Annahme von Anzeigen für tue Mittagsnummer bis 8*/o Uhrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Brette 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I AbschlüffeMengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25O/Ome6r Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. !yv.3chrgang Nr.7Z Srscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Zeilagen: Die Illustrierte Lietzener Familienblätter )eimatimBild -DieScholle Nonats-Bezugsvreis: Nit 4 Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 luch bei Nichterscheinen lon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ^ernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeige^ LoftscheckllllssFrankf^M. vrühlsche UniversttätsbnrckerelR. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Siehen^§chvlfiratze7-Y jgjy • • Dienstag, 2b. Mär; ^0 Gietzener Anzeiger Die Wehrmachtsberichte Lustkamps über dem Dorseid der Partei und des Reichsarbeitsdienstes das wohlverdiente Ehrenzeichen, wobei der Oberbauleiter namens des Generalinspektors für das deutsche Straßenwefen, Reichsminister Dr. Todt, den Männern vom Westwall für ihren restlosen Einsatz und für ihre Opferbereitschaft den Dank der ^Heimat aussprach. Den Dank der Wehrmacht überbrachte der älteste General des Abschnittes. Auch er wies auf den tapferen Einsatz der Westwallarbeiter hin, auch manchmal unter feindlichem Feuer und auch dann, wenn ein braver Kamerad feinen Einsatz mit feinem Leben und feinem Blut bezahlen mußte. Freudig gelobte der Sprecher der Westwallarbeiter, daß sie auch für alle Zukunft bereit fein würden, sich voll und ganz einzusetzen auf dem ihnen zugewiesenen Platz zum Wohle des Vaterlandes getreu den Anweisungen des Führers. Am Nachmittag spielten Volksbühnen und verschiedene Landesorchester in allen Lagern der Westwallarbeiter. Die Veranstaltungen gaben ein eindrucksvolles Bild von der Verbundenheit von Hei- mat und Front. Sie zeigten dem Westwallarbeiter, daß die Heimat an ihn denkt, daß sie ihm dankt für seine Tat, die die Heimat schützt vor jedem feindlichen Einfall. erreichen ihn nicht mehr, er ließ sich von der Wolke verschlucken. Aber der schlaue Franzose hatte sich verrechnet: er rettete sich wohl für den Augenblick, hatte aber bereits am Ende der Wolke einen der Angreifer wieder hinter sich, diesmal fast über sich. Der Heckschütze der Potez muß wohl doch d-urch einen der ersten Schüsse gefallen sein; das MG. im Heckstand des Franzosen ragt starr nach oben, kein Schuß fällt mehr daraus. In einer Steilkurve sucht der französische Pilot nach links zu entkommen. Es gelingt ihm nicht. Er fliegt genau in die MG. - Garbe des deutschen Jägers, der sich bis auf 40 Meter hinter ihm herangearbeitet hat, so dicht, daß die Einschläge deutlich zu erkennen sind. Jeder Schuß sitzt und reißt breite Löcher in Rumpf und Tragflächen. Die großen Splitter fliegen dem Deutschen fast gegen das eigene Flugzeug. Dann stürzt die Potez auch schon, aber immer noch versucht der Pilot, sie wieder zu fangen. Es gelingt ihm nicht mehr. 400 Meter vor den vorder- ften deutschen Posten im Vorfeld des Westwalles schlägt das Flugzeug auf. Eine riesige Stichflamme schießt aus dem Trümmerhaufen hoch. Hoch oben über der Absturzstelle fliegt der erfolgreiche deutsche Jäger ruhig seine Bahn mit den anderen weiter. Walter Herbert Hirsch. schnelle Fortschritte, und jeder Partner bemüht sich offensichtlich, dem andern gefällig zu sein und Artigkeiten zu sagen. Die Belgrader Konferenz hat hier einen guten Anfang gemacht, und der Besuch des rumänischen Finanzministers Constantinescu in Sofia durfte auch auf wirtschaftlichem Gebiet eine starke Annäherung gebracht haben. Allerdings darf man nie vergessen, daß dem Warenaustausch zwischen den beiden Ländern schon durch die verwandte agrarische Struktur ein verhältnismäßig enger Rahmen gezogen ist. Bulgarien interessiert sich aber, wie der Nationalbankpräsident Guneff dieser Tage erklärte, außer für rumänisches Petroleum für Steinsalz, Zellulose und eine Reihe von Halbfabrikaten, während Rumänien von ihm Minzöl, Reis und Steinkohle abnehmen könnte. Die Eisenbahnfähre Giurgiu—Rustschuk, die nun endlich im Laufe dieses Jahres fertiggestellt werden soll, wird das lästige Umladen ersparen und einen Teil des Transitverkehrs auf Rumänien bzw. Bulgarien ziehen. Die Schwierigkeiten im Winter, wenn die Donau zufriert, werden dadurch allerdings noch nicht beseitigt. Aber es ist wenigstens ein verheißungsvoller Anfang, dem vielleicht auch einmal in greifbarer Zukunft der Brückenschlag — im rsal-verkehrstechnischen, wie im üb ertrage apolitischen Sinne — folgen wird. .25. März. (P. K.) Die kämpfende Truppe erlebte das Osterfest inmitten einer Landschaft, in der nach Wochen zähen Widerstandes der Winter nun doch endlich den Rückzug angetreten hat. In den Frontdörfern im freigemachten Gebiet hatte es vor den Feiertagen ein allgemeines Großreinemachen gegeben. Jeder Ortskommandant setzte alles daran, um Straßen und Häuser in Ordnung bringen zu lassen. Eine umfassende Entrümpeln n g s a k t i o n brachte große Mengen von Altmaterial zusammen, das nun einer zweckdienlicheren Verwendung zugeführt wird. Soweit es irgend ging, wurde auch bereits mit der Felbbestel - lung begonnen. Die Männer der Organisation Todt sind eifrig bemüht, auf den großen Durchgangsstraßen, die von Frost und Schnee angerichteten Schäden zu beseitigen. Das Vorfeld bietet so ein Bild regsten Lebens. Die vordringlichen Arbeiten erfuhren hier auch während der Feiertage keine Unterbrechung. Wie der Soldat auf vorgeschobenem Posten, war auch der Arbeiter mit Spaten und Hacken genau wie an jedem anderen Tage auf feinem Platz zu finden. Für die Osterfreude hatte nicht zuletzt die F e l d - poft mit der pünktlichen Zustellung all der Karten, Briefe und Päckchen gesorgt, mit denen die Heimat ihre enge Verbundenheit mit der Front erneut bewies. Die K a m p f t ä t i g k e i t erfuhr freilich auch in diesen Tagen keine wesentliche Unterbrechung. Feindliches Störungsfeuer, das hier und da aufflackerte, wurde entsprechend erwidert. Die Spähtrupps unserer Infanterie fühlten auch in diesen vom Vollmond erhellten Nächten dem Gegner auf den Zahn und kehrten zum Teil mit wertvollen Erkundungsergebnissen zurück. Einer der Spähtrupps ließ es sich nicht nehmen, das Osterfest im Niemandsland mit den Kirch en glocken eines vom Franzmann geräumten lothringischen Dorfes einzuläuten, nachdem Kameraden des gleichen Truppenteiles auf dem am weitesten sichtbaren Punkt des Ortes die Hakenkreuzflagge gehißt hatten. Besonders eindrucksvoll gestalteten sich die Feldgottesdienste, die für die abkömmlichen Mannschaften der vorn eingesetzten Truppenteile — zum Teil im Freien, zum Teil in den Kirchen freigemachter Ortschaften — abgehalten wurden. Während die Gedanken zu den Lieben in der Heimat gingen, mahnte die nahe Front doch an die Erfüllung jener Pflicht, die dem deutschen Soldaten heute über alles geht. So wurde dieses Ostern an der Westfront für Hunderttausende deutscher Männer zu einem Erlebnis, das ihnen erneut den tiefen Sinn ihres Einsatzes vor Augen führte und sie bestärkte im festen Glauben an den sicheren Sieg. Die Losung für morgen kann nicht anders lauten als die von gestern und heute. Cs tft jener Satz, der unsichtbar Samstag. Berlin, 23. INärz. (DJIB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3tn Westen keine besonderen Ereignisse. Die deutsche Luftwaffe führte am 22. INärz trotz heftiger feindlicher Jagd- und Flakabwehr zahlreiche Aufklärungsflüge über Frankreich durch. An der Westfront flogen einige feindliche Aufklärungsflugzeuge in das deutsche Grenzgebiet ein. Lin englisches Flugzeug wurde in der Gegend von Eleve durch ein Wesserschmitt-Jagdflugzeug in großer höhe gestellt und zum A b st u r z gebracht. Am 22. Wärz und in der Nacht vom 22. zum 23.Wärz wurde die Verletzung neutralen Hoheitsgebietes durch feindliche Flugzeuge mehrfach feftgeflellt, und zwar die Verletzung niederländischen Hoheitsgebietes um 12.22 Uhr, 22.31 Uhr und 23.14 Uhr, belgischen hoheits- gebiekes um 0.47 Uhr und luxemburgischen Hoheitsgebietes um 1.11 Uhr. Sonntag. Berlin, 24. Wärz. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gab am Sonntag bekannt: ,An der Westfront örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. Die Luftwaffe führte trotz sehr ungünstiger Wetterlage Aufklärungsflüge über O st frankreich durch. In der Nacht vom 23. zum 24. Wärz flogen zahlreiche feindliche Flugzeuge nach Horbroeff- deutschland und in den Abschnitt Wosel- Rhein ein. Lin Vickers-Wellington-Langstrecken- flugzeug wurde durch Flakartillerie abgeschossen. Beim Rückflug verletzte der Gegner in acht Fällen niederländischeshoheitsgebiet zwischen 22.45 Uhr und 2.45 Uhr. Montag. Berlin, 25. Wärz. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gab am Wontag bekannt: Im Westen verlief der Tag ruhig. Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärungstätigkelt über Frankreich fort. Bei der Grenzüberwachung im Westen wurde im Luftkampf in Gegend Zweibrücken ein französischer Aufklärer von deutschen Jägern abgeschossen. ...... 26. März. (P.K.) Durch den strahlenden Himmel des Ostersonntagnachmittags fliegen Messerschmitt-Maschinen Grenzüberwachung. Tief unten ziehen sich die Gräben des Vorfeldes, hier die deutschen, drüben die feindlichen. Keine Bewegung ist zu erkennen. In Ruhe liegen sich die Fronten gegenüber. Die deutschen Flugzeuge ziehen ihre Bahn. Plötzlich kommt die Meldung über ein feindliches Flugzeug. Blitzschnell wenden die beiden Maschinen und nehmen Kurs auf die Flugrichtung der feindlichen Maschine. Einige Wolken, die sich wie riesige Kulissen am Himmel ausbreiten, nehmen vorläufig noch jede.Sicht. Da ist das Flugzeug! Eine französische Maschine vom Muster Potez63, die über den deutschen Linien kurvt und dann Kurs nach Osten, nach Deutschland nimmt. Die Flak, die sie aufs Korn genommen hatte, stellt jetzt ihr Schießen ein, die deutschen Jäger nehmen die VerfolgunL auf. Vier Messerschmitt-Maschinen sind es nun, die den Franzosen stellen. Sie zwingen ihn, tiefer zu gehen. Verdammt! Der Bursche kneift! Eine dichte Wolkenschicht vor ihm bietet Gelegenheit, sich die Verfolger vom Halse zu schütteln. Die ersten Schüsse des nächsten deutschen Jägers und doch jedem bewußt über der stählernen deutschen Wacht im Westen steht: Bereit fein ist alles! Dr. Werner Lahne. Ostern bei den Westwall-Arbeitern. Ueberreichung von Westwallehrenzeichen. Am Westwall, 25. März. (DNB.) Ein Festplatz inmitten der Höhenzüge des Pfälzer Waldes. Fahnenschmuck umsäumt den weiten Platz, auf dem am Ostermorgen in einem offen Viereck mehrere hundert Männer des Westwalles angetreten sind, um das W e st w a l l e h r e n z e i ch e n zu empfangen, nachdem sie mehr als acht Monate durch ihren Einsatz am Westwall dem Vaterland gedient haben. In Wind und Wetter haben sie in treuer Pflichterfüllung das gigantische Bollwerk aus Beton und Eisen mit errichten helfen, unter ihnen schon bejahrte Männer, die in jugendlicher Begeisterung sich dem Vaterland zur Verfügung gestellt haben. Mit Stolz empfingen alle diese Männer aus der Hand des Oberbauleiters D ü r s ch in Anwesenheit zahlreicher Offiziere der Wehrmacht und Vertreter Osterglocken läuten im Niemandsland Wie die Front die Feiertage erlebte. Cine Brücke über die Donau Don unserem Or. He.-Korrespondenien. Nach Ostern. In England und in Frankreich ist zum Osterfest eine politische Inventur durch geführt worden, zwat nicht unter dieser Spitzmarke, aber doch in so allgemeinen Formen, daß sie auf das gleiche hinausläuft. Chamberlain hat es zwar verstanden, mit einem Theaterstreich die verstinzmten Abgeordneten wieder etwas zu besänftigen. Der von ihm aus innerpolitischen Gründen gestartete Flug nach Sylt hat allerdings nicht das gewünschte Ergebnis gehabt. Glaubte man im ersten Augenblick, die britische Luftwaffe habe wirklich Lorbeeren nach Hause gebracht, so weiß heute ganz England, daß davon keine Rede sein kann. Die sofortige Einladung ausländischer Journalisten, sich auf der Insel Sytt und auf dem Hindenburgdamm selbst umzusehen und die durchaus nicht mit den britischen Siegesnachrichten übereinstimmenden Berichte dieser Journalisten sind drüben nicht ohne Echo geblieben. Die Londoner Regierung ist von allen Seiten bestürmt worden, wenigstens durch Photos zu beweisen, das mehr als nur zwei Häuser unbedeutenden Schaden erlitten haben. Aber diese Photos kann die Regierung nicht vorweisen, sie hat sich mit einer lendenlahmen Erklärung aus der Affäre zu ziehen versucht, damit aber die bereits stark ins Kraut geschossenen Zweifel nur noch verstärkt, daß wirklich nichts weiter geschehen ist als der Abwurf einer Reihe von Bomben ins Meer und in die Dünen, abgesehen von der Bombardierung dänischer Ortschaften, denen übrigens am Tag vor Ostern eine neue englische Neutralitätsverletzung gefolgt ist. Chamberlain wird sich also darauf einrichten müssen, daß die Gespräche über seine Kriegführung in England nach Ostern in verstärktem Maße fortgesetzt werden und daß man dann anfängt, auch gegen ihn scharf zu schießen. Churchill, der zwar selbst zu gern die erste Flöte spielen möchte, hat sich zunächst noch veranlaßt gesehen, in einer Art Osterbotschaft Ermunterungsphrasen unter das englische Volk zu streuen, immerhin ein Zeichen dafür, daß drüben die Stimmung keineswegs glänzend ist. Auch beim französischen Verbündeten hat es zu Ostern eine Bestandsaufnahme gegeben. S al ab i er ist durch Reynaud gestürzt worden, Reynaud hat aber in der Kammer nur eine Stimme Mehrheit bekommen. Er hat bei dieser Abstimmung nicht einmal d i e politischen Gruppen voll auf seiner Seite gesehen, die Minister und Staatssekretäre in das neue Kabinett hineingeschickt haben. Aus diesem Kabinett ist der Vertreter der Marin-Gruppe schon wieder ausgeschieden. Reynaud hat aber mit einem Winkelzug den schon im Pariser Rundfunk vorausgesagten Sturz dieses Kabinetts zunächst aufgehalten. Er hat dafür bei den englischen Bundesgenossen lebhaften Beifall geerntet. Der Londoner Rundfunk hat ihm sogar den Titel „französischer Churchill" der Gegensatz zwischen Bulgarien und Rumänien, ein Gegensatz, der um so bedauerlicher war, als es zwischen diesen beiden arbeitsamen Bauern- välkern keine inneren, natürlichen Gegensätze gibt. Fast schien es, als solle die Süddobrubscha, ein weder landwirtschaftlich noch industriell besonders wertvolles kleines Gebiet, bas die Rumänen sich 1913, als die Bulgaren sich der Uebermacht ber übrigen Balkanvölker erwehren mußten, genommen hatten, die Feindschaft zwischen den beiden Nachbarn verewigen und über kurz oder lang einmal zum „casus belli” zwischen ihnen werden. Zum Glück ist es anders gekommen. Der europäische Krieg hat die Intransigenz auf beiden Seiten gemildert und in beiden Völkern den Wunsch einer friedlichen Lösung dieser Frage wachgerufen. Die Rumänen sind heute bereit, nach Beendigung des Krieges am grünen Disch über bulgarische Forderungen zu verhandeln. Die Bulgaren andererseits geben sich mit dieser Zusage zufrieden. Nachdem dieser Streitfrage die Giftzähne ausge- brochen sind, macht die weitere Verständigung Bukarest, Ende März 1940. Anfang Februar wurde ein in Bukarest an- iissiger Deutscher von einem Geschäftsfreund aus Berlin, der eine Dienstreise auf den Balkan plante, im Mitteilung ber „besten Eisenbahnverbinbung Mischen Bukarest und Sofia in beiben ! ichtungen mit Ankunft- unb Abfahrtzeiten sowie lmsteigestationen" gebeten. Also scheinbar eine ganz «nfache Sache, die man mit einigen Zahlen abtun l>nnte, und ber Berliner mag verwundert mit dem jcopf geschüttelt haben, als ihm die Antwort in Ge- fnlt eines längeren Exposes auf den Tisch gelegt t urbe. Darin stand etwa folgendes: Man kann ent» i ober mit dem Frühzug um 6.45 Uhr ober mit km Mittagszug 14.20 Uhr in Bukarest nach dem iirnänischen Donauhafen Giurgiu abfahren, innige Stunden später geht brüben, auf ber bulimischen Seite, in Rustschuk, ein Zug nach bofia weiter, mit bem man dann unter Umständen i~n 20.50 Uhr bzw. am nächsten Morgen um 7.42 Ihr in der bulgarischen Hauptstadt eintreffen kann. Icmgekehrt gehen täglich zwei Züge von Soiia nach ! ustschuk ab, und einige Zeit nach deren Ankunft i Rustschuk brüben in Giurgiu Züge nach Buka- itft weiter. Das wäre ja ganz schön trotz ber vierzehn bzw. s«bzehn Stunden Reisedauer für die knapp dreihundert Kilometer Luftlinie Bukarest—Sofia, meinte hr Bukarester, wenn die Sache nicht einen Haken lütte: zwischen Giurgiu und Rustschuk flieht näm- 1 Ich b i e Donau, unb über sie kann man in biefer luhreszeit kaum hinüberkommen. Denn eine Brücke ilbt es nicht, unb ber Fährbampferbetrieb wegen ber Vereisung eingestellt. Solange \*r Strom fest zugefroren ist, kann man sich noch i Schlitten auf eigene Kosten und Gefahr hinüber- hren lassen. Aber jetzt, da das Eis anfängt zu i uen, ist es lebensgefährlich. Da lotsen todesmutige irischer diejenigen Leute, die unbedingt hinüber vollen, gegen gutes Geld in Booten zwischen den treibenden Eisschollen hindurch, schieben die Boote Mschendurch ein Stück über das Eis, um dann mch einiger Zeit die Fahrt im Wasser fortzusetzen, (in eiskaltes Bad ist dabei noch das geringste Ri- fro. Natürlich gibt es Tage, an denen das Eis- taiben so stark ist, daß diese Transportart unmög- lch wird. Man weiß also in dieser Jahreszeit nie, txmn man in Rustschuk ober Girugiu ankommt, ob nan nicht wieder umkehren muh. Außer diesem ^c-g gibt es noch bie schier endlose Strecke llmrch die Dobrudscha: Bukarest—Cerna- wda—Medjidia—Oboriste—Warna—Sofia. In bie» iim Falle fährt man — um nach Südwesten zu I immen — erst einmal genau nach Osten bis Med- jnia, bann nach Süden bis Bazargic, dann süd- restlich bis zum Grenzpunkt Oboriste, bann wieber südlich bis Warna unb schließlich in ostwestlicher Züchtung burch ganz Bulgarien hindurch bis Sofia, für diese Fahrt braucht man volle zwei Tage. &er ganz sicher gehen will und inzwischen nicht Dir Gram gestorben ist, muß von Bukarest nach Zselarad fahren und von dort in etwa ebensolanger Zeise über Nisch nach Sofia. Eine direkte Flugver- tmbung Bukarest—Sofia gibt es nicht. Wir haben die Möglichkeiten ober Unmöglich- titen einer Reise zwischen Bukarest unb Sofia so cassührlich geschildert, um bem deutschen Leser die Serkehrsverhältnisse des Balkans vor Augen zu führen. Der unbefangene Mitteleuropäer wird fra- a:n: Aber warum gibt es denn keine Brücke? 5n der Tat gibt es auf dem über 800 Kilometer ktngen Donaustück von Pancevo (kurz hinter Bel- giab) bis nach Cernavoba (in ber mittleren Do- biudscha) keine einzige Brücke, unb so kommt es, baß man für bie Reise zwischen ben Hauptstädten zweier Nachbarländer — dreihundert Kilometer in ber Luftlinie — im Sommer mindest ns 14 bis 17 Stunben, im Winter aber minbe- st ns zwei Tage benötigt. Seit Beendigung des Weltkrieges ist in regel- räßigen Abständen die Nachricht aufgetaucht, daß ’m Brückenbau von Giurgiu nach Rustschuk bem» n chst ausgeführt werde. Aber habet ist es auch ge= bl eben. Noch anläßlich ber Balkanbundkonferenz in Belgrad Anfang Februar dieses Jahres hat Außenminister G a f e n c u bas Wort geprägt, es ie leichter, im Flugzeug um bie Welt zu fliegen, als eine Brücke über die Donau zu schlagen. In ber Eit ist diese Frage in erster Linie keine finanzielle, ’onbem eine politische. Die jahrhundertelange Lurkenherrschaft auf bem Balkan hat nichts ge- tan, um dieses Gebiet verkehrstechnisch zu fördern. D>e kleinen nationalen Nachfolgestaaten des Os- imnenreiches wurden Spielbälle in den Händen ’iersüchtiger Großmächte, bie nach dem Grundsatz k eile unb herrsche!" ben einen gegen den anderen vsspielten. So entftanb jahrzehntelanger unoer- öynlicher Haß zwischen Nachbarvölkern, die doch in ih:-er rassischen unb sozialen Struktur einander so ähnlich waren. 3s ist fein Wunder, daß gerade in B uIg a» r > e n, das am schwersten von allen Balkanstaaten Folgen dieser Kriege zu spüren bekam, bas xüietsmäßig am stärksten verstümmelt und am ämählichsten behandelt worden ist, sich ein starker «i visionismus im Sinne einer Wiedergutmachung le* erlittenen Unrechts geltend machte. Dieses tapfere ud fleißige Volk litt nicht nur wirtschaftlich, son- 5rn auch seelisch schwer unter seinem unverdienten Schicksal. Aber der gesunde bäuerliche Sinn dieses 3 l'kes hat sich auch nicht auf untätiges Schmollen M'tegt. Kluge Politiker, vor allem der K ö n i g, n annten die Notwendigkeit, daß „Erbfeindschaften" nffhörten, die keine waren. So kam, begünstigt auch hirch König Alexander von Jugoslawien, vor fünf ) ihren die Verständigung mit der sprach- und kul- u verwandten jugoslawischen Nation zu- kcmde. Auch die Annäherung an Griechen und dürfen machte, unbeschadet der bulgarischen An- p üche auf einen territorialen Zugang zum Aegäi- ien Meer, Fortschritte. Es blieb aber bis tief in les Jahr 1939 hinein ein fast unoersönlich scheinen- Neue Verletzung der dänischen Neutralität Llebergriffe englischer Flieger. — Englisches Dementi als Lüge entlarvt. ; .igelegt, was wohl besagen soll, daß man dank der intimen Kenntnisse der Absichten und Pläne Rey- nauds ihn für den Mann hält, der nun diktatorisch herrschen und eine verschärfte Kriegspolitik im Sinne der englischen Kriegsclique betreiben will. Es hat sich ja auch nicht verheimlichen lassen, daß er unmittelbar nach der für ihn höchst bedenklichen Kam- merabstimung eine Reihe von Telephongesprächen mit den englischen Kriegshetzern führte und daraufhin dann kurzerhand die Loyalitätserklärung seiner Minister schmiedete, die für ihn die Plattform seines weiteren Wirkens abgeben soll. Verhindert hat er damit aber die Kritik im eigenen Lager nicht, die überaus scharf ist. Es fragt sich nur, mit welchen Maßnahmen er dieser Kritik zu begegnen denkt. Reynaud, der auch von Kriegsauswertung träumt, wird sich darüber klar sein müssen, daß nach dieser Richtung hin irgendwelche Erfolge nicht mehr zu zeitigen sind. Von deutscher Seite ist allen bisherigen Kriegsausweitungsplänen ruckartig der Boden entzogen worden, von deutscher Seite hat es zudem eine Reihe von Proben unserer Schlagkraft und Aktivität gegeben, die es ja schließlich auch waren, durch die es im englischen und französischen Lager regelrechte Revolte ersehe inungen gab. Sylt sollte jenes Del abgeben, das man auf die Wogen der Erregung goß, aber darüber find sich die Gelehrten in England und Frankreich doch schon einig, daß die Bombardierung von Dünen kaum ein zugkräftiges Mittel ist, um Schlappen wie die von Scapa Flow auszugleichen. Scapa Flow hat ja auch in England und ebenso beim französischen Bundesgenossen eine regelrechte Schockwirkung ausgelöst. Denn der Großangriff zeigte vor allem, daß die deutsche Luftwaffe ein überaus wirksames Kampfmittel ist. England hat eine doppelt so Hohe Anzahl von Flugzeugen nach Sylt geschickt, dort aber nur einen Schaden von 1700 RM. angerichtet. Nach vorsichtigen, eher noch zu gering bemessenen deutschen Schätzungen beträgt dagegen der Schaden der englischen Flotte durch den deutschen Fliegerangriff auf Scapa Flow rund 420 Millionen RM. Diese Schätzungen waren möglich, well man die Bausummen der bombardierten Schiffe kennt und weil man weiß, welche Typen mehr oder minder schwer in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Man könnte die Dsterbilanz der Engländer und Franzosen noch in die Breite und Tiefe gehen lassen. Ein nicht unwesentlicher Passtoposten ist das geschei« terte finnische Abenteuer. Angenehme Df ter tage hat man also drüben nicht gehabt. Wie anders sieht es dagegen in Deutschland aus. Hier steht eine starke, lebenskräftige Nation, die ausgezeichnete Beweise ihrer militärischen Leistungsfähigkeit geliefert hat und auch weiter liefern wird und die vor allem von einem ungeheuren Selbstbewußtsein beseelt ist. Dieses Selbstbewußtsein ist der stärkste Grundpfeiler des Erfolges, um den man uns in Frankreich und Englcmo beneidet. Wir sind uns darüber klar, daß es in diesem uns aufgezwungenen Kriege noch harte Auseinandersetzungen geben wird. Aber ebenso weiß jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau, daß am Ende dieses Krieges der Sieg Deutschlands steht und daß es keinen anderen als einen für uns siegreichen Aus gang des ebenso leichtfertig, wie verbrecherisch durch England und Frankreich vom Zaune gebrochenen „Vernichtungskrieges" gegen Deutschland geben wird. Sechs englische Flugzeuge bei Sylt abgeschoffen. Berlin, 25. März. (KHB.) Me wir zu dem englischen Alugzengangriff auf Sylt von zuständiger Seife ergänzend erfahren, sind an den nordfriesischen Inseln während der letzten Tage wiederholt Leichen und Trümmer englischer Flugzeuge angetrieben worden. Die Flugzeug- teile gehören zu drei Maschinen, deren Verlust beim britischen Angriff auf Sylt infolge der Dunkelheit bisher unbekannt geblieben war. Bereits in der Nacht vom 19. zum 20. März hatte die deutsche Flakabwehr von Sylt bei mehreren englischen Flugzeugen besonders starke Beschädigungen festgestellt, jedoch zunächst nur drei einwandfrei beobachtete Abschüsse melden können. Der bisher feststellbare Ge- famtverlust der Engländer beim Angriff auf Sylt erhöht sich nunmehr auf sechs Flugzeug e. Es ist anzunehmen, daß infolge starker Beschädigungen noch weitere britische Flugzeuge verloren gegangen sind. Kopenhagen, 25. März. (DNB.) An der jütländischen Küste hat ein englischer Flieger am Samstagabend gegen 16 Uhr in sehr niedriger Höhe den Strand bei Nyminde Gab überflogen und Maschinengewehrfeuer auf eine Gruppe von fünf Zivilpersonen abgegeben. Diese Zivilisten befanden sich auf einem Jagdausflug. Es ist lediglich einem Glücksfall zu verdanken, daß niemand von den Kugeln des englischen Fliegers getroffen wurde. Daß diese neue Neutralitätsverletzung ohne jeden Zweifel von einem englischen Flugzeug begangen wurde, geht auch aus einer amtlichen dänischen Meldung hervor, in der von einem „fremden Flie- ger" gesprochen wird, der als Nationalitätszeichen drei konzentrische Kreise gezeigt habe. Aus weiteren Berichten ergibt sich, daß die Bewohner auf Holmslands Klit, der Landzunge zwischen dem Ringköbing-Fjord und der Nordsee, auf die erst vor wenigen Tagen bei dem mißglückten britischen Angriff auf Sylt von englischen Fliegern Bomben abgeworfen wurden, die erheblichen Sachschaden anrichteten, erneut durch das Erscheinen eines großen Kampfflugzeuges erschreckt wurden. Dieses Flugzeug tauchte aus dem Schneetreiben mehrere Male auf uno flog in weniger als 50 m Höhe über die Dünen hinweg. Man nimmt an, daß die Maschine eine Landung auf dem Eise des Fjordes versuchen wollte. Aehnliche Beobachtungen wurden in Nyminde Gab gemacht, wo eine Maschine ebenfalls mehrere Male erschien und über den Wiesen kreiste, bei denen die schon erwähnten Jäger dann mit Maschinengewehren beschossen wurden. Von einem der fünf Teilnehmer der dänischen Jagdgesellschaft wird folgende Darstellung der Er- eignisse gegeben: „Wir waren auf Gänsejagd bei Gjödelen, als plötzlich ein Flugzeug auf uns niedergebraust kam. In dem Glauben, es wolle notlanden, winkte ick mit dem Arm, um den Flieger auf uns aufmerksam zu machen. Als er uns ganz nahe gekommen war, begann er zu unserer Bestürzung und unserem Entsetzen auf uns zu schießen. Gleich darauf verschwand er. Glücklicherweise war niemand von uns verletzt worden. Dhne uns den Vorfall erklären zu können, wollten wir den Rückweg nach Nyminde Gab antreten, als die Maschine wieder auftauchte. Wir versteckten die Maschine wieder auftauchte. Wir versteckten uns schnellstens in den Binsen und im Heidekraut, offenbar so gut, daß der Flieger uns nicht entdeckte, obwohl er wieder ganz dicht über uns hinwegflog. Er verschwand dann, ohne zu schießen. Unsere Vorsicht, etwas zu warten, lohnte sich, denn der Flieger kehrte kurz darauf nochmals zurück, flog über uns hin und drehte dann, wie wir sehen konnten, nach Süden ab. Wir konnten dabei von neuem das Knattern seines Maschinengewehrs hören. Nachdem wir eine Viertelstunde gewartet hatten, machten wir uns von neuem auf den Weg zu unserem Hotel. Wir muhten unterwegs noch mehrmals Deckung nehmen, da der Flieger immer wieder zurück kam. Es dauerte etwa eine Stunde, bis er endgültig verschwunden war. In Nyminde Gab unterrichteten wir die Polizei. Es kamen Kriminalbeamte aus Barde hinzu, die einen Bericht aufnahmen." Die zweite Masckinengewehrsalve, die die Jagdgesellschaft gehört Hatte, war, wie sich später herausstellte, auf einen Aalfischer gerichtet, der etwas südlich von den Jagern seinem Fang nach- ging. Auch er glaubte zunächst an eine beabsichtigte Notlandung des Flugzeuges. In Furcht, er könnte unter die Maschine geraten, ließ er sein Angelgerät im Stick und lief davon. Jrn gleichen AugeÄlick richtete die Maschine auch schon die Nase auf ihn zu und begann mit dem M G. zu schießen. Glücklicherweise verfehlten die Schüsse auch hier ihr Ziel. Die Maschine war bei ihrem Angriff auf die Jagdgesellschaft nach der Schilderung eines anderen Jagdteilnehmers nur so hoch, daß man das Gesicht d e s MG. - Schützen genau erkennen konnte. Die MG.-Salve schlug um uns herum in den Sand." Auch dieser Jäger betonte, daß, nachdem die Fünf Deckung genommen hatten, das Flugzeug noch mehrmals ganz niedrig über sie hin- wegflog. Die englische Gesandtschaft in Kopenhagen gab zu der neuen Ne utr a li t ä t s v er le tz un g und dem Feuerüberfall auf die dänische Jagdgesellschaft ein Dementi heraus, das behauptet, daß ein englischer Flieger den Ueberfüll nicht aus- geführt habe. Dieses von vornherein unglaubwürdige britische Dementi wurde bereits nach wenigen Stunden als den Tatsachen völlig widersprechend widerlegt. Sowohl der dänische Polizeimeister von Ringköbing als auch der dänische Kriminalbeamte aus Darde haben als Ergebnis ihrer (Ermittlungen übereinstimmend fest gestellt, daß die Jagdgesellschaft und die Einwohner von Nyminde Gab am Rumpf des Flugzeuges, das die Jagdgesellschaft und den Aalfischer unter Maschinengewehrfeuer nahm, die rotweißblaue Kokarde und das Staffelzeichen „V. E." erkannt haben. Noch ein englischer Neutralitälsbruch. Kopenhagen, 26. März. (Europapreß.) Die Verletzung der dänischen Neutralität durch ein englisches Unterseeboot, das in der Nacht zum Sonntag innerhalb der däni- schen Hoheitsgewässer den deutschen Kohlendampfer „Edmund Hugo Stin- n e s" versenkte, ist am Montag unserem Kopenhagener Vertreter von bestunterrickteter Stelle bestätigt worden. „Das Schiff liegt,, so wurde uns erklärt, „zwei Meilen von der dänischen Küste entfernt. Es ist möglich, daß es in halbge- sunkenem Zustande etwa hundert Meter abgetrieben ist, sodaß der Angriff etwa zwei Meilen und hundert Meter von der dänischen Küste entfernt erfolgte. Der Engländer kam von der Landseite". Der bestinformierte Sprecher fügte dieser eindeutigen Erklärung hinzu: „Ich kann Ihnen Der- sichern, in diesen Gewässern ist etwas fällig. Die Engländer Hausen wie die Wilden". Dänischer Protest in London. Kopenhagen, 25. März. (Europapreß.) Der dänische Gesandte in London, Graf Reventlow, ist zum zweiten Male innerhalb der letzten 48 Stunden telegraphisch von seiner Regierung angewiesen worden, im englischen Außenministerium einen entschiedenen Protest wegen der neuen Verletzung der dänischen Neutralität und wegen dreier Maschinengewehr-Angriffe auf dänische Staatsangehörige zu erheben. Dänischer Reichstag einberufen. Kopenhagen, 25. März. (Europapreß.) Der dänische Reichstag ist unerwartet für kommenden Dienstag nachmittag 4 Uhr einberufen worden. Auf der Tagesordnung steht u. a. die Ver- abfchiedung einiger Sondergesetze wirtschaftlichen Charakters. Gerüchtweise verlautet, daß darüber hinaus wichtige Beschlüsse in währungspolitischer Hinsicht zu erwarten seien. öer Balkan bleibt neutral. Englisch-ftanzösischeBlamagein Rumänien Bukarest, 25. März. (DNB.) Nachdem die Plutokratie im Norden Europas mit ihrer Kriegspropaganda eine glänzende Abfuhr erlitten haben, konzentrieren sie jetzt ihre Agitation auf den Süd- often. Da ihre Sirenengesänge aber auch hier taube Dhren finden, greifen sie zu den übelsten Lügen und Verleumdungen. So hat Reuter am Karfreitag der Welt weismachen wollen, Deutschland habe an Rumänien ein Ultimatum gerichtet. Diese Tatarennachricht wurde natürlich prompt von Havas übernommen. Die rumänische Regierung hat diese Lü g e sofort als solche gebrandmarkt. Propagandaminister G i u r e s c u rief am Samstag sämtliche Bukarester Vertreter der Auslandspresse zu sich, warnte sie vor solcher Gerüchte- m a ch e r e i und erklärte, Rumänien werde im anderen Falle die notwendigen Konsequenzen ziehen. Hierzu verlautet, daß der Propagandaminister sofort nach Bekanntwerden dieser neuesten Brunnenvergiftung die Vertreter von Havas und Reuter zu sich rief und ihnen anheimstellte, ihre Lügenmeldüngen umgehend zu widerrufen oder innerhalb 24 Stunden Rumänien zu verlassen. Die beiden Vertreter der plutokratischen Hetzpresse zogen es kleinlaut vor, ihre üble Meldung zu wider r u f e n. Wenn Englanb Enropa nenordnen würde „Die Neuordnung Europas" ist nach der Ber- nichlung des Reiches eines der englischen Kriegs- ziele. Wie die Neuordnung nach englischen We- lhoden aussehen würde? Der Londoner „Lvening Standard" vom 27. Juli 1939 Hal das Wort: „Großbritanniens Herrschaft und Schutz hat nirgends Glück gebracht. Die britische Flagge hat nirgends zu einem neuen und • besseren Leben geführt! Nachlässigkeit, Schande und Erniedrigung sind ihre Begleiter gewesen (und sind es auch jetzt noch). Wenn nicht in letzter Stunde etwas geschieht, um die Verbrechen der Vergangenheit wiedergutzumachen, so werden Mitglieder unserer Regierungen — Konservative und Sozialisten — von dem unbestechlichen Urteil der Geschichte der kommenden Jahrhunderte verdammt werden!" Nicht erst eines kommenden, sondern schon dieses Jahrhunderts! Nun aber weiß jeder, wie die „Neuordnung Europas" nach britischem Wüster aussehen würde. 3u einem wahren Frieden Europas führt der Sieg über die plutokratie! Englischer Lügner ausgewiesen. Berlin, 25. März. (DNB.) Die rumänische Regierung hat sich, wie Havas aus Bukarest berichtet, entschlossen, den Korrespondenten der englischen Nachrichtenagentur Reuter in Bukarest, Dwell, im Zusammenhang mit den von ihm verbreiteten Lügenmeldungen über ein angebliches wirtschaftliches Ultimatum Deutschlands an Rumänien auszuweisen. Er mußte bereits am Sonntagabend Bukarest verlassen. Russisch-iranischer Handelsvertrag unterzeichnet. Ein Schlag gegen die britischen Umtriebe im Nahen Osten. Teheran, 26. März. (DNB. Funkspruch.) Am Montag wurde in Teheran ein russisch-irani- scher Handelsvertrag abgeschlossen, der durch den iranischen Außenminister Aalam und den stellvertretenden Handelsrninister Vas- s i g h i einerseits, den Sowjetbotschafter Frlime - noff und den Leiter der Handelsvertretung Ale- xiow anderseits unterzeichnet wurde. Anschließend gab der Außenminister für den russischen Botschafter im Beisein des iranischen Ministerpräsidenten einen Empfang, bei dem herzliche Tischreden gewechselt wurden. Die Presse feiert den Vertragsabschluß als glückliches Ergebnis der klugen und vorausfchauenden Politik des iramfcken Herrschers. Der Vertrag zeige den guten Willen der Regierung der beiden Nachbarvölker, die fteundschaftlichen Beziehungen fortzusetzen, die seit dem von Reza Schah Pablevi heraufgeführten Umbruch besteben. Angesichts der gemeinsamen Tausende von Kilometer langen Grenzen zwischen Iran und Rußland sei eine gute Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet unerläßlich. Die Dertragsunterzeichnung beende endgültig auch alle Gerüchte, Die in böser Absicht über die iranisch-russischen Beziehungen von interessierten Kreisen ausgestreut worden seien. Vor Erkältung schützen Bei Husten nützen schon 2 mehrTtigiicf> In Apothekenu.Drogeneno.5o Mm Mike M MM. Roman oon fjorfl Blotnatt). 16. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) In seine düsteren Gedankengänge allzu sehr vertieft, hatte er nicht bemerkt, daß sein glücklicherer und wahrscheinlich auch tüchtigerer Schrittmacher an der gleichen Straßenecke, an der er selber vor einiger Zeit unschlüssig haltgemacht hatte, stehengeblieben war und sich suchend umschaute. Für ihn, den Doktor, war es zur Flucht oder zur Umkehr zu spät, obwohl er deutlich fühlte, daß der andere auf ihn wartete ... Diese Stimme noch einmal hören —? Dem Doktor zog sich der Speiche! zusammen. Parker legte zwei Finger an den Hutrand, nach- dem er sich durch einen raschen Mick auf die Bügel- falten des Ankommenden davon überzeugt hatte, daß damit der Höflichkeit Genüge geschehen sei. „Verzeihung, Herr —!" Sein Atem Duftete angenehm nach Alkohol. ,Können Sie mir den nächsten Weg zum Lenbachplatz beschreiben?" Der Doktor mußte einen fast unwiderstehlichen Zwang unterdrücken, „Immer links" zu antworten und den anderen auf diese Weise quer durch den Englischen Garten in Richtung Rosenheim-Wasserburg zu schicken ... Ausgerechnet Lenbachplatz! Angenehme Aussicht, den Kerl eine halbe Stunde lang vor sich zu sehen! Der Doktor war fest entschlossen, sich am nächsten Standplatz eine Droschke zu leisten ... „Da gehen Sie am besten mit mir , antwortete er in einem plötzlichen Einfall oon Galgenhumor, „ich habe nämlich die gleiche Richtung." „Sehr freunblid) von Ihnen!" murmelte Parker, dem die Aussicht wenig verlockend erschien, an der Seite eines wildftemden Kerls eine halbe Stunde lang herzulaufen. „Wenn Sie mich wenigstens bis zum nächsten Droschkenhalteplatz führen würden —?" Der Doktor biß sich auf die Lippen; er holte seine Zigaretten hervor und klopfte die Taschen vergeblich nach Zündhölzern ab. „Wenn Sie mir, bitte, Feuer geben wollen — Parker zog die Streichhölzer, aus der Hojentajche und strich eins an, In dem aufzuckenden Flämmchen sah der Doktor das Gesicht des anderen zum erstenmal deutlich. Ein verdammt gut aussehender Bursch! Ein Kerl, der genau so aussah, wie der Doktor sich einen Mann vorstellte, der auf die Frauen wie ein Magnet wirkte. Sie gingen nebeneinander her, mit einem guten Schritt Abstand zwischen sich, wie um zu betonen, daß nur der Zufall sie in der gleichen Richtung führe. Der Doktor trug feinen Hut in der Hand; Parker hatte sich den hellen Mantel über die Schulter geworfen und pfiff leise vor sich her. Die Worte, die sie miteinander wechselten, waren spärlich und kamen wie aus der Medizinflasche getröpfelt. „Sie sind fremd in München?" ,Za, heute zum erstenmal hier." Lange Pause, in der Parker eine neue Zigarette an der alten anzündete und nicht recht wußte, ob er dem anderen eine anbieten soll ober nicht. Von den Knien an aufwärts sah der Mann eigentlich recht manierlich aus. Auf der Leopoldstraße deutete der Doktor mit dem Kinn quer auf die andere Seite hinüber: „Droschken ..." „Hm — danke. Ich möchte doch lieber laufen." Der Doktor nickte, als hätte er dagegen nichts einzuwenden; aber irgend etwas am Tonfall seines Begleiters veranlaßte ihn, den anderen mit einem flüchtigen Seitenblick zu streifen. „Sie find Aus- länber?" „Engländer ..." „So!" sagte der Doktor; ganz kurz und fast ein wenig zischend. Parker hob lauschend den Kopf. „Bitte —?" fragte er argwöhnisch, als hätte der Ton ihn an irgendeiner empfindlichen Stelle getroffen. ,Hch sagte nur: So, so!" bemerkte der Doktor etwas verkniffen und schnippte den Rest seiner Zigarette fort; sie flog wie ein roter Leuchtkäfer durch die Dunkelheit und landete in den Sträuchern eines Vorgartens. Parker schien befriedigt zu fein. Er gähnte herzhaft und völlig zwanglos, ,,'tschuldigen Sie schon! Ich bin scheußlich müde; zwei Nächte auf der Bahn gesessen und heute gebummelt ..." „Hoffentlich! haben Sie sich gut amüsiert?" knurrte der Doktor feindselig. — — „Danke. Besser, als erwartet." Es klang 1)armlos und unverbindlich, als spräche er von einem zufriedenstellenden Geschäftsabschluß. Der Doktor blieb stehen und streckte den Arm aus — so unvermittelt, daß Parker unwillkürlich blitzschnell den Hals einzog und die Hand aus der Hosentasche riß, als käme jetzt ein unerwarteter Hieb von oben. „Immer geradeaus!" sagte der Doktor; es hörte sich an, als spräche er durch zusammengebissene Zähne. „Dann kurz vor der Feldherrnhalle rechts herein, ein Stück geradeaus und Hinterm Cafä Luitpold nach links — bann sind Sie an Ihrem Ziel ... Ich geh' noch ’nen Schnaps trinken. Gute Nacht!" Er knipste an seinen Hutrand, drehte sich kurz ab und ging quer über die Straße, wo die Dunkelheit ihn bald verschluckte. Der Doktor steuerte um die nächste Ecke. So ein verfluchter Kerl! dachte er erbittert. So was kommt nun über den Kanal daher, klappert mit Geld und muß unter allen tausend Mädels, die hier Herumlaufen, ausgerechnet-- Hm ... Möchte nur wissen, wie der Bursche das fertiggekriegt hat! Straßenbekanntschaft? „Hallo, Fräulein, möchten Sie nicht mal mit mir ins Kino gehen, wie? — Ausgeschlossen. Wird sicher von irgend jemand einen schönen Gruß ausgerichtet haben und dann eben--und so weiter — und so weiter ... Die Erwartungen aller Propheten auf einen baldigen Wetterumschlag hatten sich nicht erfüllt. Der Himmel spannte sich noch immer wolkenlos über der Stadt, die Augustsonne schmorte unerträglich in den Straßen, und der Föhn brachte überall jene Stimmung hervor, als läge irgendwo mit schon glimmender Zündschnur eine heimtückische Sprengpatrone verborgen. Eine Ausnahme schien nur Renate Naumann zu bilden. Entweder war sie unempfindlich gegen die Tücken des Föhns, oder sie war so glücklich, daß Witterungseinflüsse ihre gute Laune nicht stören konnten. Der Doktor blinzelte unwillkürlich verstohlen nach ihrer linken Hand, ob dort vielleicht die Ursache für ihr Strahlen zu entdecken sei ... Es wäre ja seit vorgestern ein bißchen rasch gegangen, aber immerhin, er kannte Fälle, in denen sogar die davon Betrogenen überrascht gewesen waren, wie schnell so etwas manchmal doch geschehen ist ... Aber das war es nicht — noch nicht! setzte er in Gedanken vorsichtig hinzu. Es kostete ihn Anstrengung, ruhig und gleich- mutig zu erscheinen. Dennoch entging ihr seine Nervosität nicht. Sie sah ihn aufmerksam an. „Sie sehen überanstrengt aus", sagte sie besorgt und herzlich, als verbände sie eine alte Freundschaft. Der Doktor bewegte den Mund, als müsse er vor seiner Antwort noch rasch einen Bissen herum termürgen. „Hm — ja — vielleicht etwas wenig geschlafen in den letzten Tagen .. Viel zu tun .. 3n seiner Stimme lag etwas von dem morseartigen Tonfall, wie früher die Leutnants auf der Bühne sprachen. „Und dazu der Föhn ..." -Gewiß — gewiß ..." Er nirfte, zerstreut. „Merkwürdig! Sonst leide ich mit Kopfschmerzen und bleierner Müdigkeit darunter — und dieses Mal verspüre ich nichts, nichts!" „Sie sehen auch aus, als ob Sie in der Lotterte en Treffer gezogen hätten", meinte er etwas verkniffen. "?^Elich?" fragte sie mit einem strahlenden £04)61°. „Nun, es ist auch fast so. Denken Sie nur: M hübe vierzehn Puppen verkauft! An einem Tage!" -Ach —!" rief der Doktor. Es war ein lang- gezogenes Ach, und es klang überrascht, als habe er etwas anderes erwartet. Und für einen Augenblick ftieg in ihm der Schimmer einer Hoffnung auf, vielleicht den Namen der Firma zu hören, bei der vor wenigen Tagen für die wunderbaren Re- nate-NaumanmPuppen so tüchtig die Lanze eingelegt hatte. „Wie seltsam das Schicksal manchmal spielt!" fuhr sie kopfschüttelnd fort; sie schien ihr Glück noch immer nicht ganz begriffen zu haben. „Ein Englän- der, feit ein paar Tagen in München, kommt vorgestern m mein Atelier hereingeschneit ..." „Ach!" stieß der Doktor zum zweiten Male hervor, aber jetzt kurz mit einem Kehllaut, als sei ihm bte Hülse einer Haferflocke in die Luftröhre ge- „Ja, kaum glaublich, nicht wahr?" fragte sie arg- los. »Haben Sie so gute Beziehungen zu England?" Fortsetzung folgt) - -- t*ent afffl8*friari< M »Sie* Sin ■s als h°d । W? tei>' erbartj *, Lange e rstreut. urs »*s Größte Gewinnt: 3 EU 300000 Hin zu 100000 Hm Deutschen Reichslotterie sind für Gießen und Umgebung zu haben bei: Lose der 1519 D 3 Millionen Reichsmark ou( ne OtnloOr♦ (ofc 2 Millionen Reichsmark •el «-» OwteiM 1 millionReichsmark 3 EU 500000 Rm j 3 zu 200000 RM Staatliche Lotterie - Einnahme Buchecker Gießen, Neuen Bäue 11 Dm 2.man 1940 wurde dos tos Nr. 183 241 mit 300000.— nm gelogen. Ritt 30000.-R1TI wurde hier BtiJulÖ belohnt! Staatliche Lotterie - Einnahme Dr. Flimm Gießen, Walltorstraße 63 ßchan (tit vielen Jahren spielte fien S. sein Los. Oft genug hat frau S. ge- (ad]t: „Du gewinnst ja doch nie etwasl" Rbn er blieb standhaft und jebt |ronn er lachen. Et hat einen schönen Bähen Gelb gewonnen, welche Obenafdiung für seine frau — welch herrliches Gefühl daß die Zukunft gesichert ist und alle plane sich verwirklichen lassen, fluch Sie können das gleiche Glück haben: fluch wöhrend des Krieges geht die deutsche Neichslotterie, die größte und günstigste ftlassenlottecie der Welt, unverändert weiter, flm 26. flpril 1940 beginnt die Ziehung der neuen Lotterie. Erneuern Sie 3hr Los -der kaufen Sie rechtzeitig em neues! Ein flchteNos nut 3.-Hm je klaffe! Deutsche Htichslottmt mtrleii Jeiertagei lugsgastst »en Gast- ebenfalls ... _raft» und Unterhaltungsstätten der Stadt war ebenfalls reger Besuch zu verzeichnen, du manche Spaziergänger, die sich mit einem Gang durch die stadt und die Anlagen begnügten, zu ihrem Feier- .agsschoppen Einkehr hielten. Im ganzen betrachtet ’ann man sagen, daß die beiden Feiertage von der Gießener Bevölkerung als rechte Kriegsostern begangen wurden und infolge ihres ruhigen, ftra- isazenlosen Verlaufs zu einer Stärkung für die All- tagsarbeit geworden sind. Die beiden Osterfeiertage standen diesmal vollkommen unter der Parole: zu Hause bleiben, d. h. nuf Osterreisen zu verzichten und dafür Erholung nuf Wanderungen in der Umgegend zu suchen. Entsprechend dieser Parole fehlte diesmal der in früheren Jahren übliche starke Osterreiseverkehr der Reichsbahn, lediglich einige Lokalzüge, die dem Vermehr mit der nächsten Umgebung der Stadt dienen, Hatten einigen Zuspruch gefunden, namentlich von wichen Ausflüglern, die ihren Osterausflug am Vormittag oder am Mittag von Gießen aus zu Fuß unternommen hatten und am Abend den Zug zur Heimkehr benutzten. In den Wäldern und Feldern unserer engeren Nachbarschaft herrschte an beiden Feiertagen reger Ausflugsverkehr, der den Aus- ftätten annehmbaren Betrieb brachte. In als M chaueck trag je? ng chafili: n M ruch i ende » unt) M leit nerlaM bgülti| bsichi uh« iereffieck kn, berichtii Mlischi! Bukoiei! lhM DK, ngeblch n RuW am Som. jen ist I-tzt- n ’ und M fei"«* an. it und HB TU« ffen H-» was ®el,| m tun ÄflÄ der * Schulungsabend in Gießen-Nord. Die Ortsgruppe Giehen-Nord hielt im „Frank- -urter Hof" wieder einen Schulungsabend ab. Im April wird die Ortsgruppe eine öffentliche Kundgebung veranstalten. Wie Ortsgruppenleiter Thomas mitterlte, findet am 31. März die feierliche Verpflichtung der HI. und des BDM. durch den Kreisleiter statt. Er gab mehrere neue Anordnungen bekannt. Die Sammlung von Metall soll in jeder Hinsicht unterstützt werden. Jeder Spender erhält eine Urkunde, die ihn später zum bevorzugten Kauf berechtigt. Am 31. März führt die DAF. die letzte Straßensammlung für das Kriegs-WHW. durch. Anschließend sprach Kreispropagandaleiter R a h - ttdj.) Ar ’iranii io Hn, Aalar ter !öq[i filim. ing Ali. »schließ Sotschchi iten einer geweG Aus der Giadi Gießen. Jetzt fängt Vas schöne Frühjahr an ... Der Frühling ist da. Nach langen, schweren Wo- chen sind nun die Fesseln gesprengt, die Wald und Feld, Stadt und Land umklammerten. Der junge Frühling grüßt uns. Die Kätzchen des Haselnußstrauches hängen schon wie leere Schläuche an den kahlen Zweigen. Sie haben ihren Blütenstaub verschenkt und können nun welken. Die weiblichen Blüten verkümmern auch, aber in der Knospe schwillt es, und die junge Haselnuß bildet sich. Auch die Mandelblüten kommen nun bald. In der Luft trillern die Lerchen, und von den hohen Bäumen am Waldrand flötet die Amsel. Die kleinen Meisen hüpfen von Alt zu Ast und entzücken uns mit ihren hellen Stimmten. Auch der Buchfink ist nun lebendig geworden. Wie oft saß er traurig □or unferm Fenster und nahm nur zögernd das dar- gereichte Futter. Jetzt aber schmettert er fein Liedchen wie ein Sieger, laut und herausfordernd. lieber jede Frühlingsstimme freuen wir uns. Mag es auch noch gelegentlich stürmen, das macht nichts aus. Im Herzen sitzt das Frühlingsgefühl und will nun nicht mehr weichen. Die Schneeglöckchen blühen, und an geschützten Abhängen erscheinen die ersten Gänseblümchen. Durch den Wald zieht der Dust vom krischen Saft der Bäume, vom Wachsen und Schwellen der Knospen. Versteckt im Niederwald finden wir den Seidelbast. Er spendet seinen betäubenden Dust und mahnt ;ugleich: Laß mich stehen, damit sich noch andere Wanderer daran erfreuen! Die Arbeit des Landmannes beginnt. Er geht hinaus auf das Feld und vertraut dem Schoß der Erde die neue Saat an. Sie wird sprossen und treiben, Blatt um Blatt wird hervorschießen, und bald werden die Halme aus den Aehren schauen ... Auch im Bienenhaus regt es sich. Summend erscheinen die kleinen Tierchen und versuchen den ersten Flug. Bei Sonnenschein können sie nicht ju Hause bleiben. Es wird nicht lange dauern, und sie I'finden draußen Honig im Ueberfluß. Eine hoffnungsreiche Zeit beginnt. Da können die Menschen nicht zurückstehen. Mit heiterem Sinn und | hellen Augen schauen sie in die jungen Frühlings« ' rzage. Wir bleiben vor den Blumenläden stehen und I staunen. Wir schauen nach dem blauen Himmel und j horchen auf den Gesang der Vögel. Wir erleben die ersten Früylingstage mit offenen Augen und stohem Herzen. —h. Tageskalender für Dienstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Ihr Privatsekretär". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Leidenschaft". — Taf6 Leib: von 9 bis 19 Uhr Ausstellung: Die ; ..Dicke Berta". Lichtbildervortrag: Irland, die grüne Insel. Der Goethe-Bund, Kaufmännische Verein und dis Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde in Arbeitsgemeinschaft mit der Volksbildungsstätte Gießen der RS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" laben für Donnerstag, 28. März, zu einem Lichtbildervortrag n der Neuen Aula der Universität ein. Der Reise- chriftsteller Joachim G e r st e n b e r g ist zu einem Vortrag mit Lichtbildern über das Thema »Irland, »ie grüne Insel" verpflichtet worden. Ostern daheim. Oer Freischütz. Opern-Abend im Gießener Stadttheater. Webers ewig-junger „Freischütz", der ebenso einen Beethoven zur Anerkennung heraussorderte, wie er dem reifenden Wagner während seines not- und qualvollen ersten Pariser Aufenthaltes zur inneren Aufrichtung wurde und in ihm den Glauben an die deutsche Kunst und an seine eigene Bestimmung wieder erstarken ließ, ist durch die Reihe der Generationen hindurch stets aufs neue bis zur Geaen- wart hinein (Hans Pfitzner) Wegweiser der Werdenden, ein Mal echten Deutschtums gewesen; und unvergänglich wird dies Werk bleiben, solange Deutsche deutsch zu denken und zu fühlen vermögen. Denn zum erstenmal tritt hier der deutsche Mensch auf die deutsche Opernbühne mit seiner blutsmäßig gebundenen Wesensart, seiner Gemütstiefe und Innigkeit, seiner Reinheit sittlichen Denkens und dem sinnigen Erleben der Natur mit dem Erschauern vor ihrer Macht, das einem Jungborn gleich, seine Kräfte nährt und stärkt. Daher konnte sich dieses Werk nur dem Deutschen in voller Auswirkung erschließen; das bestätigen die vielfachen, und oft unverständlich bleibenden Aenderungen, mit denen das Ausland den Aufführungen Geschmack abzugewinnen versuchte. Und noch mehr als die Handlung an sich läßt die von Weber dem deutschen Volksempfinden abge- lauschte und im Volkstum verwurzelte Musik, die zum Teil ureigenstes Volksgut geworden ist, in ihrer seelischen Vertiefung den „Freischütz" als ein Stück unseres Selbst erscheinen und erleben. Und wie diese volkstümlichste Oper unseren Voreltern zu eigen war, so wird es auch in unserer Heranwachsenden Jugend keinen mehr geben, dem der „Freischütz" nicht bestimmendes Erlebnis wurde; o will es der Erziehungsplan für unsere heutige Generation. Durch die richtunggebende Festlegung von Milieu und Charakteren in Text und Musik ist der Weg für die Inszenierung des „Freischütz" mehr als bei manchen anderen Opern eindeutig bestimmt; Hans Geißler ließ so das Werk in Originaltreue erstehen, er sah von der Möglichkeit ab, einzelne individuelle Züge zu betonen, wie etwa die früheren „Freischütz"-Aufführungen auf unserer Bühne. Ihm stand Karl Löffler als Bühnenbildner zur Seite mit einer äußerst plastischen, an Schauern reichen Wolfsschlucht, verstärkt durch die Beleuchtungsführung von Remigius Konen. Im Wechsel mit dem Szenischen konnte so das Musikalische sich in letzter Intensität entwickeln und gerade der Kugelguß in der Wolfsschlucht wurde zu einem besonderen Höhepunkt, von Paul W a l ■ ter zu akzentstarker anschaulicher Kraft herausgestaltet. Die Ouvertüre wurde ein musikalisches Vorerleben des Dramas mit der gefüllten Breite der Adagio-Einteilung, den berechtigten Dehnungen als Entwicklungsinhalt der Durchführung und der glanzvoll aufstrahlenden Coda. Neben dem großen Ensemble des Eingangsbildes taucht das letzte Finale in Abtönung, Durchgliederung und engster szenischer Bindung mit Plastik der mannigfachen Einzelsituationen heraus. Die Chöre (Richard B o e cf) fügten sich mit stimmlicher Frische und Nachgiebig, kett des Klanges ein. Die beiden Frauengestalten, Agathe und Aenn« chen, ergänzen sich in ihrer Kontrastierung. Anni A s s i o n ließ das Versonnene, Innig-Tiefe der Agathe Gestalt gewinnen und das Gesangliche aus der Szene herauswachsen (Arie, Cavatine) und das ihrem persönlichen Typus Nahestehende sich erschließen. Sprühend, lebensfroh, herzhaft zugrei- send war das Aennchen von Friedel F o r n a I • lag, stets bemüht, Spiel und Gesang organisch zu binden. Das dramatische Schwergewicht bei den zwei Jägerburschen Max und Kaspar lag in der Aufführung auf der Seite des letzteren. Herbert Hirche (als Gast) unterstrich das Dämonisch- Teuflische, Ungeschlachte, Ungetüme in Gebärde und Ton; seine „Triumph"-Arie war in Stimmklang und Darstellung von packender Unmittelbarkeit im Heraussteigern des Affektes; die starken Momente in der Wolfsschlucht sanden ihre Bestätigung in der innerlich großen Schlußszene. Heinrich Durst sang den Max mit schmiegsamem Einsatz seiner stimmlichen Mittel, wenn auch nicht immer bei vollem Einklang von Haltung und dramatischer Situation. Dem Erbförster Kuno gab Max Schneider- Oe st väterlich warme Töne; als Eremit mit gewichtigem Klange wurde Bernhard Schmitz zum bestimmenden Wendepunkt des Schlußbildes; den Fürsten Ottokar erfüllte Gustav Bley durch Stimme und Körperlichkeit mit hohettsvoller Würde. In Natürlichkeit stellte Hans Albert S ch e w e im ersten Bild den Bauer Kilian hin. Markant war Gert Geiger als Samiel in Masks und Sprechen. Das vollbesetzte Haus nahm regen Anteil an dieser Festtags-Aufführung und entzündete sich zu voll ausbrechendem Beifall. Dr. Hermann Hering. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Verlag und Druck: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., Derlagsleiter: Dr. Erich Hamann, alle in Gießen. ner über die Aufgaben der Parteigenossen im Kriege. Er bezeichnete die Parteigenossen als den ruhenden Pol. Die Volksgemeinschaft müsse in allen Aeußerungen und Handlungen so zum Ausdruck kommen, daß die Rücksicht auf den Nächsten und die Anordnungen der Führung überall Ausdruck finden. Das ganze Volk blicke voll Vertrauen auf den Führer, der zur gegebenen Zett das Nötige veranlasse und der dafür sorge, daß alle Dinge ihren geordneten Lauf nehmen. Der Redner ging dann auf die Kriegsziele unserer Feinde ein und schilderte, wie die Absicht der Vernichtung unseres Volkes nicht nur von den Franzosen und Engländern, sondern auch vom Judentum ausgeht. Das Judentum habe von jeher die Zersetzung der Völker betrieben, und sein größter Haß richte sich gegen Deutschland. Die furchtbaren Folgen der Blockade während des Weltkrieges feien dem deutschen Volke noch in bester Erinnerung. Diesmal habe der Führer den Ring der Einkreisung gesprengt. Durch die sparsame Bewirtschaftung der Verbrauchsgüter sei den Absichten der Feinde in bester Weise entgegengearbeitet worden. Jetzt komme es darauf an, daß unser Volk diese vorsorglichen Maßnahmen unterstütze, um das große Ziel zu erreichen. Abschließend legte Pg. Rahner überzeugend dar, daß die von der Heimat geforderten Opfer gering sind im Vergleich zu der Opferbereitschaft unserer Soldaten an der Front. Er rief alle Volksgenossen auf, in gleicher Weise zum Opfer und Einsatz bereit zu fein, damit unser Sieg ein endgültiger werde. Der Vortrag wurde mit großem Beifall ausgenommen. »Ihr privahe’retiK" Der neue Film der „Märkischen Panorama" im Oster-Programm des Gloria-Palastes war ganz der Heiterkeit gewidmet. Dabei durfte man die Handlung für den Film ,Hhr Privatsekretär" nicht in den Bereichen der Wirklichkeit suchen, sie entstammte vielmehr ausschließlich dem Kopf eines phantasiebegabten Romanschriftstellers. Der Film wurde unter der Regie von Charles Klein nach dem heiteren Roman „Haus Kiepergaß und seine Gäste" (von Hannes Peter S t o l p) gedreht. Für den Ausgangs- und Mittelpunkt der Handlung erwies sich Frau Helene Kiepergaß, die in Anbetracht ihres Reichtums mit Gewalt auch vornehm fein will, als glänzend geeignet. Da sie die Grenzen zwischen Reichtum und Vornehmheit nicht kennt, gibt sie viel Anlaß zu herzlichem Schmunzeln. Sie meint auch, daß sich, wenn sie das Perlenhalsband der Großfürstin Anastasia ersteigern würde, ihr An- sehen bei den vornehmen Nachbarn vielleicht heben würde. Als sie das Perlenhalsband in Händen hat, sitzt sie aber gleichzeitig zwei Erzhalunken auf, die es auf das Halsband abgesehen hatten und sich nun an ihre Fersen heften. Unter falschen Titeln treten in der Folge beide im Schloß der Frau Kiepergaß auf, vollführen komplizierte Eiertänze im Kampf um den Besitz des Halsbandes und werden nach manchem Hin und Her durch einen hellköpfigen Neffen der Frau Kiepergaß schachmatt gesetzt und der Gendarmerie zu treuen Händen übergeben. Schließlich widmet der junge Kiepergaß das Halsband feiner Braut, die in der Geschichte auch eine große Rolle spielt. Bis es allerdings dazu kommen kann, bedarf es einer Fülle von Irrtümern, mancher Verwechslung und mancher lausbübischen Frechheit, die denn auch dem Film das Gepräge geben. Fita Ben khoff, Gustav Fröhlich, Theo Lingen (er ist in einem solcyen Film geradezu unvermeidlich), Paul Carl, Maria Andergast und Paul Henckels sorgen mit vereinten Kräften dafür, daß es immer etwas zu lachen gibt. H. L. Neuner. * NSG. Familienhilfe für Beamte und VerforgungsempfängerausdemFrei- machungsgebiet. Ab 1. Januar 1940 werden den aktiven Beamten, deren Familien ihre Wohnungen im Freimachungsgebiet auf behördliche Anordnung verlassen mußten, Familienbeihilfen für die Ehefrau und die zuschlagsberechtigten Kinder gewährt. Die Familienbeihilfe wird auch dann gezahlt, wenn der Beamte zum Wehrdienst oder auf Grund der Notdienstverordnung einberufen und die Familie rückgeführt ist. Verforgungsempfängern wird Familienbeihilfe gezahlt, wenn sie einen eigenen Hausstand führen, lieber die Höhe der den aktiven Beamten und den Versorgungsbeamten zu gewährenden Familienhilfe gibt die Betreuungsstelle für Rückgeführte des Amtes für Beamte jederzeit Auskunft. Einbrecher dingfest gemacht. Die Beule lm Walde versleckk. In Rodheim a. d. Bieber wurde in einem Hause ein Einbruch verübt, wobei zahlreiche Wertsachen gestohlen wurden. Auch ein Einbruch in ein Jagdhaus bei Wißmar wurde bald darauf ausgeführt. Der Gendarmerie gelang es, den Einbrecher in der Person eines Mannes aus Wißmar zu ermitteln und dingfest zu machen. Der Einbrecher hatte feine Diebesbeute in einem Versteck im Walde verwahrt, wo sie gesunden wurde. . Cmctatlfpc nOc dcs vmtsthcnBolkcs : zum 6dnirtstng Oes Füftrrrb • (m ikrtcps)a!)r 1940 NamendcsMftrcrs Danke ich ftir Die opferbrrdtf Erteil iguncr an dicjn^Lpcnoe. , Borsorge bedeutet Sicherheit! Heute beginnt die Metallspende des deutschen Volkes. Das Wesen der deutschen Kriegswirtschaft bestand von Anfang an in vorausschauender Vorsorge. Die Lehren des Weltkrieges sind bei uns nicht vergessen worden, denn dort haben richtige Maßnahmen oft ihren Zweck verfehlt, weil sie zu spät getroffen waren. Zunächst hat man die deutsche Verteilungswirtschaft im Auslande verspottet, heute wird sie dort vielfach versuchsweise nachgemacht. Im deutschen Volke hat die Methode der vorsorglichen Wirtschaftsführung das Gefühl des Vertrauens gestärkt und die Zuversicht geschaffen, daß der deutsche Kampfeswille auch durch wirtschaftliche Mittel nicht zu brechen ist. Wenn jetzt Generalfeldmarschall Göring zu einer freiwilligen Mobilisierung einiger Metalle aufruft, so sehen wir darin nichts anderes als das Gebot der Vorsorge für alle harten Möglichkeiten unseres Daseinskampfes. Der Staat darf sich nicht überraschen lassen, er muß allen Anforderungen gewachsen sein. Es ist gewiß schön, wenn wir in unseren Häusern und Wohnungen z. B. Zinn ober Kupfer oder dal. haben; aber es wäre sehr unangenehm, wenn solche Metalle einmal in den Betrieben fehlen würden, die Munitton oder kriegswichtige Maschinen usw. Herstellen. Deshalb ist es richtig, jetzt alle entbehrlichen Gegenstände aus Zinn, Kupfer, Blei, Bronze, Messing, Nickel und Neusilber dem Reich zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich dabei um eine völlig freiwillige Aktion, um eine „Metallspende des deutschen Volkes zum Geburtstag des Führers im Kriegsjahr 1940". Sie dauert vom 2 6. März bis 6 April und wendet sich besonders an die Hausfrauen. Sie werden gebeten, nachzusehen, was an entbehrlichen Gegenständen aus den genannten Metallen vorhanden ist. Auch die kleinste Spende ist willkommen. r , Eine Urkunde mit der Unterschrift des Generalfeldmarschalls wird als Quittung ausgestellt und soll nach dem Kriege ein Anrecht zum bevorzugten Ankauf solcher Metall- gegenstände ’ sichern. Der Gedanke der Spende kommt auch noch dadurch zum Ausdruck, daß die Gegenstände nicht eingesammelt werden, sondern zu den örtlichen Abgabestellen gebracht werden sollen. In Gießen befinden sich die Sammel- stellen im Laden Marktstraße 18; Verwaltungsstelle Wieseck, Keßlerstraße; Verwaltungsstelle Klein- Linden, Schulstraße. Daß die Behörden überprüfen werden, welche Gegenstände sie ihrerseits ab geben können, versteht sich von selbst. Generalfeldmarschall Göring wird sich auch diesmal in seinem Vertrauen nicht getäuscht sehen. Das deutsche Volk wird mit Freuden seinem Ruse zu der freiwilligen Gabe zu dem Geburtstag des Führer s Adolf Hitler Folge leisten! Eine schöne Erinnerung an eine große Zeit Am heutigen Dienstag beginnt die Sammlung für die Metallspende des deutschen Volkes zum Geburtstag des Führers. Millionen Volksgenossen werden dabei dieses schöne Blatt für ihre Spende erhalten. (Scherl ° Bilder- di-enst-M.) Statt besonderer Anzeige. Unsere geliebte treue Mutter und Großmutter Gießen (Ludwigstraße 27) und Offenbach/Main, den 26. März 1940. Die Beisetzung findet statt: Donnerstag, den 28. März, 14 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus. 01205 Oberschütze Wilhelm Schmidt im 30. Lebensjahre. 01201 1525 D 01203 Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 27. März, 15% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Unerwartet verschied in einem Reserve - Lazarett an seinem Verlobungstage unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, mein lieber Bräutigam Gießen -Wieseck, Marburg, Fellingshausen, im Felde, Grünberg, den 2. Osterfeiertag 1940. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 27. März, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Kornblumenstraße 19, aus statt. In großem Schmerz: Mathilde Lony, geb. Roth Elisabeth Roth Karl Lony, Oberregierungsrat a. D. Gisela Lony. In tiefem Schmerz: Familie Ferdinand Düringer nebst allen Angehörigen. Rödgen (Lange Ortsstraße 25), Gießen, Ophoven/Rhld., den 24. März 1940. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 27. März, nachmittags 2 Uhr, vom Trauer hause aus statt Gießen (Buddestraße 7), Offenbach, Alsfeld, Treysa, Ziegenhain, den 26. März 1940. In tiefem Schmerz: Heinrich Schmidt VI. und Frau, geb. Wagner Heinrich Schmidt und Frau Ernst Schmidt Uffz. Fritz Schmidt, z. Z. im Felde Marie Schmidt Cläre Stutzenstein als Braut Am Karsamstag entschlief nach kurzer Krankheit unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwägerin und Tante Frau Katharine Zeidter Wwe. geb. Hill Frau Wilh. Roth Witwe Elisabeth geb. Möser ging am Ostersamstag nach langem mit bewundernswerter Geduld ertragenem Leiden im 87. Lebensjahre für immer von uns. Nie ruhende Fürsorge und treueste Pflichterfüllung für die Ihren war der Inhalt ihres langen Lebens. Meine liebe Frau, unsere herzensgute treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabeth? Döringer geb. Lang wurde heute morgen gegen 4 Uhr von ihrem jahrelangen, mit großer Geduld ertragenen Leiden im Alter von 59 Jahren durch einen sanften Tod erlöst. im 81. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Mathilde Zeidter. Vermählungsanzeigen bei Brühl. Schulstr.7 [Stellenangebote| Pulfrau gesucht. 1527D Am Alten Friedhof 10. Ordentliche^ Hause mäddien in Haushalt mit 3 erwachsenen Personen nach Weilburg(Lahn) bei gutem Lohn zum 1. April gesucht. Sckr. Ang. uni. 14240 a.d.G.A. 01204 Wilh. Haas, Dentist. Staufenberg, den 26. März 1940. STATT KARTEN Für die so zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme und für die vielen Blumenspenden beim Heimgang unseres lieben, unvergeßlichen Gertraudchen sprechen wir allen auf diesem Wege unseren aufrichtigen Dank aus« • Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlichen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. 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Studentenkarten zu 30 Pf. bei Hausverwalter Becker, Universitätsgebäude. HJ., BDM., Militär und Schüler zu 20 Pf.. Angehörige der Volksbildnngsstätte Gießen der NS.-Gemeinschaft KdF. zu 50 Pf. bei der Kartenverkaufsstelle der KdF., WM DIE FLEDERMAUS Operette in 3 Akten von Johann Straub Musikalische Leitung: Paul Walter. Eintrittspreise 0.75 bis 1.75 RM. per sofort oder später gesucht. Frau lüalech Seltersweg 70. Junges li526v zuverlässiges Zimmermädchen zum 1. April od. etw. spät, gesucht Dr. Weyl Liebigstraße 32. Tüchtiges Wen für sofort oder später gesucht. Putzfrau vorhanden. 1517V Liebigstratze 34. U pitrovan^e^as bewährte 7 ^kei,^k leichte, I bekannt „ t6*^ es die I A/so beiK S<^e ^doujp ^enn^’^ne.Neu. I l2°^te^p, ru'VCT- od. Z? RM-. % Ein erstklassiges trächtiges i53iD JRinÖ zu verkaufen. Reiskirchen, Hauptstraße 50. Deutscher SHöferiinnö reinrassig m. Stammbaum zu verkaufen. Näheres in der Geschäftsstelle d. Gieß. 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