am Vorabend des Besuches der ausländischen Journalisten verkündet, daß d-ie dortigen Gaswerke m die Luft geflogen seien. In Wirklichkeit war aber keine einzige Bombe auch nur in die Nähe der Gaswerke gefallen. — Diese Feststellungen sprechen für sich selbst. Aushöhlung der Neutralität? Neuyorker Blätter berichten, daß Präsident Roosevelt die Absicht habe, im Kongreß eine Aenderung der Neutralitätsakte zu beantragen, um zu erreichen, daß Irland, das jetzt nach den Neutralitätsbestimmungen innerhalb der Kriegszone liegt und daher von ameri- konischen Schiffen nicht angefahren werden darf, nun für außerhalb der Kriegszone liegend erklärt wird, um es zu ermöglichen, daß von England in den Vereinigten Staaten aufgekauftes Kriegsmaterial in amerikanischen Geleitzügen nach Irland verschickt wird. Es ist kein Zweifel, daß gewisse Kreise in den Vereinigten Staaten, die ohne die offizielle Neutralität Nordamerikas aufzugeben, im Schutz dieser Neutralität den Engländern jede Waffenhilfe leisten möchten, einen solchen Gedanken lebhaft erörtern, wobei es ihnen natürlich vollkommen gleichgültig ist, ob eine solche Umgehung des eigenen Neutra- litätsgesetzes und der völkerrechtlichen Bestimmungen Irland in schwerste Gefahr bringen müßte. Für Deutschland ist allein entscheidend, daß die im August erklärte deutsche Totalblockade um England das von ihr betroffene Seegebiet genau aügrenzt. Alle Länder wurden gewarnt, ihre Handelsschiffe in dieses Gebiet zu senden, da diese dort zwangsläufig kriegerischen Aktionen jeder Art ausgesetzt sein müßten. Nach wie vor gilt diese Warnung. Jedes Handelsschiff, das das Blockadegebiet befährt, tut es auf eigene Gefahr. 1350 To. großer Zerstörer gesunken. Stockholm, 27. Dez. (DNB.) Wie die britische Admiralität bekanntgibt, ist der Zerstörer „Acheron" versenkt worden. Der 1350 Tonnen große Zerstörer war 1930 vom Stapel gelaufen. Er hatte 138 Mann Besatzung und tvar bestückt mit vier 12-cm-Geschützen, zwei 4-cm-Luftabwehrgeschützen, einigen Maschinengewehren und acht Torpedorohren in Bierlingsaufstellung. Seine Geschwindigkeit betrug 35 Knoten. He n SAehrmacht und der Wehrmachtteile über militärische Aigen und Aufgaben der soldatischen Haltung mrde wirksam ergänzt durch den Schulungs- ungsriiir Chef im Reichspropagandaministe. ) um^ jüroW, « SS H;*.s rd) i"! Rom, 27.Dez. (DAV.) Der italienische Dehr- igifi n % ttlot Englands Flugzeugverluste an den italienischen Fronten *8 durch den kanadischen Kriegsminister und den des kanadischen Generalstabes. fett noch!r i Soldaten einen Einblick in die ganze Fülle der ionalsozialistischen Kriegsarbeit zu Hause. Das Schrifttum des Oberkommandos der Machtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: Im Grenzgebiet der Cyrenaika dauern Ar- tillerieduelle und Streifentätigkeil an. Lebhafte Tätigkeit unserer Luftwaffe. Es wurden Bombenangriffe durchgeführt gegen Schiffe auf Reede eines vorgeschobenen Stützpunktes, gegen Vatteriestellun- gen und gegen Kraftfahrzeuge. Unsere Jaodflug- zeuge griffen eine zahlreiche Formation von Gloster- Flugzeugen au und schossen drei davon ab; eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückzekehrt. Zn den Gewässern der Lyrenaika sichtete eines unserer Erkundungs-Wasserflugzeuge ein feindliches Unterseeboot und belegte es erfolgreich mit Bomben. An der griechischen Front Artillerietättg- Die vor drei Wochen angekündigte Posten Umbesetzung in der britischen Admiralität ist nun bekanntgegeben worden. Der Befehlshaber der englischen Mittelmeerflotte, Admiral Cunningham, ist in die Admiralität versetzt und zum Chef des gesamten Versorgungs- und Transportwesens in der Admiralität ernannt worden. Er trägt den Titel „Lordcommifsioner". Er folgt damit dem Vizeadmiral A r b u t h m o t, der zum Oberbefehlshaber der indischen Flotte ernannt wurde. Zur Zeit findet in London eine Konferenz statt, die eine Verbesserung des kurz vor dem Krieg ausgearbeiteten Empire-Luftaufrüstungs- schemas zur Aufgabe hat. Dieses Scbema sollte dem englischen Mutterlande Piloten, Beobachter, Schützen und Funker in größerer Anzahl aus den Glied st aat en und Kolonien zuführen. Jedoch bat es den Anschein,' als ob England mit diesem Schema durchaus unzufrieden ist und nun eine Revision plant. Zu der Konferenz haben sich führende Militärs der Gliedstaaten nach London begeben. 11. a. ist der Chef des Generalstabes der australischen Luftwaffe in der englischen Hauptstadt eingetroffen. Kanada wird vertreten on einzelnen Nummern ifolge Hökerei Gewalt ermvrechanschlub 2851 vnrck mrdverw«: ^aklansrkrlft:,,Anzeiger" _ fohfdierrilßRRSVrnnff. M vrSdüche mNverfttStrLnttkeret«. r«-e keit sowie Angriffställgkeit örtlichen Charakters. Unsere Bombenflugzeuge griffen feindliche hafen- anlagen, dort liegende Schiffe sowie die Landope- rationen unmittelbar interessierende Ziele an. Ein feindlicher Angrifssversuch gegen einen unserer Stützpunkte wurde durch den sofortigen Einsatz unserer Jagdflieger vereitelt. Drei Blenheim-Flugzeuge wurden abgeschossen. In O st a f r i k a nichts von Bedeutung. Oie Bomben der RAF. Nordamerikanischer Journalist widerlegt die englischen Lügenberichte. Paris, 27. Dez. (Europapreß.) Der nordamerikanische Journalist Edward Haffe! gibt im „Matin" seine Eindrücke wieder, die er auf einer mehrwöchigen Reise durch Deutschland in Gemeinschaft mit 21 anderen aus Paris gekommenen ausländischen Pressevertretern erhalten hat. Den Journalisten ist überall weitgehende Gelegenheit gegeben worden, sich über die Wirkungen der enalischen Luftangriffe in Deutschland ein Genaues Bild zu machen. Dabei haben die Journalisten überall feststellen können, daß die Berichte des englischen Nachrichtendienstes über die angebliche Wirkung Meier Luftangriffe vollständig erfunden sind. Die Stadt Köln und ihre Umgebung wurde von den Journalisten im Flugzeug überflogen Dabei konnten sie feststellen, daß in Köln nur zwei englische Bomben geringen Schaden angerichtet haben, obwohl Köln häufig das Ziel englischer Luftangriffe gewesen war Die Journalisten überflogen weiter die Essener Krupp-Werke, wo keine Spur von Beschädigungen sichtbar war. Auch in Hamm, das nach den englischen Berichten das Ziel vieler Luftangriffe gewesen fein soll, war nichts von irgendwelchen Zerstörungen zu bemerken Da- aeaen haben die Journalisten festaestellt, daß in Köln zahlreiche Bomben in einen Park längs der Stadt gefallen sind Auch bei den anderen besuchten Städten stellten sie Bombeneinschläge fest, die jedoch überall von den Zielen weit entfernt n>iren Die gleichen Eindrücke hatten die Journalisten auch in Berlin Was Stuttgart betrifft, so hatte der englische Nachrichtendienst gerade per|to >r (ernte heil lew irt in M Itf •r M W. I hr B' im MI zu 1^ 0 HK’’ idjttn li kfiM ! ?8 Strh tote hn Truppenbesuchen vorgedungen. Dnzu trat der volle Einsatz des deutschen -Ji m 5. Die große Organisation des Hauptamtes v t der Reichspropagandaleitung mit den chm »tTftellten Gaufilmstellen wurden von Reichsm^ ■ter Dr. Goebbels zur Verfügung gestellt. Auch yi wieder bewährte sich die Zusammenarbeit mit Mr Oberkommando der Wehrmacht auf das beste; } mmer wachsendem Maße ist es gelungen, die [flippe mit den besten und vor allem auch mit ff" neuesten Werken der deutschen Filmkunst zu frprgen. I^roß war auch die Leistung des deutschen Mundfunks. Das ist eindrucksvoll beim I Wehrmacht - Wunschkonzert in die Erscheinung Misten; damals hat General der Gebirgstruppen •M tJ i«rt( J WA tti3 Tfcbemt taphct). auttei sonntna» und ,Veiertna<* leilagen: Die illustriert» Metier ^amihenblnttei rennainnVild DieSctrollk tonats-BezugsvreiS: Hit 4 Beilagen NM 1.95 hne illustrierte . 1.80 lustellgebühr. „ .25 utb bet Nichterscheinen für die Mittagsnummer biSNV.Hbr des BarmittagS tliuetaen^öreHei Anzeigenteil 7 Rrtt ie mm bei 22 mm 3eilenbreite» Terrrell 50 Stof, te mm bei 70 mm Zeilenbreit« Nachlässe: Wiederholung Molstaffelk Abschlüsse Mengenstaffel B Plavvorschritt 1 vorherige Vereinbarung) 25J/- mehr Englands Gorge um seinen Krachtraum Auch keine Mannschaften mehr zur Bemannung der Seleitzüge. Oie Truppenbetreuung. Ein Beispiel treuer Arbeitökameradschaft zwischen Partei und Wehrmacht. Don Oberst des Generalstades von Wedel, Abt.-Chef im Oberkommando der Wehrmacht. 9 Samstag, 28. / Sonntag, 20. Dezember MO tUmabme mm flmeiOfll Rom, 28. Dez. (DNB. Funkspruch.) Bei einer Aufstellung der Gesamtverluste der feindlichen und der italienischen Luftwaffe bis einschließlich 26 Dezember kommt man zu folgenden Ergebnissen: Mit Sicherheit abgeschossen ober am Boden 3 e r ft ö r t e feindliche Flugzeuge 577; von der Flak ober ber Kriegsmarine abgefchofsen 128, zusammen 705; bazu 189 als wahrscheinlich abgeschossen. Eigene Verluste im Luftkampf, burch Flak ober am Boben zerstört zusammen 291 Apparate. Da man von den wahrscheinlich abgeschossenen Flugzeugen ein Viertel als verloren ansehen kann, kann man mit einem Gesamtverlust bes Gegners von 752 Apparatei. rechnen, was einem Tages- durchschni11 feit bem 11. Juni von runb 4 Maschinen entspricht. Wenn man bann noch bie schwere Krise ber britischen Lustsahrtinbustrie burch bie Massenangriffe ber deutschen Luftwaffe sowie die Schwieriakeiten der Transporte aus USA. auf Grund der Gegenblockade berücksichtigt, so kann man sich leicht ein Bild von der Schwere der englischen Verluste auch durch die italienische Luftwaffe machen, umsomehr als man einen Kriegspiloten nicht so leicht ersetzen kann wie die Zylinder eines Motors. Der italienische Wehrmachtbericht. radschaft der Arbeit, welche in diesem Kriege Partei und Wehrmacht verbindet, sondern zugleich ein Dokument des leidenschaftlichen und entschlossenen Willens von Führung und Volk, die unerschöpflichen Kräfte des deutschen Landes einzusetzen für den sicheren Sieg. Der Wehrmachtbericht vom Areitaa. Berlin, 27. Dez. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: während die deutsche Luftwaffe auch am zweiten Weihnachtsfeiertag keine Angriffshandlungen gegen die britische Insel unternahm, griffen britische Flugzeuge an diesem Tage und in der folgenden Nacht Flugplätze, Hafenanlagen und Städte im besetzten Frankreich mit Bomben an. Unter der französischen Zivilbevölkerung entstanden Verluste an Toten und Verletzten. Militärische Anlagen wurden nicht getroffen. Flakartillerie schoß ein britisches Flugzeug ab. Fernkampfbatterien des Heeres und der Kriegsmarine beschossen am 27. 12. früh feindliche Schiffe im Kanal. L”iih b ausrr onto r AW n m3 Ulf) )il >1 bringt“ ■ Öieunt«1’ A L unty ib n taUj. leite Neuyork, 27. Dez. (Europapreß.) Die gut informierten Leitartikler Pearson und Allen berichten im „New York Daily Mirror" und anderen Blättern über die Dringlichkeit des englischen Bedarfs an Handelsschiffen und v er« ftärftem Schutz für die Geleitzüge. Danach habe der verstorbene britische Botschafter Lord Lothian — so heißt es in diesen Artikeln — in einer seiner letzten Unterredungen mit Vertretern des Staatsdepartements erklärt, England betrachte die Handelsschiffsverluste und die dadurch heroor- gerufene Bedrohung der Lebensmittel- und Rü- stungszufuhr mit schwerster Sorge. Lothian habe ferner darauf hingewiesen, daß die Ueberfüh- rung weiterer USA.-Zerstörer an England I die Situation kaum bessern könne, da selbst die bisher schon zur Verfügung gestellten fünfzig USA.« Zerstörer wegen Mannschaftsmangels nicht voll hätten bemannt werden können. Pearson und Allen teilen mit, daß drei ehemalige USA.» Zerstörer wegen Mannschaftsman-gels gegenwärtig in Halifax a u f l i e g e n. Ein weiterer Zerstörer befinde sich im Trockendock, nachdem er durch die unerfahrene Mannschaft schwer beschädigt worden sei. Als charakteristisches Kennzeichen des dringenden englischen Schiffsraumbedarfs für bie Aufrechterhaltung ber Verbinbung zwischen den Vereinigten Staaten von Nordamerika und der britischen Insel werten japanische Schiffahrtskreise die Meldung, daß die norwegische Schiffahrtskommission in London kürzlich den norwegischen Schiffen, die im Indischen Ozean und im Fernen Osten verkeh- Die Herausforderung Großdeutschlands durch den mn den Westmächten heraufbeschworenen Krieg ist eine totale. Infolgedessen hat die deutsche Führung mm ersten Tage an nicht nur die gesamte militä- rilche und wirtschaftliche Kraft des deutschen Vol- fe mobilisiert, sondern auch alle Energien des Giftes und des Willens und alle Charakterwerte zim Einsatz gebracht. Denn es bestand kein Zwei- fi, daß bie Bewährung bes Soldaten als entflossener und angrii’sfreubiger Kämpfer lebenbige wtionalsozialistische Erziehung und zielbewußte' 'giftige Führung zur Voraussetzung hat. F13n enger Zusammenarbeit haben Partei und ehrmacht die großen Ausgaben der geistigen Ve- chuung ber deutschen Solbaten angefaßt und ge- ' ijtert. Die Kameradschaft dieser gemeinschaftlichen beit hatte sich schon vor dem Krieg erprobt, on im September 1936 war zwischen Reichs- anisationsleiter Dr. Ley und dem Oberkommando $rei und unabhängig! Ein wirtschaftspolitischer Rückblick. Nach den ersten vier Monaten des von den pluto» kratischen Westmächten entfesselten Krieges war in Deutschland die Umstellung auf die Kriegswirtschaft so gut wie abgeschlossen. Als mit dem Beginn des Jahres 1940 Feldmarschall Göring die Lenkung der gesamten Kriegswirtschaft in feine Hand nahm, handelte es sich im wesentlichen nur noch um den Ausbau der im Vierjahresplan bereits bewährten Einrichtungen der Kriegswirtschaft, um deren Fundament weiter zu untermauern, um sie zu einer unüberwindlichen, fiegbringenben Waffe, umzu- fchmieben für den das Schicksal des Volkes auf Jahrhunderte entscheidenden schweren Kampf. Für bie allgemeine Wirtschaftspolitik blieb Funk als Reichswirtschaftsminister und für die Kriegsfinanzierung als Reichsbankpräsident zuständig. Hier hat auch er gewaltige Aufgaben aus eigener Verantwortung zu erfüllen. Gleich zu Beginn des Jahres erklärte er in feiner Salzburger Rede, daß dis Produktion an Verbrauchsgütern im Kriege natürlich hinter derjenigen kriegswichtiger Gegenstände zurückstehen muß und die Verbraucher daher auf manches verzichten müssen. Sv bleiben erhebliche Einkommensteile übrig, für bie es nur eine vernünftige Verwenbung gibt: Sparen! Diese Mahnung hat das deutsche Volk getreulich befolgt. Das erkennen wir aus der starken Kapitalbildung, die dazu führte, daß schon im Januar die 40 Millionen Schuldverschreibung der Braunkohle- Benzin-AG. am dritten Tage und die 30-Millionen« Preußag-Anleihe sogar gleich am ersten Tage über- zeichnet wurde. Welche Fortschritte die Kapitalbildung seit der Machtübernahme gemacht hat, geht noch überzeugender aus der Entwicklung der Spareinlagen hervor. In den vergangenen acht Jcrhren haben sich die Einlagen bei den Sparkassen auf runb 21 Milliarden Reichsmark gegenüber 1932 mit 10,2 Milliarden Reichsmark mehr als verdoppelt. Gleichzeitig sind die Spareinlagen bei den Banken auf runb 4 Millarden Reichsmark gestiegen, so baß die gesamten Spareinlagen nunmehr den Betrag von rund 25 Milliarden Reichsmark erreichen. Dem Jahre 1940 kommt in dieser Entwicklung insofern eine besondere Bedeutung zu, als in ihm die Spareinlagen den Stand vor dem Weltkrieg zum ersten Maie überschritten. Sie betrugen damals insgesamt 23,3 Milliarden Reichsmark, davon entfielen 19,7 Milliarden Reichsmark auf die Sparkassen. Bereits heute sind also die Spareinlagen um 1,7 MMarben Neichsmark höher als vor Ausbruch des Weltkrieges. Aehnliche Fortschritte wie hier sind von den anderen Kapitalsammelbecken erzielt worden. Diese Erfolge sind das Ergebnis der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik, bje die Richtigkeit ihres Grundsatzes, Arbeit schafft Kapital, unter Beweis gestellt hat. Gewiß hat während des Krieges die Kapitalbildung dadurch einen zusätzlichen Auftrieb erhalten, daß der Bedarf an Konsum» gütern nicht in gewohntem Umfange gedeckt werden kann. Zweifellos ist ferner aus der Verringerung von Vorräten, insbesondere bei dem Einzelhandel, freigesetztes Kapital, bis dieses wieder feiner ur- fvrünglichen Bestimmung zugeführt wird, auch auf Sparkonten angelegt worden. Aber selbst wenn man diese Einflüsse berücksichtigt, bleibt das Bild, das der Kapitalmarkt heute bietet, eindrucksvoll genug. Die natürliche Verbreiterung der Kopitalgrundlage hat es ermöglicht, daß trotz großer Anforderungen, die die Kriegsfinanzierung stellt, das Zinsniveau weiter gesenkt werden konnte. Zum ersten Male Wehrmacht eine Vereinbarung über die ful» eile Betreuung ber Truppe abgeschlossen worden. Mit Beginn des Krieges aber wuchsen Bedeu- tttig und Umfang aller Betreuungsaufgaben ins Ui gemessene. Schon in den ersten Wochen entstan- tii auf Anordnung des OKW. die Feldzei - langen, wichtig als Führungsorgane ber militari- ft.'n Befehlshaber, von der Truppe besonders ge- ftitzt, weil die Feldzeitungen ihrem Vormarsch fflfs schnellste folgten und so die beste Gewähr für M Uebermittlung von Nachrichten boten. Der frische statische Ton dieser Feldzeitungen hat nicht un- Äeblich dazu beigetragen, bie Spannkraft ber Tappe zu steigern. Zu den Feldzeitungen gesellten O die Heimatzeitungen. Sie vermittelten Dietl allen deutschen Soldaten aus dem Herzen gesprochen, als er den Dank ber Front bem beut« scheu Runbfunk und ben Veranstaltern der Wehrmacht-Wunschkonzerte zum Ausdruck brachte. Wie vielen Soldaten hat insonderheit ber Kamerab- schaftsbienst bes beutschen Rundfunks wichtige Nachrichten in weiter Ferne übermittelt! Nicht vergessen werben barf bie Leistung ber Dr.-Goebbels-Spenbe mit ihren 20 000 Rundfunkgeräten und bie große Buchfpenbe von Reichsleiter Rosenberg, bie viele Hunberttau- senbe von Büchern ben Solbaten zur Verfügung gestellt hat. Die Zentrale ber Frontbuchhanblungen im Verlag ber Deutschen Arbeitsfront übernahm ben Aufbau bes großen Netzes von Frontbuchhanblungen in den von ben beutschen Truppen besetzten Gebieten. Ergänzt würben alle biese Betreuungsmaßnahmen noch burch bie Lieferung von Musikinstrumenten und Gesellschaftsspielen aller Art. So ist das gesamte große Werk ber Truppenbetreuung nicht nur beispielhaft für bie treue Kame- btief ber Partei. Dieser gibt ben militärischen Krgesetzten bie Möglichkeit, in ben Zeiten zwischen len großen Kämpfen ben ihrer Führung anoer- trtuten Soldaten immer wieder die Grundlagen W Grundfragen der Arbeit ber NSDAP, einzu- Wn. '•Jon größten Einfluß aber auf die Schlagkraft k Truppe und für bie geistige Frische der Sol- iaien war das gewaltige Werk ber Freizeit» ciftaltung, bas unmittelbar nach dem polni- DnFeldzug eingesetzt hat. Das Reichsministerium w Volksausklärung und Propaganba errichtete ein «nberreferat „Truppenbetreuun g". In ber ^.-Gemeinschaft ,Kraft burch Freude" entstand Ite KbF.-Verbindungsamt Wehrmacht / Reichs-Ar- lei5bien|t. Beide Stellen gingen in engster Zusam- ni iarbeit mit dem Oberkommando der Wehrmacht e (flttrt ■ Inglis ren, den Befehl gab, sofort die Atlantikküste der Vereinigten Staaten von Nordamerika anzulaufen. Es erscheint besonders auffällig, daß England heute gezwungen ist, nicht nur seine eigenen, sondern auch die unter englischer Kontrolle fahrenden Schiffe von den für England so wichtigen Asien- rouben abzuberufen. Y0. Zahrgang'M.Zvtz d Samstag,28./Sonn Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen ^^»i«tzen.^ch«tttratze 7-9 leffylfe taiw.t irmolit ir. Mich g heilt e chin Str [ gen ft« | bei |c und I: anzink tigung b en tut:** spricht cknS2 nbercrt * ifreue i W Werk und stellten ihr großes organisatorisches ^men und ihre reiche Erfahrung sowie eine un- Ahöpfliche Fülle von künstlerischen Kräften aller lat in den Dienst der Sache. Das Oberkommando k Wehrmacht in Verbindung mit den Wehrmacht- teien übernahm die Gesamtverantwortung für die 8i izeitgestaltung ber Truppe; das Sonderreferat ,5ruppenbetreuung" im Reichspropagandaministe- ti n und gemeinsam mit ihm das Berdindungs- cn. Wehrmacht der NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch 8l ude" übernahmen die Riefenarbeit der Zufam- mnfteUung, der Prüfung und des Einsatzes aller der fi lterischen Kräfte, welche notwendig waren. Ihre Ml war groß. Galt es doch vom Nordkap bis zu k Pyrenäen, vom Kanal bis zum San die Sol- der deutschen Wehrmacht zu. versorgen. Bas während der bisherigen Kriegsdauer durch, k e Organisation geleistet wurde, ist auch eine ^>ßtat in ber Geschichte bieses Krieges. Theater- i"1 übrungen, Varietödarbiefungen, Bunte und Slcntunftabenbe, Konzerte und Solistenveranstal- irgen, Dichterabende, Aufführungen von Volks- w Laienkunst und Vorträge volksbildnerifcher Art lurben geplant und in mustergültiger Form durch- c ihrf. Dabei war immer der Wille bestimmend, « Veranstaltungen der Stärkung der inneren Kräfte dienen zu lassen. So wurde ^ftrebt, neben leichter, ber Zerstreuung und bem '"...i bienenben Unterhaltung, auch bie besten höchsten. Werte beutschen Kulturschaftens der |3r’:ppe darzubieten. ? Längst ist bie Anzahl ber Veranstaltungen eine '** V-, k? sechsstellige Zahl geworden, bie Anzahl ber !n-ei 8?üd)cr, welche sich dieser Stärkung von Herz und freuen durften, hat viele Millionen erreicht. F J ^bergeßlich sind die Eindrücke, welche aus bie« !Diflrlür fn Vorführungen erwuchsen. Besondere Höhepunkte |®Ü\J |»nen wohl bie Kriegsfe st spiele in Bay - so» H r- ith und bie Konzerte ber Berliner Iharmoniker. Daneben aber ist immer Jijil befonbers liebevoller Sorgfalt an bie Klem- 6b?it gebacht worden, an bie oft schwierige unb biienoolle Aufgabe, auch bie M e i n ft e n unb ^gelegensten Einheiten nicht leer aus« 8b n zu lassen. Bis weit nörblich bes Polarkreises ffid unsere unermüblichen beutschen Künstler bei Heiligabend mit dem Führer. Das schönste Weihnachtsgeschenk für die Männer einer Zagdgruppe. Von Kriegsberichter Harry Gehm. wurden im Jahre 1940 Reichsschatzanweisungen mit einem Zinsfuß von 4 o. H. ausgegeben uni) ohne jede weitere Propaganda über die 'Bunten an das Publikum jotoie Die großen Kapttalträger verkauft. Am 9. April konnte die iHeictysbanf chren Diskont auf 3l/< o. H. ermäßigen. Dadurch und durch die Senkung der anderen für die Geldmarklanlagen maßgebenden Sätze ist eine meliert Zmsersparnis. rricht nur oom Slandpunkt-e der Kriegsjinanzierung aus gesehen, sondern auch für ine Wirtschaft erreicht worden Erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit haben wir den Landeszinsiuß ober wie man heute zu sagen pflegt, den Kapitalzins von 4 o. $). Und schon zeichnen sich die Möglichkeiten für eine roeu le re Zinssentung deutlich ab. Der nächste Schritt wird der Uebergang zu dem Z'/rprozentiaen Anleihetyp für die Emissionen des Reiches sein. In diesem Zusammenhang fei daran erinnert, daß wir bereits vor dem Weltkriege, und zwar um die Zeit der Jahrhundertwende, in Deutschland aus dem Kapitalmarkt Zinssätze hatten, die sich m der Nähe von 3*/s o. S). bewegten. Damals herrschte ein schrankenloser Kapitalismus, heute dagegen steht die Zinspolitik unter der nationalsozialistischen Forderung nach Brechung der Zinsknechtschaft. Ueberdies muß immer wieder daran.erinnert werden, daß entscheidend für die Entwicklung des Kapitalmarktes die Produktion, d. h. die Arbeitsleistung, ist. Wir wissen, daß diese im Kriege zumindest nicht zu- rückgegangen ist. Wir wissen ferner, daß auch Die deutschen Waffen die durch den Weltkrieg verlorengegangenen Gebiete wiedererobert und darüber hinaus auch den Wetz für eine wirtschaftliche Neuordnung Europas freigemacht haben. In diesem neuen (Europa wird sich für die deutsche Wirtschaft, aber nicht nur für sie, sondern auch für die Wirtschaft der anderen europäischen Länder die Möglichkeit, um nicht zu sagen die Notwendigkeit einer weiteren Produktions- und Ceiftungsfteigerung ergeben. Diese m aber gleichbedeutend mit einer Verstärkung der Kapitalbildung, die die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Zinsverbilligung schafft. Während in Deutschland der Krieg in Form von Steuern und Anleihen durch Geldmittel finanziert wird, die sich ständig aus der Arbeit des Volkes selbst erneuern, begann in England schon im Januar der Ausverkauf der ausländischen Wertpapiere, das Zehren an der Substanz. Lord Beaverbrook suchte seinen Landsleuten zum neuen Jahr einzureden, ihr Reichtum könne nie ausgehen, es sei nicht das längste Schwert, sondern die größte Börse, die den Sieg garantiere. Allerdings würden Devisen und Auslandswerte nun beschlagnahmt werden müssen. Im Gegensatz dazu sprach der Arbeiterparteiler Wed- a e w o o d das prophetische Wort: Exportieren oder sterben! Der Mann sah damals schon weiter als Beaverbrook', ihm gaben die anderthalb Millionen Arbeitslosen unter seinen Anhängern zu denken, fie gaben ihm Zweifel ein an der Allmacht des Goldes. Und dabei war damals nur erst die britische Ostküste von der deutschen Seekriegführung blockiert, die Behinderung der englischen Schiffahrt im Kanal und an der atlantischen Küste durch deutsche U-Boote war nur erst eine ärgerliche Störung. Trotzdem höhnten die Plutokraten noch, als Anfang Februar das deutsch-russische Wirtschaftsabkommen geschlossen wurde, sie hielten es nicht für möglich, daß die Russen Rohstoffe nach Deutschland und wir bei unserer Inanspruchnahme durch die Rüstung Maschinen nach Rußland liefern könnten. Es wurde ihnen nicht klar, daß mit diesem Vertrage ihr Traum von der wirksamen Blockierung Deutschlands nusgeträumt war. Der Gegen- schlag Der Westmächte, Die Sperrung des Seehandels Der kleinen Neutralen traf nicht uns, JonDern eben Diese Neutralen. Aergerlich war zwar Die Un- terbinbung Des Seeweges für Die Kohlentransporte nach Italien über Rotterdam-, aber Der Hanbels- verkehr zwischen DeutschlanD und Italien war zum großen Teil schon vorher unD rourDe im März dann vollständig, auch für Kohle, auf Den LanDweg umgelegt, Der sich seitdem voll bewährt hat. Für uns kam es allerdings bei Der Benutzung Der nach Osten weit geöffneten Tür entscheiDend auf Die Licserfähigkeit der Deutschen Exportindustrie an, denn sie verschafft uns die Mittel zur Bezahlung der notwendigen Zufuhren aus dem Ausland. Deutschland aber kann liefern, was verlangt wird, auch während des Krieges, und nicht nur nach Italien Während England seine alljährliche große Industrie-Ausstellung abfagen mußte, führten wir in Leipzig und Wien zwei große Messen durch. Als am 9. April die Lautsprecher in aller Welt die Nachricht verkündeten, daß Die Deutsche Wehrmacht mit einem überraschenden und unerhört küh- ney Schlage Die skandinavische Neutralität unter ihren gestellt habe, war ein rasches Absinken des Wertes von Pfund und Franc die Folge. Biel schlimmer noch war es, dost England jetzt vom ganzen europäischen Osten abgeschnitten war, aus dem e* sich bis dahin mit Holz, Zellulose, Eisenerz und vielen gleichfalls unentbehrlichen Nahrungs- Mitteln versorgt hatte! Die Skandinavier verloren dadurch einen guten Kunden, aber sie gewannen dafür einen besseren: Deutschland. Mit dem Zusammenbruch Frankreichs und der Ausschließung Englands vom Kontinent war eine große wirtschaftliche Zukunftsfrage entschieden. Von diesem Zeitpunkt an stand es fest: Die Achse, das ist Europa, und Europa ist verbunden mit Afrika und Asien. Aus diesem Lebensbereich werden Pluto- kratie und Liberalismus verschwinden. Namentlich mit den Ländern des europäischen Südostens konnten wir die wirtschaftlichen Beziehungen im Laufe des Sommers immer enger knüpfen. Bei der Eröffnung der Wiener Herbstmesse erfuhren wir aus dem Munde des Reichswirtschaftsministers, daß die deutschen Außenhanbelszahlen Der Sommermonate nicht viel unter Dem Durchschnitt Des letzten vollen FrieDensjahres 1938 gelegen hatten. DeutschlanDs Handel mit Europa muß also geroab tig zugenommen haben, da er Den im Verkehr mit Ueberfee eingetretenen Verlust fast völlig ausgleichen konnte. Hand in HcmD Damit entwickelte sich Die Reichsmark immer mehr zu-einem Weltzahlungsmittel. In einem großen Teil Europas vollzieht sich Der Zahlungsverkehr heute schon nicht mehr von Lcinb zu Land, sondern über eine Zentralstelle in Berlin. Das englische Pfund Dagegen, das einst Die Welt beherrscht hatte, ist zu einer Binnenwährung herabgesunken, besonDers seit. im August sogar die Noteneinfuhr nach England verboten werden mußte. In Deutschland ermöglicht Die unermüDliche pro- duktive Arbeit es. Daß Der größte Teil Der Kriegskosten Durch Steuern aufgebracht wirb. Das Steueraufkommen Des Reiches, das 1933 nur 6,8 Milliarden betragen hatte, stieg bis 1939 auf 23,6 Milliar. Den unD wird nach den Mitteilungen von Staatssekretär Reinhardt mindestens 25 Milliarden erreichen Der Schuldenstand Des Reiches war bei Beginn Des Krieges sehr niedrig und hat sich inzwischen nur in erträglichen Grenzen vermehrt. Seit dem starken Zinsadbäu spielen diese Schulden, zumal es sich um innere Anleihen handelt, eine (PK.)......27 Dez. (DNB ) Das war das chönste Weihnachtsgeschenk, das sich die Männer unserer Jagdgruppe hätten denken können. E i n Heiliger Abend mit dem Führer. Als es lurz vor Beginn unserer Weihnachtsfeier hieß, Oer Führer kommt zu uns, bemächtigte sich unserer eine o. festliche Weihnachtsstimmung, wie wir sie vielleicht nur als Kinder gekannt hoben Der Führer betrat unseren Festraum Den wir in einer verlassenen Fabrikhalle hergerichlet und mit Tannengrün und Girlanden geschmückt hatten, nahm mitten unter uns Platz und aß mit uns das einfache Mahl aus der Feldküche An' feiner Linken faß unser Kommodore, der unser Geschwader in mehr als 100 Luftkämpfen siegreich geführt hat unD vom Führer mit dem Ritterkreuz Des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet worden war, an feiner Rechten ein Flugzeugführer im Unteroffiziersrang, ihm gegenüber ein Mann oom BoDenperfonal, Dann ein Staffelkapitän, ein Funker, ein GruppenkommanDeur unD □ fort. Wie bei unseren Kämpfen, waren wir auch )ier alle eine große Familie. Offiziere unD Mann- chaften, Flugzeugführer und Bodenpersonal, olle saßen wir an denselben Tischen, auf denselben Bänken und feierten unser Weihnochtsfest. Und mitten unter uns der Führer Er ließ sich von un- eren Kämpfen berichten, folgte aufmerksam den Schilderungen, und feine Augen forschten, wie die eines gütigen Vaters in den Augen feiner Soldaten. Stolz, Freude und Zuversicht leuchteten ihm von allen Seiten entgegen. Reichsjugendfichrer Axmann wendet sich mit olgenden Ausführungen an Die Eltern Der von ihm betreuten Jugend GroßDeutschlanDs: Dank Den Eltern! Das Kriegsjahr 1940, das nun feinem Ende zugeht, forderte von Der JugenD Die Bewährung. Sie hatte die Pflicht, nach Den Worten Des Führers zu leben, Die er in Den ersten KriegsstunDen vor )em GroßDeutschen Reichstag an das deutsche Volk richtete. Ihr Grundsatz mutzte es fein, die Arbeit o Durchzuführen, als „gäbe, es überhaupt keinen Krieg. Nahezu alle im wehrpflichtigen Alter stehenden jungen Führer befanden sich unter den F.a h n e n. Sie kämpften in Polen, in Norwegen und im Westen. Von ihnen sind einige draußen geblieben und haben ihre Heimat nicht mehr gesehen. Sie leben als leuchtendes Vorbild in unserer Gemeinschaft und geben denen ein Beispiel, die unserer Fahne folgen. Jüngere Führer und ältere Kameraden, die den Weltkrieg erlebten, übernahmen die Verantwortung in der Heimat. Sie setzten ihre Ehre darein, ihren Vorgängern in nichts nachzustehen und es ihnen in allem gleichzutun. Dabei war es für sie notwendig, neben den trieb eiligen Aufgaben die Arbeiten zu erfüllen, die sich aus Erfordernissen des Krieges ergaben. Sie organisierten den HiIfsdienst für Die Polizei und Den Luftschutz. Sie stellten Die Helfer für Die Deutsche R e i ch s p o st und die B e h ö r D e n. Die Mädels des BDM. wurden in kinderreichen Familien tätig und halfen Dem Bahnhofsdienst der NSV. Sie wirkten mit in der Nachbarschaftshilfe und bei der Verteilung von B e - zugscheinen. Sie betreuten die Verwundeten in Den Lazaretten unD unsere Spielscharen erfreuten unsere SolDaten in deck besetzten Gebieten. MäDel unD Jungen arbeiteten auf Den neuen Höfen Der Volksdeutschen Umsiedler, die mit Dem großen Treck ins Reich gekommen sind. Es ist nicht an uns, über diesen Einsatz selbst ein Urteil zu fällen. Dieses Urteil sprechen Der Führer unD fein Volk. Eines aber Darf ich mit Freude sagen: Die Jugend war mit innerem noch geringere Rolle. Von Januar bis Anfang September hatte Der Kapitalmarkt dem Reich ohne jede Störung fast 10 Milliarden neu zur Verfügung gestellt. Der Führer hat es erst vor kurzem in seiner großen Rede vor den deutschen Rüstungsarbeitern ausgesprochen, was Deutschland nottat: die Fesseln des kapitalistischen Goldes zu zersprengen und die Freiheit aus der Arbeit und Dem eigenen Raum ZU gewinnen. Das aber vermochte nur die straff geführte Wirtschaftslenkung. Sie hatte einen überraschenden Erfolg. Denn: statt daß England Deutschland blockierte, ist England heute in die eherne und unerbittliche Zange der deutschen Wehrmacht genommen worden. Was in Den Jahren 1933 bis 1939 mit Weitblick unD Klugheit geplant, unternommen und durchgeführt wurde, das hat — wirtschaftspolitisch gesehen — das Jahr 1940 gekrönt. Wenn wir also rückblickend nach dem Ergebnis des abgelaufenen Wirtschaftsjahres forschen, so stoßen wir aus die Tatsache, daß es gelungen ist, Das große gewaltige Ziel zu erreichen: mitten in einem Kampfe zweier Welten wirtschaftlich frei und unabhängig zu fein. Wir haben Den Beweis geliefert, daß nicht das Kapital, nicht d-as Gold, nicht das vielgepriefene Spiel Der freien Kräfte eintn Staat gesund unD ein Volk glücklich machen, sondern Die auf Der zusammengeschlosienen völkischen Arbeitskraft beruhende Wirtschaftslenkung. Wir haben damit auch Die Tore zur kommenden Großraumwirtschaft weit aufgestaßen. Vielleicht wird es selbst bei den willigen Völkern noch etwas währen, bis sie die ganze Traaweite deutscher Wirtschaftspolitik überschauen. Früher oder später aber wird es auch über sie wie eine Befreiung, wie eine Erlösung kommen. UnD bann wird Der Weg zu dem Ziel frei und offen liegen, Das wir uns alle ersehnen- die Neuordnung (Europas! Die Neuordnung Europas aber wird nicht ohne Folgen für die übrigen Kontinente bleiben. Auch jenseits Der europäischen Küsten werden Die Völker erwachen und danach trachten, einen Welthandel aufiubauen, der mit der liberalistisch-kapitaNstischen Weltwirt, schäft nichts mehr gemein haben. Dafür aber endlich einen Wirtschaftsfrieden bringen wird, an dessen Segnungen alle Völker der Erde teilhaben. Unendlich weit spannt sich also der Bogen, der von den wirtschatspolitifchen Ereignissen des vergangenen Jahres in die Zukunft reicht. Das Weihnachtsgeschäft. Im Gegensatz zu früheren Jahren setzte die Kauftätigkeit für Das zweite Kriegsweihnachtsfest nicht erst Anfang Dezember, sondern schon im November Dann erhob sich der Führer und sprach zu uns Vor Dem brennenden Lichterbaum stehend, sprach er mit leiser Stimme, wie man im kleinen Kreise von Kamerad zu KameraD fvricht. Jeder von uns fühlte sich angesprochen. Diese Worte am Heiligen Abend unserer zweiten Kriegsweihnachten waren ja auch wirklich nur für uns gesprochen. Die wir Diesen kleinen weihnachtlichen Festsaal füllten. In einfachen, klaren Sätzen umriß Der Führer vor uns Die militärische, politische und wirtschaftliche Lage, sprach von Den Erfolgen Des hinter uns liegenden Jahres und von den Leistungen, die er im köim menben Jahre von uns erwartet. Dabei fanb er immer wieder Worte des persönlichen Verstehens unserer Lage an der Front. Worte, wie sie nur ein Soldat zu finden vermag. Er sprach auch von Den Opfern, die Der Krieg bisher gefordert hat und die. er vielleicht noch fordern wird. Aber mit neuem Glauben a n unseren Sieg füllte er unsere Herzen. Wohl nie hat ein Staatsmann und Feldherr mit seinen Soldaten so den Heiligen Abend begangen, wie der Führer mit uns. Aber auch nie haben einem Feldherrn die Herzen feiner Soldaten so gehört wie unsere Herzen dem Führer. Als er unter unseren brausenden Heilrufen seinen Weg fortsetzte zu unseren Kameraden an anderen Abschnitten Der Front, Da blieb Die Weihe Dieser Stunde in uns zurück und wird auch immer in uns fortleben. Schwung bei der Sache und hat mit großer Begeisterung die ihr gegebene Verantwortung getragen. Sie bedauern nur, noch jung zu sein, um mit den Waffen kämpfen zu Dürfen. Jungen unD Mädel wetteiferten, sieb von niemandem in der gemeinsamen Kameradschaft übertreffen zu lassen. Die Arbeit der Jugend wäre nicht möglich gewesen ohne die vielen treuen S) elfer ihres Erziehungswerks. An sie denkt die Jugend am Vorabend des Weihnachtsfestes. Sie gedenkt durch mich der tapferen Soldaten uno Kameraden, die von Narvik bis zur spanischen Grenze Wache für bas Reich halten. Sie gedenkt mit den heften Wünschen der Verwundeten in den Lazaretten. Am Heiligabend ist es der Jugend nicht nur eine Pflicht, sondern eine Sache des Herzens, den deutschen Eltern aufrichtig zu danken. Sie dankt den Eltern, deren Söhne für die Zukunft fielen und verspricht, so zu leben, daß diese Eltern in chr Den eigenen Sohn erkennen. Die Jugend dankt den Vätern im grauen Rock und in der schweren Arbeit, den Müttern im Beruf und Denen, Die freiwillige HilfsDienste auf sich nahmen. Sie ist aber auch in Gedanken bei den Eltern, Die- ihre Jungen und Mädel hinausziehen ließen auf Die Bauernhöfe des deutschen Ostens und Die Das Weihnachtsfest ohne ihre Kinder feiern. Die JugenD empfindet, daß das selbstlose Sorgen Der Eltern um Den einen Gedanken kreist: Unsere Kinder fallen es einmal noch besser haben! Und gerade zu Weihnachten nehme jeder aufs neue das Glück in sich auf, noch eine Mutter und einen Vater haben. Die Füh- re'r der Jugend danken den Eltern für bas grofee Vertrauen, mit Dem sie chr Wirken für bas große Ziel Der Gemeinschaftserziehung auch über Die kleinen Schwächen Des Alltags hinaus begleitet haben. Eltern und Jugend vereinen sich zu Weihnachten, dem Fest Des Deutschen Gemüts, in dem Bekenntnis zum geliebten Führer, Der mit so sichtbar gesegneter Hand bas Schicksal Der Nation gestaltet, und geloben gemeinsam mit starkem Herzen, hinter ihm und seinen Soldaten des Sieges zu stehen. ein, Die Ueberbelaftung der Verkäufer wurde also auf einen längeren Zeitraum verteilt und damit weniger spürbar. Nun steht Das Weihnachtsgeschäft normal unter Drei BeDingungen: Der Kaufkraft Der breiten Schichten, Dem Angebot typischer Weih- nachts- ober Qualitätsware unb bem letzten Ansturm auf bem Lebensmittelmarkt. Die Kaufkraft der breiten Massen hat sich sehr gehoben. Die ver- mehrte Tätigkeit ber Frauen in Jnbustrie, Gewerbe unb fast allen Berufen hat mehr Gelb unter bie Leute gebracht, bie Unterstützungen ber Solbaten- familien finb ausreichenb, unb so war zu erwarten, baß bie Kauflust sehr rege fein unb sich weniger um bie Preise kümmern würbe, fonbern vielmehr Dar- um, ob bie Wünsche überhaupt zu erfüllen waren. Die Punktkarte bei Textilien unb bie währenb Der Kriegswirtschaft natürlich nicht voll (aufenDe Ge- schenkindustrie hatten von vornherein Dazu geführt, baß bie Nachfrage bas Warenangebot weit überstieg. Immerhin ist blefe zusammengeballte Nachfrage einigermaßen befriedigt worben, unb es ist bemerkenswert, baß auch die kleinen Geschäfte Dles- mal einen größeren Umsatz als in früheren Jahren verzeichnen konnten, weil Die Kunden mehr Zett zum Aussuchen hatten und Dabei feststellten. Daß kleine Spezialgeschäfte, z. B. in Textilien, preis-, wert- unb geschmacksmäßig ben Warenhäusern durchaus nicht unterlegen, oft sogar überlegen waren. Wenn fick für kommende Friedensjahre aus diesen praktischen Erfahrungen eine Nutzanwendung für die Verlängerung ber Einkaufswochen unb für bie sorgsamere Auswahl ergeben sollte, dürfte Der. Krieg erziehenb gewirkt haben. Der LebensmittelhanDel steht unter bem Zeichen ber Rationierung, Die Diesmal oerhinbext, baß bie Festtage zugleich anstrengende — Eßtage finb. Das daburch freigeworDtzne Gelb aber hat sich natürlich in einem vermehrten Kauf anderer Waren ausge- mirtt AenderungdesGchweizer Bürgerrechts Bem, 27. Dez. (Europapreß.) Der Bundesrat hat bie Bestimmungen über Den Erwerb bes Schweizer Bürgerrechts abgeänbert Danach Darf Die politische Abteilung bes Eibgenöfsifchen Justiz- unb Polizeibepartements. auch wenn Die übrigen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt finb, die Bewtt- ligung zur (Erteilung Des Bürgerrechtes nur Dann erteilen, wenn bie Behörde Die Ueberzeugung gewonnen hat. Daß der Bewerber Den Anschauungen und Verhältnissen ber Schweiz angepaßt ist unb wenn nach Charakter und Gesinnung von ihm erwartet werben kann, baß er ein zuoerlässt ger Schweizer wird. Die Ab- „Dank den Litern." Reichsjugendsührer Axmann über den Einsatz der Jugend im Kriegs|ahr1S40. „Vor uns steht die Freiheit? Sr Von unierer berliner (SchnWeitung. > Inmitten Der DerteiDiger Des Deutschen Blute, und Des deutschen Bodens gab der Führer di, Parole für 1941, und bie lautet auf volle Frecher und Damit auf ein besseres unb schöneres deutsche, Reich. Die Siege dieses Jahres, der 3ufammcnl bruch Frankreichs, bie Tatsache, daß wir zum erster «e Male in Der Weltgeschichte Den Krieg nach Der en» A tischen Insel getragen haben und Die Plutokrater sich in Luftschutzkeller verkriechen muffen, sprech W eine eherne Sprache Der Führer ist heute wirklich das, was selbst Der englische Minister Lori Beaoerbrook zugeben mußte, „Der Herr M (Europas". - H Wie erbärmlich mutet Dagegen Die Haltung ber Sprecher Englands an. Es gibt keinen schrofferen unD bezeichnenderen Gegensatz. Der König w Die ihm von Churchill in Die Feder biftierteij Satz., |i[“* einer „Weihnachtsbotschaft" von feinem luxuriöser sl Unterftanb aus durch Den RunDfunk gesprochen, aber er hat nichts Konkretes sagen können Daß Die Siege, Die er einst prophezeit unb au* ß Frankreichs Fluren sowie vor Dünkirchen als siche, hingestellt hatte, im Nebel zergingen, lastet auf beit König ebenso wie bie schweren Sorgen um Die Lag, seines Reiches, um Den unaufhaltsamen Rückga>-° Der englischen Mcichl unD Das Zerflattern Der Hos^ nungen auf Die Hilfe Der USA.. Wenn Die Low L Doner Diese Weihnachtstage bombenlos verlebte» und sich deshalb in einer gewissen Karneoalsstin» mung befanden, bann ist Das ein Gemälde, dehn grausiger Zug oft genug von Deutschen Künstler F Dargestellt murDe: in Die Mitte Der Tanzenden trit der Tod, und weggewischt ist alles: Freude uiü Vergessenwollen, und die kristallklare (Erbarmung» losigkett Der Lage tritt danach um so schärfer hev vor. Der Verantwortliche, der Hetzer zu Diesem Ärieat, Winston Spencer Churchill, hat sich Damit bv gnügt, Die Italiener zur Revolution gegen ihr, Führung aufzuhetzen, er hat fein törichtes Unter- fangen aus Der Pfyche tines typischen Plutokralcv heraus unternommen und wendet nunmehr di., gleichen Methoden, die er gegenüber Deutschland scheitern sah, auf die Italiener an, die er behau- bett, als ob sie im Schmutz ber Lazzaronis ftetftn und die gleiche, von Den Briten als „romantic-* aber nicht nachahmenswert bezeichnende Geisteshal- tung hätten. Dieser Ausfluß plutokratischer Unroij. senhett ist in Italien burch ein Helles Gelächter bei Schadenfreude und des Hohnes hinweggeschwemm worden, erbarmungslos wird seine Redensart bespöttelt, im vorigen Krieg wären England unb Italien .Kameraden gegen bie barbarischen Hunnen' gewesen und jetzt stände Italien vor der Notwei» digkeit, entweder — Englands Schläge hinzune!» men oder den „Attila über ben Brenner zu rufen* Attila, Die Gottesgeißel, Das soll ber Führer feim Aber bas große Strafgericht wirb nicht über bu Alpen, sondern mit Bomben unb Granaten über ben Kanal zu ben (Englänbern kommen. Denn in Diesem Krieg geht es um alles bas, was ben Deuä- schen und Italienern heilig ist: um Blut unb Baden, um Die Gewißheit, endlich ruhig und nid# durch Die Lügenkünste des Mammons zerspalte« und verelendet ihre Mission erfüllen zu tonnem Wenn Der Direktor Des halbamtlichen „©iornoTi ; d'Jtalia" feststellt, gerade weil England sich als । Monopolinhaber gebärdete, gerade weil es Das ita- | Herrische und bas beutsche Volk zu wirtschastlichein I Elend unb Sklaventum verurteilen möchte, Deshalld I sei ber neue Krieg zu einem Krieg ber Völker unj Rassen um bie Verteibigung ber lebenswichtigen Interessen ber einzelnen Völker geworben, Dann wirt hier ausgesprochen: es geht um Blut unb Boben be*t jungen Nationen gegen bie Lügentaktik Der PlutD fratie. Unb dieser Endkampf wird mit unserem Siegzr enden. „Vor uns steht die Freiheit", unb wir soll- ge-n ihr. Das Wort des Führers ist' Die Losung füir Deutsche wie Italiener. Ev. änberung schasst Die Möglichkeit, einem Schweiz^'.? Den Paß zu verweigern oder zu entzieheir, wenn Durch seinen Aufenthalt im Ausland eine ir? hebliche Verletzung ober G.ef äh rdung ft aal' kicher Interessen zu befürchten ift i i ter! Zahn seine Hallei lassen jur t J 8t noch Der j IflUfl melbc », di bis ber man W. benuf ning in b unb teilt W die ir Vai H • Nij natui derer teuer Russische Armeereform. Abgesehen von der verstärkten Kriegsausbildunll find seit der Berufung Des Marschalls Timo' schenko zum Nachfolger von Woroschilow alü Kriegskommissar Drei wesentliche Neuerungen von- genommen' worben: 1. Die Befehlsgewalt der Konv manbeure wurde gegenüber ben politischen Ben- trauen&männern vollkommen wiederhergestelll: 2. di« Disziplinarvorschriften würben wesentlich oerschärA: und 3. Die begonnene Neuformierung Des Offiziell'' torps rourDe zum Abschluß gebracht. Zunächst ein? mal wurden innerhalb bes Unteroffizierskorps diir einzelnen alten Dienftgrabe vom Gefreiten bis zum Sergeanten roieber hergeftellt, Dann innerhalb bt« Offizierskorps oom Leutnant bis zum Obersten uni) jetzt auch innerhalb der Generalität. Die Sowjet!' presse hat Durch etwa neun Tage mehr als tausend Bilder der führenden russischen Militärs bis herab 3um Generalmajor veröffentlicht. Diese große Bi!/ derserie war zugleich ein ausdrucksvoller Bewciil für die weitgehende Verjüngung des Offizierskorpes. Die russische Armee hat fünf Marschälle, dann fall' gen drei Armeegenerale, unter denen Meretz koro Chef des Generalstabes ist. Er war bis vor etuw neun Monaten Leiter des Leningrader Militärb«' zirks unb hat ebenso wie Marschall Timoschenl'r selbst im Russisch-Finnischen Krieg eine erhebliche Rolle gespielt. Dann folgen sieben Generalobersten und 116 Generalleutnants. Den Abschluß machen i 822 Generalmajore. In ber russischen Flotte füfh ren ber Volkskommissar Kusnetzow sowie sein j Stellvertreter und ferner Der Flottenstabschef Hall' I e r ben Titel von Admiralen. Außerdem gibt e* acht Vizeadmirale, die das unmittelbare Kommandc) ber einzelnen Flotten und Flotttllen führen, und Konteradmirale, wovon 17 dem Jngenieurweien angehören. Für die Luftwaffe und ben Stüfterr* dienst der Kriegsmarine finb ihr vier Gmeralle'» nanfs unb 30 Generalmajore zugeteilt, die in erwähnten Aufstellung bes Landheeres nicht ntrt einbegriffen find. Japanische Truppen in Südchiua werden abgelöst. Schanghai, 27. Dezember. (Europapreß.) Meldungen aus Hongkong bereiten sich japanM Truppen in der Nahe von S h u m s h u m a,sl chinesischem Gebiet, bas sich an die englische ftroj* kolonie Hongkong anschließt, vor, diese ®arni* Jon z u verlassen. Sie sollen durch d)i nC‘ fische Truppen Des Nanking-Regi M e * abgelöst werben. Das genannte s üb chinesische biet wurde von japanischen Truppen vor ett®» einem halben Jahre besetzt. Weiter wird aus HE welch leie, len i tat nun 0, iwnt bium DiQni ridjt« deut, jui>e Unia in «ntt D ch Mi str der w del, f, DQ9 Jen °en 3 M hi h «ii Jet i ——i U M'.-r ■V r? - ■ W .'Sa r v 50 Jahren starb in Neapel der große deutsche Vor vor Er- a orn jchosw )te, Solln n ichtzck bann r- i Sobtrv her $io feremc'? nb nn W-' zu nifj Uhttk I 1 Übi; j iwtfn ii] StrnJ ben tu i W u kW inb m- nfl l|lr gekommene russisch-schwedische Handelsvertrag ist längst angelaufen. Die ersten russischen Lieferungen an Rohstoffen, Getreide aller Art und Futtermitteln 'sind schon vor Wochen in schwedischen Häfen gelöscht morden, derweilen die Maschinenindustrie seit der gleichen Zeit an russischen Aufträgen arbeitet. Das deutsch-schwedische Handelsoerhältnis findet feinen Ausdruck in den soeben in Berlin getroffenen Abmachungen, die sich für beide Partner günstig auswirken werden. Das Warenaustausch-Volumen zog im Jahre 1940 im Vergleich zum Vorjahr beträchtlich an. Schwedens Naturschätze wie Holz und Erze, der finanzielle Reichtum der Nation, die fähige Maschi- nenindustrie und die Einsicht der führenden Männer unb ■: * zu Im .fei Altertumsforscher Heinrich Schliemann. Wir gedenken seines Lebenswerkes in den' heute erscheinenden Familienbkättern. — (Scherl-Bilderdtenst-M.) Meine politische Nachrichten. Der Führer stattete dem Stabschef Lutze am Vorabend seines 50. Geburtstages einen Besuch ab, um ihm persönlich seine herzlichsten Glückwünsche zur Vollendung des 50. Lebensjahres auszusprechen. Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsmim- sters des Auswärtigen den bisherigen deutschen Ge- sandten In Preßburg, Manfred Frettzerrn von Zuziehung des Betriebsarztes. Die Gefolgschaftsmit« glieder werden von der NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" in Erholungsorte geschickt und ihrer Abreise/ während der Fahrt und am bei y bük »ttlii. Söuls enbtn • Ne , M unK boirj IW 1 les UtJ ilutolJ lMthl I ituM er i 1 nie |itj )er Ur:l lächln I «Man 1 unb i fyr-J r ti Killinger, zum Gesandten in Bukarest ernannt. Der bisherige Gesandte in Bukarest, Dr. F a b r i c i u s, ist zur anderweitigen Verwendung ins Auswärtige Amt berufen worden. Zum Nachfolger des Gesandten Freiherrn von Kittinger in Preßburg hat der Führer den Gesandten Hanns L u d i n ernannt. holungsort betreut. Zum 50. Todestage Heinrich (Schliemanns der Regierung scheinen auch in diesem Kriege das Land sicher, wenn auch nicht ohne Opfer über die gefährlichsten Klippen zu bringen. Nur sieht man in Stockholm heute einen, großen Unterschied im Vergleich zu den Weltkriegsjahren. Damals wußte das Land nicht, was kommen würde, wenn diese oder jene Seite unterliegt. Heute glaubt man den Ausgang des Krieges schon Voraussagen zu können und richtet sich auf das ein, was sich dann zwangsläufig anbahnen muß. Niemand darf glauben, ein Land wie Schweden stellte ohne ganz bestimmte Heber« legungen die Beitragszahlungen für den Völkerbund ein! Es möchte sich — das ist Har — die Teilnahme an der kommenden politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in Europa sichern. iriu. sack- Hs lii* i(d/iloB ■ riN1’?* pr» #' ? ckL iul# ersfof ikn :■ intrNr D*1 Die 5t: ■ aß re y >11« ijfil«* le.» Brr'*1' lil W» * >■ |ft«1 ;1*.! ibs-htE o Schweden stellt sich um. Don unserem Eö.'Korrespondemen. Stockholm, im Dezember 1940. Seit dem 3 September 1939 hat Schweden in einen außenpolitischen und außenwirtschaftlichen Beziehungen zwangsläufig eine Umschaltung vornehmen müssen. Teilweise geschah das gern, teilweise nicht ohne das Bestreben, den Prozeß der Wandlung möglichst zu verlangsamen. Das eine dieser widerstreitenden Gefühle ist mit der Notwendigkeit zu erklären, schnell das durch die militärische Entwicklung entstandene oolitische und wirtschaftliche Wakuum zu füllen; das andere entspringt dem schwedischen Wunsch, sich immer noch die berühmte Hintertür offen zu halten. Dieser Widerstreit spiegelt sich in den amtlichen Stellungnahmen zur Lage. In einer vor mehreren Wochen gehaltenen Rede erklärte Außenminister Günther, Schweden habe die Beitragszahlungen für die Genfer Institution eingestellt. Ende November gab Ministerpräsident H a n s s o n in der zweiten Kammer des Parlaments der Nation die Winterparole, indem er mit einem Blick auf die wirtschaftliche Situation mahnte: es liegt kein Grund zum Pessimismus vor, aber auch keiner zu leichtsinnigem Optimismus. Derteidigungs- Minister S k o e l d meinte am letzten Sonntag im November, Schweden müsse auf militärischem Gebiet eines tun: aufrüsten, und zwar zu Wasser zur Luft und zu Lande. Für ein kleines Land, das bis dahin täglich eine Million Kronen für die söge- nannte Neutralitätswehr ausgab, bedeuten derartige Forderungen schon etwas, zumal, wenn man das Ende noch nicht absteht. Diele Schweden meinen, bei her augenblicklichen Konstellation des europäischen Kräfteverhältnisses könne man sich die hohen Verteidiungsausgaben sparen, Damit will man nicht die Vergeblichkeit eines etwaigen Kampfes andeuten, sondern glaubt vielmehr, daß der Kampf, den das Land noch im Winter 1939/40 für durchaus möglich hielt, kaum mehr aus- brechen wird. Das Kriegsministerium vertritt zwar noch die Ansicht: nicht überraschen lassen! Außenpolitik und Wirtschaft erwiesen sich jedoch zunächst als anpassungsfähiger. Mit dem französischen Zusammenbruch lockerte sich auch die schwedische Außenpolitik etwas auf, die Schwerfälligkeit scheint auch hier einer größeren Anpassungslust Platz gemacht zu haben. Zwei Dinge sind der politischen Führung des Landes dabei behilflich gewesen: Die Lösung aller Verbindungen zwischen England und Schweden und die immer stärkere Einschaltung Schwedens in den kontinental europäischen Wirtschastsblock. England liegt heute weit, weit entfernt Es gibt keine Postverbindungen mehr, die Telephonkabel sind unterbrochen, die Schiffe laufen nicht mehr nach Großbritannien aus, und die schwedische Aerotransport läßt alle Flugzeuge nach Deutschland, Dänemark, Finnland und Rußland fliegen. England gehört praktisch nicht mehr zum europäischen Raum, jedenfalls soweit aktuelle schwedische Interessen auf dem Spiel stehen. Die Einspannung der gesamten Wirtschaft in das für Schweden an den beiden großen Tragpfeilern Deutschland und Rußland hängende Wirtschaftsge- fuge des neuen Europas bringt Schweden schon heute riesige Auftrage ein, und die Zukunftsaussichten sind noch besser. Der im September zustande- etwa 1/< Million Schassende einen zwei- bis dreiwöchigen Erholungsurlaub sorgenlos verbringen können. Der Erholungsurlaub soll auf den tariflichen Urlaubsanspruch angerechnet werden. Demgemäß wird der Lohn für die Urlaubsdauer weitergezahlt, so daß die Familien des Urlaubers ohckk Einschränkung weiterleben können. Mit Hilfe des durch die Betriebe der gewerblichen Wirtschaft 3ur Verfügung gestellten Betrages wird der Er- bolungsaufenthalt und das Fahrgeld bezahlt. Darüber hinaus wird die Reichswirtschaftskammer dem Betriebsführer nahelegen, den Urlaubern ein kleines Taschengeld zu bewilligen. Die Entscheidung über den Urlaub des einzelnen Gefolgschaftsmitgliedes trifft der Betriebsführer nach Maßgabe der Arbeitsund Beschäftigungsverhältnisse feines Betriebes im Benehmen mit dem Betriebsobmann und unter Hin- Auf dem Wege zur neuen Ordnung. Unsere Ausländskorrespondenten berichten über die weltpolitische Lage an der Jahreswende legenen Kräften, dafür in beispiellos kühnem Einsatz landeten deutsche Streitkräfte am Morgen des 9. April in allen wichtigeren Küstenorten Norwegens. Das großmütige Angebot des Führers, der dem Lande seine volle Integrität und die Räumung seiner Gebiete nach Kriegsende zusicherte, wurde in unglaublicher Verblendung von der inzwischen geflüchteten norwegischen Regierung ausgeschlagen. Sie verließ sich auf die gelandete englische Hilfe unb schickte die Goldvorräte des Landes nach London. Am 25. April wurde vom Führer ein Reichskommissar für die besetzten norwegischen Gebiete ernannt. Als solcher traf am 26. April Gauleiter Terboven in Norwegen ein unb nahm sich der Verwaltung und Wirtschaft der von den deutschen Truppen bereits befriedeten Landesteile sofort tatkräftig an. Don den englischen, französischen, polnischen Hilfstruppen bei Nacht und Nebel ich Stich gelassen, kapitulierten auch die letzten norwegischen Truppen schließlich am 10. Juni. Nach endlosen Verhandlungen mit den alten Parteien Norwegens, die ihre politischen Geschäfte immer noch weitermachen wollten, übertrug der Reichskommissar .in einer großangelegten Rede am 25. September die Neugestaltung des Landes an di« nationale Sammlungsbewegung Didkun Quislings unb ernannte aus Den Reihen feiner Anhänger kommissarische Staatsräte für die verschiedenen Ministerien. Die Neuordnung des Landes vollzieht sich nun nach nationalen unb sozialistischen Richtlinien unb zielt auf engste Zusammenarbeit Norwegens mit dem großeuropäischen Raum ab. In diesem Sinne haben bereits tiefgreifende soziale Reformen, wie beispielsweise eine neue Arbeitslosenversicherung und ein energischer Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, ihren Anfang genommen. Wirtschaftlich wird das Land völlig neu erschlossen. Als sichtbares Sinnbild dieser Erschließung erscheint die Eröffnung der ersten großen, direkten Straßenverbindung zwischen Ost- und Westnorwegen am 5. Dezember 1940. Straßern und Dahnnetz Norwegens werden ausgebaut, seine gewaltigen Naturschätze, wie Wasserkraft, Holzreichtum und Mineralvorkommen, werden nach modernen Gesichtspunkten nutzbar gemacht, so daß ihm im neuen Europa eine große Zukunft winkt. kong berichtet, daß die japanische L u f t w a s f e im Laufe der letzten Tage die Landstraße von Tarnsni nach Shayuchung, in der Nähe der Biasbucht nid)t weit von Hongkong, bombardiert habe, wobei «ine Reche von Gasolintanks, Lagerhäusern und Lastwagen beschädigt worden seien. SO-Millionen- Sollor-Anleihe für Argentinien. 51 eu gort, 28. Dez. (DNB. Funkfpruch.) Die Bereinigten Staaten gewährten Argentinien eine Anleihe von 50 Millionen Dollar. Das Abkommen wurde heute vom Finanzminister Morgen- thau und einer argentinischen Finanzmission unter Führung des^Generaldirektors der Zentralbank Prebifch unterzeichnet. Die Anleihe soll einerseits zur Stab<-;ierung des argentinischen Pesos, andererseits zur Kräftigung der argentinischen Dollar- reserven dienen, damit Argentinien die Einfuhr aus USA. erhöhen kann, ohne seinen Goldbestand zu gefährden. Rudolf Heß in Paris. 5. Die Leistung Im Beruf, für die die deutsche Wissenschaft höchste Verantwortung vor Gegenwart und Zukunft trägt, muß gewährleistet werden durch die Sicherung erfolgreichen und gründlich en Schaffens der Lehrenden und Lernenden. 6. Unbedingte Einsatzbereitschaft unb hervorragen, des Können sind die gemeinsamen Ziele und Grundlagen der Erziehungs-, Ausbildungs- und Fok- schungsarbeit der deutschen Wissenschaft." Berücksichtigung von Heirat und Geburten bei der Lohnsteuer. Die Gemeindebehörde hatte bisher bei Berichti- gung ober Ergänzung der Lohnsteuerkarte nicht den Z e i t p u n k t zu vermerken, von dem ab die Berichtigung oder Ergänzung galt. Insbesondere durfte sie keine Eintragungen mit rückwirkender Kraft auf der Lohnsteuerkarte vornehmen. Der Reichsfinanzminister beabsichtigt, die Bestimmungen auf diesem Gebiete zu ändern. Es ist grundsätzlich der Zeitpunkt des Ereignisses einzutragen, das die Berichtigung oder Ergänzung veranlaßt. Er darf aber nicht hegen vor dem Beginn des zweiten Kalendermonats vor der Antragstellung und nicht vor dem Beginn des Kalenderjahres, für das die Lohn- fteuerfarte ausgeschrieben ist. Aus der Aenderung wird sich ergeben, daß der Arbeitgeber bei rück- wirkenden Eintragungen so viel weniger an Lohnsteuer einzubehalten hat, als er seit dem Tage der Rückwirkung zuviel einbehielt. Der Reichsfinanzminister bittet, schon jetzt nach dieser Neurege, jung zu verfahren, die besonders bei Geburten und und Eheschließungen für den Steuerpflichtigen eine Besserung darstellt. Bei der Verheiratung kommt z. B. der bisher ledige Steuerpflichtige aus Steuer- gruppe I in III, und durch die Geburt eines Kindes werden gleichfalls die Steuerabzüge geringer. Der Arbeitgeber darf aber die neuen Beträge erst berücksichtigen, wenn ihm die berichttgte ober geänderte Steuerkarte vorgelegt worben ist. Die Eintragung bes Zeitpunkts sichert dem Gafolgschaftsmit- glieb niebngere Steuersätze vom Augenblick, ber Ehe ober ber Geburt an, ganz gleich, wie lange sich die Berichtigung ober Ergänzung der Steuerkarte hinauszögert. Srholungsfürforge für unter erschwerten Arbeitsbedingungen Schaffende. Im Auftrage bes Leiters ber Deutschen Arbeitsfront hat sein Sonberbeauftragter mit bem Präsidenten ber Reichswirtschaftskammer ein Abkommen aetro fen, wonach burch gemeinschaftliche Maßnahmen ber gewerblichen Wirtschaft und der DAF. für bie unter erschwerten 2Irbeitsbebin« g u n g e n in ber gewerblichen Wirtschaft Schaffenden eine Erholungsfürsorge burchgeführt werben soll. Die Reichswirtschaftskammer hat die- ienigen Betriebe, bie erholungsbebürftige Gefolg- schaftsmitglieber in Erholungsurlaub schicken, aufge- fordert, ben hierfür erforberlichen Unkostenbetrag aus Mitteln bes Betriebes zur Verfügung zu stellen Auf diese Weise sollen im Lause des Jahres 1941 Oslo, im Dezember 1940. Bereits der Anfang bes Jahres 1940 ftanb für Norwegen unter drohenden Vorzeichen. Die immer noch betriebene Seefahrt nach unb von England brachte steigende Schiffsverluste, die eindeutigen deutichen Warnungen vor dem Endlandgeschäft wurden nicht beachtet. Der Krieg zwischen Finnland und Rußland hatte zudem in Norwegen eine Agitation für offene Einmischung auf Seiten Finnlands entfacht, die von England angeregt unb tagtäglich geschürt wurde und bie immer roilbere Formen annahm. Englanb wollte ben ganzen Narben in ben Krieg gegen Rußlanb stürzen, um bann nach altem Rezept „Helsen", bas heißt, von Norben aus gegen Deutschland verstoßen zu können. Als Sanitätssoldaten für die Finnlandhilfe verkleidet, hielten sich englische Offiziere monatelang in Norwegen auf. Als aber Finnlands Kampf immer aussichtsloser wurde, schritt England zu einem neuen, selbst in seiner blutigen Geschichte fast beispiellosen Versuch der Kriegsentfachung, indem es das unbewaffnete deutsche Schiff „Altmark" am 16. 2. 40 in norroegi- sch en Hoheitsgewässern überfiel upd wehrlose deutsche Seeleute ermorden ließ. Die norwegische Regierung kam dadurch in eine schwierige Lage gegenüber Deutschland, da norwegische Kriegsschiffe, die bei dem Ueberfall anwesend waren, sich nur mit lahmen Protesten begnügt hatten. Aber Deutschland war fest entschlossen, sich nicht provozieren zu lassen. Am 13. März wurde der Friede zwischen Rußland und Finnland geschlossen. England sah all seine Kriegshoffnungen im Norden schwinden und griff zu einem letzten, verzweifelten Mittel. Am Morgen des 8. April legten englische Flottenabteilungen an vielen Stellen ber norwegischen Küstengewässer Minen aus unb verletzten baburd) Norwegens Integrität. Wieberum wußte bie marxistische norwegische Regierung nichts anberes zu tun, als Reben zu halten unb Noten zu entfenben. Sie gestand ihrem Volke nicht ein, daß die englische Handlung nur der Auftakt zu weiteren englischen Kriegshandlungen sein konnte, ja, sie schien diesen sogar Vorschub zu leisten, indem sie die Leuchtfeuer an der Süb- unb Sübwestküste bes ßanbes löschen, sie an ber West- unb Norbküste jeboch brennen ließ, dort aber bie Besatzung von Küstenbefestigungen beurlaubte. Ader alle biefe Machenschaften scheiterten an ber Voraussicht ber deutschen Führung. Mit weit unter- Oslo, 27. Dez. (Guropapreß.) Mehrere hundert norwegische Studenten der Medizin können ihr Studium an der Universitätsklinik in Oslo wegen Platzmangels nicht fortfetzen. Das norwegischen Unter- richtsministerium hat daher angeordnet, daß Studenten, bie die erste Hälfte des Studmms hinter sich haben, ihren klinischen Dienst auch an ausländischen Universitäten absolvieren können. Die deutschen Behörden haben eine genügende Anzahl von Plätzen c n zehn deutschen Universitäten zur Verfügung gestellt. Die Studienabgaben können auf Antrag ermäßigt werden. Oie Rektorenkonferenz der deutschen Hochschulen. Dieser Tage hielten die in Prag versammelten -achtundfünfzig Rektoren der deutschen Wissenschaft, liehen Hochschulen unter dem Vorsitz des Reichser- ziehungsministers Rust die Schlußsitzung diesjährigen Konferenz ab. Die wesentlichen Ergebnisse ber Rektorenkonferenz wurden in folgenden Leitgedanken niedergelegt: „1. Der Führer hat den deutschen Willen, Die deutsche Kraft und den deutschen Geist geemt. In dieser Einheit, weiß sich die deutsche Wissenschaft verankert und geborgen Wie nremals m^r.fS!ne Trennung der deutschen Führung und des deutschen Volkes möglich sein wird so werden auch me meyr das deutsche Geistesleben und Volksleben getrennt Verden. .. 2. Die Aufgaben, ben Völkern eine neue gerechte Lebensordnung zu geben, bem deutschen Volke feinen Lebensraum für alle Zukunft zu sichern, werden bie deutsche Wissenschaft bereitfinden 3. Der deutschen Wissenschaft, deren höchste Aufgabe im Kriege e- ist, die Waffen des Sieges schmieden zu Hilfen wird nach dem Siege iw Ausbau des sozialen Staates die Aufgabe zufall n, den Fähigsten und T ü ch t. g st e n ohne Rücksicht auf Herkunft und wirtschaftliche Stellung bie be ft e Erziehung und Ausbildung zu gewährleisten. , . s 4. Der deutsche Wissenschaftler dient dem deutschen Volke. In diesem Dienst benötigt unb verlangt bie Wissenschaft die Unterstützung unb Anerkennung fces ganzen deutschen Volkes. { Der Stellvertreter des Führers hat auch in diesem Jahre von der Front aus über alle deutschen Sender feine Weihnachtsansprache an alle Deutschen gehalten. —- Unser Bild zeigt Rudolf Heß beim Ver- i lassen bes Hotels in Paris, wo er auf der Durchreist zur Front Wohnung genommen hatte. (Scherl-M.) plünderungsprozeffe in Belgien. Brüssel, 27. Dez. (Guropapreß.) Belgien steht noch immer unter dem Zeichen der Vorgänge aus der zweiten Hälfte des Mai. Sei es, daß sich die Tausende von widerrechtlich Deportierten melden, um ihre Ansprüche geltend zu machen, sei es, baß man sich mit ben Bürgermeistern, Lehrern, Amtsärzten usw. beschäftigt, welche ihre Posten in ber Stunbe ber Gefahr im Stich ließen, ober, baß man sich jene fragmürbigen Gestalten näher besteht, welche bas Durdjeinanber dieser Maitage venutzten, um sich durch Raub, Diebstahl, Plünderung und Leichenfledderei zu bereichern. Nachdem in dieser Richtung bereits in Charleroi, Namur und Ostende Personen wegen Plünderung verurteilt wurden, hat jetzt in Brüssel ein Monstre- prozeß begonnen, ber sich gegen biejenigen richtet, bie in ben Abendstunden bes 16. Mai das große Warenhaus Sarma, ein Einheitspreisgeschäft, ausraubten und dem Mob Einhalt gebietenden Wächter des Warenhauses, sowie herbeigerufene Polizisten verprügelten. Die 82 Angeklagten,, die natürlich nur einen verschwindenden Teil der Plünderer darstellen, behaupteten, die bei ihnen gefundenen Sachen von Unbekannten gekauft zu haben. Nur der Besitzer eines Lastkraftwagens, welcher diesen mit Sarma-Waren belud, behauptete, er habe diese Güter für die Firma Sarma retten wollen. Eine edle Tat, die ihn aber nicht hinderte, bie „gerettete Ware" auf eigene Rechnung zu verkaufen. Norwegische Studenten an deutschen Hochschulen. Aorwegens klippenreiche Zchressahrt Don unserem Fz -Korrespondenten. Der F ü h r e r hat den ordentlichen Professor Dr. Dr. h. c. Mießner in Hannover aus Anlaß ber Vollendung seines 70. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um bie tierärztliche Wissenschaft, insbesondere auf dem Gebiete der Tierstuchen-Be- fämpfung, die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. ♦ Der Kronprinzessin von Italien, die ben Wunsch geäußert hatte, in bie Faschistisch« Partei aufgenommen zu werden, wurde die ÜJtit- gliedschaft in der Partei überreicht. In Tokio wurde ber 76. japanische Re i chs- t a g eröffnet. Der Kaiser persönlich verlas einen Erlaß, worin er zunächst seiner Genugtuung Ausdruck gibt, daß die Beziehungen zwischen bem japanischen Reich, Deutschlanb unb Italien in zuneh- menbem Maße enger werben. Die Welt befinbe sich in einem unerhörten Chaos. Daher müsse die Nation zum Wohle ber Gesamtheit unb zur Durchführung der kaiserlichen Politik zusammenstehen. Aus aller Welt. 30 Grab unter Null in ber Schwel;. In ber Schweiz macht sich eine Kältewelle immer stärker bemerkbar. Bei sonnigem Wetter wurden im Kanton Wallis auch in den Ortschaften starke Temperaturrückgänge festgestellt. So wurden in Brig 30 Grad und in Sion 26 Grad unter Null gemessen. Große Kälte in Spanien. In Spanien herrscht starke Kälte. Aus Segovia werden zwanzig Grad unter Null gemeldet, aus Malaga siebzehn Grad und aus Madrid vier Grad. Die Pässe unb Bergstraßen sinb verschneit. Der Verkehr ist teilweise unterbrochen. In ber Provinz Leon hat die strenge Kälte die hungernden Wolfe in die Dörfer getrieben, so daß man in einigen Gegenden der Berge wahre Treibjagden veranstalten mußte, um sich ihrer zu erwehren. Aus ben Ortschaften der Nordseite des etwa 60 Kilometer nördlich von Madrid sich erstreckenden Guadarrama-Gebirges werden zwanzig Grad Kälte gemeldet. Die Pässe sind vereist, ber Autoverkehr kann nur mit äußerster Vorsicht burchgeführt werden. Französisches Lichtspielhaus abgebrannt. In ber CannebiSre, ber Hauptstraße von Marseille, ist eines ber größten Lichtspielhäuser Frankreichs niebergebrannt. Glücklicherweise ereignete sich ber Brand außerhalb ber Vorstellungszeiten. »aupn^niuetier: Dr .vtteond) üötlbelm Lange (Eteübertretet de» t»auptid)ti'tiettcr» Ernst Dlumfchein. Verantwortlich rüt Polttü und Bildet Dr Art. 88. Lange: für da» fteuüieton: Dr. Han» Thyrlot; ür Stad' Gießen, Ptovtm, iBfrtidjaii u. Sport: Ernst iöiumidjein. Druck uno 8‘etiafl Brühliche Universttatsdruckerei R. Lange K. flL STADTTHEATER GIESSEN Intendant Hans Walter Klein j Gertrud Höbeler Walter Worgulla iliing. Verkäuferin Verlobte Lochum Äerlin Silber Wiesecker Weg 44 im Dezember 1940 am 30. und 31. Dezember geschlossen 04347 f MODEHAUS Wir haben uns verlobt Empfehlungen] [Stellenangebote | Verkäufe | 6022 A r-Z. im Felde 29. 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CCz ir erlauben uns, auf diesem, Wege den Stamm- und Wahlmietern, sowie allen, anderen treuen Besuchern des Stadttheaters Gießen die ergebensten Glückwünsche zum Neuen Jahr auszusprechen. - Es ist unser Bestreben, im kommenden Jahr unsere künstlerischen Pläne mit immer größerer Vollkommenheit zu verwirklichen und wir hoffen, daß sich der Kreis der Theaterfreunde, durch deren lebendige Anteilnahme unsere kulturelle Arbeit erst ihren wahren gemeinschaftsbildenden Sinn erhält., ständig erweitern möge. per sofort gesucht. Schriftliche Angebote unt.6035D an den Gieß. Anzeiger erbeten Doublt auchSilbermünzen un-i Zahngold kauft Carl Schmidt Bahnhofstraße 10 A.G.-Nr. A.u C.40/11350 WJLHLLM HORN UND SOHN Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. VVerkstätte Kurt Kling vorm. Heger Nacht. dandagiMeomeist. 7Iarktstr.lt Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung. Jüngeres Mädchen für leichte Arbeiien im Geschäft per sofort gesucht. Schriftliche Angebote unt.6036D an den Gieß. 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Jan 19-21 Uhr Einmaliges Gastspiel Heistersextett. Freitag, 3. Januar 19-21.80 Der Ahnenpass. Sonntag, 5. Jan. 15.15-17.30 Rotkäppchen. 19—22 Uhr Madame Butterfly (Neuinszenierung). Gespielte moderne Pianos reiche Auswahl bester Marken- Instrumente Pianohaus Schönau Telefon 3269. Wegen Lagerbestands-Aufnahme bleibt unser Geschäft am 3O.und 31. ßezember Oescblossen WS- Wkslellte zum 1. Januar oder 1 Zebruar gesucht [5826 D Dorfeld. Wieseck Telephon 3595. Wegen Inventur-Aufnahme bleibt mein Geschäft rzWM mit Küche zum 1. Avril zu mieten gesucht. Sckr. Ang. unt. 04343 a.d.G.A. ViitzbinderseWe der eine Lehrzeit hinter sich bat Einladen Leibbinden Gummistrümpfe 2977 A J.Frohn Marktplatz 19 [Je erant aller Krankenkass. Bootshäuser geschlossen. Heute Samstag, 20 Uhr (6024D Hotel Schütz. Ein treues Mutter- scbwein z. verkauf. «03«D Karl Hofmann I Beuern, Versröd.Weg 22 1-2 Zimmer und Küche m Giehen z. mieten gesucht. Schr. Ang. unt. 04315 a.d.G.A. 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(G. = Gottesdienst, KG. --Kindergottesdienst, HG. = Hauvtgottes- d Lenst/ HG.-Abendm. = Hauvt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. Sonntag, 29. Dezember. Stadtkirche. 10, Schmidt) 16, fällt aus. Zohanneskirche. 10, Ludwig; 16, fällt aus. Kapelle Alter Friedhof. 10, Walther. Kapelle Wetzlarer Weg. 10, Liz. Dr. Jost. Giesten-Klein-Linden. Kein G. Giesten-Wieseck. 10 G. Kirchberg. 10 11 KG. Evang.Stadttnission, Löberstr. 14. Sonnt., 29. 12., 9: Andacht; 16: Predigt? 20.30 Weibn.-s^eier d. Vumgfr. Sonntag nach Weihnachten. 29. Dezember. Aich. 10, Naumann. Kein Nach- mfttagsgottesdienst. GtMsrrds Mütter! Liefert Eure überschüssige Muttermilch ab! Viele ranke Säuglinge müssen zugrunde geben, weil es bnen an Muttermilch fehlt. Das muh und kann vermieden werden, wenn alle grauen, die überschüssige Milch haben, diese unter der selbstverständlichen Voraussetzung peinlicher Sauberkeit ab- vritzen oder abpumven. UNiiitoi* denkt daran, dast Eure eigenen Kinder JllUllvl 1 einmal so krank sein können. Helft das wertvolle Gut unseres Volkes erhalten. Durch so zesvendete Muttermilch zeigtIhr in schönsterWeise ^delste Hilfsbereitschaft und grösttes Verantwor- nngsbewusttsein Eurem Volke gegenüber. wennilbrüberschüssigeMilch habt,dann JllUHvl, wendet Euch sofort an dieUniversitäts- linderklinikGiesten, ^riedrichstr. 16, Anruf 2062. Tie dortige Zrauenmilch-Sammelstelle gibt Euch iede weitere notwendige Auskunft, ebenso auch jede Hebamme und Fürsorgeichwester. .».'ach den Richtlinien der Reichsarbeitsgememschast für 9Jhitter und Kind werden für den Liter Frauenmilch RÄt. 2,50 vergütet und während des Krieges auher der Nübrmittelzulage für iede stillendeMutter noch 250 Gramm Fleisch und 125 Gramm Butter vro Woche als Sonderzulage gewährt. sosiD Universitäts- Staatl. Gesundheitsamt Kinderklinik Giesten _________Gienen________ SCHINEBERGER Gießen, Schulstrahe 4 Für die Betreuung einer Anzahl nebenberuflicher Inkasso- Agenten suchen wir zum sofortigen Antritt einen INSPEKTOR für den BezirM Gießen Kaufleute, Handelsvertreter, die im Verkehr mit Privat kundschaft erfahren sind und sich der Assekuranz zuwenden wollen, werden gebeten, Bewerbungen einzureichen Sorgfältige Einarbeitung erfolgt. Feste monatliche Bezüge. Abschluß-u. Anteilprovision sowie Fahrtspesenvergütung. Deutscher Lloyd Lebensversicherung A.-G. Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Junghofstraße 14 6028 V M- WrWWe bis 15 mm Bo brietst., neuwertig, mit angeschloss. Motor, da Überzahl., ohne Kennziffer z. verkauf. 6029 D >Urg. Dönges & Eo., Krofdorf. ..6.0310: K<”" . Ge,,n9e 238 kos*®n genen Jahr hat er sich einen kleinen Wagen ange. schafft. Als er um halb sieben auf der viel gewundenen Straße daherkommt, steht Ancia Maria, auf chr Fahrrad gelehnt, schon vor dem Landhaus. Sie ist zwischen sechzehn und siebzehn jetzt, ein Backfist an der Grenze der jungen Dame, die sie noch nicht zu sein braucht, weil ihr das Pensionatsjahr in der S^)weiz noch bevorsteht, die sie aber hin und wieder ganz gern sein mochte, weil alle Mädchen ihres Alters gern ein wenig Dame spielen mögen. Noch immer trägt sie das dunkle Haar in der Mitte ge- scheitelt, aber die Locken hängen nicht mehr ganz so wirr und lang um Wangen und Kopf. Die blau- grauen Augen sehen liebevoll über Menschen und „Ancia Maria, bist du toll? Ich werde dich noch einmal über den Haufen fahren/ „21 pah! Fein, daß Sie |o Wort gehalten haben." „Na, was gibt's denn nun schon wieder, kleines Mädchen?" „Darf ich mit Ihnen raufkommen, Viktor?" Die Sanae Familie Ansaldi sagt Viktor zu ihm, sogar Andreas Ansaldi manchmal, wenn sie außerdienstlich beisammen sind. „Natürlich darfst du mit 'raufkommen. Äst es denn so wichtig? Warte, ich will nur meinen Wagen einfayren." „Äch mache Ihnen das Tor auf, bleiben Sie nur sitzen. Es ist natürlich schrecklich wichtig", keucht sie, indem sie den unteren Torriegel hochzieht. Einiae Minuten später treten sie in Viktors Wohnzimmer, vor dem eine geräumige Loggia liegt. Die Tür zu ihr steht offen. Ein betäubenoer Duft blühender Akazien strömt herein. Man hat von hier aus einen ähnlichen Blick wie von der Terrasse Ansaldis. lieber dem Meer liegt erstes Dämmern. Jetzt kann Ancia Maria nicht mehr warten, bis Viktor eine Frage stellt. Sie platzt heraus: „Viktor, lieber Viktor, Sie müssen mir Helsen. Morgen ist Blütenfest in Rapallo. Im Kurhaus dort. Ich möchte so gerne hin. Enzio darf hin, weil er zwei Jahre älter ist, und ein Mann. Enzio, ein Mann, ich bitte .Sie! Ein Mädchen mit vierzehn ist mehr Frau als ein Junge von zwanzig ein Mann. Mama läßt mich natürlich nicht, fort, und die anderen dür- fen doch alle hin. Elena und Flipo und sogar die blöde ©altera mit ihrer bleichsüchtigen Nase. Enzio darf sogar die „Melusine" zur Fahrt nach Rapallo benutzen, muß aber Pietro mitnehmen. Sie müssen mir helfen, Viktor, daß ich auch hin kann. Arn Nachmittag dürfte ich ja hin, sagt Mama, aber dann müßte ich gegen Abend von Rapallo mit dem Zug zurückfahren. Das kann ich nicht, das kann ich unmöglich! Dann lachen mich die anderen alle aus, besonders diese ©aliera mit ihrer bleichf.. Und abends ist doch gerade der Hauptspaß, da wird getanzt, im Kurgarten, wissen Sie ..." Was für ein bezauberndes Geschöpf, denkt Viktor, während er auf die Stimme lauscht, die trotz der Erregung nicht den dunklen, leicht singenden Tonfall verliert. Er hört, wie ihr ganzes Herz an tiefem Blütenfest in Rapallo hängt. Aber wie darf er ihr dieses Mal helfen — gegen den Willen Maria Ansaldis! „0 Ancia Maria, hast du mal wieder etwas auf dem Herzen?" j,Ja, nicht wahr, Sie merken schon, daß ich etwas aus dem Herzen habe? Ich habe eine große, große Bitte. Die müssen Sie mir erfüllen, Viktor, ja?" „9a, aber erst muß ich doch wohl wissen, um was ..." „Das werde ich Ihnen noch erzählen. 2lber Sie müssen erst ja sagen. Bitte, lieber, lieber Viktor." ,Ma schön, also sei um sieben Uhr oben vor mei- »er Wohnung." „Sieben Uhr? Nicht eher? Ich muß doch um sieben schon zu Hause sein, well es da schon dunkel wird. Ein bißchen eher, bitte, Viktor, ja?" ,Mso schön: um halb sieben." „Danke. 0 tausend Dank!" Als Viktor weiterdiktiert, ist er anfangs nicht Viktor kommt sich etwas komisch vor, als er anc folgenden Tag mit dem jungen Volk nach Rapalls- fätirt Da er gewissermaßen die erwachsene Ober" aufsicht führt, ist der Bootsmann Pietro überflüssig geworden. Alle sind ja außerdem auf dem Meere ak Hause. Enzio und fein Busenfreund Flipo Orlando» volontieren zur Zeit im Stahlwerk der Gebrüder Ansaldi. Enzio ist ein hübscher, gut gewachsener Junge geworden mit intelligentem, gewinnendem Gesicht und angenehmem Wesen. Flipo ist in jeder Hinsicht etwas grober geraten. Er ist der Sohn de» Kanonengießers in Livorno, den Ansaldi an MachL und Ansehen ebenbürtig. Er ist es, der Ancia Mari« den Hof macht, und dem zuliebe sie offenbar mit nach Rapallo wollte. Auch Enzio hat seinen Schwarm dabei. Das ist die Contessa Celeste ©aliera, alteingesessene genuesische Familie. Celeste ist Ancia Marias heimlicher Neid und heimlicher Zorn. Sie hat die wundervollsten Bewegungen und Manieren. Sie geht nicht sie schreitet, sie nickt nicht mit dem Kops, wenn sie für etwas dankt, sie neigt das Haupt. Sie ist von so vornehmer Bläste und Zartheit, daß man Angst haben muß, sie zu berühren, und daß man sie fast verehren muß wie eine Heilige. Vor allem hat sie schon ein richtiges Abendkleid, in dem sie aussieht wie eine Prinzessin aus dem Wunderland. Selbst Flipo schwank zwischen ihr und Ancia Maria, und er hätte Diel* le'cht mit Enzio rivalisiert, wenn er nicht solch schrecklich ungeschickte Finger gehabt hätte, die allem Zarten Hohn sprechen. Ancia Maria hat noch kem großes Abendkleid, und die Gegenwart der Coi^ tessa macht ihr eindringlich klar, daß sie eben doch nur erst ein Backfisch ist. Außer diesen beiden Paaren sind noch drei junge Menschen an Bord de» kleinen Motorjacht, darunter Elena Borgate, ein schüchternes Mädchen, dem keiner eine besondere Beachtung schenkt, und dessen sich daher Viktor besonders annimmt. (Fortsetzung folgt) „Du verlangst dieses Mal ein bißchen viel, Ancia Maria", faat er ernst. ,Lch soll etwas von deiner Mutter erbitten, was sie bir aus sehr vernünftigen Gründen schon abgeschlagen hat Du bist wirklich noch zu jung, um allein zu solchen ..." Sie läßt ihn gar nicht ausreDen: „Aber nein, Viktor", ruft sie sehr erstaunt, „Sie sollen Mama ja gar nicht bitten, daß sie mich allein hinläßt" „Richt? Ja, was soll ich denn sonst tun?" „Mitkommen sollen Sie", platzt sie mit dem Egoismus der Jugend heraus, der die Erfüllung jeden Wunsches eine Selbstverständlichkeit ist Viktor starrt sie verblüfft an: „Mitkommen soll ich?" „Ja, gewiß, natürlich, warum denn nicht?" „Als dein ... Chaperon, oder wie man das sonst nennt?" „3a ... das heißt ..." Sie wird plötzlich rot „Nein, so dürfen Sie es nicht ausfasten oder ...' Sie ergreift plötzlich seine Hand und bettelt: „BUte, bitte Viktor. Ich tanze auch einmal mit Ihnen." (Genau so wie DJr zehn Jahren: Ich zeige Ihnen auch meine Puppen.) Viktor ist geschlagen. Wie könnte er nein sagen! Kein Mensch könnte diesem ©eschöpfchen etwas abschlagen. Sie merkt, daß sie wieder einmal gesiegt hat und jubelt auf: „O Viktor, ich danke Ihnen so ...!" Viktor macht sich etwas unwirsch von ihr frei. Was denkt sich diese junge Dame denn eigentlich? Hängt sich an ihn, umschlingt ihn ... Denkt sie vielleicht, er ist aus Stein? Denkt sie vielleicht, er ist ihr Urgroßvater? Ditte, er ist nicht mehr als doppelt so alt wie sie. „Kommen Sie gleich mit zu Mama?" zwitschert sie. „Natürlich, sofort, ich fliege, Signorina?" ruft er zwischen Lachen und Aerger. „Wir nehmen vielleicht für den ungeheuer langen Weg noch eigens meinen Wagen, damit es nur ja recht rasch geht." „O nein, das ist nicht nötig", sagt sie naiv. „Aber wir müssen eilen, es wird schon dunkel, und ich will Mama nicht erst durch Zuspätkommen verstimmen." Sie gehen die fünf Minuten nach Ansaldis Haus. Ancia Maria dicht an Viktors Seite, im gleichen Schritt mit ihm, aber behindert durch das Rad, das sie schieben muß. Viktor trägt Maria Ansaldi etwas umständlich und mit nicht ganz reinem Gemisten vor, daß er sich entschlossen habe, das Blütenfest in Ein Besuch in der Auskunfisstelle des Bahnhofs Gießen । Am KrümenlÄ? Zug in Gießen an?" Sie vergißt abi von woher er kommen soll und wann m Ich ■’t Mc Li-h Ahr sich am Tage dutzende Male wiederholt und natfir» lich die Nervenkvaft nicht gering beansprucht. Verdunkelungszett in der Woche vom 22. bis 28. Dezember: 17.10 Uhr bis 9.30 Uhr. ifrer 1 litt an unb A M - m '«M ! Frau Katharina Niederhöfer geb. Rohrbach «Ur Nr, Bekanntmachung Steuer karten 1941. tvchi isbrig. 'N 1 IttjH Nw |ibt;6 »3* w auch nn !0ll UÄ >e Fis m muj in', bori nst gib: 'trich ifi, eredjüjt 8eschij> lassung- soll nch pechrj toi, bii ha!, jii )en H Zescheiüi. bet got alles „n ib W n tont' t hirep iber über er niii' irtsbck' sähet ta ien onq tqen hi» Reife ®! nübt n» 5 sch öl linem Iw i hören. er m; bet fre?, ib orhiitl zu m Ast v er M mfunh1 l Da Mi Wir hatten Gelegenheit, uns nnt der Letterin der Stadlbücherei, Fraulein Bogt, zu unterhalten und uns von ihr einiges über die Arbeit des ihrer Obhut und Verwaltung anoertrauten Kulturinstitutes erzählen zu lassen. Die Stadtbücherei, früher Oessentliche Lesehalle, ist vor wenigen Fahren aus den Händen des Lesehallenvereins, der zuletzt unter dem Vorsitz von Professor Dr. Eger gemein- krätzig wirkte, an die Stadt Gießen übergegangen und inzwischen auch aus seinem früheren Heim im Torhäuschen an der Neuen Säue in die Lonystraße übergesiedelt. Doch ist diese Unterbringung nur ein Provisorium; über kurz oder lang wird die Stadt- tz t, Ib. Durchschnitt jährlich 22 000 Bände ausgefiehen werden. Alle diese Bücher werden übrigens daheim gelesen. Der Lesesaal, gegenwärtig im ßiebigbau untergebracht, liefert nur Zeitungen und Zett- mensetzung des ausleihenden Publikums hat der Krieg nur insofern mit sich gebracht, als die Zahl der männlichen Besucher zugunsten der weiblichen und der jugendlichen zurückgegangen ist. In Friedenszeiten kamen, wie man uns erzählt, schon viele Soldaten regelmäßig zur Ausleihe. Die Betreuung von Soldaten, insbesondere der Verwundeten in den Lazaretten, wo in der Regel eine starke Nachfrage nach gutem, unterhaltendem wie belehrendem Lesestoff besteht, gehört zu den besonderen Anliegen der Stadtbücherei int Kriege; doch könnte, wie wir hören, von den hier gebotenen, reichen und wohlfeilen Möglichkeiten noch ausgiebiger Gebrauch gemacht werden, als es bis jetzt geschehen ist; zumal die Verwundeten, was nur recht und billig ist, hier ihren Lesestoff völlig unentgeltlich und ohne Leihgebühr erhalten, ebenso wie übrigens die Umsiedler in dieser Hinsicht kostenlos betreut worden sind und noch betreut werden. Auf unsere Frage, was denn heute besonders begehrt sei aus der reichen Auswahl an Lektüre, wie die Stadtbücherei sie jedem Besucher bietet, nennt man uns an erster Stelle Bücher über unsere Luftwaffe und unsere U-Boote; Interessenten sind hier natürlich in erster Linie junge Leute. Auch politische und geschichtliche Werke werden viel verlangt und gelesen, wiederum besonders von jungen Leuten, häufiq z. B von HJ.-d'rern, die Die Zustellung der Steuerkarten 1941, die durch die Post erfolgte, ist beendet. Soweit Steuerpflichtige Steuerkarten nicht erhalten haben, wollen sie die Ausfertigung im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 6, beantragen, und zwar nur vormittags von 8 dis 12 Uhr. Bei der genannten Amtsstelle erfolgt auf Antrag des Steuerpflichtigen die Aenderuckg der Eintragung auf der Steuerkarte, und zwar in folgenden Fällen: 1. wenn es sich um Eintragungen handett, die nachweislich unrichtig sind (Schreibfehler und dergleichen); 2. Aenderungen des Familienstandes (z. D. bei Heirat oder Geburt eines Kindes). Im übrigen wird auf das jeder Steuerkarte beigefügte Merkblatt verwiesen, das von jedem Arbeit- nehmer zurückbehalten werden darf. Die Eintragung über die Wehrsteuerpf licht auf der Steuerkarte stellt einen formlosen Steuerbescheid im Sinne von § 212 der Reichsabgabenordnung dar. Gegen diesen Steuerbescheid steht dem Steuerpflich- tigen das Recht der Anfechtung zu. Die Frist zur Einlegung der Anfechtung beträgt einen Monat und beginnt mit dem Tage der Zustellung der Steuer- Mein Srenöe vn detHßtot mMiMMM! A “ auf Befreiung der Bürgersteuer besteht, sind Einsprüche im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer 14, vorzubringen. 60^C Es wird noch darauf hingewiefen, daß in Verlust geratene Steuerkarten nur gegen Zahlung von RIN. 1,— ersetzt werden. Auf brr Steuerkarte sind auf der 4. Seite die Be- ftimmui.vj n über die Höhe der Bürgersteuer usw. angegeben. Mit der Zustellung der Steuerkarte gilt die Bürgersteuer als angefordert. Sowett Anspruch Jeder Tag, ob Werktag oder Sonn- und Feiertai, zeigt die Auskunft des Bahnhpfs in einem der sichtigsten Brennpunkte des öfienttichen Verkehrs, ^besondere des Reichsbahnbetriebs. Nervenstränge st dick wie Schiffstaue gehören oft dazu, an dieser Mststelle des Bahnhofs dem Ansturm der Menge sicndzuhalten. Aber immer zeigen sich der Aus- Ijnftsbeamte und seine Gehilfinnen in vorblldlicher Nichterfüllung den Anforderungen ihres Dienstes Wachsen. Nur das Publikum sollte sich in manche Dsicht bessern. Dor allem sind erforderlich: kein Verdrängen, sondern immer hübsch der Reihe nach; flere und präzise Fragen, keine weitschweifenden Erzählungen; sorgsames Hinhören auf die Antwort, feine „Gedankenausflüge" woanders hin keine um vi:ige Aufregung, sondern Ruhe und Gelassenheit; fmjum Disziplin und Sachlichkeit! Und „Stamm- Idiben", die überhaupt nicht reifen wollen, sondern tiu: zum Zeitvertreib fragen, mögen ihre Zeiteintei- lirg irgendwo anders anbringen, nur nicht an Mer Stelle Unter diesem Gesichtspunkt von der Mikumsseite her wird der Auskunft gedient sein, B sie selbst sich immer bemüht, der Allgemeinheit st bester Weise zu dienen. B. A ohe Stunden in der Marine-Kameradschast. i Die alljährlich, fanden sich auch in diesem Jahre tire große Anzahl Urlauber der Kriegsmarine, der lArrine-SA. und der Marine-Hitler-Jugend, sowie l«: Marine-Kameradschatt am zweiten Weihnachts- [eitrtag zu ihrem KaMradentreffen im Marine- Tiolshaus zusammen. Sehr viele Kameraden ciren erschienen, und manches Wiedersehen wurde weiert. Kameradschaftssührer Lich gab seiner feube darüber Ausdruck, so viele Kameraden zu Wen, und erinnerte an Weihnachten 1939. Damals fiib die Kriegsmarine noch gewissermaßen Gewehr 6t Fuß, während sich heute ihr Tätigkeitsbereicy W der Biskaya bis nach Narvik erstreckt. Er er- stierte an die Heldentaten der Kämpfer von Nar- ti1 und an die Kameradschaft, die hier in ganz be- foberem Maße die Wehrmachtsteile verband. Der Almeradschaftsführer gab der sicheren Zuversicht Lsdruck, daß der Tag kommt, an dem England, M>er letzter Feind, der Unruhestifter der Wett, zu Htben geschlagen ist. Im Anschluß an die Worte 6ti Kameradschaftsführers wurde das Engeland- liö gesungen. Unter den anwesenden Urlaubern I Deren sehr viele Kameraden, die einstmals der Gie- Ißper Marine HI. angehörten. Kameradschaftsfüh- I Tt Li ch beglückwünschte Leutnant Bellos, dem A Weihnachten das Eiserne Kreuz I. Klasse ver- llnen wurde. In gewohnter guter Kameradschaft I «lebten die Urlauber dann einige frohe Stunden. Oie Steuerkarte für 1941. Die Steuerkarten für das Jahr 1941 sind ausgestellt worden. Personen, die g. A. ohne Verdienst sind, wollen die Steuerkarte für den Fall, daß sie im Laufe des Jahres 1941 in Arbeit oder Derd-ienst kommen sollten, sorgfältig ausbewahren, da die Ausstellung einer neuen Steuerkarte nur gegen Zahlung von 1,— RM. erfolgt. Soll die Steuerermäßigung für Kinder gewährt werden, die z. Z. studieren, in der Lehre, im Landoder Haushaltsjahr sich befinden, der Wehrmacht oder dem Reichsarbeitsdienst angehören, so sind bei der Antragstellung die Derhältnisie durch geeignete Beweise glaubhaft zu machen. Zum Beispiel genügt schon bei einem z. Z. der Wehrmacht oder dem Reichsarbeitsdienst angehörenden Sohn als Beweis die Vorlage eines Briefes, aus dem fein Dienstgrad zu ersehen ist. Für auswärts studierende Kinder ist das Studienbuch, bei Lehrlingen die auswärts ihre Lehrzeit verbringen, der Lehrvertrrg zur Einsicht oorzulegen. Je nach Lage des Falles kann die Steuerermäßigung für Kinder bis zum 21. oder 25. Lebensjahr gewährt werden. Auf Seite 4 der Steuerkarte sind die Seft-immun» gen über die Höhe der Bürgersteuer angegeben. Die Anforderung der Bürgersteuer gilt mit der Zustellung der Steuerkarte als bewirkt. Jeder Steuerkarte liegt außerdem ein Merkzettel bei, aus dem der Arbeitnehmer alles Wissenswerte über die Ausstellung der Steuerkarte entnehmen kann; dieser Merkzettel darf von dem Arbeitnehmer zurückbe- halten werden. Gießener Vochenmarktpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A»2öare. Für 6-Ware ober abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. anö hoher Blutdruck mttHerrimrllhe.SchwlndelgesühI,Nervosität, Ohr«- sausen. 4lrkalationssiöruuqen werden durch Anillklerosin wirksam be» kämpft/Enthält u. a. Blutsalze und Kreialaufbormooe. Greift die Beschwer» den von verschiedenen 'Jtitfrftmrtm her an. Packung 60 Xabi. M 181» in Apotheken. Hochmteressant« AoftlärunASschrift ließt |-der p-ckang bet'. Nachruf. Am 25 Dezember verschied im hohen Alter von 92 Jahren das langjährige Vorstandsmitglied und der letzte Mübegründer unserer Kasse Herr Wilhelm Becker IV. Kesselbach Seit Gründung der Kasse in der Verwaltung tätig, hat er über 30 Jahre lang >m Vorstand die Stelle des Kontrolleurs versehen. Er hat seine ganze Arbeitskraft unserem Institut gew.dmet und in treuer Pfhchterfühung der Kasse gedient und so den großen Anteil an der Aulwärtsentwicklung genommen. Dadurch ist ihm auch über das Grab hinaus in der Geschichte der Kasse ein ehrenvolles Andenken gesichert Kesselbach, den 26. Dezember 1940. Soar- und Vorschußkasse zu Kesselbach e. G. m. b. H. Heute nacht entschlief sanft unser Heber Vater, Schwiegervater, Grobvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Bäckermeister Balthasar Schomber im 80. Lebensjahr. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Wilhelm Schomber, Bäckermeister. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinseheiden unseres lieben Entschlafenen Karl Viehmann sagen wir allen unseren tiefempfundenen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Doeringstraße 4), den 27. Dezember 1940. 04341 Lektüre bekommt und sie befriedigt. .Uebrigens j Matte 30 Rpf., Käse, das Stuck 6 bis 10, ausergibt sich ia auch bei der Rückaab- der Bncher ländische Eier 11 bis 12, Kartoffeln, % kg 4,1, nach Ablauf der Leihfrist oft genug Gelegenheit,' 5 kg 4Wirsing, % kg 7, Weißkraut 6, Rotkraut 7, das Urteil der Kunden über das Gelesene zu hören : gelbe Rüben 9, rote Rüben 7, Spinat 16 bis 17, und sich daraus wiederum selbst ein Urteil und Unterkohlrabi 5, Grünkohl 7, Rosenkohl 15 bis 32, einen Ueberblick über Leser und Lesestoff zu ver- Schwarzwurzeln 21, Feldsalat f/10) 8, Aepfel, % kg dergleichen zu Schulungszwecken benötigen. Die meisten Entleiher wissen genau, was sie Huna uyne qujuheri