Donnerstag, 25. mal 1940 »v. Jahrgang Nr. 12« Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8'/-Uhr des Vormittags Grundvreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanz eigen von 70 mm Brerte 50 Pf. Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengenstaffelS Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 °/o mehr Ermäßigte Grundvreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags »eilagen: Die Illustrierte siebener Familienblätter »eimatimBlld DieScholle llonats-Bezugsvreis: hit 4 Beilagen.RM.1.95 )hne Illustrierte * 1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 uch bei Nichterscheinen on einzelnen Nummern «folge höherer Gewalt ernsvrechanschlutz 2251 )rahtanschrift: „Anzeiger" ;oftfcheck11686Frankf^M. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen “ää* Die Küste muß. Englische Lleberlegungen immer notwendiger werdenden Verlegungen der ^rbände mit Verzögerungen eintreffen. In befon- Genf, 23. Mai. (Europapreß.) Ministerpräsident R e y n a u d ließ am Mittwochvormittag über den Rundfunk eine neue Erklärung verlesen, die, ähnlich wie feine Ausführungen im Senat recht pessimistisch klang, Reynaud stellte fest, daß er am Mittwochvormittag eine Unterredung mit General Weyga,nd gehabt habe, der zu diesem Zweck von der Front nach Paris zurückgekehrt fei. Frankreich könne das Schicksal nur dann abwenden — so stellte Reynaud fest — wenn jeder Soldat seine Pflicht tue. Den Sieg könne Frankreich nur dann erringen, wenn es die nächsten vier Wochen aushalten könne. Man solle sich nicht durch die Angriffe der deutschen Panzerwagen entmutigen lassen; sie seien mit den Kavallerievorstößen aus dem letzten Weltkrieg zu ' vergleichen und dürften nicht überschätzt werden. Zum Schluß forderte Reynaud die Bevölkerung auf, weiterzuarbeiten und nicht zu erlahmen. Rach Berichten der römischen Presse hat die Rede, die Reynaud im Senat gehalten hat, großen Eindruck auf die französische Bevölkerung gemacht. Mit Bitterkeit wird festgestellt, daß die Westmächte ohne genügende Vorbereitung in den Krieg hineingegangen seien. Der schwerste Schlag sei für das französische Volk der Zusammenbruch des felsenfesten Glaubens an die Ueberlegenheit des Heeres und des Generalstabes gewesen. Die Auslassungen der Pariser Presse, die vielfach erbittert Aufklärung darüber fordere, wie es den Deutschen habe gelingen können, in zwei Wochen eine für unüberwindlich erklärte B e - feftigungslinie zu durchbrechen, zeige, wie schwer die Eigenliebe des französischen Volkes durch den nach Reynauds Behauptungen auf unverzeihliche strategische Fehlgriffe des Generals Game- lin zurückzuführenden Zusammenbruch dieses Prestiges getroffen worden fei. Frankreich setze alle Hoffnungen jetzt auf Petain und Weygand. Die Bevölkerung verrate jedoch eine hochgradige Nervosität und Beängstigung. Um zur Beruhigung der Öffentlichkeit beizutragen, habe die Regierung alle Staatsbeamten und Angestellten, die zur Verbreitung alarmierender Gerüchte oder pessimistischer Urteile über die militärische Lage beitragen, mit fristloser Entlassung bedroht. Von den Staatsbeamten, so heißt es in dem Dienstrundschreiben, müsse man unter den gegenwärtigen Umstanden besonders vorbildliche Haltung, Kaltblütigkeit und Verantwortungsgefühl erwarten. Der Staat könne nicht dulden, daß feine Verwaltung in den Händen Paris unter dem Eindruck der deutschen Waffenersolge B e r l i n , 23. Mai. (DNB.) Das stürmische Vordringen unserer Truppen bringt es mit sich, daß Diele Meldungen über Angriffs- und Abwehrer- jdge der deutschen Luftwaffe mit Rücksicht auf die Krem Maße trifft dies für die in Feindesland sichenden Teile der Flakartillerie zu. Die- tm Umstand ist es zuzuschreiben, daß in dem Zeit- rc um vom 10. bis 15. Mai nur 143 feindliche Flugzeuge als durch Flak abgeschossen gemeldet wurden, nährend nach den jetzt vorliegenden genauen Un- Klagen im genannten Zeitraum 3 4 2 Flugzeuge durch die im Feind- und Heimatgelnet em- 41etzte Flakartillerie zum Absturz gebracht norden sind. An der Gesamtzahl aller m der Zeit d m 10. bis 15. Mai vernichteten feindlichen Flug- yuge ist die Flakartillerie mit über ein Fünftel i.T Gesamtsumme beteiligt Auch diese Waffe hat afo die in sie gesetzten Erwartungen m vollem Umfange erfüllt. NerBerlust des Kreuzers „Effingham^ Berlin, 22. Mai. (DNB.) Zu dem von der Attischen Admiralität jetzt zugegebenen Verlust des Sieuzers „Effingham" erfahren wir v o n z u ft an - jbttger Seite: Im OKW.-Bericht vom 17. Mai thar gemeldet worden, daß es vor Narvik gelungen piar, auf einem Schlachtschiff und einem leichten Oer Durchbruch nach Nordwesten erweitert. Feindliche Ausbruchsversuche gescheitert. — Erfolgreiche Luftangriffe auf Kanalhäfen ürchtbares Durcheinander hervor. Alles rennt lurcheinander. Ein furchtbares Stoßen und Drängen in der Halle und auf dem Platz. Die Terrassen leeren sich, und die Fenster- und Schaufensterläden gehen mit Gerassel herunter. Wie soll sich diese ungeheure Masse schützen? Die Polizei treibt die Menge in die Untergrundbahnhöfe, wo dann Nachrichten und Gerüchte von Münd zu Mund laufen. Bei dumpfen Explosionen schreien die Pariser aufgeregt: Bomben! Die Flüchtlinge antworten resigniert: Flugabwehr! Seit dem 10. Mai haben die Pariser nicht mehr eine so ernste Miene gezeigt", so chließt der Korrespondent. Die Pariser Blätter schreiben, das Vaterland sei zwar in Gefahr, aber es sei ni unter deutschem Schutz. N e u y o r k, 22. Mai. (Europapreß.) In eingehenden Schilderungen über das Leben und Treiben in den holländischen Städten seit der Besetzung durch die deutschen Truppen verweisen die Korrespondenten der Neuyorker Dresse übereinstimmend auf die schnelle Wiederaufnahme der alten Lebensgewohnheiten durch die holländische Bevölkerung. Die Berichte heben die Wiederkehr des normalen, friedlichen Alltagslebens hervor. Amsterdam, Utrecht, Haag und andere Städte böten wieder i h r gewohntes Bild, „wie wenn nichts geschehen wäre". Nichts fei charakteristischer als das Auftauchen der für Holland kennzeichnenden Schwärme von Radfahrern, die-sich zu tausenden durch die Straßen bewegten. Die deutschen Soldaten seien nur vereinzelt zu sehen und fielen durch korrektes und zuvorkommendes Betragen auf. Der Korrespondent der „New Port Times" betont, daß die von den deutschen Behörden ausgegebenen Verfügungen das deutliche Bestreben zeigten, die Gefühle des holländischen Volkes zu schonen. Aehnlich äußert sich der Korrespondent der „New Port Herold Tribüne", die Bevölkerung bekunde eine gewisse Erbitterung gegen das holländische Königshaus, dessen Flucht peinlich empfunden werde. Ebenso herrsche unter der französischen und englischen Kolonie Empörung über die hastige Flucht der Konsulatsbeamten beider Mächte. Der Mlitärbefehlshaber in Belgien. General der Infanterie Alexander von Falte n h a u s e n, der zum Militärbefehlshaber in Belgien und in den Niederlanden ernannt worden ist, wurde 1878 zu Blumenthal, Kreis Neiße, geboren. Er ifte aus dem Kadettenkorps hervorgegangen und wurde 1897 als ßeutftant in das Infanterie-Regiment 91 in Oldenburg eingestellt. Nachdem er die Ostasiatische Expedition im 3. ostasiatischen Infanterie-Regiment mitgemacht hatte, wurde er in seinem alten Regiment zunächst Bataillons- abjutant und dann zur Kriegsakademie kommandiert. 1910 wurde er zum Hauptmann befördert und in den Großen Generalstab versetzt. Von dort kam er 1913 als Militür-Attachö nach Tokio. Im Weltkrieg war er als Generalstäbler tätig und wurde auch in der Türkei verwandt. Am 22. März 1915 wurde er Major und erhielt den Orden Pour le merite. 1920 wurde er Oberstleutnant und war danach mehrere Jahre Chef des Stabes der 6. Division in Münster. Am 1. April 1924 wurde er Oberst und Kommandeur des 10. (Sächsischen) Infanterie-Regiments in Dresden, vier Jahre später Generalmajor und Kommandant der Infanterie- schule in Dresden, 1929 Generalleutnant, am 31. Januar schied er aus dem Reichsheer aus. Als er im Jahre 1933 als militärischer Berater des Marschalls Tschiangkaifchek nach China fuhr, erhielt er den Charakter eines Generals der Inf an- terie. Im Juli 1938 kehrte er mit der aus 26 Mitgliedern bestehenden Mission auf Anordnung der Reichsregierung nach Deutschland zurück. Mißbrauch der Zivilbevölkerung durch den Feind. Panzerwagen verstecken sich hinter Sanitätsautos. — Flüchtlinge zwischen zurückflutende Kolonnen gezwungen. nämlich die wertvolle Panzerschlacht bei Cambrai ert zu werden. ri Ein stänker deutscher Panzerverband unter einem VZ/Hl VUl'lKl UCUl urtl punwiuciuunu ia.vlvv | - y-------. - . ' ' .. . kühnen Kommandeur stieß überraschend vor, mit- gegen die Bunker nicht scheute und vor allem denk- ten zwischen fahrende und parkende bar unerschrocken die feindlichen Panzer angrtff, Kolonnen, kämpfte aus nächster Entfernung mit, sondern es trat em starkes und selbständiges solda- den sich dagegen wendenden feindlichen Kampf- tisches Denken und Handeln bei allen Gelegenheiten mnrtPn. fämnfh» sie nieder und warf sie unerhört I in die Erscheinung. zerstören. Au dieser Schandtat hät- den sich dagegen wendenden feindlichen Kamps- tijches Renten uno iber die deutschen Truppen glücklicher- wagen, kämpfte sie nieder und warf sie unerhört l m ote Erscheinung. (Klavier) (Cello) 2289 A AMOSIZnilfiGACTm-OTHMUSM- im Kollegiengebäude. mosD 2520 D Christian Volkmann. Heuchelheim, den 23. Mai 1940. 25f€D •er ktw (facAeAen. Schöne Inder Berliner «n 25. Mai 1940: 2518A Haus Nr. 9. ome IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIUIIU (j&dtwkefüi citorfuuteCi i du; iebfo Luftschutz-Spritzen und-Gerätekasten ^iv^rRduvdk (Rtfol-Ükricfäf Die Beerdigung findet Freitag, den 24. Mai. um 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Allen, die unserer Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen, sowie Herrn Pfarrer Weigel für die Grabrede sagen wir unseren besten Dank. Es gibt so vielerlei kleine Dinge, mit denen Sie einer Braut eine Freude machen können. Die hübschen Salatbestecke aus Plexiglas, feuerfeste Geschirre, Jenaer Glas und anderes. Wenn Sie also ein Aussteuergeschenk suchen, dann kommen Sie zu €: a b t Z u tk ihnen al ■QU’ ] > | le flt- üigii ppr», W Im |g Mch *n Hs lerun- Ich ir eti elgin jerab Ganzer hätte: ifl it bei i, H habe.' W» i ilohen. in bei Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dleVerbindung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stelltslch die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Briefumschläge,Postkarten, Rechnungen, Oeschättskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen preiswert I BrUhl'sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 Ein junger Panzerleutnant fährt in der frühen Morgenstunde mit seinem Wagen in die Kaserne von Landerecies. Er findet hier zwei im Antreten begriffene Kompanien. Kurzerhand geht er auf einen Offizier zu und befiehlt, daß sämtliche Offiziere sich sofort bei ihm zu melden haben, was auch geschieht. Befehl: Die beiden französischen Kompanien haben anzutreten, um die Waffen niederzulegen. — Auch dies wird ausgeführt. — In einem anderen Fall trifft in einem Kübelwagen ein Unteroffizier auf einen Trupp französischer Infanteristen. Herausspringen und ihnen zurufen, daß sie gefangen seien, war eins. Die Panzerdivision, die am 9. Tage der großen Operationen den Kampf bei Le Cateau führte, bracht fast 4000 Gefangene ein. Französische Befestigungskunst bot'unseren Panzern besondere Hindernisse, die aber sämtlich von ihnen überwunden worden sind.___________ von 8-9 Uhr Nr. 1071-1125 von 9-10 Uhr Nr. 1126-1180 von 10-11 Uhr Nr. 1181-1240 Stiidt. Schlachthof, Gießen. Brüssel kehrt zum normalen Leben zurück. Stockholm, 22. Mai. (Europapreß.) „Svenska t h e k von Löwen in. „ zerstören. Der Bericht schließt mit den Worten: „So Hausen die Engländer im Gebiet der Freunde." Alliierte Zerstörungswut in Belgien. Berlin, 23. Mai. (DNB.) Alliierte Truppen, in erster Linie Engländer, zerstören in den Gebieten, die sie zur Zeit fluchtartig verlassen, L e - bensmittelvorräte sowie industrielle Gießen (Lieber Straße 113), Darmstadt, Wetzlar, Sprendlingen (Rheinb.), Steinberg, Nieder-Welsel, den 23. Mai 1940. 1911 Ions- )Ulh Sii lunj irun. ich eher ifien- ireibi rin« mtiii Gestern entschlief sanft unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter, Schwägerin, Tante, Patin und Kusine Frau Susanne Röhmig geb. Zimmer im Alter von 85 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: August Röhmig. * bii ien eibt, Dor litt, .bi! ■ bit dem Nb« darum handle vorsorglich! Deutsche Mittelstandskrankenkasse Volkswohl, V.a.G. Sitz Dortmund Bez.-Dir.: LOTZ, Frankfurt/M. Stiftstraße 41 Ruf: 23934 Vertreter erhallen Zowhöwe ued Alfenveraorgungl Bemnter<2Pers.) incht für sofort 2-3-3iminet- WhNW Gießen o.Wieseck Schr. Ang. unter 01841 a.d.G.A. 36 roitne hiermit jedermann, meiner FranKaFolineKeil geb. Schön, Haufen, Gießener Str.17 etwas zu leihen od.zu borgen, da ichfürnichtshafte. Otto Keil Gießen, An der Hardt 8. Oo^blad-et", das einen Korrespondenten nach Bel- jjj.i entsandt hat, stellt fest, daß das historische Dtat= jaus und die Kathedrale von Brüssel unbeschädigt ießn, nur einige Bombentreffer in den Vorstädten Srissels zeigten überhaupt, daß ein Kampf stattge- ju den habe. Das Leben in Brüssel beginne wieder jeben normalen Verlauf zu nehmen. Die Straßen- bHnen seien wieder im Verkehr. Nur Taxis und vatautos könne man noch nicht sehen. Auf der Sauberes Mädchen in 3 - Personen - Haushalt gesucht. Näheres Marktstrafee 28 Laden 2514D Stenotypistin oder Kontoristin für Anfangsstellung In technisches Büro gesucht. Schriftliche Angebote unter 2519 D an den Gießener Anzeiger. Am Donnerstag, dem 80. Mai 1940, 20 Uhr, in der Universitätsaula (Eingang nur Goethestraße) Ilie Bematz GeorgKolilinani Jlhiftrirtni jetzt mit neuem Roman von Fred Andreas welcheVorteileJhnen.rXufeKe’als Nahruna für Jhr Kind öleTett VerdouunqsbeschwerdenQibtesbei.tXufehe nicht, dieKinder werden froh und zufrieden, nehmen richtig zu bekommen festes Fleisch und gesunde Knochen. Geben Sil auch ihrem Kina ,t\ufeke* Sie werden zufrieden sein. schnell und wuchtig. Während ich diese Zeilen schreibe, rollt die Schlacht weiter. Ein anderer Ausdruck kann dafür nicht gewählt werden. Die moderne Panzerschlacht bietet ein Kampfbild, wie es bisher nicht bestanden hat. Hunderte von Panzerfahrzeugen rollen in einer Geschwindigkeit von 30 bis 40, ja 50 Kilometer querfeldein vorwärts, nachdem Aufklärungsabteilungen oder Flieger die notwendigen Unterlagen für das Eingreifen gebracht haben. An der Spitze oder in der vorderen Gruppe dieser modernen Kavallerie befindet sich der Divi- sionsgeneral. Wie er, so sind seine Regiments- und Abteilungskommandeure am Kampf persönlich beteiligt. Anlagen, Bergwerke Kohlengruben usw. Die deutsche Wehrmacht und das deutsche Volk sind für ihre Bedürfnisse durch die Produktion der eigenen Wirtschaft gedeckt. Was in diesen Gebieten zerstört wird, fällt ausschließlich auf Ko st en der Bewohner aus. Das deutsche Volk benötigt keine Kohlen, sie werden aber den französischen und belgischen Familien fehlen. Hoffentlich finden im kommenden Winter dann nicht nachträglich Klagen statt über die Folgen eines verbrecherischen Wahnsinns, für den Deutschland nicht verantwortlich ist. Hiesige Großhandlung sucht für sofort MMMW Schriftliche Angebote unter 2464D an den Gieß. Anzeiger 1 o m, 22. Mai. (Europapreß.) Wie die Engländer in Löwen gehaust-haben, berichtet ein im belgischen Siegs gebiet den Spuren der vordringenden deutsch n Heere folgender italienischer Berichterstatter. D> Verteidigung von Löwen sei den Engländern or getragen gewesen. In welcher Weise die eng« li^en Truppen dieser Aufgabe gerecht worden sei n, verdiene der Nachwelt überliefert zu werden, „lie englischen Truppen begannen", so heißt es in dem Bericht — „vor allem, die Privatkeller und (Y'jchäftsläden auszuräumen, in denen sich alkoholische Getränke befanden. Nach gewifsen- hrier Besorgung der vollkommenen Trockenlegung tu- Stadt und Sprengung der Brücken und Dia- di'te überließen die tapferen Engländer einigen bi gischen Truppenabteilungen und einer ganz ge- ' [en eigenen Mannschaft hie Deckung ihres ...ortigen Rückzuges." In schändlicher H.-ise, so hebt der Berichterstatter hervor, hätten si es aber nicht unterlassen, in der Stadt Löwen Wbst heimtückische Minen zu legen. Offenbar !) ten die Engländer beabsichtigt, nicht nur den l^trf Löwen kampflos zu räumen, sondern die Ion Ei Qllj 4 )et. Ifib otii 331 Qiti H iber eing»; Treiben it ta rroeijer. über- ne bei iiW berlebt hervor Stabil chatt!' Holland bfad' 5tra|» ur vet' wW ponben* ion bi° oen dar ies d'I jert ribune. littenmi > iN ie unter npöruni iten bi* Seit dem polnischen Feldzug wissen wir, daß dieser Krieg in stärkster Weife von der Panzerwaffe bestimmt und entschieden wird. Was die Panzerwaffe bei Le Cateau zeigte, ist die klare Ueberlegenheit der deutschen Panzerwaffe gegen die französische. Das gilt sowohl für die Truppe und ihre Führung, wie für das Material. Man konnte noch bis vor kurzem bisweilen hören, daß die französischen Panzer stärker seien und schwerere Geschütze hätten, und das sie deshalb den deutschen überlegen fein müßten. Dies ist nicht der Fall. Zu Dutzenden habe ich schwerste französische Panzer zerschossen, ausgebrannt und verletzt auf dem Schlachtfeld gefunden, von den leichteren Panzern gar nicht zu reden, die vielfach den Kampf gar nicht aufnahmen. Die deutschen Verluste sind demgegenüber sehr gering, was ja überhaupt erfreulicherweise für die ganzen gegenwärtigen Operationen festgestellt werden kann. Es ist aber auch der Geist der jungen Panzertruppe, der einen überwältigenden Erfolg errungen hat. Hier sind Beweise eines Mannes- und Heldentums gegeben worden, auf die unsere Jugend immer mit Stolz blicken wird. Nicht nur, daß die Panzer- waffe jedes Hindernis überrannte, auch den Kampf Tüchtiger | Verschiedenes | ft™ weise keine Zeit gelassen. Nun würden diese Minen von deutschen Spezialisten unschädlich gemacht. Eine Schandtat sei indessen den Engländern doch geglückt, ~ große städtische Biblio- Brand zu stecken und zu 3-Zimmer- Wohnung zum 1. August gesucht. Kliniksnähe. Schrift!. Angeb. u. 2515D an o. Gieß. Anz. Alleinsteh. Frau sucht 3-Molieg zum l.Juli oder 1. August. Schr. Ang. unt. 01860 a. d. Gieß. Anz. ®L________ _____ (e»Don der deutschen Grenze bis nach Brüssel türne man allerdings die schrecklichsten Beweise sehm, daß hier Krieg geführt worden ist. lieber» rafhend sei die Feststellung, daß viele Landwege uiü Brücken unbeschädigt gewesen seien, was sich braus erkläre, daß der deutsche Vormarsch m i t einer ungeheuren Schnelligkeit vor sich gecangen sei, so daß den Gegnern nicht mehr die Zet blieb, sie zu sprengen. Strecken, die man in gewöhnlichen Kraftwagen in anderthalb Stunden zumcklege, konnten von den deutschen Panzertrup- im, obwohl sie in hartem Kampf standen, in etwa üi j Stunden zurückgelegt werden. Charakteristisch ir den modernen Blitzkrieg sei es, daß der Sturm an manchen Orten vorbeiziehe, ohne ihnen überhaupt einen Schaden zuzufügen und daß an anderer Sülle ganze Ortschaften durch die Tätigkeit der Sirrzkampfbomber dem Erdboden gleichgemacht wirden. Wie die Briten in Löwen hausten. Werke für Cello von Eccles, Schumann, Gluck, Reger, Richard Strauß; für Klavier von Beethoven und Smetana. Der Konzertflügel ist vom Pianohaus Schönau, Bahnhofstraße 76. V Eintrittskarten: 1-, 1.50, 2.25 u. 8.- RM. bei Emst Challier, Neuen weg 10 (Fernruf 2671), und abends an der Kasse. Studentenkarten 80 Pf. gegen Ausweis Der bekannte Militärschriftsteller Oberstleutnant Dr. Hesse veröffentlicht im „V. B." einen interessanten Bericht über die P a n z e r- fchlacht bei Cambrai am zehnten Tag der großen Operationen auf dem Weltkriegs- Schlachtfeld von Cambrai. Wir entnehmen ihm folgendes: Gestern nachmittag find wir Zeuge einer Kampfhandlung gewesen, wie sie in dieser Form die Geschickte bisher nicht gekannt hat. Es spielte sich auf dem historischen Schlachtfeld der Tankfchlachtvon Cambrai aus dem Jahre 1917 ab bzw. da, wo bei Le Cateau im ersten Kriegsmonat des Weltkrieges die Engländer den deutschen Soldaten kennen lernten. Auch diesmal standen Panzer im Vordergrund, aber der Angreifer war nicht der Engländer, sondern waren d i e D e u t - sch en, und die Schlacht endete nicht mit einem begrenzten Erfolg, sondern hatte, wie der OKW.- Bericht meldete: die Zerschlagung von drei Divisionen zur Folge. In welcher Weise wurde dieser Gegner vernichtend getroffen? Es ist schwer, das Bild der Zertrümmerung wiederzugeben, wie es im Kampf und wahrscheinlich auch noch zukünftig'erhalten bleiben wird: man stelle sich vor, daß auf einer Strecke von etwa 20 Kilometer alle 10 oder 20 Meter ein Personenkraftwagen, ein Lastwagen, ein Omnibus oder ein anderes Kraftfahrzeug in den Straßengraben gefahren, entweder umgestürzt ober ausgebrannt ist, daß in vielen Fällen diese Fahrzeuge Schüsse aufweisen, und daß daneben auch immer wieder Tote liegen. Es sind sicher mehr als 10 0 0 Fahrzeuge, die, von ihren Besatzungen verlassen, das Chaos bezeugen, das sich am 9. Tage, der großen Operationen auf der Straße von Aves- nes über Le Cateau in Richtung auf Cambrai entwickelte. „Fälschungen im Kriege." Aus einem Wust von Greuelmeldungen englischer und französischer Herkunft haben wir hier kürzlich eine Anzahl Proben vorgeführt. In diesem Zusammenhänge erinnern wir daran, daß kein Geringerer als der bekannte englische Hnterhausabgeordnete Ponsonby die feindliche Greuelpropaganda als guter Kenner selbst entlarvt hat. Er schrieb nach dem Weltkrieg ein Buch, das im Jahre 1928 erschien und den Titel „Fälschungen im Kriege" hatte. Er erwähnt darin zahlreiche Bei. spiele. So berichtet er, wie etwa die Londoner Zeitung „Daily Mail" sofort bei Ausbruch des Welt. Krieges von ihrem Brüsseler Korrespondenten Cap. tain Wilson G r e u e l g e s ch i ch t e n umgehend anforderte. Bei einem „sehr guten Essen" in der Nähe von Brüssel erfand dieser daraufhin u. a. eine herzzerreißende Geschichte über das Baby von Courbeck Loo, das vor den „Hunden" aus dem brennenden Eltemhause gerettet worden sein sollte. Diefes Kind existierte.nicht. Oder Ponsonby verzeichnet ein halbes Dutzend Variationen des Greuelmärchens, daß von den Deutschen bald ein Mädchen, bald einen Amerikaner, auf jeden Fall aber zahlreiche Kanadier m i t Bajonetten gekreuzigt worden seien. Als daraufhin im Unterhaus dringende Anfragen vom Regierungstisch verneint werden mußten, weil alle diese niederträchtigen Lügen nichts als Erfin- düng waren, zeigten sich die ehrenwerten Unter. Hausmitglieder höchst besorgt und entrüstet. Oder Ponsonby erläuterte die bekannte Geschichte, wie in der englisch-französischen Greuelpresse aus dem Läuten der Kirchenglocken in Deutschland beim Fall Antwerpens schließlich auf dem Umweg über ein halbes Dutzend Verfälschungen die Meldung des „Matin" wurde, belgische Priester seien als lebende Klöppel in den Glocken aufgehängt worden. — Wenn ein so guter Kenner der Greuel» presse wie Ponsonby schon vor zwölf Jahren un- widersprochen diese Fälschungen nachwies, dann sollte die Welt auch die heutige Greuelhetze entsprechend einzuschätzen wissen. für sofort gesucht S. Trechöler Steinstraße 73. [Stellengesuche} Junges Fräulein sucht Stelle zum Servieren. Schrift!. Angeb. u. 01861 an den Gieß. Anzeiger. Verlobungs-Anzeigen bei Brühl, Schulstr.7 [Verschiedenes] Braune Mer-Balbschuhe Gr. 29, wie neu, umzutauschen, auch auf noch gute Stiefel mit Haken, 30 — 32, in Kinzenbach, von Edgar BORRMANNS: Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 u.4156 ___________________________2509A mit Bad u. 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In den Tagen vorher schon hatten die Panzerdivisionen rechts angelehnt bereits Sedan genommen und waren, einen großen sicheren Brückenkopf bildend, immer weiter vorgerückt so, daß nun die Infanterie allein aus eigener Kraft ohne Panzer und Flieger den Angriff auf die Maginot- Linie,am nordwestlichen Ende, ausführen konnte. Es galt, an einer großen Zahl von Stellen über den Fluß zu treten und dabei imAngriffüber Carignan die Höhen zwischen Chiers und Maas zu nehmen und dann nach Südosten vorzustoßen. Gleich jener großzügigen gewaltigen taktischen Konstruktion in Polen wurde auch hier der entscheidende Schlag geführt ... Aus der vorderen Stellung heraus führend leitete der Kommandierende General selbst den Angriff seines Korps. Durch einen starken Feuerüberfall der Artillerie wurde die gegnerische Stellung eingedeckt. Da diese Linie, in ihrer Anlage dem Westwall nachgeahmt, eine spätere Einrichtung der Maginot-Linie ist, an diese aber anschließt, mußte der Gegner überrannt werden. In das Rollen des Geschützdonners schwerster Geschütze klangen die Lieder vormarschierender Infanterie, die als Reserve nachgezogen wurde. Nach einstündiger Feuervorbereitung trat die Infanterie an. Der Gegner schoß kaum noch; das Erstaunliche trat ein, er räumte kampflos das Feld. Wie später aus Gefangenenaussagen festgestellt werden konnte, war bereits am Abend vorher gegen 23 Uhr ein Rückzugsbefehl gegeben worden. Unter dem heftigen Feuer, das er auf die" deutschen Stellungen legte, hatte er sich zurückgezogen. Sein kampfloses Zurückgehen am Tage sah nun gar nicht so aus, als ob er sich schweigend in das Hinterland gemacht hätte, — er schoß aus seinen Bunkern mit seinen schweren Infanteriewaffen. Plötzlich schwieg das Feuer, und die davorliegende Infanterie, die annehmen mußte, daß man vorübergehend die Scharte geschlossen hätte, versuchte dann einen schnellen Angriff: und der Bunker war leer. Die Bunker dieses Teiles der Maginot-Linie waren groß und gut gebaut, ausgezeichnet eingerichtet und mit großen Mengen von Munition ausgerüstet. Außerdem waren Lebensmittel und Waffen ausreichend vorhanden, so daß es unverständlich schien, Die Infanterie der beiden angreifenden Divisionen war nicht zu halten. Unaufhörlich, von Kräften der Aufklärungsabteilungen und den Pionieren begleitet, drängte sie nach vorn, warf den Gegner auf seinen befestigten Stellungen und machte eine große Anzahl von Gefangenen, die alle insgesamt einen ausgesprochenen niedergeschlagenen Eindruck machten. Der Gegner hatte an der Chiers alle Brücken gesprengt, und doch gelangten die Stürmenden sofort hinüber; Schlauchboote, Uebersetzstege, Pontonbrücken, die in wenigen Stunden geschlagen waren, und ehe es sich der Franzose versah, stießen bereits schwere motorisierte Verbände nach Südosten vor. Die Hügel mit den niedrigen Waldbeständen, übersetzt von Viehkoppeln und schweflig-gelben Staubwegen, waren lebendig geworden; überall stießen die deutschen Einheiten vor. Reiter auf schmalen Wegen, Radfahrer, Kradräder und ihnen schnell und in der heißen Maisonne verstaubt folgend die Infanterie. Sie besetzte die Räume, sie erreichte die Hauptkampflinie und besetzte sie drei Stunden bevor sie dort eintreffen sollte. Die schweren Verbände der Artillerie sind bereits wieder in Stellung gegangen. Das nun einsetzende heftige Abwehrfeuer der Franzosen aus dem Festungsraum von Montmedy zerstört nur noch französische Dörfer, die brennend in sich zusammenbrechen. Der Vormarsch der deutschen Infanterie und der zu ihr gehörenden Verbände des Heeres, einschließlich der zum Erdkampf eingesetzten Einheiten der Flak, ist ohne Abänderung vor sich gegangen. In den heißen Mittagsstunden des 15. Mai 1940 hat die deutsche Infanterie bereits den Ruhm für sich, in die Vorstellung der Maginot-Linie siegreich eingebrochen zu sein. Ohne einen ernsthaft kämpfenden Gegner zu finden, der sich gleichwertig gestellt hätte, ist die deutsche Infanterie gemeinsam mit Kanonieren und Pionieren in den Stahl- und Betonwall der Franzosen eingebrochen. Zwischen der Chiers und Maas stehen keine Franzosen mehr. Die Infanteristen deutscher Divisionen haben im glänzenden Einsatz und in einer genialen Schwenkung den siegreichen Stoß in Frankreichs ODefesti- gung geführt. Dr. Joachim Fischer. Strategie und Taktik. Im militärischen Schrifttum werden dauernd die Begriffe „Strategie" und „Taktik" verwendet. Gelegentlich wird auch außerhalb des militärischen Bereiches bildlich von Strategie oder Taktik gesprochen, z. B. in der Politik. Aber vielfach gehen diese beiden Begriffe auch, ohne klare Abgrenzung, etwas wirr durcheinander. Und darum ist es vielleicht ganz angebracht, den Sinngehalt der beiden Fachbezeichnungen klarzustellen und scharf zu umgrenzen. In Anlehnung an den berühmten preußischen Mi- litiärschriftsteller Clausewitz erklärt ein moderner Militärschriftsteller d i e T a k t i k „als die Kunst und die Lehre vom Gebrauch der Streitkräfte, also der Truppen und Waffen im Gefecht". Die Strategie aber wird bezeichnet als die Kunst, das Ergebnis der Gefechte und Schlachten zur Erreichung des Kriegszweckes auszunützen. Für den Allgemeingebrauch ist sehr nützlich die Begriffsbestimmung, die der im Weltkrieg verstorbene Generalfeldmarschall von der Goltz gegeben hat. Er schreibt: „Im allgemeinen beschäftigt sich die Strategie mit den Maßnahmen im großen, welche dazu dienen sollen, die Truppen unter den günstigsten Bedingungen in die Waffenentscheidung eintreten zu lassen; die Taktik hingegen umfaßt alle Anwendungen für diese Waffenentscheidung selbst. Man nennt die Strategie auch die Lehre von der Heeresleitung, die Taktik die Lehre von der Truppenführung." Wie leicht verständlich, gehen Strategie und Taktik häufig ineinander über, so daß im „praktischen Leben" der Kriegführung manchmal schwer zu bestimmen ist, wo die Strategie aufhört und die Taktik beginnt und umgekehrt. Die Strategie beginnt bereits mit dem Aufmarsch, und hier stoßen wir auf den Begriff der „O p e r a t i o n e n". Unter Operationen versteht man die Bewegungen der Streitkräfte, die zu einer Schlacht führen. In diesem Zusammenhänge müssen auch Ausdrücke verstanden werden, wie „operativer Entschluß"^ oder „Operationsbasis". In dieses Kapitel gehört der Aufmarsch, also die Heranführung, Versammlung und Bereitstellung der Truppen zur Eröffnung des Krieges. Die Bedeutung des Aufmarsches wurde yon M o l t k e mit den bekannten Worten hervorgehoben, daß „ein Fehler in der ursprünglichen Versammlung des Heeres im ganzen Verlauf des Feldzuges kaum wieder gutzumachen ist".*Der Grund dafür ist einfach: der schnelle und zweckvolle Aufmarsch soll dem Feind das Gesetz des Handelns diktieren, indem er ihm in der Einleitung der Operationen zuvorkommt. Musterbeispiele für solche Aufmärsche größten Stiles brachten der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 und der „Feldzug der 18 Tage" in Polen 1939. Kriegsgeschichtlich interessant ist die Begriffsbestimmung, die General I o m i n i, ein Generalstäbler Napoleons, von der Strategie gegeben hat. Er nennt sie die „Kunst, die Massen auf dem Kriegsschauplatz zu bewegen". Diese Begriffsbestimmung ist gedanklich unzulänglich, weil sie den Begriff der Strategie zu eng faßt und sehr wichtige Aufgaben übergeht. Richtig ist aber, daß General Iomini ein sehr wesentliches Merkmal der modernen Kriegführung mit einer gewissen Einseitigkeit, aber auch sehr klar herausgearbeitet hat: nämlich den bis dahin unerhörten Einsatz von Truppen massen. Es ist auch bezeichnend, daß die Arbeit und Bildung der „Generalstäbe" etwa mit dem napoleonischen Zeitalter beginnt. Dr. Ho. Meine politische Nachrichten. Nach der Arbeitstagung mit den Gauobmännern der DAF. aus den westlichen Gauen des Reiches hat sich Reichsleiter Dr. Ley wieder zu verschiedenen Gruppen jener Frontarbeiter begeben, die im neu besetzten Gebiet im Westen unmittelbar hinter der kämpfenden Truppe Einsatz gefunden haben. * Während im Westen die deutschen Truppen den zerschmetternden Schlag gegen die feindlichen Heere führen, öffneten sich in Breslau die Tore der Breslauer Messe 1 9 4 0, dem Landmaschinenmarkt, der ersten Messe im erweiterten deutschen Ostraum. Im Mittelpunkt der Eröffnungsfeier im Breslauer Konzerthaus stand eine Rede des Staats-- ekretärs Dr. Landfried, der die Grüße des Zeneralfeldmarschalls Göring, des Reichswirt- chaftsministers und des Reichsernährungsministers überbrachte. * In der Gegend von Lauterburg konnten, nachdem sich der Feind hier weiter zurückziehen mußte, 50 0 französische Eisenbahnwagen geborgen werden. * „Popolo di Roma" meldet aus Kairo, daß der französische General M a s s i e t, ehemals Militärkommissar in Syrien, zum Nachfolger General Weygands als Oberbefehlshaber in Syrien be- timmt worden fei. „Gazetta del Popolo" meldet aus London, daß der Herzog von Gloucester, der Bruder des Königs von England, von Bombensplittern an der Westfront verwundet worden sein soll. Er habe sich drei Nächte lang in einem Ort befunden, der unablässig von deutschen Flugzeugen bombardiert worden sei. * ‘ Außenminister Graf Ciano traf am Mittwoch an Bord des Kreuzers „Garibaldi" im Hafen von Durazzo ein. Auf der Fahrt durch das festlich geschmückte albanische Land begleiteten Graf Ciano Kundgebungen für das faschistische Italien, die in Tirana ihren Höhepunkt fanden, wo Graf Ciano die neue Rundfunkstation ihrer Bestimmung übergab. Wie „Sagens Nyheter" berichtet, sind die großen norwegischen Stickstoffwerke der Norsk Hydro wieder unter deutscher Oberaufsicht i n Betri e b gesetzt worden. Da das Werk voll arbeiten kann, werden große Mengen von Stickstoff nach Deutschland exportiert werden können. * ' Staatspräsident Dr. Tiso hat einem Rücktrittsgesuch des Oberbefehlshabers der Hlinkagarde, Sano Mach, stattgegeben und an seiner Stelle Franz Galan, den Stellvertreter von Dr. Kirschbaum im Generalsekretariat der Slowakischen Dolkspartei zum Oberbefehlshaber der Hlinkagarde ernannt. General der Infanterie a. D. Oskar Ritter von T y l a n d e r ist im 84. Lebensjahr nach kurzem Leiden gestorben. Im Weltkriege führte Gene-, ral von Tylander das I. Bayrische Armeekorps in zahlreichen Schlachten von Sieg zu Sieg. Für seine hervorragenden Leistungen wurde er mit dem Mili- tär-Max-Joseph-Orden und dem Pour le m^rite ausgezeichnet. Oer Annunziotenorden für Generalfeldmarschall Göring. Berlin, 22. Mai. (DNB.) Der König von Jia- lien und Albanien, Kaiser von Aethiopien, hat Generalfeldmarschall Göring aus Anlaß des Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-italienischen Freundschafts- und Bündnispaktes die höchste italienische Ordensauszeichnung, die große Ordenskette des Annunziatenordens, verliehen. Botschafter Alfieri hat sich am Mittwoch mit dem Flugzeug in das Hauptquartier des Generalfeldmarschalls an der Westfront begeben und ihm die Insignien des Ordens überreicht. Generalfeldmarschall Göring hat König Viktor Emanuel III. seinen Dank telegraphisch übermittelt. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptjchriftletters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bllder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Druck und Verlag: Brühlsche Univeyüätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagslelter: Dr.°Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6. f „astro" griechische Bezeichnung für die "Gesamtheit der Himmelskörper. /„Orion" ' auch Himmelsjäger genannt, eines der ältesten bekannten Sternbilder. ■ ■ Z ■I ■I Auch die „Astra” bler‘bt steh tmwe* Immer aromatisch! Immer frisch! Immer leicht! Nur ausgewählte reine Orienttaboke erster Provenienzen ft nden für die,, Astra" Verwendung Das besondere Mischverfahren ergibt die unveränderliche charakteristische Vereinigung von Leichtigkeit und reichem Aroma MIT UND OHNE MUNDSTOCK Ur. 120 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Donnerstag, 23. Mai (940 Aus der Stadt Gießen. Der Brief. Mit der Morgenpost war er angekommen. In froher Erregung griff die Mutter danach. Wahrhaftig, es zitterten ihr die Hände dabei. Und als sie den Umschlag geöffnet hatte, mußte sie sich erst einmal setzen, so überwältigte es sie. Ein Brief von ihm, Gott sei Dank! Endlich hatte der Junge geschrieben. Sie suchte mit nervösen Bewegungen das Brillengehäuse^ aber dann tanzten trotz der Augengläser die Buchstaben noch eine Weile, ehe sich die Schriftzüge schließlich deutlich abhoben. Er fei noch gesund und bei bester Verfassung, schrieb der Junge. Erlebt habe er in der letzten Zeit unendlich viel, so viel, daß er zum Schreiben keine Zeit gehabt habe. Auch jetzt schreibe er diese Zeilen auf der Fahrt, die immer weiter vorwärts führe ins Feindesland. Es sei großartig gewesen, wie alles vor sich gegangen sei, er empfinde mächtigen Stolz, dabei gewesen zu sein. Um ihn brauchten sie sich zu Hause keine Sorgen zu machen, er komme schon immer durch. Und wenn die Post mal etwas länger ausbleibe, so erkläre sich das aus den besonderen Verhältnissen. Auf frohes Wiedersehen in der Heimat und herzliche Grüße. Die Mutter lehnte sich aufatmend zurück. Dann strich sie liebevoll über den Brief. Es ging ihm vortrefflich, dem Jungen, er war gesund. Mit einem glücklichen Lächeln erhob sie sich, um ihrer Nachbarin Bescheid zu geben. Es tat so gut, mit einem Menschen darüber zu sprechen, und dann hatte die Nachbarin ja schon immer an seinem Geschick besonderen Anteil genommen. Auch damals schon, als er noch in kurzen Hosen zur Schule ging. Und hatte nicht die Nachbarin in den letzten Tagen so häufig gemeint, um den Jungen brauche man sich nicht zu sorgen, den beschirme sein guter Stern? In der Tat, so und ähnlich war immer wieder die Antwort gekommen, wenn die Mutter ängstlich darauf hin- §ewiesen hatte, daß immer noch keine Post vom ungen eingetroffen sei. Mittags kam der Vater. Auch er hatte seine Frau ttnnter wieder zurechtgewiesen mit ihren bangen Zweifeln. Nun hatte der Junge geschrieben, jetzt schien alles wie verklärt. „Na, ich habe es ja immer gewußt", sagte der Vater voll Stolz, „er ist ein ordentlicher Kerl, auf den kann sich sein Leutnant verlassen". Der Brief aus dem Felde war wie eine große Beglückung gekommen ... H. W. Sch. Tageskalender für Donnerstag. Volkstümliche Vorträge der Ludwigs-Universität: 20.15 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut, Lud- wigstraße 34, Professor O l t über „Das Zeichnen als zweite Sprache im Unterricht"; 20.15 Uhr im Physikalischen Hörsaal, Stephanstraße 34, Professor Vogelsang über „Deutscher Soldatenglaube in den letzten drei Jahrhunderten". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Liebesschule". Oie Universitäts-Bibliothek jedermann zugänglich. Es wird immer wieder die Beobachtung gemacht, daß allgemein die Ansicht besteht, die Bibliochek öffne ihre Pforten nur für Angehörige der Universität. Es dürfte deshalb gerade in der gegenwärtigen Zeit angebracht fein, Darauf hinzuweisen, daß allen Volksgenossen und Dolksgenossinnen, die wissenschaftliche Neigungen haben, die sich fortbilden oder sich Aufklärung in irgendeiner Frage verschaffen wollen, die Bibliothek zugänglich ist. Der große Lesesaal mit einer Handbibliothek von über 4000 Bänden, darunter alle größeren Nachschlagewerke, und das Zeit- schriftenzimmer, in dem über 1800 verschiedene Zeitschriften ausliegen, sind Samstags von 8 bis 13 Uhr, an den übrigen Werktagen von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Die Benutzung ist kostenlos. Im großen Lesesaal werden auch wertvolle und zeitgemäße Neuerscheinungen und Erwerbungen zur Ansicht und Einsichtnahme ausgestellt. Vormerkungen für Entleihung dieser Werke werden von dem Lesesaalbeamten angenommen. Die Entleihung von Büchern nach außerhalb des Hauses aus den fast 800 000 Einzelstücke zählenden Beständen der Anstalt erfolgt gegen ganz geringe Gebühren. Oas Handwerk in der Kriegswirtschaft. gaben im Feldheer geschult. Rund 50 v. H. dieser Männer, die aus dem Heere herausgezogen werden, kommen bereits aus der Küche, viele aus ersten V» ** 'M I Oer Gauleiter spricht zur Führerschaft des Handwerks. ebildet, die beim Feldheer in gängen gründlich behandelt, vor allem wird dabei Blick auf die Schweinemästerei des EHW. — (Aufnahme: Neuner.) Hotels Deutschlands, rund 30 v. H. ^kommen aus dem Metzgerberuf, die restlichen 20 v. H. find von Haus aus Bäcker. Aus den ausgebildeten Köchen und Zahlmeistern die Notwendigkeit einer ausreichenden Vitaminver- jorgung herausgestellt. Den „blauen Heinrich" des letzten Krieges gibt es nicht mehr. Durch Zusatz von Gemüsen oder Gewürzen in getrockneter, gemahlener und gepreßter Form wird diese Anreicherung erreicht. Notizen für den 24. Viai. Sonnenaufgang: 5.17 Uhr, Sonnenuntergang: 21,27 Uhr. — Monduntergang: 7.57 Uhr, Mond- aufgang: 24.03 Uhr. gegen Zahnsteinansatz, zahnfleischkräftigend, mikrofein, mild aromatisch, - und so preiswert! „Blauen Heinrich" a-bts nicht mehr. Soldaten lernen in der heereslehrküche die Wissenschaft der modernen Küche. Lpd. In Frankfurt a. M. wurde eine der beiden Heereslehrküchen eröffnet, in denen die Heeresköche die Wissenschaft einer modernen Soldatenküche kennenlernen. Deutschland hat aus dem Weltkrieg gelernt, daß die richtige Verproviantierung, eine ausreichende, gesunde, nahrhafte, abwechslungsreiche und schmackhafte Soldatenkost von größter Bedeutung ist für Moral und Kampfkraft der Truppe. Feldköche und Zahlmeister werden für ihre Auf- 4 Beamtenberus völlig geebnet. Als Militäranwarter sind sie in Der Uebergangszett auch aller materiellen Sorgen enthoben, Da sie nicht nur Milttaran- wärterbezüge, sondern für Den A^ttitt des Aus bildunqs- oder Vorbereitungsdienstes oder Der Be- amtenftelle auch Umzugsvergütung uni) bei getrennter Haushaltsführung Trennungsentschädigung wie versetzte Beamte erhalten. Den erreicht: MilitärischerAnschlag: 1. Heinrich Appel 163 Ringe (Vereinsmeister); 2. Georg Schilling 158 Ringe; 3. Jos. Krumpen 157 R.; 4. Willy Georg 155 R.- 5. Wilh. ScheiD 155 R.; 6. Hans Schwall 147 R.' 7 Wilh. Schwinn 144 R.; 8. Hans-Georg Schmidt 142 R.; 9. Joh. Wessels 138 R.; 10. Her- mann Sauer 136 R.; 11. Karl Mootz 134 R.; 12. Willy Kunert 130 R.; 13. Karl Stork 128 R.; 14. Karl Nonnenbroich 125 R.; 15. Adolf Möhl 124 R.; 16. Aug. Trebbe. 116 R.; 17. Willy Amend 106 R. Jungschützen: 1. Hans Wessels 124 R. (Der- einsmeister); 2. Karl Nonnenbroich jun. 76 JL; 6. Horst Sauer 68 R. Beliebiger Anschlag: 1. Georg Schilling 159 R. (Vereinsmeister); 2. Josi. Krumpen 151 R.; 3. Wilh. Schwinn 150 R.; 4. Wilh. Scheid 148 R., 5 Hermann Sauer 148 R.; 6. Heinrich Appel 147 Rinae- 7 Adolf Möhl 145 R.; 8. Karl Nonnenbroich 144 R.; 9. Karl Mootz 141 R.; 10. Wilh. Georg 139 R.; 11. Willy Kunert 133 R.; 12. Hans Schmal! 130 R.; 13. Joh. Weffels 128 R.; 14. Karl S ort 121 R.; 15. Hans Georg Schmidt 119 R.; 16. Aug. Trebbe 109 R.; 17. Willy Amend 88 R. Scheibenpistole (Entfernung 50 Meter, 30 Schuß auf 20er Ringscheibe): 1. Wilh. Georg 442 Ringe (Vereinsmeister); 2. Heinrich Appel 437 R.. 3 Georg Schilling 431 R.; 4. Adolf Mo hl 335 R-, 5. Fritz Klotz 311 R. Legler-Plakette (Wanderpreis): Wehrmannsscheibe (175 Meter, 3 Schuß liegend freihan- big): 1. Heinr. Appel 53 R.; 2. Joh. Wessels 51 R.; 3. Georg Schilling 46 R.; 4. Wilh. Georg 45 R. Ehren scheibe (175 Meter, stehend freihändig auf Wehrmannscheibe): 1. Heinrich Appel 19 JL: 2. Karl Mootz 19 R.; 3. Willi Georg 18 R.; 4. Joh. 35 Fortsetzung (Nachdruck verboten!) , Vater Gräfes Händedruck ist hart, fast schmerzend. Alles liegt Darin: BeDauern, Jutta je Unrecht getan zu haben, viel Verlegenheit, überstanDene Qual, Dann aber mieDer eine sehr große Hochachtung. UnD was sagt Tante Ottilie Dazu? Es ist natürlich Lena, Die Daran Denkt. Lena mit -ihrer gütigen Stimme, Lena, Die em ganz befonDeres 3utta5 Besicht wkbmeid, vor Bedauern. „Sie ist eine Plessen alten Schlages, hangt an Traditionen, ihr wißt es - Gütern aben^ als wir es erfuhren, war natürlich chochwaffer, ^ch mußte trösten. Sonst wäre ich gestern noch zu euch gekommen Ihr Trost find ihre stebzig Jahre, S'° brauche die ,grausame Verwüstung-, wie Hees sieht, nicht mehr lange zu überleben. Nun, auch über diesen Kummer wirD Gras wachsen, wie über so manchs! Ja, Jutta hat recht. Es wächst Gras über manchen Kummer, so Dicht unD so viel. Daß man ihn eines Tages gar nicht mehr finDet. .. So Denken auch Erni unD Lena. Lena tragt Die Schüssel mit Der Mehlsuppe wieDer hinaus unD Erni folgt ihr in Die Küche, aus Der schon balD ein cmfreizenD würziger KaffeeDuft Dringt. Jupp hebt witternD Die Nase. Aha, Feiertagsmarke! „JemanD sprach Doch vorhin von Sekt , sagt er ^^J^aimihl, Dieser Lauser, Das könnte ihm so passen. Das Sektglas zu schwingen, allen voran. Pünktlich zwölf Uhr legst Du Deine englische Arbeit vor!" so gießt RuDolf Wasser in Jupps Wern. Jutta schüttelt mißbilligenD Den Kopf. Sie hat Mit- Giehener Wochenmarkkprelse. * G i e ß e n, 23. Mai. Auf Dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, V» kg 1,80 NM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stuck 6 bis 10 Rpf-.- Kar- tosfeltt, 50 kg 4 RM, Spinat % kg 18 bis 23, Spargel 55 bis 64, Unterkohlrabi 8, Erbsen 32, Zwiebeln 17, Schwarzwurzeln 30 bis 35, Salat Das Stück 28, Oberkohlrabi 30 bis 35, Lauch 5 bis 15, Rettich, Das BunD 30 bis 80, RaDieschen 10 bis 15. Die nächsten Handball-Begegnungen. Auch diesmal wieder wird Das sportliche Geschehen im Bezirk Gießen vom Handball beherrscht. In Wetzlar treffen sich im Rahmen Der Äunschenrunden- spiele Die Mann,chaften Der Banne 88 (Wetzlar) und 81/186 (Frankfurt a.M.), um den Vorschluh rundenteilnehmer um Die Gebietsmeisterschaft zu ermitteln. Gleichzeitig stoßen Die beiden Einheiten von Lützellinden und Katzenfurt zum Entsckeidungs- spiel um die Bannmeisterschaft aufeinander. Da- neben läuft Die Runde um den Lahnpokal. Die Wetzlarer Spiele werden ihre Anziehungs- kraft nicht verfchlen, zumal hier Handball in Doll- enDung zu sehen fein wird. Das Entscheidungsspiel um Dk Bannmeisterschaft ist offen. Beide Gegner sind sich vollkommen gleichwertig. Im Lahnpota( geht es allmählich um die Entscheidung. Diesmal stehen sich gegenüber: ÄTf-Ä » muß, °°° °Aw°^ jenes Gemüse bevorzugen. Dies ist "otwe/idig, um von der vorhandenen Gemüseanbauflache wirklich di- höchsten Ertrage zu erzielen. Bei der Konftr- vierung von Gemüse für den Wrnter sind Methoden zu bevorzugen, Die Die Erhaltung Der Nähr- unD Schutzstoffe Des Gemüses gewährleisten unD ttotz Der in einem Kriege nurt einmal gegebenen Schwierigkeiten bei Der Beschaffung von Konservierungsmitteln möglich sinD. Diesen Erfordernissen entspricht in erster Linie Die in letzter Zeit ausgekommene Einsilierung von Gemüse unD die Trocknung. Der Gemüsebau, Der erwerbsmaßig vom Gartenbau ober felDmähig von Der LanDwirtschaft betrieben unD erweitert wirD, ist zu ergänzen Durch möglichst starke Erzeugungvon Gemuseundzwar vor allem von Dauergemuse, in Den Kleingarten. in seinem letzten Heimspiel auf Den MsttelrheiN- meifter, Der als Empfehlung einen Sieg über Fortuna DüsfelDorf mitbringt. In Der Gruppe 2 Darf man neue Siege von DresDen unD Eimsbüttel erwarten, währenD in Den beiDen Spielen Der unterteilten Gruppe 1 VfB. Königsberg unD RapiD Wien Die Siegel sein sollten. Jutta lacht, lacht unbekümmert unD fröhlich über Den Tisch. Vater Gräfes Gesicht wirD schon wieDer DrohenD. Ist Das ein GrunD zum Lachen? Ist das vielleicht eine Kleinigkeit, einen Hof zu belasten? Eine Hypothek aufzunehmen? Da hat sie nun aber plötzlich eine schmeichlerische Stimme, Diese Jutta, eine Stimme hat sie jetzt, rote man sie sonst nicht an ihr kennt. ReDet Dem alten Manne zu wie einem kranken KinDe. „Warum machst Du dir Darum Sorgen Vater? Ich habe jetzt geraDe im Preußischen em Waldstua verkauft. Das GelD liegt vorläufig noch unoerroenDet Da. Sieh, Das schieße ich Dir ganz einfach vor. Es steht zu Deiner Verfügung!" Dieser Morgen ist wirklich voller Ueberraschungen. WährenD Vater Gräfe sagen will, Daß sei Doch im GrunDe Dasselbe, ob Das GelD nun von Jutta oDer von sonst wem komme, SchulDen seien SchulDen, Da greift Lena ein. Lena, Die jetzt zuweilen so etwas Ja, Lenas Tun ist in Diesen Tagen seltsam! Schleicht sie nicht wie ein Dieb aus Dem Hause, mDes Der Hof in mittäglicher Stille liegt? Erm unD Jupp eben sie fortgehen. Was mag sie planen? Keinem hat sie ein Wort über ihr Vorhaben gesagt. ° Vielleicht mag sie sich selbst nicht Rechenschaft Darüber geben, Daß sie sich wieDer auf einem Weg befinDet, Der für eine Frau ungewöhnlich ist. Aber hat ihr Das Geschick Des Gräfehauses nicht Die Zugel auf eine recht nachdrückliche Weise m Die HanD ge- geben? Stellt es sie nicht immer vor neue Ent- ^Lena aber kommt schnell über die Seltsamkeit ihres Tuns hinweg, ihre Füße sinD beschwingt. Der Weg fällt ihr nicht schwer, sie ist von tiefer FreuDe bt?(5ie weiß, Daß sie einen weiten Weg vor sich hat, aber sie will ihn nicht abkürzen. Zu Fuß, Station für Station will sie ihn gehen, unD alle guten Ge- danken sollen mit ihr fein. Sie findet Den schmalen Fußweg, Den sie schon einmal eines Sonntags mit Hermann gegangen ist. Den Weg hinauf bis zur NapoleonslmDe. Oben auf, Hügel tat sich die Ferne in einer seltenen Klar- fliegen, heft Md Weste auf, Bauernland unD norDroarUJ es ^ückzusühren, daß Das Ernährungshilfswerk ^ius selbst, oDer balD nach seinem ToDe ist Die bisher kaum Verluste hatte, wenn von emigen we-1- christliche Kirche, Die im Anfang eme Holz- niqen Tieren abgesehen roirD, Die Die Impfung fXTd)fc war unD etwa im 12. oDer 13. ^uhrhunDert gegen Seuchen nicht überstanden. durch Die jetzige Steinkirche mit dem beruhm en Die Futterbeschaffung innerhalb unserer Stadt ^^1 ersetzt wurDe, gebaut worDen. Sie war eme hat sich längst sehr gut eingespielt. Die Hausfrauen Sendekirche, von Der aus Das Gvan«lmm nach sammeln Die Küchenabfalle sorgfalttg, unD Jie - be-1 Seiten getragen rourDe. Im Mittelalter hatte achten Dabei genau, daß nichts in Das Futter ge- « ^ehr als 20 Filialen, von Denen manche nach langt, was Den Schweinen nicht bekommen konnte. unb na4) eignen Pfarreien erhoben wurden. Den Gießener Hausfrauen kann also für ihre For- $ Lang-Göns, LützellinDen, Leihgestern, Duten- Deruna des EHW. volles Lob ausgesprochen werden. ,of Niederkleen und andere. Vor der Gründung Im Ernährungshilfswerk Gießen wird aber auch Gießens war Großen-Linden, oder wie es Da- auf weite Sicht gearbeitet. Zwischen den beiden! Linden, Der Mark- und Munzort. In Ställen wuvDe eine Siloanlage _erstettt die aus 12 Kammern besteht, Deren jeDe 80 Zentner Futter faßt. Das Futter ist mit Dachpappe, mit alten Säcken und mit einer dicken Lehm- bzw. Sandschicht | abgedeckt. In Den 12 Kammern liegen gegenwärtig | runD 1000 Zentner Futter. Das Silofutter roirD immer wieder aus Überschüssen beim ?utteranfall ergänzt. Regelmäßig wird den Schweinen ftische Streu aufgeschüttet, Die kostenlos von Holzbearbeitungsbetrieben in unserer Stadt in Form von^Sage- Sich werden 12 Schweine, in Butzbach 70 und m ke3 Reichsarbeitsdienstes vorbehalten lmd. Für den Friedberg 180 Schweine gehalten. Eintritt in Den mittleren Dienst ist bei den,Zivil- o Eia 9ttmdqang durch die Gisßener Mästerei laßt anwärtern ein Mindest aller von 21 und ein Hochstörkennen daß es sich bei dieser Einrichtung um Uer von 31 Jahren Voraussetzung. Die Mussen eine großartige und dankenswerte Aktion handelt, eine deutsche Volksschule nut ,,gutem ^^^g Die in der Ernährung unseres Volkes mit in vor- ^cht haben und ftrner Die für die Stelle geforderte Die m oer urna?i M 'handwerksmäßige, technische oder sonstige Fackbil- düng nachweisen können. Dieser Nachweis kann . .durch eine entsprechende Tättgkeit im technischen Bessere Ausnutzung des Gemüses. Dienst Der Wehrmacht, durch Die Meisterprüfung bisher. In Dielen Fallen ist es ncht.g. das G rnufe B »uni ° , ä? nötigt. WirD Gemüse gekocht, so ist e;s un ' stehen Diese Laufbahnen offen, jedoch in Der UmftänDen fd)onenD du r^eaej erst nach Ableistung Des Arbeits- unD Wehr- Die Nähr- unD Schutzstoffe erhallen AußerDem ^g erli nmy ^ 1 einer Mittet- sä." äw»« F.-iwww » £,»»» SÄÄ e -£Ä.SiEu.«... nnn ausaewach- — e. Die GemeinDe G r o ß e n ° L i n D e n Hatte vor Dem Kriege beabsichtigt, im Jahre 1940'Die erftt malige Erwähnung Des Ortes tm Jahre ^90 nach Christi Geburt, also vor 1150 Jahren, Durch ein größeres Fest zu feiern. Vorträge, em Festzug, Die Aufführung eines bezüglichen Schauspieles und ein Volks est waren in Aussicht genommen. Außer- k L:- rUrn6pn$Pinhpn5. Die bis- ÄÖ! SÄÄ Millionen verschenken. mirh nnhora9" fmnt er unaläubia. Lena hat schon lange Darauf gewartet: wann wird Denn einer von Hermann sprechen? Denkt Denn Der Vater nicht an feinen Aelteften, Der m Der Familien- TI 3xU|]vviv I . mKni SPrechstunven ver Nevaklron. 11.30 dis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach« mittags gefchlosien. HeiDe. Im SüDen unD Osten Das blaue BanD Der Berge, Jser- unD Riesengebirge, unD mehr westwärts Die bescheiDene Kette Der Zittauer Berae. Erst wenn Du Die Geschichte Des LanDes weißt, kennst Du es ganz!" hat Hermann Gräfe 3".Ar gesagt. Oh, sie weiß noch genau, was er ihr erzählt har. Viel Blut ist um Dieses LcmD geflossen. Von Hochkirch bis Weißenberg hat Die Schlacht FrieDrichs Des Großen getobt, in Der auch Der tapfere Messen fern Leben ließ. UnD im Jahre 1813 rollte sich schon wieDer ein KampffelD in mächtiger Brette von