s 26. Juli. (PK.) Wie schon der DNB Zu t der Väih- Dpfei nchen steh' mite bäude auch auch üigen ; ein Deutsche Kampfflugzeuge griffen trotz schlechter Wetterlage den britischen Schiffsverkehr im Kanal und an der Küste Osienglands, sowie Industrieanlagen in Südoftengland und Schottland an. Wie bereits bekanntgegeben, wurde dabei ein Ge- leitzug von fünf Handelsschiffen mit einem Gesamtinhalt von 17 000 VRT. vernichtet; außerdem erhielten drei weitere Handelsschiffe so schwere Bombentreffer, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Angegriffen wurden ferner u.a. die Vickers-Flugzeugwerke bei Weybridge, wo auf dem Werkflug- plah vier feindliche Flugzeuge am Boden vernichtet wurden, Industrieanlagen bei Great Mrmouth und bei Glasgow. 3m Verlauf der Angriffe auf die britischen Geleitzüge kam es verschiedentlich zu heftigen Luftkämpfen zwischen unseren und britischen Jagdflugzeugen, in deren Verlauf 6 feindliche Flugzeuge abgeschof- fen wurden. 3n der Nacht zum 25. 3uli fanden wieder feindliche Einflüge in vorddeutfchland statt. Schaden wurde durch Bombenangriffe nicht angerichtet. Die Gesamtverluste des Gegners betrugen gestern 10 Flugzeuge, davon wurden 6 im Luftkampf, 4 am Boden vernichtet. J6 eigene Flugzeuge werden vermißt. Ns 9en. Nen - ein. eine der. bis litte ober ZU. hiM i N* er E ,Sil' nherten re 1?26 der be- l Mer Diese Zeilen gilt es festzunageln für die Zeit, wenn die Verantwortlichen für einen irrsinnigen Heckenschützenkrieg Rede und Antwort stehen müssen gegenüber ihrem eigenen ins Unglück gestürzten Volk und gegenüber dem Weltgewissen. „Hand' granaten in jedes Dorf", diese Parole reiht sich würdig den bereits bekannten Ausrufen und Anordnungen an, durch die die englische Bevölkerung zu einem ebenso sinnlosen wie verbrecherischen Widerstand ausgefordert und ermuntert werden soll im Dienste der Derbrecherclique Churchill, Duff Cooper usw. Genugtuung für Neuilly. Der bulgarische General Schekoff über seine Eindrücke an der Westfront. Sofia, 25. Juli. (Europapreß.) Der frühere Oberkommandierende der bulgarischen Armee im Weltkrieg, General S ch e k o f f, der auf Einladung des Oberkommandos der Wehrmacht 'die Westfront besuchte, schildert in der Zeitung „9Jlir" seine Eindrücke. Er hebt hervor, daß er überall herzlich ausgenommen wurde. In Neuilly, wo der für Bulgarien so grausame Frieden geschlossen wurde, habe ihm im historischen Saal des Rathauses, wo die Unterzeichnung erfolgte, der Kommandant von Paris das Goldene Buch von Neuilly als Geschenk für das bulgarische heeresmuseum überreicht. Dieser Akt habe auch eine symbolische Bedeutung als Genugtuung für die Erniedrigung, die Bulgarien einst erdulden mußte und als Beweis dafür, daß der Friedensvertrag nicht mehr existiere. General Schekoff schreibt weiter, daß er seine Rührung nicht verbergen konnte, als die deutsche Ehrenkompanie ihn in Neuilly mit den Klängen der bulgarischen Nationalhymne begrüßte. Wieder Flugzeuge über Gibraltar. Madrid, 26. Juli. (Europapreß.) Die englische Festung Gibraltar wurde am Donnerstagmorgen erneut dreimal von feindlichen Flugzeugen überflogen, wie von der spanischen Grenze beobachtet werden konnte. Die englische Luftabwehr trat in lebhafte Tätigkeit, ohne jedoch einen Abschuß zu erzielen onntag Wehr« »schluß. ourden öchieh' lführer samten en und Ute nm Bildung geführt n nun- ne des W- mit klasse dte icher sfen. '9 in ■ aus ober bigen Der« Bil« bas U.Q.- )®e", Zeuge Wy rid)g Deutsche Kampfflugzeuge versenken 43000 BRT. im Kanal. Erfolgreicher Angriff auf britischen Geleitzug. - 11 Handelsschiffe versenkt. - Drei Handelsschiffe von 12000 BNT. und zwei Zerstörer schwer beschädigt. deuten und sprachen Todesurteile aus, um nicht gegebenenfalls als zu nachgiebig gegenüber Landesverrätern bezeichnet zu werden. Das Innenministerium muß nunmehr zugeben, daß sich die Gerichtsbehörden auf Grund oorgekommener Ungerechtigkeiten gezwungen sehen, fast alle in der letzten Woche ausgesprochenen Todesurteile erneut $rtitag,26.juli 1940 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr desVormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengenstaffelS Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/» mehr toter, ckers- stellte Klei« : noch lß sich t) ober fen ist h den n hat. ebMg n der ch un« mbach Mch- hr am .Weil s dem i kam« rb ge« i. Weil ie zur onnen, i, oder innxilt« Mittei« n oer« !N >r mUv grö6t< . sonst* Berlin, 26.3uli. (DNB.) Deutsche Kampfund Sturzkampfflugzeuge erzielten am Donnerstagnachmittag und -abend wiederum einen bedeutenden Erfolg im Kanal. Vach den bisher vorliegenden Meldungen wurden aus einem durch See- und Luftstreitkräfte stark gesicherten britischen Geleitzug von 23 Schiffen elf Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von 43 000 BRT. versenkt und drei weitere Handelsschiffe mit zusammen 12 000 BRT. in Brand geworfen oder so schwer beschädigt, daß mit ihrem Totalverlust gerechnet werden kann. Außer-em gelang es, einen modernen britischen Zerstörer in Brand zu werfen und einem anderen schwere Beschädigungen Hbeizubringen. • Der Wehrmachlsbertcht vom Donnerstag. Berlin, 25. Juli. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bei einem Vorstoß gegen die englische Südküste versenkte eines unserer Schnellboote südlich Portland einen 18 000 BRT. großen bewaffneten feindlichen Handelsdampfer durch Torpedofchuß. Keine Entlastung für Churchill. Die volle Verantwortung für den Tod französischer Soldaten beim Untergang der »Meknes- trifft die britische Regierung. Die deutsche Luftwaffe beherrscht den Kanal Auch bei schlechtem Wetter ist kein britischer Geleitzug sicher. Von Kriegsberichter H. Th. Wagner. überprüfen. Fluchtvorbereitungen der englischen Königsfamilie. Mailand, 25. Juli. (DNB.) „Gazzetta del Pa- polo" berichtet, baß die englische Königsfamilie bereits Vorbereitungen für ihre geheime Abreise nach Kanada treffe. Der Inspektor von Scotland- Yard, F. W. Cameron, der persönliche Sicherheitsattache des englischen Königs, sei auf der Durchreise in Lissabon gewesen. Cameron habe den König im vergangenen Jahre auf seiner Reise nach Kanada und den Vereinigten Staaten begleitet. Die Kinder des Königspaares sollen bereits in Kanada eingetroffen fein und sich in Montreal aufhalten. Berlin, 26. Juli. (DNB.) Um feine gefährdete Stellung in letzter Stunde zu retten, hat Churchill heute zu einem niederträchtigen Mittel seine Zuflucht gesucht. Wie der Erste Lord der britischen Admiralität, Alexander, im Unterhaus mitge- teilt hat, soll ein deutsches Kriegsschiff den französischen Dampfer „M e k n e s", der sich mit 1300 französischen Offizieren und Soldaten an Bord auf der Rückfahrt von England nach Frankreich befand, torpediert haben. Den Angaben Alexanders zufolge sei *ber Transport der französischen Regierung angemeldet worden, damit diese bei der deutschen Regierung für ein sicheres Geleit sorge. Das Schiff habe die ftanzösische Flagge ge- fiihrt, die auch an der Bordwand aufgemalt gewesen sei. Dieses Schiff sei identisch gewesen mit dem im deutschen Wehrmachtsbericht als versenkt gemeldeten 18 000-Tonnen-Dampfer. Es entspricht der englischen Taktik, diesen Vorfall sofort propagandistisch gegen Deutschland auszunutzen. Die „kleine Differenz" zwischen dem von Deutschland versenkten 18 000-Tonnen-Schrft und der aus jedem Schiffsregister ersichtlichen Tonnage von 6000 Tonnen, die die „Meknes" nur aufweist, spielt natürlich für Herrn Churchill keine Rolle, da es ihm nur darauf an kam, seinem Propagandatrick durch eine recht stattliche Tonnagezahl ein größeres Gewicht beizulegen. Die britische Admiralität teilte schon vor einiger Zeit mit, daß England alle fron» zösischen Handelsschiffe beschlagnahmen und unter britischer Flagge fahren lassen wurde. Solche ftanzösischen Schiffe, auf denen die ftanzösische Besatzung sich zum Dienst zur Verfügung stelle, hatten unter französischer Flagge zu fahren. Auf diese Mitteilung hin mußte die deutsche Regierung durch die Waffenstillstandskommission die französische Regierung natürlich wissen lassen, daß Deutschland unter diesen Umständen auch die unter französischer Flagge fahrenden Handelsschiffe ab 23. Juli als feindliche Schiffe behandeln müsse, und daß die deuffchen Kriegsschiffe demenffprechende Befehle erhalten hätten. Eine Sonderregelung für Schiffe, die im Dienst oder im Auftrag der legitimen französischen Regierung fahren würden, war vorgesehen. Danach wäre es Verordnung geführt, daß Vieh, besonders Schweine, notgeschlachtet werden mühten. Diese Maßnahme sei unverständlich, wenn man bedenke, daß die argentinische Maisernte so groß sei, daß sie den Bedarf ganz Europas hinlänglich decke und daß sich laut offiziellen englischen Erklärungen die Seeherrschaft ausschließlich in den Händen von Albion befinde. Daraus gehe also hervor, daß es mit der sog. Seeherrschaft nicht weit her sei. Geheime Parlamentssitzungen Stockholm, 25. Juli. (DNB.) Das Durcheinander in London und das Auftteten starker Meinungsverschiedenheiten in der plutokratischen Hochburg ergibt sich au5 der Abhaltung neuer Geheimsitzungen beider Häuser des britischen Parlaments. Laut einer Reutermeldung teilte A11lee im Unterhaus mit, daß das Unterhaus am Dienstag in einer Geheimsitzung über die auswärtigen Angelegenheiten debattieren werde. Attlee fügte in Beantwortung von Fragen verschiedener Abgeordneter bezeichnenderweise hinzu, die Mehrheit des Hauses sei wohl der Ansicht, daß hierüber in diesem Augenblick eine Geheimsitzung mehr am Platze sei als eine öffentliche Sitzung, lieber die gestrige Geheimsitzung des Oberhauses berichtet Associated Preß, die Lords hätten eine außenpolitische Entschließung angenommen, die von dem Sekretär des Sprechers der Regierung, Downingson, zu einem Protest des Labour- Lords Addison eingebracht worden sei. Man habe die Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich des Abkommens mit Japan über die Schließung der Burma-Route erörtert. Einige Mitglieder des Oberhauses hätten dieses Abkommen als „beschämend" bezeichnet. Im Unterhaus erwiderte der Innenminister auf eine Frage, daß die Zahl der Haftbefehle gegen Mitglieder der Mosley-Bewegung 500 überschreite. — In der letzten Zeit sind in England zahlreiche Todesurteile gefällt worden unter Anwendung des Gesetzes zur Verteidigung der Staatssicherheit. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß nicht wenige Urteile ausgesprochen wurden unter Zugrundelegung falscher oder böswilliger Aussagen. In verschiedenen anderen Fällen wußten die amtterenden Richter die Gesetze^paragraphen nicht einwandfrei zu sfen?.i.l,t^SaVfdl!,ufi 2251 Druck und Verlag: Wttoedll6888tonff5m. vrLHIscheUutverWt-drucker-i«. Lauge wieder vor ihren Zelten versammelt und besprechen das großartige Kampfergebnis. Die Meldungen fliegen durch den Draht zum Gefechtsstand des Commodore. Der reibt sich vergnügt die Hände, und die Offiziere gratulieren durch Funk und Droht ihren erfolgreichen Kameraden. Oie argentinische Maisernte hilft England nicht mehr. Notschlachtungen infolge Futtermangels. Madrid, 26. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der Londoner Berichterstatter des Blattes ABC. schreibt, das englische Defizit werde dieses Jahr ungefähr 2800 Millionen Pfund erreichen, infolge der neuen Steuern {Hegen d i e Preise sämtlicher Derbrauchsgüter in England ständig. Mit dem vielße- rühmten englischen Lebensstandard sei es endgültig vorbei. Die Zeit des Ueberflusses an Lebensrnitteln habe nun aufgehört, obwohl man noch nicht direkt von Mangel reden könne. Der Mangel an Vieh fu tter habe bereits zu der einschneidenden Wehrmachtsbericht meldete, griffen deutsche Kampf- i flugzeuge einen englischen Geleitzug bei s ch l echte ft e m Fliegerwetter an und versenkten ' von sechs großen Schiffen durch zahlreiche Volltreffer innerhalb weniger Minuten 5 Schisfe Zwischen 2000 und 5000 Tonnen. Seit vorgestern liegen schwere Regenwolken über dem Kanal. Nur ab und zu wird die Sicht ein wenig besser, undeutlich hebt sich dann die englische Kanalküste vom Horizont ab. An sich ist es kein Wetter für eine erfolgversprechende Tätigkeit. So dachten die Engländer, und sie glaubten, sie könnten bei derartig schlechter Sicht ihre Geleitzüge durch den Kanal entlang schicken. Zwei feindliche Gelettzüge waren gemeldet worden, der erste wurde angegriffen trotz schlechten Wetters. Der Verband wurde auseinandergesprengt, nach einiger Zeit war auch der zweite Geleitzug herangekommen, so daß nun beide Geleitzüge vereinigt waren. Der zweite Geleitzug mit sechs großen Transportern befand sich bereits südöstlich Dover, als unsere Kampfflugzeuge starteten. In wenigen Minuten hatten sie die französische Kanalküste erreicht. hier und da war die Wolkendecke ein wenig ausgerissen. Der Staffelkapitän entdeckt den zweiten Geleitzug. Befehl zum Angriff. Die Flugzeugführer verständigen sich durch Funkspruch. Inzwischen kreisen deutsche Jäger, die ebenfalls rasch gestartet sind über den Kampfmaschinen, aber es ist kein englischer Jäger zu sehen. Die deutschen Maschinen beherrschen den Kanal und die englische Sudküste. Im Befehlsstand des Kommodore der deutschen Kampfverbände herrscht hochbettieb, fieberhaft wird jede Meldung verfolgt. Man kann leider bei diesem schlechten Wetter die Ereignisse 25 Kilometer weiter mit dem Fernglas nicht mehr verfolgen. Sonst, bei guter Sicht, ist es möglich, die Matrosen auf den Schiffen Herumlaufen zu sehen. Jetzt haben die Engländer drüben an der Küste bei Dover dos Donnern deutscher Motore gehört, Hunderte von Augen mögen drüben den Himmel absuchen. Aber sehen können sie nichts, immerhin wirbeln, nun englische Flakgranaten zum Himmel empor. Zwecklos verpuffen die Sprengstücke zwischen den Wolken. Der Staffelkapitän drückt auf den Auslöseknopf der Bombenabwurfvorrichtung, und nun saust die schwere deutsche Bombe auf das erste Schiff nieder, einen etwa 5000 Tonnen großen Transporter. Die begleitenden englischen Kriegsschiffe haben wohl erst jetzt die deutschen Maschinen bemerkt. Viel zu spät, um jetzt noch die Schiffsflak in Aktion treten zu lassen. Eine riesige Stichflamme schießt empor. Trümmer des getroffenen englischen Schiffes wirbeln durch die Luft. — Volltreffer! — Schon längst hat der deutsche Flugzeugführer seine Maschine hochgerissen, und inzwischen prasseln auf die übrigen Einheiten des englischen Geleitzuges die deutschen Bomben herab. Der erste 5000-Tonner brennt und beginnt zu sinken. Der zweite, etwas kleiner, erhält sechs Treffer. Das Heck ist ihm abgerissen worden, auch er legt sich langsam zur Seite. Der dritte erhält mittschiffs zwei Volltreffer kurz hintereinander und verschwindet ein paar Sekunden darauf in den Fluten, ein weiterer steht in Hellen Flammen. Er treibt mit starker Schlagseite, der Bug verschwindet schon unter dem Wasser und der fünfte englische, 2500-Tonner, braucht knapp zwei Minuten, bis er auf dem Grunde des Kanals angelangt ist und den großen englischen Schiffsfriedhof um eine weitere schone Schiffsleiche vermehrt. Ein einziges -deutsches Kampfflugzeug hat einen Flaktreffer in einen Motor erhalten. Die Maschine kehrt mühelos mit der Kraft des anderen Motors Aum Ausgangspunkt zurück Eine halbe Stunde nach dem (Statt sind die deutschen Flugzeugbesatzungen Pflicht der brittschen Regierung gewesen, die ftanzösische Regierung von dem beabsichtigten Rück- ttansport ftanzösischer Soldaten zu benachrichtigen und das Eintreffen einer Antwort abzuwarten, aus der hervorging, ob der gefährliche Transport durch das Operationsgebiet zur See a u f sicheres Geleit rechnen könne. Don einer solchen englischen Anfrage ist der deutschen Regierung nie etwas bekannt gewesen. Es unterliegt daher nicht dem geringsten Zweifel, daß die volle Verantwortung für dieses Ereignis einzig und allein die britische Regierung selber trifft. Sie hat den Tod ftanzösischer Soldaten, die auf diesem Schiff in ihre Heimat zurückkehren wollten, auf dem Gewissen. Denn die britische Regierung kennt genau die Gefahr, die das Befahren der englischen Küstengewässer heute mit sich bringt. Es kam ihr aber nicht darauf an, ftanzösische Soldaten mutwillig und bewußt in den Tod zu schicken. Der Fall des Dampfers „Meknes" setzt damit die ruchlose Tradition, die beim „Athenia"-Fall begann und in Oran ihren Höhepunkt fand, fort. Seit der feige Ueberfall in Oran Churchills Ansehen selbst im eigenen Volke schwer erschüttert hatte, sann er auf eine Gelegenheit, diesen niederträchtigen Dolchstoß gegen den früheren Verbündeten vergessen zu machen. Churchill bleibt stets, der er ist! „Handgranaten in jedes Dorf" Neue Parole für den Heckenschützenkrieg. - Bern, 25. Juli. (DNB.) Der Londoner „Daily Expreß" vom 23.7. schreibt: „Unsere Zeitung propagierte die Idee, daß in jedem Dorf ein Handgranatenlager angelegt wird. Das Parlamentsmitglied Sir Thomas Moore wird den Kriegsminister bitten, daß Handgranaten auf jeder Polizei st ation gelagert werden, so daß sie im Notfall von geeigneten Leuten benützt werden können. Die Idee, daß dem Volk erlaubt wird, in diesem Kriege zu k äm p fen, gewinnt an Boden. Es wäre ja auch unnütz, wenn unsere Regierung die Völker Europas zur Revolte aufruft, wenn sie nicht Vertrauen in ihr eigenes Volk hat." Erdrutsch. Für England ist die paradoxe Situation eingetreten, daß es die Prinzipien der Demokratischen Freiheit", für die es angeblich den Krieg vom Zaune brach, in dem Augenblick preisgab, als diese ihre Widerstandsfähigkeit und Lebenskraft vor den Augen der Welt — vor allem der amerikanischen — beweisen sollten. Daraus ist zu schließen, daß die politischen, sozialen, wirtschaftlichen und staatlichen Grundsätze einer Welt, deren Formen die einzig gültigen für die gesamte Menschheit sein sollten, nicht einmal mehr soviel Leben besaßen, um sie im Ernstfall praktisch auf die Probe zu stellen. Und auf diese seltsame Tatsache, daß England nicht in der Lage ist, den Kampf üm feine Existenz aus eigener Substanz zu führen, sondern mit Hilfe eben der Gesetze und Formen, die es vernichten mochte, ist wohl jene Stimmung zurückzuführen, von der uns viele neutrale Berichte Kenntnis geben und die im übrigen auch aus allen Plänen, Vorhaben, Reden und jedem Satz der englischen Propaganda sprechen. Es ist die Stimmung eines Reiches, das nicht nur durch die völlige Umkehrung der auf Deutschland gemünzten Blockade nahezu von allen seinen überseeischen Gebieten abgeschlossen ist, nein, das auch im geistigen Sinne den Faden selbstver- ständlicheü Herrschaftsanspruches verloren Hat, an dem es sich durch Jahrhunderte mehr oder minder geschickt durch die mehr zufällige als geplante Struktur seines weitläufigen Gebäudes manövrierte. Das überlegene Gesetz der neuen deutschen Ordnung, unter dem Europa sich heute anschickt, in eine besser gegründete Zukunft zu schreiten, wird vom Engländer nur in seiner negativen Verkehrung begriffen. Daher dieser seltsame und psychologisch höchst aufschlußreiche Wirrwarr von pseudoreligiöser Gemütsbewegung und abgrundtiefem Skeptizismus, die sich als typisch englische Aeußerungen immer dann einzustellen pflegen, wenn der Engländer nicht mehr tierhaft seinem ausgeprägten Instinkt folgen kann, wenn er einer Situation gegen- übersteht, vor der seine gültigen politischen Spielregeln versagen. Daher auch jene geradezu lächerlich überheblichen Reden englischer Politiker von Churchill und Halifax über Chamberlain, Eden bis Duff Cooper, in denen mit Worten und Phrasen noch einmal jenes Bild des selbstsicheren „old England" beschworen werden soll, das als Glaube — und damit als unerschütterliche Macht — in keinem englischen Herzen mehr lebt. Die Fieberschauer, die das Sterben Englands ankündigen, reichen qber viel tiefer und sind älter, als man gemeinhin auf dem Kontinent annimmt Sie begannen im Jahre 1914, als zum erstenmal in der englischen Geschichte das aesamte Volk gezwungen wurde, einen großen Krieg zu führen. Wir rühren damit an das Geheimnis englischer Strategie, die den äußersten Gegensatz etwa zu Clausewitz' Lehrsatz des „Volkes in Waffen" bildet. In allen Kriegen, die das „Größere Britannien" schufen, also in denen mit Holland, Spanien und Frankreich, hiett England an der Taktik des „mittelbaren Kampfes" durch wirtschaftlichen Druck fest, von der der bekannte Militärschriftsteller Liddell Hart offenherzig und mit tiefem Mißtrauen gegen jede Schlacht im kontinentalen Sinne, gegen „strahlende Festlandssiege", sagt, „wie nützlich es sei, zu einer unbeschränkten Genossenschaft staatlich geschützter Seeräuber zu werden". Englands bisherige Machtstellung, die die Beherrschung der australischen und afrikanischen Erdteile, die wirtschaftliche und damit auch politische Durchdringung weiter Teile Asiens und schließlich den Anspruch der Monpolstellung m Europa sowohl wie im Nahen Orient umfaßte, war ausschließlich — von wenigen hen. töt, rfing U5 20, Tün, niise bilze l 40, chel. 150, Dtürf i 50, J5' bis 190. Jahrgang Nr. 175 « q B Giehener Anzeiger infolge höherer Gewalt 1 M General-Anzeiger für Oberhessen rss»“ I Ausnahmen abgesehen — d-urch die indirekte, also rationalisierte und von Wirtschaftsgesetzen diktierte Kriegführung erworben worden. Was es für die geistige Verfassung des Jnselmen- schen bedeutet, wenn jetzt im ganzen Lande „Barrikaden" errichtet werden, wenn die Bevölkerung aufgerufen wird, Handgranaten und Schrotflinten zur „Verteidigung" des englischen Bodens zu benutzen, braucht nicht weiter angedeutet zu werden. Diese durch die überlegene deutsche Diplomatie und die Genialität deutscher Heerführer erzwungene „Umwertung aller Werte" in England ist nur einem geistigen Erdrutsch gleichzusetzen, der auf der einen Seite lähmendes Entsetzen, Hilflosigkeit, fahrige Nervosität und auf der anderen Seite jene geradezu grauenvolle Blindheit gegenüber der Wucht der Tatsachen und eine Überheblichkeit hervorgebracht haben, die von jeher im Leben eines Volkes das sicherste Anzeichen beginnender Agonie bedeutete. Aber man würde die augenblickliche Geistesverfassung des Engländers noch nicht restlos ausgedeutet haben, wenn man nicht noch auf die dämmernde Erkenntnis aufmerksam machen würde, daß die englische Monopolstellung in der Welt, jener angemaßte Anspruch, die letzte Verfügungsgewalt über den Erdraum zu besitzen, heute bereits weitgehend von einer Architektur abgelöst ist, die nickt den Stempel der teils durch Zufall, teils durch Machtinstinkt, teils durch geschickte Ausweitung reiner Seestützpunkte erworbenen Oberherrschaft trägt, also nicht durch eine verwirrende Vielzahl sich überschneidender Linien geprägt wurde, sondern durch den lebendigen und zukunftsträchtigen Begriff des Lebensraumes. Wie weit diese These bereits in das Bewußtsein der Völker eingedrunaen ist, beweist, daß heute nicht einmal mehr m Amerika an die Prinzipien geglaubt wird, für die England angeblich den Krieg herausforderte. In England freilich glaubt man, diesen sich neu bildenden Kraftzentren durch überstürzte „Verteidigungs"maßnah° men begegnen zu können, ohne 314 bedenken, daß em sich auflösendes Weltbild dadurch nur noch starker und erschütternder in den Blickpunkt der englischen Oeffentlichkeit gerückt wird, einer Oeffentlichkeit, die heute zu Gott betet, nachdem sie jahrzehntelang seine Wege, denen auch Völker zu folgen haben, sträflich mißachtete. Das Geschenk Adolf Hitlers an den Duce. . 'ch ■ In Abwesenheit der englischen „Löwen", die sich nur selten in dem Abwehrbereich der deutschen Jagdflieger an der französischen Küste sehen lassen, kommt Simba zu seinem Recht. Er ist ein Staffellöwe deutscher Jäger und natürlich der Liebling aller. (PK.-Kling-Scherl-M.) Die beiden Amerika in Havanna. Formell auf Einladung Kubas, tatsächlich auf Anregung der Vereinigten Staaten, ist am Sonntag die panamerikanische Konferenz in Havanna zu einer Tagung zusammengetreten. Die eigentlichen Arbeiten haben am Montag begonnen. Die rein politischen Telegramme über diese Ta- gung stellen vor allem den Plan eines panamertra- nischen Exportkartells heraus. Da sich die Ausfuhr der beiden Amerikas vor allem nach Europa orientiert, so liegt darin sicyerlich eine gewisse antieuropäische Tendenz. Die Telegramme der Wirtschaftskorrespondenten gingen aber wesentlich weiter: danach ergibt sich die Absicht der Vereinigten Staaten, den mittel- und südamerikanlschen Ländern über die Unabsetzbarkeit ihrer Haupterzeugnisse im Augenblick mit Krediten hinwegzuhelfen, auf die Dauer aber die mittel- und südamerlkanl- schen Länder sowohl an einen Dolla-rblvck anzuschließen, wie auch in militärische Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten zu bringen. In diesem Zusammenhang muß daran erinnert werden, daß die Vereinigten Staaten schon vor drei Jahren auf der damaligen panamerikanischen Konferenz in Lima, der Hauptstadt von Peru, ganz ähnliche Absichten verfolgten. Die Amerikaner haben auch seich er für Propagandazwecke erhebliche Gelder ausgeworfen und auch versucht, sowohl militärische Jnstrukturen in lateinamerikanischen Landern unterzubringen, als auch ältere Kriegsschiffe, insbesondere Torpedoboote und Zerstörer, zu ver- ^Schiller laßt seinen Wallenstein sagen: „Leicht beieinander wohnen die Gedanken, / Doch hort im Raume stoßen sich die Sachen". Diese Erfahrung, die Wallenstein sammeln konnte, ist bisher den Vereinigten Staaten in ihren Bemühungen um Südamerika nicht erspart geblieben. Die Konferenz von Lima ging mit recht mageren Ergebnissen auseinander. Das Wesentliche aller panamerikanischen Konferenzen ist, daß sie auf Empfehlungen an die einzelnen Regierungen beruhen, also nicht bindende Beschlüsse fassen. Es liegt auf der Hand, daß zwi- glichen werde. Der Bericht weist darauf hin, daß aus früheren Ernten noch Reserven von einigen Millionen Doppelzentnern eingelaaert sind. Die diesjährige Ernte an Mais, Reis, Kartoffeln und H ü l s e n f r ü ch t e n ver- spreche außerordentlich g ü n st i g zu werden. In der Gesamchett biete daher die Lebensmittelbilanz Italiens ein besseres Bild als im vergangenen Jahre. Staffellöwe Simba. Vorschläge auf der Havanna-Konferenz. Der Duce besichtigte in diesen Tagen einen Eisenbahn-Flakzug mit einer Flugabwehrausrustung von außerordentlicher Feuerkraft, den ihm der Führer zum Geschenk machte Unser Bild zeigt die beiden Flakwagen mit der deutschen Mannschaft, die in Kürze nach entsprechender Instruktion durch die italienische Besatzung des Zuges abgelöst wird. — (Associated-Preß-M.) Oer Kampf um Moyale. USA. verlangen Schirmherrschast über nichtamerikanische Besitzungen. Rom, 25.Juli. (DNB.) Der Korrespondent der Agentur Stefani in Addis Abeba berichtet ausführlich über die unaufhörlichen Aktionen der italie- nischen Wehrmacht, insbesondere der Luftwaffe, gegen Moyale in Brittsch-Ostaftika (Kenia). Die englischen Truppen machten den Versuch, die italienischen Eingeborenenbataillone durch den ungewohnten Stellungskrieg zu zermürben. Fast täglich sanden über Moyale heftige Luftkämpfe statt, 1 in denen die Engländer stets zurückgeschlagen wurden. Planmäßig fuhr ein Teil der italienischen Truppen fort, Die Engländer frontal anzugreifen, die sich auf das Fort Harrison stützten. Inzwischen erreichte eine schnelle Truppenkolonne der Italiener den Straßenknotenpunkt von Mandera, und eine zweite Kolonne erreichte Talaba und Tercali, indem sie so die andere Straße abschnitten, die in die Nähe von Moyale führt. Gleichzeittg wurde das englische Fort Jlu und andere Postenstellungen erobert, womit den Engländern jeder wichtige Verbindungsweg abgeschnitten wurde. Es blieb ihnen nur n'b ch die Flucht übrig. Hierzu entschloß sich bami das Oberkommando auch und überließ den Schutz des Forts Harrison den farbigen Truppen. In der Nacht zum 16. Juli gab das italienische Oberkommando den Truppen Befehl zum Angriff. Der Feind war nicht auf einen derartigen Ansturm gefaßt, verteidigte sich aber hartnäckig. Die italienischen Truppen durchbrachen die Verteidigung, die italienische Fahne wehte bald auf den Zinnen des Forts Harrison, das von den englischen Truppen in wilder Flucht geräumt wurde. Damit war auch das Schicksal von Moyale besiegelt. „Am folgenden Tage", so schließt der Stefani-Bericht, „unterwarf sich die Bevölkerung der italienischen Regierung — für immer!" Zwei weitere italienische Verlustlisten. Rom, 25. Juli. (Europapreß.) Das Große Haupt- quartier veröffentlicht zwei weitere Verlustlisten. Die erste Liste umfaßt die Namen von 31 Unteroffizieren und Soldaten, die an der W e st fr 0 n t gefallen sind. Die zweite Liste zählt die Namen von 55 Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten auf, die an der libysch-ägyptischen Grenze ihr Leben für das Vaterland ließen. Die Blätter widmen den auf dem Felde der Ehre Gefallenen ehrende Nachrufe. Die Gefallenenlisten, so schreibt „Giornale d'Jtalia", lieferten einen neuen Beweis für den Heldenmut der italienischen Soldaten, die stets bereit seien, sich zu opfern, um dem Siege Italiens den Weg zu bereiten und England die junge unwiderstehliche Kraft des faschistischen Italiens darzutun. Diese Soldaten würden im Leben des großen italienischen Imperiums und des neuen Europa gegenwärtig sein, für die sie ihr Blut gegeben hätten. Sie seien die Legionäre des wiedererstandenen Rom, die Träger einer neuen Zivilisation, die in diesem Rom vom Duce geschaffen worden fei. VerbefferteLebenSmittelbilanzZtaliens Rom, 25. Juli. (Europapreß.) Nach einem Bericht des Landwirtfchaftsministers wird sich die diesjährige italienische Getreideernte auf rund 73 Millionen Doppelzentner (gegenüber einem Durchschnitt von 80,7 Millionen Doppelzentner in den drei vorhergehenden Jahren) stellen. In Nord- und Mittelitalien habe die Ernte unter der Kälte und dem Regen zu leiden gehabt. In Süditalien und in Sizilien dagegen habe der Ertrag den des Vorjahres um 4 bis 21 v. H. übertroffen, ohne daß dadurch aber der Ausfall in Norditalien äusge- Havanna, 26.Juli, (DNB.) Auf der Havanna- Konferenz wurden am Mittwoch insgesamt sieben Vorschläge eingereicht. Der bolivianische Delegierte brachte einen Vorschlag zum Bau einer Eisenbahn vom Atlantik zum Pazifik, von Santos (Brasilien) durch Bolivien . nach Arica (Chile) ein. Der zweite Vorschlag kam ebenso wie die folgenden vier von den Vereinigten Staaten und enthielt allgemeine Richtlinien für wirtschaftliche Zusammenarbeit, ohne jedoch auf Einzelheiten einzugehen. Der dritte Vorschlag richtete sich gegen die von fremden Regierungen Dirigierte Propaganda, die einen Wechsel in der Regierungsform amerikanischer Staaten bezweckt, hier Unruhe Hervorrufe und die demokra- ttschen Systeme der Amerika-Staaten gefährden könnte. Der vierte Vorschlag betrifft. Die nicht- amerikanischen Besitzungen auf der westlichen Halbkugel und schlägt vor, daß fünf amerikanische Staaten notfalls die Schirmherrschaft (Fideicomiso) über gewisse Gebiete dieser Art übernehmen. Der fünfte Vorschlag schlägt einen panamerikanischen Vertrag über das gleiche Thema mit dem Ziel vor, gewaltsame Aende- rungen der Souveränität der westlichen Halbkugel nicht anzuerkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu beschließen. Der sechste Vorschlag betrifft die Betätigung der di p l 0 m a ti s ch e n k 0 n - sularischen Vertreter in den amerikanischen Republiken und bezweckt Vorschriften, die ihre Einmischung in amerikanische Verhältnisse verhindern sollen. Der 7. Vorschlag stammt von Kuba und betrifft ebenfalls den Wechsel in der Souveränität europäischer Besitzungen. Kuba schlägt vor, daß die amerikanischen Republiken das betreffende Gebiet vorübergehend besetzen, daß aber Die Kolonie das unveräußerliche Recht behalte, sich selbständig zu erklären oder sich einem anderen Amerika st aat anzuschließen. Die Abordnung Boliviens, so berichtet „Giornale d'Jtalia^ aus Havanna, sei mit der Ausarbeitung eines kontinentalen. Verteidig ungsplanes beschäftigt, dessen Bestimmungen allerdings so umfangreiche Verpflichtungen enthalten, daß der Plan einem wahren und ausgesprochenen Bündnis der amerikanischen Republiken gleichkäme. Besondere Bedeutung werde einer Aussprache des Führers der argentinischen Abordnung, Dr.' M e l 0 , mit dem Führer der chilenischen Abordnung, S ch n a k i, zugesprochen, die beide für Die strengste Einhaltung Der Neutralität einträten. Die brasilianische Presse, so berichten „Tribuna" und „Lavor0 Fascista" aus Havanna, verhalte sich sehr zurückhaltend. In besttmm- ten Fragen des inneren Aufbaues und insbesondere in bezug auf Die wirtschaftspolitischen. Pläne Der USA. stelle sich Die brasilianische Presse sogar offen gegnerisch ein. Argentinische Kritik. Buenos Aires, 25. Juli. (DNB.) Mit bemerkenswerter Schärfe roenDet sich Die Zeitung „Prensa" gegen das USA.-Projekt eines Kollektiv m a n d a t e s über die Kolonien und Besitzungen der europäischen Mächte auf Dem amerikanischen Kontinent. Man könne schon jetzt voraus- sagen, schreibt Das Blatt, daß der Plan keinesfalls die Billigung Argen tl nie ns finden werde.Ein solcher Entschluß würde dem Selbstbestimmungsrecht der Völker widersprechen, welches Der oberste GrunDsatz der amerikanischen Demokratien sei. Das Blatt rückt auch von den Kartell- plänen Washingtons ab. Mit riesigen Geldmitteln allein könnten Die Vereinigten Staaten das Problem nicht lösen. Die Schwierigkeiten eines zu- friedenstellenDen Wirtschaftsaustausches zwischen Den amerikanischen Nationen hätten in Wirklichkeit zwei Hauptgründe: den staatlichen Protektionismus und Die Monopolstellung des USA.-Kapital s. So lange Die Regierung ihre Beschränkungen für Die Einfuhr nicht ändere, sei an eine Besserung Der Wirtschaftsbeziehungen nicht zu Denken. Es sei ein Gebot für Die Demokratien, die gigantische Vormachtstellung des norDamerikanischen Kapitals zu bekämpfen, das sich in starrem Eigennutz Dem freien Handel entgegenstemme. Leben und Kraft. Ein Wort zur großen Deutschen Kunstausstellung. Don Dr. Kurt Darges. Unsere deutsche Kunst ist gegenwartsnahe und hell, unmittelbar Ausdruck unseres geiftigen Ringens und unserer Ueberzeugung. Die fast unerschöpfliche Fähigkeit unseres Zeitalters, mit einem neuen inneren Wissen an die geistigen Dinge Der uns umkreisenden Epoche heranzutreten, erfüllt Schöpfer und Nachschöpfer. Unser nationalfozialisttsches Lebensgefühl weiß um jene überall spontan wirkenden Kräfte, Die eine neue Form des Erlebens und Des Erkennens herbeiführen. Zu unserem neuen Glauben führt ein neuer Weg, zu unserer neuen Kunstäußerung eine neue Kunstgesinnung. Samstag wird in Der HauptstaDt Der Bewegung die große Deutsche Kunstausstellung eröffnet. Sie ist eine Demonstration unserer politischen Stärke, unserer kulturpolitischen Haltung, unseres künstlerischen Urteils und erfaßt alles, was Leben unD Kraft bedeutet. Was wir an Gemälden und Plastiken im Hause der Deutschen Kunst sehen werden, sind Schöpfungen des menschlichen Geistes, geboren aus der JDee des Schönen und Erhabenen, Kraftvollen und Der gestaltenden Phantasie. Was wir in München sehen, entspringt Der Bildungsgeschichte der nationalsozialistischen Weltanschauung. Es sind nicht mehr Der unmelodische, ungesunde, krankhafte Unendlichkeitsdrang des Künstlers, sondern Das schöpferische Bilden Der Kräfte, das Schönheitsideal, die Phantasie, das Erfinden und Erschaffen, die Aufschwungkraft eines gesunden Geistes. Was wir heute an Werken der bildenden Kunst schaffen, was wir heute unter Farbe, Licht und Schatten, Themengestaltung, Pin- selsührung, zeichnerischer Handschrift und tonigem Farbklang verstehen, kennzeichnet zugleich die geistige Haltung unserer Maler und Bildhauer. Die Konzentratton der künstlerischen Schöpfung haben wir Dem Führer zu danken, der Die Gesetzmäßigkeit, Schönheit, Phantasie und Natürlichkett als gemeinsame Wurzel künstlerischen Gestaltens an» sieht und von Der schaffenden Kunst, von Den Malern und Bildhauern, Plastikern oder Architekten die selbstverständliche Hinneigung zum Ursprünglichen, zur Wachstumsganzheit fordert. Denn das Entstehen der modernen Kultur im nattonalsoziälisti- schen Großdeutschland — als Offenbarung für Die gesamte menschliche Kultur des Abendlandes — war ja nur möglich, weil an Stelle des spaltenden Dolks- organismus Idee, Schönheit und Reinheit der Gesinnung und der bewußte Oemeingeift traten: Wir meinen die Heranführung aller Volksgruppen an die Kunstschöpfung. Jedes Werk, das geschaffen wird, und Den Menschen erhöhen, Den c^aratter bilden soll, ist in seinem Tiefsten eine indiyiDuelle Schöpfung; zwar nicht aus träumenden oder geheimnisvollen Anschauungen heraus gestaltet, sondern im schönsten Einklang mit den Kunstauffassungen Des Staates. Nach Dem Geschmack und Der Artung allein jedoch kann man auch nicht malen, wenn Die schöpferischen Kräfte nickt stark genug sind. So wird in München das schöpferische Gut gesichtet, nach seiner ästhett- schen Form, nach seinen Mottven, Wendungen, Prägungen und seiner absoluten künstlerischen Leistung ausgesucht. Als wir vor Drei Jahren in Der Ausstellung „Entartete Kunst" Gipfelpunkte widernatürlicher Artung zu Gesicht bekamen, Da wurDe uns nicht nur Der Unterschied, sondern hie künstlerische Schöpfung, als Symbol Der Größe unD Schönheit Des nationalsozialistischen Zeitalters offenbar. Wir stehen wieder vor Bildern, bei Denen sich der einfache, harmlose Mensch etwas denken kann. Sie sind Ort und Spiegel des Glückes und der Schönheit zugleich. Das klare einfache Rot oder Grün lassen bei Aktgemälden oder weiträumigen Landschaftsbildern das Gefühl der Erhabenheit oder Verklärung aufkommen. Die Werke Der Kultur- bolfchewisten, aus Hemmungslosigkeit und Rauschgift! au ne geschaffen, sind deshalb beim Volk so schnell in Vergessenheit geraten, weil ihnen Die natürlichen Beziehungen zum Leben fehlten, weil sie eine ausgesprochene Standeskunst Der intellektuellen Judenclique darstellten. Wir haben heute große Meister unter den Malern und Bildhauern. Im Dienste dieser Meister, zu denen sich viele kostbare Namen gesellen, werden die Jüngeren ihre eigene Meisterschaft erringen. „Der Weg zu Isabel." Ein Tobis-Film Erich Engels. Wir kennen Den baltischen Dichter Frank Thieß aus einer Reihe Romane und Novellen als psychologischen Deuter komplizierter erotischer Beziehungen. Den „Wea zu Isabel" führt Das Schicksal einen Mann, der Das Bild seiner früh verstorbenen Geliebten in der verschollenen Tochter sucht, aber als er sie findet, tritt ihm etwas ganz Fremdes entgegen. Noch ehe sie wissen, daß sie Vater und Tochter sein sollen, fühlen sie tiefe Liebe zueinander. Sie steht vom ersten Augenblick wie ein lastender Alpdruck zwischen ihnen, bis eine Aussprache den Konflikt der Gefühle enthüllt, Dem Die Tochter Durch Die Flucht sich entzieht. Die Losung bringt Das Aufdecken Des Schwindels eines gräflichen Erbschleichers, es stellt sich heraus, daß die GefimDene nicht Die gesuchte Tochter ist, diese ist in Wahrheit langst tot, Der Weg zu Isabel ist frei. Es beburfte der ganzen künstlerischen Feinfühligkeit eines Regisseurs, wie es Erich Engel ist, um diesen spröden, so wenig gegenständlicken und mit seinem Schwerpunkt ganz in Der seelischen Ebene liegenden Stoff für Den Film zu erschließen. Der szenische Kontrast zwischen der soliden, behäbig- breiten Atmosphäre eines mecklenburgischen Gutshauses, Der Heimat des Vaters, und Dem Talmi- Flitter eines Drittrangigen Kabaretts in einer süd- französischen Großstadt, in bem bie vermeintliche Tochter als Soubrette auftritt, dieser Konttast lockert Die Handlung merklich auf, zumal Die geschickte Hand der Regie diese Verschiedenartigkeit des Milieus durch scharfe Charakteristtk einer Reihe bezeichnender Typen deutlich gemacht hat. Hierzu zählen Maria Koppenhöf er, die bei aller Härte in Stimme und Ausdruck bas Französische einer „unfeinen Person" Der Demirnonde erstaunlich gut traf, Aribert Wäscher mit Den Pascha- launen und unzweideutigen Liebhabereien eines Tingel-Tangel-Diktators, Rudolf F e r n q u , Der verlotterte, dekadente Grafensproß mit Dem fatalen Stich ins Hochstaplerische, scharf abgesetzt von der nicht nur äußerlichen Vornehmheit seines gräflichen Onkels, den Wolf von Benneckendorff sehr nobel angelegt hat, schließlich Hubert von Meye- rin cf als ein fieser Bursche aus dem Tinge!» Tangel-Mitteu und auf der anderen Seite Der Guts- efretär Rolf Weihs, ein netter, frischer Junge, )er nicht auf den Mund gefallen ist, Max Gül- 10 r f f als verständnisvoll-gütiger Seelenarzt und Annemarie Holtz als die in ihren älteren Rechten sich bedroht fühlende Hausfreundin. Den Vermittler hin und her machte Herbert Hübner als Rechtsanwalt Beauchamps. Die ganze Problematik Des Films liegt in Der Schwierigkeit, Die seelische Situation zwischen Vater und vermeintlichen Tochter als Zustand ohne Möglichkeit einer Entwicklung durch Den ganzen Ablauf des Films in seelischer Spannung zu erhalten. Hier standen Hilde Krahl, von einer herben (Strenge des Ausdrucks, gepeinigt von ihren Gefühlen und doch scheu und verhalten, und Ewald Balser, schwerblütta, versonnen, beherrscht, vor einer ungeheuer Delikaten Aufgabe, der sie mit einem sehr feinnervigen Zusammenspiel beizukommen suchten. Dr. Fr. W. Lange. Zeitschriften. — Eine eindrucksvolle Aufnahme Des Denkmals zur Erinnerung an Den Durchbruch bei Brzeziny 1914 von Dem jungen Berliner Bildhauer ADolf Wamper ist Dem Augustheft Der „K u n ft" (Verlag F Bruckmann, München) vorangestellt. Marttn Wackernagel gibt einen Ueberblick über die italienische Malerei Der Gegenwart. Franz Ottmann berichtet über Neuerwerbungen Der Oesterreichischen Galerie, Wiem Eine Ausstellung „Vierzehn Münchener Maler" bespricht Ulrich Christoffel. Karl Lohmeyer widmet Dem Spitzwegschüler Karl Happel, einem pfälzischen Maler, Worte Der Erinnerung. Der zweite Teil zeigt ein formschönes Haus des Stuttgarter Architekten Paul Darius. Der Innenarchitekt Felix Hummel, München, hat es unternommen, eine Altbau-Villa umzubauen. Die Abbildungen zeigen, wie er diese nicht leichte Aufgabe glücklich gelöst hat. Der Stuttgarter Gartengestalter Otto Dalenttn hat einen Garten angelegt, Der Den Gartenfreund begeistern wird. Auf einer Alm im bayrischen Allgäu haben Die Architekten Eisenlohr und Pfennig, Stuttgart, ein ideales Ferienhaus gebaut. Abbildungen von Inneneinrichtungen Der Werkstätten Der Deutschen Wertmöbel in Fürth zeigen guten Geschmack. M. Donner gibt Hinweise Äur Pflege von BilDteppichen. Bernhard Sie-en zeigt schönes, mit Dem Hammer getriebenes Silbergerät. Italienischer Wehrmachtsbericht nach sich ziehen, ter Geltungsbereich ter Reichs- Aus dem Reich e n- ;r hat lore-n. * lastung abgibt. ♦ en >8- 'n, li. iu> on Europäische Wirtschastspolitik nach -em Kriege. Reichswirffchastsminister Funk über -ie Planung -es europäischen Wirtschafisaufbaus ert >or >en m3 >en M* tä= ern ns. >er. icht im ng, len um enz iU5= hen die ;nte )wi' Seit ter englischen Kriegserklärung hat Finnland in fremden Gewässern insgesamt sechsundzwanzig Schiffe mit 48 000 BRT. verloren, etwa 9 v. H. der gesamten sinnischen Tonnage. 54 Matrosen haben babei das Leben ver° Berlin, 25. Juli. (DNB.) Reichswirtschaftsmi- nifter und Präsident der Deutschen Reichsbank, Walter Funk, der vom Reichsmarschall Göring den Auftrag erhalten hat, die zusammenfassende Planung für den Aufbau der deutschen und europäischen Wirtschaft nach Beendigung des Krieges vorzubereiten, sprach vor der ausländischen und deutschen Presse über Fragen der europäischen Wirtschaftspolitik. Der Minister wies darauf hin, das; die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik sich bei ihren Methoden nie von einer sturen Dogmatik habe leiten lassen. Es wurde stets diejenige Methode angewandt, die jeweils als die zweckmäßig ft e ! erschien. Man wolle auch in Zukunft keine künstlichen Gebilde schaffen. Die neue europäische Wirt- Der Wirtschaflsminister ging dann auf das Problem ein, das sich aus ter h o r t u n g d e s Goldes in Nordamerika ergibt. Man wisse nicht, was damit geschehe, aber das sei auch nicht Deutschlands Sorge. Mit absoluter Sicherheit könne man aber sagen, daß als Grundlage für die europäischen Währungen das Gold in Zukunft keine Rolle spielen wird. Denn die Währung ist nicht abhängig von der Deckung, sondern von dem Wert, den schon einer Empfehlung und ihrer Verwirklichung. ein weiter Raum liegt. Unverkennbar ist, daß sich im Laufe der letzten Jahrzehnte ein stärkeres amerikanisches Gefühl entwickelt hat. Unverkennbar ist aber auch, daß die einzelnen Staaten ihr Staatsbewußtsein in einer I sehr bemerkenswerten Weise gesteigert haben. Dazu kommen die sprachlichen und rassenmäßigen Unterschiede, die einschneidend genug sind. Mit dem Dollar-Imperialismus haben beide Teile schlechte Erfahrungen gemacht: die Lateinamerikaner befürchten von dem finanziellen Einfluß eine Be- schlzeidung auch ihrer politischen Selbständigkeit und in den Bereinigten Staaten hat es naturgemäß keine große Begeisterung erweckt, daß am 31. Dezember 1938 von den an Südamerika gegebenen Anleihen 70 v. $). und von den zentralamerikanischen Anleihen 92 v. H. notleidend gewesen sind. Soweit der reine Warenaustausch in Frage kommt, sind Nord- und Südamerika vielfach Wettbewerber und ergänzen sich nur auf beschränkten leib Die Währungsfrage werte sich lm Rahmen einer gesunden europäischen Wirtschaft und einer vernünftigen wirtschaftlichen Arbeitsteilung zwischen den europäischen Volkswirtschaften von selbst lösen, weil sie dann nur noch ein Problem der richtigen Geldtechnik ist. Selbstverständlich wird dieReichsmark- Dährung die dominierende Währung in Europa fein. Die gewaltige Steigerung der Macht des Grohdeutschen Reiches Wie verlautet, hat die Regierung ter Sowjetunion das Agrement zur Ernennung des früheren Außenministers Gafencu zum neuen rumam- schen Gesandten in Moskau erteilt t be* itung lek- itzun. tani* raus* nes- s fin* selbst* welches nokra* teil* Geld- n bas es zürn den t Zwei 15 UM !api‘ hingen ferung Es fei >e Doraks zu i freien igen W epu- nner lorb« scheu ■ für ein* chten inna, imm* idere der offen a« a* ie ch ie ne it. f Guts* Junge, Gül* czt und Rechten mittler Rechts* in der i Dater a Ablauf en. $er Streng len und alser- ner un- em sthr juchten- .ange- Blockademaßnahmen von Außer-Europa noch ge- stärkt werden. Es muß eine Stärkung des wirtschaftlichen Gemeinschaftsgefühles unter den europäischen Völkern herbeigeführt werden durch Zufammenarbeit auf allen Gebieten der Wirtschaftspolitik. Die Wirtschaftssolidarität der europäischen Staaten soll eine bessere Vertretung der europäischen Wirtschaftsinteressen gegenüber anderen wirtschaftlichen Gruppen in der Weltwirtschaft ermöglichen. Dieses geeinte Europa wird sich von keinem außereuropäischen Gebilde Bedingungen politischer oder wirtschaftlicher Art vorschreiben lassen. Es wird auf der Basis der Gleichberechtigung jederzeit mit anderen Partn^n handel treiben, dabei aber das volle wirtschaftliche Gewicht des Kontinents in die Waagschale werfen können. Der Minister schloß seine Ausführungen mit der Erklärung, daß die von ihm in einer- zusammenfassenden Planung vorbereitete Friedenswirtschaft dem Großdeutschen Reich ein Maximum an wirtschaftlicher Sicherheit und dem deutschen Volk ein Max i- mum an Güterverbrauch zur Erhöhung der Volkswohlfahrt garantieren müsse. Auf dieses Ziel müsse die euro- päische Wirtschaft ausgerichtet, und dieses Ziel müsse bei allen Planungen stets im Auge behalten werden. 80 v. H. des Weltbestandes an Gold in USA. Washington, 25.Juli. (DRV.) Dem amerikanischen Finanzministerium wurden 1,6 Millionen Dollar bewilligt, damit es Gold im Werte von fünf Milliarden von der Reuyorker Bundesreservebank nach Amerikas Schatzkammer Fort Knox bringen lassen kann. Der riesige Goldtransport wurde nötig, weil die Gewölbe der Reuyorker Bundesreservebank infolge des gewaltigen Goldzustromes aus Europa üb er füllt find. Die Beförderung des Goldes geschieht in Panzerzügen, deren jeder etwa 100 Millionen Dollar mitfuhrt. Rach der Ueberführung wird Fort Knox rund die Hälfte des amerikanischen Goldbesitzes von 20,4 Milliarden Dollar Gold beherbergen oder 40 v. H. des Welt- beftanbes. gefan gene in der Wirtschaft eingesetzt. Diese werden in wesentlich größerem Umfange für die gewerbliche Wirtschaft in Betracht kommen. Boraus- etzung ist, daß die Arbeiten für Kriegsgefangene erlaubt sind. Deutsche Arbeitskräfte können dann ür wichtigere Aufgaben frei gemacht werden. Innere Mission unter Staatsaufsicht. lf ‘9 m )entrnals LrzeZUh J Wolf '(LeM Mitin ie italie* ann be* eiE in JE s. rs* aß «lso auch die verschiedenen Länder über eine 3n Ostafrika ist ein feindliches Flugzeug bei Clearingsstelle zueinander in geregelte Wirtschasts- einem Angriffsversuch auf Massaua abgeschos- beziehungen treten können. Dann kann naturgemäß s e n worden Unser- A,ug,euge hoben Züge nnd auch der D-nnsenv-rkchr von den >etz,g«n F-ss-ln Lager auf dem Lohnhof von Gh-doref (Sudan) I fünfH= bombardiert. gen europäischen Wirtschaftsraum und Lines unserer U-Boote ist nicht zu seinem ^igte die Hilfsquellen auf, die ihm zur Verfügung Stützpunkt zurückgekehrt. stehen werden. Gewisse Produkte wird es natürlich auch dann nicht in Europa geben. Ueberflüffige Kleine Ttadbridnttt* Waren aber überhaupt nicht. Man denkt gar nicht yilCIU* VvllUfW/v vtMwpiwn daran, Großteutschland und Europa autark im Der Kommandant des am 19. Juli nach einem Sinne einer völligen Selbstgenügsamkeit zu geftal- heißen Gefecht mit dem zahlenmätzia weit ü'ber= ten Man wird Wert darauf legen, daß die deut- iegenen Gegner in der Nähe der Insel Kreta ge= ^en Jndustrieerzeugnisse nach wie vor in der funtenen leichten italienischen Kreuzers „$arto«arße[tobgefeM werten und wird natürlich dar- lomeo Colleoni", Kapitän zur See Umberto ßUf bedacht fein, daß möglichst alle diejenigen Pro- Novaro, ist an Bord eines englischen Hospital- dukte ausreichend in dem von Deutschland bcherrsch- schisfes im Hafen von Alexandrien seinen Wundfen Wirtschaftsraum vorhanden sind, die diesen den erlegen. Auch Zwei italienische Mattosen Wirtschaftsraum unabhängig von anderen Räumen tes gleichen-Kreuzers sind ihren Wunden erlegen. machen. Die Wirtschaftsfreiheit dieses * Raumes muß also garantiert werden. Das ist weit- Auf der Insel Trinidad, der britischen Kron- gehend eine Frage des Lebensstandards. Kolonie an der Nordküste Venezuelas, sind am Man wird immer darauf achten müssen, daß in Donnerstag große Oel-Dorräte in Brand einer Notzeit oder in der Kriegszeit der großdeutsche geraten. Nähere Einzelheiten wurden nicht be- Wirtschaftsraum nicht von Kräften und Mächten ab- ranntgegetren. hängig wird, auf die Deutschland keinen Einfluß * . • hat. Das ist keine Autarkie im Sinne der Selbst- Jn Digo (Nordspanien) traf ter spanische Fisch- genügsamkeit, sondern eine politische und lebensnot- damvfer ,Fettr Montenegro" mit Schiffbrüchigen wendige Wirtschaftsdoktrin, die für den Export des englischen Schiffes „Ella Roy" (1000 BRT.) ein großes freies Betätigungsfeld ein welches auf der Fahrt nach Cardiff mit einer läßt, und dieses Exportpotential wird in Groß- Holzladung an Bord von einem U-Boot torpe-^ — < - - diert worden war. In Kanada ist die allgemeine Wehrpflicht eingeführt worden. Das Gesetz ttitt bereits in der nächsten Woche in Kraft. Es umfaßt zunächst die Jahrgänge 1918 und 1919. Vorerst sollen nur die Unverheirateten zum Mlitardienst verpflichtet werden. Das türkische Parlament bewilligte einen außerordentlichen Kredit in Höhe von 64 Millionen türkischen Pfund für die Landesverteidigung. Der französische Innenminister Marquet gab bekannt, daß alle Franzosen, die sich zwischen dem 10. Mai und dem 30. Juni ins Ausland begeb en haben, ihrer ftanzösischen Staatsangehörigkeit und ihrer Güter verlustig erklärt werden können. * Die USA.«®efanbten in ten baltischen Staaten sind abberufen worden. Es handelt sich um den Gesandten bei der litauischen Regierung, Owen I. C. Norem, in Kowno und den gleichzeitig bei der estnischen und lettischen Regierung akkreditierten Gesandten John W i l e y in Riga. Der Stab ter ^^.-Gesandtschaften und Konsulate verbleibt bis auf weiteres auf feinem Posten. Der lettische Ministerpräsident Kirchenstein hat als vorläufiger Staatspräsident das Mitglied der Nationalversammlung, Andreas Jablonski, zum Außenminister ernannt. Das Außenministerium wurde bisher vom Ministerpräsidenten mit« verwaltet, der es jetzt nach Uebernahnw ter Ge* schäfte des Staatspräsidenten wegen Aroettsuder- deutschland nach dem Krieg erheblich größer werten. In diesem Zusammenhang beschäftigte sich der Minister damit, welche Warenlieferungen das neue Europa von Rußland, Amerika, Südamerika und Ostasien erwartet. Rußland wird sich als Lieferant von Rohstofen und als Abnehmer von deutschen Fertigwaren in der Zukunft noch viel starker entwickeln als bisher. Wie weit Deutschland mit Iben bereinigten Staaten Handel treibt, liegt in der Hand der Amerikaner selbst. Die Vereinigten Staaten müssen, wenn sie dazu beitragen wollen, die Weltwirtschaft wieder kontinuierlich zu gestatten, von ihrer falschen Methode abgehen, daß sie das größte G l ä u b i g e r l a nb und gleichzeitig das größte Export- Ian d der Welt sein wollen. I ArailA beseitig -ORFA- , w« <1M V Flasche 1.74. extra stark 2A0 Haare Unschädlich! Sich. Wirkung. Drog. Elges, Selterswcg 68a 802ßV Löw.-Drog. Kilbinger, Seltersweg 69 Drogerie WinterhoII, Kreuzplatz 10. AufFortMarre, Juli 1940. können. Das bleibt auch heute noch raljeiyasi, woyer m Holda grüßt die jungen Tolman den Mut nahm, dem Re ch einen Krieg aufzu- blieben ist. Der^alte Sow«^rum । xg' ä"" 1*** die kümmerliche Ausstattung zeigen, daß man auf I und höchste Weihe erhalten. Aus aller Welt Nachruf. Gießen 02513 tepannlrer i Verkäute ! und Wenig gebraucht. 1 oder 2 fleißige 2flammiger 3377 D | Empfehlungen] Wochenend-Wagen Tnffpr. |I| (C. preisw.abzugeb. <)Ullvl Zu erfr.i. d.Ge- Ifltlofitin Jeden Freitag: schäftsst. d.G.A. 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Aus bisher noch nicht bekannter Ursache stießen die beiden Züge in- der Nähe der Station Castel- darne zusammen, wobei drei Personen getötet und 10 verletzt wurden. Bei der Einfahrt in den Bahnhof von T r e v i s o fuhr ein aus Triebwagen bestehender Zug gegen eine Lokomotive. Em ehemaliger Eisenbahnbeamter, der sich in dem Triebwagen befand, wurde getötet; 47 Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. INontblanc-Vergsteiger Opfer des elektrischen Düsseldorf, z.Z. Marburg 26. Iuli 1940 dunkler »og schlankeFig.,1,84 Lin Slim W!r haben uns verlobt Hella Hanhardt Paul Zoedt Stöwcr-Auto Limousine, 4türig 2,5 Liter, general überholt infolge Todesfall z. Taxpreis zu verkaufen. [0253s Näheres Telefon 3024 Stroms. Der bekannte Montblanc-Bergsteiger Chenoz ist bei Jnstallationsarbeiten in einer Hochgebirgs- sägerei mit dem Strom in Berührung gekommen und getötet worden. Schwere Brandkatastrophe verhütet. In Sleten an der Sundküste zwischen Kopenhagen und Helsingör war ein vollbeladener A s pH altw agen in Brand geraten und hatte eine 50 Meter lange, neu gedeckte Landstraße in ein Flammenmeer verwandelt, das die rechts und links der Straße liegenden strohgedeckten Fischerhäuser auf das Höchste bedrohte. Dem entschlossenen Eingreifen aller Einwohner und Badegäste, unter denen sich deutsche Marinesoldaten be- HerbertRöhrich WetrlarL., 'Braunfels.Str77.' Tüchtiges Servierfräulein gesucht 336?d Hotel Schütz gut erhalten. Schwedische Familie durch englische Bombe grätet. Der letzte englische Luftangriff auf Bergen hat einer ganzen schwedischen Familie das Leben ge-kostet. Ein schwedischer Baumeister seine Frau und seine beiden Töchter wurden durch eine Sprengbombe, die in ein Privathaus iu Bergen einschlug, im Schlaft getötet. Militärische Ziele befanden sich nicht in der Gegend. Kameradschaft der Front. Ein hervorragender Beispiel nationalsozialistischen Gemeinschaftsgeistes der Front wird aus der Schwadron des Kreisbauernführers, Rittmeister Dr. Leimbrock, der zahlreiche Kameraden aus dem Kreise Bernkastel angehören, mitgeteilt. Em junqverheirateter Kamerad war bei den Kämpfen im Westen gefallen, als bei der Schwadron die den angeblichen Lorbeeren des Jahres 1918 em- qeschlafen war, und daß jetzt ein schauerliches Erwachen folgte. Das Stroh in den Unterkünften war schmutzig und verfault; wer einmal gesehen hat^wie deutsche Soldaten in den Befestigungen des Westwallsuntergebracht sind, der versteht überhaupt mch , daß es eine französische Truppenfuhrung gab die m dieser Weise ihre. Soldaten behandelte Die Gefangenen sagen freilich immer wieder aus, daß das Durcheinander schließlich so groß wurde, daß sich "leniand mehr zurechtfinden konnte. Auch bei dem Kampf um das Fort Marre sind deutsche Soldaten gefallen, aber welche Verluste hätte man uns Aussigen können, wenn es wirklich zu einem ernsten Widerstand gekommen wäre! HaupUckiristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange.Stellvertre^dM Hcmvtichriftleiters: Heinrich Ludwig Neuner^Veraniworilich für Politü, Feullieton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, g un? Wtrtfchalt: Ernst Blum,chetn (beurlaubt), L D.. Heinrich Luvwlg q?euner: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. _ Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Beriagsleiter: Dr..Ing. Erich Hammur,- Ar^eiaenleiter. Hans Beck. V^mrtw örtlich für den Inhalt derAmeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.«. Wenn man vor mehr als 20 Jahren m jenem , dritten Kriegsjahr des Weltkriegs zum erstenmal m die Nähe von Verdun kam, dann überfiel jeden, der stundenlang durch die öde Trichterhölle marschieren mußte, das Gefühl einer grenzenlosen Trostlosigkeit. Auch die alten Flandernkämpfer und die Manner, dis fünf Monate an der Somme gekampst hatten, wurden still. Hier war kein Quadratmeter Boden, der nicht von Granaten zerpflügt war. Nur hier und dort stand noch ein halbzerfetzter Baum und geringes Buschwerk. Aus grünen Wiesen war graue Wirrnis geworden. Alle Fruchtbarkeit des Bodens war dahin. Wenn also die Männer, Deutsche und Franzosen, die hier blutend und sterbend zu Boden sanken, sich erheben könnten, ganze Armeen stunden auf. Und nun haben die Weltkriegskampfer von ernst zum zweitenmal den Kampf um Verdun miterle Nicht wenige dieser alten Frontsoldaten find zum z w e i t e n m a l hier vorgestürmt Verdun. Dieser Name verbindet sich mit dem Begriff zähesten Widerstandes. Das Höchste, was Menschen leisten können, leisteten sie hier, und nun ging wieder gegen Verdun. Die Männer, tue zum zweitenmal Frankreichs stärkste Befestigung angingen, waren ebenjo erstaunt wie diejenigen, die daheim von dem lasen, was geschehen war. Durch unerhört kühnen Handstreich war Verdun nach wenigen Kampftag e n in deutsche Hand gefallen. Diese Tatsache will erklärt sein, sie ipill es gerade für. den alten Soldaten, der sich immer und immer wieder fragt, wie das nur geschehen konnte. Nun sind die Verhältnisse von 1916 gewiß nicht mit denen von 1940 zu vergleichen. Damals war hier em Grabenkrieg, der bis zum Letzten erstarrt war. Diesmal hatte die deutsche Truppenfuhrung alle Chancen, . die der Bewegungskrieg zu bieten hatte, freilich hatte die deutsche Führung damit auch das große Risiko aus sich genommen. Diese Tatsache aber tragt die Erklärung für den Fall von Verdun. So tapfer die Franzosen gekämpft haben, so haben sie doch nicht einen Augenblick eine eigene Initiative entwickeln können, sondern das Gesetz des Handelns wurd ihnen vom Gegner vorgeschrieben, und sie muhten sich schließlich in das Unabänderliche fugen. Wir haben vorhin auf dem F 0 rtD 0 uaum 0 n t gestanden und haben gesehen, wie die tapferen deutschen Kämpfer von 1940 in ehrfürchtiger Bewunderung vor dem riesigen Gräberfeld gestanden haben. Wie sie sich von ihren alten Kameraden, die damals um dieses Fort gekämpft haben, erzählen ließen, rote es hier zuging. Was hier in den tiefen ©angen von Vaux und Douaumont geschah, das wird wohl kaum ein Mensch so schreiben können wie es geschah Es kann nicht geschildert werden, denn es geht über Menschliches weit hinaus. Tag und Nacht standen zwischen diesen engen Steinwänden, von denen damals wie heute das Wasser tropft, Manner hinter Mauern am Periskop, um auf die Stunde zu warten in der das Maschinengewehr den Eindringlingen die tödlichen Garben entgegensandte. In gleicher Tapferkeit haben diesmal deutsche Soldaten tm Handstreich Douaumont gestürmt, und wir neigen uns in Ehrfurcht vor den Soldatengrabern von 1940, die heute am Eingang des Forts Douaumont liegen Aber wir sind dem Schicksal dankbar, daß es erfreulicherweise diesmal nur wenige sein mußten, die ihr Leben hinzugeben hatten. Die Franzosen hatten die Forts Vaux und Douaumont erneut zum Kampf hergerichtet. Sie hatten Douaumont sogar modernisiert, indem sie eine neue Befestigungsanlage hinzufügten, aber das hat nichts genutzt. Die französischen Geschütze wurden, wie man an den Panze^ kuppeln sehen kann, durch deutschen Beschuß einfach außer Gefecht gesetzt. . . , , r, . , Das Fort Marre, auf dem wir jetzt stehen, liegt auf dem linken Maasufer, östlich von Douaumont und Vaux, nördlich von Verdun. Es ist gewissermaßen ein Musterfort, denn hier kann man die Grundsätze der französischen Festungsbaukunst genau studieren. Das Fort Marr- hat im Weltkrieg außer- halb der eigentlichen Kämpfe gelegen und ist deshalb noch heute im wesentlichen erhalten; man kann ich beim Besuch dieses Forts vorstellen, wie e wa Vaux einstmals ausgesehen hat. Auch Marre wurde durch Ueberraschungsangriff genommen, und zwar haben hier unsere Flieger wieder außerordentlich nützliche Arbeit geleistet. Als die Franzosen plötzlich die schweren Brocken auf die Mutze bekamen, da merkten sie, daß diesmal die Dinge eme andere Wendung nehmen würden, als im Jahre 1916, alv der Marschall Petain zum Retter Verduns wurde. Damals gelang es, auf der Voie Sacröe, er Heiligen Straße, auf Kraftwagen ununterbrochen Verstärkungen und Munition heranzuführen. Diesmal waren Frankreichs Armeen bereits geschlagen, als der Kampf um Verdun begann. Das ist der grundlegende Unterschied zwischen damals und heute. Als an jenem regnerischen Februartage des Jahres 1916 der deutsche Sturm auf der zehn Kilometer breiten Front zwischen Azannes und Consenvoye losbrach da standen auf der Angriffsfront Hunderttausende Hunderttausenden in den Gräben der Verteidigungsfront gegenüber. Das aber war diesmal nicht der Fall, sondern neben den isolierten Forts gab es auf einzelnen Höhen nur einzelne Widerstandsnester. Hier auf dem Fort Marre aber sehen wir auch, mit welcher Schuld die französischen Machthaber belastet werden müssen, die zwar den Krieg gegen Deutschland erklärten, aber in den Jahren vorher nichts getan hatten, um diesen Krieg fuhren zu können. Das bleibt auch heute noch rätselhaft, roobef In denl Weltkriegskämpfen um Verdun haben wir die Stadt nie gesehen. Es wird nur behauptet, daß vom Pfefferrücken aus, der am 26. Februar von ungenommen wurde, ein Teil der Stadt sichtbar gewesen sei. Jetzt stehen deutsche Soldaten m Verdun vor der Zitadelle, deren Kasematten wahrend des Krieges den Truppen und der Zivilbevölkerung Schutz boten. Sie stehen vor dem weithin sichtbaren eindrucksvollen Denkmal der Derdunkai^ftr und besichtigen auch jene Halle, m der tm November 192 die Särge von acht unbekannten französischen Soldaten ausgestellt waren, aus denen der unter dem Triumphbogen in Paris beigefetzte unbekannte 6 1- bat ausgewählt wurde. Von hier oben aber, von der Höhe des Forts Marre geht der Blick hinüber zum T 0 t e n M a n n und zu der H 0 h e 3 0 4 ; bie ba' mals, und die auch jetzt wieder erbittert umkampft worden sind. Damals waren diese beiden Hohen em einziges Trichterfeld. Jetzt hat eine gnädige Natur die ft Hügel mit Büschen, Gras und Blumen miete bedeckt. Heute haben die Söhne derer in der gleichen Stellung gekämpft, die einst hier standen undoft ihr Blut und Leben gaben. So vollendet sich 1940 in Verdun, was die Geschichte ui* 1918 schuldig ge- Wie Verdun fiel. Auf den Spuren deutscher Siege in Frankreich. Don unserem K. D.-Sonderberichtersiatter. Nachricht von 6er glücklichen Geburt eines Stamm- Halters dieses Kameraden eintraf. Daraufhin übernahm die ges amte Schwadron die P a t e n- । * a f t für den Stammhalter ihres gefallenen Kameraden; jeder Angehörige der Schwadron gab eine Patenfpende. Soweit nicht eigene Bedürftigkeit vorlag, verzichteten Offiziere, Unte°jfi3W'e und Mannschaften auf eine Dekade ihres Wehr [oldes und der Frontzulage, so daß dem neugeborenen Schützling der Schwadron ein Sparbuch mit weit über 2000 RM. angelegt werden konnte. Kopenhagener Zündholzfabrik ausgebrannt. In Kopenha ge w Gl ads ax e ist eine Zündholzfabrik bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Em Lagerarbeiter hatte durch Unvorsichtigte.it eine Kiste mit fertigen Zündhölzern fallenlassen, h s e nn -Augenblick explodierte und die gesamten Zundholzvor- räte in Flammen setzte. Vor einer Woche erst ereignete sich ein gleicher Brand in einer anderen Zündholzfabrik in der Nähe von Kopenhagen. Wertvoller Fund im dänischen Torfmoor. Ein seltener und hochinteressanter Fund wurde i n einem jütländischen Torfmoor bei Ho- bro am Dienstag geborgen, wo man eine geknüpfte schwere W o l l d e ck e von 65 auf 150 ein, die nach den vorläufigen Schätzungen aus der ® e n = zeit stammen dürfte, in tiefgelegenen Torfschichten fand. Die Decke ist von rotbrauner Färbung, mit Fransen an allen Seiten versehen und ist besonders Lagmrtoier gesucht 3359D Gebrüder Kahl, Kohlenhandlung Gießen, Franks. Str. 159 Kinderliebes ÜMÖflJtO für Küche und Hausarbeitsofort gesucht. 3375V Gießen, Gartenstraße 28 „Nur ein Irrtum." Von unserer Berliner Schristleiiung. Es sieht fast so aus, als wenn gewisse französische Kreise die großherzige Mäßigung, die sich Deutsch- kand bei d?r ForLiuUerung der Waffensttllstands- bedingungen trotz seines überwältigenden Sieges auferleate f a H ä gebeutet wird. Anders «st es jedenfalls nicht zu verstehen, wenn jetzt französische Blätter auf Gedankengänge verfallen, wie etwa das Journal des Debats". Das Blatt bringt es fertig" zu behaupten, Frankreich habe den Kr^S me gewünscht und nie gewollt, es wäre alles nur ein Irrtum der französischen Minister gewesen. Auch te Temps" und te „Paris Soir" interessieren sich "vlöklich für die Kriegsschuldfrage, natürlich ebenfalls zu d-m Zweck, den sranzöfisch-n Mahv-n ^Man ?İ Urheber solcher lehr rmeckvollen Irrtümer nur ernstlich davor warnen dem steg reichen Deutschland noch langer nut derartigen Zu mutungen zu kommen. Denn diese Presiemanover sind darauf obgestellt, Frankre.chs V-rant- wortuna für Siefen Krieg und alle feine Folgen mczzuretouchieren. Man scheint sich das m en g - nannten sranMschen Kreisen allzu einfach oarM stellen, indem man nur einen kleinen Perlonenkre'S, nämlich die französischen Regierungen als Schuldige m den Vordergrund Ichiebt, Aber nur wisien sehr genau, in welchem Umfange und nut welchem fana Aschen fiaft das ganze politische 0 ranr reich in gewisienlosester Weife bald nach der Kon° fereni von München zusammen nut Encsiand aus diesen Krieg hinarbeitete, obwohl Deutschland chm ■ keinen Fußbreit Boden genommen und in terner I Weise seinen Lebensinteresfen zu nahe getreten t war. Uns steht noch heute jede Einzelheit aus der ) Sturzflut von Kriegshetze, Verleumdungen, -6^aus- - foröerungen und Einkreisungsmanovern vor Aute, und mir werden das alles so bald nicht verg ss , genau so wenig wie wir die tausendfachen We des französischen Sadismus gegen deutsche Gefangene oder die niederträchtigen Verbrechen Frankreichs an Rhein und Ruhr jemals vergessen werdem Das alles sollen nur „Irrtümer der französischen Minister gewesen fein? Wie merkwürdig daß alle französischen Regierungen in diesen Irrtümern geradezu gelebt haben! Wie merkwürdig, daß das französische Parlament diese Irrtümer in a^n Spielarten des Chauvinismus mitgemacht hat! Und wie merkwürdig schließlich, daß das ftanzosische Volk immer nur solche Parlamente und durch sie solche Regierungen gewählt hat, von denen es genau wußte, daß sie sich vorwiegend mit der Pflege und Auswertung solcher Irrtümer beschastigen würden! Nein, man kann nicht eim in 2S Jahren aufgehäuste Schuld und einen m elf Monaten mit allen Mitteln vorb-r-it-t-n Angrifss- kriea durch ein paar dummdreiste Zeitungsartikel aus^der Welt schaffen. Man soll sich m Frankreich nicht täuschen! Der Deutsche kennt als Sieger nuf)t di? verächtlichen sadistischen Methoden Frankreichs, sich in einem besetzten Lande mit Reitpeitsche, Revolver und viehischen Foltermethoden °u-zut°b°n. Aber man soll seine Geduld mäst allzu frech auf die Probe stellen — der Kriegszustand zwischen Deutschland und Frankreich ist noch nicht aufgehoben, es besteht nur ein Waffenstillstand! STADTTHEATER GIESSEN Freitag, den 26. Juli 1940, 20 Uhr: Einmaliges Gastspiel von Mitgliedern des Wiener ÄurStfteaters mit „tölaufucfis“ Komödie von Franz Herczeg Preise: RM. 0.90, 1.30, 1.85, 2.30, 2.85, 3.60. Kassenständen (Tel.2930) v. 10-13 u. v. 17-18 Uhr, an der Abendkasse ab 19.30 Uhr. Vorverkauf auch im Schok.-Haus Huntemann, Seltersweg. 3369D DANKSAGUNG. Für die vielen Beweise herzlicher und aufrichtiger Teilnahme bei dem Hin- | scheiden unseres lieben Vaters und Großvaters Ludwig Stephan II. sowie für die vielen Kranzspenden, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Biedenkopf, dem Gesangverein und für die Kranzniederlegungen sprechen wir hiermit unseren tiefsten Dank aus. Vermessungsinspektor Ernst Stephan und Familie Elisabet Stephan Staufenberg, 21. Juli 1940. Hermann Klinkei und Famihe^ Putzfrau für einige Stunden am Tage gesucht. 337qD Gießen, Gartenstraße 28 Tüchtiges MM für 4-Perfonen- Haushalt sofort gesucht. 3373V MWilien- ynus neuzeitlich eingerichtet, zu mieten eventl. zu kaufen gesucht. Es kommt auch eine mod. Etage von 5-6 Räumen in Frage. Schr. Angebote unter 3378V an den Gieß. Anz. erb. Wohnung 2-3 Zimmer mit Küche, Bad und sonstigem Zubehör zum 1. 8.401 und später zu mieten gesucht. Schr. Ang. unt. 02464 a. d.G.A. Perrato- Sommersprossen- Krem hilft bestimmt Dose RM. 2.1V Nur erhältlich: Parfümerie Doll ? Marktstraße 28 8262A Garherd mi?Tisch zu verkaufen. 02521 Friedensstr. 27 I Kinder-Korbwagen im 65. Lebensjahr. - Wir verlieren mit ihm einen langjährigen, treuen Mitarbeiter, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Betriebsführung und Gefolgschaft der Buderus’schen Eisenwerke Zweigniederlassung Lollar. Am 24. Juli 1940 starb nach längerer Krankheit Herr Gießerei-Ingenieur Wilhelm Rühl Freitag, 26. Juli 1940 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Ur. (75 Zweites Blatt Aus der Stadt Gießen Sonnenblumen blühen . n Himmel Spende der Landbevölkerung. m i geschieht, ist im Augen- welche Jahrgänge zur scheinen. die hilflos in einem Gewirr von Stofs und Lernen (Nachdruck verboten.) 10. Fortsetzung. ,Da, Fräulein." ,Und Sie?" Es hat sich inzwischen herumgesprochen daß eine Soldaten, insbesondere Soldaten der und es hatte bei vielen den Anschein, als wäre ihnen die Verwundung, die sie erlitten hatten, gar ihren Weg durch die Wagen des Zuges antraten, gab es auf den Gesichtern der verwundeten Soldaten viel ehrliche Freude über diese angenehme Ueberrafchung, die ihnen hier bereitet wurde, zu lesen. Genießerisch wurde der heiße Kaffee geschlürft und die Helferinnen hatten gar nicht Hände genug, um allen Wünschen gerecht zu werden. Da aber der Zug einigen Aufenthalt hatte, war es doch möglich, alle Verwundeten und auch die begleitenden Soldaten mit Kaffee und Kuchen zu versorgen. Soweit es die Zeit erlaubte, gab es auch manche kurze Unterhaltung mit den Helferinnen, denn die Soldaten erzählten von sich aus gerne und aufgeräumt von ihren Erlebnissen, sagt er. „Und außerdem habe ich ich denke, wir haben jetzt genug Den Soldaten schmeckts ... (Aufnahmen [21: Neuner, Gießener Anzeiger.) Die schöne Melusine Vornan bon Soldaten, die wieder Zivilisten werden Was es dabei alles zu beachten gibt. Während die sommerliche Sonne vom , hernieoerstrahlt, beginnen in allen Gärten kleinere Sonnen ihr nachzuleuchten, Sonnen, die uns ihren Schein nur vom J^li bis in den Oktober hinein schenken: die Sonnenblumen entfalten ihre Kelche. Große herzförmige behaarte Blätter umschließen den oft armdicken Stengel, der bis zu einen, zwei, drei Meter Höhe und darüber ansteigt.. An seiner hmh- sten Spitze aber entfaltet sich das wundersame Gebilde einer kleinen strahlenden Sonne: über dem Rand des dachziegelartig gebauten Kelches hangen große, flammend-gelbe Bänder herab, die leuchtenden Zungen der Randblüten, die als Lockzeichen anfliegendem Getier den Weg weisen sollen zu den Blütenstaub und Honig tragenden Scheibenbluten auf dem tellerförmigen Fruchtboden. Nicht eine einzelne Blume also (wie es doch den Anschein haben möchte) leuchtet uns aus den Gärten entgegen, son- dern ein ganzer Blütenstand. Bis über 40 cm kann der Durchmesser betragen — ein wahrhaft stattlicher Umfang'. Und so lockt er denn auch die Bienen und' Hummeln zu Hunderten herbei. Für alle aber ist der Tisch reich gedeckt. Als Zierpflanze mit vieler- .lei Spielarten kam die Sonnenblume in unsere Gärten. Mancherorts wird sie angepflanzt und gedeiht und reift als wichtige Nutzpflanze, die aus chren fast vierkantigen Früchten em wertvolles Del Schritte. Mit Mühe streift Tilde das nasse Zeug vom Körper findet jetzt natürlich die Taschenlampe, hangt L Sachen notdürftig auf und schlupft tn ben an. deren Anzug. Er ist ziemlich groß, aber das macht nichts. Eifitaunlicher ist schon, daß er wann^lst, jo, als habe er eben noch an einem menschlichen Kor per gesessen. Qum Robinsonspielen gehört immer em guter Freitag, denkt Tilde und kuschelt sich m ihren Schlag- sack, versucht sich den Besitzer des warmen Trm- ninasanzuges vorzuftellen, kommt zu teurem Resultat und bringt im Einschlafen alles durcheinander: den Germanenfürsten, den nächtlichen Reiter, irgendeinen Mann, der wahrscheinlich em Boot besitzt und der halb zum Robinson und halb zu Achill wird. Falls Robinson oder Achill einen Trainingsanzug ^Darüb"/grübelnd schläft fie nun wirklich eim (Fortsetzung folgt.) Mit Kuchenspenden am Lazareitzug. _ ®ne Aufgabe de» Raten Kreuze«. - Sauware Satt»»,-» ten. Es gab noch stets ftöhliche Gesichter, wenn m den Lazaretten die Kuchen verteilt wurden und so mancher Verwundete ließ es nicht nur bei einem Stückchen Kuchen bewenden. Es gab mcht nur den chönen leuchtend eigelben Form- oder.Radonkuchen, ondern auch manchen Obstkuchen mit Erdbeeren, Stachelbeeren, Kirschen usw. Und wo es an frischen Früchten und Beeren gefehlt haben sollte, da grng es an die Gläser mit dem „Eingemachten . Die Kuchen wurden aber nicht nur an me Lazarette verteilt, vielmehr blieb em Teil der Kuchen immer auch in der Wehrmachlsunlerkunst im „Sjotel Lenz" am Bahnhof zurück, denn die fielfermn n wollen auch den Verwundeten, die den Bahnhof Giehen in Lazarettzügen passieren,, eine tfreuse So geschah es auch dieser Tage, als um die iDiittags. stunde ein Zug einlief. Sorgfältig waren alle Vorbereitungen getroffen worden. Die Kuchen waren in gleichmäßige Stucke geschnitten (nicht etwa nur in dünne Scheiben), säuberlich tn Korbe gepackt und "Sm^matfit Tilde, denn das Zeug ist scharf und beißt in der Kehle. Nur nicht zimperlich — erstens ist das guter alter Korn und zweitens ist es Medien. Hab mir gleich gedacht, daß es mit dem Zelt nicht gut geht. „Waren Sie schon auf der Insel? Leider nicht, sonst säßen Sie nicht hier, wenigstens nicht aus diesem Platz. Das ist nämlich meinem JmlmS sa'nicht wissen. Ich war h-ut-! spät dran. Ich will Ihnen ganz offen Jagen: begeistert . war ich nicht, als ich Ihr Zelt sah. , In Tilde erwachte die Weiblichkeit. „Und jetzt. „Jetzt auch nicht. Nachts schlafe ich.nämlich» gern.' Bitte", sagte sie spitz. „Ich will Sie nicht stören. "Kommt auch nicht in Frage." Seine Hand tastet wieder nach ihr. „Sie, in dem nassen Zeug können Sie nicht schlafen." „Ich habe noch meinen Bademantel." ",Der ist bestimmt nicht trocken. Warten Sie, viel- leichte finde id) noch etwas." Er tappt wieder davon, und als er das zweitemal zurückkommt, wirft er ihr einen Traimngsanzug hm. ".Scheint so", sagt es spöttisch. .3« ganze Ausbau spricht dafür." „ ,Seien Sie doch nicht so grob. „ ' Ich kann ja wieder gehen, wenn ich störe. ^lto"i»annet- mÄ'Sie mal, zuerst wollen " ©ie ma" aus den Trümmern Karthagos heraus- Und ich habe sie so fest eingeklopft." „Was ein Mädel schon fest nennt! Haben Sie einen Holzhammer? Geben Sie her. Jetzt krachen Sie mal rein in den Bau und richten die Zeltstange wieder auf: v Es ist ein Kunststück, das Zelt bei dem Sturm wieder aufzurichten, aber es gelingt. Es geling viel besser, als Tilde geglaubt hat. „Naß?? Wie?" fragt die Stimme. „Bißchen schon." „Kommt davon. Haben Sie Schnaps da. von seiner Truppe entlassen worden ist, der seinen Wehrpaß in der Tasche und den Entlassungsschein im Wehrpaß stecken hat, gibt es aber dabeidoch Verschiedenes zu beachten. Der Uebergang fordert doch eine Anzahl von Formalitäten, die erfüllt werden müssen In einem Staat der Ordnung und der Sorgfalt kann dies nicht anders sein. Sehr wichtig ist es schon, daß der entlassene Sol. bat sich sofort beim Wehrmeldeamt seines Wohnsitzes meldet. Dies muß, nne wir auf Anfrage bei zuständiger Stelle hören, bereits 48 Stunden nad) ber Entlassung geschehen. Er unterliegt selbstverständlich weiter der Wehruberwachung. Das Wehrmeldeamt muß wissen, wer wieder da ist! Wichtig ist auch, daß der entlassene SoU>at die Zer tung liest, oder die Plakatsaulen beachtet, denn es könnte sehr wohl möglich sein, daß chn das Wehrmeldeamt erneut aufruft. u Und wenn der Heimkehrer nun s-ipn unterwegs ist, und wenn er, als m sinferer Stadt beheimotetz sich beim Wehrmeldeamt IN der Dahnhofstraße im ehemaligen Hotel „Viktoria" gemeldet hat, dann ' kann er gleich auch einige Schritte weiter tn den Wir beabsichtigen, in der Zeit uotn ■ - M luli bis Montag, 12. August, mit allabendlicher Uebiing'sdoppelstunde einen Jiu-jilfu-ßurfus IN der Turnhalle des Gymnasiums, H-ndenburgwall 6 Interessenten wollen sich sofort m unserer Kartenverkaufsstelle, Seltersweg 60, melden, wo alles Nähere erfahren werden kann. 3371U Hitler-Jugend Dann 116. „Ich hab zwei, palaroert. Kriechen Sie rein, und machen Sie dicht. Tilde gehorcht und wundert sich über, ihre eigene Sanftmütigkeit. Als sie drin ist, hört sie noch, wie der Mann draußen um das Zelt herumgeh. und die Schnüre einzeln prüft. Dann entfernen sich ferne --KUMWZ Pferd^ durch'die Nacht und pflegt dabei ziemlichen. „Bleiben oie uuty ket^eittr,^nn'ist^noch"einmal"gu7 gegangen,|damit ich weiß, wovorn^u^ mn* . aber wenn er absteigt und fragt HJ.-Standortbefehl. qu dem Wettkampf am Sonntag treten alle Lei- SÄ ’S vorschriftsmäßiges HJ.-Sportzeug gä^nlrin'finb dafür ^antwort- oder Kampfrichter selbstverständlich auch zu er- untergeht. „Hilfe!" schreit sie. ,Mfe!" Mag es nun Sinn haben oder nicht. ^nnn märtet sie tastet herum, merkt, daß sie em- aeklemmt ist und daß sie kaum aus dem Zelt her- l Auskommen kann. Schöne Geschichten wenn man m solch einer Lage warten muß, bis es hellMrd. I-ilde schreit auf, denn etwas, das bisher nicht da war f)at sie von außen berührt. Vielleicht sind Tiereauf der Insel, Wildschweine oder ein Bock, der nun Unfug mit ihr treiben will. „Huh!" schreit sie, denn es ist das einzige, was Eine ^Stimme^ draußen läßt sie ä^D^nnung I * Bleiben Sie doch zuerst einmal ruhig, Saldate^aber, der nun zur Entlassung kommen kann, gilt es, sich wieder umzuftellen, plötzlich wieder Zivilist zu werden, sich wieder seines Arbetts^ vlaües und seines Berufes zu erinnern, sich aus der Disziplin und Kameradschaft des feldmnuen Tuches wieder in den Bereich der beruflichen Pflicht, meist auch der Eigenverantwortlichkeit h'nuberzuftn- den und sich wieder einzuordnen tn jene Fmrn der Volksgemeinschaft, die die Grundlage unseres völkischen Lebens geworden ist. Zwar der Soldat i ebenfalls auf das Innigste dieser Volksgememschaft verbunden und diese ihm, aber das Dasem des Soldaten spielt sich doch m anderem Rahmen, m einer L7SL ^Xl,»bau> gchem „Nein, ich —" . _, . Saaen Sie jetzt nicht, daß Sie keinen Schnc - trinkem Sie trinken Schnaps, sogar einenordentlichen Trinkbecher voll, und ich auch. Sonst haben Si^ morgen einen Schnupfen und eine rote Nase. Mädels mit roten Nasen kann ich nicht ausst h . Wer sagt Ihnen denn, daß ich Ihnen, gefalllen will?" bockt Tilde, die nun langsam ^erlich wird. Man spielt doch nicht Robmson, um sich schlecht behandeln zu lassen. < Sie sind hier auf der Insel, und ich bm auch hier? da kommen wir kaum umeinander herum , agt die Stimme. „So, warten Sie. Er verschwindet im Dunkel, und als er fort ift bekommt Tilde wieder Angst. Sie weiß eigentlich nicht wovor, davor, daß sie jetzt allein ist, oder daß sie nicht allein ist. Sie hätte die Insel am Abend nachsehen sollen. «»-' w- Mch, „lenntn. ob« ’ie. sein. Irgend etwas gluckert. । rote alte Germanenfürsten pflegen Zeltwand^rer X sollst du wZch-m W-id-n fällst dul^meid-m l°ut^^ ^Ech da drin herum, eins Waren es nun eigentlich Buchen Er Ä Lfern'u^ Wrken? Kieferrn st-h-n ->i°r „Eins, -in Mädchen/- Überall, Kiefern mit Blitzschädenh°ip- n°ch gesehen. Aber Kiefern wurzeln flach, werben unrei | waschen, können stürzen. „ Am liebsten würde Tilde das Boot ««J ma^(nt und hinüber nach der Wa dmuhl^^faven t aber Zelt sein l°sl-n und D°srock° Barrat nicht. Aus dem Wasser 'st man owleyer ---------- als auf dem Lande, die WallmmY" benn bas? jetzt rn der Nacht und bei dem aufg j^n." kommen ein Knall, noch einer. Der 9 ^?n Eberstadt haben inzwischen Heuchelheim, des Burgtheaters „Blaufuchs" die Kunst des re- Annerod, Haufen, Allendorf (Lahn und' Lumdl ), präsentativen deutschen Theaters zu vertreten. An- ^bach, Steinbach, Holzheim und Lang Gons ihre ü 201».«. W X . . avvetitlich wie nur möglich nach Gietzen zu orui- •im Monat August bieten wir siebentägigen Je- vv ^^si^ ber Kuchen wurden sorgfältig oer= tieMufS jeweils von Samstag zu Samstag in gen. ^ y ^ig unbeschadet nach Gießen den Kreisen Büdingen und Schotten. 33440 (Qmen upt) dann den Lazaretten zugeleitet werden Teilnehmerpreis 22;— NM. (ohne Fahrt). I konnten. , w. r ehtrfvn« unserer Verkaufsstelle, Seltersweg gerade in de/ Gegenwart vermieden Am Sonntag, ^m 28. Juli, ^ ^^OttnUt^ etroas edn großes Kuchenbacken am melmchr Soldaten, msveionoere öuivu«» findet im Botanischen ©arten unter Leitung wurde jeweils die Aufforderung des Landrats uno ^eiye Entlassung kommen können. Inspektor Nessel eine Führung statt. Oberfeldführers des Deutschen^Notev^Kreuzes Dr^ ^^^m Ausmaß dies geschieht, ist im. Augen- Treffpunkt Brandplatz. Lob dazu abgewartet. Die Gemeinden traten uno I überleben, und welche Jahrgange zur znomag, kr°tkn -If'oauch in Zukunft mttih--r Kuchen p«nd° Unck nicht zUoUb-rfeh-^^ b-Lstichen Gründen —- w «S —* k-r 4.?-N-nMch^.°uch^5 daß Berge von Kuchen heranwachsen die dann vielleicht nicht schnell genug ihrer Verwendung entgegen- 0C©?r konnten uns verschiedentlich acn daß unsere Bäuerinnen m den Dörfern des Kreises nicht knauserten, als es hieß: ''Kuchenbacken für die Verwundeten!" Da wurde manches Ei mehr bt die Rührschüssel geschlagen ^nmaa"^5u£nrtf^ pfund Butter hinzugetan, das man «m Kuchen für den Hausgebrauch fehlen ließ, und, wenn man Z lammenredinen wollte, was m dem einen oder an deren Dorf an Eiern zu dem Kuchen für di^Ve^ munbeten gebraucht wurde, dann käme sicherlich eine Zahl mit mehreren Rullen zustande. Die Sol- r daten, die bisher mit den Kuchenspenden bedacht - wurden haben es zweifellos auch gemerkt, daß es Ibie oberhessischen Bäuerinnen gut mit ihnen meim Dunne wcyelven-, iuuu m x hpr,fifh „nd anhaltend treuen uno aucy auf große Tablette verstaut. Auch guter Kaffee Mir herzlich und aWi ^hlen werden, welche gekocht, den das Rote Kreuz eigens für d e Der- Gießen durch die Spende SÄ? .oXX'Ännen L L°ndb°0°lk°run« bereitet worden ist. N. ^Mi^Koft-e und Kuchen wurden ober gleichzeitig Zigaretten, Zigarren und — Zeitungen in bie 2Ba- qen gereicht von den Soldaten ebenfalls dankbar entgegengenommen, denn sie tarnen von der und hatten lange nichts zu lesen 'N den Händen Als der Zug zur Weiterfahrt rüsten mußte, und als er aus der Bahnhofshalle fuhr, wurde- den Helfe- rinnen des Roten Kreuzes aus den Wagen heraus lebhaft und dankbar zugewinkt. Mit leeren Korben und Tabletten kehrten die Helferinnen zurück, aber in ihnen allen war wieder einmal die Freude lebendig die sie immer wieder erfüllt, wenn sie zur Freude der Soldaten etwas beitraaen können. Die Landbevölkerung unseres Kreises aber die mit ihren Kuchenspenden, mit ifren ©penhen an Obstsäften usw., der Verwundeten gedenkt, darf das Bewußtsein in sich tragen, daß sich.^ Soldaten über diese Zeichen der Verbundenheit mit ihnen herzlich und anhaltend freuen und auch 'h^n An- oinff davon erzählen werden, welche ‘ ,»‘ te I Das ist ein nicht weniger wichtiger Gang! Er muß sich beim Ernährungsamt in Erinnerung bringen! Schließlich muß der bisher aus der Feldküche verpflegte Soldat nun selbst dafür sorgen, daß er etwas zu essen hat. Er meldet sich zu diesem Zweck im Dienstzimmer derjenigen Ortsgruppe, der er nach seinem Wohnsitz innerhalb der Stadt angehört. Dort erhält er ohne weiteres — den Entlassungsschein von der Wehrmacht muß er allerdings vorlegen — seine Lebensmittelkarten. Auch die Seifenkarte wird er bekommen. Auch nach einer Kleiderkarte wird er fragen. Wenn er vor seiner Einziehung zum Heer schon eine Kleiderkarte gehabt und sie vor dem Einrücken pflichtgemäß abgeliefert hat, so bekommt er sie nun wieder ausgehändigt. Die Kleiderkarte ist für den Fall seiner Rückkehr beim Wirtschaftsamt sorgfältig aufgehoben worden. Wer aber vor der Einziehung zur Wehrmacht noch keine Kleiderkarte hatte, weil sie zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch gar nicht ausgegeben worden war, so erhält er nun eine neue Kleider- karte. Also auch von dieser Seite her geht alles in bester Ordnung. Schließlich aber wird der Heimkehrer auch das Bestreben haben, wieder an seinen angestammten Arbeitsplatz zu kommen, wieder eingeschaltet zu werden in den KrLis der Pflichten, die bis vor Ausbruch des Krieges sein Lebensinhalt gewesen sind. Es ist zwar verständlich, wenn der eine ober andere der Heimkehrer erst einmal einige Tage der Ruhe genießen will, die ihm gerne vergönnt sind, so mancher aber hat das Bestreben, so bald wie möglich wieder am vertrauten Arbeitsplatz zu stehen. Hinzukommt, daß der Betriebsführer meist heilfroh ist, wenn sein Mitarbeiter wieder da ist, denn es gibt überall viel Arbeit. Rur in den Fällen, wo durch besondere Umstände veranlaßt, weniger Beschäftigungsmöglichkeit vorhanden ist, da setzt bas Arbeitsamt ein und verhilft dem Heimkehrer zu einem Arbeitsplatz in seinem Beruf, denn es soll und muß vermieden werden, daß eine Arbeitskraft länger als irgend notwendig brach liegt. Der Soldat, der aus dem Felde zurückkehrt, tritt im allgemeinen wieder in seine alten Rechte und Pflichten. Sein Arbeitsverhältnis war nur unterbrochen, etwa so, als wäre er nur in Urlaub gewesen. Sein Urlaubsanspruch ist bestehen geblieben. Die Krankenkasse, wie die Sozialversicherung, nehmen ihre Leistungen für ihn wieder ohne Wartezeiten auf. Der Heimkehrer wird von sich aus nicht versäumen, sich pflichtgemäß polizeilich wieder anzumel- den, er wird den Luftschutz-Haus- und -Blockwart wissen lassen, daß er wieder da ist, wird aber auch der Partei und den Gliederungen der Partei, denen er an gehört, melden, daß er wieder zurück ist. So vollzieht sich die Einfügung in die zivile Volksgemeinschaft rasch, reibungslos und ohne Schwierigkeit. Vor allem aber wird denjenigen, den älteren unter den zur Entlassung Kommenden auffallen, daß alles so ganz anders ist, als es 1918 war —, es ist so, wie es sich der heimkehrende Soldat einer siegreichen Armee nur wünschen kann. N. Süßmost aus eigenem Obst. Es müssen alle Mögllchkeiten ausgeschöpft werden, um aus ernährungswirtschaftlichen und gesundheitlichen Gründen die volle Erhaltung der uns von der Natur gegebenen Werte zu sichern. Dazu gehört eine Verwertung des Obstes, die an Stelle der Vergärung die Erhaltung als „Flüssiges Obst" setzt. Man braucht nur zu bedenken, daß in einem Liter Süßmost etwa drei Pfund Frischobst mit allen Gesundheilswerten enthalten ist. Eine alte Forderung der Gesundheitsführung und der Aerzteschast lautet deshalb: Mehr Ovst und mehr flüssiges Obst! Die Süßmoste sind nicht nur die besten Erfrischungsgetränke, sondern auch wichtige Nahrungs- und Gesundheitsmittel und gehören deshalb in jeden Haushalt. — Da Beeren und Obst in jedem Kleingarten, in vielen Stadt- und bäuerlichen Haushalten vorhanden sind, muß 'möglichst überall dort Süßmost hergestellt werden, wo ein Obstanfall vorhanden ist. Mit ganz einfachen Mitteln, entweder durch das sogenannte Tücherverfahren ober mit Verwendung eines Dampfentsafters kann schon der Haushalt seinen Beeren- oder Obstsaft selbst Herstellen. Für den größeren (auch bäuerlichen) Haushalt gibt es kleinere Keltern. Dann haben wir in Deutschland sogenannte Genossenschaftsmostereien, die Obst und Beeren gärungsfrei verarbeiten. Dazu kommen die über das ganze Reich verbreiteten Lohnmostereien. Bei Beeren erhält man z. B. 40 ^-Liter-Flaschen Süßmost aus dem Zentner. Die zuständigen Stellen — insbesondere die Frauenschaft — arbeiten feit langem daran, das Wissen über die Sühmosther- fteöung immer mehr zu verbreiten. ♦ *♦ M i t dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Der Feldwebel Josef Wacker, Bruchstraße 7, erhielt bei den Kämpfen in Norwegen für Tapferkeit vor dem Feind das Eiserne Kreuz II. Klasse. ** Beförderung. Dr. Johannes van Bentheim (Goethestraße 69), wurde mit Wirkung vom 1. April 1940 zum Stabsveterinär befördert. ** 40 Jahre im Dienst. Am vergangenen Mittwoch wurden zwei treue Beamte des Amtsgerichts Gießen geehrt. Landgerichtsrat B r ü ck e l und Justizassistent Boller erhielten durch Amts- gerichtsdirektor Dr. Seib mit herzlichen Worten der Anerkennung für ihre treuen Dienste das ihnen vom Führer verliehene Treudienstehrenzeichen in Gold für über 40jährige Dienstzeit überreicht. ** Ein Zweiundsiebzigjähriger. Unser Mitbürger, der Schlosser Karl Hünermund, Wolkengasse 17, konnte dieser Tage in aller körperlichen und geistigen Frische seinen 72. Geburtstag feiern. Der betagte Mann versieht noch heute seinen Dienst. Er gehört seit 3 Jahrzehnten zum treuen Stamm der Leser des Gießener Anzeigers. (Mr beglückwünschen herzlich zum Geburtstaa!) ** Mietejubiläum. Der technische Assistent a. D. Karl H a b e n e y wohnt am 1. August d. I. seit 40 Jahren im Hause Goethestraße 46II. Das langjährige Mietverhältnis ist ein Zeichen besten Einvernehmens zwischen Vermieter und Mieter. Notizen für den 28. Juli. Sonnenaufgang 5.13 Uhr, Sonnenuntergang 20.59 Uhr; Monduntergang 14.53 Uhr, Mondaufgang 24.34 Uhr. Notizen für den 29. Juli. Sonnenaufgang 5.15 Uhr, Sonnenuntergang 20.57 Uhr, Mondaufgang v. 30. 1.10 Uhr, Monduntergang 15.56 Uhr. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M, 26. Juli. (Vorbericht.) Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM, Bullen 36,50 bis 44,50, Kühe 18 bis 44,50, Färsen 23 bis 45,50, Kälber 25 bis 59, Hämmel 30 bis 51, Schafe 16 bis 44, Schweine 53 bis 59 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. Zwei Tage durch den Vogelsberg. 1. Tag: Hirzenhain — Wenings — Ober-Seemen — Hartmannshain. Wir fahren mit der Oberhessischen Bahn nach Stockheim, von wo mir die Voaelsbergbahn benutzen, die uns dem lieblichen Niodertal aufwärts vorbei an dem malerisch liegenden Ortenberg und Lißberg mit seinem hochragenden Burgturm, im Volksmund „Butterfaß" genannt, nach dem eben= alls anmutig gelegenen Hirzenhain bringt. Von hier leiten uns weiße Striche auf einem Feldweg nach dem, in einem engen Tale liegenden Wenings, wo mir auf das rot-meiße Band, das nahezu ganz Oberhessen durchzieht, stoßen und dem mir in nordöstlicher Richtung folgen. Unser Weg führt uns über die Försterei Wernings, einem ausgegangenen Dorf und meiter über die hochgelegene Kolonie Schönhausen mit guter Fernsicht nach dem hohen Vogelsberg und dem Taunus. Wir berühren ferner die Dietgemunbene Bergbahn und genießen neben der mürzigen Höhenluft noch herrliche Blicke in die Täler und auf die umliegenden Höhen. So kommen mir über Ober-Seemen, vorbei an zahlreichen Hutmeiden im mäßigen, aber dauernden Anstieg hinauf nach dem als Luftkurort bekannten Hartmannshain, mo mir in einem der guten Gasthäuser Quartier nehmen. 2. Tag: Hartmannshain — Herchenhainer Höhe — Schwarzbachlal — Hochwaldhaufen — Herbstein — Schloß Eifenbach — Lauterbach. Der Morgen des nächsten Tages bringt uns zunächst über das höchstgelegene Dorf Hessens Her- chenhain an der Jugendherberge Dater-Bender-Heim vorbei hinaus zur Herchenhainer Höhe, mo mir die prachtvolle Aussicht bis zu den fernen Bergen der Rhön und des Spessarts bemunbern. Nachdem mir noch dem Gesallenen-Denkmal des VHC. einen Besuch abgestattet haben, gehen mir jetzt meißen Ringen nach, die uns durch den Oberwald über die „Burg", eine interessante Felskuppe nach dem schönsten Tal des Gebirges, dem mild-romantischen Schwarzbachtal bringen. Dem plätschernden Bächlein abwärts gelangen mir über den Luftkurort Hochmaldhausen nach dem benachbarten Ilbeshausen, mo mir nicht versäumen dürfen, das prächtige Fachmerkhaus, die „Teufelsmühle" zu besichtigen. Unser Zeichen führt uns noch nach dem auf einem Hügel liegenden Herbstein, mo es endigt. Auf fester Straße mandern mir nun am Bahnhof Rixfeld vorbei nach dem malerisch über einem Tale gelegenen Schloß Eisenbach, der hessischen Wartburg, durch dessen Parkanlagen und Burghof mir gehen, um jenseits des Tales, mit hübschem Rückblick nach dem Schloß, auf der Landstraße über Blitzenrod nach unserem Endziel Lauterbach zu gelangen. Wanderzeit am ersten Tage vier, am zweiten Tage sechs Stunden. Krofdorf — Fohnbachlal — WaldhauL<— Sauroafen — Schmelz — Salzbödelal — Frkevelhausen. Diese lohnende Wanderung beginnt in Krofdorf. Bis dorthin benützen mir das Postauto. Von der Friesschen Wirtschaft folgen mir blauen Strichen, die uns durch das liebliche Fohnbachtal mit unter» megs hübschem Rückblick auf den Gleiberg, aufmärts zum Forsthaus Waldhaus führen. Hier treffen mir gelbe Punkte, denen mir nachgehen und durch schönen Waldbestand, den sog. „Buchenbühl" zu einem prächtigen Ausblick oberhalb Kirchners gelangen. Vor uns dehnt sich das breite Verstal mit einigen friedlichen Dörfchen aus und darüber hinaus erheben sich die Berge der Gladenbacher Gegend: Hemmerich, Treisberg und Koppe. Wir steigen nun abmärts, überschreiten den Saumasen, einen tief einaeschnitteten Talgrund, in dem sich das Kirch- verser Schmimmbad befindet, um auf der anderen Seite wieder einen Höhenrücken zu überfteigen, von dessen Kamm mir nunmehr die Lahnberge um Marburg erblicken. Die Zeichen leiten uns abmärts zu der idyllisch im Salzbödelal liegenden Schmelz (Sommerwirtschaft), mo sie endigen. Dem anmutigen Tale abmärts gehend, erreichen mir, nachdem noch die Dörfer Salzböden und Odenhausen passiert sind, die Station Friedelhausen, von mo aus mir heimfahren. Dauer der Wanderung 4 Stunden. Vezirksnieisterschastskällipse der Leichtathleten. Jrn Rahmen der wöchentlichen Abendkämpfe kamen am Mittwoch, 24. Juli, die Bezirksmeister- schaften in der Leichtathletik zur Durchführung. Aus besonderen Gründen war die Abwicklung dieser Veranstaltung an einem Sonntag nicht möglich, so daß die Meisterschaften auch nur von den Vereinen VfB.-R. Gießen, Spielvereinigung 1900 Gießen, Mtv. Gießen, Tv. Wieseck, Tv. Heuchelheim, Tv. Großen-Buseck und der Sportgemeinde Steinbach beschickt waren. Die Teilnehmerzahl war mit Rücksicht darauf nicht groß. Die feit dem 5. Mai d. I. wöchenllich durchgeführten Trainingswettkämpfe hatten allen Leichtathleten Gelegenheit gegeben, ihre Leistungen zu steigern und im Kampf mit anderen Kameraden zu überprüfen. Vor allem zeichnete sich hierbei der VfB.-Reichs- bahn Gießen recht erfolgreich aus. An der Spitze steht hier Dr. Luch im Kugelstoßen und Diskuswerfen, bem gute Nachwuchsleute folgen. Die Leistungen von Dr. Luh haben bei der Reichsfachamtsleitung alle Anerkennung gefunden. Bei den Bezirksmeisterschaften erreichte er wieder im Kugelstoßen 15,20 Meter und im Diskuswerfen 41,01 Meter. Von den Ergebnissen verdient noch der Weitsprung, den H o ch st e i n (Tv. Großen-Buseck) mit 6,34 Meter vor Boll (DfB.-R. Gießen), 6,27 Meter, gewann, besonders erwähnt zu werden. Auch das Ergebnis im Speerwerfen, das der Jugendliche Engel (Spvg. 1900) mit 49,30 Meter vor Dr. Luh, 48,55 Meter, und Deuker (Sportgem. Steinbach), 43,92 Meter, gewann, ist im Vergleich zu den in dieser Hebung früher gezeigten Ergebnissen gut Wie bereits erwähnt, mar aus zeitlichen und sonstigen Gründen keine Gelegenheit, diese Meisterschaften in einem größeren Rahmen durchzuführen. Es liegt jedoch im Interesse der Leistungssteigerung, daß auch den ausrnärtigen Leichtahleten größere Wettkampfmöglichkeiten geboten merben. Das Fachamt Leichtathletik mirb beshalb im' Einvernehmen, mit ber Bezirksführung für einen ber Sonntage nach bem Bezirks-Turn- unb Sporttag größere leichtathletische Wettkämpfe ausschreiven. Die Ergebnisse: Männer. 10 0 M e te r: 1. Hochstein, Tv. Großen-Buseck, 11,8; 2. Dietrich, VfB.-R., 12; 3. Engel, Spvgg. 1990, 12,3 Sek. 800 Meter: 1. Hirschberger, VfB.°R., 2,07; 2. Gemmer, VfB.-R., 2:08,6; 3. Neibel, Tv. Heuchelheim, 2:11,7 Min. 400 Meter: 1. Jox, Spvgg. 1900, 55,1; 2. Döll, Spvgg. 1900, 60,1; 3. Schmück, Spvgg. 1900, 61,7 Sekunden. Kugelstoßen: 1. Dr. Luh, VfB.-R., 15,20; 2. Sack, Tv. Heuchelheim, 10,95; 3. Deuker, Spvrtg. Steinbach, 10,$2 Meter. Diskus: 1. Dr. Luh, VfB.-R., 41,01; 2. Sack, Tv. Heuchelheim, 29,67; 3. Deuker, Spvrtg. Steinbach, 29,37 Meter. Speer: 1. Engel, Spvgg. 1900, 49,30; 2. Dr. Luh, VfB.-R., 48,55; 3. Deuker, Spvrtg. Steinbach, 43,92 Meter. Weitsprung: 1. Höchstem, Tv. Großen- Buseck, 6,34; 2. Boll, DfB.-R., 6,27; 3. Diettich, VfB.-R., 5,86 Meter. Dreisprung: 1. Dietrich, VfB.-R., 11,82; 2. Engel, Spvgg. 1900, 11,51; 3. Semper, Spvgg. 1900, 11,07 Meter. Frauen. . 100 Meter: Herrn. Buß, Mtv., 13,8; 2. E. Schmidt, DfB.-R., 14,3 Sek. Kugelstoßen: 1. E. Schmidt, VfB.-R., 9,14;. 2. Jrmh. Schmidt, Mtv., 7,85; 3. Margret Seim, Mtv., 7,51 Meter. Diskus: 1. Elfriede Schmidt, DfB.-R., 28,23; 2. Irmhild Schmidt, Mtv., 24,59 Meter. Weitsprung: 1. Hermine Buß, Mtv., 4,50; 2. Jrmh. Schmidt, Mtv., 4,39; 3. Elfr. Schmidt. VfB.-R., 4,37 Meter. (1.) Fußball: Stadt-Land! tag des deutschen Sports. Nach den bisher gelungenen Veranstaltungen der Gießener Stadtmannschaft gegen andere Mannschaften mird am Sonntag auf bem Waldsportplatz ein Vtzrgleichskampf zwischen Stadt und Land gestartet, dessen Reinertrag bem deutschen Sport zufließen soll. Die Vereine des Kreises Gießen sind bekannt dafür, daß sie mit ihrem Können hinter dem der Stadtvereine nicht zurückstehen, vor allem sind bie Spieler eifrig und spielen einen reinen Zweckfußball. Die Landmannschaft wird folgendes Aussehen haben: Deuker (Steinbach); Kuhl (Hungen), Dambmann (Großen-Buseck); Eisenacher, Harbach (Großen-Buseck), Stumpf (Garbenteich); Schneider (Gr.-Buseck), Würz (Hungen), Lotz (Garbenteich), H o ch st e i n (Gr.-Buseck), Stumpf (Garbenteich). Ersatz: Velten (Grii- ningen). Stadtmannschaft: Fischer (1900); Goß (1900), Schlitz (BfB.-R.); Jäger (1900), Anton (VfB.-R.), Heilmann (SA.); Nachtigall (1900), Funk, Benner (DfB.-R.) Kraft (1900), Ehmann (VfB.-R.). Die Landmannschaft ist die stärkste, die zur Zeit zu stellen ist, wenn man von den Teutonen absehen will. Die Stadtmannschaft ist eingespielt (erstmals stellt sich wieder Heilmann vor), sie wird aber einen sehr schweren Stand haben, zumal die stabile Hintermannschaft der Gäste wenig Tore zulassen wird. Das Spiel wird seine Anziehungskraft nicht verfehlen. Heimische Schützen im llnieckeis-Msterschastskamyf. Das Schießen um die Unterkreismeisterschaft der Schützen im Unter frei 5 Gießen, das unter Leitung des Kreisschützenführers Eduard G o n d n e r abgehalten wurde, stand im Zeichen des Krieges. Diele auswärtige Schützenvereine konnten sich an diesem Schießen nicht beteiligen, weil deren meiste Mitglieder zur Fdhne einberufen, sind. Es beteiligten sich daher zumeist nur ältere Schützen, die infolge ihrer Mehrarbeit au Hause weniger Zeit zum Ueben hatten, aber trotzdem gute Ergebnisse erzielten. An dem Schießen beteiligten sich Hie vier Gießener Schützenvereine, ferner die VerÄne von Leihgestern, L i ch und Steinbach. Diesmal wurde die Unterkreismeisterschaft nur mit ber Kleinkaliberbüchse in militärischem und beliebigem Anschlag ausgetragen. Im militärischen Anschlag beteiligten sich 14 Mannschaften und 11 Einzelschützen, im beliebigen Anschlag 7 Mannschaften und 9 Einzelschützen, zusammen also 104 Schützen. Geschossen wurde auf 50 Meter, 12kreisige Ringscheibe, je fünf Schuß liegend freihand, kniend bzw. sitzend fteihand und stehend freihand in jeweils 5 Minuten. Die Ergebnisse: Militärischer Anschlag. Jungfchühen-Mannfchaften: Siegermannschaft: Die Jungschützen der Schützengesellschaft 1926 Gießen mit 430 Ringen, und zwar die Jungschützen Gerhard Luft mit 105, Heinz Rau 114, Kurt Petri 109 und Günter Sundheim mit 102 Ringen. Sie erhält somit die Bezeichnung Unterkreisjugend-Meistermannschaft 1940. Zweitbeste Mannschaft stellte die Sportgemeinde Steinbach mit 361 Ringen, und zwar die Jungschützen Ernst Haas mit 102, Erich Haas 102, Karl Fr. Haas 74 und Erwin Müller mit 83 R. Die nächstbeste Manns chaft stellte ebenfalls Steinbach mit 294 Ringen, und zwar die Jungschützen Heinrich Haas I. mit 82, Ludwig Strauch mit 78, Karl Keßler 74 und Karl Reusch- ling mit 60 Ringen. Als Einzelschüßen schossen die Jungschützen Heinz Schäfer, Postsport Gießen, 125, Richard Dern, Leihgestern, 108, Wilhelm Jung, Leihgestern, 104 R. Ju g e n dm eist e r des Unterkreises Gießen wurde somit der Jungschütze Heinz Schäfer von der Postsportgemeinschaft Gießen. Schützen, Mannschaften. Meistermannschaft: Die Mannschaft der Sportgemeinde Steinbach mit 587 Ringe, und zwar die Schützen der B-Klasse Heinrich Klingelhöfer mit 157, Hrch. Ldg. Haas 144, Karl Nikolaus I 144 und Ludwig Haas VI. mit 142 Ringen. Diese Mannschaft ist somit Unterkreis-Meistermannschaft für 1940 geworden. Einzelmeister des Unterkreises Gießen 1940 im militärischen Anschlag wurde Otto Scheller, Post- sportgemeinschaft Gießen, mit 157 Ringen. Es folgen nun die Ergebnisse nach den Wettkampfklassen geordnet. A-ftlaffe. Die Mannschaft des Schützenv^reins Gießen mit 579 Ringen, und zwar die Schützen: Willi Georg mit 149, Georg Schilling 148, Hch. Appel 145 und W. Schwinn mit 137 Ringen, B-fUaffe. Best Mannschaft: Sportgem. Steinbach mit 587 Ringen (Unterfreismeifter). Zweitbeste Mannschaft wurde die erste Mannschaft der Schützengesellschaft 1926 Gießen mit 559 Ringen, und zwar die Schützen: Karl Heitz 151, Willi Becker 141, Dr. Hans Wilhelmi 140 und Karl Neeb mit 127 Ringen. Nächstbeste Mannschaft: Schützenverein Gießen mit 548 Ringen, und zwar: Karl Mootz 144, W. Kunert 138, Wilhelm Scheid 137 und Johs. Wessels mit 129 Ringen. Dann folgt die Mannschaft von Leihgestern mit 460 Ringen, und zwar: Eugen Velten 140, Wilhelm Jakobi 127, Wilhelm Volk 122, und Otto Schäfer mit 71 Ringen. Einzelschützen: Heinrich Kern, Postsportgemeinschaft Gießen, mit 154 Ringen. c-klaffe. Mannschaften. Bestmannschaft: Post- svortgem. Gießen mit 571 Ringen, und zwar: Otto Scheller 157, Willi Flach 151, Herrn. Paul 135 und Fritz Hill mit 128 Ringen. Zweitbeste Mannschaft wurde Steinbach mit 496 Ringen, und zwar: Heinrich Becker JV. 133, Karl Horn III. 131, Heinrich Mack III. 128 und Jakob Keßler mit 104 Ringen. Nächstbeste Mannschaft wurde die Schützengesellschaft 1926 Gießen mit 455 Ringen, und zwar: Ldg. Schneider mit 139, Herrn. Meckel 125, Georg Hammel mit 100 und Fritz Dewald mit 91 Ringen. Einzelschützen: H. Gg/ Schmidt, Schützenverein Gießen, 131; Julius Funk, Schützeno. Gießen, 115 und Wilhelm Zehner, o. Poppe & Co. Gießen, 107 Ringen. D-fUaffe. Mannschaften. Best Mannschaft: Wett- fampfgem. der Fa. Poppe & Co. Gießen mit 502 Ringen, und zwar: Karl Jakob 139, Waller König 135, August Hof 129 und Ernst Sommerkorn mit 99 Ringen. Zweitbeste Mannschaft wurde die Schützengesellschaft Lich mit 491 Ringen, und zwar: Willi Hahn mit 133, Hch. Textor 123, Julius Jhring 119 und Heinrich Menges mit 116 Ringen. Einzelschützen: Karl Hartmann von der W.K.G. Poppe 8t Co., Gießen, mit 111, Hermann Kaiser von Poppe & Co. mit 108 und Ludwig Mack III., Steinbach, mit 55 Ringen. Altersklasse: V e st m a n n s ch a s t: Die Schützengesellschaft 1926, Gießen, mit 417 Ringen, und zwar: Heinrich Blum 118, Konrad Becker 118, Ed. Gondner 94 und Hans Götz mit 87 Ringen. Beliebiger Anschlag. Schuhen, Mannschaften: Meistermannschaft wurde die Mannschaft des Schützenvereins Gießen mit 599 Ringen, und zwar die Schützen: Hch. Appel 157, Georg Schilling 152, Wilhelm Schwinn 146 und Willi Georg mit 144 Ringen. Vorstehende Mannschaft ist gleichzeitig die B e st m a n n s ch a f t der A-Klasse. Sie erhält ferner die Bezeichnung Unterkreis-^Meister- mannschaft im beliebigen Anschlag für 1940. Einzelmeister: Hch. Appel, Schützenverein Gießen, mit 157 Ringen. Er erhält somit die Bezeichnung Unterkreismeister in beliebigem Anschlag des Unterkreises für 1940. B-Klasse: Best Mannschaft wurde die Schützengesellschaft 1926, Gießen, mit 555 Ringen, und zwar die Schützen: Dr. Hans Wilhelmi mit 153, Willi Becker 143, Karl Heinz 134 und Karl Neeb mit 125 Ringen. Zweitbeste Mannschaft wurde ’ der Schütz en verein Gießen mit 546 Ringen, und zwar die Schutzen: Johannes Wessels mit 145, W. Kunert 142, K. Mootz 138 und Wilhelm Scheid mit 121 Ringen. Nächstbeste Mannschaft wurde Steinbach mit 540 Rrngen, und zwar die Schützen: Heinrich Klingelhöfer mit 143, Hch. Ldw. Haas 143, Ldw. Haas 130 und Karl Horn III. mit 124 Ringen. C-fHaffe: Bestmannfchaft wurde die Schützengesellschaft 1926, Gießen, mit 539 Ringen, und zwar die Schützen: Ldw. Schneider 152, Hermann Meckel 151, Gg. Hammel 122 und Fritz Dewald mit 114 Ringen. Einzel schützen: Julius Funk, Sch.-Der. Gießen, 144; Hch. Becker II., Steinbach, 125; Wilhelm Zehner von Poppe & Co. Gießen, 121 und H. Georg Schmidt, Sch.-Ver. Gießen, mit 114 Ringen. O-klasse. Bestmannschaft wurde die Wettk.-Gem. der Firma Poppe & Co. Gießen mit 509 Ringen, und zwar die Schützen: Waller König mit 138, Karl Jakob 136, Ernst Sommerkorn 134 und August Hof mit 101 Ringen. Einzelschützen: Karl Stork, Sch.-Ver. Gießen, 132; Hermann Kaiser von Poppe 8t Co., 109 und Karl Hartmann, ebenfalls von Poppe 8t Co., 105 Ringe. Altersklasse. Bestmannschaft Schützengesellschaft 1926 Gießen mit 419 Ringen, und zwar die Schützen: Hch. Blum mit 115, Ed. Gondner 112, Konrad Becker 98 und Hans Götz mit 94 Ringen. Das Schießen nahm einen planvollen Verlauf. Zum Schlüsse wurde noch eine von dem Kreisschützenführer Ed. Gondner gestiftete Ehrenscheibe stehend fteihändig herausgeschossen, die von Kamerad Hch. Blum von der Schützengesellschaft 1926 Gießen erschossen wurde. Das Schießen um die Kreismeisterschaft sowie das Schießen mit Großkaliber fällt in diesem Jahre aus. Das Schießen auf die Gaumei st erschüft findet in diesem Jahre voraussichtlich in drei Abteilungen in Gießen, Frankfurt und Kassel gleichzeitig am Sonntag, 15. September, statt. ♦ Wie nachträglich festgestellt wurde, war der Schütze Th. M. von Hörnsheim nicht berechtigt, an dem Schießen um die Kreismeifterschast am 6. August 1939 teilzunehmen. M. bleibt daher nicht Kreismeister 1939 des Kreises Gießen in Kleinkaliber milit. Anschlag, sondern Kreismeister wird der nächstbeste Schütze Daniel Becker von der Schützengesellschast Homberg (Oberhessen). Gleichzeitig fällt damit die Bestmannschaft Hörnsheim in der 0-Classe aus und rückt die Schützengesellschaft 1926 Gießen als Best Mannschaft auf. Als nächstbeste Mannschaft folgt dann Lützellinden.