Dienstag. 23. April MO Gichener Anzeiger Die LandverbindlingOslo-Stavanger hergestellt Vormarsch zwischen den Vergen Südnorwegens Fahnen für das Ersahheer im Osten Eine Lagekarte Südnorwegens, in der die in den jüngsten OKW.-Berichten genannten Orte verzeichnet sind. — (Scherl-Bilderdienst-M.) >ie Rhein, lkfurt a. U el „Uta von chten sich mti Stuckes eht ifall. csuche berich.! minera- > Grund-! Zeitlichen! Ansicht über Jenuß mine- iten Kreisen^ enschaftlichen Gemüse-! • et zusätz- ralsalzen lerfud) wuck! ihrt. Die fr- nten Grund-! illmistge-! eren ®nipp'l diniertes imin A« und bei den nierten Durch höher' t, beim Bits- erfaße. M aa mit Ivf*1 Gruppe ini.' den somit er- «ich- $eti* werden tonj h mit SB gt wird.^ Berlin, 22. April. (DNB.) Die Metallspende des deutschen Volkes hat, wie Generalfeldmarschall Göring dem Führer melden konnte, einen überwältigenden Erfolg erbracht. Der Reichsbeauftragte für Metalle, ^-Oberführer Zimmermann, erklärte der „BZ. am Mittag" zu der Frage, was aus den künstlerisch wertvollen Gegen st änden wird. Tatsächlich haben Stücke aus Edelmetall oder von hohem künstlerischen Wert, der von den Spendern nicht erkannt wurde, den Weg zu den Sammelstellen gefunden. Eine Vereinbarung mit dem Reichserziehungsministerium sorgt dafür, daß grundsätzlich alle Gegenstände zu den Hütten abtransportiert werden. Dort prüft sie ein Stab von berufenen K u n st- s a ch o e r st ä n d i g e n. Hat ein Gegenstand außerordentlichen künsllerischen und historischen Wert, so erfolgt höheren Ortes eine Entscheidung darüber, ob er der Verhüttung zugeführt oder im Reichsinteresse als Eigentum des Reiches erhalten bleiben soll. Eine Rückgabe an die Spender ist nicht möglich, denn diese sind unbekannt. Das Reich wird in keinem Falle solche Kunstgegensiände, aus der Hand geben, so daß niemals die Möglichkeit besteht, diese Dinge im Handel aufzukaufen. Die Frage nach der wirtschaftlichen Bedeutung der Metallspende beantwortete ^-Oberführer Zimmermann mit dem Hinweis, daß das gesammelte Metall im Augenblick noch nicht gebraucht wird. Es muß zudem erst Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer bis8'/?UhrdesVormittags Grundpreise für 1 mm Höbe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse MengenstaffelV Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/omehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. »mal. ienfle. »itlienft, ktor Rum er Wilhelm 1 Kassenver. uckborn in» T Whch Form mur- eichen übtr< bet1 LM 3ÜH,SIN| iW treu* p ui und W|| i einen t wieder, oo? |l Augen 1 r h eine WI V Ulfen EV SÄ! r bleibens idg ft X *** > jirt* r - M Sä ich "2? irgendeinen Personen- oder Sachschaden anzurich- len. Dabei wurden drei britische Flugzeuge, ein weiteres in der 3Xad)t über deutschem Küstengebiet abgeschossen. • 3m Westen keine besonderen Ereignisse. Deutsche Flugzeuge stießen bei der Fernaufklärung über Frankreich bis Bordeaux vor. 3m Laufe des Tages kam es zu einer Reihe von Luftkämpfen, in deren Verlauf zwei britische und zwei französische Flugzeuge abgeschossen wurden. Drei deutsche Flugzeuge kehrten vom Feindflug nicht zurück. Ein Flugzeug muhte wegen Venzinmangels auf Schweizer Gebiet notlanden. Die Besetzung Gjoeviks. Berlin, 22. April. (DRV.) Zu der Besetzung von Gjoevik durch deutsche Truppen wird bekannt, daß die Stadt er st nach einem hartnäckigen Kampf mit norwegischen Truppen eingenommen wurde. Der Gegner hatte sich in für die Verteidigung besonders geeignetem Gelände festgesetzt und versucht, die Stadt zu hallen. Der Einsatz star- fer deutscher Panzerverbände brachte jedoch eine schnelle Entscheidung. Die Norweger erlitten beim Einsatz dieser Verbände, die teilweise in ihre Rückzugsbewegungen hineinstiehen, sehr schwere Verluste. 11 feindliche Flugzeuge obgeschossen. Berlin, 22. April. (DNB.) wie nachträglich bekannt wird, wurden im Laufedes 21. April bei der Abwehr feindlicher Luftangriffe und im Verlauf von Luflkämpfen elf feindliche Flugzeuge, und zwar neun britische und zwei französische, abgeschossen. Von diesen stürzten bei einem Angriff auf den Flugplatz Stavanger zwei britische Bomber sowie bei einem Angriff auf den Flugplatz Aalborg und an der norddeutschen Küste vier britische Flugzeuge in Flammen ab und verbrannten. Die übrigen Flug- zeuge wurden an der Westfront durch deutsche Jäger abgeschossen. Die Aufschläge lagen zum Teil lauf feindlichem Gebiet. ? 10.\ro Verstecken durchsucht. 3n der Schule greifen ,wei unter Stroh versteckt- Norweger auf, die mehrere hundert Schuß ME.-Mumtion bei sich haben Sie ergeben sich kampflos. Sie Hauser wer- Der Wehrmachtsbericht. Berlin, 22.April. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Rarvik wurde am 21.1 erneut durch feindliche Seekräfte beschossen, ohne dah es zu einem Landungsversuch gegen den von deutschen Iruppeh besetzten Raum kam. Die im Raum von Trondheim eingesetzten deutschen Verbände erreichten für die Fortführung der Operationen wichtige Punkte. Zu ernsteren Kämpfen ist es hierbei nirgends gekommen. 3m Raume von Bergen erhöhte sich die durch deutsche Truppen sichergestellte Beute um eine Anzahl moderner Geschütze und wesentliche Rlate- rialmengen. Die L a n d v e r b i n d u n g zwischen den von deutschen Truppen besetzten Räumen von Oslo über Kristiansand bis Stavanger ist h e r g e - [feilt Die im Raum von Oslo in nördlicher und nordwestlicher Richtung vorgehenden deutschen Truppen haben norwegische Abteilungen zum Kampf gestellt und geworfen, hierbei nahmen unsere Truppen nach Kampf Gjoevik und Lillehammer sowie den hohen Rücken Lundehaedge. Der Gegner hatte starke Verluste. Stärkere Kampffliegerverbände bekämpften britische Landungsversuche bei Ramsos und Andalsnaes mit Erfolg und zerstörten die mit feindlichen Truppen belegten Orte und die Bahnanlagen. Ein britischer Zerstörer wurde getroffen, zwei feindliche Handelsschiffe versenkt. Trotz schlechten Wetters halfen deutsche Kampfflugzeuge mit, den feindlichen Widerstand nördlich h a tn a r zu brechen und zerstörten rückwärtige Bahnverbindungen des Gegners. Das mit großen Wunitionsvorräten gefüllte Arsenal der Garnison Oslo wurde in hevedoeya entdeckt und fichergestellt. Bei der U-Bootsjagd im Skagerrak und Kattegat wurden zwei feindliche U-Boote vernichtet. 3n der norwegischen Marinewerft horten wurde der Betrieb wieder ausgenommen. Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärung im Seegebiet um Narvik, an der Westküste Norwegens und über der nördlichen Nordsee fort. Britische Flugzeuge griffen den Flugplatz Aalborg an, ohne PoMch?L^1686Fra ntWJi. örühlsche Unioer siläkd nickerei 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Gießen,^chulstrahe 7-9 M Jahrgang ttr.95 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener ^amilienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt in 'M? TM Vö ;>■>* ls« i die fi l verarbeitet werden. Dafür sind angesichts dieser riesigen Mengen Monate erforderlich. Sieben Hütten haben bei stärkster Beschäftigung von Arbeitern und technischen Einrichtungen zu tun. Ununterbrochen rollen bereits die Züge und schwimmen die Kähne mit Metall zu ihrem Bestimmungsort. Die Reichsstelle für Metalle wird immer daran interessiert sein, die riesigen Metallmengen, die sich z. B. im Bereich der gewerblichen Wirtschaft, in Denkmälern, in stillgelegten Kabeln usw. befinden, der nationalen Metallreserve zuzuführen. Deutschland ist übrigens auch im Kriege nicht von Metallen abgeschnitten, denn die Metalleinfuhren aus vielen Ländern erfolgen reibungslos. Außerdem hat ein so hochstehendes Kulturvolk durch seinen technischen Standard so große Metallreserven, daß sich immer Wege finden lassen, um ausreichende Metallmengen zu mobilisieren. Der Anteil der Privathaushalte an der Metallspende ist erstaunlich hoch. Es leuchtet ein, daß die gewerbliche Wirtschaft erst in den nächsten Monaten stärker in Erscheinung tritt, well die Ausbauarbeiten nicht mit solcher Schnelligkeit erfolgen können. Die Aktion der Metallspende ist also keineswegs abgeschlossen. Es werden Sammel st ellen geöffnetbleiben, um auch weiter allen, die bisher nicht dazu gekommen sind, und der gewerblichen Wirtschaft die Möglichkeit zu lassen, ihren Opferwillen zu beweisen. ir oW ist Ä $ Gefällte Tannen versperren wieder einmal die Straße. Gerade hat die Spitzengruppe die Sperre erreicht, da setzt plötzlich aus dem dichten Tannenwald des rechten Hanges feindliches M G. - Feuer ein. Kurze Feuerstöße folgen schnell hintereinander. Die Schüsse liegen zu kurz. Ein LMG. ist inzwischen von der Spitzengruppe, die schnell Deckung genommen hat, in Stellung gebracht, das nun das Feuer erwidert. Das feindliche MG. verstummt nach wenigen Minuten. Die als rechte Seitendeckung ausgeschickte Schützengruppe arbeitet sich schnell vorwärts. Nur noch etwa 200 Meter ist sie von der Stelle entfernt, wo das feindliche MG. schoß. Da, was ist das? Wie ein Pfeil jagen drei Gestalten auf Schneeschuhen den steilen Hang hinunter, eine Schneewolke hinter sich lassend. Schüsse jagen hinter ihnen drein. Getroffen! Einer fällt, die beiden ersten entwischen. Die Straßensperre ist bald beseitigt. Sägen und Aexte treten in Tätigkeit und zerlegen die'dicken Baumstämme. Viele Hände packen zu, rollen die Stämme zur Seite und räumen die Zweige forj. Nach wenigen Minuten Aufenthalt geht der Vormarsch weiter. Stunden vergehen. Der Himmel hat sich stark bezogen, leichter Schneefall hat eingesetzt. Dann und wann tauchen links und rechts der Straße einzelne Häuser auf, die aber alle von den Bewohnern verlassen sind. So kommen wir schnell voran. Noch einmal versucht der Gegner anzugreifen. Der Höhenzug links der Straße wird von einer Infanterie-Patrouille in Zugstarke durchkämmt. Gewehrfeuer, das von dort zu hören ist, zeigt an, daß hier Feindberührung sein muß. Wie der Zugführer später berichtete, war ein feindlicher Spähtrupp von etwa 20 Mann, natürlich alle auf Schneeschuhen, aus einem Versteck etwa 100 Meter voraus aufgetaucht und hatte einen Feuerüberfall versucht. Doch die Ueber- rumpelung gelang nicht. Nach kurzem- Feuergefecht mußten die Norweger fluchtartig ihr Versteck unter Zurücklassung der Waffen und Munition verlassen. Zwei Gefanaene wurden eingebracht. Ein anderer feindlicher Spähtrupp versuchte in rascher Fahrt von dem rechten Hana herunterkommend, den nach- rückenden deutschen Kolonnen in die Flanke zu stoßen Auch dieser Angriff wurde durch sofort em- setzendes deutsches MG.-Feuer abgewiesen. den schnell etwas wohnlich eingerichtet, die Fußböden mit Decken ausgelegt, die Fenster mit Kistenbrettern vernagelt und in den Oefen Feuer gemacht. Die Feldküche hat ein warmes Essen zubereitet, das erste seit zwei Tagen. Einem Spähtrupp gelingt es, zwei Gefangene zu machen. Aus ihren Angaben geht hervor, daß der Gegner am nächsten Morgen in aller Frühe einen Gegenangri ff plant, Dem müssen wir auf alle Fälle zuvorkommen! Am Nachmittag trifft bereits der angeforderte Pioniertrupp ein. Bäume werden gefällt, Bohlen und Bretter ungefähren. Fieberhaft wird an der Widerherstellung der gesprengten Brücke gearbeitet, den sie muß fertig werden, muß bis zum Einbruch der Dunkelheit selbst für schwere Lastwagen passierbar sein. Und es wird geschafft. Bereits abends rollen die ersten Wagen hinüber. Die Nacht verläuft ruhig. Nirgends wird Feindberührung gemeldet. Beim ersten Tageslicht geht der Vormarsch weiter. Links und rechts steigen die Berge fast senkrecht an. Die Straße ist wie am Vortage wiederum durch Baumsperren verriegelt. Diese zu beseitigen sind unsere Soldaten allmählich gewöhnt. Sie halten den Vormarsch nicht sonderlich auf. Da öffnet sich der Weg. Die Felsen treten zu beiden Seiten zurück. Ein Rundtal macht die Aussicht frei. Nichts Verdächtiges ist zu erkennen. Drei- bis vierhundert Meter entfernt, da wo die Berge wieder zusammenstoßen, links und rechts der Straße ein Haus. Vorsichtig pirscht sich der Spitzentrupp an sie heran. Nur wenige Meter ist er gekommen, da setzt, wie auf ein Zeichen, von vier oder fünf Stellen gleichzeitig Feuer ein. Aus dem Hause links der Straße schießt ein feindliches MG. Aus einem wenige Zentimeter breiten Spalt des Stalldackes kommen die Geschoßgarben. Aus dem Walde yalbrechts voraus fallen Gewehrschüsse. Hier also will der Gegner den Vormarsch aufhalten. Drei MG.s sind blitzschnell im Straßengraben und hinter einem Felsvorsprung in Stellung gebracht. Wenige Sekunden später richten sie ihre Laufmündungen aus den versteckten Feind. Auch aus dem Walde wird heftig geschossen. Selbst aus den Baumspitzen scheint man zu schießen. Langsam schiebt sich ein Schützentrupp unter Ausnutzung jeder Deckung an den Waldrand heran, gewinnt in einer Mulde etwas Höhe und ist in der Lage, Flankenfeuer zu geben. Inzwischen haben die drei MG.s ihre Wirkung nicht verfehlt. Das feindliche MG. ist verstummt. Jetzt kann auch der Wald unter Feuer genommen werden. Damit hatte der Gegner wohl nicht gerechnet. Sofort ist ein Nachlassen des feindlichen Gewehrfeuers festzustellen, bald hört es gänzlich auf. Was vom Feinde noch übriggeblieben ist, zieht sich schleunigst zurück. Hier ist seine Widerstandskraft gebrochen. Der weitere Vormarsch der deutschen Truppen vollzieht sich an diesem Tage ohne wesentliche Störungen. Walter Möller. *JÄ Liu. ein« h,e? xNönbnii beein. 3ei der h.tz Lfe infolge He ihre, • JR- Deren. Die Führung der deutschen Truppen in Norwegen. P. K. Seit jeher hat sich das deutsche Heer durch eine auch in den schwierigsten Lagen bewährte Führung ausgezeichnet. Insbesondere hat sich dies auch stets bei Feldzügen und Unternehmungen in Operationsgebieten bewährt, die nicht unmittelbar mit Deutschland verbunden waren, wie beispielsweise während des Weltkrieges auf dem Balkan, in Kleinasien und in Afrika. Trotz der weiten, oft tausend Kilometer'betragenden Entfernung von dem großen Nachschub- und Dersorgungsgebiet der Heimat, sind alle diese Heeresteile niemals dem Schicksal der Napoleonischen Armee in Rußland erlegen, sondern immer dank ihrer Führung ge-. schlossene und kampfkräftige Verbände geblieben. In einer ähnlichen Lage befindet sich heute dis im Rahmen des Sicherungsunternehmens der deutschen Wehrmacht in Norwegen eingesetzte Heeresgruppe, die bekanntlich der General der Infanterie von Falkenhorst führt. Der Deutschland am nächsten liegende Punkt des Operationsgebietes in Norwegen (Kristiansand) ist immerhin schon 400 Kilometer entfernt, während der äußerste von deutschen Truppen besetzte norwegische Punkt (Narvik) in der Luftlinie gemessen nicht weniger als 1800 Kilome, ter weit liegt. Das sind Entfernungen, die trotz der Zwischenbesetzung Dänemarks an die Führung allergrößte Anfordeimngen stellen, wobei die mannigfachen Schwierigkeiten des Unternehmens, wie die Uederwindung der durch die Natur des Landes verursachten Lücken in den Transportverhältnissen, die Abwehr britischer Angriffsversuche und die Brechung des Widerstandes der norwegischen Rest- armee zunächst noch gar'nicht berücksichtigt sind. Vor allem aber kommt hinzu, daß die deutschen Truppen sich hier nicht in Feindesland befinden und die deutsche Führung nicht ohne weiteres das Kriegsrecht in Anwendung bringt. So befindet sich — wenn auch den Zwecken der Truppe dienstbar gemacht — selbstverständlich die gesamte Zivilverwaltung und der ganze Behörden-, betrieb ebenso wie die Wirtschaft des Landes vollkommen nach wie vor in den Händen der Norweger. In dieser Situation hat die Führung der deutschen Heeresgruppe in Norwegen also eine doppelte Aufgabe zu erfüllen: einmal die rein militärische Leitung des Unternehmens, zum anderen die Wahrung der zivilen Hoheitsrechte Norwegens. Wie sich der deutsche Befehlshaber in seiner Eigenschaft als Heerführer seinem Befehl gemäß der ersten Aufgabe mit der Entschlossenheit des deutschen Soldaten zugewandt hat, so hat er den zweiten Auftrag mit Takt und Klugheit erfüllt. Im Stabe des Generals von Falkenhorst sind ebenso befähigte Offiziere für die Zwecke der Trup- (P.K.) Noch hüllen Frühnebel und Regenwolken die Gipfel der südnörwegischen Berge ein. Die Sicht ist schlecht. Auf der verschneiten Straße — fast der einzigen, die in den Raum nördlich von Oslo hineinstößt — marschieren deutsche Jnfanterietrup- ven unaufhörlich vorwärts. 300 Meter steigen die Berge rechts der Straße an. Zackige Felsgrate überbrücken oft drohend den Weg. An der Spitze der vor- Im Danziger Generalkommando fand die Ueberaabe der Fahnen und Standarten statt für Einheiten des Ersatzheeres durch den Stellvertretenden Kommandierenden General, Generalleutnant Bock. (Scherl-Bilderdienst-M.) Oie Verwertung der Metallspende. Sieben Hütten auf Monate hin beschäftigt. - Dinge von hohem künstlerischem Wert bleiben Eigentum des Reiches. stoßenden Truppen marschiert e in e Infante- r i e - K ixrn p a n i e, die die Marschslche r u ni g übernommen hat. Zahlreiche W eg s pe r re n lassen -erkennen, daß der Gegner hier den Vormarsch auszuhalten versucht. F r i s ch e S ch i s P u r e n, die oft den Weg kreuzen oder an den Hangen mit ihm parallel laufen, lassen darauf schließen daß hier feindliche Spähtrupps gewesen find. Gro.tz e Vorsicht ist also am Platze. " ■ h schickt je eine Schützengruppe links und rechts des Deges als Seitensicherung aus. Nur muhevo nen sich die Menschen in dem tiefen Schnee den Weg bahnen. Gegen Mittag erreichte die Spitze ein Dorf, das von den Einwohnern geräumt war. Eme am Ortsausgang gesprengte Flußb rucke macht ein weiteres Vorrücken vorläufig unmöglich. Wenn auch dir Fußtruppen die Brücke umgehen können, so bildet sie aber für Wagen und Geschütze ein unumgängliches Hindernis, das erst beseitigt werden muß. Da außerdem von den Bergen wieder Feindbewegung gemeldet wird befiehlt der Kommandeur Halt. Sicherungen werden ausg^tellt. Svähtrupps losgeschickt, ein Kradmelder benachrichtigt Pioniere zum Wiederaufbau der Brücke. In- sind isronie zwischen werden die von den Bewohnern verlast ' r-J fa?nPnmDame Jenen und stark demolierten Hauser von uns nach Die. Spltzenkompame jenen uno ' $ der Schule frei en wir penführung, wie erfahrene Mitarbeiter für die Er- lebigung der zivilen Aufträge vereinigt. Die Der- bindung und die Zusammenarbeit aller drei Wehrmachtsteile ist unter Wahrung vollster Selbständigkeit jedes einzelnen von chnen bestens gewährleistet. Nach dem Grundsatz der unbedingten Zu- sammenaehörigkeit zwischen Truppe und Führung ist der Befehlshaber bereits am ersten Tag des Unternehmens mit seinen Soldaten übergesetzt, und 48 Stunden später war bereits das gesamte Gruppenkommando von Hamburg nach- gezogen. Heute leitet der Führungsstab seine Maßnahmen von Oslo aus, wo das Kommando seinen Sitz aufgeschlagen hat. Mit der Präzision eines Uhrwerks vollziehen sich die geplanten Operationen, deren Ziel auch dann erreicht wird, wenn einmal Widerstände zu überwinden sind. Bisher sind alle Hoffnungen der Gegner auf eine Verzettelung und Zersplitterung der deutschen Kräfte in dem ausgedehnten Operationsgebiet zuschanden geworden. So wie die Derbänoe des Landungskorps vor acht Tagen an ihre Bestimmungsorte gelenkt wurden, so befinden sie sich auch .heute trotz mancher Störunasversuche der Engländer und norwegischer Armeeteile fest in der Hand ihres Befehlshabers, ob sie in Oslo sitzen oder in Stavanger, in Bergen, Trondheim oder weit im Norden über den Polarkreis hinaus in Narvik. Zug um Zug werden die militärischen Standorte — nachdem am ersten Tage bereits die wichtigsten Plätze, die Küstenbefestigungen, Flugplätze, Kriegs- häfen usw. besetzte worden sind — auch im Innern des Landes in Besitz genommen. So sielen erst in den letzten beiden Tagen beispielsweise der Truppenübungsplatz und Vahnknotenpunkt H ö n e f o ß und die Stadt Halden an der schwe- küscben Grenze in deutsche Hand. Wo sich norwegische Truppen widersetzen, muß ihr Widerstand eben gebrochen werden. Und er wird gebrochen! Daß es aber auch loyal geht und die Maßnahmen d^s deutschen Kommandierenden Generals Verständnis beim norwegischen Militär finden, beweisen .zahlreiche Fälle konzilianter Zusammenarbeit. In Oslo befindet sich die Kommando-Zentrale sämtlicher norwegischer Flakstellungen im Bereich der Hauptstadt. Die hier verantwortlichen Offiziere übten chren Dienst dort solange nach den Weisungen der deutschen Führung aus, bis deutsche Luft- waftenoffiziere zur Uebernahme eintrasen. Aehn- liche Beispiele gibt es an anderer Stelle, so im Sanitätsdienst, in dessen Rahmen sich die norwegische Aerzteschaft kollegial und hilfsbereit zur Verfügung stellte, und selbstverständlich im Luftschutz. In gleicher Weise wie auf dem Gebiet der militärischen Maßnahmen hat, das Gruppenkommando die für Truppenerfordernisse notwendigen zivilen Aufgaben gelöst und die Voraussetzungen für eine reibungslose Durchführung der Aktion geschaffen. Das gilt vor allem für die Sicherstellung des Transportwesens und der Nachrichtenverbindungen. Nicht einen einzigen Tag hat der Truppe der Nachschub gefehll, und zu jeder Stunde be- . steht trotz des unaufhaltsamen Vormarsches Verbindung mit ihr. Alles was an Waffen und Kriegsgerät, an Ausrüstung und Verpflegung benötigt wird, wird aus Deutschland zugeführt. Kommt es einmal vor, daß die Truppe aus zwingenden Gründen sich der norwegischen Dersorgungsquellen bedienen muß, so erfolgt genaue und klare Abrechnung. Auch für die persönliche Bedarfsdeckung der Soldaten im Lande ist eine Regelung getroffen. Zur Abwicklung des Geldverkehrs sind besondere Reichskreditkassenscheine ausgegeben, die nach einem festen Umrechnungssatz in Zahlung gegeben und auch ohne weiteres angenommen werden. Für die Klärung aller solcher Fragen befinden sich im Stab des deutschen Oberkommandierenden Fachbeauftraate der deutschen Zivildienste, wie beispielsweise Vertreter des Reichs- verkehrs- und Reichsfinanzministeriums, der Reichsbahn und der Reichspost usw. Letztere hat zur Unterstützung des norwegischen Postbetriebes beispielsweise eine Reihe technischer Beamter entsandt. Selbstverständlich steht das Land unter gewissen Bedingungen der im Kriege gültigen Gesetze, und in einem bestimmten Umfang kann der Bevölkerung auch eine kleine Einschränkung nicht erspart bleiben, wie etwa die Bereitstellung von Fahrzeugen für Heereszwecke. Daß das norwegische Volk in diese Lage hineingezogen worden ist, ist einzig und allein „Amerika hält sich heraus." Roosevelt spricht in der Wahlkampagne um die Präsidentschaft. N e u y o r k, 22. April. (DNB.) Als Auftakt zur Präsidentschaftswahlkarnpagne sprach Roosevelt von Warmsprings in Georgia aus, wo er zur Kur weilt, über den Rundfunk in Versammlungen des Jungdemokratenklubs. Roosevelt griff dabei Politik und Vergangenheit der Republikanischen Partei scharf an, deutete jedoch in keiner Weise seine Absichten bezüglich eines dritten Amtstermins an. Die Weltlage berührte Roosevelt nur kurz, indem er erklärte, die Regierung bewahre Besonnenheit und sichere Hand. Amerika halte sich heraus aus den Kriegen Europas und Asiens. Die Parteigegner versuchten das Land in Schrecken zu versetzen, indem sie erklärten, die gegenwärtige Regierung versuche vorsätzlich, die Vereinigten Staaten in den Krieg hineinzuziehen, oder daß sie unvermeidlich dem Krieg zutrieben. Roosevelt bemerkte dazu: „Nun, meine Zuhörer, Sie wissen das besser." Die Rede Roosevelts ist wegen ihres maßvollen Tones aufgefallen. Seine Erklärung, daß die USA.- Regierung aus den Kriegen in Europa und Asien herausbleiben wolle, stimmt überein mit der hier oft gehörten Voraussage, daß bis zu den Wahlen im Herbst beide Parteien entsprechend der überwiegenden Volksstimmung Abkehr vom Kriege proklamieren werden, daß aber Roosevelt den Ehrgeiz habe, der Welt die Art Frieden aufzuzwingen, die er für richtig halte. „Washington Post" schreibt, was sogenannte mili- tärische Fachleute über Amerikas baldigen Kriegseintritt voraussagten, sei unwesentlich; denn wie das Verhalten aller drei republikanischen Kandidaten zeige, wolle das Volk keinen Krieg, ganz gleich was Washington sage. Sollte England den Krieg verlieren, so sei es nicht Amerikas Aufgabe, wie vor 20 Jahren England zu retten. Zudem habe Amerika auf O st a s i e n , insbesondere auf die Philippinen und Niederlän- disch-Jndien aufzupassen. Solange von japanischer Seite Gefahr drohe, bestehe wenig Möglichkeit, daß Amerika sich in den europäischen Krieg verwickeln lasse. Gretchenfrage an ORom und Moskau. Die englische Regierung hat an Rom und Moskau die Frage gerichtet: „Wollt ihr wie bisher neutral bleiben oder gedenkt ihr, eine neue Politik einzuschlagen?" Im „Faust" stellt Gretchen dem stürmischen Liebhaber die Frage, wie er es mit der Religion halte. Diesmal spielt Lord Halifax, der englische Außenminister, das sanfte Gretchen, das sich nach der „Religion" von Rom und Moskau erkundigt. Es ist ein hübscher Schnörkel, daß ausgerechnet London, das nach eigenem Geständnis für die Neutralität keinen Pfifferling zahlt, sich jetzt bei der italienischen und russi. scheu Regierung erkundigt, ob sie weiterhin neutral bleiben wollen. Die englische Regierung hat eine solche Gewissensforschung auch einmal bei Deutsch. Jedes Werkzeug, das nicht gepflegt wird, zerfällt. Die Zähne als lebende Werkzeuge brauchen erst recht richtige Pflege! eine Folge der englischen Kriegs- und Gewaltpolitik und der schwankenden, illoyalen Haltupg seiner eigenen Regierung. Hierauf weist auch ein Aufruf des Generals von Falkenhorst ausdrücklich hin, der vor Unbesonnenheiten warnt. Wo auch immer in Norwegen die deutsche Kriegsflagge über den Gebäuden der Kommandobehörden weht, wo immer deutsche Soldaten ihren Standort bezogen haben, da herrscht auch Sicherheit für das norwegische Volk, von der Ordnung und Gerechtigkeit ganz zu schweigen, die stets die Maßnahmen der deutschen Heeresführung auszeichneten, schon in Feindesland und um wieviel mehr noch in einem Land, dem sich deutsche Soldaten als Freunde genähert haben. Unter größter Achtung der norwegischen Rechte, unter höchster Verantwortung gegenüber dem eigenen Volk steht das deutsche Heer — mit starken Kräften bereit für alle Fälle — in Norwegen. Kiekheben-Schmidt. Vizeadmiral Schniewind. Vizeadmiral Schniewind wurde vom Obersten Befehlshaber der Wehrmacht mitdemRitter- kreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeich- net, weil er alsChefdes Stabesder Seekrieg s l e i 1 u n g bei der Planung und Leitung der Seeoperationen entscheidend mitgewirkt hat. (Scherl-Bilderdienst-M.) Narvik oder Trondheim? Amsterdam, 22.April. (Europapreß.) Einen bemerkenswerten Wechsel in der britischen Einstellung gegenüber der Situation in Norwegen scheint ein Artikel des „Evening Standard" anzukündigen. Nachdem nämlich bisher die gesamte englische Presse bemüht gewesen ist, der englischen öffentlichen Mei- nun den Eindruck einzutrommeln, daß man schon allein durch eine Landung in der Nähe von Narvik einen wichtigen Erfolg errungen habe, stellt dieses Blatt fest, Narvik sei „jetzt von nebensächlicher Bedeutung". Was angestrebt werden müsse, sei die Besetzung von Trondheim. Augenblicklich, so klärt das Blatt seine Leser auf, litten alle Anstrengungen der Westmächte unter dem Mangel an Luftstreitkräften, während die deutsche Luftwaffe über eine ganze Reihe von Flugplätzen verfüge, was ihr große Macht verliehe nicht nur über dem südnorwegischen Gebiet, sondern auch gegenüber jedem englischen Schlachtschiff, das die deutschen Verbindungen zu unterbrechen suche. — Diese Presseäußerung dürfte wohl der Auftakt dafür sein, daß man sich entschließt, die Bedeutungslosigkeit des britischen Landungsversuches auf einer Insel vor Narvik der englische* Oeffentlichkeit schonend beizubringen. Paris wartete auf Lleberraschungen Brüssel, 23. April. (Europapreß.) Die Frage der Beziehungen der Westmächte zu Italien, die am Sonntag mit größerer Aufmerksamkeit als bisher in der französischen Presse behandelt worden war, wird am Montag wieder vorsichtiger kommen- tiert, meist nur durch Wiedergabe der Meldungen über den deutsch-italienischen Telegrammwechsel anläßlich des Geburtstages Adolf Hitlers. Das „Oeuvre" gibt seiner Befriedung darüber Ausdruck, daß gewisse Befürchtungen, die man in der letzten Zeit weaen der Entwicklung der internationalen Lage gehegt habe, sich nicht erfüllt hätten. Sowohl der Geburtstag des Führers als auch der Jahrestag der Gründung Roms seien ohne Ueberraschung vorübergegangen. Die Atmosphäre erscheine seit 48 Stunden etwas verbessert. Trotzdem bleibe äußerste Wachsamkeit der Westmächte geboten. Was die Entwicklung i n Norwegen angeht, so warnt der „Matin" seine Leser vor gewissen aus Stockholm kommenden Meldungen über die angeblichen raschen Fortschritte der englischen Landungstruppen. Sicher sei nur, daß die norwegischen Truppen nördlich von Oslo den Kampf abgebrochen und sich in guter Ordnung weiter nach Norden zurückgezogen hätten, wobei sie die Eisenbahn Oslo—Trondheim beschützten. Ztalien und die politische Lage. Mailand, 22. April. (Europapreß.) „Resto del Carlino" schreibt zur polittschen Lage, die Westmächte müßten endlich einsehen, daß in Italien weder durch Einflüsterungen noch durch Verlockungen etwas zu erreichen sei. Die Zeit dränge und verlange eine endgültige Klärung sowie die Aufräumung mit allen internationalen Unterdrückungssystemen der sogenannten Vorherrschaft. Weil sie bedrängt seien, schmeichelten jetzt Italien jene, die ihm sogar ein Stück Land in Abessinien für seine erwerbslosen Landarbeiter verweigert CHLORODONT land versucht. Das war im Jahre 1936 und der damalige englische Minister hieß Anthony Eden. In Berlin wurde der von England stilisierte Fragebogen ad acta gelegt. Zu gleicher Zeit hat R e y n a u d, der französische Ministerpräsident, die Angel mit einer Fliege als Lockspeise ausgeworfen. Er teilte der Senatskommission, die sich mit auswärtiger Politik beschäftigt, mit, Frankreich habe Mussolini vor und nach dem 1. September einen freundschaftlichen Gedankenaustausch zur Schlichtung aller zwischen beiden Ländern bestehenden Fragen angeboten. Italien hat seine Erfahrungen mit der französischen Freigebigkeit bereits gesammelt. Don Mussolini selbst stammt das Wort, daß ihm Steine und Wüsten angeboten worden seien. Der französisch-italienische Verttag vom Dreikönigstag 1935 wurde niemals ratifiziert. In ihm war der Versuch einer Beilegung der Streitfragen gemacht worden, die zwischen Frankreich und Italien schwebten. Frankreich hatte damals versucht, die Italiener vom französischen Tschad-See nach Abessinien abzulenken, in der Hoffnung, es in einen Gegensatz zu England zu steuern und zugleich in Abessinien auf lange Jahre festzulegen und damit ,-unschädlich zu machen". Daß es anders kam und daß der Sanktionenkrieg zu Italiens Gunsten ausschlug, ist wirklich nicht das Verdienst der französischen Politik. Als im Vorjahre in der italienischen Kammer die Ruse: „Korsika, Tunis, Dschibuti" laut wurden, sprach der damaliae französische Ministerpräsident Daladier fein vernehmliches Nein und stattete Korsika und Tunis demonsttative Besuche ab. Es ist durchaus möglich, daß die französische Regierung einige Sahnenbonbons ins Sonnenlicht hält und behauptet, daß davon die Italiener satt werden können. Inzwischen hat aber bas „Giornale d'Jtalia" unter Hinweis auf die italienische Stärke zu Lande, zu Wasser, zur See und in der Luft „ein gerechteres Garantiefystem für den Eingang und Ausgang zum Mittelmeer sowie in- nerhalb des Mittelmeers selbst" und ausreichende Grundlagen für eine selbständige italienische Volkswirtschaft gefordert. hätten. Wenn diese Leute siegen würden, würden sie doch Italien als Vasallen behandeln und ihm das Lebensrecht verweigern, indem sie das „Mittelmeer-Gefängnis" verewigten, während jeder Italiener als Minimum von diesem Krieg die Zerstörung dieses Gefängnisses erwarte. Von diesem Gesichtspunkt aus sei die Stellung Italiens an der Seite Deutschlands eine logische Folge seines politischen Denkens und ein unaufschiebbares Erfordernis feiner geographischen Lage. Die italienische Stellungnahme sei nur die natürliche Entwicklung des Schicksals Italiens und feine Plicht als Großmacht, die vom Meer abhänge. Vaneffas bunte Zwiebeln. Bon Friedrich Schnack. Der Vater, ein Schmetterlingsfreund, der sich gern mit dem farbigen, flatternden Volk beschäftigt, hatte seiner Tochter den Namen Vanessa gegeben, den das schöne Tagpfauenauge trägt. Und da auch seine zweite, jüngere Tochter einen Schmetterlingsnamen hat, den des Bläulings Lycaena, könnte man meinen, er locke Schmetterlinge herbei, wenn er seine beiden Töchter aus dem Garten in das Haus rief. Es war nicht zu wunderlich: Vanessa bezeugte schon in frühester Kindheit eine lebhafte Farbenfreude, und nichts war ihr lieber als bunte Papiere, Wollfäden, Stoffmuster, getönte Herbstblätter. Tagpfau! und Tagauge! nannte sie der Vater im Scherz. Sie werde sicherlich Malerin oder Fräulein in einem Seidenhaus werden! Er hatte sich geirrt: Vanessa wurde Gärtnerin. Unglück in der Liebe brachte sie darauf. Ihr Vertrauen, das sie vielleicht zu willig verscyenkt hatte, wurde betrogen. Da gab sie chr Herz den Blumen. Hie litt, aber die Blumen haben sie getröstet. Sie wäre sicherlich eine glückliche Mutter geworden, nun wurden die Blumen ihre Kinder. In ihrer Farbenschar lebte und blühte sie wieder auf. Jahr um Jahr gesellen sich neue zu den alten — und vielleicht wird sie später doch noch einmal zum Glück der Blumen das Glück der Ehe gewinnen. Bis auf ein paar schmale Küchenbeete hat sie den väterlichen Garten, der an einem Hang in vollster Südsonne liegt, zu ihrem Reich und (Eigentum gemacht. Doch ist die Erde leider etwas trocken. Vanessa muß fleißig gießen, um die Trockenheit zu bekämpfen, auch gute Humuserde dem Boden beimischen. Beinahe jeder Blumengärtner hat seine besonderen Lieblinge. Herr Gutöhrlein, der am Ausaang der kleinen Stadt wohnt, geht wie ein Blumenfürst durch seinen Dahliengarten, und Frau Dillforth, deren Mann eine Kunstmühle betreibt, brandet in Ritterspornen aus, wie wenn sie sich in den blauen Flammen verzehren wolle. Warum sollte Vanessa nicht die bunten Zwiebelgewächse über alles lieben? Schon das früheste Jahr, wenn es noch kalt ist uno Zuglüfte durch den Garten fahren, beginnt mit Liebe und Schwärmerei: das Schneeglöckchen erwacht. In kleinen Rudeln tummelt es sich unter den Bluthaselbüschen, die ihren Blütenstaub im Wind ausbeuteln. Mag auch noch Schnee liegen, die zierlichen Blumen, deren Glöckchen wie geflügelt aussehen und die das Weiß des Winters in ein Blu- menmotiv verwandelt haben, diese munteren, fliegenden Geistchen, deren Blattkleid sparsam geschnitten ist, sind von heimlicher Wärme erfüllt — ihre kleinen Blumenrasen schmelzen Löcher in den Pelz des Schnees. Und wenn Lycaena eines Morgens in den Garten tritt und die Märzenlüfte wittert, fällt der Schein ihrer blauen Augen auf die munteren Büschel der blauen Scilla, deren entzückende Sterne am Himmel der Bienen leuchten Auch sie haben viele unterirdische Brutzwiebeln im vergangenen Jahr hervorgebracht — nun strömt das weiße und blaue Volk nach allen Seiten, lustig verwildernd. Sie müssen in Massen erscheinen. Viele, viele Blumenzwiebeln sind winterhart, sie bleiben im Boden. Werden sie aber im Herbst neu gepflanzt, beachtet Vanessa eine alte Gärtnervorschrift: die Zwiebeln werden dreimal so tief versenkt, als sie groß sind, die kleinsten nicht weniger als fünf, die größten nicht weniger als zwanzig Zentimeter. Die empfindlichen Arten, wie Tulpen, Hyazinthen, Narzissen, Fritillarien und andere, bekommen für die Winterzeit eine leichte Laubdecke, die im zeitigen Frühjahr w egge räumt wird, damit die prächtigen Schläfer leichten Blumenhauptes aus ihren Wintergräbern auf ersteh en können. Der Krokus fährt aus der Erde, er ist begeistert, verzückt, ein wahrer Trunkenbold des neuen Sonnenlichtes. In feinen goldenen, weißen, blauen und violetten Prachtbechern glüht das geheimnisvolle Leben. Er sammelt sich zu kleinen Horsten und brütet im. Glück. Im Rasen wächst er bei Vanessa nicht, sie hat keinen Rasen, auch würde Gras die Kraft des kleinen festlichen Krokus schmälern. Er verlangt nach guter Gartenerde, um seine alänzen- den Anlagen zu verwirklichen und seine Farbenmusik in den Garten zu schmettern. Den Goldstern, auch Milchstern genannt, ein schlichtes, honigduftendes Liliengewächs, hat Vanessa aus dem Wald geholt: sein schmucker Stern ist oben gelb und unten grünlich. Er geht spät auf und frühzeitig unter, um Mittag öffnet, um sechs Uhr schließt «r sich. Wenn die ersten Scillen ihre Blausterne ein- büßen, recken die kleinen holden Muskathyazinthen, die Muskari, ihre perlgehäuften Blütenkrönchen aus dem Dickicht ihrer grasschmalen Blätter. Im Steingarten bilden sich gan^e traumblaue Nester. Ihre mittelmeerische Heiterkeit verzaubert den Garten, sie vertropfen Azur und schicken Moschusdüfte umher. Die Traubenhyazinthen sind mit den Weintrauben zu uns aus dem Süden gekommen. Sie lieben Weinbergerde. In den Weinbergen des Kaiserstuhls, des Neckars und des Bodensees bevölkern sie im Frühjahr die Traubenzeilen. Die Hyazinthen aber sind vornehme Herzoginnen. Wenn sie so auserwählt auftreten wie in Vanessas Garten, bekräftigen sie die hohe Begabung und den Schönheitswillen der groben Erde. Die Gärtnerin nimmt die reinen und edlen Töne. Und glücklich blickt sie umher, wo überall, da und dort, in der Sonne und im Halbschatten, kleine Hyazinthengruppen stehen, zu dreien und vieren: stahlblaue, karminfeurige, leuchtend gelbe, weiße, wasserblaue, zartrosa Hoheiten und Duftgesprache. miteinander führen, die an die Süße und Betäubung der Orchideen erinnern. Und sie schaut yach den entrückten Narzissen: auf hohen, eleganten Stengeln nickt der Ritterstern, schwebt die herrliche Blumentrompete. Sie scheinen aus wunderbaren Dichtungen herauszutreten. Mohammeds Rat ist wunderlich, doch hat er köstliche Offenbarungen von den Blumen empfangen. „Wer zwei Brote hat", spricht er, „verkaufe eines und kaufe Narzissen dafür: Brot ist nur Leibesnahrung, Narzissen aber nähren die Seele." Und sie nähren auch Vanessas Herz, das sich an sie hinschenkt: Ach, es gibt so viele, schöne, unnahbare! In ihren Düften geistert das Morgenland, in ihren Farben sprechen die Engel, die Nymphen, die Feen, die griechischen Jünglinge der Legende von der Blumensterblichkeit — und selbst die Schatten der Unterwelt preisen sie: als die schön^ Proserpina von Pluto in sein dunkles Reich geraubt wurde, hatte sie eine Narzisse in der Hand. Vanessas Tulpen widmen ihr Leben feierlichen Erleuchtungen. Sie wandeln als kühl-glühende, kostbare Patrizierinnen durch den Garten. Sie haben vornehme Gedanken, die sie verschweigen. Sie kommen aus dem arabischen und türkischen Traumland. Die Märchenerzählerin Scheherezade hat mit ihnen gespielt; ihr märchenspinnender Flammengeist, ihr phantasievolles Seelenlicht wohnt noch heute in ihren geselligen Erscheinungen. Sie sind damit beschäftigt, beständig neue Farben zu erfinden. Sie sind unerschöpflich, kommen in langen Schleppen auf den Rabatten daher und gründen ihre großen und ausdauernden Reiche. Glöckchen, Sterne, Trompeten, Becher und Flammen. In diesen Formen verwirklicht sich Vanessas buntes Zwiebeljahr vom frühen März dis zum Herbst. Aus einen unirdischen Metall ist der Türkenbund geschmiedet, die Marslilie Martagon, der gefledte Turban, dessen Ahnen auf Bergen und in Buchenwäldern. erblüht, fremdartig und doch heimatlich. Er kommt als stolzer Alleingänger im Juni und verkündet den nahen Sommer. Dann ist Vanessas Garten reich, mächtig und hochauf glüh end, und ihr Glück unter Blumen ist vollkommen. »Polterabend.^ Rudolf Schxpder, ein junger Mann mit einiger Vergangenheit, ist im Begriff, im Hafen der Ehe vor Anker zu gehen. Seine lebenslustige kleine Braut hat sich auf den Polterabend gespitzt, aber Rudolf hat schon auf einem höchst fidelen Atelierfest Abschied vom Junggesellendasein genommen und will nun von einem Polterabend nichts mehr wissen. Statt dessen sitzt er leicht melancholisch auf seiner Bude und zerreißt Andenken an die kleinen Freundinnen einer früheren Zeit, als durch die Gartentür eine fremde Dame bei ihm eintritt, die behauptet, verfolgt zu werden, und um seinen Schutz bittet. Und nun entfaltet sich zu mitternächtlicher Stunde ein toller Wirbel von Mystifikationen und Verwirrungen, in dem der gute Rudolf aus einer fatalen Situation in die andere gerät, bis schließlich sich alles als der von der Braut und ihren Freunden witzig arrangierte Polterabend 'heraus- stellt, bei dem jeder auf seine Kosten gekommen ist. Der Spielleitung Carl B o e s e s ist das Atelier- fest etwas zu langatmig geraten, es erschlägt fast die Spannung, aber die Hauptsache ist ja der Polterabend wider Willen, und der ist höchst spritzig und raffiniert mit kriminalistischem Einschlag angelegt. Die Hauptkanone dieses amüsanten Astra- Filmes ist Rudi G o d d e n , ratlos, hilflos, sprachlos in diesem wahren Hexensabbat. Mit einiger Rührung sieht man den vor wenigen Wochen verstorbenen Ralph Arthur Roberts in einer seiner unnachahmlichen Rollen eines leicht angejahrten Kavaliers. Fast zu apart für eine Dame vom Tro- cabero ist Camilla Horn. Die geheimnisvolle fremde Frau macht mit viel Esprit, dezent und scharmant Grete Weiser, etwas farblos Maria Andergast als Dritte im Bunde. Volker von C o l l a n d e, Franz Zimmermann und Kurt Vefpermann tun das ihrige, um den munteren Scherz vollkommen zu machen. Will M e i f e l hat ein paar nette Chansons geliefert. Fr. W. Lang* Ansaat. Ihre be< Am wurde wird. Von jeher zeichnet ECKSTEIN Nr. 5 sich durch besondere Tabak-Qualitäten aus. — Das ist trotz des Preises von 5 Vs Pfg. möglich, weil die Verpak kung zwar gut, aber nicht teuer ist cfparsäm in derfäckung cWertvoll im Inhalt! ahne Yen scheu Eisenbahn st recken und für den bau von bestehenden Strecken liefern. Aus aller Welt. Ehrung Wilhelm holzamers. 70. Geburtstag Wilhelm Holzamers , würden sie In und ihm das „Mit- n, während iesem Krieg [es erwarte, je Stellung >ine logisch ein unauf- lischen ßf ■ r die natur- is und seine -hänge. ist der TL- ortagon, der men und w ad doch h«s iger im y )ann ist )nnnen. Katharina Schratt t- Die ehemalige Burgschauspielerin Katharina Schratt, die dem Kaiser Franz Joseph nahestand, ist in Wien im 87. Lebensjahr gestorben. Sie begann im Stadttheater in Baden bei Wien ihre Laufbahn und wurde dann später an das Berliner Hoftheater berufen. Dort machte sie sich als Naive einen Namen, unternahm dann mehrere Gastspielreisen und wurde schließlich an das Wiener Burg- theater verpflichtet. Im Jahre 1900 zog sie sich in den Ruhestand zurück. Die Kasseler Königin-Helena-Klinik. Die Königin von Italien empfing den Präsidenten des Reichsgesundheitsamtes, Professor Dr. Reiter, sowie den Chefarzt der Königin-Helena. Klinik zu Kassel, Commendatore Dr. W. Völler, um sich über die Heilerfolge in der Klinik, deren Schirmherrin die Königin ist, Bericht erstat- ten zu lassen. Die Königin zeigte sich über die überaus guten Heilerfolge von Kopfgrippe sehr befriedigt und würdigte besonders, daß die deutsche Wis- lebnisse durch 6 unb fr» I ny Ede«. er^e Fragt, I ?r franH lner 8^ £ Senats, I Politik bd ü vor und dschaftlichen ihtng aller I ?gen angt. | it der fron, | melt Von daß ihm rn worden vom Drei, rt. 3n ihm Streitfragen h und Fta. ls versucht, d-See nach es in einen zugleich in und damit ders kam ns Gunsten st der fron, der italieni, inte, Dscht- französische rliches Nein strative Ve- ß die fran> 15 ins Son. i die Jtalie- 11 aber dos bie italleni, See und in >m für den t sowie inausreichende rische Solls- Aus dem Reich. -S'S sKr -u* Eisenbahnunglück in USA. Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich im Staate Neuyork. Die Lokomotive eines Expreß- zuges sprang in einer Kurve aus den Geleisen und stürzte den Bahndamm hinab, wo sie auf einer Autostraße zu liegen kam. Mehrere Personenwagen wurden ebenfalls auf die Autostraße geschleudert, wo der Verkehr gesperrt wurde. 33 Personen wur- getötet, 120 trugen Verletzungen davon. Schweres kraftwtigenunglück in USA. Ein schweres Kraftwagenunglück, das dreizehn Todesopfer forderte, ereignete sich bei Clayton im Staate Minnesota. Zwei Kraftwagen, von denen der eine mit sechs, der andere mit sieben jungen Leuten besetzt war, prallten in voller Fahrt aufeinander. Elf der jungen Leute sowie die beiden Kraftwagenführer wurden auf der Stelle getötet. Die beiden übrigen Fahrgäste trugen schwere Verletzungen davon. Der Tod in den Bergen. Eine Gruppe von Schifahrern geriet bei der Ueberquerung eines gefährlichen Hanges im Kanton Graubünden in ein Schneebrett, das abrutschte und eine Frau begrub; sie konnte nux noch als Leiche geborgen werden. Auf der Abfahrt vom Mürtschenstock im Kanton Glarus wurde eine Gruppe von Schifahrern von großen Schneemassen, die von den steilen Hängen des Beraes abrutschten, mitgerissen. Eine Frau fand dabei den Tod, wäh- rend zwei andere Personen gerettet werden konnten. Ul. | w ihr, TS «4$ SÄ*»* ls durch tternachu^ ilahon«“ e( ?IfÄ VÄ bas „7f0|i sfe [ontev 11 die Asche des Dichters im Rathaus zu Nieder- Olm, dem rheinhessisch^n Geburtsort Holzamers, aufgestellt. Sobald es die Zeitumstände erlauben, wiro die vorgesehene Grabstätte zur Beisetzung errichtet. Wie der Leiter des Wilhelm-Holzamer- Bundes, Hetterich, in der Feierstunde mittelte, hat der Holzamer-Bund die Herausgabe von zwei Druckwerken vorgesehen. Es soll eine Art Ehrenbuch für Wilhelm Holzamer, eine Sammlung von bedeutsamen Aussprüchen des Dichters zu den verschiedensten Lebensfragen erscheinen und ferner der unvollendet hinterlassene Roman „Der W inte r n h e i m e r", an dem der Dichter bis zu seiner tödlichen Erkrankung arbeitete, aus dem Nachlaß veröffentlicht und damit diese eckte Gestaltung volk. haft bäuerlichen Lebens, erwachsen auf dem Untergrund von Volkstum und Landschaft von Holzamers rheinhessischer Heimat, weiteren Leserkreisen zugänglich gemacht werden. Bayreuther Festspiele für Soldaten und Arbeiter. Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Som- mer in vollem Umfange durchgeführt und beginnen am 17. Juli 1940. Zur Aufführung gelangen zwei- mal der geschlossene „Ring der Nibelungen" und viermal der „Fliegende Holländer". Sämtliche Vor- Stellungen sind als geschlossene Veranstal- tu n g von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" übernommen worden. Die Bayreuther Festspiele spielen in diesem Jahre für Verwundete, Frontsoldaten, Frontarbeiter, Rüstungs- arbeitet und Rüstungsarbeiterinnen. Die Aufführungen sind ein Teil des Dankes des Führers und Volkes an seine Soldaten und Arbeiter. senschaft die italienischen Forschundsergi die praktischen Erfolge voll bestätigt h« sondere Genugtuung brachte die Königin darüber zum Ausdruck, daß die Klinik trotz des Kriegszustandes in ihrem bisherigen Umfang weitergeführt Die Volksschule. Durch die neuen Richtlinien für Erziehung und Unterricht in der Volksschule soll die Volksschule von dem Vorbild der höheren Schule abhängig gemacht und ihr eine wesenseigene Form gegeben werden. In einer Erläuterung erklärt Öberregierungs» und Schulrat Winter, daß unsere Volksschule noch viel zu sehr in Theorie erstarrt sei. Sie habe Wichtigeres zu tun, als sich um unfruchtbares Wissen zu bemühen. In Anleh- nung an die natürliche Entwicklung der Kinder habe sie das lebendige Tun in den Vordergrund zu rücken. So werde im Deutschunterricht das Hören und Sprechen, Lesen und Schreiben herausgestellt, in der Heimatkunde das Anschauen und Beobachten, Erwandern und Erleben, überall das praktische Anwenden und dauernde lieben. Werkunterricht und Unterricht im Hauswerk seien verbindlich geworden. Die Schule der grundlegenden deutschen Bildung müsse in erster Linie a r - beitende Schule sein. Für jede sei es eine Ehrenpflicht, die Bedeutung der Arbeit im Leben unseres Volkes und besonders auch den hohen Wert der Handarbeit herauszustellen. Die Volksschule als Schule der vorwiegend körperlich arbeitenden deutschen Menschen müsse den Grund zu jener Haltung legen, mit der der deutsche Arbeiter, Bauer und Handwerker seinen Platz im Volksleben einnimmt. Besondere Aufgaben habe hier die Landschule zu erfüllen. Die unterrichtliche Trennung der Geschlechter sei nur in sieben- öder achtklassigen Schulen praktisch durchführbar. Für die große Masse der Volksschulen müsse es bei der gemeinsamen Erziehung der Jungen und Mädchen bleiben. Ein gesonderter Unterricht der Mädchen außer in Leibeserziehung und Hauswirtschaft werde in den beiden letzten Schuljahren an« gestrebt. Wirtschaftliche Verwaltung. Der beim Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit geschaffene Reichsausschuß für wirtschaftliche Verwaltung, dessen Aufgabe die Rationalisierung auf dem Gebiete der Verwaltung in gewerblichen und behördlichen Betrieben ist, hat seine erste Beirats- Außer den bereits gemeldeten ausländischen Staatsoberhäuptern und Regierungschefs haben dem Führer noch folgende ihre Glückwünsche zum Geburtstag übermittelt: der König der Bulgaren, die Ministerpräsidenten von Ungarn, Jugoslawien und Thailand (Siam) zugleich im Namen ihrer Regie- rungen, sowie der slowakische Ministerpräsident Dr. Tuka, ferner der jugoslawische Außenminister Cmcar-Markowitsch, die italienischen Staatsminister Farinacci und Perrone und der frühere japanische Botschafter in Berlin General Oshima. Die erste Sammlung für das Deutsche CRofe Kreuz. Berlin, 22. April. (DNB.) Zum Kriegshilss- werk für das Deutsche Rote Kreuz sind auf den Dienststellen des Kriegswinterhilfswerkes schon in großer Anzahl Geldspenden eingetroffen. Daneben sind von ausschlaggebender Bedeutung die sieben Sammlungen in diesem Sommerhalbjahr. Borge- jehen sind zwei Reich st raßensammlun- ^1LkDOn ^kien die erste im Juni von DRK., ,_unk HI, die Zweite im August vom DRK. und DAF. durchgeführt werden. Außerdem wird jeder der fünf Monate April bis August an einem Wochenende im Zeichen einer Haus- lammlung für das DRK.-Hilfswerk stehen, die von den Zellen- und Blockleitern der Partei, von den Zellen, und Blockwaltern der NSV., und von Helfern und Helferinnen des WHW. in der Form der Opfersonntage mit Haussammellisten durchgeführt wird. Die erste findet am kommen- Jen Samstag und Sonntag statt. Alle d i r e f t en Spenden für das DRK.-Werk sind nur an die Dienststellen des WHW. in den Gau-, Kreis- oder Ortswaltungen der NSV. zu richten. Das Postscheckkonto des Reichsbeauftragten trägt die Nummer 77 100 beim Postscheckamt Berlin; Banküberweisungen sind zu richten an die Bank der Deutschen Arbeit, Konto Nummer 6700 Reichsbank- Girokonto. . Herabsetzung der Kohlenpreise in Dänemark. Kopenhagen, 22. April. (Europapreß.) Nachdem die englischen Kohlenverschiffungen nach Dänemark aufgehört haben und Deutschland der Alleinlieferant an Kohlen und Koks auf dem dänischen Markt geworden ist, haben die dänischen Kohlenhändler i h r e P r e i s e stark h e r a b s e tz e n können. Der Fortfall der hohen Frachtsätze für die Englandschiffahrt und der Kriegsversicherungsprämien, die oft um ein Vielfaches den eigentlichen Wert überfliegen und vom Verbraucher getragen werden mußten, bewirkten, daß die Preise für Koh- len von 140 auf 115 Kronen pro Tonne herabgesetzt werden konnten. Die dänischen Kohlenimporteure geben der Hoffnung Ausdruck, daß eine stärkere Belieferung des dänischen Marktes mit deutscher Kohle als bisher möglich sein werde. Kleine politische Nachrichten. Der F Ü h r e r hat den bekannten deutschen Rechtsgelehrten Geheimrat Professor Dr. Ernst H e y - mann anläßlich der Vollendung seines 70. Lebensjahres durch folgendes Glückwunschtelegramm geehrt: „Zu Ihrem heutigen 70. Geburtstage spreche ich Ihnen in Würdigung Ihrer Verdienste um die Geschichte und die Entwicklung des Deutschen Rechts meine herzlichsten Glückwünsche aus. ♦ Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sprach auf der Ordensburg Sonthofen in einer Feierstunde, die der Verpflichtung des jüngsten Zuges der Adolf-Hitler- Schule galt. Auf Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres, Generaloberst von Brauchitfch, sprach der Beauftragte des Führers für die Ueberroadjung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP., Reichsleiter Rosen- berg, in diesen Tagen vor Offizieren des Westens in Düsseldorf, Koblenz und Bad Kreuznach über die geschichtliche Lage des Reiches im großen Abwehr- kämpf gegen die Westmächte. la men Orientarmee der Alliierten, sondern mit Zwei getrennten Armeen zu tun. Auch oie Wünsche Weygands um Verstärkung seiner Leoaniearmee scheinen in Paris abgelehnt moröen zu sein. Der französische Generalstabschef Gamelin hat sich nicht entschließen können, Truppen aus Frankreich nach der Levante abzugeben. Der Dank des Führers. B e r I i n, 22. April. (DNB.) Der Führer gibt bekannt: Zu meinem 51. Geburtstag sind mir aus oüen Kreisen des deutschen Volkes und des deutschen Volkstums im Auslände Glückwünsche und andere Zeichen des Gedenken« zugegangen. Da es mir unmöglich ist, jedem einzelnen dafür zu danken, bitte ich alle Volksgenossen, die meiner an diesem Tage gedacht haben, auf diesem Dege meinen herzlichen Dank entgegenzunehmen. Der Präsident des italienischen Handwerks, Nationalrat G a z z o t t i, und eine Reihe italienischer Handwerkerführer statteten zum Abschluß ihrer Deutschlandreise Frankfurt a. M., der Stadt des deutschen Handwerks, einen Besuch ab. ♦ Der norwegische Dampfer „B r a v o g e" (1458 BRT.) ist nach einer Explosion gesunken. Das Schiff, das anscheinend auf eine Mine gelaufen ist, sank südöstlich der englischen Küste. Man befürchtet, daß 20 Mann der 24köpsigen Besatzung umgekommen sind. Wie rumänische Blätter aus Ankara berichten, hat die Türkei in diesen Tagen ein neues Handelsabkommen mit England über einen Betrag von mehreren Millionen Pfund Sterling abgeschlossen. Großbritannien soll für diese Summe Materialien für den Bau von neuen ftrategi» sitzung abgehalten, an der hervorgehoben wurde, daß die Steigerung der Leistung und die Hebung der Wirtschaftlichkeit in der Verwaltungsarbeit genau so erforderlich ist wie in den Werkstätten und technischen Betrieben. Auch in der Verwaltung müssen Werkstoffe und Arbeitskräfte eingespart weroen. Beispielsweise handelt es sich darum, Richtlinien und Hilfsmittel für eine durchgreifende Papiereinsparung im Geschäfts- und Behördenverkehr zu geben. Die bereits in dieser Richtung laufenden Arbeiten haben die Vereinfachung und Vereinheitlichung auf den ver- schiedensten Gebieten, die wirtschaftliche Arbeitsgestaltung und die Ordnung des Rechnungswesens zum Ziele. Der Ausbau der deutschen Wasserstraßen. Der wirtschaftliche Auftrieb Deutschlands, der nach einer siegreichen Beendigung des Krieges zu erwarten ist, macht einen Ausbau der deutschen Wasserstraßen erforderlich. Welche Aufgaben hier zu lösen sind, schildert Reichsverkehrsminister a. D. Dr. Kröhne in der „Deutschen Verwaltung". Im Nordteil ist es der Hansa-Kanal, durch den der Rhein eine Art deutsche Mündung und das Industriegebiet Anschluß an deutsche Nordseehäfen erhalten. Im Westen.ist der seit Jahren geforderte R.hein-Aachen°Kanal wichtig. Von Saarbrücken über Kaiserslautern nach Worms ist der Rhein-Pfalz-Kanal gedacyt. Eine große Bedeutung hat neben der Fortsetzung der Weser- Kanalisierung ihre Verbindung mit dem Main über Eschwege, Meiningen nach Bamberg. Dieser Kanal wird parallel zum Rhein eine neue Nord-Süd-Linie bilden und bei künftigem Anschluß des Mains an die Donau Bremen an das Ein- flußgebiet dieses Stromes heranbringen. Der Saale-Kanal bringt Leipzig an die Elbe heran. Zu erwägen ist eine Verbindung des Weser- Main-Kanals von Eisenach über Erfurt nach der Elbe etwa bei Riesa. Im Entwurf ausgearbeitet ist die Verbindung der^Elbe bei Riesa mit der Oder bei Breslau. Don diesem im wesentlichen norddeutschen Was- „The fleet in being.“ Gelegentlich taucht jetzt als Entlehnung aus dem engsischen Sprachschatz der Ausdruck auf: „Tbe fleet m bemg . Es handelt sich dabei um einen Fach! ausdruck, der die englische Seestrategie der letzten • ^re ehr treffend umschreibt. Im übertragenen Sinne soll damit gesagt werden: „Die Flotte die durch ihr bloßes Vorhandensein wirkt urck ihre Ausgabe erfüllt". Gemeint ist: Die eng- -2.?Ud)L 'ch nicht zum Kampf in der Deutschen Bucht zu stellen oder die Durchfahrt in die Sr^ln^n' 65 genüge durchaus, wenn die englische Flotte das große Fenster der Nordsee ^^?^kandinaolen und Nord-Schottland sperre. Die Blockade, die dadurch ausgeübt werde, sei wirkungsvoll genug, um Deutschland an die Kandare ZU nehmen Damit war die Absicht verbunden, die deutsche Flotte von ihren Stützpunkten wegzu« locken und zu zwingen, sich in möglichster Entfernung von den heimatlichen Küsten zum Kampf zu stellen. Diese Taktik ist im Welt- kvieg durchexerziert und seither beibehalten worden. Nur wurde die ursprüngliche englische Flottenbasis im Firth of Forth (in Süd- Schottland bei Edinburgh) noch während des Weltkrieges aufgegeben und die rund 350 Kilometer nördlicher gelegene Bucht vonScapaFlow auf den Orkney-Inseln als neue Flottenbasis gewählt: einmal um näher an dem großen Fenster der Nordsee zu sein und dann auch um einer auslaufenden deutschen Flotte einen längeren Anmarsch aufzu- Zwingen. Voraussetzung dieser Taktik war, daß der Kampf allein auf der See ausgefochten wurde. Das Flugzeug hat die Voraussetzung der englischen Seestrategie von Grund auf verändert und die Geaenwirkung der U - Bootwaffe ergänzt ober vielleicht sogar gesteigert. Dabei wird immer davon auszugehen sein, daß jede zweckvolle Kriegführung alle Waffen ein setzt und die Mängel der ein?n Waffe durch die Vorteile der anderen Waffe ausgleicht. Der Vorteil der Luftwaffe ist ihre ungeheure Schnelligkeit; der Vorteil des U-Bootes 4ft der relativ lange Dauereinsatz. Schon die bisherigen Flüge von den deutschen Stützpunkten aus erschütterten die englische Strategie der „Fleet in being”. Nun, da die deutsche Luftwaffe in Norwegen sehr nahe Stützpunkte für den Flug nach Scapa Flow gefunden hat, wird die Strategie der „Fleet in being” umaestürzt. Es ist nicht mehr die englische Flotte, die den Gegner zwingt, sich zum Kampfe zu stellen, sondern umgekehrt werden die Engländer gezwungen, sich zu wehren und aus dem schützenden Bereich ihrer Stützpunkte herauszukommen. Das ist der tiefste Sinn der großen strategischen Verlagerung im europäischen Norden. Wer schürt den Widerstand in Norwegen? Rom, 23. April. (Europapreß.) Aus Oslo berichtet der dortige Vertreter des „M e s s a g g e r o", die Hoffnungen gewisser Kreise auf eine baldige friedliche Klärung der inneren Lage Norwegens | seien durch die Rundfunkansprachen des Königs Haakon und des Außenministers Koht zunickte ! gemacht worden. Infolgedessen herrsche in diesen Kreisen, an deren Spitze der Bischof von Oslo stehe, | größter Pessimismus. Die Ansprachen des Königs \ und des Außenministers zeigten, daß nicht t>as , höhere Interesse des Vaterlandes den Sieg über die I Sonderinteressen politisch-finanzieller Gruppen davongetragen habe, sondern daß die flüchtige Regierung entschlossen sei, alle Brücken zu einem späteren Kompromiß mit Deutschland abzubre - ; ch e n und sich auf die von den Westmächten versprochene Hilfe zu verlassen. Als die Hauptvertreter der englandfreundlichen Strömung nennt der Korrespondent den Ministerpräsidenten Nygaards- o old, den Außenminister Koht, den Finanz- ■ Minister Torp, den Landesverteidigungsminister Ljungberg und den am englischen Hofe erzogenen Kronprinzen Olav. In norwegischen Kreisen könne man immer wieder die bittere Be- merkung hören, daß diese Kreise nicht Nor- wegen, sondern England verträten. Der Herausgeber einer großen Osloer Zeitung habe erklärt: „Diese Leute sind nicht damit zufrieden, ; Norwegen a u f d i e Liste der Opfer Englands gesetzt zu haben. Sie wollen auch noch norwegisches Blut für die Sache der englischen Macht vergießen. Das ist unser größter Schmerz unter den gegenwärtigen Umständen." (Getrennte Kommandos im Orient Alexandrette, 22. April. (DNB.) Nach der Rückkehr des Generals W e y g a n d aus Paris nach dem Orient wird bekannt, daß der General seine Wünsche in Frankreich nicht hat durchsetzen können. Der britische General W a o e 11 ist zum Höchstkommandierenden aller britischen Truppen im Orient ernannt worden. Das bedeutet, daß Weygand ihm nicht übergeordnet, sondern neben» geordnet ist. Die Kommandogewalt beschränkt > sich nunmehr allein auf die französischen Levante- H truppen. Wenn auch zwischen der französischen und der englischen Orientarmee enge Abreden über Die gegenseitige Hilfe getroffen sein dürften, so hat man es im Orient doch nicht mit einer gemein- serstraßennetz ist die Donau völlig getrennt. Augenblicklich stehen die beiden Durchbrüche vom Main und von der Oder zur Donau im Vordergrund des Interesses. Der Rhein-Main-Dvnau- Kanal soll bis 1945 vollendet werden. In der Ostrichtung nach Rußland kommen zwei Linien in Betracht: einmal die Verlängerung des Adolf- Hitler-Kanals um den Weg zur Weichsel, zum San und weiter zum Dnjestr. Dieser Kanal würde das Schwarze Meer auch von seiner Nordseite an das deutsche Wasserstraßennetz heran- Jn der „Zeitschrift der Heeresverwaltung" schildert Oberfeldzahlmeister D e i ck e r t die Wehrmachtverpflegung. Sie ist nach Portionssätzen gerechnet, die den Besonderheiten des militärischen Dienstes entsprechen und für das Heimatheer und das Feldheer verschieden hoch sind. Dem Feldheer wird die Verpflegung im Nachschubwege aus Magazinen zugeführt. Ersatztruppenteile behielten bisher nach einer Mobilmachung die im Frieden übliche Selbstbewirtschaftung der Verpflegung, bei der je Kopf und Taa ein bestimmter Geldbetrag zusteht. Wegen der öffentlichen Bewirtschaftung der Lebensmittel ist jedoch mit Beginn dieses Krieges bringen. Es handelt sich weiter um die Verbindung des Bromberger Kanals über die Weichsel nach Warschau und von dort über den Bug zum russischen Dnjepr-Bug-Kanal nach Pinsk. Schließlich wird auch an eine Verbindung der Moldau mit der Donau und der Elbe mit dem neuen Oder-Donau-Kanal auf Protektoratsgebiet gedacht. Daneben bedürfen Weichsel, Oder, Elbe und Weser weiteren Ausbau, um den 1000-Tonnen- Schiffen überall Fahrtmöglichkeit zu geben. die Verpflegungsselbstwirtschaft der Truppen in der Heimat aufgehoben worden. Auch sie haben Magazinverpflegung. Die Heeresverpflegungs- dienftftellen stellen im Einvernehmen mit der Truppe und den Ernährungsämtern für je 10 Tage im voraus einen Speisezettel auf. Im Speisezettel steht nichts, was für den Nachschub an das Feldheer geeignet ist, z. B. Konserven und Dauerwaren. Aus eigenen Beständen geben die Heeres- verpflegungsdienststellen für das Heimatkriegsgebiet nur den geringeren Bedarf her Die meisten Verpflegungsgegenstände müssen angekauft werden. Die Preise sind im Einvernehmen mit dem Reichskommissar für die Preisbildung vorgeschrieben. Auf den Bezugscheinen und Bezugsanweisungen, die die Ernährungsämter den Heeresverpflegungsdienststel- len zur Weitergabe an die Einheiten übergeben, sind die Mengen unter Zugrundelegung der Höchstsätze berechnet. Um aber durch sparsamen Verbrauch der Gesamternährungslage des Volkes Rechnung zu tragen, holen die Einheiten von den Lieferfirmen nur soviel Lebensmittel ab, wie sie wirklich brauchen. Den Wert der Minderempfänge an bezugscheinpflichtigen Waren können sie sich in Geld gutschreiben, um hierfür bezugscheinfreie Sachen, Obst, Frischgemüse, entrahmte Frischmilch, Fische usw. hinzuzukaufen. Die Reserve- l a z a r e t t e erhalten für jeden Verwundeten und Kranken täglich einen Barzuschuß. Hierfür können sie Zusatzverpflegung und Schonkost beschaffen. Für Dienst- und Urlaubsreisen bekommen die Soldaten Reisemarken und Verpflegung in Natur. Brot wird aus Heeresbäckereien geliefert. Verkauf und Tausch von Soldatenbrot an die Zivilbevölkerung ist verboten. Nur ein gut ernährter Soldat kann im Dienst Gutes leisten, für unsere Soldaten ist also das bestzubereitete Essen gerade gut genug. Die Verpflegung ist auch ausreichend, so daß Lebensmittelpakete für den Soldaten dkaußen und beim Ersatzheer nicht erforderlich sind. Grundsätze der Wehrmachtverpflegung. Liters Vereini§un§ 1885 1935 Wir betrauern das Ableben unseres lieben Alterskameraden Heinrich Nagel Sein Andenken wollen wir in Ehren halten. Beerdigung: Mittwoch, den 24. April, nachmittags 2 Uhr, Neuer Friedhof. - Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. ____________________________________________2049 D Ein Quell d. Freude für den Naturfreund MM!» teilen Kleine Kreatur in Wager, Busch und Halm Don Karl Otto Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der nie» deren Tierwelt mit er» läuternden Bildunterschriften, Namensan» gab. u. ausführlichem Text (62 Seiten). Mit einem Geleitwort von Profess. Dr.Deegener, Universität Berlin Gesucht zum baldigsten Eintritt: Lager-Arbeiter-Hilfsfuhrmann sowie Büro-Hilfe Gehn Kahl, Kohlenhandlung Frankfurter Straße 159 Dieses Werk bringt er» staunlich vielseitige und ttefflich gelungene Einzelbilder und Bild» folgen aus dem reichen -eben der zahllosen kleineren Lebewesen Aus derFreude am Br» obachten ist ein wert» volles naturgeschicht» liches Urkundenbuch geworden, das hervor» ragend geeignet ist, die Liebe auch zum kleinsten Naturgeschehen zu erwecken Für erstklassigen, gutgehenden Artikel wird Herr oder Dame als Vertreter im Bezirk Gießen oder Umgebung zum Besuch von Privatkundschaft gesucht. Sehr gute Verdienstmöglichkeit. Leichtes Arbeiten. Kurze Zuschrift unter 01512 an den Gießener Anzeiger erbeten. Zuverlässiger, kräftiger 2043D Mvaßtfahver mit Führerschein Klasse 2 für sofort in Dauerstellung gesucht. 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April 1940. 01517 Die trauernden Hinterbliebenen. 01522 Leihgestern, 23. April 1940. 2046 D Die Beerdigung findet Mittwoch, den 24. April, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhaus, Bachstr. 16, aus statt* Für die uns erwiesene Anteilnahme bei dem Heimgänge unseres lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir hiermit herzlichen Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Heid er für die trostreichen Wonte am Grabe. Montag abpnd 11% Uhr verschied nach kurzer Krankheit unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Die Beisetzung findet am Mittwoch, dem 24. April, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause aus statt In tiefer Trauer: Bettchen Pfaff Lina Pfaff. Heuchelheim, Klein-Linden, Großen-Linden, den 22. April 1940. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 24. April, um 15.30 Uhr, vom Trauerhause aus statt. Ludwig Menges XI, im Alter von 76 JahreiL Unsere liebe, unvergeßliche Mutter Frau Elisabethe Pfaff geb. Steinmüller ist heute in der Frühe in die ewige Heimat eingegangen. Am 22. April 1940 entschlief nach kurzer Krankheit meine liebe Frau, unsere gute Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Enkelin Frau Paula Schwedhelm geb. Schäfer im 24. Lebensjahre. In tiefer Trauer, im Namen aller Hinterbliebenen: Obergefreiter Joseph Schwedhelm, z. Z. Prag Familie Heinrich Schäfer. Mann für leichte Gartenarbeit sofort gesucht. 2054V Hotel Bergscbeoke Kleiner leerer Unterstellraum gesucht. Schr. Ang. unt. 01518 a. d. G. A [Stellenangebote] Keine Ursprungszeugnisse, «andern nur Zeugnisabschriften dem Be^ werbungsjchreiben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungsunter- lagen müssen zur Ver meidung von Verlusten auf der Rückseite Namen und Anschttft des Bewerbers wagen I Am 21. April 1940 entschlief plötzlich und unerwartet unser lieber Sohn, gruder, Enkel und Neffe Karl Hirz im 26. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Otto Maid I. Balthaser Hirz Wwe. Watzenborn-Steinberg, den 23. April 1940. Die Beerdigung findet Mittwoch, 24. April, 14% Uhr statt. 2-3-Zim. Wohn. von ruhig. Fam. a. d. Saargebiet sofort od. später zu miet, gesucht. Schr.Angeb.unt. 01510 and.G.A. ZmitZiwr mit Küche oder Küchenbenutzg. in nur gut. Hause für ein alt. Ehepaar auf Kriegs- dauerzuml.Juli od.sofortgesucht. Schriftliche Angebote u. 01513 an den Gießener Anzeiger oder Telef. Nr. 2068. Für die vielen wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Mutter sagt innigen Dank im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Lina Ruth, geb. Hofmann. Gießen (Bruchstraße 14), den 22. April 1940. • 2040D 3m Geiste Gutenbergs , Die beiden ältesten auf uns überkommenen deutschen Zeitungsstücke stammen aus dem Jahre 1609. Sie wurden also erst etwa 170 Jahre nach Johann Gutenbergs weltbewegender Erfindung gedruckt. In der Hauptsache beschränkten sie sich Hauptschriftletter: Dr. Friedttch Wilhelm Lange. Stellvertteter beff Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politü, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz, und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Spott: Heinttch Ludwig Neuner.« Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantw ottlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.5. auf die Wiedergabe von Nachrichten, die ihnen von den damaligen Zentralplätzen des Weltgeschehens aus den Kanzleien der Diplomaten, Feldherren und großen Handelsherren zugingen. Nur war der Nachrichtenweg damals noch sehr beschwerlich und zeitraubend. So erschien in der „Straßburger Relation" von 1609 eine Wallenstein-Nachricht 75 Tage später, als sie in Wien ausgegeben worden war. Das ist zu verstehen, wenn man bedenkt, daß unsere neuzeitlichen Verkehrs- und Nachrichtenmittel' — Eisenbahn und Post, Fernsprecher und Fernschreiber, Flugpost und Rundfunk — erst Kinder des 19. oder 20. Jahrhunderts sind, und ebenso Setzmaschine und Rotationspresse in der Hand der Jünger Gutenbergs. Alle modernen Errungenschaften der Technik werden in den Dienst eines denkbar schnellen Nachrichtenwegs unb' Zeitungsdrucks gestellt. Schon oftmals wird der Leser in seinem Gießener Anzeiger Meldungen gelesen haben, die erst wenige Stunden früher am Ort des Geschehens aufgegeben worden waren. Der Gießener Anzeiger wird keine Mühen und Kosten scheuen, um gerade in unserer großen Zeit, in der an jedem Tag Weltgeschichte geschrieben wird, mit seiner Berichterstattung Vorbildliches zu leisten. Dazu wird er durch eine lange und ehrenvolle Tradition verpflichtet. Im Jubeljahr der Buchdruckerkunst darf wohl daran erinnert werden, daß der Gießener Anzeiger zu den wenigen deutschen Zeitungen gehört, deren Gründungsjahr schon ins 18. Jahrhundert (1750) fällt. Auf der Ehrentafel der ältesten deutschen Zeitungen nimmt er nunmehr d i e 15. S t e l l e ein! tzn Velvegn" , festen Jat oben uni) s. 4 lange beoi iben wichtig list es bei in timos hat r M, darun isch, was 31 Ijnlänber hä lernt Warer jenben Tinni irrhaupt alle Schlagba Ins dem 1k itehte, die u ; vor Augen sße Pieter :> andere i schart im 2. oen und n ng" der über t hier sinke p alle die 5 Wen, Au And V.Ci [%• Eribe und £ ff 6Neri Jan* gebrc Oer Straßenbau im Osten. Da einwandfreie Verkehrswege die Voraussetzung für den Aufbau in den neuen Ostgebieten sind, wurden Instandsetzung und Ausbau der Straßen unmittelbar nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in das ehemalige Polen begonnen, lieber den Umfang der Leistungen in den ersten sechs Monaten berichtet die „Straße", daß aus deutschen Steinbrüchen allen 216 000 Tonnen Steine und Schotter herangeschafft wurden. Darüber hinaus wurden in den besetzten Gebieten selbst beträchtliche Steinmengen gewonnen. Rund 10 0 0 Kilometer Straße wurden instandgesetzt. Weiterhin wurden etwa 900 Kilometer Straße überholt und wieder in fahrbaren Zustand gebracht. Teer und Bitumen erlauben es, die Straßen sofort staubfrei und für den motorisierten Verkehr fahrtüchtig zu machen. lrM oer 1 A glatte, < Land- oi * W* liseln unb ■ -mngen ro t sind so alt die Kinder 1 mir heute Wischen K> j die unter 1 j gefunden iiemann be -) Kinder nr jem der alte hin anderes il, mit dem' fs ist ein n 1 schau vor o inenschli ' dt haben, w l trten Lände, ' iiiraolfer. 3i . sollte Geschäfts-Drucksachen bei Brühl. Schulstraße 7 Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskartell tzt, denn ste dornten, t Ä sich selbst Bogen tßLO^rt i PQLQST____Giessen j Heute Dienstag Erstaufführung Ein neuer Terra-Film mit Witz und tausend herrlichen Einfällen. — Hauptrollen: L E NY MARENBACH HANS SOHNKER Fritz Odemar — Hilde Hildebrand Spielleitung: Helmut Käntner Man sitzt zwei Stunden und man lacht: Der Film ist wie nach Maß gemacht! Ufa-Ton-Woche und Beiprogramm Täglich 4, 6, 8.30, Sonntag 3, 5.30, 8.30 Uhr Der letzte La-Jana-Film 2051 A STIERN VON RIO mußte auf Montag, 29,4., verlegt werden Wii und sch, ächtet Wolst Ausrüstung tis sich die- 'j ein Knab tot Ganze •' im Frühja Ä>en ist die ” nach dem p Stieg been »colomini bi eenen mit C tcolomini, k knkte allen ^Friedens; tiomt ‘Nefag M Sena I ««nleftimr v. Ny tui > bleibt {d flippe. 1 man b, £ öenn « S^enbrän Jw über ' 2? °ben i Mochte J h»? Dunklen T Mochte . pber erb § nicht Tnn Hot meh U 5'ine r habe S i Endlich J bei “iiito ff1 W klhlt fid A, h ' ÄQr x lv lieb x?Qi)e Knn n° ■ I MM Dienstag. 25. April 1940 flr.95 Zweites Statt Gießener Anzeiger lGeneral-Anzeigsr für Oberhessen) V) aus, der Rektor der hrung Würde der Chrensenato- (Nachdruck verboten!) ft Fortsetzung. der die ichnungen ■lelblätter ■letumichllgf utkarten Bschäftskarue Wertschätzung für er unserer Alma in seinem M gelesen )er am Ort waren. 2er iühen und !rer großen -schichte ge- lttung Vor- durch eine ^lichtet. Im wohl daran Anzeiger zu Hört, berat ibert (1750) n deutschen 5. Stelle eji gefunden wurden. Ganz ähnliche Kreisel fand »chliemann bei seinen trojanischen Ausgrabungen, geworden sei. Bei dieser Sachlage sei es für.ihn nicht schwer gewesen, an der Fortentwicklung unserer Universität eifrig mitzuarbeiten, gestützt auf das Gedankengut des Führers und geleitet von dem Wunsche, im Geiste des Führers auch für die Universität Gießen eine neue Zeit herheizuführen. Bet dieser Arbeit gebe es für einen Nationalsozialisten - keine Schwierigkeit, und auch unsere Universität Gießen mit einem jungen, lebendigen Rektor an der Spitze werde alle Schwierigkeiten überwinden; tiefsten Dank der gesamten Universität erblicken, sondern auch davon überzeugt sein, daß es der Gießener Universität zu einer besonderen Ehre gereiche, in ihrem neuen Ehrensenator einen allzeit en die Kinder zu ihnen zurückkehren. Es ist ein merkwürdiger Gedanke, daß die Kiner schon vor Jahrtausenden, auf den Anfangs- uftn menschlicher Kultur die gleichen Spiele gegelt haben, wie sie heute noch 'die Kinder in zivi- isierten Ländern ebenso spielen wie die Kinder der laturvölker. Im Nationalmuseum von Neapel kön- ei; wir heute die Kreisel betrachten, mit denen die alienischen Kinder vor fast 2000 Jahren spielten nb die unter der Lavadecke des verschütteten Pom- Die Ehrenurkunde unter den Insignien der Universität. (Aufnahmen [21: Neuner, Gießener Anzeiger.) unb Fern- ech Kinder unb ebenso der Hand fernen Erden Dienst Wegs und Se. Magnifizenz der Rektor Prof. Dr. K r a n z verliest den Wortlaut der Ehrenurkunde. ______ Aus der Eiadt Gießen Kinderspiele im Frühling. )S. ■tommejn Sch, ^ahre nah Erfindung en sie ftn, die lohen de, der Diplo, 'delsherren 'eg damal; nd. So er- ' von 1609 Wer, al; Mete, in Sange #.« Ä Ae über Land ist. Wer soll den Arm abbinden? Natürlich macht das der Hermann. Oder Streit schlichten unter den Leuten — auch das kann der Große gut. Mit wenigen Worten, aber die sind dann wie geschliffen. Das soll er ja auch alles machen, der Hermann. Aber die Lena an die Bahn bringen — darauf hätte man ebensogut selber ein Recht! Erni und der Vater und die alte Kluttigen stehen nun auch noch um die Kalesche herum. Gott, was für ein Aufwand an Worten! Und nun wischt die Kluttigen sich auch noch nut der Schürze über die Augen, weil doch das Fraulein so sehr der verstorbenen Frau gleicht — — Das ist zu viel für Jupp, das gibt ihm den Rest. Er pfeift laut, ruft noch einmal vernehmlich „Aus Wiedersehen" und macht kehrt. Richtung Brauerei. Für solche Fälle ist der Hefensranz da An beiden Seiten der Fahrstraße stehen Ebereschen. Ihre Beeren sind schon rot wie Korallen. In dem Garten draußen blühen dte Blumen tn herbstlicher Pracht. - Die schönste Zeit ist nun bald vorbei, sogt Hermann, und weil er ins Sinnen kommt und die Zügel hängen läßt, gehen auch die Pferde lang- ’aßena nimmt einen zarten weißen Faden von ihrem Mantel. Altweibersommer — Mariengespinst. Die schönste Zeit vorbei, tönt es in ihr nach. Hat Hermann das absichtlich gesagt? Ahnt er etwas von den widerstreitenden Gefühlen tn Lena Oetteking. Wie war es zugegangen, daß der Grasehof ihr tn kurzer Zeit zu einem Stück Heimat geworden war. Lena will sich noch einmal umsehen, aber me brüchige Wachstuchplane verdeckt die Sicht nach hinten Sie kann nur noch einen Wick auf den Hutberg erhaschen. In seinem Schutze liegt das Haus mit dem grauen Schieferdach Lena vermeint, einen süß-säuerlichen Geruch zu spuren, den der Wind vom Brauhof herübertreibt. Haben sich die zwei Menschen, tue hier zusammen- sitzen, gar nichts zu sagen? Auch Hermann schweif . Lena sieht bewußt an ihm vorbei und versucht, sich - die Tage in Breslau vorzustellen. Sie mirb bet [ ©ottfriebs Mutter sein und wird da Halt suchen. Aber es bleibt doch nur das eine: die Gewißheit, daß man den Gräfehof nun so bald nicht wiedersehen wird. Seine Menschen auch nicht. Man roiro an ihrem Schicksal nicht teilhaben dürfen. Christoph muß sehen, wie er allein fertig wird. Aber er hat ja Hermann. „Ich war gern bei euch", sagt Lena. Hermann wirft einen kurzen Blick auf ihr Gesicht. Dann preßt er die Lippen zusammen und sieht mie- der geradeaus. Mit einem „Hü" muntert er die Pferde an. Ist das alles, was Lena Oetteking zu jagen hat? Das wurmt ihn. Rainfarn und Goldklee säumen den Straßengraben. Letzter Mohn leuchtet dazwischen auf. Sena möchte aussteigen und einen großen Strautz pflücken. Und dabei hat ihr Erm doch schon die vielen Astern aus dem Garten mitgegeben. Kann man denn nicht etwas tun, um den Zei^ punkt hinauszuschieben, bis man einsteigen mutz und der Zug einen fortbringt? Unaufhaltsam rollt das weiße Band der Straße unter den Radern meq--Es ist gut, daß man nicht allem im Wagen sitzt. Das Abschiednehmen ertrüge sich noch viel schwerer. Solange man den Hermann sieht, ist etwas vom Gräfehof nahe. . Seltsam, wie sich für Lena der Hof in H^rmnnns Person verkörpert. Viel mehr als in Christoph Gräfe dem doch alles noch gehört, der wie em Jte= qent ist. Aber eigentlich beherrscht doch Hermanns stilles Wesen das Treiben auf dem Hof und m Der Brauerei. — Der Wagen rumpelt über das Klein- |t0U?berf&nas Gesicht fliegt helle Röte. Die letzte halbe Stunde ist verträumt. Hätte man nicht noch vieles sagen mögen? Zentnerschwer lastet ihr Die Sache mit dem Sparkassenbuch auf dem Herzen , aber da ist schon der Bahnhof, und Hermann ruft einen Gepäckträger. Alles ist mit einem Male sehr nU&nTi)at ein schales Gesicht, als sie sich von «er- mann verabschiedet hat. Er kann das Pferd Yuajt allein lassen, und so geht Lena mit gesenktem Kops hinter dem Träger durch die Sperre. Sie hat nichts in der Hand, als den bunten Asternstrauß, und doch ist es, als trüge sie schwer । an Hermanns letztem Blick. (Fortsetzung folgt.) r. Das iß unsere „r__________ ... ...... ichtenmittel nb Kinder mit Kreiseln erscheinen auf den Grab- Oberbürgermeister Ritter dankte bewegten Herzens dem Rektor und dem gesamten Senat der Universität für die hohe Ehrung, die ihn überrascht und sehr erfreut habe. Er. er- blicke darin eine Ehrung der Stadt Gießen, aber zugleich auch eine Ehrung der Partei, denn er sei tolz darauf, als alter Nationalsozialist der erste . zu sein. Der diese hohe Würde unserer Universität erhalte. . . , ’ ■ Des Dankes an ihn für seine Mithilfe bedürfe es nicht, denn er habe es von Anfang an, als er vom Gauleiter zur Leitung der Stadt Gießen be- timmt wurde, als eine feiner selbstverständlichen Pflichten angesehen, seine ganze Kraft auch für die Universität Gießen einzusetzen, die aus dem Leben und der Bevölkerung unserer Stadt nicht wegzu- denken sei. Aus der Universität Gießen seien zahlreiche Männer hervorgegangen, die dem deutschen Volke durch ihre Wissenschaft viel Wertvolles geschenkt hätten und die eine Kraftzentrale geworden ei, auf die unsere Stadt und das ganze Volk stolz ein konnten. Der Oberbürgermeister innerte dann an die mannigfaltigen Schwierigkeiten, die bisher zu überwinden waren, er wies aber auch auf den starken Auftrieb aller Kräfte und Energien hin, die von dem Führer und feinem Aufbauwerk ausgingen . unb die alle deutschen Volksgenossen mit gutem Willen begeisterten und mitrissen zum Einsatz ihrer Person und ihrer ganzen Kraft, woraus dann eine ungeheuere Energiequelle für unser deutsches DolL ilbecn der alten Aegypter. Ein anderes Urgerät kindlichen Spiels ist der Ball, mit dem die Kinder unserer germanischen Vor- ityien sich ebenso vergnügten wie die altgriechischen Mben und Mädchen. Zahlreiche Ballspiele zckhl- m, lange bevor sie als Sport ausgebildet wurden, n den wichtigsten Kinder- und Volksspielen, und 3 ist es bei den Naturvölkern noch heute. Bei den iskimos hat man zwei Arten von Ballspielen geinten, darunter den Fußball, und es ist gewiß lisch, was zuweilen behauptet worden ist, die Grönländer hätten das Spiel von den Normannen elernt. Waren doch die südlich von den Eskimos senden Tinno-Jndianer eifrige Ballspieler, und so iberhaupt alle Rothäute, bei denen Fußball, Fang- all, Schlagball usw. verbreitet war. Aus dem 16. Jahrhundert besitzen wir zwei Do- umehte, die uns die Kinderspiele jener Zeit leben- ig vor Augen führen. Das eine ist das große Ge- Me Pieter Breughels in der Wiener Galerie, I andere das Verzeichnis von Spielen, das art im 24. und 25. Kapitel seiner „affenteuer- l und naupenungsheurlichen Geschichtsklitte- " der Übersetzung von Rabelais' ©araantua bie- fjier finden sich neben zahlreichen Abwandlun- alle die Spiele, die noch heute das Kinderherz icken. Auch an kriegerischen Spielen fehlt es , denn stets haben die Kleinen, die die Großen ahmten, mit den Waffen ihrer Väter gespielt sich selbst kriegerisches Gerät gefertigt. Bogen und hölzelin diu fneit er mit sin selbes hant und schoz viel vögele, die er vant, htet Wolfram vom jungen Parzival. Zur Waf- usrüstung gehörte auch das Streitroß, und so sich die- kindliche Phantasie das Steckenpferd, ein Knabe auf dem Breughelschen Bild stolz t. Ganze Steckenpferdreiter-Schwadronen ruck- im Frühjahr gemeinsam aus, und berühmt ge- Den ist die Huldigung, die die Nürnberger Kna- nach dem Friedensschluß, der den Dreißigiahn- Krieq beendete, dem kaiserlichen Hauptkommissar olomini brachten. Mehrere tausend Knaben er- nen mit Steckenpferden vor seinem Hause, uno olomini, der ein großer Kinderfreund war, chvkte allen Teilnehmern einen viereckigen silber- f nm Friedens Pfennig zum Gedächtnis. kann gar nicht anders. Sie muß ihre Bedenken, die i mit einem Male fo deutlich werden, ">ütei,en Er ist auch viel jünger als ich , fugte sie noch hinzu. , Ach, bislang war alles so einfach, so selbstverstand- “«emanus «and^uckt auf, als wolle "Lena bei Den Schultern nehmen und schütteln. Und dann ballt er wieder die Hände zusammen. nnrorht" fnat „Ohne Ueberzeugung handeln, ist Unrecht , sagt ” meifc, daß ich (einer allen Muller den groß, len und letzten Wunsch ihres Lebens erfülle , recht- '°D^mMt wisien, was du tust" sagt «ermann. Er spricht (ehr schroff. Dabei sieht es in «ermanne Innerem aan, andere aus. Er macht sich gegen Lena und^ge gen sich selbst gewaltsam hart. Täte er es nicht, müßte er jetzt diese Frau in feine 9rrmc reißen müßte sich nehmen, was sein Herz tatert - Sena Dettetings Liebe. Aber «ermann fflräfe der Grübler, steht wie oor einer Schranke. Al t rin anderer,'oben in Ostpreußem Und rnor- £r.-;h mill Lena fort. Sie sagt nichts, daß sie ibren Plan ändern und noch bleiben mochtt. Nein, ÄtX Oute Nacht" unb steht auf. Geht den mondhellen Weg zurück ms «aus. 3unt> hat am nächsten Morgen einen dicken roten ®0„fP gr steht unbeholfen vor Lena, weil ihm das Abschiednehmen schwer fällt. Es war- wirklich ge- W<3u’bümm'&at du mit'dieser alten Kalesche sah- niufct" sagt er und verbirgt unter dem Aerger •'S” «>• •— -* ' so weit f°rt9ßI£ Bahn bringen will' Genießt wieder Dann erinnerte er an den Auftrag, den er vor einigen Monaten vorn Gauleiter Reichsstatthalter Svr enger für die Führung der UnwerMt G,e- ßen erhalten habe, un£ daran, daß er hier Manner .........., e s chen Willens unb auch gleichen^Geistes^waren^Er^G^eßem^^^EEE» Naeb dem Rauchen 1 I | Men mochte ... i ÄÄ^fagt k" UN»-"«. Aber Hermann hat es verstanden. ,Mas meinst du? Daß du nach s preuß M?" Seine Stimme klingt beherrscyr. .Ich habe mein Wort gegeben. I An Name fällt nicht. Mir Len->i isti es g W ( \ vnständlich, daß Hermann sie ö (hnrerfullte Nachl macht hellhörig und bringt em lie K beide unsicher. Ja, Über Lena Oettekmg ijl ein aroßes Zagen gekommen. Die Sache m Nm Sparkassenbuch hat b?n ^jfSie Ent- I Sicherheit wächst und wachst. Darf s I bdun-g für sich behalten? Kann sie ftüttdt te ßerantmortung ift ein (djmeres W°rt^Rutte>, si einmal am Gewissen, dann rührt s . ^^^rn Stöbert in noch ganz onderen G Men- . hr^m... Kann man es verantworten, einem Men^ jshrn, den man kaum kennt, fürs ganz bann noch »n «nligts, ^;iüE6 f W nur gut gefallen ---Lena | $elmttms, und doch klingen Zweifel I Las Fruhlmgswetter lockt vor allem die Kinder llitl die Straße, und .ihrem fröhlichen Tummeln |aitn man aeradezu das Wohlbehagen und die über- chchende Lebensfreude anmerken, die Sonne und Wsluft ln dem jungen Blut wecken. Kinderspiele iti Freien sind immer in erster Linie Bewequngs- pi?le, Lauf- und Greif-, Hüpf- und Ballspiele. Ge- Ijssi Spiele aber sind jahreszeitlich bedingt und , m 1- eilten im Frühling so regelmäßig wieder, wie die ^erkeh^ Ziörche und die Schwalben. Dazu gehören vor :(Jem das Kreiseltreiben und das Spiel mit Mur- neh, Schussern, Klickern oder wie die kleinen Ku- ■eln aus gebranntem Ton oder Glas sonst in den erschiebenen Gegenden heißen. In den Städten Indien freilich diesem alten Spielzeug die neuzeit- -chrn Bewegungsmittel Konkurrenz, für die Kleinen er Roller, für die Größeren der Rollschuh, der in en letzten Jahren rasch zum erkorenen Lieblings- piesiettg der Jugend geworden ist. Aber dazu ge- öttn glatte, asphaltierte Straßen, auf denen die -hlonken Kindergestalten lustig dahinflitzen. Auf em Lande oder in kleineren Städten, wo diese Dcflle/i Fahrbahnen fehlen, sind die Kinder ihren Geiseln und Murmeln treu geblieben, und ganz drängen werden sich diese Spielgeräte nie lassen. Zie sind so alt wie die Menschheit, und immer wer- ■ Daß Lena bedrückt ist, gibt tz-rmann Mut. Ja, eine unbestimmte «Öffnung nistet (ich tn (em «erz I "".Warum willst du fort?" fragte er unverrmttelt. . Lena bleibt die Antwort fchulüig. Aus dem dun, len «rmmsl schießt plötzlich aufblitzenb eine Stern ■‘soa’man dabei nicht an einen Wunsch denken? ' tetr wenn sich gleichzeitig eine Mena »mmendrangen? Daß man Klarheit haben leichte über Maries Nachlaß - daß man dem I Hanne oben in Ostpreußen die richtige Srau roer I H Möchte - daß man - ja ibaB nan not« lang (° im dunklen Schweigen neben «ermann Grafe Oberbürgermeifler Ritter Am gestrigen Montag- nachmittaa versammelten ich im festlich geschmückt ten Sitzungssaale des Stadthauses, Bergstraße, der Hoheitsträger der Partei im Kreise Wetterau, Kreisleiter 23 ad» Universität, Professor Dr. H. W. Kranz, und die Dekane unserer Universität, weitere Vertreter der Ludoviciana, Bürgermei- ter Vogt und eine Anzahl Ratsherren um den Oberbürgermeister Ritter, der im Mittelpunkt einsatzbereiten und alten Kämpfer des Führers zu besitzen. Für ihn als Rektor sei es eine ganz besondere Freude, daß der erste Ehrensenator, der unter seinem Rektorat ernannt werde, Träger des goldenen Ehrenzeichens der Partei sei. Hierauf überreichte der Rektor Oberbürgermeister Ritter die Urkunde und das Abzeichen der Würde der Ehrensenatoren unserer Universität. das habe sie in den verflossenen Monaten bereits bewiesen, in denen es gut vorwärtsgegangen fei und die Gewißheit geben, daß es auch weiterhin mit der UniDcrfität aufwärtsgehen werde. Die Stadt Gießen werde weiterhin tatkräftig Helsen und an ihrem Teil alles tun, um unsere Universität weiter auszubauen, damit sie allezeit ein Markstein in der Geschichte unserer Stadt bleibe. Er (der Oberbürgermeister) werde immer bereit sein, der Universität nach besten Kräften zu helfen und Mittel und Wege zur Ueberwindung von Schwierigkeiten zu suchen. Er werde gerne dazu beitragen, daß die Universität Gießen einer neuen Blüte entgegengehe, zum Wohle unserer Heimat, der Stadt Gießen und der Universität selbst. Anschließend wurden Oberbürgermeister Ritter die herzlichen Glückwünsche aller Feierteilnehmer dargebracht. Der Wortlaut der Urkunde. Der Rektor der Ludwigs-Universität ernennt hierdurch den Oberbürgermeister der Stadt Gießen pg. Heinrich Ritter auf Grund seiner hervorragenden Verdienste um die Ludwigs-Universität zum Ehrensenator. Zum Zeugnis dessen ist diese Urkunde ausgestellt worden. Gießen, den 22. April 1940. Der Rektor: Dr. Kranz. Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Die Prirnanerin". Gloria-Palast, Seltersweg: „Frau nach Maß". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wir alle gehn zum Polterabend". — Obcrhessischer Kunstverein: Ausstellung Walter Kröll 17 bis 18 Uhr im Turmhaus am Brand. DDM.-Untergau 116 Gießen. vetr.: Sanitätskurs. Am Dienstag, 30. April, beginnt im Moeserheim um 20 Uhr ein neuer Sanitätskurs für das BDM.- Leistungsabzeichen. Lattenverfchläge und Lustschuh. $ii der Frage, ob auf Grund des Aufrufes des Luftschutzes die Lattenverfchläge auf den Böden allgemein zu entfernen find, teilt die „Sirene" mit, daß im Sinne der Entrümpelungsverordnung Latten- verschlüge nicht entfernt zu werden brauchen, wenn die dadurch abgeteilten Räume bei Brandgefahr leicht zugänglich sind. Zur völligen Räumung der Dachböden, die unter Umständen die Entfernung der Lattenverfchläge mit sich bringt, bedarf es einer ausdrücklichen Anordnung des örtlichen Luftschutzleiters. Eine solche Anordnung wird aber nur für ganz besonders gefährdete Stadtteile gegeben. Oberhessischer Gebirgsverein, Zweigverein Gießen. Man berichtet uns: Bei herrlichstem Frühlingswetter konnte die Aprilwanderung am letzten Sonntag durchgeführt werden. Don Rodheim aus führte der Weg durch Feld und Wald, an den Mühlen vorbei zum Dünsbachtal. Rach kurzer Raft wander» ten wir das frischgrüne Wiesental, das sich eben mit den ersten Schlüsselblumen schmückt, aufwärts. Zwischen Dünsberg und dem Jsselscheib, am Waldbach entlang und dann auf Feldwegen erreichten wir zur Mittagsraft Krumbach. Rach Mittag überquerten wir den Höhenzug zum Fohnbachtal und wanderten dieses abwärts zur Schlußrast nach Krofdorf. Ueber Gleiberg und Hardt ging die letzte Wegstrecke heimwärts. Sonne und Frühlingsluft, das scheue Reh auf grüner Waldwiese und Mümmelmann allerwärts auf den Feldern haben unser Wander» hcrz erfreut. ♦ ** Ernennung. Der beim Landratsamt Gießen tätige Regierungsassessor Dr. Penzel aus Asch (Gau Sudetenland) wurde vom Führer mit Wirkung vorn 20. April 1940 zum Regierungsrat beim Land- ratsamt in Gießen ernannt. ** Silberne Hochzeit. Am morgigen Mittwoch, 24. April, begehen der Straßenbahn-Hilfskontrolleur Karl L e f ch und Frau, geb. Weitzel, Licher Straße 101 wohnhaft, das Fest der silbernen Hochzeit. Der Jubilar steht feit 1911 im Dienste der Gießener Straßenbahn. Wegen feiner vorbildlichen Pflichterfüllung und feinem verbindlichen und hilfsbereiten Wesen erfreut er sich bei feinen Vorgesetzten, Berufskameraden und darüber hinaus in weiten Be; völkerungskreisen großer Wertschätzung. Dem Jubelpaar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zur silbernen Hochzeit. ** Zwei Achtzigjährige. Am heutigen Dienstag, 23. April, kann Frau Anna Biedenkopf, Witwe, Tannenweg 3, in geistiger und körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag feiern. Das gleiche Jubiläum kann am morgigen Mittwoch Frau Marie Keller, Rvdheimer Straße 49, begehen. Wir beglückwünschen beide Jubilarinnen herzlich. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. * Lollar, 22. April. Am Sonntag wurde der Bauunternehmer Jost Lemmer in seiner Heimat- gemeinde Bellnhausen unter sehr großer Beteili- Sber Einwohnerschaft Aur letzten Ruhe getragen. ner, der sein Baugeschäft erst nach Rückkehr aus dem Weltkrieg in kleinem Umfang gegründet hatte, war es möglich geworden, sein Unternehmen zu einer bedeutenden Höhe zu entwickeln. Die Gefolgschaft der Firma sowie seine Berufskameraden, die Bauunternehmer, widmeten dem Verstorbenen warme Worte des Nachrufes. Die Kriegerkamerad- fchaft Lollar, deren treues Mitglied Lemmer feit langen Jahren war, gab ihrem verstorbenen Kameraden unter sehr großer Beteiligung das letzte Geleit. Der Kameradschaftführer legte bei gesenkter Fahne und einem Abschiedsgruß ebenfalls einen Kranz nieder. + Grünberg, 22.April. Der Gesangverein „Sä n gerkranz" hielt im Gasthaus „Rappen" feine Hauptversammlung ab. Nach dem Chor „Sonnenaufgana" von Cornelius erstattete der Dereinsführer Friedel Schröder einen kurzen Tätigkeitsbericht über das abgelaufene 29. Vereinsjahr. Dabei wurde u. a. erwähnt: die Mitwirkung des Vereins bei verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen, wie WHW.»Konzert, Tag des deutschen Liedes, der Besuch des Wertungssingens in Weiters- hain. Seit Kriegsausbruch ruhte die Sangestätigkeit, nur für besondere Veranstaltungen wurden vereinzelt noch Singstunden abgehalten. Der Verein zählt 51 ordentliche Mitglieder. Die Rechnungsablage ergab einen kleinen Kasse Vorrat. Im Berichtsjahr wurden 42 Singstunden abgehalten. Den meisten Singstundenbesuch hatten folgende Sangesbrüder aufzuweisen: Karl Frank 42; Ludwig Räder 41; Karl Ried und Peter Rock 40; Fritz Kauß 39; Karl Buß jun., Willi Heußner und Heinrich Weber 38; Karl Appel, Heinrich Gehringer V. und Friedel Schröder 36. Von jetzt ab sollen die regelmäßigen Singstunden wieder abgehalten werden. Hingewiesen wurde auf den am 28. April hier stattsindenden Kreissängertag. Ortsgruppenleiter Schütz dankte dem Verein für seine Metallspende, die aus Fah- nenplaketten und mehreren wertvollen Pokalen von Gesangswettstreiten bestand. Der Dereinsführer schloß dann die Versammlung mit dem Gruß an den Führer.Jm weiteren Verlaufe des Abends wurden noch einige Chöre gesungen. Schweinemarkt in Vuhbach. * Butzbach, 23. April. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 381 Ferkel und Springer zum Verkauf. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel bis 32 RM., 6 bis 8 Wochen alte 32 bis 35 RM., 8 bis 10 Wochen alte 35 bis 40 RM. und Springer 45 RM. pro Stück. Das Geschäft war rege, es wurde ausverkauft. öJ.Jporl Mitgliederversammlung im Turnverein Gießen-Klein-Linden. Der Turnverein Klein-Linden 1889 hielt in der Wirtschaft Weller eine Mitgliederversammlung ab. Der frühere langjährige Vereinsführer Karl Weiß leitete die Versammlung. Er gedachte nach der Begrüßung zunächst eines im letzten Jahre verstorbenen Gründers und gab sodann den Jahresbericht, aus dem zu ersehen war, daß der Verein im verflossenen Jahr sein 50jähriges Stiftungsfest hätte feiern können. Zwei der noch lebenden Gründer, nämlich das Mitglied des Aelteftenrats Wilhelm Weigel und der Ehrenvorsitzende Albert Brandenburger, hatten sich besondere Verdienste um den Verein erworben. Ihnen widmete der Versammlungsleiter herzliche Dankesworte und ließ ihnen eine besondere Auszeichnung zuteil werden. In den letzten Wochen wurde der Turnbetrieb dank des Eifers einiger junger Turnkameraden wieder eröffnet. Das Fußballspiel wurde ebenfalls wieder aufgenommen. Den Rechnungsbericht erstattete der Kassenwart Wilhelm Ufer. Die Rechnung zeigte einen kleinen Ueberschuß. Im Haushaltsplan für 1940 sind Fer- tigftellungs- und Reparaturarbeiten an der Gerätehalle im Turngarten geplant. Den in der Versammlung vorgelesenen Einheitssatzungen des NSRL. wurde zugestimmt. Auf Vorschlag des Vorstandes und auf Wunsch der jungen Vereinskameraden erklärte sich der frühere Vereinsführer Karl Weih bereit, wegen der Einziehung des stellvertretenden Vereinsführers den Vereinsführer mit Rat und Tat zu unterstützen. Die Uebungs- stunden für die kommenden Sommermonate wurden für Turner und Handballer neu festgesetzt, die Fuß- ballabteilung übt ebenfalls. Handball der Lezirksmeister. Tv. Anspach — Tv. Hochelheim 6:4 (2:4). Das Hauptereignis des Tages, die Begegnung der beiden Bezirkssieger in Anspach nahm nicht den erwarteten Ausgang. Diesmal hatte Hochelheim das Nachsehen, nachdem Anspach im Vorspiel den kürzeren zog. Dadurch aber ist, weil es ja im Handball keinen Entscheid nach dem Torergebnis gibt, ein Entscheidungsspiel notwendig geworden, das am kommenden Sonntag in Butzbach ausaetragen wird. Die Hochelheimer hatten einen schlechten Tag. Mit Ausnahme der Hintermannschaft, die diesmal auf Scheibe war, wollte es nicht klappen. Abgesehen von der ersten Halbzeit, die einigermaßen gefallen konnte, war während des ganzen Spieles nichts von dem überragenden Können zu sehen, das beide Gegner beispielsweise am letzten Sonntag zeigten. Kämpfe um den Lahnpokal. Die Spiele um den Lahnpokal konnten alle aus- getragen werden. Ein schönes Zeichen dafür, wie ernst unsere Mannschaften die ihnen gestellte gäbe auffassen. Die Ergebnisse: Tv. Lützellinden — Spvgg. 1900 Gießen 19:8 Tv. (Brimingen — Tv. Dornholhausen 8:11 (3:ft Tv. Garbenheim — Tv. Münchholzhausen 6:11 (Z»j Katzenfurt — W.-Niedergirmes 15:2 (8:Z Sp.-G. Gr.-Buseck — To. Launsbach 7:3 (5:j Tv. Heuchelheim — Mtv. Gießen 12:5 (6:2) Lützellinden hat sich endlich wieder einmal A einer Leistung aufgerafft, die erkennen läßt, daß bt Mannschaft nicht ohne Aussichten in die kommend«, Bannspiele geht. — Grüningen hatte gegen Dornholzhausen keine Chance. Immerhin Überrascht bcs knappe Ergebnis. — Die Garbenheimer waren ihre« Gegner körperlich weit unterlegen und konnten unter diesen Umständen nie richtig aufkommen. — Katzen- furt konnte wieder einmal seine derzeitige Stärk unter Beweis stellen. Fußball um die Kriegsmeisterschast Raunheim I. — Wahenborn-Sleinberg I. 6:4 (3:3), Bereits im Vorspiel in Watzenborn-Steinberg erwiesen sich die Naunheimer als recht spielstark und überdies auch als einheitlichere Mannschssj, Dazu kam noch, daß die „Teutonen" infolge Kran!- heit auf drei ihrer bisherigen Spieler verzichte mußten. Die erste Hälfte des Spieles verlief sch spannend. Die 1:0-Führung der Platzmannschait glich Maid aus, doch stand das Resultat bald 31 für Naunheim. Schaumburg hatte während bie|cr Zeit viel Pech, da seine Schüsse stets knapp über die Torlatte strichen. Durch Fett, der eineif (Ulmeter sicher verwandelte, hieß es 3:2 und kurz vor Halbzeit erzielte Schaumburg den Ausgleich. Nach Halbzeit beherrschten die Naunheimer da, Spielgeschehen. Durch den Halblinken ging Naunheim erneut in Führung und baute diese buch zwei Tore von Wagner sogar auf 6:3 aus. Redlus mühte sich der Sturm der Watzenborn-Steinberger ab, dem Spiel noch eine Wendung zu geben, boif mußte zuviel in der Abwehr geholfen werden uit) so war jeder der einzelnen Stürmer mehr ober weniger auf Einzelaktionen angewiesen. Ein solcher Durchbruch des Gästesturmes führte durch Schaum, bürg zum vierten und letzten Treffer. Naunheim gewann dieses Spiel verdient. Klein-Linden I. — VfB. Gießen II 4:3 (1:3). Nach langer Pause trat Klein-Linden wieder mit einem Spiel an die Oeffentlichkeit. Die neu ausgestellte Mannschaft machte einen guten Eindruck, wenn sie auch in der ersten Halbzeit sich noch nicht so recht finden konnte. Die Gäste nutzten die Gelegenheit aus und konnten in der ersten Halh zeit drei Tore für sich buchen, dem Klein-Linden nur ein Tor entgegensetzen konnte. In der zweiten Halbzeit fielen die Gäste stark ab. Die Gastgeber konnten gut aufholen. Ein Eckball, von links getreten, ging direkt ins Gäftetor und führte der Ausgleich herbei. Kurz vor Schluß konnte noch der Halbrechte von Kl.-Linden den Siegestreffer schießeir. Anpabdeln des Wiesecker Kanu-Clubs. Wie alljährlich so fand am letzten Sonntag an den Badenburg das Anpadbeln des Wiesecker Kanu- Klubs statt. Trotzdem eine Anzahl Kameraden zum Wehrdienst eingezogen ist, sanden sich doch 20 Paddler ein, so daß ein schönes Anpaddeln zustande kam. Nach der Flaggenhissung verlas der Gemeinschaftrührer Hugo K r e i I i n g einige Briefe von Kameraden an der Front. Nachdem die Boote klar ge- macyt waren, unternahmen die 15 Boote eine @e-; meinschaftsfahrt lahnaufwärts bis Lollar. Unter*! roegs wurden einige photographische Aufnahme« gemacht, die den Kameraden an der Front über- andt werden. Auf der Rückfahrt wurde mit dem Hebungen für den demnächst in Marburg stattfindenden Kajak-Slalom begonnen und hierbei schoin erfreuliche Leistungen gezeigt. Auch das an her Badenburg sich befindende Wehr wurde von ver» d)iebenen Paddlern befahren. Das sportliche Schau- piel .zog eine große Menge Zuschauer an, so bafc die Wiesecker Gemeinschaft neue Freunde und Mitglieder gewinnen konnte. • Lassen Sie Ihr Los in Der größten und günstigsten Klaffenlotterie Der Welt nicht verfallen! I 9 L-rli der iM1 Luch Q dem vosi Narvik gegen des Stabt un versamme stützt von In norbös finblichen Silben si bal-Ji1 vernichtet- oanger megischen ber Stäbl in beutsch ten bie be unb Lille feinblicher mässe gri norwegist Vor bi Im Seegi bänbe en an. Sie t britlsä portba burch B( ein Iran Branbrou weiten wichtigen Grong von hier ßen. Ba zerstört unb Han genomme erneut ( Malborg wurde d Dielt weiter wegischen in ber h wegen bi fer von 3m w Nisse. ( flärungsf feindliche tand ein. 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