Donnerstag. 2Y. August 1940 (90. Jahrgang Ur. 204 Postscheck 11686 JVrantf jäJl. Annahme von Anzeiger» für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Anzergen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbrette, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Erscheint täglich, außer Sonntags und s^eienags Beilagen: Die Illustrierte GiekenerFamilienblätter Heimat imBild DieScholle Monatcr-Bezugsvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt I ä w* A vonni Gietzener Anzeiger 6rfil)I|d>eUnh>trmäts6nidereiB.£e fammen arbeit anbahnen wird und daß Ja- Sulzbachtäler im Oberpinzgau käuflich zu er- pan sich durch diesen Ausgleich die notwendige werben und ihnen gleichzeitig größere Oedland- Rückenfreiheit gegenüber der neuen Entwick- und Gletscherstrecken anzugliedern. Damit ist nun lunq sichert die durch den Verfall der britischen ein weiteres Gebiet von rund 75 Quadratkilometer Macht im fernen Osten eingeleitet ist. Japan ver- unter Naturschutz gestellt. Es umfaßt zwei herrliche, folgt mit größter Spannung, wie England durch geologisch besonders bemerkenswerte Hochgebirgs- die europäische Kriegslage gezwungen ist, sich seiner täler in einem der schönsten Teile der Alpen mit Positionen in Ostasien zu entkleiden, und bereitet reicher Tier» und Pflanzenwelt und reicht im Nor- ich darauf vor, daß London, ähnlich wie im Fall den bis an das Salzachtal; im Süden grenzt es )ie Verpachtung der Bermuda-Inseln auch im Fer- an den Besitz des Deutschen Alpenvereins am Groß- nen Osten militärische und wirtschaftliche britische oenediger. Der G a m s w i l d st a n d ist ungewöhn- Stützpunkte an die Vereinigten Staaten ljch stark. Der 152 Hektar große Zirbenwald „verpachten" wird. Für diese Entwicklung ist ein ausgesprochener Schutzwald; mit ihm und schafft sich Japan durch die Annäherung an Ruß- dem ebenfalls im Bereich des Vereins Naturschutzland die machtpolitische Bewegungsfreiheit im park liegenden Wiegenwald sind die zwei schönsten Zirbenwälder auf deutschem Boden dauernd geschützt. Daß diese Erwerbung mitten im Krieg ermöglicht wurde, beweist den Willen, das im Dienste des deutschen Volkes begonnene Werk seiner Vollendung entgegenzuführen. dem zerstörten Flugplatz. Nun, wir sind nicht allzuweit von Portsmouth entfernt und wollen noch bei der endgültigen Vernichtung des Kriegshafens dabei fein. Während wir Portsmouth ansteuern sehen wir in für (?UaK und LotbritiaeN. großer Höhe weitere Schwärme deutscher Jager und <>neTmanen yurisnay unu Zerstörer. Sie patrouillieren über dem Angriffsgebiet und übernehmen Einzelkämpfe mit feindlichen Jagdmaschinen. In einem großen Kreis ziehen britische Jäger schon wieder um uns herum. Da wir näher kommen, empfängt uns verstärktes feindliches Flakfeuer. Hier herrscht ein Höllenkonzert von Abschüssen und platzenden Flak- granaten. Deutlich können wir jetzt schon die Hase n a n l a ge n erkennen. Wir starren in die Tiefe. Dort steigt Feuersäule neben Feuersäule auf. Breite Qualmwolken liegen bereits über dem Hafen. Unsere Kampfmaschinen setzen Bombe neben Bombe. Sie reißen die Peers auf, Gleisanlagen und Kaimauern sind getroffen und eingeftürxt Die- Reicksvost aibt soeben für den Verkehr im Elsaß Wen Jagdflugzeug- aber Mnnen unfere &mp - A- Maschinen nicht angreifen, weil s'° überall von deut- s 2 (Scherl-Bllderdienst-M,) chen Jagern und Zerstörern gestellt werden. Da, ' wieder eine Stichflamme in einigen tausend Metern 3800 RM. für die besten Erzählungen. Höhe, dann eine Rauchfahne und ein schneller jäher ^uch im Kriege schreibt die Monatszeitschrift Absturz! . h „die neue Huie" (Verlag Otto Beyer, Leipzig- So fliegt ein Gegner nach dem anderen 3er- Berlin) wie seit 10 Jahren ihren Crzähler-Wett- trummert in den Hasen von Portsmouth Das I bemerb au5 Ueber 26 000 RM. wurden seit 1931 Hauptziel unseres Angriffes iftb i e W e r ft. Rot- Preise für die besten deutschen Erzählungen lodernde Explosionen mit nachfolgender gelblicher ^stiftet und verteilt. 60 Erzählungen und Kurzge- Rauchwolke verwüsten die Statte wo unzählige Don efroa zg duschen Autoren sind dabei Schiffe des früheren englischen Weltreiches dem ^u5u„eichnet worden. 36 Erzählungen wurden darnassen Element übergeben wurden. Riesige ßager« binQUg Dom Verlag angekauft. Für 1941 ist Häuser, Hallen und', umfangreiche Hafenanlagen Gesamthöhe der Preise auf 3800 RM. festgesetzt brennen, die Einschlaae der wirksamen deutschen morben, baDOn 599 RM. als Zusatzpreise für preis- Bomben sind nicht mehr zu Zahlen. In den langen „ekrönte Erzählungen von Wehrmachtsangehörigen. Lagerstraßen wälzt sich das vernichtende Feuer fort. ^em Preisgericht gehören an: Werner Beumelburg, Hier ist nichts mehr zu retten. Portsmouth mQuI Achter, Helene v. Nostitz, Dr. Wilhelm ist in ein Flammenmeer gehüllt. D Scholz, Dr. Bruno E. Werner. Die Ausschrei» Die deutschen Kampfmaschinen-drehen ab nach- bungsbedingungen sind im September-Hest der dem ihr Austtag si^sgefsthrt ist Die schnellen Jagd- time" veröffentlicht. Maschinen decken ihnen den Rucken. Dann neigt sich " ' ' der Tag. Es war ein Tag des Sieges für die | Der Naturschutzpark in den hohen Tauern. Berlin, 29.August. (DNB. Funkspruch.) (PK.) Ueberraschend haben wir mit Kampfstaffeln und Jagdverbänden nochmals den englischen Kriegshafen Portsmouth angegriffen. Wir schweben zum konzentrischen Angriff unserer Kampfstaffeln über der Insel Wight. Wie immer werden mir von einem starken Sperrfeuer der englischen Flak empfangen. Ueber und unter uns finden wir kleine weiße Wolkenbänke. Wo mir aber die englische Küste erblicken, ist Heller Sonnenschein. Der Kanal ist ruhig und leer. Wir sehen kein einziges Schiff. Don unseren Kampfmaschinen folgt eine Staffel der anderen; Stukas schweben böse brummend unter uns. Wir schließen uns erst einmal der Staffel an, die einen bestimmten Flugplatz in der Nähe erledigen soll. Diese Nähe beträgt manchmal fünfzig Kilometer. Unser Angriff kommt hier tatsächlich überraschend. Auf dem Platz da unten scheint alles in größter Aufregung vor sich zu gehen. Die Flak schießt mit mittlerem und schwerem Kaliber Sperrfeuer. Die deutschen Flugzeugführer aber lassen sich davon nicht abhalten, ihren Befehl auszuführen. Rein übungsmäßig wird der Angriff vorgetragen. Der Platz stimmt mit dem Luftbild genau überein, das der Aufklärer vorher beschafft hat. Am Rande des Rollfeldes stehen noch einige Jagdmaschinen. In wenigen Minuten ist aus dem Rollfeld eine Wüste mit unzähligen Trichtern geworden. Hunderte von Detonationen erfolgen, über das Rollfeld wälzt sich eine mächtige Rauch- und Staubwolke. Neben diesem dampfenden Rollfeld leuchten Blitz und Qualm aus den Hallen und angrenzenden Werkstätten. Es brennt ein Trümmerhaufen — der Flugplatz ist vernichtet. Während des Zerftörungswerkes unserer Kampfflieger sind aus verschiedenen Richtungen englische S p i t f i r e und H u r r i c a n e herangeschossen. Wie wütende Hornissen kurven sie um unsere Kampfmaschinen und feuern, was ihre Rohre hergeben. Unser Jäger hat auf diesen Augenblick schon seit Beginn der Bombardierung gewartet. Unsere Zerstörer rechtfertigen ihren Namen! Mehrere englische Jäger erhielten Vollfeuerstöße der deutschen Zerstörer. Buchstäblich ze r s p l i t t e r t werden die Gegner. Teile der Tragflächen sowie der Kabinen sausen durch die Luft. Es werden aber nicht weniger Jagd- mafdnnen Denn überall, wohin wir sehen, erblicken ...-1-,------ ----- - mir nur deutsche Jäger, dazwischen spielen der Tag. Es war ein XaU wie Mücken die noch vorhandenen Spitfire. Auch wir | schlagkräftige deutsche Luftwaffe. deckt werden können. Umbildung der Regierung in Portuaal Lissabon, 28, Aug, (Europäpreß,) Eine Um- bildung der Regierung Salazar bezieht sich irn w - senllichen auf die Ressorts der inneren Verwaltung, Ministerpräsident Salazar selbst ,beh Außenministerium und das Knegsmmisterium . Dagegen gibt er das Finanzministerium das er ISR übernahm und dessen ersvlgreiche Leitung seine politische Position begründete an den bisherigen Minister für Handel und Industrie, Eosta Leite ab. Dessen bisheriges Ministerium wird mit dem Landwirtschaftsminifterium zu einem «rtfcedWn Wirtschaftsministerium verschmolzen an Seien Spitze der bisherige Landwirtichastsmimstei Rafael D u q u e tritt. An Stelle des aus der ^erung ausscheidenden Justizministers Ms-nuel Rod gue tritt der bisherige UnterftaaM^etar m Finanzministerium - einer der engst-n Mitarve « SalazLrs - Dr. Baz Serra. Untem*t5mim|ter wird an Stelle von Dr, Carneiro P ch . Professor der Rechtswissenschaft an der Univerft tat Soimbra, Dr, Mario de Fngueiro ____ schon 1928-1929 der Regierung alsEtappe aus dem Wege der weiteren Annäherung ongehörte und in jüngster Zeit vom M nstterp Japan und Rußland und eine gründ- sidenten zur Vorbereitung des Konkordates nur. vr 0 r- m-----r.i---k,« Vatikan hercmgezogen wurde. Fides Gemeinnutz über Verträge im Deutsches Filmschaffen im Kriege Wir geben unsere Vermählung bekannt STADTTHEATER GIESSEN 29. August 1940 3845 D L.' 3849 A (4 TvU fUdT^Ul EiußlM. Ab heute Donnerstag Ab heute Donnerstag Kleidchen 7.50 4.90 3.95 Anzüge .. 9.50 6.50 4.75 Trachten-Westen 27. August 1940 16. Ziehungstag In der Nachmittagsziehung wurden gezogen 6.50 5.50 4.50 o Pullover . 5.75 4.50 3.95 Mäntel... 9.50 7.50 450 Mützen .. 2.25 1.25 0.95 Spezialhaus 3846 A EINE FILM-kOriPDIEd^TOBIS 166374 263742 348219 174122 193573 282398 287087 350856 353491 Franz Ludwig Senner Gretel Senner, geb. Diehl Gießen/Lahn Äergstraße 32 (z-3- im Felde) 125607 126321 132492 133364 136607 204275 211413 238098 251623 260259 303566 311789 317151 328357 333401 372663 376797 385767 388044 390529 Frankfurt/Main Laustraße 10 Vornehm I Geschmackvoll I Persönlich I Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien-Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten und Papieren zu mäßigen Preisen Brühl’sche Druckerei. Schulstr. 7. Ruf 2251 Keine ürsprnngi- Zeugnisse, andern nur Zeugnisabschriften dem Be werbung-schveiben beilegen 1 — Lichtbilder undBewerbungsunle» lagen müssen zur Bev meidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift bei Bewerbers tragen 1 vom Schicksal Volksdeutscher „Menschen im Sturm" (mit Olga Tschechowa unter Karl Antons Regie) und „D i e v e r r u f e n e I n s e l" (Re. gie: Werner Klingler) sowie der Auswanderer-Film „Der Weg z ur Erd e". In die Zeit Napoleons reicht der Film „Strandgut" zurück. — Einen Abstecher in die klassische Operette unternehmen Willy Forst mit seinem Wien-Film „Operette", Karl Hartl mit dem Wien-Film „Wiener Blut" und Leopold Hämisch mit „Eine Nacht in Vene- d i g", ferner Theo Lingen mit dem Majestic-Film „Frau Lun a", der die beliebtesten Melodkdn Paul Linckes umschließt. Liebesschicksale von besonderer Eindringlichkeit kün- den die Filme „Ein Leben lang" (ein Wessely- Ucicky-Film der Wien-Film) an, der M. W. Kimmich- Film „Die Nacht ohne Abschied" und „D e r letzte Tag des Leutnants Doblinger", den Paul Verhoeven vorbereitet. — „I ch klage an", heißt ein Film, der sich mit den Gewissenskonflikten eines Arztes befaßt. — Die Filme „D e r Operngarderobie r", Regie Hämisch, und „Das andere Ich" (Regie Liebeneiner) greifen kleine Alltagsschicksale auf. — Ein grotesker Abenteurerfilm „Hölle ahoi!" führt in die Welt der Hafenkneipen und Tingeltangels zwischen Marseille und Oran — und den Abschluß der Ankündigung bildet — wenn man von einer noch nicht näher bezeichneten Sonderproduktion von vier Filmen (mit einem Jannings-Film darunter) absehen will — der Hans-Albers-Film „Treck, der Pandur". Theo Lingen hat hier sein eigenes Theaterstück, mit dem er im Berliner Staatstheater stürmische Lacherfolge erzielte, als Film inszeniert. Er spielt selbst die Rolle des angeblich unbegabten Schauspielers, der auf gewagte witzige Weise sein Talent beweist Das gibt einen tollen Theater-Skandal THEO LINGEN - FITA BENKHOFF - OTTO WERNICKE PAUL HENCKELS - HANNES STELZER - PAUL KEMP SPIELLEITUNG: THEO LINGEN inmeldinigen von Schölern und Schülerinnen aller Schulen Ihr die Arbeitsstunden Wernerwall 24 I, können täglich erfolgen. Gewissenhafte Beaufsichtigung der Schulaufgaben und Förderung. Beste Empteblungen. Druckschrift kostenlos. Sprechstunden von 11—13 Uhr oder nach Vereinbarung. Fernruf 4020. ggisv In der Vormittagsziehung wurden gezogen 9 Gewinne zu 5000 NM. 125180 237891 244757 12 Gewinne zu 4000 RM. 149141 291962 327071 346415 30 Gewinne zu 3000 RM. 106553 152897 176494 199277 262005 265459 312559 323151 329189 391241 42 Gewinne zu 2000 RM. 774 19301 28042 129885 145365 188950 236363 254859 314736 316579 318347 342200 350336 397031 129 Gewinne zu 1000 RM. 3566 3572 8780 29654 30943 34525 41012 69305 85281 87844 91165 109130 110198 116217 sondere an Reichsfluchtsteuer, Kraftfahrzeugsteuer und Zöllen wird durch das Mehr auf anderen Gebieten reichlich ausgeglichen. Der Staatssekretär erklärt, daß die Kriegsfinanzierung in Deutschland nicht durch Inanspruchnahme der Notenpresse geschieht, vielmehr steht ein Teil des Volkseinkommens dem Reich als Steuern zur Verfügung. Der Teil, der nach Vornahme der privatwirtschaftlichen Bedarfsdeckung und Abzug der Steuern verbleibe, dränge selbsttätig im wesentlichen nach Anlage, in Schuldtiteln des Reiches. Dieser Drang führe zur Deckung des nanzbedarfs des Reiches, der über die Summe Steueraufkommens hinaus bestehe. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptfchriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stapt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universit wenig kannte, wenn es auch die Heimat war. Aber in den Unterständen lachten ihre Schönheiten in hundert Bildern von den Lehm- wänden. Auf einer Erhöhung, von der sonst der Oberst sprach, stand der Mann, eine hohe Gestalt und schon leicht ergraut. Unter den buschigen Augenbrauen ein paar gütige, stille Augen. Einfach und schlicht sprach er einige Geschichten. Er erzählte von alten Tagen. Vergangene Geschlechter trugen ihr tiefes, treues Leben durch ihre Zeit. Dämmerige Säle, blanke Mahagonimöbel, bunte Gärten und darüber Lawendelduft und Rosenruch, zierliche Lieder aus verstaubten Spinetten. Dahinter rauschte das Meer. Von eines Hundes rührender Treue sprach er, von selbstgenügsamen Menschen im dritten Stock. Seine Stimme floß wie ein klarer Wiesenbach über hellen Kieseln. Eine Amsel sang, und oben wanderten heitere Wolken. # Dann füllte ein wunderbares Gedicht den dämmerigen Raum. Ein einfacher Mann schuf es einst, als der norddeutsche Abeno über den Wiesen hing. „Der Mond ist aufgegangen ..Stille. Nur die beiden Kerzen am Pult knisterten. Hin und wieder hob sich eine Brust zu tiefem Atemzuge. Deutsches Land! Heber den fernen Bergen verglutete der Tag, tiefrote Streifen glommen. Eine Glocke sang über die »Meine Tochter lebt in Wien.-' Der Schwiegervater macht selbst im Film nur selten eine gute Figur. In dieser lustigen Verwechslungskomödie, die E. W. Emo mit einer Prise Psesfer pikant angerührt hat, wird er zum Helden, wenn Hans Moser als Schwiegervater daran- geht, Ordnung zu schaffen. Das geichieht zwar am falschen Platze, aber mit einer solchen Betriebsamkeit und Bestimmtheit, daß dagegen weder Zweifel noch Widersprach aufkommen, zumal die reinigende Prozedur, die der vermeintliche Schwiegervater dem wirklichen abnimmt (ihn fpielt Theodor Dan- e g g e r als blind wütenden Choleriker), einem verstehenden und fürsorglichen Vaterherzen entspringt und alles zum Besten ausschlägt. Wie der Ge- mischtwarenhändler Florian Klaghofer sich in der feudalen Villa des allzu lebenslustigen Fabrikanten, den er für seinen Schwiegersohn hält, im Handumdrehen zum Herrn der Situation macht, ihm nicht nur nach allen Noten die Leviten lieft, sondern auch tatkräftig zupackt, um ihm eine voreheliche Liaison mit ihren kostspieligen Allüren und die daraus stammenden Schulden vom Halse zu schaffen, schließlich aber mit Schrecken gewahr werden muß, daß fein'Töchterchen, dem er so resolut das eheliche Glück retten wollte, in diesem Hause nur das Stubenmädel ist, das ist ein köstlicher Wirbelwind sich überstürzender Begebenheiten. Neben Hans Moser, dem immer quicklebendigen, von Aktivität strotzenden „Schwiegerpapa" steht Hans Olden, dessen lasche Behaglichkeit das Wiener Milieu am besten präsentiert. Mit den schon Genannten finden sich O. W. Fischer, Dorit Kreys- ler, Charlott Säubert, Hedwig Bleibtreu und Elfriede Datzig zu einem Ensemble zusammen, in dem jeder ganz bei der Sache ist. (Wien, Fllm der Ufa.) Dr. Fr. X Lange. Majestätisch erheben sich auf langen Stengeln die Sonnenblumen. Hier und da grüßen sie neben den Bahnwärterhäuschen am Schienenstrang, meistens aber leuchten sie aus dem dunklen Grün der Gärten, wo im vollen Laub die Aepfel und Birnen reifen. Die gelben Sonnenräder verschaffen den Gärten einen besonders malerischen Reiz. Unermüdlich aber rankt und blüht in ihrer Nähe an langen Stangen die Feuerbohne, und unweit davon röten sich die nützlichen Tomaten, die auch den poetischen Namen Liedesapfel führen. Der Spätsommer hat überall feine lockenden Farbenspiele entfacht, und er zündet als Vorbote des Herbstes die ersten Leuchtfeuer an, in denen sich in wenigen Wochen die Schönheit des Sommers verzehren wird. Noch aber jubiliert die Daseinsfreude und das Glück der Sommerseligkeit. Auf den Feldern paradieren freilich schon die Garben, und manches Stoppelfeld wird bereits wieder für die Wintersaat vorgerichtet. In den hoben Bäumen am Straßenrand runden sich die stachligen Hüllen der Kastanie, doch ehe sie platzend ihre runden Früchte zur Erde fallen lassen, wird uns der späte Sommer noch manchen schönen Tag schenken. H. W. Sch. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Meine Tochter lebt in Wien". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Was wird hier gespielt?" Ortszeit für den 30. August. ömtrrctuiqgang o.oa uyr, Sonnenuntergang LO.1L lfF16 Uh Mondaufgang 3.05 Uhr, Monduntcrgang Gießener Dochenmarktpreife. * Sirßrn, 29. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, ausländische Eier 11^, Kartoffeln, % kg 5,6, 5 kg 56, Wirsing, % kg 7, Weißkraut 5, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7, rote Rüben 8, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen (grün) 15 bis 20, (gelb) 21, Erbsen 30, Tomaten 18, Zwiebeln 12 bis 14, Kürbis 7, Rhabarber 10, Frühäpfel 20 bis 35, Falläpfel 7 bis 10, Birnen 30 bis 45, Pflaumen 20 bis 25, Zwetschen 20 bis 25, Mirabellen 25 bis 35, Renekloden 20 bis 25, Blumenkohl, das Stück 10 bis 70, Salat 5 bis 10, Salatgurken 10 bis 40, Einmachgurken Wi bis 4, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bund 10 Rpf. „Schwarzmeer-ttosakelichor." Das staunende, ja bewundernde Aufhorchen, das den reisenden Kosakenchören in der Zeit nach dem Weltkriege begegnete, hat nun schon eine lange Reihe von Jahren überdauert. Das bestätigten die Schwarzmeer-Kosaken mit chrem Chorabend. Vielleicht haben die vergangenen Jahre den Sinn für das Volkhafte, Rassebedingte dieser typisch geprägten Kunstleistung geschärft, und so war das vollbesetzte Haus des Stadttheaters zeitweilig von Wogen höchster Begeisterung durchflutet. Die Kosakenchöre haben in ihrer Einmaligkeit einen Chorstil ausgebildet, der frei von jeder bewußten Tendenz aus den seelischen und technischen Bedingtheiten erwachsen ist. In Ursprünglichkeit und Unverfälschtheit erschließt sich die Seele dieses Volkes in den einzelnen Gesängen, betont durch die Neigung des Slawen zur Ausweitung und gedehnten Auskosten der angeschlagenen Stimmung wie auch in der aufrifttelnden Kraft des zündenden Rhythmus. Das Gefühl der Unendlichkeit und Weite durchzieht die Gesänge, wie sie sich oder auch zur Kindesvater zahlte vor der Einberufung monatlich 30 RM. Zur Sicherstellung des Pflegegeldes zahlte die öffentliche Fürsorge monatlich 5 RM. a) Unterhaltssatz 39,50 RM. b) Einkommenshöchstgrenze 35 RM. (30 RM. Unteryaltsbeittag des Kindesvaters und 5 RM. Zuschußleistung der öffentlichen Fürsorge). c) Da die Einkommenshöchstgrenze unter dem maßgeblichen Unterhaltssatz liegt, kann der Familienunterhalt in Höhe der Einkommenshöchstgrenze — 35 RM. festgesetzt werden. • Beispiel 3: Das uneheliche Kind befindet sich bei der Mutter. Dor der Einberufung des Kindesvaters betrug das Einkommen des Kindes: 6 RM. monatlicher Unterhaltsbeitrag des Kindesvaters, 4 RM. monatliche Unterhaltsleistung der Kindesmutter und 10 RM. monatliche Unterstützung der öffentlichen Fürsorge = zusammen 20 RM. a) Unterhaltssatz für das Kind 20 RM. b) Einkommenshöchstgrenze monatlich 20 RM. c) Da dem Kind nach wie vor die Unterhalts- leiftung der Kindesmutter in Höhe von monatlich 4 RM. zur Verfügung steht, ist der an und für sich zu gewährende Unterhaltsfatz von 20 RM. um diesen Betrag zu kürzen, denn im Familienunterhaltsrecht gilt d?r Grundsatz, daß der Familienunterhalt nur insoweit zu gewähren, als er nicht auf andere Weise gesichert ist. An Hand unseres Beispiels sei ferner noch klargestellt, daß an die Stelle der früheren Leistungen Der öffentlichen Fürsorge nunmehr diejenigen des Familienunterhalts treten. Der zu gewährende monatliche Familienunterhalt beträgt daher in vorliegendem Falle 16 RM. War vor der Einberufung des Kindesvaters der Unterhalt des unehelichen Kindes nicht in genügendem Maße gesichert, z. B. weil der Einberufene keinen Unterhalt geleistet hat, weil die Kin- desmutter selbst für das Kind nicht ordnungsgemäß sorgen konnte ober weil aus irgendwelchen Gründen die öffentliche Fürsorge eine ausreichende Un- Ekstase des Klanglichen und des Temperaments auf» zusteigern vermögen. Der Wille zum Ausdruck findet hier die dienstbarsten Mittel in einem ©timmaterial, das unvergleichliche Werte in sich birgt: Bäffe mit einer phänomenalen Entfaltung der Tiefe bis in die Region der Kontratöne hinein und gleichzeitiger Fülle des Volumens vereinen sich mit Tenören, die in Leuchtkraft des Klanges nachgiebig sind dis zum Verhauchenden und trotzdem tragfähig schwebenden Pianissimo höchster Lagen. Klingt aus den unteren Stimmen mehr elementare aber doch gezügelte Kraft hervor, so könnte man bei den Tenören fast von einem Herausschmeicheln des Tones sprechen. Erscheint so jeder der dreizehn Sänger als vollwertige Solostimme, so muß um so mehr die äußerst disziplinierte Unterordnung des einzelnen in das musikalische Gefamtgefchehen um so größere Anerkennung abzwingen. Denn bei den mannigfachen foli» stischen Anteilen steht hier immer die Rundung der Gesamtleistung im Vordergründe, und wurde jedes einzelne Stück der Dortragsfolge zu einem beredtem Zeugnis für die singende Gemeinschaft. Diese vielfältige Fähigkeit des einzelnen mußte so zu einem charakteristischen Einsatz der Kräfte führen und einen Chorstil erstehen lassen, der eben nur unter diesen Bedingungen möglich ist. Der einzelne wird entsprechend seiner Fähigkeit zu ganz besonderen Ausdrucksaufgaben heranaezogen, die feinem Stimmtypus, feiner Farbe und feiner Darstellungsfähigkeit individuell abgelauscht sind. Der Gesamtklang erfährt so reichliche Möglichkeiten der Austönung; man möchte geneigt fein, von einem Instrumentieren in vokalischen Klangmischungen zu reden. Der bewegende Urgrund aber des Singens dieser Vereinigung ist die Kraft eines starken, unverbrauchten Volkstums, das sich, traditionsgemäß verankert, in den religiösen Gesängen des ersten Pro- cjrammteiles äußerte. Anknüpfend an den kirchlichen Stil mit der Gegenüberstellung der einzelnen Gruppen, des Vorsängers dem Ganzen gegenüber, entstanden hier Momente unmittelbarer Weihe und visionärer Mystik des Abklingens. — Die beiden folgenden Dortragsabschnitte hielten sich weniger an die Angaben des vorliegenden gedruckten Programms. Hier wurde das Volk im innersten Erleben lebendig, rote in der Legende von den zwölf Räubern mit feinen Wechsä zwischen Chorgebet und terstützung noch nicht gewährt hatte, so kann, in» soweit die Verhältnisse es erfordern, dem Kind ein Familienunterhalt bis zur Höhe des maßgeblichen Unterhaltssatzes gewährt werden. Diese Regelung wird auch dann anzuwenden sein, wenn das uneheliche Kind erst nach der Einberufung feines Erzeugers geboren ist. Anstalts- und Krankenhauskosten für das uneheliche Kind eines Einberufenen find in voller Höhe aus Mitteln des Familienunterhalts zu übernehmen. In der gleichen Weise wird in der Regel bei der Uebernahme van Arzt- und Arzneikosten verfahren. Nach § 17 Abs. 4 der Einsatz-Familienunterhalts- Durchführungsverordnung vom 26. 6.1940 verliert ein uneheliches Kind seinen Unterhaltsanspruch gegen den unehelichen Vater nur insoweit, als es Familienunterhalt erhalten hat. Der Unterhalts- anfpruch des Kindes gegenüber feinem Vater bleibt jedoch in der Höhe des Betrages aufrechterhalten, um den der Familienunterhalt geringer ist als der Betrag des Unterhalts, den der uneheliche Vater schuldet. Dieser rückständige Unterhalt kann also nach der Entlassung des Einberufenen auch für die Vergangenheit nachgefordert werden. Eine Beseitigung des Unterhaltsanspruchs des unehelichen Kindes gegenüber dem Einberufenen, insoweit Familienunterhalt nicht gewährt wird, ist bis jetzt gesetzlich nicht vorgesehen. Auch kann heute noch nicht gefaat werden, ob und in welchem Umfang mit einer Beschränkung der Unterhaltspflicht der enllassenen Einberufenen für die Vergangenheit nach den Bestimmungen des BGB. zu rechnen ist. Die erwerbstätige uneheliche Mutter, mit der das Kind in Haushaltsgemeinschaft lebt, soll nur im Rahmen des Zumutbaren zum Unterhalt des Kindes herangezogen werden. Eine Rücksichtnahme bei der Beurteilung ihrer Unterhaltsfähigkeit ist namentlich dann am Platze, wenn die Annahme begründet ist, daß der Einberufene die Kindesmutter heiratet. Auf keinen Fall soll durch allzu scharfe Heranziehung zum Unterhalt die beabsichtigte Eheschließung gefährdet werden. Dorfdächer. Hinten quollen Nebel aus den Wiesen, dicht, in breiten Schwaden. Das Posthorn klang verloren zu den Wanderern am Waldrand herauf. Aus den Wipfeln klomm der Mond. Zusehends wurde er runder und voller. Dann stieg er wie eine goldene Scheibe am tiefblauen Himmel hoch. Sterne wachten in überreicher Fülle auf und tauchten den unendlichen Raum in geheimnisvollen Glanz. Wie die dunklen Linden rauschten, die Fliederbüsche dufteten! In der Kammer wiegte die Mutter ihr Kind, der Mann dengelte seine Sense, und mit stillem Blick sah der Großvater nach oben, ein Patriarch, der mit den Sternen Zwiesprache hielt. Langsam tropften die Worte. Wie das Heimweh brannte! Der bärtige Mann stützte schwer das Haupt, wie ein Steinbild lehnte der Hauptmann am Pfosten. Da hob sich die Stimme zu visionärer Größe: „Woll'st endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod". Sie hatten es oft vergessen, nun stand es wieder in voller Klarheit vor ihnen. Da hinten giftiger Geifer, der altes das ersticken wollte, was aus Den Tiefen der Ewigkeit gestiegen war, und über dem die Sterne Gottes in eigenem Glanze leuchteten: Deutsches Land! In der lebten Zeit ist wiederholt in der Oeffent- lichkeit die Auffassung vertteten worden, daß Das uneheliche Kind des Einberufenen nach neuem Recht schon ohne weiteres Familienunterhalt erhalten kann, auch wenn der Einberufene vor der Einberufung in keiner Weise zu seinem Unterhalt bei» getragen hat. Diese Ansicht ist irrig. Zur Richtigstellung ist es angezeigt, die maßgeblichen Bestimmungen nachstehend darzulegen. Nach dem Einsatzfamilienunterhaltsgesetz vom 26. 6. 1940 ist vom 1. 7. 1940 ab die Familienunterhaltsberechtigung des unehelichen Kindes während des besonderen Einsatzes der Wehrmacht nicht mehr, wie dies vorher der Fall war, von der Ernährereigenschaft des Einberufenen abhängig. Es wird also heute als Voraussetzung für töte Zahlung des Familienunterhalts nicht mehr gefordert, daß der Einberufene vor der Einberufung mindestens ein Drittel des für das Kind maßgeblichen Unterhaltssatzes als Unterhaltsbeitrag zahlte. Die Familienunterhaltsberechtigung des unehelichen Kindes ist heute genau so wie b-ei dem ehelichen dann gegeben, Die Gewährung vorstehender Unterhaltssätze darf jedoch nicht dazu führen, daß dem unehelichen Kind für seinen notwendigen Lebensbedarf mehr Mittel zur Verfügung stehen, als ihm bis zur Einberufung seines Erzeugers zur Verfügung gestanden haben. Es kann daher Familienunterhalt nur insoweit gewährt werden, als er das Gesamteinkommen nicht übersteigt, das dem Kind vor der Einberufung seines Erzeugers zur Verfügung gestanden hat (Einkommenshöchstgrenze). Zu dem Einkommen des unehelichen Kindes gehören nicht nur die Unterhalts- beiträge, die das Kind von dem Erzeuger erhalten hat, sondern auch andere Einkünfte, wie z. B. Die von Angehörigen, insbefonDere von der Mutter gewährte Unterkunft und Verpftegung und Die ihm gewährte öffentliche Fürsorge (gezahltes Pflegegeld). Beispiel 1: Das uneheliche Kind befinDet sich b et d e M at - ter. Der Kindesvater, hat vor Der Einberufung em en monatlichen Unterhaltsbeittag von 30 RM. geleistet. a) Unterhaltssatz für das Kind 20 RM. b Einkommenshöchstgrenze 30 RM. c) Der Unterhaltssatz von 20 RM. kann in voller Höhe als monatlich zu gewährender Familienunterhalt gezahlt werden, da Die Einkommenshöchstgrenze (30 RM.) über diesem Satz liegt. Indessen ist eine Gewährung des vor der Einberufung von dem Kindesvater gezahlten Unterhaltsbeitrages in voller Höhe nicht möglich, da dieser Unterhaltsbeitrag über den maßgeblichen Unterhaltssatz (Bedarfssatz) hinausgeht. Der Betrag, um den Die frühere Unterhaltsleistung Des Einberufenen über dem Unterhaltssatz liegt (in unserem Beispiel --- 10 RM.), kann auch nicht im Wege einer besonderen Beihilfe gewährt werden. Beispiel 2: Das uneheliche Kind befinDet sich in fremder Pflege. Das Pflegegeld beträgt 35 RM. Der AerIamiliennnlechalifür das uneheliche Kind des Einberufenen Bon Verwaltungs-Oberinspektor JRafm, Sozialamt der Stadt Gießen. Aus der engeren Heimat ö.jf.-tfpori Ein großer Tag des deutschen Sports. g durch die Universität G i e- iktische Arzt Sanitätsrat Dr. Michael *♦ Ehrun kann. Landkreis Gießen. i Diese geheime, unsinnige Freude ist die Quelle feines Schuldgefühls Erna gegenüber. Aber er tft 1 - . . . < . • Xi i Ki» Irr onnlR All Bei der Mittagsmahlzeit sehen sich endlich die Ehe« _ # < • ♦ , • f. Vn> z-i K a%» m t rnf (Nachdruck verboten.) Sind selten, selten Reime." 8. Fortsetzung. Aus der Treppe zu seiner Wohnung sprach er noch vergnügt einen Vers vor sich hin, der ihm von irgendwoher angeflogen war: „Was er vom Glück der Ehe spricht, Herr Detter, das sind Träume! Die CH' ist Prosa, kein Gedicht, Denn Mann und Frau — weiß er es nicht? ^Dos^gM dich gar nichts an!" hält er sich vor, als er sich immer wieder dabei ertappt, wie seine Gedanken spürend und forschend die beiden urnzrngeln. Als man sich in der Nacht zum Heimweg angeschickt hatte, und das Schriftleiterehepaar m einer Taxe davongefahren war, hatte Heidenreich zu Dietmuthe Röhl gesagt: „So, nun bringen wir erst Doktor Bergholz nach Hause!" Das war sehr liebenswürdig gewesen, aber in den Worten steckte ein geheimes Aergernis für ihn. — । Oho, Hans Bergholz! Wohin verlierst du dich? 8 8. Geburtstag. Die Jubilarin ist noch rech^ rüstig und kann im Haushalt allerlei helfen. Auch an den Ereignissen der Gegenwart nimmt sie regen Anteil. Der Jubilarin gilt unser herzlicher Gluck- wünsch zu ihrem Geburtstag. ~ r * Allendorf (Lahn), 27. Aug. Dieser Tage fand auf dem Schulhofe unter Leitung von Untergruppenführer LS.-Führer Kimmel eine Luftschutzübung in praktischer Brandbekämpfung statt. Zwei Luftschutzgemeinschaften wurden dabei eingesetzt. Es wurde gezeigt, welche ausgezeichneten Wirkungen mit Nun ja, die Gewohnheit stumpft ab. Man ist unempfindlich geworden gegen die geistige Oede, die den Kartentisch umdämmert und sich auch nebenan, bei der Unterhaltung der Damen, auf der gleichen Roman von Helene Kalisch Copyright 1939 by Prometheus-Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München halten verrät ihm bereits ihre Stimmung. Auch bei seinem hastig eingenommenen Frühstuck bleibt er allein. Das Mädchen berichtet, Frau Bergholz sei verlassen. Daubringen 2. Jgd. — Leihgestern L.Jgd. 1:1 (0:1). Die 2. Jugend von Daubringen mußte sich diesmal mit einem Unentschieden begnügen. lich und verdächtig erscheinen^ angestrengt und müde gear- .. uJ dem Bericht gekommen ist, der | W* ^mein Gehirn kann den Ausgleich gebrau- ihm in der angeregten, auf gefrischten 'vtimnlung ,/ . f er behauptet, wenn sich m ihm gestern nicht schwergefallen wäre in einer Stirn- eqentlich Widerstand und Ueberdruß regten. Jetzt mung, die auch über ihr Schmollen und ©rollen 08 ^ Male — kann er da nicht mehr mit- den Sieg davongetragen hätte, sieht er sich sttzt vor mQ , ^eute meint er zu wissen, daß noch anderes neuen unliebsamen Auseinandersetzungen. 2Hr Der- Ausgleich schaffen und sein Lebensgefühl er- __«ArrXt horsita hr<» Afimmuna. Aum bei " Heilkräutersammlung im Kreise Weiterau (ließen und Aroßen-Buseck vorbildlich. Kurze Sportnotizen. DieSommer-Kampfspieleder HI. be- gannen am Mittwoch auf den verschiedenen Kamps- statten des Breslauer Hermann-Göring-Sportfeldes mit vorentscheidenden Kämpfen im Fußball, Hand- ball, Hockey, Tennis, Schießen, Rollschuhlauf und Wasserball. Äuf allen Gebieten gab die deutsche Jugend Beweise ihres hervorragenden Könnens. Die Rollsportmeisterschaften am 7. und 8. September in Leuna werden mit 13 Bewerbern im Kunstlauf der Männer, 15 Anwärterinnen im Kunstlauf der Frauen und 12 Mannschaften im Paarlaufen gut befchickt. All- Titelverteidiger, d.e der 1. FC. Nürnberg mit Lydia Wahl, Fritz Handel und Roth-Walter stellt, sind am Start. Skelettfund in Heldenbergen. LPD. Heldenbergen (Kr. Friedberg), 28. Aug. Dor etwa zwei Jahren war hier auf ungeklärte Weise ein j u n g e s Mädchen verschwunden, das seitdem vermißt wird. Ein Landwirt sand nun vor etwa zwei Wochen im Keller seines Hauses ein w e i b l i ch e s S k e l e t t. Es besteht der Der- dacht, daß dieser Fund im Zusammenhang steht mit dem Verschwinden des Mädchens. Die Untersuchung darüber ist noch nicht abgeschlossen; sie wird von der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei Gießen geführt, die das Gerichtsmedizinische Institut m Frankfurt zur Klärung des Falles mit herangezogen haben. . . . Wie wir hierzu noch erfahren, wurde das m Betracht kommende Mädchen im April 1938 als vermißt gemeldet, und es blieb seitdem verschwunden. Die Staatsanwaltschaft Gießen hat damals schonumfangreiche Nachforschungen angestellt, um Klarheit über das Verbleiben des Mädchens herbeizu- führen Sie ließ in jener Zeit, um allen Spuren mit größter Sorgfalt nachzugehen, Ausgrabungen vornehmen, Brunnen auspumpen und Pfuhlgruben ausschöpfen, aber alle diese Suchen blieben völlig ergebnislos. Nunmehr wurde bei Ausschachtungsarbeiten in dem Keller unter einer Scheunentenne das Skelett gefunden, das nur etwa 25 Zentimeter unter der Bodenoberfläche lag. Durch die. Untersuchungen im Gerichtsmedizinischen Institut in Frankfurt hofft man feststellen zu können, ob das jetzt gefundene Skelett mit dem verschwundenen Mädchen tatsächlich in Verbindung gebracht werden Heftiges Klopfen an die Schlafzimmertür, das zum anhaltenden Getrommel wird, weckt ihn aus brunnentiefem Schlaf. Erna ist bereits aufgestanden, während sie gewöhnlich länger zu schlafen pflegt als er. Bei der Morgenwäsche wächst ein Unbehagen in ihm auf. Er kennt die Neigung seiner Frau zur Eifersucht. Daß er gestern ohne sie ausging, sogar ohne sie davon zu verständigen, muß ihr ungewöhnlich und verdächtig erscheinen. । Da es nun nicht zu d— i auch jetzt noch nicht gewillt, ihr sein Erlebnis zu verheimlichen. Er will mit ihr darüber sprechen — vorsichtig natürlich. , ... Ihm entgeht bei diesem Vorsatz, daß es ihm heute weniger um die Versöhnung mit ihr als um eine gewisse Rechtfertigung vor sich selber zu tun tft Er ist nicht ganz ehrlich zu sich selbst. war ja wirklich alles gar nicht so schlimm. Aber .. Ja, aber ...Es war eben rauschhaftec Heber heblich steigern kann. Bremsend aber auf die Ausschwingungen dieses gesteigerten Lebensgefühls wirkt einerseits der Ge- danke an seine grollende Ehehälfte, .anderseits der an Diethmunde Röhls Vertrautheit mit dem Bankier Bergholz beendet allein und mit gewollter Lang- famteit seine Mahlzeit, die ihm eigentlich auch nicht mehr schmeckt. Dann stellt er sich ans Fenster und blickt auf das kahle Geäst der Baume und Straucher im Hofgarten hinab. Also der eheliche Himmel hat sich nicht aufgehellt — im Gegenteil. In ihm streiten Selbstoorwürfe und beklommene Fragen. Woher kommt diese funkenknisternde Fein^ seligkeit zwischen ihnen beiden? Wie stahl sie sich bcim(id) ein, hauste im Hintergrund der See en und lauerte auf den Augenblick, da sie hervorfchnellen konnte - ein schattenhaftes unfaßbares D"ig, das ein häßliches Gesicht hat und alles Ärohe uerfcheucht und auch das, was einigermaßen gut und anständig '^Er^dentt daran, daß es ihm sonst nie schwergefallen ist, Erna zu versöhnen. Wenn er sie em wenig umschmeichelt, ihr irgendein Geschenk gemacht hat, ist meist bei ihr alles rasch wieder gut gewesen und so will sie es auch haben. Ja — aber zum Aufel, man ist jetzt vier Jahre miteinander verheiratet. Verlangt die Frau allen Ernstes, daß er sich immerfort wie ein gurrender Täuberich um sie drehen soll. Da fehlt'es an Einsicht und Vernunft Die aber kann sie vielleicht ihrer Veranlagung, ihrer Erziehung, ihrem Wissen vorn Leben nach nicht haben. (Fortsetzung folgt.) Arn ersten September-Sonntag wird der deutsche Sport einen neuen Beweis seiner Kraft und seines ungebrochenen Lebenswillens geben. Nicht weniger als drei Länderkämpfe werden von deutschen Sportlern bestritten, und zwar im Fußball gegen Finnland, im Tennis gegen Ungarn und im Segeln gegen Italien und Ungarn. Zu gleicher Zelt starten deutsche Radsportler in Spanien, Dänemark und Finnland sowie Italien, deutsche Kanufahrer sind in Helsinki zu Gast, und eine starke deutsche Motorsport- Streitmacht startet in Rumänien beim Großen Preis von Kronstadt. In fast allen Bereichen des NSRL. nehmen am Sonntag die Fußball-Meisterschaftsspiele ihren Anfang, die Handballer bestreiten die acht Spiele der Adlerpreis-Vorrunde, die Schwerathleten ermitteln in Alsfeld ihre letzten Meister im Gewichtheben, und die Rasenkraftsportler treffen sich zu ihren Reichswettkämpfen in Stuttgart. Kanu-Staffelmeisterschaft in ließen. ettrt tonimenben Sonntag findet in Gießen die 6. Bereichs.Kanu -Stakse Im ei l.t.er schäft statt. Die Rennen beginnen um id.45 Uhr. ötarr, Wechsel uni) Ziel liegen beim Bootshaus der Paddlergilde Gießen e. 93. - ... Die Staffelfahrt wird mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse nicht mit 6, sondern nur mit 4 Laufen ousqefahren. Jeder Lauf geht über 5 Kilometer. Die Wende liegt bei der Gleibacheinmundung. In den beiden Klassen A (Renn-Faltboot) und B (Wanderfaltboot) startet zunächst em Emer, der den Staffelstab an ein Zweierboot ab gibt, hemmt eberum ein Einer und ein Zweier folgen. Jede Mannschaft umfaßt demnach 6 Fahrer und 2 Boote. In der Klasse A wird der Bereichs-Knegsmeister ermittelt. Dem am Dienstagabend eröffneten Melde- , ergebnis zufolge werden die PaddlergiQe Hanau, der Kasseler und der Marburger Kanu-Club um ine : Kriegsmeisterschaft kämpfen, während in der Kl. B der Wiesecker und der Marburger Kanu-Club mit : der Paddlergilde Gießen im Treffen liegen. Mog- , licherweise werden für die Klasse B noch einige i Mannschaften nachgemeldet. Vom Motorsturm 5/M 147. * Aungen, 27. August. Am 19. und 26. August fanden im Stunnheim des M 0 to r st u r m.s_5 / M 1 47 in Hungen für 34 Angehörige des RSKK. und der Motor-HI. Prüfungen zur Erlangung des Führerscheins der Klafft 4 statt. Standartenführer Metzler hielt selbst die Prüfungen ab, m denen die NSKK.-Männer und Hitler jungen nachweilen mußten, daß sie die zur Erlangung der Fahrerlaubnis Klasse 4 erforderlichen Kenntnisse der Verkehrsvorschriften besitzen. Der Standartenführer legte größten Wert darauf, daß jeder Prüfling den Sinn und Inhalt der Verkehrsvorschriften beherrscht, um im entscheidenden Augenblick richtig zu Hanseln. Das theoretische Wissen mußte durch praktische Bei- spiele — z. 93. an der magnetischen Derkehrstafel — anschaulich gestaltet und klargemacht werden. Einrichtung als unabänderlich, und er verträgt es | schlecht, wenn sie aus irgendeinem Grunde vertagt werden muß oder gar ausfällt. Während die drei Männer Karten spielen, unterhalten sich die Frauen, zu denen sich manchmal die eine oder andere Freundin gesellt, im Nebenzimmer. Und immer wieder versichert man sich gegenseitig beim Scheiden, wie unvergleichlich nett und gemütlich es doch wieder gewesen sei. Man tut so, als seien diese regelmäßigen Zusammenkünfte einem leben non ihnen unentbehrlich geworden, obwohl Herr Neumann immer wieder dieselben uralten Witze^erzählt und auch kein Spielabend vergeht, an r; sein cholerischer Freund mit ihm oder mit fernem Schwiegersohn, öfter auch mit ihnen beiden, Krach Wie der Gausachbearbeiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpklanzenkunde und Heilpflanzen- beschaf ung (RfH.), Apotheker R i p p e r g e r (Frankfurt a. M.-Höchst) bekanntgibt sind bis etzt im Gau Hessen-Nassau Drogen mit niedriger Schlus- elzahl so gut wie gar nicht gesammelt worden, |o daß hier Gefahr besteht, daß noch nicht einmal em Teil der im Kontingent gestellten Forderungen erfüllt werden kann. Der K r e i s W e 11 e r a u , der nach den bereits vorliegenden Meldungen bisher sehr gut gearbeitet hat, wird nun versuchen, auch von den folgenden Drogen, soweit noch Sammelmöglichkeit besteht, noch größere Mengen aufzu- brinqen: Erdrauchkraut, Färberginster kraut, Hohlzahnkraut, Katzenpfötchen (gelb), Obermenmgtraut, Klatschmohnblüten, Tausendgüldenkraut, Hlmspier- staudenblüten, Augentrostkraut, Dostenkraut, Eisenkraut und namentlich auch Feldthymian (Quendel). Im übrigen wird strenge Einhaltung desEontm- gents gefordert, das den Sammelstellen und Samm- iereinheiten ja bekannt ist. Wir haben kürzlich schon von den sehr guten Teilergebnissen berichtet, die Gießener Schu- Besser als er hat ihm die ebenfalls schriftstellernde Frau Bock gefallen. Da hat er sich nun pWich m einen Kreis sehr weltmännischer, geistiger Menschen gefunden und sich vorzüglich mit ihnen unterhalten. Er hat seinen guten Tag gehabt und hat feststellen können, daß er mit seinen bescheidenen Atit- teln nicht unwesentlich zur Belebung 5)69 ®y,Prac25 und der allgemeinen Stimmung beitrug. Nicht mehr erinnern kann er sich, jemals so aufgeschlossen gewesen zu fein, so wendig und treffsicher m fernen Entgegnungen. Er ist sich einer gewissen geistigen Vielseitigkeit erst wieder bewußt geworden, me ... verflucht nochmal! - tatsächlich bei ihm in Gefahr ist, zu verkümmern. , .. . , Am wenigsten gesprächig war Herr Heidenreich gewesen. Wie ein sich seiner Macht bewußter Herr- scher hat er am Tisch gethront. Etwas Starres hat dieser Mann, den der Glanz der wirtschaftlichen Die Durchführung der Staffelmetsterschast Regt wiederum in den Händen der Paddlergilde Gießen, die damit für das Fachamt Kanu gleichzeitig nachholt, was der Kanusport beim Bezirkssportfest zu kurz gekommen war. Mit stärkster Mannschaft nach Helsinki. Zum Dreiländerkampf der Leichtachleten von Deutschland, Finsiland und Schweden am 7. und 8. September in Helsinki wird Deutschland eine starke Mannschaft entsenden. Heber ihre Zusammensetzung heute schon Einzelheiten zu geben, erscheint verfrüht. Nach Lage der Dinge behält sich der Reichs- sportführer vor, in diesen Einzelheiten freie Hand zu behalten und sich erst im gegebenen Augenblick zu entscheiden. Fußball in Daubringen. Daubringen 1. Jgd. — Leihgestern 1. Jgd. 3:0 (1:0). Diese Jugendmannschaften lieferten sich am vergangenen Sonntag in Daubringen einen spannen- Äb#nW- Wassereimer, Feuerpatsche und Luftschutzhandspritze oder auch durch schnelles Abdecken mit Sand erzielt werden können. Aus di- verschiedenen Bomben wurde einqegangen, und die entsprechenden Verhaltungs mSeln wurden festgestellt. Sämtliche Beteiligten u)aren9mit Eifer bei der Sache, was auch die rege Aussprache ergab. Anschließend sand ein Appell für alle Amtsträger und Amtsträgerinnen des NLB. statt. Der Hntergruppenführer gab die neue st en Der- üqungen und Schreiben der Ortsgruppe Gießen bekannt Eingehend wurden noch einmal die Richt- linien über das Verhalten bei Fliegeralarm, unb Luftangriffen besprochen. So wurde im Interesse der totalen Verdunkelung eine ortspolizeiliche Verfügung erwirkt wonach das Gemeindebackhaus morgens um 7 Uhr in Betrieb genommen werden muß und nach 21 Uhr zur Zeit nicht mehr benutzt werden darf. Die von Anfang an streng durchgefuhrte Derdunkelungs- kontrolle durch die Amtstrager des RLBdie stete Aufklärung durch diese und der Gedanke des Selbstschutzes haben unser Dorf dazu gebracht, im Luftschutz vollste Manneszucht zu wahren. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) $. G. h. Für den Fall, daß eine Ehe nicht zu- stand- kämmt, ist der Vater des zu erwartenden Kindes verpflichtet, nach der Geburt -in- angemef- sene Unterhaltsrente fdurchfchnittlich 30 bis. 35RM. monatlich) zu zahlen. Das Kind untersteht, wenn es als unehelich geboren wird, der Amtsvormund- fchaft des zuständigen Jugendamtes, das auch die Unterhaltsfrage gegenüber dem unehelichen Vater regelt und gegen diesen nötigenfalls Unterhalts klage erhebt. Auch wenn der uneheliche Vater spater eine andere Ehe eingeht, wird er dadurch non seiner Unterhaltspflicht gegenüber dem unehelichen Kinde nicht befreit. Die uneheliche Mutter hat einen An- । spruch gegen den unehelichen Vater auf Erstattung der Entbindungskosten, der Kosten des Unterhalts . für die ersten sechs Wochen nach der Entbindung i sowie auf Erstattung der weiteren Austven^mgen, . die infolge der Schwangerschaft oder der Entbm- l düng evtl, erwachsen. ß e n. Der praktische Arzt Samtatsrat Dr. Micyaei Weckbacher in Finthen bei Mainz feierte sein ( oOjähriges Doktorjubiläum. Aus diesem Anlaß hat ihm die Medizinische Fakultät der Universität Gießen sein Doktordiplom erneuert. Wegen seiner Der- dienste auf dem Gebiet der Dolkswohlfahrt wurde ihm vom Führer vor kurzem die Medaille für Deutsche Dolkspslege verliehen. *♦ Der Beginn der Spielzeit im Gießener Stadttheater ist verschoben worden. Damit entfällt auch die für die Zeit vom 1. bis 15. September angekündigte Werbespielzeit. ** Heimatrundgeb ung inGießen. Der Heimatbund für Hessen und Nassau (Kreisnng Gießen), früher Landschaftsbund Volkstum und Heimat, veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem NSLB. am nächsten Sonntag in der Aula Der Universität eine öffentliche Heimatkundgebung, bei der zwei Vorträge gehalten werden. Es sprechen: Studienrat Dr. von der Au (Darmstadt) über „Volkstumsarbeit als Kulturarbeit" und Rektor Dr. Klippel (Mainz) über „Blühende Berge am Wilden Kaiser" (mit farbigen Lichtbildern). ** Kriegsgefangenen- und Inter- n i er te ns en dun gen. Die Deutsche Reichspost weist daraus hin, daß Sendungen für deutsche Kriegsgefangene und deutsche Internierte im Ausland zur Begründung der Gebührenfreiheit zweck- mäßiqerweise den Vermerk „Kriegsgefangenensen- dunq, gebührenfrei", und „Service des pnsonniers de guerre, franc de port“ bzw. „Jnterniertensendung, gebührenfrei" und „Correspondence des internes, franc de port“ tragen sollen. ausgegangen. .. So früh? Lauter Absoiid erlicht eiten. Er zuckt die i Achseln zu den bedrohlichen Wetterzeichen. Ngent- c lich ist's ihm jetzt lieber, Ernas Gesicht nicht zu . sehen. Er steht noch zu sehr unter dem Eindruck seines gestrigen Erlebnisses *unb braucht Zeit, es । innerlich zu verarbeiten. ' Trotz des verkürzten Nachtschlafes fühlt er sich heute frischer als an manchem andern Tage. Die Arbeit geht ihm gut von der Hand, und die Selbstbeherrschung, die fein Beruf erfordert, bringt er leicht auf. „Ja, wie habe ich denn bis heute gelebt?" fragt er sich mehrmals. Er denkt an die allwöchentlichen Skatabende mit seinem Schwiegervater und dessen Freund Neu- len aus der Heilkräuterernte 1940 an die Haupt- sammelstelle des Gaues Hessen-Nassau in Frankfurt am Main-Höchst abliefern konnten Auch von an- deren Sainmelstellen des Kreifes W-tterau ll-g-n jetzt äußerst befriedigende Meldungen vor. Ausge- z-lchn-t ist das Teilergebnis der °°n Rektor^Inder t h a l v-rwallel-n B-Zirksfamm-lstelle G r st en-Bus eck. Sie hat bereits 358,100 kg, aUo über 7.3 en tn er, getrockneter Heil- und Teekrauter nach Höchst a. M. versandt, und zwar im einzelnen die folgenden Drogenmengen: Haselnuß- blätter 60; Kamillen 57,700; Johaniskraut 42,900; Zinnkraut (Ackerschachtelhalm) 41,300; Holunderblätter 35,300; Odermennigkraut A Gartenerdbeerblätter 28; Walderdbeerblätter 2^00; Huflattich- blätter 24,600; Holunderblüte» 9,900; Lindenblüten 6 900- Maiblumenblätter 10; Gartenhimbeerblatter 6 Kilo. Die Hälfte dieser Mengen hat allem die Volksschule Großen-Buseck aufgebracht. Mit 185,800 kg an trockenem Sammelgut steht sie mit an der Spitze der Schulen des Kreises Wetterau. Ihr Einsatz darf als vorbildlich bezeichnet werden. gung für Hühner und Tauben, mit der Auswahl Der Zuchttiere und mit den Förderungsmaßnahmen , Zum Obmann für die Taubenzucht wurde Fritz Weller berufen. Der Verein beabsichtigt, am 8. Dezember eine lokale Werbeschau abzuhalten und mit dieser eine Lehrschau zu verbinden. Alle 95er» sammlungsteilnehmer verpflichteten sich, die Be- ratertätigteit auf weiteste Kreise der nicht erfaßten Geflügelzüchter auszudehnen. Heber die in Gießen im Juli ab gehaltene Versammlung der Kreisfach- . gruppe erstattete der stellv. Vereinsführer Georg Lutz Bericht. ; Zucker für Einmachzwecke kann schon jetzt bezogen werden. 3Jtit den Lebensmittelkarten für die 14. Zuteilungsperiode vom 26. August bis 22. September ist auch eine neue Reichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker) zur Ausgabe gelangt, die bis zum 12. Januar 1941 Gültigkeit hat. Es wird darauf hingewiesen, daß es wohl möglich ist auf diese Karte bereits jetzt Zucker zu beziehen daß jedoch die Abgabe von Marmelade nur zu den auf den Einzelabschnitten angegebenen Zeiten, also beginnend mit dem 21. 10. 1940, zulässig ist. Demgemäß dürfen die Verteiler die Bestellscheine für Marmelade auch erst eine Woche vor Beginn der betreffenden Zuteilungsperiode zusammen mit Den Bestellscheinen der übrigen Lebensmittelkarten entgegennehmen, den Bestellschein 16 also erst Mitte Oktober, die Bestellscheine 17 und 18 wettere vier bzw. acht Wochen später. Soweit die Verteiler unzulässigerweise solche Bestellscheine schon entgegen- qenommen haben, sind sie ihren Kunden für die spätere Lieferung der Marmelade Derantroortlid). Sie müssen diese Bestellscheine, die ihnen das Ernährungsamt vorläufig nicht abnimmt, also sorgfältig verwahren. Wer Dagegen an Stelle von Marmelade Zucker beziehen will, weil er den Zucker für Einmachzwecke braucht, kann bereits jetzt alle Drei Bestellscheine für Zucker beim Verteiler abgeben und Den gesamten Zucker Darauf auch jetzt schon beziehen Sewstver- ständlich kann man mit der Abgabe Der Bestellscheine für Zucker auch bis zum Beginn der betreffenden Zuteilungsperiode warten. Es empfiehlt sich überhaupt, von der Möglichkeit, an Stelle von Marmelade Zucker beziehen zu können, nur dann Gebrauch zu machen, wenn das Dafür ersorDeruche Obst zur Verfügung steht oder mit Sicherheit zu erwarten ist. Verbraucher, die statt Marmelade Zucker beziehen und dann aus irgendwelchen Gründen fein Obst ein kochen, können unter keinen Hmstan- Den damit rechnen, vor dem 12. Januar 1941, dem Ablauf Der Marmeladenkarte neben Dem ihnen gelieferten Zucker auch noch Brotaufstrichmittel zu erhalten. Größe umgibt. .,, , f ,, ,, Auch Dietmuthe Röhl ist längst nicht so lebhaft gewesen wie ihre Freundin Frau Doktor Bock, die sie wohl neidlos ihre schillernde Geistigkeit zeigen ließ; dergleichen hat sie nicht nöttg. Ein wenig träge und müde nach ihrer großen .künstlerischen Leistung des Abends schien sie zu fern. Hnd doch war sie der leuchtende Stern am Himmel tnefes für Bergholz einzigen Abends. Von ihr Ging Der feine, erregende Reiz aus, der.ihn aulfchloß, um- wandelte und weit über sich hmaushob. Hnd das allein war viel; mehr wünschte er sich gar mcht. So war er heimgekehrt, aufgeräumt, erfrischt, innerlich ganz ausgeglichen. Seit langem hatte »hm so etwas Gefehlt! Einmal nur für Stunden der Enge des täglichen Einerleis entflohen, erkannte man im --- ” ~ | schwang in seiner Stimmung, der ihn mit der Welt, <£ Leihgestern, 29. Aug. Ihren 8 0 G e - b urtstag kann morgen Freitag, 30. August, Frau Elisabeche Schäfer Wwe., geb. Fischer, Bahnhofstraße 112, dahier, wohnhaft, m guter Gesundheit begehen. Der Jubilarin unseren herzlichen Glückwunsch. , ... sLang - Göns , 28. Aug. Unsere a 11 e st e E i n- wohnerin, Frau Elisabeth Müller Wttwe, Holzheimer Straße, feiert am 31. August ihren ihe erzählt leute. Frau Erna blickt ihren Mann aber nicht an. dem nicht Ihr frisches, rundes Gesicht zeigt den Ausdruck tief- Nit feinem sten Beleidigt,eins. Bergholz löffelt eine Suppe Es ~ ' ist schwer anzufangen, das vorsichtige Reden und halbe Bekennen, und — es gelingt auch nicht. Es endet damit, daß Erna ihn anfchreit: „Ich habe keine Lust mich von dir dumm machen zu lassen mit solchen blöden, erfundenen Geschichten!' Sie wirft Messer und Gabel hin, springt auf und lauft aus oes ragten r.A <_,^e er Erna verheiraL ist werden Dent an deine jubelnde Freude als die bezau- lächelnDen Darüberschweben, wie unnötig inan sich mann. 9b b ^aufe seiner Schwieger- berrtbe Frau heim Abschied zu dir sagte. „Also - - - *-***= ss JS.WÄW