Mittwoch,28.August MO (90. Jahrgang Nr. 205 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer biS8'/,Uhr des Vormittag- Ametgen-Preiser Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite NackläNe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift lvorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat nnBild DieScbolle Monats-Bezugsvreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 ^hne Illustrierte » 1.80 ^Zustellgebühr... „ -.25 *aucb bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernfvreckanschluk 2251 Draktanschrift:„Anzeiger" Postscheck llßseftranfL M Gietzener Anzeiger BrfihW UniDtrfhälsbtxdetd 8. £zmgt General-Anzeiger für Oberhessen Sdf,<6ie6en^Sdiil»ra6e 7-9 X w z V; . << 1Ä i > .XX' _ >• rere Deutsche Bomben auf Portsmouth Der erste Bildbericht vom deutschen Lustangriff aus Portsmouth Unser Bild wurde während Les Bombardements suj hie Dockanlagen tes großen südenglischen Kriegstzasens Portsmouth ausgenommen. z lands zu einer Katastrophe auswirken werde. Infolge der lebhaften Tätigkeit, die die deutschen und neuerdings auch die italienischen U-Boote im Atlantischen Ozean entfalteten, hätten die britischen Seewege eine weitere Verlängerung erfahren, was praktisch einem neuen, fühlbaren Tonnage- v e r l u st gleichkomme. Die systematische Bombardierung der englischen Werften durch die deutschen Luftstreitkräfte hätten die Londoner Regie- Keine deutschen Soldaten mehr in französischer Gefangenschaft. Berlin, 27. August. (DJIB.) Die bisher wegen ihrer schweren Verwundung nicht transportfähigen letzten deutschen Kriegsgefangenen im unbesetzten Gebiet Frankreichs sind in diesen Tagen nach Deutschland zurückgebracht worden. Es befinden sich jetzt keine deutschen Soldaten mehr in französischer Gefangenschaft. Unser Bild hielt die wohlgezielten Bombentreffer auf die Anlagen der Staatswerft von Portsmouth fest. ' (Scherl-Bilderdienst-M.) Ribbentrop und Eiano in Wien. Besprechungen mit Csaki und Manuleseu. Berlin, 28. August. (DJtB. Funkspruch.) Der Reichsmlnister des Auswärtigen von Ribbentrop und der königlich italienische Autzenminister Graf L i a n o haben den königlich ungarischen Außenminister Graf L z a k i und den königlich rumänischen Außenminister Manuleseu heute nach Dien eingeladen, um dort gemeinsam interessierende Fragen zu besprechen. Die Besprechungen der Außenminister beginnen am Donnerstag. rung gezwungen, zahlreiche Kriegsschiffe zur Reparatur nach überseeischen Werften zu schicken, wodurch ein großer Zeitverlust entstehe. Darüber hinaus habe der Mangel an Wersten meh- Krregsschiffe gezwungen, die durch Bomben- Oie britische Insel unter den Bomben der deutschen Lustwaffe Die Lustabwehr versagte. Madrid, 28. Aug. (DNB. Funkspruch.) Das Versagen der englischen Lustwarnung im Falle des deutschen Angriffes auf den Flugplatz Croydon wurde von dem konservativen Abgeordneten Herbert Williams in einer Anfrage an den Innen- Minister gerügt. Die erste Bombardierung sei um 19 Uhr erfolgt, während die Warnung erst um 19.15 Uhr gegeben worden sei. — Innenminister Anderson versuchte daraufhin die verantwortlichen Stellen zu verteidigen, indem er sagte, sie hätten Anweisung, die Sirenen erst auszulösen, wenn die Entwicklung eines Angriffes übersehbar sei. Das sei im Falle Croydon nicht möglich gewesen. Es habe zunächst der Eindruck bestanden, daß die deutschen Flieger die englische abwürfe verursachten Schäden an den Maschinen oder Deckpanzerungen mit Bordmitteln notdürftig auszubessern, so daß ihr Kampfwert bedeutend geringer geworden sei. Mittlerweile aber verbreite die englische Lügenpropaganda Nachrichten über die mehr oder weniger vollständige Zerstörung des deutschen Industriegebietes an der Ruhr und der norditalienischen Industriezentren. „Popolo di Roma" macht sich auch über die Flugblätterpropaganda Duff Coopers lustig, deren Text das Blatt als den Gipfel der Dummheit bezeichnet. Sowohl bei der deutschen als auch bei der italienischen Bevölkerung hätten sie lebhafte Heiterkeit hervorge- rufen. handelt, die bisher über Dover ausge- kämpft worden seien. Granatsplitter und Maschinengewehrkugeln hätten wie bei einem Regen die Straßen bestreut. Auch dieser Korrespondent war während des Luftangriffs unter freiem Himmel. Er bestätigt, daß Messerschmitt-Jäger die Ballonsperren bei Dover angriffen und davon zwei Ballone in Brand schossen. Obwohl englische Jäger bereits an der südenglischen Küste aufstiegen, um die deutschen Maschinen anzu- greifen, gelang es ihnen nicht, die deutschen Flugzeuge an ihrem Weiterflug zu hindern. In einem Bericht des Reuter-Büros wird erklärt, daß die Deutschen in der Nacht zum Dienstag von Anbruch der Dunkelheit bis zum Morgengrauen ihren bisher größten Angriff gegen Großbritannien durchgesührt hätten. Während dieser Nachtangriffe überflogen die deutschen Flugzeuge die englische Küste in einer Länge von mehr als 800Kilometer, über Gegenden von Nordosten bis zum Siidwcfften einschließlich Middlands und der Londoner Gegend. Bomben fielen an verschiedenen Stellen 'nieder. Militärisch wichtige Ziele wie Industrieanlagen in den Middlands, so gibt selbst Reuter jetzt zu, wurden in Mitleidenschaft gezogen. In mehreren Gegenden waren die Luftalarme die längsten seit Kriegsbeginn. Das ausgedehnte Feuer der Flakbatterien, das Aufblitzen der Bombenexplosionen und die Strahlen der Scheinwerfer bildeten den dramatischen Hintergrund für den siebenten Luftangriff auf die militärischen Anlagen Londons innerhalb von drei Tagen. Englands Vinnenverkehrswege verstopft. Madrid, 28. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Zeitung „Madrid" stellt in einem Leitartikel unter der Überschrift „Ganze Arbeit" fest, daß die ununterbrochenen deutschen Luftangriffe auf militärische Anlagen in England das gesamte Verkehrswesen des Landes schwer erschüttert haben. Die Konsequenzen seien unabsehbar. Fest stehe, daß die Verlegung des gesamten Schiffsverkehrs in die unzureichenden Häfen der Westküste eine vollkommene Verstopfung d e s B i nnenverkehrs verursachen werden. Das britische Eisenbahnnetz von der Westküste ins Innere sei vollkommen unzulänglich, um den Anforderungen zu genügen. Sehr aufschlußreich fei in diesem Zusammenhang die Bestellung von 75 000 Tonnen Eisenbahnschienen in Nordamerika durch die englische Regierung. Die Kanäle seien nur für lokale Bedürfnisse verwendbar. Der Kanalverkehr bewältigte durchschnittlich 10-45 000 Tonnen, sei also vollkommen ungenügend für die englische Versorgung. Auch das englische Wegenetz von 45 000 Meilen sei zur Hälfte nur für einen Einbahnverkehr geeignet. Römische Berichte. London über die Handelsschiffsverluste beunruhigt. Rom, 27. Aug. (Europapreß.) Die Tatsache, daß bie Engländer am Montag wiederum 72 Flugzeuge verloren haben, während nur 14 deutsche Apparate nicht zurückgekehrt sind, wird von den italienischen Blättern als ein erneuter Beweis für die gewaltige Ueberlegenheit der deutschen Luststreitkrafte gegen» über der englischen Lustwaffe gewertet. Diese Ueber- legenheit, so schreibt „Messaggero , sei ^uckeich. Die englische Abwehr erscheine in ihrer wirkungslos. Die berühmten Fes se lb ai- lonfperren dienten zu nichts. Als bezeichnend für die deutsche Ueberlegenheit führt das Blatt an, vaß die 7 0 Flugzeuge, die Bomben auf die Waffen- und Munitionsfabriken von ®ir mt n 9' Ham abgeworfen haben, sämtlich zu ihren ®tug- punkten zurückqekehrt sind. Weiter teilen die römischen Blätter mit, o schweren Verluste der englischen Handelsflotte im Monat August gäben m London Anlaß zu schwerer Sorge Man befürchte, daß im Falle einer Verschärfung der Lage im Fernen Osten und im Mittelmeer sich die maritime Lage Ung- Verteidigung nicht durchbrechen könnten. Das sei dann wider Erwarten doch eingetreten. Irn übrigen seien die Luftwamstellen nicht unfehlbar. Reparaturbedürftige Kriegsschiffe. Tokio, 28. Aug. (Europapreß.) Daß sich viele Einheiten der englischen Kriegsmarine zur Reparatur in den Docks befinden, wurde von dem Kapitän des japanischen Dampfers „Hakusan Maru" bestätigt, der am Dienstag mit einer größeren Zahl japanischer Flüchllinge aus England in Yokohama eintraf. Er erklärte: „Ich sah 16 englische Kriegsschiffe in den Trockendocks von Liverpool. Nach dem, was ich mit eigenen Augen sehen konnte, hat die Flotte Englands schwere Schäden erlitten." Neuorientierung der Niederlande. Die Niederlande sind durch ihre günstige geographische Lage, durch die außerordentliche Fruchtbarkeit des Bodens, die durch eine Art Treibhausklima noch weiteste Förderung erfährt, sowie durch den Reichtum an Bodenschätzen für Europa schon immer das Land gewesen, „in dem Milch und Honig fließt". Es hatte sich namentlich im vorigen Jahrhundert und bis zum Weltkriege ein Wohlstand der niederländischen Bevölkerung herausgebildet, der eine gewisse Sprichwörtlichkeit besaß. Wenn ein Holländer in irgendeinem europäischen Land als Gast erschien, so verband man mit ihm unwillkürlich den Begriff des Reichtums und der Wohlhabenheit, ein Begriff, dem sich auch das Wesen und Aussehen des holländischen Bürgers bereits angepaßt hatten. Nicht zuletzt hatte der große Kolonialbesitz der Niederlande diesem nur 8,5 Millionen Einwohner zählenden Land außerordentliche Einkünfte eingebracht. Aus diesem Wohlergehen mußte sich eine gewisse Übersättigung des holländischen Menschenschlages herausbilden, die die kämpferischen Energien lähmte und naturgemäß in schlechten Zeiten ernste Rückschläge auslösen konnte. Es wird vielfach angenommen, daß die holländische Wirtschaft ein überwiegend landwirtschaftliches Gepräge aufweist. Das ist nicht der Fall. Bei Aufgliederung der erwerbstätigen Bevölkerung überwiegen die Industrie und der Bergbau. Nach der letzten niederländischen Bevölkerungsstatistik sind von den insgesamt 3,8 Mill. Erwerbstätigen des 8,64 Mill. Einwohner zählenden Mutterlandes 1,25 Mill, oder 39 v. H. in diesen beiden Wirtschaftsgruppen beschäftigt. Durch die Eigenart der Lage bedingt, stehen an zweiter Stelle die Gruppen Handel und Verkehr mit 21 und 16 v. H. Dann erst folgt die Forst- und Landwirtschaft mit einem Anteil von rund 24 v. H. Trotzdem ist die holländische Landwirtschaft infolge ber natürlichen Voraussetzungen eines guten Bodens, guter klimattscher Verhältnisse und ihrer gepflegten Kuttur durch die Erzeugung von Vieh, Milch, Butter, Eiern, Käse sowie durch die uralten Gartenkulturen, Gemüse und Blumen seit jeher für das Land von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung. Im Laufe des vorigen Jahrhunderts entwickelten sich Industrie und Landwirtschaft zu einem Umfang, der über die Bedürfnisse der eigenen Wirtschaft weit hinauswuchs. Nicht zuletzt bedingt durch die verkehrsaeographifche Lage uni) den hohen Stand der Schiffahrt sowie durch den Kapitalreichtum des Landes kamen in schneller Folge zahlreiche Industriezweige auf und wprden zum wichtigsten Ausfuhrfaktor. Der Rohstoffmangel zwang jedoch zur Einfuhr von ausländischen Rohstoffen in großem Umfange. Das gilt besonders für Mineralien^ Der Anteil der Jndustrieprodukte an der Gesamt- Folkestone und Dover im Vomvenregen. Neutrale Wahrnehmungen. Stockholm, 28. Aug. (Europapreß.) „Dagens Nyheter" bringt Stimmungsbilder von den Auswirkungen der deutschen Luftangriffe auf Folkestone und Dover. Der Korrespondent erklätt, daß die 30 deutschen Bombenflugzeuge, welche Montag' nachmittag Folkestone angriffen, nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die militärischen Stellen überrascht haben. Das Bombardement kam derart unerwartet, daß die Einwohner nicht mehr Zeit genug hatten, vor dem Niederschlagen der ersten Bomben in ihre Luftschutzkeller zu stürzen. Dey in Folkestone angerichtete Schaden muß beträchtlich sein. Obwohl der Korrespondent die ganze Zeit Augenzeuge des Luftkampfes gewesen ist, der sich über Folkestone absvielte, war er nicht in der Lage, auch nur den Abschuß eines einzigen deutschen Flugzeugs selber zu beobachten. Die deutschen Flugzeuge flogen in den Nachmittagsstunden in drei verschiedenen Wellen über Dover hinweg und setzten dann ihren Weg in Richtung London fort. Sie waren begleitet von starken Iägereskorten und flogen so hoch, daß sie nur als Heine Punkte zu erkennen waren. Die Luft- kämpfe konnte man jedoch vom Boden verfolgen. Es habe sich um die heftigsten Kämpfe ge- AmZKontag wieder 70 Aindslugzeuge vernichtet., Neue Lustangriffe auf südenglische Flugplätze, die Krieg-Häfen Portsmouth und ei wrt Plymouth, sowie englische Flugzeugrüstungswerke Küstengewässer. Aber die englische „Luftwaffe" fliegt in Deutsch- land herum, wie es ihr paßt und hat allein im Juli 37 000 (!) Bomben auf militärische Ziele an Rhein und Ruhr abgeworfen!? lieber diese groteske Albernheit wird nicht einmal das Ausland lachen, geschweige denn mir in Deutschland; die englische' Luftwaffe hat es bisher noch nicht ein einziges Mal gewagt, in einem angemessenen großen Verbände in Deutschland „herumzufliegen wie es ihr paßt"— ihre Derlustzahlen besagen genügend viel über die Gründe. Ungewöhnlich töricht aber ist die Versicherung, England ist nicht Norwegen und ein Einfall in England würde das Ende des Krieges und das Ende von Hitlers Macht bedeuten. Wir wollen nur kurz daran erinnern, daß sämtliche militärischen Fachleute Englands wie die der übrigen Welt, ein Unternehmen wie die deutsche Expedition nach Skandinavien für völlig unmöglich gehalten haben! Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Und der vergnügliche Schluß: das deutsche Volk, so versichert das Londoner Flugblatt, „konnte früher seine Meinung durchsetzen" — was heißt das „früher"? etwa in der Systemzeit?, in der Zeit des Versailler Diktates, des Dawes-Diktates, des Youngschen Ver- sklavungs-Planes? Wie grenzenlos weltfremd muß Englands herrschende Clique sein, wenn sie dem politisch geschulten Volk des neuen Deutschland gegenüber einen derartigen Blödsinn zu Papier bringt! unterbrochen und auf einen Grenzübergang bei St. Margarethen—Bregenz beschränkt war, ist — wie die „Frankfurter Zeituna" aus Zürich meldet — seit dem 24. August wieder m dem Umfange zugelassen worden, den er vor dem 10. Mai hatte. Insbesondere werde auch der Reichsbahnhof Basel wieder für den durchgehenden Verkehr zwischen der Schweiz und Deutschland geöffnet sein. Geleitzug im östlichen Mittelmeer bombardiert. Der italienische Wehrmachtsbericht. Rom, 27.Aug. (DRV.) Der italienische wehr- Machtsbericht vom Dienstag hat folgenden Dorl- laut: In Rordafrika find von unserer Luftwaffe Kraftwagen bei Vir Sceferzen und Barackenlager bei SUH Varani bombardiert worden. Ein feindlicher, von Kriegsschiffen gesicherter G e - l ei tz ug wurde von unseren Formationen im ö st - lichen Mittelmeer bombardiert. In Ostafrika scheiterte ein feindlicher Einflug- verfuch über Asmara an der prompten Reaktion unserer Luftwaffe. Die feindlichen Flugzeuge haben ihre Bomben auf freiem Feld abgeworfen, ohne Schaden anzurichten. Unsere Jäger haben ein Flugzeug abgeschossen. » Wiederum über die Schweiz hinweg ist der E o rn wa ll, auf Fl u gz e u g r ü st un g s wer ke in Eoventry und bei Birmingham sowie auf die Hafenanlagen von hüll und Rew- c ast le. Rach dem Abwurf zahlreicher Bomben entstanden an vielen Stellen Brände und Explosionen, insbesondere in Plymouth und hüll. Das verminen britischer Seehäfen aus der Luft nahm seinen Fortgang. In der Rächt zum 27. August warfen britische Flugzeuge im Reichsgebiet an mehreren Stellen Bomben. Der angerichlete Sachschaden isl unwesentlich. Es wurden zwei Zivilpersonen getötet, acht verletzt. ~ v , Die Gesamtverluste des Feindes betrugen gestern 7 0 Flugzeuge, davon wurden 61 im Luftkampf abgeschosfen und 9 am Boden zerstört. 21 eigene Flugzeuge werden vermißt. Flugblätter. Don unterer Jetliner Echristleitung. Der Wehrmachtsdericht vom Dienstag. Berlin, 27. Aug. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Fliegeroerbände griffen erneut In Süd- England Flugplätze, Truppenlager sowie den Kriegshafen Portsmouth an. Eine Funkstation auf den S c i l l y-I n s e l n wurde zerstört. Drei im Geleitzug fahrende Handels- ch i f f e erhielten nördlich F r a f e r b u r g h schwere Bombentreffer. Im Verlauf der Kampfhandlungen kam es zu mehreren für uns erfolgreichen Luftkämpfen. In der Rächt zum 27. August unternahmen stärkere Kampffliegerverbände Angriffe auf den Kriegshafen Plymouth, auf einen Flugplatz in englischen Flugblatt widmen, das üb er Berlin abgeworfen wurde. Die Angelegenheit ist an sich bedeutungslos genug. Aber der Text des Blattes ist wieder so entwaffnend komisch, daß mir unfern Lesern hier ein paar Stichproben vorsetzen molken Das britische Jnformationsmimsterium, dessen Leute solche Flugblätter verfassen, stellt den 80 Millionen Deutscher einfach „492 Millionen des britischen Weltreiches" gegenüber — als wenn irgendein Teil dieses morschen und langsam ab- bröckelnden Weltreiches sich bisher mit Begeisterung in den englischen Krieg gestürzt hatte. „Die ganze industrielle und landwirtschaftliche Produktion Noro- und Südamerikas" soll gegen Deutschland mobilisiert sein — wir haben davon noch nichts gemerkt, aber um so mehr von den ständigen englischen Beschwörungen und Bitten drüben in USA. um Lieferungen angefangen von den Bittgängen des englischen Botschafters in Washington, über die erfolglosen Bemühungen der englischen Einkaufskornrnis- sion bis zum Kuhhandel mit den von England einst geraubten Inseln vor der amerikanischen Ostküste. Die britische Kriegsflotte ist „mächtiger als alle europäischen Flotten zusammen"? Ja um Himmels willen, warum hat diese mächtige britische Kriegsflotte dann jede, aber auch jede Gelegenheit zur vollen und nachdrücklichen Machtentfaltung sogar in den vermeintlich eigenen Gewässern Englands peinlich vermieden? Siehe Norwegen, siehe Holland und Belgien, siehe die kopflose Flucht der Engländer aus Dünkirchen, siehe den Kanal um die englischen Ziegierungskrisis in Aegypten'. Oie römische preffe fordert Klärung des Verhältnisses zu England. Minister Beaverbrook zugute käme. Bisher hieß es immer, daß Deutschland großen Mangel an Rohstoffen habe und das Material feiner Flugzeuge gegenüber dem britischen minderwertig sei. Plötzlich aber wird festgestellt, daß die deutschen Flugzeuge aus erstklassigem Material bestehen, und daß Aluminium und andere kostbare Metalle abgeschossener deutscher Flugzeuge als wertvolle und äußerst willkommene Bereicherung der britischen Flugzeugproduktion zugeführt werden. Das rohstoffarme und angeblich von allen Zufuhren abgeschnit- tene Deutschland liefert durch den Schrott feiner ab= geschossenen Flugzeuge dem stolzen Großbritannien, dem angeblich alle Hilfsquellen der Welt offenstehen, die für feine Flugzeugproduktion dringend benötigten Metalle. Es werden auch 14 4 historifche G e - s ch ü tz e, die von den britischen Truppen in Sebasto- pol, im chinesischen Opiumkrieg und in Afghanistan benutzt worden waren, aus dem Arsenal von Woolwich entfernt und verschrottet. Das Versorgungsministerium hat ferner angefangen, Fabriken und Lagerhäuser nach Altmetall, das der Kriegsindustrie dienen könnte, zu durchsuchen. Eine Fabrik in der Nähe von Liverpool hat, wie Reuter stolz hervorhebt, 125 Tonnen Stahl hergegeben. — Und dies alles im „reichen England", dem angeblich die Rohstoffquellen der ganzen Welt zur Verfügung stehen. .... Beschleunigung vor sich. Statt 17 000 Arbeitern, die oiermonatige Kurse in diesen neunzehn Zentren durchmachen, könnten sofort 35 000 die Ausbildung beginnen, wenn es nicht an geeigneten Le h - rern fehlte. Die Regierung hat 2000 Jnstruk- torenftellen ausgeschrieben. Sie hat sich schon zweimal genötigt gesehen, die Gehälter für Instruktoren zu erhöhen. Da aber gleichzeitig in der Industrie für geschulte Facharbeiter außerordentlich hohe Löhne gezahlt werden, scheint es fraglich, ob der Anreiz Der erhöhten Gehälter in den Ausbildungs- Zentren ausreichen wird, um den Mangel an Lehrkräften zu beheben. In den Bromwich-Flugzeugwerken mußten 340 Facharbeiter entlassen werden. Wahrscheinlich sind die Entlassungen durch die gerade in englischen Flugzeugfabriken sich immer empfindlicher bemerkbar machende Materialknappheit hervorgerufen. England hat durch den Ausfall Frankreichs als Lieferland 83 Prozent feiner gesamten Einfuhr an Bauxit, dem Ausgangsrohstoff für Aluminium, verloren. Da in England kein Bauxit gewonnen wird und da die Bauxit-Einfuhr nicht umgelagert werden konnte, versuchte man in England der beginnenden Aluminiumnot durch eine Sammlung von A l u m i n i u m g e s ch i r r zu Oie Schweizer presse zu den englischen Neutralitätsverletzungen. Bafel, 28. Aug. (Europapreß.) Zu den neuerlichen Verletzungen des schweizerischen Luftraumes durch britische Flugzeuge schreibt die „Nationalzeitung", diese wiederholten, absichtlich vorgenommenen Verletzungen des schweizerischen Hoheitsgebietes — wenige Tage, nachdem die englische Regierung dem Schweizer Gesandten in London das tiefste Bedauern ausgesprochen und die Versicherung abgegeben habe, daß der Schweizer Luftraum geachtet werde hätten in der Bevölkerung der Bundeshauptstadt und bei den verantwortlichen Stellen der Bundesregierung Befremden her- vorgerusen. Die schweizerische Nation werde diesen Afiront nicht hinnehmen. Sie werde ihren P rote st i n s ch ä r f st e r Form wiederholen und in London die ernstesten Vorstellungen erheben. | Weder im Weltkrieg noch in diesem Krieg fei die I Integrität derart bewußt und wiederholt mißachtet worden. Die „Basler Nachrichten" schreiben, man müsse annehmen, daß die Rechte der kleinen Völker einfach mit Füßen getreten würden. Das fei für die Schweiz um so empörender, als der militärischen Lage nach in keiner Weise irgendeine Not- wendigkeit vorliege, daß die Engländer in dieser schroffen und herausfordernden Weise die Schweizer Neutralität verletzen. Mit dem bloßen Bedauern solcher Neutralitätsverletzungen sei der Schweiz nicht geholfen. Oer Srenzverkehr zwischen Deutschland und der Schwei,. Der Grenzoerkehr zwischen der Schweiz und Deutschland, der seit dem 10. Mai nahezu vollständig steuern. Aber auch diese Sammlung wurde ein Fehlschlag. Deshalb ist eine Meldung aus London interessant, daß gewaltige Mengen von Aluminium und anderen kostbaren Metallen vonabgestürz- ten deutschen Maschinen abmontiert und der britischen Flugzeugproduktion zugeführt seien. Gegenüber dem, was früher erzählt wurde, seien nämlich die deutschen Flugzeuge keineswegs aus Ersatz gebaut, sondern von erstklassigem Material, das nun dem Flugzeug-Produktionsausfuhr beträgt etwa 57 o. H. und ist doppelt so groß wie der der Landbauprodukte. Die für den Export sehr wichtige Jndustriegruppe arbeitet in bedeutendem Umfang in Großbetrieben. Hierzu gehören die Maschinen-, Schiffsbau- und Verkehrs- industrien, die Glühlampen- und Radioindustrie, die in der ganzen Welt eine führende Stellung innehat, sowie die Herstellung von Meß- und Wiegegeräten, Maschinenfabriken, die Kunstseidenindustrie, der Flugzeugbau und die Draht- und Kabelfabrikation. Die Lebensmittelindustrien stellen 17 v. H. des gesamten Ausfuhrwertes dar. Zu weiteren Ausfuhrzweigen gehören die Schuh-, Zigarren» und Textilindustrien, sodann der Bergbau mit den Nebenindustrien, zum Beispiel Stickftoffindustrien erwachsen könnten. Klärungen seien notwendig, so betont das offiziöse römische Blatt weiter. Es sei gerechtfertigt, wenn Italien heute auf das britannifierte Aegypten als eine direkte und schwere Bedrohung blicke und daran denke, diese Bedrohung in seinem Herde zu er sti ck e n. Italien denke nicht daran, Aegypten zu bekämpfen. Italien habe aber die Pflicht, sich zu überlegen, wie d i e englischen Streitkräfte und die Hegemoniepläne des englischen Imperiums bekämpft werden könnten, die die Unabhängigkeit Aegyptens vergewaltigten. Es werde Sache des ägyptischen Volkes fein, diese Sachlage zu begreifen. Ihre Verdunkelung durch Hingabe an das englische Ränkespiel wurde aber für Aegypten schwere Folgen haben. Rom, 28. Aug. (Europapreß.) Der ägyptische Ministerpräsident Hassan Sabry Pascha hat nach einer Meldung der „Tribuna' Koma Faruk seine Demission überreicht. Er wurde vom König mit der Bildung der neuen Reglern n q betraut. Hassan Sabry Pascha hot lange m London als Vertreter Aegyptens gewirkt. Er gilt als Vertrauensmann Englands. Italien gegenüber ist er feindlich eingestellt. In dem unerwarteten Rücktritt und in der sofortigen Betrauung mit der Neubildung de? Regierung sieht „Giornale d'Jtalia", Gayda, den Beweis, daß in Der zurückgetretenen Regierung sich starke Kräfte der englandfreundlichen Politik Hassan Sabry Paschas gegenüber gegensätzlich eingestellt hatten. In !der Tat sei eine große Anzahl maßgebender voll- tischer Persönlichkeiten und ein großer Teil des ägyptischen Volkes mehr denn je englandfeind- lich eingestellt. Diese Kreise wünschten eine freundschaftliche Verständigung mit Italien. Ihnen sei bekannt, daß Italien nur die Engländer aus Aegypten verjagen wolle. Die gewalttätig« Militär Politik Enalands nach dem Abschluß des englisch-ägyptischen Bündnisvertrages habe Aegypten wirtschaftlich ruiniert. Dor fünf Jahren sei Aegypten noch einer der wenigen Staaten mit einer aktiven Staatsbilanz gewesen. Ansehnliche Reserven seien aufgehäuft gewesen. Gegner erneut in verschiedene Provinzen Rorditaliens eingeflogen. Durch das scharfe Eingreifen unserer Luftabwehr und unserer Luftwaffe hat der Gegner nur einige Bomben bei Turin abwerfen können, wobei ein Pavillon von Fiat und das Sanatorium von St. Luigi getroffen worden. In der Provinz von Pavia wurden auf freiem Felde zwei Sennhütten getroffen, wobei ein Bauer getötet, ein anderer schwer verletzt wurde. Ein feindliches Flugzeug, das vorn Feuer der 27. Batterie der Luftabwehr getroffen wurde, ist in der Gegend von B a 1 e r a , einer Gemeinde des Kreises Arese, brennend abgestürzt. Die aus fünf Wann bestehende Besatzung ist tot Englische Sorgen um Hongkong. Rom, 27. Aug. (Europapreß.) Nach einer Ste- foni-Melduna aus Tokio ist am Montag ein japanisches Expeditionskorps bei der befestigten Stadt K i t ch i ch in der Provinz Kwantung, etwa hundert Meilen o st lich von Hongkong, gelandet worden. Die Japaner hätten die chinesischen Streitkräfte in der Stadt schnell überwältigt und sich großer Kriegsmaterial- und Lebensmittellager bemächtigt. Nach einer Stefani-Meldung aus London bereitet die Entwicklung der Ereignisse im Fernen Osten der englischen Regierung ernste Sorge. Die Regierung habe den Behörden von Hongkong mitgeteilt, nicht in der Lage zu sein, militärische Derstärkun- ge n in di« Kolonie zu endenden. Trotzdem müsse Heute aber seien diese Reserven aufgeb ra u ch t, weil sie zu den von England erzwungenen militärischen Vorbereitungen hätten Verwendung finden müssen. Aegypten sei heute sogar an England verschuldet infolge der ihm auferlegten Beschaffung von Waffen und sonstigem Kriegsmaterial. Heute sterbe der Fellah vor Hunger, damit die Waffen seines Bedrückers bezahlt werden könnten. Und nun poche England auf den Bündnisvertrag und gaukle Aegypten große Vorteile vor, die dem Lande durch Teilnahme an dem Krieg gegen die Achsenmächte und andere mehr. Gemessen auf den Kopf der Bevölkerung — 244 Einwohner wohnen auf einem Quadratkilometer — weist die niederländische Wirtschaft neben Dänemark und Belgien pro Kopf der Bevölkerung berechnet die höchste Exportquote auf. So stellt die niederländische Wirtschaft einen mit der Weltwirtschaft sehr stark verbundenen Organismus dar. Sie ist kein autarkes Gebilde, keine im industriellen und agrarischen Sektor sich organisch ergänzende nationale Wirtschaft, die aus sich selbst heraus bestehen konnte. Diese Eigenart der wirtschaftlich strukturellen Prägung hatte zur Folge, daß jede außenkonjunkturelle Storung im Lande fühlbar wurde. Wie schwerwiegend der Rückschlag durch die Weltkrise für die Niederlande war, geht daraus hervor, daß der Wert der Ein- und Ausfuhr von 1929 bis 1935 um 66 v. H. zurückging. Es hat im Lande nicht an kritischen Stimmen gefehlt, die eine mehr autarke Wirtschaftshaltung forderten. Aber zu einer durchgreifenden Neuorientierung in der Erzeugung tonnte sich die Regierung nicht entschließen. Erft die kriegerischen Ereignisse zwingen nunmehr zur Bereitschaft des Handelns zur besseren Zukunftsgestaltung des Landes. Der frühere holländische Ministerpräsident Dr. Collin setzt sich neuerdings in einer Broschüre unter dem Titel „An der Grenze zweier Welten" f ü r ei ne D ft Orientierung der holländischen Wirtschaftspolitik ein, da „eine deutsche Niederlage m diesem Kriege nicht mehr möglich sei und Holland hieraus die Verpflichtung einer intensiveren Zu- fammenarbeit mit Deutschland erwachse". Die gleiche Forderung wird neuerdings in holländischen Zeitungen, vor allem im „Nieuwe Rotterdamsche Courant", erhoben. In der Vorschau auf diese Entwicklung ist das genannte Blatt so optimistisch, daß es eine ähnliche wirtschaftliche Blüte für Holland erhofft, wie sie bis 1930 war und „wo unsere Wohlfahrt in einem bisher nicht gekannten Umfange von Jahr zu Jahr zunahm". Es kann nur als sympathisch angesprochen werden, wenn nach den schweren Schicksalsschlägen und Erschütterungen der letzten Zeit die niederländische Arbeitsenergie nach einer, den neuen Verhältnissen sich anpassenden -Wirtschaftsbasis strebt. „Wir müssen uns bewußt sein", so heißt es in einer holländischen Betrachtung, „daß, wenn di« Zukunft uns gute Aussichten bieten soll, wir bereit sein müssen, dies« Zukunftsgestaltung A - 9 ~ < durch eigene Kraft herbeizuführen." VMrtttrtPI Hierzu gehört die Erkenntnis, daß das Wohl und -U vlHHll/V* M Wehe des Landes in Zukunft von der europäischen / - M «O üsV’ä"*.. an Facharbeitern und Rohstoffen. I England muß abgeschoffen- Flugzeuge und h.storssche Kanonen verschrotten. 30 v.H. ihrer Ausfuhr verloren Auf der oberen ^^rib, 27. Aug. (Europapreß.) Der von dem Seite entsteht natürlich ein erheblicher Au^all m I Arbeitsminister Bevin ins Leben gerufene der Einfuhr. Es durste aber durchaus möglich fein, I für bie Ausbildung großer Zahlen von Fach- daßander eJDIartte, ^^nterln erster Öinl a;beitern für die Rüstungsindustrie stoßt auf große Deutschland, Ost-, Sud- untF ©ubofteuropa, jene (5d)roieriflFeiteni Diese liegen nicht nur auf Seiten Erzeugnisse aufzusaugen vermögen, die em Acht- U Unternehmer, die sich gegen die Ausbildung in millionenvolk herzuitellen in der Lage ist. Dort L Betrieben sträuben, oder der Fachgewerkschaf- wo gewisse Jndustriezwevge künstlich aufgepappelt L ^denken ^ntm des Verlustes ihrer Vorwurden, ergibt sich die Notwendigkeit der Korrektur I '5rte[Iung durch die rasche Vermehrung der Fach- nunmehr automatisch. Jndustnewirtschaftlich ift argejter hLen. Auch in den staatlichen Ausbildungs- gröhte Vorsicht geboten, da sich für Holland die qeM die Ausbildung nicht mit der gewünsch- Nolwendigkeit ergibt, aus größeren Gesichtspunkten 0 $ DOr Statt 17 000 Arbeitern, heraus zu wirtschaften. Nickt das eigene binnen- ...... ' 01 wirtschaftliche Interesse darf hierbei im Vordergrund stehen, sondern das wirtschaftliche Zusammenleben in einem großen Wirtschastsraum muß ziel- bestimmend sein. Hier wird manches Opfer gebracht | werden müssen. Man darf aber sehr wohl bei der ausgeprägten Unternehmerinitiative und deyi psychologischen Einfühlungsvermögen der Niederländer erwarten, daß sie die NeuorieUtierung auf das wirtschaftliche Zusammenleben in einem großen europäischen Wirtschaftsraum ohne allzu starke Reibungen durchzufShren vermögen. Bedeutsam für die Berettschaft der Ni«derlande, die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Deutschen Reich durchzuführen, ist die Gründung eines Nationalkomitees für wirtschaftliche Zusammenarbeit, dessen Aufgabe darin besteht, mit den bereits bestehenden Betriebsorganisationen eine zielstrebige Koordination zwischen allen Wirtschaftszweigen wie Handels Gewerbe, Schifffahrt, Landbau usw. zustande zu bringen. Man geht nicht fehl in der Annahme, daß diese Organisation planvolle Arbeit im Sinne der oben angedeuteten Problematik leisten wird. Dr. H. Thurau. sie damit rechnen, daß di« Kolonie bis zum äußer st en verteidigt werde. Ein UGA -Admiral fordert Uebernahme von Singapur. Tokio, 27. Aug. (DNB.) In Japan hat eine Rede des amerikanischen Konteradmiral Darnell, des früheren Kommändeurs des Ostastenge- schwaders, erhebliche Erregung hervorgerufen, in der dieser die zur Uebernahme von Singapur aufforderte. — „Hotschi Sckimbun" schreibt, es sei unmöglich, die Anspielung auf Sinaa- pur stillschweigend zu übergehen. Bisher eien die Kräfteverhältnisse im Pazifik zwischen Japan und Amerika gleich. Sobald aber die USA. einen neuen pazifischen Stützpunkt gewännen, würde die Waage zugunsten Amerikas ausschlagen. Die Bedrohung Japans würde noch ernster werden, falls die USA. mit A u st r a l i e n ein ähnliches Abkommen wie mit Kanada schließen sollten. Englischer Anschlag auf die Azoren geplant? Rom, 28. Aua. (Europapreß.) Die englische Regierung plane, so berichtet „Giornale d'Jtalia", einen militärischen Anschlag auf die portugiesischen Azoren und di« spanischen Kanarischen Inseln. In einem englischen Hafen werde ein E x - peditionskorps ausgerüstet, das zum An - griff auf diese Inseln an der Nordwesttüste Afrikas bestimmt sei. Eine maßgebende Gruppe des englischen Oberhauses habe der englischen Regierung in Voraussicht von schwerwiegenden Verwicklungen im Mittelmeer und in Südosteuropa die Vorbereitung dieses .Expeditionskorps nahegelegt, weil durch die befürchteten Verwicklungen die englische Schiffahrt in die schwierigste Lage kommen würde. Oie Beschränkung der Wehrpflicht in USA. auf die westliche Hemisphäre. Washington, 28. Aug. (Europapreß.) Der nordamerikanische Senat beschloß mit 67 aegen 4 Stimmen, daß die Wehrpflichttgen der USA. nur in der westlichen Hemisphäre sowie in USA. -Besitzungen und USA.-Territorien einschließlich der Philippinen eingesetzt werden i>ütfcn. Ein erheblicher Teil der Senatoren hatte zunächst die Ausübung der Wehrpflicht allein auf das Gebiet der USA. beschränken wollen. Ein entsprechender Zusatzantrag wurde jedoch mit 39 gegen 32 Stimmen abgelehnt. Grenzziehung zwischen Mandschukuo und der Außenmongolei. Tokio, 27. Aug. (Europapreß.) Der Abschluß der dreiwöchigen Verhandlungen in Tschita über die Grenzziehung Mandschukuo — Außenmongolei wird in der Tokioter Presse mit Genugtuung verzeichnet. Unter den vielen Problemen zwischen Rußland und Japan hab« besonders die Grenzfrage von Nomonhan eine schnelle Losung gefordert, erklärt „Asahi". Die jetzt beginnende Demarkation an Ort und Stelle müsse im Zeichen einer beginnenden Annäherung Japan-Mandschukuo- Rußland-Außenmongolei begrüßt werden. „Dvmiure" bezeichnet die Vereinbarung des Demarkationskomitees als einen Schritt vorwärts, um künftig überflüssige Zusammenstöße zu vermeiden. Die Vereinbarung der Grenzziehung im Norden sei gleichzeitig ein wirksamer Gegenstoß gegen die englischen und nordamerikanischen Pläne in Fernost. ■stena 10 n n en M n* st- 165 ie* gt' leit )lu6 Der [piei per* luh* von Mt i»n in* urt Omi' lb-r* Ser* lei*' ie n n, n. n, 65 re. Der K sie 'ieil den otte auf ent« g* Erster Tiefangriff auf England Das Heldenlied der 9. Staffel. Von Kriegsberichter Georg Hinze. sich Gauamtsleiter Dr. Behrens, der während des Weltkrieges als Leutnant schwer verwundet wurde und nach seiner Genesung bis Kriegsende wieder freiwillig als Flugzeugbeobachter an die Front ging, zur neuen deutschen Luftwaffe Adolf Hitlers. Mit 50 Jahren zog er als Hauptmann der Luftwaffe in einem Kampfgeschwader in den Freiheitskampf Großdeutschlands. In ihm hat er nunmehr sein Leben, das alle Zeit nur dem Führer und seiner Idee gehörte, als Opfer gebracht. Die Partei im Gau Hessen-Nassau wird sich seines Vorbildes stets verpflichtet wissen. Eröffnung der Sommerkampfspiele der HZ. Breslau, 27.Aug. (DNB.) In der Jahrhun- derthalle fand durch Reichsjugsndführer A x m a n n die Eröffnung der Sommerkampfspiele der HI. 1940 statt. Der Reichsjugendführer übermittelte die Grüße des Reichsleiters von Schirach. Zwischen Chemnitz und den Jugendmeisterschaften in Breslau, so betonte er, liegen die größten Kriegsereignisse der Weltgeschichte. So wie sich die älteren Kameraden an der Front bewähren durften, so haben sich die jüngeren Führer in der Heimat bewährt. Ein großes Reich wird immer auch eine Jugend haben, die stark, gewandt, ausdauernd und an Leib und Seele gesund ist. Wenn die Engländer diese Jugerrdmeisterschaften in Breslau sähen, hät- Kreuz und quer durch die Leipziger Herbstmesse Von unserem Sonderberichierstaiier Joachim Boehmer. Hauptmann R u b e n s d ö r f f e r hat mit seiner Gruppe auf vielfachen Angriffsflügen besonders große Erfolge gegen Schiffe, FT.-Anlagen und Flugplätze erzielt. So versenkte seine Gruppe an Handelsschiffsraum 110 000 Tonnen, ferner drei Zerstörer und fünf Dorpostenboote und vernichtete im Luftkampf eine größere Anzahl englischer Flugzeuge. Sein hervorragendes technisches Können be- gute Erfahrungen gemacht, als dieses Material nicht nur naß- und wärme fest, sondern-auch säurefest ist. Mit zu den vielseitigsten Werkstoffen gehört das Zellglas, das unter den Namen Cellophan, Heliozell oder Transparit bekannt ist. Zellglas be- teht aus denselben Rohstoffen wie Zellwolle und Kunstseide. Eine wichtige Rolle nimmt es im D e r- packunaswesen ein, wo es an die Stelle von Blechbüchsen für Nahrungsmittel, Kosmetika und Galanteriewaren tritt. Tuben für Zahnpasta und Heilmittel bestehen nicht mehr aus Zinn oder Aluminium, sondern aus Zellglas, das zur Erhöhung der Festigkeit und für Werbezwecke mit einer Papierhülle umkleidet ist. So bleibt der innere Hohlkörper, der die eigentliche Paste aufnimmt und aus Zellglas besteht, von außen unsichtbar. Das Ende der Tuben, das Quetschende, wird durch einen Leichtmetallstreifen abgeschlossen, der Kopf besteht aus Preßstosf. Als Hülle für Würste, Suppenwürfel, Bonbons oder Seife ist Zellglas schon seit längerer Zeit im Handel bekannt. Wird es verkordelt, eignet es sich zur Herstellung von Stuhlgeflechten, Körben, Handtaschen, Badevorlegern und Wäscheleinen. Die Wertstoffumstellung hat auch in Derffiärme« technik manche neue Entwicklung aebracht. Bei den Oefen bemüht man sich immer mehr, Eisen einzusparen, ohne die Grenzen zu übersehen, die Feuer- temperatur und Wirkungsgrad der Eiseneinsparung nun einmal setzen. Heizkörper für Sammelheizungen sollen demnächst aus Hartporzellan gefertigt werden. Die schon ausgestellten Muster haben mit ihrer glänzend weißen Oberfläche und den gerundeten Formen etwas Bestechendes. Schade nur, daß die Fabrikation noch nicht so weit ausgebaut ist, daß die weißen Heizkörper preislich in Wettbewerb treten können. Wird elektrische Kraft als Wärmequelle verwendet, lassen sich völlig metallfreie Elektro-Kachel- Öfen bauen, deren leichte Beweglichkeit ihre Anwendung als Uebergangsheizer ermöglicht. Auf die Der- wenoung wassergefullter Rippenyeizkörper für den Anschluß an die Steckdose wird noch immer viel Mühe verwendet, ohne daß ein entscheidender Erfolg zu erkennen wäre. Dagegen scheint ein neuer Ofenanzünder, der sich ähnlich wie eine Lunte mit Petroleum vollsaugt und dann unter den geschichteten Brennstoff geschoben wird, der Einsparung von Feuerholz gute Dienste zu leisten. Dieser knappe Ueberblick über die Leipziger Herbstmesse kann die wirtschaftliche Kraft Deutschlands nur Anbeuten. Daß auch andere Staaten bereit sind, an dem Güteraustausch mit Deutschland teilzunehmen, beweist ihre hohe Beteiligung (22 Staaten) an der Messe. Italien und Rußland geben eine besonders eindrucksvolle Uebersicht über die in- , dustrielle Leistungsfähigkeit und die vielfachen Roh- Deutsche Bombenangriffe auf britische Rüstungsindustrie und Flughäfen in der Nacht vom 24. auf 25. 8.1940. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Gauamtsleiter Dr. Behrens gefallen. NSG. Von der Front der großen Luftschlachten über England erreicht uns die Meldung, daß der Leiter des Amtes für Volksgesundheit der NSDAP., Gauamtsleiter Dr. Behrens, als Hauptmann in einem Kampfgeschwader den Fliegertod erlitten hat. In stolzer Trauer gedenkt die nationalsozialistische Bewegung unseres Gaues bei dieser Nachricht des Opfertodes eines alten, in Treue §um Führer und in der Bereitschaft zum Einsatz für die Idee stets vorbildlichen Mitkämpfers. Bereits im Jahre 1923 stieß Dr. Behrens als junger Arzt zu den Reihen des Führers, um in ihnen als Parteigenosse und SA.-Mann jede Belastungsprobe mit kämpferischer Begeisterung bis zum Siege zu ertragen. Als Gauamtsleiter für Volksgesundheit der NSDAP., zu welchem ihn der Gauleiter nach der Machtübernahme berief, eröffnete sich ihm in der Zeit des Aufbaues ein reiches Arbeitsfeld, das er gleichermaßen mit hervorragendem Können und dem ihm eigenen Idealismus ausfüllte. Trotz Ueberschreitung der Altersgrenze meldete Wir können auch anders! Man wird sich in London nicht beklagen können, wenn Deutschland die fortgesetzten völkerrechtswidrigen Angriffe englischer Flieger auf deutsche Seenotflugzeuge in Zukunft mit entsprechend energischen Gegenmaßnahmen beantwortet. Allein im Monat Juli sind insgesamt acht planmäßige englische Angriffe auf deutsche Seenotflugzeuge erfolgt/ wie eine deutsche, durch Vermittlung der Schweiz an England gerichtete Note nachweist. Die englischen Flieger wissen ganz genau, daß Die deutschen Seenotflugzeuge absichtlich auffallend weiß angestrichen sind, ein großes rotes Kreuz tragen uyd keinerlei Bewaffnung führen. Sie dienen ausschließlich zur Bergung solcher Flieger, die notgedrungen auf See wassern müssen. Ebenso wißen die englischen Flieger und weiß die englische Regierung sehr wohl, daß die Rettung solcher Flieger bisher ohne Unterschied ihrer Nationalität erfolgt ist; es gibt in deutschen Gefange- neniagern eine Anzahl englischer Flieger, die nach dem Abschuß ihrer Maschine ihre Lebensrettung nur einem deutschen Seenotflugzeug verdanken. In ihrer Note vom 11. Juli hat die englische Regierung einen völkerrechtlichen Schutz für die deutschen Seenotflugzeuge rundweg a b g e l e h n t, obwohl diese genau w i e Lazarettschiffe unter Artikel 3 der Genfer Seekriegkonvention vom 18. Oktober 1907 fallen. Daß England sich auch in dieser Frage in gewohnter Piratenmanier wieder außerhalb aller Gesetze der Menschlichkeit und des internationalen Rechtes stellt, wundert längst niemanden mehr. Wir möchten den Höllenlärm nicht Horen, den England und die jüdischen „Weltblätter" loslassen würden, wenn jemals ein englisches Seenotflugzeug — sofern es solche gäbe — versehentlich einem deutschen Angriff ausgesetzt gewesen wäre. Nachdem Deutschland nunmehr seine Warnungen wiederholt hat, wird England in Zukunft die volle Verantwortung für die Folgen etwaiger weiterer Angriffe auf deutsche Seenotflugzeuge zu tragen haben. stoffe ihrer Landgebiete. Daneben stellen Finnland, Holland, Belgien, Jugoslawien und andere europäische Staaten ihre Erzeugnisse 3um Austausch gegen deutsche Fertigwaren aus, deren hoher Werl , auf deutscher Technik und Chemie begründet ist. Der Feldwebel auf der Herbstmesse. Auf der Leipziger Herbstmesse gibt es viele Feldwebel: solche, die auf Urlaub da sind und solche, die vor Zetten einmal Feldwebel aewesen sind und ich nun umschauen, wie sie, als Kaufleute im Zi- oilberuf, ihre Kunden mit den gangbarsten Waren überraschen können. Aber die Leipziger Herbstmesse hat auch den Feldwebel gehabt, der mit seinem Panzerspähwagen weit hinter der französischen? Front einen Eisenbahnknotenpunkt hvchgehen ließ, den Franzosen „die Sammlung nach hinten" verdarb und dafür mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde. Er war mit da mit seinem Panzerspähwagen und seinen Mitkämpfern als Ehren-Kom- m a nd 0. Es gab noch manches andere zu sehen auf der Wehrmachtsausstellung: ein englisches Langrohrgeschütz, einen französischen Panzerwagen mit durchlöchertem Turm, eine Humcane-Maschine, einen französischen Bomber, belgisches Horchgerät und sogar ein Geschütz jenes U-Bootes, das ein deutsches Flugzeug vor einem halben Jahr — um ein bei ähnlicher Gelegenheit gebrauchtes Bismarck- Wort zu wiederholen — „einfach verhaftete". Gestehen wir aber frei und frank: das beste war doch der Feldwebel mit dem Ritterkreuz, dem Panzerspähwagen und dem Ehrenkommando. Es ist nun einmal ein Grundzug der menschlichen Natur, daß eine Tat. erst anschaulich wird in dem Menschen, der die Tat vollbracht hat. Je mehr Nebenumstände der Tat sichtbar werden, desto unmittelbarer die Tat selbst. Der Instinkt des Volkes, das einen sieggekrönten Feldherrn oder Überhaupt einen bedeutenden Mann körperlich sehen und über seinen physischen Tod hinaus im Stein oder im Bild gegenständlich haben will, ist urgesund. Das ist ja auch schließlich der Sinn jeder Auszeichnung, vorzüglich der Orden, daß der Träger oer Tat herausgehoben und sichtbar gemacht wird. Die menschliche Eitelkeit bedeckt vieles, was natürlich, gerade und gesund ist mit ihrem Rost. Doch der Rost ist die Nebensache und das ... Vergängliche. Der echte Ruhm ist rostfrei. Und darum ist es gut, daß rostfreier Ruhm an dem Ritterkreuz eines Feldwebels, an seinem Ehrenkommando und an seinem Panzerspähwagen auf der Leipziger Herbstmesse demonstriert worden ifU Dr.Ha y Gaswerk, in einen Rü st ungs betrieb und in einen vollgestellten Rangierbahnhof. Brandwolken uno Explosionskrater begleiteten den Weg zurück. Ein Erfolg gehörte der Staffel, den fast unglaublicher Kampfgeist jeder einzelnen Besatzung und tapferes Sterben unerschrockener deutscher Männer erzwungen hatte. Greifbar nahe lag England unter uns, oft kaum mehr als zwei Meter unter den Flächen unserer bombenbeladenen Vögel. Englands Verteidigungsmaßnahmen im Küstengebiet studierten wir dis in letzte Einzelheiten, nachdem wir von der Hohe des Wasserspiegels aus die Steilküste mit einem Satz genommen hatten. So dicht fegten wir durch Südengland hin, an jede Bodenwelle angepreßt, über jede Baumreihe und Hecke hinwegspringend, daß eine Besatzung zwischen dem zersplitterten Glas der Führerkanzel noch die Blätter eines englischen Baumes mit heim brachte, dessen Wipfel die Maschine im rasenden Flug gestreift hatte. Und die Kettenhunde fingen die Splitter der Eisenbahnzüge und zerfetzte Trümmer der Flugzeughallen ein. Aus geringster Höhe entlud sich über dem Flug- platz am Stadtrand Londons eine Hölle. Don den Bombenreihen der ersten Staffelkette zerfetzt, blieb bei den steinernen Flugzeughallen und den Gebäuden der Flugleitung kaum ein Stein auf dem anderen. Die mit Abstand folgende zweite Kette der Staffel sah am Seitenrand des Platzes, wie die völlig überraschten und bestürzten Tommies zu Dutzenden stahlhelmbewaffnet aus ihren Wohnbaracken, wie ein aufgeftörter Ameisenhaufen, zu den Schutzgräben stürzten. In das durcheinanderquirlende Menschengewirr fielen die Bomben. Holzteile der Unterkunstsräume, Stahlhelme und Uniformen, Menschenleiber wirbelten durch die Luft. Wir in der dritten Kette, die mir durch Brandqualm und Explosionsstaub über den Platz jagten und in Sekundenbruchteilen Bilder eines unbeschreiblichen Infernos in uns aufnahmen, konnten schon einen Teil der Bomben für Ziele auf dem Rückweg aufheben. Und dann stürmten wir mitten hinein in einen zahlenmäßig weit überlegenen Verband eben auf- steigender englischer Jäger. Unsere festformierten Ketten lösten sich auf. Jede einzelne Besatzung sah sich vier ober noch, mehr Spitfires ober Hurricanes gegenüber. Wenige Meter über englischem Boben, über den wett ins Lanb hinein- ziehenden Vorstädten Londons, über Dörfer und Siedlungen, zuckte das blitzschnell wieder verlöschende, verwirrend bunte Netz der Leuchtspurgeschosse hin und her. Fast ohne Unterbrechung stießen die Engländer auf unsere Maschinen herab. „Air—mich hat was gestochen!- Dann betupfen Sie den Stich mit Sepso-Tink- tut! Sie besitzt ein? besonders große Tiefenwirkung und beseitigt daher rasch die durch den Insektenstich verursachte Geschwulst und den lästigen Juckreiz. Nehmen Sie deshalb immer das handliche und bruchsichere Sepso-Tupfröhr- chen mit! Es ist in allen Apotheken und Drogerien zu neunundvierzig Pfennigen erhältlich und dient, auch zur Desinfektion von kleinen Wunden und Pickeln sowie zur Verhütung von Entzündungen. Sepso-Tinktur desinfiziert wie Jod-Tinktur und wird genau so angewandt. fähigte ihn, neue Möglichkeiten in dem Einsatz der Luftwaffe zu schaffen. Mit großem Schneid flog er fast jeden' Feindflug ander Spitze seiner Gruppe und gab so den Besatzungen em Vorbild. — Hauptman Keil zeichnete sich mit seiner Stukagruppe bei der Durchbruchsschlacht in Flan» bern und an der Somme sowie bei der Vernichtung von Panzerwerten bei Saaraemünd, Weißenbura und Colmar aus. Die Angriffe trugen wesentlich zum schnellen Durchbruch der Maginotlinie bei. Heber der Nordsee gelang es ihm, mehrere Zerstörer und Kreuzer sowie größeren Handelsschiffsraum zu versenken. Besondere Verbienste erwarb er sich an der Spitze seines Derbanbes burch navigatorisch unb wirkungsmähig hervorragende Angriffe gegen englische Flugplätze. — Hauptmann O e s a u unb Hauptmann liefen gelang es als Jagdflieger je 20 feindliche Flugzeuge abzuschießen. Zn einer einzigen Nacht bombardiert. modische Effekte ergeben unb gemäß ihrem Rohstoff „federleicht", aber warm find. Für die Herrenklei- düng ist aus einer mit Leinenmusterung versehenen Zellulose ein abwaschbarer steifer, weißer Kragen geschaffen worden, punktfrei und kleidsam. Der vergangene Sommer brachte uns die D a - men schuhe mit Holzsohle. Die ihnen anhaften, den Mängel sind erfolgreich bekämpft worben. In Zukunft werben auch Herrenfchuhe mit den neuartigen biegfamen Holzsohlen ausgerüstet werden. Die Brauchbarkeit dieser Schuhe kommt denen aus Leder nicht nur im Tragen nahe, sondern auch in der Reparaturfähigkeit. Sind Sohlen und Absätze verbraucht, so kann der Schuhmacher die Laufflächen erneuern. Da diese Schuhe geschlossenes Oberleder haben, ist die Möglichkeit der Reparatur für den Gebrauchswert entscheidend. Andererseits sind die Versuche über die Anwendung von Plexi- glas, einem glasklaren Kunststoff, für die Ferti- qung von Schuhabsätzen unb Sohlen im Gange. Gegen Abnutzung ist dieser Werkstoff widerstandsfähiger als Leder oder Holz. — Für seine Leder- waren wie Handtaschen, Aktentaschen usw. haben Kunststoffe wie Nipolam oder Kalbun (synthettsches Kalbsleber) ebenso wie Fischleder Bedeutung erlangt. Noch vor kurzem waren diese Erzeugnisse nur vereinzelt anzutreffen, heute stellen sie die Bedarfsdeckung im Innenhandel unb im Export her. Zu vermerken ist, daß keineswegs die Häute tropischer Fische oder die von Krokodilen beschafft werden müssen, sondern daß die der deutschen Küste vorgelagerten Meere die Lederrohstoffquelle bilden. Bei einigen feinen kunstgewerblichen Taschen wird auch edles Holz in Form feiner Stäbchen und Blättchen zu form- unb forbschönen Erzeugnissen verarbeitet. Durchgreifender Art ist die Werkstoffumstellung auf dem Gebiet der B 0 r ft e n ro a r e n. Nachdem sich mehrere Versuche, Ginster oder Heidekraut zu Bürsten oder Besen zu verarbeiten, als Fehlschlag erwiesen haben, ging die chemische Industrie daran, auf synthetischem Wege Borsten herzu^llen. Die neue Borste mit dem Namen Perluran hat ihre Eignung für Kleider- und Flaschenbürsten ebenso erwiesen wie für Zahnbürsten und Besen. Neuerdings hat man auch den für das Bespannen von Sieben erforderlichen Zinkdraht oder Eisendraht durch einen „Kunststoffdraht" ersetzt und damit insofern Jäger errungen hatten. Schon vor der Küste war die Meute der Jäger abgeschüttelt. Im wütenden Feuer der überall aus- gestörten englischen Flak konnten die aufgesparten Bomben auf neue Ziele fallen, lieber zwei Gasbehältern standen bald gewalttge Rauchsäulen. Aus einer Fabrik zuckte an vielen Stellen Feuerschein hoch. Nur durch sekundenlangen Messerflug konnte eine Nachzüglermaschine den über einen Abstellbahnhof in die Hohe geschleuderten Trümmern von Eisenbahnwagen und Schienenstücken ausweichen. Dann lagen die Wasser des Kanals unter uns.. Heldentaten sah selbst noch der Heimflug. Nur mit dem unverletzten rechten Arm die schwer zerschossene, durch einen ausfallenden Motor lahmende Maschine steuernd, brachte ein verwundeter Flugzeugführer seinen Vogel zurück, lieber dem Häusermeer Londons hatte ein Beobachter seinen tödlich getroffenen Flugzeugführer den Steuerknüppel aus den Händen genommen. Er saß zum ersten Male in seinem Lebed auf dem Pilotensitz, aber er meisterte die unlösbar scheinende Aufgabe und rettete Kameraden und Maschine. Zahllose Einschüsse zählte fast jedes der Kampfflugzeuge. Mit ganzem Einsatz hatte die Staffel ihre Tat gewagt. Ihr gehört der Ruhm des e r st e n Tiefangriffes gegen das Herz Englands. Ihr gebührt das Verdienst, die englische Abwehr verwirrt und vielen nachfolgenden deutschen Verbänden den Weg zu erfolgreichem Einsatz gebahnt zu haben. Mit dem Tode ihres Besten, ihres Staffelkapitäns, zahlte die Staffel. Sein Name wird weiterleben in der Geschichte der siegreichen deutschen Luftwaffe, wie die Tat der neunten Staffel, die zum erstenmal England im Tiefangriff überraschte. Helden unserer Lustwaffe mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet Berlin, 27. Aug. (DBB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh au Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz zum Eisernen kreuz: Hauptmann R^i b e n s d ö r s s e r, Hauptmann keil, Hauptmann O e s a u und Hauptmann Ti eh en. DNB. ... 27. Aug. (PK.) Jrn gewaltigen strategischen Meisterwerk der rollenden deuffchen Luftangriffe gegen Englands Lustbasis um London und die Rüstungszentren in Mittelengland mag es nur eine Episode gewesen fein. Und doch wird der Einsatz der 9. Staffel unseres Kampfgeschwaders immer leuchten als ein Heldenlied deutschen Fliegergeistes. Ganz allein auf sich gestellt, ohne den Schutz deutscher Jäger, stürmten die neun Dorniers im er» ft en kühnen Tiefangriff gegen England kaum einige Meter hoch von der Küste aus über das Jnselreich hin. Auf dem Flugplatz bei London, wo die Bomben aus geringster Höhe haargenau ins Ziel fielen, blieben von den sieben Hallengebäuden und den Unterkunftsbaracken der Tommies nur Fetzen und Trümmer übrig. Der Platz war von Bombenreihen durchsiebt. In ein weit überlegenes Aufgebot englischer Abwehr hineingeraten, schlug sich die Staffel dann in erbitterten Luftgefechten mit einzigartigem Heldenmut. Weit über dreißig englische Jäger kurvten wenige Meter über englffcher Erde um sie herum. Und doch mußten davon fünf Spitfire und zwei Hurricane in die Tiefe. Brennend zerschellten sie über ihrem eigenen Land. 2hff dem Rückwege fielen trotz des wütenden Abwehrfeuers der englischen Flak die übrig gebliebenen Bomben der Staffel noch in ein großes Zusammengeballte Feuerstöße aus den rückwärts gerichteten MG.s empfingen sie. Wie Hagelkörner, die gegen Glasscheiben trommeln, so hämmerten die MG.-Geschosse aus den acht Rohren des feindlichen Flugzeuges in die Flächen, durchbohrten klirrend den rasend rotierenden Stahl unserer Luftschraube. Mit vom Streifschuß blutenden Hals, statt des durchschossenen rechten Arms die linke Hand am Abzugshahn blieben manche unserer Männer an ihrem Maschinengewehr. Zwei Spitfires und eine Hurricane schossen Funker und Mechaniker einer einzigen Maschine in meisterhaftem gemeinschaftlichem Einsatz ab. Zwei Engländer holte eine andere Besatzung herunter. Eine dritte und vierte sicherte sich einen weiteren Luftsieg. Vier englische Piloten sahen wir am Fallschirm pendeln und ihre noch brennend vor dem Absturz hochgezogenen Maschinen mit wehenden Rauchfahnen in Die Tiefe verschwinden. Aus drei englischen Jagdflugzeugen, die funkensprühend am Boden zerschellten, hatten sich Die Flugzeugführer nicht mehr rechtzeitig retten können. Es waren sieben Lufffiege, die „langsame" deutsche Kampfflugzeuge gegen die von England als auf der Welt einzigartig bezeichneten schnellen englischen Leipzig, August 1940. In der Leipziger Herbstmesse spiegelt sich der Vorgang des Zusammenwachsens des großdeutschen Wirtschaftsraumes. Dieser immer inniger werdende Zusammenschluß ist nicht nur organisatorischer Art, er kommt auch werkstoffmäßig zum Aus- druck. Die Produktionsstätten neuer Werkstoffe sind im Lause des Krieges — vielleicht schneller als in Friedenszeiten — zu Hauptlieferanten von Industrie, Gewerbe und Handwerk geworden und dienen damit der Ausweitung des Absatzes. Andererseits haben die Verarbeiter der deutschen Werkstoffe es nicht an Anregungen fehlen lassen, n eue V erfahren und Anwendungsmöglichkeiten für Die Rohstofflieferanten zu finden. So kommt es, daß sich die Geschlossenheit des großdeutschen Wirtschaftsraumes in immer stärkerem Maße auf die Ausfuhr auswirkt, deren Lebensquell die Leipziger Messe ist. Gleichzeitig läßt die in vollem Gange befindliche Werkstoffumstellung schon an vielen Stellen erkennen, daß Neustoff-Er§eugnisse nicht als Notbehelf, sondern als bleioender Fortschritt Zu werten sind. , , . . Am deutlichsten tritt diese Tatsache b e i d e n Debwaren in Erscheinung. Die „Punktkarte hat die Produktion von Rohstoffen und Fertigwaren zweifellos befruchtet. Den Wünschen der Damenwelt, mit den zugeteilten Strümpfen nicht nur auszukommen, sondern auch elegant zu erscheinen, begegnet die Erfindung des laufmaschenfesten Gewirkes. Genügt bei den bekannten Strumpfwaren Die Zerstörung einer Masche, um Den Strumpf unbrauchbar zu machen, so sind bei den neuen Strümpfen Die Maschen so gelegt, daß Die -Ber= lefeung einer Masche keine Dahn nach sich zieht. -Oie beschädigte Stelle läßt sich ausbessern, der Strumpf bleibt erhalten. Eine andere Neuerung ist der mückensichere,Strumpf, der durch eine Imprägnierung der Kunstseide Den Mücken die Ausführung ihres Vorhabens verleidet. Als Stoff für Berufskleidung erscheint eine neue feste Kunstseide als Austauschwerkstoff gegen Leinen und Baumwolle. Nicht weniger interessant sind die schon irn Frühjahr erschienenen Federpel §e. An Stelle von Tierfellen werden Tierfedern für die Herftel- lung von Umhängen, Mänteln und Morgenrocken verarbeitet. Die auf Nutria und Feh gefärbt gute ao..... ö —— ».-.— TMltgt/ A--***"»«*• yfr----* HM O I ten sie die Ueberzeugung, daß wir den längeren Atem haben und daß bei uns der Sieg ist. Geht in die deutschen Jugendmeisterschaften mit dem Willen zur Höch st en Leistung, mit dem Willen, die Weltgeltung des deutschen Sports für alle Zeiten zu bewahren, mit dem Willen, zu kämpfen zur Ehre der Nation upd zur Freude unseres Führers. Japans politische Erneuerung. Tokio, 26. Aug. (DNB.) lieber den Aufbau einer neuen politischen Struktur Japans verlautet, daß der T o t a l i t ä t s b e g r i f f als leitender Gedanke des neuen Staatsaufbaues in der Verfassung begründet sei und eine Zusammenfassung des Volkes in einer überparteilichen Organisation zur Mitarbeit am Staate unter dem Kaiser vorsehe. Für st Konoye werde als vom Kaiser beauftragter Führer der Staatsgeschäfte gleichzeitig das Haupt dieser Organisation sein, deren aus allen Volksschichten zusammengesetzte Untergruppen die „neue Lebensbewegung" ins letzte Haus Japans bringen werde. Hiermit würde der un- japanische volkstrennende Parteiengeist wieder durch den kaiser- und volksverbindenden Familiengedanken abgelöst. Eine Zentralorganisation soll neben und in Verbindung mit der Regierung gebildet werden. Zahlreiche Untergruppen werden über die Provinz verteilt, um selbst die kleinste Bauerngemeinde zu erfassen. Automatisch würden sich daraus neue volksvertretende Körperschaften ergeben, die das alte Parteiensystem ersetzen. Aufgabe der Organisation würde es dann sein, das W a h l s y st e m neu aufzubauen. Wahrscheinlich wird an Vorschlagslisten gedacht und daran, einen Teil der Abgeordneten direkt zu Mitgliedern des Reichstages zu ernennen. Der von Konoye soeben ernannte Ständige Ausschuß sowie der Vorbereitende Ausschuß zeigten bereits Geist und Ziel der nationalen Reform auf, die den Leitgedanken der japanischen Verfassung — der Kaiser als Haupt der Nation vereinigt in sich alle souveränen Rechte — klar Herausstellen werde. England hat wenig Freunde aus Island. Madrid, 26.Aug. (Europapreß.) Der Korrespondent der „Times" in Rejkjavik stellt ein Anwachsen der englandfeindlichen Stimmung auf Island fest. „Obgleich der erste Empfang der britischen Truppen so gut und ihr späteres Betragen im großen und ganzen einen guten Eindruck machte, darf daraus nicht geschloffen werden, daß alle Teile der Oeftentlichkeit probritisch seien." Der Korrespondent muß zugeben, daß Deutschland echtes Interesse für die isländische Geschichte und Kultur gezeigt, und isländische Gelehrte und Wissenschaftler in Deutschland stets willkommene Hilfsbereitschaft sowie große Gastfreundschaft und Freundlichkeit fanden. Der Korrespondent gibt auch zu, daß die Mehrzahl der isländischen Aerzte an deutschen Universitäten studierten und deutsche Universitäten viel Arbeit und Geld auf das Studium Islands, feiner Sprache und Literatur verwendet haben. Er gesteht auch ein, daß infolgedessen in den Gelehrtenkreisen Sympathien für Deutschland herrschen. Als eine „gefährliche Form der Propaganda" unter der Jugend beiderlei Geschlechts bezeichnet der „Dimes"- Korrefpondent die Förderung des Sports durch Deutschland, so vor allem des Segelfluges, des Schilaufens und Bergsteigens sowie des Fußballspiels. Der Berichterstatter glaubt schließlich feststellen zu müssen, daß die antibritischen Gefühle in vielen Kreisen wachsen. Narvik entsteht wieder neu. Stockholm, 26. August. (DNB.) Die Aufräumungsarbeiten in Narvik werden in raschem Tempo fortgesetzt. Die Bevölkerung, die im April und Mai die Stadt verlassen hatte, beginnt in ihre wiederhergestellten Häuser zurückzukehren. Bedeutende Lebensmittelladungen sind in Narvik eingetroffen, teils aus Schweden, teils aus Südnorwegen. Die Schiffahrt längs der norwegischen Küste ist wieder in vollem Umfange ausgenommen worden. In den drei letzten Wochen ist die Einwohnerzahl Narviks um 3000 auf 6000 gestiegen, was ungefähr der Bevölkerungszahl vor dem Kriege entspricht. In der Stadt sind Volksküchen ausgestellt worden, wo sich Hunderte von Zivilpersonen zum Selbstkostenpreis ihr Essen holen. Die Arbeiten an den Befestigungswerken, die von deutschen Truppen ausgeführt werden, werden sort- gefetzt. Der Herzog von Gnike gestorben. Rom, 27. Aug. (Europapreß.) Aus L a r a ch e in Spanisch-Marokko wird gemeldet, daß dort am Sonntagabend der Herzog vom Guise aus dem Hause Bourbon-Orleans gestorben ist. Der Herzog wurde im Jahre 1874 geboren und hatte im Jahre 1899 die Tochter des französischen Thronprätendenten, des Grafen von Paris, geheiratet, von der er vier Kinder hatte. Die Leiche des Herzogs wurde im Palast von Larache öffentlich aufgebahrt. Der am Dienstag ftattfindenden Beisetzung werden die Vertreter der Zivil- und Militärbehörden von Spanisch-Marokko beiwohnen. Der Herzog von Guise, der in Belgien, Spanisch-Marokko und in Palermo Besitzungen hatte, nannte sich „Chef des Hauses von Frankreich" und galt den französischen Royalisten als Haupt der Bourbonen, sein 1908 geborener Sohn Robert trägt den Titel „Graf von Paris". Die außenpolitische Linie Jugoslawiens Belgrad, 27. Aug. (DNB.) Unter dem Präsidium des Ministerpräsidenten Z w e t k o w i t s ch sand in A g r am eine Sitzung des Ministerrates statt, an dem Matstchek, Koroschetz, Markowitsch sowie alle anderen Mitglieder der Regierung teil- nahmen. Ein bei dieser Gelegenheit ausgegebener Bericht über die auswärtige Politik Jugoslawiens enthielt die Feststellung, daß die Haltung der Regierung inmitten der großen Ereignisse, die sich gegenwärtig in Europa abspielen, von allen Seiten wohl gewürdigt wird. Jugoslawien wolle durch seine Politik sein Volk schützen und verfolge eine aufrichtige und freundschaftliche Politik der Zusammenarbeit auf politischem und wirtschaftlichem Gebiete mit allen Nachbarn und in erster Linie mit feinen großen Nachbarn Deutschland und Italien. Kleine politische Nachrichten. Am Dienstag wurden in Krajowa die rumänisch - bulgarischen Verhandlungen fortgesetzt. Die beiderseitigen Rechts- und Fl- nanzfachausschüsse hielten gemeinsame Sitzungen ab. Die Verhandlungen werden Mittwoch fort- gesührt. * Für die von den Engländern kontrollierte rumänische Erdölfirma „Untre a" ift ein Regierungskommissar bestellt worden, weil sie eine Oelleitung unter Abweichung von den genehmigten Plänen hatte legen lassen, ohne den Behörden Kenntnis 3U geben. Die „Untren" ist die fünftgrößte rumänische Erdölgesellschaft und verfügt über ein Aktienkapital von 720 Millionen Lei, das sich in englischen Händen befindet. Aus Algeciras wird gemeldet, daß die englischen Kriegsschiffe in der Nacht zum Montag den Hasen von Gibraltar mit unbekanntem Ziel verlassen haben. Agenzia Stefani berichtet aus Neuyork, daß ein amerikanischer Dampfer mit 2 800 000 000 Dollar Gold, aus Lissabon kommend, eingetroffen fei. Das Gold werde an die Federal Reserve Bank abgeführt werden. Sämtliche 3,6 Millionen in den Vereinigten Staaten lebende Ausländer über 14 Jahren, ausgenommen die akkreditierten Vertreter fremder Staaten und deren Angehörige, müssen sich ab Dienstag bis spätestens Ende Dezember polizeilich anmelden und Fingerabdrücke geben. * Das Seeregister meldete den Verlust des 13 056 BRT. großen britischen Tankers „San Fernand o", des britischen Frachters „Z a r i a n ' (4871 BRT.) und des schwedischen Frachters „Greth" (1540 BRT.). Die „San Fernando" wurde zu Beginn des vorigen Monats an der spanischen Küste von einem deutschen U-Boot versenkt, die „Zarian" am 30. Juni 400 Meilen von der spanischen Küste entfernt torpediert, die „Greth" lief am 21. Juli auf eine Mine und sank. Das australische Bundesparlament wurde a u f g e l ö st. Die Neuwahlen werden bereits am 21. September stattfinden. * Wie das japanische Außenamt mitteilt, wurden der frühere Botschafter in Rom, Schi ratori, und der Direktor der südmandschurischen Eisenbahn, Dr. Saito, ein früherer Diplomat mit großer Erfahrung -$u offiziellen Beratern des Außen- ministers Matsuoka ernannt. * Nachdem bereits eine Anzahl von hohen belgischen Beamten nach ihrer Rückkehr aus Frankreich aus bem Dien st entlassen wurde, sind jetzt vor dem Obersten Gerichtshof in Brüssel verschiedene Polizeikommissare verurteilt worden, weil sie nach Beginn der Kriegshandlungen ihre Posten verlaßen hatten und nach Frankreich geflüchtet waren. In der Mehrzahl der Fälle wurde auf eine ©efängnisftrafe von drei Monaten erkannt Aus aller Welt. Oberstleutnanl Hesse zum Professor ernannt Reichsminister Rust hat im Einverständnis mit dem Oberkommando der Wehrmacht den Oberstleut, nant Dr. phil. KurtHessezum außerplanmäßigen Professor an der Universität Berlin ernannt, wo Oberstleutnant Hesse bisher als Dozent für Staatswissenschaften tätig war. Oberstleutnant Hesse ist Leiter der Pressegruppe des Heeres im Ober- kommando der Wehrmacht. Er hat sich auch im gegenwärtigen Krieg in den vordersten Linien ein- aesetzt und die Spange zum Eisernen Kreuz erhalten. Durch seine Aufsätze, die das Wesen der neuen Krieg, führung besonders eindrucksvoll schilderten, ist er auch breiteren Kreisen bekannt geworden. Er hat eine große Zahl kriegsgeschichtlicher und militär- psychologischer Darstellungen veröffentlicht. Todesurteil vollstreckt. Am 27. August ist der 1911 in Lendzin, Kreis Pleß, geborene Johann Mierny hingerichtet wor. den, den das Sondergericht in Kattowitz als G e- waltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Mierny war ein 13mal, darunter auch wegen Totschlags, vorbestrafter Gangster. Er ge- hörte zu einer mit Revolvern ausgerüsteten Räuber- bände, die die Umgegend von Schoppinitz heimsuchte. 3m Mlden Kaiser abgestürzt. Der Wilde Kaiser hat am Sonntag drei Todesopfer gefordert. Der 28jährige Diplomingenieur Karl Steiner aus Steinach am Brenner hatte in Begleitung des 18jährigen Herbert Mühl- mann aus Kufstein und der 20jährigen Marie Krieg! aus Pullach bei München eine Tour auf die Zetten-Ostwand unternommen. Die Touristin stürzte dabei und riß ihre beiden Begleiter am Seil mit in die Tiefe. Männer der Alpinen-Ret- tungsgefellfchaft und Soldaten konnten die Verunglückten nur noch als Leichen bergen. Taifun über Japans Westküste. Die Fischerdörfer der japanischen Westküste wurden von einem heftigen Taifun heimgesucht. Ihm sind eine Anzahl von Menschen zum Opfer gefallen. Der Wirbelsturm richtete erhebliche Perwüstungen an. Der von Platzregen begleitete Sturm brachte Tausende von Häusern und einige Brücken zum Einsturz. In der Provinz Schizuoka wurden die Eisenbahnanlaaen besonders in Mitleidenschaft gezogen. Erdrutsche und Ueberschwemmungen haben die Katastrophe noch verschlimmert. Der Taifun wird nur als Vorläufer eines größeren Taifuns bezeichnet, der bereits aus der Südsee im Anmarsch ist. —• Haupychriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptjchriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche UniversitätSdruckeret R. Lange K. ; - - ■" , j* SR ' < ' K '■( T > .MdW^W / , 2» • einen Frühstückstrank, holt em umfangreiches Brotpaket hervor und klettert schwerfällig auf ben Kutschersitz seines Wagens. „Nu wirb fefruhstuckt unb benn ehfs los", sagt er. Mit dem Taschenmesser schneidet er Stücke von seinen Brotschnitten kaut bedach- ttq unb trinkt zwischendurch einen Schluck. Nach einer Weile bemerkt er zu Klaus, der wartend bei dem Schecken steht unb ihm die Mahne krault: „Haste denn keen' Appetit? Hast doch schon wat Ich'habe schon gefrühstückt", erholt er zur Ant- “sie fahren los. Neben Pohl, der die Zügel hält, sint Klaus. Er hat auf besten Geheiß die Decke, die vorher des Schecken Rücken schützte, um sich ge» wickelt. Sie fahren schweiaend, denn der starke Waaen- und Menschenoerkehr in den Straßen er- forbert unablässige Aufmerksamkeit. Mt als ein Teil ber aufgelabenen fffiareji an verschlebene G / fchäfte abgeliefert worben ist, wirb Pahl gesprachi- aer. Er fragt Klaus, was er eigentlich von Beruf und ifct ein kräftiges, schmackhaftes Mahl. Er fühlt sich den einfachen und etwas ■ bie so unbegreiflich gut zu ihm sind, wefensvet°i wandt. Ihr wortkarges, aber doch bereitwilliges und vertrauensvolles Entgegenkommen fuhr er auf eins zurück — oder vielmehr auf „eine sind er ist nn Recht damit. Ihm ist, als wolle Gott ihn durch sie wieder an die ewige Oute ^juben teht, daß von ihr und ihm selber bie Nede ist. ,,Denk dir, Vater, sie weiß nich mal, wie er heißt. ,Wenn er sagt ,S—tratze" oder ,S—tadt, denn iS es der, den ich jeschickt habe, sagt se! Heiß überwallt Klaus die Scham, und er geht Das Wetter ist heute besser als in der Nacht vor- her Die Luft ist windstill, und bie Temperatur liegt nahe am Gefrierpunkt. Klaus ist sehr müde von dem Tag und dem stundenlangen Umherstreifen, womit er den Abend zugebracht hat. Er steht nun wieder an der Stelle, von wo aus er gestern Em- gang zu einem Unterschlupf für die Nacht und ... den Zugang zu einem neuen Leben gefunden hat. Lange muß er heute warten, bis der Hund, der den Holzplatz bewacht, durch irgendeinen Anlaß vorn an der Straße festgehalten wird. Endlich aber geht das aufgeregte Gekläff da vorn los, und Klaus kann über den Zaun steigen In wenigen Wahrten steht er vor der Tür des schuppens. Seme Hand tastet nach der Krampe; sie ist wieder festgemacht worden, aber statt des Vorhängeschlosses steckt ein Die am Sonntag in Sranffurt burAgeTOrter1 Bon 1 rundenspiele zur Deutschen Meisterschaft im Faust ball sahen — wie von uns am Montag schon kurz berichtet wurde — neben Hessen bie Bereiche Subwest Baben, Württemberg unb Bayern als Teil nehmer Durchweg standen bekannte und erprobte Mannschaften im Wettkampf, von denen man nach allem dem mehrfachen Deutschen Meister, Tg - Schweinfurt, die besten Aussichten einraumen mußte. Wie Gießen sich in diesem Feld erprobter Mann schäften halten würde, war nicht ohne weiteres z beurteilen, wenn ihm auch m Fachkreisen ttnsch f Aussichten nicht abgesprochen wurden. Mit Dr. Rohl, Riexinger, Becher, Trapp. Dr. Pfeffer hatte der Turnverein 1846 seine beste Vertretung zur Stelle. Im Vorspiel stand der Hafenmeister Zunächst dem Meister von Südwest, IG. Ludwigshafen, gegenube . Gießen übernahm von Anfang an die Führung, dl zwar nie mehr als fechs Punkte betrug, aber doch verhältnismäßig sicher gehalten wurde. Der hohe Endstand von 43:46 für Gießen war rn erster Lime durch den sehr weichen Grasboden bedingt. Daß Gießen sich aber in diesem Vorspiel gut em- qespielt hatte, zeigte bie Zwischenrunbe, bie gegen Uorzheim-Brötzingen zll bestreiten war. Der Badenmeister fand sich in den ersten Minuten gar mc^ zusammen, unb Gießen nutzte diese Ehance holte im Nu bis 8:1 einen guten Vorsprung heraus, der Zwär nickt ständig gehalten werden konnte, aber der Mannschaft doch einen starken Rückhalt gab unb ihrem Spiel bie nötiae Sicherheit mck Ruhe verschaffte. So lag auch beim Seitenwechsel der Turn verein nodi mit 5 Punkten in Fuhruna, unb er hielt biesen Vorsprung ziemlich unangefochten bis zum Schluß. Auf ber anberen Seite hatte sich wie erwartet, sicher für bas Enbspiel burchgesetzt. Mit bem Sieg Gießens hatte der hessische Faustball bereits einen achtbaren Erfolg errungen, st an ein Meister doch tm ( stand, erschien nicht weiter vertretbar, zumal die nicht hauptberuflich Fischereitreibenden zum größten Teck beruflich derart beansprucht werden, daß sie an Wochentagen die Fischerei kaum ausuben konnew Es war daher notwendig, diesem Personenkreis die Möglichkeit des Fischfangs . auch an Sonn- uns Feiertagen zu geben. । Erleichterung bei ber Punktabrechnung brachte dann eine unerwartete Ueberrchchung^Sport. lich betrachtet, war es ein wunderbarer Kampf, der non ber ersten Minute an alles m Atem hielt uno mit bem buchstäblich letzten Schlag erst entfd)ieben mürbe. Obwohl Schweinfurt sehr konzentriert und . vorsichtig ins Spiel ging und den Gegner durchaus nickt unterschätzte, konnte es nicht verhindern, baß Gießen die Führung übernahm. Erst kurz vor Halb- ^ii^wurde^ der Glelchstand hergestellt Das 12-12 für die erste Spielhalfte zelat schon m ferner niedrigen Punktzahl den technisch hochstehenden Kamp? gegenüber den anderen Spielen des Tages. Hatte bereits die erste Halbzeit eine F^e hervorragender Leistungen aller Spieler gebracht, so mußte sich der Kampf nun, wo er dem Ende Mmg noch vAchärfen, zumal es keiner Mannschaft gelang, einen entscheidenden Vorsprung zu gewinnen Nach nahezu vollendeter Spielzeit lag der Bayernmeister 25'24 in Führung. Noch 20 Sekunden zu spielen. Würde Gießen noch mit dem letzten Schlag wenig- stens den Gleichstand erzwingen können? Der Bclll wurde verschlagen, der Schlußpfiff gab Schweinfurt mit dem knappsten Sieg den Weg m bie Endrunbe ber Deutschen Meisterschaft frei. Die Gießener Mannschaft lieferte em hervorragen- bes Spiel unb bewies, daß sie nach dem Urteil des : Spielwarts des Reichsfachamts Turnen zu den besten l deutschen Mannschaften gehört Hatte sie das Spiel . gewonnen — und das wäre durchaus nicht unverdient gewesen —, so hätte sie m der augenbhcklichen : Form^auch bei ber Vergebung der Meisterschaft em ) gewichtiges Wort mitgesprochen. So heißt es, sich Am Morgen nach dem Tage, an dem Hans Bergholz die persönliche Bekanntschaft der gefeier- ten Sängenn Dietmuthe Röhl gemacht hat beginnt er feine Sprechstunden etwas später als sonst. Er ist gegen drei Uhr in der Nacht heimgekom? men — sehr angeregt unb ganz erfüllt von der Außergewöhnlichkeit seines Erlebnisses Sein Dor- saß foaleid) seiner Frau — falls sie wach war davon ,u erzählen, wor nicht nur S-Maun- gewesen Er hatte vorsichtiger getrunken a s b^ Oa rnilienfestlichkeiten im Hause feiner Schwiegerellern, wo es auch nicht gerade trocken Verging. 3n einem kleinen Weinlokal hatte er in Frau Röhls Gesellschaft und der des Bankiers reich - so hieß ihr gestriger Begleiter - sehr gvk gegessen. Es hatten sich noch ein paar Freu feiner neuen Bekannten emgefunben, .^n,Dokwr Dock mit seiner Frau. Bock ist 'ioch^ftl^En-nd spricht ziemlich viel und trägt sich etwas auffallen - (Fortsetzung folgt.) w* <- <* — •*» - * ** durch Freude' ------ — - , tagabenb als 4. Sommer-Ring-Veranstaltung Lustspiel „Der Triumph bes Tobias" von dem Danen UuD v« —ö—-ö—- - Svend Rindom unter der Spielleitung von Hans t gehandelt haben. Joachim Büttner zur Aufführung. Das ausver- $ tiU6 Eisenach war des Diebstahls und kaufte Haus folgte dem Spiel mit. 9^^ ^51 Betrugs beschuldigt. Er hatte im 9uh m Dolperts- gnügen und dankte den Künstlern mit begeiftertem Laujen ^nem Landwirt 50 bis 60 RM. unb eine Beifall. . e. Taschenuhr mit Kette entmenbet. In Wetterseid ließ Von der llnwerfttät Gießen. „ ^xd), angeblich für kurze Zkit, -m Fahrrab geben zahlte ein« Leihgebühr von 1 RM., gab aber bas Mhrrad nicht wieder zurück. Der Angeklagte war aeständio. Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamtstrafe von sieben Monaten Gesangnis. Das.Ge- richt erkannte auf eine ® e f a m t g e f a n g n t s = strafe van feche Monaten, abzüglich 20 Tage Untersuchungshaft. SträfmMernd kamen die Jugend und die seitherig« Unbestraftheit des An- geklagten in Betracht. W. Sch. in Gießen war beschuldigt, als Dienstverpflichteter feine Arbeitsstelle widerrechtlich verlassen und am 5. d. M. die Raume des Arbeitsamts, in denen er ohne Befugnis weilte, trotz Aufforderung durch einen Angestellten nicht verlassen zu haben. Der Anklagevertreter beantragte eine Ge- lamtstrafe von einem Jahr und dr« Monaten Gefängnis Das Gericht erkannte auf «ne G e f a ml- gefängnisstraf- von zehn Monaten, abzüglich zwei Wochen Untersuchungshaft. Straft milüeriÄ kam die Jugend, die s«th-rig° Unbe chol- fpielt darüber hin. c v ... ..... Sein bepelzter Nachbar auf dem Wagensitz druckt ihm den Ellenbogen in-.Hie Seite. „Kommit wou aus de Plötze, wat?" brummt er halblaut. Klaus nickt, und sie fahren wieder schweigend. Nachdem der Rest der Waren abgeladen ist, geht es noch einmal nach der Zentra Markthalle und die Arbeit vom Morgen wiederholt sich- Es ift mittag, als die Tätigkeit für den heutigen Tag be- ^Beim^Heimweg schlägt der Schecke einen flotten Schritt an. Pahl sagt zu Klaus, ben er Meder auf- geforbert hat, sich neben ihn auf ben Wogen zu fehen: „Wenn wa nu nach Hause kommen, brauchste Muttern nich jleich bet von't 3efängni5 zu erzahln, vastehfte mir? — Aber nu weeß ick noch immer nid), wieso eijentlich bie Marta Ellrich dir schickt „ Das wird sie dir vielleicht selbst erzählen , entgegnet Klaus diplomatisch. Der Fuhrmann nickt und Als'sii^es^as^Selbstverständlichste, nimmt er ben ihm bisher fremben Menschen, von dem er nur erfahren hat, daß er ein entlaßener Sträfling ist, mit in fein Heim. Das sichere Gefühl bes unverbildeten Mannes, der doch das Leben kennt, sagt ihm hier, daß er es mit keinem gewerbsmäßigen Gauner ober „schweren Jungen'' zu tun hat. Das Grunbstück bes Fuhrmanns Pahl ift eine ehemalige Waldparzelle nahe der Bahn. Er hat sich darauf mit Hilfe einiger tm Handwerk erfahrener Freunde das kleine Haus selbst erbaut; da-u Stall unb Remise. Auf dem Stückchen Acker pftanzt er . Kartoffeln und Gemüse Auch ein paar Vbstbaume , stehen darauf, und im Sommer belebt bunte -öiu i menpracht das nüchterne Krautgrün. Klaus hilft den Schecken abfchirren. Im Stalle findet er einen groben Lappen, womit er dem Tiere den fchweißnaffen Rücken abreibt. Pahls bessere Hälfte sieht das von ber Stallttir aus. Ein paar Worte ihres Mannes haben sie verständigt und ohne Umstände wird Klaus von ihr aufgefordert, sich mit an den Tisch zu setzen. D°rhe stellt sie ihm — wie ihrem Mann — em Gefäß nut warmem Waffer hin und gibt Seife unb em grobes euer au, u.u, ^b^ I« Wm wÄwÜtoiK W-fte; (eine IW mit am Dich m einer warmen, fanderen Stube! Er zwa Ein Mann aus Hockersborf (Kreis Alsfeld) war s ourm Urteil bes Amtsgerichts Ulrichstein vom - ---------- .18. Juni wegen Urkundenfälschung zu einer Gefang- «lhwuu^uu« Als ausgezeichneter „izstrafe von 3 Monaten unb 2 Wochen verurteilt Parodist, ber bekannte Sängerinnen unb Sanger morben mar befchulbigt, einen amtlichen Wiege-- fomie Größen bes Films zum Gegenstand ferner fdu haben. Gegen bas Urteil legte der unterhaltenden Kunst macht, erwies sich Kurt ^ngetlogte Berufung ein. In ber gestrigen J5e- Pratsch-Kaufmann. Dann kam er, ber „Ham- rufunq5Derhanblung beantragte ber Ank^gevertre- sterkönig" Ludwig Schmitz, in das Rampenlicht ^ne Gefängnisstrafe von 5 Monaten. Das Urteil der Bühne. Wie er sich mit feinen "Hamster- bß5 Amtsgerichts Ulrichstein mürbe aufgehoben unb paketen" unter beiden Armen aus den Kulissen bQ5 Zerfahren auf Grund des Gnadenerlasses des „herausschob" und mit der verdutzten Miene des «üf)rer5 Dom 9. September 1939 eingestellt, ertappten Sünders vor „seine Gemeinde' trat, war * allein schon ergötzlich. Und dann legte er los lote aU5 Nieder-Weisel hatte sich in nicht- wir ihn vom Film her so gut kennen. Ein "Schla- ßcfentn^er Sitzung wegen widernatürlicher Unzucht g«r" jagte den anb-rn, und stets traf °r mit ft,n-r N verantworten. Der Angeklagte wurde zu einer Charaktenstik ins Schwarze. Daneben ließ er aber l»e|änanjgft1.a|e von 8 Monaten, abzua- dt^s-?bst''kn f)to=inÄ ^0; üd) -in Monat und drei Wochen Unter,uchung-haft, seinen Hörern erkennbar werden, bie er über eine Derur ei , Viertelstunde ganz köstlich unterhielt. Den Beschluß AmtSaerickt der Darbietungen bildeten die Schwestern Bali mit ihren akrobattfchen Springsensattonen und der _ unb |ßine Ehefrau in Gießen-Wieseck geradezu fabelhaften Bodengymnastik. waren wegen schweren Diebstahls angeklagt, der Das Publikum dankte den Künstlern nut JBeh ^mann irt brei bie Ehefrau in vier Fällen. Beide fall, der in feiner Herzlichkeit und Dauer eichach „emeinfam 120 RM. und die Eh-ftau allern nicht mehr zu überbieten war. Dieser Dank fei auch 9 9 QU5 e|ner Nachbarwohnung entwendet. Die aus KdF ausgedehnt, der mar. d.ese fchonen Unter- ^bstähle wurden jedesmal in Äbwesenhert der haltungsstunden zu verdanken hatte. Blumschein. mzohnunasinhaLer durch Anwendung eines falschen Schlüssels ausgefürt. Die Angeklagten waren ge- , ständig. Dem Antrag des Anklagevertreters ent» Auf Veranlassung der NS.-Gemeinschaft „Kraft r^^chend wurden die Angeklagten zu Gesang- irch Freude" brachte das Stadttheater am Sams- „^strafen von je neun Mo na t e n ver- /»nfcawh Afc 4 ^ammer-Rina-Veranstaltung das | ur|ßm Sttafmildernd wurde der Umstand berua- sichtigt, daß die Angeklagten in einer gewissen Not- ssL-N-SZMßm -ÄS* Üeberholen eines Fuhrwerks ins Schleudern.! Das waren am gestrigen Dienstagnachmittag und -abend im Gloria-Palast wieder einmal Sturme von herzlichem Lachen und dankbarem Beifall, wie man sie nicht allzu häufig erlebt. „Kraft durch Freude" hatte den „Hamfterkönig" Ludwig ~ Schmitz, den bekannten Filmfchaufpieler, der lene i . mnstte ein Handwerker, der mit Kleiderunrühmlichen Typs der Hamsterer und Meckerer all- B he tun batte jeden Abend die eingenomme- wöchentlich auf der Leinwand unserer Fü^buhnen kart n getrennt nach Farben sammeln und unter heiterer Zustimmung der Dolksgenossen kemi- - '^jste Anträgen. Die von ihm entwerteten zeichnet, zu einem Gastspiel nach Gießen Sebracht rn e ne s rag Angabe ihrer Num- und mit ihm waren weitere Künstlerinnen ^ezugsck^lne mutz^^^^ der Ausgabestelle in Künstler von Rang erschienen, die allesamt den am mer aufnehmen Das war für viele Nachmittag und am Abend den mei en ©aal bis eine^umständliche Arbeit, die oft als sehr zum letzten Plätzchen fuUen^n JBefuc^ern emig empfunden wurde. Da jedoch die einaenom- Stunden voll ausgelaffener Fröhlichkeit unb fern H Abschnitte und Äezugscheine dem Wirtschaftsabgestimmter Unterhaltung bereiteten bi- amt einzureichen sind, ist für eine ausreichende Äon» Die urwüchsige Hamburgerin M a r i aJR e r> bie amt ■rg 1 ' sorgt. Deshalb hat jetzt der durch ihre köstlichen Dortrage im‘ ^unb uniJ fä>o “ ^^beauftragte8 für Reibung und verwandte Be- weithin bekannt geworden ist, hatte die Ansage ck 1 9 ^ufunft diese Listen nicht übernommen und erfüllte diese Aufgabe m einer Jo I triebe ^et, ba^m gurun^ drolligen unb mit kernigem Humor gerourxten h 9 f 0 3 bisher seine eingenommenen Weise, daß bie Lachmuskeln der Zuhörer chrer h ! Bezugscheine beim Wirtschaftsamt ein» Bewegung auf „Sturm" standen. Maria N ie -1 ®ufft ein^m intr ai des Handwerks ft e g g e erfreute in ausgezeichneter Weife durch ihre 5 ■ morden der eine Erleichterung der 1: ^u^^Cd)nUng5a'r6cit in b-n Handwerksbetrieben Trio führte sich mit einem graziösen Wiener Wal- forderte. zer bestens ein unb wartete im weiteren Verlaufe feiner Darbietungen mit prächtigen akrobatischen Tanzleistungen auf. Trux und Mack i e stellten ihre hohe Kunst aus dem Gebiete des Geschwrndia- keits-Jllusionismus durch zahlreiche fesselnde Tricks eindrucksvoll unter Beweis. Als ausgezeichneter ^^sstr