f Dienstag, 24. > Mittwoch. 25. Dezember MO - A a Annahme von Umfiflrt t?g. Zayrgang Nr. Z04 jggr Ä a. Dienstag, zt.'uiurw S! Gietzener Anzeiger |Lei enuelnen Hummern ^^F fvii f rtie rf Th»*w Srn n t f ° brü-Nche UmwerfttaMruderet R. tew^t General-AnzeigerfürObcrhefjen einen die [D »“*' IS fleht er Auf der Wachl am Weihnachtsabend. — (PK.-Karnath-Scherl-M.) geleistet haben, ist wert, festgehalten zu werden. Wir danken ihnen, daß sie uns ein so gutes 'Bet« spiel waren und grüßen diejenigen, die über die Festtage aus den Reihen der Frauenjchast und dec worum es heute geht: sie haben sich als politisch denkende Meittchen gezeigt und der Führung die Gewißheit gegeben, baß dieser Krieg sie aus ihrem Felde al» Kameraden der Manner sinder. Unübersehbar war die Zahl der Helferin» sind. Den Dielen tausend Mitarbeiterinnen m Block, Aelle und Ortsgruppe' Jn Kreis und Gau müssen wir unsere Anerkennung aussprechen. Sie haben uns geholfen, achtsam zu sein und überall da wo eine schwache Stelle war. Dersrärkte Hilfe anzusetzen. Sie haben durch organisatorische und praktische Maßnahmen, durch bereitwilliges Einordnen in die Gemeinschastsorganisation. die Einheit der deutschen Frauenarbeit gefestigt und für den Feind unangreifbar gemacht e>o stehen sie Hand in Hand mit all jenen Frauen im Berufsleben deren Stolz es ist, am inneren Au'bau unseres oölkischen Lebens mitgestaltend arbeiten zu können Der freundliche Schein der Kerzen mag uns m diesen Tagen für kurze Zeit ausipannen und m uns hinelnhorchen lassen. Im nächsten Jahre wollen mir dann we-ter arbeiten mit der gleicht.'» Selbst» r'rständlichkeit wie bisher, um Dank nicht besorgt,— denn eins wissen wir: In hundert Jahren braucht man nicht mehr unsere Namen zu kennen, nicht mehr unsere einzelnen Leistungen aufzuzählen, aber man soll sagen müssen: Damals, als das Schicksal Deutschland seinen größten Feldherrn und Staatsmann schenkte, da hat sein Volk sich bemüht, sich seiner würdig zu erweisen Er hat aus Deutschland das machen können, was wir Späteren übernahmen. weil an seiner Seite m jedem Haus in jedem Dorf, in jeder Stadt Menschen begriffen haben, daß ihr zeitweilig hartes Leben nichts bedeutet, gemessen an dem, was die Gemeinschaft daraus gewinnt: Männer, Frauen und K'nder, die erkannt haben, daß es daraus ankommt, sich bereitzuhalten und zuzugreifen, wo das Leben es fordert. Es wird unser Stolz fein, daß in dieser Zeit die Frauen ihren angemessenen Teil an der Neuwerdung des Reiches übernehmen durften und daß sie willig und fähig waren, es zu tun. Die Kraft zum Dereithalten und Durchhalten wird uns auch im kommenden Jahre aus jener Quelle erwachsen, die uns bisher alle zusammen- aehalten hat, aus jener Gemeinschaft, die uns als Deutsche willen läßt, daß wir uns nicht einzeln zu kennen brauchen, aber baß wir alle Kinder und Sol-» daten bet Führer» lind und daß damit zu jedem Deutschen die Drücke geschlagen ist die unfere Straft im Gleichqew'cht hält und damit unwiderstehlich macht. Festtage aus den Reihen der Frauenschaft und dec Studentinnen als Betreuerinnen draußen geblieben llf bi| Ug Üblich j... dur-W Nu it aus. Jßj ie. erfafiimg. 3 m war U ’ am «sh neH und» si-'wissen b h W in L iffnhr. mfalls beim m zur A Ipahing ü fiecg. 5ce e I) derentwicklung, ja. sogar die «rha tung uniere- L!-5k!schen Dasein, von nutzen her unterdrück' wer |n. so ist der Krieg die einige M°gltchkeit, zu Wirem Frieden zu gelangen, der unserer^Ehre u d vieren Lebensnotwendigkecken gerecht im des Krieges willen ste^n wir nun e,n zweite» I nil zu Weihnachten im Felde ondsrn u m Wri.d.nswillen, -ine, Fned-n, der lange M-uern unserem Volke ein würdiges Dostm unv »-'en Kindern ein- licht« Aukunst gewahrl-M-n es Frontsoldaten Keihnachlsgiuß an dieSeimat Von Kricgsderichler Or Jrih MeSie. einet , [irüdlijtt 1 Frau ifl (innen A die Slum'"81 leckt ist- '’tl Tee mir, für i*«'d n |a9' J jta"«1 :,|ii a ®tnn“ I or N* «-Ä »i'ä n^ In ber Krlegswelhnacht des Jahres 1940 fühlen .wir alle, wie tief die Feier der Lichtwende mit un nicht einmal ein schöner Der Schöpfer alles fiebens herem eigenen Leben verbunden ist. Wenn in der Hai den Kampf in diese Welt gesetzt, damit der längsten und dunkelsten Nacht des Winters die strahl höhere Geist das Niedere überwinde und das lenden Weihnachtskerzen ihr warmes Licht oer- tüchtigere Volk seine ordnenden Kräfte auch gegen Renten, wird uns die ewige Kraft der lebenspen- den Widerstand der dekadenten und verfallenden denden Mütterlichkeit mitten in der Härte der Zeit Welt durchzusetzen oermaa. In diesem Sinne b e • Lur tröstlichen Gewißheit. Die großen Ereignisse jähen wir den Krieg als den V a t e r I biefee Krieges sind an den Frauen nicht spurlos aller Dinge und sehen in ihm den schmerzhaf- oorübergegangen. Sie haben auch sie aufgeru’en. ten aber lebenspendenden Geburtsakt im Dasein ihren Anteil zum deutschen Lebenskampf beizutra- der Völk r. tz gen, allen voran die, b 1 e der Nation Wir verlangen nicht von unseren Frauen, daß e 1 n e n geliebten Menschen opferten, sie btefen Vergleich begeistert akzeptieren und die die Frauen und Mütter, deren Augen in diesen Idee des Krieges zum Inhalt ihrer mütterlichen Tagen vergebens nach einem Antlitz ausschauen, das Gefühle am Weihnachtsfest machen Wir lieben sie, sie nie mehr sehen werden Um diese Frauen fchlie- weil sie ihrer Natur nach um biejenigen bangen hjen wir uns in dieser Stunde enger. Ihnen gilt müssen, denen sie das Leben geschenkt haben, aber unser schwesterlicher Beistand Wir banken ihnen wir wisien auch daß sie mit uns nicht um das für ihre Tapferkeit, die uns alle bestärkt — ihr Leben und den Frieden schlechthin besorgt sind, Op^er vermag fein Dank zu erreichen. sondern um das würdige Leben, das auch Nächst ihnen wollen wir in dielen Tagen jener ihnen allein die echte Erfüllung ihres Frauentums gedenken, die die Waffen für Kampf und bringen kann. Sieg fchmiedeten Unermüdlich schafften m Mögen sie jedoch im Glanze der Kerzen die Ge- diesen Monaten die Frauen in den Wasfenfabriken. roihbe'it auHeuchten sehen, daß ihr Opfer einem bie werktätigen Frauen allerorts. Sie haben zu neuen großen Werden die Bahn geöffnet hat. das ihren häuslichen P'bchten den angespanntesten Ein- heute schon nicht mehr in geheimnisvollem Zu- fotz m den Fabriken aut sich genommen, damit den kunftslicht dämmert, sondern sich bereits kraftvoll Soldaten die Watten nicht ausgingen. Wir haben entfaltet auch wenn der Krieg noch nicht zu Ende getan was wir vermochten, um ihnen ihr selbstver- ift Der Durchbruch zur Freiheit Großdeutschlands stündlich getragenes Los zu erleichtern, und wir ist aelungen! Dieses Geschenk legt tft»r Führer und waren erfreut zu sehen, wie sich an vielen Stellen feine Wehrmacht, legt das ganze deutsche Volk sich die große Kameradschaft der Frauen elbst auf den Weihnachtstisch und umfaßt mit lei- bewies Daß der Führer anläßlich des Emp- ner weihnachtlichen Liebe vor allem diejenigen, Ganges m der Reichskanzlei Ihnen und ihren Ar- bifc für diese gewaltige Schicksalswende das höchste beitskameraden den Dank der Natton aussprach, Opfer bringen mußten war für sie und alle übrigen Schaffenden das «udj wir Soldaten gedenken in der Stille der Schönste, was ihnen geschehen konnte Weihe aAt noch einmal der Kameraden, die Unser ebenso herzlicher Dank gilt der Land - nor einem Jahr noch lachend und kampfesfroh un-- f r a u ; wir sind in diesem Jahre immer satt ge- ter uns weilten und heute unter schlichten Grab- worden wir haben nichts entbehrt Vieles hätten freuten ruhen In ihrem Geiste aber wollen wir wir vermissen müssen wenn sie weniger fleißig. Augenblick in dem sich unsere heiligsten Emp- weniger verantwortungsfreudig gewesen waren. Hnhunaen vereinigen, zur Geburtsstunde Obwohl schon feit Jahren mit allen Kräften ange- i _ . ; neuen heiligen Willens werden spannt haben sie m den Monaten des Krieges auch lasten' des Willens zum enbaültigen und Vorbehalt- ihr Bestes hergegeben Wir werden es ihnen nicht lofen Siege unserer Waffen Wir rufen I vergessen. das ganze deutsche Volk auf, uns auch weiterhin Auch bte Hausfrauen haben begriffen L) Manchesters Ädustnev'eriel in Trümmern feit und Tapferkeit uns in die Hand gegeben hatten, bestätigt London heftige Nun aber find wir gereift, die Aufgabe, die uns Städten, die im Ost e n d> er Midlands gelegen griffen der englischen Land-, Luft, und ©eeftrci.:* fräste tapfersten Widerstand. Die Offensive des E,r> nerals Waoell fei ins Stocken geraten. Msr ' Können und Energi? verlangt. Aber stolz, wieder von von in der vergangenen westlichen Grsuzge- einmal alle Widerstände siegreich überwunden haben. Wir waren dabei, als Liverpool schwer troffen wurde! mouth und anderen Städten Das Verminen britischer Fortgang. angegriffen. Häsen nahm seinen zu tie- bas Schicksal gestellt hat, auch ihrer wirklichen Lösung zuzuführen. Wir kämpfen um unser Recht, um Leben und Raum, um eine Ordnung, die Men- R o m, 23. Dez. (Europapreß.) Marschall G r a -, z i a n i hat dem Duce einen ausführlichen Bericht über die erste Phase der Operationen zwischen Sid-i el Barani und Bardia erstattet. Diesem Bericht ist gewesen feien. . ©iontule d'Italia" schreibt, das italienische M zeige volles Verständnis für die ihm geworden! Aufgabe eines Befreiers im Mittelmeerraum. & stehe in engster seelischer Verbundenheit mit sck ; nen unvergleichlichen Soldaten, die den Kamps gegen einen vierfach überlegenen Feind durchgehch ten hätten. „Messaggero" erklärt, ohne den Prs pheten spielen zu wollen, könne man vorausseheni, wenn man sich allein an die englische Propaganda ‘ ) in den nächsten Wochen und Mo Er ist in ber Vergangenheit oft genug unser Unglück gewesen, daß wir in entscheidenden Stunden unserer Geschichte nicht Härte und Festigkeit genug besessen haben, um zu sichern, was unsere Tüchtig- ches Beispiel es den anderen Völkern gibt, die der Wahrheit und Größe dieser Idee heute wie einem Sturmwind angeweht werden. derfammandos zur Verpflegung der Zivilbevölkerung eingesetzt. Die DersorgungÄage der Industriestadt soll durch die Vernichtung von Geschäftshäusern, Stapeln und Dorratslagern ernst sein. Flakabwehr In kühn geführtem Tiefslug an. Durch Treffer in die w chttgsten Anlagen mit nachfolgenden Explosionen wurde das Derk schwer st ens getroffen. In der Nacht zum 23. Dezember griffen starke verbände schwerer kampstlugzeuge die bedeutenden Industrieanlagen in Manchester mit großem Erfolg an. Riesige Brandherde in Folge. Außerdem wurden kriegswichtige Ztele in London, Bristol, Southampton, Ports- Rom, 23. Dez. (DNB.) Der ltaltenlfche W Machtbericht vom Montag hat folgenden Worllauit In der Grenzzone dec Lerenaika ist die W unverändert. Bombenangriffe auf dxen vorgt- schobenen scindlichsn Stühpunlt, sowie Angri f( gegen feindliche Panzerwagen wurden von unscu« Luftwaffe wiederholt. Ein Torpedoflugzeug tza! einen englischen Hilfskreuzer getroffen und versend Der Feind hat einige Zentren Libyens bombet- dlert: ein Toter und drei verwundete. An der griechischen Front wurden feirn)- liche Angriffe durch unsere Gegenangriffe zurückgt' wiesen. Wir haben dem Feind beträchtliche Verlos zugefügt und automatische Waffen erbeutet. 3og> formationen haben im Kampf mit neun Flugzeu§rt vom Blenheim-Typ drei abgeschosfen. In Oslafrika wurden feindliche firaffnMfl1 und Stellungen in einer Ortschaft des oberen S» dans bombardiert. Während eines feindlichen Luftangriffes gegl^ das Gebiet des Mutterlandes wurden in der zum 22. Dezember auch einige Bomben auf tk Lagune von Venedig abgcworfen, die weder fönen-, noch Sachschaden anrichlelen. Oshima wieder Botschafter Japans in Verli« Berlin, 23. Dez. (DNS.) Der kaiferlich-fa»o- uifchr Botschafter in Berlin, Surusu, ist natii Tokio zurückberufen worden. An feiae? Stelle wurde General Oshima, der als japo^ scher Militärattache und spater als Botschafler b Berlin bereits mehrere Ichre tätig war, zum dtp!» malischen Vertreter Japans in Berlin ernannt. Lemberg besonders aus. Eden britischer Außenminister Halifax geht als Botschafter nach Washington. Zum 25. Mal gegen England. 3m Sternenlicht -er Adventsnacht gegen das brennende Liverpool« Von Kriegsberichter Hauser. Feindliche Flugzeuge warfen Rächt an wenigen Stellen im biet eine kleine Anzahl von Spreng- und Brandbomben. Es entstand nur geringer perfonen- und unbedeutender Sachschaden an Wohnhäusern. Jagdflieger fchoffen gestern ein feindliches Flugzeug ab. Ein eigenes Flugzeug ist nicht zurückgekehrt. Beim Angriff auf das Alummiumwerk Fort Wil- liam zeichnete sich die Besatzung des AuskUrungs- flugzeuges, Kommandant Oberleutnant F i d o r r a, Flugzeugführer Leutnant Mündel, Bordfunker Oberfeldwebel Vothe, Bordfchühe Unteroffizier Italiens Abwehrkampf in der Wüste Marschall Graziani berichtet dem Duce. übrige werde man binnen kurzem erleben tonnen, England stehl schweren Kampfe« entgegen. Stockholm, 23. Dez. (Europapreß.) Die entf lisch« Oefsentlichtett ist während* des zisodpieiüw darauf vorbereitet worden, dag die Kämp.e um Der Wehrmachwmcht vem Montag. Berlin, 23. Dez. (DNB.) Das Oberkommando u. a. zu entnehme, daß st l e i ch nach der Ein» nähme von Sidi el Barani durch die italienischen Truppen die Vorbereitungen für den weiteren Vormarsch getroffen wurden, daß die absolute Wasserarmut des besetzten Gebietes die sofortige Fortsetzung der Offensive aber nicht g e • hattet«. Es wurde eine 120 Kilometer lange Wasserleitung und Straße von Capuzzo nach Sidi el Barani aebaut' und die Zusammen- Ziehung der zur Fortsetzung der Offensive erforder« nach Sidi el Barani aebaut' und die Zusammen- Ziehung der zur Fortsetzung der Offensive erforder- licken Truppen und des Kriegsmaterials durchae- führt. Anfang Dezember waren die Arbeiten bereits so weit gediehen, daß von dieser Wasserleitung täglich 335 000 Liter Wasser bis Sidi el Barani geliefert werden konnten. Stockholm, 23. Dez. (DRV. Funkspruch.) Rach einer Mitteilung des Londoner A.'.^enmlrlste- riums ist Lord Halifax, der bisherige Außenminister im Kabinett Ehurchill, zum Botschafter in den Vereinigten Staaten von Koibamzriia ernannt worden. Den Platz von Halifax im Kabinett wird das größte britische Aluminiumwerk vertreten wurde, zu übernehmen. Fort William in Nordschottland trotz starkerj -------- durch Panzerwagen leicht überwältigt werden kann- ten. Hierauf begann ein Großangriff a u f die vorgeschobene Division Maletti. Diese Division setzte dem feindlichrn Angriff einige Tage hindurch tapferen Widerstand entgegen, mußte sich aber schließlich a u f Sidi el Barani zurück- ziehen, wurde vom Feinde überholt, eingekreist und vernichtet. General Maletti fiel an der Spitze seiner Truppen. Das gleiche Los traf die Zweite libyfcke Division. Auch sie verteidigte sich heldenhaft, wurde aber ebenfalls ringe- kreist und erlag der Uebermacht. Nach der Ausschaltung dieser beiden Divisionen ging der Feind gegen Sidi el Barani vor, das von der Division ,L. Januar" verteidigt wurde. Gleichzeitig sahen sich auch die 1 lybische Division und die Division Catanzaro und Eirene bedroht. Graziani nahm deshalb seine Streitkräfte auf b i e Linie Halfaya — Sollum — Capuzzn zurück, wo mittlerweile mit den Reservedivisio- nen eine Verteidigungslinie geschaffen worden war. Beim Rückzug auf diese Linie wurde auch die Division Catanzaro von den englischen Kampfwagen zum Teil eingeschlossen. Sie erlitt schwere V^rln < ) zwei Drittel d"r Div sion konnten die Vs'teidigungslinie bei Sollum erreichen. Am 12. Dezember leisteten bi« in Sidi g( libers. Feuerwchr ünb sonstige Zioilmannschasten erwiesen sich bei den Versuchen, die Brände zu bekämpfen, noch am Montagmittag machtlos. Zum Teil ist die Fsuerbekämpfung behindert worden durch R o h r b r ü ch e im Wasserleitungsnetz. Ganze Straßenzüge stehen zur Zeit der Berichterstattung noch in Flammen. Wieder andere sind nur zu erkennen an den ausgebrannten schwarzen Wänden. Bisher hat das Luftfahrtministerium nicht den Abschuß eines einzigen deutschen Flugzeuges im Luft- raum von Manchester melden können. Schließlich Bombardements von Die Angriffslust des Gegners nahm aber immer stärkere Formen an und erreichte ihren Höhepunkt am 19. November. Anfang Dezember begann sich dann neuerdings die Angriffstätigkeit des Feindes zu verstärken. Die vorgeschobenen Stützpunkte in der Wüste wurden von denEngländern heftig bombardiert, so daß einzelne derselben, nachdem sie völlig zerstört waren, von dem Feinde Die Weihnachtsbotschaft verheißt Frieden denen, die guten Willens sind. Hier scheiden sich die Geister. Rur wer guten Willens ist, der wird di« Un- obwendaartett uncr neuen eurupuiimen Dränung sehen, lieber Friedei^zu reden, ihn zu bauen und zu formeii, wico moenen erst Zen sein, wenn w.r den Kampf zu Ende geführt, wenn wir den Krieg mit unjerem Siege g: front und damit die Ordnung gesichert haben, die allein dem europäischen Leben S.nn und Vernunst zu geoen vermag, san oie,en Sieg aber glauben wir. Wir glauben an ihn erst recht an Weihnachten, dem Fest des Lichtes, dem Sinnbild des immerwährenden Lebens und der Macht des Guten. Wir kämpfen um Recht und Ideale, wie sie reiner und größer ein Volk nicht haben kann. Wir sind erhoben durch die Sicherheit des Sieges, der am Ende dieses Kampfes steht. Das bestimmt auch unser Weihnachtserlebnis. Es bewahrt Verinnerlichung vor Rührseligkeit, Besinnlichkeit vor Su)wäche, innere Stille vor schwächlichem Weichsein und BZä-aulichkeit vor Unmännlichfeit. Gewiß, unsere Soldaten halten Wacht in Polen und Norwegen, säumen mit stählerner Wehr die Käste des Atlantik, durchpflügen die eisigen Wellen des winterlichen Meeres und ziehen im Donner der Flug- jeuyiiDtore durch die Lüfte. Aber sie sind alle ein- aesastossen in den großen Familienkreis des deutschen Volkes, in diese wunderbar wärmende Volkse komeradschaft, in diese Kampfentschlossenheit und Zukunftsgläubigkeit der ganzen Nation. Sie und uns verbindet in diesen S.unden mehr denn je bas Wissen, daß nur aus dcm K impf Der Sieg, nur aus dem Kampf auch der Friede erwachsen wird. So ziemt es sich uns heute, das zweite Kriegs- SßeLijnacijtsfeft mit freudigem Geoeni..n an alle u.e Leben als Dienst und Verpflichtung gegenüber einem großen und ewigen Zdeai anzusehen. Und dieses Ideal ist heule nicht mehr eine Verinnerlichung, die sich bewußt von dem lauten Geschehen der Welt verschließt, sondern dieses Ideal wird verkörpert in dem stählernen Halbkreis, den die deutsche Wehrmacht von Narvik bis zum Atlantik geschaffen hat im Dienst an der Verwirklichung eines uralten Iraunt.'s: dem der Schwung eines großen und freien Reiches. So ist cs fein Widerspruch, wenn wir das zweite Kriegsweihnachlsfest begehen mit der harten Entschlossenheit eines kämpfenden Geschlechts. Wir kämpfen in diesem Krieg ja nicht nur um unser materielles Recht, um unseren Raum zum Leben und um die Luft jivi Wimen. Wir läinpfen > uch um die Bewahrung des deutschen inneren Menschen, des deutschen Gemüts und der deutschen Seele, die nur dann ihre volle Kraft und Schönheit entfalten können, wenn das deutsche Volk endlich frei und erlöst wird aus der Enge der Gefangenschaft, in die das Machtgebot oernunftberaubter Feinde es gezwungen hat. Gerade die Liebe zu den Unfern, die Liebe zu unserem Volke, von der wir uns um Weihnachten mehr denn je umfangen fühlen, befiehlt uns, zu kämpfen, weil ohne den Kampf das Glück und die Geborgenheit der Zukunft niemals errungen werden kann. au begehen, die unserem Herzen nahestehen, aber Dabei niemals zu vergessen, daß unsere Zeit zu den größten geschichtlichen Epochen gehört, in denen ein ganzes Volk aus dem Herzen Europas heraus das Licht der sozialen Gemeinschaft angezündet hat und gewillt ist, für die Reinheit und Kraft dieser Idee fein Blut hinzugeben, daß es aber auch weiß, wie unbesiegbar es in dieser Geschlossenheit ist und wel- zu fassen bekommen sie uns doch nickt. Noch sind wir über 100 Kilometer entfernt. Aber dahinter — kein Zweifel: das Ist das Ziel, erkenntlich durch Hellen Feuerschein, der sich von der Finster- nis des Horizonts abhebt. Je näher wir kommen, desto deutlicher sieht man leckende Glut da und dort. In den Lüsten geben grell platzende Flak- granaten ihr Ausrufezeichen zum Text, der da unten geschrieben wird. Die Lichtkegel der Scheinwerfer geistern dazwischen, verblassen im weiten Raume. Es ist lange nach Mitternacht, indes wir dem Weichbild Liverpools zufliegen. Schon Hunderte von Kameraden waren vor uns da. Ihr Werk ist wahrlich schaurig anzusehen. Als fahles Samt) hebt sich der Mersey mit den weit ausgedehnten Hafen- und Dockanlagen vom U'er ab. Ueberall wüten die Flammen. Erstarrt häng n die Augen an dem Bibd, das sich zu unseren Füßen breitet. In niegesehener Klarheit heben sich die An- lagen und G^bäud-kamolexe ab. Unmöglich die Brände zu zählen. Wohin man schaut, Feuer, Flammen, Brände Leicht kann der Bombenschütze eine große Anlage als Ziel ausm-achen. Eine Bombe schwersten Kalibers hagelt hinunter. Wir warten: Da, zündender Schein, der von verheerender Wirkung kündet. Wir kurven hinaus, aber weithin begleiten Brandfackeln unseren Weg. Noch lange kann der Heckschütze den Feuerschein Das Echo in Rom. Italien in engster Verbundenheit mit seinen Soldaten. Rom, 23. Dez. (Europapreß.) In politisch«, r Kreisen Roms wird zum Bericht Grazunis g;-> i äußert, ein Volk, dem in dieser Weise die Wahrhm gesagt werden könne, sei sicherlich stark. Es geh- > aus dem Bericht im übrigen klar hervor, daß di, ' italienischen Truppen von dem englischen Vorsts > nicht überrascht worden seien. Wenn die it» f lienischen Truppen an einigen Punkten durch i Vorstoß der Engländer überflügelt worden feien, f so sei dies der gewaltigen Uebermacht btü । gegnerischen m'o.orifierien Streitkräfte und tkn ! Umstand zuzuschreiben, daß die italienischen moto I filterten Kampfmittel noch nicht ausreichend r Barani und Mathia eingeschlossenen italienischen Truppen den letzten Widerstand. Am 13., 14. und > 15. Dezember wurde im Viereck Halfaya—| Omar--Capuzzo —• Sollum aufeeroröentlifil heftig gekämpft. Dem General Bergan, ß zoli g:Iang es, bedrohlichen feindlichen Einbrüche in seine Front, die die Verteidigungslinie von Bar> 1 dia abzuschneiden trachten, zu begegnen. 2Iit? 15. Dezember gingen säm liche Truppen des ©ent- rate Bergonzoli auf die D e r t c i big u n g sfteI J lung von Bardia zurück. Um die Heldenhaftigkeit der Verteidigung der ita.« __-___, „ - . lienischen Truppen durch die Flus«waffe zu beton., den Fabrikaulaoen und Lagerräumen wrren bie jen, nennt Graziani folgende Zahlen: Es seien i» - - -• : „Es ist nunmehr deutlich, daß Bardia nicht äijnM Sollum wie eine reife Frucht fallen wird. Ge.ierl B e r t t y (der Befehlshaoer der in Bardia stehend« italienischen Truppen) hat den Befehl erhalten, hüt Stadt s o lange wie möglich zu halte«. Ein bloßcr Druck der vorgeschobenen englischen P-i' trouillen ist daher nicht ausreichend, um den tze-wS aus den befestigten Stellungen, in benw sehen. Da ünb dort versucht .dte englische Abwehr^EL^a'n^L ÄÄlS ersckrocken^b^na?"uns°de^^lua^eua?übrer^ stand gekommen, während die englischen Trupp«--', /nJ« ! gleichzeitig Verstärkungen vornehmen und für d»li rn < nächsten Abschnitt der Operationen umorgamfierl mit Hochbetrieb arbeitet. Es oedars noch gemein- r samer Arbeit bis der Heimathafen erreicht ist. End- e ' ..., 23. Dez. (PK. DNB. Funkspruch.) Tagelang saßen wir herum und warteten auf Einsatzwetter. Zeigie uns doch der Winter in Nordfrankreich all seine unangenehmen Seiten. Kalter Wind peitschte Tag für Tag Regenfchwaden gegen die Unterkünfte. Flie-ger lieben zwar die Ruhe, doch alles hat sein-e Grenzen, und so waren wir heilfroh, als endlich am Morgen der Himmel blank gewischt war. Als die Sonne die leichten Dunstschleier rasch hin- wegfegte, wußten wir, das verspricht Großangriffs- wetter. Sowas wünschen wir uns immer: Sternenglanz und wolkenlosen Himmel zum Nachtflug gegen England. Daß uns dies beim Jubiläumsangriff beschert wird, freut uns noch mehr, denn zum 2 5. Male steuert unsere Besatzung di« britische Insel an. Es waren viele Flüge darunter, da wir in dunkler Nacht uns durch Gewitterwolken ober Nebel kämpfen mußten, in denen wir unter Vereisung und Sturm zu leiden hatten, in denen das kalte Gespenst des Todes in vielfacher Gewalt um uns lauerte. Immer gelang es uns, dem knöchernen Griff auszuweichen. Daran muß ich nun denken, während wir wieder zu später Nachtstunde unseren Kurs einsam dahinziehen. ' Das Sternenlicht gibt heute den Linien der Landschaft einen weichen Ton, wie eine Seite aus dem Märchenbuch der Kindheit liegt sie unter uns. Zu Hause träumt der kleine Junge wohl von Lichtern am Adventskranz, die die Mutter ihm entzündet hat, indes ihre Gedanken draußen zum Vater wandern. Ich bin voll gespannter Erwartung, weiß ich doch, daß heute etwas Besonderes im Gange ist. Noch trinken unsere Augen nur das flutende Licht der Gestirne, dahinter aber — wir fliegen erst kurze Zeit über England — zucken rotfarbene Lichter auf. Die englische Flak versuckst Kameraden von uns den Weg abzusperrsn. Auch unsere Nerven müssen bald die Feuerprobe eines Sperrgürtels bestehen und immer wieder auf unserem langen Anflug zur großen Hafenstadt an der Mer- sey-Bucht haben wir krittsche Minuten zu überstehen. Die Burschen schießen verdammt gut, aber, Frohe Wrihnachlsstunde im Reichspropagansaministerium. Berlin, 23. Dez. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels hatte am Montagnachmittag die Frauen und Kinder der im Felde stehenden Angehörigen feines Ministeriums zu einer Weihnächte, feier eingeladen. Gäste dieser Feier waren auch Kinder aus allen «Stabtteilen Berlins, die zur Schonung ihrer Gesundheit regelmäßig in den Schutzräumen des Reichspropagandaministe- riums übernachten. Die Festräume des Ministeriums, die sonst nur bei großen Empfängen ihre Tore öffnen, hatten für die kleinen Gäste weih- nächtlichen Schmuck angelegt. Dr. Goebbels, der zusammen mit seiner Familie erschien, wurde von den Kindern ,'reudig begrüßt. Die frohe Weihnachtsstunde wurde durch Tänze des Kinderballetts des Deutschen Opernhauses, Lieder eines Kinderchors und musikalische Darbietungen ver- schönt. Später erschien der Weihnachtsmann in höchsteigener Person und lud die Kinder zur Bescherung in die Blaue Galerie ein, wo auf langen Tischen eine bunte Geschenktafel aufgebaut war. Hier empfingen die Kinder dann unter großem Jubel ihre Weihnachtsgaben. SA.-Führerlagung in Franffurt a.M. NSG. Zu einer Führertagung berief der Führer her SA. - Gruppe Hessen, Obergruppenführer Deckerle, alle Führer der Standarten nach Frankfurt. Wenn sich die Notwendigkeit zu einer selchen Arbeitstagung kurz vor den Feiertagen ergab, so liegt der Grund hierfür — wie der Obergruppenführer einleitend ausführte, —, in den besonders dringlichen Aufgaben, die der SA. auf drm Gebiete der Ausbildung der Wehrmann- schäften und dem der kriegsmäßigen Erfordernisse im allgemeinen erwachsen. Die Gruppenresc- renten gaben auf den besonderen Sachgebieten noch im einzelnen Richtlinien zur Ausrichtung sämtlicher Standarten sowohl führungsmäßi^er Art als auch hinsichtlich der Kriegsbetreuung, weltanschaulicher Ausbildung und des Einsatzes der Sondsrabteilun- Sen. Rückblick und Aussprache ergaben auf allen lebieten des SA.-wäßinen Einsatzes has Bild ge- iteigerter Arbeit und vollen Erfolges. Obergruppen- ührer B:ckerle dankte den Führern der Einheiten, lie fast alle feit Äriegsbeginn an Stelle der im Felde stehenden Standartenführer stehen, für ihre doppelt schwierige und verantwortungsvolle Mitarbeit mit der Erwartung des gleichen selbstlosen und erfolgreichen Einsatzes für das kommende Jahr. find, und deren Namen man nicht nennt. Aus dem Umstand, daß man bei den Sch-ilderun- gen der angerichteten Sachschäden sowohl m Manchester „als auch in anderen Teilen des Landes" ' “ Ä ' lckt, scheint hervorzu- rscch'.nlich hoch sind. langen Anspannung die von jedem das Letzte an | Italienischer WrhrmaMericht der nldd)2n Mitteilung gema>. der bisherige Kriegs- wenn man sich Minister Eden einnehmen. Als Krieg-Minister tritt i hatte, daß sich . .. .. . D-m» margcfton. der p°r,-«-°.--.sch-r kretär des Schatzamtes und Hauptem>eitfcher der der Vehrmacht gibt bekannt: ! Konservativen Partei war, in das Kabinett ein. Die Tattgkt.it der Luftwaffe beschrankte sich gestern ■ Lord Eranborne. der Dominienminisker, wurde tagsüber im allgemeinen auf bewassne 1 e! zum Peer erhoben, um das Amt als Sprecher der Aufklärung. Lin Aufklärungsflugzeug griff Regierung, die bisher von Halifax im Oberhaus t e s abspielen werd«. Beim Beginn der OssensM h | in Aegypten hätten Churchill, Gcneral Wavell, | englische und die ihr verbündete Presse die Bei. | nichtung Italiens, die sofortige Entscheidung d« Krieges sowie die völlige und endgültige Niederlaz! der Achse versprochen. Nach zweiwöchigem Kawfff I in Nordafrika möchten alle diese Großsprecher ifa | Behauptungen am liebsten nicht wahr haben. 6li | fühlten heute«- schon, daß der Welle der Begeiste t rung, der sich England hinge^ ben habe, eiirt |j solche der Entmutigung und der 93er- । iroeiflung folgen werde. Heute schon mW | Die englische Presse zugeben, daß bas Heer Ors» I zianis n i ch t vernichtet und feine Reservei ; ausreichend seien, daß die englische Dffenfic! ;| ihren Höhepunkt erreicht habe und ein | wirklich entscheidendes Eindringen nach "Libyto | nicht zu erwarten fei, weil sich sonst die b:i> ! tischen Truppen in gefährlicher Weife von ihrni , Verbindungslinien entfernen würden. Der ©tut) fei aber auch ein anderer. Bardia leiste den 2lir> Hill VÜvCil u H J «/IMLUII, Mill * l 1 1V Wi / J \ j sechn und Völker nicht nach der Größe ihres Geld- ch-ster „als auch in anderen . facks, sondern nach ihrem Wert und ihrer Leistung nur noch den Komparativ braut mißt! Um ein Europa, in dem die Völker arbeiten gehen, daß die Schäden unwahrf..... uno aufoauen, Wer^e fujaifen und öie Wohlfahrt Für Manchester wurden am Montagmorgen^S o n - eines wirklichen Friedens genießen können! Holland «wacht zur Wirklichkeit Bon unterem ^LRorreiponbenfen. nredergebrochene Leitung durch etwas Eigenes, cn..... ... ctttinlaohoiivn NlllÜte DOTI Deut- Paris, im Dezember 1940. alte Frankreich ist im Sommer ^tll mehr und mehr, daß der Krieg eines Tages vorüber tar aus: „Die Irrtum. Gefährliches die Ungeschicklichkeit durch In mehr als einer Hinsicht hat das Jahr 1940 rnroiri|oiujl Augen die Notwendigkeit einer Gefmnungssrnruerung gewinnt mehr und mehr an Boden. dem die „Volksdeutsche Gemeinschaft" angeschlossen wurde, gab die weltanschauliche Ausrichtung. Die deutsche Kunst, die sich im Staatstheater und der Philharmonie des Generalgouvernements und dem Deutschen Theater in Warschau ständige Einrichtung schuf, erlebte unter den hier tätigen Deutschen als Mittler der Heimat höchste Triumphe. Das Gene, ralgouvernement gab dem Reich dafür in giganti- schen Rückführungsprozesien die Volksdeutschen des Lubliner und teilweise Warschauer Landes zum Einsatz in den neuen Gauen. Im Osten stehen die Grundfesten einer neuen Ordnung. Das neue Jahr wartet mit seiner Kleinarbeit, die sich fest an den Unterbau des alten Jahres fügen soll. Die aus dem Gefühl der Abhängigkeit England gegenüber entstehende Inkonsequenz der dänischen Neutralität führte schließlich am 9. April zur De» setzung des Landes durch deutsche Truppen. Dabei erklärte der Befehlshaber dieser Truppen, General K a u p i s ch , durch einen Aufruf an das dänisch» Dolk, daß die Reichsregierung in Anbetracht der unentschlossenen Haltung der Landesregierung den bekannten englischen Kriegserweiterungsplänen gegenüber d'.e Entstehung eines Kriegsschauplatzes in Dänemark und Norwegen zu verhindern sich ent- schloffen habe. Mit dem Fortfall der bisherigen Handelsbe- Ziehungen nach Westen machte sich r,"r Dänemark nach der Besetzung nicht nur eine sofortige gründ- legende Umstellung der Wirtschaft auf Knien Ml ItaW sonne Wx tb:n von wj Libyen * bete- ,1 itm^L n er^J neun J10^' L M s*** rd-°'Ä •Utu Ser s 11 dk; ßj U|W hJ '• H hb !s Wu LZ Aus dem Wege zur neuen Ordnung. Unfere $(uel«n(>sforrefponi>enlen berichten über >ie weUpnliiische Lage an der Zahreawende pre&.) Sii Y ! a ke Äonipit 41 gmierij^ (ireiqlJijJ lonbent in <41 WX nit öenen i- ßeridjt W1 bia nch fr n n)irb. 'M Sacka W ibl erb/OM1 ch zu hnilW n englijW'K ), um den iPg igen, iy 5 tiefin •*! t Aum ö|nl glischen Wl i?n und täH >n umorM Dänemark vor mnerpolitischen Entscheidungen Bon unserem Ha.-Korrespondenien. Ausbau im Generalgouvernement Bon unserem Ls.-Korrespondenten. MU «i. fei S[. kl > wenn di, | burd,' wotb;n l' L'Ml W 11» > «MM M fc meertQiui; "hei! rü t e den lind iiun^. i)ne ht n voraus,L, it ’JJrop^. chen uni i nilhlrtz. der Ofiifj al Wiivii!: Nt dir lsflfeldm- tige Sliritrti »chigm oßspreiht!: ihr HM s 1 der Btp; 1 habe, q id betjii ite täfln ii: das hktk 8: u Resmi ilische W habe uni t nach in Sicherheit zu bringen. In atemberaubendem Tempo ging damit Die Entwicklung weiter, und mit der Kapitulation der holländischen Armee begann sich auch hier rasch zu zeigen, daß weiten Kreisen des niederländischen Volkes bei der von der Regierung betriebenen Po- litik nicht wohl gewesen war. Das Volk fühlte sich verraten von seiner Regierung, verraten aber auch von dem englischen Duwdesgenossen, dessen Hilfe ausgeblieben war. Die korrekte und in jeder Be- Ziehung tadellose Haltung der deutschen Desatzungs- truppen trug nicht wenig dazu bei, auch in Gehirnen, die dem Phrasennebel der britischen Propa-, ---- - - —- ------ ganda zum Opfer gefallen waren, Aufklärung über Schließlich aber erwartet man auch in Holland den wahren Stand der Dinge zu schassen. m—,. — s - Sehr schnell stellte sich heraus, daß Holland selbst ist und die Zeit nach dem Kriege einen gewaltigen infolge der Vergreisung seiner politischen Struktur ' Wirtschast-aufschwung mifbnngt, von dem man sich und seines Parteiwesens nicht imstande war, die > nicht gern ausgeschlossen sehen mochte. Hauolichc-Nieuer- Dr .Trtefcn® tBdbeie axaje Gteueeittetti be» Haupnan «ellea Srust Blumftfiptn. üteianiroortn* frt fcitti untz Biiver Dr >tr. W- Lange für da» Fen».!e«on: Lr. Han« fti Stab' Sieben. Provinz tBirt thü. n. Sport: fcna Ischen Zeit nie balle. Die Sozialoechchcruiigskasfen ■buten au» oölligem Chaos .hre Leistungen au \ I e Ernährung des Generalgouvernements ist durch ’ne zufriedenstellende Ernte, ®rn.te(tiliy“"® au- llnbaulenfung bei sparsamer Bewirlfchastung aus I ’genet Straft stchergestellt. Beginn dieses grasten tnupragramms und der iDleliorahonen k bs sprichwörtlich schlechten polnischen Slrastennetzes I fihrten aus Planungen in die von Deutsch I stimmte Wirklichkeit. sich mit Dem größten Teil der schweizerischen Presse über Den Parteien-Kuhhandel bei den Bundesrats- wählen aufregte, schrieb am 10. Dezember unter anderem: „Der Bundesrat wird dadur^ *“*ut an Autorität gewinnen. Man macht sich zym^. , Die öffentliche Meinung lustig. Dies sind Dinge, zu der Der „Courrier De Gsnöve" hnHo- „Die Leute von ...... .... gehalten. Der Versuch, den Widerstand des Parla- an Dem 1»»* —-r- ---- einmarfchierte. Daß es nicht anders ging, daß von deutscher Seite dieser Schritt getan werden mutzte, war — damit erhält dieses Ereignis seine historische Bedeutung für die Niederlande — nicht die Folge eines jähen Bruches in einer Entwicklungslinie, sondern das Endergebnis dieser Entwicklung. Auch holländische Blätter haben in Den Betrachtungen über dieses Ereignis darauf hingewlcfen, daß Die Niederlande Den »Versuch gemacht hatten, ein Leben am »Rande oder gar außerhalb der euro- päischen Entwicklung zu führen: und dieser Versuch war gescheil-ert, weil er scheitern mußte. Einen großen Teil des Vorwurfes dafür, daß man dies nicht erkannt hatte, trifft jene Kreise >.n den Nieder- landen, die sich von der intensiven englischen Einwirkung dazu hatten verleiten lassen, das zu glauben, was sie sich wünschten. Im Solde der britischen Stimmungsmache war eine große Gruppe Der niederländischen Presse eifrig bemüht, das öffentliche Gewissen des holländischen Volkes einzuschlafern und es glauben zu machen, man könne wie 1914/18 ohne Geiahr das Sviel Englands spielen, wenn man nur genügend auf bie englischen Wünsche Paginae. England würde bann unter Einsatz seiner Macht- mittel hinter Den Niederlanden stehen: keinem Holländer würde etwas geschehen, und man wi^rde noch in großem Umfange dabei verdienen können. In Dem Deutschen »Weißbuck, das seinerzeit Die deutschen Maßnahmen begründete, ist eindeutig feftge- legt, welche Rolle bie für bie bamalige Politik der Niederlande verantwortlichen Stellen spielten, und wie leicht es ihnen noch bis zur letzten Minute gemeßen wäre, Verluste und Blutveraiehen zu verhindern. Man hat unter dem Einfluß Englands in Holland nicht das Nötige getan, und so mußte das Volk der Niederlande die Folgen tragen, während die Verantwortlichen es verstanden, sich rechtzeitig besetzten niederländischen Gebiete. Einige deutsche Generalkommissare wurden ihm an bie Seite gestellt. Diese Führung arbeitet wirksam mit bem holländischen Behörden-Apparat zusammen: wie weit auch die schöpferischen Möglichkeiten bieser Zusammenarbeit gehen, beweist am besten bie Schonung ber beiden neuen Ministerien für Kultur- und Volksaufklärung im November dieses Jahres, we.chr ausschließlich von Niederländern Geleitet werden. Der Apparat spielte sich sehr rasch auf dieser Safis ein. Eine ganze Reihe einschneidender Maßnahmen kam zur Durchführung, durch Verordnung wurde die Gestaltung der Löhne, Gehälter und Arbeitsbedingungen, die Preiskontrolle, die Ueber|id)t über den Besitzwechsel bei Grundstücken und ähnliches mehr durchgeführt. In diesem Winter verfügen die Niederlande über eine großzügig geplante und durchgeführte Winterhilfe, und der niederländische Arbeiter findet in dem Werk „Freude und Arbeit", das auf die persönliche Initiative des Reichskommissars zurückgeht, ähnliche kulturelle und soziale Möglich'eiten, wie bei den entsprechenden Organisationen anderer Länder. Tatkräftige Unterstützung leihen bie deutschen Behörden weiter bei der Lösung der vielen Probleme Des Wiederaufbaues und bei ber Beseitigung Der »Arbeitslosigkeit. Der Holländer selbst betrachtet Den Gang der Dinge vorläufig zum Teil noch mit gemischten Gefühlen. Das kalte Bad der jähen Aufklärung über das, was England wirklich von den Niederlanden wollte, war verhältnismäßig kurz, die militärischen Ereignisse zu rasch vorüber, als damit eine gewisse Selbstgenügsamkeit und Selbstzufriedenheit hatte völlig abgespült werden können. Der Glaube, daß man als ein Land mit einem Kolonialbesitz, ber die Größe bes Mutterlandes beträchtlich übertrifft, sich praktisch außerhalb der europäischen Fragen als gut verdienender Zuschauer halten könnte, war zu bequem, zumal man seit Generationen an ihn gewöhnt war, als daß man ihn so leicht aufzugeben bereit wäre. Er kommt hinzu, daß zwangsläufig die Zeiten hart sind, daß Privilegien zusammen- brechen, die gewisse holländische Kreise als ihr gutes Recht sich anzusehen gewöhnt hatten, und so fehlt es natürlich an Leuten, die Den guten alten Zeiten nachtrauern, nicht. Aber allmählich wächst die Zahl der Stimmen, die auf Die vielen Bande geschichtlicher, blutmäßiger und wirtschaftlicher Art zwischen Deutschland und den Niederlanden Hinweisen. Jür das alte Frankreich ist im Sommer Hit,es Jahres eine »Wett eingestürzt, und für Die f^lt ist im Jahre 1940 Das Frankreich Der Dritten ftipubUf zu Grabe getragen worden. Sie ist nicht gvz fiebrig Jahre all geworden. Der militäri|d)e ^ummenbruch beftimnue wie ein Naturereignis H Untergang Der Dritten Republik. In Der Ge- ichchte aller Zeiten wird Die Waffentat, Die Das Kit|d?e Heer in Den wenigen »Wochen zwischen Dem 10. Wai und Dem Abschlag Des »WaslenstillstanDes fctDe Juni - vollbrachte, als unvergängliches »Ruh- n.sblott verzeichnet fein. Die Deutsche Führung jklist hat ihrem Gegner Das Zeugnis ausgestellt, ho; er sich militärisch gut geschlagen hat. Aber poli- lih hat Der Zusammenbruch einen feit Jahrzehnten im französischen Volk wuchernden Krankheitsprozeh zu akuten Krise geführt; Die JnfektionshcrDe sollen ^gebrannt werden. Mit einem Schlag ist Das Rxnfreidj ber „liberte, ^galite, fraternitä“ hinweg- riegt worben Die „Republik Der Kameraden" ist rillt mehr. Alle bie Dinge, ohne Die Der politische iirieb Frankreichs nicht mehr Denkbar schien. Die >Lwüchse ber Demokratie, Der überspitzte Parla- Wntarismus mit seinen Begleiterscheinungen Der frruption. Die unsichtbare Herrschaft von Juden uri Freimaurern, Die verhängnisvolle Beherrschung öffentlichen Meinung Durch Die m ihrem und Alands Sold stehenden Kriegshetzer, alles das ist 8rl einer eifenftorten Gewalt beiseitegeschoben färben. Marschall Pötain und seine Mitarbeiter hi)en vor der schweren Aufgabe, bem Lande bie utie Verfassung zu geben. Die bem neuen, Europa hi'chwehenden Geist autoritativer Führung von faat und Volk entsprechen und zugleich Frank- pchs Einbau in bas neue Europa ermöglichen soll. Genf, im Dezember 1940. Die Schweiz hat in den kurzen Monaten vorn Mai 1940 bis zum Jahresschlsß auf vielen Gebieten eine Entwicklung Durchgcmacht, wie andere eure- päische Staaten in den langen Jahren von 1914 bis 1940. Die bis letzten Mai als Friebensmiel so viel beneidete Eidgenossenschaft steht heute vor zum Teil schwierigeren Problemen als Die Krieg- führenden auf dem Kontinent selbst. Die große Wandlung setzte mit dem 10. Mai ein, als bie zweite Generalmobilmachung tief in das Leben des schweizerischen Volkes und die Wirtschaft der Eibgenossenschaft eingriff. Die zweite große Etappe dieser Entwicklung brachte Der K r i e g g . eintritt 3taliens. 9n Diesem Augenblick stellten sich für bie Eidgenossenschaft brennende Pro- bleme der Versorgung: nur wenige Tage später, am 14.Juni, fielen Die erften englischen Bomben in Genf und Lausanne, forderten fünf Tote, viele Verletzte und Sachschaden, der in bie Millionen ging. m. . , Am 25. Juni nach Der vollständigen Niederlage Frankreichs und der Sicherung des Kontinents durch die siegreichen deutschen Waffen, hielt der Bundespräsident der Eidgenossenschaft eine bemerkenswerte Ansprache an das schweizerische Volk mit dem Hm- weis auf Den Ernst der Lage, mit einer Mahnung zur Ruhe und mH ber Ankündigung, daß mit Den altväterlichen Gewohnheiten gebrochen werden müsse. Seitdem brach in der Schweiz mehr und mehr Die Erkenntnis durch, daß sich in Europa etwas Neues ereignete, und daß die Schweiz, die nicht mehr — wie bisher — zwischen zwei an ihre Grenzen stoßenden Mächtegruppen lavieren konnte, irgendwo den Anschluß an bie neue Orb- nuna finden müsse. Selbst die Presse machte sich plötzlich zum Sprecher dieser Auffassung, die beson- ders in Gestalt der Parole nach „neuen Mannern nach bem Verlust bes Bundesrats Obrecht laut Tausende und aber Tausende der ^iMonem r.eoölkerung haben im verilossenen Jahr durch nt Mn, uni erleben mit -igenen Au^n b khitigung sozialer RüMändigkeiten. Am Schlüsse Ws arbeitsreichen Jahres kann mcm sagen. Daß sch das Generalgouvernement als^Vorst. g ei fnimftätte der polnischen Bevölkerung Großdeutschen Neiches durchgesetz^ ^^lugust tlurde auch nach auzenhm durch 6ter nemrntw tlfolgtc - Nammgebi'.ng 00ü, r-d „Negierung Des Generalgouvernements vou- zgen. e In das verflossene Jahr Mt Die ^«^Nittgabe -Institutes für deutsche OftarbeibeH n '-den wiffenschattlicher Forschung p^kMcye < ng aller hier einpefefeter Deutschen 'st. ArA' tsitsbercid) Generalgouvernement der wowup “Vber in Der Schweiz erwartete schnelle Sprung über Den Kanal nicht kam, setzte einer uef lauf tge Bewegung ein. Die Presse, Deren führendes Thema bisher die „Neuordnung Kontinental-Europas war, glaubte wieder auf bie britische Karte, und zwar sckon aus sogenannten ,;Neutralitatsrucksichten eben zu müssen, lieber biese Entwicklung setzte ein Sturm ein, der an den Deutel und an den Magen ging Die britische Blockade wurde infolge des Kriegseintrittes Italiens für die Schweiz immer verhängnisvoller. Die von der EiDgenossenlchaft ge- charterten Transportschiffe mürben in ©ebraltar zurückgehalten. Nach allgemein vorsichtigen Ratio- nierungen wurde im Oktober im „klassischen But- terlanb* selbst die Sutterrationierung elngefuhrt. traten die ersten Runs ein. Der Sturm Begann auf Die L bensmittel-ne-schäfte und setzte sich auf Die Tertil-, Schuh- und S-ifengeschatte fort: eine Folge n:d>t nur ber erwarteten allgemeinen Rationierung, fnnbern auch Der steigendm Nervosität. Das alles sand feinen Niederschlag in Dem Wachsen nationaler Parteien, wobei die Luflösung der Nattonalen Bewegung das größte Aufsehen auch im Ausland erregte. Es begann sich zum erstenmal erschreckenb zu zeigen, was bie „Gazette be Lausanne" am 10. D-zember einen „Graben ^jschen Parlament und Nation- nannte, Der sich bitterter Gegner der Regierung auf, sondern auch innerhalb ber Sammlungsregieruna zeigen sich antiparlamentarische Strömungen. Wesentlich wirb noch immer die Klärung des Derhältniffes der Masse zu Den Neuen Staatsgedanken vermißt, wie die sich mehr und mehr in Europa zeigen. Indessen wanken bie Parteidoktrinen, und bie Erkenntnis Der Das Ende der drillen Republik Bon unterem Kl.-Konewondenlen. -ch nicht Oeffentlichkeit nach neuen Männern von Format lisch über und dem Bestreben des Parlaments nach Leuten ~ von Mittelmäßigkeit zeigen, wie bie Presse es im Vier be° Genöve- geschrieben hatte: übrigen eingesteht, baß in ber Schweiz alles noch Format werben systematisch fern- im Fluß ist, daß man zum großen Teil bie 3 e 11 - - - 22" '' " noch nicht verstauben hat, aber baß, rote ber mentft 7u"brechen,'"stoßl'äuf eine Mauer", sührte bisherige Verlauf es gezeigt hat, auch hier Die Zeit bas gleiche Blatt in einem vielbeachteten Kommen- wie anderwärts in entscheidender Stunde Der ent- “•» parlamentarische Welt übertrumpft Wicklung ihren Charakter aufdrücken wirb. Die Schweiz aus der Suche nach dem Reuen Don unserem E. A.-Korrespondenien. Warschau, Im Dezember 1940. Aufbau stand über bem Arbeitsprogramm ber hutschen Führung Des Generalgouvernements im -hre des deutschen Schicksalskampses 1940. Wäh. tni> das deutsche Schwert im Westen heldenhafte kege erftritt, wurde im Osten Die vom Führer zur sttfaabe gestellte Befriedung in die Tat umgesetzt, s ber geschichtlichen deutschen Leistung im Raume V Weichsel kam Die Deutsche Arbeit unserer Tage, d dieses Gebiet vor bem Chaos rettete. Die beutsche Ciftung im Generalgouvernement hatte deshalb Errichtung auf weite Sicht. Sie beschränkte sich nifct auf Beseitigung von Zerstörungen des Kne- Bis unb Ingangsetzung der Verwaltung und Wirt, ftoft, sondern war — wie sich Der Generalgouver- nur in einer seiner ReDen ausDrü tte — in ihren twicklungstendenzen von Drei Faktoren beherrscht: l hm Krieg, ber Verbundenheit bes Generalgouver- I nments mit Dem Reich und der Berücksichtigung I k Bedürfnisse des Reiches im Hinblick auf Die Ziehungen des Reiches mit bem Generalgouoer- Kovenhagen.im Dezember 1940. | Deutschland nottoendlg, man entschloß sich auch . , , . ... e.. gleichzeitig, die wiederholt geforderte Regie- In mehr als einer Hinsicht hat das Jahr 1940 rimgsumDilbung durch Aufnahme von fe für Dänemark eine geschichtliche Wende bedeutet,; 3n)ej beratenden Ministern der Oppositionsparteien Deren innenpolitische Auswirkungen noch nicht ab- Venstre (Bauernpartei) und Der Konservativen vor- geschlossen sind, das Heroorgehen eines neuen Däne- ^nehmen. Diese Lösung, die sich sehr schnell als mark jedoch in absehbarer Zelt erwarten ivssen. burchaus unbefriedigend erwies, wurde am 8. Juli Der WiBifch, die J'olierung des CanDe^ aufrechtzu- Cjner Revision unterzogen, indem Außenminister erhalten, erwies sich als unerfüllbar. Dafür gelang Munch von feinem Posten zurücktrat unb es burch die Entscheidung des 9. April, bas Dänische bur£t Scavenius abgelöst mürbe, während Dolk vor ben Schrecken bes Krieges zu bewahren. Staatsminister S t a u n i n g bie Führung behielt. Di» Neujahrserklarungen ber beiden verantwort- Außerdem erfolgte bie Freigabe meorrer rcr- liehen Leiter ber bönischen Politik, Ministerpräsi-, posten ber beiden Regierungsparteien, so bah bas bent Staun ing und Außenminister Munch, Kabinett vier Sozialdemokraten, je zwei Mitglie- zur Jahreswende 1939/40 brachten ben Willen der der der Demokratischen Partei, ber konservativen Regierung zu einer klaren Neutralitätspolitik zum unb ber Bauernpartei urnfaat, sowie zwei Jliajt- Ausbruck, wie auch bas Kommunique ber Kopen-1 Politiker. In ferner Antrittsrede b-tonte Der neue Hagener Außenministertagung vom 25. Februar. Außenminister bie Notwendigkeit der Zusammen- neben der Betonung einer skandinavischen Solibari-1 arbeit Dänemarks mit Großdeutschland bei der Neu- tat zwischen Dänemark. Schweden unb Norwegen ordnung Europas. Kurz banach vollzog Scavenius das Festhalten am Neittralitätsprinzip berührte, den Austritt Dänemarks aus der Genfer Liga. Zu gleicher Zeit glaubte man jedoch feine Zuge-1 $ag Kabinett Stauning-Scavenius sieht sich am Hörigkeit zur Genfer Liga aufrechterhalten zu muf- Jgh^esende vor ernste innerpolitische Entscheidun- sen, wiewohl keine Zweifel über den elnfeittgen gestellt. Denn nicht nur die »Nationalsozialist fche Charakter der von den Westmachten beherrschten snQr^ej Dänemarks unter Clausen tritt als er- Institution möglich waren. ~ * - • r f" Jt Die neue Derfasiung zeichnet sich in ihren (JrunD« zügen mit ber Betonung ber berufsständtgen »Vertretung, der Neueinteilung Frankreichs in zwanzig Wirtschaftsbezirke, Der Ausschaltung Des Klassen- tampi2s unD Die Verankerung Des Prinzips Der Verantwortung bereits ab. »Aber es wirb noch ein weiter, schwerer Weg zurückzulegen sein, bis bie Gebauten im »Volk, bas bisher so gänzlich anbers ye- arteten Einflüssen ausgesetzt mar unb erst allmählich bie Tragweite ber Ereignisse bes abgelaufenen Jahres begreifen muß, Wurzel geschlagen haben werben. Die Schuldigen an Krieg unb Zusammenbruch, bie Blum, Paul Reynaud, Daladier usw. sollen zur Verantwortung gezogen werben: aber es werben noch viele personelle Deränberungen vorzunehmen sein, befonbers auf bem Gebiet ber Jugenberziehung, um eine Front von Menschen zu schaffen, bie mit innerer Ueberzeugung hinter Dem Wirken von Pötain stehen. Deutschlanb gibt Frankreich großzügig unb unter Verzicht auf kleinliche Racke für bas von Den einstigen Machthabern angestrebte Dernichtungswerk die Möglichkeit zum Neuausbau, währenb es selbst noch Den Kampf für Die Befreiung eines neuorganisierten Europas von englischer Dormunbschaft fort- setzt. Die geschichtliche Begegnung von Montloire zwischen Dem Führer unb Marschall Pötain Ende Oktober hat bie Möglichkeit Der Zusammenarbeit eröffnet. Diese Zusammenarbeit kann für Frankreichs Regierung sonst kaum zu bemältigenDe Aufgaben, besonders auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiet, erleichtern. Die Mitwirkung deutscher Industrie-Unternehmungen z. B. bei ber Umstellung wichtiger französischer Betriebe auf neue Werkstoffe, die durch bie englische Blockade nötig ist, weift verheißungsvoll in die Zukunft. h sonst kt r itiie Don l :n. Der L i leiste bm !■ unb fcttj fenstoe il! fe eroleü.3 erleben ß«n| iW nach Dem gleichen führenden schweizeri-schen Blatt Spiel! Zwischen dem Dolk und feinen Reprafen- anläßlich der Ersatzwahlen für die am 9. November tonten tut sich ein täglich tiefer werdender Graben demissionierten Bundesräte Minger und Bau- auf. Muß man verzweifeln? Es vollzieht sich un- ma nn vergrößerte. Dasselbe Lausanner Blatt, bas fehlbar ein Bruch zwischen bem Regime, bas geht, sich mit bem größten Teil Der schweizerischen Presse und dem, bas kommt " - - ■ • - - ' - ' t ? - ........... Die Dundesratswahl vom 10. Dezember, ihr Hm unb Her unb ber Gegensatz zwischen bem Ruf ber Den Haaa, im Dezember 1940. itwuujjcuiuuju« ----- ÄWÄ £‘Ä",Ä » SKgÄÄ ß/rte ausschneiden! ^Jweihnachten bis Neujahr Wim Stadttheater Gießen Ädoik-KMev- Siaatsbauschule, Mainz Fachschule für Hochbau, Tiefbau und DermessungSwesen Semeüerbeginn 15.Mar» unb 1 Cfiober 'Cafe 'Wien <*) Fernruf 2668 606iD | Verschiedenes | Lanuav Neujahr 5958 D fiohflnneSfirrbe. 10, Vi». **- mnnn (m. Abendm., uut.' Witz- u. [Stellenangebote zMMKD KW OSRAM M'ttw 5b9ZV 5" 10 d. ($.; KG 16 ^rehmu - Donnerstag, 26.12. 16; Predigt. Dr ft oft. Gietzen-Klern-Linden. 13 30 Weihnachtsfeier Vnömtn. Gieven-Wieseck. 10 G. Rirrhbcrn 1(» W 2-Ztmmer- Wohnung evtl. Teilwobn., v. aUeinitcbenb. Dame gesucht. Dchristl. Angeb. unter 04324 an den Gietz. Anz. 12.. 9 Andacht uuvtiltiRdrkM VorfQhrona *■* NielerhaaseoACo. Gießen. Kul 394] Verlang*» Sie kostenl. n. nnverbindlich meme ausführlidie Aulkläriinga- •dirih 11. Uanka-hreib. 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Als sänge Himmel unb (?:)e, bie Engel unb alle Menschen, Könige unb jyten, ja selbst bie Tiere im Stall miteinander U? Unterschieb: „Siehe, wir oerfünbigen euch Lfc Freube, bie allem Volke wiberfahren soll.. $3 wahrhaftig: damit gewiß niemand daran zwei- isir kann, hängt da ja auch wirklich noch ein flßiges Band, freudig flatternd, durch die Lüfte hiäd. durch all den Glanz und Klang, auf den shi e Worte leuchtend geschrieben stehen ... V Inb all dies ist so schlicht und einfach und selbst- »vckländlich. und so menschlich, daß man gar nicht Efldn zweifeln kann. Gewiß: die Unterschiede und ktz gensatze des Alltags find auch da: der Ifrnmel droben, in dem Gott Vater freundlich Bb-elnb erscheint, schwebt hoch über der Erde tief |ii.nten; und es sind auch Hirten und Könige da, jifaft zerlumpten Kleidern oder rauhen Pelzen die Eiien, die anderen in Gold und Seide. Es gibt |gi d) ein Dunkel, von dem das Licht sich ab» Ktt, das allermärts herab- und hervorströmt; und Eü Räume und die Tiere und die Menschen haben fcä auch nicht einfach ineinander verwandelt, fon- Etn sind und bleiben verschieden, wie sie im- Er sind: der Baum grünt und das Oechslein fäut, luD Joseph steht sorgsam-verständig dabei, und pria lächelt: Natur bleibt Natur, und Geist bleibt Mst ... Aber alle diese Unterschiede und Gegen» l|c>e von Gott und Welt, Natur und Zeit unb' in- Miverheit ber Menschen untereinander, finb boch Krnbroie unwesentlich geworben unb aus» jjii5ld)t. in bem einen Licht und Klang, der sie alle Kiftrömt und zu einer selbstverständlichen Einheit Wcht. I Iber bann öffne ich die Augen ober trete von dem zurück, in das ich einen Augenblick entrückt fatr. Unb weiß plötzlich roieber, basisch in einer hi n 3 anberen Welt Hause: einer Welt, wo pii Unterschiebe unb Gegensätze wesentlich finb; ja, hu zur Zeit bie Völker, biese Kinder Gottes, ein« p'er roieber einmal, bis an bk Zähne bewaffnet, Ihpfenb gegenübertreten. Und ich bin brauf und irn, all bie schöne unb Helle Freude mit Eins I Her zu verlieren, die in mir ist, und traurig zu | erben. ober Himmelfahrt Christi, erstaunliche Beweise Heern, — bavon vermögen wir freilich in unserer be- cheidenen Wiebergabe keine Vorstellung zu vermitteln. Aber man kann versuchen, ausgehenb von ber hier gezeigten Gruppe als ber inneren Mitte des Bildes, ihre Umgebung zu schildern unb bas Ganze bieser Zentraltasel anbeutenb zu beschreiben. Die visionäre Eingebung unb Gestaltungskraft bes Malers Grünewalb vereinigt mühelos, ja völlig zwingenb gewisse Gegensätze, bie bei einem geringeren Meister als störend empfunden werden würden. Doch wird beispielsweise niemand, der die zerrissenen Windeln des Christuskinbes wahrnimmt, bemerken können, daß dadurch der Hoheit und Würde ber Szene etwas genommen wäre, bie übrigens durchaus natürlich und häuslich-intim begriffen unb bargestellt ist: links unten im Vorbergrunde, zu Füßen der Gottesmutter, stehen bie Wiege, bie Babewanne unb bas Töpfchen, bas es in allen Kinberstuben gibt. Dennoch ist trotz solchen häuslichen Attributen ber Vorgang, wie ber Hinter-- grunb unserer Wiebergabe anbeutet, ganz ins Freie verlegt: hinter und über Maria mit dem Kinde öffnet sich eine Landschaft von Grünewaldscher Großartigkeit zuWirkungen, die sich im geschlossenenRaume kaum hätten erzielen lassen. Licht stürzt verklärend und gleichsam musizierend aus dem gewaltig auf« gerissenen Firmament wie der sinnlich wahrnelym« bar gewordene Segen Gottes auf Mutter und Kind herab. Ihn, Gottvater, kann man billigerweise eher ahnen als wahrnehmen in ben höchsten Höhen dieses grenzenlosen Himmels; aber die Engelchöre, jubilierend auf- und niedersteigend, durchwirken den Himmelsgrund wie ein goldener Sternenreigen. So die rechte Hälfte ber Tafel, auf ber bie malerische Vision sich ins Unenbliche auflöst und verliert. Auf ber linken, nah und oorbergrünbig, wie- berholen sich forrefponbierenb bie Hauptmotive, bie wir anzubeuten versuchten: ben himmlischen Heerscharen hoch und fern in ben Lüften antwortet unten, roieberum in einer strahlenben Fülle von Farbe unb Licht, ein instrumental musizierenber Engelchor vor und in einem offenen, von zierlichen Säulen getragenen, mit reichem, spätgotischem Figurenwerk gezierten Kapellchen. An seiner ber Hauptgruppe rechts zugewanbten, offenen Seite erscheint vor den fpielenben Engeln noch einmal, kleiner unb ferngerückt, nun als Himmelskönigin gefrönt und von einer Gloriole umflossen, Maria, Doch bann fällt mir wiederum tröstlich ein, daß nid) damals, als die erste Weihnacht gefeiert erbe, unb ebenso, als jene alten deutschen Meister h? lichterfüllten, jubelnden Bilder malten, die Welt riiqsum ja boch voll von Kriegsgeschrei und eben- irs von jenen Trennungen unb Gegensätzen aller Ir war, nicht weniger als heute. Und trotzdem Heien und schauten sie damals neben dieser un= ti'fqen jene andere einige Welt, bie ibnen nicht löniger wie bie erste, allersicherste Wirklichkeit tir; ein Reich, das freilich noch nicht von bieser i 5:1t war, aber an bas sie doch mit der ganzen Brunft glaubten unb dessen Glanz für sie auch | it Gegensätze und Trennungen dieser anderen | ßHt durchleuchtete und versöhnte, daß sie sie mutig |t ertragen und durchzukämpfen vermochten. Und h; etfi) Mörickes Wort kommt mir bann wohl tröst- I fit in ben Sinn: „Kann auch ein Mensch bes andern auf der Erde I Ganz wie er mochte sein? In langer Nacht bebachf ichs mir unb mußte sagen: nein!" _ II Itt id) benfe, wie auch ihn trotzdem plötzlich der | ^eudenfchein" durchzuckte: „Sollt' ich mit Gott nicht können sein, so rote ich möchte, mein unb dein? Mich wunbert, daß es ein Wunder wollte sein. Gott selbst zu eigen haben auf ber Erbe .. I Dar denn nicht eben bies ber gleiche weibnacht- hte „Freubenschein", ber auf jenen alten Bilbern | tfl-s durchstrahlte unb in einem ganz neuen Lichte | rfönjen ließ? Dar es benn überhaupt gerade dies immer ge- | distn, was den Menschen bas Weibnachtsfest, mehr | 6 alle anderen Feste, so lieb und wert gemacht I fee: d-ch es sich [a flan,? ohne alle trennenden | Dingungen unb Ansprüche so einfach unb schlicht | menschlich unmittelbar „an alle" wanbte, bie | nr „guten Willens" sein wollten; und datz | 6Io gar nicht baran zweifelte, baß alle bies auch | Mich stm wollten —: denn wer konnte im I lilte ber Weihnacht überhaupt zweifeln (in Dem || it alle wie bie Kinder finb: unb Kinder zweifeln | ß nicht), daß in iebem Menschen wirklich ein guter | ß le sei; verschüttet oft, aber dennoch vorbanden | ft nur barauf wartend, baß er geweckt und nicht | Mütfgemiefen werbe. Nach bem geheimnisvollen | 'M aller Geisteswelt, das ba besagt: „Wenn man E > guten Willen lieht, bann wächst er auch! ! W es boch gewiß kein Zufall, baß an Weibnach- | h nicht einmal bie Lehre der Kirche, die sonst ,o | fw Trennungen aufrichtet, von der Trennung Der | Si-nbe unb ber Schuld redet: allem Volke | Mt-hin soll große Freude widerfahren und ein- | kf’i ..cnoße Freude", ohne alle weiteren | »r Zusätze. Und ist nicht ein weiteres Geheim- | U- der Weihnacht dies, baß hier zu einem Feste | 'enden wird bas nicht zu Ehren eines Menschen | ^ir ein-r Gruppe von Menschen gefeiert wird. | ci: mit Schicksalsnotwendiakeit alle, auch me schon- | :e und die größten irdischen Feste . | f^’ien darum irgend jemand draußenstehen und t cy I geschlossen fühlen muß? Das Besondere und | figartige be« Weihnachtsfestes vielmehr ift Daß I tu einem Feste geladen wirkr über dem einzig I W' allein bie Worte stehen und durch alle Himmel I Grenzen erklingen: „Ehre sei Gotts m der I he!" Unb wer konnte Gott bie Ehre ne,ben ober I > reiten ober sich badurch verkleinert und ausge I »«offen fühlen? - „Ehre fei Gott m ber Hohe E p Frieden auf Erden allen Menschen die guten | £llens sind!" In dieser Doppelbotschaft laa das »neimnis dieses Festes, das es von allen lroiicyen | Men unterschied Dege zu mir gewesen, um die Botschaft der ff W Weihnachtsbrief ins Feld N tu der Welt gibt, bewahrt eine größere Anzahl von alten Liedersammlungen und Autographen, in denen unsere Weihnachtslicder auftauchen. In uni mir IX Deutsche Weihnacht Don Hans Ärondenburg ruo :;i id im M Ju rtz Jhi ■1 Sl .Sii -:mr Sir Aus dem Jahre 1524 stammt das „Geysllich (9* sangbüchlein" des Lutherfreundes Johann Wall- Weihnacht. Don Wa ter Kruppa. Leis' kommt die heil'ge Nacht heran. Die Glocken rufen sie schon aus. Nun zünd' ich wohl die Kerzen an, breit', liebe Frau, indes die Gaben aus. Ist keine dabei von Gold und hohem Wert. Doch das Geringe wird verzaubert fein, weil jedes einen stillen Wunsch beschert. Nun führe unsre Kinder all herein. Erblühe denn, du Wunder dieser Nacht, das Jahr um Jahr aufglünzt durch alle Zeit, wenn sich der Kerzenschein verhundertfacht in Kinderaugen, die vor Staunen weit, Auch die Musikabteilung der Preußischen Staats« | bibliothek in Berlin, deren Sammlung vergilbter: Notenschätze zu den wertvollsten zählt, die es ni | c IP' »• Kl jjrif --i 0 K W fj Hü r ■;! Hl jilllll SiTöen 06?rl fcrpon toi üTr Pil to11 M n«6ii 3’. ch An G üiSt sM Öni ■4 r HU Sir srkn M toi xiBi Dir ch BBff t’Ö I akri ritt Weihnachten ist ein Fest der ganzen Welt doch vor allem ein deutsches F e st, das in einem Sinn und Geist wie kein anderes Doll »■’n ! l V X & jl _ unseren Gesangbüchern wird Luther oür Verfasser des Liedertextes genannt, wir wissen aber, daß das Lied schon aus der Zeit vor der Refon« mation stammt, und daß Luther ihm einige 6tre« «im 3m Ni Dir i'int M J tu ■ihr ter. Es enthält neben vielen anderen Weihnacht-' liedern, die bis auf unsere Tage gekommen sinA, das allbekannteste: „Gelobet seystu Jesu Christ, Das du Mensch geboren bist, Von einer Iungfrawen, das ist war, Des freuet sich aller Engelschar. Kyrie eleison." phen hinzugefügt hat. In dem 1607 erschienenen „Musae Sioniae“ bei Michael Prätorius, der durch seine Kom e» itionen vielstimmiger Kirchenmusik berühmt wurde, inden wir das alte „Es ist ein Ros' e nl* prungen" wieder. Prätorius, der lange Zeit ii Wolfenbüttel wirkte, ändert hier die letzte Zeile bei altkatholischen Liedes, die lautete „bleibend eim' reine Mogd" um in „wol zu der halben Nachts nicht Krieg um seiner selbst willen, aber wenn er uns ausgezwungen wurde wie das geschehen ist, so ist eben der Krieg die Fortsetzung der Politik der Vernunft mit anderen Mitteln. Diese Vernunft schließt ja auch die Gerechtigkeit ein, denn das Leben hätte seinen Sinn verloren, wenn wir weiterleben müßten im Bewußtsein, daß Unrecht f Aier Kriegswinter hast Du im Weltkrieg miterlebt. Im vorigen Jahr warst Du am Westwall und in diesem Jahr stehst Du nun an der Nordseeküste, wo trotz der winterlichen Stürme der Kampf weitergeht. Ich habe nicht vergessen, wie Du mir kürzlich schriebst, wie nächtens über Euch die deutschen Flieger im Kampf gegen England dahinbrausen. Wir kennen keine falsche Sentimentalität und wir dürfen sie auch in diesen Tagen nicht kennen-, wer einen Kumps wollte, muß den Kampf fühlen bis er durch die Wucht der Waffen friedensbereit geworden ist. Sechs Kriegswinter, das ist gewiß viel für eine Generation, für die Soldaten des Weltkrieges, die jetzt wieder mit dabei sind; aber gerade sie dürfen das Bewußtsein haben, daß ihre, das ist unsere Generation, nach den Aufgaben gewertet wird, die ihr vom Schicksal gestellt werden und wir dürfen ja besonders stolz darauf sein, daß die Generation, die nun nach uns kommt, fiel) in der gleichen Weise bewährt hat. Dieser Feldzug in Frankreich im Jahre 1940 ist ohne Beispiel in der Geschichte und wir können uns kaum denken, daß noch einmal irgendwo in der Welt Führung und Soldatentum Aehnliches leisten; das ist kein unberechtigter Stolz, das ist eine Feststellung aus den Tatsachen heraus Eure Gedanken dort draußen und unsere Gedanken daheim sind in diesen Tagen und Stunden beieinander. Wir vertrauen auf Euch und ihr dürft das gute Gefühl haben, daß auch bei uns alles geschieht, um Euren Angehörigen daheim so gut und gereckt wie es möglich ist, die Kriegslasten tragen zu helfen. Deutsche Soldaten stehen in Norwegen in der Polarnacht auf Posten, deutsche U-Boote durchfurchen auch jetzt die Nordsee, deutsche Flieger brausen über England, und überall im Westen und im Osten, wo der deutsche Soldat steht, steht er in tapferer Pflicht. Auck in dieser Weihnachtszeit heißt Soldat sein, tapfer sein. Wir und Ihr sind gerade jetzt fester verbunden denn je. Diese Weihnachtstage sollen uns Tage der Besinnung sein, die uns Stärke geben, bis der große Kampf dieser Jahrzehnte mit unserem Sieg ge- endet bat. So grüßen wir Euch und so nehmen wir Eure Grüße in dieser Kriegswcihnacht 1940. Walter Stcding. Weih- f sei zu mir ein Vater gekommen, und das wäre für mich das Wunder dieser Weihnacht. is ihm Die K- Es war so merkwürdig hinterher. Unaufhörlich gab es etwas, weshalb sie erschrak, weshalb die Backen heiß wurden, hatte sie nicht die Lehrerin kommen sehen? Wenn sie nun zu Weihnachten ins Geschäft kam und vom Brief zu sprechen begann? Anne Looise verwendete die ersten Tage der Weih- So verändert wie Anne Lovise jetzt war, mußten es ja alle merken. Vater und Mutter glaubten wohl, daß Anne Lovise jetzt endlich anfing, ein richtig wohlerzogenes Mädchen zu werden, das nicht andauernd umherrannte, sondern lieber am Fenster stand und auf die Leute hinausfah, die ins Geschäft hineingingen ... Anne Looise dachte jedoch, daß der Weihnachts- mann, dieses übernatürliche Wesen, vielleicht doch wußte, was sie getan hatte. Wenn auch noch nichts an den Tag gekommen war, konnte vielleicht das eine oder andere am Weihnachtsabend geschehen. Vielleicht würde er doch ihre Weihnachtspakete ein« ziehen. Am Nachmittag des Heiligen Abends schlich sie sich in das halbdun-kle Vestibül hinaus, blieb ganz still stehen und hielt den Atem an. Dann guckte sie durch das Schlüsselloch zum Christbaum hinein. Man konnte ihn nur ganz undeutlich sehen; es dämmerte, während sich alle im Haus zum Fest schmückten. Aber was war das! Sie glaubte sehen zu können, daß ein ganzer Haufen von Paketen unterm Baum lag. Dann ist der Weihnachtsmann also dagewesen. Wenn sie nur wüßte! Im nächsten Augenblick war sie drinnen. Und da lagen .bie Pakete. Große deutliche Namen standen darauß Aber war stand auf diesem da? Es sah aus, als. wäre eine Tasse drin; sie mußte es nehmen und nachsehen. Anne Lovise holte tief Atem — das Paket war für sie. Im selben Augenblick wurde oben eine Tür zugeschlagen — Vater! Das Paket fiel ihr aus der Hand, das dünne Seidenpapier zerriß, und da lag die Taffe in drei, vier Stücken auf dem Boden. Oben wurde es wieder still. Im Zimmer auch; nur ihr Herz schlug und schlug, und die Uhr an der Wand tickte lauter als irgendeine Uhr, die sie je gehört hat. Ratlos stand sie in ihrem Unglück da, ohne sich zu bewegen. Endlich bückte sie sich, hob zwei der Scherben auf und rügte sie aneinander. Es stand etwas in schwer leserlicher Schrift darauf; stumm versuchte sie jeden einzelnen Buchstaben mit den Lippen nachzuformen: Braves Mädchen ... „Braves Mädchen" stand da. Auf ihrer Taffe! nacht zu bringen. für mich das Wunder oieler Welynacyr. Wie sich der Junge denn mache, und wie es ihm Die Kerzen waren 3ii Ende gebrannt In dem gehe? fragte der Fremde und griff nach dem Becher kleinen Ofen fang und knisterte die rote Glut. Lange mit dem Kognak, er habe ihn seit drei Jahren nicht noch saßen wir schweigend. Plötzlich suhlte ich wie mehr gesehen. I er unruhig wurde. Er müsse setzt aufbrechen, sagte O er mache sich famos, beeilte ich mich zu er- er, auch sein Urlaub laufe am Morgen ab, er habe widern, froh, ihm eine Freude zu bereiten, es sei ein paar kleine Geschenke für den Sohn die er da- ein tüchtiges, anstelliges Kerlchen, unser Freiwil- lassen wolle. Ich sah ihm zu, wie er die Sachen liger Niederreither, gewiß, das müsse man sagen,1 auf den Tisch legte, ein Paar wollene Socken, eine Und auch der Häuptling halte große Stücke auf ihn.1 Schachtel Zigaretten, eine Buchse Oelfaröinen, wie ' Ein Lächeln blühte auf in dem bärtigen Gesicht. I sie beim Marketender zu bekommen waren, em sil- Eine herabgebrannte Kerze versengte knisternd ein bernes Talerstück. Plötzlich wendete er sich zu mir, Zweiglein des Tanncnbäumchens. In dem engen griff in die Tasche und zog en blitzendes Ding Raume des Unterstandes duftete es plötzlich süß hervor. Das fei für mich, sagte er, und druckte es und stark, wie nach Wald. Wir saßen und schwie- mir in die Hand, und da ich ihm dankte und vor- gen und blickten in bas unruhige, flackernde Licht wundert herniederblickte, sah ich, daß es eine Mund- der Kerzen. I Harmonika war. Nach einer Weile hob der Landser nachdenklich' Er schnallte sich das Lederzeug um, nahm den den Blick: Im Walde hinter Digneulles, bei der Tornister auf, und als er schon die Treppe empor- verfallenen Mühle, sei einer im Dunkel an ihm vor» flieg, überfiel mich auf einmal ein Gefühl wie von überg.gangen, er habe ihm eine gute Nacht ge- Angst, und ich rief ihm leise nach, er solle sich in wünscht mit einer Hellen und fröhlichen Stimme.1 acht nehmen, es sei eine mondhelle Nacht, und der Das müsse er gewesen sein. | Franzmann läge nur zwanzig Meter vor uns, aber Ein seltsam wärmendes Gefühl der Liebe stieg da war er schon in der Dunkelheit verschwunden, plötzlich in mir auf. Ich griff nach der schwieligen Eine Weile noch lauschte ich. Dann nahm ich die Hand des Riesen, die breit und reglos vor mir auf Mundharmonika vom Tisch und blies hinein. Sie dem kleinen Tische lag, und drückte sie fest. Gewiß gab einen dunkclschwingenden, zärtlich süßen Ton. sei er es gewesen, sagte ich, aber wenn sie auch Ich hatte nie in meinem Leben ein solches Jnstru- aneinander vorbeigegangen wären, so sei der Junge ment an die Lippen gesetzt. Aber jetzt blies ick auf jetzt schon bei den Landsern, und das seien brave, einmal das Lied von der heiligen Nacht, und es und wackere Leute, und wie zu jenen ein Sohn, so war, als hätte ich es immer schon gekonnt. wenn deine hell'ge Tiefe aufgehellt aus scheuen Mündern strömt ein altes Lied.. Ach, liebste Frau, der Reichtum dieser Welt wird gar gering, wo fromme Einfalt kniet. Die kleinen Hände halten alle fest den Glanz der Nacht wohl in ihre Leben eit’ So stehn wir reich beschenkt, und vielleicht lä[j| uns Gott über das Jahr noch reicher sein. Das brave Mädchen. Von Marie Hamsun. Es war einmal ein kleines Mädchen, das Anne Looise hieß. Es wohnte in einem ganz kleinen Städtchen, in dem ihr Vater ein Geschäft hatte. Ihr Gesichtchen war so frisch wie eine Apseldlüte, ihr Haar war im Sommer fast weiß, im ©inte? bekam es einen etwas grellen Ton und dunkle Streifen. Die Augen aber waren das ganze Jahr wie zwei Leberblümchen. Sie war ein sehr lebendiges, sehr wißbegieriges Mädchen; richtig „beschwerlich" für ihre Mutter. Und als Anne Lovise zur Schule kam, war es für sie schlimm. Es war, als hätte man einem wilden jungen Hund ein Band angelegt, er vergißt es und macht plötzlich einen Ruck, so daß es im ganzen Körper weh tut. Dann zieht er den Schwanz ein und' ist ruhig bis zum nächstenmal. Zwischen Mutter und der Lehrerin war sicher verabredet worden, daß sie zu Hause erfahren sollten, wenn Anne Lovise besonders arg am Band riß. Dann pflegte sie ein kleines Briefchen mitzubekommen, in dem alles stand. Es war auch leicht, sich während des Unterrichts zu vergessen und etwas anderes zu tun, als man sollte — besonders, wenn man dasselbe und immer wieder dasselbe eine ganze Seite lang ins Heft schreiben sollte. Allmählich sand Anne Lovise, daß chre Lehrerin nicht nett war. Sie merkte nicht, daß die Lehrerin bestrebt war und ihr Bestes tat, um ihr Anstand bei- Hubringen. Dagegen sah sie, daß die Lehrerin eine äußerst spitze Nase hatte, die noch dazu im Winter ganz rot wurde. Anne Looise bedachte nicht, daß diese Nase ihrer Besitzerin vielleicht viel Qual und Kummer bereitete, oft versuchte sie ein genaues Gegenstück auf Buchdeckel und Zettel zu zeichnen, ja sogar auf das Pult. Und doch hatte die Lehrerin gesagt, daß das Pult weder durch Striche noch durch Löcher verunziert werden dürfe. Jetzt waren schon viele daraus. Dor allem waren es viele Profile Nasen wie bei einer Spitzmaus. Am.s Lovise war nun schon so lange zur Schule gegangen, daß es bald Weihnachten war. Nur noch ein paar Wochen, die ihr jedoch wie eine Ewigkeit vorkamen. Aber plötzlich bekam Anne Lovise wegen eines neuen Lochs im Pult wieder einen Brief mit nach Hause. Das Loch sei mit Hilfe einer Stecknadel mit Fleiß und Ausdauer gemacht worden, ftaab drinnen. Da sagte der Vater laut, daß er vor Weihnachten keine weiteren Briefe mehr fehen wolle. Jtommi jetzt nur noch eine einzige Klage, 3« der heilige« Nacht. ^on Rudolf Kreu er. Am Weihnachtsabend des Jahres 1^17 lagen wir in den Stellungen am Maasbogen bei St. Mihiel, am „Franzenkopf" und am „Scharfen Eck", wie unser Abschnitt damals hieß, lagen wir kaum zwanzig Meter vor den Gräben vom Franzmann, und es gab auch Schnee in diesem Iahr,^ehr viel Schnee sogar, mehr als ein französischer Winter eigentlich zu vergeben hatte. Wir hatten ein kleines Tannenbäumchen, ich weih nicht mehr woher, vielleicht war es einem von uns aus der Heimat geschickt roorten, das kleine, kaum spannenlange Tannenbäumchen, wir hatten mit ein paar Lichtern besteckt und saßen nun jti Dreien im Unterstand und starrten in den Glanz der Kerzen, ein Leutnant von der Maschinengewehrkompanie, den wir den langen Georg nannten, ein junger Fähnrich und ich. Luch eine Flasche alten Kognaks stand vor uns auf dem Tisch, und manchmal tranken wir auch daraus, aber wir taten es unlustig und ohne rechte Freude, es war keine Weihnachtsstimmung dabei, wir saßen stumm und nachdenklich da, und jeder hatte seine eigenen Erinnerungen. Und dann stand als erster der lange Georg auf und sagte, man müßte im Kriege das Weihnachts- lest abschaffen, es sei da alles zu nahe aneinander, Feind und Tod und Christbaumlicht, und er gehe jetzt, die Posten nachzusehen. Es dauerte nicht lange, da brach auch der Fähnrich auf, er habe die Rönde, sagte er, und man wisse nicht, was der Franzmann vorhabe, gerade heute in der Weihnacht, und dann saß nur noch ich allein in dem Unterstand, bei der leise singenden Karbidlampe, bei dem mageren Tannenoäumchen, bei der fast noch vollen Flasche Kognak und wartete, ich wußte nicht auf was, auf irgend ein Ereignis, auf etwas, das auf dem Wege war zu mir, auf ein Wunder vielleicht. Von den Kerzen tropfte das Wachs, sie brannten schon langsam zu Ende, es geschah nichts, kein Ereignis, kein Wunder, nur eine große Ratte sprang in der Ecke umher. Aber dann hörte ich schwere Tritte die Stollentreppe herunterpoltern, und als ich horchend aufschaute, teilten sich plötzlich die Zeltbahnen, die den Eingang verhängten, und hindurch schob sich ein verwittertes, bärtiges Gesicht und blickte fragend auf mich herab. Eine riesenhafte Ge- statt trat auf mich zu, ein fremder Landwehrmann in Helm und Mantel, der Tornister saß ihm hoch auf dem Rücken, und alles, was er an sich trug, sah an ihm aus wie eine Art von Spielzeug, so groß war er; in seinem Barte und in den duschten weißen Brauen glitzerten ein paar zerfließende Schneeflocken, und ich starrte verwirrt in dieses Gesicht, das plötzlich aus Nacht und Dunkel zu mir herabgestiegen war, in dieses fremde, bartumwallte, auf irgend eine Weise gütige Gesicht, das aussah, wie das eines Weihnachtsmannes in den Bilderbüchern der Kinder. Ob er hier recht am Platze fei, fragte der Riefe umherblickend, er suche den Infanteristen Niederreither, Alois Niederreither von der zweiten Kom- panie. Er fei wohl richtig hier, erwiderte ich, und die Landwehr möge es sich nur bequem machen bei uns, aber der Kriegsfreiwillige Niederreither, der sei heute nicht hier vorne in der Stellung, der fei bis morgen früh beurlaubt nach St. Benoit, wo sein Vater im Quartier liege. Eine Weile starrte der Bärtige wie erschrocken vor sich hin, bann ließ er langsam den Kops sinken. Er sei der Vater des Kriegsfteiwilligen Niederreither, sagte er mit tonloser Stimme, er habe Erlaubnis Erhalten, seinen. Sohn aufzusuchen, seit fünf Stunden sei er durch Nacht und Schnee auf dem Wege zur Front, und nun seien sie aneinander Dorbcigegangen. Ich goß ihm den Feldbecher mit Kognak voll und stellte die Weihnacktspakcte mit Eßwaren, die ich erhalten hatte, vor ihm auf, und dann saßen wir uns schweigend gegenüber, und indes der Landser ruhig aß und trank und nur manchmal ein wenig den Blick hob, betrachtete ich ihn lange und fühlte mich auf eine mächtige und geheimnisvolle Weise zu ihm hingezogen, wie zu einem Vater. Es war mir, als fei nun doch noch einer auf dem —— Du bist nun, lieber Freund, wieder einmal als Soldat in diesen Weihnachtstagen in Frankreich, weil das deutsche Schicksal es so will.. Denkst Du noch manchmal zurück an unseren ersten Kriegswinter 1914, als wir als Zwanzigjährige hinausgezogen waren und wir uns, Du, Der Kanonier, und ich, der Infanterist, fast durch Zufall um die Weihnachtszeit in den flandrischen Stellungen trafen? Heute bist Du als Chef Deiner Batterie mit Deinen Männern an der bretonischen Küste um den Weihnachtsbaum versammelt und im Scheine der Kerzen werden (Eure Gedanken nicht nur in die Heimat zu den Lieben und Freunden gehen, sondern Du und mancher Deiner prächtigen Kanoniere wind die Frage stellen: „Mußte das sein?" Und wie ich Dich kenne und wie ich alle die Sol- baten kenne, die jetzt als die nächste Generation hinausgezogen sind, so werden sie alle zu dem gleichen (Ergebnis kommen, auch in dieser Weihenacht des Friedens: Es mußte fein! Wir haben damals als Feldsoldaten vier Weih- nachtsseste an der Front erlebt und wir wußten, daß es nicht anders sein konnte. Gewiß wären wir lieber zu Hause gewesen, gewiß hätten wir lieber in Frieden und Freude gelebt, aber jeder von uns fühlte und wußte, daß dieser Kampf, ter uns da- mals aufgezwungen war wie er uns heute aufge- zwangen ist, noch nicht zu Ende gekämpft worden war. Und als Du kurz vor Weihnachten 1918 über den Rhein nach Hause kamst und als ich von der Beresina auf den verschneiten Rückzugstraßen, die Napoleon gezogen war, nun nach Deutschland zog und als wir uns dann in unserer Heimat trafen, da war schon in uns bas Gefühl und das Bewußtsein, daß dieses nicht das Ende fein konnte. Die Weltgeschichte hätte ja ihren Sinn verloren. Zuerst freilich sah es so aus, als ob tat- sächlich nur Sinnlosigkeit bas (Ergebnis dieses großen Ringens gewesen wäre, als ob die vielen unserer Freunde, die im Westen und im Osten ruhten, um eines Phantoms willen gefallen wären. Als bann aber bie Sinnlosigkeit in dem Friedens- bi hat ihren letzten Triumph gefeiert hatte, da folgte auch das Erwachen der Vernunft und unablässig war es unser aller Bestreben, den Sieg der Vernunft mit dem deutschen Sieg zu verbinden. So wußten wir, daß der Weltkrieg noch nicht zu Ende gekämpft war, daß er so ober so noch weiter gekämpft werben mußte. Viele von uns haben versucht, biefer Vernunft auf eine friebliche Weise ben Weg zu bahnen. Der Führer selbst hat bas im. mer und immer wieder versucht. Mr führen ja bann legt ber Weihnachtsmann keine Pakete für bich unter ben Christbaum", sagte er. Konnte etwas so Schreckliches passieren? Anne Lovise ftanb lange da und wartete, daß Vater vielleicht etwas Milderndes sagen würde, aber nein, Schluß und Punkt. Es durfte also jetzt in ber Schule nichts mehr geschehen, nichts, was dem Vater ober dem Wech- nachtsmann mißfallen, nichts, was Anlaß zu einem Brief geben konnte. Oh, sie war so bang, während des Unterrichts etwas verkehrt zu machen. Sie saß und starrte auf die Takel, bis bie Augen schmerz- ten, sie brehte nicht einmal ben Kopf. Und trotz- bem plumpste sie am Tag vor ben Weihnachtsferien ins Unglück. Ihre Freundin, bie kleine Helga, bekam wahrend der Pause bie (Erlaubnis, zu Hause ein vergessenes Schreibheft zu holen. Im Vorbeilauftn zupfte sie Anne Lovise am Aermel: .^ornrn mit! Ich soll mein Schreibheft holen, sagte Fräulein!" Sinne Lovise lief gleich begeistert mit. Als sie zu- rückkamen, war bie Pause vorüber, ber Schulhof still und öde, die Gänge leer. Die Stunde hatte begonnen. Als sie dann vor ben großen erschrockenen Augen der ganzen Klasse standen, durchzuckte es Anne Lovise: Jetzt war es geschehen. S i e hatte ja nicht frei bekommen, um ein Schreibheft zu holen. Die Lehrerin konnte nicht wissen, was ein Brief für zu Hause gerate jetzt bedeutete; deshalb schickte sie einen. Dieser Brief kam jedock nie an. Denn Sinne Lovise verbrannte ihn, warf ihn im Kinderz immer in den Ofen, statt ihn den Eltern zu geben. Mit klop- fcnbern Herzen lag sie auf ben Knien vor bem Ofen und sah zu, wie bas Feuer das weiße Papier mit ber Schrift ber Lehrerin verzehrte. In plötzlicher Angst streckte sie bie Hand aus, um ben Brief zu retten, aber es war zu spät — nux ein kleines hellgraues Häufchen Asche war übriggeblieben. Nit Da fing sie zu meinen *n. Sie konnte nicht an» ders, man hörte es durchs ganze Haus. Die anderen kamen, Vater und Mutter, alle stürzten her- —., i bei. Sie ftanb im Halbdunkel beim Baum mit der nachtsferien dazu, ein Auge auf bie Labentür zu >zerbrochenen Tasse in der Hanb — selbst ganz ge- halten. SBcnn bas Telephon klingelte, ging es ihr । knickt. Es bauerte lange, bis sie sprechen konnte, sie wie ein Messer burch bie Brust; Vaters kurzer ! schluchzte in einem fort. Dann erzählte sie alles. Schritt und fester Griff um die Türklinke — jetzt Und so mu-de es schließlich ein bon^lt frohes Weih- fam es! Sie mußte sehr wohl, was bas war: bas i nachts fest, sowohl für sie als auch für bie anderen, schlechte Gewissen. -- | __ zu feiern verstehen. Wir haben es ganz in Kindheit eingebettet, in Märchen, Wald und Winter, träum, in ben Zauber der uralten Winter sonn wend, in einen Lichterglanz, der dritten in der längsten Nacht bie Auferstehung bes großen (8<- stirns verkünbigt, Neugeburt unb Neubeginn bes Lebens. Darum können wir Weihnachten auq im Kriege feiern, und vielleicht gerate ni। schöner, besser und inniger als im Äriear, ber Ruf Friebe auf Erden ist keinem Volke tiefer erklungen als uns, deren Land andere Volker dm je zum Angriffsziel und Kriegsschauplatz mache?, wollten. Dies unser besonderes Schicksal hat uns namlch gelehrt, daß der deutsche^.Friede stets neu er. kämpft werden muß. Der Weihnachtssinn un) der Sinn des Schwertes sind für uns kein Wider, spruch. Heber alle Zerstörung hinaus, über Blut und Tränen, Trümmer und Kampffelder suchen wir den wahren Frieden zu erringen, der kein sau- ler Friede fein soll, der uns nicht in den Schoj fällt, sondern der unser' wahrer S i e g e s p r e i j ist. Menschenliebe muß von uns zunächst einmal als Volksgemeinschaft verwirklicht werden; ihr Licht ist es, bas uns in unseren verdun. feiten Stäbten, Dörfern unb Häusern nur befö heller erstrahlt. Auf Gaben kommt es nicht ar, wenigstens nicht auf solche bes Reichtums und bei Ueberftusses in einer Zeit, wo wir freudig opfere, uns gerne cinschränken — Gaben sind nur Zeichn unb Sinnbilber, sie können, wenn'sie klein unb b$. scheiben sind, umso größer und beredter sein, fii die wahre Kunst bes Schenkens beginnt erst, menit sie nicht leichten Kaufes gelingt unb überhaupt nicht nur im Käuflichen besteht. Die anspruchslosestei Gesche, ?? erfüllen oft am tiefsten bie innere Br- beutung des Schenkens, indem sie unsere Liebe zeit« gen, denn bas Herz, bas sie gibt, die Gebanken. bi: sich baran knüpfen, sind ihr eigentlichster Weri. Unb Herz und Gedanken müssen es ja vor allen fein, die wir zu Weihnachten ins Feld schicken un:b ,’u allen Brüdern daheim, die mit uns in gleicher Liebe und Zuversicht dem deutsches Frieden fämp- send, harrend, glaubend entgegenschreiten. Dieser; deutsche Friede nähert sich schon, er gewinnt Cs- statt, er ist zu Weihnachten bereits In unseren Seelen lebendig, ein Friede ber (Erneuerung uiü Gerechtigkeit. Der Friebe auf Erben muß aber auif bie Erde erst terribgezwun"en werben, bamit bi? dulbenden unb irrenden Völker ibn erkennen, un:b nur ein deutscher Friede, ein Weihnacktssriebe um- | seres Glaubens, kann ber Friebe ber Welt melden. | ----— ' ■■■■■■ । । ■"■■■ ■!' । . ■■■ l Weihnachtliche Roienfchähe. I Von Adolf Ewig hell leuchtet am Ende jebes Jahres bi? teutsche Weihnacht in bie Alltagswelt. 3mmergrii.it in bürrer kalter Zeit, gleich dem Tannenbaum ut der verblichenen Natur b nur Zch klein uni b ibter lein, ji nt erst, m »rhaunt ch !pruchÄ|i'!s e innere ft ne Lebe D Sebonltnh lichster Eirt ja cor ein b jdjiifen ri ns in Mn stieben fh reifen. SHi gewinnt ii* i in iflN neuerunj rf muß oberer en, bamil H erkennen, d itfifsfriebe» Welt * 31m Dt| o>ül> das i|t w zelfch-l- Lüth^. •**. nt i* e >=r* „ n letzte s (1} Joachim Tödlein lächelte, es war ein Knaben- lächeln, ein ganz stilles, stolzes Jungenlächeln, und er sagte leise: „Wenn dich Gott zum Widder geschaffen hat. 4 W ** L 3inW; mnenba® J 5 fflutjeli • t sie öii W timmunflen«; rächten!,^ ie« Weihnacht dem Wetter, sondern nach der Seit richten. Alles hat seine Zeit, und mag der Advent tausendmal dem Oktober gleichen, die Drachen glauben nicht daran, sie steigen nicht auf. Vielleicht gibt es ein Land, vielleicht ist es Felix Arabia, das aus den neuen Karlen nicht mehr zu finden ist, wohin jene Drachen, die nicht an den Telephondrähten hängen- bleiben, fliegen und von den glücklichen Arabern aufgespießt und gebraten werden. Denn bei uns fliegen jetzt statt der Drachen Abend für Abend schwarze Krähenwolken dahin und senken sich kräch- zervd über die Wälder, über den schönen Berg mit dem albernen Turm, der das Kind eines Schloß- turmes und eines Fabrikrauchfangs ift Und wenn die Kinder dem Krähenvolk nachblicken, dann fragen sie, wie groß der Himmel ift „Alles, Kinder, was ihr seht, ist lauter Himmel." „Und hinter dem Berg dort?" „Ist immer noch Himmel." „Und hinter dem Schneeberg dort drüben, ganz weit draußen?" „3mmer wieder Himmel. Kinder, immer wieder Himmel." „Und wer ist größer", fragt die kleine Tochter, „her liebe Gott ober der Himmel?" „Der Himmel natürlich", antwortet der kleine Sohn, „denn wäre der Himmel nicht größer, wie konnte dann der liebe Gott drinnen wohnen?" So ist es, Kinder, so ist es. Und wir alle wohnen darunter. Aber nun sind die Kinder schlä'riq, sie sollen nicht später schlafen gehen als die Krähen. Run schlafen sie, und träumen sie, nun wachsen sie im Schlaf und werden größer, sie, die vor kurzem kaum über den Tischrand greifen konnten, die beben nun die Augen in die größere und in die ärmere Welt der Erwachsenen und Entwachsenen; sie lösen sich los und tragen sich unter dem großen Himmel ihre kleine Welt zusammen. Gott möge sie und uns alle beschützen — und wenn wir wieder einmal ein schweres Herz haben, so wollen wir horchen, ob es nicht auch Freud« ift, die so an unserer Brust hämmert. Meine Rasiekbande lachte, was sollte ich machen? Ich lachte null Ich nahm den Anzug und jagte: „Oskar", sagte ich, „den hebe ich gut auf, den ziehe ich zu deiner Hochzeit an", habe ich aefagt, und dann tranken wir. Der kleine Mennig fagte: .Zinder, laßt uns mal ein schönes Lied singen!" „Erst soll Oskar seine Klamotten verteilen!" sagte Oechsle, „bann wollen wir fingen." Oskar zwirbelte seinen kleinen, schwarzen Schnurrbart und holte aus dem unergründlichen Lumpen- ack ein wahres Hutungetüm. Er ließ den Hut wie einen Teller auf der Hand kreiseln und sagte: „Wer soll diesen Jndianerstutz bekommen?" „Der Korporal!" lachte Karle Occhsle. „Nein, der ist für unseren sieben Joachim Tödlein", sagte Oskar und warf innerem jüngsten Mann den Blumenbänderhut in den Schoß. Und der kleine Tödlein, der sonst immer ganz still war und keinen Mucks sagte, auch dann nickt, wenn es ganz dicke Lust gab, die schweren Brocken orgelten und Eisenbahnen fuhren, der kleine Tödlein nahm den Hut und verließ den Stollen. „Geh, Joachim, was ist denn los?" rief ihm einer nach Aber Tödlein antmbrtete nicht. Nach zehn Minuten kam er wieder, den Stahl- r, di- »f J ff-S IltefM U heute J“ * •e ^koiMt"p die Freundin ein Lied an, so albern, wie es nur in einem Lesebuch stehen kann. Aber die Kinder singen es falsch und es wird dadurch ein wenig schöner. Dann schweigen sie, und aus der Nachbar- schäft klingt wieder jene Stimme herüber, die man jonst nur gegen Mittag an schönen Tagen h-ren kann, eine Helle, wunderliche Knabenstimme, die einzelne Töne hervorstößt und in gleichmäßigen Abständen wiederholt. Ja, in dieser Hellen, schönen Stimme ist alles enthalten, was das Leben lind und begehrenswert macht. In dieser Stimme liegt Jugend, Reinheit, Sonne und leichter Wind, liegt Spiel und Lauschen und 2lnetnanberfügen_ der verstreuten Schönheiten. Kein Lieb kann schöner fein, keines kann tiefer rühren. Ein Frühlingstag steht vor mir, an dem alle Birken winkten und alle Primeln leuchteten, ein Tag, an dcm man keinen Schritt tun konnte, der nicht des Herzens übervollen Krug zum Schwanken und Ueberfließen gebracht hätte Und an diesem Tage jang in das scheue Schauen und zage Wandern hinein eine Knabenstimme die gleiche Weise. Welch ein Glück, nach so viel schweren Jahren wie- der diese Stimme hören zu dürfen. Denn der Knabe von jener seligen Wiese damals wird wohl, wenn ihn nicht der Krieg verschlungen hat, ein Mann ge» worden sein. Aber nun ist er wieder da, ein anderer und doch derselbe. Auch meine Kinder hören diese Stimme, aber sie versuchen es nicht, sie nachzuahmen, denn diese eine Folge von Tönen weiß wohl immer in allen Zeiten nur ein Kind für ein ganzes Land, für das es bann feine Stimme erhebt und singt. Möge die Sonne noch recht lange ichei- nen, damit der Schnee mir nicht den kleinen Men- fchen dort drüben vertreibt, damit dieses Früh- lingsst mmchen nicht in bas Zimmer verdankt werbe! Am Sonntag kommen hier bei uns die Leute vorbei und gehen dahin, als wären sie- schon völlig auf bem Lanbe. Die Drachen sink) verschwunden, diese papierenen Zugvögel, die sich, wie alle Kinderspiele, nicht nach Damals im Argonnerwald. Dechnachtskrzadlunq von Max Barchel. „Untere KorporcUschaft war schon in Ordnung" erzählte der Briefträger Buck, „wir waren eine Rasselbande, die noch den Teufel aus der Holle geholt hätte. Der Hauptraßler war Oskar Schmidt jnb der leiseste Mann bei uns der Joachim Töd- [ein. Aber das werdet ihr selber wissen, wenn ich mit meiner Geschickte fertig bin. Also", er zündete sich langsam die Pfeife an, „es war m Den Ar- gönnen Weihnachten 1915. Oskar Schmidt ließ sich 3on bem Oberleutnant Psleiderer beurlauben und ging nach Varennes, der kleinen, zertrichterten Stadt •in Der Aire, und kam erst gegen Abend zurück, die Larenner Straße wurde beschossen. Richtig, mir aaen bei Le Four de Paris irn ersten Graden. Am Heiligen Abend wurde fast gar nicht geschos- en. Don uns nicht und auch vom Schangel nicht. Wir holten am Nachmittag am Bahnhof „Schwarze Marie" kleinen Tannen. Da hinten gäbe noch Wald sei uns war alles kaputt, die Höhen waren ganz oaumlos, hier und da stand nur wie ein zersplit- etter Sloßzahn eines Urwelttieres ein zerschossener Baumftamm. Schnee gab es keinen, aber Regen, aft den ganzen Winter regnete es bei uns. Wenn mir zwei Winter in der nassen Stellung zugebracht gatten, uns wären, lacht nicht, Schwimmhäute zwi- chen den Fingern gewachsen. Nun wurde es langsam dunkel, die schummrige Zeit kam, alles wurde schattenhaft und traumhaft mie im Walde, obwohl es bei uns gar keinen Wald nab. Vielleicht bilde ich das mir jetzt nur ein, daß -s traumhaft war, vielleicht war der Hellige Abend Daran schuld, daß alles geheimnisvoll und märchen- gast wurde. Ja märchenhaft! In den Unterständen wurden die kleinen Tannen angesteckt. Auf jeden Baum tarnen drei Kerzen, eine weiße, eine rote, eine gelbe. Oberleutnant Pfleiberer ließ die Zugführer und Korporale au sich kommen. Er saß mit gegrätschten Beinen auf dem Stuhl, hatte die Mütze aus der Stirn geschoben und rauchte seine ewigen Zigaret- :en. Er sagte uns: „Lassen Sie den Leuten so viel als möglich De- rnegungsfreiheit. Heute nacht sotten auch die Burgen mit Posten schieben, sonst wissen Die Brüder überhaupt nicht mehr, wie es einem armen ehr- icken Landser zumute ist. Hoffentlich bleibt alles -upig. Gesungen darf werden, aber leise. Jnstruie- -en Sie die Mannschaften. Sind Wein und Zigaretten schon ausgeteilt?" „Zu Befehl, Herr Oberleutnant, Post und Siebes» naben liegen auch schon bereit!" antwortete unser „Na, bann ist ja alles in Ordnung. Sagen Sie »en Leuten, der Oberleutnant und Kompamesührer wünscht ihnen von ganzem Herzen eine recht selige Weihnacht. Das Weihnachtsfest holen wir geschlossen nach, wenn wir in Ruhe sind. Ich danke ähnen. ©eggetreten!" So einer war unser Pfletderer. Wir gingen in die Stollen und Unterstände, bann wurden die Liebesgaben vertellt, wir verlöteten einen, der Wein war wirklich gut, und im Stötten „Waldesruh" padte Oskar Schmidt feine Schätze von Varennes aus? Der Spaßvogel hatte in den alten, verlassenen und zerschossenen Häusern nach alten Kleidern ge- achte. Obwohl Fastnacht noch in weiter Ferne war, muß man die Feste feiern, wie sie fallen. Nicht das Kleid macht den Men-schen, sondern das Herz. Und unsere Herzen waren schon weihnachtlich, wenn innere Kleider auch fastnachtlich aussahen. Diese Kleider, hahahaha, das waren eigentlich nur noch Fragmente einer verstorbenen Mode, was "ige ick: nur Mode? Einer verstorbenen Zeit, sage lch, und mein Freund Karl Oechsle erklärte meinem Freund Fischer: „Narr, was willst du mit den alten ftlamotten?" Schmidt warf ihm ein geblümtes Kleid zu und »agt- ■ „Das ist für dich, Karle, das steht zu deiner bunten Schönheit." „Wirklich?" fragte Oechsle und griff nach einem ulten Kapotthut, band die Schleife unter bem Kinn ufammen und nippte an dem Wein wie ein kleines Mädchen. Wir alle lachten und tranken, der Wein war sehr ;:ut; der Pfleiderer gab keinen sauren Wein für seine Männer im Schützengraben. Nein, bestimmt nicht. Denn ihr das denkt, da kennt ihr den Pfleiderer chlecht. Er sorgte für seine Leute, jawoll! So einen Tompanieführer wie den Pfleiderer könnt ihr euch -chen!" Der Briefträger Buck rauchte die zwette Pfeife !M und erzählte weiter: .. „Also, der Oechsle bekam ein geblümtes Kleid 'nd einen altmodischen Schleiferchut, mir schmiß der fotar einen zerfetzten Anzug hin und sagte: .Das ist für dich, Korporal Buck, geh aber vor- 'chtig damit um, wegen der Bügelfalte?" der andern Seite, im Westen, die Hügel aufloben. Dann erhebt sich der Wind und treibt graue Wol- ten herauf, die so lange die Farben abdecken, Hügel um Hügel, bis bleierne Schwere über bem Lande rubt Nicht weit von hier muß der Föhn gebraut werden, der über die Hänge des Waldes webt, ein schweres Herz und müde Glieder macht und Sehnsucht nach der Ferne weckt. Am Fenster stehen die Kinder, und zwischen den Fensterscheiben liegt ein Bries an das Christkind, ben die ältere Freundin, das Schulmädel, den beiden Kleinen geschrieben hat. Es steht die genaue eigene Adresse darauf und eine Anzahl von Wun- scheu — das Christkind wird ihn schon finden und wissen, für wen er gehört. _ Der kleine Mann wünscht sich Unmögliches: (Eine wirkliche, große Lampe, eine wirkliche Katze (vielleicht auch einen jungen Löwen), einen wirklichen ftunb ein wirkliches Pferd — und damit er mehr zum Küsten hat, noch einmal die S^che Mutter. Die Schwester ist weniger m der Wirklichkeit daheim, sie verdreht ein wenig die Augen und sagt: „Wie schön die Sterne sind?' Wie dumm Du bist", sagt der solchen Schwarme- rei'en abholde Bruder, „das sind lauter Laternen, das sind die Laternen in der Stabt" Unten sind die Laternen , belehrt chn bte Schwester, „oben aber die Sterne." Unb wer sogt dir", fragt der kleine Mann, „daß die" Sterne nicht auch Laternen sind?" Und tn der oeit wo die Kinder auf jedes Bild zwischen den Vögeln auch einen Zeppelin malen, ist das eine Frage die sich nicht so ohne weiteres beantworten Das Weihnachttklnd im Schnee. Von Hane (Lhr.stcph Raerfld. Unter den vielen jungen Winterwanderern, die vor den anderen nicht zurückstehen wollten unb Weihnachten in seinem Ursprungsland, in Schnee unb Eis ,eiern wollten, gefeilten sich diesmal auch zwei Menschen, die ihr erstes Weihnachten in ihrer jungen Ehe in der Bergeinsamkeit feiern wollten. Freilich war in den vergangenen Tagen der erste Schatten über ihr junges Glück gefallen. Marie hatte dieses erste Weihnachten schon im Traum oorausgelebt. Der Weihnachtsbaum war heimlich besorgt, der Baumschmuck — selbst gebafteüe bunte Ketten — war hergestellt. Ja, der mit Ztttern begonnene Versuch, selbst Pfefferkuchen zu backen, war ihr geglückt. Und nun erklärte Ernst mit einer unbarmherzigen Bestimmtheit, daß alles fei nicht das Weihnachten für junge Leute. Wenn zwei Menschen sich durchs Leben fckinden wollten, mußten sie sich auch genug ertüchtigen. Drum gehöre der junge Mensch im Winter auf die Bretter. Unb dann sei es sicher, daß es auf einer Baude in den Bergen tausendmal fröhlicher zuginge als daheim. Marie gab nach. Er sollte ein glückliches Weihnachten erleben. Die Frau, und fei sie noch fo jung, hatte immer im Geben und Verzichten ihren Anteil am Glück. Vielleicht hatte Ernst auch die größere (Erfahrung. In der großen Stadt fegte wohl der Wind durch die Gasten und sein eiskalter Atem erinnerte die Menschen, daß es Winter sei. Aber der weihnachtliche Schnee war wieder ausgeblieben. Schon tauchten aber in der Ferne die Berge auf und vom Kamm her leuchtete der Schnee. Kaum, daß sie in Schreiberhau den Zug verlassen hatten, konnten sie bie Bretter abschnallen und in den Wunderwald der Weihnacht treten. „Hab ich nicht recht gehabt, Kind", fragte Ernst, und triumphierte heimlich. „Gewiß ist der lebende Weihnachtsbaum auch im Winterfchmuck herrlich, aber es ist nicht unser Weihnachten. Glaub mir, man braucht die Menschen dazu, die alle in einer Gemeinschaft stehen!" — .Hast du wirklich Sorge, daß wir allein blieben? Mein Kind, bas, was du dir zum Fest so heiß fetzt wünschst, bas wirst du um dich haben." 3m Hochwald hörten sie nur das leise Geigen des Windes. Kaum aber, daß sie in den Bannwald traten, warf sich der Sturm an sie unb be- beckte sie mit unaufhaltsamen schneidendem Eisregen. Ein gellendes Heulen über ihnen verhinderte jede Unterhaltung. Die Wolken huschten über den Weg. Der Nebel löschte die Ferne aus. Sie konnten sich kaum von einer Markierungsstange zur anderen finden. Wahrhaftig, Weihnachten mußte mit den letzten Kräften errungen werden. Nach stundenlangem Ringen stand urplötzlich, wie ein Nebel- schloß, die Baude vor ihnen. Sie waren gerettet Es dunkelte schon draußen. Die Lickter aber mürben immer wieder vom Nebel verlöscht. Sie waren wirklich nicht bie einzigen Menschen. Nur wenige Tische waren noch unbesetzt. Ein Weihnachtsbaum brannte. Ein Zitherspieler ließ ohne Unterbrechung die alten Weihnachtsweisen erklingen. Ernst sah sich um. Er erkannte niemanden. Um ihn her gab es nur fremde Gesichter. Jeder sah einmal zu Den Neuangekommenen auf, bann kümmerte sich niemand mehr um den andern Tisch. Hier und da lachte eins laut auf. Die Rucksacke wurden aufgetan. Geschenke ausgepackt. Die Kellnerin stellte Kerzen auf die Tische. Marie sah sich traurig um. Sie hatte Weihnackten verloren. Weihnachten ist bas Fest der liebenden Menschen. Aber keiner kümmerte sich um ben anderen. Ernst, der die Enttäuschung wohl selber fühlte, fang zu allen Liedern immer lauter mit, aber niemand sah sich zu ihnen um. Jeder feierte in seinem kleinen Kreise am Tisch fein Weihnachten. Ernst schämte sich. Er hatte wieder einmal zu hoch von ben Menschen gedacht. Da stand ein völlig verschneiter Mann in der Baude uqjb schrie: „A Mensch ist oerlurn geganga!" Ein »war in diesem Unwetter von ben retten- larkierungsstangen abgekommen. Nur einen Atemzug lang saß alles wie versteinert an ben Tischen. Die Musik verstummte. Dann sprang hier einer auf — dort einer unb zuletzt mußten sich Marie und Ernst eilen, um den anderen nachzukommen. Die Baude blieb leer — — Nach einer Stunde aber brachten sie ein völlig erschöpftes junges Mädchen in die Baude. Der Wirt rieb sie tüchtig mit Schnee ab. Die zersplitterten Schneeschuhe lagen in der Diele. Alle umstanden die Wiedcrgefunbene. Und als sie sich erholt hatte und bann an einem Tisch saß, rückte einer um ben anderen mit heran. Zuletzt stand nur ein einziger Tisch auer in der Baude. Und alle fremden Menschen, die vordem für sich ihr Weihnachten zu feiern wünschten, faßten einander unter und fangen dabei. Sie waren eine einzige Familie geworden. Ihr Weihnachts- firb aber hatten sie alle sich in Sturm und Not selber aus den Gefahren gerettet. Im Einsatz für einen unbekannten Menschen in feiner Not waren sie zu Weihnachtsmenschen geworden. Helm auf dem Kops, unb sagte, als sei nichts ge- schehen: „Es regnet immer noch!" Meine Herren! Der Oechsle sah wie ein Pfingstochse aus, der Oskar trug einen verbeulten Zylinder, der Haueisen hatte sich einen hohen Stehkragen umgewürgt und eine giftgrüne Krawatte Umgebungen, ich hatte eine Mütze auf, kurzum, wir waren schon eine wilde Bande, wir zehnte Korporalschaft, tief in der Erde im Stollen „Waldesruh", und nun kommt so ein kleiner Racker, hat den Stahlhelm auf und sagt: „Es regnet Immer noch!" „So?" sagte ich, um überhaupt etwas zu sagen, denn die anderen sahen wie die Oelgötzen da, „da muh ich doch selber mal an die frische Luft gehen." Ich warf die Mütze in eine Ecke. Als ich wieder in den Stollen kam, was soll ich sagen, meine Herren, da hatte der Oskar seinen Zylinder, Der Oechsle sein geblümtes Kleid, der Haueisen seinen Stehkragen mit der giftgrünen Krawatte, der John seinen harten Hut — was soll ich Das alles so haar- genau erzählen? Kurz und gut. Da hatten alle ihre alten Klamotten abgelegt und saßen wie richtige Landser Da! UnD Das alles passierte, weil Der kleine TöDlein gesagt hatte: es reanet immer noch? Und alle machten Gesichter, als hätten sie einen üblen Geschmack auf Der Zunge. Komisch, was?" Der Karle Oechtte meinte: „Du bist ein seiner Kerle, Tödlein, aber warum hast du den Spaß nicht mitgemacht? Du bist doch sonst kein Spielverderber?" Schtteßttch kam auch noch der Oberleutnant Pfleiderer, er ging durch alle Stollen und Unterstände, und bei uns tteß er eine Flasche Rum da und sagte: „Da ist noch eine Pulle Feuerwasser zum Einheizen, laßt ihn euch gut schmecken!" Er stellte den Rum auf den Tisch und verschwand. Meine Herren, so haben wir damals in den Argonnen Weihnachten gefeiert. Nein, es ist nichts passiert, es gab (eine Kanonaden und keine Vor- stöhe, keine Patrouillen und keine Sprengungen. Himmelfahrten haben wir die genannt. Dabei sind wirklich viele Kameraden zum Himmel geflogen. Und endlich kam der Korporal Heinrich Gras unb brachte bie Post! Na fa, da haben wir die Briefe von zu Haufe gelesen. Dann haben wir von dem Rum einen ganz steifen Grog gemacht, und als ich dann Graben- dienst hatte, regnete es nicht mehr, aber drei, vier Sterne standen am dunklen Himmel. Weiter habe ich nichts zu erzählen. Nein." „Was ist aus dem Joachim Tödlein geworden?" fragte einer von den Zuhörern in dem kleinen Dorfgasthaus. „Ach, der ist heil und gesund aus dem Kriege heimgekommen, er lebt in Berlin und hat einen guten Namen als Musiker. Und jetzt ist er wieder draußen ... Ihr kennt ja seinen Spruch: Wenn Dich Gott zum Widder geschaffen hat, dann sei kein Schaf!" sagte der Briefträger Buck und zündete sich in dem nachdenklichen Schweigen, bas seinem Bericht folgte, eine neue Pfeife an. ,Zoseph, lieber neue min, hilf mir wiegen min tinbelin, daz got müeffe bin loner fln in himmelrich ..." Einen besonders wertvollen Schatz besitzt die '-reußische Staatsbibliothek in einem Autograpy t~is bem Liederbuch der Anna von Köln aus Dem 5. Jahrhundert, bas das herrliche, uralte «1 n (,u 1 ci jubilo“ enthalt. Noch manche andere Sammlung ältester Dolk»' weisen, in denen weihnachtliche Klange auftauchen, in der Musiksammlung der Preußischen Staats- tlbliothek zu finden. Nennen muß man Das -Mainzer C a n t u a 1" von 1605, ,Lwolf ttristliche Lobgesänge" Spangenbergs aus Dem We 1545, eine Sammlung des Thomaskantors ( aloifius von 1597 und das --Paderborner Gesangbuch", aus dem Beginn des 17^. Jahrhunderts. aber gilt es ein schmales Bändchen verminter »ter 3u ermähnen, das der Groß e im Re^e b r Kirchenmusik Dem deutschen Volke l734 schenkte. *'5 Leipziaer Thomaskantors Johann Sebaf -achs , Weihnachtsoratorium", das als ^stne Mtbarteit gehütet wird. Wuchtig wnd klar stehen 9lot?nföpre auf den Linien, das Papier 'st aus- x-nützt bis zur letzten Ecke. „Es begab sich, daß ein -bot ausging vom Kaiser Auaustus steht am Mang, unb diese einzigartige ^’t dem starken und jubelnden We'hnac^tschor -Dies ist der Tag, den Gott gemacht ... Aufgebot der Liebe. . Weihnacht ist wieder im Land, liebe, traute, deutsche Weihnacht. Auch trotz Krieg und Kamps kommi sie mit ihrem eigenen Zauber und ihrem echten, tiefen, starken Sinn zu uns allen, daheim und draußen, um ihr immer wieder großes und herrliches Wunder zu wirken, das alte und doch immer neue Wunder der Liebe. Sie erfüllt die Herzen mit einer schier unbesiegbaren und unverwüstlichen Festlichkeit und Freudigkeit, Zuversicht und Gewißheit. Was ist es eigentlich um dieses wundersame Geheimnis der Weihnacht? Es ist, ganz schlicht gesagt und empfunden, jene wundersame Macht der Liebe, die jetzt wieder durch die Welt und durch die Menschheit und durch die Herzen und Gemüter geht, wie sie. in dem Maße doch sonst nicht zu spüren ist. Es ist ein heiliges Aufgebot der Liebe, eine Mobilmachung aller Liebe, die in einem Volke verborgen und vorhanden ist, ein gewaltiges Zusammenströmen in einem großen Strom, der schließlich ausmündet in das „Meer der Liebe", die sich in Weihnacht offenbart. Bis in die kleinste Hütte rauscht dieser Lebensstrom hinein, bis zu den einsamen, vorgeschobenen Unterständen der Küstenwacht und bis in die U-Boote und die Flugzeuge findet er seinen Weg, bis ins stille Lazarett... überall hin ergießt sich dieser starke, segenbringende Freudenstrom warmer Liebe. Und der Hauch der deutschen Heimat zieht mit ihm in die Herzen und Seelen. Denn kein Volk der Welt feiert solche Weihnacht wie das deutsche Volk. Kein Volk der Welt wob soviel Innigkeit des Gemütes, soviel Kraft der Seele und des Herzens, soviel Glauben und lichte Hoffnung, soviel strahlende Freude und heimlichen Glanz, soviel Liebe und wieder Liebe in das Fest hinein, wie das deutsche Volk. Deutsches Empfinden hat die „Heilige Nacht" umdichtet und umfangen mit den schönsten, herzinnigsten Weisen, deutsches Gemüt hält voller Andacht stille vor der Große der sich selbst entäußernden göttlichen Liebe, die alles schenken kann aus der Macht der Liebe und im tiefsten Grund durch nichts anderes wirken will, als eben durch die Macht der Liebe. Auch alles, was der Krieg an Härten und Furchtbarem mit sich bringt, bis hin zu den größten Opfern an Gut und Blut, all das bekommt ein anderes Gesicht, wenn es durch die heiliae Liebe geschaut und verklärt wird, eben als Opfer der reinsten und höchsten Liebe. Und wenn es sich in dieser großen Bewährungsprobe unseres Volkes um die höchsten und heiligsten Güter handelt, um Treue und Ehre und Freiheit, so ist auch der tiefste Grund die Liebe, die allein dazu fähig macht. Denn wie wäre das alles möglich ohne die Liebe zu Volk und Vaterland, ohne die Liebe zum Höchsten und Edelsten, was ein Menschenherz kennt und weiß! So münden ja schließlich alle wirklichen Opfer und Entbehrungen, aller Heldenmut und alle Heldentat, gebracht und vollbracht in der Kraft der Liebe, ein in das „Meer der Liebe", von dem Weihnachten uns zu jagen weiß. So ist Weihnacht das große Aufgebot der Liebe. So wird sie auch diesmal bestimmt nicht fehlen, sondern doppelt und dreifach zur Stelle fein, wo deutsche Soldaten ihre harte und schwere Pflicht tun, sie wandelt herzlich gern auch den weitesten und beschwerlichsten Weg, Denn sie trägt ja unendlich liebe, teure Gabe, die echte „Liebesgabe" der Heimat an ihre Väter und Söhne da draußen, tausend und aber tausend Briese und Päckchen, alle in Liebe und Sorge gchegt, tausend liebe Grüße und Wünsche aus heißen, liebevollen Herzen trägt sie hinaus in das Winterdunkel und macht die Herzen froh und fröhlich. Auch diesmal braucht uns im zweiten dunklen Krieqswinter nicht bange zu werden, das Licht und die Liebe der Weihnacht macht ihn hell und erträglich. Der deutsche Lichtgedanke und der himmlische' Liebesgedanke der Weihnacht vereinen sich zu einem stillen und starken Leuchten, das unser ganzes Land und Volk erfüllt und erhellt, das uns allen Schmerz und alles Leid vergessen und überwinden läßt in der frühen Gewißheit, daß hier etwas ist, was uns durch nichts geraubt werden kann, sondern in unbesiegbarer Kraft und Freudigkeit mit uns geht. Weihnacht ist so groß und so reich, so unerschöpflich Die deutsche Weihuachtssiube. Von Mana Kable. Draußen brennt das hohe Sterngefankel des Winterabends über verschneiten einsamen Feldern. Alles Leben der Natur liegt in Vereisung, selbst das Bachsprudeln aus den Herzquellen der Erde erstarrte unter der gläsernen Wand des Frostes. Ein eisiger Wind saust um das Haus, rüttelt an den 'Sähen, tobt und heult wie die wilde Jagd. Aber drinnen in der lichthellen Stube ist es warm und behaglich: am runden Tisch im Schein der Lampe ist die Familie versammelt. Die kleinsten Kind sind schon zu Bett gebracht, doch die älteren Geschwister dursten aufbleiben und bei den Weih. Nachtsvorbereitungen helfen. Vater bastelt mit wichtigem Eifer an einem Kaufladen, Mutter sitzt an der Nähmaschine und näht Kissenbezüge für das Puppenbett der Jüngsten, die große Tochter schneidert aus bunten Seidenlappen ein Puppenkleid, Willi und Hermann vergolden Nüsse für den Weihnachtsbaum und schnitzen kleine Leuchter für die Krippe, die schon auf einem Nebentisch steht. Bratäpfel knuspern und duften vom Ofen her; die blonde Tochter schiebt das Seidenzeug zur Seite und zieht aus dem Adventskranz ein paar Tannen- zweiglein heraus, öffnet die Ofentür und läßt sie anbrennen: ^,Das riecht so wunderbar!" Vater schaut von seiner Arbeit auf: „Weißt du auch, daß es eine ganz alte Sitte ist, zu Weihnachten Tannenzweige zu verbrennen?" Ein feiner Waldduft zieht mit dem Knistern der verglostenden Zweige durch bas Zimmer. „yn früher germanischer Zeit", sagt der Vater, „war das Urbild unseres Weihnachtsbaumes der Julblock, der zur Wintersonnenwende in der Feuer- stelle eingegraben wurde, ein Knorren aus Eiche oder Esche. Man ließ ihn in den zwölf heiligen Nächten am Herde glühen, und wenn er langsam verbrennend zu leuchten begann, wurden die Worte gesprochen: Das verborgene Feuer kommt. Alles geht gut. Das verborgene Feuer in der Dunkelheit der zwölf heiligen Nächte war die wiederkehrende Sonne. Später, als unsere Vorfahren in die Städte zogen, nahmen sie an Stelle des Julblocks Tannen. Zweige^ noch heute üben sie in Schweden diesen Brauch." „Vater, du weißt soviele Märchen", sagt die Toch- ter; sie setzt sich zu ihm und hält seine Hand fest, die schon wieder nach Holzbrettchen und Leimtopf greift. „Früher, als wir klein waren, hast du uns an den Abenden yox, Weihnachten immer, schöne und unermüdlich in seiner Liebe, daß keiner ohne Licht und Liebe, ohne Hoffnung und Freude zu sein braucht, der sich nicht selbst davon ausschließt. Das ist auch diesmal unser schöner und starker Weihnachtsglaube. Und in solchem Weihnachtsglauben sehen wir getrost allem Kommenden entgegen. Ein Volk, das jolchen Glauben hat, ist wohlbehütet und wohlbe- jchützt. Er wird uns die Treue halten lassen in dem uns aufgezwungenen Kampf für das Reich aller Deutschen, er wird uns immer das Heilige hüten lassen, auch wo Blut vergossen werden muß, denn er wird uns das Schwert führen lassen in der Kraft und in der Reinheit der Liebe, die wir von Weihnacht her kennen, und die uns reich und stark gemacht hat. So wünschen wir unserem Volk eine frohe, schöne und von der wahren Liebe erfüllte, gnadenbringende Weihnachtszeit. M. Nofretetes Püppchen und die Muhkuh des kleinen Ramses. Kinderspielzeug vor fünftausend Jahren. Archäologen sind sehr gelehrte Herren, die sich mit alten Aegyptern, ©ummerern und Persern gründlicher beschäftigen als mit kleinen Kindern von heute. Das ist vielleicht die Erklärung für manche Erläuterungen in Museumskatalogen, über die unsere Sohne und Tochter sich vielleicht wundern. Da liegt eine alte Klapper aus dem 9. Jahrhundert v. Ehr. Nach der Erläuterung soll es ein Zauberinstrument zum Verscheuchen böser Dämonen {ein. Unser Kleines aber erkennt das Ding gleich als Kinderklapper. Er nennt auch die viertausendjährige kleine Puppe sogleich „Puppe" und nicht „Nachbildung einer Göttin". Die kleine holzgeschnitzte Kuh im Grabe eines ägyptischen KÖnigs- johnes ist vielleicht ein religiöses Symbol der Viehzucht, vielleicht aber auch einfach die „Muhkuh", mit der ein kleiner Ramses gespielt hat, und die ihm als Lieblingsfaielzeug mit ins Grab gegeben wurde. Es ist erstaunlich, wie zäh seit dem Beginn menschlicher Kulturgeschichte bis heute die Kinder aller Völker an den Urtypen des Spielzeugs fest- gehalten haben. Die in • den Gräbern ägyptischer Prinzessinnen gefundenen Puppen sind sicher von der Mama oder den Erzieherinnen selbst hergestellt worden. Die in primitiver Weise mit Gesichtszügen bemalten runden Köpfe tragen Perücken aus Per- len^ und auf Beine hat man verzichtet, denn es waren „Anziehpuppen", bei denen der lange Rock ohnehin die Beine unsichtbar machte. Die aus Holz geschnitzten und bemalten Kühe bildeten Herden auf dem Spielzeugtisch der Jungen in Aegypten schon vor fünftausend Jahren. Bei den übrigen Kulturvölkern des Altertums war es nicht anders. Etwa dreitausend Jahre alt sind zwei im altpersischen Susa ausgegrabene Spielzeugtiere, die jetzt im Pariser Louvre stehen. Aus weichem Kalkstein sieht man da einen Igel und einen Löwen. Jedes Tier steht auf einem kleinen vierrädrigen Untersatz, der vom mit einem kleinen Loch versehen ist. Hier wurde die Schnur eingezogen, an der der persische Junge spielend seine Tiere zog. Ob die Hampelmänner mit beweglichen Gliedern, die man in ägyptischen Gräbern fand, zum Spielzeug gehören, darüber sind sich die Gelehrten nicht einig mit den Kindern. Manche Gelehrte meinen, man habe symbolisch den Toten zu ihrer Bedienung Sklaven mit ins Jenseits geben wollen. Jedenfalls wären diese aus Holz geschnitzten Figuren durch das Ziehen an einer Schnur ebenso in Bewegung zu setzen, wie die Hampelmänner von heute. „Jo-Jo", das Kinderspielzeua, das in bestimmten Zeitabständen immer wieder die Mode beherrscht und auch von den Erwachsenen mit Leidenschaft gespielt wird, war schon im alten Hellas zu einer wahren Landplage geworden. Wir können Las an dem Bildschmuck altgriechischer Vasen feststellen; aber sogar altägyptische Wandmalereien zeigen schon Frauen beim Jo-Jo-Spiel. Im alten Griechenland hat es sicher schon Puppenküchen und Puppenstuben gegeben. Die Miniatur-Hausgeräte, die in großer Zahl gefunden wurden, beweisen das. Das Steckenpferd, das beim Soldatenspiel der Buben für die Ausrüstung der „Kavallerie" eine Rolle spielt, war in Alt-Griechenland bereits beliebt. Der würdige, weise Sokrates wurde von Alki- biades einmal dabei überrascht, wie er inmitten spielender Kinder auf dem Steckenpferd eine wilde Attacke ritt. Während im Altertum das Kinderspielzeug „haus- aemacht" war oder in feinen besseren Ausführungen fiir Prinzen und Prinzessinnen von Hofkünstlern in kostbarem Material angefertigt wurde, kam im 16. Jahrhundert billiges Spielzeug aus Deutschland in die ganze Welt. Es war Nürnberg, das als erste Stadt der Erde die Massenproduktion von Spielzeug zu einer gewinnbringenden Export-Industrie machte. Bereits 1413 gab es in der alten Reichsstadt eine besondere Zunft der Puppenmacher, aber hundert Jahre später gab es in Nürnberg mehrere Manufakturen, von denen jede über 350 000 Holztrompeter jährlich herstellte. Daher wurde auch in dem alten Spruch gesagt: „Nürnberger Tand, Augsburger Geld, geht durch die ganze Welt!" Weihnachten in der Geschichte. Daß ein rechter Frieden oft schwer erkämpft werden muh, davon gibt die deutsche Geschichte mahnende Kunde. Nicht immer konnten die Menschen sich Weihnachten festesfroh hingeben. Ende eines alten langen Kampfes brachte das Christfest des Jahxes 785; aber noch kämpfte das Herz eines edlen Deutschen, ehe er in jener schicksalhaften Weihnacht Frieden fand, das Herz Widukinds, des Sachsenfürsten. Die Sage erzählt, er habe sich in Bettlerkleidern ins Heerlager Karls des Großen eingeschlichen, um zu kundschaften, sei zufällig Teilnehmer der Christmette gewesen, habe den Geist des Heilandes verspürt und sich bekehrt. Doch berichten alte Quellen glaubwürdig Folgendes: Um die alte, blutige Fehde endlich beigulegen, schlossen Karl und Widukind einen Vertrag, daß der Sach- senherzog zur Weihnacht den König besuchen würde und sich im Münster zu Attigny taufen ließe. Das geschah auch während der Christfeier; Karl seldsi wurde Taufpate des bekehrten Feindes. Ob Widukind das Bekenntnis nur aussprach, um seinem Sachsenoolke weitere Blutopfer zu ersparen, miffen wir nicht. Vielleicht ist er wirklich an den Germa- nengöttern irre geworden, weil sie dem tapferen Sachsenstamme den Sieg versagten. ■in iirrni- im iinnmr— ui—inimi Auf den Tag fünfzehn Jahre später ist es! Karl, der Frankenkönig, weilt in Rom. Die Herrschaft über Rom forderte nach alter Auffassung die Annahme des Cäsarentitels. Karl hat gewiß auch die Kaiserkrone erstrebt; aber wie sie ihm zugesprochen wurde, war ein politischer Husarenstreich. Es geschah folgendes: der König war zur Weihnachtsandacht in die Peterskirche gegangen, hatte fein Eingangsgebet am Grabe des Apostels Petrus gesprochen und wandte sich dem Meßraume zu. Da trat von hinten Papst Leo III. auf ihn zu, setzte ihm eine goldene Krone aufs Haupt, und die Romer riefen, während die Begleiter Karls überrascht schwiegen, aus: „Heil dem frommen Carolus Augustus, den Gott kröntet Heil, Leben und Sieg dem friedespendenden Kaiser!" Karl war so entrüstet über den Vorfall, daß er beim Verla sen der Kirche sagte, wenn er den Plan des Pap tes gekannt hätte, so hätte er trotz des hohen Fe ertages den Petersdom nicht besucht. Er spürte sofort, daß der Papst sich dadurch eine politische Ueberlegenhett hatte sichern wollen, denn, wie Fontane bei anderer Gelegenheit sagt: „Der erst ist der Kaiser, wer den Kaiser macht!" Das empfand auch Heinrich der Sachse, des deutschen Reiches Gründer. Zur Weihnacht 918 w® sein alter Gegner König Konrad gestorben. An, ' Sonnröendtag hatte er auf dem Sterbebett, feinen * alten Groll vergessend, seinen Getreuen beföhle^ ■ den Sachsenherzog als den tüchtigsten der Leben, . den um die Uebemahme der ftönigsgemalt zu bitter, i Als die Christglocken klangen, war Konrad eben ' heimgegangen, doch sein Entschluß brachte den Mann zur Macht, der am Beginn des ersten Reiche; stand wie ein Recke der Vorzeit. Er lehnte die kirch | liehe Krönung ab; wohl war er — wie seine heilü gesprochene Gattin Mathilde — ein frommer Christ aber der politischen Abhängigkeit von der Kirch; wollte er nicht anheimfallen. Mit höflicher Klug, heit antwortete er dem Klerus: „Wie hätte ich solch, ches verdient? Wie sollte ich mich krönen lassen, da ich erst am Beginne meiner Arbeit stehe!" Politische Weihnachten gibt auch oft blutige Weih, nachten. Da ist an die „©enblinger Mord, Weihnacht" zu denken. Im spanischen Erbfolge, krieg focht Bayern — nicht eben zur Freude bei Volkes — auf Frankreichs Seite. Den Habsburger als den Hauptgegnern gelang es 1704/05 weid I Gebiete Bayerns zu besetzen. Die habsburgischen Gewalthaber trieben es arg bei der Erhebung von I Steuern und Requisitionen. Da taten sich die Ober, länder mit dem Schwur zusammen: „Lieber bag, risch sterben, als habsburgisch verderben!" 500y Männer in Joppe und Lederhose, Gamsbärte an Hut, Spieß oder Stutzen auf der Schulter, rückten am Tage vor Weihnachten 1705 — also am Heili. gen Abend — über Sendling nach München. An der Spitze marschierte mit einem blauweißen Fähn. lein in der Faust „Bayerns stärkster Mann", bet Schmied von Kochel, namens Hans Meiei; seine sieben Söhne folgten ihm auf dem Fuhr Als man ans Jsartor kam, fand man es geschlossen, doch der Schmied meinte, es sei nie zu spat, liebe Gaste einzulassen. Drum schlug er, während droben die Weihnachtsglocken zur Christmette läu, teten, mit einer gewaltigen Eisenkeule die Festung» ; pforte ein. Da kam es zu einem blutigen Gefecht auf schimmerndem Schnee in den Straßen; bii „Weihenacht" wurde zur „Wehenacht". Zwar bin teten die Freiheitskämpfer vergeblich kaum einet kam heim. Doch allerorts rühmte man den Schmie) von Kochel und feine Jungen, die das Wort er- füllten: „Lieber bayerisch sterben, als habsburgisch verderben!" Die ältere Zeit kannte wenig Weihnachtsschlach« ten, weil im allgemeinen Krieg und Fehde irn Winter ruhten; die typischen W inter schlachten: — schon Leuthen kann man allenfalls dazu rechnen — schuf erst die Neuzeit. Anno 1870 fielen einige besonders blutige Kämpfe in der Weihnacht» woche, so die opferreiche Schlacht an bet Ha11 ue; dennoch hat der deutsch-französisch« Krieg eine friedliche Sendung erfüllt; er macht! die Franzosen mit dem viel bestaunten Weihnacht» bäum bekannt. Neun Jahre früher war es gewesen, als im amerikanischen Sezessionskriege btt „Deutsche Division" ihr Weihnachtsfest am Potn- macfluß feierte und dort zuerst den deutschen Lich- terbaum erstrahlen ließ. Im Weltkrieg staunten die sibirschen Gefangenen über bas schone Licht« wunder, bas in tausend Frontstellungen — nach außen wohl abgebunfelt — ebenso erglänzte, wrt in den Lazaretten. Auch heute wird der deutsch; Weihnachtsbaum den Treuen im Felde und aii| See strahlen, als dankbarer Gruß der wohlbeschirm- ten Heimat. Werner Lenz. Wer seine Zähne gesund erhalten will, mutz sie unbedingt jeden Abend von allen Speiseresten befreien! CHL0 R0DO NT Märchen erzählt, und wir glaubten die Flügel vom Christkind zu sehen, wenn draußen der Schnee vor den Fenstern stäubte ..." „Und dann fanden wir morgens vor der verschlossenen Weihnachtsstube ein goldenes Engelhaar, und Mutter sagte, bas Christkind wäre nachts dagewesen." „Und einmal haben mir heimlich durchs Schlüssel, loch in die Weihnachtsstube gesehen. Irgend etwas Silbriges, Schimmerndes glaubten wir zu entdecken, wir zitterten dabei, und ich weiß nicht, ob es die Spannung und Wunderangst war ober bas schlechte Gewissen — und es roch wirklich schon nach Weihnachten!" „Nein, dies sind keine Märchen", erwidert der Vater. „Dies ist etwas vom Urglauben und Ur- roi||en der Menschen, oder besser, der nordischen Völker. Denn nur bei uns im Nordland ist der Baum heilig, ja unsere Ahnen glaubten, daß er eine Seele habe; nur aus dem Dunkel langer frostkalter Winternächte konnte solche Sehnsucht wachsen nach dem Licht, dem aus der Vereisung das Blut der Erde wieder zuströmt. Auch das Blut der Sippe ... Unsere Vorfahren glaubten, daß in der Julnacht die Toten zu ihrer Sippe zurückkehren. In Kärnten wird heute noch in der heiligen Nacht für die Toten der Sippe ein geschmückter Tisch gedeckt. Weihnachten war seit alterher bas Fest ber Sippe, der Familie. Das verborgene Feuer, bie Wieber- kehr ber Sonne, galt aber auch als Gleichnis für die eroiae Wiederkehr der Toten aus dem Blut ber Geschlechter — ewige Erneuerung der Sippen- familie." Die Mutter hat in Gebauten versunken zugehört; hat sie überhaupt zugehört? Nun steht sie auf unb himmt ben kleinen Leuchter, Öen ihr Jüngster eben schnitzte, stellt ihn vor bie Krippe und entzündet bas Lichtlein. „Hebt noch einmal euer Weihnachtslied", sagt sie zu den Geschwistern. „Aber leise, daß die Kleinen nicht wach werden." Die beiden Jungen und bas Mädel holen Geige und Flöten, sacht stimmen sie sich ein, bann be- ginnt die schwebende Weise, von ber man sagt, daß sie aus dem Westfalenlande stammt: Vom Himmel hoch, ihr Englein kommt. Eia, Eia ... Susani, Susani, Susan!. Der Wind braust um bas Haus Draußen starrt die Welt in Eis und Schnee. Drinnen leuchtet ein heller Schein. Das verborgene Feuer glüht in den Herzen. * Die Dunkelheit des nordischen Winters treibt uns in die warme helle Geborgenheit ber Familie. Das Wort Pestalozzis von ber „Wohnstubenkraft" gewinnt eine besondere Bedeutung in dieser Zett, und auch jener andere Satz bes großen Erziehers, daß „bie häuslichen Freuden bie schönsten ber Erbe sind", hundert, tausend, hunderttausend deutsche Käufer verstrahlen aus traulicher Herdwärme bas Licht der Weihnachtssreude in die kalte Nacht. Der Einzelne vergißt, angerührt von unerklärlichen Gewalten, seine kühle Einsamkeit im Ueberschwang bes Herzens, das schenken will unb Festglanz verbreiten wie ein Licht, das im Leuchten sich selbst verzehrt. In diesem Leuchten inmitten aber steht bie Mutter, bie sich verschenkt ohne ein bewußtes Deuten ber ©nabe, bie sie überschimmert, — wie die alten Meister die Madonna malten, ganz umflutet von dem Licht, bas aus ihrem eigenen Herzen brach. Die Mutter ber Geschlechter, aus bereu Herzen uns ewige Wiederkehr bes Göttlichen entgegenströmt unb zum Bilb bes Kindes führt. Sie breitet sich aus im Geben wie ber Weihnachtsbaum, unb wie sie in ihren Kinbern sich verzweigt, strahlt bas götlliche Licht aus ben Augen junger Geschlechter. Der verfolgte Weihnachtsbaum' Von Th. DoSbehr. In bem Jahr, in dem Goethe nach Weimar kam, erschien kurz vor Weihnachten in ber „Wei- marschen Forst- und Jagdordnung von 1775" das strickte Verbot „bie Wipfel der Tannen, Fichten und Kiefern zum Zweck ber Anfertigung von Quirlen, von Aushängezeichen von Wein und Bierschank und zu den auf Weihnacht 'gewöhnlichen sog. Christbäumchen zu mißbrauchen". Als Goethe den Erlaß zu Gesicht bekam, blickte er erstaunt auf. Wie war das? Christbäume waren ein Mißbrauch? Er erhob sich und ging ärgerlich im Zimmer auf und ab. Konnte er, ber Dichter des „jungen Werther" dazu, schweigen? Er trat an bas Bücherregal heran und griff nach einem schmalen Bändchen. „Die Leiden bes jungen Werthers. Leipzig in der Weygandschen Buchhandlung 1774" stand auf dem Titelblatt. Er blätterte. Schnell hatte er die Stelle gefunden. Da stand unter dem Datum des 20. Dezember: „Es mar der Sonntag vor Weihnachten, abends kam er zu Lotten und fand sie allein. Sie beschäftigte sich, einiges Spielzeug in Ordnung zu bringen, bas sie ihren kleinen Geschwistern zum Christgeschenk zurecht gemacht hatte. Er redete von dem Vergnügen, das die Kleinen haben würden unb von den Zeiten, da einem die unerwartete Deffnung der Türe und die Erscheinung bes aufgeputzten Baumes mit Wachslichtern unb Zuckerwerk unb Aepfeln in paradiesisches Entzücken setzte." Während Goethe das las, stand ihm |o manches Weihnachtsfest vor Augen, auch ber Weihnachtsabend, ben er als Leipziger Stubent im Hause be* Kupferstechers Stock unter bem brennenden Christt- baum erlebt hatte. Wie war es lustig in der engeji Dachstube gewesen! wie hatten die Augen der beit den kleinen Mädchen geleuchtet? Und in WeinM wollte man aus ber schönen, noch so jungen Sitv ein Derbrechen machen? Unerhört! Aergerlich stellte er ben „jungen Werther" wieder an feinen Platz unb überlegte, was zu tun sei. SiÄ birett an ben Herzog wenden? Carl August liebte es nicht, tvenn man sich in Dinge mischte, für dir man nicht zuständig war. Und im ersten^Jahr seine s Weimarer Lebens galt es, ein wenig Diplomat M sein, um den Freunb nicht zu brüskieren. Es blielb ihm also nur ber direkte Appell an das ForstaM Am nächsten Tag ging Goethe zum Dberfarft1 meister. Mit all ber Wärme, beren er fähig man, sprach der 26jährige von der Poesie des Weihnacht»' ba ums unb von ber staatlichen Aufgabe, erfreuliche Sitten wachsen zu lassen unb zu schützen. Aber dec gestrenge Herr ber staatlichen Waldungen sagte: es gäbe auch Sitten, die in Wirklichkeit Unsitte« seien unb wenn die früheren, frommen Jahrhunderte ohne Christbaum ausgekommen seien, h könne ja auch das unfromme Jahrhundert, in beim man sich jetzt befände, ohne solche Zerstörung btf Nadelholzwalbungen auskommen. Denn, wen« wirklich biefe Gepflogenheit einzelner Familien zur Allgemeinheit würde — diese Perspektive sei für einen Forstmann, der es gut mit feinen Wälder« meine, nicht auszudenken! Er werbe nur eine,« Befehl des Herzogs weichen! Goethe sah ein, daß hier nichts zu machen fei Unb ba er weiter einsah, baß ein offener Kamp«' keineswegs zu einem Siege führen würbe, beschloß er jetzt nicht zum Herzog zu gehen. Aber vorn nach' [ten Tag an begann er einen stillen Kampf g-fl« die „Weimarsche Jagd- unb Forstordnung". E.c warb jahrelang, wo er konnte, für bie neue Sitte Der Oberforftmeifter v. Webel, ber ben steigernden Einfluß Goethes in Weimar bald intenfiw spürte, benutzte bas Jahr der Reise Goethes na* Italien, dem Herzog zu melden, daß nicht wenige als 500 Christbäume im letzten Jahr in Weimcrr unb llmgegenb verkauft worden seien unb 'M strenge Maßregeln gegen biefe „Barbarei" j« bitten. Aber ber Weihnachtsbaum hatte sich bereits anr Hof unb in der Gesellschaft so eingebürgert, baß atf eine Abschaffung ber Sitte schon nicht mehr zu beuten war. Goethe hatte über bas Forstamt ben Siefi baöongetragen. Das freute ihn bis in bas Hotz' Attex hinein. VW A W-1 1 - '4 • : L 24 /25. Dezember M^n; belond-»rs möchte ich aber die Fürlorg? d-r NS-^rnumk-baft, dea Deutlchen Frauenwerks, BDM u^d des Po^en Kreuzes für unlere verwundet"n Soldat-n erwähn nen. Die deutsche Frau und Mutter sieht es als ifer Stadt, in den Stuben der abseits gelegenen B-iernböfe und in den Unterkünften unserer Sol- 6a. n die Lichter angezündet werden, dann wissen „Enzio'" . „Du bist bumm" mildert Enzio ab „Der Krieg ist doch aus Und bie Deutschen sind nicht mehr unsere Feinde Es ist doch Friede, und wir müsien V'ktor lächelt entzückt: ,.No also,„mein junger Freund, dann gib mir deine Hand." Enzio streckt sie ihm sofort hin bleiben?" r , M 5Za das verspreche ich Ihnen gerne Lch danke Ihnen Dann wird mir alles le'chter faQpn. und id> habe wieder den Mut an eine gute pred)en°nun Über seine Zukunft. Mario An- ’r ... . V r. . cm .vw Uni.tA rr Hnrh Viktor sagt: ,Lch danke dir. Enzio. daß du mit mir Frieden schließt Wir wollen recht gute Freunde sein, nicht wahr?" .Jawohl" sagt Enzio Nun wird Ancio Maria ungeduldig Sie tritt von einem Bein aufs andere Sie fürchtet zu kurz zu kommen und schiebt den Bruder heftig beiseite ..Gib mir auch deme Hand Ich will auch dein Freund sein, wenn Friede ist" Enzio stellt sie sofort wieder in den Schatten: „Mama hat uns von Ihnen erzählt Sie waren ge, fangen und sind geflohen Das sinde ich großartig. Wie war denn das? Erzählen Sie mir das mal. bitte " Maria Ansaldi legt llch ins M'ttel- ..Spater, En- zio später Das wird dir Herr Gienant fpater mal erzählen. Nun geht ihr beide". .jawohl, Ancia Maria. Warum fragst du?" „Ach, dann bist du ja unser Feind", sagt sie mit- leidig. M „Aber Ancia, ich bin doch auch eine Deutsche . wirft Maria Ansaldi ein ,La. aber du bist ja kein Mann. Du bist ja unsere Mutter" r Jetzt milcht sich Enzio ins Gespräch: »Kncia Maria bu bist ein dummer ..." Plötzlich fragt Ancia Maria aus ihrer anftarren- den Versunkenheit heraus: „Bist bu ein Deutscher?' In Mchkling auf Korsika Boman von Heinz Lorenz-Lambrecht r Weihnch im N|ij nenhen V । in Der fälligen Mr» - in W i jungen & OQns y dm Ü 1 ?s g« nie zu E er, wäw WJ. hgen @5 5Men;fa • Ni dij kaum L? Den ns Bort e Habsburg liligt Ein gemeinsames Banb umschlingt sie alle, i! drinnen, wie bort draußen, und das ist es, was rm Fest einen besonderen Charakter verleiht, siewiß 'st das Weihnachtsfest in hohem Maße ein (i der Kinder, aber nicht weniger bedeutungsvoll is auch den Erwachsenen deren Treue und Hin- ib an das gemeinsame Schicksal unter dem Lich- num immer wieder aufs neue besiegelt wird dl diese Gemütswerte, die dem deutschen Weih- Missest das eigentümliche Gepräge geben, sind in !,Kriegszeit nicht minder spürbar. Ja, man kann io sagen, daß sie jetzt noch wirksamer zum Aus- fck kommen als je zuvor. Es ist das Bewußtsein iiGemeinichaft, das hier fördernd wirkt und das In die Gewißheit gibt, Glieder einer. einzigen fäen Familie zu fein. Z"nn heute abend in den Häusern der verdunkel- alTOaria Ansaldi schiebt mit einem feinen Lächeln die beiden V'ktor zu: „Nun. was sagen Sie jetzt? ^Äu^Dcktor lächelt: .Ich sage daß ich froh bin. »'"der endlich kennenzulernen " Das Mädchen gibt ihm mit einem hastigen Knicks Aanb ..Ancia Warin“ fnm es mit einem feit- sam dunklen und singenden Stmimchen als V'ktor nach dem Namen tragt Der Junge legt seine.Hand trestnütia in die ferne wob-' er kurz und entf+bf- fen mit dem Koos nickt Enzio heiße er, sagt er, ohne Viktors Frage abzuwarten. V'R erther'vZI u tun Ml August,l^l nijchte, fr M en* 1^1 bas 8* mm er M (5 Bat* SÄ «tn M miiert ■ IM de n» J« Ib-r *5 I wh oiDn^'^ er V yw1 Am unangenehmsten hat sich der dauernde Wechsel bei der HI.-Führung bemerkbar gemacht, da sich die HI.-Führer zu 90 v. H. bei der Wehrmacht befanden. Auch bei den Ortsgruppen war ein ähnlicher Wechsel vorhanden. Immer sprangen aber wieder geeignete Mitarbeiter in die Bresche. De, den Bürgermeistereien war die (Einarbeitung der sichen geleistete Arbeit läßt sich vielleicht in folgen- den Punkten kurz zusammenfajsen: 1 Bearbeitung des umfangreichen allgemeinen Schriftwechsels. Erledigung der Telepyvngesprache und des Publikumsverkehrs, insbesondere uer Wünsche. Anregungen und Beschwerden in den Sprechstunden m Gießen und Friedberg. 2. Durchführung der gesamten Personaltuhruna. der politischen Beurteilung usw. für Partei- und Volksgenossen. _ v . 3 Durchführung der gesamten Propaganda- und Schulungsarbeit, Presseangeleaenhett und Kultur- arbeit des Kreises. (Oeffentliche Versammlungen, Schulungsabende. KdF.-Deranstaltungen usw.) 4. Erledigung der umfangreichen NSV.-Arbeit. (Sammlungen.' Verkauf von Abzeichen. Werbung I neuer NSB.-Mitglieder, Erhebung der Beitrage, L[ Lieben, aber an diesem Tage schrumpfen bie firernungen zusammen. Der Soldat weiß sich eins Li den Seinen, deren Gedanken ebenfalls jede Miliche Trennung überbrücken und Hinauswan- |kt'r nach Belgien oder Holland, an die Kanalküste. Etas Innere Frankreichs oder zu den Eisregionen Mhohen Nordens Der Soldat sieht seinen kleinen Mu. wie er mit roten Wangen^ der Bescherung Megenfiebert. und die Mutter sieht ihren Gat- Hu wie er sich in Gedanken mit seiner Familie be» fe: so sehr nötig Halle Olaria Ansaldi ahnt etwas von seiner kleinen stkäuschung: „Seien Sie nicht so egoistisch, Viktor, rin machen Sie tatsächlich ein Gesicht, als ob Ünen wieder mal sämtliche Felle daoongeschwom- tn wären Das gefällt mir nun gar _md) Äien Kommen Sie. seien Sie nett. Erzählen © lieber warum eie heraufgekommen hnD Jö) ’e me an Sie haben einen besonderen Grund htb greifen Sie zu Diese Biskuits da sind nach deutschen Rezept im Haus gebacfen 3iftor nimmt sich zusammen Er erzalllt: ih Bries, den er von zu Hause bekommen hat singsam gew'nnt er wieder seine 3"m Schluß sagte er- „Sie leben allo, wie alles Mich liegt Ich will Ihren Rat. befolgen und p er alles Vergangene einen Strich ziehen. Ich M hier ein neues Leben anfanaen Dhria Ansaldi ist ernst geworden Jetzt steht ste V m.t einem offenen Blick an. .Ihr Vorsatz '» h6er sehr gut Viktor Aber ich bitte Sie. mir ot hi und ehrlich einige Fragen zu beantworten. I Fragen Sie bitte * hn» I Sie haben mir von einem Mädchen A '- i> einmal sehr geliebt haben Können «'e wirklich pft unter diese L'-be einen Strrh ue A- sag. er ralch und Ml » muß Well es anders einfach sinnloe» «"e Gut Viktor Nun weiter Sie konnten .Zhpe t,ie Kurse „Stimmen, Hallenspiele": Männer r Frauen, — Gnmnastik: Frauen -undKin- „Aber Sie müssen es mir bestimmt erzählen", bittet Enzio noch einmal. „Mir auch. Nicht wahr, mir auch?" fällt Ancia Maria hastig ein, und um Enzio zu übertrumpfen, fegt sie hinzu: ,Zch jeig* dir auch was dafür." „Was denn?" „Meine — Puppen" kommt es etwas kleinlaut heraus, well sie fühlt, daß das nicht so etwas Besonderes für ihn fein kann. Enzio macht auch schon geringschätzig: „Pup* pen ...!" Aber Viktor fegt erfreut: „O Ancia Maria, darauf freue ich mich sehr Ich sehe für mein Leben gern Puppen, und ich habe schon ewig keine richtige Puppe mehr gesehen." Ancia Maria wächst auf und sieht ihn mit ihrem tiefsten Blick an. Viktor zieht sie etwas zu sich und streichelt ihr behutsam über die Locken. „Kleine Ancia Maria", sagt er leise. Ancia Maria fühlt sich als Siegerin und verläßt, beinahe so groß wie ihr großer Bruder, an besten Seite bie Terrasse Aber sie dreht sich noch einmal Viktor zu unb ruft eifrig: „Ich hab' eine richtige. Sie macht richtig bte Augen zu unb sagt richtig Mama unb Papa Du wirst schon sehen " Maria Ansalbi lagt lächelnd zu Viktor: „Sehen Sie, jetzt haben Sie statt einen schon drei Freunde in Ihrer neuen Heimat" Sie unterhalten sich wieder Aber es dauert nicht lange, als auf der Straße vor dem Haus ein Wagen öorfährt Andreas Ansalbi kommt nach Haus. Während Mana Ansalbi lebhaft bie Treppe hinabeilt, um ihren Mann zu begrüßen, hat Piktor ein wenig Herzklopfen, das aus verschiedenen Gründen herruhrt Zum erstenmal tritt er dem Gatten seiner Gönnerin gegenüber Dieser hoch aufgerichtete Mann den man sich ganz gut in der prächtigen Tracht des Quattrocento oorstellen kann gefällt ihm sofort unb flößt ihm Achtung ein Sollte boch fo etwas wie eine heimliche Liebe zu Maria Anfaldi in ihm keimen so w'rd sie jetzt durch Anbreas An- saldis Erscheinen erstickt Wie bie beiben die Treppe berauffommen. sind sie ganz unb unlöslich für olle Zeit miteinanber oerbunoen Durch ben Gatten wie Derber schon burch bie Kinber ist Maria Anfaldi für Viktor in bas ihr geziemende Licht gerückt. Sie st Gatttn und Mutter Er ist Gast und Freund n einer Familie deren Glück durch keinen Einfluß zerstört werden kann. (ForLjetzung folgt) mnftt^T'^nebme nicht an, daß Ihnen Italien i Ancia Maria gleicht ihrer Mutter. Sie hat ein j irhnn zur rmeilen freimat geworden ist ober baß volles ovales Gesicht, besten zarter Bronzeton fenft c « Jh«n WJÄ. Nt. Immerhin mar durchglüht.ist. Da, dunkle Haar ist in der »>i Italien Deutschlands Gegner Was allo ist es. das gescheitelt unb bangt 'n langen Locken um de hier hält'?" Sie sieht ibn bei dieser Frage Wangen und in ben Nacken hinab Die graublauen Sie hier halt." Sie |iet)i um u v Augen, bunkler als jene ber Mutter, beobachten den ffr^bätt ihrem Blick ruhig stand Langsam ant- Gast mit stiller Neugier Enzio ist Dollblutttaliener Er halt thrttn , rumg i Sie zu dieser wie fein Vater. Schwarzes Haar umg.bt m wckeren - - • 5 jst richtig was Sie den- kurzen Locken den ganzen Kopf. Er hat eine hohe sind der erste und bisher kluge Stirn, dunkle aufmerksame Augen und volle [ bewegliche Lippen lallen sür den Manat Dezember Vertier wegen der vielen Krieg-auigab-n der Bür- e ' 5950D germeifter (Lebensmittelkarten-, Bezugscheinwesen »er Beginn der Kurse für das nächste Jahr wird usw.) oft sehr schwierig. ... . . n . 11 nnn nor 'Knrrp Jun zu beruhigen. jährenb so in der Heimat die letzten Stunden dem weihnachtlichen Geschehen verrinnen, steht 'N? M Soldat draußen auf der Wacht Ihn trennen 55/1 kir unermc^Iic^ weite Räume von der Stätte so Qni ^11 J verdunkelungszett ^Men. IlLisr Woche vom 22. bis 28. Dezember: 17.10 Uhr Aen-* falbi erwähnt, daß ihr Mann heute früher nach un9 ^änbe geben Haufe komme als gewöhnlich, so datz Viktor g eich. - - - ' " ..... auch mit ihm sprechen könne Nach einer halben S'unde wird die Stille im Haus unterbrochen Maria Ansaldis Kinder, em Bub unb em Madel, kommen mit ihrer Erzieherin von einem Spazier- aana zurück Viktor ist überrascht, als die beiden auf die Terrasse treten Das Mädchen mag sieben ober acht Jahre sein, der Junge um zwei Jahre I 3iftor kann sich nicht so schnell darein finden. Ja, --- - t Unb "es Ihn merkt er. warum er es gefühlsmäßig vermied, V 9» T?aria Sie f..._ Jria Ansald. in ihrer Häuslichkeit ^ufeusuchen. • ö öer mir auf meinem neuen Weg Ehrend der langen Zeit feiner Wiedergene ung b 3 9 verdanke Ihnen schon unendlich 6? er einen Nimbus um sie gezaubert und Sie sind wie ein guter En ft'chtete, dieser könne von ihr abgleüen, {obalD er i pe in ihrem Haus treffen würde O! er hat sich kl gerade m der üblichen Weise in sie verliebt, ku stand sie ihm viel zu hoch und unerreichbar pam war auch die Wunde, die ihm feine erfte Liebe «Klagen hatte noch viel zu frisch, aber er bat bod) pen Kult, einen kleinen Götzendienst mit ge= p ben. den er in der Zeit seiner inneren Zerrissen- eutfdjen tzl ^chöne^IM "daß in diesem weihevollen Augenblick alle iqen - fiiilirfKn Stimmen des Alltages schweigen, daß ralänile N Mr Groll gebannt ist und daß sich die Herzen em- der briiit |®n!pr zuwenden in dem Gefühl unlösbarer Der- »Ibe M MMdenheit Es ist. als habe sich die deutsche Seele Fest erkoren, um einmal im Jahre ihre tiefe 9 erlichkeit zu bezeugen. Bei dem Glanz der Ker- Fi gedenken wir unserer Vorfahren, die zur Win- Jöhnroenbe ber Wiederkehr des Lichtes huldigten. sie sehnen auch wir den FrühlinS herbei, ber die Adergeburt des blühenden-Lebens verheißt. Zu- $l(d) aber feiern mir den Gemeinfchaftsgedanken di den überzeugenden Ausdruck deutschen Wesens, ki in d-'r starken Gläubigkeit an den Sieg der Achten Sache den Richtungsweiser für die Zukunft ksht. H-w Sch- ADOX Fotofilr/ Müller Gelegenheit gibt, sich schlagfertig t* redegewandt von ihrer heitersten Seite zu zeige,, | Fr. W. Lange. Bornofixen. Tageskalender für ANllwoch (1. Delhnachlskag). Stadttheater: 15.15 bis 17.30 Uhr „Dr. med. Prätorius"; 19 bis 22 Uhr „Der Barbier von & Villa". — Gloria-Palaft, Scltersweg: „Unser Fru> i, lein Doktor". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße „Herzensfreud — Herzensleid". Tcgestalender für Donnerstag (2. Deihnachtsta^ Stadttheater: 15.15 bis 17.30 Uhr „Rotkäppchen.-. 19 bis 22 Uhr „Der Vogelhändler". — Gloria-Palü. ' ; Seltersweg: „Unser Fräulein Doktor". — Lichtspj^ i Haus, Bahnhofstraße: herzensfreud — cherzeir» leid". Stadttheater Gießen. 1. Feiertag: Nachmittags-Fremdenvorstellung „l>, nied. Hiob Prätorius, Facharzt für Chirurgie urj I Frauenleiden". Außer Miete zu kleinen Preisen. - Abends zum letztenmal: „Der Barbier von 6* villa", komische Oper von Rossinin. Außer Miete. 2. Feiertag: Nachmittags „Rotkäppchen", ML-. chensviel nach Gebrüder Grimm von Hermann StÄ ter. Außer Miete. — Abends: „Der Vogelhändler', Operette in 3 Akten von Karl Zeller. Neu inszenier und ausgestattet. Außer Miete! Freitag, 27. Dezember: Nachmittags „Rotkopf 1 eben", Märchenspiel von Hermann Stelter. Außir j Miete? — Abends: „Der Tanz ins Glück", Operctt > In 3 Akten von Robert Stolz, bei kleinen Preis« wiederholt. Außer Miete. Ortszeit für den 25. Dezember. Sonnenaufgang 9.37 Uhr. Sonnenuntergang 171| Uhr. — Moridaukganq 5.12 Uhr, Monduntergan» 14.53 Uhr. Mond in Erdnähe. Ortszeit für den 26. Dezember. Sonnenaufgang 9.37 Uhr, Sonnenuntergang 17.11 Uhr. — Mondaufgang 6.27 Uhr, Monduntergani 15.44 Uhr. Feiert Weihnachten und Neujahr in würdiger Weise! LPD. Weihnachts- und Neufahrsfest stehen v« der Tür. Das deutsche Volk hat den schwerste, Kampf um Sein oder Nichtsein zu bestehen, 6« ihm von seinem Todfeind England ausgezwungei Neue Filme zu Iugo, eine energische kleine Person, die, zwischen m^tbem^t l^en den ren aus der Prima mit Hans Richter an der penmnt sie binnen kurzer .^"it m't den erfreu- Spitze wirkten ganz natürlich. — (Märkische- Pano- gefaßt hat, ein nicht gerade durch Energie und Mut faszinierender junger Mann. Nur locker verknüpft und schließlich sich ganz verlierend' ist eine zweite Liebesgeschichte, die Lucie Englisch und Walter einem beklemmend törichten Lächeln, oberflächlich "" » und Angst und Trotz schwankend, mit drolligem Temperament ihre r>on m^^^"ren €e'ten b-^rol'te Nositwn ihre höchste und vornehmste Ausgabe an, dem deutschen Soldaten, der Schaden an seiner Gesundheit erlitten hat, alle nur mögliche Fürsorge und inbi- viduelle Betreuung angedeihen $u lassen. Der Idealismus der deutschen Frau ist tn dieser Beziehung unbegrenzt, und unsere Soldaten in den Lazaretten wissen es ihnen zu danken. Tag und Nacht sind neben den vielen Aerzten, Schwestern und Kranken- Wärtern die Frauen der NS -Frauenschast und des Roten Kreuzes, sowie die Sanitäter auf dem Posten, um jedem einzelnen die notwendige körperliche, gei- stige und seelische Hilfe zu bringen. Auch wenn die Soldaten längst entlassen sind, besteht die Verbindung Im Briefwechsel noch weiter. Wer einmal das Packen von vielen Tausend Päckchen, die vor Weihnachten und zum Weihnachtsfest für die Soldaten bestimmt waren, gesehen hat, nur der kann sich einen Begriff machen von dem Fleiß und der aufopfern» den Hingabe unserer Frauen in diesem Kriege. Daß die Soldaten das zu schätzen und anzuerkennen wissen, geht aus den täglich ankomm"nden vielen Brie- fen hervor, die sowohl auf der Kreisleitung selbst, als auch bei der NSV. und den vielen sonstigen Dienststellen der Partei täglich emtreffen. Es ist er- hebend, zu lesen, wie erfreut und gerührt Soldaten war Mal ge- Szene gesetzt, wobei die Kontraste in Milieu und hwankes, hat i Temperament ihre Wirkung nicht verfehlen. Im Beiprogramm läuft ein Kulturfilm mit schönen Landschafts- und Städtebildern aus Mainfran- ken. — Außerdem sieht man die neue Wochenschau; aus dem Inhalt: Besichtigung durch Generalfeldmarschall Drauchitfch; Soldatenlcben in Norwegen; Verwundete basteln Spielzeug; Kinder singen in Lazaretten; Hochbetrieb auf den U-Boots-Werften; die Rede des Führers vor den R'istungsarbei.ern. Hans Thyriot Lichtspielhaus: »Herzensfreud — Lerrenslei'd.* bei der Empfangnahme von Päckchen gewesen sind, mit denen sie überhaupt nicht gerechnet haben. Ich möchte daher am Schluß des Kriegsjahres 1940 allen Partei- und Dolksgenofsen(innen), sowie allen Frauen, Mädchen und Knaben, die sich in diesem Jahre für die Arbeit in der Partei, der Jugendorganisation und der übrigen Gliederungen ünb Organisationen eingesetzt haben, meinen herzlichsten Dank aussprechen Sie können stolz darauf fein, an den großen militärischen Erfolgen mitgeyol'en zu haben. Mein Dank gilt im übrigen allen schassenden Menschen in unserem Kreis, die unermüdlich dort angepackt haben, wo es notwendig war, und vor allen Dingen dort, wo für Eingezogene Ersatz ge- stellt werden mußte. Ganz besonders aber danken wir zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel asten unseren tapferen Soldaten, die zu Lande, auf dem Wasser oder auch in der Lust, in her Heimat, im besetzten Gebiet ober an anberer Stelle ihren oft sehr schweren Dienst im unerschütterlichen Vertrauen auf unser Volk unb unseren Führer verrichten, bis wir ben endgültigen Sieg errungen haben. Wir wissen, baß ein 90-Millionen-Dolk siegen muß und niemals untergeht, wenn es Jusammensteht und feine Pflicht bis zum lebten erfüllt Backhaus, Kreisleiter. eihnachten. I e r spielt schlicht und versonnen ben jen fein Leben mit ber Natur zu einem Philosophen gemacht hat. Die Bremer kommen erheblich schlechter weg. Hans L e i b e l t ist mit Stiernacken unb zugeknöpft von oben bis unten ber lichsten Mitteln. Beim „Lehrkörper" geht es nicht . .. ganz fo mühelos, und besonders der Kolleae von. rarna-Schnelber-Sudost.) ber Mathematik bedarf erst einer gewaltigen Stand-1 TWnff- ffnferFräulein f*offor" I ?aufe' bis er sich bekehrt, aber dann geht er mit Eltern verfahren haben, bringen Güte unb Lebens- <>>iorinf «---- —fc-s k:- •-*--**- !- Schule geht es ziemlich temperamentvoll und manch- jährlich in bie Nähe bes Situationsschi Bremen unb Wien sind wie Feuer und Wasser, zwei Pole, zwischen denen dieser Adler-Film Hubert Marischkas die Funken knattern läßt, daß es nur jo eine Art hat. Ein reicher Bremer Junge hat sich in Wien eines Weinbauern reizendes Töchterlein zur Lebensgefährtin erkoren, aber er kennt bie kühle Atmosphäre seines Elternhauses unb wagt nicht, bort mit ber Tür ins Haus zu fallen, weil er weiß, baß feine ehrgeizigen Eltern ganz andere Pläne mit bem Sohn haben. Aber ber kleinen Wienerin in ihrer natürlichen Grobheit widerstrebt bas Verstecktspielen, unb als sie bann noch ihren Mann in einer zärtlichen Abschiebsszene mit einer Iu- genbfreundin sehen muß, kehrt sie bcch ungastlichen Bremen kurz entschlossen ben Rucken. Mann, Schwiegervater unb Großmutter eilen ebenso schnell hinterbrein, unb was aufbrausender Trotz der Jugend zusammen mit Dünkel unb Eigenwillen ber mal ganz familiär und gelegentlich auch etwas lust- spielhaft-unmöglich zu, aber im allgemeinen herrsch da ein aesunber unb jugendlicher Geist. Den Be- suchern bereitet es merlliches Vergnügen, zuzuiehen, wie eine kleine Mathematiklehrerin, bie eines Tages behaupten und durchzusetzen versteht in einem Zwei- Kollegen aus der Elite-Prima. Die kleinen Der- und zerfahren die Frau Mama. Die gütige frontenfneg sozusagen: gegen die kompakte männ- Liner Sedaner filmen mit stürmischer Begeisterung lebenskluge Großmutter, der Hedwig Bleibt reu k'che M^oritat sowohl ihrer Schüler, als auch sich selbst. Don den Großen seien Heinz ©offner ihre noble Sicherheit und ihren heiteren Charme ihrer Kollegen Was die Schüler betrifft, so hat sie «ls Direktor, Hanz Schwarz als Turnlehrer unb . gibt, ist bas einzige Plus auf ber Bremer Seite, das Herz ber Kleinen schon lange, unb bie Prima, das S^ulbienerehepaar von Iosefine Dora und denn auch der Sohn, um dessen Lebensglück sich die sie zuerst mit schlaksiger Ablehnung empfing, Gustav Waldau genannt Auch die jungen Her- alles dreht, ist so, wie ihn Paul Klinger auf- . . 1 r. « - , A > < L r VMM Kam ff) vt M4 A • l Cif*** fft l I A V f M h F f _ 1 _ 1 . ' . : Xi ____rc (TB«. I vertretungsweise aus den Niederungen der Serta in bie abgeklärten Regionen der Prima verschlagen. ------ _ • _ .......... - - 0-ö..................... ... —- wird, ihre weibliche Würde wie auch ihr wissen-. behauptet. Albert Matter stock spielt „mit echt Herr Konsul, Erika von Thellmann spielt mit schaftlich-pädogogisches Ansehen zu wchren, sich zu männlicher Ueberteienheit" --------K behaupten unb durchzusetzen versteht in einem Zwei- f**" **“ K'** ,C1:K* m‘ ., ... . -wankes, hat ; Temperament ihre Wirkung nicht . . as lust- aber gute Laune genug und ein paar hübsche, aus »Magda Schneider ist mit einer herzerfrischenden herrscht bem Alltag genommene Einfälle dazu, um sein Natürlichkeit das Weinbauerntöchterlein aus Wien, Schiffchen ins Trockene zu bringen. Inmitten des Paul Hörbig ' ’ " heiteren Wirbels sicht unser Fräulein Doktor Jenny Weinbauern, oi SwÄ W611IvI ■■ Hustenu.Heisertte* Führendes Fachgeschäft in Giefeen Verkaufsräume: Marktstra&e 29/20 Ausstellung: Bahnhofstrafee 2-4 5953A Wir haben uns verlobt Ilse Kunz Fritz Axtmann O»>erselbtve^el in einem Inf..Itegf. Gießen z.Z. im Felde Weihnachten 7940 0432' Ihre Verlobung geben bekannt Anny Schmidt Franz Bette Lahnhofstraße 10 Gießen Mäusburg 10 Weihnachten 1940 _ 5938D Wir haben uns verlobt Emmy Schmidt Wal.er Maffengeil Unteroffizier Gießen Gießen Gteinfiraße 40 Gonnenstraße 6 Weihnachten 1940 - - - - ----------------------Mt. Ihre Verlobung geben bekannt Ihre Verlobung geben bekannt - • ..... - .....- "■ ..... ‘ "B " ’ ■ Elli Löffler Heinz Becker Gchr -Odr.-Sefr. bei einer Minensuchflott lle Gießen, Weihnachien 1940 Iherlngstraße 7 z. Z Schulstrake 3 ............ ....... ........... Ihre Verlobung geben bekannt Margot Kern Kurt Stumpf Krofdor'er Straße 26 Weihnachten 1940 Ocher Straße 41 .................. , , ................qyr.,, chise^otte Seybold Iungführerin im R.A O. Karl Dolz w Leutnant in einem 3nf.-2RgL Gießen sGroßer Gteinweg 23), Weihnachten 1940 ----------------- ---------------04302 Mariechen Eckhardt Fritz Schomber, Ingenieur Verlobte Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Hedwig Krause Paul Hoffmann Ihre Verlobung geben bekannt Gretl Volk Otto Stumpf, Regierungs-Inspektor Wetzlarer Weg 51 Frankfurt a. M. Hindendurgsiraße Weihnachten 1940 ..... 04231 Gießen Sanau Wrrnerrvall 33 Gustav-Abols-Straße 25 Weihnachten 1940 04319 Darmstadt Gießen Landwehrstraße 43 sicher Straße 41 Weihnachten 1940 59360- Ihre Verlobung geben bekauni Gerda Kniettng. Heinrich Wilhelm Fischer Älelchflraße 22 Gießen Weserstraße s Weihnachien 1940 04308 Als Verl obie grüßen Mariechen R'nler Karl Keller Aßfnr, Ärbsengasse 2 Gießen, Äderstraße 7 g. 3- Mannhelm Weihnachten 1940 0423k Verlobte kaufen ihre Betten, Matratzen, Federbetten Bettdecken, ho'tetn, Steppdecken. Teppiche, Bettvorlagen. Gard nen Im führ enden Fachiteachltt GEBR. SEELBACH Gieben. Selteiswej 20 Eigene Werkst&tten In allen Abtelluntfefl Annahme von Ehestandsdarlehen 5951 D Ürsorge der Gemeinschaft für icn Glückwunschanzeige im Gießener Anzeiger Gießen, Weihnachien 1940 Steinflraße 70 Steinstraße 75 E 5943 D Verlag bei Gießener Anzeigers, Schulffraße 7 A.Wehr heim D.'Slber.eld, Zranzenstraße 37 z. 3- im Felde Deihnachten 1940 5928 D »Men? 2hre Vermahlung beehren sich anzuzeigen Gießen, Löberstraße 17 »34 D Gießen, am 24. Dezember 1940 Frankfurter Straße 117 iimiiiiiiiiiiiiiuiiimmiiiiiii IIHllllHIIIUIIIllllllllHllllllllllllllllllllHlllllllllllIllllllllll Ruf 4165 u. 4156 Glefeen, Neustadt 5-7 594? A GI£SS£ oswdsgajit »i nmmw SA «e 'Folgen nicht Müller einen Voltige mein schasts ab end,, «urde, oeraiüabte sie den Angeste! Wetzlar, den 23. Dezember 1940. Betriebsführung und Gefolgschaft der Buder us’schen Eisenwerke. das große Spezial-Haus für gute Herren- und Knaben- Kleidung Eig. Maßschneiderei f. Anzüge, Kostüme und Uniformen in höchster Vollendung! dl 75A Gestern vormittag verschied plötzlich durch einen Unglücksfall mein lieber Mann, unser treu sorgend er Vater. Schwiegervater, Großvater, mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Onkel Peter Scharth im Alter von 49 Jahren, In tiefer Trauer: Katharine Scharth, geb. Buchner nebst allen Angehörigen, Dfcr Tod entriß aus unserer Mitte unseren lieben Alterskameraden Georg Wahl Wir betrauern den Verlust eines unserer Besten und werden seiner immer ehrend Nachruf! Am 21. Dezember verschied nach kurzer, schwerer Krankheit das Gefolgschaftsmitglied unserer Hauptverwaltung Herr Georg Wahl aus Gießen. Nahezu zwei Jahrzehnte hat der Verstorbene seine ganze Arbeitskraft mit vorbildlicher Pflichttreue unserem Unternehmen gewidmet. Dem bewährten Mitarbeiter und Kameraden werden wir über das Grab hinaus ein ehrendes Gedenken bewahren. Auf dem Platz an der Neumühle standen sich diese Mannschaften im fälligen Krieasmeisterschafts- spiel gegenüber. In der ersten Halbzeit gaben die Gäste aus Marburg einen durchaus gleichwertigen Gegner ab. Die Einheimischen drängten zwar in den ersten 10 Minuten stark, doch Marburg kam über diese Drangperiode ohne Verlusttresfer hinweg. Rach 20 Minuten brach Harnisch den Bann. Durch eine feine Leistung erzielte er den 1. Treffer. Zwei Eckbälle folgten, die aber nichts einbrachten. Auf der Gegenseite kam Marburg ebenfalls zu einem Eckball. Der Ball kam gut vor das Tor, und dem Mittelstürmer blieb es vorbehalten, zum Ausgleich einzuköpfen. Dieser Erfolg gab den Gästen Antrieb, doch weitere Treffer blieben versagt. Auf der Gegenseite spielte sich die Stürmerreihe reichliche Torchancen heraus, doch der Innensturm schoß zu weich. Harnisch kam ebenfalls nicht mehr zum Zuge, da er stark abgedeckt wurde. Kurz vor Halbzeit wurde Fischer an. der Strafraumgrenze gelegt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Fett unhaltbar. Mit 2:1 wurden die Seiten gewechselt Nach Seitenwechsel erschien der Sturm der „Teutonen" vollkommen umgruppiert. Der Rechtsaußen svielende Brücke! übernahm die Sturmsührung, , Fischer ging auf Halblinks, Hell auf Halbrechts ' .v o ro..-~. SPnAidithort ^T}itn hntfp hip Ihre Geschäfts-Drucksachen »teilen die Verbindung ner zu Ihren Erzeugnissen Men stellt sieh die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor. wie man Briefbogen. Briefumschläge. Postkarten. Rechnungen. Ge- sehMftekarten Ihres Hauses beurteilt - Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Druekarbeiten wn» bieten sie ihnen i »rühl'sche Druckerei. Schulstraße 7, Anruf 2251 fährlicher Stürmer. Er vermochte jedoch nur noch zwei Ecken für feine Mannschaft zu erzwingen, die nichts einbrachten; auf der Gegenseite wurden deren neun erzielt, die ebenfalls zu keinem Erfolg führten. In die weiterhin fallenden Treffer teilten sich Brücke!, Heil und Harnisch. An diesem überzeugen, den Sieg waren jedoch alle Spieler der Platzmann, schäft gleichmäßig beteiligt Das Spiel wurde von Schin Gerhard (Anne, rodf zur 'beiderseitigen Zufriedenheit geleitet To. Allendorf a.d.eda. 1. Jgd. — Tv. Londorf 1. Igd. 0:5 (0:3). -Am Sonntag trug die 1. Jugend von Londorf das fällige Verbandsspiel in Allendorf aus. Wiederum konnte die junge Mannschaft Londorfs durch hervorragendes Zusammenspiel als Sieger aus dem Spiel hervorgehen. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleituna) TB. L. in V Die Veteranenbeihilfe erhalten nur Frontkämpfer des Weltkrieges, die 70 Jahre alt geworden sind, wenn sie mindestens an einer Schlacht oder einem Gefecht im Verbände einer fech° tenden Truppe teilgenommen haben. Für Ihren Wohnort ist der Antrag beim Dersorgungsamt in Gießen einzureichen Dem Antrag ist der Militär, paß des ehemaligen Frontkämpfers beizufügen, falls der Paß nicht mehr vorhanden ist, genügt auch das Besitzzeugnis über die Verleihung des Ehrenkreuzes für Frontkämpfer.____________________ ÄlilpHe Bei Notechlachtun» Transportauto zur Verfügung Roßschlächterei Schilling Wegen Erschleichung eines Vezugscheines bestraft ---------- , - Lpd Hanau, 21 Dez. Eine hiesige Ehefrau und O. Burger auf Rechtsaußen. Nun hatte die hatte, obwohl sie über genügend Schuhwerk ver- Gaftmann'chaft gegen einen durchschlagskraftigeren fügte, einen Antrag auf Ausstellung eines B e z u g-! Sturm und gegen den W^d^zu^spiLlen^Dem^sta^ raat nicht mehr als 7 bis 0° — mutzten dieser -ruhen Kälte zum Opfer fallen. Auch im Jahre 1887/88 hatten wir einen schweren Winter. Ich schrieb damals in Stumpertenrod drei- mal am Tag die Kältegrade auf. Die größte Kälte war 12K° R. In Gießen waren es 20° und mehr gewesen. In meinem Garten stand etn_ von meinem Vorgänger zurückgelassenes Rosenbäumchen. Ich deckte es nicht'ein, weil es wie ein unveredelter langer Trieb aussah. Dies.Bäumchen trug im kommenden Sommer die schönsten dunkelroten Rosen. Ein ähnlich unglücklicher Winter war 1916/17. Da hatten wir im Februar und März so warme Früh- lingstaae, daß der Saft in den Bäumen hochstieg. Mitte März brach große Kälte ein, wie sich die Feldzugsteilnehmer erinnern werden. Auch hier gab es durch das Auffrieren der im Saft stehenden Zellen ziemlich großen Schaden, wenn auch nicht so groß wie 1879/80. Gegen solchen Schaden wird seit Jahren das Kalken der Obststämme empfohlen, weil die weiße Farbe die Sonnenstrahlen nicht in den Stamm rindringen läßt und also gegen Frostwirkung schützt. F. Schick, Gießen. Gießener Wochenmarktpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A-Ware. Für 8-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. * Gießen, 24. Dez. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, ausländische Eier 11 bis 12, Kartoffeln, % kg 4,1, 5 kg 41. Wirsing, % kg 7, Weißkraut 6, Rotkraut 7, gelbe Rüben 9, rote Rüben 7. Spinat 16 bis 17, Unterkohlrabi 5, Grünkohl 7, Rosenkohl 15 bis 32, Schwarzwurzeln 21, Aepfel 30 bis 35, Birnen 30, Nüsse 60, Lauch 18, Sellerie 15 bis 16, Blumenkohl, das Stuck 40 bis 60, Salat 18 bis 19, Endivien 10 bis 11, Oberkohlrabi 8 bis 10, Rettich 8 bis 12 Rpf. Aus der engeren Heimat. Canbfrei» Gießen < Leihaestern, 23. Dez. Der älteste männliche Einwohner unserer Gemeinde, der Gruben- beamte i. R. Johannes Diehl dahier, Kirch- ftraße 10 wohnhaft, kann am 2. Weihnachtsfeiertag seinen 8 6. Geburtstag in guter Gesundheit begehen. Dem Jubilar unseren herzlichen Glückwunsch. __________________ » Groß-Eichen, 23. Dez. Die Firma Fried>. rich Faust, Inh. Gustav Faujt, Groß-Eichen, »CDCn- begeht in diesen Tagen ihr 5 0 j a h r i g e s G e - schäftsjubiläum. Das Unternehmen wurde im Jahre 1890 durch den vor drei Jahren verstorbenen Seniorchef Friedrich Faust gegründet, der es aus kleinen Anfängen zu einer beachtlichen Höhe ge- führt hat. Seit dem Jahre 1920 ist besten Sohn Gustav Faust Inhaber der Firma. In tiefem Schmerz: Heinrich Fink und Kinder Familie Heinrich Fink Heinrich Arnold, Rödgen, den 24. Dezember 1940. Die Beerdigung findet am 1. Weihnachtsfeiertag, nachmittags um 2% Uhr statt AMMWMt Gießen, WernerwaU 11/15 1. Handelsschule für Jungen 2. Handelsschule für Mädchen 3. einjährige Höhere Handelsschule 4. zweijährige Höhere Handelsschule der in allen Teilen einen schönen Verlauj nahm. auf .|en « n,n « frei äum Schuß, und 88 S® bekundete U Zufriedenheit der T5 °^-^^hung bestrafe. , dem Wirtschaftsamt außerdem das Recht zusteht s ~ - die Namen der Betreffenden öffenllich bekanntzu- \------- . . Opütcn nach den neuen Äedingungen der <>mipn Bauwirtring AN..Ges. Bausparkasse Bremen 1 Elltflhuldell Postfach 91 G Tragbare monatliche Sparraten G Angemeuene Zinsvergütung für bas Gpargeld • Betel 'unasm higllchkeit bis 80% • Leichte Tilg ar.eU in Monats rate« G (Lnischulbung durch '^instarlf G Keine des. Ifo. 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