Samstag,26 | Sonntag, 27. Gttober 1940 (90. Jahrgang llr. 254 n n n SS' NUN- Der Führer empfing Laval L Deulsch-iialienische Fliegerbomben aus England land es ur er er bleme geht. Mr wissen, auf das eigene Haupt zu P o l i t i k 'm i r b nicht daß es unnötig ist, Asche streuen. Die spanische an die Klagemauer n ie in ben tiro4 [len- Z r I durchführen wird. Britisches Bombenflugzeug in Norwegen abgeschoffen. ht 'n in n. et He 4 ht m» ur US en rs« ast er« jer er« er« ib. ine ter er« uh jen M «n itt« icf« Während seines Aufenthaltes in Frankreich empfing der Führer den Vizepräsidenten des französischen Ministerrates, Laval. Bei der Besprechung war der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop (im Hintergrund) zugegen. — (Presse-Jllustrationen-Hoffmann-M.) treten, die Vergangenheit soll aber dazu dienen, um die Verantwortlichkeiten festzustellen." Der Madrider Korrespondent des „Corriere della Sera" schreibt zur Begegnung General Francos mit Hitler, sie besiegele die Ausrichtung der Politik Spaniens mit den befreundeten Achsenmächten, die Spanien europäisches Prestige verschafft -und instandgesetzt hätten, in den Fragen des Wiederaufbaues Europas und Afrikas ein Wort mitzusprechen. Die Leiter Spaniens hätten nicht nur die Bedeutung der revolutionären Ereignisse Europas erkannt, sondern sie seien entschlossen, zur gemeinsamen Sache ihren Beitrag in politischer Einsicht zu leisten. Italien, Spanien und Deutschland gingen jetzt in der gleichen Richtung vor, darüber könne nicht der geringste Zweifel bestehen. Gleiche Richtung bedeute nach spanischer Ansicht, daß die abschließende Begegnung im Geiste der auf den Schlachtfeldern Spaniens entstandenen Kameradschaft und der politischen Inter- essen-Uebereinstimmung der drei Mächte erfolgte. esse etzt ber or» dir ch lm« rir« chst fle« >ge« tu ?elt Un« mch Die tio* rsen ibe« in Die Japaner sind ein Seevolk, lieber Tausende von Seemeilen zieht sich das Jnselreich von den südlichen Küsten der Insel Sachalin bis zu den Gestaden von Formosa hin. Es ist deshalb nur zu natürlich, daß die Flotte eine beherrschende Stellung in dem Wehrwesen des fernöstlichen Kaiserreiches einnimmt, und naheliegend, daß der große Kaiser Mutsohito, nachdem er das Tokugawa-Shogunat beseitigt hatte, der Schaffung einer modernen Flotte sein Hauptaugenmerk zuwandte. Das Derm in en ber britischen Häfen wurde farlgeseht. 3m Rahmen der von der deutschen Luftwaffe durchgeführten Kampfhandlungen gegen England starteten zum ersten Male italienische Kampfverbände von ihrer Absprungbasis im besetzten Gebiet aus. Sie erzielten durch kühn geführte Angriffe und wohlgezielte Bombenwürfe große Erfolge gegen Hafenanlagen im Osten der britischen Insel. Der Feind flog bei Rächt nach Korb- unb Desl- beutschland ein. Seine Bombenangriffe richteten sich in erster Linie gegen Hamburg, wo an einigen Stellen im Stabtgebtet und im Hafen Brände unb sonstige Sachschäden verursacht wurden. 3m Schuhe einer geschlossenen Wolkendecke stieß der Feind mit Oslo, 26. Okt. (DRB. Funkspruch.) Ein bri« tisches Bombenflugzeug, das gestern über die norwegische Küste bei Heugesuird einflog. Madrid, 25. Okt. (Europapreß.) Einen aufschlußreichen Artikel veröffentlicht am Freitag früh das parteiamlliche Organ „A r r i b a". Darin wird die frühere Passivität der spanischen Außenpolitik kritisiert, und zwar sowohl diejenige der vergangenen Jahrhunderte, als auch die vor Antritt von Serrano Sun er. Unter dem Titel: „Das, was nicht mehr geschehen wird!" schreibt das Blatt: „Wir wollen heute in der spanischen Außenpolitik einen Begriff einführen, der einen tiefen Wandel bedeutet, der einen Aktivismus in die Diplomatie der Passivität bringt: Die s p a n i s ch e D i pll o m a t i e i st zum Aktivismus übergegangen. Fünf oder mehr Generationen von Spaniern haben dem „langen Selbstmord eines Volkes" zugesehen. „Diese Politik", so erklärt das Blatt, „muß endgültig liquidiert werden." Weiterhin erklärt „Arriba", es solle jetzt auf die Passivität der spanischen Diplomatie nicht weiter eingegangen werden. Es sei jetzt Spanien bewußt, daß durch den Mangel der einen oder der anderen Spanien wichtige Gelegenheiten versäumt habe. „Solches ist schlecht, wenn es sich um Innenpolittk handelt; das ist aber noch schlechter, wenn es um außenpolitische Pro- England und Europa. Don profeflor Dr. $. A Ci|., Seit drei Jahrhunderten haben sich Vorstellung und Bild Europas im Westen anders entwickelt als im Reich. Deutlich ist dieser Gegensatz erst in der jüngsten Vergangenheit chervorgetreten, als in Versailles und Genf dieser Plan einer w e st l i ch e n Ordnung dem Reich vorgelegt und aufgezwungen wurde. Durch die Artikel des Zwangsdiktates und die Diskussionen auf den Tribünen des Völkerbundes wurde klargestellt, daß den Demokratien des Westens Europa als Begriff unb Gestalt nicht oerbunben ist mit bem natürlichen Wachstum seiner Völker, seiner Geschichte unb seinem trabitionellen Lebensbewußtsein. Es war zwangsläufig, daß das Erwachen des deutschen Volkes nicht nur die Frage seiner historischen Grenzen und seines traditionellen Lebensraumes aufwarf, sondern zugleich die endgültig gemeinte Gliederung des Kontinents Versailler Herkunft in Frage stellte. Die Vorstellung von Europa, die das erwachende Deutschland in sich trug, hatte nichts mehr zu tun mit jenem Gebilde, das auf der Ideologie des Genfer Kollektivismus beruhte. In der Besinnung auf die eigene Geschichte lag der Anspruch des deutschen Volkes, in Europa mehr zu sehen als eine geographische Bezeichnung, den Namen für staatliche Organisationen ober gar einen überstaatlichen Zusammenschluß. Als Lebensraum europäischer Rassen unb Völker würbe es auch in seinen geistigen Leistun * g e n gesehen, die in der Vergangenheit seine große Einheit einmal begründet hatten, denn kein europäischer Einheitsgedanke konnte jemals auf das Bewußtsein verzichten, das als Reichs- g e d a n k e des M i t t e l a l t e r s in der Mitte Europas noch lebendig war, das unter dem Begriff des Abendlandes die Gemeinschaft aller europäischer Völker umschloß. Diese Einheit Europas war jedoch Annahme von 'Ilmeiaett für die Miltagsnummer biSKV.Ubr besVormittakS Änzeiaen-PreUer Anzeigenteil 7 Rvf le mm bei 22 inm Heilenbreite# 5?enteil 50 Rvt. te mm bei 70 mm Heilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenitaffel 8 Plavvorschrift < vorherige Vereinbarung) 25 X mehr Der Wehrmachtbmcht vom Freitag. Berlin. 25. Ott. (DRV.) Das Oberkommando ber Wehrmacht gibt bekannt: Kampfflugzeuge griffen am gestrigen Tage in kurzer Folge mehrmals die britische Hauptstadt an und belegten im Süden der britischen 3 n f e l einige hafenplähe. 3nbuffriean- lagen und Verkehrseinrichtungen wirksam mit Bomben. Bei Rach! richteten sich die Angriffe mit dem Schwerpunkt wiederum auf London, wo Brände und Explosionen das weithin sichtbare Zei- chen unseres Erfolges waren. Ferner erstreckten sich die Vachtangriffe auch auf Rüstuugs^ntren und Hafenbezirke. hsen iHen J5Ä bis bis Leb 50, ,44. 32. \ 50, teilt it - n h Erscheint täglich, anbei Sonntags und »Feiertags Verlag«: Die vUhntnerte (Siebener ftamihenblätter Heimat imBild DieDcholle Monats-Bezugsvreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.05 Ohne Illustrierte . 1L0 Zustellgebühr. „ -25 ouck bei Nichterscheinen von einzelnen Wummern tntolge höherer Gewalt FernsvreckanschluK 2251 DralNanschrist:„Anzeiger" Ponscheck 116«« Tranks. M einige Monate beanspruchen, wodurch dieBurma- straße für lange Zeit unbenutzbar Japans Seemacht. Eine der mächtigsten und modernsten Flotten der Welt. Den entscheidenden Schritt zur Vormacht in Ost- asien tat aber Nippon in seinem Kriege 1904/05 gegen Rußland. Völlig überraschend erschienen japanische leichte Streitkräfte vor dem Hafen von Port Arthur und beschädigten durch Torpedotreffer eine Reihe russischer Kriegsschiffe. Don diesem moralischen Schock hat sich die russische Seekriegführung in den weiteren Kämpfen um die Festung nie richtig erholt. Nach dem Untergang des russischen Flaggschiffes „Petropawlowsk", auf bem der vergötterte Admiral Makarow mit fast ber gesamten Besatzung in ben Fluten versank, war der 9e Mann, der die Lage vielleicyt zugunsten inds hätte meistern können, ausgefallen. Abmiral Togo zwang in einer siegreichen Seeschlacht das russische Geschwader, seinen Plan, nach Wladiwostok durchzubrechen, aufzugeben. Die russi- worden ist. Engländer und Amerikaner verlassen Mandschukuo. Tokio, 25. Okt. (Europapreß.) Stgrke Tendenzen zum Verlaßen des Landes machen sich nad) einer Meldung der Tokioter Zeitung „Nicht Nichi' unter ben Englänbern unb Amerikanern in Mandschukuo bemerkbar. Nachbem ben Amerikanern schon vor zwei Wochen die Heimreise empfohlen worden war, hat jetzt auch der englische Botschafter in Tokio, Sir Robert Craigie, den Engländern in Mandschukuo das Verlassen des Landes angeraten. Die Vorderettungen zur Evakuierung der Engländer und Amerikaner in Manschukuo sind, wie die Zettung hinzufügt, bereits im Gange. LapanischeLustangriffeaufTschungking Tokio, 25. Okt. (Europapreß.) Schwere und leichte japanische Bomber führten unter Ausnutzung günstigen Wetters am Freitag einen Luftangriff auf Tschun gking durch. Sie warfen Spreng- und Brandbomben auf militärische Ziele im Zentrum und in ben Außenvierteln ber chinesischen Hauptstabt ab. Feuerschein und Rauchwolken zeigten an mehreren Stellen die Wirkung des Bombardements. Seemacht geschaffen, im Vertrauen auf chren siegreichen Einsatz, wenn das Vaterland in der Stunde der Gefahr ihrer bedarf. Die Burmastraße für lange Zeit unbenutzbar. Tokio, 26. Okt. (DNB. Funkspruch.) Wie die Presse meldet, machten japanische Luftstreitkräfte am Freitag einert Angriff auf die große Brücke über den Mekong-Fluß südwestlich Tali. Die Chinesen hatten dort schon vor längerer Zeit eine zweite Brücke als Hängebrücke erbaut, da das Tal mehrere tausend Fuß tief ist und sich hier eine der meist gefährdeten Stellen ber Burmastraße behübet Vor einigen Tagen wurde die alte Brücke durch Bombenangriffe zerstört, worauf die Chinesen dort eine scharfe Luftabwehr schufen. Am Freitag wurde nun bei einem über einstunbigen Bombenangriff auch die zweite Brücke durch Bomben schwersten Kalibers völlig vernichtet. Obwohl die Chinesen dort bereits Brückenmaterial unb Pioniere bereitgestellt haben, durfte die Wieberherstellung der Brücke mindestens Aktivismus der spanischen Diplomatie Gleiche Dichtung mit der Achse. Schon in dem Kriege gegenChina 1894/95 war die japanische Flotte der ausschlaggebende Faktor des Sieges. Zwar erfüUte ber Frieden von Schimonofeki am 17. April 1895 nicht die Hoffnun- aen Japans, brachte er boch nur die Pescadores tPonghu) und Formosa bem Kaiserreich ein, beim bie Abtretung ber Halbinsel Liaut-tung wurde durch die Einmischung verschiedener Großmächte Hintertrieben. Doch mit der zielsicheren Opferbereitschaft, die diesem hochbegabten Jnselvolk ein so bestimmtes volitisches Auftreten verleiht, überwand Japan diesen Rückschlag und setzte den Ausbau seiner Flotte fort. vor. Durch vereinzelt abgeworfene Bomben entstanden Dachstuhlbrände und leichte Gebäudeschäden, ferner ein größerer Brand in einem Holzlager. 3n. Berlin und Hamburg sind einige Tote und verletzte zu beklagen. Fünf feindliche Flugzeuge wurden abgefchossen. Deutsche und italienische Flugzeuge werden nicht vermißt. Am Freitag wieder heftige Angriffe aus London. B e r 1 i n, 25. Okt. (DVB.) Die deutsche Luftwaffe führte am Freitag im Verlauf des ganzen Tages wieder heftige Angriffe in der Hauptsache auf die britische hauptstadt und außerdem auch auf Städte in Süd- und Mittel- en gl a n d durch, kriegswichtige Ziele, wie Fabriken, Häfen und Berforgungsaniagen wurden vor allem von leichten kampfvecbänden wiederum mit großem Erfolg bombardiert und schwer getroffen, hierbei entwickelten sich zahlreiche Luftkämpfe, an denen auf beiden Seiten eine größere Anzahl von Flugzeugen teilnahm. Vach bisher vorliegenden Nachrichten wurden 14 britische Flugzeuge abgeschoffen. Major Moelders errang bei diesen Kämpfen seinen 53. Luftsieg. Vier deutsche Flugzeuge werden vermißt. Mlders zum Oberstleutnant befördert. Berlin, 26. Oktober. (DNB. Funkspruch.) Der Führer hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers ber Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, ben Ge- schwaderkommodore Major M ö l b e r s anläßlich seines 50. Luftsieges wegen befonberer Tapferkeit und feiner großen Verdienste um die Schlagkraft der deutschen Jagdflieaerei bevorzugt z u m O d e r st- ieutnant befördert. Oberstleutnant Mölders erzielte am Freitag seinen 52. und 53. Luftsieg. 3m Zeichen der Waffenbrüderschaft. Rom, 26. Okt. (DNB. Funksprnch.) Die Teilnahme ber italienischen Luftwaffe an ber Offensive gegen England wirb in ben römischen Blättern unter Schlagzeilen und Ueberschriften wie „Faschistische Luftwaffe bombardiert bie Häfen ber Ostküste Englands" — .Kameradschaftliche Ankünbi- gung durch bas Oberkommanbo ber Wehrmacht" veroorgehoben. Der Direktor bes „Giornale d'Jtcr- lia" schreibt dazu, die im heutigen Wehrmachtbericht erstmals bekanntgegebene aktive Teilnahme ber italienischen Flugwaffe a n der Bombardie rung E n g l a n b s an ber Seite der heldenhaften beutschen Luftwaffe erweitere Italiens Kampffront vom Jnbifchen Ozean bis zur Norbfee unb bestätige bie Waffenbrüder- schäft unb bie Solibarität bes ©elftes unb ber politischen Ziele der beiden Achsenmächte Ein Sonberberichterstatter ber „Agenzia Stefani" erklärt, ber Flug ber italienischen Bomber kennzeichne den Anfang einer umfangreichen Aktion, die unsere Luftwaffe in voller Kamerab- schaft mit ben Abteilungen ber verbünbeten und befreunbeten Nation gegen das englische Mutter- schen Schiffe kehrten in ben Hafen zurück, und harn it mar bas ostasiatifche Geschwader zum Untergang verurteilt. Der Transport der japanischen Armee nach ber Mandschurei war überhaupt nur möglich gewesen burch bie uneingeschränkte japanische Seeherrschaft in ben in Frage kommenden Gewässern. Die Hauptprobe sollte aber bie junge japanische Flotte in ber Enbauseinandersetzung mit bem Geschwader bestehen, bas ber Zar gegen ben Rat einsichtiger Berater aus ber Oft fee um Afrika herum nach bem Fernen Osten faribte. In ber Ent. scheibungsschlacht bei Tsushima würbe bie rus- fische Flotte fast restlos vernichtet. Es ist bieses ein Kamps, ber nuftnit ben größten Vernichtungsschlachten ber Seekriegsgeschichte (Actium, Lepanto unb Adukir) verglichen werben kann. Das gegenseitige Verhältnis ber Verluste war geradezu gro, tesk. Die Zahl ber Gefallenen war nur auf bem japanischen Flaggschiff „Mikafa" nennenswert. Die Schilderungen von russischer Seite über die vernichtende Wirkung bes glänzenb geleiteten Feuers ber schweren japanischen Schstfsartillerie gehören zu ben erschütterndsten Berichten moderner Kampfe. In dieser Seeschlacht bewies bie japanische Flotte ben Wert einer mit schwerer Artillerie bewaffneten Schlachtflotte. Die Aera bes Großkampfschifses beruht auf den Erfahrungen dieser Auseinandersetzung und setzt mit dem Bau des englischen Schlachtschiffes „Dreadnought" (Fürchtenichts) für alle größeren Marinen ein. Auch in den Kämpfen, die jetzt Japan um eine Neuordnung des ostasiatischen Raumes m China durchführt, spielt bie Flotte eine ausfdjlaggebenbe Rolle Fast selbstverständlich nimmt man bie Berichte von ben reibungslosen Transporten ber spanischen Armeen nach China hin Jedoch ist die Voraussetzung dieser Tatsache bas Vorhanbensein einer starken japanischen Marine. In glänzender Zusammenarbeit mit der Armee bewährten sich die iapa- Nischen Seestreitkräfte beim Vormarsch am Jangtse unb bei den militärischen Deckungen von Landungen an den verschiedensten Punkten der chinesischen Küste. Besonders eindrucksvoll tritt uns Der plan- volle Einsatz der japanischen Flotte bei der Einnahme von Kanton vor Augen. Es ist ganz natürlich, wenn die Aufmerksamkeit gerade jetzt auf unseren Verbündeten im Fernen Osten gerichtet ist, hat doch der Dreimächtepakt (Deutschland, Italien, Japan) von Berlin eine Wende der Weltgeschichte eingeleitet Es dürfte daher interessant sein, in kürzester Form eine Uebersicht über den neuesten Stand ber japa« nilthen Marine zu erhalten, foroeti dieser aus den Angaben des „Taschenbuchs ber Kriegs, lotten von 1940" hervorgeht. Es sind d ort) a n b e n . Schlachtschiff- mit zusammen 272 070 Tonnen . von besitzen die derben gewaltigen J4$’.nsneJv; Naaata" unb „Muto" acht 40.6-cm.G-,chu8-. bie wei im Bau b kindlichen Schlachtschvse werden zu d7n stärksten ihrer Art gehören. 12 Schwere Streu- S mit Summen ™ Tannen bild«, mit weiteren 25 Leichten Kreuzern nut 141255(Sonnen iÄ’iSÄ.Ä«; mit zusammen 77 756 -tonnen peyen bes Mikado zur Verfügung. All diese Angaben aber sind nicht völlig erschop- nun ^e° ber beftausflerüfteten Warinen geT» enttSeS'ouf U°lk h-t M iE letztem Tin,atz diese gewaltige [ d * 9 Samstag, 2615>oi Giessener Anzeiger »ä» General-Anzeiger für Oberhessen ...... _ _ wurde von deutschen Jägern eingeholt unb außer- schwachen Kräften bis zur Reichshaupt stabt halb Karmöy abgeschossen. ♦ Kleine politische Nachrichten. Der Führer sandte dem König von Rumänien zum Geburtstag drahtlich seine Glückwünsche. * Der Leiter des Neuyorker Roten Kreuzes, Generalmajor Davis, dementierte in Neuyork „viele unfaire und unbegründete Gerüchte", daß die Geldmittel oder der Besitz des amerikanischen Roten Kreuzes von Deutschland beschlagnahmt worden seien. Nicht ein Cent sei anderen Leuten zugute ge- kommen als den Kriegsopfern. kn wesentlichen getragen vom deutschen Volk, ge- gründet aus eine Ordnung, die auf die Gesamt- Seit der europäischen Völker überströmte, sie einander näher führte und miteinander verband. Das Wesentlichste dieser Einheit Europas waren die großen Leistungen seiner Völker, des deutschen, des italienischen und auch des französischen. Diesem Einheitsbewußtsein des abendländischen Europas stets verschlossen war England. Bis $um Beginn des 16. Jahrhunderts verblieb es in seiner insularen Abgeschlossenheit am Rande der europäischen Welt. An den großen Bewegungen des Mittelalters war England unbeteiligt gewesen, einen selbständigen Beitrag zur Gestaltung des Abendlandes hatte es nicht zu leisten vermocht. Bis zur Entdeckung Amerikas lag es am Rand« der damals bekannten Welt, bis die Aufschließung des neuen Erdteiles die Insel vom Rande Europas in die Mitte zweier Kontinente, und an das A u s f a l l t o r der europäischen Kolonisation stellte, die zu Beginn von Spanien und Portugal aus erfolgte. Emen Zustand von Geistesabwesenheit nannte ein englischer Historiker prosaisch jene bru« ' tale und rücksichtslose Ausdehnung Englands über die Welt auf Kosten der ersten Kolonialmächte. Durch das Meer vor dem eigentlichen Zugriff europäischer Mächte geschützt, öffneten sich ihm im Westen der Ozeast und die herrschaftsuchenden Gebiete Amerikas. Diese doppelte Richtung bezeichnete nun für alle Zeit das Wesen der englischen Politik. Die bisherige Zurückhaltung Englands von den eigentlichen europäischen Fragen wich jetzt einer sorgfältigen Anteilnahme an allen Fragen des Kontinents. Nicht einem neu erwachten Verantwor- tungsbewußtsein für dieses Europa entsprang sein Interesse, sondern allein der möglichen Rückwirkung europäischer Konstellationen für seine kolonialen Unternehmungen. Während England mit der einen Hand die halbe Welt erobernd an sich riß, schob es mit der anderen die einzelnen Staaten Europas wie Steine in einem Spiel gegeneinander, um sich dabei umft> ungestörter seiner kolonialen Expansion widmen zu können. So waren Englands'älteste und jüngste Eingriffe in Europa nie von der Absicht ausgegangen, politisch lebens» fähige Ordnungen zu schaffen, sondern stets nur solche zu zerstören. Aber auch in dieser Zeit hat England geistig seine Isolierung nicht aufgegeben. Die Europa um. stürzende Reformation überahm es in der Form des Calvinismus und entwickelte jene typisch englischen Züge in dem Puritanismus, die noch heute sein Sße.en ausmachen. Don ihm getragen entwickelte iich der Glauben an die Auserwähltheit des engli- chen Volkes in der Welt, die Vorstellung, Nach- olger der erkorenen Stämme aus dem alten Testa- ment zu fein. War England bislang der gesamten europäischen Aufgabe ferngeblieben, so war es auch in Zukunft auf Grund seiner Selbstgerechtigkeit und seines puritanischen Denkens jeder Verpflichtung enthoben. In seiner weltgeschichtlichen Einheit von Politik und Geist hat es in der Folge die Schaffung des Welt- reiches nicht mit, sondern gegen Europa durch- gesetzt. Es kämpfte gegen Spanien, als dessen Kolonialreich die halbe Welt umfaßte, und vernich- tete es; es kämpfte gegen Holland, das Spa. niens Nachfolge in der Ausdehnung auf den Meeren angetreten hatte, und schwächte es bis zur Bedeutungslosigkeit; es kämpfte mehrfach gegen Frankreich und zwang es in der Gestalt Napo- leons mit einer europäischen Koalition auf die Knie, sodaß es bis heute politisch nurmehr als ein Anhängsel Englands zu denken ist. Es kämpfte ein halbes Jahrhundert gegen Rußland und entfesselt gegen das Reich den Weltkrieg, als dieses dabei war, feine wenigen Kolonien auszubauen und sich in den gesunden Wettbewerb auf den Weltmärkten einzuschalten. So war ein europäischer Krieg nach dem anderen das englische Geschenk an den Kontinent. Alle Großmächte Europas haben ihm gegenüber gestanden, bis sie nach ihrer Niederlage aus der Reihe der Gegner Englands ausschieden. Immer wieder wurde eine Koalition gegen die jeweils stärkste Festlandsmacht gebildet und für die Interessen Englands eingesetzt. Die Gleichmäßigkeit der englischen Politik ist als Gesetz des europäischen Gleichgewichts der Machte historisch geworden. England erhob sich selbst zum Schiedsrichter der Welt. Konservative Außenpolitik hieß für England eine Politik der Wahrung seiner Machtstellung; euro» päischer Frieden hieß für England ein engli« scher Frieden, europäische Ordnung bedeutete für den Inselstaat eine englisch diktierte Ordnung. Bismarck hat als erster Deutscher offen und ohne Schonung die englische Heuchelei und sein Welt- volizistentum gebranbmartt und ihm jedes Recht der Einmischung in Europa abgesprochen. Seit jener Politik unter Bismarck haben Jahr- zehnte bis heran zur jüngsten Gegenwart das starre Festhalten Englands und seines Weltreiches an feinen vermeintlich für die Ewigkeit aufgestellten Gesetzen, erneut bestätigt. Der Versuch eines Aus- gleiches der europäischen Mitte und des englischen Empires, mit der Aussicht auf eine zwangsläufig sichere weltpolitische Konsolidierung, wurde zerschlagen. In dem neuen Kriege Englands sollte wieder- um die große europäische Koalition gegen das Reich angeführt werden. Daß dieser Versuch mißlungen ist, darin liegt die europäische Sendung des Reiches und feines Führers, denn nie deutlicher als heute hat England bewiesen, daß es für die Zukunft keinerlei Recht besitzt, in europäische Fragen hineinzureden. Seme erst 300 Jahre alte Geschichte ist ein einziger Beweis dafür, daß es weder europäische Verpflichtungen gekannt, noch das Gefühl für eine Zusammengehörigkeit mit Europa besessen hat. Deutschland dagegen setzt eine tausendjährige Vergangenheit, seine tausendjährigen Blutzeugen und seine Geistesdenkmäler für seinen europäischen Anspruch ein. Gegen den Geist des Westens, gegen ein überaltetes, kalt rechnendes Krämertum, gegen die Politik des englischen Weltpolizistentums und Welt- gouvernantentums tritt das deutsche Volk für ein neues Europa und für eine bessere Ordnung der Zukunft des großen Kontinentes ein. Der Gauletter vor der Presse des Gaues. Krönt und Heimat einig in der Siegeszuversicht. NSG. Auf der Gauprefsekonferenz im Adolf-Hit- ler-Haus in Frankfurt a. M. sprach Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger am Freitagnachmit- tag vor den versammelten Hauptfchriftleitern über Einsatz und Ziel der weiteren Pressearbeit. Im besonderen befaßte er sich dabei mit der Stimmung des deutschen Volkes vor dem Eintritt in den zweiten Kriegswinter. Die Stärke unserer Situation, begründet in den unvergleichlichen militärischen Erfolgen, die opferbereite und moralisch starke Heimat und das Wissen von der Gerechtigkeit und Notwen- digkeit unseres Kampfes um Raum und Brot erklären die unsere Volksgemeinschaft erfüllende Siegeszuversicht. Front und Heimat, so führte der Gauleiter aus, würden für die Erhaltung dieser Stimmung auch zukünftig Garanten sein. Ausgabe der Presse ist es, dieses Zeitgeschehen mit dem begeisterten Herzen des Nationalsozialisten zu begleiten und den Lesern die gewaltigen geschichtsbildenden Kräfte der Gegenwart entsprechend zu deuten. Mit dem Blick auf die Opfer der Front und auf die Notwendigkeit der Erhaltung einer siegeszuversicht- lichen Heimat habe die Presse auch zukünftig in der Unterstützung der volkssührenden Ausgaben der Par- tei ihre Pflicht zu erfüllen. Gaupresseamtsleiter Uckermann, der die Konferenz leitete, gab alsdann an Hand eines Rückblickes auf die vergangene Pressearbeit praktische Richtlinien und Anregungen für den kommenden Einsatz. Zu politisch besonders wichtigen Themen sprachen der Leiter der Geheimen Staatspolizeistelle Frankfurt a. M., Regierungsrat Weiß-Bollandt, wie der Beauftragte des Reichskohlenkommissars für den Gau Hessen-Nassau, Dr. Wagner. Die im Wehrkreis XII erscheinenden Zeitungen erfuhren für ihre wehrpropagandistische Arbeit eine besondere Auszeichnung durch Verleihung von Buchpreisen an einige Hauptschriftleiter, die im Auftrage des Stellvertretenden Kommandierenden Generals Steppuhn durch Major Bruch überreicht wurden. DieJchnederASDAP.imTeneralgouvernement Feierliche Uebergabe auf der Burg zu Krakau. Krakau, 26. Oft. (DNB. Funkspruch.) Die vorn Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, dem ©eneralgouDerneur Reichsminister Dr. Frank für den Arbeitsbereich Generalgouvernement der NSDAP, übergebene Hoheitsfahne hielt am Freitagabend, am Vorabend des ersten Jahrestages der Errichtung des Generalgouvernements durch den Führer, ihren Einzug auf der Burg zu Krakau, dem Dienstsitz des Generalgouoerneurs, um hier im großen Empfangssaal der Burg ihren Ehrenplatz zu finden. Nachdem die Fahne vom Bahnhof unter dem Geleit einer Ehrenhundertschaft der Partei sowie Ehrenkompanien der Wehrmacht, (f und der Polizei zur Burg gebracht worden war, fand hier die feierliche Uebergabe in Gegenwart führender Persönlichkeiten der Partei, der Regierung und der Wehrmacht im Generalgouvernement durch Oberreichsleiter Schalk an den ©eneralgouDerneur statt. Der ©eneralgouDerneur, Reichsleiter Dr. Frank, unterstrich dabei m einer kurzen Ansprache die Bedeutung des feierlichen Aktes. Er erklärte u. a.: „Der Führer hat uns durch die Hand feines Stellvertreters mit dieser Fahne die Verpflichtung anvertraut, in diesem östlichen Machtbereich des Großdeutschen Reiches seine Kampfidee ficherzu st eilen und dafür zu sorgen, daß, auf- bauend auf dem von unvergeßlichen Siegeslorbeeren bekränzten Erfolg unserer Wehrmacht,' hier von Nationalsozialisten ein Bollwerk des Reiches in unzerstörbarer Klarheit, Zielsicherheit und Füh- rungsoerbundenheit errichtet wird. Der Arbeitsbereich ©eneralgouDernement der NSDAP, hat die östlichste Mission innerhalb der Bewegung." Ein Mr Reich Mv Wankeland P o s e n , 26. Oft. (DNB. Funkspruch.) Am 26. 0f- tober jährt sich zum ersten Male der Tag, an dem das Wartheland endgültig in den Verband des Großdeutschen Reiches eingegliedert wurde. Die Feierlichkeiten, in denen das Deutschtum des neuen Reichsgaues der Befreiung feiner Heimat von polnischem Terror gedenkt, nahmen am Freitag im festlich geschmückten Posen mit einer großen Führertagung der NSDAP, ihren Anfang. Den Höhepunkt der Befreiungsfeiern, deren Auftakt am Donnerstag ein Kameradschaftsabend der Führerschaft und der geschlossene Besuch der Festaufführung des großen Films „Iud Süß" war, bilden am heutigen Samstag ein Massenaufmarsch auf dem Wilhelmsplatz in Posen und eine Großkundgebung der Partei, auf der Gauleiter ©rei« s e r den Rechenschaftsbericht über die einjährige Aufbauarbeit im Reichsgau Wartheland bekannt- geben wird. Die Festtage klingen am Samstag in großen Freiheitsfundgebungen aus, die in allen größeren Ortschaften des Reichsgaues durchgeführt werden und an denen die gesamte deutsche Bevölke- rung teilnehmen wird. Die Hammerschläge der deutschen Lustwaffe gegen England. Unerschöpfliche Reserven in Deutschland. - England kommt zu spät. WM ..... M MW Del- und Fettwerke gehen in Flammen auf. Der Angriff der deutschen Bombengeschwader galt dem Industriegebiet an der Themse. Das Bild zeigt die durch deutsche Bomben zerstörten Betriebsstofftanks (1) des Betriebsstoffwerfes Purfleet (A) und die Lagerschuppen (2 und 3) der Oel- und Fettwerke Jürgens (B). — (Atlantik-M.) Berlin, 25. Oft. (DNB.) Seit rund zehn Wochen führt die deutsche Luftwaffe in ununterbrochener Folge wuchtige Hammerschläge gegen die militärischen Ziele auf den britischen Inseln. Der Rhythmus dieser Angriffe erfährt lediglich durch Witterungseinflüsse gewisse Schwankungen. Diese haben das englische Lügenministerium immer wieder dazu verführt, dem eigenen Volf und der übrigen Welt einreden zu wollen, daß sich die Kraft der deutschen Luftwaffe nunmehr erschöpft habe. So oft auch diese wissentliche Lüge in die Welt gesetzt wurde, ebenso oft wurde sie durch die Ereignisse widerlegt. Fast schon ermüdend wirfen die Meldungen, die trotz aller englischen Zensurmaßnahmen von den neutralen Zeitungskorrespondenten in die Welt gefunkt werden, wonach die letzte Nacht ober der letzte Tag einen neuen Höhepunkt des Bornben- regens gebracht hat, der das Feuer der Flakartillerie mit feinen Explosionen übertönte. Die deutsche Führung hat in den siegreichen Feldzügen von Polen, Norwegen, Holland, Belgien und Frankreich den Beweis erbracht, daß sie b re Luftwaffe als entscheidendes Kriegs- mittel einzusetzen weiß. Nachdem die deutsche Luftwaffe in ben englischen und england- freundlichen Auslandsblättern bereits dreimal — in Polen, Skandinavien und im Westen — vernichtet wurde, klammern sich die verzmei elten Illusionisten an der Themse an die Hoffnung, daß nun beim vierten Einsatz ihre Kraft erlahmen werbe. Die ungeheuren Reserven der deutschen Luftwaffe an 2Rnnn unh Material bürg n bi ,ir, daß die Rechnung an der Themse fatsch ist. Unerschöpflichkeit dieser Reserven ist in langjähriger Planung und Vorarbeit sowie in der Auswertung der Erfahrungen des siegreichen Krieges begründet. All dies sind Gründe, die auf der Gegenseite wahrhaftig nicht vorliegen und auch nicht nachkonstruiert werden können. Heber die Menschenreseroen des eng» , lischen Empire macht man sich vielfach falsche | Vorstellungen. Das Mutterland zählt 45, Kanada 10, Australien-Neuseeland sieben und Südafrika zwei Millionen Weiße, insgesamt etwa 68 Millionen. । Wenn auch manche Flieger aus Hebersee in England dienen, sind umgekehrt hochqualifizierte Kräfte des Mutterlandes für Kriegs- und Wirtschafts- Zwecke in Hebersee gefesselt, zumal unser italienischer Bundesgenosse im Mittelmeer und in Afrika starke englische Kräfte bindet. Man kann daher ruhig annehmen, daß sich die Hilfskräfte der Dominien und Kolonien ausgleichen mit den Kräften, die England dafür unterhalten muß, damit fein Weltreich nicht zusammenbricht. Es stehen England also auf der Insel nur die Kräfte von etwa 45 Millionen zur Verfügung gegen etwa 85 Millionen in Deutschland. Das ergibt eine reine zahlenmäßige Heberlegenheit Deutschlands von 2 zu 1. Darüber hinaus hat Deutschland durch die Organisation der Hitler-Jugend mit ihren Fliegergruppen, durch die , Lehrlingswerkstätten der Luftfahrtindustrie und des Neichsluftfahrtministeriums sowie durch das NSFK. die gesamte fliegerische Bevölkerung erfaßt und seit Jahren vorgebildet. Der deutsche Nachwuchs Ist somit systematisch vorbereitet und bringt Kenntnisse mit, die den Rekruten in England oder Amerika völlig fehlen, da keines dieser Länder über ähnliche Einrichtungen verfügt und diese sich auch nicht improvisieren lassen. Eine der größten ausländischen Luftfahrtindustrien verkündete kürzlich stolz in der Presse, daß sie nunmehr — sage und schreibe — 450 Lehrlinge Gneisenau. .r K .W" ■ iWDW Vor 180 Jahren, am 27. Oktober 1760, wurde August Graf Neithard von Gneisenau, der große Heerführer der Befreiungskriege, geboren. Sein Name ist mit der Schöpfung des ersten deutschen Dolksheeres aufs engste verbunden. Als Blüchers Erster Generalquartiermeister, zu dem er nach Scharnhorsts Verwundung ernannt wurde, hatte er an vielen entscheidenden Schlachten der ; Freiheitskriege, inbesondere dem Siege von Waterloo, bestimmenden Anteil. Eine Würdigung seines Werkes finden unsere Leser in den heutigen Familien blättern. — Hnser Bild zeigt Ge- neralfeldmarschall von Gneisenau nach einem Gemälde, das Hermann von Kügelgen begonnen hatte, und nach dessen Tode von Franz Krüger beendet wurde. — (Scherl-M.) Gallenleiden 7 K Der Erfolg der Trinkkur war fabelhaft, denn I die Begleiterscheinungen,wie Appetitlosigkeit, vl 1XÄJW/ Stuhlverhaltung, Kolik, seel. Depressionen usw. verschwanden eines Tages. Ich verlor --- ca. 14 Steine. Elisabeth Adams, staatl. anerkannte Masseuse. Wu.-Elberfeld. 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Jeder, der einmal die Kampfstätten des Westens oder die Bilder der Luftangriffe in England mit den ihm bekannten Wirkungen der nächtlichen britischen Störungseinflüge nach Deutschland vergleichen konnte, kann das Ergebnis dieser besseren Aus- bildung mit eigenen Augen überprüfen. Das gleiche gilt für den Nachschub an Ma- ter i al. Zunächst die Rohstoffrage: Für den Flugzeug- und Motorenbau braucht man Eisen, Aluminium, Chrom, Kupfer, Nickel und Wolfram, alles Rohstoffe, die Deutschland heute in genügendem Maße erhält. Die Rohstoffrage ist für Deutschland heute völlig gelöst. Dagegen muß England nicht nur die genannten Metalle aus Hebersee mühsam heranbringen, sondern es leidet auch schon bedenklichen Mangel an Eisen. Die Flugzeugindustrie ist in Deutschland durch jahrelange Vorarbeit derart organisiert, daß jedes Flugzeug und jeder Ersatzbestandteil in jedem beliebigen Werk erzeugt werden kann. Dem gegenüber ist es in England dank der privatkapitalistischen Auffassung im Frieden nicht möglich gewesen — und auch garnicht versucht worden — etwa den Serienbau von Spitfires auch bei Konkurrenzfabriken Herstellen zu lassen. Wenn England jetzt im Kriege daran geht, so sieht man, wie voraus- schauend unsere Rüstungsindustrie gearbeitet hat und welchen Vorsprung sie besitzt, besonders wenn man die Schwierigkeit des englischen Nachschubs aus fremden Ländern, etwa aus USA., in Rechnung stellt. Wenn Amerika jetzt versucht, die Typisierung seiner Luftwaffe mit der englischen auszugleichen, so sind das Maßnahmen, die viele Jahre brauchen, ehe sie sich auswirken, und die für diesen Krieg bestimmt zu spät kommen. Diese Jahre hat Deutschland bereits hinter sich, und diesen Vorsvrung kann ihm niemand nehmen! Wenn in Deutschland die Produktion in einer Flugzeugfabnk einmal durch englische Bomben gestört werden sollte, so springt eines der vielen Werke in die Bresche. In England ist dies nach all dem Gesagten kaum möglich, und in der Kette fehlt ein Glied, das nicht zu ersetzen ist. Nur am Rande sei erwähnt, daß England im Gegensatz zu Deutschland in seiner nach privatkapitalistischer Profitmethode geführten Industrie viel zu viele Flugzeugmuster hergestellt hat. Wir kommen also zu dem Ergebnis, daß 1. auf jedem englischen Flugplatz Ersatzteile und Rachschub für die verschiedensten Fluazeug- muffer und darüber hinaus eventuell für oleiche Flugzeugmusler, die aber aus verschiedenen Fabriken flammen, aufgcslapelt werden müssen, und 2. die englischen Flugzeugbesahungen und das Wartungspersonal sich mik diesen zahlreichen verschiedenen Mustern und Geräten ab- finden müssen, was natürlich nur zu Lasten der Leistung gehl. In Deutschland aber fliegt der jüngste Schuler mit der gleichen Maschine, die er später im Kampf benützt. Es stehen ihm darüber hinaus die in der Welt unerreichten optischen Zielgeräte und technischen NaoigaTionsgeräte zur Verfügung, die vom Gegner als einzigartig beurteilt werden. Auch diese (^/ürdm Kinderbrer Operationsgebiet vor. Um 23 Uhr stehen sie zehn überzusteigen. Zehn Mann, unter ihnen ein Ossi- Seemeilen südöstlich der Äs le of Wight. Zwei zier, steigen mit Hilfe der Besatzung des Torpedo- feindliche Küstenhandelsdampfer kommen in den boots völlig zusammengebrochen über Der Rom- Surs der Torpedoboote Aus kurzer (Entfernung Mandant bleibt mit vier Seeleuten auf dem Boot, schlägt die erste Salve der Artillerie auf die Han- „Die Flagge nieder", fordert der Torpedobovts- delsschiffe. Eines von ihnen antwortet auf das kommandant den Kommandanten des U'Boots,agers Bcc Optiker am Bahnhof Darüber hinaus aber ist die Brücke auch zum MONDAMIN ♦ OTonbomln gibt tt auf »le mit einte X bezeichnete. Sh* (djnlnc ku Reichsbrottarte für Sinkt« bl« 40 6 Jahre», foaupadirrhetter Ti ftreMi» Wllbelm Vanne Stfliöeitretei oei äauprirtir' »lern? 2hmft SPhimfcftein. Verantwortlich ür ‘Eoittl und «über I. B. Ernst Blumichein für das rHeu'iekon:Tr. HanSThpriot; ür Stao Gienen Prvvin«, ii-1rt Chan u. Sport: Ernu ^lumutie n. Trud uno Verlag iHrühlitbf’ Uniner'tatsdrucfere' ?H. Lange h. G. Verlaosieiter Tr. ?nH Ärdt Hamann ilme-peni? ter Hane Beck. Ber mtrvo''ti'ch fir dhi 3nbah öer91n eioen Ibeoborttümmn Pi N-.6. ZtaltenMer Wehrmachtbericht. Rom, 25.Oft (DRB.) Der ltalienifche wehr- Machtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: 3n Ttordafrika schlugen unsere vorgeschobenen Kolonnen feindliche motorisierte Kräfte östlich von S t d i V a r a n i In die Flucht. Unsere Fliegerstaffeln bombardierten die Hafenanlagen von Port Salb, den Flugplatz von Catbhur nordwestlich von Kairo, die Anlagen von Aboukir östlich von Alexandrien. Maaten Dagush. die Flugplätze von Fuka. Ll Daba und die Bahnhöfe von El Baba und Marsa Matruk. Ueberall wurden beträchtliche Ergebnisse erzielt und große Brände verursacht. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Lin feindlicher Luftangriff auf Tobruk blieb ohne Erfolg. Bei einem weiteren Luftangriff auf B e n g h a s i wurde ein Eingeborener getötet und zwei Araberhäuser beschädigt. Kein Schaden an militärischen Zielen. 3n Ostafrika kam es In der Gegend von Las- sala und im Setit zu Zusammenstößen ,wischen motorisierten verbänden, die für uns günstig austiefen. Unsere Luftwaffe bombardierte Schiffe im Hafen von Port Sudan. Feindliche Flugzeuge warfen Bomben auf Azozo und Lassala. wobei es insgesamt fünf Verwundete gab, ferner auf Deca- mere. Asmara, El Uak, El Gabo (Somatilanb) ohne Schaden anzurlchten. polnische Gpiönagezentrale in Rumänien. Das ganze Nest ausgehoben. Rydz-Smiglh verhaftet. Grenzsoldaten wißen von der Herzlichkeit des ersten Wiedersehens dieser schlichten Menschen mit deutschem eindrucksvolle Begebenheiten zu berichten. hier setzten gläubige Menschen zum erstenmal Schweres Fährunalück in Schweden. 44 Tote. Geräte sind standardisiert. Die Arbeiter die die Flugzeuggeräte Herstellen, haben die gleiche syste- matijche Schulung seit Jahren erfahren und bauen in allen Fabriken die gleichen standardisierten Muster. Dieser Vorsprung — der nur durch eine autoritäre Staatsführung im Verein mit einer Gemeinschaft durchgeführt werden kann, bei der Unternehmer und Arbeiter, Techniker und Soldaten im gleichen Geiste für das Gemeinwohl seit Jahren er- zogen und geschult sind — ist der Garant für die unerschöpflichen Reserven der deutschen Luftwaffe. Fassen wir nochmals zusammen: (Eine nahezu doppelte Ueberlegenheil an Bevölkerung aus deutscher Seite, dazu ein seit 3ahren besser geschultes und ausgewählles Personal, völlig unbehinderte Rohskofsnachfuhr in beliebigen Men- gen, eine einheitlich geführte, über das ganze Land verteilte und aufeinander abgestimmte Industrie, Techniker und Arbeiter, die seit 3ah- ren auf das gleiche Ziel Und die gleichen Methoden ausgerichtet wurden, ein Rachwuchs an Flugzeugbesahungen und Fleugzeug-Wartungs- personal, der in einem Maße luffrömt, daß erst seht und nur in Ausnahmefällen Soldaten gegen England fliegen, die erst im Kriege in die Luftwaffe eingetreten sind. Diese Grundlage ist die Gewähr dafür, daß d i e Hammerschläge d e r deutschen Lust- roaffegegen England s o ober s o seinen militärischen Organismus ins Herz treffen werden. Unbegrenzt aber find die Reserven an Mann und Material, die Deutschlands Lustwaffe zur Verfügung stehen, dank dem Vorsprung an Jahren, den niemand in der Welt in diesem Kriege aufzuholen vermag. im Dienst der Volksgemeinschaft wirtschaftenden ehrbaren deutschen Kaufmanns zu stärken. Gewerbesteuer bei Wiederaufnahme des Aeiriebes. Nach Ausbruch des Krieges wurde bestimmt, daß die Gewerbesteuer erlischt, wenn mit der Einziehung des Unternehmers der Betrieb tatsächlich eingestellt wird. In den letzten Monaten sind nun viele Soldaten, insbesondere Weltkriegsteilnehmer, entlassen oder langfristig beurlaubt worden. Sie müssen die Wiederaufnahme ihrer gewerblichen Tätigkeit der Gemeindebehörde anzeigen. Die Wie- deraufnahme wird gewerbesteuerlich als Neu. arünbung eines Gewerbebetriebes behanbelt. Für bie Festsetzung bes einheitlichen Steuer, ß° betrages ist als Gewerbeertrag bas mutmaßliche Ergebnis ber ersten 12 Monate des Gewerbebetriebes zu ermitteln. Die Bedeutung Deutfch-Przernyfls liegt m seiner Lage als Knotenpunkt im deutsch-russischen Warenverkehr. Schon in der Frühe wird man durch das Getute und Gestampfe ber über die Sanbrücke einfahrenben russischen Oel- und Getreibezüge geweckt. Selbstver- stänblich läßt man sich nicht bie Gelegenheit ent- geben, ben für östliche Verhältnisse immerhin sehr lebhaften Güterverkehr näher in Augenschein zu nehmen. Aus ber Brücke, in beren Mitte bie beutsch- russische Grenze vertäust, stampft bie schwere Lokomotive mit einer Menge Oeltank- unb sonstiger Guterwagen bem beutscben Urnlabebahnhof in Deutsch-Przernysl zu. Der Zug fährt von ber Flußbrücke einen langen Wall entlang auf ben eigentlichen Urnschlagebahnbof, wo bie russischen unb deutschen Wagen auf verschiedenen Spurenbreiten stehen unb ihre Güter umgetauscht werden. Die Eisenbahnbrücke bei Deutsch-Przernysl ist wohl eine ber wichtigsten Europas. Sie ist Zeuge ber starken wirtschaftlichen Zusammen arbeit zwischen Deutschlanb unb Ruhla n b. Auf biefer Brücke rollen Tag für Tag auf ber russischen Breitsvnr die Züge mit den im Rahmen des deutsch-russischen Handelsabkommens an das Reich bzw an bie Sowjetunion fälligen Uiese- rungen Oel, (Betreibe, Holz komm-n nach Deut'ch- lanb unb Chemikalien. Landmaschinen forme industrielle Fertiaprodukte rollen nach Sowietrutz- sand Die kommerzielle Zusammenarbeit beider jungen deutschen Flotte übernommen, wenn gegen den Feind fahren. Spät abends kamen wir in der von neuem Leben durchpulsten Stadt an, deren wechselvolle Bergan» genheit so eng mit der Geschichte des Ostraumes verbunden ist. Die Lichterkette der Straßenzeilen kündete uns bereits von weither auf den Höhen die jüngste Stadt im grohdeutschen Machtbereich an, unb bann fuhren wir auf etwas holprigem Pflaster an nachtbeschatteten Häusern vorbei, um uns von einem hilfsbereite« Solbaten unser Nachtquartier, bas einzige Hotel Deutsch-Przemysels zeigen zu lassest. Offen gestanden: Soviel Gastlichkeit hatten wir nicht erwartet. Denn man bedenke: Deutsch-Przernysl mar nur bie ärmere Dorstadt der vor dem Kriege rund 60 000 Einwohner zählenden Festungs- unb Rentnerstadt Przemysl. Der größere Stadtteil fiel an Rußland. Das auf bem westlichen Sanufer gelegene, also heute zum Generalgouvernement ge- hörenbe Przemysl, hatte in ber ersten Zeit nach der Trennuna ber beiben Stabtteile roeber Elektrizi- täts- noch Wasserwerk, weder Postgebäude noch Bahnhof, weder Hotel noch Krankenhaus. Das alles mußte erst von ber deutschen Verwaltung, wenn auch vielfach nur als Notbehelf, geschaffen werben, — und es wurde geschaffen, sozusagen aus bem Bo- ben gestampst. _ . _ . , Der „Deutsche Hof", so ist ber Name bes Hotels, wurde in einem von ben Polen erbauten Frauenheim gleich als erstes Oebäube hergerichtet, und man muß sagen, der Fremde fühlt sich in den freundlichen hellen Räumen nach langer Fahrt sehr wohh Der Stadthauptmann freut sich jedesmal, wenn er seinen zahlreichen Gästen aus Krakau, aus Warschau oder aus dem Reich diese Gaststätte zeigen bart Mit nicht geringerer Freude erwähnt er bann auch daß gegenüber bem „Deutschen Hof" das ebenfalls neu hergerichtete Gebäude ber Stadtverwaltung liegt von bem aus bas nach bem Kriege von 14 000 nuf rund 33 000 Einwohner gewachsene Deutfch- Przemyfl geleitet wirb. Das ist ber erste Einbruck von biefer Stabt, ein unmittelbarer und sehr lebendiger Eindruck, so lebendig, baß ber Befucher schort mit den Problemen dieser Grenzstadt bekannt wird. Torpedoboote am Feind! Unter der englisch rn Käste zwei Fahrzeuge und zwei U-Bootsjäger versenkt. 22 Gefangene und den Union Zack eingebracht. 8nn RricgsbcritDler Kurt Parket. Die Brücke von Deutsch-przemysl Von Dr Wilhelm Cuypers. D u f a r e ft, 25. Ott. (DNB.) Der Legionärvolizei ist es gelungen, einen umfangreichen polnischen Spiostag'eapparat in Rumänien auszuheben. Sie durchsuchte am Mittwoch sämtliche ber ehemaligen polnischen Gesandtschaft gehörenden Häuser außer dem Gesandtschaftsgebäude und fand dabei weiteres Material über den Aufbau dieser Organisation und ihre Verbindungen zur englischen Gesandtschaft. Es ergab sich, daß der polnische Spionageapparat formell der Leitung des Intelligence Service für Rumänien unterstand, die in den Händen des englischen Militärattaches Nabb lag. Nabb hat vor einigen Tagen Bukarest verlassen, ebenso ist eme größere Zahl ber burch die bisherigen Untersuchungen schwer belasteten Polen inzwischen nach Jstan- ^^E^ist ^erwiesen, daß die polnische Organisation ihre Mittel aus englischer Quelle bezog, ebenso daß ihr technisches Material, vor allem die beiden Geheimsendestationen, von den Engländern stammt. Außerdem wurde festgestellt, daß eine Reche von offenbar belastenden Dokumenten in den letzten Tagen in die englische Gesandtschaft gebracht worauf. Es geschieht nichts! Mit einem Bootshaken reißt ein Besatzungsmitglied des deutschen Bootes die Flagge nieder. Sie fällt an Oberdeck des Torpedobootes. Der Kommandant des feindlichen U- Bootjägers macht sich an dem ochternen Wasserbombengerüst zu schaffen. Wenn er die Wasserbomben schärft und auslöst, werden beide Boote schwer beschädigt, vielleicht vernichtet. Auf eine Aufforderung, von bem Wasserbombengerüst fortzugehen, reagiert ber Engländer nicht. Auch nicht auf bie letzte Slufforberung, mit ben letzten Besatzungs- mitgüebern überzusteigen. Das Torpeboboot legt wegen ber 'Wasserbombengefahr ab. Aus hunbert Meter Entfernung vernichten einige weitere Salven bas Fahrzeug ganz. Don der Back bis zum Achterschiff brennend, sinkt es. Ein anderes Torpedoboot hat 12 Tommies bes zweiten U-Bootsjägers aus dem Wasser gefischt. Mit 22 Gefangenen fetzt der Verband feine Fahrt fort. Ihre Aussagen ergeben, daß es sich tatsächlich um U-Bootsjäger handelt. Eines ber 107- Tonnen-Boote ist noch nicht lange im Dienst. Als die deutschen Boote in den Morgenstunden wieder in ihren Hasen an der französischen Kanalküste einlaufen, können sie voller Stolz auf eine Nachtunternehmung blicken, die ebenso erfolgreich wie kühn war. Die tapferen Boote der deutschen Kriegsmarine haben den Gegner an der stark geschützten englischen Küste ge- stellt. Den Angriffsgeist der Torpedobootswaffe des Weltkrieges haben die kleinen Torpedojäger der ........ sie langen Winterabenden zu bieten. Die Stadtverwaltung hat an alles gedacht, um dieser östlichen Grenzstadt im großdeutschen Machtbereich die lebendigen Merkmale deutscher Arbeit und deutschen Fleißes zu geben. Vieles wurde in kurzer Zeit geschaffen, vieles wird noch in Angriff genommen Zu ben sichtbaren Erfolgen gehört auch die Einrichtung eines Elektrizitätswerkes, das in einer ehemaligen Synagoge entstanden ist. Da die Stadt van dem auf russischer Seite gelegenen Elektrizitätswerk mit Licht versehen wurde mußte schnell gehandelt werden. Die nach der Evakuieruna der Juden frei gewordene Synagoge wurde deshalb umaebaut unb nach fieben Wochen Bauzeit als Elektrizitätswerk in betrieb genommen. Inzwischen wurden noch ein Wasserwerk unb ein Kranke n b au s fertiggestellt. Der Dersonenbahnbaf hat vorerst noch örnniforifches Ausleben Der lauter» uwschl^aebabnhof. auf dem vor allem die russischen Poltatifmnaen umaelaben werden, ist inzwischen nnfitrt fertig geworben E'N zweiter Umlchlaaebabn- bnf für G-treihe usw. ist in ber Nähe Deutsch- Pr'omnils im Bau Die Stadtverwaltung gebt überall mit Schwung vnh Teamn ans "O-rk ^-iitlch-Nrremyll soll ftni^r Wwdruck h»r beuHrhen Machtbobeit an unser-r Ost- aren’e werden und damit zuakeich Garant für dia «t^kiicrtat J»er im Zu^e d->r Neuordnung Europas geschaffenen Grenzverbältnisse sein. ©fdrfnna ber ^ellunq be« ebrßoren Kaufmanns. Der Ausschuß für bas Recht bes Hanbelsstanbes unb ber Handelsgeichäste ber Akademie für Deutsches Recht hielt kürzlich eine Arbeitstagung ab. Der Ausschuß bat das Ergebnis feiner Beratungen über die Neugestaltung des Handelsrechts in Form von Leitlätzen lufammengefafct. Diese geben davon aus daß auch bei weitgehender Einarbeitung ber bisherigen hand-lsrechtlichen Vorschriften in ein allgemeines Verkehrs- unb Schulbrecht bes tu schaffenden Dolksgesetzbuches bie Natwendigkeit blei- ben wird gewisse nur bem kaufmännischen Verkehr eigene Bedürfnisse durch Sovdervorschristen zu regeln. Demgemäß hat es der Ausschuß als feine Aufgabe betrachtet, bie im heutigen Hanbelsqel-tz- buch enthaltenen Sondervorschristen auf ihre Re- formbebürftigfeit zu prüfen mit bem Hauptziel, die Stellung bes selbständig und selbstverantwortlich manbant hat bas Feuer eingestellt. Don bem feinblichen Fahrzeug hört er gellende Hilferufe: „Please help“. Er geht noch näher heran unb legt sich mit bem Dorschiff längsseits bes Hecks bes englischen U-Bootsjägers. Noch immer hört er die Hilferufe. „(Tome on Borb!", forbert er die Engländer auf, von ihrem brennenden Boot auf fein Fahrzeug überzusteigen. Zehn Mann, unter ihnen ein O:fi= Gchristiumspflege. . 23on Joachim K.rchner, <5dufd)rirftum?beauriraGtem. Die Woche des Buches erinnert uns immer wieder Daran, eine mie wichtige kulturelle Ausg-.ibe ber nationalsozialistischen Bewegung mit einer ständigen Überwachung und Prüfung unseres Schrifttums erwachsen ist. Die Partei hat im „Amt Schrifttumspflege", das dem Reichsleiter Rosenberg unterstellt ist, die zuverlässige Stütze zur Forderung und gesunden Entwicklung unseres nationalen Schrifttums erhalten. Die Dienststelle, bie feit acht Jahren ihre Tätigkeit mit einem großen Stab fast durweg ehrenamtlicher Mitarbeiter entfaltet, hat nicht nur durch den ständigen Wertungsund Ausleseprozeß ihres Lektorats an ber raschen Gesundung und dem Neubau unserer Literatur einen unbestritten großen Anteil; darüber hinaus ist ihre Arbeit im ganzen Reich auch durch praktische Maßnahmen unb Einwirkungen sichtbar geworben. Es sei erinert an bie zahlreichen Bücher- listen, die über Rasse. Bolkskunbe, Dorgeschichte, über England und ben Kampf im Osten, sowie über schöngeistige Schriften erschienen, ferner an die Schriftenreihe ber NSDAP., bie die zeitnahen Probleme aus den Federn unserer besten Fachmäner in billiger Form ber gesamten deutschen Öffentlichkeit barbietet, an die Jahresgut- ihren Fuß auf ben Boben des neuen Vaterlandes, das ihnen der Führer geschenkt hat. Ein Blick von biefer Brücke roeitum vermittelt ein bezeichnenbes Grenzerlebnis. Die etwa hunbert Meter entfernt liegenbe Straßenbrücke, die früher bie beiben Stabtteile Przemysls verband, wurde von den Polen auf ihrer Flucht gesprengt. Ihre zerstörten Spanten und Bogen werben vom rauschenden San umspült. An ben westlichen Enben ber Brücke unb auf beiden Seiten sind Stacheldrahtverhaue angebracht. Drüben sieht man den russischen Grenzsoldaten in seiner olivgrünen Uniform auf» und abgehen. Sonst ist auf bem jenseitigen Ufer nicht viel zu sehen. \ Die Russen haben die meisten Häuser der anbe- ren Uferstadt räumen lassen, nur selten sieht man ein Auto ober einen Fußgänger. Auf der Burgruine neben bem Hügelwald flattert eine verblichene Fahne Man vernimmt kaum ein Lebenszeichen auf der ganzen anberen Uferfeite — außer dem Gestampfe ber anroUenbe Züge. Auf unserer Seite, entlang ber schönen Kastanien- alles, herrscht reges Leben. Man begeanet Zivilisten unb Solbaten, bie ihren gewohnten Userspaziergang machen. In direkter Nähe des San mit dem Blick auf ben russischen Stabtteil liegt bas stets gut besuchte Theatercafe, in besten Nähe bas Grenz- Ian b tb e a t e r Deutsch-Przernysl ersteht. Hier wirb demnächst das Ensemble des Deutschen Theaters aus Krakau Gastspiele geben. Die zahlreichen Soldaten in der Stadt werden eifrige Zuschauer sein. Im gleichen Gebäude sott ferner ein Kino eingerichtet werden, um Unterhaltungen für Mußestunden in d*In^der sogenannten „Polnischen Flüchtlingshilfe fand man außerdem eine große falsch er- zentrale. Man entdeckte dort bei der Durchsuchung, daß noch eine zweite englische Zentrale eriftieren muß und das die Spuren tn die englische Gesandtschaft führen. Man fand ferner tn einem ber Häuser Vorarbeiten zum Druck mehrerer gegen Deutschland und vor allem gegen bie Persönlichkeit bes Führers gerichteter Propaganbabroschuren. Inzwischen sinb rund 100 Polen darunter 30 Mt «lieber ber sogenannten „polnischen Gesanbtschaft verhaftet worben. Die Spionagetahgteit roar gegen Deutschlanb unb gegen Rumänien gerichtet. Der frühere polnische Marschall 91p b ^-Sm i g 11), der durch bas bei ber ÜIuMuna der P°M*tn Spionaqeorflanifation qefuniene Miterml belastet mar ift «eitern mehrere M->le vernommen und beute verhaltet worden. Er befanb sich zuletzt auf einer kleinen Besibunq in dem A^^unrt Bezirksstelle Wetzlar, Nauborner Straße 148, Tel. 2344 GH Kaufmann ftls-tas | Empfehlungen WIR SUCHEN für unsere Orts Verwaltung Gießen einen KASSIERER aus 1801 D Ira Außendienst Propagandamittels tisch. [03612 der NSDAP. Stadttheater Hausfrau,begreife: ■ATA spart Seife! finden tüchtige Arbeitskräfte eine gute Dauerexistenz durch Verbreitung eines in die Kriegspropaganda eingeschalteten An jedes Waschbecken ge hört e i ne Flas ehe ATA. ATA ist beim Reinigen stark beschmutzter Hände (allein oder in Verbindung mit etwas Haust gehilfin für Geschäfts- haushalt sofort gesucht. [48iiD Frau Herzog, SelterSweg 34. Nach einmonatiger Probezeit wird bei Bewährung Festanstel! un^ mit Garantieeinkommen geboten.Fahrtkosten werden erstattet. 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Oktober Nr. 254 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) ehr t // mit irau Arterienverkalkung er ’nk ^8 8034 itr.39 2980 MV adt itttb sehr jener ächte ilibeti wecks •etion ;,Nov ,21.00 viile ,21.00 t7«l A IM! lend jngrn. lüerf. r. 3.60- irk. rau. . are us- urch. ift flöt s«mV die Medizin und über den Humor in der ärztlichen Praxis, über die Liebe und sonst allerlei: man sieht ihn auch als Mikrobenjäger, und die Mikrobe, nach der er leider erfolglos jagt, ist die Mikrobe der menschlichen Dummheit: man sieht ihn sogar vor dem ärztlichen Ehrengericht, leider auch ohne Erfolg: man vernimmt die Geschichte vom Blinddarm und die Geschichte von der Nachtwache, die wirklich erstaunlich ist, und man hört auch die schreckliche Geschichte des unschuldig verurteilten und dennoch Hingerichteten Mörders Shunderson. Mit dieser schauderhaften Mordgeschichte schließt sich der Ring, rundet sich der Rahmen: in Bild 6 kehrt Götz zum Ausgangspunkt zurück, zu Hiob nebst Frau Gemahlin, zum zertrümmerten Auto und dem dicken Baum, zu der menschlichen Dummheit und zum merkwürdigen Zufall. Welch ein Stück, welch eine Fülle von Einfällen, von Pointen, von Unbekümmertheit, von Witz und Schlagfertigkeit, — dem Zuhörer wird manchmal himmelangst, wie Götz dies alles zu einem guten, theatergerechten Ende bringen werde. Er bringt es aber, und es spricht für die von Herrn Geißler geleitete Aufführung, daß sie sich im blassen Erinnerungsbilde des Besuchers neben jener Aufführung vor sieben Jahren • sehen und hören lassen konnte, in der doch Götz unter anderem den nicht aufzuholenden Vorsprung hatte, daß er die Funktionen des Autors, Spielleiters und Hauptdarstellers in einer, seiner Person vereinigen konnte. — Die hübschen Bühnenbilder (Herr Löffler) waren dem wechselnden Klima der Szene geschmeidig an- gepaßt. * Fm Mittelpunkt des glatten, sauberen, sorgsam poinierten Spieles stand Herr Joachim Ernst in der Rolle des Hiob und des Sherlock Holmes zugleich, was ihm sichtlich selbst Spaß machte: ihm liegt Götzens Art, er jonglierte aui liebenswürdige und oft entwaffnende Weife mit- dessen witzigem, scharfsinnigem, blank poliertem Dialogstil, fitlbe Heinrich war die scharmante und temperamentvolle Patientin und spätere Gemahlin Hiobs, die Violetta heißt, aber nicht aus Barcelona, sondern aus Halle an der Saale stammt. Herr Geiger machte aus dem wiedererstandenen Herrn Shunderson einen unheimlich-komischen Revenant, eine gespenstig-heitere Lustspiel-Marionette. Herr Schewe, erst Watson, dann Professor Nack, brachte mit Zu der vorn Reichspropagandaministerium in dec Zeit vom 27. Oktober bis 3. November d. I. ver« anstalteten „Woche des Deutschen Buches" hat dec Reichserziehungsminister die Nachgeordneten Behörden der Schulverwaltung ersucht, die Propaganda für das deutsche Buch nach Möglichkeit zu unterstützen. Insbesondere soll auch im Unterricht dec Schulen in Anknüpfung an die in der Buchwoche durchgeführten „Herbstoeranstaltungen für das Deutsche Schrifttum" in geeigneter Weise auf das Buch in seiner Bedeutung für Volk, Beruf, Heimat und Familie eingegangen werden. Ein weiterer Erlaß des Reichserziehungsministers verweist darauf, daß der „Tag der deutschen Hausmusik" in diesem Jahre am 19. November stattfinden soll. Der Minister bittet, diesen Tag in den Schulen wiederum eindrucksvoll zu gestalten. genau zu betrachten und um ihm einen Kuß zit geben. In seinem Gesichtchen stand das große Nicht- verstehen, daß nun mit einem Male ein Gesicht da war, das ihm fremd sein mußte: ein braungebranntes Gesicht mit großen brennenden Augen. Er schien mich zu prüfen. Ach, es dauerte so lange, bis er sich entschieden hatte, mich anzuerkennen. Es zuckte um seinen Mund, er wollte lächeln, er versuchte es immer wie. der: bis auch ich lachte: nun war alles gut. Ec wußte noch nicht, daß ich sein Vater bin, vielleicht aber spürte er, daß ich ihn unendlich liebe, daß in uns das gleiche Blut fließt, baß uns etwas Geheimnisvolles verbindet. Das, ja, das muß auf ihn über» geströmt fein, als er ganz fest, feine kleine Hand auf die meine legte und „Dada" sagte. Nein, er wußte noch nicht, daß ich sein Datec bin. Doch es war köstlich, dieses Wort zu hören: zu wissen, einen Sohn zu haben. Ich küßte ihn ganz leicht auf die Stirn, da fuhr seineHand empor, er hatte meine Haare erwischt, mit beiden Händen griff er nun hinein und strahlte über sein liebes Gesicht, er jauchzte hellauf und patschte in meine Haare, daß ich ihn schnell losgurtete und aufnahm. Das war, als ich ihn gestern wiederfah. Heute liegt er vor mir in feinem Wagen. Seins Augen strahlen mich an, er kennt mich ganz genau, er hat auch keine Angst mehr vor der Uniform. Wenn ich meine Hand ausstrecke, dann legt sich ein winziges warmes Fäustchen hinein. Wir sind gerade von einem Spaziergang zurückgekommen. Mutter macht fein Esten, ich muß warten, denn er geht ja vor. Ich muß aufpasten, daß er sich nicht im Wagen aufstellt. Er denkt nicht daran. Er strahlt, mich an und hat meine Hand fest umklammert, als wolle er sie nie mehr hergeben. Lieber, kleiner Sohn! Ich habe ja noch fünf Tage Urlaub, die wollen mir beide ausnutzen. Dann gehe ich wieder. Du wirst erstaunt fein, daß der große Mann plötzlich nicht mehr da ist, vielleicht wirft du auf die Türe sehen, ob er nicht hereinkommt, um den Kopf zu beugen, daß du mit seinen Haaren spielen kannst, dann wirft du ihn vergessen, denn du bist ja noch so klein, daß du die Wirklichkeit nicht von einem Traume unterscheiden kannst. Eines Tages aber werde ich wieder bei dir sein. Dann ist wieder Frieden, und ich gehe nie mehr von dir fort. Komm', lächle, Sohn, ich bin noch so lange bei dir. --------*• ich meine: „Vielen Dank, Präsident, das war's, was ich einmal hören wollte, und was ich brauche für meinen weiteren Kampf für Sie und Ihr Volk und Ihre gerechte Sache!" Da erhellte sich wieder fein finsteres Gesicht.-- „Kitchener hatze die sogenannten ,Kaprebel- fen‘ erschießen lassen, Männer englischer Nationalität, die mit dem Herzen jedoch Buren geblieben waren und nun, während des Krieges sich auf feiten der Buren stellten. Der greife Präsident wollte gegen diese grausame Handlungsweise einen flammenden Protest erlassen, der in dem Gedanken ausklang, daß die Volkszugehörigkeit über die des Staates gehe. Aber wer sollte diese Mitteilung in Europas Presse bringen? Man riet hin und her, als plötzlich Krüger ausrief: „Lat doch die per- mantige dominee von Berlin körnen!" (Laßt doch den impertinenten Pfarrer aus Berlin kommen!) Ich überarbeitete feinen Protest gegen Kitchener und gab ihn an alle führenden Blätter Europas. „In Präsident Krügers« Gesellschaft in Utrecht in Holland", führt Sch 0 walter weiter aus, „weilten ständig fein Privatsekretär H. C. Bredel! und Piet G r 0 b l e r, der frühere Polizeipräsident von Pretoria. Beide hatten über Krügers Leben Auszeichnungen gemacht, mit dem Gedanken, diese später herauszugeben. Wir sprachen von der Herausgabe, unter der Bedingung, daß sie eingehend überarbeitet werden müßten. Wer käme dafür in Frage? Die Herren sahen sich an, sahen auf Ohm Krüger. Dann kamen sie schließlich zu dem Entschluß, die Ueberarbeitung und Herausgabe der Lebenserinnerungen Paul Krügers mir zu übertragen. Gerne willigte ich ein. So geschah das beinahe Unglaubliche, daß die Memoiren des großen burischen Freiheitskämpfers und letzten Präsidenten der Burenrepublik Paul Krüger zuerst in Deutschland und in deutscher Sprache herauskamen. Das Buch ist in etwa ein Dutzend Sprachen übertragen worden und wurde ein Welterfolg auf dem Büchermarkt. „Ohm Krüger selbst legte kein sonderliches Interesse dafür an den Tag. Jede Frage, jede Antwort schien ihm zuviel. Das war mir ja begreiflich, denn es waren die Tage, die Leid um Leid über den alten Mann brachten. Das unglückliche Ende des Krieges stand bevor. Es kam der niederdrückende Bericht von S m u t s, der einmal als Bure auf Burenseite kämpfte und heute fein Volk auf das gemeinste verraten hat, über die Internierung von 26 000 Burenfrauen und -kindern in Konzentrationslagern. Es kam die Nachricht von dem erfolg« losen Werben einer Burendeputation, die man hinaus in die Welt geschickt hatte, und es kam dis Nachricht vom Tode seiner Frau in der fernen Heimat. Am liebsten wäre mir der große Mann durchgebrannt oder hätte mich bei Kopf und Kragen gepackt und rausgeschmissen! „Wenn es um bedeutsame Fragen seines politis schen Kampfes ging, schien er für kurze Zeit mit Interesse bei der Sache zu fein. Aber drang ich dann auf feine Jugendzeit ein ober wollte ein paac seiner berühmt gewordenen Jagdabenteuer von ihm allen seinen Schichten und Altersklassen weiß und beherzigt: Auch das Meer ist deutscher Lebensraum. Seit der Machtübernahme ist der Umschlag der deutschen Häfen stetig gestiegen. Die deutsche Handelsflotte stand am I.Juli 1938 an fünfter Stelle in der Reihe der schiffahrttreibenden Länder der Welt. Im Weltschiffbau gelangte Deutschland an die zweite Stelle (nach England). Die nationalsozialistische Staatsführung hat nicht nur einen gewaltigen Aufschwung der inneren deutschen Wirtschaftskräfte, sondern überhaupt eine stärkere Stellung des Reiches im Welthandel herbeigeführt und eine aufblühende Seegeltung entfaltet. In einem solchen Dolksstaat nimmt der Arbeiter selbstverständlichen Anteil an allen Errungenschaften der Nation. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" gibt ihm Erholung auf unvergeßlichen Seereisen und läßt ihn das Meer als Brücke zu den Völkern und Gütern der Welt kennenlernen und erleben. Gegen diese ganze Entwicklung aber wandte sich England mit seinem Druck auf Rohstoff- und Absatzmärkte und mit der Blockierung jeder friedlichen Aufbautätigkeit Deutschlands. Das Reich mußte sich wehren — und es wehrte sich kraftvoll und klug! Durch seine wirtschaftliche Umstellung begann es bereits im Frieden mit der Abwehr des englischen Boykotts; es machte sich blockadefest. Als England den Krieg vom Zaune brach, unterschätzte es die Stärke und Bedeutung der von jungem Leben erfüllten deutschen Volks- und Wehrkraft und Die Hauptsache ift heute nicht, ob uns ein guter Freund in einem neuen oder in einem alten Anzug besucht, die Hauptsache ist, daß es der gute Freund wie bisher ist. So ist es auch mit Erdal. Es kann nicht immer in seiner schmucken Blechdose kommen. Teilweise hat es ein bescheideneres Kleid an: dis Nachfüllpackung, weil wir an Blech sparen wollen. Die Nachfüllpackung setzt man einfach in die leers Erdaldose ein. Es darf auch eine größere Dose sein, ja man kann sogar zwei oder drei Nachfüllpackungen in eine große Dose entleeren, denn dis Masse sitzt nur locker, damit sie leicht umgeleert werden kann. Man drückt sie bann mit einem alten Messer ober dergleichen gut in die leere Dose ein und hat immer das altbewährte Erdal. 4810V, „Woche des Buches" und Tag der Hausmusik" in den Schulen. liete! % rein piel. 10.75 5 Uhr Durch den Tobis-Film „Ohm Krüge r" rückt uns das Leben des großen Burenführers und südafrikanischen Staatsmannes wieder nahe. Da ist es interessant, sich mit dem Superintendenten Dr. August Schowalter zu unterhalten, der Ohm Krügers Lebenserinnerungen niederschrieb. Zur Zeit des Burenkrieges war der „Pastor Schowalter" eine der volkstümlichsten Persönlichkeiten in Deutschland, denn er sprach in vielen Versammlungen für die Buren, denen das deutsche Volk in ihrem Schicksalskampf helfen müßte. „Am 19. Januar 1902 stand ich", — so erzählt Dr. Schowalter, — „zum ersten Male in meiner Eigenschaft als Leiter des Deutschen Burenhilfsbundes dem greifen Burenführer Ohm Krüger gegenüber. Diese Stunde ist unauslöschbar in meiner Erinnerung haften geblieben. Ohm Krüger war ein Riese von Gestalt, ein Mann, der Bärenkräfte besaß, und dem man es gerne glaubte, daß er in seiner Jugend einmal mit einem wilden Büffel im Sumpf gerungen hatte! Er war Mitte der Siebzig, ganz in Schwarz gekleidet, und. um den Hals trug er, nach Art der alten Kapbauern, ein schwarzes Halstuch. Daß ihm ein Daumen an feiner wuchtigen Hand fehlte, bemerkte ich sofort. Später hat er mir erzählt: Er verletzte sich als Junge am Daumen, und die Wunde wollte nicht heilen. Sie wurde immer schlimmer. Da nahm er sein Taschenmesser und schnitt sich einfach den ganzen Daumen ab! „Bei einem späteren Besuch bei Ohm Krüger", erzählt Schowalter weiter, „richte ich an ihn die Frage": „Hat Sie nicht Ihr starkes Selbstvertrauen daran gehindert, einen Weg zu finden, der diesen Krieg mit England hätte vermeiden können?" Ich ahne nicht, mit dieser Frage an einen wunden Punkt gerührt zu haben! Der Riese schlägt mit seiner Faust auf den Tisch, daß es nur so dröhnt, sieht bald wütend auf mich, bald auf feine Umgebung und fragt: „Wat zegt de Kerl?" (Was sagt der Kerl?) Und dann, als strömten die Zambesi- fälle, sprudelt's aus seinem Munde, was er alles getan habe, um diesen Engländern entgegenzukommen. Aber je mehr er ihnen anbot, um so mehr wollten sie haben! Reichte er ihnen den Finger, so wollten sie die ganze Hand! Und da habe er eben Schluß gemacht und zu den Waffen gegriffen! Dann lehnt er sich, schwer atmend, in seinen Sessel zurück, sieht mich noch einmal sehr böse an. Aber Aus Ohm Krügers Erinnerungen Ihr Herausgeber erzählt vom Freiheitskampf der Buren. Don A. (£. Locher. ,21.00 »rann „17.80 „20-80 nie inne* eiter niie. 1. unt GZ. Das Publikum unterhielt sich angeregt und dankte freundlichem Applaus. Hans Thyriot. Deutschlands Seegettung. Die Auseinandersetzung zwischen den beiden gro= gen germanischen Völkern bewegt uns zu der Frage: Wie ift es denkbar, daß die großzügigen Friedensangebote des Führers so rundweg von England ab-- gelernt wurden? Läge es nicht auf der Hand, dem stark industrialisierten Deutschland, das ja ohne Ver- mirflid)ung einer ihm zukommenden Seegeltung am Ueberfchuß eigener Arbeitsleistung ersticken müßte, dieses Recht — dem kein Weltherrschaftsstreben beigemischt ist — neidlos zuzubilligen? Hat nicht zudem dieses typische Veredelungsland im Herzen Europas wie kein anderes zum Fortschritt der Welt beigetragen? Hätte das von veralteten, egoistischen Grundsätzen geleitete Albion die Zeichen der Zeit erkannt und wäre es sich seiner Verantwortung als Großmacht bewußt gewesen, so hätte es sich nicht dem oft wiederholten Wunsche des Führers auf Abgrenzung der deutschen und der englischen Jnter- esien auf dem Erdball blindlings versagt. Der gesunde Menschenverstand, auf den sich gerade England immer wieder berufen hat, sagt: Für den Frieden der Welt bietet dasjenige Volk sichere Gewähr, das, wirtschaftlich und polittsch stark, in einem Raume lebt, der es ausreichend mit den lebensnotwendigen Rohstoffen versorgt. Ein erbitterter Gegner Deutschlands, der britische Staatsmann Lord P a l m e r ft 0 n (f 1865), glaubte seiner Zeit noch selbstsicher und herausfordernd im Parlament aussprechen ju können: „Die Deutschen mögen den Boden pflügen, in den Wolken segeln ober Lustschlösser bauen; aber nie seit Beginn der Zeiten hatten sie den Genius, das Weltmeer zu durchmessen oder die hohe See oder auch - nur die Küstengewässer zu befahren." Er rechnete mit einem zeitgenössischen Partner, der fein Küstengebiet nur als Grenze, nicht als Tor der Welt betrachtete und der deshalb von der Entwicklung zur Weltmacht ausgeschlossen wäre. Aber trotz der englischen Quertreibereien und Widerstände erstand das Reich Bismarckscher Prägung mit seinem begründeten Anspruch auf See- und Weltgeltung. Eine achtunggebietende Flotte wurde geschaffen und übernahm den machtvollen Schutz des deutschen Industriestaates, der in seinem Bestehen und seiner Entwicklung auf Einfuhr und Ausfuhr über See angewiesen war. lieber den ganzen Erdball breitete sich deutsche Seegeltung aus. Dem sich einenden fleißigen deutschen Volke stellte sich das um seine Vorherrschaft besorgte, von krassem Handelsneid erfüllte Großbritannien entgegen: es entfachte den Weltkrieg. Trotz feiner militärischen Siege brach das militärisch auf allen Fronten siegreiche Deutschland zusammen, weil es im meerbeherrschenden England nicht den eigentlichen Gegner erkannt und demzufolge nicht seine im Frieden bewährte, voll einsatzbereite Flotte rechtzeitig und kraftvoll zum Einsatz gebracht hatte. Nach den schweren Jahren des Niederbruchs und der Verzweiflung kam — gerade noch im letzten Augenblick — der Frontkämpfer Adolf Hitler an die Macht. Er rettete Deutschland, machte es einig und stark und suchte einen friedlichen Ausgleich mit England. Doch dieses, vom unbedingten Weltherrschaftswillen erfüllt, erblickte wiederum in Deutschland, ja im aufstrebenden nationalsozialistischen Volksstaate in noch höherem Maße den Rivalen, den es niederhalten müß^e. Es bestritt dem Groß- deutschen Reiche freies Recht auf den Meeren, auf die ihm kraft feiner stolzen Vergangenheit und seiner Leistungen zukommende Seegeltung und erklärte ihm am 3. September 1939 den Krieg. Jeder gilt zunächst als das, was er aus sich macht. Solange ein Volk selbst die See und ihre Bedeutung nicht begreift, solange im eigenen Lande die Notwendigkeit der Seegeltung für die eigene Wirtschaft — und einer Flotte als Träger der Beziehungen nach lleberfee und Schutz der lebensnotwendigen Rohstoffzufuhr — nicht von jedem Staatsbürger verstanden wird, darf niemand erwarten, daß feine Ansprüche in lleberfee erfolgreich durchgesetzt werden können. Seit dem Ende des Weltkrieges und besonders seit dem gewaltigen Emporstreben unter Adolf Hitlers Führung haben wir eine vertiefte Erkenntnis von der See bekommen: Enaland hat uns durch das Diktat von Versailles gelehrt, wie notwendig Seegeltung für unser Bestehen und unsere Zukunft ist. Das deutsche Volk in grimmigem Humor seinem Freunde Holmes (Hiob) das Stichwort. Frau S t i r l hatte mit ihrem Töchterchen Antonia einen kleinen lustigen Extraerfolg. Vom Ensemble taten sich ferner die Herren Reuter, E r l e r und Schneider-Facius hervor. die Genialität Adolf Hitlers, der — wie es ein Ausländer bewundernd zum Ausdruck brachte — mit der einen Hand kämpft und mit der anderen die Zukunft des Großdeutschen Reiches und des aus seinen unnatürlichen Spannungen befreiten europäischen Kontinents planend ordnet. Diese Selbsttäuschung wird dem britischen Jnselreich zum Verhängnis gereichen! Der im wahrsten Sinne englische Krieg zeigt — im Gegensatz zum Weltkrieg — bei uns engstes Zusammenarbeiten von Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe, unter Ausnutzung der jedem Wehrmachtsteile entsprechenden Möglichkeiten und Mittel. Die junge deutsche Kriegsmarine ist zahlenmäßig zwar noch recht klein, da sie, zu lange durch die Versailler Fesseln behindert, erst 1935 mit ihrem zeitgemäßen Ausbau einsetzen konnte. Und doch — welche gewaltigen Leistungen sind ihr, im Verein mit der Luftwaffe, bei dem Kampfe gegen den Feind einer wirklichen Freiheit der Meere zu verdanken! Sie erweist sich als ein unentbehrliches Machtorgan unseres Großdeutschen Reiches und wird für Deutschlands Seegeltung und seine Zukunft als Weltmacht immer ein ausschlaggebender Faktor sein. Der siegreiche Ausgang dieses Krieges verbürgt die Verwirklichung Großdeutschlands über See. Die Erkenntnis, daß auch das Meer deutscher Lebensraum ist, bedeutet jedem Deutschen Ruf zur Mitarbeit und zwingende Verpflichtung. Seegeltung ist Weltgeltung! RDS. Wiedersehen mit meinem Sohne. Don Soldat Ernst Heyda. Ich hatte ihn seit Ostern nicht mehr gesehen. Als ich ihm damals den letzten Kuß gab, war es spät am Abend gewesen; er hatte fest geschlafen, wir standen lange vor seinem Bettchen, um ihn anzusehen. Nun, nach ein paar Monaten, die in der Fülle der Geschehnisse Jahren glichen, mar er schon zehn Monate alt. Aus vielen Briesen wußte ich alles von ihm, jeder Tag war mir aufgeschrieben worden, viele Bilder hatten oft in langer Reihe vor mir gelegen: Trost und Hoffnung zugleich. Als ich bann die Tür öffnete, leise und heimlich und aufgeregt, da sah ich ihn in seinem Bettchen stehen. Er war angegurtet und stand wirklich aufrecht,. das Gesicht nach einem Spiegel gewandt, vor dem das Bettchen stand. Noch sah er mich nicht. Der Teppich dämpfte das harte Hallen meiner Nagelschuhe, ich ging ganz nahe, um ihn anzusehen. Er hielt sich mit der linken Hand am Gitter fest, die winzige Rechte patschte gegen sein Spiegelbild. Wie war er groß geworden! Als ich damals gehen mußte, hatte er kaum Haare gehabt. Nun lag ein blonder Kranz über seinem Köpfchen. Die Mutter hatte sie zur Feier des Wiedersehns sorgsam gebürstet. Ueber den Ohren waren sie dicht und sehr lang. Sein Gesichtchen, das ich im Spiegel so klar sehen konnte, veränderte seinen Ausdruck. Er hatte den fremden Mann entdeckt, der da mit einem Male hinter ihm stand. Oder vor ihm, denn er drehte sich nicht herum, die kleine Hand horte auf zu schlagen, es zuckte um seinen Mund. Da ging ich ganz nahe zu ihm und streckte meine Hand aus. Er wandte sich um und sah mich an. Ich kniete nieder, um ihn wissen, weil ja auch solche Geschichten in dem Le^ bensbuch eines Paul Krügers nicht fehlen durften, da war es wieder aus mit dem Frieden! „Wozu wollen Sie das haben?" entgegnete er mir bann mit verfinsterter Stirne. „Das liegt boch so ferne und ist heute so unwichtig!" Mit Mühe unb Not habe ich ihm aber doch ein paar tollkühne Jagdabenteuer abgerungen. Er war ein ausgezeichneteiZ Reiter unb Schütze, unb fein Draufgängertum und Mut kannte keine Grenzen. Als bas Manuskript fertig war, würbe ber Frieds von Vereenijging geschloffen. Krüger mürbe zunächst die Rückkehr in seine Heimat untersagt; man stellte ihm jedoch anheim, sich eine Genehmigung zu erbitten. Doch dazu war der alte Lowe zu stolz. — Dr. Schowalter erinnerte noch an seine letzts Begegnung mit Ohm Krüger: „Das war zu Anfang des Jahres 1903 in Utrecht. Eine meiner letz« fen Fragen, die ich an ihn richtete, war, ob er nun, nach all' den bitteren Ereignissen seinen Glauben unb seine Hoffnung auf bie Selbständigkeit und das Wachstum seines Volkes begraben habe? „Nie unb nimmer", hat er ba geantwortet, „ich bin heute sicherer als je, baß mein Volk eine große Zukunft hat! Ich kann nicht bis ans Enbe sehen", babei beutete er auf seinen ausgestreckten Arm, „bis hierher", er zeigte an seinen Muskeln, „sehe ich die Freiheit meines Volkes. Das weitere werden die anderen sehen, wenn ich längst nicht mehr bin!" Gießener Stadttheater. Curt Götz: „Dr. med. Hiob Prätorius". „Dr. med. Hiob Prätorius, Facharzt für Chirurgie unb Frauenleiden", eine Geschichte ohne Politik, nach alten, aber guten Motiven neu erzählt: dies ist der langatmige Titel eines kurzweiligen Stucks, das vor sieben Jahren vom Autor persönlich bei uns zum ersten Male präsentiert würbe, und es ist so beschaffen, baß man es mit Vergnügen zum zweiten Male erlebt, zumal man mittlerweile über wichtigeren Dingen alles wieder vergessen hat, was darin vorkommt. Es kommt in ber kurzen Zett von zwei Stunben überraschenb viel dann vor, und hinterher, auf dem Heimweg, wunbert man W wie wenig eigentlich passiert. Daß man sich ^otzbem nicht babei langweilt, im Gegenteil, ift Curt Götzens Verbienst, der zu ben llebenswurbigsten Autoren ber beutschen Bühne gehört. Man könnte sagen, baß es ein Kriminalstück sei. Das wäre ein Vorzug, aber es ift zu wenig. Denn dieser „Hiob" ist außerbem auch em Rahmenstuck (wie es, häufiger, Rahmenerzählungen gibt) Der Kriminalfall, bei besten Erörterung sich Gotz für seinen Titelhelden ber Maske bes seligen Sherlock Holmes bebient — sie steht ihm gut , f den Rahmen, Bild 1 und 6. stellt ich zwar dabei heraus, baß es sich gar nicht um einenft minalsall hanbelte, als ber Herr Doktor nut sein r Frau statt in bie Oper gegen einen dicken Baum fuhr — sonbern um einen Zufall, aber ersten entwickelt sich baraus eine nicht uninteressante Theorie über bas Wesen bes Zufalls und ber Xrf - chk im Leben und auf ber Bühne zweitens merkt bie Boaeschichle unb Analyse des Falles zu ent- wfcke?n fondern auch sonst allerhand loszuwerden. was er gerade auf dem ^Herzen hat. ÄänmirM Vorlesung halten Über und hoher Blutdruck mitHerzunruhe, Echwindelgefühl,'^Iervosttät,Ohreo« sausen, Zirkulationsstörungen werden durch Aniiskleroshi wirksam oe» kärnpft.Enchält u. a.Blutsalze und Äreislaufhormone.Greift die Beschwer, den von verschobenen Nichtungen her an. Packung 60 Xabi. Jl l-&> Apotheken. Hochinteressante Aufklärungsschrift liegt ,eder Packung bell . erb. ran nung ie 181) 1, aus» ir. W. eferent 11m für ilöung, ichen, lenes] Prim. iife iscb, unb atik? 1. mit. ,(5V1 bTT" Aus der Stadt Gießen. Herbst. Von Anton Holzner. Bodenkundliche Ertragsforschungen in Gießen. Interessante Ergebnisse auch bei Blut-Ltntersuchungen. Alle Jahre vollzieht sich dasselbe Naturgeschehen. Im Herbst gibt die Natur ihre letzten Früchte ab. Das Laub wird gelb und fällt. Die letzten Herbst.blumen blühen. Milde Tage werden von den letzten wärmenden Strahlen der ihre Kraft verlierenden Sonne verklärt. Dazwischen fegen Herbststürme durch das Land und breiten frostige Schauer aus. Herbstnebel hüllen die Landschaft in einen eigenartigen geheimnisvollen Schleier. Die ganze Natur legt sich allmählich zur Ruhe. Der Mensch bewundert alle Jahre aufs neue dieses Naturgeschehen. Er nimmt zwar voll Bedauern vom Sommer und seinen Gaben Abschied. Er weiß aber, daß er sich dem Kreislauf des Jahres nicht entgegenstemmen kann und nimmt deshalb auch voll Bereitschaft und Dankbarkeit die Früchte des Herbstes entgegen. Glücklich erntet er alles, was Gärten, Felder und Weinberge zur Reife gebracht haben. Bewundernd genießt er die bunte Pracht der herbstlichen Landschaft. Dankbar sonnt er sich in den letzten Strahlen der Herbstsonne. Freudig atmet er.die klare Herbstluft ein, die ihm an manchem schönen Herbsttag noch den Blick in weite Fernen öffnet. Besinnlich sucht er die Sprache der Herbststürme, den Nebel und das Rauschen des fallenden Laubes zu verstehen. Dor allem aber sucht der Mensch im Herbst ein Symbol seines eigenen Lebens zu sehen. Menschliches Denken und Menschenkunst haben zu allen Zeiten Herbst und Alter verglichen. Allzu leicht geht der Mensch am Alter achtungslos und gleichgültig vorbei. Der Herbst der Natur vermag oft den Reichtum des Alters für den Menschen zu enthüllen. Wenn wir im Herbst die welken Blumen und das fahle Laub sehen, denken wir unwillkürlich an die frische Pracht des Frühlings. Wenn wir aber in das runzliche Antlitz eines alten Mütterleins schauen, vergessen mir allzu oft, daß dieses Gesicht auch vor nicht allzu langer Zeit in blühender Jugend erstrahlt ist. Wenn wir einen gebeugten Greis erblicken, denken wir vielfach nicht.daran, daß dieser Körper vor wenigen Jahrzehnten noch von strotzender Jugendkraft erfüllt war. Und doch trägt so manches greise Frauenantlitz noch deutlich sichtbar den Glanz vergangener Jugendschönheit an sich und sieht man die Kräfte der entschwundenen Jugend noch kar aus manchem Greise leuchten. Die Gaben des Herbstes wurden von den ganzen Kräften eines Jahres, vor allem vom Frühling und Sommer zur Reife gebracht. Das Alter wurde von den Kräften und Einflüssen eines ganzen Lebens geformt. Wie ein vollgeschriebenes Buch kündet das Aussehen des Alters von diesem ganzen verflossenen Leben. Das edle Anllitz mancher Greisin erzählt, wieviel Schönes und Gutes sie in ihrem ganzen Leben empfangen und gespendet hat. Das zerfurchte und zerknitterte Aussehen manches alten Menschen läßt es ahnen, wieviel Stürme, Nöte und Enttäu- schrmgsn, wieviel Leid und Bitterkeit das Schicksal diesem Menschen aufgebürdet hat. Wir müssen nur immer In stiller Ehrs'ttrcht das zu erspüren versuchen, was die Runzeln des Alters uns zu sagen haben und dürfen uns nicht oberflächlich damit begnügen, daß das äußere Bild des Alters eben nicht jugendfrisch sein kann. Wir müssen uns angewöhnen, das Alter als ein Naturgeschehen wie den Herbst zu betrachten. Das Welken und Vergehen der Nutur im Herbst kann den Menschen nicht zu sinnlosem Jammer und loser Traurigkeit verführen. Das Naturgeschehen sagt ja dem Menschen, daß immer aufs neue ein Frühling mit seiner Blütenpracht wiederkehrt. Der Mensch zwar blüht nur ein einziges Mal. Sein Leben geht aber trotzdem mit dem Herbst des Lebens nicht zu Ende. Sein Leben, das so unendlich kostbarer ist als das Leben der Pflanze, führt auch in eine Ewigkeit. Der Tod ist ein Naturgeschehen, das nicht Ende des Lebens, sondern Uebergang zu neuem, ewigen Leben bedeutet. Freilich wie das welke Laub und die vergilbte Blume nicht wieder in derselben Form lebendig werden und nicht wieder als dasselbe Blatt und dieselbe Blume einen neuen Frühling erleben kann, so erwacht der Mensch auch nicht in derselben Form vom Tode, um dasselbe Leben nochmal zu beginnen. Der Herrgott hat vielmehr über das Fortleben nach dem Tode einen ^«»Kilometer St'eBe Roman von Olly Boehetm 11. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Anni", rief er, „unser Hotelzimmer wartet auf uns. Ich bin dafür, ehe wir uns hinausschmeißen lassen, legen wir uns einfach zu Bett." „Du bist verrückt!" „Im Gegenteil, mein Sherlock-Holmes-Instinkt sagt mir folgendes: Erstens: Das Zimmer hier wird nicht benutzt. Das Bett sieht unbeschlafen aus. Der liebe Gott hat es eigens für uns arme Autobrüchige reserviert. Zweitens: irgend etwas stimmt hier nicht. Ein Bauer läuft nicht mitten in der Nacht aus dem Haus." „Du meinst also?" „Daß der Bursch Holz flaut oder Fallen stellt, kurz, irgend etwas treibt, wobei er das Tageslicht scheuen muß. In solchen Fällen sind Fremde selten willkommen. Ehe wir uns also einem Hinausschmiß aussetzen, schlage ich vor, wir nehmen das Gastzimmer vom lieben Gott an. Kommt der Bursche zurück, kriecht er in seine Federn und entdeckt uns überhaupt nicht." „Ich bin wie gerädert vor Müdigkeit und klappere vor Kälte", sagte Anni; mir ist schon alles gleichgültig. Aber du trägst die Verantwortung." „Ich werde nicht unter der Last zusammenbrechen! Komm!" Plötzlich zögerte Anni, sie wurde blutrot: „Peter, wir können doch nicht zusammen in einem Bett —" „Liebes Kind, du wirst doch nicht verlangen, daß ich wie ein Bernhardiner zu deinen Füßen liege und mir eine Lungenentzündung hole." „Nein —" „Na also, außerdem müßte es dir doch gleichgültig sein." „Warum?" fragte Anni verlegen. „Weil du dich doch nicht in mich verlieben kannst. Hops, rein in die Federn. — Der brave Peter stellt das Keilkissen als Trennungswand zwischen Tisch und Bett. Zufrieden? Na also!" Anni fiel sofort in tiefen Schlaf. Peter jedoch war nicht so sicher und ruhig, wie er sich Anni gegenüber benommen hatte. Am liebsten wäre er aufgestanden und hätte das Haus weiter durch- Mit den neuen großen Aufgaben der deutschen Agrarwirtschaft sind auch der Wissenschaft von der Bodenkunde neue und wesentlich erweiterte Pflichten entstanden. Von dieser Wissenschaft wird erwartet, daß sie durch ihre Forschungen und Erkenntnisse einen erheblichen Beitrag zur weiteren Steigerung der Erträge unserer landwirtschaftlichen Böden leistet. Vor allem handelt es sich hierbei um die Entwicklung moderner Bodenuntersuchungsmethoden, deren Ergebnisse den Bauer und Landwirt für die Düngung seiner Böden gut beraten. An der Universität Gießen ist die Wissenschaft von der Bodenkunde in langjährigem Wirken von Professor Dr. Köttgen entwickelt worden, dem vor kurzem auch der neuerrichtete Gießener Lehrstuhl für Bodenkunde übertragen wurde. Wir haben uns mit Professor Dr. Köttgen über die Arbeiten und weitreichenden Aufgaben der bodenkund- lichen Ertragsforschungen und der zu diesem Zwecke entwickelten Untersuchungsmethoden unterhalten. Das Ergebnis der Unterredung ist in den nachstehenden Sätzen zusammengefaßt. Eine her wichtigsten Fragen der deutschen Ernährungswirtschaft wird stets d i e Frage fein: Wie können wir uns vom Ausland unabhängig machen? Dies Ziel können wir im wesentlichen auf zwei Wegen erreichen, und zwar erstens durch die Steigerung der Erzeugung von Rohstoffen, zweitens durch die bessere Ausnutzung und Verwertung. vorhandener Rohstoffe. Als die wichtigste Rohstoffquelle unseres Vaterlandes muß der Boden angesehen werden. Das geht schon daraus hervor, daß der Wert der landwirtschafllichen Erzeugnisse jährlich auf 8,8 Milliarden RM. zu veranschlagen ist und der Wert des jährlichen Kohlenbergbaues sich auf rund 2 Milliarden RM. beläuft. Die Höhe der landwirtschaftlichen Erträge ist zwar in weitem Ausmaß von den dauernd schwankenden Witterungseinflüssen abhängig, doch läßt sich diese Abhängigkeit durch eine „harmonische" Düngung weitgehend mildern. „Harmonisch" ist ein Boden dann gedüngt, wenn er genügend leichtlösliche Nährstoffe in den Mengenverhältnissen enthält, daß Schleier gesetzt, den noch kein Mensch gelüftet hat. Von persönlichem oder unpersönlichem Fortleben nach dem Tode haben die größten Denker geträumt, gedichtet und gesprochen. Gelöst hat das Rätsel nach niemand. Soll dieses von Gott bestimmte Geheimnis die Freude und Gewißheit unseres Glaubens an eine Ewigkeit trüben? Der Allmächtige weiß, in welchem Stadium des ewigen Lebens er dieses Geheimnis enthüllt und ob er es überhaupt enthüllt. Der Glaube an die Ewigkeit hat manche Menschen dazu verleitet, im Menschenleben und vor allem im Alter nur einen Uebergang zum sogenannten Jenseits zu sehen. Alte Leute haben deshalb den Sinn ihres Alters in der Vorbereitung auf dieses ewige Leben durch Bußübungen, Weltabgewandtheit und Weltverachtung gesehen. Doch so, wie der Herbst in sich einen Wert und eine Bedeutung hat, so kommt auch dem Alter selbst ein ganz bestimmter Lebenswert zu. Der Herbst ist trotz alles Welkens reich an Früchten, trotz aller Fahlheit reich an Farbenpracht, trotz aller Stürme voll milder Sonne und trotz aller Nebel voll klarster Tage. So ist auch das Greisenalter trotz aller äußeren Müdigkeit oft unendlich reich an innerer Kraft der Erfahrungen und des Wissens. Wertvoller als Gold ist oft der weise Rat einer alten Frau und das aus tiefster Lebenserfahrung geborene weise Wort eines Greifes. Das Alter besitzt trotz aller Härte und Starrheit meist die milde Wärme eines ausgeglichenen Wesens voll Abklärung, Gerechtigkeit und Güte. Es wird keinem Menschen einfallen, vom Herbst das zu verlangen, was der Frühling bietet. Wenn wir vom Alter nicht die Gaben der Jugend verlangen, dann werden wir voll Dankbarkeit all den stöbert, um den Besitzer zu finden und gegen ein kleines Entgelt in Ruhe zu schlafen. Aber er fürchtete, Anni zu wecken. Er hockte sich im Bett auf und starrte in die Dunkelheit. Irgendwo raschelte es, dann knabberte es unter dem Bettpfosten. Gott- lob dachte Peter, eine Maus. Er war ordentlich froh, ein lebendiges Geschöpf in diesem ausgestorbenen Haus zu finden. Plötzlich zuckte er zusammen. Auf der Treppe wurden schlurfende Schritte hörbar, und ehe Peter die Tür erreichte, wurde von außen der Schlüssel herumgedreht. „Hallo", rief Peter leise und klopfte vorsichttg, um Anni nicht zu wecken. Aber die Schritte schlurften die Treppe hinab, eine Tür fiel ins Schloß und dann folgte unheimliche Sttlle. Peter kratzte sich den blonden Kopf. Sie waren gefangen. Ausgeliefert auf jeden Fall. Nun gab es nur zwei Möglichkeiten: entweder gewaltigen Krach schlagen und Anni bis zum Nervenschock zu erschrecken oder das arme Kino schlafen lassen und den Dingen mit möglichster Fassung entgegenzusehen. Peter Renz entschloß sich für das letztere. Einerseits kitzelte das Abenteuer seine Iungenseele, anderseits konnte er sich nicht verhehlen, daß die Situation etwas mulmig war; denn schließlich trug er ja auch die Verantwortung für Annis Leben. Lautlos kroch er zum Fenster; die Nacht lag wie ein schwarzer Vorhang um das Haus. Nicht einmal die Entfernung vom Fenster bis zum Erdboden war abzuschätzen. Er mußte den Morgen abwarten. Anni schlief zusammengemümmelt wie ein'Häschen. Eine große Zärtlichkeit stieg in Peter auf, als er sich über ihr Gesicht neigte/das im Schlafe dem Antlitz des kleinen Mädchens glich, mit dem er im Garten feines Vaters Ball gespielt hatte. Die Müdigkeit und Unbeschwertheit der Jugend siegten über seinen Entschluß, zu wachen. Ohne daß er es merkte, war er tief und fest eingeschlafen. Ein sellsames kratzendes Geräusch weckte chn auf. Anni rührte sich nicht. Die Sonne sandte ihre ersten Strahlen quer über den Wald. Peter trat an das Fenster. Das Haus lag einsam von Wiesen umsäumt, und weit und breit kein Nachbargebäude zu entdecken. Inzwischen war es unten lebendig geworden. Peter öffnete das Fenster und lauschte hinaus. Jetzt sah er einen Mann eilig aus dem Haus kommen und im Laufschritt um die Ecke biegen. Peter war nun davon überzeugt, daß hier etwas nicht stimmte. Sein Zimmer lag im ersten Stock, darunter ein stattlicher Misthaufen. Nachdem Höchsternten erziell werden können. Die^ mittlere Er- tragsleiftung wird dadurch also gehoben. Eine harmonische Düngung wirkt sich aber nicht nur in bezug auf die Menge, sondern auch auf die Qualität und damit auf die Bekömmlichkeit der Ernte, vor allem auch der gärtnerischen Erzeugnisse aus. Durch eine 20-v. H.-Steigerung unserer Ernte könnten wir unsere Getreideversorgung um zirka 12,6 Millionen Tonnen unb unser Volkseinkommen um etwa 2,016 Milliarden RM. vermehren. Dieser Mehrertrag kann aber nur erzeugt werden, wenn wir über die individuell, durchaus verschiedene Nährstoffbedürftigkeit unserer Böden genau unterrichtet sind. Der Reichsnährstand ist deshalb schon feit Jahren bemüht, Methoden ausfindig zu machen, die am sichersten und schnellsten über die Dünge- bebürftigfeit bes Bobens Auskunft geben. Bei bem zu beroältigenben ungeheuer großen Analysenmaterial scheiben pflanzenphysiologische Mechoben aus, ba sie zu viel Zeit in Anspruch nehmen unb beshalb zu teuer werden. Physikalisch- chemische Methoden Haden dagegen den Nachteil, daß man nicht genau weiß, ob die aufgezeigten Nähr- ftoffmengen dem entsprechen, was die Pflanzen in einer Vegetationszeit optimal benötigen. Man war deshalb bemüht, die Ergebnisse dieser Methoden an den Ergebnissen von Felddüngungsversuchen zu eichen. Hierbei sind in den letzten Jahren sehr große Fortschritte erziell worden. Eine hier im Gießener Bobenkund- lichen I n st i t u t in Weiterentwicklung der von Becholb in bie Literatur eingeführten Methode der Elektro-Ultra-Filtration in langjähriger Arbeit entstandene physikalisch-chemische Methode, die auf der Benutzung des elektrischen Gleichstroms beruht, schnitt bei den bisherigen Prüfungen gut ab, sie stand in bezug auf bie wichtigen Nährstoffe Kali unb Phosphorsäure im Vergleich mit bem Felb- düngungsversuch sogar an erster Stelle. Da es sich bei bieser Prüfung aber nur um eine Teilbeteiligung bandelte — es wurden aus Mangel an Raum unb Mitteln in Gießen nur 80 Böben gegenüber 200 Böben anberer Institute untersucht —, so läuft diese Prüfung noch weiter, unb es werben vorläufig noch ältere, bereits fertig geprüfte Mechoben zur Äckerkontrolle angewandt. Vor diesen älteren Methoden hat das Gießener Verfahren den Dortell, daß es nicht nur die Ge- Reichtum, den der Schöpfer dem Alter verliehen hat, entgegennehmen. Atter unb yugend werden bann aber in heiliger Gemeinschaft und m gegen- seittger Achtung unb Ehrfurcht bie großen Aufgaben läsen, bie ihnen im Rahmen des Schopfungsplanes in der Volksgemeinschaft zukommen. Das Alter verdient im Leben unter der Sonne in derselben Weise seinen Platz wie bie Jugend. Das Alter selbst muß daran stets ebensosehr denken wie die Jugend. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. NDG. „Kraft durch Freude": 18.30 bis 21 Uhr im Stabtheater „Das Käthchen von Heilbronn". — Gloria-Palast (Sellersweg): „Ein Leben lang." — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Kleiber machen Leute." Tageskalender für Sonntag. NSDAP., Ortsgruppe Gießen-Norb: 15 Uhr im „Burghof" Gemeinschaftsfeier mit ben italienischen Kameraben. — Reichst,und Deutsche Familie: 15.30 Uhr in der Aula der Universität: feierliche Ueber- rEichung bes Ehrenbuches. — Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr ,Lanzelot unb Sanderein"; 18 bis 20.45 Uhr „Aennchen von Tharau". — Gloria- Palast (Seltersweg): „Ein Leben lang".— Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Kleiber machen Leute".— Schüler-Konzert: 16 Uhr bei Frau Schlefier-Alt- mann, Goethestraße „Schubert-Feier". Stabttheaker Gießen. In der zweiten Morgenveranstaltung des Stadt- theaters kommt am morgigen Sonntag das altflämische Schauspiel „Lanzelot unb Sanderein" unter ber Spielleitung von Hansjoachim Büttner er sich vergewissert hatte, baß bie Tür noch immer von außen verriegelt war, schwang er sich aus bem Fenster, kletterte bas Holzgesirns entlang unb sprang schließlich ab. Er fiel auf den Misthaufen, ber zumindest ben Fall bämpfte, raffte sich auf unb lief bem Mann nach. „Hallo", schrie er, aber ber Fremde blieb nicht stehen, er tot, als hörte er Peter überhaupt nicht. Schließlich erreichte er chn, packte chn an ber Schulter — unb sah in ein vollkommen verblüfftes, gutmütiges Bauern gesicht. Peter raffte all fein Schwedisch zusammen, vermengte es mit Plattdeutsch, unb schließlich gelang es ihm, bem Bauern verständlich zu machen, daß er oben genächtigt hätte, und daß noch ein junges Fröken oben schliefe, was dem guten Manne unbändige Heiterkeit und ein schelmisches Augenblinzeln entlockte. Aber der Bauer hatte wenig Zeit, sich dieser für feine Verhältnisse geradezu sensationellen Begebenheit hinzugeben. Er nahm Peter beim Arm und bedeutete ihm, daß er seine Hllfe brauche. Cessa, die Kuh, war am Kalben, und es ging nicht so glatt, wie er gehofft hatte. Ja, es war eine böse Nacht gewesen. Immer wieder sei er in den Kuhstall gelaufen, aber jetzt wäre es wohl endlich so weit Peter ging mit, er verstand nur die Hälfte von dem erregten Bericht des Alten; aber soviel stand fest: er war keinem Wilderer unb keinem Holzdieb ins Haus geraten. Cessa, bie Buntscheckige, stöhnte und sah mit trüben Augen die Menschen an, als bäte fie um Hilfe. „Halten Sie fest", kommandierte ber Bauer. Peter hielt bie Kuh mit allen Kräften, wäh- renb ber Bauer mit sachkundigen Händen bas kleine Kalb ans Licht beförderte. Als es geschafft war, schwitzten sie beide und waren Freunde geworden. Peter entsann sich mit plötzlichem Schreck, daß Anni oben eingeschlossen war und raffe mit Riesenschritten bie Treppe hinaus. Anni saß im Bett unb starrte ihn an wie ein Gespenst. „Um Gottes willen, Peter, wie siehst du aus? Hast du jemanden umgebracht?" „Ganz im Gegenteil, Anni, ich habe soeben jemanden zur Wett gebracht. Das Geheimnis dieses Hauses bestand darin, daß Cessa, die Kuh, kalbte. Weißt du übrigens, daß mir die ganze Nacht hier eingeschlossen waren?" „Eingeschlossen? Wie entsetzlich, ich wäre vor Angst gestorben!" „Deshalb ließ ich dich schlafen und schwang mich beim Morgengrauen durchs Fenster wie Romeo, samtmenge der pflanzenverfügbaren Nährstoffe, sondern auch deren Löslichkeit feststellt. Dies ist wichtig, denn es ist wahrscheinlich, daß von zwei Böden mit denselben Mengen an Nährstoffen derjenige der bessere ist, ber ben Nährstoff am leichtesten ber Pflanze zur Verfügung stellt, um einen Fachaus- bruck zu gebrauchen „am besten anliefert". Die moberne Forschung hat ergeben, daß bas Bestreben eines Bodens, in ben so erwünschten Garezustanb überzugehen, von ber Menge an leichtlöslichem Kalk unb Phosphorsäure abhängt. Die Struktur eines Kulturbobens wirb durch einen hohen Gehalt an fchwerläslichem kohlensauren Kalk an sich noch nicht sichere Weg: NESTLE KINDER NAHRUNG Für Kinder im Alter bis zu 1'/» Jahren auf die 4 Abschnitte 5-8 der Kinderbrotkarte je eine große Dose in ollen Fachgeschäften verbessert; bie Besserung tritt erst ein, wenn eine genügenb große Menge Kalk in löslicher Form in bie Bobenlosung eingegangen ift Bisher würben nach bem Gießener Verfahren oorroiegenb hessische Böben auf ihren Gehalt an Phosphorsäure, Kali unb Kalk untersucht, doch lassen sich biefe Untersuchungen auch auf Stickstoff unb bie neuerdings als so wichtig erkannten Spurenelemente ausdehnen. Dor kurzem eingelellete Untersuchungen von menschlichem unb tierischem Blut haben sehr vielversprechenbe Ergebnisse geliefert unb haben gezeigt, baß bas Gießener Verfahren emp- finblich genug ist, die kleinsten Verschiebungen an lebenswichtigen Stoffen im Gehalt des Blutes aufzuzeigen sowie dessen Pufferungsvermögen zu erfassen. So wird es vielleicht in nicht allzu ferner Zeit möglich fein, durch Hand-in-Hand-arbeiten mit der medizinischen Wissenschaft viele Zusammenhänge zwischen der Art der Ernährung und Gesundheitsstörungen aufzudecken. zur Aufführung. Es wirken mit: Hilde Kneip, Luise Prasser, Hans Caninenberg, Siegfried Lowitz, Hans Bernd Müller, Karl Volck. Außer Miete! — Abends „Ae nnchen von Tharau", Operette in 3 Akten von Heinrich Strecker. Montag, 28. Oktober: Geschlossene Vorstellung für KdF.: „Das Käthchen von Heilbronn", 8er Ring, 2. Vorstellung. Dienstag, 29. Oktober: Erstaufführung „Der Barbier von Sevilla", Komische Oper von Rossini. Musikalische Leitung: Otto Söllner. Spielleitung: Dr. Paul Beckers a. G. 7. Dienstag-Miete. Mittwoch, 30. Oktober:, „Paganini", Operette von Lehar. 7. Mittwoch-Miete. Freitag, 1. November: „Das Käthchen von Heilbronn", Schauspiel von Kleist. 7. Freitag-Miete. Samstag, 2. November: Geschlossene Vorstellung für KdF. „Der Barbier von Sevilla". 16er Ring, 4. Vorstellung. Sonntag, 3. November, nachmittags: Zum letzten Male „Hochzeitsreise ohne Mann", Lustspiel von Lenz. Außer Miete. — Abends: „Paganini", Operette von Lehar. Außer Miete. Der Vorstellungsbeginn im Stadttheater mußte erneut vorverlegt werben. Es beginnen jetzt die Abendvorstellungen an Werktagen bereits um 18.30 Uhr. Die Abendvorstellungen an Sonntagen fangen um 18 Uhr an. Krümen+M9“! 111* B '■■■— TWWW — nur mit dem kleinen Unterschied, baß ich auf den Misthaufen fiel." „Du Aermster, unb daß ich nicht deine Julia bin." „Was ^ch dir bei meinem Parfüm nicht zumuten konnte. Ich gehe jetzt unter bie Pumpe." „Aber Peter, warum hat ber irre Bauer uns eingeschlossen?" „Er ist nicht irre, Anni, nur schwerhörig. Er hatte etwas aus dem Zimmer geholt, ehe wir eintrafen. Lemenzeug aber was weiß ich, unb in ber Auf- regung um Cesias Wehen vergessen, bie gute Gaststube wieder abzuschließem Das holte er nun nach, wäfjrenb roir ahnungslos schliefen, ^wenigstens was dich betrifft; ich wachte ja, um bich zu beschützen." „Ach Peter, wenn du nicht so nach Kuhstall rie- chen würdest, würde ich dir einen Kuß geben." nachgeholt, Anni. Mach dich fertig! Der iliie schleppt schon Käse unb gewaltige Bauernbrote herbei zum Frühstück." Die Morgensonne lachte golden auf bas rote Holzhaus. Dor ber Tür stand auf einem runden eteintifd) bas, Frühstück bereit Der alte Mann war erregt unb rebfetig. Ja — seine Frau wäre nach ©Dieburg gefahren, um die Tochter zu besuchen, unb gerade in dieser Nacht ging die Sache mit Cessa los. Hätte leicht schief gehen können, und Cessa mar bie einzige Kuh. Ein wahres Glück, daß ber junge Herr hereingeschneit war. Ja, ja, der liebe Gott läßt einen nicht im Stich! Nachdem er Anni unb Peter mit Butter, Eiern unb Milch gerabezu vollgestopft hatte, wollte Anni bas Kälbchen sehen. Es stand noch zitternd vor Schwäche auf seinen dünnen Sein« cyen, schweißig unb naß, unb betrachtete mit dummen erstaunten Augen das Weltall, in das es plötz. lich aus ber dunklen Wärme des Mutterleibes hin- eingeboren war. Gelöst, zufrieden unb glücklich beleckte bie Mutter mit rauher zärtlicher Zunge ihr Kind. Anni strich leise über ben weißen Siern zwischen den seidigen Ohren des Tieres, als wollte sie etwas von ber zarten, mütterlichen Wärme mitnehmen in ben kühlen, nordischen Frühlingsmorgen, über bem die Himmelswölbung wie eine' kristollne Schale hing. Dann gingen sie, ben Rucksack voll Proviant — benn ber_ Bauer hatte es sich nicht nehmen lassen, seinen nächtlichen Besuchern Wegzehrung mitzugeben — über bie taufrischen Wiesen vergnügt unb strahlend wie der junge Frühlingsmorgen, ber ihnen das Tor zu neuen Abenteuern aufschloß. (Fortsetzung folgt.) L Schmidt Leichenkleiderin Liebigstraße 99. 03580 Tel. 4368. Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 2977 A J. Frohn Marktpiatz IV Lieferant aller Krankenkass Mündlich können SieeSnurwenigen sagßn, schrifüick mehreren, durch eine Kleinanzeige laßen (Sie es allen Die Deutsche Arbeitsfront öofc11 Senile Kreisdienststelle 'Wx Wetterau Unsere heutige Theater - Veranstaltung mit der Aufführung des Schauspiels von Kleist Das Kathdien von Heilbronn beginnt bereits nm 18.30 Uhr! Der Beginn der Veranstaltung am Montag wird noch an der gleichen Stelle bekanntgegeben. 4819 D Edgar BORRMANN5. Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 und 4156 4839 A Hartsteingut- Einkochdosen „Stark“ besonders geeigneter Schlachtzwecke, wieder eingetroffen fit194041 r/Arikysivi Geld für Hausbau oder Kauf In Gießen-Wieseck, Lollar, den 26. Oktober 1940. 1. 4814 D 3 4 5. ODD geeigneten Fällen sofortige Finanzierung durch Zwischenkredit bei ca. 30% Eigenkapital möglich. Wir finanzieren Ihr Bauvorhaben lückenlos einschl. Bauplatz, Garten und Nebenkosten mit 1. und 2. Hypotheken. Sie erhalten kostenlos Auskunft über alle Fragen der Eigenheimfinanzierung. Fordern Sie die Aufklärungsschrift „Der Weg z. Eigenheim“, die ihnen postwendend kostenlos und unverbindlich zugeht fahren sollte, dann wird der Endsieg den Teutonen, die heute mit nur einem Derlustpunkt die^ Spitze behaupten, nicht mehr zu nehmen sein. Für die Dlauweißen geht es lediglich darum, die im Vorspiel erlittene Niederlage wettzumachen und damit den Teutonen den ersten vollen Punktverlust zuzufugen. Inwieweit dies möglich sein wird, muß dem Spiel überlassen werden, denn die Teutonen besitzen zur Zeit eine Spielstarke, an die die Dlauweißen selbst mit ihren derzeitigen Verstärkungen an Gastspielern nur schwer herankommen. Vielleicht ist die Mitwirkung von dem in Urlaub befindlichen Lippert ausschlaggebend, daß die Revanche gelingt. Hungen — Steinbach. In Hungen stehen sich die dortige Mannschaft und Steinbach gegenüber. Steinbach hat bis jetzt immer,, gefolgt von Hungen, die Tabelle angeführt, ohne jedoch einen entscheidenden Vorsprung erreichen zu können. Sollte Steinbach in Hungen nur ein Unentschieden erreichen, so ist zu- ihren Gunsten die Frage nach dem Gewinner der Kriegserinnerungs- Plakette entschieden. Beide Mannschaften sind sich ihrer Aufgabe bewußt, und eine straffe Spielleitung sollte auch die Gewähr für einen einwandfreien Verlauf des Spieles bieten. Spielerisch gesehen, sind die Steinbacher etwas reifer. Diesen Nachteil gleicht jedoch Hungen im kämpferischen Einsatz aus. 1900 Alle Herren — Wehlar 05 Alle Herren. Seit längerer Zeit kommt wieder einmal ein Spiel zwischen den Senioren der beiden Vereine zum Austrag. Der Ausgang, hauptsächlich aber der Ablauf des Spieles, wird wieder einmal Nach dem Geschmack der Zuschauer sein. Zugendfußball der Sp.-Dg. 1900. Die 1. Iugendmannschast der Spielvereinigung 1900 empfängt am morgigen Sonntag die 1. Jugendmannschaft des Sportvereins Großen-Buseck zu einem Spiel um die Bannmeisterschaft. Die Gäste stellen eine starke Mannschaft dar, denen die Mannschaft der Blau-Weißen in stärkster Aufstellung entgegentritt. Das Spiel wird erst mit dem Schlußpfiff entschieden sein. Die 1. Schülermannschaft empfängt die gleiche der „Teutonia" Watzenborn-Steinberg zu einem Freundschaftsspiel. Das Spiel wird ebenfalls erst mit dem Schlußpfiff entschieden sein. Tod dem Hausschwamm Beseitig.auf chem.VV ege.ohneAb- bruch v. Mauerwerk, 10 j. Garant. F. El. Carl Weber, Frankfnrt/Maia Sand weg 6, Garten h. Ruf 46566 Wenn Äugen versagen Magnus-Brillen tragen I wegen des gleichen Vergehens vor dem Amtsgericht. Mit Rücksicht auf die bisherige Unbestraftheit des Angeklaaten erkannte das Gericht auf eine Strafe von 6 Monaten Gefängnis. £anbf,r<’i$ Gießen G Mainzlckr, 25. Okt. In unserem Orte wurde eine Spendensammlung für die verwundeten Soldaten in den Lazaretten durchgeführt. Dabei wurden Lebensmittel der verschiedensten Art in reichem Maße zur Sammelstelle gebracht, um von hier an die Lazarette weitergeleitet zu werden. Die erfreuliche Opferbereitschaft unserer Einwohner ist ein anerkennenswertes Zeichen des tiefen Dankes für unsere Verwundeten. * Holzheirn , 25. Okt. Morgen Sonntag, 27. Oktober, können die Eheleute Johannes Jung V. und Ehefrau Katharine, geb. Kuhl, das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Herr Jung ist 82 Jahre und seine Frau 72 Jahre alt. Beide sind noch sehr rüstig und helfen noch ihren Kindern in der Landwirtschaft. Wir wünschen dem Jubelpaar einen schönen Lebensabend und übermitteln hiermit den jahrzehntelangen treuen Lesern des Gießener Anzeigers unseren herzlichen Glückwunsch. Der führet: Da» WfiW* ift eine praktische Erziehung jur Volksgemeinschaft. a) Einstandspreis für konzessionierte Milchverteiler ab Molkereioerteilungsstelle ober frei Bahnrampe Verbrauchsort: RM. 0,225 in den Stadtteilen Klein-Linden und Wieseck, RM.^0,23 im übrigen Stadtgebiet; b) Preis für Verbraucher bei Bezug ab Der- teilungsstelle, Vertellerladen oder ab Hof des Erzeugers: RM. 0,26, jedoch nicht in den Stadtteilen Klein-Linden und Wieseck; c) Preis für Verbraucher bei Bezug ab Wagen oder frei Haus: RM. 0,26 in den Stadtteilen Klein-Linden und Wieseck, RM. 0,28 im übrigen Stadtgebiet. Die Zuschläge zu den unter 1 genannten Preisen betragen bei Abgabe an Verteiler und Verbraucher je Liter für . a) Flaschenmilch........2 Rps. b) Markenmilch in Flaschen.... 4 „ c) Vorzugsmilch in Flaschen. ... 8 „ Bei Abgabe an Großabnehmer (Krankenhäuser, Kinderheime, Gaststätten u. dgl.) liegt bei einer täglichen Abnahme von mindestens 10 Liter der Preis 2 Rpf. über dem Einstandspreis des Kleinverteilers. Es wird darauf hingewiesen, daß den Erzeugern ohne besondere Erlaubnis des Milch- und Fettwirtschaftsverbandes Heffen-Nasiau die Abgabe von Milch unmittelbar an Wiederverkäufer ober Verbraucher untersagt ist. Zuwiberhanblungen werben nach ben bestehen- ben Bestimmungen bestraft. Stellen immer roieber auf die Wichtigkeit ber Schulsparkassen hingewiesen wird. Wenn man nur etwa 6 Millionen Schüler annimmt, von benen jeher etwa 40 RM. im Laufe seiner Schulzeit spart — bas waren im Jahre 5 RM., ober wöchentlich 10 Rpf. —- bann kann mein sich bie Summe leicht ausrechnen, bie hier ber Volkswirtschaft als Spargeld zufließt. So ergeben sich aus kleinsten Beträgen Summen, die oft für Naschwerk sinnlos vertan werben. Die Erfahrung hat außerbem gezeigt, baß in ber Mehrzahl weit höhere Einzelguthaben Vorkommen. Die Kinder erhalten zu Weihnachten,'zum Geburtstag und bei anderen Gelegenheiten, z. B. wenn sie sich (besonders auf dem Lande) durch freiwillige Arbeit etwas verb'-men, kleinere oder arö- ßere Geldbeträge. Dieses Geld wird in der Schul- sparkasie angelegt. Aber beim Sparen wird auch schon der Gemeinschaftssinn geweckt. Uns ist ein Fall in einens Dorfe im Kreise Gießen bekannt, daß ein achtjähriger Junge sein Spargeld auf dem Schulweg verlor. Seine Tränen wurden bald getrocknet; denn auf Anregung des Lehrers brachte jedes Kind am an- Bimen 15 bis 25, Blumenkohl, bas Stück 10 bis 40, Salat 8 bis 10, Enbivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 3 bis 5, Sellerie 5 dis 40, Rettich 5 bis 25, Radieschen, das Stück 8 bis 10 Rpf. * ** Ernennungen bei der Universität. Der Rektor der Ludwigs-Universität Gießen hat gemäß § 4 ber Reichsassistentenorbnung vom 1. Januar 1940 ben Dr. med. Hans Gläser, Dr. med. vet. Otto Linbenstruth, Dr. med. Hanspeter Rusch, Dr. med. Franz von Schorlerner unb Dr. phil. Hans Walbrecht burch Urkunbe vom 5. Oktober 1940 zu wissenschaftlichen Assistenten ernannt. Amtsgericht Gießen. Der bereits mehrfach vorbestrafte F. K. aus Gie- ßen-Klein-Linben war beschuldigt, als Dienstverpflichteter seinen Arbeitsplatz widerrechtlich verlassen zu haben. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde ber Angeklagte zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Seine Vorstrafen kamen straf- erschwerenb in Betracht. I Der L. L. aus Röbgen (Kreis Friedberg) stand Hauptverwaltung der Bausparkasse Mainz A.-6., Mainz 6 — 8000 qm WMWM in Gießen zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter Nr. 03598 an ben Gieß. Anz. folgenbe Vollmilchpreise bekanntgegeben: für lose Vollmilch: Schulsparkassen im Dienste der Heimat Gute Entwicklung im Kreise Gießen. G A.-Spori. Entscheidungen um die Kriegserinnerungsplakette? 1900 — Teulonia Dahenborn-Steinberg. Im letzten Spiel um bie Kriegserinnerungsplakette stehen sich morgen auf bem Trieb bie beiden Mannschaften gegenüber. Mit bieser Begegnung schließt bie Runbe um bie Kriegserinnerunas- plakette, benn am nächsten Sonntag beginnen Die Punktekämpfe. Der Ausgang bes morgigen Kampfes wird auf die Entscheibung keinen allzu großen Einfluß mehr haben, benn selbst, wenn bas Spiel zwischen 1900 — DfB.-R. eine Wieberholung er- Mehr Milch, mehr Eier, hochbewertete Kaninchen durch die gewürzte Futterkalkmischung Bekanntmachung. Betr.: Vollmilchpreise im Stadtkreis Gießen. Auf Orunb bes § 3 ber Verorbnuny über Maßnahmen auf bem Gebiete ber Milchwirtschaft vom 27.2.1940 (RGBl. I S. 422) und bes Erlasses bes Reichskommissars für bie Preisbilbung vom 27.2. 1940 — 11 — 104 — 23 187 — betreffenb Erhöhung ber Trinkmilchpreise werben im Stadtkreis Gießen im Alter von 64 Jahren. In tiefer Trauer: Luise Werner, geb. Weller Familie Heinrich Wagner II. Familie Karl Römer Familie Georg Lennarz. Das Abfischen des Gchwanenteiches. Das Abfischen des Schwanenteiches, das am gestrigen Freitag begonnen hat, macht gute Fortschritte. An ber Längsseite bes Teiches wurde eine Pumpe angesetzt, bie das Wasser in bie an bieser Seite vorüberfließenbe Wieseck pumpt Das Auspumpen würbe bie Nacht vom Freitag zum Samstag fortgesetzt, sobaß im Laufe bes heutigen Samstags mtt einem erheblichen Absinken bes Wasser- ftanbes zu rechnen ist In einzelnen Teilen des Teiches, wie z. B. nach bem Sporthäuschen zu unb an den Längseiten, würbe bereits mit großen Netzen der Fischbestanb herausgeholt. Der in bie Wiese gestellte Bottich ist bereits mit einigen Zentnern Fischen gefüllt, bie dort aussortiert werden. In großen Holzbehältern sind bie Golbfische aufbewahrt, von benen bisher etwa 3 Zentner ausgefischt wurden. Darunter befinben sich ganz stattliche Exemplare. Die kleinsten werben in ben Skagerrak-Teich eingesetzt. Der Fang an Fischen, unter benen sich überrotegenb große, schöne Karpfen befinben, wirb ben Gießener Fischgeschäften zugeteilt, so baß in ben nächsten Tagen wohl viele Gießener zu einem Fischessen kommen dürften, denn es wird mit einem großen Ertrag gerechnet. Ortszeit für den '27. Oktober. Sonnenaufgang 8.12 Uhr, Sonnenuntergang 18.05 Uhr. —, Monbaufgang 3.19 Uhr, Monbuntergang 14.18 Uhr. Ortszeit für den 28. Oktober. Sonnenaufgang 8.14 Uhr, Sonnenuntergang 18.03 Uhr. Monbaufgang 4.39, Monbuntergang 16.47 Uhr. Gießener Wochenmorktpreife. Nach einem langen, mit grober Geduld getragenem Leiden entschlief am 25. Oktober mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Werner III. Svang-Mchengememde Siehen Jungen in der Johanneskrrche. des Evang. Bundes^ Pfarramt Gienen: Becker. 4827 D deren Tage 5 Rpf. mit, und so war allen geholfen. Die Kleinen waren stolz darauf, baß sie chren Kameraden unterstützt hatten, und bieser hatte sein Spargeld roieber. Es war ein Junge aus einer kin- berreidjen Familie. Bei ber Einrichtung ber Schulsparkassen dachte man baran, baß die Kinder ihr Guthaben bei ber Schulentlassung abheben sollten, um bann für ver- schiebene Ausgaben bie nötigen Mittel in Hänben zu haben. Im allgemeinen lasten aber die Schüler, die jetzt ein eigenes Sparbuch — wie bie andern Einleger — erhalten, ihr Geld auf der Kasse für spätere Zeiten stehen. Das ist natürlich sehr zu begrüßen. In einigen Schulen wird bas Sparen auch so gehandhabt, daß bie Kinder bereits nach 4 bis 6 Jahren Spartätigkeit (also schon in den beiden letzten Schuljahren) ein festes Sparbuch in bie Hanb bekommen, auf bas sie bann selber weitere Beträge einzahlen können. Sie sind also gewissermaßen selbstänbig. Im Kreise Gießen hat sich bie Spartätigkeit ber Kinber burch Einzahlungen in bie Schulspar- kassen auch in biefem Jahre außerorbentlich günstig weiterentroickelt. Die Spareinlagen sinb stark angestiegen, ebenso hat sich bie Zahl der sparenb en Kinber erh e blich vermehrt. Es gibt Orte, in benen sämtliche Schulkinber in ber Schulsparkasse ihre Ersparnisse Zusammentragen unb sich baburch im Laufe der Zeit ein erkleckliches Sparguthaben sichern. In an= beren Schulen bes Landkreises Gießen beteiligt sich bie weit übermiegenbe Mehrzahl ber Kinber am Schulsparen unb man darf hoffen, baß auch die noch fehlenben Jungens unb Mädels sich in steigendem Maße auf diesen Weg begeben werden. Jedenfalls hat man guten Grund, mit der Entwicklung ber Schulsparkassen im Kreise Gießen durchaus zufrieden zu sein. Beim Sparen gilt auch — von den verschiedenen Sprichworten über den Sparsinn ganz abgesehen — bas Wort: „Was ein Häkchen werben will, das krümmt sich beizeiten." So wollen auch die Schulen, denen heute zahlreiche Arbeiten neben dem eigentlichen Unterricht zugewiesen wurden, bei dem Sparen nicht zurückbleiben. 32 OOO RM. für das zweite Kriegs-WHW. Das Ergebnis der am vorigen Samstag unb Sonntaadurchaeführten Reichsstraßensammlung für das 2. Knegs-Winterhilfswerk belief sich im Kreise Wetterau auf rund 32 000 RM. Von dieser Summe entfallen rund 9302,97 RM. auf bie Spenden in der Stabt Gießen. Eierverteilung. Aus den vom 21. Oktober bis 17. November gültigen Bestellschein ber Reichseierkarte werben auf Abschnitt s in ber Zeit bis 17. November zwei Eier für jeden Dersorgungsberechtigten ausgegeben. Ein unbekannter Toter. Die Staatliche Kriminalpolizei bei der Polizeidirektion Gießen feilt mit: ‘ Entfärber*' das vornehme 10670 Familien - Caf& in Gießen In diesen Tagen wird in allen Schulen auf die Bedeutung des Sparens hingewiesen, denn fast in allen Schulen bestehen Sparkassen für bie Schüler. Jeber beutsche Erzieher ist sich bewußt, daß bie Weckung bes Sparsinns eine sehr wichtige Aufgabe der Erziehung ist. In vielen Unterrichtszweigen bietet sich außerbem Gelegenheit, auf die Bebeutung des Sparens einzugehen, z. B. im Rechenunterricht, in ber Volkswirtschaftslehre, bei Berufsfragen ufro. Auch bie kleinen Kinder werben burch bie Einrichtung der Schulsparkassen schon zum Sparen angereat. Wenn sie auch keinen Einblick in bie großen Zusammenhänge haben, so macht es ifjnen doch Freude, baß sie — wie bie Erwachsenen — ein Buch haben, bas ihnen gehört. Wenn bann nach Am 20. Oktober wurde in einer in der Gemarkung Grund-Schwalheim stehenden Autohalle eine männliche Leiche aufgefunben. Es liegt Freitod burch Erschießen vor. Beschreibung: Etwa 35 . dis ! 40 Jahre alt, 1,68 bis 1,70 Meter groß, schlank, dunkelbraunes Haar, kurz geschnittener Schnurbart, große Nase und graue Augen. Kleidung: grüner Hut, grüner Anzug (Jägergrün) mit langer Hose (Brusttasche am Rock aufgenäht), grauwollene Unterhose, graues Sporthemd unb graue Socken. Da bie Personalien bes Toten unbekannt sind, wirb gebeten, zur Aufklärung bienenbe Mitteilungen ber Kriminalabteilung Gießen ober ber nächsten Polizei- oder Gendarmeriebehörde zugehen zu lassen. 6 Die mit dieser Bekanntmachung bekanntgegebe nen Preise treten ab 11. März 1940 in Kraft. Gießen, den 24. Oktober 1940. 47980 Der Oberbürgermeister. I. V.: gez. Nicolaus. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 27. Oktober, um 13.15 Uhr, vom Trauerhause, Giefiener Straße 70, aus statt * Gießen, 26. Okt. Auf bem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, bas Stück 6 bis 10, ausländische Eier 11, Kartoffeln, % kg 4, 5 kg 40, Wirsing, Vi kg 7, Weißkraut 5, Rotkraut 8, gelbe Rüben 7, rote Rüben 6, Spinat 15 bis 18, Römischkohl 6 bis 10, Bohnen (grün) 18, Unterkohlrabi 5, Grünkohl 6, Rosenkohl 15 bis 18, Tomaten 16, Zwiebeln 12, Meerrettich 30, Schwarzwurzeln 15, Rhabarber 10, Kürbis 7, Felbfalat (’/io) 6, Aepfel, kg 15 bis 30,1 einem Jahre kleinere Zinsbeträge hinzukommen, ist i bas roieberum eine große Überraschung für bie Kinder. Mit großem Eifer sind sie auch dabei, die einzelnen Posten zusammenzuzäylen, um so eine Kontrolle zu haben. Daß in den oberen Klassen bie Zinsen der einzelnen Guthaben von ben Schülern selber ausgerechnet werben, liegt auf ber Hanb. Man kann verstehen, daß von maßgebenben entfärbt Stoffe, entfernt viele Flecke, bleicht vergilbte Wäsche Auch so gut wie die bekannten Stoffarben Erhältlich In Drogerien, landapotheken u. anderen Fachgeschäften • Nachruf. Am 21. ds. Mts. ist unser lieber Regimentskamerad Herr Heinrich Noll aus dem Leben geschieden und in der Stille bestattet worden. Wir werden des treuen Kameraden über das Grab hinaus m Ehren gedenken. Kameradschaft ehemaliger 116er. 4836 D 2 Zur Vuchwoche vom 27. Oktober bis z. November 1 w Die öicßcner vuchhSnaicr oerweiicn ganz belondcrs aut die Dichterlesung von Bruno örebm Seine Werke Und in allen vuchhanülungcn erhältlich Bücher sind Freunde! Drum nimm Dir die Zeit und hol Dir die Besten sie liegen bereit in der Goethe=Buchhandlung Neuen Bäue 3 Schickt auch unseren Soldaten Bücher! Wir empfehlen: Textbücher © Gute Romane Jagdliteratur Buchhandlung Reissner Seltersweg 21 ^0e empfehlen wir unser reichhaltiges Lager an guten Jugendschriften. Zu allen Gelegenheiten ist das Buch ein passendes und ein beliebtes Geschenk für unsere Jugend Darum: Schenkst du auch oft und vielerlei, ein gutes Buch sei stets dabei Buchhandlung der PiIgermission G.m.b.H., Blockstraße 4 ' J^ocfje liegen folgende wichtige Bücher (Auswahl) bereits vor: Der Volks-Schiller (Insel, 3 Bände)... 14.00 „ Gertrud Bäumer, Gestalt und Wandel 9.50 „ Ina Seidel, Unser Freund Peregrin ... 4.50 Wilhelm Schäfer, Hundert Histörchen 3.20 „ Colin Roß, Das neue Asien.......... 6.00 ,, Ferber'sdie Unive^Budihandlung Inh. Dr. W. Huch Fernruf 3557 GIESSEN Seltersweg 83 Beachten Sie bitte die Sonderfenster: Dichter und Soldat Gießen im Buch Das kriegswichtige Buch der Univ«ffBndihd!g« Kurt Holderer Seltersweg 75 «£ata vergessen Sie nicht die Pfeiffersche Universität« s Buchhandlung Walltorstraße 21 — Fernruf 3342 Neues Bücherverzeichnis auf Wunsch Soeben erschien t Kapitän-Leutnant Prien Mein Weg nach Scapa Flow ... 4.80 Jt Sichern Sie sich beim Kauf auch gleich Korv.-Kapt. Busch, Narvik.....5.80 das im Novbr. zur Ausgabe gelangt. Beide Bücher dürften in Kürze vergriffen sein. Bitte besuchen Sie uns. Wir legen Ihnen gern weitere Neuigkeiten aller Gebiete vor * J Ridcer'sche Univ^Buchhdlg« (Emst Legler), Seltersweg 58, neb. Gloria-Palast 4799 D Herbft>und Winter-Neuheiten zeigt Das Spezialhaus für Damen-Fertigkleidung 4796 A (C^L L i o^e* * M Verlages, Berlin Lichterfelde. 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