Dienstag, 30 Januar 1940 M. 25 Erstes Blatt 190. Jahrgang AI schmettern dem Führer ihre Sprechchöre entgegen. 6en k Vom Parteiführer ztim Ersten Soldaten des Großdeutschen Reiches WA von das sen und der Großer Schlag der deutschen Luftwaffe. Neun bewaffnete britische Schiffe versenkt. - Geleitzüge erfolgreich angegriffen Wunders zu Ende. Das neue Reich ist erstanden. Es wurde mit Blut geweiht. Eine vierzehnjährige Arbeit wurde vom Sieg gekrönt. Wir sind am Ziel. Die deutsche Revolution beginnt!" ander, eng eingequetscht. Ich bin als Kameramann eine zusätzliche Belastung für Maschine und Besatzung. Doch sind alle bereit, den Raum kameradschaftlich zu teilen. Der Oberfunkmaat rutscht jetzt sogar noch ganz vom Platz, um sich auf meinen kleinen Apparatkoffer zu setzen, weil mir ein Wolkenmotiv so gut gefällt und ich ein paar Meter davon drehen möchte. Kaum sitzen wir wieder, da faßt sein Nebenmann Mit Flugzeug und Kamera auf Wachposienflug zur britischen Küste >( > ■ Wie der „Telegraaf" aus London berichtet, handelt es sich bei den englischen Schiffen, die im Laufe des Montags durch deutsche Flugzeuge vernichtet wurden, u.a. um die Dampfer „Miriam" (1903 Brt.) und „Danybry n , den Tankdampfer „Athelmonarch" (8995 Brt.), die Dampfer „Imperial Monarch" (5831 Brt.) und „Wellpark" (4649 Brt.), das Galliper-Feuer- chiff und einen französischen Dampfer, dessen Name noch nicht bekannt ist. Der „Telegraaf" weiß zu be- Sein Volk jubelt ihm zu. Der Rundfunk überträgt zum ersten Male eine Kundgebung des deutschen Volkes. Wir sprechen zum ersten Male über alle deutschen Sender. Ich kann dabei nur sagen, daß wir maßlos glücklich sind, und daß wir weiterarbeiten wollen. Als sich weit nach Mitternacht der Zug seinem Ende zuneigt, stehen noch immer Zehntausende Menschen vor der Reichskanzlei und singen Horst-Wessel-Lied. Ich rede kurz zu den Mas- und schließe mit einem Heil auf Hindenburg auf den Führer. In einem sinnlosen Taumel Begeisterung geht diese Nacht des großen >ch,'A da eiM kn. fr, und iu ieß ab h m l.-Fack n sch on W tille M utter alte eiis h, Hf Sparks mar tN*.; ; >in vM miterl^ i vielst ■ zu W e,W es bef- -en Dlein,^ 1 w* Aussig Jahr< Mtielk. iger ; auf*? ä« solde^, lilitar > Die >3 reu- richten, daß einige der englischen Schiffe heftiges Geschützfeuer auf die deutschen Flugzeuge eröffneten. Wie Reuter bekanatgeben mußte, unternahmen deutsche Flieger „die k u hn st e Serie von Angriffen, die sie jemals gemacht haben". Sie griffen englische Schiffe an oer Ostküste Englands an. Die Aktionen fanden vormittags statt. In verschiedenen Bezirken, hauptsächlich an der Notdost- küste, mußte Fliegeralarm gegeben werden. Wie Reuter hervorhebt, wurde an der schottischen Küste der Dampfer „Imperial Monarch" angegriffen. Ebenso waren die deutschen Kampfflugzeuge in der Nordsee beim Angriff auf viele englische Schiffe erfolgreich. Acht britische Schisse hätten gemeldet, daß sie von deutschen Fliegern hart bedrängt würden. Wie aus dem Bericht Reuters hervorgeht, war die Verteidigung der englischen Jäger infolge des schlechten Wetters und der schlechten Sicht sehr erschwert. Bemerkenswerterweise wird kein einziges deutsches Flugzeug als abgeschossen gemeldet, wahrend doch sonst das Londoner Lügenministerium mit „großen Erfolgen" rasch bei der Hand ist. Ebenso bezeichnend ist, daß in dem englischen Bericht nur ein einziger deutscher Angriff auf einen Dampfer als vergeblich genannt wird. (P. K.) Tag um Tag suchen wir. nun auf un- eren Aufklärungsf lügen den Feind. Doch wir wis- en, er wagt sich nur selten aus seinem Schlupfwinkel. Bei kräftiger Wottenbildung slieaen wir in geringer Hohe über Meer der englischen Küste zu. Die Wogen unter uns haben Schaumkämme und scheinen uns vom Westen entgegenzukommen. Ein Dies soll über Irland stehen, ruft der Funker ins Bordmikrophon. Wir sitzen nebenem- it her ’ e ietüerti: )ies rj her Sk -nbeleui >rmeiti? sgebm i, |o b? gehört idjerr ■ bis c ihm 0 lmstäck aufoerti; unterlöf., er W eleudjiir lemefti" heran? der Frecheit aufgerichtet. Erst verlacht und be- : kämpft, verleumdet und verfolgt, war er den Weg durch sein Volk geschritten. Er hatte sich eine 1 Garde von Mitkämpfern geschaffen, die blindlings seinen Befehlen folgte. Er hatte den Weg der faulen Kompromisse bewußt abgelehnt, da es ihm stets um ein Ganzes ging: um Deutschland! So wurde der Name Adolf Hitler der Kampfruf in der Zeit der Hoffnungslosigkeit, sein Programm das Panier der jungen Generatioy, wie der alten Frontkämpfer. Alle Intrigen verachtend und überwindend, führte der gerade Weg der nationalsozialistischen Kampfbewegung endlich zur Machtergreifung am 30. Januar 1933. Gewiß: die Erhebung der Nation konnte keinen andern Sinn haben als die Brechung der Versailler Ketten. Die Geschichte wird aber dem Führer das Zeugnis nicht verweigern können, daß er die Revision des unerträglichen Zustandes auf friedlichem Wege erstrebt und solange auch erreicht hat, bis die englische Einkreisungspolitik sich an ihrem Ziele glaubte. Der militärische Schutz des Rheinlandes, der Anschluß Oesterreichs, die Befreiung des Sudetenlandes und des Memelgebietes ist ohne Schwertstreich erfolgt, Böhmen und Mähren haben aus eigenem Entschluß den Weg unter den Schutz des Großdeutschen Reiches gefunden. Diese gewaltigen Erfolge waren die Früchte zielbewußter und mutiger Politik, sie gründeten sich nicht zuletzt auf die großartige Neugestaltung des innerdeutschen Lebens. Die Niederkämpfung der Arbeitslosigkeit, die soziale Befriedung der Stände, die glanzvollen Leistungen des Gemeinschaftsgeistes, die Entwicklung der Technik, der Künste und Wissenschaften zu neuer Blüte, das sind die unbestrittenen Zeugnisse des neuen Ausstieges. Die Aufrichtung des Westwalles war die starke Sicherung zu friedlicher Entwicklung, solange die Gegenseite bereit war, eme solche an^u- erfennen. Oft genug hat Adolf Hitler sich als Friedenskanzler bewährt, immer wieder hat er, besonders dem westlichen Nachbarn, ein dauerhaftes Fne- densverhältnis angeboten, beispiellos war feine Geduld gegenüber polnischen Provokationen. Sie haben den Weg des Friedens nicht gewollt. Die Regelung der Ostgrenzen — des letzten Postens der Versailler Rechnung — hat England und Frankreich den Vorwand geliefert, den Krieg gegen das neue Deutschland zu eröffnen. Nach ihrem Willen soll es ein Vernichtungskampf werden. So steht am Beginn des achten Jahres nach der nationalsozialistischen Machtergreifung Großdeutfch- । jland im Kamps gegen Mächte, die noch immer glauben, mit der Macht des Geldsackes und der Lüge weiterhin freie Nationen beherrschen und nie« verhalten zu können. Das deutsche Volk hat aber feine Gegner erkannt! Seine Mannschaft hat m 18 Tagen die polnische Heeresmacht vermchttt die dazu bestimmt war, die Verständigung Deutschlands mit dem großen Nachbarn im Osten 3HJ’er^nV>e’?L . Der Vernichtungswille der Feinde wird auch rm Westen auf Granit beißen. Volk und Heer gehen in das neue Jahr der nationalsozialistischen Macht voll des Verttauens zu Adolf Hitler und mit dem gläubigen Bekenntnis zu einer stolzen Zukunft endlo sen zu allen Opfern für das heilige Deutsche Reich! K. Berlin, 29. Jan. (DNB.) 3m Rahmen der Aufklärungsflüge der Luftwaffe in der Nordsee wurden am 29. Januar 1940 feindliche Geleilzüge bewaffneter Handelsdampfer und Borpostenboote angegriffen. Trotz schärfsten feindlichen Abwehrfeuers und trotz Einsatzes von Jagd- verbänden wurden vernichtet: sieben feindliche bewaffnete Handelsschiffe und zwei Borpostenboote. Ein feindlicher Jäger wurde bei Hartlepool abgeschossen. Sämtliche eigenen eingesetzten Flugzeuge sind wohlbehalten zurückgekehrt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühische Unioerfitätsöruderci «.Lange in Sietzen. Lchriftleilung und Seschäsisftelle: Zchulftratze 7_______ &C3 ilnaewohnliche Kalte in England. Nunmehr kommen aus England immer mehr Nachrichten, die auf ernstere Folgen der außergewöhnlichen Kälte Hinweisen. Es wird bekannt, daß tn allen englischen Großstädten in Tausenden von Häusern die Wasserleitungen eingefroren waren und die Haushaltungen ohne Wasserversorgung geblieben sind. 3n der ersten Hälfte des Monats Januar find viele Menschen infolge der Kälte und der Schneestürme ums Leben gekommen. Unter der Kälte hatte vor allem die Süd- und Südostküste zu leiden. In Folkestone hat der Schnee bis an die Dächer der Häuser gereicht, viele Familien waren in ihnen eingeschlossen, einige sogar vier Tage lang von der Außenwelt abgeschlossen. Die Schiffahrt an der Themse-Mündung hat infolge dichtem Nebel s e ch s- unddreißig Stunden lang fest gelegen. In der ersten Januarhälfte war der Frost so stark gewesen, daß zum erstenmal seit 1814 Teile der Themse f e st z u g e f r o r e n waren. Durch Explosionen von Warmwasseranlagen sind zahlreiche Unglücke entstanden, so ist in Newcastle eine ganze Familie mit vier Kindern tödlich verunglückt. In Nordwales sind verschiedene Personenzüge völlig eingeschneit. Am Montagmorgen trat im Londoner Nah- und Fernverkehr eine Reihe von Verkehrseinschränkungen in Kraft, nachdem bereits seit Wochen als Folge des für englische Verhältnisse ganz ungewöhnlich harten Winterwetters Z u g - Verspätungen und Zugausfälle an der Tagesordnung gewesen waren. Fernzüge aus Schottland und Nordengland trafen in London mit acht bis zwölf Stunden Verspätung ein. Auf den Bahnlinien, die London mit der Südküste verbinden, war der Fahrplan völlig zusammengebrochen. Auch auf den Vorortbahnen und der Untergrundbahn war die Zugfolge ganz unregelmäßig, was besonders in der Verdunkelungszeit zu ungeheuren Zusammenballungen von wartenden Fahrgästen auf den Bahnhöfen führte. Tausende erreichten in der Nacht zum Montag ihre Heimstätte nicht mehr und mußten im Dunkeln Notunterkunft suchen. Neben dem Wetter sind mangelhafte Kohlenzufuhren nach London für den Zusammenbruch ver- antwortlich. Sie sind eine Auswirkung des Handelskrieges in der Nordsee, der nicht nur eine Reihe von Kohlendampfern vernichtete, sondern durch das Geleitzugsystem und andere Vorsichtsmaßnahmen eine sehr starke Verlängerung der Reisedauer zwischen den Lieferhafen und London mit sich gebracht hat. Die Velgrader Konferenz des Valkanbundes. Cincar-Markowitsch betont Entschlossenheit zur Wahrung des Friedens und der Neutralität. Belgrad, 30.Ian. (Europapreß.) Der jugoslawische Außenminister Cincar-Markowitsch gab der Presse Informationen über die bevorstehende Konferenz des Balkanbundes in Belgrad. Die Konferenz werde keinerlei Sensation bringen, sondern nochmals die Solidarität und Entschlossenheit der vier Staaten zur Wahrung des Friedens und der Neutralität bekunden. In dieser Hinsicht sei auch Bulgarien völlig einig mit den Staaten des Balkanbundes. Der Balkanbund verfolge mit Sympathie und Vertrauen d i e Bemühungen Italiens und Ungarns, den Frieden in diesem Teil Europas zu erhalten. Besonders vertrauensvoll verfolge der Balkanbund die Bestrebungen Italiens, zwischen Ungarn und Rumänien, sowie zwischen Rumänien und Bulgarien zu vermitteln. Auf der Konferenz würde kein Block- und Verteidigungsbündnis geschloßen werden, das ge- aen irgend jemand gerichtet sein könnte. Den wirtschaftlichen Fragen werde man auf der Konferenz den entsprechenden Raum einräumen. Die Lime der Türkei. B u k a r e st, 30. Januar. (Europapreß.) Wie aus Ankara berichtet wird, hat Außenminister Saracoalu in der Zeitung ,^umhuviet" zum Zusammentritt des Ständigen Rates des Balkan- bundes in Belgrad erklärt, auf dieser Tagung würden die Beziehungen der Balkanstaaten untereinander und mit den Großmächten ebenso wie die einzelnen Phasen der Entwicklung dieser Beziehungen geprüft werden. Die Beziehungen der Türkei zu Bulgarien entwickelten sich in der allergünstigsten Weise. Die Unterredung des Generalsekretärs im türkischen Außenministerium, Menemencioglu, mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Kjosseiwanoff in Sofia hätte erfreuliche Ergebnisse gezeitigt. Die Telegramme, die. Mischen dem türkischen Staatspräsidenten und König Boris gewechselt worden seien, könnten als dke ersten Kundgebungen einer glücklichen Entwick- luna der Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten angesehen werden. Auf die Frage, ob der Krieg sich auch aus den Balkan ausdehnen könne, antwortete der türkische Außenminister: „Was uns angeht, so sind wir in einer Lage, die von allen Gesichtspunkten aus Vertrauen einflößt. Wir werden weiter gute Beziehungen mit unseren Nachbarn und mit allen großen und kleinen Staaten unterhalten." Das Ende einer Lügenkamvagne. Berlin, 29. Ian. (DNB.) Nachdem sich die in aller Welt ausgestreuten englisch-französischen Behauptungen, wonach sich deutsche Truppen in Russisch-Ostgalizien befänden, durch Feststellungen von amtlicher deutscher Seite a l s abgefeimte Lügenmanöver erwiesen haben, sucht das bloßgestellte englische Lügenrniniste- rium nunmehr nach einer letzten Rückzugsmöglichkeit aus dieser blamablen Situatton. Als letzte Phase dieser Lügenkampagne läßt es jetzt durch Havas erklären, daß zwar keine regulären deutschen Truppen, wohl aber „schwarze Milizen" und „Totenkopfverbände" in Russisch- Ostgalizien ständen. Dazu wird von der zuständigen deutschen Stelle festgestellt, daß sich auch keinerlei -^-Formationen in den genannten Gebieten jenseits der deutschen Grenze befinden. Damit ist dem englischen Lügenministerium auch der letzte Rückzugo- weg versperrt. Es steht wieder einmal nackt vor aller Welt am Pranger. Französisch-englische Besichtigungsreisen in der Türkei. Istanbul, 29. Ian. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Ankara verlautet, tritt der französische General W e y g a n d am Montagabend in Begleitung hoher türkischer Offiziere eine Besichtigungsreise angeblich ,chu r ch das Erdbebengebiet" von Ostanatolien bis Erserum an. Weiterhin soll die Fahrt durch ganz Anatolien bis zur Grenze von Syrien fortgesetzt werden. Gleichfalls unter dem recht fadenscheinigen Vorwand, die in England gesammelten Gelder» für die Erdbebenopfer zu verteilen, ist ausgerechnet der englische General Windham Deeds ausersehen worden, das türkische Erdbebengebiet zu besichtigen. Wahlsieg derHegierung in Bulgarien. Sofia, 29. Januar. (Europapreß.) Die Wahlen zur Sobvanje fanden am Sonntag mit den Abstimmungen in den Bezirken Softa und Stara Zagora (Südbutgarien) ihren Abschluß. Von den 51 dort noch zu wählenden Ab-geordneten wurden 42 Anhänger der Regierungspolitik gewählt. Damit verfügt die Regierung im neuen Svbranse über insgesamt 14 0 Abgeordnete, während nur 20 Anhänger der Opposition vertreten sein werden. Im letzten Sobranje vertraten nur 98 Abgeordnete die Politik der Regierung. Die am Sonntag abgeschlossenen Wahlen können somit als ein großer Erfolg der Regierung Kjosseiwanoff bezeichnet werden. Von den Anhängern der Opposition wurden in Sofia die früheren MinisterpräDenten Musch ano ff und Z a n k o f f gewählt. Oer „Asama-Maru"-Fall. Scharfe Entschließung der antibritischen Liga in Tokio. Amsterdam, 29. Januar. (DNB. Funkspruch.) Die brittsche Antwort auf die japanische Protestnote wegen der Aufbringung der „Asama Maru" wird wahrscheinlich erst in einigen Tagen veröffentlicht werden. Inzwischen werden die Besprechungen zwischen dem brittschen Botschafter in Tokio, Crai- g i e und dem japanischen Außenminister Arita fortgesetzt. 15 Vertreter der antibritischen Liga überreichten dem britischen Botschafter in Tokio eine Entschließung, in der es heißt: „England hat sich mit dem ,Asama-Maru^-Zwischenfall vor den Toren der japanischen Hauptstadt unter Nichtachtung der japanischen Flotte gegen Gott und die Menschen arrogant benommen. Sollte England sein Vorgehen nicht überprüfen, so muß Japan Gewalt mit Gewalt beantworten und gegen den wirklichen Feind, der den Widerstand Tschiang- kaischeks gegen Japan immer noch unterstützt, z u kriegführenden Rechten greif en. Wenn England sein Vorgehen nicht noch einmal überprüft, muß Japan Vergeltungsmaßnahmen ergreifen, Hongkong und Sjngapore bedrohen und Indien in seinem Kampf um die Befreiung vom englischen Joch helfen. Wir sind entschlossen, England zu stürze n." Aach Kündigung des jopamsch- amerlkanischen Handelsvertrages Washington, 29. Jan. (Europapreß.) Die USA.-Presse beschäftigt sich mit dem Erlöschen des amerikanisch-japanischen Handels- und Freundschaftsvertrages und meint, daß nun eine günstige Gelegenheit gekommen sei, die USA.-Rechte in China, wie sie vertraglich festgelegt seien, wiederherzust eilen, denn Japan sei in seiner Entschlußfreiheit durch das chinesische Engagement gehemmt und infolge des europäischen Krieges in handelspolitischer Hinsicht weitgehend auf die USA. angewiesen. In Kongreßkreisen erwägt man die Frage der Verhängung des Waffenausfuhrverbots gegen Japan als Druckmittel, durch das Japan zur Beendigung des chinesischen Krieges gezwungen werden soll. Es fehlt auch nicht an Stimmen, die die Entwicklung der japanisch-amerikanischen Handelsbeziehungen mit größter Skepsis betrachten und den Wirtschaftskrieg der Regierung Roosevelt gegen Japan nur zögernd billigen. So weist General Johnson darauf hin, daß der nun zu erwartende A u s f a l l d e s USA.« Baumwollexports nach Japan in den Südstaaten keineswegs gutgeheißen n>erde, da der China-Handel durch den Ausfall keinerlei Ersatz bieten könne. Im Staatsdepartement hegt man die Befürchtung, England werde den amerikanischjapanischen Spannungszustand dazu benutzen, einen eigenen japanischen Handel zu forcieren. England habe entgegen den Erwartungen einen eigenen Handelsvertrag mit Japan nicht gekündigt. Don einer einheitlichen angelsächsischen Politik in der japanischen Frage könne also keine Rede sein. Oie Neuordnung Elnnas. Schanghai, 29. Ian. (DNB.) Wie Wang- T s ch i n g - w e i auf der Tsingtauer Konferenz erklärte, wird die neue chinesische Nationalregierung alle ausländischen Anleihen, die vor Ausbruch des chinesisch-japanischen Konfliktes ausgenommen wurden, grundsätzlich anerkennen. Alle während des Konfliktes aufgenommenen Anleihen müßten vor Anerkennung auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft werden. Die neue Nationalregie- Barbaren des Seekrieges. Während Winston Churchill immer wieder e* zählt, daß die deutsche U-Boot-Gefahr gebannt sei, und trotzdem in merkwürdiger Geistesverwirrung weiter versichert, England müsse jetzt alles tun, „um die deutschen U-Boote abzuwürgen und die See von Minen zu säubern" — eine, wie Churchill selbst zuaibt, kostspielige und anstrengende Aufgabe — hat ein deutsches U-Boot diesem verzweifeln, den Bramarbas die beste Antwort erteilt. Es ver. senkte aus einem Geleitzug, der von der französischen Kolonie Senegal nach Bordeaux unterwegs war, zwei Frachtdampfer, und zwar auf der Höhe der durch ihren Wein bekannten por. tugiesischen Stadt Porto (Oporto). Die torpedier, ten Frachter waren französischer Nationalität, sie hießen „Alsacienne" und „Tourny". Die Sicherung dieses Geleitzuges hatten englische Kriegsschiffe übernommen. Die Mannschaften der „Tourny", die von dem Spanienfrachter „Castillo de Monforte" übernommen und nach Vigo gebracht wurden, haben dort so merkwürdige und so' schwerwiegende Angaben gemacht, daß wir uns näher mit ihnen beschäftigen müssen. Die Besatzungsmitglieder der ,Zourny" schilderten zunächst die Wirkung des Unterseebootangriffes. Die im Geleitzug fahrenden Frachter und die englischen Kriegsschiffe seien „sofort aus- e i n a n d e r g e st o b e n". Jedes Schiff versuchte sich also unter der Einwirkung der U-Bootpanik zu retten, so gut es konnte, wobei die englischen Kriegs- schiffe mit gutem Beispiel vorangingen! Auf diese Weise ist der Geleitzug wohl derartig auseinander geraten, daß keiner der Frachter Zeit fand, sich um die Mannschaften der torpedierten Schiffe zu kümmern. Erscheint schon dies Verhalten seltsam und dem Prinzip der seemännischen Ehre zuwiderlaufend, so ist die feige Haltung der englischen Kriegsschiffe, die doch diesen Geleitzug sichern sollten, geradezu skandalös. Sie überließen die Mannschaften der sinkenden französischen Frachter ruhig ihrem Schicksal und suchten s e l b st das Heil in der Flucht, und Mar so gründlich, daß sie nicht wieder aufzufinden waren. Denn wie die Seeleute von der ,»Tourny" weiter erzähltem sind sie in ihren offenen Rettungsbooten ftun* rung strebe im übrigen eine Einheitswahrung für ganz China an. Post, Telegraf, Eisenbahnen, Wehrmacht, Polizei und Zoll werden der neuen Nationalregierung unterstellt. Die Zölle sollen für ganz China einheitlich festgesetzt werden. Die I n n e n m o n g o l e i, d. h. Tschachar und Suiyuan, werde autonom, während Nord- china, d. h. die Provinzen Hopei, Schansi und Schantung bis zur Lunghai-Bahn, dem nord- chinesischen Rat für politische Angelegenheiten unterstellt werde. Dessen Hauptaufgabe soll aber lediglich darin bestehen, den wirtschaftlichen Wieder- aufbau zu leiten und für die Sicherheit des Landes zu sorgen. Die neue Nattvnalregierung werde allmählich eine eigene Armee schaffen, deren Garnisonen über ganz China verteilt sind. Bis zum Abschluß eines endgültigen Friedens bleibe die Der- antwortung für die Aufrechterhaltung der Ordnung in den Händen der japanischen Armee. Italiens Verteidigungsanlagen. Rom, 29. Jan. (Europapreß.) In Gegenwart des Unterstaatssekretärs des Krieges, General Soddu, hat Mussolini die Generäle Monti und Arno ro so sowie Oberst Fortunato empfangen. In einem über einstündigen Bericht hat General Montt über die Fortschritte im Bau der Verteidigungsanlagen des Mutterlandes Bericht erstattet. Der Duce hat alsdann den Stellvertreter des Generalstabes der Territorialarmee, General B e r g i a, empfangen, der ihm über die Luftabwehr Bericht erstattete. Mussolini hat mit Genugtuung davon Kenntnis genommen, was auf diesem wesentlichen Gebiet der Landesverteidigung geleistet worden ist und Richtlinien erteilt für eine weitere Verstärkung, die neben der Vermehrung der Waffen in einem Uebungskurs zur Ausbildung der Bestände der Dicat (Luftabwehr) zu einem noch festzusetzen- den Zeitpunkt bestehen. Oer Ernst des Lebens. Don Otto Anthes. Fünf Jahre war Peter alt, als er die ersten Hosen mit richtigen Hosentaschen bekam. Er hatte sich schon immer mannhaft gefühlt, aber nun erst war ihm die Möglichkeit gegeben, diesem Gefühl den entsprechenden Ausdruck zu verleihen. Wenn er jetzt, beide Hände von seitwärts tief in die Taschen geschoben, pfeifend über den Hof wandelte oder brettbeinig am Kaltbach stand, dann war er sich bewußt, in jedem Betracht seinen Mann zu stehen. Peter war der Sohn des Freiherrlich vom Stein- schen Amtmanns und wohnte im Flügel des Stammschlosses derer vom Stein in Nassau an der Lahn. Der Freiherr, einst die Hoffnung Deutschlands, hatte sich alternd dorthin zurückgezogen, gänzlich vollgesvgen von Verachtung der Welt und der Menschen, nachdem er das Katzbuckeln der deutschen Fürsten vor Napoleon miterlebt und nachher bei der Neuverteilung von Deutschlands Land und Leuten auf dem Wiener Kongreß ihr Feilschen und Markten um eben dieses Land und seine Bewohner angesehen hatte; und gleicherweise angewidert von dem Verhalten der Neuverteilten, die vor ihren neuen kleinen Göttern ebenso dienerten und sich unwürdig machten, wie sie es vordem vor den alten getan hatten. Peter wußte davon nichts, aber er war ein unerschrockener Bub, der sich auf seine Art den Dingen der Welt gegenüber behauptete. Als ihn sein Vater zum erstenmal einer kleinen Missetat wegen übers Knie legte und ihm dos Höschen stramm zog, hatte er den Kopf herumaedreht und indem er den Zur Züchtigung Entschlossenen schelmisch zugleich und warnend ansah, nur gesagt: „Du, du!" Worauf der Vater, gänzlich entwaffnet, das Stöckchen finken ließ, den Buben freigab und, wie um sich zu entschuldigen, zur Mutter sagte: „Er hat den Ernst des Lebens noch nicht erfaßt." Dieser Peter also strich eines Tages, aus der elterlichen Wohnung kommend, über den Schloßt)of, als der Freiherr aus der Pforte trat. Peter, der ihm geradewegs vor die Füße gelaufen war, machte kurz Halt und verbeugtc sich, wie man es ihn gelehrt hatte. „Willst du nicht die Hande aus den Hosentaschen nehmen, wenn du mich grüßest", sagte der Freiherr. »No", sagte Peter. „Warum willst du denn nicht?" „EU warum soll ich dann?" „Weil es sich schickt." Peter sah den ernsten Mann eine Weile gerad und offen an, bann schüttelte er den Kopf. Und dann sagte er: „Weil du es bist." Zog langsam die Hände seitwärts aus den Taschen, machte noch eine Verbeugung und ging davon. Der Freiherr folgte ihm eine Zeitlang mit dem Blick. Dann rief er: ,^omm doch noch einmal hier- Zögernd kam der Bub zurück. „Warum hast du nun bei mir die Hände doch aus den Taschen genommen, obgleich du nicht wolltest?" Wieder schaute ihm der Bub stracks ins Gesicht. „Weil Vater sagt, daß du der beste Mann in Deutschland bist." Da legte der Freiherr die Hand auf des Buben Schulter. „Du hast recht, mein Sohn", fernte er. „Mach nur so weiter! Nur vor den Besten soll der Deutsche sich beugen. Vor den andern nicht." Nun aber hatte der Vater aus dem Fenster seiner Amtsstube den Vorgang beobachtet. Als Peter sich zur Mittagszeit einfand, befragte er ihn darum. Und Peter erzählte ohne Scheu, daß er die Hände hatte aus den Taschen nehmen sollen und nicht gewollt hätte. Was hinterher gekommen war, insbesondere das Lob, das er schließlich geerntet hatte, verschwieg er. Da wurde der Vater fuchsteufelswild. „Willst du denn nie lernen, was sich gehört?" schrie er. „Du bist doch nachgerade alt genug. Marsch hinaus! Ich will dich heut nicht bei Tisch sehen." Peter ging stumm hinaus und verweilte vor der Tür in finsterem aber verhaltenem Trotz, weil er sich unschuldig fühlte, nachdem der Freiherr selbst ihn belobt hatte. Er wäre aber lieber gestorben, als daß er das zu seiner Verteidigung gesagt hätte. Als indes Babett, die Magd, mit den verführerisch duftenden Kartoffelkräppeln an ihm vorbei durch die Tür ging, da konnte er nicht widerstehen. Er trat hinter der Babett ein, schlenderte nachlässig zu seinem Tischplatz und sagte herablassend: „No, dann will ich noch einmal mit euch effe". Da konnte der Vater sich nicht halten, er prustete los und rief: „Nein, er wird ihn nie erfassen, den Ernst des Lebens." Peter aber, indem er seinen Kartofselkräppel auf der Gabel zum Munde führte, sah ihn vorwurfsvoll an und dachte: „Wenn ihr wüßtet, wie ernst mir das alles ist!" Alkoholfreier Punsch. Es gibt ein sowohl ungeschriebenes als auch geschriebenes Gesetz, das lautet, wie jeder Schauspieler weiß: Auf der Bühne darf kein Alkohol getrunken werden. Dieses Verbot gilt immer und überall, selbst dann, wenn der Autor Schwipsorgien auf der Bühne zu entfesseln für notwendig hält und nicht einmal Heinz Rühmann hat im „idealen Gatten" feinen Mordsrausch durch einen echten Kirsch nachholen dürfen. Kein Gesetz aber ist so streng, als daß es nicht doch umgangen werden könnte. In Tittsberg ist auch das Alkoholverbot einmal — aber wirklich nur ein einziges Mal — durchbrochen worden, und das war so: Das Sommertheater hatte den „Goldfisch" zu spielen, einen Schwank, in dessen drittem Akt sich alles — die Handlung, der Dialog und die Schauspieler — um eine Punschterrme dreht. Nun herrschte am Abend der Erstaufführung in Tüts- berg ein Wetter, an dem niemand den sprichwörtlichen Hund auf die Straße zu jagen gewagt hätte. Es goß in Strömen, das Thermometer zeigte auf zehn Grad und der Bühnensaal — ein Holzschuppen, durch dessen Fugen der Wind fegte — war ungeheizt. Das Publikum saß — in Mäntel und Decken gehüllt — mit finsteren Gesichtern auf den harten Stühlen. Die Schauspieler in vorschriftsmäßigen Sommerfähnchen und ärmellosen Polo- Hemden — klapperten wie die Mühle am Bach. Der zweite Akt, der ausgerechnet im „Sonnenlicht eines überheißen Sommertages" spielte, wirkte wie blutiger Hohn auf den Seelenzustand der Zuschauer, und als in der Pause gut zwanzig ältere Damen aus dem froststarrenden Spiel auf der Bühne die Konsequenzen zogen und das Theater verließen, da beschloß Hermannrich, der Spielleiter, zu handeln: Er goß, ängstlich in eine dunkle Ecke gedrückt, eine ganze Flasche Kognak in das bereitstehende Kupfergefäß, das theoretisch den aktfüllenden Punsch, prak- tisch aber nur ein paar Liter labbrigen Tee enthielt. Die Folgen dieser Notwehrhandlung waren gewaltiger, als Hermannrich zu hoffen gewagt hatte. Allein die Überraschung der Schauspieler, als sie zum erstenmal statt des kraftlosen Tees ein immerhin Leib und Seele wärmendes Etwas kosteten, gab dem Spiel jene übermütige Fröhlichkeit, die eigentlich schon lange da sein sollte. Im Verlauf der nächsten Viertelstunde aber, während der nach dem Willen des Autors von allen, auch von den Schauspielerinnen, tapfer gezecht wurde, steigerte sich diese Fröhlichkeit zu einem Taumel des Beschwipstseins, der sowohl über die Absichten des Spielleiters als auch über die Selbstb eh er rschung der Darsteller weit hinaus ging. Die letzte Szene, in der Fräulein Eleonore auf einen Tisch zu springen und eine Rede Zu halten hatte, fiel sozusagen unter eben diesen Tisch. Denn Eleonore war ganz und gar nicht mehr in der Lage zu reden, geschweige denn zu springen. Der Vorhang fiel. Das Publikum, überraschend mitgerissen von der bacchantischen Glut dieses Spieles, applaudierte. Hermannrich aber stand bleich in den Kulissen und rang die Hände. „Kinder", stöhnte er, „könnt Ihr denn so wenig vertragen? Eine einzige Flasche Kognak in so viel Tee, und--4 3n diesem Augenblick packte jemand seinen Arm, Es war Horich, der Direktor. „Was sagen Sie?' ächzte er, ,/5ie haben auch Kognak in den Punsch getan?" ,Zch höre immer Kognak!" rief der Hauptdarsteller, der soeben mit unsicheren Schritten von der beifallumbrandeten Bühne kam, „das Zeug hat ab et doch nach Aquavit geschmeckt!" „Ach", flüsterte der Autor (der immer und immer roieber den Erstaufführungen beizuwohnen pflegte), „ine beiden Flaschen Aquavit habe ich in den Tee geschüttet." Die Schauspieler waren geneigt, sich vor Lachen in die Finger zu beißen. Der Direktor, der nicht einmal mit disziplinarischen Strafen zu drohen in der Lage mar, stand wie zur Salzsäule erstarrt. In diesem Augenblick trat Huske, der Inspizient, zu der Gruppe. „Aber Herrschaften", sagte er, was habt Ihr denn da eigentlich getrunken? Soeben habe ich festgestellt, daß Frau Klanke vergessen hat, den Tee in die Punschbowle zu gießen!" rie. Guten Morgen, John Bull! . — Der Münchner Schriftsteller Eugen Kalk« ! ch m i d t, der 1914 bis 1918 als Kriegsberichterstat- kr tätig gewesen ist, erzählt im Februarhest von Belagen & Klasings Monatsheften eine reizende ! schickste von einem U-Boot, das an einer Boje vor der Themse festgemacht hatte und mit weißer Farbe ™rote Boje schrieb: „Guten Morgen, John Bull! Wie hast du heut nacht geschlafen?" Dann ftihr das U-Boot nach Hause. Als es nach einigen Tagen wiederkam,' war die rote Boje mit der weißen leuchtenden Farbe inzwischen grau angestrichen, aber oas hinderte die U-Boot-Jungen nicht, eine neue Anschrift anzubringen: „John Bull, du altes Dussel- tierl Du luchft uns, unö wir lagen hiexl' M Hier wird aus Schrott neuer Stahl O'b Oie„Staubschüffel"desMiiel auf die 40 Volksdeutschen, von denen die meisten . . 1 cvrt-r.t. «nh ie Beförderung vom Berufsunterosfizier zum Offizier beim E r s a tz - Heer folgen, ebenso wie.für den sonstigen Offizier- nachwuchs des Kriegsheeres, besondere Bestimmungen. , Alle zum Offizier beförderten aktiven Berufs« unteroffizifere verbleiben nach der Beförderung zum Offizier bis zur Beendigung des Krieges bzw. bis zum Ablauf ihrer Dienstverpflichtung im aktiven Dienst. Die Entscheidung über eine etwaige lieber- nähme in das aktive Offizierkorps auf tsvci XeM 2 DtM « 3511 t tDtrtrl char d 31 oq Kmfi ri notl -Sch soll M Auch die Zähne missen gesund sein, wenn wir uns unsere volle Arbeitskraft erhalten wollen. und sowohl Bühne als auch Zuschauerraum enchalt. Dieser Auftrag wurde jetzt nach einem Entwurf der Abteilung „Künstlerische Betriebsgestaltung , unter Leitung des Architekten Kornowsky, erfüllt. Das erste dieser Theater ist jetzt in Borsig- walde im Norden Berlins errichtet worden und wird Anfang Februar den Spielbetrieb aufnehmen. Schon nach wenigen Vorstellungen wird dieses Theater zu unseren Soldaten an die Front ahren. Ein zweites Theater dieser Art wird i n Fallersleben aufgebaut. Beim Bau der großen Hane hat die Luftschiffbau Zeppelin GmbH wesent- lich mitgeholfen. Die Tragekonstruktion besteht aus zwölf zusammenklappbaren Duralummlum-Leicht- metall-Bindern. Der Zuschauerraum saht 800 bis 900 Personen. Die Spielfläche der Buhne ist sieben mal neun Meter grofo. Auch für ausreichend« Be- Heizung ist Sorge getragen. Für das Personal steht ein Last- und Wohnwagenpark zur Verfügung. polnischer Untermensch znm Tode verurteilt. Am 29. Januar 1940 wurde der in Johannis- kirchen in Niederbayern geborene Taver Gais- Hauser hinqerichtet, den das Sondergericht Nurn- ! , ____ ____ o 1QQQ nfa fRomHftnprfirPfbfr Äeförvernng ktMLrBerufsunteroffi i^re zum Offizier Berlin, 29. Jan. (DNB.) Unteroffiziere können, ihre hervorragende Eignung vorausgesetzt, bis zum vollendeten 5. Dienstjahr gundsätzlich zur Teilnahme an den Ossi- zieranwärter-Lehrgängen namhaft gemacht werden. Nach erfolgreichem Besuch des Leh^ Kleine politische Nachrichten. Frau Emmy Göring und Generalintendant Staatsrat Gustas Gründgens haben sich mit einer hervorragenden künstlerischen Leistung i n den Dienst des Deutschen Roten Kreu- zes gestellt. Sie sprachen aus Goethes Bühnendichtung „Torquato T a s s o" den großen Dialog zwischen der Prinzessin und Tasso auf eine Elektrolaplatte. Der Ertrag aus dem Verkauf dieser Elektrolaplatten wird restlos der segensreichen Ar- beit des Deutschen Roten Kreuzes zugefiihrt. * Zum Reichskommissar für die B e - Handlung feindlichen Vermögens hat der Reichsminister der Justiz den Reichskommissar für das Kreditwesen a. W. Dr. Ern st bestellt. Die Dienststelle des Reichskommissars befindet sich Ber- lin W 8, Mauersfraße 43/44. ♦ Nach Berichten der holländischen Presse ist der holländische Dampfer „Nora" (299 Brt.) an der Südostküste Englands auf eine Mine gelaufen. Nach der Osloer Handels- und Schiffahrtszeitung hat Norwegen bis heute 35 Schiffe mit insgesamt 79 269 Brt. verloren. ich 3 W eboii-j ^ter J 1 «11 DeifJ 1 ti lufQ 'M tttij ies tune berlifi, meucheln oder nicht, ob sie die Welt mit ihren Lügen iöerschwemmen oder nicht — es bleibt das Faktum i-estehen, daß alleindieenglischenKriegs- chiffe zum Schutze des Geleitzuges verpflichtet mären und daß sie dieser Pflicht nicht nachgekom- nen sind. Die englischen „Beschützer" haben nicht chützen können. Sie sind feige geflohen. Sie über« ießen die Schiffbrüchigen ihrem Schicksal? Das ist Jarbarei gegenüber den französischen Verbündeten, gegenüber den Seeleuten, die glaubten, im eng» iischen Schutz sicher zu fahren. D.S. In der Luftwaffe: Zu Obersten: utnante: Angerstein, Georm, Graf v. Luckner, Pe- Krauß, Pampe, Holle, !5 LüM veide eren 6c $is = •üeitoi rfieCer $ r > eine Jtt eben dir- 1 nichts tu sM-k jberroW bieftiS? xr-.f» igtn!6 und ein«®5 MF ■ W® M* und di« ne»* inN»1 Dr. Schefsrahn. In der Kriegsmarine: Zu Konteradmiralen- Die charakteristischen Konteradmirale Stoh« wasser Wolfram (Eberhardt). Den Charakter als Konteradmiral hat erhalten: Kapitän zur See Braune. Weiter sind befördert: zu K a p i t änen >11. ■ % 1t t Na ’M ha U5t, J Wertere Verbesserungen im Familienunterhalt tragen keinerlei Schuld an dem Schicksal der Schiff- .hrüchigen von Vigo, denn die im Geleit fahrenden einblichen oder neutralen Handelsschiffe sind, wie | efagt, stets als Teile einer feindlichen Kriegsmacht i cnzufehen und müssen dementsprechend behandelt Derben. Einerlei, ob die Briten darüber Moral Westens soll verschwinden. Washington, 27. Jan. (DNB.) Das Jnnen- imnifterium unterbreitete dem Bundes kongr eß ein ilairf fünf Jahre berechnetes Bewäfferungs- ii nb Urbarmachungsprogramm für das Aebiet ber sogenannten „Staubschüssel" und der Prärien, wo Tausende von Farmerfamilien infolge ber Trockenheit alljährlich größte Not leiden. Jn- irenminister Ickes schlägt vor, für Dammbauten und inibere Urbarmachungsvorhaben 300 Millionen Dollar sowie für Bewässerungsvorhab en in 14 Bundes- ,'taaten 24 Millionen Dollar zu bewilligen. Damit lallen das Erosionsproblem endgAtig gelöst und die ständig zur Wanderschaft gezwungenen Farmer- Familien bodenständig gemacht werden. Sefm demngen in derWehrmacht Berlin, 30. Januar. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat mit Wir« kung vom 1. Februar 1940 befördert: Im Heer: Zu Generalleutnanten: Die Generalmajore Lichel, Fellgiebel, Dehlendorff, Matten-klott von Sodenstern, Graf v. Sponeck; zum General- stabsveterinär Dr. Schäfer; zu Generalmajoren: Die Obersten Pilz, Wanger, Prager, Neumann (Friedrich Wilhelm), Stoewer, Bielefeld, Feldt; zum Generalveterinär: Den Oberst- veterinär Dr. Paulus; zu Obersten: Die Oberstleutnante Matic-Dravodel, Kreß, Schmitz (Artur), Sixt, Wurster, Stemmermann (Friedrich), Wagner (Herbert), Nedtwig, Freiherr v. Mauchenheim genannt Bechtolsheim (Anton), Weber (Otto), Mönch, v. Horn (Hans Joachim), Diplomingenieur Osch- mann, Boege, v. Frankenberg und Proschlitz, Scholtz (Heinrich), Wißmath, Welcker (Karl), Dallmer-Zerbe (Robert), Heyser, Müller (Ludwig), Recknagel, Sauerbrey, Amann, Bahn, Utz, Diplomingenieur Jungk (Hans), Dolckamar v. Kirchensittenbach, Ple- kenbrock, Berndt, Baur, Hofrichter, Brückner, Dr. Eberhardt, Eichberger; zu Oberstärzten: Vie Oberfeldärzte Dr. Franke, Dr. Schttebs, Dr Pru- mers- zu Dberftüeterinären: die Oberfeld- veterinäre Dr. Gackstatter, Dr. Malze, Dr. Meißner, getrauten Ehefrau unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht, den Tabellensatz zu erhalten, nämlich bann, wenn ihr die Fortsetzung einer Berufstätigkeit, beispielsweise wegen eines Kindes, nicht mehr zugemutet werden kann, oder wenn die Unterhaltsgewährung einschließende Haushaltsgemeinschaft mit den Eltern ober anderen Verwandten nicht mehr fortgesetzt werden kann. Auch für Garagemieten können jetzt Beihilfen gewährt werden, wenn das stillgelegte Kraftfahrzeug schon vor dem 1. September von dem Einberufenen ober Berechtigten erworben ober benützt worden ist. Wenn eine private Krankenversicherung nach ihren Bedingungen den Angehörigen nicht die vollen Kosten ber Krankenhilse ersetzt, kann ber Unterschiedsbetrag als Beihilfe gewährt werben. Ebenso ist ber zur Fortsetzung ber Versicherung ber Angehörigen erforderliche Beitrag als Beihilfe zu zahlen. Die M i e t b e i h i l f e kann künftig auf Antrag des Vermieters unmittelbar an bissen gezahlt werben, wenn ber Unterhaltsberechtigte im Rück- ftanb geblieben ist und somit die Mietsbeihilfe nicht bestimmungsgemäß verwendet hat. Schließlich sind die Abzahlungsgeschäfte neu geregelt worden. Sind dem Einberufenen ober feiner Ehefrau in Erfüllung eines vor dem 1. September abgeschlossenen Kaufvertrages bewegliche Sachen gegen Teilzahlung geliefert worden, so werben zur Fortentrichtung ber Teilzahlungen Beihilfen gewahrt. Die Teilzahlungen müssen jedoch bis zum Einstel- lungstage geleistet unb angemessen gewesen fein. Die Beihilfe darf 10 v. H. bes Unterhaltssatzes nicht übersteigen. Wenn sie nicht ausreicht, so wirb die Gewährung der Beihilfe von einer Herabsetzung ber Teilzahlungen burch den Verkäufer abhängig gemacht. den auf dem Bild sichtbaren „$orbw — ein zylindrisches Gesäß, das unten mit biegsamen Blech- lamellen verschlossen ist — eingepackt und damit in das offene Ofengefäß eingesetzt. Durch Auf- setzen des Korbes auf den heißen Ofenboden öffnet sich der Verschluß, der die Lamellen zusammenhält, und der leere Korb wird wieder entfernt. Jetzt wird das Ofengefäß geschlossen. Die Zeit vom Ausfahren des leeren bis zum vollendeten Einfahren des mit 40 Tonnen gefüllten Gefäßes dauert etwa zwei bis drei Minuten, während man vor Erfindung dieser Beschickungseinrichtung zum Einsetzen der gleichen Menge ebenso viele Stunden benötigt hat. — (Scheri-Bilberdienst-AEG.-M.) Durch einen gemeinsamen Erlaß des Reichsinnenministers und des Reichsfinanzministers sind die Bestimmungen über den Familienunterhalt der Angehorigender Einberufenen in zahlreichen Punkten weiter verbessert worben. Der Grnndgebanke, daß für bie Festsetzung bes Unterhalts das Gefamtnettoe in kommen vor dem'Einstellungstage maßgebend ist, wirb aufrecht echalten. Für bestimmte Personenkreise von Arbeitern unb Angestellten waren aber doch Son« dervorschriften notwendig. Das gilt zunächst für Kurzarbeiter, bei benen nach ben neuen Bestimmungen das Nettoarbeitsentgelt zugrunbe gelegt wirb, bas ber Einberufene im letzten Mo- nat vor ber Kurzarbeit bezogen hat. Bei Saisonarbeitern ift für die Berechnung bas Arbeitsentgelt irn Durchschnitt bes letzten Jahres maßgebend. In ähnlicher Weise wird für Einberufene mit schwankendem Einkommen und für Dienstverpflichtete die Berechnung des Einkommens geregelt. Bei Einberufenen, die vor dem Einstel« lungstag arbeitslos waren, ist das Nettoeinkommen vor Eintritt der Arbeitslosigkeit maßgebend. Eine Sonderregelung war auch für die Veranlagten notwendig, da das Einkommen des letzten Monats vor der Einberufung zu wenig Spielraum ließ. Hier wird jetzt der Betrag zugrunbe gelegt, ber sich aus dem letzten Einkommensteuer- b e f ch e i b ergibt, vermindert um Einkommen- und Bürgersteuer.'Zur Vermeidung von Härten ist bestimmt worden, daß ber Kriegs zu schlag nicht ab gezogen wird, so daß sich das errechnete Nettoeinkommen also um den Kriegszuschlag nicht ermäßigt. Auch in anderen Punkten bringt der neue Erlaß Verbesserungen. So wird es jetzt auch ber triegs» Die zielbewußte Steigerung ber deutschen Elektro- Stahlerzeugung, die sich im Laufe der letzten sechs Jahre etwa verzehnfacht hat, war nur möglich durch ständige Verbesserung der hierfür erforderlichen Anlagen bzw. Vergrößerung chrer Leistungsfähigkeit. Unser Bild zeigt einen von der A E G.° Demag-Elektro st ahl G. m. b. H. gelieferten Lichtbogenofen, der zum Einschmelzen von hochwertigen Dau- und Sonderstählen dient. Es ist der größte Ofen der Welt, bei dem es möglich ist, durch ein mechanisches Beschickungsverfahren, die sogenannte Korbbeschickung, bie gesamte Charge auf einmal in ben Ofen einzubringen. Der zur Herstellung von Stahl verwendete Schrott wird m holt hat. Das erste fahrbare Kdtz.-Thealer. Berlin, 30. San. (DNB.) Um deutsche Theater- lunft auch in die entlegensten Teile des Re'che^ hinausiragen zu können, hat Reichsarg l Beiter Dr. Ley vor fünfviertel Satiren ..Schönheit der Arbeit" beauftragt ein oonft“™l0i® tKdF .Aelttheater zu konstruier n, das n iaUen Teilen zerlegbar und transportabel f ! ’ Zoot-Protokoll gilt nur für den Fall des Zusammenstoßes zwischen einem U-Boot und inem einzelfahrenden Handelsschiff, nicht aber ar das Zusammentreffen gegnerischer Seestreit- r ä f t e. Um ein solches aber handelt es sich bei ern Gefecht auf ber Hohe von Oporto. Denn in >ern gleichen Augenblick, da sich feindliche oder neurale Handelsschiffe unter den Waffenschutz re mb e r Kriegsschiffe stellen, wird ber Mze Geleitzug zu einem militärischen O b - ekt und unterliegt dann nicht mehr ben Schützest immung en des U-Boot-Protokolls. Wenn also ie britischen Humanitätsapostel sich schon über inangelnbe Menschlichkeit bei der Seekriegführung Klagen, bann müssen sie ihre Vorwürfe an bie i g e ne n Kriegsschiff-Kommandanten richten, bie 3 aus Furcht, Feigheit ober Leichtsinn unterlassen iahen, ben ihnen annertrauten Frachtschifs-Besatzun- ;en die nötige Hilfe anaebeiben zu lassen. Die deutsche Seekriegführung jedenfalls hält sich rreng an bie völkerrechtlichen Bestimmungen, es ieße Eulen nach Athen tragen, wenn man bie an- rtartnte Ritterlichkeit der deutschen U-Boot-Kom- nanbanten noch einmal hervorheben würbe. Sie Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder- Or. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen. Provinz unb Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Derantworllich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Bruhlscb« Universitätsbruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich M Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Prallste Nr. ö vom L Dezember 1939 gültig. Aus aller Welt. Tamvetter in der Schweiz. lieber den Sonntag hat ein Witterungsumschlag in der Schweiz den Schnee bis zu einer Höhe von über 1600 Meter zum größten Teil weggeschmolzen. In den Bergen herrschte Föhnwetter. Die Straßen find infolge ber durch ben Föhn eingetretenen Schneeschmelze in sehr schlechtem Zustand. Innerhalb kurzer Zeit stieg das Thermometer um 10 bis 25 Grab. Das Föhnwetter hat vor allem in ben Städten unangenehme Folgen mit sich gebracht. Sintflutartige Regengüsse unb das Schrnelzwasser haben in ber Jurastadt La-Chaux- de-Fonds, ferner in Bern unb in Aarau großen Schaden angerichtet. In einigen Stadtteilen Berns waren die Straßen überschwemmt. Der Straßen- bahnverkehr mußte teilweise eingestellt werden. Im Aargau haben sich infolge des Tauwetters unb ber Regenfälle große Seen gebildet, die ben Verkehr von Ort zu Ort lahmlegten. Sibirischer Winter auch in USA. Die Bundeshauptstadt ber Vereinigten Staaten macht feit 10 Tagen ben ftrenaften Winter seit dem Jahre 1936 durch. Washington, bas im Sommer durch tropische Hitze berüchtigt ist, hatte am Montag früh 16 Grad Celsius Kalte. , Gewaltverbrecher zweimal zum lobe verurteilt. Das Sondergericht Hannover verurteilt« den am 22. Mai 1912 in Kiel geborenen Hugo Wage zweimal zum Tode wegen zweimal versuchten Totschlages in Verbindung mit dem § 1 ber Verordnungen gegen Gewaltverbrecher und des Gesetzes zur Gewährleistung des Rechtsfriedens. Der wiederholt vorbestrafte Wage hatte im Amtsgericht Bassum nach einem mißglückten Ausbruchversuch Öen Oberwachtmeister unb den Hausreiniger mit einem Schemelbein niedergeschlagen und lebens- gefährlich verletzt. Vollstreckung eines Todesurteils. I Der Milliavdenplan des amerikanischen Jnnen- üTinifters Ickes für die „Staubschüssel" ber USA. । ist nicht das erste Projekt dieser Art. Es handelt,sich in ber Hauptsache um jene früheren Präneg^biete, ; die in den vergangenen Jahrzehnten in einem typisch - amerikanischen „rush“, einem plötzlichen Ansturm von Farmen besiedelt wurden. Der sungfrau- - üche Boden wurde bann solange für Weizenernten ■ rm Raubbau, b. h. ohne Erholungsmöglichkeit und chne Ergänzung ber Bodenkräfte durch Dünger I usw. ausgeplündert, bis er nichts mehr hergab und i aus ber einstigen wertvollen und ertragreichen Krume ein völlig steriler Staub geworden man Di« furchtbaren Sandstürme in diesen Gebieten sind allgemein gefürchtet. Man nennt den hier geschilderten Vorgang Erosion und bezeichnet damit die Auswaschung eines natürlichen Bodens durch Wasser ober Wind. Roch heute hat bie dortige Bevolke- ; rung bie mörderischen Trockenzeiten, vor allem der Jahre 1934 unb 1936, nicht vergessen Rach amtlichen amerikanischen Schatzungen sind nicht weniger als 17 500 000 Acres ober 8 750 000 Hektar ober 35 Millionen Morgen, einst üppiges Ackerlanb, burch bie selbstverschulbete Erosion zer- 'tört, Staaten wie Carolina, Georgia, Virginia, Missouri und Oklahoma haben 60 v. H. und mehr chrer anbaufähigen Oberfläche verloren. Man hat 1 errechnet, daß in einem halben Jahrhundert en □olles Viertel ber gesamten gegenwärtigen ernte« -läche vernichtet sein würde, wenn mcht durchare - . 'ende Maßnahmen es verhindern. Von ben 15 Mil- 'Honen Menschen dort leben 6 Millionen auf tjar " men. Aber seit 1930 haben bereits 36 000 Farnillen bie Erosionsgebiete verlassen müssen weil si« wnst □ erhungert wären: wettere 59 000 Familien » stehen vor der gleichen Gefahr. Die amerikanische Regierung versuchte bereits vor mehreren Jahren ber sich ausbreitenden Katastrophe der Erosion dadurch zu begegnen, daß sie durchan geworbene Arbeitskräfte bie nefige Storch schussel. Die einen Durchmesser von rund 2000 Kilometer hat, durch eine ® a l b u m r a n b u n g im Wege ; der Aufforstung in 50 Kilometer Tiefe von ben Ihrigen amerikanischen Gebieten ahzusondern. Das Verfahren hat sich nicht bewahrt, weil es allzu • langsam wirkt. Heute ist es fraglich ^wofben, ob Amerika das riesige Gebiet seiner Staubschusiel noch , einmal urbar machen kann, wenn es die ungeheuren Summen hineinsteckt, bie es früher bort herausge« Icnlang auf dem Meer herumgetrieben, bis sich Mich ber zufällig vorbeisahrenbe spanische Damp- ‘•r ihrer annahm. Diese Heldenhaftigkeit der eng- Aschen „Beschützer" entspricht genau dem Helden- nut, mit dem sie den Poldn zu Hilfe eilten, nach- [em sie vorher ben polnischen Größenwahn zum provokatorischen Angriff auf Deutschlanb verleitet satten. Man hätte annehmen sollen, daß die amtliche eng- ftche Propaganda sich über die peinlichen Zwischen- ,-ille auf ber Hohe von Oporto in Sttllschweigen üllen würde. Aber der deutsche U-Boot-Erfolg ist en britischen Hetzern wohl so auf die Nerven ge- rllen, baß sie jede Vorsicht vergaßen und nun irerfeits ein großes Gezeter über die angebliche linmenschlichkeit der deutschen Kriegführung zur ^ee erhoben. Sie behaupteten nämlich in schöner ilnbeckümmertheit, bas deutsche U-Boot sei zur tethmg der Mannschaften ber „Tourny" unb der .Alsacienne" verpflichtet gewesen, da nach ben Be- :immungen bes Londoner U-Boot-Proto« o 11 s vom 6. November 1936 ein offenes Rettungs- oot nicht als „sicherer Ort" gelte. Die sehr ehrenwerten Briten haben nur eins vergessen: bas U- u»begrenzte Zeit erfolgt erst nach Beendigung des Krieges. Alle affinen Berufsunter. Offiziere erhalten nach ihrer Beförderuna zum Offizier neben dem Wehr so ld die Fr^eoensge- bührnisse ihres Dien st g r aH-e s. Der Anspruch auf die Zivilversorgung wird durch die Beförderung zum Offizier nicht berührt. s« IM. . e/\1 iDti^ । ELß iftn-^f i it : erlitten, leutnante: Angerste tidjen Treiben gelafien zu. Em polnischer hatte nach den eigenen Aussagen des Angeklagten nUr ein Lachen übrig . Der Tatbestand wurde durch zwei gewiß unverdächtig erschernende nationalpolnische Zeugen vollauf bestätigt. In Uebereinstimmung mit dem An- klaaevertreter hielt das Sondergericht den Ange- klaaten des schweren bewaffneten Land- fr ?ed e n s b r u ch s schuldig und sprach ihn weiter als Rädelsführer an. Das Urteil lautete entsprechend dem Antrag des Todesstrafe r;k gerlichen Ehrenrechte. Berlin, 29. Jan. (DNB.) Dor dem in Berlin tagenden Sondergericht Posen kam erneut eine jener gemeinen Mißhandlungen zur Verhandlung die polnisches Untermen[d;entum, °u/sew.-gett durch englische Agenten, an der wehrlosen deutschen Be- völkerung in unvorstellbar großer Zahl verübte. Die Anklage richtete sich gegen den 20jahrigen Polen Josef G o l y rn o w s k i aus Schrimm der am | 2. September beim Abtransport eines Zuges von ä°,n°"k°r'l'ch-"; ppt'"’mXn K U »rE Wetter I g““ 'am I^D^ber 1939" als Gemaltt-erbr-ch-r Weise und blindwütig zulchlug wohm er nur trat Rio ‘‘c n s n 3ur 6e e ffl): Der Fregatten- »ersetzte aus dem Transport emem Gendarmen-. Auf Veranlassung des Angeklagten erossnete d.e Zum K a p I. a n z u r w ei ü beamten, der ihn wegen emes Stttlichkettsv-rbr-. aufgewiegelt-,Menge^ein^n r-g-lr-chten St-m^ag-l 0 b e r st-n :.die Oberft- L"sI°rM7n°^7 BrLst!^ "ben-gesahr,.ch-n CHL0R0D0NT 0300 20 bis 22.45 Ubr 17. Dienstag-Miete! 473o Zum letzten Male! Die Entführung aus dem Serail Komische Oper v. W. A. Mozart. Preise: RM. 1.20 bis RM. 4.10. Eichen- varVettbSden liefert und verlegt IWferjorteWt Marburger Straße 24 __ 482D 9. A.-Spott Erfolg Wirtschaft den der jeder Hinsicht glänzende Besetzung gesunden. Für Wir haben uns verlobt 471V Gießen, Berlin, Karlsruhe, Wuppertal-Elberfeld, 30. Januar 1940. 483V Am 24. Januar 1940 entschlief unsere liebe Mutter Frau Martha Schwarz, geb. Geyer 479G im 52. Lebensjahr. 140 Seiten mit 150 Abbildungen. Leinenband RM. 3.60 Gießen, den 30. Januar 1940. Die Beisetzung fand in der Stille statt Gießen, Krefeld, den 30. Januar 1940. 0299 Am 27. Januar entschlief nach arbeitsreichem Leben mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater alte pro Die diesem Mündlich können Sie esnur wenig en sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen Emma Wallenfels, geb. Balzer Dr. jur. Hugo Wallenfels Robert Wallenfels Emma Kuhnd, geb. Wallenfels Guste Berghöfer, geb. Wallenfels nebst Angehörigen. * Butzbach, 30. Januar. Auf dem heutigen Schweinemarkt kosteten bis sechs Wochen alte Ferkel bis 16 RM., sechs bis acht Wochen alte 16 bis 29 RM., ältere Tiere bis 33 RM. pro Stück. Der Handel war schleppend. Die trauernden Hinterbliebenen: Gretel Deibel Wwe., geb. Börner Adolf Börner und Familie Dina Börner. die insgesamt elf Meisterschaftswettbewerbe der Männer und Frauen und für die Staffeln und Rennen der Klasse la, die Rahmenwettbewerbe sind, wurden von 62 Gemeinschaften 165 Einzel- und Staffelmeldungen abgegeben. Mit ganz wenigen Ausnahmen wird die deutsche Spitzenklasse vollzählig am Start sein und damit den ersten deutschen Meisterschaftskämpfen in der Halle zu einem vollen turnier in Amsterdam stattfinden sollte, wurde jetzt von Holland bzw. dem Hockey-Weltverb-and abgesagt. Gießen, den 30. Januar 1940. Der Oberbürgermeister. Dr.W. Nohl Neuen Baue 27 — Tel. 4241 verhelfen. Kurze (Sportnotizen. Hockey-Weltmei st er schäft, die in Jahre als Ersatz für ein Olympia-Hockey- Im Namen der Hinterbliebenen, die Kinder: Lotte Heuser, geb. Schwarz Dr. Erwin Schwarz Gertrud Kirchner, geb. Schwarz. Frauen siegte Helga Gödl (Innsbruck). Deutsche Kriegsmeisterschasten der Schwimmer. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Schweinemarkt kosteten 6 bis 8 Wochen Ferkel 20 RM., 8 bis 10 Wochen alte 25 RM. Stück. Der Markt wurde geräumt. Schweinemarkt in Buhbach. Bekanntmachung. Die Bezirksgeschäffsstelle Gießen-Ost des Ernährungs- und Wirtschaftsamtes, seicher iit her Universitätsbibliothek, befindet sich ab Donnerstag, dem i. Februar 1940, im Liebigbau, Liebig* srraße 16, Zimmer Nr. 12. Wegen Umzug bleibt die Geschäftsstelle Gießen* Ost am INillwocy, dem 31. Januar 1940, geschlossen. Danksagung. Für die herzliche Anteilnahme beim Heimgange unseres lieben Vaters und Großvaters sagen wir auf diesem Wege unseren Dank. * Olympiasieger Nedo Nadi, der Präsident des italienischen Fechtverbandes, starb in Rom im Alter von 45 Jahren. Nedo Nadi war einer der besten Florettfechter der Welt und wurde 1912 in Stockholm und 1920 in Antwerpen Olympiasieger. Erna Wolf Werner Weigel, Diplom-Landwirt Sorgfältige Kleiderpflege bedeutet Gewinn. Mehr denn je muß heute der Kleidung, den Schuhen und der Wäsche besonderes Augenmerk zugewandt werden. Man muß seine Sachen pfleglich behandeln, so daß sie möglichst lange vorhalten. Weniger der Geldbeutel als die Punkte der Kleiderkarte, sowie die Bezugscheingenehmigung spielen eine Rolle dabei. Schonende Behandlung der Garderobe bedeutet ohnehin Ersparnis am Volksvermögen und Gewinn für die eigene Tasche. Im Beruf sollte man stets strapazierfähige Berufskleidung, oder im Büro eine abgelegte Joppe benutzen. Und wie der Handwerker seinen „Blau- (147,75), von Chemiewerken Rütgerswerke 158,75 bis 159,50 (160), Scheideanstalt 241 (242,50), ferner ließen Ilse Genuß 1,25 v. H. nach aus 163,50, während sonst meist Erhöhungen vorlagen. Westdeutsche Kaufhof noch 0,25 v. H. fester mit 83,75. Am Markt der unnotierten Werte blieb es still. Tagesgeld unv. 1,75 v. H. Schweinemarki in Alsfeld. * Alsfeld, 29. Januar. Auf dem heutigen Eishockey und Kunstlauf in Garmisch- Partenkirchen. Am Montagabend wurden im Olympia-Eisstadion zu Garmisch-Partenkirchen die Kämpfe um die deutsche Eishockey-Meisterschaft in Gruppe B mit zwei Begegnungen fortgesetzt. Zunächst standen sich der E B. Füssen und der Bezwinger des Wiener EV., der AC. Klagenfurt, gegenüber. Die Bayern befanden sich in bestechender Form und schlugen die Ostmärker mit nicht weniger als 7:1 (3:1, 2:0, 2:0) Toren. Im darauf folgenden Kunstlaufprogramm erhielten Wagner-Stanieck (Wien) für ihren chinesischen Tanz den meisten Beifall: außerdem zeigten Kallay und Tertak (beide Ungarn), sowie die Rumänen Maria Popp und das Paar Eisen- beißer-Timic ihre Kür. Im zweiten Teil des Schaulaufens wurden Koch = N 6 eck (Berlin), Martha M u f i l e k (Wien), Kuhn (Berlin), T u - r u f a n k e (Rumänien) und die ungarischen Geschwister v. Botond mit Beifall bedacht. Dann begann der zweite Eishockeykampf, den der SC. Rießersee erwartungsgemäß gegen die NSTG. Troppau 4:0 (0:0, 1:0, 3.-6) gewann. Aber die Bayern kamen doch nur langsam in Fahrt und konnten erst im letzten Drittel überzeugen. Wild im zweiten und Wild, Späth und Egger im Schlußdrittel waren die Torschützen. Einen deutschen Doppelerfolg gab es beim Sprunglauf der slowakischen Schimeisterschaften in Neusohl. Paul Krauß (Johanngeorgenstadt) wurde mit Note 229,3 und Sprüngen von 67 und 68,5 Meter Sieger vor Paul Häckel (Ober- schreiberhau), der Note 223,2 und Sprünge von 64 und 64,5 Meter verzeichnete. Meister in der nordischen Kombination wurde Nowak (Neusohl). Tiere mit Gefühl und Verstand von Dr. Werner Fische! Leiter der Forschungsstelle für Tierseelenkunde im WeftfSlifchen Zoologischen Garten zu Münster Kopenhagens Gerätturner werden, wie vorgesehen, am 11. Februar in Hamburg einen Städtekampf bestreiten, dagegen ist der zum gleichen Tag nach Hamburg vorgesehene Box-Städtekampf zwischen Hamburg und Kopenhagen verschoben worden. 40 bekannte Schi-Abfahrtsläufer bestritten am Montag in Seefeld den Torlauf um die „Silberkugel von Seefeld". Sieger wurde Willi Walch (Arlberg) mit einer GescuÄzeit von 113,0 Sekunden vor Rudi Cranz (Freiburg) mit 114,2 und Haider (Seefeld) mit 114,3 Sekunden. Bei Die ersten Kriegs-Schwimmeisterschaften in Halle, die am 10. und 11. Februar im Magdeburger Wrlhelmsbad durchgeführt werden, haben eine in Aus dem Inhalt: Versuche mit der Seeanemone, der Schnecke und ocm Einsiedlerkrebs - Lernversuche mit Libellenlarven, Gelbrand. Käfern und Tintenfischen - Tiere, die erkennen, was größer und was kleiner ist - das begrenzte Gedächtnis einiger Vögel - Ziegen, Mäuse und Affen beim Streben nach bevorzugtem Futter - öetf Fangtrichter des Ameisenlöwen, das Liebesspiel der Schnecken und das Verhalten der Kreuzspinnen - das Abrichten von Regenwürmern, das Verhalten von Hunden bei doppelter Handlungsmöglichkeit - Zähmung und Zahmheit-Grundregeln derHundeabrichtung-neuere Versuche mit Affen - der Unterschied zwischen den niederen Affen und den Menschenaffen - der Unterschied zwischen Mensch und Tier Das einzige Buch, in dem die seelischen Äußerungen in der gesamten Tierwelt besprochen werden. Ein wertvolles Hilfsmittel ur den, der ernsthaft Tierkunde betreibt und eine Offenbarung für jeden Freund der Tierwelt. Zu beziehen durch jede Gießener Buchhandlung Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde Großer ttatal weiß emailliert/ zu verkaufen. Bleichstraße 37, 1. Stock, 0306 Suche einen P.K.W. von 1/5-1,9 ccm. Schrift!. 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Zur Entfernung von Glanzstellen belege man diese mit einem feuchten Tuch und plätte darüber weg unter wiederholtem Lüften des Tuches. Schmutzränder am Kragen bürste man mit einem Gemisch von einem Teil Salmiakgeist in neun Teilen Wasser so« lange, bis ein weißes Tuch beim" Nachreiben sauber bleibt. Auch das Schuhzeug bedarf sorgfältiger Pflege. Harte Schuhe werden wieder geschmeidig und bekommen ein neues Aussehen, wenn sie mit warmem Wasser gesäubert und in feuchtem Zustande tüchtig mit Rizinusöl ein gerieben werden. Um Sohlen und Absätzen vielfach verlängerte Haltbarkeit zu geben, bestreiche man sie nach vorheriger gründlicher Reinigung mit lauwarmem Wasser mit gewöhnlichem Schreinerleim unter Zusatz einiger Körner chromsauren Kalis (giftig) und trockne sie dann in Ofenwärme (nicht in der Sonne). Noch wirksamer ist Holzteer, wenn man den Geruch in Kauf nehmen will. Lackschuhe soll man im Winter vor dem Anziehen leicht aumarmen, damit der Lack nicht springt. Rundfunkprogramm Mittwoch, 31. Januar. 6.10: Betriebssport. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.05: Landvolk, merk auf! 8.15: Gymnastik. 9.15: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.30: Schulfunk (Mittelstufe). Sendereihe: „Vom bäuerlichen Leben und Wirken". 10:x Frohe Weisen. 11: Chor- und Kammermusik. 11.50: Mikrophon unterwegs. 12: Mittags ko nzert. 12.30: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 16: Nachmittagskonzert. Ausführung: das Rundfunkorchester München. 17: Nachrichten. 17.10: Unterhaltungskonzert. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt. 18: Was bringen die Theater in unserem Sendegebiet? 18.25: Das Mittwochskonzert des Reichssenders Frankfurt. Anläßlich des 60. Geburtstages von Professor Julius Weismann (geb. 26. Dezember 1879). 19.10: Bilder und Klänge aus Moselfranken. „Burg Vianden und ihr Geschlecht." Hörspiel. 20: Nachrichten. 20.15: Soldaten senden für Soldaten. Eine frohe Stunde für unsere Kameraden am Westwall. 21.15: lieber- tragung vom Deutschlandsender. 22: Nachrichten. Rhem-Maimsche Börse. Still, aber fest. Frankfurt a. M., 29. Januar. Auch die erste Börse der neuen Woche knüpfte an die feste Haltung der Vortage an, allerdings war das Geschäft erheblich stiller, was aber mehr eine Folge des starken Materialmangels als ein Nachlassen der Nachfrage war. Die Kundschaftskäufe erstreckten sich indessen mehr auf Spezialwerte und hatten nicht den Umfang vom Samstag. Die ersten Kurse am Aktienmarkt brachten überwiegend Befestigungen von 0,50 bis 1,50 v. H. Bevorzugt schienen Elrktropapiere, voraus Siemens mit 220 (217,50), die übrigen Papiere zogen bis 1 v. H. an. Stärker erhöht waren ferner Aschaffenburger Zellstoff mit 107,13 (104,50) und Hanfwerke Füssen mit 142 (140) sowie Westdeutsche Kaufhof mit 83,50 (82) und Feinmech. Jetter mit 105 (103,50). Von den führenden Papieren blieben JG.- Farben mit 175 bis 175,25 und Verein. Stahl mit 106,90 gut gehalten, Ho e sch gingen auf 113 (113,50) zuriick. Am Rentenmarkt zeigen die Angebotsverhältnisse noch keine Besserung, so daß die Umsätze, insbesondere in Pfandbriefen, ihre Grenze fanden. Reichsschatzanweisungen blieben lebhaft gefragt. Reichsaltbesitz mit 140,70 behauptet, Reichsbahn-VA. 0,40 v. H. fester mit 126,90. Von Industrie-Obligationen gewannen 5 v. H. Gelsenberg 0,65 v. H. auf 100,13. Stadtanleihen wiesen leichte Schwankungen auf, während Liqui-Pfandbriefe vorwiegend etwas zurückgingen. Steuergutscheine lagen ruhiger. Im Verlaufe dauerte die feste Haltung an, das Geschäft blieb aber in engen Grenzen. Am Elektromarkt stiegen Licht 6- Kraft auf 149 bis 149,50 Zuriges Moel M.-Obersekundareife u. abgeschl. Lehrzeit im Ver- waltungsbetrieb, Kenntn.i.Steno- gravhie,Schreib- maschine,Masch.» Buchhaltung, sucht sich für 1.2lpril 1940 zu verändern. Sehr. Angeb. mit Gehaltsang. unt. 48ova.d.G.Anz. | Verkäufe" Erstlingskuh (Hess. 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Indessen richten ich die anderen sonntäglich her: Bäuerin, Tochter und Magd, die bisher noch in Küche und Haus zu wirtschaften hatten, holen, wenn auch nicht das nur eierlichen Anlässen vorbehaltene Staatsgewand, so doch eines der guten Kleider aus dem Schrank, und auch die jungen Männer stehen keineswegs zurück m dem Bestreben, sich ihrem für den Nachmittag vorgesehenen Unternehmen entsprechend fein zu machen, wobei Kragen und Schlips als die hervorragendsten Sonntagsattribute gelten dürfen. Dieser Gehoben- heit der äußeren Erscheinung entspricht es nur, wenn -um Kaffeetrinken eine Decke aufgelegt und das gute Geschirr aufgestellt wird. Sehr früh pflegt man im Dorf am Sonntag Kaffee zu trinken, um so einen möglichst langen Nachmittag zu gewinnen, und kaum ist der letzte Schluck getan, zerstreut sich die ganze Familie, und jeder geht seinen jeweiligen Sonntagnachmittagsgepflogenheiten nach. Sonntagnachmittag im Dorf! Er ist die Zeit, wo jedermann guten Gewissens das tun darf, was ihm das liebste ist. Die Kinder spielen auf den Gassen und am Bach, sofern sie nicht an der fürsorglichen 5>and der Eltern höchst sittsam an dem Sonntags- spazierqanq in den Wald oder das Nachbardon teil- nehmen müssen. Ähre Spiele sind heute aber weniger laut und vor allem die der Buben weniger ungebärdig als am Werktag, was aber seinen Grund nicht in einer Ahnung von der Weihe des Feiertags hat sondern in der Rücksichtnahme auf die gute Sönntagshose, in der am Abend einen Riß nach Hause zu bringen nicht gerade zu den Annehmlichkeiten eines Äungenlebens gehören würde. In langen, farbenfrohen Reihen ziehen die jungen Mädchen Arm in Arm auf der Landstraße vorrn Dorfe auf und nieder und singen in möglichst hoher Lage Lieder, die all» von einem Schatz und seiner Treue öfters noch seiner Untreue erzählen. Die Burschen sitzen unterdes im Wirtshaus, von wo das Gepolter der Kegel und das Nollen der Kugeln durch die Sonntagsstille weithin hallen. Am Abend erst geht man zu'zweien. , Es ist erstaunlich zu sehen, wie vielfältig die Liebhabereien und damit die Fertigkeiten des Bauern sind, denen nachzugehen er am Sonntagnachmittag die Zeit hat: Er okuliert ein paar Rosenstocke, worum ihn die Tochter schon lange gebeten hat die gern ein zarteres Spiel der Farben an den alten hochstämmigen Samttosen, den tiefdunklen, haben möchte. Oder er geht durch den Grasgarten, an dessen Ende das Bienenhaus steht. Dort halt es ihn, bis die Dämmerung ihm die Sicht für Jem Hantieren nimmt. Dann erst trifft er sich mit den Nachbarn, und diese treffen sich wiederum mit ihren Nachbarn in dem Wirtshaus, so daß im Handumdrehen die Wirtsstube bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Es Die Fleischrationierung gilt auch bei Hausschlachtungen Wer darf ein eigenes Schwein mästen? Bauernsonntag. Von Ernst ORinf. Daß er eine knappe Stunde länger unter der dicken Federdecke bleibt, mit Seife und warmem Wasser dem Schmutz der Woche gründlich zu Lewe rückt, ein frisches Hemd über den Kopf stülpt und die ungenagelten Schuhe anzieht, damit beginnt für den Bauern der Sonntag. Noch bevor Knecht und Magd, Sohn und Tochter aufgestanden sind, hat er schon einen Rundgang durch den Hof gemacht und mops ausgelassen, nicht die Räucherkammer und den Huh- nerstall, das Waschhaus und den Schüttboden^ wo er im Drange der Arbeit sonst die ganze Woche über nicht hinfindet. Nichts entgeht feinen scharfen Augen: hier hebt er ein Seil vom Boden auf, dort stellt er einen Rechen mit den Zinken nach oben. L'r geht durch die Ställe, wo die Kühe in einer Reihe liegen und sich bei seinem Eintritt mühsam erheben, und er klopft den Pferden den Hals. Dann erst setzt er sich zum Kaffeetisch, um den ^Zwischen die Familie und das Gesinde sich versammelt haben. Je nach der Jahreszeit, dem Wetter und der Stimmung schließt sich ein Marsch über die Felder, eine Stunde ungewohnter Arbeit mit Feder und Tintt oder ein Gang in die Kirche an. Der Marsch über die Felder geschieht zum geringsten des Marschierens oder des leuchtenden Frühsommermorgens wegen, denn Bewegung und Sonne und frische Luft hat der Bauer ja in einer Woche mehr als mancher im ganzen Jahr. Nein, er muß nachsehen, ob der Nacht- frost der Blüte nicht geschadet, ob der letzte heftige Gewitterregen das Korn nicht umgelegt hat. Bei schlechtem Wetter aber oder im Winter setzt sich der Bauer um diese Stunde hinter die Bucher und erledigt die Buchführung und seinen Briefwechsel -- mit dem Finanzamt. Denn persönliche Briefe er nur sehr selten oder gar nicht. Die wenigen Briefe, die zu schreiben sind — an den Sohni im Felde oder die nach auswärts verheiratete Tochter sind Sache der Bäuerin. Es bleibt noch, daß er sich zum Kirchgang rüstet. Dann klemmt er em dickes Gesangbuch unter den Arm, m dem der Anfangs- buchstabe der ersten Strophe sich jedesmal über d.e halbe Seite hinzieht, und schreitet ern|t und gemessen zur Kirche, wo er aber mehrmals gan sachte einzuschlafen und ebenso oft erjchreckt aufzufahren pflegt, um erst beim letzten dröhnenden Amen endgültig aufzuwachen, was ihm aber der Herrgott selber am allerwenigsten verübeln wird well der genau weiß, daß dieser Sieg des Fleisches über den Geist nicht Andachtlosigkeit seinem Worte gegenüber bedeutet, sondern nur eine Folge der harten und mühevollen Arbeit der letzten Woche ist. Um halb zwölf trägt die Bäuerin das Eßen auf, und damit ist der Sonntaaoormittag zu Ende. . Nach dem Mittagessen setzt sich der Bauer in den Lehnstuhl, stteckt die Fuße weit von sich und gibt ger vor geschrieben. Bei der Durchführung von Hausschlachtungen ist zu unterscheiden zwischen Schlachtungen, die von Erzeugern (Bauern, Landwirten usw.) durchgeführt werden, und solchen, die von nichtlandwirtschattfichen Selbstversorgern durchgeführt werden. Landwirtschaftlichen Selbstversorgern wird von der zuständigen Kartenausgabestelle der Genehmigungsbescheid dann erteilt, wenn der Selbstversorger eine angemessene Zeit hindurch Schweine, Rinder, Kälber und Schafe gehalten hat. Schweine müssen min - destens drei Monate im Betrieb gehalten und gefüttert worden fein. Nicht- landwirtschaftliche Selb st versorger dürfen Hausschlachtungen nur bann vornehmen, wenn sie bereits in der Hausschlachtungsze i t 19 3 8/39 Haus- schlachtungen in entsprechendem U m - fange vorgenommen haben. Soll ohne das Vorliegen dieser Voraussetzung eine Hausschlachtung durchgeführt werden, so bedarf der Anttagsteller der Zustimmung des Ernährungsamtes, Abteilung A. Die Zustimmung soll hier grundsätzlich dann gegeben werden, wenn die Tiere im wesentlichen mit Futtermitteln gefüttert wurden, die dem Anttagsteller ohne Zukauf zur Verfügung standen. Als solche Futtermittel sind auch diejenigen anzusehen, die als Entgelt für geleistete Arbeit in der Landwirtschaft erworben wurden. Wie verhält es sich nun mit dem Verbrauch der aus der Hausschlachtung gewonnenen Erzeugnisse? Vorausgeschickt werden muß, daß der Antragsteller Fleisch und Fleischwaren, die aus Hausschlachtungen stammen, in seinem Haushalt nicht beliebig verwenden darf, sondern daß sich der Verbrauch den für die übrige Bevölkerung geltenden Rationssätzen anpassen muß! Die lieb'rwachung erfolgt hierbei durch die Kartenausgabestellen. Nach erfolgter Schlachtung und nach Eintragung des Schlachtgewichts in den Genehmi- aungsbescheid ist dieser sofort der Kartenausgabe- ftelle zurückzugeben. Diese nimmt auf Grund des angegebenen Schlachtgewichts und her für die Selbstversorgung in Frage kommenden Personenzahl oieAnrechnungder Hausschlachtung auf den Versorgungsanspruch des Selbstversorgerhaushalts vor. Das Anrechnungsgewicht ergibt sich durch einen Abzug von 15 v H. von dem amtlich festgestellten Schlachtgewicht als Verarbeitungsverlust Dann wird die dem Selbstversorgerhaushalt wöchentlich zustehende Menge auf Grund der Zahl der in Selbstversorgung befindlichen Personen und der Wochenrationen von 1060 g für Fleisch einschließlich Fett aller Art (außer Butter) ausgerechnet. Auf diese Weise ergibt sich die Zahl der Wochen, während derer der Selbstversorgerhaushalt sich aus der Hausschlachtung selbst versorgen muß. Während dieser Zeit erhält der Selbstversorgerhaushalt feine Fleisch- und Fettkarten, mit Ausnahme der Butter- und Käsekarten, sofern der Betrieb hierin nicht auch Selbstversorger ist. Befinden sich unter den Haushaltsangehörigen Schwer- und Schwerstarbeiter bzw. Lang- und Nachtarbeiter, so erhalten tziese die vorgeschriebenen Zusatzkarten. Landwirtschaftliche Selbstversorger die sich während des ganzen Jahres mit Fleisch und Fetten (außer Butter) selbst versorgen (Vollselbstversorger), können gleichzeittg mit dem Antrag zur ersten Hausschlachtung bei der Kartenausgabestelle die Anlegung einer Schlachtkarte und die Ausgabe einer Anrechnungskarte beantragen, auf denen die entsprechenden (Eintragungen für den Haushalt des Selbstversorgers vorgenommen werden. Hierdurch ist dem Selbstversorger die Möglichkeit gegeben, laufend einen Ueberblitf über die ihm noch zu- stehenden Schlachtmenaen zu gewinnen. Um während der Zeit der Versorgung aus der Hausschlachtung auch Frischfleisch einkaufen zu können, können die Kartenausgabestellen Frisch- fleischberechtigungsscheine ausgeben. Die Fleischmengen, für die Frischfleischberechtigungsscheine ausgegeben werden, sind von den auf der Anrechnungskarte vermerkten Mengen abzuziehen. Bei eintretenden Veränderungen in dem Personenstand des Selbstversorgerhaushalts wird durch die Kartenstelle eine entsprechende Umrechnung vorgenommen. Der Antragsteller erhält daraufhin einen Ergänzungsbescheid, aus dem sich ergibt, wie lange die noch vorhandenen Vorräte aus der Hausschlachtung zu reichen haben. Der Verkauf von Erzeugnissen aus Hausschlachtungen ist grundsätzlich verboten! Ausnahmen sind nur mit Genehmigung des Ernährungsamtes, Abteilung A, zulässig, und zwar nur in dringenden Fällen, wie z. B. dec Gefahr des Verderbs der Ware. Aber auch in diesen Fällen darf der Verkauf nur gegen Abschnitte der Fleisch karte oder gegen sonsttge Bezugscheine erfolgen. Oie französischen Spatzen. Von Viktor von Levehow. Es war im Weltkriege im Argonnenwald. Bayern und Franzosen lagen sich nahe gegenüber. Für beide Teile war es so eine Art Ruhestellung. Sie taten sich gegenseitig nichts, wenngleich der Drahtverhau aus beiden Seiten nur spärlich war. Die Bayern hatten sich ganz behaglich eingerichtet. Der dicke Stabsarzt stellte mit Befriedigung fest, haß der Gesundheitszustand der Truppe hier besser sei als in der Heimat. Ihr besonderer Stolz waren die gezähmten Spatzen. Wohl fünfzig bis sechzig hoppelten jeden Morgen den gesamten Graben ab und hotten sich ihr Futter. Einige waren so zahm, daß sie die Brotkrumen van den Händen nahmen. Selbst der gestrenge Herr General hatte sich bei einem Grabenbesuch darüber gefreut und eine Sonder gäbe von Rauchzeug verteilen lassen. Aus der gegnerischen Seite dagegen kümmerte sich niemand um das gefiederte Völkchen. Das wurde mit einem Schlage anders, als dort Ablösung kam. Heißblüttge Südfranzosen waren es, Männer aus der Gegend von Marseille und Toulon, deren seltsame Stimmen mit dem rollenden „r* oft laut über das Blachfeld klangen. Unwillig sahen die Bayern, daß auch sie bald begannen, die Sperlinge zu füttern und daß diese sich jetzt von den Franzosen füttern ließen. Natürlich war da nichts zu machen, schließlich waren es ja französische Spatzen, und da war es eigentlich nur selbstverständlich, daß ihnen das heimische Weißbrot mehr zusagte. Immerhin dauerte es geraume Zeit, bis sich der ganze Spatzenhausen dorthin gewöhnte. Ihre alten Freunde vergaßen sie darum aber nicht. So ging es eine Zettlang. Dann geschah das Entsetzliche. Eines Tages wurde den geflügelten Gästen auy her französischen Seite ein Kuchen hingeworfen. Sie balgten sich darum, zirpten, piepten und flatterten aufgeregt in dichter Menge, lieber den Böschungen der Gräben standen lachende Gesichter. Da — plötzlich drüben ein geschwungener Arm, der Ruf „gard”, der die Franzosengesichter jäh verschwinden ließ. Eine Handgranate sauste durch die Luft, ein betäubender Knall, stiebende Federn und ein Haufen zuckender, blutender Dogelleiber. Im bayrischen Graben war es sttll, grauenhaft sttll. Dann ein Brüllen, ein einziger Schrei: „Unsre Schpatzen habn's gemordet! Unsre Schpat« zen san hin!" Und ehe die Franzosen sich noch besonnen, waren die Bayern schon in ihrem Graben, und er und die Franzmänner waren in chrer Hand. Die Bayern ernteten reiches Lob. Es freute aber keinen so recht, und der Führer bat bald um Verwendung an einem anderen Kampfabschnitt. Die Steuerpflichtigen erhalten in diesen Tagen von ihrem Finanzamt die Vordrucke für die Steuererklärungen, die ausgefüllt und unterschrieben bis zum 29. Februar beim Finanzamt einzureichen sind. Eine Verlängerung der Frist wird auf Antrag vom Finanzamt nur gewährt, wenn ein Steuei^flichtt- ger die Frist aus zwingenden Gründen nicht einhalten kann. Ein Grund zur Verlängerung ist auch die Abwesenheit wegen Einberufung zlir Wehrmacht, wenn ohne den Steuerpflichtigen feine Vertreter die ordnungsmäßige Ausfüllung der Steuererklärung nicht durchführen können. Es empfiehlt sich, die Anleitungen zur Steuererklärung gründlich durchzulesen, da in diesem Jahre eine Reihe von Neuerungen ein getreten sind. So können als Sonderausgaben Kirchensteuern und Beträge für Hausgehilfinnen nicht mehr abgezogen werden. Buchführende Land- und Forstwirte und Gewerbetreibende dürfen jetzt ohne Einschränkung die Verluste aus den beiden vorangegangenen Wirtschaftsjahren abziehen, soweit sie bei den letzten Veranlagungen noch nicht ausgeglichen worden sind. Der frühere Pauschbetrag von 200 RM. für Sonderausgaben wird bei der Einkommensteuerveranlagung nicht mehr abgezogen. Der Steuerpflichtige muß deshalb feine Sonderausgaben (Schuldzinsen, Versicherungsbeiträge, Beiträge für Bausparkassen usw.) auf der zweiten Seite der Steuererklärung anführen, auch wenn sie niedriger als 200 RM. sind. Auch der Pauschbetrag für Werbungskosten bei nichtselbständiger Arbeit in Höhe von 200 RM. wird nicht mehr abgezogen. Die tatsächlich entstandenen Werbungskosten (Beiträge zum Berufsver- banh und zur DAF., Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, für Arbeitsmittel usw.) sind deshalb unter Abschnitt II Ziffer 4 einzusetzen und auf einer Anlage zu erläutern. Es ist weiterhin notwendig, , daß im Interesse des Steuerpflichtigen die Angaben über Person und Der Erzeuger deckt feinen Bedarf an Fleisch und Fleischwaren und zum Tell auch seinen Fettbedarf in der Regel durch Hausschlachtungen. Aber auch manch andere Familie hat ihren Fleisch- und Wurstbedarf bisher dadurch gedeckt, daß im Jahre ein oder mehrere Male selbst geschlachtet wurde. Es handelt sich hierbei um die bekannten Hausschlachtungen, unter denen wir die Schlachtungen von Schweinen, .Rindern, Kälbern und Schafen verstehen, die nicht von gewerblich Schlachtvieh schlachtenden Betrieben, wie Metzgereien usw., vorgenommen werden, sondern von Einzelhaushaltungen für den eigenen Bedarf. Da unsere Lebensmittelversorgung aufgebaut ist auf dem Grundsatz der gerechten und gleichmäßigen Verteilung der vorhandenen Nahrungsgüter und jeder Volksgenosse teilhaben soll an den Verbrauchsgütern, ganz gleich, ob er in der glücklichen Lage ist, sich ein Schwein zu kaufen und hauszuschlachten oder nicht, war es selbstverständlich, daß auch diese Seite unserer Bedarfsdeckung geregelt wurde. Da das Fleisch- und Fettproblem eines der wichtigsten in unserer Nahrungsmittelversorgung darstellt, bedurften die Hausschlachtun tf e*h b e - r ei t 5 seit der Einführung der Marktordnung der Genehmigung. Der Reichs- minifter für Ernährung und Landwirtschaft hat in seinem Erlaß vom 14. November 1939 die Voraussetzungen feftgelegt, unter denen Hausschlachtungen überhaupt durchgeführt werden können und zum anderen die Anrechnungssätze für den Selhstversor- Familienstand genau gemacht werden, da auf diesem Gebiete wichtige Neuerungen in Kraft getreten sind. Das Gesetz unterscheidet jetzt vier Steuergruppen. Es muß -eindeutig zu ersehen sein, ob der Steuerpflichtige ledig, verwitwet, geschieden oder verheiratet ist und ob aus der bestehenden oder einer früheren Ehe eines Ehegatten Kinder lebend her- vorgegangen sind. Für die richttge Einstufung ist auch von Bedeutung, wenn eine Frau ein uneheliches Kind hat oder gehabt hat. Während Kinderermäßigung früher nur für eigene Abkömmlinge sowie für Stiefkinder, Adoptivkinder und Pflege-, kinder gewährt wurde, gibt es jetzt Kinderermäßigung auch für andere Angehörige des Steuerpflichtigen oder seiner mit ihm zusammen veranlagten Ehefrau, z. B. für Neffen, Geschwister, Schwiegerkinder, uneheliche Kinder des Vaters, wenn die sonstigen Voraussetzungen gegeben 'find. Als außergewöhnliche Belastungen können unter bestimmten Voraussetzungen auch Aufwendungen für eine Hausgehilfin anerkannt werden. Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Populärwissenschaftliche Vorträae der Universität: 20.15 Uhr im Hörsaal des Kirnstwissenschaftlichen Instituts, Professor Gerber über „Mozarts Mei- fteropem". — Stadttheater: 20 bis 22.45 Uhr „Die Entführung aus dem Serail". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Mutterliebe". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Kongo-Expreß". Stadttheater Gießen. Am heutigen Dienstag wird zum letztenmal die komische Oper von Wolfgang Amadeus Mozart „Die Entführung aus dem Serail" aufgeführt. Musikalische Leitung Paul Walter, Spielleitung Hans Geißler, Bühnenbild Karl Löffler. 17. Vorstellung der Dienstag-Miete. Aus der Stadt Gießen. 3tn Winterwald am Schiffenverg. Köfüiche Wintersonne strahlt vom Himmel, als wir das Haus verlassen, und läßt den Schnee glitzern und leuchten. Wir haben den Rodel mitgenommen und wollen den Schiffenberg besteigen. Wie herrlich sieht der Wald aus! Düster steht er, in sanftem Blaugrün, nur leicht wie mit Puder über- : stäubt, hinter den weiten weißen Flächen. Ein paar 1 große, schwarze Krähen fliegen herzu und sitzen dann stierend und hungrig, wie verloren, mitten in dem Weiß. An einem Scyuppendach schillern Eiszapfen in allen Farben in der Sonne. Die Baumreihen am Schiffenberger Weg aber leuchten rot, als blühten sie, und wecken Sehnsucht nach Frühling und Blumen. Im Walde duftet es herrlich! Die hohen Tannen haben die Schneedecke fast abgeworfen, nur noch hie und da liegen weiße Fetzen darauf. Ueberall lebt es und regt sich: dort rutscht noch eine letzte Schneelast ab: erlöst schüttelt sich der Baum. Aber unten, auf den Holzstößen, liegen noch „weiße Tiere" mit dickem Schwanz und Kopf, und mit breiten Beinen umklammern sie die Stämmchen. Zwei Pferdeschlitten überholen uns, lustig bimmeln die Glöckchen, der bunte Kopfputz der Pferde flattert vom Fahrwind. Am Forstgarten leuchten . die rostroten Blätter der jungen Hainbuchen. Wir machen nun einen Bogen durch den Wald. Pustend durch dicken Schnee kommen wir an einen Wiesenabhang, wo man im Sommer mit ängstlich klopfendem Herzen an der Kuhherde mit dem Stier vorbeiging, der einen so merkwürdig ansah. Wundervoll steigt der weiße Hang auf. Hier ist eine feine Rodel- und Schibahn und ein Riesengewimmel. Die Schiläufer haben .sich sogar eine Sprungschanze gebaut und üben eifrig. „Fahr mit mir in den Himmel hinein, in den sie—den—ten Hirn—mel der Liebäh!" singt das Kind, als wir abfahren. Komisch, das Gedicht für die Schule fitzt nie so fest wie ein Schlager, den Mutti noch nicht mal kennt, wie überlegen lächelnd festgestellt wird. Jetzt starten drei aneinandergebundene Schlitten. Die „Mannschaft" ist überaus fidel, hei, geht's in die Tiefe. Der Schnee stäubt auf: ein schadenfrohes Gelächter der Obenstehenden zeigt das frühe Ende der lustigen Fahrt an, und merkwürdig viel Arme und Beine krabbeln sich hoch aus dem weichen Weiß. Die jüngsten Semester, denen vor der Abfahrt' • erst noch schnell mal die Nase geputzt oder die Hose richtig hochgezogen wird, sind die Allerunentwegtesten im Ab fahren und Raufklettern. Etwas weiter drüben am Hang laufen die Großen; mit vorbild- ; lich schönen Schwüngen und feinem Stoppen beweisen sie ihr überlegenes Können gegenüber dem Kraxeln der vielen Schihäschen, die noch nicht lange auf den „Brettl'n" stehen, aber dafür um so reizender aussehen in ihren schicken Anzügen, mit der bunten Mütze und den leuchtenden Handschuhen. Nach langer Zeit des frohen Abwärtsfausens und des mühsamen Hochkletterns haben wir uns einen Kaffee in der warmen Stube des Schiffenbergs redlich verdient. Auch dort ist Hochbetrieb und kaum erwischt man einen „Mokka double", zu dem einige Brote gut schmecken. Ja, Luft und Bewegung machen Hunger, das müssen wir jetzt feststellen. Schon dunkelt es, der Schnee leuchtet plötzlich noch bleicher, im Westen strahlt zwischen den Stämmen ein rosaroter, dann messinggelber Schein der untergehenden Sonne. Nichts stört die feierliche Stille. E- L. St. ist aber beileibe nicht dasselbe, in dem die Jugend einzukehren pflegt. Die Alten wollen ihr Glas Bier oder ihren Halben Wein in Ruhe trinken — selbst der Lautsprecher muß abgestellt werden — und dabei in aller Bedachtsamkeit Rede und Gegenrede tauschen von dem, was sie jetzt alle gleichermaßen bewegt: dem Schicksalskampf chres Volkes. Alles andere steht dagegen zurück, die Kornpreise und die Feldbereinigung, der Mangel an Arbeitskräften und selbst das Wetter. Der Bäuerin genügt es, sich an das Fenster zu fetzen und das Leben auf der Straße zu betrachten. Doch ist es ihr nicht gegeben, die Hände in den Schoß zu legen. Sie hat den Flickkorb neben sich gestellt der im Bauernhause nie leer wird. In früheren Jahren ist sie oft mit dem Bauern am Sonntagnachmittag zu ihren Eltern in das Nachbardorf gegangen; doch seit diese nicht mehr leben und die eigenen Kinder erwachsen sind, ist es ihr bas liebste, diese stillen Stunden ganz für sich allein zu haben und ihren Gedanken nachhängen zu können. .. . Vor dem Abendessen wird das Vieh gefuttert, und damit ist der Sonntag eigenllich schon zu Ende, zumindestens aber das von ihm, worauf sich der Bauer die Woche über freute, wenn er an den Sonntag dachte. Am Sonntagabend bleibt er daheim, und nur die jungen Leute gehen noch ihrem Vergnügen außer dem Hause nach. Er fetzt sich noch für eine Stunde auf die Bank neben der Tür und überdenkt zusammen mit der Bäuerin, was es in der neuen Woche alles zu schaffen gilt. Früh steigt er dann ins Bett, um am anderen Morgen ausgekuht dem Werktag und seinen mannigfachen und vielfältigen Pflichten begegnen zu können. Bückeriisch. — Worte für jeden Tag, gesammelt aus den Schriften NathanSöderdlomsvon Anna S ö d e r b l o m , ins Deutsche übertragen von Tona Baur 387 Seiten. Berlin. Verlag Alfred Toepel- nrann. 6,— RM. — Anna Söderblom hat aus den Schriften ihres Mannes, des weltbekannten Kirchenmannes und Gelehrten Söderblom in Upsala, Worte von besonderem Wert zusammengestellt: so erschien das Büchlein: „Ein Jahr." Eine Gießenerin, Tona Baur, hat dies Buch unter Verwendung weiterer Stücke aus dem Nachlaß ins Deutsche übersetzt. Für jeden Tag des Jahres ein Stück, etwa eine Druck- feite; keine systematische Gruppierung; den Inhalt deutet eine Ueberschrift an; das Tagesdatum wird öfter für die Anordnung bestimmend. Feine religiös- ethische Gedanken, ohne dogmatischen Charakter, ohne Schärfen und frei von Polemik, zur Besinnung anregend, oft ohne eigentliche Zuspitzung, nirgends trivial, nirgends wortreich. Die Uebersetzung vorzüglich, die Ausstattung schlicht-vornehm, das Bändchen haltbar und handlich, der Druck klar. Für viele Jahre eine sehr willkommene Gabe. M. Schian. Seit frühere Si dien en. ZXVAVA l. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Sie lachten. „Ich werde Ihnen die Rolle wieder leiden. Er merkte nicht, daß ihr Arm ein bißchen krauste sich. Morgen abend war sie verabredet. Der I Abteilungsleiter wollte mit ihr ins Kino gehen. Aber sie sagte sofort: „Morgen abend bin ich zu an. „Na. Sie kommen doch keine Nacht vor eins ins Kind Ifein Lebensinhalt für eins Frau. Sie sollten heira- Schwerst- Schwerst. Roman von Frank F. Bratm Copyright by Deutscher Verlag, Berlin Hegg nicht er auf den Autobus Sie gab ihm die Hand. „Sie tun mir leid", sagte er unerwartet. „Warum denn?" Ihre braunen schönen Rehaugen sahen beinahe erschrocken zu ihm auf. „Es ist so schönes Wetter und sie sitzen im Büro und rechnen positive oder negative Salden nach. Das ist doch „Sd) nein, ich bin nur bei einer Kollegin." Er sah aui seinen Teller. „Bei Fräulein Jwanka Gospit. nicht wahr?" sagte Friedel schnell, es fuhr ihr so heraus und sie ärgerte sich im selben Augenblick gräßlich darüber. war das einer verläßlichen Komplizin. „Wirklich Fräulein Friedel, Sie sind riesig nett, „Ja, ober woher wissen Sie davon?" Er schaute JU an. Sie war errötet. Haus" und sie nickte ihm zu. „Abgemacht", sagte er heiter und wußte nicht, daß er in dieser Minute den Abteilungsleiter Lühmann, Porzellan, und Steingutwaren, aus dem Sattel gehoben hatte. Nach dem Essen verließ sie mit ihm das Haus. Er hatte nur die Krawatte gewechselt und sich das Jackett abqebürstet. „Wieder ins Geschäft?" ,Za, ich würde durcharbeiten können, aber ich mache lieber Tischzeit. Mutter ist sonst den ganzen „Natürlich sagt sie sa." „Wieso, natürlich ist do nichts. Sie könnte ebenso gut nein sagen. Dann ginge das Stück zwei Akte bebte, und wenn er es gemerkt haben würde, hätte er es nicht richtig gedeutet. Frau Herder orachte die Schüsseln herein und stellte noch einen Teller mehr dazu. Sie aßen. „Spielen Sie heute abend?" „Nein, heute habe ich gungsscheine fein. Welche Personen können einen Verbilligungsschein beantragen? Die Be- stimmungen vom September 1939 besagen, daß alle , ... morgen abend Zeit? Ich meine, sind Sie sowieso zu Hause? Dann könnten wir anfangen, nm uem öujuuipieienuujeui, uua ma/i uiei ueueiueir., Big morgen sitzt meine große Szene." Er wollte nur nett sein, denn er mochte sie gern Friedel Herder überlegte sehr rasch. Ihre Stirn, ,a:s*** rc* —; diese hohe glatte Stirn unter den braunen Haaren ten, Fräulein Friedel, wenn ich so mit Ihnen umgehe habe ich immer das Empfinden, Sie sind direkt dazu geschaffen, einen Mann glücklich zu machen. Mit Ihnen kann man leben und hausen. Sie sind nicht kratzbürstig, streiten kaum, haben selten schlechte Laune, kurzum, Sie fallen einem nie auf die Nerven." „Sie meinen, das würde für eine Ehe genügen?" Er hielt ihre Hand noch einen Augenblick fest. Eine Einser kam gerade heran. „Der Mann müßte Sie^natürlich lieben", sagte er, „das wäre die selbstverständliche Vorbedingung. Sie müßten ihn lieben und er Sie." Er lachte, hatte sein Jungensgesicht und wunderte sich über das ihre. Hatte er sich schlecht ausgedrückt und sie verletzt? Er wollte noch etwas sagen, etwas aufklären, aber der Autobus fuhr an. Er sprang noch auf. Friedel Herder fiel zurück, blieb stehen bei dem gelben Schild und wurde klein, ehe sie ganz untertauchte. * Er ging nach oben und zündete sich eine Zigarette an. Es war die erste aus der Schachtel, er hatte sie vorhin besorgt: es war die Marke, die Jwanka be- porzugte. Jwanka, seine Gedanken eilten dem schweren Gefährt voraus. Er sah sie vor sich, wie sie ihm die Tür öffnete. Sie würde den grünen Hausanzug Jede Person der antragstellenden Familie erhält einen Derbilligungsschein. Schließlich kommen unter Umständen auch Zusatzrentenempfänger in den Genuß der Verbilligung. Für sie gelten die genannten Einkommengrenzen nicht. Die Ausgabe erfolgt vielmehr „unter wohlwollender Berücksichttgung ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse". Alle bisher genannten Personen erhalten den sogenannten Reichsverbilligungsschein I. Er ist unterteilt in 11 Verbilligungsscheine zu je 25 Rpf. Diese gelten nicht nur für den Einkauf von Speisefetten aller Art. einschließlich Margarine und Butter, sondern auch für Käse, Wurst, Seefisch und Räucherwaren. Der Reichsverbilligungsschein I hat somit einen Bargeldwert von llmal 25 Rpf. = 2,75 RM. Seine Gültigkeitsdauer beträgt ein Vierteljahr. Außer dem Reichsverbilligungsschein I werden noch Reichsverbilligungsscheine II und III ausgegeben. Den Reichsverbilligungsschein II erhalten alle Personen, die keinen Anspruch auf den Reichsverbilligungsschein I haben, jedoch den dreifachen Richtsatz der öffentlichen Fürsorge nicht über- schreiten. Er enthält 5 Derbilligungsscheine im Werte von je 25 Rpf. und gilt neuerdings auch für alle auf Reichsverbilligungsschein I zu beziehenden Waren. Seine Gültigkeitsdauer beträgt ebenfalls ein Vierteljahr. Schließlich gibt es noch den Reichsverbilligungsschein III als Zusatzschein. Er enthält zu den gleichen Bedingungen wie oben 2 Scheine zu Bett." „Aber Mutter, Herr Hegg ist doch kein mehr." „Erwachsene müssen auch schlafen." „Ich bin heute abend eingeladen", sagte gewissermaßen entschuldigend, „aber es wird spät werden." „Ziehen Sie Ihren Smoking er erhält Fettverbilligung? Wurst, 2Räud)ertt>aren, Käie ebenfalls verbilligt. Dem vorgetragene Jcchresrechnung schließt mit einem erheblichen Ueberschuß ab. Es konnte, da die Rechnung von den Kameraden Philipp Brück und Otto Heß bereits geprüft war, dem Kasfenführer Entlastung erteilt werden. Der Kassierer Georg Häuser I. wurde für seine Verdienste im Sammelwesen durch eine Ehrenurkunde von der Gau- krlegerführung ausgezeichnet. Die Bundesehrennadel für 25jährige Mitgliedschaft erhielten die Kameraden Karl G r e m m, Karl Jung I., Georg Brück, Jakob Schmelz, Georg Held, Ml- helm I u n g V. und Philipp Rück. Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles wurde der Appell in der üblichen Weife geschlossen. Kommunale«! au« Gcbotten. X Schotten, 29. Januar. In einer feierlichen Sitzung der Ratsherren erfolgte die Aus- er eine Er liebte dieses Mädchen. Ihre fremdartige Schön- heit hatte es ihm angetan. Er begehrte sie und hatte sie noch nie besessen. Das war wie ein Stachel im Fleisch. Ein Schmerz in allen Gliedern und Gedanken, eine dumpfe Glut im Kopf, die das Denken auf den einen Punkt zutreibt: Jwanka, ich liebe dich! Er wußte nicht, ob sie ihn liebte. Das würde sich zeigen. Heute oder morgen, einmal ganz gewiß. Er wußte auch nicht, ob sie einen anderen liebte. Er hielt das für ausgeschlossen. Immerhin waren ihr viele gesellschaftliche Freiheiten zugestanden; sie ging mit Kollegen um, lernte immer neue Männer kennen und all« verehrten sie. Gedanken, die sein Herz erschreckten! Er biß die Zähne zusammen. Wenn sie einen anderen liebte, würde er diesen anderen zwingen, beiseite zu treten. „Aber ich bitte Sie! Blasen Sie mir doch nicht pausenlos Ihren Rauch in den Nacken!" „Entschul- digen Sie, ich war ganz in Gedanken." Otto-Erich Hegg erhob sich. Er nahm den Hut ab und grüßte den Herrn, der sich beschwert hatte. Dann stieg er aus. Er besaß eine angeborene Anmut der Gebärden und Worte. Der eben noch gereizte und wütende Herr, feine Nachbarinnen, zwei ältliche Damen gegen Ware in Empfang nehmen, erfolgt über di Finanzamt, bei dem die aufgeklebten Abschnitte ein- einmal frei." „Da gehen Sie früh schlafen? „Warum denn?" Er sah Frau Herder verdutzt antragt und ausgegeben. Wer also noch keine Reichsverbilligungsschein« besitzt, aber glaubt, als Berechtigter zu Gelten, wende sich an sein zuständiges Wohlfahrtsamt. Als Unterlagen müssen alle Papiere mitgebracht werden, aus denen die Einkommens- und Familienverhältnisse klar ersichllich sind. Nach Prüfung dieser Unterlagen erhält er bann unverzüglich die ihm zustehenden Reichsverbilligunasscheine, die in jedem Lebensmittelgeschäft in Zahlung genommen werden. Die Auswirkung in G eßen. Tag allein." Er nickte. Sie schritten über die an?" Tauentzienstraße. An der Gedächtniskirche wartete liehe Aenderung erfahren. Es liegt die Vermutung nahe, daß bei weitem nicht alle Personen, die jum Bezug verbilligter Fette und neuerdings auch einiger anderer Lebensmittel, wie Wurst, Räucherwaren und Käse berechtigt sind, diese Berechtigung tatsächlich ausnutzen. Dies mag einerseits darin begründet fein, daß viele Volksgenossen überhaupt nicht wissen, daß sie diese Verbilligung in Anspruch nehmen dürfen, zum anderen aber mag es auch eine Folge der Unkenntnis über die Antragsstellung zur Beschaffung der Derbilli« miß dieser Vergünstigung kommen. Desgleichen erhalten alle Personen, deren Einkommen das Zweifache des Richtsatzes der öffentlichen Fürsorge nicht übersteigt, einen Derbilligungsschein. Da der Richtsatz der öffentlichen Fürsorge örtlich verschieden ist, müssen wir es dem einzelnen Volksgenossen überlassen, den absoluten Betrag selbst zu ermitteln. Handelt es sich bei den antragstellenden Personen um eine Familie, so darf die Summe aller Einkommen, also das Familieneinkommen, das Zweieinhalb- fache des Richtsatzes nicht übersteigen. Bei kinderreichen Familien mit 4 und mehr Kindern darf Las Einkommen das Dreifache des Richtsatzes erreichen. ____ mehreren Jahren wird an unterstützungsberechtigte Personen und an solche, deren Einkommen unter einer gewissen Grenze liegt, Fett zu verbilligten Preisen abgegeben. Die hierfür geltenden Bestimmungen haben durch den Krieg eine wesent- „Es stand auf Ihrem Kalender", sagte sie. „Ach so ...", er lächelte. Sie aßen eine Weil« schweigend, dann meinte Friedel: „Studieren Sie eine neue Rolle?" Er legte die Gabel hin. „3a", sagte er, „denken Sie, ich habe endlich einmal wieder eine Bombenrolle gekriegt. Die Proben gehen nächste Woche los." „Eine Liebhaberrolle?" erkundigte sich Friedel, über alles, was mit Theaterspielen zusammenhing, durchaus im Bilde. „3a", er nickte. „Ein neues Stück, übrigens auch em neuer Mann, ich habe den Nmien vergessen. Der Kreis der vier, heißt es, Vier Männer und eine Frau. Der eine dieser vier zureichen sind. Der Kreis derjenigen, die die Reichs-Fettverbil- ligungsscheine in Anspruch nehmen, umfaßt in Gießen etwa 170 Kleinrentner, 415 Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene, 75 Empfänger von Familienunterstützungen und 861 Familien und Sozialrentner, oie in allgemeiner Fürsorge und vom Sozialamt betreut werden. Wege gefahren zu werden. Rund zweihundert Pimpfe nahmen die Arbeit auf, und wenn der Arbeitseifer der ersten Stunden anhält — auch morgen sollen.die Pimpfe noch einmal zu dieser Tätigkeit antreten — dann wird der Erfolg sehr ansehnlich sein. Aus her engeren Heimat. Frau Konihky f. <3 Bad-Nauheim, 29. Jan. Aus Bremen traf heute die Nachricht ein, daß Frau Frances Theodore Könitz ky, geb. de Voß, die Ehren- bürgerin unserer Badestadt, hochbetagt gestorben ist. Zum Andenken an ihren im Jähre 1895 verstorbenen Gatten, den Großkaufm-ann Friedrich Wichelm Konitzky, der als Kurgast in Ba^Nauheim wiederholt Linderung seiner Leiden gefunden hatte, triftete sie am \1. September 1895 die Summe von 25 000 Mark, der im Jahre 1897 zwei weitere Stiftungen im Höhe von 25 000 und 150 000 Mark folgten. Diese Beträge sollten zum Neubau des städtischen Kurhospitals Verwendung finden, das für minderbemittelte Kurgäste 1860 von dem Marburger Professor und elften Brunnenarzt in Bad- Nauheim, Fr. W. Beneke, ins Leben gerufen worden war. Am 20. April 1898 konnte das neue Hospital, das zu Ehren der Stifterin den Namen »Aonitzkystift der Stadt Bad-Nauheim" erhielt, mit 100 Betten für Kranke in Benutzung genommen werden. Ein Erweiterungsbau 1908 schaffte Raum für weitere 40 Betten. Während des Weltkrieges diente das Konitzkystift als Reservelazarett. In den Jahren 1930 bis 32 wurde die Kuranstalt durch einen zweiten Hauptbau mit einem Kostenaufwand von fast einer Million RM. wesentlich erweitert und erneuert und auf die Bettenzahl von 250 gebracht. Tausende unbemittelter Volksgenossen und Sozialversicherter haben tm Konitzkystift Aufnahme, Behandlung und Linderung oder Heilung ihrer Leiden gesunden. Dankbar gedenken sie der hochherzigen Frau, die durch ihre Stisbun'gen den Grund- stock zu dem legte, was das Konitzkystift heute J ft: eine modern eingerichtete und behagliche Heilstätte, die auch dem ärmsten Volksgenossen ihre Tore öffnet. IahreSappett der alten (Soldaten in Leihgestern. <£ Leihgestern, 29. Jan. Die hiesige Krie- gerkameradschaft hielt ihren Jahres- yauptappell am Sonntagnachmittag bei Kamerad Wilhelm Arnold in der „Krone" ab. Der stellvertretende Kam er ad schastsführer Kamerad Kaspar Häuser begrüßte die zahlreich erschienenen Kameraden, gedachte des im letzten Jahre verstorbenen Kameraden Karl Winter L, der der in oem uns Das Trendienstehrenzeichen verliehen. Den Sparkassenbeamten Kontrolleur Heinrich Frick, Oberinspektor Peter Ritsert, Inspektor Hermann Weigel und Obersekretär Willy Philippi, sämtlich bei der Bezirkssparkasse Gießen, wurde vom Führer das Treudienst-Ehren- zeichen für mehr als 25jährige Dienstzeit im öffentlichen Dienst verliehen. JunflDolt räumt Schnee Unsere Pimpfe stellen sich wieder einmal in den Dienst der Allgemeinheit! Für heute morgen wurde die Parole ausgegeben: „Schneeschippen!" Das war etwas für die Pimpfe! Da keine Schule ist, waren sie natürlich vollzählig da und machten sich mit Feuereifer an die Arbeit. Jeder hatte mitgeoracht, was zu dieser Arbeit notwendig war. Mit Schippen und Schaufeln, mit Spaten unb mit Hacken rückten sie an, brachten Schlitten mit, aber auch Körbe und Kisten, um den alten Schnee aufladen und dorthin fahren zu können, wo er den Verkehr nicht mehr zeichnung mehrerer Lm Dienste der Stadt stch^nve- Mitarbeiter. Ueber 40 Jahre ist der Leichenbestatter und Friedhofsaufseher Heinrich Hirth schon tätig. Auch war er Jahrzehnte lang Rottmeister im Stadt- wald. Stadtrechner Karl Glock ist seit 1. 7. 1908 in feinem Amt als Rechner der Stadt, nachdem er einige Jahre vorher sich bei feinem Vorgänger, dem früheren Stadtrechner Heinrich Glock, in dem Gemeinderechnungswesen ausgebildet hatte. Die Kriegsjahre, Inflation, das Beitreibunaswesen u. a. stellten an das Stadtrechneramt besonders erhöhte Anforderungen. Auch in verschiedenen sonstigen Ehrenstellungen als Rechner der Realschule, des Dekanats, der Freiwilligen Feuerwehr, des Gesamtvorstandes des VHE. u. a. war K. Glock unermüdlich tätig. Seit Juni 1913 ist der Feldschütze Hein- rich Läufer im Dienste der Stadt. Nachdem die Ichuhmannstelle eingegangen mar, mußte Reihe städtischer Arbeiten übernehmen. Bullenhalter Johannes ödjaub waltet seit Juni 1913 feines Amtes. Oesters sind den städtischen Bullen bei den Körschauen und Ausstellungen dank der guten Pflege Preise und Anerkennungen zuteil geworden. Auch als Nachtwächter hatte Schaub lange Dienst getan. Zur Zeit versieht er auch das Amt des Spritzenmeisters und Hydrantenwärters. Allen diesen treuen Mitarbeitern wurde durch Bürgermeister Menge! der aufrichtige Dank der Stadt ausgesprochen und ihnen das vom Führer verliehene Treudienstehrenzeichen für 25jährige Mitarbeit in Silber bzw. für 40jährige Tätigkeit in Gold nebst den Ehrenurkunden ausgehändigt. An Bürgermeister Menge! wurde das Silberne Treu- von England aufgezwungenen Kampfe um unsere Lebensrechte Gefallenen, deren Andenken geehrt wurde. Aus dem Jahresbericht des Kameradschaftsführers war zu entnehmen, daß die Kameradschaft am Großdeutschen Reichskrieg^tag in Kassel, am Kriegerappell in Grohen-Linden und am Kyffhäuser- BundeSschießen teilnahm. An Kyffhäuser-Ehren- nadeln wurden erschossen: Die bronzene von Käme- rod Waydelin, die silberne von Kamerad Diehl und die Siegerplakette von Kamerad Wilhelm Jakobi. Am 1Z. September konnte die Kameradschaft auf ihr 65jähriges Bestehen zurückblicken; der Tag wurde infolge des Krieges nicht wie ursprünglich vorgesehen begangen. An die im Felde stehenden Kameraden wurden zu Weihnachten Liebesgabenpakete übersandt, die freudige Anerkennung gefunden haben. Die Kassenverhältnisse sind in bester Ordnung; die von Kassenführer je 25 Rpf. und wird nur an Schwer- und arbeiter ausgegeben. Da ein Schwer- oder arbeitet aber wohl selten ein Einkommen haben dürfte, das unter dem doppelten oder dreifachen Richtsatz liegt, kommt diesem Schein praktisch keine besondere Bedeutung zu. Er wird nur selten be- Das städtische Krankenhaus Schotten erfreut sich eines ständig wachsenden Zuspruchs. Im abgelaufenen Jahre betrug die Zahl der aufgenommenen Kranken 973, die Zahl der Verpfleaungstage belief sich auf 15 072. Das.Haus war durchschnittlich mit 50 Personen belegt. Die Zahl der Operationen belief sich auf 750, die Zahl der Röntgenbehandlungen auf 942. Landkreis Gießen. J) Lich, 29. Januar. Obwohl 25 Sänger des Gesangv er eins „Cücilia" Lich unter den Fahnen stchen, unternahm es der Verein am gestri. gen Sonntag, mit seinem 46 Mann starken Chor eine Sängersahrt nach Gießen zu machen, um dort in einigen Kliniken zu fingen. Da es nicht möglich war, Sänger und Zuhörer in einem Raum zu vereinigen, wurde auf den Fluren gesungen, die sich akustisch sogar als sehr günstig erwiesen, sodaß zahlreichen Patienten eine große Freud« bereitet werden konnte. Auch das in schwerem Dienst stechende Personal nahm an den Gesangsdarbietun- gen starken Anteil, und allenthalben sah man freudige Gesichter. Den Sängern wurde lebhafter Beifall zuteil. Zum Vortrag gelangten Volks- und Soldatenlieder. Die Leitung des Chores hatte Chor« meister E. Jlge. Erwin Freiherr Heyl zu Herrnsheim gestorben. LPD. Worms, 29. Jan. Im 63. Lebensjahr ist auf Schloß Herrnsheim Dr. jur. Erwin Freiherr Hey! zu Herrnsheim, ein Bruder von Cornelius Freiherrn Heyl zu Herrn-Heim, einem langen Leiden erlegen. Der Verstorbene war in der Vorkriegszeit Legationsrat. Zwei Kinder durch kochendes Wasser verbrüht. LPD. Frankfurt a. M., 29. Jan. Am Samstagabend sollten in einer Wohnsiedlung im Stadtteil Höchst die fünf Kinder einer Familie gebadet werden. Als die Mutter kaltes Wasser holen wollte, um es dem in der Badewanne befindlichen heißen Wasser zuzugießen, wollte der neunjährige Junge, der das jüngste seiner Geschwister, ein ’A Jahre altes Kind, auf dem Arm hatte, um die Badewanne herum gehen. Dabei rutschte er aus und stürzte rücklings in das heiße Wasser. Während der Junge schwere Verbrennungen am Rücken erlitt, konnte das '/jährige Kind vor schlimmeren Verbrennungen bewahrt werden, da der Junge die Geistesgegenwart hatte, bei seinem Sturz das Kind mit beiden Armen hochzuheben. Beide Kinder mußten in das Krankenhaus gebracht werden. stört. So bot sich heute morgen in verschiedenen Straßen ein Bild regster Tätigkeit. Mit Feuereifer wurden,,........----- --r------------ „ btt Kisten und Körbe voll Schnee geschippt und an , Sozialrentner und Wohlfahrtsunterstutzte in den Ge- die Wieseck gefahren. Auch auf dem Brandplatz ging — * ----- '----- ui*-« es lebhaft her, denn dort wurde der Schnee in den großen Schacht der Kanalisation entleert Es brauchten also aus den umliegenden Straßen keine weiten und eine junge, sahen dem Schauspieler nach, als habe er ihnen ein angenehmes Erlebnis bereitet. Und vielleicht war dem so. Denn die Dutzendantwort auf die Beschwerde des durch den Rauch gestörten Herrn hätte gelautet: „Fahren Sie Nichtraucher, wenn Sie Tabakrauch nicht vertragen können." Otto-Erich Hegg, ahnungslos feines mehrfachen Sieges, bog in die Cicerostraße ab. Er ging immer schneller, je mehr er sich dem Haus näherte. In seinem Gesicht war ein Leuchten. Heute kam er ohne Kuchen und ohne Blumen, aber Jwanka würde das verstehen. Er kam dafür eine halbe Stunde früher. Als er klingelte, wurde die Tür förmlich aufge- rissen. Jwanka, schön und bezaubernd wie ein Sonnentag, stand da. Sie schien jemand anders erwartet zu haben, denn sie sagte in einem Tonfall, der jedem andern als Hegg ausgefallen wäre: „Ach, du bist es, Otto." Dann ließ sie ihn ein. Er hielt ihre Hand fest, kaum daß die Tür geschlossen war. „Jwanka, vierundzwanzig Stunden habe ich dich nicht gesehen! Weißt du, wie lange es ist, jemand, den man liebt, den man immer neben sich wissen möchte, ganze vierundzwanzig Stunden lang nicht zu sehen?" „Ich kann mir das vorstellen, Otto. Aber komm doch ins Zimmer." Er hielt sie noch einmal fest. .Zwanka ..." Sie bot ihm die Lippen. Er küßte sie mit Leidenschaft, fo daß sie sich losmachen mußte. „Du bist ein Wild- fang, Otto." Sie sagte zu seinem Verdruß nur einen feiner Vornamen. ,Zch las das neulich: .Otto, der Wttdfang'. Schön, nicht wahr?" Ihre sanfte Sprech* weise und ihr Lächeln nahmen dem Spott, wenn es Spott sein sollte, jede Schärfe. „Komm, setze dich. Nett, daß du so früh da bist. Aber du mußt nicht böse fein, wenn nachher der Direktor Boury auf einen Sprung kommt und uns stört. Ich habe ihn herbestellt, weißt du, ich habe einiges mit ihm zu besprechen." Ihr Deutsch war fließend und sogar ohne Akzent. Trotzdem merkte man, es war eigentlich schwer zu sagen, woran, daß sie eine ihr frentbe Sprache sprach. saures Gesicht gemacht, wenn Sie mit uns gegessen abhören", versprach Friedel. haben, Herr Hegg?" meinte sie. „Da wir aoer von ..Das wäre sehr sein", sagte er. „Sie haben Talent sauer reden, fragt sich, ob Sie mögen, was ich heute dafür. Sie bringen die Stichworte in so angenehmer gekocht habe. Saure Nieren. Essen Sie das?" > Art, daß * 1 „Prima", sagte Hegg; fünft nichts. Er bot Friedel | Haben Sie den Arm und führte sie zu Tisch. Er lächelte sie an sowieso zu mit dem Schauspielerlächeln, das nicht viel bedeutete ini|ur. öie utingun uie öiiuiojunt: m ju uiijjviinjiuu i tragen, diese tafafartige Jacke, die sie schätzte, eine Art, daß man nicht aus der Stimmung kommt, blanke Seide, die viel von ihr verriet. Er rauchte ‘ ' — stärker ohne die richtige Anteilnahme. Sie drückte Otto-Erich in den Sessel, der da vor dem Tisch stand. Er sah die Wand an und den Flügel davor. Ein paar Bilder Imantas standen daraus, Aufnahmen aus dem einzigen Film, den sie mitgedreht hatte. Sie stand da als Zofe in kurzen schwarzen Röckchen, chre runden molligen Beine wurden vorteilhaft gezeigt. Sie hatte einen Staubwedel in der Hand und püschelte einem glatzköpfigen alten Herrn den kahlen Kops ab. Eine von Grund aus lächerliche Szene, sand Hegg, durfte da» aber nicht sagen, da Jwanka sonst wütend mmto (Fortsetzung folgte Das Sozialamt der Stadt Gießen im Stadthaus, Gartenstraße, ist diejenige Stelle, die als Vermittler der Reichs-Fettverbilligungs- cheine auftritt. Bei einer Rücksprache mit dem zu- tänbigen Beamten erkennt man, daß die Ausgabe tiefer Verbilligungsfcheine eine Aktion von nicht unbedeutendem Ausmaß darstellt. So wurden allein in der Stadt Gießen (ohne Klcin-Linden und ohne Wieseck) für das letzte Vierteljahr des vergangenen Jahres an 1243 Familien insgesamt 4259 Reichs-Fettverbilligungsscheine der Klasse I (Scheine mit 11 Abschnitten zu je 25 Rpf. Wert) ausgegeben. Dabet kommt es vor, daß manche Familie entsprechend der Anzahl der Familienmitglieder 8 bis 10 solcher Scheine bekommt. Die Scheine bedeuten Bargeld. Vom Reichs-Fett- vcrbilliaungsschein II (der fünf Abschnitte zu je 25 Rps7 Wert aufweist) erhielten im letzten Vierteljahr des vergangenen Jahres innerhalb der Stadt Gießen 439 Familien insgesamt 1294 Scheine. In Wieseck wurden im gleichen Zeitraum 505 Scheine der Klasse I und 225 der Klasse II ausge- geben. In Klein-Linden gelangten 400 Scheine der Klaffe I und 230 der Klasse II zur Ausgabe. Auch an Anstalten und Kliniken werden für Insassen oder Patienten solche Verbilligungsscheine ausgegeben. Acht verschiedene Anstalten bzw. Kliniken erhielten 1206 Verbilligungsscheine der Klasse I und 5 Anstalten 279 Scheine der Klasse II. Nach der Zusammenrechnung des Wertes aller verausgabten Scheine ergibt sich für das Vierteljahr für die Stadt Gießen (einschließlich der Vororte Klein-^Linden und Wieseck) der bewilligte Bettag von 19 652,50 RM. Die Verrechnung der Geschäftsinhaber, die die einzelnen Scheine als Bargeld falgt über das ober Ihre Mutter wird ein saures Gesicht machen." gut nein sagen. Dann ginge Frau Herder kam in den Flpr. Sir hatte die weiter und hieße Schauspiel. Worte mit angehört. „Habe ich schon einmal ein r* " „Aber wieso denn stören. Essen Sie dock mit; bin ich. Die sympathischste Figur Ich kriege auch uns." Sie war etwas kleiner als er und sah von bie Frau zum Schluß doch noch, nachdem sie' drei unten herauf in fein Gesicht. Sie zog die Augen Akte lang nicht wußte, wohin sie gehört. Ich frage hock, es gab ihr einen verschmitzten Ausdruck, Der j sie, ob sie mich heiraten will, und sagt ja. Dann vielleicht gar nicht beabsichtigt war. Aber ihr ßäd>cln fällt der Vorhang."