Mittwoch, 27. NovemberMd iie. rer e isnch> ittelsP abboir SadjDfi- !hri ick iner N wird ii n müfli'. fiöfjtw ;n U H ie tz •tt, ti* M t hkritz tten ie UjL s Jii. unter brit'schein Mandat stehenden nahöstlichen Ländern führen. Offensichtlich gehen diese Bespre- chungen auf eine Abwehr der englandfreundlichen Einigungsbemühungen hinaus, die vom Emir A b ° d ull ah von Transjordanien unternommen werden. Ztaliemscher Wehrmachtbericht. Rom. 26.Rov. (DNB.) Der italienische wehr- machtbericht vom Dienstag hat folgenden Worllaut: An der griechischen Front sind feindliche, au der Epirus-Küste gelandete Abteilungen halb vernichtet, halb mit ihren Waffen gefangengenom- men worden. Unsere Luftwaffe hat in enger Zusammenarbeit mit den Landslreitträfien über dem ganzen Opera- tionsgebiet zahlreiche Angriffe durchgeführt. Stra- henknotenpunkte. Brücken, Kraftwagenkolonnen und feindliche Truppenzusammenziehungen längs des Kalamas-Tales in Arta sowie bei Perati und Lrseke sind aus der höhe, im Tiefflug oder im Sturzflug einem heftigen Bombardement unterzogen worden. Die Forts der Insel Korfu sind wiederholt bombardiert und getroffen worden, wodurch heftige Brände und Explosionen hervorgerufen wurden. Unsere Jäger haben über Durazzo zwei Flugzeuge vom Blenheim-Typ abgeschossen. Feindliche Flugzeuge haben Leros und Stam- palia angegriffen. Einige Gebäude wurden beschädigt, darunter nur eines von einigem militärischen Interesse, weder Tote noch Verwundete. Fünf der angreifenden Flugzeuge wurden von der Flak brennend abgeschossen. In O st a f r i k a wurde ein Angriff motorisierter feindlicher Einheiten in der Zone von Sabderat beim $ me, dir - >; t unb 5' noch I und t Kaiern" lh n bei ’’ «* gen übr n nity ! N le hödä irben; e janjti her bi» ?rgon| r 9Rittd- immi b» leijrplör Mafien ihiz »bah i der ib, ich Abzy N Uiw in. schließ und & alster Ju der letzten Rächt watf der Feind in Rord- westdeutschland an einigen Stellen Bomben, die aber nur in einem Dorfe geringen Sachschaden an- richleten. Der Gegner verlor gestern zwei Flugzeuge, von denen eines im Luftkampf, eines durch Flakartillerie abgeschossen wurde. Eigene Verluste entstanden nicht. Flak »erschlägt britischen Lustangriff auf die Rnchshauptstadt. B e r l i n, 27. Rov. (DRB. Funkspruch) In der Rächt vom 26. zum 27. Rovember versuchten mehrere britische Flugzeuge die Reichshauptstadt anzugreifen. Infolge der starken Flakabwehr gelang es ihnen jedoch nicht, die Sperrzone zu überfliegen. Sie mutzten vor Erreichen der Stadt abdrehen, nachdem sie einige wenige Bomben i n den nutzer st en Stadtrandgebieten ab- geworfen halten. Es wurde nur geringer Hauser- und Flurschaden angerichtet. Erfolglose Angriffe auf deutsche Lorpostenboote. Erfolge der italienischen Lustwaffe im östlichen Mittelmeer. tlnnabme von An,eine« für die Mniagsnumrner btäX'/Jlbr NeHVornnttaaS Anzeiaen-Preiler »«Aementeil 7 Not. le mm bet 22 min Beilenbrette# lerttetl 50 Not. ie mm bei 70 mm Heilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenüafsel B Plnvvorschrist (vorder,ge Vereinbarung) 25'/«» mehr > H llto ml ,n| 3 Güig ( Höiä n> | Der Wehrmachlberlcht vom Dienstag. Berlin, 26. Rov. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein U-Boot unter Führung von Kapitänleutnant S ch e p k e versenkte 41 400 BBT. feindlichen Handelsschiffsraumes. Die Luftwaffe führte auch in der Rächt zum 25. Rovember erfolgreiche Vergeltungsau- griffe auf London durch. Ramentlich im Zentrum der Stadt und auf beiden Themfe-Ufern waren heftige Explosionen und Brände zu beobachten. Andere starke Kampfliegerverbände waren, wie bereits gemeldet, in der gleichen Rächt auf kriegswichtige Ziele in Bristol angefeht. Mehrere Stunden hindurch griffen sie mit Brand- und Sprengbomben schwersten Kalibers Hafen- und Industrieanlagen, fowie Verforgungs- elnrichlungen an. 3m ganzen Gebiet fielen zahlreiche Lagerhäuser mit Rohstoffvorräten und deren Verarbeitungsanlagen den verheerenden Feuerbrünstea zum Opfer. Drei Gasanstalten wurden vernichtet, eine Grogmühle durch Feuer zer- stört. Der Angriffsraum von Bristol war, wie Augenerkundung am folgenden Tage bestätigte, e i n einziger grofjer Brandherd. Weitere Angriffe richteten sich in der gleichen Rächt gegen einige andere Städte in den Midlands und Süd-Lngland. Infolge ungfin- ffiger Wetterlage herrschte am 25. Rovember tagsüber nur geringe Kampftätigkeit. Kleine verbände leichter Kampfflugzeuge belegten verschiedene kriegswichtige Ziele in Süd-England erfolgreich mit schweren Bomben. Britische Häfen und Schiffahrtswege wurden planmäßig weiter vermint. Fernkampsbatlerien des Heeres und der Kriegsmarine nahmen, wie bereits betaantgegeben, am 25. Rovember abends einen britischen Ge- inW" M'L undM"! ' war, f luffl. ft lein y dB?, bi«« auf »'s leniW 190. Jahrgang Ur. 281 Ericbelm t Up heb. autiei Sonntags unb »Veiennad jeder 41000 MT. versenkt. Erfolgreiche Dergeltungsangriffe auf London. - Bristol ein großer Brandherd. Reise durch das neue Finnland Don unserem Sonderberichterstatter ZrieSrich Ege. Ku o p io, am Nordrand der riesenhafte mittelfinnischen Seenplatte. Was diese Seenplatte ist, erlebt man am besten, wenn man auf die Puijo-höhe vor der Stadt spaziert, die sich 150 Meter über dem Seengebiet erhebt. Auf drei Seiten ist die Stadt von Seen umgeben. Soweit das Auge reicht, nichts als Seen, Seen mit unzähligen Inseln in den verschiedensten Größen ynd Formen, von der klein/n nackten Klippe bis zu großen bewaldeten Inseln. Und alles eingetaucht in die Stimmung einer unermeßlichen Weite und Einsamkeit. Es ist das Erlebnis einer grandiosen Naturschönheit. — hier befinden wir uns mitten in der Landschaft S a v o — ihre Menschen sind gewissermaßen das „Gewürz" des finnischen Volkscharakters, hier ist der pfiffige, schelmisch-verschmitzte Humor zu Hause und drückt den Menschen den Stempel auf. Auch in Kuopio wurden Baugerüste um die kriegsoerletzten Häuser gezogen, der Wiederaufbau ist in vollem Gange. Die Technische Schule ist bereits wieder hergestellt. Fährt man vdn Kuopio worden. Drunten am Hafen des Vesijärvi liegt das Oampferchen „Suomi", das uns nach einer Stunde Fahrt zu einem der herrlichsten Seen Finnlands, »Idem langgestreckten Päijänne bringt (120 km eng und bis 28 km breit), der von Süden nach Norden verläuft. 12 Stunden brauchen wir zu sei- ier Durchquerung, aber diese Fahrt bringt uns üe Schönheit und Größe der finnischen Naturwelt iahe. Unzählige Buchten und Landspitzen, enge Sunde und weite offene Wasserflächen, riesige Wälder von den schönsten Birkenhainen durchsetzt und «ufgehellt, größere unb kleinere Bauernwirtschaf- ten, die plötzlich die Einsamkeit beleben, weitge- Itrettie Höhenzüge mit ihren für den ®ranit (^a» nalieristischen sanft gewölbten, machtvollen Berg- I uppen. Dann zieht auch einmal ein Kirchdorf vor- iiber, gleichsam aus dem Walde herausgeschnitten, 'inb die zahlreiche Jugend steht am ,^)afen" und detrachtet die „Fremden". Dann aber diese Farb- itimmungen, die die Sonne auf .See und Berge und Felder malt — unaussprechlich schön und erfüllt i>on einem beglückenden Frieden ... Im Sommer üef)t auch um die ,Helle Mitternacht" eine goldene Sichtfülle von der nur wenig unter dem Horizont lahinhuschenden Sonne direkt im Norden. Schon POr 1 Uhr früh nimmt das Dämmerlicht wieder m und der Morgen beginnt, der mit einer phan- mstischen Farbenpracht die weite Natur erfüllt. Am anderen Ende des Päijänne-Sees hegt tzyväskylä, schön zwischen Bergzugen einge- tettet Es ist schon von altersher em Mittelpunkt der finnischen Kultur, hier wurde u. a. b i e e r t e finnische Volksschule errichtet. Es ist eine cufblühende Stabt in einer Mischung von alten, len typischen einstöckigen Holzhäusern und modernen inehrstöckigen, massiven Gebäuben. Man suhlt gleich He moberne Atmosphäre, bie hier lebt. Oben aus I er höhe eines Bergrückens liegt - em mobernes Sportstadion, von bem aus man die schönste 21119= s-cht auf bie ganze Umgebung hat. Auch hier sind iber 2000 Evakuierte untergebracht unb haben 2ir- beit gefunben. Die Stabt, die Rüstungsindustrien beherbergt hatte natürlich im Knege manches zu «rleiben Aber auch ihre Kriegswunden verschwim len immer mehr. Eine große P aip i le r f aib r l f , Ine wir besichtigen, die 2000 verschiedene Papler- brten herstellt, vom Toilettepapier über Schreibpapiere bis zu den feinsten Seidenpapieren und Ine auch bas einzige Pergamentpapier im flanken lorben probuziert, bekam durch ernen Volltre, er He Wasierzusührung zur Turbine zerstört, vom ^ontorhaus blieb nur ein kleiner Sternhaufen übrig, aber bie Arbeit geht wetter. hier erfahren ww Übrigens, daß bas zellulosereicke Finnland auch Zellulose einführt, nämlich Strohzellulose aus Holland, bas bie schöne Oberfläche beim Schreibpapier lervorbringt und amerikanische Zellulose, bte für Mrierpapiere verwendet wird. Detter geht die Fahrt durch Mittelsrnnland nach Englische Bomben auf Antwerpen. Brüssel, 26. Nov. (DNB.) In den ersten Morgenstunden des 23. November wurde das Zen« t r um von Antwerpen von englischen Flie- gern überflogen, die wie gewöhnlich eine Reihe von Bomben auf nicht militärische Ziele ab- warfen. Dabei wurde das Rubens-Denkmal a.rf dem Grünen Platz beschädigt. Wenn sonst auch nur Sachschaden entstanden ist, glücklicherweise aber keine Todesopfer zu beklagen sind, so hat dieses neueste Attentat der Royal Air Force doch ht der Scheldestadt größte Empörung ausgelöst. Beilagen: Pieailuftnerte Eichener ftmnihenblnitei Hennm imBild DieSttwlle Mvnats-Bezugsvreis: Mil 4 Beilagen RM. 1.95 Obne Illustrierte . 1.80 Zu'iellgebübr. „ -.25 ancb bei Nickterlckemen von einzelnen stummem iniolge höherer Gewalt Aernsvrecbansctttub 2251 Drahtanscbrift.„An^elger" Pnälcheck 116«« JVranff. M L (Nachdruck, auch mtt Quellenangabe, verboten!) Helsinki, Mitte November 1940. Wenn man heute eine Reise durch Finnland macht, wie die hier beschriebene, bie etwa 800 km Luftlinie in Süb-Nordrichtung ausmacht, unb babei feststellen kann, wie dieses Volk von nur 3,8 Mill. Einwohnern alle Schäden des Krieges ausmerzt unb schafft, um alle Schwierigkeiten zu meistern, ba kann man am besten erleben, was Finnland in der Tat ist unb bedeutet unb was für eine Zähig. kett und Energie diesem Volke innewohnt. Das grundlegende Erlebnis — wie man es auch während des Krieges mtt Sowjetrußland Tag für Tag erleben konnte — ist die Gelassenheit und Selbstverständlichkeit, mit der der finnische Mensch auch den schwierigsten Situationen gegenübersteht. Uederall stößt man auch heute auf eine große innere Sicherheit. Weder Verzagtheit noch Hoffnungslosigkeit ist >anzutresfen, sondern immer nur bei eine Wille: $) a nb anzulegen an ber Arbeit bes Wieber- ausbaus. Und gerade die Evakuierten, bie so gut wie alles verloren haben, auch sie sind erfüllt von einer bewunbernswerten Zuversicht, beren Quelle die Arbeit, bte grenzenlose Liebe aller zur heimat- erbe unb das Bewußtsein von der ständigen Gefahr des Grenzlandes ist. In der Hauptstadt Helsinki selbst ist aus den Trümmern die -Technische Hochschule neu erstanden unb hat bereits wieder mit ber Arbeit begonnen. Auch bie anberen mitgenommenen Gebäude werben über kurz ober lang roieber bewohnbar fein. Fährt man von Helsinki mit ber Bahn nach Lahti, so kann man schon auf dieser kurzen Strecke die Wirkungen des modernen Luftkrieges beobachten. Aber immer mehr heilen diese Wunden bes Krieges. Ein Haus um das anbere wirb wieder aufgebaut ober repariert. Lahti! Die längste finnische Stadt, sie liegt im Sattel zweier parallel verlaufender Höhenzüge aus dem Geröll- Ichutt ber Eiszeit, bekannt durch feine jährlich statt- iinbenben internationalen Schiwettkämpfe unb als Sendestation, zählt bereits 30 000 Einwohner. Darunter befinden sich 5200 Evakuierte, bie sie ausgenommen hat unb bie bereits alle wieder in Arbeit stehen. Eine große Anzahl neuer Inbustrien ' ius bem abgetretenen Gebiet entstehen hier. Große Wohnkolonien werben angelegt, neue Schu« len ber verschiebensten Art für ben Bevölkerungszuwachs werden errichtet. Mitten im Walde liegen moberne Arbeitersieblungen. Die Häuser enthalten 2 Zimmer unb Küche Unb kosten 90 000 Fmk. (etwa 5000,— RM.) Der Staat gibt ein Dar. sehen in höhe von 75 v. h. bei einer Abgabe für Zins unb Amortisation von 70,— Fmk. per 1000,— ^mk. unb Jahr. Das macht etwa 400,— Fmk. int Monat. Nach 26 Jahren geht bas Haus in den Belitz des Arbeiters über. In einer schönen Wald- [ieblung sind auch 70 ber von Schweben geschenkten Einfamilienhäuser für' die Evakuierten ausgestellt unb im Ghir-Ghir-Tal (Serobatib) von unseren Truppen prompt abgeschlagen. Einige feindliche Kraftwagen fielen in unsere Hand. Feindliche Flugzeuge haben Bomben aus Assad abgeworfen, die einen Toten, vier Verwundete unb leichte Schäden zur Folge hatten. llngestörielteise i{( rmischerpilaerschiffe Rom, 26. Nov (Curopapreß.) Eine am Montag ben mohammebanischen Staaten gegebene Z u - sicherung ber Achsenmächte, dem freien Verkehr ber bie mohammedanischen Pilger zu ben heiligen Stätten bes Islams befördernden Schiffe aller Flaggen keinerlei Schwre- ri g k e i t en bereiten zu wollen, bezeichnet „Popolo bi Roma" als von besonbers großer Bedeutung. In dem Augenblick, ba ber Beginn einer entscheidenden Phase im Kriege im Nahen Osten unb in Afrika de- vorstehe, fei es besonders zettgerecht gewesen, ben mohammedanischen Völkern die Gewißhett zu geben, baß chre religiöse sowie chre bürgerliche und wirtschafttiche Freihett von ben Siegermäch« ten in keiner Weise bedroht werden Deutschland unb Italien bekämpfen Englanb unb nicht jene, Völker, bie Englanb immer ausgesogen unb vor allem mtt seiner Iudensreunblichkeit betrogen habe. Der syrische Nationalistenführer MarbamBey :st von Bagbad kommend in R i a d , ber hauptstabt von Saubi-Arabien, eingetrvffen. Er wird mit I b n Saub Beratungen über bie politische Lage in ben bie etwa 70 km zu dem östlich davon gelegenen Kupferbergwerk Outokumpu, kann man auf dieser Strecke ben finnischen Ornnibuschausfeur de- munbern, ber bei Hartern Tempo auf dieser engen Straße mit ihrem ständigen Auf. und Ab unb den vielen Kurven in vorbildlicher und kaltblütiger Weise seine virtuose Fahrkunst zeigt. Immer wieder unterbrechen Seen die Landstraße, die Fähre muß uns hinüberführen. Immer dominiert der Wald, hier und da, besonbers an ben Seen, einzelne kleinere Höfe. Einmal kommen wir auch an einer einsam ba- liegenben alten Steinkirche vorbei — sie ist an einem Platz angelegt, daß bie Wege von den wett ausein- anberliegenben Einzelhöfen nicht allzu ungleich groß sinb. Dort auf bem Gelänbe eines größeren Gutes steht eine Winbrnühle, ba weiden Kühe, doch bald wieder schließt sich die bewohnte Landschaft; ber Walb regiert! Wieder eine Fähre und wir stehen in Karelien, jener so eigenartigen finnischen Landschaft. Die etwas düstere, aber doch faszinierende Atmosphäre zeigt sick schon hier. Noch ursprünglicher wird die Landschaft, noch mehr Ocde- und Wildmark. Es ist merkwürdig: es sind doch dieselben Birken, dieselben Kiefern, dieselben Wie- sen und Felder unb doch: es weht eine andere Lust hier — es ist Karelien! I wyf 9 Mittw Gießener Anzeiger BrflblldH Uniixrttätsbniderd 8. toast General-Anzeiger für Oberhessen ^«ittzta?rchal»r-tzt 7-9 leltzvg. der einen Durchbruch nach dem westlichen Kanal versuchte, ohne feindliche Gegenwehr - unter wirksames Feuer. Der Geleitzng wurde zer- Vorpostenboote sind sprengt. Auch ein „Wahr"-E>ager. Iton unterer Berliner Schrittieiiung. Die „zerstörten Berliner Bahnhöfe" waren ein Schlagwort, bas Churchill erfanb, um ben furchtbaren Einbruck abzuschwächen, den die deutschen Vergeltungsangriffe aus die Midland-Städte und andere britische Industriezentren in der englischen Bevölkerung hinterlassen haben. Die irrsinnigen Phantasien über die angeblich in Berlin angerichteten Schäden, die vom Londoner Lügenfunk vorsichtigerweise nur in englischer Spr ach e verbreitet wurden, sind dann in drastischer Weise widerlegt worden, unb zwar nicht nur durch das Zeugnis ber Berliner Millionenbeöölkerung, fonbern auch auf bem Wege einer persönlichen Inaugenscheinnahme ber „zerstörten Berliner Bahnhöfe" durch die ausländischen Militärattaches unb Journalisten. Es war eine Riesenblamage für Churchill unb seine RAF.! Nachts war natürlicher, als daß die Britenregierung versuchte, dieser fatalen Zurschaustellung ihrer Lügen irgendwie entaegenzuwirken. Aber wer einmal in den Irrgarten der Lüge so tief hineingeraten ist wie die Po'kerspieler an der Themse, Der findet nicht wieder heraus, sondern verwickelt sich nur in immer neue unb groteskere Widersprüche. So erging es auch bem ßonboner Runb- funk, ber nach seiner großen Blamage dennoch versuchte, sein Lügengesicht zu wahren, und nun seiner- jeits die deutschen Berichte über bie Zerstörungen in England als „phantastisch" bezeichnete. Ein sehr plutnpes Verfahren, solche Retourkutsche, unb umso weniger glaubroürbig, als der Märchenerzähler ttn Londoner Rundfunk seine Weisheiten diesmal nicht in englischer, sondern in deutscher Sprache zum Besten gab. Der Grund hierfür wird sofort er« sichtlich, wenn man hört, was Churchill im einzelnen dementieren läßt. Da heißt es beispielsweise, im Gegensatz zu ben deutschen Behauptungen müsse festgestellt werden, daß Coventry, Birmingham, Southampton und Bristol nicht in Trümmern lägen; daß es nicht wahr sei. Daß Coventry immer noch brenne; daß es nicht wahr sei, daß 70 bis 80 v. S). der Londoner Dockanlagen unbrauchbar sind; daß es nicht wahr (et, daß ungezählte Schisse vor ber Themsemünbung auf dem Meeresgrund lägen; daß es vielmehr wahr sei, daß die den britischen militärischen Objekten durch deutsche Luftangriffe zugefügte Schäden nicht annähernd demjenigen entsprächen, ben _ das treffsichere Bombardement der britischen Lustwaffe dem deutschen Kriegseinsatz zugesügt habe. Das find nun wieder einmal typische Beispiele für jene Sorte von amtlichen Dementis, die etwas widerlegen, was gar nicht behauptet worden i ft. Niemand in Deutschland hat hinsichtlich der vernichteten Londoner Docks die Zahl 70 v. H. genannt; denn es ist praktisch völlig gleichgültig, ob es 73 oder 68 v. S). sind. Niemand hat gestern ober vorgestern in Deutschland behauptet, daß Coventry brennt; denn die Feuersbrünste, die nach ber Vernichtung ber Rüstungsanlagen von Coventry den Rest übernahmen, sind natürlich nach einer Woche längst erloschen., es wird kaum noch etwas dort geben, was brennen kann. Und was bie großen Schiffs fried Höfe runb um England, besonders aber im weiten Bereich der äußeren Themsemünbung anbelangt, so haben wir Deutschen nicht annähernd so viel Veranlassung, die Schiffswracks dort zu zählen wie die Engländer selbst — und die werden sich schwer hüten. Wir kennen diese Schiffsfriedhöfe ja nicht nur aus ben zahlreichen Beobachtungen unserer Fliegergeschwader, sondern ebenso auch aus ben vielen Schilderungen ausländischer Schiffskapitäne unb anderer Zeugen, beispielsweise solcher, bie wochen- unb monatelang vor dem Beginn bes Feldzuges im Westen gezwungenermaßen mit ihren Schiffen in den englischen Downs festliegen mußten. Und genau so zahlreich sind ja auch die Schilderungen ausländischer Beobachter über die geradezu verheerenden Wirkungen der massierten deutschen Luftangriffe auf Coventry, Birmingham unb Bristol. Solche „Dementis" kann man natürlich den Einwohnern von Lonbon, Coventry, Birmingham usw. nicht zur Kenntnis bringen, weil bann vielleicht bie betrogenen unb belogenen Massen sich boch zu einer Revolte aufraffen mürben. Deshalb ber ausschließliche Gebrauch ber beuttchen Sprache! Aber auch irt deutscher Sprache ist dieser Betrugsversuch gegenüber der Weltmeinung ein klägliches Unternehmen. Denn es sind ja nicht deutsche, sondern englische unb neutrale Berichterstatter gewesen, die — von der Zensur kontrolliert — aus England jene furchtbaren Schäden unb Verwüstungen aemelhet haben nnb noch melden, von denen der britische Rundfunk- svrecher plötzlich nichts mehr wissen will. Möge sich dieser seltlome ,.Wahr"-Sager bei den britischen Zensurbebörden beschw-ren. wenn ihm auf feinen letzten kümmerlichen Rechtfertigimasverluch wieder nur eine Lachsalve aus allen fünf Erdteilen antwortet. H. Ev. Berlin, 26. Nov. (DNB.) Im Lause des heu- tigen Vormittags wurde in der Nordsee ein deutsches Vorpostenboot von einem englischen Kampfflugzeug vom Typ Lookhead angegriffen. Trotz des starken Seeganges gelang es dem Vorpostenboot, bas Flugzeug durch autliegenbes Abwehrfeuer zum vorzeitigen Abb r eh en zu zwingen. Sämtliche Bomben, bie bem Vorposten- boot gelten sollten, verfehlten ihr Ziel. Im Laufe bes Nachmittags griffen in ber Nordsee ferner zwei englische Torpedoflugzeuge zwei deutsche Vorpostenboote an. Unsere Dorpostenboote eröffneten sofort bas Feuer und vereitelten die wohlgezielten Feinbangriffe burch geschickte Abwehrmanöver. Trotz ber durch starken Seegang und schlechte Sichtoerhättnisse hervorgerufenen ungünstigen Bedingungen gelang es, eines der angreifenben Flugzeuge abzusckießen. Ein verwundeter Besatzungsangehöriger des abgeschossenen Flugzeuges konnte geborgen werden. Unsere ' ' " d unversehrt. Oer Arzt im Kriege Hände wird später einmal eine ganze Soldaten- generation, das wertvollste Gut des deutschen Vol- kes, gelegt Sie haben später die Aufgabe, die Soldaten ärztlich zu betreuen, die Truppe vor schweren Erkrankungen und Seuchen zu bewahren. Sie haben aber nicht nur über die Gesundheit der Truppe zu wachen, sondern auch die jungen Sol- Unter dieser Aeberfchrift veröffentlich! Ge heimral Staatsrat Professor Dr. A. Sauerbruch. Berlin, Oberstarzt z-V. und Beratender Chirurg des Heeres-Sanitatsiuspek teurs, in der „Deutschen Allgemeinen Zei- tung“ Eindrücke einer Frontreife, denen wir die folgenden grundsätzlichen Ausführungen son-Gesetzes und die Reform des Reutralitätsge- fetzes. Vierzehn Wochen von Stockholm nach London. Provinzkongresses. Pandit P a n t gemeldet. Auch Pandit Pant hatte sich der zivilen Ungehorsamkelts- kampagne Gorckhis angeschlossen. . Lord Isothermere gestorben. Der Heichsschahmeister. Zum 65. Geburtstag deS LchöPferS der Parteiverwaltuni. Oie Feierstunde im Gtaatsdom zu Braunschweig. tätsoffizter in vorderster Front den unmittelbaren Gefahren des Kampfes begegnet, oder ob er in einem Seuchenlazarett sich tödlicher Infektionsgefahr aussetzt und so seine Pflicht tut. oder ob er an anderer Stelle in steter Bereitschaft Verwundeten und Kranken Hilfe bringt — das ist alles, wenn es recht geschieht, die gleiche Pflichterfüllung und darum Japans neuer Botschafter in USA. Tokio. 26. Rov. (Europapreß.) Die Ernennung im Haufe des Nationalsozialistischen Rechtswahrer- bundes. Reichsminisier Generalgouverneur Dr. Frank und der Reichsgeschäftsführer des RSRB., Reichsamtsleiter Dr. H e u b e r. begrüßten Minister Grandi. Bei dieser Gelegenheit überreichte Dr. Frank dem italienischen Justizminister die Ehrennadel des Nationalsozialistischen Rechtswahrerbun- des. Bor Vertretern der in- und ausländischen Presse sprachen am Dienstagabend der Reichs- Minister Generalgouverneur Dr. Frank und Ju- stizminister Dino Grandi über die Zusammenarbeit der deutschen und italienischen Juristen und die revolutionäre Neuformung der beiderseitigen Rcchtsgrundsätze. Der Leiter der Abteilung Ausland Iber Presseabteilung der Reichsregierung, Ministerialdirigent Prof. Dr. Böhmer, begrüßte die Minister. tralitätsgesetz Roosevelts Ausfuhren von Kriegsmaterial ohne sofortige Bezahlung bei Auslieferung. Aus diesem Grunde erwarte man in London sehnlichft die Aufhebung des John- tischen Unterdrücker vor Gericht gestellten indischen Politiker wurde in Trichmopoli der frühere Staatsminister in der Provinz Bombay. T. S. R a j a n, zu einem Jahr Gefängnis und einer Geldstrafe von 75 Pfund Sterling verurteilt. Raian hatte sich an dem von Gandhi verkündeten zivilen Ungehorsam- keitsfeldzug beteiligt. Aus Lucknow wird die Verhaftung eines weiteren Wortführers des indischen [ebem einzelnen Verwundeten und dient trotzdem gleichmäßiger Fürsorge von Tausenden. Diese persönliche Aufgabe beginnt im Augenblick der Verwundung des Soldaten und endet erst mit Wiler um—n - ,Ä v-rmag-nsr-chtUch-n :en be (onJ>er9 fi$barer Form die,- ärztliche Pft'cht-rfül- ernannt« In den darausiolqenden 3"l)ren | lung Ob eine lebensbedrohende Blutung gestillt, ein Schutzverband angelegt, ein schneller Transport aus kürzestem -Wege eingeleitet oder auch der letzte . Dienst dem Sterbenden mit einem guten Wort er- „Tapferkeit". Der unbekannte Soldat und der unbekannte Arzt sind des gleichen Lorbeers würdig. Solche Gedanken und lieberlegungen vermitteln uns erst das Verständnis für die Tätigkeit unserer Aerzte im Felde und in der Heimat. Man sieht im Frontgebiet und daheim die Jungen und die Alten. Man beobachtet mit Stolz und Freude ihre Bereit- chast. ihr Letztes herzugeben. Sie tun ihre Pflicht oft unter schweren uno schwersten Bedingungen. Eine Tätigkeit, in der man den Unterschied von Tag und Nacht nicht mehr kennt, wird von chnen ein- ach hingenommen Manche versehen in au freiben» >er Dopvelarbeit ihren Dienst für Lazarette und Zivilbevölkerung und vertreten gleichzeitig ihre ein- berufenen Kameraden. Diele sind es auch, die sich noch in fortgeschrittenem Alter freiwillig dem Sanitätsdienst zur Verfügung stellen unter Verzicht auf ihre gewohnte erfolgreiche Friedenstätigkeit. Die Selbstverständlichkeit, mit der das alles geschieht, ist gewiß ein eindrucksvolles Symbol ärztlicher Haltung im ganzen. Der jeweilige Einsatz des einzelnen ist das Ergebnis wohlüberlegter Notwendigkeiten und verdient an jedem Platz die gleiche sol- Stockholm. 27. Nov. (Europapreß.) Der ehe, malige Besitzer der führenden Londoner Blätter „Daily Mail". „Evening News" und „Sunday Dispatch". Lord Rothermere. ist am Dienstag im Alter von 72 Jahren auf den Bermuda-In. sein g e st o r b e n. Er war der Bruder des durch seine Weltkriegspropaganda bekannt gewordene Lord N o r t h c l i s s e . der wenige Jahre nach Kriegsende in einer englischen Irrenanstalt ver- schisd. Lord Rothermere hatte sich im Mai diese» - t. i ' rin- ' . . - •<. . . ., Jahres „in besonderem Auftrage" in die Vereinig, baten zu harten Mannern zu erziehen; dies setzt ten Staaten begeben, wo sich sein Gesundheitszu- voraus, daß Sie selbst hervorragende Offiziere find. ftanb fo verschlimmerte, daß er mehrere Wochen SSergeffen <5ie nie. daß Sie zum großen, gemein- (ang ln dnem Neuyorker Krankenhaus lag und von samen Offizierskorps der Wehrmacht gehören. unbkie”QU9 eine Erholungsreise nach den Bermudas das verpflichtet Sie, fest in dieses Offizierskorps ^treten mußte. Der Verstorbene war 1917/18 eng. hineinzuwachsen. Ich bin davon überzeugt, daß ick nfd)er Luftfahrtminister und galt zeitweise als der mich im Ernstfall genau so unerschütterlich auf kommende Premierminister Großbritanniens. Seine meine Sanitätsoffiziere verlassen kann wie auf Äeiiungsgruppe verkaufte er vor etwa zwei Jahren jeden anderen Offizier." einem jüdischen Konzern, dessen Vorsitzender der Von dieser Einheit von Arzttum, Soldatentum. ßdter englischen Warenhausgruppe Lyons ist. Fuhrertum. die hier beschworen wird, kann leder ö . sich überzeugen, der die Aufgaben der Aerzte inl Dor dem prozeßbegmn m Jttom. Front und Heimat kennt und Haltung und Disziplin m ((C___ ür oermunbeten Soldaten täglich erlebt. « ich y , 27.No°(Eur°papr°bft In Rwm.1>ffl ” j Sitz des obersten f r a n z o s i s ch e n G e^x i ch t s- —l"^— Hofes, werden die letzten technischen Dovberei- , .. s ... , . .... I tungen für die Eröffnung des großen politischen kunst txr nordamerikan, ch-n wie der englftch-n aus d^„ES bi« Verantwortlichen an der ftan- Gold fußenden Wirtschaft berührt werde^ Der Not. Aschen Niederlage g-trossen. Der Prozeß gegen chre, de- englischen Bot chaft-rs Lord Lothian Mj^en Minister Daladier. Reynaud, Mandel schein- eine englische Äreditforderung an die 08^. General Gamelin soll oor der breiten MM Kauf von Kriegsmaterial einzulei- 0 e . f £ n t (। * (e j f, ftaitfinben. In unterrichteten en Allerdings verhindert das Johnson-S«. Kreisen rechne, man damit, daß der Prozeß späte- s-ß.soiange Kredite an Lander zu-eben, die, hrest.ng ltl brei Wochen, also Mitt- Dezember, Schulden aus dem Weltkrieg noch nicht bezahlt hätten. Außerdem verhindere das Neu- y - geleistet hat. Oie Nationalpolitischen Erziehungsanstalten im Kriege. Berlin, 28 Woo (DNBft In der National- politischen Erziehungsanstalt N e u z e l l e bei Guben fand eine Arbeitstagung der Leiter aller Nabio- nalpolitischen Erziehungsanstalten des Großdeut- schen Reiches statt. Zu Beginn der Tagung gedachte Dizeinspekteur ^-Standartenführer C a 11 i e b e der im Kriege gefallenen und ausgezeichneten Anstaltsleiter, Erzieher und Altkameraden Der Inspekteur der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten, ff- Obergruppenführer Heißmeyer wies darauf hin. daß Völker von geschichtlicher Gestaltungskraft von jeher zur Erziehung eines typenmäßig geformten Nachwuchses und zur Gründung von Gemeinschaftserziehungsstätten NSK Im ganzen Großdeutschen Reich gilt Reichsleiter Schwarz, der Reichsschatzmeister der NSDAP., heute als der persönliche Garant für die Sauberkeit des Finanzgebarens der Bewegung und für die Geradlinigkeit der Parteiverwaltung. Er hat in zäher, unermüdlicher Arbeit eine völlig neuartige Verwaltung auigebaut. die das Fundament der politischen Arbeit der NSDAP darftellt. Sein 65. Geburtstag ist ein gegebener Anlaß, über das verantwortungsvolle Wirken dieses treuen Gefolgsmannes des Führers einmal ausführlicher zu i da tische Wertung Selbst Tapferkeit im Kamps, Mut und Einsatz steigern sich nur dann zum Heldentum, wenn sie durch letzte Pflichterfüllung geadelt sind. Achtüng vor dieser Gesinnung ist zugleich die Grundlage gerechter Beurteilung eines jeden, der im Lebens- fampf des Volkes mitroirtt Uebrigens gilt diese I --- Auffassung durchaus beim Heere, das auch den Ein- Im Mittelpunkt der Kulturtagung d sah seiner Soldaten nach zwingenden sachlichen Ge. Deutschen Gemeindetages in Braun« sichtspunkten bestimmt und Tapferkeit und Leistung schweig ftanb eine kulturpolitische Feierstunde im an jebem Platz wertet. Darum erwartet das Sani- erneuerten Staatsdom mit der Ansprache de» tätskorps auch keine besondere Würdigung seiner Reichsleiters Ro s e n b e r g , der an der neugestalte« Tätigkeit. Aber es besteht auf dem Recht, unter den ten Gruft König Heinrichs und feiner Gemahlin für alle Soldaten geltenden Gesichtspunkten be- Mathilde einen Kranz niedergelegt hatte. — Unser urteilt zu werden. Sein Anspruch ergibt sich aus sßiib zeigt einen Blick in den auf Anordnung de» der Einheit von Arzttum und Soldatentum, auf Führers wiederhergestellten und zu einer Weihe- der die Stellung des Sanitätsoffiziers beruht, statte für Heinrich den Löwen gestalteten Dom zu Schließlich aber sind gerade die charakterlichen Dor- Braunschweig während der Ansprache Rosenbergs.— bebingungen erfolgreicher ärztlicher Arbeit, wie Be- (Scherl-Bilberdienst.) obochtungsgabe. schnelle Entschlußkraft, Wagemut und Derantwortungsbewußtsein die besten soldatischen Tugenden. Dem Sanitätsoffizier fallen in sei- nem Wirkungskreis die gleichen Aufgaben der Füh- rung und Erziehung zu, wie sie zum Truppenoffizier gehören. Diese Pflicht stellte der Oberbe- fehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall von B r a u ch i t s ch , an die erste Stelle, als er vor wenigen Jahren in einer Ansprache an die Fah- nenjunfer und Fähnriche der Militärärztlichsn Aka- bemie ihre spätere Lebensaufgabe umriß: „3n Ihre Die Hölle von Eoveniry. Stockholm. 26. Nov. (Europapreß.) Unter den zahlreichen ausländischen Journalisten, die in der letzten Zeit Coventry aufgesucht haben, befand ib auch der Londoner Korrespondent einer schwel', lchen Zeitung In einem bemerkenswerten Bericht childert bieder schwedische Beobachter nun die Zu- tänbe in Coventry, er schreibt u. a : „Zehn Wocyen intensiver Bombenkrieg in London Hutten mich hart gemacht. Aber was ich in Coventry sah, übertrifft selbst das schIimmste, was ich in London gesehen habe Straßen und ganze Stadtteile sind zu riesigen Bergen zusammengeschlagener Ziegelsteine verwandelt worden. Niemals habe ich ein derart schreckliches Bild der Vernichtung gesehen. Die Menschen in Coventry wissen mehr von dem Inferno, als Dante fe davon geträumt hat. Drei Tagelang branntedie Stadt; denn einige der ersten Bomben trafen wichtige Wasserleitungen, weshalb sich das Feuer io furchtbar aus» dehnen konnte Während des Krieges wird die Stadt nicht wieder aufgebaut werden. Es hat keinen Sinn zu behaupten, daß alles wieder m Coventry seinen alten Gang nehme Die Stadt ist vom Tode gekennzeichnet. Nur der Friede kann in Zukunft wieder eine lebendige Stadt aus diesen Ruinen erwachsen lassen." DerSchrei nach Schiffen und Geld Madrid, 26 Nov (Europapreß.) Ein anschau- liches Bild von der Stimmung in England gibt der Londoner Berichterstatter der Zeituna .ABC" Die Engländer, so schreibt er, machten sich schwere Sorgen über die Zukunft des Krieges zur See. Wenn es England nickt gelinge. Not und Entbeh rung von der Insel fern^uhalten, so reiße damtt eine geschichtliche Ueberlieferung ab. Um der Not Herr zu werden, verlange man verzwei- seit nach Schissen. Der britische Botschafter in Washington. Lord Lothian, habe bereits an- gekündigt, daß die finanziellen Hilfsmit- t e l Englands ihrem Ende zugehen. In offiziösen Kreisen und in den Zeitunaen werde versucht, den Krieg Englands auch als den Krieg der USA. hinzustellen, von dessen Ausgang die Zugeschritten seien Das deutsche Volk habe bisher kein I großes Ziel in der Gestattung der Welt gehabt. Daher hätten vielfach auch kleine Gesichtspunkte in Erziehung und Schule geherrscht Was der Soldat heute erfechte und was der Führer aufbaue, das müsse der Zukunft erhalten bleiben Die Anstalten hätten daher das Ziel, ein Korps von Männern zu erziehen, das in alle Berufe ein ströme und den {großen Aufgaben des werdenden Reiches gewachsen ei Obwohl leit Kriegsbeginn über die Hälfte aller Erzieher unter den Waffen ständen, sei der Dienst an den Nationalpolitttchen Erziehungsanstalten voll auftecht erhalten worden In den neu erworbenen Gebieten des Ostens des Reiches seien neue An- Italien gegründet worden Ueberdies feien lic Grundlagen geschaffen für einen großzügigen Ausbau der Anstalten. ZustizministerGrandisDrrliner Besuch Berlin, 26 Nov (DNB) Der Reichsnnnister des Auswärtigen v Ribbentrop überreichte dem in Berlin weilenden italienischen Justizminister Graf Grandi im Auftrage des Führers das G r o ß k r e u z des Ordens vvm Deutschen Adler Dem Empfang wohnte der Präsident der Akademie für Deutsches Recht, Reichsminisier Generalgouverneur Dr. Frank, bei. Reichsminisier Dr Goebbels empfing (Braif Grandi ,pi einer längeren herzlichen Unterredung. Ferner wurde Gras Grandi vom Reichsminisier der Justiz Dr G ü r t n e r empfangen Im Anschluß an den Empfang gab der Reichssustlzminister ein Frühstück, an dem außer Generalgouverneur Dr Frank und den Staatssekretären des Reichsjustiz- Ministeriums. Dr Schlegelberger und Dr F r e i ß l e r , sowie anderen Herren des Reichsjustizministeriums Staatssekretär Freiherr v Wetz- säcker vom Auswärtigen Amt, der Präsident des Volksgerichtshofes T h l e r a ck, Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof Lautz der stellvertretende Präsident der Akademie für deutsches Recht, Prof Dr. E m g e, sowie weitere Vertreter der Akademie für deutsches Recht, des Reichs.rechtsamtes der NSDAP, und des NS-Rechtswahrerbundes teil- nahmen. Am Dienstagnachmittag war Grandi Gast schreiben, der Plan Englands, Indien zu einer un- erschöpfiicken Quelle industrieller Erzeugung und von Menschenmaterial für diesen Krieg zu machen, sei gescheitert. Seine Enttäufchung unb Wut lasse London die Mitglieder der Panindischen Parte, sehr hart spüren. Auch diese Säule, die ein Grundpfeiler des englischen Imperiums sei. habe zu zerbröckeln begonnen. Insgesamt seien bisher 6280 indische Nationalisten von den englischen Behörden Indiens in die Gefängnisse geworfen worden. Als erster der-wegen ihrer england- und friegs- feindlichen Haltung verhafteten und durch die bri- entnehmen: Wesen und Bedeutung des ärztlichen Dienstes as» I beim Heere ergibt sich aus einer schicksalsmaßigen Zusammengehörigkeit von Verwundeten und feinem Helfer Sie vermittett uns einen tiefen und klaren achten. (finblid in menfchliches Denken unb Fühlen, Sor- Reichsleiter Franz laoer Schwarz, wurde am unt) geid aber auch in Hoffnung und 27. November 1875 in Gunzbura a. D fleboren §jla'ubcn ergänzt das Bild des tapferen Kämp- Er diente aktiv beim Jnsanterie-Leib-Regiment in wirkungsvoll unb rundet es ab. Man erfahrt Müncken. im Jahre 1902 hat er beim 15. JBaperi _ graten Mutes und erlebt die Steigerung (ch-n Inlanl-rl-.R-gim-n, ,-ln- Landw-hrübung ab- Kräfte zu -nftch-idend-r Tat. Dann «elelftet Wahrend des Krieges VMitä ftanö er I man , ejn [tllle6 tz^d-ntum. wenn zweimal an der Front und wurde L/uwant d- ! mit -ähem Willen und Selbstbeherr- Landwehr entlaffen. Dereltsirn Jahre U22 trat -. p - unl) Achmerz überwindet. Dazu kommt er in die Nationalfozialisiische Deutsche ^r'I - starkes Vertrauen und feine tiefe Dankbarkeit, Partei ein. Als nach d-r Erhebung d°» 9 Naoern. -'N I“™ 2"«t »r. der in Fron, oder her 1923 die Partei verboten wurde, war er ah J ■ v roc. ärztliche Hilfswerk des Kne- führendes Mitglied in der „Großdeutfchen Volks- eingefchaltet^ift. steht im Banne feiner oerant- gemeinschaft tätig. wortungsvollen Ausgabe. Er wird immer wieder Als der Führer am 26 ftebruar 1925 Lrüien/ob seine äußere und innere Bereitschaft zu flammenden Ausru, /"r Neugrundung der Partei ^^llung ausreichen. Man versiebt, daß die erließ, stellte er sich 'ufort wieder Adolf Hitler g Organisation des Sanitätswesens, die in Verfügung. Er war so sehr von Anpassung an alle Krlegsmöglichkeiten unb an alle Führers begeifert, daß er ftme ^'sienz l « Notwendigkeiten bie Grundlage unserer grünblaue als Derwaliungsb^m r der diese erste und vornehmste Pflicht des chen aufgab. um sich akttvev Ar^tt für d e I leicht überschatten kann. Sie aber wurzelt m Bewegung widmen zu können Am 18 Marz 192.5 ^nlich-kameradschaftlicher Verbundenheit nut 5b?lfh.em^elnen Verwundeten und dient ttotzdem der NSDAP. Seit diesem Zeitpunkt genießt er das restlose Vertrauen des Führers, das seinen Niederschlag in einer notariellen Vollmacht vom 16. September 1931 gefunden hat. in der der Führer den Reichsschatzmeister zum Generalbevollmächtigten in allen i Partei ernannte In den darauffolgenden des Kampfes um die Macht in Deutschland war es feiner Umsicht und Tatkraft -u verdanken, daß auck in diesen Zeiten der schwersten Wirtschaftsnot sich die Partei allen finanziellen Anforderungen geroad)-1 roiefe'n miti) immer handelt es sich um Bewäh- Ä r,. ....rung der gleichen soldatisch-ärztlichen Haltung Die wahrend der.Kampf^it gesammelten E sh Tapfere Aerzte suchen Verwundete in vorderster rungen konnten nach der Machtübernahme tn w! Lime auf, um sie au versorgen und zurückzubringen testem Umfange verwertet »erben Die be s unb erfüllen im Feuer unter Einsatz der eigenen stehende Parteiverwaitung wurde großen jh„ Pflicht. Die Zahlen der Verwundeten Derwaltunasorganifation ausgebaut, deren ß i^ Getallenen des Sanitätskorps sprechen eine nach dem Anschluß der Oftmarf und Sudeten Sprache von Mut und perfönlick"m Einsatz, oebletes noch zunahm und sich gerade m der letzten ^uch den Aerzten im rückwärttgen Kampfgebiet 3eU "^er vergrößerte . , . : unb in der Heimat fehlt es keineswegs an Gelegen- D-r Reichsschatzmeister verwaltet und betreu^j in , foIbati1d)er Bewahrung. Das ergibt sich Vermögensrecht ichen Dingen nicht nur dV’ schon aus dem Wesen des gegenwärtigen totalen oenossenschaft. sondern besitzt auch die ?ma"zyoheit Dieser verlangt ebenso die Bereitschaft der über d e Gliederungen der Partei. Darüber hinaus rdm^enbM1 Gruppe wie die Erhaltung der Schlagerstreckt sich die Finanzaufsicht desNeichsfchatzMei frQff ber flefümten Vermocht und des ganzen Dol- sters auf bie ber Pa^ei angeschlos enen Verbände^ gehört die Arbeit dieser Männer in be- Dienstsitz de» R-.K-^tzmeist-r» ist das am Maße: die scharfe Trennung von vorde- Königlichen Platz zu München neben dem Ru^er. unb rü(froärti Cinic bat ,ä^s? ih„n Sinn b°u °n „der Arrls^raß- -rnchl-l- neu V-rwal- ^der oollbringt leine Arbeit dort, wo tung-g-baud- d-r NsDAP, Trotz der Srtzß- dieses if( un6 roo fe?ro Fähigkeit und Lefttung Baues war es nicht möglich. n- Diechtstel n » Auswirkung kommt. Ob d-r Sani- dort aufzunehmen, sie sind zur Zeit m noch weiteren l .. ... -2 . . zwölf parteieigenen Gebäuden untergebracht Gestützt auf das vom Führer wiederholt zum Ausdruck gebrachte Vertrauen hat der Reichsschatzmeister in stiller, ernster Arbeit den gesamten Aufbau ber Parteiverwaltung geschaffen bie der Führer selbst einmal in einem Handschreiben als einzigartig bezeichnete. An feinem 65 Geburtstag oanrt ihm bie Partei und bamit bas beutsche Volk ffir (eine geleistete Arbeit, mit ber er als alter Mitkämp- er bes Führers für ben Endsieg unseres Großdeut- chen Reiches einen nicht unwesentlichen Beitrag I t s ch a n g ab, wo bie 30 chinesische Division un* ter General Cnpo geschlagen und zurückgettieben- wurde Andere japanische Einheiten drangen bei- Wangkiatsi. 35 Kilometer südwestlich oon. Jtschang vor Ferner stießen motorisierte Einheiten, nach heftigen Kämpfen mit Trupven des chinesischen. Generals Entai bis nach T e n cy i n i a o , 50 Äilo* Meter nordwestlich von Kingmoenn, vor und er* oberten die Stabt. _ paupiidinfUetter: *tx »^rteortd) ÄUdeim tfange vB pauptiAditititeti- Ernst viumschrtn. Berantworiiick, :0t Politik Bildet Dr ^t. W. Lange für lal Fe,i«.ieton: Dr. Han« Dhnriot; ü> Stab' Sieben. Pronin», ILMriidian u. Sport: Ecn» Biumiche.n. Druci uno Beriaa ItirühlKfif* Unlnenitatioruderet R. Lange ».< iBetuMfieiret Dr. - ®dd) Hamann Snzetgenle ter Ha« v«, L uanmoMud itoben3uäfllib« Zeigen. Lbeobor AtteauU des früheren Außenministers Admirals Nomura zum neuen Botschafter in Washington ist für die japanische Presse Anlaß, die japanisch« .amerikanischen Beziehungen zu kommentieren. No- Stockholm, 27. Nov. (Europapreß.) „Gote- mura war früher Marineattack^ in Washington borg» Posten" berichtet, daß in London ein Han- und kennt eine Reihe amerikanischer Politiker, dar- delsreisender eintraf, der für die Reise von Stock- unter auch den Präsidenten Roosevelt. Die Agentur Holm nach London 14 Wochen gebraucht hatte, wo-1 Domei nennt Nomura einen Mann „großen Kali- bei er die besten vorhandenen Verkehrsmittel be- bers". „Asahi" meint, Nomura sei am besten geeignet, nutzte. Er war im April in fünf Stunden hie Vereinigten Staaten mit den japanischen Absichten von London nach Stockholm geflogen, beim Aufbau der Ostasien-Zone vertraut zu machen, konnte aber wegen der Ereignisse in Dänemark und Das gleiche Blatt veröffentlicht einen Neuvorker Norwegen die direkte Rückreise nicht mehr antreten. Bericht, in dem es heißt, die Ernennung sei in Daher war der Reisende gezwungen, über Rußland, Washington freundlich aufgenommen wor- Sibirien, Japan, den Stillen Ozean, Kanada unb ben, vor allem im Hinblick auf seine persönlichen schließlich über ben Atlantik zu reisen, um nach Beziehungen. Man erwarte jeboch nicht ohne wei- Lonbon zu gelangen. teres eine sachliche Besserung ber japanisch-ameri- -------- konischen Beziehungen von dem neuen Botschafter. ft Wartheland in Angriff genommenen Aktion der „bäuerlichen Berufsertüchtrgung" eröffnete der Lan- desbau?rnführer in Iannowitz bei Gn-esen die ersten 24 Landwirtschaftsschulen und 11 MädchenVlassen, in denen schon mit Beginn dieses Winters 1500 Innabauern und Jungbäuerinnen eine fachliche Ausorldung für ihren späteren Beruf erhalten werden. Der künftigen Bestimmung des Warthelandes al« Kornkammer des Reiches entsprechend bildet die Eröffnung dieser Schule zugleich den Auftakt der für später geplanten Einrichtung eines großzügigen landwirtschaftlichen Berufsschulwesens, das alle Gebiete des bäuerlichen Lebens erfassen wird. In Zukunst wird kein Iungbauer einen Hof über- nehmen können, der nicht einen vorgeschriebenen mehrjährigen Derufsweg durchgemacht hat. Diesem Ziel dient eine für das ganze Reich eingeleitete Werbewelle zur Schaffung von 2000 Lehrstellen für die Landarbeit und Landwirtschafts- Cornwall die südwestlichste Landzunge Englands reich war an Zinn, Zink, Blei, Nickel, Silber und Kobalterzen. Jetzt sind diese Vorkommen ziemlich erschöpft. Aber aus der früheren Zeit bestehen für die Verhüttung dieser Erze noch zahlreiche Schrnel- es ■teerig inflen schickt. Zwischen der Halbinsel Cornwall und Wales zieht sich der gut 200 Kilometer lange Bristol- Kanal bis zu der Mündung des Severn-Flusses. Dieses Kanaloebiet ist dadurch berühmt, daß hier Flut und Ebbe die größten Unterschiede im europäischen Bezirk zeigen. An den nördlichen Ausbuch, tungen des Bristol-Kanals liegen der Reche nach die genannten Häfen Swansea, Cardiff und New- port. Neuerdings sind hier zu den alten Industrien zahlreiche ausgesprochene Rüstungsindustrien, sowie zahlreiche Delraffinerien und Oellager gekommen. Auch sind diese walisischen Häsen zusammen mit den füdenglischen Häfen, unter denen Southampton an NSG Wer hat sich vor 25 Jahren eigenllich um uns gekümmert, als Mutter zur Arbeit ging? Das ist die erste Frage, die man sich selbst stellt, wenn man die Drei- bis Zehnjährigen mit den Müt - lern gemeinsam beim Turnen und bei der Gymnastik antrifft. Wir waren im Jahre 1915 auf der Straße, haben uns an die Tonnen des Bterwagens angehängt, spielten zwischen Tep. pichstangen und Müllkästen „Travper und Indianer", wozu uns die unter der Schulbank gelesenen Indümer.Geschichten das Borbild lieferten. Man kann nicht sagen, daß wir unglücklich dabei gewe- sen feien, dazu fehlte uns selbst der Maßstab, aber richtig war es nicht. Turnen und Handball, wenn es hochkam, waren Pflichtfächer am Vor- ober Nachmittag in der Schule. Sie waren vorhanden, weil es der Lehrplan fo wollte. Wir fangen „O Deutschland hoch in Ehren!" und marschierten da- zu eine Stunde lang um das Viereck des Schulhofes. Sicherlich waren daran nicht die Lehrer schuld, aber der Mutter durften wir damit auch nicht kommen, wenn wir uns etwas anderes wünlch- ten. Mutter war müde, war abgekämpft, stand ba- Die Kinder sind so unverdorben und ohne Bos- Hastigkeit, wie nirgends sonst. In der Schule ist r eine Autorität maßgebend; für die Eltern kommt He „Frau Lehrerin" gleich nach dem Heben Gott - als ein Halbgott fühle ich mich auch: Ich brauche nid) nach keinem Schuldirektor zu richten, denn der im ich selber; ich brauche mich nach keinem Stun. brnplan zu richten, denn den bestimme ich jeden tag nach Gutdünken; ich brauche mich vor keiner ik und wann 1 Uhr. Aus Kollegen brauche ich keine Rücksicht zu nehmen, denn ich habe keine; vor der Polizei brauche ich mich nicht zu hüten, denn ich eje täglich auf der Gendarmerie und kann im Not- ha wirksam selbst mit der Polizei drohen. Der ein- der auf der Rangleiter noch zwischen mir inb dem lieben Gott steht, ist der Schulrat, und her ist ein netter alter Herr, der seine studentischen Hilfskräfte verschont und nur einmal im Monat ff ine Schäflein um sich versammelt. Aber eigentlich bin ich ja nicht um meines Wohl befindens willen hier herausgesahren, sondern u m ter Aufgabe willen, die es da zu tun gibt. Emb das ist tatsächlich eine Aufgabe, die das Opfer nies Trimesters wahrhaftig wert ist. Da sind d i c Siebter aus Wolhynien und Galizien M. im hiesigen Kreis sind es nur Wolhynier), die in letzten Winter ins Reich gerufen wurden um t er im Warthegau das deutsche Element zu ftar= tn. Sie kamen mit einer Riesenbegeisterung (das Dort klingt übertrieben, aber ist hier nicht fluoiel g-fagt); sie waren besonders froh, daß ihre Kinder nun In deutschen Schulen deutsch erzogen würden — und nun gibt es an vielen litten noch gar keine Schule, weil einfach der Leh- ter fehlt. Die Kinder sind aber gar nicht glücklich, baß sie dadurch ewige Ferien haben, sondern rachen bei jedem Wetter lieber den 7 Kilometer reiten Weg zur nächsten Schule, als daß sie nichts Irrnen. Denn gerade weil viele der Eltern Analpha- Mütter und Kinder haben zusammen ;e turnt! Kopfschüttelnd denkt man ein Viertel- ahrhundert zurück. Haben sich denn die Zeiten derart geändert? Unsere Mütter haben doch damals im Weltkrieg auch gearbeitet — und zu ihrer Ehre und ihrem Andenken sei's gesagt — schwer gearbeitet Aber wer hat damals an uns gedacht?! Indessen marschieren die Scharen lachender Frauen an mir vorbei. Kinderhände beschreiben in der Luft irgendwelche Dinge, denen man anmerkt, daß sie ich auf Turn- oder Gymnastikübungen beziehen müffen. Es war eine nachdenkliche halbe Stunde mit der Frau, die täglich mal hier, mal dort, Frauen und Kinder in zweckmäßigem Turnen, in Ausgleichen- der Gymnastik unterweist und betreut Es war so etwas wie ein Rechenschaftsbericht über die Zeit der letzten Jahre, der manchen Dingen das Geheimnisvolle nahm, vieles erklärte, was uns als Augenblickserscheinung unerklärlich erscheint. Hier, wie hinter den meisten Dingen dieser Arr steckt KdF. Nicht als organisatorischer Begriff, nicht als propagandistische Vorstellung, sondern als Aus- Wirkung, so wie er sich eben für uns, als den kleinen Menschen, als das Rad in einem großen Werk auswirken muß, wenn die ganze Sache überhaupt einen Sinn haben soll. Die Mütter haben acht Stunden Arbeit hinter sich, um dann noch eine halbe ober ganze Stunde mit ihren Kindern gemeinsam zu turnen ober gymnastische Hebungen zu lehre, in benen der ländliche Nachwuchs eine vorbildliche Vorbereitung für seine künftige Aufgabe durch die tüchtigsten Ba.srn und Bäuerinen des neuen Reichsgaues erfahren soll. Auch Kriegsbeschädigte des Arbeitsdienstes erhalten Gebührenerlaß an den Hochschulen Ebenso wie alle Soldaten, die verwundet wurden und daher Versehrtengeld beziehen, an den Hochschulen vollen Gebührenerlay erhalten, ist die gleiche Vergünstigung auch den Angehörigen des Reichsarbeitsbien st es zu gewähren, die durch eine Beschädigung bei besonderem Einsatz im Rahmen der Wehrmacht während des Krieges erheblich beeinträchtigt sind und daher Versehrtengeld beziehen. Sie brauchen dazu eine Bescheinigung des Versorgungsamtes, aus welcher ersichtlich ist, daß die Beschädigung bei besonderem Einsatz im Rahmen der Wehrmacht eingetreten ist. E nheitliche Handwerksführung. Nahezu 10 Monate sind vergangen, seit zwischen dem Reichsstand des deutschen Handwerks und dem Fachamt „Das Deutsche Handwerk" in der DAF. jene Vereinbarung aeschlossen wurde, die den künftig gemeinsamen Weg der nationalsozialistischen Handwerksführuna feftlegte. Wie der Leiter des Fachamtes „Das Deutsche Handwerk" in der DAF., Hans S e h n e r t, ausfuhrt, ist eine feste und unlösbare Zufammenarbeit zwischen der DAF. und der gewerblichen Wirtschaft erreicht worden. Vier Forderungen bilden das Ziel dieser Arbeit: 1. Das Handwerk muß die mei st erliche Werkarbeit als sein Fundament erkennen. 2. Es muß bodenständig durch seine Familien werden. 3. Es muß sich in genügendem Maße der Technik bedienen. 4. Jede Zwergwirtschaft ist aus seinen Reihen zu b e s e i t i g e n. An der praktischen Durch- führung der Forderungen arbeiten der Reichsstand mit seinen wirtschaftlichen Maßnahmen und das Fachamt durch seine Erziehungsaufgabe am schaf- senden Menschen im Handwerk. Die gemeinschaftliche Förderung und Durchführung fokaler Einrichtungen, wie sie zum Auigabenkreis her Sozial, gewerke zugehört, hat inzwischen beträchtliche Fortschritte gemacht. Unterkunftsheime für die Betriebs- angehörigen, Gemeinschaftsverpflegungen, ärztlicher Bctreuungsbienst, Schuh gegen Berufskrankheiten, Förderung des Betriebssports, Beschaffung von Ge- meinschaftsräumen, Büd)erelen und Lesezimmern, Werkraumgestaltung und Förderung des Gesellenwanderns und -austauschs sind Zeugen hierfür. Es besteht kein Zweifel darüber, daß das Gesellen- dann dahin, daß ich ihnen bis 12.30 Uhr Märchen vorlas — ich glaube aber, sie hätten lieber gerechnet und geschrieben. Das klingt selbst wie aus dem Märchenbuch, ist aber geschehen am 26. Oktober des Jahres 1940 in der deutschen Volksschule zu Wartkowitz. Lohnt es sich da nicht. Schule zu halten? Auch die Eltern der Kinder — d. h. hauptsächlich die Wolhynier — sind zum großen Teil Menschen, die einem wirklich zum Erlebnis werden können. Worte, die bei uns schon vielfach nur mehr abgegriffene Münzen sind, Hingen hier plötzlich ganz neu, schwer und voll reichem Sinn. Wenn man hört, wie sie „Deutschland" sagen und „u n - s e r Reich", dann meint man, diese Worte zum erstenmal zu hören in ihrer packenden Kraft: Man muß selbst hören, wie sie einem erzählen vom Aufruf des Führers, ins Reich zu kommen, wie sie es kaum mehr erwarten konnten, bis sie ihre sauberen, wohlhabenden Höfe hinter sich lassen und hinausfahren konnten in das Reich, wo man deutsch sein durfte, ohne dafür verfolgt zu werden, in das Reich, das ihr Reich und ihre Heimat war. Nicht alle ihre Träume vom Reich sind in Erfüllung gegangen — wieder müssen sie mitten in polnischer Umgebung polnisches Land deutsch machen — aber sie leisten beharrlich ihre völkisch so wichtige Aufgabe. Wir Jungen freilich bringen viel Idealismus mit; uns freut unsere Auf- gäbe, wir Heben das weite Land mit seinen Mooren und Wäldern, und wir Heben die Menschen mit ihrer schlichten, wahren Liebe zu allem, was deutsch ist. Da nimmt man wohl ein paar Unbe- guemlichkeiten in Kaul. Ich wünsche Ihnen,_ daß in Württemberg das Schulehalten ebenso schön ist wie hier! Ihre Kollegin in der Volksschule zu Wartkowitz. wandern nach dem Kriege gewaltig gefördert wird, denn die Erweiterung seines Gestd;tskreises bedeutet für den jungen Handwerker in vielfacher Hinsicht einen außerordentlichen Gewinn. Größte Aufmerksamkeit wird der Berufserziehuna und der Ausbildung geschenkt. Die Innung ist nunmehr zu ihrer klaren Haltung gekommen. Im Ortshandwerksmelster ist der nationalsoziaHstische Betriebszellenobmann des Handwerks gegeben. Oie Berufsbetreuung entlassener Soldaten. Der; Reichsarbeitsminister unterstreicht, daß die entlassenen Soldaten gegenüber ihren nicht einberufenen Arbeitskameraoen keinen Nachteil erleiden sollen. Die im Frieden bewährte Berufsfürsorge kommt nunmehr allen seit dem Sommer 1939 im Wehrdienst und Arbeitsdienst stehenden Personen nach ihrer Entlassung zugute. Versehrte erhalten zusätzlich eine besondere Fürsorge, gegebenenfalls durch Ein- oder Umschulung für den Ar- beitsemsatz. Sie sind möglichst in Arbeitsplätze einzuweisen, in denen sie mindestens ihr frühe» res Arbeitseinkommen erreichen. Schon in den ersten Tagen hat der Entlassene feinen alten Betriebssichrer aufzusuchen, um den Tag der Wie- deraufnahme der Arbeit festzusetzen. Wo die Rückkehr auf den früheren Arbeitsplatz nicht erfolgen kann, wird die Meldung beim Arbeitsamt zum Zweck der bevorzugten Arbeitsvermittlung zur Pflicht gemacht. Diese bevorzugte Vermittlung erfolgt auch noch innerhalb eines Jahres, wenn in dieser Frist der Entlassene ohne eigenes Verschulden den neuen Arbeitsplatz verloren hat. Im übri- Sen ist auch hier darauf zu achten, daß das frühere Arbeitseinkommen möglichst erreicht wird und daß Verheiratete am Wohnort eingesetzt wer- den, soweit nicht die Trennung von der Familie berussüblich ist. Die in diesem Kriege abgeleitete Wehrpflicht ist in das Arbeitsbuch einzutragen. Neue Trageweise des Blutordens. Nach einer Anordnung des Oberkommandos der Wehrmacht wird das Ehrenzeichen vom 9. November im Knopfloch der rechten Brusttasche mit dem Adler nach vorn getragen, ebenso das Band ohne Orden. Bei Röcken ohne Brusttasche bleibt es bei der bisherigen Trageweise. An Ordensschnallen sind Band und Ehrenzeichen nicht anzubringen. Zu allen Anzugarten, zu denen kleine Ordensschnalle angelegt ist, ist nur das Band des Blutordens, zu allen An- zugarten mit großer Ordensschnalle der Blutorden selbst anzulegen. von Wales in den Bereich der Operationen. Cs war das nicht das erste Mal, daß deutsche Flug- ieuge über diesen Teil von Südwestengland er- chemen. Schon vor Monaten erfolgten Angriffe owohl auf Bristol, auf Cardiff und Swansea fo- wie auf Newport, die größten Kohlenausfuhrhäfen Englands. Damals wurden die Verladeeinrichtungen derartig mitgenommen, daß die Mittelmeerlänoer von Portugal bis Aegypten (einschließlich der Schweiz!) ihre bisherigen Bezüge an der vielgerühmten Steinkohle von Wales ab- lösen mußten durch amerikanische Kohle. Wales ist ja vor allem bekannt durch den Titel des englischen Thronfolgers, der „Prinz von Wales" heißt. Auch mag in weiteren Kreisen bekannt sein, daß die Ur- bevölkerung von Wales ausgesprochen keltischen Ursprungs ist. Der früher vielgenannte englische Ministerpräsioent Lloyd George ist Waliser. Wales ist aber auch reich an Eisenerz, ebenso wie Bristol, dessen kriegswichtige Anlagen durch einen Aroßangriff der deutschen Luftwaffe am 24. No- runter zerstört wurden, ist eine alte Hand eis'ladt cm Zusammenfluß des Avon und der Frome, 2'/i 6 tunten oberhalb ihrer Mündung in dem Bristol- ,(anaL Bristol wird vor der normannischen Gr- peruna nicht erwähnt, war aber schon im 12. Jahrhundert eine reiche und angesehene Stadt. Im 15. Md 16. Jahrhundert war Bristol die zweite Stadt knalands und trieb einen äußerst lukrativen und pnsangreichen Handel nach allen Erdteilen. Zahl- k'iche Entdeckungsreisen gingen von hier aus, so h des berühmten Seefahrers Sebastian Cabot (1498), der wahrscheinlich aus Bristol stammt. Im Bürgerkriege wurde die Stadt 1643 von den Roya- fiten, bann 1645 von General Fairfax besetzt, tem jsrinz'Ruprecht sie fast ohne Schwertstreich über- rab. Im 17. und 18. Jahrhundert war die Stadt berüchtigt durch die hier in großem Maßstabe be- ‘ riebene Seelenoerkäuferei, um Arbeiter für die s amerikanischen Kolonien zu erlangen; auch am ? kl ave nh anbei mar Bristol stark beteiligt. Im Jahre 1531 brach bei den Beratungen der Reform Bill h Bristol ein blutiger Aufstand aus, bei dem viele flenschen getötet und viel Eigentum zerstört wurde. Jer „Great Western", das erste englische trans- vlantische Dampfboot, wurde in Bristol gebaut und tat von hier 1838 seine erste Fahrt nach Amerika tn Früher waren die Straßen von Bristol (1685) |) eng, daß Kutschen ober Karren Gefahr liefen wischen ben Häusern stecken zu bleiben ober in bie feiler zu stürzen. Lasten würben daher fast nur cif von Hunden gezogenen Karren um die Stadt fcrum transportiert, und die wohlhabenden Ein- rohner zeigten ihren Reichtum nicht durch Fahren p vergoldeten Karossen, sondern indem sie gefolgt ton reichgekleideten Dienern durch die Straßen ranberten und üppig besetzte Tafeln hielten. Die Gastlichkeit der reichen Zuckersieder war berühmt; tnes ihrer Lieblingsgetranke, aus dem besten spa- sichen Wein bereitet, war in ganz England als Kristol-Milch" bekannt. Mit dem Luftangriff auf Bristol rücken alle Häfen , - v w . v , ' mals in der Fabrik. Und außerdem war es mit zen^sowohl^in^Bristol wie ^Swansea. Nur roerbeji [^em Essen damals schon so, so. Wir jedenfalls hat- K " " n-t.--.r-- t- fcn <£urncn jn Anführungsstrichen, von sinnvollem Sport war nicht die Rede. Neiderfüllt passe ich ein^e Mütter am Ausgang eines großen Werkes ab. Sie kommen nicht allein. Merkwürdiaerweise haben sie ihre Kinder an der Hano. Kinder, so kleine Kinder in der Fabrik? ! Jawohl, sogar so kleine Kinder an dieser Stelle. Es ist rund eine Dreiviertelstunde nach Arbeitschluß, während ein lachender und scherzender Strom von Menschen sich hier ins Freie ergießt. machen. Diejenigen, die diese Stunde leiten, wissen, was beiden notiui, sie passen sich dem an, lenken und leiden mit sinnvoller Ueberlegung. Dabei machen Mütter und Kinder begeistert mit ... Es ist eine Frage, wie sich die werdenden Menschen künftig zum Leben stellen werden, eine Frage, Die heute bereits entschieden werden muß. Der Mensch wird zum Leben Ja sagen, bei dem die Thittcr diesen Sinn gleichzeitig ersaßt. So reizvoll, ganz ehrlich gesagt, uns selbst Biertonnen, Teppichstangen und Müllkästen erscknenen und heute vielleicht noch erscheinen werden, sie sind nicht bas Sprungbrett in bie Zukunft. Der Sinn Hegt ;anz woanders. Er liegt Da, wohin ihn KbF. in iedenjähriger mühevoller Arbeit durch die Berit n t) u n g b e s Betriebssportes und b er Kinder geführt hat. Sieben Jahre Aufbauarbeit sind ein Abschnitt, der einiges Urteil erlaubt, der i,estattet, heute die künftige Entwicklung vorauszu- ehen und vorauszusagen. Mütter und Kinder ge- lören nun einmal zusammen, und keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, hier etwa von „Mutters Schürzenzipfel" zu reden. In der G e - mein fdjaft des Turnens und der Ghmnastik liegt der Wert für beide. Jeder für sich wäre entweder zu gleichgültig ober zu müde. In der Gemein- chaft macht es Spaß. Herangeführt vom BDM., (roßen Nachbarschaftskindern, Nachbarn oder sonst emanden, der dazu gerade Zeit hat, finden sie sich zusammen in den werkeiaenen Sportanlagen, wo diese aus räumlichen Gründen nicht vorhanden sind, auf benachbartem öffentlichen ober vereinsmaßigem Sportgelände- Vielfach hat auch der Betrieb seinen eignen Kindergarten unter Leitung von Fachkräften — übrigens auch eine Sache, die unendlich vielen Frauen die Sorge um die Kinder abnimmt, wenn sie damit von der Straße runter sind. Sie turnen, spielen miteinander, treiben Gymnastik, deren Wert und Bedeutuna sie heute noch nicht einsehen können. Aber sie reden auch miteinander darüber, wenn sie nad) Hause gehen und zu Hause find. Gemeinsame Erlebnisse, gemeinsame Interessen sind eine Bindung, die einen unglaublich erzieherischen Wert haben. Die Mutter hat bas Kind in ter Hand, das Kind findet bei der Mutter den Hörer für feinen Inrcr- essenkreis. Ucter die rein körperlichen Werte des Kinterturnens hinaus ergeben sich damit moralische und erzieherische Werte, die nicht hoch genug ein- geschätzi werden können. Man hat nicht umsonst sieben Jahre — bisher — an diesem Problem gearbeitet, hat nicht ohne Grund die besten Kräfte für diese Aufgaben eingesetzt, wenn sich nicht gerate letzt, in der Zeit höchster Krästeansp-annunq, nicht gleichzeittg der moralische und erzieherisd)e Wert für die Kinder ergeben muß. Kriegszeit muß nicht zwangsläufig einen Abfall in der Erziehungskurve bedeuten. Dafür zu sorgen, daß bie berufstätige Frau gerate jetzt im wirtschaftlichen Abwehrkampf auch bie Aufsicht und bie Erziehungs- m i e Beeinflussungsmöglichkeit über ihre Kinder behält, ist mit Aufgabe ber Leistung, bie die NS. -Gemeinschaft „ft fa ft durch Freude" mühselig aufgebaut und gegen viel Lauheit und Mißverständnifse durchgesetzt hat. Mitunter können Schriftstücke, die nicht zur Der- rfenllichung bestimmt waren, einen viel tieferen (inblitf in Lebensumwelt und Gefühle des Schrei- l?re geben, als manche wohldurchdachte schriftstelle- rsche Arbeit. Ein glücklicher Zufall wehte uns den sachfolgend abgedruckten Brief einer natio- alsozialistischen Studentin auf den sich, die in Unterbrechung ihres Studiums a l s ushilfslehrerin im Warthegau tätig t Dieses fo lebensfrohe und tatenfrohe Dokument us der Aufbauarbeit im deutschen Osten erscheint ins so typisch für Problemstellung im Warthegau nd für ihre Meisterung, daß es einer weiteren j leffentlichkeit nicht voxenthalten werden soll. Ja, wenn Sie mich etwa als biedere Stu- tentin in Tübingen vermuten, dann suchen Sie rich am falschen Fleck. Ich sitze nämlich beinahe DOO Kilometer davon entfernt auf einem Dorf im Warthegau, 30 Kilometer von Litzmann- ftabt weg unb halte mit Begeisterung täglich von k bis 13 Uhr bei 26 beutschen Kindern kchule. Dabei mochte ich gar nicht daran benten, hfj diese meine beglürfenbe Tätigkeit nur bis Weihnachten bauern soll, benn bann muß ich auf eüe Fälle wieder an meinem Studium weiter- »rachen. Die Universität Tübingen fordert, sich mög- lchst zahlreich zu dem sehr notwendigen Lehrer- knsatz im Warthegau zu melden; und daraufhin pg auch ich hinaus. Ich hätte gar nichts G e - fcheiteres tun können, als mich ba zu reiben. Denn so schon wie hier, werde ich's in reinem ganzen Lehrerinnendasein nicht mehr bekommen. «Ah Kleine politische Nachrichten. Q-n Berlin versammelten sich die Reichs- und Stoßtruppredner der Partei zu einer Ar- deitstaguna, bei der ein Vortrag des Leiters der Abteilung Wehrmachtspropaganda im DKW., Oberst v. Wedel, b-esonderes Interesse fand. Staatssekretär Backe berichtete über Ernährungspolitik, während Major Schumann Deutschlands luststrategische Lage umriß. Rechsminister Dr. Goebbels gab einen Ueberblick über die politische Lage. Reichsminister Dr. Goebbels empfing Kriegsberichter der verschiedenen Wehrmachtteile, die suh besondere Verdienste erworben haben. Die PK.- Männer, die säst ausnahmslos mit dem Eisernen Kr-euz 1. Klasse ausgezeichnet waren, berichteten von ihren Kampferlebnissen. Reichsminister Dr. Goebbels sprach ihnen für ihre kämpferischen Lei- fhingen seinen Dank und seine Anerkennung aus. Die Feier in der Berliner Staatsoper anläßlich des 7. Jahrestages der NSG. „Kraft durch Freude" wird vom Großdeutschen Rundfunk (außer Deutschlandsender, Bremen und Luxemburg) am 27. November von 15.30 bis 17 Uhr im Auszug übertragen. Am 26. November 1940 ist der Oberbürgermeister der Hansestadt Köln, Dr. Karl Georg Schmidt, M. d. R., nach kurzer schwerer Krankheit verschieden. Ende der Woche beginnen in Italien Besprechungen der Reichsgruvpe Industrie und der Confe- derazione Fascista degli Industriali unter Führung des Generald.rektors Zangen und des Staatsmini- sters Graf Volpi di Misurata. Die Verhandlungen betreffen vorwiegend Fragen marktregelnder Art aus 17 Industriezweigen.* Am 30. November und 1. Dezember veranstaltet der Korvsführer des NS.-Fliegerkorps in der Iahr- hundertyalle in Breslau den zweiten Reichs- wettbewerb für Saalflugmodelle. Gleichzeitig findet eine Gruppenführertagung des NS.-Fliegerkorps statt. * In der mecklenburgischen Universitätsstadt R o ° stock findet.eine deutsch-schwedische Ata - oemikertaaung statt, die den schwedischen und deutschen Wissenschaftlern Gelegenheit geben soll, dand und Richtung der Forschung in beiden Ländern kennenzulernen. Zu dieser Tagung sind 30 schwedische Gelehrte von Rang in Rostock einge- trofien. Prag, 26. Nov. (DNB.) Im Festsaal des Czer- ny-Palms fand am Dienstag die feierliche Amts- einführung des ersten Oberfinanzpräsidenten des Protektorats Böhmen und Mähren, Dr. Groß, durch den Reichsprotektor Reichsminister Freiherrn von Neurath und den Reichsminister der Finanzen, Graf Schwerin von Krosigk, statt. Der auf Einladung des Reichsjugendführer» in Deutschland weilende Führer der Jugendorganisation der dänischen Nationalsozialisten, Hauptmann L a e r u m , und sein Mitarbeiter Graf Eilmer Brockenhuus-Schack wurden vom Leiter der Abteilung Deutschland im Auswärtigen Amt, Gesandten Luther, empfangen. Oie Außenhandelslage Vortrag von Reichsbankdirektor Dr. Fwd. Frankfurt a. M., 26. Nov. Auf Ein- dauna der Wirtschaftskammer Hessen prach Dr. Rudolf Eicke, Direktor bei der Reichs- bank, in Frankfurt a. M. über die gegenwärtige Lage unserer Außenwirtschaft. Die deutsche Wirtschaft^, so führte er u. a. aus, habe es verstanden, auch im Kriege einen umfangreichen Handel mit dem Ausland aufrechtzuerhalten. Deutschland bilde heute nicht nur politisch den Mittelpunkt Europas, sondern lenke auch wirtschafllich alle Kräfte der europäischen Länder in geradezu dynamischer Weise auf sich. Die Intensivierung des deutschen Wirtschaftsverkehrs mit den europäischen Ländern sowie Teilen Asiens habe dazu geführt, daß das Volumen des deutschen Außenhandels, das im Kriege zeitweilig abgesunken war, trotz des Ausfalls der über» feeischen Märkte allmählich sowohl in der Ausfuhr, als auch in der Einfuhr wieder an die Höhe des Vorkriegsstandes herangeführt werden konnte. Die nordischen Länder liefern Rohstoffe und Nahrungsmittel, insbesondere Eisenerze, in höherem Maße als vor dem Kriege. Die Umsätze mit den Südoststaaten, insbesondere Rumänien, das vor allem Oel und Getreide liefert, seien durchweg erheblich gestiegen. Die Ausdehnung des deutsch-italienischen Handels verstehe sich bei der politischen Freundschaft von selbst. Die deutsch-russische Zusammenarbeit Eicke vor der Wirtschastskammer Hessen. habe sich sehr bewährt. Die Umsätze konnten um ein Vielfaches des letzten Friedensjahres 1938 erhöht werden. Die Einfuhr aus Holland, Belgien und Frankreich habe sich ebenfalls sehr lebhaft enb ■ wickelt, wobei Deutschland den Wünschen dieser Länder auf Lieferung deutscher Waren nach Möglichkeit entgegentomme. Fast der gesamte deutsche Außenhandel wickele sich heute in Reichsmark ab, so daß Devisensorgen nicht bestehen. Das Disagio der Derrechnungsmark in den südosteuropäischen Ländern konnte durch deutsche Einflußnahme wesentlich herabgesetzt werden und dürfte demnächst völlig beseitigt werden können. Die Intensivierung der deutschen Wirtschaftsbeziehungen zu allen europäischen Ländern habe zucsteich den Grundstein gelegt zu einer kontinental-europäischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die aus diesem Kriege hervorgehen werde. Nach dem Kriege werde es die wichtigste Aufgabe der europäischen Handelspolitik fein. Die Handelsbeziehungen zu einer Reche von Ueberfee- staaten, die heute bereits lebhaftes Interesse an der Wiederaufnahme des Wirtschaftsverkehrs mit Europa zeigen, zu erneuern, um die dort lagernden unverkäuflichen Nahrungsmittel- und Rohstoffbestände Europas zukommen zu lassen und den Lebensstandard zu verbessern. Der Präsident der sozialdemokratischen Fraktion: und Wortführer der Sozialdemokrattschen Partei im dänischen Reichstag, Hartwig Frisch, hat mit der Begründung, daß chn wissenschaftliche Arbetten in Anspruch nähmen, um Befreiung von seinen politischen Aemtern nachgesucht. Frisch hatte sich feit 1932 in besonders aktiver Weise durch unversöhnliche Haltung gegenüber dem Dritten Reich ausgezeichnet. ♦ Der ehemalige Botschafter der Vereinigten Staaten in Berlin, Hugh Robert Wilson, scheidet aus dem diplomatischen Dienst. Wilson hatte Berlin im November 1938 verlassen. Seitdem war er Son- berberater für die Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten gewesen. * In Washington wird bekanntgegeben, daß die Vereinigten Staaten auf Madagaskar ein Konsulat einrichten. Wie erinnerlich, sind erst kürzlich in anderen französischen Kolonien — vor allem in Dakar und in sonstigen Orten Westafrikas — nordamerikanische Konsulate neu errichtet worden. 1 * Die Ernennung des Admirals L e a h y zum Botschafter der Vereinigten Staaten bei der franzö- si'chen Regierung wurde bekanntgegeben. Leahy ist Konteradmiral und war früher einmal Flottenchef der Vereinigten Staaten. Zuletzt bekleidete er den Posten eines Gouverneurs der Antilleninsel Puerto Rico. 4 Der bisherige Presseattache der bvttischen Gesandtschaft in Nicaragua hat sich nach Honduras begeben, nachdem ihm zu verstehen gegeben worden war, daß sein weiterer Aufenthalt unerwünscht sei. Der Attache hatte eine Meldung lanciert, daß im deutschen Club Waffen gefunden worden seien. * Der frühere Kommandant der rumänischen Staatsjugend in der Zeit des Carol-Regimes („Lan- „Landeswacht" bereichert haben, lieber acht Millio, fen. lieber Siderovici war Hausarrest verhängt worden. Siderovici soll sich an dem Vermögen der „Landeswach" bereichert haben, lieber acht Millionen Lei konnte er keine Rechenschaft ablegen. » Die slowakische Regierung hat der r u t h e n i - schen Volksgruppe in der Ost-Slowakei, die etwa 60 000 Köpfe zähll, eine eigene Zei- hing bewilligt. Das Blatt, das in Presov erscheint, wird den Namen „Narodno Slovo" führen. Aus aller Wett. Schwerverbrecher erschossen. Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei teitt mit: Am 12.11.1940 wurde der wiederholt vorbestrafte Schwerverbrecher Herbert Weishauer wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt erschossen. Dampfer-Lxplosiou in Haifa. Auf dem ehemaligen französischen jetzt unter englischer Flagge fahrenden Dampfer „P a t r i a " ljat sich im Hasen von Haifa eine noch ungeklärte Explosion ereignet, die zum Kentern des 11000 BRT. großen Dampfers im Laufe von wenigen Minuten führte. Das Schiff war nach dem französischen Zusammenbruch von England mit Beschlag belegt worden. An Bord befanden sich 1800 illegale Einwanderer, die zwangsweise von Palästina aus Eine furchtbare Drohung. Jetzt ist es heraus, wie England den Hinauswurf aus Europa und die Konsolidierung einer neuen Ordnung beantworten wird. Die „New s2)or£ Times" meldet die furchtbare Drohung aus London, man werde dort eine ,Konferenzderexilierten Regierungen" zusammenberufen, um von dieser Plattform aus Europa englische Frie. ä densvorschläge zu machen. Man ist sich aber wohl noch nicht darüber im klaren, ob der Ope- rettengeneral und Landesverräter d e Gaulle, ein Mann, der feine französischen Landsleute meu. | dielte, oder ob Halle Se l a s s i e, der Exnegus i von Abessinien, dieser Konferenz präsidieren wird ober gar der Biesterfelder, der als „Lerbindungs. offizier" zwischen den Kellersalons und irgend, welchen „Amtsstellen" hin- und herpendelt. Oder wird der norwegische Jude H a m b r o die Ehre haben, diesen Kongreß der Abgehalfterten, der Er, fürsten uni) Exregierungen ohne Land und Einfluß, zu bevorsitzen? Es wird ein wirklich erlauchter Ring werden, der England aus allen Nöten helfen soll und sicherlich auch so gut helfen wird, wie er sich selbst geholfen hat. Als Halle Selassie nach Europa floh, so berichteten die englischen Blätter, zahlle er ständig die mitgebrachten Theresientaler. Die übri- gen Schutzbefohlenen Englands machten es nicht anders, sie haben Staatsgelder aus Polen und Nov wegen, aus Brüssel und aus der holländischen Re» sidenz gestohlen und dafür, wie amerikanische Zeitungen berichten, Liegenschaften im sicheren Amerika gekauft. Ihre Konferenz wird nunmehr sicherlich von England honoriert werden, und das ist vielleicht der ganze Zweck der Hebung. _____i_ . __~T[ in eine englische Kolonie abgeschoben werden sollen. Man nimmt an, daß die Zahl der Toten sehr hoch ift Eine Richard-wagner- Sammlung dem dänischen Staat vermacht. Der in Kopenhagen lebende deutsche Richarde Wagner-Kenner Robert Bartsch hat dem bäni, schen Staat eine wertvolle Wagner-Sammlung Ts Dank für 40jährigen Aufenthalt in Dänemark Den macht. Die Sammlung umfaßt neben unzähligen Schriften über Wagner in allen Sprachen Dielt Originalmanuskripte, sämlliche Wagner- Kompositionen auf Schallplatten, ein Archiv von Bühne nausnahmen und Gegenstände aus Wagners persönlichem Besitz. Bartsch ist Ehrenbürger der Stadt Bayreuth, der er vor Jahren bereits eine, früher von ihm angelegte Wagner-Sammlung gc» stiftet hatte. Fünf Jahre lang im Urwald verschollen. Der amerikanische Forscher M. C. Spencer ist: von einer fünf Jahre währenden Studienreise in. wenig bekannte Gegenden Ibero-Amerikas zu- rückgekehrt, nachdem jahrelang jede Nachricht: über den Verbleib des Forschers gefehlt hatte. Peruanischen Journalisten hat Spencer nun erzählt, daß er die Jahre in den Dschungeln Brasiliens, Ecuadors und Perus verbracht habe. In den Stromschnellen des Flusses Ahuait«, sei er von Indianern des Stammes der Kafchib» gefangen genommen worden, die ihn zehitz Monate hindurch festgehalten hätten. Bei einer Großwildjagd an der Grenze Perus fei ihm endlich die Flucht gelungen. _____________ । Danksagung. Margarete Langstroff, geb. Strauch, und Sohn, Gießen (Landgrafenstraße 2), den 27. November 1940. !99D Für die vie'en Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen und für die vielen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unseien innigsten Dank. Ganz besonders danken wir der Betriebs- tührung. Gefolgschaft und Werkschar der Stah werke Röchling- Buderus AG.. Wetzlar, sowie dem Krieger verein Gießen für die ehrenden Nachrufe am Grabe. Ebenso danken wir Herrn Pfarrer Kalbhenn, Maulbach, für die trostreiche Grabrede. Volkstümliche Naturwissenschaft in reicbbebilderten, eichtveiständiich geschriebenen Werken und m verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfälti- < en Schönheiten der Natur. - Verlangen Sie Pro vek e und auch Probehefte der Zeitschrifi „Freude am Leben“ Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Kaufe ständig gut ßenänrte 6201 D ■MWIplenle Bei Notecblachtung Transportauto zur Verfügung Roßschlächterei Schilling (rieben Wetz stein Sasse 10 Telephon 2186 Ihr Berater in alten Punktfragen das große Spezial-Haus für gute Herren-und Knaben- Kleidung Eig. Maßschneidern! f. Anzüge, Kostüme und Uniformen in höchster Vollendung! Mi Geräumige 1 ta.-ta. m. Bad, Balkon, Moltkestr. 27 L sofort zu verm. 5rs3O Näheres: A»Becker, Kevlerstraße 9. Fernruf 3804. I Mietgesuche | Z-5-ZlMkk- MMW zu tauschen od zu mieten gesucht. Schöne kleine 3- Zimmer- Wohn, steht zur Verfüg. Evtl. Hauskauf. Schrift!. Angeb. unt. 03959 a.den Gieß. Anz. erbet. Mmer-too. oder 2 leere Zimmer evtl. 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November MO Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) III e ihn altbewährt t» alA^L CM gescbelü ilieferung* Wagn« lürger V neits J mlung J Um die Erdal-Blechdosen mehrmals verwenden zu können, gibt es nun auch Erdal-Nachfüllpackungen. Diese setzt man einfach in die leere Erdaldose, die sich auf diese Weise lange Zeit verwenden läßt. Deshalb leere Erdaldosen aufbewahren I Qualität undMenge selbstverständlich wie in der Blechdose. Neu. enced ienreiH rikas werden. ______________ ________ geglaubt wird. Wer sie ausspricht und den Bluff zu verdächtigen wagt, ist nicht bei Trost oder reif zur Verhaftung. (Saubier beginnt sich m phllosophr. ehe Spekulationen über die Seifenblase, über das Geld, über das Glück und über die Liebe zu stürzen. Renards Einfall ist kein Schwindel, sondern ein nationalökonomisches Meisterwerk — ja noch mehr: eine vaterländische Tat. ■dj^, Die zu Beginn des Krieges anpeorbnete allgemeine Hemmung der Verjährungsfristen ist seit dem 3.12.1939 grundsätzlich beendet. Die Verjahrungs- fristen waren nur in der Zeit vom 7.9. bis zum 2.12.1939 auf Grund der Verordnung vom 1.9. und 30.11.1939 (RGBl. I S. 1658,2329) gehemmt. Dies bedeutet, daß der Zeitraum von 87 Tagen m die Verjährungsstisten nicht mit eingerech- n e t wird. Id) ob] Ml | lrchiv il Isici r KnllnriU i haben r. L Nr.l.KJ ibenso hat? KdF. & Em ritt. D Völkeriiü Karten ic lider derü '«IkltlBC sevono11' i oerbr« !S WH Ist Dornotizen. Tageskalender für VUtlwoch. Stadttheater: 19 bis 21.30 Uhr „Der Barbier von Sevilla". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Eme Nacht im Mai". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Die lustigen Vagabunden". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung W. Ämkamp im Foyer des Stadttheaters. Sladtthealer Gießen. Am heutigen Mittwoch wird die komische Oper „Der Barbier von Sevilla" von Rossini wiederholt. Musikalische Leitung: Otto Söllner. Spielleitung: Dr. Paul Beckers a. G. Bühnenbild: Karl Löffler. Gießener Vortragsring. kaum freundlicher, und ihre zarten Blumen scheinen nicht zu ihnen zu gehören, sondern Schmetterlinge zu sein, die sich auf sie verirrt haben. Unheimlich ist die Lebenskraft der Kakteen; sie trotzen den dorren, den Sandstürmen, und wenn sie niedergebrochen werden, so schlägt ihr Stamm an der Stelle, wo er die Erde berührt, sofort wieder Wurzeln, aus denen sich ein neuer Kaktus emporreckt. Aber trotz ihres starren Aussehens sind die Agaven und Kakteen keineswegs menschenfeindliche Pflanzen, sondern treue Freunde des Mexikaners, dem sie, ähnlich wie die Dattelpalme dem Araber oder die Kokospalme dem Südseeinsulaner, alles bieten, was er zum Sieben braucht. Die Sisal-Agave, „Yucatans grünes Gold" genannt, gibt dem Bewohner ihre Fasern, aus denen er Teppiche und Matten webt, die er an die Amerikaner verkauft zur Anfertigung von Seilen und Stricken. Aus den jungen Blattscherben des Ropal, der auf Mexikos Wappen erscheint, wird ein wohlschmeckendes Gemüse bereitet. Die Frucht der Agave, die in Mexiko Tuna heißt, ist überaus schmackhaft und hat die merkwürdige Eigenschaft, sich immer kühl anzufühlen, selbst wenn sie in der glühenden Wüste gepflückt wird. Dann gibt es den seltsamen Kaktus Peyote, der zu den stärksten Er. regunigsmitteln gehört, jedes Gefühl von Hunger und Durst nimmt und so erstaunlich wirkt, daß die Eingeborenen dieser Pflanze göttliche Ehren erroet. sei. Der' Biznagakaktus birgt ein richtiges Wasser- reservoir, das durch Stacheln so abgeschlossen ist, daß weder ein Vogel noch ein anderes Tier zu dem kostbaren Naß gelangen kann, das schon vielen Wüstenwanderern das Leben gerettet hat. Aus den Blättern der Cebadilla, einer kleinen, giftigen, aschgrauen Agave, gewinnen indianische Heilkünstler ein wirksames Gegengift gegen die Bisse giftiger Schlau- gen und gegen die Stiche der Skorpione. Aber alle diese Pflanzen übertrifft an Bedeutung und Wert die Maguey, eine Pflanze des mexikanischen Hoch- landes, die sich über Riesengebiete ausbreitet; man gewinnt aus ihr M-llafie, brennt sie zu Branntwein, macht Papier und Essig aus ihr; ihre Fasern wer- i den geflochten, und ihre harten Blätter dienen dem : Indianer als Schindeln zum Decken seiner Hütte. • Selbst die Maguey-Würmer, fast fingergroße weihe . Larven, werden gesammelt und sorgfältig gebraten. [ C. K. Helferin und Beraterin der Hausfrau Aus der Arbeit des Deutschen Frauenwerks. Iqd ute % ten ß linb 1 ii eit die > der hier X 'elfen i ne er: i)Gu -Die ü es uub _ ifdjen J, »ische z 'erlich Reichs RichM hem Sil roliing f| ” . J: Oie Verjährung Ende 1940 Don Dr. jur et. rer. pol. K Wuth, Serlin Beispiel: Ein Unternehmer ist am 16. 7.1940 zum Wehrdienst einberufen und am 30.9. wieder entlassen worden. Die Verjährung seiner Forderungen aus dem ©eroerbebetrieb gegen andere Unternehmer aus dem Jahre 1936, die an sich am 27.3.1941 beendet sein würde, wird weiterhin um den Zeitraum vom 16.7. bis zum 30.9.1940 gehemmt, d. h. um 77 Tage. Die Verjährungsfrist für die im Jahre 1936 entstandenen Forderungen gegen andere Unternehmer sowie auch für die im Jahre 1938 entstandenen Ansprüche aus Lieferungen und Das bedeutete gleichzeitig, daß die Abteilung Volks, wirtschaft—Hauswirtschaft im Deutschen grauenwerk viele Hilfskräfte zur Durchführung der Beratungsarbeit benötigte. Die Gauabtellungsleiterin, Frau Erna Mertens, kam daher auf den guten Gedanken, in Frank,urt am Main laufend Schulungen für Lmenkrafte, d h. für tüchtige Hausfrauen durchzuführen, die spater elbst bereit sind, irgendwo draußen Kurzkurse zu geben, Vorträge zu halten, und die Hausfrauen zu beraten. Die Schulung vermittelt der künftigen Lehrkraft nicht nur die nötigen Kenntnisse für die praktische Arbeit in verschiedenen Kursarten, sondern auch der schön gedeckte Tisch, die Zusammenstellung des Küchenzettels, eine Methodik für den Unterricht usw. sind im Lehrplan vorgesehen. Neben Vorträgen über grundsätzliche prägen laufen ständig praktische Arbeitsgemeinschaften, die je vier Frauen an einen gemeinsamen Herd fuhren, wo sie die chnen vorgeschriebene Mahlzeit Herstellen. Es handelt sich um lauter bewährte, praktische Hausfrauen, die hier zusammenkommen, und daher fehlt die anschließende rege Ansprache nicht. Durch diese Schulungen wird es der Abteilung Volkswirtschaft—Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk im Gau Hessen-Nassau künftig möglich sein, allen Ansprüchen der Hausfrau zu genügen, und ihr überall eine tüchtige Helferin und Beraterin zur Seite zu stellen. Leider hat die Sanierung im luftleeren Raum ür Amälie seelisch die betrüblichsten Folgen: Reich- , tum schändet zwar nicht, macht aber auch nicht glücklich und ruiniert außerdem das Privatleben. Amelie kann sich vor ungeliebten, aber geldgierigen Freiern nicht retten; einer fällt sogar, geschwärzt und wie bei Wilhelm Busch entsprungen, aus dem komfortablen Kamin. Es bleibt nichts übrig, als einen gutgebauten jungen Mann zu engagieren, den man der berauschten Oeffentlichkeit als Amälies Verlobter präsentiert. (Man sieht schon kommen, wie das ausgeht.) Vorher wird die Seifenblase noch bis zum Platzen aufgepustet, Amelie und Madelon müssen ihr Glück und ihr Unglück bis an eine Grenze auskosten, hinter der es auch auf der Buhne nicht mehr weiter geht. Der Bettachter ist nicht bösartig genug späteren Besuchern im voraus alle Rosinen aus diesem utopischen Küchen zu picken aber es erweist sich als ein wirkliches Gluck, daß der falsche Bräutigam Amelie nicht nur wirklich liebt, sondern auch sogar ein wahrhaftiger Millionär ist, wenn auch nur ein bescheidener. Nun kann nichts mehr passieren. Ein paar noch ausstehende Differenzen werden im vierten Akt spielend bereinigt. — ♦ Es wurde unter Herrn H. A. Schewes flüssiger und effektreich pointierender Regie amüsant und unterhaltsam gespielt; den Darstellern machte es sichtlich selber Spaß. Die Spielleitung kam über die etwas abgleitenden beiden letzten Akte mit Anstand hinweg. Herr Löffler hatte für eine geschmackvolle, den verschwenderischen Glücksfällen des national- ökonomischen Weihnachtsmärchens großzügig angepaßte Ausstattung Sorge getragen. Hannelore Hinkel war die pariserische Gold- ; marie AmÄie; sie folgte Herrn Coubiers Zauber- • stab mit Phantasie und tonnte sich in den wenigen Leistungen an Private laufen daher erst am Die Berechnung der Verjährungsfristen ist bei dieser Rechtslage nicht einfach. Die Hemmung gilt für alle sonstigen Fristen, auf die die Hemmungsvorschrift des BGB. (§ 203) entsprechend anruwen- den ist (ogL oben.) sowie für die zur gerichtlichen Geltendmachung von Rechten vorgeschriebenen Fri- sten. Dagegen sind die Ausschlußfristen zur gencht- liehen Geltendmachung von Ansprüchen des Ber- sicherungsnehmers von dieser Hemmung ausgenom- ^Gehemmt ist die Verjährung schließlich, solang« die Leistung dem Schuldner gestundet oder aus sonstigen Gründen berechtigt ist, die Leistung zu verweigern (z. B. wegen nicht erfüllten Vertrages oder auf Grund eines Zurückbehaltungsrechts). Auch zwischen Ehegatten, Eltern und minderjährigen Kindern sowie zwischen Vormund und Mündel ist die Verjährung gehemmt. Schließlich tritt eine Hemmung auch ein, wenn der Gläubiger durch Stillstand der Rechtspflege oder in anderer Weise durch höhere Gewalt (z. B. durch den Krieg) inner- halb der letzten sechs Monate der Verjährungsfrist an der R e ch t s o e r f o l g u n g verhindert ist. Auch die dreißigjährige Verjährungsfrist für Ansprüche auf Rückzahlung von Darlehen, Zahlung von Grundstückskaufpreisen, für Ansprüche aus vollstreckbaren Titeln, (absttakten) Schuldanerkenntms- sen usw. verlängert sich um 87 Tage. Die Verlängerung der Verjährungsfristen kommt auch für die Ansprüche auf Wandlung, Minderung ober Schadenersatz aus einem Kaufverträge, die entbrechenden Ansprüche aus einem Werkverträge, auf Schadensersatz aus unerlaubter Handlung, gegen Lagerhalter, Frachtführer, Spediteure, die Eisenbahn usw. nach dem HGB. in Bettacht. Lediglich oroeit der Beginn einer Verjährungsfrist in die Zeit nach dem 7.9.1939 fällt, tritt eine Verlängerung der Frist nicht um den vollen Zeitraum von 87 Tagen, fällt er in die Zeit nach dem 2.12.1939, überhaupt nicht ein. Sonstige Verlängerung von Verjährungsfristen. Merkwürdiges von Kakteen. Es gibt in Mexiko über 500 verschiedene Kakteenarten, und dazu werden noch immer neue entdeckt. Da findet man Zwergkakteen, die nicht größer werden als ein kleiner Finger, Kugelkakteen, die wie große stachlige Kürbisse aussehen. Riesenkakteen, deren grüngerippter stachliger Stamm baumhoch m die Lust ragt, Orgelkakteen, die ihre Stämme nebeneinander emporrecken, so daß sie den Pfeifen einer Orgel gleichen, Leuchterkakteen, deren Form den siebenarmigen Leuchtern ähnelt, und Schlangenkakteen, deren Zweige sich ringeln und Winden wie aufgestörte'Nattern. Gleich einer Riesenarmee breiten sich die mexikanischen Kakteen in den großen Wüsten aus und^stellen sich mit ihren harten Stachelleibern den eindringenden Amerikanern entgegen. Noch seltsamere Formen aber findet man in den zerklüfteten Flußtälern, die sich gegen den Stillen Ozean senken, so zum Beispiel in der großartigen Landschaft zwischen El Organon und Oaxaca. An allen Hängen und auf allen Vorsprüngen stehen Kakteen, kriechen aus allen Felsritzen, reihen sich auf den Berggraten, scheinen in Haufen die Hänge zu stürmen und sind doch alle wie durch Zauber in die groteske Phantasie ihrer Formen gebannt. Selbst wenn sie blühen, werden diese Pflanzen Im Ramen des diesjährigen Vortragsprogramms des Gießener Vortragsringes werden die Volks- bildungsstätte Gießen, der Goethe-Bund und die Kulturelle Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein) am Montag, 2. Dezember, ihren nächsten Vortrags- abend veranstalten. Der Schriftsteller und Kriegs- berichterstatter Herbert Volck gibt einen Be- richt über das Thema: „33 000 km Kriegsabenteuer in Asien". Herbert Volck führte als 21jähriger Ula- nenoffizier eine Patrouille bis vor die Tore von Paris, wurde abgeschnitten und kämpfte sich durch die französischen Stellungen zur deutschen Linie zurück. Als Fliegerleutnant wurde er bei einem Born- benabwurf auf russische Munitionsdepots abgeschos- en. In abenteuerreicher Flucht legte er viele Tauende von Kilometer zurück: Als „Offizier Hinden- burgs" zog er im Kaukasus die Aufstände der Mohamedaner auf und ebnete deutschen Truppen den Weg zum Baku-Oel. Nach dem Zusammenbruch eilte er mit seinem Freikorps Herbert Volck über Danzig und Königsberg nach Riga und wurde dort schwer verwundet. J5n der Systemzeit arbeitete er als Geheimdetektiv gegen Judentum und Korruption und kämpfte, mit 2 Dollars in der Tasche, in Riesenversammlungen in Neuyork inmitten einer feindlichen Welt unerschrocken gegen Versailles und Kriegsschuldlüge, bis schließlich der Sieg des Natto, nolsoziaUsmus seinen Kamps für Deutschland krönte. Ortszeit für den 28. November. Sonnenaufgang 9,09 Uhr, Sonnenuntergang 17.17 Uhr. — Mondaufgang 7.35 Uhr, Monduntergang 16.56 Uhr. , 1_ poi tnger Zeit hier gegeoen muroe, Id rem neuen Spiel in die Gegenwart und zugleich Neben der allgemeinen Hemmung um 87 Tage kann der Lauf einer Verjährungsfrist aus anderen Gründen gehemmt fein. Auf Grund der Verordnung vom 3.12.1939 sind die Verjährungsfristen weiterhin für und gegen Wehrmachtangehorige und sonstige Personen gehemmt, die wegen der Aus- rvirkimgen des Krieges zu ständigen Dienstleistungen außerhalb ihres regelmäßigen Aufenthaltsortes herangezogen sind, ferner Personen, die sich wegen des Krieges dienstlich im Ausland aufhalten oder sich als Gefangene oder Geiseln in fremder Gewalt befinden,' schließlich Personen, die wegen Räumungsanordnungen oder auf Grund anderer unabwendbarer Ereignisse, die auf dem Kriege beruhen, ihren bisherigen regelmäßigen Aufenthaltsort verlassen mußten. Die Hemmung der Verjährung hat bei diesen Personen mit der Einberufung dzw. dem sonst maßgebenden Ereignis, jedoch frühestens mit dem 25.8.1939 begonnen. Die Hemmung endigt mit dem Wegfall der angeführten Gründe (z.B. der Entlassung des Einberufenen). Augenblicken völlig echten Gefühls am schönsten entfalten. Anneliese Garbe war auf eine entwaffnende Weise dem großen Goldrausch verfallen, chr naiver Aufstieg in die Hochfinanz von erfrischender Heiterkeit. Herr S ch e w e predigte als smarter Geschäftsmann die reine Vernunft des Schwindels und den Nutzen guter Propaganda. Herr Ernst war ein Liebhaber von milder Ironie und gewinnender Herzlichkeit, Herr E r l e r ein armer, aber ehrgeiziger und ideal gesinnter Anwalt, Herr La- porte ein fatal gebluffter Polizeiprafekt, Herr Geiger der Diener Jean, ein Mann von unbe- techlichen Formen und geistesgegenwärtiger Korrektheit. * Das Haus, sehr gut besetzt, unterhielt sich vorzüglich und spendete vielen Beifall. I Hans Thyriot. NSG. Die rechte Hausfrau lernt niemals aus. Sie ist immer bereit, neue Anregungen aufzunehmen, denn sie weiß, daß ihre eigene Arbeit im Austausch mit anderen tüchtigen Hausfrauen nur gewinnen kann. Der Vierjahresvlan, der der Hausfrau besondere Ausgaben stellte, bewirkte daher auch schnell, daß tausende von Hausfrauen sich an den Kurzkursen, den Vorträgen und Beratungen der Abteilung Volkswirtschaft—Hauswirtschaft tm Deutschen Frauenwerk beteiligten. Hier trafen sie nicht nur stets mit Hausfrauen zusammen, sondern sie sanden als Lehrmeisterin auch eine Frau vor, die mit allen Fragen 0er Hauswirtschaft durch gründliche Berufsausbildung, oder durch eigene praktische Tätigkeit vertraut war. Der Krieg hat der Hausfrau kaum neue Aufgaben gebracht. Das, was sie schon vorher gelernt hatte, sich der Marktlage mit ihrem Küchenzettel in jeder Weise anzupassen, mußte sie nun in hohem Maße durchführen. Um ihr dabei behilflich sein und ihr außerdem Rat erteilen zu können, in allen Fragen der Haushaltführung, der Kindererziehung usw., richtete das Deutsche Frauenwerk mit Beginn des Krieges in allen größeren Orten und in vielen Land-Ortsgruppen Beratungsstellen ein. Auch die Zahl der Kurzkurse, die sich entweder mit der Verwendung von Obst und Gemüse oder mit der Herstellung von Backwerk, mit dem Einmachen und vielen anderen Dingen beschäftigten, stieg sehr stark. ID. * Man kann beispielsweise die sowieso nicht vor- dibenen Millionen dem Zugriff oder der Kon- Me einer wild erregten OessenUichkeit entziehen HD sozusagen wieder verschwinden lassen, als ob [it da wären, indem man ihretwegen die eme Sgroefter einen Sensationsprozeß gegen d Strengen läßt. Aber das wäre wahrscheinlich gar iifi)t notwendig: der Schwindel hat sich bereits Abständig gemacht, die süße Illusion ist sch s lr als die nackte Wahrheit, die einfach nicht mehr ii me Lavine, ei -7-----... ' - r, crufant und mit einer gewissen Suggestionskraft, üe Geschichte eines großzüaigen Schwindels, eures h ersten Augenblick verblüffenden und beinahe ve- Btienben Bluffs. Zwei junge Damen in Pans, irslie und Madelon, sind die Erbinnen eines Aonkhauses, welches hoffnungslos vor dem Van- rwtt steht. Die Pleite scheint auf keine anständige Liste vermeidbar. Der Notar Renard, Geschafts- teinb des Hauses, hat den erlösenden Einfall; er kfndet den großartigsten Schwindel des Aahrhun- _ ?rts, indem er (dieser Herr versteht fern Geschäft ,f Nr- In), ist nicht kleinlich) AmÄie von einem agen- Een Onkel in Amerika runde hundert Millionen Jüars erben läßt. Wenn man solche Engelmuftk ii Talent in Paris verbreitet ... 8? Gießener Gtadttheater. S i“ Heinz Conbier: „100 000 000 Dollars". J CDubier, dessen Kostümstück ,Mmee" vor linder Zeit hier gegeben wurde, stürzt sich wu J 1lr.r8l Zweites Blatt ^Mrs der Stadt Gießen "ätL1* Kakteenfreude. M । Erdal R Rot frösch Ä\ . zur Schuhu.LederpJIrgc J Man verbreitet sie, und siehe, Paris ist mcht min- -:i berauscht von der astronomlsch-unvorstellbaren ajl wie, nach dem ersten Schrecken und leichten jemmungen, die beiden Schwestern. Cordier'(und dien Zuhörern) macht es nach solchem Knallessekt liC Spaß, die Seifenblase seiner Erfindung von sichreren Seiten zu beleuchten und sie in allen ^genbogenfarben einer durch nichts beschwerten llontafie schillern zu taffen. (fe gibt allerlei Mag- id leiten, die auf dem Theater lustig ausjufptnnen j Ire Sprechstunde de- Kreisleiters findet am Dan- . d jter:tag, 28. November, nachmittags von 15 bis SrSÜj |7 Ihr in Gießen statt. Bund. kc Höchstpreise für Weihnachtsbäume. ier Vereil | Lf Unordnung des Reichskommissars für Preis- ls?W biltang sind folgende Höchstpreise für Werhnachts- k ne festgesetzt worden. Sie betragen für Fichten- . .... Llbnachtsbäume beim Verkauf durch Kleinhändler iMlM an Verbraucher bis zu 0,70 m Hohe bis zu st50 W - über 0,70 m bis zu 1,30 m bis zu 1,— RM, über 1,30 bis zu 2 m bis zu 1,50 Ml.; über 2 bis m 3 m bis 2,30 RM.; über 3 bis zu 4 m bis zu 3,6' RM Für Fichten-Weihnachtsbäume über 4 m büren vorn Kleinhändler 1,— RM. je weiteren Wien Meter auf die Höchstpreise der letztgenannten Wisklasse aufgeschlagen werden. Tannen- und Dciiqlasien-Weihnachtsbäume haben folgende Hochst- pn se: bis zu 0,70 m bis zu 0,90 RM.; über 0,70 k 1,30 m bis zu 1,35 RM.; über 1,30 bis zu 2 i bis zu 2,25 RM. Diese Höchstpreise gelten nur f it Weihnachtsbäume bester Güte und dürfen nicht Wirschritten werden. Abfallende Ware muß ent- ßrchend billiger sein. ___ Die allgemeine Verlängerung der Verjährungsfristen. . Verjährungsfristen, die sonst am 31.12. 39 abgelaufen wären, sind dadurch bis zum 27.3.40 verlängert worden. Auch die sonst am 31. 12. 4 0 ablaufenden Verjährungsfristen en- : den infolge der Verlängerung um 87 Tage erst ; ad 2 7. 3. 1 9 4 1. Dies gilt zunächst für die tm Jahre 1936 entstandenen Ansprüche u. a. der Kaufleute und Handwerker aus Lieferungen und Leistungen für den Gewerbebetrieb des Schuldners, Ansprüche auf rückständige Zins- und Tilgungsbeiträge, Miete und Pacht, Rentenrückstände, Ruhegehälter, Unterhaltungsbeiträge usw. aus 1936; die hierfür geltende vierjährige Verjährungsfrist lauft erst am 27. 3.1941 ab. Das gleiche gilt für die im Jahre 1938 entstandenen Ansprüche, die der zweijährigen Verjährung unterliegen, u. a. die Ansprüche der Kaufleute und Handwerker aus Lieferungen und Leistungen, die nicht für den Gewerbetrieb des Schuldners bestimmt sind, die Ansprüche der Eisenbahnen und sonstigen Fuhrunternehmunaen, der Aerzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, der Angestellten und Arbeiter sowie Ansprüche ähnlicher Art, die im täglichen Leben entstehen, aus 1938 (Die vier- bzw. zweijährige Verjährungsfnst lauft erst vom Beginn des auf die Entstehung des Anspruchs folgenden Jahres). Der Gläubiger braucht also den Schuldner insoweit zur Wahrung seiner Ansprüche erst vor dem 27. 3. 41 zur Anerkennung seiner Schuld zu veranlassen oder ein gerichlliches Verfahren (Zahlungsbefehl, Klage) gegen ihn durchzufuhren; hierdurch wird der Lauf der Veriahrungsfrift mit der Wirkung unterbrochen, daß nach der Unterbrechung eine neue Verjährungsfrist zu lausen beginnt. Die teilweise vertretene abweichende Rechts- i auffassung, daß die allgemeine Hemmung der Ver- i jährungsfristen um 87 Tage nach Aufhebung der ' Verordnung vom 1.9. v. I. nur für die Ende 1939 t ablaufenden Verjährungsfristen galt, kann nach dem - klaren Worllaut der Verordnung nicht geteilt firteen wurden schon im Zeitalter des Barock ihrer Absonderlichkeit in Wuchs und Gestalt, Ellern aber' wegen ihrer märchenhaft schönen < d,n als besondere Lieblinge von Pflanzen- en geschätzt. Und heute gibt es wieder Kak- ' rfiebDaber genug, die an der unerschöpflichen Üöit der Arten, an dem phantastischen Vielerlei Formen berechtigte Freude finden .und sie 71 mit unermüdlicher Hingabe betreuen. Hj,hr als im Sommer, wo der Kakteenfteund Lieblinge im Garten unlerbrIngen kann, beste der pflealichen Behütung im Winter. Die Jahreszeit ist der Feind der meisten Kak- Nicht als ob sie warm stehen wollten! Nichts Srer Ruhe, nach der sie verlangen, störender lie Temperatur eines geheizten Wohnzimmers! wollen nur Licht und Schutz vor dem Frost. 'ydtürlich machen die Winterblüher eine Aus- e Der bekannteste von ihnen ist das Epi- m, der Stutzblatt- oder Weihnachtskaktus. zroÄen Namen haben ihm die merkwürdig an- lergereihten.Blätter eingetragen, die stumpf- tiellos ineinanderzustecken scheinen, während Letzte Bezeichnung an ihre Blütezeit erinnert. Oktober schon bekommen die stumpfen Enden ^iußersten Blätter korallenartige Knospen. Nun ägt die Pflanze keinen Standortwechsel mehr, Drehung, kein unnötiges Betasten. Sie will a . als ihr regelmäßiges Wasser und dankt da- Kr KM die Weihnachtszeit mit einer Fülle herrlich feuchtender Blüten, die in der Form an ge- M Fuchsien erinnern. Und gibt es für die blu- Lmnne Winterstube eine schönere Pracht? Be- mt rs rei.zvoll sehen die auf kleine Hochstämmchen J ^pfropften Epiphyllen aus. Sie gleichen kleinen erweiden, deren herunterhängende Zweige aber Freude des Blühens überströmend und ver- ^nderisch ausschütten. >albert Stifter hat in seinem „Nachsommer Kakteen ein unvergängliches Lob gezollt und । Schönheit gepriesen: „Wenn man sie länger «duftet und länger mit ihnen umgeht, werden mmer würdiger ... die Stellung ihrer Bil- urren ist so mannigfaltig, die Stacheln können Miner wahren Zierde dienen und die Blüten ml verwunderlich wie Märchen ... Daß der feu dieser Blumenfarben besonders schön, weit (hiier als die feinste Seide und als der der mei- ter Blumen sei, wußte ich ohnehin, mußte es mir lifoe' doch von dem Gärtner Simon zeigen lassen, cne er auch der schönen, grün oder rosig oder )w lelrotbraun dämmernden Tiefen des Kelches Jknibnte aus der die Wucht der schlanken Staub- : W- hin aufsteige, die keine Blüte so zierlich habe, ehlt ^»Mchaupt seien die Kaktusblumen die schönsten :un erMUder Welt, wenn man etwa einige Schmarotzerin Bi. wcichse und ganz wenige andere vereinzelte Blu- (rusnehme. Es könne nur Unverstand ober filächlichkeit ober Kurzsichtigkeit die Pflanzen- jng ungestaltig nennen, da doch nichts regeb . ..... iger und mannigfaltiger und dabei reizender Lei tiofeals eben sie." 1 r 11 Sprechstunde des Kreisleiters. ■i flachd wurde wegen Die Vogelfütterung im Kriegswinter Man reicht es deshalb zweckmäßig cm der Futter- ' und ff pH» im (vMiaartirton nh»r nm Offf» ck,,ii-v. nom Aus der engeren Heimat Nächtliche Schießerei. ^e. 1. Äugend der Blaurveißen betritt am Som» ei; tQ5 em Bannmeisterschafts spiel gegen VfB.-R. wü ifeier gewann, wie erwartet, mit 3:1 Toren. Gleich doitt irf M Mtttelanstoß an bedrängten die Blcrmveißen bc= W n üeqt a 2; tfer 3 Fortsetzung. ein (Nachdruck verboten.) auf au ü!°ch ■öl’ ooi geeignet waren, feiten des Rei.' jt abqe « Süt leitet iJjbtio j'erte h M '1'1 l(f)Q 3:mnl Itn hii Miet Cb’r J) Men hol ny He Sn dtt Äi 9lnit Mit Nn 9tt$ludjtling auf Komm Vornan von geinz Lorenz-Lambrecht fn tm itDOltii -lüttere 120000 unb da Son eii reroorn wber Nt-n lar la tille ' oechsli ^an Dlänb: K-erb I^misc ,iner c jkier ir .’banff B? & I? L- ■ -.inre Dem Reichstierfchutzbund ist für den Bedarf ! Tierschutzvereine vom Reichsbcruernführer die Lieferung von Do-gelfutter (Hanf, Sonnenblumenkerne und Mischfutter) zugesagt worden. Diese Futterzuteilung bst einmalig und wird den Verbrauchern über den Handel zugeleitet. stelle im Haus-garten oder am Fenster. Alle Futterstellen sollen nicht zu hock; angebracht werden. Es ift des Führers besonderer Wunsch, daß dem Vogebschuß auf dem Lande durch Anlegen bzw. Erhaltung natürlicher Hecken und Sträucher weitgehende Beachtung geschenkt wird. Insbesondere hat der Führer den Reichsbauernführer bitten lassen, daß bei Umlegungsverfahren, Flurbereinigung, Neubildung deutschen Bauerntums usw. keine unnötige Abholzung stattfindet. sondern im Interesse des Vogelschutzes und Landschaf tsbvldes Bäume, Sträucher und Hecken erhalten werden. Es ist ein Gebot für jeden Deutschen, diesen Wunsch des Führers erfüllen zu helfen und den Vogelschutz auch durch vernünftige Dogelfütterung zu fordern. Mann hatte am 6. August beim Hausieren in Heldenbergen allerlei üble hetzerische Reoensarten ae- braucht, die geeignet waren, den Widerstands-w.llen der Volksgemeinschaft zu beeinträchtigen. Der Angeklagte gab einige der beanstandeten Aeußerunaen v! i feo ■ grvßn feit i ;uni Wen $rpor M. bJfi öi s N W J -^n ^rbi I mit < i: J'i n fei ■ fangens aus der ersten Marneschlacht, löst sich vom rechten Flügel. „Oberleutnant Golling!" ,^Hier!" Dr. Golling, bayerischer schwerer Reiter, ebenfalls schon seit September vierzehn gefangen, schwer verwundet, obwohl er es als Arzt nicht nötig gehabt hätte, mit der Nase so weit vorneweg zu sein. „Leutnant Solterbeck!" freigesprochen. Das Gericht sah als erwiesen an, daß der Motorradfahrer falsch gefahren sei und den Unfall selbst verschuldet habe. Strafkammer VNetzen. Ein Mann in Gießen hatte einen Strafbefehl über 20 RM. erhalten. Er war beschuldiat, am 19. Ium abends seinen Arbcitsraum beleulytet zu haben, ohne die Fenster nach außen zu verdunkeln, so daß der Lichtschein weithin sichtbar war. Der Angeklagte war wegen der gleichen Übertretung bereits einmal gebührenpflichtig verwarnt und einmal bestraft worden. Gegen den Strafbefehl legte er Einspruch ein. 9n Der Hauvtve rha ndlung vor dem Amtsgericht Gießen am 16. August wurde der Angeklagte zu einer Geldstrafe von 20 RM. verurteilt. Degen dieses Urteil legte er Berufung ein. Er behauptete, sein Lager sei von einer Autvlampe angestrahlt worden, was er durch eine Reche von Zeugen beweisen wollte. Das Gericht nahm an Ort und Stelle Augenschein ein. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde die Berufung verworfen. Gondergericht in Gießen. Am gestrigen Dienstag vevhandeUe das Sondergericht in Gießen. Die erste Anklage-fache richtete sich gegen den aus der Untersuchungshaft vorge- führten Karl Griesheimer aus Hanau. Der Tor des Gegners, jedoch ohne Erfolg. Erst nati einer Viertelstunde gelang dem Linksaußen dmb I Nachsetzen das 1. Tor für 1900 Kurz darauf das Ausgleichstor für DfB.-R. Nach der HMM übernahmen die Blauweißen das Kommando unii erzielten noch zwei weitere Tore. 1-, Sportdienst-grupve spielte in einem Freund* schaftssprel gegen die gleiche von Lollar unb gewann mit 4:1 Toren. bfr A Mirft | M ,IJnb fj nun b L’fttnn. n. ist Leben in dem langen Kasernenraum um Viktor Gienant. Die Gefangenen beschäftigen sich, so gut sie es können: sie spielen Karten, Schach, Halma, sie lesen ein Buch, einen Brief, der beim lappeU, mit dem Visum der Zensur versehen, aus- gehändigt worden ist, sie unterhalten sich, basteln, kramen herum oder hocken untätig und rauchen Tabak. Aus der Nebenstube klingt eine Geige herüber. Jawohl, sie geben sich genau so wie wirkliche Menschen. Sie sind ja aus Fleisch und Blut rote d/ese auch, sie essen, trinken, plaudern, lachen, fluchen, sitzen, stehen, gehen. Und doch haftet ihnen und ihrem Leben irgend etwas Schattenhaftes an. Sie agieren wie in einem dickwandigen luftarmen Glasbehälter. Sie können tun, was sie wollen — am wirklichen Leben, das jenseits des Stacheldrahtes pulst, nehmen sie nicht teil. Sie führen ein Scheinleben. Löwen, Tiger und Panther rennen Tag um Tag an den Gitterstäben ihres Käfigs hin und her. Wissen sie, was ihnen fehlt? Nein, sie denken nicht. Aber die Gitterstäbe stören sie, sie möchten sie fort- haben, das merkt man ihnen deutlich an, wenn sie mit ihren feuchten Augen einen ansehen und doch durch einen hindurchsehen in die dumpf geahnte Freiheit hinein. Der Kriegsgefangene denkt. Seine Gedanken sind erfüllt von dem tätigen Leben jenseits des Stacheldrahtes. Was ihn in seinem schemenhaften Dasein allein wirklich fruchtbar bewegt, das ist der Gedanke: Wie kann ich mein Gitter zerbrechen? Fluchtgedanken — das einzig Lebendige, Fruchtbare im Kriegsgefangenen. Die Stubenkameraden haben je nach ihrer Ari ein paar Worte an Viktor gerichtet, meist derb scherzhafte, das wirkliche Gefühl zeigt man nicht, es ist auch etwas abgestumpft worden mit der Zeit. Letzten Endes ist auch Viktors Fieber keine Sache, um die man große Worte zu machen braucht. Golling, der Arzt und schwere Reiter, hat sich zu ihm aufs Bett gesetzt. Er ist Psychiater und könnte als solcher keinen sprechenderen Kopf haben. Er trägt einen dunklen lockeren Bart und eine Haarsträhne liegt ihm in die bleiche hohe Stirn hinein. Die dunklen Augen sehen durch eine goldumrandete Brille. Don seiner Verwundung hat er ein Nerven- Zucken zurückbehalten, das die ganze eine Gesichts- hälfte überläuft. Die Vorsehung hat ihn wohl mit Konzert blinder Künstler. Liederabend. Wir hatten in Gießen schon oft Gelegenheit, blinde Künstler in Konzerten zu hören. Und immer wieder war Die seltene Hingabe zu bewundert, mit der Die AusübenDen sich ihrer Aufgabe miDmeten. Es zeugt Dies von einem Innenleben stärkster Art. Das gestern abend gehörte Konzert in Der Aula Der Universität beDeutete einen Höhepunkt. Zwei begnaDete Künstler, Deren Können jeDer Kritik ftand- hält, erfreuten unD erhoben Die zahlreichen Hörer, Die Die Aula Der Universität fast ganz füllten. Dte, Folge enthielt LieDer von Schubert, Beechooen, Brahms, Wolf, Kienzl, VerDi, Loewe unD Kann, in seiner Vielseitigkeit also ein Prüfstein für jeDen Sänger. Gustel Schön (Alt) aus HeiDelberg besitzt schon von Natur aus eine warme Altstimme von voll- gesättigtem Klang, Die Durch gute Schulung in allen Lagen gleich ausgiebig ansprtcht unD sich bis in Die Höhen Des Soprans ungezwungen hineinspannt. Die abgeDunkelte Sprache kommt Dem Klang Der Stimme noch zustatten. Gleich in den Liedern der Mignon von Schubert kamen diese Vorzüge zur vollen Geltung, wobei bei der „Sehnsucht^ eine ausgezeichnete Atemtechnik in Erscheinung trat. Wer Brahms so hingegeben singt, der kann viel. Daß Gustel Schön auch über den dramatischen Akzent verfügt, zeigte die in dem stimmlichen Umfang besondere Anforderungen stellende Arie von Verdi. Reichster Beifall wurde der Künstlerin zuteil. Erstrangig ist auch Hans Kohl (Mannheim). Ein selten klarer Bariton erfreut durch lockeren und guten Tonansatz, unterstützt durch eine vorbildlich gepflegte Sprache. Die von ihm gesungenen Lieder wurden ihrem Inhalt gemäß stilgerecht erfaßt. So die zwei Beethoven-Lieder eindrucksvoll, ohne falsche Sentimentalität. Wolf wird man selten so gut hören. „Der Tambour" war ein Kabinettstück. Erschütternd in seiner außerordentlichen Gestaltung „Der seltene Beter" von Loewe. Besonderes Lob verdient die Ausnützung der dynamischen Möglichkeiten. Die Zugabe „Heinrich der Vogler" zeigte noch einmal alle Vorzüge des Künstlers, Der mit starkem Beifall geehrt wurde. Ina Reinhold-Schaus (Mannheim) war eine sichere und anschmiegende Bealeiterin, die viel zum guten Gelingen beitrug. Heinrich Blaß. Gießener Gcklachtviehmarkt. \ Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Diehverstelge- rungsbaUe Rhein-Main kosteten: Ochsen 41,5 bis 45,5, Bullen 43,5 bis 48,5, Kühe 17 bis 43,5, Färsen 35 bis 44,5, Kälber 40 bis 57, Hämmel 28 b*5 40 Rpf. je Vs kg Lebendgewicht, Ziegen 15 bis 5 ganz „Großen" unterlag. Wenn sich im Serie j der letzten Jahre die entscheidenden Kämpfe Den Preis Der Reichsfportfuhrers Doch mehr fe weniger nur zwischen Mannschaften abfpielten, bh schon seit Jahr und Tag zur Spitzenklasfe zähi,, und bei Der Vergebung des Meistertitels stets n gewichtiges Wort mitreden, fo beweist das x wie ernst Diese Mannschaften Den Pokalwettbewillj nehmen und daß sie ihm Die gleiche Bedeutung be. messen, wie Der Meisterschaft. Erfolgreichster Pokalkämpfer war bisher her h« Ditionsreiche 1. FC. Nürnberg, her 1935 und W siegreich blieb und jetzt die Trophäe zum hritiernin gewinnen will. Gelänge bas Dem „Club", öaim wäre Das in Der Geschichte Des deutschen FußbcF. sporis ein vorerst schwer zu schlagender „Rekori' Der sich würdig an die Seite Der sechs heutjdjej Mefftersckaften stellen könnte, Die Nürnberg gewain. Einen Außensettersieg gab es 1937, als Der M Leipzig Die berühmten Schalter mit 2:1 schlug, h gleiche Schalter Els, Die schon im Jahre üorijt gegen den „Club" Das erste Pokal-Endspiel oerlc und erst beim dritten Anlauf, 1938 in Köln, PM fieser ubtr Fortuna Düsseldorf wurde. Dem „Club' VfB. Leipzig und Schalke folgte 1939 Rapid M (3:1 gegen FSV. Frankfurt) als vierter Pok sieter, und im vergangenen Jahr holte sich miete Nürnberg durch ein 2:0 über Waldhof den bea ' ten Preis. W ha «itn fr Mann gelang es, zu entkommen. Der Festgeno^ mene wurde von der Gendarmerie ins Mai,!» Gefängnis eingeliefert. Dort stellte sich heraus, £ man es mit zwei Einbrechern zu tun hatte, Die J ihren Straftaten die Dunkelheit ausnutzten. Geflüchtete ift ein Verbrecher, der schon im Haus saß. G. A.-Sport. Club gegen DSC. 6. Tschammerpokal'Endspiel im Olympiastadion. Im / Berliner Olympiastadion steigt $ kommenden Sonntag Das 6. Endspiel um 2 Fußball-Tschammerpokal. Gegner sino &. traditionsreiche 1. FC. Nürnberg unb sens Meister Dresdner SC. Als die Reichssportführung im Jahre 1935 ei®. Fußball-Pokalwettbewerb für VereinsmannsciM. Ichuf und der Reichssporiftihrer einen wertvoll! Ehrenpreis stiftete, ging ein lang gehe ater Wm,! des deutschen Fußballsporis in Erfüllung. Dili» Tschammerpokalwettbewerb hat in den weife Jahren seines Bestehens schon die^gleiche Volkslui, lichkeit erlangt, wie die Deutsche Meisterschaft. j $ größte Interesse konzentriert sich natürlich auf Schlußrunden, an Denen die Mannschaften der & reichsklasse und Die Meister Der Bereiche beteil« sind. eutung Wen! |)ja(a liirgen ■Etro n Meter IDei I ffl Zn Muß e1 Kis auf tagen i sinne jiNhu