Freitag, 27. September 1940 t90. Jahrgang llr.229 Gietzener Anzeiger Annahme von Anzeigen für die Mitlagsnummer bis8'/,Ubr desBormittags Anzergen-Preise r Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Terttetl 50 Rvs. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/» mehr örühlsche Universttätsdnlckerei 8. tie Hilfskrenzeer „Andania", „Carinthia", „Dun- vegan Castle", „Scotstoun" und „Transylvania", ferner eine große Anzahl von Bewachungsfahrzeu- gen, Geleitfahrzeugen und bewaffneten Fischdamp- fern. Schwer beschädigt und für längere Zeit außer Gefechtsbereitschaft gesetzt wurden die britischen Schlachtschiffe: „Nelson" und „Barham" sowie der Kreuzer „Belfast". Die eingetretenen eigenen Verluste wurden durch Neubauten bei weitem ausgeglichen. / Der Befehlshaber der Unterseeboote mm Vizeadmiral befördert. Berlin, 27. Sept. heraus sind. Ein Mißverständnis soll von vornherein ausgeschaltet werden: Wenn wir von den Fehlern der Vergangenheit einerseits und von dem grundlegend neuen Regime, das die Militärdiktatur Antonescu darstellt, andererseits sprechen, so sollen nicht diejenigen geschmäht werden, die unter unsäglicher Selbstüberwindung und größter persönlicher Aufopferung die schweren Entscheidungen der letzten Wochen durchzuführen gezwungen und aus ihnen das Bestmögliche für ihr Land zu machen bemüht waren. Gerade aus der tragischen, schuldlosen Belastung der letzten Regierung heraus mußte die politische Lenkung des nun beginnenden Wiäeraufbauwerkes ein Mann übernehmen, der in den Entscheidungen der letzten Wochen keine Rolle gespielt hat, der aber über ein großes Ansehen in allen Schichten der Bevölkerung und außerdem beim Militär verfügte, das Miene machte, den Beschien der „Bukarester Zivilisten" zur Räumung des an Ungarn abgetretenen Gebietes den Gehorsam zu verweigern. Kaum jemand in Rumänien kann von sich behaupten, diese Qualitäten in gleichem Ausmaß zu besitzen. Antonescu hat in der Vergangenheit für seine Ueberzeugung schwere Opfer gebracht und Demütigungen erlitten, sein Mannesmut und seine absolute Sauberkeit sind sprichwörtlich, seine soldatisch-zwingende Persönlichkeit, seine Energie und seine menschlichen Eigenschaften sichern ihm den bedingungslosen Gehorsam des Heeres. Lagerhäuser zu zerstören. 3m Laufe der Nacht richteten sich Angriffe vor - ■ allem auf London, wo wieder Versorgungs-. Geleitzug vier Dampfer mif 25000 BRT., betriebe sowie Hafen-, Dock- und Speicheranlagen darunter einen Tanker, versenkt. auf beiden Ufern der Themse erfolgreich mit Bom- Dasverminenenglifcherhafen wurde den schweren Kalibers belegt wurden. Zahlreiche > auch gestern fortgesetzt. große Anhängerschaft vorfinden werde. Man hatte mit keinem Kampf gerechnet, aber die französischen Kriegsschiffe, die von Toulon nach Dakar entsandt worden waren, hatten bereits wohlausgebildete Truppen an Bord, die wahrscheinlich die in Dakar stehenden und mit General de Gaulle sympathisierenden Truppen ablösen sollten. — „Daily Heralb" schreibt: Die ganze Dakar-Affäre scheint eine kümmerliche Stümperei gewesen zu sein, die ihren Grund in übertriebenen Hoffnungen hatte. lieb er die wahren Hintergründe der mißglückten Aktion auf Dakar schreibt der „Petit Dauphinois", vieles erkläre sich heute aus der wahren Besessenheit der englischen Regierung, sich die Schiffs- route nach Indien zu sichern. Nachdem nun England den Weg um das Kap der guten Hoffnung wählen müsse, sei es nicht unmöglich, daß es die Küste dieser Weftasrikaroute entlang seinen Handelsplätzen und Stützpunkten einoerleiden wolle. So könne man sich den Angriff auf Dakar, die Schlüsselstellung des Südatlantik, erklären. Weitere französische Systemgrößen verhaftet. Genf, 26. Sept. (Europapreß.) Vincent A u - riol, Finanzminister im Kabinett Blum, Marx D o r m o y, Innenminister im Kabinett Blum, Jules Mach, Kabinettschef im Kabinett Blum und der Jude Salomon G r u m b a ch , der jahrelang einer der Präsidenten der außenpolitischen Kammer- kommission war, sind im Zusammenhang mit dem politischen Strafprozeß von Riom verhaftet worden. Die Verhafteten sind vorläufig in Pelle- voisin im Departement Indre interniert und sollen demnächst nach Schloß Chazeron gebracht werden. so daß nichts anderes übrig blieb, als reinen Tisch zu machen. Die Parteienherrschaft, die Norwegen so schwer geschadet hat, gehört der Vergangenheit an wie das oolksfremde Königshaus, dessen Haupt gewissenlos genug ist, im englischen Solde gegen die lebenswichtigen Interessen Norwegens in seiner Weise zu kämpfen. Der Gestaltwandel in Norwegen, der sich auf Persönlichkeiten stützt, die sich dem Reichskommissar bereitwillig zur Verfügung gestellt haben, bildet die Gewähr dafür, daß Norwegen einer glücklichen Zukunft im nordischen Raume entgegengeht. Presse ein außerordentlich starkes Echo. „Tidens Tegn" begrüßt es, daß durch die Rede des Reichskommissars endlich wieder klare Verhältnisse in Norwegen geschaffen wurden und erklärt: „Die Rede gab eine Antwort auf die Unge- wißhheit, in der unser Volk seit Beginn der Verhandlungen zwischen der Präsidentschaft des Stör- Die Neuordnung in Norwegen. Oslo, 26. Sept. (DNB.) Reichskommissar Gauleiter Terbooen hielt im norwegischen Rundfunk eine grundlegende Rede, deren entscheidende punkte wir bereits veröffentlichten. Als am 9. Juni ).J. die Engländer in überstürzter Flucht den etzten Teil norwegischen Bodens verlassen hätten, io führte der Reichskommissar aus, sah sich der Rest der norwegischen Armee gezwungen zu kapitulieren. Damit war die Einheit des norwegischen Reiches wiederhergestellt und das gesamte Land unter den Schutz der deutschen Waffen genommen. Da gleichzeitig mit den Engländern der König und die Regierung Nygaardsvold außer Landes flüchteten, war für das norwegische Volk eine völlig neue politische Situation gegeben. Das deutsche Volk hegte weder früher noch hegt es heute irgendwelche feindseligen Gefühle gegen das norwegische Volk. Es fühlt sich im Gegenteil ihm als einem Glied der großen nordischen Volksfamilie verwandtschaftlich verbunden und legt Wert darauf, mit ihm in Freundschaft und gegenseitiger Achtung zusammenzuleben und zusammenzuarbeiten, eine Freundschaftserklärung allerdings, deren Wert nur dann realisiert werden kann, wenn sie nicht einseitig ist. Unter diesem Gesichtspunkt, so stellte der Reichskommissar fest, seien die Verhandlungen mit den alten Parteien begonnen worden. Sie seien bis in die jüngste Zeit gelaufen und schließlich auf seine Weisung vor einigen Tagen abgebrochen worden, als man entgegen des Storting-Beschlusses, nach dem der Reichsrat aus eigener Verantwortlichkeit arbeiten sollte, den Versuch gemacht habe, durch juristische Kniffe den alten Parteien den entscheidenden Einfluß auf den Reichsrat zu erschleichen. Der Reichskommissar gab dann die schon mitgeteilten Folgerungen aus dieser Situation bekannt und schloß: Die politische Entwicklung der letzten Jahre hat eindeutig die Richtigkeit der politischen Thesen von „National S a m m l i n g" und seinem Führer Vidun Quisling erbracht. Viel Leid und Not wäre dem norwegischen Volke erspart geblieben, wenn es sich diesen Auffassungen erschlossen hätte. Nach wie vor, so betonte der Reichskommissar, bin ich und mit mir das deutsche Volk bereit, mit allen Kräften an dem Wiederaufbau der norwegischen Wirtschaft mitzuarbeiten. Ich bin überzeugt, daß ihr im Rahmen der sich vollziehenden Neuordnung des europäischen Raumes eine große Zukunft bevorsteht. Für eine Lösung die geeignet ist, dem norwegischen Volke Freiheit und Selbständigkeit zu sichern, gibt es nunmehr nur einen Weg. Er führt über „National Sammling". Großer Eindruck in Oslo. Oslo, 26. Sept. (Europapreß.) Die Rede des Reichskommissars Terboven hat auf den Mann auf wegischen Rundfunk die Erleichterung und Befrie-. diguna fest, die man in Oslo gefühlt habe, nachdem eine stabile Ordnung geschaffen worden sei. Der Führer des Deutschen Reiches habe durch den Reichskommissar seine Großmütigkeit gegenüber dem norwegischen Volk gezeigt; Die Neuordnung habe eine enge und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der norwegischen Verwaltung sichergestellt. Deshalb könne man schon jetzt feststellen, die neue Ordnung werde in weiten Kreisen des norwegischen Volkes mit Zufriedenheit begrüßt. Die Rede des Reichskommisiars findet in der ting und dem Reichskommissar schwebte. „Afton- posten" spricht von einem geschichtlichen Augenblick im Leben des norwegischen Volkes, das mit dem deutschen Volk eng Zusammenarbeiten werde. Es sei nun eindeutig klargelegt, daß der Weg zur Freiheit und Selbständigkeit des norwegischen Volkes einzig und allein von der „nationalen Sammlung" des Majors Quisling begangen werden könne. Das Quisling-Organ „Fritt Folk" stellt den moralischen und politischen Zusammenbruch des alten Parteisystems heraus. Die „nationale Sammlung" werde nunmehr nach einer Kampfzeit von acht Jahren daran gehen, ein besseres Norwegen aufzubauen. Jeder aufrichtige Norweger habe die Feststellung des Reichskommissars von der Korruptheit des alten Parteisystems aus vollem Herzen begrüßt. London unter den deutschen Vergeltungsschlägen. 1 4 » ■ - M fÄB r|i LH ;• M« v.:;. ML L' \ % .M • ... LH • « >. V' - W * x '"W ...... Trotz ständiger Warnung suchen die britischen Flieger auf den Mordbefehl Churchills hin bei ihren nächtlichen Einflügen über deutsches Reichsgebiet bewußt Wohnsiedlungen als Ziele für ihre Bombenangriffe. In immer stärkerem Maße ist nun die deutsche Luftwaffe zu Vergeltungsflügen übergegangen, bei denen sie die militärischen Ziele der Festung London, zu der das gesamte Gebiet, der unteren Themse gehört, in rollenden Angriffen erschüttert. Unser Bild, das aus London nach Amerika gefunkt wurde und jetzt hier eintraf, zeigt, wie ein zweistöckiger Autobus von dem D?uck der Bombe in ein Geschäftshaus geschleudert wurde und dessen Fassade erheblich beschädigte. (Scherl-Bilderdienst-M.) der Straße in Oslo großen Eindruck gemacht. Durch Monate hat das Volk auf eine Neuordnung des Staates gewartet, jetzt hat der Reichskommissar dem Volke die neue große Möglichkeit gegeben, sich in dem neuen Europa au orientieren. Das norwegische Volk war von Der englischen Propaganda verblendet und hat in den letzten dreißig Jahren die Entwicklung seines germanischen Brudervolkes nicht verstanden. Die norwegischen Regierungen der letzten Jahrzehnte hatten das Land zur Verfügung, Englands gestellt, und ttotz ehrlicher und aufrichtiger Freundschaftserklärungen von deutscher Seite war es unmöglich, den Norwegern die Augen zu öffnen. Nur eine Partei, die Partei der nationalen Sammlung, hat die große neue Entwicklung verstanden. Große Zufriedenheit hat es auch ausgelöst, als der Reichskommissar versprach, daß das deutsche Volk ehrlich und kameradschaftlich mit dem norwegischen Volk zusammenarbeiten und das Deutsche Reich Norwegen und das Land wic- deraufbauen helfen wolle. Der Reichskommissar habe mit seinen Bestimmungen die besten Voraussetzungen für ein freies und arbeitendes Norwegen geschaffen. Der neue kommissarische Staatsrat für Dolksauf- klärung und Kultur, Dr, ßurib e, stellte im nor- Das britische Fiasko vor Dakar. Stockholm, 26. Sept. (Europapreß.) Das Londoner Hauptquartier des Verräters Generals d e Gaulle hat in den späten Abendstunden des Mittwoch ein Kommunique veröffentlicht, in dem die Öffentlichkeit auf das endgültige Scheitern der Dakar-Affäre in schonender, aber unmißverständlicher Weise vorbereitet wird. De Gaulle läßt erklären, daß in Dakar die Lage heute völlig anders sei, als es in dem Augenblick der Fall war, in dem drei Kreuzer von Toulon abgingen und durch die Straße von Gibraltar fuhren, um sich nach Dakar zu begeben. Es habe den An? schein, als ob die französische Regierung von Vichy Verstärkungen nach Dakar entsandt habe, so daß die Verteidigung der Stadt heftiger gewesen sei, als man habe erwarten können. Jedenfalls habe sich die Lage „beträchtlich geändert". — Schließlich erwecke es den Anschein, als ob die Vichy-Behörden in Dakar alle de Gaulle freundlich gesinnten Franzosen frühzeitig genug verhaftet haben. Der Abbruch der Aktion gegen Dakar wurde dann am Mittwochnachmittag amtlich in London bekanntgegeben. In einem ausführlichen Kommunique wird sorgfältig betont, daß den britischen Einheiten angeblich nur die Rolle zugefallen sei, die Streitkräfte de Gaulles zu unterstützen, nicht aber die Initiative zu ergreifen. So heißt es auch, daß die „Streitkräfte de Gaulles einen Landungsoers u ch unternahmen, der keinen Erfolg hatte". Nachdem es daraufhin klar geworden sei, daß nur „eine größere kriegerische Operatton" den Fall von Dakar herbeiführen könne, wurde beschlossen, die Feindseligkeiten e i n a u st e l l e n. Die beteiligten Streitkräfte würden daher zur Zeit aus dem Gebiet von Dakar zurückgezogen. Alle Zeitungen stellen fest, daß die Expeditton de Gaulles ungenügend vorbereitet war, und daß England — wie sich „Daily Mail" ausdrückt — „einen Prestigeverlust er st en Ranges erlitten hat". Das Blatt nennt den Landungsversuch de Gaulles ein Fiasko. — „Daily Telegraph^ schreibt: Die Expedition verließ England in der Annahme, daß General de Gaulle in Dakar eine Eine bittere Lehre. Es gibt in dieser Zeit seit dem Abschluß des Waffenstillstandes mit Frankreich genug Aeußerun» gen der französischen Oeffentlichkeit, aus denen her» oorgeht, daß die Franzosen aus dem völligen Zusammenbruch von zwei Jahrzehnten imperialistischer Politik praktisch noch herzlich wenig gelernt haben. In einem Punkt freilich wird ihnen die Erkenntnis der Tatsachen leicht gemacht, und zwar hinsichtlich des französisch-englischen Verhältnisses. Das französische Staatsgebiet wurde von England als hauptsächlichster Kampfplatz für diesen englischen Krieg ausgewählt. Frankreich hatte seine gesamte Wehrmacht für England zu mobilisieren und in die erste Linie zu stellen. Die dringlichsten französischen Forderungen nach Verstärkung der englischen' Expeditionsarmee blieben ungehört. Spätestens nach der englischen Flucht aus Namsos hätte Frankreich wissen müssen, welches Spiel England mit ihm in diesem Kriege trieb. Es hat in einer geradezu unfaßbaren Leichtfertigkeit alle Tatsachen übersehen. Ja, nicht einmal die feige Flucht der Engländer aus dem Raum von Dünkirchen vermochte die Franzosen über ihre Verbündeten genügend aufzuklären, deren Flucht sie mit schweren Opfern decken durften. Es kam dann nach dem Waffenstillstand zur Aufbringung französischer Handelsschiffe durch englische Seestreitkräfte. Es kam weiter bald zu Bombenwürfen englischer Flieger auf französisches Gebiet. Es kam zu dem englischen Bubenstück von Dran und der englische Unterricht für Frankreich erreichte einen vorläufigen Höhepunkt mit dem Angriff auf eins der größten französischen Kolonialgebiete mit der Haupfitadt Dakar in Westafrika. In französischen Regierungskreisen rft man volle? Empörung über den langjährigen englischen Bundesgenossen. Das ist an sich menschlich begreiflich. Aber das kann uns nicht an der Feststellung hindern, daß an diesen französischen Enttäuschungen mit England niemand anders schuld ist als Frankreich selbst, das immer wieder die Hand des Führers zurückstteß und nur seine Versailler Gedankengänge im Kops hatte. Es gibt in der ganzen Weltgeschichte kaum einen Vorgang für die Tatsache, daß die einst größte Militärmacht Europas, Frankreich, in ihrer Überheblichkeit und ihrem sturen Imperialismus so weit ging, daß sie sich innerhalb weniger Monate zum willenlosen Trabanten eines England machte, mit dem es niemals völkische Gemeinsamkeit, sondern nur blutige Kriege und in neuerer Zeit die politischen Geschäfte einer emporgekommenen Adootatenclique gehabt hat. Der Ueberfall von Dakar wird gewiß nicht die letzte englische Lektton für Frankreich sein. Die Lehre ist gewiß bitter, aber angesichts der französischen Un- velehrbarkeit unvermeiolich. Oie weiße Seerose. Von Anton Schnack Die Mädchen am Ufer des weidenumbuschten Teiches will ich bitten, sie nicht zu pflücken. Gewiß ist der aus dem brüchigen Stiel geflochtene und von weißen Blüten unterbrochene Kranz schön und eigentümlich. Am beston wird diese lebhafte und wässerig glänzende Zier Sabina schmücken; denn ihr Haar hat Die Schwärze des Ebenholzes, auch hat es eine reiche Lockenfülle, die dem Kranze recht ist — er wird wie ein Silberreif auf dem schwermütigen Mädchenkopfe strahlen. Die Blüten kommen von unten, und was von unten kommt, hat irgendeinen geheimen und betörenden Zauber. Ihr Mädchen, in die weiße Blüte auf dem Wasserspiegel verliebt, seht nicht den großmäuligen Fisch mit den langen gleitenden Bartfäden und der düsteren Moorfarbe; unruhig schwimmt sein mißgestalteter Leib am Wurzelstock der Wasserrose vorbei und taucht in das Schlammgewölk des Grundes. Ihr denkt auch nicht an den rotgefleckten Molch, der mit gezacktem Schwanz und gesträubtem Kamm der kriegerischen Larve der großen Libelle zu Leibe will. Ihr Mädchen seht nur die Schönheiten des regungslosen Wasserspiegels im Sonnenglanz, aber unter dem Spiegel ist das fahle Reich der Fäulnis und des Morastes, das Lager augenloser Würmer und blutgieriger Egel. Nacht ist unten, Ungewißheit und Wirrwarr sind unten und die strudelnden Öffnungen unbekannter Quellen, die Dopeinft die Zugänge zu den Schlupfwinkeln und Muschelpalästen der Nixen und silbernen Wassermänner waren. Die weiße Seerose hat eine geheime Seele und die Gewohnheiten einer wunderbaren Uhr. Wenn die Mädchen Sabina, Imogen und Genofeva noch im traumumspielten Schlummer am Morgen liegen, steigt der grüngekapselte Knopf der Seerose aus dem Wasser und wendet sich nach der östlichen Himmelstüre, aus der die ersten Strahlen der Sonne in die Schleier des Morgennebels schießen. Dem heißen Kuß des Gestirns Öffnet sich die Blüte; ihr weißes Auge hat sich aufgetan, um verzückt das Feuer der Sonne zu trinken. Dem goldenen Sonnenwagen folgt dis Blüte mit unwiderstehlicher Anhänglichkeit, wie das von der Liebe schimmernde und glänzende Auge der Geliebten dem Freunde folgt. Und wenn der Sonnenboaen im Westen zur Neige geht und in den blauen Abgründen der Dämmerung versinkt, dann schließt sich wieder die fronenartig gestaltete Qeeblüte und birgt die empfangene Wärme im Innern. Im Innern aber lebt das Herz der weißen Nymphe, der Nymphaea alba. Möge Liebesglück den Mädchen Sabina, Imogen und Genofeva hold und reich zuteil werden! Das Liebesglück der in der Blume wohnenden Nymphe war gering und ohne Erfolg. Auf dem Spiegel des Teiches schwimmt nun das gebrochene Herz eines Wesens, das aus Liebeskummer starb. Die Wärme 'und Röte des Blutes sind aus den Herzkammern gewichen, zurück blieben das kühle, fast metallene Blattfleisch und der bezaubernd weiße Farbenschein. Aber dem geheimen Nymphengeist der Seerose ist noch nicht die Erinnerung an den starken und herrlichen Helden Herkules geschwunden. Immerdar wird ihr die Sonne das Sinnbild des Halbgottes sein, der eine Rüstung aus edlem Metall trug und bezwirn gende Augen hatte. Obwohl die Nymphe jedesmal dem Herkules durch die dünnen und windschwankenden Schatten der Olivenhaine folgte und seinen klirrenden Nameis dabei wie eine Verzückte rief — der Mann, dem int Ohre Keulengetöse und Kampfrufe brausten, hörte den Vogelruf der Nymphe nicht; sie war ihm gering wie eine zur Erde gefallene Elsterfeder. Die Nymphe tanzte, angetan mit einem siebenfarbigen Schleier, immer einer dünner und durchsichtiger als der andere, einen Kreis um seine Rastplätze auf Thymianhügeln, oder sie tanzte an den Stufen der Tempelsäulen, die einen schwarzen Schattenstrich in den Mittag zogen, darin sich eine Handvoll Wind gesammelt hatte, der über den kampfmüden Herkules erquickenden Atem fächelte. Aber ihm, der beim Schweifen durch die Schlüfke und Grüfte der thessalischen Berge hungrig geworden war, schien der Genuß einer am offenen Feuer gebratenen Hirschkeule wichtiger als die blumen- stengelartigen uno gebrechlichen Schenkel einer tanzenden Nymphe. Sie kauerte sich unter die Türen zu den Schänken, wo Herkules Wein aus Samos tranf, gewürzt mit Honig und Hara. Doch der Halbgott ließ sich die Trinkschale von Den Töchtern der Wirte, füllen; die weiße, fast durchsichtige Nymphe, 'die gleich einem verlorenen bleichen Mondstrahl am Gebälk ruhte, sah er nicht. Wahrscheinlich war jein Blick jedesmal getrübt; entweder von dem dampfenden und ätzenden Blut der erlegten wilden Rinder und Zentauren, oder vom alten und schweren Wein, von dem er immer ein ganzes Faß austrank. Die Nymphe Alba wurde aus Kummer und Liebesgram schließlich winzig und klein wie ein vom Wind gebrochenes Blatt. Und da sie aus leidooller Sehnsucht Bäche von Tränen gemeint tjatte, wurde von der Göttin der Liebe die Unglückliche in die stillen Gewässer des Sees Orchomenes in Böotien gesetzt, in die Nachbarschaft der in Schilfrohr verwandelten Nymphe Syrinx. Beiden Nymphen hat die Liebe ein gleiches Schicksal bereitet, aber aus entgegengesetzten Ursachen: Alba suchte vergeblich die Leidenschaft und die Liebe von Herkules, Syrinx floh die wilden Nachstellungen des bockfüßigen und hörnergeschmückten Pan. Und ihr Mädchen wißt nun, daß der liebeslüsterne Pan sich deshalb im Gewirr und Geklirr des Schilfrohrs vor allem aufhält — er lauscht mit grinsendem Gesicht dem Geflüster des Rohrs, woraus der langbehaarte Tölpel noch immer die betörende (Stimme der verzauberten Syrinx hört. Nehmt euch also in acht, wenn ihr vom trügerischen Teichufer die Hände nach der weißen Blüte der Seerose ausstrecki, daß euch nicht plötzlich die Arme des Pan umklammern, der gerne die Gestalt von Binsenschneidern, Grasmähern und halbnackten Anglern annimmt! Manchmal an besonders lautlosen und gläsernen Sommermittagen, wo ein Gewitter nicht fern ist, hat er sich in die fischschwänzige Gestalt eines Wassermanns verwandelt und lauert mit runden und unheimlichen Augen zwischen den herzförmigen Blättern der Seerosen. Seine Finger, dünn und grau wie Fischbein, halten die prächtigste, die Königin aller Teichrosen, eine Wunderblüte, die nicht porzellanweiß glänzt, sondern ganz kristallen. In der Mitte trägt sie einen Goldknopf. Die Blüte zu besitzen und in das Haar oder an die Brust zu heften, ist das Verlangen der Mädchen. Aber stehendes grünliches Wasser lächelt seltsam. Es ist noch das geheimnisvolle Lächeln der lockenden Nixen aus uralten Märchenzeiten darin. Das ist der Grund, warum manchmal eines der Mädchen nicht mehr am Abend über die Wiesen nach Hause laufen wird, wo die Behausungen der horngeflügelten Grillen sind. Auf dem Teiche Haden sich oje Knöpfe aller Wasserrosen geschlossen; denn die Sonne ist untergegangen. Die größte Rose, die mit dem Goldknopf in alabasterweißer Blätterschale, ist mit Sabina in die Tiefe gesunken. „Oer ewige Quell* Schwerflüssig wie Bauernblut ist die Sprache dieses Films, in dem Fritz Kirchhoff nach einer Erzählung von Johannes Linke das Schicksal eines in verhängnisvollen Wahn verstrickten und durch bitteres Leid wieder befreiten Bauern gestaltet. Der ewige Quell des Landes ist das Wasser, wer sich an ihm versündigt, mit dem geht es bergab. Das muß der Lohbauer erleben, der in einem Sommer trostloser Dürre das kostbarste Gut seines Hofes, das Wasser, verschleudert, den Einflüsterun-- gen eines entwurzelten Tunichtgut nachgibt und nach Gold gräbt. Der Goldrausch macht den ernsten, pflichtgetreuen Mann blind und taub für alles, was um ihn herum oorgeht. Er hört auf keine Warnungen, er sieht keine mahnenden Zeichen, er glaubt an das Gold mit der gleichen sich ganz hingebenden Besessenheit, die früher seiner Arbeit in Hof und Feld galt. Furchtbar ist bas Erwachen, aber es kommt nicht zu spät. Das Gold erweist sich zwar als trügerisch gleißender Schein, abgefeimte Schurken bringen den Bauer fast um Haus und Hof, und schwer muß er sühnen für die Untreue am Erbe der Väter. Aber dann ergießt sich wieder der ewige Quell über Aecker und Wiesen und verheißt neues Leben. — Eugen Klöpfer spielt den Lohhofbauern. Breit und wuchtig, wie die Tiroler Berge um seinen Hof, steht er da, wortkarg und felbftbe- wußt, bis die Goldgier in seine ruhigen Augen das gefährliche Flackern bringt und seine sichere Hand vor innerer Erregung zu zittern beginnt. Lina Carstens, still und herb, ist die Bäuerin, Alexander Trojan, eifernd und hitzig, der Sohn, Käthe M e r k die Braut. Den Goldgräber spielt Bernhard Minetti, etwas Tückisches im Blick, frech im Gehaben, mag er auch anfangs selbst noch an sein Gold glauben. Als er seinen Irrtum begreift, wird er zum kalten Verbrecher. Eine ausgezeichnete Porträtskizze gab Luis R a i n e r als der alte Wünschelrutengänger. Albert Hörrmann machte sehr charakteristisch einen skrupellos verschlagenen jüdischen Beutelschneider. (Bavaria-Filmkunst.) Dr. Fr. Ä. Lang^i .Burnus« schont die Wäsche sehr; Reiben, Bürsten gibt's nicht mehr? .Burnus wa/' . und das erfreut Arbeit, Kotzte, Drontheim. Als Grup- bürg vernichtet. fioetüflhirW nnöliatutmnOe Vermählungsanzelgen Verlages, Berlin-Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem Gießener Buch. Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr.? Händler das ausführliche bebilderte Werbeblatt „Freunde der Natur sind Freunde guter Bücher". 4299 D im 87. Lebensjahr. 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September 1940 erfolgte Ableben unseres lieben Herrn Wilhelm Luft Der Verstorbene widmete über 50 Jahre unserer Starkenburgia seine besten Kräfte und hat durch seine vorbildliche Arbeitsfreudigkeit sowie durch seine unermüdliche Pflichterfüllung unserem Corps unvergeßliche Dienste geleistet Wir werden sein Andenken für alle Zeiten in Ehren halten. Am 25. September starb nach schwerem Leiden in der Medizinischen Klinik zu Gießen mein lieber Mann, mein treusorgender Vater,unser guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Philipp Becker im 47. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Luise Becker und Sohn. Alten-Buseck, den 26. September 1940. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 28. September, nm 15 Uhr vom Trauerhause aus statt. Mitten durch die Sperrballone. Don Kriegsberichter Siegfried Cappe. nung geändert. Zwar weiß er die Lösung nicht, aber er ahnt den Weg. 1905 erteilt Tirpitz den Auftrag zum Bau eines Versuchsbootes. 1906 ist es geschafft. An einem schönen Septembermorgen schließt sich die Wasserfläche zum erstenmal über dem „U 1", in dem Berling mit voller Mannschaft und dem Jngenieurpersonal sitzt und mit fiebernden Pulsen dem Ausgang dieses Unternehmens entgegensieht. Das Schicksal spielt diesen tapferen Männern noch einmal einen tollen Streich. Bis auf 24 Meter sind sie herunter, da gerät das Boot in einen der gefährlichen Unterwasserstrudel. Die Meßinsttumente scheinen einen irrsinnigen Tanz zu vollführen, was nicht niet- und nagelfest ist im Boot, aust durcheinander — aber das Boot kommt wieder rei, und ganz plötzlich liegt „U 1" still auf 32 m Tiefe auf dem Meeresgrund. Es ist geschafft. Berlin, 26. Sept. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes: Major Schell« mann, Major L ü tz o w , Major Cramer und Oberleutnant Brandenburg. Major S ch e l l m a n n hat 10 Luftsiege errungen. Dank feiner mitreißenden Führung und seines persönlichen Einsatzes hat das von ihm geführte Jagdgeschwader große Erfolge in Luftkämpfen erzielt. Major L ü tz o w hat 14 Gegner in der Luft abgeschossen und ist seinen Besatzungen stets ein leuchtendes Vorbild eines tapferen Jagdgeschwader» commodore, der seinen Verband in allen Luftschlachten hervorragend führt. Major Cramer konnte mit seiner Staffel schwere Treffer auf brittsche Schlachtschiffe erzielen. In Norwegen führte er seine Staffel auf den Flügen gegen die Engländer bei Andalsnes, Moldefjoro und Drontheim. Als Grup- penkommandeur flog er an der Spitze seines Verbandes gegen Boulogne, Le Havre, Amiens, Nantes. Mehr als 40 000 Tonnen Schiffsraum konnte seine Kampfgruppe versenken. Auch im Kampf gegen England hat Major Cramer entscheidend zu den Erfolgen des Kampfgeschwaders beigetragen. Oberleutnant Brandenburg hat sich als Stukaslugzeugführer und als Staffelführer besonders ausgezeichnet, besonders bei der Bekämpfung von Schis» fen ohne eigene Verluste. Einen Kreuzer, drei Zerstörer, zwei Transporter und zwei Frachter konnte die Staffel versenken, von denen Oberleutnant Brandenburg selbst einen Zerstörer und einen Transporter erledigte. Auch gelang es der Staffel u. a., südlich Nesle einen Vorstoß feindlicher Panzerwagen aufzuhalten; drei Panzerwagen wurden allein durch die Kette des Oberleutnants Branden- DNB...... 26. September. (P. K.) Leutnant W., der Beobachter, und Feldwebel B., der Flugzeugführer, sind vor einigen Sagen vom Reichsmarschall persönlich mit dem E. K. 1 ausgezeichnet worden. „Da mußten wir ja beim nächsten Auftrag auch etwas Besonderes leisten", meint Leutnant W., „und das haben wir fertiggebracht. Mitten durch die Ballonsperren hindurch!" Bei uns war das Wetter so schaurig, daß mir alle Hoffnungen auf einen Einsatz aufgegeben hatten. 100 m Wolkenhöhe, Regengüsse am laufenden Band ... Da kommt gegen Mittag der Befehl zur bewaffneten Aufklärung. Nur einzelne Besatzungen werden gegen die Insel fliegen, um die Briten nicht zur Ruhe kommen zu lassen. Beim Start, so erzählt Leutnant W., war die Wolkendecke fast geschlossen. In 100 m Höhe zogen dicke Fetzen nach Westen. Unter den Wolken fliegen wir bis zum Kanal. Und da wird das Wetter noch schlechter — beinahe Waschküche. 20, 30 m liegen die Hefigen grauen Regenwolken über dem Wasser. Aber wir müssen hinunter. Im Tiefflug zieht die Kiste nach Norden, der Insel zu, die wir nach wenigen Minuten durch ihre helle Steilküste erkennen. Aber da können wir nicht herauf. Unmöglich, hier einzufliegen, weil „oben" die Wolken aufliegen. Also Kurswechsel nach Westen. An den hohen. Kreidefelsen vorbei zieht das deutsche Kampfflugzeug über die See. Vier, fünf Minuten vergehen. Jetzt muß nach der Karte bald ein „Vach" in den Kanal münden, und da müssen wir hinein ... Es glitzert etwas schmutziggrün. „Hier herauf!", ruft der Beobachter. Der Flugzeugführer zieht den Knüppel an den Bauch, tritt links herein — das Kampfflugzeug jagt die Flußmündung hinauf, nach England hinein. Kanzel liegt und das Ziel ausmacht. „Brook- l a n d - B a h nl", ruft er. Unten zieht sich die Rennbahn grau in grau. Mitten in einem Bogen liegen ein Flugplatz und eine riesige Montagehalle. Und im Umkreise Sperrballone über Sperrballone. „Nichts wie hindurch!" Da stellt der Flugzeugführer die Ju auf den Kopf, kippt ab ... In rasender Fahrt saust das Kampfflugzeug der Erde entgegen, Hallen und Häuser werden größer und größer, die gelben und silbrigen Punkte der Sperrballone stehen jetzt schon über der Ju, und die leichte Flak schießt aus allen Rohren. Ein Dach entsteht über den Köpfen der deutschen Flieger, so dicht fliegt die Leuchtspur. Dann geht alles rasend schnell. Ein Dach ist bemalt, mit Häuschen und kleinen Dörfchen. ... 400 Meter über England, 300, 200 Meter, kein Mensch ist zu sehen, die Flak hört plötzlich mit dem Schießen auf. 150 Meter, knacks, ein kurzer Druck auf den roten Knopf, die Bomben fallen! Weiter rast der Vogel der Erde entgegen, mit einer ungeheuren Fahrt. Hinten brüllt der Funker: „Gesessen, mitten in der Halle!" Da zieht der Flugzeugführer kurz an, hüpft über Mit Feuereier wird jetzt gearbeitet. 1907 kommt Dr. Techel zur Germaniawerft und ist von nun ab der Mann, der für den deutschen U-Bootbau verantwortlich zeichnet. Praktisch ist er erstmalig bei der Serie „U 5" bis „U<6" beteiligt; rd. 170 Boote sind bis 1918 durch feine Hände gegangen. Der unglückliche Ausgang des Krieges setzt auch ihm dann endgültige Schranken für seine Betätigung. Aber das U-Boot ließ ihn nicht los. Ende 1922 vollendete er eine Denkschrift, in der er die Erwartung ausspricht, daß die im U-Bootsbau gesammelten Erfahrungen nicht ganz verloren fein mögen. Als dann endlich 1933 der Nationalsozialismus die Macht übernahm, fanden sich wieder Männer, die die starke Waffe zur See schmiedeten. Im Deutschen Museum in München aber steht heute in „Lebensgröße" das alte „U1", das bis 1918 noch als Schulboot Verwendung fand, die stille Zeugin einer phantastischen Entwicklung der stolzen deutschen U-Bootswasfe, die jetzt mithilst, Englands Herrschaft über alle Meere en-gültig zu zerbrechen. Hans Giese. arbeitet sofort gesucht. Georg Bellos, Auto- Lackierwerkstätte Gießen, In Löbers Hof 6 Zuverlässiger Mann für Nachtwache in der Woche ein- bis zweimal gesucht. [43210 Hotel Schütz. Fleiß., ehrlich. Mädchen für sofort oder später bei gut. Lohn gesucht. Frau [4320D Mil Wage Hinoenburg- wall 18. Suche für sofort braves Mädchen für Geschäftshaushalt [03247 Er. Keller Gem.-Waren Ätzbach Kreis Wetzlar Babnbossir. 79. Miet gresoche 3-Zimmer- Wohnung für Ehepaar mit Die Wolkendecke hebt sich etwas, ist etwa 150 Meter hoch. Immer zwei Minuten in der Waschküche, und dann wieder raus, so tanzt die Maschine nach Norden, dem Ziel entgegen. Da werden die Wolkzn dünner, heben sich überraschend schnell, sind chließlich nur noch ein dünner Schleier. ,Kötzer!", brüllt der Beobachter. Der Flugzeugführer zieht, aber diese kleinen Schwaden bilden keinen Schutz mehr. Da ertönt von hinten der Alarmruf: „Säger!" Zwei Hurricane drehen auf unsere Ju ein, jagen heran und feuern kurz und hart schon auf große Entfernung. Da setzt ihnen der Bordfunker eine prachtvolle Garbe vor die Nase. Und während der Flugzeugführer die Maschine durch eine steile Kurve auf Südkurs legt und — Pulle rein, Knüppel weg — wie der Blitz davonsaust, haben die beiden Briten längst den Ueberblick verloren und müssen die „Beute" weit hinten in den dichteren Wolken verschwinden sehen. Jetzt sitzt foie Kiste wieder in der Waschküche. Also noch einmal Kehrt. Und noch vorsichtiger als beim ersten Male pirscht sich das Kampfflugzeug an sein Ziel heran. Jede Minute wechselt es den Kurs, schlägt dabei Haken wie ein Hast und klettert durch den leichten Dunstschleier bis auf 1200 Meter. Noch liegen große Wolkentücher unter ihm, aber die Löcher in der Decke werden größer und größer und hören am Standrande Londons vollständig auf. Kein Jäger und keine Flak, nur dunkle Rauchpilze an allen Ecken und Kanten der Riesenstadt. Und — Sperrballone, silbern und hellgelb, wie unzählige Blumen auf einer bunten Wiese. Da hilft alles nichts, die Kiste muß klettern, 1500 Meter, 1600 Meter ...In aller Seelenruhe steuert der Flugzeugführer eine große Kurve über dem Südwestteil Londons, während der Beobachter in der (PK.) Wenn die neue deutsche Unterseebootwaffe 1 ihr 5jähriaes Jubiläum begeht, mag es auch von 1 Interesse fein, einige Angaben über die Ge- ! schichte des deutschen U-Bootbaues zu । erfahren. Wir hatten Gelegenheit, einen der Pio- * 1 niere des U-Bootbaues, Dr.-Jng. h. c. T e ch e l, zu : sprechen, der von 1907 bis zum Ende des Weltkrieges bestimmend für den Bau der deutschen U- Bootswaffe gewesen ist. H. Techel wurde 1895 an der Technischen Hochschule Charlottenburg für sein erfolgreiches Studium in der Schiffsbaukunst mit der Frisdrich-Wilhelm-Medaille ausgezeichnet. Nur der Schiffsbau interessierte ihn, vor allem der Bau von Kriegsschiffen. Als er 1907 zum zweiten Male zur Germania-Werft kam, widmete er sich ganz dem U-Bootbau. Interessant ist die Feststellung Dr. Techels, daß man von einer Erfindung des U-Boots überhaupt nicht reden kann, denn die Konstruktton eines solchen Bootes war in dem Augenblick möglich, in dem auch die technischen Voraussetzungen dafür, nämlich der Doppelantrieb, gefunden waren. Dr. Techel hat in fernem Buch „Der Bau von Unterseebooten auf der Germania-Werst" die ersten Anfänge der Entwicklung im Jahre 1902 geschildert. Ein Spanier, d'Equevilley, erschien zu Beginn des Jahres 1902 b ei der Firma Krupp in Essen und brachte einige Vorschläge zum Bau von Unterseebooten mit. Die Germaniawerft wurde beauftragt, das erste Dersuchsboot herzustellen. Man taufte es auf den Namen „Forelle" und nannte es im Schriftverkehr .Leuchtboje", da die Arbeiten geheim ausgeführt wurden. Das geringe Gewicht ermöglichte es, daß das Boot anBord größerer Kriegsschiffe mitgeführt werden konnte. Jedoch ist die „Forelle" niemals in dieser Weise verwendet worden. Das Ergebnis der ersten Versuchsfahrt übertraf alle Erwartungen. Schon während des Baues wurden Entwürfe für größere autonome Boote ausgearbeitet, für Boote, die mit Verbrennungsmotoren während der Oberflächenfahrt ihre Batterien selbst wieder aufladen konnten. Im Ausland wurden die Arbeiten auf der Germania-Werft mit größtem Interesse verfolgt, und so kam es, daß schon 1903 sich insbesondere Rußland für diese neuen Boote interessierte. Allmählich griff der Gedanke vom Bau von Unterseebooten auch bei der Kriegsmarine Platz, und schon im Jahre 1904 beauftragte Großadmiral von Tirpitz den Marineingenieur Gustav Berling mit dem Bau eines stabilen und kampffähigen Unterseebootes für die deutsche Kriegsmarine. Bsr- ling und mit ihm zahlreiche Männer der Torpedostation in Kiel sind wenig erfreiTF von diesem Auftrag, zumal sie der Ueberzeugung sind, daß der Traum vom Unterwasserfahren niemals erfüllt werden wird. Doch Berling kniet sich in die Sache hinein. Obwohl man weiter die Sache lächerlich zu machen sucht, beißt er sich an dem Problem fest, und fchon nach wenigen Wochen hat sich seine Mein- Präg’ Dir diese Verse ein — merk' Dir:,, Burnus Kleine poliiische Nachrichten. Reichsminister Dr. Goebbels empfing in An-1 der Zentralstätte der deutschen Erzieherschaft die esenheit von Stabsleiter Fischer die Leiter des | Einrichtungen des NS.-Lshrerbundes kennen lernen. . s... r - S.-«- hi« <-> < i zin 11 f t-r * Eröffnung morgen Samstag 10 Uhr 4318 A Junger | Verkäufe | Ä«. Gut erhaltenes XCHICt ru kauf, gesucht. J/lOlOrrOV Preisangebote M Seime an öerHatolmflBemOljlet-Bttet! Preisangebote solange Vorrat 4313A > ■ SM M Stadttheater unter 4317V an den Gieß. Anz. , V SW MHWAWM Wesenheit ----- Rednerwesens der Partei und die Gaubeauftragten für das militärische Vortragswesen, die in Berlin zu einer Tagung versammelt sind. In längeren Ausführungen gab er ihnen Richtlinien für ihre Der Präsident von E c u a d o r ist ermächtigt worden, bei den Vereinigten Staaten von Amerika eine Anleihe bis zu 2,3 Millionen Dollar nachzusuchen, die für den Bau von Straßen, für die Hebung des Flugwesens, zur Förderung der Landwirtschaft und des Eifenbahnwesens verwandt werden soll. ein paar hohe Bäume am schmälsten Platzrand hinweg und steuert seine Maschine über das britische Rollfeld, auf dem zehn herrenlose britische Jäger vom Typ Hurricane stehen. Denn jetzt sitzt alle Welt in den Splittergräben und Luftschutzkellern. Graue und rote Häuser, bunte Felder, einige Waldstücke — alles kommt rasend schnell näher und verschwindet wieder. Durch die Ballonsperren am Stadtrand im Tiefflug hindurch. Immer einmal rechts, dann wieder links hineingetreten. Auf freiem Feld zieht der Flugzeugführer hoch. Im gleichen Augenblick bellen hinter ihm wieder die Maschinengewehre. Zwei Jäger hängen an der Ju, vielleicht die gleichen wie vorhin. Und wieder müssen sie abdrehen, ohne richtig zum Schuß gekommen zu sein. Ein britischer Einzelgänger zieht ruhig und gelassen in 400 m Entfernung vor der Kanzel des deutschen Flugzeuges her. Brrrrt? macht das MG. des Be- obachteks. Da fetzt der Brite einen Abschwung erster Klasse hin und saust ab auf Nimmerwiedersehen. Jetzt ist die Luft frei. Das deutsche Kampfflugzeug zieht über die Wolken und steuert den Kanal an. Dort ist inzwischen die Wolkendecke aufgerissen, ganz deutlich liegt die britische Küste im Schein der Sonne. Nichts regt sich dort, keine Jäger, keine Flak ... Nähe von Mglar el Zaeue. nördlich von Om Ager, in die Flucht geschlagen. Feindliche Flugzeuge warfen Bomben auf Gura, Sototo (Kenia), Adi Galla, wo zehn Eingeborene verwundet wurden, Metemma, wo ein Toter und drei Verwundete unter der Bevölkerung zu beklagen sind, Vlagi. wo es einen Toten und drei Verwundete gab. Ein feindliches Flugzeug ist getroffen worden. Das im Wehrmachlsberichl vom 22. September als getroffen bezeichnete Flugzeug bei Jfiolo ist, wie nachträglich feflgeftellt werden konnte, abge- stürzt. Eines unserer Torpedoboote ist im Jonischen TNeer von einem feindlichen A-Bool versenkt worden. Die Besatzung ist zum großen Teil gereitet. GchwereGchädeyinGibrattar punkten Gibraltar an Ünd warfen zahlreiche Bomben auf den Arsenalbezirk von Gibraltar. Hier sowie an anderen Stellen der Festung entstanden, wie von der spanischen Grenze her beobachtet werden konnte, zahlreiche Brände. Einige Bomben fielen auf die Gebäude des M a ° rineclubs, die fast völlig zerstört wurden. Weitere Bomben trafen die Gasfabrik an der Europaküste und verursachten große Schäden. Auch das Zentrum der Stadt wurde von mehreren Bomben getroffen, welche zahlreiche Häuser beschädigten. In der Nähe der großen Schutzräume explodierten weitere Bomben, wodurch eine Panik heroorgerufen wurde. Durch den Bruch zahlreicher Wasserleitungsrohre sind an einigen Stellen der Stadt die Keller unter Wasser gesetzt worden. Ein bewaffneter Handelsdampfer, der Patrouillen- dienste versah, wurde versenkt. Auch das Elektrizitätswerk der Marinewerft wurde erneut von einer Bombe schweren Kalibers getroffen, die Teile der Anlage und besonders eine Turbine von 1400 Ampere zerstörte. Am Donnerstag um 8.30 Uhr wurde Gibraltar von einem Aufklärungsflugzeug unbekannter Nationalität überflogen, das von der 1 englischen Luftabwehr nicht beschossen wurde. Als gegen 10 Uhr zwei weitere Aufklärungsflugzeuge erschienen, wurde jedoch ein heftiges Abwehrfeuer eröffnet. Die nord irische Polizei unternahm am Donnerstag neue Razzien gegen Mitglieder der Irischen Republikanischen Partei. Sie umzingelte ganze Straßenblocks in Belfast und verhaftete 30 Personen, die auf dem berüchtigten Gefangenenschiff, auf dem England bereits über 200 ihrer Freiheit beraubte irische Nationalisten festhält, für die Kriegsdauer untergebracht werden. 19.30—22 Uhr 2. Freitag-Miete Goldregen Lustspiel-Operette von Rößner. Preise; RM. 0.60 bis RM. 3.10. Bezirkssparkasse Gießen Mimischer Wehrmachtsbench«. Rom, 26. September. (DRV.) Der italienische Wehrmachtsbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: In Nordafrika hat unsere Luftwaffe den Flughafen El Daba in einem Nachtangriff mit Bomben belegt. Der Feind hat die Bombardierung von Tobruk wiederholt und wurde von der prompten Gegenaktion der Flugabwehr und der Rlarineflak behindert. Lin Flugzeug ist mit Sicherheit, drei weitere sind wahrscheinlich abge)chossen worden. Unsere Jagdflieger, die zur Störung des Rückfluges der feindlichen Flugzeuge zu ihren Linfahhäfen eingriffen, haben außerdem drei Flugzeuge abgeschossen. Einige Wohnhäuser und ein Feldspital sind beschä- digt worden. Insgesamt sind fünf Tote und zehn Verwundete, darunter zwei Frauen zu beklagen. Feindliche Schiffseinheiten haben Sidi Ba- rani unter Feuer genommen, wobei es einen Toten gab und ein Lastkraftwagen getroffen wurde. Eine Jagdstaffel hat einen Angriffs- und Erkundungsflug über Malta ausgeführt. Ein Flugzeug ist nicht zurückgekehrt. Im Roten Meer wurde ein Geleitzug von unseren Fliegern angegriffen, lieber Aden hat ein Lrkundungsflugzeug, das von feindlichen Jägern vom Gloucester-Typ angegriffen wurde, ein Flugzeug in Flammen abgeschossen und ist dann zu seinem Linsahhafen zurückgekehrt. Im Sudan wurden die feindlichen Verteidigungsstellungen bei Otrub von anderen Verbänden mit Bomben belegt. Unsere Spähtrupps habe« den Feind in der weitere Tätigkeit. Im Rahmen der laufenden Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien auf agrar- und ernährungspolitischem Gebiet wird Reichsminister Darrs am 29./30. 9. 1940 mit dem italienischen Landwirtschaftsminister T a f {i n a r i in Ober- ltcklien Zusammentreffen. Staatsminister Farin acci reist nach Hannover zur Einweihung der italienischen Kunstausstellung, die von Cremona nach Hannover gebracht worden ist. Ihn /begleiten der Bürgermeister von Cremona, der Vizepräsident der Ausstellungskom- mission sowie die Nationalräte Varenna und Mori. * Der Führer der Deutschen' Partei in der Slowakei, Staatssekretär Ingenieur Karmasin, erklärte in einem Artikel, die deutsche Dosksgruppe in der Slowakei sei soweit' organisiert, daß die Deutsche Partei heute 60 000 Mitglieder zähle; die Kopfzahl der ganzen Volksgruppe beträgt etwa 160 000. * In Bayreuth empfing der Reichswalter des NS- Lehrerbundes, Gauleiter W ä ch t l e r, sechs slowakische und vier karpathendeutsche Erzieher, die an Parfümerie Doll Gießen, Marktstr. 28 hohen Blutdruck. Magen-, Darmstörungen, Alterserscheinungen. Stoffweohselbeschwerden. Geschmack- und geruchfrei Monatspackung L— Achtes Sie auf die grün-weiße Packung 1 Drog. Winterhoff, Kreuzplatz 10-, Drog. C. Seibel, Frankl. Str. 39; Drog. E. Kam, Schulstr. 4054V Löwen-Drog. W. Kilbinger Nacht. Drog. Bornemann, Bahnhofstr. 17 Drog. Aug. Noll, Bahnhofstr. 53 Drog. H. Noll, Ludwigsplatz. © Nun gilt es gut zu überlegen: Wie sichere ich den Erntesegen? Was Sie mit so viel Schweiß u. Mühe errangen, darf nicht verloren gehen. Wer klug ist, bringt seine Ersparnisse dorthin, wo sie sicher vor Verlust sind und Zinsen bringen» Aufs Sparkonto bei der ZeBeCtt 3&xtHhaus ftensbergz w« s. Giessen-tlarktstrasse 4-6^ Personenwagen gesucht. JGut erhaltener Personenwagen (klein bis mittel) zu kauf, gesucht. Zu erfrag. [4312D Telefon Wetzlar 2334. zur Pflege von Fußböden aller Art Gelb Weiß Rotbraun Kilo-Dose RM- 2.25 Garantiert ■keimte5 Wacki fest Preise lohnen _ ,,, M Giessen, Harktstrasse k-8 VTernruf2096 Nachdem am Mittwochvormittag erneut französische Luftangriffe auf Gibraltar gerichtet worden waren, treffen am Mittwochabend aus La Linea Nachrichten ein, wonach das Luftbombardement gegen die britische Seefestung durch französische Bomber auch am Nachmittag fortgesetzt worden ist. Die französischen Kampfmaschinen flogen in mehreren Gruppen aus marokkanischen Stütz- in die von neuem Geist erfüllten Räume des früheren Textilhauses Graf. Dort finden Sie eine Einkaufsstätte, die alles bietet, was man in einer Stadt wie Gießen von einem führenden Bekleidungshaus erwarten muß. Die Firma Textilhaus ladet die Einwohner von Gießen und Umgebung zur GrAUfi beseitigt — ORFA- , UiaUv FlasÄe 1.74, extra stark 2.40 Haare Unschädlich! Sich. Wirkung. Drog. Eigen, Seltersweg 68a M)2«v Central-Drog Emil Karn. Schulstr. Löw.-Drog. Kilbinger, Seltersweg 69 Drogerie WinterhoH, Kreuzplatz 10. Aus aller Well. Ein Paddelboot gekentert. Auf dem Rhein in Höhe der Insel Hammexstein geriet ein mit drei jungen Leuten aus Leutesdorf besetztes Paddelboot in starken Wellenschlag, lies voll Wasser und kenterte. Die drei Insassen stürzten dabei in den Rhein. Während sich einer von ihnen durch Schwimmen an das Ufer retten koniüe, ertranken seine beiden Kameraden, die nicht schwimmen konnten. Der Vorfall mag erneut zur Mahnung dienen, daß keiner in einem Ruder- oder Paddelboot fährt, der nicht des Schwimmens kundig ist. Heues Fährunglück auf der Rhone. Ein neues schweres Fahrunglück auf der Rhone hat sich zwischen Roches-de-Condrieu und CondrieU in der Nähe von Vienne zugetragen. Ein Fährschiff mit acht Fahrgästen strandete in der starken Strömung, wodurch alle Mitfahrenden vom Strom abgetrieben wurden. Bisher wurden zwei Tote geborgen. Orkan auf den Azoren. In der Nacht vom 24. zum 25. September hat em Orkan auf der Azoreninsel Jlha Terceiro gewütet. Viele Häuser wurden zerstört und die Pflanzungen vernichtet. Auch in der Hauptstadt dieser Insel, Angra do Heroismo, wurden Verwüstungen an- gerichtet. Vollstreckung eines Todesurteils. Am 26. September ist der 1913 in Schweinfurt geborene Gustav Drescher hingerichtet worden, den das Sondergericht in München als Gewaltverbrecher und Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Drescher hat seine frühere Geliebte, die sich wegen seines unzuverlässigen Verhaltens von ihm abgewandt hatte, aus Rache unter Ausnutzung der Verdunkelung überfallen und zu vergewaltigen versucht, wobei er sie niederschlug, sie fesselte und derart knebelte, daß sie fast erstickte. Gefährlicher Gewohnheitsverbrecher hingerichtet. Am 26. September ist der 1906 in der Ukraine geborene Rudolf Litte hingerichtet worden, den das Sondergericht in Kiel als Volksschädling zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt hat. Litte, ein mehrfach vorbestrafter, gefährlicher Gewohnheitsverbrecher, hat mehrere Einbrüche verübt. Insbesondere ist er auch unter Ausnutzung der Verdunkelung m die Wohnung eines an der Front stehenden Offiziers eingebrochen und hat dort die gesamte Wäsche, zahlreiche Kleidungsstücke und sonstige Wertsachen ge- stöhlen. ~ Ein Königsadler aus Roffitlen in Spanien abgeschossen. In der Ortschaft Montemayer in der Nähe von Cordoba wurde ein Königsadler abgeschossen, der mit der Aufschrift „Vogelwarte Rossi tten Germania d 39 602" beringt war. und zu ungezwungener Besichtigung der sehenswerten Herbst-Ausstellung ein. Mit der neuen Kleiderkarte zugleich ist nun auch die wundervolle modische TeBeCo- Kleidüng da. In bezaubernder Auswahl erwarten Sie Mäntel, Kostüme, Kleider, Blusen, Röcke, Stoffe und alles andere was zur Ausstattung der Frau gehört. Schöne Qualitäten, zuvorkommende Bedienung, richtige Punktberatung und dazu die vorteilhaften TeBeCo- mit Beiwagen HU verkaufen. Zu erfrag. hsieD Hindenburg- wall 16 II. 1 Paar MsWesel fast neu, Gr. 7, für Mk. 20.- zu verkaufen. [03251 Schreiber Schiffenberger Weg 16. | Kaufgesuche"] Alt-Gold auch Silbergeld kauft ständig Erich Beyer Juwelier [03200 Bahnhofstraßei Telefon 4041 Genehrn.-Beschl. Nr. A 40/4113. Spei. Umarbeiten v. alt, Tranringen. xsssr« - *. A ....... .AN Verschiedenes] Miltar-hi (Hündin) entlaufen. 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Gießen We Knoblauch-Beeren ■ ■ „Immer junger” ■ B machen froh und frisch 1 ■ II Sie enthalt alle wirksamen ■ R Bestandteile des reinen un- ■ Ä verfälschten Knoblauchs in ■ ■ ■ leicht löslicher, gut ver- ■ ■ ■ daulicher Form. ■ W ^Vorbeugend gegen» 8reitag,2r. September M0 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Rr. 229 Zweites Blatt Wandervorschläge für den Sonntag stellen (Nachdruck verboten.) 33. Fortsetzung. Massenpolitische Erziehung der Zugendgruppen. stet wird. . . .,, Auch die rassenpoKtrsche Erziehung wird nicht vergessen, da fie eine der Grundlagen unserer ge- NSG Ortsgruppen-Dienststellen der NSDAP, sind nie stille, verlassene Winkel gewesen und werden es auch niemals sein. Hier pulsiert das Leben, herrscht die Arbeit für das Gemeinwohl, ergeben ich immer wieder neue Ausgaben, die, kaum gestellt, angepackt und gelöst werden. Wer aber in diesen Tagen die Diensträume betritt, findet einen Hochbetrieb bei so fröhlichen Gesichtern wie selten zuvor: Die Partei verschickt Feldpostpäckchen an ihre Anstrengungen des Dienstes sind Trockenfrüchte, Fruchtsäfte, Drops, Datteln und Schokolade bet» gefügt. Für die Freizeit sorgen Spiele und ausgewählte Werke aus dem reichen Schatz deutschen Schrifttums^ Liebevoll richtet bie NS.-Frauenschaft die Päckchen zu, die von den Kameraden der Ortsgruppen gemeinsam mit den Männern der NSV. zusammengestellt wurden. Mädel des VDM. schreiben fein säuberlich die Anschriften, und die Ortsgruppenletter legen herzliche Briefe bei, die nicht selten em „Künstler" aus den Reihen der Politischen Letter als besonders schönen Gruß der Heimat mit der Zeichnung eines Wahrzeichens der Ortsgruppe, eines Wehrturm, einer Brücke oder eines geschichtlichen Gebäudes geschmückt hat. Dann bringen die Hitlerjungen die unzähligen Päckchen zur Post, die sie weiterleitet an die Standorte der Feldeinheiten, an Fliegerhorste und Stellungen und an Bord der Kriegsschiffe. ~ v .... Ueberall werden sie herzliche Freude auslosen, Aus der Stadt Gießen Oer Regenschirm. Oie Partei verschickt Feivpostpäckchen Siele tausend Grüße der Kameradschaft. törksten sind natürlich alle Arten Packungen mit die tausend und aber tausend Gruße treuer Kame- Smarren Zigaretten, Zigarillos und Tabak ver- radschaft) die nicht zuletzt auch hie lebendtgen Zeugten Rasierapparate, Rasierklingen, Seife, Puder, gen eines gläubigen Vertrauens und eines unbeug- Paste' und Kämme tragen der Körperpflege des samen Siegeswillens eines starken und wehrhaften Soldaten Rechnung. Als Erfrischung ^während der Volkes sind. Zu der angekündigten Verteilung von Bohnenkaffee an die Verbraucherschaft hat die Reichsstelle für Kaffee die erforderlichen Anweisungen erteilt. Das bestehende Röstverbot wird für die Versorgung der Zivilbevölkerung mit Röstkaffee im Rahmen der vom Reichsernährungsminister angeordneten Verteilung aufgehoben. Herstellung und Verkauf der zulässigen' Mengen von Bohnenkaffee werden auf drei Güteklassen beschränkt, nämlich eine untere (Preislage I), eine mittlere (Preislage II) und eine obere (Preislage III). Der Anteil der Preislage I muß 20 v. H. der gesamten Röstkaffee-Herstellung innerhalb einer Zuteilungsperiode betragen. Für die Abgabe an den Verbraucher werden je % kg Röst- kaffte folgende Höchstpreise bestimmt: Preislage I: 2,40, II: 2,80 bis 3,00, III: über 3,00 bis 3,60 RM. Kleinverteiler dürfen in jeder der drei Preislagen nur einen Preis fordern. Für koffeinfreien Röstkaffee gelten bei früherer Qualität die früheren Preise mit dem Höchstpreis 3,60 RM. je Vi kg. Sie Schule nach nächtlichem Fliegeralarm. Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat in Erweiterung seines kürzlich veröffentlichten Erlasses über den Schulbeginn nach nächtlichem Fliegeralarm folgendes angeordnet: Der Vormittagsunterricht für Schüler des schulpflichtigen Alters — d. h. für die Volksschulen und die Klassen 1 bis 4 der Mittel- und höheren Schulen — fällt aus, wenn in der Nacht vorher über 24 Uhr hinaus Fliegeralarm gewesen ist. Dieser ausfallende Unterricht wird durch Nachmittagsunterricht, der in die Zeit von 14 bis 17' Uhr zu legen ist und nur wesentliche Schulfächer umfassen soll, ersetzt, wenn die Belegung der Schulgebäude dies gestattet und der Unterricht anderer Schulen oder Klassen nicht geschädigt wird. NSRL.-Treffen auf dem Hoherodskopf. Wenn auch — wie wir früher schon mitteilten — das Hoherodskopfbergfest des NSRL. in diesem Jahre in der üblichen Form als Großvercmstal- tung nicht durchgeführt werden kannte, so soll das Kriegsjahr 1940 doch nicht oorübergehen, ohne daß die Turner, Sportler und Wanderer ihre traditionelle Verbundenheit mit dem „Berg der Hessen" in sinnvoller Weise bekundet hätten. Sportgauführer SA.-Hauptsturmführer O t t e r b e i n (Friedberg) hat schon vor einiger Zeit Turner und Sportler und vor allem auch die NSRL.-Kameraden vom VHC. zu einer Sternwanderung nach dem Hohe- rodskopf bzw. der Herchenhainer Höhe aufgerufen, die nun hm kommenden Sonntag durchgeführt wird. Gegen Mittag wird man sich auf dem Hoherods« : köpf zu einer schlichten Feierstunde am Adolf-Hitler- . Gedenkstein treffen. Anschließend wird man sich zum Wer war der Mensch, der die Wahnsinnstat verübte? ... Sein Blick streift wieder scheu Dietmuthe. Weshalb reißt es ihn nicht zu ihr hin? ... Weshalb schüttelt ihn kein Schmerz, denn man hat ihm doch etwas Fürchterliches angetan? ... Diese Vorhaltung beantwortet eine innere Stimme mit einem Nein. Aber auf keine der anderen vielen Fragen, die ihn bedrängen, gibt sie ihm Antwort. Er streicht sich über den Scheitel und trocknet sich in kurzen Zwischenräumen die Tropfen von der Stirn. Bedeutungslos erscheint ihm die Beschuldtgung der Springer, ihr sinnloses Gebaren. Ihr Entsetzen und ihre Verwirrung machen es entschuldbar. Er setzt sich und versucht nachzudenken. Nach kurzer Zeit erscheinen Kriminalbeamte, ein Arzt, die Mordkommission. Es wird festgestellt, daß Dietmuthe Röhl von zwei Schüssen tödlich getroffen worden ist. Einer ist ins Herz gedrungen, und der zweite hatte die Schlagader des Halses zerrissen. Die beiden Mädchen, Fräulein Springer und Doktor Bergholz werden vernommen. Dabei merkt er, daß die sinnlose Beschuldigung, die die Freundin und Vertraute der Ermordeten ihm entgegenschleuderte, als Verdacht gegen ihn auch bei den Beamten deutlich hervorttitt. Den wirklichen Täter hat nur er gesehen — und sie, die nicht mehr aussagen kann. Sie hat ihn mit Namen gerufen — aber da klafft eine Lücke in Bergholz' Gedächtnis, das sonst alle Einzelheiten des Ereignisses mit Genauigkeit ftstgehalten hat. Auf den Namen kann er sich nicht besinnen. Die beiden Schüsse, die auch er noch schwach vernommen hat, sind von dem einen Mädchen in einem Hinterzimmer gehört worden. Sie hatte als erste den Tatort betreten und Frau Röhl auf dem Teppich liegend gefunden. Als sie schreiend neben ihr kniete und sich bemühte, (ie aufzurichten, war Fräulein Springer hereingekommen, die schon beim Aufschließen ihr Jammern hörte. Gleich darauf war die Köchin angelaufen gekommen. Alle drei hatten Bergholz nicht bemerkt, der hinter dem Flügel aus- gestreckt am Böden gelegen hatte. Er wird als der Tat verdächtig verhaftet. Aus dem Polizeipräsidium wird er stundenlang verhört. , Er macht feine Aussagen klar und bestimmt, doch Außer einzelnen Außenseitern und eingefleischten Pessimisten, die keinem Wölkchen trauen und darum den Regenschirm am Arm tragen oder daran gehen wie an einem Spazierstock, behängt sich wohl niemand gern mit diesem sich oft als überflüssig erweisenden „Möbel". Wenn er nicht schon so klein ist, um in einer Handtasche mitgenommen zu werden, muß man nur überall auf ihn aufpassen, da ! er die unausrottbare Gewohnheit hat, in jeder Ecke l stehenzubleiben, oder gar von fremden Menschen : ' sich verschleppen zu lassen. Gießt es nicht gerade wie aus einem Sieb vom Himmel — was die Trotzigen nicht abhält, mit Wettermantel und entsprechender Kopfbedeckung ^runter durch" zu gehen — besinnen sich viele, ehe sie den Regenschirm aus dem Garderobeständer holen. „Es hat aufgehört" sagt man, oder „es scheint sich aufzuhellen", um fchließ- lich selbstsicher und von der Richtigkeit seines Handelns überzeugt ohne das lästige Anhängsel loszustiefeln. Und schließlich: man kann sich schlimmsten- , falls unterstellen, man wird schon heirnkornrnen. Alle, die nach Schluß der Kinovorstellung mit mir in der geräumigen Eingangshalle standen, weil es kräftig regnete, hatten so gedacht und sich diesmal arg verrechnet. Die Minuten verrannen, und immer wieder stürzte sich einer mit aufgeschlagenem Rockkragen hinaus in die „Dusche". Em Mädchen, das sich ebenfalls zum Aeußersten entschlossen hatte, hielt sich im letzten Augenblick noch zurück. Sie trug feinen Regenmantel und schauderte wohl davor, bis auf die Haut durchnäßt zu werden. Hilflos blickte sie auf die Vorübergehenden, aber unter den niedrig getragenen Runddächern war kaum ein Gesicht zu erkennen. Em junger Mann, ein Leidensgefährte, wagte sie anzusprechen: „Es will gar nicht aufhören!" sagte er. „Ja!" antwortete sie und wandte sich ihm zu. Sie müsse nach Hause. Es sei zu dumm, daß keine Haltestelle der Straßenbahn in der Nähe sei. „Ich wohne gar nicht weit", sagte der junge Mann wieder, wurde aber rasch von ihr unterbrochen: „Sie wohnen nicht weit?" Es klang wie eine freudige Erwartung, aber als sie das verständnislose Gesicht des jungen Mannes sah, sprach sie nicht weiter, sondern unterdrückte ihren heimlichen Wunsch. Mensch! Sie gibt dir eine Chance, dachte ich, vielleicht ist es sogar das Schicksal, das spricht, lauf nach Hause und hole einen Schirm! Er aber sagte: „Aber bei dem Wetter wird man ja schon nach wenigen Schritten tratschnaß!" „^IKer- dings", erwiderte das Mädchen tonlos und drehte sich auf dem Absatz um. Der Stehengebliebene sah ein wenig verdutzt drein. Vielleicht hielt er sie für unhöflich und meinte: was kann ich dazu. Laß her Regen nicht aufhört! Das Mädchen beugte sich ein paar Mal wett vor, sah die Sttaße hinauf und hinunter und es sah aus, als wollte sie sich nun doch noch naß regnen lassen. Da stieß ein Vorübereilender mit dem Schirm an sie. „Verzeihung!" entschuldigte er sich und lüftete feinen Hut. ,£), bitte!" lächelte sie. Er hielt. den Schirm hoch, und erstaunte wohl über ihr hübsches Gesicht. „Darf ich Sie ins Trockene bringen?' fragte er höflich. „Bitte, gern!" frohlockte das Mädchen und warf, bevor sie sich eng an die Seite des Beschirmers schmiegte, dem Zurückbleibenden einen mitleidigen Blick zu. Ob er etwas gemerkt hat. .?! 1 . D. er diese aufgeregten, jammernden Stimmen zu hören. Er ringt und kämpft gegen die Fesselung dumpfen, wirren Träumens. Endlich tastet feine suchende Hand das glatte Holz des Flügels. Er richtet sich an dem Instrument empor und sieht, wie die Zofe, Fraulem Springer und die Köchin Dietmuthe vom Boden aufheben und auf. den Diwan betten. Wieder brechen alle drei in neue Rufe des Ent- etzens aus, und was er dort liegen sieht, ist ein blutiger Leichnam mit glasigen Augen und verzerrtem Munde. Der vordem weiße Seidenschal hängt als rotes Tuch herab, und auf dem Teppich ist eine dunkle Lache. Da kommt auch aus feiner Kehle ein rauher Ton des Schreckens. Der erst verrät den drei Frauen seine Anwesenheit. Sie verstummen, starren auf ihn wie auf eine Geistererscheinung. Die Springer kommt mit zwei kurzen, zaudernden Schritten auf ihn zu. Voll Grauen und Haß funkeln ihn ihre hellen Augen an. „Sie sind hier? — Sie also waren es? — Sie haben sie ermordet!" stößt sie hervor. Die beiden Mädchen laufen aufschreiend aus dem Zimmer. 1 r, ., t , Bergholz sieht sich verständnislos um, streicht sich mit her zitternden Hand über den Kopf. „Wo ist der Mann?" stammelt er. Welcher Mann? — Hier ist niemand weiter! Sie waren doch allein mit ihr?" ruft die Springer — immer noch mit dem gleichen Ausdruck des Grauens und fanatischen Hasses. Dort aus dem Zimmer kam er und erschreckte sie! stößt Bergholz hervor. Er eilt zur Tür. Die Springer weicht ihm aus. Durch alle Räume der Wohnung lauft er und sucht. Die Mädchen halten sich in ängstlicher Entfernung von ihm. Er kommt wieder in das Zimmer, in dem die Schreckenstat geschah. Die Tür wird hinter ihm zugedrückt, das Schloß schnappt. Was soll das bedeuten ... Er drückt auf den Griff der zweiten m den Vorraum mündenden Tür — auch sie ist zugeschlossen. Er steht einen Augenblick davor. „Die Weiber sind ja verrückt!" murmelt er. Er hört, wie die Springer nebenan telephoniert. Plötzlich hat er das Gefühl einer eisigen, abgrundtiefen Stille, die wie eine herz- : lähmende Drohung ist. Verstört blickt er nach der Getöteten hinüber. Wie , kam das nur? .. Welch schreckliches Ende! — ver- t dunkelt von einem Rätsel... Wird es sich löfenl.s« Sie neigt den Kopf seitwärts, flüchtig blitzt das spielerische Glitzern in ihren Augen auf. „Ich ■ fonnte heute nicht allein fein", entgegnet sie tjalblaut. „Sie wissen doch, manchmal fürchte ich mich vor Ge- f'penftern." Sie legt die Arme auf die Sessellehnen, summt ein paar Töne hinter geschlossenen Lidern, wippt mit dem Fuß. Sie hat offenbar heute ihren nachdenklichen Tag. Plötzlich zuckt sie mit einem Schreckenslaut zusammen, springt auf, die eben weich und gelost ruhenden Arme stoßen mit einer iahen Abwehrbewegung vor. „Klaus! — Du? — Was willst du schreit sie auf. Bergholz, der mit dem Rücken zur Tur sitzt, fahrt herum und sieht einen Mann aus dem Nebenzimmer treten, der mit finsterem Blick die Frau ansieht, und dessen Gesicht ihm nicht fremd vorkommt, das er bestimmt einmal irgendwo gesehen hat ... „Mit dir abrechnen will ich!" sagt der Mann tm bedächtigen Ton, her dennoch drohend klingt. „Doktor Bergholz, schützen Sie mich!" schreit Dietmuthe mit hohem, schrillem Ton. Mit einem Satz ist er bei dem Eindringling, greift nach dessen Arm. „Was wollen Sie hier? Sofort verlassen Sie die Wohnung!" Er sieht in ein Paar ernste blaue Augen, sieht den rechten Arm des Mannes sich heben — eine Faust trifft feinen Kops wie einen Hammer. Es zischt und dröhnt in seinem Schädel, Funken stieben vor seinen Augen, und schwindelnd schnell saust er in eine tief- schwarze Finsternis hinab — hört noch habet zwei Schüsse fallen, deren Knall schwach und blechern wie aus einer Spielzeugpistole klingt. — Aus der Bewußtlosigkeit, von der er hinterher nicht -u sagen vermag, ob sie lange ober kurze Zeit gedauert hat, weckt ihn Schreien und verworrenes Durcheinanderfprechen, Geraume Zeit schon glaubt Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr: „Goldregen". — Gloria-Palast, Seltersweg: .„Komgswalzer . — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der ewige Quell . Stadttheater Gießen. Am heutigen Freitag wird die Lustspiel-Operette „Goldregen" von Manfrieb Rößner, Musik von Hellmut Rößner, zum erften Male wiederholt. Spielleitung: Harry Grüneke. Bühnenbild: Karl Löffler. Die musikalische Bearbettung stammt von Arthur Apelt, der auch die musikalische Leitung hat. 2. Frei- tag-Miete. _ _ , , Ortszeit für den 28. September. Sonnenaufgang 7.21 Uhr, Sonnenuntergang 19.10 Uhr — Mondaufgang 3.08 Uhr, Monduntergang 17.20 Uhr. ___________________________ Roman von Helene Kalisch Copyright 1939 by Prometheus-Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München Die Jugendgruppen der NS.-Frauenschaft , innerhalb der NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes die Gruppe der Mädel und Mütter zwischen 18 und 30 Jahren dar. Die Aufgabe her. Jugendgruppen besteht darin, für das Mädel aus dem BDM. einen Uebergang zum Frauenschaffen zu bilden und das Mädel, wie die junge Frau mit dem nötigen Rüstzeug einer Frau und Mutter zu versehen. Langsam müssen die jungen Menschen in die neue Verantwortung hineinwachsen. Mit dem Leistungsbuch für die Jugendgruppen wollte die Reichsfrauenführerin ein festes Ziel stecken. Mit der Erfüllung der Vorbedingungen für das Leistungsbuch wurden im Mütterdienst die Grundbegriffe der Kindererziehung, Säuglingspflege unb' Haushaltführung erlernt. Im Lehrgang des Deutschen Roten Kreuzes wurden sie in den Grundbegriffen der Krankenpflege geschult und haben sich sechs Wochen lang in Fabrik, Haushalt ober Ernte- bienft für einen anderen Menschen eingesetzt. Die gesamte Ausrichtung spricht schon für bie Art her Erziehungsarbeit, die in ben Jugendgruppen gelei- Frontkameraden. Natürlich stehen, alle Ortsgruppen der NSDAP., wie auch die Einheiten der Gliederungen seit Kriegsausbruch mit ihren ejngerückten Kameraden in engster Verbindung. Sie senden ihnen regelmäßig Berichte über bie Arbeit in her Heimat und ihre Erfolge, sie stellen ihnen pünktlich die gewohnten Zeitungen zu, erfreuen sie mit Buchern unb Päckchen mit kleinen Gebrauchgegenständen und Erfrischungen. Diesmal aber hat sich gleich her ganze Kreis ans Packen gemacht unb seine Diensttellen in wahre Warenhäuser verwandelt. Am birgsstädtchen Gedern. Am Schloßberg beginnt die gelbe Kreuzmarkierung, die zunächst unser Wegzeichen bildet. Durch Wald und Feld steigen wir langsam aufwärts über bie mit Felsen bebecfte Alte Burg mit schöner Aussicht. Auf unserem Wege er- chließen sich uns prächtige Blicke in bas Nidbertal mb auf oerschiebene Dörfchen. Durch Herchenhain, bas höchstgelegene Dorf Hessens, unb an der Jugendherberge Vater-Bender-Heim vorbei, kommen mir auf die Herchenhainer Höhe, wo sich uns ebenfalls eine herrliche Aussicht bietet. Don dem Ge- allenenbenfmal bes VHC., bas auf bem Kamm bes Berges steht, folgen wir dem rot-weißen Band, bis bis aüf gelbe Kreuze stoßen, die uns durch eine reizvolle Landschaft nach dem Hoherodskopf bringen. (Im Clubhaus gute Unterkunft.) Nunmehr folgen mir roten Strichen zum Taufstein, um von dessen Bismarckturm die großartige Rundschau zu genießen, und weiter über die Breungeshainer Heide zum Landgrafenborn, dem Ursprung her Nidda. Von diesem idyllischen Plätzchen führen uns jetzt rote Kreuze über ben Hüttenborn, später an der Ruine Horß, einer Gruppe mächtiger Basaltblöcke, vorüber nach Rudingshain und von hier auf einem Teil der Rennstrecke nach unserem Endziel Schotten. samten Weltanschauung bildet. Um bie rassenpolitische Aufklärungsarbeit innerhalb her Heimabende der Jugendgruppen durchführen zu können, wurden Jugendgruppenführerinnen aus allen Kreisen in der Jugendherberge von Bad Homburg durch die Sach- bearbeiterin für Frauen- unb Mäbelarbeit des Rassenpolitischen Amtes, Dr. Hertha Gent, geschult. Gaujugenbgruppenführerin Hele Sußlik leitete bas Lager, bas in Anwesenheit aller Kreisjugenbgrup- penführerinnen mit einem Vortrag des Leiters des Rassenpolitischen Amtes, Professor Dr. med. H. W. Kranz, Gießen, seinen Abschluß fand. Don her Universität Gießen. Der ordentliche Professor für Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht mit ihren Nebengedieten m her Juristischen Fakultät der Universität Gießen Dr^ Rolf Dietz wurde in gleicher Eigenschaft an bie Universität Breslau berufen unb hat sein Amt an ber bärtigen Universität mit Beginn des neuen Trimesters bereits angetreten. Der orbentliche Professor Dr. F. ® ° 9 e n 1e l/ in Bonn würbe in gleicher Diensteigenschaft an bie Universität Gießen auf den Lehrstuhl für Anatomie berufen unb gleichzeitig zum Direktor bes Anatomischen Universitäts-Instituts ernannt. * Der Rektor der Lubwigs-Universität hat ben Dr. med. Rudolf Kohl burch Urkunbe vom 8. Mai 1940 zum wissenschaftlichen Assistenten ernannt. Bohnenkaffee in drei preiSoruppen. man sucht ihm Wibersprüche nachzuweisen. Wenn er von bem fremben Einbringung, vor bem er Frau Röhl schützen wollte, niebergeschlagen worben sei, o hätte er doch — so wie er ben Vorgang schilderte — in der Nähe der Tür liegen müssen unb nicht hinter bem abseits stehenden Flügel. Er gebe an, dort aus ber Betäubung erwacht zu sein: aber weber^ Fräulein Springer noch die beiden anderen Hausangestellten haben ihn dort bemerkt — was nicht recht begreiflich erscheine. Fräulein Springer hat sich geäußert, sie habe den Eindruck gehabt, er fei aus der Erkernische hervorgetreten. Die Aussagen der Springer sind es, die ihn am meisten belasten — er erkennt darin ihren Haß, der ihm zwar nicht neu, so _doch völlig unbegründet erscheint. Es ist keine Pistole in der Wohnung gefunden worden. Etwa eine Minute nach bem Knallen ber Schüsse war bas Mädchen ins Zimmer gekommen. Daß es ihm in dieser kurzen Zeit gelungen sein sollte, die Waffe unauffindbar zu verbergen, scheint selbst ben Beamten nicht glaubhaft. Es war auch auf der Sttaße ohne Erfolg gesucht worden, obwohl kaum anzunehmen ist, daß er eines der breiten Doppelfenster geöffnet unb bie Pistole hinausgeworfen haben könnte. Er hatte bazu erst ein gestuftes Blumengestell, auf bem Topfgewächse und Vasen mit Sttäußey standen, beiseiterücken müssen. Die Zeit dazu konnte er nach ben Angaben ber Mäbchen nicht gehabt haben. Ober bie Zeuginnen irrten sich ba in ihren Wahrnehmungen. Es find Erwägungen, bie in bas Verhör hineinspielen. Bergholz äußert sich nicht bazu. Enblich läßt man ihn in Ruhe. In dem Raum, ben man ihm für ben Rest der Nacht anweist, sitzt er eine lange Weile wie zerschlagen auf einem Stuhl und wartet mit geschlossenen Augen, bis die stechenden Schmerzen in seinem Hinterkopf ein wenig nachlassen. Er kann nicht mehr denken, er ist fertig. Nach einer Viertelstunde erhebt er sich, geht schwankend vor Müdigkeit nach hem Bett hinüber und wirft sich daraus nieder. Ein paar Stunden schläft er fest. Dann schreckt er auf, hört den Schritt der Wache draußen auf bem Gang, besinnt sich barauf, wo er ist unb was ihn hierhergebracht hat. In ber nächtlichen Stille wächst bie Ungeheuerlichkeit bes Geschehens brohend vor ihm auf, (Fortsetzung folgt) Station Friedelhausen — Alteberg — krofdorfer Forst — Wettenberg — Gießen. Von ber Station Frieb^lhausen überschreiten wir ■ die Lahn unb kommen burch bas anmutig am Berghang liegenbe Odenhausen. Bei der Gaststätte „Ium grünen Baum" gehen wir geradeaus weiter durch einen Hohlweg und gelangen auf den 297 Meter hohen kahlen Altenberg. Entzückend ist der Blick von dem Kamm des Berges u. a. auf bie Lahnberge, nach bem Vogelsberg, dem Taunus, auf bas Marburger Schloß, auf Gießen, das Lahntal und Salzbödetal. Wir steigen nach dem am Südabhang hinziehenden Fahrweg ab und gehen mit bem roten H, später noch rote Keile, burch ben großen Krofdorser Walb, bis wir schwarze 'Punkte anttes- fen, bie uns nunmehr nach links führen. Wir überqueren bas liebliche Wißmarbachtal unb kommen nach geraumer Zeit, nachdem wir bie Wißmar Krofborser^Sttaße passiert haben, nach dem Wettenberg, wo wir uns ebenfalls an ber reizvollen Aussicht erfreuen. Die Zeichen weisen uns abwärts zur Krofborfer Straße, auf ber wir Heimwanbern. Marschbauer 3V2 Stunden. Sieber — Bubenrob — Attenberg — Altenstädter Heide —Aßlar. Dom Bahnhof Bieber folgen wir roten Kreuzen, die uns, nachdem ber Ort passiert ist, burch schönen Waldbestanb nach bem Hofgut Bubenrob bringen. Wir burchschreiten bas Anwesen unb kommen am Hang bes Bleibenbergs auf rote Striche, bie uns über ben beroalbeten Kamm des Berges führen, um auf der anderen Seite gelbe Andreaskreuze und das rote H des Hessischen Rennwegs anzutreffen. Beiden Zeichen folgend, kommen wir am Fuße des Altenberges her, dessen Besteigung wegen her prächtigen Aussicht sehr lohnend ist, und später, nachdem wir die Blasbacher Straße überschritten haben, wieder zum Wald, in bem wir bis zur großen, zu Groß-Altenstäbten gehörenben Heibe roanbern. Auch hier erfreuen uns hübsche Ausblicke, namentlich auf bas hochragenbe Hohensolms. Weiße Striche leiten uns von hier, stets burch schönen Wald, an dessen Ausgang sich ein reizvoller Blick über bas Silltal erschließt, über ben bekannten Segelflugplatz nach ; unserem Enbziel Aßlar. Dauer ber Wanderung knapp 4 Stunden. Gedern — herchenhainer höhe —hoherodskopf — Taufstein — Landgrafenborn — Rudingshain — Schotten. Diese hübsche Vogelsbergwanderung ist, da sie ) nahezu 7 Stunden umfaßt, nur für rüstige Fuß- r gänger geeignet. Wir fahren über Stockheim durch das anmutige Nidbertal nach dem freundlichen Ge- GIESSEN ftmzugstag - wichtiges Ereignis vor dem Winter Stückrath & Bender Fernruf 3519 Gießen, Seltersweg 20 Das Spezialhaus für Gardinen u. Dekorationen 4301 D MÖBEL-TRANSPORT Wirtschaft VERPACKUNG • LAGERUNG Ein Schmuckstück für Ihre Küche! * W K.-G. irT=l IM s üinziigsforgen leicht gemacht ! 4302 A Gegründet 1650 «o?D Verpackung ■ Lagerung Fernsprecher 2251 Gießen, Sonnenstraße 31 Ä£ 431OD Plllllllllll JNH.HERBERT HERZOG MUMM ilmeigen Gietzever Anzeiger Llmmeldungen nicht vergeffen! Wirksame Helfer für die Hausfrau! Bevor Sie ans große Reinemachen gehen, holen Sie sich bei Ihrem Fachdrogisten das rich- Umänderungen / Neuanlagen Reparaturen Alle Zubehörteile für das Bad .(jk LU iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiini Ihre Geschäftsdrucksachen stellen die Verbindung herzu Ihren Erzeugnissen. Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, BrlefumsAldge, Postkarten, Rechnungen, Geschäfts karten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten eie Ihnen Brühl’sche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2251 iiiimiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiumii Ihr Heim wird verschönert Ernst Petri Maler-nndWeitihindergesdiail Sanitäre Einrichtungen Heinrich Lieh jun. Neuenweg 18 ■ Fernsprecher 3368 Stadt-, Land- und Ferntransporte Auto-Möbelwagen In wenigen Tagen stehen manche Familien wieder vor einem wichtigen Ereignis. Der 1. Oktober ist nämlich als Termin für den Wohnungswechsel ein Tag von besonderer Bedeutung. Er ist gewissermaßen hie letzte Chance eines vom Wetter noch begünstigten Umzugs, ehe der Winter mit seinem grimmigen Gesicht einen Umzug zur Qual der ' Hausfrau und zu einem besonderen Schmerzenskind für den Geldbeutel des Hausherrn macht; denn in der Regel bringt ein Umzug mitten im Winter so viele Schattenseiten mit sich, daß man den Wohnungswechsel in dieser Jahreszeit vermeidet, wenn es nur irgendwie zu machen ist. Der Umzug wirft schon wochen- und tagelang seine Schatten voraus. Am meisten bekommt davon die Hausfrau zu spüren. Während der Mann feinen Berufspflichten nachgeht und in seiner Freizeit daheim vielleicht einige schwere Gegenstände von i der Wand abrückt oder ein paar Kisten zunagelt, muß die sorgsame Hausmutter alle übrigen — und sehr reichhaltigen — Arbeiten meist allein vollbringen. Da gilt es für sie vom frühen Morgen bis in den späten Abend hinein unermüdlich zu schaffen. Ein Großreinemachen allein tut's nicht. Bei einem solchen Anlaß ergeben sich von selbst Arbeiten, die weit über das gewohnte Maß hinauswachsen. Da- Drogerie Kreuzplatz 9 _______________4303A Umzugs-Anmeldungen zur Zustellung des Gießener Anzeigers nach der neuen Wohnung rechtzeitig erbeten an die Geschäftsstelle Schulstr. 7 Keßler&Merkel Möbeltransport Gießen - der gute, zuverlässige, saubere Dauerbrandherd für Union-Briketts Gas- und Elektroherde Oefen, Waschmaschinen alle Haus- u. Küchengeräte Büro: Walltorstraße 53 Spedition Möbeltransport Lagerung 4304 D Adolph Lyncker Bahnamtliche Spedition außerdem auf den Kurzsanikurs am Dienstag, 1. Oktober um 19.30 Uhr im Moeserheim. ** H I.-Beran st altungsring des Bannes und Untergaues 116. Die Eröffnungsvorstellung findet am 30. September, 20 Uhr, statt. Die Vorstellung kann nur in Uniform besucht werden. Landkreis Gießen. * Grünbkrg, 26. Sept. Don einem schweren Schicksalsschlag wurde die hiesige Familie Heinrich Erb betroffen. Die junge Frau hatte eine auf zwei Stühlen in der Küche stehende Wanne mit heißem Wasser gefüllt, um die kleinen Kinder darin zu baden. Unbemerkt lief das 1 Vr j ä h r i g e Söhnchen Herbert herbei, packte die Wunne und zog sie vom Stuhl herab, ehe die Mutter das Unglück verhindern konnte. Das heiße Wasser ergoß sich über das bedauernswerte Kindchen, das schwere Verbrühungen erlitt, an denen es nach mehrtägigem Schmerzenslager gestorben ist. Der Vater des auf so tragische , Weise ums Leben gekommenen Kindes befindet sich zur Zeit im- Heeresdienst in Frankreich. GIESSEN - ERLENGASSE 7 • FERNRUF 3947 ____________________4306 D ■fä’. Der Umzug erfordert Anschaffungen Gardinenleisten m.Zubehör, Leitern, Haushaltungsgeräte und -Maschinen, Werkzeuge, Kleineisenwaren u.v.a. finden Sie in reicher Auswahl bei Fernruf 3680 4307D Asterweg: 31 Eisenwaren Gießen, Neustadt 6—7 Tel. 4165 u. 4166 _______________________________________________________________________4300 A. 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Denn sie alle haben reiche Erfahrungen in den Dingen, die mit dem Umzug Zusammenhängen, ihnen kann die Hausftau auch Aufgaben und Sachen anvertrauen, bei denen erhebliche Geldwerte in Betracht kommen. Und sie kann dabei die Gewißheit haben, daß alle Obliegenheiten in sorgsamer Weise erfüllt werden. So wird manche Umzugslast für die Hausfrau gemildert und der „Schrecken" dieses Tages geringer werden. Ist dann das „neue Nestt bezogen, so kommen für die Hausfrau auch bald wieder die Stunden, in denen sie aufatmen kann nach Ueberwindung der schweren Aufgabe, die sie möglichst niemals oder mindestens so bald nicht wieder zu erfüllen haben möchte. Ehrenmal des VHC. auf der Herchenhainer Höhe zu einer Kranzniederlegung begeben. ♦ ** NS.-Frauenschaft — D,eutsches Frauenwerk, Gießen - Ost. Der Gemeinschaftsabend für die Zellen 4, 5, 6 und 7 ist heute Abend pünktlich um 20 Uhr im Gasthaus „Germania". ** Bund Deutscher Mädel, Untergau Wett er au (116), Stelle für Leibeserziehung: Bett. Schwimmen im Volksbad. Ab Oktober haben wir wieder regelmäßig jeden Mittwoch eine Schwimmstunde im Volksbad, wo wir Trainingsmannschaften für das nächste Jahr aufstellen wollen, außerdem die Schwimmprüfungen für das JM.- und BDM.-Leistungsabzeichen abgenommen werden. Jede Stunde kostet 15 Pfennig. Wir treffen uns zu den einzelnen Stunden immer 18.45 Uhr vor dem Dolksbad. Die erste Stunde ist Mittwoch, 2. Oktober, von 19 bis 20 Uhr. — Bett. B D M.- Leistungsabzeichen: Ich weise noch einmal auf das 25- km-Wandern hin, das Sonntag, 29. September, pünktlich um 8 Uhr am Ludwigsplatz beginnt, 4309 0 Sorfe weiter fest. Frankfurt a. M., 26. Sevt. Der neue Berichtszeitraum brachte für die Aktienmärkte wiederum feste Tendenzen. Verstärkter Anlagebedarf einerseits, kleines Materialangebot anderseits ließen die Kurse führender Werte stark emporschnellen. Die Führung hatten dabei wiederum Montanaktien, von denen Ver. Stahlwerke im Wochenverlauf gut fünf vom Hundert gewannen, ferner Maschinenaktien, Elektrowerte und einige Chemieaktien, wie Metallgesellschaft. Kapitalerhöhungsabsichten mit Bezugsrechtserwartungen spielten dabei ebenfalls mit. Vorübergehende Gewinnmitnahmen wirkten sich nicht nennenswert aus, das Kursniveau hat sich im Wochenverlauf durchweg weiter erhöht. Am Rentenmarkt sind 4,50proz. und 4proz. Reichsschatzanweisungen gefragt. Daneben hat sich die Nachfrage nach Jndustrieobligationen erheblich verstärkt und zu leichten Kursbefestigungen geführt. Stadtanleihen konnten angesichts der bestehenden Marktleere nur geringfügige Kursveränderungen aufweisen. Für Pfandbriefe versuchte man, den Kursstand in etwa der gesteigerten und nicht zu befriedigenden Nachfrage anzupassen, einzelne wenige Serien kamen auch bereits mit 102 nach bisher für die neue Mahnung Tapeten Gardinen Verdunkelungs-Rollo von fieinrich. ftodiftätttr EDGAR BORRMANN UHR MACH ERMEI STER GIESSEN SEUERSWEü 54 RUF 3875 ________________________ 04319 jpflaufet GICSSE NAMOSWDSGAßTE^EßZSÄ Scherben bringen Glück Selbst wenn bei Ihrem Umzug kein Glas in die Brüche geht, fällt Ihnen beim Einräumen ein, was nicht mehr alles vollzählig ist. Hübsche Bier- oder Weingläser, ein entzückendes Tee- od. Kaffeeservice. So manches für die Küche wird jetzt für Sie notwendig. Wir beraten Sie ItetS gerne Mettenheimer Inhaber: W. Menges . Kreuzplatz 3 ___________________4308D j/m neuen eine neue Reparaturen aller Art 1101 zur Notiz. Da keinerlei nennenswertes Material zur Befriedigung der Anforderungen verfügbar ist, wurden die Pfandbriefe zuletzt überwiegend gestrichen Geld notiert. In nächster Zett werden von Hypothekenbankinstituten die ersten 4proz. Pfandbriefe an den Markt gelangen. Dabei wird es sich jedoch um verhältnismäßig geringe Beträge handeln, die in keiner Wei e eine fühlbare Erleichterung der Pfandbriefnachfrage bringen können. Im Freiverkehr war die Stimmung unter besonderer Beachtung von Sektkellerei-Aktien fest, Kupferberg Sekt nannte man zuletzt mit etwa 145. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 26. Sept. Es notierten ft 50 kg.Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45 bis 46,5, b) 41 bis 42,5, c) 35,5 bis 37,5; Bullen b) 40,5, c) 34,5 bis 35,5; Kühe a) 43 bis 44,5, b) 39 bis 40,5, c) 30 bis 34,5, d) 22 bis 25; Färsen a) 44,5 bis 45,5, b) 40,5 bis 41,5, c) 35,5 bis 36,5; Kälber (Sonderklasse) 65 bis 70, andere Kälber a) 59, b) 56 bis. 59, c) 45 bis 50, d) 30 bis 40; Hämmel b2) 48 bis 51, c) 40 bis 44, d) 21 bis 35; Schafe a) 44, b) 35 bis 40, c) 12 bis 32; Schweine a) 58, bl) 58, b2) 57, c) 55, d) 52, e) 50, gl) Sauen 58. Marktverlauf: alles zugeteilt. Stückrath&ßender GIESSEN MWdl Passen Ihre alten Lampen in die neue Wohnung? Wie steht's mit dem Radio- anschlutz und der Antenne? Sind Leitungen neu zu legen? Lassen Sie sich rechtzeitig beraten bei Ludwlgstr., Ecke BismarckstreBe Fernsprecher 8870 43220 Ein schönes Heim durch A. Wehrheim Fachgeschäft für Kautsch, Sessel und Matratzen Löberstraße 17 & ? S