Mittwoch, 2^. April Gietzener Anzeiger // Berlin, 23. en B»"*. ick ick -k nm AM Die Verbindungswege von Namsos nach Süden gesperrt 11 4:3 (ty Linden mit) hkeit. Die i m guten k albzeit sich äste nutzten i er ersten U n Klein-Li^ In der zwkü Die Gastgkt von links; mb führte h konnte noch 'treffer schiefe anu-Clch Sonntag ond Siesecker Ke- kameraden x ) doch 20 W n zustande k Temeinschef iefe von te Boote klar t Boote eine 6 Mar. Uni- he Aufnahir er Front üb wurde mit V arburg staO d hierbei so ch das an aurde von t portliche 6dj:. uer an, so l< eunbe und ® 2251 Druckunböerlag: Postscheck11686FraEM. vrühlscheUnioerstlatrbruckerei«. Lauge vanger dauert der Kampf mit zersprengten norwegischen Truppenteilen in der weiteren Umgebung der Städte noch an. Dabei sieten weitere Geschütze in deutsche Hand. 3m Horden von Oslo setzten die deutschen Truppen ihr Vorgehen über 2lmot und Lillehammer trotz Getändeschwierigkeiten und feindlicher Sperren fort. Kampfverbände der Luftwaffe griffen erfolgreich in den Kampf ein. Lin norwegisches Flugzeug wurde zerstört. Vor der mittleren norwegischen Westküste und im Seegebiet von Andalsnes griffen Kampfverbände erneut britische Kriegs- und Transportschiffe an. Sie v e r f e n k t e n trotz heftiger Abwehr einen britlschenZerstörer und einen Transportdampfer. Lin weiterer Zerstörer wurde durch Bomben mittleren Kalibers getroffen, ein Transportschiff von etwa 5000 Tonnen durch Vrandwirkung vernichtet. Weitere Bombenangriffe richteten sich gegen die wichtigen Bahnhöfe von Dombaas und G r o n g im mittleren Borwegen sowie gegen die von hier ausgehenden Bahnlinien und Straßen. Bahnhöfe, Gleisanlagen und Straßen wurden zerstört und damit dem Gegner von Andalsnes und Bamfos her jede rasche Operationsmöglichkeit genommen. 3n der Bacht zum 23. 4. wurde ein erneut erfolgloser britischer Bombenangriff auf Aalborg abgewiesen. Ein britisches Flugzeug wurde durch Flak abgeschossen. Die U - V o o t - 3 a g d im Kattegat brachte einen weiteren Erfolg. Die Versorgung der norwegischen Häfen wurde fortgesetzt. Lin U-Boot schoß in der höhe von Stadlandet aus einem nach Norwegen bestimmten Geleitzug einen Bachschubdampfer von 6000 Tonnen heraus. 3m Westen keine besonderen Ereignisse. Es fanden Grenzüberwachungs- und Aufklärungsflüge statt. Bei Bacht flogen einzelne feindliche Aufklärungsflugzeuge nach Westdeutschland ein. Deutsche Bombentreffer. Berlin, 23.April. (DBB.) 3m gebirgigen Gelände südostwärts Stavanger haben heute nach heftigem Kampf mit deutschen Truppen starke Teile einer norwegischen Division die Waffen ge- st r e ck t. Gefangene und Veutezahlen sind noch nicht voll zu übersehen. Ueber Narvik wurde am 22. April ein englisches Flugzeug von deutscher Flak- Neue Steuererhöhungen in England Was den Engländern der Krieg kostet. „Wenn es wahr fein sollte Gewundene Kriegsberichte aus London. Kriegskrediten in höhe von 500 Millionen Pfund bisher 91,5 Millionen Pfund noch nicht aus- oeaeben seien. Das Steueraufkommen hatte um reichlich 54 Millionen Pfund den Voranschlag überschritten, bei Ausgaben von etwas über 1,8 Milliarden Pfund hätten die ordentlichen Staatseinnahmen etwas über 1 Milliarde Pfund betragen. Der Krieg habe bisher 905 Millionen Pfund gekostet Aus ein Jahr umgerechnet würden das etwa 15 Milliarden Pfund sein. Man müsse dabei tn Betracht ziehen, daß die Kriegskosten sich stei- gern würden, so daß er seinen Voranschlag auf insgesamt 2,667 Milliarden Pfund stellen müsse, hiervon hoffe er 1,234 Milliarden Pfund durch Steuern und Zölle aufzubringen. In dieser Summe seien bereits die Erträge der neuen Steuern mit einer veranschlagten höhe von 101 Millionen Pfund eingeschlossen. Nicht eingeschlossen sei fedoch die n e u e U m s a tz st e u e r, btren Hohe und Zeit- punkt des Inkrafttretens das Parlament beschließen solle Es sei daher noch nicht möglich, zu errechnen, wieviel von den 1,433 Milliarden Pfund nicht durch Steuern gedeckten Ausgaben a u f d e m A n l e i h e- w e g e aufgebracht werden mühten. Vizechefs in der englischen Wehrmacht Amsterdam, 23. April. (Europapreß.) Die von vielen Seiten immer wieder vorgetragene Forderung auf Entlastung der englischen obersten politischen und militärischen Führer ist letzt hinsichtlich der letzteren verwirklicht worden. Die drei Ehess der Wehrmachtsteile haben j e de rem en Diz echef zur Seite bekommen, bte die Stabschef, vor allem 19«. Jahrgang Hl 96 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit4 Beilagen.RM.1.95 OhneJllustrierte i, 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt selb st verschuldet worden sei. Während andere der gleichen Gruppe angehörende Personen bei dem Bombenangriff Schutz in einem Tunnel gesucht und gefunden hätten, sei Losy außerhalb des Tunnels stehen geblieben, um den Lustangriff zu beobachten, er sei dann durch Bombensplitter tödlich getroffen worden. Losy habe sich nach Dombas begeben, um die sich dort entwickelnde Schlacht um die Kontrolle der strategisch wichtigen Route Andalsnes—Dombas—Lillehammer zu beobachten. London gibt schwere britische Kriegsschiffberlusie zu. A m st e r d a m , 23. April. (DNB.) Nachdem bereits die britische Admiralität über den Londoner Nachrichtendienst den Verlust von fünf weiteren britischen Kriegsschiffen nachträglich zugegeben hat, fühlte auch der parlamentarische Unterstaatssekretär der Admiralität Lord h a n k e y im Oberhaus das Bedürfnis zu einem immerhin recht umfangreichen „Geständnis" über sive befinden. Womit man sich in Paris tröffet. Brüssel, 24. April (Europapreß.) Die Pariser Presse bringt zwar in großen Ueberschriften die wichtigsten Punkte aus dem englischen Kommunique zu den Operationen in Norwegen, wobei die „beträchtlichen Erfolge" etwas größer in Erscheinung treten als die „großen Schwierigkeiten . Aber gleichzeitig ist deutlich eine gewisse Besorgtheit zu erkennen, mit der man vor übertriebenem und voreiligem Optimismus zu warnen sucht. Der End- erfolg wird zwar für die Westmächte noch nicht in skxage gezogen, und der „3our" prophezeit nach wie vor die schon so oft als Geschehnis gemeldete große Landschlacht, deren Ausgang mit Ungeduld, aber auch mit Vertrauen erwartet wird. Offenherziger ist schon der „Matin", der die Nachrichten aus Stockholm als verfrüht bezeichnet, wonach die Engländer gemeinsam mit französischen Tanks von Westen her in raschem Vormarsch begriffen seien. Aber auch der „Matin" glaubt, seine Leser mit der Hoffnung auf eine wichtige Schlacht vertrösten zu müssen, die die norwegischen Truppen und die Westmächte gemeinsam schlagen würden. Sehr vorsichtig ist in dem gleichen Blatt der frühere Kriegsminister F a b r y Er meint, man müsse sich davor hüten, sich Nachrichten vorzutau- britifchen Kriegsministeriums wegen ist so rätselhaft geraten, daß sich der Londoner Nachrichtendienst gezwungen sieht, diese unbestimmte Meldung noch zu „kommentieren". Es heißt in diesem Koyimentar wörtlich: „Die Formulierung des Kommuniques läßt darauf schließen, daß in Norwegen alles gut geht." Die Engländer gäben den Norwegern jede Unterstützung, „die in ihrer Macht steht". „Die Erfolge könnten aus militärischen Gründen nicht offiziell beschrieben werden", aber „vielleicht" bestehe einer der Erfolge in einem raschen Vormarsch von einem Landeplatz in Norwegen, der, „wenn es wahr sein sollte", (!) eine für Deutschland sehr ungünstige Situation schaffen würde. Falls sich die bisher unbestätigte Nachricht, wonach Trondheim völlig eingeschlossen sei, bewahrheiten sollte, dann würden die Deutschen in Narvik „doppelt isoliert" sein. Zum Schluß heißt es dann: „Wenn es wahr sein sollte", daß die bri= tischen Truppen in Hamar sind, dann würden sich die deutschen Truppen bereits in ziemlicher Defen- ", n e6t-Ä „Journal" läßt sich aus London auch schon vorbeugend die Gründe für einen etwaigen Mißerfolg melden. In den norwegischen Gebirgen, so meint das Blatt, können offensichtlich ganze Armeekorps nicht eingesetzt werden. Operieren könne man dort nur mit leichten und beweglichen Einheiten, die höchstens mit Luftabwehrgeschützen ausgerüstet seien. Auch der „Excelsior" warnt vor einem trügerischen Optimismus. Dieser Krieg, der erst an gefangen habe, werde hart sein und zahlreiche Kämpfe mit sich bringen. Das Schicksal der Deutschen, die in Norwegen Fuß gefaßt hätten, werde man nicht in 48 Stunden regeln können. „Gewisse Informationen unbekannter Herkunft" mußten mit größter Vorsicht ausgenommen werden. Auch der „Figaro" hat sich zu der Ueberzeugung durchgerungen, daß dre Operationen in Norwegen Zeit verlangen würden, und zwar sowohl infolge der großen Entfernungen als auch infolge des schwierigen Charakters des. Geländes und der sich daraus ergebenden Verzögerungen beim Aufmarsch und bei der Versorgung der Landungstruppen. Wenn alle diese Meldungen überhaupt einen Trost für den französischen Leser enthalten, dann nur den, der in dem Hinweis auf den berühmten Zeitfaktor liegt. Don diesem aber hat man den Franzosen so oft gesagt, daß er nicht unbedingt im Sinne der Westmächte zu arbeiten brauche, daß der französische Leser auch hier seinen Zweifel haben durfte. auch auf Sitzungen des Kriegskabinetts, vertreten sollen. Zum Vizechef des Marinestabes ist Vize- admiral Tom Phillips, der bisherige stellvertretende Stabschef, ernannt worden. Ebenso ist Luftmarschall Peirse vom.stillvertretenden zum Vizechef des Luftfahrtstabes ernannt worden. Am interessantesten ist die Ernennung von General Sir John Dill zum Vizechef des Reichsgeneralstabes. Dill war bisher kommandierender General des 1. Armeekorps in Frankreich. Er gilt als der befähigtste General in der englischen Arlnee und wird als Nachfolger General Jronsides betrachtet, falls dieser während des Krieges als Generalstabschef ausscheiden sollte. Englands Jagd nach Tonnage. Amerikanische Dampfjachten für den Küstenwachtdienst aufgekauft. N e u y o r k, 23. April. (Europapreß.) Don den seit Kriegsausbruch an das Ausland veräußerten 188 U5^.-Schisfen kauften die Westmächte, wie jetzt bekannt wird, zur Ergänzung ihrer durch die Erfolge der deutschen Seekriegführung dezimierten Tonnage nicht weniger als 91 Schiffe. Unter ihnen befinden sich auch solche, die als Hilfs kriegs schifte geeignet sind. Großes Auftehen erregt die von der „New York Daily News" veröftentlichte Mitteilung, wonach etwa 15 Dampfjachten, mit denen die amerikanischen Millionäre sonst im Sommer ausgedehnte Ozeanfahrten unternahmen, seit dem 1. März an kanadische Strohmänner veräußert haben, die die als Küstenwachtschiffe verwendbaren Dampfjachten in aller Stille an bte' kanadische Regierung Weiterverkauf- ten. In fast allen Fällen hat die bundesstaatliche Schiffahrtsbehörde die Genehmigung für den Verkauf erteilt. — Die „Daily News" weist darauf hin, daß diese Art Dampftachten, deren Geschwindigkeit zwischen zehn und siebzehn Knoten liegt, von der HSX.-Marine im Weltkrieg als Hi'lfs- kreuzer eingesetzt worden sind. — Die außerordentlich starke Nachftage nach Schiffsraum führte nicht nur zur Abstoßung tellweise vollständig veralteter und kaum noch seesähiger Schiffe, sondern auch zur Erzielung beispielloser Preise. Nach Angaben eingeweihter Kreise wurden je Tonne 40 Ms 670 Dollar bezahlt. artillerie abgeschossen. Am 22. April unternahmen die Engländer einen erfolglosenVombenangrisfgegenden Flugplatz Stavanger. Zwei englische Flugzeuge wurden a b g e s ch o s s e n. Der bei dem Angriff deutscher Kampsverbände auf britische Kriegs- und Transportschiffe versenkte 3erHörer, der sich im Augenblick des Angriffes am Ausgang eines Fjords der mittleren norwegischen Westküste befand, wurde durch zwei Bombentreffer vernichtet, das Heck des Zerstörers buchstäblich abgerissen. Bach einer ge- wattigen Explosion sank der Zerstörer. Von der Besatzung dürste ein Teil den Tod in len gefunden haben. Ein we, te re r Z er st o re r erhielt einen Bombentreffer auf das Vorschiff, der langanhaltende Rauchentwicklung verursach e. Durch die Wirkung dieser Bomben mittleren Kattbers 's die Gefechtstätigkeit des Zerstörers auf alle Falle sehr stark behindert. Die Versenkung ^es Trup- pentransportdampfers erfolgte am West ausgang eines Fjords. Vergeblich versuchte der Transporter, die zum Angriff ansehenden deutschen Flugzeuge durch Flakfeuer abzuwehren. Unbeirrt, wie auf dem Exerzierplatz, warfen die d^sch^ Flieger ihre Bomben in das Ziel. Der Transporter legte sich nach Backbord über »nd sank bald darauf. Ein weiteres Transportschiff von etwa 5000 Tonnen wurde durch 'Brandwirkung nichtet. Am 22.April wurden vor Aalesund zwe^ weitere britische handesdampfer von 4000 bis Tonnen durch Volltreffer versenkt. Militärattache der LISA durch eigene Schuld in Norwegen tödlich verunglückt Berlin. 23. April (DNB.) M aus Stockholm wurde der amenkumsche W.lttar attadje in Stockholm, Lo y, be’„e'n4”,.f benftra' deutscher Bombenflugzeuge auf fien tegisch wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Andalsnes Dombas-Lillehammer todlnh verletzt- frnju M richtet United Preß, daß Losys Tod non tgm Amsterdam, 24. April. (Suropapr.) Schwer- neue Belastungen enthalt der soeben vom Schatz- tan>[er Sir John Simon tm Unterhaus ange- tünbigte Haushaltsplan. Neben St°u°r°r- h o h u n gen für Bier, Whisky, Tabak und Streich, böliern iit eine fast allgemeine Erhöhung der Post gebühren eingetreten. Schließlich ist eine ^eue Purchase Tax genannte Art von Umsatz. WÄÄtfti"??.» B-nc- kostete und deren Preis bei Abbruch des Krieges durch den Zwischenhaushalt auf IS\ Pence erhöht wurde, wird in.Zukunft IS Ellina 6 Bence kosten. Die Steuer für Tabak Ü SäSä Zukunft 3 Äfcm ISsvt&s £ stellen. Das 'öne'Fu“ m6nce erhöht worden, p-res ist von 1,5 °uf 2,5 Pence ery^y^^ einen cxn seinem Ueberblick über das vergangene Haus. teilte der Schatzkanzler Sir John Simon mitz daß von den bei Kriegsausbruch beantragten WaclelndeWiklschastsmachl. Der englische Außenhandel hatte im März wiederum den Rekord-Einfuhrüberschuß von 67 Mill. Pfund zu verzeichnen. Im Januar war die Einfuhr um 60 Mill. Pfund und im Februar um 56 Mill. Pfund größer als die Ausfuhr. Alle bisherigen Bemühungen Englands um eine Erhöhung feiner Ausfuhr waren also vergeblich. Nach den letzten Ereignissen, die den Engländern ihre besten Kunden in Europa genommen haben, muß die englische Ausfuhr weiterhin absinken. Man kann danach schon jetzt voraussagen, daß es auch in Zukunft nicht gelingen wird, eine wesentliche Steigerung der englischen Ausfuhr zu erreichen, geschweige denn die Handelsbilanz zum Ausgleich zu bringen. Damit aber ist für die englische Kriegsfinanzierung eine höchst mißliche Lage entstanden. Es bedeutet nämlich nichts anderes, als daß der Krieg durch die Liquidierung des englischen Vermögens bezahlt werden muß. Ein Vergleich der englischen Leistungsbilanz aus dem Jahre 1913 und 1938 macht dies offensichtlich. Im Jahre 1913 hatte England danach einen Ueberschuß von • 195 Mill. Pfund aus seinen verschiedenen Einnahmequellen, den es für die Kriegssinanzierung einsetzen konnte, zumal ja sein Außenhandel zu Anfang des vorigen Krieges nur wenig gestört wurde. 1938 dagegen war von einem Ueberschuß keine Rede mehr. Im Gegenteil, die Einnahmen reichten nicht mehr aus, um die Ausgaben zu decken, so daß bereits das Vermögen Englands in Höhe von 55 Mill. Pfund zur Deckung der Ausgaben heran- gezogen werden mußte. Man lebte bereits vor dem Kriege feit Jahren aus der Substanz, denn seit dem Jahre 1932 war die englische Leistungsbilanz mit Ausnahme eines einzigen Jahres immer passiv. Den größten Passivposten bildete immer der Einfuhrüberschuß, der 1938 die Höhe von 377 Mill. Pfund erreichte. Es entspricht das einem monatlichen Einfuhrüberschuß von etwa 31 Mill. Pfund. Wenn nun in den ersten drei Monaten des Jahres 1940 der Einfuhrüberschuß bei durchschnittlich 61 Mill. Pfund liegt, so muß, für das ganze Jahr gerechnet, der Einfuhrüberschuß um 360 Mill, auf 737 Mill. Pfund steigen. Gleichzeitig vermindern sich die Hauptei n n a h m e n. Bei der starken Inanspruchnahme der S^if fahrt für die Eigenoersorgung Englands ist nicht im entferntesten mit einer Einnahme von 100 Mill. Pfund aus den Dienstleistungen der Schiffahrt zu rechnen wie im Jahre 1938. Dabei ist auch hier keine Aussicht auf Besserung. Im Gegenteil, die Lage muß von Tag zu Tag schlechter werden. Auch die Einnahmen ans langfristigen Kapitaleinlagen dürften kaum ihre bisherige Höhe behalten. Beispielsweise ist in Zukunft mit Einnahmen Englands aus den in Norwegen und Dänemark angelegten Kapitalien nicht mehr zu rechnen. Das gleiche gilt voraussichtlich auch für Finnland. Und die Schweden werden auch kaum übertriebene Neigung zeigen, den Engländern pünktlich Zinsen und Schulden zu zahlen. Berücksichtigt man alle diese Dinge, so ist es nicht zuviel gesagt, wenn man ein Minus der Leistungsbilanz von mindestens 800 Millionen Pfund für 1940 annimmt, das nicht anders gedeckt werden kann, als durch Abgabe von Gold oder die Veräußerung von anderen Vermögensposten, d. h. in der Hauptsache von ausländischen Guthaben. England hat aber heute höchstens noch Gold im Werte von etwa 400 Millionen Pfund. Im Kriege 1914/18 lagen die Dinge wesentlich anders. Damals konnte der Krieg in der Haupt- Der Wehrmachtsderichl. Berlin, 23. April. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auch am 22. April machten die Engländer in dem von deutschen Truppen besetzten Raum von Barvik keine Landungsversuche. Dagegen beschossen englische Seestreitkräfte erneut die Stadt und den Hafen. Die um Trondheim versammelten deutschen Truppen stießen, unterstützt von leichten Seestreitkräften, bis auf 100 km in nordöstlicher Richtung vor, warfen den dort befindlichen Feind und sperrten die von Bamsos nach Süden führenden Verbindungswege. 3m V a k s - General-Anzeiger für Oberhessen Ließen, Zchulstrahe 7-9 die Wirksamkeit der deutschen Schläge. Der Lord zählte eine stattliche Reihe von Kriegsschiffen aller Klassen auf, die im Zusammenhang mit den Kampf- Handlungen in Skandinavien versenkt ober beschädigt wurden. So sind nach den Angaben Lord Hankeys drei Zerstörer, ein Unterseeboot und ein Trawler der Admiralität gesunken, ein vierter Zerstörer „Hardy" sei nach schwerer Beschädigung auf Strand gesetzt worden. Ein Kreuzer und zwei Zerstörer seien beschädigt worden, „aber sicher in ihre ^Häfen zurückgekehrt". Die Schlachtschiffe „Re- nonm unb „Robney" hätten, so gibt Hcmkey ebenfalls zu, Treffer erhalten. Weiterhin hätten vier anbere Zerstörer Schöben erlitten. Drei Kreuzer hätten „unbettächllichen Schaben" burch Bombensplitter erhalten. Wenn man biese „Verlustliste" mit klaren Feststellungen ber deutschen OKW.-Berichte vergleicht, so fehlt hier noch mancher fette „Brocken", unb auch bie krampfhaftesten Beschöniaungsphrasen machten bie schweren z. T. vernichtenden Schläge, bie zahlreiche starke britische Flotteneinheiten erlitten haben, nicht geringer. Aber immerhin kann man feststellen, baß Lorb Haykey mit seiner „Beichte" ber, Wahrheit schon etwas' näher gekommen ist. Vielleicht hören wir gelegentlich aus seinem Munde noch weitere „Enthüllungen", falls nicht Churchill, einer berartig weitgehenben Bekenntnisfreudigkeit seines Unterstaatssekretärs ein Veto entgegenstellt. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bisZ'/Mbr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Teptanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malftast'ell Abschlüsse MengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 °/o mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. 1 Hellt, 1| ^19:81 1 ?! ber 2:5 lfi nereinnJ üh9t” r er«"’* 'bersch,, 1.6:4 (3j “"’m-Stej "cht ti te .'"I* St; ,e er oetjif, bch ®al)«nb K i*5 f"opp i d» eine#, 2 unb tun, usgleid). °unheinier [ ? Swg 3lt April. Das letzte Kommunique des I scheu, wenn es feine gebe. Dor allen Dingen dürfe Ministeriums über die Lage in Nor-1 man nicht voreilig auf einen triumphalen Ausgang " " " ' v r- ober auf einen Zusammenbruch schließen. Um einen militärischen Spaziergang hanble es sich für bie Westmächte nicht. Um biese bittere Pille zu versüßen, tröstet er seine Leser mit einer merkwur- bigen strategischen Darlegung. Die Westmächte ständen, so meint er, vor Narvik (bavon, daß sie in Narvik stehen, rft bereits nicht mehr bie Rede) und von da seien es nur noch hundert Kilometer bis zu den schwedischen Eisenerzlagern von Kiruna. Daß die Westmächte, selbst wenn es zu einem solchen Vormarsch auf Kiruna kommen sollte, babei zunächst einmal nicht nur die beutschen Truppen an ber Lofotenbahn schlagen, sonbern auch die schwedische Neutralität verletz en müssen, spielt offenbar für Herrn Fabry keine große Rolle. Die Deutschen hätten von Trondheim aus — so meint er dagegen — bis Kiruna mehr als 700 Kiloyieter zurückzulegen. Wenn da bie Westmächte bas Rennen nicht gewinnen! :3 aus. Jfo- 'w-Steinden geben, i| en werden i dat - Fjord wurde eine norwegischer Bewacher ,er niehr c vernichtet. 3m Raume von Bergen und S t a - sen. Ein soit ‘ durch SdN 1er. Rauch jache durch Einnahmen finanziert werden und durch Kredite, die die Vereinigten Staaten bereitwillig zur Verfügung stellten. Trotzdem mußte England auch damals schon zur Veräußerung von Vermögenswerten schreiten, aber nicht zu Beginn des Krieges, sondern, erst in einem viel späteren Zeitpunkt. Im Januar 1916 erließ das englische Schatzamt zum erstenmal einen Aufruf zur Ablieferung ausländischer Wertpapiere. Es begnügte sich zunächst mit diesem Aufruf und überließ die Veräußerung im großen und ganzen dem freiwilligen Verkauf aus Privathand. Erst im Januar 1917 wurde die Ablieferungspflicht vollkommen durchgeführt. Heute dagegen wurde die Ablieferungspflicht unmittelbar bei Kriegsbeginn erklärt und die ersten Ablieferungen wurden bereits Mitte Februar praktisch durchgeführt. Es handelte sich dabei um rund 60 Effektenpapiere minderer Bedeutung. Am 15. April wurden weitere 117 Papiere zur Ablieferung aufgerufen, darunter auch Papiere, deren Veräußerung die Aufgabe einer wirtschaftlichen Machtposi- tion bedeutete. Das ist ja überhaupt das Gefährliche solcher Verläufe von ausländischen Guthaben. Amerikanische Aktien und Rentenpapiere in englischer Hand bedeuten natürlich immer eine gewisse Machtposition. Ihr Verkauf kann sich in der Entfernung britischer Kapitalisten aus den Vorständen und Aufsichtsräten amerikanischer Gesellschaften recht unangenehm bemerkbar machen. Noch bedeutungsvoller kann diese Wirkung des Verkaufs natürlich sein, wenn es sich nicht um die Papiere amerikanischer Gesellschaften handelt, sondern beispielsweise um die Aktien rhodesischer Kupfergruben, südafrikanischer Goldminen oder vorderöstlicher Oelwerte. Ein verstärkter Einfluß amerikanischer Kapitalgruppen in solchen Unternehmungen kann leicht auch politische Folgen haben. Die Veräußerung von Vermögenswerten wird daher für England noch ein recht schmerzliches Kapitel werden, und Einsichtige dürften vielleicht bald erkennen, daß England durch den Krieg gerade das verlieren wird, wofür es den Krieg in Wirklichkeit führt, nämlich seine wirtschaftliche und politische Vormachtstellung. V. A. erkämpfte er sich unter großen wirtschaftlichen Entbehrungen sein Hochschulstudium, das er am Anfang oft unterbrach, um sich als Zeitfreiwilliger und Freikorpskämpfer für den Bestand des Vaterlandes' einzusetzen. Während seines Studiums lernte Henke auch fliegen. Nach Abschluß seiner Verkehrsfliegerausbildung ging er 1929 nach Kolumbien in den südamerikanischen Luftverkehr, um 1935 zur Lufthansa überzutreten. Hier wurde er in den Atlanttkflugdiensl übernommen, wo er sich rasch einen Namen machte. Als es galt, Spanien zu schützen, war Henke einer der ersten. Seine gemeinsam mit Hauptmann Freiherrn von Mo r e a u erzielten Leistungen wurden von den Spaniern durch die Verleihung des Komturkreuzes des Meh- dauia-Ordens von Marokko anerkannt. Auch diesmal stand er wieder als Kämpfer für Großdeutschland in vorderster Front! Kurs nach Norden.. .........><**•• 'z5s‘*fe e***’ lieber die Wolkendecke hinweg stürmen die Sturzkampfbomber ihrem Ziel zu. — (PK.-Atlantik-M.) Der Anteil der Luftwaffe Greuelhetze in Schweden? Von unterer Berliner Schristleitung. Die drei skandinavischen Königreiche haben bisher großen Wert darauf gelegt, als parlamentarische Demokratien westlicher Prägung zu gelten. Das heißt, daß die Politik der maßgebenden Faktoren nicht so sehr durch ideelle als durch wirtschafttiche Motive bestimmt wurde. Man ließ sich die anglo- jüdische Oberaufsicht in politischen, wirtschaftlichen, militärischen, zivilisatorischen Dingen gern gefallen, man verzichtete bereitwillig und weitgehend auf militärischen Selbstschutz, um nur den von London zugemessenen Anteil am Welthandel und Weltverkehr möglichst ungeschmälert zu genießen. Im Laufe der Zeiten gewöhnte man sich so sehr an diese Verhältnisse, daß das Bewußtsein der Abhängigkeit von einer fremden Geldmacht immer mehr schwand. Die Lebensanschauung, die in Skandinavien vorherrschte, war die des bürgerlichen Liberalismus und Kapitalismus. Als daher in Deutschland der Nationalsozialismus zur Macht kam, war es für uns keine Ueberraschung, aus den skandinavischen Blättern fast nur unfreundliche, unsachliche und gehässige Stimmen zu hören. Aus demselben Grunde nehmen wir es nicht tragisch, wenn beispielsweise die „neutrale" schwedische Presse gegenwärtig eifrig bemüht ist, ihren westlerischen Auftraggebern mit allen möglichen Gerüchten und dummen Lügen über die norwegischen Ereignisse zu dienen. Aber e s g i b t tine Grenze, wo für uns der Spaß aufhört, nämlich im Bereich der deutschen Soldatenehre. Das „Svenska Dagbladet" hat sich aus Trondheim melden lasten, daß deutsche Flieger norwegische Kinder auf den Wegen und norwegische Frauen, die über das Feld zu fliehen versuchten, mit Maschinengewehren beschossen hätten. Diesen Bericht eines Schmutzfinken hat die schwedische Zeitung nicht etwa in den Papierkorb getan, sondern ihren Lesern präsentiert. Hier liegt also ein Fall von absichtlicher Greuelhetze vor, der durch nichts, durch keine ideologischen Antipathien und durch keine liberalistische Gewohnheit entschuldigt werden kann. H. Ev. Schwedische Lügen. Berlin, 23. April. (DNB.) Nach einer Meldung aus Stockholm sollen in den Nachmittagsstunden des Montags deutsche Militärflugzeuge zwei schwedische Fischerboote innerhalb der schwedischen Hoheitsgewässer mit Maschinengewehrfeuer angegriffen haben. Diese Meldung ist frei erfunden. Die deutsche Luftwaffe braucht keine völkerrechtswidrige Betätigung gegen unbewaffnete neutrale Fischdampfer. Ihr Ziel ist der bewaffnete Feind, der überall, wo sie ihn trifft, geschlagen wird. Slugfapifän Henke verunglückt. Berlin, 23. April. (DNB.) Montag vormittag verunglückte der Flugkapitän Diplom-Ingenieur Alfred Henke bei der Ausführung eines Probefluges. Mit ihm verliert die deutsche Handelsluftfahrt einen ihrer fähigsten Männer, der stets in vorderster Front stand und sich immer mit feiner (Scherl-Bilderdtenst-M.) ganzen Person für das Ansehen Deutschlands zur Luft einsetzte. Seine großen Fern- und Rekordflüge, so die Ohnehaltflüge Berlin—Neuyork und zurück im August 1938 und sein Schnellflug nach Tokio sind Flugleistungen, die den Vorkämpfer des Atlantikluftverkehrs in der ganzen Welt bekannt machten. Alfred Henke stammte aus Pommern, er wurde 1902 in Groß-Justin als Sohn eines Arztes geboren. Mit eisernem Fleiß und seltener Zähigkeit an den Operationen in Norwegen. Rom, 24. April. (DNB.) „Tribuna" oeröffent- licht Angaben, die das deutsche Luftfahrt- m i n i st e r i u m dem Blatt auf Anfrage über die Aktion in Norwegen gemacht hat. Da die Besetzung des dänischen Gebietes vollkommen friedlich vor sich ging, hat die deutsche Luftwaffe von Anfang an begonnen, sich in den dänischen Flugzeugstützpunkten festzusetzen, die im Hinblick auf ihre augenblickliche Aufgabe ausgebaut wurden. Gleichzeitig sorgte das Kommando der Luftwaffe an der Westküste für die Errichtung einer Luftüberwachung und der Aufstellung einer Kette von Batterien, um das Leben der dänischen Bevölkerung sicherzustellen. Auf ihrem Vormarsch in Norwegen stießen die deutschen Truppen an verschiedenen Stellen auf Widerstand, und auch heute noch verteidigt sich der Feind hartnäckig in den Gebirgsgegenden, wo vereinzelte Gruppen von Soldaten, die von größeren Zentren isoliert sind und deshalb keine Nachrichten über die Lage erhalten, versuchen, sich dem Vormarsch der deutschen Truppen zu widersetzen. Aus die Frage, welche Ergebnisse auf Grund der Beobachtungen der Aufklärungsflugzeuge erreicht werden konnten, lautete die Antwort: Von den deutschen und norwegischen Stützpunkten sind ganze Geschwader ausgesandt worden, um die englische, Flotte in der Gegend der Orkney-Inseln, in der Nordsee und insbesondere vor der norwegischen Küste anzugreifen, wo große Erfolge erzielt wurden. Die deutschen Flieger haben bekanntlich während ihrer ersten Operationen in Norwegen zwei Kreuzer, einen Zerstörer und drei U- Boote versenkt. Sie haben weiterhin durch Volltreffer zwei Schlachtkreuzer, vier Kreuzer, einen Zerstörer, ein Flugzeugmutterschiff, drei Transportschiffe und ein norwegisches Torpedoboot schwer beschädigt und zudem eine imposante Zahl feindlicher Flugzeuge abgeschossen. „Diese Angaben" — so betonte „Tribuna" — „beziehen sich natürlich nur auf die e r ft e Operationsphase, ihnen müssen die in den letzten Tagen erzielten Erfolge hinzugerechnet werden, die die Der- lüfte der Westmächte auf 90 Einheiten anwachsen ließen." Auf die Frage, wie die Truppentransporte.auf dem Luftwege und die Verbindung mit isolierten Truppenteilen Durchgeführt wurde, lautete die Antwort: Kampf- und Aufklärungsstaffeln haben beim Vormarsch der deutschen Truppen in Norwegen eine wichtige Ausgabe gehabt, nicht nur in bezug auf die Ueberwachung und die Sicherung, sondern auch hinsichtlich der Material- und Truppentransporte. Sie haben mehrfach die Lage der Truppenabteilungen, und besonders der in ber Zone von Narvik operierenden, erleichtert. Diese Aufgabe, so betont „Tribuna", sei sicher eine der wichtigsten gewesen, die die beut=, sche Luftwaffe so glänzend gelöst habe. Angesichts der Schwierigkeiten der Verbindung zu Lande und zur See und der Notwendigkeit, die fernsten Teile blitzartig zu erreichen, habe die Beförderung in der Luft sich als außerordentlich wirksam erwiesen, und zwar nicht nur als ein außergewöhnlicher, auf wenige Episoden beschränkter Notbehelf, sondern als ein Mittel, was sich entschieden auf den gesamten strategischen Plan auswirkt. Denn eine gut bewaffnete und genügend zahlreiche Abteilung, die noch der Vorhut vorausgehe, könne besonders in einem Bewegungskrieg durch den überraschenden Einsatz eine entscheidende Wendung herbeiführen Aus die Frage, inwieweit die Organisation der neuen Luftstützpunkte im Hinblick auf die Offensive der Luftwaffe gediehen sei, lautete die Antwort u. a.: „An der Westküste haben die Flak und Flugplätze von den ersten Tagen an ununterbrochen ihre Aufgabe erfüllt und beträchtliche Resultate erzielt. Das gleiche gilt für die Scheinwerfer, die Artillerie und die Maschi- n e n g e w e h r - Abteilunaen. Die Erfolge haben die volle Wirksamkeit dieser raschen und schlagkräftigen Organisation bewiesen. Zahlreiche norwegische Flakbatterien haben deutsche Bedienungsmannschaften erhalten und sind zur.Sicherung des Luftraumes eingesetzt worden. Kleine Aufklärungsfahrzeuge und See- und Luftkontrollstellen sind längs der ganzen Küste eingesetzt worden. Aufklärungsflugzeuge überwachen die See und kontrollieren besvn-, ders die möglichen Wege, die die Schiffe angesichts der neuen strategischen deutschen Positionen einschlagen könnten. Einer besonderen Kontrolle unterliegen die feindlichen U-Boote und Minenleger. So ist eine wichtige Operationsbasis im Kampf gegen England geschaffen worden. Aus diesen klaren Angaben erkenne man, so sagt die „Tribuna", welch ausschlaggebende Bedeutung der Luftwaffe im norwegischen Kriege zukomme. Ohne den Ereignissen vorgreifen zu wollen, sei doch sicher, daß auf dem Terrain, das England in einen Kriegsschauplatz habe verwandeln wollen, obwohl es sich doch als der Beschützer Norwegens aufspiele, die Beherrschung des Luftraumes und die Ueber- legenheit der Luftwaffe von unschätzbarem Wert sein werden. Es sei auch nicht schwer zu verstehen, daß die Bedeutung der Luftwaffe noch zunehmen wird, wenn einmal erst die Minensperren vollendet sein werden und die deutschen Transporte sämtlich auf dem Seewege nach Norwegen gelangen können. Dann werde sich die Aufgabe der Luftwaffe in bezug auf den Transport von Material und Mannschaften vermindern, und sie werde in erhöhtem Maße für die Offensive eingesetzt werden können und so das Schicksal jener Verbände der Westmächte, die in Norwegen an Land gehen konnten, außerordentlich düster gestalten. „Vlücher"-Kamerai>en singen das Englandlied. PK. Wenige Tage sind seit jener dunklen Stunde vergangen, da der stolze schwere Kreuzer „Blücher" unter drei donnernden Hurras der geretteten Besatzung und der eingeschifften Landeseinheiten in die Tiefe des Oslo-Fjords sank. Vor wenigen Tagen war es, da wir, nur mit dem bekleidet, was wir im Augenblick des ,Hnswasterfpringens" am Leibe hatten, durch die Straßen der norwegischen Hauptstadt fuhren. Damals wühlte noch Der unermeßliche Schmerz über den Verlust unseres Schiffes in uns, damals zitterte noch die gewaltige Erregung in uns nach und nur mit halbwachen Sinnen konnten wir feststellen, daß die Stadt schon stark mit deutschen Soldaten besetzt war. Seit diesem Tage hat sich das Bild der schönen Stadt mächtig verändert. Deutsche Soldaten marschieren in unermeßlichen Kolonnen durch die Straßen. Deutsche Soldatenlieder klingen von den Häu- serwänden wider, und die Norweger selbst stehen stundenlang an den Straßenrändern, um den Vorbeimarsch Der deutschen Truppen zu sehen. Starke Flakeinheiten, motorisierte Truppen fahren durch die Straßen, vor vielen Hotels, Häusern, wichtigen Verwaltungszentralen stehen die jungen Feldgrauen unter Gewehr auf Posten. Rastlose Tätigkeit, wo man auch hinschaut. Hauptsächlich am Hafen selbst herrscht ein nie gesehener Hochbetrieb. Nie gesehen deshalb, weil ein großer Truppentransport nach dem anderen am Pier anlegt. Dazu brummen die deutschen Flieger mit ihren Maschinen über der Stadt, ziehen unermüdlich ihre Kreise. Ruhig und zuversichtlich ist überall die Stimmung. Ganz besonders auch bei den Schiffbrüchigen des „Blücher", die zum größten Teil in einer Schule untergebracht sind. Schon gleich nach dem Eintreffen der ersten Gruppen wurden alle Hebel in Bewegung gefetzt, um ihnen neue Kleidung und vor allem Essen zu beschaffen. Und wenn man sie heute sieht, die Kameraden, die neben einem im Wasser um ihr Leben kämpften, die neben einem an dem rauchenden kleinen Holzfeuer standen, manche im bloßen Hemd, so erinnert nur die verschiedenartige Kleidung daran, daß sie irgendetwas erlebt haben, was sie aus ihrem gewohnten Dienst herausriß. Manchmal ist es recht bunt zusammengesucht, aber sie alle haben jetzt warmes Zeug, feste Stiefel, erhalten ein gutes Essen, Schokolade und Zigaretten. Seit einiger Zeit wird auch schon wieder ein bißchen Dienst gemacht und nicht lange wird es dauern, dann werden auch sie wieder voll ihren Platz ausfüllen. In der Freizeit ist der große der Straße zugelegene Schulhof mit unzähligen kleinen Gruppen plaudernder Soldaten gefüllt. Man spricht von den Erfolgen der deutschen Truppen, von den Siegen der deutschen Luftwaffe über die englischen Schiffe, man plaudert von diesem und jenem,-aber immer wieder landet das Gespräch doch bei den gefallenen Kameraden, die in den nächsten Tagen auf dem Osloer Friedhof beigesetzt werden. Still wird es dann ringsum, Mattosen und Infanteristen schauen stumm vor sich hin. So manchen haben sie in den kurzen Tagen gut kennengelernt, so mancher stand Monate hindurch Seite an Seite auf der Brücke oder sonst an irgend einem Platz. Der Krieg ist hart und fordert seine Opfer. Das wissen gerade die Soldaten am besten und deshalb lassen sie sich auch nicht allzulange von der trüben Stimmung veherrschen. Irgendwer hat einen Fuß. ball, einen Handball, Tennisball beschafft und im Nu haben sich die notwendigen Mannschaften ge- funben und ein munteres Spiel hebt'an. Hin und her sausen die Bälle, Sprungstände dienen als Torpfosten, die schweren Stiefel sind prächtige Fuß. ballschuhe, da gibt es keine Langeweile mehr. Zu den Mahlzeiten treten die nach Hunderten zählen, den Männer an und marschieren mit flottem Gesang zu den Essenstätten und abends sorgt der Skat dafür, daß auch diese Zeit, herumgeht und nicht zuletzt wird nach alter deutscher Volkssitte der Ge- sang gepflegt. Das Englandlied ertönt hier jeden Tag. Während die Schwerverletzten in Krankenhäusern untergebracht sind, haben die Leichtverletzten und diejenigen mit Erfrierungen und leichten Verbrennungen im Revier Unterkunft gefunden. Auch für sie ist ständig für Unterhaltung gesorgt. Gerade als wir den großen Raum betraten, hämmerte ein junger Fähnrich, der auch mit seinem Lederpäck. chen das rettende Ufer erreichte, auf den Tasten eines Klaviers, während ein anderer Kamerad — man weiß nicht wie — eine Geige in die Hand bekam und nun das schönste Konzert gab. Solda. ten lassen sich eben nicht unterliegen. Im Gegen, teil, gerade diese Verletzten brennen darauf, ihre frühere Beweglichkeit wieder zu erlangen, um wei. ter für Deutschland antreten zu können. „Geiht schon alln's klor" meint ein Matrose, als wir ihm gute Besserung wünschen. „Geiht alln's klor". Das Wort dieses Mannes trifft am besten die Stimmung, die unter den Männern hier herrscht. Niedergedrücktheit gibt es nicht, und wenn sie draußen die Lieder ihrer Ka- meraben auf ben Straßen hören, wenn sie burch bie hohen schönen Fenster bie beutschen Flieaer am Himmel sehen, bann leuchten ihre Augen, wissen sie bad), baß ihr Einsatz sich gelohnt hat unb baß bas Enbe bieses Kampfes boch ben beutschen Sieg bringen muß. Noch ein, noch zwei Tage finb sie vielleicht noch Schiffbrüchige, bann werben sie roieber einsatzbereite Solbaten sein. Hans Giese. „Breite" unb „Lange". Bei nautischen Warnungen, bei Standorttneldun- gen von Schiffen, aber auch bei sonstigen Gelegenheiten lesen oder hören wir im Rundfunk oft von Breiten- unb Längengraben. Dabei hanbelt es sich um Ortsbestimmungen, bie den Vorteil haben, daß sie in allen Ländern und auf allen Meeren verständlich sind. Denn alle Völker der Welt messen geographische Punkte mit demselben Maße. Was bedeutet also „Breite" und „Länge" im geographischen Sinn? Unter Breite verstehen wir die Entfernung eines Ortes vom Aequator bzw. von einem der beiden Erdpole. Die Entfernung vom Aequator bis gu einem der beiden Pole ist in 90 Breitengrade aufgeteilt. Neuyork und Neapel oder London und Frankfurt liegen (ungefähr) auf demselben Breitengrad, d. h. jeweils in derselben Ent- fernung vom Ae.uator. Damit ist aber nur eine Entfernung angegeben, die andere Entfernung ergibt sich von einer willkürlich angenommenen Linie. Diese Linie rechnet man seit geraumer Zeit nach der Entfernung des Ortes von dem Längen- grab 0. Dieser Längengrad 0 läuft vom Nordpol zum Südpol über das Observatorium von Green« wich an der Themse unterhalb von London. Don dort aus werden 180 Längengrade nach Osten und 180 Längengrade nach Westen gemessen. Sängen- und Breitengrade sind wieder untergeteilt in 60 „Minuten" und jede „Minute" in 60 „Sekunden". Durch die Kombination von Längen- und Breitengraden (mit ihren Unterabteilungen von „Minuten" und „Sekunden") läßt sich nun die.Lage jedes Ortes ganz genau bestimmen und mitteilen. Wenn also ein Schiff funkt, dem in einer bestimmten Breite und Länge ein Unfall zugestoßen ist, so weiß jeder Kapitän und Steuermann, wo er das Schiff auf dem Weltmeer, das als solches keine Orientierungszeichen hat, .suchen muß. Da sich die Erde gegenüber den Polen abplattet, ist die Länge des einzelnen Breitengrades am größten am Aequator und verringert sich, je weiter wir nach dem Nar- den oder Süden der Erdkugel kommen. Bei Bergen ist ein Breitengrad ungefähr 56 km, bei Frankfurt am Main etwa 76 km groß. Kriegsgräberfürsorge im ehemaliaen Polen. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge macht Mitteilungen darüber, in welcher Weise bie Kriegsgräberfürsorge im ehemaligen Polen weitergeführt worben ist. Ein großer Teil ber Gräber bes Polenfelbzuqes ist erfaßt unb gesichert worben. Dabei war es nötig, baß Gräber, bie roeber Namen noch sonst ein Kennzeichen trugen, zur Feststellung ber Jbentität ber Toten geöffnet würben. Anbere Gräber müssen vorerst auf ben nächstliegenben Friebhof verlegt werben, bamit sie nicht infolge ihrer Lage gefährbet werben. Alle Angehörigen ber Gefallenen können bie Gewißheit haben, baß bie Gräber ihrer Lieben nicht verlassen finb. Daneben schreitet bie Planung ber Ehrensriebhäfe fort. Gräberoffiziere unb Architekten bes Volks- bunbes arbeiten zusammen, um roürbige Plätze zu schaffen. Sobalb es bie Witterungsverhältnisse zulassen, werben bie vvrgeschlagenen Plätze noch einmal geprüft, um bann bie Entscheibung zu treffen. Schon zeichnen sich gewisse Räume unb Plätze ab, bie bazu bestimmt sein werben, in einbrucksvoller Form zu Gebenkstätten für bie Gefallenen bes polnischen Felbzuges unb bes Weltkrieges ausgebaut zu werben. Luftschutz in den Kirchen. Der Reichslustfahrtminister hat Anweisungen für den Luftschutz in ben Kirchen erlassen. Als Betriebsluftschutzleiter ist eine zur Gefolgschaft ber Kirche gehörenbe Person polizeilich heranzuziehen. Geistliche, Organisten, Küster, Glöckner, Ergän- zungskräste können aus ben in ber Nähe ber Kirche wohnenden Kirchenmitgliedern polizeilich herange- zogen werden. Für jede Kirche sind Luftschutzräume herzustellen, mindestens in behelfsmäßiger Form. M ein genügender Schutz der Kirchenbesucher nicht zu erreichen, so wird sich bei Verschärfung ber Lust- lage einer vorübergehende Schließung ber Kirchen nicht vermeiden lassen. Die Errichtung ber Luftschutzräume wirb hier und da nur in benachbarten Häuf er n durchführbar fein. Die Anweisung regelt weiter die Verdunkelung ber Kirchen, ferner die Entrümpelung ber Böden und Türme. Nach Aufruf des zivilen Luftschutzes können bie Lustgaukom« manbos unter Berücksichtigung ber Kriegs- unb «fnÄl JfcÄl le?* £ af r" * 81 d-r 6h Ä A "d--L biet i». Wen 3 ' mih L nL ®erQ^t "S* ein ^ederpjjF, beV^ "d'-hq 'M ®e9eni n- um tuei, 'en. M\ 13 wir G es Cannes unter bm W gibt f< r ihrer Aa, n sie burd) >en Flie°U *. wissen ° und d°tz 'sichen Sieg elleicht noch einsatzbereite ns Giese. U". dortmeldm' en Gelegen« unk ost von adelt es sich den Vorteil > auf allen !er der Welt Iben Matze je" im ge°. Yen wir die r bzw. von -rnung vom ile ist in 90 Neapel ober r) auf dem- rselben Ent« r nur eine! Entfernung I genommenen raumer Zeil em Längen- >m Nordpol m T r e e n« London. Don h Osten und n. Längen- geteilt in Ä „Sekunden' nid Breiten- i „Minuten' > jedes Orte; Wenn also [Ulten Breite o weiß jedes 5 Schi» ul rientierungy Erde gegen- ige des einen Aequator fj dem N°r- Bei Bergen iei Frankfurt rge len. täberfütW «r ffi# i« ßolen der ®* «fiert B«rhl‘ «d-rM" SS SSL •Ä des ®oIf5 ÄH W iM tw len J, *- tret. > ii'Llji«* -ßlO ,4(1*2# uns W iäj ft; «* । Lu Zum Auf dem Lande geblieben. her Donau abwickeln. In den Gebieten mit überwiegend ländlicher Be- völkerung werde während der Feldbestellung und der Ernte oft auch der 19-Uhr-Ladenschluß nicht ausreiä)en, weshalb in diesen Gebieten eine Sonderregelung zulässig sei. Gesicherte Nüngerversorguncj ftlE anordnen, daß stets nur |o viele Personen ” k 9bÄiU?C ?,(cn werden, wie in den vorhondenen Luftfchutzraumen unterzubringen sind. Bei Fliegeralarm ist der Gottesdienst zu unters brechen, und die Geme-rndemitglieder und die Ein. satztruppe suchen die Luftschutzraume auf Die Lage im Pazifik. Oer stellvertretende Flottenchef der USA. fordert den Krieg gegen Japan. Ein Lahr fpanischer Außenpolitik Von unserem ol.-Korrespondenien. Schwalben bringen einen Gruß aus Deuisch- Südwest. Im Hause der Frau Krauß in Seestadt! im Sudetengau nistet seit zehn Jahren dasselbe Schwalbenpaar. Jetzt meldeten sich die Schwalben von ihrem afrikanischen Winteraufenthalt mit eifrigem Gezwitscher zurück. Die Freude der Haus- be-wohner über die Ankunft der Gäste stieg noch durch eine Botschaft, die die Schwalben von ihrer zweiten Heimat mitbrachten. Frau Krauß bemerkte nämlich, daß ein Beinchen der einen Schwalbe mit einem Papier umwickelt war. Auf dem Papier grüßt ein Volksgenosse aus Deutsch» Süd west seine teure deutsche Heimat. Das Glück einer Nachtwandlerin. In Apuania, der Stadt der italienischen Marmor- industrie, erwachte eine Nachtwandlerin bei einem Spaziergang auf dem Dach ihres Hauses und stürzte aus 20 Meter Höhe ab. Zum Glück fiel sie auf einige Seile, die zum Aufhängen der Wäsche gespannt waren und ihren Sturz so milderten, daß sie mit leichten Verletzungen davonkam. Oie erste Haussammlung für das Deutsche Note Kreuz. liehen. Nun räumen wir gerne ein, daß im „Lande der unbegrenzten Möglichkeiten" ein falscher Zungenschlag bei hochgestellten Persönlichkeiten wohl vorkommen kann. Aber leider ist es in letzter Zeit sehr oft vorgekommen, daß amerikanische Persönlichkeiten sogar im Verlauf von Amtsgeschäften oder, wie hier, vor dem Marineausschuß des Senats, Bemerkungen machten, die sensationelle Auswirkungen hatten und oann plötzlich als Privatmeinung hingestellt wurden. Man kann nicht umhin, sich über die Häufigkeit dieser merkwürdigen Ausreden Gedanken zu machen. Gegen die Flugzeugausfuhr der WA. N e u y o r k, 23. April. (Europapreß.) Der isolationistische Senator Ernest Lundeen (Minnesota) wendet sich im „New York Journal Amer- can" scharf gegen die Flugzeugausfuhrpolitik der Regierung. Lundeen sagt, unsere Regierung hat es eilig, großen Mengen der Flugzeugproduktion für fremde Nationen zu mobilisieren, diesen damit die Forschungs- und Untersuchungsarbeiten, die Millionen verschlungen haben, überlassend. Ich glaube, wir händigen den We st möchten jedes militärische Geheimnis aus. Wir hintergehen heute unser eigenes Volk, nur weil es Leute gibt, die für die Westmächte eingestellt sind, und die Interessen anderer Völker vor die der USA. stellen." Lundeen führt weiter aus, daß die USA. wegen ihrer langen Küste tausende zusätzlicher Flugzeuge und eine umfangreiche Flugzeugabwehr brauchten. Wenn er zwischen einem neu zu bauenden Schlachtschiff und tausend Flugzeugen wählen msißte, welche kostenmäßig einander entsprächen, dann würde er die Flugzeuge nehmen. — Lundeen schließt mit dem Hinweis, daß eine noch so starke Flotte ohne entsprechende Unterstützung durch eine starke Luftwaffe keinen Krieg gewinnen könne. Kanadischer Ministerbesuch bei Roosevelt. Warmsprings (Georgia), 23. April. (DNB.) Präsident Roosevelt teilte auf einer Pressekonferenz mit, daß der kanadische Premierminister Mackenzie King am Dienstag zu einem zweitägigen Besuch in Warmsprings eintreffen werde. Roosevelt erklärte weiter, er beabsichtige Anfang Juni eine dreiwöchige nichtpolitische Rundreise durch die Vereinigten Staaten anzutreten, die jedoch von den Verhältnissen in Europa und der Vertagung des Kongresses in der ersten Juniwoche abhänge. Die Rundreise würde sich über die republikanische Parteitagung in der letzten Juniwoche hinaus ausdehnen. Islands Unabhängigkeit. Die dänische Regierung hat, wie schon berichtet, am 11. April Island „für die Dauer des augenblicklichen Zustandes die Unabhängigkeit ge- währt. Island, dessen Namen eigentlich .Eisland" bedeutet, ist schon seit dem 1. Dezember 1918 mit Dänemark durch bloße Personalunion ver» bunden, mit anderen Worten, der dänische König ist gleichzeitig König von Island. Außerdem besteht noch ein gemeinsamer parlamentarischer Ausschuß, der vom dänischen Reichstag und der isländischen Landesversammluna gewählt wird. Dieser Ausschuß hatte aber keine beschließende Kraft, sondern war mehr ein „Vergleichs-Organ" und hatte als solcher die gemeinsamen Angelegenheiten beider Länder zu prüfen. Island ist doppelt so groß wie das frühere Böhmen (im Sinne des geographischen Begriffs). Das Land ist zum größten Teil Oedland und vulkanischer Art. Vulkanausbrüche sind seltener, dagegen Erdbeben und heiße Springquellen, sogenannte Geiser, sehr häufig. In den letzten Jahren hat man diese gewaltigen natürlichen Wärmequellen benützt, um die an der Westküste gelegene Hauptstadt des Landes, Reykjavik zu heizen. Wenn man will, hat Reykjavik eine zentrale Stadtheizung vulkanischer Grundlage. Aus dieser großen Insel wohnen rund 100 000 Menschen, davon etwa 30 000 in der San- deshauptstadt, die sich besonders durch die große Zahl ihrer Schulen auszeichnet und fogat eine Uni- oerfität mit etwa 130 Studenten hat. Neben Häusern moderner Art finden sich auch noch primitive Erdhäuser, die aus einem Schlaf-, Wohn- und Stallraum bestehen, aber in jedem Falle eine Bade- stube haben. Die Bevölkerung lebt zum Teil von der Viehzucht, hauptsächlich, aber von der Seefischerei und der Fischverarbeitung sowie von einem ziemlich regen Handel. v ©er neue Mittagsladenschluß Oberregierungs- und Gewerberat Schmidt erläutert im Reichsarbeitsblatt die neue Ladenschluß- regelung. Für sie sei die Rücksicht auf die Bedürfnisse der arbeitenden Bevölkerung ausschlaggebend. Außerdem die Möglichkeit der ordnungsmäßigen Bedienung und der Wiederbeschaffung der Waren Bei durchgehender Verkaufszeit sei dies besonders in den Mittagsstunden, wenn das Personal abwechselnd Mittagspause habe, in Frage gestellt. Durch den Mittagsladenschluß könnten die Schwierigkeiten behoben werden. Da die meisten kleinen Geschäfte nur noch vom Geschäftsinhaber oder seiner Ehefrau geführt werden, auch viele Filialen mit einer einzigen , Arbeitskraft auskommen müssen, werde warme Mahlzeit den Verkäufern bei durchgehender Arbeitszeit fast unmöglich gemacht, besonders hart würden die Ehefrauen betroffen, die nicht in der Lage seien, mittags die Kinder zu betreuen. Der Mittagsladenschluß entspreche im übrigen den Gewohnheiten der ländlichen Bevölkerung. Die Neuregelung lasse zugleich eine Hinausschiebung des Verksufsendes bis 19 Uhr zu, wenn es für die Bedarfsdeckung erforderlich fei. In Jnduftriegegenden entspreche der 19-Uhr-Ladenschluß einem dringenden Bedürfnis. In anderen Ortschaften habe sich da- gegen der 18-Uhr-Ladenschluß in den nicht zum Lebensmittelhandel gehörenden Geschäften bewährt. Wieder einmal nur eine „persönliche Ansicht." Die Politik der Bereinigten Staaten hat uns und anderen Nationen schon manches Rätsel aufgegeben, jetzt ist wieder ein Fall zu verzeichnen, der die Haltung der nordamerikanischen Union in ein gewisses Zwielicht taucht. Da hat der stellvertretende Flottenchef, Konteradmiral Taussig, vor dem Marine- ausschuß des Senats, der zur Zeit über das Ausmaß der amerikanischen Flottenaufrüstung berät, in recht eindeutiger Form den Krieg gegen 3a p a n proklamiert. Nach seiner persönlichen Ansicht, so erklärte Taussig, werde die fernöstliche Entwicklung Amerika zum Krieg gegen Japan zwin gen, falls die bisherigen wirtschaftlichen und finanziellen Druckmittel zur Erhaltung der Integrität Chinas nicht ausreichten. Japans Versprechun- gen seien wertlos. Amerikas Interessen seien entschieden bedroht, weil Amerika ein stabiles, unabhängiges China brauche, und es fei schwer einzusehen, wie Amerika angesichts der augenblicklichen Entwicklung aus dem Krieg gegen Japan herausbleiben könne. Taussig knüpfte daran noch nähere Betrachtungen über die Art, wie dieser Krieg geführt werden müsse, und wie die Vereinigten Staa- ttn sich dafür zu rüsten hätten. Sie müßten sich davor hüten, einen Krieg gegen Japan ohne Hilfe Englands, Frankreichs und Hollands zu führen. „Es sollte ein Seekrieg sein; denn Amerika kann nicht in Japan einmarschieren und Japan nicht in Amerika, wohl aber in den Philippinen." Taussig empfahl die Errichtung eines unangreifbaren F l o t- tenstützpunktes auf den Philippinen, den Weiterbau von Schlachtschiffen sowie formelle Gleichsetzung der Gegner, und die spanische Regierung führte diese Gleichsetzung nach bestem Wissen und Gewissen durch, wenn auch begreiflicherweise das Volk die Tatsachen aus dem Bürgerkrieg nicht vergessen kann. Durch denselben englischen Krieg, der von spanischer Seite die wenigstens vorläufige Gleichstellung von Freund und Feind aus dem Bürgerkrieg forderte, ist aber auch die Wirksamkeit der Freundschaften wenigstens vorläufig unterbrochen worden, und dies spielt, was die deutsche Freundschaft für Spanien angeht, für den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes eine maßgebliche Rolle. Spanien kann wegen der englischen Blockade die Hilfsstellung Deutschlands, die es in der Vergangenheit auf militärischem Gebiet genoß, heute auf wirtschaftlichem Gebiet nicht in Anspruch nehmen. Das ist in der außenpolitischen Konstruktion Spaniens und natürlich auch in seiner wirtschaftspolitischen Gebarung im Inneren ein empfindlicher Ausfall, der bisher nicht ersetzt werden konnte und den man, wie es scheint, vorläufig auch nicht ersetzen will. Am kommenden Samstag und Sonntag (27. und 28 April) findet die erste Sammlung des Krieas- hilfswerks für das Deutsche Rote Kreuz statt, die als Haussammlung von den Zellen- und Blockleitern der Partei, der NSV. sowie den Helfern und Helferinnen des Kriegshilfswerks selbst mit Haussammellisten durchgeführt wird. — Hier ein Bildausschnitt aus dem vielseitigen Ar- beitsgebiet des DRK.: Eine Helferin füllt die Flaschen für die Säuglinge der Wolhyniendeutschen bei deren Umsiedlung. (Piper — Scherl-Bilderdienst-M.)_________ Hauvtschristleiter: Tr. Friedrich Wilhelm Lange. StellvAret«d» HmwtichrtttleiterS: Ernst Blumschetn. Verantwortlich Politik, Feuilleton und Bilder: Tr. Fr. W. Lange; für: Stadt Gießen, Drovt^ und Wirtschaft: Ernst Blumschetn; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Verlag: Brühljche UniversttätsdruckereiR-Lange ÄJJ. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Ametgenleiwr. HanS Beck, Beranttvortlich sw den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.v< Von her außenpolitischen Konstruktion des jungen spanischen Staates bleibt also, was seinen Freundeskreis angeht, als -jur Stunde aktiv mögliche Freundschaft nur Italien und Portu - g a l übrig. Es ist unter diesen Umständen begreiflich, daß die spanische Außenpolitik sich in den letzten Monaten in steigendem Maße an Rom an» lehnte. Diese Bewegung wird um so mehr zunehmen, als von den früheren Feinden in jüngster Zeit Absichten in bezug auf Neutralitätsverletzungen zutage treten, was Spanien zwingt, seine Neuttalitöt unter einen anderen Schutz als nur den der Rechtsgrundsätze zu stellen. Selbstverständlich ist das Verhalt- nis Spanien—Deutschland heute so herzlich wie zu- vor und im Grunde gleich geblieben. Man ist sich in Spanien klar darüber, um was es heute im englischen Kriege geht und wie sehr auch das spanische Schicksal an dieser Entscheidung beteiligt ist. Es gibt viele außenpolitische Zielsetzungen des jungen spanischen Staates, die er heute noch nicht in der Lage ist, selber zu verwirklichen. Eine große Reihe davon können aber in der Auseinandersetzung zwischen Deutschland und Großbritannien erreicht werden. Das Bewußtsein dieser Realitäten bestimmt die politische Gewinnung der spanischen Führung und wird auch zuletzt für ihre Haltung entscheidend sein. Aus aller Wett. Umschulung zu caslkraftwagenfahrern. Da an ausgebildeten Lastkraftwagenfahrern infolge der erhöhten Anforderungen der Wehrmacht Mangel herrscht, hat der Reichsverkehrsminister den Korpsführer des NSKK. Hühnlein veranlaßt die Umschulung von Kraftfahrern anderer Art aus Lastkraftwagen unter Einsatz der Kräfte des beschleunigt zu fördern. Richtlinien hat der Reichsverkehrsminister bereits aufgestellt und die Bevollmächtigten für den Nahverkehr beauftragt, sich dieser Frage mit allen Mitteln anzunehmen. Todesurteil an drei volksschadlingen vollstreckt. Am 23 April 1940 sind der 1907 in Drinow geborene Franz Rezek und der 1917 in. Jiritz bet Noritz geborene Rudolf Housa hmgenchtet worden, die das deutsche Landgericht in Prag ass Volksschädlinge zum Tode und dauerndem khrve^ lust verurteilt hatte. — Rezek und der mehrfach vorbestrafte Housa, zwei arbeitsscheue Menschen, zündeten im November 1939 in Drinow (Protektorat) eine Scheune an, um unter Ausnutzung der durch den Brand verursachten Panik einen Einbruch zu verüben. Durch ihre hinterlistige Tat haben sie die gefüllte Scheune vernichtet und bewußt das ganze Anwesen und die umliegenden Gehöfte ge- fährdet. — Am 23. April ist der 1923 in Kröpelin in Mecklenburg geborene Hans Ziems hingerichtet worden, den das Sondergericht in Rostock als Gewaltverbrecher zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt hat. — Ziems, ein völlig verkommener, frühreifer Mensch, der sich bereits mehrfach an Kinder her- angernacht hat, um sie zu ermorden, hat einem zehnjährigen Mädchen, das von einem Kinderfest zurückkehrte, hinterlisttg aufgelauert und es mit einem Sattlermesser erstochen. Donau-Delta vom Hochwasser überschwemmt. Infolge des ungewöhnlich großen Hochwassers der Donau wurde auch das gesamte Donau-Delta überschwemmt, das einem einzigen See gleicht. Bis jetzt wurden 11 Dörfer völlig überschwemmt und mußten von den Einwohnern fast gänzlich geräumt werden, lieber 100 Bauern- und Fischerhäuser in diesen Dörfern sind e i n g e st ü r z t. Etwa 1200 Familien sind obdachlos geworden. Das Wasser erreichte stellenweise Höhen, die feit 40 Jahren nicht mehr gemessen wurden. Auch die tiefer gelegenen Teile der Stadt Ulcea wurden über- chwemmt. Abmachungen mit Engländern, Franzosen und Holländern, die es den amerikanischen Kriegsschiften Dr. Brummenbaum, Reichshauptabteilungsleiter ermöglichen, deren Stützpunkte im Pazi- lm Reichsnährstand, sagt in einem Aufsatz, die f ik zu benutzen. Auf die ironische Bemerkung eines Grundlage der Düngung bleibt der w i r t s ch a s t s- Senators, Taussig habe sich ein gewaltiges Pro- eigene Dünger. Seit 1937 wurden in rund gramm vorgenommen, entglitt dem Admiral ver- 175 000, Betrieben mustergültige Düngeranlagen ge- sehens die Aeußeruna: „Ich versuche nur, Amerika schaffen, eine Aktion, die auch während de's Krieges aus dem Frieden herauszuhalten, planmäßig weitergeführt wird. Dem Bauern steht Unter homerischem Gelächter des Ausschusses suchte darüber hinaus Handelsdüngemittel zur Taussig sich dann schleunigst zu verbessern. Der be- Verfügung. Durch ein Kilogramm Stickstoff wer- kannte Militärschriftsteller Major E11 i o t, der nach den im Durchschnitt 15 Kilo Getreide mehr erzeugt. Konteradmiral Taussig vernommen wurde, warnte Außerdem wird die Qualität günstig beeinflußt, nachdrücklich vor einer Beteiligung Amerikas am Die deutsche Düngerindustrie ist in der Lage, den Krieg in Europa, weil sonst Amerikas innerpolitische gewaltig gesteigerten Bedarf an Pflanzennährstof- Probleme niemals gelöst werden konnten. sen voll zu decken. Der Umstand, daß das ursprüng- gtuf angriftslustigen Aeußerungen einer so lich vorsorglich auf 75 v. H. gesetzte Kontingent an hohen militärischen Autorität wie Taussig hat sich Stickstoffdünger inzwischen auf 95 v. H. erhöht wer- öcr Staatssekretär des Aeußeren in Washington, den konnte, bringt deutlich die Stärke der deut- Tvrdell Hüll, beeilt zu erklären, die Regierung der schen Kriegswirtschaft zum Ausdruck. Darüber hm- bereinigten Staaten verfolge eine sehr bestimmte aus stehen Kali und Kalk in unerschöpflichen Außenpolitik, und Taussig habe offenbar nur seinen Mengen zur Verfügung. Die jetzt eingeleitete große persönlichen Ansichten^ Ausdruck ver- Bobenu^iterjuchungsaktion hat ein Kontrolle sämtlicher landwirtschaftlich genutzter Aecker . zum Ziele, damit die Düngemittel mit der Aussicht auf höchstmöglichen Nutzen verwendet werden. Ein besonderer Erfolg des Mädellanddienstes ist Madrid, April 1940. 1 es, daß bereits in bedeutendem Umfange die direkte Außenpolitisch war das erste Jahr nach dem Ende Rückführung st ä d t i scher w e i b 11 d) e r K g Bürgerkrieges für Spanien ein Jahr der Jugendlicher zum Lande erreicht wurde. Normalisierung. Es haben sich die Bezie- i Die Zahl der sich freiwillig für den Landdienst . Q. den früheren Feinden des neuen meldenden Mädel erreichte im letzten Jahr vw ve- nämlich zu Frankreich und England, achtliche Ziffer von über 14 OOO, durchweg Madel normalisiert. „La terrible normalidad” — „Die der Stadt, die entweder einen landwirtschaftlichen jurcü^,are Normalität" hat ein Spanier solch ein Beruf ergreifen wollten oder beabsichtigten, sich aus Phänomen genannt, als nach der Einnahme von dem Lande zu verheiraten und vor ihrem Eintritt Barsdlona sich am anderen Morgen die Katalonier in das bäuerliche Leben mit dem Bauerntum ver- nieder in ihren Arbeitsständen einfanden, und zwar traut werden wollten, ober Madel, die zur Ab- n-2t nyr -n ben Geschäftshäusern, sondern auch in leistung des Pflichtjahres nur für em Jahr auf Dem Gewerk chaftsbüros, die bis dahin anarchistische, Lande bleiben wollten. Aber auch von diesen kommunistische, sozialdemokratische ober auch nur Mäbels sinb sehr viele über bas Pflichtsayr Yin- ^^republikanische Politik getrieben hatten, aus a u f b e m fianbe geblieben. Zehn vom Ajese Normalisierung brachte es mit sich, ".aß Hunbert ber gesamten Möbels haben Bauernsohne ... ^ie Beziehungen gerade zu den früheren Fein- geheiratet und sind so als Bäuerinnen aus dem am meisten veränderten. Don der offenen Lande geblieben. Bewährten Madels des Land- bi5 3ur gegenseitigen Anerkennung als dienstes wird die Aufnahme aller landwirtschaft- ^ochbarstaat war ein weiter Weg, aber er mußte lichen Frauenberufe geebnet? Der Madellanddienst mrückgelegt werden, wenn man außenpolitisch den bat seine größte Bewährung im letzten Winter er= ^ürqerfrieg liquidieren wollte. So steht am Anbracht, da bei Ausbruch des Krieges vielfach nur . tiefer Normalisierungspolitik des langen fpa- die Landdienstmädel neben den Bäuerinnen auf den Staates die Anerkennung durch England Höfen blieben. und Frontteich, di- was Frankoeich betraf, tn Wichtig für Reifen in den Westen. Mnähren Niederschlag fand. Bemerkenswerter- Die Einreise in den ^il desLandesB aden U. mürbe sicher Gründe unb nur mit einer Ereis^ Unreinlichen Zwischenfällen, weil offensichtlichi bie bescheini g u n g z u 1 a s s' 6- Dlese wi von oe ori p cy ß^tie tas von ihrem eigenen Der- Kreispolizeibehorbe bes Zlelortes ausgestellt. Welch^ sr^nz Jordana-Börard-Abkommen begreife unter blese Regelung fallen, kann t * unö alles Menschenmögliche zu seiner Sabo- Kreispolizeibehorbe bes Wohnortes fr 0 ber tierung unternahm. Erst nach zähen Kämpfen ist Wer ohne Einreisebescheinigung "b^^ der^ spanischen Führung gelungen, bie Einlösung Gefahr ber Zurückweisung unb unter Umstanoen es Frankreich gegebenen Versprechum ijas."Ä DerflotoafifA-ruffildjeßontietoDertet. Dreßburg , 23. April. (Europapreß.) Die Vor- roie oft mußten Vorstellungen erhob^l wer- bereitungsarbeiten für ben slowakisch-sowsetrussischen I die Waffen ber nach über- Hanbelsvertrag nehmen einen günstigen Verlauf. getretenen Armee, unb in welcher ^U5“)Q^ 3 Die ersten Aufträge aus Rußlanb sinb bereits vor ^gegeben wurden. Es war, als ob' in Frankreich einiger ^eit in Preßburg eingegangen. Es handelt - unüberwindlicher Drang bestände, s ch OeU Aufträge im Werte von ^n gegenüber unkorrekt zu verhalten EA vor ffm.fl w» MenMaft. MI-LWZrHLZi Der Berliner Musikpreis. uni) den Feinden^°us em auf9,npo(iti((f)cn Träger des Berliner Musikpreises bekannt. DI s v Gegners, zu dem man wieder höflich Breronel.QuarteHs Sitton? B r e r 0 IGeig ° Neutrattfötserklörung auf dem Fuße solate, ver gers (Cello). M f * ist * v z M. NSG. „Krall dorch Freude“ ©er (Revisor 5. Verschiedenes. 2063D 206qD 2065 D Die trauernden Hinterbliebenen. Offiziere und Mannschaften) halbe Preise. 2061D Gießen-Wieseck und Reichenbach L O., den 23. April 1940. Gießen, den 23. April 1940. 20596 2071 D nigsten Dank. Klein-Linden (Frankfurt. Straße 150), den 24. April 1940. 01524 2056 D kaufen Sie bei von Zunge Hilfskräfte 1399A Stadttheater GicOcn-piocVdtr 3. Beachten Sie auch immer-? Allen, die uns ihre Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen entgegenbrachten, sagen wir in- Samstag, den 27. April 1940, 20 Uhr, im Stadttheater Gießen, 7. Ring Veranstaltung Wir verlieren eine tüchtige, zuverlässige und äußerst fleißige Mitarbeiterin. Sie wird stets in unserer Erinnerung bleiben. Familie Otto Rinn Walter Geis und Frau. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 25. April, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus Kornblumenstraße 39 aus statt. Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Bänninger G.m.b.H., Gießen. Kreuzplatz 9 und 10 Sammelruf 3153 604a Gestern verschied nach schwerer Krankheit unser Gefolgschaftsmitglied Drogen - Chemikalien Parfümerien Hygienische Artikel WasGh-u.SGhinierdieD8l-StatiOD Opel in Gießen Marburger Str. 145 - Ruf 2847 • 1537 D 39.30 bis 22 Uhr 29. Mittwoch-Miete! Der Revisor Komödie von Gogol Deutsch von Commichau. Preise: RM. 0.60 bis 3.10. [2041D Die Beerdigung findet am Donnerstag^ dem 25. April, nachm. 3 Uhr, statt. 2069 D Photo - Photoarbeiten Projektion Schmalfilm-Kino Komödie vonNikolaus Gogol, deutsch vonTh. Commichau Spielleitung: Hans Geißler, Bühnenbilder: Karl Löffler Eintrittspreise: RM. -.75, 1.05, 1.25, 1.55 und 1.75 Karten im Vorverkauf in der Kartenverkaufsstelle Seltersweg 60 Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt, Abt. B. für nachmittags 3 Stunden für leichte Hausarb. gesucht. 2074D Konditorei Geißner, Blockstraße 9. Wir kaufen gebrauchte mößl.neuwertiße Kraftwagen zum Taxwert und erbitten Ihr Angebot öDHOleßen Nuf 2847/48. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, für die zahlreichen Kranzspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schmidt bei dem Heimgange meines lieben Entschlafenen sage ich auf diesem Wege auch im Namen aller Angehörigen herzlichen Dank. Frau Elisabeth Krüger, geb. Lehrmund. Gießen, den 24. April 1940. Heute morgen verschied nach langem schweren, mit großer Geduld getragenem Leiden meine liebe Schwester, Schwägerin und Tante Marie Heep, geb. Heep, Witwe Gießener Konzertverein Montag, den 29. April 1940, 20 Uhr, Universitätsaula (Eingang nur Goethestraße) Das Leipziger Gewandhaus-Quartett Streichquartette: Haydn op. 76. Nr. 3 g-moll — Mozart D-dur (Koch. 575) - Tschaikowsky es-moll. Eintrittskarten: 1.-, 1.50, 2.25 und 3.— RM. bei Challier, Neuenweg 10 (Fernruf 2671) und abends an der Kasse. Studentenkarten 80 Pf. gegen Ausweis im Kollegiengebäude. KdF. und Wehrmacht (Uoter- Neue Tapeten Bekanntmachung. Ab Donnerstag, den 25. April 1940, werden an den nachgenannten Tagen in der Zeit von 8 bis 13 und 15 bis 18 Uhr (Samstags nur von 8 bis 13 Uhr) die Lebensmittelkarten für die Zeit vom 6. Mai bis 2. Juni 1940 ausgegeben. In welcher Reihenfolge die einzelnen Straßen aufgerufen werden, ergibt sich aus dem nachstehenden Inhalt. Die Abholungstermine sind genau einzuhalten. Im Interesse einer schnellen Abfertigung wird die Bevölkerung gebeten, mit der Abholung der Karten für die Familien eines Hauses nur eine Person zu beauftragen. Vorzulegen find die Lebensmittelpersonalausweise. Die Bestellscheine müssen unmittelbar nach Empfang der Karten an die Geschäfte abgegeben werden. Verloren oder abhanden gekommene Karten werden nicht erseht. Bezugscheine für Spinnstoff- und Schuhwaren können während der Ausgabetage nicht ausgestellt werden. Die Ausgabe der Säuglingskleider-Karten erfolgt ab 3.Mai 1940. Die Ausgabe der Zufahkarten für Schwer- und Schwerstarbeiter usw. wird besonders bekanntgemacht. Paula Schäfer aus Leihgestern. Heute nachmittag entschlief sanft nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Joh. Ludwig Weller im 70. Lebensjahre. Reinrich fiochftätter Die Deolsche IHM Kreisdienststelle Wenn Mutti Geburtstag hat... dann schenke ich ihr eine schöne bunte Laubsägearbeit Serviettenständer, Schlüsselleisten, Thermometer, Kassetten und andere vorgezeichnete Dinge auf Laubsägeholz zur Selbstanfertigung gibt es bei J. B. Häuser Gießen, a.Oswaldsgarten - (Parkplatz) ” Fernruf Nr. 2145 —2146 > BÜRO-EINRICHTUNGEN Gießen, Bahnhofstraße. 7Wd Für alle Fabrikate Wagenpflege gJeW durch unsere moderne Geschäftsstelle Nord. Donnerstag, 25. April: Alter Krofdorfer Weg, Am Läufertsröderweg, Am Rodtberg, Am Sand-feld, Am Wingert, An der Hardt, Asterweg, Auf der Bach, Bootshausstraße, Brandgasse, Brandplatz, Braugasse, Bückingstraße, Cranachstraße, Dammstraße, Diez- straße. Freitag, 26. April: Ederstraße, Feuerbachstraße, Friedhofsallee, Gabelsbergerftraße, Gleiberger Weg, Grüner Weg, Gutfleifchftraße, Hammstraße, Hinter den Schießgärten. Hitletwall, Hundsgasse, Im Gart- feld, Kanzleiberg, Kaplaneigasse, Kirchenplatz, Kirchstraße, Krofdorfer Straße, Lahnstraße^ Samstag 27. April: Landgraf-Philipp-Platz, Land- grafenstraße, Leimenkauter Weg, Lindengasse, Lindenplatz, Marburger Straße, Marktlaubenstraße, Menzelstraße, Reuen Bäue, Rodheimer Straße. Montag, 29. April: Schillerstraße, Schlachthof- traße, Schloßgasse, Schottstraße, Schulstraße, Schützenstraße, Schwarzlach-Weg. Senckenbergstraße, Sonnenstraße, Steinstraße. Dienstag, 30. April: Thomastraße, Walltorstraße, Wernerwall, Werrastraße, Weserstraße, Wetzsteingasse, Wetzsteinstraße, Wiesecker Weg, Wiesenstraße, Wißmarer Weg, Zozelsgasse, Zu den Mühlen. Geschäftsstelle Ost. Donnerstag, 25. April: Altenfeldsweg, Alter Röd- ger Weg, Alter Steinbacher Weg, Am alten Friedhof, Am Kugelberg, Am Nahrungsberg, Am Philofophen- wald, An der Kaserne, Anneröder Weg, Bergkaserne, Bergstraße, Bromberger Straße, Carl-Vogt-Straße, Curtmannstraße, Danziger Straße, Döringstraße. Freitag, 26. April: Eichgärtenweg, Eichweg, Friedensstraße, Fröbelstraße, Gartenstraße, Georg-Phi- lipp-Gail-Straße, Gnauthstraße, Graudenzer Straße, Großer Steinweg, Grünberger Straße, Gutenberg- traße. Samstag, 27. April: Henselstraße, Hessenstraße, Heyerweg, Hultschinerstraße, In den Eichgärten, Jahnstraße, Kaiser-Allee. Montag, 29. April: Keplerstraße, Landmannstraße, Lessingstraße, Sicher Straße, Ludwigsplatz, Memeler Straße, Moltkestraße, Posener Straße. Dienstag, 30. April: Rödgener Straße, Roonstraße, Schlageterstraße, Schlesische Straße, Stephanstraße, Tannenweg, Unter den alten Eichen, Unter der Liebigshöhe, Wolfstraße. Geschäftsstelle Süd. Donnerstag, 25. April: Am Großen Morgen, Am Riegelpfad, Am Schlangenzahl, Am Steg, An den Bahnhöfen, An der Kläranlage, An der Margareten- hütte, Arndstraße, Auf der Weißerde, Aulweg, Bahnhostraße, Beethovenstraße, Buddestraße, Buchner- traße. Freitag, 26. April: Crednerstraße, Ebelstraße, Erdkauterweg, Frankfurter Straße. Samstag, 27. April: Fichtestraße, Freiligrathstraße, Friedrichstraße, Gaffkystraße, Glaubrechtstraße, Gün- thersgraben, Händelstraße, Heegstrauchweg, Hille- brandstraße, Hofmannstraße, Hollerweg, Jhering- traße, Klinikstraße, Körnerstraße, Leihgesterner Weg. rNonlag, 29. April: Liebigstraße, Ludwigstraße, Mittelweg, Rodthohl, Röntgenstraße, Schisfenberger Weg. Dienstag, 30. April: Gemarkung Schiffenberg, Sandkauterweg, Schubertstraße, Wartweg, Welcker- traße, Uhlandstraße, Wetzlarer Weg, Wilhelmstraße, Wilsonstraße. Pünktliches und vollzähliges Erscheinen aller in der Heimat weilenden Mitglieder ist selbstverständliche Pflicht.Muhl, Vereinsführer. Geschäftsstelle Mitte. Donnerstag, 25. April: Alicenstraße, Am Pfarrgarten, An der Johanneskirche, Bahnhofstraße, Bis- marckftraße, Bruchstraße. Freitag, 26. April: Bleichstraße, Burggraben, Er- lengasse, Goethestraße, Grabenstraße, Hindenburg- wall. Hinter der Westanlage, Horst-Wessel-Wall. Samstag, 27. April: In Löbers Hof, Johannes- traße, Kaplansgaffe, Kleine Mühlgasse, Katharinen- gasse, Kornblumengasse, Kreuzplatz, Löberstraße, Löwengasse, Lonystraße, Ludwigstraße. Montag, 29. April: Maigasse, Marktplatz, Markt- traße, Mäusburg, Mühlstraße, Neuenweg, Neustadt, Plockstraße. Dienstag, 30. April: Rittergasse, Schanzenstraße, Sandgasse, Seltersweg, Tiefenweg, Wagengasse, Weidengasse, Wettergasse, Wolkengasse, Teufelslustgärtchen. Ilmhe zum Unterstellen von Möbeln ges. Schrift!. Angeb. unter 01490 an den Gieß. Anz. [Stellenangebote] Perfekte Schneiderin sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 01525 an d. Gieß. Anz. erbet. Saubere,fleißige HWroo gesucht. Zu erfragen im Gieß. Anzeiger. 2070D Junges Fräulein m.Kenntnissenin Stenographie u. Schreibmaschine sucht Anfangsstelle auf Büro. Schriftliche Angebote u. 01529 an den Gießener Anzeiger erbet. | Kaufgesuche~| Moderner gut erhaltener Sleohsagger zu kaufen gesucht Schr.Ängeb.unt. 2058Da.d.G.A. Mod., gebraucht. Büfett und weißerKlei- derschrank mit Spiegel zu kauf. ges.Schr.Ang.'u. 01631 a.d.G.A. gesucht Commerz- und Privatbank Filiale Gießen 2o?aD üpiel-Bereinignng 1900 e.B. Samstag, 27. Avril, 20 Uhr, im „FrankfurterHof" uüilolWtrWuii Tagesordnung: 1. Geschäftsberichte. 2. Annahme der neuen Einheitssatzung. 3. Vorschlag zur Bestellung des Vereinsführers. 4. Wahl der Kassenprüfer. In tiefer Trauer: Familie Karl Lenz Familie Albert Wagner Marie Heep. Aliendorf a. d. Lahn, den 23. April 1940. | Vermietungen"! Schön möbliert. Zimmer in gutem Hause an berufstätigen Herrn zu verm. Schriftl. Angeb. unt. 01532 an d. Gieß. Anz. erbet. ! Mietgesuche""| Jung. Ehepaar sucht zum 1. oder 15. Mai l-2-Zim.-Wohn. Schriftl. Angeb. unt. 01533 a. den Gieß. Anz. erbet. Mehrere möblierte Zimmer (1 und 2 Betten) mit und ohne Küchenbenutzung sofort gesucht. Eilangebote mit Preisangabe an Stadthaus Bergstraße Zimmer 30.lsosLv Weibliche Ärbßilshilfskrail für Sonntags zum Bedienen gesucht. [2064D Heuchelheimer Mühlchen. Fernruf 3425. Junges Mädchen mit guter Empfehlung tagsüber zur Mithilfe im Haushalt, evtl. Pflichtjahrmädel, ges. Zu erfrag, i. d. Geschäftsstelle d. Gieß. Anzeig. Halhlagesmädchen oder Stundenfrau gesucht. 2067D Mobs Ludwigstr. 61 v. 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Und wenn es Blumen sind ober eine Mce- resland schäft ober auch nur das Partrait eines Men- reslandschaft ober auch nur das Porträt eines Men- ein Bild müßt ihr etwas hineindenken, wenn sie klingen sollen. Es ist kein Zufall, daß Bilder genau so gerahmt sind wie Spiegel. Sieh zu, ob du irt Ordnung bist! Jlh „Frau nach Maß/' zweckmäßigen Nutzung zuzuführen. Biele Grund« ftücksbesitzer, die ihr Land felbst nicht bearbeiten konnten und auch geeignete Volksgenossen nicht nachgewiesen bekamen, haben nunmehr die Aufgabe, zur Regelung der Frage der Brachlandaktion die Grundstücke unter Angabe der Lagengroße dem zuständigen Hoheitsträger der Partei anzumelden. Es gibt noch viele geeignete Volksgenossen, dis gerne ein Stückchen Lanb bebauen wollen unb mit denen ein Pachtvertrag abgeschlossen werden kann. Dieser regelt die gegenseitigen Rechte unb Pflichten und bestimmt, daß der Verpächter das Grundstück im Interesse unseres ernährungswirtschaftlichen Kampfes kostenlos zur Verfügung stellt, während der Pächter eine kleine Anerkennungsgebühr von 2 Rpf. pro qm im Iahte an die NSV. zahlt. Es ergeht nunmehr an alle Volksgenossen, blö zur Gartenarbeit die notwendige Eignung und Zeit besitzen, hiermit die Aufforderung, sich beim Hoheitsträger der Partei, also am besten beim Ortsgruppenleiter, zu melden, der ihnen dann im Rahmen des Landvorrates Brachland nachweist. Volksgenossen, die schon Gartenland besitzen und ihrs Anlagen erweitern wollen, werden bei bet Verteilung ber Lanbstücke den Vorrang genießen, weil sie naturgemäß am besten irt der Lage sind, das Brachland intensiv zu nutzen. Die „Brachland, aktion" wird unter Führung der Partei, bei Mitarbeit der Organisationen der Kleinsiedler und Kleingärtner, sowie ber Haus- und Grundbesitzervereine und auch der maßgeblichen Stellen des Reichsnährstandes, den letzten unbebauten Winkel Oberleitungs-Omnibusse für die Stadt Gießen. Inbetriebnahme noch 1940? - Verkehrsverbesserungen. - Das modernste Verkehrsmittel Neben der Kirche steht ein niederes Haus. Dieses Haus ist nicht nur auf dem Bild gemalt worden. Was für ein reiches Leben steckt allein m diesem frans! Da war einmal ein Mann, der zählte sein Geld unb als er fand, baß es wohl reichen mochte, sagte er zu seiner Frau: Wir bauen uns ein Haus Man schwebt immer zwischen Freude und Angst, wenn man ein Haus baut. Aber der Baumeister tröstete ihn und malte ihm ein wunderschönes Haus auf einen Bogen, unb eines Tages tarnen Arbeiter, die gruben einen Keller, bann kamen die Maurer unb bauten vier Mauern, unb immer wieder stand der Mann, der sich ein Haus bauen ließ, davor unb freute sich, wie es wuchs. Bis die Dachbecker da waren und die Glaser für die Fensterscheiben unb der Schreiner die Haustür brachte unb unser neuer Hausherr zum erstenmal sein Haus aufschloß und zuschloß. Dieser Mann ist längst gestorben unb alle mit ihm, die an dem Haus bauten. Das Haus aber lebt noch, unb bas Bilb, auf dem dieses Haus zu sehen ist, lebt auch noch. Vielleicht ist inzwischen das Haus auch abgerissen, bann ist es nur noch auf deinem Bild unb bu hast in ihm wieder em Leben eingefangen vom Manne, ber das Haus baute, unb von allen, die darin wohnten. Unb wieber weiter weg von jenem Haus am Marktplatz ist eine kleine Krämerei. Vielleicht war es ein Bäcker, ber dort gerade durch das offene Fenster fein Brot herausreicht. Wo mag wohl das Korn zu diesem Brot, das du deutlich erkennst gewachsen fein? Welches Heer marschierte zuletzt über diesen Acker, wessen Blut düngte zuletzt diesen Boden? Hoffen wir, daß es ein Fuchs war den die Hunde rissen, ober em Hase, den ber Jager in schneller Flucht traf. Dapn stehen drei mitten auf bem Platz, zwei trauen unb ein Mann. Was mögen sie sich erzählen? Vielleicht gar von der neuen Eisenbahn ober einer anberen Grfmbunfl, die uns heute eine Selbstverständlichkeit geworden ist? Oder tratschen sie gar Böses über einen Mem schen, ber sich darüber bitter trankt? Schau, auch 'günstig. Die Vorbereitungen für die Schaffung von Ober- leitungs-Omnibus-Linien in unserer Stadt werden seit geraumer Zeit mit großem Eifer betrieben Für die Verlegung des Leitungsnetzes in den verschiedenen Straßen liegen die Pläne bereite fest. Man erhofft bei den Stadtwerken die Lieferung m aller Kürze. Die Aufträge wurden an folgende Firmen vergeben: Das Fahrgestell für die ffiagen liefert die Firma Henschel 6- Sohn in Kassel; der Wagen- aufbau, die Karosserie, wird in den Werkstätten ber Firma Oebrüber Cred6, ebenfalls in Kassel, er- stellt. Die elektrische Ausrüstung ber Wagen erfolgt durch die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft (ALG)., ben Bau der Oberleitung hat die Firma Brown- Boveri & Eo. übernommen, unb die elektrischen Unterwerke (Umformer) werben von den Siemens- Schuckert-Werken in Berlin geliefert. Für bic Stadt Gießen (inb 12 Wagen bestellt worben. Dieser Auftrag ist der größte, ber gegenwärtig aus ganz Deutschland bei den Firmen vorliegt. Für bas neue Verkehrsmittel unserer Stadt finb, wie schon aus dem Namen hervorgeht, Oberleitungen notwendig. In den Straßen, die von den O-Bussen befahren werden, müssen jeweils vier Leitungen gezogen werben. Die Elektromotoren werben jeweils aus zwei Leitungen gespeist. Die vier Leitungen finb für Hin- unb Rückfahrt bestimmt. Die Versorgung des umfangreichen Leitungsnetzes mit elektrischer Kraft (Gleichstrom) geschieht über mehrere Umformer, bie den Drehstrom aus ber Hochspannungsleitung in Gleichstrom um- wandeln, der für den Betrieb der Motore der Ö-Busse bie Voraussetzung ist. Die Hauptstationen für bic Stromversorgung des Leitungsnetzes werden die beiden Torhäuschen an den Straßenecken der Neuen 'Säue (Hindenburg- unb Hitler-Wall), nahe dem Stabttheater, bilden. Weitere Umformer werben in der Nähe der Volkshalle unb in Klein-Linden erstellt. Jeder Umformer wirb eine Leistung von je 500 Ampöre aufmeisen, so baß für bas ganze Stromnetz eine Leistung von insgesamt 2000 Ampere investiert wird. Die Betriebsspannung wird 550 Volt betragen. Für bie Hauptstation an der Neuen Bäue werben bic beiden Torhäuschen eine bauliche Veränderung erfahren, durch die allerdings der bisherige Gesamteindruck nicht wesentlich ver- ändert werden wird. Es handelt sich dabei in erster Linie um Anbauten im Innern. Lediglich an den nach der Neuen Bäue zu gelegenen Hausseiten wer- Alle Menschen sollten — wenn sie einmal durch einen Glücksfall ein wenig Geld übrig hoben — sich ein Bild kaufen. Es muß kein alter Meister sein, über den man im Lexikon nachblattern kann, es muß auch kein junger Meister fein über ben man spricht, denn dies nenne ich eme Flucht m bie Sachwerte, der meist bald, gar zu bald eine tpW in die Geldwerte folgt, bei ber man leicht auf die Nase fallen und feinen Beutel verlieren kann, New, diesen Bilderaufkäufem rede ich kein gutes Wort sie wissen, was sie tun, und sie sollen treiben, was sie wollen. Ich spreche auch nicht zu denen, die einen beschädigten Fleck in ber Tapete haben ober eine leere Wand. Bei ihnen entscheidet mäst bas Bild die Wahl, sondern die Große des Fleckes un aünstillstenfalls noch bie Stilart bei Model. vM Wer muh man sich verlieben, eh« s>« ™ Man muß 311 ihnen laufen wie zum Stellb chem mit der Geliebten. Und wie hiejmutter bas geliete Mädchen behütet, bah wir bei ihm sind, soll es auch mit dem Bild (ein. Erst Dan , wenn wir uns schon Tage daraus freuen, es heu e wieder ansehen zu können, wenn wir zwanzig,, i dreihigmal hinliefen, mit «°psend-m H-rz-u ?°nn wir ein Opfer bringen muffen um es U beiden Dann dürfen wir - aber auch nicht einen A>«a früher — das Bild taufen. , @nnft ijr-WÄ«ää sei es nur eine Blume im Gras den winden Mgel eines Engels oder• em■ wardln keu7e -Ulen. M Ä van Bildern so viel wie e n Waneeiiaw hohen Mathematik. Erwartet f jyenn ihr geistreiche Und fachkundig-J8'1^"9jen abcr voll aber genau so wie ich arm an i , von Stiebe'3U .ben schonen Dingens Erde ' eine schwierige Geschichte mit dieser,Arart !ah", die gegenroärtia im Gloria-Palast (puff^unb von einem Schauspieler und Theater- rcgisseur geheiratet werden soll, der sie aber, wie sich in entscheidender Stunde herausstellt, ganz anders haben will, als sic ist. Da die Braut am Verlobungsabend als Ueberraschung betanntgibt, baß sie die Prüfung als Schauspielerin mit Auszeichnung bestanden hat, gibt es zwischen ihr und dem Bräutigam einen handfesten Krach, denn er will unter keinen Umständen eine Schauspielerin zur Frau haben. Der Krach endet denn auch mit einer Trennung. In der Folge geht cs dann auf der Leinwand sehr kompliziert zu, denn der Freier fin-. bet plötzlich bie Schwester feiner Frau als sein be=* gehrenswertes Ideal. Es beginnt nun also, wie sich denken läßt, ein großes Theater, eine allgemeine Verwirrung ber Gefühle, es albt bewußte und unbewußte Täuschungen, es werden Irrtümer hervorgerufen und wieber fallen gelassen, bis zum Schluß schließlich doch die zwei Richtigen zueinanderkom- men. Wie es im einzelnen geschieht, bavon überzeugt man sich am besten burch Augenschein. Der Film hat lediglich die Absicht, gut zu unterhalten. Der Ton ist ganz auf „heiter" gestimmt. Ernstere Anklänge sind mit Sorgfalt vermieben. Da ber Zuschauer zwischen ben Bilbern, so, wie man etwas zwischen den Zeilen erfährt, spürt, wie die ganze Geschichte ausgeht, so verfolgt er bie Errungen und Wirrungen mit anhaltendem Schmunzeln. In den Hauptrollen des unter der Regie von Helmut Käutner und nach einer Idee von Eberhard Förster entstanbenen Films sieht man Leny M a r e n b a ch unb Hans Sohnker in den Hauptrollen, ferner Hilde Hildebrand, Fritz O b e t mar, Walter Steinb eck u. a., heftig bemüht, Leben in bie launige, dach etwas konstruierte Gst schichte zu bringen. H. L Neuner. mänber, das ist wohl das einzige, Auch groß ist das Bild nicht, man in einer Aktentasche unterbringen. Aber nun sitze ich vor dem kleinen Bild unb frage mich, wie der Mann wohl ausfah, der es gemalt hat. Da steht feine Name darunter, aber ich sehe bem Bilb an, daß der Maler schon älter gewesen sein muß, und daß er dieses Bild mit viel Liebe unb Sorgfalt gemalt hat. Da hat er Monate bavor gesessen, unb zwischendurch hat er sicher Briefe bekommen, hat gegeben, hat mit Freunden beim Wem gesessen und mit einer Frau vielleicht svaar einen Streit gehabt. Oder sie hat ihm einen Sohn dazwischen geschenkt. Vielleicht ist ihm auch die Mutter gestorben? Aber immer wieder ist er aus allem Freud und Leib heraus zu seinem Bild gekommen und hat weitergemalt. Es ist nicht wie bei uns anderen Menschen mir tun eine Arbeit, sie währt selten langer^als einen Tag, bann haben mir unser Tagwerk beendet. Und bann kommt unser Privatleben. Und dann kommt wieber eine neue Arbeit. Wir fragen Pakete au? ober machen Füllfeberhalter unb Glühbirnen ober besohlen Schuhe. Unb ber Schuh wirb ferhg, unb morgen kommt ein neues Paar an bie Arbeitz Wer bei Silbern ist es nicht so. Da ist em Jahr eines Menschen darin. Unb bic|es Jahr, dieser große M eines Menschenlebens, den besitzt du jetzt mit bem Bild. Du bist für ihn verantwortlich, du mußt Rechenschaft über dein eigenes Tun vor ihm ab- leaen ganz gleich, ob bu willst ober nicht. Deine sluchtig^Arbeit mahnt er zur Sorgfalt, an bemem 4eierabenb fragt er dich, was wird von dir bestehen nach so vielen Jahren. Nur em Grabstein dessen'Inschrift so schnell verwittert? Kinder laufen von dir herum, kannst bu ermidern Ach werft b ch enblid) bas Sprichwort zum alten Eisen, daß Km ber eine Last bebeuten. Gar eine Leistung, die hr euch gutschreibt! Kinder lohnen " euch durch 'hr schein überreichlich, unb wer Dankbarkeit erwartet, nprlnnat Wucher.zinsen. Glaubt auch nicht, ihr wur d t nun in b?n Gedanken eurer Nachkommen eine Ewigkeit weiterleben. Eines lieberlichen Großvaters H “ n sich unb ben Urgroßvater vergißt man. - Seht, da fch'wätze ich nun "E Hundertsten ms- tausendste unb dies nur, weil ich em Silo ve trodjte. Aber tuest Gedanken kommen aus dem Bilb unb darum liebe ich es. ,, hir Das Bild, bas dir am Herzen l'e.kst, schenkt d r " ein neues Glück. Schau dir den Markt- Da steht eine Kirche im Hintergrund. . 4 m___- hin Mrt»inrtinrtCrt. Wir hatten die Möglichkeit, uns mit bem i Leiter der Stadtwerke, Direktor Lotz, über l bie Pläne zur Neugestaltung der Gießener s Verkehrsverhältnisse zu unterhalten. Aus die i fer Unterredung ist folgendes zu berichten: i Die Straßenbahn in unserer Stadt, die schon über 30 Jahre einen nicht unwesentlichen Teil des Verkehrs bestreitet, läßt von Tag zu Tag mehr und deutlicher fühlbar werden, daß sie den Erfordernissen der Gegenwart nicht mehr in vollem Maße Rechnung tragen kann. Sie entstand zu einer Zeit, in der bie Perkehrsverhältnisse unserer Stadt grundsätzlich andere waren. Die Enge der Straßen, insbesondere in Stadtmitte, erforderten bic eingleisige Anlage mit all ihren Nachteilen, bie hinlänglich bekannt sind. Selbst wenn bic Stadtverwaltung sich entschließen wollte, die Straßenbahn zu moberni« fieren, so wäre dies nicht in bem Ausmaß möglich, daß sich eine wesentliche Verbesserung der Verkehrs- Verhältnisse ergeben würbe. Die Strahenoerhältnisse verbieten den zweigleisigen Ausbau. Die Einführung eines Drei-Minuten-Verkehrs würde keine wesentlichen Verbesserungen bringen unb aufjerbem in hohem Maße unwirtschaftlich sein. Sollte bic Straßenbahn in ihrer bisherigen Form weiterbe- trieben werben, so müßte jetzt außerdem an eine grünblichc Erneuerung ber Schienen gedacht werden, die schon aus Gründen der Materialersparnis gegenwärtig nicht möglich wäre. Das Wagenmate- rial ist zum großen Teil alt. Diese Sachlage hat die Stadtverwaltung schon vor längerer Zeit veranlaßt, das Verkehrsproblem von einer anderen Seite her aufzurollen und eine neue Lösung zu finden, bie auf einen möglichst großen Zeitraum ben Erfordernissen und ber zukünftigen Entwicklung unserer Stadt gerecht werben konnte. Diese Lösung wird in der Anschaffung von Oberleitungs-Omnibussen und der dazu notwendigen Betriebseinrichtungen gesehen. Die Bestellungen ber Wagen und der übrigen technischen Einrichtungen sind bereits vor einem Jahre ergangen. Zum Verkehrsprinzip des Oberleitungs-Omnibusses ist grundsätzlich zu sagen, daß es sich dabei nicht etwa um eine völlig neue Art des Verkehrs handelt. Solche Verkchrsanlagen sind längst erprobt unb haben sich bereits in vielen Städten bewährt. In Deutschland fin&bic Städte Berlin, Leivzig, Zwickau, Dresden, Flensburg, Trier, Pirmasens, Dortmund, Hannover und verschiedene andere kleinere Städte mit solchen Verkehrseinrichtungen ausgestattet, unb bie Zufriedenheit mit dem Oberleitungs-Omnibus ist allgemein. Auch im Ausland, in Italien, in Rußland, in Amerika unb in Eng- land trifft man den Oberleitungs-Omnibus in weit größerem Ausmaß an. Der Oberleitungs-Omnibus (kurz O-Bus genannt) vereinigt die Vorteile der Straßenbahn und des Autobusses in sich. Der O-Bus ist unabhängig von ber Schiene, er kann anberen Fahrzeugen ausweichen, kann unmittelbar an den Bordsteinen halten, so daß die Fahrgäste gefahrlos aussteigen können. Durch die Gummibereifung der Wagen und durch die fast lautlose Arbeit des Elektromotors fährt der O-Bus fast ohne Lärm. Schließlich gestattet der O-Bus die Ausnützung der elektrischen Kraft aus den eigenen städtischen Kraft- werken. Der Betriebsstoff, die Elektrizität, steht also wirtschaftlich günstig zur Verfügung. Autobusse mit Benzin- ober Dieselmotoren sind, allein vom Be° ' triebsstofs her gesehen, wirtschaftlich nicht sehr ben Arkaben geschaffen, bic bas Gesamtbild freund« lieber unb lebendiger gestalten werden. Die Oberleitungs - Omnibusse werden in drei Linien durch bic Stabt geführt. Die Linienführungen finb wie folgt vorgesehen: Linie Bahnhof —Fliegerhorst: Bahn- Hof, Bahnhofstraße, Horst-Wessel-Wall, Hindenburg. Wall, Gartcnstraße, Ludwigsplatz, Kaiser-Allee, Grünberger Straße, Fliegerhorst (und auf gleichem Wege zurück). Linie Schubert st raße — Verdun-Kaser n e: Schubertstraße (Standort-Lazarett), Gaffki). straßc (Kliniken), Wartwcg, Ludwigstraße (Universität), Ludwigsplatz, Kaiser-Attce, Licher Straße, Verdun-Kaserne (und auf gleichem Wege zurück). Linie Selterstor — Klein-Lindenl Seltcrstvr, Frankfurter Straße, Klein-Linden (und auf gleicher Strecke zurück). Die Linie B a h n h o f — W i e f e ck wird nicht mit Oberleitungs-Omnibussen, sondern weiterhin mit der Straßenbahn befahren. Die Straßenbahn fährt in der Richtung nach Wieseck über ben Seltersweg unb in her Richtung nach dem Bahnhof über bie Bahnhofstraße. Für bie Obus-Linien finb auch mehrere Wende-, plätzc notwendig, da der Oberleitungs-Omnibus nur einen Führerstand hat und im übrigen an bie Oberleitung gebunben bleibt. Die Wenbeplätze er» forbern also eine Ausstattung mit kreisförmig ver- fegten Leitungen. Solche Wenbeplätze entstehen am Bahnhof, am Eingang zum Fliegerhorst, in ber Schubertstraße, am Lubwigsplatz, an ber Volkshalle, an der Graubenzer Straße (gegenüber der Landes-Heil- unb Pflegeanstalt) und an der Ver« dun-Kaserne. Ferner müssen solche Wendeplätze irt Klein-Linden (am Brandweg) unb am Selterstor geschaffen werben. Da im zukünftigen Fahrplart vorgesehen ist, ben Verkehr zur Verbun-Kaserne und zum Fliegerhorst etwa viertelstündlich zu ge< stalten, den Stadtverkehr aber in der bisherigen Aus der Stad« Gießen. Hausputz. „Der Frühling naht mit Brausen" — unb auch bie Scheuerfrau. Ihre „Brausen" finb aUerbings ' bic Wassergusse die sich eines Tages burch bie ganze Wohnung ergießen unb zusammen mit einem unbestimmten Gcruchgemisch von Seife, Soda Sal- miak, Terpentin unb Wachs die Tage des großen Hausputzes ankündigen. Das ist dann allerdings alles andere als der „Tag des Herrn". Der Haus- Herr ist habet ganz unerwünscht, das überflüssigste Stuck der Wohnung, nicht einmal gut genug dazu, ' um auf Hochglanz poliert zu werden ... Die Frauen sind „Herr"' der Lage. Die Woh- ' nung ist ihr Befehlsstand, ber Besen der Feld- ' herrnstab. Zehn Stunden lang wird geschrubbt und 1 gebohnert, gebürstet und blank gerieben, geklopft 1 und gewienert. Die verlassenste Abstellecke wird entrümpelt, und selbst das Allerheiligste, der Schreibtisch des Hausherrn, wird bearbeitet; kein Tintenfaß bleibt ungeschoren. Die Geräusche des Teppich- klopfens erfüllen Hoi und Nachbarschaft, aus den geöffneten Fenstern bringen dumpfe Schläge und helle Staubwölkchen, sicherer Beweis, daß jetzt die Matratzen, Sofas und Kissen dran sind. Auch die Vorhänge müssen gewaschen werben, auf daß zu ben Staubwolken bie Dampfschwaben kommen. Manches ist weniger gut eingeteilt als gut gemeint, und alles in allem ist es ein schwerer Tag für bic alleinherrschende Hausfrau. Der Hausherr hingegen ist anderer Meinung. Er verneint grundsätzlich bie Notwendigkeit eines chroh- reinemachens. Er steht dabei auf einem völlig falschen Standpunkt. Er sollte vielmehr bie Initiative ergreifen und auf ein sehr wichtiges Objekt des Hausputzes, nämlich auf ben Ofen, Hinweisen. Denn gerade ihm kommt der Segen des Hausputzes nicht immer zugute. Obwohl er’s bringend nötig hat, einmal gründlich durchgereinigt und nachgesehen zu werden. Jeden Tag tut er Dienst, stündlich wird er gebraucht und ist natürlich eines Tages üb erholungsbedürftig. Was am Tag des Großreine machens nicht geschehen kann, sollen wir aber nicht vergessen. Nur ein innen und außen gut instand befindlicher, sauberer Herd und Ofen brennt sparsam. Diese Leistungsfähigkeit zu erhalten, liegt im wohlverstandenen eigenen Interesse. Herd und Oefen irtstandzuhaltcrt und durchzureinigen ist heute Pflicht. Die Kohlenbevorratungsaktion wird dafür sorgen, daß jeder zu feinem Brennstoff kommt. Aber keiner wird aus Dem Vollen schöpfen können. Denn cs ist Krieg, und es besteht die dringende Notwendigkeit, unser Transportwesen und bie Eisenbahn zu entlasten. Jeder wird schon im Sommer sich seine Braunlkohlenbriketts im Keller oder auch sonstwo aufstapcln. Und der angchäuftc Vorrat mahnt aus eine stille, aber eindringliche Art, gut einzuteilen und Kohlen zu sparen. Und dazu kann der Hausputz, bei bem man Herd und Ofen nicht vergißt, bie wichtigste Voraussetzung schaffen. Denn nur reine unb gesunde Oefen gewährleisten eine sparsame Derwendung der Kohlen. Dornotizen. Tageskalender für INiktwoch. Volkstümliche Vorträge und Vorlesungen ber Ludwigs-Universität Gießen: 20.15 Uhr Abendvor- lefuna Professor Glöckner über „Einführung m bie Äesthetik der bildenden Künste" (H. Teil: Zeichnung und Malerei) im Kunstwissenschaftlichen Institut, Ludwigstraße 34. - Stadtthcater: 19.30 bis 22 Uhr „Der Revisor". — Gloria-Palast (Seltcrs- weg): „Frau nach Maß". — Lichtspielhaus (Bahn- Hofstraße): „Wir alle geh'n zum Polterabend - Oberhessischer Kunstverein: Ausstellung Kroll, Gießen, von 17 bis 18 Uhr im Turmhaus am Brand. Gießener Konzert-Verein. Die nächste Veranstaltung des Gießener Konzcrt- vcrcins ist ein Kammcrmusikabend, für den das Leipziger Gewandhaus-Quartett gewonnen wurde Das Konzert findet nächsten Montag in der Umoersttats- Aula statt. Das Programm enthält Werke von Haydn, Mozart und Tschaikowsky. Der Stellvertreter des Führers hat eine Anord- nung herausgegeben, nach der der Partei wieder eine beachtliche Aufgabe zugewiefen wird. Alle in Deutschland vorhandenen Brachlandflächen, die für die landwirtschaftliche, sowie gärtnerische Nutzung in Frage kommen, werden durch den Einsatz der Hoheitsträger der Partei, insbesondere der Kreis- heimstättenwaltcr des Gauheimstättenamtes der NSDAP, erfaßt werden. In unserem Gau war seit Ende vorigen Jahres bereits eine Aktion zur Erfassung aller Grund- stücke bei den Sicdlungs- und Baugenossenschaften, sowie teilweise bei den Gemeinden und Städten mit einem sehr guten Erfolg durchgesührt worden. Es sind im Zuge dieser Maßnahmen rund 150 000 qm Landslächcn der gärtnerischen oder landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt worden. Die Sied- lungs- und Baugenossenschaften des Gaues haben sich bei dieser Aktion voll eingeschaltet, und alle nur verfügbaren Flächen wurden bereits in diesem Frühjahr 'unter die Wohnungsinhaber ber Bau- unb Sicblungsgenossenschaft verteilt. Der Erlaß des Stellvertreters des Führers zur Brachlanbaktion vom 2. 3. 1940 besagt nun, daß die augenblickliche Kriegslage die Ausnutzung der letzten noch in Frage kommenden Flächen erfordert. Bei dieser Aktion ist es von größter Wichtigkeit, daß vor der Inbetriebnahme von Brachlandflächcn die Sicherung ber notroenbigen Arbeitskräfte geklärt sein muß, ba sonst bie Gefahr besteht, daß wertvolle Güter an Dünger und Saatgut, ohne den Dro tz^ "d er * ro?ebcr 1) o l ten$ 21 u f r uf c° * i ft §noch ' eine erfassen und somit einen" wertvollen Beitrag im große Anzahl von Brachlandflächen im Gau einer Dienste der Ernahrungswlrtschaft leisten. ___ Ms-LLSS? S ssa --u- -- - ltt “ 0 3 9 kann es leicht ganz rot wurden, so innig hatten sie sie gefaltet? sitze Oder fallen dir Nicht die Jahrmarktbuden deiner eigenen Kindheit ein, bic auf dem Kirchplatz standen, und deine erste Ringelspielfahrt auf dem großen Holzpferd, für bas du das Vermögen von fünf Pfennigen abliefern mußtest? Ich höre die Glocken dieses Turmes, unb alle Glocken schwingen mit, die e in meinem Leben Bedeutung hatten. Form, (7-Minutenoerkehr) beizubehalten, sind die Wendepunkte Volkshalle und Graudenzer Straße notwendig. Es fährt also z. B. erst jeder zweite Wagen nach der Kaserne an der Licher Straße, oder nach dem Fliegerhorst. Im Hinblick auf die Fahrgeschwindigkeit unterscheiden sich die neuen Oberleitungs-Omnibusse er» «von der Straßenbahn. Die Straßenbahn urchschnittlich mit 12 Kilometer Geschwindigkeit. Die O-Busse werden eine Geschwindigkeit von 23 Stundenkilometern entfalten. Der wesentlichste Vorteil der Einführung der O-Busse wird nicht zuletzt darin zu sehen sein, daß seine Linien zweispurig ausgebaut werden. Bei der Würdigung des neuen Verkehrsmittels ist zu berücksichtigen, daß es sich bei den Oberleitungs-Omnibussen nicht um ein Massenverkehrsmittel handelt. Die Wagen können nur bis zu einem Ä Grad belastet werden, soweit es eben die ifung aushält. Berücksichtigt ist aber von vornherein bei der Größe der Motore in den O- Bus-Triebwagen, daß auch mit Anhängern gefahren werden kann. Erweist sich die Notwendigkeit, bei großen Veranstaltungen z. B. in der Volkshalle in verhältnismäßig kurzer Zeit möglichst viele Fahr- gäste^zu transportieren, dann besteht immer noch die Möglichkeit, auf der Strecke mehrere Wagen kurz hintereinander und in ununterbrochener Folge einzusetzen, darüber hinaus können aber die im Besitz der Stadt befindlichen Diesel-Omnibusse ebenfalls herangezogen werden. Ein weiterer großer Vorteil der O-Busse besteht darin, daß die Bahnübergänge an der Frankfurter Straße und in der Licher Straße fein Hindernis mehr sind, wie sie es zum Beispiel für die an die Schine gebundene Straßenbahn sind. Wohl muß die Oberleitung über den Bahnkörper verlegt werden, aber dies ist ohne besondere Schwierigkeiten möglich. Die Bahnschranken werden für diesen Fall geteilt und senken sich dann je zur Hälfte über die Straße um sich über Straßenmitte zu treffen. Die Anschaffung von Oberleitunas-Omnibussen für unsere Stadt wird sich, das darf schon heute gesagt werden, als eine Verkehrsoerbesserung erweisen, für die noch manche Generation der weitsichtigen Stadtverwaltung dankbar sein wird. N. Oberbürgermeister Kitters Dank. In unserem gestrigen Bericht über die Ernennung des Oberbürgermeisters Ritter zum Ehrensenator der Universität Gießen ist durch ein technisches Versehen die Wiedergabe der Ansprache des Oberbürgermeisters im dritten Absatz gestört worden. Dieser Absatz seiner Rede muß richtig wie folgt lauten: „Der Oberbürgermeister erinnerte dann an die mannigfaltigen Schwierigkeiten, die bisher zu über« winden waren, er wies aber auch auf den starken Auftrieb aller Kräfte und Energien hin, die von dem Führer und seinem Aufbauwerk ausgingen und die alle deutschen Volksgenossen mit gutem Willen begeisterten und mitrissen zum Einsatz ihrer Person und ihrer ganzen Kraft, woraus dann eine ungeheuere Energiequelle für unser deutsches Volk geworden sei. Bei dieser Sachlage sei es für ihn nicht schwer gewesen, an der Fortentwicklung unserer Universität eifrig mitzuarbeiten, gestützt auf das Gedankengut des Führers und geleitet von dem Wunsche, im Geiste des Führers auch für die Universität Gießen eine neue Zeit herbeizuführen. Bei dieser Arbeit gebe es für einen Nationalsozialisten keine Schwierigkeit, und auch unsere Universität Gießen mit einem jungen, lebendigen Rektor an der Spitze werde alle Schwierigkeiten überwinden; das habe sie in den versessenen Monaten bereits bewiesen, in denen es gut vorwärtsgegangen sei und die die Gewißheit geben, daß es auch weiterhin mit der Universität aufwärtsgehen werde." Dann folgt der gestern berichtete Schluß der' Ansprache. ,'örei lustige (Mellen " Die NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude" bot am Montagabend in dem bis auf den letzten Platz besetzten Gloria-Platz wieder einen Abend unbeschwerter Unterhaltung. Der Begriff „Humor" stand dabei ganz im Vordergrund, und die „Drei lustigen Gesellen" vom Kölner Rundfunk sorgten dafür, daß die Stimmung für die drei Stunden dieses Abends auf der Höhe blieb. Sie nahmen ihre Zuhörer in ein Kreuzfeuer von Witzen und luftigen Szenen, so daß nichts anderes übrig blieb, als herzlich zu lachen. Die meisten Witze brachten sie nicht etwa im erzählenden Ton unter die Leute, sondern sie spielten ihre Witze und fügten dem gesprochenen Wort noch ihre gerissene Mimik bei, so daß der Mirft öu ts fthafftn, Ima? Nomon von fflovtfno Mnrt^clm 12. Fortsetzung (Nachdruck verboten!) Sind wirklich erst vier Tage vergangen, seit Lena Oetteking das Gräfehaus verlassen hat? Jupp sitzt auf seinem Lieblingsplatz, auf - 8er Laderampe. Brütende Hundstagshitze liegrTrbcr dem Hof, und Jupp grollt dem Großen, der ihn ausgerechnet heute an die Schularbeit geschickt hat. Trocknet nicht einem jeden heute das Gehirn aus? Gewiß, in ein paar Tagen find die Ferien zu Ende ... „Mist!" damit ist alles gesagt. Nicht allein das Unbehagen über den Schulbeginn, sondern auch die große Leere, die seit Tante Lenas Weggang im Gräfehaus eingezogen ist. Hefenfranz rollt ein Faß aus dem Lagerraum auf die Rampe. Ev kommt Jupp gerade recht. „Hefenfranz, wäre es nicht besser, sie wäre überhaupt nicht gekommen, wenn sie nicht Verbleiben kann?" Hefenfranz weiß ohne Erklärung, daß „sie" das Fräulein Lena ist. Er hat viele ähnliche Fragen in diesen Tagen beantworten müssen, das beißt’s was man bei Hefenfranz antworten nennt: „Ja, ja, das is nun so — das kann keiner annersch machen —" Jupp erwartet nicht mehr, er weiß, Hefenfranz versteht ihn. Dem Großen ist es auch nicht einerlei, daß Lena wieder fort ist. Sieht er nicht zum Fürchten aus? Wie ein Strich sind seine Augenbrauen. Den Mund kriegt er wohl nur sehr schwer auf, so eingekniffen ist er. Die Stirn ist voller Falten. Zu anderer Zeit wßre Jupp das gar nicht ausgefallen. Was guckt er denn nach dem Großen, der immer turmhoch über ihm steht, gleich nebem Vater, der ohnehin ein halber lieber Herrgott ist! Seit ihm Erni verraten hat, was mit dem Großen los ist, muß er es aber tun. Verliebte Leute muß man sich ansehen, ohne es zu wollen. Aber dann muß man den Kopf schütteln und sich wundern. hefenfranz, als du hinter deiner Frau her warst, hast du da auch das schönste Essen stehen- lassen?" Ein neues Faß poltert über die Rampe. Hefenfranz hält es erstaunt auf. „Was meenjte?" „Na — ich meen' nur so--" Jupp hat einen roten Kopf bekommen. Er springt von der Rampe über den Hof und sieht sich nicht mehr nach Hefenfranz um. Erni bäckt in der Küche Plinsen. Das ist em Lichtblick. Erst mal wird man sich also dort ordentlich ranhalten. Später könnte man schwimmen aehen oder lieber nach der Baustelle der Autobahn fahren, sehen, wie weit man inzwischen gekommen ist. Jupp dehnt sich. Ach, leider gibt es im Leden Tage, an denen man nichts anzufangen weiß. • * * „Nun, wollen Sie nicht aussteigen? Löbau! Eine Minute Aufenthalt!" Ein Herr hat Lena Oetteking die Tür aufgeklinkt. „Hören Sie nicht, es eilt, halten Sie sich doch dazu!" Hat sie der Herr hinabgedrängt oder hat der Schaffner geholfen? Lena weiß es nicht, sie sieht nur beklommenen Herzens der forteilenden oraunen Schlange nach. Schwerfällig nimmt sie ihren Koffer auf. Da vorn ist also die Bahnhofshalle, links der arünc Löbauer Berg, der auf das Schienengewirr herabsieht. Alle Fahrgäste sind schon norausgegan« gen. Lena ist die letzte, die ihm ihre Karte abgibt. Der Schaffner hängt die Kette schnell hinter ihr zu. Vielleicht will er nach Haus, hat Frau und Kind. Sie hat hinter der Sperre nichts zu suchen, sie sollte hier in Löbau nur umsteigen und weiterfahren ins Weserland. Mit voller Absicht denkt sie an diesen fremden Mann, denn sie will nicht über sich selbst nachdenken. Auch als sie auf dem Bahnhofsplatz steht und sich im Geiste mit Hermann Gräfe sieht, wie sie vor acht Tagen hier voneinander Abschied genommen haben, wehrt sie sich noch gegen alle lleberlegung. Erst das kleine rotweiße Telephonhäuschen, das so lockend an der Seite der Anlagen steht, weckt ihre Unentschlossenheit und alle Not der letzten Stunden. Vor einer Woche fuhr sie nach Breslau. Sie hatte dem Gräfehof den Rücken gekehrt, sich mit Schmer- zen losgerissen, und heute steht sie wieder hier, müßte eigentlich im V-Zug weitergefahren sein über Dresden ins Weserland, steht und sieht das Telephonhäuschen an. Ein Anruf im Gräfehaus, und der gute alte Planwagen kommt angerumpelt und fährt sie wieder hinüber zu den Menschen, mit denen sie sich fast ohne Unterlaß in ihren Breslauer Tagen beschäftigt hat. Jenseits des Platzes leuchtet die Reklameschrift des Hotels auf, obwohl es noch gar Nicht dunkel ist. Könnte man nicht noch eine Frist einschieben? Man könnte noch überlegen. Ein Zimmer nehmen, eine Nacht lang nachdenken, ob man noch einmal Einkehr halten soll im alten Gräfehaus oder doch lieber frühmorgens heim fahren? Unentschlossenheit kann weh tun wie eine Wunde. Sie kann quälen, aber sie kann auch schnell verschwinden. Ein paar tiefe Atemzüge, das Blut pulst wieder frei und ungehemmt durch den Körper. Eine unsichtbare Macht lenkt Lena Oettekings Schritte nach der Telephonzelle. * Im Gräfehaus fitzen sie beim Abendessen, da läutet das Telephon. Lena ist es, sie ruft aus Löbau an. „Wie — was? Kommt wieder? Wie, Tante Lena?" Eine Woge von Freude erfüllt das Zimmer. Messer und Gabel werden aus der Hand gelegt, und Jupp, der die Kunde über den Disch gerufen hat, ist der erste, der hinaus zu Hänischloö läuft und mit ihm gemeinsam die Fuchsstute aus dem Stalle führt. „Wenn man jetzt ein Auto hätte, in einer Viertel- stunde wäre man in Löbau!" Er sitzt schon auf dem Bock, ehe Hermann aus dem Hause kommt. Erni hat die Nudeln in den Ofen gestellt, und Christoph Gräfe hängt seine Ausgehjoppe wieder in den Schrank. Es kommt gar nicht in Frage, heute zum Skat in den Kretscham zu gehen. Gesprochen wird gar nicht viel. Ein jeder hat seine Gedanken für sich. Die freudige Stimmung der einzelnen äußert sich in Kleinigkeiten. Vater Gräfe holt einen mächtiaen Krug „Gold", nicht Jungbier wie sonst, von Drüben und setzt ihn auf die Kellerstufen, damit er kühl bleibt. Erni pflückt schnell noch eine Handvoll Reseda und stellt sie in das böhmische Glas auf den Tisch. Hermann setzt sich statt des verknüllten Filzes feinen sonntäglichen Hut auf. Erfolg nicht ausbleiben konnte. Unter den Titeln „Das Alibi", „Der späte Gast", „Reklame", „Die Kommode" und „Die Liebe vor und in der Ehe" griffen die drei luftigen Gesellen und ihre Helfershelferin Käthe Mattschek in das volle Leben und sicherten sich manchen stürmischen Beifall. Aber auch sonst brachte der Abend noch mancherlei angenehm aufregende Vorführungen. Zwei Willis zeigten akrobatische Höchstleistungen ernst und komisch, William Petras forderte mit seinen urkomischen Jongleurkunststücken stürmisches Gelächter heraus, Arno Metzner, der viele Darbietungen des Abends unermüdlich am Flügel begleitete, bewies auch als Akkordeonvirtuose und Sänger sein musikalisches Talent. Käthe M e 11 s ch e k trat als Soubrette auf und fand insbesondere in ihrer Parodie auf eine bekannte Sängerin viel Beifall. Schließlich wäre noch das Florida-Ballett zu nennen, dessen Mitglieder nicht nur durch ihre ranken Gestalten und durch ihre schönen Kostüme, sondern auch durch ihr tänzerisches Können Eindruck machten. ♦ ** Dienstjubiläum bei der Stadt Gießen. Auf eine 25jährige ununterbrochene Dienstzeit bei den Stadtwerken kann heute der Elektromonteur Heinrich Bachmann zurückblicken. Im Kreise seiner Arbeitskameraden wurde der Jubilar geehrt und erhielt neben einer Treueprämie ein Glückwunschschreiben des Oberbürgermeisters. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten Ochsen 43,5 Rpf., Bullen 36 bis 43,5, Kühe 14 bis 43,5, Färsen -25 bis 48,5, Kälber 35 bis 64, Hämmel 20 bis 50 Rpf. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilo Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 Kilo und mehr) 1,09 RM., bl (135 bis 149,5 Kilo) 1,09, b2 (120 bis 134,5 Kilo) 1,09, c (100 bis 119,5 Kilo) 1,07, d (90 bis 119,5 Kilo) 1,07, e—f (60 bis 79,5 Kilo) 1,01, gl (fette Specksauen) 1,01, i (Altschneider) 1,01, g2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. Marktverlauf: Regelmäßig, alles zugeteilt. Strafkammer Gießen. Der Theodor Schmidt aus Eichelsdorf, zur Zeit in Untersuchungshast, war angeklagt, in der Zeit von 1932 bis 1939 in Eichelsdorf mit Personen unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen vorgenommen zu haben. Der Angeklagte war im wesentlichen geständig. Der Anklagevertreter betonte, weder die Vorstrafe von sechs Jahren Zuchthaus, noch die ihm gewährte Gnade (es wurden ihm zwei Jahre erlassen) hätten den geringsten Eindruck auf ihn gemacht. Der Angeklagte sei ein gefährlicher Jugendverderber. Seine strafbaren Handlungen habe er teilweise unter Ausnutzung der durch den Kriegszustand entstandenen besonderen Verhältnisse begangen, weshalb er als Volksschäüling im Sinne der Verordnung anzusehen sei. Die Tat sei ganz besonders verwerflich. Der Angeklagte fei Familienvater, aber ein Mensch ahne jede Hemmung. Der Anklagevertreter beantragte Einzelstrafen von insgesamt 24 Jahren und 3 Monaten Zuchthaus und daraus die Bildung einer G es am tzu chth au sstra fe von zehn Jahren und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte aus die Dauer von zehn Jahren. Der Angeklagte wurde des Sittlichkeitsverbrechens in 14 Fällen schuldig erkannt und zu einer Gesamtzuchthausstrafe von acht Jahren, abzüglich fünf Monate' Untersuchung schäft, verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm auf die Dauer von zehn Jahren aberkannt. Straf- erschwerend kamen die Vorstrafe und der Umstand, daß der Angeklagte sich wahllos an den Kindern oergriff, in Betracht. Seine Handlungen seien geeignet, die Moral der weiblichen Jugend zu unter- ara'ben. Mildernde Umstände mußten dem Angeklagten versagt werden. Aus der engeren Heimat. Auszeichnung für freue Dienste. In Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste hat der Führer für über 40jährige Tätigkeit folgende Personen mit dem Treudienst-Ehrenzeichen 1. Stufe ausgezeichnet: die Hebamme Elisabeth Görnert von Ettingshausen, den Straßenwärter Philipp G ö ° b e l in Laubach, den Schäfer Otto Hofmann I. in Steinheim und den Leichenbestatter Heinrich H i r t h in Schotten. Kinderspiel verursacht Schadenfeuer. * Nidda, 24. April. Im Nachbarort Dauern- heim brach im Anwesen des Heinrich Hepp I. ein Feuer aus, dem die Scheune zum Opfer fiel. Nur der Umstand, daß die Scheune in einiger Entfernung von den Wohngebäuden lag, bewahrte die Hofreite vor der Vernichtung. Wie festgestellt wurde, entstand das Feuer durch einige etwa siebenjährige Jungen, die mit Streichhölzern spielten und baoonliefen, als die Scheune zu brennen begann. Dieser Vorfall läßt erneut erkennen, wie notwendig es ist, daß die Eltern unter allen Umständen vermeiden, Kinder in den Besitz von Streichhölzern gelangen zu lassen. Mehr denn je ist es die Pflicht aller Volksgenossen, alle Aufmerksamkeit mit dafür einzusetzen, daß durch derartige Vor- kommnisft das deutsche Volksgut nicht geschädigt wird. Insbesondere die Eltern müssen sich hier aller Verantwortung stets bewußt sein. Landkreis Gießen. <£ Großen-Linden, 22. April. Das Reichsbahn - Kamerad sch aftswerk Großen- Linden und Umgegend hielt am Sonntag nachmittag seine 16. Hauptversammlung in der Wirtschaft „Zum Rebstock" in Großen-Linden ab. Der Kameradschaftsführer, Reichsbahnsekretär Spehr er (Leihgestern), gedachte zunächst der im abgelaufenen Jahre Verstorbenen, deren Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Aus dem Jahresbericht war zu entnehmen, daß im Vordergrund die Wohlfahrtspflege stand und hierfür an Kameradschaftsangehörige und Familien 1076,56 RM. auf» gewendet wurden. Der Mitgliederstand beträgt zur Zeit 287. Der Kassenbericht, von den Kassenprüfern Dern und Seth und einem Beamten der Reichsbahndirektion geprüft, schloß mit einem kleinen Fehlbetrag ab, der aus dem Vermögen gedeckt wurde. Nach Bekanntgabe des Voranschlags für 1940, der genehmigt wurde, gab der Kamerad- schaftführer die neuen Satzungen bekannt, nach denen das Wort „Eisenbahn-Verein" durch „Kame- radfchaftswerk" ersetzt wurde, um damit die vornehmste Aufgabe, die Wohlfahrtseinrichtung, hervorzuheben. Nach kurzer Aussprache wies der Kameradschaftsführer noch auf die großen Ereignisse unserer Zeit hin und schloß Mnn die Tagung in üblicher Weise. Kreis Diidiägen. * Schotten, 23. April. In seiner gestrigen Sitzung befaßte sich der (Semeinberat mit der Bachregulierung in der Vogelsbergstraße. Das Bachbett wird verlegt, die notwendigen Erdarbeiten werden bald beginnen. Die Frage der Verlegung des Mühlgrabens am Beundeweg, muß aus technischen und finanziellen Gründen zurückgestellt werden, sie wird vom Wasserbauamt nochmals technisch überprüft. Die Frage der Erweiterung der Adolf-Hitler-Straße und der Erwerb von Häusern in den engsten Stellen wurde näher besprochen, ebenso die Siedlungsfrage. Zwei private Siedlungsbauten werden errichtet. Der altbekante Prämiierungsmarkt am dritten Psingstfeiertag soll, wie in den früheren Jahren, mit einer Prämiierung und dem Volksfest durchgeführt werden. Beim paddeln ertrunken. Lpd. Limburg. 23. April. Ein mit zwei Männern besetztes Paddelboot geriet am Montagnachmittag auf der Lahn ins Kentern. Die beiden des Schwimmens unkundigen Insassen fielen ins Wasser und der eine wurde sofort abgetrieben. Der andere konnte gerettet werden, während die Leiche des ersteren trotz eifriger Suche nicht gefunden worden ist. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 24. April. (Vorbericht.) Der Hauptmarkt für Kälber und Schweine war ausreichend beschickt und nahm einen lebhaften Verlauf. Das gesamte Vieh wurde zu etwa folgenden Preisen zugeteilt: Kälber 25 bis 65 RM., Hammel 30 bis 51, Schafe 20 bis 44, Schweine 49,50 bis 55,50 RM. G.A.-Sport. VfB.-Neichsbahn Gießen. Sportfreunde Wetzlar I — VfB. R. I 2:3 (0:1). Mit einem knappen, aber vollaufverdienten Siege kehrten die Grünweißen vom gefürchteten Gelände der Sportfreunde in Wetzlar zurück. Die Gastgeber waren durch acht Soldaten verstärkt, doch konnten sie gegen die wieder in Form gekommenen Grün- weißen nichts ausrichten. Die Gäste haben sich wieder gefunden, einzig der Sturm war nicht ganz auf der Höhe. Die Wetzlarer versuchten zu Beginn des Spieles durch Ueberrumpelung zum Zuge zu kommen, fanden aber bei der aufmerksamen Hintermannschaft wenig Gegenliebe. Die Grünweißen fanden sich schneller zurecht und gingen stark aus sich heraus. Nach 20 Minuten konnte Berghöfer eine Vorlage von Funk zum ersten Tor einschießen. Dieser Erfolg spornte die Grünweißen mächtig an,' doch blieben Erfolge bis zum Wechsel aus. Kurz nach der Pause erhöhte Ehmann auf 2:0, wenig später war es Berghöfer, der gut bedient, zum dritten Tore einschoß. Den sicheren Sieg in der Tasche, ließen die Grünweißen nach, wodurch der Gegner in den letzten 20 Minuten stark aufkam. Einen Elfmeter verschossen sie, doch bald darauf fiel durch den Mittelstürmer der erste Gegentreffer. Kurz vor Schluß war es derselbe Spieler, der nochmals einschießen konnte, ohne jedoch den Sieg der Grünweißen gefährden zu können. Fußball der Kreisklaffenspiele. Garbenleich I — Steinbach I 3:5 (0:2). Bei dem Lokaltreffen Garbenteich — Steinbach ging es hoch her. Es wurde erbittert gekämpft. Die Steinbacher hatten, mit dem Wind spielend, zuerst etwas mehr vom Spiel und unterstrichen dies durch zwei Tore. Bis zur Halbzeit war bas Spiel offen, dann kamen die Gastgeber stark auf, aber außer einem Tor gelang ihnen nichts. Die Steinbacher konnten wiederum auf 3:1 erhöhen, dann gingen die Platzherren zum Generalangriff über und schossen ein zweites Tor. Einen Elfmeterball, der die Entscheidung bedeutet hätte, ließen sie aus. Nunmehr schafften sich die Gäste durch zwei Tore Luft und kurz vor Schluß war Gardenteich wieder erfolgreich, ohne jedoch den Sieg der Gäste, der auf» Grund der besseren Leistungen verdient war, gefährden zu können. Hungen I — Großen-Bufeck I 1:4 (0:3). Obwohl die Großen-Busecker dieses Spiel für sich entscheiden konnten, mußten sie doch erst hart kämpfen, ehe ihnen die Punkte zufielen. Schon kurz nach Beginn schoß der Gast den Führungstreffer, der in einer Drangperiode der Hungener, denen nichts gelingen wollte, fiel. Bis zur Pause erhöhteGroßen- Buseck seinen Vorsprung auf 3:0. Dann hätten die Platzherren mehr vom Spiel, aber durch die starke Hintermannschaft war nicht hindurchzukommen. Jeder Mannschaft gelang noch ein Tor, dann flaute das Spiel stark ab. Großen-Bufeck führt durch diesen Sieg die Tabelle an. Handball im Kreis VIII. Wlv. I gewinnt in Heuchelheim 12:5 (6:2). Nach einer mehrmonatigen Spielpause trafen beide Mannschaften im ersten Spiel der neuen Pokalrunde aufeinander. Vom Start weg nahm der Mtv. das Heft in die Hand und bald schon hieß es 1:0. Erst nach dem 5. Tor kamen die Heuchelheimer zu ihrem ersten Gegentreffer. Noch einmal waren beide Mannschaften erfolgreich, ehe die Seiten gewechselt wurden. Nach der Pause drängten die Platzbesitzer stürmischer, konnten jedoch einen weiteren Treffer des Mtv. durch Voigt (früher Siemens Berlin) nicht verhindern. Allerdings war der gegnerische Torwart nicht ganz auf der Höhe. Auf der anderen Seite sah der Schiedsrichter auch etwas zuviel Abseits bei den Mtv.-Stürmern, die mehrmals nach wunderbarer Kombination des gesamten Sturmes klar und fehlerlos einwarfen, so daß das Ergebnis von 12:5 zum mindesten in Ordnung geht. Spg. Großen-Bufeck — Io. Launsbach 7:3 (5:1). Am Sonntag trafen sich auf der neuen Sportanlage der Sportgemeinde Großen-Bufeck obige Mannschaften zum angefetzten Handball-Pokalspiel. Die gesamte Mannschaft des Tv. Launsbach war nicht in der Lage, eine Niederlage abzuwehren, denn die erste Halbzeit endete bereits mit 5:1. In der zweiten Halbzeit mußten die Busecker gegen die Sonne spielen und kamen nicht recht zur Entfaltung. Auf beiden Seiten wurden noch je zwei Tref- fer erzielt und damit das Ergebnis auf 7:3 gestellt. „Was willst du denn mit dabei?" knurrt er Jupp an, als er auf den Wagen steigt. „Hast du vielleicht die Lena allein gepachtet?" fragt Jupp unverfroren, worauf der Große schweigt. Mit Jupp, dem Lümmel, zieht man nur den kürzeren. Jetzt vielleicht einen Krach anfangen? Jetzt, da die Lena kommt? Nein, dazu ist Hermann viel zu gut aufgelegt. Jupp tft cs dann auch, der in Löbau kurzerhand sagt: „Du bleibst beim Pferd, ich werde sie suchen. Sie ist natürlich im Wartesaal und trinkt Kaffee, das machen Frauen immer, wenn sie Langeweile haben!" Und ehe Hermann zu Worte kommt, ist er schon verschwunden. „Siehst du, habe ich's nicht gesagt?" Mit diesen Worten begrüßt er Lena, die tatsächlich vor einer Tasse Kaffee sitzt. Lena versteht es falsch und wird ganz verlegen.. „Wie, du hast's gleich gesagt, Jupp? Ich wußte es ja damals selbst noch nicht —" Aber Jupp hört schon nicht mehr drauf. Er hat sich nach ihrem Koffer gebückt und ihren Schirm von der Stuhllehne genommen. „Nun komm, der Große wartet draußen, und zu Hause warten sie mit dem Abendbrot. Die Erni hat Angst, daß ihr die Nudeln zusammenbrutzeln!" Lena muß lachen. Jupp — natürlich! Wahrscheinlich knurrt ihm selbst der Magen nach den Nudeln. Indes sie durch die Halle gehen, sagt er noch so nebenbei: „Jedenfalls ist das großartig, daß du wiedergekommen bist. Das einzig Richftge!" „Lange bleibe ich aber nicht da — höchstens ein paar Tage--" Das hört nun auch Hermann, der ihr ein Stück entgegengekommen ist. .^Hauptsache, wir sehen dich noch mal, Lena!" Er sagt es so leise, daß es nur Lena hört, lieber seine Augen bei diesen Worten muß sie während der ganzen Fahrt nachdenken. Viel reden kann man unterwegs nicht! Das Gerumpel des Wagens ist zu groß. Aber wozu reden? Jeder ist auf feine Weise glücklich und hängt feinen Gedanken nach. Auf Lenas Frage, was sie denn alle in diesen lagen gemacht haben, ruft Jupp ihr zu: „Nichts Gescheites! Krach wie immer. Gut, daß du wieder da bist!" (Fortsetzung folgt)