>W^> ,''.'/ *? 'z . ** ■ "^x V.Ty - ' «N>^E ■*®NS zyv. Jahrgang Ut.176 Wiens Kampf in Afrika über der englischen Festung kreuzen und planmäßig um^ daß die Abfahrtszeit und die Armee' genießt, bedeutete ehereine Verstärkung ihre Bomben auf militärische Ziele abwerfen. Das ^^sMEnde Route von der britischen Admiralität Widerstandes gegen die britischen Zumutungen, Arsenal erhielt mehrere Bombentreffer und i Behauptungen nicht bekanntge- britische Propaganda diesen Tatbestand auch aus den Felsen mit [einen tombenW- « «n mm 2ie gal)rt ber „meines' sie damit ^ch Jo. sehr zu verschleiern suchen. ren Unterständen und Wasserbehältern fielen Dom- S unter 6i(, mit ber WassensUllftandskommis- Bie ägyptische Armee verharrte in ihrer Palf'”e?| den nieder. sion getroffene Sonderregelung. Nach der embeuh. Resistenz und wurde m dieser Haltung Unterstützt ®erneueiuffanarfflaufW. e auf Gibraltar vom Flugzeug aus i. Die Nutz- L7- H-rligen. van Ribben ,.P. »egt-B.« Staatsmänner nach Salzburg ÄÄ d'e "ÄÄJäJlJ Lck. -er Reichsminister des Ausmärtchen von Die britische Luftwaffe fetzte auch in der Nacht zum 26. Juli ihre Einflüge in Nord-, West- und Mitteldeutschland fort. Militärischer Schaden wurde nicht angerichtet. Auch der Sachschaden an nicht- militärischen Objekten ist unbedeutend. Im Laufe der Nacht wurden 4 feindliche Flugzeuge durch Flakartillerie und eins durch Nachtjäger abgeschossen. Die Gesamtverluste des Feindes betrugen gestern 23 Flugzeuge, von denen 19 im Luftkampf, der Rest durch Flak abgeschossen wurde. Neun deutsche Flugzeuge werden vermißt. IIUTCU UCJItyu.igvH -------. mänische Gesandte in Berlin, Romalo, und der deutsche Gesandte in Bukarest, Fabricius, zu- 1 ' r____ c— ititkmi* m oh/1 hon schiffe mit zusammen 12 OOO BRT. wurden in Brand geworsen oder so schwer beschädigt, daß mit ihrem Totalverlust zu rechnen ist. Außerdem gelang es, einen Zerstörer in Brand zu werfen und einen an- deren schwer zu beschädigen. Südlich der Insel Wight wurde ferner ein Handelsschiff von 8000 BRT. versenkt, f- daß an einem Tage allein durch Angriffe der Luftwaffe ein Gesamtverlust für den Feind von 63 000 BRT. angenommen werden kann. Bei diesen Angriffen auf den englischen Schiffsverkehr kam es verschiedentlich zu heftigen Luftkämpf e n. 3m Kanal griff ein zahlenmäßig überlegener britischer 3agdverband unsere Flugzeuge an und verlor dabei SFlugzeugevomMusler Spitfire sowie eine hurricane, während nur zwei deutsche Flugzeuge dabei abgeschossen wurden. Erfolgreicher Angriff italienischer Bomber aus Gibraltar In zwei Tagen 91000 BRT. versenkt. Wachsende Erfolge unserer Schnellboote und Bomber. Berlin, 26. Juli. (DRV.) Bei einem erneuten Vorstoß unserer Schnellboote gegen die englische Südküste wurden In der Rähe von Brighton vier bewaffnete feindliche handesschiffe von 10 000, 10 000, 7000 und 5000 BRT. versenkt und ein bewaffnetes feindliches Handelsschiff von 2000 BRT. in Brand geschaffen. Ls ergibt sich also ein feindlicher Gesamtverlust von 34 000 VRT. Die sofort einsehende feindliche Abwehr blieb ohne Erfolg. Unsere Schnellboote sind unversehrt zurückgekehrt. 23 feindlische Flugzeuge adgeschoffen. DerdeutscheWchrmachtsberichtvomFreitag Churchills „Meknes"-Lüge schnell zusammengebrochen. Reuter gibt zu, dahAbfahrtszeit und Route nicht bekanntgegeben waren. Stockholm. 28. Juli. (DNB.) Den klaren und überzeugenden Argumenten, mit denen beut|a>er|eits der infamen Beschuldigung Chmchills entgegen^ treten ist, baß ein deutsches Kriegsschiff wifjentljj ben französischen Transporter ..Meknes versenkt habe, kann sich selbst Reuter nicht entziehen. Das englische Nachrichtenbüro, das sonst nie um eine um ein „Mißverständnis" gehandelt habe. Eine eindeutigere militärische Lage ergibt sich für Italien im Sudan, der zwar nominell british ägyptisches Kondominium ift, in dem aber England trotz der im Jahre 1936 den Aegyptern gemachten Zugeständnisse faktisch allein die Macht ausubt. Der Sudan, die wertvollste Besitzung Englands m Ost- afrita sowohl wirtschaftlich wie verkehrsgeographlsch, war im Aufstand des Mahdi verloren gegangen^ Berlin, 26. Juli. (DRB.) Das Obertom- wando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Lustwaffe griff britische Flugplätze in Mittel- England und die Funkanlagen von Dover an. Unsere Kamps- und Sturzkampfflugzeuge haben, wie bereits betannlgegeben, trotz schlechter Wetterlage einen bedeutenden Erfolg im englischen Kanal erzielt. Aus einem durch See- und Luftstreitkrafte stark gesicherten Geleitzug von 23 Sdjiffen tonnten 11 Handelsschiffe mit einem Gesamtinhalt von 43 000 BRT. versenkt werden, 3 weitere handels- zahlreiche Scheinwerfer, die die italienischen Flugzeuge in ihre Lichtbündel zu bringen versuchten, «n einzigartiges Schauspiel, das den Himmel von Gibraltar in Feuer und Licht tauchte und mit den vom Boden aufsteigenden Rauchsaulen, das Werk der Brandbomben, einen seltsamen Kontrast bildete. I Wie Beobachter aus Algeciras melden konnten trotz heftigster Abwehr der englischen Flakbatterien die italienischen Flugzeuge bei ihrem am Freitag bei Morgengrauen gegen Gibraltar unternommenen Bombenangriff fast eine halbe Stunde Über der englischen Festung kreuzen und planmäßig Ribbentrop verabschiedete sich von ihnen am Son- derzug, der um 19.30 Uhr Salzburg verlieh. Die rumänischen Staatsmänner werden am Samstag um 11.40 Uhr in der NaU-nifcheu haupt- stadt eintreffen und am Bahnhof von Außenminister Graf Eiano begrüßt werden. Am Abend werden die rumänischen Staatsmänner die Ruck- fahrt nach Bulareft antreten. Der Waffenstillstand mit Frankreich hat Italien auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz von dem Druck eines Zweifrontenkrieges befreit, trotzdem bleibt der Kampf gegen England hier für die italienische Wehrmacht eine schwierige Aufgabe. Das liegt einmal an der ungeheuren Ausdehnung und der eigenartigen Beschaffenheit der Grenzen, 3um andern an der Ungunst des Klimas und schließlich an der Notwendigkeit, auf drei räumlich getrennten und geographisch sehr verschiedenartigen Kriegsschauplätzen kämpfen zu müssen. Dazu kommt noch, daß sich Italien in Nordafrika einer sehr verzwickten politischen Lage gegenübersieht, denn Aegypten hat den Italienern zwar nicht den Krieg erklärt, es hat aber nicht verhindern können, daß ein Land von dem britischen „Verbündeten als Aufmarschbasis der britischen Streitkräfte gegen das italienische Libyen und das ägyptische Alexandrien als wichtigster Stützpunkt der britischen Mittelmeer- lotte für ihre Operationen gegen Italien miß braucht wird. Aegypten hat in den letzten Jahren äunehn^nv Wert darauf gelegt, zu dem italienischen Nachbarn gute Beziehungen zu unterhalten, und es mutz das Erscheinen italienischer Truppen an semer Westgrenze wie an der Grenze des Sudan im Grunde als eine Erleichterung empfinden, denn sein natürliches Interesse läuft ja auf eine Abschuttelung der britischen Fremdherrschaft hinaus So hat die ägyptische Regierung es auch ab gelehnt, Deutschland und Italien den Krieg zu erklären, wenn sie auch durch den britischen Druck gezwungen wurde, die diplomatischen und Handelsbeziehungen zu beiden Mächten abzubrechen. Selbstverständlich genügte das den Briten nicht. Sie drängten auf (ErfuUung des britisch-ägyptischen Bündnisvertrages und forderten den aktiven Einsatz der ägyptisch en Truppen in dem Kampf gegen Italien, obwohl dieses bet feinen Kampfhandlungen an der ägyptischen Westgrenze die schwierige Lage der ägyptischen Regierung voll in Rechnung gestellt hat und die italienischen Operationen sich ausschließlich gegen öie britischen Stützpunkte im Lande richten. Um Aegypten an seine Seite zu zwingen, hat England sich nicht gescheut, der ägyptischen Regierung, die sich weigerte, offen in den Krieg gegen Italien em- zutreten, mit Verhaftung zu drohen und sogar Anstalten zu treffen, den jungen Korng Faruk in seiner Sommerresidenz feftzuhalten und von seinen politischen Beratern zu isolieren. Darauf war das Kabinett Ali Mäher zurückgetreten, aber es scheint nicht, daß das neue Kabinett den britischen Wünschen gegenüber willfähriger fern P3tr^ die Ernennung des ernst durch britische Intrigen gestürzten Kriegsministers 5) assan Sab ry Pascha, der das volle Vertrauen der ägyptischen Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zellenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengemtastel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung)25 /«mehr Ztalienischer Wehrmachtsbericht! Rom. 26. Juli. (DRB.) Der italienische Heeresbericht hat folgenden Wortlaut: Eine unserer Bomberformationen hat nach langem Rachksl-ug den Flottenstützpunkt Gibraltar erreicht und wirkungsvoll bombardiert. Alle Unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zuruckgekehrt. In Rord - Afrika haben unsere Jagdflugzeuge bei einem Luftangriff auf Derna ber einige: Opfer | forderte und geringfügigen Schaden -nrtchtele. ->u feindliches Flugzeug vom Gloucester-Typ abgefd) f ,eni)ie durch die Bombardierung der Petroleumanlagen von Haifa angerichteteu Schaden stn^ w.e der Ieind selbst zugibt, betrachtbch. Der Brant, konnte erst nach vielen Stunden eingebammt wer- den. „ Trotz intensivsten Sperrfeuers zahlreiche Treffer. A«ch die Flottenbasis von Alexandrien erneut angegriffen. Rom, 26. Juli. (Europapreß.) Em der Flugwaffe zugeteilter Berichterstatter des llaliemschen Rundfunks meldet Einzelheiten italienisch Puftanariffen auf Alexandria und Gibraltar. Bel Lm »tnariff auf Alexandria am Mittwoch hätten d?e Beobachter sestgestellt dätz unmittelbar nach bem im Hafen gegebenen Alarm bte an ben Kais liegenden Schiffe di e Taue zu lose n be aonnen hätten, um sich durch Manövrieren in freier See vor den italienischen Bomben retten. D - hnlh sei der erste Angriff der italienischen Flieger fo?drt auf diese Schiffe erfolgt, die mit dimeren Bomben und auch mit ^^rldbomben beleat worden seien. Während des Angriffes hatten! ^ttdjter weiter feftgefteUt, ba6 toon beim Angriff in der Na cht vorher zahlreiche eng Mche Schiffe schwer beschädigt worden selen. Durch den zweiten Angriff waren weitere erheb! che Beschädigungen entstanden. Das englische Spe feuer fei zuerst non ben Kriegsschiffen unmittelbar barauf aber auch von ber SanbartiUerie gegeben worben. Es fei außerorbenilich stark, aber wirkungs- Rom, 25.Juli. (DNB.) In bem von den Jta- ■ liener eroberten Moyale (Kenia) herrschen, einem Bericht der Agentur aus Addis Abeba zufolge, wieder normale Verhältnisse. Die gesamte eingeborene Bevölkerung habe mit ihren Stammeshauptern und Würdenträgern an der Spitze den italienischen Behörden ihre Ehrerbietung bezeugt und sich ihnen restlos zur Verfügung gestellt. Die Bevölkerung tnig bei der Rückkehr in ihre Hauser und Hutten, Die noch deutlich die Spuren der Bombardierung und Kämpfe auswiesen, eine ruhige und yefaßte Hmmng zur Schau in dem Bewußtsein, daß das Leben unter italienischer Führung alsbald wieder seinen gewohnten Gang nehmen werde. Vor allem in der Gegend von Galla und Sidamo veranstaltete die Bevölkerung unter Hochrufen auf Italien lebhafte Freudenkundgebungen. Das englische Ansehen hat einen äußerst schweren Schlag erlitten, um o mehr, als Moyale als uneinnehmbar angesehen wurde. Die Stamme sh äupter und Würdenträger machten den italienischen Behörden Sum Zeichen ihrer Freude ihre jungen Maultiere zum Geschenk. und Ausgangspunkt wichtiger Karawanensttaben zur Oase Siwa, mit Bomben zu belegen, wahrend es an der etwa 1700 Kilometer langen Ostgrenze Libyens nur zu geringfügigen Dgrpostenkampfen gekommen ist. Es wird nicht zuletzt von der weiteren Entwicklung der politischen Lage in Aegyp en abhängen, welche militärischen Entschlüsse Italien Die Gäste fchritten die Front der Ehrenkompanie Ah- anschließend geleitete der Reichsaugenminister He* zu ihrem Quartier im „Oesterreichischen 9of . Mm Wftag warben fie °°u Reichsautzenm.mfter „an Ribbentrop im Laubhaus Iufchl empfan- Rachmittags empfing der Führer in (Segen. -"ach -iEers des Auswärtigen von Ribbentrop b^n ^rumänifchen minifterprafibenten lunb b^ rumänifchen Minister bes Aeutzeren zu Erscheint täglich,, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte GießenerFamilienblätter Heimat irnBild-DieScholle Mongts-Berugsvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte ,, 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift:„Anzeiger'' Postscheck 11686 Franks^ M. Rom, 26. Juli. (Europapreß.) lieber ben im italienischen Wehrmachtsbericht vom Donners ag erwähnten neuen Angriff der italienischen Luftwane - Haifa meldet ein Kriegsberichterstatter des e $am$tag,27.| Sonntag, 28.3ulimo Gietzener Anzeiger „wSSu. General-Anzeiger für Werheffen «7-rrrir"^ „Meffuggero", das Unternehmen fei von Zahlreichen Flugzeugen ausgeführt worden, die Explosivbomben auf die Hafen- und Eisenbahnanlaaensowle auf die Petroleumtanks von Haifa abgeworfen haben. Neun Drennsto f fb eh alter mit 36 000 Tonnen Fassungsvermögen und vier Behälter mit 6000 Tonnen Inhalt forote einige Tanks, die 10 000 Tonnen S ch m i e r °l enthielten, feien zerstört worden. Flieger, die trotz lebhaftester Abwehrtatigkeii sämtlich wohlbehalten zurückgekehrt seien, hatten noch aus mehreren hundert Kilometer Entfernung von der Küste Palästinas hinter sich die gewaltigen schwarzen Rauchwolken der brennenden Petroleumanlagen gesehen. Italien m Moyale. Moralische Eroberungen. Der iiampier m» vm uun ----- acuunciuny, tät mißbrauchtes französisches Schiff angesehen ^tt in den Kampf an der Seite Englands da. merben. Die S chu ld an dem Tod ber franzosi- in bie schwersten Gefahren stürzen würbe, scheu Solbaten triff bamit einzig und allem das gerade zu einer Zeit, die (y h u r d) i IL Bewegung Aegyptens bie Hoffnung gibt, ihre Be- >mühungen für eine Befreiung von ber britischen Herrschaft verwirklicht zu sehen. In bieser äußerst gespannten Lage haben sich die Briten nicht anders zu helfen gewußt, als durch einen neuen Gewaltakt ihre ägyptischen „Verbündeten, de^n Zuverlässigkeit nach den Propagandareden britischer JJii- i uister über allem Zweifel erhaben ist, völlig machtlos zu machen. Währeiü) in aller Eile neue Truppen aus Indien, Australien und Neuseeland nach Aegypten dirigiert wurden, hat der britische Oberbefehlshaber in Aegypten die ägyptische Regierung gezwungen, bie ägyptische Armee zu e n t w a ff - n e n. Im Bündnisverttag von 1936 hatten bie Briten ihr in Aegypten befinbliches Kriegsmaterial an Aegypten verkauft zu derart hohen Preisen, datz bie Schulden, bie Aegypten für bie Aufbringung Iber Kosten machen mußte, in der ägyptischen Oef- fentlichkeit schade Kritik ausgelost hatten. Nun sprächt man in Lonbon von einer „Entleihung bes Kriegsmaterials, bas man jetzt Suruckzuerhalten wünsche und später durch wadernere Waffen ersetzen wolle. In Wahrheit spurt England m Aegyp- ten wie in der ganzen arabischen Welt den wachsenden Widerstand gegen jeden Versuch, in ben britischen Krieg hineingezogen zu Werden. Ja, hatte man noch vor Monaten m der ägyptischen Armee eine willkommene Hilfe im Kampf sur die Aufrechterhaltung der britischen Macht im Nahen Osten gesehen, so ist man inzwischen eines anderen belehrt roorben. Die ägyptische Armee nn Rucken der britt- schen Truppen bedeutete eine Gefahr und muhte I daher entwaffnet werden. Für 3talien bedeutet ber v. , e,,. | Mißbrauch Aegyptens als Ausfallstellung Englands beobad)ter macht- _ ^ch-rl-B-ld-rd.-nst-M.) "ttt Ä bÄJwÄÄ Rumänische Staatsmänner beim Führer Salzburg. 2&3ulL (MS) D« -mänstch- > -ch Nch^>,lch°°-en d« r» Zliinlfler (Vinlnhiinn hpr Reichs- ^Zn^ber^Nacht zum Donnerstag sei Gibraltar angegriffen worben. Der Abflug äst. dem Tausend Kiloifteter weiten Flug fei am fpaten toenb er folgt. Die Flugzeuge seien mit bomben schwer ft e n Kalibers ausgerüstet gewesen. Zur des Mondaufganges seien die Flugzeuge nur noch wenige hundert Kilometer von Gchraltar entfernt aewelen Der Angriff auf die Seefestung sei b e i fflTei jt «fp& Zwar feien bie itaWn^ IWr'ÄiL. L'L'Äx fübruna des Angriffs nicht behindern können. Diele Len' Explosivstoffe f7i-n auf bie 3*an- lagen und Schiffe abgeworfen worden. Der Ruckstug habe sich glatt vollzogen; kein emjiges 8lu93eu0 „„ ............. ... ZZLMUS " .«ssähs zeuge gelangten m großer Hoye und m folgenden Wellen nach Gibraltar und gMMl dann die ihnen gesteckten Ziele an »erbet wurden d, im kleinen Hasen verankert Agenden Schiffe. Verteidigungswerke des Floltenstutzpun ' troleum. und sonstigen Depots des ch°i-n- wtl Sprengbomben schweren und h f e t $ c sowie mit Brandbomben belegt. Za, . Brände im Hasen und in der Nahe der Tracke docks wurden durch Volltreffer ausgelost. Nach dem ersten Bombenabwurf trat fofort bte ge amte eng lifche Flak von Gibraltar in Tattgkett sowie auch über durch den Sieg Kitcheners bei Omdurman mit ägyptischen Truppen im Jahre 1898 zurückerobert worden. Trotz des Charakters als Kondominium betrachtete England den Sudan als feine ausschließliche Domäne und erzwang nach der Ermordung des Sirdar, des britischen, vom Khediven ernannten Oberbefehlshabers der ägyptischen Truppen, Sir Lee Stack durch ägyptische Nationalisten im Jahre 1924 den Abzug aller ägyptischen Truppen und Beamten aus dem Sudan. Der Bündnisvertrag vom Jahre 1936 hat an der tatsächlichen Alleinherrschaft Englands im Sudan nicht viel geändert. Der Sudan hat eine Bevölkerung von 6,1 Millionen auf 2,5 Millionen Quadratkilometer, was fast dem Zehnfachen des Umfanges von Großbritannien und Nordirland entspricht. Neben Gummi, Erdnüssen, Datteln, Sesam, dessen Oel ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Margarine und Seife ist, liefert der Sudan die beste Baumwolle der Welt, im Jahre 1937 waren es 71 000 Tonnen im Werte von 5,5 Millionen Pfund, mehr als die "Hälfte davon ging nach England in die Baumwollspinnereien von Lancashire. Durch große Staudamm-Anlagen am Weißen und Blauen Nil haben die Engländer die Bewässerung der riesigen Baumwollvlantagen ficherzustellen gesucht. Aus der Geschichte des Abessinienfeldzuges ist noch in aller Erinnerung, wie empfindlich man in London war, als die Italiener in das Gebiet des Tanasees vordrangen, dessen Abfluß der Blaue Nil ist, der wie die übrigen aus Abessinien kommenden Gewässer vom Gebirge her den Schlamm mit sich führt, dem neben Aegypten auch der Sudan seine Fruchtbarkeit verdankt. Man kann sich also vorstellen, mit welchen Gefühlen man in England italienischen Operationen gegen den Sudan entgegensah. Sie ließen nach der Kriegserklärung Italiens nicht lange auf sich warten. Der britische Oberbefehlshaber im Sudan war nicht untätig geblieben. Schon nach dem Abessinienfeldzug, der das Reich des Negus aus seiner Zwitterstellung zwischen den in Ostafrika interessierten drei Großmächten dem italienischen Imperium einfügte, hatte England seine Garnisonen im Ost-Sudan verstärkt, Grenzbefestigungen angelegt und weiße Truppenverbände in die wichtigsten Punkte gelegt, vor allem nach K a s s a l l a, einer Stadt von 31 000 Einwohnern, dicht an der italienischen Grenze, die nicht nur durch ihre Lage den Oberlauf des Atbara, des wichtigsten rechten Nebenflusses des Nils beherrscht, sondern auch als Station der aus dem Baumwollgebiet des Blauen Nils nach Port Sudan, dem bedeutendsten sudanesischen Ausfuhrhafen am Roten Meer, führenden .Bahnlinie und Ausgangspunkt wichtiger Karawanenstraßen nach Berber und Khartum von größter wirtschaftlicher und strategischer Bedeutung ist. Die Engländer hatten deshalb auch hier die natürlichen Hindernisse, die die bis zu 1300 Meter ansteigenden Bergzüge einem Vormarsch mach Westen entgegenstellen, durch Befestigungswerke verstärkt. Diese Rüstungen des Feindes sowohl wie die Schwierigkeiten, die allen Operationen in diesem Landstrich aus dem Klima erwachsen, das in den Sommermonaten bei großem Wassermangel Temperaturen von mehr als 45 Grad aufweist, erforderten besonders sorgfältige Vorbereitungen des Feldzuges durch die italienische Heeresleitung. Dor allem mußten Eingeborenentruppen Eritreas bereitgestellt werden, weil weiße Truppen in dieser Jahreszeit die Hitze kaum ertragen hätten. Wegen der Wasserversorgung konnte der Vormarsch auf Kassalla nur abschnittsweise vonstatten gehen, unter Umgehung der Hauptstellung aus den Bergen ostwärts der Stadt wurde Kassalla dann in den ersten Julitagen in kühnem Angriff genommen. Ein zweiter Vorstoß führte etwa 300 Kilometer weiter südlich zur Einnahme der ebenfalls von den Engländern stark befestigten Grenzstadt Gal la bat, die schon im Abessinienfeldzug eine damals für die Italiener recht unbequeme Rolle gespielt hat, weil die Straße, die von der Bahnlinie Port Sudan—Kassalla—Gedaref —El Obe'id ü6er Gallabat nach Gondar ins Gebiet des Tanasees führt, die wichtigste Eingangspforte für das Kriegsmaterial war, mit dem die Briten den Negus unterstützten. Eine dritte Stoßrichtung führte südlich des Älauen Nil zur Einnahme von Ghezzan und Kurmuk, mit denen ebenfalls die Ausgangspunkte einer wichtigen Einfallstraße in den Sudan genommen wurden. Die italienische Luftwaffe hat, wie ja schon im Abessinienfeldzug, auch jetzt bei der Vorbereitung und Einleitung der Operationen gegen den Sudan eine wichtige Rolle gespielt, indem sie vor allem Port Sudan und die Bahnlinie und damit die wichtigste Nachschubstraße der Engländer mit Bomben belegte. Italiens dritter Kriegsschauplatz in Ostafrika ist die britische Kronkolonie Kenia, an die Abessinien im Süden, Jtalienisch-Somaliland im Westen grenzen. Kenia ist erst seit 1890 britisch, bis dahin gehörte es zum Herrschaftsbereich des Sultans von Sansibar. Witu und das Uganda-Protektorat, der westliche Teil der Kolonie, waren durch den großen deutschen Kolonialpionier Karl Peters für die deutsche Schutzherrschaft gewonnen, aber im Helgoland-Sansibar-Vertrag den Engländern überlassen worden. Heute zählt Kenia ohne Uganda 3,3 Millionen Einwohner auf einem Raum von mehr als einer halben Million Quadratkilometer und Uganda sogar 3,6 Millionen auf 240 000 Quadratkilometer. In beiden sind neben weißen Farmern viele Araber und Inder als Händler seßhaft. Kenia ist, um einen treffenden Ausdruck Paül Rohrbachs zu gebrauchen, das Land des britischen Gentleman- Farmers, den das angenehme Klima, die guten Jagdgelegenheiten und die Freigebigkeit der britischen Regierung bei der Zuweisung großer Landgebiete für billiges Geld hierher lockten, während das Uganda-Protektorat das Land schwarzer Grundbesitzer ist, die mit Lohnarbeitern eigener Rasse ihre Baumwollkulturen betreiben und ausgedehnte Selbstverwaltung genießen. In Kenia hatten sich auch einige hundert deutsche Farmer halten können. Angebaut werden Kaffee und Tee, deren Kulturen sich hervorragend entwickelt haben, daneben Baumwolle, Sisalfasern und Mais. Am Magadisee an der Grenze Deutsch-Ostafrikas werden große Natron- lager abgebaut. Derkehrspolitisch ist das Rückgrat der Kolonie die Ugandabahn, die über insgesamt rund 3000 Kilometer aus dem westlichen Seenge- biet über Nairobi, mit 61 000 Einwohnern die Hauptstadt der Kolonie, nach dem Hafen Mombassa führt. Kenia ist in seinem nordöstlichen Teil ein Hochland, zum Teil vulkanischen Charakters, das mit dem Keniaberg bis zu 5000 Meter aufsteigt, nach Westen in eine baumlose Grassteppe abfällt. Italien hat mit Kenia eine alte Rechnung zu begleichen. Durch den Londoner Vertrag vom 26. April 1915 hatte sich England zur Abtretung des 0st- djubalandes mit der Hafenstadt Kismajo verpflichtet, nach langem Drängen hat England sich schließlich auch dazu bereitgesunden, und dieser Streifen ist mit Jtalienisch-Somaliland vereinigt worden, aber weitere zum Djubalanü gehörige Gebiete sind bei Kenia verblieben. Die italienischen Truppen schicken sich nun an, diese Gebiete zu besetzen. Mittelpunkt der britischen Verteidigung von Kenia war die Stadt M o y a l e an der Nordgrenze der Kolonie mit dem Fort Harrington. Von hier führt eine in der trockenen Jahreszeit brauchbare Autostraße nach Nairobi. Den Engländern war die strategische Bedeutung Moyales bewußt, sie hatten deshalb neben Eingeborenentruppen auch Verbände ihrer besten Kolonialsoldaten, der Kings Asrican Rifles, eingesetzt. Die Grenze der Kenia-Kolonie schnitt zwischen Abessinien und Somaliland einen breiten Keil aus dem italienischen Gebiet heraus, mit seiner Spitze zielte er auf den italienischen Ort Dolo. Die Operationen der italienischen Wehrmacht zielten daraus ab, diesen Keil einzudrücken. Trotz heftiger britischer Gegenwehr ist diese Operation gelungen, der Dolo-Zipfel ist beseitigt, Moyale genommen und damit die Front um etwa 300 Kilometer verkürzt wordem Es ist kein Zweifel, daß damit die Italiener einen ersten bedeutsamen Erfolg davongetragen haben, strategisch sowohl wie politisch. Die Engländer hatten Moyale, das über den Rudolf-See auch die Verbindung zum Sudan schlägt, offenbar als Ausgangspunkt einer Offensive gegen Aethiopien bestimmt. Der Exnegus war bereits aus seinem Londoner Exil hervorgeholt und im Flugzeug, zum Schutz gegen Luftangriffe in Decken wohlverpackt, nach Afrika verfrachtet, wo er wohl auf den britischen Sieg warten sollte, um seine Rolle als Thronprätendent von Englands Gnaden Vcr Optiker amjgahnhofl Lieferant auch Ihrer Krankenkasse wird aufgefordert, von der Erlaubnis lebhaft Gebrauch zu machen. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß Brieftauben, welche von englischen Flugzeugen über dem Kanal ober Feindesland abgelas- sen worden waren, niemals ihre Schläge erreichten, weil Pilgerfalken sie auf dem Heimweg gejagt und getötet hatten. Angeblich wichtige Informationen sollen daher nicht selten unbekannt geblieben sein. Man erklärt, daß die Pilgerfalken indirekt imT)ienst des Feindes stünden und daher abgeschossen werden müßten. zu übernehmen. Er wird nun auf diesen Sieg vergeblich warten, denn die Einnahme von Moyale und das Vorrücken der Italiener aus dem Dolo- Zipfel nach Südwesten haben die Briten zu einem allgemeinen Rückzug auf den Tana-Fluß gezwungen. Der Krieg verläuft also dank der Initiative der italienischen Heeresleitung und dem schneidigen Angriffsgeist der italienischen Kolonialtruppen auch aus allen Kriegsschauplätzen Ostafrikas sehr wesentlich anders, als man es sich in London gedacht hatte. Den Italienern kommen dabei die Erfahrungen zugute, die sie im Abessinienfeldzug sammeln konnten, und es zeigt sich, daß es erprobte Kolonialsoldaten sind, die mit dem Marschall Bado- aljo als Generalstabschef und mit dem Marschall Graziani als Oberkommandierendem in Afrika an leitender Stelle den Gang der italienischen Operationen beeinflussen. So sieht auch hier sich England in die Verteidigung gedrängt. Wie die deutsche Wehrmacht in Europa, so hat der italienische Bun- desgenosse auf afrikanischem Boden das Gesetz des Handelns an sich gerissen und wird es nicht wie- der aus der Hand geben. Dr. Fr. W. Lange. Vom italienisch-britischen Kriegsschauplatz in Sstasrika. ____________________________________ V—------------rr---- — m Unser Bild zeigt Offiziere und Eingeborene der italienischen Kolonialarmee an einem nun überflüssig gewordenen Grenzstein z w i s chen Jtalienisch-Somaliland und B r i t i s ch - K e n i a, wo die italienischen Truppen bereits beträchtlichen Raum gewinnen konnten. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Drei Shurchill-Mmsier im Sturm der Kritik. Stockholm, 26. Juli. (Europapreß.) In London würde man sich nicht wundem, wenn Winston Churchill in Kürze gezwungen wäre, drei Minister fallen zu lassen. Sir Kingsley Wood muß seit der Vorlage seines neuen Staatshaushaltes eine immer heftigere Kritik über sich ergehen lassen, weil er die hohen Einkommen zu wenig und die niedrigen Einkommen zu hoch besteuert hat. Die heftigsten Kritiker sind dabei in den Oppositionsreihen zu suchen. Sir I o h n A n d e r s o n hat sich unbeliebt gemacht wegen seiner radikalen Methoden zur Unterdrückung jeder Meinungsäußerung und wegen der rücksichtslosen Ausländer-Internierungen. Der Unglückseligste unter ihnen ist jedoch Duff Cooper, der ehemalige Erste Lord der Admiralität, der als Jnsormationsminister in der letzten Zeit zahlreiche Schlappen erlitten hat. Seine Kampagne des Schweigens ist ebenso zusammenge- brochen, wie sein Kampf gegen Mutlosigkeit und Defaitismus und wie die „Moral-Untersuchungen", sein jüngster Versuch, etwas Originelles zu bieten. Sein Ministerium schickte Beamte in die Privathäuser und ließ sie zum Zwecke statistischer Erhebungen Fragen stellen wie: „Wie würden Sie eine Invasion hinnehmen?", „Haben Sie bereits eine Seifenreferve angelegt?", „Werden Sie nervös, wenn <Äe in den Luftschutzkeller müssen?" oder „Sind Sie immer fröhlich?". Aus derartigen Fragen sollte die Stimmung des englischen Volkes registriert werden. Jedoch erklärte die englische Presse eindeutig, daß es niemanden ein- falle, ernsthaft auf derartige lächerliche Fragen zu antworten. Das Ergebnis dieser Moral-Untersuchung könne daher überhaupt nicht diskutiert werden, und Duff Cooper müsse alles tun, um nach dem Scheitern dieser Aktion seine Stellung innerhalb der Regierung etwas auszubessern. Die ebenfalls von Duff Cooper inszenierte „Kampagne des Schweigens" mußte vor einigen Tagen abgeblasen werden, weil sie, wie in der englischen Presse erklärt worden war, sich als zu lächerlich erwiesen hatte. - Das englische Kriegsministerium hat nunmehr bisher völlig unbekannte Angehörige der Fünften Kolonne entdeckt. Es handelt sich bei diesen neuen Staatsfeinden um die Pilgerfalken, die bisher unter Staatsschutz standen und nicht abgeschossen werden dursten, weil sie im Aussterben waren. Nun hat das Kriegsministerium beim Innenministerium durchgesetzt, daß diese Falken doch abgeschossen werden dürfen und die Bevölkerung Ernst ist das Leben, heiter die Kunst. Von Friedrich Ireksa. Es war vor Jahren. Ein wackerer, rheinischer Geschäftsfreund meines Vaters begegnete mir in München im alten Franziskaner, schüttelte mir die Hand, zog mich nieder an seine Seite und sagte: „Also du bist jeck jeworde! Unter die Dichter jerate! Ein brotloses Gewerbe! Gott erhalte dir deine gute Laune, — aber die ist ja bei euch lustigem Künstlervölkchen in München selbstverständlich. Ernst ist das Leben, heiter die Kunst, — das weiß ja jeder. Kannst du mich nicht auf irgend eines der Atelier- feste mitnehmen? Die sollen doch hier großartig sein!" — Diese Meinung der Draußenstehenden habe ich hundertmal im Leben über Kunst und Künstler gehört, in allen Variationen, denn tatsächlich kommen die lieben Mitmenschen mit Künstlern meistens nur dann zusammen, wenn Theater gespielt wird. Aus- stellungen eröffnet werden, Karneval stattsindet, ein bedeutender Dichter etwas vorliest und gefeiert wird. Das sind hochgestimmte, heitere Stunden. Aber von der Arbeit, von der inneren Qual und Pein eines Menschen, der seine Kunst ernst nimmt, davon wird zumeist geschwiegen. Es war ein großer Maler, der sich in seiner Jugend durchgehungert hatte und endlich als Meister anerkannt ward. Er erlebte auf einer Auktion, daß eines seiner kraftvollsten Bilder einen Preis erzielte, der märchenhaft hoch war. Die Freunde beglückwünschten den alten Herrn. Er sagte: „Hätte man mir das vor dreißig Jahren für das Bild be- zahlt, wie ruhig hätte ich arbeiten können und wie schön und angenehm schaffen. Ich glaube, soviel, wie das Bild heute bringt, habe ich von meinem zwanzigsten bis zu meinem sechzigsten Jahre insgesamt nicht verdient. Ja, ernst ist das Leben und bitter die Geldfrage für den Künstler, der nicht gewöhnt ist, sich anzupassen, wie es so schön heißt." Da war ein Münchener Meister vor dem Weltkriege, der nicht den beliebten dunkelbraunen Atelierton anwandte, sondern helle, lichte Töne gebrauchte. Es wurde über diesen Impressionisten weidlich geschimpft. Ein junger Mann kam zu ihm, um sich als Schüler zu melden. Da sagte der schon leicht Ergraute: „Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß ich nicht im Atelierton male, nicht mit der Patina der alten Meister! Dieser goldbraune Ton verbürgt dem Käufer den altmeisterlichen Stil. Glauben Sie, so ein Sammler hängt sich ein Bild von mir hin und läßt die Jahrhunderte daran arbeiten? Nein, die Leute wollen gleich das stilechte alte Bild fertig haben! — Wenn Sie bei mir Schüler werden, müssen Sie auf Geldoerdienen verzichten. Sie werden narrisch geschdlten. Aber einen Vorteil haben Sie: Sie gelten als Münchener Original! Und das bringt auch manchmal eine freundliche Einladung zu einer Halben und einer Weißwurscht ein!" — Ober aber, wie ging es meinem Freunde, dem Dramatiker, der heute einen großen Namen hat? Er notete sich mühselig durchs Leben mit kleinen Zeitsatiren, die er im Kaffeehaus schrieb. Nachts arbeitete er an feinen großen Sachen, die kein Verleger und kein Theaterdirektor nehmen wollte. Aber endlich kam der durchschlagende Erfolg einer prächtigen Komödie. Als er am Nachmittag auf dem Diwan lag und sinnierte, trat feine Zimmerwirtin ein, überreichte ihm einen Veilchenstrauß und sprach: „Das hab' ich Ihnen nie zuge traut! Wann haben Sie das nur gemacht? Wann ich Sie sehe, liegen Sie auf dem Diwan und faulenzen! Aber ich gratuliere schön zu dem großen Erfolg und möcht' Sie noch erinnern, daß Sie mir zehn Mark achtzig schuldig sind." Detlev Freiherr von ßiliencron, Hauptmann, Dichter und Baron — wie es in einem kleinen Spottoers der Zeit hieß, langte auf einem Münchener Bahnhof an und wurde von den Abgeordneten der Münchener Dichterzunft, von denen der eine Schaumberg und der andere Schaumberger hieß — Positiv und Komparativ sagten die Münchener — empfangen. Er trug auf dem Kopfe einen runden Strohhut, damals Kreissäge genannt, einen grauen Gehrock, darüber einen Lodenmantel, in der Hand eine Großmutter-Reisetasche aus festem Zeug, mit grünen Perlen bestickt, auf denen weiße Perlen den Wunsch anzeigten: Glückliche Reise. Es war vor dem Mittagessen, und die Führer, die des Lebens Ungunst kannten, händigten dem Dichter als Vorschuß für seine drei Vortragsabende siinfzig Mark ein. „Dann wollen wir frühstücken!" sagte ßiliencron, und zu Dritt suchten sie das Caf6 Gisela in der Fürstenstraße auf, wo es neben gutem Kaffee ein anständiges Bier und auch Wein gab. ßiliencron lud die beiden Dioskuren zu einem kräftigen Frühstück ein, ließ eine Flasche Rotspon austragen, verbrauchte die für die damalige Zeit außerordentlich hohe Summe von fünfzehn Mark und reichte dem bedienenden Mädchen ein Zwanzigmarkstück: „Trinkgeld inklusive!" Da schauten sich Schaumberg und Schaumberger groß an, schüttelten die Köpfe und sagten: „Wenn das so weitergeht?!" — Sie kamen überein, am nächsten Tage nicht über zwanzig Mark Vorschuß hinauszugehen, um den Dichter, dessen häusliche Notlage sie kannten, vor sich selbst zu bewahren. Was nun die Arbeit anlangt, ist das Verständnis nicht groß. Spielt irgend ein bedeutender Klavierkünstler sein durchgefeiltes Konzert für sich selbst am Sonntagvormittag durch, so kann es freilich geschehen, daß die Nachbarn horchen und erfreut sind über den Kunstgenuß. Aber zumeist wird es so sein, daß es dem betreffenden Künstle^- geht, wie ich's einmal in ßeipzig, der Musikstadt, erlebt habe. Da war eine Meisterschülerin, die Tonleitern und ßäufe übte. Als die Tante aus Holstein das Mädchen besuchte, wurde sie von der Wirtin mit einer bekümmerten Miene empfangen: „Nu heernse sich das an! Die wird's nie zu was bringen. Seit acht Da gen gommt fe über be Tonleitern nich wech!" — Ernst ist die Kunst! Das wußte schon der Intendant Franz von Possart, als er dem Schauspieler, der den Hamlet spielte und bei „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage" im Monolog nach Wiener Sitte einen Fuß auf den Souffleurkasten setzte, zurief: „Junger Freund, vergessen Sie nicht die Kunst ist nicht zum Spaß da!" Aber der ewige Stoßseufzer bleibt der eines fröhlichen Münchener Kumpans: „Die Kunst wär schon fei schön, wann 's nur net alle soviel Trara ums Geld machten!" „Der Blaufuchs." Gastspiel des Wiener Burgtheaters. , Dem Gastspiel eines Ensembles des Wiener Burg- theaters wurde von den Freunden des Theaters in unserer Stadt viel Erwartung entgegengebracht. Das Theater war bis auf den letzten Platz besetzt. Nicht weniger groß war die Aufmerksamkeit, die der Aufführung gewidmet wurde. Die Gäste rissen rasch das lebhafte Interesse der Zuschauer an sich; sie spielten um des Spieles willen, gaben die Komödie um der Komödie willen und boten damit Theater im ureigentlichen Sinne. Die Erwartungen wurden, so könnte man sagen, also nicht enttäuscht. Ober doch!? Es war alles so sicher an dieser Aufführung, so gefeilt, so ausgeklügelt im Ton, in Bewegung, und in der Geste — fast zu routiniert und effektvoll. Herczegs Komödie „Der Blaufuchs" ist ein Konversationsstück. Es lebt von den seelischen Spannungen der beteiligten Personen. Es geschieht nichts eigentlich Dramatisches. Die geschliffenen, oft kunstvoll gebauten Dialoge fesseln und belustigen vom Anfang bis zum Ende. Man will fein Wort verlieren, verliert auch Feins, denn die Darsteller sprechen friftallflar und ungemein diszipliniert. Der Inhalt der Komödie bewegt sich um eine Ehe, die in der Aullösung begriffen ist. Der Professor Paulus, Spezialist in der Fauna des Wassers, merkt nicht oder will es nicht bemerken, daß seine schöne, junge, extravagante und Fluge Frau Ilona nicht neben ihm geht. Erst der Freund des Hauses, Tibor, öffnet ihm die Augen, weil er sich dazu verpflichtet fühlt. Doch, dieser Dibor liebt Frau Ilona, quält sich, weil er glaubt, sie, die vordem Angebetete, habe sich an einen Unwürdigen ver- , schenkt. Die Che wird geschieden. Der Professor heiratet eine andere Frau. Tibor und Frau Ilona bleiben wie ein ungelöster Rest. Aber sie finden sich. Im letzten Akt spielt Frau Ilona ihre Trümpfe aus; sie tut es listig, spöttisch, grausam, ja, bedenklich frivol, um dann schließlich mit echten und warmen Tönen den Mann Tibor zu gewinnen. Um dies alles zu veranschaulichen, wird heftig mit Worten umgesprungen und heftig wird dabei auch dem Zuhörer zugesetzt. Manchmal — hauptsächlich in Betrachtungen des Verhältnisses zwischen Mann und Frau — wird verallgemeinert. Das geschieht gütig und bissig, treffend und verzerrt, häufig schonungslos und hart. Aber das alles ist ja Spiel! Wie weit das Spiel in die Wirklichkeit hinüb ergreift, das zu beurteilen liegt beim Publikum. * Hilde Wagener als Ilona verkörperte über zwei Akte hinweg die Frau, die ihre Umgebung über sich in Zweifel ließ und alle Register zog, um ihre überlegene und zielbewußte Weiblichkeit zu beweisen, selbst in Zerknirschung und gespieltem Geständnis, bis ihr dann der dritte Akt Gelegenheit bot, alle Dissonanzen zu lösen und sich dem von Anfang an geliebten Manne zu verbinden. Die sehr bewußt nuancenreiche Darstellung der Künstlerin forderte zur Bewunderung heraus. Ihrer geistigen und äußeren Beweglichkeit stand in auffälligem Kontrast und wohl absichtlich steifleinen Hellmuth Krauß als Dibor gegenüber, finster und böse, unversöhnlich scheinend, eine klare Charakterschilderung. Erik Frey (von den Hilpertbühnen Berlin) als vertrauensseliger Professor und Ehemann, trug durch seine vollendet bargetane Unwissenheit zur Erheiterung bei, ließ aber in den entscheidenden Augenblicken wissen, wie sehr er im Grunde seine Frau und seine eigene Stellung zu ihr kannte. Er lieh seiner Rolle manchen feinen menschlichen Zug. Erna Michail als Lisi und Alexander Trojan konnten in kleinerer Aufgabe ihr darstellerisches Vermögen zeigen. Die Spielleitung hatte Hellmuth Krauß. Das Bühnenbild (nach einem Entwurf von Reinhold S i e g e r t) war von Herrn Löffler sorgfältig ausgeftattet worden. Herr Konen wußte mit seinen neuen Hilfsmitteln die einzelnen Szenen fein differenziert zu beleuchten. Der Beifall der zahlreichen Besucher bedeutete dankbare Würdigung der künstlerischen Leistungen des Wiener Ensembles, trotz einer gewissen zwiespältigen Empfindung, die die allgemeine getftige Haltung in dieser Komödie notwendig auslöfen mußte. H. L Neuner, Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet den Kanalübergang erzwungen. war eine Haus t stand. Großer Eindruck der deutschen Milittirparade in Brüssel. Ergebnisreiche Haussuchung Kleine politische Nachrichten. Die norwegische Lustfahrtgesellschaft teilt mit, daß r zivile Luftverkehr Oslo—Kopen- Mondamin gibt es auf die mit einem X bezeichneten Abschnitte der Reichs- brottarteMÄivder bis zu 6 Jahren reichen ist. Für den nationalsozialistischen Deutschen, nicht nicht ganz ausgebauten Unterstand suchen. Der König, der ebenso wie die übrigen Herren einen Stahlhelm trug, blieb ziemlich lange im Unter- der zivile Luftverkehr Oslo—Kopenhagen—Berlin am Montag wieder aufgenom- Berlin, 27. Juli. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Bor- chlag des Oberbefehlshaber des Heeres das Ritter- fteuz zum Eisernen kreuz an folgende Offiziere und Unteroffiziere verliehen: General der Artillerie D o d r i g, General der Kavallerie Stumme. Generalmajor Straube. Oberst Frhr. von Boineburg-Lengsfetd. Oberst Gräser, Oberstleutnant Radwan. Oberstleutnant Gar- fki, Rlajor Wetzet, Major Gotte, Major Böhme, Hauptmann Drossel, Oberleutnant Borgmann, Leutnant Pössinger, Feldwebel Beuger. abwehr zum Schutze des Königs unaufhörlich aber ohne Ergebnis gegen die deutschen Flugzeuge voller Höhe gedeckt «st. Die Versorgung der privaten I (325,4), Drünn Kraftwagenhaltung und anderen zivilen Bedarfs' ------" kommenden Warenaustausches zwischen dem (578,0), qroßdeuftchen und europäischen Wirtschafsblock eie r o v x , nerselts und fremden Grohwirtschaftsräumen an- (506,8), Ling (236,8). dererseits. Das von Minister Funk gewählte $ei-1 1 7 _ - . 1 - < v < r IiTl 4 v* ni- löhi Ausländische Saboteure . w ' so hervorragend bewährt haben. Der „Soir fd)reibt aus Rumänien ouegewiqtn • „Diese tcäellosen symmetrischen und einheitlich au5> - I (ahhah ürtftön Yto HDnfhf nni*. DPI H UIXIII «/uiwv ------------ > vn ' K will, muß dazu beitragen, daß das betreffende Land die Zahlungsmittel, die es abliefern^soll,^ durch Ausfuhrüberschüsse erwirbt. -- . , 1 Washingtoner Regierung, alle Lander des Doppel- kontinents xQ\xu't“'UXXA' ■»nf'imwoiiiiffnifp.n idieiterr an der Tatsache, daß --------~ „ Weizen, Mais und Viehprodukte nicht in den Der- . . v. .—. > _____ leumaesellschaft Colombia, Coulon, sowie" m?hrere^höhere Beamte dieser Gesellschaft und der ebenfalls von französischem Kapital kontrollier- fpn Erdölaesellfchaft Concordia, msgefam: Zwölf P-rionen -Ü- Rumiinien °usg°wr-s-n, da man' ihnen Vorbereitungen zu S a b o t a g e- »o r7u cf) en in der Erdölindustrie nachweisen konnte Die Ausgewiesenen sind meist Franzo- en Es handelt sich um Personen die inden vom brachte. _ , . K ’ Oberst Frhr. v. Boineburg-Lengsfeld ; hat durch den kühnen Schwung seiner Führung und ] seine persönliche Tapferkeit seine Schutzenbrlgade m Belgien und Frankreich immer wieder vorwärts gerissen und auf die Kämpfe an der Dyle- Stellung, auf die Waldkämpse um den For^t de Mormal sowie auf die Kämpfe am La-Bassee- . Kanal maßgebenden Einfluß gehabt. —- Dbeqt Gräser riß sein Regiment durch rücksichtslosen | Einsatz seiner Person in der vordersten Linie bet den schweren Kämpfen an der Aisne gegen einen zahlenmäßig und befestigungstechnisch überlegenen Gegner trotz schwersten Artilleriefeuers vorwärts. Zwei Krisen wurden durch seinen persönlichen Einsatz überwunden und auch die dritte Krise, die durch einen mit 20 Panzerkampfwagen geführten Gegenangriff der Franzosen entstand, beendigte er glücklich. — Oberstleutnant Radwan hat m der Führung seines Bataillons durch feinen hewor- ragenden persönlichen Einsatz, der selbst durch eme Verwundung nicht unterbrochen wurde, zu den Erfolgen der ganzen Division entscheidend beigetragen. In ganz besonderem Maße gilt dies für die Kämpfe an der Rhone und in den französischen Alpen. — Oberstleutnant Garski hat sich sowohl beim Maas-Uebergang als auch in den Kämpfen bei Vitry, wo er sich mit 10 Mann zwei Stunden lang bis zum Herannahen von Verstärkungen allein im Rücken des Feindes hielt, besonders ausgezeichnet. Bei dem Angriff gegen die Weygand- Linie aus dem Brückenkopf von Amiens, führte er sein Bataillon ungeachtet des zusammen- gefaßten feindlichen Sperrfeuers zum Einbruch rn die feindlichen Stellungen und trug so wesentlich zur Erschütterung der Weygand-Linie bei. Major Welzelhat bei den außerordentlich schwe- ren und blutigen Kämpfen vor der Maginotlinie am Moderbach bei Saaralben seinen Leuten in schwerer Stunde Mut und Zuversicht gegeben. Seinem persönlichen Einsatz ist es zu verdanken, daß die 1. Kompanie seines Bataillons trotz heftigsten Abwehrfeuers jenseits des Moderbaches im Buschhübelwald Fuß faßte und sich bis zum Nachstoß neuer Kräfte am folgenden Abend hielt. Auch bei den Zukunstsstageri der Wirischast Von unserer Berliner Schrisileiiung. Obwohl Reichswirtschaftsminrster Funk in seiner Ansprache an die Presse einleitend bemerkt hatte, dgß er keine sensationellen Ausführungen zu machen gebenfe, waren die Darlegungen des Ministers doch in vieler Beziehung grundlegend und richtungweisend. Bereits in der ersten Frage, wie die wirtschaftliche Neuordnung Europas aussehen werde, gab der Minister eine klare und eindeutige Antwort: Deutschland wird die Methoden anwenden, die ihm vor dem Kriege und nachher im Kriege die gewaltigen Erfolge beschert haben. Es ist der GeistdernationalsozialistischenWirt- s ch a f t, der in dieser Politik lebendig geworden ist. Es gibt, wie der Minister nochmals erklärte, keine nationalsozialistische Methode der Wirtschaft, wohl aber eine nationalsozialistische Wirt- schaftsgesinnung und vor allem den Grundsatz, daß die Wirtschaft nicht Selbstzweck, sondern Dienerin des Volkswohls und damit ein Mittel der biiW Aus aller Wett. Polnischer Wüstling erhängt. Berlin, 27. Juli. (DNB.) Der am 15. 10. 1912 In Sjoscence geborene polnische Landarbeiter Stanislaus Smyl, zuletzt in Hampenhausen, Kreis Warburg, als Zivilarbeiter tätig gewesen, ist auf Befehl des Reichrführers ff unb Chef der deutschen Polizei wegen von ihm begangener unzüchtiger Handlungen am 16. Juli 1940, vormittags 9 Uhr in Hampenhausen erhängt worden. Die Hitzewelle in USA. Am neunten Tage der alle bisherigen Rekorde brechenden Hitzewelle in den Vereinigten Staaten stieg die Zahl der Todesopfer durch Hitzfchlag auf 150. Beim Baden sind bereits 214 Personen er» trunken. Orkan in Nord-Chile. iin am Abend. Der Führer hat dem ord. Profefior der Anglistik Geheimrat Dr. Johannes Hoops in Heidelberg aus Anlaß der Vollendung feines 75. Lebensjahres in Würdigung seiner wissenschaftlichen Verdienste auf dem Gebiete der deutschen Altertumskunde die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * Der französische Rundfunk teilt mit, daß gegen den ehemaligen Innenminister, den Juden Georges Mandel, ein Verfahre» wegen Verstoßes gegen abrc für den Ausländer selbstverständlich waren bie I Leipzig (382,2), Dresden (204,8), München (405,4), Ausführungen Funks über Art und Ausmaß des Innsbruck (578,0), Nürnberg (578/)), Salzburg - - Saarbrücken (240,2), Stuttgart (522,6), Bregenz (231,8), Freiburg t. Br. (231,8), Wien SÄ“.'Win3 Die iw d'jr iw DJs isK Djw w <«, H* ™ ÄT D,ex. Ni D,».T w-« «ngfl vor »er eigenen Courage Mit Treibstoff und Schmieröl kann ohne Bedenken zeichen vUL 4 A DHE 5v und feigen Taten der britischen Luftwafte rühmte, aus überseeischer Zufuhr beftiebtgt ^rden Kommt ^ DHE 5C 19,79, DHE 5 A 19,70, DHE IB L ^ene deutsche Städte und Bauerngehöfte mit es einmal zu einer Absperrung von der 19MDHE 2 B 49,75, DZB29£7. besonderer Vorliebe angreift, haben einige Abgeord- ferung, so können, wie der jetzige Krieg zeigt, die Sender Bremen II (Wellenlänge 1339,0), Krakau ^bax Angst vor der eigenen Courage zivilen Sektoren des Mineralolbedarfs scharf em-1 (293,5), Warschau (216,8). bekommen. Mehrere hoben sich nämlich an Churgeschränkt, wenn Nicht gar überhaupt ausgefchauet mit der durchaus berechtigten Befürchtung PEM-Nkamlch- Konforenj in .fifwann« ZUttmst UttUt htM u n m a ß nah m 9-mE find einige Äusserungen des, Reichsuurtschast-. \" . « feige mie die „Helden" der tgl. Luftwaffe. Er er- mimsters über das künftige Weltgefchaft zwenellos OßJUlJC V60 Karte nämlich, die deutsche Flak zwing« die besonders interessant gewesen. Deutschland Yal^oyne «rotektoratsreaieruna rtt britischen Flugzeuge, sich in größter Höhe Mitwirkung Washingtons lahrzehntelang emen leb- Die Protekwrarsregterung zu ^en. Daraus ergäbe sich, daß chre Bomben- basten Warenaustausch mit dem Mittel- und sud- deU Londoner Emigranten-Machenschasten. l . nicf)t sxhr genau sein könnten. Wenn am-rikanischen Ländern gehabt Es besteht kein $ 26. Mi. (DNB.) Die Regierung dagegen die englischen Bombenflugzeuge tiefer Anlaß, daß jetzt die amerrkamsche Union «™e Protektorats veröffentlicht folgende Er- heruntergingen, so meinte Churchill, würden ein erbetene und überflüssige Mittlerrolle übernehmen Drittel Son ihnen sicherlich nicht wieder in will. Mit Deutschland halten auch weitaus die mei- Die RErung des Protektorats hatte bereits Heimathafen zurückkehren. Deut- »en der 21 in Havanna vertretenen amerikanischen -- Gelegenheit, die tschechische Bevölkerung und zynischer konnte Churchill das feige Der- -■ ■ --- »w* ffirnart. unöl unverantwortliche Tätigkeit Hutten »er RAF. nicht eingestehen. merffam 'zu ^m?chen,'wrtche s^bloh" von" ih7e'n König Georg wieder im Luftschutzkeller, persönlichen Interessen geleitet - da- Recht an- Stockholm, 26 Juli. (Europapreß.) Arm Mafien im Auslande namens des tfchechi- zweiten Male feit Beginn der täglichen deutchen >er ganzen I s n'V o l k e s zu fprechen. In Uebereinstimmung Luftangriffe gegen England mußte der englifche uno toi ^?°^n SU feinganzen Volke hat die Regierung derartige König am Donnerstagabend Schutz vor deut- Wer von einem Lande Kapitaleinkunfte beziehen ^rurteilt. Nach den letzten s ch „ Bomben suchen. König Georg war ge- - <-**-*-*- fiotr.pff.pnhe Land Mgch^-jch^n aus dem feindlichen Auslande hat sich rade mit der Besichtigung militärischer Anlagen be- —i - . angeblich jetzt in England eine sogenannte schäftigt, als sich am Himmel mehr als fünfzig Die Versuche der .v r g a k i s ch e Re g i e ru n g mit einem deutsche Bombenflugzeuge zeigten, ine spater gegen Negierung, uuc Länder des Doppel- Präsidenten gebildet. Dieser Schritt entbehrt englische Schiffe an der Südküste vorgingen. Es srtschaftlich zusammenzufassen, scheitern I selbstverständlich jeder Rechtslage, denn das W» | rouri>e Luftalarm gegeben, und wahrend die Flug- che, daß Südamerika für Baumwolle, 'A ^olt hat seine einzigen befugten Reprasen- abro^r 3um Schutze des Königs unaufhörlich aber „ ^uVu.^ Vichprodukt: \7.^.rs tonten in der Person des Staatspräsidenten Dr E. Ergebnis gegen die deutschen Flugzeuge einiaten Staaten von Amerika, sondern allem jn verordnungsgemäß zu seinem Amte Querte, mußte König Georg mit seiner Begleitung den aufnahmebereiten, dicht besiedelten europäischen Prüfen wurde, sowie in der von diesem Staatspra- unfr hohen Stabsoffizieren Schutz in einem noch Ländern Abnehmer findet. Cr- sidenten ernannten P r o tektorat s r e r i e r u n g. - ' ' 1 ftealicke Versuche, im Auslande irgendwelche Organe des tschechischen Volkes zu schäften, sind schon von vornherein zu unbedingtem Mißlingen verurteilt. Das tschechische Volk weih wohl, welche Sendung | ihm in Mitteleuropa in enger Zusammenarbeit mit dem siegreichen deutschen Lalle zukommt. Es steht fest hinter seinem Staatspräsidenten, erfüllt treu stme Pflichten gegenüber dem Deuftchen Reiche und laßt sich von bie= ipinpn Weae durch keinerlei oben- und Propaganba Verlockungen abbringen. List- alter S°nd°r d - "u^r > des Führers und glaubt jeft 11 an glücklich- Zukunft unter dem Schutz- d-s Großdeutschen Reiches." Sik der französischen Vetroleumaesellschaft Colombia men wird. Die Maschine geht morgens von Der- Sitz der französischen ^troieumg morden, lin ab, macht in Kopen^gen eine Zwisch^andung den K-ll°rrüum-n d°r G-n°raldir-!tion und tommt noch vormittags m OÄO an Dm Oslo ' * - - 2 startet die Maschine gegen Mittag und erreicht Ver- ......... v_,„. v , i-i Die' 17 Kurzwellensender: Rufzeichen ipiel'der Mineralölversorgung ist in der Tat sehr IOJA Wellenlänge 31,38, DJB 19,74, DJC 49,83, charakteristisch für das, was künftig in Europa Gel- DJD 25,49, DIE : tunq haben wird. Die Gewinnung synthetischer Mi- DJL 19,85, DJ? RS.«.«. __.c. murnpn nir. in ß» DII Stadttheater Giefeen 3381 D 'N Kleine | Kaufgesuche"! 496 A liefern ab Lager oder Werk Eugen Dürr & Co., Gießen mit zwei Seltenstem Sicherer Mietzahler. wert zu verkaufen. 02539 Tüchtiges 03564I Mädchen Hausgehilfin IVa Jahr alt zu eingestellt werden. 3383D kaufen Sie bei tritt gesucht. 02443 (Gr. 40) zu ver- 02551 Goethestr.52111. Naturschutz ist Dienst an Volk und Vaterland 5621 A 192 A fäpcryn^ennSie. Jost 9.30. 9.30. taa Beachten Sie auch immer-? Angebote erbeten unt. 3342V an den Gießener Anzeiger. Frau fflatie Zettller. Sümenfdjneiöerei Giehen, Ludwigstr.7p., Tel.2606. verkaufen. 02547 Heuchelheim Ernststrahe 30. Kreuzplatz 9 und 10 Sammelruf 3153 W4a Svau £. Hummel Georg-Philipp-Gail-Stratze 8 Alten Schmuck ©oßetmann Rüde, 2 ^jährig, auf Schönheit prämiiertes Ausstellungstier, mit Stammbaum, Umstände halber zu verkauf. Anzusehen wochentags von 1-3 Uhr und nach 7 Uhr. Liebigstraße 21 v. 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Sie in die ehens Wissen Lltigen ■langen tur rlag urch eso. von '.der Zer- Zu« >hne -ich ihn.i elbit ider- hvde »em ezur i von irbie itifcb. -itigt 27./28. ZulftyW Er. 176 Sweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) B ayreuth, 21.Juli. lemj, fit wenia verstehen. Tietjen ließ die einzigartig stirn- ziehen. So forderte Friedrich List vor hundert Jah- munasoollen Bilder von Emil P r e e t o r i u s , ren bereits nichts weniger als eine Zusammenarbeit wie sie waren. Er gab nie mehr oder weniger Licht aller Völker des Südostraumes mit Deutsches früher, stellte die Solisten nicht an die Rampe land, dessen Aufgabe er — wie er es in dem Pro- Bilder von der Großen Deutschen Kunstausstellung BrÄtsr $aui WMisz $8äua WSnüMl w5Djx Wm tzMt" M, Sinkst W a t£* deutscher Wertung und Geltung zu dienen. Die Große Deutsche Kunstausstellung 1939, die am 16. Juli vom Führer eröffnet wurde, blieb bis Februar 1940 geöffnet. Bereits AtnskMmße 29/30 - 2/U. Generalbebauungsplan für die Kliniken sch en Baumgruppe in Verbindung mit einer schönen treten werden. 11. Fortsetzung. quch für 5uppen*l5löne und^ Einlagen.. VrfiGyPAHIERMEHl eies xJ Iv n lei? VCLUUpi |inv. aiuuyv ~ , , ,. • . , roeaen mird die Aktion auf Donnerstag, von Arkaden erhalten wird. Im Durchblick durch 1 August verlegt Es kann in Dirndlkleidern ange- diese Arkaden wird bestehend aus einer hannonl- I. ^luguji, verregi. ö rAon SRnumnritnnP n Verbrnduna Mit einer choner „Nicht nötig." _ . . „Wollen Sie nicht bald wieder an Land kommen?" „Warum denn?" „Dauerlauf." „Fangen Sie doch allein an/ Es ist nichts zu machen. Er steht wie em Daum, wartet und sieht chr zu., , „Eigentlich könnten Sie sich ein bißchen ver- krümeln", ruft sie ihm, als sie näher kommt zu. , Ach nee." Aber er tut es doch, wendet sich um und trottet in den Wald. Tilde kann sich in Ruhe abtrocknen und den Ruderanzug anziehen. „Meinetwegen können Sie jetzt zurückkommen, ruft sie nach der Gegend hin, in der sie ihn ver- Tageskalender für Sonntag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Der We/zu Jabel". 11 Uhr: Wochenschau-Sondervorstellung „Für ein besseres Europa". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „G'schichten aus dem Wienerwald". ZM.-Untergau 116 Wetterau. Der ÄM.-Untergau 116 gibt bekannt: (Nachdruck verboten.) 11. Die schöne Melusine Roman bon Hans Richter Achtung! Sorgfältiger verdunkeln! Eine Mahnung der Polizei. zieht. Auch er mustert seine neue Bekannte von oben bis unten. „Ich weiß nicht", knurrt er. „Aber ich weiß", triumphiert Tilde. „Sie haben mir vor ein paar Tagen einen Groschen gepumpt.' ^,Und Sie haben groß angegeben deshalb", lacht er. Tilde wendet sich ab. „Wollen Sie mir den fetzt etwa wredergeben? fragt er. „ . _ „Nein, aber Sie haben wohl gar keinen Hunger am Morgen?" ~ . „Und wie." Er hockt sich vor sein Feuer hm und hantiert mit dem Tops. „Ich habe nämlich schon was getan." „Was denn?" , __ _ „Brötchen für uns geholt, Milch, Eier, ne Taffe müssen Sie aber selber haben." „Wer sagt Ihnen denn, daß ich mit Ihnen früh- stücken will?" ' „Sie haben doch keine Milch? „Nein", erwidert sie kleinlaut. „Ich wollte jetzt nach Gussow." .... .. „Sie wollten nach Gussow , höhnt er. „Sie wissen wohl gar nicht, daß die Leute jetzt auf dem Alle Jungmädel, ab 12 Jahre, auch solche, die zur Zeit zu Besuch in Gießen sind, haben am Mittwochs 31. Juli, 14 Uhr, auf dem Brandplc^ anzutreten. Die Hitler-Jugend wird in den Ferien verstärkt zur Kartoffelkäfersuchaktion eingesetzt und es wird erwartet, daß sich alle IM. der Wichtigkeit dieses Dienstes bewußt sind. Landgerichtspräsident Colnot nach Darmstadt verseht. Wie wir erfahren, ist Landgericht-Präsident Col« not der Präsident des Landgerichts Oberhessen, mit Wirkung vom 1. Oktober 1940 in gleicher Eigenschaft an das Landgericht nach Darmstadt versetzt worden. Landgerichtspräsident Colnot scheidet damit nach einer nur wenig über em Jahr langen Tätigkeit wieder von Gießen. * Landgerichtspräsident Colnot wurde int Mai 1888 geboren9 Im September 1915 wurde er richtsassessor ernannt, im September 1927 wurde er Amtsgerichtsrat in Minden (Westfalen). Von bort wurde er im April 1928 in gleicher E genschaft nach Wetzlar versetzt. Im Juni 1934 erfolgte seme Ernennung zum Oberamtsrichter. Am 1. April 1937 wurde er unter gleichzeitiger Ernennung zum &mts= gerichtsdirektor nach Wiesbaden berufen. Don Wie^ baden kam Landgerichtspräsident Colnot nach Gießen. Tilde wacht von einem Geräusch auf, das ihr < nicht in die Gegend paßt. Es ist Morgen. Wenig- i stens herrscht im Zelt jene gelbliche Helle, die Zel- : ten eigentümlich ist, und wenn man die eine Wand i ansieht, könnte man wirklich glauben, die Sonne schiene von außen darauf und es müsse warm sein. Es ist aber nicht warm. Es ist elend kalt, huncke- * falt. Das empfindet Tilde, als sie aus ihrem Schlaf- fack herauskriecht. Sechs Uhr ist es, eine Bäcker- fungenzeit, besonders im Urlaub. Wieder ein Irrtum! Robinsons haben sich nach der Sonne und nur nach der Sonne zu richten. Wenn sie scheint, muß man sein Tagewerk beginnen. Mit ihrem Un- teraana verschwindet man in der Klappe. Außerdem ist es auch viel zu kalt, um hier noch liegen zu bleiben^ ' ,, , e ± .. , Als Tilde die Dorderwand öffnet, erkennt sie auch die Ursache des Lärmens: Achill schwimmt weit draußen im See. Er liegt aus dem Rücken und strampeU mit den Beinen. Jetzt wirft er sich wieder nach vorn herum und verschwindet mit gewaltigen Kraulstößen um die Ecke. Achill ist eine Beigabe, mit der man nicht gerechnet hat. Vielmehr hat man mit der Einsamkeit der Runeninsel gerechnet und damit, daß am frühen Morgen hier kein Mensch vorbeikommt. Fischer, wenn sie überhaupt auf dem See sein sollten, haben chre Netze am Schilf. Das Dorf Gussow kann man von hier aus nicht sehen und die Waldmuhle — Gott sei Dank — auch nicht. Dazu muß man au die Westseite der Insel gehen, mindestens aber aus topf hin. „Nehmen Sie!" , „ , ,, „ Es schmeckt großartig. Es schmeckt fogar viel besser als in Steinberaen, von Berlin gar nicht zu reden. So mag es Robinson geschmeckt haben, als er zum erstenmal wieder etwas Vernünftiges zwischen die Zähne kriegte. _ „ ri . Heinz Deetjen tut alles mit großer Selbstverständlichkeit. Er ißt, spricht kein Wort dabei, sondern wirft nur ab und zu einen Blick auf die Gegend, verfolgt eine Weihe, die hoch in der Lust ihre Kreise zieht, und zeigt in die Höhe. „Gabelweihe", sagt Tilde. „Sieh mal an." Als sie fertig sind, nimmt er das gebrauchte Geschirr, rauft ein paar Hände voll Gras aus und fängt an, es am Ufer zu säubern. Tilde hilft ihm. Als auch das geschehen ist, stopft er seine Pfeife und setzt sie in Brand. „Was nun?" sagt er. „Ich muh bald fort", sagt Tilde. „Wohin denn?" „Nach Lüchow. Kennen Sie Schloß Lüchow? ~1Er macht ein Gesicht, ass habe er in eine ZitronL gebissen. „Was wollen Sie denn in Lüchow?" Sein Ton ärgert sie. „Vielleicht dort wohnen." „Herzlichen Glückwunsch!" (Fortsetzung folgt.). Felde mehr als genug zu tun haben. Natürlich, Städterin. Wie heißen Sie eigentlich?" Tilde ärgert sich. „In der Stadt pflegen bu> Herren ihren Namen zuerst zu nennen." „Sie hätten es doch neulich schon getan, wenn ich nur lange genug gewartet hätte. Also gut, ich bin Heinz Deetjen." , „ ,jlnb ich bin Tilde Rohloft. Er schüttelt ihr mit Bärenkräften die Hand, schiebt einen Baumstumpf in die Nähe des 9euer6 uni) macht eine einladende Handbewegung. „Wenn Sie Platz nehmen wollen." rf , , ,, . „Ich muß doch erst meine Tasse holen, stottert Tilde, „und Wurst und sonst etwas hab ich auch. „Kann ich doch holen/' „Sie wissen ja gar nicht, wo alles liegt. Als sie mit einem Armvoll Sachen wieder zurückkommt, hat er so etwas wie Tischdecken gemacht, schenkt ihr Kaffee ein und schiebt ihr den Milch-- Aus der Stadt Gießen. Das rasche Jahr. Jeder Leser wird in diesen Sommermonaten dasselbe Erlebnis gehabt haben: wenn er im 3um Me Rosen und den Rittersporn und die Inden blühen sah, überfiel ihn sicherlich die Empfiittmng: Donney weiter, ift das schnell gegangen! Er hatte eben noch den langen Winter im Gedächtnis oder diese Er- innerung wirkte wenigstens im UnterbeVuhtseiN und so waren ihm die Wochen von der ersten Baumblüte bis zum Hochsommer wie im Fluge vergangen, und dieselbe Erfahrung kann jeder machen, der plötzlich aus der Stadt hinaus aufs Land kommt und nun die roten Ebereschen im graugrünen Laube ober bic Hocken auf bem Stoppelfeld sieht. Die körperlichen Sinne und unsere Seele sind an dieser perspektivischen Verkürzung m gleicher Weise beteiligt: wir brauchen nur an einige bekannte optische Täuschungen zu erinnern, soweit, es sich um unsere Sinnesorgane handelt. Wenn wir auf emer Brücke stehen und auf den Fluß darmiter bücken, so haben wir sehr bald bas Gefühl, daß sich Ine Brücke bewegt und der Fluß sttllesteht. Unb dasselbe erleben wir, wenn wir in einem haltenden Zuge sitzen, während ein anderer einlauft, auch bann „bekommen wir das Gefühl', daß sich unser Zug bewegt und der einfahrende Zug stillesteht. Die großartigste optische Täuschung-aber ist unb bleibt, baß mir „nach bem Augenschein Sonne, Mond und Sterne um die Erde sich drehen jeyen, während es in Wahrheit gerade umgekehrt qt. mutet. , . , Er ist sofort wieder da, er tragt eine kurze Hose wie sie und Öen Oelrock darüber. Er sieht so komisch aus, daß Tilde lachen muß. „Wie sehen Sie denn aus?" „Wenn Sie meinen Trainingsanzug haben, kann ich chn doch nicht anziehen", brummt er. „Also, wie wär's, zweimal um die Insel herum." „Einverstanden." . Er wirst den Oelrock ab unb gibt wie selbstverständlich das Tempo an. Ein recht ordentliches Tempo sogar, und er überläßt es ihr zu folgen. Als sie bas erstemal am Ostufer entlang kommen, sieht Tilde sein Zett und bas Boot davor. Das Boot liegt im Wasser und ist nur leicht an den Strand gezogen. Tilde möchte etwas dazu sagen. Unachtsamkeit ober etwas Achnliches, kommt aber Dein Bild hilft mit! Das KbF.-Monatsheft sucht Mitarbeiter aus ben Reihen seiner Leser, bie photographieren können. Jedes Bild, bas zum Abdruck kommt, wirb bezahlt. Näheres im neuen KdF.-Heft, bas bei jeder Dienst- teile ber NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude erhältlich ist. 3380U OerlandwirtschastlicheMarktbeobachter Die Erfolge ber Milch erzeugungsschlacht machen sich entgegen bes jahreszeitlich zu erwartenden Anlieferungsrückganges in einer weiteren Erhöhung ber Milcherzeugung bemerkbar. Auch bie B u 11 e r erzeu. cung ist demgemäß gestiegen, so baß im neuen Der- orqungsabschnitt wieber eine Sonderzuteilung von 125 Gramm je Kopf ber Bevölkerung erfolgen kann, unb Q u a r k zunächst weiterhin kartensrei bleibt. An V i e h ist bas Angebot von Großvieh unb Schweinen fast auf allen Märkten groß, bei Kälbern normal. Die Qualitäten waren bei Großvieh unb Schweinen mittel bis gut, bei Kälbern mittel. Auf bem Obstmarkt ist burch bie steigenden Zufuhren von Heibelbeeren eine weitere Entmannung eingetreten, während bie Wetterlage beim Gemüse bie Angebote etwas beschrankt, ohne je- boch eine Beeinträchtigung ber Versorgung zur Folge zu haben. Kartoffeln finb reichlich vorhanden, zumal jetzt auch die Robung ber mittelfrühen Sorten vor ber Tür steht. Qualität unb Ertrag ist auch bet ihnen erfreulich gut. Oie Unterbringung der Spritzgeräte zur Kartoffelkäferbekämpfung. Für die Neugestaltung des Stadtteils unserer ■ Gießener Kliniken ist durch B-ur-t Grrlach nom , Hessischen Hochbauamt ein Deneralbebauungsplan ausgearbeitet worden, der das Kliniksmertel von Grund aus verwandelt. Der Generalbebauungsplan, der im einzelnen bereits feslliegt, ist °°m R-icho- statthalter in Hessen, Gauleiter Spr e nger, geneh- niigt worben und wird im Laufe ber nächsten Fahre seiner Verwirklichung entgegengehen. An Zuge der gesamten Planung wird auch eine Neugestaltung des Gartengeländes um bie Kliniken unb msbelon- bere in der Klinikstraße erfolgen. Insbesondere die Klinikstraße, die in ihrer gegenwärtigen Gestatt nicht den allgemeinen Wünschen entspricht, wird eine grundsätzliche Umgestaltung erfahren. Die bisherige Klinikstraße wird eines Tages als ° lautliche Straße überhaupt in Fortfall kom- m e n unb in Zukunft lediglich als ein Weg innerhalb ber Kliniksanlagen m Erscheinung treten. Es wirb ein großer, gärtnerisch aus gestalte ter Platz entstehen, der von den verschiedenen Kttmken (Frauen- Klinik, Medizinische Klinik, Chirurgische Klimt), sowie von Neubauten und. Erweiterungsbauten um- schlossen werden wird. Die Klmiksbauten, bie be- stehen bleiben und jetzt mit Blendsteinen oertleibet sind werben einen neuen Verputz erhalten unb sich in ihrer gesamten Gestaltung freundlicher und Heller barbieten, als es gegenwärtig noch der Fall ist. In ber Klinikstraße selbst werben alle bisherigen Einfriedigungen ber einzelnen Kliniksgebaude fallen. 1 Auch der gegenwärtige reichliche Busch- und Baum- ' bestand wird zu einem Teil fallen: lediglich einige . besonders schöne Baumgruppen werden erhalten [ bleiben. Durch die Anlegung von großen Nasen- L flächen soll ein weites gartenkünstlerisch ausgestalte. - tes Bild entstehen. Auch eine völlig neue Anlage der - einzelnen Wege ist vorgesehen. Die Gartenanlage wird außerdem eine Bereicherung durch bie Ausstellung von plastischem Schmuck erfahren, msbeson- dere durch die Aufstellung von Plastiken symbolischer Art. Ferner werden verschiedene größere Blumenbeete angelegt, es werden Vasen aufgestellt und auch etliche Springbrunnen geschaffen werden. Es werben verschiedene Nischen geschaffen, in denen Banke aufqestellt werden können, um damit den Patienten auch eine Möglichkeit zu geben, sich im ©arten, im Freien aufzuhalten. Die bisherige Kliniksttaße erhält im Zuae der Umgestattung bei ihrer Einmündung in die Frankfurter Straße ein Torhaus in enger Verbindung mit einem monumentalen Tor, das einerseits das Kliniksgelände abschließt, von ber Frankfurter Straße her gesehen, aber einen reprafentatioen Eingang darstellt. Zu beiden Seiten des Torhauses reihen sich dann in großräumiger U-formlger Gestalt neue Daukörper an, in denen Kliniken und Institute untergebracht werden sollen Am oberen Ende der Klinikstraße, bei der Einmündung in die Gafskystraße, wird ein Abschluß geschaffen in der Gestalt eines Straßenuberbaues, eines niedrigen Derbindungsbaues, der durch die Anlage verschiedener Durchgänge ^en^Charakter In jüngster Zeit muß immer häufiger beobachtet werden daß die Verdunkelungsmaßnahmen nicht so sorgfältig durchaeführt werden, wie es unter den gegenwärtigen Verhältnissen unbedingt notwendig ist. Immer wieder müssen die Beamten der Polizei feststellen, daß da und bort in ben Hausern Licht angeschaltet wird, ohne daß eine vor- schriftsnmßige Verdunkelung ber betreffenben Raume erfolgte. Besonders auffällig ist, daß immer gerade dann wenn Fliegeralarm ertönt, ^"ter vielen un- verbunkelten Fenstern das Licht aufleuch4el^ed: m bie Nacht strahlt, unb damit im cnWibenjten Augenbttck, den feindlichen Fliegern ben Weg weisen kann. Es besteht kein Zweifel darüber daß diese Erscheinung darauf zuruckzufuhren ist,daß m ber Unruhe des Aufbruchs aus der Wohnung m den Keller, Licht in Räumen ange^Itet wird, »n denen schnell noch etwas zu holen ist, in Raumen, die aber nicht verdunkelt finb. Die hellerleuchteten Fenster können einer ganzen Stadt zum Verräter werden. lieber diese Tatsache muß sich jedermann klar sein! Von jedermann muß soviel Derantwortungs- bewußtsein gefordert werden, das notwendig ist, um die Stadt vor Schaden zu bewahren. Die Polizei wird, so hören mir, in Zukunst gegen alle Unverantrnortlichen, die nicht fur ^ine sachgemäße Verdunkelung sorgen, mit aller Strenge °°Für die Nachbarschaft aber ist es eine Pflicht, in jedem Falle ben Nachbarn darauf aufmerksam zsi machen, wenn da ober bort nicht richtig ^rdunkett ist. Dies soll nicht etwa als eine Bevormundung des einen dem anderen gegenüber erfch^nen sondern als eine selbstverständliche Gemein chaftspfttcht deren Erfüllung im Interesse des einzelnen wie auch der Gesamtheit liegt. die Pra£vlt Stabttheater: 20 Uhr „Trockenkursus - Gloria' Palast, Seltersweg: „Der Weg zu Isabel . — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „G'schichten aus bem Wienerwalb". NSG. Die zur Bekämpfung des Kartoftelkafers erforderliche vorgeschriebene Pflichtspritzun'g aller Kartoffelfelder hat in großem Umfange die Beschaffung von Spritzgeräten und Spritzmitteln notwendig gemacht. Um diese jederzeit sofort einsetzen zu können, mußten sie unter Berücksichtigung der bestehen- den Gefährdung und der zu bespritzenden Kartoffelanbaufläche auf die Gemeinden des Bekämpfungsgebietes verteilt werben. In einzelnen Fällen sind nun gewisse Zweifel bei der Unterbringung ber Spritzgeräte unb Spritzmittel auf getreten. JDa bas Reich keine besonderen Unterstellräume schassen oder mieten kann, wird in einem Erlaß des Reichsminl- sters für Ernährung und Landwirtschaft und des Reichsministers des Innern vom 9. Juli ber Erwartung Ausdruck gegeben, daß die Gemeinden für die Unterbringung der Spritzgeräte und Spritzmittel sorgen, soweit dies ohne besondere Kosten möglich ^%ie Gemeinden können die Geräte und Spritzmittel in eigenen Räumen etwa gemeinsam mit den Feuerlöschgeräten unterbringen ober aber sonstige kostenlose Unterstellmöglichkeiten bereitstellen. m ermann teil. ' In kurzer Ansprache würd-iate Prof. Dr. Haas die Leistung der beteiligten Arbeiter, sagte ihnen herzlichen Dank und erläuterte in kurzen Zugen Die Zwecke denen das neue Bauwerk bienen soll. Kreisleiter Backhaus sprach von ber großen unb wichtigen Aufgabe ber gesundheitlichen Betreuung die den Kliniken im Dienste der Volksgemeinschaft gegeben ist. Regierungsbaurat Zimmermann sprach über ben Neubau in seinen Einzelheiten unb dankte allen am Bau Beteiligten für bie gute Zusammenarbeit. Regierungsbaurat Gerlach entwickelte schließlich in allgemeinverständlicher Art unb an Hand eines übersichtlichen Bildes ben General- bebauungsplan und ließ damit ben Arbeitern unb Handwerkern ein Verhältnis zu der Arbeit gewinnen, an ber sie bisher schufen unb an ber m ben folgenden Jahren zu schaffen sein wird. Die Ausführungen der einzelnen Redner wurden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. In absehbarer Zeit wirb auch für ben Envette- ■ rungsbau ber Medizinischen Klinik, an dem die Ar- i beit wieder ausgenommen wurde, das Richtfest ge- = feiert werden können unb damit ein zweiter Ab- » schnitt im Generalbebauungsplan seine Verwirklichung erfahren. Strafkammer Gießen. Die L. I. in G. mar beschuldigt, im vorigen Jahr fahrlässig ber Wahrheit zuwiber vor bem Amts- gericht Gießen eiblich betunbet zu haben, sie habe ihr Geschäft aufgegeben. Der Anklagevertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von bret Monaten. Die Angeklagte mürbe freigefprochen. die Landzunge. ... Das Programm sicht also vor, baß man früh am Morgen zuerst einmal einen großen Schmimm macht. Man kann bas in großer Einsamkeit sogar unbekleidet tun — nur Achills Gegenmart wirkt störend. Anschließend Graslauf, barfüßig, davon hält der große Chan, ber auf Kneipp schwort, mel, banach Primuslocher unb Frühstück. Natürlich hat nicht zu Worte, denn Achill beschleunigt das Tempo und springt über ein Feuerchen, das in sorgsam aufgeworfenem Kochloch schwelt und über dem ein Topf steht. Also weiter. Am eigenen Zelt vorbei, noch env mal herum, Ostsette, Westseite. „Endspurt!" ruft Achill und saust los. Tilde ist keine schlechte Läuferin, aber sie kann ihm beim besten Willen nicht folgen. Mag dieser Waldmensch denken, .was er will. Man hat mcht umsonst ein Bürojahr hinter sich und verflixt wenig Zeit für den Sport. Das bißchen an den Winterabenden in der Halle rechnet nicht. Endlich bleibt er stehen und läßt sie herankom- men. Jetzt erst hat Tilde Gelegenheit, bie Gummikappe vom Schopf zu ziehen, steht da und schüttelt die Haare. In diesem Augenblick sieht sie Achill zum ersten Male richtig an und Achill sie. „Ich kenne Sie bodf, platzt sie heraus Das impertinente Gesicht, die jungenhafte Ueberhebttchkeit, >as hat sie doch alles schon einmal gesehen? Dabei muß sie feststellen, daß er gut aussieht, auch jetzt, als er die eigentlich lächerliche Oelhaut wieder über« man vergessen, sich Milch zu besorgen, weil man jedoch auf Brötchen nur ungern verzichtet und das Dorf Gussow nicht wett ist, so wird „Lotteken heran müssen. w .. . . Das Programm wird in einem Punkte geändert, Tilde zieht den Badeanzug über und läuft in heroi- scher Anwandlung ins Wasser. Eine Ente, bie von ihr aufgescheucht wird, zieht plärrend davon. Im ersten Augenblick ist es kalt. Man redet sich ein, daß es „schön kalt" sei, schwimmt und findet es bald wundervoll. Tilde hat die wasserdichte Kappe fest über ben Ohren und kann es sogar riskieren, zu tauchen. Als sie wieder in die Höhe kommt und Richtung nach ber Insel nimmt, steht Achill am Ufer. „Ich wollte Sie eben herausholen", tutet er durch die zu einem Sprachrohr geformten Hände. Im allgemeinen bemerken wir nur diese Sinnes- i täuschungen im Raum. Aber gerade unserer Zeit, in der große Ereignisse dem Leben andere und um gewohnte Gesichtspunkte geben, beweist, daß es auch eine Sinneetäuschung in der Z e i t gibt oder wenigstens eine perspektivische Verkürzung des normalen Zeitempfindens. Und bie Ungewöhnlichkeit großer Ereignisse berührt wieder bie Seele, bie jetzt das Tempo, ben Rhythmus, ben Sturmschritt merkt und sich über das rein daseinsmäßige „Dahinvegetteren •erbebt. In wunderschönen Versen läßt Schiller m der „Braut von Messina" den Chor bas Begreifen der Zeit burch die Seele deutlich werden: „Etwas fürchten unb hoffen unb sorgen Muß der Mensch für ben kommenden Morgen, Daß er die Schwere des Daseins ertrage „ Hab bas ermübenbe Gleichmaß ber Tage. Es gibt nichts Traurigeres, als feine Zeit zu verschlafen. Die Natur zwingt uns, em Drittel un- seres Lebens auf den Schlaf zu verwenden, um aus ihm neue Kraft und neuen Willen zu gewinnen. Wer aber seelisch immer schläft, wer sich aus seinem Trott nicht herausbringen läßt, wer nur m feinem engten Bezirk hockt, für ben hat schon der Volksmund ben schmückenden Beinamen einer Schtaftnütz- geprägt. Auf der Ofenbank ist es be- quemer unb gemütlicher als am sausenden Websttihl der Zett. Aber viele Geschlechter, bie bas Leben nur un engen Kreis durchschreiten, werden uns beneiden um die Gröhe ber Taten, deren lebende Zeugen wir sind. Dornoüzen. Tageskalenber für Samstag. Nichifestfeier für den ersten Bauabschnitt. Plastik, ein reizvoller Blickpunkt aeschaften werden. Um ein klares gärtnerisches und architettonisches Bild zu erreichen, werden innerhalb des Geländes verschiedlene kleinere Bauten entfernt werden. Schon seit geraumer Zett, vor Ausbruch des Krieges, wurde Damit begonnen, den Generalbebauungsplan in feinen ersten Abschnitten zu ver- wirklichen. An ber Gafskystraße wurde mtt einem großzügigen Erweiterungsbau Der Medizinischen Klinik begonnen, während an der Ecke Frankfurter Straße und Klinikstraße der Erweiterungsbau für die Medizinische Poliklinik in Angriff genommen würbe. Nachdem beide Bauten unter Dem Zwang ber Verhältnisse nicht so rasch fortgefuhrt werden konnten, wie es wünschenswert gewesen wäre, qt es nun doch möglich seworden, insbesondere den Bau der Erweiterung für Die Medizinische Poliklinik zu fördern und auch bereits unter Dach zu bringen. Der Dau, der in der Planung dreistockia vorgesehen ist, wurde zunächst einstöckig ausgeführt und ist im Rohbau nahezu fertig. Aus diesem Grunde sand am gestrigen Nachmittag in dem der Zett enftprechenden Rahmen ein Richtest U die am Dau beteiligten Arbeiter statt. Zur Feier hatten sich auch Kreisleiter Backhaus, Oberbürgermeister Ritter, der Nektar unserer Universität Professor Dr Kranz, ferner ^ofessor Herzog als Vorsitzender des Bauausschusses, der Direktor der Medizinischen Poliklinik Professor Dr. Haas und Oberarzt Dr. Schmidt emgefunben. Für das Hessische Hochbauamt nahmen Regierungs- baurat Gerlach und Regierungsbaurat ZlM- SJ.-fport Wirtschaft Meten TB 152 KTO. »ufammen 2 144 338 I der B°zirk- Raich-mark. । befnebtgen. *501) ne unu Xötryuutri Ci|i»iu»iun y.uxj x. ’ 7 3 .. ; .. 7, o nr\ MUI SX>-r.*U,1 aufwendunaen insgesamt 1,05 (0,81), Abschreckun- ohne (2,1%7 «jßm qen 1,015 (1,18), Zinsen 0,33 (0,305), Steuern vom lungen 4,49 (5,57), Verh-indKchk«ten 11,17 (8,400). Ertrag usw. 3,52 (3,87), andere Steuern 0,71 (0,58), Bemerkenswert angesnegen sind in diesen Anzah- Mill. NM. Einschi. 76 719 (369144) RM. Vortrag lungen auf 0,79 (0,02), Warenschulden auf 2,34 wird ein Reingewinn von 568 744 (876 719) RM.>(l,40), Konzernschulden auf 0,85 (0,58), Wechielver- >alb am Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! ie> »er die Ziege mit der größten Milchmenge (2265 Kilogramm) steht In Hessen, bei G. Fleck, Darrnstodt-Arheilgen. In der Bilanz ist unter dem Anlagevermögen der Posten Anlagen im Bau mit 1,68 Mill, auf die einzelnen Anlagekonten übertragen worden. Bei 3.23 (3,77) Zu-, 1,67 (0,15) Abgang und 1,015 (1,17) Abschreibungen steht das Anlagevermögen mit 4,76 (4,215) zu Buch, während das Umlaufvermögen auf 18,57 (15,79) anstieg. In letzterem find Vorräte mit 8,65 (8,32), Wertpapiere mit 0,36 (—), Anzahlungen mit 0,086 (0,396), Warenforderungen mit 9,21 (6,23), sonstige Forderungen mit 0,24 (0,39), flüssige Mittel mit 0,018 (0,187) enthalten, dagegen keine Inlandsbankguchaben (i. V. 0,08) und Konzernforderrungen mehr. Andererseits betragen die Rücklagen Stahlwerke Höchling-Auderus AG. Wehlar. sie kurz und klein. 5. In Zweifelsfällen wende Dich an einen ausgewiesen, der wird voll zur Stärkung der eigenen Mittel auf neue Rechnung übernommen. Dm Vorjahr wurden 650 000 RM. des Reingewinnes der Rücklage für Werkserneuerung, 150 000 RM. der Unterstützungskasse zugeführt, so daß 76 719 RM. zum Vortrag verblieben. Diesmal hat die Verwaltung schon vor Ermittelung des Gewinnes der gesetzlichen Rücklage 400 000, der Rücklage für Wertserneuerung 500 000 RM. (außerdem die ' obenerwähnte Zuweisung an die Unterstützungskasse) zugeführt. lick guten Pilzkenner, an die nächste Pilz-Beratungsstelle oder an die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt (hessische Landesstelle für Pilz, und Hausschwamm-Beratung). 6 Der Pilzreichtum und die Artenzahl unserer Wälder sind viel größer, wie meist angenommen wird. Rur leichtsinnige Prahlhanse kennen „alle Haudballvergleichskamps Hessen-Aaffau gegen Korheffen in Gießen Mitgliederversammlung der Bezirkssparkaffe Grünberg iMj KM» man beim Wehen berßerufsroäfche fparfam gebrauchen 1 paket reicht bei normaler ßefchmukung für 5 (Eimer Wfer (Inflation!) 16 Jahr und Gewissenhaftigkeit. Merkregeln sür die Pilzzeit 1. Wer glaubt, allein nach diesen Merkregeln rasch ein guter Pilzkenner werden zu können, lasse seine Hände besser von den Pilzen. 2. Allgemeine Merkregeln über tue Eßbarkeit oder Giftigkeit der Pilze (Märchen von der Zwiebel und dem silbernen Löffel, Verfärbung, unangenehmer Geruch oder Geschmack usw.) gibt es nicht. 3. Db nur solche Pilze, die Du ganz genau und + Grünberg, 25. Juli. Im Hotel Hirsch fand dieser Tage die ordentliche Mitgliederversammlung der Bezirkssparkasse Grünberg statt. Die Aufsichtsbehörde war vertreten durch Landrat Dr. Lotz (Gießen). Außer den Mitgliedern des Vorstandes und be* Derwaltungsrates, waren 26 Gemeindevertreter Bedenke aber, daß geputzte und zerschnittene Pilze selbst für den besten Kenner sehr schwer kenntlich werden. Deshalb nur tatsächlich eßbare und einwandfreie Schwämme in den Sammelbehälter! 9. Benutze als Sammelbehälter einen Korb oder einen offenen Kasten im Rucksack, damit die Pilze nicht gedrückt werden und sich nicht erhitzen. 10. Die gesammelten Pilze werden am besten sofort bei der Heimkunft geputzt und zubereitet. Andernfalls lagere man sie an einem kühlen und luftigen Orte bis zum nächsten Tag, wobei sie nicht in großer Masse aufeinanderliegen dürfen. 11. Die Fruchtschicht auf der Hutunterseite (Blätter, Röhrchen usw.) schneide man nicht weg, wenn dieselbe keine Maden enthält. Sie ist reich an wert- Der Ähresertrag stieg auf 14,50 (13,31), ao. Er- träge auf 0,12 (0,06) Mill. RM., während andererseits Deteiliaungserträge auf wenige 100 Mk. (i. V. noch 0,13 Mill. RM.), das Geschäftsjahr nicht betreffende Erträge auf 0,86 (1,22) Mill, zurückgingen. Löhne und Gehälter erforderten 8,28 (7,41), Sozial- Leihgesiern — Daubringen. Die 2. Jugendmannschaften von Leihgestern und Saubringen treten am morgigen Sonntag in Leihgestern an. Man erwartet einen harten Kampf, dessen Sieger nicht vorauszusehen ist. Die Leihgester- ner treten mit der Mannschaft Velten; Seipp, Kruk; Wagner, Sern, Maid; Schäfer, Seell, Martini, Textor und Reitz an. Oie Bereichsmeisterschast im Korbball. Wie bereits gemeldet, finden zusammen mit den Turnmeisterschaften des Bereichs auch die Endspiele in Korbball der Frauen statt. Während aus dem Norden unseres Bereichs wieder mit Sicherheit mit gleichskampfes zu ermitteln. Sie Mannschaft des Gaues Hessen-Nassau wird aus Spielern der Bezirke Gießen, Friedberg und Hanau gebildet, während sich Kassel vornehmlich auf heimische Kräfte stützen dürfte. Sas vorhandene Material läßt für Hessen-Nafsau die Wahl recht schwie- rig werden, zumal es überall Kräfte gibt, die fähig sind, in die engere Wahl gezogen zu werden. Be- zirksfachwart Luh, der mit der Ausrichtung der Veranstaltung betraut und für die Zusammenstellung der Gaumannschaft verantwortlich zeichnen wird, kommt es zugute, daß die Bezirke erst vor kurzem Vergleichskämpfe unter sich ausgetragen haben, die ohne Ausnahme aufschlußreich gewesen sind. Es besteht also ohne weiteres die Möglichkeit, eine Vertretung zu normieren, die die wirkliche Spielstärke unserer Gegend repräsentiert. Heute allerdings kann bereits verraten werden, daß unser Gebietsmeister, die Jugend-Elf des Tv. Lützellinden, das Vorspiel bestreiten wird, und zwar gegen einen Gegner, der restlosen Einsatz verlangen wird. Sa die Gemeinden auch Vorteile aus der erfolgreichen Kartoffelkäferbekämpfung haben, wird er- wartet, daß sie durch bereitwillige Unterbringung der Sritzgeräte und Spritzmittel an, dem Gelingen der unter Einsatz erheblicher Reichsmittel durchgeführten Bekämvfungsmaßnahmen Mitwirken. Sas gleiche gilt auch für die Ueberführung der Spritzgeräte und Spritzmittel vom Bahnhof zum Unter- stellraum. Die Frage der Instandhaltung und Aus- vesterung der Spritzgeräte wird besonders geregelt werden. Hessische Herdbuchziegen im Deutschen Ziegenleistungsbuch. als unschädlich kennst! 4. Der Anfänger sammle zuerst nur die bekanntesten Arten, wie Pfifferlinge und Steinpilze, die bei genauem Zusehen gar nicht verwechselt werden können. Erst nach und nach mache Dich Mit anderen häufigen und unschädlichen Pilzarten genau vertraut. Beim Sammeln von Steinpilzen hüte Dich vor Verwechslung mit dem bitteren Gallen-Rohrttng. Dessen Röhren werden im Alter rosa, beim Steinpilz dagegen grünlich. Es gibt noch einige andere ungenießbare Röhrlinge mit bitterem Geschmack. Deren Fleisch verfärbt sich beim Anschnitt jedoch bläulich, während es beim Steinpilz weißlich blewt. Was Du nicht kennst, lasse ruhig im Walde^stehen; nur Rohlinge treten alle Pilze um ** Bestrafte Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vorn 12. bis 18. Juli 1940 im Bereich der Polizeidirektion Gießen einschließlich des Polizeiamtes Bad-Nauheim-Friedberg gegen zahlreiche Verkehrssünder ein. 7 Kraftfahrzeugführer, 5 sonstige Fahrzeugführer und 3 Radfahrer wurden zur Anzeige gebracht. Mit gebührenpflichtigen Verwarnungen wurden 9 Kraftfahrzeugführer, 5 Fahrzeugführer, 12 Radfahrer und 3 Fußgänger belegt. Mit gebührenfreien Verwarnungen kamen 2 Kraftfahrzeugführer, 12 sonstige Fahrzeugführer, 8 Radfahrer und 11 Fußgänger davon. ** 25 Jahre Schokoladenhaus Hunte- mann. Demnächst, am 1. August, kann die Inhaberin des Schokoladenhauses Huntemann im Seltersweg, Frau Maria Huntemann, auf ein 25jähriges Bestehen ihres Geschäftes zurückblicken. Frau Huntemann hat das Geschäft zu ungewöhnlicher Zeit gegründet, und zwar im zweiten Jahr des Weltkrieges, im August 1915. Sie Inhaberin, die sich in der Stadt und in ihrem Kundenkreis allen Ansehens erfreut, hat das Geschäft immer selbständig geführt, denn ihr Mann ist schon sehr früh gestorben, lieber die zweieinhalb Jahrzehnte des Bestehens des Geschäftes war die Jubilarin bemüht, sich durch den Verkauf von Qualitäts- und Markenware der deutschen Schokoladenindu'strie einen treuen Kundenkreis zu erwerben. Frau Huntemann ist dem großen Teil unserer Gießener Bevölkerung eine vertraute Persönlichkeit. In den Jahren von 1904 bis 1907 war sie Kassiererin im Städtischen Volksbad. Pom Jahre 1907 ab war sie als Kassiererin für das Stadttheater tätig und bekleidete dieses Amt während guter und schlechter Zeiten (Inflation!) 16 Jahre lang in vorbildlicher Treue Anläßlich des Opfertages treffen sich nach langer Zeit wieder einmal die beiden Rivalen im friedlichen Wettstreit. Gar manchen Strauß haben beide Mannschaften miteinander schon ausgefochten. Meist siegte Heuchelheim. Sie Rodheimer sind zwar der Papierform nach stärker, aber die Gäste haben von anwesend. „„ Ser Vorsitzende des Derwaltungsrates, Bürgermeister König (Grünberg), gab einen Rückblick über die weltgeschichtlichen Ereignisse des verflossenen Jahres. Zur Tagesordnung übergehend, belichtete er dann über die Prüfung der Jahres- rechnung und des Jahresabschlusses durch den Verwaltungsrat und die Verbandsrevision. Beanstandungen hätten sich nicht ergeben. Sie Würdigung der wirtschaftlichen Lage der Bezirkssparkasse durch die Detbandsrevision sei überaus günstig. Direktor Sieh! erstattete den Geschäftsbericht Über das Jahr 1939 und gab zu den einzelnen Positionen aufklärende Erläuterungen. Besonders hervorzuheben ist aus feinen Ausführungen die Überaus günstige Weiterentwicklung der Spareinlagen. Ser Rekordzugang des Vorjahres wurde noch überschritten. Sie Erhöhung der Spareinlagen um 434 7o2 RM. berechnet sich auf 12 v.H. des alten Bestandes, während der Durchschnitt in Hessen 7,1 v. H. beträgt. Das ist ein überaus erfreuliches Ergebnis für den nicht gerade besonders begüterten Sparkassenbezirk. Es zeigt den Sparsinn der Bevölkerung und das Vertrauen zur Kasse. Am Jahresende waren auf 5696 Sparbücher 4 046 362 RM. eingelegt. Mit Einschluß der Guthaben in laufender Rechnung, die ebenfalls beträchtlich zugenommen haben, betragen die Gesamteinlagen am Jahresende rund 4,4 Millionen RM. Das Neugeschäft im Darlehensverkehr war infolge der besonderen Verhältnisse gering, während sich die Anlage in Wertpapieren erhöhte. An Darlehen waren am Jahresende ausyeliehen: an Kreditinstitute 265 783 RM.; an öffentlich recht- liehe Körperschaften 378 898 RM.; Kontokorrentkre- bite und Bürgschaftsdarlehen 176 505 RM.; auf vor einiger Zeit eine Reihe der Bäume fallen mußte, um die Fahrbahn verbreitern zu können, sind die Arbeiter des Stadtbauamtes damit beschäftigt, den Gehsteig neu zu verlegen. Der Gehsteig kommt nun hinter die verbliebene Baumreihe zu liegen und damit in den Bereich der bisherigen Grünflächen der Anlage, die zu diesem Zweck in einem Streifen von mehreren Meter Breite in Aussicht genommen wird. Wie sich die Straßenverbreiterung und die Neuanlage des Bürgersteigs gestalten wird, ist schon jetzt deutlich zu erkennen, denn die Arbeit ist in dem Teilstück zwischen Goethestraße und Bleichstraße schon weit vorgeschritten. Einige der hohen Bäume, die der neuen Führung des Gehsteigs hinderlich hätten fein können, wurden auf einfache Weise ummauert und bleiben somit bestehen. Außergewöhnlich günstig ist der Stand der Rücklagen, die sich mit Einschluß der stillen Reserven auf über eine halbe Million RM. belaufen und die Liquiditätslage der Kasse, die das nach Gesetz und Satzung erforderliche Maß wesentlich übersteigt. Der Ausblick auf das Jahr 1940, mit dem der Direktor seine Ausführungen schloß, zeigt eine starke Zunahme der Spar- und Giroeinlagen. Bis zum 30. Juni 1940 erhöhten sich die Spareinlagen auf 363 115 NM. (gegenüber 155 066 RM. in der gleichen Zeit des Vorjahres) und die Giroeinlagen von 376 716 RM. am Jahresende auf 527 939 RM.; die Gesamteinlagen erreichten am 30. Juni 1940 den Stand von 4 937 415 NM. Land rat Dr. Lotz würdigte in seinen Ausführungen zum Geschäftsbericht u. a. die erfreuliche Aufwärtsentwicklung der Bezirkssparkasse. Man habe sich schon daran gewöhnt, daß es uns gut gehe und auch daran, daß die Spareinlagen dauernd steigen. Volle Kassen seien aber sehr erfreulich, denn auch nach dem Kriege werde es nicht an Ausgaben fehlen, zu welchen diese Gelder Verwendung finden könnten; besonders sei ein großes Wohn- und Siedlungsbauprogramm zu erwarten. Den Beamten und Angestellten sprach er Dank und Anerkennung für ihre Leistungen aus. Eine von der Landesregierung angeregte Satzungsänderung wurde von Bürgermeister König begründet und von der Versammlung angenommen. Direktor Diehl berichtete noch über die ungeordnete Senkung der Einlagezinsen. Don maßgebender Stelle sei darauf hingewiesen worden, daß es darum gehe, in erster Linie den Sparern die unbedingte Sicherheit zu gewährleisten, daß die Spar- gelber in ihrem Wert erhalten blieben. Diese Sicherheit sei bestimmt für den Sparer wichtiger als hohe Zinsen. Anderseits soll mit dieser Herabsetzung eine weitere Senkung der Sollzinsen erreicht werden. Zum Schluß wies der Direktor noch darauf hin, daß die Darlehensgewährung auch im Kriege keinerlei Beschränkungen unterworfen und die Kasse nach wie vor in der Lage sei, das Kreditbedürfnis " der Bezirkseinwohner zu günstigen Zinssätzen zu Eines der interessantesten und spannendsten Spiele des Jahres wird das Fachamt Handball am 4. August d. I. auf dem Universitätssportplatz in Gießen zur Durchführuna bringen. Es ist schon seit langem geplant, Vergleiche in bezug auf die Spielstärke der Gaue Kurhessen und Hessen-Nassau zu ziehen, um endlich einmal volle Klarheit über den Stand der geleisteten Arbeit zu erhalten. Wir wissen, daß das Handballspiel im früheren Bezirk II gerade in letzter Zeit sehr gute Fortschritte gemacht hat und daß heute vornehmlich die Kreise Gießen und Wetzlar über einen ausgezeichneten Spielbetrieb verfügen. Da anderseits auch rein leistungs- mäßig viel gewonnen worden ist, ist die Frage mehr und mehr akut geworden, wo nun eigentlich der bessere Handball gespielt wird. Die durch das Reichsfachamt ausgeschriebenen Spiele um den Adlerpreis des Reichssportführers find dazu angetan, uns einen Schritt nach vorne zu bringen. Die Bereichsmannschaft muß aufgestellt werden und was würde da nicht näher liegen, als die Vertreter auf Grund des Ergebnisses eines Der- Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 27. Juli. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, deutsche Eier 13, Kartoffeln, neue, % kg 7,9 Rpf., Wirsing 10, Weißkraut 10, Rotkraut 20, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 20, Römischkohl 10, Bohnen, grün, 16 bis 18, gelb 22, Mischgemüse 16, Tomaten 28 bis 40, Zwiebeln 16,. Rhabarber 10, Pilze 45 bis 50, Frühäpfel 40, Falläpfel 10, Birnen 25 bis 35, Sauerkirschen 50, Heidelbeeren 42, Stachelbeeren 25, Johannisbeeren 20, Erdbeeren 50, Pflaumen 38 bis 45, Zwetschen 45, Blumenkohl, das Stück 20 bis 70, Salat 5 bis 10, Salatgurken 20 bis 40, Einmachgurken 2 bis 4, Oberkohlrabi 5 bis 15, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bund 10, Himbeeren, V» kg 40 Rpf. ** Verbreiterung des Hindenburg, malles. Im Zuge der Neugestaltung des Selters- tores erfährt auch das Straßenbild am Hindenbura- waU eine erhebliche Veränderung. Nachdem bereits müsfemMzfpeisen gut zerkaut werden. Abends sind gröBcre“ Pilzmahlzelten nicht zu empfehlen. Nichtbeobachtung dieser Vorschriften kann Verdauungsbeschwerden verursachen, die mit Vergiftungen nichts zu tun hoben. — Vorsicht auch beim Genuß roher Pilze (Pilz-Salat u. bgl.). 14. Die meisten Pilzvergiftungen werden durch den grünen Knollenblätterprlz hervorgerufen, der leichtsinnigerweise als Champignon, als Grünling ober als grüner Täubling eingetragen wird. Eine Gabelspitze von ihm kann den Tod herbeiführen. In manchen Jahren hat er in Deutschland bis zu 100 Todesfälle verursacht. Genaue Auskunft über diesen Giftpilz bekommst Du durch das Knollen« blätterpilz-Merkblatt der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde, Darmstadt, und durch die reichsbehördlich empfohlene Wandtafel dieses gefährlichsten Giftpilzes, die in einer großen Anzahl von Bahnhöfen als Warnungsmittel ausgehängt ist. 15. Bei den geringsten Anzeichen einer Pilzver- giftung sorge man für sofortige und gründliche Entleerung von Magen und Darm durch Brech« und Abführmittel, wie für rascheste ärztliche Hilfe. Fußballgroßkampf in Watzenborn-Steinberg. Verloren die „Teutonen" aus Watzenborn-Steinberg am vergangenen Sonntag das Vorspiel um den Aufstieg zur Bereichsklasse in Langenselbold recht unglücklich mit 4:1 Toren, so stehen sich beide Mann- schäften schon am morgigen Sonntag zum entscheidenden Spiel auf dem Platz an der Neumühle gegenüber. Dies Spiel bringt endgültig die Entscheidung, wer von den beiden Mannschaften in der kommenden Saison in der Bereichsklasse XII, Gruppe Süd, spielt. Durch die Niederlage am vergangenen Sonntag sind nun die Aussichten für die Platzmannschaft nicht gerade rosig, denn, sollte der Aufstieg noch ermöglicht werden, so ist ein Sieg mit 4 Toren Unterschied er- forderlich. Dies scheint fast eine unlösbare Aufgabe für die Mannschaft aus Watzenborn-Steinberg zu fein; doch darf man nicht vergessen, baß bie Mann- schäft, wenn es gilt, mit allerletztem Einsatz spielt. Langenselbold dagegen geht hemmungsloser in dieses Spiel, gilt es doch für sie, falls ihnen ein Sieg nicht möglich sein sollte, ein Unentschieden ober eine knappe Niederlage herauszuspielen. Die Zuschauer am morgigen Sonntag werden an der Neumühle ein Spiel sehen, in dem jeder Spieler bas Letzte geben wird, um bas höchste Ziel, bie Zugehörigkeit zur Bereichs- klasse, zu erreichen. Rodhelm — Heuchelheim. vollen Nährstoffen. 12. Das Brühwasser schütte man nicht weg, weil es die am leichtesten löslichen Nährstoffe enthält. Pilze, die nur nach dem Fortgießen des Brühwassers „genießbar" werden (z.B. die gefährliche Frühjahrs-Lorchel u. a.), sind nicht empfehlenswert. 13. Pilze sind schwer verdaulich. Sie müssen des- ' " bei der Zubereitung stark zerkleinert werden besten durch bie Keischmaschrne). Außerdem Fwb. Frankfurt a. M., 26. Juli. Laut De- richt arbeitete bie Gesellschaft 1939 mit allen Kräften an der Durchführung des Vierjahresplanes und den anderen gestellten Aufgaben mit. Erhebliche Be- träge wurden wieder für Erweiterung und Verbesserung der Werke aufgewandt, das tn den Vorjahren in Angriff genommene große Dauprograrnm im wesentlichen durchgeführt. Der Umsatz konnte nicht unwesentlich gesteigert werden, obwohl der Export durch den Kriegsausbruch beeinflußt wurde. Die freiwilligen sozialen Aufwendungen beliefen sich auf 0,35 (0,23) Mill. RM., außerdem wurden weitere 100 000 RM. der Unterstützungskasse zugr führt, die mit 0,40 Mill. RM. nunmehr in di Bilanz gesondert ausgewiesen wird. i«9=u. -ich- Pilzpslmze» und junge Srudjttörperantagen Dier Wagen ^ub und wirk- Erde, damit die Putzarbeit zu Hause einfacher wird. der ausgezeichneten Mannschaft der Kasseler Turn- gemeinbe zu rechnen ist, entscheidet der kommende Sonntag darüber, wer aus dem Süden ins Endspiel kommt. In Heuchelheim treffen sich zu diesem wichtigen Vorspiel die Mannschaften der Tode. Hanau und des Turnvereins Wetzlar. Hanau als Der Mannschaft mit der größeren Wettkampferfahrung, die im vergangenen Jahr nur knapp gegen Kassel unterlag, wird man dabei die besten Aussichten einräumen müssen. Doch ist auch Wetzlar, das sich in den letzten Wochen eifrig für diesen Wettkampf vorbereitet hat, nicht zu unterschätzen. Da zusammen mit diesem Hauptkampf auch ein Lehrgang für Koxb - jeher gegen den Rivalen die schönsten Spiele ge- ball durchgeführt wird, werden die Terln^hme- liefert. Es sollte nicht verwundern, wenn die Gäste rinnen somit Gelegenheit Spiel in Wett auch diesmal wieder einen Gegner abgeben, der die fampfform, von Zwei guten Mannschaften bärge» Rodheimer zum stärksten Einsatz veranlassen wird.1 stellt, kennenzulernen. NSG. In dem nach dem Vorbild des Deutschen Rinder- und Schweineleistungsbuches neu angelegten Deutschen Ziegenleistungsbuch finden sich unter den ersten Eintragungen 10 weihe Edelziegen aus Hessen. Die Spitzenleistung darunter weist bie Ziege ,Zisa 1775" des Besitzers G. Schaaf, Bens- heim, auf, die in zehn Jahren 11763 Kilogramm Milch, 3,27 vom Hundert Fett, 384,9 Kilogramm Fett gab und 16 Lämmer brachte. Auch sonst liegt der Durchschnitt der Leistungen der Landesfach-- gruppe Ziegenzüchter Hessen-Nassau mit 892 Kilogramm Milch, 28,06 Kilogramm Milchfett und 3,15 vom Hundert Fett beträchtlich über bem Reichsdurchschnitt. Auch größten Milchmenge (2265 Ki Vergiftungen sind bann unausbleiblich. Der Äeinpilz (Röhrende mit „Röhrchen auf der Hutunterfeite) hat ungefähr 50 ähnlich aussehende Verwandte; Blätterpilze (Verwandte des Champignons und des grünjm Knollenblätterpilzes; sie tragen Blätter auf der Unterseite des Hutes) gibt es bei uns ungefähr 1500 verschiedene Arten, deren fflenuhroert und sonstige Merkmale großenteils Überhaupt nach nicht E-njchafMch -rsE.sind. 7 Sammle stets nur frische Pilze. Durchwasierte, zu alte, angefaulte und stark zerfressene Schwamme lalle im Walde zurück. 8 Nimm die Schwämme vorsichttg aus dem Boden heraus, damit Du das Pilzgeflecht (die eigent- Der in Stadl und Land bekannte erhält die Gurken knackfest und frisch. Seil Jahren von Millionen Hausfrauen erprobt und gelobt. Neue Rezepte — euch für Tomatenmark — bei Ihrem Händler. Gehalts*# flnonI"'Betrieb»-' Anlage""' lo9^ „^Buchhaltung 6eho:x Billig HllliTipn lau/lcfux Organisation Stiegler,. Hausser & Co., Stuttgart Glaser-Innung. Geschwister Baum. Gießen, im Juli 1940. 02543 STATT KARTEN! Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen sprechen wir auf diesem Wege unseren aufrichtigen Dank aus. Besonderen Dank für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Jost, sowie für die ehrenden Abschiedsworte der Altersvereinigung 1867 und der hiesigen Achtung! Achtung! Nur morgen Sonntag, 28. Juli 1940 11 Uhr vormittags! 3397A WMUHMMW Für ein besseres Europa! Italiens Wehrmacht an allen Fronten siegreich. - Und wieder Englands wahres Gesicht - Aufnahmen von Gibraltar u. Hongkong. — Wiederaufbau im besetzten Gebiet. Der Rückstrom der Flüchtlinge. - Heimkehr in die deutschen Westgebiete. — Berlin um jubelt seine heimkehrenden Soldaten. Vorher: Bilder aus Java. Erwachsene 40, Wehrmacht nnd Kinder 20 P!. Llnsere Soldaten wollen Zeitung lesen Aus dem Reich Achtung! Blindgänger! Lebensgefahr! 3391 A Heinrich Baum. 02544 la Referenzen! Generalvertretung: Joh. K. Benner, Giefaen-Wieseck Grabenstrabe 32 Einführungs-Schrift S1 kostenfrei - Vorführung nach Vereinbarung Bezirksstelle Wetzlar, Nauborner Str. 148, Tel. 2344 Gescnänsömcksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten bei Brühl. Schulstr.7 KURSE Einzel-Unterricht Automatische ZeiüerschnellwaaGen Zähl- und Prüfmaschinen von 1-60000 kg Ruf 4096 Gießen 02546 an Neuem geschehen ist, während man selbst seinen begrenzten Einsatzkreis erfüllt. So vertieften auch wir uns in die Blätter, tm Grase langgestreckt, an einen Baum gelehnt oder im Wagen sitzend. Und dann kam die zweite Heber* raschung: Heber Straße und Felder hinweg schallte schmissige Marschmusik, Soldatenlieder und Volksweisen wechselten in fröhlichem Durcheinander. Der Wagen, mit dem die Zeitungen gekommen waren, hatte auch noch Musik mitgebracht. Es war der Wagen eines Propaganda zuges. Er führt ein Filmvorführungsgerät mit sich und kann in jedem Raum, in Flugzeughallen, Sälen ober Bunkern den Soldaten Filme und die neueste Wochenschau vorführen. Durch seinen Lautsprecher bringt er den marschierenden Truppen nicht nur musikalische Genüsse, sondern gibt auch, wenn er nicht Zeitungen bei sich führt, die neuesten Meldungen bekannt. Auch der Bevölkerung des befetten Gebietes können durch den Dolmetscher wichtige Meldungen mitgeteilt werden. Die Kameraden des Propagandatrupps hatten gerade zwei Kinoveran- ftaltungen und sechs Lautsprecher-Musikübertragun-' gen hinter sich, nun brachten sie wieder Zeitungen. Eigentlich war für unsere unerwartete Parolemusik nur eine halbe Stunde angesetzt worden, aber da unsere Marschpause noch etwas länger dauerte, ließen sich auch die Propagandamänner breitschlagen, unsere Rast bis zum Ende musikalisch auszufüllen. Abschiedsgrüße flogen hin und her. Hnsere Wünsche aber riefen wir dem Propagandatrupp fast mit Lautsprecherstärke nach: „Laßt euch bald wiedersehen!" Herbert Scharkowski. Mehr Ireude an -er Natur durch Bermühler-Bücher! Berlin, 18. Juli. (DNB.) Viele Weltkriegskämpfer werden sich der Anekdote entsinnen, die von einem biederen Landsturmmann erzählt wird, der die Aufgabe bekam, die Lage eines Blindgängers zu kennzeichnen. Er sollte einen Pfahl neben den Blindgänger in die Erde rammen und an diesem Pfahl eine Tafel anhängen: „Achtung! Blindgänger!" Da der Boden sehr hart war, so nahm er den Blindgänger — eine nicht krepierte Granate — und schlug mit dieser den Pfahl ein. Diese Anekdote könnte auf Wahrheit beruhen. Denn unter der Munition unserer Feinde befanden sich damals zahlreiche Blindgänger mit reichlich primitiven Zündern. Es gab aber auch damals schon Blindgänger, die keineswegs ungefährlich waren. Der Huftritt eines Pferdes oder der Tritt eines Marschstiefels konnte auch damals schon solche Blindgänger nachträglich zur Explosion bringen, und deswegen sollte ja der Landsturmmann durch Pfahl und Schild auf die Gefahr aufmerksam machen. Das ist heute anders! Heute kann ein sogenannter Blindgänger eine der heimtückischsten Waffen unserer Feinde sein, insbesondere aber dann, wenn es sich um nicht betonierte englische Fliegerbomben hanbelf. Seit einigen Monaten werfen bie englischen Bombenflugzeuge, bie fast nur noch nachts anzugreifen wagen, im deut- schen Hinterland Bomben ab, von denen wohl einige explodierten, andere aber als sogenannte Blindgänger — zunächst ungefährlich erscheinend — liegenbleiben. Wenige davon sind wirkliche Blindgänger, d. h. ihr Zündmechanismus hat versagt und tritt auch nicht mehr in Tätigkeit. Andere dagegen sind mit einer sogenannten Langzeit- zündung versehen, die oft erst nach oieten Stunden — ja sogar Tagen — zur Auslösung kommt und erst dann die Bombe zur Explosion bringt. Heute bedeutet das Vorhandensein von Blindgängern allerhöchste Lebensgefahr! Niemand weiß, wann die Detonation erfolgt, und nur Wehrmachtsspezialisten können dafür sorgen, daß diese heimtückischen Bomben keinen Schaden anrichten, sondern so bald wie möglich, also jedenfalls vor einer zu erwartenden Detonation, noch unschädlich gemacht werden. In keinem Falle ist es einer nicht explodierten Bombe anzusehen, ob sie ein wirklicher Blindgänger ober ob sie mit Langzeitzünder versehen ist. , Jeder Volksgenosse hat daher die Pflicht, wenn er solche Blindgänger oder auch nur die Stelle ihres Einschlages ungefähr bestimmen kann, un = verzüglich die Polizei oder die nächste Wehrmachtsbien st st elle aufmerksam z u machen, damit Schaden an Gut und Leben noch rechtzeitig vermieden werden kann. Vor allem muß er dafür sorgen, daß die Stelle, an der ein solcher Blindgänger liegt, in einem Hmkreis von 100—200 Meter von der Einschlagstelle abgesperrt wird. Notfalls müssen auch nachts sofort die Wohnungen in dem zu erwartenden Detonationsbereich der Bombe geräumt werden. Natürlich hat eine Bombe, die nicht tief eingedrungen ist, also auf der Straße oder auf dem Felde liegt, eine weitreichendere Splitterwirkung als eine solche, die sich vielleicht metertief in Ackerboden oder in einer nassen Wiese eingebohrt hat. Volksgenossen, merkt Euch, in diesem Kriege sind es keine harmlosen Blindgänger mehr. Sie sind zur heimtückischen, mörderischen Waffe — gerichtet gerade gegen die Zivilbevölkerung — geworden. bindlichkeiten auf 0,99 (0,73), Bankschulden langfristige etwas niedriger mit 1,08 (1,20), dagegen kurzfristige erhöht auf 3,14 (2,09), sonstige Verbindlichkeiten 1,95 (2,33) alles in Mill. RM. Freundliche jRenfenmärffe. Aktien geschäftslos. Frankfurt a. M., 25. Juli. In der Berichtszeit standen bie deutschen Börsen und entsprechend auch bie Frankfurter im Zeichen ber Geschäftslosigkeit. Es fehlte jegliche Anregung und je nach bem Herauskommen kleiner und kleinster Orders reagierten bie Kurse verhältnismäßig stark. Im Grunde genommen doch freundlich, ergaben sich im Verlaufe überwiegend Kursabschwächungen um täglich Prozentbruchteile, vorüb ergehende Steigerungen einzelner führender Werte wurden meist unverzüglich wieder realisiert. Daneben ist der Geschäftsumfang am Renten - markt nennenswerter. Hier erhielt sich vor allem das, Interesse für Reichspapiere, die im Kurse durchweg gehalten, teilweise sogar leicht erhöht waren. Für Reichsschatzanweisungen der neuen V. Tranche bestand unoerminbet Nachfrage. Vernachlässigt waren aber Reichsbahnvorzüge, bie unter Schwankungen leicht ermäßigt schlossen. In Jndustrieobligationen hat das zeit- roelfe lebhafte Geschäft ebenfalls nachgelassen und gegen Ende dieser Berichtszeit gaben die Kurse einiger Papiere leicht nach. In Stadtanleihen wurden einige Darmstädter Stadtanleihen auf letzter Basis umgesetzt, die Marktleere in Stadtanleihen hindert an größeren Hmsätzen, wie auch Pfandbriefe bei anhaltender starker Nachfrage meist nur nominelle Kurse verzeichneten. Der Freiverkehr blieb ohne besondere Belebung, die Dingler-Aktie konnte sich gut halten, Rastatter Waggon, ebenfalls ein stärker gesuchtes Papier, leicht bessern. Etwas Geschäft kam in Kupferberg Sekt bei etwa 114 zustande. Ebenso bestand Interesse für Elsässisch-Badische Wolle. Der Tagesgeldsatz konnte bie ganze Berichtszeit übet auf 1% v.H. gehalten werden. Meiner verehrten Kundschaft teile ich hierdurch mit, daß ich nach dem Ableben meines Vaters de5 (j las&uneiAteii 4/eint ick /Saum Gießen, Bleichstraße 2 das Geschäft im vollen Umfange weiterführe. Mein Bestreben wird sein, im Sinne des Entschlafenen meine Kunden stets prompt, gewissenhaft und preiswert zu bedienen. Ich bitte, das Vertrauen auch auf mich zu übertragen. RRPIDO zuverlässigster Leistanfismesser Beratung und Vorführung unverbindlich und kostenlos Seit langem an schweren Rheuma Schmerzen gelitten „Kann Nachlschwesler-Berus wieder mit Freuden ausWen" Stöwer-Auto Limousine, 4türig 2,5 Liter, general überholt infolbti Todesfall z. Taxpreis zu verkaufen. [0253s Näheres Telefon 3024 Tanzschule ttrdorl Bahnhofstr.42 Telefon: 3783 Für MkZlo.otiertiüniinApothekenf In Gießen: Universitätsapotheke z* goldenen Engel / Pelikanapothekei In Lollar: ApothekeP.Welcker.zz PK. Wir hatten nach langer Kolonnenfahrt gerade eine Marschpause eingelegt. Längs der Landstraße, zwischen blühenden und reifenden Feldern, die in nichts verrieten, daß hier der Kampf vorüber getobt war, standen die Wagen in langer Reihe. Schon hatte sich das gewohnte Bild einer Rast nach glühendheißer Fahrt entfaltet. Der Zehr- oorrat und noch mehr die Getränke wurden einer eingehenden Prüfung unterzogen, die Fahrer hatten die Motorhauben hochgeklappt und machten sich am Motor zu schaffen, und die Ersten lagen bereits angestreckt im kühlen Gras des Straßengrabens. Plötzlich aber wurde es an der Spitze der Kolonne unruhig, wir sahen Kameraden aus den Wagen springen und nach vorne laufen, und das steckt allemal an. Auch wir liefen also mit. Schließlich wurde der Grund der Aufregung sichtbar: Die Eiligsten kehrten geruhsam, triumphierend e i n e Zeitung unter dem Arm, an ihre Plätze zurück. Wer nicht das Tempo des Krieges, die endlosen Märsche, das unaufhörliche Vorwärts miterlebt hat, kann sich kaum einen Begriff machen von der Bedeutung, die bie Zeitung für den Soldaten gewonnen hat. Unb so ist es geblieben, denn bie Kolonnen rollen weiter, wenn auch der Kampf im Westen beendet ist. Nicht überall sind glückliche Besitzer eines Kofferempfängers aufzutreiben, und der Nachrichtenhunger ist ungeheuer. Mal sickert eine Meldung durch und wird wetter- gegeben, aber was ist das alles gegen das Glücksgeschenk, das eine Zeitung bedeutet. Man kann sich abseits setzen und ganz für sich mit aller Aufmerksamkeit, in aller Muße lesen, was Friedbergs Haushaltsplan ausgeglichen. LPD. Friedberg, 26. Juli. Der Haushaltsplan der Stadt Friedberg für das Rechnungsjahr 1940 konnte ausgeglichen werden. In einer Sitzung der Ratsherren teilte Bürgermeister Vieth mit, daß der ordentliche Haushalt mit 1 966 669 RM., der außerordentliche Haushalt mit 48 880 RM. abschließen. Für die Stadtwerke sieht der Erfolgsplan 429 680 RM., der Finanzplan 36 013 RM. vor. Der Schuldenstand fjat sich bis zum 31. März d. I. auf 2895040 RM. gesenkt. In der gleichen Sitzung wurde die Rechnung für das Rechnungsjahr 1938 verabschiedet. Direkter Funksprechverkehr Frankfurt — Amerika. Lpd. Frankfurt a. M., 24. Jul!. Kürzlich wurde der direkte Funksprechverkehr von Frankfurt nach Amerika ausgenommen; es ist bie zehnte direkte Heberseeverbindung, die in Deutschland nach Amerika in Betrieb genommen wurde. Während vor dem Krieg der Heberseeverkehr von Deutschland über London ging und nach Kriegsausbruch behelfsmäßig über Rom und Amsterdam, wird nunmehr der gesamte deutsche Heberseeverkehr über bas Heberseeamt Berlin geleitet. Bis Berlin geht das Gespräch über den Draht und von Berlin Hebersee- Amt auf dem Wellenweg nach USA. Amerika ist für den deutschen Heberseeverkehr in vier Entfernungszonen eingeteilt. Neuyork, wohin die meisten Gespräche geführt werden, gehört zur ersten Zone, Ohio ist Zone zwei, Kansas, Texas und em Teil von Kanada gehören zur dritten Zone unb Kalifornien zur vierten Zone. Die normale Gebühr für ein Dreiminutengespräch beträgt 60 RM.; in der Zeit zwischen 22 und 23 Hhr sowie Sonntags ist die Gebühr auf 45 RM. ermäßigt. Je nach der Entfernung erhöht sich bie Gebühr in den vier verschiedenen Zonen. Die neue Heberseeverbindung von Frankfurt nach Amerika wird bereits rege in Anspruch genom« m e n. CAFE WIEN Täglich nachmittags und abends KÜNSTLERKONZERT Mittwochs und Samstags ab 20 Uhr ’TAXNZ , der Wasser und Licht zuzuführen, obwohl teilweise die Kraftwerksanlagen von den Franzosen beim Abzug total zerstört worden waren. Schließlich wur--. de noch eine dritte Einsatzgruppe Mitte ber TN< in Gang gesetzt. Etwa 180 motorisierte Bereitschaft^ züge der TN. sind z. Z. in den besetzten Westgebiei ten tätig. In der Freimachungszone gilt es, für big zurückkehrenden Volksgenossen alle lebenswichtigen Bedürfnisse, vor allem Wasser, Licht und Gas§ sicherzustellen. Die Strafen im Führungszeugnis In immer steigendem Maße haben Behörden und Arbeitgeber von allen, die sich um Anstellung be-i warben, polizeiliches Führungszeugnis verlangt. Nach bem geltenden Gesetz mußten auch gering, fügige und weit zurückliegende Strafen den Weg in das Führungszeugnis finden. Die Vorstrafe im Führungszeugnis erschwerte infolgedessen vielen nicht nur den Zugang zu einer Organisation, sondern auch den Weg zu ehrlicher Arbeit. Während bes Weltkrieges, der Revolution und Inflation hatten sich Menschen, die unter normalen Verhältnissen niemals mit den Strafgesetzen in Konflikt gekommen wären, unter der Not der Verhältnisse strafbar gex macht. Viele fleißige Männer und Frauen mußten! nun feiern, weil sie einmal in einer Weise bestraft worden waren, an der sich eigentlich niemand hätte stoßen dürfen. Eine jetzt ergangene Neuregelung bestimmt, daß Strafen nach Ablauf gewisser und und wesentlich kürzerer Fristen als im Straftil-, gungsgesetz ni ch t mehr in das Führungsq zeugnis ausgenommen werden dürfen. Bet einer Verurteilung zu Gefängnis- und Festungshaft! bis höchstens drei Monate beträgt die Frist drei Jahre nach Rechtskraft des Urteils, bei den gleichen! Strafen bis zu fünf Monaten beträgt sie fünf Jahre^ Bei Geldstrafen sind Fristen von drei bis fünf Jahren vorgesehen. Voraussetzung ist, daß der Be-, strafte nicht inzwischen eine neue Freiheitsstrafe erlitten hat. Bei erstmalig bestraften Personen werden Haftstrafen überhaupt nicht, Gefängnis- und Festungsstrafen nur dann in das Führungszeugnis ausgenommen, wenn sie mehr als einen Monat bei tragen. Technische Noihilfe im besetzten Westen. Heber den vielseitigen, lebenswichtigen Einsatz ber Technischen Nothilfe für Luftschutz unb Wehrmacht berichtet der Stellvertretende Chef der TN., Erich Hampe, in der Zeitschrift „Die Räder". Die auf die deutsche Zivilbevölkerung durchgeführten feindlichen Luftangriffe erforderten den Einsatz des Instandsetzungsdienstes der TN., der mit Kriegsausbruch als Fachzweig des Sicherheitsund Hilfsdienstes in den zivilen Luftschutz eingegliedert worden war. Die Planlosigkeit in den Luftangriffen des Feindes brachte es mit sich, daß auch in kleinen Ortschaften und außerhalb solcher Orte Einsätze des Bereitschaftsdienstes notwendig wurden. Bergung von Personen aus den Trümmern, Beseitigung von Hindernissen, Umlegen vom Einsturz bedrohter beschädigter Giebel und Mauern, Ab- ftütjungsarbeiten und Beseitigung von Blindgängern fielen auch ihm zu. Es darf als ein Zeichen besonders verantwortungsbewußter Einsatzbereitschaft bewertet werden, daß der Bereitschaftsdienst der TN. allen Anforderungen in dieser Hinsicht schnell unb sachgemäß gerecht werden konnte, obwohl die Angehörigen des Bereitschaftsdienstes ihrem Berufe nachgehen. Im Westen wurden, wie beim Feldzug gegen Polen, wieder die von der DN. aufgestellten Technischen Kommandos den vorrückenden deutschen Armeen zugeteilt. Sie stellten Anlagen und Werke sicher und leisteten durch Instandsetzung und Ingangbringung der lebenswichtigen Betriebe der Truppe wie auch der Wirtschaft unentbehrliche Dienste. Motorisierte Bereitschafszüge wurden über die Grenzen geworfen und zum Einsatz gebracht. Neben mannigfachen technischen Hilfeleistungen zur Versorgung der Truppe fiel ber Gruppe Nord vornehmlich zu, die durch Brückensprengung oder Versenkung von Schiffen unbenutzbar gemachten Wasserwege freizumachen. Die Gruppe Süd kam u. a. bei Heberbrückung des Rheins zum Einsatz. Ihr besonderes Verdienst war es, daß es ihr unter größten Schwierigkeiten in kürzester Frist gelang, den Städten Mülhausen, Kalmar und Straßburg wieDie Erfahrungen anderer sind wertvoll! Der Bericht von Frau Henris! ist einer von vielen, der uns unaufgefordert aus Dank- —barkeit zugegangen ist. In der Tat haben WMi - : Togal-Tabletten Unzähligen bei Rheuma, Gilbt. Ischias, Hexenschnh, Nerven- und Kopfschmerzen sowie Erkältungskrankheiten, Grippe u. Influenza rasche Hilfe gebracht. Keine schädlichen Nebcnerschet- nunacn! Die hervorragende Wirkung des Togal ist von Aerzten und Kltn^ len seit 25 Jahren bestätigt. Haben auch Sie Vertrauen und machen Sw noch beute einen Versuch — aber nehmen Sie nur Togal! In all. Avoth. Mk. 1^24. Lesen Sie das Buch „Der Kampf gegen den Schmerz! Es ist mit tntereffonten, farbigen Illustrationen ansaestattct und kür Gesunde und Kranke ein guter Wegweiser. Sie erhalten es auf Wunsch kostenfrei und unverbindlich vom Togalwerk München K. 8/73a. Frau Sofie Henris!, Wiesbaden, Jahnstr. 19, berichtet am 18. Oktober 4938: „Seit langem litt ich an schweren rheumatischen Schmerzen, konnte kaum noch meinem Beruf als Nachtschwester nachgchen. Nun wurde ich auf Togal aufmerksam gemacht. Sofort holte ich eine kleine Packung, nahm sofort zwei Tabletten und schon nach zwei Stunden — ich war überglücklich — waren meine Schmerzen bedeutend gelindert. Nun habe ich die dritte Packung und bin jetzt ganz ohne Schmerzen, so daß ich meinen Beruf wieder mit Freuden ausfüllen kann." die leichte . ^enn Erleichterung Giessen Friedrichstr.7 Lieferant aller Kassen