidet. Der besonderen Wichtigkeit der Frauenarbeit in den landwirtschaftlichen Betrieben trägt das Arbeitsamt dadurch Rechnung, daß es bei der Zuweisung von Pflichtjahrmädchen an die bäuerlichen und landwirtschaftlichen Betriebe einen besonders strengen Maßstab anwendet. Im wohlverstandenen Interesse der Volksgemeinschaft werden die Pflichtjahrmädchen aus der Stadt in weitgehendem Maße dazu angehalten, ihr Pflichtjahr auf dem Lande abzuleisten, damit die Bauersfrauen bei ihrer schweren Arbeit, soweit die Kräfte der jungen.Mädchen in Betracht kommen, Hilfe erhalten und zugleich Unterstützung bei der Betreuung ihres Hauswesens finden. Mit Genugtuung kann in dieser Hinsicht vermerkt werden, daß die Mädchen und deren Eltern sich den Erfordernissen gegenüber sehr aufgeschlossen zeigen und willig ihre Obliegenheiten im Dienste des ganzen übernehmen. Vielfach hat das Arbeitsamt die Wahrnehmung gemacht, daß in der Stadt und auf dem Lande bei der Einstellung von weiblichen Hilfskräften gerne solche Frauen und Mädchen in Anspruch genommen werden, die früher schon in den Betrieben tätig 'm ar en, da hierdurch die Arbeit eine besondere Förderung erhält. Wo die Möglichkeit besteht, die Mithilfe der Frauen durch Heimarbeit nutzbar zu machen, wird davon gerne Gebrauch gemacht, weil in diesen Fällen verheiratete Frauep neben ihrer Arbeitsleistung für die wirtschaftlichen Erfordernisse zu Hause noch ihren Haushalt versehen und ihre Kinder in ständiger Betreuung halten können. Das Arbeitsamt ist bemüht, derartige Möglichkeiten besonders zu begünstigen. Die Aufforderung zur Metallspende des deutschen Volkes hat in allen Kreisen unserer Gießener Bevölkerung einen ungemein lebhaften Widerhall gefunden. In der Sammelstelle in der Marktstraße geht es seit Tagen au wie in einem Taubenschlag Die Helfer, die die Metallspenden entgegennehmen, haben alle Hände voll zu tun, sie kommen kaum mit dem Wiegen und mit der Eintragung der Spenden in die Lifte nach, die angelegt wurde, um einerseits die Metallmengen genau ermitteln zu können, anderseits um die Grundlage zu Jdjaffen für die Verteilung der Urkunden, die nach dem Abschluß der Sammlung an die Spender ausge- „Du meinst", stammelte der alte Herr, „der Sohn unserer Schwester könnte dieses junge Mädchen umgarnen wollen, um in den Genuß--* „Er hat leider nichts von unserer Familie, sondern alles von seinem'Vater mitbekommen!" ächzte Mister Nathanael Watson. „Und ich befürchte das Schlimmste ... Eil dich, Jim! Häng dich sofort an den Apparat! Setz dich umgehend mit der Münchener Fremdenpolizei in Verbindung--" „Nein! Nein! Nein!" stöhnte der alte Herr und schlug die Hände vor die Augen. „--und frage an", fuhr der jüngere Bruder fort, „ob Allan Parker in München ist! Denn wenn auch das noch zutreffen sollte/ dann liegt der Fall sonnenklar!" Jeremias Watson nickte kraftlos. „Ich fürchte fast, wir können uns dieses Gespräch ersparen", murmelte er und wischte sich die Augenwinkel aus. „Bitte, Nat — ich bin ziemlich erledigt —" Bekümmere du dich um die Voranmeldung! Es ist jetzt vier Uhr — also fünf nach mitteleuropäischer Zeit; du wirst den Anschluß noch erreichen können." Er schloß die Augen und ließ das Kinn auf die Brust sinken. „Ein Glas Wasser, Alter?" fragte der Jüngere besorgt. „Danke Nat! Es ist nur eine kleine Müdigkeit; sie wird schon vorübergehen ..." Der „kleine" Bruder ballte die Faust. „Wir haben eine Schlange an unserem Busen genährt!" grollte er zornig. Der Aeltere lächelte plötzlich: es war ein zages und leise ironisches Lächeln. „Ach, Nat — das Bild ist ziemlich kühn und doch ziemlich richtig ... Ich fürchte nämlich, daß die Schlange, von der du sprichst, an unserem „Busen" nicht allzuviel Wärme gefunden hat." Der jüngere Watson warf den Kopf empor. „Merkwürdige Auffassung!" brummte er überrascht und warf seinem Bruder einen mißtrauischen Blick zu, als entdecke er an ihm neue — und nicht gerade vorteilhafte — Wesenszüge. Aber er enthielt sich jeder weiteren Aeußerung und begann, den Apparat in Tätigkeit zu setzen. Die Verbindung klappte ausgezeichnet. Nach einer guten Viertelstunde konnte der ältere Watson seine Erkundigung bei der Münchener Stelle vornehmen, und sie bestätigte seine böse Ahnung, daß Allan Sie setzten sich gleichzeitig die Brillen auf und t'litzten sich erwartungsvoll an. Es war, als fei mit Ine fern Augenblick die alte Spannkraft in ihre .Hüben, altjüngferlichen Gesichter zurückgekehrt „Telegraphiere zunächst mal 'ruber, ob der Brief i berhaupt abgefanbt worden ist! Und, wenn ja, i«aß man dir umgehend auf deine Kosten nochmals ii j,en ganzen Brief text übermitteln solle! Dann weißt im in zwei ober drei Stunben boch wenigstens, was ' in dem Brief gestanden hat und ob sein Inhalt . Man zu diesem seltsamen Schwindel veranlassen tonnte, den er dir gegenüber in Szene gesetzt hat. Jeremias Watson sprang mit fast jugendlicher Gelenkigkeit auf. „Natürlich, Nat", rief er, „das ist ! ter richtige Weg! Frage eins: Ob überhaupt schon !i cd geschickt. Frage zwei: Wenn ja — wann. Und Ihaltens: Wenn abgeschickt, bann den Brief in seinem genauen Wortlaut wiederholen!" ... Die Antwort traf nach vier Stunden ein. ? erenuas Watson übersetzte feinem Bruder den ikutschen Depeschentext; feine deutschen Sprach- tonntniffe waren ziemlich mangelhaft, aber die Worte und Sätze dieses Telegramms waren so einfach und klar, daß er sie ohne Schwierigkeiten über« i'agen konnte. Nathanael Watson erblaßte und sah feinen Brüter starr an. „Um Gottes willen —! stieß er dtemlos hervor. Der Aeltere erwiderte den Blick mit einem hils- 1b[en Achselzucken: „Die Nachricht von dem Tode tes E/ben kommt mir natürlich überraschend; aber ch verstehe dennoch nicht, was Allan veranlaßt aaben sollte--" , _ ir Zum erstenmal verließ Herrn Nathanael Watson Hnem „großen" Bruder gegenüber die Geduld. ,Stell dich doch nicht so dumm an, Jim!" schrie er mit grauem Gesicht. „Das Vermögen unseres Klien- 1-n fällt nun nicht mehr an den Bruder Naumann, Hubern an dessen Tochter Renate — fällt an em junges Mädel von dreiundzwanzig oder vierund- Manzig Jahren ... Begreifst du endlich —3“ Der Krieg hat die Arbeit der Frauen in i vielen Wirtschaftszweigen mehr in den Vor- i der gründ gerückt, als es jemals in den Frie- i densjahren der Fall gewesen ist. Diese Tat- i ■ fach ist aus den kriegswirtschaftlichen Not- i Wendigkeiten ohne weiteres erklärlich. Wir । haben uns mit dem Leiter des Arbeitsamts । Gießen, Regierungsrat Dr. Nonnen- mann, über den Einsatz der Frauen in der Kriegswirtschaft unterhalten und dabei die Feststellung machen können, daß diese Mitarbeit auf allen Gebieten der Kriegswirtschaft und unseres öffentlichen Lebens von großer Bedeutung ist, von den Frauen und Mädchen in verständnisvoller Weise für die Erfordernisse der Kriegszeit freudig geleistet wird und dadurch ein Ruhmesblatt für die Mithilfe der deutschen Frauen bei der Abwehr des Vernichtungswillens der Plutokra- tien Englands und Frankreichs gegen unser Volk und Reich geworden ist. Das Ergebnis der Unterredung ist in den nachstehenden Sätzen feftgehalten. Der Einsatz unserer Frauen und Mädchen in der Kriegswirtschaft an Stelle der in der Wehrmacht stehenden Männer tritt heute auf allen Gebieten der Wirtschaft und in allen Berufszweigen in Erschei- nung. In vorbildlichem Pflichtbewußtsein und in freudiger Mitarbeit an den großen Aufgaben, die der Krieg auf allen Gebieten der deutschen Volksgemeinschaft stellt, leisten die Frauen und Mädchen nicht nur in wirtschastichen Betrieben, sondern auch bei den Behörden, in der Ernährungswirtschaft, in der Landwirtschaft und in den sozialen Zweigen ihren Dienst für Führer, Volk und Vaterland. Nach außen hin wird die Mitarbeit der deutschen Frauen beispielsweise im Briefträgerdienft, in großen Städten auf den Straßenbahnen, an den Schaltern der Pvst und der Reichsbahn usw. besonders sichtbar. Vielfach sind namentlich bei den Behörden die Ehefrauen der zum Wehrmachtsdienst eingerückten Angestellten oder Beamten, soweit geeignet, an deren Stelle in den Büros getreten, ober sie haben Arbeitsposten an anderen Verwaltungsstellen übernommen, um dadurch Männer für andere Behördenaufgaben verfügbar zu machen. In zahlreichen Betrieben stehen Frauen und Mädchen als Kriegsaushelfer an den Arbeitsplätzen der Männer, um dort mitzuschaffen an den großen Aufgaben, die sich für die Wirtschaft in der Kriegs- ,3eit ergeben. Dadurch helfen sie nicht nur bei per Erfüllung der normalen Funktionen des Wirtschaftslebens, sondern sie stärken auch die kriegswirtschaftlichen Leistungen, die im Dienste unseres Vaterlandes zur Abwehr des feindlichen Vernichtungswillens notwendig sind. Von den verheirateten Frauen werden bei dieser Mitarbeit besonders bedeutsame Leistungen vollbracht, wenn man sich vor Augen hält, daß diese Frauen neben ihrer Arbeit in den Betrieben während der Abendstunden noch ihren Haushalt versehen und alle Arbeiten für die Pflege und Betreuung ihrer Kinder leisten müssen. Aber auch die unverheirateten Frauen bieten durch ihren Arbeitseinsatz für die Volksgemeinschaft im Kriege eine Mithilfe, die für den Aufgabenbereich der Betriebe von großer Bedeutung ist und dem Wohle von Volk und Reich dient. Darum gebührt all diesen Frauen und Mädchen die besondere Anerkennung unserer Volksgemeinschaft, denn sie helfen ja mit, die an der Grenze unseres Reiches, zur See oder in der Luft kämpfende Front der Männer zu stärken und täglich mit neuer Kraft aus der Heimat zu erfüllen, daneben den Erfordernissen in der Heimat zu dienen und dadurch den reibungslosen Gang unseres Wirtschaftslebens aufrechtzuerhalten. Wie sehr diese Hilfe zu schätzen ist, weiß jeder, der mit offenen Augen den Verlauf des täglichen Lebens an allen Stellen beobachtet. Ebenso wichtig und dankenswert ist der Einsatz der Frauenarbeit auf dem Lande. In diesem Bezirk unserer Gesamtwirtschaft stehen die Frauen als opfer- und tatbereite Dienerinnen unseres Volkes an besonders wichtiger Stelle, denn hier werden die großen Aufgaben der Vokksernährung durch Die Krauen in der Kriegswirtschaft. Eine Unterredung des Gießener Anzeigers mit dem Leiter des Arbeitsamtes Gießen Aus -er Stadt Gießen. „Oberläbskaffee." Was ist das für ein verrücktes Wort, wird man« ger Leser denken. Aber viele Tausende OberhesseN □erben es sofort verstehen. „Oberläb" nennt man in unfern Dörfern den Speicher, den Boden, auf :em das Getreide aufbewahrt wird. In andern Ölten heißt der Speicher „Uewerstlaab" o. ä. Es ist richt unsere Aufgabe, hier zu untersuchen, wie solche Htfamen Wörter Zustandekommen. Der Speicher ieißt nun einmal so. Und wie kommt der Kaffee iu der Oberläb? Am letzten Sonntag waren Gäste da. Die Hausbau holte Gebäck und goß Kaffee ein. Da sagte ine Nachbarin: „Der riecht noch so gut, ift das listiger Kaffee?" „Nein!" erwiderte die Hausfrau, .das ist Oberläbskaffee." —?? Ihre Hände ruhten still im Schoß. Fern und weit von der Welt, die jenseits dieser Mauern ihr kleines Leben umspannte, gab sie sich losgelöst und mit offenem Herzen dem Zauber dieser Stunde hin — der milden Stille der Nacht, dem flimmernden Funkeln der Sterne, den tiefen Schatten in den blinden Fensterbögen und der unsterblichen Musik. „Dunkle Nacht, blindes Erlöschen — Ach, ein Frösteln durchschauert die Seele, Sie schmeckt den Tod ... Nacht, süße Nacht, Freundin der Müden, Geliebte der Liebenden, Schwester der Träume und Sterne — Nimm mich zu dir ..." Parker beugte sich langsam vor. Seine Hand suchte in der Dunkelheit Renates Arm und glitt zart zu ihren Händen herab, bis er ihre Linke umschloß. Er spürte keinen Widerstand. Minuten vergingen, in denen nur die Musik Mozarts über sie hinströmte. Dann wandte Renate ihm mit einer kleinen Drehung des Halses das Gesicht zu. Ihre Augen trafen sich in dem Halbdunkel. Sie sah, daß er die Lippen bewegte, daß sein Mund ihren Namen formte — und schloß die Augen und neigte den Kopf. Und plötzlich fühlte er, daß sie den zarten Druck seiner Hand leise erwiderte ... Die Geigen verstummten. Lichter flammen auf. Die jähe Helligkeit überraschte sie beide. Renate löste ihre Hand aus seinen Fingern. Sie tat ee gart; ohne den umsitzenden Kvnzertbesuchern ein Schauspiel zu geben. Der Beifall wurde laut. In der Empore des Turms verbeugte sich der Dirigent. Parker erhob sich. „Kommen Sie, bitte!" sagte er erregt und legte feine Hand auf ihren Arm. „Lassen Sie uns gehen! Ich muß mit Ihnen sprechen ... Was ich Ihnen zu sagen habe, ist mir wichtiger als die Fortsetzung dieses Konzerts!" Im Turm verließen die Musiker ihre Plätze. Zwei livrierte Diener schoben den großen Flügel näher an die Brüstung heran. Renate stand zögernd auf. „Bitte, kommen Sie, Renate!" wiederhoUe er eindringlich. Seine Stimme war dunkel, und es war ein Ausdruck in ihr, der sie zwang, feinem Drängen nach- zugedeir, (Fortsetzung folgt) geben werden sollen. Wie stark die Sammelstelle in den ersten drei Tagen bereits besucht war, geht aus der folgenden Aufstellung hervor. Am ersten Tage der Sammlung (26. März) erschienen bereits 84 Personen, am zweiten Tag waren es schon 231 Volksgenossen, die abgefertigt werden mußten, und am dritten Tage erschienen 253 Spender mit ihren Metallschätzen, die nun im höheren Interesse des Vaterlandes zu größtem Wert aktiviert werden sollten. Allein schon an den ersten drei Tagen vom 26. bis zum 28. März wurden ins- Parker tatsächlich vor zehn Tagen in München eingetroffen war und seitdem ohne Unterbrechung in ■einem Hotel am Lenbachplatz wohnte. Jeremias hängte langsam ein, mit einer außerordentlichen Vorsicht, als sei das Zurücklegen des Hörers auf die Gabel ein anstrengendes und schwieriges Kunststück. „Und was weiter, Nat?" fragte er leise. „Entweder du nimmst das fahrplanmäßige Flugzeug nach Köln--" „Kein Flugzeug! Auf keinen Fall!" rief der alte Herr und spreizte ängstlich die Hände. „--oder du nimmst den Nachtzug nach Dover; die Anschlußzüge gehen kurz vor oder nach Mitternacht vom Charing-Croß-Bahnhof ab." Jeremias Watson senkte den Blick. „Und wenn lieber du führest, Nat —?" tastete er verzagt. „Ich würde es dir gern abnetymen, Alter", antwortete der jüngere Watson herzlich, „aber ich spreche kein Wort Deutsch, und ich nehme an, man wird das in diesem Falle brauchen." „Wahrscheinlich ..." „Dann kann ich also packen lassen, Jim?" Der alte Herr nickte sparsam. „Scheußlich! Scheußlich!" murmelte er abgeschnürt. „Wann treffe ich in München ein, Nat?" Der andere rechnete kurz nach. „Uebermorgen in der Früh ..." Im Brunnenhof der Residenz erloschen die Lichter. Der nächtliche Sternenhimmel stand glitzernd und blau über dem Rechteck der Firste, und in dem matt schimmernden Strom der Milchstraße segelte der Schwan still und unendlich fern über den verschütteten Hof des Schlosses hinweg. In den Stuhlreihen verstummte das Geflüster. Ein weicher Flötentriller, Saitengezirp, rasche, leise Geigenläufe, ein paar Odur-Akkorde des Flügels ... Zwei Scheinwerfer überfluteten gebündelt den Turm. Das dreimalige Achtungsklopfen des Taktstocks, zwei schmal erhobene Hände — Stille, Erwartung, der Einsatz — und dann: Mozarts „Kleine Nachtmusik" ... Parker saß neben Renate. Zurückgelehnt und mit leicht gesenktem Kopf spähte er heimlich nach dem matten Schimmer ihres Gesichts, nach der Linie ihres Profils, nach dem Glanz ihrer Augen und dem zarten Bogen der Kehle. enerWoclit Literatur. ) Uhr staltung- WM zenierung visier . von Qo^' ns Geißler- rl Löffler- 0.50, 0-7» ätz RM-O-^ Außer M reisen! miaiis h Strauß- Zr*ieit ,iteratBr’ 1.80^3 ItODg- tfocfr jener A Es wäre erwünscht, wenn das vorbildliche Beispiel der bisher schon im Wirtschaftsleben mitarbeitenden Frauen und Mädchen noch bei vielen Frauen, insbesondere kinderlosen, Nachahmung finden würde. Denn es bestehen überall noch vielfältige Möglichkeiten zur Nutzbarmachung der Arbeitskraft unserer Frauen und Mädchen, die durch ihre Tätigkeit auf diesem Gebiete ein wichtiges Stück Kriegs - Hilfe im Dienste unserer Volksgemeinschaft leisten Jm wenigen Zagen war ich vom Husten und starker Verschleimung restlos befreit. Düsseldorf, den 7, März 1937, Richthofenstr. 226, Fritz Haack, Kaufmann. Darum nehmen auch Sie Husta-Glycin, Fl. 1 Mk. Erhältlich in Drog. WinterhoH, Kreuzplatz 9. Drog. Pierenkemper, Seltersweg 69. Drog. Bornemann, Bahnhofstraße 17. Drog. Ligen, Seltersw. 66. Drog. Seibel, Frankf.Str. 39 können, lieber die dringende Notwendigkeit hierzu bedarf es keiner weiteren Beweisführung. Diese Mitarbeit unserer Frauen und Mädchen in der Heimat werden unsere Soldaten besonders schätzen und dankbar würdigen. Es können zwar nicht alle Männer an der Front stehen, oder an anderen Stellen der Wehrmacht Dienst für Volk und Vaterland leisten; gewisse Aufgaben in der Heimat erfordern eben auch in Kriegszeiten die männliche Arbeitskraft. Das weiß niemand besser, als der Frontsoldat selbst. Aber unsere Frauen und Mädchen können doch auf vielen Ge» bieten der kriegswirtschaftlichen Aufgaben wichtige Hilfe leisten und dadurch an ihrem Teil guten Dienst für das Vaterland tun. Der volle deutsche Sieg über die plutokrattschen Kriegshetzer Englands und Frankreichs wird diesen Helferinnen in der Heimat der schönste Lohn für ihren Einsatz bei dem Abwehrkampf unseres Volkes fein. Und in diesem Bewußtsein tragen sie freudig und tatfroh dazu bei, unserem Führer zu helfen und die deutsche Kraft für den Abwehrkampf täglich neu zu stärken. B. I »it vielen Jahren zubereitet wird, schon zu einer j Zeit, bevor überhaupt Malz- und Kornkaffee fabrikmäßig hergestellt wurden. Und so ift es gekommen, I !,aß viele Hausfrauen auch heute noch das Rezept I non ihrer Mutter übernommen haben und bei feh- iisnbem Kaffee einfach auf den Speicher gehen und Ich dort einige Pfund Getreide — meistens wird 3erfte, manchmal auch Korn genommen — holen. Das wird durchlesen und dann geröstet. • Immer wieder können wir, wenn wir oberhessi- che Dörfer durchwandern, diesen Dust der gerastern Gerste mit unsrer Nase aufnehmen. Es ist ja gerade nicht der beste Duft, der da der Küche ent- römt. Aber der Oberläbskaffee selber schmeckt gar icht so übel, besonders bann, wenn er richtig zu- -creitet wird. Da hat jede Hausfrau ihre eigenen kniffe und bringt dann oft eine Mischung zutage, liie an den Bohnenkaffee erinnert. Wir können wahrhaftig nicht behaupten, daß es \ ie Hausfrauen in den Dörfern sind, die etwa l traurig wären, daß es keinen Bohnenkaffee mehr gibt. Sie sind mit ihrem Ersatz sehr zufrieden und gön- ■ en den echten Kaffee gern unfern Soldaten drau- i f en in ihren Bunkern. Sie selbst haben ihren Ober» öbsfaffee, manchmal auch einen echten Malzkaffee, !.en sie beim Händler holen, und trauern dem Bohnenkaffee nicht nach. Daß es ältere Frauen und auch Männer gibt, die gern wieder einmal eine Tasse «echt starken Kaffee tränken, soll gar nicht verschwiegen werden, aber sie fügen sich in diese Zeit und enfen: Wenn erst unsere Soldaten wieder zurück ind, dann erst können wir auch einen kräftigen Zohnenkaffee vertragen. Und dasselbe sagen wir auch. Der Oberläbskaffee : ber wird auch nach einem siegreichen Kriege in . nsern Dörfern nicht verschwinden. Das ist auch rut so. h. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Opernball". — Licht- ^ielhaus (Bahnhofstraße): „Kornblumenblau". Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 11.30 bis 12,30 Uhr: 7. Morgen- «ranftaltung. Beethoven, Ouvertüre Leonore Nr. 3 inb „Die Geschwister". — 19 bi? 22 Uhr: „Die Fledermaus". — Gloria-Palast (Seltersweg): .Opernball". — Lichtspielhaus (Bahnhofsttaße): .Kornblumenblau". Nationalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen Bezirk 8 (Gießen) 1626 V 01182 1S7O-1940 Bilanz, abgesAlowen am 31. Dezember 1939 RM RM Bitte ausschneiden und aufheben! Dienstag und Freitag Zeit 369 566363,70 122 293 936,14 15843 543,78 10 994013,22 1241 635,97 20 855 807,20 33 832 951,87 652 382 592,63 Beachten Sie 37000000,- auch immer-? 47 694 308,51 10694 308.51 Betlin.deo». FebrwVMQ. Tanz-DnlerricM kaufen Sie bei Berlin, dseS*.rebrw 19*0. 1438D M.Brockmann Bereich XII (Hessen) 17664806,80 29 674 025,12 66 403 314,23 20805 256,81 29 940 070,35 5145 295,25 47 338 831,92 2 402 261,90 24 545 251,36 400724340.35 8 105 502,13 54 982 244,69 55169 952,97 9 339 387,97 18 786,18 7-75644,46 Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestr.32 Kreuzplatz 9 und 10 Sammelruf 3153 M4a Aufnahme in die ein-und halbjährigen Handelsfachklassen Beginn Ostern 1940. Anmeldungen für das neue Schuljahr sowie Auskunft jederzeit im Scbatyetrände Giefjen, Ooetheftr.32 Ruf 2486. Bis auf weiteres Montags geschlossen! 16]4A Deutsche Revioione. und Treuhand-Aktiengesellsdieft , Hesee.WIrtsebsftoprtlter Br aun, Wlrteehafteprtfer Dem Aufelchtsrst gehörten am Schlüsse des Geschäftsjahres an: Drogen - Chemikalien Parfümerien Hygienische Artikel Preise: Anfänger lehrgang RM. 6.-, Angehörige der Wehrmacht, Mitglieder und Schüler RM. 5.-. Ermäßigte Preise für die übrigen Kurse bis zu RM. 3.- bzw. RM. 2.-, Anmeldung und nähere Auskunft zu Beginn des Unterrichtes Photo - Photoarbeiten Projektion Schmalfilm-Kino Friedrich Reinhart Vorsitzer, Hans Harney, Ewald Hecker, Franz Heinrich Wltthoefft stellv. Vorsitzer, Albert Bannwarth, Bruno Claussen, Heinrich Dlederlchsen, Heinrich Theodor Fleltmann, Heinrich Glesbert. Theo Goldschmidt Alex Haffner, Carl Harter Richard Helm, Adolf Koehler, Werner Lüps, Carl Ludwig Nottebohm, Gustav Allster, Paul Rohde, Heinrich Schmitz, Robert Schoepf, Moritz Schultze Heinrich von Stein, Wilhelm Tengelmann, Edmund Tobles, Paul Wesenfeld, KurtWoermann Mehr Milch, mehr Eier,hochbewertete Kaninchen durch die echte gewürzte Fufferkalkmlschtmg Lwevg - Marke Zu haben in den einschlägigen Geschäften In den Aktiven sind enthalten: Forderungen en Konrern unternehm en ............... Forderungen an Vorstandsmitglieder................ Sonstige Forderungen gemlB 51* Abe. 1 und S KWG. und Artikel 11 der Durchführungsverordnung rum KWG............. Anlagen nach < IT Abe.l KWG. .................. Anlegen nach $ IT Abe. 1 KWG. .•••••■»•••••••••• Gewinn- und Verlust-Rechnung, abgeschlossen am 31. Dezember 1939 Zu den in Kürze beginnenden neuenTanzkursen nehmen wir noch weitere gefl. Anmeldungen, auch für Einzel-Unterricht, jederzeit entgegen. _______________WL Ee«ee Bendel Eugen Boode Kerl Hettlage Paa) Marx Joseph Schilling; atelk: Harry Kühne Ernat Lieche Xaob das abschließende Ergebnis unserer pfllcbtmlßlgsn Prüfung auf Grund der Bücher und Schriften der Bank sowie dar vom Verelend erteilten Aufklärungen und Neah, entsprechen die Buchführung, der Jehrcsebsohluß und der GeeohAfteberleht, soweit er den Jahreeabeobluß erläutert, den geeatsllchen Vorschriften. Am Sonntag, dem 31. März Großer Abschieds-Abend der beliebten Kapelle Hans Kimpel Vie Deutsche Arbeitsfront Gau Hessen-Nassau Kreiswoltung wetterau Neue Lehrgänge in Kurzscbrift beginnen am Dienstag, dem S. April 1940, in der öffentlichen Handelslehranstalt, Wernerwall 11, am Oswaldsgarten, nach folgendem Stundenplan: Äieferdorf Bahnhofstraße 4?, Telef. 8788 Aktiva Barreserve a) Kassen hostend (deutsohe und ausländische Zahlungsmittel, Gold)............ b) Guthaben auf Balchsbankgiro- und Postscheckkonto ........... Fällige Zins« und Dividendenecheine .. . Schecks...................... Wechsel...................... Darin sind enthalten: EM S94 866 319,61 Wechsel, die dem $ 18 Abe. 1 Nr. 1 des Gesetzes über die Deutsche Belohebank entsprechen (Handelswechsel nach $16 Aba. 2 KWG.) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatz* Anweisungen des Reichs und der Linder Darin sind enthalten: BM 848 431 385,89 Sohatzweobsel und SchStsanweleungen, die die Belohebank beleihen darf Eigene Wertpapiere a) Anleihen u. versinnliche Bohatsanwelsungen des Belebe und der Linde* ........ b) sonstige verslnsllohe Wertpapiere ...... e) börsengängige Dividenden werte ....... d) sonstige Wertpapiere..... Tn der Gesamtsumme sind enthalten: RM 79 585 417,08 Wertpapiere, die die Belcbsbank beleihen darf Konsortialbeteiligungen....... ..... Kurzfällige Forderungen unzweifelhafter Bonität und Liquidität gegen Kreditinstitute Davon sind BM 10 918 813,03 tagllob teilte (Nostroguthaben) Forderungen aus Report- und Lombard» geschähen gegen börsengängige Wertpapiere ................... - Vorschüsse auf verfrachtete oder eingelagerte Waren a) Rembonrskrcdlte...... b) sonstige kursfristige Kredite gegen Verpten- düng bestimme boselohneter marktgängiger Schuldner a) Kreditinstitute b) sonstige Schuldner In der Gesamtsumme sind enthalten t aa) BM 97 012 379,95 gedeckt durch Mrven- gängige W ertpaplere bb) RM 867 753 585,87 gedockt durch sonstige Sicherheiten Hypotheken. Grund- und Rentenschulden Durchlaufende Kredite............. Beteiligungen (§ 131 Abs. 1 A II Nr. 6 des Aktiengesetzes)................ (Abginge BM 611 690,86) Davon sind RM 5 970291,41 Beteiligungen bei anderen Kreditinstituten Grundstücke und Gebäude a) dem eigenen Gesoblftebetrteb dienende. . . . (Zuglnge RM 1538 583,99) b) sonstige (Zuginge BM 181771,61, Abginge BM 1 541 505,70).............. Verrechnung^posten des Geschäftsstellen untereinander.......... Posten, die d. Reehnangeabgrenzung dienen Deutsche StenoMnscbiilt Ortsverein Gleisen ML Die Veranstaltung Swer fVStzV GtAMdM im Stadttheater Gietzen mutz morgen leider ausfallen; 12977 144J7 11686 846,90 640 695 745,73 Itaeu-MÄmlÄ werden auf die neuen Formen umgearbeitet, garniert, gereinigt und gefärbt. Stets Eingang von neuen Damenhüten. iossD H. Dubuque, Sö&erftai6el9. Unserer werten Kundschaft zur Kenntnis, daß wir unser Geschäft auch während des Krieges aufrecht erhalten. \Vir bäten daher, uns das Vertrauen, welches meinem verstorbenen Manne entgegengebracht wurde, auch weiterhin zu bewahren. H. Ehrhardt Witwe Hans Ehrhardt (z.z. im Felde) Grabsteingeschäft / Gießen, Friedhofsallee in Kursen und Einzel- Stunden erteilt TanzschuleBänlke Wolfstraße 31 Hriegs-WWW.-Veranstaltung Sonntag, den 31. März, 14.30 Uhr, Turnhalle Vf B.-Reichsbahn, am Aulweg Geräteturnen, Leichtathl. Wettkämpfe, Grundschule der HJ., Volkstänze des BDM„ Kinderturnen, Basketballspiele Commerz- und Privat-Bank Aktien geselleoha ft Hamburg-Berlin Neue Lehrgänge in Maschinenschreiben beginnen am Dienstag, dem 9. April 1940, in der gleichen Schule nach folgendem Stundenplan: 108 926,52 447 670.78 1746 250 346,76 RM 3007 712,38 19.30-20.30 1. Anfängerlehrgang 2. Fortbildung und Wiederholung 3. Diktat, 60-100 Silb. (mit Übung.) _____________4. Eilschrift für Anfänger 20.80-21.80 5. Eilschrift für Fortgeschrittene 6. Diktat 120-140 (mit Übungen) 7. Diktat 160 u.höh. „ „ Zeit 19.30-20.30 1. Erlernung der 10-Finger- Blindschreibemethode 2. Fortbildung; (Ziel: Sicherheit und Geschwindigkeit) ____________3. Übungen für Praktiker_________ Preise: Anfängerlehrgang RM. 8.-, Angehörige der Wehrmacht, Mitglieder und Schüler RM. 6.-, Fortbildungslehrgang RM. 5.—, bzw. RM. 3 —, Praktiker-Kurs RM. 2.-. Statt Karlen Zhre Vermählung geben bekannt Emil Held z. Z. bei der Lustwaffe Gretel Held, geb. Sack Gießen (Lerg st raße 25), den 30. März 1940 01177 Statt Karten | Ihre Vermählung geben bekannt Hans Wenz und Frau Dorothea, geb. Schietzel z. Z. im Felde Gießen, Sbelstraße 16 I 30. März 1940 01135 Ihre Vermählung geben bekannt Hermann Jochim Friedel Zochim, geb. Langer Gießen, den 30.März 1940 KalseraNee 139 Dammstraße 43 Kirchliche Trauung: Samstag, 141/, Uhr 01162 Für die unserer Nichte zur Konfirmation entgegengebrachten Glückwünsche und Geschenke danken wir herzlich Familie Lombecher Gießen (Marburger Str. 23), den 30. März 1940 1580 V Willi Mdersdorf Lotte Lüdersdorf, geb. Kopp geben ihre Vermählung bekannt Gießen (Lismarckstraße 30), den 30.März 1940 1603V Sch waabs Weinstuben und Feinkosthaus bleiben Montag', den L April und Montag, den 8.April geschlossen 01172 ’ Passiva Gläubige» a) selten« der Kundschaft bei Dritten benotete Kredite.................... b) sonstige kn In- und Ausland aufgenommene Gelder und Kredite.......... .. o) Einlagen deuteober Kreditinstitute BM 104 788 597,80 d) sonstige Gläubiger . . . BM 1110 046611,99 Von der Summe o) -f- d) entfallen auf: 1. Jedeneit füllige Gelder BM 748 938 796,88 3. feste Gelder und Gelder auf Kündigung ... BM 461 851 418,91 Von 3. werden durch Kündigung oder alnd füllig: e) Innerhalb 1 Tagen BM 89 804 878,80 b) darüber hinaus bte su 8 Monaten ... BM 808 157 661,47 o) darüber hinaus bis an 12 Monaten . . BM 117 628 118,81 d) über 13 Monate hinaus BM 761 359,88 Verpflichtungen aus der Annahme gezogener und der Ausstellung eigener Wechsel (Akzepte und Solawech soweit sie eich im Umlauf befinde"* Spareinlagen a) mit gesetslloher Kündigungsfrist...... b) mit besondere vereinbarter Kündigungsfrist Hypotheken.................... Durchlaufende Kredite............. Aktienkapital........... . Rücklagen nach § 11 de« Reicnegesetzes über das Kreditwesen. ........... Pensionefonde.................. Rückstellungen.................. Posten, die d. Rechnungsabgrenzung dienen Reingewinn Gewlnnvortreg aus dem Vorjahr ........ Verbindlichkeiten tue Bürgschaften. Wechsel- und Scheckbürgschaften sowie aus Gewährleistungeverträgen (§ 131 Abs. 7 des Aktiengesetzes)........ Eigene Indoseamenteverbindlichkeiten s) aus weiterbegebenen Bankaktepten..... b) ans eigenen Wechseln der Kunden an die Order der Bank............... o) ans sonstigen Rediskontierungen...... RM 34187 064,61 17 374 683.61 1214780209,79 TT” 1266 341958,01 155022016,89 218643 899,45 58272,65 18 786,18 80000 000,— 10000000,- 6 260 000,- 2 303 714,51 1086 768,23 6 524 931,34 160 226 093,44 58417806,01 1716 096.61 4 808 834,83 70 854 617,70 211195,66 65 376 284,48 65 587480,14 1748 250346,76 In den Passiven alnd enthalten: Verbindlichkeiten gegenüber Konsernunternehmen •••••••• Geeam «Verpflichtungen nach tz 11 Abe. 1 KWG. ......... Geeamtverpfilchtungen nach § 16 KWG............... Gesamtes haftendes Eigenkapital nach § 11 Abe. 3 KWG..... RM 10 067 390.1Q 1640 066146,50 1421422 247.05 90 000 000,- Aufwendungen Personeiaulwendungen............ Ausgaben für soziale Zwecke, Wohlfahrtseinrichtungen und Pensionen........ Sonstige Aufwendungen............ Steuern und ähnliche Abgaben ........ Zuführung an den Pensionsfonds ...... Gewinn: Vertrag ans 1918................ Reingewinn................... RM 1716096,51 4 808 834,83 RM < 319909^8,97 ' 6 236 430,32 ! 9 676 233,20 10 054 601,43 , 1000 000,- j 6 524 931,34 ! 64 483 175,26 i Erträge Vortrag aus 1938 ................ Provisionen end Gebühren .......... RM 1716096,51 30 160 195,83 32 606 882,92 64 483 175,26