Donnerstag, 25. April MV Gießener Anzeiger Der Vormarsch nördlich Lillehammer unruhigung ruhigere B> 3 1 12. 1 13. 3-29 Im 2 belegt. 5 7 14 7 8 4 4 2 2 1 ieie. OS). ; hervor. Allerdings griff bald eine eurteilung Platz. Die Erklärung Molo- Schlachtfchiffe Kreuzer Zerstörer U-Boote Meter 1 i Presse unterbunden hatte, erschien schließlich in allen Blättern — meist an versteckter Stelle — eine kleine Notiz, von wenigen Zeilen, in der es hieß, die Behörden hätten die Ladung des Schleppkahns „Telemont" gemäß dem Donaustatut beschlagnahmt, weil sie nicht der in Sulina abgegebenen Deklaration entsprochen habe. Also kein Wort von dem gefährlichen Inhalt dieseL Kahns, kein Wort davon, daß es sich um ein englisches Fahrzeug handelte, das nur eine Einheit der großen Sabotageaktion darstellte. Im ganzen also eine Veröffentlichung, die dem Leser, der nicht ohnehin schon gerüchtweise von der Affäre gehört hatte, nicht das geringste zu sagen hatte. Uns scheint, daß es nicht genügt, immer wieder pathetisch seine Neutralität zu betonen, sondern daß ein neutrales Land auch einmal, wenn nötig, den Mut haben muß, Verletzungen dieser Neutralität öffentlich anzuprangern, auch wenn der Schuldige eine Großmacht wie England ist. Immerhin haben die Ufermächte Rumänien, Jugoslawien, Bulgarien und Ungarn sich durch den Vorfall veranlaßt gesehen ein Abkommen über den gemeinsamen Schutz der Donauschiffahrt zu schließen. Dennoch darf Die aus dem Raum von Stavanger vor- gehenden deutschen Truppen haben starke Teile einer norwegischen Division zum Kamps gestellt und nach hartnäckigem Widerstand im Zusammenwirken mit der Luftwaffe entwaffnet. Die Gefangenenzahl beläuft sich auf vorläufig 50 Ofiziere und 1300 Wann. Bei dem Versuch, den Flugplatz Stavanger anzugreifen, wurden drei britische Flugzeuge von der deutschen Iagdabmehr 150 Kilometer südwestlich Stavanger erfaßt und nach kurzem Luft- kampf alle drei über der Nordsee a b g e s ch o s s e n. Nordsee britischen Zerstörer durch Bomben schweren fen darauf die englischen Schiffseinheiten an. 1 Kreuzer erhielt einen Volltreffer schwersten Kalibers und sank, ferner wurden insgesamt 4 Volltreffer schweren und schwersten Kalibers auf leichte und schwere Kreuzer erzielt, auch 1 Zerstörer erhielt einen Volltreffer schweren Kalibers. Bei den Kreuzern handelt es sich unter anderen um Schiffe der Suffolk - Klaffe und London - Klaffe. Stoppen eines Schiffes, Schlagseite bei einem anderen, Zerstörungen an Bord und Oelflecke im Wasser wurden beobachtet. Am früheren Morgen des 10. April stießen erstmalig englische Kreuzer und Zerstörer gegen Narvik vor. Der englische Angriff wurde abgeschlagen, 3 englische Zerstörer waren vernichtet und 1 Zerstörer schwer beschädigt. 19. April: Nördlich Narvik wurden feindliche Seestreitkräfte und Transportdampfer, die eine Landunasaktion vorbereiteten, durch Kampfflieger angegriffen und schwer getroffen. 1 U-Boot wurde durch Bombentreffer sofort versenkt. Im Skagerrak und Kattegat wurden wahrscheinlich 3 feindliche U-Boote vernichtet. 2 0. April: 1 Kreuzer und 2 Truppentransporter erhielten Volltreffer schweren Kalibers. Starke Rauchentwicklung aus den Schiffen und große Oelflecke im Wasser ließen die zerstörende Wirkung der Bombentreffer deuttich erkennen. 21. April: Bei dem Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf englische Seestreitkräfte am 19. 4. wurden 1 weiterer Kreuzer sowie 2 weitere Truppentransportschiffe getroffen. Bei Andalsnes wurde 1 Kreuzer mit einer Bombe schwersten Kalibers versenkt, 1 anderer Kreuzer erhielt von Flugzeugen Bom- bentteffer mittleren Kalibers, zeigte Stichflam- men und setzte sich anschließend auf Sttand. An einer anderen Stelle wurde 1 Truppentransportschiff von 15000 Tonnen durch mehrere Bomben in Brand gesetzt, 1 weiterer Truppentransporter erhielt durch Bombeneinschlag starke Schlagseite. 2 2. April: Dor Namsos und Andalsnes wurde 1 britischer Zerstörer durch Fliegerbomben getroffen und 2 feindliche Handelsschiffe versenkt. Bei der U-Bootsjagd im Skagerrak und Kattegat wurden 2 feindliche U-Boote vernichtet. Berlin, 24. April. (DNB.) Deutsche Truppen haben bei ihrem schnellen Vordringen nördlich Lillehammer auch gestern wieder im scharfen Zugriff feindlichen Widerstand gebrochen. Unter den zahlreichen Waffen- und Waterialmengen, die dabei in deutsche Hand fielen, befanden sich auch 20 Wa- schinengewehre, sechs Tankabwehrbüchsen und eine Willion Schuß Jnfanteriemunition englischer Herkunft. Ferner haben die deutschen Truppen militärische Karten vom norwegischen Gebiet im Waßstab 1 : 100 000 erbeutet, die im britischen Kriegsmini st erium nach norwegischem Waterial nachgedruckt worden sind. Diese Karten sind ein weiteres Beweisstück für die von langer Hand vorbereitete britische Landungsaktion in Norwegen. m ... , Bukarest, im April. Wenn Rumänien auch unmittelbar vom Kriege verschont geblieben ist, so weiß es doch ein sehr realistisches Lied zu singen von den m i t t e l b a r e n Auswirkungen des Krieges auf einen neutralen Staat. Es hat nicht an Beeinflussungsversuchen und Einwirkungen gefehlt, um in diesem Raum Unruhe zu schaffen und die normalen Beziehungen dieses Landes zu seinen wichtigsten Wirtschaftspartnern zu stören. Am 22. März lancierte der Bukarester Reuter-Vertreter Lovell mehrere Nachrichten hinaus in die Welt, in denen zuerst behauptet wurde, der deutsche Gesandte, dann der Wirtschaftsvertrag- Sachverständige Clodius hätten an die rumänische Regierung ein Ultimatum wirtschaftlicher Natur gerichtet. Zweck dieses Ultimatums sei, den Rücktritt der Regierung Tatarescu zu erzwingen und damit Platz zu schaffen für eine Regierung unter dem Vorsitz Vaida-Voevods. Es erübrigt sich fast zu betonen, daß an dieser Ultimatumsmeldung kein wahres Wort war und daß die deutsch- rumänischen Beziehungen sich in einer Atmosphäre gegenseitiger Achtung und des Einverständnisses ab- wickeln, die jeden ultimativen Schritt schon rein begrifflich ausschließt. Die rumänische Regierung hat die einzig richtige Maßnahme ergriffen und den Urheber dieses Brunnenvergiftungsversuches fristlos ausgewiesen. Eine Woche später, in den letzten Märztagen, I rief dann die Rede Molotows vor dem Obersten I Rat wegen der Rumänien betreffenden Stellen Be- 1 8 = 28; zus. 57. ■ (6:2). ise trafen neuen Po- nahm der schon hieß e heuchel- sch einmal le die Sei» 1 drängten doch einen rüher Sie« is war der höhe. Ans auch etwas die mehr- s gesamten ’o daß das mung geht. 7:3 (5:1). len Sport« ifed obige -Pokalspiel, isdach war bzuwehren, lit 5:1. r gegen die jur Entfal« mei Ircf« 7:3 gestellt. Ein Reichskommisiar für die besetzten norwegischen Gebiete Berlin, 24. April. (DNB.) Der Führer ernannte Oberpräsident Terboven zum Reichskommissar für die besetzten norwegischen Gebiete. Reichskommissar Terboven ist in dieser seiner Eigenschaft dem Führer unmittelbar unter- st e l l t. Oie Einnnahme von Steinkjer. Berlin, 24. April. (DNB.) Das planmäßige, erfolgreiche Fortschreiten der deutschen Truppenbewegungen in Norwegen wird durch einen bedeutenden Erfolg bestätigt. In Zusammenwirken von Seestreitkräften und Heeresteilen gelang es, den Ort Steinkjer nach Kampf zu besetzen. Steinkjer hat durch seine Lage am Nordende des tief eingeschnittenen Trondheim-Fjord besondere Bedeutung. Die hier eingenommene deutsche Stellung sperrt die von Namsos über Grong nach Trondheim führende Eisenbahn und Straße. Die deutschen Truppen in Trondheim haben damit den von ihnen besetzten Raum außerordentlich erweitert und sich eine erhebliche Operationsfreiheit gesichert. Jeder Versuch, von Namsos aus entlang der Bahnlinie nach Süden vorzustoßen, trifft nunmehr bereits 100 Kilometer nördlich Trondheim auf deutschen Wider- stand, der durch die Geländeverhältnisse besonders begünstigt wird. die Donau als Gefahrenpunkt nicht außer Acht gelassen werden. Die Donaustaaten sind sich darüber im klaren, daß auf einen feindlichen Akt der Westmächte hier das Deutsche Reich sofort eingreifen würde. Deutsch-rumänische Wirtschafisvereinbarungen. Berlin, 24. April. (DNB.) Der deutsche und der rumänische Regierungsausschuh für die Regelung der deutsch-rumänischen Wirtschaftsbeziehungen haben in Bukarest eine gemeinsame Tagung abgehalten, die heute mit der Unterzeichnung einer Reihe von Vereinbarungen, in denen das Ergebnis der Arbeiten der Regierungsausschüsse niedergelegt ist, ihren Abschluß gefunden hat. Beide Regierungsausschüsse haben eine Heberprüfung der Entwicklung des Waren- und Zahlungsverkehrs zwischen den beiden Ländern vorgenommen und eine Reihe von Waßnahmen vereinbart, durch welche die Durchführung der früheren Vereinbarungen erleichtert wird. Insbesondere ist dafür Sorge getragen worden, daß sich der Zahlungsverkehr reibungslos abwickelt. Kalibers getroffen. ... April: Ein Kampffliegerverband griff in den Abendstunden feindliche Kriegsschiffe 200 Kilo- nordwestlich von Trondheim an. Flugzeugträger wurde durch Volltreffer einer schweren Bombe schwer beschädigt. schwerer Kreuzer durch zwei Bomben getroffen und bewegungsunfähig gemacht. 11. April: In Narvik haben englische Seestreitkräfte versucht, in den Hafen einzudringen. Bei der erfolgreichen Abwehr wurden ~ feindliche Zerstörer vernichtet. 1 Zerstörer schwer beschädigt. ' Deutsche Aufklärungsflugzeuge haben in der Tt er Jupp gepachtet^ b-l*°L ir den kur' igen? W: mann viel kurzer^ sie l«n Langes ist er W! ht es M Ich * Er * a» konnn, W wartens daß '■ d°ßd»°" |8*»s ,hl KB ■w -.'S £ant) im Gtörungsfeuer Von unserem Dr. H.-Korrespondenien. XSI ßch töie. I aut I de I ft I »1 ??•* I ’.\»s .' Wenin $ "i der 'N der wftam. I£> daraus Mrefser. Nach, Sieg Flugzeugträger Truppentransporter getroffen bzw. schwer beschädigt: Schlachtschiffe Kreuzer Zerstörer U-Boote Flugzeugträger Truppentransporter 57 Schiffe m 43 Tagen. Englands Kriegsschiffsverluste feit Beginn der Norwegenaktion Är ,90.3«6rg schossen ' die (Ent. Nunmehr Luft und er erfolg» der auf. war, ge- !0:3). >el für sich lart kämp. kurz nach fer, der in nichts ge- e .Großen- hatten die die starke zukommen, ann flaute durch die- und durch Volltreffer versenkt. 14. April: Bei dem Großangriff englischer Seestreitkräfte auf Narvik wurde 1 Zerstörer (Cos- sack) in Brand geschossen und strandete. Der Zerstörer „Eskimo" sowie weitere Zerstörer wurden desgleichen schwer - beschädigt und vernichtet. Bei einem Zusammenstoß deutscher und britischer Seestreitkräfte am 9. 4. wurde der britische Schlachtkreuzer „Renown" beschädigt. Ein deutsches U- Boot hat nördlich der Shetlands einen Kreuzer der Glasgow -Klaffe torpediert. U - Jagdverbände vernichteten im Skagerrak drei feindliche Unterseeboote. 15. April: Im Skagerrak vernichteten unsere dort operierenden Streitkräfte 2 weitere feindliche U-Boote. v , 16. April: Am 15. April wurde 1 britischer Kreuzer vor der norwegischen Küste von deutschen Kampfflugzeugen angegriffen und von schweren Bomben getroffen. Der Kreuzer blieb zunächst mit starker Schlagseite liegen und sank darauf. 17. April: Ein deutsches U-Boot ^versenkte nordöstlich der Shetlands 1 Zerstörer der Tribal-Klasse, 1 großes Transportschiff wurde durch Volltreffer schwer getroffen, 1 U-Boot wurde versenkt. 18 April: Stavanger wurde in den Morgenstunden des 17. 4. durch britische Kreuzer aus weiter Ferne beschossen. Deutsche Kampfflugzeuge gnf- Berlin, 24. April. (DNB.) Die englischen und französischen Lügenzentralen haben den Versuch unternommen, die erfolgreichen Operationen der deutschen Wehrmacht und der Marine im norwegischen Raum in englisch-französische Erfolge umzu- f ä l s ch e n. — In den Rahmen dieser durchsichtigen Manöver gehört auch der Versuch, die Meldungen des Oberkommandos der Wehrmacht über britische Kriegsschiffsverluste abzuleugnen bzw. zu verschleiern. — Das Reuter bur o uerftieg sich in einer, wie es hieß, „aus amtlicher Quelle stammenden Zusammenstellung", sogar so weit, daß es die geradezu frivole Behauptung aufstellte, kein englischer Kreuzer sei bisher verloren gegangen. — Entgegen diesen Behauptungen ergibt sich aus den Berichten des Oberkommandos der Wehrmacht allein seit dem 9. April f o l - gende Uebersicht über die Verluste bzw. Beschädigungen britischer Schiffe durch Angriffe der deutschen Luft- und Seestreitkräfte: Zusammenfassung. Versenkt bzw. in Brand gesteckt: tows, daß die Sowjet-Union nie auf Bessarabien verzichtet habe, deutete man schließlich als eine Unverjährbarkeitserinnerung. Um so freudiger begrüßte man die Stellen der Molotow-Rede, die von der Friedenspolitik der Sowjetunion sprachen. „Wir wollen aus der Rede Molotows nur das zurückbehalten, was uns einander nähert, das heißt unser beiderseitiges Bestreben, den Frieden unter den Völkern und die Sicherung unserer Länder in strengster Neutralität zu wahren", schlotz die halbamtliche „Romania" versönlich die Aussprache al). In die letzten Märztage fiel auch ein in zahlreichen amerikanischen Blättern erschienener Bericht der Associated Preß aus Bukarest, dessen Verfasser wissen wollte, daß die Türkei den Westmächten gestattet habe, mit ihren Kriegsschiffen d i e Dardanellen zu passieren. Die außergewöhnlich scharfe Stellungnahme der zuständigen türkischen Stellen und der türkischen Presse gegen die Nachricht machte sehr bald deutlich, daß auch an ihr nichts Wahres war. In der Tat ging die Sensationsmeldung auf einen Versuchsballon zurück, den das in französischer Sprache und im Geist der Westmächte abgefaßte nicht allzu bedeutende Bukarester Blatt „Le Moment" einige Tage vorher hatte steigen lassen. Einen gewissen Anlaß zur Beunruhigung gaben die seit Ostern sich wieder häufenden Petroleumbrände im Ploestier Erdölgebiet. Zwar haben die rumänischen Behörden einen ausgezeichneten Ueberwachungsdienst zum Schutze dieses wichtigsten Faktors des rumänischen Volkoermögens eingerichtet, aber es ist praktisch unmöglich, neben jede Sonde, in jeden Winkel einer Raffinerie und zu jedem Kesselwagen einen Gendarmen zu stellen. Mochten Optimisten diese Kette von kleinen Explosionen noch als eine zufällige Häufung von Unglücksfällen ansehen, so bewies doch ein anderes Ereignis in den ersten Apriltagen unzweideutig, daß von interessierter Seite bewußt Sabotageakte großen Stils unternommen wurden. Die Rolle der Donau als der großen Wirtschaftsstraße zwischen dem hochindustriellen Deutschen Reich und den agrarischen Südostländern bedarf keiner Hervorhebung. Es ist daher kein Wunder, daß die Westmächte manches wagen würden, wenn sie diesen Austauschweg sperren könnten. Sabotageversuche sind daher wiederholt unternommen worden. In 80 Kilometer Laufes zwischen Jugoslawien und Rumänien durchfließt der Strom vier Klippen- fnfteme, in denen Engpässe und Stromschnellen enge Fahrrinnen freilassen. Im Kasan, einem dieser Klippensysteme, ist der mächtige Strom stellenweift nur hundert Meter breit, und im Giemen 'lor wird eine Fahrrinne künstlich offengehalten. Wenn hier eine Sprengung gelänge oder em Schiff verftnri würde, so könnte die Schiffahrt für längere Zeit unterbrochen werden. f( „ Am 6. April wurden nun fünf englische Schlepper mit neun Kähnen, die d o n au a us - wärts fuhren, bei Giurgiu von rumänischen Behörden angehalten. Bei der Einfahrt m die Donau in Sulina war der Inhalt der Kahne als Konserven und Maschinenersatzteile für Budapest deklariert worden Durch die Indiskretion von Besatzungsmu- gliedern aber wurde bekannt, baß sich um , ganz andere Dinge handelte. Bel der Unter- suchung stellte sich nämlich heraus daß die harmlosen Konserven und Maschinenteile in Wirklichkeit Sprengstoffe, Revolver, Mascymengewehre, Schiffskanonen und dergleichen nette Dmge die Besatzungmitglieder aber mit Sonderpassen versehene englische Spezialsoldaten, Dfh3iere “ $ irisches Personal waren. Die Expedition hatte, sich dann bei der Untersuchung h.^ausstellte die Aufgabe, die Donau an einer Reihe von Stelle für den Wirtschaftsverkehr u n b r a u ch b a r zu machen. Der Inhalt der Kähne wurde beschlagnahmt: Sechzehn Lastwagen wurden damit beladem Die Schlepper und Kähne selbst wurden wieder ionauabroärts dirigiert und die über hundert Man Besatzung aus Rumänien ausgewiesen. sse. E"i°s°7'Fall^O°ff°>'Mchk°tt L°nd-- S-- Iber die Vorgänge in Giurgiu in der rumänische ___ April: Bei der Ueberwachung der Nordsee überraschten deutsche Kampfflugzeuge zwei auf-- ge tauchte fahrende britische U-Boote. Beide U- Boote wurden mit mehreren Bomben angegriffen Pcffffche16 * g Fra Su?lvrühlsch e Univerfttätröruckerei 8. Lange General-Anzeiger fürGberhessen $ Stehen,g§ch«lstrahe T-9 10 April: Britische Seestreitkräfte und Transportschiffe wurden gestern in den spaten Nachmit- tagsstunden von der deutschen Luftwaffe angegr s- fen und vernichtend geschlagen. Fast alle feindlichen Kriegsschiffe erhielten Volltreffer schweren Kalibers, einzelnen wurden getroffen: Schlachtschiffe mit je 2 oder 3 Bomben, Schlachtkreuzer nut je einer Bombe, schwere Kreuzer mit zwei bzw. einer Bombe, schwerer Kreuzer wurde mit Bombentreffern in Brand gesetzt, . . , 0 Transportschiffe wurden mit je einer Bombe gefahrvollen Gewässer der norwegischen Küste zu begeben, um dort Einheit an Einheit durch die Angriffe der deutschen Luftwaffe einzubüßen. Wenn er das unterläßt, so gibt er baifiit eine Niederlage zu, die von dem ohnedies arg zerscdundenen Prestige der Plutokratien nicht mehr viel übrig lassen wird. Greuelmärchen über das deutsche Aufbauwerk im Osten eindeutig widerlegt. Der Wehrmachtsbericht. Berlin, 24.April. (BBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die feindlichen See- und Landstreitträfte imGe - biet von Baroik haben sich weiter verstärkt, ohne bisher znm Angriff zu schreiten. Bordöstlich Trondheim nahmen deutsche Truppen nach kurzem Kamps die wichtige Enge von Stein- kjer an der äußersten Bordostspihe des Trondheim- fjordes. 80 Gefangene wurden eingebracht. Ostwärts von Bergen schreitet der Angriff gegen die bei Botz befindlichen norwegischen Kräfte fort. Die Kämpfe im Raume von Stavanger sind abgeschlossen. Zwei norwegische Regimenter wurden dort in Zusammenwirken mit der Luftwaffe angegriffen und nach kurzem, hartnäckigem Kampf entwaffnet. Die von Oslo aus nach Borden und Bordwesten vorgehenden deutschen Hauptkräfte haben, von Panzertruppen und der Luftwaffe unterstützt, den feindlichen Wider- sland überall gebrochen und sind in flottem Borgehen. Weitere Berstärkungen schlietzen auf und treffen täglich in Oslo ein. Ein Angriffsver- f u ch englischer Flugzeuge auf die Umgebung der Flugplätze von Oslo hatte keinen Erfolg.Einige Privathäuser wurden beschädigt. Die Luftaufklärung am 23.4. erstreckte sich wiederum auf die gesamte Bordsee, insbesondere gegen die Orkneys und das Seegebiet vor der nor- wegifchen Westküste. Die Angriffe der deutschen Kampffliegerverbände richteten sich mit Schwerpunkt gegen d i e Ausladungen der Briten an der norwegischen Küste sowie gegen die von ihr ins Landesinnere führenden S kratzen und Eisenbahnlinien. 3m Bamsosfjord wurde ein Zerstörer schwer beschädigt, vor Andalsnes ein weiterer Zerstörer und ein Transporter fo getroffen, datz auf beiden Schiffen Feuer aus- brach. Am Eingang zum Woldefjord erhielt ein anderes Transportschiff zwei Bolltreffer, die das Schiff manövrierunfähig machten. An einer anderen Stelle wurde ein feindlicher Frachtdampfer mit mehreren Bomben belegt. Lr zeigte kurz darauf schwere Schlagseite. Bei den ins Can- Berlin, 24. Avril. (DNB.) Die Deutsche Diplomatische Politische Korrespondenz schreibt u. a.: Die nach Frankreich geflüchteten polnischen Emigranten und Deserteure empfinden wieder einmal das Bedürfnis, die Welt, die sie mit Recht ignoriert, auf ihre verborgene Existenz aufmerksam zu machen. Diesem Zweck soll die Veröffentlichung eines Pamphlets über die gegenwärtigen Verhältnisse auf dem Gebiete des ehemaligen polnischen Staates dienen. Mit Erschütterung und Abscheu hat vor wenigen Wochen die Presse aller Länder die dokumentarischen Berichte über den brutalen Ausrottungskampf wiedergegeben der in Polen 20 Jahre lang systematisch und erbarmungslos gegen das Deutschtum geführt worden ist. Wenn daher heute polnische Emigranten und Deserteure, die zum Teil persönlich als Mitglieder früherer polnischer Regierung die Untaten des polnischen Chauvinismus mit auf dem Gewissen h-aben, die Stirn besitzen, gegen Deutschland an die Öffentlichkeit zu appellieren und hierbei von der englischen und französischen Regierung unterstützt werden, die die politische und moralische Mitverantwortung für die polnischen Verbrechen tragen, so kann dies wirklich nur als Hohn auf das von diesen Männnern heuchlerisch angerufene Weltgewissen angesehen werden. Nachdem die frühere polnische Regierung unter dem Einfluß der Westmächte in unbegreiflicher Verblendung die militärische Auseinandersetzung mit Deutschland provoziert und so den schnellen Zerfall des ganzen früheren polnischen Staates herbeigeführt hatte, war es die große politische Aufgabe der beiden allein interessierten Großmächte Deutschland und Sowjetruhland, im Interesse der Befriedigung von Mitteleuropa eine endgültige neue Ordnung der Dinge zu schaffen. Die Geschichte der letzten 20 Jahre hat mit wahrhaft tragischer Eindringlichkeit bewiesen, daß eine endgültige Beruhigung im Raume des früheren polnischen Staates nur möglich ist, wenn dem Volkstumskampf in diesem Gebiet für alle Zukunft ein Ende bereitet wird. Diesem Ziele diente die planmäßige und in voller Ordnung durchgeführte Umsiedlung deutscher und polnischer Bevölkerungsteile in ethnographisch geschlossene Siedlungsgebiete. Das polnische Pamphlet, das in diesem Zusammenhang von „barbarischen Deportationen" spricht, zeigt, daß den polnischen Emigranten diese früher gerade in westeuropäischen Kreisen geforderte und heute von Deutschland und Sowjetrußland im Interesse aller beteiligten Volkstumsangehörigen in die Tat umgesetzte Aktion höchst unbequem ist, da sie dem hetzerischen Versuchen polnischer Chauvinisten, in diesem Raum neuen Unfrieden zu stiften, endgültig einen Riegel vorschiebt. Die traditionelle polnische Mißwirtschaft hatte zur Folge gehabt, daß schon vor dem Kriege die große Masse der polnischen Bevölkerung ihr Dasein auf einem saft unvorstellbar niedrigen Lebensniveau fristen mußte. Besonders groß war das Elend der polnischen Landbevölkerung. Unter diesen Umständen ist es verständlich, daß die polnischen Landarbeiter seit Jahrzehnten von der Möglichkeit Gebrauch machten, in Deutschland als Wanderarbeiter Beschäftigung zu finden, wo sie von jeher wesentlich höhere Löhne als in Polen erhielten. Unter den heutigen Verhältnissen ist den Polen in wesentlich erhöhtem Maße Gelegenheit gegeben, ihre materiellen Lebensbedingungen durch Arbeitseinsatz im Reich erheblich zu verbessern. Dieser Arbeitseinsatz vollzieht sich ausschließlich auf Grund freiwilliger Meldungen bei den polnischen Behörden. Die Lasten des Krieges hatten die Lage der breiten Masse des polnischen Volkes zunächst weiter verschlechtert. So hatte allein der Drehbestand eine Reduzierung von 50 Prozent erfahren. Völlig sinnlose Maßnahmen der zurückgehenden polnischen Soldateska, wie die Demolierung wichtiger Eisenbahnen, Straßen- und Verkehrswege und die Zerstörung fast aller Gas- und Elektrizitätswerke drohten zu einer Lahmlegung des gesamten Wirtschaftslebens zu führen. Trotz der englischen Versuche, die Aushungerungsblockade gegen Deutschland zu führen, sind große Lebensmittelsendungen aus Deutschland in das frühere polnische Gebiet geschaffen worden. So wurden fortlaufend große Mengen von Getreide aus dem Reich planmäßig an die polnische Bevölkerung verteilt. Allein im Gebiet des Generalgouvernements erhielten Anfangs Februar 160 000 Polen Arbeitslosenunterstützung. Der Aufrechterhaltung des polnischen Wirtschaftslebens ist auch die Wieder- herstellung aller wichtigen Bahnhofs- und Brückenanlage zugute gekommen. Schon in den ersten Monaten der deutschen Verwaltung wurden 6 0 0 Kilo meter Eisenbahngleise wiederhergestellt. Das kirchliche L e b e n hat keine Unterbrechung erfahren. Die Geistlichen können ungestört chrer seelsorgerischen Tätigkeit nachgehen. Auch hohe kirch, liche Würdenträger polnischen Volkstums find nach wie vor im Amt. In den Fällen allerdings, in denen Geistliche ihre kirchlichen Funktionen zu chauvinistischer und friedensgefährdender Tätigkeit mißbraucht haben, waren Amtsenthebungen eine Notwendigkeit. Die in Polen regelmäßig auftretenden Epidemien lind sofort mit aller Energie bekämpft worden. Alle polnischen Medizinstudenten wurden in Schnellehrgängen ausgebildet und sofort als Aerzte eingesetzt. Im Bezirk von Warschau wurden allein gegen Typhus 680 000 Impfungen durchgeführt. So ist die deutsche Verwaltung überall am Werk, um die Schäden einer jahrzehntelangen Mißwirtschaft und die Folgen des von den Londoner Kriegshetzern entfachten Kampfes wieder gutzumachen. Unter diesen Umständen ist es nicht erstaunlich, daß sich auch die Polen willig in die neuen Verhältnisse eingeordnet haben. Selbstverständlich war es allerdings, daß gemeine Verbrecher, denen vor den deutschen Gerichten ihre aktive Beteiligung an den bestialischen Hinschlachtungen der Volksdeutschen nachgewiesen worden war, die verdiente Strafe erhielten. Die breite Masse der polnischen Bevölkerung ist jedoch willig dem Ruf zur tätigen Anteilnahme am Aufbauwerk gefolgt. Polnische Beamte, Richter, Aerzte versehen wieder ihren Dienst, bei Polizei, Eisenbahn und Post sind polnische Angestellte tätig. Die Städte sind fast ganz der polnischen Verwaltung überlassen; je nach der Größe des Ortes finden hier höchstens noch einige deutsche Ueberwachungsbeamte Verwendung. Alle diese Maßnahmen beweisen, daß Deutschland sich seiner Verantwortung für die ihm von der geflüchteten polnischen Regierung überlassenen Bevölkerung voll bewußt ist und alle Kräfte anspannt, um einen friedlichen Wiederaufbau und eine gerechtere soziale Ordnung in diesem rückständigsten aller europäischen Länder durchzuführen. Die Bemühungen der Emigrantenzentrale in Angers, diese Aufbauarbeiten durch hetzerische Lügen von außen zu stören, werden bei der polnischen Bevölkerung ebensowenig verfangen wie der Versuch Erfolg haben kann, durch Greuelmärchen abgegriffendster Art in der Welt die furchtbaren Opfer vergessen zu machen, die der frühere polnische Staat auf seinem Gewissen hat. besinnere führenden Eisenbahnen wurden an mehreren Stellen die Schienenstränge durch Bombentreffer aufgerissen, Bahnhöfe zerstört und Lagerschuppen in Brand gesetzt. Ein feindlicher Transportzug erhielt einen Bolltreffer und brannte aus. Bon feindlichen Truppen belegte Orte und Truppenlager wurden zerstört. 3m W e st e u keine besonderen Ereignisse. Bei einem nächtlichen Einflug in die Deutsche Bucht wurde ein britisches Flugzeug über Sylt durch Flakartillerie abgeschossen. Bei einem Luftkampf südlich Diedenhofen schossen deutsche 3äger zwei hurricane-Flugzeuge ab. Sin schwedischer Augenzeuge über dieEinnahme von Steinkjer. S t o ck h o l m, 24. April. (Europapreß.) Unter der Ueberschrift „Die Deutschen haben die Schlacht bei Steinkjer gewonnen" berichtet ein Sonderkorrespondent von „Nya Dagligt Allehanda": Das erste wirkliche Gefecht im Trondheim- Abschnitt wurde mit einem deutschen Sieg abgeschlossen. Die Schlacht um die Stadt Steinkjer ist von den Deutschen gewonnen worden. In der Nacht befand sich das gesamte Stadtgebiet in deutscher Hand und am kommenden Morgen bezogen die Deutschen schon wieder neue Stellungen nördlich von Steinkjer. Die Offensive gegen Steinkjer ging über Stiklestad vor sich, wo seit der Zeit Olavs des Heiligen keine Gefechte mehr vorgekommen sind. Die Deutschen haben die feindlichen Derteidigungs- truppen zum Rückzug gezwungen. Weiter berichtet der Korrespondent, daß die Einnahme und die schwere Bombardierung Steinkjers durch die deutsche Luftwaffe nicht ein einziges Todesopfer unter der Zivilbevölkerung gekostet habe. Die Schwierigkeit in der Verteidigung habe in der ungeheuren Wirksamkeit der deutschen Luftwaffe bestanden, die die Eisenbahnen und Landstraßen kontrolliere. Der britische Truppenlandungsplatz N a m s o s sei am Dienstagabend und Mittwochmorgen erneut von deutschen Bombern angegriffen worden. Die Stadt und der Hafen seien von der Zivilbevölkerung geräumt und würden jetzt von den Deuffchen als militärisches Ziel angesehen. Aus großer Höhe würden die Bomben über Namsos abgeworsen. Man könne bereits feststellen, daß die Hafen- a n I a g e n , wo die englischen Transportschiffe landen sollten, w e g r a s i e r t seien, so daß keine Möglichkeit mehr vorhanden sei, 6ort Truppen an Land zu bringen. Die englischen Streitkräfte seien nun gezwungen, irgendwo im Narnsosfjord Zuflucht zu suchen. Von hier aus sei es ihnen aber nicht möglich, irgendwie in Aktion zu treten. Oer 1. Mai. B e r H n, 24. April. (DBB.) Der 1.2Hai ist als Bafionalfeierfag des deutschen Bolkes auch in diesem Jahre gesetzlicher Feiertag. Offizielle Feierlichkeiten werden am 1.2Uai nicht veranstaltet, dagegen können kameradschaftliche Betriebsfeiern in würdigem und der Zeit entsprechendem Rahmen durchgeführt werden. Die übliche Beflaggung und Ausschmückung der Gebäude unterbleibt in diesem 3ahre. Moratorium für Verpflichtungen, Zinsendienst usw. zugunsten der Landwirtschaft gefordert werden, wie auch die Erhöhung der Hypothekenschulden, die England-Handel und Valutawirtschaft mit sich gebracht hätten, zu beseitigen fei. In bezug auf die kommenden Ordnung der dänischen Wirtschaft heißt es am Schluß: „Wir vertrauen darauf, daß man nicht, wie das bei den England-Verhandlungen geschah, die Not und die Abhängigkeit der Bauern ausnutzt, sondern uns ähnliche Arbeitsbedingungen zugesteht, wie sie den Bauern unseres großen Abnehmerlandes geboten werden. italienische Stimmen zur Lage in Aorwegen. Rom, 25. April. (Europapreß.) In den Berichten der italienischen Presse über die Operationen der deutschen Truppen in Norwegen wird immer stärker die entscheidende Mitwirkung der Luftwaffe unterstrichen, die in unermüdlichem Einsatz feindliche Truppen und Stützpunkte, Kriegs- und Transportschiffe mit Bomben und Maschinengewehrfeuer an= greife und dadurch nicht nur dem Gegner beträchtliche Verluste beibringe, sondern den ganzen Aufmarsch der englisch-französisch-norwegischen Streitkräfte in heillose Verwirrung bringe und den deut- chen Soldaten den Vormarsch durch das schwierige Gelände erleichtere. Heber die strategische Lage in Norwegen berichtet der Stockholmer Vertreter Des „G io male d'Italia", die deutsche Besatzung von Narvik habe ander Straße nach Nordosten Feldbesesti- jungen angelegt, um einen etwa von Har- tad kommenden Angriff der Engländer abzuwehren. Außerdem hätten die Deutschen einen Flugplatz h erge richtet, um den auf dem Luft- wege erfolgenden Nachschub zu erleid)tern. Die Engländer seien entgegen phantasievollen Meldungen bisher nirgendwo an der Kampffront erschienen, onaem hätten es vorgezogen, die norwegischen Abteilungen vorzuschicken und diese mit Waffen und Munition zu versorgen; aber auch da nicht immer. Ein amerikanischer Bildberichterstatter, der dem Einzug der deutschen Truppen in Hamar und ® leer um beigewohnt hat, hat dem Korrespondenten des „Giomale d'Jtalia^ versichert, die Einwohner beider Ortschaften hätten die deutschen Truppen mit freudigem Beifall empfangen. Der Pariser Vertreter des „Giomale d'Jtalia" pottet über den erkünstelten französischen Opttmis- mus hinsichtlich der Entwicklung in Norwegen, der sich auf feine greifbaren Tatsachen stütze. Wenn man die Auslassungen gewisser Pariser Blätter über die Lage der Deutschen- lese, dann frage man sich, wieso die Deutschen noch in Norwegen und Dänemark seien, und warum nicht statt dessen die Engländer und Franzosen bereits in der Umgebung von Berlin ständen. Vergleiche man die letzten amtlichen Mitteilungen des britischen Kriegsministeriums miteinander, dann müsse auffallen, daß in der ersten Mitteilung von „beträchtlichen Erfolgen der Trup- pen der Westmächte" die Rede gewesen sei, während die zweite nur von einem „Widerstand der Streitkräfte" gegen „Gegenangriffe der Deutschen" spreche. — lieber den Ausgang der Kämpfe schweige das englische Kriegsministerium sich aus, wie es auch darauf verzichte, eine Erklärung für die Tatsache zu geben, daß die angeblich in Trondheim belagerten Deuffchen auf einmal hundert Kilometer nördlich dieser Stadt zum Angriff übergegangen seien. Der Londoner Berichterstatter der „Tribuna" berichtet, die Sprache, die die englische Presse im Zusammenhang mit der achten Tagungdes Ober- sten Kriegsrats führe, bestätige die Kriegs- lust der Westmächte nicht nur gegenüber Deutschland, sondern auch gegenüber Italien. Diese Kriegswut seit nicht durch die Verlustzahlen gebannt worden, die der Schatzkanzler im Unterhaus genannt habe. Jedoch hätten sich in den englischen Massen Widerstände gegen die als ungerecht empfundene ungleiche Verteilung der vom Schatzkanzler angekündigten neuen Belastungen bemerkbar gemacht. Auch in Finanzkrei- sen der City seien gewisse Besorgnisse über die un= qeheure Verschwendung der wirtschaftlichen und finanziellen Kräfte festzustellen. Italienische Wirtschastssiege. Schließlich heißt es in dem Bericht, daß die Städte G r o n g und Snasa, die wichtige Eisenbahnstattonen sind, von deutschen ßuftftreitfräften angegriffen wurden. Auch diese Städte seien bereits von der Zivilbevölkerung aeräumt. Weiter sei die Ortschaft G a n g s u n d , südlich von Namsos, bombardiert und in Trümmer gelegt worden. Nie dänische Landwirtschaft. Kopenhagen, 25. April. (Europapreß.) Schärfste Kritik an dem bisherigen Englandhandel der dänischen Regierung und den verheerenden Folgen, welche sich hieraus für die Landwirtschaft ergeben haben, wurde auf einer Vorstands- sitzung des dänischen Landwirtschaftsbundes (L. S.) geübt, und Wünsche bet dänischen Landwirtschaft für eine Ausgestaltung der deutsch-dänischen Handelsbeziehungen wurden oorgetragen. In einer von dem dänischen Bauernführer Knuo Bach unterzeichneten Resolution, die von der Versammlung angenommen wurde, heißt es, die dänische Bauernschaft sei jetzt bestrebt, auch ohne Zufuhr von Westen h e r die Agrarproduktion so leistungsfähig wie bisher zu erhalten, man werde alles für eine reibungslose Umstellung der landwirtschaftlichen Erzeugung tun. Allerdings müsse ein vorläufiges Wer den Reichtum eines Staates an der Menge und Fülle landeigener Rohstoffquellen zu messen pflegt, tyird Italien als „armes" Land bezeichnen müssen, denn es ist nur an Quecksilber, Schwefel, Seide und Hanf so reich, daß es in diesen. Stoffen vom Auslande völlig unabhängig ist. Es ist daher leicht einzusehen, daß einer der Hauptpunkte des aschistischen Regimes der Ausgleich dieses Mangels durch eine weitsichtige staatliche Wirtschafts- I en f u n g, durch eine Umstellung der wirtschaftlichen und persönlichen Bedürfnisse der Bevölkerung und durch den Aufbau einer synthetischen Kunststoff- industrie ist. Wir pflegen die Bestrebungen solcher Art mit dem Begriff Autarkie oder. Selbstver- orgung zu kennzeichnen. Daß Italien unter der'Führung Mussolinis vom Beginn der faschistischen Machtergreifung an die Autarkie Italiens angestrebt hat, ist bekannt. Nicht bekannt war aber bisher, in welchem Maße es gelungen ist, auf diesem Gebiete Erfolge zu erzielen. Durch eine längere Studienreise quer durch Italien hat Professor Dr. V. P ö s ch l Einblick in den Um- ang der bisher erreichten Ziele der italienischen Autarkie gewonnen, über die er in der Zeitschrift „Vierjahresplan" soeben Auskunft gab. Professor Dr. Pöschl hat sich vornehmlich mit den Stoffgruppen der Nahrungsmittel, der Fasern, der Baustoffe und der Brenn- und Treibstoffe beschäftigt. In welcher Weise es Italien geglückt ist, sich auf Dem Gebiet der Nahrungsmittel vom Auslande unabhängig zu machen, veranschaulichen die folgenden Zahlen. Es find die stolzen Zahlen, die zum Siege der „W e i z e n f ch l a ch t" geführt haben. Nach ihnen betrug für Weizen: die Einfuhr die Eigenerzeugung 1913 1810 733 t 5 845 200 t 1929 1 764 373 t 7 079 500 t 1938 283 970 t 8 081 927 t Diese Erzeugungssteigerung ist deswegen besonders bemerkenswert, weil sie weniger auf einer Erhöhung der kultivierten Anbauflächen als auf einer erhöhten Arbeitsintensität beruht. Eine ähnlich erfreuliche Steigerung erfuhr der Anbau von Mais, Reis, Kartoffeln und Bohnen. Es betrug die Erzeugung im Jahresdurchschnitt: an Reis Mais Kartoffeln Bohnen im Jahrfünft 1929—1933 677 500 t 2 612 300 t 576 800 t 498 000 t im Jahrfünft 1934—1938 721 400 t 3 021 300 t 2 622 800 t 2 227 400 t Eine bedeutende Rolle auf dem Gebiet der Nahrungsmittel spielt in Italien das Olivenöl, das zum großen Teil das tierische Fett ersetzt und das darüber hinaus ein sehr begehrter Ausfuhrartikel ift Da sich hinsichtlich aller übrigen Nahrungsmittel, die den Inlandsbedarf voll decken, keine Verminderung eingestellt hat, so hat Italien sich vom Ausland so gut wie völlig unabhängig gemacht und damit seine Nahrungsfreiheit gewonnen. Auf dem Gebiete der Spinnstoffe ist es die Seidenraupenzucht, die trotz der Erfindung der Kunstseide erheblich gefördert wurde, und zwar besonders in den klassischen Städten des oberitalienischen Seidenbaus, zum Beispiel im ©uganatdL Neu- ausgenommen ist Förderung und Steigerung des Flachsbaus und Hanfbaus, die beide den Grundstock der Spinnstoffversorgung bilden. Neben der Steigerung dieser Spinnstofferzeugung, die feit je autark war, ist der Erzeugung von K u n st s e i d e und Zellwolle größte Aufmerksamkeit geschenkt worden. Daß man auch hier von einem wirtschaftlichen Siege des Faschismus sprechen kann, geht daraus hervor, daß man die Armut an Holz, auf das sich die Kunstseide- und Zellwolle-Erzeugung aufbaut, durch den Pfahlrohranbau ausgeglichen hat. Unerschöpflich sind die italienischen Vorräte an Marmor und Granit, die zusammen mit der sehr günstigen Zement- Erzeugung Italien bezüglich der Baustoffe von jeder Einfuhr frei machen. Die Förderung der metallischen Baustoffe bedurfte allerdings wieder der Fürsorge durch eine geschickte staatliche Wirtschastslenkung. Italien hat den Reichtum an Quecksilber in gesteigertem Umfang nutzbar gemacht. So betrug die Förderung an Quecksilber: 1934 ..... 441 t 1938 2300 t die 1934 484 583 6 941 33 104 121 493 1938 997 350 40 452 66 100 204 100 t t t t t t t t erbte an Eisenerz Manganerz Bleierz Zinkerz Zugleich wurde die Metallproduktion in hedlichem Umfange gesteigert. Es stieg nämlich Erzeugung: Wie sehr aber die Intensivierung der Erzför- d e r u n g dazu beiträgt, Italien trotz feiner Erzarmut mit metallischen Baustoffen zu versehen, geht aus den folgenden Zahlen hervor. Es betrug Förderung: an 1934 1938 1939 Stahl 1 849 821 t 2 322 500 t 2 726 000 t Roheisen 521 400 t 861838 t 1016 000 t Zink 24 864 t 34 100 t Um den Kupfermangel Italiens zu ersetzen, wurde in planmäßiger Weise die Bauxitförderung gehoben und dadurch eine ständig wachsende Aluminiumherstellung erreicht. Sie betrug: 1914 .... 7000 t 1925 .... 195 000 t 1937 .... 386 495 t Da die Vorräte an B a u x i t in Italien auf 20 Millionen t geschätzt werden, so wird es künftig an metallischen Baustoffe dieser Art niemals einen Mangel geben können. Eine andere Art, der Holzarmut zu steuern, ist die Herstellung des künstlichen Bretts, das beim Bauen sehr starke Verwendung findet. Sehr leistungsfähig und vom Auslande fast unabhängig sind die italienische Maschinen- industrie, Der Geräte- und Fahrzeugbau sowie alle Konstruktionsunternehmungen. Eine Uebersicht über die während des faschistischen Regimes aufs höchste gesteigerte chemische Industrie gegen die folgenden Zahlen: Es werden in der italienischen chemischen Industrie 400 000 Arbeiter und 40 000 Angestellte beschäftigt, die sich auf 1500 Betriebe verteilen, deren Produktion im letzten Jahre einen Wert von 3 Milliarden Lire darstellte. Den Mangle! an natürlichen Brenn- und Treibstoffen hat Italien durch die Hydrierung der Kohlen, der Schweröle, der Petroleumruckstände und des Asphalts auszugleichen versucht. Zu diesem Zweck wurden in Bari und Livorno Mei große Anlagen errichtet, deren schneller Aufbau zu bewundern ist und die nach ihrer Inbetriebnahme im Jahre 1938 bereits je 150 000 Tonnen Motorentreibstoffe hervorbrachten. Ueberblickt man nur die in diesen AusführungerL lhrartikel ist. gsmittel, die zrminberung Ausland so damit seine e ist es die r Erfindung e, und zwar oberitalieni' anatal. Neu- igerung der e beibe den Iben. Neben Ling, die seit unstseide leit geschenkt n wirtschaft- m, geht dar. olz, auf dar ung aufbaut, eglichen hat Vorräte an nen mit der talien bezug- machen. offe bedurfte ine geschickte it den Reich- lern Umfang rderung an zu tW #* 5,11 klrbA ufS Hon [ nämlich 1939. 2 726 000 1016 000 1 Ä U»*?' 1 |,»il W t- Xi !kS"" HZ ^98, ij 7°nen " ’ tdtigti Q"wd ““'M “’s äeti ' in* ?^gefühit. 1 ^ner Krieg, ^izumache^ ^^hältnjssr Qr es all«. ' .Jenen cor ^Wna qh erdiente r polnische» 3,Ur tätige» Jlnlsche Ze. hren Dienst, olnische An. n$ der pol. >r Troße lW deutsche I Deutschland von der oe- lssenen L, le. anspannt, eine gerech. d'gsten aller ; Bemühun. . diese Aus. n außen zu erung eben, rfolg haben >ster Art in zu machen, m Gewissen r Srzl°'l seiner Ern- ersehen, B s betrug Die Oer Vormarsch der deuischen Truppen in Norwegen An Bord eines deutschen Kreuzers. statt. * Gutenberg-Ausstellung in der berliner Slaalsbibliochek Kunst!" hat seit Jahrhunderten jeder wandernde ™ J. - , • r r. v i. rtcc: Sa« 'TWitrf korm nP: Das war die Losung. oas J — Der Goldschmied hatte damals nicht nur ro i- der jeder deutsche Soldat mit beiden Sanden zug Geschmeide für reiche Damen und prunkvolle griffen hätte. Nun tras uns das Schicksal aus oem > ... bie ^jr*en iU formen. Er schnitt auch Posten. Mußten wir ihm nicht dankbar sem? Unsere Gerat stQ^ um jie mit diesen Stempeln weiter. Es! in da- Messing °°n P°tjch°ft°n zu stanzen. 6° Backpulver mußte auf dem "Schiff Platz geschaffen werden für die Feldgrauen des Heeres. Schwimmwesten rollten an, Berge ... Man könnte sich aus ... zig Metern daraus medersallen lassen und fiele noch weich. Der Verpflegungsoffizier watete in Ziffern. Jawohl, auch*zu essen sollten sie haben, wenn's geht, vom Vesten. Warten. Fast ertrug man es nicht. Endlich rollte der Transport an. Graue Stahlhelme hängen aus den Abteilen, ein Gewirr von Köpfen, Tornistern und Gewehren ergießt sich auf den Bahnsteig. Sie wissen nichts. Ihre Mienen verraten höchste Betroffenheit, als sie im Bauch des Kriegsschiffes verschwinden. „ , r. Ungeschickt genug, so ein asfenbeschwerter, mit allen modernen Infanteriewaffen ausgerüsteter Landser an Bord, aber es geht. Alle werden kunst- gerecht verstaut. Trotzdem hat man den Eindruck, sie müßten aus den Bulleys herausquellen. Zwei Maskottchen, zwei kleine Hündchen haben sie mit, die noch rascher heimisch werden als sie. Am frühen Morgen legen wir ab. Rasch gehen die Gedanken noch einmal zurück, als die Leinen losgeworfen werden, und dann empfängt die Weite der See. Heute faßen wir in der Kammer und konnten uns nicht von dem Gedanken losreißen: wie wird es ausgehen? Dor Stunden hat sich der Himmel überzogen, war Nebel aufgekommen. Wird er uns daran hindern, einzulaufen? Zwar ist er denkbar bester Schutz gegen Flieger und U-Boote, trotzdem.. Ein Schleier hat sich über unser kühnes Unterfangen gesenkt. Morgen früh schlägt die Stunde der Entscheidung. Wir schauen chr mit ruhiger Zuversicht entgegen. E. Johannes Kiess. 1 6. 1?5 6 Zucker. 1/2-1 släsckck.0r.0eckec Bath-Aroma3‘itrone. envas Sol], 1 päckck-vc. Oether Sasteopuloer Vanille-öesckmock. etwa 1/81 entrahmte frifchmikh. 250g gehockte Kartoffeln (vorn Tage vorher). 250glDei3enmehl 1 Päckchen Dr. Oether .Sockln". 100 g Kolmen oder getrocknetes ' A s„ lucker die Sewürze and das mit etwas MUck ungerührte Soßenputoet 6a5 mit Badün- gemilchte unö gesiebte mehl werten abinedifetoh nut her utagen mild, unteegetührt Man oeroenhet nur (o nie! mild,. tafl (reiflenh) oom Löffel fällt Die geceinigten Rollnen oha da- in IDärfel geldinittene mildiobff werten zuletzt unter den tag getatat m» fuW ihn in eine gut gefettete, mit geriebener Semmel ausgeltaute nopfhudienfom. .) Dn teig wird glatter und feiner, wenn man bie Kartoffeln jmeunal burd, e Sieb ffreickt oder darckpreflt. gackzeit: Etaa 60 Minuten bei tckmocker Mittelditze. Bitte ausfchncibgn! n°Da befiehlt der Kommandant eine Besprechung. Unsere Erwartung ist bis zur Siedehitze gespannt. Noch war über die Aufgabe nichts durchgeslckert, man war vorsichtig geworden durch die Ersahrun- aen des Weltkrieges und wollte wichtige Entscheidungen erst in letzter Minute bekanntgeben. Der Zeiger der Messeuhr schien eine Welle still zu verirren als wir Wenigen wissend wurden. Wir empfanden den Ernst und die Verantwortung dieser Stunde. Wir hätten aufjubeln können vor erregter Freude, statt dessen knoteten wir die Hande und Finger ineinander, bis sie weh taten und bissen auf die Zähne, so stark packte uns die Erkenntnis: der Führer wollte an einem entscheidenden Punkt der morsch gewordenen Welt den Hebel anfetzen, btt Hydra England sollt an einem Kopf vernichtend aeschlaaen werden. Die norwegische Neutralität mußte ^vor dem englischen Zugriff sichergestellt wer- siert wird. 220 Neger bei einem Vrand umgekommen. In dem Städtchen Nalchez im St°°te Misiist sippi brach in einem Tanzlokal wahrend des Grun- dunasfestes eines Neger-Wohltatigkeitsvereins em Brand aus. Das Feuerland °u den Papierlchian- qen und Girlanden im Saale reiche Nahrung. Un- fer den Gästen entstand eine Panik Das Tanzla hatte ledig! ch einen Ausgang, in dessen Nahe das Jeuer au-brach Die Fenster waren mit Brettern verschlagen so daß die Mehrzahl der Anwesenden, für die ^-in Entweichen nicht möglich war umkam. Es fallen 220 Neger ums Leben gekommen sein. Riesige Waldbrände im Norden von Marseiile. Am Dienstagabend war der ganze Norden von Marieille von einem riesigen Wald brand erhellt der auf den bewaldeten fiugeln von Ensües aÜ-g°br°ch°n war. Die Feuerwehren und die Einwohner der Ortschaften der S°nzen Gegend waren zusammen mit den F-uerw-hren °°n Marseille und Aix sowie Truppenabteilungen zur Be kämpfunq des Waldbrandes eingesetzt. In den Abendstunden konzentrierte sich ber Brand zw^ch Cbateau-Neuf-les-Marttgues und Carry-le^Rouel^ Dor unseren Augen entfaltete sich min das glanz- volle und in seiner Einfachheit bestechende Gemälde der technischen und militärischen Maßnahmen und Vorbereitungen. Luftwaffe Marim und Heer wirken zusammen. Am festgesetzten Tag erscheint unser Verband vor Kristiansand und Arendal, setzt Landunqskorps aus, die diese beiden sudnorwe^,- schen Stützpunkte besetzen und damit ledem feind- licken Angriff entziehen sollen. Rathäuser, Post- achtalten. Kasernen erhalten deutsche D°satzungen. Norwegische Schiffe, die im Hafen liegen, werden mit einem deutschen Prisenkommando versehen. . Da- w"r die 'Äsung. Das war die Achgabe. bet 9fnfäWi* der SOOiährigen Wiederkehr der E r f i nd u n g d e r B u ch d r u ck e r k u n ft veranstaltet die Preußische Staatsbibliothek in Berlin eine dreitägige Gutenberg-Ausstellung, fiter sind Bucher von uner- fehlichem Wert zu sehen, die vor einem halben Jahrtausend gedruckt wurden und uns nun Ki7nde geben von den Anfängen dieser Kunst, in der die deutschen Buchdrucker unubertrofsene Meister waren. - Unser Bild zeigt die ^ste in lateinischer Sprache auf Pergament gedruckte Guten- berg-Bibel. — (Scherl-Blloeroienil-M.) Bei den Jüngern der„Schwarzen Kunst". Von Dr. 3- Rudolf. Stabsführer Hartmann Lauterbacher sprach am Mittwochabend auf einer Kundgebung der HI. in der Gauhauptstadt F r a n k f u r t am Main. Vor der Veranstaltung hatte er Gelegenheit, im Adolf- Hitler-Haus mit Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger aktuelle Führungsfragen und das Kriegsaufgabengebiet der HI. zu besprechen. * Slowakische Schriftleiter, die auf Einladung der Reichsregierung die schönsten Gegenden Deutschlands besuchen, trafen am Mittwochnachmit- taq aus dem Rheinland kommend, in W i e s b a d e n ein. Im Kurhaus wurden die Gäste von Bürgermeister Piekarski empfangen. Aus aller Welt. Zwei Schiläufer im Grohglocknergebiel erfroren. Im Grohglocknergebiet find zwei Nürnberger Schiläufer erfroren. Beide hatten zusammen mit einem dritten Nürnberger am Morgen die Rudolfshütte verlassen und versucht über den Kar- linger Gletscher zum Moderboden abzufahren. Der Weg war aber für die n u r m a n g e l h a s t a u s- gerlisteten Schiläufer so strapaziös daß zwei Mann vor Erschöpfung zusammenbrachen Der Ueberlebende schleppte sich weiter und gelang e nachts 3 Uhr zum Moderboden. Als er mit einer neun Mann starken Rettungsexpedition wieder eim traf, stellte man fest, daß bei beiden der Tod nach Ueberanstrengung durch Erfrieren emgetreten war. Die Bergung gestaltete sich sehr mühsam. Explosion in einem englischen chemischen wert Bei einer Explosion in den Chemischen Werken von Billingham in der GrafschaftDurham wurden drei Arbeiter getötet und 19 verletzt Die Werke gehören der Gesellschaft der .^Imperial Chemical Industries". Die Explosion entstand in einem Teil des Kesselhauses, wo Kohle pulveri- P. K. So wollen wir England schlagen — vor der letzten Entscheidung — deutsche Seestrei tkr äste mit Landungskorps bereiten die Besetzung von Kristian- and und Arendal vor — norwegische Neutralität durch deutschen Zugriff sichergestellt. PK. an Bord eines deutschen Kriegsschiffes. Eben saßen wir noch mit einem Kameraden, der Frei- wache hatte, in seiner Kammer zusammen und überdachten den Gang der Ereignisse. Etwas Gewaltiges war in unser Leben getreten, etwas, vor dem man geblendet eine ganze Weile die Augen schließen mußte: der Befehl des Führers, ein Entschluß hart und groß, aber gerecht im Sinne der Aufgabe, die Deutschland zu lösen hat: wir nehmen die norwegische Neutralität in unseren Schutz. Gestern begann's. Auf unserem Kriegsschiff, das noch immer am Pier eines deutschen Hafens lag, wandelte sich schlagartig das bisher friedliche Gesicht in ein kriegsmäßiges. Klarschi ff zustand nennt der Seemann diese Vorbereitungen für den Ernstfall. Wir hatten es oft geübt, jetzt aber sollte es auf Anhieb klappen. Hart und fest packen die ar- bettsgewohnten Hände der Matrosen zu, es geht diesmal um etwas Großes, das spüren sie. Wie gern sie diesmal gehorchen. An Oberdeck wird die Reling zum Teil niedergelegt, soweit sie sich im Schußfeld der Türme erhebt, Granaten werden scharf gemacht, bei der Torpedowaffe ist höchste Betriebsamkeit, die „Aale" erhalten ihre Gefechtsköpfe mit der Sprengladung, dazu als besonders sinnreiche Verzierung — jeweils den Namen eines englischen Meuchelmörders und Brandstifters. „Bara- lang" steht da in flüssiger Schrift zu lesen, em anderer heißt von nun an „King Stephen , ein dritter „Churchill". Der durfte bestimmt nicht fehlen. Im Leib des Schiffes werden die Lasten fest verstaut, alles locker Liegende fest verzurrt, und die Luken zu den Lasten festgestemmt. An den Geschützrohren verschwinden die Meldungsklappen. Die Oel- bunker stillen sich mit Brennstoff bis zur Halskrause. Es könnte losgehen. Auf was warten wir treten, bei dem er in ,....., - Arbeit anfragen wollte. Es war ein schöner, aver auch stolzer Gruß! Von früh an hat der Buchdrucker seine Arbeit stets als Kunst bezeichnet und bewertet. Er ließ sich auch den Namen eines „Schwarzkünstlers" nicht ungern gefallen. Streng hielt er auf feine „löblichen Kunstgebrauche . Er hatte ein Recht dazu: Johannes Genssteisch zum Gutenberg, der vor nunmehr 500 Jahren der Menschheit den Buchdruck schenkte, war em Mainzer Patrizier; die Zünfte hatten damals den alten Stadtadel aus Mainz vertrieben und so ernährte sick Gutenberg als Sohn eines nach Sttatzburg geflüchteten Mainzer Ritters in der Verbannung nut Arbeiten der Goldschmiedekunst. Der Goldschmied hatte damals nicht nur köst- angegebenen Zahlen her italienischen Produktians- ftetgerung Jo muß jeher Unbefangene die alämten. Den Wirtschaftssiege Italiens zugeben. Es ergibt stch M di- rohstossreichen Länder der west- Itchen Demotratten keinerlei Ursache mehr haben, aus das arme' Italien herabzublicken, das es ver^ standen hat den von der Natur gegebenen Bedingt- Hellen durch staatliche Organisation, Erfindergeist und^volkischen Leistungswillen siegreich Trotz zu Großzügiges Elektrifizierungs- proqromm Italiens. Rom 24. April (DNB.) Die Faschistische Korporative Kammer hat den Voranschlag des Ministeriums für öffentliche Arbeiten genehmigt. Nach einem Hinweis auf die Notwendigkeit, in immer stärkerem Maße inländische Bau- und Werkstoffe zu verwenden, machte Minister S e° r en a folgende Angaben über die Gewinnung der Elektrizität aus Wasserkraft. Von 15 Milliarden Kilowattstunden 1937 fei die Stromerzeu- guna im Jahre 1939 auf 18 Milliarden Kilowattstunden angewachsen, werde im Jahre 1940 19 Milliarden Kilowattstunden übersteigen und 1943 voraussichtlich 25 Milliarden Kilowattstunden erreichen. Insgesamt könnten aus allen verfügbaren Wasserkräften Italiens 56 Milliarden Kilo- watt stunden Strom gewonnen werden, was einer Kohlenproduktion von nicht weniger als 40 Millionen Tonnen entsprechen würde, lieber den Straßenbau führte Minister Serena folgende Zahlen an: 13 000 Kilometer Staatsstraßen seien bereits vollkommen instandgesetzt worden. Bei 700 Kilometer sei die Instandsetzung im Gang, und für 7000 Kilometer seien noch Arbeiten vorgesehen. Außerdem werde am Bau von weiteren 2000 Kilometer neuer Straßen mit einem Gesamtkostenaufwand von 500 Millionen Lire gearbeitet. In Jta- lienisch-Ostafrika seien bereits 3352 Kilometer Straßen in Betrieb genommen, auch in Albanien sei ein weitgehendes Bauprogramm in Angriff genommen worden. Kleine politische Nachrichten. Im Rahmen der vom Ministerrat für die Reichsverteidigung angeordneten Aktion für die geistige Betreuung der Hitler-Jugend spricht der Reichsorganisationsleiter der NSDAP., Reichsleiter Dr. Ley, am Montag, dem 29. April, um 8 Uhr morgens, zur deutschen Jugend. Anläßlich dieser von sämtlichen Reichssendern übertragenen Rede finden für die werktätigen Jugendlichen Betriebs- a p p e l l e und für die Schulen Morgenfeiern Wasköiuißn ? 11 Mit den altehrwürdigen Worten „Gott grüß' die entstanden die Inschriften der großen Wachssiegel Kunst'" hat seit Jahrhunderten jeder wandernde mit denen der weise Rat der Stadt oder gar die su rfihntrforrtohiif» hip Dffiun" des Druckherrn be- Kanzlei des Kaisers die Urkunden begültigte. Da Buchdruckergehilfe die.^tt^n ^s^ruaye kam Gutenberg auf den Gedanken, mit besonders -I oer icemue t , schön geschnittenen Stahlstempeln die Buchstaben einzeln in Messing zu schlagen und von ihnen nicht Wachs- sondern Bleiabdrücke zu machen. Diese Lettern konnte er dann beliebig zu Worten und Sätzen aneinander reihen und eine ganze Tafel von ihnen mit Rußfarbe einschwärzen und auf Papier ab- klatschen, wie das etwa Albrecht Dürer mit seinen Holzfchnittplatten getan hat. Noch hatte Luther seine Bibel nicht in deutscher Sprache herausgegeben. Nur ein Mann, der das Latein beherrschte und auch mit all den seltsamen Abkürzungen, Akzenten und Punkten oertraut war, bie sich in den Texten eingebürgert hatten, konnte solche Bücher abschreiben ober nun abdrucken. Unter den Jüngern Gutenbergs fanden sich daher vor allem Studenten und Magister der hohen Schule zusammen. Da außerdem die Universitäten die meisten Aufträge für die Buchdrucker hatten, gehörten bald überall die Schwarzkünstler zur akademischen Zwischen verschneiten Hängen führen die Wege durch das bergige Innere van Norwegen, das unsere Truppen in “n.auf£^ Panzerkampfwagen (links) gehören zu den eingesetzten Verbänden und bilden hier die Spitze der Truppe. Rechts geht Infanterie auf eine sch g straße vor. — (PK.-Lanzinger-Scherl?M.) MH Das Langemarckstudium. OerMarschallstab der Wiffenschast.-TteueRichilinien fürdasLangemarckstudium Der Reichsstudentenführer hat Erziehung und Unterricht im Langemarck-Studium durch einheitliche Richtlinien sichergestellt. Es ist Aufgabe des Langemarck-Studiums, aus allen Schichten, Ständen und Berufen unseres Volkes die Begabte- sten und Tüchtig st en auszulesen und über die Hochschule der Bewegung und dem Staate als wertvolle Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Grundlage der Ausbildung ist deshalb die politische Erziehung, die den ganzen Menschen erfaßt und weit über das hinausgeht, was man sonst unter politischer Schulung versteht. Der Inhalt der fachlichen Ausbildung und des Unterrichts ist die Vermittlung einer umfassenden persönlichen Bildung, die die Einheit deutscher Kultur und deutschen Volkslebens im Rahmen des Weltgeschehens begreifen lehrt. Im Mittelpunkt steht das Wissen um Rasse, Volkstum und Geschichte sowie Verständnis und Kenntnis des täglichen Schaffens. Das Langemarck-Studium hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein überdurchschnittliches Maß soliden Allgemein- und Fachwissens zu verlangen. Die Fächer des Unterrichts sind Deutsch, Geschichte, Rassenbiologie, Erdkunde, Leibesübungen, Englisch, Mathematik, Physik und Chemie. Für die Techniker kommt eine zusätzliche Mathematikausbildung hinzu, für die Geisteswissenschaftler der Lateinunterricht. Die Männer des Langemarck- Studiums sollen zu voll leistungsfähigen Trägern akademischer Berufe gemacht und damit ihre Her- auslösung aus dem bisherigen Beruf gerechtfertigt werden. Vorbedingungen sind eine hervorragende politische Haltung und Bewährung, überdurchschnittliche Begabung, körperliche und erbtüchtige Gesundheit sowie ein sauberer Charakter, Kameradschaftsgeist und Wille zur Leistung. Unter diesen Voraussetzungen kann sich jeder für das Langemarck-Studium bewerben. Die Vorstudienausbildung, deren Abschlußprüfung zum Studium an allen Hochschulen berechtigt, wird in einem eineinhalbjährigen Lehr- gang durchgeführt. Die Finanzierung erfolgt durch das Reichsstudentenwerk und durch örtliche Mittel. Bei völliger Mittellosigkeit der Bewerber werden die Gesamtkosten der Lebenshaltung und sowohl der Vorstudienausbildung als auch des Studiums übernommen. Die Kosten eines Normallehrganges von 50 Mann betragen zwischen 140 000 und 160 000 RM., so daß mit einem Durchschnittsaufwand von 3000 RM. pro Mann gerechnet werden kann. Auch aus diesen Zahlen ergibt sich die große soziale Leistung, die mit der Einführung des Langemarck-Studiums bewirkt worden ist. Bürgerschaft. Sie hatten z. V. auch gleich den anderen Angehörigen der Hochschulen das Recht, den Degen zu tragen. Der Buchdruckerlehrling mußte sich freilich auch den akademischen Aufnahmebräuchen fügen. Wie der „Fuchs" in den studentischen Verbindungen einen „Leibburschen" bekam, der ihn in die Pflichten und Gebräuche seines neuen Standes einzu- führen hatte, wurde dem Buchdruckerlehrling als „Anführgespan" ein älterer Gehilfe beigesellt, der seine Ausbildung leitete. Hatte der Zunge dann das Setzen und Korrigieren, das Berechnen der Seiten, das Einschwärzen und Einrichten und das Drucken gelernt, so wurde er von dem Druckherrn „losgesprochen". Aber er mußte nun erst den „Ladenvater" der löblichen Buchdruckergesellschaft des Ortes um Aufnahme in den Stand der Gehilfen bitten, das hieß: „sein Postulat verschenken". Diese Aufnahmefeier ging in den gleichen rauhen Formen vor sich, wie bei den Studenten. Aber nur der wurde als ehrlicher Gehilfe angesehen, der sie durchgemacht hatte. Der Buchdrucker mußte früher das Papier, das unter die Presse gelegt werden sollte, zuerst anfeuchten, damit es die Farbe gut annahm. Mit dem „Netzen" hatten es die Drucker überhaupt und man ließ keine Gelegenheit vorübergehen, auch die Kehle feucht zu halten. Wenn nun der Lehrling von dem Druckherrn durch Handschlag freigesprochen war, griffen ihn ein paar kräftige Hände an den Armen und Beinen und tunkten ihn mit der Sitzfläche kräftig in einen der Bottiche, wobei ein älterer Gehilfe als „Gautschmeister" noch einen Schwamm auf seinem Kopf ausdrückte. Diese „Taufe ad poste- riora", die zweifellos ein Ueberbleibsel alter Reinigungszeremonien ist, wurde und wird dem Getauften sogar ausdrücklich durch einen „Gautschbrief" bestätigt. Sonst kann es ihm passieren, daß noch nach Zähren die einst vergessene oder nicht nachweisbare Reinigung von den Eierschalen der Lehrzeit unversehens nachgeholt wird. So war die Ausbildung und das Leben des Buchdruckers geregelt durch uralte Bräuche und er besitzt noch heute eine eigene Buchdruckersprache, deren Ausdrücke dem Laien oft kaum verständlich sind. Aber auch der moderne Roman oder die Zeitung, die wir lesen, kommen zustande mit Hilfe der Geräte und Handgriffe, die ihren Ursprung haben hinter den streng verschlossenen Türen der Mainzer Offizin Gutenbergs. Denn zugleich mit seiner sorgsam behüteten Geheimkunst hat der Meister eine der festesgefügten und am treuesten an ihren Traditionen festhaltenden deutschen Zünfte geschaffen. Aus dem Reich. 700 Jahre deutsche Apotheke. Zm Jahre 1940 feiert die deutsche Apotheke ihr 700jähriges Bestehen. Reichsapothekerführer Schmierer sagt dazu im „Deutschen Aerzte- blatt", wenn sich auch die Geschichtsschreiber über das genaue Datum noch streiten, so spricht doch die große Wahrscheinlichkeit dafür, daß die berühmte Medizinal - Ordnung des Hohenstaufen - Kaisers Friedrich II. (1225 bis 1250) im Jahre 1240 erschien. Sie hat die Trennung zwischen Medizin und Pharmazie vollzogen in der Erkenntnis, daß eine klare Trennungslinie zwischen zwei Berufen aezogen werden mußte, deren Arbeitsgebiet einzeln so groß war, daß es nicht mehr in einer Hand vereinigt erfüllt werden konnte. Der Lieblingssitz des Kaisers war Palermo. Daher kam es auch, daß die erste Form der Apotheke italienischen Stil erhielt. Die Apotheke nahm schon in der mittelalterlichen Wirtschaft eine Sonderstellung ein. Der Apotheker suchte die Vertretung seiner Interessen nicht im Zusammenschluß zu einer Apothekerzunft. Er stand unter dem Schutz seines Landesherrn oder der Städte. Die großen Handelsstädte waren es, die zuerst in Apothekerorünungen die Führung der Apotheken regelten. Der Wohlstand der Städte brachte es mit sich, daß auch die Apotheken sich würdig an die öffentlichen Gebäude anschlossen. Einige der schönsten Baudenkmäler, die Deutschland besitzt, sind die Rats-Apotheke in Lemgo, die Winklersche Apotheke in Innsbruck, viele Apotheken in Nürnberg, Hildes- heim, Basel und anderen Städten. Sammlungen in den Museen, insbesondere im Deutschen Apotheken- Museum zu München, zeigen an Gefäßen, Apo- thekeneinrichtungen, Haus- und Feldapotheken, von der Frühgotik bis zur Neuzeit, wie der Apotheker befruchtend auf die Kultur seiner Zeit einwirkte. Das Großkapital konnte sich in den Apotheken nicht durchsetzen. Krankheitserscheinungen des Kapitalismus zeigten sich nur bei wenigen Großstadtapotheken, vor allem soweit es Juden gelungen war, solche Apotheken in ihre Hände zu bekommen. 1933 war diese Entwicklung abgeschlossen. Die Apothekerordnung hat dem Apothekerstand die Stellung innerhalb der deutschen Volksgemeinschaft gegeben, die ihm durch jahrhundertelange Ueberlieferung zukommt und ihn in hohem Maße der Gemeinschaft gegenüber verpflichtet. Entlastung von der Statistik. Am 1. April ist der S t a t i st i s ch e Zentral- a u s s ch u ß ein Jahr am Werk. In welchem Maße er bereits eine Entlastung für die Wirtschaft erbracht hat, ergibt sich aus dem Tätigkeitsbericht. Im ersten Jahr seines Bestehens sind dem Zentralausschuß für 1195 genehmigungspflichtige Erhebungen Anträge zugegangen. Von diesen ist über 604 endgültig entschieden worden. 23 v. H. wurden a b g e I e h n t, 39 v. H. erst genehmigt, nachdem die Fragebogen einer gründlichen Bereinigung unterzogen waren, und nur für 32 v. H. der Anträge konnte eine bedingungslose Genehmigung ausgesprochen werden. Außerdem wurde in einer großen Anzahl von Fällen auf Beschwerden hin eingegriffen, 32 Erhebungen mußten daraufhin eingestellt werden, weil sie ohne Genehmigung eingeleitet worden waren und sich als überflüssig erwiesen. 3n sechs Kriegsmonaten 1000 neue Volksbüchereien. Der Leiter der Reichsstelle für das Volksbücherei- Wesen, Dr. Heiligenstaedt, erklärt, in zahlreichen Fällen seien die bestehenden Einrichtungen vergrößert und verstärkt worden. In den mittleren und kleineren Städten seien rund 30 Neueinrichtungen zn verzeichnen. Als ein besonderes Ruhmesblatt gerade der Landkreise und kleineren Gemeinden in der Geschichte dieses Krieges wird herausgestellt, daß in diesen sechs Monaten nicht weniger als 960 ländliche Volksbüchereien geschaffen worden sind, davon allein 295 in Baden und 221 in der Ostmark. Auch im Sudetengau, im Protektorat und in den neuen Ostgebieten sei die Volksbüchereiarbeit ausgenommen. Als es im September hieß, eine große Zahl von Lazaretten mit Lesestoff zu versehen, richteten die städtischen Büchereien und staatlichen Polksbüchereistellen in drei Wochen nicht weniger als 273 Lazarett büchereien mit einem Bestand von 26 000 Bänden ein, von denen 11000 gestiftet, die übrigen unentgeltlich geliehen wurden. Sie Erfassung der Alt- und Abfallstoffe. Es ist selbstverständlich, daß die Alt- und Abfall st o f f e im Rahmen der Kriegswirtschaft noch bedeutungsvoller werden als bisher. Vier Sammelaktionen werden nebeneinander laufen, die gewerbliche Erfassung durch Altstoffsammler, die Schul- sammlungen, die Haussammlung und die Stoßakttonen. Auch auf dem Lande wird die Sammlung von Knochen aufgenommen. Die Schulen errichten in wettergeschützten Räumen eine Vorsammelstelle. Hier werden von den Schülern desammelt: Zeitungen, Stoffreste, unbrauchbare Kleidungsstücke, Eisen- und Metallteile (soweit sie ohne Gefahr transportiert werden können), Flaschenkapseln, Folien, Tuben und Korken. Die Erlöse verbleiben den Schulen für besondere Zwecke. Bei den Haussammlungen sollen alle die Alt- und Abfallstoffe zusammengetragen werden, die nicht von den Schulkindern mitgenommen werden können. In jedem Hause ist ein besonderer Behälter für Papierabfälle und anderes Altmaterial aufzustellen. Die regelmäßige Entleerung übernimmt die Hitler-Jugend. Die S t o ß a k t i o - n e n für die Sammlung b e st i m m t e r Altstoffe haben den Wert dieser Einrichtung gezeigt. Im Jahre 1939 wurden z. B. 1,1 Millionen Tonnen Altpapier gesammelt und bei der Papier- und Pappenerzeugung eingesetzt. Träger der Stoßakttonen ist die Ortsgruppe der NSDAP. Das Erbhofrecht im Kriege. Der Sachbearbeiter des Reichsjustizministeriums, Oberlandesgerichtsrat Dr. Hopp, berichtet in der „Deutschen Justiz" über die weitere Einführung des Erbhofrechts in den neuen Gebieten und die Anpassung an die Kriegsverhältnisse. Immer noch würden Fälle bekannt, in denen ein Bauer in Unkenntnis der Vorschriften es unterlassen habe, für eine dem Familienaufbau und dem Wohl des Erbhofs entsprechende Bestimmung des Anerben oder für die Zuwendung des Rechts der Verwaltung und Nutznießung an ‘feine Witwe zu sorgen. Die im Zeichen des Krieges erhöhte Gefahr des Ablebens sollte Veranlassung sein, daß der Bauer in allen Fällen, in denen die gesetzliche Anerbenfolge nicht ohne weiteres den Verhältnissen der Familie entspricht, entsprechende Vorsorge trifft. Eine weitere Frage betrifft die Naturalaltenteile. Daß die Einschränkungen der Kriegsernährungswirtschaft vor ihnen nicht halt machen können, ist selbstverständlich. Die Folge ist in zahlreichen Fällen, daß der Bauer den Altenteilern nur einen Teil liefern darf, während er die über die Selbstoersorgersätze hinnusgehenden Mengen der öffentlichen Bewirtschaftung zuführen muß. Damit entsteht die Frage, ob der Erlös dem Bauern verbleibt oder dem Altenteiler zugeführt werden muß. Dieses Problem sei im Sinne des Altenteilers zu entscheiden. Das Altenteil sei das wohlverdiente Ruhegehalt des Bauern. Es bestehe kein Grund, dem Leistungspflichtigen einen Vorteil daraus zuzuwenden, daß diese Altersversorgung für die Dauer der Kriegswirtschaft in andere Formen gebracht werden müsse. Auf der anderen Seite werde fein Anlaß bestehen, einen Ausgleich für die bis auf die Selbstversorgersätze geminderte Tischkost zu schaffen, solange der Altenteiler den Tisch des Bauern teilt. „Großes Wecken" und „Großer Zapfenstreich". Zwischen dem Oberkommando der Wehrmacht und dem Stellvertteter des Führers ist vereinbart worden, daß der „Große Zapfenstreich" hinsichtlich seiner Bezeichnung und seiner Musik allein der Wehrmacht und der ^-Dersügungsttuppe Vorbehalten bleibt. Das „Große Wecken" bleibt hinsichtlich der Bezeichnung ebenfalls der Wehrmacht und der ^-Derfü-gungstruppe Vorbehalten. Von der Partei und ihren Gliederungen, dem Reichsarbeitsdienst und der Polizei können ähnliche Veranstaltungen durchgeführt werden, es sind jedoch andere Bezeichnungen zu verwenden, z. B. „A b e n d r u f" oder „SA.-Ruf" statt „Großer Zapfenstreich" und „Morgen ruf" statt „Großes Wecken". Beim „Morgenruf" kann das Lied „Freut euch des Lebens" wie beim „Großen Wecken" gespielt werden. Kunst und Wissenschaft. Der Lehrer 7Nax Regers. Max Reger, im Mai 1916 nach kampfreichem Leben im Alter von 43 Jahren gestorben, ist heute als einer der größten Meister deutscher Musik anerkannt. Der Mann, der die geniale Begabung des zwölfjährigen Reger entdeckte, ihm drei Jahre hindurch den ersten fachgemäßen Musikunterricht erteilte, ihn weiter förderte und später in Vorttägen und Aufsätzen und mit einem 1922 veröffentlichten grundlegenden Werk über Reger der Würdigung seiner Kunst Bahn brach, der Hauptlehrer Adalbert Lindner in Weiden ist am 23. April 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlaß übersandte der Reichserziehungsminister R u st dem auch heute noch rastlos tätigen Pädagogen, der auch noch andere Verdienste um die deutsche Musik hat, ei- herzlich gehaltenes Glückwunschtelegramm. Letzte Nachrichten. Chinesischer Angriff gegen Kaifeng. Peking, 24. April. (Europapreß.) Nach zehnstündigem heftigem Kampf schlugen japanische Soldaten einen mit schweren Waffen vorgetragenen Angriff von chinesischen Truppen in Stärke von 3000 Mann ab, der gegen Kaifeng, die Pro- vinzialhauptstaüt von Honan in Nordchina, gerichtet war. Der Sprecher der japanischen Nordchinaarmee erklärte, daß dieser chinesische Angriff auf Kaifeng der erfolgreichste war, den die Chinesen seit der Aufgabe von Kaifeng unternommen haben. 300 Chinesen konnten in die Straßen von Kaifeng eindringen und erst nach mehrstündigem Kampf wieder herausgedrängt werden. Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter btf Hauptschrtstletters: Ernst Blumschein. Verantworllich für Politik) Feuilleton und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein, für Sport: Heinrich Ludwig Neuner^ Druck und Verlag: Brühlsche Universitütsdruckerei R. Lange K. (5.' Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.5. Achtung! Achtung! Bauern und Pferdehalter aufgemerkt, vermeidet den Zwischenhandel, verkauft eure Schlachtpferde direkt an den Pferdemetzger, so habt ihr die Gewähr, den reellen Schlachtpreis zu erzielen! Wenden Sie sich also direkt an die Rofeschlachterei Schilling Gießen. Wetzsteingasse 8 Fernsprecher unter 2186 Giehen neu angeschlossen! 2084 D I Mietgesuche | 2-3-3immer- Mnung von jungem Ehepaar gesucht. Schr. Ang. unt. 01543 a. d.G.A. Ruhig.Ehevaar sucht 2-3 möhl. Zimmer in ruhigem, neuzeitlichen Hause. Küchenbenutzg. evtl. Bad. Erl- angebote unter 2066V an den Gieß. Anz. erb. 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W unb Von der ^arbrits, Leranstoi- lcb andere endruf" eich" und s. Venn i) des Leit werden. ast. "pfreichem -ist heute Wufit an- Vegabung >rei ^ahre -erricht er- Vorträgen lfentlichten Vürdigunq rAdal. 23. April llaß über» dem auch auch noch k hat, ei- naher Stulpenhöhe) eine betonte Quernaht bekommen, da die ganze Aermellänge nicht von der Umhanglänge abfällt. H. cm Batist. Da ist noch mancher Flecken zu ent- ernen. Wir empfehlen folgende Reinigungsmethode: Zunächst mit einer weichen Bürste den Schmutz ab- >ifeng. lad) zehn- lische Sol- letrogenen tärte von die Prochina, ge- >en Nord- ie Angriff t Chinesen len haben, n Kaifeng >m Kampf iubiutn K Mi. ch°s>-2 »fi eren J '°chschu? 9fen Lehr, ^tdurch Wl l ^rden 1 sowohl AudlUMz elr9Qnges M und Mlttsaus- et werden die gro^ ^n9 des Lust und Nebel dafür Sorge tragen, von selbst wieder glätten. H. v. L. Kleine Ratschläge. es wärmer geworden ist, tragen wir Regenmäntel aus gummier- Keine nervösen Kinder. Daß Erwachsene nervös sind, ist leider nichts seltenes, aber daß Kinder bereits nervös werden, dürfte nicht vorkommen! Wenn kein direkter Krankheitsfall vorliegt, ist die Kinderneroosität nur Schuld der Muster oder derjenigen Personen, die das Kind aroßzichen. Für ein Kind — auch für das Kleinste — ist „Ruhe die erste Bürgerpflicht". Und zwar eine besondere Art von Ruhe.. Mit dem Gehen auf den Zehenspitzen, wenn das Kleinkind schläft, i)t es nicht getan. Das ist sogar nicht einmal notwendig; denn wenn ein gesundes Kind fest schlaft, dann stört es kein normales Gehen und Hantieren im gleichen Zimmer. Kinder haben einen festen und rutiigen Schlaf. Wer junge Mütter setzen oft ihren besonderen Stolz darein, allen Bekannten und Verwandten bei jeder Gelegenheit ihr Kind zu zeigen Sie geben sich nicht zufrieden damit, daß das Kmd im Liegen, während des Schlafens betrachtet wird, sondern sie heben es viel zu oft aus dem Bettchen, aus dem Wagen, um es voller Stolz zu zeigen. Das muß ein Kind nervös machen, denn zu seiner Entwicklung gehört in der ersten Zeit nur: trinken, schlafen, baden und trockenlegen. Weiter gar nichts! Und je mehr das Kind sc^aft se ungestörter, desto'besser für seine Nerven. Em Kind muh gleichmäßig und ruhig behandelt werden! Zu dieser Gleichmäßigkeit gehört, daß Essen, Trockenlegen, Baden und Schlafenlegen jeden Tag zur gleichen Zeit vor sich gehen! Das Herumschwenken der Kinder vor lauter mütterlicher Freude und stolz ist ganz falsch. Gewiß, das Kind wird jauchzen, wenn es auf Mutters Arm hochaefchnellt wird aber seine feinen Nerven müssen sehr darunter leiderd Ein kleines Kind soll gar mcht dauernd beschachgt Nun geht's aufs Frühjahr zu, da müssen unsere Gardinen genauer zum Frühjahrsputz durchgesehen werden. In diesem Jahre werden wir uns mehr als sonst auf sorgfältiges Stopfen derselben verlegen. — Für alles Maschinenstopfen ist eine lockere Fadenspannung wichtig, ganz besonders für das Stopfen von Dünnen Gardinen. Zum Maschinenstopfen verwendet man zweckmäßig alten ähnlichen Stoff. Man schneidet ein Stück davon zu, das größer ist als die Stopfstelle und näht es mit weiten Stichen rund um die schadhafte Stelle an. Oder man legt Fäden von der gleichen Stärke wie die der Gardine parallel nebeneinander auf die Stopfstelle, wobei darauf zu achten ist. daß die Fäden die schadhafte Stelle reichlich bedecken und gleichmäßig lang geschnitten find, und steppt dann vorsichtig querlaufenb zu den Fäden lose hin und her über die Stopfstelle. Die erste deutsche Modeschnststellmn. Zum Ivv. Geburtstag Frieda von Lipperheides am 25. April. In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts arbeitete im Geschäftsbetrieb des „Bazar" jener ersten Modenzeitschrift in Berlin, die damals in aller Welt von Deutschen gelesen mürbe, eine Junge Hannoveranerin, Frieba Gestefelb. Sie parfte überall an, half beim Zusammenstellen ber Modezeichnungen, sah sich im geschäftlichen Teil des Betriebes um war in Der Schriftleitung tätig und färreb bald selbst gern gelesene Beiträge für das Blatt. Gleichzeitig bildete sich in dem Betrieb ein etwa jmei Jahre älterer Mann als Buchhändler und Verleger aus, Franz von Lipperheide, der aus einem verarmten westfälischen Adelsgeschlecht stammte. Auch er war in engen Verhältnissen au - gewachsen, hatte Not und Sorge reichlich kennengelernt und befaß nichts als einen unermüdlichen Eifer, weiter zu kommen. Durch Zufall lernte er Frieda Geftefeld kennen, sie erkannten ihre gleichen Ziele und schieden ans dem Betriebe des „Bazar" aus, um ein eigenes Unternehmen zu begründen. Im Herbst des Jahres 1865 konnte ber junge Verleger Franz von Lipperheibe bas Erscheinen ber „Modenwelt" (illustrierte Zeitung für Toilette und Handarbeit) anzeigen; die neue Zeitschrift war billiger als der „Bazar", weil sie keinen unterhaltenden Teil, sondern ausschließlich Modebilder und -berichte brachte. Das erklärt auch ihren Erfolg; sie begann mit 3000 Leserinnen, zählte nach dem ersten Halbjahr bereits 25 000 Abnehmer und stand nach wenigen Jahren mit mehr als 500 000 Beziehern an der Spitze aller Modenzeitschriften der Welt. Natürlich waren es nicht nur Leserinnen in Deutschland, denn wir waren damals noch ein verhältnismäßig armes Volk; das Blatt wurde in ber ganzen Welt gelesen, es erschien, was die wenigsten deutschen Leserinnen geahnt haben werden, in fast allen Kultursprachen diesseits und jenseits des Ozeans. Selten dürfte es eine so glückliche Zusammenarbeit gegeben haben wie bei Franz und Frieda von Lipperheide. Frau Frieda, mit dem gewaltigen Betriebe bis ins kleinste vertraut, war die geborene Schriftleiterin und kannte und konnte alles, was der Betrieb erforderte. Sie füllte ihren Poften tapfer und umsichtig aus neben ihrem Manne, ber mit fester Hanb bas gewaltig angewachsene (Betriebe zusammenhielt. Beide hatten sich in schwerer Jugend hinaufgedient und gelernt, daß die Götter vor den Erfolg den Schweiß gesetzt haben. Unermüdlich blieben die beiden tätig, und selbst, als das angesammelte Vermögen ihnen längere Ruhe gestattet hätte, blieben sie, wie ein Freund des Hauses schrieb, „in den Sielen"; ein Scherzwort machte Damals Die RunDe, Franz unD Frieda von Lipperheide würden notfalls auch von ber Spitze ber Pyramiben ihr Geschäft leiten. Dabei fanb Frau von Lipperheibe noch Zeit, ihrem Manne bei seinen Sammlungen zu helfen; sie stellte mit ihm „Musterbücher altbeutscher und altitalienischer Stickerei" zusammen, die noch heute Bedeutung haben, betreute seine Sammlungen wertvoller Spitzen und Stickereien, half bei der einzigartigen Sammlung „Trachten und Kostümkunde", und schließlich förderte sie das ihr besonders am Herzen liegende umfangreiche „Spruchwörterbuch", eine der ersten und umfangreichsten, dazu wohl- gegliederten Zitatensammlungen. Trotz dieser reichen Beschäftigung leitete sie noch die Vorarbeiten zu einer neuen 'Frauenzeitschrift, die einen unterhaltenden Teil enthielt. Hier förderte Franz von Lipperheide vor allem die Technik der Holzschnittwiedergabe, die allerdings bald von anderen Druck-Techniken abgelöst wurde. Wenn jetzt auch der Textteil der beiden Zeitschriften von mehreren Schriftleitern geleitet wurde, so blieb Frau Frieda doch die Seele der Schriftleitung. Als ihr Mann 1891 das Fideikommiß Wiegersen begründet und zum 25. Jubiläum seines Verlagshauses eine Angestelltenpensionskasse mit einem Grundkapital von 200 000 Mark gegründet hatte, wurde fein alter Adelstitel wieder anerkannt und er in den Freiherrnstand erhoben. Fünf Jahre später, 1896, starb die Freifrau mm Lipperheide, ber Tod holte sie aus vieler Arbeit; für immer wirb ihr Anbenken mit ben ersten großen beutschen Mobe- blättern verbunden bleiben. Hans Sturm. Aufbewahrung der Winterkleidung. Endlich hat ber Winter ber wärmeren Jahreszeit weichen müssen. Damit treten unsere wollenen Wintersachen in ben Zustanb bes Ausruhens. Wenn es auch am Morgen noch kühl ist, so sollen diese Dinge boch so halb wie möglich in bie Wmternste verstaut werben; benn wir müssen bebacht lein, unsere Wollsachen möglichst zu schonen. Bebingung für bas gute lleberfommern ber Wm- terEleibung ist, baß bie Sachen gereinigt unö ausqebeffert weggelegt werben. Zum Reim- gen gehören Ausklopfen. Auslllsten, Ausbursten bas Entfernen von Flecken unb bas Waschen. An einem sonnigen Tage wirb alles aus ben Hof gehängt, tüchtig geklopft unb gebürstet, wobei d e Taschen nicht zu vergessen sind, m denen sich' wie in Falten der meiste Schmutz und Staub angesammelt hat. Sind die Kleider.sauber, packt man sie in Koffer oder Kisten, die mit Zeitungspapier ausgelegt wurden. Pelzkragen an Mänteln wickelt man besonders in Zeitungspapier, ehe man den ganzen Mantel darin einpackt. Man verwendet mag ttchst frisches Zeitungspapier, weil allem Ungeziefer die Druckerschwärze mit ihrem Geruch uvsympath sch ist. Man lege bie Sachen ordentlich und glatt hinein unb packe sie nicht zu bicht, .damit sie sich n ch brücken. Auch erprobte Mottenrnittel streut man m bie Kisten. Mit Wollsachen wie Zacken, Strurnpstn, bie vor bem Wegpacken gewaschen würben ver fahre man genau so. Man nehme aber nur Kisten ober Ä bte man über bie Somm°rzeti n ch. braucht; benn es ist nicht ratsam, m der Zwischen seit aus ben Soffern etwas herauszuhoten. weit bann bas Papier unb bie 9 betonte Quernaht be- ber etwa umdasJahrl910zu Theaterbesuchen gedient hatte. — Auch bas Atlasfutter ist wieder ger werben sich Motten einnisten. Ein großer Fehler ist es, Kleiberbügel mit Wollresten zu beziehen, weil sie hübsch aussehen. Sie bilben für bie Motten werben, es soll nur schlafen unb immer roieber schlafen, bannt sein ganzer Organismus in Ruhe wachsen und gebeihen kann. Auch bas Schaukeln ber Kinderwagen ist für das Kind nicht gut, man soll ein Kind an diese angeblich beruhigende Bewegung, bie in Wirklichkeit nichts anderes ist, als ein unnötiges Schütteln des Gehirns, gar nicht erst gewöhnen. Ist das Kind zum Schlafen niedergelegt, so schiebt man den Wagen in eine ruhige Ecke und kümmert sich nicht weiter darum. Wenn das Kind nichts um sich herum sieht, schläft es eher ein. Gerade diese Behandlung ist sehr wichtig für später,,für bie Zeit, zu ber bas Kinb schon dreijährig ist. Denn bann tritt oft bie Möglichkeit auf, baß es zur Mittagsruhe ober abenbs nicht allein einschlafen will! Hat es aber als Kleinkind schon gelernt, einzuschlafen, ohne daß es gewartet wirb, bann wirb es auch später im Kinderbett mit großer Selbstverständlichkeit allein einschlafen. Auch hier muß wieder gesagt werden, daß das Kind regelmäßig gepflegt werden muß, D. h. daß es jeden Abend unb .jeben Mittag pünktlich niebergelegt wird; denn Unregelmäßigkeit ist für Körper und Nerven schädlich. Je länger man erreichen kann, daß bas Kinb sein erstes Frühstück im Bettchen einnimmt, um so besser für feine Nerven unb für ben Aufbau. Es gibt Kinder, die mit Vergnügen ihr Fläschchen im Bett verzehren, selbst wenn andere gleichen Alters schon längst hinter der Kaffeetasse sitzen und das Tischtuch beklecksen. Das Bett bedeutet für bie körperliche Entwicklung eines Kinbes alles, und je ungestörter es dort die meiste Zeit verbringt, um so günstiger für die Entwicklung des Körpers und der Nerven. H. v. L. nur eine willkommene Brutstätte! Holt man bie Wintersachen bei einbrechenbem Herbst roieber hervor, so werben sie zu sofortiger Benutzung bereit ein. Meist braucht man sie bann nicht erst zu bügeln, fonbern es genügt, sie ein paar Tage auf Bügel zu hängen, am besten ans offene Fenster, auch während bes Sommers in Benutzung lassen s satz von Salmiakgeist vorsichtig abgewaschen. Die will, müssen einer besonberen Pflege unterzogen größte Nässe wirb bann, wenn alle Flecken entfernt werben. Je öfter man sie aus bem Schrank nimmt, [mb, mit einem weichen saugfähigen Tuch abgeklopft, bürstet ober wenigstens bewegt, um so wem- rieben unb ben Mantel an ber Luft getrocknet. Auf Donnerstag, 25. April 1940 Fritz will fein eigenes Beet „Mutti, ich möchte nun aber auch mein eigenes Beet haben!" ruft ber kleine Fritz, als ich mein Gärtchen zum erstenmal roieber betrete. „Du hast es mir ben ganzen Minter über beim Fingerspiel versprochen!" setzt er mahnenb hinzu. Unb bann, als wollte er seine Bitte wirksamer machen, sagt er bas Gebichtchen auf, mit bem wir uns beibe in ben kalten Wintertagen auf Frühlingssonne unb Wärme unb vor allem auf bie schönen bunten Blumen vertröstet haben: „Hab' ein Beet im Garten — hark' es fleißig über, Streu bie winz'gen Körnerchen, becke Erbe brüber. Geht bie runbe Sonne auf, scheint in Gottes Namen, Regentröpfchen fallen braus, weichen auf ben Samen. Da erwacht bas Pflänzchen, steckt bie Wurzel runter, reckt bas Köpfchen in bie Höh', schaut hervor ganz (munter." Ja, ich hatte ein Versprechen gegeben, unb eine Mutter muß boch unter allen Umstänben ihr 23er» prechen halten. Sonst ist bas beste im Leben von Mutter unb Kinb — bas Vertrauen — zerstört. Wer aus bem ßanbe wohnt, hat es leicht, seinen Kinbern bas versprochene Beet zu beschaffen. In ber Stabt ist es schon weit schwieriger. In einem old)en Fall muß sich bie Mutter zu helfen wissen, und im eigenen Reich barf Fritz nun säen und pflanzen, beobachten unb begießen unb natürlich auch ernten. Es ist immer praktisch, bem Kinde bei einer Gärtnerarbeit zu raten, baß es verschiebens Dinge pflanzt; also etwa Rabieschen ober Bohnen unb einige Blumen. Wenn bie Mutter sich dazu versteht, aus Fritzens Gärtnerei Ankäufe zu tätigen, o wirb bas für ben kleinen Gärtner ein guter An» porn fein. Unb ber ist nötig, benn natürlich muß bas Kind ja erst lernen, sein Beet täglich unb liebevoll zu versorgen. Durch solche Gartenarbeit also kann bie Mutter ihr Kinb spielenb zur Pünktlichkeit und zum Verantwortungsbewußtsein erziehen. Die Pflänzchen müssen ja täglich begossen werben, benn chon ein einmaliges Vergessen ober Keine-Lust» Haben, unb bie hängenbe Blume ist eine bittere Strafe. Solch ein Erlebnis ber eigenen Nachlässigkeit ist ein Erlebnis, bas richtig ausgebeutet, be» timmenb für bas ganze Leben sein kann. Dann aber kann auch bie Mutter auf biese Weise überhaupt ben Sinn unb bie Liebe zur Natur in bem kleinen Herzen wecken, wie es kein Märchen unb kein liebevolles Zureben vermag. Das Gefühl bes Glücks, wenn bas erste Spitzchen aus ber Erbe im eigenen Reich herausschaut, ist burch nichts anberes zu ersetzen. Unb bie erste selbstgeerntete Tomate gibt eine Verbunbenheit, bie sonst nur Kinber höben, bie auf bem Lanbe aufgewachsen finb. Mit ber eigenen Ernte wirb übrigens auch ber Begriff ber Jahreszeiten im Kinbe geweckt. Die gehaßten Regentage bekommen plötzlich ihr eigenes gesegnetes Gesicht, Hitze wirb lieber ertragen, bamit bie selbstgepflanzten Blumen gebeihen, unb bie Kresse braucht eben täglich Wasser, weil Fritz selber ja täglich Durst hat. L. P. „Vorsicht! Keine (Sistpflanzen im (Sorten!* Jetzt wirb manche Kleingartenbesitzerin eine Neu» Pflanzung für ben Blumenschmuck bes nächsten Jahres vornehmen, bafür eigenen sich besonbers bie Staubengewgchse. Leiber ist nicht jebem bekannt, wie viele biefer Staubenpflanzen giftig finb! Ge- rabe unter unseren schönsten Zierpflanzen befinben sich solche, bereu Blüten, Blätter ober Samen bie Gesunbheit schäbigen können, wenn Kinber sie abpflücken urtb womöglich in ben Mund stecken. Auch mancher Zierstrauch kann Kinbern gefährlich werben, obwohl biese Sträucher hochwachsen unb ba» burch für Klein-Kinber meist unerreichbar finb. Zum Beispiel ber Golbregenstrauch mit seinen gelben Blü- tentrauben; auch seine Schoten mit ben Samenkernen finb giftig. Verlockenb sinb auch bie giftigen Beeren bes Taxus, bie so schön rot aus bem bunt» len Grün leuchten, ebenso bie roten Beeren ber Daphne — bes Seibelbastes! Mit ben Blüten bes weiß- unb rotblühenben! Oleanbers, ber unseren Balkon unb Treppenaufgang schmückt, ist sogar große Vorsicht nötig! Daß auch einige Arten ber Clematis — ber Wald- rebe —, bie so schnell an Wänben unb Zäunen ranken, besonbers giftig finb, ist vielleicht weniger bekannt. Nun bie Staubengewächse! Wie entzückend blühen bie verschiebenen Arten bes Fingerhutes (Digitalis)! Er gebeiht gut in jeber Gartenlage, unb boch sollte man ihn nicht pflanzen, wenn Kinber in ben Garten kommen! Die Wirkung bes Giftes ber schönen Fingerhüte ist äußerst gefährlich — sogar oft löblich! Nicht minber schäblich wirkt ber blau ober weiß blühenbe Eisenhut. Das Maiglöckchen gehört auch zu ben für Kinber verbotenen Gewächsen. Die Christrose ober Nieswurz enthält ebenfalls starkes Gift. Auch von ben verschiebenen Hahnenfuß-Gewächsen finb manche recht giftig. H. O. Zwiebelgerichte, eine gesunde Frühlingskost. Wir nutzen bas reiche Angebot ber Zwiebeln ant besten, wenn wir Zwiebeln öfters als Gemüse und Frischkost verwenben. Da Zwiebeln im Frühjahr zum Austreiben neigen, nutzen wir biese Neigung, bie für ben Hänbler unerwünscht ist, zu unserem Besten. Bleiche Keime oerroanbeln sich in wenigen Tagen in ber Sonne zu tiefgrüner Farbe. Im Keim ist ber Ditaminreichtum, ben bie Zwiebel enthält, stark vorhanben. Die tiefgrünen Keime feinschnei- ben, roh wie Schnittlauch verwenben. (Zu Quarg, Butterbrot, Suppenwürze, auf Kartoffeln usw.) Zwiebelgemüse. Kleine Zwiebeln (zu groß, um Steckzwiebeln abzugeben) schälen. Im eisernen Bräter, stark erhitzt, etwas Fett mit ein wenig gestoßenem Zucker unb etwas Knochenbrühe mit ben Zwiebeln öfters schütteln, bann offen langsam kochen, bis bie Brühe eingezogen unb die Zwiebeln glänzenb kastanienbraun finb. Die glasierten Zwiebeln mit grünem Gemüse zu einem Kartoffelgericht reichen, z. B. Spinat ober auch mit Blumenkohl ober kleine ganze ober größere Zwiebeln zu Vierteln ober Achteln zerteilt, in kochenbem Salz- maffer halbweich kochen, (Wasser zu Suppe verwenben), abgießen, katt überbrausen, in Heller Tunke (Mehlschwitze) die Zwiebeln gar werben lassen. Tunkenwürze: Basilikum, Liebstöckel, Kümmelpuloer und Beifuß. Zwiebelsuppe: Zwiebeln grob hacken, in Fett und Mehl schwitzen, ohne gelb werden zu lassen, entrahmte Frischmilch auffüllen, kurz kochen lassen, beim Ansichten grüne, gewiegte Zwiebel- keime aufstreuen (125 Gramm Zwiebeln, 3 geh. Eßlöffel Mehl, 1 Eßlöffel Fett gestrichen voll), Salz, etwas Thymian, gut IVs Liter Milch oder halb Wasser, halb Milch. Braune Zwiebel suppe: Zwiebeln grob hacken, in Dörrfleischwürfeln und Mehl gut bräunen, Knochenbrühe oder Fischkochwasser auffüllen, kurz kochen lassen, Zwiebelkeime, gewiegt, auf- Sreuen. Nach Belieben zuletzt etwas Rot- oder pfelwein daran geben. Mit gerösteten Brotwürfeln reichen. (100 Gramm Zwiebeln, 3 geh. Eßlöffel Mehl, 1 Eßlöffel Dörrfleischwürfel, Salz, Majoran, reichlich IV2 Liter Knochenbrühe). Zwiebelkuchen: Gut gegangenen Brotteig auf dem Blech V2 cm dick ausrollen und solaende Schicht darübergeben: 1 gestr. Suppenteller gehackte Zwiebeln in 100 Gramm fettem Speck oder Margarine weich und weißbleibend dünsten, ausge- kühlt mit zwei Eiern und Milei (1 Teelöffel nebst dem nötigen Wasser aufgelöst), Salz, Kümmelpulver und reichlich Vs Liter frischen, mit Magermilch zuvor dickschaumig geschlagenen Quarg mischen, bis alles dickschaumig ist, — vom Dünsten der Zwiebeln behält man das lauwarm gehaltene Fett zurück und träufelt es über die Füllung, ehe der Kuchen im heißen Ofen gebacken und warm verzehrt wird. Hefe, ein wertvoller Vitaminspender. Wenn von vitaminhaltiger Nahrung die Rede ist, denkt die Hausfrau unwillkürlich meist nur an Obst und Gemüse, an denen wir in den lieber« gangsmonaten einen empfindlichen Mangel haben. Wenn wir uns aber auch in dieser Zeit mit wenig Frischgut bescheiden müssen, so braucht unsere tägliche Kost deshalb doch nicht vitaminarm zu sein. Einen äußerst wertvollen und obendrein billigen Vitaminspender besitzen wir beispielsweise in der Hefe. In der einfachen Bier- und Backhefe sind diese lebenswichtigen Stoffe in reichem Maße aufgespeichert, nicht nur Vitamine, sondern auch Mine- ralsalz? wie Lezithin, Phosphor, Kalium und Kalk, die für unseren Körper ebenso unentbehrlich sind. Deshalb verdient auch beim Backen Hefegebäck vom gesundheitlichen Standpunkt unbedingt den Vorzug, wenn es auch für die Hausfrau ein wenig umständlicher ist. Da es nicht jedermanns Sache ist, Hefe in ihrer ursprünglichen Form zu genießen, und sie so ihrer gärenden Eigenschaft wegen auch nicht von einem überempfinolichen Magen vertragen wird, bringt die Nahrungsmittelindustrie Hefeerzeugnisse in verschiedener Zusammensetzung, als Hefeflocken, Hefespeise- und Suppenwürze usw. in den Handel. Für diese Hefeerzeugnisse dient im allgemeinen Bierhefe als Grundlage, die als besonders vitamin- und mineral- salzhaltig anaesprochen wird. Es ist gleich, ob man nun^Hefespeisewürze oder Hefeflocken nimmt. Beide lassen sich vielseitig verwenden zum Würzen aller Art von Speisen, Suppen, Tunken, Gemüsen usw. und machen diese schmackhaft und vitaminreich. Wichtig ist, daß diese Hefeextrakte, ebenso wie frische Kräuter, nicht m i t g e k 0 ch t werden sollen, um die wertvollen Vitamine nicht zu zerstören. Man setzt sie deshalb erst vor dem Anrichten zu. Sehr gut schmeckt auch ein Brotaufstrich aus Hefe, wenn er nach folgendem Rezept zubereitet wurde: 100 Gramm Hefe, 20 Gramm Fett, Zwiebeln oder Lauch, 1 Eßlöffel geriebene Semmel, 4 Eßlöffel Wasser, Salz, evtl. Kümmel. In heißem Fett läßt man die gehackte Zwiebel gelb werden und die zerbröckelte Hefe zergehen. Dann gibt man die Semmelbrösel und das Wasser dazu und läßt alles zusammen zu einem Brei einkochen, den man nach dem Abkühlen mit Salz und Kümmel würzt. An Stelle von Kümmel kann man auch Basilikum wer Schnittlauch verwenden. praktische Winke. . Behandlung der Strümpfe nach dem Waschen. Hierbei werden häufig große Fehler gemacht', die Strümpfe werden durch starkes Auswringen sehr verzogen. Wenn man sich die Mühe nimmt, den Strumpf von der Fußspitze an zusammenzurollen, so kann man diesem liebel abhelfen, und die Strümpfe behalten dadurch ihre ursprüngliche Form. — Schweißgeruch aus wollener Unterwäsche beseitigt man, indem man die Wäsche vor dem Waschen ein paar Stunden in warmem Wasser einweicht, dem man pro Liter einen Eßlöffel Terpentinöl und Salmiakgeit zusetzt. Das Wasser darf nicht zu warm verwendet werden, da sonst die Wäsche verfilzt. Auch bei wollenen Strümpfen erleichtert dieses Einweichen das Waschen und verhütet das Hartwerden. — Naß gewordener Samt darf niemals trocken gerieben werden. Man muß das betreffende Kleidungsstück ausschütteln und trocknen lassen. Dann verdunstet die Feuchtigkeit und hinterläßt keine Flecke. — Schmutzige Anzugkragen bürstet man mit verdünntem Salmiakgeist (1 Teil auf 10 Teile Wasser) ab und spült mit klarem Wasser nach. M. L. Rezepte. Blumenkohlauflauf: Den Blumenkohl waschen, in Röschen teilen und in wenig Salzwasser weichkochen. Inzwischen bereitet man aus Fett, Zwiebeln, Mehl und Brühe eine dickliche weiße Tunke und schmeckt mit Gewürzen ab. In eine gefettete Auflaufform gibt man abwechselnd eine Lage Blumenkohl und Tunke, obenauf Tunke und legt einige Fettflöckchen und Weckkrumen darauf. Den Auflauf bäckt man in heißem Ofen etwa 50 Minuten. Spinatsuppe: In heißem Fett dämpft man den geschnittenen Spinat fünf Minuten, gibt Mehl darüber, dämpft dieses kurz mit und löscht mit heißer Knochenbrühe ab und bringt sie mit Weckkrümelchen zu Tisch. Z w i e b e I g e m ü f e : 750 Gramm geschnittene Zwiebeln und 5 abgeriebene, eingeweichte Brötchen in heißem Fett abdämpfen, mit Brühe auffüllen, 1 Ei sowie das Gewürze hinzufügen und im Backofen etwa 40 bis 50 Minuten dämpfen lassen. Gebackene Nudelspeise mit Marmelade: In Salzwasser gekochte Nudeln zum Abtropfen auf ein Sieb geben, dann in eine gefettete Auflaufform abwechselnd eine Lage Nudeln und Marmelade füllen. 1 Ei mit V< Liter entrahmter Frischmilch verquirlen, über die Nudeln gießen und eine halbe Stunde backen. Ochsenfleisch in brauner Tunke: Aus Fett, Zwiebeln, Mehl und Brühe bereitet man eine braune Tunke, gibt das gekochte in Scheiben geschnitten Ochsenfleisch sowie in Scheiben geschnittene Gurken hinzu, schmeckt ab und läßt fünf Minuten kochen. Spinatkartoffelklöße: 500 Gramm Spinat einmal kurz ad kochen, aus dem Wasser nehmen und mit einem Eßlöffel feingewiegtem Schnittlauch weichdämpfen und durch ein feines Sieb streichen. Alsdann gibt man 30 Gramm Margarine, 1 Ei, 1 bis 2 Eßlöffel entrahmte Frischmilch, 500 Gramm gekochte geriebene Kartoffeln, Salz und zwei bis drei Eßlöffel Weckmehl hinzu, vermengt alles gut. Von diesem Teig, der ziemlich fest sein muß, sticht man Klöße ab, gibt sie in stark kochendes Salz wasser, läßt zwei Minuten kochen und dann garziehen. Man richtet die Klöße auf einer heißen Schüssel und gibt hellbraun gebratene Zwiebel darüber. Käseküchlein: Zu 500 Gramm gut trockenen Quarg gibt man 3 Eßlöffel Mehl, 1 Ei, Salz, etwas Margarine sowie feingeschnittenen Schnittlauch, mengt dieses gut, gibt kleine Küchlein in die Pfanne und brät auf beiden Seiten zu schöner brauner Farbe. Aus her Stadt Gießen. Der Anfang. Die Mutter hat zum Essen auf dem Balkon gedeckt. Es ist das erstemal in diesem Jahre. Voller Begeisterung trägt der Aelteste die Teller aus der Küche herbei. Er strahlt über das ganze Gesicht. „Und hier auf dem Balkon lassen wir wieder Feuerbohnen hochranken, nicht wahr, Mutter? Das wird schön aussehen und außerdem gibt es Bohnen. Freust du dich, Mutter?" Die Mutter freut sich, sie lächelt ihrem Aeltesten zu. Doch dann wird sie ernsthafter. „Wie geht es im Werk? Lernst du gut? Na, und ob der Junge lernt. Er wirft sich in die Brust. „Klar, Mutter, die Sache stimmt, da brauchst du dir keine Kopfschmerzen zu machen." Das weiß die Mutter natürlich. Sie macht sich auch keine Kopfschmerzen, aber seitdem der Vater Soldat ist, trägt sie alle Sorgen und alle Pflichten mit doppelter Hingabe. Einige Wochen ist es her, da brachte sie ihren Jungen zum Werk, wo er seine Lehre zu beginnen hatte. Der Junge war mit stürmischem Eifer dabei, und dieser Eifer scheint nicht nachgelassen zu haben. „Zuerst war es ja nicht ganz leicht", gibt er jetzt zu, „so ein Im hat viele Stunden, aber wenn man eine interessante Arbeit erwischt, vergeht die Zeit wie im Fluge." Er lacht plötzlich. „Weißt du, Mutter, am Anfang stellt man sich doch manchmal recht dumm an. Ich habe mir wirklich große Mühe gegeben, bis ich die Feile richtig führen konnte. Das war gar nicht so einfach. Aber jetzt geht es schon gut." Der Junge denkt darüber nach, was er in den paar Wochen alles gelernt hat, und es kommt ihm beinahe so vor, als sei er schon vor langer Zeit aus der Schule entlassen worden. Mit einem zärtlichen Blick betrachtet ihn die Mutter. Ihr Junge wird schon vorwärtskommen, daran hat sie keinen Zweifel. Den Anfang hat er jedenfalls ausgezeichnet überstanden, und das ist eine gute Vorbedeutung. Und gerade, als ob er die Gedanken der Mutter erraten würde, sagt der Junge: „Ich passe schon gut auf, darauf kannst du dich verlassen, Mutter. Denn ich möchte mal etwas Tüchtiges leisten, jedenfalls will ich mich ordentlich anftrengen." Zur Bekräftigung dessen haut er mit der Faust durch die Luft und freut sich im stillen, daß die Mutter an ihn glaubt. Die Mutter nimmt sich vor, dem Vater einen Brief zu schreiben, um ihm von dem Eifer des Aeltesten zu berichten. Aber dann wird es Zeit, ans Essen zu denken, denn die jüngeren Geschwister kommen herangestürmt und sind fröhlich, auf dem Balkon sitzen zu können. Und bald genießen alle mit dem Essen zugleich die milde Luft, die nun endlich der Frühling beschert hat. H. W. Sch. Vornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Volkstümliche Vorträge und Vorlesungen der Lud- wigs-Universiät Gießen: 20.15 Uhr Vortrag Professor Weidenbach über „Freiheit und Notwendigkeit" I. im Kunsthistorischen Institut, Ludwig- strahe 34. — Gloria-Palast (Seltersweg): „Frau nach Maß". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): ,.Wir alle geh'n zum Polterabend". — Oberhessischer Kunstverein: Ausstellung Walter Kröll, Gießen, von 17 bis 18 Uhr im Turmhaus am Brand. BOM.-llntergau 116 Gießen. 1. 'Bett.: BDIN.-werk. Für alle Mädel, die im April vom BDM. in die Gießener BDM.-Werk-Gruppen überwiesen wurden, wird der nachstehende Dienstplan bekanntgegeben: Der Dienst der Gruppe la/116, Sport: Donnerstag, 8.15 Uhr, Turnhalle der Goetheschule. 1. Mai im Monat: Heimabend Dienstag, 8,15 Uhr, Moeser- heim. Dienst der Gruppe 2a/116, Literatur: Donnerstag, 8 Uhr, Moeserheim. Dienst der Gruppe 3a/116, Gesundheitsdienst: Montag, 8 Uhr. Dienst der Gruppe 4a/116, Werkarbeit: Freitag, 8 Uhr. Die vom BDM. ins BDM.-Werk überwiesenen Mädel erhalten keine besondere Aufforderung seitens der Gruppe mehr, sondern haben sich auf diese Bekanntmachung hin beim nächsten Dienst der Gruppe, der sie zugeteilt sind, der zuständigen Führerin zu melden. Dienst der Gruppe 5a/116, Singschar: Mittwoch, 8 Uhr, Moeserheim. 2. Bett.: Gruppe 4a/116, Werkarbeit. Der nächste Dienst der Gruppe 4a ist am Freitag, 26. 4., abends 8 Uhr, im Moeserheim. Es ist unbedingt wichtig, daß jedes Mädel, und zwar in tadelloser Kluft, erscheint. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 25. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, deutsche Eier 12, Roterüben, % kg 15, Unterkohlrabi 8, Zwiebeln 14, Meerrettich 30 bis 90, Feldsalat 150, Aepfel 15 bis 35, Blumenkohl, das Stück 35 bis 60, Salat 35, Salatgurken 140, Lauch 5 bis 15, Sellerie 10 bis 40, Rettich 10 bis 20, Radieschen, das Bündel 20 bis 30 Rpf. Intensive Iagdnnhnng auch im Kriege. Zur Bereicherung unserer Lebensmittelversorgung ist die Bewirtschaftung, d. h. die Ausbeute an jagdbarem Wild, selbstverständlich genau so wichtig wie jede andere forst- oder landwirtschaftliche Nutzung. Aus diesem Grunde muß alles darangesetzt werden, daß die innerhalb der Schalenwildbestände (Rot-, Reh-, Schwarzwild usw.) und des Niederwildes (Hasen, Fasanen, Enten usw.) abschußerforderlichen Wildmenaen tatsächlich erlegt und erbeutet werden, damit das Wildbret, d. h. also die anfallenden Wildfleischmengen, den Verbraucherkreisen zugeführt werden. Die behördlich festgesetzte, alljährlich vorgenommene Schalenwildverminderung (Abschuß von Rotwild, Rehen usw.) muß also auch jetzt unter allen Umständen durchgeführt werden, desgleichen die Verminderung der Wildkaninchen usw., damit nur ein der Landeskultur zuträglicher. Vas ist es was dem Kinde schmeckt Der Maizena-Pudding, der Brei, die Suppe und die vielen anderen mit Maizena zuberel- teten Dbst- und Süß. speisen gebären zu den täglichen kleinen $reu« den des Kindes.Sie sind das «Ereignis desZrüh» stücks-, Mittags- oder Nbendbrotstisches, werden, weil schmackhaft, gern gegeben und sind nahrhaft,leicht verdaulich und bekömmlich Liebe Mutter, das seit über 70 fahren bewährte Rindernährmfttcl Maizena für die Zlasche, für den Brei, für den Pudding ist in allen Kolonialwarengeschäften gegen die Kreuzabschnitte der Reich«- brotkarte für Kinder bis zu 6 Zähren erhältlich. Rezepte liegen ledern Paket bei. MAIZENA also angepaßter Wildbestand erhalten bleibt. Die Wild-, Geflügel- und Rauchwarenmärkte erfahren dadurch eine erhebliche Zufuhr. Leider wird ein Teil des Wildes, namentlich des Jungwildes, alljährlich durch das sinnlose und laut Gesetz verbotene Abbrennen von Hecken, bebuschten Rainen, Altgras usw. oder auch durch wildreißende Hunde vernichtet. Gegen verantwortungslose Hundehalter werden daher neuerdings Schadenersatzklagen durchgeführt, abgesehen davon, daß wildernde Hunde und Katzen von den Auffichtsorganen erschossen werden. Nicht zuletzt hilft uns das jagdbare Wild dzw. die Wildbret-Ausbeute, ferner der Anfall von Bälgen, Decken, Haarfilz, Wildleder, Fuchs-, Marder-, Iltispelzen usw. nicht nur Devisen sparen, sondern das erlegte Wild bringt auch Abwechselung in den Speisezettel und trägt zur Ernährung des deutschen Volkes unb zur heimischen Rohstofferzeugung bei. Wir hamstern Vitamin D. Sonst ist jede Art von Hamsterei mit Recht verrufen, aber Vitamin D zu hamstern ist unserer Gesundheit gegenüber geradezu Pflicht. Don den bisher schon bekannten Vitaminen ist Vitamin D das einzige, das wir uns nicht nur durch die Nahrung, sondern auch durch die Haut einverleiben können. Es wird durch Einwirkung der Sonnenstrahlen in den Körperzellen erzeugt. Gerade nach diesem Winter, der uns zwang, viel im Hause zu bleiben und uns draußen mehr denn je zu vermummen, sind wir besonders vitaminhungrig. Immer wieder werden aber die Warnungen vergessen, die in jedem Jahr zu Beginn des Sommers wiederholt werden: die Warnungen vor dem Sonnenbrand. In jedem Frühling muß sich der Körper von neuem an die Sonne gewöhnen, denn ihre Strahlen find zwar Mist ÜUK schaffen, Lena? Vornan von Martina Eckart-ksilm 13. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Lena lehnt sich zurück. Sie lacht wohlig vor sich hin. Ein Gefühl heimatlicher Geborgenheit überkommt ste. Müßte sie sich nicht eigentlich weit wegwünschen? Krach wie immer? Es tft etwas Eigentümliches um diesen Krach im Gräfehaus! Er ist fo kräftig, so gesund. Nichts Zermürbendes, Lähmendes, sondern etwas, das mit der Lebensäußerung aesunder Menschen zusammenhängt. Man kann ihm nicht ernstlich böse fein, diesem Krach. Er ist das Salz des Lebens im Gräfehof. Während die Dunkelheit Nähe und Ferne immer dichter umhüllt, während die Freude über die Geborgenheit im alten Gräfehaus die letzten Zweifel über die sonderbare Rückkehr hinwegnimmt, sieht Lena sich nochmals am Morgen dieses Tages von der Mutter ihres Verlobten Abschied nehmen. Es war ein überstürzter Abschied! Am Abend vorher war sie noch entschlossen, der lieben alten Frau einige Tage länaer Gesellschaft zu leisten. Schon während beu Nacht hatte sie ein sonderbares Gefühl überkommen, sie konnte es sich nicht erklären. Ihre Träume führten sie ins Gräfehaus. Am Morgen tag dann eine Karte von Jupp und Erni neben ihrer Kaffeetasse. „Alle lassen wir den Kopf hängen, weil du fort bist, alle, selbst der Große —" Sie hört sich wieder auf die enttäuschte alte Dame einreden. „Mütterchen, es ist mir so viel liegen geblieben in diesen Jahren, immer unter fremden Leuten, meine eigenen Sachen kamen immer an letzter Stelle. — Ich möchte doch lieber heute schon mit dem Mittagszug fahren — außerdem, in Dresden muß ich noch dringend einen Besuch machen — eine alte Freundin —" Lena erbtet. Die alte Freun- tü* war glatt erfunden. Sie vensteht sich selbst Nicht, wie sie die alte Frau einfach belügen konnte. An den Abschied mag sie gar nichf mehr denken, wie gut, wie tapfer, wie verständnisvoll war die einsame alte Frau gewesen. — Der Druck dieses ganzen merkwürdigen Tages, das unerklärliche Geschobensein waren Lena unheimlich, sie ist glücklich, daß sie langsam in eine gelöstere Stimmung gleitet, gelöst Lurch die Weichheit dieses Abends, die Ruhe des dunkelnden Landes, durch die beiden Menschen im Wagen, mit denen sie nicht viel spricht, die sie aber so selbstverständlich in ihr Haus zurückführen. Und ebenso selbstverständlich steht Christoph Gräfe an der Haustür und streckt ihr die Hände entgegen. Stellt einer die Frage, vor der ihr am meisten gebangt hat: Wie kommt es, daß du noch einmal bei uns einkehrst? Nein, sie nehmen es mit großartiger Unbekümmertheit hin, daß Lena wieder mit am Abendbrottisch sitzt und mit ihnen ißt, ja, Erni sagt sogar gleichmütig: „Dein Bett habe ich noch gar nicht abgezogen!" ♦ Wie zur Familie gehörig ist Lena Detteting im Gräfehaus wieder eingekehrt. Ganz von selbst hat sie sich in den Tageslauf eingeschaltet. Arbeit gibt es in solchem Betriebe genug. Sie wartet nur daraus, in Angriff genommen zu werden. „Gurken und Bohnen müssen eingelegt werden", sagt Erni, und Jupp bittet: „Könntest du mir nicht ein Paar weiße Sepplstrümpse stricken, Tante Lena?" Christoph Gräfe plant eine Fahrt nach dem Spreewald, der Geschäftsverbindungen wegen. Hat einer Lust, ihn zu begleiten? Dachte ich mir, keiner hat Zeit, nur Lena. „Lena, du mußt mitkommen!" Selbst Hermann, der sonst niemanden braucht, dieser Schweigsame, dieser Einspänner, fragt: „Gehst du einmal mit mir nach der Napoleonslinde?" — „Kennst du die Sternenbilder, Lena?. Soll ich sie dir erklären?" — „Lena, willst du mir helfen, wenn ich drüben hinter dem Gemüsegarten die Pfirsiche abnehme?" Hätte man übrigens geglaubt, daß der Große so lustig pfeifen kann? So frank und frei von der Leber weg? Er bricht zwar schnell ab, wenn jemand in die Stube tritt, aber sein Gesicht bleibt hell, und seine Augen haben Glanz. „Wie schön, daß du wieder da bist", sagt er zu Lena und drückt ihr im Vorbeigehen die Hand. Alles scheint schön und harmonisch zu fein, wenigstens bei den Gräfes. Aber in Lenas Innerem ist noch immer Unordnung. Warum sie ins Gräfehaus zurückgekehrt ist, weiß sie natürlich schon längst, ja, die Sache mit dem Sparkassenbuch muß in Ordnung gebracht werden, wie eine Last liegt sie auf ihper Seele. Ist es vielleicht gelogen, wenn sie am zweiten Tag ihrer Rückkehr an die Schwiegermutter nach Breslau schreibt: „— da es im Gräfehaus wegen des Erbes meiner Schwester noch einer dringenden Erledigung bedurfte, mußte ich diesen Umweg leider ein zweites Mal machen —" Leider! Welch eine Lüge! Was für Wege geht sie. Genau betrachtet, ist es natürlich sehr beunruhigend; dieses Rätsel um Ernis Geld, Wer hat es genommen? Beim Frühstück fragt Lena einmal Christoph Gräfe vorsichtig: „Weshalb legst du eigentlich Ernis Geld, das sie von ihrer Mutter geerbt hat, nicht besser an? Es könnte doch anderswo viel mehr Zinsen tragen als auf der Sparkasse!" Christoph Gräfe schüttelt verwundert den Kopf: „Was du auf einmal hast, Lena! Du weißt doch, Marie wollte, daß das Geld Erni immer zur Verfügung steht." „Ob du das Buch nicht wenigstens auf die Bank tragen möchtest?" „Oho!" fährt Gräfe auf. „Du hast wohl Angst vor Dieben, ja? Hier aus dem Gräfehaus hat noch keiner was hinausgetragen!" „Man kann doch nie wissen —" „Nichts da — wo es diese fünf Jahre gelegen hat, liegt es auch weiter!" Ein argloses, gutmütiges Lachen mildert die brummigen Worte. „Kannst hier manches umkrempeln, Lena, aber das laß nur. Wenn Maries Wunsch auch unpraktisch ist: Er ist der einer Toten, den man ehren soll!" Und damit ist das Gespräch beendet. Da gibt es nichts mehr, an das man hätte anknüpfen können. Kurz darauf überfällt Lena dann ein großer Verdacht, der sie nicht wieder losläßt. Sie sind im Garten, Erni, Jupp und sie, und sie jäten Unkraut. „Weißt du es übrigens schon, Tante Lena? Jutta und Rudolf heiraten in fünf Wochen, wir sind zur Hochzeit eingeladen. Jutta war selbst bei uns!" „Ist sie eigentlich elegant, Rudolfs Braut?" Lena weiß nicht, weshalb sie die Frage stellte. Sie hat die Menschen niemals nach dem Aeußeren beurteilt. „Elegant? Sie ist ein fescher Kerl und reitet wie ein Junge!" Jupp fällt Erni ins Wort: „Und wie die Auto fährt. Sie hat einen schicken Wagen, giftgrün, prima Marke —" „So so —" Reiterin also, kostspielige Sportsdame. „Sie möchte am liebsten einmal ein Rennen mitfahren, geflogen ist sie auch schon, Berlin—London und zurück." „Und nach Paris —" »Und nach Kopenhagen Jupp und Erni überbieten sich. „Wenn irgendwo Autorennen ist, ist Jutta dabei!" Lena weiß eigentlich schon genug. Trotzdem fragt sie noch weiter: „Und das Schloß — es ist wohl recht groß — recht üppig, erfordert wohl viele Leute zur Bedienung —?" „Guck' dir's nur mal an, Tante Lena, über Blitz- Johann, den Diener, wirst du dich totlachen, der macht alles im Zeitlupentempo!" Diener, Leute, vielleicht eine Landwirtschaft, die nicht viel einbringt — aber hohe Ansprüche. Der Rudolf hat also eine Braut mit noblen Passionen. Rennfahrerin! Der bürgerliche Mann wird wahrscheinlich nur in Kauf genommen, wenn er kostbare Geschenke macht. So ist doch die alte Spielregel! Und dahinein ist nun der Dolf geschlittert, dieser dumme Junge mit der Gräfeschen Leidenschaft im Blut, verliebt bis über die Ohren, zu allem fähig --o, Lena weiß wirklich genug! Der furchtbare Verdacht läßt sie nicht mehr los. Ein Fremder kann das Geld nicht haben, nur einer, der Bescheid weiß. Ein Fremder hätte das Buch nicht wieder an Ort und Stelle gelegt. Er hätte Buch und Kontrollmarke verschwinden lassen. Ehe Lena mit Christoph Gräfe davon spricht, will sie Bescheid wissen, ob sie diesen Verdacht auch aussprechen darf. Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als aufs Schloß zu gehen, um Jutta von Pies- sen-Roda kennenzulernen. Eines Nachmittags macht Lena sich auf. Damit die „Modedame" Jutta nicht spöttisch auf sie herab- sieht, legt sie ein Helles, flottes Kleid an. Leicht wird ihr der Gang über den Hutberg nicht. Nein, es ist nicht schön, mit einem schlimmen Verdacht Menschen aufsuchen zu wollen, die man noch gar nicht kennt. Die Herbstsonne lacht, ihren schwarzen Gedanken zum Trotz, hell und freundlich. Doll inbrünstiger Wärme schickt sie ihre Strahlen über das schattenlose Wiesenstück. Hinter ihr liegt der Gräfesche Obstgarten und lockt mit seiner Kühle. Erni ist mit einem Berg von Flickerei allein daheim geblieben. Soll sie umkehren, ihr helfen? Lena ist jetzt so oft unschlüssig, sie hat einen großen Teil ihrer Selbstsicherheit eingebüßt. Schon will sie umkehren, aber da sieht sie Hermann über die Wiesen kommen. Wenn sie weitergeht, trifft sie ihn gerade drüben an den Weiden, wo der Weg zum Dorfe abbiegt. k, (Fortsetzung folgt.) HZ. sammelt Altpapier Zehn Gebote für Krankheitsfälle zu toben. Jutta da« dl* große Tube die kleine Tube 25" Starkwirksam, gegen Zahnsteinensatz, zahnfleischkräftigend, mikrofein, mild aromatisch, im Björnstjerne Björnson. Zum »«.Todestag dcsnorwegischenDichters am 26. April. ). Recht ver« nsirer Te« 1 den bis» tin D das Nahrung, ■n können, trahlen in esem Mn- leiben und imen, M lieber wer« in jedem lt weiten: In jedem em an die sind zwar ist auch die Zeit anstalten an Der —v-*------ --------« . . ersten Badegäste haben sich bereits emgefundcn und einige Stunden dazu ausgenützt, um Sonnenbäder zu nehmen. Die Lahn selbst, das Wasser war aber noch nicht so stark gefragt; immerhin fanden sich dort einige Gäste zum ersten kühlen Bad bereit. eibt. Die erfahren wird ein ilbes, all- besetz oer« t Rainen, de Hunde undehalter gen durch, de Hunde erschossen rare Wild lnsall von Hs-, Mar« n sparen, wechselung hrung des Rohstoff« Mchleistungs-Prüsungsausschiiffe gebildet Oie Organisation im Kreis Gießen. > 6 k 1S« c“ •». Auf Wunsch des Reichskommissars für die Alt. Materialverwertung hat die Reichsjugendführung die gesamte HI. zu einer neuen kriegseinsatzrnäßi- gen Aktion für das ganze Reich aufgerufen. Es handelt sich darum, das vielfach in den Haushalten ungenützt vorhandene Altpapier möglichst total zu erfasse« und den Zwecken der Wirtschaft zuzuleiten. Die Aktion, die später in eine Dauersammlung nach Art der Knochen» oder Metallfoliensammlung übergehen soll, ist vor der Hand für den Zeitraum vom 25. 4. bis zum 31. 5. 1940 angesetzt. 5n biefer Zeit werben zunächst bie Aufklärunas- unb Sammcl- Pläne für bie verschiebenen Ortsoereiche aufgestellt. Dann wirb der BdM. im ganzen Reich alle Haushaltungen aufsuchen, um die Bereitstellung des Altpapiers au veranlassen. Die eigentliche Sammlung, also die Abholung und den Transport, werden anschließend die HI. und das Deutsche Jungvolk be» jorgen. Don zuständiger Stelle wird dazu mitgeteilt, daß es bei dieser Papiersammlung nicht nur. wie bei früheren ähnlichen Gelegenheiten, auf lie Erfas. Wir wissen, daß die Zeit des Arztes heute sehr beschränkt ist. Daher haben alle Patienten die Pflicht, ihm bie Erfüllung seines verantwortungsvollen Berufes zu erleichtern. Daraus ergeben sich einige, eigentlich selbstoerstänbliche Erkenntnisse, bie jeder Henau befolgen sollte, im Interesse des Arztes sowohl, als auch seiner anderen Patienten! 1. Ueberlege genau, ob der Besuch des Arztes wirklich nötig ist! Wie oft wird er noch spät abends und in höchster Eile gerufen, obwohl der Kranke feinen Zustand selbst ganz gut erkennt, aber für eine leichte Unpäßlichkeit auf Kosten feiner Krankenkasse etwas gegen Kopfschmerzen oder Husten verschrieben haben will. Diese Verordnung kcmn er genau so gut durch einen Angehörigen in der ^Wohnung des Arztes abholen lassen. 2. Bestelle den Besuch des Arztes möglichst frühzeitig, am besten bis morgens 9 Uhr, damit dieser seine Wege danach einrichten kann! 3. Sage auch schon bei der Bestellung, um was es sich handelt, und orientiere den Arzt über bie Höhe des Fiebers und andere wichtige Erscheinungen! 4. Bereite dich auf den. Besuch des Arztes vor, indem du dir vorher genau überlegst, was du ihm sagen mußt. Vie gefangenen Schwestern. Von Heinrich Jillich Ein junger Mann, mit einer Brille auf der Rase, der vor Mädchen große Sckeu empfand, vertraute sich deswegen einem Freunde an, der ein lustiger Bruder war und ihm zu helfen sich gern bereit er- klärte, nur müßten fie, sagte er, nach Hermann- stadt fahren, wo er zwei hübsche Schwestern kenne, die sich über ihren Besuch sicherlich freuten. So fuhren denn die Freunde dahin, und der Schüchterne fragte von Meile zu Meile mehrmals, ob es auch wirklich nette Mädchen feien unb ihn feiner linkischen Art wegen nicht verlachen würden. Der Drauf- gänqer tröstete ihn und malte sie ihm als wahre Augapfel der Schönheit, als resche und fesche Dinger, die ein Späßchen und gar ein Küßchen wohl vertrugen, so daß der Schüchterne die Ankunft kaum erwarten konnte, und, in Hermannstadt ein« getroffen, sogleich bas Abenteuer wagen wollte. ** Kirschen blühen. In einigen geschützten Winkeln in Gärten innerhalb unserer Stadt hält jetzt der Frühling eindeutig sichtbar seinen Einzug. Da unb dort sieht man die Kirschbäume blühen, unb wenn sie auch noch nicht im blenbenden Weiß prangen, so haben sich doch schon zahlreiche Blüten geöffnet. Auch die Magnolien lassen erwarten, daß es nur noch eine Frage von Tagen ist, daß auch sie ihre prächtigen Blütenkelche entfalten werden. ♦* * ** Erste Badegäste an der Lahn. Run ~ " gekommen, da es in den Bade- Lahn wieder lebendig wird. Die Aufruf! (Bemeinfdjaflsempfang der berufstätigen Sugenb 3m Rahmen der Aktion ..wettonfchouliche und geistige Betreuung her Jugend im Kriege-.pr.ch, om kommenden Montag. 29. April, „»mittags Uhr. der Reichsorganisationsteiter und Leiter der Dr" iRob' S c ’ in einer Reichssendung jur deutschen Jugend. Sämtliche Belriebssuhrer wollen aus d esem Anlah sosor, in Verbindung mit »em Befricbsjugenbroaller alle Vorbereitungen zum Gemcinschasksempsang treffen. Vas Antreten zu diesen Appellen hat seweils In bzw. BDM.-Uniform zu erfolgen 3n Gießen fleht den Betrieben unb Schulen, welche Nicht in ber Lage sind, einen Gemeinschafts' empfang durchzuführen, das Lichtspielhaus. Bahnhofstraße, zur Verfügung. Die hierfür in Frage kommenden Betriebe wollen sich sofort mit dem Sreisjugendwalter der DAF. in Verbindung sehen. Die Plätze müssen dort bis 7.45 Uhr eingenommen fein heil Hiller! 3. v. gez. Reih, Kreisobmann. 5. Die Pflegeperson notiere Fieber, evtl, auch Puls, sowie besondere Krankheitserscheinungen kurz auf einen Zettel, denn es kann sein, daß der Arzt sie nicht antrifft, und dann kann ihm niemand Bescheid sagen. Das gilt besonders bei kleinen Kindern. 6. Stelle vorher bereit, was der Arzt sehen muß (Urin, Stuhlgang, bei Säuglingen die letzten Windeln, Auswurf, Erbrochenes)! 7. Sorge für ein paffendes, gut schließendes Gefäß, falls der Arzt etwas von diesen Dingen mit- nehmen will! 8. Sorge für gute Beleuchtung und stelle das Bett so, daß der Arzt auch wirklich und bequem untersuchen kann! 9. Sorge vorher für frisches Waschwasser unb ein sauberes Handtuch! 10. Bei chronisch Kranken stelle die bisher verordneten Medikamente bereit, es erleichtert ihm die Anordnungen! Falls der Kranke einer Krankenkasse angehört, so besorge vorher den Arztschein ober lege ben Ausweis bereit, bamit der Arzt weiß, welches Rezept- formular er verwenden muß! Dr. I. M. wohl vkb über Blitz' lachen, der rtsch°ft.di- irüche- Der Passiv"^ uirb Wähler r°M Spielregel ttert, die el enE »s 1,65 )Dn splH irbadjt KZ 5 S ohien. ? d>e & Jung bes Zeitungspapiers ankommt. Bei ber jetzigen Bedarfslage werden nämlich vor allem die sogenannten gemischten Abfälle benötigt, also nicht nur Zeitungspapier, sondern auch alte Zeitschriften, Schulhefte und Briefumschläge, Bücher, Pappkartons, Einwickelbogen usw. Papier, das irgendwie fettig ist, also früher zum Einwickeln von Butter, Fett, Wurst u. dgl. verwendet worden war, kommt nicht in Betracht und soll daher von den Hausfrauen auf keinen Fall mit abgegeben werden. Das zur Sammlung gelangende Papier muß sauber sein. Derartiges Papier soll die Hausfrau auch in Zukunft nicht wegwerfen, sondern, ähnlich wie schon bisher verschiedene andere Altmaterialien, aufbe- wayren und zur gegebenen Zeit an die Sammler abliefern. Zu diesem Zwecke werden in ben Häu- fern Hausvorsammelstellen eingerichtet, von wo aus bann künftig bie Abholung durch die HI. erfolgt. Zur Erfassung der gegenwärtig in den Haushalten vorhandenen Bestände und als Start dieser Dauersammlung wird in der angegebenen Zeit die Großaktion der HI. im Kriegseinsatz unternommen. „Björnson hätten wir zum König machen mus» sen'" so ruft der Kulturhistoriker Hjalmar Christensen in seiner Darstellung von Norwegens kulturellem Unabhänaigkeitskamps aus und gibt Damit nur das Echo der allgemeinen Wertung, Die dieser Mann in seinem Dolke genoß. Es istja ein i altgermanisches Ideal, den Sänger als Helden zu denken. Der tapferste Mann, der dem Heer voraus- zieht in den Kampf, er singt beim Siegesrnah unb das Lieb, in dem er die Taten der Vorzeitju un sterblichem Ruhm festhält, wird ber lebenden Gene- ration zugleich zum Ansporn neuer..Talen. Als em solcher geistiger Heerführer stand Biornson m seiner Zeit und in seinem Volke. Er war eine Kampfer natur durch unb durch, wenn er aud) ferne Schlach ten ausschließlich im Reiche des ©elftes, M gerade für ben Gedanken des Friedens schlug, und es ist bezeichnend für ihn, daß er alle Kunst, die den Menschen nicht auf rüttelte, belehrte, erzog, hoher führte, als unfruchtbar ablehnte. Dieses Kämpferische, der Wille, unmittelbar au die Oeftaltunfl seiner Zeit emzuwirken, ist ihm oft zum Borwurs gemacht worden, weil es die „Rem heit" seiner Kunst trübte Das Sournallftische if allerdings aus Björnfons Lebenswerk nicht fortz denken, feine Tätigkeit im geistigen Tageskamps « Schriftleiter und Bolksredner gehört zu ihm w sein dichterisches Schaffen Aber wenn auch dre Ideale, für die er stritt, heute zum Teil ub°rwrm den sind, so hat im «anzen seine dicht-irsche ste I sanlichkeit daraus sicher nur Befruchtung gewonnen. I Aus dem norwegischen Heimatdichter wuch Inner I großen weltüberschauenden, die Probleme 1 I Zeit mitgestaltenden Manne. In seiner Frühzeit war er stolz darauf, daß er | all- fremden Einflüsse vonl sich °b«ehrtn daß I fest „auf dem Boden de- Kind-rglaub n- und^n I der nationalen Vergangenheit ftanb- An ' f gebrochen naiven Kraft heraus schuf er I d vollen Bauernerzahlungen, 'n denen er die Bauern im Licht der alten Saga und> di- Saga 'M L,ch ° seiner Bauern sah", seine "’‘,h"naIe"n®;“Jre"'n6e» sich um die Gestatt des gemalert Bau-rnsr-un°°- I König Sverre und um die ^eldenstgu 9 । , ■ gruppieren. Auch in der stärksten künstlerischen Lei-'unsere Nilfen Hauge. v m .... Die rätselvolle, im Sittlichen unb Religiösen auf. rütfelnbe Persönlichkeit Kierkegaards, bie auch Björnsons großen Warner ab en unb Antipoben Ibsen so stark beeinflußte, mag ben ersten Anstoß zu •feinen Zweifeln gegeben haben. Reifen ins Ausland, bie Begegnung mit mobernen Ideen erweiterten feinen Gesichtskreis unb schärften seinen Blick für bie brängenben Fragen ber Zeit. Mit der ihm eige- nen Rücksichtslosigkeit stürzte er sich nun in ben Tageskampf. Er wandte sich gegen bie 1814 zwischen Norwegen unb Schweben geschlossene Union, trat für eine norwegische Republik ein unb bekämpfte auch in seinem Drama „König" bie Jbee bes Königtums. Mit ben sozialen Verhältnissen beschäftigte er sich in seinem „Fallissement", bas ihm seinen ersten großen Bühnenerfolg eintrug. Der Dichter, ber so lange im romantischen Wikingerkleid erschie- nen war, fand sich hier meisterhaft zurecht im Hauptbuch bes Bankrotteurs Tjälbe. Zugleich hielt er zahlreiche Vorträge in Norwegen wie im Aus- land über politische, soziale unb ethische Fragen. Mit Deutschland verbanden ihn nicht nur nahe verwandtschaftliche Beziehungen — eine feiner Tochter hatte den deutschen Verleger Albert Langen aehei- ratet — sondern auch starke geistige Sympathien Wie er bei uns nächst seinem eigenen Vaterland seine verständnisvollsten Leser fand, so fühlte er sich auch zu Deutschlands aufstrebender Kraft mächtig frie9e rN®i. °»iezd. S'9 »it Sh 11 Wfr- lieber. ,QblH unb er. ;ll° bie Qud)et. Mw. h crun« Qlio auch Werben, A'nchen ^gluhrr, ** Frisches Grün am Selterstor. Von ben Umbauarbeiten am Selterstor kann bie Feststellung gemacht werben, baß in ber Fläche bes Bürgersteiges an der Ecke Seltersweg/Horst-Wessel-Wall : fünf junge Lindenbäume angepflanzt worben sinb, die auch bereits erstes zartes Grün tragen. Eine gleiche Anpflanzung roirb zu gegebener Zeit auch vor öem Hause Darrs nach dem Hindenlmrgwall zu ■ vorgenommen werden. Es ist erfreulich, baß bas Selterstor tzi feiner dem modernen Verkehr entsprechenden Gestaltung auch bes Grünschmucks nicht ganz entbehren wird. Der pädagogische Grunbzug seines Wesens, der ihn stets zum Lehren und Erziehen hmbrangte, findet in einer Reihe feiner besten Werke blchteri- chen Ausdruck. Sein Schulideal, das er m dem prächtigen Werk „Beflaggt sind Stadt und Hafen bekannt hat, geht Darauf aus, Körper und Geist gleichmäßig auszubilden, zu kräftigen und zu oft- Adeln Dieses Ideal hat nicht nur tn Norwegen eine Umwälzung in ber Erziehung heroorgerufen, sondern im Zusammenhang mit Zeichen eigenen Bestrebungen auch bei uns gewirkt. Dor allem ber Mutter als Erzieherin hat er in beiben Mei- ftcrnooeüen „Absalons Haar" unb o^utters panbe ein hohes Loblieb gesungen. Das Religiöse steht 'm Mittelpunkt seines bebeutenbften Dramas „Heber I unsere Kraft". Alles Wunberbare, Ewige, was er — richtig angewanbt — ein segensreiches, aber auch sehr stark wirkenbes Mittel, das nicht mißbraucht werden darf. Also nicht stundenlang in die Sonne legen und mit Gewalt braun werden wollen- bas bringt keinerlei Nutzen, kann aber Herz und Nerven schwer schädigen. Am besten ist cs, mit kurzen • Sonnenbädern zu beginnen, mit dem Aufenthalt in Sonne und Schatten zu wechseln, also Sport, Wandern, Gartenarbeit in möglichst leichter, sparsamer Kleidung. Die Mode ber kurzen Kleider mit kurzen Aermeln kommt der Gesundheit ebenso entgegen wie ber Kleiberkarte. Weiterhin wäre es zweck- • mäßig, wenn es irgenb möglich ist, auf bas Tragen von Strümpfen zu verzichten. Nicht nur beim Sport, sondern auch bei ber Gartenarbeit sollten j wir alles Heberflüssige in ben Schrank hängen. Was wir am Strand und auf dem Sportplatz tra- gen, bas genügt auch hier. Bei praller Sonne muß er Kopf natürlich bedeckt und das Einfetten der Haut darf nicht vergessen werden. Wichtig ist auch, daß wir unsere Zeiteinteilung im Sommer nach- prüfen. Wieviel kostbare Morgenstunden voller Lebensfreude und Schaffenskraft werden noch — auch bei Sommerzeit — verschlafen, während bie ersten Nachtstunden, die zugleich die kostbarsten Schlafstunden sind, wachend bei Lampenlicht rer- i bracht werden. Mit ber Sonne aufstehen und den Tag mit Gartenarbeit, Sport oder einem Spaziergang beginnen, das erfrischt Körper und Geist. Auch Gymnastik auf dem Balkon oder am offenen Fenster in der vollen Morgensonne ist eine Kraftquelle für den ganzen Tag. Jede freie Stunde in möglichst leichter Kleidung draußen verbringen, bas ist bas wesentliche, um alle Körperzellen mit Vitamin D tischen Kreises Gießen gibt es vier Molkereien, unb zwar in Gießen, Geilshausen, Wetter- selb und Hungen. Der Milchleistungs-Ausschuß für die Molkerei Gießen setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Vorsitzender: Ortsbauernführer Kuhl (Holzheim), stellvertretender Vorsitzender: Molkereibesitzer Hans Grieb; als Milcherzeuger gehören dem Ausschuß an: Heinrich Burck (Lützellinden), Karl S ch m a n b t V. (Watzenborn-Steinberg) und Wilhelm Jung V. (Leihgestern), ferner sämtliche Ortsbauernführer der 48 Gemeinden des Einzugsgebietes ber Molkerei Gießen. Die Aufgaben der Milchleistungs-Ausschüsse sind ungemein vielseitig. Im wesentlichen liegt ihnen, neben Erhebungen ber verschiedensten Art, vor allem eine beratende Tätigkeit ob. Ein Teil ber Arbeit liegt bei den Ortsbauernführern der einzelnen Gemeinden. Die Ortsbauernführer haben zum Zwecke der Milchleistungsprüfungen vor allem eine Grundliste anzulegen, in der neben dem Namen des Milchvieh haltenden Bauern die Zahl ber gehaltenen Kühe, bie gesamte lanbwirtschaftlich genutzte Fläche, ber Anteil bes Grünlandes an dieser Nutzfläche und schließlich der zur Verfügung stehende Siloraum festgehalten werden. Aus diesen Erhebun- gen soll ersichtlich werben, wieviel Kühe ber einzelne Bauer und Landwirt auf eigener Futtergrundlage burchzuhalten vermag unb bamit in bie in der Natur feines Landes und in der Seele des Menschen geschaut, bas faßte er in biefer Dichtung zusammen, legte sein eigenes zerquältes Herz in bie Gestalt bes ungläubigen Bratt. Der kindlich Gläubige ist zum Gottzweifler, zum Gottsucher ge- worden. Das Gebot bes Christentums erschien ihm. Dem praktischen Lebensmenschen, als „über unsere Kraft". Zu der gleichen Skepsis bekennt er sich auch in feinem großen religiösen Roman „Auf Gottes Wegen" und in dem zweiten Teil von „Heber unserer Kraft", in dem er bas soziale Problem mit dem religiösen verknüpft und das wieder in seinem pädagogischen Ideal ausklingt. Ein Prophet tapferer Lebensheiterkeit, frischer Arbeit und fröhlicher Feste war ber alte Björnson geworden, ganz zugewandt dem Ideal, ein neues besseres Geschlecht zu erziehen, voll unverwüstlichen Kulturoptimismus. Kindlich zuversichtliche Lebens- Hoffnung und Lebensfreude Hingt aus (einem letzten Roman „Mary" und aus dem Lustspiel „Wenn ber junge Wein blüht", bas in seinem Todesjahr erschien. Als ein solcher fröhlicher und tapferer Greis lebte er die letzten Jahre auf seinem Gute Aulestad, zwischen seiner Familie und seinen Jnstleuten, recht als der Vater ben Seinen, ber geistige Vater seines Volkes. Er, ber so ganz in ber Heimat verwurzelt war, mußte fern ber Heimat sterben, als er von seinem schweren Leiben Heilung in Paris suchte. Lage versetzt ist, wirtschaftlich bie Milcherzeugung zu betreiben. Ferner werden die abgelieferte Milchmenge und der Durchschnittsfettgehalt ber abgelieferten Milch feftgefteUt. Schließlich wirb bas Verhält- nis errechnet, in bem bie abgelieferte Milchmenge zu bem Grundbesitz des Bauern steht. In die Grund- liste erfolgt außerdem die Eintragung der von jetzt ab monatlich zur Ablieferung gelangenden Mich jedes einzelnen Betriebs. Aus ber Summe ber Erhebungen läßt sich eine Fülle von Schlüssen ziehen, insbesondere daraufhin, in welchem Maße und durch welche Maßnahmen jeder einzelne Betrieb seine Leistung auf dem Gebiete der MilcherAeugung zu steigern vermag. Der Heberblick über Die Grundlisten gestattet außerdem einen regen Austausch von Erfahrungen. Schließlich bilden diese Erhebungen auch einen Ansporn für ben einzelnen Bauern. Das Ergebnis dürste eine Steigerung des Milchanfalls bedeuten, der es ermöglicht, bie deutsche Fettver- forgung zu bessern. Die technische Verarbeitung ber mehr anfallenden Milch bebeutet kein Problem. Die Molkereien unserer engeren Heimat sind in der Lage, noch erheblich höhere Mengen, als gegenwärtig vorliegen, zu verarbeiten. Die Molkereien im Kreist Gießen zum Beispiel haben folgendes Verarbeitungsvermögen: Molkerei Gießen täglich 60 000 Liter, Molkerei Hungen täglich 30 000 Liter, Molkerei Wetterfeld täglich 15 000 Liter, Molkerei Geilshausen täglich 13 000 Liter. Aus unserem engeren Milchwirtschaftsgebiet bürsten in biejem Zusammenhang einige Tatsachen noch befonbers interessieren. Nach der Menge der Milchanlieferung steht die jetzt zur Stadt Gießen gehörende Gemeinde W i e s e ck mit einem täglichen Nachdem vor wenigen Wochen der Vorsitzende des Ministerrats für die Reichsverteidiaung General- feldmarschall G ö ring in einer Ansprache an das Landvolk in umfassender Weise über die Steigerung der deutschen Fetterzeugung gesprochen hatte, mußten in Konsequenz jener Ankündigungen manche Maßnahmen getroffen werden, bie eine Steigerung ber Fetterzeugung ermöglichten. Eine biefer Maßnahmen ist die Gründung von Milchleistungs- Ausschüssen, die in engem Zusammenwirken mit bem Reichsnährstand entstehen. Milchleistungs- Ausschüsse bestehen in Zukunft bei ben Landesbauernschaften, bei den Bezirksbauemschaften und schließlich in den einzelnen Molkereien. Die Milchleistungs-Ausschüsse für den Bereich unserer engeren Heimat sind bereits gebildet. Der Milchleistungs-Ausschuß beim Bezirksbauernführer der Bezirksbauernschaft Gießen setzt sich aus folgenden Männern zusammen: Vorsitzender: Bezirks- bauernführer Metzger (Röthges), stellvertretender Vorsitzender: Bauer Ferdinand SBopp (Bellersheim); Mitglieder sind Ortsbauernführer Kuhl (Holzheim), Ortsbauernführer W. Bender (Langsdorf), Ortsbauernführer Albert (Queckborn), Ortsbauernführer unb Bürgermeister Erb (Beltershain) sowie Die Vorsitzenden ber Molkereiausschüsse bes Bezirks. Die Milchleistungs-Ausschüsse bei ben Molkereien sind ebenfalls schon gebildet. Innerhalb des poli- ftung dieser Epoche, in seiner „Maria Stuart in Schottland", erscheint das Schottische ganz ins Nordische einaetaucht. Die herbe Gestalt Des Puri» tanerfüljrers John Knox erwuchs ihm aus seiner Verehrung für ben Pietismus bes Norwegers Hans Durchfchnittssah von 7 Liter je Kuh an ber Spitze. Der Durchschnitts fe11geha 11 im Einzugsgebiet der Molkerei Gießen liegt mit 3,5 bis 3,6 v. H. sehr günstig. Ein erfreulich gutes Ergebnis konnte biefer Tage beim Milchanfall in ber Gemeinbe Trohe festgestellt werden. Es würben bort 3,8 v. H. Fettgehalt gemessen. Nach ben bisherigen Feststellungen läßt sich sagen, daß innerhalb ber bäuerlichen Wirtschaften des Kreises Gießen bas Verhältnis von landwirtschaftlicher Nutzfläche zur Zahl der gehal- genen Tiere günstig ist, b. h. die bäuerlichen Betriebe in unserer Heimat halten nicht mehr Vieh, als es, gemessen am Landbesitz, vertretbar ist. Die Milchoiehhaltuna in unserer engsten Heimat ist also von diesem Gesichtspunkt her durchaus wirtschaftlich. Die Arbeit ber Milchleistungs-Ausschüsse wirb sicherlich dazu beitragen, daß bie Frage nach ber Erhöhung ber Fetterzeugung bald eine in Zahlen auszudrückende Antwort erfährt. Daß bie ländliche Bevölkerung im ureigensten Interesse dieser neuen Förderungsmaßnahme alle Aufmerksamkeit schenkt, dürfte kaum bezweifelt werden können. Kurzschrift bei Behörden. Die Verwendung der Kurzschrift bei Behörden hat in den letzten Jahren immer größeren Umfang angenommen. Sie bient nicht nur wie sonst im kaufmännischen Bürobetrieb zur Aufnahme von Diktaten, fonbern auch als Aktenschrift. Nicht nur die eigentlichen Kanzleikräfte, sondern alle Beamten und Angestellten, die mit Akten zu tun haben, müssen deshalb kurzschriftkundia sein, damit bie kurzschriftlichen Aktennotizen allgemein gelesen werden können. Der Nachweis erfolgt durch Ablegung einer Prüfung. Von Zioilanwärtern ist von der Kurzschriftprüfung befreit, wer ein Zeugnis über eine KurzschriftlehLerprüfung, ober über eine anerkannte Kurzschriftprüfung verlegen kann. Befreit ist auch, wer eine Urkunde der Deutschen Stenvgraphenschast über erfolgreiche Beteiligung am Leistungsschreiben vorlegt. Das Zeugnis über die Ablegung der Kurzschriftlehrerprüfung gilt zeitlich unbegrenzt, der Ausstellungstag ber übrigen Zeugnisse barf nicht mehr als zwölf Monate zurückliegen. Da bie Kurzschrift bei ben Behörden auch für Notizen in den Akten benutzt wird, muß bei der Prüfung Darauf Da meinte der Draufgänger, ein böses Weib wohne gegenüber ber Wohnung ber Mädchen, belauere deren Schritte und weiche erst in ber Nacht vom Fenster, aber selbst im Schlaf horche es, sobald ein Mann die Gasse heraufkomme, ob er nicht an bie Scheiben ber Schwestern klopfe und mit ihnen schäkere. Als ber Schüchterne bies vernahm, fing er vor Aufregung zu beben an, war aber um so entschlossener, bie Mädchen, bie er in seiner Einbildung schon als (Befangene einer Hexe sah, zu lieben unb wenn nötig zu befreien. Ja, sagte ber Draufgänger, obgleich von zärtlichem Wesen, sie trügen schwer und seien wirklich (Befangene, die aus ihrer Lage nur ein ganzer Mann befreien könne. Mit solchen Reden heizte er dem Schüchternen ein, ber für die Schwestern noch schnell einen Strauß Blumen, je ein Paar Strümpfe unb Zuckerwerk kaufte, unb bann, als bie Turmuhr endlich zehn schlug, erklärte, nun wolle er keine Sekunde mehr versäumen. „Gut", antwortete der Freund, „sei voistchtig", und schlich ans bem Kaffeehaus „Römischer Kaiser", wo sie gesessen, auf die Gasse, spähte ängstlich aus, ob niemand folgte, schliech weiter auf Zehenspitzen durch einen dunklen Gang zwischen kahlen Mauern bis in die Fleischergasse; und hinter chm, noch lautloser, mit den Geschenken beladen, einen Zeige- finger am Mund, zog Der Schüchterne Aitternb einher, bem es nicht auffiel, daß in der hellbeleuchte- ten, von Menschen keineswegs leeren Gasse, ihr Gehaben lächerlich erscheinen mußte. Da hielt auch schon ber Freund vor einem Tor unb flüsterte, sie seien zur Stelle, bie Mäbchen ftünben vor ihnen. „Wo?" wisperte ber Schüchterne, streckte bie Blumen vor unb guckte sich die kurzsichtigen Augen aus bem Kopf. „Nun Da"; antwortete ber Draufgänger, „sei nicht unhöflich unb sprich mit ihnen." — „Ich sehe nichts", rief verzweifelt ber anbere, ber Draugänger aber schüttelte nur ben Kopf unb schalt: „So schau boch oroentlich hin, sie stehen vor dir, tragen eine schwere Last, sind gefangen, unb ihr Antlitz lächelt zärtlich." Da erkannte ber Schüchterne wie er gefoppt wurde, denn er war einen Tag lang gefahren unb hatte teures Geld brangegeben, um heimlich voll süßer Erwartung zu Mädchen zu schleichen, unb diese standen wohl da, lächelnd und lockend, nackend und jung, hoben aber einen Balkon über das Haustor und waren aus Stein. Und so preiswert geachtet werden, daß die Kurzschrift auch richtig ge- schrieben wird. Daneben erstreckt sich die Prüfung auch auf Schreibgeschwindigkeit, die durch eine Ansage von fünf Minuten Dauer festgestellt wird. Es wird eine Geschwindigkeit von 80 Silben gefordert und die Uebertragung in Langschrift. Kanzleikräfte, die mit einfacheren Arbeiten betraut werden (Tarifgruppe IX), müssen eine Geschwindigkeit von mindestens 120 Silben nachweisen. Aus der engeren Heimat. Der Bilstein. Lpd. Nicht der Bilstein bei Lauterbach mit seinen merkwürdigen fünf- und sechskantigen Basaltsäulen, sondern die reizvolle Höhe des Bogels- b e r g e s gegenüber vom Hoherodskopf ist gemeint. Alljährlich ist er das Ziel unzähliger Wanderer. Sie kennen den Weg zu seinen 667 Meter hinauf. Von Schotten über Busenborn klettert es sich gut empor zu den gewaltigen Felsmassen. Bis in die Wetterau, wo in der Ferne die Werke von Wölfersheim schwelen, über den Taunus zum Feldberg, bis ans Lahntal reicht der umfassende Blick. Und vor allem: er schweift durch die langen Täler zu Füßen des Bilsteins und auf der Rückseite über die waldigen Triften hinüber zu dem Berg der Hessen, dem Hoherodskopf. Von keiner anderen Stelle des Gebirges ist die Aussicht auf ihn zu übertreffen. Nur eine Stunde wandert und steigt man zu ihm gemächlich empor. Wehe aber dem Wanderer, der es einmal ver- sucken wollte, auf den Bilstein zu klettern, wenn dicyte Nebelmassen den Kegel umbrauen. Da kann jeder Schritt ein Fehlschritt und unheilvoll werden. Dann sieht des Wanderers Auge nichts mehr als die brodelnde Nebelwand. Ihm ist, wie wenn er uralte Sagen, die die Leute in Breungeshain noch heute erzählen, miterlebte. Es reitet am Bilstein vorbei auf schnellem Roß ein Ritter. Am Kreuzweg lauert die arme . Else, das Hexenweib. Für ihre Bitte, sie mitzunehmen, hat der Ritter nur Spott. Mit grellem Aufschrei ist die Alte bei ihm, sie faßt das Roß und schwingt sich hinauf. Mit ihren Händen hält sie den Ritter umkrallt. Empor geht's zum Bilstein. Nicht mehr lenkt der Ritter das Roß, die schlimme Else treibt es an den Felsen. Zerschmettert liegen am Bilstein Schwert und Schild, Roß und Mann. Landkreis Gießen. # Mainzlar, 24. April. Die hiesige S p a r - und Vorschußkasse hielt ihre Zahresschluß- versammlung bei Gastwirt Friedrich Koch ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats Christian L e m m e r hieß die Mitglieder willkommen. Direktor Heinrich S p a a r IV. erstattete den Jahresbericht und wies einleitend auf das nunmehr 40jährige Bestehen der Kasse und ihr segensreiches Wirken in den vergangenen vier Jahrzehnten hin. Die Kasse habe sich, so führte er u. a. aus, weit über den Ortsbereich hinaus allgemeines Vertrauen erworben. Der Kassenbericht wurde durch Wilhelm Wehn, an Stelle des verhinderten neuen Kassenrechners Heinrich Schäfer, erstattet. Die Kasse konnte auch im vergangenen Jahre eine günstige Weiterentwicklung verzeichnen. Die Spareinlagen sind besonders im letzten Vierteljahr außerordentlich angestiegen und gegenüber dem Vorjahr um ein Vielfaches höher. Die satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, Wilhelm Wehn, Christian L e m m e r und Ludwig Fuchs, wurden einstimmig wiedergewählt. Im weiteren Verlaufe der Versammlung sprach Direktor ©paar dem seitherigen Rechner und Mitbegründer der Kasse, Ph. Schlapp, der sein Amt mit Rücksicht auf sein hohes Alter und seine Gesundheit niedergelegt hatte, für die 40jährige treue Rechnungsführung herzlichsten Dank aus; eine besondere Ehrung wird noch folgen. Uebertragung der Neichskleiderkarte wird bestraft. Lpd. Frankfurt a. M., 24. April. Auf den Reichskleiderkarten befindet sich der Vermerk, daß die Karten nicht übertragbar sird. In einer Verhandlung vor dem Amtsgericht Frankfurt wurde jetzt erstmals die Frage der Strafbarkeit einer Uebertragung erörtert und bejaht. Die Verhandlung richtete sich gegen drei Angeklagte, darunter einen Schneider, der berufsmäßig Karten aufkaufte. Die Bezahlung richtete sich je nach der noch auf den Karten vorhandenen Punktzahl. Die Bestrafung der Angeklagten erfolgte auf Grund des § 2 StGB., wonach bestraft wird, wer eine Tat begeht, die nach dem Grundgedanken eines Strafgesetzes und nach dem gesunden Volksempfinden Bestrafung verdient. Zwei Angeklagte, die ihre Karten verkauft hatten, wurden zu je drei Wochen Haft, der Schneider zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. 4 Jahre Zuchthaus wegen Amtsverbrechens. Lpd. Frankfurt a. M., 22. April. Der 47jäh- rige Karl Windel, der schon lange Jahre im Postdienst stand, hatte eine ganze Anzahl Pakete beraubt. Er hat die Umhüllungen verbrannt und den Inhalt mit nach Hause genommen, wo sich ein umfangreiches Lager gestohlener Gegenstände vorsand. W. stand jetzt vor der Strafkammer wegen der von ihm begangenen Amtsoerbrechen. Seine Frau, die von den gestohlenen Sachen Kleider und Lebensmittel erhalten hatte, war der Hehlerei angeschuldigt. Die ärztliche Untersuchung des Angeklagten, der auch einen Einschreib- und einen Eilbrief, die zusammen 250 RM. enthielten, beiseite brachte, ergab, daß bei ihm eine gewisse erbliche Belastung zum Psychopathen vorliegt, daß er zu hysterischen Handlungen neigt, aber voll zurechnungsfähig ist. Nicht nachgewiesen wurde, daß er sich an Sendungen für Soldaten vergriff, aber straferschwerend wirkte, daß er bis in die Kriegszeit hinein die Veruntreuungen beging. Das Gericht verurteilte ihn zu 4 Jahren Zuchthaus, 100 NM. Geldstrafe unter Aberkennung der Fähigkeit, ein öffentliches Amt bekleiden zu können auf die Dauer von 5 Jahren. Die Ehefrau wurde zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Gefängnis, weil sie ohne Grund ihren Arbeitsplatz verließ. Lpd. Hanau, 22. April. Das Amtsgericht Hanau verurteilte eine Hausange ft eilte wegen Vergehens gegen § 2 der Verordnung über die Lohngestaltung vom 25. 6. 1939 antragsgemäß zu 3 Wochen Gefängnis. Die Angeklagte war in einem Haushalt beschäftigt und hatte eines Tages grundlos ihre Stellung aufgegeben. Wegen ihres Verhaltens sah sich das Arbeitsamt Hanau veranlaßt, Strafantrag zu stellen. Das Amtsgericht vertrat mit dem Pertreter der Staatsanwaltschaft die Auffassung, daß eine Hausangestellte keinesfalls berechtigt sei, grundlos ohne Einwilligung des Arbeitsamtes ihre Stellung aufzu- geben. S.Jl.-'SpOTt Olympische Spiele 1940 abgesagt. Das Finnische Olympische Komitee hat auf einer Sitzung zusammen mit dem Organisationskomitee für die 12. Olympischen Spiele jetzt den schon lange erwarteten Beschluß gefaßt, die Spiele nicht durchzuführen und den Auftrag an das Internationale Olympische Komitee zurückzugeben. Schon vor einiger Zeit hatten die Stadtverwaltung von Helsinki und Regierungsstellen erklärt, daß die Durchführung der Spiele 1940 nach dem soeben überstandenen Krieg unmöglich sei. Damit sind die 12. Olympischen Spiele, die Finnland schon von Japan übernahm, zum zweiten Male und nunmehr endgültig gescheitert. Der finnische Gesandte hat bei der entscheidenden Sitzung den Wunsch seiner Regierung zum Ausdruck gebracht, daß die nächsten Olympischen Spiele in Finnland stattfinden. Kinderturnen in den Vereinen des NG.-Neichsbundes für Leibesübungen. Das schöne und warme Wetter gibt den Vereinen des Reichsbundes für Leibesübungen wieder die Möglichkeit, das Kinderturnen aufzunehmen. Seit Beginn des Krieges war es nicht immer möglich, den Betrieb durchzuführen. Nun bestehen Hemmungen nicht mehr. Die Halle kann durch den Sportplatz ersetzt werden. Da die Vereine des NSRL. den großen Auftrag zu erfüllen haben, ein Volk in Leibesübungen schaffen zu helfen, ist die Gründung von Kinderabteilungen unbedingt notwendig. Seither hatten schon viele Vereine das Kinderturnen eingeführt, um die Kinder früh für die Leibesübungen zu gewinnen und dem Verein den Nachwuchs zu sichern. Die neue Zielsetzung verpflichtet die Vereine nicht nur im eigenen, sondern auch im vaterländischen Interesse zur Pflege des Kinderturnens. Die Kinderabteilungen helfen die breite Grundlage schaffen, auf der über BDM. und HI. die Spitzenkönner und die breite Masse der Sportausübenden wachsen können. Die Führung des NSRL. sucht mit allen Mitteln die Wiedereinführung und die Neueinführung des Kinderturnens zu erreichen. In den Bezirken setzt die Schulung der Uebungsleiter ein, die an einem der nächsten Sonntage in Gießen durchgeführt wird. Auch die Vereine, die keine Kinderabteilun- gen haben, müssen Uebeungsleiter zur Ausbildung schicken. Bei der Durchführung der Ortssporttage müssen im Juni schon die Kinderabteilungen in Erscheinung treten. Es ist also keine Zeit zu verlieren und mit dem Kinderturnen sofort zu beginnen. Für die Kinder ist die regelmäßige körperliche Betätigung zur Entfaltung der Lebenskräfte ebenso zwingend notwendig wie in späteren Jahren. Versäumte Entwicklungsmöglichkeiten lassen sich später nur schwer nachholen. Das frühzeitige Eingliedern, das Sicheinfügen in £inen größeren Kreis wird dem Kinde erleichtert. Eigensinn, Eigensucht, aber auch Aengstlichkeit und scheues Wesen verlieren sich oder werden gemildert. Der Uebungsleiter muß sich in die kindliche Gefühlswelt hineinfinden, um den Betrieb lebensnahe zu gestalten. Hier erwächst den Vereinen ein dankbares Aufgabengebiet, an das sie mit Freuden Herangehen müssen. H. * Klein-Linden (Jgd.)-VfB. Gießen (3gb. 5:1 (3:1). Die Gäste stellten eine Mannschaft, die im Feldspiel den Gastgebern überlegen war. Sie kombinierte aber zuviel, auch fehlte ihr die nötige Schußkraft. Die Einheimischen zeigten ein ausgeglichenes Spiel. Kinder kosten Geld. Aber jeder kann es aufbringen. Es ist oft genug betont worden, daß in der nationalsozi alistischen Wirtschaftspolitik der ungelernte Arbeiter verschwinden solle. Jeder soll eine geregelte Ausbildung und Lehre erhalten. Man bat deshalb in den verschiedenen Zweigen der Wirtschaft bestimmte Berufe — „Anlernberufe" — geschaffen, die eine genau oorgeschriebene Schulung und verschiedene AusbiDungsstationen bedingen. Für die Wirtschaft ist es natürlich von ausschlaggebender Bedeutung, wirklich qualifizierte Arbeitskräfte zu erhalten, die in ihren Beruf etwas tiefer ein gedrungen sind und nicht nur mechanisch einige Handgriffe erledigen können. Solche mannigfach und gut vorgebildete Arbeitskräfte können auch, wenn nötig, leichter umgeschult werden, wie es z. B. in der jetzigen Kriegswirtschaft oft der Fall ist. Je vielseitiger die Grundausbildung, desto größer ist die Aufgeschlossenheit und das Verständnis für die dem eigentlichen Beruf verwandten Arbeitsgebiete. Die Wirtschaft hat also Vorteil von einer gründlichen Ausbillmng, aber auch der einzelne selbst. Kann er doch auf höheren Arbeitsverdienst rechnen, und kann er mit Stolz auf seinen Beruf und seine Arbeit 'blicken. Der Junge soll etwas Ordentliches lernen. Eine gute Ausbildung aber kostet Geld. Nun wird mancher sagen, der deutsche Sozialismus lasse eine wirkliche Begabung aus Mangel an Geldmitteln schon nicht scheitern. Gewiß, wir haben schon gute Auslesemethoden geschaffen, die sich bewährt haben. So ermöglicht das „Langemarck- Studium" würdigen und begabten jungen Menschen das Studium ohne Abitur. So haben die Ergebnisse des Reichsberufswettkampfs wirkliche Begabungen zutage gefördert, denen auf Kosten der Gemeinschaft eine Ausbildung an einer Fachschule oder sogar an der Hochschule ermöglicht werden konnte. Doch sind diese Fälle nur die Ausnahme. Nur dann soll der Staat eingreifen, wenn die Eltern wirklich nicht die Möglichkeit haben, ihre Kinder das erlernen zu lassen, wofür sie eigene, ausgesprochene Begabung mitbringen. Grundsätzlich müssen die Eltern selbst für die Ausbildung ihrer Kinder sorgen und beizeiten auf die richtige Bereitstellung der nötigen Geldmittel Bedacht fein. Wo nimmt der Vater das Geld her? Man kann nicht früh genug an die Zukunft seiner Kinder denken. Es gibt verschiedene Wege, um die Ausbildung sicherzustellen. Wer sich stark genug fühlt, um freiwillig jeden Monat eine bestimmte Summe Geldes zu sparen, wird sich zweckmäßig ein Sparkassenbuch anlegen. Es kann auf seinen eigenen Namen oder auf den seines Kindes lauten; das ist eine nebensächliche Frage. Fängt man schon wenige Jahre — oder am besten gleich — nach der Geburt damit an, so wird mit Zins und Zinseszins am 15. oder 16. Geburtstag des Kindes eine ganz stattliche Summe herauskommen. Auch wird man bann den Verwandten oft einen Wink geben, etwaige Geschenke an das Kind in Form von Geld zu machen, das auf das Sparkonto gebracht werden kann. Ein solches Geldgeschenk ist oft viel zweckmäßiger und nützlicher als irgendein überflüssiger Gegenstand, gerade in der heutigen Zeit! Nun ist das Sparen aber nicht der einzige Weg zur Finanzierung der Ausbildung. Auch die vielseitige deutsche Persicherungswirtschaft, die fast für alle Fälle des Lebens besondere Formen der Versicherung ausgebildet hat, hat eine besondere Ausbildungsversicherung bereitgestellt. Die Ausbildungsversicherung wird für einen bestimmten Termin abgeschlossen, zu dem das notwendige Kapital bereit« stehen muß. Als Zeitpunkt kommt hier meist der voraussichtliche Termin der Schulentlassung in Betracht. Im Regelfälle werden diese Versicherungen auf den Namen des Vaters oder des sonstigen Erziehungsberechtigten und nicht auf den Namen des Kindes gestellt. Was besser ist, eine Ausbildungsversicherung ober ein Sparbuch, kann nicht allgemein entschieden werden. Es kommt ganz auf den einzelnen Fall an; beide Wege sind gleich gut. Und für die Tochter eine Aussteuer. Wenn man für die Ausbildung seiner Kinder vorsorgt, so denkt man dabei in erster Linie an die Jungens. Das, was für den Sohn die Ausbildung bedeutet, ist für die Tochter die Aussteuer. Auch hier soll man rechtzeitig an die notwendigen finanziellen Maßnahmen denken. Gewiß konnten in Krisenzeiten manche Eltern ihren Töchtern nicht die angemessene Ausstattung mit in die Ehe geben, und häufig haben sich die Töchter, die im Erwerbsleben standen, ihre Aussteuer selbst verdient. Ost war es sogar so, daß überhaupt nichts da war und die jungen Ehegatten die Möbel usw. auf Abzahlung erwarben. Das ist der unerwünschteste Zustand — von Ausnahmen abgesehen —, da dann die junge Ehre noch jahrelang mit Abzahlungsverpflichtungen belastet ist. Daß auch die Tochter selbst einen Teil mitverdient, daran ist gar nichts auszusetzen. Aber der Grundstock für den Aufbau des neuen Heims sollte doch von den Eltern mitgegeben werden. Und da gibt es für die Eltern wieder die zwei Wege: Sparen ober Versichern. Fällig wirb die sogenannte Ausstattungsversicherung bei der Verheiratung der Tochter. Welcher Weg der bessere ist, kann wiederum — genau wie bei der Ausbildungsversicherung — nicht allgemein entschieden werden. Jeder muß da selbst die Umstände prüfen und sich dann entscheiden. Neue Bücher vom Krieg in polen. Der deutsche Blitzfeldzug gegen Polen ist in zahlreichen Büchern schon geschildert worden. Jetzt sind einige neue Bücher über diesen Krieg herausgekommen, die sämtlich ein außerordentlich eindrucksvolles Bild von den ruhmreichen deutschen Waffentaten geben. , Ueber den Einsatz der Luftwaffe berichtet ein Buch „L u f t w a f f e s ch l ä g t z u", das mit Unterstützung des Oberbefehlshabers der Luftwaffe ent- ftanben ist. Mit 46 Aufnahmen und 4 Karten ist es nach Frontberichten und eigenen Erlebnissen von Peter S u p f gestaltet worden, die militärische Darstellung schrieb Major Lothar Schüttel. Deutscher Verlag, Berlin. Gebd. 2 RM. — (9) — Generalfeldmarschall Göring schrieb diesem Buche das Geleitwort. Der Krieg in Polen erhält in dem packend geschriebenen Puche eine überaus lebendige Darstellung. Das Zusammenwirken aller Einheiten und Verbände wird dem Leser in diesem Erlebnisbericht, den die militärische Darstellung des Luftkrieges in Polen aufschlußreich ergänzt, in anschaulichster Weise geschildert. Man kann dieses Puch schlechthin das Fliegerbuch vom Polenkrieg nennen, denn bisher ist u. W. noch in keinem anderen Buche über den triumphalen Einsatz der Luftwaffe so umfassend und fesselnd berichtet worden, wie in diesem Kriegsbuche, das aber auch den anderen Waffen in gebührender Weife gerecht wird. * „Unsere Luftwaffe in Polen" ist ein anderes Buch betitelt, das nach Erlebnisberichten zusammengestellt und bearbeitet wurde von dem Major im Reichsluftfahrtministerium Hermann Adler. Wilhelm Limpert-Verlag, Berlin. Kart. 1 RM. — (11a) — Der Bearbeiter stellt den Aufruf des Führers „An die Wehrmacht!" vom 1. September 1939 an die Spitze des Buches, dann läßt er den Tagesbefehl des Generalfeldmarschalls Göring an die Soldaten der Luftwaffe folgen. Hierauf gibt er eine interessante Ueberficht über die Luftwaffe Polens nach dem Stande von Ende August 1939, der eine Uebersicht über „Die Luftwaffe im Spiegel der Tagesberichte des OKW." angeschlossen ist. Dann erlebt der Leser im Geiste den Einsatz der deutschen Luftwaffe von der Bereitschaft vor Kriegsbeginn an bis zu dem siegreichen Ende, der in vielen Berichten unserer Flieger geschildert wird. Auch hier vernimmt der Leser ein hohes Heldenlied des deutschen Soldatentums. * Kurt Frowein und Wilfried v. Oven haben im Auftrag einer Propagandakompanie das Buch „Schluß mit Polen" geschrieben, das ebenfalls im Wilhelm Limpert-Verlag in Berlin erschienen ist. Kart. 1 RM. — (11c) — Die Verfasser haben den Krieg in Polen mitgemacht. Das Buch haben sie auf Grund ihrer eigenen Erlebnisse und großer Einblicke in besonderem Auftrage in einer Wartestellung an der Westfront geschrieben. Mit ihrem Buche wollen sie der Heimat, „soweit das ein Puch vermag, ein ungeschminktes Bild der Kämpfe und Strapazen, der großen und auch der kleinen Begebenheiten dieses Feldzuges vermitteln". Dieser Aufgabe werden sie mit ihrer Schilderung in vollem Maße gerecht. Der Leser wird bis zuletzt von den lebensvollen eBrichten gepackt. „Gewitter über Polen" hat Karl S e d« l a tz e k sein Buch benannt, das im Völkischen Verlag G. m. b. H. in Düsseldorf erschienen ist. Gebd. 2,85 RM. — (47) — In diesem Buche schreibt ein Journalist und Zeitungsmann, der den Rock des Soldaten angezogen hat, über das große, umwälzende Erlebnis, das der vom ersten bis zum letzten Tage von ihm mitgemachte Krieg in Polen ihm gebracht hat. Mit dem Verfasser erlebt der Leser eine Reihe von Schlachten und Verfolgungskämpfen im Geiste mit, die gleich einem Stahlgewitter über die Polen hereinbrachen und sie völlig niederwarfen. Die kämpfende deutsche Front spricht hier durch einen Kämpfer und Mann der Feder, der der Größe der Aufgabe gewachsen ist, die er sich mit diesem Buche selbst stellte. Und sein Buch darf man als ein grandioses Erlebnisbuch bezeichnen, dem von der ersten bis zur letzten Seite das stärkste Interesse des Lesers gilt. * Allen diesen Büchern geben wir gerne unsere wärmste Empfehlung. Jeder Volksgenosse, vor allem auch unsere Jugend, sollte diese Bücher lesen, und alle werden sie als eine kostbare Erinnerung an die großen deutschen Waffentaten im Polen krieg 1939 betrachten. Ernst Blumschein. Wirtschaft. Schweinemarkt in Schotten. * Schotten, 24. April. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 206 Ferkel und Einleger zum Verkauf. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 30 bis 36 RM., 8 bis 10 Wochen alte 40 bis 43 RM, 11 bis 13 Wochen alte 45 bis 50 RM., Einleger 60 bis 70 RM. pro Stück. Der Handel verlief sehr flott, der Markt wurde geräumt Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 24. April. Notiert wurden je 50 Kilo Lebendgewicht in RM.: Kälber andere a) 62 bis 65 (am 17. 4. 63 bis 65), b) 54 bis 59 (55 bis 59), c) 42 bis 50 (45 bis 50), d) 20 bis 40 (22 bis 40). Hämmel a2) 51 (50 bis 51), b2) 49 (48), c) 32 bis 44 (44). Schafe a) 41 bis 44 (44), b) 38 bis 40 (39 bis 40), c) 22 bis 28 (20 bis 32). Schweine a) 55,50 (55,50), bl) 55,50 (55,50), b2) 55,50 (55,50), c) 54,50 (54,50), d) 51,50 (51,50), e) 49,50 (49,50), Sauen gl) 55,50 (55,50). Marktverlauf: Kälber, Hämmel, Schafe und Schweine zugeteilt. Oer Weg zurMeisierhausfrcm Das Deutsche Frauenwerk hatte durch seine Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft bereits seit einigen Jahren an den Perufs- und Fachschulen Lehrgänge für praktische Hausfrauen durchgeführt, aus denen ein Kerntrupp des hauswirtschaftlichen Fortschritts hervorging. Nun sollen an hauswirtschaftlichen Fach- und Berufsfachschulen Lehrgänge eingerichtet werden, in denen das Können und Wissen erfahrener und für die Aufgaben des Deutschen Frauenwerks einsatzbereiter Hausfrauen vertieft wird. Das Mindest- alter für die Teilnahme beträgt 24 Jahre. Ausreichende Allgemeinbildung und ausreichende haus- wirtschaftliche Fertigkeiten und Kenntnisse durch drei- bis fünfjährige leitende praklisHe Tätigkeit im Haushalt sind nachzuweisen. Der Lehrgang dauert 2 Jahre, wobei in jeder Woche nur einmal etwa 5 Unterrichtsstunden vorgesehen sind. Die Aufgabengebiete sind: Kochen einschl. Nahrungsmittellehre, Pflege des Hauses, Behandlung der Wäsche, Nadelarbeit und Werkarbeit, Ernährung und Gesundheitspflege der Familie, Wirtschaftslehre des Haushalts, hauswirtschaftliche Berufs- und Erziehungsfragen und nationalpolitifcker Unterricht. Daneben find Vorträge aus den Arbeitsgebieten des Deutschen Frauenwerks und Besichtigungen vorgesehen. Eine P rü f u n g beendet den Lehrgang. Wer sie besteht, erhält ein Zeugnis und die Ehrenbezeichnung „M e i st e r h a u s f r a u" verliehen. Bisher haben rund 3000 Hausfrauen diesen Ehrentitel erhalten können. Weitere 1700 befinden sich augenblicklich in den Kursen. Das Ziel dieser Arbeit ist, die Hausfrau auch als Sachverständige für wichtige Aufgaben im großen Dolkshaushalt zu gewinnen, z. B. bei der einschlägigen Gesetzgebung, Erprobung neuer Haushaltsmittel und Apparate, richtiger Arbeitsmethoden und praktischer Zeiteinteilung, im Reichsberufswettkampf, Hausgehilfen- und ähnlichen Prüfungen, Beratungsstellen, Kursen, Lehrküchen usw. Arbeitsmaiden betreuten 90 000 Familien. Generalarbeitsführer Dr. Decker veröffentlicht eine erste Kriegsbilanz über Einsatz uni) Bewährung des Reichsarbeitsdienstes für die weibliche Jugend, der nach Kriegsbeginn durch die Heranziehung von Dienstpflichtigen der Jahrgänge 1920 und 1921 eine wesentliche Erweiterung erfuhr. Trotz der Behinderungen im Aufbau der ßagerunter« fünfte durch den harten Winter sind im Laufe dieses ersten Kriegswinters von jedem der rund 2000 Lager durchschnittlich 40 bis 50 Außendienststellen betreut worden. Das waren insgesamt 90000 Familien. Diese leben auf dem Lande, wo das Fehlen von Arbeitskräften für kinderreiche Mütter besonders hart ist. Auch in den neuen Ostprovinzen und im Protektorat sind schon Arbeitsmaiden in deutschen Familien eingesetzt. Bis zum Mai werden in den Bezirken Danzig-Westpreußen und Wartheland 40, in Böhmen und Mähren 15 Lager voll belegt sein. Ueber 2000 Tagewerke haben Arbeits- maiden im Westen bei der 'Betreuung der aus den aemhrdeten Grenzorten Rückgeführten geleistet, fast 1400 Tagewerke im Osten bei der Betreuung der Wolhyniendeutschen und im Sudelenland bei der Errichtung von Rückwandererlagern, über 1000 Tagewerke bei der Hilfeleistung für die heimgekehrten Baltendeutschen und für volksdeutsche Flüchtlinge aus Polen. Den 300 Lagern, die gegenwärtig im Aufbau sind, sollen im Sommer noch weitere 300 folgen. Konzentrationslaaer für Wahrsagerei. Gewerbsmäßige Wahrsagerei ist verboten. Dreizehnmal war die in München wohnhafte Margarete Luft schon wegen Gaukelei vorbestraft. Alle diese Strafen haben nichts genützt. In letzter Zeit befaßte sie sich sogar mit Zukunftsdeutungen über die Kriegsereignisse. Sie erhielt erneut sechs Wochen Haft. Nach Verbüßung ihrer Strafe wird sie jetzt einem Frauenlager zugeführt. Die Kri- minalpolizeileitstelle München nimmt diesen Fall zum Anlaß, darauf hinzuweisen, daß Wahrsager aller Schattierungen schärfste polizeiliche Maßregeln zu erwarten haben.