Montag, 25 November MV fyy. Jahrgang Nr. 279 Annahme oon AmetneM füi öte Diittagenummet bi8H‘/JlbT he^9cboflf Mvnats-VeAugsvreis: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne JUuitnerte . 1.80 Buitellgebübi. „ .25 aucb bei Wicbterf ehernen von einzelnen Wummern infolge boberer bemalt liemfuretbanfdjhin 2251 | Drabtanscbrift:„AnAelger^ $0itfdierf11ftM^Tanff. M ) JSBWFfl» AW G M0NI Gietzener Anzeiger ,—sss:— General-Anzeiger für Oberhessen *rt^ieft«n.SSgct Wvichtuna Konzerte junger Künstler mit dm Ziel, diesen jungen Künstlern den Aufstieg zu ^leichtern, geschaffen worden. Sogar einige Neu» tzkiindungen von Musikschulen für Juaend II ü b Vß p [ f l»toM nnrnonnmmon mnrhtm 9fm hom Gbiet der dildenben Künste hätten ... -........... 5 für ki t und 6* ästig & tunst! Jer f’ ..«‘IS ^hl- di- IWj Iri-I- )oni". ft gebe« liches Gelächter war nicht zu unterdrücken, wenn das Sehinstrument dann ganz über die Nasenspitze hinwegrutschte und im dampfenden Kohltopf unterging. Die ganze nichtsnutzige Lächerlichkeit meiner Knabenjahre wurde mir dann oorgeworfen. und in weitausholenden Darlegungen kam eine allgemeine Kritik meines Verhaltens in Schule und Haus hinterher, die mit der Prophezeiung schloß, daß aus mir nie im Leben etwas Gescheites werden könnte. Mein guter Vater pflegte bei dieser Gelegenheit den schönen Spruch zu zitieren: „Wat kann bat arme Kinb bafür, bat bin Brill upp bin birfen ©nut nicht [Uten will!", aber er erreichte bannt nur, baß auch über seine eigenen Sünben einige lichtvolle Bemerkungen fielen, während die Brille her- ausgesischt, unter der Leitung abgespült unb frisch geputzt würbe. — Ach, alte, kleine, fast erblinbete Brille in meinen nun selbst alt geworbenen Hanben, du zauberst verklungene Zeiten unb unbekümmerte Iugenbtage heraus! Wie ost, bu Objekt bei Tücke, bu Kobolb ber Verwirrungen, hast bu ben Frieben bcs kleinen Hauses gestört! „Hat jemanb meine Brille irgendwo liegen sehen?" Nein, niemanb hatte sie gesehen, aber eine wahre Expedition, wie sie einst nötig war, um ben Forscher Livingstone, ber im „bunklen Erbteil" Afrika verschwunden war. aufzufinbe. machte sich baran, sie roieber herbeizuschaffen. War es möglich, baß sich eine Brille in einer Wohnung, bie nur aus Stube, Kammer unb Küche bestanb. so verborgen halten konnte, als sei sie im 500 Gemächer bergenten Palast bes Maha- rabscha von Udaipur verlegt worden? Wer konnte auf ben Gedanken kommen, daß sie sich in einer dunklen Fensterecke in bie Maschen ber Garbin e eingehängt Halle, wer ihr zutrauen, baß sie sich draußen auf bem Fensterbrett in den Blumentöpfen verbergen könnte?! Einmal aber, als das ganze Haus ihretwegen durch den Wolf gedreht worden war. alles dreimal durch ein Teesieb gerührt wurde, blieb diese vertrackte Brille verschwunden, unb ernsthafte Berechnungen wurden angestellt, ob bie Beschaffung einer neuen Augenhilfe zu rechtfertigen sei Im letzten Augenblick würbe bekannt, baß eine Nachbarin dieses optische Instrument an einem dunklen Ort außerhalb der Wohnung gesunden hatte, ben näher zu bezeichnen bie Höflichkeit und > Schamhaftigkeit des Sängers verbietet. Oer zutrauliche Fuchs. Daß ein Fuchs Freundschaft mit den Menschen schließt, hat man kaum je gehört, aber in diesen Tagen haben Schweizer Soldaten eine Erfahrung gemacht, bie zeigt, baß es boch möglich ist. Ein Bataillon Alpenjäger war zu einer Uebung an eine entlegene Stelle in ben Bergen ausgerückt unb hatte hier ein Lager bezogen. Jeden Abend, pünktlich zwischen 21.30 und 22 Uhr. kam hier eine Füchsin zu dem Wachtposten unb nahm Küchenabfälle in Empfang, bie für bie Besucherin bereitgelegt waren. Als bie Soldaten einmal vergessen hallen. Die Tür offen zu lasten, war die Füchsin durchaus nicht verleaen, sondern sprang mit einem kühnen Satz durch Das Fenster ein. Die Soldaten, die in dem Raum versammelt waren, waren über ben ungewöhnlichen Besuch sehr Überrascht, bann aber nahm einer einige Stücke Käse unb Fleisch unb reichte sie dem Tier hing, das sich zwar etwas mißtrauisch zeigte, aber boch alles verschlang. Dann sprang bie Fuchsin auf bemselben Wege roieber ins Freie, um an ben fot- genben Abenben ihren Besuch in derselben Weise zu wiederholen, bis die Truppe aus dem Saget wieder in ihren Standort zurückkehrte. C. K. gewandt, mündlich kommentierte unb zufrieden dem Boten in die Hand drückte. Und wie er bann bie Seiten „umbrach". Er tat es in beinahe feierlicher Haltung, fein Kopierstift zog in der Luft über ber in Blei entstehenben Seite viele Bahnen, unb bie chnellen Hänbe bes Metteurs folgten feinen München unb Weisungen unb rückten bie Seite mit ge- üoten Griffen zurecht. Kritisch betrachtete er darauf ben noch feuchten Abzug ber fertigen Seite unb hing ihn über zwei Nägel an ein schwarzes Wanb- brett. Seine Arbeit ging weiter, sie galt nun bem „Lokalen Teil", galt ben Neuigkeiten aus seiner Vaterstadt, ber er ein treuer Diener war. Meine Gedanken flogen hin und her, flogen zu« rück nach Berlin und hafteten doch immer wieder auf dem vor mir entstehenden Werk in einem märkischen Städtchen. Vieles von dem, was in Berlin bie — notwendige und nützliche — Eile verschlungen hatte, offenbarte sich hier: Ich sand Freude an ber Ausgabe bes Schriftleiters unb begriff plötzlich auch ben großen Auftrag derer in Berlin, die nur mit neuzeitlicheren und großzügigeren Mitteln Kleingärten uni) Wohnungsbauprogramm. ! Der Reichsbund deutscher Kleingärtner c. ®. hat ftr Vorbereitung von Wohnungsbauprogrammen str die kommende Friedenszeit seine Wünsche zur Schaffung bzw. Freihaltung von Dauerklein» Wirten land angemeldet. Diese Wünsche wollen der Stadtbevolkerung eine dauernde Verbinde ng mit dem Boden ermöglichen, ihre Erfüllung isi auch von Bedeutung als Beitraa zur Siche- nng ber Nahrungsfreiheit. Als Begriffsbestimmung tnpsiehlt er: „Ein Kleingarten ist ein gepachtetes itttstück einer planmäßig in Kleingärten aufgeteil- In Grunbsläche, bie von dem Bewirtschafter als Iritgüeb einer Kleingärtnergemeinschaft bes gemein- Verpachtung zur Versuaung zu stellen. Jede untere Verwaltungsbehörbe soll ein Kleingartenamt errichten, bas für bie Ausweisung der Kleingartengebiete, ihre Einglieberung in ben Grünflächenplan unb ihre Gestaltung sorgen würde. Neue Großstädte. Das Statistische Reichsamt veröffentlicht eine Uebersicht über bas Wachstum ber Großstädte in ben letzten 30 Jahren. Heute hat Deutschland einschließlich Elsaß und Sotljringen 72 Großstädte mit mehr als 100000 Einwohnern. Dazu kommen noch vier Großstädte im Protektorat und zwei im Generalgouvernement. Deutschland steht damit in Europa an bei Spitze. Im europäischen Teil ber Sowjetunion gibt es 65 Großstädte, in Großbritannien 63. Den vierten Platz hat Italien mit 24 Großstädten. Frankreich hat nur 15 Städte mit niehr als 100 000 Einwohnern. Seit 1910 sind alle deutschen Städte an Einwohnerzahl stark gewachsen, mit Ausnahme von Wien unb Plauen (Vogtland). Mehr als verdoppelt hat sich in den drei Jahrzehnten die Einwohnerzahl Berlins, näm- lich von 2 auf 4,3 Millionen Auch Esten, Düsseldorf, Oberhausen, Solingen, Potsdam, Kattowitz, Bromberg und Wilhelmshaven haben heute mehr als doppelt soviel Einwohner wie 1910. In Hindenburg ist genau eine Verdoppelung eingetre- ten. Mehr als verdoppelt haben sich auch die Protektoratsstädte Prag, Brünn und Mährisch-Ostrau. 28 sind in dieser Zeit erst Großstädte geworden, acht von ihnen haben erst seit 1933 die Einhunderttau- send-Grenze überschritten. Seit 1933 war besonders groß der Zuwachs für Hamburg, das fast 600 000 Einwohner hinzubekam. Berlin. München und Bremen nahmen um je 100 000 Einwohner zu. Potsdam hat infolge ber Eingemeindungen feine Einwohnerzahl nahezu verdoppelt, Wilhelmshaven hat sie aus dem gleichen Anlaß sogar vervierfacht. Andere haben ein paar tausend Einwohner verloren, so ßeipftg, Dresden und Ehemnitz, F r a n k f u r t a. M.. Duisburg, Wuvpertal. Gelsenkirchen, Bochum und Hindenburg. Wiens Einwohnerzahl von 1,93 Millionen liegt schon wieder etwas hoher als bei der letzten Zählung 1934. In Plauen hat sich dagegen der Rückgang noch etwas fortge- ; setzt. Eine Aussetzung ber Vollstreckung des Jugendarrestes ist unzulässig. Daß der Richter sich um jeden einzelnen im Vollzug befindlichen Jugendlichen persönlich kümmert, ist die vornehmste Pflicht des Jugendrichters. Der Jugendarrest wird in Räumen ber Reichsjustizverwaltung vollzogen, die nicht zugleich bem Vollzug von Strafe dienen. Im Wochenendkarzer bleibt der Jugendliche für sieh allein. Er wird angemessen beschäftigt. Die Kost ist auf Wasser und Brot beschränkt; sie wird am Morgen der Entlassung und in besonderen Fallen auch am Mittag vorher durch eine warme Suppe ergänzt. Der Jugendliche erhält hartes Lager. Der Arrestraum wird nur so lange beleuchtet, wie die Dunkelheit zwölf Stunden übersteigt. Besuche, die nicht aus erziehlichen aber gesundheitlichen Grün- ben notroenbig erscheinen, sowie Schriftverkehr, werben nicht zugelassen. Im Dauerarrest werben ber erste unb ber letzte Tag als strenge Tage vollzogen. Im übrigen folgt in Den ersten zwei Wochen auf je Drei Arbeitstage ein strenger Tag. Der Jugendliche bleibt im Dauerarrest für sich allein. Seine Gesunbheit Darf unter bem Vollzug nicht leiben. nützigen Kleingartenuntemehmens m t f e i g e n e n Kräften überwiegend gartenbaumäßig zum Selbstverbrauch ber gezogenen Erzeugnisse genutzt wird." Der Pachtpreis soll sich bestimmen nach bem um 25 v. H. erhöhten landwirtschaftlichen Ertragswert unter Berücksichtigung ber Lage zu den Wohngebieten, ber Wasserverhältnisse, Vertragsbauer. Pachtverträge sollen nur wegen Verschreibens bes Pächters aber aus einem wichtigen Grunb nach Anhörung bes gemeinnützigen Kleingartenunternehmens getünbigt werben. Hinsichtlich ber Landbeschaffung sehen die Vorfchläge der Kleingärtner eine Verpflichtung der unteren Verwest- tungsbehörden vor, für jeden vierten Mie- terhaushalt einen Dauerkleingarten dem gemeinnützigen Kleingartenunternehmen zur Das neue Erziehungsmittel der Rechtspflege gegen Jugendliche, der I u g e n b a r r e ft, kommt in Betracht für Fälle, bie bisher mit Geldstrafe, Haft oder Gefängnis bis zu drei Monaten gesühnt wurden. Zu Jugendarrest werden n i ch t solche Jugendliche verurteilt werden, denen bereits ber Weg zum Verbrechertum vorgezeichnet ist. Neben Ju° genbarreft kann auf Erziehungsmaßregeln erkannt werden. Es empfiehlt sich, die Verwarnung in Gegenwart des Erziehungsberechtigten aber des zuständigen HI-Führers auszusprechen. Abbitte soll vor Gericht geleistet werden In manchen Fällen ist die Auflage, angerichteten Schaden durch eine Arbeitsleistung wieder gutzumachen, geeignet. Geldstrafen bittet ber Minister gegen Jugendliche in aller Regel nicht mehr zu beantragen. In geeigneten Fällen wird eine Geldbuße an die NSV. ober das Winterhilfswerk zu zahlen sein, etwa in Raten, bie bem Arbeitseinkommen bes Jugendlichen Gute, alte, kleine Mutter, so rührend in deiner Einfältigkeit, so unersetzlich und ergaben in deiner einhüllenden Liebe — Da sitze ich an einem grauen Nebeltag in der Kammer vor ber alten Kommode und habe deine erblindete Brille auf meiner Nase, und es ist mir, als sehe ich dich zur Abendstunde bei ber Petroleumlampe sitzen, einen Berg zu stopfender Strümpfe um bich her unb doch bemüht, schnell noch die neuesten Begebenheiten des Jahres 1888 in dich aufzunehmen. Aber der Tag war lang und die Beine schon müde; das graue Haupt sinkt langsam zur Seite, aus den weißen Strähnen lost sich die kleine Brille, und wie Hände und Zeitung niedergleiten, so versinkt auch sie zwischen Wolle unb Flicken. — Wie oft riebst bu bie müben Augen, zwinkertest und sprachst besorgt davon, daß es immer schwieriger roütbe mit bem Sehen, baß bie Buchstaben so grau wären wie bas Papier, unb wie oft zeigte es sich, bah bie alte Brille nur mal wieder fettig geworben war, bas Lesen mehr erschwerte als färberte. Augenarzt, und neue Brille, bas war ein Gebaute, ber fo fern lag wie bie Frage nach ber Größe bes Polarsterns; verkaufte man doch bamals noch Brillen auf den Messen unb Märkten in ben Lanbstäbtchen. Es war bie Zeit, in ber arme Leute ben Arzt nur bemühten, wenn sie ihn ganz dringend brauchten. Was haben bie Augen alles gesehen, die burch biese Brille blickten! Sie schauten oerrounbert ben ersten Eisenbahnzügen nach, bie durch Deutschland pufften, und lasen mit Erstaunen von der ersten Telegraphenlinie, die eröffnet wurde; sie sahen die ersten Nähmaschinen und Petroleumlampen, die ersten Fotografien unb Dampfschiffe, die aus dem Vaterland nach Amerika fuhren, denn Das alles trug sich zwischen 1840 und 1860 zu. Berlin hatte noch keine Wasserleitung, noch keine Kanalisation, noch keine Pferdebahn und nur fünfhuüdertausend Einwohner! Die Augen, die durch diese Brille schauen, betrachten die ersten Postkarten, die 1865 eingeführt werben, sie sehen bie ersten Glühlampen brennen, freuen sich am ersten Stabtbahnzug ber Reichshauptstadt unb sehen in der Leipziger Straße die ersten elektrischen Bogenlampen die Nacht zum Tage machen. Das erste Fahrrad wird angestaunt, das erste Auto, das erste Telephon, kopfschüttelnd sieht eine Greisin noch bas erste Kino unb bie ersten Flugzeuge, die ganze Welt hat sich in den achtzig Jahren verwandelt, da dieses Menschenkind da unten in einem kleinen Dorschen Thüringens in ein« noch stille, geruhsame Zeillichkeit eintritt Ich werde sehr nachdenklich, wie ich durch diese nun ganz trübe gewordene Brille schaue, umdröhnt vom Lärm der neuen Zeit, und frage mich: War es leicht für diese Menschen, die wir unsere Ettern oder Großeltern nennen, sich in all diese Umstellungen hineinzuleben? Haven wir Ursache, so ein wenig von oben herab auf diese Alten zu schauen, bie unmöglich gleich diesem höllischen Tempo gewachsen sein konnten, bas biefer Rattenkönig um» wälzenber Erfmbungen, Entbecfungen mit sich brachte? Nachher zu reben unb zu raten, bazu gehört nicht viel! — Ach, wie alt muß man werden, um seinem Vater, seiner Mutter gerecht zu werben! Unb wie ich versonnen bie Brille meinet Mutter in bas abgeschabte Futteral zurückstecke, ist es mir, als spräche eine liebe Stimme: „Du großer, bummer Junge!" sich freilich gewisse Einschränkungen auferlegen muffen. Wo Neues nicht begonnen ober fortgeführl werben könne, müsse sich währenb bes Krieges die Arbeit der Pflege und Erhaltung des Alten zuwen- den. Der Besuch ber Museen habe zum Teil, so bei ben Heimatmuseen, sehr stark zugenommen. Die Zahl ber Volksbüchereien habe sich seit 1939 in manchen Lanbschajten mehr als verdoppelt. Literaturpreise seien,sast im vollen Umfange wie im Frieden vertellt worden. Reichsleiter Fiehler gab sodann als Träger des Volkspreises für deutsche Dichtung die Schriftsteller Hans Ve notier und Ulrich Sander bekannt, bie sich in ihren Werken mit ben Problemen bes deutschen Ostens unb bem Kriegserlebnis ause’.n- anderfetzen. Denatier ist 1903 in Breslau geboten unb dort als Dozent an der Lehrerhochschule tätig. Er erhielt ben Preis für feinen Roman ~„Bogt Bartolb, ber Zug nach dem Osten", Ulrich Sander ist 1892 in Anklam (Pommern) geboren. Der Volks- preis für deutsche Dichtung wurde ihm für seinen l Roman „Mann im See" zuerkannt. Mit dem am Samstag und Sonntag vollzogenen Beitritt Rumäniens und der S l o w a k e i Mi Berliner Dreimächtepakt erweitert sich der Länderkomplex im Südosten Europas, der bie Neuorb nun g unseres Erbteils unter Ausschluß Englanbs nicht nur theoretisch gut heißt, sonbern auch aktiv an ihr mitzuarbeiten entschlossen ist. Ein geographisch geschlossenes Gebiet, bestehend aus Rumänien, Ungarn unb ber Slowakei bilbet bereits einen kräftigen Flügl bes Dreimächtepaktes nach Südosten, wie chn Italien nach Süden bildet. Der Eonbucator Antonescu, der Führer des neuen Rumänien, hat, getragen vom Vertrauen des rumänischen Volkes, die Folgerungen aus der von ihm und den Legionären eingeschlagenen Politik der revolutionären Beseittgung aller bisher in Rumänien mit Fatalismus ertragenen westlich-despotischen Verhältnisse gezogen. Die große Idee Eo- breanus, bes Vaters ber Legionärsbewegung, war die Abstoßung alles Fremdartigen, des jüdlichen und plutokratischen und parlamentärischen Einflusses auf die Belange des rumänischen Bauernvolkes. Er wollte Rumänien loslösen von den Folgen der Türkenherrschaft, bie sich noch immer bemerkbar machten, unb bie Urquellen ber rumänischen Volks- kraft ungehemmt fließen lassen. Der Eonbucator Antonescu sowie ber Nachfolger Eobreanus in ber Legionärsbewegung. Horia Sima, haben bie Jbeen ausgeführt, bie zum Anschluß an bie Achsenmächte brängten. Prophetisch hatte Eobreanu gesagt, die Legionärsbewegung werde 48 Stunden nach ber Machtübernahme auf der Seite der Achsen- mächte stehen. Das Wort ist in Erfüllung gegang- gen, nachdem Exkönig Carol und seine jüdisch-versippten Helfershelfer durch General Antonescu in ber Nacht zum 6 September endgültig von den Ruderbänken gefegt worden sind. Damit hatte eine Erneuerung der rumänischen Nation begonnen, die auf allen Gebieten sich ausrichtete nach dem Europa ber Achse unb sich abkehrte von bem alten versumpften Wesen ber westlerischen Scheinzivilisatiom Der Aufbau eines neuen Ordnungssystems in Rumänien ist birekt verknüpft mit bem Durchbruch der neuen außenpolittschen Ideen, die im Berliner Pakt ihren klarsten Ausdruck gefunden haben. Das tiefe Vertrauen ber neuen Männer bes rumänischen Volkes, ihre zugleich realpolitische und idealistische Einstellung zu den Fragen, die das Schicksal Europas unb Asiens jetzt bestimmen, ist gegründet auf die Erkenntnis, daß gerade der Dreimächtepakt geeignet ist, die Völker in ihrer Entwicklung zu or- bern. und sie fernab den kapitalistischen Interessen der englischen Plutokratie zum wahren Frieden unb zur nachbarlichen Verständigung über ihre Lebens, räume zu führen. Die Wirksamkeit dieser neuen Idee ist durch den Beitritt Rumäniens zum Pakt von Berlin wesentlich erweitert worben. Die Slowakei, bas darf man nicht vergessen, ist zwei Jahrzehnte lana einer der aktivsten Vorkämpfer gegen bie Pariser Vorortdiktat« gewesen. Das ist um so höher anzuerkennen, als sie tm Nahmen bes tschecho-slowakischen Staatsverbandes :nt Zustand schärfster Unterbrückung und politischer Rechtlosigkeit gehalten wurde. Aber damit nicht genug, bie nationale Bevölkerung ber Slowakei mußte es erleben, baß in ben Jahren 1920, 1924 und 1938 slowakische Gebietsteile wiber allen Rechts von Polen in Besitz genommen würben. Ministerpräsident Dr. Tuka ist bas Symbol eines einsatzbereiten Freiheitskampfes der Slowakei. Der heute öOjähnge, schon mit 26 Jahren Professor für Internationales Recht an der Universität Preßburg, wurde durch bie Tschechen von seinem Lehrstuhl vertrieben. Er war bie rechte Hand bes Slowakenführers Pater Hlinka, vor allem bei der staatsrechtlichen Begründung ber slowakischen Autonorme-Ansprüche- Volle acht Jahre hat Tuka in tschechischen Gefängnissen verbringen müfjen, eine Zeit schwerster, zermürbender Leiden; bie tschechische Regierung hatte 1929 gegen ihn ein Hochoerratsverfahren veranlaßt und ihn ohne jeden stichhaltigen Grund zu 15 Jahren Kerker verurteilt. Erst 1937 gelang seine Befreiung. Als bie Slowakei im Laufe bes beutschen Freiheitskampfes ein selbständiger Staat würbe, wurde Dr. Tuka zunächst Innenminister, bann Außenminister. Seit dem 23. März 1939 ist bie Slowakei durch einen Schutzvertrag mit Groh- beutscksianb verbunden. Als am 1. September vergangenen Jahres die deutsche Wehrmacht den Gegenangriff gegen Polen einleitete, zogen vom Süden her auch die Truppen des neuen slowakischen Staates Seite an Seite mit deutschen Truppen in den Die Brille meiner Mutier. Don Bruno L. Bürgel. Kürzlich habe ich an einem grauen, melancholi- |d>en Nebettag in einer alten Kommode herumge» harnt, die ich die Raritätenkiste nenne, denn sie ist vollgestopft mit altem Krempel, tausenderlei Schurr» Ruit, von dem man sich aus irgendeinem Grunde nicht trennen will, obgleich man ihn gar nicht mehr jtr Hand nimmt und ihn nicht braucht. Sicher Men Sie auch so altes Gerümpel in irgendeiner Mborgenen Lade liegen und können bas nachjuh- Itn. Unsere Erben werben ben veralteten werttosen ftunber eines Tages kopsschüttelnb ins grelle Licht tagen und verbrennen ober in ben Kehnchteimer Berfen, wenn unsere Herzen nicht mehr mitzu» svchen haben. Unb plötzlich kam mir zwischen alten Briefen, Fotografien, unmobernen billigen Schmuckstücken, bunten Pappkästen, zerbrochenen Nippes, Meer- Itiaumpfeifen von Anno Tooak, die Brille meiner Slutter unter bie Finger, jene kümmerliche alte Stahlbrille, die, solange ich denken kann, in einer ob gegriffenen, verschadten Papphülle fteefte. 3a) 30g si hervor, ich habe sie lange, lange nachdenksam verachtet und mir mehrfach auf die Nase gesetzt, Uib ein halbes Jahrhurürert voll Lust felgen unb Irrtümern, erregenben Weltbegeben- Oiiten zog vorüber. Ach. das ist keine Brille, wie wir sie heute tragen, kiine Brille mit aewichtigen. großen, runden Glasern, in Horn gefaßt und mit breiten Bügeln; es lj ein kleines, schmales, kümmerliches Ding, die Möser nicht viel großer als das Auge selbst, und ein klappriges Dünnes Stahlgestell halt sie zusammen. Ich sehe eine alte, einfache, betuliche Frau mit weißem Haar, die sich bemüht, dieses roacfkge Seng auf ihrer Nase zu befestigen und den lacher- llch unpraktischen Bügeln im weißen Strahnenge- »irr hinter den Ohren Halt zu schaffen, und sehe bts vertrackte Ding immer wieder vorn zur Jemen- stitze hinrutschen, was der guten Mutter em merk, würdig drolliges, belustigendes Aussehen gab. Eine sklche, auf ber äußersten Nasenspitze baumelnbe ikrille hatte in meinem Märchenbuch der weife GTofcwefir des Sultans der Türkei, unb em sroy- in ba 1 dr l, DO f|A risch. : rbe noä BZ iteueftti »b Ich bewunberte und vergaß. Es mag vielleicht zwei Jahre später gewesen sein, dc besuchte ich eine kleine märkische Stadt. Man ly mit Bekannten am Kasfeetisch und verplauderte Ki Nachmittag, bis sich einer ber Herren plötzlich nt der Bemerkung erhob, nun in die „Redaktion" ä müssen Es fügte sich, daß ich chn begleitete, lieber umgab mich ber seltsame Geruch nach feuchtln Papier. Maschinenöl unb Druckerschwärze, Er- hierungen wurden wach ... Unb boch war hier ales so anbers. Dieser Mann ftanb in kleinem |ium unb formte sein Blatt — wie ich zu spüren fllmbte — in größter Ruhe unb Bebächtigkeit. Ich I tttdeckte, daß er an feinem Beruf, ben er gewiß !on seit fünfunbzwanzig Jahren ausfüllte, mit »er seltsam berührenden Liebe unb Hingabe hing. ®ie er die Meldungen prüfte, wie er sie mit llkberschriften versah, wie er sie, flüchtig zu mir reich. -hottri % 5 gMeindtichen Musikpflege habe der Krieg wenig Abbruch getan. In den meisten Städten sei cin erhöhter Besuch der Konzerte festzustellen Im gariaen Reichsgebiet hätten * rfcnten Konzerte abgesagt Jta ' rOzwanzig deutschen Stä el ,Errichtung Konzerte j ihm Ziel, diesen jungen K 10 W mcklung fein,- sie weckten in mir die Liebe zur 5 Vk bearbeit, die Freude am Schriftleiterberuf. :r, H Zs mar in meinen Primanertagen. Ich wußte [otf vkn der „Presse" nicht mehr und nicht weniger als * jtiilne übrigen Kameraden auch Sie barg für mich nvnches Geheimnis, ohne daß ich mir die Mühe j Aiwcht hätte, über sie nachzudenken. Da führte ! web der Zufall in ein großes Zeitungshaus, führte flch mitten hinein in das Entstehen eines Berliner Mttagblattes. Ich betrat einen großen lichten <5ial ..., Maschinen surrten unb klapperten, For- btrbänber überschnitten sich in ber Höhe viele Male, fline stählerne Wagen rollten über ben zernentier- fc, Boben. bunte Leuchtzeichen flammten auf unb «rlöschien, Telephone klingelten, Pendeltüren flo- auf und zu. Wir stanben unb starrten in bas Imirr von Menschen unb Maschinen. Wir mag» ih keinen Schritt vorwärts unb fingen in bem Ihn ringsum nur wenige Brocken ber uns ge- Wchten Erklärungen auf. Nur langsam klärte sich j :g Bild, wir erkannten bas hier herrschende i »ftem, begriffen bas Zweckmäßige und Notwen- ze, bas technisch Wunberbare — unb die geistige ilftung. Hier am Umbruchtisch offenbarte sich bas ’peimnis der Zeitung, bieses im Grunde so er» unlichen Gemeinschaftswerkes bes Geistes unb ' zu verzeichnen gewesen. In vielen Fällen sei tyli ft; Spielzeit verlängert worben, auch sei fast über» • oi bie Besucherzahl gestiegen. Die Zahl ber ganz- jatrig spielenben Bühnen habe sich von 126 auf 15$ erhöht. Insgesamt hätten etwa taufenb kleine öldbte ihr Stadttheater erhalten können. Auch ber Eeinblichen Musikpflege habe ber Kri— Gießen (Marburger Straße 75), Steinau (Kr. Schlüchtern), 24. November 1940. Die Beerdigung findet in der Stille in Elberfeld statt. 5283 D 5279 D X Homberg a. d. Ohm, Gießen (Am Nahrungsberg 16), Düsseldorf (Stephanienstraße 42), 23. November 1940. Für die trauernden Hinterbliebenen: Anne Hepding, geb. Quentell Prof. Dr. Hugo Hepding Hans Buchenau, Heute nachmittag ist unerwartet unsre liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Die Beerdigung findet Dienstag, den 26. November, um 14% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Die trauernden Hinterbliebenen: Lina Kimmel, geb. Schäfer Karl Speyer und Frau Lina, geb Kimmel Adolf Köcher und Frau Marie, geb. Kimmel Adolf Kimmel und Frau Minna. geb.Wenzel Rolf Lucke und Frau Gertrud, geb. Speyer Liselotte Kimmel Elisabeth Speyer. Aus aller Wett. Bestrafung von Prelslreibern. NSG. Wegen vorsätzlicher, seines Vorteils wegen begangener Zuwiderhandlungen gegen die Preisvorschriften für Geflügel (Gänse, Hühner usw.) hat der Reichsstatthalter in Hessen den Frau Clara Quentell geb. Buchenau im Alter von 77 Jahren entschlafen. Heute morgen entschlief plötzlich und unerwartet mein innigstgeliebter Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Ludwig Kimmel Polizeikommissar a, D. / im Alter von 81 Jahren. rants und Gaststätten, die übrig geblieben sind, sind überfüllt, es ist unmöglich, hier einen Platz zu finden. So bin ich", so heißt es in dem Bericht weiter, „am gestrigen Tage durch Coventry gewandert, ohne etwas zu essen zu erhalten. Tausende von Soldaten sind zur Zeit mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt, wobei man in erster L-inie an die Ausgrabung der Leichen g-aganaen ist lieber Coventry lieat noch immer etneRauchfahne, obgleich der Angriff mehr als acht Tage zurückliegt. Ueberall steigt einem der Brandgeruch m die Nase." sondern bekundete darüber hinaus auch dos wett- lllickende Verständnis ihrer Führung für die beginnende Entscheidungsstunde des neuen Europa überhaupt. Zwischen den Trümmern von Loventty. Stockholm, 24. Nov. (Europapreß.) Ueber die Luftangriffe auf England in der Nacht zum Sonntag liegt eine kürzere Mitteilung des britischen Nachrichtendienstes vor, in der es heißt, daß Gebiete der britischen Südküste schweren A n - griffen ausgesetzt waren. Auch London habe schwere Angriffe erlebt, die jedoch später eingesetzt hätten als in der vergangenen Woche. Liverpool sei ein weiteres Angriffsziel der deutschen Luftwaffe gewesen. Die Angriffe der letzten Nacht hätten sich wieder ausgedehnt und auf weite Gebiete des Landes erstreckt Abschüsse von deutschen Maschinen seien nicht gemeldet worden. Ohne Birmingham zu nennen, heiße es in dem amtlichen Bericht weiter, daß ein gewaltiger Angriff auf das Industriezentrum Mittelenglands gerichtet wurde, alle Anzeichen deuteten darauf hin, daß die unter Feuer genommene Stadt die gleichen Schläge erhallen fyat, wie Coventry in der letzten Woche. Ein Sonderberichterstatter der schwedischen Zeitung „Allehanda" schreibt: „Die Einwohner Co - ventrys hocken Mischen Mauerresten und Trümmern. Die Stadt ist bei dem deutschen Luftangriff teilweise dem Erdboden yleichgemacht worden. Eine Rundfahrt durch dre von den Bomben au fge riss en en Straßen zeigt, daß selbst das Londoner Castend in den ersten Wochen des Luftkrieges nicht so heimgesucht wurde wie Coventry. Der Anblick der Stadt hat mir einen Schock gegeben. Die Bevölkerung wird aus Gulaschkanonen verpflegt, da die Häuser zerstört sind, die Lebensmittelzufuhr noch nicht ganz geregelt und die Gasleitung noch völlig unterbrochen ist. Die RestauElektroschweißer Josef Georger in Mainz. Bretzenheim, Grabenstraße 34, in eine Ord- nnngsstrafe von 1000 RM. genommen und ihm mit sofortiger Wirkung jegliche Betätigung im Handel mit Geflügel untersagt. Hinrichtung von Verbrechern. Der vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilte 38 Jahre alte Paul Schwigon fit hingerichtet worden. Der Verurteilte hat aus Gewinnsucht in den Jahren 1937 bis 1939 für den Nachrichtendienst einer fremden Macht Spionage getrieben und wettere Agenten geworben. Ferner ist der in Königsberg geborene Johannes Nikodemus hinge, richtet worden, den das Sondergericht als Volks- fchädling zum-Tode verurteilt hat. Nikodemus war ein vielfach vorbestrafter Gewohnheitsverbrecher. Er hat vielfach ältere, hilfsbedürftige Volksgenossen bestohlen und schließlich als Dolksschädling sich unter Ausnutzung der Kriegsverhälkniffe als Betrüger betätigt. Wissenschaftliche Werke Beerdigung Dienstag, 14.45 Uhr, Neuer Friedhof. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Kamerddschattsführer. _____________________________________________5281 D Unser Regim.-Kamerad lerr Ludwig Kimmel 18 Polizeikommissar LR. ist am 24. d. M. aus dem , Leben geschieden. W , KriegerkamEradschait 1874GieBen Am Sonntag, dem 24. Nov., ver- starb plötzlich unser langjähr. Mitglied, Kamerad Ludwig Kimmel Marburger Straße 75. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 26. November, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. - Um recht zahlreiche Beteiligung bittet die Führerschaft. ___________________________________03958 Voller Freude zeigen wir die Geburi unseres ersten Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Keiie ürspraiee- iteeeiese, oiibern mn Zeugnt» ablchrjftr» dem 9t wer-mlgSrchreibe«! de» lege« I — Lickitdtlder «rdBewerdongkuute» lügen müfim mit Set mefenng von 8fttsftee aef der NSMeite «a men mb 8nf*rtft bei Bewerbers ttaaeci Tüchtiges Meta sofort gesucht. Frau Schlich, Hindenburg- roaü 7. 08957 Verlobungs-Anzeigen bei Brllhl. Schulstr.7 | Verkäufe | Meta mit Sprungrahmen zu verkauf. Hotel Schütz, Gießen. Gebrauchter Kinderwagen gut erhallen, zu verkaufen. bmoD Zu erfragen Mäusburg 13 Laden. Kindes an und nennen es Barbara Luscha Grieb, geb. Werner Or. rer. pol. Hans ö. Grieb Gießen lKeplerstraße s p.), den 23. November 1940 z. Z. 6ath. 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Weidekamp, Ehefrau des Kriminalsekretärs i. R. Heinrich Haas, ihren s i e b - zig st en Geburtstag in bester Gesundheit. Unsere herzlichen Glückwünsche? )-( Ruppertsburg, 23. Nov. Die Frauen der Ortsgruppe Ruppertsburg der NSDAP, zeigten durch eine Kuchenspende den Dank und die Fürsorge für unsere Soldaten. Gestern konnte die NS.-Frauenschaft aus Ruppertsburg 115 und aus Gonterskirchen 100 Kuchen einsammeln und aufs sorgfältigste in große Backtröge verpacken. Ein Lastauto aus Gonterskirchen brachte sie heute nach Gieße/k. / An giftigen Gasen erstickt. LPD. D a r m st a d t, 24. Nov. In einem Darmstädter Betrieb waren Arbeiter mit dem Reinigen einer Zisterne beschäftigt, auf deren Boden sich offenbar giftige Gase abgesetzt hatten. Zwei, Arbeiter atmeten diese Gase ein und erstickten, obwohl ärztliche Hilfe alsbald zur Stelle war. Die Ortsgerichte und ihre Aufgaben Eine Unterredung mit dem Ortsgerichtsvorsteher in Gießen. liefert werden, die Ausstellung von ^,„^o—Mssen, die Vornahme von Schätzungen von Grundstücken und Gebäuden, die Beglaubigung von Unterschriften und öffentlichen Urkunden sowie nach Sterbefällen, bei denen minderjährige oder auswärts wohnende Hinterbliebene in Betracht kommen, die Versiegelung von Wohnungen zwecks Sicherstellung des Nachlasses, bis vom Amtsgericht ein Nachlaßpfleger bestellt ist oder die rechtmäßigen Erben sich gemeldet und ausreichend über ihre Per- son ausgewiesen haben. zu sagen. Die Ortsgerichte bestehen schon seit Jahrzehnten. Sie sind gewissermaßen eine hessische Einrichtung, du man sie außer in Hessen und einigen Nachbar- bezirken nur noch in Süddeutschland besitzt. Jedoch sind sie insofern mit der Reichsjustizverwaltung verbunden, als sie der Dienstaufsicht des für ihren Bezirk zuständigen Amtsgerichts unterstehen und eine Hllfsstelle des Amtsgerichts bilden. Der Ortsgerichtsvorsteher und die Ortgerichtsmänner werden von dem Oberlandesgerichtspräsidenten in Darmstadt auf unbestimmte Zeit ernannt und vom Amts- polizeikommiffar a. O. Kimmel t. Am gestrigen Sonntagmorgen verstarb im Alter von 81 Jahren der hier im Ruhestande lebende frühere Polizeikommissar Ludwig Kimmel. Mit ihm ist ein Mann dahingegangen, der in weiten Bevölkerungskreisen bekannt war. Ludwig Kimmel stammte aus Großen-Buseck, wo er am 20. November 1859 geboren war. Nach längerer Militärdienstzeit trat er im Juli 1887 bei der Polizei in Gießen ein, bei der er am 10. Oktober 1887 endgültig angestellt wurde. Am 20. Januar 1910 erfolgte seine Ernennung zum Polizei-Ober- Wachtmeister, am 16. Februar 1921 wurde er zum Polizeikommissar befördert. In dieser Dienststellung leitete er das I. Polizeirevier, das damals noch in dem allen Polizeigebäude in der Weidengasse war. Im Jahre 1925 erfolgte feine Versetzung in den wohlverdienten Ruhestand. Polizeikommissar Kimmel hatte während seiner langen Dienstzeit bei unserer Polizei immer großen Wert darauf gelegt, neben der genauen Erfüllung feiner dienstlichen Pflichten gute Beziehungen zur Gießener Bevölkerung zu pflegen und deren Wünsche nach bester Möglichkeit zu berücksichtigen, soweit er dazu nur irgendwie in der Lage war. Diese vorbildliche Dienstauffassung in Verbindung mit seinem allezell freundlichen Wesen und seiner verständnisvollen Haltung auch in schwierigen Lagen machte ihn zu einem wahrhaft volksverbundenen Polizeibeamten, wie er unserer Gegenwart -als Selbstverständlichkeit erscheint. Bei dieser Sachlage war es nur natürlich, daß Polizeikommissar Kimmel nicht nur bei seinen Vorgesetzten und Be- rufskameraden, sondern auch in allen Bevölkerungs- kreisen als tüchtiger Beamter und vorblldlicher Mensch geschätzt und beliebt war. Dem Entschlafenen ist ein ehrendes Andenken über das Grab hinaus gewiß. ** Mit einem Kopfschuß in die Klinik eingeliefert. Am heutigen Montag, frühmorgens, wurde ein 20 Jahre alter Mann aus Königsberg (Kreis Wetzlar) mit einem Kopfschuß in die biefine Chiruraische Klinik eingeliefert. Der Zustand des Mannes ist nicht unbedenklich. lieber die Umstände, unter denen der junge Mann durch den Schuß verletzt wurde, ist bisher noch nichts Genaues festgestellt. Die Ermittlungen sind noch im Gange. buchkarten. Die Obliegenheiten des gesamten Ortsge- richts umfassen folgende Geschäfte: Die Schätzung von Grundstücken sowie die Feststellung des Wertes der Nutzungen von Grundstücken und des Wertes der Rechte an Grundstücken auf Antrag eines Beteiligten ober auf Ersuchen einer Behörde, sofern die Grundstücke im Bezirk des Ortsgerichts liegen; die Schätzung beweglicher Sachen auf Antrag eines Beteiligten ober auf Ersuchen einer Behörde; die Abgabe von Gutachten, die Erteilung von Auskunft ober Zeugnissen über persönliche Verhältnisse und über Desitzverhältmsse auf Verlangen eines Gerichts ober auf Ersuchen eines Notars, sowie die Leistung anderweitiger von einem Gericht in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit geforderten Beihilfe; die Ausstellung von Armutszeugnissen, insbesondere bei Gesuchen um Bewilligung des Ar- menrechts in Sachen der streitigen und der freiwilligen Gerichtsbarkeit; die Ausstellung von Leumundszeugnissen und die Erstattung von Berichten über Gmäengesuche auf Verlangen der mit der Strafverfolgung oder Strafvollstreckung betrauten Behörden- Die am meisten vorkommenden Angelegenheiten des Ortsgerichts umfassen die Erstattung von Sterb- sekretär Reiner schloß seine Ausführungen mit dem Appell an die Wirtschaftsführer, sich nicht als Vertreter van Interessengruppen zu betrachten, sondern als Vertreter von Organisationen, die nur dem Nutzen des aesamten Volkes zu dienen haben. Landeshandwerksmeister G a m e r behandelte dann die Leistungen des Handwerks in der Kriegswirtschaft und ging auf die künftigen Aufgaben des Handwerks u. a. bei der Durchführung des großen sozialen Siedlunasprogramms nach dem Kriege näher ein. Im Verlaufe seiner Darlegungen gab er weitere Richtlinien über die Neuregelung der Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Handwerk in der DAF. und den Dienststellen der Handwerksorganisationen. Wetter berichteten die Geschäftsführer des Landeshandwerksmeisters, der Handwerkskammer und der Leiter der Gewerbe fördemngsstellen über Kriegs- und Wirtschaftsfragen, insbesondere über den Kräfteeinsatz, Rohstoffragen, sowie Berufserziehung und Berufsausbildung. Prof. H i l l m e r, Leiter der Meisterschule des deutschen Handwerks, sprach über die Kulturarbeit und die Ausrichtung des künstlerischen Schaffens im Handwerk. Im Rahmen der Arbeitstagung wurde die (Ernennung des Landeshandwerksmeisters, Gauamtsleiter Gamer, zum Wehrwirtschaftsführer und dessen Berufung in den Wehrwirtschaftsrat bekanntgegeben. Gauamtsleiter Gamer hat als erster Landeshandwerksmeister blef£ seltene Auszeichnung erhalten. trog dieser Bekanntmachung; die Ausnahme von Vermögensverzeich- nissen und Inventaren, soweit er damit von dem Amtsgericht beauftragt wird; die Erstattung von Sterbfallsanzeigen an das Amtsgericht; die Maßregeln, welche für die Sicherung eines in feinem Bezirk eröffneten Nachlasses erforderlich sind; die Besorgung öffentlicher Bekanntmachungen im Auftrage eines Amtsgerichts ober auf Ersuchen eines Notars; die Bekanntmachung gerichtlicher Verfügungen an die Beteiligten im Auftrage eines Amtsgerichts; die Unterstützung der Gerichte in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit; die Vorarbeiten zu Grundstücksveräußerungen; die Erteilung einer Auskunft oder eines Zeugnisses über persönliche Verhältnisse ober über Besitz Verhältnisse; die Aufbewahrung der Ortsgrundbücher und Grund- Am Frettag fand im Sitzungssaale der Hand-1 werkskammer in Darmstadt eine Arbeitstagung der Organisationssührer des hessischen Handwerks unter Leitung des Kammervorsitzenden, Landeshandwerks-1 meister Gamer, statt» der an der Spitze der Gäste den stellvertretenden Leiter der Hessischen Landesregierung, Staatssekretär Reiner, begrüßen konnte. Im Verlauf der Tagung nahm der stellvertretende Leiter der Landesregierung, Staatssekretär Reiner, das Wort zu einer Ansprache. Er wies auf die große Verantwortung hin, die den Führern des Handwerks damit übertragen sei, daß sie in ihrer gesamten Haltung Vorbild für das von ihnen geführte Handwerk sein müßten. Die Organisation dürfe niemals Selbstzweck sein, sondern chre Führer müßten stets nur das Wohl des Ganzen im Auge haben. Auf Fragen der allgemeinen Wirtschaft eingehend, machte Sta-atssekretär Reiner u. a. auf vereinzelte Ansätze einer ungefunben Preisentwicklung aufmerksam und wandte sich scharf gegen zutage getretene Versuche der Umgehung der Preis- Stopp-Verordnung. Wenn ein Teil des Volkes im Kampf um Deutschland größte Opfer an Gut und Blut bringen müsse, so baß man nicht qenug Worte des Dankes finden könne, dann dürfe nicht geduldet werden, daß einzelne Geschäftsinhaber bei den besonderen wirtschaftlichen Verhältnissen des Krieges ihren eigenen Vorteil im Auge haben. Er werde gegen Verstoße gegen die Preisgesetzgebung mit größter Schärfe und mitleidslos einschreiten. Staats- Aus der Stadl Gießen. • Oie Unvergänglichen. Zu allen Zeiten des Jahres ist ein bunter Blu- > Wensttauß in Glas oder Vase, in Krug ober Schale i ttf seiner stillen leuchtenden Pracht eine schone eledung und Zier für jedes Zimmer, eine an- । artige Augenweide für seinen Bewohner, wie für i tben Gast. Aber während Frühling und Sommer : iit ihrem Blütenüberfluß jeden Blumenliebhaber ie Wahl lassen, beginnt im Herbst die Fülle an ormen und Farben langsam zu verebben, und in en Wintermonaten ist schließlich draußen nichts Behr zu holen. Dennoch braucht auch jetzt unser Zimmer nicht 7ire Blumenstrauß zu fein, auch bann nicht, wenn >ir von ben Treibhausgewächsen ganz absehen. Die idfarbigen Strohblumen, bie ber Herbst schenkt, rgeben gesammelt schöne dauerhafte Sttäuße, da •t harth cmtigen, wie Stroh knisternden Blüten- lütter in getrocknetem ZiMand saft unver- Kch sind. Man schneidet die wie Atlas glänzen- lütenkäpfe an etwa bleistiftlangen Stielen am eften vor dem völligen Aufblühen ab und hängt sie uf. Sie verlieren dabei weder etwas von der Leuchtkraft, noch von dem seidigen Schimmer ihrer ■arben und schmücken in jedem bunten Glas eben- > wie in einer einfarbigen Vase. Es gibt weihe, hwefsl- und dottergelbe, lachs- und rosenrote, rost- irbene und dunkelbraune Arten und die meisten nd zweifarbig getönt, mit hellerem Kern und dunk- : rren Strahlen. Man kann gleichfarbige zum Strauß er einen, ober bunte Zusammenstellungen wählen, mner ist die Wirkung eine geschmackvolle, da bie rarben nicht einander wehtun, sondern sich gegen- itig'steigern. Natürlich sollen die Strohblumen nur en Winter über bie Basen und Kelche füllen und ilht etwa jahrelang und zu Staubfängern werden, Zugegeben sei, daß Strohblumen etwas alt- wdisch, etwas großmütterlich wirken können. Sie assen am besten zu der gemütlichen und treuher- igen Möbelkunst des Biedermeier. Hier, wo Bequemlichkeit und Zweckmäßigkeit anheimeln, wo derall Schlichtheit und Sauberkeit des Materials ^sprechen, wo großblumige Bezüge, bunte Teppiche mb lebhaft gemusterte Tapeten den Raum beleben, [limmen sich ihre Farben harmonisch ein. Wer sie rfreuen auch sonst, wenn eine liebe Hand sie sorg- im in einem schlichten Gefäß in einer behaglichen Stube aufgestellt hat. Sie wollen ja nicht mit einem uftigen üppigen Sommerstrauß verglichen werden, irnbem nur ein bescheidener, dafür aber unver- iiänglidjer Nachglanz von all dieser Fülle sein. Sie «oben all ihren Vorgängern, die im Laufe der Malaie uns einen Strauß schenkten, das eine voraus: e sind die letzten, und als diese letzten seien sie uns ieb und willkommen. —r. Tageskalender für Montag. Gießener Dorttagsring: 19.15 Uhr in der Neuen Lula der Universität Lichtbildervortrag Professor Dr. Hans Krieg „Zu den Indianern des Gran kchaco (Südamerika) . — Oeffentliche Abendvor- • »jung der Universität: 2Q.30 Uhr im Kunstwisten- haftlichen Institut Professor Dr. W. Vollrath I Houston Stewart Chamberlain, der Künder deut- chen Wesens". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Eine lacht im Mai". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Die lustigen Vagabunden". — Oberhessischer Kunst- wein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung W. Jmkamp im royer des Stadttheaters. ttonzerlgemeinschaft blinder Künstler. gericht verpflichtet. Das Ortsgericht Gießen untersteht hiernach ber Dienstaufsicht des Direktors des Gießener Amtsgerichts. Das hiesige Ortsgericht war bis zur Eingemeindung von Wieseck und Klein- Linden nur für den Bezirk der Stadt Gießen zuständig, seit der Eingemeindung ist sein Dienstbereich aber auch auf die Vororte Wieseck und Klein- Linden ausgedehnt worden. Damit hat sich das Arbeitsfeld des Ortsgerichts Gießen bedeutend erweitert. Der Geschäftskreis ber Ortsgerichte ist in Obliegenheiten des Vorstehers und in Obliegenheiten des gesamten Gerichts aufgeteilt. Zu den Obliegenheiten des Ortsgerichts- Vorstehers, die von ihm allein wahrzunehmen find, gehören die nachgenannten Aufgaben: die öffentliche Beglaubigung einer Unterschrift; die freiwillige öffentliche Versteigerung beweglicher Sachen; die Verpachtung von Grundstücken, die in seinem Bezirke liegen, im Wege öffentlicher Versteigerung; die freiwillige öffenlliche Versteigerung ~ ' ’t er damit von dem Amts- Im öffenllichen Leben erfüllen die Orts-1 f eiliger Willenserklärungen auf Anttaa eines Be- gerichte bedeutsame Funktionen in wirtschaft» teiliaten und die Beurkundui" ro'8 *A“ lichen und in rechtlichen Angelegenheiten. — Vielen Volksgenossen dürfte aber wohl der Aufgabenkreis der Ortsgerichte nicht genügend bekannt fein. Wir haben uns daher mit dem Vorsteher des Ortsgerichts Gießen über den Dienstbereich der Ortsgerichte unterhalten. Zusammensassend ist darüber folgendes Gießener Gtadttheater. Dritte Morgenveranstaltung: Deutsche Kammermusik. Der ernften, sttllen inneren Einkehr des Toten- lomttags ist wohl kaum ein Werk so angemessen wie tie „Vier ernsten Gesänge" von Johannes Srahms. Als eine Abrechnuna mit dem Leben, rts Zusammenfassung und Ueberschau erscheint dies Merk für Brahms mit dem Ahnen des Kommenden, Unabwendbaren verbunden. Unter dem Freundes- Iteife von Iah. Brahms hatte in der ersten Hälfte ter neunziger Jahre der Tod eine unerbittliche Smte gehalten; und das Schicksal der Frau, die dem Künstler Brahms wohl am nächsten gestanden hat, ("lara Schumann, ging in den Mattagen des Iah- !es 1896 seiner Erfüllung entgegen. So hatte der ^ichtigkeitsgedanke den alternden Meister innerlich b stark gepackt, daß er gerade diese Gesänge sich zu - (einem 63. Geburtstag (7. Mai 1896), vielleicht titon von der Voraussicht bedrückt, daß dies der letzte sein konnte, geschenkt. Zwar hatte er die Gesänge dem Maler Max Klinger gewidmet als Entgegnung auf dessen „Brahms-Phantasie". Ander- (*its aber bestätigt uns ein Brief an Marie und qq kugenie Schumann: „Ich bitte sie (die Gesänge) cis ganz eigentliches Totenopfer für Ihre geliebte ’ Nutter anzusehen und hinzulegen." Wenn Brahms Dieberum versichert, er habe die Gesänge „sich und rur sich" zum Geburtstage gedacht, so würde das i cilch die Worte bestätigen, die er ein Jahr zuvor an Clara Schumann äußerte, daß er „nichts mehr für Üe Oeffentl ich kett, sondern nur noch für sich schreiten wolle". Die Texte zu den Gesängen sind wohl der Bibel tntnommen, gehören aber nicht zu allgemein be- Innntem Gedankengut. Mit ihrer Realisttk spüren se der Schicksalsgebundenheit des an die Schwere les Erdendaseins gefesselten Menschen nach. Nur ter letzte Gesang zeigt den Weg aus dem nieder- Irückenden Irdischen heraus zur verheißenden gött- lchen Liebe. Der Prosasprache dieser Sprüche verbindet Brahms einen tiefschürfenden musikalischen Lusdruck, der durch die ihm zur Verfüguna stehen- ien Mittel den tiefen, oft schwer erfaßbaren ■ Sinn erhellt und in Eindringlichkeit seine mensch- lche Wahrheit erschließt. In der Gesamcheit ihrer Abfolge stellen die „Vier Gesänge" eine zyklische i Einheit dar, etwa den Sätzen einer Sonate oder ! Symphonie vergleichbar. Die Anforderungen an die gestaltende Kraft des । Gängers wie auch an ben stimmlichen Umfang sind derart hoch, daß chnen nicht immer gleichwertig und vollgültig entsprochen werden kann. Einem Hinweis auf die Tatsache, daß sich nicht viele Künstler dafür finden werden, entgegnete Brahms: „Das sollen sie auch gar nicht, an den Konzerts aal habe ich wahr- hasttg dabei zuletzt gedacht." Und so erklärt es sich wohl, daß man den „Vier ernsten Gesängen" nur sehr selten in ber Oeffentlichkett begegnet. Diesmal war der Anlaß für ihr Erklingen gegeben durch bie Weihe des Totengedankens und die dadurch bedingte innere Bereitschaft der Hörer. Ilse W i n h o l d setzte ihr stimmliches Vermögen und chre rnusika- lrschen Fähigkeiten willensstark für diese hehre Aufgabe ein, Otto Söllner gab ihr am Flügel Stütze und war bereiter Helfer im Mitgehen. Don dieser Sphäre der inneren Schwere führte Beethovens c-moll-Quartett in die Wirklichkeit allmählich "zurück. Wenn Beethoven c-moU anschlägt, so bestätigt sich stets schicksalshafte Bindung, am stärksten wohl in ber „Fünften". Hier bei dem seiner ersten Quartettfolge angehörenden Werk ist es noch kein titanenhaftes Kämpfen, wohl aber der Ansatz zur Erkenntnis der Schicksalsgebundenheit. Dafür sprach auch die Wiedergabe durch das Streichquartett des städtischen Orchesters (Franz K e r z i s n i k, Karl Jost, Paul Blümers, Ernst Schneider). Der Hauptgedanke mit seinem leidenschaftlichen Drängen in der ständig steigenden ersten Violine gipfelte in den Akkordschlägen. Klanglich weich blühte das Seitenthema, dem ersten innerlich sehr nahestehend, in schöner Kantabilität heraus, klangliche Disziplinierung zeigte bas unisono- pianissimo vor der Durchführung. Die Durchführung selberz wurde zum Schauplatz impulsiven Widerstreits, wie auch hoffnungsberetter Dur-Freudigkeit (Cellosolo). Die Oes-ckur-Wendung der Coda gab dem Schluß mit feinen dynamischen Gegensätzen besonderes Gewicht. Das nach Dur gewendete Scherzo erklang in duftiger durchsichtiger Gelöstheit bei filigranartiger Klarheit des stimmlichen Gewebes; innerlich beleuchtet durch die Ausdruckskontraste des Mittelsatzes. Die c-moll-Gebundenhett erwies das Menuett mit feinen eigenwilligen Akzenten und der spannungsvollen Chromatik; das Trio lichtete sich zu empfindsamer Gesanglichkeit. Im Finale führte zunächst bie erste Violine; im Seitenthema entfaltete sich das stimmige Leben der einzelnen Insttumente. Die C-ckur-Episobe wurde zum bewußten Gegensatz. Starken Eindruck hinterließ die Steigerung in der Reprise vor der Wiederkehr des zweiten Themas. Sehr fein abgestuft war das klangliche Entschwinden vor den Schlußtakten. Die Stteich- quartettgruppe in dieser Besetzung ließ im einzelnen nachgiebiges Eingehen der Insttumente aufeinander sowohl im gegenseitigen Ablösen des thematischen Anteils wie in dem Ausgleich des Klanges erkennen. Ein Vorspruch, den Gefallenen gewidmet, führte in die Feierstunde ein. Konzertmeister Franz Ker» z i s n i f spielte mit sicherem Stilgefühl Händels g-molhSonate bei äußerst sauberer Figuration und klangwertiger dynamischer Abstufung. In dem kurzen Adagio spannte er den melodischen Bogen ausdrucksstark, mit schwebenden Klängen in der Wiederholung. Kapellmeister Otto Söllner stand ihm als anpassungsfähiger Begleiter zur Seite. Dr. Hermann Hering. Literarische Feierstunde. Clara Nordstrom liest im Deutschen Frauenwerk. Das Deutsche Frauenwerk veranstaltete am Sonntagnachmittag in der Neuen Aula eine Itterarische Feierstunde zugunsten des WHW. Die schwedische Dichterin Clara Nordstrom las aus eigenen Werken. Nach einem Instrumentaloorspiel und dem Vorttage des Frauenchors „Dieweil es gilt die Seel und das Gut" richtete Kreisfrauenschaftsleiterin Frau W r e d e herzliche Begrüßungsworte an Clara Nordstrom, die sie als Schriftstellerin, als liebenswürdigen Menschen und als Mittlerin zwischen Deutschland und Schweden willkommen hieß. Frau Nordstrom überbrachte ihrerseits Grüße von Dr. Henning, der im Vorttagsamt zahlreiche deutsche Schriftsteller betreue, und begrüßte insbesondere den Kreisleiter und die Kreisfrauen- schaftsletterin. — Bevor sie aus ihren Büchern las, legte sie ein begeistertes Bekenntnis zu Deutschland, zum Nationalsozialismus und zum Führer ab: sie glaube an die rassisch und kulturell begründete Verbundenheit zwischen dem deutschen upö dem schwedischen Volke, grau, Nordstrom schilderte dann, in locker aneinandergereihten Bildern und Gedanken, mit allerlei persönlichen- Erinnerungen und Eindrücken, den Charakter der schwedischen Landschaft und Kultur und die Volkstumseigenart des schwedischen Menschen. Das schwedische Volk erscheine ihr als der träumerisch-unerfahrene Jüngling ohne die Kampferprobung, die der größere deutsche Bruder besitzt. Frau Nordstrom schll- berte die geistige Vitalität ihres Volkes, fein Lebens- und Gottgefühl. Schweden träume noch den Traum des Einsamen von der Gleichheit aller Volker und Rasten; es habe keinen Krieg aehabt, ber es habe aufwecken können. Wie im Weltkriege aber bekennten sich auch heute viele Schweden zum neuen Deutschland die Verwandchaft zwischen beiden Nationen bezeichnen sich auch in geistigen und sprachlichen Wechselbeziehungen. Trotz jüdischer Gegenpropaganda bekenne sich das bessere Schweden heute zum Nationalsozialismus, in dem die Kraft des Gemütes und die Kraft der Tat lebendig feien und der Nationalsozialismus in den um den Erdball wandernden Gedanken und Taten des Führers die Verwirklichung eines großen Traumes darstelle. Mit dem glühenden Bekenntnis zur deutfch-fchwedi- fchen Freundschaft, zum Führer und zu Deutschland als dem Herzen der Welt beendete die Vorttagende ben ersten Teil ihrer Lesung. Anschließend las Frau Nordstrom aus ihren Werken, zuerst aus ihrem einzigen Männerbuche „Roger Björn". In den Schilderungen vom Leben und Ringen des Bauern Roger, in der Mischung von mythischer Stimmung und realer Wirklichkeit, in der Zwiesprache des Bauern mtt seinem Schicksal spiegelte sich etwas von dem Lebensgefühl und dem Nationalcharakter ihrer Landsleute, wie ihn Frau Nordstrom im ersten Teile ihres Vortrages dar- gestellt hatte. Das Thema der inneren wahloer- wandtschaftlichen Bindungen zwischen Deutschland und Schweden greift auch das Buch „Ruf der Heimat" auf, aus dem Frau Nordstrom bann einige, nur locker zusammenhängenbe Szenen vorlas. Hier werden Erlebnisse und Stimmungen eines deutsch- schwedischen Mädchens geschildert. Das Merkwürdigste an der Fabel dieses Buches ist, wie bie Dor- tragenbe bemerkte, ber Umstanb, baß die Konzeption der Fabel mit tatsächlichen Begebenheiten überein- stimmte, was ihr zufällig von einem Landsmann bestätigt worden ist. — Den Schluß der Lesung bildeten drei kleine Gedichte, ein schwedisches, und zwei in deutscher Sprache, „Der-unbekannte Gott" und „An meine Sohne", wiederum ausklingerd in ein Bekenntnis zum Kampf und Sieg Deutschlands und zu seinem Führer. Kreisftauenschaftsletterin Frau Wrebe richtete nach der mit großem Beifall aufgenommenen Vorlesung warme Worte des Dankes an Frau Nord - ström und gab der Hoffnung Ausdruck, sie bald wieder als Gast in Gießen zu sehen. Ein Musik- nachspiel und ber Frauenchor „Deutschlanb, heiliges Wort" beschlossen die Feierstunde. Hans Thyriot OJl.-Spott Die gestrigen Ergebnisse der Zezirksklaffe löt' an: e bet 1. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) beneidet wurde. Ebenso chren älteren Brüdern sich alle drei kennen: und Thea Jmmenhoff. verstärkt, die zahl' zu sehen Ansorde- nbe F-> Lstl tei ritt Thea Jmmenhoff mit häufig im Schloß. Auf diese Weise lernten Viktor, Doktor Mervinger M en. 2 arcn w iubr Äiefi um Verzeihung durch ein solch hatte. nalen iltoi !d du in nn iS in sW t irgE tnillch 05 Wehlar 3:2 geschlagen. Die Gießener, durch Kramer und Heß boten eine eindrucksvolle Leistung, so daß reich erschienenen Zuschauer ein Spiel bekamen, das streckenweise auch höheren Letztere, eben erst als angehende Dame aus einer Pension zurückgekehrt, schloß sich sehr rasch an Dik. tor an, und Mervinger hinwiederum bot ihm an, hin und wieder eines seiner Pferde zu reiten, da er bei seinen vielen Geschäftsreisen doch nur un» regelmäßig dazu komme. Also ritt Viktor auf Mer- vinqers Pferd mit Thea spazieren. Er verliebte sich in Thea, und er verliebte sich in Meroingers Fuchs. Mervinger wollte ihm das Tier verkaufen. Billigst! Für zweitausend Mark. Das war für ein gut ge- Nun waren es gar keine Augen mehr. An Sie! der Augen sah Viktor zwei große Scheine, (9cÖ scheine. Auf denen stand deutlich „Fünftausei Mark" i....... ...... hinter. Ihm schwindelte wieder, genau wie oorhil als er in Bewußtlosigkeit zu versinken drohte. Mit einemmal lachte es hell neben ihm an „Mein Gott, Viktor, Sie nehmen ja eine gar falsche Hand. Hier ist meine Hand." Viktor atmete auf. Klar und unendlich vertra sah er Theas Gesicht neben sich. Er ergriff ih> Hand und umspannte sie wie ein Ertrinkender. seine Schuld eingestehen und fl bitten, daß er seine Liebe zu i| schmutziges Geschäft verung« (Fortsetzung folgt) „D Viktor ... Sie tun mir ja weh." „Verzeihung", murmelte er. „Verzeihung, Thea Und überwältigt von dem Sturm in ihm stieß < hervor: „Ich liebe Sie ja so, Thea .. „Viktor ..." bat sie hilflos und war sofort uot Glut übergossen. Da sah er Meroingers Augen, nun wieder richtige Augen, auf sich gerichtet und nahm sich z» sammen. Er flüsterte ihr noch zu: „Wir wollen spater eine versteckte Ecke suchen, Thea, ja?" Sie nickte mit einem scheuen Lächeln. d Nlü sser 5 ' M bi i, in icheri ilöet nur Bildung der Lahnliga getan sein. Wenn in früheren Jahren dieser Plan niemals verwirklicht werden konnte, so lag es insbesondere daran, daß man die Aufgabe der Stadtvereine darin sah, die Spielkultur auf dem Lande zu heben. Allerdings vergaß man dabei, daß die Spielkultur eines Vereines zwangsläufig zurückgehen muß, wenn er selbst keine Gelegenheit hat, sein Können fortzuentwickeln. Da die Landoereine im hiesigen Bezirk in ihrem Können an manchen Orten heute nicht mehr hinter den Stadt- vereinen zurückstehen, ließ sich unter Hinzunahme dieser Vereine eine spielstarke Lahnliga bilden. Der Anfang ist gemacht, hoffen wir, daß die Derhaltmsse eine endgültige Gestaltung bald erlauben. Die Termlnliste. Durch die Hereinnahme von VfL. 1860 Marburg wird die Terminliste wie folgt neu festgesetzt: 1.12.: VfL. Marburg — 1900; VfB.-Reichsbahn — Naunheim;. Wetzlar 05 — Watzenborn-Steinberg; Sportfreunde — Luftwaffe. 8.12.: Sportfreunde Wetzlar — Burgsolms; Wat- zenborn-Steinberg — VfB -Reichsbahn; Wetzlar 05 — VfL. Marburg; Luftwaffe — Naunheim. 15. 12.: Burgsolms — Watzenborn-Steinberg; Naunheim — Wetzlar 05; 1900 — Sportfreunde Wetzlar; VfL. Marburg — Luftwaffe. 22.12.: Luftwaffe — VfB.-Reichsbahn; Naunheim — 1900; Watzenborn-Steinberg — VfL. Marburg. 29.12.: 1900 — Burgsolms; VfL. Marburg — Naunheim; «Sportfreunde Wetzlar — VfB.-Reichs- bahn. 5.1.: VfB.-Reichsbahn — VfL. Marburg; Wetzlar 05 — 1900. 12.1.: VfL. Marburg — Burgsolms; Watzenborn- Steinberg — Luftwaffe (Ruckrunde); VfB.-Reichsbahn — 1900 (Rückrunde). 19.1.: Sportfreunde Wetzlar — VfL. Marburg; Burgsolms — VfB.-Reichsbahn (Rückrunde); Luftwaffe — Wetzlar 05 (Rückrunde); 1900 — Naunheim (Rückrunde). lich ii bir i«k! l. ji \M «Hel, 5ßu fertig und unverantwortlich. Diese frivole Spek» lation stellte eine Schuld, ein Vergehen dar, das sis rächen mußte. Ja, die Schuld überfiel ihn im Augenblick tni solcher Wucht, daß er meinte, sein Körper mß| darunter zusammenbrechen. Er tanzte auf einm schwer und unbeholfen, und es kam ihm vor, ol bewege er sich überhaupt nicht von der Stelle. D bei verschwamm wieder alles vor seinen Aug« Er sah die Gesichter nur noch undeutlich wie ein« schlecht eingestellten Filmstreifen. Und Merving« Gesicht bestand jetzt nur noch aus Augen, die Bo heit ausstrahlten. rittenes, edles Warmblut im besten Sliter kein hoher Preis, aber für Viktor unerschwingliches Geld. „Aber bitte, lieber Gienant, machen Sie sich doch darüber kein Kopfzerbrechen", lachte Mervinger feine Bedenken in den Wind. „Ich bin schließlich nicht auf das Geld angewiesen. Sie können sich Zett lassen mit dem Bezahlen. Das soll Ihre geringste Sorge sein..." Ein eigenes Reitpferd zu besitzen, war der Traum eines jeden jungen Leutnants. Mit Thea auf einem eigenen Pferd in den Waldpark am Rhein enllang reiten zu können, das war fieilich etwas anderes, als gewissermaßen nur als Bereiter ein fremdes Pferd zu bewegen. Schließlich durfte man das Ge- schäft mit einem Mann wie Mervinger wagen. Viktor kaufte also den Fuchs. Er kaufte auch gleich das nötige Geschirr dazu. Er kaufte dies und das, und er mußte natürlich auch etwas flüssiges Geld haben, um dem Pferd die nötige Pflege und das nötige Futter geben zu können. Wenn schon, denn schon! Dreitausend Mark nahm er von Mervinger in bar an, und das Pferd dazu. Dafür unterschrieb er so ein Papier, so einen Schuldschein oder einen Wechsel oder so etwas; auf dem die Summe von fünftausend Mark stand. Es war alle? ganz korrekt und richtig. Aber Gewissensbisse hatte Viktor nun doch. Keine allzu großen, nur so ganz kleine. Fünftausend Mark — das war ja eine Bagatelle, wenn er Tchea heiratete. Und heiraten würde er sie, ganz bestimmt. Oh, nicht ihres Geldes wegen. Keinesfalls. Er liebte sie ja mit der ganzen Kraft und Aufiichtigkeit seiner Jugend. Und Thea liebte ihn auf die gleiche Weife. Sie würde ja sagen. Auch ihre Eltern. Ein Leutnant der Kaiser-Wilhelm-Grenadiere, das war dem Nesthäkchen durchaus angemessen. Es würde eine raun» dervolle Hochzett allererster Klasse geben. Das alles ging Viktor, während er mit Thea die Quadrille tanzte, durch den Kopf, verworren etwas, denn in der Hauptsache bohrte die frische Erkennt- ms in ihm, daß Metvinger im Grund gar nicht sein Freund, sondern fein Feind sei. Und da, auf einmal glaubte er auch den Grund zu erkennen, warum dieses quälende Gefühl in ihm war: Er hatte unrichtig gehandelt, als er mit der Aussicht auf eine reiche Partie von Mervinger das Geld angenommen hatte. Das war unoornehm, leicht« K K imfl M ' nii liei irden ,b h da tärfte wurde zu einem böswilligen unheimlichen Drohen, das von einer entsetzlichen Tragwette sein mußte. Doktor Mervinger war sein Feind! Auf einmal wußte er es. Auch damals, als er all das schon einmal erlebt hatte, gab es einen Doktor Mervinger, der fein Feind war, sein Todfeind. Aber um alles in der Welt konnte er sich nicht erinnern, warum er sein Feind war. Plötzlich aber fiel ihm auch das wieder ein. Ein Blick Meroingers verriet es ihm. Als dieser bei der ersten Tour Theas Hand ergriff, lächelte er sie mit einem zugleich herausfordernden und schmachtenden Blick an. Gewiß, das war es: Mervinger war sein Nebenbuhler. Er liebte Thea und wollte sie ihm streitig machen. Natürlich, genau so hatte es sich auch damals verhalten. Wer warum hatte ihm dann Mervinger die fünftausend Mark geliehen? Das war doch merkwürdig. Man leiht seinem Nebenbuhler, den man auf jeden Fall aus dem Feld schlagen will, doch nicht so ohne weiteres eine solche Summe, damit er sich mit ihrer Hilfe bei dem Mädchen, das sie beide umwarben, in ein großartiges Licht setzen konnte. Es war in der liebenswürdigsten und aufdringlichsten Form vor sich gegangen, dieses Geldangebot. Viktor und ein haloes Dutzend der jüngsten Leutnants hatten in der Zeit vom Manöverschluß bis Weihnachten Reitstunbe in der Halle des alten kurfürstlichen Schlosses. Ein Offizier als Reitlehrer und zehn Pferde kamen hierzu eigens von der Schwetzinger Dragonerschwadron herüber. Auch einige Zivilisten ritten in der Halle, Nach dem Kotillon wurde eine große Tanzpal! eingelegt Die Ordonnanzen gingen umher Schwedenpunsch und Sekt, mit «Sandwiches iri Biskuits. Viktor suchte Thea auf. Jetzt wollte < sich bei ihr für die vielen Pflichttänze schadlos W ten, die er zu absolvieren gehabt hatte. Und 4; wollte ihr auch ' ' — - - Jl3 1 |6iüi fa de W.: rhtr fr p WlOlt hri J Fji RiHi FW EN pN ki Wli Weil' Der MWng auf Korsika Vornan von helnz Lorenz-Lambrecht VtA^' Ipl«1' B4? mW darunter Mervinger. Er besaß zwei prächtige Eigene Reitpferde, um die er sehr Wieder Leipziger Sieg. Berlin und Hamburg lm Turn-Slädkekamps geschlagen. Deutschlands ältester Turner-Mannschaftskarnpf, die ttaditionelle Dreistädtebegegnung Berlin —Hamburg — Leipzig, fand am Sonntag im Hamburger Usa-Palajt ihre 35. Wiederholung. Dor ausverkauftem Hause siegte Leipzig zum sechsten Male in ununterbrochener Reihenfolge mit 771,8 Punkten vor Berlin mit 768 und Hamburg mit 752,7 Punkten. Die Leipziger sicherten sich in den beiden vorweg- genommenen Hebungen am Längs- und Seitpferd mit 290,9 Punkten einen klaren Vorsprung vor Berlin (280,7) und Hamburg (277,7), von dem sie bis zum Schluß zehrten und noch knapp siegten. Bester Einzelturner war der Leipziger Kurt H a u - ftein mit 117,7 Punkten vor dem für Berlin turnenden Konstanzer Willi Stadel mit 115,5 und dem Berliner Gauch mit 114,3 Punkten. Willi Stadel führte noch nach der dritten Uebung, doch verunglückte ihm am Barren der Abgang, so daß er zurückgeworfen wurde. Haustein ging an diesem Gerät mit einer 19,7 in Front und erzielte später an den Ringen die einzige „20" des Tages. Stadel holte sich feine besten Noten am Seitpferd und an den Ringen mit je 19,8. erhielt für seins Badenübung 19,7, für den Pferdsprung und die Reck- übung 19,5 Punkte, während er am Barren nur auf 17 Punkte kam. Hessens Kanusport 1941. Die Kanusportler des Bereichs Hessen haben ihren Regattakalender für die nächste Wettkampfzeit be° . reits aufgestellt, allerdings trägt er nur vorläufigen Charakter und bedarf noch der Genehmigung durch die Reichssportführung. Die erste größere Veranstaltung des Jahres wird am 5. Mai eine Kurzstrecken-Regatta in Kassel sein, der sich am 18. Mai ein Kajak-Slalom in Marburg anschlie- . ßen soll. Der Kurzstrecken-Regatta am 8. Juni in Hanau folgt am 22. Juni in Hanau eine Langstrecken-Regatta, bei der die Bereichsmeister auf der fallen. Tuspo W.-Niedergirmes — Tv. Wetzlar 7:9 (4 Tv. Garbenheim — Tv. Lang-Göns 3:8 (1:3) Tv. Lich — SpG. Garbenteich 4:6 (4:3). In dem Wetzlarer ßof altreffen konnten die (Sdf einen knappen und glücklichen Sieg erringen, ihnen den Aufstieg in die Bereichsklasse eröffnet Lang-Göns hat mit diesem neuen Sieg fein derzeitige Form unter Beweis gestellt. Wenn au Garbenheim nur junge Kräfte zur Verfügung h leistete die Mannschaft doch starken Widerstand. Mit diesem neuen Sieg ist Garbenteich Staff fieger und muß nunmehr um die Entscheidung u den Aufstieg in die 1. Klasse antreten. Der Erst fiel diesmal nur knapp aus, war aber trotzde nicht ganz unverdient. 3ugenbfpie(e. Tv. Garbenhettn — W.-Niedergirmes 10:10 Tv. Lang Göns — Mto. Gießen II. G. n. angz Tv. Holzheim — Tv. Grüningen Gr. n. angt Katzenfurt I — Katzenfurt II 3:2 Tv. Wies eck — Tv. Garbenteich 14:2 (8:2) Tv. Heuchelheim — Sp.-G. Großen-Buseck 3 Die rührige Sportdienstgruppe des Jungvolk Heuchelheim spielte gegen Wieseck und verlor kn Wechsel in der Besetzung des Gebietsfachwarte» für Handball im Gebiet 13. Der seitherige Gebietsfachwart für Handb Wild, ist infolge anderweitiger starker Jnanfpr nähme von seinem Posten Aurücfgetreten. Als ne k. Gebietsfachwart wurde der k. Dannfachwart d Banne 116 und 88, Bezirksfachwart Luh, Allel darf (Lahn),'in Vorschlag gebracht. VfB.-Reichsbahn — Wetzlar 05 3:2 Burgsolms — Luftwaffe 3:2 Watzenborn-Steinberg — 1900 3:0 Naunheim — Sportfreunde Wetzlar 6:1. Die DfB.er errangen einen verdienten Sieg, der die 05er die Tabellensührung kostete. Glücklich war der Sieg der Durgsolmser über die Luftwaffe. Die Soldaten hatten mehr vom Spiel. Durch gute Leistungen konnte der vorjährige Meister Watzenborn-Steinberg über die sich tapfer weh- renden 1900er erfolgreich fein. Naunheim übernahm durch einen eindrucksvollen Sieg über die Sportfreunde und mit einem glänzenden Torverhältnis die Tabellenführung. griff der Wetzlarer von rechts. Ehe die Gießener Hintermannschaft sich stellen kann, hat der Halbrechte drei Gegner umdribbelt und schießt zur 1:0- Führung ein. Verstärkte Angriffe der Platzbesitzer schrauben nur das Eckenverhältnis höher. Viele glauben daher in der Erinnerung an die letzten Spiele erneut an eine knappe Niederlage, als die Seiten gewechselt werden. Konnte Ehmann in der ersten Halbzeit sich nicht durchsetzen, so ist er in der zweiten Halbzeit um so aktiver. Er und Kramer durchbrechen immer wieder die gegnerische Deckung. Eine von rechts kommende Ecke, die Heß vergeblich einzuköpfen sucht, kommt zu Hofmann, der entschlossen einspringt. Die Ueberraschung der Wetzlarer nutzt der Jnnensturm sofort aus. Heß spielt Rahn frei, und schon heißt es 2:1. Als Ehmann zum dritten Tor einschießt, ist dieses Tor nicht, wie man annehmen sollte, für die Wetzlarer die endgültige Niederlage. Aus der Defensive heraus stoßen sie immer wieder durch, und als God- glück dem Linksaußen vier Meter vor dem Tor den Ball von dem Fuße tritt, ist das Glück bei den Gießenern. Ein Elfmeter, wegen Handspiels verhängt, bringt Wetzlar auf 3:2 heran. An diesem Stand ändert sich nichts mehr, da beide Mannschaften sich restlos ausgegeben haben. Watzenborn-Steinberg I — Spvgg. 1900 I 3:0 (2:0). Das Spiel war eine ziemlich einseitige Angele"n° heit der Platzbesitzer, weit einseitiger, als es das Torresultat besagt. Lediglich in den ersten fünf Spielminuten waren die Leute vom Trieb etwas tonangebend, und auch bereits in der ersten Minute hatte der Torhüter der Einheimischen einen gefährlichen Schuß zu meistern. Abgesehen von einem Strafstoß in der zweiten Spielhälfte, den er fabel- hast hielt, sollte dies der einzig gefährliche Schuß des gegnerischen Sturmes fein. In diesen wenigen !Dlinuten gingen die Platzoesitzer bereits in Führung. Eine Vorlage von der Verteidigung leitete Arnold weiter zu Schmitt, der dem besser zum Schuß stehenden Linksaußen Harnisch vorlegte, sodaß dieser nur einzulenken brauchte. Dann sah man vom Gegner bis zur letzten Minute nur noch ein massives Abwehrspiel. Heber die Hälfte der Gästespieler verließen nicht ihren eigenen Strafraum, und oft halsen noch weitere Sturmer hinten aus. Bei dieser Abwehr Tore $u schießen, schien unmöglich. So berannten die einheimischen Stürmer anhaltend das Gästetor, doch war der Ball durch diese Dielbeirtige Verteidigung nicht durchzubringen. Als Hörnsheim war nicht schlecht, ttotzdem nur zch Mann zur Stelle waren. Es stieß diesmal all Dings auf einen Gegner, der in allen Teilen glei gut besetzt war und der in dieser Form keim» Gegner zu fürchten braucht. Es kam noch hinz^ daß Hörnsheim wieder einmal umgefteüt halt! und daß dadurch Mängel auftraten, die sich im günstig auswirken mußten. Dornholzhausen zeigte diesmal wieder eine recht gute Leistung und konnte einen sicheren Sie' den. Die Tatsache, daß Kirch-Göns nur neun Aur Stelle hatte, spielt dabei keine Rolle. Die Mann schaff leistete verzweifelten Widerstand. Trotzdem Lützellinden in Führung lag und bin Spiel auch sicher gewonnen hätte, nahm Die Manin schast eine EntscheiduM des Schiedsrichters (Hv ausstellung) zum Anlaß und brach das Spiel al Damit ist nicht nur eine harte Strafe nerroir* wichtiger ist, daß auch beide Punkte an Katzenf 4iu[ uenen jixiruu oeuma) „yunjiau|cn ~ mit vielen drohenden Ausrufezeichen d» i rdrt/ L" rt d' (tfür ' de den । langen Strecke ermittelt werden. Kassel ist am 6. Juli erneut der Schauplatz einer Kurzstrecken- Regatta, und am 13. Juli werden auf der Lahn bei Gießen die Bereichsmeister auf der kurzen Strecke ermittelt Deutscher Keglersiea über Finnland. Auf der internationalen Einheitsbahn der Berliner Kegelfporthalle wurde am Sonntag der Länderkampf Deutschland — Finnland entschieden. Die acht deutschen Sportkegler siegten mit 6111 Punkten gegen Finnland (5735 Punkte). Bester Einzelkegler war der deutsche Kriegsmeister Muck (Dresden) mit 835 Punkten. Bereits nach vier Starten lag Deutschland mit 3019 um 109 Punkte vor den Finnen in Front. Während die deutschen Kegler ihre Leistungen noch zu steigern vermochten, fielen die Finnen etwas ab, so daß der Endsieg Deutschlands noch etwas deutlicher ausfiel. VfL. Marburg spielt in der Bezirksklasse Gießen-Wehlar. Da die Marburger drei aktive Fußballmannschaften zur Verfügung haben, war auch unter Berücksichtigung der Gruppe Marburg eine sportliche Be- tätigung aller Mannschaften in Frage gestellt. Die Verhandlungen der verantwortlichen Stellen haben nun zu dem Ergebnis geführt, daß VfL. Marburg in der Bezirksklasse Gießen-Wetzlar spielt. Leider konnte „Germania" Marburg nicht die Zusicherung geben, daß der Verein fähig fei, die Spiele durchzuspielen, da die Mannschaft sich fast ausschließlich aus Soldaten zusammensetzt. „Germania" Marburg mußte also zurücktreten. Wenn VfL. Marburg übernommen wurde, so dürste damit wohl der erste Schritt zu der Werferlehrgang für Spitzenkönner in Gießen. Die Bereichsführung führte am gestrigen Sonntag in Zusammenarbeit mit dem vezirkssachwart für Leichtahletik einen Lehrgang für Werfer und Stoßer in der Halle des VfB.-Reichsbahn in Gießen durch. Bereichssportlehrer B r o x, der seit etwa einem Jahr den feldgrauen Rock trägt, benutzte einen kurzen Urlaub, um wieder einmal mit den von ihm betreuten Spitzenkönnern, soweit diese noch in der Heimat weilen, zufammenzuarbeiten. Aus den Bezirken 8 Gießen und 7 Marburg waren die Teilnehmer zusammmengezogen. Unter ihnen befanden sich Gary und Hermann, beide Marburg, Dr. Luh, Gießen, und alle die, die seither durch be- merkenswerte Leistungen hervorgetreten sind. Besonders erfreulich ist, daß sich ein großer Teil dieser erfahrenen Leichtathleten als Uebungsleiter in ihren Vereinen dem Nachwuchs zur Verfügung stellte und nun, während des Krieges im besonderen, wertvolle Arbeit leistete. Durch die bereits feit einigen Wochen begonnene Lehrgangsarbeit wird ihnen genügend Gelegenheit gegeben, sich auf dem Lehrge biet die erforderlichen Unterlagen zu verschaffen. Zm gestrigen Lehrgang wurde nach einer Körperschule die Technik des Kugelstoßens und einiger Wurfübungen durchgearbeitet. Nicht vergessen wur- den Sprungübungen, die für Stoßer und Werfer Grundlage und Voraussetzung für gute ßeiftungen bilden. Bereichssportlehrer Brox gab im Verlauf einer Unterredung seiner Freude darüber Ausdruck, daß die leichtathletische Arbeit während des Krieges im Bezirk Gießen stark fortgeschritten ist. Wer die kürzlich veröfsenllichte Bestenliste eingehend bettach- tet hat, wird sich dieser Feststellung anschließen mus- sen. Die Förderung der Leichtathletik war dringend notwendig, und daß sie in dieser guten Entwicklung weiterhin fortschreitet, ist der Wunsch und ein Ziel unserer rührigen Bezirksführung. Hierzu sollen diese Lehrgänge weitgehend beitragen. Immer wieder werden die Aktiven beschäftigt, und aus dazu berufener Hand wird ihnen das Rüstzeug vermittelt, das sie zur Begeisterung und Förderung der ihnen anverttauten Kameraden benötigen. Mit einem kurzen Wettkampf wurde der Lehrgang abgeschlossen. Mitten in Dem schmalen Saal stockte Viktor und sah sich um. „Wir hätten durch die Halle gehen müssen^, sagte er sinnend vor sich hin. Thea verstand die Worte, obwohl sie nicht für sie bestimmt waren. „Wieso durch die Halle?" Viktor lachte verlegen auf: „Ich weiß nicht. Wir hätten aber anders gehen müssen .. „Sind Sie komisch, Viktor! Es ist doch ganz gleid)gültig, wie wir in den Saal gehen. Oder gibt es sogar hierfür eine Etikette ober Dienstvorschrift?" Er schüttelte verwirrt Den Kops. „Verzeihen Sie, es ist natürlich oollenDeter Blödsinn. Kommen Sie!" Thea hätte ihn bestimmt für verrückt gehalten, wenn er ihr jetzt erzählt hätte, daß er das alles schon einmal erlebt habe, und daß er damals, als er sie bei jenem erstenmal zur Quadrille führte, durch die Jnnenhalle und nicht durch das Por- tragszimmer gegangen fei. Hans ßorring glitt über das Parkett zwischen Den Tanzgruppen hinDurch, um, wo es nottat, gewandt einzugreifen. In Dem Karree, in Dem Viktor mit Thea ftanD, fehlte ein Paar, ßorring sorgte sofort für Abhilfe. Viktor wußte, Daß er jetzt den kleinen von Op- peln-Bronikowski mit seiner Partnerin herbeiwinken würde. Aber es kam anders, der sonderbare Bann schien gebrochen. Nicht Oppeln trat ins Karree, sondern Doktor Mervinger. Das stimmte nicht. Viktor konnte darauf schwören, daß es Damals, als er schon einmal diese Quadrille getanzt hatte, Oppeln Sewesen war. Jawohl, vier junge Leutnants standen amals im Karree. Und nun war Doktor Mervinger, der einzige Zivilist, sein Gegenüber, mit Der Tochter des Oberstleutnants beim Stabe als Partnerin. Aber dieses Lauern in Meroingers Gesicht, bas kannte er nun wieder. Jawohl, jener war ein guter Bekannter von ihm, aber jetzt entdeckte er zum erstenmal, baß eine versteckte Bosheit hinter ber glatten Freunblichkeit lauerte. Dieser neue Ausbruck verstärkte sich sogar von Sekunbe zu Sekunbe, er ein weiter Schuß von Arnold itn äußersten oberen. Toreck landete, pfiff der Schiedsrichter den Halb, linken abseits. Dann war bie Abwehr ber Gäfb etwas zu hart, Fett legt sich ben Ball kurz vor der Strafraumgrenze zurecht, schießt unheimllch fchaff, doch Heeg, auf der Torlinie stehend,- köpft bas Leder zurück. Ein weiterer Strafstoß von Fett geht ganz knapp über bie Querlatte. Letsch im Tor ber Gießener ist keine Minute ohne Beschäftigung. Mit viel Glück hält er seine Mannschaft vorerst vor weiteren Treffern bewahrt. Das Eckenverhältnis ist bereits auf 8:1 für Die Einheimischen gestiegen, doch bie entscheidenden Tore fallen nicht. Zwei Mi. nuten vor Halbzeit gelingt es dann endlich Schmitt, zum 2. Treffer einzuschießen. Rach Halbzeit dasselbe Bild. Die Platzmannschaft ist stets im Angriff, doch Tore fallen mcht. Arnold und Fett treffen abermals Den Pfosten, Dann scheidet Torhüter Letsch, ber sich bei einer Abwehr ihn Finger verletzt hat, aus. Für ihn hütet Goß bas Tor. Harnisch erhöht aus kurzer Entfernung aas 3 0, und bei biesem Resultat bleibt es bis 3um Schlußpfiff. Lediglich bas Eckenverhältnis wird noch auf 14:1 g-eschrauot. Schiedsrickster Willer vom Sportverein 05 Wetzlar leitete sehr umsichtlich. Die Jugendmantischaft der Watzenborn-Stein, berger spielte vorher gegen die Jugend vom Spord verein Heuchelheim.unb siegte knapp mit 4:3 Toren. Die Entscheidung zu Gunsten ber Einheimischen fiti allerdings erst in den letzten Spielminuten, nafr dem die Gäste lange mit 2:0 führten. Der gestrige Handballsonnlag. Die Rückrunde der Bereichsklasse fing nicht ge rabe verheißungsvoll an. Es ist immer eine unangenehme Sache, wenn es zu einem Spielabbruü kommt, bei einer Mannschaft der Bereichsklasse abtr ist es ein unmöglicher Zustand. Die Spiele endeten. Tv. Garbenheim — Tv. Hörnsheim 20:6 (10:1) Tv. Dornholzhausen — Tv. Kirch-Göns 6:2 (1*1) Tv. Katzenfurt — Tv. Lützellinden 3:2 (2:2) ab gebt rungen gerecht mürbe. Der Sieg ist verdient, spiegelt jeboch nicht im Torverhältnis den Spielverlauf richtig wider, da bie VfB.er minbeftens zwei Tore besser als ihr Gegner waren. Die Wetzlarer hatten ihr Spiel besonders in der ersten Halbzeit zu sehr in die Breite gehend aufgezogen und gaben dadurch immer wieder Gelegenheit für eine wirkungsvolle Störung. Zur Mannschaftskritik sei gesagt, daß der beste Mann der Wetzlarer der Torhüter war. Die Verteidigung war nicht immer sicher. In ber Läuferreihe überragte ber Mittelläufer Zidorn seine Mitspieler bei weitem. Bei dem Sturm konnte der Jnnensturm gefallen, die Leistungen der Außenstürmer waren schwankend. Man merkte das Fehlen von Mobs und Mühlhäuser. Die DfB.er kämpften mit letztem Einsatz, allerdings ließ bas Zuspiel mitunter noch Wünsche offen. Einen Spieler heroorzu- heben, würde eine Zurücksetzung Der anderen bedeuten. Spielverlauf: Die Gießener haben Anstoß und kommen sofort durch; der Torhüter von Wetzlar kann jeboch Kramer ben Ball vom Fuß nehmen. Dieser Angriff sollte Der Beginn für verstärkte Angriffe für bie nächsten zehn Minuten fein. Kurz hintereinander verschießen Heß und Hofmann kläre Torgelegenheiten. Als die Wetzlarer sich fteimachen, ist es ber Linksaußen, der mit einem Bombenschuß an Die Latte bie Gefährlichkeit der Wetzlarer beweist. Nachbem der gleiche Spieler kurz hinterem- anber knapp darüber geschossen hat, kommt ein An- •nen -Ma formt, h hnüöt illokf Jered ilali Me; beut "ich Ö beu