>90. Jahrgang ttr. 49 Erscheint täglich, anher Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Giehener ^amilienblätter HeimatimBild DieScholle MonatS-Bezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.93 Ä" 1-1 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Franks./M. JMHTä Q Dienstag, 27.8ebruar M0 ▼ fr HH ; . A Annahme von Anzeigen Giehener Anzeiger W w w e >e, mm Ermäßigte Grundvreise SrühlscheUniversilalrdruckerei«. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Siehen^chulstrahe 7-9 "^n I t ßW M N । Är > '1 5 ld ■ Die Varteigründungsfeier in München denen waren, Ebenso heilen ten die Personen betragen. In technischer Beziehung stellt die Bahn eines der kühnsten kolonialen Bauwerke dar. Sie führt von der Küste durch wildzerklüstetes Gebirgsgelände und durch Felsenschluchten auf ein Hochplateau von 2025 MeteV Höhe; nicht weniger als 155 Tunnels und 3422 Brücken und Viadukte weist die Bahn auf. Berühmt ist die Brücke von Arbalete, die in der schwindelnden Höhe von 300 Meter aus einem zerbrechlich anmutenden Metallgerüst zwischen kahlen Felsenwänden über eine breite Schlucht führt. Aus der tropischen Urwald land schäft Tonkins mit seinen Bambushölzern und seinen Lianen führt die Bahn in endlosen Serpentinen und vielen Tunnels nach dem dürren Plateau „Schwarzer Drachen", das lebhaft an mexikanische Landschaften erinnert und wie dort riesige Kakteen ausweist. Nach einer Fahrt durch fruchtbare Colza- und Opium-Pflanzungen, die sich an die Bergabhänge anschmiegen, gelangt man durch ein weiteres Plateau, das wüstenartigen Charakter hat, ganz allmählich in das fruchtbare Gebiet von Yünnan. Pünnan mit feiner Landwirtschaft und seinen Bergwerken wird im Leben Chinas Englische Lügen dementiert. Oslo, 26. Februar. (DNB.) Wie die norwegische Regierung mitteilt, hat der englische Gesandte in Oslo am 20. Februar dem nor- wegischen Außenminister Koht eine Mitteilung über die Erklärungen überbracht, die durch den eng- lijchen Außenminister Lord Halzjax dem nor- Kolonie I n d 0 ch i n a könne zu einem industriellen Lieferanten des binnenländischen, unter der Regierung von Tschiangkaischeck verbliebenen Chinas werden. Die Industrialisierung Jndochinas sollte diese Kolonie fester als. bisher im imperialen Gebäude Frankreichs verankern, sollte sie in die Lage versetzen, einem etwaigen japanischen Angriff aus eigenen Kräften zu widerstehen. Als die Japaner auf die strategisch außerordentlich wichtigen, dem Golf von Tonkin vorgelagerten Insel Hainan Fuß faßten, verstärkten sich diese Tendenzen. Die Rivalenstellung Frankreichs gegenüber Japan im Fernen Osten war damit aber gleichzeitig noch deutlicher als bisher unterstrichen. Abgesehen von dem Verkehr, der sich auf der Pünnan-Bahn in der Richtung nach China und wegischen Gesandten in London am 17. Februar zu dem norwegischen Protest wegen des „Altmarks- Falles abgegeben worden waren. In dieser Mitteilung behauptet die englische Regierung, daß Nor« wegen die Untersuchung der „Altmark" nicht sorgfältig vorgenommen und die norwegische Regierung ihre Pflicht als neutraler Staat nicht erfüllt habe. Die englische Regierung gründet ihre Erklärung auf die Behauptung, daß die „Altmark" einen norwegischen Hafen berührt habe. Diese Behauptung ist von der norwegischen Regierung nach eingehenden Untersuchungen durch ihre Vertretung in London dem englischen Außenminister gegenüber dementiert worden. Die Mitteilungen an die englische Regierung schließen mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß die britische Regierung sich davon überzeugen werde, daß Norwegen in Uebereinftimmung mit den internationalen Gesetzen gehandelt habe. Nachdem die norwegische Regierung sich so den von England zur Ablenkung von dem eigentlichen Verbrechen zugeschobenen Argumenten gegenüber ver- teibigt hat, glaubt sie, durch den Vorschlag eines Schiedsspruches die Meinungsverschiedenheiten mit der englischen Regierung bereinigen zu können. Schwedens Neutralität. Stockholm, 27. Febr. (DNB.) Ministervräsi- dent H a n s s 0 n sagte in einer Rede, Schwedens Neutralität habe nichts mit Kleinmut und Verweichlichung zu tun. Sie sei Ausdruck für den Lebenswillen eines freien und selbständigen Volkes. Bei Untersuchung der Möglichkeiten, Finnland bei* zustehen, habe sich gezeigt, daß Einigkeit über eine Politik militärischer Intervention innerhab des schwedischen Volkes nicht erzielt werden konnte. Jedoch sei man bereit gewesen, Finnland in dem Maße beizustehen, wie dies mit Rücksicht auf b i 4 Lage bes eigenen ßanbes und die eigenen Möglichkeiten geboten erschien. Die Gefahr ber Einbeziehung Schwedens in ben Großmachtkrieg könne nicht als Hypothese abgetan werben. Das Risiko fei ganz offenbar. Schweden werde alle Möglichkeiten zur Wahrung der eigenen Freiheit wcchmehmer^ . Der Wehrmachtsbericht Bon deutschem U-Boot insgesamt 16 Schiffe versenkt. der britischen Gefangenen an Bord der „Altmark" zur Sprache. Die englischen Behauptungen wurden burch bie Aussagen Richerts schlagend Lügen gestraft, er erklärte: „Die Räume, in bie englischen Gefangenen untergebracht sind stets mit Frischluft versorgt worden, fanden die Gefangenen gute Schlasgelegen- Soweit es die bewegte See zuließ, konn- .... — (Befangenen täglich zweimal für drei Vier- telftunben Spaziergänge an Deck machen. Obwohl die „Altmark" ein Tankschiff ist, durften die Gefangenen m einem abgeschlossenen Raum rauchen. Uns, den Besatzungmitgliedern, wurden sehr viel Einschränkungen auferlegt, um sowohl hinsichtlich der Rauchwaren als auch der Proviantzuteilung den (Befangenen das Los zu erleichtern " Diese klaren und ungekünstelten Erklärungen eines deutschen Seemannes, der mit vielen seiner Kameraden auf norwegischem Boden das Opfer eines heimtückischen englischen Uebersalls wurde, zeigen der Welt, welche Blutschuld die britische Admiralität mit dem Ueberfall im Jössingfjord auf sich geladen hat Ihre Lügen und Verdrehungs- künste sind angesichts des burch viele Zeugenaus- fagen erhärteten Tatbestandes wirkungslos. Berlin, 26. Febr. (DNB.) Der Entrüftungs- sturm über bie völkerrechtswidrige und bestialische Piratentat gegen den deutschen Dampfer „Altmark' hat sich noch nicht gelegt und schon wieder erfahren wir dank der Jnbiskretion bes französischen Runb- funks der sich babei ausdrücklich auf eine Bekanntgabe ' des britischen Luftfahrtminiftenums bezog, baß am Sonntag br ei englische Flugzeuge verschiedene norwegische Ha f en überflogen hätten, um die Position der „Altmark" auszumachen. Die Englänber lassen also ihren unverblümten Drohungen bie Tat folgen und sehen bie Serie ihrer jeglichem Völkerrecht hohnsprechenden „Aktionen" skrupellos fort. SerBeuchelmordimZössmgsjsrd Em Schwerverwundeter der „Altmark" berichtet. Berlin, 26. Febr. (DNB) Mit immer neuen Lügen versucht die britische Propaganda, das englische Piratenturn von der Schuld des Uebersalls auf bie Altmark" unb ber feigen Ermordung unbewaffneter beutscher Seeleute reinzuwaschen Um so wirk- amer wirb biefes infame Lügennetz jetzt durch die Aussagen des 22jährigen Maschinenassistenten Wilhelm Richert von ber Besatzung ber „Altmark niedergelassen, die er vor ausländischen Pressevertretern in Berlin machte. „Kurz nach 23 Uhr", so erklärte Richert „erhielten wir plötzlich den Befehl: .Alle Mann m die Boote! srßir mären babei, bas Rettungsboot auszuschwen- ten _ jch gehörte zum Backborbboot — wurden aber daran gehindert, da mir von der B a ck - bordseite aus beschossen wurden. Im gleichen Augenblick wurde die See mit Schein- werfern des englischen Zerstörer-: abgeleitet. Wir warfen uns an Deck hin, bis die Schießerei aufhörte. Die englischen Piraten ließen schon etwa 300 Meter, bevor sie an die .Altmark' herangekom- men waren, bie Scheinwerfer aufleuchten unb eröffneten erbarmungslos bas Feuer a u f rn e h r e r e Rettungsboote, bie von ber Besatzung ber : Mtrnark< inzwischen zu Wasser gelassen worden waren. . .. t Als sich weitere Besatzungsmitglieber unter Ihnen Richert, über eine Strickleiter aufs Land retten ! wollten, setzte vorn englischen Kriegsschiff erneut Maschinengewehrseuer out die unbewaffneten beut» Der Kampf um die Yünnan-Bahn Von unserem E.I.-Korrejpondenien. Neuer britischer Nmtralitäisbruch. Britische Flugzeuge über norwegischen Säfen auf Suche nach der »Altmark Warum wir siegen werden. Der Trennungsstrich zwischen den plutokratischen Mächten unb einer neuen sozialen, auf ber Basis des Volkstums begründeten Welt ist durch den Führer mit unübertrefflicher Klarheit und einer auf feinen Leistungen beruhenden Siegeszuversicht gezogen worden. Wir sind zum Kampf angetreten gegen eine uns herausfordernde Welt von Ewiggestrigen, die ihre Krallen mit unerfüllbarer (Bier in Europa und Afrika, in Indien und den Fernen Osten, in Australien und Amerika, kurzum in die ganze Welt geschlagen haben. Zwar gelang es den Londoner Heuchlern vorübergehend, gleich den Sirenen die Welt mit ihrem demokratischen Gesang zu betören und die Menschen zeitweilig vergessen . zu lassen, wie die vom Gesang Betörten zerfetzt und beraubt wurden. Aber diese Hyänen der internationalen Finanz, diese Hüter einer Weltordnung, in ber bas Gelb alles unb ber Mensch mit seiner Arbeitskraft und Intelligenz nichts war, sie sind auf einen Widerstanb gestoßen, ber in organischer Form, aus den Gegebenheiten und Notwendigkeiten eines Achtzig-Millionen-Volkes erwuchs unb daher unüberwindbar ist. Der Führer und Organisator biefes Widerstanbes, Aböls Hitler, hat jetzt in feiner Münchener Rebe diesen Gewalten einen erbarmungslosen Kampf an gesagt unb eine Weltkonzeption entworfen, die ganz anders aussieht als bie bisherige. Eine neue Welt entsteht, in ber jeder Arbeitsame seinen Frieben und bie Sicherung seines Schaffens finben wird. Das beutsche Volk unter Abolf Hitler hat bie Konsequenzen klar gezogen. Es hat mit Italien unb Sowjetrußlanb, bie heute unsere Freunde und nicht wie 1914 unsere Gegner finb, einen feftlän« bischen Block ber Neuorbnung unb bes neuen Geistes gegen bie Anschläge ber Plutokratien geformt, bie sich in Bahnen bewegen, als ob sich bie Struktur bes europäischen Festlanbes seit 1919 nicht ge- änbert, als ob nicht ber Pflug ber Geschichte über unseren Kontinent gegangen sei. (Berabe jetzt hat Italien burch birektes Eingreifen Mussolinis ben Wirtschaftsverhandlungen mit Deutschland jene Form gegeben, bie sich beutlich gegen bie englische Wirtschaftshegemonie unb ben Versuch menbet, Deutschlanb ebenso burch eine Hungerblockade zur Uebergabe zu zwingen, wie Eben es mitsamt seinem ganzen Genfer Verein im Abessinienkrieg gegenüber Italien versucht hatte. Das ist bie zweite Warnung an bie plutokratische Kaste, bie England beherrscht. Sie vollenbet bie Tatsache, baß wir, ebenso wie Italien währenb bes Abessinienkrieges, wirtschaftlich unüberroinbbar unb militärisch nicht zu schlagen sinb. „Weber wirtschaftlich noch militärisch", sagte ber Führer unter bem Jubel ganz Deutschlands in München, „kann Deutschlanb nie» bergezwungen werden . Die Welt hat sich eben, seit Abolf Hitler bie Macht übernahm, so gewan- beit, baß nur bie altersschwach geworbenen Augen ber Machthaber in Lonbon biete Veränberung nicht erkannt haben. Kapitänleutnant Herbert Schultze. — (Scherl-M.) Berlin, 26. Febr. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m westen geringes örtlidjes ^"«erieseuer sowie beiderlei,ige Muftlärungstahgteif in ber Cnft Eigene 3agdübcrwachung an der Westfront un über bet Denlschen Buch« blieb ohne Sei - berührung. Ein französisches i c“8 vom wüster Pole; 63 rourbe in bet Eise, bnrch gtafartiUerie abgescho fje n. Ein U-Boot unter Führung bes fiapitanleu nants herber. Schnitze Hal. non Sernsahrt zu- rückaekehrt, die Versenkung von 34 130 bKx. g tnelbeL Damit Hai biefes U-Boot insgesamt 1 Schisse mit 114 510 BRD. versenkt. * Auf die Prahlereien der Kriegshetzer an der Tbernse die die beunruhigte Oestentllchkeit chres kommandos^det^Wehtmach^ in seiner knappen^mül- türifchen Sprache einet t ^mberlain au Behaup ungen der Chnrchitl verzweifelte Zwecktugen wiu be5 Kapitan- deutsches U-Boot unter der 6 0 4 BRT. Leutnants Herbert Schultze hat ub r 114«^ Schiffsraum versenkt! , 6 auf ihren blickt voll Stolz auf leine Sohne me ' ^^ kühnen Fahrten gegen das .Meerbeyerricy England den Feind aufs fch s . . & Deutsche sen Mit diesem Stolz^änna gleichzeitig das Gefühl des D gemeinsam mit der deutschen Kriegsman , d 9 ^mßr ihren Kameraden von ber LUI II ( , immer England Schlage versetzen, bie tue -we scheu Seeleute ein. Jch wurde dreimal verwunde t", so berichtete Richert weiter, „kam aber trotzdem ans Ufer Hier wurde ich nochmals von einer englischen Kugel getroffen und erhielt einen Kopfschuß. Alle vier Schüsse habe ich bekommen, als ich mich bereits auf norwegischem Gebiet befand." Er bestätigte ferner, daß die Toten und Verletzten der „Altmark" - Besatzung alle Bauchschüsse aufweisen, die zum Teil von Ma- schinengewehrkugeln herrühren. Richerts Aussagen beweisen, daß die „Altmark"-Besatzung überhaupt nicht in der Lage war, das Feuer zu eröffnen ober irgendwelchen Widerstand zu leisten, da die „Alt- mark"-Besatzung überhaupt keine Waffen hatte. Sodann kam die Unterbringung und Behandlung Unser Bild zeigt den Führer inmitten feiner treuesten Kampfgefährten, bie sich an der (Beburtsftatte ber Partei versammelt hatten. Am Rebnerpult begrüßt ber (Bauleiter bes Traditionsgaues Abolf Wagner ben Führer. Am Tisch erkennt man von rechts nach links: Karl Fiehler, Philipp Bouhler (hinter bem Führer), Dr. Frick, Ministerpräsident Siebert, Alfred Rosenberg, Rudolf Heß, Reichs- (yimer oem §.^r und stehend Christian Weber. - (Scherl-Bilberdienst-M.) Unb hier zeigt sich, welche unermübliche unb erfolgreiche Arbeit ber Führer am beutschen Volke geleistet hat. Nicht bas Gelb gibt bei uns ben Ausschlag, fonbern die Befähigung. Dieses Prinzip hat ein neues Geschlecht gebildet, das in der sozial bedingten Einigkeit und Wehrhaftigkeit die Dynamik seiner Kräfte voll entfaltet, um Die Sicherung des deutschen Lebensraumes im Kampf gegen ben englischen Geier zu gewinnen. Dieser Krieg geht gegen bie Ausbeutung ber Welt burch bie internationalen Finanzhyänen ber Plutokratie, bie so eng mit bem Jubentum versippt ist. Abolf Hitler, ber Mann aus dem deutschen Volke, hat die Mission übernommen, diese Wende heraufzuführen. Und der Sieg ist mit uns, wie er stets auf der Seite derer ist, die klar wollen und alle Kräfte für ein edles Ziel der Befreiung ansetzen. E. S. Drüssel, im Februar 1940. Aus Tokio meldeten kürzlich Kriegsberichte, baß japanische Militärflugzeuge neuerdings einen Luft- angnff auf bie in französischem Besitz befindliche Yunnan-Elsenbahn unternahmen, bie von ber tonki- ?Emch.en Hafenstadt Haiphong im Narben ber französischen Kolonie Jndochina nach der chinesischen Provinzhauptstadt Y ü n n a n. f u führt. Der französische Botschafter in Tokio wurde, wie schon bei früheren Gelegenheiten, beauftragt, bei ber japanischen Regierung einen Protest zu erheben, doch durfte dieser keine weiteren Folgen haben. Die japanische Regierung steht auf dem Standpunkt, daß solche Luftangriffe von der Heeresleitung aus militärischen Gründen bei dem in China geführten Krieg erfolgen und von ihr gedeckt werden; außerdem erfolgen die Luftangriffe, was meist nicht deutlich genug hervortritt, auf chinesischem Gebiet. Der letzte große Luftangriff war zu Beginn des Monats Februar unternommen worden. Bei dieser Gelegenheit hatten verschiedene französische Blätter eine scharfe Sprache gegen Japan geführt. Die politischen und die wirtschaftlichen Interessen, die Frankreich an der Yünnan-Bahn hat, sind gleich groß. Die Bedeutung dieser Bahnlinie ist noch wesentlich gestiegen, seitdem die japanischen Armeen alle direkten Verbindungen, die die jetzt in Tschung- king residierende Regierung Tschiangkaischek über ihre eigenen Häsen mit der Außenwelt hatte, unterbrochen hat. Die japanischen Klagen darüber, daß die Pünnan-Bahn zu Waffentransporten aus Jndochina nach China benutzt werden, datieren nicht erst von heute; sie sind von Japan schon seit mehreren Jahren erhoben und von Frankreich ständig bestritten worden. Die französischen Versicherungen haben Japan jedoch nicht zu überzeugen vermocht. Schon aus Prestigegründen legt Frankreich auf bie Erhaltung biefer Bahn großen Wert. Sie verschafft ihm bis auf weiteres für seine imperialistische Expansionspolitik eine Sonberstellung, nach- bem bie englischen unb französischen Konzessionen in ben chinesischen Küstenhäfen von ben Japanern blockiert unb bamit zur Bebeutungslosigkeit herabgesunken finb. Schon vor einigen Jahren, als man sich über bie feste Stellung klar geworben war, bie Japan im chinesischen Küstengebiet errungen hatte, hatte man in Frankreich bavon geträumt, seine dem Sitz der Kuomintang-Regierung in Tschung- king vollzieht und der sicherlich lebenswichtige Lieferungen umfaßt, ohne die ber weitere chinesische Widerstand kaum möglich erscheinen würde, legt Frankreich gegenwärtig den größten Wert auf Die Lieferungen, die ihm auf diesem Weg aus China ,------ - „ selbst zuteil werden. Vor allem erhält es aus bem sicherlich noch einmal eine große Rolle spielen. Pünnan-Gediet beträchtliche Mengen Zinn, Antimon, Kupfer, Blei, Erdnüsse, Schweine, Tee, Seibe unb Pelzwaren. Die Franzosen geben ben jährlichen Warenumschlag auf ber Bahn mit 300 000 Tonnen an, der Reiseverkehr soll jährlich vier Millionen dorche» lasjeü. Ab 1. April Sommerzeit in Deutschland. Berlin, 26. Febr. (DNB.) Ab 1. April tritt in Deutschland die Sommerzeit in Kraft, d. h. von diesem Tage ab wird die übliche Stundenzählung um eine Stunde voroerlegt, und damit der Tagesablauf um eine Stunde mehr in den Hellen Tag hineinverlegt. Am 1. April um 2 Uhr vormittags werden nach einer Verordnung des Ministerrats für die Reichsverteidigung die öffentlichen Uhren im Gebiete des Großdeutschen Reiches um eine Stunde, d. h. von 2 auf 3 Uhr vorverlegt. Die Sommerzeit dauert bis zum 6. Oktober, 3 Uhr vormittags, zu welchem Zeitpunkt die öffentlichen Uhren wieder um eine Stunde, also von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt werden. Einzelhandel im Dienst der Volksgemeinschaft. NSG. Auf einer Kundgebung des rhein-maini- schen Einzelhandels in Frankfurt sprach Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger. Er wies auf die Beseitigung des Klassenkampfes im Einzelhandel, die Zurückdrängung des organisiertem Kapitals, die Eindämmung kapitalistischer Entwicklungen zu Monopolstellungen, die Entjudung und das Einzelhandelsschutzgesetz als die Voraussetzung eines selbständigen Berufsstandes hin und kam dann auf die Aufgabe des Einzelhändlers im Rahmen der totalen Kriegsführung zu sprechen. So wie der Kaufmann die Sorgen des Kunden kennen müsse, habe auch der Kunde den Sorgen des Kaufmannes Verständnis entgegenzubringen. In jeder Situation möge der Kaufmann immer der lieb erlegen ere bleiben und Höflichkeit und Zuvorkommenheit auch heute nicht vernachlässigen, sondern den Kunden aufklären und beraten. Die Partei trägt dafür Sorge, daß volksschädliche Handlungen, wie Preisvergehen und Anlage von Hamsterlagern sofort ausgelöscht werden. Die Opfer, die der Krieg von jedem Angehörigen unseres Volkes fordert, werden auch vom Einzelhandel mit ganzer Bereitschaft getragen. Wir werden siegen, weil jeder Volksgenosse, dort wo er hingestellt ist, mit dem Blick auf den Führer verantwortungsbewußt seine Pflicht tut. In dieser Haltung wird auch der Einzelhandel den ihm zugewiesenen Platz ausfüllen und in Ehren bestehen. Der Leiter der Wirtschaftskammer Hessen, Gauamtsleiter Prof. Dr. L ü e r, forderte die Erziehung des Käufers zur Disziplin als eine notwendige Ergänzung zu den Pflichten des Handels. Die Vereinbarung, die der Leiter der Reichsgruppe Handel mit der Reichsfrauenführerin getroffen habe, gewährleiste, daß die sachliche Berechtigung von Klagen und Feststellungen in disziplinierter Haltung beider Interessenten sofort sachverständig geprüft werden kann. Geheimnisvoller Sender beunruhigt England. Amsterdam, 26. Febr. (Europapreß.) Eine illegale Funkstation macht den englischen Polizeibehörden schwere Sorgen. Sie wendet sich schar.f gegen die amtliche englische Kriegspolitik, die sich die Zerstückelung Deutschlands zum Ziel setzt, damit aber nur die Einheit Deutschlands verstärke. Weiter hieß es in der Sendung: „Warum kämpfen wir? Weil Deutschlands neues wirtschaftliche und finan- 3teöe System die Prinzipien des internationalen Kapitals durchkreuzt und die Zerstörung des internationalen Judentums androht!^ Die Sendung endete mit der englischen Nationalhymne. So wirkt oic Versenkung eines Schiffes' Amsterdam, 26. Februar. (DNB.) Die Torpedierung des größten Frachtdampfers der Blue Star Line „Sultan Star" hat in die englische Lebensmittelversorgung eine beachtliche Lücke gerissen. Es ist bezeichnend, daß in der englischen Presse zugegeben wird, daß allein die Torpedierung dieses einen 12 OOO Bruttoregistertonnen großen Schiffes, das mit Fleisch und Butter für England geladen war, den Ausfall der Butterration von 2Vz Tagen des gesamten englischen Volkes und den Verlust der Fleischration für mehr als drei Tage für sämtliche Engländer bedeutet. „Diario da Manha" berichtet, der englische Tank- dampfer „British Endeavour" (4580 Brt.) Der Retter. Von Peter Bauer. Der Quartaner Gottlieb war auffallend groß für sein Aller und etwas derbknochig, sicher der Stärkste der Klasse, wenn es einmal darauf ankommen würde, die Kräfte zu messen. Aber seine großen dunklen Augen blickten sanft und außerdem hatte er einen Sprachfehler, der iyn, so oft er ausgerufen wurde, in Verlegenheit brachte. Er verhaspelte sich, stotterte und kam erst nach einigen zerrissenen Worten in Fluß. Daß dabei einige Kameraden hinter seinem Rücken kicherten, erregte ihn nur um so mehr und machte es ihm noch schwerer. Manchmal ncchm er sich vor, sie in der Pause seine Fäuste spüren zu lassen, aber er hätte sie zur Rede stellen müssen und da fürchtete er, sich aufs neue lächerlich zu machen. So hielt er sich abseits und blieb ein» lam. Nur sein Nachbar zur Rechten und zwei Vordermänner, die ihm die Mathematikaufgaben abschrieben, schlossen sich ihm an. Eines Tages machte man einen Ausflug in die Winterlandschaft der nahen Umgebung. Der Wald stand in Weiß, wie in weiche Watte gehüllt, und der Strom trug schwer an Treibeis. Auf der Brücke hatten die Wandernden das erste Erlebnis: Der Strömung entgegenschauend gewahrten sie, daß viele der grauweißen Eisschollen, die auf ihr wie kleine Floße trieben, von Wildenten besetzt waren. Die Vögel hatten sich aus den zugefrorenen Seitenarmen des Flusses auf sie geflüchtet und ließen sich von chnen stromab tragen. Merkwürdigerweise wagte kein einziger Schwarm die Fahrt durch einen Brückenbogen, sondern alle verließen, kurz vorher aufflatternd, ihre Scholle und flogen zurück, um auf einem neuen Floß Platz zu nehmen Es war ein sehr kurzweiliges Schauspiel, und die Knaben hätten sicher noch lange verweilt, hätte der Klassenlehrer sie nicht zum Aufbruch gemahnt. Auf dem jenseitigen Uferpfad schlug er vor, sich in zwei Gruppen zu teilen. Wie es nicht anders zu erwarten war, blieben Gottlieb und seine drei Getreuen allein. Ein in die Luft geworfenes Geldstück entschied, welche Gruppe Zurückbleiben und nach einiger Zeit aufbrechen sollte, um die aus dem Blickfeld Entschwundenen zu suchen. Eine kleine Hundertmal gegen England. Fernaufklärer-Staffel mit Sonderauftrag gegen den Feind. (P.K.) „Staffel startet sofort mit Sonderauftrag — heute fällt der Hunderter" ... Mitten aus unserer Tagesarbeit scheucht uns dieser Ruf des Staffelkapitäns auf wie die Spatzen. Da müssen wir dabei sein. Von unserem Arbeitszimmer aus werfen wir noch rasch einen Blick auf den Flugplatz. Schon dröhnt der Gesang der Motoren über die verschneite Landschaft. Es ist uns, als schwinge heute ein feier- licher Unterton mit, heute ist Jublläurnstag: Hundert Auf klärungsslüge gegen England. , Man hört in der Öffentlichkeit nicht viel über die Erfolge unserer Fernaufklärer. Aber das Oberkommando der Wehrmacht weiß die Arbeit dieser Männer um so höher einzuschätzen. Sie sprechen nicht gern über ihre Taten und Erfolge. Die Einsamkeit des Aethers, in dem sich ihr Leben und Schaffen abspielt, hat sie wortkarg gemacht. Sie rechnen nur in Höhen und Weiten und wissen, daß sie immer lediglich auf sich gestellt sind. Das macht hart und entschlossen und fähig zum letzten Einsatz. Nun aber ran an den Feind! Es soll nicht umsonst der Ju- biläumstag unserer Staffel sein. Mit einem Sprung nehmen wir die Treppe, rein in den Wagen zum Gefechtsstand. Hilfreiche Hände umschnüren uns. Schwimmweste, Fallschirm, nichts wird vergessen. Der Staffelkapitän gibt die letzten Befehle, und schon starten die ersten Maschinen. Es ist höchste Zeit, wollen wir nicht den Anschluß verpassen. Ich bin der Tour fünf zugeteilt. Lt. Z. fliegt die sechste mit. Durch aufspritzenden Pulverschnee jagen wir zu unserer „Mühle", klettern durch die Wanne, ziehen uns hoch. Die Klappe fällt. Der Bordmechaniker stellt die Heizung an, wir machen die MG.s schußbereit. Unter uns schälen sich zwischen Schnee unb Eis bekannte Badeorte aus dem Dunst heraus. Im letzten Sommer noch tummelten sich Hunderttausende erholunasfroher Menschen bart im ewigen Spiel von Ebbe und Flut. Wie erstarrt liegen die Inseln jetzt im Winterschlaf. So scheint es uns wenigstens. Wir fliegen durch Nebel- unb Wolkenfetzen, die uns entgegen jagen. Irgendwo bricht sich ein bleicher Sonnenstrahl seine Bahn, liegt die Nordsee unter uns. Das in der Nähe der Ufer noch kompakte Eis zersplittert sich immer mehr zu großen, kleinen und kleinsten Schollen, an denen das salzige Meerwasser weiter zehrt. Bald ist die offene See erreicht. Grünlich-grau wogend äugt sie zu uns herauf. Sie wird jetzt für manche Stunde unser einziger Begleiter sein. Da ein Schiff und noch eins. Wir schießen auf sie zu. Es sind Vorpostenboote, die Ausschau halten und gegen Ueberraschungen sichern. Freudig winken die Besatzungen herauf. Einen Augenbttck nur, dann verschlingen uns erneut Nebelschwaden. Wir stoßen nach oben durch. Oben ist Sonne, blauer Himmel, Frühling. Das wundersame Spiel wiederholt sich noch oft. Bald rasen wir nur wenige Meter über die See dahin, über uns grauer Qualm. Bald jagen wir unter freiem Himmel unserem Ziele zu, spiegeln uns in gleißendem Sonnenlicht. Da reißt der Wind ein großes Loch in die Wolkendecke. Das Wetter klärt auf. Die Sicht wird gut. Achtung, jetzt ist der Augenblick gekommen, unser Ziel ist erreicht. Kamera heraus und g e k n i p st. Noch einmal und noch einmal. Ein paar Kurven, nun von der anderen Seite annifiert. Alles auf der Platte. Der Beobachter, ein junger Feldwebel, nickt dem Flugzeugführer zu, der strahlt übers ganze Gesicht und zieht mit fester Hand eine elegante Kurve. Fern platzen einige Granaten in den leeren Raum. Wir wackeln zum Dank kurz mit den Tragflächen und verziehen uns in eine wie bestellt vor- uberkriechende Wolke. Mögen die da unten ruhig weiter schießen. Uns stört es nicht. Unser Auftrag ist erfüllt. Manche Stunde vergeht noch, bis wir unseren Hafen erreicht haben. Witternd gegen den Feind ziehen wir uns zurück. Aber nichts regt sich. Wir bleiben ungeschoren. Als Vorletzte sind wir gestartet, als Vorletzte kommen wir nach Hause. Auf die Minute genau hat jedes Flugzeug seinen Weg zurückgelegt. Auch das ist Bestandteil des Programms. Wir steigen aus, dehnen und recken uns, 5er Wagen steht schon bereit. In der Kantine hält der Staffelkoch ein leckeres Mahl bereit. Wie wird uns Erbsensuppe mit Wurst schmecken. Vorher aber noch schnell zur Bildstelle. Da sind sie schon mitten in der Arbeit. Da wird entwickelt, fixiert und gewässert. Die ersten Kopien sind gleich fertig. Ja, Schnelligkeit ist keine Hexerei. Das Oberkommando der Wehrmacht wird bald die benötigten Aufnahmen haben, die auf dem hundertsten Flug unserer Fern- ausklärer-Stafsel gemacht worden sind. sei 20 Meilen von Finchal entfernt untergegangen. 33 Besatzungsmitglieder seien in Madeira ein getroffen. Fünf Mann würden vermißt. — Der in Glasgow beheimatete Dampfer „Loch Maddy" (4996 Brt.) ist im Nordatlantik gesunken. 35 Heber- lebende wurden von einem Kriegsschiff ausgenommen; vier Besatzungsmitglieder wurden getötet. — Der schwedische Dampfer „Santos" (3840 Brt.) ist im nördlichen Teil der Nordsee untergegangen. 30 Personen befanden sich an Bord, unter ihnen einige Fahrgäste. Zwölf Ueberlebende sind gerettet worden. Keine Zwischenlandungen mehr auf den Bermudas. N e u y o r k, 26. Febr. (DNB.) Die Panarnerican Airway Company gab bekannt, ihre Transatlantik- flugzeuge würden auf den Flügen in Richtung auf die Azoren nicht mehr auf den britischen Bermudas zwischenlanden. Die Bekanntmachung enthält keinerlei Hinweis auf den stetigen unerhörten P o st r a u b bet Engländer auf den Bermudas, der im Kongreß einen Entrüstungssturm ausgelöst hatte. Die Gesellschaft erklärt, diese Maßnahme sei dem verbesserten Wetterdienst zuzuschreiben. Auf dem Rückflug von Europa nach Amerika würben bie Flugboote allerdings die Bermudas anfliegen. Aus aller Welt. Auf einer Eisscholle im Großen Dell abgetrieben. Fünfzehn Personen, denen es unmöglich war, auf dem Luftwege von Odense nach Kopenhagen zu gelangen, entschlossen sich, trotz polizeilichen Verbots, unter Führung von sechs Fischern aus Korsoer, den Großen Belt zu Fuß zu überqueren. Als die Gesellschaft in der Mitte des Belt angekommen war, löste die Strömung die Eisdecke. Die 21 Menschen befanden sich plötzlich a u f Wirtschaft, eine Wegstunde vom Ausgangspunkt entfernt, sollte Treff- unb Sammelort sein. „Macht's gut, Jungens!" sagte der Klassenlehrer, bevor er langsam vom Fluß ab dem breiten Dammweg zusteuerte, der einen guten Ueberbltcf über das Gelände bot. „Wir werden sie schon finden!" murmelte Gottlieb zu sich selber unb schlug seinen Begleitern vor, am Ufersaum hintereinander stromauf roärts zu traben und keinen Blick landein zu verlieren. Sicher habe sich die Klasse im Wäldchen versteckt. Plötzlich blieb er stehen. Ob sie nichts gehört hätten? fragte er und schaute angestrengt über den Eisgang des Stromes. Im gleichen Augenblick vernahmen sie alle die Schreie und sahen zwei Kinder auf einer Eisscholle treiben. Man müsse sie vor der Brücke auffangen, sagte Gottlieb erregt, sonst seien sie verloren! Einer müsse den Klassenlehrer benad)--' richtigen, der andere die Klasse, der dritte solle mit ihm gehen! In der nächsten Sekunde trennten sie sich, und Gottlieb warf die Beine, was er konnte. Es gelte einen tüchtigen Vorsprung zu bekommen! rief er seinem Hintermann zu, ehe am Pfeiler etwas passiere oder die Treibenden durch den Bogen entgleiten würden. „Ich glaube, es sind die Kinder des Wirtes, wo wir uns treffen wollten", keuchte der Hintermann. Er sehe ein Mädchen und einen Knaben, rief Gottlieb zurück. „Dann sind es die Wirts- kinderl Wahrscheinlich haben sie auf einer Scholle gespielt unb biese hat sich vom Ufer gelost. Ober sie wollten es den Wilbenten gleichtun!" Pustend unb schwitzend unter der Last des Tornisters erreichten sie endlich die Brücke wieder, und Gottlieb turnte sofort übers Gelänber. Mit katzenartiger Gewandtheit griff er sich in bem Eisenge- ftänbe des Bogens tiefer und tiefer neben dem Pfeiler hinab, vor dessen Sockel sich eine jungen« artige Halbinsel aus Eis angesetzt hatte. An den dicken Quadern des Pfeilers war kein Halt zu bekommen, er mußte schon aus über Manneshöhe auf bas Eis springen, was nicht leicht und gar nicht ungefährlich war. Er konnte ausgleiten unb ins Wasser fallen. Er solle die Zeltbayn hinunterwerfen, rief er seinem Kameraden zu, der sich erregt über das Geländer beugte und kein Auge von Gottlieb ließ. Die Zeltbahn fiel, und Gottlieb sprang, daß das Eis krachte. Aber es hatte noch nicht einmal einen Riß bekommen. Er legte sich auf die Zeltbahn und rutschte mit ihr soweit vor, daß er einer schmalen Eisscholle, die mit der Strömung schnell nordwärts getrieben wurde. Es dauerte mehrere Stunden, bis man an der Küste über das Schicksal der 21 Mann klar wurde. Trotz der inzwischen hereingebrochenen Dunkelheit wurden von mehreren Seiten zugleich Expeditionen ausgesandt, denen sich auch der Eisbrecher „Fenris" anschloß. Es gelang bem Eisbrecher, die Position der treibenden Scholle zu ermitteln und die Verunglückten an Bord zu nehmen. Spanisches Fischerboot mit 30 Insassen untergegangen. Ein Fischerboot mit 30 Insassen ist bei dem Fischerdorf Sangendo in der Nähe von Vigo auf ein Riff gelaufen und sofort untergegangen. Die Insassen, zum großen Teil Frauen und Kinder, wollten sich zum Sammeln von Muscheln begeben. Bisher wurden 12 Leichen an Land gespült. Hinrichtung eines Volksschädlings. Am 23. Februar 1940 ist der am 13. November 1914 in Neu gut, Kreis Schlochau, geborene Otto von Zaluskowf ki hingerichtet worben, den das Sondergericht in Stettin als Dolksfchäb- ling zum Tode und bauernden Ehrverlust verurteilt hatte. Zaluskowfki, ein trunksüchtiger, wiederholt vorbestrafter Mensch, hat unter Ausnutzung ber Verdunkelung eine Frau überfallen unb ihr die Handtasche entrissen, um sich Geld zur Befriedigung feiner Trunksucht zu verschaffen. Beide Beine abgefahren. In bem Stadtteil Koblenz-Metternich kam an einer abschüssigen Stelle ein schwerbeladener Anhänger eines Lastzuges ins Rutschen. Als der Beifahrer auf diesem Anhänger sich durch Abspringen retten wollte, kam er zu Fall und geriet unter bie Räder, wobei ihm beide Beine unterhalb der Knie abgefahren wurden. Der schwerverletzte Mann, der aus Frechen bei Köln stammt, ist Vater von 13 Kindern. mit seinen Händen die angleitenbe Scholle der Kinder vielleicht aufhalten konnte. Es durfte nicht zum Aufprall kommen, sonst waren die Kinder verloren, die sich ängstlich auf ber Mitte ihres unheimlichen Floßes nebeneinander gekauert hatten. Gottlieb rief ihnen zu, sie mochten vorsichtig nach vorn rutschen. Es gelang ihm, noch ehe die Scholle anprallte, den kleinen Jungen mit einem Schwung an sich zu reißen, und das Mädchen ebenso rasch folgen zu lassen. Die Zuschauer, die sich auf der Brücke gesammelt hatten, jubelten Gottlieb zu, als er mit den beiden Kindern an den Händen strahlend emporblirfte. Der Klassenlehrer winkte, unb die Mitschüler stimmten einen Sprechchor auf seine tapfere Tat an. Einige Männer zogen die beiden Kinder und zuletzt Gottlieb am Seil herauf. Die Menschen umringten ihn, aber die Quartaner hoben ihn auf ihre Schulter und trugen ihn davon. Noch stolzer waren sie, als sie am nächsten Tag die Zeitungsnotiz „Ein Quartaner als Lebensretter" lasen. Unb von ba an kicherte keiner mehr über Gottlieb, was zur Folge hatte, daß er ruhig blieb unb sich immer weniger beim Sprechen verhaspelte. „Weltrekord im Seitensprung." Joviale Breite und herzhafte Fröhlichkeit sind die Attribute des rheinischen Humors, und sie schlagen immer wieder durch, auch wenn sich einer seiner Prominenten — so darf man Ludwig Schmitz wohl gut und gern bezeichnen — als Erzkrakeeler unb durchtriebener Don Juan ein» führt. Vom Rhein nach München und umgekehrt spinnen sich die Fäden, in deren Schlingen Herr Kiesewitz aus Dinaelftngen bedrohlich hängen bleibt, als er beim Kegelfest auf dem Oktoberfest eine nette Bekanntschaft macht, die freilich bei ihrem Auftreten in Dingel fing en dem achtbaren Bürger und braven Familienvater gar nicht mehr so nett erscheint. Da überdies sein höchst harmloses Abenteuer ohne seine Schuld unter dem Namen seines Schwiegersohnes gestiegen ist, gibt dieses Mißverständnis nun in Dingel fingen Anlaß zu einer Serie köstlicher Verwechslungen, die von der Regie Georg Z o ch s mit sichtlichem Behagen ausgewalzt worden sind. Jupp Hussels spielt mit sympathischer Zurückhaltung Aus -er Stadt Gießen. Warum lieft man nichts darüber? Es passiert viel in der Welt und in der engeren Heimat, besonders in Kriegszeiten. Mancher Leser hat gefragt, warum seine Zeitung über irgendein Ereignis keinen aussührlichen Bericht gebracht hat. Da und dort ist eine Fabrik gebaut worden, irgendwelche Betriebe haben stattliche Produktions- Ziffern aufzuweisen, viele interessante Betrachtungen liehen sich daran knüpfen. Darauf möchten wir dem Leser antworten, daß der Feind eine lebhafte Wirtschaftsspionage betreibt und daß er aus der Fülle von Berichten und Zahlen versuchen will, sich einen Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse Deutschlands zu verschaffen. Unsere Zeitungen kommen ins neutrale Ausland und werden dort vom feindlichen Nachrichtendienst sehr genau durchgelesen. Nun wird der Leser auch begreifen, weshalb in Kriegszeiten manches nicht in feiner Zeitung steht. Wir haben keine Veranlassung, dem Feinde seine Arbeit zu erleichtern. Wollten wir anders handeln, so begingen wir Landesverrat, für den es in keinem Falle mildernde Umstände geben kann. Wenn im täglichen Verkehr — eben mit Rücksicht auf die feindliche Spionage — jedes Wort sorgsam überlegt sein muß, so gilt das erst recht für das geschriebene und gedruckte Wort. Ein anderes Beispiel. Ein Truppentransport soll durch den Bahnhof gefahren fein. Warum lieft man darüber nichts in der Zeitung? An und für sich gehören Truppentransporte im Kriege zu den selbstverständlichen Dingen, über die es sich nicht lohnt, viel Aufhebens zu machen. Für die feindliche Nachrichten-Zentrale wäre es aber doch sehr wichtig, aus vielen deutschen Städten zu erfahren, daß an einem bestimmten Tage Eisenbahnzüge mit Truppen untermeat waren. Eine solche Nachricht gehört also keinesfalls in die Zeitung. Und wie ist es mit dem Wetter? Mit deutscher Gründlichkeit haben wir früher Wettervor- aussagen gebracht und gelegentlich auch Betrachtungen über die Wetterlage daran geknüpft.. Das war für unsere Wanderer und Ausflügler sicherlich sehr erwünscht. Heute aber müssen wir uns sagen, daß der Feind aus solchen Wetterberichten ermessen könnte, ob es Zweck hat, seine Flugzeuge starten zu lassen. Wenn in einer Stadt Fliegeralarm ertönte, oder wenn die Flak in Aktion trat, so wäre das ebenfalls eine Nachricht von Interesse. Aber man bedenke, daß der Feind infolge tiefer Bewölkung diese Stadt gar nicht erkannt hat und nicht wissen konnte, ob er sein Ziel in erreichbarer Nähe hatte. Wenn er aber am nächsten Tage in einer deutschen Zeitung lesen kann, wo er sich befand, dann kann er auf Grund der Feuerstärke der deutschen Flak auch Schlüsse darüber ziehen, wie stark dieses Gebiet beschützt ist. Einst ließen die Engländer über die nordwestdeutschen Bezirke ihre lächerlichen und dummen Flugblätter abwerfen. Wir haben davon in den Spalten der Zeitung keine Notiz genommen, um den Engländern nicht zu verraten, über welche Städte unb Bezirke sich ihr Flug bei Nacht und Nebel erstreckt hat. Das sind einige Antworten auf Fragen, die der Leser manchmal an seine Zeitung stellt. Wenn er weiter nachdenkt, so wird er sich sagen, daß es Zeiten gibt, in denen das Schweigen wichtiger ist, als das Reden. Der Nationalsozialis- mus hat in seiner Geschichte deutlich genug bewiesen, daß er in Wort und Schrift auf dem Plane ist, wenn es die Zeit erfordert. Er hat aber weiter unter Beweis gestellt, daß die schweigende Tat unter Umständen die größere Bedeutung besitzt. Die Aufrichtung der deutschen Wehrmacht wäre nicht möglich gewesen, wenn wir jeden Tag mit lauten Worten die steigenden Erfolge dieses Werkes in die Welt gerufen hätten. Es ist dann jedesmal die Zeit gekommen, wo man darüber offen und frei Rechenschaft geben konnte. Jede Aktion muß vorbereitet fein, bevor sie in Gang gesetzt wird, ihre Früchte müssen ausreifen, bevor sie gepflückt werden. Das gilt im Großen wie im Kleinen, gilt aber besonders im Kriege. Es gibt eben Dinge, von denen spricht man nicht. Der Soldat hat schweigen gelernt, genau so wie der Facharbeiter, der Beamte und jeder andere in unserem Volke. Der Gedanke, daß der Feind mithört, muß jedes Gespräch beherrschen. Der Feind l i e ft aber auch mit. Daher wollen wir mit dem geschriebenen und gedruckten Wort sorgfältig verfahren und immer bedenken. den durch den ©eitenfprung des Schwiegervaters in 'bie größten Verlegenheiten gebrachten Schwiegersohn. Lucie Englisch, flott und resolut, unb Fritz Kämpers, ein rechter grantiger Zorngickel, vertreten würdig bas bajuvarische Element. Ein etwas schmieriger Gastwirt-'Kollege ist Hans Stiebner. (Deutschlanid-Film.) Fr. W. Lange. Bücheriisck. — Anna Hilaria von Eck hei: „Unter bem Mirabellenbau m." Eine Familiengeschichte. In Ganzleinen gebunden 3,75 RM. Berg- stadt-Verlag Breslau. — (26) — Mit frohem Aufbauwillen begründet Dr. Franz Hellberger 1918 seine Familie unb mit zähem Fleiß arbeitet er als Arzt und erweitert seine Praxis. Seine Frau und sein kleines Töchterchen erfüllen mit ihrem Frohsinn das Haus. Aber bald werden die Zeiten ernster. Der Vater kann sich mit dem Neuen nicht befreunden, weil er an den Anschluß an das Reich nicht glauben kann. Dann aber kommen die unvergeßlichen Tage des März 1938, an denen auch Hellberger erkennen muß, daß ein höheres Schicksal alles so gefügt hat und er bejaht diese Wendung aus innerstem Herzen. Der Chronistin des alten Oesterreich lag die Gestaltung dieser Epoche besonders am Herzen und es ist gelungen, daß der Roman alles Geschehen so verdichtet, daß noch unsere Kinder aus diesem Buch das Geschehen dieser Jahre erleben können. — Elisabeth Nieschalk: Kochrezepte für den täglichen Gebrauch. Preis fort 1,— RM. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. — (14) — Die Hausfrau hat es nicht immer leicht, wohlschmeckende und zugleich nahrhafte Gerichte zu bereiten unb für die nötige Abwechslung zu sorgen. Sie muß es besonders heute verstehen, die Nahrungsmittel, die der deutsche Boden und di« deutsche Wirtschaftsführung uns bereitstellen, unter Berücksichtigung aller Verwendungsmöglichkeiten richtig auszünutzen. Dabei hilft ihr das vorliegende Buch. Es gibt da abwechslungsreiche und sättigende Suppen, vollwerttge Eintöpfe, schlichte Fisch- und Fleischrezepte, Kartoffelgerichte in reicher Derschie- denheit, kleine Gerichte, die die berufstätige Frau schnell zubereiten kann, Aufläufe, Puddings, Süß- Speisen, Rezepte für schlichtes Gebäck usw. tn, die der Wenn er n, daß es en wich« nalsozialis. ing bewie» )em Plane aber wei« igende Tat besitzt. Die wäre nicht mit lauten Werkes in desmal die ti und frei mnß vorwird, ihre iflückt mer- leinen, gilt n spricht en gelernt, ieamte und rdanke, daß iespräch be- mit. Daher , gedruckten f bedenken, SM nter eiten A. eg< statif A ust»- . „Unter ' Familien« » M rohe"! A berger ieitet er & > Frau und ernst«. D« befreu* nch'Sl'L ilitkn W8' r«k»l gefüäi ? dieser" " ■W . r leilht. 'Gerichtes a?t; «ä Et^chtun. Achten ewe leh. M nb d°ß MN ne“ “Wafb «sstn. nn. N und l,enft sehr °uch be- 53 nicht 'Beran! ^klchtern. w.'r Lan- "Wbernbe 1 Verkehr wnage - gilt das ckte Wort, 'trans, ""sein. Zeitung? Sporte im -über die Hen. Für ,..e.5 aber nadten zu '9e Eisen- ren. gjne 1 die Zei- Vlit deut« Vettervor. । Betrach- üpft. Das ller sicher, wir uns erberichten Flugzeuge t Flieger- ktion trat, an Inter- rd infolge rkannt hat iel in er- n nächsten kann, wo der Feuer- e darüber ist. Einst Deutschen Flugblätter palten der n Englän- ötädte und iel erstreckt oiegervaters Schwieger- i und Fritz mickel, oer- Ein etwas ztiebner. Lange. Sie Abzeichen zur 5. Mchsstraßensammlung den Gammelt Altmaterial? Ann wo\ und der >ev yvxAvxvtt Roman von Frank F. Braun gen in den Schulen, durch Haussammelstellen in besonderen Fällen durch eine Stoßaktion Wieder gilt es, eine Schlacht zu schlagen. Wieder ruft das Kriegs-WHW. uns alle zu Mitstreitern auf. Wie endgültig der Frühling über den Winter siegen wird, so bannt die millionenfache Hilfsbereitschaft des deutschen Volkes alle Widerwärtigkeiten, die das Leben dem einzelnen und dem ganzen Volke entgegenstellt. Die Abzeichen aus weißem Glas zeigen diesmal allerlei Tierfiguren, und zwar Biene, Heuschrecke, Ameise, Eidechse, Weidenbock, Mücke, Marienkäfer, Libelle, Stichling und Karpfen. All dies Getier in geworden ist. Am 2. und 3. März gib dein „Opfer' Sammlern! Kranke Zähne fuhren oft zu schweren Allgemeincrkrankungen. Richtige Zahnpflege hilft die Zähne gesund erhalten. Schrott gezahlt. x , Um die neue Aktion von vornherein aus die breiteste Grundlage zu stellen, hat der Stellvertreter des Führers einen Erlaß an die Gauleiter der Par- Gießener Wochenmarkkpreise. * G i e ß e n, 27. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, H kg 1,60 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Weiß- ständnis ablegen, rechnet sie mit meinem Zusammenbruch? Er schob die Finger ein wenig auseinander und warf einen Blick auf seine Mutter. Und er schrak zurück. Durch den Spalt begegnete ihm ihr prüfender, forschender Blick, der auf ihn gerichtet war. „Spielst du Versteck mit mir, Gerhart? sagte Frau Henriette und war von erstaunlicher Selbstbeherrschung. , , „Mutter!" stieß er keuchend hervor, „wenn wir noch zusammengehören, du und ich, ^ß uns fliehen. Julia nehmen wir mit. Du, Julia und ich. Willst du? Noch heute, noch in dieser Stunde, bevor die Polizei zuqreifen kann!" ..... ' _ £ Sie sah ihn an, dann schüttelte sie den Kopsi „Glaubst du im Ernst, ich lause weg, nachdem ich das alles auf mich genommen habe? Und wohin, bis zur nächsten Grenze? Vielleicht nur bis zum Bahnhof? Du magst viel gereift sein, Gerhart aber du bist noch nie geflohen. Das ist anders; da kommt man nicht weit." Ihr Kopfschütteln wurde heftiger. „Nein. Ich bleibe. Ich rate dir dringend, laus auch du nicht weg." „Und wenn sie uns verhaften? Uns? Man bat nicht den geringsten Verdacht auf dich. Ich werde dafür sorgen, daß es mcht dazu kommt. Du und Julia, ihr bleibt auf leben Fall aus ^^Jn ^diesem Augenblick schrillte die Wohnungs- n’@9erhart Carlotti zuckte zusammen. Er sprang auf. Sein Gesicht mies die roten Merkmale semer Finger, als habe er auf seiner Hand geschlafen und sei eben erwacht. Er machte auch durchaus diesen ausgescheuchten, verstörten Eindruck. „Das sind sie!" nef er. „Es ist zu spät!" Lene klopfte an die Tur. ( Geh auf dein Zimmer, Gerhart , befahl Frau Henriette, als sei dieser Sohn nicht an die vierzig, sondern vierzehn Jahre alt. „So kannst du mit keinem Menschen sprechen." * ,3a", sagte er gehorsam, „ja, Mutter. Er ging durch das Speisezimmer hinaus. So begegnete ihm nicht der Herr Johann Zacharias, den Lene meldete, und dem sie mit einem „Bitte schon, hier hereml die richtige Tür wies. , bi. „Gnädig Brau", sagte der Detektiv und er strich narf) alter lieber Gewohnheit seinen Bart, „ich hatte noch nicht' Gelegenheit, Ihnen mein Beileid auszusein Frühlingslicht angesteckt. Am westlichen Himmel sieht man in diesen Tagen in der Nahe des Sternbildes des Stiers und des Siebengestirns einen starken Lichtschein von der Helligkeit der Milchstraße. Es ist das Tierkreislicht, der Frühlingsbote unseres Abendhimmels. Das Tierkreislicht steht sich am Horizont um den Tierkreis rn Form eines schmalen Kegels, dessen Spitze in bas Siebengestirn hineinreicht. Es ist mit bloßem Auge deutlich in den Abendstunden, etwa um 22 Uhr, zu sehen, am besten, wenn der Tierkreis steil steht. Das Vielleicht war der Fleck nicht ganz herausgegangen. Jedenfalls nahm er sie mit, weil er Verdacht ge° sprach leise mit heiserer Stimme. Sie hatte Mühe, sich auszudrücken. . Sie wissen, daß da unten in Ludwigs Laden mit Handschuhen gearbeitet wurde." Ihr Mund bog sich wie in einem kleinen Triumph. „Es fand sich keine Spur eines Fingerabdrucks. Das ärgerte sie Als da meine frisch gewaschenen Handschuhe auf der Heizung lagen, kam dem Kommissar die Jdeenverbm- bU^e sah ihren Sohn bedeutungsvoll an. „Jetzt ver- ^^?"ab^du hast die Handschuhe gewaschen, weil sie schmutzig waren. Du sprachst von einem Fleck, der nicht ganz herausging ..." „Das fürchte ich!" . . r, , ,Mas ist da zu fürchten, Mutter, darin verstehe trf) E^wa? Blut." Sie ließ die drei Worte allein. Er horchte. „Was war Blut? Der Fleck m deinem ^Ä^udwigs Blut." Ihr Blick suchte den des Sohnes. Als er ihn traf, wurde er wie em Sabel, der ein bebendes Florett bindet. Mutter! Was redest du!" Er prallte zuruck. „Ludwigs Blut auf deinen Handschuhen? Seme Augen weiteten sich vor Entsetzen; er schien zu zittern, plötzlich sank er rückwärts in den Sessel, aus dem er vorhin aufgestanden war. Er schlug die Hande vor ^^Ja'" ^sagte Frau Henriette hart. Ihre Kiefer zermalmten das kurze Wort, sie Zerbiß etwas, aus ihren Backenknochen sprangen die Muskeln. „Ja, Gerhart, ich war unten. Ich habe mit Handschuhen «arbeitet. Ich glaubte alle Spuren seien verwischt und beseitigt. Aber dieser Kommissar war em Spürhund besonderer Art. Und dann hatte ich Pech, daß der Revolver gefunden wurde." rcT frhiudBte mehr, als daß er es sprach- "Oei still Mutter, um Himmelswillen sei still! Wie redest L, xenn über all bas Fürchterliche! Wie beim, mein Junge?", fragte sie und schien ' PmirflXVsXfllfUUen?Sl^rilbi«,7Ä‘ G-° sprechen zu dem schweren Verlust, ben Sie erlitten h „Danke, Herr Zacharias. Nehmen Sie Platz. Vermutlich finb Sie nicht gekommen, mir nur bas zu sagen." „Nein, ganz recht. Es hanbelt sich um ben Auftrag, ben Sie mir gestern morgen erteilten." „Er ist natürlich hinfällig. Wenn Sie trotzdem schon gewisse Bemühungen hatten, schicken Sie Ihre Rechnung." „Gewiß, gern. Nur, ich habe bas Prinzip, wenn ich eine Rechnung schicke, muß ich auch etwas bafür geleistet haben. Deshalb komme ich unb möchte Ihnen Bericht erstatten." „Mein Sohn Lubwig ist tot. Es interessiert mich nicht mehr, Herr Zacharias, was Sie erfuhren. Das könnten Sie sich benten. Ich möchte auch nicht gern baran erinnert werben, baß ...", sie brach ab; ,baß ich kurz vor feinem Tobe noch so einen Schritt unter» nahnst, hatte sie sagen wollen. Der Detektiv schien zu verstehen. „Gewiß , sagte er, „ich wäre auch nicht gekommen, wenn ich nicht etwas sehr Wesentliches in Erfahrung gebracht haben würbe." r „Es interessiert mich nicht mehr! So begreifen Sie boch!" e Ihre Stimme war gereizt unb ärgerlich gekommen. „Sie verstehen mich nicht, gnädige Frau", sagte er unterwürfig. „Bitte hören Sie mich an. Es wirb Sie interessieren. Sie haben Ihren Herrn Sohn in falschem Verbacht gehabt." „Was reben Sie ba! Wieso?" „Sehen Sie wohl, baß es Sie interessiert!" Er triumphierte, schabte rasselnb sein Kinn unb fuhr fort: „Sie nahmen an, Fräulein Iwanka Gospik sei bie Geliebte Ihres Sohnes Lubwig gewesen, nicht wahr. Das stimmt nicht. Es war ein grunblegenber Irrtum. Fräulein Iwanka Gospik ist bie Tochter Ihres Sohnes Lubwig." Er machte eine Pause. Das Gesicht ber alten Dame hatte sich verändert. Er fürchtete, sie stehe vor einem Schlaganfall. Ratlos stand er auf. „Soll ich Ihnen ein Glas Wasser holen?" „Nein, setzen Sie sich wieder hin, Mann. Wenn Sie einem auf ihre sonderbare Art so eine lieber» raschung bereiten, muß man sich boch erschrecken." (Fortsetzung folgt.) tei Gerichtet und gleichzeitig einen neuen Aufklä- bis in die äußersten Stadtteile und bis ins letzte runasfeldzug eingeleitet. Das in Frage kommende Dorf. Die Fahrzeuge sollen Anhänger nntsiihren, Altmaterial wird gesammelt werden durch ben Alt- bie zum Abtransport des Altmaterials bestimmt handel, durch die erweiterte Form der Sammlun- find. Die Erfassung der Altstoffe und der Abfallstoffe unb ihre Wieberverwertung im Kreislauf ber Wirtschaft ist in Deutschlanb in ben letzten Jahren stark geförbert worben. Daß biese Aktion im Kriege ihre besonbere Bebeutung erhält, bebarf keines Nachweises. Es hanbelt sich babei um gewaltige Mengen scheinbar wertlosen Gutes, bie aber in ihrer Summierung volkswirtschaftlich eine bebeutenbe Rolle spielen. So finb im Jahre 1939 allein 1,1 Millionen Tonnen Altpapier gesammelt unb bafür entsprechenbe Mengen von Cellulose unb Holzschliff eingespart worben. Für bie Devisenbewirtschaftung bebeutet bas viel. Man muß weiter berücksichtigen, welche Bebeutung bie Textilabfälle für bie Reißwolle haben, baß bie großen Mengen von Knochen einen wichtigen Rohstoff zur Herstellung von Phosphor unb Glyzerin bedeuten und daß Schrott für unsere Rüstunys- industrie außerordentlich wertvoll ist. Daher wird jetzt die Sammlung der Altstoffe unb Abfälle großzügig organisiert mit dem Ziele, die totale Erfassung dieses Materials im ganzen Reich durchzuführen. Noch jetzt werben erhebliche Devisen an das Auslanb für bie Einfuhr von Altpapier unb Hauptschriftleiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange, Verlag unb Druck: Briihlsche Universitätsbruckerei R. Lange, K.-G., Derlagsleiter: Dr. Erich Hamann, alle in Gießen. zum ehrenden Gedächtnis des Verstorbenen einen Kranz nieder. Ferner wurde von ben Buberusschen Eisenwerken Lollar, zu deren Belegschaft der Der- ftorbene mehr als 40 Jahre gehörte, em Kranz niedergelegt. . s. Lang-Göns, 26. Februar. Am gestrigen Sonntagmittag entstand in einigen Straßen unseres Dorfes Hochwasser. Die Wassermenge überschwemmte bie Hunbftaaten» unb Nieberhofenstrahe, ebenso die Hälfte der Breitegasse. Das Wasser drang fast in alle Keller der anliegenden Häuser ein. In tiefer gelegenen Grundstücken gelangte bas Wasser in bie Ställe, sobaß bas Vieh umgestallt werben mußte. Die Feuerwehr sorgte für ben raschen Abfluß burch bie Nieberhofenstrahe. Fast überall muhte Wasser aus ben Kellern geschöpft werben. Kreis Bübingen. Lpb. Nibba, 25. Februar. In dem Nachbar» ort Echzell wurde ber zehn Jahre alte Sohn des Landwirts Wilhelm Christ beim Spiel auf der Sttahe von dem Hufschlag eines Pferdes getroffen und so schwer verletzt, daß er kurz daraus starb. Schwelnemarkt in Butzbach. * Butzbach, 27. Februar. Auf dem heutigen Schweinemarkt kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 20 bis 25 RM., 6 bis 8 Wochen alte 25 bis 32 RM. pro Stück. Das Geschäft verlief flott, es wurde ausverkauft. Schweinemarkt in Alsfeld. * Alsfeld, 27. Februar. Auf dem gestrigen Schweinemarkt kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 25 bis 28 RM., über 8 Wochen alte Tiere 30 bis 35 RM. pro Stück. Das Geschäft verlief flott, da starke Nachfragecherrschte. kraut % kg 10 Rpf., Rotkraut 13, gelbe Ruben 15, Unter'kohlrabi 8, Zwiebeln 12, Meerrettich 40 bis 60, Aepsel 35, Sellerie 10 bis,2O Rpf. ** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 16. bis 22. Februar ein gegen Kraftfahrzeugführer mit 2 Anzeigen unb 3 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen sonstige Fahrzeug» sichrer mit 2 Anzeigen und 18 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen Radfahrer mit 15 gebühren» pflichtigen Verwarnungen; gegen Fußgänger nut 1 Anzeige und 13 gebührenpflichtigen Verwarnungen. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. * ßoHar, 25. Febr. Am Samstag wurde einem alten, verdienten Kameraden der K r i e g e r f a m e» radschaft Lollar die letzte Ehre erwiesen. Der Pförtner i.R. Hermann Müller, Ehrenmitglied der Kriegerkameradschaft Lollar, wurde, nachdem er vor einigen Jahren von Lollar nach Ruttershausen (Kirchberg) zu seinem Sohne verzogen war, dort durch die Kriegerkameradschaft Lollar gemeinsam mit Kameraden der Kriegerkameradschaft Ruttershausen mit militärischen Ehren bestattet. Kamerad Müller hatte länger als 40 Jahre dem Reichs» Erie gerb unb die Treue bewahrt und wurde hierfür vor einigen Jahren zum Ehrenmitglied ber Krieger» kamerabschaft Lollar ernannt Die Musik bei der Trauerfeier wurde durch die Feuerwehrkapelle Lollar gestellt, Kameraden der Kriegerkameradschast Lollar schossen drei Ehrensalven über bas Grab des altverbienten Kameraden. Unter gesenkten Fahnen unb unter ben Klängen bes Liedes vom guten Kameraden legte der Kameradschaftsführer Taubert NSDAP. Für die S ch u l f a m m l u n g hat ber Reichs- erzieh'ungsminister bereits einen Erlaß heran sge- 5eiben. Hier werden Zeitungen, Zeitschriften, Stoff- ab fälle, Flaschenkapseln, Tuben, Korken unb andere Gegenstände, die in kleineren Mengen verfügbar sind, zusammengetragen. Jedes Haus wird einen besonderen Hausbeauftragten erhalten, die Entleerung der hier zu schaffenden Sammelstellen übernimmt bie Organisation der Partei. Die „Stoßaktionen" bleiben für Aufgaben vordringlicher Art vorbehalten unb werden von der Partei unb ihren Gliederungen durchgeführt. Außerdem werden bei jeder Ortsgruppe Altmaterial-Einsatzstellen eingerichtet, in denen die Leiter der Gliederungen, der Fach- Sppen und des Arbeitsamtes Mitwirken. Das Ar- samt sorgt dafür, daß dem Althandel die nötigen Kräfte zur Sortierung des gesammelten Altmaterials zur Verfügung stehen. Ständige Propaganda muß dafür Sorge tragen, daß jeder Volksgenosse die Bedeutung dieser Aktion erkennt und zu chrem Erfolge beiträgt. Der Abtransport ber gesammelten Mengen wird in verhältnismäßig einfacher Form sichergestellt: die Brauwirtschaft hat die Durchführung übernommen. Die Brauereien haben bekanntlich ihre Kundschaft ben geschliffenen Plaketten werben Männer vom Reichsluftschutzbunb, ber NS.-Kriegsopferversorgung unb des Reichsbundes der Kinderreichen den Volks- aenossen auf ben Straßen anbieten. Symbolisch bringen sie uns ben Sommer nah, symbolisch aber auch bie Verbunbenheit zwischen Stabt unb Lanb, bie in biesen schicksalsschweren Zeiten noch inniger geheimnisvolle Licht kommt von ber Sonne. Der kegelförmige Lichtschein entsteht in der Weise, daß sich um den Tierkreis eine riesenhafte Menge winziger Körperchen (kleine Meteore) anhäuft, die von der Sonne beleuchtet werden und die wir dann als Tierkreislicht wahrnehmen. baß beute öas S ch w eigen zur nationalen t f 3 i p l l n gehören muß, unb zwar in allen Dingen, bte unsere ßanbesoerteibiguna mittelbar unb unmittelbar berühren. 0 9 mittelbar Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Populärwissenschaftliche Vorträge der Univer- sität- 20.15 Uhr im Großen Hörsaal des Chemischen Instituts Professor Andreae: „Geld, Gold und Kriegsflnanzierung". — Stadttheater: 20 bis 22 30 Uhr -Karl III. und Anna von Oesterreich" — Gloria-Palast, Seltersweg: „Weltrekord im Seiten» sprung". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ein Mann will nach Deutschland". Ki)F.-programm für März. Die Kreisstelle Gießen der NS.-Gemeinschaft ,Kraft burch Freube" hat auch für März ein großes und abwechslungsreiches Programm vorgesehen. In Gießen findet am 2. März die Aufführung ber Opern „Cavalleria rusticana* und „Der Bajazzo" statt. Am 4. März gastiert im Gloria-Palast bas „Strahlende Variete. Bei diesem ist Dr. Franz Bott Ansager, außerdem wirken mit das Rai- monda-Ballett, bie 3 Skatts mit einem komischen Rollschuhakt, bie 4 Moloros, ein Gesangsquartett u. a. Am 17. März wird im Stadttheater die Operette „Der Zigeunerbaron" von Strauß gegeben. Am 18. März gibt Herms Niel, der Komponist des Liedes „Erika" und des Engelland-Liedes mit feinem Musikzug vom Reichsarbeitsdienst ein einmaliges Gastspiel. Am 20. März erfolgt die Aufführung der Operette „Die Fledermaus" von Strauß, und am 28. März gastiert das schon früher einmal angekündigte „Romantische Ballett" von . Peters-Pawlinin. Am 9. März findet bei der Firma 1 Poppe & Co. ein Werkspausenkonzert statt. In Butzbach gibt bie Rhein-Mainische Lanbes- bühne am 4. März ein Gastspiel mit dem Lustspiel „Hochzeitsreise ohne Mann" von Leo Lenz. Am 16. März gastiert bort Herms Niel mit seinem Musikzug, und am 29. März findet ein Weiterer Abend" mit Werner Veidt und seinen 7 Schwaben statt. Für Friedberg und Bad-Nauheim spielt die Rhein-Mainische Landesbühne bas Lustspiel von Leo Lenz „Hochzeitsreise ohne Mann", außerbem gastiert Herms Niel, unb bie Kapelle Claus Mainz bringt einen „Heiteren Abend" mit Solisten ber Rhein-Mainischen Theater. In Lollar, Großen-Buseck, Staufenberg, Londorf, Pohl-Göns und A l l e n b o r f a. d. Lda. tritt in ber Zeit vom 4. bis 9. März bas Bartete „Lachenbes Allerlei" auf. Am 10. und 11. in Großen-Linden und Villingen, am 16. und 17. März in Heuchelheim unb Hun- Se n spielt das Gautournee „Die Grillenfänger". In o Ha r findet am 31. März ein „Großer heiterer Abend" mit ber Borbkapelle bes KbF.-Schiffes „Wilhelm Gustloff" statt. Der Film „Der Dolksfeinb" mit einem guten Beiprogramm wird in verschiedenen Orten laufen. Im März werden auch wieder Betriebswanderungen durchgeführt, unb zwar am 4. von ben Firmen Poppe & Co., Bänninger GmbH, und Schunk & Ebe; am 10. von Gg. Phil. Gail, Heyligenstaebt, Karzentra, I. B. Noll und Rinn & Cloos, Heuchelheim. Eine Gemeinschaftswanderung nach der Babenburg findet am 24. März von allen Gießener Ortsgruppen ber NSDAP, statt. Frühlingsboten am Sternenhimmel. Auch ber Frühling kündet sich am Sternhimmel an Gerade in diesen Februartagen konnten bie Sternwarten bie ersten Frühlingsboten am «Sternhimmel beobachten. Der Orion räumt bas Feld und ver chwindet gegen Mitternacht im Westen, gegen 22 Uhr geht bas Sternenbild bes Löwen im Westen auf Auch bie typischen Sommersternbilder Leier unb Schwan, die sich bisher am Morgenhimmel verbargen unb dem unbewaffneten Auge des Lacen nicht sichtbar waren, find im Nordosten wieder über dem Horizont aufgetaucht. Im Südosten geht m den frühen Abendstunden die Jungfrau, die sich bisher ebenfalls am Morgenhimmel versteckt hatte, wieder auf und kündigt uns ben Beginn ber wärmeren Jahreszeit an. Wenn die Astronomen auch wissen, daß der Lenz nicht mehr wett ist, wenn Leier, Schwan, Löwe, Jungfrau wieder am Abendhimmel stehen, so hat ber Sternenhimmel dach noch sein besonderes Zeichen, bas uns den Früh mg Mit größter Sicherheit antünbigt: das Tierkreislicht. So Vie mit ber steigenden Sonne bie Age langer werden, so hat gleichsam auch der Abendhimmel Copyright by Deutscher Verlag, Berlin 25. Fortsetzung. «Nachdruck verboten» Ä «Ä «• SSÄ "S RLMDDL- sahen sie sich gegenüber daß s'^ustern^konnten. Dr"İn rufen, da- er dir etwa- da-. Darum handelt °- sich auch g°r meinem Zimmer? , sollte diesmal nu^Tm®." Handschuh bte zählte brr, baß ich mem Handschuhe lagen -ersteh- ich nicht ^d-r war es Z heißt, AWÄsia? >,» *Ä,SS,i,!, ••• »tpÄl’'Ä i. «1- "*’■ CHLORODON Statt besonderer Anzeige. Karl Will, Mühlenbesitzer im Alter von 63 Jahren durch den Tod entrissen. Die trauernden Hinterbliebenen: Ihre Vermählung geben bekannt } Enkel Die Beerdigung findet am Mittwoch, 28. Februar, nachmittags 2 Uhr statt z.A Im Felde 0682 0678 Ihre Vermählung geben bekannt Anna Bögler, geb. Konrad z.Z. im Felde 27. Februar 1940 0676 darf. 985C Gießen (z.Z. Riegelpfad 88), den 27. Februar 1940. DieGeburiihrerTochierllta zeigen an 978D Gießen lSchiffenberger Weg 16), den 26. Februar 1940 0681 straft. 984C im 65. Lebensjahre. 0688 976D Ordentliche MW »InlWen und "ud 987D Bevölkerung bet StroWra ssffjßs Wrschiim 2.65-4.95 zu kauf, gesucht. Einzelhändler vorgenommen. 970D Kittelschürzen 3.65-8.50 Zierschürzen 1.85-3.20 [ Kaufgesuche"] Markt 16 Kreuzvlatz 3. 975 a Stadttheater Karl Schäfer Otto Schäfer Verlobungs-Anzeigen bei BrUhl. Schulstr. 7 Gießen, Marktstraße 27 Sonntag nachmittag, 17.30 Uhr, wurde meine liebe Frau, unsere liebe, gute und stets treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante im Alter von 58 Jahren von ihrem schweren, mit großer Geduld getragenem Leiden durch einen sanften Tod erlöst Durch einen tragischen Unglücksfall wurde uns heute in Ausübung seines Berufes mein lieber Mann, mein guter, unvergeßlicher Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Marie Will, geb. Schäfer Marie Schäfer, geb. Will Ludwig Schäfer V. Gießen, den 24. Februar 1940. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Gießen, den 26. Februar 1940. Der Oberbürgermeister. 3. 23.: Nicolaus. In tiefer Trauer: Familie Ferdinand Pauly Familie Wilhelm Wagner Familie Heinrich Fenner Familie Walter Menges. zum Reinigen der Büro- u. Ladenräume bei gutem Lohn gesucht. Herrn. Mettenheimer Hilde Gaillard, geb. Hauben Intendanturrat Ferdinand Gaillard Oivisionsintendant einer Fns.-Oiv. Annerod, den 25. Februar 1940. (Anneröder Mühlchen) Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Bögler und Kinder. Kleine Anzeigen richten sich an ditz zeigen in die Heimatzeitung, den Gießener Anzeiger Großen-Linden, Klein-Linden, Elmshausen, Lützellinden, 27. Febr. 1940 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 28. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause'^Dbergasse 37 aus statt Die Beerdigung findet Mittwoch, den 28. Februar, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. । Elektrotechnik , Mosch-, Auto- »i. Flug zeug bau Gesichtshaare, alle lästig. Haare werd, nur durch d.von mirangew.einzig sichere Meth. unt. Garant, für immer mit d.Wurzel entfernt Frau B.Gulden, seit35 Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden Mittwoch: Gießen, Am Riegelpfad 32, 9-17 Uhr. 279d H. El « es Seltersweg 66. Kurz nach dem Tode des Vaters verschied am Sonntag unsere hebe und treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Menges, geb. Schmidt Große Laboratorien Lehrfabrik f. Praktikanten Bekanntmachung. Betr.: Schweinezählung am 4. März 1940. Am 4. TNärz 1940 findet wieder eine Schweinezählung verbunden mit der Ermittlung der Kälber» gebürten und der Hausschlachtungen in der Gemarkung Gießen mit den Gemarkungsteilen Wieseck und Klein-Linden statt. Die Schweinebesitzer haben den Zählern die notwendigen Angaben bezüglich ihrer Schweinebestände bereitwilligst zu erteilen. Die Lei« hing der Zählung in Hessen ist dem Landesstatistischen Amt in Darmstadt übertragen. Unrichtige Angaben oder die Verweigerung von Angaben durch die Auskunflspflichttgen wird mik erheblichen Strafen bedroht. Den Auskunftspflichtigen wird ausdrücklich zugesichert, daß die Zählung nur statistischen Zwecken dient, keinesfalls aber zu anderen Zwecken, insbesondere nicht zu steuerlichen, verwendet werden Gießener Konzertverein Das für den 29. Februar angesetzte Chorkonzert 989D muß verschoben werden! Georg Windus Feldwebel in einem Inf.-Regt. Dolph» Windus, geb. Dörr Oberschule in Hungen Entgegen allen anderslautenden Gerüchten wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß nach Weisung der Landesregierung unsere Anstalt selbstverständlich bestehen bleibt. Für die Klasse I des kommenden Schuljahres sind bereits über 20 Anmeldungen erfolgt. Der Leiter der Oberschule in Hungen: Kratz. Audi .1 eine Hausfrauen Hans Ifiehak Pol.-Wachtmeister 3lfe Rehak, geb. Lehmann Bekanntmachung. Nach der Polizeioerordnung vom 4. II. 1882 haben die Garten- und Feldbesitzer die Hecken, die ihre Grundstücke umfriedigen an öffentlichen Fahr- oder Fußwegen, bis zum 15.2Närz jeden Jahres auf eine Höhe von 1,25 m und eine Breite von 0,50 m zu beschneiden. In der Zeit vom 15. März bis zum 30. September dürfen nach § 14 der Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 Hecken nicht geschnitten werden. Zuwiderhandlungen werden be- Auto bis zu 1,5 Liter injeo.Beziehung einwandfrei und gut erhalten, zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 980D a. d. G. A. Ium 77.Geburtstag des Heimatdichters Budolf Dietz „Du liebe Heimat" Tausend und ein Gedicht in nassauischer Mundart. JJlit 364 Bildern von Frankenbach, Nihsche, Schmid- Hammer, Kögler u. dem Dichter selbst. Preis 12.-RM. Verlag von Phil. L. Fink KG. in Groß-Gerau. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen. Ferner in Vorbereitung: Feldpostausgabe, eine kleine Sammlung köstlicher Soldatengedichte. Preis 50 ZRpf. 982d Seftige I Sschias Herr Otto Weber, Dreher, Beri lin-Schöneberg, Franz-Kopp^ Straße 73, schreibt am 12.11.39;) „13 Wochen lag ich fest an Ischias und sollte! ins Krankenhaus. Da nahm ich Trineral-Oval-i tabletten. Ich bin von dem Tage an arbeiten gegangen. Nahm immer bei heftigen Schmerzen Trineral-Ovaltabletten. Nun ist das Leiden verschwunden, und ich kann jedem in solchen Fällen nur Trineral-Ovaltabletten empfehlen." Bet allen Erkältungskrankheiten, Grivve, Nüeuma. Ischias, Nerven- u. Kopfschmerzen haben sich die hochwirksamen Trineral-Ovaltabletten bestens bewährt. Keine unangenehmen Nebenwirkungen auch bei Magen-, Herz- oder Darmempftndlichkeit. Machen auch Sie einen Versuch! Packung 20 Tabletten u u r 79 Pfg. In einschl. Avoth. erhältlich oder durch Trineral GmbH., München 27. Fnlr.Teipel Beachten Sie bitte meine Auslagen 20-22.30 Uhr 21. Dienst.-Miete Karl III. und Anna von Oesterreich Lustspiel von M. Rössner. Musik von H. Rössner. 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