Montag,28. ©«ober 1940 190. Zahrgang Ur. 255 UUICH vy L Lil LVX. , VVLVVIJk VV IVfc "VJ ' • • z<---. - ' . gen zwischen 1870 und 1918 derartig eingebürgert Elsaß, für Lothringen und für Luxemburg Deutet hatten, daß die heutige Geschlechterfolge gar nicht sich schon der Wille an, landschaftliche und geschicht- e - Die Vegegnung des Führers mit dem Caudillo Unser Bild aeiat- Der Führer und der spanische Staatschef beim Abschreiten der Front des auf dem Bahnhof angetretenen Ehrenbataillons der Wehrmacht. Im Hintergrund Generalfe^marfchall Kettel, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht. — (Prefse-Hoffmann-M.) Ihr Adolf Hitler. fügung. Berlin von heute, Die totaor oer 1konnte am 27.Oktober durch unsere Aufklärer tm- h.ute fallen und Raum schaffen, die Lnaoi, oe Von einem ll-Voot versenkt. Berlin. 28.0kl. (DVD. Funkfprnch.) Die „6m- prcß of Britain-, die am 26. Oktober durch ein deutsches Aufklärungsflugzeug mit Bomben schweren Kalibers belegt vnd dadurch in Brand gesetzt wurde, Namen in so unendlich vielen Gesprächen alter Soldaten immer wieder fällt, die Garnison des XVI. Armeekorps des alten großen Soldaten Graf Häseler, und wächst in die neue Zukunft. Sein Bekenntnis ist das Bekenntnis des Blutes feiner Menschen. Und dieses Blut ist deutsch! Alchtmehr: „Elsaß-LoMmaen!" mehr weiß, welche Problematik mit ihnen verbunden gewesen ist. Wir lassen Vas Politische zunächst beiseite: Elsaß und Lochringen sind zwei ganz verschiedene Land- Stadtbild eine rein deutsche Stadt heutigen Tages wurde etwa 10 0 Kilometer westlich von Irland das 42 000 SRI große britische Transportschiff „Empreßof Britain" durch einen Bombentreffer in Brand gesetzt und so schwer beschädigt, daß die Besatzung in die Boote gehen mußte. Mil dem Verlust des Schiffes ist zu rechnen. Das Schiff ist das zehnt- größte der Welt. Zugleich hat der Führer das nachstehende Schreiben an den Reichsmarschall gerichtet: Zur Zeit Berchtesgaden, den 18. Oktober 1940. Mein lieber Reichsmarschall! vor 4 Jahren übertrug ich Ihnen die Durchführung des Planes, den ich auf dem Parteitag der Ehre verkündet habe. Nachdem Sie diesem Auftrag die Ihnen eigene Tatkraft gewidmet und ihn zu großem Erfolg geführt haben, ist es jetzt Ihre Aufgabe als Beauftragter für den zweiten vierjahres- plan, das begonnene Werk weiter fortzuführen und es besonders den Forderungen des Krieges anzupassen. Alle die Ihnen seinerzeit gegebenen Vollmachten stehen Ihnen dafür auch weiterhin zur Ver- Der Führer und der Duce heute in Florenz. Besprechungen in Gegenwart der beiden Außenminister. Florenz. 28. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der Führer und der Duce haben heule in Florenz eine Zusammenkunft. An den Besprechungen werden der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, und der italienische Außenminister, Graf Eiano, teilnehmen. Der Führer ist in Begleitung des Reichsauhenminislers v. Ribbentrop heute vormittag in Florenz eingelroffen. Der Duce, der von Graf Eiano begleitet war, begrüßte den Führer auf dem Bahnhof von Florenz und hieß ihn auf das herzlichste willkommen. Berlin, 26.Ott (DNB.) Auf dem Reichsparteitag der Ehre im Iahre 1936 verkündete der Führer den Vierjahresplan, dessen Durchführung er mit der Verordnung vom 18. Oktober 1936 dem Ministerpräsidenten Generaloberst Göring übertrug. Nachdem jetzt die seinerzeit gesetzte Frist abgelaufen ist, hat der Führer durch Erlaß vom 18. Oktober 1940 Reichsmarschall Göring mit der Fortführung des vierjahresplanes für die Dauer von weHeren vier Jahren beauftragt mit der besonderen Weisung, den Plan den Forderungen des Krieges anzupasfen. Die ihm durch die Verordnung vom 18. Oktober 1936 gegebenen Vollmachten hat der Führer dem Reichs- marfchall weiterhin zur Verfügung gestellt. liche Zusammenhänge klar herauszustellen, also auf den räumlichen und zeitlichen Gegebenheiten aufzu- bauen. Or. Ho. der Engländer, das brennende Schiffe in den nächsten Hafen einzuschleppen, mißlangen. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen den deutschen Luft- und Seestreitkräften gelang es einem 11 - B oot in den frühen Morgenstunden des 28.Oktober die„Empreß of Britain" durch zwei Torpedofchüffe endgültig zu vernichten. England hat Damit den zehntgrößten Dampfer der Welthandelstonnage, den zweitgrößten der britischen Handelsflotte verloren. Der Verlust trifft die britische Kriegführung um so empfindlicher, als die britische Schifffahrt schon seit geraumer Zeit unter sehr starken Transportfchwierigkeiten leidet. Fortführung des Bierjahresplans 7!euer Auftrag des Führers an Reichsmarschall Göring. tUmabme von Anzeiger* für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr des Vormittags Anzeigeu-Preile: Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25'/«, mehr Lm deutschen Metz. Das neue Gesicht der alten Soldatenstadt. - Umfassende neue Dauplanung. Bon dem nach Lothringen entsandten NSK.-Sonderberichterstatter. „Gnpreß of Vritam" durch zwei Torpedoschüsse endgültig vernichtet. Lnge Zusammenarbeit zwischen den deutschen Lust- und Seestreitkrästen. Politik war die Verewigung des Hasses, seine Ga- rantiettersprechen waren Betrug. Sein Gerede von Der Erhaltung des Friedens Heuchelei. Nie hat ein Volk gewissenloser einen Krieg erklärt, als England diesen, nie leichtfertiger einen so folgenschweren Streit vom Zaune gebrochen, nie schamloser Die Völker eines ganzen Erdteils seiner Machtgier geopfert. Daß sich diesmal das Gewitter über dem Haupt des Verbrechers selbst entlädt, ist dem Walten einer höheren Gerechtigkeit zuzuschreiben, ändert aber nichts an der Ruchlosigkeit, mit der Enngland diesen Krieg entfesselt hat. Das englische Volk, das jetzt unter der Wucht Der deutschen Schläge zittert und aus den Kellern Londons heraus seine Verwünschungen in die Welt schleudert, muß sich heute freilich sagen: Warum? Wofür dieses Leben? Für nichts! Nichts, aber auch gar nichts, gab ihm einen Grund, Deutschland diesen Krieg zu erklären. Wie oft und eindringlich hat nicht der Führer an die Vernunft des englischen Volkes appelliert und ihm die Hand geboten. Immer wieder haben wir England Brücken gebaut, immer wieder Wege der Verständigung geebnet. Noch niemals in der Geschichte ist ein Volk vor seinem Unglück so laut und vernehmlich gewarnt, noch niemals vor seinem Schritt in den Abgrund so wohlmeinend zurückgehalten worden, bis es sich und andere in einem Anfall von geradezu selbstmörderischem Wahn in diesen Krieg hineinstürzte. Noch niemals ist deshalb auch die Schuld am Kriege so außer jeder Frage gestanden, niemals so wenig Mitleid mit dem Schuldigen am Platze gewesen wie hier. Sie haben es in ihrer Frevelhaftigkeit so gewollt und deshalb haben sie es nicht anders verdient. Bedenkenlos hat England die Volkes,_ die ihm vertrauten, dem Zusammenbruch ausgeliefert. Aber vielleicht bedurfte es erst dieser ihrer eigenen Kata. strophe, um ihnen die Augen zu öffnen über Englands wahres Gesicht. Nun ist Englands Frevel an den Völkern des Kontinents zum Dynamit geworden, das die eure- näische Revolution ausgelöst hat. John Bulls System der „Ordnung Europas", die „Balance of power”, die den Kampf aller gegen alle, den Krieg im Frieden zum Dauerzustand des Kontinents werden ließ, um ihn nach Bedarf zum blutigen Inferno zu entfachen, mußte erst durch die Macht des Schwertes zum Einsturz gebracht werden, um den Aufbau einer neuen gerechten Ordnung unter den Völkern Europas zu ermöglichen. Die Maske der Demokratie in Europa ist gefallen. Der Nebel der Phrase ist zerrissen, und das Licht einer neuen Zeit erhebt sich mit den jungen Völkern über der Altert Welt. Aus Vorkämpfern und Mitläufern einer finsteren Vergangenheit werden Verbündete einer aufsteigenden Zukunft. Noch geht um diese Zukunft der Kamvf, aber die Kräfte, die an sie glauben, beginnen sich tu sammeln. Das Urteil der Geschichte ist gesprochen. Der Wolf im Schafspelz ist erkannt, und die ’ Front der Anständigen unter den Völkern wendet i sich gegen den Verbrecher. Jede echte Revolution erhält ihre Weihe im , Kampf und findet ihr Ziel in Der Ordnung. In ’ jener wahrhaften Ordnung, Die nicht den Keim zu ' neuen Kriegen in sich birgt, sondern das Tor des . menfchlichen Fortschritts weit aufstößt, weil es den ! Völkern den Weg ruhiger Entwicklung verbürgt. Crfcbemt täglich, außer Sonntags und sFetenag- veilaaerr: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat rmNild DieScbolle Monats-Bezug svreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte • 1.80 Zustellgebühr. „ -.25 mich bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Sernsvrechanscklnß 2251 Dral)tanscvrist:„Anzeiger" Postscheck 11686 ttrankf. M Sie europäische Äevoluiion. Bon Micftsprefieches Or. Dietrich. Der Wille zur Ordnung, das (Streben zu höherer, fortschreitender Entwicklung ist das moralische Gesetz, Der „höhere Befehl" im Leben Der Völker. Den Nationen, die ihm gehorchen, winkt die Gunst des Schicksals. An denen, die ihn mißachten, vollzieht sich in Der Zeit Der EntscheiDung unerbittlich Der Richterspruch der Geschichte. Diese Erkenntnis — so alt wie das Leben der Völker selbst — tritt heute wieDer in den Brenn- punkt des europäischen Geschehens. England ist das destruktive Element im Leben Der europäischen Nationen. Sein verkalktes aesellschaftliches Gebilde ist der Staudamm jeder gesunden Entwicklung. Seine politischen Prinzipien sind der Hemmschuh für die natürliche Ordnung der Völker. Seine Politik ist Verbrechen am Fortschritt Der Menschheit. EnglanDs Beiträge zur Ordnung Europas find Maske und Phrase. Seine Politik des Gleichgewichts auf Dem Kontinent war nichts anderes als Der permanente Aufreiz zur Selbstzerfleischung der F e st ha n d - mächte. Die wahre „Moral" seiner Völkerbunds- Der Spätherbst läßt das letzte Laub der mächtigen Kastanienbäume Der Mosel-Anlagen rostrot leuchten; Die Frühnebel wallen über Den Wassern des Flusses; Der Dom ragt hochauf, eine trutzige wehrhafte Silhouette, — wenn man sich die schlanken Lanzenschäfte Der Türme hinzudenkt, etwa der Der Marienkirche in Danzig vergleichbar. Man findet ein Stück Bamberg an der weitgeschweiften Ba- lustrage unterhalb des hohen gotischen Bauwerkes. Man glaubt bet Der Weideninsel im Fluß ein Stück Passau vor Augen zu haben. Der Gerbergraben, Den die Seille bilDete, war einstmals mit seinen hohen Fachwerkspetchern ein hanseatischer Klang in Der Moselstadt. Das Gesicht dieser alten Stadt im Westen ist so deutsch wie das einer Stadt mitten im fränkischen Herzen des Reiches! „Es genügt, Den Firnis abzukratzen und die Fenster' weit zu offnen", so sagte ein Metzer Bürger Gauletter Bürckel bei seinem Einzug in Metz im historischen Rathaussaal — „schon steht Das Deutsche Volkstum unversehrt wieder da!" „Metz ist bis auf Den heutigen Tag in seinem geschaffen werden. t Heute hat Metz ein neues Gesicht. Die Straßen tragen deutsche Namen, wie die Beschilderung und Reklame Der Geschäfte deutsch ist; Die Spitzhacke ist schon an Der Arbeit. Die „Entkernung der Schönheiten Der Metzer Altstadt nannte der Stadt- kommissar als eine der vornehmsten Aufgaben. Mittelalterliche Plätze, Höfe, Gebäude werden von störenden Zubauten befreit, bauliche Irrtümer rote» her autgemacht, Grünanlagen und Kindersptelplatze geschaffen. Die Zahl Der erforderlichen Wohnungen beziffert der Stadtkommissar mit mehreren Tau- send. Der Spitzhacke verfallen, so sagte er nur feien mindestens 600 Häuser, Dann erst werde Metz rote- der ein Kleinod Deutschlands fern. Schon jetzt ist mtt der Planung ftabtebau« licher Entwicklungsmogltchkeiten begonnen. Der Stadtkommissar entwickelte auf Kar- ten und Plänen Den neuen Bebauungsplan von Metz, wie chn nur einige wesentliche Merkmale hier kennzeichnen sollen: Eine Autobahnzubringerstraße wirb als Bindeglied zu den Straßen des Führers — Saarbrücken—Metz - französische Grenze und Luxemburg—Metz—Straßburg — am östlichen Moselufer enttangfuhrend, das Rückgrat der ganzen Stadtplanung bilden. Diese Straße rourb zugleich den Ring um Die Altstadt vollenden. Durch neue Großbauten, die ihre Krönung durch eme Festhalle finden könnten, würde etn Gegenpol zu Dom und Mtadt geschaffen. Beide überragenden Bauwerke werdet zwei große, völlig voneinander verschiedene werden. In Verbindung mit den Attst°dt,<-n,-rung^ arbeiten sollen Aurgrabungen zu Er korschunq der deutschen Geschi ch r e vor und es ist besonders erfreulich, daß d«' ^voire rima den Vorhaben und Forderungen größtes Der- Überwächst zur Liebe zum S^en Daterland Es ist immer wieder festzustellen , tagre o« Äreisleiter „rote die Menschen aus sich beraus- Sn feit die .Deutsche Volksgemeinschaft" ge- wurde wie stolz sie sind, nicht mehr Der- ESs e-ä-m pä b l i e be n, sowohl in seinem Altstadtkern aus dem Mittelalter, wie in seinen neueren Anlagen und Bauten, die sich allein auf die deutsche Zett nach 1871 beschränken", sagte mir Der Stadtkommissar von Metz, Kreisleiter I m b t, Dem es vergönnt war, Die fremde Uebertünchung vom deutschen Geist dieser Stadt zu entfernen und Damit einen sinnwidrigen Spuk zu bannen. Heute, nach knapv vier Monaten, ist diese Arbeit abgeschlossen, die Ausrichtung und eine große Planung vollzogen. Der kommunalpolitische Beauftragte Des Gauleiters konnte Die Stadt seinem Nachfolger übergeben. Deutsche Ordnung und nationalsozialistisches Verantwortungsberoußtsein sind in Metz eingezogen. In die Räume Der Präfektur am Ufer der Mosel, in Denen Gauleiter Bürckel mit seinen Mitarbeitern in vitaler Kraft Den Aufbau Lothringens lenkt, schaut durch die herbstlichen Nebel Die wehrhafte Silhouette, die ich vorhin Derjenigen von Danzig verglich. Don Danzig bis Metz — Die völkerbewegende Kraft unseres Führers eint alles, was tm tiefsten Winkel des Herzens sich noch Der Deutschen Mutter bewußt ist. „Was ich mit meinen Mitarbeitern beim Beginn meiner Tätigkeit antraf", sagte Oberbürgermeister Imbt, „war erschütternd. Der Berwaltungskörper war unplanmäßig und zusammenhanglos aufgebaut, Organisation und Besetzung waren schlecht und mangelhaft. Zug um Zug erfolgte Der innere Aufbau. Bewährte Kräfte wurden herangezogen und etn schlagkräftiger Apparat geschaff f en, der auch im Hinblick auf die weiteren hmzukom- menDen Aufgaben wirksam eingesetzt werden konnte. Zuerst mußte die Versorgung der Bevölkerung mtt allen lebensnotwendigen Bedarfsgütern sichergestellt werden, ein Ernährungs- und Wirtschaftsamt muhte schäften und von ganz verschiedenen Menschen bewohnt. Die Elsässer sind Schwaben (Alemannen) und wohnen zwischen Wasgenwald und Rhein; Die Lothringer sind Moselfranken, und Die lothringische Landschaft ist ganz und gar beherrscht durch die Mosel, Die zwar Nebenfluß Des Rheins ist, aber eine eigene formende Kraft hat. Im Elsaß überwiegt die Ebene, in Lothringen das Gebirge oder wenigstens die Höhenlandschast. Als die drei französischen Nordostdepartements 1870 an Deutschland fielen, faßte man sie unter Den Sammelnamen „Elsaß-Lothringen" und „Reichsland" zusammen. Allein hinter Dieser Bezeichnung verbarg sich eine Verlegenheit. Bei Der eigentümlichen staatsrechtlichen Konstruktion Des (monarchischen) Bundesstaats, wie er 1871 entstand, war es nämlich umstritten, was eigentlich aus Den drei nordostfran- zösischen Departements werDe: Sollten sie zu Preußen kommen? Sollten sie zu BaDen geschlagen roer- Den? Sollten sie eine neue monarchische Spitze erhalten? ODer sollten sie schließlich als Gemeinbesitz aller anDeren Deutschen Bundesstaaten verwaltet werden? Eine klare Lösung ist niemals erzielt worden. Und diese Unklarheit hat wesenllich dazu bei- | getragen, daß die Deutsche Politik gegenüber dem Elsaß und Lochringen ein Schmerzenskind blieb. In der Auswahl der Reichskommissare für das Schon unmittelbar nach der Wiederbesetzung des ehemaligen „Elsaß-Lothringen" wurde diese Bezeichnung ebenso wie das andere Wort „Reichsland" in Den offiziellen Erlässen unD Verordnungen vermieden. Jetzt hat der Reichserziehungsminister angeordnet. Daß auch in Den Schulen nicht mehr von „Elsaß-Lothringen", sonDern vom Elsaß, von Lothringen und Luxemburg gesprochen werden soll. Dieser Verzicht auf die alten Bezeich-1 nungen „Elsaß-Lothringen" und „Reichsland" hat seine guten Gründe, obwohl sich beide Bezeichnun- 26. Oft (DRV.) Am Morgen desimer noch brennend 50 Kilometer westlich des ursprünglichen Standortes gesichtet werden. Versuche Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen SdFt^6i«6en.9S*el|Ta6e 7-9 Amerika den Amerikanern, Europa den Europäer«. Weimar, 27. Ott. (DNB.) Den Auftakt zur! „Die europäische Sendung der deutschen Dichtung", estslkung des Groß deutschen Dichter- Hier in Weimar scheine es fruchtbar. Goeche zum 8 । t f n d hroAtj »Ins fiftlhlAtinn hl« fQ.nüAw nroi ___ ___e~...... * . ' 2__ [ton Stewart Chamberlain. Die europäische Sendung der deutschen Dichtung lei in Ihrem tiefsten Berlin, kannt wird, vergangenen be- der Oer zweite Kriegsspartag. Von Kurt Fre Herr von (Schröder, Lkitei- der Fachgruppe privaidaukierS. Der Vericht vom Samstag. Berlin, 26. Oki. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Leichte Kampfflugzeuge des Generalfetdmarfchalls Kesselring griffen während des ganzen Tages die britische Hauptstadt und wichtige Ziele in Südostengland mit Bomben an. Zahlreiche Treffer konnten auf Gleisanlagen und in Fabriken des verforgungsgebletes ostwärts Bal- tersea park und anderen Teilen Londons erzielt werden. An der Ostküste Englands wurden zwei Geleitzüge aus der Luft angegriffen und versprengt. Ein Handelsschiff erhielt einen Volltreffer. Mit feinem Totalverlust ist zu rechnen. 3m Schuh der Dunkelheit näherte sich ein anderer feindlicher Ge- leilzug dicht unter der englischen Küste der Straße oo n Dover; er wurde von Marineartillerie und schwerer Heeresartillerie unter wirksames Feuer genommen. Auch dieser Geleitzug wurde versprengt. Ein Teil der Schiffe flüchtete in den Hafen von Dover, wo er erneut von unseren schweren Batterien gefaßt wurde. 3n der Nacht griffen schwere Kampfflugzeuge in rollendem Linfah London, Llver- pool, Birmingham sowie Hafenanlagen an der britischen West- und Südostküste und Flugplätze in Mittelengland mit gutem Erfolg an. Das Verminen britischer Häfen nahm seinen Fortgang. Feindliche Flugzeuge flogen in der "Nacht zum 26. Oktober in das Reichsgebiet ein und warfen an verschiedenen Stellen Bomben, die jedoch fast alle in freies Gelände fielen; nur an einer Stelle entstand ein Dachstuhlbrand. 3m Laufe der gestrigen Luftkämpfe schosteu unsere 3agdflugzeuge 17 feindliche 3äger ab. Dabei errang Oberstleutnant Mölders feinen 52. und 53. Luftsteg. Neun eigene Flugzeuge werden vermißt. Beim Durchbrechen der Luftsperre kam es tu mehreren Luftkämpfen, in deren Verlauf 8 britische Jäger abgeschossen wurden. 5 dem- sche Flugzeuge werden vermißt. Nordwestlich Irlands wurde im Atlantik von einem unserer Flugzeuge ein Geleitzug von 26 Handelsschiffen, 6 Zerstörern und 8 Bewachungsfahrzeugen angegriffen. Im Tiefanflug erhielt ein Frachtschiff von 8000 BRT zwei Dolltref. fer auf Brücke und vordere Ladeluke, ein weiteres von gleichfalls 8000 BRT. zwei Bolltreffer ebenfalls auf die vordere Ladeluke. Beide Schiffe blieben mit Schlagseite liegen. schwer betroffen. 27. Oft (DNB.) Me nachträglich hat der Angriff auf London in Lustallionen an allen afrikanischen Fronten. Rom, 26.Oft (DRV.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Samstag hat folgenden Wortlaut: 3n Rorda frlka belegte unsere Luftwaffe die Bahnanlagen von Marsa Matruk, Fuka, Daba mit Bomben. Ls wurden deutlich erkennbarer Schaden und Brände verursacht. Feindliche Schiffseinheiten beschossen in der Rächt unsere Stellungen im Gebiet von Maktila (östlich von Sidi Barani), ohne irgend welchen Schaden anzurichten. Die feindliche Luftwaffe bombardierte Tobruk; ganz leichter Sach- fchaden, jedoch sind Verluste an Menschenleben nicht zu beklagen. Lin feindliches Flugzeug vom Blen- helmTyp wurde von unseren 3agdfliegern abgeschossen. Der Abschuß von zwei weiteren ist wahrscheinlich. Lines davon wurde von der Marineflak getroffen. 3n Ostafrika belegte eine unserer Fliegerstaffeln den feindlichen Flugplatz Mattndi (Kenia-Küste) mit Bomben. Die feindliche Luftwaffe unternahm Luftangriffe auf Gorra (Kenia), wo zwei Dubai verwundet wurden, auf Affab, wo leichter Sachschaden entstand, und vekamere, ohne Schaden anzu- richten. Der Kommandant des Torpedobootes „Rullo", Korvettenkapitän Lonstantino Borflnl, ist, nachdem er fast die ganze Besatzung In Sicherheit ge- bracht hatte, mit seinem Schiss untergegangen. Bericht vom Sonntag. Rom, 27. Oft. (DNB.) Der italienische Vehr- machtbericht hat folgenden Wortlaut: Das beim Eingriff aufTobrukals wahrscheinlich oon der Flak der italienischen Kriegsmarine abgeschossen gemeldete seindllche Flugzeug ist tatsächlich abgeschosfen worden. 3n Ostafrika haben unsere Flugzeuge eine feindliche Abteilung am Ghirghir-Strom, 40 Kilometer nördlich von Lasfala, im Tiefflug angegriffen und beschaffen. Line feindliche Patrouille hat unseren poften bei LI Duane angegriffen und ist glatt zurückgeschlagen worden. Feindliche Einflüge fanden statt auf Assab, Ghe- rille und Lassala, ohne einen Erfolg zu haben, auf Metema, wo es zwei Tote, darunter eine eingeborene Frau und acht Verwundete gab und die katholische Kirche schwer beschädigt wurde, auf Buna und Debet in Kenia, wo acht Askaris verwundet wurden, und auf Mersa Teclai, wo vier Personen verwundet wurden. 3m Verlauf der feindlichen Bombardierung am 26. d. 2IL auf Affab wurde das Spital getroffen, wobei der Kreisfaal und die Wohnräume der Pflegerinnen und Schwestern beschädigt wurden. Deutsches Kampfflugzeug vernichtet britischen Zerstörer. Berlin, 26.Oft (DRB.) 3n den frühen Morgenstunden des 25. Oktober griff an der englischen Ostküste ein deutsches Kampfflugzeug überraschend einen britischen Zerstörer an. Sogleich nach dem Angriff wurde auf dem Zerstörer ein Feuerschein beobachtet. Der Zerstörer stellte daraufhin fein Abwehrfeuer sofort ein und drehte m i t schwerer Havarie auf die Lüste zu ab. Er wurde im sinkenden Zustand beobachtet. Wiederein britischerZerstörer vernichtet Stockholm, 28. DEL (DNB.) Der britische Z e rst ö r e r „D e n e t i a" (1090 Tonnen) wurde durch eine feindliche Mine versenkt. Zwei 8000-MT -Dampfer „pausenlos immer neue Wellen" Der deutsche Wehrmachtbericht vom Sonntag. Berlin, 27. Oft (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unsere leichten und schweren Kampffliegerverbände setzten am gestrigen Tage zum Teil unter Begleitschuh von 3ägern ihre Angriffe auf London und andere Orte in Süd- und Mittelengland fort. Trotz stellenweise starker 3agd- und Flakabwehr gelang es, kriegswichtige Ziele erfolgreich mit Bomben zu belegen. Besonders heftige Explosionen konnten in einer chemischen Fabrik in Birmingham beobachtet werden. Wie bereits bekanntgegeben, erhielt 100 Kilometer westlich von 3rland das 42 000 BRT. große briti- sche Transportschiff „Lmpreß of Britain“ einen fo schweren Bombentreffer, daß es i n Brand geriet und die Besatzung in die Boote gehen muhte. 3n der Rächt führten unsere Kampffliegerverbände in pausenlosen Einsätzen ihre Angriffe aus die britische Hauptstadt weiter. Zahlreiche Bomben wurden ferner auf 3n- buftrieanlagen in Birrn 1 ngham und Loven- fry sowie auf den Hafen von Liverpool abgeworfen. Schwächere Kampfslieger-Einheiten belegten wieder britische Flughäfen in Rord-Schottland in kühn geführten Tiefangriffen mit Bomben und setzten hallen und Unterkünfte in Brand. Feindliche Flugzeuge flogen in der Rächt zum 27. 10. in Deutschland ein und versuchten, Städte und 3nbuftrleantogen in Rord- und Mitteldeutsch- land anzugreifen. An einer Stelle wurde ein Treffer in einer Fabrik erzielt, bei dem ein Arbeiter getötet und Gebäudeschaden verursacht wurde. Lin feindliches Flugzeug warf auch auf die Reichs- Hauptstadt Bomben, die hier, wie in anderen großen Städten, nur Wohnhäuser beschädigten. 3n Belgien wurden mehrere Zivilpersonen durch Sprengbomben getötet und verletzt sowie mehrere Wohnhäuser getroffen. Der Gegner verlor gestern neun Flugzeuge. Vier deutsche Flugzeuge werden vermißt. In pausenlosen Einsätzen gegen England Reue große Brande und zahlreiche Explosionen. Die europäische Sendung des deutschen Geistes Das Großdeutsche Oichtertreffen in Weimar. rtzsche und Hölderlin. An einem bezeichnenden Beispiel zeigte Surfe dann, wie Goethes Wesen und Dichtung auf den Schotten Carlnle wirkte. An ihn gemahne ein anderer geistig bedeutender Englän- Wesen gleich mit der europäischen Sendung des deutschen Volkes und seines Führers. Burte sprach die Erwartung aus, daß den Deutschen neben dem großen Führer der große Dichter-nicht versagt sei: Er werde zu Adolf Hiller stehen, wie Goeche zu Friedrich dem Großen. Der stellvertretende Leiter der AbteUung Schrift« tum im Reichspropagandaministerium, Regierungs. rat Dr. E r ck m a n n, überbrachte auf der Arbeits- tagung Grüße und Wünsche des Reichsministers Dr. Goebbels. Einen besonderen Gruß richtete er an hic Dichter, die die Feder mit der Waffe vertauscht haben. Für den erkrankten Präsidenten der Reichs- schrifttumskammer Hanns Iohft verlas Dizepräsi. dent W. B a u r die Begrüßungsworte, deren Schluß lautete: „Mit seinen Soldaten schafft der Führer das Reich, mit seinen Baumeistern meistert er den gewonnenen Raum, und mit euch, durch eure Wort- gewalt ist er gewillt, in die Geschichte oinzugehen." Oberstleutnant Universttätsprofessor Dr. Kurt Hesse, Leiter der Pressegruppe des Heeres im Oberkommando der Wehrmacht, hielt darauf einen Vortrag über das Thema „Der Beitrag des deutschen Schrifttums zur soldatisch-kämpferischen Leistung unserer Zeit" Fünf Gruppen des Schrift- tumes hatten vornehmlich Bedeutung für die Entwicklung der soldatischen Haltung: das Politisch- Hlstorlsche, das Militärisch-Fachliche, das Wissenschaftlich-Technische, das Philosophisch-Echische und schließlich das Werk des Dichters. Das Oberkommando erblick- in dem nationalfozialistischen Schrift, Festsitzung des G r ° ß d e u t s ch e n Dichter-' Hier in Weimar scheine .es« wm treffens brachte eine Huldigung an die Großen Mittelpunkt der Ausführungen zu machen. Alle Weimars Bon einer Abordnung der deutschen elenden Versuche. Goechege^n femVoskau^ ßÄÜ »urben ßorbeerfranae an den Säraen spielen ober ihm die Deutsc^eit abzusprechen, ehr- Goethes und Schillers mederElegt. Zu Beginn der ten nur unser Volk und einen seiner echtesten Feierstunde tm Deuffchen Natwnalthnter ergriff Söhne. Hinter der Gestalt Goethes seien andere ®a^G'.t*r ®DrL 3eit stehe deutsche Dichter in die Weltdichtung einqetreten: nn Zeichen des deutschen Schwertes. Es sei ein er-, Stefan George, Rainer Maria Rilke, Friedrich habenes Gefühl, daß Wolf Hitler in dieser Zeit es , Nietzsche und Hölderlin. An einem bezeichnenden nicht nur fertig gebracht habe, siegreiche Waffen Beispiel zeigte Burte dann, wie Goethes Wesen und UnLc.^xe-r€ 3U ^ilisieren; er habe es auch ver- Dichtung auf den Schotten Carlyle wirkte An ihn macht Die unerschöpflichen Kräfte deutscher Kultur gemahne ein anderer geistig bedeutender Englän- als edelste Voraussetzung ffrr den Schicksalskampf der, der dem deutschen Wesen sich zuwandte: Hou- eines großen Volkes fnl zu machen. fton Stewart Chamberlain. Die europäische Sen- Dann sprach der Dichter Hermann Buxtr über düng der deutschen Dichtung sei in ihrem tiefsten Rom, 27. Okt. (DNB.) Unter den zahlreichen Feiern des 18. Jahrestages der Machter- greifung durch den Faschismus am 28. Oktober, den das ganze italienische Volk in un- erschütterlicher Siegesgewißheit und geschlossen ge- schart um den Duce begeht, bildet die Rede, die der Herzog von Pistoia am Sonntag in Turin vor einer Massenversammlung der Schwarzhemden hielt, einen außenpolitischen Höhepunkt. In der Rede des Herzogs über das Thema „Un- fer Krieg“ war jeder Gedanke ein begeistertes Glau- bensbekenntnis in die Geschicke des imperialen und faschistischen Italiens und eine erschöpfende Darlegung der praktischen, politischen, moralischen und gefühlsmäßigen Gründe, aus denen Italien in den Krieg eingetreten ist und wegen deren es chn ge- winnen wird. Mit stürmischen Kundgebungen wurden die Worte unterstrichen, mll denen der Herzog von Pistoia sich an den Führer und den Nationalsozialismus sowie an Japan wandte. Der Platz Italiens, so betonte der Herzog von Pistoia, dessen große außenpolitische Bedeutung gerade im gegenwärtigen Zeitpunkt niemand entgehen kann, war unserem Land von seinem eigenen Interesse und von seiner Ehre klar gewiesen. 3fallen hätte sich nicht nur mit Unehre bedeckt, sondern lächerlich gemacht, wenn es die Hand feinen unerbittlichen Todfeinden gereicht hätte. Sein platz mußte an der Seite Deutschlands fein, das uns brüderlich verstand, indem es die volle Legalität unserer Rechte in Europa anerkannte. Der gegenwärtige Konflikt reicht jedoch in feiner Tragweite weit. über unser Interesse hinaus, vor allem deshalb, weil er die moralischen, politischen und sozialen Grundsätze bekräftigt und verteidigt, die eine Neuordnung zwischen den Völkern des Erdballes aufrichten und den Volkern einen Lebensstand ermöglichen können, der der wahren Gerechtigkeit mehr entspricht als bisher. Niemals hätten sich die Demokratien um das oon Kensington und Cricklewood beobachtet werden. Im Laufe des heutigen Tages griffen zahlreiche leichte Kampfflugzeuge London und andere kriegs- wichtige Punkte in Südostengland an, wobei u. a. ein Nachschublager der britischen Luftwaffe sowie ein großes Kraftwerk schwer getroffen wurden. Wohlergehen des Volkes gekümmert, während die faschistische Revolution wahrhaft in das Volk hineingegangen fei. Die demokratischen Regime bedie- nen sich ihrer irregeleiteten Volker als Werkzeuge zur Verteidigung ihrer verwerflichen Geldinteressen und führen sie zum Verderben. „Wir dagegen glauben, daß das Reich des Goldes und der Materie ein für allemal untergehen muß und daß an feine Stelle die Herrschaft des ganzen Volkes, das arbeitet und erzeugt, treten muß. Die Arbeiter fallen sich nicht bloß abfchinden, um das kaum zu ihrer Ernährung notwendige Brot mühsam zu verdienen, sondern müssen in die Lage verseht werden, jene elementaren Annehmlichkeiten des Lebens zu erlangen, die für ein menschenwürdiges Dasein unerläßlich sind. 3n dieser Hinsicht wird der Sieg der Achse selbst dem englischen Volk nützen, das bis jetzt von feiner plutokratifchen Herrfcherkaste ausgebeutet worden ist.“ „ ., Nacht zahlreiche Explosionen und Brände im Gebiet von Greenwich, Lewis- ham, Dafford und Bermondsey zur Folge gehabt. Besonders starke Brände konnten in den Stadtteilen Am 30. Oktober 1940 findet wie alljährlich der Deutsche Spartag stall, der zwelle Spartag im Kriege. Geschehnisse von gewalllgem historischen Ausmaß liegen in der kurzen Spanne vvn einem Jahr, die feit dem letzten Spartag, dem ersten Kriegsspartag, vergangen ist. Wie sind diese grandiosen Erfolge möglich gewesen? Die Erklärung läßt sich in wenige Worte zusammenfassen. Der beste Soldat der Welt hat un. ter der genialsten mllllärischen Führung, mit über- legenen, technisch vollendeten Waffen den Sieg er« stritten. Die deutsche Heimat, verkörpert durch den Fleiß des Arbeiters, die Geschicklichkeit der Stockholm, 28. Okt. (Curopapreß.) „Seit 24 ?^enieure und das Genie seiner Erfinder hat Stunden, also oon Einbruch der Dunkelheit am dem deutschen Soldaten eine Waffe geschmledet, wie Samstag bis Sonntag 18 Uhr, sind die deutschen Welt bisher noch nicht gesehen hat. Luftangriffe auf London nicht unterbrochen mord ®^roaItye Kummen sind hierfür aufgewendet den". Diese Mitteilung machte am Sonntagabend ?°^en Der Führer hat sie in seiner Rode vom der britische Nachrichtendienst in seiner Uebersee- 1 September 1939 genannt: Rund 90 Milliarden sendung um 18 Uhr. Es heißt in dem Bericht der ®are£ ?s ln Jahren von 1933 bis zum Beginn Informationsstelle des Luftfahrtministeriums,' daß Einmal rund die Hälfte dieses London in der Nacht zum Sonntag den längsten Betrages ist dem Reich dann feit Kriegsausbruch Luftangriff des Krieges erlebte, und 'zwar von Ein- ?IS $um Beginn der großen Offensive an der West- bruch der Dunkelheit bis in die frühen Morgen- lront an Steuern und Krediten zugeflossen. Es stunden, wo pausenlos immer neue Wei- fann ?Is fld)?r angenommen werden, daß auch hier- len deutscher Bomben- und Ia'gdflug- ^"n der weitaus größte Teil dazu verwandt ist, zeuge über England einflogen und Kurs auf Lon- um, In ^..™enl9eJI Kriegsmonaten in Verstärkung don nahmen. Diele hundert Bomben aller Kaliber i r ?u -»ch«tren det- lern! - Sichtdllder ■xb8ett>ettruiig#uatr» legen mitten jun Bet metbnng »ouBerluKe, bet SMUfieite £* 1 *« eeb Anschrift des Bernet tert lroae» l Wilhelm Schweitzer Inhaber des EK. II und des Kriegsehrenzeichens für Frontkämpfer sowie des Silbernen Treudienstehrenzeichens Solistin: ILSE BERN ATZ (Frankfurt a. M.) CELLO Dirigent: Otto Söllner Ausführende: Das Städtische Orchester, Gießen StrauB - Dohnänyl - Mozart Karten zu 1.55, 2.05, 2.80, 3.55 RM. im Musikhaus Challier, Neuen weg 10, Fernsprecher 2671, in der Karten Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, Fernsprecher 2141, und an der Abendkasse des Stadttheaters. Es beginnen folgende Lehrgemeinschaften Buchführung I (Anfang.) RM. 8.50 (Gewerbl. Berufsschule) Buch führ. N (Fortgeschr.) RM. 10.50 (Haus der DAF.,Raum 15a) Buchführung V (Bilanz) RM. 15.50 (Gewerbl. Berufsschule) Einfache Buchführung RM. 10.50 für Kleinhandel und Gewerbe (Goethestr. 7,1. Stock) MNWeMMIMl Berufserziehungewerk Uebunysstatte (Stehen. Uhrmachermeister Seltersweg 47 Ruf Nr. 3878 Zu sämtlichen Lehrgemeinschaften können noch Anmeldungen angenommenwerden.Anmeldung auf der Dienststelle der DAF., Gießen, Schanzenstr. 18, Zimmer 4, oder ausnahmsweise vor Begrnn des Unterrichts. DieTeilnehmergebühristmitzubringen. ___________________________________________________4849 D evtl. angelernt. Schrift!. Angeb. unter 4822D an den Gieß. Anz. KleineAnaeigeu tut Gießener Anzeiger werden von Tagenden tzeMet uvd grleten. Die trauernden Hinterbliebenen: Kätchen Schweitzer, geb. Brötz Gießen, den 28. Oktober 1940. Familie Karl Schweitzer (Kirchenplatz 3) FamlUe Wilhelm Weitzel Heinz und Käthelene Familie Heinrich Feußer Familie Karl Feußer MrnNeveWmW Dienstag, den29.Okt.,14Uhr, versteigere ich im Versteigerungslokal, Neuenweg 28, gegen sofort. Barzahlung folg. Gegenstände: 2 Contax m. Objektiv, 3 Leica m. Objektiv, Lederlasche u. Tragr., je 1 Spezialobjektio f. Contax u. Leica. 5 Damenlederhandtaschen, 1 elektr. Waffeleisen, 1 elektr. Brotröster, 1 elektr. Föhn, 1 elektr. Kocher, 1 elektr. Kaffeemaschine (alle 125 V), 6 Radioröhren (Telefunken), eine Glimmröhre (Osram), 10 Wick- mann-Feinsicherungen. 4847d 10 Fl. Kölnischwasser 4711, 1 Fl. Tosca, 1 Fl. Maria Farina, 1 Fl. Alt. Rhein. Lavendel, 5 Fl. 4711 Juchten, 2 Fl. 4711 Rheingold, 1 Fl. Eau de Cologne Juchten, 23 Bleistifte, 1 Jagdstuhl. — Ferner werden versteigert: 3 Anzugstoffe. Diese können ledoch nur an Händler versteigert werden, vorausgesetzt, daß diese sich durch eine amtliche Kennkarte über chre Händler- eigenschaft ausweisen und ihren Bezugsberechtigungsschein mitbring. Mehr Freude an der Nal«r durch Bermlhler-diclier! BRUNO BREHM liest aus eigenen Werken Die Mitglieder des floethe-Bundea und der Kulturellen Vereint nag haben auf Mitgliedsausweis, Kontrollabschnitt Nr. 2 bis zu 3 Plätzen freien Eintritt. Ebenso haben Mitglieder des Vortragsringes der KdF. gegen Vorlegen des Mitgliedsausweises freien Eintritt. Die Ml'glieder der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde erhalten gegen Kontrollabschnitt Nr. 2 Karten zum ermäßigten Preis von 50 Pf. Mitglieder der NS-Franen- schäft, des Landschaflsbundes Volkstum und Heimat erhalten Eintrittskarten zum ermäßigten Preis von 70 Pf. I Nichtmitglieder zu RM. 1,25 bei Challier, Neuen weg, Kartenverkaufsstelle der KdF., Seltersweg 60, und Abendkasse. Angehörige d.Veranstaltungsringes derflJ. erh. erm. Eintrittskarten zu 30 Pf., Studenten, Militär und die übrigen KJ.- und BDJI.-Angehörigen zu 40 Pf. zum Reinigen d. Geschäftsräume für vormittags gesucht. 03636 Mettenheimer, Kreuzplatz. | Verschiedenes! IPro3p.dLChetn.laL I Sctineiderjflesbadal Erabftück Nahe Wartweg zu pachten ges. Schr. Ang. unt. 03625 a.d.G.A. Voranzeige: 12. November Lichtbildervortrag Hielscher. Gießener Konzertring 1940/41 Arbeitsgemeinschaft: Gießener Konzertverein, Stadttheater NS6. „Kraft durch Freude“ Montag, den 4. November, 19.15 Uhr, im Stadttheater 3. Konzert (Gruppe A Nr. 2) Orchester-Konzert Die heutige Theater»Veranstaltung mit der Aufführung des Schauspiels von Kleist Das Kälbchen von Heilbronn beginnt um 19 Uhr! 4845D Die Deutsche Arbeitsfront NSG. Kraft iareb Freude Kreisdienststelle W? Wetterau Hämorrhoiöen sind heilbar auch b.schw.Fällen Montag, 28 Mober mo Ur. 255 Zweiter Blatt Eichener Anzeiger on Lina Staab. Dom Kind und vom Buch soll ich schreiben, aber es ist nicht meine Sache, gelehrte, pädagogische Abhandlungen zu verfassen. Davon verstehe ich wenig. Ich kann nur erzählen von Begegnungen zwischen Kindern und Büchern, die ich miterlebt habe. Die letzte und schönste ist die gewesen, als wir „Tag des Buches" spielten. r r „Spielten? Eine so ernsthafte, fast schon amttiche Angelegenheit —?" .... tY¥X... , „0 ja, wir spielten alles, mein kleines Mädchen, ihre Freundinnen und ich. Wir machten eine zauberhafte Jtalienreise durch meine Stube, als ich aus Venedig und Florenz zurückgekommen war, wir gaben zu Ehren der neu angekommenen Puppe Tokokuka — eines fremden kleinen Wesens mit Schlitzaugen — ein japanisches Kirschblütenfest, wir improvisierten im Advent ein kleines Spiel — warum sollten wir nicht „Tag des Buches" spielen? Lockte nicht der Zauberberg von Bilder- und Märchenbüchern mit seinem Wald und seinen hellen Lichtungen, die mein Kind schon allein durchstreift, genug dazu? Ich holte mir ein paar Kinder und schichtete den Bücherderg in meiner Stube auf, aus meinen Büchern war noch hinzugekommen, was Kinder Die kinderreiche Familie als Ideal des deutschen Volkes Eine eindrucksvolle Feierstunde in der Aula. Aus der Stad« Gießen. Das Buch - eine Welt! „Micher und Harnisch soll man oft gebrauchen", lautet em altes, fast vergessenes Wort unseres Volksmundes, und es wird aus ihm ersichtlich, daß unsere „Buchkultur" bereits vor langen Zeiten, als man namhd) nod> den Harnisch trug, in weiten Streifen Deutschlands gepflegt wurde. Ja, Wehr- W .un° Lehrstand sind immer treulich bei UNS Hand in Hand gegangen, und das Wort vom deutschen Schulmeister, der die Schlacht bei Königgrätz gewonnen habe, birgt viel tiefen Sinn. Denn nach olchie ist es „bie Kraft des Gemütes, die den Sieg erficht ; das will besagen: nicht der an seinem Sold m t l er?e Landsknecht kann in Stunden größter Gefahr ein Land erretten und ein Volk schützen, sondern lediglich der Dolksangehörige, der die Kriegs- waffen mit heiliger Begeisterung trägt, kann dem Vater lande wirksamsten Schirm unb Schutz bieten. JJa^u gehört aber, daß seine Derstandesbildung und seine Herzensbildung ihn befähigen, seine hohen sutllchen Aufgaben voll zu erfassen. Und dazu dient nach der häuslichen Grunderziehung die Schule, die Berufsausbildung und schließlich die soldatische Erziehung, dient — als wichtiger Helfer — das Buch. „Bucher sind stumme Lehrer", sagt achtungsvoll der deutsche Volksmund, und diese Lehrer sollen das ganze Leben hindurch jeden Volksgenossen fortbelehren, wenn des Lehrers und anderer Erzieher Stimme längst verklungen ist. Sich eine Weltanschauung zu erringen, ist höchstes geistiges Ziel jedes denkenden Menschen, denn nur hie gefestigte Anschauung der Umwelt kann uns die Erkenntnis vermitteln, die uns die Richtlinien unfe- res sittlichen und praktischen Handelns weist. „Das Buch ist eine Welt" lautet ein geflügeltes Wort, drum ist es befähigt, unsere Weltkenntnis und unsere Lebensanschauung zu vertiefen. Dazu aehört aber eine weise Wahl, denn Deutschlands Büchermarkt ist zu groß, als daß er sich leicht überschauen ließe, und es kommt ja auch nicht darauf an, recht viel Wissen ins Hirn zu pfropfen, sondern das auszuwählen, was dem einzelnen dienlich und gedeihlich ist. „Bücher fressen und verschlingen, aber nicht lauen und verdauen, ist ungesund!" Diese Volksweisheit ist unbestreitbar. Mit Hingabe zu lesen, bann einmal wieder von dem Buche fortzuschauen und ins eigene Innere zu lauschen, welche Resonanz das Gelesene gibt, ist eine nützliche Kunst; sie allein vermag die Gaben des Buches ftuchtbar zu machen. Denn das gute Buch gibt dem besinnlichen Leser zweierlei: Weitblick und Tiefblick. Das Buch — gleichgültig welchen Inhalts — ist einmal gleichsam ein Fernrohr, das uns in die Welt blicken läßt, uns andere Menschen und andere Verhältnisse darstellt, als sie uns geläufig find. Das gilt nicht etwa nur für Beschreibungen fremder Länder und Völker. Nein, auch die nähere Umwelt und sogar benachbarte Menschen sind uns ja oft weltenfern. Auch sie, ja gerade sie sollst du verstehen lernen. So bietet uns dann bas Buch Bereicherung unseres Ausblickes. Es schärft auch unseren Einblick ins eigene Selbst, und so ist das Buch gewissermaßen nicht nur ein Teleskop, sondern auch ein Mikroskop, das uns den Anblick ungeahnter Dinge nahebringt und die Erkenntnis eines uns vorher verschleierten Mikrokosmos mit seinen Wundem vermittelt. Da ist etwa der soziale Roman, die seine Humoreske, das liebe- voll geschliffene Gedicht zu nennen. Wie ein Chirurg senkt der seelenkundige Poet seine Sonde ein, wie ein Bakteriologe am Vergrößerungsglase enthüllt uns der Sozialethiker Zusammenhänge, die unser Weltbild gewaltig erweitern. Einen Spiegel hält uns der Philosoph ober Aphoristiker vor und läßt uns geahnte Flecken erkennen, bie wir erst zu beseitigen vermögen, seit wir sie gesehen haben. Den Zusammenhang mit den Geschehnissen ber Ferne sichert der meitbeutenbe Entdecker, der Wirtschaftsgeograph, ber Politiker; und an,bem Kampfe unseres Heldenheeres läßt uns der Kriegsbericht in Buch unb Zeitung teilnehmen. So bestätigt sich benn wirklich die Volks Weisheit, bie besagt: „Das Buch ist eine Welt!" Unb uns an immer neuen Weltbildern zu bilben, ist bas Werbeziel ber deutschen Buchwoche des Kriegs jahres 1 9 40 Denn gerade jetzt ist es doppelt nötig, bie Weltanschauung jedes einzelnen zu festigen und zu vertiefen. V. A. Gießener Stadttheater. Zweite Morgenveranstaltung: „Lanzelot und Tanderein." Das Spiel von Lanzelot, Fürsten von Dänemark, und der schönen Sanderein, aus bem Altflarnllchen von Friedrich Markus Huebner, ift eine aus deutschen Bühnen nicht sellen gegebene Folge mittelalterlich-höfischer Szenen m elpfa^9eIi Reimpaaren; es erzählt, nicht oum-lehrhafte Nutz anwendung und Moral zum Schluß, die traurige Liebesgeschichte des jungen Prinzen Lanzelof, der in Siebe zur schönen Sanderein entbrennt, bie entzieht sich seiner Werbung, weil sie nur em armes Kind aus bem Volke sei, dem Prinzen nicht ebenbürtig. Lanzelots Mutter aber bringt es mit bösen, lügnerischen Worten bennoch dahin, daß Sanderern Lanzelots Wünschen arglos gefügig und ihm wie eine Buhlerin schnöbe und unedel verlassen wird. Sie geht traurig unb getauscht J^lenb und findet die reine Neigung eines Ritters der sich ihr als Gemahl verbindet. Lanzelotz von Reue uti> Sieb= verzehrt, schickt I"N°N Knecht R nho d ± Änb °°om Borkum FLen°^-Ue., fegt jbn ertenn^ daß Sanderein ihm für immer verloren 'st- Er gibt sich in Liebesklagen verzweifelnd, den Tod. Gobelin- figural un» fparfam M Wem D- erzählenden Prologs verbunden. Auffuhrungsweise bewir 0 ^usinm^mög- SÄ " Sodann erinnerte der Redner daran, daß der Nationalsozialismus sofort nach der Machtübernahme alle Maßnahmen zur Förderung ber kinderreichen Familien getroffen habe, um damit seine besondere Anerkennung für diese Familien zum Ausdruck zu bringen. Es sei die Aufgabe aller deutschen Menschen, bas Ideal bes Führers zum ©emeinaut ber ganzen Volksgemeinschaft zu machen, denn dadurch werde ber Bestaub unseres Volkes für ewige Zeiten gesichert fein. Die kinderreiche Familie müsse immer das Ideal des deutschen Volkes sein, und bie Frau und Mutter, die einer Reihe von Kindern bas Leben schenkte und bamit ber Nation wertvollste Dienste geleistet habe, sei ber besonderen Achtung und Dankbarkeit des ganzen Volkes würdig. Die kinderreichen Eltern hätten allen Grund, auf ihren Kinderreichtum und auf die Anerkennung der Volksgemeinschaft stolz zu sein, und sie dürften auch die Gewißheit haben, baß von der Volksgemeinschaft alles getan werde, um diesen Kindern ben Weg durch bas Leben zu ebnen. Hieraus überreichte Kreisleiter Backhaus ben fünf- unbvierzig Familien aus dem Kreise Wetterau feierlich bie Ehrenbücher als Ausbruck ber hohen und bankbaren Anerkennung unseres Volkes. Streichmusik ber Spielschar ber Hitler-Jugend und der Liebvortrag der Jugendgruppe ber Frauenschaft „Ein Volk, ein Reich, ein Führer" leitete über zu dem Schlußwort, bas ber Kreisamtsleiter Dr. Wießmann als Vertreter bes ebenfalls auswärts weilenden Landesleiters des Reichsbunbes Deutsche Familie und Leiters des Rassenpolitischen Amtes, Professor Dr. Kranz sprach. Er betonte, daß die Verleihung dieses Ehrenbuches bie ausgezeichneten Familien als Staatsbürger erster Klasse kennzeichne, um ihnen bamit zu beweisen, daß bie Volksgemeinschaft ihnen höchste Anerkennugn zolle. Er gab bem Wunsche Ausdruck, daß ber von den kinderreichen Familien bekunbete Wille zum Kinde sich immer mehr in unserem Volke ausbreiten möge im Dienste für unser ewiges Großdeutschland. Dann schloß der Redner die Kunbgebung mit bem Gruß an den Führer, dem die große Versammlung freu- big zustimmte. Zum ersten Male würben im Kreise Wetterau kinderreiche Familien durch die Uederreichung des Ehrenbuches für bie beutfche kinderreiche Familie ausgezeichnet. Die Feierstunde am gestrigen Sonntag nachmittag in ber Aula ber Universität war so stark besucht, daß ber große Saal fast bis zum letzten Platze besetzt war. Die Ehrung galt 45 kin- derreichen Familien aus bem Kreise Wetterau. Streichmusik ber Spielschar ber Hitler-Jugend des Bannes 116 Gießen leitete bie Feier in schöner Weise ein. Dann wurde in einem Dorspruch von Meta Amen d.von ber Jugenbgruppe ber Frauenschaft bie kinberreiche Familie und insbesondere das. Muttertum als zentraler Mittelpunkt einer solchen Familiengemeinschaft gefeiert Anschließend sang bie Jugendgruppe ber Frauenschaft bas weihevolle Bekenntnis-Lieb „Deutschlanb — heiliges Wort". Hierauf überbrachte - Beigeordneter Nicolaus als Vertreter des bienstlich auswärts wellenden Oberbürgermeisters dessen und der Stadt Gießen herzliche Grüße, in erster Linie an die im Mittelpunkt ber Feier stehenben kinberreichen Eltern, ferner an bie Vertreter der Partei, der Wehrmacht und ber übrigen Behörden. Dabei hob er mit Genugtuung hervor, baß biefe Feierstunde in ber Stadt Gießen veranstaltet werbe. Er wies sobann auf die innere Kraft unb bie Stärke sowie ben Gemeinschaftssinn hin, bie sich namentlich in ben kinberreichen Familien betunben und bie zu ehren biefe Feier als ein Ausdruck ber nationalsozialistischen Volksauffassung bestimmt sei. Der Redner schloß seine Worte mit einer herzlichen Huldigung für bie beutsche Frau und Mutter als Hüterin bes kostbarsten deutschen Gutes unseres Volkes, unserer Kinber, des beutschen Volkstums und bamit ber deutschen Zukunft. Kreisleiter Backhaus als Hoheitsträger der Partei im Kreise Wetterau betonte am Beginn seiner Ansprache den hohen Sinn der Gemeinschaft, ber befonbers in der Familie und in höchster Ausprägung in der Volksgemeinschaft, der Gemeinschaft des Blutes aller deutschen Menschen, zum Ausbruck komme. Jeder von uns sei in biefe Gemeinschaft hineingeboren, unb wir könnten glücklich barüber jein, daß wir bem deutschen Volke angehören, denn dieses Volk stelle eine sehr hochwertige Rasse bar, bie ber Welt jchon eine Fülle ber größten Kulturgüter geschenkt habe. Die Gemeinschaft des Blutes unb des Volkes fei eine von Gott gewollte unb von ihm errichtete Gemeinschaft, an ber wir nichts ändern können. Wer biefe Gemeinschaft bes Blutes unb des Volkes Nicht anerkenne, verstoße wider Gottes Gebot. Der Führer habe uns die ewigen Gesetze des Schöpfers von ber Gemeinschaft bes Blutes wieder klar vor Augen geführt, unb es fei bas große Verdienst des Führers, daß er als erster in der Welt dieses Gesetz des Blutes und ber Rasse erkannte unb betonte und bamit dem deutschen Volke den Weg zeigte, ber es in eine große Zukunft führe. Der deutschen Aufwärtsentwicklung stellte er als Beispiel für den Niebergang, ber aus der Nichtachtung des Gesetzes von Rasse und Blut hervorgeht, die Entwicklung in Frankreich gegenüber. Dessen moralischer Verfall sei darauf zurückzuführen, daß das französische Volk sich nicht nur das Ein- kinbersystem zum Prinzip machte und seine Sterblichkeit größer als die Geburtenzahl ist, sondern daß es vor allem den rassischen Instinkt verlor und die Blutsverbindung mit rassefremden und farbigen Elementen einqing. Dadurch habe bas französische Volk bie Kraft verloren, sich gegenüber ben jungen unb gefunben Völkern zu behaupten. Der Niedergang Frankreichs sei aber auch auf die Herrschaft des Judentums zurückzuführen, das immer bestrebt gewesen sei, gesunde Völker zum Zusammenbruch zu bringen, damit das internationale Judentum zur Herrschaft gelangen konnte. Am gestrigen Sonntag nachmittag oeranftaltete die Ortsgruppe Gießen-Nord der NSDAP, mit den im Kreise Gießen beschäftigten italienischen Arbeitern eine in ihrer Gestaltung und Durchführung vortreffliche Gemeinschaftsfeier, die zugleich der Erinnerung an den Marsch auf Rom vor 18 Jahren diente. Die ttalienischen Arbeiter und Arbeiterinnen, vielfach mit den in den italienischen Landesfarben gehaltenen Halstüchern geschmückt, marschierten geschlossen vom Oswaldsgarten über die Bahnhofstraße zum „Burghof". Der mit Blattgrün und Herbstblumen ausgestaltete Saal zeigte die Bilder der beiden Führer und die italienischen und die deutschen Fahnen, sowie das Hoheitsabzeichen unserer Bewegung. Mit Marschmusik und unter den Klängen der Fanfaren der Hitler-Jugend rückten die Italiener in den Saal ein, in dem die Politischen Leiter der 4 Gießener Ortsgruppen, Abteilungsleiter Schnä - gelsberger vom Landesarbeitsamt Hessen, der Leiter des Arbeitsamtes, Oberregierungsrat Dr. Nonnenmann mit seinen Mitarbeitern, der stellvertretende Kreisobmann der Deutschen Arbeitsfront Pg. Schmidt, der Leiter des Versuchsgutes der Universität Dr. Pfaff und andere Ehrengäste Platz genommen hatten. Der Ortsgruppenleiter Gießen-Nord, Pg. Thomas, konnte den stellvertretenden italienischen Generalkonsul in Frankfurt a. M. Sabbottig, sowie den Inspektor der Confederazione fajcifta Lavoratori agricoltura Dr. Teodori begrüßen. Sein weiterer Gruß galt den iltalienischen Kameraden und deren deutschen Betriebsführern, sowie den Parteigenossen und Ehrengästen. In seiner Ansprache führte er u. a. aus: Wenn wir für diese Feier den heutigen Tage gewählt haben, so geschah dies im Gedenken an den ereignisvollen »auf Rom, der sich am 28. Oktober zum ale jährt und der eurem großen Duce die Möglichkeit gab, fein geniales Programm zu entfalten, das für Italien und für Europa eine neue Epoche ins Leben rief. Wir haben euch, liebe Kameraden, zu diejer Feier geladen, um euch in herzlicher Anerkennung unseren Dank zu sagen für eure wertvolle Mitarbeit. Die Absichten der westlichen Demokratien zu Beginn dieses Krieges, das deutsche Volk auszuhungern, sind in allen Teilen kläglich gescheitert, und zur Zeit wird dem Urheber allssn Uebels, England, von unseren in treuer Kameradschaft verbundenen Armeen mit gleicher Münze unter Beimischung gewaltiger Bombenmengen heimgezahlt. Als im Jahre 1935 der Existenzkampf des italienischen Volkes sicsi in Abessinien entfaltete und fast die gesamte Welt sich mit den Sanktionen gegen das faschistische Italien stellte, bewährte sich zum ersten Male die Freundschaft unserer beiden Völker. Eindeutig stellte sich das Deutschland Adolf Hillers hinter das junge faschistische Italien, und die Absichten der Demokratien, Italien in feinem Kampfe zu hindern und die italienischen Armeen um ihren Sieg zu bringen, wurden zunichte gemacht. Heute stehen die beiden jungen autoritären Staaten demselben alten Feinde in treuer Waffenbrüderschaft gegenüber. Der Redner gedachte bann der italienischen und deutschen Kameraden, die während der bisherigen harten Kämpfe ihr Leben für chr Vaterland und für ein neues und besseres Europa hingegeben haben. Nach der Ehrung der Gefallenen sprach er noch einmal den treuen und fleißigen italienischen Mitarbeitern in der deutschen Landwirtschaft und den sonstigen Bettieben im Namen der NSDAP, und des ganzen deutschen Volkes herzlichen Dank aus. In dem festen Glauben an den baldigen Endsieg unserer verbündeten Heere grüßen wir in Ehrfurcht Seine Majestät den Kömg von Italien und Albanien und Kaiser von Aethio- pien, wir grüßen die genialen Führer der beiden großen Nationen, euren Duce Benito Mussolini und unseren Führer Adolf Hitler, wir grüßen das verbündete Italien! Nach dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes sprach zunächst der Inspektor Dr. Teodori, der u. a. ausführte: Ich benutze gern die Gelegenheit, den anwesenden Autoritäten der Partei, vor allem dem Kreisleiter des Kreises Wetterau, Backhaus, und des Staates für diese Feier zu danken, welche verbunden wurde mit der feierlichen Erinnerung an den Jahrestag des Marsches auf Rom, den ich persönlich mitgemacht habe. Ich danke den Vertretern der Partei, dem Arbeitsamt und allen Ehrengästen, daß sie uns die Ehre ihres Besuches gegeben haben. Die Erinnerung des Marsches auf Rom ist so groß und so gewaltig, daß es sich erübrigt, darauf näher einzugehen. Tatsache ist jedoch, daß es heute nicht mehr ber Marsch auf Rom ist, sondern der M a r s ch von Rom. Der Redner feierte sodann die Erfolge der verbündeten Armeen und gab dem Siegeswillen beider Völker Ausdruck. Weiterhin dankte er der Partei und dem Staat für die freundliche Aufnahme, die sie feinen Landsleuten bereitet haben, und bezeichnete die Zusammenarbeit als vorbildlich. Zum Schluß gedachte er des italienischen Herrschers und der beiden Führer. Den deutschen und den italienischen Kameraden übermittelte er die Grüße des Präsidenten der Confederazione. Der stellvertretende Generalkonsul S a b o 11 i g überbrachte die Grüße bes Generalkonsuls und dankte gleichfalls für die freundliche Aufnahme sowie für das herzliche Gedenken des Jahrestages des Marsches auf Rom. Pg. D i ö o n i übersetzte die Ansprachen ins Italienische bzw. ins Deutsche. Bei der Uebersetzung der Ansprache des Ortsgruppenleiters Thomas wurde er wiederholt von dem stürmischen Beifall ORK.-Bereitschasten erhalten Fahnen und Wimpel. In Lich, Laubach und Watzenborn-Steinberg. Am Sonntagvormittag fand auf dem Adlerplatz in Lich die feierliche Fahnenübergabe an die männliche DRK.-Bereitschaft Gießen 3, Sitz Lich, durch den Kreisführer des DRK., Oberfeldführer Landrat Dr. Lotz statt. In seiner Begleitung befand sich Kreisleiter Backhaus , sowie der DRK..Kreisstellenstab.. Nach der Begrüßung durch den Ortsgruppenleiter Pg. Karl Kuhn und den Führer der DRK.-Bereitschaft Oberwachttührer Otto Wahl wurde die Front der DRK.-Bereit- chaft, der SA., des NSKK., der HI. und des BDM. abgeschritten, die auf dem Platze Aufstellung genommen hatten. Dann wies Oberfeldführer Dr. L o tz in einer Ansprache darauf hin, daß seit der Machtübernahme die Bereitschaften des DRK. Öen« eiben einsatzfreudigen Dienst geleistet hätten, wie )ie der Partei angeschlossenen Gliederungen. Er teilte weiterhin die Bedeutung der Fahne als eines Symboles der Opferbereitschast und der Hingabe heraus, wobei er an ein Wort von Walter Flex erinnerte und an das Lied der Hitler-Jugend, in dem es heißt, daß die Fahne mehr sei als der Tod. Dies war auch der Sinn des Wahlspruches, den er bei der folgenden Enthüllung der neuen Fahne, owie ihren Trägern mit auf den Weg gab. Kreisleiter Backhaus hob hervor, daß das Deutsche Rote Kreuz auf eine alte Tradition zurückblicken könne und heute Seite an Sette mit den Gliederungen der Bewegung marschiere, wobei er insbe- ondere auch den Blick auf seine außerordentlichen Leistungen im gegenwärtigen Kriege lenkte. Daß das Deutsche Rote Kreuz bis jetzt noch nicht eine Parteigliederung habe werden können, liege allein an seiner besonderen Stellung, die es im internatio- len Leben der Völker einnehme und die besonders durch die Hilfe der neutralen Staaten an unseren Gefangenen und Verwundeten gekennzeichnet werde. Mit dem Gruß an den Führer fand die Feier- tunde ihren Abschluß. Am Sonntagmorgen fand im Park des Schlosses zu Laubach die feierliche Uebergabe des Wimpels an die weibliche DRK.-Bereitschaft tatt. In einem geöffneten Viereck hatten die Angehörigen der Bereitschaft, die Fahnenabordnunqen der Partei, der SA., der Hitler-Jugend und des BDM. sowie die Mitglieder der DRK.-Ortsgemein- «chaft Aufstellung genommen. Die Bereitschafts- ührerin DRK.-Haupthelferin Gräfin zu Solms- Laubach meldete die angetretene Bereitschaft dem Kreisführer DRK.-Oberieldführer Landrat Dr. Lotz, der in Begleitung der Mitglieder seines Kreisstabes erschienen war. Mit Kreisleiter Pg. Backhaus schritt der Kreisführer die Front ab, um sich dann mit einer Ansprache an die Bereitschaft zu wenden. Es sei ihm eine Freude, festzustellen, daß die Verbindung mit der Partei vorbildlich sei, was sich be- sonders darin zeige, daß ttotz starker Beanspruchung der Kreisleiter als der Hoheitsträger der Partei an der heutigen Feier teilnähme. Er wies dann auf die Bedeutung der Fahne hin: Vorbei sei die Zeit, in der man in der Fahne kein Symbol, sondern nur einen Fetzen sah. Die Fahne, die uns weg« Jahre das auf Donnerstag, 31. Oktober, fallende Reformationsfest, soweit es gesetzlicher Feiertag ist, auf Sonntag, 3. November, verlegt. ♦ ♦♦ Kriegsauszeichnung. Dem Hauptfeldwebel Herbert Sandmann, Gießen, Tiefenweg 6, wurde das Militär-Verdienstkreuz mit Schwertern 2. Klasse verliehen. ** Vom „KdF."-Theaterring. Infolge technischer Schwierigkeiten mußte eine Umstellung der Proarammfolge für die am Montag, 11. November (8er-Ring), und am Samstag, 16. November (16er-Ring), anlesetzten „KdF.-"Dorstellungen voraenommen werden. An Stelle des „Verschwender^ kommt die ausgezeichnete Operette: „Aennchen von Tharau" zur Aufführung, die bereits mit großem Erfolg über die Bühne ging. Die Vorstellungen beginnen beide wieder um 19 Uhr. ** Winterhilfs-Po st Wertzeichen. Die Deutsche Reichspost hat auch zugunsten des Kriegs- Winterhilfswerks 1940/41 besondere Postwertzeichen Herstellen lassen. Die Markenbilder zeigen geschichtliche weisend vorangehe, muß uns hellig sein. Mit einem Fahnenspruch übergab dann der Kreisführer den Wimpel der Bereitschaft. Darauf ergriff der Kreis- leiter Backhaus das Wort. Er betonte die große Tradition des Roten Kreuzes, das im Weltkrieg wie auch jetzt stets uneigennützig seine vielseitige Pflicht getan habe. Wenn das Deutsche Rote Kreuz nicht eine Gliederung der Partei sei oder zu den angeschlossenen Verbänden gehöre, so liege der Grund darin, daß das Deutsche Rote Kreuz unter anderem auch internationale Aufgaben zu erfüllen habe: z. B. die Sorge für unsere Gefangenen im Feindesland. Der Kreisleiter wünschte dem Deutschen Roten Kreuz, daß es, wie bisher, den Verwundeten und Kranken ein treuer Helfer, unseren Soldaten ein unermüdlicher Betreuer fein möge. — Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Schirmherrn des DRK. fand die würdige Feier ihren Abschluß. * In einer schlichten Feierstunde fand am gestrigen Sonntagmittag in Watzenborn-Steinberg die Fahnen- und Wimpelübergabe an die DRK.-Berettschaften m und w Gießen (2) durch DRK.-Kreisführer Landrat Dr. Lotz und Kreis- leiter Backhaus statt. Außer der angetretenen DRK.-Bereitschaft m unb w Gießen (2) mit den Gruppen Watzenborn-Steinberg, Hausen, Grünin- gen, Lang-Göns, Leihgestern, Großen-Linden und Mendorf (Lahn) waren Ortsgruppenleiter Jung, sämtliche Amtswalter, der Bürgermeister mit den Gemeinderäten und eine Abordnung der NS.- Frauenschaft und des Frauenwerks erschienen. Außerdem waren SA., BDM. und HI. angetreten. DRK.-Kreisführer Dr. Lotz wies in kernigen Worten auf die Bedeutung des Roten Kreuzes im Frieden und in Kriegszeiten und auf die enge Verbundenheit des Deutschen Roten Kreuzes mit der Partei hin; er unterstrich weiterhin ausdrücklich die Stellung des Roten Kreuzes im heutigen Staat. Allen, die sich dem DRK. verschrieben haben, sei das Symbol, die Fahne, die zum letzten Einsatz verpflichte. Dr. Lotz nahm dann die Enthüllung und Uebergabe der Fahne und eines Wimpels an die DRK.-Bereitschaft mit einem Spruch von Walter Flex vor. Danach sprach der Kreisleiter in anerkennenden Worten über die Arbeit des DRK., insbesondere im Kriege, und über das Verhältnis zur Partei. Seine internationalen Beziehungen (Gefangenenaustausch, Nachrichtenvermittlung, Auskunft ufro.) gerade in Kriegszeiten seien überaus wertvoll. In einem Schlußwort forderte der die Veranstaltung leitende Bereitschaftsführer DRK.-Haupt- führer Dr. med. Fabel (Watzenborn-Steinberg) alle DRK.-Angehorigen auf, der Fahne des Roten Kreuzes treu zu bleiben und sich für feine Aufgaben einzufetzen. Mit dem Gruß an den Führer und Schirmherrn des DRK. und dem Gesang des Deutschlandliedes und Horft-Wessel-Liedes fand die Feier ihren Wschluß. Anschließend folgte ein Pro- pagandamarsch der Bereitschaften durch die Hauptstraßen. deutsche Bauten. Sie werden vom 6. November ab ausgegeben. G.A.-Gpori. 1900 — „Seufonia' Steinberg 3:4. Die Entscheidung um die Kriegserinnerungsplakette ist gefallen. Durch einen nicht alltäglichen Sieg hat Steinberg die Möglichkeit ausgeschaltet, daß das noch fragliche Wiederholungsspiel zwischen VfB.-R. — 1900 sich irgendwie beeinflussend auswirken kann. Der Anfang des Spieles sah wenig verheißungsvoll aus für die Teutonen, denn nach etwa 15 Minuten stand es bereits 3:0 für die Blau-Weißen, und es wird wohl niemand dagewesen fein, der für Steinberg noch eine andere Möglichkeit ausgerechnet hätte, als eine eindeutige Niederlage. Selbst von dem recht zahlreich anwesenden eigenen Anhang wurde wohl nichts anderes für möglich gehalten. Doch der Ablauf eines Fußballkampfes nimmt oft recht eigenartige Wege, und wenn es bis jetzt noch nicht zum Beweis gekommen wäre, dann aber bestimmt bei diesem Spiel. Bei obigem Stande von 3:0 verhängte der Schiri einen völlig unberechtigten Strafstoß gegen 1900. Da dieser Entscheid zum ersten Gegentreffer führte, kamen die Platzbesitzer ziemlich aus dem Konzept. Als *es den Teutonen wenig später gelang, auf 3:2 zu verkürzen, kamen die Blau-Weißen noch mehr in Bedrängnis. Nach dem Wechsel mit dem Wind als Bundesgenossen wurde »Steinberg mehr und mehr überlegen, und es dauerte nicht lange, da war der Ausgleich erzielt. In der 70. Minnute benachteiligte der Schiri die Blau-Weißen erneut. Bei einem Angriff wehrte der linke Läufer Steinbergs im Strafraum den Ball mit der Hand ab. Obwohl dieses Vergehen so deutlich und auch mit Absicht geschah, blieb die Entscheidung des Schiris aus. Und als auch noch wenig später Lutter infolge allzu harten Angehens von Fett ausscheiden mußte, war die Kampfkraft der Blau-Weißen restlos gebrochen. Unter diesen Umständen war es dann weiter nicht verwunderlich, wenn Steinberg noch zu einem weiteren Treffer kam, der zu einem Sieg führte, der zu Beginn mehr als fraglich erschien. 1900 in der Aufstellung Fischer, Goß, Lippert, Carstens, Jäger, Günther, Bonarius, Schellhaas, Kraft, Lutter, Schmelz sand nicht immer den richtigen Kontakt. Der Hauptfehler lag jedoch darin, daß das Spiel zu engmaschig angelegt war, wodurch dem Gegner die Abwehr sehr erleichtert wurde. Steinberg hat in dieser Aufstellung schon andere Spiele gezeigt. Wenn es trotzdem zum Siege reichte, so war die größere Ausdauer und eine entsprechende Portton Glück hierfür ausschlaggebend. 1900 21. f). — Wetzlar 05 A.H. 1:2. Im Spiel der Alten Herren, bei dem neben mancher Zwerchfellerschütterung auch beachtliche Leistungen zu sehen waren, machte sich die größere Spielerfahrung der Domstädter bemerkbar, wogegen der lobenswerte Eifer der Gastgeber nichts ausrichten konnte. 5:3 Sieg des VfB.-ReichSbahn gegen VfL. Marburg. In Marburg versuchten es die Leute vom Waldsportplatz einmal mit einer vollkommen umgestellten Mannschaft, und man kann behaupten, daß dies ein voller Erfolg war. Es kann behauptet werden, daß die Reichsbahner schon seit langer Zeit nicht mehr so ein bewegliches und vor allen Dingen zielstrebiges Spiel gezeigt haben, wie in Marburg. Im Vergleich zu dem Vorspiel waren die Gastgeber burcfi die Einstellung von Scherer (früher Ockershausen) auf dem Papier noch stärker. Auch auf dem Felde selbst zeigten die Marburger ihr gewohntes Spiel. Die Gießener standen: Borschel; Fleischhauer, Schlitz; Ziegler, Leutheuser III, Funk; Stapf, Körner, Eh- mann, Rohm, Hofmann. Die Hintermannschaft zeigte dabei ihre gewohnten Leistungen. Der Sturm war äußerst gefährlich und vergaß auch nicht das Schießen. Spielverlauf: Die Gießener finden sich sofort und haben klare Feldvorteile. Besonders ist es der Rechtsaußen, der durch seine Flankenläufe immer wieder die Marburger Hintermannschaft vor manchmal nicht immer lösbare Aufgaben stellt. Als Leutheuser einen Ball geschickt zwischen die Verteidigung legt, gelingt es dem schnell spurtenden Körner, durch einen unhältbaren Schuß unter die Latte feine Mannschaft in Führung zu bringen. Auf der Gegenseite rettet Fleischhauer ein schon sicher scheinendes Tor. Als Ehmann nach guter Vorarbeit eine Flanke des Rechtsaußen zur 2:0-Führung einköpft, glaubte man an einen hohen Sieg der Gießener. Da wurde Leutheuser verletzt, und auch Rohm teilte sein Schicksal. Hierdurch bedingt kamen die Marburger sofort nach der Pause durch zwei überraschende Tore zum Ausgleich. Erbeut beginnt der Kampf um die Führung. Ein Schuß Rohms und es heißt 3:2. Den endgültigen Vorsprung sichert Ziegler durch einen Schuß aus dem Hinterhalt, der seinen Weg ins Tor fand. Durch das Tempo des Spieles zeigen jetzt beide Mannschaften Ermüdungserscheinungen. Ein in dieser Phase des Spieles geschlossen vorgetragener Angriff endet mit einem Torschuß Hofmanns, der jedoch als Tor wegen Abseits nicht anerkannnt wurde. Als Scherer durch ein Foul unterbindet, köpft Rohm den von Ehmann getretenen Freistoß zum 5. Tor ein. Kurz vor Schluß verkürzen die Marburger durch eine schöne Einzelleistung auf 5:3. der Italiener unterbrochen, die namentlich die Ausführungen über die Bestrafung Englands und über die Waffenbrüderschaft unserer beiden siegreichen Armeen mit stürmischen Zurufen unterstrichen. Der stellvertretende Generalkonsul S a b o 11 i g und Dr. Teodori dankten Ortsgruppenleiter Thomas für diese wohlgelungene Feier, die die einzige im Gau ist, und beide sprachen auch dem Dolmetscher D i d o n i ihre Anerkennung für die einwandfreie Uebersetzung aus, wobei der stellvertretende Generalkonsul ihm bescheinigte, daß er wie ein Italiener gesprochen habe. Im weiteren Verlaufe der Veranstaltung ergriff auch Kreisleiter Backhaus das Wort, der die gemeinsamen Waffenerfolge feierte und den Italienern den Dank der Partei für ihre Arbeit im Reiche aussprach. Er verband damit den Wunsch, daß sie den Kreis Wetterau in guter Erinnerung behalten mögen. Die Feier war von einem reichhalttgen Programm umrahmt. Außer der Hauskapelle und der HI., die mit verschiedenen musikalischen Darbietungen aufwarteten, sang auch der Gesangverein „Heiterkeit" einige Chöre und dessen Tenor Karl F e u s s e r einige Lieder Max Büttner überraschte mit erntete. Die italienischen Kameraden, die von der Ortsgruppe Gießen-Nord in reicher Weise bewirtet wurden, fangen ihre National- und Heimatlieder. Dornotizen. Tageskalender für IHontag. Kraft durch Freude: 19 bis nach 21 Uhr im Stadt- cheater „Das Käthchen von Heilbronn". — Gloria- Palast, Seltersweg: „Ein Leben lang". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Kleider machen ßeute'. — Oeffentliche Vorlesung der Universität: 20.30 Uhr im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts Stewart Chamberlain, der Künder deutschen We- Professor Dr. W. Vollrath über „Houston jene". Gießener Kundgebung zur Woche des deutschen Buches 1940. Wie bereits mitgeteilt, werden im Rahmen des Gießener Dortragsringes der Goeche • Bund, die Kulturelle Vereinigung Gießen und die Volksbildungsstätte Gießen zusammen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Gießen und der Arbeitsgemeinschaft des Gießener Buchhandels am Donnerstag, 31. Oktober, in der Neuen Aula der Universität eine Kundgebung aus Anlaß der „Woche des deutschen Buches 1940" veranstalten. Die Woche des deutschen Buches führt in diesem Jahr das Geleitwort „Buch und Schwert, ein Sinnbild unserer Zeit". Im Hinblick auf dieses bedeutsame Geleit- wort lag es nahe, einen Dichter für die Gießener Buchwoche-Deranstaltung zu verpflichten, der uns mit seinem Schassen heute besonders nahstehen muß: der ostmärkische Kriegsdichter Bruno Brehm. Ortszeit für den 29. Oktober. Sonnenaufgang 8.16 Uhr, Sonnenuntergang 18.01 Uhr. — Mondaufgang 6.01 Uhr, Monduntergang 17.17 Uhr. , Sie we M mm« Achtung! An die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront! Mit dem 31. Oktober 1940 verlieren die jetzigen DAF.-Beitragsmarken ihre Gültigkett und werden eingezogen Ab 1. November werden neue DAF.- Beitragsmarken eingeführt, so daß evt. vorhandene Rückstände in der Höhe des jeweiligen Bruttoem« kommens bis zum 31. Oktober mit den alten Marken nachgeklebt werden müssen. Die neuen Marken dürfen für aufgelaufene Rückstände nicht verwendet werden. 4294D Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß die bei den Baubetrieben üblichen Wochenmarken und die Wehrmachtsmarken zu 0,60 RM. mit dem Ueberdruck 1940 ihre Gültigkeit behalten und im Umlauf bleiben. Die Deutsche Arbeitsfront. Verwaltungsstelle 24. Wetterau Reformationsfest 1940 am 3. November. Mit Rücksicht auf die dringend notwendige Kohlen- ,-örderung und die sonstigen Produktionsnotwendig- Eeiten wird durch eine Verordnung des Generalbevollmächtigten für die Reichsverwaltung in diesem 3000Kilometer Äeöe Roman von Olly Boeheim 12. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) 8. Kapitel. „Hallo, Arne", rief Vera Verries, die vergeblich versuchte, chr zerknittertes eingelaufenes Wollkleid in eine menschenmögliche Fassung zu bringen, „ich fürchte, ich muß in Manchesterhosen, nach Leksand fahren, um meine Sachen zu holen." Der Mann kam lachend naher: „Du sichst ja prächtig aus! Wie ein Schulmädel, das aus feiner Kleidung herausgewachsen ist. Warum willst du überhaupt nach Leksand fahren?" „Weil ich doch nicht ewig in deinen Hosen herumlaufen kann." „Für mich bist du in diesem Anzug am schön- ften." „Außerdem muß ich em Telegramm aufgeben. Sein Gesicht umwölkte sich: „Ein Telegramm? Um Gottes willen!" „Ja, ich will meinen Tanzabend in Göteborg absagen." Er lachte: „Mir zuliebe?" „Nein, mir zuliebe, weil ich einen verstauchten Fuß habe." „Wirklich, nur deshalb?" „Und weil ich in ein Scheusal von Mann verliebt bin!" Arne umfaßte sie, drehte sie in den schmalen Hüften. hob sie hoch und stellte sie lachend wieder auf die Erde: „Aber das ist alles überflüssig." „Wieso, überflüssig?" „Weil ich dich ohnehin nicht mehr weglasie!" „Nie mehr?" „Nie mehr!" „Und wenn ich sämttiche Fische verjage?" „Ich glaube, vor dir kann überhaupt kein männliches Wesen ausreißen, selbst wenn es ein Fisch ist. Also, ich werde für dich nach Leksand fahren, deine Sachen holen und das überflüssige Telegramm aufgeben." Er küßte sie auf den lachenden Mund. „Leb wohl, Geliebte, hüte das Haus und unsere Liebe!" Das schmale Paddelboot schoß durch den klaren Morgen. Bera verfolgte es mit den Augen, bis es im blauen Dunst verschwunden war. Dann warf sie sich ins Gras und starrte in die Luft. Der nordische Himmel wölbte sich glasklar über dem See. Wolkenmänner ritten auf Fabeltieren weißen Wattegebirgen zu. Noch nirgends in der ganzen Welt hatte Vera fo seltsame Himmelslandschaften gefunden wie in Schweden. Sie kannte den sattblauen Saphirhimmel der Tropen mit seinen riesigen Sternen, die so tief zu hängen schienen, daß man glaubte, sie greifen zu können. Sie kannte den märchenhaften, an eine Operettendekoration gemahnenden Himmel, der sich über dem Kaukasus wölbte und das Schwarze Meer zu lautlqfer Andacht verzauberte. Sie kannte den heiteren Himmel Frankreichs, den ewig verschnupften Himmel Englands und den schwermütigen Himmel, der Schottland bewachte. Den lichten, singenden Himmel Italiens und den zornigen Himmel der Bretagne, unter dem die Fischerfrauen demütig die harten Hände falteten. Jedes Land hat seinen eigenen Himmel. So hatte auch Schweden seinen Himmel. Er war besonders kühl, klar und fern. Unter ihm gab es keine rausch- haften Leidenschaften wie unter dem sengenden Himmel Spaniens ober dem erbarmungslosen Gluthimmel Mexikos. Die Menschen jedes Landes nehmen das Gesicht ihres Heimathimmels an, dachte die Frau, und je tiefer sie sich in das Himmelsbild versenkte, umso mehr verstand sie die Seele der schwedischen Menschen, ihre Dichtung, ihre Musik. Ja, es schien ihr, als konnte sie erst jetzt die nordische Kunst ganz begreifen. Einsam waren diese Menschen, versponnen und schwer, grüblerisch und verschlosien. Sie lebten anspruchslos in ihren kleinen Holzhäusern, die wie bunte Pilze in der schwermütigen Landschaft standen. Die meisten Gehöfte lagen meilenweit vom nächsten Dorf entfernt, wie ertrunken in Einsamkeit und Schweigen. Die Nordländer waren helläugig wie die zahllosen Seen ihres Landes, schweigsam wie ihre schwarzen Wälder und hart wie die alten Runensteine, über denen sich spielerisch Birken wiegten, lichte junge Schwestern der düsteren Tannen, in deren Dämmer die Trolle hausten. Ein Land, in dem Idas Märchen noch nicht gestorben war. Und jeder, so schien es, trug sein Geheimnis in sich. Vera beendete ihre nachdenkliche Himmelswande- rung, und das Wort Geheimnis brannte plötzlich in ihrem Herzen. Unbezähmbare Neugierde überfiel ie, mehr von dem Manne zu wissen, in den sie sich auf den ersten Blick verliebt hatte, so leidenschaftlich verliebt, daß alle äußeren Zusammenhänge mit ihm und der Welt ihr bedeutungslos erschienen. Aber jetzt, wo sie zum erstenmal, seit sie ihn gesehen, sich allein überlassen war, prickelte und kitzelte die Neugierde sie in den Fingerspitzen. Sie trat in bas kleine rote Holzhaus unb begann zu kramen. Die Ausbeute ihres heimlichen Einbruchs in bas Ich ihres (Beliebten schien zuerst recht ergebnislos. Berge von ungestopften Strümpfen kamen zutage, eine richtige, ungeordnete Junggefellenwirt- schaft. Da plötzlich fanb sie, ganz unten in ber Kom- mobe, unter einem Wust von Angelgeräten, Flicken unb allerhanb Kram — eine elegante Brieftasche. Mit zittemben Hänben öffnete sie die Tasche, unb eine Menge großer Gelbscheine fiel ihr in bie Hänbe. Atemlos suchte sie weiter. Kein Papier, nichts, was Aufschluß über bie Riefensumme geben konnte! Doch hier — achtlos hingeworfen, ober vielleicht sorgsam versteckt, ein Brillantring. Ein Damenring mit einem großkarätigen Solitär. Vera fühlte, wie ihre Knie versagten. Sie kauerte sich neben bie einfache Bauernkommvbe unb verföchte ihre Gebauten zu sammeln. Kurz bevor sie bas Hotel verließ, war von einem breiften Einbruch in ber Gegenb bie Rebe gewesen. Die Gäste schienen befonbers erregt, weil berartige Einbrüche in Salome seit Jahren nicht vvrgekvmmen waren. Die Gegenb galt als sehr sicher. Nun schwirrte bas Gerücht herum, baß in Den einsamen Wochenendhäusern eingebrochen worben war. Der letzte Raub hatte in einer etwas entlegenen Villa in ber Nahe von Rättwick ftattgefunben, und Vera erinnerte sich genau der Zeitungsnotiz, daß eine Brieftasche mit Geld und allerhand Schmuck entwendet worden sei. Sie fand kaum die Kraft, die Sachen wieder in die Kommode zurückzulegen. Planlos lief sie im Zim- wer auf und ab, die Hände an die Schläfen gepreßt Endlich hatte sie geglaubt, einen Menschen gefunden zu haben, ber sie um ihrer selbst willen liebte. Für den sie nicht bie bekannte Tänzerin Vera Verries war, sonbern ein einfaches Menschenkinb — nur sie selbst. Vera lächelte bitter. Sie hatte sich in bieses Abenteuer hineingestürzt ohne einen Gebauten an morgen. Sie hatte sich verstrickt. Sie zappelte wie ein Fisch im Netz. Konnte sie jetzt noch kühlen Abschieb nehmen, eine Täuschung mehr in ihrem Leben buchen unb abfahren, als sei nichts geschehen? Sie liebte, mein Gott, wie liebte sie ihn! Jetzt erst würbe ihr klar, wie sehr sie liebte. Sie liebte jedes Bild an ber Wanb, bie kleine Blautanne vor bem Fenster, bie bes Nachts im Moublicht silbern schimmerte, als liege Reif barauf. Den zärtlichen Rasen vor bem Haus, bas Plätschern ber Wellen am Steg. Sie liebte feine Hänbe, biefe starken harten Hänbe, bie fo wunbervoll zu streicheln wußten. Sie liebte seinen Munb, ben nachbeuklichen, etwas spöttischen unb, ach, fo mißtrauischen Munb, und alles Licht ber Welt lag für sie in feinen grauen Augen, bie in ber Freube hell würben wie das Meer, wenn bie Sonne barauffcheiut. Sie wußte, sie würde eher für ihn sterben, als ihn verlassen können. Die erste Hälfte ihres Lebens war vorbei, die lichte Sette mit Blumen, Leidenschaften und Kreuz» stattonen. Wohin mündete ber Weg? In Einsamkeit! In weit tödlichere Einsamkeit als in die bisherige. Denn der Weg des Erfolges war von Blumen umsäumt. Vielleicht hatten sie keinen Duft, aber es waren doch Blumen. Wie sollte sie chm entgegentreten? Sie war trotz ihrer Entdeckung ihm doch so sehr unterlegen, denn sie liebte zu sehr. Der Liebende ist immer der Unterlegene. Sie lief aus dem Haus, ein Stück in den Wald hinein. Er war kühl unb schattig wie ein Dom. Allmählich kam Ruhe über Vera; benn vor ber Natur werben alle menschlichen Sorgen klein. Der Walb voll Geröll, Fiublingen unb Farnkraut glich einer Märchenlandschaft; er war so in Unwirklichkeit versponnen, baß Vera sich nicht gewundert hätte, wenn plötzlich ein Troll auf dem Felsen gesessen hätte. Der Wald teilte seine große Ruhe der Frau mit. Was könnte sie anders tun, als offen alles eingestehen, ihre Entdeckung Und die Angst um ihre Liebe. Eins fühlte sie in dieser stillsten Stunde: daß ihre Bekanntschaft keine zufällige war, daß ihre Liebe, die über ihnen zusammenschlug wie bie Wellen bes zornigen Siljansees, etwgs Schick- folbebingtes fein mußte. Mehr als eine Liebelei und tausendmal mehr als ein flüchttges Abenteuer. (Fortsetzung folgt)