Freitag. 2Y. November 194) ,yv. Jahrgang Kr.285 Annahme von tHtBfiflrtl füi hie Mittaasnuniiner bidX'/Jlbr hesv 70 nun rteilenbreitt Wfldjläffr: Wiederholung 'Dtnlftaffdl Abschlüße Menaemiaffel B VlntiüOTfdinft (Dorbenge Vereinbarung) 25'.. mebt Srltbeim täphd). unfrei Svnnrnae und »>eienuaS «eilagen: Dte aiimtuerte siebener »>anulienbloner HennutnnVild DleLttwlle Monats^Veäugsvreis: Mi 4 Beilagen MM 1.95 Cbneailuitrierte . 1.80 Zunellgebüln „ .25 fliirt) bet 'Jtirbterlehernen von einzelnen Wummern biiolge böberet Gewalt -ernivrecbanslbluh 2251 5)rrtbtnnffhnrt:„Wiueirter" Po'iickeck 116>^ Krankl M Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesjen * Oer neue Gowjetbotschaster in Berlin dienst-M.) wurde der Botschafter auf dem Bahnhof Friedrich- Deutsche Kampfgeschwader griffen Plymouth an zur lehlen Nacht beschädigten einige britische Flugzeuge in Westdeutschland durch Bombenwurf und dn Flugplatz bei Lincoln bombet- gelang, mehrere schwere Treffer zu et- vrieffleld blcrt C&a zielen. In der Berlin. 28. Nov. (DNB.) Der neuernannte Botschafter der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken in Berlin. Wladimir C. Detano- ; a ro, ist Donnerstagmittag in der Reichs- Hauptstadt eingetroffen. Im Namen des S t o ck h o l m. 28. Nov. (DNB.) Wie Reuter . Versenkung des britischen Dampfers ..Port Brisbane" (10612 BRT) im Indischen Ozean noch zu berichten weiß fnnb der Angriff in der Nacht statt. Das deutsche Schiff zerstörte zunächst durch fein Feuer die Funkstation und die Kommandobrücke und machte das Ruder gebrauchsunfähig. Daraufhin wurden die „Port Brisbane" von der Besatzung verlassen. Alle an Bord Befindlichen nahmen in drei Rettungsbooten Platz. Die Insassen von zwei Rettungsbooten nahm das deutsche Schiff an Bord, die Insassen des dritten Bootes wurden später von einem australischen Kriegsschiff ausgenommen. Das deutsche Schiff entfernte sich, nachdem es die „Port Brisbane" versenkt hatte. Als das australische Kriegsschiff nach weiteren Ueberlebenden der „Port Brisbane" suchte, fand es ein leeres Rettungsboot des britischen Handelsdampfers „M e i m o a" (8011 BRT.). Reuter glaubt, daß die „Maimoa" ebenfalls von dem deutschen Schiff versenkt und die Besatzung gefangengenommen wurde. Bomben auf London und Avonmouih. Der Wehrmachtsbericht vom Donnerstag. Berlin, 28. Nov. (DNB.) Das Oberkommando d^r Wehrmacht gibt bekannt: FernkampfbaUerien der Kriegsmarine nahmen erneut Schiffsanfammlungen im Hafen von Dover unter Feuer. Vie anhaltend ungünstige Wetterlage schränkte die Tätigkeit der Luftwaffe ein. Trotzdem warfen in der Nacht zum 27. November und gestern bei Tage Kampfflugzeuge Bomben auf London und Avoumoulh. (Ein Kampfflugzeug griff bei eintretender Dunkelheit ein Rüstungswerk bei Burntisland im Tiefflug an und erzlelle zwei Volltreffer in einer großen Werkhalle, weiter wurden Grimsby, der Flugplatz Greak- straße von Unterstaatssekretär Wo ermann (rechts) und dem stellvertretenden Chef des Protokolls. (Geheimrat von Ratern (links,) begrüßt. Ferner war der sowjetrustische Geschäftsträger K o - b u I o ro mit* dem Personal der Botschaft zum Emp- Neues aus Norwegen. Don unterem W. E>t-Berichterstatter. Berlin, 28. Nov. (DNB.) Nach beim Oberkommando der Wehrmacht oorUegenben Meldungen griffen deutsche Kampfgeschwader in der Nacht zum 2 8. November -ie kriegsw.chUgen Zulagen von Plymouth an. Zahlreiche große Brände ließen die Wirkung des Angriffs ernennen. * Plymouth ist einer der bedeutendsten Häfen der englischen Südküste. Die Stadt Plymouth selbst zahlt rund 300 000 Einwohner. Die Hauptbedeutung von Plymouch liegt in der großen Dersor- aunqsauf gäbe, die diesem Hasen zukommt. Ueber Plymouth wird ein großer Teil Sudeng- lands mit Nahrungsmitteln versorgt. Bekannt ist Plymouth vor allem durch seinen Hafen Devon- p o r t. Früher war Plymouth auch ein Anlaufhasen für die großen atlantischen Passagierdampser. Wie groß die Hafenanlagen von Plymouth sind, geht schon aus der Tatsache hervor, daß sie von 12 000 Tonnen großen Schiffen angelaufen werden können. Ueber den Hafen von Plymouth wurden im Jahre 1937 Güter der verschiedensten Art in einer Gesamtmenge von rund 1 Million Tonnen eingeführt. Die Ausfuhr über Plymouth stellte sich dagegen auf nur knapp 200 000 Tonnen. Ginge» ährt wurden besonders Getreide, Früchte und Gemüse, Futtermittel sowie Eisenerz, Holz und Phosphate. Plymouth ist auch ein wichtiger Einfuhrhafen Englands für Erdöl. Im Jahre 1937 stellte sich die Erdöllieferung über Plymouch auf 217 000 Tonnen. Unter den Lageranlagen des Hafens nehmen die Tanklager für Erdöl, die nach den neuesten Erfahrungen ausgebaut und modern ausgestattet sind, einen besonderen Platz ein. So verfügen die Tanklager über Ölleitungen, die direkt zu den Schissen führen. Zweiter britischer Frachter im Indischen Orean versenkt. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Oslo, Ende November 1940. Reges Treiben herrscht m den Straßen Oslos. Auf der berühmten ,^Karl-Johann-Gate" geht man in aller Ruhe dem üblichen Mittagsbummel nach. Wenn gar die selten werdende Sonne freudig scheint, dann ist der wogende Strom der Passanten ein besonders breiter. Zwischen Nationaltheater und Grandhotel spielt sich das eigentliche und typische Straßenleben ab. In dieser Gegend sind die guten Geschäfte, und hier haben die angesehenen Firmen ihre Büros. Das Bild dieser Straße, das bei Knut Hamsun und überhaupt recht oft in der norwegischen Literatur beschrieben wurde, bietet etwas Besonderes. Spazierende und geschäftig eilende Menschen gehen hier auch mit Bewußtsein entlang. Es ist eine Art gesunder Mischung zwischen dem Getriebe einer Großstadt und der genießerischen Beschaulichkeit einer kleineren Ortschaft. Biele Menschen kennen sich untereinander. Sie alle machen einen guten und gepflegten Eindruck, der wie die Umgebung herb und frisch wirkt. Besonders in der Damenwelt sieht man viele geschmackvolle Kleider. Bei den Männern kommt das bisher so gern betonte „Gentleman-Aussehen" immer mehr in Verruf. Zu den Requisiten eines Herrn gehörte bis vor noch gar nicht langer Zeit unbedingt ein Regenschirm. der im eingerollten Aggregatzustand lässig ols Spazierstock diente. Als ob der eitle „Anthony Eden" persönlich über .Karl-Johann" schreitet! Jedoch diese Attribute „made in England“ sind, wie gesagt, im Verschwinden begriffen. Ein neuer Lebensstil meldet sich. In die Zeit des Arbeitsdienstes und der uniformierten Gliederungen einer autoritären Staatspartei paßt der Regenschirm eben nicht mehr hinein. Der Blick wird von großen Plakaten eingefangen. Sie kündigen die Osloer Warenmesse 1940 an Aus dem Gelände dieser Ausstellung drängen sich die Besucher, um sich mit der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage ihres Landes vertraut zu machen. Norwegen ist durch die englische Blockade von der Welt abgeschnitten und kann nicht mehr wie einst die Güter und Leckerbissen aus oller Herren Länder mit Hilfe seiner großen Han- delsflotte in die Heimat bringen. Manche Schmie- ligfeiten waren zu überwinden; sie wichen jedoch den neuzeitlichen Methoden einer Wirtschaftsführung. Nicht umsonst steht diese Messe unter dem Motto der eigenen Versorgung. Es fehlt zum Beispiel an Kraf tfutter, an dessen Stelle die im Lande reichlich vorhandene Zellulose die s für die Fütterung notwendigen Kohlenhydrate und das leicht herausstellbare Fischmehl die Eiweißstoffe liefern. Uebersichtliche Schaubilder erklären dem Be- fucher diese und andere Probleme des Tages. Was 1 an natürlichen Schätzen vorhanden ist. soll möglichst weitgehend abgebaut werden, um Arbeit zu fchaffen, der Besorgung zu dienen und die Handelsbilanz zu stützen. An erster Stelle steht die E r - fchließung der Wasserkräfte, mit denen Norwegen so überaus reichlich gesegnet ist und die ' erst zum kleinen Bruchteil (etwa ein Fünftel) durch Turbinen laufen und in nutzbare Elektrizität um» eine Anzahl Wohnhäuser, vier Zivilpersonen wurden gelotet, mehrere verletzt. vier feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen, fünf eigene Flugzeuge werden vermißt. Die Ausschaltuns des englischen LederfeekiandelS. Madrid, 28. Nov. (Europapreß.) Unter bet Überschrift „Britische Unruhe über die Untersee» docüs-Drohung" schreibt der Londoner Berichrer- (tatter der Zeitung „Da", zum erstenmal habe das englische Marineministerium zugegeben, daß die englischen Schiftsv er lüste größer seien als das Maß der Neubauten und der reparierten Schiffe. Der Marineminister habe erklärt, daß der Durch» schnitt der versenkten Tonnage jetzt 60 000 BRT in her Woche betrage, gegen 120 000 BRT. in beit ersten sechs Monaten des Krieges. Der M nifter habe damit sagen wollen, daß sich dieZufuhren nach England von Woche zu Wocheoerri n g e r t e n. Das sei die schlechteste Nachricht, die man den Engländern geben tonne, denn ihr Leben und ihre Schlagkraft hänge von dem überseeischen Handel ab. Ferner habe der Ernährungsminister gesagt, man müsse den Gürtel enger schnüren und auf viele Luxusgegenstände verzichten. Die Einfuhr von Bananen beispielsweise sei gänzlich verboten worden. Der Preis für Milch solle ab 1. Dezember um weitere 5 Cents steigen. All diese Maßnahmen seien ein Beweis für die Beunruhigung Englands durch den U-Boot-Krieg. Dieser sei gefährlicher als die Drohung aus der Luft. Die englische Wixtschaftszeitung „E c o n o m i ft" schreibt: Der Ersatz für die unmöglich gewordene Einfuhr von Obst und Gemüse von rund 250 000 Tonnen ist ein wichtiges Problem. Wir müssen jetzt f e l b ft für uns Gemüse anbauen ober ohne Gemüse auskommen. Selbst wenn jebe verfügbare Parzelle sorgfältig bewirtschaftet werden mürbe, könnten nicht mehr als 10 o. H. der Bevölkerung mit Gemüse versorgt werben, bie übrigen 90 v. H. der Beteuerung könnten nur von lanbroirtfdpft» Heben Großbetrieben beliefert werden. Dieser oom« mer hat gezeigt, daß von den zuständigen Regierungsstellen keine sorgfältige Planung durchgeführt wurde. Es ist ein Mangel an Frischgemüse etngex treten, der geradezu absurd ist. gewandelt werden. Nicht überall kann man von Oslo aus mit dem lCf Auto hinfahren. Das Land der Berge und Fjorde s o htptoi rprht Irhmieriae Verkehrsverbältnisse. Zwilchen Haupt st aol eingeiroiien. r ----, R-icksminist-rs bes auswärtigen non R-bdentrop fang auf dem Bahnhof erschienen. (Scherl-Bilüer. Oer prophetische Warner. Der jetzt verstorbene ehemalige Zeitungsmaanat Lord R o t h e r m e r e , der bis vor einigen Jahren als Herr der „Daily Mail" und der „Evening News" sowie zahlreicher Provinzblätter nächst Bea- oerbroof der einflußreichste britische Presseloro war, gehörte zu den ganz wenigen Engländern, die bie trabitioneüe deutschfeinbliche Politik bet englischen Regierungen für falsch hielten. Er war weit davon entfernt, irgendwelche freundliche Gefühle für Deutschland zu hegen. Aber er hielt es aus britischem Eigennutz und aus Verstandesgrun- den für vorteilhaft, mit Deutschland auf irgendeinen vernünftigen Verkehrsfuß zu kommen. Nachdem er daher im Juni 1927 eine Lanze für Ungarn gebrochen hatte, forderte er im Oktober 1929 nach einer Reife durch Deutschland die Revision der F r i e d e n s d i k t a t e und die Rückgabe von Kamerun und Togo (über die beiden anderen, viel größeren deutschen Kolonien in Afrika verlor er dabei wohlweislich kein Wort). Er hat wiederholt in Artikeln und auch in einem Buch Warnungen und Vorhersagen niedergeschrieben, die gerade heute, während des englischen Krieges, auf eine merkwürdige Art aktuell geworden sind. Das Ergebnis der Reichstagswahlen vorn 14. September 1930, aus denen die NSDAP als zweitstärkste Partei hervorging, hatte starken Eindruck auf ihn gemacht. Er hielt immerhin die Zeit für gekommen, Deutschland durch dieses und jenes kleine Zugeständnis bei guter Laune zu halten. Tatsächlich hat er mit seineck'Warnungen in manchen Punkten Recht behalten. Zwei Wochen nach jenen Reichstagswahlen schrieb Lord Rothermere in einem Artikel mit der Ueberfchrift „Deutschland und das Unvermeidliche": „Ein neues Deutschland entsteht vor unseren Augen. Es ist heute stark; in einigen • Jahren wird es viel stärker werden. Wir können nichts tun, um diese Bewegung einzudämmen, und ich glaube, es wäre ein grober Irrtum des englischen Volkes, sich ihr feindselig gegen» überzustellen. Für die westliche Kultur wäre es die denkbar beste Vorbedeutung, wenn in Deutschland eine Regierung an die Macht kommt, die von den gleichen gesunden Grundsätzen geleitet wird, mit deren Hilfe auch Mussolini in acht Jahren Italien wieder aufgebaut hat. Ich sehe auch den Grund nicht ein, warum England und Frankreich einigen Bestrebungen der Nationalsozialisten in der auswärtigen Politik gegenüber eine feindselige Haltung einnehmen sollten. Ein mächtiges, äußerst vaterlandsliebendes Volk wie das deutsche, wird sich nie damit abfinöen, die Befriedigung seines völkischen Ehrgeizes her Gnade ober Ungnade des Völkerbundes zu überlassen. Viel wahrscheinlicher ist es, daß, wenn eine nationalsozialisfische Regierung ans Ruber kommt, Deutschland unter der kraftvollen Führung dieser Partei s e l b st den Weg zur Beseitigung der offenkundigsten Ungerechtigkeiten weisen wird. Als eine Folge solcher Entwicklungen könnte die Tschecho-Slowakei, die den Friedensvertrag so systematisch verletzt, über Nacht wieder ro e g g e f e g t werden. Die Konzentration, die ich angekündigt habe, würde eine kompakte Masse von weit über 100 Millionen M n- schen bilden, die im Zentrum Europas nebeneinander wohnen. So würde damit der halsstarrigen Verblendung der alliierten Mächte der unglückliche Ausgang des Krieges Deutschland die Grundlage für eine so furchtbare politische Kombination liefern, wie es sich diese im 1 Falle eines Sieges nicht besser hätte erhoffen können. 1 Ich sage mit Bestimmtheit voraus, daß sich in den ' allernächsten Jahren nicht wenige Züge der Karte bietet recht schwierige Verkehrsverhältnisse. Zwischen Oslo und Bergen g bt es zum Beispiel lediglich die berühmte in Fels gehauene Eisenbahn. Auch in viele andere Gegenden kommt man durch eine kombinierte Eisenbahn- und Schiffsverbindung, — von dem verhältnismäßig unerschlossenen Nsrdnor- toegen ganz zu schweigen. Das wird nun alles anders werden oder ist sogar schon anders geworden. Von der Ichwedischen Grenze wird eine über 28 Meter breite Autobahn über Oslo nach Drontheim gebaut. Sogar bis zum äußersten Norden kann man schon heute tm Auto über Narvik und Hamm er fest bis nach Kirkenes an die sinni-fche Grenze fahren. Diese ungeheuerliche Entfernungen überbrückende und schwierigstes Gelände meisternde Nordstraße ist fertig! Sie wurde, wie es lobend in den norwegischen Zeitungen hieß, mit Hilfe des deutschen Ar» b e i t s b i e n ft e s und der deutschen Wehrmacht m kürzester Zeit gebaut. Schneepflüge werden diese nördlichste Straßen Europas auch in der kalten Jahreszeit während der Polarnacht offen yal- ten. Was eine solche einzigartige verkehrsmaßige Erschließung bedeutet» kann heute der kühnste Optimist kaum ermessen. Die Zeitungen sind voll von Meldungen über neue Möglichkeitenin industrieller und bergbaulicher Hinsicht. Weite Strecken des Nordens, die abseits der Verkehrsadern lagen und ein mehr oder m oder unberührtes Dasein fristeten, wurden an die Welt angeschlossen! Hört sich der Besucher die musikalisch klingende «Sprache Norwegens näher an oder hält er gar mehrere Zeitungen nebeneinander, so kommt er bald zu einer merkwürdigen Beobachtung. Es gibt nämlich nicht eine norwegische Sprache sondern ro e i wozu noch manche örtliche Dialekte h^tzäu- kommen. Die Erklärung hierfür gibt der geschicht- lliche Werdegang des Landes, das langer als 400 I !Iahre mit Dänemark vereint war. In dieser Zett i Drang d a s D ä n i s ch e ein und vermischte sich mtt k Der norwegischen Sprache und wurde schließlich ■ ^ur heutigen Schriftsprache. „R i k s m a a l ge- i mannt Daneben hat man bie eigentlich norwegische . Form als „Lands m a a l" Zwischen beiden tobte »ein leidenschaftlich geführter Kamps. .. Die sprachliche Einheit zerflattert noch werter Durch Reinigungsprozesse innerhalb der einzelnen * 'Sprachen, die jede für sich dänische bzw andere | tfremi>e Einflüsse ausschalten wollte und daher stets ) »entwicklungsfreudig war. Das I Heutige Zustand, der reichlich unübersichtlich ist. ^m I früheren Parlament wählten zum Beispiel manche Abgeordnete diese, andere jene Form, wieder an- | ibere sprachen sogar so etwas wie eine eigene l Sprache, die sie natürlich für dre allein richtige statt Im Mittelpunkt der Veranstaltung ftanb eine Ansprache von Dr. Goebbels. In einem Ueber» blick über bie politischen unb militärischen Erfolge des ersten Kriegsjahres schilderte Dr Goebbels den Siegeszug der deutschen Waffen. England sei vom Äontinent vertrieben. Niemand weiß bester als der deutsche Soldat, daß ein Weltreich wie das britische nicht an einem Tage zusammenbreche. Aber Deutschland stehe heute in einer so günstigen Position im Kampf gegen Großbritannien, wie niemals zuvor eine gegen England angetretene Macht Das deutsche Volk habe es gelernt, dem im richtigen Augenblick gegebenen Befehl des Führers zu vertrauen. Tag um Tag fausten die Schläge der beut sch-n Luftwaffe auf bie Insel nieber. Wenn Churchill in seiner verzweifelten Lage heute Märchen von einer kommenden Offensive verkünden lasse, so sei hier in Norwegen gerade der richtige Platz, um zu fragen, weshalb er bann erst seine Truppen aus Narvik ober Dünkirchen zurückgezogen habe. Deutschlanb habe heute nur ein Ziel, seinen letzten Feind zu Boden zu ringen. Es habe bie beste Führung unb die besten Soldaten der Welt. Eines Tages werde der Endsieg errungen fein. Die Strapazen und Opfer, die Front und Heimat im Kriege gemeinsam getragen hätten, würden in der Erinnerung verblassen ober durch die Erinnerung mit geschichtlichem Glanz umgeben werden. Aber in allen Zeiten werde das Ergebnis des Kampfes gegen England bestehen: ein neues freies Deutschland, der erste große S o - zia 1 staat der Welt. hielten. Noch heute haben die verschiedenen Osloer Zettungen keine einheitliche Rechtschreibung. Es gibt sprachlich konservative und moderne Blätter. Man übertreibt nicht, wenn man sagt, jede Zeitung hat ihren eigenen Duden! Die Norwegische Erneue» rungsberoegung will diesen die Einheit nicht gerade fördernden Zustand beseitigen. Der Sprachenstreit soll im Wege eines natürlichen Ausgleichs allmählich zugunsten einer Synthese begraben werden. Eine neue staatliche Rechtschreibung soll den Anfang machen. Dr. Goebbels in Oslo. Oslo, 28. Nov. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels traf zu einem mehrtägigen Besuch in Oslo ein. Er wurde auf dem Ostbahnhoi von Reichskommissar Terboven und dem Wehrmachtsbefehlshaber in Norwegen, Generaloberst von Falkenhorst, begrüßt. Nack dem Abschreiten der Kompanie der Waffen-^- begab sich Dr. Goebbels zum Heldenfriedhof auf dem (Efe» berge, wo die bei den Kämpfen um Oslo gefallenen deutschen Soldaten ihre letzte Ruhe^ gefunden haben. Der Minister legte zum Gedächtnis der Toten einen Kranz nieder. Im Kinotheater für die deutsche Wehrmacht fand dann eine festliche Stunde für deutsche Soldaten Europa«, welche bk in Paris im Jahre 1919 versammelten Politiker in behaglicher Ruhe für immer festgelegt zu haben glaubten, verändert haben werden " Es ist bezeichnend, dah Lord Rothermere weiter mit seinen prophetischen Warnungen Gehör gesun« den, noch trotz seiner Herrschaft über einen großen Z.ltunakonzern das Schicksal Englands hat Tn an* dere Bahnen lenken können. Im Gegenteil, man empfand chn als unbequem. Schon 1923 nannte bie englische Zeitschrift „New Statesman" feine Tätigkeit „eine tief beunruhigenbe Tatsache" Unb die jübischen Plutokraten Englanbs rächten sich an ihm, Indem sie feinen Zeitungen die Inserate entzogen Es half ihm nichts, bah er als Folge* runfl feiner Warnungen den Engländern den Rat gab, sich nicht nur mit den autoritären Staaten zu verständigen, sondern gleichzeitig auch, und zwar sofort, eine starke Aufrüstung 311 beginnen. Es half ihm auch nichts, baß er weit über Die Pläne der Regierung hinaus erst 5000 bann gar 10 000 Flugzeuge forderte Er hatte den Engländern ihre falschen Ansichten über Deutschland, ihre Illusionen über solche Dinae, roie den abessinischen Krieg ober bie japanische Wehrmacht vorgehalten. Das genügte seinen jübischen Gegnern, die es schließlich so weit brachten, daß er sich van seinem Zcitunaskonzern zurückzog unb bie Aktenmehrheit in jüb^che Hänbe fallen lieh. Rothermere blieb mit seiner Erkenntnis des Ueberganges Englanbs „van anerkannter Macht zu offenfunbiger Ohnmacht" allein. Alle bleie Erkenntnisse haben freilich nicht verhindern können, baß Rothermere im englischen Kriege mit fliegenben Fahnen in bas Lager des politischen Gauklers Churchill überging. Seegefecht im westlichen Mittelmeer. Drei britische Kriegsschiffe von italienischen Bomben getroffen. Z^allenischer Wehrmachtbericht. Rom, 28. Roo. (DRB.) Der Italienische Wehr- machlbericht vom Donnerstag hat folgenden Won- laut; An der grlechischen Front haben die Truppen der 11. Armee im Lause de» gestrigen Tage» an verschiedenen Stellen von Erfolg gekrönte G e - genan griffe unternommen. Zwei Luftgeschwa- der von insgesamt einigen hundert Maschinen haben auf taktischeyi Gebiet mit den Landstreitkrästen )u- lammcngearbcltcl und auherdem die folgenden feindlichen vbjekle bombardiert: den Flugplatz von Lo- zani, roo neun Flugzeuge zerstört wurden, von denen fünf verbrannten, den Flugplatz von Florina, roo fünf Jagdflugzeuge vom PZL.-It)p in Brand gefetzt wurden, fowie den Bahnhof Florina. Alle untere Flugzeuge find zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. Line unserer Marineformationen ist gestern nachmittag auf ihrer füdlich von Sardinien mit einem von Westen kommenden englischen Geschwader In Kontakt gekommen, das sich aus einigen Schlachtschisfen, einem Flugzeugträger und zahlreichen Kreuzern zusammensehte. Bel dem Kampf haben unsere Schisse einen Kreuzer vom Kenl-Iyp und einen Kreuzer vom Birmingham-Typ sicher getroffen und beschädigt. Lin feindliches Geschah hat einen unserer Kreuzer, die „Fiume", getroffen, ist aber nicht explodiert. Liner unserer Zerstörer „Lanciere" ist schwer getroffen und zu feinem Stützpunkt geschleppt worden. Die Flak unserer Lin- heilen hat zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen, während sich nach Linstellung des Feuers das feindliche Geschwader rasch nach Südosten entfernte, wurde es etwa 200 Kilometer von Sardinien entfernt von einigen unserer von Jägern begleiteten Bomberformallonen S 79 erreicht. Lin Flugzeugträger, ein Schlachtschls f und ein Kreuzer wurden von Bomben schweren Kaliber» getroffen. Durch eine darauffolgende Luftaufklärung wurde kontrolliert, dah da» Schtachtfchiff mit einem Brand an Bord still lag. In den heftigen Lustkämpsen zwischen unseren Jägern und den von dem Flugzeug- träger aufgestiegenen wurden fünf feindliche Flugzeuge abgefd)offen. Lines unserer Flugzeuge CR 42 und ein Lrkundungsslugzeug sind nicht zu den Stützpunkten zurückgekehrt. 3m Roten Meer hat eines unserer ll-Boote „Galileo Ferraris" am 26. Rovember drei Torpedos gegen drei In einem stark gesicherten Geleitzug fahrenden Dampfer geschleudert. Alle drei Dampfer find voll getroffen und versenkt worden. Ein italienischer Aiigenzeugenbenchi. Rom, 29. Roo. (DNB. Funkspruch.) lieber das Seegefecht zwischen englischen Seestreitkrästen und italienischen Einheiten berichtet ein Sonberbericht* erstatter der Agenzia Stefani, ber an Borb eines Kriegsschiffes an dem Zusammenstoß teilnahm: Am Vormittag gegen 10 Uhr würbe ein englisches Flugzeug weit voraus gesichtet, auf bas sofort Flak- feuer eröffnet würbe. Der Kurs ber italienischen Streitkräfte lag westsübwest, wahrend ber Flug der feindlichen Maschine etwa 150 Grab von bie* em Kurs abwich, was vermuten lieh, daß bie einblichen Streitkräfte in bieser Richtung zu suchen eien. Die italienischen Einheiten wechselten barauf* jin ben Kurv. Spätere Nachrichten über Weg unb Schnelligkeit bes Gegners führten bazu, dah gegen 12.15 Uhr auf bie Schiffe bes Gegners bas Feuer mit ben 20,3-cm Geschützen eröffnet werden konnte. Zwei Gegner wurden dabei getroffen. Durch ein geschicktes Manöver rückte man dem Gegner näher zu Leibe, und kurz darauf konnte die „V i 11 0 r i 0 Vene 1 0" mit zwei Kalibern da» Feuer gegen den Gegner eröffnen. Die „Vittorio Veneto" schoß sich sofort ein, muhte sich bann aber feindlichen Torpedoflugzeugen, die von steueroorb herkamen, mit geschickten Manooern entziehen. Das charse Feuer, bem zwei ber angreifenden Torpedo* lugzeuge zum Opfer fielen, zwang bie übrigen Flugzeuge zum Rückzug. Das genau vorverlegte jener der „Vittorio Veneto" nötigte ben Gegner, eiligst ben Feuerbereich zu verlassen. Während dieser Phase bes Kampfes fah man, wie ein fchwe * r e r Kreuzer vorn Typ „Kent", beffen Heck stark absackte unb ber bas Feuer einstellen mußte, ans der Feuerllnie a u s s ch 0 r. Ein weiterer schwerer Kreuzer wurde ernsthaft getroffen. Um 15.30 Uhr wurde ein roefterer Angriff feindlicher Torpedoflugzeuge abge- wiesen, wobei eines ber angreifenden Torpedoflugzeuge a b g e f d) 0 f f e n wurde. „Giornale d'Italia" erklärt, ber neuerliche Zu* sammenstoß habe bie Schlagkraft ber italienischen Kriegsmarine unb bie überraoenbe Macht ber italie- nischen Luftwaffe bewiesen. Das Mittelmeer werbe in fteigenbem Maße eines ber lebenswickstigisten unb am härtesten umkämpften Strlegs^entren. Italien habe burch feine um ben Preis einer Kriegsauswei* tung unb ber Erschwerung feiner Aufgaben gegen Griechenlanb unternommene Aktion Englanb zu einer Konzentrierung feiner Kräfte im Mittelmeer und zu ihrer Verzettelung auf einer größeren Anzahl von Kriegsschauplätzen gezwungen. Um bie Ge* leitzüge Im Mittelmeer zu schützen, yade die bri^che Admiralität große Streitfräjtc noch dort entsenden müssen. Die See- unb Luftschlacht bei Sardinien habe bewiesen, daß die italienischen Streitkräfte wr See und in der Lust einsatzbereit und schlagkräftig seien unb über einen vorzüglichen Kampfgeist verfüg* ten. „Tribuna" erklärt, die englische Flotte habe wieder einmal feststellen können, daß sie nicht mehr bie See beherrsche Die Auseinandersetzung beweise den Angriffsgeist ber italienischen Kriegsmarine unb werde gewisse Großsprechereien Churchills unb seiner Helfershelfer bämpfen. Oie englische Zensur wird immer schärfer. Jlur die amerikanischen Journalisten dürfen sich informieren. Stockholm, 28. Nov. (Europapreh.) Objektive Sck)ilderungeK ber Wirkungen bes Luftkrieges in (Englanb tonnen, w e ber Lanboner Korrespondent von „Dagen» Ryheter" mitteilt, nicht gemacht wer* ben, nachdem bie englische Zensur in den letzten Wochen immer schärfer geworben ist. Sie ver* hindert bie Berichterstattung über die tatsächlichen Schöben und deren Einwirkungen auf bie Kriegs* vrodnktion. Selbst bie englische Presse tobt gegen Die Knebelungen, bie in erster Linie bem Kriegs* ndnifterium, ber Abmiralität unb bem Luftfahrt* nunlfterium zu verdanken sind. Die Begünstigung der nordamerikanüchen Journalisten durch die Zen* lurbehörden hat in IoUrnalistenkreisen Londons eine vöse Stimmung auifommen lassen. „Dagena Ry- heter" schreibt: „Vorn englischen Standpunkt aus ist b elc Vorliebe für ben transatlantifchen Vetter unter ben augenblicklichen Umftänben gewiß verstänb* lich Aus bem Hintergrunb ber europäischen Brüder- fchaft, für bereu Verw rklichung Englanb nach ben tänbigen Versicherungen aller englischen Frühstücks* tebner in bleiern Kriege kämpfe, erscheint es einem Beobachter mit einer Anlage zur selbstänblgen Denk* tätigkeit bach etwas kurios wenn er täglich beobachten kann, wie die norbamerlkanischen Journalisten Herumlaufen, roäbrenb gleichzeitig ben Journalisten anderer Länder verboten wirb, mit eigenen Augen zu sehen unb eigenen Obren zu hören. England stellt Zeitungsltefernng ned) Portugal ein. Lissabon. 28. Nov (Europapreh.) Der Versanb englischer Zeitungen nach Lissabon auf dem Luftwege ist endgültig eingestellt worden nachdem bereite seit etwa sechs bl» acht Wochen nur noch vereinzelt englische Tageszeitungen an ben Lissaboner Zeitungshandel geliefert worden waren Damit besteht nur noch die Möglichkeit, daß gelegentlich englische Zeitungen mit Frachtdampfern, deren Fahrzeit an Stelle von drei vis vier Tagen Friebenszeiten fetzt burchschnittlich zwischen 20 unb 60 lagen beträgt, nach Lissabon gelangen. Für die englische Propaganda In Portugal bebeutet bie Ein* stellung ber Zeitungssendungen einen ernsthaften Rückschlag, selbst wenn man berücksichtigt, baß ber Inhalt englischer Zeitungen in letzter Zeit nicht ge* rabe besondere Siegeszuversicht ausstrablte. Aber Flugzeuge unb Ära tftoff in Englanb scheinen so knapp geworben zu ein, baß sribh ber Einsatz von einem ober zwei Flugzeugen ins Gewicht fallen mürbe. Deutschlanb dagegen halte einen täglichen Fahrgast- unb Frachtverkehr nach Portugal mit Flugzeugen mobernften Tnps aufrecht unb konnte oufoerbem in letzter Zeit für Frachtlieferung noch eine Reihe von Sonderflugzeugen einsetzen. Der deutsche Blockadering um England. Madrid, 28. Nov. (Europapreh.) Daß auch nach neutralen Häfen bestimmte Schiffe mit neutraler Ladung gut daran tun, das von Deutschland bestimmte Blockabegebiet um bie britische Insel zu melden, zeigen die Erfahrungen des portugiesischen Dampfers „G 0 n c a l 0 V e l f 0". Die portugiesische Zeitung „Repudlica" berichtet: „Das Schiff befand sich 300 Seemeilen west 1 ich von Irland, als es überrascheirb von einem aufgetauchten deutschen U-Boot de- schossen würbe. Eine Granate, bie bas Schis backbord traf, riß ein große» Loch in bie Bord- wand. Die Mannschaft von 31 Mann begab sich in bie Boote. Der Kapitän fuhr auf bas U-Boot zu. um leine Schiftspapiere vorzulegen, au» benen bervorging, daß sein 'Schiff 1800 Tonnen Klippfisch für Portugal geloben hatte" Wie bas Blatt mitteilt, sprach ber Kommandant be» U-Bootes nachdem er die Papiere geprüft hatte, sein Bedauern über bie Beschießung aus. Er wies aber auch barauf hin, baß bie „Gvncalo Velfo" sich Innerhalb ber beutfchen Blockadezone befuirbcn habe. Er riet bem Kapitän, einen west- kicheren Kurv zu nehmen, um weiteren Unannehmlichkeiten zu entgehen. Die Besatzung ging daraufhin wieder an Bord bc» portugiesischen Rücktritt des finnischen Staatspräsidenten. Helsinki, 29. Nov. (Europapreh.) Der finni- che Staatspräsident Kalli 0 hat an bie Regierung ein Schreiben gerichtet, in dem er ihr mit* teilt, dah er infolge anbouernber Erkrankung an ber Ausübung feines Amtes verhinbert fei unb da- I her zurücktrete. Dem Schreiben ist ein Zeugnis bes behandelnden Arztes beigeschlossen. In die- em wirb festgestellt, baß Präsibent Kallio an einer Erkrankung bes Herzens unb ber Gefäße leide und daß bie Krankheit länger anbauern werbe, ber Prä- ident aber während der Dauer der Krankheit an )er Ausübung seines Amtes verhindert sei. Die Regierung hat beschlossen, dem Reichstag den Rücktritt des Präsidenten unverzüglich mitzutellen, unb gleichzeitig vorgeschlagen, baß bie Wahl des neuen Präsidenten burch bie bereits 1937 gewählten Wählmänner erfolgen folle. Die da- durch notwendig gewordene Aenderung des 23er* fosiungsgefetzes ist damit begründet, daß zur flett die in Finnland befindliche Bevölkerung ber abgetretenen Gebiete keine Möglichkeit be» sitzt, an ber Wahl ber Wahlmänner teUzunehmen, Da sie gegenwärtig noch keinen festen Wohn fitz hat. Die Wahl des neuen Präsidenten soll jedoch nicht, wie in der Verfassung vorgesehen, auf . sechs Jahre erfolgen, sondern lediglich bi» zu dem Zeitpunkt, an bem die Amtsperiode des zurück, getretenen Präsidenten normalerweise abgelaufen wäre, d. h. bis zum März 1943. Präsident Kallio wurde 1937 zum Präsidenten Finnlands gewählt. Er wurde 1A73 in Nlivieska geboren. Schon als junger Bauer hat er sich politisch betätigt. Er war Vertreter des Bauernstandes im finnischen Landtag von 1904 bis 1906 und nach der Verfassungsreform im Jahre 1906 Mitglied des Reichstags Diesem gehörte er dis zur Schaffung des selbständigen Staates an. Von diesem Zelt- Sanft war er bis zu feiner Wahl zum Präsidenten Hitglteb des Reichstaas und Vorsitzender der Fin- nischen Agrarpartei. Als Parlamentarier war er längere Zeit hindurch Vorsitzender des Reichstag, und wiederholt Vorsitzender der Regierung. Die Agrarreform von 1922 trägt feinen Namen Seine Nachfolge ist noch nicht geklärt. Sicher ist nur, daß der Nachfolger eine Persönlichkeit sein wird, die ohne ausgeprägte parteimäßige Bindung in breiten Schichten der Bevölkerung Autorität besitzt und auch im Auslande den Anspruch auf Autorität erheben kann. Bis zur Wahl eines neuen Präsidenten übt, wie bereits feit Beginn der Erkran« tung Kall los, Ministerpräsident Ryti die Befug, nisie des Staatspräsidenten aus. Der Wahlakt selbst wird vor den Weihnachtsfeiertagen erfolgen. ♦ Als stellvertretender Staatspräsident hat Mini« fterpräflbent Ryti dem finnischen Reichstag einen Gesetzesantrag norgelegt, in dem die Verlängerung der Militärdienstzeit auf zwei Jahre vorgeschlaaen wird. Bisher betrug die Dienstzeit §wölf Monate, für Reserveoffiziersan. Wärter fünfzehn Monate. Lin rumänisches Gesetz zur Sicherung der öffentlichen Ordnung. Bukarest, 28. Nov. (Europapreh.) General A n t 0 n e s c u hat ein Gesetz zur Bestrafung von Vergehen gegen die öffentliche Ordnung und die Staat sinter offen unterzeichnet, in dem es heißt: Wer die Freiheit der Einzelpersonen ober ihre Woh* nung anrührt, wird mit Zwangsarbeit von fünf bis zwanzig Jahren bestraft. Wer das Eigentum anderer verletzt ober weg nimmt, wirb mit Zwangs* arbeit von fünf bis zehn Jahren bestraft. Vorsätzliche Tötung eines Menschen wirb mit bem Tode bestraft. Das Verbrechen der Veruntreuung wird bis zum Wert von 50 000 Lei mit fünf bis acht Jahren Zwangsarbeit-, von 50 0 00 bis zu 1 Million Lei mit zehn bis fünfundzwanzig Jahren, und über 1 Million Lei mit dem Tode bestraft. Ordnung und Autorität, Unantastbarkeit der Person und der Wohnung, Respektierung des Eigentums feien nationale Gebote, von denen bei Den heutigen schwierigen Verhältnlsien in Rumänien kein Abweichen erlaubt sei. Ebenso fei die unehrliche Verwaltung öffentlicher Gelder ein schweres Vergehen. Zum neuen P 0 l i ze I p r ä s e k t e n in Bukarest wurde der ßeglonarfommanbant Rada MIr 0 no- Diel ernannt. Er ist ein alter Mitkämpfer Eobre- anus unb Mitgründer ber Eisernen Garbe. Der bisherige Pollzelpräfekt Oberst Zav 0 lan 0 , ebenfalls ein alter Legionär, würbe seines Postens enthoben, weil sich herausaestellt hatte, baß auch im Bukarester PoUzelgesängnls einige politische Häftlinge — so u. a. der frühere Chef bes Geheimdienstes ber Armee M0ruzow unb sein Gehilfe 6tef ne » cu — erschossen worben sind. Aufbahrung Codreanus. Bukarest, 28. Nov. (Europapreh.) Nach (tun. benlangen Bemühungen gelang es am Mittwochmorgen, die Betondecke von bem Massengrabe au heben, in bem Kapitän Cobreanu und dreizehn seiner Gefährten verscharrt worden waren. Die vierzehn Leichen konnten auf Grund der vorgefun- denden Kleidungsstücke, Andenken usw. identifiziert werden. Alle Leichen lagen mit dem Gesicht nach unten. Zuerst war die Leiche Codreanus in bie Grube geworfen worben. Man erkannte sie an drei kleinen Halskreuzen, einem Medaillon unB einem Ring. Außerdem wurde ein Koffer gefunden, ber Eigentum Codreanus war. In ihm be* fand sich auch ein Beutel mit Erde, den Codreanu ständig bei sich getragen hatte. Die vierzehn Leichen der ermordeten Legionäre wurden am Spätabend in d i e Legionärskirche üborgeführt, wo sie feierlich aufgebahrt wurden. Nach einer Totenfeier für die nächsten Angehörigen wurde dann nach Mitternacht die Kirche für Die Bevölkerung freigegeben, eine unübersehbare Menschenmenge zog an den Särgen Codreanus und seiner Gefährten vorbei. Legionskommandanten lösen sich stündlich bei der Totenwache ab. Am bronzefarbenen Saro^Codreanus, der erhöht aufgestellt ist, halten der Vater bes Verstorbenen unb ber Metropolit Gurie Wache. Schiffes. Die „Gonoalo jMfo" gelangte schließlich nach einer aufregenden Fahrt, da bei Winb von backborb das Schiff vollzuschlagen brohte, glücklich nachOporto. Zurückhaftendes Scho In USA. Neuyork,28. Nov. (Europapreh.) Die im englischen Unterhaus zum Ausdruck gekommenen Wunsche ber Lonboner Regierung auf eine Intensivierung ber Kriegs materialliefe- rung aus Amerika und einen „Ausbau ber USA. zu einem englischen Arsenal" hat in ber amertka* nischen Presse ein bemerkenswert zurückhalte n- b e s Echo gefpnben. Die „New Nork Sun" lehnt eindeutig alle Subventi^nspläne rür bie englische Kriegsfuhrung ab unb betont, baß bie Entscheibung über Ausmaße und Form ber amerikanischen Finanzhilfe für London einzia und allein vom Kongreß abhänge, der nach Meldungen aus Washington wenig Neigung zeige, sich mit diesem „explosiven Thema" zu beschäftigen. Auch in offiziellen amerikanischen Kreisen beobachtet man starke Zurückhaltung gegenüber den englischen Wünschen Die Kreditfrage wird als nicht dringlich be- ze chnet mit bem Hinzufüaen, daß bie englischen Guthaben vorläufig ausreichten zur Bezahlung ber Aufträge, mit bereu Ausführung bie amerikanische Industrie bis zur Grenze ber Lelstungs- fähigkelt beschäftigt sei. RaDifale Sparmaßnahmen in USA. zugunsten der Aufrüstung. Washington, 28. Nov. (Europapreh.) Im kommenden Haushaltsplan sollen alle Ausgaben, die nicht unmittelbar mit der Rüstung zusammen- hängen — darunter auch Stratzenbauten — rabl- k a l beschnitten werden. Vor allem sollen auch bie Wohlfahrtsausgaben im Verhältnis zu ber zunehmenden Beschäftigung gekürzt wer. oen Die produktive Arbeitslosenfürsorge soll sich zukünftig in erster Linie mit Verteidi - gungsbauten belassen Marineminister Knox gab bekannt, dah Roosevelt 50 Millionen Dollar für den sofortigen Ausbau einer Reihe von Lust* unb Flottenbafen auf den kürzlich von Eng- land erworbenen Gebieten bewilligt habe. Weitere Mittel für die Landesverteidigung des Irischen Freistaates. Stockholm, 28. Nov. (Europapreh.) Die Dubliner Regierung hat den Dail am Mittwoch um die Bereitstellung von weiteren drei Millionen Pfund Sterling für die Landesverteidigung gebeten. Das Geld soll auf dem Anleiheweg« aufgebracht werden. Wenn der Dail seine Zustimmung zu dieser Anleihe geben sollte, bann würde ber Irische Freistaat im Jahre 1940 insgesamt 4,45 Millionen Pfunb Sterling für bie Lanbesverteidl- gung aufgebracht haben. Dor einem Protest Japans in Riede.ländiict-Indien. Tokio, 28. Nov. (Europapreh.) Die Bevolkenma von Nieberlänbisch.Indien hat in ber letzten Zeit eine wachsenbe antijapanifche Haltung eingenommen. Dies führte teilweise zur Belästigung und Mißhandlung japanischer Staatsangehörigem Wie die japanische Nachrichtenagentur Domei bekanntgibt, wird der japanische Außenminister Mats u 0 k a auf Grund dieser Vorgänge in den näch* sten Tagen bei der nlederländstch-indischen Regierung scharfen Protest erheben. Der Protest dürste auch die Forderung auf Schadensersatz enthalten. Stärkere Aktivität an der griechischen Front. Belgrad, 28. Nov. (Europapreh.) Von zu- nehmender Aktivität an der griechisch-italienischen Front wird in den Frontberichten der jugoslawischen Presse gemeldet. Auch die Tätigkeit der Lust- roaffe hat auf beiden Seiten zugenommen Südlich Koritza gingen die Italiener zum Angriff über. Der Fluß Tscher 0 va bildet jetzt die Front südlich Pogradez. Aus beiden Seiten trat die Artillerie stärker als bisher in Erscheinung Die Italiener haben eine große Anzahl schwerer Geschütze in Stellung gebracht, die die griechischen Stellungen unter Dauerfeuer nehmen Italienische Flieger bombardierten von 19 Uhr bl» zum E'N- oruch der Dunkelheit Florina und die umliegenden Flughäfen. Die griechischen Truppen haben am Dienstag- nachmittag unter dem Schutze ihrer Artillerie einen Vormarsch an der Linie de» Flusies Tscherooa versucht, konnten aber den Fluh nicht überschreiten. Danach versuchten die Griechen bei Moskopolis einen neuen Vorstoß, ber jedoch von den Italienern ebenfalls zurückgefchla- gen wurde, die ihrerseits zum Angriff auf ber Linie Rafsankiori—Gjergjeoizi vorgegangen stnb. Man nimmt an, bah biefe Kämpfe nur die Einleitung zu einer größeren italienischen Offensiv« barstellen. **. - J reinigten Staaten. Hat es nun auch in den ver- ßet> aß® ^ausbur9 tnstrum®0 Optiker Gei . Am oa»tika-c^!.schs« ,8u%>^escbä1 eie8*0* "»der *o,°rra<,e|, TemPo-ife, "7-^7- Auf 4208 53)8 D DreseDrer > sind bekannt Das militärische Geschehen im Rundfunk eine Domei dk nister D' n den iw chen Wj Der PrM chaden'^ at Utz 1 auei ?mifl l MtK» NS n. Beoaw letzten y lnleW ne W ann wM gesamt W Lesvertrib 'nfenbH u% Alte- l te,^lo0i H t4 KU !ln »oun# jj ^Ubri'k ?n M Erkrh e Btlib l°kt en. Oer Weltkampf zwischen Gold und Blut Oie Lleberwindung der Zdeen von 1T89. Reichsleiter Alfred Rosenberg sprach in der pariser Oeputiertenlammer Nachfolger des Generals der Artillerie H e i ft, her " Frontverwendung erhielt. diauf Mi P9t M* % 1 i 4Ö‘" 5I*J* in vit"Ä L k'Ä greifen würde. M , .. «Erklärte nun auch die französische Regierung, sie We die Zurückführung der spanischen Kolonien ir hoffnungslos und betonte sie ferner, keine An« Mfsabsichten auf diese zu haben, einiat^ man sich ach ferner mit Rußland durch das Petersburger «»mpromiß. so hatten diese Vorgänge doch in Wa. !i gton wachsende Unruhe hervorgerufen und wur. dm zum äußeren Anlaß der Monroebotschaft um |t mehr, als ganz ähnliche Gedankengange schon Monroes Vorgänger bewegt hatten. Dor allem sei fri-r an James Madison erinnert dessen Amts- u t von 1809—1817 mährte. Die Monroe-Doktrin !f entstanden aus dem Gefühl der Besorgnis für dm ungestörten Bestand der Vereinigten Staaten. Lu hatte schon vorher die Politik de- USA. beherrscht, in verschiedenen Richtungen melle,cht, aber i. esamt und sonders unter dem Prinzip der politi- f n f i p r 11 n a Amerikas zum Schufte der Admiral Bastian Präsident des Reichskriegsgerichts. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat den Admiral B a st i a n zum Präs,, denten des Neichskriegsgerichts ernannt. Admiral Bastian, der am 1.12.1935 als damaliger Chef des Allgemeinen Marineamtes im Oberkommando der Kriegsmarine zum Vizeadmiral und am 20. 4. 1938 zum Admiral befördert wurde, war vor dem Kriege Präsident des Neichsfürsorge- und Dersorgungs- gerichtes und als solcher bereits ständiger Vertreter tinent ungehemmt auszubreiten gedachten. Wir wissen sehr wohl, daß dem französischen Volk am Ende des 18. Jahrhunderts nicht anderes übrig blieb, als entweder zu verrotten ober noch einmal in einer Emvöruna die Rettung zu suchen. Daß Frankreich diese Erhebung durchsührte, war zweifellos noch ein Zeichen nichtgebrochener Lebenskraft, die Losungen jedoch, die diese große Welle mit sich führte, haben nicht den starken und guten Lebenskräften gedient, sondern haben die Menschen hingeführt zu lebensfernen phantastischen Vorstellungen, zur Ueberwertung intellektueller Konstruktionen, zur Loslösung der Individuen aus dem gegebenen alten Mutterboden und schließlich zur Preisgabe des Blutes. Man rief die grenzenlose Freiheit auf und hätte vergessen, daß Freiheit nur Gestaltungsmöglichkeit bedeutet und nicht die Durchbrechung aller Gestalten. Rosenberg erinnerte daran, daß manche Denker in Deutschland (Nietzsche und Lagarde, Wagner und Houston Stewart Chamberlain), in Frankreich (Gobineau und de La- Wut der ewigen Kriege Europas es den Löwen und das Lamm in unseren Regionen in Frieden zu einander zieht" ... usw. Und Amerikas Eintritt in den Weltkrieg? kann man nur fragen. Er ist jedoch nur eine Bestätigung dafür, daß Die Monroe-Doktrin einst aus Sorge und Angst um den Bestand der Vereinigten Staaten geboren, heute noch in vollem Flusse ständiger Umgestaltung steht Wir sehen mit der ungeheuren Verstärkung der Machtstellung der USA. bis in die jüngste Zett hinein eine ganze Reihe dieser alten Setten verschwinden und erleben eine unverkennbare Verflechtung der amerikaniscken Außenpolitik mit europäischen Fragen, eine Verflechtung, die man schon rein traditionsmäßig mit früher abergläubiger Furcht vermieden, und vor der man sich in Washington immer gescheut hat. Wenn daher heute drüben warn end eStim- men ertönen, und einsichtsvolle Köpfe sich dessen zu erinnern beginnen, daß die Monroe-Doktrin noch immer ein Unterprinzip enthält, eine reziproke peuge) und in England (Carlyle und Dickens) vergeblich ihre Stimmen gegen die soziale Not und die brutale kapitalistische Ausbeutung erhoben. Die Juden erhielten nach einem Wort Fichtes doppelte Rechte: sie waren nicht nur Angehörige des jüdischen raumleeren Staates, der sich über alle Länder erstrecke, sondern sie hatten zugleich noch die Rechte der Staatsbürger des jeweils von ihnen bewohnten Landes erhalten. Der Emanzipation des Judentums folgte rund hundert Jahre später die Emanzipation der Neger. In konsequenter Durchführung dieser sogenannten demokratischen Idee war es möglich geworden, daß ein Schwarzer Staatssekretär ift einer französischen Regierung werden konnte, dvs erstemal, daß ein Vertreter Afrikas im weißen Europa Regierungsgewalt er- Gegenverpflichtung Europa gegenüber, gleichgültig gegen wen, gegen welches Land und gültig für alle, ohne Ansehen der Person, bann wäre sie endlich wieder zu dem geworden, zu dem sie ihr genialer Schöpfer erheben wollte: zum Segen für Amerika wie für Europa, zum Segen für Die gesamte Menschheit. Zapan.sche Handelsabordnungen nach Südamerika unterwegs. Rom, 28. Nov. (Europapreh.) Die lüdameri- konische Presse kündigt die Abreise zweier japanischer Handelsabordnungen nach Südamerika an. Die eine dieser Abordnungen werde die Republiken an der Küste des Atlantischen Ozeans, die andere jene an der Küste des Stillen Ozeans besuchen. Gemeinsames Ziel der beiden Abordnungen sei, die Handelsbeziehungen zwischen Japan und den süd- amerikanischen Republiken zu entwickeln. von der jüdischen Hochfinanz, verbrüdert mtt dem internationalen Logentum und den von diesen Kräften abhängigen parlamentarischen Parteien Der Wettkampf des Goldes gegen die Kräfte des Lebens begann. Der Kampf um das Gold und die Goldwährung ist in allererster Linie ein n>clkmfd>aulid)er Komps, tum zweiten ist die lleberwindung des Goldwahnes eine Frage der politischen Macht, und erst in dritter Linie ist die Ablösung der Goldwährung durch eine auf der gesamten Lolkskraft beruhende nationale Währung eine Angelegenheit der wirtschaftlichen und finanziellen Technik. Es zeigt sich heute die lUberromöuna der Gedankenwelt des 18. Jahrhundert und die Zertrümmerung der politischen Stuften dieser Wett durch alle Staaten des europäischen Festlandes trotz allen Geschreis der Börsenchrlsten und Börs-enjuden in London und anber&t^o. Abschließend betonte der Reichsletter, daß die deutsche nationalsozialistische Revolution im Jahre 1940 eine h i st o r i s ch e Entscheidung erkämpft habe. Hum erstenmal ist hier eine Bewegung dem Schoße des Lebens entstiegen, die zugleich von einer tiefgründigen Weltanschauung geira- gen und durch eines der stärksten militärischen Instrumente, die die Weltgeschichte jemals gesehen hat, verteidigt wird, geführt vom härtesten Willen, der jemals in Deutschland herrschte, und innerlich gesichert durch das biologisch-charakterliche Erwachen von 80 Millionen und einer nunmehr diese Lebenskräfte gegen alle zersetzenden Mächte einsetzenden Rasse. Darum wird dieser 30jährige Krieg zwischen Gold und Blut in Europa, dieser Kampf zwischen dem 18. und dem 20. Jahrhundert, mit b cm Sieg des Blutes enden. Aus dem Chaos, aus Not und Schande, ist der internationalen Idee das völkische Ideal entgegengetreten. Der Sieg dieses Ideals auf allen Gebieten bedeutet die eigentliche Weltrevolutwn des 20. Jahrhunderts. Jetzt sei die Stunde gekommen, da diese demokratischen Fallstricke zerrissen würden und die ewig jung gebliebene schöpferische Kraft des deutschen und des italienischen Dolkes Die Führung des Abendlandes endgültig übernähmen. 21,5 Millionen am dritten Opfersonntag. Berlin, 28. Nov. (DNB.) Der am 10. November 1940 durchgeführte dritte Opfersonntag im zweiten Kriegs-Winterhilsswerk 1940/41 erbrachte nach bisher vorliegenden Meldungen das Ergebnis von 21 664 669,93 RM. Im Vergleich zum Opfer- fonntag im November des Kriegs-WHW. 1939/40 hat sich das Ergebnis um 9 449 645,96 RM., d. f. Paris, 28. Nov. (DNB.) Reichsleiter Alfred Rosenberg sprach heute in der Französischen Kammer zu Paris über dieJ deen von 178 9. Der große Wettkampf zwifchen Gold und Blut, Der am 2. August 1914 (einen dramatischen Anfang genommen habe, finde im Zusammenstoß von 1939/40 feine gewaltige Fortsetzung. Die Verschwörung der Hochfinanz und der Börsen der Wett- bemofraticn gegen Das deutsche Volk war schon 1914 ein durchaus bewußter Vorgang, dagegen hatte das damalige deutsche Kaiserreich keine bestimmte Vorstellung von der historischen Situation, in der es zum Kampfe gestellt wurde. Durch die Erscheinung Adolf Hitlers und feiner nationalsozialistischen Bewegung ift das Bewußtsein der Pflicht, den Kampf wieder aufnehmen zu müssen, um Deutschland wieder zu einer neuen Höhe zu führen, der Antrieb zu einer der tiefsten politischen und weltanschaulichen Revolutionen geworden. Das Gold und seine Diener hatten im Weltkrieg nur einen Scheinsieg errungen. Heute endlich siegt das Blut d. h. die schöpferische Rassenkrast Zentraleurovas, über alle Ausbeuterkräfte, die sich über diesen Kon- Rad) ft®. Mittoch ngrobe i > dreich iSItriKi DOr* bentifljlin eslchl na) us In lii :t< sie a iillon uni fer gefi® i ihm b» Toürem t)n Lech Spätabri hrt, wo si Tötens bann ck ung sch ifle zog ” iftrten» imblich tr Sarg i ber M nie M Dreimal in der Woche sprechen am Großdeutschen Rundfunk Vertreter der drei WehrmachtteUe. Unser Bild zeigt links Konteradmiral Lutzow, der jede Woche über „Die heutige Seekriegfuhruna spricht, in der Mitte Oberstleutnant Br. chejse, der die wöchentliche Sendereihe „Unser Heer behandelt, und rechts General der Flieger Q u a d e , der in der Reihe „Unsere Lustwasse spricht. — (Scherl-M.) gangenen Dezennien wahrlich nicht an Zwischenfällen gefehlt, die Europa in Konflikt mit Amerika und ihrer Tabuerklärung brachten — und in der Tat ist eigentlich jedes amerikanische Territorium, das nicht der eigentlichen Union angehörte, Gegen- stand von Verwicklungen gewesen, von Äuba bis jinunter zum Feuerland —, so kann man doch agen, die Monroe-Doktrin hat chre Rotte eines Hilfsmittels zur Abwehr von Angriffen, die gegen die Vereinigten Staaten unmittelbar selbst gerichtet sind, tatsächlich ausgesviett. Um Kuba wird fein panisch-amerikanischer Krieg mehr entbrennen. In Meriko sind Kaiserträume eines unglücklichen österreichischen Erzherzogs auch mit nachhaltigerer Un- terstützung Frankreichs endgültig ausgeträumt. Das Grundprinzip interessiert Europa somit kaum noch, wohl aber Das Unterprinzip der Monroe- Doktrin im reziproken Verhältnis der Staaten zu den nicht amerikanischen Mächten. Und hier scheint irn Jsolcttionsgedanken eine wesentliche Wand- lungdes politischen Leitsatzes der Neuen Welt eingetreten zu fein. Man braucht hier nur an Prasi- Deut Wilson zu denken und an seine unglückselige Rotte während des Weltkrieges. Der unbestritten größte Präsident der Vereinigten Staaten, George Washington (1789—1797), erließ am 17. September 1796 feine berühmte Abschiedsadresse, die heute jeder Schulbub drüben auswendig lernt, und die mit der gleichen Ehrfurcht wie die Verfassung selbst verehrt wird. In dieser heißt es: „Gegen die hinterlistige Tücke fremden Einflusses, ich beschwöre Euch, mir zu glauben, Mitbürger, sollte bas Mißtrauen eines freien Volkes beständig wach sein, da Geschichte und Erfahrung beweisen, bah fremder Einfluß einer der giftigsten Feinde republikanischer Regierung sind." Washington sagt weiter: „Die große Regel unserer Haltung gegenüber fremden Nationen ist: in Ausdehnung unserer kommerziellen Beziehungen mit ihnen so wenig politische Verbindung als möglich zu haben. Europa hat eine Reche fundamentaler Interessen, die uns gar nicht oder nur sehr wenig berüh- r e n. Deshalb muß es in häufige Kontroversen verwickelt fein, deren Gründe unseren Interessen wesentlich fremd sind, deshalb muß es weiter unklug für uns fein, uns selbst durch künstliche Bande in Die alltägliche Unbeständigkeit ihrer Politik oder in die üblichen Verbindungen und Zusammenstöße ihrer Freundschaften ober Feinbschaften hineinuehen zu lassen." Enblich: „Warum sollten wir baburch, doß wir unser Geschick mit dem irgendeines Teiles von Europa verketten, unseren Frieben und Wohl- ftanb in die Plackereien europäischen Ehrgeizes, seiner Rivalitäten, seiner Interessen, seiner Launen und Capricen verwickeln." Diesem nicht gerade freundlichen Urteil über Europa setzt nun aber Washingtons späteres Nachfolger Präsibent Jefferson (1801—1809) noch bie Krone auf, wenn er in einem Brief vom 4. August 1820 schreibt: „Der Tag ist nicht fern, an bem wir formell einen Meridian berleilung burch den Ozean heischen, ber bie beiben Hemisphären trennt, biesfeits von dem kein europäischer Schuß jemals gehört werden sott, noch ein amerikanischer Die Monroe-Dotlrk«. Von IBilhelm von priemern. Um 8. Juli dieses Jahres brachte die „Washington Tost" eine sehr beherzigenswerte Mahnung: Alle gmerifaner vom Präsidenten abwärts täten gut liran, die Monroe-Doktrin genau durchzulesen, dnn der negative Tell dieser Doktrin, der die Nichteinmischung in europäische oder 1 listige nichtamerlkanische Angelegen- i jetten verspricht, sei genau so wichtig wie ! |i» Proklamation, daß die USA. eine Einmischung - nchtamerikanischer ©tagten in Amerika verhindern i cjrben. Die Monroe-Doktrin sei eine aus zwei i I>ilen bestehende Einheit, und diese Doktrin h:be viel weniger Rechtsgültigkeit, wenn ein wesent- i (iher Teil ignoriert ober gar beseitigt werbe. Die - jionroe-Dottrin, dieses Fundamentalgeseft in der , Außenpolitik ber Vereinigten Staaten im Verkehr j tr i europäischen Ländern, ist heute wieder nach der । kürzlich erfolgten erneuten Erklärung von Präsident poofcDclt in vieler Munde diesseits und jenseits । bi» Atlantik. Was will sie, was sagt sie, was ist ju und wie entstand sie? In seiner siebenten Jahresbotschaft zum Kongreß vim 2. Dezember 1823 brauchte Präsident Mon - , r?e (1817—1825) die folgenden Wendungen: li(.7 „... daß die amerikanischen Äon- tnente zufolge der freien und unabhängigen Teilung, die sie sich errungen haben und behaupten, ficderhin nicht mehr als Gegen st ände für zr künftige Kolonisation durch irgenb» vllche europäische Mächte anzusehen sind." Äds. 48 „... Wir schulden es deshalb der Auf- rchtigkeit und den freundschaftlichen, zwischen den ^reinigten Staaten und jenen Mächten bestehenden T-ziehungen zu erklären, daß wir jeden D e r • . ch ihrerseits, ihr System auf irgendwelchen Teil rfer Hemisphäre auszudehnen, als gefährlich i r unseren Frieden uno unsere Sicherheit ansehen würden. In die b e st e h e n- b? n Kolonien und Dependenzen irgendeiner euro- plschen Macht haben wir uns nicht einge- pischt und werden uns nicht einmischen. Aber wir jinnten einen Eingriff einer europäischen Macht in t? Regierungen, die ihr« Selbständigkett erklärt ir-b sie aufrecht erhalten haben, und deren Unab- Engigkeit wir nach großer Ueberlegung und auf tziund gerechter Prinzipien anerkannt haben, zu im Zweck sie zu unterbrihf-en ober in irgenbeiner Seife ihr Schicksal zu bestimmen, in keinem anderen Lchte denn als Kundgebung eines unfreundlichen k.-chaltens gegenüber den Vereinigten Staaten an- fchen." Das wäre zunächst die positive Seife der Monroe- I fcftrin mit ihrem eindeutigen Postulat. Der zweite Lil enthält die logische Gegenverpflichtung und tutet in seinem wesentlichen Bestand wörtlich: l»s. 49 „ ... Unsere Politik bezüglich Europas, k» in einem früheren Zettpunkt der Kriege (Sparen-Portugal), welche so lange jenen Teil des tz-dballs aufgeregt haben, angenommen wurde, Leibt nichtsdestoweniger dieselbe, nämlich, nicht h die inneren Angelegenheiten ir• eende 1 ner Macht einzugreifen, die o-facto-Reaierung als die für uns rechtmäßige ü.zusehen, freundliche Beziehungen mit ihr zu pfle- ein, und derartige Beziehungen durch eine frei- irütige, feste' und männliche Politik zu erhalten, den : girechten Ansprüchen jeder Macht in allen Fällen ii genügen und dabei Unbill von keiner Seite hnzunehmen ..." m r Dem Entstehungsanlaß der berühmten Botschaft llipen zwei Vorgänge zugrunde, einmal der Streit ir.i Rußland und zum andern die Heilige Allianz irb deren Anstalten, in den Freiheitskampf der leein-amerikanischen Kolonien einzugreifen. Die üiikinungsverschiedenhelt mit Rußland nahm ihren Ausgangspunkt von einem Edikt des Zaren Aleran- bir, das er über den Handel an ber östlichen Küste d:h Sibirien, der Nokdküste von Amerika, den Hüten, Kurilen und anderen Inseln unter dem 4 «September 1821 erlassen hatte. Auf Grund erster Lelitznahme sowie langen friedlichen, unbestrittenen Besitzes durch Rußland nahm der Zar darin alles wrbamerikanifche Land im nordwestlichen Amerika trn der Dehrlngstraße bis zum 51. Grad nördlicher Sreite hinab in Anspruch. Das Wirken der Heiligen Allianz und der aus ihr erwachsenen Pentrachie der Großmächte, insbesondere der, aus Grund der vom fonqreft von Verona getroffenen geheimen Ab- imchungen vom 22. November 1822 in ihrem Auf- ting zur Wkberherstellung ber Regierung Ferdi- mnbs VII. im Frühjahr 1823 erfolgende Einfall tz-onkrelchs in Spanien wurde von den Vereinigten Maaten mit Besorgnis beobachtet. Man befürchtete Hl insbesondere, daß bie Heilige Allianz zum Schutze des von ihr angenommenen Legitirnttats- pünzips auch in den Freihettskampf der ehemals |pnifd)en Kolonien in Süd- und Mittelamerika ein- hielt. Die Freimaurerei ist aus der Geschichte der französischen Revolution nicht wegzudenken, sind doch bie Losungen biefer Revolution von ben Logen zu allererst verbreitet worden. Kurze Zeit, nachdem zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Freimaurerlogen als politische Klubs (von England aus) in Frankreich gegründet wurden, stieg vor 200 Jahren die Losung „Freiheit, Gleichheir, Brüderlichkeit" aus Logenkreisen empor. Die Logen haben mit ihren Ideologien und auch mit ihrer praktischen Wirksamkeit Die königlichen Regime ebenso über- standen, wie sie es fertigbrachten, Führer der her- aujfommenben marxistischen Bewegung in ihre Kreise einzufügen. Es ist kein Wunder, wenn auf der großen Jahrhundertfeier der französischen Revolution 1889 in Paris der Sprecher des Großorients von Frankreich erklärte, daß für alle Staaten, die noch kein 1789 gehabt hätten, dieser Tag noch kommen müsse. Und er schloß diese Rede mit den schon historischen Worten: „Dieser Tag ist nicht t mehr fern. Das ist der Tag, den wir ersehnen, r Dann werden alle Großkagen und Großoriente sich i- zu einer Weltverbrüderung zusammenfinden! Das ist das glanzvolle Zukunstsideal, das uns vorschwebt." So ist es dann notwendig gekommen, daß der Krieg' von 1914 in erster Linie von den Logen- Zentren der Welt mitverschuldet worden ist und daß Fliesen UJandschoner, Handtuchhalter Löffel Kalter, Sand-Seife-Soda- Garnituren, Schlüsselhalter verchromt «.vernickelt. Edgar BorrmannS: Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 u, 4156 •___________3 24 A September kommissarisch - auf Letzte Nachrichten Zwei ehemalige rumänische Minister । flhfg erschaffen. . 0' Kleine politische Nachrichten Hl ml roen grur M« hng i ifl und «M P-39 an der Abendkasse des Stadttheaters. 5821D | Vermietungen | 9un9ef^,u6t Gießen - Bahnho Straße 49 - Ruf «941 Adolf Schmidt, Vereinsleiter. saieD MW Freitag - Samstag Vereine | 5325D Stadttheater der der Bit au ti erfe: Karten zu RM. 1.65, 2.05, 2.80, 3.55 in der Kartenverkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60 (Telephon 2141), und im Musikhaus Challier, -Neuenweg 10 (Telephon 2671) und Immt W bn kn ■ yoii bis 7. Dezember 1940. Gießen, den 29. November 1940. Amt bereits seit dem 14. verwaltet. Wss |n!red Knoblauch-Beeren „Immer ZUnger" machen froh und frisch 1 1 Sie enthalt alle wirksamen 1 Bestandteile des reinen un- I verfälschten Knoblauchs in 1 leicht löslicher, gut ver- ■ daulicher Form. 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Wenn das Reichsgericht mit solcher Entschiedenheit feststelle, daß eine volle Entschädigung d^s subjektiven Wertes dem nationalsozialistischen Rechtsempfinden keineswegs widerspricht, so entfalle jeder innere Grund, die volle Entschädigung nicht als angemessen im Sinne ber Ent- eignungsgesetze anzusehen. Das Entschädigungsgericht habe bisher den Unterschied zwischen der vollen und der angemessenen Entschädigung scharf betont, es sei auch bei der Festsetzung nicht selten erheblich hinter dem vollen Wert zurückgeblieben. Neuerdings nähere es die angemessene Entschädigung der nach vernünftigen Grundsätzen zu bemessenen vollen Entschädigung offenbar wieder zu. überfällig ist. Das Schiff sandte am 5. 11. SOS- Rufe, wonach es von einem feindlichen Schiff beschossen werde. Seitdem sei von dem Dampfer nichts mehr vernommen worden. General Weygand hat sich mit dem Flugzeug nach Rabat in Marokko begeben Er wurde dort von General Nogues und von dem marokkanischen Großvezir begrüßt. Dann stattete der General dem Sultan von Marokko einen Besuch ab. Ausschluß der Juden aus öffentl chen Aemtern in Holland. Amsterdam, 29. Nov. (Europapreß.) Bon der zuständigen Dienststelle des Reichskommissars ist ein Erlaß veröffentlicht worden, nach dem alle in öffentlichen Aemtern und Diensten befindlichen Juden in den besetzten niederländischen Gebieten zur Sicherung der Ruhe und, Ordnung auszuschei - den haben. Ansprüche auf Gehälter und sonstige Bezüge werden davon nicht berührt. Die Maßnahme ist getroffen worden, um Juden, die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, die Möglichkeit zu nehmen, die von den deutschen Behörden im Interesse der Kriegführung erlassenen Maßnahmen zu durchkreuzen. Es ist eine Maßnahme, die in die internen holländischen Verhältnisse einqreifen will. Daher wird es den niederländischen Stellen überlassen, zu wählen, ob sie diese Maßnahme später beibehalten Mehr Freude an der Natur durch Äermühler-Bücher! Mül !iMi M >i d ** fr labt ASTRA addiert, saldier! und schreibt Vorführung kostenlosu.unverblndlloln II L B P k L bfqj Uhrmachermeister Seltersweg 47 <843d Ruf Nr. 2373 eN fd) Qi ■h pme Nti *5 ii Ihn, ? 01 rund 77 v.H., erhöht. Der durchschnitlliche Be trag je Haushalt stieg von rund 53 Rpf. 94 Rpf. Diese Leistung der Heimat ist würdig unvergänglichen Waffentaten ihrer Söhne an Der 6095 BRT. große Dampfer „Ovington Court" ist bei Durban (Südafrika) gestrandet und auseinandergebrochen. Ferner ist der 1316 BRT. große, im englischen Dienst fahrende schwedische Dampfer „23 e r o n i c a" im Atlantik torpediert worden. 17 Mann der Besatzung dürften ums Leben gekommen sein. Der ebenfalls für England fahrende griechische Dampfer „(Eugene Cambanis" (3470 BRT.), treibt brennend im Atlantischen Ozean. Reichserziehungsminister R u ft empfing den ehemaligen Staatssekretär im spanischen Unterrichts- ministerum Senor Daldecassas, der als Nationalrat der Falange den Posten eines Präsidenten des Instituts für politische Studien in Madrid bekleidet. lir! Bit br 6 mtgi mit !i kIHr Der Präsident der Deutschen Akademie, Ministerpräsident Siebert, sprach hn Freskensaal der Billa Massimo in R o m über die Aufgaben der Deutschen Akademie. Auf Einladung des Reichsministers des Innern Dr. Frick hat der Chef der Zivilverwaltung im Elsaß, Reichsstatthalter Gauleiter Wagner, eine Gruppe von Mitgefangenen von Dr. Karl Roos, dem bekannten, in Ranzig erschossenen elsässischen Freiheitskämpfer, nach Berlin entsandt. Sie wurden von Reichsminister Dr. Frick empfangen, der ihnen für ihre Treue im Kampf um ihr Volkstum dankte. Dem Empfang wohnten der Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei Dr. Meißner, der leitende Staatssekretär im Reichsministerium des Innern, Pfundtner, und Staatssekretär Dr. Stuckart bei. Bukarest. 29. Nov. (DNB. Fuukspruch.) Di, rumänische Presse veröffentlicht folgende INilteilunz des rMnisterpräsidiums: Am 26. November routt, der gewesene Minister Marinescu von Hnbe kannten aus feiner Wohnung geholt Nachmittags fand man ihn erschossen in einen Walde auf. Am Abend des 27. November wurd, Professor Iorga von Unbekannten aus seiner Wohnung geholt. Die zu seiner Auffindung nisi Befreiung rasch getroffenen Maßnahmen bliebe, ohne Erfolg. Am nächsten Morgen wurde feint von 6 Revolverkugeln durchbohr^ Leiche in der Nähe von plojeschtl aufgefunden Die Regierung ist auf der Suche nach bei Schuldigen, die strenge Strafen an! Grund der bestehenden Gesetze zu erwarten haben Büchertisch. Samstag: 15.00 Uhr bis 17.15 Utir AUSSER M IETE! Erstaufführung 1 Rotkäppchen Märchen nach Grimm, v. Steife1, Preise v. RM. 0.30 bis 1.60. srss? turelle Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein) Montag, den 2. Dezembei 1940, abends 2% Uhr, Neue Aula der Universität: Vortrag desKrieSsherichlerslallers Herbert Volck 33000 fcm Kriegs- abenteuer in Jisien Die Mitglieder des Goethe-Bundes und der Knltnrellen Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein, haben auf Mitgliedsausweis (Kontrollabschnitt G.B. Nr. 1, K.V. Nr. 5/ bis zu 3 Plätzen ireieu EintrJt. Ebenso haben die Mitglieder des Vortrarjsnnges der KdF. gegen Vorlegen des Mitgliedsausweises freien Em ritt. Die glieder der Gesellschaft rar Erd- und Völkerkunde erhalten gegen Kontrollabschnitt Nr. 5 Karten zum ermäßigten Preis von RM. —.50. Mitglieder der NS. Franenscbait, des LandschaHsbuudes Volkstum und Heimat erhalten Eintrittskarten zum Preise von 60 Pf., Nichtmitglieder zu RM. 1.- bei Challier, Neuenweg. Kartenvorverkaufsstelle der KdF., Leitersweg60, und Abendkasse. Die AvgehörigendesVeranstaltungsrin^es d r HL. erhalten Eintrittskarten z. ermäßigten Preis von 30 Pf., Studenten, Militär und die übrigen HJ.- und BDM.-Angehörigen zu 40 Pf. 5298d Voranzeige: 12. Dez. Vor trag von Colin Roh 1891-1940 Samstag, 30.11. Burghof pünktlich 19 Uhr Bekanntmachung. Betr.: Eierverteilung. Auf den vorn 18. November bis 15. Dezember 1940 gültigen Bestellschein der Reichseierkarte werden als 2. Rate zwei Eier für jeden Dersorgungsberechtigten ausgegeben, und zwar auf Abschnitt b in der Zeit vom 29. November hohen Blutdruck. Magen-, Darm- Störungen, Alterserscheinungen, S to ffwechsel be s chw erden. Geschmack- und geruchfrei Monatspackung L— Achtel Sie auf die grün-weiße Packung! Drog. Winterhoff, Kreuzplatz 10, Drog. C. Seibel, Krankt. Str. 39; Drog. E. Karn, Schu str. 4054 V Löwen-Drog. W. Kiibinger Nadif. Drog. Bornemann, Bahnhotstr.17 Drog Aug. Noll, Bahnhofstr. 53 D og. H. Noll, Ludwigsplatz. MlMW Mine 2X3,60X0,65 m, für „Ford" pass., zu verkauf. 04007 Stelnfiroße 37 p. Telephon 4039. w ti ! .Riutf rW£ *!, aiid) nnltl ir || h Der spanische Botschafter in Lissabon, Nicola Franco, hat sich erneut nach Madrid begeben, wo er mit Außenminister Serrano Suner und dem Caudillo Besprechungen haben wird. * Der Sowjetbotschafter in Washington Constantin A. Oumansky stattete dem stellvertretenden Staatssekretär Sumner Welles einen anderthalbstündigen Besuch ab. lieber den Inhalt der Besprechungen wurden von beiden Seiten keine Angaben gemacht. Weitere 75 japanische Staatsangehörige aus Kalkutta, Madras und Karachi haben Bombay verlassen. Sie begaben sich mit einem japanischen Dampfer nach Kobe. Hom- und Grundbesitzer-Verein Gießen e V Am Sonntag, dem 1. Dezember 1940, nachmittags 3 Uhr, findet im Gasthaus „Zum kühlen Grund", Neuen Baue 5, die Mes-hWlmssMlm mit nachstehender Tagesordnung statt: 1. Bortrag der Nahresrechnungen 1938'39 2. Bericht der Revisoren, Genehmigung der Jahresrechnung und Bilanz 3. Geschäftsbericht des Vereinsleiters 4. Verschiedenes. Wir bitten unsere Mitglieder um zahlreichen Besuch. Der unaarische Außenminister Graf Csaky gab vor den Außenausschüssen beider Häuser des Reichstages eine Erklärung ab, in der er die Beweggründe schilderte, die Ungarn zum Beitritt zum Dreimächtepakt bewogen haben. Die ungarische Regierung, so sagte er, sei zu der Auffassung gelangt, daß das sich aus dem Pakt ergebende Risiko in der Hoffnung auf die zu erwartenden Vorteile übernommen werden müsse. Auch Pilo kostet nur:tiefschwar?20,far6ig25Pf. -Walter Greiling: Chemiker käms» fen für Deutschland. Mit einem Dorwon von Dr. Claus Ungemitter. 86 Seiten. Will. Helm Limpert Verlag, Berlin-Dresden. — (96) - Die kleine Schrift beleuchtet die wesentliche, viel fach entscheidende Rolle, welche die chemische Wissen- schäft in der modernen Kriegführung spielt. Du enormen Fortschritte der Chemie in den letzter Jahrzehnten werden vor allem in der einleitender, „zeitgemäßen Erinnerung" an gewisse Erfahrungen im Weltkriege gekennzeichnet. Die Aktualität bes Schrift liegt im übrigen auf der Hand; die Darstellung soll dazu beitragen, „den Schleier des (So heimnisses zu lüften, mit dem für das Bewußtsein । breiter Volksschichten noch alles umgeben ist, vm wenn die Unterlassung der Umwandlung dem Berechtigten nicht zugemutet werden kann oder wenn öffentliche Interessen überwiegen. Es ist deshalb eme Reihe von Ausnahmen vorgesehen, in denen die Umwandlung ohne weiteres genehmigt werden tonn. Angemessene oder volle Enischädignng. In einer Entscheidung hat das Reichsgericht ausgesprochen, daß die vollständige Entschädigung dem nationalsozialistischen Rechtsempfinden nicht widerspricht. Wie Oberregierungsrat Dr. Lampe im „Deutschen Recht" ausführt, dürfte dieses Urteil auch für die Auslegung des Begriffs der angemessenen Entschädigung in den neuen Enteig- ®8 w lehr hW 13 naf ijM, l8ori IlmIü I Bith : nOÖt r.llun I !W ■ Mr! Siemens-protos Staubsauger 110 Volt, fast neu zu verkauf. 5320D Walltorstr. 32. 2 Herren- Wintermantel fürschmaleFigur zu verkauf, osow Zu erfr. i. d. Ge° schäftsst. d. G.A. Jruckschriften In gefalzten Bogen In Heftform und gebunden klar In der Schritt, übersichtlich angeordnet und sorgfältl j gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr,Industrie und Gewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. Lieferung schnell.gut und preiswert durch Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 22o1 Donnerstag, den 5. Dezember 1940, 19.30 Uhr, im Stadttheater 5. Konzert (Gruppe A, Nr. 3) Orchester-Konzert Solistin: Margarete Teschemacher (Sopran) Staatsoper Dresden Dirigent: Prof. Stefan Temesväry Ausführende: Das Städtische Orchester Giehen Smetana — Götz — Leoncavallo — Bruckner Canadian Preß meldet aus Ottawa, daß der ka-1 wollen oder nicht. — Der Reichskommissar hat den nadische Dampfer „Beaverf 0 rd" (10 042 BRT.), Oberst A. W. d e K 0 ningh zum Gerteralinspekteur mit Paket- und Briefpost nach England unterwegs,' der niederländischen Polizei ernannt; er hat dieses Selbst wenn Sie Saltrat einmal nicht gleich erbaltMi so fragen Sie in ein paar Tagen noch einmal na® Es gibt Saltrat nach wie vor! Ihre vor ÜbermüW geschwollenen, schmerzenden Füße werden Ihnen iat kleine Mühe danken. Oie zuverlässig schmerzlinbenM Wirkung von Saltrat ist tausendfach bewährt -M |K I li O' । I ®Oi j feine Mödl. oü uumöüL Zimmer zuverm.Zu erfr. in d. Geschästsst. d.Gieß.Anz. 04004 | Mietgesuche] 2 o.3 Simmet Mnnns von lungern Ehepaar sofort oder später gesucht. 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Nach Beendigung des Bereitschaftsdienstes soll eine ausreichende Ruhezeit gewährt werden, damit die Gefolgschaftsmitglieder nach dem Luftschutznacht- dienst nicht ohne Pause sofort den Betriebsdienst antreten müssen. Wenn die Männer zu einer längeren Hilfeleistung eingesetzt worden waren, muß die ununterbrochene Ruhezeit mindestens sechs Stunden dauern. Für Frauen und Jugendliche lst stets eine Mindestruhezeit von acht Stunden festgesetzt, die sich beim Einsatz auf zehn Stunden verlängert. Jugendliche unter 16 Jahren und Frauen, die Kinder unter drei Jahren zu versorgen haben, sind vom Bereitschaftsdienst befreit. Frauen mit Kindern unter 14 Jahren dürfen nur herangezogen werden, wenn eine einwandfreie Betreuung der Kinder sichergestellt ist. Arbeitsstunden, die infolge der vorgeschriebenen Ruhezeiten ausfallen, können im Laufe von fünf Wochen zuschlagfrei nachgearbeitet werden. Eine tägliche Arbeitszeit von zehn Stunden und bei Jugendlichen von neun Stunden darf jedoch nicht überschritten werden. Soweit danach Lohnaussälle eintreten, haben die Gefolg- schastsrnttglieder gegen den Unternehmer einen Anspruch auf Vergütung des regelmäßigen Arbeitsentgelts für die durch die Ruhezeit ausfallende Arbeitszeit. Die Werkluftschutzdienststellen bzw. der örtliche Luftschutzleiter für den erweiterten Selbstschutz kann mit Genehmigung des Gewerbeaufsichtsamts die Gefolgschaftsmitglieder für einen zusammenhängenden Zeitraum, etwa eine Woche, zum Bereitschaftsdienst einteilen. Sicherung gegen Wohnraunwerluff. Alle Bemühungen der Wohnraumgewinnung würden widersinnig sein, wollte man auf der anderen Sette nicht auch dem Wohnraumverlust einen Riegel vorschieben. Da die Raumnot allgemein ist, besteht vielfach der Anreiz, für Geschäfts- und Dien st räume auf freiwerdende Wohnungen zurückzugreifen. Um diese unerwünschte Umwandlung von Wohnungen einzudämmen, wurde der Reichs« arbeitsminister zu der Anordnung ermächtigt, daß in bestimmten Gemeinden eine solche Umwandlung von Wohnungen genehmigungspflichtig ist. Wie der Sachbearbeiter des Reichsarbeitsministe- rtums im „Gemeindetag" mitteitt, betragt die Zahl der mit einem solchen Umwandlungsverbot aus gestatteten Gemeinden bereits 446. Darunter befinden sich 33 Großstädte und bic überwiegende Zahl b e r M i t t e l st ä b t e. Die Einführung der Genehmigungspflicht soll natürlich nicht zur Ueber- spannung führen. Einschränkungen sind notwendig, dungsoffizier zur Heeresfriedenskommission, Xorf- arbeiter, Verkehrspilot und Fluglehrer. Bereit; 1929 fand er den Weg zum Führer, wurde Begrün der der---Fliegerei und spätex Ehrenführer der Fli» ger-HJ. Die Wiedergewinnung der deutschen Wehl- Hoheit führte den Povr-le-merite-Flieger als | schwoderkommobore in bie Reihen der jungen Lup r— waffe. — Das vorliegende, mit zahlreichen intcr ; effanten Abbildungen geschmückte Werk schildert i.i frischer, anschaulicher Form, gestützt auf botumen tarische Quellen, die Erlebnisse und Schicksal! Schleichs in Krieg und Frieden. Freitag, 2 ». November 1940 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheßen) xr. 283 Zweiter Blatt IM# sm* menrolle San”® d Liehl n Sch^' von 0.60 bf iu is' ? nem Duventine mH Tasche, Aermeln und Gürtel aus hellgrünem Wollstoff, die mH kleinen Lederknöpfen doppelseitig geschlossen ist. Die b e i - den Blusen unten sind ebenfalls aus zweierlei Stoff geschneidert, die obere aus weißem und rotem Wollflanell, die untere aus dunkelblauem und weißem Wall- krepp. Beide haben lange chemdblufenär- mel und sind mit kleinen, farblich passenden Knöpfen geschlossen." Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes Dem techn. Reichsbahn-Inspektor Karl Rau vom Bahnbetriebswerk Gießen wurde vom Führer das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse verliehen. Der Orden wurde ihm vom Vorstand des Reichsbahn-Maschinenamts Gießen, Reichsbahnrat Lieb, in würdiger Form überreicht. Das Märchenhest des Gtadttheaters. jungen reichen schMl'^ bewährt ,811.1111^ Cirureilu» * lir M t !r. Hsrj Bt ii äiunnbri. et ffl. toBjf« e ter fyut Süwm»> <•' •f schilp aus bote nb Schi! kerki. P Üo> Au den praktischen Vorschlägen unseres Mode- zeichners auf der gestrigen Sonderseite „21 u s Dem Reich her Frau" wurde durch eine Verwechslung dem Bilde eine falsche Unterschrift gegeben. Sie muß lauten: „W arme Blusen — auch aus Getragenem — für kalte Wintertage und auch zum Schisport skizzierten wir oben. Und zwar links e ine W e st e n b l u s e aus b r a u-1 klang gefunden. Wer langsam raucht, raucht richtig! Ein Fachmann über die Kunst des fauchens. Awar sitzt Maria auch hier auf Fotheringhay gefangen, aber die große Begegnung mit der eng- lichen Elisabeth, das entscheidende Wldersprel der beiden Königinnnen im Park, szenisches cherzslua vnd dramaturgischer Scheitelpunkt bei Schiller, st rarmieden; Elisabeth und Maria erscheinen hror *1$ \ Ä ^A llbg N ^11 iMil “s nu L s, ”«ilt "d-i!^ "«fnifei nm, '«iti । blassen und verschwinden, fast unübersehbar, aber es sind etliche darunter, deren messerscharfes Pro- fll aus der Porträtaalerie des Hofmalers Holbein genommen zu sein scheint. nirgends neben ober gegeneinander, die feindliche Spannung ist räumlich überbrückt, die Fronten anders ausgerichtet. Maria, nach dem Tode ihres Gemahls Franz IL von Frankreich nach Schottland zurückkehrend, sieht stch dort einer gescklos- senen Fronde des starrnackigen schottischen Adels gegenüber. Sie setzt dessen Führer Bothwell gefangen, glaubt aber ihn, der sich befreit, später für ich gewinnen zu können. Da Schotlland einen König braucht, macht sie den Prinzen Henry Darn- ley zum König, ohne dadurch den Adel zu sich herüberzuziehen. Was sie auch angreift und wie sie es angreift — alles schlägt fehl, lebe ihre Hand- lungen unb alles, was ohne ihr Zutun ober ihren Willen um sie her geschieht, bringt Blut unb Tra- nen über sie, häuft Schuld auf ihr königliches Haupt, läßt ihre Stellung immer einsamer, immer gefährlicher, immer hoffnungsloser werben. Ihr italienischer Sekretär Riccio wird ermorbet; Henry muß fliehen, wirb krank unb endet schrecklich; Lady Johanna Gordon wird immer ihre Todfeindin bleiben, der Page Olivier (der Schillers Mortimer vertreten muß) ist zu schwach, um eine Hilfe zu sein; Bothwell, den sie nach seinem jähen Aufstieg zur Macht sich vermählt, ein treuloser Abenteurer; das gemeine Volk wendet sich von der Königin ab wie der Adel; schon sind, von Elisabeth gesendet, englische Truppen unter Jakob Stuart nach Schottland unterwegs; schon taucht in der Ferne der dustere Schatten des Blutgerüstes auf; ehe Maria es besteigt, sieht man eine blasse Erinnerung an die klassische Bühnenvision, den letzten Abschied der Königin von ihren Kammerfrauen, den vier Marys. Damit mögen die wichtigsten Haltepunkte einer langen Bilderflucht bezeichnet fein, in welcher der Spielleiter Professor Carl Froelich nach dem Drehbuchs von Dr. Harald Braun den traditionellen Historienstil der Ufa zur monumentalen Reprä- sentanz des groß gesehenen Geschichtsbildes erhob. Vortreffliches leistete der Kameramann Franz Weihmayr, der die balladeske Form des Gan- zen auch in gewaltigen Quadermauern, wuchtigen , Säulen, weiten Sälen, dämmernden Kirchen- • interieurs, mächtig ansteigenden Treppen und ' niedrig und drohend lastenden Portalen einfing. : Im Schatten und flackrigen Licht tauchen Gestalten ■ und Gesichter auf, vergehen, kommen wieder, ver- Vogel Strauß brütet Glück. Aus Pretoria (Südafrika) wird berichtet: Seitdem Straußenfedern nicht mehr so stark begehrt waren, erging es dem burischen Farmer Straatman, der in der Nähe von Kuruman in Betschuanaland eine Straußenfarm betrieb, mehr schlecht als recht. Die Einnahmen waren in letzter Zeit so gering, daß er sich mit dem Gedanken trug, fein Besitztum zu verkaufen. Die Interessenten boten ihm allerdings olche Schleuderpreise, daß er sich noch nicht ent- chließen konnte, die Farm wegzugeben. Das sollte ein Glück sein. Eines Tages fand einer feiner chwarzen Arbeiter das schönste Tier der Herde verendet vor, unb Straatman ging nun baran, die Todesursache festzustellen, indem er eine Sektion vornahm. Zwar fand er die Ursache nicht, dafür aber im Magen des Straußes mehrere große Roh- Diamanten! Nach längerem Suchen machte der Besitzer dann die Stelle ausfindig, wo sich die Tiere mit Vorliebe aufgehalten hatten, und suchte dort das Gelände systematisch ab. Dabei konnte er innerhalb einer Woche etwa 50 Roh-Diamanten sammeln, darunter Stücke von besonderer Größe. Nun war er nicht mehr gezwungen, seinen Besitz zu verkaufen, vielmehr gründete er eine Gesellschaft zur Ausbeutung der Diamantenfelder. Heute ist er der reichste Mann der ganzen Gegend. Zarah Leander als Maria von Schottland: ein schönes, blasses Bild von statuarischer Ruhe und Gchaltenheit, sehr sparsam bewegt, eine mehr leidende als handelnde Gestalt, von Anfang an in eine schmerzliche Melancholie getaucht, auch stimm- lich sehr gedämpft, manchmal fast flüsternd, ohne große Gebärde, ohne großen Ausbruch, alle Empfindung ganz nach innen gedrängt, beherrscht, gefaßt, um Sammlung und strenge, majestätische Haltung vor der Umwelt bemüht. Nur vor dem schot- ttschen 2ldel erscheint sie von einem merkwürdig kühl-ironischen Temperament getrieben, und erst zuletzt mit Olivier gibt sie sich ganz weich, weiblich, gelöst. Die Wirkung des Eelloklanges ihrer Altstimme ist in früheren Filmen oft genug erprobt worden; so gab man ihr auch hier manches zu fingen, und in diesen Szenen steigert sich die Dra- ~ fast bis zur Opernpartie. Gießener Konzertring 1940/41. Am Donnerstag, 5. Dezember, findet im Stadttheater das 5. Konzert des Gießener Kvnzertringes 1940/41 statt. Dieses Orchesterkonzert erhält eine be- ondere Note dadurch, baß als Solistin Margarete Teschemacher von ber Staatsopfer Dresden ge- wvnnen werben konnte, eine Sopranistin, die durch Konzerte, Bühnengastspiele unb Rundfunk ben weitesten Kreisen bekannt unb ein Begriff geworben ift Das Konzert, bas unter ber Leitung von Professor Stefan Temesväry steht, beginnt mit ber sinfonischen Dichtung von Friebrich Smetana: „Aus Böhmens Hain unb Flur". Dann folgen, gelungen von Margarete Teschemacher, die Arie ber Katharina aus ber Oper von Hermann Götz „Der Wider» jpenftigen Zähmung" unb das Vogellied aus dem „Bajazzo" von Levncavallo. Den Abschluß bildet Bruckners Dritte Symphonie in d-moll, Meister Richard Wagner in tiefster Ehrfurcht gewidmet. Das Konzert ist das Dormiete-Konzert, Gruppe A, Nr. 3. Achtung, Kraftfahrer! Die seit etwa einem Jahr bestehende GeschÄin- digkeitsbegrenzung für Kraftfahrzeuge wird zum Teil wohl aus Unkenntnis immer noch nicht genügend beachtet. Es wird daher nochmals darauf hingewiefen, daß die höchstzulässige Fahrgeschwin» digkeit für Kraftfahrzeuge folgende ist: a) innerhalb geschlossener Ortschaften für Kraftfahrzeuge aller Art 40 km je Stunde; b) außerhalb geschlossener Ortschaften unb aus den Reichsautobahnen: 1. für Personenkraftwagen sowie für Kraft- räber mit unb ohne Beiwagen 80 km je Stunbe; 2. für Lastkraftwagen, Omnibusse und alle übrigen Kraftfahrzeuge 60 km. Maßgebend für bie zulässige Geschwinbigkeit sind die Ortstafeln. Die Polizeibehörden sind angewiesen, bei Geschwindigkeitskontrollen die Einhaltung dieser Bestimmungen besonders zu beachten und Verstöße unnachsichtlich zu bestrafen. Eine erfundene lleberfallsgeschichte. Ein auswärtiges Blatt brachte am Mittwoch unter der Usberschrift „Wegelagerer mit Motorrad, Ueberfall bei Krofdorf" einen Bericht aus Krofdorf, in dem mitgeteilt wurde, am Montagabend zwischen 19 und 20 Uhr sei auf der Straße Gießen—Krofdorf ein Iß Jahre altes Mädchen aus Krofdorf auf dem Nachhausewege mit dem Fahrrad von einem Manne überfallen worden, der versucht habe, es vom Rad zu reißen und zu vergewaltigen. In dem Bericht wurde weiter geschildert, daß sich das Mädel energisch zur Wehr gesetzt habe und daß es ihm schließlich gelungen sei, eiligst davonzufahren. Die von der Kriminalpolizei Gießen sofort aufgenommenen Ermittlungen haben, wie wir auf Anfrage hören, zu der Feststellung geführt, daß die ganze Ueberfallsgeschchte von Dem Mädchen erfunden wurde, wahrscheinlich zu dem Zwecke, von seiner Arbeitsstätte in Gießen früher heimkehren zu können. Gewisse Angaben in der Schilderung des Mädchens über den angeblichen Vorgang ließen von vornherein schon starke Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Darstellung entstehen. Vom Dramaturgischen Büro des Stadttheaters wird uns geschrieben: Morgen, Samstag, 30. November, 15 Uhr, kommt im Stadttheater Gießen zum erstenmal das diesjährige Weihnachtsmärchen zur Aufführung. Es ist das von Hermann Stalter in Bühnensorm gebrachte Grimmsche „Rotkäppchen". In echt poetischer Weise hat der Dramatiker ben reizenden Stof bearbeitet, ohne ihm feine ursprüngliche schlichte Gestalt zu nehmen. Die Kinder erleben bas Märchen so, wie sie es aus ihrem Märchenbuch kennen, nur burch viele luftige Zutaten erweitert unb für bie Bühne lebendiger ßgemacht. Zu dieser Aufführung gibt die Intendanz wieder ein eigenes Märchenhest heraus. Hatte schon das vorjährige, das als ein in sich geschlossenes Kinderbuch mit vielen Erzählungen, I Versen und Bildern ausgestattet war, größten An- | klang gefunden, so wird das diesjährige Heft den Holbeins denken.) Axel von Ambesser gibt in theatralisch berechnendem Schauspielstil den glatten, eillen, hübschen Darnley, der später sein prüfen- zerfressenes Gesicht mit einem Schleier bedecken muß. Eine eigentümlich eindringliche Volkssigur macht Erich P o n t o aus dem Gaukler, dessen pantomimisch oewegter Vortrag etwas vom balladesken Bänkelsang der elisabethanischen Zeit laut werden läßt. Friedrich Genfer als Riccio, Walter Süßenguth als Jakob Stuart, Will Q u ad- fl i e g (früher am Gießener Stadttheater) als ber knabenhaft schmale, knabenhaft hesttge, ergebene unb schwache Page Olivier. Man kann nicht alle nennen in biesem oolk- unb bilderreichen Reigen. — Theo Mackeben schrieb die Musik, die melancholisch-melodische Weise „Ein schwarzer Stein, ein weißer Stein", mit der die Leander, Marias Dominospiel begleitend, die erste Szene ihrer großen Rolle intoniert. Hans Thyriot „Oas Herz der Königin." Ein Usa-Filrn im Gloria-Palast. Maria Stuart im Film. Es hat wenig Sinn, sich auf einen Vergleich mit Schiller einzulassen, keck die Tragödie der Bühne und der Film, stofflich und dramaturgisch, von zu verschiedenen Vor- aaösetzungen ausgehen. Was bei Schiller ein noch huner unübertroffenes Meisterwerk dramatischer Architektur wurde, in dem nicht eine Szene unb rscht eine Figur fehlen bürste, ohne die Harmonie bis wunbervoll ausgewogenen Ganzen zu stören, firbt ber Film einen riesigen geschichtlichen Silber» flies, eine lange Folge meist kurzer Szenen, ber ohne baß bies ben Einbruck wesentlich vererb ern würbe — manche fehlen, manche hinzuge- L gt werben könnte. Er gibt so etwas wie eine sciottisch-englische Renaissance-Ballabe, bie trotzdem fett findet, im kulturhistorischen Detail zu verwel- lit ober, in manchen Augenblicken, sich mit allem Nanz unb Prunk fast ber großen Opernszene zu e tfalten. Immerhin enthält bie Bilberreihe soviel Qi Bewegung, baß bie ungeheure Spannung, bie bii Schiller bis weit in ben vierten Akt hinein- räd)t, hier gleich zu Anfang gewissermaßen aus- t-löscht werden kann, inbem bas unabwendbare Vnbe von vornherein als ein filmdramaturgisch ge- c benes Faktum hingenommen und festgestellt wird. Sud, im Gefüge der eigentlichen Handlung verlaufe die Grundlinien anders als im klassischen Trauerspiel; zwar halten sich historische Notwen- bggfeiten und menschliche Leidenschaften hier wie tert bie Waage, aber es schien nahezu unvermeid- : Lfi), baß im Film manches Gespräch einen unuber» l tirbar scharfen, unmittelbar aktuellen Akzent arbeit. Das berühmte ober berüchtigte Leitwort eng» l । cher Politik, „right or wrong — my country , i t*fnm hier, neben manchem andern, eine auch historisch beispielhafte Betonung. Lassen wir einmal bie Frage beiseite, ob überhaupt geraucht werden soll. Wir wissen ja alle, baß geraucht wirb, unb baß unsere Felbgrauen beim Empfang von Liebesgabenpäckchen Tabakwaren besonders dankbar begrüßen. Schließlich ist ja die Hauptfrage immer: wer unter welchen Umständen wieviel raucht! Professor Dr. Koenig, der als Direktor der Reichsanstatt für Tabakforschung im badischen Forchheim wohl den Ruf einer fachmännischen Autorität auf diesem Gebiet beanspruchen kann, hat sich zu ber Frage geäußert, wie man richtig raucht, also so, baß bas Rauchen dem Raucher ben erwünschten Genuß verschafft, ohne feine Gesundheit zu schädigen. Professot König nennt das „die Kunst des Rauchens". Es kommt nämlich, wie er nachweist, beim Rauchen viel weniger auf ben Preis unb bie Güte ber Zigarre an als auf bas Verständnis bes Rauchers. Der beste Tabak kann von einem schlechten Raucher „mißbraucht", mißhandelt werden, so daß er seinen Beruf verfehlt. Jedes Tabakprodukt ist zunächst äußerst empfindlich für Die Luft, in der es aufbewahrt wird, vor allem für den Feuchtigkeitsgehalt der Luft. Darum ist der vorbildliche Frischerhaltungsdienst der deutschen Zigarettenindustrie von so großer Bedeutung. Bei den Zigarren liegt es aber ebenso. Die Zigarre soll nicht ausgetrocknet, sondern mäßig seucht jein, wenn sie gut munden und bekömmlich sein soll. Die Feuchtigkeit bestimmt nämlich bie Temperatur ber Glutzone — unb bie ist bas Entschei- benbe für bie Bekömmlichkeit bes Tabaks. Bei hoher Temperatur ber Glytzone entstehen schlechte Rauchgase und mast bekommt fast alles Nikotin in den Mund, während bei sanfter Glutzone angenehme Rauchprodukte entstehen. Das Tempo des Rauchens ist ebenso entscheidend für den Genuß und die Bekömmlichkeit des Rauchens. Hier gilt das Sprichwort: Was lange währt, wird gut! Wenn das Rauchen einer Zigarette zehn Minute dauert, so bekommt ber Raucher 10 v. H. Nikotin in ben Mund gegen 20 bis 30 v. H., die er verschluckt, wenn er nur fünf Minuten an einer Zigarette raucht. Der „Paffer" ober, der nur zwei Minuten auf eine Zigarette verwendet, nimmt beinahe 50 v. H. Nikotin auf und arbeitet — zumal als „Kettenraucher" — systematisch gegen seine Gesundheit. Aehnlich entscheidend ist das Tempo auch für ben Zigarren- ober Pfeisenraucher. Es ist auch nicht gleichgültig, ob bie Zigarre ober Zigarette bi cf ober bün* unb ob ber Schnitt ber Tabakblätter breit ober schmal ift. Je schlechter gestopft eine Zigarette ist, um so höher wirb bie Glutzone. Schließlich spielt auch der physiologische Zustand bes Rauchers eine große Nolle. Er soll nur rauchen, wenn er dazu wirklich aufgelegt ist. Es ist auch nicht gleichgütig, ob er morgens ober abends raucht. Am besten raucht man mäßig feuchten Tabak, unb zwar mit Intervallen. So bleibt bie Glutzone niebrig unb es gelangt wenig Nikotin in den Mund. Schädlich dagegen wirkt das Rauchen, wenn der Tabak trocken ist unb schnell gepafft wirb. Das I nch a l i e r e n, also das Rauchen mit „Lungenzügen", ist nach Professor Dr. Koenig stets schädlich. Wenn dieses Laster mehr bei Zigaretten- räuchern als bei Ziaarrenrauchern vorkommt, so liegt das an der Verschiedenheit des Rauchens. Die Zigarette gibt einen sauren Rauch ab, ber Zigarrenrauch ist alkalisch. Der Zigarrenrauch bewirkt, daß das Nikotin sich gleichmäßig in ber Kehle absetzt. Man braucht nicht zu husten und merkt kaum etwas, während ber alkalische Zigarrenrauch das Nikotin in ringförmigen Schuppen absetzt und auf diese Weise Hemmungen verursacht. Der Zigarrenraucher wird dadurch meist vor dem Unfug des „Lungenrauchens" bewahrt. Das Inhalieren sollte aber auch bei der Zigarette unter allen Umständen unterbleiben, denn es führt mH der Zeit zu Gesundheitsschädigungen. Die Farbe der Zigarre hat nicht die Bedeutung, die ihr oft fälschlich zugeschrieben wird. Vor allem ist es ein Irrtum, aus der hellen Farbe des Tabaks auf wenig Nikotin zu schließen unb umgekehrt. Eine helle Zigarre''braucht darum nicht mild zu sein und kann über IVz v. H. Nikotin enthalten, während auf der anderen Seite eine dunkle Brasil recht hifotinarm sein kann. Außer dem Mondschein und einem sternenklaren fummel, die die Dunkelheit mindern, erleichtert in hm dunkelsten Nächten bie Schneedecke bie Orien- t rung. Der Schnee strahlt inbireft etwas Licht cl5, burch ihn werben bie Konturen ber Umgebung, dös viel sw eise von Baumreihen, Straßenlaternen, C’ rfpringenben Hauseingängen, unb bie Linienführung ber Straßen bis auf bas einzelne Haus beut’ lcher. Während bei völliger Dunkelheit, wie wir sie engangs erwähnten, biefe Konturen fast ober voll- Immen verschwunden sind und auch einen genauen bnner der Gegend in Orientierungsschwier'.gkeiten hingen können, stellt sich bei Schneedecke das Sicht- i rmögen in gewissem Umfange wieder ein. Fetive'billigunq I5r die minderbemittelte 35 völkerung. Die von ber Reichsregierung zur Verbilligung I r Speisefette für bie minberbemittelte Bevölke- r ng getroffenen Maßnahmen werben für bie Mo- mte Januar, Februar unb März 1941 wetter- l führt. ____________ kleinen Besuchern, wie chren erwachsenen Begleitern ganz befonberes Vergnügen bereiten. Es ift, nut jem angehängten Personenzettel, ein ganz selbstän- big es Märchenbuch geworden, das in schönem Druck das Grimmsche „Rotkäppchen" erzählt und durch < ehn entzückende Scherenschnitte einer jungen (Bie- jener Künstlerin illustriert ist. Diese phantasieoolle und durchaus selbständige vierzehnjährige Begabung wurde bei dem dies,ährigen Märchenpreisaus- chreiben des Stadttheaters entdeckt, in dem ben Kindern bie Aufgabe gestellt war, eigene Erzählungen ober Zeichnungen, gleich welchen Themas, einzusenden. Der Hinweis auf die ergötzliche und völlig natürlich 'wirkende Darstellung solch kühner Situationen, wie die „Der Wolf verschlingt die Großmutter" und „Der Jäger befreit Rotkäppchen aus dem Bauch bes Wolfs", mag ahnen lassen, wie plastisch bie Vorstellungskraft ber kleinen Künstlerin ist und über welch schöne technische Fertigkeit sie verfügt. Jedes Kind wird dieses reizende Rotkäppchen-Heft gern als ständiges Andenken an die diesjährige Märchenaufführung des Stadttheaters Gießen für wenige Pfennige erwerben wollen. .Mi*1 Dornolizen. Tageskalenber für Freitag. Stadttheater: 19 bis 22 Uhr Kabale und Liebe". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Das Herz ber Königin". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die lustigen Vagabunben"; 14 Uhr: Jugenbvorstellung „Schneewittchen unb bie sieben Zwerge", „Die Zau- berkiste". Slabllheaker Gießen. Am heuttgen Freitag wirb das Trauerspiel von Schiller in 5 Akten ,Lahale unb Liebe" wieder- holt. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. 11. Freitag-Miete. Gießener Vortragsring. Für den nächsten Vortragsabend am Montag, 2. Dezember, haben bie Vokksbildungsstätte Gießen, der Goethe-Bund und die Kulturelle Vereinigung (früher Kaufmännischer Verein) im Rahmen des Gießener Vortragsringes den bekannten Kriegsberichterstatter Herbert V o l ck zu einem Vorttags- abenb über das Thema: „33 000 Kilometer Kriegsabenteuer in Asien" eingeladen. Ortszeit für ben 30. November. Sonnenaufgang 9.12 Uhr, Sonnenuntergang 17.15 Uhr. — Mondaufgang 9.56 Uhr, Monduntergang 18.39 Uhr. Mond in Südwende. „Was sotten wir tragen?" Neben ihr, um sie her und vor allem, offen ober versteckt, gegen sie eine Fülle von Gestalten; es liegt am Stil der filmisch auflösenden Blunnszenie- rung, daß bie wenigsten von ihnen bie plaftifuje Rundheit einer Rolle im Bühnensinne erhalten, wenn auch die wichtigsten unter ihnen noch genügend Schärfe der Kontur und der Charakterzeichnung im schnellen Hin unb Her ber wechselnben Schauplätze und Szenen bewahren. So bie ft öppe n b ö f e r als Elisabeth, eine starre, von unter- grünbig ausb rechend em Gefühl bewegte, immer wache, kühle, biplomatisch abwägende Majestät; man bedauert auch um ihretwillen, daß der Film auf die Konfrontation in Fotheringhay verzichtet hat. Willy Birgel als Lord Bothwell: anfangs ein hinreißend leichtsinniger, lächelnder Renaissance- ftaoafier, bann plötzlich kalt, gefährlich, zweideutig. undurchsichtig in der flackernden, schwankenden Hallung, die wir aus vielen feiner früheren, moderneren Rollen kennen. Lotte Koch, ein neuer Name, ein neues Gesicht, das schmale, leidenschaftliche, aber selbst im Haß beherrschte Gesicht der Jo- Hanna Gordon. (Hier, beispielsweise, muß man in paar Augenblicken an die englischen Frauenbildnisse Aus der Stadt Gießen. Oie dunkelste Zeit des Lahres. . Während des Sommerhalbjahres sinkt die nächt- fioe Sonnenbahn nur so wenig hinter dem Horizont d. daß auch mitten in der Nacht noch ein fahler 1 üchtsch.mmer übrig bleibt. Im Winterhalbjahr ver- i leuft Die Sonnenbahn nach ihrem Untergang da- 1 nigen so tief unter dem Horizont, daß absolute 1 Ajmkelheit eintritt, die in gewissen Perioden ledig- - Üg durch den Mond, im übrigen aber durch den (r ammelten Schein der Sterne eine gewisse Sr» jjiüung erfährt. Während es in Mondscheinperioden L auch wenn der Himmel bewölkt ist — nicht so jj;mlel wird, daß man von einer absoluten Finster- ns reden könnte, wird es in den mondlosen Näch- tn, auch wenn Sterne am Himmel sind, so dunkel an, daß das Auge längere Zeit gebraucht, ehe es [iit Sicht- und Orientierungsvermögen wiederge- Q:nnt. Alle diese Dunkelheitsgrade sind jedoch noch t:.rägl:ch und bedeuten kein ernstes Hindernis. Den H-griff absoluter Finsternis, bei dem man nur ins schwarze sieht, kennt man in der freien Natur »ucht. Em kleiner Lichtschimmer bleibt immer erhal- tiu, indem ber Himmel etwas heller wirkt als bie litgebung am Boden, so daß sich auf diese Weise b? Konturen von Häusern unb festen Gegenstän- btn nach oben hin noch ein wenig abzeichnen. Der hchste Grab ber Dunkelheit entsteht nur bann, r-nn ber Himmel von einer einige tausend Meter ftrfen Wolkenschicht ober von mehreren geschlosse- iun Wolkenschichten in verschieb en en Höhen bewölkt r keinerlei Monbscheinwirkung besteht unb gleich- i t:g Regen ober,Nebel fällt. Diese Dunkelheit kann sy ungefähr bem Grab ber absoluten Finsternis Hern, wenn die Wolkenschichten, wie es im Win- |tr sehr häufig der Fall ist, nur wenige hunbert Jeter hoch sind. Auch wirb man immer feststellen, jc'ß naß geregnetes Straßenpftaster bei Dunkelheit c |olut schwarz wirkt, so baß es bann unmöglich ti, Borbsteine unb dergleichen xu bemerken. Aus jchem Grunde sollen bie Bororänber sowie alle rm ..Bürgersteig hinausragenben Teile der Wohn- h'itfer weiß angestrichen werben. :Die frühe unb erhöhte Dunkelheit ber winterlichen fsriobe verpflichtet zu befonbers sorgfältigen Ver- j nklungsmaßnahmen, ba sich jetzt jeber kleine, auch ^direkte Lichtschimmer, selbst bie unbebeutenbfte ichtquelle, wesentlich mehr aus ber Finsternis her- ashedt als im Sommer. Ferner hat sich mit dem rrftärtten Finsternis-grad noch größere Empsind- Uhkeit des Auges für plötzlich auftretende Lichtseiten eingestellt. Das menschliche Auge, das sich ur mit größter Mühe in der Dunkelheit zur echt- jiben kann, wird durch Lichteffekte kleinsten und trieften Umfanges schon so stark geblendet, daß jh für den „Angeleuchteten" die größten Gefahren (geben, weil er nachher mindestens eine halbe Mi- ute außerstande ift. Richtung unb Art seines Weges ä erkennen. Aus biesem Grunbe ist es erforberlid), k h bie vielfach benutzten Leuchtlampen einen stark egebämpften, auf eine bestimmte Farbe genormten Mjtgrab besitzen unb daß die Benutzung dieser : kchteffekte niemals horizontal, sondern immer nur ; sinkrecht zum Boden zu erfolgt. ben ]a einleiw r'J* l’tualüi;. cd; die l em Beivch k« illl i M 'ritten z biichern । General M, Sr. ■ Qan^ir W: Rittei s ifrite, em • 3agbiir ' er $.r üssion, K irer. h. urbe Vep hrer bn? chchen i eger obf Bestrafung von Preistreibern. NSG. Der ReichsstatLhalter in Hessen nahm die Firma Wilhelm Fuhr in Mümling-Crumbach wegen grob sahrläjjiger unzulässiger Erhöhung der Herstellerpreise für Apfelwein im Unterwer- fungsversahren in eine Ordnungsstrafe von 35000 RM.; den Kaufmann Ludwig Wehn er.in Offenbach a. M wegen grob fahrlässiger Zuwiderhandlungen gegen die Preisstop-Verordnung und das Verbot des Kettenhandels bei Spinnstoffen im Unterwerfungsverfahren in eine Ordnungsstrafe von 17000 RM.; Die Firma Johann und Hans Fischer in Hausen (Kreis Offenbach a. M.) wegen fahrlässiger Verfehlungen gegen die Lederpreis-Verordnung und bte Preisstop-Verordnung im Unterwerfungsverfahren in eine Ordnungsstrafe von 6000 R M.; die Firma Löw & Grimm, Jügesheim (Kreis Offenbach a. M.) wegen fahrlässiger Nichtbeachtung der Ledervreis-Verordnung und der hierzu ergangenen Aussührungs- und Preiserrechnungsoorschrif- ten im Unterwerfungsverfahren in eine Ordnungsstrafe von 5000 RM.; die Firma I o i st e n & Co., Seligenstadt a. M., wegen fahrlässiger Zuwiderhandlungen gegen die Lederpreis-Derordnung und' die Ausführungsbestimmungen sowie Preiserrechnungsoorschriften im Unterwerfungsverfahren sowie Preiserrechnungsvor- schriften im Unterwerfungsverfahren in eine Ordnungsstrafe von 5000 R M.; die Firma JungkSchroth, Offenbach a. M, wegen fahrlässiger Zuwiderhandlungen gegen die Lederpreis-Derordnung in Verbindung mit der dritten Ausführungs-Verordnung und den Preiserrechnungsvorschriften sowie der Preisstop-Verordnung im Unterwerfungsverfahren in eine Ord - nungsstrase von 3000 RM. Gegen den Inhaber einer BijouteriewarenhanD- lun-g wurde wegen grob fahrlässiger Zuwiderhandlungen gegen die Preisstop-Verordnung und die Spinnstoff-Verordnung vom 17. September 1939 im Unterwerfungsoerfahren eine Ordnungs- ftrafe von 2000 RM.; gegen einen Fuhrunternehmer wurde wegen grob fahrlässiger Verfehlungen gegen die Nahoerkehrs- preis-Verordnung im Unterwerfungsverfahren eine Ordnungsstrafe von 2000 RM.; gegen eine Lederfabrik wurde wegen grob fahrlässiger Zuwiderhandlungen gegen die Lederpreis- Verordnung, die dritte Ausführungsverordnung und die Preiserrechnungsvorschriften im Unterwerfungsverfahren eine Ordnungsstrafe von 1500 RM. und gegen eine andere Lederwarenfabrik wegen fahrlässiger Zuwiderhandlungen gegen die Lederpreis- Derordnung und die Preisstop-Verordnung wurde im Unterwerfungsverfahren eine Ordnungsstrafe von 1000 RM. verhängt. * ♦♦ Bis zum 15. Dezember geschloffen. Das Lager der NSV. im früheren Hotel Einhorn ist, wie die Kreisamtsleitung der NSV. uns mit« teilt, bis zum 15. Dezember geschloffen worden, da alle Räume des Lagers zur Herrichtung der von der Partei vorgesehenen Feldpostpäckchen für unsere Soldaten zu Weihnachten in Anspruch genommen werden müssen. Aus diesem Grunde muß die Sachenausgabe der NSV. und des Kriegs-WHW. einschließlich der Ausgabe von Dolksgasmasken für die nächsten 14 Tage zurückgestellt werden. Aus der engeren Heimat. Auszeichnung für anerkennenswerte Leistung. • Beuern, 28. Nov. Dieser Tage wurde dem Schulleiter Müller durch die Reichsfachgruppe Seidenbauer eine Auszeichnungsurkunde für anerkennenswerte Leistung auf dem Gebiete des Seidenbaues für die hiesige Volksschule überreicht. Die Schule Beuern bezog Anfang Juni zwei Gramm Seidenspinnerbrut, die Fütterung und Pflege übernahmen die Mädchen des 8. Schuljahres, während die Jungen das Futter für die überaus gefräßigen Raupen herbeifchafften. Im Abschluß der Zuchtperiode konnten der Seidenspinnansbalt 2506 Stuck Kokon mit einem Gewicht von 6,650 kg zugesandt werden. Um die Seidenraupenzuchten noch vermehren zu können, wurden im Frühjahr 1940 noch 1000 Maulbeerstöcke durch die Schule auf gemeindeeigenem Gelände angepflanzt. Bei der für unsere Volksgesundheit so wichtigen Aktion zur Heil - und Teepflanzensammlung setzten sich die Schüler und Schülerinnen unserer Volksschule sehr eifrig ein. Auch die Kleinsten wollten nicht zurückstehen. Stolz auf ihre Arbeit lieferten sie jeden Tag, besonders in den Sommerferien, abends in dem Trockenraum in der Bürgermeisterei ihre gesammelten Kräuter ab. Ohne diesen Eifer wäre, rote schon berichtet, das hervorragende Ergebnis van 361,5 kg Trockenpflanzen und 62 kg Hagebutten nicht möglich gewesen. Folgende Drogen wurden gesammelt und einwandfrei getrocknet: Schafgarbe 99 kg, Waldhimbeerblätter 53, Haselnuß- blätter 45,5, Gartenhimbeerblätter 21,5, Odermennig 28,5, Erdrauch 16, Huflattichblätter 32,5, Johanniskraut 25, Schachtelhalm (Zinnkraut) 21,6, Holunder- blätter 10, Gartenerdbeerblätter 5,5, Waldbrombeerblatter 3,5, Kamillenblüten 3,5, Spitzwegerichblätter 2, Brennesselblätter 2, Walderdbeerblätter 0,5, Thymian 0,5, Maiblumenblätter 0,3, Mutterkorn 0,2 kg. Durch K nderfleiß wurden einige hundert Kilo unserer wichtigen Heilpflanzen vor dem Verderben gerettet und unserer Heilmittelindustrie zugeführt. Canbfreie Gießen * Lich, 29. Nov. Die NSV. bittet alle Bewohner unserer Stadt, die Küchenabfälle täglich auf die Bürger st eige zu stellen, damit sie dort von dem Ernährungshilfswerk abgeholt werden können. Für die Durchführung der großen Ausgabe des EHW. ist diese Förderung durch alle Volksgenossen von besonderer Bedeutung. )•( Ruppertsburg, 28. Nov. Als Drittem aus unserer Gemeinde wurde dem Westwallarbeiter Wilhelm W i l l a das vom Führer verliehene W e st- wallehrenzeichen durch unseren Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Lind überreicht. Kreis Lauterbach. * Ulrichstein, 29. Nov. Beim Stämmeschleifen im hiesigen Walde ereignete sich ein Unfall. Ein Holzsuhrmann von hier wurde von einem der geschleiften Stämme so unglücklich getroffen, daß er einen Beinbruch erlitt und nach Gießen in die Klinik eingeliefert werden mußte. Kreis Wehlar. * Wißmar, 29. Nov. Die Eheleiute Schmiede- meister Karl Wagner und Frau Katharine, geb. Mandler, Bahnhofstraße 200 wohnhaft, begehen am morg gen Samstag, 30. November, in körperlicher und geistiger Frische das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar ist 73 Jahre, seine Frau ZI Jahre alt. Zu ihrer Freude können sie auf eine Nachkommenschaft von 6 Kindern, 15 Enkeln und 5 Urenkel blicken. Seit über 40 Jahren gehört das Jubelpaar zu dem treuen Bezieherkreis des „Gießener Anzeigers". Zu ihrem morgigen Jubiläumstage bringen auch wir den goldenen Hochzeitern unseren herzlichen Glückwunsch dar. Uneinheitliche Börse. Frankfurt a. M., 28. Nov. Der verflossene Berichtszeitraum brachte für die Börse eine recht uneiicheitliche Tendenz. Zunächst setzten an den Aktienmärkten sprunghafte Steigerungen ein, die bei einigen Spezialwerten erhebliches Ausmaß annahmen, für die aber irgendwelche stichhaltige Gründe kaum erkennbar wurden. Nach der Lockerung des Rentenmarktes, wo die Zinsdebatten die Loslösung namhaften Materials in 4,5proß. und 5proz. Werten zur Folge hatten, zeigte sich an den Aktienmärkten starkes Anlagebedürfnis, dem ander- seits unverändert enge Märkte gegenüberstanden, so daß schon bei kleineren Umsätzen anormale Kurssteigerungen eintraten. Daneben wies man aber auch aus Kapitalerhöhungsmöglichkeiten, auf Aus- fuhraussichten, auf Ausdehnungsmöglichkeiten (Baumarkt!) hin. Als die Kurssteigerungen ein nur schwer erklärliches Ausmaß angenommen hatten, sah man sich veranlaßt, aufklärend einzuwirken, so daß der Börsenhandel vorübergehend realisiert und die Kurse wieder stärker nachgaben. Auch die Ban- kenkundschaft verhielt sich für eine kurze Zeitspanne abwartend, um aber bann wiederum mit Anlage- käufen hervorzutreten, die ein Wiederansteigen der Kurse in langsamerem Tempo nach sich zogen. Der Börsenindex stieg vom 18. 11. bis 23. 11. auf 141,33 gegen 138,53 in der Vorwoche, er dürfte heute bei allen Schwankungen nicht viel niedriger sein, wenn auch die Höchstkurse bisher nicht mehr erreicht wurden. m Das Lockerwerden von Positionen am Renten- markt äußert sich vor allem am Pfandbriefmarkt. Hier gaben vielfache Kündigungen 4,5prozentiger Serien Anlaß, das Kursniveau zu berichtigen, und in absehbarer Zeit kündbare Serien gaben starker nach, tellweise bis 101 nach 102,5, das gleiche gilt für die 4,5proz. Kommunalobligationen. Auch die höherverzinslichen Jndustrieobligationen gaben meist mehr ober weniger stark nach, soweit sie nicht mit den Dividenden Der Aktien verkoppelt sind. Bei Stadtanleihen ist fast allgemein der Stand von 100,50 erreicht. Unvermindert stark blieb jedoch die Nachfrage nach 4proz. Werten an allen Einzels bieten, so auch nach Reichsschätzen. SteuerPitschein« l gaben von ihrem Höchststand bis auf 105,75 nach, zogen jedoch in den letzten Tagen wieder leicht an. Demgegenüber ist der F r e i v e r k eh r recht still, von heimischen Werten tonnten Kupferberg Sektkellerei bis auf 153 Geld anziehen, doch zeigten die Kursbewegungen auch hier Schwankungen. Der Kassa markt spiegelte die Entwicklung der führenden schweren Papiere wider, vor allein wurden vom Rückschlag die kleineren Werte mehr betroffen, während z. B. Brauaktien sich uiwermin- berter Beachtung erfreuten und mehrpro^entigk Steigerungen bis in die letzten Tage verzeichneten. Lagendsport in den Betrieben. Neben der allgemeinen Leibeserziehung der deutschen Jugend in der Hitler-Jugend ist es erforderlich, daß alle berufstätigen Jugendlichen durch einen planvollen Ausgleichssport vor Schäden an der Gesundheit des Körpers, die durch einseitige Berufsarbeit entstehen können, geschützt werden. Aus diesem Grunde wurde zwischen dem Reichs- jugendführer und dem Leiter der DAF. Dr. Robert Ley folgende Vereinbarung getroffen: „ 1. Die Reichsjugendführung, Amt für Leibesübungen, gibt die grundsätzlichen Richtlinien für die Durchführung der Leibesübungen der berufstätigen Jugend innerhalb der Arbeitszeit. Grundlage dieser Leibesübungen ist das Ausbildungsbuch der Hitler-Jugend ,HJ. im Dienst" bzw. „Mädel Ull -U ICH|4 . 2. Dem Jugendamt der Deutschen Arbeitsfront mit seinen Nachgeordneten Dienststellen obliegt es, die Notwendigkeit Üer Leibesübungen der berufstätigen Jugend in der Öffentlichkeit und insbesondere bei den Betriebsführern herauszustellen. Dieser Auftrag bedingt es, daß lediglich die Jugend- walter und Referentinnen in den Nachgeordneten Dienststellen des Jugendamtes der Deutschen Arbeitsfront berechtigt sind, Verhandlungen über die Einführung der Leibesübungen der berufstätigen Jugend zu führen. Die Betriebsjugendwalter und Betriebsjugendwalterinnen haben dafür Sorge zu tragen, daß die junge Gefolgschaft ihres Betriebes pünktlich und regelmäßig zu den Leibesübungen in ihren Betrieben antritt. 3. Die Leibsübungen der berufstätigen Jugend werden grundsätzlich während der Arbeitszeit durchgeführt. Die Jugendlichen gehören n i d) t den Be- triebssportgemeinschaften an und beteiligen sich auch nicht an den von diesen veranstalteten Sportwettkämpfen. Sie haben innerhalb der HI. Gelegenheit zur Tellnahme an Meisterschaftsrunden und bei entsprechender Leistung an den Kampfspielen. Die Leibesübungen der berufstätigen Jugend sollen sich in der Regel auf mindestens eine Doppelstunde in der Woche erstrecken. Der kommende Handballsonntag. Nachdem der erste Spieltag der Rückrunde mancherlei Wünsche übrig gelassen hat, wird angenommen, daß die inzwischen getroffenen Maßnahmen ihren Teil zu einer anderen Auslegung der Bestimmungen beigetragen haben. Denn die Pflichtspiele sollen auch im Geiste gegenseitiger Kameradschaft ausgetragen werden und nicht zu Kämpfen aus- arten, von denen keine der beiden Parteien etwas hat. Nicht zuletzt aber soll es in erster Linie auf das Spiel selbst ankommen und die Jagd nach den Punkten erst an letzter Stelle stehen. Diese Hinweise gelten mehr denn je für die Kämpfe des kommen- den Sonntags, weil es hier sehr wahrscheinlich knappe Ergebnisse und vor allem auch Ueberraschun- gen geben wird. Es sind angesetzt: Tv. Lützellinden — Tv. Hochelheim Tv. Kirch-Göns — Tv. Garbenheim Mto. Gießen — Tv. Katzenfurt Tv. Hörnsheim — Tv. Dornholzhausen. Das Lokaltreffen in Lützellinden führt zwei Mannschaften zusammen, die sich, wenn man die Verstärkungen auf der einey Seite berücksichtigt, ungefähr gleichwertig sein dürften. Es fragt sich nur, welche der beiden Parteien einen Vorteil für sich herausarbeiten kann, und wem es gelingt, einen knappen Erfolg sicherzustellen. Wenn sich Garbenheim zur Zeit auch in einer ausgezeichneten Verfassung befindet, so darf der Gegner keineswegs unterschätzt werden; denn ht Kirch-Göns haben bis jetzt noch alle Mannschaften verloren. Ein Zeichen dafür, wie stark die Einheit auf eigenem Platze ist. Wenn der Mto. die in den letzten Spielen gezeigte Form beibehalten hat, kann es auch diesmal wieder zu einem Sieg kommen. Es ist allerdings fragliche ob Katzenfurt das ohne weiteres hinnehmen wird. Denn die Mannschaft ist spielerisch auf der Hohe und gibt sich, wie die Erfahrung lehrt, erst nach, Kampf geschlagen. Hörnsheim ist nut feinen Leistungen zweifellos zurückgegangen, und zwar nicht zuletzt deshalb, weil Umstellungen vorgenommen wurden, die sich bis jetzt noch nicht bewährt haben. Die Mannschaft kann, nur Erfolge erzielen, wenn sie in ihrer bewährte» Aufstellung antritt und wenn sie nicht in den Fehler verfällt, anstatt zu spielen Entscheidungen bes Schiedsrichters zu kritisieren. Auf jeden Fall kam Dornholzhausen nur bezwungen werden, wenn ihm eine Einheit gegenübergestellt wird, die über ein noch größeres Können verfügt. In der ersten Klasse ist am letzten Sonntag der Tv. Wetzlar als Sieger und damit aufsttegsberechtig. ter Verein ermittelt worden. Die Mannschaft fpidl also im kommenden Jahre in der Dereichsklaffe. In der II. Klasse gibt es folaenbe Spiele: Tv. Nauborn — Tv. Garbenheim N Tv. Ätzbach — Tv. Lang-Göns. Bezifksklaffe Gießen-Vehlar. Durch die Hereinnahme von Bisienberg mußt« die Terminliste erneut geändert werden: 1.12.: VfL. Marburg — 1900 Bissenberg — Burgsolms DfB.-R. — Naunheim Wetzlar 05 — Watzenborn-Stetnbevg Sportfr. Wetzlar — Luftwaffe. 8.12.: Sports. Wetzlar — Durgfolms Watzenborn-Steinberg-— DfB.-R. Wetzlar 05 — VfL. Ärarburg Luftwaffe — Naunheim 1900 — Bisienberg. 15.12.: Burgsolms — Watzenborn-Steinberg Naunheim — Wetzlar 05 1900 — Sportfr. Wetzlar VfL. Marburg — Luftwaffe Bissenberg — DfB.-R. 22.12.: Luftwaffe — DfB.-R. Naunheim — 1900 Watz en b orn-Ste inbe vg — VfL. Marburg Bisienberg — Sportfr. Wetzlar. 29.12.: 1900 — Burgsolms Wetzlar 05 — Bisienberg VfL. Marburg — Naunheim Sportfr. Wetzlar — DfB.-R. 5.1.: Bissenberg — Naunheim DfB.-R. — Marburg Wetzlar 05 — 1900 Luftwaffe — Watzenb.-Steinberg (Rückr.) 12.1.: VfL. Marburg — Burgsolms Luftwaffe — Bissenberg DfB.-R. — Sportfr. Wetzlar (Ruckrunde) Watzenb.-Steinberg — Naunheim (Rückr> 19.1.: Svortfr. Wetzlar — VfL. Marburg Bisienberg — Watzenborn-Steinberg Burgsolms — DfB.-R. (Rückrunde) Luftwaffe — Wetzlar 05 (Rückrunoe) 1900 — Naunheim (Rückrunde). 26.1.: VfL. Marburg — Bisienberg 1900 — Watzenborn-Steinberg (!Rürfruribtl Wetzlar 05 — DfB.-R. (Rückrunde) Luftwaffe — Burgsolms (Rückrunde) • Sportfr. Wetzlar — Naunheim (Rückr.). AerMchklmg auf Korsika Noman von kfelnz Lorenz-Lambrecht 5. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Es ist dunkel geworden. Vom Hof herauf klingt ein Hornsidnal. Zehn Uhr. Die Gefangenen haben in zehn Minuten das Licht zu löschen und im Bett zu fein. Der diensttuende Sergeant und ein Begleiter machen noch einmal die Runde durch die Kasernenräume, um flüchtig nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. Kaum sind die beiden verschwunden, so blinkt da und dort über dem Kopfende des Bettes ein schwacher Lichtschein auf. Einer der Gefangenen hat die „feindwärts abgeblendete" Leselampe erfunden, höchst einfach konstruiert aus einer Konservenbüchse. Viktor Gienant liegt mit überwachen Nerven. Der Traum hat ihn bis ins tiefste aufgewühlt. Das Stilliegen wird ihm zur fürchterlichen Dual. Wenn er jetzt hätte fortrennen können, in die Einsamkeit der Nacht hinein! Eine angestrengte körperliche Betätigung müßte jetzt eine Wohltat sein, man könnte die erregten Lebensaeffter damit zur Erschlaffung bringen. Aber wenigstens braucht er in der Dunkelheit nicht mehr fein Gesicht zu beherrschen. Wie außerordentlich klar dieser Traum gewesen ist! Das Erlebnis mit Thea und Dr. Mervinger teht wieder so lebendig vor ihm, als hätte es sich gestern ereignet Theas Nähe meint er fast körper- Ich zu spüren. Ein weißes Kleid trägt sie, ihr erstes großes Gesellschaftskleid. Hell und zart wachsen die Arme, wachsen Schullern und Hals hervor. Die blauen Augen haben traumhaften Glanz, sind er- füflt von der Sehnsucht des Mädchens, das an der Schwelle des Weibtums harrt. Kleine Sätze flüstert sie nah seinem Ohr. Verführerische, liebestolle Worte sind es, die Theas Mund in Wirklichkeit niemals laut werden ließ. Ganz deullich hört er das lockende Wispern, er spürt das Wehen ihres erregten Atems, fühlt das heiße Pochen ihres Herzens in der zart gespannten Brust ... Viktor stöhnt unterdrückt auf. Er beißt die Zähne hart zusammen und krallt die Finger ins Bettzeug. Dierundzwanzig Jahre ist er, und er hat nur einmal geliebt. Mehr als drei Jahre führt er das Scheinleben der Gefangenschaft. Seine Sinne sind gesund und kräftig und fordern hartnäckig chr Recht. Er wendet den Kopf nach dem Fensterspalt. Hell vor Sternengeflimmer blinkt das schmale Rechteck. Er zwingt sich, ruhiger zu werden und anderes zu denken. Doch kommt er nicht los von der damaligen Begebenheit. / Fünftausend Mark hat er von Dr. Mervinger angenommen. Jawohl, das stimmt ganz genau, da ist nichts daran zu ändern. Den Fuchswallach und dreitausend Mark in bar, das kann man nicht wegwischen. Viktor bekommt einen heißen Kopf, wenn er heute daran denkt. Heute würde er es sich dreimal überlegen, ehe er sich auf so etwas einließe. Damals war er blutjunger Leutnant und voller Vertrauen und Unerfahrenheit. Gewiß kannte er auch damals schon recht gut den Ehrenkodex der Offiziere. Man bekam ihn beim Regiment und auf der Kriegsschule als Grundlage soldatischer Moral zuallererst eingehämmsrt, namentlich den ersten Satz. Viktor spricht den Satz in Gedanken vor sich hin: Je mehr Luxus und Wohlleben um sich greifen, um so mehr tritt an den Osfiziersstand die Pflicht heran, nie zu vergessen, daß . es nicht materielle Güter sind, welche ihm die hochgeehrte Stellung in Staat und Gesellschaft erworben haben und erhalten werden ... Ein ganz vortrefflicher Satz! Gemeißelt wie die Gebote Gottes. Wurden aber Gottes Gebote nicht übertreten? Warum sollten es Menfcdenqebote nicht werden? Man ist jung. Man steht als Leutnant in einem feudalen Regiment. Man liebt das hübscheste reichste Mädchen der ganzen Stadt. Man alaubt, vor ihm Staat machen, glänzen zu müssen. Man hat einen Monatswechsel von hundert Mark. Man kauft auf Pump ein Pferd und pumpt sich noch dreitausend Mark dazu. Von einem guten Bekannten, von seinesgleichen. Woher soll man Die Menschenkenntnis haben, den guten Bekannten zu durchschauen? Natürlich hat Mervinger nicht die Taktlosigkeit besessen, das Geld bei jenem Ball zurückzüfordern, ihm die Pistole auf die Brust oder, wie es im Traum geschah, auf die Schläfe zu setzen. Gewiß nicht. Das war freie Erfindung des Traumgeistes Mervinger ging viel geschickter vor und hielt sich korrekt. Er spielte bis zum Schluß den Mann hinter der Kulisse. Eines Tages, im April vierzehn, erschien in der Kasernenwohnung, die Viktor als einer der füngsten Leutnants innehatte, ein wenig vertrauenerweckendes Individuum. Es war schwarz gekleidet, trug einen Zwicker und hatte vor Rasieren bläuliche Backen. Die Haut dünstete einen schar- fen animalischen Geruch aus, der Viktor sofort und zuerst abstieß. Auch die schleimige Freundlichkeit des Besuchers stieß ihn bald ab. Dieser spielte sich als der wohlwollende Derqter eines jungen Offiziers auf, der in feinem Leichtsinn eine Dummheit begangen hatte. Nach vielen Dorreden präsentierte er Viktor ein Papier, das dieser als den von Dr. Mervinger ausgestellten Schuldschein erkannte. „Der Schuldschein is nämlich e Wechsel, verzeih ense gütigst, Herr Leutpant", sagte das Individuum. „Den Wechsel hab ich in Zahlung genommen für ... nu, is ja gleichgültig for was. Sagen wer for Antiquitäten und Bijouterien. Wo- dermit ich nämlich handel, wennse gestatten, Herr Leutnant, mit Antiquitäten und ... Der Wechsel is sozusagen fällig. Aber wenn Se ihn nicht können einlösen, ich kann warten, ich bin kein Halsabschneider, ich bin e Christ, Herr Leutnant. Wir werden ihn prolongieren, den Wechsel ..." Es folgte die Erklärung, was prolongieren bedeute, daß es eine ganz harmlose und einfache Geschichte fei, die nur ein paar Mark Zinsen koste. „Sagen wer fünf Perzent — per Monat, versteht sich" Viktor wußte wenigstens so viel von der Zinsrechnung, um sich an den fünf Fingern herzählcn zu können, daß er mit diesem Prolongieren erst recht in Teufels Krallen geraten würde. Er prolongierte nicht. „Dann wolle nse mir also gleich bezahlen die ganze Sunnne?^ Das Individuum machte ein freuMiches und erfreutes Gesicht. Nein, das wolle er nicht, well er es gar nicht könne. Jetzt entfaltete das Individuum Wehmut und Bedauern. Es flüsterte etwas davon, daß es ihm gegen Herz und Gewissen gehe, dem verehrungswürdigen Regimentskommandeur Meldung zu machen von der mißlichen Angelegenheit. Da rief Viktor feinen Burschen aus der Kammer, und der Besucher verschwand. Als er allein mar, wurde ihm sehr rasch klar, u» was es hier ging: Um feine Existenz, um fein" Ehre, um fein Lebensglück. Das Grauen umkroH ihn. Aber er war noch zu juna, als daß nicht fofpa auch ein viel stärkeres Gefühl auffchäumte.' Er D fein Vertrauen in der übelften Weise geschänW Und Das löste eine besinnungslose Gier aus, sich pu rächen. Er überlegte nicht lange, sondern fuhr w> der gleichen Stunde noch zu Dr. Mervinger. Er war in seiner Fabrik, doch ließ er sich Damit entschuldigen, er habe eine wichtige Konferenz. Villar wartete eine halbe Stunde, er wartete fast c'Nv ganze Stunde. Das Warten kühtte seine falle Ww nicht gerade ab. Schließlich ging er geradewegs rn Dr. Mervingers Prioatbüro. Mervinger saß allein drin? Er begann sich natürlich sofort zu entschuDlgen Es sei selbstverständlich ein fatales Mißverständnis, er habe wohl Gienants Namen nicht recht verstmi' Den, er sei derart in Arbeit vertieft gewesen. Viktor unterbrach ihn höhnisch: „Dann ist da» mit Dem Schuldschein wohl auch nur ein Mißven« ständnis gewesen, Herr? Daß er in falsche Händr gekommen ist ..." „Wieso — falsche Hände gekommen?" Mewiv" ger bekam runde Augen vor purem Staunen. „Do« von weiß ich ja wirklich nichts ..." Aber die Schleier waren bereits von Viktor? Augen gefallen. Hinter Der Maske sah er Mervi»' gers eigentliches Gesicht. Er verlor jede Selbstbe« herrschung und schlug seinem Todfeind mit dek Faust mitten ins Gesicht. Jetzt war Der Skandal natürlich unvermeidliÄ Ehrenrat, Zweikampf, Ehrengericht, Festungshm, für Viktor, Der feinem Kontrahenten einen Str er- schuß am Arm beigebracht hatte, schlichter Abschier! Dr. Mervinger passierte weiter nichts. Er brache vor dem Ehrengericht sehr glaubwürdig vor, baß an der Weitergabe Des Schuldscheines beziehunH^ weise des Wechsels tatsächlich schuldlos sei. Er Hari ihn seinem Sekretär zur Aufbewahrung anoertrairt; und dieser habe ihn versehentlich aus Der Hank gegeben. Wenn der Leutnant Gienant bei seinein Besuch nicht gleich so erregt gewesen wäre, wo* übrigens er, Mervinger, ganz gut begreifen tonn?. so hätte er selbstverständlich Die Angelegenheit IJ geregelt, wie das unter xameraDen üblich unö selbstverständlich sei. (Fortsetzung folgt)