Montag. 23. Dezember MO gibt dagegen andere, die jede internationale Zusammenarbeit ablehnen und sich völlig auf die Albes Kabinetts die öffentlichen Mei- Churchill bis vor wie in der gierenden Parteien angehören und man japanische Mitanmssion für Berlin und Rom sich um ein Bündnis, das nicht beabstchtlge. Der Welt seine Gesetze aufzudrängen zu dem einzigen !tzt. „Wenn die Verluste der englischen Schiffe in em gleichen Tempo weitergehen", so sagte Croh, ^hne daß entsprechende Neubauten erfolgen, können wr nicht in dem gleichen Umfang wie bisher unsere jiiegsanstrengungen fortsetzen. Das Jahr 1941 vird sicherlich die s ch w e r st e Zeit für uns wer- ten. Wir können natürlich einen Teil der Fahrzeuge Mber bauen, aber wir hoffen, daß die Vereinigten Staaten eine Lösung finden und uns im kommen- Die Welt müsse in rationeller Weise reorganisiert werden, habe sich Matsuoka geäußert, so bemerkt „Tribuna", und hinzugefügt, es handele Riesenbrände und zahlreiche Explosionen in Liverpool. sind. f Es ist unseren Behörden in Paris außerdem gelungen, festzustellen. Daß ein im vr,tischen Naa)r.ch. tendienst stehender englischer Staatsangehöriger monatelang durch den Legationssekretar Croß im Gebäude der amerikanischen Botschaft in Paris versteckt wurde, bis der Secret-Service-Mann außerhalb der amerikanischen Botschaft verhaftet werden konnte. Während des Aufenthaltes im Gebäude der amerikanischen Botschaft hat der Eng.an- der," wie er eingestanden hat, seine Spionagetätigkeit- gegen Deutschland fortgesetzt. Die Reichsregierung hat dem State-Departement in Washington diese Vorfälle mitgeteilt unh um Abberufung der betreffenden Botschaftsmitg lieber e r s u ch t. Die amen- konische Regierung hat daraufhin die Abberufung angeordnet und mitgeteilt, daß jie ihrerseits eine Untersuchung der Angelegenheit eingeleitet habe. Britische Bomben auf Zürich. Eine Reihe von Bränden und zahlreiche Verletzte. Zürich, 23.Dez. (Luropapreß.) Nachdem eng- lifche Militärflieger bereits in der oergangeuen Woche die Schweizer Neutralität mehrfach verletzt und die Stadt Basel mit Vcmbrn belegt hatten, ist nunmehr eine neue Bombardierung einer schweizerischen Stadt erfolgt. Britische Flieger erschienen am Sonntag um 20.49 Uhr über Zürlch und warfen Brand- und B risan zbomb eu ab. Der Angriff wurde in zwei Dellen durchgeführt. Beim ersten Angriff erfolgte der Anflug 20.49 Uhr über W eiach, der zweite Anflug etwa 20 BNnu-- ten später von Basel aus, wo die Flieger längere Zeil gekreuzt hatten. Mehrere Häuser und Fa- 'rikanlagen wurden getroffen. Es entstand eine Reihe von Bränden, besonders in einigen Industriewerken. (Eine große Anzahl von Personen lff verletzt worden. Die genaue Ziffer sieht noch nicht fest. • Britische Bomben auf eine juyoslaw sche Grenzstadt. Berlin, 22.Dez. (DNB.) Liverpool wurde in der vergangenen Nacht von starken deutschen Kampfverbänden angegriffen. Die Wirkung dieses erneuten Großangriffs gegen den wichtigsten britischen Hafen war besonders heftig. Rie- scnbrände entstanden in den Dockanlagen und Großspelchern sowie in den Tankanlagen von Birkenhead. Zahlreiche Explosionen mit hohen Stichflammen wurden von unseren Besatzungen beobachtet. Der Lichtschein des brennenden Liverpool konnte noch bis auf eine Entfernung von mehr als 200 Kilometer wahrgenommen werden. Auch London und andere Städte wieder dombardiert. Berlin, 22. Dez. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3n der Nacht zum 21. Dezember griffen, w e bereits gemeldet, starke Sampffllegerverbände Liver- pool mit großem Erfolg an. Außerdem belegte die Luftwaffe kriegswichtige Ziele in London, Bristol und Southampton fowie eine Anzahl F l u g P l ä h e mit Bomben. Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt. Am Tage beschränkte sich die Tätigkeit in der Lust auf be- waffncte Aufklärung, wobei wiederum London das Ziel von Bombenwürfen war. Fernkampf- b a l t e r i e n des Heeres und der Kriegsmarine be- schossen aestern abend erfolgreich einen dicht unter der englischen Küste fahrenden feindlichen Geleit- zug und den Hafen von Dover. In der Nacht zum 22. Dezember wurde nochmals Liverpool von starken Kräften schwerer Kampfflugzeuge angegriffen. Ausgedehnte Brände im Zielgebiet, vor allem in den Dockanlagen, konnten beobachtet werden. Kampfflieger des italienischen Fliegerkorps griffen die Hafenanlagen von Harwich mit gutem Erfolg an. 3n der gleichen Nacht warf der Gegner im Reichsgebiet an mehreren Stellen Sprengung Brandbomben. 3n zwei Städten Westdeutsch- osür kämpst England? Srößte Verworrenheit über die Kriegsziele in Oeffentlichkeit und Regierung. Wachsende Tonnagesorgen. — Oie USA. sollen helfen und können nicht. Lon unterer Berliner 6d)nftleiiung. Der Wehrmachtbericht vom Samstas. Berlin, 21.Dez. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3n der Nacht zum 20.12. griffen Kampffliegerverbände kriegswichtige Ziele in London mit guter Wirkung an. Auch am Tage warfen Kampfflieger Bomben auf London. Ferner wurde eine Rüslungsfabrik in Chelmsford schwer getroffen. Die Luftaufklärung erstreckte sich über die ganze 3nsel bis zu den Shetlands. 3n der Nacht zum 21. Dezember griffen starke Kampfsliegerverbände außer sonstigen kriegswichtigen Zielen in Süd- und Mittelengland Hafen- und 3nduflrieanlagen von Liverpool mit Tausenden von Spreng- und Brandbomben an. Zahlreiche Großseuer, viele kleinere Brände und gewaltige Explosionen wurden von den Besatzungen beobachtet und bestätigen so die Wirkung des Angriffes. Der Gegner griff in der vergangenen Nacht mit Schwerpunkt die Reichshauptstadt an. Der Angriff richtete sich ausschließlich gegen nlchtmilitärische Ziele. Eine Anzahl Häuser sowie der Berliner Dom wurden bescha- digt, sechs Zivilversonen getötet, 17 verletzt, die sich 3um Teil außerhalb der Lustschutzräume befanden. Flakartillerie schoß zwei feindliche Flugzeuge ab. Pach Churchills Alarmrede und seiner Feststes erhalten sie zehn verschiedene Antworten. Es gibt Ung, England schwebe in tödlicher Gefahr, haben Parteigänger eines neuen Völkerbundes, und es die Churchillianer ihren Senf zu dem unverdau- “ " " * “ -------' °" Tokio, 22. Dez. (Luropapreß.) Wie vorn Sriegsrninisterium amtlich mitgeleitt w rd, hat die japanische Armee beschlossen, auf Einladung Deutschlands und 3taliens eine Militar- miffion unter Führung des Generalleutnants vamajhito. des Generalinspekteurs der Luftfahrt nach den Achscnländem zu entsenden. Diese Mission hat den Auftrag, an Ort und Stelle die Erfahrungen des gegenwärtigen Kriege s zu studieren. Die Mission reift mit dem 5ibi- rien-Expreß zuerst nach Deutschland. Die praktische Handhabung des Dreimächtepakts. 9t o m , 21. Dez. (Europapreß.) Zu der Einsetzung der im Dreimächtevertrag vorgesehenen t e ch n t • schen Ausschüsse wird in Rom von Mtan- di^er Stelle erklärt, das erste von dem Dreimacht-, vertrag verfolgte Ziel sei die Begrenzung des gegen.Bärtigen Konfliktes, das zwe.te di, "politische und wirtschaftliche Neuordnung der Welt und damit die Dorberettung der La- sung der großen Ausgaben, die in der zweiten Male an die Mächte herantreten werden wenn der Friede m der Welt wieder emgekehrt sei. In dem in Rom zur Einsetzung gelangen^n p o I. t.. °Aen Ausschuß, der aus dem Italienischen Außen, knister und den Botschaftern Deutschlands und Javans bestehen wird, wird Außenminister Graf Ciano den Vorsitz führen. Den mili tarif ch e n Ausschuß werden ein höherer italienischer Difi- Annahme von «metae« füi öle Mutaasnummer btoX'Z.llbr he^OtormittnaS «liuei« «Kürette i «nAemettteil 7 Rvi le inm bei "22 nun 3eitenbreite» Wertteil 50 »tot. te mm bei 70 mm Seilenbreite Rackrlaste: Wiederholung Malstattell Abikblülle Tienpenitanel B Plavoorickrift (oorbenat itercmbarunp >25’-mebt England kämpst nm Dividenden. Wenn man mit einem Schlage verstehen will, marum die England beherrschende Clique die,en Krieg herbeigefuhrt hat, und wofür Großbritannien in Wirklichkeit kämpft, genügt es, einmal einen Blick in eine britische Wirtschastssachzeitung, wie etwa die „Financial N e w 5" zu werjen. 3ehe Zeile in diesem Blatt erhärtet die Worte, mit denen derFührer in seiner großen Rede vor den beut- chen Rüstungsarbeitern die Welt der raffgierigen Profitjäger in der sog. Musterdemokratie geißelte und ihr die nationalsozialistische Wirtscha,tsaUssas- ung gegenüberstellte. In einer der letzten Aus» jaden dieses Blattes wird in aller Seelenruhe ausgerechnet, daß im nächsten Jahr den Aktionär r e n der britischen E i s e n b a h nge s e lisch a f t e n eine Einnahme von 445 Millionen Mark zugestanden wird. Um diese Tatsache r-cht zu roürbigen, muß man wissen, was die „Finan« cial News" natürlich nicht erwähnt, daß nicht weni» ger als 18 der sehr ehrenwerten Abgeord» n e t e n des britischen Unterhauses über zusammen 31 Verwaltungsratsposten mit den dazugehörigen Aktienpaketen bei eben diesen Eisenbahngesellschaften verfügen. Diese Unterhausabgs- ordneten schlucken auf diese Weise, von der Regier» rung garantiert, 6 v. H. mehr Einnahmen als im ersten Jahr des Krieges. Natürlich werden diese Plutokraten alles tun, um diese Konjunktur recht lange zu erhalten, auch wenn Tausende und Zehntausende von Engländern die Opfer dieses Krieges werden! w Soweit die linke Seite der „Financial News , Die rechte ziert die fettgedruckte Ueberschrift: „Eine wichtige Neuigkeit: Die Gewinne von W. M. Neill wurden verdoppelt. Dieser Firma, die chemische und schwerindustrielle Produkte herstellt und daher die glänzende Konjunktur in vollen Zügen genießt, hat, rote die „Financial Neros" weiter aus führt, mit über sieben Millionen Mark den Höch st en Gewinn seit ihrem Bestehen als öffentliche Gesellschaft erzielt. Er liegt um bas Doppelte über dem Dorfahrsbetrag. Man zahlt daher die „bescheidene" Vergütung von 2 0 v. 5). Dividende an die Aktionäre, die sich nur etwas unbehaglich bei dem Gedanken daran fühlen dürften, daß im laufenden Finanzjahr dis darüber hinaus auch noch die Meinung der vier Dominions hören muß. Unter diesen Umständen ist natürlich auch die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten und den ,Alliierten« besonders schwierig." Zeigt dieser Bericht die ganze schamlose Verantwortungslosigkeit der piutokratischen Kriegs- wacher, die zwar die Welt in einen neuen Knea zu stürzen wußten, aber nach einem Jahr ihr noch nicht zu sagen vermögen, wofür sie überhaupt kämpfen, so liegt auf der Gegenseite alles klar zutage. Eben erst ist der Dreimächtepakte zwischen den jungen Völkern Deutschlands, Italiens und Japans jetzt durch die vorgesehene Er- richtung gemischter Kommissionen ein sehr lebendiges, aktives Element der Politik geworden. Die Gegner dieses Paktes, der nichts gemein hat mit demokratischen Vereinbarungen, sondern das Instrument einer großzügigen Neuordnung Europas und Ostosiens auf völlia neuer Grundlage ist, haben dünkelhaft gemeint, er fei nur ein belangloses Stück Papier. Jetzt wird das eigentliche Wirkungsstadium dieses Paktes politisch, wirtschaftlich und militärisch beginnen. Er wird in die Praxis übertragen, und die letzte Rede des japanischen Außenministers Matsuoka wird nicht nur in England, sondern vor allem auch in Washington sehr aufmerksam studiert werden. Denn darüber besteht kein Zweifel: die drei Mächte sind gewillt, jede Einmischung in ihre Lebensräume in Europa und Ost- asien durch eine bisher abseitsstehende Macht mit den Waffen zu brechen. MerWungenMcherSpionase durch LM.-Dmomaten. Berlin, 21. Dez (DNB.) Die amerikanische Staatsangehörige und Angestellte der amerikanischen Botschaft in Paris, Mrs. Elizabeth Deegan hat einem aus deutscher Kriegsgefangenschaft ent- rotchenen englischen Offizier Unter- stützung angedeihen lassen und versucht, ihm B e t • Hilfe zur Flucht zu leisten. Die angestcllten Ermittlungen haben ferner ergeben, daß nicht nur Mrs. Deegan, sondern auch die Botschaftssekretäre Croß und Hunt in die Angelegenheit verwickelt zier und die Militär-Attaches der deutschen und japanischen Botschaft, den W i rt s ch a f t s a u s - schuß unter dem Vorsitz eines italienischen Funktio- närs Beamte der interessierten italienischen Ministerien sowie die Handelsattaches Deutschlands und Japans bllden. Die von dem Dreimächtevertrag ausgesprochenen Grundsätze, so schreibt „Giornale d'Jtalia", gelangen nun zur praktischen Handhabung. Diese Feststellung erlange ihre Bedeutung, wenn sie in Beziehung gebracht werde zu den hier und dort austretenden Tendenzen, das gegenwärtige kriegerische und politische Bild zu entstellen. Der Dreimächtevertrag, der vornehmlich Werke des Friedens im Auge habe, sei heute vor allem ein Instrument des Bündnisses, bereit sofort in Aktion zu treten, falls neue Beteiligunaen am Kriege einsetzen soll- ten. In diesem Sinne habe unter Bezugnahme auf die unverantwortliche Wühlarbeit der englischen Regierung zur Werbung neuer Verbündeter auch der japanische Außenminister Matsuoka seine jüngsten Erklärungen abgegeben. ten Jahre helfen". Croß wies dann darauf hin, daß England schon ; -tzt in den USA. verschiedene alte Schiffe gekauft j :at, daß jedoch keine weiteren Fahrzeuge dieses j ft)ps zur Verfügung stehen. „Es ve,inben sich in ten Häfen der Vereinigten Staaten doch eine An- ( ahl beschlagnahmter feindlicher Fahr- jeuge. Auch diese Fahrzeuge sind von uns s e h r be- 1 c?hrt", meinte der britische Blockabemimster mit ter harmlosen Miene eines Biedermannes, ohne iarüber zu stolpern, daß er damit den Amerikanern ten Raub fremden Eigentums insinuiert. Croß sagte tonn weiter: „Der Krieg wird zur See ent- ichieden werden: denn Deutschland macht uner= iorte Anstrengungen, um uns von unseren Derbin- tungen abzuschneiden, ebenso wie wir versuchen, die irindlichen Häfen zu blockieren. Die britischen lonnagoerlufte sind seit Juni d. I. t) er • ! reisacht worden. Nur mit Hilfe von mehr Zerstörern und durch den Ersatz d e r v e r - lorene nFahrzeuge können wir die Unter» i;ebootsgefahr beseitigen. Ich kann m diesem Zu- immenhang mitteilen, daß wir nach wie vor Velars an einer größeren Anzahl von Zerstörern Hoben. Es ist meine Hoffnung, daß die Vereinigten Staaten von Nordamerika ebenso wie im cergangc» ■ ren Kriege ein gigantisches Schi ffs bau- | ; r o gr a m nr einleiten." Croh meinte, daß das ; irfte Halbjahr 1942 entscheidend werden wurde, vor- iiisgesetzt, daß der Krieg dann noch nicht beendet sei. Der britische Generalionsul in Neuyork erklärte, England könne in der Produktion von Rustungs- I material Deutschland nicht erreichen, die gelamte malische Existenz sei daher von den USA. unö Deren Hilfe abhängig. Ohne Amerikahilfe gebe es feinen ! nglischen Widerstand mehr. Also: England kann liefen Krieg nicht mehr a l le in fuhren.-Die ! ieutschen Schläge haben es zermürbt. Es hofft aus ji iie USA. als einzigen Notanker. Drüben aber ftrei» . Ist man sich um die Form, in der man England 8 f>ilfe. angedeihen lassen könnte, ohne selbst das I hiegsrififo auf sich zu nehmen. Allerdings hat ein | Dissender, der frühere Botschafter m London, 11 e nn e b g , öffentlich die USA. gewarnt, und em 1 Ritglied des Kongresses hat gerade jetzt aus dem | Usher geheim gehaltenen Bericht Kennedys an Idoosevelt einen Abschnitt zitiert, der drüben gerade- I M sensationell wirkt. Kennedy sagte danach: „fcs Irt ein Selbstmord für die Vereinigten Staa- f vn, wenn sie jetzt, bei dem derzeitig unvorbereite- 'm Zustand, in den Krieg eintreten wurden. Die | Kerteidigungsmittelproduktion der USA. gen_ g | hum, um den eigenen Schutz zu fö?; : Toch weniger könne die USA. England Hufe t I'isten." Diese Aeußerung des amerikanischen Bot- ! Hafters ist in London natürlich sehr bitter »er- i mertt worden, aber sie wird unterstrichen durch eine A »eitere Meldung aus Neuyork, nach der amerira- W'jische Wirtschaftskreise die Lieferung der kürzlich I ton England bestellten 60 Handelsschisfe erst für I Enbt Des Jahres 1942 ankundigen. Man I >ißt in Neuyork, wie selbst Reuter andeutet, durch- ! Dicken, daß noch niemals derartig große Anfor i ierungen an die amerikanischen Werften gestellt I »orden sind. Die Kiellegung der 60 Handelsschiffe I !»ll erfolgen, sobald der englisch-amerikanische Kon- I traft unterzeichnet worden ist. Auch hat man noch j 'ächt das notwendige Material zur Sernigung, F 's wird mehrere Wochen dauern, ehe es für ote ’ Werften geliefert werden fann. Neben diese Unfähigfeit Eng ands, den Kneg au -igener Kraft fortzusetzem geschwe.ae denn emen ^tischen Sieg über die Machte der Achse S" errm :>en, tritt die innere Unsicherheü in Volk und Re^ Gerung, die namentlich in dem Suchen uach _ I ür bie eigene Oeffentlichkeit und dre freunde m JSA. plausiblen Kriegszie 1 zum Ausö ' ’ommt Eine aufschlußreiche Schilderung über d e Benroorrenbeit der Meinungen hierüber Swt der Londoner Korrespondent des bekannten IP ; Blattes „Ya". Er schreibt: "Wahrend Hitler vor er Welt seine Gedanken über den Wi^ L i| Europas auf Grund der deutschen W sf n einer außerordentlich klaren und ube^ugenoen I w dargkst-m ^'ft^enäu®=9 ÜM.n I ntgegengesetztesten /i u 11 . I über dieses Problem. Wenn SieW ° | über chrs Idee eines runftigen Europa befr g lchen Happen gegeben; so Bevin, der wie sammenaroeit ablehnen und sich völlig auf die Al- ksquith und Llvyo George einst im Weltkriege von • lianz England-Nordamerika versteifen, mit der sie t m Riesenkampf Englands für — die Menschheit einen neuen Frieden machen wollen. Die Regie- fradj; so der Erste Lord der Admiralität A l e x a n- rung ihrerseits bewahrt eine absolut rätselhafte le r, der die Zerstörung der Industrieanlagen in Haltung, es gibt innerhalb des Kabinetts die kheffield etwas euphemistisch als furchtbar und die gleichen Gegensätze rote in der öffentlichen Mei- putschen Angriffe auf diese Stadt als die heftigsten nung. Allerdings versicherte Herr Churchill bis vor Üs Krieges bezeichnete, trotzdem aber die Fata ' etwa einer Woche, daß man diesem Problem klarer Jtorgana einer „Neuorganisierung" der Sheffielder | gegenüberstände. Die Abgeordnetenbänke des Un» ? üftungsinbuftrie aufsteigen ließ; so M o r r i s o n terhauses und die Diplomatenloge waren infolge» tis Innenminister, der versicherte, England werde besten während der letzten Sitzung voll,besetzt. Aber vch härteren und ernsteren Zeiten entgegengehen.; n i e m a n b konnte irgend eine konkrete Erklärung Ille diese Notrufe enthalten einige harte Körnchen des britischen Premiers feststellen. Es wurde lebig» Sahrheit, aber wesentlicher waren die Ausführun-1 lich beobachtet, baß Churchill seine Rede nicht nur pn des britischen Schiffahrtsministers Croß vor i mit weniger Temperament hielt, sonbern sie in Vertretern ber USA.-Presse, der den „dringenden einem gewisten Status von Erschöpftheit und Sedarf an Tonnage" erneut unterstrich und wieder- Apathie trocken verlas. Die englische Regierung ist int die ^Hoffnung aussprach, die England auf die nicht in der Lage, eine grundsätzliche, klare Lime teistungsfähigkeit der amerikanischen Schiffswerften einzuhalten, weil ihre Mitglieder vier diver- ffionn hi» ^»rfiift» h»r »nnfiirh»n P-rhiff» in Vortkien anachören unb man lands entstand geringer Gebäudefchaden. kriegswichtige Ziele wurden nicht getroffen. Die Verluste an Zivilpersonen belaufen sich auf einen Toten und elf Verletzte. Zwei feindliche Kampfflugzeuge wurden gestern durch 3agdflieger abgcfchosfen. ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Wie noch nachträglich gemeldet wird, wurden am 20.12. drei feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 15 000 BRT. an der englischen Ostküste aus der Lust angegriffen. Es gelang hiervon zwei im Geleit fahrende Schiffe zu veöfen- k e n. Mit dem Verlust des dritten Schiffes ist ebenfalls zu rechnen. yo. Jahrgang Nk.zyz G ▲ w* G Uron Sb Gießener Anzeiger WZZ »»SXX.W General-Anzeiger für Oberhessen “sä“ Belgrad, 22. Dez. (DNB.) In der Nacht zum _____»in , uiiu 5onntag wurde bie jugoslawische @ren labt um ein Bündnis, das nicht beabsichtige, der r 2 k an ber Adria von e n gli f che n Fl U g- ______ -z\‘r r zeugen bombardiert, die gleickzettig An- Zwecke, die Welt mit dem Gewicht gewisser Inter- gr,ffe auf die benachbarte italienische Stadt essen zu belasten, sondern darum, bie Rückkehr zu Lume unternahmen. Zwei Bomben wurden auf einem Gleichgewicht der Kräfte nach ihrem wahren 6ie Stadtmitte von Suschak abgeroorfen und rich° Werte zu erzielen, damit die für den Frieden und fetcn Gebäudeschaden an. Es gab acht Verletzte, das Gedeihen der Völker unumgänglich notwendige ^an Dermutet, baß die Bomben der jugoslawilch- neue Ordnung erreicht werde. I italienischen Eiienbahnbrücke über den FttH I Rijets gegolten haben, X* l D. *-_«v.. • f > MM ' '5 । V p, ‘v* ’X m ■ Im M W/ fcf.r'- -5 , Britischer Anschlag auf -en Berliner Dom Der Kamps um Bardia mando eine leichte Kampsjührung zu sichern. Der tapfere Widerstand der italienischen Streitkräfte Meine politische Nachrichten seine Truppen mit der w e i tar flagg« such, den ©i e oorrütfen la egner zut äuschen, der schon in Ost- Siedler erfüllen Hilst. die Reichssport- bei seinem römi« Parlamen < ein feiger Der- geschossen. (Ein eigenes Flugzeug ist nicht z«. rückgekehrt. Unsere Flotteneinhetten haben längs der jonischen Küste feindliche Stellungen bombardiert und dabei wirkungsvolle Treffer erzielt. 3n Oslo frika Artillerietätigkeit. (Eine unfern Fliegerformationen hat einen Nachtangriff auf Aden durchgeführt und den Flugplatz im Tiefflug mit Bomben belegt. Eine andere Formation hat feindliche Stellungen im Gebiet von Metemma mit Bomben belegt und dabei ausgedehnte Brände her- vorgerufen. nicht zurückgekehrt In O st a f r l k a die übliche ArtillerietStigkeit an der Sudanarenze. (Eine unterer Caffformaflonen hat in einer Ortschaft des unteren Sudans feindliche Truppen wiederholt bombardiert. 3n der Rächt vom 21. zum 22. 12. haben feindliche Flugzeuge Bomben auf die Stadt Italienischer Gegenangriff an -er griechischen Front. Als Folge der Besprechungen, führer von Tschammer und Osten In der Nacht zum Samstag hatten britische Flugzeuge die Reichshauptstadt angegriffen und u. a. auch den Berliner Dom beschädigt. Unsere Bilder zeigen die Zerstörungen an der Ostfront des Dernes und im Altarraum, wo wertvolle und unersetzliche Kunstgegenstände zerstört wurden. — (Scherl-M.) Die britische Admiralität gibt bekannt, daß das U-Boot „Swordfifh" überfällig fei und als verloren betrachtet werden muffe Das Boot yatte eine Wasserverdrängung von 640 Tonnen bei U?ber» wasserfahrt und von 935 Tonnen bei Tauchfahrt- Die Befatzung betrug 40 Mann Der 1932 vom Stapel gelaufene Swordfifh" gehörte zu einer Serie von vier U-Booten, von denen jetzt drei verlorengegangen sind Ehrenmarfch der finnischen Armee Der Trauerzug geleitete den Sarg zum Bahnhof Acht Generale trugen den Sarg in den Eisenbahnwagen, her den Toten nach seinem Landgut Rivalla bringt, wo die Beisetzung erfolgen wird. Die Ostasienflotte der USA., die unlängst durch U-Boote und große Bomber verstärkt worden ist, ist auf den Philippinen eingetroffen. dent Ryti und die Regierung. Marschall Man- nerheim mit den Generalen der Armee, bas Rom, 21. Dez. (Europapreß.) In einer Betrachtung der Kriegslage ün Mittelmeerraum schreibt Gayda u. a. im „Giornale d'Italia", man könne reibe die feindlichen Truppen und Kampfmittel auf und zwinge das englische Kommando, immer neue Reserven in den Kampf zu werfen Selbst zu einem die eigenen Truppen entehrenden Täuschungs- versuch sei das englische Kommando übergegangen, um die Annäherung an die erste Verteidigungslinie bei Bardia zu versuchen. Das englische Kommando habe, um die Verteidigung zu täuschen, Oie Totenfeier für Kallio. Helsinki, 22 Dez. (Europapreß.) Am Sonntagnachmittag fand -m Dom von Helsinki die Totenfeier für den verstorbenen Präsidenten Kallio statt. Offiziere der Armee und des Schutztorps sowie Sotjen und Studenten hielten Totenwache. Präsi- seines Ehrenwortes entflohen. Nimmt an. daß Rydz-Smigly entweder versucht hat. Flume abgeworfen, wobei ein Brivathaus getroffen und sechs Personen verwundet wurden. Rege Lufttätigkeit an der griechischen Front. Der italienische Bericht vom Samstag. Rom, 21. Dez. (DBB.) Der italienische Vehrmachtsbericht vorn Samstag hat folgenden Wortlaut: 3m Grenzgebiet der Lyrenaika Artillerietätigkeit. Am 19. Dezember verlor der Feind außer den gestern gemeldeten Flugzeugen zwei weitere 3agdslug;euge. Besondere Erwähnung verdienen alte in der Lyrenaika tätigen Abteilungen des 5. Luftgeschwaders, die unablässig und unter äußer, fter Einsatzbereitschaft an der Zerstörung der feindlichen Panzereinheiten mitwirkten und gleichzeitig harte Kämpfe gegen die gegnerischen Luftstreitkräfte bestritten. An der griechischen Front wurden feindliche Angrifssversuche überall abgeschlagen. (Ein Handstreich brachte uns in den Besitz einer wichtigen Stellung. Ftiegerabteilungen haben In unmittelbarer Zusammenarbeit mit den Truppen ununterbrochen Luftangriffe durchgeführt. Bomberformationen. Piccchiatelli (ZlurzkampfbcmberZ und 3äget haben Im gesamten, die derzeitigen Aktionen umfassenden Abschnitt Truppenzusammenzlehungen. Straßenknotenpunkte und militärische Anlagen getroffen. 3 m Kanal von Korfu wurden zwei große Segelschiffe versenkt. 3n wiederholten und heftigen Kämpfen wurden zwei G lost er ab- Rom. 22. Dez. (DBB.) Der italienische Wehrmachtbericht hat folgenden Wortlaut: 3m Grenzgebiet der Lyrenaika beiderseitige Artillerielätigkeit Eine unserer Flotteneinheiten be- schoß feindliche motorisierte Abteilungen an der Küste. (Ein Torpedoboot schoß ein feindliches lot- pedoftugboot ob Unsere Flugzeugabteilungen haben Truppenansammlungen und mechanisierte Abteilungen des Feindes heftig bombardiert. Außerdem haben sie die ganze Nacht hindurch troh unaön- stiger Witterungsverhältnisse fortgesetzt die Kais und sonstige Anlagen eines vorgeschobenen feindlichen Stützpunktes angegriffen, wobei Brände verursacht wurden. Der Feind hat einen unserer Luftstützpunkte in Iripofifanien bombardiert. An der griechischen Front wurde ein feindlicher Angriff durch unsere Artillerie und einen Gegenangriff zum Stehen gebracht und dem ^einb beträchtliche Berlufle lugefügt während, der Nacht zum 21. 12. und während des ganzen darauffolgenden Tages haben zahlreiche Bomber und Vicchia- telli - Formationen Trupveniusammenziehunoen, Straßen. Eisenbahnlinien. Batterien und Stützpunkte. die für die im Gang befindlichen Operative Grenze zu erreichen ober daß er sich nach Bukarest gewandt und hier in englischen Kreise n Unterschlupf gefunden hat. In Bukarest hat es storke Aufmerksamkeit erregt, daß die erste Nachricht über das Verschwinden Rydz-Smiglns im eng- tischen Nachrichtendienst zu hären war und daß auch Reuter sich von Anfang an wohlinsvrmiert zeigte. Museum und das Zeughaus weisen Schäden 'auf Das bringt eindeutig zum Ausdruck, daß die britischen Flieger ihren Bombenangriff lediglich gegen die Zivilbevölkerung, nicht im geringsten aber gegen irgendwelche wehrwirtschaftlich n Ziele angelegt hatten, die weder in der Nachbarschaft des Dorns, noch an irgendeiner anderen Stelle, auf die sie ihre Bomben abwarten, zu finden sind. In der Nacht zum 21 Dezember warf ein eng* lischer Flieger auch über historischen und städtebaulich wertvollen Vierteln Potsdams Spreng- und Brandbomben, die in dem holländischen Viertel aus der Zeit des Soldatenkönigs, in Straßen der Altstadt und an dem traditionsreichen. ebenfalls historischen Schauspielhaus Schaden anrichteten. Die entstandenen Brände konnten iedoch bald aelölcht werden Soweit bisher festzustellen ist, sind dem sinnlosen Luftangriff drei Menschen zum Opfer gefallen schen Besuch mit oerfditebenen Persönlichkeiten gehabt hat, wurde ein Abkommen siber den Austausch von Technikern der wichtigsten Industriezweige getroffen. Das besondere Merkmal des in der Nacht zum 21. Dezember auf Berlin erfolgten Angriffes britischer Flieger sind die an Wohnhäusern angerichteten Bombenschäden. Es sind keinerlei wehrwirtschaftliche oder rüstungswichtige Ziele getroffen worden Aus den an Wohnvierteln angerichteten Schäden geht hervor daß der Angriff ausschließlich der Zivilbevölkerung gegolten hat. Daher kommt es, daß eine Reihe von Toten und Verletzten unter der Zivilbevölkerung zu beklagen ist und daß nur Wohnhäuser beschädigt und in einigen Fällen zerstört worden sind. Es ist bezeichnend für die An griffsart der britischen Flieger, daß im historischen Bezirk der Berliner Innenstadt rund um den Lustgarten Bomben niedergeaangen sind, und daß der Dom. eines der bekanntesten Wahrzeichen der R-'chshauptstadt an der Vorder- und Rückseite beschädigt wurde. Auch das Alte günstigeren Stellung befunden. Der Angriff fei dann auch von zwei Flugzeugen in glanzender Form durchgeführt worden. Auf dem Rückflug hät- Der Kriegsminister der Vereinigten Staaten hat mit der Regierung Nicaraguas ein Abkommen über die Erweiterung und Modernisierung des Flugplatzes Managua getroffen Der Flughafen dient als Flugstützpunkt für die Verteidigung des Pans- matanal». heule sagen, daß der vom englischen Kommando in Nordafrika mit gewaltigen Kräften unternom» ____________,_u_____.......... ..... „ „ _____ mene Vorstoß es nicht erreicht habe, dem Kom- italienischen Truppen auf das hartnäckigste Wider- * fahrenen Lafette. Die Küstenbatterie von Suomew m iinhn «Ima ßikni-H '?>«»• (IahK1' («Im. X__fr.*. fmnn fhih Ärhltflo nh hn 95 'Inhvd (n 11 Sn. fit,. zugeben, daß dieses Unternehmen weit schwie- ......- —- - -------- -....... riger sei, als man vorausgesehen habe. So habe Diplomatische Korps, zahlreiche Vertreter von Staat, er zugegeben, „daß die Hochburg von Bardia sich ■ Wehrmacht und Schutzkorps nahmen an der Toten- außeroMentiich la-,.>r oeitencge . obwohl Bardia feier teil. Nach Abschluß der kirchlichen Feier trugen seit drei Tagen nahezu eing?schlossen sei, leisteten die acht Generale den Sarg zu der am Dom oorge« Im bulgarischen Parlament ist das Gesetz zum Schutze der Nation angenommen worden Das Gesetz bestimmt, daß Staatsbürger jüdischer Herkunft weder an geschäftlichen noch an kulturellen Veranstaltungen entscheidend Mitwirken, nicht Beamte werden und auch sonst keinen Einfluß auf das geschäftliche oder kulturelle Leben Bulgariens haben dürfen. afrika unternommen worden war, als man eine englische Kolonne mit einer italienischen Fahne an der Spitze zum Angriff oorgehen ließ. Die von England im Mittelmeer eingesetzten Kriegsmittel gäben den richtigen Maßstab ab, um den Widerstand in seinem vollen Ausmaß zu bewerten, den Italien entgegensetze, um den Vorstoß auj’uFanaen. Dolsc-weihnachisfeier im Nahmen des i. Kriegs-WHW. Berlin, 21. Dez. (BRB.) Am 24.Deze«. der, nachmittags, findet die Bolksweihnachls. feier im Rahmen des 2. Kriegswinterhilfswerks ffoi^ in der Reichsminister Br. Goebbels das Wort ergreifen wird. (Ein Ausschnitt aus der Feier mit der Rede des Ministers wird von 14.15 bis 15 Uhr auf alte deutschen Sender übertragen. Weihnachtsbotschast der deutschen Kr.cgrgefangenenunoZMilinternierten Das Deutsche Rote Kreuz hat sämtlichen Kriegsgefangenen und Zivüinternierten in Eng, land und Kanada außer einer Weihnacht, gäbe, die durch den Delegierten des Inlernatio, nalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf in Eng, land und Kanada verteilt werden, die Wei h. nachtsgrüße aller Frauen, Freunde und An. gehörigen, sowie die Grüße der Heimat durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf telegraphisch übermittel. Das Deutsche Rote Kreuz hat soeben vom Inter, nationalen Komitee in Genf folgende Weihnacht-, botschaft drahtlich erhalten: „Freuen uns, Ihnen folgendes Telegramm unseres Delegierten in Großbritannien zu übermitteln. Die deutschen Kriegsgefangenen der Lager 1, 2 und 13 und die internierten Mitglieder der Besatzungen der Han« delsmarine in Lager 12. sowie die Genesenden in den Militärlazarelten bitten das Deutsche Role Kreuz, ihren Eltern, Familien und Freunden Wünsche für Gesundheit und Glück zu übermitteln und ihn^en zu sagen, daß ihre Ge. danken am Heiligenabend bei ihnen weilen. In allen Lagern untT Militärlazaretten werden Weihnachtsfeiern ftattfinben. Die Reichsfrauenführerin, Getrud Scholtz- Klink, empfing am Vortag des Einsatzes von 300 Studentinnen im Warlhcgau eine Abordnung von 15 Studentinnen verschiedener HochschulyE in der Reich-frauenführung in Berlin. Die Reichs- frauenführerin dankte für die im Warthegau geleistete Arbeit und übergab den Studentinnen für den Weihnachtseinsatz ein beträchtliches Geldgeschenk, das Festtagswünsche der slandzuhalten". Die Agenzia Stefani veröffentlicht ferner einen Bericht über die Dersenkun^g eines englischen Kreuzers der „Arelhusa"- oder der „Leander"-Klasse (6000 Tonnen) beim Angriff eines italienischen Geschwaders auf Porto Bardia durch Lufttorpedos. Beim ersten Anflug sei die italienische Fliegerstaffel nicht zu Schuß gekommen, weil sich die größeren Schisse des englischen Geschwaders „unter Land" gehalten hätten und ihre der offenen See zugewandte Bordseite durch kleinere Schiffe gedeckt gewesen sei. Beim zweiten, einige Stunden später erfolgten Angriff hätten sich die englischen Schiffe in einer für den Torpedoabwurf stand". Um seine Großsprechereien der letzten Tage \ l'nna g>ib 23 Schüsse ab, da 23 Jahre seit der fin- zu recht ertiyen,, habe oer Londoner Rund unk hin- Nischen Selbständigkeit verflossen sind. Die Truppen zugefügt, daß „man nicht darauf gefaßt war, daß! p^äsentterlen ^unb die^ Musikkorps spielten den die Italiener imstande sein würben, so wunderbar “tx deutsche Luftwaffe eine ausgesprochene divldenben- femvuche Tätigkeit zu jeigui begonnen hat. Darunter steht eine lachliche Würdigung der „großen Erhöhung im Handelsgewinn" einer F a - drik für Motorzubehorteile. Der Gewinn dieser Firma bis zum 31. Juli lag um 327 UOO Reichsmark über dem des Vortahres und betrug rund 1,3 Millionen Reichsmark. Aber die Steuer! Wie kann der Staat auch von den Aktionären verlangen, daß sie von diesen „schwerverdienten" Geldern soviel abgeben sollen. Es gibt ja so viele andere Millionen Menschen. Warum gerade diese Gruppe, die sich in diesem Falle mit schäbigen 15 v H Dividende begnügen muß! Dafür folgt dann in der Reihe eine Versicherungs- Sese11 schast, die mit einer e r ft e n Divi - cnbenrate von 20 v H. aufioarten kann, was ein lockendes Bild von einer fetten Gesamt» beute im Betrage von 40 v H. verheißt. Na also! Blättern wir um und wenden uns dem Leitartikel zu. Er behandelt die bereite erwähnte Erhöhung der Eisenbahi'.tarife um 6 v H und schildert ein ergötzliches Wettrennen der übrigen Aktio- näre hinter den Kulissen, vor der Eisenbahn ja nicht zurückzuftehen. Zunächst einmal haben sich die Eisen - und Stahlkönige gemeldet, die sich daraus beriefen, daß infolge des Steigens der Eisenbahntarife natürlich zwangsläufig die Preise für Eisen und Stahl erhöht werden müß- ten, was wiederum die Herren von den Eisenbahnen als willkommenes Argument benutzten, um ihrerseits die Tariferhöhung zu rechtfertigen Eine Hand wäscht die andere. Dann folgten die Koh- len p r e i s e und schließlich — last not least — die Herren von der Schiffahrt, die in der letzten Zeit mit vielen Sorgen geplagt sind Sie müssen aus einem "immer mehr zusammenschrumpfen- Den Schiffsbestand versuchen, höhere Gewinne her- auszuschlagen. Die Regierung hilft, wie die ..Financial News" breit ausmalt: Die Frachten für alle Fahrten nach England werden um 15 v. H e r - h iht. Als Folge dieser Erhöhung prophezeit das Finanzblatt: „Zweifellos werden die Schifffahrtsaktien aller Kategorien eine größere Ll'i'merksamkeit für die Investion aus sich ziehen" Sollte infolge der deutschen Handel-kriegfuhrung das Geschäft in kurzer Zeit unrentabler werden, dann sind wir überzeugt, in der „Financial News" eine ebenso überzeugende Bearündung für eine neuerliche Erhöhung txr Schiffahrtsfrachten um 15 v. H zu sinden. Weitere Dividendenberichte der zahlreichen Gesell- scha't-n vor allen Dingen derjenigen, die Tochter- fefellfchnft in den sicheren überseeischen Tei- e n des Empire besisirp und deren Direktoren da her nicht so viele schlaflose Luftangriffsnächte durch zumachen brauchen, füllen im übrigen diese Seite des Blattes. Immer wieder kehrt bas Klagelied von der Steu»r wieder. Eine G"fellfchaft zur H-r- fHfung non Fahrrad- und Autoteilen hat da^k d-r Rüftuna-koniunktur ihre Einnahmen von 0R0 000 auf 1.3 Millionen Mark im laufenden Jahr steigern können. Wenn man aber die Steuer abzi-ht, so st"llt der Bericht schmerzlich fest, so sei der Reingewinn eher Geringer als großer Es bleicht ein ün» g"l^tt-s Rätsel der „Financial News", daß die Dt« trht-nbe ober trotzdem unverändert bei 15 v. H bli-b und erhebliche Rückstettunaen au<* dem „unveränderten Reingewinn" gemacht wurden. Nie britischen Gchiffsverlnfte. Rom, 22. Dez (Europapreh.) Der Hilferuf des britischen Handelsmarineministers Croß in der no ö'imerifamjdien Vresie beftdtiat die furchtbare Wirkung der Gegenblockade der Achsenmächte, erklärt Gayda im „Giornale d'Italia". Ausgehend von einem englischen Handelsschiffsraum von 17L M llionen BRT., der mit den beschlagnahmten Han- del schiffen Hollands. Norwegens und Dänemarks auf etwa 21 Millionen BRT. stieg, kommt Gayda zu der FeststcUuna, daß über ein Viertel der England zur Verfügung stehenden Tonnage schon auf den Grund der Meeres geschickt worden sei. Die S errung des Mittelm"eres bedinge eine Verdoppelung des Schiffsraumbedarfs. Die Gegenblockade der Achse bedeute für England die ständig? Zunahme des Hungers und der Entwaffnung $n dieser Lage fordere Croß die Ausliefe r u n g der in den Häfen der USA festliegenden Handelsschiffe der Achse. Aus diese Weise konnte (Engianö aber auch nicht für längere Zeit Jemen Schiffsraum vermehren, anderseits aber die USA in den Krieg hineinziehen Man könne sich leicht uorfteUen, daß auf die Dauer solche heimlichen Interventionen der USA. nicht ohne Verwicklungen bleiben könnten, auch im Hinblick auf den Dreierpah. Kabinettsumbildung in Japan. Tokio, 21. Dez. (DNB.) Der Chef des Infor- tnationsbüros gab den Rücktritt des Innenministers N a f u i und des Justizministers K a z a m i bekannt. Zum neuen Innenminister wurde Baron Hira- n u m a , zum neuen Iustnminister Generalleutnant Danagawa, der Chef des China-Amtes, ernannt. Baron Hiranuma, der 75 Jahre alt ist, war früher Iustizminister und vom Januar bis August 1939 Premierminister Seit Anfang dieses Monats war'er als Minister ohn-e Geschäftsbereich im Ka binett. Iustizminister Generalleutnant Heisuke $a- nagaroa der 61 Jahre zählt, ist als Kommandeur der japanischen Landungstruppe in der Hangtschau- Bucht hervorgetreten Die Kabinettsumbildung hat den Zweck, die Geschlossenhell der Regierung am Vorabend der Wiedereröffnung des Parlamentes zu verstärken. Der neue Innenminister, Baron Hiranuma. erklärte laut „Tokio Nitschi Nitschi" in einer Unterredung, daß er nicht beabsichtige, die von seinem Vorgänger oedolgte Politik zu ändern. Die zu er «reifenden Maßnahmen müßten lediglich „mit der Zeit gehen" Das größte innenpolitische Problem sei das geplante neue Wahlgesetz Die Zeitung „Iomiun Schimbun" spricht die Erwartung aus. daß angesichts der zahlreichen zu lösenden innerpolitischen Probleme Hiranuma eine neue Ver- toaltungspolitif durchführen werde. Rydz-Smigly aus der Znteruierung Bukarest, 22 Dez (DNB) Der polnische Mar- Zum neuen Außenminister Rumäniens ist C. Greezanu, zur Zeit rumänischer Gesandter in Berlin, ernannt worden Er wird in Kurze nach Bukarest zurückberufen werden. vuup.idic"neuer Dl .tnerrub iBtibeim tanje SreiiBeiuetei o* paupnrtjrvneuere Ifmft vlumschettl. yeiunrroortn* üt -kontt und ^tioer Dr kr W cangt für da» ^eii- ie»vn: Dr. Han- Thnrtot; fti Stab (Bteften. Brvr>m , iv-riidia, u. Svort: Lcn. ^.unudie n. Trud uno eriag «rilh! dir Untrer laNbnirfete» Hi. «qnqr fl G. il Hamann tHnreioeme ter Cwm 8ewmw«Ui* * be*3aNtt 6« ileietew; WUM icf>aU RydZ'Smigly der im September 1939 seine W Non«. In Alf-nln, oon fleb.nfnnfl Fnb tnlefun«-. gefluchtet war, und von Der rumänischen 'ne* „ _ ... . - eierung auf Schloß Dragoflaoele bei Camvulung 000 Wtarlffen. 3n verlchledeven CuffMmpfen sind interniert mar. ist vor zwei Tagen unter B r u ch , elf feindllche Flvq'euge vom Gloster-Iyp brennend Man abgeschosien worden. Bier eigene Flugzeuge sind Agenzia Stefani stellt fest, daß der britische Rund- _ , _____________ fünf, der schon seit einigen Tagen immer wieder, ten die italienischen Flieger noch den Untergang des den unmittelbar bevorstehenden Fall des von eng- von den Torpedos getroffenen Kreuzers beobachten lischen motorisierten Kräften angegriffenen Bardia können. Das Wrack rage noch zum Teil aus den und die Uebergabe der dort konzentrierten italieni-1 Fluten hervor. schen Truppen voraussage, sich gezwungen sehe, zu-1 ■■ Hauptmann Kowalewski fand neben seiner von Doering. Bataillonskommandeur In einem reiherrn von Fluaboot abgeschossen. Nachts brachte er nach Versenkung eines 8000-Tannen-Dampfers irotz schwe- Seihnachisseier nördlich des Polarkreises <1 I dich, Schwaabs Weinstuben Danksagung. Gießen (Hindenburgwall 15), den 21. Dezember 194a öleßen Bahnho straBs 48 Ruf 3141 5WD ! Verschiedenes den Tod genommen. Gießen (Großer Stein weg 13). 21. Dezember 1940. D t lonildfi unb Vd Nachttisch- Lampen In großer Auswahl Carl Schunde Bahnhofstraße66 0. Am gtiRi die toi» hOio ta )rps foBi id)t. all Irmee, tu oon Staat der toi» eier lkM lom ooiflt* 1 Suom» eil der li» ie Iruppd teilen ta Trmeqq l in, der M igl, wo iii UHRMACHERMEISTER GIESSEN SEUERSWEO 54 RUF 3875 Ankaufs - Gen. C 40/4120. Bei der Fülle der Teilnahmebezeugungen, die uns bei unserem schweren Verluste von allen Seiten zugingen, ist es uns vorerst unmöglich, jedem einzelnen zu danken. Wir sprechen daher auf diesem Wege unseren tiefempfundenen herzlichen Dank aus. Im gleichen Sinne danken wir auch allen Freunden und Bekannten, die. unserer teuren, unvergeßlichen Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen haben. ölgst oort^ Familien-Drucksachen venobun0eameigen Vermahlung «am eigen bei Brühl. Schulstraße 7 eeburtaangelgen Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe dos Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem Hauptmann Kowalewski, im Stabe eines Fliegerkorps. Hauptmann K ü h I. Staffelkapitän in einem KKmpf- geschwader. Hauptmann hetbig. Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader. Oberleutnant Hintze, Staffelkapitän in einer Kampfgruppe. Oberleutnant nf n ritfflii nation kramo ch iränbt Hw Das Ritterkreuz sür hervorragenden fliegerischen Einsatz Richter. Staffelkapitän in einem Kampfgeschwa- der. und Oberleutnant v. Gravenreuth. Flugzeugführer la einem Kampfgeschwader. In tiefem Leid: Dina Wahl, geb. Hexamer. ASTRA addiert, saldiert und schreibt Vorführung koe enloi u.unverbindlich Für die Hinterbliebenen: Amtsgerichtsrat Paul Schmidt |t, doh W mb als oft t yalle $ ds. Bg laulhM 1932 u einer öd |t drei V» 1. Feiertag geschlossen! _______________________________8900D vernichtet. Zwei neue Miierkreuziräger des Heeres. Vertin. 21. Dez. (DHB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen dem Major Straßen führten. Aus aller Welf. Srenge Strafen gegen preistreiber. MN inem * Weiten 9 den Aus' illgD > Wir suchen eine mub lleifttge puhsrau fÜT ganze Tage. Textilhaus Densberg Marttstrafte 4—8. 6»osa ’M ichkn. Elholf' i|üßee wi Abardims Ä1M iji- Ihegau f itinnen lut es Ödto1 er erfüBfl Praktische Gelchenkariikel Eisenwareohandie. Wünth Wetzlarer Weg 5Wid !'7 raumes versenkt, einen britischen Kreuzer liches Beispiel ausgezeichnet. An der Maas s beschädigt, ein englisches Jagdflugzeug und ein er eine Vorausabteilung |o geschickt an. daß O wichtige Brücke bei Bourey ohne Verluste in deutsche Hand gerät. Seine weiteren Maßnahmen führten zu erfolgreichen Dorfkämpfen und zur Gefangennahme von vielen hundert Franzosen. Die Erfolge seines Bataillons in den späteren Derfol- gungskämpfen sind für das gesamte Schützen-Regiment ausschlaggebend gewesen Major von Hardenberg hat in dem schweren Kampf um Airaines das ganze Bataillon vorwärts gerissen. Er selbst war mit dem vorder- ^_o Z....r 5 "—:,:2 völlia vom Ge an er^eingefchl assen und hat "sich aus" dieser schwierigen Lage befreit. Mit der Handgranate persönlich am Kampf teilnehmend, hat er dem Bataillon zu einem vollen Erfolg oerholfen. Bis zum Einbruch der Dunkelheit waren 700 Gefangene, darunter der feindliche Bataillonskommandeur, eingebracht. Für die Gejamtlage beim 15. Armeekorps war die rasche Wegnahme von Airaines von großer Bedeutung, um so mehr, als dieser Ort für die Versorgung der Panzerdivision mit Munition und Betriebsstoff allein in Betracht kam, ba durch ihn die wichtigsten Wo deutsche Soldaten sind, wird das Woihnachtsfest in würdiger, den deutschen Sitten entsprechender Form, gefeiert. Die Aufnahme zeigt Soldaten von der norwegischen Felseninsel nördlich des Polarkreises. — (PK.-Krumme. — Scherl-M.) __________________________ Kinder- Roller eingetroffen Zahrrabhaus I Aßmann Neustadt 20. Scküler d. 5. Kl Mihi* i.ftrnuu u.Latein | Schriftl. Angel). u. 04298 an den I Gieften. Anzeig. Preisüberwachungsstelle geht hervor, daß m den letzten acht Tagen allein in 6 Fällen wege n D e r • kaufs von Weihnachtsgänsen zu U ebe t* preisen empfindliche Ordnungsstrafen verhängt worden sind. Obgleich es sich meist nur um den Verkauf einer einzigen Gans zu Ueberpreisen ijaxv delle, betrugen die Ordnungsstrafen nur in zwei Fällen unter 1000 NM. Ebenso sehen die Verbraucher, die die Ueberpreife bezahlt haben, ihrer strengen Bestrafuna entgegen Eine andere Preisüberwachungsstelle Hal gegen einen Ge- flügelhändler wegen wiederholter Preisüberschreitung beim An* und Verkauf von Nutz- mw Schlachtaeflügel eine Ordnungsstrafe von 15 000 NM. festgesetzt und ihm die Betätigung als Geflügelhändler für dauernd untersagt. Durch das Urteil des Sondergerichts in Dortmund ist ein anderer Geflügelhändler wegen fortgesetzten Ueberschreitens der Schlacht, und Nutzgeflügelpreise als Dolkrschäd» ling zu Zuchthaus von drei Jahren verurteilt worden. Gefängnis wegen Fernbleibens vom Oustfchuhkursu». Weil sie trotz wiederholter Aufforderung nicht zu den Luftschutztursen erschien, erhielt eine Einwohnerin aus Wiesbaden-Dotzheim einen Strafbefehl über zwei Monate Gefängnis, gegen den sie Einspruch erhob. Dor dem Einzelrichter wollte die Frau ihr Fernbleiben mit Krankheit begründen, was ihr aber widerlegt werden konnte. Da Luflschutzpflicht nicht nur Selbstschutz ist, sondern auch zum Wohle der Allgemeinheit dient und indirekte Landesverteidigung ist, zu der feder Volksgenosse verpflichtet ist, beließ es der Richter bei der im Strafbefehl vorgesehenen Gefängnisstrafe. Verdunklungs Gewaltverbrecher wegen Widerstandes erschossen.. Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei teilt mit: Am 20. 12. 1940 wurden die un. ter Ausnutzung der 93erbunflung vorgehenden Ge» waltverbrecher Gerhard Schönwalder und Alfred L e m s e r wegen Widerstandes erschosien. Vergehen gegen das Heimtücke-Gesetz. Lpd. F r a n k f u rt a. M„ 21. Dez. Die Justiz- Pressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: Dor dem Sondergericht Frankfurt, das in Limburg tagte, hatte sich am Freitag der tschechische Staatsangehörige Josef Bololaucky zu verantworten. B., der bei der Reichsautobahn beschäftigt war, hat im Juli 1940 deutschen Frauen gegenüber gehässige und beschimpfende Bemerkungen über das deutsche Volk gemacht. Das Sondergericht verurteilte den Angeklagten daher auf Grund des Gesetzes gegen Heimtische Angriffe auf Staat und Partei zu einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten. Um eine nicht alltägliche Todesursache. Mit einem seltenen Fall hatte sich die Strafkammer Köln als ^Jugendschutzkammer zu beschäf- tigen. Angeklaat war ein 53jäyriger Inhaber eines Polsterergeschästes wegen Gesundheitsschädiguna, die den Tod eines Schülers zur Folge hatte. Im vergangenen September wies der Angeklagte einen 14jährigen Schüler aus seiner Werkstatt hinaus. Als der Junge aber wieder in die Werkstatt kam, gab ihm der Angeklagte einen flachhändigen Schlag ins Genick. Daraufhin entfernte sich der Schüler weinend, spielte aber mit anderen Jun- gen auf der Straße weiter. Nach zehn Minuten sank er plötzlich um und war tot. Der Tod war infolge Blutung im Wirbelkanal eingetreten, die durch die heftige Erschütterung der ch a n d e l s s ch i f f s -! seines Bataillons und durch heldenhaftes persön- ich öchstp reise für Schlacht» und Nutzge- ...... ~ ~ **** setzte flügel überschreiten, mit den schärfsten Strafen ) die seinzuschreiten. Aus dem Bericht einer einzigen Trauerte!«: Dienstag, den 24. Dezember, vormittags 11 Uhr, in der Kapelle dee Neuen Friedhofs. Mein so sehr geliebter Mann und treuester Weggenosse In guten und leidvollen Tagen, unser gütiger, liebevoller Schwager und Onkel Herr Georg Wahl wurde uns heute nach viertägigem, schwerem Krahkseln durch in* £» 'M “Ä ä‘4 Turnverein von 1846 Giehen Unser lieber Turnkamerad Georg Wahl Mitglied des Tumrats und Geld Verwalter des T. -V. 1846 Gießen ist plötzlich und unerwartet aus unserer Mitte geschieden. Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 24. Dezember, vormittags 11 Uhr statt. Die Beteiligung aller Turnkameraden- und kameradinnen wird erwartet. DerTarnrat. _________________________v 5894 D rer Verwundung sein Flugzeug in vierstündigem Fluge mit nur einem Motor sicher zum Heimat- ha'en zurück. Nach seiner Genesung nahm er sofort V-.'der an Feindflügen teil. Haüptmann Kühl landete sein Flugzeug nach einem Angriff auf ein norwegisches Truppenlager, wobei die Maschine durch Flaktreffer schwer beschä. Irigt wurde, ohne Seitenräder glatt auf dem slchwie- rigm Einsatzhafen. Im Tiefstug gelang es ihm trotz heftigster Abwehr die bei Rotterdam im schwersten Kampf liegenden Fallschirmjäger und Luftlandetruppen rechtzeitig mit Munition zu versorgen. — Haupimann Helbig lanüete bei einem Angriff auf Narvik, bei dem er einen Flaktreffer im Motor erhielt, sein Flugzeug nach vierstündigem (Ein- motorenflug glatt. Im Kampf gegen England hat er sich durch Die Versenkung von 22 000 BRT. und I die schwere Beschädigung von 11 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes sowie durch besonders tapfere Sturzangriffe ausgezeichnet. Oberleutnant Hintze hat nach erfolgreichen Tiefangriffen gegen Minsk und Warschau über der Deutschen Bucht eine englische Lockhead-Hudson ab- geschossen. Seine Staffel hatte an der Stillegung des englischen Hant>elsschiffsverkehrs im Kanal und an der totalen Vernichtung besonders wichtiger Flugzeugwerke in England hervorragenden Anteil. — Oberleutnant Richter hat sowohl in Norwegen als auch im Feldzug gegen Frankreich, wo er u. a. Angriffe auf den Bahnhof Douai, auf Le Bourget, Orleans, Brest, Nantes und Le Havre durchführte und bei den Einsätzen aus England sich durch hohes fliegerisches Können und durch kaltblüttge Ruhe als Flugzeugführer wie als Führer seiner Staffel ausgezeichnet. — Oberleutnant Frhr. v. Graoen- reulh hat als Kampf- und Sturzkampfflieger im Westen mit dem erfolgreichen Angriff auf einen verantwortungsvollen Tätigkeit als Generalftabsge-! n o o e r n g, Lataiitonskomr Hilfe Verwendung als Flugzeugführer in der Fuh-' Schuhen-Regiment, und 2Ha)or F rertette eines Fliegerkorps. Gemeinsam mit dem ! " r d e n b e r g, Kompaniechef In einem Jnfan- Chef des Generalstabes des Fliegerkorps, Major, lerie-Regimenl. I G. Harllnghausen, der bereis tm Wlai m«t dem Major von Doering hat sich bei den Wald- Ritterkreuz ausgezeichnet wurde, hat Hauptmann kämpfen südlich Sedan am Mont Damien ihn AU der gesetzlichen Mindeststrafe naten Gefängnis. Das Gericht erach Statt Karten EIN WILLKOMMENES Ihre Verlobung geben bekannt Alma Seibel für jede Dame Weihnachten 1940 04245, Wir haben uns verlobt Cläre Schwmdt Helmut Nöther SAARBRÜCKEN Gießen, Mannheim/Stuttgart, Weihnachten 1940* 04275 58870 Größtes Spezialhaus der Branche Südwestdeutschi, Ihre Vermählung geben bekannt 5889 A. (G Hauptgottes» dienst. HG.-Abendm. 1306 •er Beichte eichäftsstelle d. Abendmahl.» 04304 Sounenstr. 11II Gieß. Anzeiger. Gloria-Palast ■ Lichtspielhaus 5892 D Der 5904D Gießen, Äeethovenstraße s 5898 V VrUns^^ Montag - ■ Großen-Suseck, den 23. Dezember 1940 5895 P Neueste deutsche Wochenschau l •tiiiiin Hi! in iiimiiiniin 11111111111111 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiii [IHllHllllHlllllililUllllilHIlllllHill Stadttheater am Lager. Unsere Auswahl ist so groß, daß jeder Wunsch erfüllt werden kann Der herrliche Humor Paul Hörbigers und die bezaubernde Mädchenhaftigkeit Magda Schneiders durchziehen diesen reizvollen lustigen Film! Illlllllllllllllllllllllllllll Kleine Anzeigen richten sich an ute Bevölkerung der engeren Heimat! verum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den BießenerAnzeigex Illlllllllllllllllllllllllllll 1ENM JUti DER TRAUM SCHÖNER FRAUEN ist ein köstliches, auserlesenes Parfüm, das ihrer persönlichen Note entspricht! Wir haben die herrlichsten Düfte aus aller Welt in schönen Weihnachts- Aufmachungen in den Preislagen von: RM. 1.00 bis RM. 80.00 mit Magda Schneider - Paul Hörbiger Carola Höhn, Luc! Englisch, Paul Klinger Olly Holzmann — Rosita Serrano singt! Gießen Germania-Drogerie Süwt, lassen . naten Gefängnis. Das Gericht erachtete die Schuld des Anaeklagten als gering. Zwar habe sich' dieser ein Züchtigungsrecht angemaßt, aber mit den fchwe- ren Folgen seiner Tat nicht rechnen können. Die Todesart sei nach Ansicht des Gerichtsarztes so selten, daß der Gutachter in seiner ganzen Praxis nur einen Fall erlebt habe. Ein Schlag gegen den Kopf sei aber immer riskant, eine kleine ab- wehrende Bewegung mit dem Kopf könnte schon Herzensfreud — Herzensleid Wirbelsäule infolge des Schlages herbeigeführt worden war. Die Jugendschutzkammer billigte dem Angeklagten mildernde Umstände zu uni» verurteilte ..... ' *" "r‘ 1 von drei Mo- Tienstag, 24. Dez., Heiligabend. Stadtkirche: 15.30 Weihnachtsfeier d KG. Mark.-Gem., Becker. Jobanneskirche: 16, Christfeier, Ludwig. KapülleAlterFriedhof: 15, Weihnachtsfeier d. KG., Waltber. ^avelle Wetrlarer Weg: 16.30, Christfeier, Lic. Dr. Jost. Lollar: 18, Christoesver. Mainzlar: 18, Christoesper. Alfred Betz Aenne Betz, geb Georg Zweigniederlassung Gießern Marktstraße 28 zu einer todbringenden Blutung führen. Ueber dem Urwald abgeslürzk. > Das Schicksal des seit Februar 1939 in dem süd- amerikanischen Staat Kolumbien verschollenen Flugzeuges „Leticia" der Kolumbischen Scadta-Ge- fellschaft ist jetzt geklärt. Da das Flugzeug wie alle über nicht zivilisierten Gebieten eingesetzten Maschinen mit der notwendigen Ausrüstung für Notlandungen ( Proviant, Zelt, Jagd- und Aerteidigungswaffen, Instrumenten) versehen war, hatte man zunächst gehofft, die Besatzung, die aus vier Deutschen bestand, vielleicht doch noch lebend aufzufinden. Daher waren umfangreiche Fahndungen durchgeführt worden. Der Präfekt der Kolumbischen Landespolizei hatte eine Expeditton in das Urwaldgebiet von Villavicencios entsandt, die nun das Wrack des Flugzeuges aufgefunden hat. Die dreimotorige Maschine ist Pens Beamter sucht Betltuuens- slellW. Sehr. Ang. unt. 04307 a.d.G.A. Spie’plan vom 24. bis 29. Dezember Dienstag, 24. Dezembei Keine Vorstellung! Mittwoch, 25.Dez., 15.15—17.80 Dr. med. Hiob Pretorias. Mittwoch, 25 Dez., 19-22 Uhr Der Barbier von Sevilla. Donnerstag, 26.Dez., 15.15-17.30 Rotkäppchen. Donnerstag, 26. Dez., 19-22 Uhr Der Vogel Händler. Freitag, 27. Dbz., 15.15—17.80 Rotkäppchen* Freitag, 27. Dez., 19-21.45 Uhr Der Tanz- Ine# Glück. Sonntag, 29. Dez., 19—22 Uhr Der Vogelhändler. gottesdiemt mit Wssmlmg im Schnee Gelegenheit für Wintersport In allen Preislagen bei Edgar Borrmanrie: Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 u. 4156 _________________________ 901 A Jugend hat Zutritt! Täglich: 8.15, 5.15, 7.30 Uhr Sonn- und Feiertag: 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Kirchliche Anzeigen. MWM- lG -Gottesdienst, KG. - Kinder- €UvlVIV (RÖrfif gottesdienst, HG. - Hauptgottes- ’ Hauvt- gut- zu verkauf. e und smelend, billig zu Zu erfr. m in verkaufen. 04304 Geschäftsstelle Ab heute Montag bis Sonntag einschließlich WEIHNACHTS-FESTPROGRAMM Der Heinkel-Jäger He 113 schützt über England da- Heinkel-Kampfflugzeug He 111 vor feindlichen Jägern. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Poisdam-Äabelsberg z. Z. im Felde Gießen, den 16. Dezember 1940. Der Polizeidirektor. I.V.: gez. Hellwege Emden. Hocherfreut zeigen wir die glückliche Geburt eines Töchterchens an Gießen, Weihnachten 1940 Schulstraße Seltersweg 30 23. Dez., 10.15 bis 17.30 Uhr Außer Miete! Rotkäppchen Märchen nach Grimm von Stelter. 6860d Preise von RM 0.30 bis 1.60. Arthur Krause Zachdrogist Jugendliche vom 14 Jahre ab haben Zutritt Täglich: 3.15, 5.15, 7.30 Uhr Sonn- und Feiertag: 2.30. 4.45, 7.30 Uhr 5858 A Katholische Gemeinde Gießen Außerordentliche Gottesdienstordnung für Weihnachten: Montag, den 23. Dezember 1940, 17—19 und 20—21 Uhr Beichtgelegenheit: Dienstag, 24 Dezember 1940, 14—15 Uhr Beichtgelegenheit. 15-30 Ubrbbriftmette m.Predigt u. HLKommunion: I. Weihnachtsfeierlag, 7 Uhr, hl Messe - 9 Uhr Hochamt mit Predigt; 11.15 Uhr Singmesse mit Predigt; 15 Uhr Vesper; 2. Weihnachtsfciertag Gottesdienst wie am 1. Feiertag. ____________Ä Traute Hageböck, geb. Wöltje Hegierungsrat Dr. August Hageböck z. 3- im Felde t Bekanntmachung. Velr.: Abbrenn- nnd Verkaufsverbot für Feuer- werkskärper ufw. Durch Polizeiverordnung des Herrn Reichswirtschaftsministers vom 27. November 1939 ist das Abbrennen und Abfeuern von Feuerwerkskörpern, pyrotechnischen Artikeln und ähnlichen Erzeugnissen im Freien verboten. Zuwiderhandlungen werden unnachsichtig mit empfindlichen Strafen geahndet. Gleichzeitig verbiete ich die Abgabe von Feuerwerkskörpern sowie pyrotechnischen Artikeln und ähnlichen Erzeugnissen, die lediglich im Freien verwendet werden können, weil mit Abgabe dieser Artikel zwangsläufig eine Verleitung zur Begehung einer strafbaren Handlung verbunden ist. Unter das Abgabeverbot fallen auch sogenannte Pulverblätt- chen, jedoch nicht die handelsüblichen Scherzartikel, die als Zimmerfeuerwerk Verwendung finden. Ein neues Lustspiel der märkischen Filmges. mit Albert Matterstock Heinz Salferer, Hans Richter Spielleitung: Erich Engel über dem Urwald abgestürzt. Das Flugzeug war dabei aber nicht in Brand geraten. Der Pilot hatte sich retten können, während der Funker und die zwei Fluggäste tödlich verunglückten. Später ist dann der Pilot von entflohenen Sträflingen aus der benachbarten Strafkolonie ermordet worden. Alle vier Leichen wurden von den Verbrechern verbrannt. Die Namen der vier bei dem Unglück mit der „Leticia" ums Leben gekommenen Deutschen lauten: Pilot Otto L e v i n s k y , Funker Max Zimmer, Inspektor Walter Wend und Hermann F i l l n e r. Lin Zeuge der Liszeit. Dänemarks größter Monolith, ein Findling, der während der Eiszeit auf Gletscherrücken von Schweden nach dem heutigen Fünen geführt wurde und im Moränenlehm bei Hesselager versank, wird jetzt f r e i g e l e g t. Der riesenhafte Block steckt etwa 6 Meter tief in der Erde. Die Kosten der Freilegung des Steines werden auf 13 500 Kronen veranschlagt. Deutschslämmige Alpinisten besteigen den Tronador in den Lordilleren. Die chilenischen Alpinisten Lutzenberger und Müller, Nachkommen deutscher Einwanderer, haben den Gipfel des Tronador in den Cordilleren bestiegen. Der Aufstieg zu dem 3470 Meter hohen Gipfel ist außerordentlich schwierig. Die beiden Alpinisten wurden in Alpinistenkreisen begeistert gefeiert. Unser Rolf hat ein Schwesterchen bekommen In dankbarer Freude Irmgard Croon, geb. Mehlert Dr. med. Richard Eroon z.'Z. llnteraszt und Abteilungsarzt in einem Artillerie-Kegiment Eine Vogelsberger Fahrkrch im Januar das dritte Mal kalbend, zu verkauf. Kinzenbach 5843 D Nr. 47. Grötz.Transvort Ferkel steht zum Verkauf bei 5859D Ad. Schultheiß, Veitsberg 5, bei Saasen. Meige zu vertäut. 04309 Hch. Henkel, Seltersweg 61. Gut erhaltene Pelzjacie schwarz, Gr. 48, zu verkauf. ssssD Crednerstr. 31 Ein Paar neue ileitichnürslielei Größe 42 zu verkaufen. 04305 Wo, sagt die Geschäftsstelle des Gieß. Anzeigers. Werbe-Drucksachen bei Brühl. Schulstr. 1 | Mietgesuche | Studentin sucht zum Januar nett möbttertes, gut heizbares 68»id Zimmer möglichst Nähe der Universität. Angebote mit Preis an Frau Schäfer, Kassel, Achenbackstr. 6. Geburtsanzeigen mi BrOhl. 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Durch Die RSV. erhielt jeder Soldat, auch in den anderen Lazaretten im Kreis, eine Flasche Wein. Gebäck. Rauchwaren und die ..Deutsche Fibel* nun Woewe- ries. Mädels vom BDM. gingen von Station zu Station und erfreuten die Soldaten mit ihren lustigen Liedern. Eine Singschar, die überall herum- kam. brachte Den Soldaten als Aufmerksamkeit Ton- nenzweige mit Gebäck und Lebkuchen besteckt mit, während eine andere Gruppe ein Kasperle-Theater aufführte und eine weitere Svielgriipve mit heiteren Darbietungen aufwartete. Die Soldaten zeigten sich sehr dankbar und waren in bester Stimmung. Von der RSKOV. hatte eine grobe Anzahl von Kameraden unter den Soldaten auf den einzelnen Stationen Platz gehtnben und nahm lebhaften Anteil an der frohen Stimmung, die da« ganze flau» erfüllte. Am Samstag und Sonntag fand noch eine Reihe weiterer Feiern statt, die in erster Linie non her rührigen Siiwschar der Iugeirdaruppe her NS- Frauenschast bestimmt wurden. Weiterhin wirkten Künstler aus Frankfurt, Friedberg und auch rin ge des Gießener Stadttheaters mit. Auch der Standort Gießen her flI. hatte ein Orrirfter dafür ar- stellt, ferner wirkte auch Muflklehrer flcimld) Blaß mit. Außer den einleitenden Worten her l-ltenden Aerzte mürben Ansprachen, u. a van dem Kreisgeschäftsführer Pa. W eher, gehalten. Den Feierstunden wohnten Kreisamtsleiter Frank von der RSB.. Kretewart Schemel von KdF., Kreisamtsleiter G r a v e l i u s von her RSKOV iknd die Kreisfrauenschaftsleiterin Frau W rede bei. Bei all"n Feiern kam wiederholt zum Ausdruck, bah die Partei und ihre Gliederungen in Gießen sich in seltener Meise um die Soldaten In den Lazaretten bemühen und ihnen Aufmerksamkeiten zuteil werden lassen. in den 7!GV..K'nderaärien Die Kreteamtaleltung der RSB. Im Kreise Met- terau veranstaltete in den NSB.-Kindergänen in Gießen und in den Orten de« Kreises Wetterau für die Kleinen Weihnachtsfeiern, deren Ausgestaltung Im einzelnen den Leiterinnen her örtlichen Kindergärten übertragen worden war. Bei den Feiern wurden kindliche Meihnachtsspiele aufgefübrt, wobei die Kleinen zum Teil selbst mitwirkten, daneben bereicherten gemeinsamer LI dgesang und enffnre- chende kurze Ansprachen die Feierstund-n. Die Kleinen wurden van der RSB. durch die Kindergart-n- leiterlnnen mit Svielsachen besch-nkt und ihnen damit eine große Weihnachtsfreude bereitet. Ehrlmq von Inbilaren der Firma Hinn & lklosS A G. 3U »In« eindrucksvollen Feierstunde qesialiete sich der Iahressiiüiüu'! piu In bei Zentralfabrik ADOX und indem er dies tat, wahrscheinlich den größten Beitragzur Losung des Flugproblems geliefert, den I# ein Mensch vollbracht hat. Die Versuche Lilienthalo, von denen fie 1890 zuerst hörten, waren es auch, die in den Brüdern da« schon von Kindheit an vorhandene Interesse für Flugprobleme stärker entfachten. Zum Studium hatte es bei den Sühnen des amerikanischen Geistlichen Wright in Danton und einer deutschen Mutter wegen brr großen Geschwisterschar nicht gereicht, und so hatten bie beiden, non Kindheit an unzertrennlichen Brüder eine kleine Fahrradreparaturwerkstatt auf- gemacht. Außerdem gaben sie ein Provinzbliillchen »Jhc Widget" (Die Mücke) heraus, das sie selbst Mten, druckten und vertrieben. Auf Grund ihrer unermüdlichen Basteleien waren sie im Jahre 1900 so weit, daß sie mit praktischen Flugversuä^n beginnen konnten, wozu sie sich die einsamen Sand- Hügel von Kitty flamt an der Meeresküste van Rord-Karolina erkoren. Rach hem Vorbild von Li- Itenlhal war e« ihnen zunächst auch nur um den Gleltflug zu tun. Aber bald wurde ro ihnen, In Uebereinstimmung mit dem au« Paris stammenden Flugwissenschaftler Cha nute, der ihr primitives Barackenleben und ihre Versuche mit ihnen teilte, klar, baß nur mit einem Motor die Sod)t weiter kommen konnte Im Jahre 1903 schritten sie zum Ban einer Maschine mit einem Motor von acht P'erdekräften. unb Im Dezember desselben Jahres konnten sie die Ma. Hüne zum Start bringen. Beim vierten Flug blieb der Apparat 59 Sekunden in her Lu't und legte gegen einen Wind von 32 Stundenkilometer 255 Meter zurück Arn gleichen Abond wurde bao Flugzeug durch einen Sturm zerstört, borf), ans Grund der gewonnenen Erfahrung gingen die Brüder so. gleich an den Bau eines neuen, und langsam kamen sie Schritt um Schritt weiter. Roch im Jahre 1905, in dem ihnen der erste längere Flug geglückt mar, konnte eine größere Zuschauermenge da« Flugzeug über eine S unde in der Luft bewundern, wobei eo verschiedene Figuren beschrieb, um tu beweisen, wie vollkommen ee dem Steuer gehorchte. Der Avparat war ein leicht aus Segeltuch gebauter Zweidecker, der der Cuff große horizontale Flächen harbnf, her Motor eine Petroleummcckchine van 24 Pferbekräf. ten. Der ihn bedienende Mechaniker lag der Länge nach auf dem Gestell, mit dem Gesicht nach unten: die Brust ruhte ans einem Kissen: mit den flnnhen leitete er die Steuerung und fontrofOerte er die Schnelligkeit bet Motor«. Al, Orv'lle Wright im August und September 1900 in Berlin Ober dem Tempelhofer Fell» leine kühnen Flüge ausführte, bemächtigte sich unbeschreibliche Begeisterung der Menge, die hier die 2Lr*flm,nn ,infl6 der ältesten und bcharrsichsten. Menschheitetroum« sah. c. K. Nr.aüZ Zweites Blatt Montag. 25 Dezember Asy Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessens Vorbildlicher Einsatz für das Kriegs-MW ftinb vor dem Spiegel. gelfterung ihre Ausgabe erfüllten, große Freude. Weihnachtsfeiern in den Lazaretten Freude für unsere verwundeten Soldaten. n her Anhalt.De'au zwei preußischen Königen er lehnte ab: „Es ist Zelt, daß wieder heue Dienste. Bei Kesselsdors entschied der unge- ein ©eneral für König und Vaterland fällt! irt die Kompa- der kleinen sagte weh- E. L. St. Aus »er Elladi Gießen ,Un6 der Locken lockende Fülle...- erteilte, kniete er nieder und sandte folgendes k oßgedet zum flimmel: "L eder Gott, stehe mir heute gnädig bei. oder. ®unn du mir diesmal nicht beistehen willst, so hilf ^nigstens auch den Schurken von Feinden nicht, Ir^dern siehe zu, wie es kommt!" süme Angriff der von ihm geführten Regimenter "k Schlacht. Der Dessauer wußte wie bcheutunge» Schlacht von Königgrätz aufrecht im feindlichen Feuer und erteilte in völliger Gelassenheit seine Befehle. Man beschwor ihn, sich zu schonen, aber Es ist Zeit, daß wieder einmal Dolke schenke, helfe sie den Volkstod überwinden. Der Ortsgruppenleiter ging dann auf die Stiftung des Ehrenkreuzcs der deutschen Mutter durch den Führer ein und hob hervor, daß die Wertung der Mutter durch den Nationalsozialismus eine der größten und revolutionärsten Taten her Bewegung Im September 1916 durchbrechen deutsche und bulgarlfche Truvpen unter Führung de, General- felbmarschall« Mackensen die russisch-rurnänische verdunkelungszell ’Ji der Woche vom 22. bis 28. Dezember: 17.10 Uhr bis 9.30 Uhr. Da fällt mir unser Töchterchen ein, als es ganz lein war, vom Vater die flaarc gestutzt bekam. Mit einem Büschel blonder flärchen in staust kam es zu mir gelaufen und klagend: „Papa Löckchen abgerissenI* aber tritt ernst aus her Scheune, ’n her sein toter Marschall liegt, legt die Finger auf den Mund unb sagt: „St ll, Kinder! Wir haben viel verloren — drinnen schläft Schwerin!" * Am 3. Mai 1813 begrüßte her Feldmarschall Blücher seine Truppen mit dieser Ansprache: „Guten Morgen, Kinder! Dit Mal hat et gut gegangen. Die Franzosen sind et gewahr geworden, mit wem se zu duhn hebben. Dat Pulwer is alle. Darum gehn wir zurück bet hinder de (Elbe. Da kommen mehr Kameraden und brennen uns wedder Pulver und Blei, un dann gehn wir wedder hrup u p de Franzosen, hat se de Schwär not kriegen. Wer nü seggt, bat wi referieren, bat is een Hundsfott, een schlechter Kerl! Guten Morgen, St über!" — Auf seinem Sterbebett ließ er seinen alten Adjutanten rufen und sagte, ihm die Hand drückend: „Sie haben viel von mir gelernt, lieber Nostiz, im Leben unb im Kampf, nun sollen Sie auch von mir lernen, wie man ruhig stirbt!" Felbmarschall Graf M o l t k e stand in der Die Kinder sind überhaupt wie immer, so auch frier, etwas Erfreuliches. War da neulich eine kleine Ursula. Ursula war mit allen bekannt. Sie gab ebem bie Hand und fragte bie unmögüd>ften Dinge. Zuerst würbe nämlich ihre Mutti 'frisiert. Das Mäulchen von Ursula stand keinen Augenblick till: „Mutti, wann bist du fertig?" Mutti, wo sind etzt deine Locken?" (Als die floate eingerollt würfen) „Mutti, w'is wird der Vati sagen, wenn mir o lange fortbleiben! flaut er uns bann?" „Mutti, ich hab schrecklichen Hunger !" Zögernd: „M"tti, «ollen wir lieber doch nicht schnipp-schnavp machen taffen?" „Aber Ursula, deswegen haoe Ich dich ja mitgenommen!" Ursula wollte sich nämlich im letz- icn Augenblick vor dem flaarfdineiben drücken. Unb gab dann wirklich ein paar Kullertränen, als sie - feierlich mit dem großen weihen Mantel um — mf dem Drehstuhl sah. Eine Puppe, die auch Dauerwellen" zu Weihnachten haben wollte, muhte iut Beruhigung HerbeiaeHolt werden. Als erste her Gießener Ortsgruppen nahm die Ortsgruppe Gießen Süd der R-sDAP. am Sams- tagnachmittag die feierliche Ueberreichung der Mitt- terehrcnkreuze vor. In dem geschmückten Saale der ,Siadt Wetzlar" zeichnete Ortsgruppenleiter Pg. Grahlmann die mit ihren Angehörigen erschie- Al« Zuchtmeister her jungen preußischen Armee | l!j stete oer Felbmarschall F ü r st Leopold von Mütterehrenkreuze in Gießen-Gü- Oie tfcbcrrcicbung in einer Feierstunde. drehen, dos ist doch nichts zu tun. Richt einmal zu denken braucht man, wenn man nicht will ober zu faul dazu ist. Viele Frauen aber lieben es, sich diese Stunde der (Enifpannung durch Lesen auf- reaenher Romane zu verderben. über nicht nur Entspannung, auch Selbstbesinnung bringt diese Zeit bei unfern Frisör. llte ist jar nicht so leicht für eine Frau, sich — mitunter iunbenlang — im Spiegel gegenüber zu sitzen, noch Der greife Feldmarschall de« Großen Königs, Aras Schwerin, äußerte am Morgen der flacht von Prag im Mai 1,757 Bedenken über N Erfolg einer Bataille „Majestät", sagte er, •ter Feind hat die günstigere Stellung. Vor allem: >st in einer Uebermacht, die uns gefährlich wer- kann. Wenn wir zehntausend Mann mehr ifcüten ..." t »5ür dies« zehntausend w ll ich Ihn rechnen, vhwerin!" erwiderte Friedrich. „Er fuhrt den lin- Flügel, Schwerin!" _ Kis die Schlacht aus des Schwertes Spitze steht Schwerins eigenes Regiment sich schon zur ” 'd)t wendet, sprengt der Felbmarschall zur fomp- 5 den Truppe, reiht die Fahne an sicki unh fuhrt Ijwe Soldaten zum siegreichen Angriff Drei Kugeln reifen ihn, unter der Fahne erlischt sein heldi ches 5 Ibatenleben „Vivat Fridericus!" rufen bie Sol- pitn am Abend, nach erkämpftem Steg. Der König Am Samstaaimchmittag gab es dann noch eine besondere „Attraktion" In Gestalt van Kasperle- Vorstellmiaen am Seltorstor, am Kreuzplatz und beim Stadttheater, ferner einen Staffellauf des Kasperle unb seiner Begleiter mit Start am Sei- terstor und Ziel am Kreuzplatz, bei dem es viel Hallo und zahlreiche Groschen und andere Geldstücke in die Sammelbüchse gab. Die Marine-HI. zeigte als eigenartige Ueberraschung am gestrigen Sonntag am Selterstor noch ein „U-Boot", mit dem sie eine „Minensperre" gelegt h-tte, bei bereit Passieren die Groschen füi; das Kriegs WHW. das gebührende Lösegeld waren. Alles in allem darf man die Feststellung machen, daß unsere Jungen unb Mädel mit ihrer Sammeltätigkeit für das KriegsMHW. wieder einen „großen Tag" hatten und höbet ihrer Aufgabe mit begeisterndem Einsatz in vollem Maße gerecht geworden sind. sei, weil dadurch die deutsche Frau wieder al« Hüterin her Ewigkeit völkischer Eig nart in den Mittelpunkt des natürlichen Lebens des Balkes unb her Familie gestellt wurde. In gebanfentiefen Worten sprach der Ortsgruppenleiter weiter von der Hingabe unb der Einsatzbereitschaft bei Frau unb zeichnete den tiefen, von nationalsozialistsicher Wcltanschauuna her bestimmten Sinn de« Mutter- tums. Abschließenb mürbigte er das Lichtfest, ha« Wcihnachtswunber der Geburt als das Fest des Muttertums, bas im Völkerdafein der Sieg der Lebens- unb Sonnenkraft unseres Volkes sei. 61 Müttern konnte Ortsgruppenleiter Grahlmann ba» vom Führer gestiftete Ehrenkreuz her beutschen Mutter überreichen, unb zwar 8 Müttern das goldene, 10 Müttern das silberne unb 43 Müttern bas bronzene. Er sprach ihnen die besten Glückwünsche des Führers aus und verabschiedete die Mütter mit den besten Wünschen. Die schlicht durchgesührte Feierstunde schloß mit dem gemeinsamen Gesang der Lieder der Ration. 38 Minuten in der Lust! Aus den Ansängen der Fliegerei. Es klingt fast wie rin Märchen, daß erst 35 Jahre vergangen sind, seitdem die Brüder Orville unb Wilbur Wright den ersten längeren Flug auvführten, in dem sie sich 38 Minuten in der Lust hielten und ha bei eine Strecke von 39 Kilometer zurücklegten. Dieses Ergebnis schien damals fo unwahrscheiplich, hoh es zunächst nur mit größtem Mißtrauen auf- genommen wurde. Ja, die Brüder Wright, hie es allerdings immer abgelchnt hatten, mit den sonst in Amerika üblichen ReNametricks zu arbeiten, sondern in der tiefsten Stille unermüdlich an ihrem Werke schufen, wurden sogar in ihrem Vaterlande immer wieder als Schwindler verdächtigt. Eine leichllersiae Tagespresse hatte sich aygewöhnt, sie verächtlich al« „lyinR brothers”, nicht „flying brother«“ (lügende, nicht fliegende Brüder) zu bezeichnen. Um so größer war das Aufsehen, da« sie mit ihren unbestreitoaren, gegen Ende de« Jahre« 1005 vor einer größeren Schar von Zuschauern erzielten Erfolgen erregten. Sie hatten damit bewiesen, daß ihrem anfangs so angefrinbeten System „schwerer als Lickt" bie Zu- fünft In her Luftfahrt ' gehörte. Die Welt horchte auf, namentlich auch bei uns in Deutschland, wo durch hie bahnbrechenden Versuche Otto Lilienthal» das Interesse für die Probleme der Flug- technik schon seit vielen Jahren sehr rege war. In unserem Altmeister Lilie nthal sahen die Brüder Wright ihren größten Vorläufer und Lehrer, dem sie Worte rückhaltloser Bewunderung widmeten: „Otto Lilienthal scheint der erste Mensch gewesen zu fein, der e« wirklich erfaßte, baß die Stabilisierung das erste und nicht da» letzte von den schwierigen Problemen wäre, die in Zusam- menhang mit dem menschlichen Flug stehen Er beaann, wo anher« auchörten Andere Menschen haben zweifellos lange zuvor daran gedacht, solche Gleitllüge auszuführen. Lilienchal hat aber nicht bloß daran gedacht, sondern die« auch ausgeführt. Gebäck von der RS.-Frauenschaft in weihnachtlicher Verpackung, die Päckchen der NSV. unb Zigaretten von der RSKOV. Die ^-Männer werden sicher freudig an diese Feier zurückdenken. In einem anderen Lazarett fand die gl -iche Feier statt, nur daß für Gert (Seiner Alwin Rüffer als Rezitator oinsprang. Vrvfesior Dr. Brügge- mann hielt hier die Weihnachtsansp'-ache. Außer den Rezitationen, Gefangsvorträgen und Harfen- falte fanden einige Sologesänge von Künstlern des Stadttheaters statt. Auch diese Feier nahm einen harmonischen Verlaus. Am Snnntagiiadjmlttag fand bann im Reserve- lazarett II die Hauvtfeier statt, bei der Profasfor Är. Brüning auch den Krcisleiter Backhaus, den Vertreter des Stanbortalteften, Maior Wolf, unb den Vertreter des DRK., Oberfeldckihrer Land- rat Dr. Lotz begrüßen konnte. Dieser Feier wohnte auch der Ki iegsbllnde Kamerad Schaffner von der RSKOV. bei, für den diefe Feierstunde ein de- fonderes Erlebnis war. Ein Streichquartett leitete die Festveranstaltung ein, die einen stimmungsvollen Charakter durch die vielen Kerzen erhielt, die im Festraume ringsherum ausgestellt waren. Hier sprach Helmka S a g e b l c I mit warmer, begeistern. Für unsere Soldaten in den Lazaretten wurden durch das Oberkommanho der Wehrmacht weih, nächtliche Feiern veranstaltet, die die RSG. „Kraft durch Freude" gestaltete. Die erste dieser Feierstunden wurde im U-Lazarett abgehalten, bei der die Singschar der Jugend- gruppe der RS.-Frauenschaft, ein Streichquartett, Gert Geiger unb die Haritnistin L. Schmidt- Frank vom Stadttheater mitwirkten. Auegezeich.- nete, für solcye Stunden besonders geeignete Musik- stücke von Haydn, Händel unb Beethoven wechselten ab mit den von Gert Geiger mit innerer Anteilnahme vorgetragenen Gedichten unb Erzählungen und den weihnachtlichen Liebern der Sinaschar. ---Obersturmführer Med.'Rat Dr. Klein sprach von der Iulfeier, die die Gedanken des Menschen auf den Sieg des Lichtes über die Finsternis lenkt unh die in diesen Tagen dem Siege des deutschen Volkes über seine Widersacher entspricht. Einen bc- sonders feierlichen Eindruck lösten bie Welsen zur Harfe aus. Bei dieser Feier beschenkte der BDM. die ---Männer mit Liedern und Geschenken. Sie fangen mancherlei bekannte und neue Lieder, gaben lustige Rätsel auf und veranlaßten die Männer zum Mitsingen. Nachher teilten sie ihre Gaben aus, Front. Bald danach zog Mackensen in Bukarest ein. „Im Kraftwagen, von drei Offizieren begleitet, fuhr ich in schneller Fahrt an der Vorhuteskahrcm vorbei. Die ersten Häuser werden sichtbar. Keine Kugel pfeift. Kaum gedacht, sind mir in der Vor- , stadt ..Unbekümmert um die Gefahren, die im ; Ungewissen auf ihn lauern können, zieht Mackensen als erster in Bukarest ein und diktiert auf dem Schloßplatz, von einer riesigen Menge umgeben, ein Telegramm an die Ober le Heeresleitung, ir. 1_. er die Einnahme der Haupt tabt meldet. Ein kühner Husarenstreich, her dem Marschall bie Herzen seiner Soldaten für immer sicherte. O. G. F. Sturm. Als erster reitet er mit seinem Adjutanten in den erstürmten Ort ein, wo die stürmende Truppe ihn jubelnd umringt: Felbmarschall Graf Harfe- ler, ben einstigen Führer des Armeekorps, her als achtundfiebzigjähriger Freiwilliger im Felde steht! Am 31. August 1914 zieht Generalfeldmarfchall v Hindenburg her Sieger von Dannenberg, in das befreite Allenstein ein Unter flatternden Fahnen stehen bie Merckchen Kopf an Kopf unb jubeln dem Sieger zu Plötzlich hält Hindenburg, eine kurze Handbewegung geb etet Schweigen. Dann hebt sich die Rechte des Felbherrn hoch empor. Zum erstenmal vernehmen bie Männer unb Frauen seine St mme, eine knorrige, tiefe SoIbatenHimme. „Dankt dem hort oben!" sagt Hindenburg unb reitet weiter ... Hornotucn. Tageskalender für Montag. Stadttheater: 15.15 bis 17.30 Uhr „Rotkäppchen". - Gloria-Palast, Seltersweg: „Unser Fräulein Vektor". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Her- (ensfreub — Herzensleid". — Oberhessischer Kunst- terein: 17.30 bis 18.30 Uhr WeihnachstausstelluNg Hi Foyer des Stadttheaters. Orlszelt für den 24. Dezember. Sonnenaufgang 9.30 Uhr, Sonnenuntergang 17.13 khr. —- Mondaufgang 3.55 Uhr, Monduntergang 14.18 Uhr. Am Samstag setzte unsere Jugend ihre Kraft in beispielhafter Tatfreube wieder für das Kriegs- WHW. ein. Die Reichsstraßenfammlung, die unter dem Zeichen des Kasperle stand, brachte unsere Jungens unb Mädels der HI. unb des BDM. lunoemang — tm optegel gegenüber zu sitzen noch JS?1.1 in früher Vormittatzsstunde auf die Straßen, dazu in vollster Beleuchtung! Jede Falte jeder rl'r,S mit bcr Sammelbüchse klappernd, boten sie mübe Zug, jedes graue Haar sind unbarmherzig ' Straßev unb in den Häusern unermüdlich zu sehen: zum Schluß schneidet man sich selber,»* hübschen Abzeichen .des Kasperle unh seiner Grimassen tn unbewachten Augenblicken wie ein ' ™ a?an. , a7r un^ "Geröll fanden sie bei biefem — ' Verkauf dereitwilliae Abnehmer. Dabei wurde in zahlreichen Fällen sehr großzügig gekauft, weil die Abzeichen als schöner Sd)mii(f für Den Weihnachtsbaum über den Tag der Sammlung hinaus Freude bereiten können. Die rege Nachfrage unb die starke Abnahme bereiteten natürlich auch den jugendlichen Sammlern und Sammlerinnen, die mit voller Be- - ________ v Im Herbst 1914 stürmen Truppen des 16. Armee- »11 "bTete7‘2lnari-f7 tDar7 unbMehe er ben Befehl korps den französischen Ort Audun le Roman. Un- k-'- --- -- - - . r—' fer heftigem feindlichen Feuer suchen die Musketiere Deckung im Gelände. Da sprengt plötzlich ein Reiter heran, hält aufrecht im Kugelhagel bei den Truppen, zieht ben Degen unb füy>' ulen mit welthinschallenbem „Vorwärts!" zum J©o gehst du denn hin, Renate?" .Lmn Frisör!- lagt Renale lächeln», mil einer C?ö(kn e^cnfianb Caunfl °Uf »l'wllch auf- „Dann viel Vergnügen!" 5a ift es eigentlich ein Vergnügen? Das War- >5”' 6rTQQir ' b*JJmmt nicht! Unb trotz« ,I> u I» N vie Mll mren rungeoorlgcn criajic* ruU xD2n Brüchen: Seife heißes neuen Mütter, bei denen sich auch die'Politischen Wasier, Dufiwasser unb Haarwäsier, das leise Spre- Leiter unb einige Parteigenossen der Ortsgruppe chen und Lachen, das geschäftige Hin- und Hcreilen befanden, durch eine tiefempfundene, zu Herzen ^r weihbeschurzten Dienerinnen der Göttin, bie gehende Ansprache aus. Er erinnerte zunächst daran, vr*lur hclßt, alles das zusammen ist irgendwie nett1 baß her Tag bcr Wintersonnwende, an Dem die *«.anrC^Cn h — u. I Auszeichnung vorgenommen würbe, der geeignetste 2Iber Dor allem, wenn wir bann vor hem großen Augenblick für eine solche Feier sei, da wie das Spiegel sitzen, ist es eine Stunde der Entspannung. | Licht über die Finsternis, das neue Leben über den • beucht emmal nichts zu tun. wirklich gar i siege. Mit jedem Kinde, das die Mutter ihrem nicht«. Denn stillzuhalten und einmal den Kopf zu ,x-'‘ v --------- - Furchtlos und treu. Deutsche Generalfeldmarschütte in alter und neuer Zeit. Als tapferer General und kühner Feldherr ver- iibigte der General D e r f f l i n g e r Brandenburg :gen Schweden, Polen unb Franzosen. Der Große arfürft ernannte ben Sieger von Fehrbellin zum ^neralfeldmarschall und erhob ihn in den Adels- mnb Richt lange danach wollte der französische Gesandte Herzog von Holstetn-Beck Derffli-nger vegen seines früheren büraerlichen Berufes ver- hihnen unb fragte in seiner Anwesenheit ben Kurfirsten: „Ist es wahr, Euer Gnaden, daß in Deutsch- lind Schneider zu Generalfeldmarschällen gemacht Gerben?" Da erhob sich Derfflinger, zog seinen legen unb rief: „Hier ist der Manu, von dem dies 8 sagt wird, und hier ist die Elle, mit her ich jeden Hundsfott, der die deutsche und meine eigene Ehre greift, nach der Länge und Breite messe!" Der fcrjog erblaßte unb schwieg. ■ i)od)H)Q||er narr feinen ym, wuu «1^.1. ■■nn ii i imim nurTn—Tf—W— Aktion zur Tuberkulosebekämpfung, die demnächst s m verschiedenen Gemeinen ein Zweckschau^ k 41 Wirsing, % kg 7, Weißkraut 6, Rotkraut 7, sichren wird, roirb seitens der Stadt Untersttitzung 8 gerate Rüben 7 _Slünat 16 bis 17 finden, Eine imh einem Rückblick Unterkcüsirabi 5, GrÄnkohl^?, Rosenkohl 15 bis 32, ’3RÄSSS*Ä5r«S «feWWSMl Xreü^döbnis an be" 8u^e^ ^^uttaen Montag 15 bis 16, Blumenkohl, das Stück 40 bis 60, Salat »ÄH: •■?»<" ÄÄTnSSS ।« *» m u. • - irische un-ser Mitbürger Karl Melchior, Raun 1110, Rettich 8 bis 12 Rps. 23. Dezember, begeht in geil Frische un-ser Mitbürger Karl Aus der engeren Heimat Aus dem Srünberger Sport. des damaligen Lehramtsassessors, , an »tik.r hör Unentsch. Verl. Naunheim — 1900 diesmal in Platzbesitzer zum Angriff. Wieder war es Keusch, der mit einer Flanke durchkam. Rühl war zur (Nachdruck verboten.) 25. Fortsetzung. 1 2 2 2 3 4 2 3 6 6 Pkte. 12:2 11:5 10:4 9:5 8:6 6:8 4:4 2:6 2:12 0:12 Spiele 7 8 7 7 7 ’ 7 4 4 7 6 0 1 0 1 0 0 0 0 0 0 7:4. Rege war auch die Beteiligung der Mitglieder an Rennen anderer Vereine. So konnten bei dem Rennen des Gießener Schiklubs auf dem Schiffenberg am 13. Januar 1924 die Mitglieder Heinrich Kappes, Julius Walther, Heinrich Schmidt jun und Emmy Jockel Siege erringen, und bei dem bald darauf vom Wetzlarer Schiklub abgchaltenen Rennen holte sich Heinrich Kappes im Langlaus über 8,5 Kilometer unter 25 Bewerbern den ersten Sieg. Auch die in den folgenden Jahren vom Gießener Schiklub auf dem Höherodskopf abgehaltenen Ren- haUnenbIitf) trostlos, dieser Brief! Diese beiden Menschen, die mehr als fünfundzwanzig Jahre miteinander in Gemeinschaft gelebt und doch nur nebeneinander gelebt haben, werden durch die neue Grenze vor eine schwere, schwere Entscheidung ge- folgender: Verein FC.-Wetzlar W.-Steinberg Naunheim Burgsolms VfB-Reichsbahn 1900 VfL. Marburg Bissenberg Luftwaffe Sportfreunde Kinder auf keinen Fall tun. Er wird stillschweigend nachgeben und tun, was seine Frau für gut befindet. So wird er für den ganzen Rest seines Lebens das fein, was fein Sohn vier Jahre lang war: ein Gefangener. Der Brief hat aber doch etwas Gutes für Viktor. Er bringt ihm die Erlösung aus aller Unsicherheit und treibt ihn zu einem Entschluß, den er noch eine Nacht beschläft. Am folgenden Morgen läutet er dann Maria Ansaldi an und fragt an, ob er sie im Laufe des Tages besuchen dürfe. Er wird zum Nachmittagstee gebeten. Zum erstenmal sucht Viktor Maria Ansaldi in ihrem Hause auf. Er hätte es gewiß schon früher tun können, aber ein Gefühl, über das er sich keine klare Rechenschaft gibt, hielt ihn bisher davon ab. Zu feinem Besuch ersteht er eilends noch einen neuen Strahenanzug, den er von der Stange kaust, und vergißt auch nicht, Blumen mitzunehmen. So fährt er zum Corso Magenta hinauf, der wie ein nach der Stadt zu offenes gleichschenkliges Dreieck in eine Bergmulde einschneidet. Zwischen den Schenkeln der Straße befindet sich eine hübsche kleine Anlage. Andreas Ansaldis Haus liegt fast im innersten Winkel. Es ist aus weißem und rötlichem Marmor in einem spielerischen Burgenstil erbaut, mit Zinnen und Erkern und einem hohen viereckigen Turm, dessen Plattform wieder mit Zinnen bekrönt ist. Die großen Fenster des Erdgeschosses sind roma- nisch. Breite Doppeltreppen führen aus einem engen Vorgarten zu einer Terrasse hinauf, die dem größten Raum in diesem Stockwerk — nach vorn ist es das erste, nach hinten aber das Erdgeschoß? — vorgelagert ist einem mit erlesenen Kunstwerken aus» gefetteten Vriwktaal. Maria Ansaldi empfängt Viktor schon auf der Der Reichswettkampf der deutsche,«, Hochschulen im KK-Schießen sah biesmal die Vertreter von 52 Hochschulen im Kamps. Sowohl I in der Mannschasts- als auch in der Einzelwertung fieate die Technische Hochschule Berlin. Meister Schalke 04 hatte am Sonntag heil den Fußball-Meisterschaftsspielen in Westfalen dm ersten Punktverlust zu verzeichnen. In Herne gelang der Meisterelf gegen „Westfcllia" nur ein 1:1. Niv btrrheinmeifter Fortuna Düsseldorf wurde in Esst» von TuS. Helene 1:0 geschlagen. Weitere bemerken» roer*e Punktspiele: Hamburger SV. Wilhelmsburg 09 3:0; Linzer ASK. — Rapid Wien 0:9; Benthe» 09 1. FC. Kcittowitz 7:2. _ los an. J „Ack> Viktor was mack-en Sie fetzt wieder I®. * Gießen, 21. Dez. Auf dem heutigen Wachrn. markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., äte;6 -üd ngen. △ Schotten, 21. Dez. Der Gemeinderat hielt gestern seine Jahresschlußsitzung ab. lieber den Fortgang der Vorarbeiten für den Kranken- „Nein. Aber es lag da wirklich keine Absicht H — w'ch etwa sünp-r nor Ihnen zu machen, al«" aufs Meer. Als Maria Ansaldi mit einer Vase, Li die sie Viktors Blumen getan hat, zurückkehrt, wem« bet er sich ihr zu , „Es ist wirklich wunderschön hier, Frau Maria. „Nicht wahr? Dom Turm aus können Sie datt ganze Meer überblicken * Sie stellt die Blumen ouf den Tisch, der für zwei Personen gedeckt ist. .Setzei Sie sich. Ich dachte, wir nehmen den Tee im Freie«, bann haben Sie den schönen Blick immer vor fifh-. „Den schönsten Blick habe ich vor mir, wenn 6-it mir gerrnüberfitjen, Frau Maria." „O Viktor, ich bin eine verheiratete Frau!" Gii flüchtiges Rot steigt in ihre Wangen. ,.Jn dieses Ton dürften Sie es vor meinem Mann niÄ sagen." Sie lächelt dabei. ,Zch bin eben nicht geschaffen für den leicht»» Ton, in dem man sich Gefälligkeiten sagt. Ich kann nur sagen, was ich wirklich cmvfmb?." „Wie jung Sie noch sind, Viktor! Sind Sie nun gekommen, um mir alles zu sagen, was Sie ent:p< finden?" „Bei Gott, am liebsten mochte ich das. Aber n gehört sich wohl nicht?" „Nein, es gehört sich durchaus nicht", lagt sie iwlj heiterer Ruhe. „Außerdem kommt unser Tee ufoi’’. Ein Mädchen in Schwarz mit welker Schursl setzt bas Teebrett auf den Tisch und will eingiehet Maria Ansaldi nimmt ihr die Kanne aus bn Hand. „Das besorge ich selbst, Jetta. Wenn^bie der kommen, schicken Sie sie ruhig hierher." | ,.S-e haben Kinder?" fragt Viktor überrascht, cU das Mädchen wieder gegangen ist. „Natürlich habe ich die. Ist bas so verwund«!' sich?" „ A „Nein. Gewiß nicht, aber ..." Er sieht sie r® auf welche Art und Weise, Schüsse, auf die man sonst während eines ganzen Spieles vergeblich wartet Em zu weites Aufrücken der blau-weißen Der- teibigung verhalf den Platzbesitzern zur Führung. Der Recht-außen konnte ungehindert durchlaufen, und feine Flanke köpfte der Mittelstürmer unhaltbar ein. Ein ungewolltes Handspiel von Schäser führte zum Elfmeter, den der Mittelstürmer ebenfalls verwandelte. Damit hatte sich das Geschick bet Blau-Weißen erfüllt. Das vorher so sichtbar zum Ausdruck gelommene Zusammenspiel war auf einmal zerrissen, und obwohl durch Lutter der Stand auf 4:3 gebracht wurde, kam kein richtiger Schwung mehr ins Spiel. Die Naunheimer verstanden Dies geschickt auszunutzen und schraubten das Ergebni, auf 7:3. Erst gegen Schluß kam 1900 nochmals zur Gel!ung, als der Ball nutzbringend abgeipielt wurde. Der Erfolg blieb denn auch nicht aus. Durch Kraft kam noch ein viertes Tor zustande. Naunheim war diesmal in einer Verfassung, in der alles glückte. Der überragende Mann war Rühl, der als Mittelstürmer mit fünf Toren am erfolgreichsten war. Die Außenstürmer, schnell und genau flankend, haben hierbei ebenfalls xiewissen Anteil. Läuferreihe und Verteidigung gleich gut in Abwehr und Aufbau. Der Tormann fanrfiefrsr. 1900 konnte mit seiner Leistung ebenfalls befrie» bigen, zumal praktisch nur zehn Mann zur Stelle waren, da Carstens infolge Zuqverspätung nicht: rechtzeitig eintraf. Mit der Aufstellung Hecg, 2ägn„ Schäfer, K. Muhl. Greven, Kraft, Schellhaas, Hellmann, Jürgens. Lutter, Koch hätte bei weniger Erfolg auf ber Gegenseite leicht eine Ueberralchun^ möglich fein können. Schiri Post war ein aufmerksamer Leiter. Kurze (Sportnotizen. Gew. 6 5 5 4 4 3 2 1 1 0 In Mchllmg auf Korsika Roman von kjetnz Lorenz-Lambrecht gültig ihre Verse aufsagten. Don den Zuhörern wurde es mit viel Freude aufgenommen Zum Schluß b.inkte Pg. Schäfer in .Vertretung des Drtsamtsleiters der NSV. den „Äinhertanten für ihre mühevolle Arden, Die aucy von neu Eltern Der Kinder dankbar anerkannt wurde. Strahlend vor Freude gingen die Kleinen nach der Bescherung nut ihren Geschenken nach Hause. *♦ Morgen um 17 Uhr Ladenschluß Am morgigen Weihnachts-Heiligabend werden alle Ladengeschäfte, mit Ausnahme der Apotheken, um 17 Uhr geschlossen. Unsere Hausfrauen mögen diese frühere Ladenschlußzeit beachten, sie mögen aber auch darauf bedacht sein, nicht erst in der letzten Lerkaufsstunde oder gar unmittelbar vor 17 upr zum Einkäufen noch zu erscheinen. Durch frühzeitigen Einkauf ermöglicht man es den Volksgenosi fen in den Ladengeschäften, um 17 Uhr pünktlich Schluß machen zu können. ** Dasstädtische Dolksbad schließt seinen Betrieb am morgigen Weihnachts-Heiligabend be- reits um 15 Uhr. Am 30. und 31. Dezember bleibt das Bad'aus technischen Gründen geschlossen. "BeiderArbeittödlichoerunglückt. Am heutigen Montag früh gegen 7.45 Uhr kam der im Bahnhof Gießen beschäftigte Wagenputzer Peter Schad aus Gießen infolge eines Unglucksfalls ums Leben. Der bedauernswerte Mann ftanD m Ausübung feines Dienstes im Personenbahnhof zwischen den Gleisen, wobei er durch aMtromenben Dampf in der Sicht behindert war. Er bemerkte eine zu einem Wagenpark fahrende Rangierlokomotive nicht und kam zwischen die Puffer der Lokomotive und des Wagenparks, wobei er auf der Stelle getötet wurde. Der Verunglückte hinterlaßt Frau und Kind. um bas zu tun, was mir Herz und Gewissen vor- schreiben. Wenn ich auch noch nicht ganz zum alten Eisen gehöre, so bin ich doch nicht mehr weit davon entfernt. Du aber bist noch jung, und diese prächtige Dame, Frau Ansaldi, von der Du mir schreibst, hat ganz recht, wenn sie sagt, daß Du noch den besten Teil Deines Lebens vor Dir hast und Dir ein neues Leben aufbauen kannst. Wo Du das unternimmst, ist gleichgültig, wichtig allein ist, daß Du es als ganzer Mann und aus allen Deinen Kräften und in ehrlicher Ueberzeugung tust ... Diesem Brief, der Viktor die Tränen in die Augen treibt, liegt ein duftendes Blatt bei, das mit einigen Zeilen von Frau Gienant flüchtig beschrieben ist: Mon eher Victor! — Jawohl, französisch schreibt sie auf einmal wieder! — Elsaß-Lothringen ist wieder mit Frankreich vereinigt. Ich weiß, daß Dich das betrübt. Aber nimm es nicht so tragisch. Komme bald in die Heimat, und Du wirst sehen, daß alles wundervoll geht. Du wirst hier sicher ein glänzendes Fortkommen finden. Ein Land, das gesiegt hat, ist immer im Vorteil, n’est ce pas? Ich will dafür sorgen, daß Du schon irgendwo einen guten Posten erhältst, bei dem Du gutes französisches Geld verdienst ... Victor vermag die letzten Zeilen nicht mehr zu lesen. Das ist nun seine Mutter! Lieber Gott im Himmel! Ader sie kann nicht anders schreiben, sie kann einfach nicht. Hat er denn etwas anderes von ihr erwartet? Der arme alte Herr! Jetzt erst ver- steht er ganz verschiedene Andeutungen in seinem Brief: .. Du weißt ja, mein Junge, Mutter konnte sich im deutsch gewordenen Elsaß nie so recht heimisch fühlen. Ich versuchte das zu begreifen und ihm nach Möglichkeit Rechnung zu tragen. Ich seihst könnte ja ebensowenig Franzose werden, wie sie । Deutsche ... Und eine andere Stelle: . _ Mutter . wird sich kaum entschließen können, mir über den : Rhein zu folgen, wenn ich tatsächlich die Absicht „Mein Gott, Viktor, wie feierlich Sie aussehen! ein Gesicht!" Sie lacht hell auf c Unb mit Blumen sogar!" Sie schüttelt ihm herzlich . Verzeihen Sie. E« ist n'-r fo ... fe neu die Hand und nimmt ihm die Blumen ab. „Warten haben nie etwas von Ihren Kindern erwähnt, Sie einen Augenblick, ich will nur sagen, bah man leiser Vorwurf klingt hinburck, J un< ben Tee herau-brinat. Betrachten Sie inbeffen | „Nein. Aber es lag ba wirklich keine Absicht aebührenb die Aussicht. Ist es nicht wunderhübsch — w'ch etwa iung»r nor Ihnen zu machen, oi« » von hier oben?" Sie verschwinbet durch den Prunk-' wirklich bin, mein Freund , sagt sie ein «ema uv-. rQa( legen. „Es war doch naheliepend, baß mir, lieber das Gebüsch hinweg und zwischen den I mehr von Ihren als von meinen Verhältnis!!»' Bäumen ber Anlage hinbiirch sieht Viktor auf die sprachen, nicht roahr?" I tiefere Stabt hinab und über den Hafen hinweg l (Fortsetzung folgt.) + Grünberg. 22. Dez. Der hiesige Schi- Hub beschloß in einer außerordentlichen Haupt- Versammlung bie Auslösung des Serenus unb Die Uebersührung seiner Mitglieder als Schiabteilung in den Turn- und Sportverein. Im Hinblick daraus geben wir einen kurzen UeoerdUck über das wichtigste aus der Geschichte des Vereins. Gegründet wurde der Verein ^-Februar 1919 auf Anregung des damaligen Lehramtsasses'sors, späteren ULnrates * Walther der früher schon Mitglied beim Schiklub Gießen war. Bei der Gründung zahlte der Verein 14 Mitglieder, und er war der erste derartige Verein im Gebiet des Vogelsberges. Er schloß sich spater dem Deutschen Schiverband an, worin er mit anberen gleichen Vereinen den Gau Vogelsberg bildete. Der Vorstand bei der Gründung bestand aus: Quhus Walther (Vorsitzender), Karl Schott (Rechner), Otto Allmendinger (Schriftführer) unb Hans Beilstem (Laufwart). Das Amt des Vorsitzenden hatten nach- einander inne: Julius Walther bis 1928, Heinrich Schmidt jun. bis 1933 und Heinrich Kappes bis jetzt. Der Verein hiell im ganzen vier Rennen ab, an denen stets auch der Gießener Schiklub teilnahm, mit dem er immer rege Beziehungen unterhielt. Das erste Schirennen fand am 12. Februar 1922 statt Erste Sieger waren im Langlauf für Herren (lv Teilnehmer) Wingmeyer (Braunfels), im Damen- lauf Frl. Lina Dahmer (Grünberg) und im Alte- Herrenlauf Zimmermann (Gießen). Das zweite Rennen war am 6. Januar 1924 mit rund 60 Teilnehmern. Im Langlauf (24 Teilnehmer) siegte stud. forest Walker (Friedberg), im Damenlauf (10 Teil- nebmerinnen) Frl. ElifaSeth Leineweber (Grunbera) und im Alte-Herrenlauf Prof. Dr. Erhard (Gießen). Das dritte Rennen am 3. Januar 1926 sah im Langlauf (19 Teilnehmer) Kurt Wenzel als 1. Sieger, im Damenlauf (9 Teilnehmerinnen) Frl. Jager (Gießen) unb im Alte-Herrenlauf Daurat Mangold (Gießen). Beim vierten Rennen am 27. Januar 1929 siegten beim Langlauf in der ^'Klasse Dr. Dobrowolny (Gießen), in ber b-Klasse WiAelm Fran? (Grimberg), im Damenlauf Frl. Iva Fischbach (Gießen) und im Alte-Herrenlauf Gustav Schmidt (Gießen). „Es geschieht auf Veranlassung Jürks", sagt sie hastig. „Sie dürfen das Ihrem besten Kameraden auf keinen Fall abschlagen. Es würde ihn sicher beleidigen. Sie können ja den Betrag spater, wenn Sie erst wieder festen Boden unter Ihren Fußen haben, zurückbezahlen." .... .t Sein Unbehagen übersehend und ohne ihm Zett zu Einwendungen zu lassen, beginnt sie rasch mit einer Reihe von Ratschlägen, die ihm für feine Uedersiedlung in bie Stadt dienlich ift Sie sagt ihm, wo er sich am besten ein Zimmer nehmen, -unb wo er seine Kleider, Wäsche und anderen Bedarfs- gegenstände kaufen könne. Dann fährt sie fort: „Sie haben sich noch nicht geäußert, ob Sie nach Deutschland zurücktehren ober ob Sie hier bleiben wollen. Für diesen Fall sagte ich Ihnen schon, daß Ihnen mein Mann jederzeit behilflich sein mu’b ..." So werden von ihr in der liebenswürdigsten unb natürlichsten Form die Wege für ihn geebnet. Viktor kann sich nur schwer entschließen, von dem ihm eröffneten Kredit Gebrauch zu machen. Anstatt in ber von seiner Gönnerin empfohlenen Gegend in der Oberstadt ein Zimmer zu nehmen, mietet er sich in einem sehr billigen Quartier in der Altstadt ein, unb an Wäsche unb Kleidung kaust er nur bas Allernottvenbigste. Enbe November erhält er die Antwort auf feinen Brief an bie Eltern. Sein Vater schreibt ihm ausführlich. Zwischen den Zellen, die alles im mildesten Lichte darstellen unb aufmuntern sollen, lieft er, wie schwer bie neuen Verhältnisse auf dem alt geworbenen Manne lasten. Roch weiß er nicht, ob er im liebgeworbenen Elsaß bleiben darf. Wahrscheinlich mürbe man ihm irgenbelnen kleinen Posten geben, da Frau Gienant eine geborene Französin ist. M-m Junge, schreibt er bann, Ich kann Dir schwer ....... ......... ------ - . ■ . raten Du mußt wählen, wozu Dich Herz unb Ge- i stellt. Am beft-n mare es, geht es Viktor durch den willen treiben. Auf mich darfst Du dabei keine Kopf, wenn sie sich setzt noch scheiden steßen. Aber Rücksicht nehmen. Ich bin nicht mehr jung genug, 1 bas wird ber Vater aus Rücksicht auf Frau unb nen sahen stets Mitglieder des ©runberger Schi- kluds am Start. Unter den Siegern finden mir Die Namen: Heinrich Kappes, Julius Walther, Fritz Stöckel, Elisabeth Schmidt. Die sportliche Betätigung erstreckte sich auch auf gemeinsame Schisahrten in bie nähere Umgebung sowie auf die Abhaltung von Uebungsläufen, besonders mit der Jugend, an Den Hängen rings um Grünberg. Landkreis Gießen. '+ (Brünberg, 22. Dez. Der Eisverein hielt seine ordentliche Hauptversammlung m Der Wirtschaft Schmitz ab. Der Vorsitzende Heinrich Robert erstattete den Jahresbericht. Eiswart Rud. Römer berichtete über den Eislauf. Die vom Rechner Otto Allmendinger vorgetragene Jahresrechnung ergab bei einer Einnahme von 284 66 RM. und einer Ausgabe von 208,77 RM. einen Überschuß von 75,89 RM. Der Verein ver. fügt noch über eine Kapitaleinlage von 483 81 NM. Die vorgeschlagene Satzungsänderung wurde angenommen. Die Eisfläche wird durch Stauung des Wassers im fiskalischen Baumgarten erstellt, wofür eine jährliche Pacht von 32 RM. an den Staat zu entrichten ist. Der Mitgliederbeitrag betragt 50 Rsg. pro Jahr, für die Schüler sämtlicher Schulen ist ber Eislauf frei, dafür zahlt die Stadt einen jährlichen Beitrag von 20 RM. Als Vereinsführer wurde Heinrich Robert wiedergewählt. Er berief als Schriftführer Lehrer Bocher, als Rechner Otto Allmendinger und als Eiswart Rudolf R o -. m e r. Forstmeister Bähringer, dem als Vor- steh er des Forstamtes Nieder-Ohmen die Verwal- tung des Baumgartens untersteht, teilte mit, daß geplant sei, den Baumgarten als Fischteich anzu- legen. Dem Verein solle in diesem Falle bie Benutzung ber Eisbahn kostenlos zustehen, dagegen falle eine etwaige Verwertung des Eises dem Staate zu. • Allertshausen, 23.Dez. Zwei Soldaten aus unserem kleinen Dörfchen, Heinrich Hahn und Johann Nachtigall, die in einem Infanterie- Regiment den Krieg in Frankreich mitmachten, ; wurden für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem , Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. wohnhaft, seinen 80.Geburtstag. Der Jubilar wohnte früher in Gießen, Liebrgstraße 64. Dem alten Herrn gilt auch unser herzlicher Glückwunsch zu seinem Geburtstage unb für einen schonen Lebensabend. Gießener Wochenmarktpreise. Nachstehende Preise sind Händlerpreise und oergehe« sich für A’©are. Für v-Ware oder abfallende Ware uroie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger. D Sich, 22. Dez. Die Ortsgruppe der NSDAP, hatte erneut zu einer Buchspende . ... , . ...v für unsere Soldaten aufgerufen. Es lam I Sutter zum Ausgleich ein. Doch auch hierbei blieb eine stattliche Anzahl von Büchern zusammen, Die; es nicht lange. Nach kurzem Feldspiel kam-n die den Soldaten noch vor Weihnachten zugeleitet wer-! Platzbesitzer zum Angriff. Wieder war es Keusch, den sollen. — Am Samstagnachmittag veranstaltete ber mit einer Flanke burchtam. Ruhl war zur ber hiesige NSV.-Kindergarten für die Stelle, unb gegen seinen Sch"ß aus J6 Bieter mar Kinder und ihre Eltern eine Weihnachtsfeier im Heeg machtlos. Und wieder kam 1900 zum Aus- Saale von August Hisqen. Nach einleitenden Wor- gleich. Eine weite Vorlage von Hellmann zum ten der Leiterin des Kindergartens, Frl Martha Linksauh-n Koch kam von di-sem ?u futter, der Döhm kam ein abwechslungsreiches Weihnachts-1 sich die Gelegenheit nicht entgehen ließ. Kaum eine spiel zur Aufführung, in dem die Kleinen muster-1 Viertelstunde Spielverlauf: schon vier Tore, und Ergebnisse der BezirkSklaffe. Naunheim — 1900 7:4. Watzenborn-Steinberg — DfL. Marburg 8:1. Bissenberg — Sportfreunde: letztere nicht angetr. Luftwaffe — VsB.-R.: Luftwaffe nicht angetr. In Naunheim lieferten die 1900er ein ausgezeichnetes Spiel. Wenn sie trotzdem verloren, so ist das darauf zurückzuführen, daß der Naunheimer Sturm mit Leistungen aufwartete, die er in der ganzen Serie noch nicht zeigte. , . , „ In Steinberg konnten die Platzbesitzer bei Halbzeit durch einen Strafstoß durch Fett, nachdem die Marburger ausgeglichen hatten, bie Halbzeitführung erringen. In ber zweiten Halbzeit hatten die Gäste jedoch keine Chance auf Spielgewinn. Die Steinberger konnten bis zum Schluß bas Torverhältnis auf 8:1 stellen. . Die Sportfreunde Wetzlar und ber Luftwaffen- sportverein traten erneut nicht an. Ein untragbarer Zustand für bie Bezirksklasse. Wetzlar 05 unb Burgsolms waren spielfrei. Der Tabellenftand ist jetzt Fortgang der Voraroeiien jur uen jv i uh markt rotteten: sKanenvuim, « haus an bau mürbe Bericht erstattet. Die Be- TOatte zy Rpf., Käse, das Stuck 8 bis 10, aus. sch.rffung einer auf dem neuesten Stand stehenden indische Eier 11 bis 12, Kartoffeln, A kg 4,1, Rönlgenanlage und eines neuen Personenauszuges [__ wurde gutgeheihen. Der Anbau wird weiter vor- Mauer ^im^Flußbett der Nidda, das bei dem letzten Gedeihet der hungernden Vögel! Hochwasser stark y-litten hat, wird erfolgen. Die --—--- V. -. / n- < ,« -r.c-iiX —X.a Xakwmnmir Die Hoffnung der Blau-Weihen, Naunheim ein einigermaßen günstiges Ablchnn- den zu erzielen, hat sich nicht erfüllt. Dafür hatten sie das Pech, diesmal die ©afta’ber in einer Spiellaune anzutreffen, gegen die alles nichts half. . _ . , , . - - ■ Schon der Beginn war nicht alltäglich. Denn! siegte bie Techmiche Hochschule Berlin. kaum, bah das Spiel im Gange war, stand es auch I ... schon 1:0 für Naunheim. Der Anstoß wanderte hin- Sie D st mar k-Fußballel f zum Derglechs- über zu dem Urlauber Keusch, dessen Flanke er- kampf gegen Württemberg am 1. Januar in 6 utt- wischte Rühl, unb schon landete der V-ll über dem gart steht wie folgt: Raft! (Rapid): Waaner II. iRa- sich vergeblich streckenden Heeg im Netz. Genau so pid), Purz (Wiener SC): Wagner I (Rapid), M chnell fiel der Ausgleich. Vom Anstoß weg wan- (Austria), Skoumal (Ravid) Zischek (Wacker),, berte ber B-tt durch d»n Sturm der Blnu-Weißen,1 Stroh (Austria), Binder (Rapid), Hahnemann (Ad- und die abschliehende Borltme von Heilmann schoß mira), Pesser (Rapid). ; Q..14AX OfitrnfAtAk ein TSisdx hiorfioi flfiofl Heuchelheim der Firma Rinn 8- Kloos 2.®. am, den Appell mit dem SI-g.H-il auf den Führer aus. 20. Dezember. Um 16.30 Uhr» versammelte sich die'klingen. * gesamte Belegschaft der Zentralfabrik in dem ge- schmückten großen Gemeinschaftsraum. Nach ge- meinsamem Gesang und einigen stimmungsvollen Vorträgen ber Werkfrauengruppe gab Der Betriebsführer Ludwig Rinn einen Ueberblitf über die wirtschaftlichen unb geschäftlichen Verhältnisse im abgelaufenen Jahre und gedachte mit ehrenden Worten der 14 Jubilare, von denen zwei seit 40 Jahren, die übrigen zwölf seit 25 Jahren in der Zentralfabrik Heuchelheim tätig sind. Als Ausdruck des Dankes für diese Treue erhielt jeder Jubilar ein Diplom und ein Geldgeschenk In die- fern Zusammenhang konnte der Vetriebsfuhrer dar- aus Hinweisen, daß sich bie Zahl tner Oefolgfx^afts« mitglieber, die 25 Jahre und länger der Firma am gehören, durch die im Jahre 1940 hinzugekommenen 38 Jubilare nun insgesamt auf über 400 belauft. Nach ber Ehrung der Jubilare erhielten sämtliche Gefolgschastsmitglieber durch die jeweiligen Abteilungsleiter eine Spende. Prokurist S a ck ft>rach der Betriebsführung den Dank der Gefolgschaft aus, nach ihm dankte der Hciuptbetriebsobmann C o r ne- l i u s im Namen ber Gefolgschaftsmitglieder der Filicllfabriken im hiesigen Bezirk. Er wies besonders Darauf hin, daß die Spenden überall Freirde und dankbare Anerkennung hervorgerufen hatten. Mit diesem Dank verband er warme Worte für das persönliche Wohlergehen des Betriebsiuhrers, der das Unternehmen im Laufe von f5 seiner heutigen Bedeutung entwickelt habe. Er netz