SOhh ch vn vlid hii J? ^! .w ib°ch * SWdjtKtd 5*1 imorft, ubt flini> ™Ww le’sl'i« usleihuno^ 1 Sur C ich dir Su. : "och nicht gelaufenen e Abgaben, J erreichten 1 stammten, ^Kundschaft Tagen wie« l die Geld ? Wg ist 15 Interesse fortlaufeno aus, der Didendener- 'ie Ausfich- >k auf ber Widerhall. Erlegungen He, daß der die Kriegs« nskraft und >ß er ander« lahmen der will. So 'iederbefesti« n Papieren chr als aus« ch die Kurse hfrage nach Pfandbriefe, m 101 n.f). Basis kann ib es bleibt erung. Wie is der Tat« gekündigte v.h. ange« wird bereit« oerber eines ufchangebots fen kommen dustrie-Obli- mesen eine serhöhungen !rhin 4pro| Laufzeit, die In 4^pn>). jen Angebot en aus zins- [eboten mir« H§bahn-BA- Steuergut' rtb teilweile Kommunal' roz. Renten' rf 98,40. >ef M i" inden, Tante ja ist große W ,Tmcky Dietch F 4 den erst" itt, das Sicht-, tot MS I, &W c' führt W •ss tes6°^ ihrer hinab- " °st L 3«' S:) !%? Hat- Annahme von Anzeige« für bte Mittaasnummer bis 8'/-Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 m* Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Brette 50 Pf. Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffelv Matzvorschrift (vorherige B ereinbarung) 25 °/0 mehr Ermäßigte Grundvreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. öS 5;" jflFf * ▲< • Samstag,27./Sonntag,28.April 1940 hs Gießener Anzeiger infolge höherer Gewalt General-Anzeiger für Oberhessen -WS»»- Der Gü-oflen. Die Stärke des Westwalls und die offenbare Unmöglichkeit, ihn zu durchbrechen, hatte schon zu Kriegsbsginn bei den Westmächten den Plan reifen lassen, einen Angriff auf das Reich von den Flanken her zu starten. Es lag nahe, gestützt auf das enge Verhältnis der Westmächte zur Türkei, den Versuch zu machen, die deutsche Front vom Süd- osten her aufzurollen. Dieser Versuch scheiterte einmal an der überraschend schnellen Niederwerfung des polnischen Heeres, zum anderem an der Haltung Italiens, das durch seine Politik der „Nichtkriegführung" den westlichen Plutokratien die Initiative dafür zuschob, einen Raum zum Kriegsgebiet zu machen, den Rom als feine besondere Interessensphäre betrachtet, in der keine politische oder gar militärische Gewichtsverlagerung ohne die Antwort Italiens bleiben könnte. Und zum dritten wurden mit den Südost-Plänen der Plutokratien auch Absichten deutlich, die auf das russische Erdölgebiet im Kaukasus hinzielten, wodurch sich die Türkei vor die schwierige Frage gestellt sah, ob sie den Westmächten zuliebe auf chren vertraglich feftgelegten Vorbehalt, sich an keinerlei Aktion gegen Rußland zu beteiligen, verzichten sollte. Angesichts dieser Hemmungen stellte man also in Paris und London diese Pläne vorerst zurück und wurde auf der anderen Flanke, im skandinavischen Raum, aktiv, zumal hier der russisch-finnische Konflikt eine überaus günstige Gelegenheit zum Eingreifen zu bieten schien. Der überraschend schnelle Friedensschluh von Moskau ließ zwar die westlichen Kriegsausweitungspolitiker hier nicht mehr zum Zuge kommen, aber man behielt den Norden im Auge und suchte nun durch die bekannten Neutralitätsbrüche Norwegen sturmreif zu machen, um von hier durch Skandinavien an die Ostsee durchzustoßen. Awy hier vermochten die englisch-französischen Unternehmungen mit der Schnelligkeit der Entwicklung nicht Schritt zu halten. Die nach dem genialen Entschluß des Führers ebenso kühne wie umsichtig durchgeführte deutsche Aktion zum Schutz der Neutralität Dänemarks und Norwegens kam den Landungsabsichten der Westmächte zuvor. Die nach der Besetzung aller strategisch wichtigen Punkte der norwegischen Küste zur Beschwichtigung der sich heftig entladenden Kritik an der lahmen Kriegführung der Weftmächte doch noch unternommenen Landungen britischer Truppenteile vermögen nichts mehr daran zu ändern, daß Norwegen fest in deutscher Hand ist und der Plan, durch einen Vorstoß in Skandina* Dien hier eine neue Front gegen das Reich zu errichten, gescheitert ist. Es entspringt dem ursächlichen Zusammenhang der Suche nach einem günstigen Feld für die pluto- kratischen Kriegsausweitungspläne, wenn nun im Augenblick des Scheiterns der skandinavischen Aktion sich die Blicke Englands und Frankreichs erneut nach dem Balkan richten, der ja bereits genau wie Raumgewinn im mittleren Norwegen Miln Empörung in Oslo über die englischen Luftangriffe Tankdampfer erhielt durch einen Treffer Schlagseite und wurde von der Besatzung starke verlas- Heute eine Erklärung des Reichs« außenministers zur politischen Lage. Berlin, 26. April. (DJIB.) Der Reich-Minister des Auswärtigen v. Ribbentrop wird am Samstag, dem 27. April, um 14.30 Uhr in Anwesenheit des Diplomatischen Korps sowie der deutschen und der ausländischen Presse eine Erklärung zur politischen Lage abgeben, die auf sämtliche deutschen Sender übertragen wird. Worum es bei den Kämpfen in Norwegen geht. Genf, 27. April. (Europapreß.) Eine in tärkreisen viel beachtete Aeußerung des militärischen Mitarbeiters des „Temps" sagt zu dem Krieg in Skandinavien: „Der Besitz Norwegens bedeutet viel mehr als nur die Schlüsselgewalt über das Erz. Die gegenwärtigen Kämpfe sind daher nicht mehr als eine mehr oder weniger sekundäre Episode zu betrachten, sondern in Norwegen spielt sich tatsächlich eine große Phase des Krieges ab, deren Ausgang über d i e Beherrschung der Nordsee und die Wirksamkeit der Blockade entscheidet. Das Resultat wird für den Ausgang des Krieges allerdings nicht entscheidend sein. stehen. Nördlich von Aamot bildet der Glommen das 250 Kilometer lange Oesterdal, das weithin auch von der Bahn Oslo — Drontheim durchzogen wird. Das Oesterdal umfaßt ungefähr 20 000 qkm, ist also so groß wie Württemberg. Davon entfallen aber nur 240 (!) qkm auf Acker oder Wiese — also ein Viertel der Fläche des Stadtgebietes von Groß-Berlin! Der Waldbestand ist mit etwa 8700 qkm relativ groß. Die Einwohnerzahl dieses Tales beträgt aber nur ... 55000! An städtischen Siedlungen sind zu nennen Tynset und, fast am Talausgang R ö r o s. Röros hat mehrere größere Kupfergruben. Der bekannte dänische Schauspieler Erling Schroeder, der von einem längeren Gastspielaufenthalt von Oslo nach Kopenhagen zurückkehrte, berichtet, er habe sich zwei Monate lang in Oslo aufgehalten, er könne versichern, daß in Oslo alles in befter Ordnung sei. Er sei glänzend behandelt worden und habe den Eindruck gehabt, daß das Leben seinen gewohnten Gang gehe, worauf ja allein die Wiedereröffnung der Theater in der Hauptstadt schließen lasse. „In Oslo herrschte keinerlei Panikstimmung, und ich habe keinerlei Sensation zu berichten", schloß der Schauspieler seine Ausführungen. * Die Folgen der englischen Bombardierung offener Städte. Kopenhagen, 26. April. (Europapreß.) „Berlingske Tidende" zitiert am Freitag die „drohenden Worte" des deutschen Wehrmachtskommuniques, daß die Feinde den Luftkrieg gegen ungeschützte Städte eröffnet haben. Das Blatt schließt daraus, daß dies als eine Warnung von deutscher Seite aufzufassen sei, gegebenenfalls gleiche Methoden England gegenüber anzuwenden. Zwar könne niemand etwas wissen über Deutschlands Absichten, die Bombardierung offener Städte in der letzten Zeit mit gleichen Maßnahmen zu vergelten. Aber es könne gewiß nicht schaden, sich der Danziger Rede des Führers zu entsinnen, in der für jede Bombe, die auf deutschen Boden fiele, Vergeltung in Aussicht gestellt würde. Sofern Englands Bombenabwürfe der letzten Zeit sich als Einleitung zu systematischen Ueberfäöen dieser Art erweisen sollten, würde das zweifellos ungeahnte Folgen haben. Oslo, 27. April. (Europapreß.) Die erneute Bombardierung von Oslo durch englische Flugzeuge hat in der Bevölkerung Empörung über diese Art der Kriegführung durch die Westmächte hervorgerufen. Am 22., am 24. und am 26. April wurden Bomben abgeworfen, ohne irgendwelche militärischen Ziele auch nur annähernd zu treffen. Am 22. wurden dagegen zwei Privathäuser getroffen. Am 24. April fielen einige Brandbomben in den Wald. Der dritte Luftangriff erfolgte in der Nacht zum 25. und zum 26. April zwischen 1.10 und 2 Uhr, wobei in den Außenbezirken der Stadt Bomben abgeworfen wurden. Auch diesmal trafen die Bomben keine militärischen Ziele wie etwa den Flugplatz oder den Hafen. Der Angriff wurde bei Mondschein und einem selbst hier selten erlebten Nordlicht durchgeführt, so daß die Kontrolle, der Bombenabwürfe durch die englischen Flieger und damit Rücksichtnahme auf die Zivilbevölkerung sehr wohl möglich gewesen wäre. Dank der deutschen Abwehr stellte sich das Eindringen in den Luftraum von Zenttal-Oslo durch englische Flieger als unmöglich heraus. Im Hinblick auf die englische Kriegführung in Norwegen und mit Rücksicht darauf, daß norwegischer Besitz beim Abwurf von Bomben durch die Briten nicht geschont wird, wurde die Einführung der Kriegsversicherung für Warenlager und derglichen in Norwegen ein» geführt. Gleichzeitig wurde ein Versicherungsschutz gegen Plünderer geschaffen. Die Panikpolitik der alten Regierung hat z. B. in Hönefoß zur Plünderung sämtlicher Geschäfte Gelegenheit gegeben. In Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden wird aber jetzt auch in dieser Hinsicht Ordnung geschaffen. daß man b e i j e d e m für die Geschicke Europas und der Welt entscheidenden Ereignis durch Rom hindurch müsse. (Lanaanhaltender Beifall.) Das italienische Volk, geschlossen in seiner Disziplin, die es mächtig macht, vom Glauben beseelt und vom Duce, der es unbesiegbar gemacht, geführt ist sich in jedem Augenblick mehr denn je feiner Mission und der Große seines Schicksales bewußt." Die Rede wurde mit stürmischem Beifall ausgenommen und wiederholt durch Begeisterungskundgebungen unterbrochen. Die Abgeordneten sprangen von ihren Sitzen auf und huldigten dem Duce, der der Sitzung beiwohnte, und wiederholt mit dem römischen Gruß für die Huldigungen dankte, die chm das Haus darbrachte. Das Scho der Rede. Rom, 27. April. (Europapreß.) Zu der Rede des Unterstaatssekretärs Buffarini Guidi schreibt Gayda im „Giornale d'Italia", Italien habe das Glück, dem neuen geschichtlichen Drama Europas in einem nationalen Regime, das keine Spaltungen in Parteien und Tendenzen mehr kenne, die Stirn zu bieten. Alle äusländische Propaganda unb alle Beeinflussungsversuche seien daher erfolglos. Italiens Rechte und Interessen fänden ihre sichere Auslegung und Verteidigung in dem Willen des Duce. Darum könne Italien mit ernster Ruhe und mit Festigkeit die europäischen Ereignisse verfolgen; bereit zur Verteidigung seiner Interessen, sicher seiner Vorbereitung, seines Geistes und seiner Disziplin. Italien habe seine imperiale Macht erkämpft. Es gedenke sie zu bewahren und zu erweitern. — „Tribuna" erklärt, die erste Vorbedingung für den Anspruch eines Volkes auf die Macht, die unerschütterliche geistige und politische Einheit in einer höheren sozialen und moralischen Ordnung sei in Italien verwirklicht. Im Augenblick des Appells werde der Flü- gelfchlag des Genius das kriegerische Italien auf der Straße des Sieges in Marsch setzen. eine Technische Hochschule und ist Bischofssitz. Der Dom von Droncheim ist die größte Kirche in Skandinavien. Innerhalb der Stadt mit ihren Holzhäusern liegt die Zitadelle, die die Umgebung von 50 bis 100 Meter überragt. Während in Drontt heim die Täler strahlenförmig zur Küste verlaufen, setzt nördlich Drontheim ein großer L ä n g s t a l - zug ein. Nach der schwedischen Seite hin dehnt sich eine große Waldlandschaft aus, die vom Mer- akertal durchschnitten wird. Dem Tal folgt die Eisenbahn, die über Storlien nach Stockholm führt. — Dor der Einfahrt zum Drontheimer Fjord liegen die größten stachen Inseln S m ö l e n und H i 11 e r e n. Parallel zur schwedischen Grenze erstreckt sich ein etwa 700 Kilometer langes Tal, das durch den Fluß Glommen (gelegentlich auch Glom oder Gloma genannt) fein landschaftliches Gepräge erhält. Der Glommen entspringt etwa oberhalb von Röros, wo auch die Wasserscheide zu den nach Westen hin abfließenden Gebirgsflüssen ist. Der Glommen meidet aber den Weg nach dem Westen und durchfließt auf eine Entfernung von 700 Kilometer das östliche Mittel- und Südnorwegen, um endlich bei Fredrik st ad zu münden, nachdem er noch kurz vorher bei Sarps- f o s recht ansehnliche Wasserfälle gebildet hat. An feinem Mittelläufe finden wir Orte wie Elverum und Aamot, die uns aus den Wehrmachtsberichten vor etwa einer Woche noch in Erinnerung „Das faschistische Italien weiß, was es will." Oie Kammer der Fafci und Korporationen huldigt dem Ouce. Rom, 26. April. (Europavreß.) Die Kammer der Fafei und Korporationen billigte den Haushalt des Innenministeriums. Unterstaatssekretär Buffarini Guidi erstattete Bericht über die Maßnahmen zur Bekämpfung der Landflucht, das Raffenproblem und das Verhältnis zwischen Partei und Staat. Unter den innenpolitischen Maßnahmen erwähnte der Minister die Ueberführung b er Volksdeutschen des Oberetschgebiets nach Deutschland, die den Zweck gehabt habe, die unantastbaren geographischen, politischen und militärischen Grenzen Italiens mit der ethnischen Grenze in Uebereinftimmung zu bringen. Es handle sich um ein großes Ereignis von offenkundiger geschichtlicher Bedeutung. Denn damit werde das seit Jahrhunderten von den Völkern vergeblich angestrebte Ziel verwirklicht, eine der häufigsten Ursachen blutiger Streitigkeiten auf friedlichem Wege.zu beseitigen. Der Unterstaatssekretär kam bann auf bie Unterschiede bes Staatsaufbaues in den Demokratien unb ben totalitären Staaten zu sprechen. Die Demokratien befänben sich stets um ein Jahrhundert ober um eine Stunbe im Rückst a n b e. Es fehle ihnen eben „b e r Man n", ber anerkannte unb verehrte Führer, ber bie Macht in sich vereinige, bie politische Kontinuität verkörpere unb vor allem gegenüber großen Ereignissen, bie in einem bestimmten Augenblick bie Existenz unb bie Zukunft ber Völker entfliehen, bie geschichtliche Verantwortung auf ftd) nähme. Wenn bas italienische Volk mit Ruhe unb Vertrauen in steinharter unb unerschütterlicher Geschlossenheit hinter seinem Duce stehe, so fei btes nicht zuletzt barauf zurückzufuhren, baß ber Faschismus ben „vielseitigen" Internationalismus ausgerottet unb bie politischen, wirtschaftlichen unb sozialen Organismen vollstänbig von bem kollektiven Gift befreit habe. Die „elenben Ueberreste einer vergangenen Zeit, die sich hier und da noch bemerkbar machten, könnten bas faschistische Dolk nicht eine Minute in seinem entschlossenen unb sicheren Marsch zu einem höheren Geschick .aufhalten. Diese Abseitsstehenben stellten weniger als nichts bar gegenüber ben Generationen ber Legionäre Mussolinis, bie Raffenkämpfer unb Kulturkämpfer seien. In ber bramatifdjen Stunbe, bie über ein Europa in Waffen hinweggehe, könne niemanb bafür Gewähr leisten, ob unb roie lange bie nicht übermäßig zahlreichen Oasen bes Friebens, bte es noch gebe, unberührt blieben. Das, was noch gestern bas glücklichste unb ibyllischste Gebiet gewesen sei, könne sich bereits morgen üderraschenb in bas Schlachtfelb heftigster unb blutiger Kämpfe verwandeln. Es fei hinlänglich bewiesen, daß bie nationalen Grenzen nicht mit Schilbern, bie bie Inschrift „Neutrales Lanb" trügen, verteibigt werben könnten, selbst wenn zu biefem Zweck alle Vorschriften bes Völkerrechts gewissenhaft befolgt worben seien. Es erscheine auch im höchsten Grabe schwierig für ein Volk, das sich nicht selbst zugrunberichten wolle, freiwillig bem Kampfplatz fernzubleiben unb sich schweigsam unb unterwürfig in ben dunkelsten Winkel zu verkriechen, in der vergeblichen Hoffnung, von bem herannahenben Schicksal verschont unb von ber vor- übergehenben Geschichte vergessen zu werben. Die Italiener wüßten burch ihren klaren unb offenen Geist unb ihr reifes politisches Bewußtsein, baß nur kriegerische Völker, bie fest umriffene Ziele zu erreichen unb hohe Jbeale burchzusetzen haben, berufen finb, am ewigen Gang ber Geschichte mitzuwirken. Das faschisttsche Italien weiß, was e s w i l l. Es hat nicht nur materielle Interessen zu oerteibigen, politische Probleme zu lösen, berechtigte Aspirationen zu verwirklichen, im befonberen auch die Rolle einer Großmacht aufrechtzuerhalten, feine völkische unb militärische Macht zu behaupten, sein imperiales Prestige zu sichern. Zweifellos wirb aber auch bie neue Kultur, bie vom Faschismus ausgeht, nur bann entschieden revolutionäre Gestalt gewinnen, wenn alle Generationen, bie unter bem Zeichen bes Liktorenbünbels leben unb wirken, burch ben „MythusbesHelbentums" geweiht werden. Man hat gesagt, baß man burch Rom hindurch zum Frieben gelange. Aber man hat damit nicht alles gesagt, benn man muß hinzufügen. Der Wehrmachtsbericht i vom Freitag. . ®.LC! n * 26* April. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Britische Seestreitkräfte beschossen auch am 25.4. Öen Hafen von Narvik. 3n Drontheim trafen Verstärkungen an Truppen und Material ein. 3m Raum von Bergen sind deutsche Trup. pen im Begriff, die Gegend von Voß von norwegischen Abteilungen zu säubern. Vereinzelter feindlicher Widerstand wurde gebrochen. Die von Oslo aus nach Norden und Nordwesten in mehreren starken Kampfgruppen vorgehenden deutschen verbände haben auch am 25. 4. im engen Zusammen- wirken mit der Luftwaffe weiter an Raum gewonnen. An einzelnen Punkten sind die Kämpfe noch im Gange. Kampffliegerverbände belegten Trup- penansammlungen und Warschbewegungen, Verkehrsanlagen und Transporte mit Bomben. Vom Feind benutzte Hafenanlagen wurden durch Bombenwurf zerstört, auf einem Feldflugplatz zwischen Dombaas und Andalsnes 11 feindliche Flugzeuge vernichtet. 3m Seegebiet vor der norwegischen Westküste wurden nzxhrere britische Schiffe mit Bomben a»'gegriffen. Ein Minensucher und ein Transporter setzten sich nach Bombentreffern auf Strand. Ein Torpedoboot zeigte starke Rauchentwicklung und stoppte. Ein fen. Durch Bombentreffer explodierten die Kessel- anlagen eines anderen Rachschubschiffes. Durch eine britischen Luftangriff auf einen Flugplatz bei Drontheim wurden einige Flugzeuge durch Splitterwirkung beschädigt. 3n der Rächt vom 25. zum 26. 4. wurde Oslo von britischen Kampfflugzeugen angegriffen und m i t Bomben belegt. Während militärischer Scha- den auf dem Flugplatz nicht angerichtet wurde, sieht der Umfang der Bombenwirkung in der Stadt Oslo noch nicht im einzelnen fest. 3m Westen keine besonderen Ereignisse. Ein deutsches Aufklärungsflugzeug mußte in Belgien notlanden. Die Besatzung ist unversehrt. Bei Rächt fanden einige Einflüge feindlicher Flugzeuge in die Deutsche Bucht statt, ein britisches Flugzeug wurde in Gegend Sylt abgeschossen und stürzte ins Meer. Britischer Angriff auf -en Flughafen Aalborg gescheitert. Berlin. 26. April. (DRB.) 3n der Rächt vom 25. auf 26. April flogen zwei feindliche Kampfflugzeuge vom Muster Whitworth-Whitley den von der deutschen Luftwaffe belegten Flughafen Aalborg in Dänemark an. Beide Flugzeuge wurden so frühzeitig von der deutschen Flak erfaßt, daß sie gar nicht zum Bombenabwurf kamen. Lines der Flugzeuge erhielt, gleich nachdem es von den Scheinwerfern erfaßt war, einen Volltreffer und stürzteab. Die Besatzung ist mit Fallschirmen abgesprungen. Das andere Flugzeug drehte beim Erscheinen der ersten Sprengpunkte nach Westen ab und e n t z o g s i ch durch Gleitflug beschleunigt dem Wirkungsbereich der Flakabwehr. London beunruhigt. Amsterdam, 27. April. (Europapreß.) Tiefe Beunruhigung über den Stand der Kämpfe in Norwegen kommt in der Mehrzahl der Londoner Blatt ter zum Ausdruck. „Daily Herald" erklärt, das Bild der militärischen Lage in Norwegen fei nich tsehr erfreulich, wenn man auch noch nicht geraoe zu verzweifeln brauche. „Daily Herald" bringt zum Ausdruck, daß die beiden am Donnerstag vom Kriegsministerium ausgegebenen Verlautbarungen „als ein Schock kommen mußten für Leute, bie noch an beträchtliche Erfolge dachten". Man muffe annehmen, daß zahlreiche Neutrale durch die lebendigen Berichte amerikanischer Berichterstatter mehr beeindruckt würden, als durch die lahmen Dementis bes englischen Kriegsministeriums Wenn bas Kriegsministerium wolle, daß die öffentliche Meinung in England und im Auslande die Lage i Norwegen in ber richtigen Perspektive sehe, muffe es endlich die Wahrheit schnell und m vollem Umfange bekanntgeben. Die Landschast von Drontheim. Durch die siegreichen Kämpfe um die Enge °°n Steinkjer nordostwärts von Drontheim ist d-e Landschaft von Drontheim in den Mittelpunkt des Jnteresies gerückt. Die Fjordlandfchaft weist hiereinen anderen Charakter als >m übrigen Norwegen auf. Die Ufer sind flacher, wenn auch noch geknrgig, und sie werden noch flacher, ie weiter der in das Land, besonders nach Norden ein^rmg . Man findet hier auch wieder Wald, der dem ubn gen Westnorwegen völlig fehlt. Der Aufstieg zum fiochlanb geschieht allmählich. Die größten Tale Min der Gegend um den Eisenbahnknotenpunkt Stören, mit mächtigen Schotterstraßen ausg stattet, auf denen sich ein Hof an den anderen recht. Neben dem Gudbrandsdal ist fr« em« ber rod) sten landwirtschaftlichen Geb ete E Norwegen. Wegen des sehr milden Klima viel Getreide angebaut. <.,{;£* Drontheim selbst ist rvertlmchg gebaut, besitzt Norwegen schon auf der Märztagung des „interalliierten" Kriegsrats als Ziel der „neuen Aktivi- lät" ins Auge gefaßt war und nun auf der achten Tagung des „interalliierten" Kriegsrats am 22. und 23. April anscheinend in den Vordergrund des Interesses gerückt ist. Was man mit einer Aktivierung des Balkanraumes beabsichtigt und wie wenig man gesonnen ist, dabei auf die Wünsche der Zunächstbeteiligten, nämlich der Balkanstaaten selber, Rücksicht zu nehmen, geht aus den verschiedensten Aeußerunaen maßgeblicher westlicher Politiker zweifelsfrei hervor. So meint der berüchtigte Kriegshetzer Duff Cooper, Churchills Vorgänger in der Admiralität, man müsse sofort einen soliden Block in Südosteuropa bilden, der verpflichtet sei, den Alliierten dabei zu helfen, Deutschlands Wehrmacht eine vernichtende Niederlage zuzufügen. Dabei dürfe man nicht lange fragen, was diese kleinen Staaten wünschten, wenn einer zögere, müsse man dieses Zögern sofort überwinden. Und der ehemalige französische Kriegsminister Fabry meint, man brauche der ungeheuren Macht der Westmächte nur einen Stützpunkt zu geben, dann werde ihr nichts widerstehen können. Jeder fühle, daß die Türkei eines Tages dieser Stützpunkt werden könne, sie befinde sich im Herzen des politischen und militärischen Problems, morgen schon könne sie zum Herzen des augenblicklichen Konflikts werden. Es ist zwar bekannt, daß in der Türkei seit langem britische und französische Militärmissionen an der Arbeit sind. Auch wird immer wieder geflissentlich von der in Syrien aufgestellten britisch-französischen Armee gesprochen, als deren Operationsziel man einmal den russischen Kaukasus, dann wieder die Dardanellen und Rumänien nennt Aber es scheint doch so, als ob man sich in Paris und London seiner Sache noch keineswegs so sicher ist, wie man vorgibt und daher erst einmal eine gründliche propagandistische, diplomatische und wirtschaftspolitische Vorbereitung für erforderlich hält. Zu diesem Zweck haben die französischen und englischen Gesandten bei den Balkanstaaten in Paris und London eingehende Instruktionen erhalten, mit denen sie soeben nach den Balkanhauptstädten zurückgekehrt sind, um hier sofort mit den maßgebenden Persönlichkeiten des politischen Lebens Fühlung zu nehmen. In welcher Richtung man am ersten auf Erfolge hofft, wird daraus ersichtlich, daß die Diplomaten der Westmächte bei ihrer Rückkehr auf ihre Posten von „Einkaufskommissionen" begleitet waren, die vermutlich nichts anderes sind als Agenten der kürzlich von England gegründeten staatlichen Südost-Handelsgesellschaft „Ecco", die keinen anderen Zweck hat, als den normalen ausschließlich auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenen und daher natürlicherweise nach dem großen mitteleuropäischen Wirtschaftsraum orientierten Handelsverkehr der Balkanstaaten zu stören oder oar ganz zu unterbinden. Wenn Chamberlain diesen wahren Charakter seiner Handelsgesellschaft mit der scheinheiligen Behauptung verschleiern möchte, sie solle nur der dauernden Erhöbung des Güteraustausches zwischen England und'den Balkanstaaten dienen, so hat man in Belgrad, Sofia und Bukarest dies Manöver doch schnell durchschaut, zumal es auch an englischen Drohungen nicht fehlte, man werde, falls die Balkanstaaten ihre Lieferungen an Deutschland nicht einstellten, ihnen. selber die Zufuhren aus Frankreich und dem britischen Empire sperren, sie also in die Blockade einbeziehen, die man, fteilich lückenhaft genug, über Deutschland verhängt hat. Weder Jugoslawien, noch Bulgarien oder Rumänien haben sich dadurch einschüchtern lassen. Letzteres hat eben erst mit dem Deutschen Reich Maß- nahmen vereinbart, die den Waren- und Zahlungsverkehr erleichtern und damit gestatten, das weitausgreifende deutsch-rumänische Wirtschaftsabkommen vom 24. März 1939 zu intensivieren, das für eine fruchtbare Zusammenarbeit der sich auf das beste ergänzenden Volkswirtschaften beider Länder grundlegend war. Der deutsche Anteil am Import der Balkanstaaten einschließlich der Türkei ist in den fünf Jahren von 1933 bis 1938 von 25,4 auf 41,2 v. H. gestiegen. Der Wert der deutschen Ausfuhr betrug 1938 650 Millionen, der Wert der deutschen Einfuhr 672 Millionen Reichsmark. Einfuhr und Ausfuhr hielten sich also ziemlich im Gleichgewicht, wie das beim gegenseitigen Verrechnungsverkehr erwünscht ist, im übrigen der beste Beweis für die natürliche Ergänzung der Volkswirtschaften des Balkanraums und Großdeutschlands, wohingegen weder Frankreich noch England den Balkanwirtschaften genügend aufnahmefähige Absatzmärkte bieten können und daher durch gefährliche Kreditoperationen rein politischen Charakters versucht haben, sich hier eine starke Position zu verschaffen. Der neueste Trick bezweckt, mittels der Südosthandelsgesellschast „Ecco" in größtem Umfang Rohstoffe und Nahrungsmittel aufzukaufen, um dadurch den Markt der Balkanstaaten zu stören und feine natürlichen Wirtschaftsverbindungen mit dem Reich zu durchschneiden. Aber die Zeit ist für derartige Manöver nicht sonderlich günstig und zu dem ist man nirgends geneigt, die als vorteilhaft erprobten Handelsbeziehungen einzuschränken zu Gunsten eines höchst zweifelhaften einmaligen Konjunkturgeschäftes, dessen eindeutig politischer Charakter noch dazu die Neutralität der Balkanstaaten gefährden würde. Denn das eine hat der bisherige Verlauf des Krieges schlagend bewiesen, daß Deutschland nicht gewillt ist, eine auch nur versteckte Beteiligung am englischen Blockadekrieg ruhig hinzunehmen. Und M o s k a u, 26. April. (DNB.) Die parteiamtliche „Prawda" lenkt in einem aufschlußreichen Artikel mit der Ueberschrift „Mister P h i l b y — der Nachfolger Lawrence'" den Blick ihrer Leser auf den Nahen Osten und insbesondere auf die Türkei, wo die englisch-französischen Kriegsausweiter nach dem Scheitern ihrer Bemühungen, die Staaten Nordeuropas in den Krieg hineinzuziehen, den Kriegsbrand zu- entfachen versuchen. Wie in den Kriegsjahren 1914/18, so schreibt die „Prawda", sei mit dieser unterirdischen Wühlarbeit im Nahen Osten ein eigenes Spionagezentrum mit dem Sitz in Kairo gegründet worden, das die politischen und strategischen Erkundungen zur Vorbereitung des nahöstlichen Waffenplatzes zu treffen hat. Der Hauptagent dieser Zentrale in Kairo sei ein gewisser Mr. P h i l b y , ein würdiger Nachfahre des berüchtigten Obersten Lawrence, der seit 20 Jahren in den Ländern des arabischen Ostens ein dichtes Netz politischer Intrigen und Aufstände spinne, indem er sich gleichzeitig großzügig des „allmächtigen Goldes" bediene. Eine nicht weniger aktive Wühlarbeit betrieb der britische Imperialismus im Verein mit dem französischen in der Türkei, die auf der einen Seite für die Schaffung eines gegen Deutschland gerichteten militärischen und wirtschaftlichen Waffenplatzes auf dem Balkan, auf der anderen Seite zusammen mit dem Irak für die britischen Pläne i m Nahen Ost en ausgenutzt werden soll. Das Blatt erinnert an den Mißerfolg der Engländer, den Befreiungskampf der Türkei unter Kemal Pascha aus- zichalten, und an die freundschaftlichen Beziehungen, die die Türkei mtt der Sowjetunion verbanden und sie davor bewahrten, in eine Halbkolonie des englisch-französischen Imperialismus verwandelt zu werden. Die jahrelange Wühlarbeit der englischen unb französischen Agenten habe zur Kapitulation der Türkei vor dem englisch-französischen Imperialismus geführt. Alle gegen die Türkei ae- richteten britischen Machenschaften der letzten 10 bis 15 Jahre hätten auch einen ausgesprochen antisowjetischen Charakter getragen. Auch der von den Engländern angezettelte Kurdenaufstand habe nur dem einen Ziel gedient, einen geeigneten Waffenplatz für einen Angriff auf die Sowjetunion zu schaffen. Das englisch- Stockholm, 26. April. (Europapreß.) Don der Ueberlegenheit der deutschen Streitkräfte in Norwegen, von der Blitzesschnelle, mit der die deutschen Truppen im Oesterdal nach Norden vorstoßen und von der korrekten Haltung der deutschen Luftwaffe, die bemüht sei, unnühe Opfer auf norwegischer Seite zu vermeiden, spricht deutlich der Bericht eines Korrespondenten der schwedischen Zeitung „Stockholms Tidningen", der seine Angaben auf Berichte von Norwegern stützt. Auch die neue Verteidigungslinie, die von den Norwegern errichtet worden sei, sei binnen 24 Stunden von den vormarschierenden deutschen Truppen durchbrochen worden. Bei Koppang hätten die Norweger ihren größten strategischen Fehler gemacht. Sie hätten sich von den Deutschen umzingeln lassen, so daß sie der Vernichtung ausgesetzt gewesen wären. Weiter heißt es dann in dem Bericht: „Ein bezeichnender Vorfall, der einen interessanten Einblick in die Psychologie des Krieges gibt, wird mir von es weiß sich mit den im Balkanraum interessierten Großmächten Italien und Rußland ebenso wie mit den Regierungen der Balkanstaaten selbst einig in dem Wunsch, den Südosten aus dem Kriege her- auszuhalten. Die plutokratischen Störenftiede dürfen überzeugt sein, daß man ihre Manöver, mögen sie sie tarnen wie sie wollen, sehr genau durchschaut Der schon erwähnte Ausbau des deutsch-rumäni- schen Wirtschaftsverttages, die Aufnahme von Handelsbeziehungen zwischen Jugoslawien und der Sowjetunion, die Verbreiterung des bulgarisch-russischen Warenaustausches und die rumänisch-italienische Fühlungnahme sind Vorgänge, die zeigen, daß auch die zunächst Beteiligten auf der Hut sind und bereit stehen, den auf wirtschaftlichem Gebiet vorgetragenen Angriff Englands auf den Frieden des Südostens zu parieren. Dr. Fr. W. Lange. französische Kapital breite sich immer mehr in der Türkei aus, wobei sich die Vertreter der britischen und französischen Firmen und Konzerne nebenbei mit Spionage beschäftigten. Ein bezeichnendes Beispiel dafür sei der Vorsitzende der britischen Rüstungsfirma Vickers Armstrong, Lender, gewesen, der sieben Angehörige des türkischen Kriegsministeriums bestochen und sich dadurch in allen Rüstungsunternehmungen und kriegswirtschaftlichen Bettie- ben der Türkei Eingang verschafft habe. Sine römische Warnung. Die militärischen Vorbereitungen der Westmächte im Nahen Osten und in Afrika. Rom, 27.April. (Europapreß.) Unter der Ueberschrift .^Herunter mit der Maske!" befaßt sich das Wochenblatt „Azione Coloniale" mit den unter durchsichtigen Vorwänden vorgenommenen Trup- penzusammen^ie Hungen der W e st - mächte im Nahen Osten, in Aegypten und in Kenya (Britisch-Ostafrika). Diese Anhäufung englisch-französischer Streitkräfte sei allein gegenJtalien gerichtet. Italien fürchte diese zweideutigen Manöver ebenso wenig, wie es sich seinerzeit durch die anmaßende Ansammlung der Home Fleet im Mittelmeer habe ins Bockshorn jagen lassen. Aber es wolle Klarheit und die Demaskierung der dunklen Umtriebe der westlichen Demokratien, eine Aufklärung oder besser gesagt ein Eingeständnis ihrer zweideutigen Absichten durch die Engländer, die eine „militärische Maschine gegen die italienischen Besitzungen in Afrika aufgebaut hätten. Ueberbies seien die militärischen Vorbereitungen der Westmächte in Afrika und im Nahen Osten so geführt worden, daß andere Länder, wie Aegypten und die Türkei, zu einer stark italienfeindlichen Haltung veranlaßt worden seien. Daraus ergebe sich die Zweideutigkeit der französisch-englischen Politik, deren Folgen leicht verhängnisvoll für das bisher friedliche Leben des Mittelmeerbeckens werden könnten. Das italienische Volk lasse sich durch das englischfranzösische Doppelspiel nicht täuschen und habe sofort die uneingestandenen politischen und militärischen Ziele der westlichen Demokratten erkannt. norwegischer Seite erzählt. Eine deutsche Patrouille wurde von Norwegern angegriffen, denen es gelang, den Anführer der Deutschen, einen Unteroffizier, schwer zu verwunden. Halb im Schnee einge- graben und mit einer großen blutenden Wunde gab der deutsche Unteroffzier weiter seine Kommandos. Aus seinen scharfen Worten mußten die Norweger entnehmen, daß ihnen eine große Uebermacht gegenüberstand, sie zogen sich deshalb zurück. Der deutsche Unterofizier starb an seinen Wunden. Er blieb auf dem Schlachtfeld liegen, hatte aber den deutschen Vormarsch gesichert." Der Korrespondent bestätigt, daß der deutsche Vormarsch entlang des Oesterdals mit einer unheimlichen Schnelligkeit vorwärts gehe. Wo sich Widerstand von norwegischer Seite zeige, werde er gebrochen. Als den Deutschen in einem fleinen Ort Widerstand geleistet worden sei und sich in einer Privatvilla norwegische Truppen verschanzt hätten, hätten die Deutschen die Luftwaffe innerhalb Die plutokralische Wühlarbeit im Achen Osten. Moskau stellt antisowjetischenCharakter französisch-britischer Machenschasten fest. Deutsche Kriegführung im schwedischen Urteil. In dieser Lagekarte sind verzeichnet die in den deutschen Wehrmachtberichten bis 26. April einschließlich genannten. Orte. —, (Scherl-Bilderdienst-M.) iKeri indaknes Ivprum >vg-\ ■OSLO Drammen 'Horten, Stavanger A+ni I loho. E=^wand — kurzer Zeit verständigen können, die dann mit einer unheimlichen Zielsicherheit das norwegische Maschi- nengewehrnest mit einer kleinen Brandbombe aus der Luft vernichtet hätte. Wenige Sekunden nach dem Einschlag habe das Haus in Flammen geftan- den und der' norwegische Widerstand sei endgültig beseitigt gewesen. Am Schluß seines Berichtes gibt der Korrespon- deut Einzelheiten über die Beschießung eines norwegischen Truppentransportes im Glommetal wieder, aus denen hervorgeht, mit welche ^Zielsicherheit die deutsche Lustwafte arbeitet und wie man bemüht ist, unnötige Opfer auf norwegischer Seite zu vermeiden. Es heißt, daß der Zug, in dem sich die norwegischen Truppen befanden, durch eine Sprengbombe größeren Kalibers zum Stehen gebracht worden fei. Die Bombe sei zwischen die Lokomotive und den Tender geworfen worden. Die Lokomotive sei in zwei Teile gespalten gewesen. Um auch die Verbindung nach rückwärts abzuschneiden, habe das deutsche Flugzeug dann eine andere Bombe hinter den letzten Wagen des Zuges geworfen. Durch dieses geschickte Manöver seien nur sieben von den 165 im Zuge befindlichen Soldaten getötet worden. Deutsch-dänische Gchicksalsverbundenheit. Kopenhagen. 26. April. (Europapreß.) In einem längeren Aufsatz beschäftigt sich „Faedrelan- bet" mit Dänemarks Verhältnis zu Deutschland. Es müsse für einen jeden klar sein, daß Dänemark nun militärisch und politisch Deutschlands Geschick teile. Nachdem die Regierung das Geschick Dänemarks in die Hände der deutschen Soldaten gelegt habe, stehe Dänemark mit Deutschland nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich, sozial, finanziell und in jeder anderen Hinsicht. „Deutschlands Erfolge bedeuten Frieden für Dänemark. Auf Gedeih unb Verberb sinb wir in bem großen Ringen solibarisch geworben mit Deutschland" Das dänische Volk habe bie Freund- schaft mit Deutschlanb aewählt im Vertrauen auf bas Gelöbnis ber deutschen Regierung einer ritterlichen Respektierung ber bänischen Rechte unb nichts fei feit ben Tagen ber Besetzung Dänemarks geschehen, bas zu Zweifeln Anlaß gegeben hätte. Es sei nun Sache ber Dänen, für bie weitere Ausgestaltung unb Festigung eines guten Verhältnisses zwischen ben beiben Staaten alle Kräfte einzusetzen. « Stimme des Vorfrühlings. Bon Hans Brandenburg. Unterhalb des Dorfes und feines Kirchbühels zieht sich die Gemeindeviehweide hin. Es ist ein umzäuntes großes Gelände, ausgebreitet genug für viele Hofe, für ein ganzes weiteres Dorf mitsamt seinen Wiesen, Feldern und Aeckern, unb doch brachliegend, ein Stück Oedland unb Urlaub. Es läßt das Dorf und feinen stämmigen Zwiebelturm zurück wie ben letzten Steilrand bewohnter Küste und sicht die fernen blauen Alpen vor sich aufgeigen wie ein fremdes Gebirge über Busch unb Steppe irgendwo in Wildwest. Im Sommer ist es oft kaum zugänglich oder fast nur für ben barbeinigen Hüter« buben, weil das Jungvieh, das sich dort wie freies Wild verliert, bie vielen feuchten Stellen zu un- burchdringlichen Morästen zerstampft odek stall- begierig das Gatter umstellt. Aber im Vorfrühling vor dem Sius trieb, wenn Schnee unb Schneeschmelze bie Huflöcher eingeebnet und bie Stürme ber Tag- unb Nachtgleiche ihre Tümpel ausgetrocknet haben, tarnt man einbringen unb bleibt, außer bem Jäger, ber einzige Mensch in biefem Revier. Unb nicht nur ben Jäger kann bie geheimnisvolle Stimme locken, die nun dies Reich — ihr Reich — zu beherrschen beginnt. Sie lockt schon vor Tag bis zum Gasthaus herauf, baß man sich in die Kleider wirft, das Glas umhängt und nüchternen Maaens die holprige Gaffe hinabeitt. Nur der Bach schließt sich an, ber unter ber Kirche entspringt unb, zum Brunnen gefaßt, doch von ihm weitergegeben wirb, baß er, von ben Schattenleibern der Forellen durchschossen, die jungen Erlendickichte ber Viehweibe burchschlängelt. Seine Räuber sinb im Gehölz von dichten Trupps des großen Schneeglöckchens ge- säumt, bie man vor Weiße manchmal kaum sieht, da nur das erwachende Licht selbst in Hellen Flecken zwischen ben Bündeln ber Stämmchen aufzublinken scheint. Oberhalb ber Bachaue in der freien Steppe ist ein besseres Durchkommen. Denn der fahle Grasboden liegt teigig angedrückt, und wo er sumpfig rvird, überbrücken ihn schmale Kiesbänke. Sie sind gepolstert von Huflattichen unh winzigem Singertraut wie vom vorgesandten Gold der noch nicht erschienenen Sonne ober von Hundsveilchen wie von dem luftblaffen Blau, das schon aus bem noch dunstigen Himmel sinkt. Kleine Grate erheben sich mit einzelnen großen Fichten. Deren Stämme sind in Jahren abgescheuert von den Fellen der Rinder, die hier chren Regenschutz suchen, und der Grund um ihre Wurzeln ist tennenglatt getreten, daß man auf ihm trockenen Fußes vorwärtsgelangen kann. Schweigt denn die Stimme, die bis ins Haus drang, nun wieder ganz? — Nur ein Lerchengesang perlt einsam herab. An den träumenden Bergwänden über dem Mittelgründe des kahlen Buschwalbes beginnen die Felsbänder zu schimmern. Es gilt weiter vorzudringen. Das Schusternagerl spickt dunkelblau die halb winterliche Erde, auch die ersten Kelche des großen Enzians sind schon da, aber noch fröstelnd geschlossen. Dann wird es wieder feucht und schwammig unter dem Tritt: man muß sich auf die Inselchen retten, die ein Weißdorn, ein Heckenrosenbusch, ein Zwergwacholder austrocknete, unb gerät doch zuletzt in die noch größere Nässe ber Quell- und Waldstreifen, die quer abwärtsziehen zum Bach hinunter. Man kann nur noch von Ballen zu Ballen, von Rand zu Rand springen, ans Gebüsch geklammert, aber Leberblümchen, Anemonen und Seidelbast glänzen farbig aus dem fahlen Dickickt, Dotterblumen prangen über kiesigen Sickerbecken, auf Sumpfblößen stickt sich die erste Mehlprimel. Und horch, hier erwacht aus tieferen Gründen die betörende Stimme wieder. Sie rollt, sie gurrt und gurgelt, sie quillt glucksend auf mit einem Vortakt, zweimal gleich und das dritte mal höher. Aber bie Wacholderdrossel keckert dazwischen, der lästtge Warner. In einer ganzen Schwarmlinie flaniert diese Sicherheitspolizei ber Krammets- vögel flinkflügelig unb hellbäuchig bas Gelände ab, daß bie Hasen davonhoppeln unb bie Rehe mit weißen wippenden Spiegeln von den Aesplätzen in die Waldung brechen. Nur Kohlmeise unb Amsel, Buchfink unb Rotkehlchen in ber Bachregion lassen sich nicht irre machen. Unb nun lockt die Stimme jenseits des Baches. Da gibt es kein Halten mehr. Wie im Rausche geht es durch dick unb bünn, wenn auch leise unb vorsichtig genug, hMin in ditz Aue und übey den einzsgey geländerlosen Steg, über den Zaun unb in bas Moor hinaus in Richtung auf die weiße Landstraße, die gegen die Berge zieht. Dort bildet für das Heranpirschen ein einzelner Heustadel Sichtdeckung. Doch die Stimme der Spielhahnbalz läßt sich nicht mehr stören, sie wird lauter und lauter. Man gelangt über schwanke Sprossen auf eine Jägerkanzel und hebt, zitternd vor Aufregung, bas Glas ans Auge. Auf anderen Tribünen, frei stehenden Birken, thronen abwartend die Hennep. Im leichten Nebelstreifen zwischen den Stämmen ist der Kampf- und Tanzplatz der dunklen Hähne. Sie gurren und rollen, sie zwischen und fauchen, sie haben sich rund aufgeblasen und den Stoß mit den weißen Unterfebern hochgefächert, sie gleiten und springen gegeneinander an wie Schwimmer in der durchsichtigen Schicht der wasserhellen Nebelslut, und plötzlich Mhen bie' Rosen der Köpfe im aüfblühenden Sonnenlicht. Ja, die Sonne ist da, als ob sie allein Sieger wäre. Ihr hält nur ein einziger der Hähne stand. Er hat sich die höchste Birke erwählt und stimmt auf ihr in der rot aufgehenden Scheibe einen überroältigenben und unerschöpflichen Gesang an, ein sprudelndes, inbrünstig auf und ab orgelndes Liebeslied wie auf einer großen Okarina. Italienischer Opernabend im Gtadttheater. Deutsch-italienischer Kulturaustausch. Dem deutsch-italienischen Kulturaustausch bietet sich besonders auf dem Gebiete der Musik reiche Möglichkeit, die Anschauungen und geistigen Güter ber beiben Achsen-Nationen einander näherzubrinaen unb im gegenseitigen Sichkennenlernen bie geknüpften Bande zu fertigen und zu vertiefen. Wie schon vor zwei Jahren, so wurde auch diesmal der italienische Opernabend zum Gegenstand lebhafter Beifallsbezeugungen. Denn es ist ein eigen Ding um bie Art bes Musizierens biefer italienischen Künstler, die von einer unermüdlichen Sanges- bzw. Musizierlust erfüllt sind, sich selbst immer wieder aufs neue an ber Freude bes Gegenwärtigen im Klangliches begeistern upb zu einer geradezu ungewohnt ten Freigiebigkeit in der Fülle der Gaben bereit sind. Dieses Gebenkönnen und Mitreißenwollen erscheint als ihr besonderes Lebenselement, bas sich im Widerhall bes Hauses erstärkt und aufsteigert. Solches Aufgehen im Erleben bes Gesanges sieht nur bas eine Ziel, zu beglücken, unb läßt alle anderen Rücksichten gegenüber einem unbeschränkten Einsatz stimmlich-physischer Kräfte unbedenklich zu- rii cf treten. Das körperliche Durchleben des Gesanges bestimmt ihre Gebärde und Mimik, die gesangliche Phrase weist ihrem Dortrag in seiner individuellen Struktur bie Richtung. So mußte dieser Abend bei ben Hörern zünden; einmal durch die Auswahl der Glanzpunkte aus der italienischen Opernliteratur unb durch bas Brio, bas die Wiebergebenden ausstrahlten. Wanda Sorgi (Sopran ber Oper San Carlo, Neapel) bestätigte auch diesmal wieder ihre Fähigkeit zur Koloratur; zumal in dem Rondo aus „Lucia di Lammermoor" von Donizettt mit feinen Kadenzen unb seinen Rouladen. Don eigener Wirkung war die Arie ber „Mimi" aus Puccinis „Bohörne"- Aldo Tamagni (Heldentenor ber Mailänder Oper) glänzte mit einer angesichts seines Alters geradezu erstaunlichen Höhe in den Arien von Puccini; ja, im Duett aus „Rigoletto" konnte er den Schluß piit einem hohen „Des“ krönen. Wie bei dem früheren Konzert, so wurde auch hier das Duett aus der „Macht des Schicksals" von Verdi zu einem klangvollen Sichzusammenschließen des Tenors mit dem Bariton Domencio Marabottini (Oper in Rom), der auch diesmal wieder in dem „Kredo" aus Verdis „Othello" einen Höhepunkt von bannender dramatischer Kraft gab durch Volumen, Klang- traft und Farbe seines Organes. Jeder der Solisten dankte mit einer Zugabe, bie seine Fähigkeiten ins hellste Licht stellte. Zum Schluß fanden sich die drei Stimmen zu klanglichem Prunk in bem Terzett aus ,/Luria di Sammer* moor". Am Flügel waltete Heinrich Göldner (Berlin) mit Nachgiebigkeit für bie Gewohnheiten bes einzelnen Sängers unb Anpassungsfähigkeit für die verschiedenen Stile. 3pit der Pastorale und Capriccio von Scarlatti erwies er sich als ein- Pianist von beachtlichem Können. Dr. Hermann Hering der Festung von Droncheim Kleine politische Nachrichten Am 23. April 1940 entschlief nach langem, schwerem Leiden unser Amtsgenosse Herr Studienrat Dr. Hans Meuser Im 42. Lebensjahre. 2113 D 01554 im 75. Lebensjahr von seinem schweren Leiden erlöst ilnnklöfion fon3b,s20v-,t erhaltensie bei NaCmaSSc bollen Veröffentlichungen einer Anzeigei1 2140 D 3m Lutno den deut, schließlich ch-M.) Mündlich können Sieesnurweuigva sagen, schrifüich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es »Ueu Gießen (Ludwlgstr. 59), 27. April 1940. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Robert Gärtner jr. Familie Moritz Gregori Familie Walter Köhler. 3n Wien trafen 15 bulgarische Erzieher unter Führung des Präsidenten der bulgarischen Erziehungsor^anisation Professor Dr. Konsulof ein, um aus Einladung des Reichswalters des NSLB. Gauleiter Wächtler in einer elftägigen Fahrt Einrichtungen des deutschen Erziehungswesens kennenzulernen. Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 500 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Das Kriegshilfswerk für das Deutsche Kott Kreuz. Der Führer sagte: „3d) rufe das deutsche Volk auf, durch Spenden für das Kriegshilfswerk sich der Opfer der Soldaten würdig zu erweisen." Der japanische Vormarsch gegen die 180 000 Mann chinesischen Zentraltruppen in der südlichen Provinz Schansi hat zu dem Erfolg geführt, daß das chinesische Hauptquartier in T s ch o h a u an der Südgrenze der genannten Provinz dicht vor der Einnahme steht, nachdem Kao- ping, Lingschwan, Tsinshui und andere strategische Punkte im Süden der Provinz genommen worden sind. Die japanischen Aufklärungsflüge zeigen, daß die Chinesen bereits ihren Rückzug begonnen haben. Sein allzufrüher Heimgang bringt der Langemarckschule einen schweren Verlust Hohe Begeisterung für den Beruf, ausgeprägtes Pflichtgefühl, wissenschaftliche und pädagogische Begabung, sein offener, gerader Zinn, sein unerschütterlicher, frischer Humor ließen ihn die Wertschätzung aller Mitarbeiter gewinnen. Vertrauen und Liebe kennzeichnen sein Verhältnis zu den Schülern, denen er als warmer Freund der Jugend seine ganze Kraft widmete. Sein Wesen und Wirken werden uns stets unvergessen bleiben. Die slowakische Studentenschaft veranstaltete die alljährliche Nationalpokalfeier. Der Hlinkapokal, dessen bisheriger Besitzer Ministerpräsident Dr. T u k a war, wurde an Staatspräsidenten Dr. T i s o als Zeichen der Dankbarkeit für die Verdienste, die er sich um die Nation erworben hat, überreicht. ♦ Gauleiter Bürckel und der Präsident der Deutsch - Ungarischen Gesellschaft, General von Glaise-Horstenau, sind auf Einladung des ungarischen Handels- und Verkehrsministers zur Eröffnung der Budapester Internationalen Messe in Budapest eingetroffen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Tina Meuser, geb. Kobel Karl Hans Meuser. mit einer •e Maschj, ombe aus tben nach «n gestan. endgültig Für die Langemarckschule, Oberschule für Jungen, Gießen Angelberger, Oberstudiendirektor. Das Mitglied des Großen Faschistischen Rates, Capoferri, Präsident des Faschistischen Industriearbeiterverbandes und Präsident des Dopola- voro, wird auf Einladung von Dr. Ley verschiedene Betriebe und Einrichtungen der Deutschen Arbeitsfront besuchen, u. a. in Fallersleben, Köln und Esien. ipretz.) 3n .Faedrelan« Deutschland. Dänemark Deutsch- Regierung ?r deutschen nit Deutsch- wirtschaft deren hift Frieden für ind wir in lorben mit )ie Freund' ■trauen auf r einer rit- Rechte und Dänemarks reden häüe. ;eitere W Derhältnif' raste einzu. Mit Goldbarren der schwedischen R e i ch s b a n k ist ein amerikanischer Dampfer i n Neuyork eingetroffen, er hatte sich am 9. April in Drontheim befunden, von wo er Goldbarren im Werte von viereinhalb Millionen Dollar nach Amerika transportierte. Der Marineausschuß des rwr-ameribanischen Repräsentantenhauses billigte eine Vorlage, die für Modernisierung der Schlachtschiffe „N e u y o r V, „Texa s" und Arkansas" 5,7 Millionen Dollar vorsieht. —* Der neueste amerikanische Flugzeugträger „W a s p" wurde in Boston in Dienst gestellt. Eine Studienkommission italienischer Wirtschaftler, unter chnen der Vizegouverneur von Rom, Montuori, und Nationalrat Fanelli als Ver- Heute morgen 6% Uhr wurde unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Bruder Schneidermeister Robert Gärtner Am 23. April 1940 entschlief sanft im Herrn mein lieber Mann, mein guter Vater, mein lieber Sohn, Schwiegersohn, unser guter Bruder. Schwager und Onkel Studienrat Dr. Hans Meuser ^orrespon- 8 eines rrtes im >eht, mit Luftwaffe tige Opfer heißt, daß Appen bell Kalibers Bombe fei ’ geworfen iHe gefpal- nach rück- Flugzeug len Wagen ite Manö- rge befind' Am 25. April traf in Moskau die jugoslawische Wirtschaftsabordnung ein, die Besprechungen mit dem Volkskommissariat für den Außenhandel der UdSSR, über den Abschluß eines Handelsvertrages und Zahlungsabkommens sowie über die Einrichtung von gegenseitigen Handelsvertretungen in Moskau und Belgrad aufnehmen wird. remiü* infte aus M d°-» rlo. , Milano' Ä rin* rdi 8“ gti t*’n Ml»' de« 'L# l. Sie Ä drt, - sich I freier der Faschistischen Partei, stattete dem Reichskommissar für die Preisbildung, Gauleiter Adolf Wagner, einen Besuch ab, um sich eingehend Über die gesetzlichen und organisatorischen Maßnahmen zur Bildung volkswirtschaftlich gerechtfertigter Preise in Deutschland zu informieren. »rtftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« eiter«: Ernst «lumschetn. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Verlag: Brühlsche UntversitStSdruckerei R. Lange K. G. BerlagSleiter: Dr.-Jn^g. Erich Hamann: An-etgenletter: Han« Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.5. Ein Blick von einem der Festungswerke Drontheims, aus dem ein deutscher und ein norwegischer Soldat gemeinsam Posten stehen, aus die Stadt. — (PK.-Lcmge — Atlantic-M.) laben bereit rnwollen nt, das B । sanges W äM alle an- W* edenkl'ch r es GefM' t individuell Bekanntmachungen. Karwffelpreife ab 1. Mai 1940. Ab 1. Mai erfahren die Kartoffelpreise für Erzeuger wieder die alljährliche Erhöhung. Der Erzeugerpreis für gelbfleischige Speisekartoffeln erhöht sich von RM. 3,10 auf RM. 3,20 je 50 kg, während der Preis für weißfleischige Speisekartoffeln sich von RM. 2,80 auf RM. 2,90 je 50 kg ändert. Die Verbraucherpreise erhöhen sich entsprechend. Speck und Schmalz wieder gegen Bestellscheine. In dem neuen Versorgungsabschnitt vom 6. Mai bis 2. Juni 1940 ist die Bestellscheinpflicht für Schlacht- fettewiedereingeführtworden.Schlachtfette( Schweinespeck und Schweineschmalz) sind nach wie vor bei den Metzgereien zu beziehen, die auch die Bestellscheine entgegennehmen. Die Bestellscheine sind von den Metzgern abzutrennen und wie die Übrigen Bestellscheine zu behandeln. Die Einzelabschnitte sind wie früher lediglich zu entwerten und am Stammabschnitt zu belassen. Einzelhändler sind in die Verteilung von Schlachtfetten nicht eingeschaltet. 2132D Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer enthält die Neuerscheinung, die all« Naturfreund« und Dogelliebhabermit Begeisterung lesen u. schauen werden: lInlerMeMMlm nnöSeeWOen Beobachtungen und Natururkunden aus der Vogel weit der deutschen Nordseeküpe Don Engen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Naturaufnahmen. — 3n Leinen gebunden Reichsmark S.90 Der Verfasser, der al» Ornithologe und Tierphotograph bekannt ist, hat mehrere Wochen auf zwei einsamen deutschen Nordseeinseln an der Lidermündunq zusammen mit den eigenartigsten Vögeln unserer Heimat gelebt und die Herr- lichsten Naturaufnahmen von den Säbelschnäblern, Seeschwalben, Rotschenkeln, Austernfischern u. a. mitgebracht. Er erzählt im Tertteil unterhaltsam und spannend aus der Kraft eigenen Erlebens die sonderbarsten Begebenheiten, die er, im gelt versteckt, aus nächster Nähe beobachten und im Bild festhalten konnte. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen Verlangen Sie bitte das ausführliche bebilderte Werbeblatt Hugo Bermühler Verlag - Berlin Lichterfelde Das belgische Kabinett bleibi im Ami. Brüssel, 26. April. (Europapreß.) Der zurückgetretene Ministerpräsident P i e r l o t hat als Leiter der geschäftsführenden Regierung am Freitag gegen Mittag, nachdem der König bereits den liberalen Parteivorsitzenden Hymans empfangen hatte, König Leopold nochmals einen Besuch abgestattet. Daraus wurde ein Schreiben König Leo- polds an Pierlot veröffentlicht, in dem der König zum Ausdruck brinat, daß in dem Augenblick, wo die Internationale Lage allen Belgiern zur Pflicht mache, die Einigkeit noch enger zu gestalten, die Zeit für eine Ministerkrise auf Grund innenpoliti» scher Fragen nicht geeignet sei. Das Kabinett Pierlot beschloß darauf am Freitagnachmittag, dem aus- drücklichen Wunsche des Königs entsprechend, seine Demission wieder z u rü ckzu z i e h e n. Die Regierung Pierlot bleibt damit am Ruder. Oie Bewirtschaftung des rumänischen Erdöls. B u k a r e st, 26. April. (Europapreß.) Das Erdölkommissariat erließ eine Verordnung, nach der in davon 374 aus Deutschland, herunterholten. Auch wurde eine Anzahl deutscher Fahrgäste verhaftet. Der Dampfer „W e st e r n l a n d", der Holland-Amerika-Linie berichtete ebenfalls bei seiner Ankunft im Neuyorker Hafen, daß die Engländer in Southampton die gesamte Post- ladung mit 226 Säcken beschlagnahmt haben. Das nordamerikanische Staatsdepartement tauscht Telegramme mit Islands Außenminister Ste- fansson aus und erteilte Vilhjalmur Thor die vorläufige Anerkennung als Generalkonsul für die Vereinigten Staaten einschließlich der Uebersee- besitzungen. Entsprechend gewährte Island das Lxequatur für Bertil Kuniholm als amerikanischer Konsul in Reykjavik. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 30. April, nachm. 2 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt Korinth, Athen, Pergamon, Leukas-Jthaka, und Korfu, worüber er zahlreiche Schriften veröffentlicht hat. Dörpfeld sind zahlreiche Ehrungen zuteil geworden. So war er Ehrendoktor der Universitäten Würzburg, Oxford, Vale (USA.), Princeton (USA.), Löwen, Achen und der Technischen Hochschule Berlin, ferner Inhaber des Adlerschildes des Deutschen Reiches. 80. Geburtstag eines Marburger Gelehrten. Der Professor der deutschen Sprache und Literatur und langjährige frühere Direktor des germanistischen Seminars der Philipps-Universität,- Geheimrat Dr. Ernst E l st e r , beging am 26. April seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar, ein geborener Frank- furter, wurde 1886 Dozent der deutschen Sprache an der schotttischen Universität Glasgow, 1888 Privatdozent in Leipzig, folgte 1901 einem Ruf nach Marburg. Im Herbst 1914 war er Austauschprofessor der Cornell-Universität zu Jthaca im Staate Neuyork. In den Kriegsjahren 1915/16 führte Geheimrat Elster das Rektorat der Philipps-Universität, im Jahre 1928 wurde er von seinen amtlichen Verpflichtungen entbunden. (Eine deutsche Vuchausftellung in Budapest. Am Sonntag wird im großen Saal der Budapester Redoute die Deutsche Buchausstellung eröffnet, deren Schirmherrschaft der deutsche Gesandte v. Erdmannsdorf, der ungarische Kultus- und Unterrichtsminister Dr. Homan und der Präsident des ungarischen Abgeordnetenhauses, Dr. Andreas Nagy v. Tasnad, Übernommen haben. In vier Sälen wird das Material der ungarisch-deutschen Kulturbeziehungen, der deutschen Wissenschaft und der deutschen Technik zur Schau aestellt. Auch eine Gutenberg-Aus st ellung sowie billige Ausgaben der deutschen schöngeistigen Literatur werden zu sehen sein. Aus alter Wett. Schmuggler verhaftet. Gießen (Löberstraße 20), den 27. April 1940. Die Beerdigung fand auf Wunsch unseres lieben Entschlafenen In der Stille statt - Wir bitten, von Beileidsbesuchen absehen zu wollen. Zukunft Berkaus, Verpachtung jeder Art, technische Umgestaltung und insbesondere Stillegung von Erdölraffinerien sowie anderen Anlagen, die der Aufarbeitung von Rohöl und Rohölprodukten dienen, verboten ist. Aenderungen jeglicher Art können in solchen Anlagen nur mit vorheriger Genehmigung des Erdölkommissariats oorgenommen werden. Kunst und Wisfenschast. Der Archäologe Professor Dörpfeld gestorben. Der Altmeister der deutschen Archäologie, Professor Wilhelm Dörpfeld, ist auf der griechischen Insel Leukas im Alter von 87 Jahren einem Herzleiden erlegen. Er wird am Sonntag auf Leukas begraben. Ministerpräsident Metaxas beauftragte den Gouverneur von Epirus, am Grabe Dörpfelds bei der Beerdigung einen Kranz niederzulegen. Dörpfeld war 1853 in Barmen geboren, besuchte die Technische Hochschule Berlin und war 1877 bis 1881 technischer Leiter der Ausgrabungen in Olympia, von 1882 bis 1912 Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen. Seine Ausgrabungsarbeiten erstreckten sich auf Troja, Tiryus, das vornehme 1067D Familien-Cafe in Gießen Der Führer stattete Donnerstag nachmittag Reichsminister R u d o l f H e ß in dessen Berliner Wohnung einen Besuch ab, um ihm z u m 4 6. G e - b u r t s t a g seine Glückwünsche auszusprechen. Das Deutsche Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht beging die Feier . feines 25jährigen Bestehens. Der Festsitzung wohnte Reichsminister R u st bei, der die Feier des Jubiläums als Zeichen dafür wertete, daß die ununterbrochene Erziehungsarbeit des Nationalsozialismus auch im Kriege nicht zurücktreten könne, denn die Leistung der Schule von heute sei die Leistung des Volkes von morgen. ♦ Wie die „Deutsche Presse", das Organ des Reichsverbandes der Deutschen Presse, in ihrer neuesten Nummer mitteilt, haben seit Kriegsbeginn 2 3 deut - sche Kriegsberichter vor dem Feind den Tod gefunden. Der bekannte norwegische Schiläufer Trygve B r o d a h l aus Hönefoß wurde von deutschen Gruppen gefangengenommen und wohlbehalten in Oslo interniert. Die norwegische Oeffentlichkeit erkennt die einwandfreie Behandlung norwegischer Soldaten in deutscher Gefangenschaft an. Die britische Admiralität führt in der V e r l u st - l i st e des Z e r st ö r e r s „Hunte r", der bei Narvik versenkt wurde, die Namen von 8 Offizieren, 147 Mann und 2 Mann von dem Küchenpersonal auf. Sie werden sämtlich als vermißt angegeben. Die Admiralität erklärt, daß noch eine schwache Möglichkeit bestehe, daß eine kleine Anzahl dieser Leute g e - fangen genommen worden sei, jedoch habe man hierüber noch keine Bestätigung. Wie aus London gemeldet wird, lies das 4791 Tonnen große englische Motorschiff „Gree" in der Nähe von Parmouth auf eine Mine. Die Besatzung konnte sich in Sicherheit bringen. Der Kapitän des in Neuyork ein getroffenen ita- lienischen Dampfers „C o n te di Savoia" teilte mit, daß die Engländer i n G i b r a l t a r das Schiff acht Stunden lang aufhielten und 1174 Postsäcke, italienisch ■ schweizerischen Grenzgebiet von ist der italienische Zoll einer umfaffenben Schmugalerorganisation auf die Spur gekommen, die sich seit drei Jahren mit der heimlichen Einfuhr kostbarer Arzneien und photographischer Apparate befaßte. Der Wert der geschmuggelten Waren wird auf drei Millionen Lire berechnet. An der Spitze der Schmugglerorganisation stand ein Tessiner. 25 Personen wurden wegen Schmuggels angezeigt. Beifahrer 496 A lie em ab Lager oder Werk Eugen Nürr & Co., Gießen 2098 D aus 2127 D kaufen Sie bei durch unsere moderne Schillerstr. 24. r sucht. [01560 767Ü Siegen, 2105V EmpfehlungenMd Staudengartnerei Stelle noch einige Gärtner ein lui SLe tonnen sugen,was Angebote an 2133D bleibt 192A 2U4C gesucht. ruM Dr. Carl Schirmer, Hitlerwall18. sagt L^Geschäffs- stelled.G.A.oisn Stadttheater Beachten Sie auch immer-? I. Ring II. Ring III. Ring IV. Ring Kreuzplatz 9 und 10 Sammelruf 3153 M4a für Lastkraftwagen zum sofortigen Eintritt gesucht. Alten Schmuck Weg. Verheiratung meines jetz.» tüchtiges Mädchen mit Kochkenntnissen z. 1. Juni KURSE Einzel Dnterricbt Montag, den 29. April, kommteingröh. Transport Ferkel z. Berk. [2141V Gießen, Hammstr. 7. 3-Zimmer-Wohnung für sofort oder später gesucht BURO-EINRJCHTUNGEN Gießen, Bahnhofstraße. Büiell uod ovaler Tisch verkaufen. 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Fortsetzung. hat es im Verlaufe des Reihe von Veränderungen könnt wurde. Im Lehrkörper Die Arbeit der Ltniversität Gießen im Kriege Eine Llnierredung des Gießener Anzeigers mit dem Rektor der Ltniversität. nugtuung, mit Oberbürgermeister Ritter einen alten Kämpfer des Führers und Träger des goldenen Ehrenzeichens eng mit der Universität zu verbinden,. der sich stets als ein außerordentlich tatkräf- und warmherziger Förderer unserer Ludo- Wirst öu k srWmFmli? Roman von Martina ikckartchelm Eine Welle von Lebenslust trägt sie aus einmal hoch, sie weiß selbst nicht, woher ihr dieses prickelnde Uebermut kommt. „Und keiner hot's gesehen — und keiner hat's gesehen", trällert sie. „Und nun wird Schluß ge« macht — endgültig Schluß!" Das letzte sagt sie sehr laut und sehr energisch. Sie steht auf der chaustürschwolle und sieht wieder erschrocken nach der Bodenluke. Da wiederum alles still bleibt, geht sie um die Ecke des Hauses. Die Sonne brennt noch auf das Hofgeviert, obwohl es schon die fünfte Stunde ist. Die Schatten sind lang. Hefenfranz stellt ein paar Leute an, die Bierkästen auf die Laderampe wuchten. Sie nehmen von Erni keine Notiz, lieber der Straße drüben liegt der Gemüsegarten, er hatte neben dem Hause keinen Platz. Das Anwesen des Gräfehofes ist groß. Um es zu umgehen, braucht man fast eine Stunde — die Felder natürlich eingerechnet — behauptet Jupp. Durch die Einfahrt rumpelt das Lastauto. Es ist blaugestrichen, an den Seiten steht in hohen, gelben Lettern: Rodaer Gold — Gräfehof. Bierkästen und Fässer kommen leer zurück und gehen dann gefüllt wieder hinaus. Hinter diesem Lastauto kommt ein junger JDlann« Er hat eine helle, wehende Jacke an und ein Köfferchen in der Hand. Man könnte ihn für einen Reisenden halten, nicht, weil er etwa so aussieht, sondern weil solche Erscheinungen auf dem Gräfehof keine Seltenheit sind. Oder ist es einer von der Autobahn? Erni blickt ihm kritisch entgegen. „Der Chef ist nicht da", sagt sie kurz. „Sie müssen nach sechs noch einmal kommen!" „Kann ich denn niemanden von der Familie sprechen?" „Von der Familie? Ach so, Sie wollen zu uns? „Zu Ihnen? Dann sind Sie gewiß das Fraulein örni?" Erni sieht erstaunt in feine Augen, sie gefüttert ihr recht gut. „Wissen Sie das so genau?" „Ganz genau", sagt der Fremde und sieht Erni vergnügt an. „Ein Freund von Rudolf? „Bedauere." „Was haben Sie denn eigentlich auf dem Herzen?" „ „Eine ganze Menge! (Fortsetzung folgt) A ersten Trimesters eine gegeben. Der Jurist Professor Dr. Bley wurde nach Graz berufen, der Orthopäde Professor Dr. Pitzen übersiedelte nach Münster, an seine Stelle in Gießen trat zunächst auftragsgemäß Professor Dr. Storck, der Hygieniker Professor Dr. Sei - f c r ging nach Halle; für ihn übernahm auftragsgemäß Professor Dr. Haag das Amt; der Anatom Professor Dr. Elze wurde nach Würzburg gerufen, fein Amt in Gießen übernahm auftragsge« Fräulein von Plessen ist entzückt, noch einen Teegast bei sich zu haben. Daß er aus dem Grafe- ^hof kommt, freut fre doppelt. Grafehof! Kemer mag jetzt dieses leidige Thema berühren. Lena Oetteking scheint es, als schwebe eine dunkle schwere Wolke einem Gewitter gleich, das nach Entspan- nung verlangt, über dem geliebten Haus. Fräulein von Messen spricht von der bevorstehenden Hochzeit, und wie bedauerlich es sei, daß der alte Herr wahrscheinlich ftrnbleiben werde Daß -r das Haus nicht mehr betreten wolle, bevor Die Frage der Autobahn nicht gelöst sei, finde sie, g - linde gesagt, ein wenig verbohrt. „Wir können doch alle nichts ändern. Hre>r geh ein Ereignis über uns hinweg, das Mercni Ort entschieden wird! Wir haben uns alle eben zu „Und füaen uns auch gern, weil wir die Notwen- biÄS"!Wbuxgif., für den « äs Mensch und hänge an unserem Besitz. Fräulein Schmidtchen, die bisher miider^ B-d e nung ter Teemaschine zu tun g«dabt hat gr-nt^g eilig’ bas Wort Heroismus ;,E- wäre m«) allein Heroismus, es wäre Frevel em ^mQ5 in seiner wohlverdienten Ruhe zu stören! würbe sich bestimmt rächen/ 54(06- „Sie meinen, daß er in öejtait j p Mfrmftes Ähre Ruhe stören wurde? kann Rudolf sich nicht verkneifen zu sage». Mann junge- Fräulein Schmidtchen kann em«m Mann I ren Alters schwer böse fern Wer em l^ SMS -»-■ w Wort bü Syrern KeM Schwager emieg , mäß Professor Dr. W a g e n s e i 1. Die Universität unterhält mit den an der Front stehenden Kameraden fortlaufend enge Verbindungen, die in regem Schriftwechsel und in mancherlei Aeußerungen der gegenseitigen Verbundenheit von Front und Heimatuniversität zum Ausdruck kommen. Mit besonderer Freude hat die Universität Gießen den Leiter der Gießener Stadtverwaltung, Oberbürgermeister Ritter, durch Ernennung zum Ehrensenator in ihren Kreis ausgenommen. Dabei war es der Universität eine besondere Ge- oiciana erwiesen hat. Gelegentlich der Uebcrreh chung der Ehren-Senatorschaft an Dberbürgcrmei« ster Ritter wurde zum ersten Male auch eine Aenderung des Universitäts-Wappens sichtbar, die darin besteht, daß das alte Abzeichen, das Antoniter-Kreuz, durch ein Abzeichen ersetzt wurde, das das Gießener Stadtwappen, den Greif, mit einem darüber befindlichen Hakenkreuz zeigt. Das neue Abzeichen befindet sich ebenfalls schon an der Amtskette des Rektors. Unverändert geblieben ist Dagegen das Siegel der Univer-, s i t ä t mit dem Kopf des Stifters der Ludoviciana^ Im Zuge der zeitgemäßen Erneuerungen werden auch die bisherigen Talare des Rektors, des Prorektors und Der Dekane Durch ein wesentlich anDeres und wesentlich kleidsameres akademisches Festgewand ersetzt werden. Als eine Neuerung im Leben unserer Universität wurden mit Dem Beginn Der Arbeit im ersten Tri« mefter wehrwifsenschaftliche Vorträge und volkstümliche Vorträge und Vorlesungen eingeführt, Die einen außerordentlich tarfen Widerhall bei der gesamten Bevölkerung gefunden haben, der sich in anhaltend starkem Beuch dieser Vortragsabende zeigte. Diese Einrichtung einer volksnahen Wissenschaft ist übrigens jetzt auch von manchen anderen Universitäten eingeführt worden. Der erfreulich große Erfolg dieser Neue» rung hat die Universität veranlaßt, auch im zwe i« ten Trimester 1 940 Die gleiche Einrich» tung wieder zu schaffen. Die volkstümlichen Vorträge und Vorlesungen sind feit dem 15. April bc« reits im Gange. Die neue Reihe dey wehrwissen» schaftlichen Vorträge beginnt am 7. Mai und endet am 2. Juli. In diesem Rahmen sind folgende Vorträge festgesetzt: 7. Mai: Professor Dr. Vollrath über „Mythen um England". 21. Mai: Professor Dr. von Gall: „Die Be« Handlung Der Feinde im Amerika des 19. Jahr« Hunderts". 28. Mai: Professor Dr. Klu te: „Die Entstehung des Britischen Kolonialreiches, geopolitisch betrachtet"/ 4. Juni: Professor Dr. Koch: „Der Mensch itri Flugzeug". 11. Juni: Professor Dr. Scharrer: „Aufgaben' der Agrikulturchemie für die Ernährungssicherung . 18. Juni: Professor Dr. Beller: „Die Tätigkeit der Veterinär-Untersuchungsstellen im Kriege". 25. Juni: Professor Dr. K r a n z: „Rasse und Wehrkraft". 2. Juli: Gastoortrag einer führenden Persönliche feit der Bewegung. Voruntersuchungen zu führen und Dernehmungert vorzunehmen. Dieser Ausgabenkreis hat sich im Laufe der vergangenen Jahre erheblich erweitert, u. a. hinsichtlich Der Mitwirkung Des Universitätsrichters beim Abschluß von Verträgen und Vereinbarungen. In Disziplinarangelegenheiten wirkt ein Diszip« linargericht mit. Das aus Dem Rektor, Dem Dozentenschaftsführer und Dem StuDentenführer besteht unD bei Dem Der Universitätsrichter als Vertreter Der Anklage fungiert. Die Urteile roerDen von Dem Dreiköpfigen Disziplinargericht gefällt. Erfreulicherweise hat sich im Verlaufe Der letzten Jahre Die Zahl Der Disziplinargerichtsfälle erheblich vermin« Dert. Auf Dem Gebiete Des Ausgleichs von Mei- nungsverschieDenheiten kann Der Universitätsrichter eine fruchtbare Tätigkeit entfalten, Die sich zum weitreichenDe wifsenschaftliche Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Erfreulicherweise ist es gelungen. Die vor Dem Kriege bereits begonnenen N e u - und A n bauten Der MeDizinischen Klinik unD Der MeDizinischen Poliklinik, Die vorüber- geljenD stillgelegt waren, roicDer in Gang zu bringen. An beiben Arbeitsplätzen ist Die Bautätigkeit im Gange. Von befonDerer BeDeutung ist Die Einrichtung einer neuen Zahn-Poliklinik, Die ihre Wirkungsstätte zunächst in Dem Hause Der Balser'schen Stiftung in Der Wilhelmstraße erhalten wirD, wo alle VorbeDingungen zu Dieser Einrichtung bereits vorhanDen finD. Der Zahnarzt Dr. Schott in Gießen hat zur Leitung Der neuen Zahn-Poli- klinik einen Lehrauftrag für Zahn - Me - D i 3 i n erhalten, feine Vorlesungen roerDen Anfang Mai beginnen, gleichzeitig wird auch Die Zahn- Poliklinik eröffnet roerDen. Im Universitäts- GebäuDe in Der LuDwigstraße ist gegenwärtig eine Reihe DringenD notroenDiger AenDerungen unD Neueinrichtungen großen Stils im Gange, Die in Dem VorlesungsgebäuDe nicht mehr länger zurück- gestellt roerDen konnten und deren unaufschiebbare Dringlichkeit auch von maßgebender Stelle aner- Mit der Wiedereröffnung der Universität i Gießen am 1. Januar 1940 unter ihrem Rektor Pros. Dr. med. H. W. Kranz setzte auf allen Gebieten Der akaDemischen Arbeit . eine außerorDentlich rege Tätigkeit ein. Den Beginn des neuen Trimesters am 15. April haben wir zum Anlaß genommen, Seine < Magnifizenz den Rektor in einer Bespre- । chung um einen Ueberblick über Die bisherige Arbeit unserer Ludoviciana und über Die 1 Planungen für Die nächste Zukunft, sowie i über Die Auswirkung der Hochschularbeit auf Den akaDemischen Nachwuchs zu bitten. Das Ergebnis Der Unterredung ist in den nachstehenden Sätzen zusammengefaßt. Im vorigen Trimefter hatte Die Universität Gießen erfreulicherweise eine sehr zusrieDenstellenDe Zahl von Studenten zu verzeichnen, nachdem Die Arbeit in allen Instituten und Kliniken im vollen Umfange wieder begonnen hatte. Dieser befriedigende Stand Der Frequenz oerDient besonders im Hinblick Darauf hervorgehoben zu roerDen, daß Die Universität im vorhergehenden Semester geschlossen war und infolgedessen viele Studenten fid) zu anderen Hochschulen begeben hatten, außerdem Ende vorigen Jahres Gerüchte im Umlauf waren, nach denen die Universität Gießen nicht wieder eröffnet werden würde. Diese Gerüchte haben sich dann aber bald als völlig unbegründet erwiesen, und bei vielen Studenten stand Die Universität Gießen in guter (Erinnerung, so daß sie gerne wieder hierher zurück- kehrten. Das gegenwärtige zweite Trimester weist hinsichtlich Der Zahl Der Studierenden an unserer Universität wiederum einen guten Beginn auf. Allerdings ist diesmal der Prozentsatz der Studierenden der Medizin gegenüber dem ersten Trimester geringer, da die Bedingungen für Das Medizin- ftubium mittlerweile erheblich strenger geworben sind unD Dadurch ein gewisser Prozentsatz dieser Studenten jetzt famulieren muß. Gegenüber der relativ geringeren Zahl von Studenten Der Medizin ist aber Die Zahl Der StuDierenDen in anDeren Fakultäten wesentlich größer als im vorigen Trimester. BesonDers erfreulich ist, daß Die Veterinär-medizi- nische Fakultät ungefähr Die gleiche Hörerzahl wie im vorigen Trimester besitzt, obwohl noch bis zum Beginn des jetzigen Trimesters das Gerücht verbreitet wurde, die Veterinär-medizinische Fakultät werde nicht wieder aufgemacht werden. Dieses Gerücht erwies sich aber ebenfalls als völlig unzutreffend. Die Schwierigkeiten bei der Besetzung der Lehrstühle in dieser Fakultät sind zwar gegenüber dem vorigen Trimester infolge Wiedereinberufungen großer geworden, jedoch ist es durch glückliche Kombinationen gelungen, diese Schwierigkeiten zu beseitige::, so daß alle Fächer ausreichend vertreten sind. Mit Bedauern muß vermerkt werden, daß dem Studium der Landwirtschafts-Wissenschaft bisher noch nicht das starke Interesse entgegengebracht wird, das dringend erwünscht und im Hinblick auf die guten Aussichten für die Zukunft notwendig märe. Viel mehr junge Leute als bisher sollten sich Dem Studium Der Landwirtschaft unD Veterinär- Medizin zuwenden, weil auf Diesen Gebieten nach dem Kriege dem akaDemischen Nachwuchs gute Existenzmöglichkeiten offenstehen unD zur Vorbereitung Darauf gerade an der Universität Gießen Ausbil- Dungsmoalichkeiten bestehen, wie sie an den meisten anderen Deutschen Universitäten nicht vorhanden sind. Die Arbeit in allen Instituten und Kliniken läuft auf höchsten Touren. Viele Forschungsinstitute sind mit Arbeiten ausgestattet, deren Forscyungszwecke sich vordringlich auf die Aufgaben unserer Zeit und auf Die späteren Entfaltungsmöglichkeiten erstrecken. Alle diese Arbeiten sind mit Hochdruck im Gange. In den Kliniken der Medizinischen Fakultät bestehen gleichfalls wesentlich größere Ausbildungsmöglichkeiten, da auch hier Aufgaben gestellt sind, die sich aus unserer Gegenwart in reichem Maße ergeben und die zugleich । im Interesse unseres jungen Paares versönlicher ßena zieht sehr langsam und bedenklich die Schultern hoch. „Die Menschen dieses Landstrichs sind schwer zu beeinflussen", rettet sie sich ins Unper- ^,Aha", Jutta setzt sich in Angriffsstellung,..jetzt kommt das Kapitel von den Lausitzer Dickschädeln. Fräulein Schmidtchen hat wieder viele schone Worte. Sie redet zuerst von der blutmäßigen Gebundenheit, der'natürlich ein jeder Mensch unterliege. „Aber mit etwas gutem Willen konnte man wirklich verbindlicher sein, aus solchen verhärteten Einstellungen ergeben sich oft Tragödien schlimmster Art. Ich erinnere an ..." Gewiß — Romeo und Julia — ich weiß! fallt ihr Jutta ins Wort und macht ein spitzbübisches Gesicht. Fräulein Schmidtchen wendet sich gekrankt ihrer Teemaschine zu. _ n Nach der Teestunde schlägt Fraulein von Plessen einen Gang nach Dem Feldherrntempel vor. Fraulein Oetteking müsse Dieses Streitobjekt Doch einmal selbst in Augenschein nehmen. Es ist wie eine Prozession. Hermine Schmidtchen führt die alte Dame am Arm und geht mit ihr voran. Aus Der Terrasse bricht sie einen Lorbeerzweig von Den Bäumen, Die in Kübeln an Der Treppe |teßena hat ihr- h-lle Freude an dem g-jchwunge- nen Achteck Des Tempels. „Es wäre wirklich ein Jammer, wenn es verschwinDen sollte. Alles an »hm „Bankrecht", ruft Hermine Schmidtchen aus, wie ein Requiem!" \ " Fmte ich gar nicht", sagt Jutta, eher tmc ein heiteres Menuett —, iomel Schwung, El Srazie, wie sich die Säulen unterbrechen und mit einem kühnen Schnörkel bis hinaus zur Base aus das Dach ^^Bedauerlich, daß Menschen nie an ten Irt denken wollen, immer nur an Leben und Leicht ^Rudolf sieht schief zu Hermine Schmidtchen hinüber wie sie sich jetzt niederbeugt und ihren Lor- beerzweig durch das Gitter steckt, fo Dafe er zu Füßen des schlichten Soldatensarges mederfallt. o Schade, daß Sie nicht em griechisches Gewand “‘S ^WfSürte uns dann eines schönen Tages in dis Wolken entrudt, die gute • Hennins Im Vorlesungsverzeichnis findet man u. a. auch Das Amt des U n i v e r s i t ä t s ri ch - t ers verzeichnet, lieber die Aufgaben dieses Amtes haben wir Den derzeitigen Inhaber, Oberstaatsanwalt Knauß, befragt, Der uns folgenden Aufschluß gab. Das Amt des Universitätsrichters soll bis zum Jahre 1884 bereits bestanden haben. Dann wurden diese Funktionen vom Rektor bzw. seinen Beauftragten ausgeübt, bis sich im Jahre 1934 die Neu- errichtung des Amtes- Des Universitätsrichters als dringend notwendig erwies. Das Aufgabengebiet des Universitätsrich- ters umfaßt folgendes: 1. der Landesuniversität in allen Rechtsfragen mit seinem Rat zur Verfügung zu stehen, insbesondere Rechtsgutachten zu erstatten; 2. in regelmäßigen Sprechstunden die Dozenten und Studierenden in Rechtsfragen ihres dienstlichen oder akademischen Lebens zu beraten; 3. in studentischen Disziplinar-Angelegenheiten die Untersuchungen zu führen; 4. im Bedarfsfälle in ehrengerichtlichen Verfahren auf Anordnung des Vorsitzenoen des Ehrengerichts Auf dem Rückweg reden die drei von der Auto- bahn. _ u „Gut, daß Tante Ottilie noch nichts davon weiß , erzählt Jutta. „Es wird hier bei uns im Park auch vermessen. Man prüft die verschiedenen Möglichkeiten sehr genau." „Und was würde Dann aus Dem FelDherrntem- pel?" v . „Man müßte ihn natürlich umbetten, Den Friedrich Karl samt seinem Tempel. Das läßt sich alles machen." . v „UnD euer Park, Jutta er ist \a wunDerbar! „Man mürbe ihn ja nicht geraDe mitten durch- schneiDen. Ich denke, daß man nur eine Ecke brauchen wird. Es bliebe dann immer noch genug. Man kann ja Die schönsten unD gefünDeften Bäume versetzen. Der Fürst Pückler in Muskau hat seine Riesenbäume ja aus dem ganzen Land sich zu- sammengeholt! Da unten, kurz vor Dem Klotzteich hoben wir noch eine saure Wiese, Die längst trocken- celegt werDen sollte. Dort werDen wir einen neuen Park anlegen, zu Den alten Bäumen neue cflan» 3cn. Unsere KinDer können Dann zusammen mit ihnen ausroachsen." FreuDig sieht Lena Diese Jutta Plessen an. Wie ein langaufgeschossener Junge steht sie am Parktor. UnD doch liegt ein weicher fraulicher Zug um Den MunD Des jungen MäDchens. Ein warmes Gefühl von Klarheit, wie man es oft empfinDet, wenn man mit gefunDen, aufrechten Menschen zusammen ist, erfüllt Lena. Um Diese zwei Menschen braucht sie keine Sorge zu haben. Was aber hat sich auf Dem Gräfehof an diesem Nachmittag zugetragen? War es richtig, daß Lena Oetteking auf Die rätselhafte Stimme, Die sie zuruck- 3og, nicht Härte? Ist es nicht ungewöhnlich, wie Erni sichernD über Den Hof schaut? Wie sie Die Tür zum Grasgarten aufreißt, rafch jemanDen Dort hineinqehen läßt, sich selbst an Den Himbeerhecken entlangschleicht? Ihr buntes KleiD leuchtet auf. Nach kurzer Zeit kommt sie zurück. Sie ist nicht mehr unbekümmert wie sonst, scheu blickt sie um sich sie ist sogar ein wenig blaß. Erschrocken sieht sie nach Der BoDenluke. Es ist nichts, fein Geräusch ist zu hören. Beunruhigt läuft sie zur ^austur; versucht ein LieD zu summen unD nimmt schließlich einen Henkelkorb aus Dem Hausflur, Denn es ift ihr unmöglich, sich wieDer du Jhr.er $u eßen. Sie will hinaus, vielleicht wirD sie Bohnen, Die letzten pflücken, vielleicht Salat schneiDen. __ Aus der Gia-t Gießen. Blütenfest. In Stadt und Land erfreut sich (.gi ?n einem herrlichen Blutenkrank M Nen bluh-n NM, en und Tulpe,i. Der Blick aber richte ,td) unwillkürlich nach der schneeigen Pracht der Baume. Können wir uns ein fchönerc^ Riih nu TOen denke",?Im oollkn San- «Ä CU?lcn Taufende Der kleinen Blütensterne meVabCa rounöcrüo11 üon dem Blau Des Him- vbstbäume in der Nähe Des WalDes stehen, ist Das Bild noch bezaubernder Hinter Dem leuchtenden Weiß dehnt sich Der Wald' K?!in^Bnck.Pn^^L.fotzen mit ihrepi dunklen (Brun, Buchen und Birken zeigen Die ersten hell- arunen Blättchen. Strahlender aber sind die Obst- bäume m ihrer Blütenpracht. Sie erst lassen uns Den Frühling voll und g^anz genießen Es sind erst wenige Wochen her, da standen Die Baume noch kahl Da, und die Zweige und Aeste ^riien hilflos vom Frühlingswind hin- und her- gefchaukelt. Nur Die Knospen konnten wir erkennen Langsam, aber stetig wuchsen sie, wurden dicker und runder. Unentwegt schaffte die Sonne, und nun haben es Die Bäume erreicht. Die zarten Blü- tenblattchen erscheinen, nicht auf einmal, sondern 'N langsamem, aber sicherem Wachsen. Die Bäume feiern ihr schönstes Fest, und unzählige Freunde kommen zu Besuch. Berauschender Duft strömt von Den kleinen Blüten aus und lockt und ruft: Kommt zu mir! Und sie kommen, Die Bienen, Käfer und Schmetterlinge und finden alle einen gedeckten Tisch. — Die Landfchaft schimmert wie ein Blütenmeer. Zwischen Wäldern, Wiesen und Feldern heben sich Die blühenden Bäume wie weißschimmernde Flecken von der grünen Fläche ab. Dort aber, wo die Obstbäume dicht beieinanderstehen, beherrschen Die blühenden Bäume Die ganze Landschaft mit ihrem Blütenschnee. Das junge Grün, Das sich ringsum hervordrängt, nimmt sich nur noch wie eine Umrahmung aus wie in Die Landschaft gestellt, um Die weißen und rosafarbigen Blüten nod) mehr hervortreten zu lassen. Schön sind Die Straßen, an denen blühende Obst- Ibäume aufgereiht sind. Sie gleichen langen Perlenschnuren, Die zwischen Die Fluren gelegt wurden. Jeder Baum tritt hier mit seinem Blütenschmuck viel deutlicher hervor, als im Gewirr eines Gartens. Am Eisenbahndamm finden wir oft lange Strecken mit blühenden Obstbäumen. Zum Greifen nahe grüßen sie zum Eisenbahnfenster herein. Und wie schön sind die kleinen Bahnwärterhäuschen, Die oft ganz versteckt aus dem Blütenkranz von Blumen und Obstgärten hervorschauen! Blühende Dbftbäume überall! Sie grüßen an den Straßen, von Den alten Burgruinen, neben alten Dorfkirchen, sie leuchten in den Schrebergärten und schimmern aus Anlagen in Den Städten. Sogar in Den Wäldern, unter dunklen Tannen und zarten Birken blühen wilde Kirschbäume. Jedes Jahr kehrt Die Baumblüte wieder, und doch erscheint sie uns immer wieder wie ein Wunder. Nicht allzu lange Dauert Die Pracht. Dann fallen Die Blütenblätter ab, bedecken eine Zeitlang wie verspätet gefallener Schnee Den Boden und verschwinden dann. Die Bäume aber setzen inzwischen die kleinen Früchtchen an. Das Wachsen geht weiter. Und wir Menschen freuen uns nicht nur beim Anblick Der herrlichen Baumblüte über Die schneeige Pracht, wir erhoffen auch für Den Sommer und Den Herbst eine reiche Ernte. Die Baumblüte ist Die schönste Vorfeier der Ernte, sie ist Versprechen und Erfüllung zugleich. H. Polizeistunde und Tanz am Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei hat Die Polizeibehörden angewiesen, von einer Hinausschiebung des Beginns Der Polizeistunde von Amts wegen sowohl, als auch auf besonderen Antrag am 1. Mai grundsätzhch abzusehen. Dagegen soll Anträgen auf Genehmigung von Tanzlustbar- feiten im Rahmen Der Regelung entsprochen werden, Die für Die Öfter fei er tage galt. Es kann also am 1. Mai auch schon am Nachmittag getanzt werden. ____________ Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Sicherung der Frühjahrsbestellung. Im Hinblick auf die Dringlichkeit der Arbeiten, die im Interesse der Volksernährung jetzt in der Landwirtschaft geleistet werden müssen, wird amtlich darauf hingewiesen, daß am 1. und 2. M a i selbstverständlich ebenso wie an den Sonntagen während der Ernte in der Landwirtschaft gearbeitet werden kann. Ein Kind überfahren und getötet. * Bellersheim (Kreis Gießen), 27. April. Gestern gegen 16 Uhr ereignete sich in unserem Orte ein schwerer Unfall. Der siebenjährige Helmut Schreiner wurde von einem Bulldogg ü b e r f a h r e n und so schwer verletzt, daß der Tod des bedauernswerten Kindes nach kurzer Zeit eintrat. Oie Kriegsmeisterfchastsspiele der Fuhball-Bezirksklasie. 1900 Gießen — Watzenborn-Steinberg Naunheim — VfB.-R. Gießen Ehringshausen — Rodheim 05 Wetzlar — Sportfreunde Wetzlar. Die 1900er haben am Sonntag die Teutonen zu Gast. Die Watzenbörner haben an Durchschlagskraft eingebüßt. Es wäre verfehlt, eine Voraussage über den Ausgang des Spieles zu treffen. Man ist in den Fußballkreisen auf dieses Spiel sehr gespannt. Auch bei dem Spiel der DfB.-R. in Naunheim ist man gespannt. So wie die Mannschaften augenblicklich stehen, tippt man das Spiel für Naunheim gewonnen. Die Rodheimer, die sich bei den letzten Spielen als gute Partner gezeigt haben, werden sich auch in Ehringshausen zu schlagen wissen. Bei dem Vorspiel der beiden Wetzlarer Vereine konnten die 05er mit 5:2 gewinnen. Auch dieses Spiel wird der Sportverein für sich entscheiden. 1900 — Teutonia Watzenborn-Steinberg. Die Blau-Weißen empfangen am Scmnta-g die Teutonen aus Watzenborn-Steinberg zum fälligen Rückspiel. Diese Begegnung, die, abgesehen von dem Lokaltreffen, sich in den letzten Jahren mit zu den interessantesten im Bezirk entwickelt hat, wird auch morgen seine Anziehungskraft nicht verfehlen. Dann wie seither, hängt auch diesmal wieder für beide Mannschaften noch manches von dem Ausgang ab. Für die Teutonen gilt es, durch einen Sieg die Spitzenstellung zu behaupten, während für die Blau-Weißen durch einen Erfolg sich noch einige, wenn auch schwache Möglichkeiten eröffnen. Bei den schwankenden Leistungen Leider Mannschaften läßt sich papiermäßig für den einen oder anderen keine besondere Aussicht abwägen. Es muß schon dem Verlauf überlassen bleiben, und das ist ja auch für den Zuschauer das reizvollste. Oie Kämpfe der Kreisklaffe. Tuspo Naunheim I —- VfB.-R. I. Mit Spannung fteht die ganze Fußballgemeinde dem Ausgang dieses Treffens entgegen. Ist doch der Ausgang des Spiels entscheidend für die Meisterschaft in der Bezirksklasse. Nicht nur der Meister, Teutonia Watzenborn-Steinberg, sondern auch der Sportverein Wetzlar mußten dort die Punkte lassen. Ist es nun -möglich, daß es dem VfB.-R. gelingt, die heißbegehrten Punkte aus Naunheim zu entführen? Die Gastgeber stellen eine ausgeglichene Elf ins Feld, die als ausgesprochene Heimmannschaft anzu» sehen ist,» denn bis jetzt gelang es keinem Verein, dort auch nur einen Punkt zu ergattern. Die Grün-Weißen, die schon manchen Strauß mit den Naunheimern ausgefochten haben, brachten es bisher nie fertig, dort zu einem Siege zu kommen. Wie steht es nun am Sonntag mit den Aussichten der Grün-Weißen? Die Mannschaft hatte einen schönen Vorsprung, doch wurde dieser leichtfertig vergeben. Zwei Spiele verlor die Elf, dann fand sie sich wieder zurecht. Wenn der Sturm, der auch im letzten Spiel nicht zu überzeugen vermochte, einigermaßen „auf Draht" ist, dann sollte die Mannschaft im Vertrauen auf ihr Können getrost den schweren Weg antreten. Grohen-Bufeck I — Klein-Lmden I. Der Tabellenführer empfängt auf seinem neuen Sportgelände die Elf aus Kleinlinden. Die Gäste konnten trotz des Sieges am Sonntag nicht restlos überzeugen und müssen noch manchen schwachen Punkt in der Mannschaft neu besetzen, während der Gastgeber als äußerst stark anzusehen ist. Man rechnet mit einem sicheren Siege der Platzherren. VfB.-R. II — Garbenieich I. Auf ^em Waldsportplatz erwarten die Grün- Weißen die Gäste aus Garbenteich. Die Gastgeber mußten am Vorsonntag durch eine sehr schlechte Aufstellung der Mannschaft eine Niederlaae einstecken, doch wurde dieser Uebelstand inzwischen behoben. Die Mannschaft ist stark, doch der Gegner hat durch seine ausgetragenen Spiele gelernt und gilt als Favorit. Es ist kaum möglich, daß sich die Grün-Weißen gegen den Gegner erfolgreich durchsetzen können. Steinbach I — Hungen I. Hungen muß in Steinbach zum fälligen Punktspiel antreten. Die Gäste haben zwar gegen den Tabellenführer verloren, sie setzten sich aber tapfer zur Wehr und sind stärker geworden. Ob es allerdings gelingt, den Platzherren, die mit großer Verstärkung antreten können, die Punkte abzunehmen, erscheint fraglich. Auf jeden Fall dürfte ein spannender Kampf in Aussicht stehen. besten der Universität auswirkt. Seine Arbeit hinsichtlich des Abschlusses von Verträgen und Vereinbarungen ist nicht nur in juristischer, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht von großer Bedeutung, da sie daraus gerichtet ist, den Erfordernissen der Universität bei der Herausgabe von Arbeiten zu dienen. Von der Möglichkeit der Rechtsberatung der Angehörigen der Universität durch den Universitätsrichter wird nach wie vor in weitem Ausmaß Gebrauch gemacht, ein Beweis dafür, wie erwünscht und wie fruchtbar diese Arbeit im Dienste unserer Ludoviciana ist. So sehen wir auf allen Gebieten unserer alten Gießener Universität ein außerordentlich furchtbares Wirken, das zu den besten Hoffnungen für die Zukunft Anlaß gibt. B. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. NSG. „Kraft durch Freude": 20 Uhr im Stadttheater 7. Ringveranftaltung „Der Revisor". — Glo- ria-Palast (Seltersweg): „Frau nach Maß". — Licht- spielhaus (Bahnhofstraße): „Wir alle geh'n zum Polterabend". — Mtv.: 20 Uhr ordentliche Mitgliederversammlung im Hotel Köhler, Horst-Wessel-Wall. — Gießener Radfahrervereinigung: 20.30 Uhr Jahreshauptversammlung im „Burghof". — Spielvereinigung 1900: 20 Uhr außerordentliche Mitgliederversammlung im „Frankfurter Hof". — VfB.- Reichsbahn: 20.30 Uhr Generalversammlung tm „Schipkapaß". Tageskalender für Sonntag. Gloria-Palast (Seltersweg): 10.30 Uhr Filmvorführung „Stander ,Z‘ vor", „Unter der Kriegs- flagge", „Stapellauf des Tirpitz" und Vortrag von Korvettenkapitän Corus. — Stadttheater: 19 bis 22 Uhr „Junge Spatzen". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Frau nach Maß". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Wir olle geh'n zum Polterabend". — Lberhessischer Kunstverein: Ausstellung Walter Kroll, Gießen, von 11 bis 13 Uhr im Turmhaus am Brand. Erstaufführung im Stadttheater. Am morgigen Sonntag wird zum ersten Male das Lustspiel mit Musik „Junge Spatzen" aufgefuhrt. Spielleitung: Harry Grüneke. An zwei Flügeln: Richard Boeck . Elfriede Fischer. Es wirken mit: Irene Duill, Eva Eckert, Ruth Eiben, Marie Matzm- oer-Karden, Ingeborg Riehl; Harry Braunwarth, Walter Erler, Siegftied Lowitz, Christoph Reuland, Bernhard Schmitz, Mat Schneider-Oest, Karl Dolck, Hans Voß. Bühnenbild: Karl Löffler. Tanze: Thea Maaß. Außer Miete. Gießener Lonzert-verein. Das vierte Solistenkonzert des Gießener Konzertvereins bringt am Montag, 29. April, einen Kammermusikabend des bekannten Leipziger Gewandhausquartetts. Zum Vortrag gelangen Haydn op. 74, 3 g-moll (bekannt unter dem Namen „Reiterquartett"), Mozart Köchel-Verzeichnis 575 D-dur und Tschaikowsky op. 30 es-moll. Das Konzert findet in der Univevsitätsaula statt. ______________________ Aufruf! Gemeinschaftsempfang der berufstätigen Jugend. 3m Rahmen der Aktion „Weltanschauliche und geistige Betreuung der Jugend im Kriege" spricht am kommenden Wontag, 29. Aprit, vormittags 8 Uhr, der Reichsorganifationsleiter und Leiter der DAF. Pg. Dr. Rob. Ley in einer Reichssendung zur deutschen Jugend. Sämtliche Vetriebsführer wollen aus diesem Anlaß sofort in Verbindung mit dem Betriebsjugendwalter alle Vorbereitungen zum Gemeinschaftsempfang treffen. Das Antreten zu diesen Appellen hat jeweils in HI.- bzw. BDW. Uniform zu erfolgen. In Gießen steht den Betrieben und Schulen, welche nicht in der Lage find, einen Gemeinschaftsempfang durchzuführen, das Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, zur Verfügung. Die hierfür in Frage kommenden Betriebe wollen sich sofort mit dem Kreisjugendwalter der DAF. in Verbindung sehen. Die Plätze müssen dort bis 7.45 Uhr eingenommen sein heil Hitler! I.V. gez. Reih, Kreisobmann. Himmelfahrtstag gesetzlicher Feiertag. Wie bereits bekanntgegeben, ist der 1. Mai auch in diesem Jahre gesetzlicher Feiertag. Ebenfalls der Himmelfahrtstag, der in diesem Jahre auf den 2. Mai fällt, bleibt wie bisher gesetzlicher Feiertag. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 27. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, x/i kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, deutsche Kühlhauseier 12 Rpf., Kartoffeln, 50 kg 3,90 RM., Gelberüben, H kg 12 Rpf., Roterüben 12, Spinat 40 bis 45, Unterkohlrabi 8, Zwiebeln 12, Meerrettich 40 bis 60, Schwarzwurzeln 35 bis 40, Aepfel 15 bis 35, Rhabarber 60, Blumenkohl, das Stück 45, Salat 35 bis 50, Salatgurken 120 bis 140, Lauch 5 bis 15, Sellerie 10 bis 40, Rettich 10 bis 20, Radieschen, das Bündel 25 bis 30 Rpf. * ** Beförderung im R e i ch s l u f t s ch u tz- bund. Der Orts-Kreisgruppenführer der Orts- Kreisgruppe Gießen des Reichsluftschutzbundes, Oberluftschutzführer Adolf Clotz, wurde mit Wirkung vom 20. 4.1940 zum Hauptluftschutzführer befördert. Der Landesgruppenführer, Generalleutnant z. V. Müller-Michels, sprach ihm seine herzlichsten Glückwünsche aus. ** Werkskonzertübertragung aus Gießen. Der Reichssender Frankfurt wird am kommenden Dienstag, 30. April, in Gemeinschaft mit der NSG. „Kraft durch Freude" aus einem Gießener Industriebetrieb ein Werkskonzert übertragen. Es spielt ein Musikkorps der Wehrmacht. Das Kon- ; zert beginnt um 13 Uhr. _______________________ Zriedhofsordnung -er Stadt Gießen. Auf Grund des §3 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 (RGB. 1935, S. 49 ff.) wird nach Anhörung der Ratsherren für die Stadt Gießen folgende Satzung erlassen: Friedhofsordnung. A. Friedhof am Rodtberg. L Allgemeine Vorschriften. 1. Der Friedhof ist Eigentum der Stadtgemeinde Gießen. Er dient der Beisetzung aller Personen, die bei ihrem Tode in der Gemeinde Gießen ihren Wohnsitz oder Aufenthalt hatten, sowie derjenigen, die ein Anrecht auf Benutzung einer Familiengrabstätte haben. Für andere bedarf es der besonderen Erlaubnis des Oberbürgermeisters. 2. Die Verwaltung des Friedhofs und des Beerdigungswesens obliegt dem Oberbürgermeister. Dieser beauftragt mit der Führung der Geschäfte die dafür bestimmten städtischen Dienststellen. 3. (1) Der Friedhof kann aus zwingenden Gründen durch Entschließung des Oberbürgermeisters ganz oder zum Tell der Benutzung entzogen werden. (2) Diese Bestimmung gilt unter den gleichen Voraussetzungen auch für einzelne Gräber. (3) Von dem in der Entschließung festgesetzten Zeitpunkte an erlöschen alle Beisetzungs- und Nutzungsrechte. II. Ordnungsvorschriften. 4. Die Friedhöfe find während der festgesetzten Zeiten für den Besuch geöffnet. Die Besuchszeiten werden an den Eingängen bekanntgegeben. Die Schließung wird außerdem eine Viertelstunde vorher durch Glockenzeichen angekündigt. 5. Die Besucher haben sich ruhig und der Würde des Ortes entsprechend zu benehmen. Den Anordnungen des Aufsichtsbeamten ist Folge zu leisten. Die Absperrung des Friedhofes bei starkem Andrange bleibt vorbehalten. Kinder unter 12 Jahren dürfen den Friedhof nur in Begleitung von Erwachsenen und unter deren Verantwortung betreten. 6. Verboten ist innerhalb des Friedhofes: a) das Mitbringen von Tieren, b) das Befahren der Wege mit Fahrzeugen aller Art, soweit nicht besondere Genehmigung von der Friedhofsverwaltung erteilt ist, c) der Aufenthalt unbeteiligter Zuschauer bei Beerdigungsfeierlichkeiten, d) das Rauchen und Lärmen, e) das Verteilen von Druckschriften ohne Genehmigung, f) das Feilbieten von Waren aller Art, insbesondere von Blumen und Kränzen, sowie das Anbieten gewerblicher Dienste, soweit eine Genehmigung nicht erteilt ist, g) das Ablegen von Abraum außerhalb der hierfür vorgesehenen Plätze, h) das unbefugte Betreten fremder Grabstätten. 7. Gewerbliche Arbeiten an den Grabstellen dürfen nur nach vorheriger Anmeldung bei der Friedhofsverwaltung ausgeführt werden. Die Berechtigung zur Vornahme der Arbeiten ist durch schriftliche Ausweise des Grabinhabers nachzuweisen. Wer gewerbsmäßig Begräbnisstätten gärtnerisch herrichtet oder unterhält oder wer andere gewerbliche Arbeiten (Aufstellen von Denkmälern, Herstellung von Einfassungen usw.) an Grabstätten ausführt, muß im Besitz einer auf den Namen lautenden Berechtigungskarte sein. Die Karte ist nicht übertragbar und jederzeit widerruflich. Sie ist nur für das Kalenderjahr gültig, für das sie ausgestellt wurde. Für jeden Arbeiter oder Gehilfen, deren sich der Inhaber einer Berechtigungskarte bedient, bedarf es einer besonderen, auf den Namen lautenden Arbeiterkarte, die ebenfalls nur für jeweils ein Jahr ausgestellt wird und nicht übertragbar ist. Die Karte berechtigt nur zu Arbeiten für den darauf vermerkten Arbeitgeber. Gewerbetreibenden, die trotz Warnung wiederholt gegen die Anordnungen der Friedhofsverwaltung verstoßen, kann die Berechtigungskarte entzogen und das Arbeiten auf dem Friedhof untersagt werden. 8. Den Gewerbetreibenden ist zur Ausübung ihres Berufes das Befahren der Wege mit geeigneten Fahrgeräten gestattet. Schwerbeladene Fahrzeuge dürfen nur die befestigten Hauptwege benutzen. Gewerbsmäßige Ausführung von Arbeiten mit Ausnahme des Begießens von Pflanzen ist an Sonn- und Feiertagen und an diesen Tagen vorausgehenden Nachmittagen verboten. Die Friedhofsverwaltung ist berechtigt, die Beförderung von Materialien und die Vornahme von Arbeiten auf dem Friedhof auch an Werktagen während der für Beerdigungen vorgesehenen Stunden zu untersagen, wenn diese Arbeiten die Beisetzungsfeierlichkeiten stören. Die Lagerung von Arbeitsgeräten und Materialien auf dem Friedhof, soweit sie nicht für im Gange befindliche Arbeiten unbedingt erforderlich sind, ist verboten. Mit Abfällen ist nach Anweisung des Friedhofsverwalters zu verfahren. Die Wege zwischen den Reihengräbern dürfen nicht versperrt werden. Zur Vornahme von Arbeiten dürfen nur die Zwischenräume zwischen Gräbern, nicht die Grabstätten selbst betreten werden. III. Allgemeine Besiallungsvorschrifien. 9. Das Begräbnisamt genehmigt die Beerdigungen und bestimmt die Beisetzungszeiten. Die Durchführung im einzelnen regelt sich nach der bestehenden Begräbnisordnung. 10. Die Tiefe des Grabes beträgt: a) für Erwachsene und Kinder über 10 Jahre........1,75 m b) für Kinder von 3 bis 10 Jahren 1,50 m c) für Kinder unter 3 Jahren . . 1,30 m 11. Die Ruhefrist bis zur Wiederbelegung des Grabes beträgt 30 Jahre. Die Gräber werden von der Friedhofsverwaltung ausgehoben und wieder verfällt. Kein Grab darf mehr als eine Leiche aufnehmen. Von dieser Bestimmung kann mit Genehmigung des Oberbürgermeisters nur abgewichen werden, a) wenn eine Mutter gleichzeitig mit ihrem neugeborenen oder noch nicht ein Jahr alten Kinde stirbt und mit diesem in einem gemeinschaftlichen Sarg beigesetzt werden soll, b) wenn zwei nicht über 5 Jahre alte Geschwister gleichzeitig sterben und in einem gemeinschaftlichen Sarge beigesetzt werden sollen. IV. Grabstätten. 12. Sämtliche Grabstätten bleiben Eigentum der Stadt Gießen. An ihnen bestehen nur Rechte nach dieser Ordnung. Werden Grabstätten durch Ausgrabung frei, so fällt das Benutzungsrecht an die Stadt Gießen zurück. 13. Die Gräber werden reihenweise angelegt als: a) Reihengräber, b) Einfassungsgräber, c) Familiengräber, d) Aschenstätten. a) Reihengräber. 14. Unter „Reihengräber" sind zu verstehen die allgemeinen Gräber, die gegen geringe Gebühr ab-- gegeben werden. Abgabe ohne Vorliegen eines Todesfalls erfolgt nicht. 15. Es werden eingerichtet: a) Reihenfelder für Kinder bis zu 3 Jahren, b) Reihenfelder für Kinder von 3 bis 10 Jahren, c) Reihenfelder für Erwachsene und Kinder über 10 Jahre. Die Gräber haben folgende Maße: a) Reihengräber für Kinder bis zu 3 Jahren: Länge 1,25 m Breite 0,65 m Mindeftabftand 0,30 m Mindestabstand 0,30 m b) Reihengräber für Kinder von 3 bis 10 Jahren: Länge 1,80 m Breite 0,90 m Mindestabstand 0,30 m Mindestabstand 0,30 m c) Reihengräber für Erwachsene und Kinder über 10 Jahre: Länge 2,30 m Breite 1,05 m Mindestabstand 0,30 m Mindestabstand 0,30 m 16. Es wird der Reihe nach beigefetzt. Umbettungen aus einem Reihengrab in ein anderes Reihengrab sind unzulässig. 17. lieber die Wiederbelegung von Reihenfeldern, deren Ruhefrist abgelaufen ist, entscheidet der Oberbürgermeister. Die beabsichtigte Wiederbelegung wird 6 Monate vor Abräumung durch einmaligen Aufruf in den örtlichen Zeitungen bekanntgegeben. Eine Grabstätte kann gegen Einrichtung einer dafür festgesetzten Gebühr der erneuten Benutzung auf weitere 30 Jahre entzogen werden. Die Friedhofsverwaltung entscheidet, ob einem dahingehenden. Antrag stattgegeben werden kann, oder ob im Interesse einer gleichmäßigen Belegung Ablehnung erfolgen muß. 18. Reihengräber sind spätestens 3 Monate nach der Beisetzung würdig herzurichten und bis zum Ablauf der Ruhefrist ordnungsmäßig in Stand zu halten. Geschieht dies trotz Aufforderung nicht, so können sie von der Friedhofsverwaltung eingeebnet und eingesät werden. b) Einfaffungsgräber. 19. „Einfassungsgräber" sind solche Gräber, die an Wegen eingerichtet werden und von der Fried- Hofsverwaltung mit einer einheitlichen Einfassung versehen werden. Die Abgabe dieser Gräber erfolgt durch die Friedhofsverwaltung auf die Dauer von jeweils 30 Jahren. lieber den Erwerb wird eine Urkunde ausgestellt. Die Bestimmungen für Reihengräber über Beisetzung, Wiederbelegung bzw. Neuerwerb auf weitere 30 Jahre finden für EinfassuUgsgräber sinngemäße Anwendung. Einfaffungsgräber haben folgende Abmessungen: Länge 2,50 m Breite 1,10 m Mindestabstand 0,30 m Mindestabstand 0,30 m c) Familiengräber. 20. „Familiengräber" sind Grabstellen, die zu mehreren für eine längere Benutzungsdguex verliehen werden. Sie werden an hierzu bestimmten Stellen eingerichtet. Die Erwerbung im voraus, ohne daß ein Todesfall vorliegt, kann versagt werden. Die Nutzungsrechte an Familiengräbern werden durch Zahlung der festgesetzten Gebühr erworben. Ueber den Erwerb wird eine Urkunde ausgestellt. Die Uebertragung des Nutzungsrechtes an Dritte ohne Genehmwung des Oberbürgermeisters ist unzulässig. Die Nutzungszeit wird auf 40 Jahre festgesetzt. Die Bestimmungen I. Ziffer 3, wonach Teile des Friedhofs ober einzelne Gräber durch Entschließung des Oberbürgermeisters der Benutzung entzogen werden können, bleibt davon unberührt. In diesem Falle wird der Betrag für Grabstätten, die noch unbenutzt sind, entsprechend den Sätzen der Gebührenordnung zurückerstattet. 21. In den Familiengräbern können der Erwerber und seine Angehörigen bestattet werden. Die Beisetzung anderer Personen bedarf besonderer Genehmigung. Als Angehörige gelten: a) Ehegatten, b) Verwandte in auf- und absteigender Linie, angenommene Kinder und Geschwister, c) die Ehegatten der unter b) bezeichneten Personen. 22. Familiengräber müssen spätestens 3 Monate nach der ersten Beisetzung oder nach Erwerb der Nutzungsrechte gärtnerisch angelegt und unterhalten werden. 23. Das Nutzungsrecht kann durch besondere Genehmigung des Oberbürgermeisters gegen erneute* Zahlung der dafür festgesetzten Gebühr oorlängert werden. Die Verlängerung des Nutzungsrechts ist nur für das ganze Familiengräbnis zulässig. Eine wiederholte Verlängerung ist möglich. Die Berechtigten sind verpflichtet, für rechtzeitige Verlängerung zu sorgen. Nach Erlöschen des Nutzungsrechts und nach Ablauf der Ruhefrist kann der Oberbürgermeister über die Grabstätten anderweitig verfügen: zuvor soll hierauf durch öffentliche Bekanntmachung hingewiesen werden. 24. Das Nutzungsrecht an Familiengräbern kann ohne Entschädigung entzogen werden, wenn die Grabstätten mit Zubehör nicht den Vorschriften entsprechend angelegt oder in der Unterhaltung vernachlässigt werden. In diesen Fällen muß zuvor eine dreimalige schriftliche Aufforderung ergangen fein. Sind die Berechtigten unbekannt oder nicht zu ermitteln, genügt eine öffentliche befristete Aufforderung in Form einer Bekanntmachung. 25. Familiengrabstätten erhalten folgende Abmessungen: Länge 3,50 m Breite 2,20 m für jedes weitere Grab 1,10 m mehr Familiengräber werden nicht unter zwei Stellen abgegeben. Alle Streitigkeiten über Rechte an Familiengräbern, insbesondere über das Recht der Beerdigung, entscheidet unter Ausschluß des Rechtsweges der Oberbürgermeister. 26. Das Ausmauern und Ueberwölben von Gräbern ist verboten. Hierfür find besondere Gruftbegräbnisse angelegt, die durch die Friedhofsverwal- tung abgegeben werden. Auf diese finden die Bestimmungen über Familiengräber sinngemäße Anwendung mit der Maßgabe, daß die Verleihung auf Friedhofsdauer geschieht. Ueber das Gruftbegräbnis im ganzen kann sowohl durch Rechtsgeschäft unter Lebenden, als auch oob Todeswegen verfügt werden. Dis. Verfügung und Mütterdienst in Gießen Blockade gebrochen wird. Erzeugungsschlacht Kampf dem Verderb brechen die Blockade! schönste und wichtigste Aufgabe der Frau. Führer sagt: „3n meinem Staate ist sorgfältigen Ausbildung unterziehen muß, bevor er mit diesen Waffen in den Kampf zieht! Vorzügliche Waffen in der Hand bestausgebildeter Soldaten gewährleisten erst den militärischen Erfolg. Bei den Nahrungsmitteln ist die Lage ober nicht anders. Denn die Nahrungsmittel sind die Munition für den Krieg im Innern. Sie sind die un- Der d i e en Punkt- gegen den ber tapfer > es aller- 'oßer 8er« Mehinen, ein span- ie Grün« Gastgeber r schlechte -laste ein« nschen be« !r Gegner ■lernt und sich die üch durch- bI* je „,®f ins anzu, 1 herein, ern: Die nut den V5 bis. rommen. ?u-sich!-n « einen ^chtferiig °nn der auch ^Mochte, °llte die 'N stetrost L jn neuen w Taste cht restlos schwachen hrend der ist- Man Herren. Sparsam und richtig zubereiten. Von ÖCr 6au6frou Jur Erzeugungsschlacht. E>wlnderen, ^eichshauptabteilungslesier im Reichsnährstand. Mutter d i e wichtig ft e Staatsbürgerin." Dieses Wort sollten die Frauen sich alle erst verdienen. Und dann sehe man sich einmal die Kurse des Mütterdienstes an und verstehe dann, daß sie helfen wollen, das Können zu erhalten, das die Hausfrau braucht. Da ist zunächst der Säuglings- kurs und die Pflege des Kleinkindes. Wieviel leichter geht die Arbeit von der Hand, wenn man das alles kann. Statt Mühe macht das Kleine Freude. Als zweiten Kurs meldet der Mütterdienst Gesundheits - und häusliche Krankenpflege. Immer wieder wird eine Mutter am Bette eines ihrer Kinder stehen, und sie ist dann dankbar, wenn sie sich zu helfen weiß. Die Kinder werden größer, und damit kommt die Frage ihrer Erziehung und Beschäftigung. Man lernt im Kursus Spielzeug anfertigen und die Kinder anzuleiten, wie sie sich selbst ihre Spiele zurechtmachen können. Das alles bringt soviel Freude, daß mancher Winterabend gemütlich daheim dabei verbracht wird. Kochen und Haushaltsführung ist etwas, das gerade jetzt im Kriege ganz besonders gut verstanoen sein muß. Jede Hausfrau ist auf diesem Gebiet immer wieder Lehrling. Daß eine Frau nähen können sollte, wird ihr im eigenen Heim täglich bewußt, und dankbar nimmt sie darum an einem Näh kurs teil. Als letzter Kurs steht „Heimgestaltung und ?■ M 'S (1Snt h ri» Seit kann, ist kein Soldat. Eine Frau, die nicht Hauswirtschaften kann, ist keine Hausfrau. Was für die militärische Front der Bunker ist, das ist für die Heimatfront d i e Küche. Einfach sind die gestellten Aufgaben heute nicht, aber das darf keine Entschuldigung fein, denn wir befinden uns im Kriege. Diesen Krieg wollen und müssen wir gewinnen, das ist ohne wirksamen Einsatz jedes einzelnen an seinem Platze nicht möglich. Was hier für die Hausfrau gesagt wurde, das gilt für den Handel, für die Lagerhaltung und den Transport der Nahrungsmittel. Es ist erst recht verpflichtend für alle Großverpflegungseinrichtun« gen. Denn es ist nicht gleichgültig, ob dort dem deutschen Volke ein gutes oder ein schlechtes Bei- spiel gegeben wird. Bewußt und überlegt handeln! Sparsam und richtig zubereiten! Nahrungsmittel re st los verwerten! Und sich immer voll verantwortlich fühlen! Das sind im Kriege nicht nur Werbeparolen, es sind Forderungen dieser Zeit an das deutsche Volk, jeder hat sie zu erfüllen. Das Landvolk schafft die Nahrunasgüter und das übrige Volk kennt seine Pflicht. Wenn so Stadt und Land einander ergänzen, wird diese Gemeinschaftsleistung entscheidend dazu beitragen, daß die Gfs. Berufsausbildung ist ein Wort, das wir heute alle kennen. Für jeden, auch den einfachsten Beruf brauchen wir heute eine Ausbildung. Nur für den schönsten und wichtigsten Frauenberuf Hausfrau und Mutter kennen wir noch keine Vorbereitung. Früher war das anders. Da hat ganz selbstverständlich jedes junge Mädchen daheim bei ihrer Mutter all das gelernt, was sie für später brauchte. Sie hatte sich ja für nichts anderes vorzubereiten. Heute lernt jedes Mädchen zunächst für den Beruf, den sie zuerst ausübt, und dabei kommen alle die viel gerühmten Tugenden der Hausfrau etwas zu kurz. Wenn dann die Ehe beginnt, fehlt so manches. Wie viel Glück ging schon verloren, weil die Hausfrau nicht einteilen konnte. Nirgends reichte das Geld. Zu Haufe wurde es ungemütlich. Die junge Frau wird nicht mehr mit der vielen Arbeit fertig. Die Kinder kommen urib. sollen betreut und erzogen werden. Und überall fehlt das Können, das einem die Arbeit erleichtert. Und doch sollten die Frauen sich dessen sehr bewußt sein, daß die Arbeitskraft jedes Mannes davon abhängt, wie er feine Mußestunden im eigenen Heim verbringt. Ein wirkliches Heim ist die beste Erholung nach der Arbeit und gibt die Spannkraft zu neuem Wir-, ken. Gerade die Heimgestaltung, sowohl rein äußerlich in der Sauberkeit und in der Art, als auch im freundlichen Ton des Umgangs, liegt so ganz in der Hand der Frau. Das Heim für den Mann, das Elternhaus für die Kinder zu gestalten, das ist die deutschen Landnot t qeforo»™ ffr hl ,7 itim für die außerordentlichen Leistungen die es unter der vorbildlichen und weitschauenden aarar. politstchen Führung vollbracht h'at unb mü^iate die Schwere des landwirtschaftlichen Beruf« E allem bie oft überfeljene aber entsagungsreiche ein« Pa n9L mHtt5fIerlftUnx9 bLr Frauen auf dem Lande mit folgenden Worten: „Ich habe mich selbst davon überzeugt, wie schwer es die Bauerm frau gerade m diesen Monaten des Krieges gehabt 9an3 aIJ.ein O^ellt ohne jede Hilfe mußte sie Vieh, mußte sie Stall, Haushalt und den ganzen Betrieb versorgen, oft am Zusammenbrechen. Ich habe Frauen erlebt, die schon das kommende Kind Gunter dem Herzen trugen und trotzdem keine Stunde von der Arbeit befreit werden konnten. Ich £"t.reine “ < Hochachtung und ein gewisses Dank- ganz besonders den Landfrauen gegenüber in diesen Wochen und Monaten bekommen. Wenn Deu ch and solche Frauen hat, dann kann und wird Deutschland Niemals untergehen." . Durch die großen Leistungen des Landvolkes vor dem Kriege und auch in den ersten Kriegsmonaten ist es möglich gewesen, große Vorräte an Nahrungsmitteln in Silos, Lagerhäusern und Kühlraumen aufzuspeichern, das deutsche Volk mit Nahrungsmitteln zu versorgen' und dem gesteigerten Nahrungsmittelbedarf im Kriege gerecht zu werden (Wehrmacht, Kriegsgefangene ufro.). Aber, fo reichlich die Bestände auch fein mögen, für die Zukunft ist und bleibt die Grundlage unserer Ernährung die laufende Erzeugung. Daher forderte der Generalfeldmarschall nicht nur eine Aufrecht- erhaltung des derzeitigen Erzeugungsstandes sondern „nochmals eine Erze ^gungs steigern n g". Wer sich vergegenwärtigt, unter welchen schweren und schwersten Umständen das Landvolk heute schon arbeitet — ich möchte z. B. nur die Abgabe gerade der besten Arbeits- und Zugkräfte für Kriegszwecke erwähnen — der wird sich vorstellen können, was die Erfüllung dieser neuen . Forderung bedeutet. Dennoch: der Dank, den Hermann Göring ausgesprochen hat und das Vertrauen des Führers werden das Landvolk auch zu diesen neuen Leistungen befähigen. Jedem ist bekannt, wie beim Heer Waffen und Munition gepflegt, verpackt und gelagert werden. Jeder weiß auch, wie sich der einzelne Mann einer entbehrliche Voraussetzung für das Leben und die Arbeit des Volkes im Kriege und entscheidend ist ihre pflegliche Behandlung und richtige Verwertung. Es ist nicht damit abgetan, vielleicht ein unklares Dankesgefühl „dem braven Landvolk" gegenüber zu empfinden. Es genügt auch nicht, oaß man über die Notwendigkeit der Nahrungsmittelpflege und der richtigen Verwer- tung nur dann einmal etwas nachdenkt, wenn man Zufällig darüber lieft. Die unerhörten Leistungen des Landvolkes und die ehernen Gesetze des Krieges fordern die Tat, die heißt: „Kampf dem 8er« derb — jetzt erst recht". Jeder einzelne mag da- chit bei s i ch selber beginnen. Er wird erstaunt sein, welchen Nutzen er sich und der Allgemeinheit bereiten kann. Wenn ihm zur Durchführung noch Kenntnisse fehlen — vielleicht Kochkenntnisse oder anderes — dann muß er sich fortbilden z. B. in Kochschulen. Möglichkeiten sind ausreichend vorhanden. Ein Mann, der nicht mit der Waffe umgehen Zec Optiker am Sahnhof | et Ihrer Krankenkasse Volksbrauchtum" auf dem Programm. Gerade diesen Kurs sollte jedes Mädchen hören, ehe es sich Möbel und andere Dinge für ihre Aussteuer kauft. Jeder Mensch paßt nur in sein eigenes Heim, denn auch die Möbel haben eine Seele oder sollten sie wenigstens bekommen. Alle diese Dinge im eigenen Haus gehören mit zu dem schönen Wort „mein Heim" und darum ist gar nichts daraus unwichtig. Zu all diesen Dingen wird im Lehrgang des Mütterdienstes im Deutschen Frauenwerk Stellung genommen und den Frauen und Mädchen das Rüst» zeug gegeben für den schönsten Frauenberuf. Die Kurse finden an den Abenden statt, so daß alle, auch die Berufstätigen, daran teilnehmen können. Wer mehr Zeit zur Verfügung hat, geht auf eine Gaubräuteschule und lernt dort in. einem sechswöchigen Lehrgang alles zusammen. Die Teilnehmerin erhält nach Abschluß jedes Kurses eine Bescheinigung. Die Bräute der ss-Männer müssen die Teilnahme an den Kursen nachweisen, ebenso wird bei den Bräuten der Wehrmachtsanaehörigen sehr darauf gesehen, daß sie die Kurse besucht haben. Das gleiche gilt von den Bräuten der SA.-Männer und denjenigen, die ein Ehestandsdarlehen beantragen. Ja und die anderen? Wollen sie zurückstehen und weniger können? Sicher nicht! Irgend wann hat man doch einmal Zeit, einen Kurs zu besuchen. In jedem Ort kann man sich bei der Ortsfrauenschaftsleiterin melden. Sind genügend Teilnehmerinnen beisammen, so kommt eine Lehrkraft und hält den gewünschten Kursus. In größeren Orten gehen die Kurse laufend weiter. Anmeldungen können dann jederzeit erfolgen. Wertvolle Ausgrabungen auf der Iiuine Wartenbach. LPD. Lauterbach, 26. April. Nach einer Mitteilung des Vereins Lauterbacher Museum e. B. sind die Ausgrabungen des Vereins auf der Burgruine Wartenbach bei Angersbach im Kreise Lauterbach erheblich vorangeschritten. Es konnten der südöstliche Eck-Kssller und der Bergfried ausgegraben und der Rest des Burghofes in Angriff genommen werden. Bei diesen Arbeiten hat man zahlreiche wertvolle Funde aus der Blütezeit der Veste Wartenbach machen können, fo z. B. vorgeschichtliche Scherben, ganze Töpfe, Wächterhorn, Jllgill, eine orientalische blaugoldene Glasschale aus der Kreuzfahrerzeit, goldpatinierte Teile eines bronzenen Pferdegeschirrs, bemalte Fensterglasscheiben, Pfeilspitzen, Schlüssel, Schleudersteine u. a. m., die allesamt das Bild der schicksalsvollen Vergangenheit der Burg erweitern bzw. abrunden helfen. Alle Funde wurden dem Museum zugeführt, das bereits die früheren Funde von dieser Stätte beherbergt. bestimmten ein Todes- m werden erworben, ausgestellt, an Dritte ers ist un- Jahre fest- onad) Teile h Entschließung ent- lerührt. In «statten, die Sätzen her n der Er- et werden, besonderer ender Linie, chwister, bezeichneten 3 Monate Erwerb der unterhalten räbem !«" oen" 11 S-rlchL Intert”1* mu6 i« ” Effi t ober fristete » ung- igende sondere Gegen erneut ■ verlängert igsrechts'lt 1W Die Berech erlängerung Dberburg«* iq lerfi««1; mnhnwH tti. i» ’Sb,t ,, „ D durch Rechtsgeschäft unter Lebenden bedarf der schriftlichen Form sowie der Genehmigung durch den Oberbürgermeister. In Ermangelung einer Verfügung des Berechtigten gebührt das Recht auf das Erbbegräbnis dem überlebenden Ehegatten. Im Falle der Wiederverheiratung geht jedoch der 2. Ehegatte den gesetzlichen Erben 1. Ordnung nach. Im übrigen vererbt sich das Recht-auf das (5ruft« begräbnis nach der gesetzlichen Erbfolgeordnung, jedoch mit der Maßgabe, daß unter gleich nahen dem Mannesstamm der Vorzug gebührt, unter Anwärtern gleichen Geschlechts das höhere Lebensalter entscheidet. Für den Ehegatten und die Kinder des Verstorbenen besteht, auch wenn sie nicht Erben find, das Recht, in dem Gruftbegräbnis beerdigt zu werden. Hat in einer Gruftbegräbnisstätte feit 50 Jahren keine Beisetzung stattgefunden und ist der Nutzungsberechtigte oder fein Aufenthaltsort unbekannt, fo kann der Oberbürgermeister zur Anmeldung von Rechten binnen 6 Monaten, bei Meldung des Ausschlusses, öffentlich auffordern. Meldet sich der Nutzungsberechtigte bis zum Ablauf der Frist nicht, so kann der Oberbürgermeister über die Gruftbe- gräbnieftätte anderweit verfügen und mit den zu entfernenden Materialien nach Ermessen verfahren. 27. Die innere Einrichtung und Ausstattung sowie die Ausschmückung der Gruft kann von den Berechtigten nach vorheriger Genehmigung der Friedhofsverwaltung durchgeführt werden. Bei- fetzungen in einer Gruft dürfen nur in luftdicht verlöteten Metallsärgen erfolgen. Es ist gestattet, jeweils zwei Särge übereinander zu stellen. d) Aschenbelsehungen. 28. Für Aschenbeifetzungen stehen zur Verfügung: a) SÄntliche Arten von Grabstätten mit Ausnahme der unbelegten Reihengräber, b) besondere Aschengräber in den Urnen« gärten und baulichen Anlagen. Die Beisetzung ist unterirdisch und — bedingt-- auch oberirdisch gestattet. Die Art und Ausgestaltung der oberirdischen Beisetzung unterliegt der Genehmigung der Friedhofsverwaltung. Die unterirdische Beisetzung erfolgt in einer Tiefe von 0,65 m. 29. In jeder Grabstätte dürfen die Aschenreste von 4 Verstorbenen einer Familie beigesetzt werden. 30. Als „Reihen-Urnengräber" werden Platz von 0,70 X 0,70 m Größe zur Beisetzung von höchstens zwei Aschenbehältern Verstorbener einer Familie abgegeben. Die Nutzungsdauer beträgt 30 Jahre. 31. Als „Familien-Urnengräber" werden Grab- ftätten von 1,0 X 1,0 m eingerichtet Ueber Den Erwerb wird eine Urkunde ausgestellt. Es dürfen bis zu 4 Urnen dort beigesetzt werden. Das Nutzungsrecht wird auf 40 Jahre erworben. Erneuerung des Nutzungsrechts ist gegen Zahlung her festgesetzten Gebühr mit Genehmigung Oberbürgermeisters zulässig. Wird innerhalb Venutzungsdauer auf die Stätte verzichtet, so w die gezahlte Gebühr nicht erstattet. Die Uebertragung des Nutzungsrechtes an Dritte ist unzulässig. 32. Der Ablauf der Ruhezeit für das belegte Reihengrab oder der Nutzungszelt bei Familien Urnengräbern beendigt auch das Nutzungsrecht für die Aschenreste. . Wird nach Erlöschen des Nutzungsrechtes die Frist nicht verlängert, so hat die Iri^hofsver valtung das Recht, die beigesetzten Aschenbehalter zu entfernen. Die Asche wird an geeigneter Stelle des Friedhofs in würdiger Weise der Erde über geben, 33. Die Beisetzung ist der Friedhofsverwaltung rechtzeitig anzumelden. Der Anmeldung sind eine Ausfertigung der standesamtlichen Sterbeurkunde und die Bescheinigung über die Einäscherung beizufügen. V. Grabmäler unb Einfriedigungen. 34. Die Errichtung von Grabmälern, Einfriedigungen, Einfassungen und sonstigen baulichen Anlagen oder deren Veränderung ist nur mit Genehmigung der Friedhofsverwaltung gestattet. Diese ist berechtigt, im Rahmen der Richtlinien Anordnungen zu treffen, die Werkstoff, Art und Größe Der Denkzeichen, Einfriedungen usw. für den Friedhof oder bestimmte Friedhofsteile vorschreiben, und Verbote im Sinne der Richtlinien zu erlassen. 35. Ohne Genehmigung aufgestellte Grabdenkmäler können auf Kosten des Verpflichteten von der Friedhofsverwaltung entfernt werden. 36. Die Genehmigung der Friedhofsverwaltung zur Aufstellung eines Denkmals usw. ist rechtzeitig unter Vorlage von doppelten Zeichnungen im Maßstab 1:10 einzuholen. Aus den Zeichnungen müssen alle Einzelheiten ersichtlich sein. Auf Verlangen sind Zeichnungen im größeren Maßstab oder Modelle vorzulegen. Dem Gesuche sind genaue Angaben über Art und Bearbeitung des Werkstoffes, über Inhalt, Form und Anordnung der Schrift beizufügen. Die Genehmigung wird auch für Grabdenkmäler erteilt, die auf Vorrat hergestellt werden. 37. Die Genehmigung ist grundsätzlich von dem Grabinhaber einzuholen. Der Antrag kann von den ausführenden Handwerksmeistern gestellt werden, er ist aber von dem Grabinhaber verantwortlich zu unterschreiben. 38. Die Genehmigung zur Aufstellung eines Denkmals oder zur Herstellung von Einfassungen ist zu versagen, wenn diese nicht den Vorschriften der Friedhofsordnung entsprechen. 39. Bei Errichtung der unter Nr. 34 genannten Anlagen ist die mit Genehmigungsvermerk versehene Zeichnung mitzuführen. Entspricht ein aufgestelltes Denkmal nicht den Zeichnungen, oder wurde es ohne Genehmigung errichtet, so kann es ohne weiteres auf Kosten des Grabinhabers entfernt werden. Firmenbezeichnungen dürfen nur in unauffälliger Weife seitlich an den Grabdenkmälern angebracht werden. 40. Die unter Nr. 34 genannten Anlagen dürfen vor Ablauf des Nutzungsrechts oder der Ruhefrist bei Reihengräbern nicht ohne Genehmigung der Friedhofsverwaltung entfernt werden. Nach Ablauf des Nutzungsrechtes bzw. der Ruhefrist nicht entfernte Denkzeichen, Einfriedigungen usw. gehen in das Eigentum der Stadt über. Ihre Wiederverwendung ist nur zulässig, wenn sie den Genehmigungsforderungen entsprechen. 41. Künstlerisch ober geschichtlich wertvolle Grabmäler oder solche, die als besondere Eigenart des Friedhofs aus früheren Zeiten zu gelten haben, unterstehen dem besonderen Schutze des Friedhofs- eioentümers. Sie werden in einem Verzeichnis geführt und dürfen ohne Genehmigung der Friedhofsverwaltung und des zuständigen Denkmalpflegers nicht entfernt oder abgeändert werden. 42. Jedes Grabmal muß entsprechend seiner Größe dauerhaft gegründet fein. Alle größeren Grabmäler für Familiengräber erhalten aus technischen Gründen zweckmäßige Gründungen bis unter Grabsohle, um dem späteren Schiefstehen oder Umfallen der Steine besonders auch beim Auswerfen von Grabern, 'vorzubeugen. Bei kleineren Steinen und Rcihengrabsteinen genügen Gründungsplatten. Bei einem Verstoß gegen diese Bestimmungen kann die Friedhofsverwaltung das Erforderliche auf Kosten der Beteiligten veranlassen, die für allen Schaden, ber burch bie Nichtachtung ber Bestimmungen entsteht, aufzukommen haben. Ebenso sind die Grabinhaber für jeden Schaden haftbar, der anderen infolge ihres Verschuldens durch Umfallen der Grabmäler oder durch Abstürzen von Denkmalsteilen verursacht wird. Grabmäler, bie umzustürzen drohen, ober wesentliche Zeichen der Zerstörung aufweisen, können entfernt werden, falls die Beteiligten nicht in ber Lage sind, ober sich weigern, die Wiederherstellung ordnungsgemäß vorzuneymen. Einfassungen sind grundsätzlich in den Reihengräberfeldern nicht gestattet. Ausnahmen kann die Friedhofsverwaltung zulassen, wenn diese durch die Geländegestaltung sich als notwendig erweisen, oder wenn es sich um Gräberfelder handelt, die bereits vor dem 1.5.1937 belegt wurden und zum größten Teile Grabeinfassungen aufweisen. VI. Grabstättengestattung. 43. Alle Grabstätten müssen in einer des Friedhofs würdiger Weife gärtnerisch angelegt und unterhalten werden. 44. Die gärtnerischen Anlagen auf Gräbern unterliegen der gleichen Genehmigungspflicht wie die baulichen Anlagen. Bei Familiengräbern kann vor Genehmigung die Vorlage von doppelten Zeichnungen im Maßstab 1:20 mit genauer Bepflanzungsangabe von der Friedhofsverwaltung verlangt werden. 45. Grabbeete dürfen nicht über 20 cm hoch fein. Wo von der Friedhofsverwaltung die ebene An- läge gefordert wird, dürfen nur flache Beete angelegt werden. In den Friedhofsteilen, in denen für die Reihengräberfelder teilweise Rasenanlagen geschaffen werden, darf nur ber für die Bepflanzung frei gelassene Streifen von ben Angehörigen gärtnerisch angelegt werben. 46 Zur Bepflanzung der Grabstätten sind nur geeignete Gewächse zu verwenben, welche bie benachbarten Gärten nicht stören. Alle gepflanzten Bäume unb Sträucher gehen in bas Eigentum ber Stadt über. Der Oberbürgermeister kann für bie einzelnen Friedhofsteile bestimmte Vorschriften über die Art der Bepflanzung ber Gräber erlassen. Die auf den Grabstätten gepflanzten Bäume und Sträucher dürfen mir mit Genehmigung Der Fried- | ho;5DermaItung beseitigt ober verändert werden. D'-'e kann ferner den Schnitt ober bie völlige Bese: gung stark wuchernber ober absterbender Bäume und Sträucher anordnen. Pflanzen, Die eßbare Früchte tragen, Dürfen grundsätzlich nicht auf Dem Friedhof angepflanzt werden. 47. Verwelkte Blumen und Kränze sind von den Gräbern zu entfernen. 48. Das Bestreuen der Grabstätten mit Kies ober Ab decken in irgendeiner anderen Form sowie bas Aufstellen unwürdiger Gefäße (Konservendosen usw.) zur Aufnahme von Blumen auf Grabstellen ist verboten. 49. Bänke oder Stühle Dürfen nur auf größeren Familiengrabstätten und nur mit besonderer Genehmigung ausgestellt werden. VII. Listenführung. 50. Es werden geführt: a) Verzeichnisse Der beigesetzten Verstorbenen mit laufenden Nummern und Bezeichnung Der verliehenen Familien-, Einsassungs-, Rechen-, Familien-, Urnen- und Reihenurnengräber, b) eine Namenskartei, zeichnerische Unterlagen (Gesamtfriedhofsplan, Delegungspläne). VIII. Friedhofskapelle unb Leichenhallen. 51. Die Friedhofskapelle steht für Begräbnisfeierlichkeiten zur Verfügung. Die Benutzung zu anderen Zwecken ist nicht gestattet. 52. Die Leichen werden, soweit es Der Raum gestattet, gemäß den Bestimmungen Der Begräbnis« orimung in dex Leichenhalle auMMMmen.____. IX. Ehrenfnebhof. 53. Die als Ehrenfriedhof angelegten Flächen Der Abteilung II E und F und III E Des Friedhofs am Rodtberg und des Teiles für Gefallene aus dem Kriege 1870/71 auf dem Friedhof am Nahrungs-- berg werden durch die Friedhofsverwaltung einheitlich gärtnerisch angelegt und unterhalten. Das Abgrenzen der einzelnen Gräber und das Aufftellen von Denkmälern durch Angehörige ist verboten. Blumen Dürfen nur an den Kopfenden der Gräber 3U beiden Seiten der Schristplatten aufgestellt werden. Kränze zum Heldengedenktag und zum Totensonntag nur auf Kranzständem, Die umgehend wieder zu entfernen sind. B. Friedhof am Nahrungsberg. 54. Beerdigungen in Reihengräbern und Einfaf- fungsgräbern sind auf dem Friedhof am Nahrungsberg nicht mehr gestattet. Ein Verkauf von Grabstätten findet dort nicht mehr statt. Beerdigungen in Familiengräbern Dürfen nur noch soweit vorgenommen werden, als «freie Gräber vorhanden find. Die wiederholte Belegung von Familiengräbern ist nicht gestattet. Aschenurnen dürfen in vorhandenen Gräbern nach Maßgabe der Bestimmungen der Nr. 28 und 29 ber Friedhofsorbnung beigesetzt werben, jeboch nur mit befonberer Genehmigung bes Oberbürgermeisters. 55. Die Bestimmungen Der Friedhofsorbnung für ben Friebhof am Rodtberg finden für den Friedhof am Nahrungsberg sinngemäße Anwendung. C. Friedhöfe in Gießen-Mefeck und Giehen-KleinLinden. 56. Die Bestimmungen der Friedhofsordnung für den Friedhof am Rodtberg finden auch auf den Friedhof in Gießen-Wieseck und für denjenigen in Gießen-Klein-Linden Anwendung. Für die angefangenen Gräberfelder kann ber Oberbürgermeister Abweichungen gestatten, die sich im Rahmen der Satzungen ber ehemaligen Ge- meinben Wieseck unb Klem-Linben halten. X. Schlußbestimmungen. 57. Die Erhebungen ber Gebühren erfolgt nach ber jeweils gültigen Gebührenorbnung. Freiwillig übernommene Leistungen werben befonbers berechnet. 58. Auf Wunsch übernimmt die Stadt Die gärtnerische Unterhaltung von Grabstätten gemäß besonderer Bestimmungen. 59. Im Falle des Auftretens ansteckender Krank- heOen können durch den Oberbürgermeister die vom Staat!. Gesundheitsamt zu bezeichnenden Bestimmungen dieser Friedhofsordnung außer Kraft gefetzt und durch neu zu erlassende geeignete Vorschriften ersetzt werden. 60. Die Bestimmungen der Friedhofsordnung finden für Beerdigung von Juden mit der Maßgabe Anwendung, daß diese die für sie vorgesehenen Baulichkeiten und Friedhofsteile zu benutzen haben. 61. Die Friedhofsorbnung tritt nach dem Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft. Gleichzeitig werden die seitherigen Bestimmungen des ersten und dritten Teiles der Friedhofs- und Begräbnisordnung vom 30. Oktober 1928 aufgehoben. Die Bestimmungen des zweiten Teiles dieser Ordnung bleiben weiter in Kraft. Soweit Rechte nach der alten Ordnung erworben wurden, bleiben dieselben gewahrt. Die Friedhofsorbnung der ehemaligen Oe* meinde Wieseck vom 15. Oktober 1937 und diejenigen der ehemaligen Gemeinde Klein-Linden vom 24. März 1938 werden außer Kraft gesetzt. Gießen, den 8. April 1940. 2109(3 Der Oberbürgermeister. R MM Bernard&Sohn Stoffspezialhaus Plockstr. 14-16 Gießen Plockstr. 14-16 Alle Frauen, die mit den Punkten rechnen, werden diese Frag stellen und gerne eine Antwort darauf hören. Wir erfüllen gleich hierden Wünschendem wir unsere großen Stoffabteilungen mit der sorgsamen Punktberatung empfehlen. STOFFE kauft man gut bei 2101 A Wir geben unsere Verlobung bekannt Hilde Rothfuchs Heinz Eidmann Assistenzarzt 28. April 1940 Gießen Frankfurt a.M. Liebigstraße 49 Myliusstraße 59 01572 Ihre Vermählung geben bekannt Walter 2Rmn und Frau Amanda, geb. Corner Heuchelheim Mm Hollerbusch 4), den 27. April 1940 01553 Wanzen und jedes Ungeziefer vertilgt Kammerjäger Schomber Gießen / Schiffenberger Weg 33 und Neuenweg 25. 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NM. 10.50 Die Anmeldung muff sofort, bis spätestens^. Mai 1940, auf der vorgeschriebenen Anmeldekarte persönlich auf der Dienststelle der DAF., Abteilung für Berufserziebung und Betriebsführung, Gieffen, Schanzenstraffe 18, Zimmer 5, vorgenommen werden. Mit der Anmeldung ist die Teilnehmergebühr zu zahlen. Es werden jetzt schon Anmeldungen für die neuen Lehrgemeinschaften in Kurzschrift und Maschinenschreiben angenommen. [782oD ■ Schwerhörige ■ weise ich darauf hin, daß ich in Gießen, Hotel Prinz Carl Seltersweg 40 ■■ Montag, 29. April, v. 9-16 Uhr HB meine geräuschfreien, auf Lautstärke einstellb., nahezu unsichtbari. Ohr zu tragenden, mit Mittel-, Klein- und Knochenhörer ausgestatteten Hörapparate zur unverbindl. Prüfung ausstelle. - Ihr Arzt soll Sie beraten. Neueste Dankschreiben: Habe Ihren Zlpparaf im Betrieb und bin sehr zufried.,werde Sie auch weiter empfehl. 29.1.1940. K.Faltor, München. Mit dem Apparat bin ich sehr zufrieden. Habe guten Erfolg. 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KdF. und Wehrmacht (Uoter- Offiziere und Mannschaften) halbe Preise. 2ogiD Unsere Kriegsmarine Eine Morgenveranstaltung im Gloria-Palast Sonntag, 28. April 1940, vormittags 10.30 Uhr Tonfilme des Oberkommandos d. Kriegsmarine: „Stander „Z“ vor“-„Unter der Kriegsflagge“ - „Stapellauf des Tirpitz“ Vortrag von Korvettenkapitän Chorus umrahmt von der Marine-HJ. Gießen Erwachsene 20 Pf., Jugendliche unter 16 Jahren 10 Pf. Angehörige der HJ. und des RDM. bei Teilnahme mit ihren Formationen Eintritt frei. 2096 D WSWSN Samstag, den 4. Mai 1940, 20.30 Uhr im Restaurant „Frankfurter Hof", Lindengasse 3 Wsotünuog It. KunöKOrelöen. Die Badeanstalt wird am 5. Mai eröffnete Sieben Der Vorstand. 2103p Bei Bronchitis Husten, Verschleimung, Asthma Dr. Boether-Tablelten I Bewährtes, kräuterhaltiges Spezialmittel. Enthält 1 erprobte Wirk-1 I sioffe. Stark schleimlösend, augwurffördernd. Reinigt, beruhigt und I I kräftigt die angegriffenen Gewebe. 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