Montag,2b.8ebruar WO Giehener Anzeiger 192A Helsinki, 25. Febr. (DNB.) Auf der Karelischen leAmeigen Roter Anzeiger von Lausenden ■f und geleien. geworden waren. Allerdings waren wir damals nicht allein die Betrogenen. Man hat auch die eigenen 23ö l f e r betrogen. In all diesen sogenannten Siegerstaaten haben die Völker nicht das. < bekommen, was sie damals erwarteten. Es sollte ja i ein Zeitalter der Gerechtigkeit kommen. Aber auch innerhalb dieser Nationen selbst ist die versprochene soziale Gerechtigkeit aus-geblieben. Am meisten allerdings wurde unser deutsches Volk betrogen. Das deutsche Volk hat auf Grund von Versprechungen, die in 14 Punkten zusamMengefaßt worden waren, seine Waffen niedergelegt. Die Folge war Spaa und endlich Versailles. Damit kam allerdings eine neue Weltordnung auf, nämlich die Weltordnung der sogenannten Sieger und Besiegten, wobei die Sieger alle Rechte besaßen und die Besiegten überhaupt keine. Denn die anderen sind ja auch betrogen worden. Man hat damals die Italiener betrogen, man hat die Inder betrogen, man hat ihnen versprochen, daß, wenn sie für England eintreten wollten, dann würden sie nachher die Freiheit bekommen. Man hat die Araber betrogen, man hat ihnen versichert, daß sie ein großes arabisches Reich erhalten würden. Man hat allerdings nebenbei auch die Juden betrogen, denen man das gleiche Gebiet, das man den Arabern zusprach, auch gleich vorneweg zusicherte. (Heiterkeit.) Es gab damals angesichts unseres totalen Verfalls auf allen Gebieten viele, die meinten, nun sei das Ende der deutschen Nation überhaupt gekommen. Ich war anderer Auffassung. Was für viele das Ende zu sein schien, war in meinen Augen ein Anfang. Denn was war damals in Wirklichkeit zerbrochen? Zerbrochen waren unhaltbare Formen, die auf die Dauer doch nicht mehr hätten bestehen können. Zusammengefallen war die b ü r - gerlich-kapitalistische Welt. Ihr Zeitalter hatte sich überlebt, und in irgendeiner Form muß dieser Zusammenbruch überall kommen, er wird nirgends ausbleiben. Aber entscheidend war damals für uns nur eines: In dieser Zeit, da so viele äußere, formelle Einrichtungen zerbrochen waren, da ist nicht zerbrochen worden der deutsche Mensch! Er hatte ja gerade eine Leistung vollbracht, wie fein Volk der Erde vorher. In einem vierjährigen Kampf hat dieses Volk 26 Staaten standgehalten und ist nur durch Lug und Trug besiegt worden! Wenn sich damals nicht Deutsche gefunden hätten, die das Vertrauen in das eigene Regime zerstörten, England und Frankreich hätten nie gesiegt! Wenn damals ein gewisser Adolf Hitler' statt deutscher Musketier zu sein deutscher Reichskanzler gewesen wäre — (stürmisches Händeklatschen) — glaubt man etwa, daß damals diese kapitalistischen Götzen der internationalen Demokratie gesiegt hätten? (Stürmische Zurufe: Nie! Nie!) Und wenn ich nun vor 20 Jahren als Träger einer neuen politischen Idee in diesem Saale auftrat, dann geschah dies als Repräsentant eines in Millionen einzelner Wesen ungebrochen weiter- lebenden deutschen Volkes. Es war mir damals eines ganz klar: An Stelle des alten Klassenstaates mußte das deutsche Dolksreich treten. Die Reichsidee mußte aus den Händen der früheren feudalen, bürgerlichen oder kapitalistischen Vertreter genommen und zu treuen Händen des deutschen . Volkes .gegeben werden, das Volk selbst aber zum Die fortschreitende Vereinheitlichung der Länderaufgaben und des Behördenaufbaues hat dazu genötigt, die Ueberweifungsanteile der einzelnen Länder an der Einkommensteuer, der Körperschaftssteuer und der Umsatzsteuer stärker anzunähern. Dies ist jetzt durch eine Senkung der Spitzenbeträge und eine Erhöhung der niedrigsten Beträge bei den Ueberroeifungsanteilen geschehen. Vom 1. Oktober 1939 ab sind für die Anteile der einzelnen Länder ein Höchstbetrag von 25 RM. und ein Mindestbetrag von 17 RM. je Einwohner festgesetzt worden. ♦ Kurz nach Vollendung seines 90. Lebensjahres verstarb in Potsdam General der Artillerie von Gronau, Ritter des Ordens Pour le mSrite mit Eichenlaub, Teilnehmer des Feldzuges von 1870/71 und des Weltkrieges. * Die lettische Regierung hat den obligatorischen Arbeitsdienst eingeführt. Die Besatzung landete an der Ostküste Englands. Die gleiche Reederei hat bereits die Dampfer „Kensington Court", „Arington Court" und „Cedrington Court" verloren. ■ * Die italienische Kronprinzessin hat in Neapel einer Tochter das Leben gegeben, die auf den Namen Maria Gabriela von Savoyen getauft werden wird. ♦ Der Führer hat dem Geheimen Kommerzienrat Dr. Oskar Ritter von Petri in Nürnberg aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. „große Armee" gebildet worden, unb i n A e g y p -, H e l s i n k , 25. Febr (DNB.) Auf der Karelischen t en stünden die nahöstlichen Truppen Englands Landenge sollen die russischen Angriffe zwischen dem unter dem Befehl von General W a v e l l. Es sei Finnischen Meerbusen und Muolajaroi, bet Kowtsto offensichtlich daß die englisch-französischen Kriegs. 1 und Kaslahati, desgleichen bei Sommo, Naykkyarvt eib- üden bbfinder nlagen rtigung in Verkstätte t Kling Nerto. gistenmeist ktstr.16 ‘erant der ikenkassen i.Bedienung Während der ersten fünf Kriegsmonate 1810 315 ART. versenkt. Gesichts benutzen. :leie hat linigungs- ■ auch von es Schön- ouerstoH- r Gesicht leiweuil wfei W0.45 =4*5"» U"stf»”dS' elskiasse „ nicht* -o kaDD' 190. Jahrgang Nr.48 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener «Vainilienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit 4 Beilagen.NM. 1.95 OhneAllustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Gefährliches Spiel im Nahen Osten England und Frankreich als Unruhestifter am Pranger. Wir müssen siegen und wir werden siegen! Der Führer spricht am Geburtstag der Bewegung zur Alten Garde der NSDAP d°ch lo 'uns in- ' r°,ch». ,’Mnet tat u„6 ! H n stei »u betreten ; mit Be- i? ” Sic. J° bette ' ®°H(n Ws verkauf- vomittags ihr kommen «strasie 2o» ; fre'tt ,r. Verkauf: »evumpen u. stelle, eiserne 'starke B-m- w Ns ,stz-u.Vau^ M sss» gss ZGröen, Postscheckll686Frankf./M. vrühlscheUnlverfitStsdruckererv. Lange eIer nicht 5 Bourn. k Wachs- Ebringen Werte Königen, manchmal 1 Schluck, Wff ber a stürzen. * Er menbaiser gewisser- den Lip. des Bild, • Er war cht einmal r wirllich abwenden. und dem Bahnhof Kärnärä verlustreich abgewiesen worden sein. Auch bei ihren Angriffen östlich von Muolajärvi sowie bei Salrnenkaita und in Taipale hatten die Russen große Verluste gehabt und seien abgewiesen worden. Die von den Russen nordöstlich des Ladoga-Sees und ebenso in Richtung auf Salla ausgeführten Angriffe feien ohne Erfolg gewesen. Starker Eindruck der Kührerrede in Nom. Rom, 26. Febr. (Europapreß.) Die gesamte ita- lienifche Presse unterstreicht die Gewißheit des Führers, daß Deutschland weder militärisch noch wirtschaftlich nieder gerungen werden könne. Weiter wird hervorgehoben, daß der Führer neuerdings daraus verwiesen habe, in dem gegenwärtigen Ringen sei das gute Recht auf Seiten Deutschlands. Aus den Ausführungen des Führers, so heißt es in der italienischen Presse, gehe hervor, daß Deutschland sicher sei des Sieges über die hegemonistischen Anmaßungen Englands. Fast gleichzeitig, so sagt die italienische Presse, habe Chamberlain in Birmingham auf die schon zur Genüge bekannte These der Westmächte hingewiesen, die in der Forderung der Wiederherstellung des Status quo gipfelte. Eine Neuigkeit in der Rede Chamberlains sei nur der scharfe polemische Ton gegenüber Rußland und zugunsten Finnlands gewesen. Angst und Wut in London. Berlin, 25. Febr. (DNB.) Unter stürmischem Beifall hatte der Führer in München aus der Erinnerung an die Kampfzeit heraus festgestellt, Hetze und Anfeindung seien stets das sicherste Anzeichen dafür gewesen, oaß die Partei sich auf dem richtigen Wege befand. Wie richtig diese Worte gerne) en sind, zeigte sich schon in der gleichen Stunde, als sie gesprochen wurden. Mit einem ohnmächtigen Wutgeheul reagierte man in London auf des Führers vernichtende Abrechnung mit den Kriegshetzern. Eine Fülle von Verdrehungen und Verleumdungen, persönlichen Beschimpfungen und Beleidigungen wurden in offiziösen „Bemerkungen zu der Führerrede" verbreitet, aus denen aber immer wieder d i e Angst vor der Entschlossenheit und der Einheit des deutschen Volkes und seiner Führung erkennbar wurden. branbftifter den Nahen Osten und die arabischen Länder „als neue Reserven für Kanonenfutter" ausnutzen wollen und daß sie dort eine Armee aufstellen,um die Balkanstaaten in den Krieg hineinzuziehen. Aber gerade der Nahe Osten könne sich als gefährlicher Boden für die Umtriebe der Weft- mächte erweisen. In Palästina könnten die Unruhen nicht unterdrückt werden. In Syrien wachse die Volksbewegung gegen die französische Herrschaft, und im Irak brodele es so verdächtig, daß das englische Kriegsministerium bereits Befehl gegeben habe, indische Truppen zur Besetzung des Landes bereitzuhalten. So sei das Spiel der Westmächte auch im Nahen Osten ein gefährliches Spiel. Oie Kämpfe auf der Karelischen Landenge. Berlin, 25. Febr. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Zwischen Mosel und Pfälzer Wald örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. In der Luft schwache Aufklärungstätigkeit und Iagdüberwachung an der deutsch-französischen Grenze und über der Deutschen Bucht. Ein französisches und ein britisches Flugzeug wurden abgeschossen. Eigenverluste traten nicht ein. Durch Einsatz der Seekriegsmittel wurden während der ersten fünf Kriegsmonate (bis zum 20.2. 1940) 4 9 6 feindliche und mit Bannware für England fahrende neutrale Handelsschiffe mit 1 810 315 Brt. versenkt. Oer Wehrmachtsbericht vom Gamstag. Berlin, 24. Febr. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Westen verlief der Tag ruhig. Französische Flugzeuge überflogen mehrmals die deutsche Weslgrenze, wurden jedoch durch sofort einsehende deutsche Iagd- und Flakabwehr zur Umkehr gezungen. Eigene Flugzeuge, die nach Frankreich hinein aufklärten, stießen an mehreren Stellen auf starke feindliche Flak- und Iagdabwehr. Sie waren denoch in der Lage, ihre Aufträge auszuführen und erreichten ohne Berluste die Heimatflughäfen. Ständige Verletzungen des niederländischen Hoheitsgebietes. B e r I i n , 24. Febr. (DNB.) In der vergangenen Nacht haben britische Flugzeuge wiederum in ausgedehntem Maße niederländisches Hoheitsgebiet überflogen. Folgende Einflüge in die Niederlande wurden einwandfrei» festgestellt. Um 22.02 Uhr ein Flugzeug über der Insel Terschelling in östlicher Richtung. Um 22.32 Uhr ein Flugzeug bei Neuschanz östlich von Groningen in südwestlicher Richtung. Um 22.45 Uhr ein Flugzeug 10 Kilometer südlich Neu- schanz in südöstlicher Richtung und um 22.49 Uhr ein Flugzeug 10 Kilometer östlich Delfzijl in südwestlicher Richtung. Die Feststellung war in den drei letzten Fällen besonders einfach, da der Flugweg der Flugzeuge in Deutschland genau bis zur Grenze verfolgt wurde. Binnen einer Woche haben sich damit die Ueberflieaungen niederländischen Hoheitsgebietes durch britische Flugzeuge mindestens auf zwölf Fälle erhöht. Besonders kraß verletzten die Engländer in der Nacht vom. 20. zum 21. Februar die niederländische Lufthoheit, als sie mit einer Anzahl von Flugzeugen auf verschiedenen Wegen vom Ausgang der Ejsftlsee quer über n i ederlä ndi sche s Gebiet bis zur deutschen Grenze flogen. Verlogene Ausreden. Montevideo, 24. Febr. (DNB.) Eine vom englischen Gesandten der Presse übergebene Erklärung, daß die Rettungsboote des deutschen Dampfers „W a k a m a" von englischen Fliegern mit Maschinengewehrfeuer belegt worden find, weil man b i e leer treibenden Boote durch die Flugzeuge habe versenken wollen, da sie eine Gefahr für die Schiffahrt bedeutet hätten, findet wegen ihrer offensichtlichen Verlogenheit keinerlei Glauben, zumal die Rettungsboote an der brasilianischen Küste antrieben. Die Beschießung der wehrlosen deutschen „Wakama"-Besatzuna burd) die Engländer wird als eine überaus verächtliche und verwerfliche Methode der Seekriegfuhrung gebrandmarkt. Oeutici -italienischer Warenverkehr für 1940 festqeiegt. Wahrer dieser Reichsibee erhoben werden. (Brausender Beifall.) Dieser Volksstaat wurde vor 20 Jahren in diesem Saale proklamiert. 13 Jahre hat der Kamvf gedauert, um ihn aufzurichten. Was ist in diesen 13 Jahren an Arbeit geleistet worden, was an Sorgen und Mühen zu überwinden gewesen. Was es beim Aufstieg im einzelnen an Rückschlägen gegeben hat, daß wissen Sie, meine alten Parteigenossinnen und Parteigenossen, am allerbesten. 1933 begann dann die Zeit, in der alles, was wir in den zahllosen Kundgebungen proklamiert und gepredigt hatten, nun verwirklicht werden mußte. Wenn man gerecht ist, kann man nicht bestreiten, daß in dieser Zeit in Deutschland geradezu ein Wunder geschehen ist. Was ist in diesen wenigen Jahren an ReformarbeiL auf allen Gebieten geleistet worden? Ein Auf* bau von gigantischen Ausmaßen! Wenn ich mir alle diese sogenannten internationalen Staatsmänner der Demokratien, die heute in Europa große Töne reden, vorsteüe und i h r Lebenswerk ansehe, fo kann ich nur sagen: Ich habe im Inneren und nach außen nur das Unglück gehabt, gegen lauter Nullen kämpfen zu müssen. Diese Leute beherrschen den größten Teil der ganzen Welt und sind nicht einmal in der Lage, in ihren eigenen Ländern die Erwerbslosigkeit zu beseitigen! Und diese Leute reden von der Notwendigkeit eines Neuausbaues Europas. Das erinnert mich an die Redensarten unserer eigenen Demokraten in früheren Iahren, die vom notwendigen Neuaufbau Deutschlands predigten. Dieser Neuaufbau ist allerdings eingetreten. Aber ohne sie. Auch der Neuaufbau der Welt wird eintreten! Aber gleichfalls ohne siet (Brausender Beifall.) Mein Kamps um die Freiheit unseres Volkes roaf ein Kamps gegen Versailles. Aber es handelt sich nicht um bas Paragraphenwerk von Versailles, sondern darüber hinaus um den Kampf gegenbie Geistesverfassung, die im Versailler Diktat ihren Niederschlag gefunden hatte. Sie wurzelt in der Auffassung, daß zwei ober drei Völker nun einmal vom lieben Gott bestimmt seien, bte ganze Erde zu beherrschen und daß, wenn ein Doll sich dieser Herrschaft nicht fügt, sie das Recht haben, zu behaupten, dieses Volk will die Erbe beherrschen! Herr Chamberlain sagt bas in einem Augenblick, in dem ganz Indien gegen ihn protestiert, in einem! Moment, in dem die Araber zum Wiberstand auf* rufen. In einer solchen Situation tritt dieser Herr auf und erklärt: Englanb kämpft gegen den Versuch einer deutschen gewaltsamen Weltbeherrschung. Mit diesen Phrasen hat man das Deutschland vor dckm Jahre 1918 vielleicht beeindrucken können, ba$ nationalsozialistische Deutschland nicht mehr! Der Herrgott hat die Welt sicherlich nicht für die Engländer allein gemacht! (Stürmischer Beifall.) Der Herrgott bat nicht bestimmt, daß ein paar kleinü Rassen, die ihr eigenes Volk noch nicht einmal mit dem Notwendigsten versehen können, drei Mertel der ganzen Erde unterjochen und die anderen 23öfter zum Hungerleiden verdammen. Das ist nun l möglich - gerne jen durch die Schwäche diejex 23 öltet Rom, 24. Februar. (DNB.) In Rom fand die Tagung des deutschen und des italienischen Regle- rungsausschusses für die Regelung der deutsch-italienischen Wirtschaftsbeziehungen statt um Öen Warenverkehr für das I " h r1940 eft- zulegen. Es wurden auch andere wirtschaftliche und finanzielle Probleme erörtert, die die beiden Lander, die auch auf diesem Gebiet ihre solidarische Zusammenarbeit fortsetzen, interessieren. Der Duce hat p e r f ö n I i d) e i n g e g r i f f e n , um bestimmte Weisungen zu erteilen. Die Vereinbarungen wurden von Botschafter v. Mackensen, dem Gesandten Clo- dius und Senator Giannini unterzeichnet. Italien siebt sckon jetzt bei der Einfuhr an erster und bei der Ausfuhr an dritter Stelle. Diese Entwicklung hat ihre Probe auch im Kriege bestanden. Kleine politische Hachnchten. In Buenos Aires ist der englische Botschafter bei dem argentinischen Innenminister vorstellig gewor be™ um strengste Internierung und Sfoüerung^b r Besatzung des „Admiral Graf 6 p e e m entlegenen ©egenben Argentiniens ZU fordern. Die argentinische Regierung hatte sich «nveranben erhärt, baß bie „Spee^-Mannschaft frieb cher Be fdiäftiauna nachgehen könne, sobald deutsche Fir men Entsprechenbe Stellungen ^r Der ugung ha - ten Das unerhört breifte Ansinnen ist felbftoe stündlich abgelehnt worden. Die bewaffnete englisch-Schaluppe io' fiel einer Mine zum Opfer. Zehn Mitglieder Besatzung werben vermißt. Der britische Dampfer „Royal Archer <2|66 Brt.) ist an ber schottischen Küste gesunken. Die Be satzung konnte an ßanb gebracht wer Der britische Dampfer 'Aevingdon ^“rt (4344 Brt.) ist in ber Nordsee versenkt woroe . München, 24. Februar. (DNB.) Die natio- < nalsozialistische Bewegung unb mit ihr bas gesamte i beutsche Volk begingen am ©amstagabenb bie i 20. Wieberkehr jenes Tages, an bem Aböls Hitler : im Hosbrüuhaus - Festsaal in München mit ber I Derkünbung bes Programms ber । NSDAP, ben politischen ©runbftein. legte zum Großbeutschen Reich ber Gegenwart. Wieberum versammelten sich bie ältesten Gefolgsmänner um ihren Führer am Ort bes unmittelbaren Erinnerns. Alle tragen sie bas golbene Ehrenzeichen ber Partei, viel auch ben Blutorben. Neben ben Tragern des schlichten Braunhembes sitzen Männer im felb= grauen Rock. Front unb Heimat reichen sich auch in biesem Raum bie Hanb. Mit bem Führer sind gekommen Rubolf Heß, Abolf Wagner, Heinrich Himmler, Wilhelm Brückner, Julius Schaub Christian Weber, Ulrich Graf, Hermann Esser unb Heinrich Hoffmann. Der Gauleiter bes Trabitwnsgaues Abolf Wagner macht sich zum Sprecher der alten Parteigenossen unb grüßt ben Führer. „Ich bars Ihnen sagen, wie wir uns alle freuen, baß Sie so gesunv unb froh in unserer Mitte weilen. Wir alle bie wir Sie nun boch schon so lange kennen, wir brauchen Ihnen nur in bie Augen zu sehen, um Zu wissen, wie es um Sie unb bamit um uns steht. Würben heute in biesem Saale einige Englänber ober Franzosen sitzen, bann würben sie erkennen müssen, batz es nie gelingen wird, die Einheit der deutschen Nation zu zertrümmern. Das, was vor 20 Jahren von biefer Stelle aus begonnen würbe, bas wirb dauern, solange es Deutsche gibt. Denn uns beseelt heute wie früher, ber gleiche Glaube unb ber gleiche Fanatismus, ber uns in biesem Raum b^ feelt hat, mit Ihnen mein Führer, bas neue Reich zu erobern, unb biefer gleiche Glaube unb 9leJy?e Fanatismus ist jetzt Gemeingut aller Deut chen geworben unb befähigt uns, ben Sieg ber beutschen Nation über alle Feinbe unseres Volkes zu er- 2?un steht ber Führer vor bem Mikrophon. -Der Wer spricht: Meine beutschen Volksgenossen unb -genossinnen! Dor 20 Jahren bin ich zum ersten Male m biesem Saal vor bie breite Oeffentlichkeit getreten. Was mich hierher führte, war ber härteste und fanatischste Entschluß meines Lebens. Wenn ich nun heute nach 20 Jahren so viele meiner bamaligen ältesten JJC'ib fämpfer und -kämpferinnen vor mir sehe, wenn ich jetzt wieder in ihrem Kreis stehe, bann ist das allem cbon etwas Bemerkenswertes. Ich weiß nämlich nickt wie viele Politiker bemokratischer Lander es gibt,'bie nach so viel Jahren so wie ich wieder vor ihre ersten Anhänger treten konnttn. (Brausenber snpjfnn.') Als ich bamals biesen Saal betrat, kam ich nicht aus irgenbeiner pazifistischen Einstellung heraus Ich war bamals noch Soldat, und zwar nut Leib unb Seele. Was mich hierher geführt hatte, mar ber Protest meines solba tisch en Empfindens in einer Seit, die man heute als bie Seit der tiefsten Erniedrigung unseres Volkes bezeichnen darf. Ein Zufammenbruch war damals über unler Volk gekommen, der schon deshalb ohne ’ Beispiel in der Geschichte war, weil die i-Se-umn -» . Besiegten die Opfer eines ungeheuren Selbstbetrugs Annahme von Anzeige« für bie Mittagsnummer bis8'/?Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Ps.,Textanzeigen von 70 mm Brette 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I AbschlüsieMengenstaffelB Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 °/o mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen . und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. Moskau, 25. Februar. (DNB.) Die „Prawba' wenbet sich gegen bie ßügenmelbungen ber Aus- lanbspreffe, bie ber Sowjetunion im Nahen Osten alle möglichen Angriffsabsichten zuschreiben. Es sei unbestreitbar, baß nicht auf sowjetischer Seite, wie bas bie englische Presse behaupte, z. B. im Kaukasus Befestigungen angelegt werben, sonbern baß im Gegenteil Englanb unb Frankreich Befestigungen in Kars anlegen. Dieselbe Havas-Agentur, bie sich nicht genug ereifern könne, ber Sowjetunion aggressive Ansichten zu unterschieben, habe erst kürzlich ausgeplaubert, baß auch i n Abrianopel unb an ben Darbanellen englische Offiziere unb Festungsingenieure tätig sind. Unbestreitbar sei ferner, baß im Nahen Osten englisch-französische Streitkräfte konzentriert werben. In Syrien sei unter bem Kommanbo bes Generals W e y g a n b eine General-Anzeiger für Oberhessen "zsssssr selbst. Aber diese Schwäche ist überwunden! Und diese Völker melden jetzt ihren Lebensanspruch an. Ich habe diesen Anspruch nun wirklich bescheiden genug gefaßt. Unser Ziel war: 1. tue Sicherung unseres eigenen Lebensraumes. und unter diesem Lebensraum verstehe ich alles das, was nicht durch die Engländer, sondern durch uns Deutsche kultiviert, zivilisiert und wirtschaftlich erschlossen wurde. Es gibt nämlich einige solcher Gebiete (Heiterkeit). Zum mindesten in Mitteleuropa ist der befruchtende britische Einfluß in der Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein noch nicht bemerkbar geworden. Dieses Mitteleuropa ist durch Deutschland aufgebaut worden und in diesem deutschen Lebensraum da wollen nur wir leben, und hier lassen wir uns nicht bedrohen, und hier lassen wir auch keine politischen Kombinationen aufbauen, die gegen uns gerichtet sind. Und 2. verlange ich d i e deutschen Kolonien zurück, unser deutsches Eigentum, das diese Weltplutokraten uns ohne jeden Nutzen für ihre eigenen Völker geraubt haben. Das waren sehr beschränkte Ziele. Ich habe hierbei von vornherein alles getan, um gegen England und Frankreich eine klare Begrenzung unserer Ansprüche vorzunehmen, die diese Völker überhaupt nicht bedrohen konnten. Trotzdem traten unsere Bekannten aus dem Weltkrieg wieder mit ihrer Kriegshetze in Erscheinung. Es kamen Herr Chur- chill, Herr Duff Cooper, Mister Eden und Herr Chamberlain selber und endlich über allen schwebend der ewige Geist des Juden Hore-Belisha. Herr Churchill war ja schon im großen Krieg der bekannte Einpeitscher gewesen, er gehört zu den Leuten, die kein Hehl daraus machen, schon damals die Welt in den Krieg gestürzt zu haben. Und ich war damals ein ganz kleiner unbekannter Soldat ohne jeden politischen Einfluß. Ich habe nur meine kleine Pflicht getan, so wie jeder andere Deutsche auch. Wir sind also aus ganz verschiedenen Welten gekommen: dort die kapitalistischen Kriegshetzer und hier der einfache deutsche Soldat. Nach dem Kriege haben diese Leute ihre Geschäfte gemacht, Rüstungsgeschäfte und Gewinne ungeheuerster Art. Ich aber habe damals gekämpft für mein beut« sches Volk. Und wie ich gekämpft habe, das willen Sie selber als meine Zeugen am besten (brausender Beifall). Nun treiben diese Leute seit Jahren aufs neue ihre Kriegshetze und machen abermals kein Hehl daraus, daß es wieder ihr einziges Ziel ist, einen großen Krieg zu führen. Sie haben dabei die Hoffnung, daß sich wieder andere Völker finden, die für sie eintreten. Und diese Hoffnung ist zum Teil auch begründet, weil sie überall ihre jüdischen Verbündeten haben. Zum anderen Teil ist die Hoffnung allerdings schon jetzt fehlgeschlagen. Ihnen ist diesmal ein dentfcher Frontsoldat entgegengetretea. der nun seinerseits ebenfall. alle Vorbereitungen getroffen hat, und zwar so gründlich, wie sie nur jemand treffen kann, der erfüllt ist von der Pflicht gegenüber seinem eigenen Volke (erneuter brausender Beifall). Vor diesen Leuten habe ich gewarnt, als es notwendig wurde. In einem aber habe ich nie einen Zweifel gelassen: daß es mein unerschütterlicher Wille und Entschluß war, Deutschland wieder frei zu machen. (Stürmischer Beifall.) Daß sie mich nun dafür hassen, ist mein höchster Stolz. Sie wissen es, meine alten Parteigenossen und Parteigenossinnen, wie oft habe ich es Ihnen hier in diesem Saale gesagt: Wenn die Juden, das ganze Grobzeug, das damals in Deutschland herumlief, mich beschimpften, wie oft habe ich es Ihnen hier in diesem Saale gesagt: dann ward es meine größte Ehre. Wenn sie mich gelobt hätten, so wäre ich mir als der größte Halunke vorgekommen. Und genau so ist es heute. Wenn ein Churchill sagt, daß er mich haßt — dann: ich danke Ihnen, Herr Churchill, für dieses Kompliment! (Stürmischer Beifall.) Wenn Herr Chamberlain erklärt, daß er mir nicht traut: ich danke Ihnen ebenfalls, Herr Chamberlain, daß Sie also nicht glauben, daß ich jemals zum Verräter an meinem Volke werden könnte! Wenn Herr Duff Cooper oder Mister Eden versichern, daß ich in ihren Augen ein abscheuliches Ungeheuer sei — ich bin glücklich, daß Sie mich wenigstens nicht zu ihren Freunden rechnen. Denn ich habe nur einen einzigen Ehrgeiz: nämlich die Liebe und die Zuneigung meiner eigenen Volksgenossen zu erringen und sie mir zu erhalten! (Brausende Heilrufe.) Der Haß meiner Feinde bewegt mich überhaupt nicht. Er hat mich nicht bewegt in den 13 Jahren, da ich um die Macht in Deutschland rang, und er rührt mich jetzt erst recht nicht! Und so wie ich damals im Inneren in diesen 13 Jahren gekämpft habe für die Freiheit meines Volkes gegen die inneren Unterdrücker, Ausbeuter usw., so kämpfe ich heute auch, wenn es notwendig ist, nach außen. Sie kennen uns nicht, der beste Beweis, wie wenig sie uns kennen, ist, glaube ich, in der britischen Hoffnung zu sehen, doch vielleicht ein neues Jahr 1918 zu erreichen. Dem entsprechen ja doch wohl auch die blödsinnigen Flugblätter, die man mangels anderer Munition zunächst auf Deutschland abgeschossen hatte. Man glaubte wohl, daß man das Manöver von 1917 oder 1918 im jetzigen Deutschland würde wiederholen können. Die Herren haben eine Ahnung vom heutigen Deutschland! (Jubelnder Beifall.) Die Lage hat sich heute auf vielen Gebieten wesentlich gegenüber dem Jahre 1914 geändert, sie hat sich zunächst außenpolitisch geändert, Deutschland ist heute befreundet mit Italien. Es ist nicht nur die Freundschaft der beiden Regime, und ich darf wohl sagen, die Freundschaft der beiden führenden Männer, sondern es ist auch die Erkenntnis, daß die beiden Länder in ihrer Zukunft aufeinander angewiesen und voneinander abhängig sind. Allein auch Rußland gegenüber hat sich das Verhältnis geändert. Die Hoffnung, so wie im Jahre 1914 zwischen Rußland und Deutschland wieder einen großen Krieg erzeugen zu können, ist jämmerlich fehlgeschlagen. Ich verstehe, daß man in London jetzt empört ist über die „Gemeinheit", daß ausgerechnet ich diesen Schachzug plötzlich verhindert habe. Aber ich glaube in diesem Falle haben das russische und das deutsche Regime wirklich etwas sehr Segensreiches für beide Völker getan, denn dafür sind wir uns wohl beide zu gut, uns bloß zu verbluten, damit die Londoner Börse und das ganze Judentum sich die Hände reiben. (Stürmischer Beifall.) Damit ist wieder ein gewaltiger Staat aus der Front gegen Deutschland getreten, und Sie wissen, meine Volksgenossen, daß ich keine halben Sachen mache. Wenn ich mich einmal auf einen Weg begebe, dann gehe ich diesen Weg bis zum Ende. Die Hoffnung, es könnte doch morgen ober übermorgen wieder anders sein, diese Hoffnung ist vergeblich. Auch Japan, das im Jahre 1914 ebenfalls gegen Deutschland antrat, steht diesmal nicht auf der Seite unserer Gegner, sondern ist mit uns eng befreundet. Das sind drei gewaltige Staaten, die damals unsere Feinde waren und die heute als wohlwollendste Neutrale uns zur Seite stehen. Immerhin eine ganz beträchtliche außenpolitische Aenderung der Lage. Ein neues Volk MN diesen Kamps. Auch militärisch hat sich die Situation geändert. Ich habe auf gerüstet, und wie ich alle Dinge in meinem Leben konsequent mache und nichts halb, habe ich auch diese Aufrüstung konse- quent durchgeführt. Ich habe jahrelang aus Gründen, die Sie sich denken können, darüber nicht gesprochen. Ich wollte die anderen nicht unnötig auf- regen! (Stürmische Heiterkeit.) Ich habe jahrelang geschwiegen, aber das wissen Sie ja alle, ich habe gearbeitet. Wir haben uns eine Wehrmacht aufgebaut, die heute anders dasteht wie die von 1914. Damals war sie schwach ausgerüstet, zum Teil geradezu ärmlich versorgt. Diesmal haben wir kein Opfer gescheut, um unserer Wehrmacht die modernste Rüstung der Welt zu geben. Daß das keine Phrase ist, das hat uns zunächst der Feldzug in Polen bewiesen. Ich glaube, er ist etwas schneller abgelaufen, als die Strategen in London und Paris das erwartet hatten. Und das wird sich auch in der Zukunft noch weiter bestätigen. (Wieder stürmischer Beifall.) Was aber über das Materielle hinaus den Geist dieser Wehrmacht betrifft, so soll man auch da unbesorgt sein. Der Geist der Soldaten ist immer der Geist ihrer obersten Führung, und daß die oberste Führung von heute nicht verwechselt werden soll mit der Führung des Jahres 1914, das walle Gott! (Stürmischer Beifall.) Allein auch wirtschaftlich haben wir uns anders vorbereitet. Ich habe jahrelang die Grundlagen unserer Autarkie sicherstellen lassen, sehr zum Aerger unserer Gegner. Eigentlich hätten sie ja beglücft sein und sich sagen müssen: „Gott sei Dank, die Deutschen schaffen sich ihr Dasein in ihrem eigenen Lebenskreis." Aber nein, es hat sie geärgert, denn sie wußten ganz genau, daß diese Autarkie ihnen die Möglichkeit nimmt, die Gelegenheit Deutschland zu überfallen und dann durch eine Blockade abzudrosseln. Allerdings ist diese Blockade auch sonst ziemlich lückenhaft, wir haben uns heute ganz anders block ade fest gemacht als im Jahre 1914. Damals war unsere Gegenwehr gegen die Blockade gleich null, genau wie die eigene Vorbereitung zur Autarkie. Heute ist unsere Gegenwehr vom ersten Tage an schon ganz anders aktiv, und die Avwehr durch Sicherstellung der autarkischen Grundlagen unserer Wirtschaft aufs beste organisiert. Weder militärisch noch wirtschaftlich kann Deutschland niedergezwungen werden! (Erneuter jubelnder Beifall.) Das Entscheidende aber ist bie Führung. Wenn ich hier von. der Führung rede, bann meine ich nun nicht nur mich allein, sondern alles, was im Laufe der 20 Jahre feit ich hier zum ersten Male vor ihnen sprach, in Deutschland zur Führung gekommen ist. Ich habe Ihnen oft gesagt: Ich bin nichts anderes als ein Magnet, der dauernd über die deutsche Nation streicht und den Stahl aus dem Volke herauszieht, und ich habe oft erklärt, daß die Zeit kommt, in der alles, was in Deutschland an Männern da ist, in meinem Lager stehen wird, was dann nicht in meinem Lager steht, das taugt sowieso nichts. Ich habe das als den Prozeß der Bildung der historischen Minorität bezeichnet. Es ist genau so gekommen. Im Laufe von 13 Jahren hat sich in der nationalsozialistischen Partei eine Summe von persönlichen Energien zusammengefunden vom kleinsten Block- ober Zellenwart angefanpen, bis hinauf zum Ortsgruppenleiter, zum Kreisleiter, zum Gauleiter, zum Reichsstatthalter, den Reichsleitern usw. Auf allen Ge ieten ist eine Auslese eingetreten. Gewaltige Energien sind mobilisiert worden und stehen heute an den maßgebenden Stellen. Wenn Sie das vielleicht mit einem Blick nicht mehr im ganzen Umfang erfassen, so stellen Sie sich irgendein nationales Ereignis, sagen wir aus den Jahren 1903, 05, 08, 1910 oder 12 vor und sehen Sie sich ein ähnliches Ereignis heute an. Sagen wir damals eine Denkmalsenthüllung von einem Nationalheros, etwa Bismatck ober sagen wir einen Stapellauf. Der erste Eindruck: Ein Feld von Zylindern (stürmische Heiterkeit), nur Zyliräer, überhaupt kein Volk. Und heute nur Volk und kein Zylinder. Das ist der Unterschied! (Tosender Beifall.) Wenn ich heute zu Ihnen spreche, dann werden Sie, meine lieben alten Parteigenossen und Parteigenossinnen sagen: Unser alter revolutionärer Führer! — verzeihen Sie — ihr Staatsoberhaupt! Und nun vergessen Sie nicht, wie das anderswo aussehen würde, wenn bas Staatsoberhaupt spricht. Wie das meinetwegen vor 20 ober vor 15 Jahren ausgesehen hätte. Schauen Sie sich heute das Bild an. Heute haben wir wirklich das deutsche Volk und an feiner Spitze stehen heute überall Führer, die aus i h m hervorgegangen sind, ohne Rücksicht auf ihre Herkunft. Es ist wirklich eine Unsumme männlicher Tatkraft und Entschlossenheit, die heute die deutsche Nation führen. (Brausender Beifall.) Es tft etwas wert, wenn eine Nation fo durchorganisiert ist, daß an jeder Stelle einer steht, der aus dem Volke selbst herausgewachsen ist und der daher nicht durch seinen Namen oder seine Geburt an dieser Stelle steht, sondern allein durch feine Tatkraft. Und dann das Letzte: Wir haben auch ein anderes Volk. Dieses Volk ist nun aufgerichtet, es hat sich selbst gefunden. Es hat sein Selbstvertrauen wieder erhalten in einem Ausmaße wie nie zuvor. Es weiß, daß kein Ding auf dieser Welt unmöglich ist. Es kennt unsere Geschichte. Es weiß, daß wir heute in unseren Entschlüssen nicht schwächer find als die großen Heroen unserer Vergangenheit. Das deutsche Volk ist durch eine Schule gegangen, wie sie, vielleicht von Italien abgesehen, kein anderes Volk in Westeuropa besitzt, eine Schule der Aufklärung und der politischen Erziehung. Dieses Volk ist durch und durch organisiert. Wenn heute so ein englischer Zylinderträger herkommt und etwas mit Propaganda machen will — mit Propaganda in unserem Volt? (tosende Heiterkeit), das haben schon ganz andere versucht und sie sind uns gegenüber nicht aufgekommen. Alle diele Redensarten, die Herr Chamberlain vergeudet, die kann er vielleicht für fein eigenes Volk gebrauchen, bei uns ist das vollkommen wirkungslos. Wir kennen die Herren, wir kennen vor allem ihre Ratgeber. Die kennen wir ganz genau, weil sie zum Teil noch vor acht Jahren hier bei un% waren. Wir hören das am Dialekt ihrer Aussprache (brausende Heiterkeit). Sie sprechen ein ebenso komisches Deutsch wie sie wahrscheinlich auch ein komisches Englisch reden. Diese Leute haben wir in unserer Mitte einst erlebt, da sie die Gewalt in Deutschland hatten. Heute haben sie hier keine Gewalt, es fei denn die Gewalt ihrer Stimme, und diese Stimmer klingt in Deutschland sehr schlecht. Das deutsche Volk hat eine Abneigung gegen diesen Jargon. Es will ihn nicht hören. Und wenn es erst die Träger dieser Stimmen sieht, dann hat das deutsche Volk überhaupt schon genug. Was diese Leute dann reden, ist an sich gänzlich gleichgültig, es glaubt ihnen im deutschen Volk kein Mensch mehr ein Wort. Jeder Deutsche weiß, daß sie lügen wie gedruckt und drucken wie sie lügen. (Erneute Heiterkeit.) Nein, das deutsche Volk ist h e u t e ganz anders geworden. Es gibt in der Führung heute keine Bethmann-Hollwegs. Es gibt aber auch im Volk keine fpartakistischen Banden mehr. Beides hat aufgehört. Ls ist ein neues Volk gekommen, und dieses Volk wird den Kampf, den man ihm aufgezwungen Hal, durchführen. Und ichbinenl- schloffen, dies en Kampf durchzuführen! Ls wird vielleicht manchen geben, der sagt: „hätte man nicht noch ein paar Jahre Zeit gehabt?!" Rein! Ls ist besser so, wenn der Kampf doch unausbleiblich war. Die Herren haben ihn uns jetzt aufgezwungen. Außerdem ist es auf die Dauer unerträglich, daß ein Volk einem anderen, das 80 Millionen Menschen stark ist, alle zwei Jahrzehnte sagen kann: „Wir wollen nicht, daß du das tust oder jenes, wenn es uns einfällt, sperren wir dir die Importe und machen dir eine Blockade, dann kannst du nichts bekommen und mußt verhungern! So etwas ertragen wir nicht! Diesen organisierten Terror einer niederträchtigen Wellplutokratenclique werden wir beseitigen! (Stürmischer, langanhaltender Beifall.) Wir haben diese internationalen Finanzhyänen in Deutschland zu Paaren getrieben, und wir werden uns jetzt nicht von außen her das Gesetz des Handelns vorschreiben lassen. Die deutsche Nation hat dasselbe Recht zum Leben wie jedes andere Volk. Wir sind daher entschlossen, diesen Kampf jetzt solange zu führen, bis dieser Terror gebrochen ist, und so, wie wir den Terror dieser Clique im Innern vernichtet haben, werden wir ihn auch nach außen brechen! (Tosender Beifall.) Daß ich vor diesen Leuten keinen Respekt habe, das liegt in ein paar "Tatsachen begründet: 1. Soweit sie sowieso früher bei uns waren, werden Sie verstehen, daß ich gar keinen Respekt vor ihnen zu haben brauche. ie, die früher die Macht in Deutschland hatten, muhten ja mir, dem namenlosen unbekannten Soldaten nach 13 Jahren das Feld räumen. Warum soll ich also vor diesen Leuten Respekt haben? (Stürmische Heiterkeit.) Und nach außen ist es auch nicht anders. Ich bin selber als Soldat vier Jahre lang den Leuten gegenüber gelegen. Man kann mir doch nicht einreden, daß die besser seien als wir. Damals sind sie in einer gigantischen U eb erlegen- heit gegen uns aufgetreten. Diese Überlegenheit hoben sie heute nicht mehr, auch waffenmäßig nicht. Und daß ich im übrigen die Zeit jetzt ausgenutzt habe, das werden Sie, meine alten Parteigenossen, mir ohne weiteres glauben. Denn was man mir auch vorwerfen konnte — eines nicht: daß ich jemals in meinem Kampf faul gewesen wäre oder vielleicht so ein halbes Jahr lang die Hände in den Schoß gelegt und nichts getan hätte. — Ich habe in den letzten 5 Monaten gearbeitet, wie nur ein Mensch arbeiten kann. Und es war das auch verhältnismäßig leicht, denn man brauchte nur das anlaufen zu lassen, was wir zum Anlaufen vorbereitet hatten. Und das läuft jetzt, und zwar gründlich. Das deutsche Volk steht heute militärisch in einer besseren Verfassung da als jemals in seiner Geschichte. Zu seiner Führung aber können wir ruhig Vertrauen haben. Auch die militärische Führung 'steht auf der Höhe der Zeit und ihrer Aufgaben. Die anderen müssen Danke schön! Don 3o Hanns Rösler. Der eine Otto sah den anderen Otto kopfschüttelnd an. „Wir waren in Läden, wir sind herumgefahren, jetzt sitzen mir in einer Gaststätte", sagte er mit Grimm, „immer ist es das gleiche ßiebr „Worüber beschwerst du dich, mein Freund?" „Tausendmal am Tag sagst du Danke und nicht weniger oft Bitte! Ich frage dich: wozu? Fühlst du dich so unsicher? Du kaufst eine Ware ein, du gibst Geld dafür, wozu dann noch die Höflichkeiten? Wer sagt zu dir Bitte, wenn du jeden Morgen in deine Kanzlei zur Arbeit gehst? Wer sagt zu mir Danke, wenn ich die alten Stiefel neu besohlt habe? Man läßt sie abholen, legt das Geld auf den Tisch und die Sache ist erledigt. Du aber trittst in ein Geschäft und beginnst: „Ich mochte gern dies und würden Sie mir bitte jenes zeigen?" Wenn man dich fragt: „Gefällt es Ihnen?" antwortest du: „Ja. Danke schön." Bietet man dir an, die Badewanne, die du sowieso nicht unter dem Arm heimtragen kannst, zuzuschicken, sagst du: „Das wäre wirklich sehr freundlich von Ihnen, haben Sie herzlichen Dank!" Du gibst deine Adresse mit einem freundlichen Bitte an der Kasse ab und bedankst dich womöglich noch bei dem Verkäufer für die gute Beratung, wenn du ihm nicht gar die Hand reichst. Was hat der Mann anderes getan, als dir eine Badewanne verkauft, die er ja eintaufte, um sie zu verkaufen? Wenn du oder ein anderer nicht gekommen wärest, sie ihm abzunehmen, bliebe er auf seinen Badewannen sitzen. So aber brachtest du ihm einen Verdienst und verhalfst ihm zu seinem Lebensunterhalt. Aber dies nicht allein, du treibst es auch sonst so: du grüßt den Postboten auf der Straße zuerst, den Postboten, der dir ja nur deine Briefe bringt, die er ja bringen muß und sowieso nicht für sich behalten kann. Du entschuldigst dich bei deiner Portiersfrau, wenn sie breit im Hauseingang steht und du an ihr vorüber willst. Hat sie den Eingang nicht freizugeben und ist es nicht vielmehr eine Ungehörig- feit von ihr, den Gang des Mieters auch nur eine Sekunde zu hemmen? Wenn du in deinem Wagen sitzt, hupst du nicht, sondern wartest, bis die Leute die Straße überquert habe,. Weißt du nicht, daß ein Auto stets das Recht der Vor^hrt dm dkü au—.— _" ———. Fußgängern hat? Stattdessen hältst du den Wagen an und winkst ihnen noch freundlich zu, vor dir hinüberzugehen? O du hinterdörflicher Narr! Ja, zum Chauffeur einer Taxe sagst du: „Bitte fahren Sie mich zum Bahnhof!" Der Mann wartet ja nur daraus, dich zu fahren! Genügt es nicht, einfach ,Lum Bahnhof!" zu befehlen? Vorhin traten wir in diese Gaststätte ein. Der Kellner half uns aus dem Mantel. Du sagtest Danke, ich sagte nichts. Unsere Mäntel hängen an dem gleichen Haken, es ist kein Unterschied. Der Kellner führte uns zu einem Fenstertisch. Du bedanktest dich bei ihm für seine Aufmerksamkeit. Sitze ich nicht am gleichen Tisch? Du batest: Bringen Sie mir bitte ein Bier und später, wenn Sie Zeit haben, die Speisenkarte!" Ich sagte nur: „Ein Bier und die Speisekarte!" War etwa meine Portion Sauerkraut kleiner als deine oder sind deine Würstchen länger als die meinen? Stellte er dir das Essen früher auf den Tisch ober brachte er mir mein Bier später? Nein, du bist einfach ein altmodischer Mensch, Otto! Du paßt nicht in die heutige Zeit! Oder bist du anderer Meinung?" Der andere Otto war anderer Meinung. „Darf ich, lieber Freund, dir etwas zeigen?", sagte er freundlich, „sieh auf diesem Tisch steht ein Strauß frischer Blumen, dort drüben ebenfalls und auf den Fensterbänken blühen Geranien. Warum wohl? Es ist die Höflichkeit des Wirtes, es ist fein Bitte, fein Willkommen. Er hat es nicht nötig, höflich zu fein, denn fein Bier ist gepflegt und das Essen ist nicht teurer als anderswo. Aber auch er sagt Danke für unseren Besuch und hat uns deswegen vorsorglich drei Rosen auf den Tisch gestellt. Der Kellner half uns aus dem Mantel. Gewiß, es ist seine Pflicht, vom Wirt vorgeschrieben! Aber konnte er nicht ebenso gut in dieser Minute sich so aufmerksam mit den Tellern und dem Falten der Servietten beschäftigen, daß er uns nicht bemerken mußte? Wir hätten uns vielleicht von selbst an diesen Tisch gesetzt, aber daß er uns geleitete, kann man Königen eine höhere Ehre erweisen? — Du erwähntest vorhin den Briefträger. Er hätte feine Aufgabe voll erfüllt, wenn er die Briefe in den Kasten meiner Tür würfe. So aber läutet er und erspart mir das Warten und wiederholte Laufen zur Tür, ob die Post noch nicht da sei. Er überreichte mir die Briefe mit einem freundlichen Lächeln, daß ich gar nicht auf den Gedanken komme, dieser Mann jHsig DrMnlMg treHWuj und treppab und ist eben wieder die fünf (teilen Stiegen zu mir emporgeklettert. Könnte er mir nicht auch mürrisch und schnaufend die Post aushändigen? Daß ich vor Aerger die freudigen Nachrichten belanglos und die unangenehmen Dinge der Briefe doppelt unangenehm empfände? Warum soll ich mich also nicht bei ihm bedanken und grüßend stehen bleiben, wenn ich ihn auf der Straße treffe? Nein, mein lieber Otto, wir begegnen überall der Höflichkeit und Rücksichtnahme auf uns, daß es undankbar wäre, sie achtlos und selbstverständlich einzustecken. Der Chauffeur, der eine Stunde ober länger am Standplatz stand, um endlich nach langem Warten vorzurücken, und nun als erster Wagen vor der Reihe steht, freut sich bestimmt nicht über die kurze Fahrt zum Bahnhof mit einem einzigen Fahrgast. Wer wie ich früher in Wien fo oft beschimpft wurde, weil ich vom Ring nur bis zum Kai mußte und nicht zur Alten Donau oder nach Schönbrunn, der freut sich heute doppelt über den Chauffeur, der auch bei den kürzesten Fahrten gern den Motor einschaltet und beim Aussteigen dir die Tür öffnet. Mit einem Trinkgeld allein ist der Dank dafür wohl nicht abzustatten, ein freundliches Wort gehört dazu. Und der Verkäufer im Geschäft hat auch Mühe gehabt, dir gute Badewannen bereitzuhalten. Gute Badewannen kommen nicht von allein geschwommen und gute von schlechten zu unterscheioen, hat er harte Lehrjahre hinter sich. Wenn es ihm heute besser geht und er bereits einen kleinen Bauch ansetzt, sieh nur genau hin, so erkennst du in feinem Gesicht immer noch den kleinen, blassen, ängstlichen Lehrling, der anfassen konnte, was er wollte, es war immer falsch. Damals hat niemand zu ihm Bitte und Danke gesagt. Warum wollen wir es heute nicht nachholen? Das ältere Fräulein an der Kasse oder gar am Packtisch bekommt so viele mürrische Gesichter zu sehen, daß ihr ein freundliches Lächeln gern gegönnt sei. Nein, Otto, es ist gewiß nicht altmodisch, alltägliche Vorkommnisse mit Höflichkeit zu verschönen. Es paßt gerade in die heutige Zeit, bitte und danke zu sagen, denn es fallen dir so viele Geschenke vom Himmel in den Schoß, für die du dich nicht bebauten kannst, weil der Mann, dem du sie verdankst, gar nicht die Zeit hat, sich dafür von jedem die Hand schütteln zu lassen. Drücke sie dafür den anderen, lieber Otto!" Einem Einwand zu begegnen: warum zweimal Otto? Warum nichts wie ist jedex verniWiAen Geschichte, einen Otto und einen Heinrich? Oder auch einen Hugo und Johannes? Ganz einfach: der eine Otto und der andere Otto sind nämlich der gleiche Otto. Einmal hat er ausgeschlafen und einmal ,st ihm eine Laus über die Leber gelaufen. Darum seid munter, Freunde. Der Marienkäfer. Auf den Tisch im Kaffeehaus floa ein Marien* käferchen, dem der milde Herbst das Leben noch um ein Weilchen verlängert hat. Flink bewegte sich der kleine rote Fleck mit den weißen Pünktchen (der zeigt, wie der liebe Gott auch bei der Schöpfung feiner kleinsten Lebewesen Phantasie und Schönheit nicht außer acht ließ) über das weiße Tischtuch auf den Soldaten zu, der am anderen Ende des Tisches saß. Nun bemerkte er es und freute sich wie ich über den putzigen Anblick. Das Marienkäferchen machte Halt vor einem Aschenbecher; dann umkreiste es ihn mehrmals. Da nahm der Soldat ein schon abgebranntes Streichholz. Das nicht verkohlte Ende tauchte er einen Augenblick in ein Glas Wasser, das vor ihm stand; dann wälzte er es mehrmals über das Stückchen Papier, in dem der Zucker eingewickelt gewesen war, mit dem er feine Tasse Kaffee gesüßt hatte. Ich schaute ihm aufmerksam zu und begann zu ahnen, was er vorhabe. Richtig: an dem angefeuchteten Holz hatten sich Zuckerkörnchen angesetzt, und nun legte er das Streichholz dem Marienkäferchen, das inzwischen von dem Aschenbecher fort und wieder auf mich zurannte, in den Weg. Würde die seltsame Fütterung, die er beabsichtigte, gelingen? Das Marienkäferchen stutzte, als es den „Balken" vor sich sah, kletterte hinauf, gelangte an die gezuckerte Stelle, stutzte erst recht — und bohrte dann seinen kleinen Rüssel gierig in den feuchten Zucker. Es verwechselte offenbar die bargebotene Kost mit dem Honig einer Blüte, aus dem es sich sonst zu ernähren pflegt, und die es jetzt draußen nicht mehr gibt. „So tierfreundlich?" fragte ich den Soldaten, der das gelungene Experiment stolz betrachtete. „Allerdings!" lächelte er. „Aber auch ein wenig abergläubisch. Sie wissen doch: Marienkäferchen sollen Glück bringen!" geno Qhlis.t&lae^q^ Aus der Stadt Gießen 20 Uhr. gemessen durch das blendende Weiß, wie es ihrem Älter zukommt. Nur manchmal steckt sie ihre Nase «uci fluiumuu. jiui muiiupiiui |icui |tc c viu।c in den Schnee, oder leckt daran. Für die armen 1 Jetzt rührt sich etwas Verdächtiges, und mit schla gehörige Weite auf- gruppenleiter Grahlmann eine Ansprache in nnfn»hnhf der er die Wiederkchr des Gründungstages der Be- (Nachdruck verboten!) 21. Fortsetzung der um iung ins »rers aus Frauen-schaft für die stille und erfolgreiche Arbeit im letzten Jahr. Die Ortsgruppe Gießen-Süd könne in feder Hinsicht stolz sein auf ihre Arbeit, die sich in einer guten Organisation, in guten Sarnmelergeb- nissen für d-ie NSV., mit denen die Ortsgruppe mit an erster Stelle im Kreis Wetterau steht, und in der Arbeit der NS.-Frauenschaft ausdrücke. genden Flügeln, die eine ganz gehörige 9 weisen, wird das nächste Feld ausgesucht. Freund von Jwanka Gospik, sondern ihr Vater war!" Er machte eine Pause, die Wirkung seiner Worte abzuwarten, aber die erhoffte Wirkung blieb leider aus. „Woher wissen Sie das, Henke?" fragte Kybander ruhig und klappte die blaue Akte zu. O „Ich habe das Geständnis Jwankas an den Direktor Boury mit angehört. In einem Kaffeehaus am Kurfürstendamm. Ich setzte mich mit Herrn Zacharias an den Nebentisch, und wir taten, als spielten wir Schach. Der Direktor machte ihr einen Heiratsantrag. Dabei kam das zur Sprache. Es ist bestimmt die Wahrheit, Herr Kommissar!" „Ja, es ist die Wahrheit", nickte Kybander. „Ich habe die Beweise vorhin, als Sie wahrscheinlich gerade die Geschichte mündlich erfuhren, in Ludwig Carlottis Schreibtisch gefunden." Er bemerkte Henkes enttäuschtes Gesicht und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Trösten Sie sich, Henke, mit der entscheidenden Wendung im Fall Carlotti hat es, trotz unserer beiden Erfolge, noch wenig Aussicht. Wir müssen weiterarbeiten." Er hatte „unsere Erfolge" und „wir müssen weiter- arbeiten" gesagt. Er war ein Menschenkenner und hatte Henke wieder ganz für sich eingenommen. „Was kann ich tun, Herr Kommissar?" Kybander sagte: „Rufen Sie Ihren Freund Zacharias an und sagen Sie ihm, er müsse sofort Frau Henriette Carlotti mitteilen, was er eben mit Ihnen zusammen erfahren hat." Und er schloß langsamer: „Ich möchte gern sehen, wie Frau Henriette auf die Nachricht eingeht. Ich glaube, das wird uns gewisse Rückschlüsse erlauben." * Gerhart Carlotti kam nach Hause. Er schlich sich an Julias Tür vorbei, obgleich er nichts sehnlicher wünschte, als mit ihr zu reden und sie zu sehen. Aber sein Gefühl sagte ihm, daß es besser sei, in diesen Tagen an nichts mehr zu rühren, das ihre Liebe betraf. Lene öffnete ihm mit einem Gesicht, als sei ein neues Unheil geschehen. „Ist etwas passiert?" fragte er hastig. Sie schüttelte den Kopf, beugte sich dann aber vor und sagte vertraulich, denn sie diente im dritten Jahr bei Carlottis: „Der Kriminalkommissar war nochmal hier. Er hat mit der gnädigen Frau gesprochen. Es muß etwas Schlimmes gewesen sein. Seitdem ist sie wie verwandelt." (Fortsetzung folgt.) Pferde aber sind die vereisten und verschneiten Wege kein Vergnügen. Sie müssen oft alle Kraft zusammennehmen, um den schweren Wagen vorwärtszubringen. Besonders wenn es bergauf geht, ist es schlimm. Immer wieder rutschen sie aus, straucheln ... oh! nun fällt eins in die Knie, nein; es ist schon wieder in der Höhe. Alle Muskeln sind gespannt, man sieht es trotz des dichteren Winterelles, und nun, endlich, ruckt der Wagen an. Möge dir später ein warmer Stall und guter Hafer bevorstehen, lieber Gaul! Mit den Vögeln ist es ganz anders: sie haben keine Pflichten und keine Arbeit, außer der Sorge um das tägliche Futter. Eben läuft eine Haubenlerche zierlich — wie auf Rollschuhen — über die Straße, eifrig suchend und pickend. Zwei Paare großer dicker, schwarzer Krähen kommen jetzt immer auf den gegenüberliegenden Hof und gehen dort bedächtig auf Nahrungssuche. Fast wie kleine Pinguine sehen sie aus, wenn man sie von vorne sieht, wie sie sich auf dem weißen Schnee ungeschickt, mit heftigem Kopfnicken, vorwärtsbewegen. Jetzt haben sie etwas entdeckt: energisch wird es hervorgezerrt, dann mit den Krallen festgehalten und verzehrt. ich nicht einwilligen, Ihre Frau zu werden. Er machte ein Gesicht, das jeden anderen zum Lachen gereizt haben würde. „Das verstehe ich nicht. Haben Sie mich ein bißchen gern, Jwanka? „Sehr gern sogar." Sie nickte und errötete. ^,Aber was kann dann noch zwischen uns stehen? Sagen Sie es mir doch bitte." Sie hob den Blick und sah ihn an. „Ich bin das Kind einer Kellnerin", sagte sie, „und mein Vater hat meine Mutter nicht geheiratet." Er nahm ihre Hand auf und führte sie beglückt an seine Lippen. „Jwanka, daß Sie mir das gestanden haben, beweist mir mehr als viele Worte. Aber haben Sie im Ernst gedacht, deshalb sollten Sie mir nein sagen?" Er lachte ein bißchen, halb verlegen, halb beglückt. „Sie können mich getrost heiraten, Jwanka. Ich war zwölf Jahre alt, als mein Vater sich entschloß und meine Mutter heiratete." , , . Etwas anderes wäre eher zu bereden, wenn Sie es erlauben. Vorgestern noch waren Sie die Geliebte Ludwig Carlottis. Glauben Sie, daß mit dem Tod Carlottis — wie soll ich es ausdrücken, ohne plump zu werden, glauben Sie, daß Sie innerlich mit jenem Abschnitt ihres Lebens fertig ^Jwanka sah den Mann fest an; sie ahnte die Pein des anderen und gab sich einen Ruck. Ich will Ihnen die Wahrheit gestehen, Charles", sagte sie. Er horchte auf und vernahm zum ersten- mal seinen Vornamen aus ihrem Munde. „Ich war niemals die Geliebte Ludwig Carlottis. Nein, wahrhaftig nicht. Ludwig Carlotti war mein Vater." „Ist das wahr, Jwanka?" Ich schwöre es Ihnen. Niemand h,er wußte es. Er"hatte mein festes Versprechen, es gegen jeden zu "^Wesh^b nur? Ein Mann in seinem Alter kann eine erwachsene Tochter haben das ist doch feine Schande, noch dazu, wenn sie so ausgefallen ist! Sie zuckte die Achseln. „Er war sein Leben lang ein Schwächling. Wie er meine Mutter, die er geliebt hat, im Stich ließ aus Feigheit, so unterschlug er auch mich. Er lebte in Angst vor der Family Der Name Carlotti sollte untadelig leuchten. Ich glaube, es handelte sich zur Hauptsache um seine alte Mutter." ßen, 11,41. Frauenklasse. Kugelstoßen: 1. Ludwig, VfB.-R. Gießen, 8,67 Meter; 2. Muhl, DfB.-R. Gießen, 8. 3 0-Meter-Lauf: 1. Ludwig, DfB.°R. Gießen, 4,3 Sek.; 2. Muhl, DfB.-R. Gießen, 4,8. VDTN.Klasse. Kugelstoßen: 1. Keßler, Mtv. Gießen, 10,16 Meter; 2. Clarius, Mtv. Gießen, 8,20; 3. Schmidt, seiner Berufung beglückwünschte. Nach dem Lied „Volk ans Gewehr" hielt Orts- silli M .Regierungerat Lutter komm. Polizeidirektor in Gießen. Zu unserer Meldung vom vorigen Freitag über die Vereinigung der Polizeiverwaltungen von Gießen und Bad-Nauheim-Friedberg wird uns ergänzend von der Polizeidirektion Gießen mitgeteilt, daß der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — den seitherigen Leiter des Polizeiamts Bad-Nauheim, Regierungsrat L u t t e r, mit sofortiger Wirkung mit der kommissarischen Wahrnehmung der Dienstgeschäfte des Leiters der Polizeidirektion Gießen beauftragt hat. Regierungsrat Cutter, der bis jetzt als Hauptmann im Felde stand und als Führer der SA.-Standarte 116 in Gießen bekannt ist, hat feine Dienstgeschäfte am Samstag übernommen. Schulungsabend der Ortsgruppe Gießen-Süd. Die Ortsgruppe Gießen-Süd der NSDAP, hielt am Samstag in der „Stadt Wetzlar" einen zahlreich besuchtem Schulungsappell ab. Damit verbunden war die Verpflichtung von Parteianwärtem. Ortsgruppenleiter Grahlmann begrüßte besonders herzlich den neuen Kreisgefchäftsführer des Kreises Wetterau, Pg. Hans Weber, den er zu Mtv. Gießen, 8,06 Meter. Weitsprung: 1. Clarius, Mtv. Gießen, 4,80 Meter; 2. Buß, Mtv. Gießen, 4,66; 3. Weber, 4,46. 30-Meter-Lauf: 1. Buß, Mtv. Gießen, 4 Sek.; 2. Repp, DfB.-R. Gießen, 4,4; 3. Clarius, Mtv. Gießen, 4,4; 4. Schmidt, Mtv. Gießen, 4,6. hJ.klasse. Weitsprung: 1. Becht, Mtv. Gießen, 5,38 Meter; 2. Müller-Leuthert, Mtv. Gießen, 5,35; 3. Demper, 1900 Gießen, 5,27; 4. Klee, DfB.-R. Gießen, 5,17; 5. Ludwig, Tv. Heuchelheim, 5,15. Kugelstoßen (6,25 kg): 1. Sack, Tv.- Heuchelheim, 10,60 Meter; 2. Gante, 1900 Gießen, 9,60; 3. Ketterer, Mtv. Gießen, 9,35; 4. Ludwig, Tv. Heuchelheim, 9,05. * Dreisprung: 1. Müller-Leuthert, Mtv. Gießen, 10,69 Meter; 2. 'Becht, Mtv. Gießen, 10,59; 3. Krieger, Tv. Heuchelheim, 10,15; 4. Pfann, Mtv. Gießen, 10. 30-Meter-Lauf: 1. Becht, Mtv. Gießen, 3,9 Sek.; 2. Jsheim, Mtv. Gießen, 4; 3. Heck, Gef. 4, 4,1; 4. Demper, 1900 Gießen, 4,4. -!n- l renünnen, auch Geldverwalterin der BDM.-Werk- 1 Gruppe la in tadelloser Kluft mit Ausweisen pünktlich zu erscheinen haben. Betr.: DienstderGruppe. Der nächste Dienst Gruppe ist am Dienstag, 5. 3., im Moeserheim r - L a u f: 1. Ludwig, DfB.-R. Gie- ; 2. Muhl, DfB.-R. Gießen, 4,8. Nun aber zu unseren täglichen gefieberten kleinen Balkongästen! Auf der Dorhangstange sitzen schon die Spatzen aufgereiht und warten: dicke, aufgeplusterte, kleine Kugeln. Das Futterhäuschen wird dann ein Kampfplatz: mit Flügelschlägen und Schnabelhieben werden unangenehme Mitgenießer fortgejagt. „Na wartet, nun streue ich such auf den Balkonboden und auf das Dach des Futterhäuschens. Und wenn ihr keinen Frieden haltet, jage ich euch alle fort! Wenn die Stare kommen, ist es sowieso aus mit eurer Ruhe. Dann müßt ihr Platz machen, ob ihr wollt ober nicht!" Die Meisen mischen sich nicht in dies laute Getriebe. Zierlich hängen sie am leise schaukelnden Ring und picken sich die schönen Nüsse und den nahrhaften Sonnenblumensamen. Ein kleiner Buchfink kommt jetzt auch und holt sich schnell ein Körnchen vom Boden. Neulich, als wir auf den Schiffenberg gingen, sahen wir unter einem tiefen Gebüsch ein Fasanen- Pärchen. Rauschend flog es dann davon, lieber bie nächste Schneise aber gingen —- mit gesenkten Köpfchen und zierlich erhobenen Beinchen — zwei Rehe durch den dicken Schnee. E. L. St. Bornotizen. Tageskalender für IHonfag. Populärwissenschaftliche Vorträge der Universität: 20.15 Uhr im Großen Hörsaal des Chemischen In- stituts Professor Dietz über „Arbeitsrecht unter Berücksichtigung des Kriegsarbeitsrechts": 20.15 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut Professor Uli- r i ch über „Kulturgeschichte der Mathematik". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Weltrekord im Seitensprung". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ein Mann will nach Deutschland". NSDAP., Ortsgruppe Gießen-Mitte. Am Mittwoch, 28. Februar, findet um 20.30 Uhr im „Burghof" ein Schulungsabend der Ortsgruppe statt. An diesem Schulungsabend haben alle Parteigenossen, Parteianwärter, Obmänner, Walter, Warte und Leiterinnen der angeschlossenen Verbände, ferner die in der Ortsgruppe wohnenden Angehörigen der SA., NSKK., DAF., NSV. ünb Frauenschaft teil- zunehmen. Es spricht Kreispropaganbaleiter Pg. Rahner. BOM.-tlntergau 116 Gießen. BDM.-Werkgruppe la/116. Betr.: Führerinnenappell. Montag, 4. 3., finbet um 19% Uhr in ber Schillerschule ein Führe- rinnenappell durch die Untergauführerin statt, bei dem sämtliche Schar-, Schaftsführerinnen und Refe- Tiere im Wm.er Kitty, die Katze, läuft noch unhörbarer als sonst über die Schneefläche. Nun ist ihr der Schnee nichts Neues mehr, während sie zuerst mit tollen Sprüngen und komischen kleinen Sätzen ihr Vergnügen daran kundtat. Britta, die Hündin, geht steif und mürb“3 bcn>eifcn’ roas bei uns schon bewiesen I Sm übrigen glaube ich eines: es gibt einen # er r g ott! Jhefer Herrgott schafft die Völker Er gibt grundsätzlich a l l e n V ö l k e r n d a 5 i & e N ech t. Wir Deutsche haben uns vor 20 vor 2? 23 Jahren sehr schlecht in der Geschichte benommen' Es kam eine Revolution, und wir sind deshalb unterlegen. Dann begann der Wiederaufstieg unseres Voltes in unermeßlicher Arbeit. Und in dieser ganzen Zett hat die Vorsehung unsere Arbeit wieder gesegnet. Je tapferer wir waren, um so mehr kam auch der Segen der Dor- sehuna. Auch in den letzten sechs Jahren hat die Vorsehung uns immer begleitet, denn, glauben Sie mir, der eine nennt es Glück, der andere anders, aber ohne diese letzte Zustimmung kann man ja die großen Werke nicht vollbringen. Gerade vor wenigen Monaten habe ich ja auch wieder persönlich in tief- das Walten einer Vorsehung gefühlt, begleitet und ihnen die Aufgaben stellt. Diesen Ausgaben dienen mir. Was mir wollen ist mcht die Unterdrückung anderer Völker es ist un fere Freiheit, unsere Sicherheit, die'Sicherheit unseres Lebensraumes. Es ist die Sicherheit des Lebens unseres Volkes selbst. Dafür kämpfen wir! Die Dorsehuna hat bisher diesen Kampf gesegnet, taufend faltig gesegnet. Kann sie das getan haben, würde sie das getan haben, wenn es chre Absicht wäre, mm plötzlich diesen Kampf zu unseren Un- gunsten ausgehen zu lassen? Ich glaube hier an eine höhere und an eine ewige Gerechtig- kett. Die wird dem zuteil, der sich ihrer wür- d i g erweist. Das war mein Glaube, mit dem ich zum ersten Male vor 20 Jahren hier auf getreten bin. Damals glaubte ich: Es kann nicht fein, daß mein Volk zum Untergang besttmmt ift. Es wird nur untergehen, wenn sich keine Männer finden, die dieses Volk retten. Wenn aber jemand wieder mit gläubigem Herzen sich zu diesem Volke bekennt und dafür arbeitet und alles einsetzt für Dieses Volk, bann kann es Nicht sein, daß die Vorsehung dieses Volk zugrunde gehen läßt. Mehr als Wunderbares hat seitdem die Vorsehung an uns getan. Ich kann Sie alle nur bitten: Fassen Sie diesen Glauben als alle Nationalsozialisten nur recht stark. Ls kann nicht anders sein: wir müssen siegen, und wir werden daher auch siegen! Und wenn der Feind um uns herum noch so droht und noch so drängt: Ls ist nicht schlimmer, als es schon einmal war. Das haben auch unsere Vorfahren so oft erdulden müssen. Da wollen wir uns erst recht zu dem großen Bekenntnis eines gewaltigen Deutschen durchringen: f,Und wenn die Welt voll Teufel wär, es muß un» doch gelingen!" Mit ungeheurem Beifall danken die alten Parteigenossen dem Führer und bekennen sich zu ihm und seinem unbeugsamen Sregeswillen. ,Zch wollte Sie etwas Wichtiges fragen", sagte er. „Geschäftlich?" Sie legte den Silberlosfel weg und wurde aufmerksam. „Im Gegenteil." t „Was ist bas Gegenteil vom Geschäftlichen r „Das Private, Fräulein Jwanka Vtttt sehen Sie einmal eine Viertelstunde nicht den Direktor in ^^Scmdern?" 'Ihr Blick kam ahnungsvoll zu ihm ben Mann, der Sie liebt und Pßr^r^ Sie schwieg. Boury machte das Mut Er war sonst wirklich nicht schüchtern, dazu halt« er mit Frauen schon zuviel erlebt. „Ich liebe Sie, ^wastta , sagte er. „Glauben Sie mir, baß ich mir das über legt habe", fuhr er noch einmal fort. „Vielleicht sollte ich Ihnen das anders, werbender und uber- xeuaenber sagen. Aber sehen Sie, das ist eine gewiße Tragik. Ich kenne so entsetzlich meleTheattr^ stücke, die mit der Liebesszene stehen und allen und hnp.p n[[ö diese Dialoge im Kopf. Ich frage tote beb er ganz Mcht. w!e mir der Schnabel geroadlfen '-gte U gegen dos weiße Tischtuch, während ,hi^«ner N-A-l da. Muster nachzeichnete: „Ich kann sie nicht heiralen. „Weshalb nicht? Sie heben einen anderen? ''®e"Ä Mn Freund nicht nergefienr ähre Stirn krauste sich. ..Das ist es alles nicht, sagte sie. .Ihretwegen, weil ich Sie gern habe, kan Gedächtnis rief. Er zitierte Worte des dem Buche „Mein Kampf" und stellte in einem Rückblick auf die Erfolge der Bewegung fest, daß die nattonalsozialisttsche Weltanschauung in diesen zwanzig Jahren sich nicht mir die Herzen aller Deutschen eroberte, sondern darüber hinaus auch die Grundfesten der alten Wett ins Wanken brachte. Zu den Parteianwärtern gewandt sprach der Ortsgruppenleiter von den Tugenden, die die Nationalsozialisten ausgeichneten und zeigte ihnen die Pflicyten auf, die sie mit dem Eintritt in die Bewegung auf sich zu nehmen haben. Er forderte von ihnen, daß sie sich als Diener der Bewegung und des Volkes betrachten und dementsprechend handeln und stellte ihnen Horst Wessel, dessen Todestag sich jährte, als Vorbild hin. In feierlicher Form fand dann die Verpflichtung von etwa 40 Parteianwärtern statt, die das Gelöbnis der Treue und des Gehorsams gegenüber dem Führer ablegten und denen bann die Mitgliedskarte überreicht wurde. Abschließend betonte Ortsgruppenleiter Grahlmann, daß unser Wille „Sieg" und unser Glaube „Deutschland" heiße. Mit einem Lied zum Gedenken Horst Wessels fand die feierliche Verpflichtung ihren Abschluß. Der stellvertretende Schulungsleiter Pg. ©ein* zirl hielt dann einen Schulungsvortrag über die wahren Absichten Englands, wobei er betonte, daß es das soziale Deutschland ist, das die Engländer hassen, weil sie fürchten, daß dieses Deutschland in der Wett Schule machen wirb und sich dadurch die Unzufriedenheit der von England beherrschten Völker steigert. Das Ende davon wäre eine Gefährdung der enKischen Machtpolittk. Der Vortrag hinterließ einen starken Eindruck. Nach dem Gesang des Kampfliedes gegen England wandte sich Kreisge- schäfisführer Weber mit einigen grundsätzlichen Erläuterungen an die Versammelten. Ortsgruppenletter Grahlmann sprach dann mit Stolz und Freude von den Leistungen unserer Wehrmacht und übermittelte den an der Front stehenden Männern der Ortsgruppe die Grüße der Heimat. Der Gefallenen wurde in ehrender Weise gedacht. Auf die gewaltigen Erfolge der letzten Jahre eingehend, betonte der' Ortsgruppenleiter, daß sie die Krönung einer unermüdlichen und harten Arbeit darstellen. Er dankte allen seinen Kameraden und Mitarbeitern der NSV., der DAF. und der NS- ein Marien« >ben "°ch ““ Snttchm ltsame cku Lalke^ den << ge« - «’M 1fei W drauvea 60*«'1,1 d)*. mi. ‘{äferf*’ lari«"'11 Guter Erfolg des WHW.-Hallensportfestes. Ihre Meldung hatten etwa 55 Teilnehmer erfüllt, eine Zahl, die als gut zu bezeichnen ist, wenn man berücksichtigt, unter welch schwierigen Verhältnissen gerade im Sport gearbeitet werben muß. Vertreten waren die Vereine: Mtv. Gießen, VfB.-R. Gießen, Spielvereinigung 1900 Gießen, der Tv. Heuchelheim, der VfL. Lollar, die Universität Gießen und die Tum- und Sportgemeinde Slittsa Schlitz. Im 30-Meter-Lauf der Männer waren drei Dor- und zwei Zwischenläufe erforderlich, um die vier Endlaufteilnehmer: Decher (Slittsa Schlitz), Walter (Univ. Schlitz), Zerndt (DfB.-R. Gießen) und Moos (DfL. Lollar) zu ermitteln. Für den schnellen Zerndt, der dem Lebensalter nach bereits zur Altersklasse gehört, war dieser Lauf eine schmackhafte Angelegenheit; in überzeugender Weise gewann er vor Moos, Decher und Walter. Im Kugelstoßen, das der Gaumeister Otto Luh mit der recht guten Leistung von 14 Meter gewann, sah man neue Leute, die erstmals von der Jugend kommend in der Männerklasse starteten: Juyhard vom Mtv. und Schmuck vom DfB.-R. Ihre Leistungen mit 11,57 Meter und 11,26 Meter werden ihnen ein guter Ansporn sein. Besonders erfreulich waren dann der Weitsprung und Dreisprung, die beide von dem ebenfalls aus der Jugendklasse kommenden W. Schmidt vom Tv. Heuchelheim mit den guten Leistungen von 6,28 Meter und 12,22 Meter gewonnen wurden. Hier scheint sich die gute Schule des Mehrkämpfers Stahlhut günstig auszuwirken. Auch er ist wie die meisten anderen zum Heeresdienst einberufen und konnte deshalb nicht teil« nehmen. Die übrigen Ergebnisse im Weit- und Dreisprung sind deshalb ebenfalls zufriedenstellend, weil nur eine sehr kurze Anlaufstrecke zur Verfügung stand. Der Dreisprung wurde mit 10 Meter Anlauf durchgeführt. Die Ergebnisse in der HI.-Frauen- und BdM.- Klässe können nicht befriedigen. Gerade in diesen Klassen mußte festgestellt werden, daß eifrigste Trainingsarbeit notwendig ist, um für die Zukunft bessere Ergebnisse zu erhalten. Gegen 22.15 Uhr waren die leichtathletischen Kämpfe, die reibungslos ab gewickelt wurden, beendet. Das den Abend abschließende Basketballspiel unter Leitung von R. Krausch fand Anerkennung. Die Ergebnisse. Männer-Klasse. 30-Meter-Laus: 1. Zerndt, VfB.-R. Gie- ßen, 3,7 Sek.; 2. Moos, VfL. Lollar, 3,9; 3. Decher, Slittsa Schlitz, 4,0; 4. Walter, Univ. Gießen 4,0. Kugelstohen: 1. Luh, DfB.-R. Gießen, 14 Meter; 2. Jughard, Mtv. Gießen, 11,57; 3. Schmuck, DfB.-R. Gießen, 11,26; 4. Dietz, PfL. Lollar, 10.23. Weitsprung: 1. Schmidt, Tv. Heuchelheim, 6,28 Meter; 2. Kronauer, DfB.-R. Gießen, 5,94; 3. Jughard, Mtv. Gießen, 5,88; 4. Decher, Slittsa Schlitz, 5,78. t Dreisprung: 1. Schmidt, Tv. Heuchelheim, 12,22 Meter; 2. Decher, Slittsa Schlitz, 11,82; 3. Jughard, Mtv. Gießen, 11,46; 4. Walter, Univ. Gie- 'M1:1 1 le widqu I Und biei Nt D°z S biefen enn es erst I *! diese ^lchgültw -Vn JSule l,tJeute und ihm auf. in ent. Mill- | n geben, ein paar besser so. war. Die Zwangen. Möglich. Millionen ile sagen Inst ober wir dir Dlokade, nd muh! sir nicht! edertrach. vir besei- Mail.) nanzhyanen d wir wer- f Gesetz des sche Nation bes andere Kampf jetzt krochen ist, que im Sn« i auch nach ich vor die« liegt in ein sie sowieso fliehen, daß 3en brauche, land hatten, annten Solen. Warum peft haben? i ist es auch : vier Jahre in kann mir en als wir. Überlegen« »berlegeicheit mäßig nicht. lt ausgenuht irteigenoflen, 15 man mir iß ich jemals der vielleicht i den Schaß habe in den i Mensch ar« hältnismäßig anlaufen zu reitet hatten. Das deutsche lefferen Verte. Zu seiner •auen haben, uf der hohe deren müssen ,? Ober auch ach: der eine d-rsl-'ch- itz einmal '.u , Darum fein Das Gespräch in der Nische erfuhr eine Unterbrechung. „Zahlen!", rief energisch der jüngere der beiden Schachspieler. ,Lahlen!", echote der Aeltere und wischte die Figuren einfach mit ber Hand zusammen. Sie legten bas Geld hin und liefen hinaus. „Haben Sie so etwas auch nur geahnt, Herr Zacharias?" „Ich bin genau so überrascht rote Ste, Herr Henke." „Na, das muß ich meinem Kommissar sofort melden. Sie entschuldigen mich, Herr Zacharias!" Henke erroischte gerabe noch einen schon anfahrenben Autobus, , r _ Herr Zacharias ging nachbenklich nach Haufe. Er gab bie Ueberroachung Jroanka Gospiks auf. Der Gedanke beschäftigte ihn, ob er fein soeben erfahrenes Wissen Frau Henriette Carlotti mitteilen bürste oder ob es im Sinne der Kriminalpolizei war, ba- mit noch zu warten. Er entschloß sich für das letz- tere. Auf jeden Fall wollte er den Kommissar Ky- banber vorher fragen. Er schritt den Kurfürstendamm entlang und sah sich nicht ein einziges Mal um. So entging ihm, daß wenig später Charles Boury und Jwanka das Caf6 verließen. Sie gingen Arm in Arm. _ . rz .. _ Ein Junge sprach sie an und bot Vetlchenstrauhe zum Verkauf. Er kam dem Direktor wie gerufen. „Wieviel hast du denn noch? Sechs Sträuße? Gtb sie her!" „Charles", sagte sie, „fängst du so an?" „So werde ich hoffentlich mein Leben lang fortfahren", sagte er strahlend und drückte ihr den.duften- ben Blütenstrauß in den Arm. Als ber Kriminalassistent Henke atemlos in ber Dircksenstraße ankam, fanb er seinen Kommissar zum Glück noch im Zimmer. Kybanber hatte gerabe bem Kriminalrat Bericht erstattet. „Nanu, Henke, m Schweiß gebabet? Was gibt es benn so Eiliges?" „Halten Sie sich fest, Herr Kommissar", rief Henke. Er bürste sich biesen Ton mit seinem väterlichen Freunb und Vorgesetzten schon einmal erlauben. „Der Fall Carlotti hat seine enflcheibenbe Wenbung erfahren." „Durch Sie, Henke?" Spotten Sie nicht, Herr Kommissar. Ich habe soeben erfahren, daß Ludwig Carlotti nicht der Aus aller Welt. Kindesmörderin hingerichtei. Am 24. Februar d. I. wurde die am 17. November 1913 in Ludwigshafen a. Rh. geborene Therese Wipert hingerichtet, die durch das Landgericht Frankenthal (Pfalz) wegen Mordes zum Tode sowie zum Verlust der bürgerttchen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt worden war. Thevefe Wipert hatte in Ludwigshafen a. Rh. chr zwei Monate altes eheliches Kind auf graüfame Weife ermordet. Lawinenstürze fordern erneut Todesopfer. Im Oetztal ereigneten sich drei schwere Lawinenstürze, denen drei Personen zum Opfer fielen. Im Außerfern wurden zwei Schiläufer in der Nähe von Ehrwald von einer Lawine verschüttet. Während der eine sich selbst befreien konnte, wurde der andere nur noch als Leiche geborgen. — Der aus Hamburg stammende Richard Fricke stieg als Alleingeher im A r l b e r g g e b i e t über den Zürser See zum Madloch an. Mittags passierte er bei ber" Abfahrt nach Zürs einen Hang, blieb am nördlichen Teil desselben stehen und sah zu, wie südlich von ihm eine Lawine niederging, ohne daß er bemerkte, daß sich oberhalb seines Stanbortes ebenfalls eine Lawine gelöst hatte. Diese riß ihn mit und verschüttete ihn. Eine Suchexpedition fand bald ben Verunglückten, da eine Schispitze aus dem Schnee ragte. Er konnte jeboch nur noch als Leiche geborgen werben.___ clft sei*3 wollte Roman von Frank F. Braun Copyright by Deutscher Verlag, Berlin Mittelschule — Höhere Schule. Von dem Kreispressewalter des NS.-Lehrerbundes, Kreis Wetterau, Gießen, wird uns geschrieben: Da im Kreise Gießen Mittelschulen entstehen sollen, anderseits aber auch eine ganze Reihe von höheren Schulen im gleichen Verwaltungsbezirk existieren, werden manche Eltern sich in diesen Tagen die Frage oorlegen: Soll ich mein Kind, das die Grundschule 4 Jahre hindurch mit Erfolg durchlaufen hat, nun der I. Klasse einer Mittelschule oder einer höheren Schule zuführen? Dazu muß aufklärend folgendes gesagt werden: Hat ein Vater die Absicht, sein Kind einem der Berufe zuzuführen, die in der Bekanntmachung des Kreisschulamts aufgeführt sind, so kann er den Weg über die Mittelschule wählen. Er muß sich aber darüber im klaren sein, daß ein späterer Uebergang von der Mittelschule auf die höhere Schule im allgemeinen nicht zulässig ist. Selbstverständlich stehen dem Schüler der höheren Schulen nach sechsjährigem Besuch ebenfalls die gleichen Berufe offen, er hat aber darüber hinaus die Möglichkeit, nach weiteren zwei Jahren in der höheren Schule die Reifeprüfung abzulegen, um dann eine wissenschaftliche oder die Offizierslaufbahn einzuschlagen. Die Mittelschule hat den Vorzug des billigen Schulgeldes, jedoch darf nicht außer acht gelassen werden, daß auch in der höheren Schule ganze und Teilfreistellen gegeben werden und auch das Reich für Schüler aus kinderreichen Familien in großzügiger Weife Ausbildungsbeihilfen gewährt. Jedenfalls muß festgestellt werden, daß die Einrichtung von Mittelschulen keine Kampfansage gegen die höhere Schule bedeuten soll und darf, denn die höhere Schule muß ja den wissenschaftlichen Nachwuchs liefern, der unter keinen Umständen eine Schmälerung erfahren darf. Beide Schularten müssen in enger Zusammenarbeit dafür Sorge tragen, daß kein begabtes Kind dem deutschen Volke verlorengeht. Zahresschau der Gießener Stenografen. Der Ortsverein Gießen der Deutschen Stenogra- ferffchaft hielt am Samstagabend im Saale der „Stadt Lich" seine diesjährige Hauptversammlung ab, die sehr gut besucht war. Ortsoereinsführer W e r n e r begrüßte die Kurzschriftler, insbesondere den Kreisoerbandsführer K. H. Kuhl und die Ehrenmitglieder der Gießener Stenografenschaft in herzlicher Weise. Dann gab er einen Rückblick über das abgelaufene Jahr. Der Bericht legte Zeugnis ab von einer regen unterrichtlichen Tätigkeit. Neben dem Unterricht in Kurzschrift wurde auch der Unterricht im Maschinenschreiben gepflegt und weiter ausgebaut. Der Unterricht wurde geleitet von den Kurzschriftlehrern Graf, Momberger, Hanstein, Merle, Kirschbaum und Fräulein Panik. Insgesamt wurden 25 Lehrgänge mit zusammen 642 Teilnehmern durchgeführt. Bei dem am 7. Mai 1939 abgehaltenen Ortsoereins - Wettschreiben konnten von 45 Teilnehmern 18 mit Ehrenpreisen bedacht werden. Die höchste Silbenzahl, die dabei geschrieben wurde, betrug 240 in der Minute. Auch bei dem am 10. und 11. Juni v. I. in Schotten durchgesührten Kreisleistungsschreiben konnten die Gießener Stenografen eine stattlich Zahl Ehrenpreise erringen; von den entsandten 51 Wettschreibern kehrten 26 mit Ehrenpreisen heim. Besondere Anerkennung fanden in diesem Zusammenhangs die kurzschriftlichen Erfolge der Mitglieder Regierungsbaurat i. R. von Lemmers, der bei seinem hohen Alter noch ein überaus eifriger Kurzschriftler ist, und Emmerich. Beide haben wiederholt an den von der Reichsführung der Deutschen Stenografenschaft veranstalteten Uebertragungswettbewerben mit bestem Erfolg teilgenommen. Als Anerkennung für ihre Leistungen erhielten beide einen schönen Buchpreis. Die Handslskammerprüsung konnten die Mitglieder Emmerich und Fräulein Gümbel (Großen-Linden) in der Abteilung 150 Silben mit Erfolg ablegen. Die guten Erfolge der Mitglieder und vie große Zahl der von dem Ortsverein in Kurzschrift und Maschinenschreiben ausgebildeten Stenographen sind ein Beweis für die gute, auf- bauende Arbeit des Ortsvereins Gießen. Aus dem Bericht des Ortsvereinsführers ging ferner hervor, daß auf Befchluß des Führerrats von Gießen und Großen-Linden die Ortsgruppe Großen- Linden am 1. April 1939 in die Ortsgruppe Gießen „eingemeindet" wurde. Neben diesem Mitgliederzuwachs hat sich die Mitgliederzahl des Ortsvereins Gießen noch beachtlich vermehrt. Rund 100 Mitglieder erfüllen ihre Pflicht für Führer und Vaterland im Dienste der Wehrmacht. Im Führerrat gab es nur eine Neubesetzung. An Stelle des nach Alzey versetzten Studienassessors K i r s ch b a u m wurde Mitglied Kling (Gießen- Wieseck) Obmann für den Kurzschriftunterricht. Dem Kassenwart Heß, dessen Rechenschaftsbericht in Ordnung befunden worden war, erteilte der Kreisverbandsführer K. H. Kuhl Entlastung. Kreisoerbandsführer K.H. Kuhl dankte in diesem Zusammenhang nochmals allen Mitarbeitern im Führerrat und den Unterrichtsleitern für ihre selbstlose Arbeit im Dienste der stenografischen Sache. Eine besondere Ehrung wurde hierbei den langjährigen und verdienten Mitgliedern Deibel (Gießen-Wiefeck) und A. Haas (Gießen) zuteil. Für ihre Verdienste um die Kurzschrift wurde ihnen vom Kreisverbandsführer im Auftrage der Reichsführung die goldene Ehrennadel der Deutschen Stenografenschaft und eine kunstvoll ausgestattete Ehrenurkunde verliehen. Damit war der offizielle Teil des Abends erledigt. Aus der engeren Heimat. 3n jeiner Mühle tööl-ch verunglückt. * Annerod, 26. Febr. Der 64 Jahre alte hiesige Mühlenbesitzer Karl Will begab sich in der Nacht zum Sonntag in seine Mühle, offenbar um nach dem ordnungsmäßigen Gang des "Ge- triebes zu sehen. Dabei geriet der alte Mann in die Welle der Transmission, von der er herumgeschleudert und dabei so schwer verletzt wurde, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Die Angehörigen des bedauernswerten Mannes wurden durch das eigenartige Geräusch des Mühlenbetriebs aufmerksam. Als sie herbeieilten, um nach der Ursache zu sehen, war es für die Rettung des Derunglückten zu spät. Landkreis Gießen. 3 Watzenborn-Steinberg, 26. Febr. Der hiesige Teich vermochte gestern die Wassermengen des Flachsbaches nicht aufzunehmen, sodaß das Wasser über die Ufer trat und sich seinen Weg durch den Hof zweier im „Pens" gelegenen H o f - reiten suchte. In kurzer Zeit hatte das Wasser eine Höhe von 1,20 m erreicht und drang bei der Familie Gg. Jung in die Küche und die sonstigen Wohnräume ein. Außer einigen Hühnern, die im Wasser umkamen, konnte das übrige Vieh in Sicherheit gebracht werden. Die Feuerwehr leistete tatkräftige Hilfe. Inzwischen war die motorisierte Feuerwehrlöschgruppe von Lollar eingetroffen, deren Einsatz aber nicht mehr erforderlich war. Schließlich gelang es, dem Wasser einen genügenden Ablauf zu schaffen. Regierungsrat Dr. Fuhr als Kreisfeuerwehrdezernent und der stellvertretende Kreisfeuerwehrführer Hauptbrandmeister Schelm (Lollar), sowie Gendarmerieleutnant Gunkelmann als Vertreter der Gendarmerie weilten an der Unfallstelle. G. A.-Gport. -1900 —Wetzlar 2:6. Der Platz der Blau-Weißen erwies sich kurz vor Spielbeginn als nicht spielfähig. Das Spiel fand auf dem VfB.-R.-Platz statt. Der Verlauf brachte manche aufregende Situation. Besonders dann, wenn der Ball in Tornähe kam. Die hier vorhandenen Wasserpfützen hemmten den Lauf des Balles jedoch derart, daß er aus nächster Nähe nicht ins Tor zu bringen war. Dies kostete die Blau-Weißen kurz nach Beginn zwei klare Chancen, während sie eine gewisse Feldüberlegenheit bewiesen. In der 18. Minute kam Wetzlar zur Führung. Ein Durchspiel des Jnnen- sturmes schloß der Rechtsaußen aus Abseitsstellung erfolgreich ab. Baumann erhöhte wenig später mit einem Schuß aus dem Hinterhalt auf 2:0. Durch einen Strafstoß verkürzte Hormel auf 2:1. Den Ausgleich verhinderte der Pfosten, wo der Schuß Hör« mels landete. Fünf Minuten nach der Pause führte Wetzlar 3:1. Einen harten Schuß von Engelmann konnte Dinges wohl berühren, aber nicht abwehren. In der 60. Minute hatten die Blau-Weißen durch einen Elfmeter die Möglichkeit zur Verbesserung des Resultats. Den weniger placiert geschossenen Ball lenkte der Tormann über die Latte. Durch einen erfolgreichen Angriff kam es dann aber doch zum 3:2. Die nun folgende Drangperiode der Blau-Weißen nutzten die Gäste mit verschiedenen Durchbrüchen geschickt aus und erhöhten ihren Vorsprung durch Engelmann und Zambedri auf 5:2. Beim sechsten Treffer war die Hand eines Verteidigers dazwischen. Der Schiedsrichter entschied Elfmeter, der von Dinges glänzend gehalten wurde. Kurz vor Schluß kamen die Wetzlarer aber doch noch zum halben Dutzend und erreichten damit seit Jahren wieder einmal einen Sieg in Gießen. Bei Wetzlar war der Sturm, in dem Jstl vom Sp.-Verein Kassel als Gastspieler mitwirkte, der beste Mannschaftsteil, der durch seine Leistung die anderen Reihen mit anspornte. 1900 in der Aufstellung Dinges, Schneider, Goß, Carstens, Jäger, Bötz, Günther, Kraft, Hormel- Balz, Heuser konnte im Feldspiel manche Ueberlegenheit beweisen, die jedoch im Strafraum völlig fehlte. Watzenborn-Steinberg I gegen ÄfN.-N. Gießen I 4:5 (2:4). Nach langer Pause traten am Sonntag die Teutonen auf eigenem Platz gegen die 1. Mannschaft des VfB.-R. Gießen im Meisterschaftsspiel an. Unter den denkbar schlechtesten Bodenverhältnissen wurden ungeheure Anforderungen an die Spieler gestellt. Die Platzmannschaft, durch weitere Spielerabgänge wesentlich geschwächt, ging zwar in der 4. Minute durch den Linksaußen in Führung, konnte aber nicht verhindern, daß bald VfB.« Reichsbahn mit 3:1 -Soren in Führung lag. Schmidt schaffte die Einheimischen auf 3:2 heran, den sicheren Ausgleich vergab Fett durch Auslassen eines Elfmeter. Fast mit dem Haltbzeitpfiff erhöhte VfB.-R. auf 4:2. Nach der Pause drängten die Einheimischen stark. Sogar die Verteidigung rückte zeitweise mit in den Sturm vor. Zweimal rettete Godglück, der Schlußmann der Gießener, noch auf der Torlinie, konnte dann aber nicht verhindern, daß Watzenborn-Steinberg zum Ausgleich kam. Ein Strafstoß aus großer Entfernung, der direkt unter der Latte ins Tor ging, brachte schließlich VfB.-R. Sieg und Punkte. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Verlag und Druck: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange, K.-G., Derlagsleiter: Dr. Erich Hamann, alle in Gießen. Vertranenssiellunö! Zhre Verlobung geben bekannt Fräulein Karoline Kraft Milcbzentrale Gieöen / Gebr. Grieb im 62. Lebensjahre. 968D 0671 Ihre Vermählung geben bekannt Marianne Reinewald, geb. 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