Donnerstag, 28 November MV General -Anzeiger für Oberhessen den - -- --- - - qeieui, DUf) er unten, Hill uciu hatte diefe Gemeinde 11 600 qkm, aber nur 7600, fOmie mit Metaxas und Papagos gehabt Einwohner (heute liegt der größte Ten des K.rch- Der Oberbefehlshaber der britischen Landspiels jenseits der örenje). Prachtvoll Uegen die ftreit'frä|tc im Mittleren Osten. General Wavell, möchten, kahlen Bergkuvpen der lapplandi chen . mehrtäg,gen Reise durch Kreta eben- Gebirge vor uns, m maiestanlcher Ruhs und Grosie ' tojebcr in Kairo einqetroffen. Wavell besich. auf Kreta. ig. Cri und Er- man den Kaffee hinmealaufen läßt. Wenn man es lied gan- Gegenwart meistern. Bulgarien« LandeSverteidigum,. . M ZchrMlettuny imb SeschLftrsteNe: Gießen. Schnlftratze 7-y 1Stz> 1 Ufr-' ü auch woite am (iii w lich - #. liegt über dieser seltsamen Landschaft, und olles eingebettet in eine grenzenlose Einsamkeit inmitten der riesigen Wälder ... Das ist Lappland! Wir kommen durch die ersten Stellungen, und dann zeigen sich uns die vielen „Denkmäler" des Krieges: die einsam emporragenden Schornsteine als letzte Ueberbleibsel von dem, was einst eine Siedlerstelle war. Doch auch hier oben hat der Wiederaufbau in weitestem Umfange eingesetzt. Neben den Ruinen sind neue Häuser entstanden. Sie sind gewöhnlich noch kleiner als die zerstörten, aber die Hauptsache ist fürs erste: ein Dach über dem Kopf zu haben, vergrößern kann man immer. Mit Kind und Kegel kamen bald nach Kriegsschluß die meisten Siedler wieder zurück. In provisorischen Zelten aus Pappe kampierten sie und von morgens bis nachts, so lange das Licht es zuläßt, hämmert es durch die Stille des Waldes, werden neue Herdstellen ge- Sofia, 27 Nov. (Europapreß.) Der bulgarische Kriegsminister hat dem Sobranje einen Gesetzentwurf vorgelegt, der einen neuen Rüstungs- k r e d i t von 1260 Millionen Lew" vorsieht. In der Begründung des Barfchlages w'zd hervorgehoben, daß die außerordentl'che internationale Lage die Verstärkung der Landesverteidigung und die weitere Aufrüstung des Heeres notwendig mache. Deshalb müßten die vorgesehenen Seitdem der britische Großadmiral Lord Chat- field die Lage der englischen Flotte schwarz in schwarz malte, ist eine bemerkenswerte Wandlung der offiziellen Tonart in London zu verzeichnen. 3 daM derp mmck- wnjte Har Vrvck und Verlag: vrüdlsche UntDtrfltätsö ruderet H. tauge heißt: O. Land, der tausend Seen Land, des Sangs, der Treue Mark, ton Sturm des Lebens unter Strand, der Vorzett und der Zukunft Land — sei stolz, ob auch der Boden karg, sei frei, sei froh, sei stark! Englands Neubauten halten mit Gchisssverlufien nicht Schritt Kredite in der genannten Höhe bewilligt werden, aus überfe-ischen Ländern auf eioen°n Die Kredite sollen im Laufe des Hau«haltja^^s f Schicen selbst ^ranzufchatten Bu den «motzen Anverwendei werden. Die Ncttionalbank wird im Em- fuhrstrecken träten naturgemäß Derzögerun. Reue Töne. Von unserer berliner Schrifileiiung. frdrbemt tnflhd). auhet iountnae und rtetenaa§ < eeilaflen:Tieailintnerte 'im- | geheuerrtiimihenblntter । jennnl nnBild TleScüotte Roch No^"n aebt die Reise, ^—nov w'^ hi» Landschaft. Flüsie haben wenig Master in diesem !Zohre und erschweren die Flößerei. f^s ist -sonm Ina. An den Stationen steb»n die Mädchen und lie.iungen Burschen — die Eistnbabn ist iroendmie in Bote oder w'e ein Brief für diese M"rtochen in ber Abaesch'"denheit. Ueberall auf den S^ston-m irtnft man Kaffee. Hier oben siebt man häuf,"er Leute noch alter Sitte aus der Untertasse trinken ijttb ein Sttlckchm Zucker auf der Zunge, über das Dos ist das Erlebnis des Wiederaufbaus im zen Land, von Süd nach Nord von Oll nach West: vorwärts, mit frohem Mut an die Arbeit! Und ein solches Volk mich auch die Schwierigkeiten der gen ein, die einerseits durch das Konvoi-System hervorgerufen würden, während andererseits sich auch immer eine ganze Reihe von Handelsschiffen in britischen oder fremden Häfen Ausbesserungsarbeiten unterziehen müßttn. Abschließend wies der britische Schiffahrtsminister darauf hin, daß England unter den gegebenen Um« fänden in nächster Zeit überseeische Güter n u r in geringem Umfang eirstühren könne. Diese Tatsache veranlaßte ihn schließlich, zu äußerster Sparsamkeit beim Verbrauch zu ermahnen. Oie Verluste der englischen Kriegsflotte. Rom, 27. Nov (Europapreß) Die von enh- lttcher Seite amtlich zugegebenen Verluste der fort« Nachen Kriegsmarine belaufen sich nach einer Darstellung des „Giornale d'Ifalia" auf 314 899 Tonnen. Das Blatt bemerkt dazu, diele Zahl liege unter b e r wirklichen. Es müßten noch die Zahlen hm-zu-geschlagen werden für die lchwer havarierten. aber nicht versenkten Schiffe, die für längere Zeit außer Gefecht gesetzt feien. 3m einzelnen führt das Blatt folgende Aufstellung über die von Enaland emgestand-nen Verluste an: Schlachtschiffe 29 150 Tonnen, Flugzeuaträoer 45 000 Tonnen, Kreuzer 18 020 Tonnen. Hilfskreuzer 137 990 Tonnen. Torpedojäger 50035 Tonnen. U-Boot« 26 449 Tonnen, Kanonenboote 4030 und M'n en such- boote 4225 Tonnen Während d-s ganzen Weltkrieges verlor die britische Kriegsflotte 565 440 Tonn»n Allein toi den 15 Monaten bMes Krieges, io stellt das italienische Blatt fest, hat England noch seinen eigenen weitaus tu nttbrig anaesetzten An- aoben schon bie Hälfte der Gesamtverluste der 51 Monate des Weltkrieges aufzuweisen. Englands Aussichten. N e u y o r k, 27. Nov. (Europapreß.) Der Londoner Korrespondent der „Chicago Dally News", William Stone man, der vorübergehend noch den Vereinigten Staaten zurückgekebrt ist, berichtet über seine Eindrücke aus England. Enaland, so sagte er, könne allein einen Siea nicht erringen. Die gegenwärtige Hilfe der Vereinigten Staaten sei unzulänastch. Deutschland könne nur mit Zehntausend-n von Flugzeuoen, Hunderten von Zerstörern und Millionen von Tonnen neuen Schiffsraums niedergezwungen werden. Er meinte, nur die Vereiniaten Staaten könnten diese Dinge unter großen Ovfern und mst dem Aufgebot aller Energien zur V»rfüaung stellen. Es frage sich, ob die Öffentlichkeit in den Vereiniaten Staaten dazu bereit fei. D"r Siea Englands hange vom Kriegs« eintrttt der Vereinigten Staaten ab. $ int m brifr-1 Km* er M hs k: berd •J* Mr Köln, Dem „Ci Rapid $ eiter h e sich:.! den M Bo*.:, trntid 11 ler Drt?'| Xr btd Stockholm, 27.Nov. (Europapreß.) In — letzten Tagen hat eine auffallende Aktivität zwischen den englischen Kommandoplätzen in Griechenland und in Aegypten festgestellt werden können. Der Oberbefehlshaber der brttischen Luftflotte im Mittleren Osten, Luftmarschall L o n g - more, ist nach einer Inspektionsreise durch Griechenland nach Kairo zurückgekehrt. Es wird mitgeteilt, daß er Unterredungen mit dem griechischen tlnnnbme von tHntetflrn für die Mittagsnummer biöXVJlbr deoisiormittags tltuei(ien*Vretfei 8n*eigenteil 7 Rvt le mm bei 22 mm Heilenbrette» Wertteil 50 Rvt. te mm bei 70 mm Seilenbrette sracüläste: Wiederholung Malstasiell Abschlüsse Mengennaftel B Vlnßoorfcbnft (vordertae Beretnbaruna > 25'--' mehr a W; l efanotnC en. V seit bilb: -n einfls- Sollin?' irfienflüii- in dem Klassenzimmer eine Tafel mit Sprüchen darunter einer als letzter in Fettdruck: „Mache dich selbst zu ein»m fr-khen, nüchternen, munteren u .d Stockholm, 28. Nov. (Europapreß.) Der englische Minister ohne Portefeuille Arthur Green- wood bestättgfe am Mittwoch als erstes englisches Kabinettsmitglied, daß der englische Tonnagebestand heute unter dem Stand ton September 1939 liegt. Mehrere oppositionelle Unterhausmitglieder — unter ihnen der ehemalige Kriegsm'nister Hore-Belisha und der sozialistische Abgeordnete S h i n w e l l hatten in scharfen Worten die Regierung für die mangelhafte Kr-egs- maferialerzeugung und die nach ihrer Ansicht völlig ungenügenden Leistungen der Schiffswerften ver- antwortl'ch gemacht, Hore-Belisha sprach sogar von einer „sehr e r n ft e n Lage, in der sich Enaland zur Zeit befindet" Minister Greenwood erklärte, es sei zwar unverkennbar, daß die Lage der britischen Handelsschiffahrt, gegenwärtig „etwas düster" aussehe. Sie habe ern st haftunter dendeut- schen Angriffen gelitten Die Regierung werde jedoch alles tun. um b:e Produktion an Schiffen zu steigern. Er könne den Abgeordneten nur Mitteilen, daß die britische Sckiiffsproduktion während der verganaenen sechs Monat«' um rund 50 oom Hundert gestiegen fei. Inzwischen habe sich aber herausgestellt, daß auch diese Produktionsstei- qerung für die Zukunft -,,n i ch t völlig a u s - reiche". , In einer Rundfunkansprache erklärte der brttksche Schiffahrtsminister Ronald Croß, daß die wöchmt- lichen Verluste Englands an Hanbelsschiffsraum sich seit Juni im Vergleich zu den durchschnittlichen wöchmtlichen Verlusten vor diesem Termin verdreifacht haben. Refianiert fügte der Minister hinzu, daß die Empire-Länder nicht genug Handpls- lsbilst für Enaland hauen könnten. Die enqlir(he Regierung bemühe sich daher, nordamerikanische Wersten in noch größerem Umfange als bisher für den Bau enalischer Schiffe zu gewinnen. Die zunehmende Aktivität der deutschen Unterseebootwaffe mache es erforderlich, daß die malischen Wersten immer mehr zum Bau von Kriegsschiffen herangezogen werden müssen. England sehe sich daher gezwungen, zur Deckung seines Bedarfes an Handelsschiffsraum Aufträge im Ausland unterzubringen. Es sei recht zweifelhaft, ob Enaland. auf lanae Sicht aesehen. über genügend Handelsschiffe verfüge. Es könne bereits fetzt keine Rede mehr davon sein, daß.England mit Hilfe seiner Handelsflotte alle Dinae einzuführen in der Lage fei, die es vor Ausbruch des Krieges importiert habe. Die Importe feien sehr stark zurückgegangen. zumal Deuttchland Graßbrstan- n'en von fast sämtlichen europäischen Märkten ausgeschlossen habe. England sei infolgedessen gezwungen sich feine Importgüter PieK lenn. spart man an Zucker. Und bann kommt Rovaniemi, die Haupt- ’habt Lgvvlands. Es ist ein großes Dorf mit seinen :-000 Einwohnern Besonders wmn Markt ist. stro- nen von gll-n Seiten die Siedler und Holzfäller tue den Wäldern herbei und aeben dem Dorf fein ^arakterifttfches ®°nräae. Man sieht nicht mehr cil^uviel von den Zerstörungen des Krieges. Der Wiederaufbau, der fofort in Gana gefetzt wurde, hüt aanze Arbeit. Heute ist Rovaniemi^ zudem ein croßer und wichtia-r Umfchlaqenlatz für die Wa- i*n von und nach P e t f a m o dem Eismeerhafen Finnlands und der einzigen Möglichkeit, Zu-gang •um Astanttfchen Ozean zu haben. Unaufhörlich »llen Lastautos hinter Lastautos über me 531 Kilometer lanae Eismeerstraße bin und zurück, mit Export- und Importwaren beladen. Ein sieberbas- 125 Leben und Treiben! Lappland umfaßt ein G" r-et von 110 000 Quadratkilometer, aber nur 125 000 Menschen wohnen dort. Da kann man es verstehen, aas es für eine Arbeit war, als das dortiae Rote Treuz nach Ausbruch des Krieges für 25 000 Evakuierte aus d"n Grenzgebieten, allo für ein Fünstel b er bnrtiaen Bevölkerung, sorgen mußte. Hier spielte i-anz besond-rs die fog-nannte ..Aufmunterunasar- b eit" eine sehr wichtige Ralle und hatte auch durchweg ihre Aufgabe erfüllt Dan Rovaniemf aus qina die Fahrt tm Auto östlicher Richtung über Kemijarv, zu den :t a m p f ff ä 11 e n de- letzten Winterkrieaes. Der Tifenbahnbau auf der Strebe K-mija-vi (bisher der nördlichste Punkt der finnischen Eifenbabnl -- Salla mit Anschluß an das sowsefrussische Eisenbahnnetz ft in voll-m Gange. Mir fahren in die Snhischen Bergketten hinein. Alles ist roettffarfu^ Moßzügig, ein faszinierender, dunkelblauer ’ Huuch Reise durch das neue Finnland Don unserem Sonderberichterstatter Friedrich Ege. stehen sie da, dazwischen märchenhaft schöne, stille Waldseen und immer wieder^der tiefblaue Schattenschleier über dem ganzen . Auch die Aecker werden bereits wieder bestellt, soweit man hier oben davon sprechen kann, weidende Kühe schnuppern urn die Ruinen, da springen auch einige Rennttere auf- gefcheucht in den Wald hinein. Gerade diese Gegend hatte e'ne ausgedehnte Renntierzucht, die nun größtenteils verlorengegangen ist. Hier erlebt man die Wild mark: zerzauste Wälder in zerklüfteten Fels- landschaften, längst abgestorbene riesige Tannen stehen aber nach wie vor in ihrem silbergrau schimmernden Holz da, ein gespenstiger Anblick. Mitten in der Einsamkeit steht einfam e:ne Schule, unversehrt. vorerst sind noch evakuierte Familien dort untergebracht. In einer echten. Rauchsauna, die in einen Abhang hineingebaut ist, nehmen wir ein Bad. zwischendurch immer wieder 'N dem See den dampfenden Körper abzukühlen. Wenn die Sonne am Abend ganz schräg ihre Strahlen auf die weiten Hügelketten wirft und sich^das ganze Farben- spiel im See w'verspiegelt, dann erleben wir den unbeschreiblichen Zauber von Stille, Fri"den und Schönheit Lavvlands. In einer anderen Schule inmitten dieser Wilb- und Oedmark, wohin die Kinder der Siebl-r von allen Seiten her kommen, hängt und tzjonats-Bezugsvreis: xtil 4 Besingen NM 1.95 thneIUunrierte . 1.80 f uiteUgebübi. » 25 Durt) bei ')ranff. M Of|iM wk. tnebj; usgest°^ innen k Den 9W eil*' rtM * jm tu« Die lunti. ifjit l* gli» Ift ‘ *5 i geblasen. Der britische Landwirtschaftsminister Hudson hat soeben erklärt, die Ernährungslage Englands sei äußerst gefährdet. Wenn Schiffe durch feindliche Tätigkeit verlorengegangen seien, so habe Großbritannien nicht nur die Ladungen verloren, die sie trugen, sondern auch die Ladungen, die sie bei künftigen Reisen getragen hätten. Außerdem bedeute jedes Sch'ff, das für den Krieg tm Mittelmeer und im Mittleren Osten gebraucht werde, ein Schiff weniger, um Lebensrnittel nach^ England zu bringen. „Wir müssen", so rief Hudson besorgt aus, „nicht nur an den heutigen Tag denken, sondern auch daran, wie es heute übers Jahr aussehen wird." Wenn Hudson versichert, im nächsten Jahre würden die englischen Landwirte mehr produzieren, so macht das die Inselbewohner inzwischen nicht satt und nicht froh. Der brttische Gewerkschaftsführer Vitrine gab den Amerikanern ein Bild der unter den deutschen Bombern rap'be nachlassenden englischen Produktion, das für sich svricht, und sogar die „Porksbire Post" des englischen Kriegsministers Eden schrieb ,am 25. November in jäher Erkenntnis, die deutsche Flotte sei gegenwärtig sehr lebendig und fordere Enaland geradezu heraus, d'e Behauvtung, sie sei seit Norwegen zerstört, fei mauert, Ställe für das Vieh gebaut. Dort kommt ein Siedler mit feinen Kühen, er hat sie auf einer Sammelstelle wieder gefunden — beide Teile scheinen sehr froh darüber zu fein. Hier befinden wir uns in einem typischen Siedler- und Grenzland. Der prachtvolle Menschenschlag hier kennt das Schicksal des Siedlers: immer wieder von neuem zu beginnen. Und das tun diese Menschen auch jetzt, mit frischem und frohem Mut. Hunderte von den auseinanderliegenden Einzelhöfen lagen in Asche, nur die Kamine blieben stehen. Nun: der Kamin taugt immer noch zum Kochen, solange das neue Haus noch nicht fertig ist. Dort wieder steht ein Monn, schon im fortgeschrittenen Alter und baut zusammen mit seiner Frau ein neues Heim. An einer anderen Stelle hat eine Witwe gackz allein mit ihren beiden Töchtern ein kleines, aber regelrecht gezimmertes Blockhaus errichtet, den Ofen selbst gemauert und innen alles blitzblank ausgestattet. Auch eine winzige Sauna hat sie bereits gebaut und auch für den Hundestall steht schon alles bereit. Weit entfernt von zusammenhängenden Siedlungen lebt hier echter Siedler- aeift, der nur eine Losung kennt: an die Arbeit! Keine Niedergeschlagenheit treffen wir hier an, überall nur frohe Zuversicht! Mr stehen hier auf dem Restteil eines der größten K'rchspiele Finnlands. Salla: vor dem Kriege M i ’U H | ch v i I ■ * l bis >. \ tity | hnj.1 ) imh klchjil [t bis i chch-'d g tw..: glücklichen Menfchen'" Ja. dieles sich feTbft zu etwas machen, die ziehung zur Selbständigkeit, das ist die Voraus- fehunq für den tüchtigen Siedler. Auf sich selbst gestellt. nbqefrhnitten von der Außenwelt, muß er allem was bas Leben und der Lebenskamvf mit sich bringt, "Hein entgegentreten und allein mastem können. Aber darin Fegt eben die große Kr^stauell" des sin- nilchen Volkes': mutig, klar und nüchtern den Din- rrcn ins Auae zu lehen und unbeirrt und ohne Furcht und Zagen in b”r einen Hand den Pflug und in der anderen das Schwert zu führen, um die Heimat xu schützen, wie es in Finnlands Nattvnal- II. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Helsinki, Mitte November 1940. ■ Nach einigen Stunden Eisenbahnfahrt erreicht ran von Kuopio aus nordwärts die Station der Ientralstrafanstalt S u k e v a. Inmitten eines gro- »n Moorgeländes von 3000 ha wurde diese Anstalt tigelegt, um eine produktive Gefangenenarbeit , ^rchzuführen. Aus diese Weise wurden hier be- pits riesige Flächen in fruchtbares Wiesen- und , Getreideland verwandelt, was gerade in der heuti- | sn Situation für Finnland von unschätzbarem i Porte ist. Zum andern werden dadurch die Gefan- ! ^nen zu Spezialisten in der Moor-Kultivierung i ^-gebildet, was ihnen nach ihrer Entlassung von rößtem Nutzen ist. Mit dem Auto geht es nach nem neu angelegten Zentrum einer großzügigen, ! pniassenden Moorkultivierung, nach P e l s o , von ?ffen 15 000 ha Moorland der finnische Staat 000 ha besitzt und die jetzt ebenfalls von Gefan- tenen fruchtbar gemacht werden, um dann an Sied- ,x abgegeben zu werden, wobei die Mindestgröße er Gitter 24 ha beträgt. Fieberhaft wird hier ge- ; rbeitet, breite Zufahrtsstraßen werden gebaut, Feldbahnen angelegt ... neues Land für die eva- Ifl^misch. Es ist ein entzückend-'s Landstadtcst-n mit ! einer angenehmen, lebendigen 2llmosvbäre. Ob man ja«, i?r im Sommer gegen V»3 Uhr früh einen der I 4M lbantastifchst-'n Sonnenaufqanae erlebt, mitunter nit einem Regenbogen, oder ob man im tiefsten ®:nter, w"nn es nur oanz kurze Zeit richtig Tag ist und lonst nur eine 2M Darnm-runa über allem l egt auf d-r großen Brücke üb°r der Stromlchnelle les Merikvski steht und nach dem offenen Meere ii schaut — an diele Stadt denkt man imrmr gerne. - gewaltige Holzmafsen werden zu gewöhnlichen Zei- ?n hier ang^lößt und im Tiefhafen weiter ver- rachtet die Folgen des großen Krieo-s hemmen -her den Ernar^ Sulttt- sind Sulfatfabriken pro- ! uzieren große Mengen Zellulose. Der letzte Krieg lat nuch hierher feine Brandfackel g^morfen.^nber II Ile Sauren sind so gut wie beseitigt. An die stelle !es Krieaes trat die Arbeit und tat das ihre. hi» m’rS di" itf amfr i MÄ. ' vernehmen mit dem Kriegsminister Staatsscheine herausgeben, die frei gehandelt werden können. Mit dem 1. Januar 1942 wird die Auslosung dieser Scheine beginnen In der außenpolitischen Aussprache im Sobranje bezeichnete als erster Redner der Opposition der frühere Ministerpräsident Zan- k o f f, das Zusammentreffen zwischen König Boris und dem Führer als ein Ereignis von größter politischer Bedeutung. In seinen weiteren Ausführungen forderte Zankoff eine weitere Vertiefung der Freundschaft zu den Achsenmächten und zu Sowjetrußland, da diese an der Beseitigung der Friedensverträge von 1919 entscheidenden Anteil gehabt hätten. plötzlicher Tod des ägyptischen Kriegsministers. Beirut, 27. Nov. (Europapreß.) Innerhalb von zwei Wochen ist zum zweitenmal unter geheimnisvollen Begleitumständen eine bedeutende politische Persönlichkeit Aegyptens gestorben. Es ist der ägyptische Kriegsminister Iunus Saleh Pascha. 2Üs Todesursache yiird Herzschlag angegeben. Der Kriegsminister befand sich im Zuge aus der Reise von Kairo nach El Fayum, wo er zusammen mit König Faruk der Eröffnungsfeier öffentlicher Arbeiten beizuwohnen beabsichtigte. Saleh Pascha sott plötzlich in seinem Zugabteil ohnmächtig geworden sein. Seine Begleitung habe nur noch den Tod feststellen können, ehe ärztliche Hilfe zur Stelle war. Wie erinnerlich, schied der ägyptische Premierminister Hassan Sabry Pascha, als er am 14. November die Thronrede des Königs anläßlich der ägypttschen Parlamentseröffnung verlesen wollte, aus dem Leben. Auch damals hieß es, der Premierminister sei einem Herzschlag erlegen. Nach dem Tode von Hassan Sabry Pascha bildete H u s - sain Sirrt) Pascha die neue Regierung, in die Iunus Saleh Pascha als Kriegsminister eintrat. Zwischen Athen und Kairo. I hguß eingebettet. Bald verengt sich das Flußbett Gis auf etwa 50 m, mächtig überstürzen sich die feogen an den unsichtbaren Felsklötzen und Klivien im Flußbett. Wir sind mitten in Finnlands cewaltigster 'Stromschnelle V y h ä k o s k i, die bei Mittlerem Wasserstand 200 000 und bei Hochwasser ''20 000 Pferdekräfte entwickelt. Sie ist 18 km lang fcnb das Gefälle beträgt auf dieser Strecke 56 m. Son einem* Strudel in den anderen wird das Boot 1 ccroorfen, kreuz und quer geht die Fahrt, aber die 'iunderprozentig sichere und zuverlässige Hand des Bootsmannes steuert das Boot durch die unsichtbar lauernden Gefahren hindurch. Zwischen den Ifnzeln-n Stromschnellen kommen immer wieder ille Wasser, umgeben von einer herrlichen, ab» »echslungsreichen Landfchatt. , Dann gebts nach Oulu, der Stadt an der ^Mündung des Oulu-Flusses in den Bottnischen kM°erb'isen. In dieser S^abt fühlt man sich gleich | «Lüerte Bauernbevölkerung entsteht. Smnvf und Moor, soweit wir sehen, winzige Äohnhütten, Oebmark in bes Wortes wahrster Berufung. Es ist Samstag abenb — bie Saunas | suchen! Der Omnibus bringt, uns weiter nach tjalanoia am Oulu-Fluß, wo wir bie 14 m ngen typstchen Boote besteigen, um bie berühmten Mtrom schnell en zu burchsahren, wie es in । ‘-Qheren Zeiten bie „Teerboote" taten, bie den । Mbftoebrnnnten Teer nach Oulu zum Hafen brach- । $>n. Zwischen hohen, steilen Ufern liegt der Oulu- * O n:" - ein Wunschtraum. lucuHKf» .... .... ______ , Und nun hat auch der englische Schiffahrts« ist nach einer mehrtägigen Reise durch Kreta eben» Minister Ronald Croß sehr schnell umgelernt, er falls wieder in Kairo eingetroffen. Wavell besich. gibt heute zu, was er noch nach der Chatfi-ldr-de tigte den Ausbau der englischen Derteidigungsstellen lrnanete, er muß heute gestehen: „Wir müssen Schiffe haben, unfer Leben hängt von dem Zunächst hatte der Schiffahrtsminister Ronald Croß versucht^ die Churchillparole, alles stände für England ausgezeichnet, $u halten, dann aber kamen bie vernichtenden Schläge der deutschen Lust-- waffe und die steigenden Versenkungsziffern. Die Finanznöte brannten England auf den Nägeln, und der britische Botschafter in Washington, Lord Lothian, schrie nach der Finanzhilfe der USA. Es ist inzwischen aller Welt bekannt geworden, daß Englands Lage sich außerordentlich verschlechtert hat. Der frühere amerikanische Botschafter in London, Kennedy, der sich erst zu den Roosevelt- wählen nach den USA. begab und wahrlich kein Feind der Briten ist, hat die Nöte Englands auf die einfachste Formel gebracht, indem er sagte, die Demokratie sei dort tot und England „so gut wie geschlagen". Churchills Prahlereien über bie sieg, reiche RAF., über bie Beherrschung der Meere durch Albions unüberwindliche Flotte sind wie weg. h 140. Jahrgang Ur. 282 d * 9 Uonnersi Eichener Anzeiger Rege Tätigkeit der italienischen Luftwaffe Fischers/ sah, wie er den Kopf schüttelte über tiefe Unsinnig- keit, dann hob er die Hand. Auch ich hob die Hand, mehr konnten wir nicht tun. »Leb wohl, Alberti rief ich in den Fahrwind, und dann fah ich an feinen Lippen, daß auch er etwas rief. Wir hörten uns nicht mehr, und der Zug fuhr in eine Kurve, und dann fah ich ihn nicht mehr." Maltaner fchwieg und trank einen langen Schluck Bier. „Es hatte fast etwas Gespenstisches", sagte er, „wie er da drüben stand und wir getrennt bleiben mußten, als hätte sich das Schicksal plötzlich ein» gemischt. Ich glaube, ich suche jetzt nicht mehr nach ihnen. Wenn ich einen alten Freund treffen soll, wird es schon von selbst so kommen", schloß Maltaner nachdenklich. Alexandrien durchgesührten Cuftangtiff sechs Kriegsschiffe schwer getroffen, ferner die von der feindlichen Flotte benutzten Reparaturwerkstätten der Kanalgesellschast, die Flughäfen von Heluan und Abu-Sceir, in welch letzterem vier Flugzeuge in Brand gerieten, zerstört. 3n Ostafrika bombardierten unsere Flugzeuge die feindlichen Artilleriestellungen westlich von Gal- labat. Feindliche Flugzeuge warfen Bomben auf Mallaua und Daghlla, ohne Opfer zu fordern. Zu den fünf feindlichen Flugzeugen, die bei dem im gestrigen Wehrmachtbericht verzeichneten Lust- angriff auf Leros abgeschossen wurden, kommt noch ein sechstes, von der Marineflak abgeschossenes hinzu. Feindliche über die Schweiz gekommene Flugzeuge warfen Bomben und Brandbomben auf Turin. Einige Gebäude im Zentrum und an der Peripherie der Stadt wurden beschädigt. Lin Brand, der in einer Glasbläserei ausbrach, wurde im Seime erstickt, viele Bomben fielen auf freies Feld, wo zwei Bauernhäuser zerstört wurden. Lin Soldat, der Dache stand, wurde getötet, zwei Personen durch Bombensplitter verwundet. Oertliche Kämpfe südlich pogradeh. Belgrad, 27. Nov. (Europapreß.) Wie die jugoslawische Preste vom italienisch-griechischen Kriegsschauplatz meldet, fanden am Dienstag nur örtliche Kämpfe zwischen den beiden Gegnern statt. Die neue Front südlich von Pogradetz verlaufe entlang dem Zerova-Fluß, der zehn bis fünfzehn Kilometer südlich von Pogradetz fließe. An den Ufern des etwa fünfzehn Meter breiten Flusses würden von den Italienern und auch von den Griechen Stellungen angelegt. Da diejenigen der Italiener günstiger seien, glaube man, daß die Italiener demnächst zur Gegenoffen- s i v e übergehen werden. 3'aliemf (Der Wehrmachwerichi. Rom. 27. Nov. (DRB.) Der italienische wehr- machtberichl vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: An der griechischen Front normale Patrouillen- und Lrkundungstätigkeit. Unsere Luftwaffe hat ohne Unterbrechung ihre Aktinen gegen die feindlichen Anlagen und Truppen durchgesührt. Außerdem wurden alle feindlichen Verkehrswege zum Ziel heftiger Angriffe gemacht. Die Straßen- kreuzungen von perati, Delvinaki und Deffana, die Zentren von Erseka und Minina, die Brücken über den Salamas bei perati und Minina wurden wiederholt getroffen und unterbrochen. Der Flughafen von Janina wurde mit Bomben belegt. Auf der Insel S o r f u wurden das neue Fort, die Hafenanlagen und die höhen von Lorakiaua getroffen. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Feindliche Flugzeuge bombardierlen V a l o n a , ohne Opfer oder Schaden zu verursachen. Während einer offensiven Lrkundungsaklion über der Insel Malta wurde ein feindliches Jagdflugzeug im Kampf mit unseren Jägern abgeschossen und stürzte ins Meer. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. In Rordasrika warfen feindliche Flugzeuge Bomben auf Tripolis, wobei es im Hafengebiet zwei Verwundete und unbedeutenden Schaden gab. Andere feindliche Flugzeuge griffen das Fort Mad- dalena, ferner Garn ul Grein und unsere benachbarten Stellungen an. Liu feindliches Flugzeug wurde von der Flak getroffen und stürzte in Flammen ab. Lin Mitglied der Besatzung rettete sich mit dem Fallschirm und wurde gefangengenommen. Rach zuverlässigen Nachrichten wurden bei dem von unseren Fliegerstaffeln mit Bomben schweren Kalibers am 19. Rovember auf den Hafen von Bei -em Fürsten Saionji. Eine persönliche Erinnerung an den letzten „(Sttvro'. Don $. Laumann. Der Wehrmochtberichl vom Miwoch. v e r l l n. 27. Rov. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bei sehr ungünstiger Wetterlage beschränkte sich in der Rocht vom 25. zum 26. Rovember und am 26. die Tätigkeit der Luft- wafse auf bewaffnete Aufklärung und Einzelunter- uehmungen. In Avonmouth riefen nächtlche Bombenangriffe mehrere Brände hervor. Bei Angriffen auf Geleilzüge wurden bei Falmouth ein Begleitschiff von 7000 BRT. versenkt, vor der Themse - Mündung zwei Handelsschiffe mittlerer Gröhe durch Bombentreffer beschädigt, bei Avonmouth ein kleines Handelsschiff durch Flugzeug- kanonen in Brand geschossen. Auch gestern Wurden britische Häsen weiter vermint. Fernkampf. Batterien der Kriegsmarine nahmen Schisss- ansammlungen im Hasen von Dover unter wirksames Feuer. Britische Flugzeuge warfen im Reichsgebiet oet- einzelt Bomben. Es wurden einige Wohnhäuser be- schädigl und dabei mehrere Zivilpersonen getötet und verletzt. Bei erfolglosen Angriffen britischer Flugzeuge auf deutsche Vorpostenboote gelang es, wie bereits bekanntgegeben, in der Rord- fee einem Boot, ein feindliches Flugzeug abzn- schleßen. Ein weiteres Flugzeug wurde durch Flakartillerie brennend abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Gefreiter, um Feuer bat. Ich gab es ihm, er steckte sich feine Zigarette an und dankte, dann starrte er mich plötzl ch an, als hätte ihn eine Hornisse ge» stochen, und er könnte sich vor Schmerz nicht rühren. Dann schlug er mir auf die Schulter. ,Lu bist doch Walter"' sagte er, ,der Walter Maltaner!' Jetzt starre ich ihn an und zweifelte an meinem guten Gedächtnis. Er schüttelte mir die Hand. »Menschens- finb‘, sagte er, ,kennst du mich denn nicht mehr? Wir haben doch Zirkus zusammen gespielt und altes Eisen verkauft, das uns nicht aehörte, und mit dem Luftgewehr auf Fasanen geschossen im Schilf. Ich bin der Kurt, der Kurt Henkel!' ,Du bist der Kurt Henkel?' murmelte ich verzweifelt, ,das muß aber schon lange her fein.' Ausgerechnet mir mußte das paffieren! »Klar', fagte er, »damals war ich neun, das find fünfundzwanzig Jahre.' Wir tranken ein Glas Bier zusammen, aber es half alles nichts, es .stimmte alles, was er erzählte, aber ich konnte mich nicht mehr an ihn erinnern. Wieder eine schlimme Enttäuschung. — Dann war ich in Würzburg. Es war am letzten Tag, ich hatte schon meine Fahrkarte, aber ich hatte noch niemanden getroffen. Enttäuscht ging ich gegen Abend in den Bahnhof und fah mich noch ein wenig auf den Bahnsteigen um. Dann mußte ich in den Zug. Wir waren vielleicht eine Stunde gefahren, als der Zug auf einer kleineren Station hielt. Und dann geschah es. Ich stand am Fenster und blickte hinaus, es war noch hell. Drüben, auf dem äußersten Bahnsteig standen ein paar Leute und warteten auf einen Zug. Und zwischen ihnen im blauen Trenchcoat und ohne Hut stand Albert Rascher. Wir hatten uns gleichzeitig erkannt. Wir hatten die entscheidenden Iugendjahre miteinander verbracht, wir hatten Hamsun und Dostojewski zusammen gelesen und die Nächte hindurch diskutiert. Ich hatte ihn seit sechzehn Jahren nicht mehr gesehen, wußte nicht, was aus ihm geworden war, wie es ihm ging, wo er wohnte, und was er trieb. Es ging wie ein Ruck durch mich hindurch. »Albert!' wollte ich rufen, aber dann fah ich, daß er mich gar nicht hören konnte, er war zu weit entfernt, wir konnten uns nur zu- winken, dann sahen wir uns wieder an, niemand konnte ein Wort sprechen. Jetzt fuhr mein Zug schon an, ich hätte meine ganze Reife drum gegeben, wenn ich ein paar Stunden mit ihm hätte zusammen sein können, aber er konnte nicht über die Gleise sprin- aen, bnrt drüben stand er wie ein Zeuge meiner Iugendjahre, bei ihm hätte ich sie ausgraben können, und mein Zug fuhr weiter, immer weiter, ich Zum Abschieb überreichte der Fürst mir einen sehr hübschen Fächer mit feinem Namenszuge. Ein kleines Boot brachte mich vom Strande nach der sandigen Mino-no-matsubara-Halbinsel, wo mir in dem dortigen Heiligenschrein ein Stückchen des an» Federkleides der Fee gezeigt wurde. Als Kleists Geschichte von einem „Tangentialschuß". Der Tangentialschuß, bei dem ein Geschoß unter der Haut einen Teil des Körpers umkreist, so daß die grablintge Verbindung des Einschusses und Ausschusses nicht dem Wundkanal entspricht und Organe, die auf dieser Linie liegen, verschont bleiben, sind den Äriegschirurgen unserer Tage sehr geläufig. In früheren Zeiten galt diese Erscheinung jedoch als etwas ganz Unerhörtes, und sie kam vielleicht auch bei der Art der damaligen Geschosse nicht so leicht vor. Das beweist ein Stelle in den Werken Heinrich von K f e i ft s , in der ein solches Vorkommnis als so ungeheuerlich hingestellt wird, daß der Erzähler es feinen Zuhörern freistellt, t>b sie ihm glauben wollen oder nicht. Diese Beschreibung eines Tangentialschusses vor 150 Jahren gibt Professor E. von Schubert als einen Beitrag zur Geschichte der Medizin in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift": „Drei G schichten", sagte ein alter Offizier in einer Gesellschaft, „sind von der Art, daß ich ihnen zwar selbst vollkommenen Glauben beimesie, gleich, wohl aber Gefahr liefe, für einen Windbeutel ge- halten zu werden, wenn ich sie erzählen wollte. Denn die Leute fordern als erste Bedingung von der Wahrheit, daß sie wahrscheinlich sei, und doch ist die Wahrscheinlichkeit, wie die Erfahrung lehrt, nicht immer auf feiten der Wahrheit." „Erzählen Sie", riefen einige Mitglieder, „erzählen Sie!" Denn man kannte den Offizier als einen heiteren und ich Deduchi über mein Interview-Pech berichtete, klärte er mich auf: „Der Fürst empfängt wohl aus« ländische Besucher, aber er läßt s i ch nicht be« ragen." Da Scnonji in feinen jungen Jahre« elbft Journalist gewesen ist und im Verein mit Baron Matsuda und einem gewissen Nakaye die liberale Zeitung „Toyo Iiyu Shimbun" (Orienta- jsche Freie Presse) herausgegeben hat, war ich iegesgewiß nach Okitsu gefahren. Aber es hat nicht ollen fein! Oie Mörder Codreanus erschossen. Legionäre drangen ins Gefängnis ein. Horia Sima erneuert Treubelenntnis zu Antonescu. Bukarest, 28. Nov. (DNB.) Das Minister. Präsidium gibt eine amtliche Verlautbarung heraus, in der es heißt, daß in der Nacht vom 26. zum 27. November eine Gruppe von Legio. n ä r e n , die mit der Exhumierung Codreanus und der übrigen im MilitärgefängnisJilawa Ermordeten beschäftigt war, in das Gefängnis ein. gedrungen ist und einige der dort befindlichen poli. tischen Häftlinge erschossen hat. Diese Le. gionäre haben die Erschossenen als schuldig an der Ermordung Codreanus und der üb. rigen angesehen. General Antonescu und Horia Sima miß. billigen diese Tat. General Antonescu und die legionäre Bewegung treten ein für Gerechtigkeit und Gesetzlichkeit. Die Täter werden streng bestraft. Horia Sima hat einen Aufruf an die leaionäre Bewegung erlassen, in dem es heißt: Es gibt ein einziges Gesetz: Die Rettung des Vaterlandes. Alle Initiativen einzelner gefährden das Vaterland, sind ein Verbrechen und werden bestraft. Ich befehle allen Legionären, auf der Linie des Capitans zu bleiben, der uns immer Gerechtigkeit befohlen hat. Der Aufruf schließt mit den Worten: „Kameraden! Ordnung und Disziplin!" Horia Sima hat einen weiteren Aufruf an die legionäre Bewegung erlassen, in dem er namens der legionären Bewegung das Treuebeken nt- n i s zu General Antonescu erneuert und ihm bedingungslose Gefolgschaft verspricht. Jede Abweichung einzelner oder einzelner ßegionärgrup. pen von dieser von General Antonescu und Horia Sima festgesetzten Linie werde streng bestraft werden. Oekanosow auf dem Wege nach Berlin. Moskau, 27. Nov. (Europapreß.) Der zum Botschafter der UdSSR, in Berlin ernannte bis- herige stellvertretende Außenkommissar Dekano. s o w hat Moskau am Dienstagabend verlassen, um sich zur Uebernahme seines Amtes nach Berlin zu begeben. Neben dem deutschen Botschafter, Graf von, der Schulenbur g, hatten sich zur Der- abschiedung Dekanosows auf dem Bahnhof von sow- jetischer Seite der stellvertretende Präsident des Rates der Volkskommissare und stellvertretende Außenkommissar Wyschinski mit mehreren Ab« teilunasleitern des Volkskommissariats für auswär. tige Angelegenheiten eingesunden, von denen einige den sowjetischen Regierungschef Molotow auf seiner Reise nach Berlin begleitet hatten. Nischen Stil erhebt sich in der Hauptstraße, in- mitten der primitiven Fischerbehausungen, mit anschließendem Garten, der sich bis an den Strand erstreckt. Mich überraschte die für japanische Verhältnisse ungemein große, noch ungebeugte Gestalt des damals 83 Jahre alten Fürsten. Als wir beim obligaten Tee saßen, begann <5aionji — m i ch zu interviewen. Er ist Ende der achtziaer Jahre der diplomatische Vertreter Japans in Berlin gewesen und interessierte sich sehr für Deutschland. Ich versuchte meine Fragen anzubringen — vergebens! Er behielt das Heft in Händen und fragte unvermittelt: „Sie sind gewiß nach Okitsu gekommen, um ,Mi h a' in Augenschein zu nehmen? Ehe ich mich von meiner Verblüffung erholen konnte, fuhr Saionji fort: „Ich gebe Ihnen die Geschichte von Miho mit auf den Weg. Miho-no-matsubara bildet die Oertlichkeit, wo sich unser berühmtestes lyrisches Drama „Das F e d e r k l e i d" abspielt. Ein Fischer entdeckte an einer Fichte ein Federkleid-, als er sich es aneignen wollte, tauchte eine wunderschöne Fee auf, die um die Rückgabe bat, weil sie ohne Federkleid nicht nach dem Mond zurückfliegen könne, wo sie eine der Wienerinnen der 30 Herrscher des Mondreiches fei. Der Fischer weigerte sich, aber als die Fee versprach, ihm einen Tanz der Unsterblichen vorzuführen, gab er nach. Die Fee hielt Wort, legte ihr Federkleid wieder an, schwebte himmelwärts und entschwand den Blicken des In dem D'zsminister des Innern, D e b u ch i, fand ich 1931 in Tokio einen alten Bekannten wieder, er war vor dem Weltkriege Sekretär der japa- Nischen Botschaft in Berlin und nach dem vierjährigen Ringen ihr Geschäftsträger gewesen. M r lag viel an einem Inte rotem mit dem greifen Für - ft e n Saionji, der außer dem Prinzen Yama - g a t a und dem Marquis M a t s u k a t a damals der einzige Ueberlebende der „Genro" genannten „Aelteren Staatsmänner" war, die noch aus der alten Feudalzsit stammten und in wichtigen Staats- angelegenteilen eine große Rolle spielten. Dank der Vermittlung Debuchis erklärte der Fürst sich bereit, mich zu empfangen. Doch da er in seiner im aristokratischen Viertel Surugadai gelegenen Behausung nicht anzutreffen war, so mußte ich mch nach dem gegen 180 Kilometer von Tokio entfernten Seestädtchen Okitsu an der Tokaida-Bahn begeben, wo er fern vom Großstadtlärm mit Vorliebe in feinem dortigen Heim weilte, was erklärlich ist, wenn man die herrliche Lage des Ortes in Betracht zieht. In Okitsu ist Fürst Saionji am 24 November 1940 auch gestorben. An der wundervollen Kiyomigata-Bai gelegen, schließt der Rundblick die gebirgige Halbinsel Jzu, die Suruga-Bai, die terraffenarhgen Orangenhaine, die Gipfel der Fuji- und Ashitaka-Berge und die Landzunge M ho- no-matsubara ein, die für mein Interview vevhäng- n svoll werden sollte. Erwähnt sei, daß die Kirchbäume, die um das Grab des aus dem amerikanischen Sezessionskrieg her berühmten Generals Grant in Neuyork gepflanzt wurden, aus dem fast nur von Fischern bewohnten Ok tsu stammen und das Städtchen wegen der dort gefangenen . r»..~ Okitsudai- und Shirasu-Fische berühmt ist. Saionjis zweistöckiges einfaches Haus im iapa° i geblichen Vie claAxm g • was für gute Speisen und Gebäcke Sie für Kinder mit Gustin M herstellen konnen.Vel* langen Sie Rezepte voll DR. AUGUST OETKER, BIELEFELD Zwanzig Lahre. -bon orniT kreuder. Ich hatte schon drei Jahre im „Alten Peter" vergeblich auf Maltaner gewartet. Endlich tarn er am vierten Abeno, und ich wartete, bis er fein Glas Bier ausgetrunken hatte. Dann fragte ich ihn: »Haben Sie einen gefunden?" „Es war sehr schwierig", wich er aus. „Zn wleoiA Stabten waren Sie dieses Mal?" „In sieben!" sagte er. „Eigentlich war es kein Urlaub, denn ich hatte Geschaftsaufträge mit und konnte mch der Sache nicht ungestört widmen." Seine „Sache" war ein besonderes Steckenpferd, über das er nicht gern sprach. Er benutzte aber offenbar jedes Jahr seinen Urlaub dazu, in einige große Städte zu fahren, um dort plötzlich unvermutet, an einer Straßenecke, in einem Zigarrenladen oder an einem Bahnhofsbüfett einen alten Freund oder Bekannten wiederzusehen. Zwanzig Jahre, das schien seine Spezialität zu sein. Wenn er in einer fremden Stadt plötzlich jemanden traf, den er feit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hatte, dann geriet er in einen Zustand von schwermütiger Ausgelassenheit. „Und wie war es diesmal?" fragte ich weiter. „Es war in Frankfurt", sagte er, „und es war schon die fünfte Stadt. Ich amg die Kaiserstraße hinauf zur Hauptwache, dann die Zeil bis zur Kon.- ftabler Wache und wieder zurück, da sah ich ihn aus einem Fahrradgeschäft kommen. Es war Willi Lemke, wir hatten einst zusammen Indianer gespielt. Er war das »Große Falkenauge' gewesen und ich der »Blitzende Pfeil'. Wir hatten uns in den Arm geschnitten und einer des anderen Blut getrunken, das bedeutete Treue bis in den Tod. Ich hatte ihn dreißig Jahre nicht mehr gesehen, es war mein Rekord. Ich ging auf ihn zu und sagte bewegt: »Großes Falkenauge, dein roter Bruder, der Blitzende Pfeil, grüßt dich im Namen Manitous!' Was, denken Sie, erwiderte er mir? Nichts. Er nickte nur. Dann fagte er: »Ja, Maltaner, wie die Zeiten ver- gehen. Ich hätte dich kaum noch erkannt.' Das war alles. Wir gingen ein paar Schritte nebeneinander, er zeigte mir die Radglocke, die er gekauft hatte: wir sprachen über das Wetter, dann konnte ich meine Enttäuschung nicht länger verbergen, ich verabschiedete mich und stieg in die Linie 3. In Nürnberg passierte mir folgendes: Ich kam von der Burg und ging die Königstraße hinunter zum Bahnhof, als mich plötzlich ein Soldat, ein Besitz einer genügenden Anzahl von Schiffen ab." Da ist die Schlußiolgerung aus seinen Darlegungen, daß die bösen Deulfchen eben die erforderliche Anzahl von Schiffen entweder versenken oder den Bau neuer Schiffe vereiteln. Die Versenkungsziffern, sagte nämlich Croß, machten sich sehr einschneidend bemerkbar. England müsse seine Importwaren — und darauf ist es angewiesen — auf eigenen Schiffen heranschaffen, der Neubau von Handelsschiffen auf britischen Werften oder auf denen des Empire fei nicht möglich, aber — und nun kommt das Geständnis, das über diesen Tag hinausweist: „Selbst bei Hinzunahme der Werften der USA. ist es recht zweifelhaft, ob England, auf lange Sicht gesehen, über genügend Handelsschiffe verfügt." Diesem Sätze des englischen Schiffahrtsministers klingen geradezu wie ein Todesurteil für die letzten verzweifelten Ho-L-ng^n der Engländer, durch amerikanische f-Hl'fe sich über Wasser zu halten. Diese englischen Ministerworte lassen sich nicht drehen noch deuteln. Die Ausführungen des berühmten englischen Wirtschaftsblattes, des „Ecciiomift", man könne es sich nicht unbegrenzt leisten, Schiffe und Frachten im gegenwärtigen Umfange zu verlieren, geben dazu nur die begleitende Trauermusik. In den USA. weiß man, daß Englands schwerste Stunde gekommen ist. Die „New Vjort Sun" läßt sich aus London melden, die Sache sei hoffnungslos. Die Schiffsverlufte Englands würden mit der Frühjahrsoffensioe der beutfdjen U-Boote noch zunehmen, gegen die deutschen Bomber gebe es kein Heil. Es fei ein starkes Stück, den Amerikanern zu- zumuten, sie sollten der englischen Versicherung glauben, die zehntausende Tonnen von Bomben hätten nur Kirchen, Krankenhäuser, Schulen usw. getroffen, Fabriken und wichtige Anlagen dagegen „nur geringfügig beschädigt". Das britische Volk sehe mit eigenen Augen, wie groß die Verluste seien, und glaube den Regierungskommuniquös kein Wort. Andere amerikanische Zeitungen schreiben tm gleichen Sinne und fordern, daß man Englands Notlage ausnutzen und sich die Abgabe von einigen Zerstörern mit der Abtretung weiterer englischen Besitzungen im Karibischen Meer nach dem Vorbild des ersten fetten Geschäfts für die Yankees be- zahlen lassen solle? Wenn aber die „New Bork Sun" schreibt, die Selbstgefälligkeit, die Verdrehung gen und das Zaudern, die Wahrheit zuzugeben, seien vielleicht ebenso gefährlich für die britische Sache wie die nächtlichen Bombenangriffe, dann muh man geftefjerr, daß die Unerbittlichkeit der Tatsache schließlich selbst die Minister der Churchill- Regierung zwingt, die Wahrheit zu sagen, wie sie jetzt Englands Schiffahrtsminister am Rundfunk eingestehen mußte! E. S. schätzenswürdigen Mann, der sich der Lüae nie« mals schuldig machte. Der Offizier sagte lachend, er wolle der Gesellschaft den Ge/allen tun; erklärte aber nock einmal im voraus, daß er auf den Glauben derselben in diesem besonderen Falle keinen Anspruch mache. Die Gesellschaft dagegen sagte ihm denselben im voraus zu; sie forderte ihn nur auf, zu reden und horchte. „Auf einem Marsch 1792 in der Rheinkampagne/ begann der Offizier, „bemerkte ich nach einem Gefecht, das wir mit dem Feinde gehabt hatten, einen Soldaten, der stramm, mit Gewehr und Gepäck, in Reih und Glied ging, obschon er einen Schuß mitten durch die Brust hatte, wenigstens sah man das Loch vorn im Riemen der Patronentasche, wo die Kugel eingeschlagen hatte, und hinten ein anderes im Rock, wo sie wieder heraustzeganaen war. Die Offiziere, die ihren Augen bei diesem seltsamen Anblick nicht trauten, forderten ihn zu wiederholten Malen auf, hinter die Front zu treten und sich verbinden zu lassen, aber der Mensch versicherte, daß er gar feine Schmerzen habe, uno bat, ihn um dieses Prellschusses willen, wie er es nannte, nicht von dem Regiment zu entfernen Abend, da wir ins Lager gerückt waren, untersuchte der herbeigerufene Chirurgus seine Wunde und fand, daß die Kugel vom Brustknochen, den sie mch! Kraft genug gehabt hatte, zu durchschlagen, zurückgeprallt, zwischen der Rippe und der Haut, weiqe auf elastische Weise nachgeaeben, um den ganzen Leib herumgeglitscht und hinten, da sie sich om Ende des Rückgrats gestoßen, zu ihrer ersten senkrechten Richtung zurückgekehrt und aus der Hau! wieder hervorgebrochen war. Auch zog diese kleine Fleischwunde dem Kranken nichts als ein Wund- fieber zu, und wenige läge, verflossen, so stand et wieder in Reih und Glied." „Wie?" fragten einige Mitglieder der Gesellschaft' betroffen und glaubten, sie hätten nicht recht ge* hört. „Die Kugel? Um den ganzen Leib herum? Im Kreise?" Die Gesellschaft hatte Mühe, ein Gelächter zu unterdrücken. „Das war die erste Geschichte", fagte der Offizier, indem ep eine Pn« Tabak nahm, und schwieg. „Beim Himmel", platz« ein Landedelmann los, „da haben Sie recht, Bit • Geschichte ist von der Art, daß man sie nicht? glaubt!" — Es folgen bann noch zwei Geschichten von für uns höchst unwahrscheinlichen Explosions- folgen, die aber bei den damaligen Zuhörern ge* ringere Zweifel hervorriefen als unsere Erzählung, die wir heute ruhig als Wahrheit hinnehmen. G Kd nur ihren Platz belasse nach Kultur vorbehaltlos zu befriedigen. Wie es uns einmal vor Tausenden von Jahren das Volk von Sparta öorgelebt hat. so wollen auch wir Na- In sportlichen Hebungen, die vom KdF.-Sportamt V3 Mit % Kathreiner peiw k e Sil kill, nil Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsmim« sters der Justiz zu Mitgliedern des Besonderen Strafsenats des Reichsgerichts erneut bestellt: Den Reichsgerichtsrat Dr. Hans Rohde in Leipzig und den Oberlandesgerichtspräsidenten Dr. Fritz M e l d t in Graz sowie $u ihren Vertretern den Reichsgerichtsrat Dr. Friedrich Wagner in Leipzig und den Landgerichtspräsidenten Konrad Schnitzer in Berlin. NSFK.-Oberaruppenführer Saufe vertritt Korpsführer Christiansen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Berlin Der ja v ’ inte K ekaiu ifien, p Berlin i r, ®r: zur b , non |cd bent 6« \ ertreteri - > eren fc * auströ. len eich auf fe \ ' e^ioto Wt. '65. tz >nb,h ftroii inie i, echG Söortr Pllir ruh Ham» 'en ni. ueuti cht.^ nam Tb hl- be[ht 'S % lr h hij ?i unseren Soldaten in den Gebieten des Westwalls und später in den besetzten Gebieten immer lieber dazu beize tragen hat, diese schwierige Zeit 1 überbrücken. Das Volk hungert nach Kultur, und ie NSG »Kraft durch Freude" hat die einmalige Ülturtat vollbracht, das Bedürfnis der breiten ‘ "'litt, li i)erc- 6' N e8ii. ; : US ur. , ilo®. '' fi PJK. "H y 'en E betjj, y t r->d K li! Berlin, 27 Nov. (DNB.) Aus Anlaß des siebenjährigen Bestehens der NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude" fand in der Staatsoper in Berlin ein Festakt statt, zu dem als Vertreter des Neichsministers für Dolksaufklärung und Propaganda, Dr. Goeboels, Ministerialdirektor Dr. Gut- t c r e r, sowie für den Generalfeldmarschall Keitel Generalleutnant R e i n ' ck e erschienen waren Der Namrl war bis auf den letzten Platz gefüllt von Soldaten aller Wehrmachtsteile, von Arbeitern und Arbeiterinnen aus der Rüstungsindustrie und von den Mitarbeitern der Wehrmacht aus dem Bereich her Truppenbetreuung. Auch befreundete italienische «itionen hatten Abordnungen geschickt. Nach estlichen Präludium" von Richard Strauß Osten. Die Kriegszeit ist auch für die NS.'Gemeinschaft Kraft durch Freude eine Periode der Klärung und Festigung der Grundlage ihrer Arbeit. Gleich nach Kriegsende wird der weitere Ausbau mit verdov- pelter Energie in Anariff genommen die bisher errunaenen Erfolge stellen nur den Anfang eines gigantischen Sozialwerkes dar Gewaltige Pläne für ben Ausbau ber KdF.-Einrichtungen finb in Bearbeitung Das KdF-W-rk wird einen Umfang erreichen, ber bes neuen Großbeutschen Reiches wür- big ist. Dank an die Künstler. Berlin. 27. Nov. lDNB.) Aus Anlaß bes 7. Jahrestages der NSG. „Kraft durch Freude" richtete Reichsorganisationsleiter Dr. Ley an die deutschen Künstler folgende Dankesworte: „Aus Anlaß des 7 Jahrestages der NSG. .Kraft durch Freude' spreche ich den deutschen Künstlerinnen und Künstlern einschl. der Artisten, die sich auf allen Gebieten der Kulturellen Betreuung von Heimat und Front unter den erschwerten Umständen der Kriegszeit tatkräftig eingesetzt haben, meinen aufrichtigen Dank für ihre Mitarbeit aus. Die Mühen und Entbehrungen, die sie auf ihren Gastspielreisen in entlegenste Gebiete mitunter auf sich nehmen mußten, haben tausendfältigen Lohn gefunden durch das Echo, das sie in den Herzen von Millionen deutscher Soldaten und Werktätigen auslösten. Auch ihre Arbeit gilt dem gemeinsamen großen Ziele, dem deutschen Volk in feiner schwersten Dewährungszeit Kraft durch Freude zu spenden und damit den glorreichsten Sieg aller Zeiten sicherzustellen. Ich rufe alle deutschen Künstlerinnen und Künstler auf, sich auch weiter- h i n in den Dienst dieser großen Aufgabe zu stellen in dem Bewußtsein, daß jeder von uns sein Bestes einzusetzen hat zum Wohl unseres Volkes und des Großbeutschen Reiches Als Zeichen meines Dankes und ber Anerkennung habe ich bie ©rünbung eines Künstlererholungs- Sieben Zähre AS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" Kulturelle Betreuung von Bott und Wehrmacht im Kriegsjahr 1940. kanipE einend ibt ’r“"* n er $ toneiw hinten i- ten if’ Li- 'S‘i uniel!^ ie nrt I, ■n s« 5 iaen, * ben 8.^ |i-A erste" ir i5 der§ 'S Ausweitung erfahren. Der Wunsch nach einer engen Verbindung zwischen Front und Heimat auch in den Dörfern und das Gefühl der Verpflichtung, das gegenwärtige große Erleben kommenden Geschielt)- tetn zu erhalten, haben in tausenden, bisher für die Volksbildungsarbeit noch Nicht erschlossenen Dor- ern zur Einführung des „H e i m a t b r i e s e s" an die im Felde stehenden Dorfgenossen und des Dorfgemeinschaftsabends mit den eingegangenen Feld- poftaütworten sowie zur Einrichtung des Dorf- buches geführt. Die Sammlung der Lehrmittel für Volksbildungsstätten wurde planmäßig er- weitert. Das allgemeine Vortragswesen ebenso wie bie Dichterlesungen nahmen einen außergewöhn- lichen Aufschwung. Nach ben Erfahrungen mit ben Kleinbüchereien bes Deutschen Volksbildungswerkes versorgte die Deutsche Heeresbücherei zahlreiche Truppenteile mit transportablen Büchereien, bie vom Deutschen Dolksbilbungswerk zusam- mengestellt wurden. Auch bie W e r k b ü ch e r e i e n entwickelten sich günstig weiter Die Zahl ber Teil- nehmer an Sprachkursen stieg von 379 000 im Jahre 1938 auf 1 270 000 im Jahre 1939. Das Vortragswesen zeigt eine anfteigenbe Teilnehmerzahl von 200 000 auf 300 000. Die Zahl ber betreuten Werk- büchereien stieg von 7000 auf 8000. Auch das Ge- amtergebnis ber Arbeit bes Dolksbilbungswerkes zeigt vom Jahr 1938 zum Jahr 1939 eine Erhöhung von 6 312 000 auf 8 180 000 Teilnehmer. Oer Führer bei Reichsleiter Schwarz. München, 27. Nov. (DNB.) Der Führer stattete am Mittwoch bem Reichsschatzmeister ber NSDAP., Reichsleiter Schwarz, in seiner Wohnung in München einen Besuch ab, um ihm persönlich seine Glückwünsche zum 65. Geburtstag auszusprechen. Der Führer, ber sich mit seinem alten Parteigenossen unb Freunb längere Zeit unterhielt, gab babei ber herzlichen Hoffnung Aus» brück, baß es bem Reichsschatzmeister vergönnt sein möge, noch recht lange sein verantwortungsvolles Amt zum Wohl der notionalsozialiftifchen Bewegung und bes deutschen Volkes auszuüben. In dem Heim des Reichsschatzmeisters in München-Grünwald trafen zahllose telegraphische und briefliche Glückwünsche und Ehrengaben ein Eine große Zahl führender Männer aus Partei, Staat und Wehrmacht erschienen persönlich, so der Stellvertreter des Führers, Reichsaußenminister von Ribbentrop, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichspressechef Dr. Dietrich, Reichsleiter Oberbürgermeister Fieh- ler, Der Stabschef der SA., Gauleiter Adolf Wagner, Reichskriegsopferführer Oberlindober, für die Wehrmacht der Kommandierende General unb Befehlshaber im Luftgau VII, Generalleutnant Zenettt. Von befonberer Herzlichkeit war bie Hulbigung der Jugend, für die der Reichsjugendführer Axmann ..dem größten Förderer der HI." eine Mappe mit Aquarellen der neu gebauten HI.-Heime überreichte. Mitglieder des DottsgerichtshofeS. Berlin, 27. Nov. (DNB.) Der Führer hat auf Vorschlag bes Reichsminister ber Justiz au ehrenamtlichen Mitgliebern bes Volksgerichtshofes ernannt: Stelloertretenber Gauleiter Simon in Stettin auf bie Dauer von fünf Jahren, Gauamtsleiter und Kreisleiter Bobinus in Berlin, Gau- amtsleiter unb Kreisleiter Skoba in Berlin, Gau- amtsleiter unb Kreisleiter Reinecke in Berlin, Gauhauptstellenleiter Hartung in Berlin, NSKK.- Obergruppenführer S ch n ü l l in Berlin, Dberft- arbeitssührer Herzog in Berlin, Oberstarbeitsführer Stoll in Berlin, Oberst Stengel in Berlin, Oberstleutnant ©ebb in Berlin unb Konter- abmiral Maertens In Berlin für bie Kriegs- bauer. Freude" übernommen wurden. 20 000 Arbeiter unb Solbaten haben Gelegenheit erhalten, einen ber großartigsten Höhepunkte bes beutschen Kunstgeschehens mitzuerleben. Zu gleicher Zeit hat bie Berliner Staatsoper einen Opern- zyklus für KbF. burchgeführt, besten Besuch Arbeitern und Soldaten ebenfalls kostenlos ermöglicht wurde. Aehnliche Sonderveranstaltungen wur- ben auch in den beiden staatlichen Schauspielhäusern und dem Deutschen Opernhaus in Berlin geboten Auch bei den Mozart-Spielen in Würzburg ist KdF. in einem wesentlich erweiterten Umfang hervorgetreten. Besonders zu erwähnen ist die erheblich gesteigerte Betreuung der Arbeiter- gemeinschaftslager. Diese KdF.-Ardeit, die mit den Reichsautobahnlagern begann, bei den West- mallagern fortgeführt und nun auf sämtliche Arbeitergemeinschaftslager bei Bauvorhaben ausge» dehnt wurde, umfaßt kulturelle Veranstaltungen jeder Art ebenso wie Sport und Wandern. In diesen Lagern wurden seit Kriegsbeginn rund 10 000 verschiedene Veranstaltungen durchgeführt. Das Streben des deutschen Volkes nach sinnvoller Ausfüllung feiner Freizeit kam besonders deutlich in der Entwicklung der D o l k s b i l. bungsarbeit zum Ausbruck. Diese hat gerabe in ber Kriegszeit einen unerwarteten Aufschwung Genommen. Die Belebung äußerte sich befonbers im nwachsen ber Teilnehmerzahlen am frembsprach- lichen Unterricht. Unerwartet war bas sprunghafte Ansteigen ber musikalischen Erziehungsarbeit im Kriege Lehrwanberungen, Führungen unb Besichtigungen bilben bie lebenbige Ergänzung bes in Vortragen, Arbeitsgemeinschaften unb Kursen er- roorbenen theoretischen Mistens Auch bie Dolksbil. bungsarbeit a u f dem ganbe hat eine starke Der Wert einer planmäßigen Leibeserziehung bes scha-ffenden Menschen hat burch ben Krieg erst recht seine Bestätigung erfahren. Durch ofortige Schulung geeigneter Mitarbeiter wurde >cr Ausfall an männlichen Lehr- und Drganrfa- tionsträften ausgeglichen. Der Kreis ber Betreuten mürbe wesentlich erweitert. Zu einem Gebiet von besonderer Wichtigkeit ist die sportliche Betreuung der Wehrmacht geworden. Durch Bereitstellung von KdF.-Sporllehrern und Geräten wurde es mögl ch, in zahlreichen Standorten einen regelmäßigen Ucbungsbetrieb zu organisieren. Der Sommersport' tag ber Betriebe erbrachte bie Rekordbestbeteiligung von runb zwei Millionen Schaffender Der beste Be- weis für die Pflege der Leibesübungen in den Betrieben ist das Anwachsen der Betriebssportgemeinschaften, deren es gegenüber 14 000 im Vorjahr jetzt bereits über 20 000 gibt. Mehr als die anderen KdF.-Aemter wurde durch die Kriegslage das Amt Reifen, Wandern unb Urlaub betroffen, weil ber Reiseverkehr aus Gründen ber Derkehrs-disziplin und aus militärischen Notwendigkeiten fast eingestellt werden mußte. Ein gewisser Ausgleich für die Reisen wurde durch ocr- türkte Förderung des Wanderns ge- chaffen, das badurch gerabe währenb des Krieges eme erfreuliche Aufwärtsentwicklung genommen hat. Die Schiffe der KdF.-Flotte wurden in ununterbrochener Folge für verschiedene Sonderausgaben eingesetzt, so bei der Rückführung der Baltendeutschen. In besonderem Umfang hat auch bas Amt „Schönheit ber Arbeit" friegsbebingten Einsatz gefunben. Die Weiterführung ber Aktion „Warmes Esten im Betriebe", bie zur Errichtung von Taufenben von neuen Küchen unb Kantinen in ben Betrieben führte, hat wesentlich bazu beigetragen, für bie werktätige Bevölkerung eine gefunbe Er- nahrungsgrunblage zu schaffen. Der Wert all biefer Einrichtungen sowie ber vorbilblichen hygienischen unb sanitären Anlagen trat bei bem Großeinsatz der Frauen in den Betrieben besonders stark in Erscheinung. Aus dem Gebiet „Das schöne Dorf" konnten die bisher gesammelten Erfahrungen bei ber kolonisatorischen Erschließung bei neuen Ostgebiete anaewanbt werben, ebenso bei ber Planung neuer Dörfer sowie ber Umgestaltung unb bem Wieberaufbau teilweise zerstörter Dörfer im deutschen tionalsozialisten es halten. Saure Wochen — frohe Feste! Harte unb härteste Arbeit unb Leistungen, selbst unter Einsatz des Lebens, und baneben Kuttst, Kultur und wahre Lebensfreude. Der Sieg schafft uns bie Voraussetzungen, um bas zu vollenden, was wir unter Sozialismus verstehen. Wir Nationalsozialisten werden ein einmaliges großes Sozia 1 werk aufrichten und mit jeder Flickschusterei vergangener Zeiten endgültig brechen. Wir werben, gestützt auf unsere wissenschaftlichen Untersuchungen unb gestützt auf bie Erfahrungen ber Praxis, bas gesamte soziale Leben bes schaffenben beutschen Menschen so orb- nen, wie es ber heutige Stanb von Technik, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft nur irgenbroie ermöglicht. Sie kennen ben Auftrag, ber bas große sozialistische Wollen bes Führers aufzeigt. Der Führer hat als erstes Gesetzeswerk ben Erlaß über ben fozia - len Wohnungsbau erlassen, ber bie Wohn- nungsnot enbgültig beheben wirb. Der Entwurf über bie Altersversorgung liegt bereits vor. Das Gesunbheitswerk ist im Entwurf fertiggestellt unb steht zur Beratung. Das Werk ber Berufserziehung ist in Angriff genommen, unb bie Beratungen über bas Freizeit- und Crholungswerk find sehr weit fortgeschritten. So wird bei Beendigung bes Krieges bas gesamte große Sozialwerk bem Führer enbgültig vorliegen. Der Führer sprach: „Ich sehe nach bem Sieg u. a eine aroße Aufgabe. Das ist ber Ausbau bes sozialistischen Deutschlanbs. Ich will unb werbe ben beutschen Arbeiter zum Träger bes zukünftigen Deutschen Reiches machen. Dann weiß ich, baß biefes Reich für Jahrtausende gesichert sein wirb. Britischer Frachter im Indischen Ozean versenkt. Stockholm, 27. Nov. (DNB.) Wie Reuter aus Canberra meldet, wurde der britische Hanbelsdamp- fer „Port Brisbane" (10612 BRT.) Ende voriger Woche im Indischen Ozean versenkt. Wie der australische Marineminister ergänzend mitteilte, ist em australisches Kriegsschiff mit 27 Ueberlebenben ber „Port Brisbane in einem Hafen Australiens eingelaufen. Der versenkte Dampfer war in ßonbon registriert. Japanisches Vordringen in Westhupei. Tokio, 27 Nov. (DNB.) Nach ben letzten Berichten über die Kampshanblungen im Westen ber mitteichinesischen Provinz Hu» p e i haben bie japanischen Truppen ö st 11 ch von H s i a n g y a n bie feindlichen Linien durchbrochen. Sie sind bereits bie zu den wichtigen Verteidigungslinien der Chinesen vor dem Wuschan-Gebirge oorgebrungen, bas ber Drovinz Sz et- sch u a n vorgelagert ist. Die Chinesen haben sich hier neu konzentriert unb versuchen, biefe Linien zu halten. Heftige Kämpfe sind hier im Gange. Etwa 10 000 Chinesen von ber 31 unb 32 Division soll ber Rückzug abgeschnitten worben fein. Japanische Flieger führten zckhlreiche Bombenangriffe auf Truppenansammlungen unb militärische Positionen burch. Erstattete Oberbienstleitcr Dr. L a s f e r e n tz ben Leistungsbericht ber NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Anschließend sprach Reichsorganisations- leter Dr. Ley Ich glaube, so sagte er, nach andert- talb Jahren Krieg kann die NSG. „Kraft durch Freude" vor dem Führer unb vor bem Deutschen Volke feststellen, baß sie nicht i ljauptet, sondern wesentli ch z um Siege b ei- getragen hat Gerade die Wartezeiten vor den großen 21 »griffen sind im allgemeinen bem Geist einer Truppe nicht förbernb. Ich glaube behaupten zu können, baß ber Einsatz von „Kraft burch Freube" wertes angeorbnet. Durch biefes Werk wirb ben Künstlerinnen und Künstlern, bie in Ausübung ihrer KdF.-Arbeit infolge Ueberanftrengung ober Krankheit zu Schaden kommen, notwendige Pflege und Erholung gewährt. Mit der sofortigen praktischen Durchführung dieses Erholungswerkes habe ich die NSG. Kraft durch Freude' beauftragt" Berlin, 27. Nov. (DNB.) Kritische Perioden im Dasein der Völker Haden stets den Prüfstein für bie Lebenskraft der Menschen unb für die Festigkeit ihrer Einrichtungen abgegeben. Der Leistungsbericht am 7. Jahrestag zum 27. November zeigt, daß auch bie NSG. „Kraft burch Freube" biefe Probe bestanden hat Der NS.-G. „Kraft durch Freude" wurde die gesamte kulturelle Wehrmachtsbetreuung mit Ausnahme der Filmbarbietungen übertragen. Unsere Trupps befahren bie ganze riesige Küstenstrecke von Narvik bis Bordeaux und bis an die spanische Grenze. Sie treten im Generalgouvernement und im Protektorat ebenso auf wie in den Truppenlagern, Fliegerhorsten und Marinestationen der Heimatgaue. Das Programm der KdF-Gastspiele wird jedem Geschmack gerecht Zum Einsatz kommen Wanderbühnen mit klassischem und volkstümlichem Spiel- plan, große Orchester und kammermusikalvsche ©nippen. Kleinkunst- unb Darietötrupps, Bunte Bühnen mit musikalischem und kabarettistischem Programm. Marionettenbühnen und Puppenspiele, Be- tnebschäre unb Tanzgrupven, Kurse für Baftel- orbeiten jeder Art unb Bibsiotheken würben eingerichtet unb sogar sportliche Wettkämpfe veranstaltet. Gegenwärtig gilt unsere besaubere Aufmerksamkeit der Betreuung unterer Truppen in Norwegen, bie infolge der langen Minternacht unb ber unwegsamen Verhältnisse mehr als woanbers einer Achen Fürsorge bebürfen Insgesamt rourben runb 180 000 | Sonderveranstaltungen durchgeführt, in denen -dO Millionen Besucher erfaßt wurden. Don diesen fanden 55 000 in ben besetzten Gebieten statt Gegenwärtig ist ein Durchschnitt von täglich weit über 200 KdF -Veranstaltungen jeder Art allein in Den besetzten Gebieten erreicht, in denen täglich 60 000 Solbat-en ersaßt werben Trotz ber räumlichen p| Schwierigkeiten werben von KdF auch in den L a • Aa retten regelmäßig Veranstaltungen durchge- fubrt Das Deutsche Dolksdildungswerk Hat m.t Unterstützung des OKW unb des Deutschen Roten Kreu- zes in den Lazaretten Kurse für Laienfchaffen eingerichtet Es dient nicht nur der Freude und Unterhaltung sondern auch ber rascheren Ueberroinbung lörverl'cher unb seelischer Schäden, ebenso wie bie in len.VeP jpfevoi LEFlU ßüae» le W ,n; erfläs ben (Blatte fei’; i faßte t n nur Den Lazaretten burchgeführt werben. Außer bem Besuch ber eigens für bie Wehrmacht burchgeführten Sonberoeranftaltungen nahmen bie Soldaten unb Verwunbeten in großem Umfang auch an ben regulären KbF.-Deranstaltungen teil. Ein besonderes^Ereignis waren bie Bayreuther Kriegsfestspiele, bie, in diesem Jahre au Befehl des Führers von der NSG. „Kraft bürd) Unser Bild zeigt Dr. L bei seiner Ansprache. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Ein stolzer Leistnngsberichi. Reiche kaufinäwusc/ie Cnlfaltungsnwglichkeiien! III III ii Der Verlag der Tageszeitung bietet jungen Menschen, die einen kaufmännischen Beruf ergreifen wollen, ein interessantes Arbeitsfeld, die Möglichkeit für die Entfaltung aller Fähigkeiten und für ein gutes Vorwärtskommen in den verschiedenen Zweigen: im Scha terdienst, in der Vertriebs- und Anzeigenbuchhaltung, in der Mahnabteilung, im Kassenwesen, in der Statistik und Korrespondenz. Wer seine Ausbildung für eine dieser Tätigkeiten vom ersten Tag der Lehrzeit im Verlag beginnt, verbessert seine Chancen: denn so gewinnt er schon früh den Bilde für die Besonderheiten des Verlages und erwirbt das Wissen, das seinen Aufstieg sichern hilft Eltern, die einem frischen aufgewedeten Kinde — ob Junge oder Mädel — ein gutes Vorwärtskommen erschließen wollen, verlangen noch heute die Schrift »Zeitungsberufe, reich an Spannung und Erlebnis« von der Verlagsleitung des GIESSENER ANZEIGERS. Aus dem Reich. Frauenwünsche zum Wohnungsbau. In dem umfangreichen Werk des Nationalsozialismus zur Förderung der erbgesunden F-amilie, das mit dem Führer-Erlaß über den sozialen Wohnungsbau an einem wichtigen Wendepunkt angelangt ist, leistet auch die Hausfrau und Mu tter berufene Mitarbeit. Gerade bei der Gestaltung der Wohnung kann sie ihren erfahrenen Rat geben, denn d e Wohnung ist ihr eigentliches Reich. Das Deutsche Frauenwerk, Abteilung Volkswirtschaft — Hauswirtschaft, hat daher das Sachgebiet „Wohnung" vordringlich in Arbeit genommen. Den Ausgangspunkt für die Frauen bildet die Tatsache, daß die Wohnung nicht nur eine Erholungsstätte ist, in der sich alle, vor allem der Mann und Vater wohlfühlen sollen, sondern auch eine Arbeitsstätte fürdie Frau, und zwar eine solche, an der notwendig ein wesentlicher Teil des Volkseinkommens umgesetzt wird. Beim Deutschen Frauenwerk haben sich aus der Tagespraxis der Beratung von Millionen von Frauen m städtischen Wohnungen und m Siedlungen eine Fsille von Erfahrungen ergeben, die sich bis auf das Entwerfen geeigneter Möbel und ihre zweckmäßige Aufstellung erstrecken. Dabei wird rege Zusammenarbeit mit dem Reichsheimftättenamt der DAF. und dem Möbeleinzelhandel gepflegt. Jede Verbesserung in der Wohnung, die einen Arbeitsgang erspart, eine sich ständig wiederholende Ausgabe unnötig macht, wird, da sie millionenfach zu rechnen ist, sich ebenso oft auswirken in einer gesteigerten Arbeitskraft der Frau, die dadurch vielleicht für Gemeinschaftsaufgaben frei wird, oder in einer Erhöhung des Lebensstandards der Familie. Dor allem aber wird jede folche Verbesserung und Durchdenkung schon bei der Planung die Frau frei machen für ihre schönste Aufgabe, sich ihren Kindern zu widmen. Die neuen Wohngebiete werden erst dann wirklich vorbildlich sein, wenn es gelingt, in einem gesunden Bevölkerungsaufbau nach Berufen und Alter Wohngemeinschaften zu schaffen. Hierzu gehört mehr als bisher die Beachtung der Versorgungslage' Elektrizität, Gas und Was - s e r sind ausreichend und zweckvoll zu sichern. Auch für gute Einholmöglichkeiten und g e - nirgend Handwerker ist Sorge zu tragen. Ebenso ist die ausreichende ärztliche und g e ° burtshilsliche Betreuung stets zu bedenken. Bei Ausstattung der Mietwohnungen ist zu berücksichtigen, daß gerade bei den kinderreichen Familien technische Erleichterungen entscheidend für die Hausfrau und Mütter sind. Endlich wird auf den Kindergarten,, auf Spielplätze, Kinderwagen- und Fahrradabstellräume sowie Hausgärten naturgemäß großer Wert gelegt. Für Abstellräume, Wandnischen und -schränke, sowie eingebaute Möbel hat das Deutsche Frauenwerk ebenso sein Interesse bekundet wie für die Gestaltung des Hausrats überhaupt. Dabei läßt sich das Deutsche Frauenwerk angelegen sein, vor allem auch auf eine praktische und zweckmäßige Einteilung der Wohnung hinzuwirken, sowie auf die Pflege der Möbel und sonstigen Sachwerte. In der Versuchsstelle für Hauswirtschaft des Deutschen Frauenwerks in Leipzig wird alles, wa-- von Interesse für den Haushalt ist, ob es sich nun um ein Fußbodenpflegemittel oder um ein Haushaltsgerät handelt, erprobt und bei Bewährung mit einem Gütezeichen versehen. Im übrigen wird eine Oberste Reichsbehörde für den sozialen Wohnungsbau besonders auch von den Hunderitausenden von jungen Ehepaaren begrüßt werden, die infolge des Krieges ihre Eheschließung vorverlegten und die nun wegen der Bevorzugung der Frontkämpfer die Gewißheit haben, nach dem Siege bald ihr eigenes Heim gründen zu können. Der wertvolle Rat des Deutschen Frauenwerkes wird ihnen dabei sehr willkommen sein und viel nutzlose Muhe und viel Geld ersparen können. Kem deutsches Geld bei Postsendungen in die besetzten Gebiete. Es ist beobachtet worden, daß das Verbot, deut- s ch e Zahlungsmittel in d i e besetzten Gebiete auszuführen, bei Postsendungen (Feldpostbriefen, Feldpostpäckchen) an Wehrmacht- angehöriae und Zivilpersonen in die besetzten Gebiete nicht immer berücksichtigt wird. Die in den besetzten Gebieten verwendeten Wehrmachtangehörigen und Zivilpersonen werden durch ihre Dienststellen mit Reichskreditkaffenfcheinen ausgestattet. Mit den ihnen aus der Heimat zu- gesandten Reichsmarknoten können die Wehrmachtangehörigen unb Zivilpersonen nichts anfan - gen, denn deutsche Zahlungsmittel werden in den oefetzten Gebieten nicht in Zahlung genommen Sa sowohl die Versendung von Reichsrnark- noten usw. in das Ausland als auch ihre Verwendung zu Zahlungen im Auslande durch die Devisengesetze unter Strafe gestellt sind, kann der Besitz von deutschen Zahlungsmitteln für die Wehrmachtangehörigen und Zivilpersonen in den be- setzten Gebieten nur zu Unannehmlichkeiten führen. Die Versendung von Reichsmarknoten, Rentenbankschemen und deutschen Scheidemünzen in in die besetzten Gebiete muß daher auf jeöen Fall unterbleiben. — Zur Bestreitung von persönlichen Ausgaben steht jedem Wehrmachtangehörigen tm besetzten Gebiet und Generalgouvernement neben der Verwendung seiner Kriegsgebührnisse die Möglichkeit offen, sich monatlich einmal einen Betrag in Höhe seines Monatswehrsvldes, höchstens jedoch 100 RM., durch Feldpo st anweisung überweisen zu lassen. Für die Niederlande ist der Ueberweisungsbetrag durch Sonderregelung sogar auf 1000 RM. monatlich festgesetzt worden. Ehestandsdarlehen können Witwen von Gefallenen erlassen werden. Die Finanzämter sind ermächtigt worden, den Witwen von Gefallenen oder bei besonderen Einsätzen Verstorbenen das Ehestandsdarlehen zu erlassen, es sei denn, daß der Witwe nach ihrer wirtschaftlichen Lage die weitere Tilgung des Ehestandsdarlehens unbedenklich zugemutet werden kann. Ist aus der Ehe bereits ein Kind hervorgegangen oder wird ein Kind erwartet, so wird die Darlehnsschuld ohne Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse in jedem Fall erlassen. Kleine politische Nachrichten. Der frühere V e t e r i n ä ri n f p e k t e u r Gene- raloberstabsveterinär a. D. Droiesfor Dr. Pätz, ordentliches Mitglied des Wissenschaftlichen Senats für das Heeresoeterinärwefen, ist am 23. November in Berlin im Alter- von 71 Jahren g e st o r - b e tl Pätz hat sich in Krieg und Frieden hervorragende Verdienste um die Erhaltung der Schlagfertigkeit des Heeres erworben. Vier Opfer des britischen Bombenangriffs auf Marsaille sind auf dem Friedhof St. Pierre in Marseille in Anwesenheit von Vertretern der Mili- tär- und Zioilbehörden und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt worden. Zahlreiche Kränze wurden am Grabe der Opfer niedergelegt. Einige trugen die Inschrift: „Wir vergessen es nicht!" * Nach einer Mitteilung des schweizerischen Armeestabes überflagen in der Nacht vom 27. November fremde Flugzeuge mehrfach die West- schweiz in großer Höhe. Die Einflüge erfolgten über die Jura-Grenze in südöstlicher Richtung und über die Südgrenze in nordwestlicher Richtung. Die Fliegerabwehr trat an, verschiedenen Orten in Tätigkeit. Der finnische Staatspräsident Kallio, der vor einigen Wochen schwer erkrankt war, ist von einem längeren Aufenthalt auf dem Lande nach Hel- sinki zurückgekehrt, doch ist seine Arbeitskraft noch nicht wiederhergestellt. Für die Zeit seiner Verhin- berung übt weiterhin Ministerpräsident Ry" die Stellvertretung ans. Aus aller Wett. Professor Dr. Gustav Neckel f. Prosessor Dr. Gustav Neckel, Ordinarius für germanische, besonders nordische Philologie an der Universität Berlin, ist im Alter von 62 Jahren qestorben. Neckel, am 17. Januar 1878 in Wismar -geboren, begann seine akademische Laufbahn 1908 als Privatdozent in Breslau; 1911 ging er als ao. Professor nach Heidelberg, 1920 übernahm er das Berliner Ordinariat. Mit Gustav Neckel ist einer der hervorragendsten deutschen Germanisten dahingegangen, der sich als Herausgeber der Edda wie mit seinem grundlegenden Werke über die Kultur der alten Germanen einen nicht allein von der Fachwissenschaft wohlgeschätzten Namen gemacht. Neckel hat auch als Sprachwissenschaftler die These verfochten, daß die Urheimat der Jndogermancn in Europa (nicht in Asien) zu suchen sei; er hat ferner bereits 1913 die erste Entdeckung Amerikas durch die Wikinger nachgewiesen. Von Neckels ub, rigen Werken seien hier noch „Walhall", „Ger- manisches Heldentum", „Die altnordische- Literatur" und ,Zbsen und Björnson" genannt Landesverräter hingerichtet Der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode verurteilte 22 Jahre alte Fritz Sakf chewf ki aus Marienwerder ist hinae.ichtet worden. Der Verurteilte hat im Mai 1939 im Dienste einer fremden Macht Ausspähungs- reifen nach Deutschland unternommen. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 28. Nov. (Vorbericht.) Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM., Bullen 34,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 34 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Härnrnel 37 bis 51, Schafe 20 bis 44, Schweine 50 bis 58 RM. — Marktverkauf: alles zugeteilt. __________________________________ paupudjenttetier: Dr .vnetm» tiubeim r/anqe Ereil vertrete» c*< öaupnrt)ti Schönes ZimmermitKQche zu vermieten. Schr. Ang. uni. 03991 a.d. G.A. | Mietgesuche"] Suche 5-8'Wnier- MNUU mit Bad in gut. Zustande. Nähe der Kliniken bevorzugt. Schriftl. 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ZARAN LEANDER 1 7 W* WM MW r [Stellenangebote Beine Orsprangi- xengnlsie, onBrrn nu$ Zeugnts abfchriflen dem Be roerbunfleichteiben bei leflert I — LichtdUbe, andBewerbungsuntez flprn mßhen zur Ber metdung von Verlusten aus der Wüd'fire # che. und wer es versteht, mit emp- fön ilichen Sinnen < ie bildgcword Ratur- schbnhe'tenin fl1 aufzunehmen, dem fingen u. klingen die Tafeln tausend Erinnerungen woch an einstmals leibhaft Erschautes ' Rec am» Unioerium Verlangen Sie doslcnios unsere bebilderten öerbeblättet Zu beziehen durch jede Buchhandlung? Hugo Bermühler Verlag Berlin«Ctduerfel6< Schwarzer Iagdhund i. der Hinterhand gelähmt, abhan- löen gekommen. Abzugeben ssnD Med.Pet.-Aliuik 1 Gießen. was sitzt - das häit auch lange! meint das kluge Pünktchen! Und es hat recht damit: Ordentlich sitzen soll solch ein Kostüm! — Mit Sorgsamkeit ausgewäblt und augevatzt sein. — Mit der gleichen Sorgsamkeit, mit der wir schon beim Einkauf darauf achten, dasi Sie lange Freude tm den Sachen haben! 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Der größte Vorteil der Pfefferkuchen- gebäcke ist, daß mir gar kein oder doch sehr wenig Fett und Eier dazu brauchen und trotzdem etwas wirklich gutes auf den Tisch bringen können Die nachfolgenden Rezepte sollen uns einige Anregungen geben, die praktische Hausfrau kann sich je nach ihren vorhandenen Zutaten beliebige Rezepte ui oben angegebenem Rahmen zusammenstellen. Am einfachsten ist der Teig zu: Rheinischen Moppen, der aber auch zu Pflastersteinen und Pfefferkuchenherzen verwandt werden kann. Man mischt 250 Gramm gesiebtes Mehl mit Iber Hälfte des obengenannten Gewürzes, kocht 250 Gramm Kunsthonig auf, läßt ihn etwas abkühlen und mischt bann mit den übrigen Zutaten und 1 Eß- Donnerstag, 28. November 1940 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen) Aus dem Reiche der Frau oeÄunden. der mit ch für ihn mit Sommerkleid und wird am Rande llerlei Praktisches Hand eingerollt. — Aus einem Rest (di Wie man ohne Punkte au (von einem -Hütt; > s erD er 19* ’Huitiml km al liykih *. bm tH ‘ Dor der Decke herunterhängen oder auf tarn Tisch litten wird Doch noch größer wird die Freude bei den Kindern sein, wenn die hübsche Sitte der Nientsketten, die in vielen Gegenden Großdeutsch- Zunächst werden bunte Ketten gebunden, von denk' für jedes Kind eine eigene bestimmt sein muß. M n kann sie wie dünne Girlanden aus Tcmnen- gnn, aber auch aus bunten Bändern, ja bunten Pcoieren Herstellen. Ein bißchen Lametta macht etwas Geschick aus Getragenem al für den Winter selbst Herstellen kann, zeigen wir Wie verwenden wir Ganerampter? Sauerampfer wachst uns als billiges 'und ganz besonders nahrhaftes Gemüse buchstäblich zu Aber er hat leider noch wenig Freunde gefunden Die einen meinen, die Säure schade, die anderen meinen, er schmecke nicht gut, — und dabei ist es doch nichts anderes als das alte Sprichwort: Was der Bauer nicht kennt, das ißt er nicht? Natürlich gilt auch hier der Satz: Allzuviel ist ungesund? Der etwas herbe Geschmack des Sauerampfers wird genau wie der des Spinats durch Beigabe von etwas Milch ausgeglichen. Versuchen Sie also, frisch gepflückten, grob zerrupften Sauerampfer in einer warmen Tunke aus Milch, wenig Essig Salz, gehackten Kräutern, etwas Zucker-und ein wenig Oel anzurichten Kochen Sie eine Sauerampferjuppe, wobei Sie den grob* 15 W chch i\ toerlar’: te S Qe:i6ta 939 gt un0s schottisch-karierten Wollkleid) ist die Krawatte genäht, aus einem älteren Sweater sind Sport- st r ü rn p f e und passende warme Handschuhe gestrickt. — Der Pullover ist aus Woll- reften (in schwarz, hellgrau und dunkelrot) glatt gestrickt, er wird zu einem dunkelgrauen Winteranzug sehr willkommen sein. H. Krankenpflege im Hanse. Die heutige Ueberlaftung der Aerzte und des Piegepersonals wird es nicht immer möglich mchen, erkrankte Familienmitglieder in die Pflege eiiss Krankenhauses oder einer Klinik zu geben, foitiem es wird die häusliche Pflege für ihn ein» trc en müssen. Die pflegende Hausfrau — oder wer jo-ft aus der Familie die Betreuung des Kranken Ä rnimmt — kann durch vernünftiges Verhalten In Kranken, dem Arzt und sich selbst die gewiß ■et kl setzt. Die meisten Kranken sind empfindlich gegen I Geräusche, die der Gesunde gar nicht oder kaum wahrnimmt. Klappernde Schuhe, quietschende Türen, Dielenknarren — all bas macht ihn gereizt und nervös Solche kleinen Mißstände sind abzustellen, auch wenn man sie selbst kaum wahrnimmt. Das Nervensystem eines Kranken ist eben infolge der Krankheit in weit höherem Grade reizbar als bas des gesunden Menschen. Innerhalb der ärztlich bestimmten Diät versuche man die Krankenkost so abwechslungsreich wie möglich zu 'gestalten. Nicht täglich Kartoffelbrei reichen, wenn Reis, Grieß, Hafer- flocken usw auch erlaubt sind. Daß man für einen Kranken nicht „auf Vorrat" sondern täglich frisch kocht, ist selbstverständlich Eine wichtige Frage ist auch die der Besuche, die zu dem Kranken zugelassen werden. Was in der 'M 15 fe !"di! lX Tiiijt einfache Aufgabe erleichtern. zeigen sich bei einem Familienmitglied irgend- v-'che Krankheitssymptome, ftellt man mit dem üHerthermometer zuerst die Höhe der Tempera- in an dem ins Bett gepackten Patienten fest, die Zm, zugleich mit der Zeit der Feststellung auf itrcm Blatt Papier notiert, damit man dem Arzt iiderläffige Angaben machen kann. Hat der Kranke icgt über akute Schmerzempfindungen an bestimm- lir Körperstellen zu klagen — Blinddarm, Lunge — ..... sich bei ihm um allgemeine Eingemachtes sparsam verbrauchen. In diesem Jahr gibt es sehr wenig Speisekammern, die nicht eine ganze Reihe von Einmachgläsern und »topfen beherbergen, die — jetzt im Anfang des Winters — noch alle gefüllt sind. Aber der Winter ist lang und die Vorräte sollen reichen. Die praktische Hausfrau wird deshalb dafür sorgen, daß das Eingemachte sparsam verbraucht wird und der erste Rhabarber im April das letzte Einmachglas ablöst. Wie sie das am besten macht? Sie reicht als Nachtisch z. B. nicht Kompott allein — davon würde sie für alle zu viel brauchen — sondern gibt eine süße Speise dazu aus Nährmitteln, die ja reichlich zur Verfügung stehen: Reis, Grieß, Sago usw. Oder sie verziert eine süße Speise mit em paar eingemachten Früchten und spart bann gleichzeitig ben Fruchtsaft. Will man boch einmal Kompott geben, so bickt man die Kompottsoße am besten mit etwas Monbamin an. Man braucht dann weniger Fruchte und hat doch ein sättigendes Kompott. Auch aus Fruchtsaft lassen sich Speisen her- teilen, die sehr gut schmecken und das Eingemachte paren helfen. Uebrigens ist diese Art der Früchte- Derwendung auch viel bekömmlicher. Die Beigabe von etwas Stärkemehl ober einer fertigen Süßspeise milbert den oft herben Fruchtgeschmack vieler Früchte und hebt die schädliche Wirkung mancher Fruchtsäure auf; für einen empfindlichen Magen ist bas von besonderem Vorteil. _ —r. gehackten Sauerampfer in ein wenig Fett ohne Wasser dämpfen, dann die gleiche Menge warmer, abgezogener feingeschnittener Pellkartoffeln dazu- schütten, das Gericht über der Flamme ein paar mal hin und her schütteln und mit Wasser zu beliebiger Dicke auffüllen Kochen Sie die Suppe auf kleiner Flamme durch, binden Sie sie mit ein wenig Mehl, schmecken Sie sie mit Milch und ein wenig Salz ab, — nun, sind Sie zufrieden? Sauerampfer ist außerdem ein ausgezeichnetes Würzmittel. Hacken Sie ihn fein und geben Sie davon zu weißem Käse. Schmecken Sie eine milde Meerrettichsoße damit ab, vermischen Sie ihn mit roh geraspeltem, verschiedenem Gemüse, mit etwas Zitrone gewürzt, zu einem appetitanregenden und nährstoffreichen Frischkostgericht, — ich bin überzeugt, daß Sie noch sehr viele weitere Verwendungsmöglichkeiten für Sauerampfer finden werden! as sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS Weihnachtliche Süßigkeiten. Zum Weihnachtsfeste allerlei Honigbäck e« r e i e n herzustellen ist uraltes Brauchtum, ersetzte doch früher der Bienenhonig den Zucker. Fall in jeder Landschaft haben sich, wie schon die Namen der einzelnen Backwerke verraten, traditionelle Honiggebäcke erhalten. Da Kinder und Erwachsene immer wieder Kunsthonig zugeteilt bekommen und die tüchtige Hausfrau ein wenig fürs Fest gespart hat, können wir auch zum Kriegsweihnachtssest vielerlei Leckeres Herstellen. Kunsthonig fann genau wie Bienenhonig zu allem Pfefferkuchente'g genommen werden. Wenn wir auf 500 Gramm Mehl 2 Teelöffel Zimt. '/- Teelöffel Nelkenp^e'fer, 1 Vanillezucker, 1 abgeriebene Zitronenschale nehmen — bei einzelnen Rezepten kommt dann noch Zitronensaft, Rosenwasser, Rumessenz und Anis hinzu — so haben wir ein ausreichend gewürztes, woylschmeckendes Gebäck. In vielen alten Rezepten wird als Triebmittel Pottasche und Hirschhornsalz meist je zur Hälfte angegeben. Doch wird das Gebäck auch mit dem bequemeren Backpulver gut, allerdings kann man in dem Fall den Teig nicht einige Tags zum Durchziehen der Gewürze stehen lassen. Wenn man die Plätzchen jedoch nach dem Backen "in.ge Zeit in Blechdosen stehen läßt, kann das Durchziehen auch Später geschehen. Pottasche und Hirschhornsalz nimmt man meist 10 bis 15 Gramm (zusammen) auf 500 Gramm Mehl, sie müssen in etwas Flüssigkeit vorsichtig aufgelöst werden. An Stelle des in manchen Rezepten angegebenen Orangeat und Zitronat kann man Backobst, Ros. n n oder Korinthen verwenden, an Stelle von Mandeln Nüsse oder gettocknete, geschälte Kur- b i s f e r n e. Zucker und Honig zusammen machen in denjenigen Rezepten, wo kein Fett und feine Eier angegeben, ungefähr gleich viel wie die Mehl- menge aus. Sollte man einmal weniger Zucker oder Honig, wie angegeben haben, kann man beides bis zu einem gewissen Grad gegeneinander austauschen. Verzieren können wir unseren Honigkuchen mit Mandeln von Kürbiskernen, Zitronat, Rosinen oder Aich hie und da mal ein Lebküchlein ober eine gr ße Nuß Tausend kleine Nichtigkeiten gibt es fu: die sorgende Mutter, mit denen sie ihre Kleinen gLcflid) machen kann! liatürlid) verlangt das Abnehmen der lieber» rschungen eine gewisse Feierlichkeit, und darum bfff erst mit dem Abnehmen des Geschenkes für bi jeweiligen Tag am Abend, bei Einbruch der Dnkelheit begonnen werden. Kerzenschein erhöht bi, Feierlichkeit. Sind dann nach Feierabend alle , Jmilienmitglieber zu Hause versammelt, dann ist bk! große, den ganzen Tag ersehnte Augenblick ge- fö’imen. Mit vor Freude und Neugier glänzenden A ien eilen die Kleinen zur eigenen Kette, um mit Msichtiaen Händen die sorgsam verpackten kleinen llnerraschungen von der Kette zu lösen und aus bei Verpackung zu schälen Um der Sitte noch eine hindere Würze zu geben, bestimmt die Mutter fii die vier Sonntage besonders schöne Dinge, die ■®o? den täglichen kleinen Gaben hervorstechen sol- liii Schon rein äußerlich wird sich das «Sonntags» lachen von ben alltäglichen unterscheiben: Es ist honbers hübsch und festlich eingebunden, mit fir m Tannenzweig, einem goldenen Bändchen oder Mas Lametta geschmückt und enthält die vier isoiptgeschenke. Wirklich eine große Freude in der c l imnidDoUen Adventszeit, die so recht angetan i|t für wenig Arbeit und noch weniger Geld glück- Idv5 Lächeln auf Kindergesichter zu zaubern! H. v. L. Krankenhausbehandlung als selbstverständlich Eingenommen wird, nämlich, daß nur eine bestimmte Zeit nach der Mittagsruhe dafür vorgesehen ist, sollte auch in der häuslichen Pflege im allgemeinen durchgeführt werden. Nicht jeder Besucher hat Verständnis und Takt genug, den Kranken nicht zu ermüden Viele lassen sich durch die angeregte Lebhaftigkeit des Kranken täuschen und glauben ihm noch etwas Gutes zu tun. wenn sie lange bei ihm verweilen und drauflvsfchwatzen. Am besten ist es, wenn die Pflegerin im Einverständnis mit dem Arzt auch zu Hause nur eine bestimmte Zeit für fremde Besucher freigibt und im übrigen selbst durch leichte Unterhaltung, Dorlesen und dgl. für die nötige Zerstreuung und Ablenkung des Kranken sorgt. uic jicuiiivu uw ' ... ftie~ Fiebermessung früh morgens jeigt dann Meist tii Absinken auf normale ober nur wenig erhöhte Blattemperatur. Hält sich bagegen die Fleberhohe, Dirb man gut tun, den Arzt zu Rate zu ziehen, ttr von vornherein Fehler in der Behandlung zu de-mieiden. Hat dieser nach der Untersuchung des Kumten seine Anweisungen gegeben, ändere man I ie auch nicht im Kleinsten ab. Die Dosis und die iäufigteit der Arzneieinnahme halte man genau lei ärztlichen Vorschriften gemäß ein. Dreimal tag- Ed zehn Tropfen oder zweimal fünfzehn Tropfen to zwar gleich in der Tagesmenge, aber nicht m ie Wirkung. Ein verordnetes Bad fei weder fünf Öiüib kühler oder wärmer, als verordnet und soll Gud) nicht zu anderer als der bestimmten Zett ge- nmmen werden. Was oft dem Kranken und der iöuslichen Pflegerin, vor allem in verhältnismäßig leichten Krankheitsfällen, als nebensächlich erscheint, M im Gesamtbild der ärztlichen Verordnung set- -Men bestimmten Platz und Rang. „ über außer der genauen Durchführung frer ar^t» Wen Anweisungen kann die Pflegerin, dem Kran- I, fei: durch verständnisvolle Pflege die unangenehme ig^ße, in der er sich befindet, selbst durch äußerliche £1 birige erleichtern. Kranken, bie wenig Zippern ' inen, bringe man nicht einen gehäuften Teller des ■iroaübten Essens, sei es Suppe, Gemüse ober dgl. ®Ehe kleine Menge auf gewärmtem Teller gereidjt, Mord ihn eher zum Essen reizen als em gefüllter. hat viel mehr bas Empfinden nahender Ge- ij uibung, wenn ihm bie kleine Portion -nicht reicht uiib er nachverlangen muß, als wenn man ihm |®ii für einen Gesunden ausreichende Menge vor- üblich ist, aufgenommen wird? Wie einfach 5ist es doch, die Kinder mit diesem Brauch zu er= nni3- freien, und wie wenig Geld und Mühe ist damit er k ' w — Neri!*' I Advenlsketten. gibt es etwas Schöneres als die Adventszeit, |)te Zett vor dem Weihnachtsfest mit all ihren Heim- [itfeiten und ihrer feierlichen Vorfreudestimmung? gtrabe weil wir in einer so ernsten Kriegszett [3- J Wr 6 düng verbunden! Abhilfe Ist leicht: pflegen Sie Haai und Kopfhaut regelmäßig so. daß kein Alkali und keine Kalkseife im Haar Zurückbleiben, also mit Nach einer Weile geht er wieder zu seinem Bett. Er zieht die Stiefelhose aus-, die er noch immer anhat und macht sich für die Nacht fertig. Jürk Solterbeck sitzt jetzt an dem Tischchen mit d-er rvtweiß gewürfelten Decke, das ihm und Viktor gemeinsam dient. Mit dem Rücken gegen die Kameraden fitzt er und arbeitet unauffällig an seinem Brief herum. Er befeuchtet einen kleinen Wattebausch mit einer Lösung, die sich in einem Fläschchen mit der harmlosen Aufschrift Odol befindet. Mit dem Wattebausch fahrt er dann vorsichtig zwischen den Bleistift^eilen des Briefes entlang. Da erscheint eine neue feuerrote Schrift, um nach Sekunden wieder zu verschwinden. Solterbeck notiert diesen „inoffiziellen Teil" seines Briefes auf ein Blatt Papier. Ein Mitgefangener, Chemiker von Beruf, hat eine Anzahl seiner Kameraden mit einer zuverlässigen Geheimtinte versorgt. Anfangs, als sie noch in selle Jsle vor der bretonischen Küste und hierauf in St. Angeau in Zentralfrankreich lagen, schrieben sie mit den üblichen Mitteln, die jedes Kind kannte: mit Milch, Urin und dergleichen. Aber das hatten die Franzosen natürlich bald heraus. Und der Chemiker besorgte das neue synthetische Mittel aus Deutschland. Es war gar nicht so einfach gewesen, seiner jungen Frau, die ebenfalls Chemie studiert hatte, In einem der beiden monatlich erlaubten und gift erlangt hier im Kampf mit dem Gift des Diphtherie-Bazillus rasch die Oberhand, so daß der menschliche Körper die Infektion überwindet. Im Kampf gegen den Wundstarrkrampf bedarf es einer vorbeugenden Serumbehandlung bei allen verschmutzten Wunden, die den Verdacht auf eine Tetanusinfektion nahelegen. Wer war nun Behring, dem eine dankbare Menschheit den Ehrentttel eines Retters der Kinder, eines Helfers der Verwundeten zuerkannt hat? Er stammte gleich Virchow und Koch aus dem deutschen Osten, mit zehn Geschwistern wuchs er 'm Lehrerhause von Honsdorf in Westpreußen heran dehnt, um dann rasch zu vollenden: „Der Brief ist von meiner Schwester." „Hast du mir schon einmal gesagt. Seit wann schreibst du eigentlich mit der Geheimtinte?" „Seitdem ich einen bestimmten Plan habe." „Was für einen Plan?" „Was kann man hier schon für einen Plan haben! Ich werde Korsika demnächst den Rücken wenden." Er sagt es mit ironischer Großartigkeit. „Nanu? Fliehen?" Solterbeck nickt emschaft: „Das will ich ganz gt* wiß." Viktor ist etwas aus seiner Gleichgültigkett gerissen.. Sotterbeck hat sich doch sonst nur über die Flucht" plane und Fluchtversuche der anderen luftig gemacht. Auf einmal hat er selbst die Absicht zu fliehen. „Wiee willst du denn von dieser Insel herunterkommen?" „Tjä, zu Fuß kann man natürlich nicht übers Wasser marschieren. Ich werde einen Dampfer benutzen, einen neutralen, wahrscheinlich einen Spo" nier." Es klingt ziemlich bestimmt. „Der wird eigens kommen, um dich hier abzuholen", stotterte Viktor. „Das wird er auch", sagt Sotterbeck so emfti)afi und entschieden wie eben. Viktor sieht ihn forschend an. Und er denkt: Warum eigentlich auch nicht? Solterbecks Vater ifi einer der größten Handelsreeder in Hamburg unfo hat feine Beziehungen überallhin. Warum sollte ec nicht ein spanisches Schiff mobil machen können um feinen Sohn aus der Gefangenschaft abzuholen? Aber von hier oben, aus der wohlverwahrten Zitadelle, bis zum Hafen hinab, wo allenfalls das neutrale Schiff liegen könnte, ist noch ein verdamnut beschwerlicher und gefährlicher Weg. Solterbeck mag die Gedanken fühlen, die Viktor durch den Kopf gehen, er selbst wirb ja von ihnen bewegt. Er sagt: ,Hch will heute noch nicht eingehend darüber sprechen. Es ist noch vieles zu überlegen, und es kann noch Monate dauern. Aber möglich ist die Geschichte, und wenn du Lust hast mit- zumachen, bist du höflichst eingeladen." Viktor lächelte schwach. Er äußert sich heute noch nicht zu Viktors Anerbieten. (Fortsetzung folgt.) Ost ju w c?n sch' ^ulch e Monte jportlid fann, > Bisch Sotterbeck grinft freundlich. Er hat ein helles Gesicht unter jeinem weißblonden Schopf und hellgraue Augen. Etwas siegfriebhaft Strahlendes, Wikingerhaftes geht von ihm aus. Er ist einer der vereinzelten Gefangenen, die nichts anfechten kann. Er steht über allem und wäre imstande, an der Wand noch mit einem überlegenen Grinsen in die auf ihn gerichteten Gewehrläufe hineinzusehen. Jetzt pocht er vielsagend auf seinen Brief und zwinkert mit dem einen Auge. „Von daheim?" fragt Viktor nicht besonders teilnahmsvoll und denkt dabei: Wenn es nur erst Nacht märe! „Von meiner Schwester", nickt Solterbeck. „Ich erwarte mir allerband davon Erst will ich mal den offiziellen Teil lesen" Hinter den paar Worten liegt eine ganze Menge. Es liegt dahinter: Daß es außer dem offiziellen Teil des Briefes einen inoffiziellen gibt, der, mit Geheimtinte geschrieben, nur dem offenbar wird, der des Rätsels Lösung kennt. Viktor ist im Augenblick wenig beeindruckt von dieser Tatsache. Was geht ihn Sotterbecks Geheimschrift an! Er hat, heute jedenfalls, ganz andere Sorgen. Er zuckt gleichmüttg die Achseln, und Sol- terbetf beugt sich wieder über seinen Bries. Nach einer Weile erhebt sich Viktor und geht an das Fenster nach dem Meer zn Zwei Kameraden stehen auf dem niedrigen Sims, galten sich an den Eisenstangen fest und sehen durch den Spalt über der Holzblende. Viktor zwängt sich zwischen sie. Sie nehmen keine Notiz von chm. unentwegt spähen sie über bas Meer hin, als warteten sie auf etwas, als hielten sie Wache. Ganz rechts kann man noch ein Eckchen des Felsenhügels sehen, auf dem die Zitadelle errichtet ist, und darauf das Ende einer Straße, an her unschöne mit Bleistift zu schreibenden Briefe klarzumachen, was er wollte. Oeffenttich konnte er es natürlich nicht schreiben. Die erste Verbindung stellte er her, indem er an die großen Buchstaben eines Briefes Schnörkel hing. Für die Zensur waren es jedenfalls Schnörkel, die junge Frau erkannte aber in Diesen, ihr an der Schrift ihres Mannes ungewohnten Zeichen ein stenographiertes Telegramm, das sie dahin entzifferte, ihm in einem der erlaubten Pakete in unauffälliger Packung (Haarwasser!) die bestimmte chemische Lösung zu schicken. Diese stellte tatsächlich eine wahre Wundertinte dar, die wie pures Wasser aussah, unsichtbar eintrocknete, bis man mit der Reagenz an sie heranging, einer einfachen Sodalösung, unter der die Wasserschrist auf einmal auf leuchtete. Im Grunde war nun diese Geheimschreiberei auch nicht viel mehr als eine Spielerei. Und doch konnte man etwas damit bewegen. Man konnte mit ihr über den Stacheldraht hinweg eine vertrauliche Verbindung mit der Heimat Herstellen. Die geheimnisvolle Tinte berichtete von der qualvollen Sehnsucht, von der menschenunwürdigen Behandlung, von den vielen kleinen Leiden des Gefangenen, sie berichtete anderseits von den deutschen Siegen, von der steten Hoffnung der Heimat, auch von den Entbehrungen und der allmählich immer fühlbarer werdenden Notlage. Was nun Jürk Solterbeck mit der Geheimtinte nach Haus geschrieben hat, weiß Viktor nicht recht. So etwas lag eigentlich dem langen Hamburger gar nicht, der so sorglos und allem überlegen in den Tag hineinzuleben schien. Er muß die Sache auch kürzlich erst angefangen haben. Viktor zerbricht sich nicht weiter den Kopf darüber. Er wird es schon noch erfahren. Solterbeck ist ja fein bester Freund, und sie haben keine Geheimnisse voreinander. Viktor liegt mit wett offenen Augen. Er ist müd, aber er merkt schon, daß er nicht so bald einschlafen wird können. Gedanken gehen kreuz und guer durch seinen Kopf, und vor chnen allen steht Theas Bild. Er schrickt ein wenig zusammen, als sich Solterbeck mit einem kleinen Schwung zu ihm herumsetzt. Er ist fertig mit feinem Brief. Er stützt die Ellbogen auf die hohen Knie, die gegen Viktors Feldbett stoßen und beugt sich vor. „Also, was ich sagen wollte —", beginnt er ge- und in dem daraus gewonnenen Serum findet man nun Stoffe, welche eine derartige Heilwirkung besitzen, wie sie bis dahin in der Geschichte der Me- bizin noch nicht bekannt geworden ift. — Die Blutserumtherapie ist also eine Auswertung der natür- lichen Abwehrmaßnahmen, wie sie der Körper in Tätigkeit setzt, sobald ihm durch Krankheitserreger ~ ' 1 ' Das mit dem Serum dem Körper löffel Zitronensaft: zuletzt gibt man 2 Teelöffel Backpulver dazu. Der Teig muß gut verknetet werden. Zu den Pfeffernüssen (oder Moppen, wie sie im Rheinland heißen) formt man kleine Kugeln, drückt sie platt und bäckt etwa 10 Minuten. Zu den Pflastersteinen macht man daumendicke Rollen, die man etwa 2 Zentimeter groß abschneidet und dann bäckt. Zu den Pfefferkuchenherzen wird der Teig ausgerolü und mit einer Herzform ausgestochen. Hat man keine, so kann man auch eine Pappform zuschneiden, und mtt dem Messer nach dieser Schablone Herzen ausstechen, mtt Zuckerwasser bestreichen und 10 bis 15 Minuten backen und mit sehr steifer Glasur beschriften. Die echte Moppen- oder Pflaftersteinglasur stellt man so her: 50 Gramm D. P. M. verrührt man mit 3 Eßlöffel Wasser, gibt 150 Gramm Zucker dazu und läßt unter ständigem Rühren aufkochen. Man läßt die Glasur eine halbe Stunde ab kühlen, schüttet die gebackenen Moppen oder Pflastersteine dazu und rührt kräftig durch. Das Gemisch gibt man aus ein Backblech, läßt etwas antrocknen unb löst auseinander. Die Glasur hält sehr schön fest und ist viel einfacher als das mühsame Bepinseln der einzelnen Moppen. Pfesterkuchenherzen kann man übrigens auch aus dem Teig für Schlesische Lebkuchen Herstellen. Sie schmecken fast noch feiner so: 400 Gramm Mehl, 150 Gramm Zucker, 200 Gramm Kunsthonig, 1 Ei, Gewürze, Vt Backpulver und 1 Eßlöffel Rosenwasser verarbeitet man zu einem Honigteig. Der Zucker wird in diesem Falle mit dem Honig ausgekocht. Der Teig muß etwas abkühlen und wirb dann auf ein gefettetes, bemehltes Brett gerollt, etwa 15 Minuten gebacken und mit der Puderzuckerglasur, die man mit 1 Eßlöffel Rosenwasier Herstellen kann, bestrichen. Noch heiß schneidet man den Kuchen in Rechtecke. — Wir geben gleich noch das Rezept für Thorner Kathrinchen: Zu dem Teig für Rheinische Moppen gibt man 25 Gramm geriebene Mandeln ober Kürbiskerne, 50 Gramm Korinthen und 50 Gramm Zitronat oder Rosinen. Man rollt den leig aus, sticht Kathrinchen aus, be« speicht mtt Wasser und bäckt 10 bis 15 Minuten. Mietskasernen stehen. Vor der Straße stürzt der Felsen steil zum Meer hinab. An einem Fenster des zunächst gelegenen Hauses bieten zwei Frauenzimmer ihre ziemlich wenig bekleideten Reize dar. Es stt für die Köpfe hinter den Gitterstäben ein elender Hohn. Aber keiner der drei steht nach den unschönen Häusern hin. Ueber die dämmernde Wette des Meeres sehen sie in die Richtung, in der kaum hundert Kilometer entfernt, die ligurische Küste Italiens liegt. Bei klarsichtigem Wetter kann man sie als zarten Dunststreif erkennen. Die naher gelegenen Inseln, Elba, Capraja und Monte Christo, sind fast immer sichtbar. Auch setzt noch heben sie sich als dunkle Flecken im Horizont ab. und wie Virchow, Helmholtz, Loeffler und Gosst» wurde auch Behring preußischer THIitärant, bet an der Berliner Militärärztlichen Akademie, der berühmten Pepiniere, seine erste wissenschaftliche Ausbildung erhielt und dann als Militärarzt in verschiedenen Regimentern in Wohlou, Posen, Winzig und Bojanow — beides kleine nieder» schlesische Grenzgarnisonen — stand, bis er 1887 als Stabsarzt zum Pharmakologischen Institut der Universität Bonn und zwei Jahre später zum Hygienischen Institut der Universität Berlin kommandiert wurde. Hier als Assistent Robert Kochs, des Entdeckers des Tuberkelbazillus und Begründers der medizinischen Bakteriologie, trat der nunmehr 35jahrige in den Elttekreis der modernen europäischen Naturforschung ein und näherte ich damit einem Höhepunkt seiner Laufbahn. Wir nannten schon seine bahnbrechende Veröffentlichung vom 4. Dezember 1890, zwei Jahre später folgten die Schriften über die Dlutserumtherapie und bas Tetanusheilserum, und noch 1892 begann die Zusammenarbeit mit den Höchster Farbwerken, deren damaliger Direktor Dr. A. L a u b e n h e i m e r auf Behrings Arbeiten aufmerksam geworden war, zur Herstellung eines brauchbaren neuen Heilmittels. Es gelang, ein Serum zu schaffen, das die Antitoxine in einer für klinische Zwecke ausreichenden Konzentration enthielt. Es waren übrigens in erster Lime große Zeitungen, so in Berlin der „Lokalanzeiger" August Scherls und in Paris der „Figaro", die durch aufklärende Beiträge und Aufforderungen zu Geldsammlungen dafür Sorge trugen, daß das neue Hellmittel gegen die damals noch in unvorstellbarem Ausmaß unter den Kindern wütende Diphtherie in ausreichendem Umfang auch für Unbemittelte beschafft werden konnte. Friedrich Alt» hoff, der allmächtige Personalreferent der preußischen Unterrichtsverwattung, wurde damals der Gönner, Förderer und Freund Behrings, der ihn 1894 als Professor nach Halle, 1895 nach Mar- bürg berief, wo Behring in dem anziehenden Städtchen und der reizvollen Landschaft die ihm zusagende Umgebung für seine konzentriertes Ar, beiten erfordernden Forschungen fand. Durch die 1904 erfolgte Gründung der Behring-Werke, bie heute zur IG.-Farbenindustrie gehören, ist die Stabt Marburg über seinen Tod hinaus mit dem Nomen des großen Arztes verbunden geblieben. Seine letzten Lebensjahre galten dem Problem eines Tuberkulose-Serums, a'Oer dies zu finden, blieb ihm versagt. Am 31. März 1917, mitten im Weltkrieg, ist er einer Lungenentzündung erlegen, hochgeehrt von der Wissenschaft des In-- und Auslandes, mit dem Nobelpreis und dem erblichen Adel ausgezeichnet Eine dankbare Nachwett wird chm am 4. Dezember an der Stätte seines Wirkens in Marburg ein Denkmal weihen und durch die Gründung eines immunbiologischen Forschungsinstituts dafür sorgen, daß auf den von chm und seinen Mitstreitern im Kampf gegen die Mikroben errichteten Fundamenten weitergebaut wird zum Wohle der Mensch- hett, die von ihren furchtbarsten- Fanden zu befreien, der geniale Arzt und Forscher Emil von Behring so Ungeheures geleistet hat. Dr. Fr. W. Lange. Vorsorge für Festtage. Mehr denn je muß eine Hausfrau heute für die Weihnachtsfeiertage vorsorgen, um einige Eßoorrctte zu schaffen. Nicht immer ist in einem Haushalt ein Weckapparat vorhanden, um „einzumachen" — aber das ist auch gar nicht nötig. Man kann auch zuverlässige und gute Dorratswirtschaft im Haushalt betreiben, ohne mtt allen modernen Einrichtungen ausgestattet zu sein. Dor allem will man bestimmt gern für die festlichen Tage ein gutes und recht ausgiebiges Stück Fleisch haben. Die Vorratswirtschaft des Staates kann auf solche Einzelwünsche keine Rücksicht nehmen, also müssen wir das uns zugeteilte Fleisch zu den festgelegten Zetten kaufen — aber müssen wir es auch essen? Nein — denn wir können es gebraten oder gedämpft und sogar roh aufheben, wenn wir es richtig machen. Man brät oder dämpft sein Stück Fleisch halbweich, tut es dann in einen Steintopf und übergießt es mit einem Gelee von Kalbsfüßen oder Fett, sodaß es vollkommen bedeckt ift Dann bindet man den Topf mit einem überall erhältlichen Einmachzellglas zu und hebt ihn an einem kühlen Ort auf. Das Fleisch hält sich monatelang frisch. Will man bann nicht gleich das ganze Quantum verbrauchen, so schmelzt man das Gelee ober bie Fettbecke (man legt bas Fleisch möglichst eng in einen passenden Topf, um sparsam mit der Schutzschicht von Gelee ober Fett fein zu können) auf mildem Feuer, brät das Stück, das man verwenden will fertig und läßt auf dem restlichen Fleisch Fett ober Gelee toieber erstarren. Gemüse läßt sich sehr lange frisch erhalten, wenn man es mit den Wurzeln in Sandkästen im Keller einschlägt. Rüben und Möhren schüttet man wie Kartoffeln in Kisten ober Fässer. Möhren und Rüben halten sich besonders gut, wenn man sie auf eine Unterlage von Löschpapier schüttet, das man auch als Zwischenlagen hineinlegt. Bei Blumenkohl bindet man die grünen Blätter über der Blume zusammen und hängt sie an den Wurzelstrünken an einer Seine im Bodenkammerraum ober in der Speisekammer frostfrei auf. Zwiebeln dürfen ebenfalls nicht im Keller gelagert werben, man breitet sie auf Brettern in ber Speisekammer aus und knotet sie einzeln mit Binbfaden zu einer langen Traube zusammen, die man gut an bie Wand der Kammer hängen kann. D. V. W allen grabe berfüi H dem bi bei Keineswegs allgemein bekannt ist, baß unsere . kurhessische Nachbar-Universitätsstadt Marburg der Ätz eines der bebeutenbften Werke ber Arzneimittelfabrik ation ift, das sowohl durch die Art der Arzneigewinnung, wie durch die Konzentrierung aus nur wenige Präparate, bie von hier den Weg in alle Telle der Wett antreten, eine Sonderstellung einnimmt. Es sind die Behring-Werke, und chr Schöpfer war Emil von Behring, der berühmte Marburger Bakteriologe, dem die Menschheit das Diphtherie-Heilserum, den Diphtherie-Schutzimpfstoff und das Tetanus-Serum verdankt. Und wenn nun am 4. Dezember in Marburg sich mtt dem Reichs- erziehunasminister und den Männern der Reich.'- gesundhettsführung bie bedeutendsten Vertreter der deutschen medizinischen Wissenschaft und Delegierte des Auslandes zu einem großen Bakteriologen-Kon- greß vereinen, so gilt dies dem Gedächtnis des Tages, an dem vor 50 Iahren in Nr. 49 der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift" die Arbeit erschienen ist, die am Anfang der Blutserumbehandlung überhaupt gestanden hat. Sie trug den Titel „Ueber das Zustandekommen ber Diphtherie-Immunität bei Tieren" und bezeichnete sich als eine Arbeit „aus dem Hygienischen Institut des Herrn Geheimrat Koch in Berlin". Ihre Verfasser waren der damals als Assistent zum Berliner Hygienischen Institut kommandierte preußische Stabsarzt Dr. Behring und der japanische Arzt Dr. Kita- s a t o , ber bie grundlegenden Vorarbeiten für das Schutzmittel gegen den Wundstarrkrampf geleistet hat, da es ihm als erstem gelungen ist, Den Teta-' nus-Bazillus in sauerstofffreien, festen und flüssigen Nährböden zu züchten. Behrings epochemachendes Werk der Hellserumbehandlung fällt also mit seinen Anfängen in die große Zeit des Aufschwungs Der bakteriologischen Wissenschaft, die mit dem Namen Robert Kochs für immer verbunden bleiben wird. Eine Ahnung von der Persönlichkeit dieses Mannes und der Bedeutung seines Werks für die medizinische Wissenschaft und die leidende Menschhett überhaupt hat kürzlich der eindrucksvolle Film „Robert Koch" mit Emil Jannings und Werner Krauß in den Hauptrollen auch dem Laien vermittett, wenn er auch ber Persönlichkeit und wissenschaftlichen Bedeutung Virchows nickst gerecht geworden ift Dem Film lag zugrunde ein Roman Hellmuth Ungers, des Leipziger Augenarztes, ber sick als Verfasser einer Reihe von Romanen und Bühnenwerken einen Namen gemacht hat und der sich in andern Werken bemüht hat, die Großtaten ber modernen Heilkunde durch volkstümliche Darstellungen einem weiteren Kreis zu erschließen. Sein neuestes Buch behandelt das Lebenswerk Emil von Behrings („Unvergängliches Erbe", im Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg^ i. £).). Es tritt neben eine umfassende und tief schürfende wissenschaftliche Darstellung, die wir den Professoren H. Ze iß und R. Bieling verdanken: „Behring, Gestalt und W e r r (Verlag Bruno Schultz, Berlin-GrunewaW), die auf Grund des gewaltigen Quellenmaterials, namentlich des Behring-Archivs in Marburg, es sich zur Aufgabe gemacht hat, zu zeigen, wie sehr dieser schöpferische Gelehrte im geistigen Raum seines Volkes ein beispielhaftes Symbol werden konnte, Ansporn und Verpflichtung für die junge Generation deutscher Aerzte und Forscher. Eine wahrhaft schöpferische Natur war Emil Behring, obwohl seine Heilserumtherapie, wie Unger in feinem schönen, mit dem Enthusiasmus des Wissenden geschriebenen biographischen Roman immer wieder herausstellt, ohne bie Forschungsergebnisse anderer Großer im Reich ber medizinischen Wissenschaft, eines Virchow, eines Ro-bert Koch, eines Löffler als des Entdeckers des Diphtheriebazillus, eines Pasteur und seiner Schüler Roux und Herstn, eines Metschnikoff unb eines Kitasctto nicht denkbar ' ift Wenn trotzdem der Kampf gegen Diphtherie ’ und Wundstarrkrampf in unserer Vorstellung mit vollem Recht an dem Namen Behring haftet, so ' weil er es war, der mit genialer Intuition in seiner Blutserumtherapie einen neuen und erfolgreichen Weg wies, dessen systematischer Ausbau ebenfalls ' das eigenste Werk seiner, höchste wissenschaftliche . Befähigung mit einem ausgesprochenen Sinn für bas Praktische vereinenden tatkräftigen Persönlich- ' kett war. Millionen von Kindern hat er damit vor dem schrecklichen Erstickungstod der Diphtherie unb Hunderttausende von Soldaten vor dem furchtbaren Hinsterben am Wundstarrkrampf bewahrt. Um die Große und Tragwette dieser Leistung auck nur annähernd zu ermeßen, hatte man sich vor Augen, daß bis zum Jahre 1894 allein in Deutschland alljährlich bis zu 50 000 Kinder im Alter von 1 bis 15 Jahren der Diphtherie zum Opfer fielen, wäh- rend nach Einführung des Behringschen Hettserums die Zahl der Todesfälle rapide auf 11000 sank und heute trotz einer um fast 30 Millionen höheren Einwohnerzahl des Reiches bei 5300 von insgesamt 150 000 diphtheriekranken Kindern liegt Man mache sich klar, daß die geretteten Kinder inzwischen Läter und Mütter geworden sind, deren Kinder und Kindeskinder vielleicht ebenfalls durch das Serum gerettet wurden, so ist es nicht übertrieben zu sagen, daß Behrings Heilmethode dem deutschen Volk Millionen von Menschenleben erhalten hat eine bevölkerungspolitische Großtat ersten Ranges, bie noch gewaltiger wird, wenn wir bedenken, daß Behring durch seine wettere Erfindung des Schutzi m p f - ftoffs tagtäglich zahllose Kinder in aller Well davor bewahrt hat, überhaupt von der schrecklichen Seuche befallen zu werden. Die in den letzten Jahren auf behördllche Anordnung in besonders gefährdeten Gebieten durchbeführten vorbeugenden Massenimpfungen haben die besten Ergebnisse ae- zeitigt und berechtigen zu der Hoffnung, daß bet rechtzeitigem Erkennen Der Diphtherie-Erkrankung ber furchtbare Würgeengel ber Kinder einmal ganz seine Schrecken verlieren wird. Die zweite Großtat Behrings, das Tetanus- Heilserum, verdient heute mitten im Kriege unsere ganz besondere Beachtung, denn vor dieser Entdeckung starben bis zu 90 v. H. aller am Wundstarrkrampf erkrankten Verwundeten unter qualvollen Schmerzen. Im deutsch-französischen Kriege kamen auf rund 10 000 Verwundete 350 an Tetanus Erkrankte. Noch in Den ersten Monaten des Weltkrieges starben zahlreiche Soldaten an ihren schweren Verwundungen, in die mtt Schmutz und Erde die Sporen des Starrkramvfbazillus eingebrungen waren, bis die systematische Durchführung Der Tetanusferum-Behanolung nach Dem Verfahren von Behring die Sterblichkeitskurve rapide fen-fte. Keine der zahllosen Ehrungen, die aus dem In- und Ausland Behring zutell wurden, hat ihn so erfreut, wie die Verleihung des Eisernen Kreuzes am weißschwarzen Bande am 15. Ottober 1915. Behrings im Kampf gegen den Wundstarrkrampf wie gegen die Diphtherie gleich erfolgreiche Serum- cherapie beruht auf der Erkenntnis, daß der Körper gegen die Erreger gewisser Infettionskrank- hetten Gegengifte bildet unb daß diese Antitoxine die krankmachenden Gifte (Toxine) unschädlich machen. In seiner 1892 erschienenen grunblegen= den Schrift „Die prakttschen Ziele ber Blutserumtherapie und die Jmmunisierungsmethoden zum Zwecke der Gewinnung von Heilserum" schreibt Behring selbst barüber: „Die neue Heilmethobe beruht Darauf, baß man Dem zu behandelnden Individuum Heilkörper einverleibt, welche die krank- rnachenden Ursachen vernichten, und zwar nicht bloß an solchen Körperstellen, welche oberflächlich gelegen und auf diese Weife einer direkten Behandlung zugänglich sind, sondern überall im Innern des leberiben Körpers, im Blut und in den Organen. Die Gewinnung Der Hellkörper geschieht so, daß zunächst ein Individuum gegen Diejenige Krankheit geschützt wird. Die man behandeln will und daß man Dann demselben Blut entnimmt. Im Blute fjnber* Wn' B re für die !M m W 1 iportlk 3um verte M ei fak NO । jiniun aus b einige imit ei M. 0 sich bi auch i sich heute jeder Deutsche auseiuanderseheu muh. Es Der kreisleiter. Die Seinen geborgen ;u wiffen, stärkt den Aisten iur Tat Erfolgreiche Männer haben ihr Leben versichert! ist ein 61 »UW lit Starnd ippenbll11 j verbiß' Haai uü ilkall üi*I . also t: alle die Fragen eingehend behandeln, mit denen sprechen M Msik und Volkstanz zu unseren Soldaten. Fahrt der Gebietsspielschar Hessen-Nassau durch Belgien. — Gießener Mädels und Jungens wirkten mit. hullgeo: $$L-3rigabeffi6rer pg. Schwarz. Sichen Laubach.- pg. Ad. Launö. Königstein Lauter: pg. Karl Schmidt, Giehen Ober-Bessingen: Pg. Lenz, Bad Homburg Ruppertsburg: Lrelsgeschäftsführer pg. Weber, Giehen Saasen: pg. h. Herrchen, Bad Schmalbach Villingen: pg. Leifheit. Nlederhöchsladt Weickartshain: pg. hch. Schäfer III., Vadenrod weltershain: pg. w. Rordmann, Wehlar. Am Sonntag, 1. Dezember um Uhr: Mendorf a. d. L.: pg. K. E. hetz, Giehen Alten-Buseck: pg. w. Rordmanu, Wehlar Daubringeu: pg. Leifheit, Rlederhöchstadt Garbenteich: pg. Arthur hanh, Giehen Giehen-Klein-Linden: pg. Adolf Laune. Königstein Grehen-Wiefeck: SA.-Brigadeführer pg. Schwarz, Giehen Grohen-Linden: kreisleiter pg. Haus, Wehlar Hausen bei Giehen: pg. h. Herrchen, Bad Schmalbach Heuchelheim: pg. hch. Schäfer HL, Vadenrod Kirch-Göns: pg. Karl Schmidt, Giehen Laug-Göns: pg. Löber, Limburg Leihgestern: Lrelsgeschäftsführer pg. Weber, Giehen pohl-Göns: pg. Lenz, Bad Homburg Steinbach: kreisleiter pg. Backhaus, Giehen Watzenborn-Steinberg: Gaupersonalamtsleiter pg. Holländer, Frankfurt a. ITT. Altpapier gehört nicht in den Ofen! Du hilfst, den deutschen Wald erholten, wenn Du en sammelst und durch die Schullugend oblieferst! uf letepii J de» t: fot». ir Gern o f i o E des r Gere chi mir- n Grjiitt imstel, I: or Sil- rateoerc:. gab $: Feder deutsche wann. jede deutsche Frau wird erwarteli Darum hinein in die Versammlungen! heil Hitler! «ro‘ Aus -er Stadt Gießen. Frische Lust. Ebenso wie wir bestrebt sind, nur gute, einwanth Mi k ■- 4.. < I »ii; i w i >es werktätigen Volkes ist jahraus, jahrein ge^wun. ;en, sich täglich viele Stunden lang in geschlossenen Räumen aufzuhalten, in der verbrauchten Luft der züros, Werkstätten, Fabriken, Wohnungen. In den ■n llih ber,k tntis >, - des h Ur dir ettei Omi ■ biefit m Beine «s labt 1 Aik am Samstag, 30. November um 2 0 Uhr: Allendorf a. d. Lda.: pg. Löber, Limburg Annerod: pg. Adolf Eanns, Königstein Bersrod: pg. Kart Schmidt, Giehen Bettenhausen: pg. Lenz, Bad Homburg Burkhardsfeldeu: pg. L. K. heh, Giehen Grohen-Buseck: pg. Leifheit, Niederhöchstadt Langsdorf: pg. Dr. Mörschel, Bürgermeister, Buhbach Lich: pg. Holländer, Gauperfonalamtsleiler, Frankfurt a. 21L Lollar: SA.-Brlgadeführer pg. Schwarz, Giehen Londorf: pg. Werner Nordmann, Wetzlar Mainzlar: Kreisleiter pg. Haus, Wetzlar Okarben: Kreisleiter pg. Backhaus, Giehen Reiskirchen: pg. Haus Herrchen, Bad Schmalbach Rodgen: pg. Heinrich Schäfer III., Vadenrod Treis a.d. Lda.: Kreisgeschäftsführer pg. Weber, Giehen. Am Sonntag, 1. Dezember um 14 Uhr: Beltershain: Pg. Löber, Limburg Ettingshausen: pg. Arthur hanh, Giehen Freleuseeu: Kreisleiter pg. Haus, Wetzlar Geilshausen: pg. Karl Ernst heh, Giehen Grünberg: Gaupersonalamtsleiter pg. Holländer, Frankfurt a. M. Harbach: pg. Dr. Mörschel, Bürgermeister, Butzbach * N;' L tut t !' ,°»i' ier W Seit °>e nte?* habe. Plan Hf- m lvei^ ichg-^ ■ die istigg^ -liehe". «1 icrkoinB' nicht Dainpstl. einen “ ; hier * । so erns^ ih eritr? Ä sanrbnrS. Ium ft Ä ^st W 14 Am 4. Noveember machten sich 45 Jungen und Mädel der Gebietsspielschar Hessen-Nassau auf, um in einer dreiwöchigen Fahrt durch Belgien die dort liegenden deutschen Soldaten zu besuchen und mit ihren Darbietungen zu erfreuen. An dieser Fahrt nahmen auch drei Madel und drei Jungen aus Gießen teil. Musik und Gesang sowie Volkstanz waren die Grütze, die von der Spielschar den Soldaten aus der Heimat überbracht wurden. Don Frankfurt a. M. aus ging die Fahrt zunächst nach Köln, wo Nachtquartier bezogen wurde. Dort wurde am 5. November in zwei großen Autobussen die mit großer Begeisterung ersehnte Reise durch Belgien angetreten. Die erste Rast gab es in Lüttich, wo die Jungens und Mädels zum Mittagessen erwartet wurden. Dann ging es in froher Stimmung weiter durch die belgische Landschaft nach Brüssel, wo sie am Abend eintrafen und die bereitgestellten Quartiere in verschiedenen Hotels aussuchten. Der nächste Tag gehörte noch ausschließlich den Jungens und Mädels, die sich natürlich die Stadt ansahen. Voll schöner Eindrücke wurde auch dieser Tag beendet. Volksgenossen heraus zur öffentlichen Versammlung! Rach 15 Monaten Krieg um die Zukunft des deutschen Volkes finden im ganzen Reich Kund- gedungen statt, in denen namhafte Redner unter dem Thema: „Mit unseren Zahnen ist -er Sieg!" fuhr. ** Kinder gehören bei Dunkelwerden ins Haus. Immer wieder wird die Beobachtung gemacht, daß in den Abendstunden Kinder ohne Begleitung Erwachsener auf den Straßen anzutreffen sind. Der Aufenthalt von Kindern aus den Straßen während der Dunkelheit birgt Gefahren vielfältiger Art in sich. Es wird den Eltern dringend geraten, dafür Sorge zu tragen, daß ihre Kinder vor Beginn der Dunkelheit im Hause sind. ** Zusammenstoß zweier Kraftfahrzeuge. Am gestrigen Mittwochmittag stießen an der Ecke Wilhelmstr aß e-Ebelstraße ein Reichsbahnomnibus und ein Lastkraftwagen, der Sand geladen hatte, heftia zusammen. Der Omnibus verlor durch die Wucht des Zusammenpralls die Vorderachse mit beiden Rädern, die auf den Bürgersteig bis an die Mauereinfriedigung eines Vorgartens geschleudert wurde, aber auch das Lastauto erlitt allerlei Beschädigungen. Der Sachschaden an beiden Fahrzeugen ist als erheblich anzusehen. Glücklicherweise kamen Personen nicht zu Schaden. Die Ermittlungen über die Schuld fra ge sind im Gange. ** Merkwürdiges Meisennest. Eine seltsame Wiege für seine Jungen hat sich im abgelaufenen Sommer ein Meisenpaar ausgesucht. In der Schlesischen Straße fand eines Tages die Haus» besitzerm in dem Briefkasten an der niedrigen Gar« tentüre einen Butzen dürres Gras und warf ihn heraus. Am andern Tag lag wieder dürres Gras mit Federn darin. Da merkte sie, daß ein Meisenpaar der Misietäter war. Sie kaufte einen Nistkasten und hing ihn nahe bei in einem Birnbusch auf. Aber das Meisenpaar war hartnäckig, und das Weibchen legte seine Eier in den Briefkasten. Das Flugloch in dem Nistkasten war ihm wohl zu groß und den Spatzen und Amseln gegenüber zu gefähr- lich. In den schmalen Briefkastenschlitz konnten diese nicht eindringen. Trotzdem nun täglich das Gartentürchen hin und her gewiegt wurde und der Brieftaften direkt an der Straßen seinen Schlitz hatte, wurden die Eier ausgebrütet, und die jungen Meisen wurden flügge. Natürlich war für den Briefträger ein anderer Briefkasten angebracht worden. । mit le | m- j; j>w! rtnirgt . lafur fc <• Atstm- st m Fi4 er M en : (Ernt! it . : hielten. Giehen-Klein-Linden. Dem Oberleutnant Paul König, Pfarrer unserer Gemeinde, der schon im Weltkrieg u. a. auch mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet worden war, wurde für Tapferkeit im Feldzug im Westen die Spange zum Eisernen Kreuz verliehen. Gießener Vochenmarklpreise. * Gießen, 28. Noo. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 130 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, auslän- dische Eier 12, Kartoffeln, kg 4, 5 kg 40, Wirsing, kg 7, Weißkraut 5, Rotkraut 8, gelbe Rüben 7, Spinat 15, Unterkohlrabi 5, Grünkohl 6, Rosenkohl 15 bis 18, Zwiebeln 12, Meerrettich 30, Schwarzwurzeln 15, Kürbis 7, Feldsalat C/io) 8, Aepfel, >2 kg 15 bis 35, Blumenkohl, das Stück 10 bis 40, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 3 bis 5, Sellerie 5 bis 30, Rettich 5 bis 20. * ** Von der Universität. Ernannt wurde zum Dozenten für das Fach Pathologie und pathologische Anatomie an der Universität Gießen der Dr. med. habil. Friedrich Boemke. ** Eine Unterbrechung der Stromlieferung wird am kommenden Sonntag, 1. De- zemver, für oie Zett von 9 bis 13 Uhr für eine Anzahl Straßenzüge der Innenstadt eintreten. Dringende Unterhallungsarb eiten sind der Anlaß zu dieser vorübergehenden Unterbrechung der Stromzu- Keine feuergefährlichen Gegenstände in Postsendungen. Obwohl schon mehrfach darauf hingewiesen wurde, daß es verboten ist, in Postsendungen und besonders in Feldpostpäckchen feuergefährliche Gegenstände zu versenden, werden immer wieder Strelchhölzer, gefüllte Benzinfeuerzeuge, Benzin und andere Itid)t entzündliche Sachen in Feldpostpackchen verschickt. Die Versender machen sich anscheinend keine Vorstellung davon, welch schwerwiegende Folgen ein solch leichtsinniges Verfahren haben kann. So ist vor kurzem bei einem Brand m einer Postdienststelle eine große Anzahl von Säcken mit mehreren Tausend Feldpostpäckchen trotz aller Bemühungen um ihre Rettung verbrannt. Nach dem Gutachten von Sachverständigen der Feuerschutzpolizei ist der Brand höchstwahrscheinlich auf die Entzündung feuergefährlicher Gegenstände zuruck- zusühren, die verbotswidrig in einem Päckchen enthalten waren. Durch den sorglosen Leichtsinn und die straffällige Unbedachtsamkeit eines einzelnen sind viele Soldaten und deren Angehörigen um die Freude gebracht worden, die der Empfang eines Päckchens bereitet, ganz abgesehen von den vernichteten Sachwerten. Die Deutsche Reichspost bittet daher nochmals dringend alle Absender von Postsendungen, besonders von Feldpostpäckchen, unter keinen Umständen Streichhölzer, Feuerzeug, Benzin und andere feuergefährliche Gegenstände in die Sendungen ZU verpacken. Gerade während des bevorstehenden Weiy- nachtsposwerkehrs, der ein starkes Anschwellen der Zahl der Postsendungen bringt, kann der Leichtsinn eines einzelnen zu unabsehbaren Folgen führen. Die Deutsche Reichspost muß in allen Fallen, in denen der verbotswidrige Versand feuergefährlicher Gegenstände in Postsendungen festgestellt wird, gegen die Schuldigen scharf einschreiten und sie der gerichtlichen Seftrafung Zufuhren. Außer dieser Bestrafung haben die Schuldigen auch den entstandenen Schaden zu ersetzen. Bornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Das Herz der Kö- nigin". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die luftigen Vagabunden". — Oberhessischer Kunst- verein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung W. Jmkamp im Foyer des Stadttheaters. Ortszell für den 2S. November. Sonnenaufgang 9.10 Uhr, Sonnenuntergang 17.16 Uhr. — Mondaufgang 8.49 Uhr, Monduntergang 17.44 Uhr. Kriegsgräberfürsorge bei dem Standortältesten. Außer bei den Wehrkreiskommandos sind auch bei allen Standortältesten Sachbearbeiter für Kriegsgräberfürsorge eingesetzt. Die Dienststelle des Grä- bersürsorgeossiziers beim Standortältesten Gießen, der für den Stadt- und Landkreis Giehen, nebst dem Landkreis Alsfeld zuständig ist, befindet sich in der Zeughauskaserne am Landgraf-Philipp-Platz. Zu persönlicher Rücksprache ist während der Dienst- siunden jederzeit Gelegenheit. Schriftliche Anfragen werden auf dem schnellsten Wege beantwortet ber dreiwöchigen Fahrt, die allen Teilnehmern im- vergänglich für ihr Leben in Erinnerung bleiben wiro. _ ,, . _ ... Di« Fahri, die unter Leitung des Hauptgefolg- schaftsfuhrers Walter B a m b a ch stand, war von der NS.-Gemeinfchaft ,Lraft durch Freude" veran- stattet worden, die auch die Betreuung ber jungen Fahrtgenossen durchführte. Mit dieser Veranstaltung war KdF. wieder erfolgreich bemüht, unseren Sol- baten ein Stück der deutschen Heimat inmitten ber Fremde darzubieten. Herrenwintermäntel nur gegen Bezugschein. Bezug auf Relchsklelderkarle vorläufig ausgesetzt. Durch eine Anordnung des Sonderbeauftragten für die Spinnstoffwirtschaft, die im Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger Nr. 278 vorn 26. 11. 1940 veröffentlicht wurde, ist die Möglichkeit, vom 1. Dezember an auf die Reichs- Melbertarte Herrenwintermäntel zu beziehen, vorläufig ausgesetzt worden. Diese Maßnahme wurde getroffen, weil die vorhandenen Herrenmäntel zunächst den Volksgenossen vorbehalten bleiben müf- sen, die wegen nachgewiesenen unabweisbaren Bedarfes einen Bezugschein erhalten. Den Bezug- schemberechtigten dürfen auch nicht Mäntel vorenthalten werden, weil andere Verbraucher sie sich zum Bezug auf die Männerkleiderkarte haben za- rücklegen lasten. Solches Zurückhalten ist unzulässig. Iugendleitertagungen in der HZ. Am Samstag und Sonntag fanden in FrieiAevg und Gießen Jugendlettertagunaen der fufybalnrei- benden Vereine beider Kreise statt. Die Leitung hatte der Dannfachwart für Fußball im Bann 116, K. Knaus, Gießen. Gebietsfachwart Dieterich von Mainz wies in beiden Tagungen in richtunggebenden Ausführungen auf die Bedeutung des Sportes für die Jugend hin und gab einen umfassenden Einblick in die gute Zusammenarbeit der HZ. mtt dem NSRL. Die anschließenden Aussprachen ergaben wertvolle Ergebniste für die weitere Arbeit Außerdem fand am Sonntag in Gießen eine Bannsachwarttagung unter Leitung des Gebietsfach- Wortes statt Es waren acht Bannfachwarte versammelt, die durch die Ausführungen des Gebretsfach- wartes neue Anregungen für die Winterarbett erreie Nahrung zu uns zu nehmen, ist auch die Ver- oraung des Körpers mtt reiner, frischer Luft ein gesundhettssaktor ersten Ranges. Ein großer Tett Am folgenden Tage konnte die Gebietsspielschar endlich ihr Werk beginnen. Schauplatz war ein Vorort von Brüssel, wo in einer Turnhalle der erste Heimatabend stieg. Das aufmerksame Publikum waren Soldaten, deren Alltagsleben durch die Laienspieler eine angenehme Unterbrechung erfuhr. Es war rechtes „Buntes Allerlei", das da geboten wurde. Die Spielschar hatte sich in einen gemischten Chor, ein Streichorchester und in eine echt hessische Bläserkapelle gegliedert, sogar ein kleines Spinett, das sie in Frankfurt a. 801. erhallen und in einem Kastenkofser mitgeführt hatte, bereicherte den Bestand an Instrumenten. Der erste Teil der Vor- tragsfolge war dem Streichorchester Vorbehalten. Dann konnte die Bläserkapelll ihre musikalische Kunst zeigen, dazu gab es schöne Volkstänze zu sehen. Soli auf einer Flöte und einer Klarinette, ferner Lieder eines ftimmbegabten Mädels machten die Vortragsfolge recht illustriert, und obendrein kam noch ein kleines Theaterstück zur Aufführung, das zwei Paare in der „Liebe übers Kreuz" zeigte. Daß bei den Liedern nicht nur von der Spielfchai kräftig gesungen wurde, sondern auch die Soldaten wacker mit einstimmten und so selbst zu Mit- wirkenden des Abends wurden, versteht sich von selbst. Die Bläserkapelle beschloß den Abend nach den herzlichen Abschiedsworten des Sprechers der Spielschar mtt dem flotten Spiel der allbekannten Soldatenweise ,Zn der Heimat, in der Heimat, da gibt’s ein Wiederseh'n". So vergingen die paar Stunden der heiteren Unterhaltung nur allzu schnell, aber alle Lieder, kleine Musikstücke, hessische Volkstänze, Chöre, Märsche und das Theaterstückchen, nicht zuletzt auch das gemeinsame Singen mit den Soldaten bereiteten allen, auch der Spielschar, ein so reiches Vergnügen, daß die damit ausgefüllten Stunden noch lange in guter Erinnerung bleiben werden. Dieser erste Einsatz-Abend bei Brüssel war für die Spielschar des Gebiets Hessen-Nassau ein voller Erfolg, wofür auch die Schlußworte des Kommandeurs der Truppe, der dieser Abend geboten würbe, Zeugnis ablegten. Uebrigens hatten die Gießener an diesem ersten Abend noch die besondere Freude, einen Landsmann aus Wieseck Don Brüssel ging die Fahrt weiter über Mecheln, Antwerpen, Gent, Kortrijk, Brügge und K n o k k e am Meer. Die Spielschar wurde auf die- er Strecke noch bei Antwerpen, Kortrisk und Knokt« eingesetzt. Ueberall erfreute sie die Soldaten mit den oielfättigen Darbietungen, die sie bei ihrem ersten Abend bei Brüssel unter lebhastem Beifall der dortigen Besucher geboten hatte. Turnhallen, Gemeindesäle oder Gasthaussäle und ein Kinosaal waren die Schauplätze der Aufführungen. In der Nähe von Kortreijk war es den Jungens und Mädels aus dem Gau Hessen-Nassau vergönnt, auch Verwundete in einem Lazarett mit musikalischen Dor- rügen und Dolkstanzdarbietungen zu erfreuen. Der Leiter dieses Lazarettes, ein Oberstabsarzt, brachte den Mädels und Jungens in herzlichen Worten die Freude und Dankbarkett der Verwundeten für die schöne Feierstunde zum Ausdruck. Darüber hinaus war er den jungen Gästen gern ein erfahrener Führer bei einem Besuch des deutschen Ehrensriedhofs von Langemarck — wo eine kurze Feierstunoe mit einer Ansprache des Oberstabsarztes veranstaltet rourbe —, ?)pern und des aus den Kämpfen des Sommers 1918 bekannten Kemmel-Berges, vor und um den der Oberstabsarzt damals selbst mttgekampft hatte. Auf dieser Fahrt unter der kundigen Führung eines Weltkriegs so lda ten konnten die jungen Besucher aus Hessen-Nassau starke Eindrücke von den schweren Kümpfen in der Zeit von 1914/18 auf flandrischem Boden mitnehmen. Auf ihrer Fahrt wurden die Mädels und Jungens überall von unseren Soldaten herzlich willkommen geheißen und zu den Unterhaltungsabenden mtt heimcttlicher Laiensvielkunft schon sehnsüchtig erwartet Die Soldaten hatten es sich angelegen fein lassen, die Säle für diese Heimatabende in schöner Wetse mit frischem Grün und, soweit vorhanden, mit Fahnen zu schmücken. Die Führer der Einheiten waren auch darauf bedacht gewesen, daß die Besucher allenthalben reichliche und gute Ver- pflegung erhielten, ferner schöne Quartiere oorfan» Den, so daß es ihnen an nichts fehlte. Die spielfreien Tage wurden eifrig zu Besichtigungen der Städte Flanderns und ihrer Schönheiten ausgenutzt, dabei u. a. das Wat erlo o - Museum bei Mecheln und von Kortrijk aus für einige Stunden auch die nordfran- zösi'che Stadt Lille besucht; die Schönhetten der Landschaft blieben natürlich auch nicht unbeachtet. Das schönste Erlebnis aber hatten die Jungens und Mädels an den Abenden, da sie mit ihren Darbietungen unsere Soldaten erfreuen durften. Ein Kamerad schäft sab end, der gemeinsam mit Soldaten ausgestaltet wurde, bildete schließlich den Abschluß zu treffen, der gerade vom Urlaub zurückgekehrt war. Im Brüsseler Sender konnte die Spielscbar in einer halbstündigen Sendung einige Ausschnitte ihrer Darbietungen übrigens auch „an den Mann bringen". Es Handelle sich dabei um musikalische Vorträge, zu denen eines der Mädel Erläuterungen in deutscher Sprache gab, die anschließend von einer Ansagerin in flämischer Sprache übersetzt wurden. Die Aufnahme erfolgte auf Wachs platten. Es war für die Angehörigen der Spielschar ein besonderes Ereignis, als sie am nächsten Tage unterwegs Gelegenheit hatten, ihre Darbietungen in einer Sendung des Brüsseler Senders hören zu können. lbendstunden werden dann zur „Erholung" Cafss, tinos, Theater ausgesucht, wo die Lustverhältmsse tod) schlimmer sind. Zwischendurch häll man sich in rer schlechten Luft der Sttaßenbohnen, Eisenbahnabteile und Stadtstraßen aus. Geht es in den Sommermonaten noch an, wo ebermann Gelegenheit hat, täglich einige Stunden m Freien, im »ab, auf bem Sportplatz ober auf inem Spaziergang zubringen zu können, so muß n ber kalten und unfreundlichen Jahreszett unbe- ,ingt bie Forderung nach frischer Luft erhoben werden. Mehrmals am Tage, vor Beginn ber Ar° »eit, in Arbeitspausen, muß ausgiebig gelüftet werten. Viel gefünber ist eine kühle Temperatur, die von abgehärteten Menschen ohne Schaden vertragen wird, als die trockene Hitze, bie in unvernünf- jg geheizten und niemals gelüfteten Räumen »errscht. Neben dieser „FrischluftversorHung" während ber Arbeitszeit, die überall durchführbar ist, gilt es äglich zum Ausgleich ein aewisses Quantum friscbe Luft zu genießen. Der Betriebssport und ber tägliche Spaziergang genügen durchaus nicht für bie rich- ige, gründliche Durchlüftung. Wir müssen die Lungen schon ausgiebig burchlüsten. Das kann geschehen durch eine willkürliche kurze Atmungsgymnastik mit betonter Dollatmung ober noch besser durch kleine portliche Anstrengung. Wenn man nicht ins Freie ann, macht man als Notbehelf einige flotte gymnastische Hebungen ober Hüpfübungen vor dem geöffneten Fenster, das hat die gleiche Wirkung. Be- anders wertvoll ist diese „Frischluftaktion" nach liegen- oder Schneefall, wenn bie Luft kristallklar unb reinaewaschen ift Dann wirkt sie wie Balsam -ür bie Lungen. Frische Luft braucht der Körper aber nicht nur von innen, fonbern auch von außen. Dazu dient ein täglich kurzes Luftbad, das durch sportliche Bewegung, burch Gymnastik gewürzt, bei jeher Temperatur genommen werden kann. Zum Schluß noch eine besonders beherzigenswerte Gesunbheitsmaßnahme. Jedesmal, wenn du ms einem Raum mit schlechter Luft hinaus ins Freie trittst, sei es von der Arbeitsstätte, aus dem Kino oder Theater, führe zunächst eine tiefe Ausatmung aus, um womöglich viel dieser schlechten Luft aus den Lungen herauszubekommen, und füge einige tiefe Vollatemzüge an, die die Lungen ganz mit einem frischen, reinigenden Luftstrom versorgen. Ebenso wie man nach jeder schmutzigen Arbeit sich die Hände wäscht, soll man auf diese Weise auch die verschmutzten Lungen reinigen. Von -er Tierseuchenforschung in Gießen. Erster Sprechabend der Wissenschaftlichen Akademie. Die am 3. November 1940 gegründete wissen« jcha ftli che Akademie des NSD. Dozentenbundes der UniversitätGießen trat am Dienstagabend im Hörsaal des Deterinärhygie- nifchen und Tierseuchen-Jnstitutes zu ihrem ersten Sprechabend zusammen. Der Rektor der Ludwigs-Universität Professor Dr. Kranz konnte in seiner Eröffnungsansprache eine sehr zahlreiche Hörerschaft, darunter alle Deterinär- osftziere einer Division, begrüßen. Dann hielt Stabsveterinär Prof. Dr. Karl Letter, Direktor des veterinärhygienifchen und Tierfeuchen- Jnstitutes, einen Dortrag über „Tierseuchenforschung — aufgezeigt a m ansteckendenKatarrh der Luftwege beim Pferde". Prof. Beller erläuterte zunächst Sinn und Zweck der wissen-- schaftlichen Akademie. Die Zeit der Universalisten ist vorüber. An ihre Stelle ist in den letzten Jahrzehnten in immer rascherer Folge ein Spezialistentum getreten, das mehr und mehr die Querverbindung zu den anderen wissenschaftlichen Disziplinen verlor. Die Aufgabe der neuen Akademie ist es, die Vertreter der einzelnen Fachgebiete wieder zusammenzuführen, ihnen bei den Sprechabenden Einblick in die verschiedenen Forschungsgebiete zu geben und ihnen auf diese Weise Anregungen sowohl für die eigene Mitarbeit als auch für eine künftige Gemein- sckaftsforschung zu bringen. Mehr noch als die Grundlagenforschung ist es die Umweltforschung, die nach der zielstrebigen-Zusammenarbeit der verschiedensten Fachgebiete verlangt. Welche Fülle gemeinsamer Aufgaben ihrer Lösung harrt, das hat die anläßlich der Gründung der Akademie veranstaltete Ausstellung des Dozentenbundes ganz besonders heraus- gestellt; man denke dabei nur zum Beispiel an das Dorf und die vielen Anknüpfungspunkte, die sich hieraus für die verschiedensten Forschungsrichtungen ergeben. Auch in der vom Dortragenden an der hiesigen Universität vertretenen Tierseuchenforschung tut eine solche Zusammenarbeit not. Das Vorkommen und die Verbreitung der an st ecken- denBlutarmutderPferdez. B. interessiert auch den Geographen, den Geologen, Hydrologen und Zoologen. Andere Tierseuchen, wie die Gehirn- und Rückenmarkentzündungen, eignen sich als Modell für die Klärung verwandter menschlicher Erkrankungen. Wieder andere spielen in das Wirtschafts- und Kulturleben herein (Milzbrand, Maul- und Klauenseuche), oder haben besondere Beziehungen zum Kriegsgeschehen (Malleus, Räude). Am Beispiel oes an st eckenden Katarrhs der Luftwege beim Pferd entwickelte der Vortragende dann die Methoden der Tierseuchenforschung. In Untersuchungen, die er zusammen mit Veterinär Dozent Dr. Traub teils in seinem militärischen Arbeitsbereich, teils im Institut durchführte, konnte der Nachweis erbracht werden, daß die durch die krieasbedingte Massierung und Durch- nnschung großer Pferdebestände begünstigte Krankheit in erster Linie durch ein unsichtbares, filtrierbares Virus verursacht wird. Der von dem Virus allein bedingte, verhältnismäßig milde Krankheitsverlauf kann durch das Hinzutreten anderer Krankheitserreger (hämolytischer - blutlösender Streptokokken) eine sehr bedenkliche Verschlimmerung erfahren. Die Entstehung der oft gleichzeitig auftretenden Druse geht wahrscheinlich auf eine gemeinsame Dirusgrundlaae zurück. Das einmalige Ueber- ftehen der Viruserkrankung verzögerte zwar einen folgenden Krankheitsausbruch, hatte aber feinen vollständigen Schutz (Immunität) zur Folge; insbesondere vermöchte eine im Verlauf der Erkrankung auftretenbe Virusimmunität den Ausgang einer nachfolgenden Streptokokkenerkrankung nicht zu beeinflussen. Die am Endziel jeder Seuchenforschung stehende Bekämpfung muß sich bei dem ansteckenden Katarrh der Luftwege, abgesehen von der allgemeinen Vorbeuge, namentlich gegen die komplizierende sekundäre Streptokokkeninfektion richten. Es ist zu hoffen, daß ein vom Vortragenden im Verlause seiner Forschungen entwickelter Schutz- und Heil-Impfstoff bei rechtzeitiger Anwendung die Erkrankung vermeiden oder wenigstens die schlimmen Auswirkungen der Sekundärerkrankung mit Streptokokken verhindern läßt. Die allgemeine Vorbeuge der außerordentlich ansteckenden Erkrankung erfordert aber noch die weitere Erforschung einer Reihe von Umweltsfaktoren, die beim Zustandekommen des ansteckenden Katarrhs und seiner Weiterverbreitung maßgeblich beteiligt sind. Jahreszeitliche, klimatische und Fütterungs- einflüfse scheinen das Auftreten der Erkrankung nicht zu bedingen, wie inzwischen auch die Untersuchung des Vitamin-C-Stoffwechsels (Beller und Renfert) ergeben hat. Im übrigen werden die Forschungsarbeiten über den ansteckenden Katarrh planmäßig weitergeführt. Abschließend wies der Vortragende nochmals auf die Notwendigfeit und die mannigfachen Möglichkeiten der Zusammenarbeit der verschiedenen, nicht nur auf die Veterinärmedizin beschränkten Fachgebiete hin. Voraussetzung dafür aber sei es, so führte er aus, die Arbeitsmethoden und Arbeitsziele der einzelnen Forschungsgebiete kennenzulernen. Der Rektor der Ludwigs-Universität, Professor Dr. Kranz, dankte Professor Beller für seinen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag und beglückwünschte ihn zu seinen Forschungsergebnissen. Eine lebhafte wissenschaftliche Aussprache vertiefte den Eindruck des erfolgreichen ersten Sprech- abends der Gießener Dozentenakademie noch weiterhin. Aus der engeren Heimat. Von einem Lastwagen tödlich überfahren Friedberg, 27. Nov. Eine 42jährige Fraü aus Ockstadt, die mit einem Fahrrad die Homburger Straße in Richtung Bad-Nauheim passierte, tarn in dem Augenblick, als ein La st wagen vorüder- fuhr, zu Fall. Die Frau stürzte so unglücklich, daß ein Arm vom Hinterrad des Lastwagens gefaßt und der Kopf gestreift wurde. Der Tod trat auf der Stelle ein. Nach den bisherigen Feststellungen fuhr der Lastwagen vorschriftsmäßig auf der rechten Straßenseite. Kreis Alsfeld. —.— Homberg, 28. Nov. Der Dahnbeamte i. R. Georg Erbe, Hierselbst, kann am morgigen Freitag, 29. November, im Kreise seiner Familie in körperlicher und geistiger Frische sein 8 3. Lebensjahr vollenden. Der Jubilar ist der älteste Einwohner unserer Stadt und zugleich das älteste Mitglied, auch Ehrenmitglied, des hiesigen Wandervereins. Dem alten Herrn gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche. — Die NSG. „Äraft durch Freude" veranstaltete am Sonntgg einen Film- abend, der neben dem Hauptfilm „Blaufuchs" die neueste Wochenschau und ein gutes Beiprogramm brachte. Die Darbietungen fanden reichen Beifall. Kreis Wehlar. * Frankenbach, 28.Nov. Dem Feldwebel Adolf Geller von hier, Sohn des weit über unser Dorf hinaus bekannten Landwirts Karl Geller und Enkel des früheren Kreistagsabaeordneten Karl Geller I., wurde für besondere Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Gleichzeitig wurde er zum Oberfeldwebel befördert. Bücherfisch. — „Zöpfle bei den Sommerelter n.^ Eine Jungmädchenerzählung von Rotraut Hin- derks-Kutscher. 88 Seiten, mit 21 Texfzeich- nungen und buntem Umschlagbild. Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. Leinen 2,80 RM. — (205) — Zöpfle wächst als die Tochter armer Häuslerleute tief im Bayrischen Wald auf. Durch die NSV. kommt sie auf einen Gut'shos nach Ostpreußen. Da gibt's natürlich viel Neues und Wunderbares, Komisches und Trauriges zu erleben. Und wenn die bayrischen und die ostpreußischen Dickköpfe auch mal Zusammenstößen — in den Gutsleuten findet Zöpfle seine „Sommereltern". Freilich, der Sommer geht vorbei, daheim die Armut und Not bleibt. Ist auch die Sehnsucht nach den Sommereltern noch so groß — daheim bleibt daheim. Wie aber doch am Ende alle glücklich werden, das ist in diesem Buch zu lesen. Frisch und natürlich ist alles erzählt, die Verfasserin selbst hat die vielen hübschen Bilder dazu geschaffen. Man merkt es dieser Erzählung an, sie ist nicht erfunden, sondern wirklich erlebt. — Kleinkinderpflege. Entwicklung, Kör« perpflege und Erziehung des Kindes im zweiten bis siebenten Lebensjahr. Von Professor Dr. I. T r u m p p. Mit 39 Abbildungen und 2 Tabellen. Ganzleinen 4,80 RM. Union Verlagsgesellschaft Ber« lin Roth & Co., Berlin SW. 68. — (211) —. Die. fes mit einem sorgfältigen Sachregister versehene Buch, das aus warmem Herzen für Mutter und Kind geschrieben ist, enthält alles Wissenswerte über die körperliche Entwicklung, Körperpflege und Körperkräftigung des Kindes vom zweiten bis siebenten Lebensjahr, sowie über die häufigsten Krankheiten dieses Alters und deren Verhütung nebst Angabe der gebräuchlichsten Pflegemaßnah. men. In einem Schlußkapitel finden sich beherzt, genswerte Worte über Erziehung. Eislauf-Ehepaar Baier zu Hause. G MM UM Im r" < MHfeu: z.x - D DM Maxi Herber und Ernst Baier, das Welt« meisterpaar im Eiskunstlauf, in ihrem Heim in Berlin. Gemeinsam überlegt das Ehepaar die Zu- sammenstellung der musikalischen Begleitung für ihre Tänze auf dem Eis. — (Scherl-Bilderdienst-M.) 550 km — 400 km Else Ries, geb. Böcker. --500 km Los 10, Stadtwald, Abt. Fernewald, --300 km Gießen (Am großen Morgen 2), den 25. November 1940. = 300 fm 03982 Herzlichen Dank allen, die unserem teuren Entschlafenen Rektor i.R. Otto Daab I. V.: Nicolaus. 5310C Mit unserer lobend ins Märchenland Lollar, Oelsnitz (Erzgeb.), im November 1940. 5307 D I zu verkaufen: ^BdM.Kletter- 3B westen GIGSSE N AM 0SWALDSGWEN f EUNL2U5/46 5309A 5316 D 2 gut erhaltene i/iaXP Akkordion IXIdVIvI v <12 Bässe) flut nrkrtltoH n« Mnr. flut erhalten, zu ver- 5308A Förster Balser 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. Red.- Förster Becker Rev.- Förster Bechtold Rev.- Förster Brück Marktplatz von Nr. 5 bis 10, Maigasse. -- 300 km -- 100 fm --200 km ----- 50 fm =100fm Fahrrad- Anhänger z. kaufen gesucht. 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Besonders herzlich danke ich der NSDAP. der Wehrmacht sowie dem Unteroftizietkorps der ehemaligen 116er, der Fach untergruppe der Kantinenpächter von Wehrmacht, Polizei und Reichsarbeitsdienst, ebenso den Kollegen aus Gießen, Wetzlar, Marburg und Butzbach. den neuen Christbaumständer. Aber es muß .Immergrün", der praktische Glas- Christbaumständer sein. .Immergrün’ ist wirklich der Christ bäum Stand er. wie er sein soll. Er ist vollkommen aus Glas und hat keinerlei Eisenbestandteile. Ein Festschrauben des Baumes ist nicht mehr notwendig, denn .Immergrün" garantiert für einfachste Montage bei festem und sicherem Stand des Baumes. Dabei bleibt der Baum, infolge der Wasserfüllung, wochenlang frisch und das lästige Nadeln fällt weg. Aber nicht nur der Christbaum, auch der Maienbaum hat hier seinen Platz gefunden, und im Sommer ist dieser Christbaumständer die schönste Vase, die man sich denken kann, für große Blumen und gereicht Ihrer Wohnung zur Zieide. 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Anz. erb. Klein Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Daram: Kleinanzeigen in die Hei- matzeitung, den SieleierAueige: Bekanntmachung. Befr.: Unterbrechung der Stromlieferung. Zwecks Vornahme dringender Unterhaltungsarbei- fen wird am Sonntag, dem 1. Dezember 1940, während der Zeit von 9 bis etwa 13 Uhr die Stromlieferung in folgenden,Straßenzügen unterbrochen: zu verkauf, oaose <2. Ebert. Klaviermacher, Bleichstraße 17 Für die überaus zahlreichen Blumen- und Kranzspenden und die herzliche Anteilnahme bei dem Ableben meines lieben, unvergeßlichen Mannes Herrn Franz Ries Wehr macht-Kant inen pächter Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen. Am Dienstag, dem 26. November, verschied nach kurzer, schwerer Krankheit unser liebes Kind, unsere Schwester, Gote, Nichte und Enkelin Gretel Ruckeishausen. Bekanntmachung. Im Wege des schriftlichen Angebots soll das Rücken des Stammholzes in den städtischen Waldungen öffentlich vergeben werden und zwar: Los 1, Stadtwald, Abt. 60a, 61a, 62a, 69,70,103a, 104,105b = 200 fm Los 12,Stadtw., Abt. Hangelstein —1100 fm | Los 13,Stadtw., Abt. Autobahn — 100 fm ( taufen. 03992 Baum, Landgr.-Phil.- Platz 9. Nchneewiflcheu Tini die siebenAweye Dazu: ,J)ie Zauberkiste** Kinder 80, 50, 70. Erwachsene -.50 —.70, L- Slchern Sie sich Kartei im Vorverkauf! Lichtspielhaus 5317 A Honte Donnerstag, 28. November Uhr Freitag, 29. November Samstag, 30. November naenm. zeigen wir Euch den neuen Märchentonfilm f.14-16J.fastneu für 10-13 I. getr. flut erhalten, 1 Paar schw. gut erhaltene Halbschube, Gr. 38, 1 Pbotoavvarat „Ebobox", Kinderschaukelstühlchen, 2 gr. gelbseidene Lampenschirme mitundohneZug gut erhaltener Kindersvort- wagen weißer, guterh., nicht mehr gan- moderner Kinderwagen sehr billig. 03985 Wo? sagt dieGe- schäftsst. d. G. 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