Dienstag, 28. Mai MV -.25 15 Bedingungslose Kapitulation der belgischen Armee England vor der Klinge NOMSlt ppn Uwes . ruuajiiyc M.uinri .__ S&ufon = Le_Havre Etam strtians Verzv Nantes StAndre Dreux Melun (cury Aus den Rülkzugsstraßen des Gegners durch Eng 48 die flofterdam"" ortrecht ilip [bteilvr.; in rückhaltlosem Einsatz Befestigungen niederrangen. U? zu den stärksten Festungsanlagen der Welt ge- Hirten. Das ganze deutsche Volk blickt in dem Ge- fi,l tiefer Dankbarkeit und unbändigen Stolzes auf -i Truppe, die solch glänzende Waffentaten voll- h-achte und diese Kapitulation erzwang. fM chlt i h N\ les Lf Vertin. (DRV. Funkspruch.) Soeben trifft eine Kindermeldung von ungeheuerer militärischer Bebet fung ein, die das ganze deutsche Volk mit Stolz Uab Freude erfüllen wird. Aus dem Führerhaupt- qtzartier wird gemeldet: Unter dem Eindruck der vernichtenden Wirkung bei deutschen Waffen hat der König der Bel - !g|er den Entfchlutz gefaßt, dem seitherigen sinn- fol'ti Widerstand ein Ende zu bereiten und um La f f e n st i l l st a n d zu bitten. Er hat der deutschen Forderung nach bedingungsloser Kapitulation entsprochen. Die belgische Armee hat !fomit am heutigen Tage die Waffen nieder- igklegt und zu existieren aufgehört. Chatam Maidstone Tonbridge deutschen Panzer. Der Ton der Presse ist nach röte vor darauf ab gestimmt, daß man unbedingt einige Monate au den augenblicklichen Verteidigungslinien aushalten müsse. Die Wirtschaftspresse gesteht, daß der Verlust der belgischen und nordfranzösischen Kohle für die französische Kriegsindustrie umso bedenklicher sei, als man nach der jüngsten Entwicklung an der Kanalküste nicht mehr mit englischen Zufuhren rechnen könne. Selbstverständlich werden die Aende- rungen im französischen Kommando in langen Kommentaren behandelt. Es ist zwischen den Zeilen zu lesen, daß ein so großer Führerwechsel die Armee I nickt ermutigen könne. ».Jahrgang HrJ24 scheint täglich, außer nntags und Feiertags Suippes .Moürmelon, •la Che Oommaftin Panzerwagen den Feind außerordentlich demoralisiert. Die Militärschriftsteller der Pariser Zei- tungen deuten an,- daß die Alliierten nach wie vor auf der Suche nach Abwehrmitteln sind. Der mili- tärische Mitarbeiter der „Temps" erhofft von den Flugzeugschnellfeuerkanonen gute Erfolge gegen die Hand befindlichen Kanalhafen Ostende gelang es einem unserer Schnellboote, einen britischen 3er- törer durch Torpedoschutz zu vernichten. Außerdem vernichteten unsere Schnellboote vor Den Helder ein feindliches U-Boot. pariser Beklemmungen. , Darntoi 6ourn; Trouville RjitAydemer.<< jjsieux Der Wehrmachisbericht vom Montag. Versailles*1^ PARI Rambouillet eiten. SW tteir * jte Cm sttidtl i mit i mnn, r fenst eg. Kip : er k i der - Suttert Narfdiateau >r Ä w* :W* 'N uni’ ■■ «pft* ite. , ar err Zn London scheine man die aufsteigende Ge- ahr begriffen zu haben. Die Bittgebete in den Kirchen begännen sich zu häufen. Auch an einem hastigen Verdichten der Aowehrmaßnahmen mangele es nicht. Gleich wie in Frankreich solle ein Personenwechsel in den höchsten Kommandostellen die Rettung sichern. Die England selbst drohende Gefahr dränge alles in den Hintergrund, auch das verzweifelte Ringen der eigenen Truppen auf dem Festlande. Angstvoll habe Duff-Cooper „an die Treue des französischen Volkes" appelliert, so chreibt „Teuere". — Jin übrigen aber, so spottet „Popolo di Roma", gehe aus dem im Rundfunk in französischer Sprache an die Franzosen gerichteten Appell hervor, daß das Durchkämpfen dieses Krieges den Franzosen überlassen bleibe. England hege nicht die mindeste Sorge, habe Duff- Cooper ausgerusen, daß diese Anstrengungen des französischen Volkes von Erfolg gekrönt sein würden. Die Themen der sonntäglichen Verhandlungen Reynauds in London, so berichtet der Pariser Korrespondent des „Lavoro Fascista", seien zwar nicht bekannt; nicht unbekannt sei aber, daß Frankreich die Notwendigkeit einer kräftigeren militärischen Unter st ützuna durch England fühle. Dieser Forderung habe die Sozialistische Partei, die sechs Mitglieder in der Regierung sitzen habe, nachdrücklich Ausdruck verliehen. Durch die völlige Vernichtung der in Belgien eingeschlossenen englisch-französisch-belgisichen Truppen werde sich das quantitative Verhältnis der von den bei- den Westmächten beigestellten Streitkräfte wesenllich ändern. Das französische Heer müsse fast gänzlich allein das volle Gewicht der Fortsetzung des Kampfes tragen. „Gazzetta del Popolo" sagt: England sei noch nie so unmittelbar von einer Invasion bedroht gewesen, wie in diesem Frühjahr, weder durch Phllipp II. noch durch Napoleon. Dagegen habe sich Hitler wie noch kein früherer Angreifer Englands mit unbedingter Klarheit die Idee in den Kopf gesetzt, daß England besiegt werden müsse, um den Krieg zu gewinnen, und daß der Krieg nicht entschieden werde könne ohne die Erreichung dieses Zieles. Klarheit der Pläne sei eine Kraft, die Hitler nicht nur besitze, sondern auch seinem Volke bei- gebracht habe. Gestützt aijf diese grundlegende Idee führe Hitler den Krieg und habe sich mit der Besetzung der Nordseeküste von Drontheim bis Abbeville das Sprungbrett für den endgültigen An griff auf England serjchafft. es flenla^' •toN ; -e*r I »eiter < . laufen ■ . njart«11 Ei >1 M M o M beut] ebti I ’M '*■ ihn::« NI bild ’M it* Hl erb-J 15 Schloß • > frei^ !.Ä Dover____________________ Folkstone----------------— Rom, 27. Mai. (Europapreß.) Immer enger wird der würgende, stählerne Ring, in dem die eng* lisch-französisch-belgischen Truppen im Westen Belgiens verbluten; immer drohender pocht der^ Krieg an die Pforten Englands. So sieht die römische Presse die Kriegslage im Westen Europas. „Messag- aero" schreibt, den rechten Augenblick zum Durchbruch hätten die englisch-franzosisch-belgi- schen Truppen verpaßt. Auch Weygand sei es nicht gelungen, vom Süden aus eine wirksame Hilfe zu bringen und zu verhindern, daß die deutschen Truppen einen nach dem anderen der wichtigsten Häfen der französischen und belgischen Küste nähmen. Nun stünden den Truppen der Weltmächte. nur noch Ostende, Zeebrügge und Dünkirchen offen; doch diese Häfen seien so gut: wie unbenutzbar. Man wisse, daß" ihre Hafenanlagen von den deutschen Fliegern vollständig zerstört worden seien. Der schrecklichste Kampf wüte im restlichen Belgien fort,* ohne daß sich den englisch-französisch-belgischen Truppen ein Hoffnungsstrahl zeige. Zu sterben, aber nicht zu weichen, habe Weygand diesen Truppen anbefohlen, um selbst möglichst noch einen Monat zur Schaffung einer neuen vielleicht letzten Verteidigungslinie in Frankreich zu gewinnen und damit zu erreichen, daß die politischen und militärischen Führer ihre letzten Karten ausspielen könnten. Chälons.. .Chepy bind verbliebenen Häfen an der belgisch-franzäfi- jtgen Kanalrüste an. 3n Dünkirchen gingen die fcifenanlagen in Flammen auf. An der Südfront keine besonderen Erei^- rsse. In den Kämpfen der letzten Tage südlich ! e d a n schoß der Leutnant in der Panzerabwehr- bmpanie eines Infanterie - Regimentes. Muller fünf von elf schweren feindlichen Panzern ab. und beschädigte die übrigen so schwer, daß ihr Angriff n llis in br i. a. c ) W Gr$ Überlii pfammenbrach. Angriffe der Luftwaffe richteten sich auch gegen lie Flugplätze in ber Umgebung von Jaris, Verkehrsanlagen südlich Reims und gegen feindliche Truppenbewegungen. Allein auf 'nem Flugplatz fielen 20 feindliche Flugzeuge der Wung anVim. D>° Verluste des Gegners betrugen gestern 73 Flugzeuge, davon wurden 32 h LAftkämpfen. 15 durch Flakartillerie abgeschossen, ber Rest am Boden vernichtet. 15 eigene Flugzeuge terben vermißt. , 3m Kampf um Jlaroit würben auch gestern l ieber Gebirgsjäger burch Fallschirmabsprung a - ksseht. Nachdem bereits am 24. Mai ein feind- I dier Flugzeugträger im Ofot-Fzord bei larvik einen schweren Bombentreffer erhalten hatte, rurbe dieses Schiff, wie bereits burch Sonbermel- hng bekanntgegeben, am 25. Mai vor «- tgeul durch drei Bomben, darunter eine Bombe schwersten Kalibers, getroffen und zum Sinken < e b r a d) t. Ls gelang ferner, ein Handelsschiff ijon 8000 Tonnen durch Bombentreffer ju nerfen- Isn und außerdem ein großes Kriegsschiff und zwei L reuzer sowie einen Transporter von 18 000 Ton- uen mit schweren Bomben unter Brand- und Ex- Bosionserscheinuugen zu treffen. Auf dem Flug- ;Rah Barduvos sind mehrere Flugzeuge am Boden srftort worden. . . Der Feind setzte in der Nacht zum 27. Mai feine Ranlosen Luftangriffe gegen nichlmilitarische Ziele m Westdeutschland fort, ohne hierbei größeren Schaden anzurichten. Deutsche Schnellboote vernichteten einen britischen Zerstörer und ein feindliches ll-Boot. DNB. Berlin, 27. Mai. Das Oberkommando •er Wehrmacht gibt bekannt: Bei einem Vorstoß gegen den noch in feindlicher BELG Oixmuidtn Th ^tiede Genf, 27. Mai. (Europapreß.) Die Pariser Zeitungen suchen jedes Zeichen eines vorübergehenden Widerstandes der Truppen der Westmächte in Nordftankreich aufzubauschen und solche Einzelmeldungen derart zu verallgemeinern, daß das Bild gänzlich entstellt wird. Bezeichnend für- diese Pressetaktik ist, daß die Franzosen erst am Sonntagabend den Fall von Boulogne zugaben, obwohl Churchill die Einnahme durch die Deutschen s ch o n " Stunden vorher eingestanden hatte. Wie , Kriegsberichte zeigen, haben die d e u tsch e n' nicht ermutigen könne. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bisb'/rUhrdesVormittags Grundpreise für 1 "'m Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Textanzeigen von 70 mm Brette 50 Pf. Wiederholung Malstastell AbschlüffeMengenstastelS Platzvorschrist (vorherige Vereinbarung) 25 °/o mehr Ermäßigte Grnndvreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. 1 Vimoutiers . kvrew • Conches laiqie 6ac> * ve.rneuil Die letzten Wehrmachtsberichte haben es deutlich gemacht, daß die Zange sich immer enger zusam- menpreßt, in der sich die Reste des belgischen Heeres, des britischen Expeditionsheeres und Teile dreier französischer Armeen in Französisch- und Belgisch- Flandern mit dem Rücken zur Küste und vor sich die unentwegt vordrängenden deutschen Divisionen ringsum eingeschlossen befinden. Aus sich immer mehr verengendem Kampfraum leistet der Feind noch heftigen Widerstand. Besonders gilt dies an- cheinend für den Raum nördlich Arras, wo Die rutschen Truppen, wie PK.-Berichte anschaMich childerten, in erbittertem Kampf mit feindlichen Panzerverbänden die erinnerungsreichen Stätten der Loretto - und Dimy-höhen nahmen und nun in die Ebene des Artois herunterstießen, wo ihnen etwa 10 Kilometer nordöstlich bei Lens französische Kolonialtruppen entgegentraten, deren Gegenangriffe jedoch mit blutigen Verlusten für den Feind abgewiesen wurden. Lens, eine Stadt von 33 000 Einwohnern, lag während der ganzen Dauer des Weltkrieges im Kampfgebiet und ist damals völlig zerstört worden, nordwestlich davon liegt das im Weltkrieg ebenfalls viel umkämpfte Loos. Der Besitz des Höhenzuges, der als Fortsetzung der Ardennen, ähnlich dem baltischen Landrücken, hier die flandrische Ebene begrenzt und sich über Lillers und St. Omer bis nach Gravelines zur Küste hinzieht, bedeutet für die hier mit der Front nach Osten kämpfenden deutschen Truppen eine für die Fortführung des Angriffs durch die Natur außerordentlich begünstigte Ausgangsstellung, die im Weltkrieg immer in der Hand des Feindes geblieben war. St. Omer, ein industriereiches Städtchen von 18 000 Einwohnern, war im Frühjahr 1918 das nächste Ziel der deutschen Offensive über die Lys beiderseits Armentiöres, es konnte indessen nicht erreicht werden. An Gravelines (flämisch Gravelingen) knüpft sich eine interessante historische Erinnerung. Hier schlug der später von Awa auf dem Brüsseler Marktplatz enthauptete Graf von Egmortt an der Spitze eines spanischen Heeres 1557 die Franzosen, Gravelines war auch von Philipp II. von Spanien, dem damals ja noch Flandern und die übrigen Niederlande gehörten, in seinem Kampf mit der Königin Elisabeth ; als Ausgangspunkt für eine Landung in England ausersehen worden, aber die Vernichtung der spanischen Armada 1588 machte diesen Plan zunichte und begründete Englands Seeherrschaft für die nächsten Jahrhunderte. Von der südlichen Ecke dieses Höhenrückens ostwärts in der Linie Dimy—Dalenciennes ist der Feind beiderseits Douai von den hier mit der Front nach Nordwesten kämpfenden Truppen zurückgeworfen. Douai, eine Industriestadt von 40 000 Einwohnern, Bahnknotenpunkt der Linien Lille—Cambrai und Arras—Valenciennes, ist fast während des ganzen Weltkrieges in deutschen Händen gewesen. Bei-, derseits der Scarpe, wiederum in umgekehrter Front wie heute, haben hier vor Arras häufig heftige Kämpfe stattgefunden. Von Valenciennes nach Norden bis in die Gegend von Roubaix stehen unsere Truppen mit der Front nach Westen im Ni *• ing r In » braj Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen » : ..... Verzeichnet sind alle in den Wehrmachtberichten bis einschließlich Montag genannten Orte. 0 ' (Scherl-Bilderdienst-M.) DRV. FührerhauplquarNer, 27. Wal. lis Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3n 51 a n b e r n unb im 21 r t o i s haben unsere luppen ihre Angriffe fortgesetzt unb bie einge- filossenen feinblichen Armeen weiter zusam- wcngebrängt. Besonbers Hörbild) Wenin gdang ein tiefer Einbruch in bie feinbliche Front bi s bicht Dßt Ypern. Wie an ben Vortagen itffen starke Einheiten ber Luftwaffe in bie impshanblung im Westen ein unb erleichterten C5 Vorwärtskommen bes Heeres. Der Schwer- inkt ber Angriffe lag mit stärkster Wirkung über ,m Raum ber eingeschlossenen feindlichen Armeen. V« nordöstlich Lens angreifenden deutschen tippen wiesen Gegenangriffe französier Kolonialtruppen mit blutigen Verdien für den Feind ab. Wie bereits durch Son- urmeldung bekanntgegeben, fiel Calais, das Reifer der Front umschlossen war, nach hartem fampf in unsere Hand. Bei Boulogne schoß der Oberleutnant in einem Panzerregiment von Jaworski mit seilt m Panzerkampfwagen im Feuer mehrerer feindlicher Kriegsschiffe einen Serfförer in Brand. (Segen den Versuch der Engländer, Teile ihrer ein- Mlossenen Truppen nach England zu schaffen, ...riff die Luftwaffe erneut die noch in Feindes- Coulommiers Avize • Vilienadx» Nangis S^Rosendaai tmdlwei. Weert Colchester wich GROSS- f BRITANNIEN LONDON GoRh o« niff hpn Weaen der Niederlage in Nordfrankreich aus: Waffen, Wagen und Ausrüstungs- *»-»b“ Der Kampf gegen England. Italienische preffestimmen zur Kriegslage. V ilagen: Die Illustrierte 1, Wtzener Familiendlälter ij HeimatimBild DieScholle V mats-Berugsvreis: M4Beilagen.RM.1.95 1 Ohne Illustrierte « 1.80 ■g stellgebühr......27 "jauch bei Nichterscheinen Di i einzelnen Nummern hyolge höherer Gewalt »emfvreckanschlutz 2251 Druckundverlag: I SÄK e UnioerfttatsbruderetB.tauge ’rt ‘1 '1 | * Qni :| Wir gedenken in dieser Stunde unserer tapferen rsibaten, bie mit einem beispiellosen Kampfgeist nm Ucrtfau UM «iieemi Embresin Jermonr Wlh StMihiei j IEN w 6ven« La Loweres uot Mons foxhe ^EO tNirotoi •nt " ,aon LWegrF-Soiss^ •Chantilly. MOU! t Items iMdieu Menwxöi SBRUSSEt jmom is^onne Rethei t Warmertrille (Vosnes Ul l timsgatt LeTre'po ... .. -rzdMontviBiersVu.tnt 0 . Neufchatei -1 «Äla’vrp •„ Bellencombre Molliens , ^trnoric Bar^ntin $t5aen*n)rq« BreteuiK Montdidier Rouen ftrrieres O V. ' Lhau narrt Beaumont • Calais ßrövelme! ui» Licques» ■ Desvres astöourne Rnuloan Neuf- • wavram. • hatei _y Ha?ebrc ontreuil Hesdin ^laDrovl^Fratfnt eCro- Horemes Chimav’>n Normal Utz Scham Irene: l/ennns . _ ' ßrunehamel Chariem rr-mont )outhffld~ ■ ■ — Zeebrügge. I tendi wapsmunstcc Hass Lüttich >ivet Virton tTannay Jroyon & Brecht Castings land seine wie Das Schnellboot. Entstehung, Entwicklung und Aufgabe. die ersten Schnellbootsflottillen der deutschen Kriegsmarine die Früchte langjähriger Entwicklungsarbeit und Studien darstellen. So ist allmählich das Schnellboot in allen Marinen als die r e i n st e Der Llebergang über die Schelde Oer Tommy drückt sich vor dem offenen Kampf. Zm Raum von Narvik. Die schweren Verluste, die die Engländer ferner an Kriegsschiffen und Transportern in dem Raum van Narvik erlitten haben, machen dieses Unter- seinen Panzerkampfwagen trotz heftigen Feuers | feindlicher Kriegsschiffe einen Zerstörer in Brand schoß, und der Ansatz unserer Flakartillerie, die schon vor einigen Tagen einen Zerstörer xum Sinken gebracht hat. So ist der Kanal selbst und damit die britische Insel in ihrem wichtigsten Teil unmittelbar Operationsgebiet geworden. General I r o n s i d e s Ernennung zum OberbefehlshcLer der Heimatverteidigung zeigt ja schon, daß man in London den Ernst der Situation begreift. Nun gibt es für Eng- ' * kein Herumdrücken mehr in diesem Krieg, den plutakratische Herrenkaste ebenso leichtfertig verbrecherisch heraufbeschworen hat. Dr. Fr. W. Lange. Feiger Mord oft Gefangenen! Nach Berichten von Augenzeugen steht es fest, daß zwei deutsche Flieger, ein Leutnant und ein Unter- ofsizier, die wegen Beschädigung des Oeltanks ihrer Maschine vor den französischen Linien hatten notlanden müssen, nach der Gefangennahme schmählich ermordet worden sind. Der Leutnant wurde mit zwei Genickschüssen, der Unteroffizier mit Brustschüssen und zahlreichen Sttchen in den Unterleib tot aufgefunden. Der mutige Einsatz von 20 Freiwilligen vermochte die deutschen Flieger wegen des rasenden Feuers der französischen MG. nicht zu retten. Ein herankommender deutscher I Panzer, der bereits den halben Weg bis zu den Fliegern zurückgelegt hatte, wurde von diesen im Augenblick vor ihrer Gefangennahme leider nicht । sie' werden stärkere Aufmerksamkeit widmete. Die ^englische ' " 'Werft von Thornicroft lieferte in erster Linie an die kleinen Marinen. In Deutschland hatte man den mehr gesehen, da das unübersichtliche Gelände ihn ihren Augen verbarg. Es ist dies nichtdererste Fall einer durchaus unsoldatischen, unritterlichen, höchst verächtlichen Kampfesweise des Gegners, die wir ja im Weltkrieg oft genug kennengelernt haben. So befinden sich unter der großen Beute erhebliche Mengen von maschinenmäßig hergestellten Dum-Dum-Ge- schossen, die besonders schwere Wunden verursachen. Es kann nicht ausbleiben, daß Deutschland gezwungenermaßen zu besonderen Maßnahmen greift, um seine tapferen Kämpfer mit allen THtteln gegen solche Vorkommnisse zu schützen. Gefährliche Selbstzufriedenheit. Scharfe Kritik an der eigenen Kriegführung Stockholm, 27. Mai. (DNB.) Der Londoner Berichterstatter von „Dagens Nyheter" meldet seinem Blatte, die fortgesetzte Unsicherheit drücke auf die Masse des englischen Volkes. Die Heber- raschung über die deutsche Angriffstaktik sei Mer- hört gewesen, man habe in führenden Kreisen allzulange gebraucht, die eigenen Begriffe zu revidieren. Die britischen Offiziere seien von der Kombination Tanks—Fallschirmtruppen—Bom- benflieger so überrascht gewesen wie mittelalterliche Feldherren von der ersten Anwendung _der Pulvers. Dieses mangelnde Anpassungsvermögen sei gefährlich. Andere Kritiker seien der Ansicht, daß der totale Krieg noch sehr bald neue große Ueberraschungen bringen werde. — Ward Price schreibt in der „Daily Mail", wenn Ena- land dem deutschen Angriff zum Opfer falle, so würde ein einziges Wort auf hem Grabstein Eng' lands die hinreichende Erklärung dafür geben, nämlich das Wort „Selbstzufriedenheit^. All' zuviele glaubten, daß der Krieg mit den üblichen Bürozeiten mit Dergnügungs- und Erholung^ Zeiten wie unter normalen Verhältnissen gewonnen werden könnte. — Sowohl Ward Price als andere Kritiker erklärten, so be* richtet der Korrespondent von „Svenska Dag' bladel", daß der alte Schlendrian noch immer nicht ausgerottet sei. Man klage darüber, daß du Weekendgewohnheit noch immer in White-Hall sestsitze. scharfe Kritik werde auch an der Orga« nisierung der freiwilligen S) e i m ‘ wehr geübt. Gesellschaftliche Rücksich' t e n machten sich noch immer bei der Wahl des Anführers dieser Heimwehr geltend, anstatt, daß die Tüchtigkeit den Ausschlag gebe. Es sei sicher' lich ein schwerer Prozeß, die fest eingewurzelten Gewohnheiten in einem Lande mit so tonser« vattven Traditionen wie England zu beseitigen. Kampf um die starken französischen Grenzbe-i festigungen. Roubaix, eine Großstadt von i 117 000 Einwohnern, bildet mit den Nachbarstädten Tourcoing und Lille den Mittelpunkt der nordfranzö- fischen Textilindustrie. Nach Süden zu erstreckt sich das nordfranzösische Kohlenrevier, mit 80 vH. der französischen Gesamtförderung das ergiebigste Frankreichs. Hier grenzt eine Stadt an die andere, hier liegt eine Fabrik neben der anderen, ein Schacht neben dem anderen. So gehören die beiden nördlichsten französischen Departements-und das angrenzende belgische Gebiet zu den dichtbesiedeltsten Europas. Heber 200 Menschen wohnen hier auf einem Quadratkilometer. Nur der Vergleich mit dem Ruhrgebiet kann eine Vorstellung davon geben, rote schwer dem Feind in diesem Raum, behindert von den hier eng zusammengeballten Millionen Menschen und inmitten der Industrieanlagen, der Kampf wird, zumal er ja durch die scharf vordräm genden deutschen Truppen von drei Seiten zugleich angegriffen wird und die deutsche Luftwaffe zudem mit außerordentlicher Wirkung in ben' Erdkamps eingreist. Je enger sich hier also der Ring um die feindlichen Armeen schließt, um so mehr werden ihnen die letzten Operationsmöglichkeiten beschnitten, zumal unmittelbar nördlich des eben gekennzeichneten Jndusttiereviers der deutsche Angriff in der flandrischen ©ebene von nördlich Menin aus, einem belgischen Grenzstädtchen von 22 000 Einwohnern etwa 15 Kilometer nördlich Roubaix, von den mit der Front nach Nordwesten kämpfenden deutschen Truppen schon bis dicht vor Ypern vorgetragen werden konnte. Dieser tiefe Einbruch in die feindliche Front bedeutet für den im Jndustrierevier noch zähen Widerstand leistenden Feind eine gefährliche Heberflügelung. Auch hier, betreten unsere Sol- baten durch den Heldentod ihrer Väter und Brüder geheiligten Boden. Jeder Ort zwischen Menin und Ypern und diesseits des Yser-Kanals bezeichnet ein Anschlag auf die USA. Don unterer Berliner Schristlettung. Aus Boston, dem alten Einwanderungshafen derer, die einst in den Vereinigten Staaten Ret- tung vor der englischen Plutokratie und ihrer Unduldsamkeit erhofften und im gelobten Lande die Früchte ihrer Tätigkeit selbst verzehren wollten, wird gemeldet, daß auf den amerikanischen Damp- er „President Roosevelt" von britischer Seite' ein Anschlag geplant sei, der nach dem Re- zept der Versenkung der „Achenia" vom Diktator der englischen Nöte, Churchill, ausgearbeitet wurde. Schon am 24. Mai veröffentlichte die „New- york Post" ein sensationelles Telegramm ihres meist gut unterrichteten Londoner Korrespondenten Stone- man, in dem es heißt, daß in England zahlreiche Briten wegen landesverräterischer Umtriebe der tandrechtlichen Erschießung entgegensähen. Das Telegramm fährt dann fort: „Schon in naher Zu- fünft wird die Welt die aufsehenerregendste Mit- teilung dieses Krieges erfahren, deren Enchüllung die gesamte westliche Welt tief erschüttern wird und deren Folgen wahrscheinlich größtes Entsetzen erregen werden." .. Nähere Angaben macht der amerikanische Be- richterstatter nicht, da er sich auf die Pflicht der „Loyalität" gegenüber seinem Gast beruft, aber die vorausgesagte „Erschütterung der gesamten westlichen Welt" kann sich doch nur auf eine Wieder- holung des „Athenia"-Falles beziehen, also — auf den geplanten Anschlag Churchills auf den amen- konischen Dampfer „President Roosevelt". Dieser Dampfer ist von Neuyork nach England unterwegs, um amerikanische Männer, Frauen und Kinder vor der vom Kriegsbrand schon umlohten englischen Insel in Sicherheit zu bringen. Nock Churchills verruchtem Anschlag auf die „Athenia" war der deutschen Regierung bestimmte Kunde ge- kommen, daß der damalige Seelord versuche, genau wie während des Weltkrieges, die Nordamerikaner dadurch auf die Seite der Plutokraten zu treiben, daß er das gegen Deutschland versuchte „Athenia"- Verbrechen am amerikanischen Dampfer ,Zro» q u o i s" wiederholte. Die Gefahr für diesen amerikanischen Dampfer ist unterbunden worden. Die neuerliche Vorbereitung des Anschlages auf einen amerikanischen Dampfer, diesmal den „President Roosevelt", durch den Verbrechet Chm- chill zwingt wieder dazu, diese Erschütterung „für die gesamte westliche Welt", wie der amerikanische Korrespondent Stoneman sie bezeichnet, der amerikanischen Oeffentlichkeit dadurch zu ersparen, daß wir den Coup des Bankerotteurs und Kriegstreibers Churchill schon jetzt aller Welt bekannt machen. Es geht nicht so wie 1917, als sich die Amerikaner zur „Rettungier Demokratie" von den britischen Demagogen 'auf bie europäischen Schlachtfelder als Mitleidende und Derbluten-de treiben ließen. Seit vielen Jahren, besonders aber seit Aus- bruch des uns von England aufgezwungenen Krieges, arbeiten wieder ganze Kolonnen von britischen Hetzern in den USA. Allen voran war es der jetzige Jnformattonsmimster Duff Cooper., der drüben für die Teilnahme der USA. am englischen Krieg warb. Gleich nach Kriegsausbruch, schon am 4. September 1939, wurde der „Athenia"- Fall durch Churchill geschaffen. Die „Athenia" mit 1400, darunter 300 amerikanischen Passagieren, sank 200 Meilen westlich der Hebriden. Sofort wurde behauptet, sie sei von Deutschland torpediert, und Churchill goß im Hnterhaus eine Schmutzflut von Verdächtigungen über Deutschland aus, bie zunächst in der amerikanischen Presse ein zustimmendes Echo fanden, beim Churchill hatte am 6. September in geradezu beispielloser Verworfenheit sein „tiefftes Mitgefühl" ausgesprochen — bis bie Zeugenaussagen bekundeten, baß ein deutsches H-Boot gar nicht in ber Nähe gewesen sei, und gemeinsam mit den beutfcpen Feststellungen und durch weitere Veröffentlichungen bekannt wurde, daß England selbst dieses „Athenia "-Verb rechen begangen hatte. Amerikanische Zeugen von unbestrittener Glaubwürdigkeit sagten aus, ber Dampfer sei durch eine in seinem Innern erfolgte Explosion gesunken, nehmen für England sehr fragwürdig. Durch den harten Abwehrkampf, den bie Gruppe Narvik gegen j einen weit überlegenen Gegner mit großer Beharrlichkeit und mit heroischem Mut führt, durch das tapfere Ausharren dieser 2000 Kilometer von der deutschen Heimatbasis entfernten Gruppe werden die Engländer gezwungen, immer neue und starke Verbände nach Nord-Norwegen zu schicken. Dazu wieder bedarf es des Einsatzes einer unverhältnismäßig großen Anzahl britischer Kriegsschiffe und Transporter, die in ihrer Versammlung vor Narvik ein denkbar grünstiges Angriffsobjekt für unsere Luftwaffe bilden. Ein Schlachtschiff, ein Flugzeugträger sowie zahlreiche andere Kriegsschiffe unb Irans porter wurden in den letzten Tagen von unseren Bombern zerstört. unsere Infanteriekompanien bereits vorgefühlt, wie stark der Gegner ist, der sich hinter dem Westufer ber Scheibe zur Derteibigung eingerichtet hat. Unter bem zusammengefaßten Feuer ber feindlichen Waffen wurden alle unsere Vorstoßversuche hartnäckig zurückgewiesen. _ Es ist eine Pause eingetretetf Nun holt die Armee zum großen Schlage aus. In den Abendstunden sind in endloser Folge Batterien aller Kaliber nach vorn gezogen worden und stehen nun in breiter Front ostwärts der Schelde. Die Munitionskolonnen reißen auf der Straße nicht ab. Der weit reichende Arm unseres Heeres, die Artillerie, beginnt den Gegner in seinen Stellungen aufzurütteln. Die ganze Nacht über bis in bie dritte Morgenstunde verschmelzen die Abschüsse unserer Batterien zu einem gewaltigen Orkan, der Tod unb Verwüstung über den feindlichen Stellungen ausschüttet. Im Schutze dieses zusammengefaßten Feuers sind unsere Pioniere bis an das Ufer der Schelde gelangt und haben dort mit dem Brückensch lag begonnen. An vier, fünf, sechs Stellen gleichzeitig arbeiten bie Trupps, schleppen Balken heran, setzen bie Pontons ein, in kilometerlanger Breite gehen unsere »Infanteristen, die Sturmabteilungen mit ihren Maschinengewehren unb Granatwerfern in Floßsäcken über den schmalen Fluß. Nun ist es soweit, nun kann -die Dernichtungs- schlacht gegen bie Engländer ihren Anfang nehmen. Bataillon an Bataillon ist bereits am anderen Ufer und stellt sich zum Angriff bereit. Die Uhr- zetten werden noch einmal verglichen. „Kompanie, auf — marsch!" Hundertfach wiederholt stch dieses Kommando kilometerbreit am anderen Ufer des Flusses. Die Kompanien marschieren! Jeden Augenblick muß das mörderische Abwehrfeuer des Gegners sitzen. Jeden Augenblick muß die feindliche Arttllerie mit Tod und Vernichtung in unsere Reihen einschlagen. 100, 200, 500 Meter find unsere Leute vorgegangen. Da, bie ersten Sanbbarrrkaden. Kein Schuß fällt. Dahinter eine Straßensperre. Kein Schuß! Leer die Stellungen, leer die Häuser. Im Schützender Nacht, nach den ersten Salven unserer Artillerie muß ber Tommy bereits die Stellung geräumt haben. Das ganze andere Ufer ber Schelde ist kilometer- tief ins Hinterland hinein zu einer Befesti- gungslinie ausgebaut worden, wie sie besser in ber kurzen Zeit, die zur Verfügung stand, nicht errichtet werden konnte. An jeder Straßenbiegung sind Gräben ausgeworfen, Sandsackbarrikaden auf- geschüttet worden, jedes Kellerfenster hat eine Brustwehr, auf den Wiesen und Feldern unzählige Schützenmulden und Schützenlöcher. Jedes Haus in den Dörfern ist zu einer befestigten Stellung umgeb aut worden. Hinter den Fenstern nach drei Himmelsgegenden hatten die Engländer mehrere Reihen Sandsäcke aufeinandergeschichtet, die nur eine kleine Schießscharte freilassen. Don hier aus hätten sie das Land nach allen Angriffsrichtungen mit ihren Maschinengewehren.abstreichen können. Wieder einmal hat sich ber Tommy vor bem offenen Kampf gedrückt. Georg Zech. Form des Torpedoträgers wieder auf- erstanden, da ja beim Zerstörer auch bie Arttllerie zröße Bedeutung hat. Während in ber deutschen Marine ein kräftigerer Bootstyp für seegehende Verwendung bevorzugt wurde, legte man tn fast allen anderen ausländischen Marinen mehr Wert auf Entwicklung höchster Geschwindigkeit zu Ungunsten ber Reichweite und der Seetüchtigkeit. So entstand hier ber Typ des Stufengleitbootes in feinen verschiedenen Abwandlungen, der wiederholt in den letzten Jahren Rekordleistungen vermelden ließ. Das Prinzip des Stufengleitbootes ist vom Außenbord-Motor-Rennboot her allen Motorsportinteressenten geläufig. Die Angaben über den jüngsten deutschen Frie- denstyp ber Schnellboote — es ist naturgemäß eine Weiterentwicklung im Kriege erfolgt — lassen auch den Unterschied gegenüber den Booten ber fremden Marinen erkennen. Die Hauptbewaffnung besteht aus zwei festeingebauten Torpedorohren und einer leichten Flak. Es sind reine Kielboote, bie infolge ihrer besseren 'Seetüchttgkeit bei leichterem unb mittlerem Seegang ben Stufengleitbooten erheblich an Geschwindigkeit überlegen sind. Die italienischen Schnelwoote sind, wie auch bie französischen, soweit im Mittelmeer stationiert, den besonderen Wetterverhältnisse dieser Seegebiete an* gepaßt. Hier regiert also das ganz kleine leichte Stufenboot. Die Engländer hingegen, die ja im Kanal und seinen Zugängen wieder andere Seebedingungen vorfinden, haben wiederholt zwischen dem leichten und schweren Typ geschwankt. Bisher hat ber Krieg ihren Booten noch keine Gelegenheit zu erfolgreicher Verwendung gegeben. Dagegen haben die deutschen Boote schon während ihrer ersten kurzen Einsätze dgs gehalten, was man von ihnen erwartet hatte. So ist also bas Schnellboot, dieses kleine schnittige Fahrzeug, das wohl manchem binnenländischen Besucher Der Seebäder so eindrucksvoll in Erinnerung geblieben ist, Träger des angriffsfreubigen Torpedobootsgeistes geworden. Das Schnellboot verkörpert takttsch und in feinem militärischen Angriffsgeist bie Wiedergeburt des klassischen Torpedoboots aus ber Zeit, als Tirpitz diese Waffe in Deutschland schuf. .......27. Mai. (PK.) Jetzt sitzt ber Tommy im Sack. Die Verbindung nach der Küste ist hergestellt, starke motorisierte Einheiten haben sich gleich einem gewaltigen Keil von Südosten her bis hinauf an den Kanal zwischen bie englischen und französischen Armeen geschoben, von Antwerpen her drückt die Nordarmee in die Flanke, wir selbst sind mit unseren Truppen bis an bie Schelde vorgerückt und riegeln damit den Ausweg nach Südosten ab. In den Abendstunden des Samstags dauerten die Besprechungen bei den Divisionen unb Armeekorps länger als sonst. Wo wird dieser gewaltige Sack, in dem der Tommy zappelt, zugeschnürt werden. Das war die Frage, die jeden einzelnen bewegte. Immer wieder wurde der Bleistift an bie Karten angelegt. In wilber Eite flitzten noch in ben späten Abendstunden Kradmelder heran und überbrachten die letzten Meldungen. Offiziere, von oben bis unten mit Staub bedeckt, rasten in ihren Kübelwagen heran und stürmten die Treppe zu dem kleinen Schloß hinauf, in Dem bie Division ihren Gefechtsstanb hatte, um sich den Einsatzbefehl zu holen. Immer klarer tri- । stallisierte sich aus hunderten von Meldungen bas Bild heraus, daß sich jetzt endlich der Tommy an der Schelde zum Kampf stellt. Wie sollte es auch anders sein! In ständigem Zurückfluten strömt das Gros der englischen Armee den Häfen an der Kanalküste zu. Hier längs der Schelde muh er sich zum Kampfe stellen, wenn nicht der Rückzug eine Flucht werden soll. Es ist ein weites, von dichten Buschgruppen durchsetztes Land, bas sich zu beiben Seiten ber Schelde Warneton, Messtnes Wytschaete, H°llebecke Ghelu- bie Pfingstrosen in bunter Fülle leuchten, velt unb weiter nördlich Nelken, die sich bereits neugierig aus den schützen- Poelcapelle, Bixschoote, Houthhulster Wald, all bßn Maspen herauswagen — ein Land, das zu- Namen, die für immer m ber Erinnerung bes beut- ^^ht, als hatte es noch nie bie rote scheu Volkes stehen. Nach Beendigung des !Be- fVatfel des Krieges über sich gesehen. Der Jnfan- megungsfrieges im Herbst 1914 entbrannte hier bei aber, ber Kilometer um Kilometer auf gerader Dpern bet dem Versuch der gegenseitigen Heber ßaiJbrtra^e, über verstaubte Feldwege und enge slugelung mi Wettlauf Zum Meer öiefenftege feinem nächsten Marschziel zustrebt, sieht die Schlacht zwischen der 4 und 6. deutschen Armee ^ähre Antlitz dieses Landes, in das ber Krieg unb ben Engländern, die sich bis zum 24. Nvverm , tiecen Furchen eingegraben hat. Rechts unb ber hinzog, ohne eme Entscheidung zu bnngen. 2luck) I ber Straße umgestürzte Munitionswagen unb bie Flandern schlacht 1917, die nut ber g^ßen Mi- $rohen, Lastwagen unb Motorräder, an ben Orts- nensprengung bei Wytschaete begann und bann .in g « en ^juser, bie burch einen einzigen Artil- schweren Kämpfen uiu den Ypern-Bogen monate- [eriöeDOgtreffer auseinandergefegt wurden, gesprengte lang hm- und herwogte, konnte an ber Stellung jrilfcr DOn Fliegerbomben und Granaten von 1914 so wenig ^"dern, wie dle Ersturmu g unb Rand ber Straße ber endlose Zug ber des Kemmels in der Fruhiahrsoffensive 191». I Flüchtlinge. Voll beladene Wagen, müde Pferde, Was damals ein nie erreichtes Ziel blieb, ber Menschen, die seit Tagen nach ihrer Heimat zurück- Besitz der französischen Kanalhäfen, streben, aus der sie zwangsweise evakuiert wurden, ist >heute bereits in der dritten Woche der großen Dse Tage von Holland sind vorbei. Hier in dieser deutschen Westoffensive Taffache geworden. Nach- Gegend lag ber Englänber im Quartier, bem Boulogne schon am Freitag in hartem Sinnlos verwüstete Häuser, in denen Kampf mit feindlichen Land- unb Seeftreitkräften auch die letzten Eßvorräte aufgebraucht oder ver- von deutschen Truppen erobert wurde, ist am Sonn- nichtet sind, zeigen den Rückzugsweg, den der tag nun auch Calais nach hartem Kampf in Tommy ging. deutsche Hand gefallen. Ihre außerordentliche Be- Wir sind bis Rena ix vorgestoßen. Funk- beutung wirtschaftspolitischer Art für Frankreich, sprüche wechseln zwischen den übergeordneten Ein- seesttategischer Art für England, haben wir W heilen, die wenigen Telephonleitungen sind ständig schon vor einigen Tagen eingehend dargestellt, besetzt, ber gewaltige Apparat des modernen Nach- Heute sei nur noch darauf hingewiesen, daß mit richtendienstes spielt auf seiner gesamten Tastatur, bem Besitz ber Kanalhäfen, die nicht in die Hände $n ben Nachmittagsstunden des Mittwoch haben einer feiMichen Großmacht fallen zu lassen Jahrhunderte hindurch bas A und O brittscher Politik gewesen ist, die deutsche Kriegführuna eine scharf fiankierende Stellung zum Kanal und damit zur I wichtigsten Durchganasstraße der brittschen Heimat« gemässer nicht nur, sondern auch zur Themsemun- düng und damit zu London selbst gewonnen hat, dessen Hafen der weitaus wichtigste Hmschlagplatz des Der Gedanke des Schnellbootes wurde aus den brittschen Außenhandels ist. Da Kanal und Themse- Derhältnifsen des Seekrieges und des Küstenkamp- Mündung^iun also im engsten Bereich der deutschen [es vor bem östlichen Kanalausgang ziemlich gleich- Luftwaffe liegen, sind die Engländer noch mehr zeitig auf deutscher und englischer Seite im We lt- als schon durch die Bedrohung der britischen Oft- friege geboren. Dem Entwurf der ersten Boote füfte von den deutschen Stützpunkten in Norwegen lag mehr ber Gedanke 3U Grunde, sehr schnelle aus für ihre Zufuhr aus Hebersee auf ihre wenigen Fahrzeuge für die Nahaufklärung unb bie und ohnehin schon überlasteten Häfen im Westen u- B o o tb e k ä m p f u n g zu schaffen, als das angewiesen, also Bristol, Cardiff, Liverpool, Glas- Streben nach der Entwicklung einer neuen Kampf- gow u. a. waffe. S^)r schnell drängte sich der Gedanke auf, Kanalhäfen die Absperrung des britischen Expedi- bte TntmirfiuiKi in der Adria latrtenTter ^ck^on^ wie^bEänk^ wo die iwlienischen MAS (Motoscafo Antisommer- MMMKMWMKZM SdÄeift m Ä äuÄ bootWb M- durch »ei—e Anarisse in die entlassen werden. Die Angriffe der deutschen Lllst- den russischen Knegshafen Kronstadt, ayr fets» «sh? ää । $saus" jetzt an ben Stellen direkt bekämpft, von denen sie L SÄieUuTÄ" L l Schnelwooren anzesichi- der besonderen 8e6influn. Nnd hab Krieaslckuffe von den Vernich- gen an unseren Küsten bereits vor der Exrrnguna tenben Angriffen unserer Bombengeschwader abge-sder Wehrfrekheit Aufmerksamkeit gewidmet, ft daß sehen, auch vor kühnen deutschen Angriffen vom Lande her nicht sicher sind, sobald sie sich in ben Bereich ber Küste wagen, bas zeigt die schneidige Tat des Oberleutnants von Jaworski, der mit ib. i f Erbeutete mitDr. Oetker Go wirken unsere Pak-Geschühe. o« Rhabarber wirb nad) Dem IDafdien und flbtrodmm mit der SAalf In ganj feine Stücke gefrfinltten. Großbetflel fU» etwa 3 kg Marmelavo glt vocheceivm» «d ß-MLNA «W nach der «j Mem tzrM SMS1«? LM«0 6kl^eutel • • ’ •---* h -d mir "L b hi 8BU ’ih reik lenk'. /3t; । LW ■ r Ma n|i. 4» U Auch auf dem Vormarsch im Westen bietet sich unseren Soldaten Gelegenheit, einen Brief an die Angehörigen in der Heimat auf den Weg zu bringen., (PK.-v. Estorff-Scherl°M.)___________ daß es sich um eine Stadt handle, in der 5 0 0 0 0 Italiener leben, und die ein vollkommen italienisches Aussehen und ita- lienische Bräuche aufweise. Ihre 80jährige Zugehörigkeit zu Frankreich habe den italienischen Charakter der Stadt nicht zu ändern vermocht. Don 1388 bis 1860 sei Nizza fast ununterbrochen italienisch gewesen. Nach 80 Jahren stelle sich heute das Problem von Nizza in seiner Gesamtheit dem Bewußtsein des italienischen Volkes, und keiner zweifle daran, daß es nach dem Recht der Nation gelöst werde. ßonW ttttei K >rütf«5 sei *; \W\ 1*2 'M iWU* •5 •$ «fti & r fön1'' Unter französischen Bajonetten Erinnerungen an die Iluhrbesetzung. Die schweren Panzerplatten dieses französischen Kampfwagens, der von unseren Truppen nie- dergekämpft und erbeutet wurde, find von der Munition der deutschen Pak- Geschütze, wie mehrere Einschußstellen beweisen, glatt durchschlagen worden. — (PK.-Schlickum- Scherl-M.) ^Gibraltar für Spanien.- Madrid, 27. Mai. (DNB.) Sn Burgos sand am Sonntagnachmittag eine spontane K u n p• gebung gegen England statt, an der sich ein großer Teil der Bevölkerung lebhaft beteiligte. An der Spitze des Demonstrationszuges wurde em riesiges Plakat mit der Aufschrift: „Gibraltar für Spanien" getragen. Zwischenfalle ereigneten sich nicht. Auch in anderen Städten sollen Kundgebungen stattgefunden haben. schossen. Daß unter diesen Umständen die Bewohner der besetzten Gebiete sich widersetzten in ieder mög- lichen Form, daß unter ihnen ein Schlageter aufstehen mußte, ist wohl jedem Deutschen verständlich, denn ihnen allen war eines gewiß: unsere eiserne Abwehr diente der Erringung eines starken, freien deutschen Vaterlandes! Hafd) einen Gruß nach Hause. -fh k b 4 ifr, r i«lc h hif’ h Besonders schweren Dienst hatten damals die deutschen Polizeibeamten. Einmal befand sich ein Polizeioffizier auf einem Dienstgang, als auf der anderen Straßenseite ein französischer Offizier, gefolgt von drei Poilus, daherkam. Der Deutsche durfte auf Anordnung seiner vorgesetzten Behörde den fremden Offizier nicht grüßen. Sofort sprangen die drei Franzosen auf ihn zu, bearbeiteten ihn aus Leibeskräften mit Tritten und Kolbenftößen, während der wütende Besatzungsoffizier den Wehr- losen mit dem Stiel seiner Reitpeitsche ttaktierte. Die Straße war leer, doch im Augenblick stürzten aus Türen und Toren auf das Hilfegeschrei des Ueberfallenen Menschen heraus, um ihrem Lands, mann beizustehen. Doch wie? Mit leeren Händen? Der Besatzungsoffizier dreht sich herum, zieht den Revolver und treibt mit Schüssen die Helfenwollen. den in ihre Behausungen zurück. Wenige Stunden später verkündete ein Anschlag der Ortskomman. banhir, die Gemeinde habe umgehend eine Geld- buhe zu zahlen, ferner habe sich drei Tage lang kein Deutscher auf der Straße zu zeigen, widr - genfalls werde er „aus Gründen der Sicherheit der Besatzungstruppen" sofort standrechtlich er- 7 habe sich aber noch 14 Stunden über Wasser alten können, bis ihn britische Zerstörer durch ihr leschützfeuer vernichteten. Churchill wurde schon amals des scheußlichsten Verbrechens, zwei Völker, ,e nichts gegeneinander haben, in den Krieg treten zu wollen, überführt! Dieser Verbrecher regiert ctzt mit diktatorischen Vollmachten in England und oeiß vor der Wirkung der deutschen Waffen keine obere Antwort, als andere Staaten und Völker nt in die Katastrophe hineinzuziehen. Wir sagen em amerikanischen Volke offen, was ist. Wir meien es auf Churchills neuen ungeheuerlichen An- chlag hin. Die westliche Welt ist also vor ihm ge- ,arnt. E. S. Go werden Greuel gemacht! Die Flut der englischen und französischen Greuel- lügen steigt in erschreckender Weise. Der Feind rechnet mit der Gutgläubigkeit naiver Dolksmassen jin Ausland, er spekuliert auf die Vergeßlichkeit jer Menschen. Es muß deshalb einmal mit allem Nachdruck daran erinnert werden, daß die heute verbreiteten Erzählungen von angeblichen deutschen Untaten haarscharf mit jenen (Breuellügen übereinftimmen, die bereits 1914 bis 1918 von den englischen Plutokraten fabri- w» >5; en, L ick» er bild' SchG ■ beftnb” igtn* m-®1' n W xW* Oie neuen Zinssätze. Als Anfang April dieses Jahres der Reichsbank d i s f o n t von 4 auf 3Vi v. H. herabgesetzt wurde, mar es klar, daß diese Maßnahme auf dem Gebiete des Kreditwesens noch weitere Auswirkun- gen haben würde. Die Senkung der sog. „Reichs- Ijantrate" erfolgte aus Gründen der Kriegsfinan- zierung heraus. Ein nicht unbedeutender Teil der umlaufenden Wechsel waren Ziehungen der öffentlichen Hand, und eine Verringerung des Diskonts bedeutete für das Reich eine Ersparnis. Darüber hinaus aber hat erfahrungsgemäß eine Veränderung des Reichsbanksatzes auch eine Veränderung des gefaulten Zinsgefüges einer Volkswirtschaft zur Folge. Denn es ist einleuchtend, daß dann, wenn die Notenbank die bei ihr eingereichten Wechsel zu einem niedrigeren Satz kauft, „diskontiert", auch die Banken die ihnen zum Kauf angebotenen Wechsel zu tinem entsprechend kleineren Satze dis- kontieren werden. Kauft aber eine Bank einen Wechsel an, so gibt sie praktisch dem Wechselinhaber einen Kredit, sie bevorschußt ja seine Wechselforderung. Folglich werden auch allmählich die Zinssätze, die die Bank für andere Kredite (Kontokorrentkredite, Lombardkredite usw. berechnet, in Mitleidenschaft gezogen, d. h. sie werden sinken, da die Zms- jatze der einzelnen Kreditarten in einem engen Zu- ammenhang stehen. Ganz allgemein betrachtet kann man sagen, daß der Kredit billiger werden wird. Und das ist ja auch der Sinn einer Sen- kung des Diskonsatzes der Zentralnotenbank. Sinken aber die Zinssätze für die Kredite, also die Sätze für die „Sollzinsen", so müssen notwendig auch die „Ha den zinsen" sinken, d. s. die für die Einlagen vergüteten Zinsen. Auch das ergibt sich ganz klar aus dem Ausbau und der Arbeitsweise unserer Kreditbanken. In der Regel nimmt eine Bank von ihrer Kundschaft Einlagen entgegen und leiht diese Gelder wieder aus. Natürlich müssen die Zinsen für die Einlagen (mir nannten sie Habenzinsen) geringer sein als die Zinsen für die gemährten Kredite ft)ie Sollzinsen), denn die Bank hat ja erhebliche Verwaltungskosten und muß — wie jedes Unternehmen — einen Gewinn herauswirtschaften, der der Schaffung von Reser- Den und der Ausschüttung an die Aktionäre dient. Nur am Rande sei bemerkt, daß das grundsätzlich auch für die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute, etwa die Sparkassen, gilt. Wenn diese auch keine J « t a | « ■ für «tiso ) kg marmetoöe 750 g Erbbeertn (oocbeteltet gewogen). 750 g Rhabarber (vorbereitet gewogen). 1 Großbeutel Dr Oetker „Gelier - hülse". 1 Vi kg Zucker ftochieit. ) ITlin. mit Gelier-Hülse- weitere 8 (Hin. mit Zucker. jatottfl fftc etee 1 kg Marmelade 3 50 g Erdbeeren (vorbereitet gewogen). 250 g Rhabarber (vorbereitet gewogen). 1 fileinbeutel Dr Oetker „Gelier-hüls«". 500 g Zucker fl o ch 1 e i t: 2 (Hin. mit Pellet-Hülse', weitere 4 Olin, mit Zucket. Aus dem Memorandum der deutschen Reichsregierung vom 10. Mai wissen wir, daß der feindliche Durchmarschplan durch Belgien und Holland das Ziel hatte, das deutsche Ruhrgebiet zu besetzen und zu zerstören. In blitzschnellem Ge» aenschlag ist der Führer dieser Absicht zuvorgekom- men. Die Kriegsfurie, die Deutschland hetmsuchen ollte, rast nun durch Feindesland. Wenn daher )ie Franzosen anfangen, sich über die Schwere ihres Loses, über Zerstörungen und die Unannehmlichkeiten einer Besatzung zu beklagen, dann sollen sie sich bei England bedanken, das sie in diesen Krieg mit hineingezogen hat, bann sollen sie und Die Welt sich gefälligst auch an die Zeit erinnern, als vor 17 Jahren das wehrlose deutsche Ruhrgebiet unter den Stiefelabsatz des Poilu getreten wurde. Als die Franzosen 1923 das Ruhrgebiet besetzten, verkündeten sie aller Welt, dies geschehe ,m,ur zur Sicherheit der arbeitsamen Bevölkerung". Die „ritterlichen Sieger" hielten es für ihre „menschliche Pflicht, Land und Leute an der Ruhr in friedlicher Form zu schützen". Wie aber sah dieser „Schutz in Wirklichkeit aus? Den Eisenbahnern blutete das Herz, als die Franzosen sich an die gleich empfindsamen Nervensträngenineinandergreifenden ^Stellwerke des Bahnnetzes heranmachtn und schließlich die Weichen zerstörten, weil sie nichts damit anzufangen wußten; vielfach rissen sie die Schienen auf weil sie darunter von den Deutschen vergra- benes Eisen wähnten. Alle Bahnhöfe waren bald nut Güterzügen verstopft, die französischen Ingenieur- kompanien wußten nicht mehr aus und ein; und wenn sie durch Zufall einmal das eine oder andere Gleis freibekamen, dann fanden sie die aufs Korn genommenen vollbeladenen Wagen nicht mehr heraus. Ueberall versuchten die Franzosen in den präzis ineinandergreifenden Fabrikationsorgamsmus ein- zudringen. Wenn die Belegschaft protestierte, wurde Aus einem Süierbuhnhos in Nordsrunkreich sielen unseren Soldaten auch diese P°nz°rkuppeln für Bunker der Maginotlinie in die Hände. Aus ihnen wird fern Schuß mehr abgefeuert werden. (PK.-v. Estorff-Scherl-M.) iw M I nch . Am en k> 'M I wtt# | itb n h rityk Bk j ir.it t * Mg 'nie' ia'ir en, |n WUT* rt, y lut u junS-J es nbtr „tieft igew oot f (am r ere Sc M. W \W fei bin: jefunl«. Mailand, 27. Mai. (Europapreß.) Bei einer Kundgebung von 6000 Kriegsfreiwilligen in Florenz hielt Staatsminster Farinacci eine Rede, in der er ausführte: „Mit leidenschaftlicher Entsch o - enheit will die Versammlung Mussolini wissen las. en, daß alle auf sein Kommando waren. Mussolini hat die Ereignisse schon vor vier Jahren vorausgesehen und Warnungen an die Demo-Plutokratien gerichtet, aber in Pans und London kein Gehör gefunden. Seit 1920 hat die jüdische Internationale den Krieg vorbereitet. Dan- zig und der Polnische Korridor sind nur ein Vor- wand gewesen. Der wahre Kriegsgrund ist, daß man die Entwicklung und den Machtzuwachs der totalitären Staaten nicht duldet und sie zertrümmern möchte^ Nach Deutschland wäre Italien an die Reihe gekommen, Reynaud, Daladier und Chamberlain haben auf der neuen Weltkarte Deutschland und Italien verstümmelt. Der Platz Italiens ist an der Seite des heldenmütigen nationalsozialistischen Deutschland, das gegen den gemeinsamen Feind kämpft. Das italienische Nizza. Rom, 27. Mai. (DNB.) Zu den italienischen Ansprüchen auf Nizza erklärt „Lavoro Fascista , sie zuerst mit leeren Versprechungen und dann mit harten Drohungen zur Wiederaufnahme der Arbeit zu bewegen gesucht; wenn beides nicht half, ließen die „Beschützer" ihre wijde Zerstörungswut aus an Menschen und Sachwerten. Wenn es den leitenden Angestellten nicht gelang, die Belegschaft „im Sinne der Besatzungsbehörden" zu „dirigie- ren", wurden sie ausgewiesen, das heißt, sie muß- ten in wenigen Stunden jenseits der Grenze des besetzten Gebietes sein. Frauen und Kinder blie- den vorerst zurück, damit man sich notfalls an ihnen rächen konnte. Die „Beschützer der Ruhrdevolke- rung" wußten sehr wohl, wie schwer die Trennung von der Heimat gerade rheinische und westfälische Menschen trifft, denen die heimatliche Scholle die Wurzel ihrer Kraft ist. Wenn in einer Gemeinde irgend etwas sich ereignete, was den Offizieren Der „tapferen Be- fatzungsarmee" nicht paßte, wurde ihr eine Geld- büße auferlegt, die unmöglich in so kurzer Zeit (meist innerhalb von 24 Stunden) aufgebracht werben konnte; so bekamen bie „Herren Offiziere ben Anlaß, bie Banken auszurauben unb bie Beamten nach ihrer Manier mit Revolver unb Peitsche hin- auszutreiben. Selbstverstänblich würben bie von ihrem Arbeitsplatz Vertriebenen umgehenb ausge- wiesen. Die leermerbenbe Wohnung mürbe, wenn sie schön war, einem Besatzungsoffizier gegeben; wenn biefer an ber Einrichtung Gefallen fanb, ließ er anorbnen, bie Angehörigen hätten in sechs Stun- ben zu packen, bie Wohnung zu säubern unb selbst jenseits ber Grenze zu sein; bas war natürlich ein Ding ber Unmöglichkeit, unb so fiel „laut An- orbnung ber Rheinlanbkommission" bie ganze Ein- richtung bem neuen Bezieher ber Wohnung zu, unb bie Angehörigen bes Ausgewiesenen bürsten froh sein, nicht noch obenbrein eine Strafe erhal- ten zu haben „wegen Nichtbefolgung eines fron- ; zösischen Befehls." :iert würben. Es muß auch baran erinnert werben, daß inzwischen bie Englänber selbst mit Herrn Lhurchill an ber Spitze in ihren „Memoiren" zu - gegeben unb sich besten sogar gerühmt haben, daß diese Greuelberichte damals erfunden wer- ben muhten, um den Krieg gegen Deutschland zu gewinnen. Trotzdem müssen wir heute erleben, daß (ich das Greuelprogramm von 1914 Zug um Zug wiederholt. Wir warten noch auf die Krönung dieser ganzen Hetzkampagne, wir warten noch auf )ie berühmten „abgehackten Kinderhände". Daß die plutokratischen Verleumder nicht mehr weit davon entfernt sind, zeigt die Greuelprodut- ;ion der letzten Tage. Da heißt es im Londoner Rundfunk, daß in Boulogne Tausende von 'Flüchtlingen durch die Deutschen mit Maschinen- qewehrfeuer belegt worden seien, wobei es Hungerte von Toten und Verwundete gegeben habe. Auch ein englischer Soldat (?) trat vor das Lon- üoner Mikrofon und schilderte mit bewegten Wor- ten, wie er von Wut befallen worden sei, als er mit eigenen Augen die Beschießung von Frauen und Kindern durch deutsche Flugzeuge gesehen habe. Da erzählt der Lyoner „Nouvelliste" von einem belgischen Priester aus Namur, der berichtet habe, mit welchem raffiniertem Sadismus und welcher Barbarei die deutschen Flieger auf die Zivilbevölkerung geschossen hätten. An dem Tage des deutschen Einzugs in Namur habe in einer Kirche Die Feier der ersten Kommunion stattgefunden. Eine Gruppe von Kommunikanten sei von beut- schen Solbaten aufgeforbert worben, stehen zu blei- ben. Aber gleich barauf feien bie Knaben von einer Gewehrsalve niebergestreckt worben. Da berichtet drittens ein „neutraler Beobachter" im Pariser Kurzwellensenber von dem „überaus brutalen Ueberfaö deutscher Bomber auf zwei englische Lazarettschiffe am 21. Mai". In diesem Be- richt heißt es u. a.: „Die beiden Schiffe, die das Rote-Kreuz-Abzeichen deutlich trugen, lagen in einem kleinen französischen Kanalhafen und waren damit beschäftigt, verwundete Zivilisten einzuschiffen. Die deutschen Flugzeuge warfen zunächst Bomben ab. Dann gingen sie herunter und schossen mit Maschinengewehren in die zuschauende Menge. Es entstanden furchtbare Szenen. Jammernde Mütter suchten ihre Kinder, andere rannten verzweifelt mit blutenden Kindern auf den Armen herum. Wir brauchen diese schmutzigen Erzeugnisse der feindlichen Propaganda nur wiederzugeben, um zu erkennen, daß es sich hier um genau dieselbe Lügen- rnetyodik handelt, wie im Weltkrieg. Denn alle diese Greuelmärchen haben ein gemeinsames Merkmal: sie lassen sich nicht nachprüfen, da in ihnen weder der genaue Zeitpunkt noch der genaue Ort noch der Name des betreffenden Beobachters «ingegeben ist. Sie tragen deshalb den Stempel her primitivsten Erfindung auf der Stirn. Wenn aber irgendwann einmal genauere Angaben gemacht wurden, dann hat es sich wenige Stunden oder Tage später noch immer herausge- siellt, daß die lügnerische Aussage einem unbeteiligten Dritten in den Mund gelegt wurde. Man sollte eigentlich erwarten, daß sich auch das sogenannte neutrale Ausland mit ber Jagb nach solchen Greuel- Enten etwas intensiver befaßte, als es bisher ge* * I schehen ist. H- Ev- Farinacci: „Wir warten ans das Kommando des Duce!" m« W Aktionäre haben, so müssen auch sie einen Reingewinn erwirtschaften, der in den Reserven einen Niederschlag findet. Allerdings braucht dieser dann nicht so groß zu sein. Jedenfalls haben unsere Ueber- legungen gezeigt, wie eng die Habenzinsen mit den Sollzinsen gekoppelt sind. Die weiten Kreise der Sparer bei Banken, Sparkassen und Genossenschaften wird nun in erster Linie die neue Gestaltung der Habenzinssätze inter- effieren. Die Habenzinsen werden bei uns für die einzelnen Arten von Einlagen für das gesamte Reichsgebiet verbindlich festgelegt. Inzwischen sind die neuen Zinssätze — entsprechend dem herabgesetzten Diskontsatz — auch schon bekanntgegeben worden, und wir wollen uns im folgenden kurz mit ihnen befassen. Man unterscheidet folgende Arten von Einlagen: die täglich Willigen Gelder, die Spareinlagen, die Kündigungsgelder und die festen Gelder. Die täglich fälligen Gelder sind in der «Regel die sog. Giroeinlagen, die täglich abgehoben werden können und über die man mittels Scheck oder Ueberweisung verfügen kann. Für diese Gelder haben die Zinssätze k e i n e A e n d e r u n g erfahren-, nach wie vor beträgt der vergütete Zinssatz 1 v. H. Spareinlagen sind solche Gelder, bei denen ein Sparbuch ausgegeben wird und über die man nicht mit Scheck oder Ueberweisung verfügen kann. Die Spareinlagen sind nicht täglich abzuheben, es muß eine Kündigung ‘ vorhergehen, für die eine Frist gesetzlich festgelegt ist. Es steht aber dem Kontoinhaber frei, eine längere als die gesetzliche Kündigungsfrist auszubedingen. Bei den Kündigungsgeldern wird kein Sparbuch ausgegeben, es wird hier eine Kündigungsfrist vertraglich ausgemacht, die ganz verschieden lang fein kann. Die festen Gelder endlich werden von vornherein auf eine ganz bestimmte Zeit angelegt, und der Termin der Abhebung steht bei ihnen schon von Anfang an fest. Die höchste Senkung betragt nun 3/4 v. 5)., so beispielsweise bei den Spareinlagen mit einer Kündigungsfrist von über 12 Monaten und bei den Kündigungsgeldern über 12 Monate. Dem deutschen Sparer mußte ein Zinsopfer zugemutet werden. Das Opfer trifft nun die einzelnen Sparergruppen verschieden hart. Die „Deutsche Sparkassen-Zeitung" bemerkt, daß die rund 10 Millionen Sparer, die über ein Sparbuch verfügen, in drei große Gruppen eingeteilt werden könnten. Die erste Gruppe hat sich ein Sparbuch zugelegt, um sich eine Vorsorge für das Alter zu schaffen. Eine andere Gruppe spart auf ein bestimmtes Ziel hin etwa für die Ausbildung der Kinder oder für eine bestimmte Anschaffung. Drittens gibt es Sparer, die schon jetzt oder später von den Zinsen ihrer Spareinlagen den Lebensunterhalt ganz oder zum großen Teil bestreiten. Bei den beiden ersten Gruppen mag die Höhe des Zinses nicht so ausschlaggebend sein, für die dritte Gruppe aber hat Die irt- Kleine politische Nachrichten Oy en, an. . Im Länderkompf der Schützen zwischen den die Verzinsung doch eine wesentliche Bedeutung, lieber die „Zinsemvfindlichkeit" des deutschen Sparers ist schon genügend geschrieben und diskutiert worden, und es soll nicht hier noch einmal auf die einzelnen Argumente und Gegenargumente eingegangen werden. Wie unsere aus der Sparkassen- Zeitung übernommenen Gedankengänge beweisen, wird der Sparer von einer Veränderung des Zins- atzes ganz verschieden betroffen. Für alle Sparergruppen aber ist d i e Sicherheit der Spareinlagen ein höchst bedeutsamer Faktor. Im Kriege hat dieser Faktor noch größeres Gewicht bekommen. Um es auf eine kurze Formel zu bringen: „Sicherheit geht vor Verzinsung/' Sicherheit der Spareinlagen wird von der W schaftsf ührung garantiert. Aber man hat auch einen Sinn für die Zinsbelange des Sparers, wie die Ausführungen des Reichswirtschaftsministers und Reichsbankpräsidenten Funk auf der Hauptversammlung der Deutschen Reichsbank vom 19. April beweisen. Danach ist eine steuerliche Begünstigung des Sparers in Aussicht genommen. Wer sich bereit erklärt, seine Einlagen eine bestimmte Zeit fest stehen zu lassen, soll steuerlich bevorzugt werden. Außerdem soll auch der Lauf der Derzin- fungsfrift für den Sparer günstiger angesetzt werden. Bisher blieb auf Grund der Bestimmungen des Reichsgesetzes über das Kreditwesen, die dem einfachen Sparer nicht immer ganz einleuchte- ten, die Spareinlage im ungünstigsten Falle bis zu rund vier Wochen seit dem Einzahlunqstage zinslos. Mit einer baldigen Aenderung dieser gesetzlichen Vorschriften dürfte zu rechnen |ein, in Aussicht genommen ist eine Regelung, nach der die Verzinsung in jedem Falle am 15. Tage nach der Einzahlung ihren Anfang nimmt. Das Zinsopfer wird also einen Ausgleich erfahren, wobei wohl die steuerliche Bevorzugung den Ausschlag geben wird. Der deutsche Sparer aber hat die Gewißheit, daß auch seine Interessen verständnisvoll gewahrt werden und daß man jederzeit an ihn denkt. Fr. Eckerlin. der Marine ernannt worden. Power trat vor 37 Jahren in die Marinerem. Die in Italien gebauten vier schwedischen 3 e r ft ö r e r „Puke", „Psilander", „Romulus" und ,Remus" sowie das Depotfahrzeug „Patricia" haben auf ihrer Reife von Italien nach Schweden Lissabon verlassen, wo sie einen Monat gelegen hatten, um Weisungen zur Weiterfahrt abzuwarten. Nach einer Meldung aus Hsingking ist die sechste Kavallerie-Division unter dem Befehl des Generals Pai Peng-tfchiang zur neuen chinefif ch e n Zentralregierung übergegangen. Die Division ist über 12 000 Mann stark. Es liegen Anzeichen vor, daß sich in der nächsten Zeit auch andere Truppenteile von der Regierung Tschiang- Kaischek lossagen werden. Aus oller Welt. Deutsche Schühenabordnung in Italien. Eine 29 Mann starke Vertretung der deutschen Schützen unter Führung des Generalmajors Lehmann ist zu einem Wettfchießen mit einer italienischen Mannschaft in Neapel eingetroffen. Der deutschen Abordnung gehören u. a. der Weltmeister im Karabinerschießen, Jakob Brod, der Weltmeister im Pistolenschießen, Erich Krempel, und der Olympiameister im Pistolenschießen, van Der Führer hat den Ordentlichen Professor em. Geheimen Regierungsrctt Dr. Adolf Schulten in Erlangen aus Anlaß der Vollendung feines 70. Lebensjahres in Würdigung feiner Verdienste auf dem Gebiete der Archäologie die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * Der Oberste SA.-Führer hat der S A. - S t a n - barte Posen den Namen „Hans von Manteuffel" verliehen. Mit diesem Namen verbindet sich das Andenken an einen Baltikumkämpfer, der für die Deutscherhaltung des Ostraumes beim Sturm auf Riga im Mai 1919 den Tod fand. Der deutsche Gesandte von Erdmannsdorff überreichte dem ungarischen Ackerbauminister Graf Michael T e l e k i das ihm vom Führer in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsch-ungarischen Beziehungen verliehene Großkreuz des Ordens vom Deutschen Adler. Die Gattin des Reichsministers Dr. Schacht ist nach längerer, schwerer* Krankheit g e ft 0 r b e n. Römische Blätter berichten aus Ankara, daß die französischen Flotteneinheiten, die bisher in syrischen Häfen lagen, nunmehr aus der Reede von Cypern ankern. Wie die britische Admiralität bekanntgibt, ist der frühere Kommandant des Flugzeugträgers „Arc Royal", John Power, zum Lord-Oberkommiffar u •' ' der Admiralität und Chef des General ft ads Vertretern Deutschlands und Italiens m Neapel siegte im Pistolenschießen Italien. Im Karabiner, schießen waren dagegen die Deutschen erfolgreich, ja Deutschland konnte in dieser Waffengattung in der Punktzahl sogar die eigene Weltbestleistung überbieten. • . Schweres Eisenbahnunglück in Argentinien. Auf der Südstrecke der Provinz Buenos Aires überfuhr in der Nähe von Bahia Bianca ein Schnellzug bei einem Bahnübergang einen Per- sonenkraftwagen. Durch den heftigen Anprall entgiften sechs Wagen des Schnellzuges. 3 0 Personen wurden getötet und eine größere Anzahl verletzt. Schweres Erdbeben irti Dran. In Nordost-Jran bei Sabzavar ereignete sich ein schweres Erdbeben. Mehrere Dörfer wurden völlig zerstört. Auch viel Vieh kam bei der Katastrophe um. Auch aus Khoy im Nordosten des Landes wer- den heftige Erdstöße gemeldet. Umsiedlung in Litzmannstadt. Die große Umsiedlungsaktion, die in den letzten Monaten in Litzmannstadt durchgeführt wurde, ist zu einem wesentlichen Teil eine Leistung des Wohnungs- und Quartieramts unter Leitung des NSKK.-Hauptsturmführers Büchler. Wenn man bedenkt, daß Litzmannstadt bei etwa 700 000 Einwohnern zur Hälfte von Juden bewohnt war, die nicht nur das ganze Gefchäftsleben be- herrschten, sondern auch die meisten Häuser besaßen, dann versteht man die Schwierigkeiten der Aufgabe, Litzmannstadt zu einer deutschen Stadt zu machen. Zunächst galt es, die Innenstadt von den Juden zu säubern und sie in einem völlig abgesonderten Stadtteil unterzubringen. Allein diese Maßnahme erforderte die Aussiedlung und Einweisung von etwa 200 000 Juden. Gegen 60 000 Deutsche und Polen mußten andererseits aus der jetzigen Judenstadt in die übrigen Stadtteile umgesiedelt werden. All das vollzog sich im Lause weniger Tage. Einen großen Einsatz von Material und Arbeitskräften erfordert die Herrichtung der bisherigen Judenwohnungen in einen menschenwürdigen Zustand. In Zusammenarbeit mit dem Amt zur Verwaltung fremden Vermögens werden die hergerichteten Wohnungen entsprechend einmöbliert und entweder bedürftigen Volksdeutschen oder auch Baltendeutschen zugewiesen. 2000 Wohnungsschlüssel liegen gegenwärtig fein säuberlich geordnet in den Fächern und warten darauf, einem deutschen Menschek die Tür zu einem neuen Heim zu öffnen._________________________ < Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptichriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und BUder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sporn Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6. A Itersvereinigung 1878—1928 stellt ein 01903 Hotel Prinz Carl, Gieiien 2575 D | Verschiedenes! Rödgen, am 27. Mai 1940. 01901 Altersvereinigung 1870-1920 pfeiffersche Univ.-Buchhandlung an Anzeiger erbeten. Walltorstraße 21 Goetbebunil n.Kaufm.Verein । Mietgesuche] _____________UnlUchilHiinnc. teilzunehmen. 2582V Servierfräulein Beiköchin Hausmädchen Kinder- snortwaaen zu kaufen gesucht. [2549D Henselstr. Sp- Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen eine/Anzahl wagen bis zu 1.7 Liter, mit guter Bereifung, gegen Bar- inArbeitsgemeinschaft mit d.Volksbildungsstätte Gießen der NSG. Kraft durch Freude Fernruf 3342 2577P Suche für meine Tochters Stuben- tini.l.Semester) zum 1.6. nettes möbl.3lnnnet in gutem Haus. Angebote an Prof.Bieling, Marburg/Lahn, Wilhelm -Roser- Stratze 4. 01902 Danksagung. Es ist uns Herzensbedürfnis, allen, die uns beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen mit Anteilnahme, Rat und Tat zur Seite standen, herzlich zu danken. Frau Kath. Kraushaar Wwe. Frankreich, Belgien, England eingetrofsen zablung f. sofort gesucht. Schriftl. Angeb. U.2574D oett Gießener Reue MMOgSkÄMOÄ Wir bedauern den Heimgang unseres lieben Altersbruders Johannes Döring Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 29. Mai, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. — Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. __________2581 D Wir weisen unsere Mitglieder auf den Vortrag von Colin Rob am Mittwoch, 29. Mai 1040, 20 Uhr in der Aula der Universität, Eingang Goethestraßc, hin. Auf Grund der netten Vereinbarung zwischen dem Deutschen Volksbildungswerk und dem Goethebund bitten wir unsere Mitglieder, an dem Vortrag Tüchtiger hihmon für sofort gesucht H. Drechsler Steinstraße 7J,. Heizbares, gut möbliertes oder leerstehendes Simmet in gutem Hause von berufstätiger jg.Damel Dauer- mieterin) mögl. sofort oder zum 1.<6./1.7. in Kliniksnähe gesucht. Schriftl. Angeb. mit Preis unter 01900 an den Gieß.AnK. erbet. Gebrauchter weißer fonMtH (Gas, Kohle) zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. u. 01904 a.d. G.A. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem am Mittwoch, dem 22. Mai, erfolgten Ableben unseres Freundes Carl Schulze in Kenntnis zu setzen. — Wir werden unserem lieben Alterskameraden ein ehrendes Gedenken bewahren. Die Trauerfeier fand in der Stille statt. Der Vorstand. Heu zu verkauf. 01909 Wieseck, Kirchstraße 12. | Kaufgesuche"] Gut erhaltener Perlonens Für 15jährigen Schüler Zimmer m.üollerBenlion v. sofort gesucht. Schriftl. Angeb. mit Preisangabe u. 2579D an den Gieß. Anzeiger. ] Vermietungen IlMMmer per l.Juni oder später zu verm. Marburger Straße 5 II. 2678Ü [Stellenangebote Keine Ursprungs- Zeugnisse, iandern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen! — Lichtbilder undBewerbungsunter. lagen müssen zur Ber- meidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers Nagen I Ein Quell der Freude für den Naturfreund Belauschtes Leben Kleine Kreatur in Wasser. Busch und Halm Don Karl Otto Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunter- schritten, Namensangaben und ausführlichem Tert (62 Selten). Mit einem Geleitwort von Professor Dr. Deegener, Universität Berlin. Dieses Werk bringt erstaunlich vielseitige und trefflich gelungene Einzelbilder und Bildfolgen aus dem reichen Leben der zahllosen kleineren Lebewesen. Aus der Freude am Beob- achten ist ein wertvolles naturgeschichtliches Urkundenbuch geworden, das hervorragend geeignet ist, die Liebe auch zum kleinsten Naturgeschehen zu erwecken. Gebunden RM. 4,80 Bitte verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Weroeblätterl Da» Buch ist durch jede Buchhandlung zu beziehen! Hugo Bermühler Verlag Brrzw-MchlexLelde alleläfttg.Haare, Leberstecken Pickel, Sommer- svross. usw. entf. u. Gar.kür immer Frau B. Gulden seit 1935 Fr. W. Henkel Svrechstund.jetzt Ifiittwochs.Gießen Am Riegelpfad 32. 9-17 Uhr durchg, MeineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen. ™Vereine"""| 1900 Beginn des leichtathletischen Gemeinschafts-. Mulms Mittwoch, den 29.Mai, 19 Uhr, auf dem VfB.-R.-Platz. Teilnahme aller Aktiv, u.Jugend» lichenPflicht.^v Alleinstehender Herr, in den 60er Jahren, sucht für seinen Haushalt auf dem Lande eine ältere «filterte Schriftl. Angeb. unter 01908 an den Gieß. Anz. Verkäufe ~| Personenwagen- Pritsche 1,90X1,60X0,40 Meter, stabil gearbeitet,geeignet zum Umbau für Personenwagen, zu verk. 01905 Lotz, Wetzlar, Silhöferstraße26 Ein starker Wrangen für Baugeschäft, eine feitet 6,50 Meter lang, zu verk. oiooe Neuenweg 34. Städtisches Sommerbad Giefeen - Klein-Linden Besucht das herrlich gelegene Schwimmbad Wiedereröffnung am Mittwoch, 29. Mai 1940 Täglich geöffnet, auch sonntags! 2576A Bekanntmachung. Anmeldung zur Anlegung der Wehrstammrolle der Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1900, 1901, 1902, 1903. Auf Grund des Wehrgesetzes vom 21. Mai dieses Jahres und der Verordnung über das Erfasfungs- wefen vom 15. 2. 1937 wird hiermit folgendes bekanntgemacht: Alle Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1900, 1901, 1902 und 1903, die in der Stadt Gießen wohnhaft-oder aufenthältlich sind, haben sich zur Anlegung" der Wehrstammrolle persönlich bei der Polizeidirektion Gießen, Einwohnermeldeamt, Neuen Bäue 22 I, Zimmer 3, zu melden. Die Wehrpflichtigen der Vororte Klein-Kinden und Wieseck melden sich bei ihren zuständigen Polizeidienststellen. Die Meldung beginnt am 3. Juni 1940, jeweils in der Zeit von 8 bis 12^ Uhr und 14 bis 17% Uhr, Samstags von 8 bis 13% Uhr und findet nach folgendem Plane statt: Es melden sich: Geburlsjahrgang 1900 vom 3. bis 5. Juni 1940; Geburtsjahrgang 1901 vom 6. bis 8. Juni 1940; Geburtsjahrgang 1902 vom 10. bis 12. Juni 1940; Geburtsjahrgang 1903 vom 13. bis 15. Juni 1940. Auch diejenigen Wehrpflichtigen, die im Jahre 1937 militärärztlich untersucht und erfaßt wurden, haben sich ohne Vorlage von Lichtbildern zu melden, soweit sie nicht zur Wehrmacht einberufen sind. Folgende Papiere sind mitzubringen: Geburtsurkunde (Ahnenpaß oder Familienstammbuch), Nachweis über Berufsausbildung, Ausweis über Zugehörigkeit zur SA., ff, NSKK., NSFK., DLV., TN., zum Deutschen Roten Kreuz und Ausbildung im Sanitätsdienst bei der SA. (Sanitätsschein der SA.), Reichs- oder Wehrsportabzeichen, Nachrichten- und Funkwesen, R^iterschein, Führerschein für Kraftfahrzeuge, Wehrpaß oder sonstige Militärpapiere, das Arbeitsbuch, dieses hat der Unternehmer dem Wehrpflichtigen zur Vorlage bei der Erfassung auszuhändigen. Jeder Wehrpflichtige hat zwei Paßbilder in der Größe 37 X 52 mm, auf denen er in bürgerlicher Kleidung, ohne Kopfbedeckung und von vorne gesehen abgebildet ist, vorzulegen. 25830 Wehrpflichtige, die durch Krankheit an der Anmeldung verhindert sind, haben ein Zeugnis des Amtsarztes einzureichen. Wer seiner Anmeldepflicht nicht oder nicht pünktlich nachkommt, oder den vorstehenden Anordnungen zuwiderhandelt, wird, wenn keine höhere Sttafe verwirkt ist, mit Geldstrafe bis zu 150 RM. oder Haft bestraft. Eventuell werden sofortige polizeiliche Zwangsmaßnahmen gegen ihn ergriffen. Gießen, den 23. Mai 1940. Der k. Polizeidirektor. ___________Lutter, Regierungsrat.___________ Bekanntmachung. Belr.: Austauschstelle für Kinderschuhe. Die Austauschstelle für Kinderschuhe, Schanzen- straße 16, ist ab 29. Mai 1940 geöffnet am: Wontag und Wittwoch einer jeden Woche von 8% bis 11^ und 15 bis 18 Uhr. Gießen, den 28. Mai 1940. 2571C Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Gießener Konzertverein Am Donnerstag, dem 30. Mai 1940, 20 Uhr, in der Universitätsaula (Eingang nur- Goethestraße) IlleBematzMKnhlmani (Cello) (Klavier) Werke für Cello von Eccles, Schumann, Gluck, Reger, Richard Strauß; für Klavier von Beethoven und Smetana. Der Konzertflügel ist vom Pianohaus Schönau, Bahnhofstraße 76. Eintrittskarten: 1.-, 1.50, 2.25 u. 3.- RM. bei Ernst Challier, Neuenweg 10 (Fernruf 2671), und abends an der Kasse. Studentenkarten 80 Pf. gegen Ausweis im Kollegiengebäude.rsosd Bekanntmachung. Textilwaren auf Sonderabschnitte. Auf die einzelnen Sonderabschnitte der Reichs- kleiderkarte find bis jetzt schon verschiedene Bezugsmöglichkeiten gegeben. Die Gültigkeit der in Kraft gefetzten Sonderabschnitte erlischt erst mit der Gültigkeit der Reichskleiderkarte, also mit dem 31. Oktober 1940. Folgende Sonderabschnitte sind bisher in Kraft gesetzt worden: Reichskleiderkarte für Männer! Abschnitt I: eine Krawatte. Abschnitt II: ein Paar gewirkte Stoffhandschuhe. Abschnitt III: Nähmittel im Gegenwert von 20 Rpf. mit der Maßgabe, daß bei Abgabe von Nähseide die Hälfte des Wertes auf den Sonderabschnitt anzurechnen ist. Abschnitt IV: ab 15. Juni 1940 Nähmittel im Gegenwert von 25 Rps. mit der Maßgabe, daß bei der Abgabe von Nähseide mir die Hälfte des Wertes anzurechnen ist. Abschnitt V: Nähmittel im Gegenwert von 20 Rpf. Reichskleiderkarte für Frauen: Abschnitt I: wahlweise ein Paar Damenstrümpfe aus Naturseide, 1 Paar kunstseidene Damen- ftrümpfe zweiter oder geringerer Wahl, 1 Paar Damenkniestrümpfe oder 1 Paar Damenunterziehstrümpfe. Abschnitt II: 1 Paar gewirkte Stoffhandschuhe. Abschnitt III: Nähmittel im Gegenwert von 20Rpsi (wie bei Männer). Abschnitt IV: ab 20. Mai 1940 Nähmittel im Gegenwert von 25 Rpf. (wie vor). Abschnitt V: Nähmittel im Gegenwert von 20 Rpf. Abschnitt VI: wahlweise 1 Paar Damenstrümpfe aus Naturseide, 1 Paar kunstseidene Damenstrümpfe zweiter oder geringerer Wahl, 1 Paar Damenkniestrümpfe oder 1 Paar Damenunterzieh- strümpfe. Auf den Reichskleiderkarten für Mädchen, Knaben und Kleinkinder sind die Abschnitte III (Nah- mittel), IV (Nähmittel), V (Nähmittel) in Kraft gesetzt, wobei bei Abschnitt IV für Mädchen der Gültigkeitsbeginn auf den 20. Mai, bei Knaben und Kleinkinder auf den 15. Juni 1940 festgesetzt wurden.______________________________________ 25800 Bekanntmachung. Belr.: Schweine- und Kuhzählung am 3. Juni 1940. Am 3. Juni 1940 findet eine Schweinezählung verbunden mit einer Schaf- und Kuhzählung in der Gemarkung Gießen mit den Gemarkungsteilen Wieseck und Klein-Linden statt. Die Schweine-, Schaf- und Kuhbesitzer haben den Zählern die nat\ wendigen Angaben bezüglich ihrer Viehbestände bereitwilligst zu erteilen. Die Leitung der Zählung m Hessen ist dem Landesstatistischen Amt in Darmstadt übertragen. Unrichtige Angaben oder die Verweigerung von Angaben durch die Auskunftspflichttgen wird mit erheblichen Strafen bedroht. Den Auskunftspflichtigen wird ausdrücklich zugesichert, daß die Zählung nur statistischen Zwecken dient, keinesfalls aber zu anderen Zwecken, insbesondere nicht zu steuerlichen verwendet werden darf. 2569C Gießen, den 20. Mai 1940. D^r Oberhurgermeister. I. V.; Nic 0 laus, ELASTOCORN Dienstag, 28. Mai AW Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Itrj24 Zweites Blatt Schöner Neuer Friedhof Soll sie vielleicht einen Dienstmann rufen?) Pan American Highway. !den Vereinigten Staaten nach Argentinien im eige- außer zu Bfe • 9 Südamerika nur das Schiff für den eiligen das Flugzeug die entschei- kleine Nachtmusik" uni ven Wagenfähren kann. Einstweilen rstess^r güt Ä Ä in Magellan K wenn nicht Zusschließlich?Rakle spielen Musik als kleine Dorf«? S A M äwää LM. W$ M ta» W?MS m) TwpW M MGZ in Wer in diesen Tagen den Neuen Friedhof betritt, wird sehr rasch erkennen, welche Fülle der Liebe und Sorgfalt hier vereinigt ist in dem Bemühen, die letzte Ruhestätte der Angehörigen schön zu gestalten. Jedes Grab ist eine gärtnerische Anlage für sich. Daraus ergibt sich eine große Vielfältigkeit, die dem Neuen Friedhof den Charakter gibt. Jetzt ist im Neuen Friedhof alles im Blühen. Ganze Beete Vergißmeinnicht leuchten in den Tag. Die beiden Beete, die im Vorhof der Kapelle in Form des Kreuzes angelegt sind, schimmern ebenfalls in Hellem Blau. Der Ehrenfriedhof der Soldaten des Weltkriegs zeigt sich, von einer dichten Hecke umgeben, in schöner Einfachheit dem Andenken der Soldaten von 1914/18 würdig. Der große Gedenkstein ist umgeben vom Flor der hängenden hellgrünen Zweige schön gewachsener Weiden. Vor den Gräbern blühen in schmalen Beeten Tausende von Stiefmütterchen in allen Farbtönen, vom zartesten Lichtblau bis zu einem samtenem Dunkelviolett. Die Äehnlich wird es mit der panamerikanischen 23er-- kehrsschlagader gehen. Hier hat man bereits von vornherein statt einer Bahn eine Autostraße geplant, allein, für eine durchgehende Landverbindung liegt in Amerika eine noch geringere wirtschaftliche Notwendigkeit oder auch nur Möglichkeit vor als in Afrika. So gibt es bis zum heutigen Tag noch keine Landverbindung zwischen der nördlichen und der südlichen Hälfte des amerikanischen Kontinents, außer zu Pferd. Bis heute bliebe als Derkehrs- panamerikanischen Straße reden und schreiben? denn sie liegt nun einmal auf der Linie der panamerikanischen Idee genau wie die panamerikam^. chen Konferenzen. Panamerika ist eine Utopie, 5ie panamerikanische Idee ein politisches Instrument« der USA. Panamerika als politische, wirtschaftliche oder kulturelle Einheit ist noch auf lange hinaus nicht oder niemals zu verwirklichen. Vielleicht wird gerade deshalb diese Idee von feiten der Vereinigten! Staaten so gepflegt und gefördert, weil sie ein Schild ist, hinter dem unverdächtig der andere we- entlich wirklichkeitsnähere Gedanke Gestalt gewinn nen kann: die Straße nach Panama. Im Beiprogramm löst die neue Wochenschau ein außerordentlich starkes Interesse aus. Schon die Nachmittagsvorstellungen waren — zweifellos um( der Wochenschau willen — bereits sehr stark besucht^ Außer einer neuen Szene mit Hussels und Schmiß sieht man auch einige entzückende Bilder aus „Eina kleine Nachtmusik" und hört Takte Mozartschea Musik als kleine Vorfreude auf hen Film, der deiW mtrh >*-■ -‘»k. H. L. Neunen/* Es ist in der letzten Zeit wiederholt beobachtet worden, daß bei Abwehr überraschender feindlicher Luftangriffe, für die Fliegeralarm nicht gegeben wurde, Teile der Bevölkerung aus Neugierde sich auf die Straße begeben haben. Hierzu wird erneut darauf hinaewiesen, daß durch derartiges Verhalten unnötige Verluste unter der Zivilbevölkerung entstehen können. Grundsätzlich ist bei Fliegeralarm oder bei Abwehr überraschender Angriffe, dH. bei einsetzendem Flakfeuer, der Luftschutzraum auf zu suchen. Letzterer ist insbesondere in der Planmäßigkeit feindlicher Angriffe erforderlich, da, um Ruhe und Betriebsstörungen zu vermeiden, nicht grundsätzlich die in Frage kommenden Gebiete gewarnt werden können. gärten, in Tagesstätten, Erntekindergärten, in Säuglingsheimen und ähnlichen Einrichtungen. Es eröffnet sich also hier ein weites Feld sozialer Be- ttigung. Die freiwillige 23erpflichtung erfolgt auf zwei Jahre. Als Entschädigung erhalten die im Hilfsdienst tätigen Frauen und Mädel neben freier Wohnung — falls sie nicht im Elternhaus wohnen — und Verpflegung im ersten Halbjahr täglich 20 Pfennig Taschengeld, von da ab täglich 50 Pfennig. Dienstkleidung stellt das Deutsche Frauen- roerf' Im ersten Jahre gibt es 15 Tage Urlaub, im zweiten 18 Tage. Der Frauenhilfsoienst ersetzt auch das sonst abzuleistende Pflichtjahr. Wenn auch der Frauenhilfs- dienst keine Berufsausbildung vermittelt, so gibt er dafür den in ihm tätigen Kräften die Möglichkeit einer gründlichen Vorschulung für den künftigen Beruf und der Prüfung der besonderen Eignung für dieses oder jenes Aufgabengebiet der sozialfürsorgerischen Tätigkeit. Den Helferinnen des Frauenhilfsdienstes, die nach Ableistung der zwei Jahre in die Berufsausbildung für einen der Berufe gehen, in denen sie sich betätigt haben — Krankenpflege, Dolksfürsorge usw. — wird die Zeit des Hilfsdienstes als Vorpraktikum auf die Ausbildung angerechnet. Der Frauenhilfsdienst bedeutet keine organisatorische Erfassung der Helferinnen, wie dies z. B. beim weiblichen Arbeitsdienst der Fall ist, sondern der Einsatz erfolgt einzeln durch Vermittlung durch Abschluß eines Dienstvertrages zwischen dem Träger der Arbeit — z. B. Krankenhaus, städt. Kindergarten usw. — und den Dienststellen des Frauenhilfsdienstes. Es ist festgestellt worden, daß die feindlichen Flieger im westlichen Grenzgebiet fast ausschließlich nachts angreifen und ihre Bomben planlos überall dort abwerfen, wo sie einen L i ch t s ch e i n bemerken können. Deshalb ist es vonnöten, die Verdunkelung schärf ft ens durchzuführen: denn dies liegt ebenso in jedem eigenen Interesse, wie in dem des gesamten Volkes. Nur so ist es möglich, sich selbst und das gesamte Volk vor Schaden oder Verlust zu bewahren. Dies gilt nicht nur für das Grenzgebiet, sondern auch in gleichem Maße für das Heimatgebiet. Auch in der Heimat muß alles vermieden werden, was dem nächtlich einfliegenden Gegner irgendein Ziel für feine Bombenangriffe bieten kann. „Mein Mann darf es nicht wissend Im Gloria-Palast wird seit gestern ein Unterhaltungsfilm gezeigt, der von Anfang an von der leichten Seite genommen sein will und unter, diesem Gesichtswinkel betrachtet ausgezeichnet unter», hält. Ein junges Mädchen heiratet da plötzlich einen Mann, auf den ihre Frau Mama nicht sonderlich gut zu sprechen ist. Da es nun aber schon geschehen ist, muß es ihr schonend beigebogen werden unb zwar mit Hilfe eines anderen Mannes, der der Mama sympathisch ist. Dieser Zweite muß also vorübergehend den jungen Ehemann spielen, von dem nun aber der richtige Mann wiederum nichts wissen darf. Es gibt also ein tolles Durcheinanders so wie es für einen Unterhaltungsfilm mit einem' solchen oder ähnlichen Titel notwendig erscheint? Das Durcheinander spitzt sich gehörig zu und löst', sich erst auf, nachdem alle Beteiligten ins Bild gekommen sind und sich zum Schluß drei glückliche Paare in die Arme fallen. Der Film ist einern^ Bühnenstück von Paul Helwig nachgeschaffen. Regie führte Paul Heidemann. Als Darsteller. findet man Mady Rahl, Grethe Weiser, An-, nemarte Holtz, Günther Lüders und Hansi, Nielsen mit Geschick und viel Laune um diel Veranschaulichung dieser Filmkomödie bemüht. Es gibt manche Szene, über die sich herzlich lachen läßt. Von (Solin Roß. Der bekannte Weltreisende hält am 31. Mai in Gießen einen Vortrag. Seinem glänzend geschriebenen Buch „Der Balkan Amerikas" (Verlag Brockhaus. Leipzig) entnehmen mir einen Abschnitt, der unsere Leser interessieren dürfte. Unsere Sachen sind wieder einmal gepackt. Was imir brauchen, liegt im Auto, das übrige ist bei Senate verstaut. Renate kommt mit Semesterschluß mach. Sie kann ihre Universitätsarbeit nicht im Stich Haffen, während es bei Ralph keine Rolle spielt ob wir ihn ein paar Wochen früher aus der Schule -nehmen. In den Tropen kann man wahrend der 'Regenzeit im allgemeinen nur auf asphaltierten Autobahnen fahren. Optimisten behaupten zwar, -der Pan American Highway sei so gut wie fertig, ,3um mindesten seien von den 13 210 Meilen der .„Teilstrecke Washington—Buenos Aires 10 991 be- Frauenhilssdienst ist Ehrendienst Ein Huf an die Mädchen von 18 bis 30 Jahren. fahrbar. Das ist echt amerikanisch, auf die einzelne Melle genau die Länge einer Strecke anzugeben, die es noch gar nicht gibt, ja, deren Trasse noch nicht einmal feststeht. Wirklich fertig und zu allen Zeiten .befahrbar ist die panamerikanische Autostraße nur •im Gebiet der Vereinigten Staaten. Schon in Mexiko hapert es. Vom südlichen Mexiko an gibt es in den verschiedenen mittel- und südamerikanischen Staaten Wege, die mehr oder weniger das ganze Jahr hindurch befahrbar find. Einzelne sind sogar wunderbar ausgebaut, so daß sie als Teilstrecken der geplanten gesamtamerikanischen Autostraße gelten Ikönnen. Aber was nützt das? Solange an der strecke Washington—Buenos Aires auch nur eine einzige Meile fehlt, ist sie für den Durchgangsverkehr unbenutzbar. Es ist ja nicht wie in Europa daß man eine unfertige ober noch im Dau befindliche Strecke umfahren kann. In der Dschungel- oder Bergwild- nis Mittel- und Südamerikas kann man keinen Verkehr umleiten. Wo die feste Straße fehlt, und sei es auch nur für einen Kilometer, da hort eben jeber Autoverkehr auf. Da gibt es Canons, 21 bgrünte Schlünbe, Urwalbbickicht unb Sümpfe, über die und durch die sich kein Wagen bringen läßt. So wirb es noch gute Weile haben, ehe man von lebensgroßen Darstellungen, in Marmor gehauen- bann wieder in kleinerer Abbilbung in Bronze get gaffen unb in ber Form des Medaillons in Stein eingelassen. Viele dieser Bronzetafeln tragen klassizistisches Gepräge. Die meisten Gräber tragen beit chlicht behauenen Stein, oft den Stein unserer Heimat, den Basalt, den rötlichen Marmor von beri unteren Lahn, bann Granit, Muschelkalk, schwarzen! Marmor, aber auch den behauenen Kunststein. In, mannigfacher Schrift sind Name, Geburts- unb Sterbetag festgehalten. Manchmal fühlt man sich veranlaßt, die Zeitspanne nachzurechnen zwischen Geburt und Tod. Hier ist ein 17jähriges Mädchen in das Grab gesunken, dort ein Jüngling, da ein Kind von wenigen Jahren — unb nachdenklich fetzt: man seinen Weg fort. Manchmal aber schweift ber Blick auch über diH Gräber hinaus. Das silberne Band ber Lahn schimmert im Tal. Drüben liegt ber Gleiberg im f)eitert Licht. Von den Hügeln über dem Biebertal, voirt Dünsberg her, von den Hügeln über dem Salz- döbetal, vom Lollarer Kopf unb vom Hangelsteirt her leuchtet das frische Grün der Buchen. Weit behnt sich bas Tal mit seinen bestellten Feldern, ein Bild des Friedens! Schließlich fährt — von der Höhe des Friedhofs aus lange zu verfolgen —» ein Zug über den hohen Damm der Main-Weser? Bahn, und ber schrille Pfiff ber Lokomotive erinnert daran, baß gerade jetzt nicht die Zeit ist zrt romantischer Versunkenheit in die Landschaft. Reich ist der Baumbestand im Neuen Friedhof.- Die meisten Bäume sind stattlich herangewachsey: und geben dem Friedhof den Charakter eines Parks« Zwischen den Gräbern ist bas Gras hoch aufgeschossen. Das sieht wildwüchsig unb natürlich aus« Aber schon sind Männer da unb schwingen die Sensü unb die Sichel, schieben bie Rasenmähmaschine vor! sich her. Blautanne, Birken, Ahorn, Kastanien, Buchen, Rotborn usw. stehen in ber Pracht ihres frischen Laubes unb ihrer Nabeln, bagegen hadert Zypressen, Taxushecken unb anbere Kinder südlicherer Breiten im Winter gelitten. Allentholbert arbeiten - Gärtnerburschen unb Mäbchen an bett Gräbern und verschönern nach besten Kräften. Wenn es ber Zufall will, findet man sich plötzlich^ vor dem Ehrenfriedhof gefangener unb in der Ge^ fangenschoft verstorbener Russen. Ein mächtiger Stein steht als Ehrenmal da. Er trägt eine lateinische Inschrift. 170 Russen liegen hier. Für jeden, ist ein kleiner Stein gesetzt. Kameradschaftlich liegen! sie in Reihen zur letzten Ruhe. Ihre Gräber sind in guter Ordnung, in einer Ordnung, wie wir sie' auch füf bie Gräber unserer in Rußland liegenden Helden 'wünschen möchten. So gibt ber Neue Friedhof manchen Anlaß zu besinnlichen Gedanken, wenn in ihm auch nicht die aus Steinen redenden Geschichte von Generationen und Jahrhunderten spricht, wie es im Altert Friedhof ber Fall ist. N« punkte für bäuerliche Tracht. Wege zwischen den Gräbern find sauber geharkt. Auf dem Wege durch den Friedhof fällt manches Grabdenkmal auf. Eines der eindringlichsten ist das Grab eines Soldaten, dessen sterbliche Hülle, von Kameraden bestattet, schon in fremder Erde gelegen haben mag und dann in die Heimat überführt wurde. In den Gedenkstein ist nun das ungelenk geschnitzte Holzkreuz eingelassen, das ihm die Kameraden damals im Jahre 1915 für das Grab in Feindesland gewidmet hatten. In einfacher Schrift trägt das Kreuz den Namen des toten Helden, seinen Dienstgrad, Tag, Monat und Jahr seines Todes vor dem Feind. 25 Jahre ist dieses Holzkreuz nun schon alt. An manchem Erinnerungsmal hält bildhauerische und künstlerische Arbeit den Schritt des Spaziergängers gebannt. Plastisch unb lebensvoll sieht man Männer unb Frauen bargestellt, in ebler Haltung, mit einem stillen Zug ber Trauer im Antlitz. Diesen Bilbwerken begegnet man verschiedentlich in fast Richt nur bei Fliegeralarm in den Luftschutzkeller Verdunkelung schärsstens durchzufuhren. Nun, ihre Hühneraugen würden dennoch schmerzen. Also lieber*, etwas dagegen tun: Elostocornj mit dem Rzring drauf legen! Donr^ bereitet dos Gehen keine Schmerzen1 mehr, und schon in ein paar gen sind die Hühneraugen weg» allerjüngster Zeit alle Verkehrsbegriffe revolutioniert, in Amerika noch ganz anders als in Europa. In Kürze wird eine panamerikanische Verkehrslinie durch die Luft führen und damit die Straße mehr oder weniger überflüssig machen. Eine regelmäßige Fluglinie durch bie ganze Länge des amerikanischen Kontinents gibt es einstweilen noch nicht. In dieser Hinsicht ist Afrika Amerika voraus. Es gibt Flugstrecken von der Küste Alaskas ins Innere. Man kann vom südlichen Kanada bis an den Rand des Eismeeres fliegen. Es gibt Flug- möalichkeiten im südlichen Südamerika. Der regelmäßige Flugdienst reicht jedoch einstweilen nur von den Vereinigten Staaten bis zu ber Linie Buenos Aires—Santiago. Allein die Durchführung eines panamerikanischen Luftverkehrs ist nur eine Frage )er Zeit. Damit sinkt die geplante Autostraße zu einer Idee herab, die sehr beflügelnd ist, sehr berauschend, deren Ueberführung in die Wirklichkeit jedoch allzu viel Geld kosten und zu wenig einbringen würde, um in naher Zukunft verwirklicht zu werden. Man kann heute Kanada noch nicht einmal in ostwestlicher Richtung im Auto durchqueren, und man wird es auch nicht so bald können. Es liegt bei dem geringen Verkehr über biete Strecken auch keine Notwendigkeit für eine Autostraße vor. Wer will, kann ja mit ber Bahn fahren ober seinen Wagen auf dem Umweg über die Vereinigten Staaten aus Quebec und dem östlichen Ontario in Aus der Stadt Gießen. Das Fahrrad im Vormarsch. Eine Zeitlang schien es so, als ob bas Fahrrad eine beste Zeit gehabt hätte. Die fortschreitende Motorisierung hat ohne Zweifel manchen Volksgenossen veranlaßt, vom Pedal zum Kraftrad oder Kraftwagen überzugehen-, aber wenn man den Dingen auf den Grund geht, kommt man doch zu ,[>er Feststellung, daß sich trotz alledem das Fahrrad als Verkehrsmittel' behauptet und in manchen Hegenden sogar noch weiter ausgebreitet hat. Man braucht nur daran zu denken, eine wie entscheidende -tolle bas Fahrrad in Holland und Dänemark spielt. Auch hat sich diese praktische Erfindung eines Deut- chen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts besonders das Land erobert, wo es sich seit der Jahrhundertwende als das praktische und deshalb überall gebräuchliche Verkehrsmittel erwiesen hat. Die Zahl der Radfahrer ist im Sommer immer größer als im Winter. Durch bie Einschränkung bes privaten Kraftverkehrs sind viele Menschen wieder zum Fahrrad zurückgekehrt, das besonders für die Werktätigen, bie weit von ihrer Arbeitsstätte entfernt wohnen, ein unentbehrlicher Verkehrsträger geworden ist. Man hat festgestellt, baß heute ungefähr 35 v. H. der Werktätigen bas Fahrrad zur Arbeitsstätte benutzen und daß viele Geschäftsleute chre Besorgungen mit Hilfe des Fahrrades erledigen. Kleingewerbetreibende verwenden die prakti- chen Fahrradanhänger, die immer mehr Verbrei- ning finden. Das Abholen und Fortbringen von Daren im kleineren Umfang kann mit diesem Verkehrsmittel leicht und schnell bewälttgt werden. Ein anderer bedeutender Vorteil des Fahrrades ist seine zunchale und Jacala ist die Straße nach Mexiko gesperrt", sagte uns auf Anfrage der mexikanische Generalkonsul in Chikago. Das ist, gemessen an der Gesamtstrecke, nicht lang, etwa 90 Kilometer. Aber es sind gerade die 90 Kilometer, bie bie Autostraße aus ber Küstenniederung auf das Hochplateau hinaufführt, aus wenig über Meereshöhe auf 3000 Meter. Das sagt alles. Wir fahren natürlich trotzdem. Irgendwie werden wir schon burchkommen. An sich ist die Straße bis zur Stadt Mexiko ja fertig. Das Stück, das auf das mexikanische Gebirgsmassiv hinaufführt, ist nur o schwierig unb steil, daß es immer wieder zu Bergrutschen und Felsstürzen kommt. Aber dafür, daß die mexikanische Strecke einmal ebenso gut und unter allen Umständen befahrbar sein wird wie die amerikanische, dafür werden die Vereinigten Staaten schon sorgen. Die Autostraße durch die ganze Länge des amerikanischen Kontinents, von der Bering- bis zur Magellanstraße, von Alaska bis Feuerland, wird wahrscheinlich das Schicksal der berühmten Kap-Kairo-Bahn teilen, bas heißt, man wird viel von ihr reden und sie nie zu Ende bauen. Der Pan Amerian Highway wird für lange, wenn nicht für immer, ein Phantasiegebilde bleiben, die Straße nach Panama aber wird einmal — und wahrscheinlich in nicht gar so langer Zeit — Wirklichkeit werden. Damit ist nicht gesagt, baß nicht auch berarhge Phantasien sehr nachhaltig auf die gegenständliche Welt einwirken könnten. Es ist kein Zweifel, daß die kühne, ihrer Zeit vorauseilende Idee von Cecil Rhodes, eine Bahn durch die ganze Länge des afrikanischen Kontinents zu bauen, einen starken Ansporn für bie Erschließung Afrikas bedeutete. Daß sie bis heute nicht vollendet ist und wahrscheinlich auch nicht so bald vollendet werden wird, beruht darauf, daß sie sich durch die Entwicklung anderer Verkehrsmittel, insbesondere des Autos, erübrigt die Prärieprovinzen bringen. Im nördlichen Kanada liegen die Bodenverhältnisse noch sehr viel ungünstiger. Der Bau ber Bahnlinie an die Hudsonbucht hat gezeigt, was es kostet, in der Tundra einen festen, tragjäfjigen Untergrund zu schaffen. Auf der andern SeM hat man erkannt, was man mit Flugzeugen machen kann. Die ganze Mineninduftrie im nördlichen Kanada beruht ausschließlich auf dem Flugzeug. Ausbeute wie Arbeiter und Maschinen werden auf dem Luftweg befördert. In Südamerika aber liegt aus anderen Gründen keine Notwendigkeit für eine Südnord- Verbindung zu Lande vor. Dieser Teil von Amerika ist einstweilen immer noch in erster Linie längs der Küste entwickelt. Das zeigt auch die Streckenkarte der Pan American Airways, bie zwei Routen nach Südamerika befliegen; bie eine folgt genau der atlantischen, die andere der pazifischen Küste. Hier wird also noch auf lange hinaus für den gewöhnlichen Verkehr an Gütern und Passagieren das Billigkeit, sowohl was bie Anschaffung, als auch die Erhaltung anbetrifft. Wir verfügen über eine leistungsfähige Fahrrabinbuftrie unb ein Repara- turhanbwerk, bas allen Anforderungen gewachsen ist. Wer viel unterwegs ist unb ein Fahrrad benutzt, entlastet die öffentlichen Verkehrsmittel und leistet dadurch ber Allgemeinheit gute Dienste. Ein Problem, bas durch die verstärkte Benutzung des Fahrrades mehr in das Blickfeld ber Öffentlichkeit gerückt ist, ist das ber Rabfahrweae in den stark besiedelten Bezirken unb in den Städten. Der Generalinspektor für bas deutsche Straßenwesen hat eine Reichsgemeinschaft für Radwegebau und Rab- roanbern ins Leben gerufen, die bereits eine lebhafte Tätigkeit entfaltet hat. Ueberall in Deutsch- lanb entstehen jetzt viele Kilometer neuer Radwege unb sogar Verbindungswege zwischen einzelnen nahegelegenen Städten, besonders im bichtbesiebel- | ten Westen des Reiches. Sehr wichttg ist, baß die Rabwege ständig in Ordnung gehalten werden, was «besonders für das Winterhalbjahr gilt, da sonst die I Benutzung nach Schneefällen usw. häufig unmöglich wird. Derzeit steht die Rheinprovinz mit 870 Kilometer Radwegen an ber Spitze aller deutschen 'Gaue. Dann folgen Brandenburg mit 550 Kilometer, Westfalen mit 410 Kilometer unb schließlich die Reichshauptstadt mit 390 Kilometer. In Den dünner besiedelten Provinzen gibt es auch am wenigsten Radfahrwege. Das trifft z. B. für Mecklenburg zu mit 73 Kilometer unb Oldenburg mit 143 Kilometer. Hier ist aber zu berücksichtigen, bah Brie sogenannten Landwege, trie von Dorf zu Dorf führen, in den meiste» Fällen für Fahrräder be- Nutzungsfähig sind. Die Gesamtzahl der Radfahrer in Deutschland töirb zur Zeit auf über 20 Millionen beziffert. Man kann annehmen, daß sich diese Zahl im Laufe der Nächsten Monate noch wesentlich erhöhen wird. Tageskalender für Dienstag. Wehrwisienschaftlicher Vortrag der Ludwigs-Uni- merfität: 20 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut, Ludwigstraße 34, Professor Dr. Klute über „Die «Entstehung des britischen Kolonialreiches, geopolitisch Ibetrachtet". — Kameradschaft im NSDStB.: „Ad- -miral Scheer", 20 Uhr im „Hindenburg", schlichte Feierstunde. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Mein 'Mann bars es nicht wissen". Rotizen für den 29. Mal. Sonnenaufgang: 5.12 Uhr, Sonnenuntergang: 121.33 Uhr. — Mondaufgang: 2.03 Uhr, Monduntergang: 13.19 Uhr. Letztes Viertel: 2.40 Uhr. Von der Reichsfrauenführung und der Mtttel^ stelle Deutsche Tracht wurde mit der Reichsstelle für Kleidung eine Vereinbarung über die Punkti zahl für bäuerliche Tracht getroffen. Danach wer? den für eine vollständige Tracht mit Joppe 45 Punkte, für eine Winter- ober Festtracht ohne Joppe 40 Punkte, für eine Werktagstracht ohne Joppe 30 Punkte unb für ein einzelnes zusätzliches Trachtenhemd 15 Punkte berechnet. Die Anschaffung der Tracht ist im Vergleich zur Anschaffung eines modischen Gewandes von Vorteil, nicht nur wegen der Dauerhaftigkeit der Trachtenstoffe, sondern auch wegen ihrer keiner Jahresmode unterliegenden Schnittform. Sie ist überdies praktischer und für die ländliche Bevölkerung schöner und geeigneter# Die NS.-Frauenschast ruft erneut die Mädchen im Alter von 18 bis 30 Jahren zum Eintritt in den Frauenhilfsdienst auf. „Nötiger denn je ist die Hilfe an allen Orten, an denen die pflegerischen Kräfte der Frau gebraucht werden. Die Frauen, die in diesen Berufen stehen, sind gerade jetzt übermäßig beansprucht und erwarten die Hilfe eines jungen Menschen, der sie kameradschaftlich in der Arbeit unterstützt", heißt es in dem Aufruf. Zwei Jahre sind es her, daß von der Reichsfrauenführerin Frau Scholtz-Klink die Errichtung eines freiwilligen zweijäyrigen Frauenhilfsdienstes bekanntgegeben wurde. Dieser Hilfsdienst war bestimmt, dem damals schon bestehenden Mangel an Arbeitskräften in den sozialen Berufen abzuhelfen. Sein vornehmster Zweck ist die Entlastung der Schwestern und der anderen in sozialen Berufen tätigen Frauen-Volkspflegerinnen, Kindergärtnerinnen unb Jugendleiterinnen, ihnen Entlastung von Arbeiten und 23errid)tungen zu bringen, die auch von Laienkräften getan werden können. Die Arbeit dieser Berufsgruppen hat sich seit der Gründung des Frauenhilfsdienstes um ein Vielfaches vermehrt. Einmal hat die heutiae völkische Wohlfahrtspflege viel umfassendere Aufgaben zu erfüllen, als die Wohlfahrtspflege früherer Zeit. Zum andern hat der Krieg die Anforderungen, die an sie gestellt werdsn, ins Gewaltige anwachsen lassen. Frauenhilfsdienst ist Ehrendienst! Die sich für ihn meldenden Frauen und Mädchen werden eingesetzt in Krankenhäusern, in der Krankenfürsorge, in Ge- sundheits- und Wohlfahrtsämtern, in der Gemeindepflege zur Unterstützung der Gemeindeschwestern, in den Kreisamtsleitungen der NSV., Hilfsstellen für Mutter und Kind, in Mütterfchulen und Müttererholungsheimen, in Kinderheimen und Kinder- 1. 2. SJ.-fpori 1. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) setzen. 3. 4. bis 55, Salat, das Stück 25 bis 35, Salatgurken 70 und 80, Oberkohlrabi 25 bis 35, Lauch 5 bis 10, Rettich, das Bund 10 bis 50, Radieschen 10 bis 15. Frauen, Goetheschule, Gymnastik und Spiele für Frauen, Weidig-Bergfest am 18. August. Im Hinblick auf die besonderen Verhältnisse muß das für den 2. Ium geplante Weidia-Bergfest auf dem Schrenzer auf einen späteren Zeitpuukt verschoben werden. Es wird zusammen mit dem Hohe- rodskopf-Dergfest als Kriegs-Erinnerungs-Bergfest am 18. August 1940 durchgeführt werden. Handballkämpfe des Sonntags. Bann 88 lwehlar)—Dann 81/186 ($tanffutf 0.2TL) 9:12 (6:9). Keine Spur von HM Boman von Charlotte Kaufmann. Schillerschule, Kindergymnastik, Goetheschule, Schwimmen, Volksbad, 5. Tennis, städtische Tennisplätze, beginnt am 28.5.40 der Leichtathletik- kurs mit Vorbereitung zum Deutscken Turn- und Sportabzeichen. Der Kurs dauert 6 Uebungsabende, und zwar Dienstags, 19.30 bis 21 Uhr, Universitätssportplatz, Am Kugel- berg. 25650 Unkosten: DAF. Gebühr 2,70 RM., Nichtmitglieder llS-GmelnWs! M KW öatm Akllüe Sporkamt KdF. Außer den wiederholt bekanntgegebenen Kursen: Sport und Spiele für Männer und Für das offene Lagern von Getreide und anderen Ernteerzeugnissen sind durch eine Polizeiverordnung des Reichsinnenministers einheitliche Bestimmungen getroffen worden, um bestmöglichen Feuerschutz der Ernte sicherzustellen. Ungedroschenes Dreschen ist verboten. Schützt den Wald und seine Anlagen. Der Wald, von der dicksten Eiche bis zum kleinen Hundsveilchen, ist Allgemeingut. Er muß heute mehr als je geschützt und gepflegt werden. Dazu gehört die Mitarbeit aller Volksgenossen, die den Wald zur Erholung betreten. Leider muß festgestellt werden, daß es immer noch unvernünftige Menschen gibt, welche die Waldungen und deren Einrichtungen mutwillig beschädigen. Hierfür einige Beispiele: Die Bänke werden immer wieder zerschlagen und aus der Erde gerissen. Wie oft begegnet man Spaziergängern mit abgerissenen Zweigen, und wie- viele abgerissene Zweige und Blumen liegen au den Waldwegen. Frühstuckspapiere fliegen im Walde herum. Die Jagdpächter stellen mit großen Kosten Ansitzleitern und Hochsitze her. Immer wieder werden sie beschädigt und umgeworfen. Das Betreten der Hegen, die meist noch mit Verbotstafeln versehen find, der gemachten Pirschwege und der Leitern ist verboten. Bei dieser Gelegenheit sei nochmals auf das Feuerschutz der Ernte sicherzustellen. Ungedroschenes Getreide, Stroh, Heu, Flachs und ähnliche leicht entzündliche Ernteerzeugnisse dürfen auf Lager- Plätzen nur unter bestimmten Bedingungen gelagert werden. Die Entfernung muß mindestens 300 m von Betrieben und Lagerstätten betragen, in denen explosive Stoffe oder brennbare Flüssigkeiten hergestellt, verarbeitet oder gelagert werden, die Ent- fernung muß mindestens 50 m betragen von Waldgrundstücken, von Gebäuden, deren Umfassungswände nicht mindestens feuerhemmend hergestellt sind, sowie von Bahngleisen, und sie muß mindestens 25 m betragen von allen übrigen Gebäuden, von Wegen und Hochspannungsleitungen. Als Lagerplätze im Sinne dieser Polizeiverordnung gelten Feldscheunen sowie die Lagerung unter Schutzdächern oder im Freien, in Mieten, Diemen, Schobern usw. Auf einem Lagerplatz dürfen solche Ernteerzeugnisse nicht über den Wert von 15 000 RM. hinaus gelagert werden. Die Lagerplätze müssen mindestens 100 m voneinander entfernt sein. Auf Wirtschaftshöfen dürfen die Ernte- erzeugnisse in Zeiten der Ernte oder des Drusches höchstens sechs Tage Gelagert werden. Ausnahmen kann die Ortspolizeibehörde zulassen, wenn ein ausreichender Feuerschutz gewährleistet ist. Das Rauchen und die Verwendung von offenem Feuer oder Licht auf den Lagerplätzen und in Scheunen, sowie beim Mit einem glücklichen Siege der Gäste aus Frank- urt a. M. endete das Zwischenrundenspiel in Wetz- lar. Denn ebenso gut hätte auch der einheimische Vertteter bei den Spielen um die Geb i et sm eiste r- chast gewinnen können. Der Gegner stellte eine in eder Beziehung einwandftei arbeitende Vertretung ns Feld, deren Zusammenspiel ausgezeichnet war. Bei der Einheit des Bannes 88 machte sich mangelndes Training bemerkbar. Tv. Lützellinden — Tv.Kahenfurk 8:4 (3:1). In diesem Spiel standen sich die beiden besten Juaendmannschaften aus dem Bereich des Bannes 88 gegenüber, um den Meister 1939/40 zu ermitteln. Lützellinden war von Anfang an leicht überlegen, obwohl auch feine Mannschaft teilweise schlechtes Zusammenspiel zeigte. Imnierhin langte es, sich gegen die körperlich überlegenen Katzen- furter mit Erfolg durchzusetzen. . Die Spiele um den Lahnpokal mußten in letzter Stunde noch erheblich reduziert werden. Nur zwei Treffen standen an, und zwar To. Heuchelheim — Io. Launsbach 17:5 (8:2) Heuchelheim hat wieder einmal mehr unter Be- weis stellen können, daß es im Augenblick über eine vorzüglich zusammenwirkende Mannschaft verfügt. Gegen dieses Können waren die Gäste, die sich in der Hauptsache auf jugendliche Kräfte stützen müssen, machtlos. Immerhin ist es anzuerkennen, in welcher Weise sie sich einsetzte» und bis zum Schluß durcyhielten. Sp<3. Grohen-Buseck — 2Ntv. Gießen 5:16^ Die Mannschaft des Mtv. hat sich anscheinend wieder erholt. Denn ttotzdem Großen-Buseck in stärkster Besetzung antrat, konnten die Gäste einen ein- -heutigen Sieg erringen, der auch in dieser Höhe verdient war. Klein-Linden — Heuchelheim 13:5 (8:1). Klein-Linden fuhr nach Heuchelheim und trat dort in neuer Aufstellung an. Zu Beginn legten beide Mannschaften mächttg los, aber schon nach wenigen Minuten war zu ersehen, daß Klein-Linden infolge seines guten Zuspieles gewinnen mußte. Klein-Linden spielte zunächst mit dem Wind, nutzte diese Gelegenheit gut aus und konnte schon nach kurzer Zeit 5:0 führen. Bis zur Halbzeit schoß Klein- Linden drei weitere Tore, dem die Gastgeber nur ein einziges entgegensetzen konnten. In der zweiten Halbzeit trat Heuchelheim mit umgestellter Mannschaft ins Feld, spielte auch anfangs besser und konnte zu 'Torerfolgen gelangen. Klein-Linden aber gab weiterhin den Ton an und erzielte noch fünf Tore. berges hatten wir einen weiten Rundblick nach den Höhen des Dilltals sowie nach Braunfels, Stoppelberg, Dünsberg und Gleiberg. Nachmittags wanderten wir auf schönen Walowegen abwärts ins Dilltal. In Ehringshausen, wo wir zur Kaffee- und Schlußrast einkehrten, war die Wanderung beendet. Ein guter Fang. Ein 19 jähriger junger Mann aus Darmstadt, der sich am gestrigen Montagvormittag in dem Waldstück bei Klein-Linden aufhielt, erregte den Verdacht eines Gendarmeriebeamten. Er wurde von dem Beamten näher betrachtet, und dabei ergaben sich allerlei Anhaltspunkte für die Festnahme des Jünglings. Bei der behördlichen Untersuchung stellte sich heraus, daß der Festgenommene auf dem Gebiete des Fahrraddiebstahls schon einiges auf dem Kerbholz aufrotes — u. a. hat er sich in Ober« lahnstein und in Darmstadt in dieser Weise betätigt — und daß er auch in Ruttershausen bei Lollar eine unliebsame Gastrolle gegeben hatte. Vor einigen Jahren weilte er nämlich bei einer dortigen Familie, mit der er seitdem keine weitere Verbindung mehr hatte. Jetzt tauchte er auf Grund der früheren Bekanntschaft wieder auf, er belohnte aber die Gastfreundschaft insofern schlecht, als er nach einem Gelddiebstahl im Hause der Familie sich still davonmachte. Er hoffte jedoch, in diesem Hause noch mehr erwischen zu können und deshalb verübte er nachts dort einen Einbruch, bei dem er es vor allem auf Lebensrnittel abgesehen hatte. Hierbei wurde er überrascht und mußte flüchtig gehen, wobei er das von ihm mitgeführte, in Darmstadt erst gestohlene Fahrrad zurücklassen mußte. Auf seinem Fluchtweg, der offenbar zu neuen Diebstählen führen sollte, geriet er gestern bei Klein- Linden in die Hand der Gendarmerie. Nach Feststellung des Tatbestandes wurde er dem Amtsgericht vorgeführt, das Haftbefehl gegen ihn erließ. Er wurde daraufhin in das Untersuchungsgefängnis in Gießen eingeliefert. Da die Straftaten zum Teil unter Ausnutzung der Verdunkelung begangen wurden, dürfte er einen gehörigen Denkzetetl zu gewärtigen haben. Gießener Wochenmarktpreise. * G i e ß e n, 28. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Va kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, deutsche Kühlhauseier 11 bis 12^ Rpf., Kartoffeln, 50 kg 4 RM., gelbe Rüben, Vi kg 15 Rpf., rote Rüben 15, Spinat 25, Spargel 29 bis 63, Unterkohlrabi 8, Zwiebeln 17, Feldsalat, Vio 12, Aepfel, Va kg 45 Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. * Lich, 28. Mai. Am kommenden Donnerstag, 30. Mai, kann Frau Margarethe Sommer Wwe., Seelenhofgasse, in geistiger und körperlicher Frische ihren 8 0. Geburtstag feiern. An den Geschehnisse unserer großen Zeit nimmt sie noch regsten Anteil. Seit über 30 Jahren zählt sie zum treuen Leserkreis des Gießener Anzeigers. Wir beglückwünschen herzlich zum Geburtstag und wünschen der Jubilarin weiteren schönen Lebensabend. + Grün berg, 27. Mai. Der Wärter am hiesigen Gestüt wurde am Sonntag von einem Hengst gebissen. Das Tier hatte die rechte Hand des Mannes gepackt und zerrte ihn hm und her, wodurch der kleine Finger bis auf die Wurzel zerquetscht wurde. Nach Anlegung eines Not- Rauchverbot bis 1. Oktober in den Salbungen hin- gewiesen. Das Naturschutzgebiet im Hangelstem darf nur auf den Wegen begangen werden, das Abreißen von Blumen jeder Art ist in dem Naturschutzgebiet verboten. Gesangskonzert für Soldaten. Im Zusammenwirken mit der NS.-Kriegsopfer- versorgung gab der Gesangverein „Arion", Klein- Linden, am Sonntag in einem Gießener Reservelazarett ein Konzert für unsere Soldaten. Daher waren auch Vertreter der NSDAP., der NSKOD. und die Aerzte des Lazaretts erschienen. Unter der vorzüglichen Leitung des Ehrenchormeisters K. Nicolai fang der Chor Volks- und Soldatenlieder, Lieder von Mozart, Schubert, Silcher, Schäffer, Stürmer, Engels und Zöllner und bot damit ein abwechslungsreiches Programm. Der Chor, der über ausgezeichnetes Stimmenmaterial verfügt, brachte die Lieder mit beachtlichem Können zum Dorttag und machte durch seine Leistung den Zuhörern besondere Fre>ude. Nach Beendigung des Konzerts wurde verschiedentlich der Wunsch laut, die Sänger bald wieder einmal zu hören. Anschlie- ;end brachte der Verein einem erkrankten Sänger, owie den Patienten des St. Josefs-Krankenhauses ein Ständchen dar. Oberhessischer Gebirgsverein, Zweigverein Gießen. Man berichtet uns: Herrliches Maiwetter war uns bei dieser beliebten Wanderung beschieden. Don Katzenfurt aus führte der Weg über Greifenthal, Forsthaus Langegrund und Waldhof Elgershausen nach dem hochgelegenen Greifenstein. Nach der Frühstücksrast und Besichtigung der Burgruine und der sehenswerten Burgkirche ging es durch frischgrünen Buchenwald in zweistündiger Wanderung zur Dianaburg, wo ausgiebige Mittagsrast gehalten wurde. Vom Turm des über 400 m hohen Kesselverbandes mußte der Verletzte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Oer Mörder richtete sich selbst Lpd. Frankfurt a. M., 27. Mai. Auf einer Bank in der Philipp-Ludwig-Anlage in Hanau hatte sich am Samstag kurz nach 23 Uhr ein im Alter von etwa 60 Jahren stehender Unbekannter mit einem Revolver einen tödlichen Schuß in die Schläfengegend beigebracht. Der Selbstmörder, der auf dem Transport ins Krankenhaus starb, hatte einen Zettel neben sich liegen, dessen Inhalt von seiner Absicht kundtat. Es stieg sofort der Der- dacht auf, daß es sich bei ihm um den 63 Jahre alten Karl Waldner handeln könnte, der am Samstagvormittag in der Alten Mainzergasst i» Frankfurt a. M. die 77jährige Witwe Grohnert ermordet hatte. Dieser Verdacht hat sich bestätigt. Montag vormittag konnte der Selbstmörder durch Zeugen einwandfrei als der gesuchte Karl Waldner festgestellt werden. Der Mord Waldners an der Witwe Grohnert ist auf Zwistigkeiten zwischen den beiden Zimmernachbarn zurückzuführen. Er beschloß, einmal auf das Boot zu klettern, obwohl er Angst hatte, daß es dann rascher finken würde. Er zog sich hinauf und versuchte, auf dem ■geroölbten, glatten Schiffsbauch zu stehen. Aber schon nach drei Sekunden mußte er den Platz auf* geben und ins Wasser hineinspringen. Doch die drei Sekunden genügten, um ihn drüben bei Stein einen Punkt im Wasser entdecken zu lassen. Einen Punkt, so klein wie ein Kork. Das konnte ein Boot sein. Jedesmal, wenn ihn eine Welle hob, sah er an< gestrengt hinüber, aber er sah nichts mehr. Vielleicht war es nur eine Boje gewesen. Aber es war keine Boje, sondern ein Kahn mit einem Außenbordmotor. Ein frisch geteerter Kahn, der „Wassili" hieß. Er wurde gesteuert von einet Frau. Sie hielt geradeaus auf das gefenterte Segelboot: zu. Es dauerte jedoch ziemlich lange, bis der Kcchnl die treibende Jacht erreichte. Und Joachim hatte längst den Punkt, so groß wie Kork, drüben bet Stein wieder vergessen, als er plötzlich ein Boot: auftauchen und näherkommen sah. Der Motor knatterte, und der Bug stand steil in die Höhe. Dann: war es da. Es fuhr einmal um das treibende Wrack herum und hiell neben ihm. „Sie kommen wie vom Himmel", begrüßt Joachim das Mädchen, das.sich erhoben hatte. „Nein", erwiderte es lächelnd, „ich komme nuc von da drüben. Von Stein. Ich war eben auf den» Heimweg von Teek. Da sah ich Sie kentern. Unü sie hielt ihm ihre Hand hin, um ihm zu helfen, am Bord zu klettern. Als er auf den Duchten saß, schüttelte er sich. fror jetzt abscheulich. Das fremde Mädchen ab ec machte sich mit einem Tau zu schaffen, das an beim Segel befestigt war. Sie wollte versuchen, das g«e kenterte Boot mit an Land zu schleppen. „Hält er das aus?" fragte Joachim mit einem Seitenblick auf den Außenbordmotor. Das Mädchen nickte. „Gehört der Kahn Ihnen?" Wieder nickte fiteifrig mit dem lau beschäftigt. Er wollte aufttehem und ihr helfen, aber da geriet das kleine Boot ins Schaukeln, und sie bedeutete ihm, sich wieder hinzu* Joachim Keit kam nicht so rasch und ruhig wieder in den Hafen zurück, wie er yinausgefahren war. Möglich, daß er zuviel an Ingeborg dachte. Möglich auch, daß der Wind sich gedreht hatte. Joachim war jedenfalls das Segeln bei stürmischem Wetter nicht mehr gewöhnt. Und so geschah es, daß er die Gewalt über die Segel verlor und die alle Rennjacht mit einem plötzlichen und vollkommen unerwarteten Ruck den Mast zum Wasser neigte und kenterte. Das kalte Wasser ernüchterte. Als er prustend auftauchte und sich an das Boot klammerte, lachte er. Die Jacht lag auf der Seite. Kielschwert und Segel lagen au sge breitet wie Arme auf dem Wasser und hoben und senkten sich mit dem Wellenschlag. Joachim hielt sich am Mast fest. Er überlegte, was er tun sollte. Irgendwo an Land schwimmen und das Boot zurücklassen, bis es endgültig ab sackte? Er sah prüfend zu den Ufern hinüber. Strandorp lag gut sieben Kilometer weit ab, eine ziemliche Strecke. Und nach Stein hinüber war es noch weiter. Es war wohl das beste, er wartete hier, bis ein Dampfer vorbeikam. Vielleicht hatte man auch von Strandorp aus gesehen, daß er mit seinem Boot gekentert war. Da drüben waren ja sicher Badegäste.' Er wartete. Das Wasser war trotz der Augustsonne hier draußen ziemlich kalt. Er stieß sich vom Boot los und schwamm ein wenig herum. Es machte aber wenig Vergnügen mit dem nassen Leinenzeug. Fern an der Kimm tauchte eine Rauchfahne auf. Din Schiff. Vielleicht kam es näher. Hoffentlich hatte es vor, in den Hafen einzulaufen. Aber es konnte natürlich auch ebenso gut nach Norden abbiegen und wieder verschwinden. Interessiert verfolgte er den Fetzen Rauch am Himmel. Aber der Dampfer schien näher zu kommen. Auch in Strandorp drüben rührte sich nichts. Man hatte ihn also nicht gesehen. Joachim wurde langsam ungeduldig. Wenn er nicht rechtzeitig zum Mittagessen nach Hause kam, würde seine Mutter Angst haben. Er kannte sie. Sie dachte immer gleich das Schrecklichste. Sie würde sicher die Rettungsstation anrufen und denken, er sei ertrunken. Er lächette, während ihn^ das nasse Haar in die Stirn hing. Sie. war eine gute MutteL z Die Welt war groß und doch klein. Er hatte soviel gesehen. Er war bindurchgegangen durch all die Jahre mit klaren Augen, die gelassen blickten, während sein Herz schwerfällig war. Er war verschlossen gewesen und still, und immer hatte er an Ingeborg und die Heimat gedacht. An diese kleine Stadt am Meer mit den roten Backsteinhäusern und den engen Gassen. Immer hatte er an sie gedacht, roo er auch war. Joachim lehnte sich zurück in die Kissen und träumte zur Decke hinauf, die verschlungene Stukkaturen trug, gipserne Girlanden. Am nächsten Tage sand Joachim seine Enttäuschung ein wenig lächerlich. Mein Gott, junge Mädchen hatten viel im Kopf. Sr würde sie schon wieder für sich gewinnen. Über er -vor unruhig bei dem Gedanken, daß sie am Nachmittag kommen wollte. Gern nahm er den Dor schlag der Mutter an, sich den Vormittag über um bte Jacht zu kümmern, die seit langer Zett verlassen hn Segelhafen lag. Dachte sie, daß er Dabei vielleicht zufälttg Ingeborg treffen würde? Ein frischer Wind trieb über die Stadt und den blauen Hafen. Vom anderen Ufer herüber glitzerten die Stahlgerüste der Schesfieldwerst in der Morgensonne. Vier Tage hatte Joachim noch frei. Dann würde er sich in Die Arbeit stürzen. Die Erinnerung kam ihn an hundert Segelfahrten, die er mit Ingeborg unternommen hatte, vor langer Zeit. Aber sie war nicht am Hasen. Kein Mensch war zu so früher Stunde hier draußen. Er sprang über die Planken der Brücke im Segelhafen und löste das Sau, das den kleinen Kutter festhielt. „Agnes" hieß das Boot der Familie Keit. Es schien selten benutzt worden zu fein, während er fort war. Die Ringe quietschten mißtönig, als er das Segel hochzog. Am Kai stand der Wärter des Klubs und sah hinunter. „Starker Wind heute", meinte ei gemütlich. _ Joachim nickte. Er hatte lange kein Segelboot mehr unter den Füßen gehabt. Die kleinen Wellen Des Hafens waren heute chnell und spitz, denn der Wind war stark. Joachims Hand aber lag ruhig am Ruder, während er die Förde hinausfuhr. Links am Ufer begleitete ihn die Stadt. Rechts blinkten die Dillenvororte mit neuen Häusern. Aber schon schob sich auf einer sandigen Landzunge der Leuchtturm von Perl heran. Er ragte tief in die Förde hinein mit seinen weißen, rotumringten Mauern. Joachim grüßte mit der Hand zu diesem Steinwächter des Hafens, während ein Boot mit prallen Segeln rechts vorbeizog. Beim Leuchtturm von Perl war die Förde zu Ende. Hier begann die große Bucht, die ins offene Meer hineinführte. Die Stadt blieb zurück. Zu beiden Seiten, kilometerweit voneinander getrennt und immer weiter zurückfliehend, dehnte sich der Strand. Rechts vorn, kaum erkennbar, war die große Steinmole von Teek zu sehen. Links in der Ferne versank im Dunst der Sonne der Leuchtturm von Bülk. Das Meer war heute dunkelblau, und es sang. Der Himmel wölbte sich darüber wie eine Schale aus irisierendem Glas. Joachim war daheim. Daheim! Ganz laut sagte er das vor sich hin, und sein Blick wanderte hinüber zu den Ufern von Teek, die hier plötzlich ansteigend steil in die Höhe ragten, gelbe Lehmerde, gekrönt mit Strandhafer und graugrünem Sommergras. Wetter trieb das Doot hinaus. Es sank tief in die Wellen hinein und tanzte. Links lag nun Strandorp, eine einfame Dampfer- anlegebrücfe für Badegäste. Das Dach eines Restaurants sah herüber und Strandkörbe, roinügen Punkten gleich. Nach einer Viertelstunde passierte er rechts Die weihen Dünen von Stein. Dieser Tag voll Sonne und Wind war unvergleichlich schon, fühlte Joachim, und « war ihm wieder, als gäbe es nichts Schöneres auf der Welt, als diese weiten weißen und einsamen Dünen und die gelben steilen Lehmufer. Er war darin vielleicht etwas ungerecht oder vesser gesagt unbedacht, denn die Welt, die er in sechs Jahren durchwandert war, hatte ihm größere Schönheiten vor die Füße gelegt als dieses hier. Aber Heimat ist eben Heimat, und da wird ein Streifen Sand zum Herrlichsten der Erde. 8,60 RM. Zuzüglich Iahressportkarte. Helft Flurschäden vermeiden. Wir alle wissen, welch' große Bedeutung der Arbeit unserer Landwirtschaft zukornrnt. Es muß daher unser aller Bestteben fein, dem Landvolk in jeder Weife zu helfen. Das kann durch freiwilligen Arbeitseinsatz geschehen, zum andern müssen wir aber auch darauf sehen, daß besonders von Kindern kein Flurschaden angerichtet wird. Alle Eltern müssen jetzt ihre Kinder darauf aufmerksam machen, welche Folgen die von ihnen angerichteten Flurschäden nach sich ziehen können, und müssen sie nachdrücklich ermahnen, bei ihrem Spielen auf bestellte Felder und Fluren sorgsam zu achten. Feuerschutz der Ernte. Fußballergebniffe der 2. Klaffe. DsD.-R. II — Hungen I 2:3 (1:0). Die Grün-Weißen leisteten sich wiederum ein starkes Stück, deny sie hatten es durchaus in der Hand, den Sieg an sich zu reißen. Die Hungener zeigten sich von der besten Seite. Auf Grund des großen Eifers in der zweiten Spielhälfte hat die Mannschaft verdient gewonnen, wenngleich das Ergebnis auch umgekehrt lauten konnte. Vor der Pause war^n die Grün-Weißen klar im Vorteil, jedoch wurde nur ein Tor erzielt. Dann kamen die Gäste stark auf, glichen aus und gingen kurz bar- auf in Führung. Den Grün-Weißen gelang bald darauf der Ausgleich. Einen möglichen Sieg in Form eines Elfmeters verschenkten sie, der Gegner nahm die Gelegenheit wahr und setzte den Strafstoß glatt in die Maschen. Heuchelhelm I — Garbenteich I 0:1 (0:0). Das erste Spiel der Heuchelheimer gegen den starken Gegner verloren sie zwar, jedoch dürfte für ine Zukunft noch manches zu erhoffen sein. Wenn die Elf sich eingespielt hat, gibt sie einen starken Gegner ab. Die erste Spielhälfte sah den Gast stark im Angriff, jedoch konnten die Hausherren ihr Tor sauber halten. Nach dem Wechsel war das Spul vollkommen offen, doch gelang den (Säften der Siegestreffer. Die Anstrengungen der Gastgeber, das Spiel remis zu gestalten, blieben vergeblich, die Gaste hatten verdient gewonnen. Grüningen I — Großen-Duseck I 0:6 (0:1). Der Tabellenführer setzte seinen Siegeszug fort und erfocht einen zahlenmäßig hohen Sieg. Zu Beginn des Spieles sah man sehr schwarz für die Gäste, denn die Platzherren waren ständig im An- grtff, nur dem Schußunvermögen der Stürmer ist es zuzuschreiben, daß Erfolge ausblieben. Dann kamen die Gäste auf und rissen die Führung an sich. Nach der Pause machte sich die größere Spielerfahrung der Gäste bemerkbar, die durch weitere fünf Tore auf einen sicheren Sieg zusteuerten. Klein-Linden I — Steinbach I 12:2 (7:1). Welcher Kampfeswille gegenwärtig die Fußballmannschaft des Tv. Klein-Linden beherrscht, stellte das Rückspiel gegen Steinbach unter Beweis. Während das Vorspiel in Steinbach mit 13:2 verlorenging, konnte am Sonntag ein hoher Sieg über die Gäste aus Steinbach errungen werden. Das Spiel des Sturmes der Turner war bestechend. Schon nach drei Minuten konnten die Gastgeber durch schönes Zusammenspiel in Führung gehen. Steinbach holte wohl auf, konnte aber bis zur Halbzeit überhaupt nicht mehr zu einem Erfolg gelangen, während Klein-Linden noch sechsmal erfolgreich war. Nach der Pause hatte zunächst Steinbach mehr vom Spiel und konnte auch das zweite Tor schießen. Dann aber behielten die Gastgeber die Oberhand und erzielten noch fünf weitere Tore. Sprechstunden der Redaktion. , 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach« mittags geschlossen.