■w. • regen 1N0- t und rauch sund- chens i. die t bei chtigt dem klagte -chutz jener’ zwei Ge- rteilt. t; des straf- r. RL. über der ■ Die teten ^zirk Ben. (20 rrster im hren. A. elfen «e. Willi ■ für Platz »rtler QU« Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr desVormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Npf. ie mm bei 22 mm Seilenbreite# Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nacklässe: Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengenstastelV Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 250/0 mehr (90. Jahrgang Nr. 17^ M Donnerstag, 25. Juli 1940 bä KieKenerAmeiE auch bei Nichterscheinen Bl » t§W w von einzelnen "Nummern Postscheck 11K«6ksranls?M. General-Anzeiger für Oberhessen ,wysäst- In der „Festung London". Hälfte der Südküste Ostküste. Evakuiert Südküste und der Das südost-englische schönen Grafschaften und Abendessen einzunehmen. Sonst ist auch England verlassen und die ununterbrochene Kette der roten zweistöckigen Autobusse, die sich früher :m Piccadilly-Zirkus jagten, wurde stark gelichtet, weil man die Fahrzeuge für die Evakuierung brauchte. Daß es in England Unzufriedene gibt, wurde am 21. Juli von dem parlamentarischen Unterstaatssekretär des nach Ansicht der Londoner Blätter schlecht orientierten Jnformationsministe- riutns, Harold N i c 0 l s 0 n , auf das entschiedenste dementiert. Nichtsdestoweniger sah sich Nicolson gezwungen, der kürzlich eingeleiteten Kampagne des Schweigens eine zugkräftige und neuartig- reizvolle Parole zu geben: „Sprich mehr denn je zuvor, doch wenn du sprichst, sprich nur vom Siege!" Es ist erstaunlich, daß die englische Regierung einen Feldzug gegen die einleiten mußte, die nicht vom Siege, sondern von der Niederlage sprachen, zu Beginn des Monats Juli wurde ein harmloser Engländer zu einer Zuchthausstrafe verurteilt, weil er die Ansicht eines Bekannten wiedergab, der erklärt hatte, in zwei Monaten werde über Westminster die Hakenkreuzflagge wehen. Dreieck mit den landschaftlich , z .... liegt verlassen da, nach einer Schilderung des bekannten englischen Schriftstellers Noel Cowart gibt es in England nur noch drei Stellen, an denen Leben herrscht: die Admiralität, Downing Street und das Hotel Claridge. Hier wohnen die meisten der nach England geflohenen Staatsoberhäupter und die fremden „Regierungen" und hier haben sie noch Gelegenheit, in gewohnter Weise ihr Mittag- gungsdirektoren Bäume fällen, Straßen umgraben und Kanäle unbrauchbar machen. Zu der dritten Gruppe zählen die Evakuierten. Die Evakuierung gehört heute in England zum Hauptinteresse der Steuerzahler und zum Gesprächsthema in den wenigen noch vorhandenen Salons in London. Evakuiert wird die westliche und der nördliche Teil der ist der nördliche Teil der südliche Teil der Ostküste. England in Erwartung Von unserem 71. T.-Korrespondenten. Seit vielen Wochen sind nun schon die Brücken s zwischen dem europäischen Kontinent und der eng- 1 lischen Insel abgebrochen. An allen Küsten, die einst 1 die Pforten Großbritannien zu unserem Erdteil I waren, stehen die deutschen Soldaten, im Mittelmeer l die italienische Wehrmacht. Gemeinsam halten sie die Piraten in Schach, die schon so viel Unglück über 1 die Völker Europas gebracht haben. Gemeinsam 1 bereiten sie sich auf den Endkampf vor, für den die ■ Kriegsverbrecher nun auch noch ihr eigenes Volk zu opfern bereit sind, nachdem sie vorher Millionen- massen anderer Nattonen für sich kämpfen ließen. Die Entwicklung der Kriegsereignisse die völlige Demaskierung der Schamlosigkeit, mit der die englische Politik den europäischen Krieg vorbereitete, zum Ausbruch trieb und schließlich auf Kosten anderer bisher führte, hat aber nicht nur eine militärische und machtpoMsche, sondern auch eine bedeutsame geistige Folge in Europa mit sich gebracht. Es hat vielleicht noch niemals eine so eindeutige gemeinsame Meinung aller europäischen NaMnen gegeben, wie es heute in bezug auf die Beurteilung der englischen Politik und auf die Notwendigkeit einer Beendigung des Londoner Dölkerbetruges der Fall ist. Von der Sttaße von Gibraltar bis zum Schwarzen Meer gibt es heute wohl kein Volk mehr, das nicht - fei es in schmerzlicher Weise durch eigene Erfahrungen, sei es glimpflicher durch die Lehre der Ereignisse - davon überzeugt worden ist, daß die Politik der Downing Street für alle, die auf je vertrauten, zur Enttäuschung führte und daß alle Prophezeiungen, Versprechungen, alle Mitteilungen und Nachrichten, die von London aus den europäischen Völkern zuteil wurden, sich als gemeiner Schwindel und berechneter Bettug enthüllten. Nich s, aber auch gar nichts, was aus der Londoner Quelle den europäischen Völkern im Laufe des Krieges mitgeteilt wurde, hat sich als zutteffend herausgestellt. Der englische General Fuller hat einmal den Krieg des Wortes" als gleichbedeutend nut dem Krieg der Waffen bezeichnet. Die englischen Kriegs- macher haben diese These zu der ihrigen erhoben. Von den primitiven Flugblattaktionen wahrend des Herbstes 1939 bis zum Einsatz von Millionen summen zur Bestechung korrupter europäischer Presseorgane und zur Vernebelung des ganzen Kontinents mit Lügennachrichten aus ihren zahlreichen Londoner Giftküchen sind ihnen auch auf diesem Geviet der Kriegführung alle, auch die unsaubersten Mittel recht gewesen. Ja, gerade die letzteren haben sie be- vorzuqt, weil ihre jüdischen Trabanten sich hierin als besonders versierte Fachleute erwiesen. 1 Der traurigen Feigheit ihrer Flucht aus all den 1 Ländern, die sie zu schützen versprachen, steht würdig ! dieser Feldzug der Lüge zur Seite, mit dem sie i Europa und die Welt über Tatsachen hinwegzutau- - scheu versuchten, deren Sprache allerdings zu durchschlagend und in ihren Ergebnissen zu eindeutig 1 wurde! Viele europäische Völker haben freilich diese von England organisierte Verblendung ebenso teuer bezahlt, wie ihre von den „Bundesgenossen" verlassenen Armeen. Die Ergebnisse der englischen Kriegführung waren sowohl im Krieg der Waffen wie im Krieg der Worte die gleichen. Nicht Hasselbe gilt aber von den- Folgerungen, die daraus gezogen wurden. Es gibt heute zwar in ganz Europa nicht einen Soldaten mehr, der bereit und in der Lage wäre, zu Englands Gunsten eine Waffe zu erheben. Wohl aber — und das muß jetzt einmal mit aller Deutlichkeit festgestellt werden — gibt es im europäischen Pressewesen immer noch Organe und Persönlichkeiten, die heute noch die Stirne besitzen, wider besseres Wissen und Gewißen sich als Handlanger der englischen Wort-Kriegführung zum offenen Bettug an ihren eigenen Völkern zu betätigen. Das Studium der europäischen Presse gerade in diesen so entscheidungsoollen Wochen enthüllt ein vielfach grauenvolles Bild von der volksfremden Abhängigkeit vieler ihrer Erzeugnisse, die, ohne jede Rücksicht auf die ihren Völkern durch tue stärkere Stimme der Ereignisse zuteil gewordene Aufklärung, immer noch mitten in Europa „Nachrichten" von Herrn Churchills Gnaden ihren Völkern vorsetzen, als handle es sich um ernstzunehmende Mitteilungen! Es gibt Zeitungen, die es wagen, ihren — srei- lich Bettug gewöhnten — Lesern noch im Juli 1940 ganze Seiten voll von „Meldungen" mitzuteilen, die von Reuter stammen — jenem englischen Lügenbüro, das den seltsamen Ruhm besitzt, seit Kriegsbeginn fast ausnahmslos Nachrichten verbreitet zu haben, die sich nachträglich (ja, manchmal schon sofort, wie z. B. bei der „Wiedereroberung von Lodsch durch die Polen" während des Einzugs des Führers in dieser Stadt) teils als frei erfunden, teils als entstellt, jedenfalls aber als Betrug erwiesen. Es ist hier nicht der Ort, um die ungeheure Schuld großer Teile der europäischen Presse an diesem Krieg und das Unglück zu untersuchen, das gewissenlose Kräfte über ihre Völker in der Zeit gebracht haben, als die großen Entscheidungen noch nicht gefallen waren. Auf die Tatsache aber, daß Herrn Churchill heute noch in manchen europäischen Redaktionen von den noch dort verbliebenen Kreaturen seiner Bestechungsfonds und feiner Judensippschaft offen oder versteckt Handlanger- ; dienste geleistet werden, muß im Interesse der Volker, die mit solchen dunklen Machenschaften immer : noch weiter um die Kenntnis der wirklichen euro- 1 pätschen Situation betrogen werden sollen, mit ( allem Nachdruck hingewiesen werden. , Das Maß an europäischen Erfahrungen mit eng- ; lischem „Nachrichten"stoff ist so übervoll, daß eine : Zeitung, die es heute noch unternimmt, die Lon- - boner Kloakenströme ihrer Leserschaft zuzuleiten, sich beisammen sein könne. England bereitet sich vor auf den Krieg, den Ministerpräsident Winston Churchill forderte, als er in seiner Rede am 14. Juli bombastisch ausrief: „Selbst wenn die Deutschen London in Schutt und Asche legen — wir kämpfen weiter. Wir verteidigen jedes Stückchen Erde, jede Stadt, jedes Dorf und jeden Flecken." Diese Verteidiaungsmaßnahmen hat man in den letzten Wochen auf einen Stand der Vollkommenheit zu bringen versucht. Die Lasten dieses Versuchs trug und trägt nicht das gesamte englische Volk, sondern fast ausschließlich der Ar - beiter und der Mittelstand. Die englische Oberschicht entzieht sich diesem zivilen Kriegsdienst und sorgt — wie im Falle Duff Cooper, der in dem Augenblick, in dem die Regierung das Fallenlassen des überseeischen Evakuierungsschemas bekanntgab, seinen neunjährigen Sohn auf einem amerikanischen Dampfer einschiffte — nur für das eigne Ich. , Arbeitsminister Bevin, welcher bis zu seinem Eintritt in das Kabinett die Interessen des Arbeiters zu wahren behauptete, hat in der letzten Zeit Maßnahmen getroffen, welche in keinem Arbeitsrecht eines europäischen Landes eine Parallele finden. Es gibt keinen Urlaub mehr. Der arbeitsfreie Sonntag und der freie Samstagnachmittag sind abgeschafft. Niemand kann seinen Arbeitsplatz selber wählen. Facharbeiter und ungelernte Arbeiter werden gleichgestellt, womit ein jahrhundertealtes Prinzip der Gewerkschaften umgestoßen worden ist. Ein zusätzliches Gesetz verbietet den Streik, womit die im Jahre 1824/25 erkämpfte Koalitionsfreiheit der Gewerkschaften — das klassische Vorbild für zahlreiche Arbeiterbewegungen in demokratischen Staaten — den Dolchstoß erhielt. England hat aus den Jahren 1916/17 gelernt. Auch damals versuchte man, Streiks zu verbieten, welche immer wieder in den Schiffswerften am Clyde und in den kriegswichtigen Industrieanlagen in Südwales ausbrachen. Die Streikverbote bestanden. Das bedeutete aber nicht, daß die Ausstände verhindert werden konnten. Heute zieht man die Konsequenzen aus diesen Erfahrungen und setzt Handgranate und Bajonett ein, um Streiks zu Stockholm, 24.Juli. Seit der Ablehnung des deutschen Friedensangebotes durch die englische Regierung ist in England niemand mehr abends zu Bett gegangen ohne die Furcht, die Nacht werde den stündlich erwarteten deutschen Angriff gegen das Jnselreich bringen. Kein Engländer und keine Engländerin hat seit dieser Zeit morgens den Weg zu feinem Arbeitsplatz angetreten, ohne wenigstens im stillen davor zu bangen, den Rückweg niemals mehr tun zu können. Wenige Eltern dürften von ihren nunmehr nach Schottland und Mittelengland evakuierten Kindern Abschied genommen haben, ohne die ängstliche Frage zu stellen, wann und ob die Familie wieder Zum Kamps gefieltt. In den grundlegenden Lehren von der Krieg- führung gilt es für den Feldherrn als wichtigstes Ziel, sich unter keinen Umständen die Freiheit bts Entschlusses und vor allem die des Handelns nehmen zu lasten. Er muß also seine eigenen Maßnahmen so treffen und die Bewegungen seiner Armeen so lenken, daß er niemals vorn Gegner gezwungen werden kann, die Schlacht in einem ungünstigen Zeitpunkt oder in einem ungünstigen Gelände an» nehmen zu müssen. England ist heute in der Lage eines Feldherrn, der keinerlei Handlungsfreiheit mehr hat. England sieht sich in die Lage versetzt, daß es die große Schlacht, bei der es nach dem Wort des Führers aus der Reichstagsrede um den Bestand des Weltteiches geht, annehmen muß, ganz gleich wann und wo und wie sie kommt. Es hat heute weder auf den Zeitpunkt noch auf den Schauplatz noch auf die Art ihrer Durchführung irgendeinen Einfluß. Es will viel sagen, wenn diese Tatsachen selbst in solchen amerikanischen Blattern zugegeben werden, denen man Deutschereundlichkeit weiß Gott nicht nachsagen kann, es steht dort mehr oder weniger fühlbar an gebeutet, daß England s i ch selbst in diese Lage hineinmanövriert hat. Es ist heute ziemlich gleichgütig geworden, ob die notorische englische Weltfremdheit oder der grenzenlose englische Hochmut ober beibe Momente zusammen Englanb in diese Zwangslage.gebracht haben, aus der es keinen Ausweg mehr gibt. Entscheidend ist und bleibt die Tatsache, daß England nun nach der Ablehnung des letzten Appells des Führers die Entscheidungsschlacht so annehmen muß, wie sie gerade kommt. Wiederum steht, wie schon in den vergangenen vier Feldzügen dieses Krieges, das Gesetz des Handelns allein bei Deutschland. Wo ist die englische Jnittative geblieben, die Churchill sich nach dem Heb er fall von Dran so eilfertig von der eigenen Presse bescheinigen ließ? Und wie ist das nun mit der „Wand", gegen die England nach einem Wort Duff Coopers den Rücken gestemmt hat, um zu kämpfen? Mit dieser Wand war der Atlantische Ozean gemeint, der ein Teil jener Weltmeere ist, die Englands Flotte — nicht mehr beherrscht. Eben erst hat die britische Admiralität selbst wieder mit einem weiteren Stück des Schwindels aufgeräumt, dem die anmaßende These von der Herrschaft über die Meere durch die britische Flotte zugrunde liegt, ©ie hat jetzt auch an der letzten, bisher noch relatiü freigebliebenen Küste Englands, der Westküste, also nach dem Atlantik hin Minen legen lassen — wer aber wirst Fußangeln und Tellereisen gerade an der Mauer aus, an die er sich mit dem Rücken lehnen will, um zu kämpfen? Auf eine einfache Formel gebracht, sieht die Lage Englands vor dem großen Entscheidungskampf so aus: es hat keine politische und keine militärische Führung, in beiden Bereichen fehlt der Kopf, es hat keine genügende Ausrüstung, keine ausreichend große Wehrmacht und es hat schließlich — dieses zweitreichste Land der Erde! — nicht genügend .Geld, wie der Schatzkanzler eben erst unter Hinweis auf einen ungedeckten Fehlbetrag von 1,2 Millionen Pfund klar gemacht hat, alle Bundesgenossen sind geschlagen; die Massenheere aus den Kolonien und verhindern. , . , .. Parallel zu dieser Neuregelung des Arbeits- rechtes läuft das Umstvhen des Arbeitslofenrechts. Seit'dem 15. Juli muß jeder englische Arbeitslose jede ihm angebotene Arbeit von „nationaler Wichtigkeit" annehmen. Ablehnung bedeutet Entziehung der Arbeitslosenunterstützung. Facharbeiter konnten früher sechs Monate lang. Stellungen ablehnen, Die j ihnen nicht zusagten und die nicht ihrer Ausbildung ; entsprachen oder zu schlecht bezahlt wurden. Heute , gilt auch für sie der Arb eitszw ana, welcher . eingesührt wurde, um die Kriegswirtschaft auf das . Maximum der Leistungskapazität zu schrauben. ' Lehnen Facharbeiter — auch arbeitslose —, denen • . man bestimmte Posten anbietet, die Beschäftigung ab, so verlieren sie ihr Anrecht auf die Arbeitslosenunterstützung, dzw. sogar die Altersrente. Staat und Besitzer der großen Industrieunternehmen sind heute uneingeschränkte Diktatoren des Lohnsystems. Sie können Facharbeiter mit den Löhnen für ungelernte Arbeiter bezahlen und umgekehrt. Die arbeitsrechtlichen Mißstände werden am besten gekennzeichnet durch den Umstand, daß sich zahlreiche Gewerkschaften kürzlich vergeblich gegen den 12- . Stunden-Arbeitstag zu wehren versuchten. Arbeitslose, die nicht in den Kriegsindustrien untergebracht werden können, teils weil es an den organisatorischen Voraussetzungen fehlt, teils weil man nicht genug Rohstoffe zur Verarbeitung besitzt, und schließlich weil die Arbeitgeber die Einstellung zu vieler Arbeitsloser als „unrentabel" betrachten, sollen zu Derteidigungsarbeiten anderer Art herangezogen werden. Das Wort von der „Festung England" prägte Winston Churchill, um der Arbeitskampagne die notwendige Parole zu geben. Jung und alt, Männer, Frauen und Kinder, Wehrdiensttauglich- und Untaugliche wurden aufgeboten, um die Straßen der südeng- lischen Parklandschaft in unbefahrbare Aecker zu verwandeln, in Wiesen und Plätze tiefe Gräben zu graben, um dadurch deutsche Flugzeuglandungen zu verhindern. England stellt sich einen deutschen Angriff gegen das Jnselreich vor wie einen Sturmangriff alten Stils. Selbst nach der Einnahme der stärksten belgischen und französischen Forts glaubt man, daß Maschinengewehrnester, Flakbatterien und Tank- faUen genügen, um die deutschen Pläne zu durchkreuzen. Die Unzahl der Derteidigungschefs wurde vor einigen Tagen erhöht durch die Ernennung eines „Chefs für die Bodenverteidigung . Ihm fallt die Aufgabe zu, Landungen feindlicher Flugzeuge auf englischen Flugplätzen zu verhindern Zwei Tage nach der Ernennung dieses neuen Direktors mit einem Jahresgehalt von 2000 Pfund wurde bereits erklärt, alle englischen Flugplätze seien für deutsche Maschinen unbrauchbar gemacht worden. Wie es kommt, daß sie nach wie vor von englischen Flugzeugen benutzt werden können, wurde nicht verraten. . Der Betätigungsbereich der Engländer zerfallt in drei Gruppen: Die erste Gruppe setzt sich zusammen aus Rüstungs- und Industriearbeitern, die zweite besteht aus den Hunderttausenden, die nach den Plänen der ihnen vorgesetzten örtlichen Verteidi- des Vorwurfes des bezahlten und absichtlichen Volksbetruges nicht mehr wird erwehren können. Wie es zum Programm der Plutokraten gehört, die Völker durch eine routinierte Lügenfabrikation vom Denken abzuhalten und zum gefügigen Werkzeug ihrer blutigen Angriffspläne zu machen, so ift es eine — auf den Nürnberger Parteitagen von Dr. Dietrich immer wieder vor aller Welt erhobene — Forderung des Nationalsozialismus, den unerhörten Betrug zu beenden, der von anonymen Kräften an den Völkern Europas durch einen schamlosen Mißbrauch der Presse seit über einem Jahrhundert begangen wurde — und in manchen Ländern heute noch begangen wird! Wir wissen dabei, wie sehr das vor über 50 Jahren gesprochene Wort Bismarcks, wonach „jedes Land auf die Dauer doch für bie Fenster, die feine Presse einschlägt, irgendeinmal verantwortlich" sei, auch heute noch .Geltungskraft besitzt. Viel mehr aber bewegt uns bei dieser aktuellen Betrachtung gewisser europäischer Presseoerhältnisse die lieber* zeugung, daß gerade die Völker, die durch eine jahrelange Verhetzung heute den Zusammenbruch alles dessen erleben, was sie für wahr hielten, weil sie ihren korrupten Pressejuden glaubten, jetzt ein Recht darauf haben, vor einem weiteren Mißbrauch, vor einer Fortsetzung dieser verhängnisvollen Irreführung und damit vor Fehlurteilen bewahrt zu werden, die nur durch die Wiederherstellung von Treu und Glauben im europäischen Nachrichten» wesen^ herbeigeführt werden kann. Diese Stunde aber bricht erst an, wenn dem letzten Churchill-Handlanger in den Redaktionen das Handwerk gelegt und die letzte englische Lugen» meldung aus den Spalten europäischer Zeitungen verschwunden ist! Moskau dementiert britische Lügen. Moskau, 24. Juli. (DRB.) Die TASS meldet: In der ausländischen Presse werden Gerüchte Verbreitet, daß 1. die Sowjetunion sich verpflichtet habe, Flugzeuge an England zu liefern, und England für den Kauf dieser Flugzeuge 200 Millionen Pfund Sterling bereitgeftellt habe; 2. daß in den nächsten Tagen zwischen der Türkei und der Sowjetunion Verhandlungen beginnen würden zum Abschluß eines Handelsvertrages, um den Handelsaustausch zwischen den beiden Ländern auf 12 Millionen türkische Pfund zu erhöhen; 3. daß die Sowjetunion der rumänischen Regierung eine Note überreicht habe mit der Forderung, in Rumänien eine demo - kr atische ^Regierung zu errichten, widrigenfalls es angeblich unmöglich fei, freundschaftliche Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu garantieren. Die TASS ist ermächtigt, zu erklären, daß alle diese Gerüchte jeder Grundlage entbehren. Auch das Regierungsviertel der englischen Hauptstadt, Wh iteh all, glauben die skrupellosen Pluto» krati hen Machthaber mit Stacheldrahtverhauen wirksam sichern zu können. Unser /telegraphisch nach «"»" —« »gÄÄifiÄ» * Hinaus mit Lügen-Reuter! Ein Wort an gewisse europäische Zeitungen. Don Helmut Sündermann, Stabsleiter des Reichspressechefs. Das „Ende des Hitlerismus und die Zertrümmerung der Macht der Achse" werde nicht mehr als unausbleiblickes Ergebnis dieses europäischen Krieges angekünoigt und gepredigt. Der Versuch, die Verantwortlichkeit für den gegenwärtigen Konflikt Deutschland aufzulasten, sei um so lächerlicher, da ja Lord Halifax persönlich die Kriegserklärung an Deutschland unterschrieben habe. Auf die Mahnung zur Vernunft habe England mit „Nein!" geantwortet. Die Verantwortlichkeit dafür, was sich nun &r* eignen werde, falle daher ausschließlich der englischen Regierung und den Plutokraten zur Last. Aus London abberufen. Nach italienischen Meldungen hat die rumänische Regierung ihren Vertreter in London, den Gesandten Tilea, abberufen. Es mag dahingestellt bleiben, ob diese Maßnahme lediglich mit der Person des Gesandten oder mit den sensationellen Enthüllungen über die englisch-französischen Anschläge gegen das rumänische Petroleumrevier zu tun haben. Nach diesen Enthüllungen wäre die Ab» berufung nicht mehr als eine absolute Selbstverständlichkeit. Aber auch persönlich war Herr Tilea längst fallreif. Er vor allem darf das zweifelhafte Verdienst für sich be-anspruchen, Rumänien durch sein Wirken in London indenenglisch^n Garant ievertrag hineingelotst und sein Land dadurch in eine lange Reche folgenschwerster Komplikationen hineingezogen zu haben. Tilea war vor etwa anderthalb Jahren als völlig unbeschriebenes Blatt nach London gekommen. Da er auch in der Diplomatie so gut wie unbekannt war, hatte er das dringende BÄmrfnis, sich durch besondere Rührigkeit hervorzutun. Da die seinerzeitigen Versuche Rumäniens, in London eine neue Anleihe aufzunehmen, mißlangen, mußte Tilea Vorwürfe seiner Regierung hmnehmen. Im Frühjahr, als England dann in Verfolg seiner Einkreisungspolitik gegen Deutschland in aller Welt mit Garantieangeboten hausieren ging, sah Herr Tilea seine große Stunde gekommen. Er hatte aus völlig obskuren Quellen irgendwelche Gerüchte über angebliche deutsche Maßnahmen gegenüber Rumänien aufgelesen, machte daraus mit HÄfe eines Akten« stückes eine vollendete Tatsache, warf sich in seinen Wagen und fuhr von Minister zu Minister, von Botschaft zu Botschaft, um eine regelrechte diplomatische Sensation in Gang zu bringen. Der Unsinn kam sehr schnell auf und Herr Tilea sah sich selbst in Löndon wegen seiner unverantwortlichen Leichtfertigkeit peinlich bloßgestellt. Es blieb nur erstaunlich, daß im Wechsel der rumänischen Regierungen Herr Tilea in London trotz seiner diplomatischen Unfähigkeit auf seinem Posten belassen wurde. Jetzt hat ihn endlich das Schicksal ereilt. Kampfflugzeuge und U-Boote vernichten britische Geleitzüge. Berlin. 24. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Lause des heutigen Bormittags vernichteten deutsche Kampfflugzeuge einen englischen Geleitzug von fünf Handelsschiffen mit einer Gesamtonnage von 17 000 BRT. Außerdem wurde ein weiteres feindliches Handelsschiff von 4000 BRT. in Brand geworfen. Der Wehrmachlsbericht Berlin. 24. Juli. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein U-Boot hat aus stark gesicherten Geleit- zögen zwei bewaffnete feindliche Handelsschiffe von insgesamt 14 000 BRT. herausgeschossen und versenkt. Infolge ungünstiger Wetterlage war die Tätigkeit der Luftwaffe gering. 3n Südengland wurden einige Eifenbahnstrecken und Straßen sowie Rachschublager mit Bomben angegriffen. 3m Zuge der bewaffneten Aufklärung im Kanal und an der englischen Südküste versenkten unsere Kampfflugzeuge durch Bombentreffer zwei Vorpostenboote und ein Vlinensuch- boot und beschädigten eie weiteres Schiff. 3n der Nordsee gelang es einem unserer Kampfflieger, ein U-Boot zu versenken. 3n der Nacht zum 24. Juli warfen britische Flugzeuge über Nord- und Westdeutschland an verschiedenen Stellen Bomben ab, ohne größere Wirkung zu erzielen. Unsere Nachtjäger schossen zwei, unsere Flakartillerie ein feindliches Flugzeug ab. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Deutsches U-Boot von Feindfahrt zurück. ..., 24. Juli. PK. (DNB.) Ueber dem ausgedehnten Hafengelände einem der jüngsten Stützpunkte unserer Kriegsmarine an der französischen Küste liegt noch tiefe Dunkelheit. Es ist Nacht, und doch herrscht aus den Minenräumbooten, die dort am Kai angelegt Haben, schon reges Leben und Treiben. Es wurde gemeldet, daß heute in den frühesten Morgenstunden ein deutsches U-Boot von Feind fahrt zurückkehren wird und zur Auffrischung von Munition und Betriebsstoff diesen Hafen anläuft. Es wird vor der Bucht, in der der Hafen eingebettet liegt, halten und soll von den R-- Booten sicher durch die Minensperren geleitet werden. Kurz nach 5 Uhr, als der'"erste Schein des herannahenden Tages den Himmel erhellt, stoßen die Räumboote vom Kai ab.und dampfen auf das offene Wasser zu. Sie fahren gestaffelt nebeneinander und suchen die Fahrrinne nach Treibminen und sonstigen Ueberraschungen ab. In der Bucht wimmelt es von Segelbooten der einheimischen Fischer. Hier hinter den Minensperren gehen sie ihrem Tagewerk nach. Ihre Boote führen als Erkennungszeichen auf dem Mast die Trikolore und darüber einen weißen Wimpel. Mit diesem Zeichen versehen, fahren auch Motorkähne und Barkassen an uns vorüber. Vom Ufer aus den großen Werften schallt der Lärm der Arbeit herüber, die hier keinen Tag länger gestockt hat, als es unbedingt notwendig war. Von der Kommandobrücke aus sehen wir dorthin, wo Wolken und Wasser zu einem grauen Tunst verschmelzen. Endlich siebten wir das U-Boot. Ganz ruhig liegt es auf dem Wasser und wartet mit abgestellten Motoren. Der Kommandant der R-Boote läßt einen Willkommensgruß Hinüberfunken, und von drüben antwortet Kapitänleutant R o l l m a n n, der Kommandant des heimkehrenden U-Bootes. — Wir wenden, und das U-Boot, das von den Wellen hin- und herschaukelt, folgt uns in kurzem Abstand. Jetzt, im Kielwasser des R-Bootes, kann es -die Minensperre, die den Hafen umgibt, ohne Gefahr durchfahren. Da steigen hinter uns an dem gepanzerten Korn» mandoturm des U-Bootes eine lange Reihe von Wimpeln auf, so wie ein Jagdflieger von einem erfolgreichen Feindflug in der Luft wackelnd zu feinem Startplatz zurückkehrt, um zu zeigen, daß er der Sieger im Kampfe blieb, geben hier die U«Boot-Männer die erste Kunde von ihren Erfolgen. Sieben weiße und ein roter Wimpel wehen dort. Das bedeutet, daß Churchill sieben Handelsschiffe und ein Kriegsschiff aus seinen Listen streichen muß. Die Zahl der versenkten Tonnen wird durch Flaggenspruch von Bord zu Bord gegeben. Ueber 2 6 000 Bruttoregister- tonnen hat Kapitänleutnant Rollmann und seine tapfere Besatzung versenkt. Ueber 26 000 Tonnen in knapp vier Wochen. Damit erhöht sich die Abschuß, zahl dieses U-Bootes auf über 75 000 Tonnen feindlichen Schiffsraums. Wenige Minuten später liegt der Heimkehrer an der Hafenmauer. In der Offiziersmesse treffen wir Kapitänleutnant Rollmann. In knappen Sätzen erzählt er uns von dem Einsatz seines U-Bootes. Tagelang mußten sie kreuzen, ohne überhaupt nur einen Feind zu sehen. Dann kamen wieder Tage, Dominiens sind ausgeblieben, ja Australien hat so- gar durch die Einstellung der Rekrutierungen zu verstehen gegeben, daß es die Opferung von Truppenkontingenten auf europäischen Schlachtfeldern angesichts der heutigen Kriegslage als zwecklos ansehen muß. Das ist die Lage Englands, in der seine Regierung die Möglichkeit, den Krieg von den britischen Inseln fern^uhalten, rundweg ausschlägt! Gleichzeitig wird das englische Volk mit einem ungeheuren Aufwand an Reklame jeder Art geradezu eingenebelt, so daß es seine wirkliche Lage überhaupt nickt mehr übersehen kann. Es wird daher auch nicht erfahren haben, daß beispielsweise ein namhaftes amerikanisches Blatt, die „New Pork Post" feststem, daß es „für England eine Möglichkeit des Wider st andes gegen einen deutschen Angriff nicht gibt. Diese Feststellung, die auch in anderen Auslandsblättern in den verschiedensten Abwandlungen wiederkehrt, wird unmittelbar im Anschluß an das Nein der englischen Regierung gemacht, das der Außenminister Lord Halifax auszusprechen hatte. Es ist bekannt, daß niemand in England außer den aus Flandern entkommenen Truppen auch nur die leiseste Vorstellung vom modernen Kriege im allgemeinen und von der Wirkung der Luftwaffe im besonderen hat, genau so wenig wie die ftanzösische Bevölkerung sich davon einen Begriff machen konnte, bevor die Weygand-Linie von der deutschen Offensive hinweggefegt wurde. Das Erwachen aus all den Illusionen in die Regierung, Rundfunk und Presse das britische Volk hinemgesschwätzt haben, wird fürchterlich sein. Aber das wird dann die Regierungscliaue nicht mehr sonderlich interessieren. Denn für Die Machthaber stehen seit Wochen die schnellsten Schiffe und die stärksten Flugzeuge zur Flucht bereit. Die Regierung des britischen Weltreiches wird sich damit vor aller Augen auf das Niveau hinunterbegeben, auf dem sich bereits die Benesch, Beck, Rydz-Smigly, König Haakon, Koht, Biesterfeld, Colijn, ein de Gaulle und Konsorten zusammengefunden haben. Wahrlich, die Regierung Churchill würde sich dann in einer Gesellschaft sehen, deren sie würdig ist. Wie denkt man sich in England eigentlich die Rettung Des letzten brüchigen Restes des englischen Weltreichs-Prestiges in Anbetracht solcher Aussichten? Sßie denkt man sich überhaupt in England einen Kampf gegen eine Wehrmacht, die innerhalb weniger Monate ein halbes Dutzend Heere überrannte? Englands letzte Verbündete. Italienische Feststellungen. Rom, 24. • Juli. (Europapreß.) „England verliert zwar schon das Fell, aber noch immer nicht seine Laster. London gleicht einem Müllhaufen, auf dem die politischen und militärischen Ueberbleibsel seiner traurigen Bündnisse zu finden sind", schreibt „Popolo di Roma". Trotzdem aber, so fährt das Blatt fort, fröne London feinem alten Laster und verzichte nicht auf neuen Gimpelfang. Im englischen Volke und in der Welt versuche London weiter die Täuschung aufrechtzuerhalten, daß England immer noch über Verbündete verfüge. Die letzten Beispiele dieses bei den Regierenden Englands schon zur Manie gewordenen Lasters feien die Anerkennung der vom unsterblichen Genie der Kleinen Entente, von Benesch, geleiteten provisorischen tschecho-slowakiscken Regierung" und jener des „Abessinischen Kaiserreiches Hai le Selassies", des Kaisers Der Sklaverei, Die der englischen Demokratie heilig sei. Benesch nehme seine utovistische Republik ganz ernst, und Der barbarische Tafari lasse sogar eine entsprechende Botschaft los. England habe zwar die Entente cordiale verloren, aber auf diese Weise einen „mächtigen" zweifarbigen Dreibund gewonnen: Georg — Benesch — Tafari. Das „Giornale b'Jtalia" stellt einen umfangreichen Wechsel in den Registern der Kriegsfanfaren Englands fest. Von einem „Block" zur Einkreisung und Aushungerung Deutschlands und Italiens habe nämlich der Bläser Churchills, diesmal Lord Halifax, nicht mehr gesprochen, weil nun England selbst Das Opfer der Einkreisung geworden sei. Auch von einer „Strategie auf lange Sicht" habe Halifax nicht mehr gefaselt, sondern von England und seinen Dominien eine Widerstandsleistuna für wenigstens drei Monate gefordert. Die Auslösung eines „allgemeinen Aufstandes an der Seite Eng- lands" werde von England nicht mehr an gedroht. Der Ausflug. Don Walter Ioihick. Die Schiffsglocke läutet, der Dampfer tutet, als ginge es auf große Fahrt nach Brasilien, die Brücke wird eingezogen, und majestätisch gleitet das Schiff vom Landungssteg Der Bezirksamtsstadt Starnberg. Wir stechen in Den hohen See, allerdings noch nicht gleich, sonDern fahren erst rückwärts unD kehren Dann um, was zur Folge hat, Daß alle Diejenigen, Die im Schatten sitzen wollten, nun in Der prallen Sonne sitzen unD umgekehrt. Es ist nicht ganz leicht, bei so einem Dampfer auf Den ersten Blick zu sehen, wo vorne unD hinten ist. So, jetzt haben wir alle Den richtigen Platz ge= funDen unD finD erst einmal Damit beschäftigt. Darauf zu achten, Daß uns niemanD Den Klappstuhl wegnimmt. Dann erfolgt Der Genuß Der Land- schaft. Wir gleiten Durch eine Ansichtspostkarten- fammlung herrlichster Frühlingslandschaften mit heftia blauem Wasser, azurnem Himmel unD blüten- überschneiten LanDhäuscrn. Vor grauen BaDehütten liegen bunte Mädchen und bräunen Dem Sommer entgegen. Paddler zeigen ihre Seetüchtigkeit, inDem sie unsere Bugwelle kreuzen, unD Segelboote liegen schräg am WinD, Damit wir Den Mut Des Steuermanns berounDern können. Schön, so eine Dampferfahrt, man tut nichts, unD es geschieht Doch immerfort etwas. Der erste Steuermann hat, wie es im Buche steht, Die kurze Pfeife im MunD, er spinnt aber kein Seemanns» gam, sonDern er kommt, um Die Fahrkarten zu knipsen. Ganz vorn, an Der Spitze Des Oberdecks, sitzt ein Liebespaar, was man Daran erkennt, Daß er feinen Arm um ihre Schulter gelegt hat. Das ist bei ge» reifteren Ehepaaren weniger üblich. Sie sehen in Die blaue Ferne unD träumen sich weit fort. Anderthalb Stunden habe ich sie träumen sehen, zu Den ewigen Bergen unD vielleicht sogar in ferne fiänDer. Erst nach anDerthalb StunDen war ihm Der Arm eingeschlafen. Die Buben aber stehen hort, wo die blankgeputzten Pleuelstangen her Schiffsmaschinen mahlen, und her ganze prangende Frühling kann ihnen gestohlen bleiben. Eine ältere Dame findet, daß es sehr zugig fei, obwohl ihr Mann ihr erklärt, daß das eine frische Prise fei. Mama findet Da keinen UnterschieD unD setzt sich hinter Den Schornstein. Natürlich füttert man Möwen, unD Die Möwen warten schon Darauf, Denn sie wissen. Daß so ein Dampfer ein Ding ist, von Dem zeitweise eßbare Bröckchen fliegen. So wirkt ein Dampfer vom Möwenstanhpunkt aus. Unzweifelhaft zitiert jemanh Den Vers von Morgenstern, nach. Dem Die Möwen aussähen, als ob sie Emma hießen, Denn auf Dem Starnberger-See-Darnpfer befindet sich immer eine literarisch gebilbete Persönlichkeit. Doch Den Möwen macht das nichts, sie finD es schon gewohnt. Bauer Niklas. Von Heinrich Zerkauten. Der Bauer Niklas Einsiedel steht vor seinem Hof, pumpt sich Die Lungen voll Lust und schaut zu Den dahinziehenden Wolken hinauf. Der Bauer Niklas lacht. Es hilft den hitzigen Wolken Doch nichts. Jede von ihnen ertrinkt am Ende in Diesem schäumenden, blauen Himmelssee. Gottsdonner, es ist heiß. Der Frühling ist fünf Wochen zu stütz gekommen. Der Sommer — wills scheinen — drängt ihm auf Den Fersen. So rasch in diesem Jahre? Bauer Niklas Einsiedel zieht Den Rock aus und wirst ihn seitlich auf den Holzstoß. Achtundsechzig Jahre alt ist der Bauer. Achtund- sechzigmal sind Frühling und Sommer hier vor ihm aus Herbst und Winter neu geworden. So eilig wie in diesem Jahr aber haben Frühling und Sommer es selten gehabt. Die Erde rauscht im Frühglast der Sonne. In die blauschwarze Decke hoher Tannen sticken Birken und Der Jungwald lichte, maigrüne Ranken. Der Hund an der Kette wütet wie toll. ,Kusch!" Spürt auch der Hund den keimenden Sommer schon? Der Wind fährt Dem Niklas Durch Das offene Hemd. Der Bauer kümmert sich nicht Darum. Es ist nicht Der sommerliche Frühling, der ihn so ftüh aus dem Haus getrieben hat. Es ist nicht Die Sonne, die ihm die Jacke zu heiß macht. Etwas anDeres will in diesem Jahr ebenfalls nicht mehr warten: Das Amt. Das Amt will, daß das Schindeldach des Schaf Hofes endlich neu gedeckt wird. Nun ja, dagegen läßt sich nichts sagen. Gezögert haben sie auf beiden Seiten lange genug, her Dauer Einsiedel und das Amt. Einmal muß das nun werden. Und mit dem neuen Dach kommen dann ein paar neue Kammern dazu. Es wird aufgestockt. Die Pläne liegen fertig. Eigenttich — feit einem Jahr liegen sie fertig. Wenn man nur gewollt — wenn man nur innerlich gekonnt hätte! Es packt einem die heiße Wut. Und darum flog die Jacke auf den Holzstoß. 240 Jahre gehört her Schafhof den Einsiedels, so, wie er ha steht, mit dem Schindeldach, ohne Kammern und ohne Obergeschoß. Wenn das Dach jetzt fortkommt, wenn das Haus neu gedeckt wird, wie es sich gehört, dann mag das wohl in Ordnung gehen, gewiß, aber der Schafhof ist es nicht mehr. Der Bauer Niklas steht leicht gebückt da, als habe er Einern großen Herrn Antwort zu sagen. Aber er kann nicht sprechen, es schnürt ihm die Kehle zu. Der Sohn ist für den Umbau. Hm. Der Sohn ist jung, erst dreiundzwanzig Jährlein alt. Der Bauer hat spät geheiratet. Und auf den Sohn kann er sich verlassen, wenn er selber nicht mehr ist. Alles richtig. Der Sohn wird auch auf seine fünf kleinen Geschwister achtgeben. Doch was bedeuten dreiund- Zwanzig -Jährlein gegen 240 Jahre? Keiner her Väter hat an dem Schafhof etwas geändert. Nur die Mauer, die. gewaltige Mauer rings um den Hof ist gefallen. Wann, das weiß her Bauer nicht. Und hie Schafe sind längst fort. Nur her Hof unD fein Name sind geblieben. Und das alte Schindeldach. Der Bauer Niklas geht im Kreis herum. Er fühlt genau, er kommt nicht vom Fleck. Schindeldach — Schieferdach, alter Hof — neuer Hof. Und alles hat seine Richtigkeit: alte Zeit — neue Zeit, der Bauer Niklas und fein Sohn Steffen. Die Mauer um den Hof ist längst gefallen, und die Schafe sind fort. 21ber die Erde ist die gleiche geblieben, her Name ist der gleiche geblieben, Schafhof, immer Schafhof. Also fort mit dem Schindeldach? Man müßte gam nackt hier stehen können, so heiß machen die Gedanken und der frühe Sommer, fühlt Der Bauer. Er spürt nichts vom kühlenden Wind, er spürt 3um erstenmal in seinem Leben eine unbekannte Hilflosigkeit. Sein Herz ist müde an diesem Morgen. Der Bauer fährt langsam mit dem Handrücken über die Stirn. Die Hand wird naß davon. Sie werden ihn auslachen auf dem Amt, wenn er nochmals um Austchub bittet. Es hat auch keinen Zweck mehr, bas Schindeldach muß neu gedeckt werden. 240 Jahre ist alt genug. Das Dach geht mit jedem Jahr mehr in die Erde, wie ein Baum auch. Herrgott — Niklas Einsiedel will sich einmal ordentlich recken» Da knackt etwas m Hm, ganz an denen englische Flieger Lunte gerochen hatten und vor allem mit den großen Sunderland-Flugbooten unablässig das Meer absuchten. Dann aber bot sich mehrfach die Gelegenheit zum Torpedoschuh. Sechs Frachtschiffe, darunter ein schwerer Tanker, und ein englischer Zerstörer wurden versenkt. Der Angriff auf den Zerstörer mußte zweimal gefahren werden, weil der erste Schuß Daneben ging, aber her nächste Torpedoschuß saß hafür tn der Breitseite des Engländers und riß ihm den ganzen Bug weg. Als sämtliche Torpedos verschossen waren, traf das U-Boot auf der Heimfahrt' einen englischen Dampfer. Da es schon stark dämmerte, gelang es, dicht neben dem Dampfer aufzutauchen und mitdem Bordgeschütz einen Warnungsschuß abzufeuern. Die Besatzung des Engländers reagierte auch sofort und begab sich in die Rettungsboote. Das Frachtschiff wurde dann durch Artilleriebeschuß versenkt. Jetzt liegt das Boot im Hafen. Drei Tage wird es dauern, dann ist es wieder gefüllt mit Torpedos und Brennstoff, und dann wird es erneut auf Fahrt gegen England gehen. Alphons Brüggemann. „Der Atlantik ist leergeworden." Kapitänleutnant Schuhardt berichtet. DNB.......,24. Juli. (PK.) Kapitänleutnant Schuhardt berichtet über eine feiner U-Boot- Feindfahrten: „Der Atlantik ist leer gew orden. Wo früher Schiff auf Schiff gezogen kam, vergehen jetzt oft Tage, ehe bas Boot etwas zu Gesicht bekommt. Auch wir hatten seit Tagen vergeblich Ausschau gehalten, bis mir eines Mittags dann doch wieder einmal das Glück blühte. Ein Dampfer mit Kurs nach England kam in Sicht. Getaucht fahre ich heran; noch im Auftauchen springt schon die Geschützbedienung an das Geschütz, und- nach noch nicht einer Minute gellt schon unser Warnungsschuß über das Wasser. Der Dampfer — ein neutrales Schift m i t 10000 Tonnen Weizen von Buenos Aires nach England — stoppt sofort. Völlig kopflos springt die Besatzung in die Boote. Der Kapitän bekommt von mir den genauen Schiffsort, den Kurs zur nächsten Küste. Lebensmittel und Rauchwaren sind in den Booten, aber Rum wird gern von her Besatzung genommen. Dann setzen die „Schiffbrüchigen" Segel und machen sich auf ben Weg. Wir können nichts mehr für sie tim. Ziemlich lange haben wir uns mit diesen Liebesmühen aufgehalten. Im U-Boot-Einsatz heißt es, schnell fort mit Der Beute, ehe etwas dazwischen kommt. Gut gezielte Schüsse bringen unserem Opfer ein paar Löcher in die Wasserlinie bei, langsam läuft es voll. Wir sind noch beim Schießen: Plötzlich 2000 Meter von mir entfernt ein U-Boot. Gerade taucht es auf. Zuerst Erschrecken, bann weiß jeder, es kann nur ein Kamerad sein, ein Engländer hätte uns schon längst mit einem Torpedo abzuschießen versucht. Großer Jubel, als sich herausstellt, daß es sich sogar um ein Boot unserer Flottille Handelt. Gleich uns, aber später, hatte das Boot die Rauchfahne des Dampfers gesehen, hatte sich unter Wasser an ihn herangeschlichen, aber herangekommen, fand er fein Angriffsziel — sozusagen — schon „besetzt". MitdemRMerkreuzausgezeichnet Berlin, 24. Juli. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber her Wehrmacht hat bas Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz verliehen an: General der Infanterie v. M a n st e i n, Generalleutnant v. S a l m u t h, Generalleutnant v. S o d e n st e r n. General her Infanterie von Manstein hat als Chef des Generalstabes einer Heeresgruppe durch Vorbereitung entscheidender Operationen die Grundlagen für den Sieg an her unteren Somme geschaffen. Später hat er als Kommandierender General eines Armeekorps an der Somme, Seine und Loire durch seine Führung wiederholt iy vorderster Linie ausschlaggebend zu den Erfolgen im Westen bei getragen. Generalleutnant v. Salrnuth, Chef des Gene- ralstabes einer Heeresgruppe, hat sowohl im Polen» feldzug und bei der Einleitung des Angriffes an der Westftont als auch bei der Wegnahme von Holland beim Durchbruch bei Maastricht und in den Kämpfen an der Dyle Hervorragendes geleistet. Bei Amiens wurde durch einen schnell gefaßten eigenen leise. In die Stille hinein hört der Bauer Schritte. Ob sie vom Amt schon hier sind? Zu solcher Frühe? Und plötzlich fällt ihm die Antwort ein, die er ihnen sogen will: „Ich bin es zufrieden mit dem neuen Dach. Was sein muß, soll geschehen. Aber wartet noch eine Weile. Bis ick noch einmal die Frucht sehe auf dem Halm. Wenn die in die Scheuer kommt, bann komme auch ich. — Ich meine: was zur Erde will, soll man gehen lassen. Ich habe in meinem Leben noch keinen Doktor gebraucht. Und ich habe einmal unter dem gleichen Dach sterben wollen, unter dem ich geboren bin. Es bleibt mein* letztes Wort. Also, wartet noch die Weile —" Eine lange Rede. Der Dauer Niklas kann sich nickt enftinnen, so viel auf einmal geredet zu haben. Ueberhaupt bleibt das seltsam mit den Schritten. Er hort sie genau, und keiner kommt. Aha — jetzt lächelt her Bauer, jetzt weiß er es: ebensoviel Schritte sind es, wie auf dem Schafhof in 240 Jahren gegangen sind. Aber was wollen sie? Kommen sie zu dem Bauer Niklas? Er wendet sich jäh um, er fällt langsam in die Knie, sein Kops ruht auf der Erde. „Vater!" ruft der Sohn aus der Kammer. Mit einem Sprung ist er bei ihm. „Was ist denn?" „Die Schritte — hörst du die Schritte? Sie sind es, Steffen —" „Wer?" „Sie —" „Aber Vater, der Briefträger ist es. Und er bringt einen Brief —" Steffen und her Briefträger heben den allen Bauer sorgsam in die Höhe. „Den hats erwischt, und so sauber. Der lächell und hat keine Schmerzen mehr. Laßt uns ein Amen sprechen, Steffen." Die Bäuerin und her Sohn betten ihn auf, den lächelnden Heimkehrer. Der Briefträger hilft dabei. Und vergißt fast, den Brief vom Amt abzugeben. In drei Tagen soll mit dem Abbruch des Daches begonnen werden. Drei Tage noch liegt her Bauer Niklas friedlich unter seinem alten Schindeldach. Ihm zu Ehren jubilieren am Morgen und am Abend die Lerchen, ihm zu Ehren flammen in den Nächten die Sterne auf. Das ganze Dorf geleitet ihn zu Grabe. Die Schritte her Dorfbewohner klingen im Hubel des Frühlings seltsam gedämpft, schwere und leise, alte und junge Schritte. Und dann geben sie den Bauer Niklas der Erde zurück, in der schon neue Frucht keimt. Gedrückte Stimmung in Gibraltar Vorzeichen für den b ; wechsel Gibraltars. nur noch 2000 zugelassen. ’pOd77* Der kanau= (Nachdruck verboten.) 9. Fortsetzung. Gesunde Zähne die große Tube die kleine Tube 25M Madrid, 25. Juli. (DNB.-Funkspruch.) Ein aus Gibraltar zurückgekehrter Ausländer schildert leine dortigen Eindrücke. Die Zivilbevölkerung, die zunächst nach ihrer Rückkehr aus Französisch Marokko gegen jede nochmalige Evakuierung protestierte, sei nach dem letzten großen Bombenangriff von einer Panikstimmung befallen worden. Es gebe zwar noch immer zahlreiche Zivilisten, die sich heftig gegen die Evakuierung sträubten, da sie allen Beteuerungen der englischen Behörden keinen Glauben schenkten, der größere Teil der Bevölkerung könne jedoch Gibraltar nicht schnell genug verlassen. Es ständen aber nur wenige Kriegsschiffe und Transportdampfer zur Verfügung. Dor den Einschisfungsburos sehe man lange Menschenschlangen. Der Ausreise nach Spanien werde von den englischen Behörden große Schwierigkeiten bereitet, da die Engländer Spanienals „feindlichgesinntes Ausland" betrachteten. Ausreisewünsche nach England würden grundsätzlich abgelehnt. Don 7000 spanischen Arbeitern, hing. Neue Idee — durchaus nicht abseitige Idee. Motto: Einmal eine große Dame sein! Man jetzt den Preis etwas höher und läßt die Leutchen für vierundzwanzig Stunden Schloßherr spielen. Wenn der Berliner noch Not hat, sein Haus zu füllen, wird er durchaus nicht abgeneigt fein. Man könnte gleich einmal. Der Fuß drückt schon auf das Steuer, um das Rotteten" in eine andere Richtung zu zwingen, aber der Plan wird geändert. v ei Heute noch nicht, morgen, denkt Tilde. Die Einfahrt ins Mückenfließ ist nicht bezeichnet und auch nicht leicht zu finden. Sehr gut, dann ist man vor den unangenehmen Leuten von Lüchow — Tilde nimmt an, daß die Leute dort unangenehm |tni) — sicher. Pfade ins Paradies sind immer eng, Höllenpfade breit und bequem. Das Mückenfließ schlängelt sich und ist ziemlich vertrautet, aber der Endsee ist offen und breit wie immer. Gegen fünf Uhr schurrt der Kiel „Lottekens" auf den Sand der Runeninsel, und Tilde klettert heraus. Zuerst einmal häuslich werden und ein Dach über dem Kopf haben, denkt sie. Streckt die Nase in die Luft, schnüffelt mißtrauisch. Die Wolkenwand dort hinten sieht nicht vertrauenerweckend aus. Ein Gewitter? Regen? Der See ist nicht ungefährlich. "Lotteken" wird entladen, das Zelt entsteht, Kochtopf, Windschutz. Gerade an dieser Stelle muß schon einmal einer gezeltet haben, der sein Fach versteht. Ein Bänkchen ist da. Ein Baum liegt wie ein Steg im Wasser. Ein kleiner Graben ist ausgehoben. Tilde erntet wo sie nicht gesät hat, und benutzt das Vorhandene. Kocht sich aus Tante Malwinens Vorräten ihr führer Weber brachte die Erwarung zum Ausdruck, daß auch die HI. ihre Kameraden aus der slowakischen Staatsjugend in Bälde im Reich werde begrüben können. * Aus Einladung der Reichsregierung werden der slowakische Staatspräsident Dr. Tiso und der slowakische Ministerpräsident Prof. Dr. Tuka, in deren Begleitung sich Herr Sano Mach befindet, im Laufe der Woche zu einem kurzen Besuch in Deutschland eintreffen. Die ersten englischen Evakuierten aus Hongkong sind in Brisbane (Australien) emge- Mlienischer Wehrmachtsbericht Rom, 24. Juli. (DRV.) Der italienische wehr- machlsbericht hat folgenden Wortlaut. 3m östlichen Wittelmeer haben unsere U-Boote einen australischen Zerstörer und ein U-Boot versenkt. Einer unserer Flugzeugverbände hat die Brennstofflager der Alottenbasis von Malta mit Bomben belegt. Trotz der heftigen feindlichen Flak- abwehr sind Bolltreffer erzielt und zahlreiche Brände hervorgerufen worden. 3n Rordafrika find zwei feindliche Jagdflugzeuge vorn Gloucester-Typ ohne eigene Bettufte im Luftkampf abgeschofsen worden. 3n der Rächt zum 24. Juli ist auf Grund einer von Gaeta kommenden Meldung in Rom Fliegeralarm gegeben worden. Die Flakbatterien von Rom haben daraufhin zweimal Sperrfeuer gegeben. Bomben wurden keine abgeworfen. Dagegen gab es durch Geschoßsplitler einige Berrounbete. Nationalisierung der rumänischen Erdölindustrie. Die Assen verschwinden. EinschlechtcsLmcnfürSnglandsHcrrlchaft Die schöne Melusine Roman Son HanS Richter Gesunde, blendend weiße Zähne durch itorkwirk- tarne Zahnpflege mit Was soll denn nun eigentlich sein?" ftagt Schiffsführer Apel. „Willst du mch lieber mit mm olsch .Theodor' in See s—techen? Nö", sagt Tilde und stellt fest, daß der Klang ihrer Stimme sich schon der heimatlichen Mundart Buches beruhigt. Gegen Mittag wird Lotteken" ins Schilf ae- steuert das die Verbindung zum Endsee darstellt. Mit dem Endsee, der aber viel.großer /als der andere ist findet die Fahrmöglichkeit wirklich ihr Ende. Und mitten in diesem Endsee hegt das ersehnte Dorado, von dem man nur hoffen kann, daß es wirklich das Dorado geblieben ist: die Runenmsel. Als Mädel sind sie öfter hier gewesen. Wald, mühle, das ja auch am Endsee hegt, ist für das Utriner Lyzeum ein beliebter Tagesausslug auf Radern gewesen. Dann ist man jedesmal nach der Runeninsel herübergefahren, hat sich em bißchen gegrault und die ganze Insel durchstöbert, dort Unsinn gemacht und ist wieder heimgekehrt. Uebernachtet hat Tilde auf der Runeninsel noch "'Aber gerade die Runeninsel ist der große Effekt den sie sich ausgedacht hat. Es muß ^hen. Fahrt mit Sommernachtstraum bis Waldmuhle. Dort müssen Boote bereit stehen, wenn der alte Brum met nicht genug hat, um alle die Sommernachts- träumler auf einmal überzufetzen, muß man eben eben was man in Gusfow auftreiben ann und auf der Insel wird der Abend verbracht. Jnsein haben es erfahrungsgemäß in sich Am Steg von Schloß Lüchow, das den Namen eiaenthd) gar nicht verdient, denn es ist als Hotel gebaut worden, liegt ein großes, schneeweißes ^Der Neue, der auf Lüchow sitzt, ist wie Gottlieb Kurung gesagt hat, ein Berliner. Man muß genau Verlegen! was man tut 3R«n (ejtfii grmtber ersten Führt gewissermaßen fest. Schloß Lüchow ist den Weg ebnen. Kleine politische Nachrichten. Auf Einladung der faschistischen Regierung werden sich der rumänische Ministerpräsident G i - gurtu und der Minister für Auswärtige Angelegenheiten, Manoilescu, am Samstag, dem 27 d M., nach Rom begeben, um mit dem Duce und dem Minister des Auswärtigen Grafen Ciano zusammenzutresftn. * Der slowakische Ministerpräsident Dr. Tuka empfing eine Abordnung jener H I.- F üh r e r, die als Gäste der Hlinka-Jugend in einem slowakischen Iugendlager gemeinsam mehrere Wochen mit Mitgliedern der Hlinka-Jugend verbringen. Hauptbann- die Tiere in der englischen Zwingburg sorgsam ge- ' Don 7000 spanischen Arbeitern', die bis- hegt. Der Aberglaube steht nun in dem Derschwm- her täglich E La Znea heriiberkamen, mürben den der Assen en V°rze.cken sur den bevor- nur noch 2000 zugelassen. Sie müßten stehenden Besitzwechsel Gibraltars. außerdem ihr Essen mitbringe n, ba sie m Gibraltar nichts mehr kaufen könnten. Alle Fremden würden streng überwacht und dürften nur m bestimmten Straßenzügen verkehren. Die S pio- nen f urd)t in Gibraltar sei außergewöhnlich groß, ausländische Arbeiter würden oftmals über lange Strecken mit verbundenen Augen geführt. Während der letzten Bombardierung habe sich auch herausgestellt, daß bei der geringen Widerstandsfähigkeit der Kreidefelsen die dort angelegten Schutzräume unzulänglich seien. In tiefer gelegenen Schutzräumen sammle s ich bereits Wasser, da das Meerwasser durch die Kalkjchlcht hindurchsickere. In Gibraltar seien nicht nur die Lebensrnittel ft r e n g rationiert, sondern auch das Wasser, da die Wasserreservoire nicht ausreichten und die Wasserleitung bei dem letzten Bombenangriff beschädigt worden sei. Die allgemein gedrückte Stimmung werde noch durch die Feststellung erhöht, daß die b e r ü h m - t e n Affen von Gibraltar langsam verschwinden. Bekanntlich besagt die Ueberheferung, England werde so lange im Besitze Gibraltars bleiben, , bis die dortigen Affen abwanderten. Daher werden Entschluß des Generalleutnants v. Salmuth die Zertrümmerung auf die Oise xuriirfftrömenber französischer Kräfte wesentlich beschleunigt. Generalleutnant v. Soden st ern, Chef des Generalstabes einer Heeresgruppe, erwarb sich schon beim Aufbau der Abwehrfront im Westen hervorragende Verdienste. An den Siegen der mittleren Heeresgruppen hat er wesentlichen Anteil. Seine klare Einsicht, seine Ruhe in schwierigen Lagen und fein unermüdliches Vorwärtstreiben waren mit die Grundlage der Erfolge. Mehrfach hat er auch unter dem ganzen Einsatz seiner Persönlichkeit bestimmenden Einfluß auf die Durchführung der Operationen genommen. Unsere U-Boote zwingen England zur Sperrung wichtiger Atlantikrouten. Brasilien. r m ,, . Der Führer der argentinischen Delegation, Unter» staatssekretär Dr. Melo, vertritt in einem Interview den Standpunkt, daß das Prinzip des Selbstbstimmungsrechts der Volker auch auf die europäischen Besitzungen auf der westlichen Halbkugel angewandt werden sollte. Ausdrücklich nimmt Dr. Melo die Falklandinseln aus, da diese, wenngleich sie im Moment unter britischer Souveränität stehen, als argentinisches G e - biet anzusehen seien. Man ist in Konferenzkreisen der Ansicht, daß Argentinien entschlossen sei, eine unabhängige Politik zu verfolgen, ohne dabei jedoch die panamerikanische Solidarität zu^sabotieren^^ Tilde bat Zeit nachzudenken. Am Donnerstag soll sie Holzmann anrufen. Don Montag bisDonners- tag sind vier Tage. Vier Tage fmb, richtig durchlebt- eine Ewigkeit. Man kann in diesen vier Tagen' und in einer Gegend, die so einsam ist wie die nördlich Utrin, spielen, was man will: märkischen Robinson! Schone Melusine! Der Phantasie sind keine Grenzen gezogen. Und Menschen spielen in diesem Dorado eine höchst untergeordnete ^Bücker gelten schon mehr. Robinson ist ganz schön, aber ein^ Buch muß man auch haben. Vielleicht heft man drin, vielleicht nicht. Schon das Dasein eines Die britische Admiralität hat sich gezwungen gesehen, die Eingänge zum St.-Georgs-Kanal und zum Bn- stol-Kanal zu sperren durch die Erklärung eines Warngebietes, das in 50 Seemeilen Breite von Cornwall bis zur Südküste Irlands verläuft. Alle Schiffe, die Häfen der englischen Westküste anlaufen wollen, müffert ihren Weg durch den Nordkanal und die zwischen England und Irland gelegene Irische See nehmen. Damit find die normale Handelsroute für die Schiffahrt nach Bristol, Cardiff, den übrigen Häfen von Süd-Wales foroie die Hauptroute nach Liverpool aufgegeben worden. Alle Häfen der englischen Westküste können nur noch auf dem erheblichen Umwege um die Nordfpitze Irlands erreicht werden. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Britische Ostasienflotte verläßt Singapur. Tokio, 24. Juli. (DNB.) Eine verläßliche Information besagt, daß die britische Ostasienflotte Singapur verlassen hat und wahrscheinlich nach dem Mittelmeer und afrikanischen Stationen beordert ist. Der Flugzeugträger „Eagle" (22 6M Tonnen) und andere Einheiten der britischen Flotte fehlen in den Gewässern bei Singapur. Sie pflegten noch bis vor kurzem aus Demonstrationsgvunden dort zu kreuzen. Man glaubt, daß England nach den Verlusten in letzter Zeit seine Flotte in Europa dringend benötigt und versucht, sie im Mittelmeer zchammen- zuziehen. Der Ferne Osten ist von britischer Seeverteidigung nun so entblößt, daß England nicht mehr in der Lage ist, Singapur wirksam zu schützen. Japans neue politische Linie. # Tokio, 24.Juli. (DNB.) In einer Funkrede erklärte der Premierminister F ü r st K o n o e , daß sich die feste Entschlossenheit, mit der Errichtung eines neuen Aufbau e s im Inneren vorwarts- ^Gottlieb Kurzing schüttelt den Kops. „Mit so 'nem Ding würd' ich nid) fohren, Mädchen. Also das gehört dazu. Später wird man sachhch. „Wenn du ordentlich zupaddelst und ein duschen dein Laken aufs—pannst, wat nu—n Segel fern soll, dann kannst du gut bis an Abend bei den ollen Döskopp Brümmer fein." ,Zch will aber zelten." Dann bleibst du auf der Runeninsel. Sind feine Plätze du, heb ich seggen hören. Und was du brauchst, das kannst du bei Fiten kaufen. „Wer ist das?" . . » „Dem olsch Brümmer ferne Schwester. „Und Waldmühle hat jetzt auch Quartier für Fremde?" „An dreißig kann der gut unterbringen — wenn er will." Hier auf dem Steinberger See ist es noch nicht richtig. Hier liegt Steinbergen poch zu ncche und di? Häuser von Utrin sind da. Aber wenn man erst das Fließ hinter sich hat und die Schleuse, und den langen Utriner See vor sich Der Schleusenmeister will eben das Tor schuhen, als Tilde mit ihrem Boot einfahrt. Man muß zeigen, daß man eine echte Paddlerin lft, alfo aus dem Boot und mit angefaßt Das Deffnen der Schützen ist nicht so ganz einfach. Aber bald han tiert Tilde mit den Bolzen, als habe sie me etwas anderes getan. _ r, ,. . Auf dem langen Utriner See steht eine ganz hübsche Welle. Aber der Wind kommt richtig- Man kann den Treiber setzen, und es geht ordentlich vor- . wärts für ein anspruchsvolles Publikum, es hat einen Park und sogar Türme und Zinnen. Zwecklos und pratschig, findet Tilde. Sie erinnert sich, Prospekte gesehen zu haben. Alles da: Halle, Lesezimmer, Billard, Zimmer mit fliehendem Wasser, Bad. So etwas für Generaldirektoren. Ob Generaldirektoren oder Menschen dieser Klasse überhaupt für Hellwig und Hohmann in Frage kommen? Das ist nicht leicht zu entscheiden. Wer die Auswahl hat, hat auch die Derantwor- Bukarest, 24. Juli. (DNB.) Die rumänische Regierung will bei der zum Shell-Konzern gehörenden größten rumänischen Erdölgesellschaft Astra- Romana einen Kommissar einsetzen, um die von der Gesellschaft eingeschränkte Produktion wieder auf ihre normale Höhe zu bringen. Die vom ausländischen Kapital abhängigen großen rumänischen Petroleumgesellschaften waren in den letzten Jahren mehr und mehr dazu übergegangen, aus nackten kapitalistischen Interessen Raubbaupolitik am rumänischen Erdöl zu betreiben und aus Gründen der höheren Dividende fein Kapital mehr zur weiteren Erschließung des Echplgebietes zu investieren. Der rumänische Staatskommissar wird diesem Zustande, der das rumänische Volkseinkommen beträchtlich schädigt, ein Ende bereiten und damit der kommenden Nationalisierung der rumänischen Erdölindusttie zuschreiten, auf die vollständige Uebereinstinimung Der Meinungen zwischen dem Außenamt und der Wehrmacht stütze. Die politischen Parteien seien auf der Grundlage des Liberalismus, der Demokratie oder des Sozialismus organisiert worden, die sämtlich unvereinbar mit der japanischen Nationalpolitik seien, ihre Tätigkeit sei stets von ihrem Kamps um die Macht beherrscht gewesen. Diese Nebel mühten ausgelöscht werden durch eine radikale Frontveränderung. Japans Außenpolitik müsse in einer unabhängigen Linie fortgeführt werden. Er betonte die Notwendigkeit, die Führung zu übernehmen bei der Umformung der Welt, statt zu -versuchen, der Umbildung der Welt entgegen^utreten; dechalb dürfe die japanische Außenpolitik nicht beeinflußt werden durch die im Augenblick herrschende Lage allein, sondern müsse getrieben werden auf lange Sicht, auf ein halbes Jahrhundert hinaus. Zu diesem Zwecke sei es eine vitale Notwendigkeit, Japan aus der wirtschaftlichen Abhängigkeit von fremden Ländern zu befreien. In diesem Sinne sei die wiri- schafNiche Zusammenarbeit zwischen Javan, China und Mandschukuo und auch die japanische Expansion im Südsee gebiet von großer Bedeutung. Die Havanna-Konferenz. troffen. Es handelt sich um über 80 Frauen und Kinder, die über Manila gereift find. Weitere Transporte werden folgen. Die englische Meldung, wonach am 16. Juli ein englischer Zerstörer Tobruk angegriffen, ben italienischen Kreuzer „San G i o r gi o" versenkt und andere italienische Einheiten sowi5 Hafendepotf be- schädigt habe, wird von zuständiger italienischer Seite als 'v o l l k o m m e n falsch in Abrede gestellt. Der genannte italienische Kreuzer sei bei dem erwähnten Angriff überhaupt nicht getroffen oder beschädigt worden. ©er Führer zum Geburtstag des Gauleiters. Frankfurt a. M., 24. Juli. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger erhielt anläßlich feines Geburtstages vorn Führer ein in herzlichen Wor- ten gehaltenes Glückwunschtelegra m m. Wei. tere Telegramme sandten der Stellvertreter des Fuh. rers Rudolf Heß, Reichsmarschall Hermann G o • ring, die Reichsleiter und Reichsmintfter. Dem Gau- [eiter ist schließlich aus allen Teilen der Bevölkerung eine derartig große Anzahl von Glückwünschen zugegangen, daß es ihm nicht möglich ist, anders als auf diesem Wege dafür Dank zu sagen. Aus aller Welt. Havanna, 24.Juli. (DNB.) Aus der Havcmna- Konserenz begannen die Sachbesprechungen Schon aus der Zusammensetzung der vier Ausschüsse geht hervor, daß die ABC-Staaten sich an dem Plan der wirtschaftlichen Dominierung des Kon- ttnmts durch die Vereinigten Staaten nicht zu beteiligen gedenken. Im Ausschuß für „wirtschaftliche Zusammenarbeit" sind Argentinien, Brasilien und Chile nicht vertreten, dagegen sitzen dann die Vereinigten Staaten und Mexiko, Columbien, Nicaragua, Haitt, Salvador, Cuba sowie Peru. Die USA.^Regierung ist ferner im „Ausschuß zur Wahrung des Friedens", der auf Washingtoner Wunsch den Boden für baldigste militärische Besetzung von Marttnique und anderen französischen Kolonien bereiten soll. Dafür verzichtete Washington auf den Sitz im Neutralitätsausschuß. Im vier- ten Ausschuß der „Gleichschaltung", der das letzte Wort über Abfassung der endgültigen Resolutionen hat sitzen neben den USA. sowohl Argentinien wie Lhrenpaten in einer Familie. Die Familie des Waldarbeiters Heinrich K l u th e in W e w e l s b e r g (Rheinland) wurde dieser Tage durch die Geburt des 12. Kindes, eines gesunden Knaben, beglückt. Sämtliche 12 Kinder, darunter 9 Jungen, sind kerngesund. Bei ftüheren Geburten durfte die Familie viermal Ehrenpatenschaften entgegennehmen. Nach dem Führer jerbft haben Hermann Göring, Himmler und Jtu• bolf H e h je eine Patenschaft übernommen. Anläßlich der Geburt des zwölften Kindes wurde der Mutter durch den Landrat des Kreises Büren eine Ehrenurkunde überreicht und eine namhafte Erziehungsbeihilfe gewährt. Ungewöhnliche Hitzewelle in den USA. Ohne Aussicht auf baldige Abkühlung wird über- all in den Vereinigten Staaten eine ungewöhnliche Hitzewelle gemeldet. In verschiedenen Teilen des Mittelwestens stieg das Thermometer auf über 40 Grad Celsius. Die Zahl der Todesfälle durch Hitzschlag ist auf 52, durch Ertrinken beim Baden auf 165 angestiegen. Im Staate Nebraska fürchten die Farmer für die Weizen- und Maisernte, wenn nicht bald Regenfälle einsetzen. In Illinois hat die Trockenheit und Hitze fast die gesamte Gemüseanpflanzungen vernichtet, die Viehweiden sind verdorrt und Die Maisernte gefährdet. Bei Widerstand erschossen. Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Po- lizei teilt mit: Am 23. Juli 1940 wurde bei Wider- stand der 28 Jahre alte, wiederholt weaen Sitthch- keitsverbrechen vorbestrafte Josef Mühlbach erschossen. ____________________ f>au»Hd)tfftititer: Dr. Wehrt» ötibelm ßange. «teltoetttetet * HaupNchrtftleiler-: Heinrich Nem,er ve^Iwonttch sür PolttU. Feuilleton und Bilder: Dr. W W. Lange; für Stadt Kleben, Provin» und Wtritchait: Ernst Blumschein (heutiaubt); L 8.: Heinrich Ludwi- Neuner; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Verlag: Brühlsche ilnlverstlätSdmckerei R. Lange ft. 9. Beüag-leiier: Dr..Hvg. Erich Hamann; An-etaenle>ter. Han- «eL veraniw örtlich fllr den Anhalt der Am eigen: Theodor Kümmel Abendessen, merkt, daß sie rechtschaften müde ist, pustet die Gummimatratze auf, kriecht in den Schlaf- sack und macht dicht. Die Entdeckung der Insel kann morgen in aller Ruhe vorgenommen werden. 10. Mitten in der Nacht wacht Tilde von einem Geräusch auf, das sie sich nicht erklären kann. Es klingt, als ob jemand mit einer Schippe Kies gegen die Wand würfe. Immer wieder Kies. Was hat denn ihre gute Wirtsfrau mit Kies z« tun, und wie kommt Kies in ein möbliertes Berliner Zimmer? . .... ... Tilde wird halb wach und merkt, daß sie nicht in ihrem Berliner Bett, sondern in einem Zelt liegt, und erkennt nun die Lage: es regnet Nein, es regnet nicht, es gießt. Hübscher Anfang für ein Robinsondasein. Dazu kommt noch die lieber- legung, daß man bei Regen die Schnüre, die das Zelt aufrecht erhalten, lockern muß, sonst zerspringen sie, und man hat statt eines Zeltes ein unentwirrbares Chaos. , „ . ,. Tilde kriecht aus dem Schlafsack, bibbert, denn es ist kalt geworden, kriecht in ihrem Trainings- onzug auf allen Vieren nach dem Ausgang, knüvft die Schnüre auf und prallt zurück. Ein unangenehm heller Blitz erleuchtet für den Bruchteil einer Se- künde die ganze Gegend, und der Donner folgt ihm sofort. Man könnte glauben, die ganze Runemnfel wolle versinken. . . v Tilde ist nicht furchtsam, aber ein Gewitter in der ersten Nacht trifft sie doch unvorbereitet. Sie über- legt jetzt, daß sie ziemlich nahe am Wasser gebaut hat. . Man hüte sich auf dem Endsee vor Fallboen und plötzlicher Weiterbildung. Dom Gewitter sicht kein Wort im Führer. Gewitter ist völlig Unprogramm- Schon das Heraussehen hat genügt. Der IRe^en peitscht so, daß an ein Herausgehen überhaupt nicht zu denken ist. Man würde im Handumdrehen nah fein, so naß, daß man nie wieder trocken wird. Dazu weiß man nicht, wo die Taschenlampe eigent- lich hingekommen ist. Solch ein Zelt ist etwas wunderschönes — so lange man von jedem Ding den Platz weiß. (Fortsetzung folgt) man BIHMIMGhAM 'OtFOtlD POKTLAN P rNORD-^Z.; f\ß&M573= MKNCHE-STEtt (h * £D/N-> BUH GJ Guernesey:9:= _ • fJRlSOIE SEE DUBLIN F Landjahr - ein Mittel der Ägenderlnchiignng. Partei uni) Staat haben seit 1933 verschiedene Maßnahmen zur Erziehung und beruflichen Ertüchtigung der deutschen Jugend durchgeführt. Die Bezeichnungen dieser Maßnahmen werden in breiten Kreisen der Oeffentlichkeit manchmal verwechselt, weil über Aufgabe und Bedeutung Unklarheit besteht. Eine dieser Maßnahmen stellt die Einführung des Landjahres dar. Das „Landjahr" ist auf Grund des Landjahr- gefetzes in Preußen ab 1.4.1934 eingeführt. In Sachsen, Württemberg, Braunschweig, Bremen, Sudetenland, im Saargebiet und in den Ostgebieten wurde das Landjahr auf dem Verwaltungswege eingeführt. Zur Teilnahme find alle Jugendlichen verpflichtet, die die Schule nach Erfüllung der gesetzlichen Schulpflicht verlassen und zum Landjahr einberufen werden (Landjahrpflicht). Zur Aufnahme kommen Schüler und Schülerinnen in Frpge, die erbbiologisch gesund sind und deren rassische und charakterliche Artung die Gewähr gibt, daß die bevorzugte Erziehung des Landjahres sie gesundheitlich kräftigt und sittlich fördert. Für das Landjahr 1940 sollten die in charakterlicher, körperlicher und geistiger Hinsicht Tüchtigsten erfaßt werden. Die Auswahl wird von einer Kommission vorgenommen, der der Schulleiter, der Schularzt, der Vertreter des NS.-Lehrerbundes, der Vertreter des Arbeitsamtes, der NSV., der HI. (BDM). angehören. Die Dauer des Landjahres beträgt 9 Monate, von April bis Dezember jeden Jahres. Die Landjahrpflichtigen find in geschloffenen Gemeinschaften in Landjahrheimen untergebracht und werden von sorgfältig ausgewählten Landjahrerziehern betreut. Für die Durchführung des Landjahres bestimmt das Landjahrgesetz, daß die Kinder während des Landjahres nach den Grundsätzen des nationalsozialistischen Staates erzogen werden und ihre Gesundheit durch landwirtschaftliche Arbeit und durch Leibesübungen jeder Art gefördert wird. Das Landjahr ist also eine politifch-erzie- herische Einrichtung. Die Rückführung auf das Land insbesondere der städtischen Jugendlichen und der Einsatz bei landwirtschaftlichen Arbeiten geschieht unter erzieherischen Gesichtspunkten, um „die seelische Verbundenheit der schulentlassenen Staatjugend mit nationalem Volkstum . und das Verständnis für den völkischen Wert gesunden Bauerntums zu wecken". Nur ein kleiner Teil der Entlaßschüler eines jeden Jahres wird zum Landjahr einberufen, in diesem Jahre sind es 6000 Jungen und 12 500 Mädchen. Handball-Vegegnungen des nächsten Sonntags. Nach der Entscheidung des Bereichsfachamtes werden zunächst die inoffiziellen Rundenspiele ab- gewickelt und dann erst die Kriegsmeisterschaft 1940/41 gestartet. Damit also sind die Zweifel geklärt, die von vielen Seiten gehegt wurden. Neben Watzenborn-Steinberg, das wir vor einiger Zeit schon erwähnten, sind mit Handballabteilungen neu herausgekommen: Beuern und Gießen- W i e s e ck. Damit hat sich die Zahl weiterhin erhöht. Der nächste Handballsonntag bringt uns wiederum eine stattliche Anzahl von Spielen, zu denen außerdem noch die abgeschlossenen Freundschaftsspiele kommen. Amtlich sind angesetzt: Tv. Katzensurt — Tv. Hochelheim Tv. Garbenheim — Tv. Dornholzhausen. Wenngleich man geneigt ist, Hochelheim einen leichten Sieg zuzuschreiben, darf man nicht vergessen, daß die Mannschaft mit Ersatz antreten muß. Es ist also gut, die Sache etwas vorsichtiger zu bewerten und den Ausgang als offen zu bezeichnen. — Das Garbenheimer Spiel sollte dagegen in der Platzmannschaft den Sieger sehen. Wenngleich auch Dornholzhausen in seinen Leistungen nicht zurückgegangen ist, weiß man doch, daß vor allen Dingen Garbenheim sehr stark im Kommen ist. Tv. Lang-Göns I — Tv. Dutenhofen Tuspo W.-Niedergirmes — Tv. Hörnsheim Tv. Lützellinden — Tv. Holzheim Tv. Oberkleen — Tv. Lang-Göns II Tv. Klein-Linden — Tv. Großen-Linden Tv. Krofdorf — Tv. Atzbach Tv. Launsbach — To. Heuchelheim Tv. Großen-Bufeck — Tv. Beuern. Dutenhofen geht einen schweren Gang, wenngleich die Mannschaft auch gut gerüstet ist. Immerhin wissen wir, daß Lang-Göns die Zeit gut genutzt und eine außerordentlich spielstarke Mannschaft aus die Beine gebracht hat. Hörnsheim dürfte es leichter haben, die Oberhand zu behalten. Niedergirmes hat zwar eine starke Einheit zur Stelle. Sie dürfte aber kaum in der Lage sein, dem Endsieg der Gäste gefährlich zu werden. — Der neue Gebietsmeister hat es in der Hand, feine derzeitige Form unter Beweis zu stellen. Er hat in letzter Zeit eine starke Mannschaft nach der anderen geschlagen und ist deshalb schon verpflichtet, auch in den kommenden Spielen eine gute Figur abzugeben. — In Oberkleen dürfte es ein ausgeglichenes Spiel geben. — Auch in Klein-Linden ist der Sieger erst nach dem Spiel festzustellen, weil beide Gegner noch in den Anfängen stecken. — In Krofdorf ist Atzbach Favorit. Die Mannschaft ist gut und den Platzbefitzern sicherlich um einiges voraus. — Auch in Launsbach wird es einen Sieg der Gäste geben, die erst am letzten Sonntag ihre große Form recht deutlich unter Beweis stellen konnten. — Gespannt sein darf man, welchen Ausgang das Lokaltreffen in Großen-Bufeck nehmen wird. Bei der Gleichwertigkeit beider Gegner ist mit einem knappen Spielausgang zu rechnen. Wirtschaft Zuweisung Kriegsgefangener als Arbeitskräfte in gewerblichen Betrieben. Soweit Betriebe an der Einstellung Kriegsgefangener als Arbeitskräfte interessiert sind, können sie sich an die Jndustrieabteilung der Wirtschaftskammer Hessen, deren Zweig- und Nebenstellen oder an die zuständige Industrie- und Handelskammer zur Entgegennahme der dabei zu beachtenden Bestimmungen wenden. Eüdversa Krankenversicherungsanstalt Frankfurt a. M. Fwd. Frankfurt a. M., 23. Juli. Im ersten Halbjahr 1939 wirkte sich das Gesetz über die Altersversorgung des Handwerks stark aus, wodurch der bisher größte Neuzugang in der Lebensversicherung innerhalb eines Jahres erzielt wurde. Das Neugeschäft in der Krankenversicherung konnte in den ersten Monaten infolge der starken Beanspruchung nicht im gleichen Maße wie früher gepflegt werden, so daß ein kleiner Mitgliederverlust eintrat. Bei 9866 (14 676) Zugang und" 10 261 (11865) Abgang fiel der Gesamtmitgliederbestand auf 98 150 (98 545). Die Beitragseinnahme stellte sich auf-4,82 (4,87) Mill. RM. Mahnverfahren wurden weniger als i. 23. durchgeführt. Die Versicherungsleistungen machten mit 3,90 (3,83) Mill. RM. 80,94 (78,72) v.H. aus bei 216 997 (220 700) Leistungsfällen und 111 642 (103 527) Krankheitsfällen. Außertarifliche Zahlungen wurden mit rd. 40 000 (37 000) RM. geleistet, das sind 1,03 (0,95) v. H. der Gesamtschadensleistungen. Während in den ersten 7 Monaten die Schadensleistung außergewöhnlich hoch war, ohne daß Epidemien oder ähnliche Massenerkrankungen Vorlagen, senkten sich mit Kriegsbeginn die Schadensleistungen sehr, eine Bewegung, die auch im neuen Jahr in gleichem Maße anhält. An Lebensversicherungen für die Der. Lebensoersicherungsanstalt auf Geg. für Handwerk, Handel und Gewerbe, Hamburg, wurden Versicherungen über 14,52 Mill. RM. abgeschlossen. Im neuen Jahr ist der Krankenoersicherungsantragsein- gang besser geworden, seit Februar 1940 ist erstmals wieder seit Kriegsbeginn eine positive Mitgliederbewegung festzustellen. , Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt nach 23154 (25 900) RM. Abschreibungen ausgeglichen ab (i. 23. 7898 RM. Ueberschuß, der an die gesetzliche Rücklage ging). Die Schadenreserve beträgt unv. 830 000 RM. Bei 1,23 (1,14) Mill. RM. Bilanzsumme sind die flüssigen Mittel einschl. Wertpapiere gegen das Vorjahr vermehrt. * * Antragszugang der öffentlichen Lebensversicherungsanstalten. Im 2. Vierteljahr 1940 wurden von den im Verband öffentlicher Lebensversicherungsanstalten in Deutschland zusammengeschlossenen Anstalten insgesamt beantragt 73,70 Millionen RM. (Monatsdurchschnitt 24,57 Millionen RM.) gegenüber 68,93 (Monatsdurchschnitt 22,98) Millionen RM. im 1. Vierteljahr 1940 bzw. 48,68 (Monatsdurchschnitt 16,23) Millionen RM. im letzten Vierteljahr 1939. Mw Wille «±3- genossenschalt Lollar, den 24. Juli 1940. IU o Universitäts-Cafe Die Beerdigung findet am Samstag, dem 27. Juli 1940, um 15 Uhr statt. 3360 D TAYNZ 3356 D IGLORIrI Heute Donnerstag Erstaufführung! Ein neuer großer dramatischer Tobis-Film Neueste Ufa -Ton-Woche 3354 A Täglich 4,00. 6.00, 8.15 Uhr. Sonntags 3,00, 5.30, 8.15 Uhr. ' POLOST Giessen AüHlüsse voriZdf 20 v. S. erhalten Eie bei iviederholten Auf« oabmen einer Anzeige Fräulein, 29 Jahre, pflichtbewußt, fleißig und vertrauenswürdig, mit langjähr.Tätigkeit auf Büro, perfekt in Buchhaltung einschließl. Abschluß, Korrespondenz, Schreibmaschine, Stenographie, französische Sprachkenntnisse Sucht paffenden Wirkungskreis Antritt evt. sofort möglich. Schriftl. Angebote mit Gehaltsangabe u. Art der Tätigkeit unter Nr. 02523 an den Gießener Anzeiger erbeten. lli/n/rbbänb ^raunmQtiuhjmann lotloM empfiehlt Ioh. Müller Franks. Str. 60 Tel. 3571. [3364D Jeden Mittwoch und Samstag: Seltene Natur« urkunden von den Halligen und vom Wattenmeer, die alle Naturfreund« und Doqelliebhaber mitBegeisterung lesen und schauen werden: Unter SBöelfitinööietn u.5eefü)rofliöen Beobachtungen und Natururkunden aus d. Dogelwelt d.deutschen Nordseeküste. — Don Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervoller Natur« aufnahmen.rm Leinen Sekunden RM. 3.90. estellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche Werbeblatt. HugoBermühler Verlag Berlin-Lichterfeld« Stroh UNd Spreu abzugeben. [3362d Drückmann Birklar. Die ergreifende Liebesgeschichte einer jungen Chansonette und eines reifen Mannes, die beide in einen schweren Kon flikt geraten weil sie glauben Vater und Tochter zu sein EIN ERICH-ENGEL-FILM DER TOBIS nach dem gleichnamigen Roman von Frank Thieß. Hauptrollen: Hilde Krahl • Ewald Balser Maria Koppenhöfer * Annemarie Holtz ♦ Aribert Wäscher Herbert Hübner. Spielleitung: Erich Engel. Herr Wilh. Metzger, Melker, Maxhof b. Mittelbuch, Kreis Biberach/Ritz,' schreibt a. 16.6.40: ,Zch hatte immer über sehr uuaugeuehme und heftige Kopf-Schmerzen zu klagen. Nachdem ich einige Wochen täglich drei Trineral-Ovaltabletten genommen habe, bin ich meine heftigen Kopfschmerzen losgeworöen, Merven-Schmerzen Herr Fritz Langhals, Bergmann, Dortmund, Hayönstr.56, schreibt am 12. 5. 40: ,Lch war mit meinen Nerven ganz heruntergekommen und zu keiner Zlrbeit fähig. Heute jedoch, nach Gebrauch der Trineral-Ovaltabletten, kann ich meinem Beruf wieder voll und ganz nachgehen." Bei Kopf- u. Nervenschmerzen, Rheuma, Gicht, Ischias, Herenschutz,Erkältungskrankheiten,Grippe helfen die hoch- wtrks. Trineral-Ovaltabletten. Sie werden auch v. Herz-, Magen-u. Darmempftndlichen best. vertragen. Mach. Sie sof. ein. Versuch! Origpckg. 20 Tabl. nur 79 Pfg. In all. Apoth. erhält!. 0. Trtneral GmbH., München B 27/547. Verl. Sie kosten!.Brosch. „Lebensfreudedurch Gesundheit!" Hausgehilfin zum möglichst baldigen Eintritt für kleinen Haushalt gesucht. 334 gi) Fra Urnen Wetzlar, Friedenstratze 14 Bekanntmachung. kleinverkaufspreife für Speisefrühkarloffeln. Durch die Stelle für die Preisbildung bei der Landesregierung wurden für die Zeit ab 22. Juli 1940 folgende Kleinverkaufspreise für Speisefrühkartoffeln in Hessen-Nassau (Kartoffelwirtschaftsverbandsgebiet) festgesetzt: weiße, rote, blaue Sorten Größenklasse I 0,68 RM. je 5 kg, II 0,43 RM., runde gelbe Sorten I 0,73 RM., II 0,47 RM., lange gelbe Sorten 0,79 RM. bzw. 0,50 RM. je 5 kg. Der Kleinverkaufspreis bei unmittelbarer Abgabe durch den Erzeuger an den am Ort der Erzeugung wohnhaften Verbraucher beträgt für weiße, rote, blaue Sorten Größenklasse I 0,46 RM., II 0,28 RM., runde gelbe Sorten I 0,51 RM., II 0,30 RM., lange gelbe Sorten I 0,55 RM., II 0,33 RM. je 5 kg. Ein weiterer Zuschlag bei Abgabe unter 5 kg ist nicht statthaft. Pfennigbruchteile bei Errechnung des Endbetrages sind auf- bzw. abzurunden, z. B. 5 kg lange gelbe Sorten I kosten 0,79 RM., 1 kg darf demnach 15,8 ausgerundet 16 Rps., 2 kg 31,6 Rpf., aufgerundet 32 Rpf., 3 4 Was,«. Vor- Her werden di- fleckenfreien, festen Gurken mit Salz ein gerieben und über Nacht stehengelassen. Zum Einlegen verwendet man außer Krautern reichlich andere Gewürze wie Meerrettich und Lorbeerblätter. Dann werben bie mit einem sauberen Tuch abgetrockneten Gurken in einem größeren Glas ober Steintopf eingelegt. Der zunächst roh übergossene Einmacheessig, bem man auf 2 Liter Essig und 1 Liter Wasser 125 ©ramm Salz und ebenso viel Zucker zusetzt, wird nach acht Tagen abgegossen, aufgekocht und nach dem Erkalten wieder über die Gurken gegeben. ner Ä»-t°n Brauchbarkeit wieder gerecht. Da wir aus vielerlei Gründen nicht genügend Emkoch- gesüße bekommen und doch mehr Borrate ° - sriiher sammeln sollen, damit nichts verdirbt ° nchmen wir jetzt in allen Fallen, m. denen dies möalich ist, die praktischen neuen stemtopse zu Hilfe Man bekommt sie in allen Großen, in weiß oder elfenbein, sie sehen wirklich hübsch aus und sind auch lecht sauber zu halten, da fte eine glatte, porenlose Glasur besitzen. Unb m diesen schonen, aiwetitlichen Töpfen machen mir nun all bas em, was nicht sterilisiert werden muß, also Marmelade, Gelee, Essig-Obst, Essig-Gemuse, Gurken, Tuttt- frutti und dergleichen mehr. ,3a'.' wirb nun manche Hausfrau ^9en, ..Marmelade dazu habe ich zu wenig Zucker! Halb so PL,-mm- hier aibt es auch einen Ausweg, wie bei Deutschen9 das Wörtchen „unmöglich" heute wohl Überall gestrichen werden kann. Man- kocht eben mit weniger Zucker ein! Die Sache ist sehr einfach: 2 kg beliebiges Obst, rote Stachelbeeren eigene Ansicht darüber. Vielleicht haben sie etwas I ( Wichtiges anderes vor — Schularbeiten ober L Basteln ober Spielen, was es gerabe sein mag ... L Also auch ein Spaziergang mit den Kindern ist , rechtzeitig zu verabreden, wenn nicht schon der An- fang des Vergnügens durch Befehlston und Verstimmung belastet werden soll. Damit aber sind noch längst nicht alle Klippen umschifft. Zahlreiche dieser Klippen liegen im Verborgenen, Eltern haben keine Ahnung von ihnen, und Kinder stehen öfter als man denkt auf dem Standpunkt: „Wenn es den Eltern Spaß macht, fo wollen wir ruhig mitmachen ..." Pädagogische Ausnutzung des Spaziergangs mit Belehrungen über Dinge, welche die Kinder längst wissen, Unternehmung von Spielen, über die Kinder seit Monaten hinaus sind und anderes mehr, das sind diese Klippen, die der Takt der Kinder verbirgt. Im allgemeinen sind Eltern, sie mögen so offen mit den Kindern stehen wie ste wollen, doch über große Interessengebiete dieser Kinder im Unklaren. Das hängt damit zusammen, daß Eltern, vor gllem Mütter, ihre Kinder immer | unbewußt für kindlicher, unentwickelter halten als es der Fall ist, wie ja schließlich auch eine Mutter in ihrem 30jährigen Jungen immer noch den Jungen und eigentlich nie den erwachsenen Mann sieht. Aber um auf den Spaziergang zurückzukommen. Wie soll er denn nur eigentlich sein? Klug ist es, wenn wir Eltern es einmal so machen, daß mir die Kinder mit uns spazierengehen lassen, uns von ihnen führen lassen. Wir würden alsdann allerlei Interessantes entdecken. Mariannchen wurde uns darüber unterrichten, in welchem Bauernhof es reizende kleine Küken gibt, Fritz konnte uns einmal die Arbeit eines Treckers erklären, Lottchen zeigte uns die Stellen, wo sie immer die schönsten Blumen findet, Erich hielte uns vielleicht einen kleinen Vortrag über den modernden Baumstamm am Waldesrand mit seiner vielzähligen Einwohnerschaft von allerlei Getier. Das interessiert dich nicht, liebe Mutter? Du fürchtest, deine Schühchen schmutzig, zu machen und gruselst dich vor Raupen. Ja, damit mutzt du schon fertig werden, über diese Hindernisse mußt du schon weskomm wenn du in die Gebiete einbringen willst, bie bemen Kindern am Herzen liegen. Sieh dafür eiMnal in ihre Augen, wie sie leuchten, wenn der kindliche Mund dir seine Schätze preist, seine Weisheiten vor dir leuchten lätzt! . , , . Manche Art von Spaziergang konnte besonders erwähnt werden, so wenn Mutti nut dem großen Sohn einen kleinen Bummel macht, wenn Vati seine Backfisch-Tochter ausführt und sie m der Försterei wie eine junge Dame bewirtet und noch • manche andere Art mehr. Schrecklich aber ine Spaziergänge, bei denen die Kinder dressiert werden. I tßauf doch nicht! Setz dich nicht ms Gras dem Kleid bekommt Flecken! Sei doch gepttet und Nicht so wild! Nimm doch deine hellen Schuhe »n acht. Zugegeben, diese Dinge sind auch zu erörtern, er= ziehunq zu gesittetem Benehmen mutz fern. Aber gerabe9 au“ einem der seltenen Spaziergänge von Eltern und Kindern? Gibt es dazu nicht andere, Zwischen diesen beiden Begriffen ist ein grundlegender Unterschied. Das Einmachen ist alter an Jahren; es wurde vom modern gewordenen E nkochen alio dem Sterilisieren von Vorräten, überflügelt. Ganz gewiß hat dieses letztere seine unbestreitbaren Vorzüge, aber trotzdem verdient es d" Zubindetops kemeswegs, baß -r ° stark , ziehen kann. Kirschröster. % Liter Milch, 30 g Fett, Zucker, 250 g geriebene Brötchen, 1 Ei, 500 g Sauerkirschen. Milch, Fett und Zucker werden heiß über bie geriebenen Brötchen gegossen. Wenn bie Masse abgekühlt ist, gibt man bas Eigelb darunter und zuletzt den steifen Eierschnee. Nun füllt man die Hälfte der Masse in eine gefettete Auflaufform, gibt darauf die entsteinten Sauerkirschen, darüber den Rest der Brötchenmasse und backt im Backofen goldbraun. Obsts chichtflammeri. 750 g Obstz Zucker wm Einzuckern, etwa XA Liter Milch, 80 g Kartoffelmehl, Zucker, 1 P. Vanillezucker, Salz. — Die gewaschenen und zerkleinerten Früchte werden emge- zuckert und je nachdem gekocht. Einen Teil der Früchte durchsieben und den entstandenen Saft und Milch auf 1 Liter auffüllen, das angerührte Kartoffelmehl und den Zucker und Salz dazugeben, durchkochen und in eine mit kaltem Wasser ausgespulte Form mit dem Obst schichtweise einfuUen und er- kalten lassen. ' Pilzeinkopf. 500 g grüne Bohnen 375 g Pilze, 500 g Kartoffeln, Salz, Petersilie, 30 g Fett, Zwiebeln. — Zwiebeln werden in Fett angedunstet, die vorbereiteten Zutaten schichtweise hineingegeben, mit Wasser aufgefüllt, gargekocht, mit Salz und Petersilie abgeschmeckt. Gurken-Tomaten-Gemüse. 500 § Tomaten, 1 mittlere Gurke, 30 j Fett, 30 g Mehl, Zwiebeln oder Lauch, etwas Wasser oder Gemuse- brühe Salz. — Die kleingeschnittenen Zwiebeln und die daumendick geschnittenen Gurken werden in Dem Fett leicht angedünstet und gebräunt, mit heißer Flüssigkeit aufgefüllt und weitergeschmort^Venn die , Gurken fast gar find, gibt man bie w Würfel ge- i schnittenen Tomaten und Salz dazu, dickt mit Dem ! angerührten Mehl und schmeckt ab. Mas sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS Wenn bie Krankheit eines Kindes eine besondere Kost nötig macht, wird bie Mutter den Arzt fragen. Es sollen^nur einige Hinweise gegeben werden wie n- ihr Kind bei fieberhaften Erkrankungen ernähr., wenn kein Grund zu einer ©onlierÖmt Dorliegt und es nur darauf ankommt daß die richtige Kost au das Fieber abgestellt ist. Bei Fieber ist der Appettt gering, aber ein ständiges Durstgefuhl vorhanden» Für ein oder zwei Tage mit hohem Fieber sind Getränke ober Suppen ausreichend. Bei langer andauerndem Fieber muß dafür gesorgt werden daß die Kost einen gewissen Nährwert hat, damit bas Kind nicht zu sehr geschwächt wirb. Man geht bann — falls ber Arzt nichts oberes verordnet hat zu Suppen ober Breien von Grieß, Sago, Haser- flocken, Stärkemehl usw. über, die man am besten 'm Verbindung mit Obst ober Obstsaft ober auch einmal mit Fleisch- oderKnochenbrühe reicht. Ev können auch Milch, Eigelb ober em totucr zmnei. QUbinbetopt keineswegs, uuö i« ... zugegeben werben. Wenn bas Sieber im Sinf Vergessenheit geraten ist. Die Gegenwart wird sei- ift können auch schon Kartoffelbrei, Nubetti und Xn Brauchbarkeit wieder gerecht. Da leichte Gemüse wie Möhren, Spargel Spinat Schwarzwurzeln, Schoten, Tomaten, Blumenkohl unb vor allem auch grüner Salat (mit Muttermilch, saurer Milch, Milch unb Zitrone ober Oel angemacht) versucht werden. Bei den Dor- und Zubereitungen der Speisen ist auf Sauberkeit und Sorgfalt besonders zu achten. Die Speisen müssen au abaeschmtzckt aber nicht zu scharf und nicht zu suß sein. Vor allen Dingen sollen sie appetitlich ange richtet, auch farblich gut zusammengestellt sein damit es dem Kind verlockend erscheint davon zu essen. Die Speisen auch nicht zu Hertz reichen, immer in kleinen Portionen anrichten und lieber noch ein mal nvchhvten. Was nicht aufg-g°!!-n wuchs, umß aus dem Krankenzimmer weggeraumt werden. Ge tränte: Kühl in kleinen Schlucken (Obstfaste auch Apfelsinensaft und Zitronensaft und Süßmost evtl, mit Mineralwasser gennschtz Tee mit Zitrane ge- schlagene Sauermilch, Müchmischgetranke) —, Sup p™n: Dbftluppen (mit Grießwursel oder Klößchen), Butlermilchkaltschale mit Zwieback, leichte Brich. Eltern sollten nicht stets und unter allen Umstan- ÄltlN f(f)6nftc6 ^obOtttli & fl den glauben, daß ihre Kinder beglückt sind, wenn Leider ist es allmählich in Vergessenheit geraten, sie zum Spaziergang mit den Eltern oder der ba& man einen starken Saft von Johannisbeeren Mutter aufgefordert werden. Kinder haben oft ihre durch Rühren mit Zucker auf kaltem Wege in ein ...... *" <--«•— Gelee verwandeln kann, wie es unsere Großmutter noch mit Vorliebe herstellten, denn Duft und Wohh geschmack des kalt gerührten Gelees tft natürlich unvergleichlich gut. Ja, aber .... den Saft mit dem Zucker Dündeftens 6 Stunden lang rühren, dazu hotten auch nur bie Großmütter noch Zeit! Nun bin ich aber auf den Gedanken gekommen, bie alte und die neue Art bes Geleekochens ein wenig zu ver- auicken, unb siehe da .... mit ausgezeichnetem Er- Rückgeführte in Erwartung -er Heimkehr Es ist zu einer schönen Gepflogenheit geworden, daß sich die in unserer <5tobt weilenden Rückgeführten aus den geräumten Gebieten jeden Dienstagabend im „Burghof" einfinden, um in landsmannschaftlicher Kameradschaft einige Stunden zu verbringen. Bei dieser Gelegenheit werden manche Erinnerungen und Erlebnisse ausgetauscht. In jüngster Zeit allerdings beherrscht nur ein Thema die Unterhaltung: die Rückkehr in die Heimat! In der Zusammenkunft am vergangenen Dienstag gab der derzeitige und stellvertretende Ortsbeauftragte der Rückgeführten, Jng. Hahn, einige Aufschlüsse über das, was vor der Rückkehr in die Heimat alles zu beachten ist. Er erzählte von seinem jüngsten Besuch in der Heimat und machte den Kameraden verständlich, warum die Rückkehr in die Heimat nur allmählich vor sich gehen könne. Er konnte aber die Versicherung geben, daß für die Rückkehrenden alle Maßnahmen getroffen sind, die es ermöglichen, in Ruhe und Ordnung in der Heimat zu leben und die Arbeit wieder aufzunehmen. Kreisgeschäftsführer Weber von der Kreisleitung, der sich in den vergangenen Wochen lebhaft und immer wieder um das Wohl der Rückgeführten bemühte und an manchem Dienstagabend im Kreise der Rückgeführten weilte, konnte die Mitteilung machen, daß .für alle Rückwanderer die H e im- kehrerausweise bereits vorlägen. Die Kreisleitung habe nur noch eine Liste zu erwarten, aus der hervorgehe, wer reisen und wohin die Rückkehr erfolgen könne. In seinen weiteren Darlegungen sprach Kreisgeschäftsführer Weber über die Vorkehrungen, die bei der Reichsbahn für die Rückgeführten getroffen sind, sprach von den Sonderzügen, die eingesetzt werden, von den Vorkehrungen, die es ermöglichen, Gepäck mitzunehmen und machte darauf aufmerksam, daß Möbel als Frachtgut einige Tage vorher aufgegeben werden müßten, damit sie gleichzeitig mit den Rückwanderern ankommen. Die Rücksichten aus dem Kreis Wetterau werden voraussichtlich in zwei Sonderzügen in die Heimat befördert werden. Dor der Rückkehr werde aber noch ein großer Abschiedsabend im Gießener Stadttheater stattfinden. Der Beauftragte der Rückwanderer, Jng. Hahn, sagte dem Kreisgeschäftsführer herzlichen Dank für die aufschlußreichen Mitteilungen und sprach ihm darüber hinaus seinen Dank für die stete Betreuung der Rückwanderer aus. Allgemeine Winke für die Sammlung von Heilkräutern. NSG. Sammle nicht an regnerischen Tagen oder morgens taufeucht, sondern nur an trockenen Tagen, sammle nicht an Straßenrändern (Staub), sammle keine mißfarbigen, zerfressenen, pilzbefallenen Pflanzenteile. Treibe praktischen Naturschutz, keinen Bestand völlig abernten, immer einen Anteil zur Weitervermehrung stehen lassen; reiße Pflanzen nicht ganz aus, wo nur die Blüte oder das Blatt gebraucht wird, es seien denn Unkräuter. Sammle nie in Tüten oder Säcke, sondern stets in Körbe ober Kästen, bamit bas Sammelgut nicht aedrückt wird, es wird sonst bei der Trocknung mißfarbig. Eine Gartenschere oder ein Messer ist in vielen Fällen unentbehrlich. Die Ernte von Blüten. Blüten sind besonders empfindlich gegen Spuren von Feuchtigkeit (also nur an trockenen Tagen sammeln), ebenso gegen Druck schützen, daher auch nicht in den Sammelgefäßen zu hoch aufschichten. Ernte von Blättern. Viele Blätter kann man einfach durch Abstreifen von den Zweigen oder Stengeln ernten. Die Blätter der bewehrten Brombeere oder Himbeere schneidet man mit der Schere ab. Brenneffelblätter schneidet man mit der Sichel und ftreift dann, evtl, mit Handschuhen, von den Stengeln die Blätter ab. Ernte von Kräutern. Hochwüchsige Kräuter, wie das Johanniskraut, werden mit der Blüte und» dem ganzen oberen Teil der Pflanze (etwa 25 cm) geerntet durch Ab schneiden. Dicke und verholzte Stengelteile sind unerwünscht. Niedrige Krautdrogen, wie die Polster des Feldthymian, Stiefmütterchenkraut, schneidet man blühend vom Boden ab und entfernt durch Klopfen die anhaftende Erde. Zarte Krautdrogen, Tausendgüldenkraut, haften oft nicht fest am Boden. Nicht ausreißen, sondern abschneiden, damit die Wurzel erhalten bleibt. Trocknung. Die Trocknung erfolgt in der Regel im Schatten auf luftigem, sauberem Trockenboden. Papier auslegen, evtl. Horden benutzen. Die Arten sorgfältig getrennt halten. Die Trocknung ist richtig erfolgt, wenn die Blätter, Blüten und Kräuter nach A b - schluß der Trocknung in Form und Farbe möglichst der frischen Pflanze gleichen. Dazu ist es nötig, daß man die Pflanzenteile in möglichst dünner Schicht (bei Huflattich und Spitzwegerich Blatt für Blatt) ausbreitet. In beforiberem Maße gilt dies auch für die Trocknung von Blüten. Man bringe nie mehr Sammelgut ein, als auf der Trockenfläche bei Befolguna dieser Richtlinien Platz haben. In diesem Fall ist auch das viel- geübte Wenden überflüssig. Es muß sogar durchweg als fehlerhaft betrachtet werden, da die Pflanzenteile dadurch nur leichter zerbröckeln und unansehnlich werden. Beste Qualitätsdrogen werden nur gewonnen durch Ausbreiten in einfacher Lage unter Vermeidung jeder überflüssigen Berührung. Das Sammelgut soll völlig trocken sein, d. h. rascheldürr. Blütenköpfchen muffen auch innen trocken sein (Kamillen). Verpackung und Versand. Getrocknete Blatt- und Krautdrogen können in luftdurchlässigen (Jute)-Säcken gelagert werden, bis der Versand lohnt. Am besten werden die Säcke an Nägeln oder Fleischerhaken auf dem Boden auf» gehängt. Bei längerer Aufbewahrung vor dem Versand überzeuge man sich durch tiefes Hineingreifen, ob alles noch trocken ist. Im Sackinnern kann Erhitzung (Gärung) stattgefunden haben. Blütendrogen, namentlich beste Kamillen u. a., sollen möglichst bald abgeliefert werden, am besten in mit sauberem Papier ausgeschlagenen Kartons, Kisten ober Kasten. Für den Versand beachte die Frachtwirtschaftlich- feit! In keinem Fall Mengen unter 20 Kilogramm, je größer die Menge, desto billiger die Fracht und stets als Frachtgut. Der Transport nach den überall in den Kreisen leicht erreichbaren Hilfssammelstellen muß kostenlos erfolgen. In Zweifelsfällen erteilen überall die Kreisbearbeiter RfH. Auskunft und Rat. Aus der Giadt Gießen. Erntebrauch. Die Roggenfelder wogen, mit schweren reifen Aehren neigen sich die Halme — die „Roggenaust" beginnt. Die Ernte steht für den Bauern im Mittelpunkt seines Denkens. Die Erntezeit ist eine „hil- lige" Zeit, die wichtigste des Jahres für den Landmann, der Höhepunkt seiner Jahresarbeit. An der Erntezeit haften die ältesten Gebräuche; denn der Ackerbau, weil er an der Scholle hängt, ist tradi- ttonsgebunden und wahrt die überlieferten Sitten mit Zähigkeit. In manchen Gauen Deutschland ftn- bet man eine besondere Erntetracht. In Hannover schmücken die Schnitter ihre Mützen mit Blumensträußen und farbigen Bändern; die Frauen und Mädchen tragen weiße Mieder und dunkle Röcke. In Westfalen präsentieren sich die Mäher in weiß- leinenen Hosen, Jacken und Strümpfen, roter Weste und aufgeputztem Filzhut; die Mädchen tragen kurze rote Röcke, schwarze Mieder, weiße Strümpfe und Hauben. In Ostpreußen lenken die Pferdeknechte den vierspännigen Erntewagen in knallroter Weste, die Marjellen kokettieren mit weißleinenen Kopf- schuten und bunten Röcken. In Rech und Glied, die blanken, scharf gewetzten Sensen geschultert, nahen die Schnitter mtt je chrer Garbenbinderin, die stolz chre Harke trägt. In der Dämmerstunde kehren Schnitter und Binderinnen, die Sensen und Harken geschultert, unter dem Gesang froher und sinniger Lieder in das Dorf zurück. Sie betreten in geschlossenem Zuge den Hof ihres Herrn; dieser erwartet mit seiner Familie vor der Tür die Einziehenden. Bauer und Bäuerin erhalten als Gabe des ersten Erntetages einen aus den ersten Aehren gebundenen Kranz, der von den Binderinnen unter einem Erntespruch überreicht wird. Als Dank dafür veranstalten Bauer und Bäuerin ihren Leuten eine kleine Festlichkeit. Der Großknecht engagiert die Hausfrau, der Hausherr die erste Dorbinderin; dann dreht sich jung und alt im Tänze, wobei das vom Hofherrn gespendete „Ernte- bter" zur Feier des Tages beiträgt. Dies „Kranzel- bi er" ist der Vorläufer des großen Erntefestes. Für diese Hauptfeiern werden vom ersten Anschnittag an altherkömmliche Vorbereitungen getroffen in Form des Spendensammelns. Wer sich während des Schnittes auf bas Feld begibt, fei es von der Familie des Hofbesitzers oder auch von ihren Gästen, der wird „gebunden". Rasch rafft die Dorbinderin einige Halme zusammen, dreht sie zu einem Band und windet dies um den Arm des „Gefangenen". Dazu wird ein Sprüchlein aufgefagt, zum Lohne dessen der Gebundene sich mit einem Lösegelb loskaufen muß. Dr. B. Dornotizen. Tageskalenber für Donnerslag. Volkstümlicher Vortrag der Ludwigs-Universität: 20.30 Uhr im Agrikulturchemischen Institut, Braugasse 7a, Professor Dr. Scharrer über „100 Jahre Agrikulturchemie". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Der Weg zu Isabel". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „G'schichten aus dem Wienerwald". Notizen für den 26. Juli Sonnenaufgang 5.10 Uhr, Sonnenuntergang 21.02 Uhr. — Monduntergang 12.47 Uhr, Mondaufgang 23.36 Uhr. BHeineioW M W W Srenöe Bekr.: Thealer-Sommerring. Am Samstag, 27. Juli, 20 Uhr, findet im Stadttheater die 2. Veranstaltung des Theater-Sommerrings statt. Es gelangt das Lustspiel „Trockenkursus" von Bortfeld zur Aufführung. 3357V Wir bitten diejenigen Mitglieder, die ihre Karten noch nicht abgeholt haben, diese in unserer Verkaufsstelle, Seltersweg 60, in Empfang zu nehmen. BOM.-llntergau 116 Gießen. BbVl.-Werk'Gruppe 2a/116. Heute, Donnerstag, 25. Juli, tritt die Gruppe um 20.15 Uhr an der Gummifabrik, Leihgesterner Weg 35, zur Heilkräutersammlung an. Mitzubringen sind Schere und Tasche. Bei schlechtem Wetter ffndet Dienst im Möserheim statt. BdM.-Gruppe 2/116. Die Scharen I., II., III. treten Freitagabend, 19.45 Uhr, am Uhlheim zur Heilkräutersammlung an. Körbe, Taschen und Handschuhe mitbringen! Zum Gastspiel des Wiener Burgtheaters in Gießen. In den beiden Worten Wiener. Burgtheater liegt ein eigener Klang. Durch mehr als anderthalb Jahrhunderte klingt in ihm die Theatergeschichte der deutschen Schauspielbühne. Mit seiner Stiftung durch Joses II. im Jahre 1776 begann so die Geschichte eines Theaters, das Einfluß nehmen sollte auf das ganze Werden unserer Bühne überhaupt. Es wurde den Schauspielern zur Gründung verkündet, „daß feine Majestät der Kaiser geruhe, das Theater nebst 'ber Burg zum Hof- uno National- Theater zu erheben" unb ,^daß von nun an nichts als gute regelmäßige Originale unb wohlgeratene Übersetzungen aus anderen Sprachen darin aufgeführt werden müßten". In der Wahl neuer Stücke sollte nicht auf die Menge, sondern ihre Güte Bedacht genommen werden. In diesen Sätzen lag schon etwas von dem Wunsch und den Forderungen, die wir an das deutsche National-Theater stellen. Aus ihnen heraus ist in einer beispiellosen Entwicklung die Bühne geworden, die viele Jahre hindurch den Namen des „ersten Ensembletheaters" in Deutschland getragen hat unb noch trägt. „Ensemble-Theater", ein Fremdwort unb boch der vollendete Ausdruck deutscher Geistesrichtung. Spielgemeinschaft aller am Werk Beteiligten und Verzicht auf das Starsystem sind allzeit die bemerkenswertesten Eigenarten des Burg- theater-Stils gewesen. Mögen die Träger der besten Schauspieler-Namen aus den Reihen der vielen am Werke des Burg-Theaters Tätigen herausragen, ihr Verdienst unb das Verdienst des Burgtheaters sind es immer gewesen, daß sie wohl eingeordnet in einen ihrer würdigen Gesamtrahmen den Kreis ihrer Mitspieler nie zu sprengen versuchten, sondern von ihm getragen wurden und ihn trugen. Neben der Pflege des Gemeinschästssttls, der Ensemble-Leistung, hat das Burgtheater schon zur Zeit der Direktton Leinrich Laubes (1849—67) die Bedeutung der Regie entwickelt. Als erstes Theater erkennt es den Spielleiter als selbständigen nachschaffenden Künstler, der gleich dem Kapellmeister, der die Noten der Partitur umsetzt in die Musik, bas papierene Wort zum Tönen bringt unb zum lebendigen Geschehen werben läßt. Das Wort selbst aber hat an der repäsentattvsten Bühne Wiens und des Reiches eine ganz besondere Pflege erfahren. Unsere Hochsprache, das Bühnen- deutsche, ist am Wiener Burgtheater in seiner noch gültigen Form entstanden und wird da am reinsten bis heute bewahrt. Der Sttl der Bühnensvrache aber, der frei von hochtrabender Pathetik den schlichten und doch gehobenen Konversationston vertritt, der den inneren Gehalt des Textes über gezierten oder schwülstigen Vortrag stellt, das ist der Wiener Burgtheater-Stil. Die Geschichte des Burgtheaters ist mannigfaltig. Eine nur einigermaßen einführende Schilderung in ihr Geschehen füllt Bände. Politische Stürme, Zeitentartungen und ihre Folaen für das Bühnenleben sind nicht spurlos am Burgtheater vo rüber- gegangen. Doch hat es stets, feiner Sendung bewußt, feine Grundhaltung sich bewahrt, ist feiner Auf- aabe getreu geblieben als erstes deutsches Schau- fpieltheater wahrhaft National-Theater zu fein, ist treu geblieben der Forderung, die sein Gründer Josef II. ihm gestellt hat: „Zur Veredlung der Sitten und des Geschmackes der Nation bei» zutragen". Schneider-Facius. Sprengstücke sind keine Andenken. NSG. Nach den letzten Luftangriffen konnte verschiedentlich die Feststellung gemacht werden, daß eine lebhafte Suche nach Spreng- und Teilstücken der zum Abwurf gelangten Sprenge und Brandbomben und Fallschirmraketen einsetzte. Gegen diesen Eifer wäre nichts einzuwenden, wenn das auf diese Weise zusammengetragene Material dort abgeliefert würde, wo es yingehört — nämlich auf dem nächsten Polizeirevier. 21ber das Gegenteil ist der Fall, denn jeder-, hätt sich allem Anschein nach für berechtigt, derartige Fundstücke als interessantes Andenken, die dann im Kreise der Freunde und Bekannten als vielbewunderte Schaustücke herumgereicht werden, zu bei)alten. So verständlich der Wunsch ist, ein derartiges Andenken an die Zeit der Luftangriffe auf unsere Heimat aufzubewahren, so sehr verstößt dieses Verhalten gegen die viel wichtigeren Interessen der Landesverteidigung. Die Fundstücke bilden wertvolles Material, aus dem Rückschlüsse aller Art, Größe, Konstruktion und Wirkungsweise der vom Feind benutzten Kampfmittel gezogen werden können. Wer seine Fundstücke von bief^m Gesichtspunkt aus betrachtet, erkennt sofort, wie völlig verfehlt es ist, derartige Andenken zu behalten. Insbesondere müssen Zünder und Teilstücke von Bomben, Fallschirmen, Abwurfvorrichtungen ober Telle davon unbedingt, unb zwar sofort nach der Auffindung abgeliefert werden. Besonders die in der Nähe der Abwurfstellen wohnenden Volksgenossen haben oft Gelegenheit, derartiges Material aufzufinden. Es ist ihre Pflicht, die Fundstücke sicherzustellen und die Polizei zu benachrichtigen. Die Polizei, wird dann über die Fundstücke verfügen. Was gehört zum griffbereiten Lustschuhraumgepäck? Aus den Berichten des Oberkommandos der Wehrmacht wissen wir, daß die deutsche Zivilbevölkerung seit geraumer Zeit fast allnächtlich von ebenso heimtückischen*wie rücksichtslosen Angriffen englischer Flieger heimgesucht wird. Angesichts dieser Tatsache erscheint ein Hinweis angebracht, was alles, möglichst in einem Luftschutzraumkoffer verpackt, für den Alarmfall zweckmäßig zurechtzulegen ist. Geld- unb Schmuckfachen (besonders .wertvolle Familienstücke, Andenken), Ausweis- und Familien- papiere, Ahnenpässe, Versicherungspolicen und Lebensmittelkarten wären als besonders wichtig bereitzulegen. Ferner ist es ratsam, für einige Lebensmittel zu sorgen (Brot, Keks), für Kinder unb Kranke auch eine Thermosflasche mit Getränk, vielleicht auch etwas Kinderspielzeug und Kissen mitzunehmen. Mäntel, Decken, etwas Leibwäsche und ein kompletter Anzug bzw. Kleid sollten nicht fehlen. Dann natürlich, soweit vorhanden, die Volksgasmaske und Taschenlampen. Postverkehr mit dem nichtfeindlichen Ausland. Die Vorschriften der Ersten Durchführungsverordnung zur Verordnung über den Nachrichtenverkehr werden im allgemeinen noch viel zu wenig beachtet. Daraus ergibt sich täglich die Notwendigkeit, eine große Menge von Briefen, Postkarten, Zeitungen, Mischsendungen, Päckchen usw. andieAbsender zurückgehen zu lassen, woraus Verzögerungen, doppelte Porti und eine Verärgerung der Absender und der Post enfftehen. Die Vorschriften über die Absendung der Auslandpost sind an den von der Post hierfür besonders eingerichteten Schaltern zu erfahren. In erster Linie ist zu beachten, baß die'Briefe (DIN=5ormat, nicht über 4 Seiten!) nicht frankiert in ben Briefkasten geworfen werden dürfen, sondern daß sie, versehen mit der vollständigen Anschrift des Absenders, von diesem unfrankiert an dem Postschalter aufgegeben werden müssen, wobei sich der Absender durch einen behördlichen Ausweis mit Lichtbild auszuweisen und das Porto in bar zu entrichten hat. Keine Ansichtspostkarten, keine gefütterten Briefumschläge unb von Privatleuten keine Drucksachen, Mischsendungen, Zeitungen und Zeitschriften in das Ausland! Der Seifenbezug des Einzelhandels. Nach einer Anordnung der Reichsstelle für industrielle Fettversorgung haben ab 1. Juli 1940 die Verkaufsstellen empfangene Kartenabschnitte unb Bezugscheine für Seifenerzeugnisse unb Waschmittel bei den zuständigen Wirtschaftsämtern gegen Sammelbezug- scheine jeweils bis zum 10. des folgenden Monats einzutauschen. Der Umtausch von Sammelbezugscheinen in Großbezugscheine durch die Lieferstellen hat spätestens bis zum 20. des jeweiligen Monats bei den zuständigen Wirtschaftsämtern zu erfolgen. Die Warenbezugscheine sind dabei nach Warensorten geordnet vorzulegen. Die vor dem 1. Juli vereinnahmten gelben Kartenabschnitte und Bezugscheine sind in der bisher vorgeschriebenen Weise zur Ueber- prüfung bereitzuhalten. Dagegen sind sämtliche bis zum 30. Juni 1940 vereinnahmten roten Abschnitte ber Zusatzseifenkarten, die bereits beliefert sind ober auf die Bestellungen getätigt wurden, an bie zu- ftänbigen Wirtschaftsämter abzuliefern. Gießener Wochenmarktpreise. * G i e ß e n, 25. Juli. Auf bem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Wirsing % kg 12 bis 15, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 15, rote Rüben 15 bis 20, Spinat 20, Römischkohl 10 bis 12, Bohnen, grün, 16 bis 22, gelb 22, Erbsen 25 bis 30, Mischgemüse 15, Tomaten 40, Zwiebeln 15, Rhabarber 10, Pilze 50, Kartoffeln, neue, kg 7,9 Rpf., Frühäpfel 40, Falläpfel 10, Himbeeren 40, Heidelbeeren 42, Stachelbeeren 20 bis 25, Johannisbeeren 25, Erdbeeren 50, Pflaumen 40, Mirabellen 45, Blumenkohl, das Stück 20 bis 25, Salat 5 bis 10, Salatgurken 10 bis 50, Einmachgurken 3 bis 6, Oberkohlrabi 5 bis 15, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bund 10 bis 12 Rpf. ♦* Auszeichnung. Major Hölzel, Kommandeur eines Infanterie-Bataillons, würbe mit der Spange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse ausgezeichnet. ** „Luftangriffe a u f deutsche Städte und Dörfer." Bei den Luftangriffen feindlicher Flieger wurden selten militärische Ziele getroffen. Gerade deshalb aber mußte die Zivilbevölkerung in den betroffenen Landesteilen Mühen und Opfer auf sich nehmen. Der zivile Lufffchutz, insbesondere aber die Selbstschutzkräfte haben durch ihren sachkundigen und mutigen Einsatz überall größeren Schaden verhindert. Zahlreiche, zum Teil mit interessanten Bildern versehene Berichte darüber veröffentlicht das soeben erschienene Heft der „Sirene". Es bringt u. a. auch einen Bildbericht vom „Flugkünstler Möwe", der zeigt, wie bei der Konstruktion unserer Flugzeuge die beim Flug der Möwe gewonnenen Erfahrungen verwertet werden. Aus der engere« Heimat. Schloß Wächtersbach wird wieder aufgebaut. LPD. Wächtersbach, 24.Juli. Schloß Wäch. tersbach, das im Herbst vorigM Jahres das Opfer einer schweren Feuersbrunst wurde, die manchen bebeutfamen Kunstschatz zu vernichten drohte, stehl im Zeichen des Wiederaufbaues. Nachdem bereits im Laufe der letzten Monate das gesamte Gebäude mit einem Notdach versehen worden war, sind auch die Jnnenarbeiten im Gange; sie werden, wie auch der gesamte ach die Erhaltung des einstmaligen Schloßbildes hinzvelende Wiederaufbau durch ein Frankfurter Großbauunternehmen ausgeführt. Zeugen gesucht. Zur Bluttat bei Schwickershausen. LPD. Frankfurt a. M., 24. Juli. Der Täter, der am 20. Juli in der Feldgemarkung Schwitters-' Hachen bei Limburg eine 23jährige Büroangestellte aus Frankfurt a.M. überfallen und durch Messerstiche schwer verletzt hat, konnte noch nicht ermittelt werden. Es ist anzunehmen, daß sich der Täter nach der Tat in Richtung Hasselbach oder Rod a. d. Weil entfernt hat. Nicht ausgeschlossen ist aber, daß der Täter vom Tatort aus durch den Wald auch eine andere Richtung eingeschlagen hat. Wer hat um die Zeit der Tat in der Umgebung des Tatortes — der Tatort befindet sich in der Nähe der Straße Schwickershausen—Hasselbach ungefähr in der Höhe der Abzweigung nach Dombach — eine Person wie bie bereits beschriebene beobachtet? Wer ist der Mann, der gegen 16.30 Uhr am 20. Juli 1940 (Samstag) in Richtung Rod a. d. Weil ging, und dem auf diesem Wege, als er aus dem Wald herausgetreten war, das von Hasselbach kommende Postauto begegnete? Dieser Mann wird gebeten, sich bei der Bürgermeisterei in Rod a. d. Weil ober in Hasselbach zu metoen. Personen, die zur Sache irgendwelche Mitteilungen machen können, werden gebeten, dies bei der nächsten Polizei, ober Genbarmeriestotion zu tun. Auch bie Staatsanwaltschaft in Limburg nimmt in dieser Sache Mitteilungen entgegen. Alle Mitteilungen werden ver- traulich behandelt. Landkreis Gießen. * Hungen, 23. Juli. Am vergangenen Sonntag fanb ber erste Lehrgang für bie vormilitärische Wehrerziehung im Motorsturm 5/M 147 seinen Abschluß. Unter Leitung des Sturmführers Rinker wurden Geländedienst, Handgranatenwerfen und Schießübungen im Gelände durchgeführt. Oberstaffelführer Hartmann nahm Gelegenheit, den gesamten Stürm, der sich aus den Trupps Lich, Villingen und Hungen zusammensetzt, zu besichtigen und stellte mit Genugtuung fest, daß die vormilitärische Ausbildung mit sicherem Blick auf das Ziel richtig durchgeführt wurde. An 116 Männer des Sturmes können nunmehr die „Vormilitärischen Ausbildungsscheine des NSKK." ausgegeben werden. THahtgau. LPD. Langenselbold, 24. Juli. Ein hiesiger Bauer, der ein mehrere Jahrhunderte altes Fachwerkhaus bewohnt, fand, als er feinen Keller aufräumte, ein Tongefäß, das über 100 alte Silbermünzen aus vergangenen Jahrhunderten barg. Eine Anzahl dieser Münzen ist im Jahre 1726 geprägt. Man nimmt an, daß ber Schatz in ber bewegten Zeit bes Franzosenrückzuges 1813 im Keller in Sicherheit gebracht worben ist. Ober-Westerwald. Lpd. Hachenburg, 24. Juli. In Altstadt bei Hachenburg stieß ein zweijähriges Kind einen Topf mit kochender Milch um, wobei das Kind schwere Brandverletzungen erlitt. — Immer wieder muß darauf hingewiesen werden, daß man die größte Vorsicht walten lassen muß, wenn in Anwesenheit von kleinen Kindern mit heißem Wasser oder sonstigen heißen Flüssigkeiten hantiert wird. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) V. 3. in Vlaulbach. Sie können bei der Errichtung des Zaunes bis an die Grenzlinie Herangehen, dürfen diese aber nicht überschreiten. Dies ist auch bei der Anbringungen der Latten zu beachten.