Mittwoch. 27. März 194» Kopenhagen, Ende März 1940. ing ner Verbrauchsabgaben geplant. 153D <2S terelb) 121D -1 Durcygreisen uie mujiuicji 4in|u;iu9c ww* l- Frieden der Neutralen zu unterbinden geeigneMft. Englands Krieg gegen die Neutralen M Ma Stadtver- den ver- ^8S f e n wurde. 3n der Nacht vom 24. zum 25. März unternahm mf uster in västr ledita 5 (fe rvs> QgSStätß b Freudf "hr, inik ethestnN (stellen 8 Kriegstreiber, die zur Zeit gerade auf dem B a l - k a n ihre Kriegsausweitungspläne verwirklichen wollten, mit diesem Kommunique die entscheidende Antwort und Absage erhalten hätten. Die alarmierenden Gerüchte, mit denen die englisch-französische Lügenpresse die Balkanstaaten in den Krieg Hetzen will, müßten, so betont man, nunmehr wie Seifenblasen in nichts zerplatzen. Es sei zu hoffen, schreibt „P o p o l o di R o m a', daß das Communiquö über die römischen Besprechungen des Grafen Teleki diesen Umtrieben und Phantasien ein Ende gemacht habe. Fast noch wichtiger als die Bedeutung der Bekräftigung der italienisch-ungarischen Freundschaft sei der Hinweis auf die zwischen Rom, Berlin, Budapest und Belgrad bestehende Freundschaftskette, die so stark sei, daß sie jedem Abenteuer in Südosteuropa den Weg zu Kriegsmaschine auf hohen Touren läuft, nur nicht dort, wo man es eigentlich erwarten müßte. Denn am Westwall ließen sich die Herren Engländer nicht blicken, und wenn sie es taten, dann nur nachts und in 8000 Meter Höhe. Aber es ist ja auch nicht der Sinn des englischen Krieges, dem Gegner im ehrlichen Kampfe gegenüberzutreten, sondern ihn von hinten zu erdolchen. Dazu muß man in seinen Rücken gelangen, was wiederum nur möglich ist durch die Vergewaltigung der neutralen Nachbarn. Und diesem Zweck dient die neue englische Kriegstaktik. London hat begonnen, die Feindseligkeiten gegen Neutra- lienzuerösfnen. Was schert die plutokratischen Lords ein norwegischer Protest? „Obwohl die norwegische Protestnote gegen die Verletzung der norwegischen Neutralität einer genauen Untersuchung seitens der britischen Regierung unterworfen werden muß, ist England entschlossener als je, die Blockade gegen Deutschland so viel wie möglich zu verstärken und seine Einfuhren schwedischen Erzes abzufangen", so verkündet Havas aus London und gibt damit offen zu erkennen, daß sich die Westmächte gemäß dem Churchill-Wort durch „juristische Spitzfindigkeiten" in der Verfolgung ihrer Kriegs- ziele gegenüber den neutralen Staaten keineswegs behindern lassen wollen. Wir nehmen solche Bekenntnisse der englischen Rechtsbrecher zur Kenntnis, denn sie beweisen uns und den Neutralen wieder einmal, daß England-und Frankreich viel zu schwach In Gegend Saarbrücken fand zwischen Wef- ferfchmitt-Jägern und französischen INorane-Jagd- flugzeugen ein Luftkampf statt, in dessen Verlauf ein feindliches Flugzeug abgeschos- zwungen, Rumänien zu verlassen. Das politisch-militärische Fiasko der Plntokratien soll im Südosten wieder wettgemacht werden. Dazu war das ganze Lügenmanöver inszeniert. Es wird nicht das letzte Mittel der Verzweifelten sein, aber dieses Beispiel zeigt doch, daß nur ein energisches Durchgreifen die ruchlosen Anschläge gegen den Eine Antwort und Absage. Wahrung des Friedens im Donau- und Balkanraum. Druck und Verlag: VrühlscheUniverfltatsdruckereiR. Lange die deutsche Luftwaffe einige erfolgreiche (Ertön- dungsflüge nach Nord- und O st frank- Französisches Zagdflugzeug adgeschoffen. Neue Neutralitätsverletzungen feindlicher Flugzeuge. B e r l i n, 26. März. (DNV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der W e st f r o n t keine besonderen Ereignisse. versperren vermöge. Auch „M e s s a g g e r o" unterstreicht die vollkommene Uebereinstimmung zwischen Rom und Budapest. Der private Charakter der Reise des Grafen Teleki habe in keiner Weise die Bedeutung seiner Besprechungen mit dem Duce und dem Grafen Ciano verringern können. Niemand auf dem Balkan sei gewillt, sich durch die englischfranzösischen Pressemanöver und politischen Machenschaften täuschen zu lassen und sich zum Ziel jener herzugeben, die auf dem Balkan überhaupt keine direkten Interessen zu vertreten hätten. Nach einem Hinweis auf die gemeinsame Politik zwischen Italien, Ungarn, Deutschland und Jugoslawien betont „Messaggero" abschließend, daß die italienische Friedenspolitik im Donauraum und im Mittelmeer im: rner ein sicheres Bollwerk darstelle. tntrW*1 uoiN1 >.»*4 Rom, 27. März. (Europapreß.) Der Duce hat am Dienstagabend den ungarischen Ministerpräsidenten Graf Teleki in Anwesenheit des Außenministers Graf Ciano und des ungarischen Ge- andten beim Quirinal, Baron D i l a n y i, emp- angen. , , , . Die Aussprache der beiden Regierungschefs, deren Herzlichkeit in der amtlichen Mitteilung über das Ergebnis der Aussprache betont wird, hat fast zwei Stunden gedauert. In dieser Aussprache hat sich das Vorhaben beider Regierungen ergeben, auf der Grundlage des Freundschaftsvertrages der beiden Staaten, der bereits eine Dauer von dreizehn Jahren und der in den Ereignissen seine Bestätigung erhalten hat, aus allen Gebieten die Zu- ammenarbeit der beiden Staaten noch mehr zu vertiefen. Diese Freundschaft steht in vollkommenem Einklang mit den bestehenden Beziehungen zwischen Italien und Deutschland, zwischen Deutschland und Ungarn und zwischen Italien und Jugoslawien. Die Regierungen der beiden Staaten sind besonders unter den gegenwärtigen Verhältnissen fest entschlossen, ihre Aktionen zur Erhaltung des Friedens im Donaubecken und auf dem Balkan in Uebereinstimmung zu bringen. Das Scho in Stallen. Rom, 27. März. (DNB. Funkspruch.) Die amtliche Mitteilung über die zweistündige Unterredung des ungarischen Ministerpräsidenten Graf Teleki mit dem Duce und ihre große Bedeutung für die Aufrechterhaltung des Friedens im Donau- und Balkanraum wird von der gesamten römischen Presse als das Hauptereignis des Tages unterstrichen. Uebereinstimmend wird darauf hingewiesen, daß die Dänemark verwertet Altmaterial Von unserem NTs.-Äerichierstaiter. 200 Millionen Kronen fehlen. Kopenhagen, 26. März. (DNB.) Staatsmini- ler Staun in g eröffnete Dienstag nachmittag die ußerordentliche Tagung des dänischen Re ich s- - a g s , der über Finanzmaßnahmen zur Deckung ' er außergewöhnlichen Staatsausgaben . n^n vll. Stauning sprach über Dänemarks Wirt- ch a f t s l a g e nach einer Dauer von sieben Kriegs- monaten. Er betonte, daß Dänemark seit Kriegs- »usbruch große Verluste erlitten habe und vor sehr bedeutenden wirtschaftliche n S ch w i e - rigt eiten stehe. Der Bevölkerung seien bedeutende Lasten als direkte Steuern auferlegt worden, vie jedoch zur Deckung der Ausgaben nicht ausreich- iten. Es fehle nämlich die Deckung für 200 Millionen Kronen. Da vorläufig eine weitere direkte Besteuerung nicht möglich |et, oieivs nur die Belastung des Verbrauches. Sodann begründete Finanzmmlster Buhl feinen Vorschlag zur Erhöhung der Verbrauchsabgaben für Vie Dauer von sieben Monaten. Diese Maßnahme 'oll Einnahmen von 80 bis 85 Millionen Kronen I «rzielen. Außerdem sieht der Vorschlag dre Emfuh-1 Diese Entwicklung, über die Daladier stürzte und derentwegen Chamberlain und seine Mitgenossen sich die schwersten Vorwürfe gefallen lassen müssen, hat die englische Propaganda zu einer der üblichen, diesen gespannten Zeiten aber geradezu vergiftenden Lüge veranlaßt, die durch energisches Einschreiten der rumänischen Regierung allerdings schnell schachmatt gesetzt wurde, ehe sie Unheil hatte anrichten können. Der Vertreter der amtlichen englischen Telegraphenagentur Reuter, Lowell, hatte aus Bukarest in die Welt hinausposaunt, dis deutsche Regierung habe ein Ultimatum an Rumänien gerichtet, das sich mit der rumänischen Neutralität überhaupt nicht vereinbaren ließe. Getreulich folgte diesem englischen Erzlügner und Brunnenvergifter der Bukarester Vertreter der französischen Nachrichtenagentur Havas. Der Zweck der Luge war klar. Man wollte einmal die guten wirtschaftlichen Beziehungen Deutschlands und Rumäniens unterwühlen, um die Ergebnislosigkeit der englischen Blockade zn vertuschen und ferner es so dar- stcllen, als ob Deutschland in Rumänien und auf dem ganzen Balkan den Zwingherrn spiele Das würde dem englischen Manne auf der Straße, der sich die Churchill-Lügen als tägliche geistige Kost zu Gemüte führt, eingehen wie Del und außerdem die englische Lüge stützen, London wolle nichts anderes, als die Unabhängigkeit und Sicherheit der Neutralen aufrechterhalten, vielleicht durch eine Aktion der Damaskus-Armee. Aber die plutokratischen Hetzer hatten die Rechnung ohne den rumänischen Wirt gemacht. Der neue Bukarester Propagandaminister Giuresc« rief sofort die Auslandsvertreter zusammen und hielt ihnen eine Standpauke Über das. was zu melden die Wahrheit erlaube. Er sagte, wer solche Falschmeldungen in die Welt setze, der verletze die Gastfreundschaft des Landes. Die beiden Sünder, die Vertreter von Reuter und Havas, wußten kein Wort zu sagen. Sie hatten im Auftrage ihrer Londoner Dber- schwindler gehandelt und mußten nun erleben, daß sie in aller Deffentlichkeit moralisch geohrfeigt wurden. Lowell vom Reuterbüro wurde darauf ge-, Slttimbme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/?UhrdesVormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm ' Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I AbschliiffeMengenstaffelB Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/»mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. reich, ohne auf Gegenwehr zu stoßen. Feindliche Flugzeuge flogen um die gleiche Zeit nach Nord- und Südwestdeutschland ein, wobei sie teils auf dem hin-, teils auf dem Rückflug mehrfach niederländisches, belgisches, luxemburgisches und schweizerisches Hoheitsgebiet verletzten. Amerikanische Flugzeuge für die Westmächte. N euy o r k, 27. März. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Washington berichtet wird, beschlossen Präsident Roosevelt, Kriegsminister Woodring-und Generalstabschef Marshall in einer Besprechung am Montag, den Westmächten sofort 500 bis 600 der neue ft en und schnellsten Armeeflugzeuge zu verkaufen. Woodring, der wiederholt gegen den Vorrang der englischen und französischen Bestellungen vor den amerikanischen Heeresaufträgen protestiert hat, scheint von Roosevelt auf der Konferenz hierzu überredet worden zu sein. Roosevelt argumentierte angeblich wieder, es sei für die amerikanische Aufrüstung vorteilhafter, die Herstellungsmöglichkeiten der Flugzeugindustrie zu erhöhen und durch Lieferung der neuesten Modelle an die Westmächte eine größtmögliche technische Weiterentwicklung zu gewährleisten, als die Armeebestände mit schnell veralteten Maschinen aufzufüllen. Ohrfeigen für prestepiraien. Nach ihrem katastrophalen Mißerfolg im Norden sind die englischen und französischen Kriegserweiterungshetzer auf den Südosten verfallen. Solange die finnische Front stand, waren dort nur die diplomatischen Wühlmäuse besonders tätig. General Weygands Versuch, in Damaskus so etwas wie eine neue Gallipoli-Armee aufzustellen, wurde mit den üblichen Uebertreibungen von der Presse der Westmächte und der Türkei registriert. Immerhin stand Italien, das über den Frieden im östlichen Teil des Mittelmeeres wacht, allen Kriegsverbreiterungs- plünen hindernd im Wege und wird es auch fernerhin tun. Der Finnenkrieg und sein Ausgang haben den neutralen Staaten endgültig gezeigt, was es heißt, von England „garantiert" zu werden. Daß niemand nach solchen Erfahrungen das Gelüst verspürt, seine Haut für die Interessen der englischen Plutokraten zu Markte zu tragen, also Selbstmord zu begehen, ist eines der wertvollsten Ergebnisse der Entwicklung der Dinge im Norden. Getrieben von der murrenden Heimat, entfalten die englischen Kriegsstrategen eine immer lebhafter werdende Aktivität. Wir sammeln die Meldungen eines einzigen Tages: Englische Flieger erscheinen über niederländischem, belgischem, luxemburgischem und schweizerischem Hoheitsgebiet; englische Kriegsschiffe bringen in die norwegischen Hoheitsgewasser ein und belästigen deutsche Frachtdampfer; englische U-Boote operieren an der dänischen Küste und berauben ein deutsches Handelsschiff; englische Flugzeuge machen einen Flug über die Nordsee, um eine dänische Jagdgesellschaft mit Maschinengewehrfeuer zu belegen; englische Agenten lassen auf den rumänischen Delfelbern die Sonden abbrennen und die Kessel explodieren. Man sieht, daß die englische 90. Jahrgang Nr.72 brscheini täglich, außer Sonntags und Feiertags iSeilagen: Die Illustrierte Siebener Fanulienblätter .»eimalimBild DieScholle Nonats-Bezugsvreis: Nit 4 Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 mch bei Nichterscheinen non einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ? ernspreckanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" l'ostfcheckll686Frankf^M. ereiis nni iahen freie Konti» hein Nr-” brflshiiti rzeieen enÄ® M. L- » "uÄ «S runq einer Einfuhrabgabe von 10 v. H. und einer Umsatzabgabe von 10 v. H. des Kleinhandelsverkaufs vor. Ferner ist die Erhöhung schon vorhande- Die Bombenkreffer der britischen Luftpiraten auf dänisches Hoheitsgebiet. ersten Mb-r die teWfd.au. WM ?,iCh8 mn f(bei1ne^r^ntf»enrbornf i 9h e 6 *n e Ä® Luftpiraten mit Leucht-, Spreng- uib Brandbomben angegriffen hobem Lin k o t man Vo n BombenMchker rech?- ei?« b-r Fi,»«häuf.r, besten S-nM-Ib-n f« zertrümmert unb besten Mauern burch - Bombensplitter schwer beschädigt wurden. — (Associated-Preß-M.) Treibstoffe aus Sägemehl, Heidekraut, Dünen- ( ras, Küchenabsall und Kloakenschlamm, Futterstoffe US Kastanien, Eckern und Eicheln: Nichts soll mehr wrloren gehen in einer Zeit der anziehenden Preise f r Importartikel, der steigenden Frachtraten und i-r zunehmenden Gefahren auf den Nordseerouten. Las Karbid kommt wieder zu Ehren, weil das Pe- hoteum seltener wird, und ein forcierter Anbau öl- Inltiger Pflanzen soll die Einfuhr von Delkuchen für ins Vieh — zur Zeit kostet diese zwanzig Millionen iironen jährlich — in weitem Umfange überflüssig s achen. Dänemark schreibt das Wort „s p a - ieen" seit Ausbruch des englischen Krieges , p-ößer als bisher; gespart wird an Gas und elek- t ischem Strom, an Kohle, warmem Wasser, Zucker, haffee und Tee, Siaatsausgaben und privaten Ankaffungen, gespart wird auch am — Küchenabfall, Isr in diesen Tagen wieder zu Ehren kommen soll, inchdem er jahrzehntelang das Betätigungsfeld für :mmpensammler, Schuttkrämer und ähnliche war; Inbei allerdings allein in Kopenhagen etwa tausend Renschen das tägliche Brot gab, eine warme Stube md die Mittel für einen noch wärmeren Schnaps. ; iefe tausend Lumpen- und Schrottsammler in Ko- Xnhagen-Mitte und ihre dreitausend Kollegen in !»n Außenbezirken der Hauptstadt sind jetzt so un- «fähr staatlich sanktioniert worden. Man merkt, hfj man sie braucht, ja daß man mehr denn Vieren send von dieser Art nötig hat, um d i e Mil - hionenroerte z u retten, die jährlich in die iopenhagener Ascheneimer wandern. Staatliche Lumpensammler werden gesucht, darüber hinaus dber ein „Schuttdiktator", der die Sammelaktion, ie dem Staatshaushalt unter die langsam lahm werdenden Arme greifen soll, zu leiten haben würde. Lumpen, Blechbüchsen, altes Holz und leere Flachen, Papier und Pappe, das alles sind Stoffe, die Tian bisher fortwarf, die nun gebraucht werden hotten, wenn nicht eines Tages die M a t e r i a l n o t iod) größer werden sott als schon Heute, weil die infuhren teurer wurden, die Beschäftigungslage chlechter, und vor allem die Zufuhr lebenswichtiger ioinge schwieriger ist. Der Erfolg der deut- lad) e n Sammelaktionen hat in Dänemark urSelbstbesinnung geführt. Zwar ist dieses j.anb nicht in einen Abwehrkrieg verwickelt worden, (foer es spürt die Auswirkungen des Kampfes zwi- chen den Großmächten heute stärker als 1914/18, \xi hier die „Gulaschbarone" Phantasievermögen einleckten und alles Wirtschafts- und Finanzleben Hübte und gedieh, bis der Rückschlag kam und mit ihm die Verluste all der Riesensummen, die man vorher am Weltkrieg verdient hatte. Diesmal sott es Inders werden. Es wird nicht „auf Pump" impor- iert. Industrielle Neuschöpfungen sprießen nicht aus hem Boden wie Schneeglöckchen im Frühling, kurz- ! m, man ist vorsichtig und versucht, nicht über die Verhältnisse zu leben. Kein Stückchen Alteisen sott nehr verloren gehen, kein Fetzen Papier der Ein- ampfung entfliehen, kein Knochen unverarbeitet Heiben, und jetzt: kein Afcheneimer weniger als ireimal auf den Kopf gestellt worden sein, ehe sein .nhalt endgültig auf die Schutthalde wandert, die Iber dazu ausersehen ist, irgendwo am Deresund- rand dem Meer ein Stück Land abzugewinnen. Die Statistiker haben die Staunenden auf ihrer Seite: In Groß-Kopenhagen werden jährlich Ab- -attmerte in Höhe von zwei Millionen Kronen un- msgenutzt gelassen; in ganz Dänemark für vier Millionen Kronen. Für diese vier Millionen Kro- en könnten Metall- und Gummiwaren, Futter- osfe und andere Materialien und Gebrauchsartikel .ergestellt werden. In Kopenhagen würden zwei- uusend Sammler Arbeit bekommen und mehr als fünftausend Menschen Beschäftigung in den ein» chlägiaen Industrieunternehmen finden. Die Haushaltsnöte der Kopenhagener öaltung wurden jedoch dringlicher, als lchiedenen Ausschüssen im Interesse ihres Ansehens Hieb sein konnte. Drei Millionen Kronen kostet Ehrlich die Schuttabfuhr und die Unterhaltung der utzlos daliegenden Schutthalden, auf denen sich Her und da einmal ein verschämter Trödler sehen läßt, um dann verjagt zu werden, weil Zutritt iu den Schuttabladeplätzen verboten" ist. Warum verboten, wollte kürzlich ein Magistratsmitglied wissen und erklärte gleichzeitig: Wir brauchen end- liid) einen S ch u 11 d i k t a t o r, der all die Werte •icttet, die jährlich in den Mülleimer verloren gehen. Das war ein Signal für die Statistiker, em Licht- I lick für die fortschrittlichen Unternehmer, die be- ’ieits kurz nach Ausbruch des Krieges daran gm- :;en, sine Schuttverwendungsanstalt zu errichten und diese bald in Bettieb nehmen wollen: Mil- Honen aus dem Mülleimer, neue Rohstoffe, weniger Ratten, mehr Arbeit! Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Die politische Karikatur des Tages. einmal sagen: D e u t s ch l a n „W i r waren wieder über das 61 Gin Der englische Feuerwehrmann: „Wo brennt's denn noch nicht?" (Zeichnung: Bob Hindersin. — Scherl-M.) Abschied vom Zivil Von Peter Bamm Einundneunzig Jahre war der Feldmarschall Hel- muth von Moltke alt geworden und hatte am letzten Tage seines Lebens am Vormittag einer Sitzung des Preußischen Herrenhauses beigewohnt, war dann gegen drei Uhr nach Hause gegangen und hatte zwischen Mittag- und Abendbrot allerlei Geschäftliches abgemacht und sich dabei im stillen auf , , and." Das waren sie, nur daß sie nicht wußten, wo! Als sie einmal den Versuch machten, sich zu orientieren, und durch die Wand der Wolken stießen, besiegelte die Flak ihr Schicksal. Fritz Dettmann. f a me Verdächtigungen beschmutzt werden zu können. Da aber die englische Propaganda nach dem im Weltkrieg bewährten Rezept „Semper aliquid haeret“ (Irgendetwas bleibt immer hängen) zu handeln pflegt, wird von zuständiger Seite eindeutig festgestellt, daß an jenem Tage kein deutscher Flieger den in Frage kommenden Luftraum beflogen hat, daß ferner selbstverständlich die deutsche Luftwaffe derart nied. rige und feige Kampfmethoden ablehnt und daß es endlich nicht Deutschland, sondern England ist, das an einer Ausweitung des Krieges Interesse hat. Es wird also wie in dem ,Athenia"-Fall so auch diesmal das vergiftete Ge- choß den hinterlistigen Schützen selbst treffen. Sabotageakte im rumänischen Oelgebiet. Bukarest, 26. März. (Europapreß.) Nachdem )ie Brände und Sabotageakte im rumäni- chen Petroleumgebiet infolge der scharfen Maßnahmen der Regierung eine Zeitlang vollständig aufgehört hatten, setzte mit dem Ostersamstag eine neue Serie von Explosionen ein, die in ihrer Häu- ung keine Zufallserscheinung sein können. Am Samstagmittag war ein Motorkessel der Sonde 4 des Creditul Minier explodiert, wobei ein Arbeiter getötet und zwei Personen schwer verletzt wurden. Dann folgte am Sonntag eine Explosion auf der Sonde 298 der Steaua Romana, die vollständig ab» brannte. Schließlich geriet am Montagvormittag die Sonde 11 in Morei bei Ploesti in Brand. Der Brand konnte zwar nach einigen Stunden müh- eliger Löschungsarbeiten lokalisiert werden. Immerhin wurde ein Sachschaden von über eine Million Lei angerichtet. Des Feldmarschalls letzter Gang. Von Hjalmar Kuhlob. Vor England gesunken. Amsterdam, 26. März. (DNB) Wie der Flöt- tenkorrespondent des „Daily Telegraph" feststellt, ist mit dem Verlust des Trawlers „Loch Assater" >i6 Gesamtverlustziffer auf 18 ange- ti e gen. Mit Ausnahme von dreien hätten alle diese 18 seit Kriegsausbruch im Dienst der Admiralität gestanden. Neun dieser Schiffe eien auf Minen gelaufen, fünf würden vermißt, drei seien durch Bomben oder Torpedos versenkt worden während ein Trawler nach einem Zusam- nenstoß mit einem französischen Dampfer gesunken Der holländische Fischdampfer „Proti- Das Werk weniger Sekunden Oie Flak besiegelte ihr Schicksal. Ich vermute, daß im WBK. ein großer Philosoph sitzt, der die Bedürfnisse der menschlichen Seele auss genaueste kennt. Vielleicht ist es der Gefreite Konfuzius, vielleicht Unteroffizier Schopenhauer, vielleicht Feldwebel Nietzsche. Doch wer auch immer dafür verantwortlich sei, wie weise ist das gemacht! Für den, der einen Gestellungsbefehl bekommt, heißt es, eine Existenz vollständig aufzugeben, um eine andere, vollständig neue Existenz zu beginnen. Wurden einem dafür vierzehn Tage Zeit gelassen, man würde mit Aufräumen, Ordnen, Disponieren niemals fertig werden. So hingegen hat man vierundzwanzig Stunden Zett. Es ist keine Rede davon in dieser Zeit auch nur einen kleinen Teil dessen zu erledigen, was erledigt werden müßte. So tut man am besten gar nichts und hat auf einmal vierundzwanzig Stunden Zeit. So schlief denn der Chronist gelassen wieder ein mit dem angenehmen Gefühl, endlich einmal das moralische Recht zu haben, den Morgen zu ver- schlummern. Als er zum zweitenmal erwachte, er» pacote er schon als alter SoDat, der nur noch taktische Lagen kennt. 7 Feuern wir denn den Kohlenvorrat in den Badeofen hinein. Einmal sei die Wanne voll! Lassen wir die Seife schäumen! Es spiett keine Rolle mehr ger mit bem letzten Viertelpfund Kaffee! Eine Toste Mokka double turque sei davon bereitet. Die Wochenbutter auf die Frühstücksbrötchen! Soldaten von morgen müssen heute essen. Nehmen wir den schönsten Seidenschlips. Für Jahre sollte er noch halten. Ehe ihn die Motten fressen — sei umschlungen edler Binder! Es klingelt! Wie von einer Zauberfee bestellt erscheint der Herr Vollstreckungsbeamte. Der rückständige Säumniszuschlag für verspätete Abgabe der Umsatziteuererklärung! Aufgeräumt und fröh- lich halt man ihm die gelbbraune Karte unter die Nase. Die Soldaten von morgen sind heute nickt mehr vollstreckbar. Was bleibt dem Guten anderes übrig, als dem wackeren Krieger die Hand zu drucken und ihm Glück zu wünschen? 0 Nehmen wir den Hut vom Haken und gehen mir in die Stadt! Guter, alter Hut! Christoph hat ihn mir Übermacht auf Grund einer Wette in der Mulacksttaße um drei Uhr in der Früh, in den ack zu lange vergangenen Zeiten des Friedens. Du drei Engländern in ihrer Mitte zum Haus hinübergehen, da schrie jemand aus den Feldern: Hallo, John! Hallo, Kennteh! Und in den Lichtkreis des Feuers trat gleich darauf ein Mann, der abwechselnd laufend und gehend auf sie zukam. Es war Eustace Lawson, der zweite Bordfunker und Heckschütze. Er war kurz vor der Landung aus einer Höhe von kaum mehr als 120 Meter mit dem Fallschirm abgesprungen. Vor dem Bauernhaus standen die Frauen und Mädchen und blickten in das gleißende Licht. In einer der Stuben war der alte Bäcker dabei, einem der drei Briten, der verletzt war, einen Verband anzulegen, während der Sohn und der Nachbar nebenan wachten. Mit sicheren Händen vollendete der Bauer den Kopfverband. Aus dem weichen Mull leuchtete rot das vom Schweiß und den leichten Brandwunden verquollene Gesicht Albert Burkes. Burke lächelte aus einem verschmitzten, sommersprossigen Gesicht, als ein deutscher Offizier ihnen zur ersten Vernehmung kameradschaftlich die Hand reichte. Mit gierigen Zügen leerte der Schotte ein Glas Saft, dann rauchte er eine Zigarette, die einer der deutschen Offiziere ihm anbot, und leerte seine Tasche auf den Tisch. Zwei Kämme, eine Schachtel Zigaretten und Streichhölzer, ein Füllfederhalter — Made in Germany — und eine billige Kette roter Perlen. „Von Mary", sagte er trocken, ,chie ich am Montag heiraten wollte." Hier in dieser Stube und nebenan ging die Vernehmung weiter. Auf den Fensterbrettern standen schon die Osterblumen, aus einem Puppenwagen schauten zwei dieser Kinderwesen mit übergroßen Köpfen auf die Szene. Die Offiziere ließen Burke Zeit zu jeder Antwort und lächelten nur vielsagend. Manchmal schüttelte er abwehrend' den Kopf. Auf die Frage nach seiner Erkennungsmarke erwiderte Burke mit einem Achselzucken. Er hatte sie vergessen. Dann zog er aus seiner Hosentasche ein zerknittertes Flugblatt. Sie hatten einige Stöße davon abgeworfen, doch er wisse nicht, wo. Der Inhalt war ein naives, ungeschicktes Geschwätz, an die Adresse der deutsche Frau und Mutter gerichtet. Es war so dumm und langweilig, daß man es nicht zu Ende las. Auf einem anderen Zettel waren in wenigen Strichen die Elbe und einige Städte gezeichnet. Bomben hatten sie nicht. Nach den Aussagen Burkes und der and-ren beiden Briten schien es, als sei mit diesem Flug der Zweck verbunden gewesen, Flugblätter lapidaren Inhaltes abzuwerfen und im übrigen dem Prestige der britischen Luftwaffe zu dienen. Man konnte drüben wieder Gin ,Mhema"-Fall der Lust. Neuer englischer Schwindel. Berlin, 26. März. (DNB.) Eines der tollsten Stucke, die sich die englischen Piraten letzthin leisteten, war die B e s ch i e ß u n g d ä n i s ch e r Spaziergänger in Nymindegab am hellichten Tage. Dabei' wurde durch einen glücklichen Zufall keine Person verletzt; es wurde aber eindeutig von den Beschossenen das englische Hoheitszeichen an dem Flugzeug erkannt. Nun beginnen die leidenschaftlichen Proteste der Neutralen gegen die ständigen frechen Neutralitätsbrüche der Engländer, der englischen Propaganda selbst auf die Nerven zu fallen, und sie erfindet einen neuen „Athen i a"- Fall, diesmal einen „Athenia"-Fall der Luft. Mit dreister Stirn behauptet sie nämlich, daß das angreifende Flugzeug kein englisches gewesen fei. Denn englische Flieger wurden niemals bewußt dänisches Hoheitsgebiet verletzen und außerdem sei gar kein englischer Flieger zu dieser Zeit in der Luft gewesen. So bleibe also nur übrig, daß die Deutschen ein Flugzeug mit einer englischen Kokarde bemalt hätten, um durch einen brutalen Angriff auf dänische Zivilisten die englischen Flieger ins Unrecht zu setzen. Der Ruf der deutschen Wehrmacht ist in der gan- Izen Welt zu gut begründet, um durch derart in» schäftliches abgemacht und sich dabei im stillen auf das Spielchen Whist gefreut, an dem er sein lebelang unverbrüchlich festhielt. Die Freunde und die Karten kamen denn auch, und als der Marschall seine erste Zigarre aufgeraucht hatte, wurde ihm der Atem kurz, wie so manchesmal in seinen greifen Jahren. ®r stand auf, und einer der Gäste stimmte auf dem Klavier eine Fuge von Bach an; während der feierlichen Klänge begab sich der Marschall sachte ins Nebenzimmer, um dort in bequemer Lage das kleine Unbehagen zu überwinden. Als dann die Musik geschlossen hatte, folgte ihm sein Neffe und fand ihn ohne Bewußtsein. Es kehrte noch einmal auf Puls- schlageslänge zurück, als man ihn in feinem Schlaf- Zimmer aebettet hatte, und fein suchendes Auge tastete sich noch einmal zum Bilde seiner Frau an der Wand; bann verschied er lautlos. Zur selben Stunde stand am Brandenburger Tor vor der Wachstube, die sich damals dort noch befand, der Posten vor Gewehr, wachsam nach rechts und links, denn viele Offiziere gingen dort auch zu später Stunde noch vorüber. Eben kam wieder einer Die geneigte Leserin fragt natürlich, was WBK. bedeutet. Selbstverständlich könnte das evtl. Wellblechkommando sein. Aber es ist nicht. WBK. ist vielmehr der Deckname für das Schicksal selber. Im Kriege haben die Dinge die Neigung, sich zu tarnen. Das Schicksal hat sich getarnt als WBK. Da liegt man denn in seinem weichen Pfühle und hat eine gelbbraune Karte in der Hand, auf der man eingeladen wird, persönlich an der Geschichte teilzunehmen. Hier natürlich hätte der Chronist eine glänzende Gelegenheit, einen erstklassigen Film ab» rollen zu lassen. Was für tiefsinnige Gedanken könnten einen Chronisten in dieser Lage überkommen! Schließlich fängt jede Sache in der Welt, die einige Bedeutung hat, mit einem Kriege an. Und Kriege fangen mit Gestellungsbefehlen an. Aber der Chronist muß gestehen, daß keinerlei tieffinnige Gedanten ihn überkamen, hingegen ein äußerst behagliches Gefühl angesichts der Tatsache, daß, wenn morgen das Gehorchen begänne, heute jedenfalls die Vergangenheit nichts mchr und die Zukunst noch nichts zu sagen hatte. So lange war man auf die Premiere ausgegangen, heute hieß es, die Kunst der Derniere zu einer, wenn auch kurzen, so doch edlen Blüte zu entwickeln. Tage dieser Art sind selten im Leben, und man muß es wahrhaftig beklagen, wie wenig die Menschen den Wert der Einmaligkeit zu schätzen wissen. aus der Richtung von dem berühmten Roten Hause her, wo das Hirn des deutschen Heeres arbeitete. Der Mann auf Posten hätte gar nicht die roten Generalsstreifen zu sehen brauchen, um den Nahen- den zu erkennen. Er rief die Wache heraus und raunte, während er selber Stellung einnahm, dem noch verdösten Wachhabenden zu: „Der Feld- marschall!" Der schmale Greis im Mantel mit dem roten Aufschlaa schritt grüßend vorüber, und der Posten blieb stehen, wo er stand, denn von den Linden her kamen schon wieder zwei Offiziere, grüßten, während sie am Marschall vorbeigingen, und durch den Gruß vor ihnen wurde auch der Posten verhindert zu sehen, wohin inzwischen der Marschall verschwand. Erst als er und seine Kameraden in der nächsten fafieft rm Genick, wenn wir würfelten an fröhlicher Theke. Du schwenktest durch die Bahnhofsluft und das letzte, was die scheidende Geliebte von uns sah. Keine Vorschrift gibt es, wie du auf dem Halupt zu fitzen habest. So sitze denn heute Der» wegen. Em Schiffchen wird dich ablösen morgen schon. Das Haupt deines Herrn wird hintenherum in bezug auf den Haarwuchs militarisiert werden. Einmal haben wir dich zum Scheibenschießen benutzt. Für einen Hut bist du ein Veteran wie ir^ndeiner. Und du, guter alter Hut, laß den Rand . Zwar die Schischen sind dir jetzt voraus. Aber deine Zeit kommt wieder So ziehen wir durch die Landschaft der veraanw 11(11 J?9*- ,,25e Kehss?" „O danke, ausgezeichner!" Z7/ Src morgen?" Und dann kommt m ^W-nblick. da man so ganz leger W- »Ach, morgen gehe ich ins Feld!" 3m,ei mlzhüte sind, die da einander gegenuberstehen, so sind es Welten, die sich zwischen n Än ^'e^iKr Eis-r dessen, der «gen fit H"6'15^11 bes den Kamps der Alltäglich. Iwd T'-S- Da der andere, der auf Eedech hn? rn bchnksal dem Mars unterstellt hat. Nichts mehr von Erfolgen! Nichts mehr von 2«btheißt C5 oi>er P/ch be- ober gehorchen, frieren oder schwitzen auf Barenhaut oder im Dreck liegen. taSeTmirfl^Cnm>T n0.d’ speisen. Einmal noch @ i* SDiittaflyethmg. Einmal noch gehen .Kasse-Haus Einmal noch sitzen wir heiter 615 M 'n tue Nacht. Nichts weiß man von d-nu was morgen sein wird. Alles kann sein oder nichts^ Wie» m?n' n’tmn m°n es wie- verlieft Und nicht einmal von sich selber meifc eS Wiedersehen wird. Krieg ändert ändert die Welt. Wenn man lieber da sein wird, wird nichts mehr so sein wie mn?Qpr^ber T Ferne werden^wir erkenn^ ^ert gewesen ist und was nicht. Die Unsicherheit des Lebens ist wieder da, die große ^bens, in das wir^hm au finö' unö das wir nun aufs neue bestehen muffen. .. Doch, wo immer wir hingeraten möaen es finfr Ä" S* di- üb» Iqjeinen. Und das beste, was wir tun können ist wohl- denselben zu vertrauen ' tat durch britische Kriegsschiffe finden in der Sowjetpresse starke Beachtung. , Sämtliche Blätter verbreiten darüber die amtliche Mitteilung, sowie die Meldung über den P r o t e st s ch r i t t des norwegi- chen Gesandten in London. „Offene Herausforderung aller internationalen tlebereinkommen" Rom, 27. März. (Europapreß.) Die Ankündigung der englischen Presse, daß die englischen Kriegsschiffe die deutschen Erztransporte in den norweafichen und dänischen Territorialgewässern angreifen würden, wird vom „Teuere" als eine offene Herausforderin! g aller internationalen Ueberein kommen bezeichnet. 2>cn Berichten aus Stockholm und Oslo über die bereits begangenen bzw. versuchten Verletzungen der skandinavischen Hoheitsge- wässer gibt die römische Presse breiten Raum. „Giornale d'Jtalia" berichtet aus Stockholm, die skandinavische Presse unterlasse zwar zusätzliche Betrachtungen zu ihren Berichten über diese neuen englischen Uefc ergriffe, aber in den Aufsätzen über die gegenwärtige Lage werde der Oeffentlichkett zu verstehen gegeben, daß die Wetterwolken vom skandinavischen Himmel noch immer nicht gewichen feien. Lord Byron mit umgekehrten Vorzeichen kann der Chronist von sich sagen, er erwachte eines Morgens und war unberühmt. Soeben noch schlief da der bekannte Plauderer. Aber geweckt durch einen stattlichen Engel mit Botschaft des WBK. sah sah er sich allsogleich verwandelt in einen vollständig unbekannten Soldaten, der keiner Sache so sehr ermangelte wie gerade des Ruhms. find, um aus eigener Kraft diesen Krieg zu gewinnen. Ev. „Es wird feine Neutralität mehr gehen." Pressedrohungen auch gegen Italien. B r ü f f e l, 26. März. (DNB.) Der englisch-jüdische Journalist Augur gibt in seinem Londoner Bries in der „Metropole" mit zynischer Offenheit die Absicht Englands zu, in Zckkunft die neutralen Staaten nicht mehr zu respektieren. Er schreibt in diesem Zusammenhang: „Wir hoffen, daß niemand mehr darüber zweifelt, welches die wirkliche Stellungnahme der britischen Regierung gegenüber der Neutralität gewisser Länder in Europa ist. Wenn der Krieg über die nächsten 10 Monate hinaus anbauert, bann wirb bie Neutralität, so wie bie Lage sich entwickelt, nicht mehr bestehen." Der berüchtigte Hetzjube richtet bann auch eine Drohung au bie Abresse Italiens unb schreibt: „Auch an Mussolini hat Chamberlain bie Warnung gerichtet, sich vor ber Auffassung zu hüten, baß England unb Frankreich nicht bereit wären, jebe Möglichkeit im Mittelmeer unb anberswo ins Auge zu fassen." Norwegischer Protest in London. Oslo, 26. März. (DNB.) Der norwegische Gesandte in London hat bei der britischen Regierung Vorstellung wegen verschiedener Fälle von Verletzung der norwegischen Neu- t r a l i t ä t erhoben, die sich in den letzten Tagen ereignet haben. Der Protest Norwegens bezieht sich auf die Belästigungen mehrerer deutscher Schisse durch britische Kriegsschiffe innerhalb der norwegischen Hoheitsgewässer. Nach den bisherigen in Amsterdam vorliegenden inoffiziellen Stellungnahmen britischer Kreise unb auf Grund von Aeußerungen der Londoner Zeitungen steht zu erwarten, daß England Den norwegischen Protest wegen der Belästigung fried- licher deutscher Handelsschiffe in norwegischen Hoheitsgewässern in keiner Weise z u berücksichtigen gedenkt. Vielmehr geht aus der ersten Reaktion auf die norwegischen Vorstellungen deutlich hervor, daß England gewillt ist, seine brutale Einmischungspolitik in die Angelegenheiten der Neutralen fortzusetzen und noch zu verstärken. Besonders bie Stimmen der Blätter, wie der „Times" und der „Daily Mail" verraten erneut die Absicht Englands, sich zum ungebetenen „Beschützer" der Neutralen aufzuwerfen unb alle Einwendungen gegen biefe angemaßte Rolle mit Drohungen unb kaltschnäuziger Rücksichtslosigkeit zurückzuweifen. Englische Granaten gegen norwegische Banerngehöste. Oslo, 27. März. (Europapreß.) Das norwegische Außenministerium hat festgestellt, baß englische Kriegsschiffe bei ihren in ben letzten Tagen ausgeführten Versuchen, unbewaffnete beutsche Handelsdampfer an der norwegischer Küste anzuhalten, wobei sie tief in norwegische Hoheits - gemässer eindrangen, auch mit Granaten geschossen haben, die auf Land bei bewohnten Bauernhöfen unb Lanbstraßen nieber- gefaUen finb. Die norwegische Regierung hat ihre Gesandtschaft in Lonbon beauftragt, abermals Protest gegen bie Verletzung norwegischen Hoheitsgebietes unb gegen bie Gefährdung norwegischen Lebens unb Eigentums einzulegen. lleue Drohungen Englands. Stockholm, 27. März. (DNB.-Funkspruch.) Der Londoner Korrespondent von „Sagens Ny h e- t e r" meldet seinem Blatte, wahrscheinlich werde von feiten der Weftmächte in nächster Zeit „eine aktivere Politik gegenüber den Neutralen" durchgeführt werden. Was man unter „aktiverer Politik gegenüber den Neutralen" zu verstehen hat, davon haben die skandinavischen Länder in den letzten Tagen durch die brutalen englischen Vergewaltigungsmethoden schon einen Vorgeschmack erhalten. Starke Beachtung in Moskau. Moskau, 26. März. (DNB.) Die neuen Verletzung en der norwegischen Neutrali- Frühe vom Frühstückholer erfuhren, Moltke sei ver- wichene Nacht um elf Uhr gestorben, lachte er ihn aus und ließ sich von ben Wackkameraden bestätigen, daß der Marschall zu dieser Zeit wohl und munter wie immer vorn Generalstabsgebäude her nach Hause gegangen sei, wahrhaftig: nach Haufe. An der Küste. (PK.) In der Nacht zum Ostersonntag wurde ein englisches Flugzeug vom Typ Vickers-Wellinaton von ber Deutschen Flak abgeschossen. Fünf Mann der Besatzung konnten sich aus dem brennenden Flugzeug retten. Der zweite Pilot Sergeant Douglas Wilson kam in den Flammen ums Leben. Es war das Werk weniger Sekunden. Der Mond, der prall und voll auf die dünne Wolkenschicht schien, hatte die Silhouette des Flugzeuges mehrfach erkennen lassen. Die Strahlen der Scheinwerfer folgten dem Schatten, um ihn jeden Augenblick zu erreichen. Plötzlich glänzte die Maschine wie Platin in den Büscheln des Lichtes, das sich auf sie warf. Die feierliche Stille ber Nacht zerbrach mit einem Schlag. Aus den Wäldern drüben warf der Schall die Schüsse in mehrfachem Echo zurück, wäh? renb bie Ketten ber Leuchtspuren ihrem Ziel ent- gegenschossen. Ein Feuerstrahl zuckte aus dem Flugzeug, das hierauf wie eine schwebende Fackel dem Boden entgegenglitt. Es verschwand hinter einer Gruppe von Bäumen, neben denen nach einer Explosion zügellos und unregelmäßig, fast haushoch, die Flammen emporquollen. Als blasses Rot schimmerten sie durch den Nebel, der über den Feldern lag. D^n jungen Bäcker, einen Bauern, hatten die Schüsse geweckt. Ehe er aufstand, war fein Zimmer taghell erleuchtet. Kaum hundert Meter vom Haufe entfernt loderte der Brand. Bäcker kletterte aus dem Fenster, lief quer durch die Koppel, gefolgt vom Vater und von einem Nachbarn. Sie sahen drei Männer aus dem brennenden Wrack springen. Die Gestalten nahmen sich vor dem Feuer überlebensgroß aus. Einige Detonationen erschütterten die Luft. Die Männer warfen sich zu Boden. Wankend sprangen sie wieder hoch. Der eine riß eine Jacke vom Leibe, an der kleine Flammen züngelten. Der zweite machte ein paar Schritte und brach zusammen. Seine rechte Hand drückte das Gesicht, während die Linke vor Schmerz im Boden wühlte. Die beiden, Bäcker und der vom Nachbardorf, wußten wohl, daß sie Engländer vor sich hatten. Sie handelten, wie jeder alte -Soldat gehandelt haben würde. Als der junae Bäcker festgestellt hatte, daß die Flieger unbewaffnet waren, ging er mit ihnen zum Flugzeug zurück. Die EnAänder deuteten mit verzweifelten Gebärden nach vorn, nach der Kanzel, wo >as Feuer am heißesten tobte. Es war unmöglich, ich zu nähern. Aus dieser Flammenhölle war nichts mehr zu retten. Sergeant Douglas Wilson in der Kanzel starb den Fliegertod. Wenige Meter nur vom Flugzeug entfernt lag ein Bewußtloser mit schweren Verletzungen. Es war der Erste Pilot, Flying Dfficer Philipp Templeman aus St. John auf Neufundland. Ein Polizeiauto, das auf dem durchweichten Weg herangekommen war, lud den Verletzten ein. Sie fuhren ihn sofort ins Krankenhaus. Die Bauern wollten eben mit den Heute läßt England in dem wirtschaftlich aus» fccmsvi Sie Hot Der öungetnöen ist Gnglanös SM! r*un Besatzungsmitglieder seien gerettet worden. lt>s ben M.) VkVeHWMWlMsLMkW? George Lansbury, der in den beiden Arbeiterparteiregierungen Macdonalds 1924 und 1929/31 Minister war, schreibt in seinem Buch „My England" über die egoistischen Ziele Bri- tanniens bei der Eroberung Indiens: „Keiner unserer Vorfahren, die Indien eroberten. ging dorthin, um Indien wohlhabend zu machen. Sie gingen hin. um Indien mit allen Mitteln der Gewalt auszuplündern, oder zum mindesten, was die etwas Zivilisierteren betrifft, um als Händler große Geschäfte zu machen. Von Clive. Marren. Hastings und allen anderen Vizekönigen wurde erwartet, daß sie vom Augenblick ihres Amtsantritts ausschließlich der Förderung des britischen Wohlstandes dienten." QfiiS LEBEN 1NLEK/FEES TAPAKBaUEQI WAHREND DER SRNTEZBr llachdm rnäni- scharfen llständh tag eine er W ’n. Aü oonbe I Arbeite wurde auf fr ndigr (tag'in ib. D« n müh- Jmml- Million werden >da nait ' aliquid 0en) 0 !lte ei« deut, nmen. 3 fern« irt nied. und baf gfani uege, in de« tete Tt, Ifen. Lage des Reiches. Sterbegeldsicherung für Wettkriegshinterbliebene. Die Hinterbliebenen der im Weltkriege Gefalle» Nen, die nach der Verordnung über die Kran-ken- o-rficherung für Kriegshinterbliebene v er siche» rungspflichtig geworden und aus diesem Erunde aus einer privaten Krankenversicherung altsgeschieden sind, sind berechtigt, ihren zum 3eit» punkt des Ausscheidens bestehenden Anspruch auf Sterbegeld gegen Entrichtung eines besonderen Beitrags wiederherzustellen und in dieser Höhe aufrechtzuerhalten. Sie müssen bis )iim 30. Mai einen schriftlichen Antrag beim Vor- stund der in Frage kommenden privaten Kranken- vtrsicherungsunternehmung stellen. Der Beitrag, brr ab 1. Januar 1940 zu zahlen ist, betragt für [eben Monat 2 v. T. bet Sterbegelbsumme. tolien gesehen. Todesstrafe wegen Anstiftung zum Mord an einer deutschen Frau. Dor dem Lodscher Sondergericht hatte sich die 36 Jahre alte Helene G l a t y n s k a aus Wola Zaradzynski (Kreis Last) wegen Anstiftung zum Mord an einer deutschen Einwohnerin des gleichen Dorfes zu verantworten. Als die deutsche Bauersfrau Lydia Ebert im September vorigen Jahres mit ihrem Söhnchen übers Feld ging, hat die Gla- tynska einen mit einem Gewehr bewaffneten polnischen Zivilisten aufgefordert, diese „hitlerin" zu erschießen. Lydia Ebert, deren Mann als Ortsobmann der Jungdeutschen Partei vor den Polen hatte flüchten müssen, wurde von dem Polen durch mehrere Schüsse niedergestreckt. Da die Schuld der Glatynska klar erwiesen war, kam das Sondergericht zu dem einzig möglichen Urteil: der Todes» strafe. Lin unverbesserlicher Verbrecher zum Tode verurteilt. Das Sondergericht Nürnberg hat den Heinrich Lögel aus Nürnberg wegen 18 Verbrechen des schweren Diebstahls im Rückfall zur Todesstrafe verurteilt. Dieser Volksschädling und gefährliche Gewohnheitsverbrecher, der bereits als Kind in eine Erziehungsanstalt gegeben werden mußte, hatte schon in strafmündigem Alter Diebereien verübt. Nachdem er strafmündig geworden war, wurde Lögel wiederholt wegen Diebstahls und auch wegen Sittlichkeitsverbrechens bestraft. Seine letzte Gefängnis- Oie Heeresmuseen der Wehrmacht unterstellt. Auf Anordnung des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht sollen die großen deutschen heeresmuseen der Wehrmacht unterstellt werden. Nachdem die heeresmuseen in Dresden und München vor einigen Wochen übernommen worden waren, ist am 23. März auch das Zeughaus in Berlin auf die Wehrmacht übergegangen. Amt-mißbrauch in Kartenstellen wird streng bestraft. Die im Deutschen Reich trotz des Krieges herr- faenbe Ordnung und Sicherheit kommen auch in der Entwicklung des Fremdenverkehrs zum Ausdruck. 8m Dezember 1939 wurden in rund 1300 Fremden- rn rkehrsorten des Reiches 1,34 Millionen Frernden- meldungen und 3,76 Millionen Fremdenübernach- dngen gezählt. Im Januar 1940 stiegen die Zahlen auf 1,44 Millionen Fremdenmeldungen und 4,29 Millionen Fremdenübernachtungen. Der Fremden- virkehr aus dem Auslande, der naturgemäß durch bin Krieg Einbußen erlitt, wies in 1300 Berichtsalten immerhin im Dezember 1939 17175 Fremde mit 79 990 Uebernachtungen und im Januar 1940 1) 707 Fremde mit 69 290 Uebernachtungen auf. Tie Zahlen des deutschen Fremdenverkehrs in den Monaten Dezember bis Januar bilden ein ein- dlucksvolles Bild von der günstigen wirtschaftlichen ler W' tstellt, ist SIffatzr* ange« tten aöt ist bet ' Schiffe verM versenkt ZusM' gesunken Proti« fröhliche stuft unö ebte von auf beni rufe oer- morgen tenheruin werten. eßen be> ran jetzt vor- lerganM zeichnet! n komm G te-er einnnbtf »ziviW berg# Magl'h if nehr * Pech, 5 itzen, « iS ".r$ -xT , e- ä Vfi innen' geplünderten Indien Rekruten werben, .um dieses unglückselige Land auch blutmäßig aus» zuplündern. Lansburys Bekenntnis hat den britischen Imperialismus jeder Pharisäermaske entkleidet und rückhaltlos bloßgestellt. Vom Sondergericht Berlin wurde die 28 Jahre alte Helene Wulfs aus Berlin wegen Diebstahls, Verfälschung und teilweiser Benutzung von drei Reichskleiderkarten bzw. drei Bezugscheinen zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. — Die bisher unvorbestrafte Angeklagte war erst am 17. Oktober 1939 von der Stadt Berlin ange» I stellt und im Januar 1940 mit Rücksicht auf die Personalknappheit zu einer Kartenstelle des Bezirksamts horst Wessel versetzt worden. Sie benutzte ihre Tätigkeit dort dazu, drei Reichskleiderkarten und mehrere lose Abschnitte von Kleiderkarten zu stehlen. Ferner entwendete sie drei Bezugscheinformulare und unterzeichnete sie mit falschem Na- men. Während die rechtzeitige Aufdeckung dieser Verfehlungen eine Benutzung der Reichskleiderkarten und zweier Bezugscheinformulare unmöglich machte, hat die Angeklagte aus einen der fälschlich angefertigten Bezugscheine ein Paar Schuhe be- „ _ .k , ... . . s „„- zogen. — Die Zuchthausstrafe von drei Jahren de- nu s ist, wie aus $mutben berichtet wird, auf ^,a6 bie Gerichte gegen derartige Verfehlun» eine Mine gelaufen und untergegangen. Fünf bie «ch gegen das Gesamtwohl richten, un° Kann ber Besatzung retteten sich aus-in unb « „ Yen. vurden von einem englischen Kriegsfahrzeug über- )] 7 9 i mimen. Drei Besatzungsmitglieder werden ver- Kunst und Wissenschaft, i^"7u^»Nst"Lr^°°^p1°r°7B“7(5 Die Tat Gutenbergs im Film. NT.) am zweiten Ostertag morgens um 6 Uhr 500»Jahrfeier der Erfindung der Buch» ?r der Nordostküste Schottlands g e \ u n f e n. 23on öruderfunft wird auch der deutsche Film einen n 18 Mann der Besatzung werden 13 vermißt, Beitrag liefern. Die Kulturfilmabteilung der Ufa ns wurden gerettet. wird einen Gutenberg-Film drehen, der noch in bie» Wie die holländische Schiffcchrtszeitung „Scheep- sein Jahre in allen deutschen Lichtspielhäusern zur rart" aus London berichtet, ist der in Grimsby be- Vorführung gelangen wird. Es handelt sich um imatete Fischkutter „St. Gurth" vor ber ejnen Kulturfilm ohne jebe Spielfilmhandlung. Das lkünduna des Flusses humber gesunken. Die Drehbuch wird zur Zeit von Kurt Rupli (Berlin) r*im Besatzungsmitglieder seien gerettet worden. unter der wissenschaftlichen Beratung von Dr. Rup- rt-rAoUtttLX pel, dem Direktor des Mainzer Gutenberg- AtOriüUf1()C0 iSrOCuttlv Museums, geschrieben. Auch Regie und Schnitt des der fottüöifdycn Wahlen. Filmes liegen in den Händen von Kurt Rupli. ~ . x w Die Musik schreibt Professor Clemens Schmalstich, N euy ork, 27. März. (DNB. Funkspruch.) Aus an ber &amera arbeitet Kurt Stanke. Kurt Rupli Ottawa liegen Meldungen über das Dorlaufige äußerte ^ch über den Inhalt dieses Gutenberg- Örgebnis ber kanadischen Unterhaus- fjlms, der in erster Linie die Tat Gutenbergs, r ahlen vor. Danach haben von den in5gefarnt roeniger die Person behandeln wird. Der Film oe- JH5 Sitzen die Liberalen 169 Sitze erhalten. Die gjnnf mit den frühesten Formen ber Bücher-Ver- jnmservativen erhielten 34 Sitze, während 18 Sitze Dielfältigung und wirb zunächst bie Vorstufen ber (»f kleinere Parteien entfallen. Bei den restlichen Gutenbergschen Erfinbung seit bem Jahre 3000 vor 54 Unterhaussitzen steht bas Ergebnis nvch aus. ber Zeitrechnung zeigen. Diese lange unb langsame Entwicklung wirb bekrönt von ber genialen Erfin- düng Gutenbergs, bie ber Film in allen Einzel» £)IC ^zugeno zum Lonooicnil. feiten zeigen wird. Gerade bieser Teil bes Filmes Reichsarbeitsminister S e l b t e hat an bie beutsche wirb sich eng unb genau an bie wissenschaftlichen Sugcnb einen Aufruf für ben Landbienst ber HI. Forschungen halten und unter der Mitwirkung von klassen. Wenn es einstmals nicht Raum genug gab Dr. Ruppel gedreht werden. Große Teile dieses ojif dem Lande für bie zweiten und dritten Söhne zweiten Filmteils werden m der einzigen Gutenberg- t 5 Bauern so sind dem Landvolk im national- Werkstatt, der des Mainzer Museums, entstehen. Das sl.üalistischen Deutschland so viele neue und große Leben Gutenbergs wird in dem Film nur kurz Aufgaben gestellt worden, daß hunderttausenden von behandelt werden, und zwar wird man sich hier butschen Menschen in landwirtschaftlichen Berufen auf die wenigen Tatsachen beschranken die wlssen- M wieder dauernd Arbeit, sowie die Möglichkeit schaftlich einwandfrei be egt sind. Diefer Teil des za beruflichem Aufstieg und zur Siedlung auf eige- Films wird fast ausschließlich m Mainz spielen «*r Scholle geboten werden können. Der Landdienst und auch in Mainz gedreht werden In der kurzen i"r HI. hat es sich zum Ziel gesetzt, deutsche Jungen Lebensdarstellung Gutenbergs wird bie einzige inb Mädchen zur Arbeit an der deutschen Scholle Ehrung, bie Gutenberg erfahren hat, nicht fehlen, x-rückzuführen. Durch die Zusammenarbeit mit den Man wird in Eltville, wo Gutenberg 'u dem heute Dienststellen des Reichsnährstandes ist den Ange- noch unversehrt erhaltenen Grafensaal des Schlos- hirigen des Landdienstes der Zugang zu allen land- ses von Kurfürst Adolf von Nassau 1465 geehrt rirtschaftlichen Berufen und durch ein besonderes wurde, diese glanzvolle Szene möglichst original- Üfcfommen mit dem R-ichsführ-r ff auch der W-g getreu drehen Der letzte Teil des Filmes wird d,° Beruf des selbständigen Wehrbauern in den mannigfachen Auswirkungen der Erfindung Guten- i-uen Ostgebieten geöffnet worden. Jeder d-utfche bergs auf die nachfolgende Zeit bis heute zeigen, unge und jedes deutsche Mädchen soll diesen Ruf /»ffor >ren. Der Ruf des Landdienstes der HI. ist der liif der deutschen Scholle. . Nordlicht und magnetische Stürme. Schuh Am Abend des Ostersonntags konnte ein Nordlicht TOir fnfirpti * beobachtet werben. Der nördliche Himmel wies über »Eir layren gegen ^ngenano. U binaU5 DioIette biffufe Färbung auf, in Durch die Verordnung zum Schutz der nationalen ber gelegentlich scharfe Strahlen sichtbar würben, kymbole unb Lieder ist das Singen und Spielen Im Zusammenhang damit hatten bereits gegen viterländischer Lieder und nationalsozialistischer 17.10 Uhr fast alle Funkverbindungen auf Kurzwelle Kampflieder in Vergnügungs» und Gaststätten im ausgesetzt. Geyen 19.30 Uhr war bie Erscheinung zu allgemeinen verboten. Ausgenommen sind Gelegen- Ende. Die Störungen in ber Funkausbreitung hiel- hfiten, bei denen zum Singen und Spielen dieser ten, wie dies bei ähnlichen Erscheinungen wiederholt L eder eine besondere Veranlassung gegeben ist. Der beobachtet worben ist, erheblich langer an. Auch am ^ichsminister für Volksaufklärung unb Propaganda Ostermontag waren bie Empfangsbebmgungen auf weift barauf hin, daß unter den Schutz dieser Ver- Kurzwelle außerordentlich schlecht. Wie gewöhnlich orbnung auch das Lied „Wir fahren gegen Engel- war das Nordlicht von starken magnetischen Stur- fcnb" fallt men begleitet. Das am Sonntag aufgetretene Nordlicht war in feiner Intensität fast ebenso stark wie Günstige Entwicklung das vom Jahre 1938, konnte aber wegen des guten beä Tremdenverkekrs Wetters erheblich besser beobachtet werden Nach oes | ben bisher vorliegenden Meldungen wurde das Nordlicht in Berlin, im Allgäu, in Oberbayern und in der Steiermark, darüber hinaus auch in vielen anderen europäischen Ländern beobachtet. So wurde die außerordentliche himmelserscheinung in Belgien, Italien, Jugoslawien, in der Slowakei und in Ana- 9 strafe von zwei Jahren verbüßte er bis -erbst 1938. Trotzdem verübte er von September 1939 bis Ende November 1939 18 schwere Diebstähle unter Ausnutzung der Verdunkelung. Die Straftaten charakterisieren ihn als unverbesserlichen Verbrecher. Zwei Millionen Kilometer im Luftverkehr geflogen. Flugkapitän Karl August Künstle, der seit 15 Fahren bei der deutschen Lufthansa als Flugzeugführer tätig ist, erreichte jetzt auf einem Streckenflug Berlin—München mit einer viermotorigen Ju 90 das Jubiläum der. zweiten Million im Luftverkehr geflogener Kilometer. Drei Touristen in den Freiburger Alpen tödlich verunglückt. In den Freiburger Bergen stürzten beim Abstieg vom Dent de Lys vier Touristen aus dem Kanton Freiburg ab. Drei Personen, ein 60jähriger Geistlicher, ein lljähriger Bursche und ein 18jähriges Mädchen, wurden getötet. 101 Jahre alt gestorben. In Speyer starb die aus Maikammer gebürtige älteste Einwohnerin Speyers, Fräulein Katharina F r a n k m a n n, im 102. Lebensjahre. Kath. Frankmann war eines der sieben Kinder einer Winzerfamilie. Ihr Vater war 93, die Mutter 97 Jahre alt geworden. * Auf einer Eisscholle abgetrieben und erfroren. Zwei Kopenhagener Jungen, die sich zu Beginn des Tauwetters vor etwa zwei Wochen trotz wiederholter polizeilicher Warnungen auf das Eis des Oeresundes hinausgewagt hatten, sind zehn Tage nach ihrem Verschwinden auf einer Scholle nahe dem Hafen von -elsingör erfroren aufgefunden worden. Die Strecke, auf der die Toten vom Eis getrieben wurden, ist etwa 45 Kilometer lang. Russischer Arklisflug Moskau—Bering-Straße. Am 23. März startete das viermotorige Flugzeug „SSSRN —170" unter Führung des Rekordfliegers Wodopjanow zu einem 8000 Kilometer langen Arktisflug Moskau—Anadyr. Die Flugstrecke führt über Archangelsk, Amderma, Igarka, Koschewin- kow-Bucht, Tixi-Bucht, Ambartschik-Bucht und Kap Schmidt. Der Zweck dieses Probefluges ist die Be- fliegung der Linie Moskau — Tschuktschen-Halbinsel (Bering-Straße) längs der Küste des Nördlichen Eismeeres, sowie das Studium der meteorologischen Verhältnisse auf dieser Strecke. Rückkehr Byrds aus der Antarktis. Der Leiter der amerikanischen Südpolarexpedition, Admiral Byrd, teilte durch Funkspruch mit, daß er nach Einrichtung zweier Winterstützpunkte in der Antarktis die Rückreise nach den Vereinigten s Staaten an Bord des Schiffes „Bear" angetreten pat Wertvolles Schrott auf dem Meeresgrund. In einer stürmischen Nacht des Jahres 1917 lief das italienische Panzerschiff „Regina Margherita" auf der Fahrt von Valona nach Italien bei Punta Linguetta auf eine Mine und verschwand in kurzer Zeit mit seiner etwa tausend Mann starken Besatzung in den Fluten. Jetzt, nach 23 Jahren, hat sich eine italienische Bergungsgesellschaft daran gemacht, mit Hilfe von Tiefseetauchern das Panzerschiff, wenn auch nur stückweise, seinem nassen Grabe zu entreißen. Das Schiff wird unter Wasser gesprengt und die einzelnen Teile werden mit Greifern oder Magneten an Bord des Bergungsdampfers „Artiglio' gehoben, Bisher wurden 550 Tonnen Stahl, Kupfer und Messing in Saseno und Ancona ausgeschifft. Die Taucher haben den Maschinenraum erreicht, in dem sich die wertvollsten Metallteile befinden. Die Arbeiten müssen mit größter Vorsicht ausgeführt werden, denn vor einigen Jahren wurde bei der Bergung des Kriegsschiffes „Florence" eine Sprengung vorgenommen, durch die die Munitionskammer mit zehn Tonnen Sprengstoffen, die man längst „ersoffen" glaubte, in die Luft flog. I Die Rokhäuke sterben nicht aus. Die Befürchtungen, daß die „Rothäute" ausster» ben, werden sich nicht erfüllen. Nach den neuesten Ermittelungen des nordamerikanifchen Statistischen Amtes ist vielmehr eine Zunahme der Indianer, bevölkerung in den Vereinigten Staaten festzustellen, die auf die außeraewöhnliche Geburten st e i g e- r u n g zurückzuführen ist. In der Tat beträgt die Geburtenziffer der Indianer 55,4 auf 1000, während die Geburtenziffer der weißen Rasse im Durchschnitt nur 16,7 pro Tausend erreicht. Die Zunahme der roten Bevölkerung erklärt sich einmal durch die neuzeitlichen sanitären Methoden und besonders die bessere Fürsorge für die Kinder, deren Sterblichkeit früher außerordentlich hoch war; zweitens durch die Tatsache, daß die Indianer sich nicht, wie die verschiedenen weißen Völker, haben asfimiiieren und „amerikanisieren" lassen, sondern ihre Rassen- reinheit bewahrt haben. Die heiraten zwischen Indianern und Angehörigen anderer Rassen sind stets sthr selten gewesen und in letzter Zeit kaum mehr vorgekommen.____________________J Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Verlag und Druck: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., Verlagsleiter: Dr. Erich Hamann, alle in Gießen. Den Tod fürs Vaterland starb im Feldlazarett Oberstabsarzt Theo Gilfrich 1550 D In treuem Gedenken: Die Alt-Herren-Vereinigung der ehemaligen Turnerschaft Arminia, Gießen. LAu Studienrat Dr. Christian Müller, Gießen Ltnt. d. R., z.Z. im Felde. durch unsere moderne von Kaufgesuche 1399 A kaufen Sie bei Mittwoch Stadttheater Beachten Sie auch immer-? Kreuzplatz 9 und 10 Sammelruf 3153 604a Drogen - Chemikalien Parfümerien Hygienische Artikel Katalog franko. Lenhauser Baumschulen Möllers & Co., Lenhausen/Sauerl. Wasch-D.Scbinieniiensl-SlalioD Opel in Gießen Marburger Str. 145 - Ruf 2847 1537 D Photo - Photoarbeiten Projektion Schmalfilm-Kino Nachlässe von 3 bin 20 v. 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Im Interesse einer schnellen Abfertigung wird die Bevölkerung gebeten, mit der Abholung der Karten für die Familien eines Hauses nur eine Person zu beauftragen. Vorzulegen sind die Lebensmittelpersonalausweise. Verlorene oder abhanden gekommene Karten werden nicht ersetzt. Bezugscheine für Spinnstoff« und Schuhwaren können während der Ausgabetage (28. März bis 2. April) nicht ausgestellt werden. Die Ausgabe der Zusatzkarten für Schwer- und Schwerstarbeiter usw. wird besonders bekanntgemacht. Gießen, den 26. 3. 1940. 15360 Der Oberbürgermeister der Stadt Gieße«. Ernährungsamt Abt. B. Geschäftsstelle Tag der Ausgabe Straßen Mitte Donnerst.,28.3. Alicenstraße, Am Pfarrgarten, An der Jo- hanneskirche, Bahnhofstraße, Bismarckstraße, Bruchstraße. Freitag, 29.3. Bleichstraße, Burggraben,Erlengasse, Goethe- straße, Grabenstraße, Hindenburgwall, Hinter der Westanlage, Horst-Wessel-Wall. Samstag,30.3. In Löbers Hof, Johannesstraße, Kaplans- gasse, Kleine Mühlgasse, Kutyacinengasse, Kornblumengasse, Kreuzplatz, Loberstraße, Löwengasse, Lonystraße, Ludwigstraße. Montag, 1. 4. Maigasse, Marktplatz, Marktstraße, Mäus- burg, Mühlstraße, Neuenweg, Neustadt, Plockstraße. Dienstag, 2.4. Rittergasse, Schanzenstraste, Sandgasse, Seltersweg, Tiefenweg, Wagengasse, Weidengasse, Wettergasse, Wolkengasse, Teufelslustgärtchen. Nord Donnerst.,28.3. Alter Krofdorfer Weg, Am Läufertsröder Weg, Am Rodtberg, Am Sandfeld, Am Wingert, An der Hardt, Asterweg, Auf der Bach, Bootshausstraße, Brandgasse, Brandplatz, Braugasse, Bückingstraße, Cranach- straße, Dammstraße, Diezstraße. Freitag, 29.3. Ederstraße, Feuerbachstraße, Friedhofsallee, Gabelsbergerstraße, Gleiberger Weg, Grüner Weg, Gutfleischstraße, Hammstraße, Hinterden Schießgärten, Hitlerwall, Hundsgasse, Im Gartfeld, Kanzleiberg, Kaplanei- gasse, Kirchenplatz, Kirchstraße, Krofdorfer Straße, Lahnstraße. Samstag,30.3. Landgraf-Philipp-Platz, Landgrafenstraße, Leimenkauterweg, Lindengüsse, Lindenplatz, Marburger Straße, Marktlaubenstraße, Menzelstraße, Neuen Bäue, Rod- heimer Stroke. Montag,!.4. Schillerstraße, Schlachthofstraße, ^chloßgasse, Schottstraße, Schulstraße, Schützenstraße, Schwarzlachweg, Senckenbergstraße, Sonnenstraße, Steinstraße. Dienstag, 2.4. Thomastraße, Walltorstraße, Wernerwall, Werrastraße, Weserstraße, Wetzsteingasse, Wetzsteinstraße, Wiesecker Weg, Wiesenstraße, Wißmarer Weg, Zozelsgasse, Zu den Mühlen. Ost Donnerst.,28.3. Altenfeldsweg, Alter Rödger Weg, Alter Steinbacher Weg, Am Alten Friedhof, Am Kugelberg, Am Nahrungsberg, Am Philosophenwald, An der Kaserne, Anneröder Weg, Bergkaserne, Bergstraße, Bromberger Straße, Carl-Vogt-Straße, Curtmann- ftraße, Danziger Straße, Toeringstraße. Freitag, 29. 3. Eichgärtenweg, Eichweg, Friedensstraße, Frö- belstraße, Gartenstraße, Georg-Philipp- Gail-Straße, Gnauthstraße, Graudenzer Straße, Großer Steinweg, Grünberger Straße, Gutenbergstraße. Samstag,30.3. Henselstraße, Hessenstraße, Heyerweg, Hul- tschiner Straße, In den Eichgärten, Jahn- straße, Kaiserallee. Montag, 1. 4. Keplerstraße, Landmannstraße, Lessingstraße, Sicher Straße, Ludwigsplatz, Memeler Straße, Moltkestraße, Posener Straße. Dienstag, 2.4. Rödgener Straße, Roonstraße, Schlageter- straße, Schlesische Straße, Stephanstraße, Tannenweg, Unter den alten Eichen, Unter der Liebigshöhe, Wolfstraße. Süd Donnerst.,28.3. Am großen Morgen, Am Riegelpfad, Am Schlangenzahl, Am Steg, An den Bahnhöfen, An der Kläranlage, An der Marga- retenhütte, Arndtstraße, Auf der Weißerde, Aulweg, Bahnhofstraße, Beethovenstraße, Buddestraße, Buchnerstraße. Freitag, 29. 3. Crednerstraße, Ebelstraße, Erdkauterweg, Frankfurter Straße. Samstag,30.3. Fichtestraße,Freiligrathstraße,Friedrichstraße, Gaffkystraße, Glaubrechtstraße, Günthers- graben, Händelstraße, Heegstrauchweg, Hil- lebrandstraße, Hofmannstraße, Hollerweg, Jheringstraße, Klinikstraße, Körnerstraße, Leihgesterner Weg. Montag, 1. 4. Liebigstraße, Ludwigstraße, Mittelweg, Rodthohl, Röntgenstraße, Schiffenberger Weg Dienstag, 2.4. Gemarkung Schrffenberg, Sandkauterweq Schubertstraße, Wartweg, Welckerstraße' Uhlandstraße, Wetzlarer Weg, Wilbelm- straße, Wilsonstraße, 9 m Keftige Sschias Herr Otto Weber, Dreher, Vers lin-Schöneberg, Franz-Kopp-, Straße 73, schreibt am 12.11.39; „13 Wochen lag ich fest an Ischias und sollte ins Krankenhaus. Da nahm ich Trineral-Oval- tabletten. Ich bin von dem Tage an arbeiten gegangen. Nahm immer bei heftigen Schmerzen Trineral-Ovaltabletten. Nun ist das Leiden verschwunden, und ich kann jedem in solchen Fällen nur Trineral-Ovaltabletten empfehlen." Bei allen Erkältungskrankheiten, Grivve. Nüeuma, Ischias, Nerven- u. Kopfschmerzen haben sich die hochwirksamen Trineral-Ovaltabletten bestens bewährt. Keine unangenehmen Nebenwirkungen auch bet Magen-, Herz- oöer Darmempfinölichkeit. Machen auch Sie einen Versuch! Packung 20 Tabletten u u r 79 Pfg. In einschl. Avoth. erhältlich oder durch Trineral GmbH., München 27. Bekanntmachung. Die Reuaufnahme der Schulanfänger findet statt: Für die Schüler der Goelheschule: Freitag: den 29.3. 40, norm. 11 Uhr, in der Goethe- schule. „ „ „ „ Schillerschule: Freitag, den 29.3. 40, norm. 10 Uhr, in der Schillerschule. „ „ „ „ Pestalozzischule: Freitag, den 29.3. 40, norm. 11 Uhr, in der Schillerschule. „ „ „ „ Volksschule Gießen-Wieseck: Donnerstag, den 28. 3. 40, vorm. 10 Uhr, in der Fabrikschule. m „ Volksschule Gießen-Klein-Linden: Donnerstag, den 28. 3.40, vorm. 10 Uhr, im neuen Schulhaus. Gießen, den 15. März 1940. 14460 Stadtschulamt. Walter, Schulrat. Anmeldung zur Verufsschule. Die an Ostern 1940 aus der Volksschule ausscheidenden Schüler und Schülerinnen sind verpflichtet, sich zum Besuch ^der Berufsschule anzumelden. Nach dem neuen llteichsschulpflichtgesetz befreit auch lOjähriger Besuch einer Oberschule nicht vom Besuch der Berufsschule, wenn Schüler oder Schülerinnen in ein Lehrverhältnis auf Grund eines Lehrvertrages eintreten. Die Anmeldung findet statt am Donnerstag, dem 28. Vlärz 1940, um 9 Uhr: a) In der Mädchen-Berufsschule, Eingang Kirchstraße 16, für alle berufsschulpflichtigen Mädchen außer Verkäuferinnen und Kontoristinnen. b) In der Kaufm. Berufsschule, Liebigstraße 16, für alle in kaufm. Betrieben, in Ladengeschäften und Kontoren tätigen Lehrlinge und Lehrmädchen. c) In der Gewerbl. Berufsschule für alle Industrie- und Handwerkslehrlinge, Gärtner und Junglandwirte, Hilfsarbeiter und Berufslose. Die Ausnahme für diese Gruppe erfolgt im Hofe der Schillerschule, bei schlechtem Wetter in der Turnhalle. Um 12 Uhr: In der Berufsschule Gietzen-Wieseck (Fabrikschule) für alle berufsschulpflichtigen Mädchen aus Gießen-Wieseck. Gleichzeitig melden sich an diesem Tage die von anderen Berufsschulen Ueberwiesenen und solche Schüler, die infolge Berufswechsel umgeschult zu werden wünschen. Der Aufnahmetag gilt als Schultag. Das Nichterscheinen der dazu Verpflichteten wird als straffälliges Versäumnis geahndet. Für die Schüler, die der Berufsschule Gießen angehört haben, beginnt der Unterricht am Freitag, dem 29. März 1940, zu den seitherigen Unterrichtszeiten und in den gleichen Unterrichtsräumen wie im abgelaufenen Schuljahr. Gießen, den 14. März 1940. 1445D Stadtschulamt Gießen. Walter, Schulrat. Bekanntmachungen. Nochmals drei Eier. werden für die Zeit vom 27. März bis 7. April 1940 auf Abschnitt c der gültigen Reichseierkarte Drei Sier aufgerufen. Ein gewisser Teil dieser Eier ist schon da, weshalb der Aufruf jetzt erfolgt. Der größere Teil der aus Bulgarien und Holland kommenden Frischware ist im Anrollen, wird also erst in einigen Tagen, bestimmt aber in der ersten Aprilwoche, zur Verteilung gelangen. 1538V Auttermitlelscheine für Pferde und Schweine nichllandwirtschafllicher Tierhalter. Zum 1. April werden die Abschnitte der Futtermittelscheine Nr. 4 für Schweine und Nr. 5 für Pferde aufgerufen. Es kommen zur Verteilung-. je Pferd bis zu 210 kg Pferdefutter, (1539D je Schwein bis zu 25 kg Schweinemastfutter. Vorstehende Ration ist für die Versorgung der Pferde im Monat April 1940, der Schweine für die Monate April, Mai und Juni 1940 vorgesehen. Kleine Anzeigen nchten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darnm: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den 61eßenerABi_eig#r cm BÜRO-EINRICHTUNGEN Gießen. Bahnhofstraßi bruderej tottnntt, K ^QntT. s eig M K«» tat i, 5** 'tas jj. r<" q "Ilm. e»* ,lct 3 inb veil le anP Gesetz de- )ule niet', üler odel und eines stag, beu eng M gen Mad- oristinm !straße 1k, igeschäften mb Lehr- alle I"' irtner unb russlose. erfolgt im >m IDeftec Nr.72 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Aus -er Giadt Gießen. Wenn die Schwalben wiederkehren ... Wenn hier in unserer Heimat noch kühle Frühlingsstürme wehen und Bäume und Sträucher kahl jind, leben unsere Schwalben noch im sonnigen Süden, fliegen über blühende Apfelsinenbäume und Iasmingesträuche und fangen sich Fliegen und Mücken zwischen den goldenen Blütentraüben der Akazien und Mimosen. Aber bald hält es sie nicht länger'in diesen Gc- stlden, ihre Reise nach der nordischen Heimat be- zinnt. Zuerst treffen die Rauchschwalben ein, die inch Dorfschwalben genannt werden. Dann folgen !>ie Mehl- oder Stadtschwalben. „Witt-widewitt!" tönt es nun wieder lustig zwitschernd aus den Lüften, wo die Schwalben in schnellem und ausdauerndem Fluge mit geschickten Wendungen ihrer Beute nachjagen. Für uns ist die Schwalbe die Frühlingskünderin, M-e mit Freuden begrüßt wird. Früher wurde in Hessen die Ankunft der ersten Schwalbe vom Turm» Wächter angezeigt und von der Ortsbehörde öffentlich bekanntgemacht, während ihr in Westfalen am läge ihrer Wiederkunft der Hausvater mit der ganzen Familie bis an das Ho,stör entgegenging und ihr feierlich die Scheune öffnete. Waren doch nach der Volksmeinung Scheune und Haus, an denen die Schwalbe nistete, vor Feuer und Blitz sicher. „Ihr gabt zur Herberg euer Dach und schütztet uns vor Ungemach, ' drum sei euch Glück und Frieden beschieden!" (Hoffmann v. Fallersleben.) Tötet man aber die Schwalben oder zerstört ihre bester, so flieht das Glück aus dem Hause und das Unglück kehrt ein: es bricht Feuer aus ober die Kühe geben rote Milch ober gar keine, und gehen «ach dem Aberglauben bald ein. Sieht man im Frühling zuerst eine sitzende Schwalbe, jo hat man Unglück zu erwarten, während eine fliegende Glück »eryeißt. Wenn man aber beim Erblicken der ersten schwalbe einen Stein aufhebt, ohne den glückbrin- zenden Bogel dabei aus den Augen zu lassen, so . rlangt man großen Reichtum! Aber nicht nur als Glückbringer, sondern auch ls zuverlässiger Wetterprophet gilt dieser Bogel: : a die fliegenden Insekten beim Herannahen von Uegen tiefere Luftschichten aufsuchen, folgt auch die Schwalbe ihrer Beute nach. Tieffliegende Schwallen werden daher mit Recht als Künder regne» itischen Wetters angesehen. In Dichtung und Tonkunst hat dieser kleine Bogel Eingang gefunden. Wer kennt nicht den anmutigen Walzer „Dorfschwalben", den Joh. Strauß geschrie- d>en und den die Schwestern Wiesenthal so, hin- [ i-eißend tanzten. E. L. St. Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 19.30 bis 22.30 Uhr „Der Freischütz"; die Rolle des Max singt Heinrich Durst. — Moria-Palast, Seltersweg: „Ihr Privatsekretär". — s Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Leidenschaft". Gießener Woche für Kunst und Literatur 1940. Unter der Schirmherrschaft des Herrn Oberbürgermeisters der Stadt Gießen findet vom 31. März bis April die „Gießener Woche für Kunst und Lite- twtur 1940" statt, die unter dem Geleitwort steht 'Von ewiger deutscher Kunst". Das Stadttheater, der Boethe-Bund, der Konzertverein und der Oberhef- 1 sche Kunstverein haben einen bedeutsamen Ver- Mstaltungsplan aufgestellt. Der Bann 116 der HI. □irb mit einer Morgenfeier die Kunstwoche de- chließen. ** Die „Kleine Luftschutz-Haus- kpotheke". Die Selbstschutzgeräte sind um ein wertvolles Ausrüstungsstück, die „Kleine Luftschutz- Hausapotheke" bereichert worden. Das neue Heft iler „Sirene" zeigt in einem Bildbericht alles, was n eine solche Hausapotheke, die in keiner Luftschutz- ^meinschaft fehlen darf, gehört. Ein weiterer inter- ifsanter Artikel behandelt die Hilfe an Brandoer- l tzten. „Wir wissen Rat!" heißt ein kleiner prak- i scher Luftschutzkursus in Frage und Antwort. Jahrgang 1930 zum RSG. Rund 21000 Pimpfe und 18 000 Jungmädel sind es, die im Gebiet und Obergau 13 Hessen-Nassau bei der diesjährigen Aufnahmeaktion erfaßt werden. Fast ausschließlich sind diese Meldungen freiwillig ringe» gangen, und nur wenn keine Meldung der durch die Schulen listenmäßig Erfaßten erfolgte, wurden die Eltern auf die Notwendigkeit aufmerksan) gemacht. Der Monat März gilt nun dem Jahrgang 1930 als Vorbereitungszeit auf die offizielle Aufnahme am Geburtstag des Führers. So kamen in diesen Wochen die zehnjährigen Jungen und Mädel zu ihren ersten Heimnachmittagen. Die Einheiten des Deutschen Jungvolkes und des Jungmädelbundes haben dieses Erleben schon lange sorgfältig vorbereitet: die Heime standen bereit, Führer und Führerinnen waren — zu einem großen Teil in Sonderausbildungen — durchgeschult worden; an früh- erstenmal angelrelen! lichen Nachmittagen nahmen die älteren Kameraden und Kameradinnen unter Singen und Stegreifspiel den Jahrgang 1930 in ihre Mitte. Schon in Friedenszeit ist es keine leichte Arbeit geroejen, alljährlich die großen Massen der neuhin- zukommenden Jugendlichen organisatorisch zu erfassen und führungsmäßig einzugliedern. Aber durch einen verstärkten Einsatz der durch Heeresdienst und Kriegsbeanspruchungen erheblich reduzierten Führerschaft, durch den Diensteifer des Führer- und Führerinnen-Nachwuchses war es der hefsen-nasfau- ischen Hitler-Jugend auch in diesem Jahre möglich, aller sich bietenden Schwierigkeiten Herr zu werben. Wissen boch unsere Jungen und Mädel — so jung sie noch sein mögen —, daß sich in ihrer Einsatzwilligkeit die Haltung unseres ganzey Volkes spiegelt: seine Liebe zum Führer und der Wille, tätig und tapfer immer neue Aufgaben anzugreifen! Die Front kämpst und siegt, die Heimat arbeitet und opfert! Die freiwillige Metallspende, die das sinnvolle Geburtstagsgeschenk des deutschen Volkes für den Führer am 20. April dieses Jahres werden soll, gehört zu der im Kriege besonders wichtigen Vorsorge. Trotz umfassender Vorratswirtschaft mit Metallen müssen wir im Kriege darauf bedacht fein, alle Möglichkeiten, die nationale Reserve an Metallen zu stärken, ausschöpfen, um damit auch den allerhöch- Ab — zur Metallspende! (Zeichnung von Bob Hindersin. — Scherl-M.) ften Anforderungen gewachsen zu sein. Diese Metallreserve kann gar nicht groß genug fein! Die Metallspende ist daher eine unmittelbare Antwort, die das deutsche Volk auf die heimtückischen Angriffe unserer Feinde erteilt, die uns mit ihren Blockade- versuchen glauben beeindrucken zu können. Solchen Versuchen setzen (roir die geeinte Kraft des Volkes gegenüber und führen der Reichsverteidigung alles Entbehrliche an Metallen zu: Die Front kämpft und siegt, die Heimat arbeitet und opfert! Wie viele Metalle liegen in Millionen Haushalten und Betrieben ohne praktische Zweckbestimmung nutzlos herum. Da gibt es .Dosen und Schalen, Vasen und Kannen, Tabletts und Untersätze, Küchen- und Kamingeräte, Becher und Krüge, Teller und Schüsseln, Figuren und Plaketten, Ständer, Halter und Leisten und viele andere Dinge mehr, die irgendwo vielleicht verstauben und keinerlei Nutzen mehr stiften. Wie können sie aber durch die Hand des Arbeiters zu kriegswichtigem Zweck für das gesamte Volk nutzbar gemacht werden! Es sollen jedoch nur Gegenstände, die entbehrlich sind, den Sammelstellen abgegeben werden. Gegenstände des täglichen Bedarfs, die ersetzt werben müßten, werben nicht erfaßt, ebenso auch nicht wertvolle Kunstgegenstände, bereu Metallwert in keinem Verhältnis zum Kunstwerk steht. Jeber bestimmt babei selbst, was für ihn entbehrlich ist — er denkt aber auch baran, baß bie Metallspende eine Aktion ist, die als freiwilliges Opfer gewertet sein will. Beherzige jeder nochmals die Worte, die Generalfeldmarschall Göring bei seinem Aufruf zur Metgll- jpende an das deutsche Volk richtete: „Wir wollen dem Führer durch die Tat danken für alles, was er Volk und Reich gegeben hat. Die Spende ist die schönste Geburtstagsgabe für den Führer. Gebe jeder Volksgenosse hierzu freudig seinen Beitrag. Er hilft damit dem Führer in feinem Kampf um Deutschlands Freiheit." Die Schule hilft. Belehrung der Kinder für die Metallspende. Es hat sich herausgestellt, daß in vielen Familien, in denen der Wunsch besteht, den Aufruf des Gene- ralfeldmarschalls Göring zur Ablieferung entbehrlicher Metalle Folge zu leisten, niemand die genaueren Kenntnis^ besitzt, die zur Ablieferung auf- gerufener Metalle von anderen zu unterscheiden. Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung wünscht, daß bie Schule hier durch eine sofortige Belehrung der Kinder helfend ein» greift und -so ihren Teil dazu beiträgt, die dem Führer zum Geburtstag zugedachte Gabe in ihrem Werk zu erhöhen. Oie Metallsammlung in Gießen. In der Marktstraße (am Haus Nr. 18) machen Fahnen und ein weithin sichtbares Schild auf die Metallsammlung aufmerksam, die jetzt in diesen Tagen durchgeführt wird. Diese Sammelstelle ist das Ziel vieler Volksgenossen, die zu Hause in Kisten und Kasten, auf dem Boden und in den Kellern Nachschau hielten nach Metallen, die jetzt einem besseren Zweck zugeführt werben können, als sie ihn bisher erfüllten. Schon mit der ersten Stunde der Eröffnung dieser Sammelstelle setzte ein lebhafter Zustrom ein, der während des ganzen Tages anhielt. Es ist kaum Ab — zur Mekallspendel (Zeichnung von Bob Hindersin. — Scherl-M.) Ziehens n Freck Intern^ iumen 1445D ie die von inb f°$ gefchuU Das Mi' als M tM-Mssk n Mädchen r>el orMjii eint'“1 s°- •b °ll° ‘i »-s ichlveiue >e',# 17. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) daß sie Puppen Arbeiten? Er hat es gar auch ein wenig umständlich ist, so ist es doch ein guter Brauch, und es hat auch feine tieferen Gründe, wenn wir Aerzte nicht nach der Ladengepflogenheit handeln: Zug um Zug, hier Ware, hier Geld, sondern uns für unsere Rechnungen Zeit lassen und wenigstens so tun, als ob wir uns eigentlich schämten, uns für Leistungen entlohnen zu lassen, bie eigentlich Pflicht jedes anständigen Menschen wäre, nämlich zu helfen, wo man helfen kann .. Er war noch lange nicht fertig und holte von neuem Luft, um nach dieser sozusagen grundsätzlichen Einleitung erst richtig loszulegen: „Und daß gerade Sie-- Aber er hielt betroffen inne, feine Hände zuckten ratlos, und aus dem kleinen Hohlspiegel in seiner Rechten schwirrte ein Lichtstrahl aufblitzend wie eine aus der Hand geschleuderte Klinge. „Nun heulen Sie auch noch!" knurrte er, als wäre das eigentlich das Schlimmste, was sie ihm antat. „Mein Gott — ich war doch so stolz > und so froh!" raunte sie erstickt und suchte nach einem Taschentuch. Der Doktor riß eine Serviette aus dem Wäschefach des Jnstrumentenschranks. „Da! Nehmen Sie bas!" brummte er unversöhnt. „Und wenn Sie noch ein einziges Mal dieses Thema auch nur mit einer Silbe erwähnen — bei Gott, wenn ich Ihnen ansehen sollte, daß Sie daran auch nur denken — bann schwöre ich Ihnen, daß Sie am nächsten Tag eine Postanweisung mit dem Betrag erhalten, den ich Ihnen für den famosen Kasimir schuldig bin!" Aber das war doch ganz was anderes! '^Nichts anderes!" erwiderte er zornig und griff nach dem Bohrer wie nach einer Waffe. „Und ich wäre auch so leichtsinnig", fügte er grollend hinzu, „es mit einem Zahnarzt zu verderben! Er füllte das Wasserglas frisch auf und begann, den Mechanismus des Stuhls zu bedienen. „Sie haben mich geradezu aufgeregt!" murmelte er und atmete heftig; aber er sah doch nicht mehr ganz so grimmig Sie putzte sich die Nase und fuhr sich über die Augen, dann legte sie den Kopf zuruck, und der Doktor näherte sich ihr mit dem summenden Boh- rCgä: arbeitete aufmerksam und schnell. ,Mr müs- „Ueberhaupt keine! Ich kenne keinen Menschen iirüben ..." ißolöent Wolfe übcrKcnate Roman üonWBiernatli. ,Und diesen Engländer —?" .Auch nicht. Es ist einfach wie ein Märchen!" ,Und woher hat er denn gewußt, Der Doktor beugte sich über seine Instrumente. ,Das ist allerdings ein ^merkwürdiges Spiel des Zufalls!" murmelte er und sah starr auf die blitzen- ten, pedantisch aufgereihten Einsatzbohrer herab .Jedenfalls gratuliere ich Ihnen herzlich ... Und luffentlich verläßt das Glück Sie nicht — unberu» f n!" Er klopfte mit dem Knöchel dreimal unter de hölzernen Armstützen des Operationsstuhls. „Ich bin so froh!" sagte' sie leise und schloß eine Sekunde die Augen. „Und am meisten fast darüber, daß ich heute ohne heimliche Selbstvorwürfe zu £hnen kommen konnte ... Ich Hobe doch ,l™mer lern etwas schlechtes Gewissen gehabt, und ich be- (reife es heute noch nicht, wie ich damals den Rut fanb, fo einfach zu Ihnen herauszukommen und--" Sie brach unvermittelt ab und sah Den Doktor ängstlich an. Er war rot geworden, erschreckend rot, wie ganz cüter Burgunder, und in seinen Augen flimmerte en gefährlicher stählerner Glanz. „Ich verstehe. ;d) verstehe!" stieß er fast drohend hervor. „Aber Sie befinden sich in einem Irrtum, mein verehrte gnädiges Fräulein! Ich bin Arzt! Verstehen Sie! Arzt und nicht Zahnkaufmannl Und wenn? „Das ist ja eben das Märchen! richt gewußt. Er hat sich aus dem Adreßbuch ein .{□ar Ateliers herausgezogen und ist auf gut Glück bsgegogen, um ein paar Bilder oder Kleinplastiken — Kunstgegenstände bis zu einem Kilo wie er sich Msdrückte — für sich und als Geschenke für feine freunde nach England mitzunehmen. Ich wollte i>m meine Arbeiten zunächst überhaupt nicht zeigen — und dann--" Sie schloß mit einer fast Der» Sigten Handbewegung, als hätte sie Grund, den -jSteib der Götter zu fürchten. fen versuchen, die Geschichte in einem Zuge fertigzumachen. Es wird etwa zehn Minuten dauern. Bktte, versuchen Sie, den Mund geöffnet zu behalten, wenn ich die Watteeinlagen auswechsele! Sie können auch ruhig mal schlucken — nur passen Sie auf, daß Sie mit der Zunge nicht an die Zähne kommen!" Sie nickte. Der Doktor warf einen raschen Blick auf die Uhr. Es war acht Minuten vor halb drei ... Und als das Werk zum Stundenfchl'age ausholte, fielen der Glockenton und fein „Fertig!" zusammen. Er machte babei ein Gesicht, als beglückwünsche er sich selber zu einer sehr anständigen Leistung. „Vielleicht können Sie es noch eine Minute aushalten", sagte er, „damit die Füllung besser erhärtet." Er reichte ihr einen Taschenspiegel. „Sie werden schon jetzt fast nichts mehr sehen. Wenn Sie in den nächsten Tagen einmal vorbeikommen, dann schleifen wir bie letzten kleinen Unebenheiten noch ab, unb bann ist bie Geschichte enbgültig in Drbnuna." Er warf noch einen prüfenben Blick auf seine Arbeit: „So, banke! Jetzt finb Sie erlöst!" Er legte bie benutzten Instrumente ins Lysolbab, säuberte bie Palette von ben winzigen Resten ber übriggebliebenen Porzellanmasse unb ging burchs Zimmer, um sich bie Hänbe zu waschen. Renate Naumann hatte ben Operationsstuhl verlassen unb war zu bem kleinen Tisch hingetreten, auf bem bes Doktors Kartothek ftanb unb wo sie ihr Hanbtäschchen hingelegt hatte. Der Doktor wanbte sich rücksichtsvoll ab, unb er fühlte sich auch zum Teil schulbig, bie Ursache für bie Tränenspuren unb bie gerötete Nasenspitze zu sein, bie jetzt nzit ber Puberquaste betupft würben. Er brehte sich vorsichtig um, als er bas Schnappgeräusch bes Hanbtaschenschlosses vernahm. „Ich glaube — hm — ich bin vorhin etwas grob zu Ihnen gewesen, Fräulein Naumann?" sagte er, ohne baß es allerbings sonberlich reuevoll klang. „Ziemlich ..gab sie mit einem schüchternen Lächeln zu, bas ihn zu ber Annahme ermutigte, sie zwar ernstlich, aber nicht töblich getroffen zu haben. „Jebenfalls ist bie Angelegenheit zwischen uns jetzt restlos geklärt ..." Sie sah ihn etwas überrascht an, als fänbe sie diese Form, sich zu entschulbigen, einigermaßen merkwürdig. Mittwoch, 27. Marz WO aufzuzählen, was alles angebracht wurde. Hier opfert jemand Kupfermünzen unb Erinnerungs-, medaillen von erheblichem Gewicht, hier bringt eine Hausfrau eine schwere Messinglampe, bie von ber Zeit überholt warben war, Kinder bringen Messingstangen angeschleppt unb nehmen stolz den Zettel in Empfang, auf dem die Spende vermerkt worden Auch die Zähne leben durch Arbeit. Gründliches Kauen ist deshalb ebenso wichtig wie die tägliche Zahnpflege. CHLOR I I D ist. Dann wieder werden sorgfältig zusammengetra- gone Stanniolkappen auf die Waage geschüttet, unb ihnen folgen gar etliche Stücke schweren Zinn- geschirrs, von dem sich die Spenderin sicherlich nicht leicht getrennt hat. Jegliche Spende wird genau gewogen, ausgeschrieben unb eines Tages wird ber Spenber die Urkunde erhalten, bie ihm bie Spende in würdiger Form bescheinigt. In ber Gießener Altmetall-Sammelstelle haben sich schon beachtliche Mengen ber verschiebenen gesuchten Metalle aufgehäuft. In Kisten werben sie zunächst grob sortiert auseinanbergehalten, um bann später noch einmal einer genaueren Sichtung unterworfen zu werben. In größter Menge ist bisher Messing angeliefert worben. „Schaffende sammeln und geben". Die Porzellan-Schmetterlinge ber letzten Reichs, siraßensammlung. — (NSV. ScherlkBilberbienst-M.) NSG. Am 30. und 31. März führt die Deutsch- Arbeitsfront die 6. und letzte Reichsstraßensammlung im Rahmen des Kriegs-Winterhilfswerkes durch. „Schaffende sammeln, Schaffende geben" ist auch diesmal wieder bas Losungswort, bas Millionen Deutsche bewegt. Der beutsche schaffenbe Mensch wird auch bei biefer letzten Reichsstraßensammlung bes Kriegs-Winterhilfswerkes feine Pflicht tun unb seinen Teil bazu beitragen, Deutschlanbs Wiberstanbs- traft zu stärken. Am Samstag unb Sonntag wirb fein Schaffenbev in Deutschlanb fein, ber nicht bie schönen, bunten Porzellan-Schmetterlinge, bie biesmal bie Abzeichen! bes Kriegs-Winterhilfswerkes finb, tragen werben. Veranstaltungen mannigfaltiger Art werben in allen Stäbten unseres Gaugebietes burchgeführt, unb alle Werkscharen, Volkstumsgruppen, Sing- unb Spielgemeinschaften innerhalb ber Deutschen Arbeitsfront in ber NS.-Gemeinschaft „Kraft burch Freube" stellen sich in ben Dienst ber guten Sache. „Manchmal sinb eben Gewitter nötig, um bie Luft zu reinigen", fuhr er ungerührt fort. „Na, unb es freut mich, baß Sie nun eingesehen haben^ wie verletzenb Ihr Verhalten für mich gewesen ist!" Es warf bas Hanbtuch über bie Rückenlehne eines Stuhles. Renate Naumann griff mit ber Hanb hinter sich nach ber Tischkante; es war nicht nur so eine lieber» raschungsgeste, fonbern sie brauchte ganz ernstlich etwas, um sich zu stützen. „Man barf nichts übertreiben, Herr Doktor", sagte sie in einem Tonfall« als beschäme sie sein Zartgefühl, „auch nicht bie Höflichkeit ... Sie waren gröber zu mir, als ich Ihnen jemals zugetraut hätte — aber jetzt finb Sie wirklich zu zerknirscht!" Es schwang eine ernstliche Sorge in ihrer <5timme Verlobungs-Anzeigen liefert BrUhl'sche Druckerei AutoöleundAutofette Industrielle für alle Verwendungszwecke stets sofort ab Lager Klein-Linden lieferbar. Kaufe und hole ab: ALTULz. vorgeschriebenen Höchstpreis. Richard Sommer GieBen» KleinvLinden Frankfurter Str. 24, Telephon 2276 Amt Gießen 1401D Gewumauszug 5. Klasse 2. Deutsche Nelchslotterle Ohne Gewähr__________________________Nachdruck verboten Wut Jehe gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewinne gefallen, n«b zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen I, II und III 21. Ziehungstag 26. März 1940 In der Bormittagsziehung wurden gezogen 11425 397170 389148 199879 108419 369645 61227 64595 33290 27674 112579 195153 250784 308750 248033 214550 56366 33 Gewinne zu 2000 RM. 22845 24663 31798 201669 259385 274332 284230 312074 360412 383275 141 Gewinne zu 1000 RM. 2707 15219 20809 57495 58838 59151 61057 75516 89206 92535 95979 123774 126737 149466 153850 155529 172424 180275 197222 197704 198056 199636 209082 225533 245038 262595 266455 270444 280524 284563 290372 296730 32H75 324815 325664 330569 338988 380507 384725 396100-3x6756- 6 Gewinne zu 10000 RM. 6 Gewinne zu 5000 RM. 9 Gewinne zu 4000 RM.____ 27 Gewinne zu 3000 RM. 20450 91040 182626 274220 338574 364585 llllllllllllllllllllllllllllli Acker a.Schiffenb.Weg 6400 qm Alker «.Niese a.Aulwegl Weißerde) 4200 qm zu verv. [ussD Möser, Zu d. Mühlen 12 Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! 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