Hreitag, 22. November MV flt General Antonescu in Berlin eingeiroffen letzen wollen. vom 28. Oktober 1940 als die die Er e wissen, was ihrer nach der Befreiung Aegyptens )u F hett idtn H am 6? rte fr ist r tung. I gW lhei>°d in te hen^ imi eM L Heu 34,50: 51,6» rftwit Llnqorns wirtschaftliche Zukunft Die kürzlich in Budapest erfolgreich abgeschlossenen Wirtschaftsverhanülungen zwischen Deutschland und Ungarn bilden einen neuen Meilenstein auf dem Wege zur endgültigen Befriedung im europäischen Großwirtschaftsraum. Insbesondere galten diese Verhandlungen der Auskichtung der ungarischen Wirtschaft auf die Bedürfnisse Deutschlands und Italiens. Diese Ausrichtung der ungarischen Wirtschaft kann sich um so leichter vollziehen, als Ungarn em bedeutendes U e b e r s ch u ß l a n d ist. Das besieht sich zunächst auf den landwirtschaftlichen blick zum Opfer fiel, als er im Kairoter Parlament mit Billigung des Königs Faruk die Nichtkrieg- führung Aegyptens proklamieren wollte, hat die gesamte arabische Welt aufs höchste alarmiert. Englischem Parte , es, ohne sich eren Stelle setzen wollen. Der italienische Faustfchlaa legen das griechische Hehlern es Kairoer Iudenprozesses vor wenigen Iayren, Len die deutsche Partei gewann. Die Juden beherrschen wie überall in der Welt von^ gestern treffe und Geld und haben sich selbstverständlich llen englandfreundlichen Kräften verbunden, weil axas sagen ihnen zu. Sie bekämpfen in echt grie- sischem Partei-Unwesen und Partikularismus bei- "') darüber klar zu sein, was sie an Sektor der ungarischen Volkswirtschaft. Die in Ungarn erzeugten Nahrungs- und Lebensmittel bieten nämlich vortreffliche Ausfuhrmöglichkeiten, und Mar um so mehr, als Deutschland in der Lage ist, durch gute Ankcrufpreise die ungarische Landwirtschaft zu stützen. Durch die Rückgliederung Nordsiebenbürgens hat sich obendrein die landwirtschaftliche Kapazität Ungarns noch be>' deutend erhöht. Von den neuen Gebieten sind 36 d. H. Wald, 21 v. H. Ackerland, 27 v. H. Wiesen und Weiden, 1,6 o. H. Gartenland und 0,4 v. H. Weinland. Auch die nordsiebenbürgische Viehzucht weist beträchtliche und günstige Zahlen auf. So wurden im Jahre 1935 gezählt: 837 000 Rinder, Nb k 'S I 357 000 Schweine, 1 300 000 Schafe, 180 000 Pferde. Trotz der ertragreichen Produktion der ungarischen Landwirtschaft ist noch eine weitere Entwicklungsmöglichkeit vorhanden. Neue Methoden in der Verwertung landwirtschaftlicher Produkte, der Heber- gang zur intensiven Bewirtschaftung, die Pflege des Jndustriepflanzenbaus, die Motorisierung der Landwirtschaft und die Umstellung vom Weizenbau auf Futtermittelpflanzen, — alle diese in Angriff genommenen Pläne sichern der ungarischen Landwirt-, schäft auf lange Sicht reichen Ertrag und Gewinn. Hierher gehört auch die wachsende Ausfuhr von Oelsaaten u,nd Faserstoffen. So führte Ungarn im Jahre 1939 aus: 152 000 Doppelzentner Oelsaaten und 166 000 Doppelzentner Faserstoffe. Ferner werden in großem Umfang Flachs und Hanfstengel, Hanfwerg und Zirokstroh ausgeführt. Und endlich wurden bei den in Budapest geführten deutsch-ungarischen Wirtschaftsoerhandlungen vielversprechende Abmachungen über den Austausch wissenschaftlicher und praktischer Erfahrungen bet Saatgut, Süßlupinen, Grassamen, Heilpflanzen, Obst. Geflügel und Eiern getroffen. Aber Ungarn ist nicht nur reif an landwirtschaftlichen Produkten. Es besitzt auch viele wertvolle Rohstoffe in Gestalt von Kohle, Erze, Erdöl, Pyrit, Kuviererz, Quecksilber. Blei und Zink. Dieser Rohstostreichtum hat zum Aufstieg der ungarischen Oelproduktion und zur Hebung der ungarischen Textilindustrie geführt. So sind also die Grundlagen für eine blühende wirtschaftliche Zukunft Ungarns/ aX vollem Maße gegeben. Notwendig wird allerdings sein, daß sich Ungarn — wie anfangs angeführt — tatsächlich auF die Bedürfnisse Deutschlands und Italiens ausrichtet. Berlin, 22. Nov. (DNB.Funkspruch.) Am Freitagvormiltag trafen bet rumänische Staats- sührer General Antonescu und der rumänische Außenminister $ t u r b 3 a auf XSinlabung ber Reichsregierung zu einem mehrtägigen Deutschlanb- besuch auf bem Anhalter Bahnhof in Berlin ein. 3n ihrer engeren Begleitung befanben sich neben bem rumänischen Gesandten in Berlin Gracia- nu, ber bis an bie Grenze entgegengefabren war, wirtschatfsmiuister Cancicor, Arbeitsminister Jauscinski, ber Staatssekretär für propa- ganba, Constant, ber Staatssekretär im Finanzministerium papanace, Professor p a n a i - tescu, Rektor ber Universität Bukarest, ber Generalsekretär im Innenministerium. B i r i s. ber Direktor ber presseabteilung. IHinifterialbireftor IHebrea, ber Chef ber Legionärspresse Direktor Banba, Kabinettschef Oberst Diaconescu sowie Blajor Marin, ber Adjutant bes Staatsführers. Der Reichsaußeuminister von Ribbentrop hieß ben rumänischen Staatsführer auf bem Bahnsteig herzlich willkommen. Generalfelbmarfchatt Leitet. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Reichspressechef Dr. Dietrich unb weitere sich- renbe Vertreter von Staat, Partei unb Wehrmacht waren zur Begrüßung auf dem Bahnhof erschienen. Der rumänische Gesandte Baler P 0 p, ber sich in besonberer Mission in Deutschlanb aufhält, unb ber italienische Geschäftsträger, Botschaftsrat Zam- b 0 n i, hatten sich gleichfalls eingefunben. General Antonescu unb ber Reichsminister bes Auswärtigen von Ribbentrop schritten bie Front ber Chrenkompanie ab. Dann geleitete ber Reichsmiuister bes Auswärtigen ben rumäni- General Antonescu. — (Scherl-Bilderdienst-M.) nant befördert war, als Oberleutnant gegen die Bauernrevolte im Gebiete der Moldau eingesetzt N >fo- 'N m' * ung, m 11- non e r, ir >«1 fiilta m k lölligi mü $Gjl )ert -Mi ckiz- rdenr m m -on $ Slfliii- Lifbok’ 5 HM ÜcktN t!'üli tDiirbf • s bi* »inet einer > •Jiel 16 Ü! ß? esi: «Ü ) N Mi Oer Conducaior. Der zum Staatsbesuch in Deutschland eingetroffene Führer der Rumänen, General Antonescu, hat, wie Franco in Spanien, die nationale Bewegung zum Durchbruch gebracht und sich mit den eigentlichen Trägern dieser Bewegung, der aus dem Volke heraus gewachsenen Legionärsbewegung, identifiziert, obgleich der General im eigentlichen Sinne dieser Bewegung nicht angehörte. Seine Freundschaft mit dem selbstlosen Führer dieser Bewegung, mit Codreanu, der auf Befehl des Exkönigs Carols ermordet wurde, war für chn bestimmend, wenn auch die Wurzeln seines Nationalismus tiefer lagen. Als Antonescu, nachdem er 1904 zum Leut- n. , W' bin- r MS"! gioiiW iHi.4 -s Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr hesBormittags Amzeigen-Pretter Ätweiflentetl 7 Nvi le mm bei 22 mm Zeilenbreite, $ertted 50 Rot. te mm bei 70 mm Heilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstastell Abschlüsse Mengenstassel B Plavvorscdritt < vorherige Vereinbarung) 25'',. ment scheu Staatschef zum Schloß Bellevue, wo ber Chef ber präfibialfanjlei bes Führers Staatsminister Dr. Meißner bep Gast empfing. Sie deutsche Volksgruppe inZiumänien. Bukareft, 21. Nov. (DNB.) Staatsführer und Ministerpräsident General Antonescu hat im Anschluß an eine Besprechung mit dem Führer, der Deutschen Volksgruppe in Rumänien, Andreas Schmidt, die Deutsche Volksgruppe in Rumänien zur juristischen Person öffentlichen Rechts erklärt. Der Deutschen Volksgruppe in Rumänien gehören danach alle rumä- liischen Staatsbürger an, deren deutsche Volkszugehörigkeit feststeht auf Grund ihres B e - kenntnisses zum deutschen Volk, das von feiten der Bolksgruppenführung anerkannt wird und auf Grund dessen sie in dem Nationalkataster der Deutschen Volksgruppe in Rumänien eingetragen sind. Mit Billigung des Führers des nationallegionären Staates erläßt die Deutsche Volksgruppe in Rumänien zur Erhaltung und Kräftigung ihres nationalen Lebens vjerpslich- t e n d e B e st i m m u n g e n für ihre Angehörigen. Die Deutsche Volksgruppe in Rumänien kann neben den Farben des rumänischen Staates die Flagge des deutschen Volkes hissen. Lustirminister in München München, 22. Nov. (DNB. Funkspruch.) Zur 1 Teilnahme an ber Jahrestagung ber Akabemie für deutsches Recht traf Freitag vormittag Graf Dino Granbi, ber Justizminister Italiens unb präfibent ber Kammer ber Fasci unb Korpora- ■ tionen, in München ein. In feiner Begleitung be- 1 finben sich Exzellenz b'Amelio. Generalbirektor Tal- ? vachia. Professor lo Derbe unb Oberlandesgerichts- ■ rat Dr. Giglio. Ehrftbeint täglich, auhet Sonntags und feiertags veilagen: Die Illustrierte Gießener sFamilienblätter Heimat lmBild DieS-cholle Mouats-'Be^ugSvreiS: Mit 4 Beilagen NM 1.95 ^bue Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr « 25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen 'Nummern nfolfif höherer Gewalt -rernsvrechanschlun 2251 hrabtanschrist:„Anzeige^ Postscheck 116«- Krankl. M Hu bedachten. Antonescu kam in den Generalstab und erwarb im Weltkriege durch persönliche Tapferkett die höchste rumänische Auszeichnung, den Orden „Michaels des Tapferen". Nach dem Weltkriege wurde er Militärattache in London, 1930 Dim'stonsgeneral, 1933 Generalstabschef des rumänischen Heeres. Damals näherte sich der hervorragend begabte Offizier der Eisernen Garde Codreanus, aber die geheimen Cliquen, die König, Carol in ihre Netze gezogen hatten und die durch die jüdische Madame Lupescu, des Königs Freundin, regierten, verfolgten den bei der Armee und dem Volke beliebten ' Offizier mit ihrem Haß. Er wurde fchliehl'ch in die Provinz versetzt, aber als der Dichter Octavian G 0 g a den Versuch machte, eine nationale Regierung einzurichten, rief er seinen Freund als Minister für Landesverteidigung nach Bukarest zurück. Nach sechs Wochen war das Kabinett Goga gescheitert, die anonymen Mächte hatten triumphieü, und damit war auch Antonescu erledigt. Im Prozeß gegen Codreanu nahm er sich warm des Angeklagten an und antwortete auf eine Frage des Gerichtsvorsitzenden, ob er Codreanu für einen Landesverräter halte, mit der erstaunlichen Gegenfrage: „Glauben Sie etwa, daß General Antonescu mit Landesverrätern verkehrt?" Der General wurde Die griechische Lehre für Aegypten Don unserem ^.-Sonderberichterstatter Die Säuberung Griechenlands von den Englän- dern gilt in Kairo als Beweis dafür, daß der Kampf um Aegyptens Befreiung in voller Entwicklung ist und sehr viel größere Ausmaße und ausholendere Bewegungen mit sich bringt, als Großbritannien sich das erträumt hat. Griechenland ist für Aegypten nur eine Episode im Kampf um den Suezkanal. Das italienische Zupacken hat Edens Anstrengungen in Aegypten $ur Lächerlichkeit verurteilt. Der englische Kriegsminister sah sich um die Erfolge seiner Reise in dem Augenblick betrogen, als er fälschlich glaubte, die ersten Erfolgsmeldungen nach London drahten zu können. Der sensationelle Tod des ägyptischen Ministerpräsidenten Ha s - f an Sabri Pascha, der dem ruchlosen Wirken des brittschen Intelligence Service in dem Augen- einander ab; in der Frage ,^rieg an der Seite Englands?" sind sie sich alle einig. Diese Volksmehrheit ist es, mit der Herr Eden den Kampf um Aeayptens Kriegseintritt aufzunehmen versucht hat, diese Kräfte sind es, die Aegypten bisher aus dem Krieg herausgehalten und z. B. dem Edenfchen Verlangen, das Parlament schon vor dem turnusmäßigen 14. November einzuberufen, erfolgreich widerstanden hatten. Jede Schachfigur, die England Diese teils freimaurerischen, teils jüdischen, teils euch nur aus Geldgier wohlfeilen Politiker rings im Achmed Mäher fühlen sich nicht mehr wohl in hrer Haut. Wenn ihre Sache schief ausgeht, dann rt es auch um sie geschehen. Sie folgen den erhal- tnen Befehlen und schreien laut nach Kriegsein- tritt, aber sie fürchten diesen Kriegseintritt mehr cis alle anderen. Deshalb ist ihnen bei der Nachricht von der neuen Bedrohung der englischen Portion, diesmal in Griechenland, der Schreck in die Glieder gefahren. Die Saadiften traten sofort zu einer Sondersitzung zusammen, konnten sich aber augenscheinlich nicht einigen. Im Hause Achmed Mähers Dar eifriges Kommen und Gehen. Er selbst fuhr schon am Mittag des 28.10. zu Eden in das Semi- ramis-Hotel, wo es wimmelte wie an Großkampftagen im Hauptquartier. Die Einzigen, die das italienische Zupacken mit teils versteckter, teils offen zur Schau getragener Freude begrüßten, waren die N a t i 0 n a I i ft e n n Aegypten. Diese ägyptischen Nationalisten sind - richt eine Partei, sie beschränken sich nicht nur auf He Wafdisten? Die nationale Parole geht heute turch alle Parteien und Schichten, vom Königshaus herunter bis zum Fellachen. Sie hat d a s ranze Volk in feiner erdrückenden Mehrheit er» I ptzt. In den innenpolitischen, wirtschaftlichen und nanchen anderen Schattierungen weichen sie oon- Anläßlich der Aufnahme Ungarns in den Dreimächtepakt empfing der Führer tm Schloß Belvedere in Wien in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop die Staatsmänner Jta- liens Japans und Ungarns, die bei der Unterzeichnung des Protokolls zugegen waren. — Unser Bild „jät'von links den Führer, den ungarischen Ministerpräsidenten Graf Teleki, den italienischen Außenminister Graf Ciano, den ungarischen Außenminister Graf Csaky und den japanischen Botschafter Kurusu Weiter rechts Generalfeldmarfchall Keitel und der ungarische Gesandte in Berlin, S z t 0 j a y. — (Presse-Illustrationen Hoffmann-M.) yg. Jahrgang Nr. 277 ÄTO Z> ./U Q Mi! GietzenerAMM ■'S ■' tj di.; in k ; «.ä«' General-Anzeiger für Gberhessen “ssäss“ wurde, hatte er den strikten Befehl des Oberkommandierenden, des Generals Averescu, mitleidslos die „Rebellen" niederzukartätschen. Aber der junge Oberleutnant, aus einer alten Offiziersfamille entsprossen, kannte genau die Gründe, die diese armen Bauern der Moldau zur Revolte getrieben hatten. Die Bojaren, die Großgrundbesitzer, die in Bukarest oder Paris ein Luxusleben führten, hatten die Bauern durch die Ansprüche ihrer Verwalter bis zur Verzweiflung getrieben, und die Juden, die Wucherer und Besitzer der Branntweinschänken Bauernschaft noch mehr verelendeten, waren die eigentlichen Nutznießer dieses Massenelends. Es gelang Antonescu, durch ruhige Vorstellungen Bauernschaft von Gewalttaten zurückzuhalten. hatte kein rumänisches Blut zu vergießen brauchen, und die nationalen Offizierskreise Rumäniens wurden auf ihn aufmerksam, während die Bojaren unb die Judenschaft Rumäüiens ihn mit ihrem Haß egen das griechische Hehlertum zu Englands Gun- : ten hat sie völlig durcheinander gebracht. Daß Grie- • henland zu feinem Unglück sich England verschrieb ' mb somit in den englischen Krieg mitverwickett □urbe, stellt die Griechen Aegyptens vor Aufgaben, i enen sie sich weder gewachsen fühlen, noch zeigen. । )iese levantinischen Griechen sind keine „Balikari", ote sie in ihrer Sprache die Frontsoldaten, die Lriegshelden nennen. Alles in ihnen ist das Gegen- eil von dem, was wir unter soldatischen lügenden verstehen. Sie sind geschäftstüchtig, Individua- rften, redebegabte Vielparteienpolitiker. Was sie um einen Preis ertragen wollen, find Disziplin und oldattsche Auffassung. Sie sind Konkurrenten ! er Geschäftswelt der Aegypter, der dort lebenden Italiener, die ihnen an Kopfzahl unter allen Baftüöltern des Nillandes am nächsten kommen: le wollen sie überflügeln, übervorteilen, aber um dnen Preis sich mit ihnen ober mit sonstwem chlagen. Deshalb kann man nur mit einem Lächeln ie lautsprecherische Propaganda der Engländer Imitieren, die uns jeden Tag höhere Ziffern der riechischen Freiwilligenmeldungen in Aegypten vor- 2tzt. Am ersten Tag waren es 3000, dann 8000, beute 20 000 Griechen in Alexandrien und Kairo, ie sich angeblich unter die siegreichen britischen Mahnen geschart hätten. In Wahrheit befinden sich ie Griechen Aegyptens in h ö ch st e r Ver- egenhei 1. Mit ihrer Athener Regierung sind ie uneinig, als Soldaten kämpfen wollen sie nicht, m wenigsten auf englischer Seite und gegen die Achsenmächte. Sie wissen, daß sie allen Anlaß laben, es vor allem mit den Italienern nicht zu lerberben, deren siegreicher Einzug in Aegypten fron jedem, außer von Engländern und Juden, erwartet wird. Graziani wird sich durch die britischen Lropagandaziffern der griechischen Freiwilligen in ilegypten nicht- stören zu lassen brauchen.. Nicht viel weniger mißtönend schlug die Nach- ücht des italienischen Einmarsches in Griechenland : e i de r ägyptischen I n t e r v e n t i 0 n s- ’ art ei ein, jener kleinen Minderheit, die der britischen Botschaft ihr Ohr leiht und ihre Hand ur Entgegennahme der Pfundscheine entgegenhält. Ran kann eigentlich nicht von einer Partei sprechen; üllch die Saadistenpartei steht nicht mehr cis solche den Engländern zur Verfügung, viele 'Zarteianhänger find inzwischen hinsichtlich der Fraar des Eintritts Aegyptens in den Krieg an Englands Seite anderer Meinung geworden. Dte Dirklichen Interventionisten sind zu einer kleinen Clique wohlfeiler Politiker zusammengeschmolzen, fcie teils direkt der enalischen Botschaft, teils frei» nourerischen und jüdischen Einflüssen hörig sind. Der Kammerpräsident Achmed Mäher Pascha ft Großmeister der ägyptischen Loge und folgt den Zefehlen englischer Hochlogen. Die bemerkenswert :ar£e Judenschaft Aegyptens machte feit je ion sich reden. In Deutschland erinnert man srch Kairoer Judenprozesses vor wenigen Jahren, verliert, ist chnen recht, jeden Prestigeverlust begrüßen sie, denn sie erwarten davon die Beschleunigung der Befreiung Aegyptens. Deshalb kam ihnen die Nachricht vom italienischen Einmarsch in Griechenland hochwillkommen. Sie versprechen sich von ihm eine Verschärfung der britischen Atemnot im «qmme uLuuqiyc uu|= Vuuji« v..o Orient, einen Druck auch von Norden auf Eng-1 land scheut kein Mittel, um auch die terrorisierten lanbs Position in Aegypten, die durch Graziani Aegypter nach griechischem Muster vor den Knegs- schon von Westen bedroht ist. 1 mögen ber britischen Plutokratie zu spannen. Ast der ägyptischen Grenze, tm November 1940. Unwillkürlich ist sich in diesen Tagen ganz Aegyp- en darüber klar: Der griechisch-italienische Konflikt ft ein^Lehre für uns! Mit dieser Erkennt- is hatten in erster Linie die an 100 000 Seelen arten griechischen Kolonien in Aegypten, eren größte in Alexandrien sitzt, zweifellos blecht. Diese Griechen sind die st ä r k st e unter ben Zastminderheiten Aegyptens, oft begüterte, vielfach schwerreiche Levantiner, die auf Grund hrer Finanzkrast, ihrer Presse, ihrer Vereine sowie licht zuletzt ihrer freimaurerischen Verbindungen ahlreühe Einflüsse auj regierende Kreise des Gask- inbes auszuüben wissen ober versuchen. Sie sind, jte wohl alle Griechen in ber Welt, heimattreu, b. h. e behalten ihre griechische Sprache, ihr Schulwesen, i)re Verbinbung zum Mutterland bei. Wodurch sie ch aber von ihm unterscheiden, ist bie Politik. Sie nb Demokraten, „Denizelisten", wie sie sich auch leute, viele Jahre nach bem Tode des Demagogen Venizelos, noch mit Stolz nennen. Weder Die Nonarchie in Griechenland noch das Regime Me- verhaftet, seines militärischen Ranges enthoben urib in dem einsamen Kloster von Bistritza in der kleinen Walachei unter Zwangsaufenthalt gestellt Co- dreanu wurde au» Befehl des Königs Carol ermordet. Rumäniens Plutokratie und Iubenichaft regierten ohne Parlament gegen die nationalen Gewalten. General Antonescu faß in seinem cinfamen Zwangsaufenthalt, aber immer stärker jetzten die nationalen Rumänen ihre Hoffnung auf chn. Er sollte sie von der oerjudeten Hofkamarilla befreien und die Legionärsbewegung zum Siege führen. Erst im September, als der Großmannstraum der Hofkamarilla und des Königs ausgeträumt, als Bessarabien verloren gegangen war und weiteres auf dem Spiel stand, kam seine Stunde. König Carol rief ihn, aber damit war das Ende dieses Monarchen, der Rumänien wie ein orientalischer Despot regiert hatte, gekommen. Antonescu zwang ihn, in der Nacht zum 6. September 1940 zurückzutreten und Rumänien mit seiner Geliebten zu verlassen. Die Flintenkugeln der empörten Legionäre verfolgten den Luxuswagen, mit dem der König und Die Drahtzieher eines zusammengebrochenen Regimes über die Grenze flüchteten. Die nationale Bewegung, so reich an Märtyrern, hatte auch in Rumänien gesiegt. General Antonescu als Conducator, als Staats- führer, hat zusammen mit dem Führer der Eisernen Garde, Horia Sima, den nationallegion ä- ren Staat begründet. Er war es auch, der die Bitte an die Reichsregierung um Entsendung einer deutschen Militärmission nebst Lehrformationen richtete. Dieser Bitte wurde am 13. Oktober entsprochen Der Schritt Antonescus war in erster Linie bedingt durch die ständige Gefährdung des wichtigsten rumänischen Nationalbesitzes, der Oelquellen, durch die Sabotageakte englischer Geheimagenten, die im engsten Einvernehmen mit der englischen Gesandtschaft in Bukarest arbeiteten. Mit dem Erscheinen der deutschen Militärmission waren deren Tage in Rumänien gezählt; auch die englische Gesandtschaft packte nach einigem Zögern ihre Koffer, nachdem sie erkannt hatte, daß ein nationallegionäres Rumänien für britische Kriegsausweitungspolitik kein Feld mehr war. Die Politik der Regierung Antonescu ist im Gegensatz zu ihren Vorgängern darauf abgestellt, den rumänischen Staat im Innern von allen Feinden, vor allem auch den Juden, zu säubern und nach außen hin ihn in das reformierte Europa unter der Führung der Achsenmächte so einzujügen, daß er nicht mehr ein unter fremdem Einfluß stehender Brandherd, sondern ein Mitarbeiter am neuen Europa wird. Dabei hat General Antonescu in klarer Erkenntnis der Grenzen der rumänischen Kräfte die notwendigen Folgerungen aus denjenigen Gebietsabtretungen, wie Teilen Siebenbürgens und der Dobrudscha gezogen, die als Revision der Pariser Dorortdiktate im Sinne der Neuordnung Südosteuropas unvermeidlich waren. Wiederholt hat Antonescu es ausaefvrochen, daß Rumänien nur an der Seite der Achsenmächte die Fehler wieder gutmachen kann, die das Carol-System und seine teils fremdländischen, teils fremdrassigen Anhänger verschuldet hatten. Zu diesen Fehlern gehörte auch die ständige Unterdrückung der in Rumänien ansässigen Volksdeutschen. In dieser Frage begann Antonescu bereits am 15 Oktober Wandel zu schaffen, indem er in einigen siebenbürgischen Städten mit volksdeutscher Bevölkerung deutsche Bürgermeister bzw. Dizebürgermeister in die Leitung der Gemeindeverwaltungen berief. Gerade jetzt gab er den Volksdeutschen das volle Organisationsrecht sowie den Rang einer Körperschaft des öffentlichen Rechtes. Frankreichs Interesse für die Aktivität der Achse. Vichy, 21. Noo. (Europapreß.) Die französische Presse zeigt ein wachsendes Interesse für die diplomatische und militärische Aktivität der Achsenmächte. Die gesamte Presse spricht sich für die Konzeption der europäischen Gemeinschaft ausschließlich Großbritannien aus, welches man vor die vollendete Tatsache stellen müsse. Die großen französischen Blätter schenken der Initiative Spaniens, den Folgen der deutsch-russischen Unterredungen, dem Zusammen- treffen des Führers mit König Boris von Bulga- rlen sowie dem Beitritt Ungarns zum Dreimächte, pakt größte Beachtung. Kardinal Baudrillart, Rektor des Katholischen Instituts von Paris und Mitglied der Aca- o&nie Fran^aife, der die drei letzten kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und Deutschland miterUbt hat, forderte in einer in Frankreich geradezu als sensationell empfundenen Erklärung alle Franzosen auf, sich der Politik Marschalls P £ t a i n anzufchließen und ihm auf seinem Wege der Zusammenarbeit mit Deutsch- land Folge zu leisten. 3rW bleibt bei seinem Äein. N e u y o r k, 21. Nov (DNB.) Ministerpräsident d e Valero erläuterte die Gründe, wegen deren Irland die Flottenbasen an England nicht abtreten könne. Die irischen Häftn seien seinerzeit von den Engländern gegen den Willen des irischen Volkes einbehalten worden Mit der Rückgabe habe man an Irland nur fein Eigentum wiedergegeben 1938 sei eindeutig klargelegt worden — sowohl im britischen wie im irischen Parlament —, daß die Rückgabe absolut und bedingungslos fei. Die Frage berühre Irlands nationale Integrität und den Willen des Volkes ebenso wie die eigene Sicherheit. Händige Irland die Häfen England aus, so würde es selb st direkt in den Krieg mit allen Folgen einbezogen. Zu Pressemeldungen, daß die USA. Irland zur Verpachtung überreden wollten, sagte de Dalera, es gebe nur eine Antwort, und zwar die von ihm genannte. Wenn die USA. selbst sich aus dem Kriege heraushalten wollten, könnten sie Irland nicht zu einem Schritt ermutigen, der es in den Krieg verwickeln würde. Menschen- 'und materialmäßig habe Irland eine stärkere Verteidigung als je zuvor, die Verteidigung werde beständig ausge- baut. Wenn die Ausrüstung nicht so vollständig fei wie notwendig, so sei das nicht Irlands Schuld Im Falle eines Angriffes beftnde sich Irland mit dem Angreifer im Kriege. Die Frage, ob Irland feine Neutralität für d i e Rückgabe Nordirlands ausgeben würde, sei gleichbedeutend mit der Frage, ob man das Recht auf Frei, heit für dos Recht auf Einigkeit opfern sollte Die irische Nation habe ein Anrecht auf beides und wolle nicht eines für das andere opfern. Um die USA.-Stühpunkte in Uruguay Rom. 21 Nov. (Europapreß.) Der Präsident der Republik Uruguay hat in einem föri/r^n den aus Protest gegen die Stützpunktpolitik zurückgetre- tenen Erziehungsminister dargelegt, daß formale Verhandlungen nut den Vereinigten Staaten von Nordamerika über die Stützpunktfrage noch nicht begonnen hätten. Wenn sie eingeleitet werden sollten beabsichtige die Präsidentschaft, ihnen jene O e f f e n t l i ch k e i t zu geben, wie sie die Verfassung oorsehe. Der nordamerikanische Marrne- minister Knox gab bekannt, daß die der „A t - l a n t i k Patrouille" der Vereinigten Staaten zugeteilten Kriegsschiffe bereits auf den von England erworbenen Stutzpunkten auf den Bermuda- Inseln und Trinidad stationiert feien. Angriffe auf Geleitzüge bei Gibraltar Algeciras, 21. Noo. (Europapreß.) Ein grö. zerer Geleitzug, der am Mittwochmittag Gibraltar Noch hat sich England von dem vernichtenden Schlag auf Coventry nicht erholt, noch schwelen und glühen die Trümmerhalden ausgedehnter Industrieanlagen und Werkhallen, da setzt die deutsche Luftwaffe bereits zu neuem schwersten Angriff auf die Insel an. Das Trommelfeuer auf die großen Rü. stungszentren wird in atemloser Pause fortgesetzt. Wieder brummen schattengleich die Leiber un« zähliger Kampfmaschinen gen England, Geschwader um Geschwader fliegt wieder an. lieber eine endlos scheinende, weißwogende Wolkendecke geht der Kurs. Verdeckt sind die Fluten der Nordsee und des Kanals. Aber wir wissen unser Ziel auch so zu finden. Bald wandern tief unter uns Helle Kreise unruhig aus der Wolkenschicht hin und her: Scheinwerferbatterien, die bei diesem Wetter vergeblich versuchen, uns in ihre Kegel zu bekommen. Sie bringen mit ihrem Licht heute nicht durch. Dafür ballert die feindliche Flak auf Geratewohl in die Höhe. Standortbestimmung. Wenige Minuten nur noch, und wir müssen am Z i e l o r t sein. Heftiger und massiver spritzt das Feuerwerk der Abwehr auf allen Seiten. Ein rötlicher Schein wird gleich daraus voraus sichtbar, der schnell an Helligkeit zu- nimmt. Dann reißt die Bewölkung mit einem Schlage auf Irn hellen Schein des Mondes liegt unten das Land. Jetzt sehen wir deutlich Birmingham. Zahllose riesige Brände lodern und wüten dort unten. Irn weiten Umkreis leuchtet und Hadert es blutrot im Stadtgebiet. Kilometerhoch steigen mächtige rötlid) schimmernde Qualmsäulen in den Himmel. Der Wehrmachtbericht vom Donnerstag. Berlin, 21. Nov. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die deutschen Schnellboote haben in zahlreichen Kämpfen mit überlegenen englischen Streitfragen seit Kriegsbeginn eine große Anzahl feindlicher Kriegsschiffe mit einem Rauminhalt von 11300 Tonnen, darunter sechs Zerstörer und zwei U- Boote, versenkt. Der durch Schnellboote versenkte Handelsschiffsraum beläuft sich feit dem Einsatz der Boote im IDeftraum auf 212 000 BRT. Erst jetzt ging erstmalig ein deutsches Schnellboot bei einem Borsioß gegen die englische Ostküste im Kampf mit mehreren englischen Zerstörern verloren. 3n der Nacht zum 20. November setzte die Luftwaffe über den bereits gemeldeten Luftangriff auf Birmingham hinaus ihre BergeHungs- flüge gegen London fort Weitere Angriffe richteten sich gegen die Hafenanlagen von Weymouth, auf Northampton, Bournemouth und andere kriegswichtige Ziele. 3m Laufe des Tages beschränkte sich infolge der Wetterlage die Tätigkeit auf bewaffnete Luftaufklärung. 3n der Nacht zum 21. November griffen britische Flugzeuge in West- und ~ Nordfrankreich einige deutsche Flugplätze an. Kein einziges Ziel wurde jedoch getroffen. Auch Angriffe auf einige Orte in Westdeutschland waren ohne nennenswerten Erfolg. Lediglich in einem Hüttenwerk wurden eine verließ, wurde von der Lust aus angegrif«! i e n, wie aus starken Bombenexplosionen zu vernehmen war. Drei Flugzeuge konnten über Gibraltar beobachtet werden, ohne daß es möglich war, deren Nationalität sestzustetten Ein weiterer Geleit- zug von 22 Handelsschiffen, der Gibraltar in Begleitung zweier englischer Kriegsschiffe und anderer bewaffneter Einheiten verließ, brauchte sieben Stunden für bie kurze Fahrt durch die Meerenge von Gibraltar bis er den Atlantischen Ozean erreichte. Er wurde ebenfalls von feindlichen Streitkräften angegriffen und mußte längere Manöver ausführen, um der Gefahr zu entweichen. Das ist die Arbeit unterer Geschwader, die vor uns gewo-rfen hoben. Seit Stunden schon rollt in unaufhörlicher Folge der vernichtende Angriff auf das Rüstungszentr^ni, seit Stunden heulen Bomben schwerer und schwer st er Kaliber auf Almniniumwerke und Flugzeugfabriken, auf Sperrballonlager und Gummireifenwerke Hunderte und aber Hunderte, jede von ihnen haargenau geworfen in das befohlene Ziel. Zwischen den Brandherden aber blitzt es Sekunde um Sekunde von neuem auf, weitere Explosionen gehen hoch. Kameraden von uns werfen bereits. Starr hängen unsere Augen auf diesen Hexenkessel, auf dem Hunderte von Scheinwerferkeaeln herumfahren und das Sperrfeuer der Flak die Luft ständig durchzuckt. Verzweifelt suchen die Tommies sich der Angreifer zu erwehren, umsonst. Jetzt sind wir mitten über der Stadt. Wir zählen die Brände: 9 — 10 — 15 — 17, das sind nur d'.e großen. In der Nähe des Marktplatzes wütet ein besonders großer Brand. Mächtige Flammenläulen züngeln in die Höhe. Der Feuerschein ist so stark, daß Im weiten Umkreis Straßen, Gebäude und Plätze fast taghell erleuchtet sind> Genau kann sich der Beobachter orientieren. Er hat das Kartenbild vor dem Einsatz sorgfältigst studiert. Eine kleine Kurve noch, jetzt liegt unser Ziel im Kurs. Wurf! Dann mit Vollgas weg von der Stadt. Es war genau Mitternacht, als wir geworfen haben. Wenige Minuten nach uns werden neue M a - s ch i n e n über Birmingham sein und das Werk der Vernichtung vollenden helfen. Werkhalle und eine Gasleitung getroffen. Der entstandene Schaden wurde in kürzester Zeit durch das Eingreifen des Werkschutzes behoben. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Die deutsche Lustdlockade. Englands lebenswichtige Handelswege werden gesperrt. N e u y o r k, 21. Nov (DNB.) Sunday Times schreibt, daß trotz der aufmunternden Handlungen der englischen Luftstreitkräfte und der Marineluftwaffe, insbesondere im Mittelmeer, für England eine neue große unmittelbare Bedrohung aus der Luft entstanden ist, nämlich die deutsche Luft- bl o ck a d e , die die deutsche Luftwaffe an der irischen Küste durchzuführen versuche. Der Untergang des englischen Ozeandampfers „Empreß of Britain" mit 42 000 BRT sei das Ergebnis eines vorzüglichen Zusammenarbeitens zwilchen Luftwaffe und Unterseeboot gewesen Erst vor kurzem sei ein weiterer großer Frachter, der aus Arne- rika kam, angegriften worden und im Atlantischen Ozean gesunken Im Zusammenhang mit der Konzentrierung einer großen Anzahl deutscher Fernbomber und Flugboote in der Nähe von Brest müsse man eine noch größere Entwicklung der deut- scheu Operationen erwarten, die das Ziel hätten, den Schiffsverkehr von Amerika nach England zu stören. Dieser Handelsweg sei für die Insel England die Lebensader. Sein Bedürfnis sei wie noch nie gestiegen. Zur Zeit gäbe es nur zwei Kampfmittel gegen diese Gefahr, nämlich die Verstärkung der Flak- abwehr und eine Bombardierung der deutschen Volksiumsarbeii im Westen. Wenn wir in diesen Wochen immer wieder von Den großen Umsiedlungen der Volksdeutschen aus Osteuropa lesen, vergessen wir nur allzuteicht, daß auch in den Gebieten vor der bisheri« gen Westgrenze des Reiches deutsches Volkstum einen zähen und opjervollen Kampf um die Erhaltung seiner Art und seiner Rechte führte. Man hat bei uns von diesem Kampf vielleicht weniger gehört, aber er wurde dennoch jahrelang mit entschlossenem Einsatz geführt. Als der VDA. (Volks, bunt) für das Deutschtum im Ausland) Ende Oktober seine große Hauptversammlung in München abhielt, erschienen auch die volkstumsbewußten Vertreter des germanischen Westens und legten Zeug, nis ab von ihrer Verbundenheit mit dem deut- chen Volk im Reich. Besonders eindrucksvoll war das deutsche Elsaß vertreten, es hat einen tiefen Eindruck hinterlassen, als die Führer der Heimattreuen Front von Not und Verfolgung ihrer Kampfjahre berichteten. Sie, die an der Seite ihrer deutschbewußten Landsleute so viel Leid getragen und so schwere Opfer gebracht haben, die alles, Freiheit und Leben, für die deutsche Sache eingesetzt laben, erleben heute die Krönung, ihres Kampfes: die Heimkehr ihrer geliebten elsässischen Heimat ins große Deutsche Reich. Einer freilich war nicht mehr leiblich in München anwesend: Karl Roos, der zu Anfang dieses Jahres unter französischen Kugeln seine Treue zur Heimat mit dem Tode be- iegelte. Aber sein Geist lebte in der Elsässerkund- lebung in München, zu deren eindrucksvollsten Augenblicken die Ehrung dieses elsässischen Märtyrers für die deutsche Sache gehörte. Der Volkstumskampf kennt keinen Stillstand; denn jedes Nachlassen bedeutet hier Verzicht und Rückzug. Wir aber sind es den Kämpfern, die in der vordersten Linie die Front des Deutschtums halten, schuldig, die erforderlichen Mittel zur Fortsetzung ihres Kampfes bereitzustellen; denn auch hier darf die Heimat die Front nicht im Stiche lassen. Wie kann die Heimat ihre Pflicht im Volks, tumskampf erfüllen? Indem sie freudig und reichlich das Geld zur Verfügung stellt, ohne das sich die mannigfachen Aufgaben der Volkstumsarbeit nicht erfüllen lasten. Wenn daher in diesen Tagen bie deutsche Jugend wieder ihre Sa mm- lung für den Volkstumsverband durchführt, der feit langen Jahren Träger der volksdeutschen Arbeit im Ausland-ist, so wird sich niemand ihrem Appell verschließen. Indem wir reich- lich spenden, tragen wir in bescheidener Weise bei zur Stärkung der Front, die unsere volksdeutschen Brüder jenseits der Grenzen im Vertrauen auf die Heimat unter schweren Opfern halten. Dr. Fernis. Luftstützpunkte. Der erste Weg fei wegen des Mangels an Geleitschiffen — eine Folge der deutschen U-Bootsgefahr — schwierig. Der Mangel an Geleitschiffen habe wahrscheinlich auch den Untergang des englischen Hilfskreuzers „Iervis Bay" herbei geführt, der beim Beschützen eines ®e- leitzuges kürzlich unterging. Der zweite Weg sei auch nicht zufriedenstellend wegen der Schwierigkeit der Ausgabe selbst, denn der Einsatz der deutschen Luftwaffe gegen die britische Schiffahrt müsse oer- hindert werden Großbritannien sei es aber nicht gestattet, irische Stutzpunkte zu benutzen, durch die es ermöglicht werden könnte, Derteidigungsmaßnah. men gegen diese Tätigkeit der deutschen Luftwafte im Atlantik zu ergreifen. Wenn man den Schiffsverkehr rn e h r nach dem Norden verlegte, fei auch dadurch die Aufgabe kaum gelöst, da er dann immer noch in der Reichweite der deut- sch en Bomber bleibe/ Außerdem würden sich die Dampferwege dann in der Reichweite der deutschen Ueberwasserkriegsschiffe befinden, die von den norwegischen Häfen aus operierten. Die Flugzeugträger seien zu sehr oer- wundbar, um in diesen Gewässern eingesetzt zu werden. Allem Anschein nach rechneten die Deutschen damit, durch energischen Einsatz der Fernbomber und der neuen Flugboote d i e ganze HiUe- l e i st u n g, die Großbritannien aus USA. erhalten könne, zu unterbinden. Oie »Große Pamirstraße-' bereits in Betrieb. Moskau, 21. Nov. (Europapreß.) Die auf besondere Anordnung gebaute „Große Pamirstraße" ist nach Berichten aus Taschkent in ihrem Grundbau fertiggestellt worden. Die neue Bergstraße verbindet total in ab ab, die Hauptstadt der Tadschikischen Union-Republik, mit der in unmittelbarer Nähe der afghanischen Grenze liegenden Hauptstadt des autonomen Gebietes von Berg-Badaschan, C h o r o g. Die Straße besitzt vor allem insofern eine hervorragende strategische Bedeutung, als das bis jetzt wenig erschlostene Gebiet von Berg- Badaschan eine Schlüsselstellung für die Wege nach Sinkiang, Indien und Afghanistan bildet. Die Berg- straße ist jetzt schon vor ihrer endgültigen Fertigstellung in Betrieb genommen worden. Japanische Haussuchung in Shanghai Schanghai, 21. Nov. (Europapreß. ) Japanische Polizei Hot in der Internationalen Niederlassung Haussuchung in einem Büro ab gehalten, das die der chinesischen Regierung unterstehende Tschekiang — Kiangsi-Eifen- bahn mit Bahnmaterial belieferte Die Lieferungen erstreckten sich über achtzehn Monate und hatten einen Wert von über 600 000 Dollar erreicht. Die Verschiffungen gingen über Ningpo vor sich. Da das Büro ausschließlich für die Interessen der ch-ine- sischen Regierung in Tschungking tätig war, wurde es von der japanischen Polizei, die in der Internationalen Niederlassung PMzeigewalt besitzt, geschlossen. Die Beamten und Angestellten sind geflohen. Der neue Oberbürgermeister von Groß- Schanghai. Tschen Kung°po, hat fein Amt übernommen Er Ist ein Anhänger der Wang- Tsching-wei-Behorden in Nanking. Bei der Amtsübernahme. erklärte er. er werde für eine 'Wahrung der souveränen Rechte Chinas eintreten. ©frofoerfobren gegen slowakische Abgeordnete. Preßbura, 21. November. (Europapreß.) Die Staatsanwaltschaft beantragte beim slowakischen Parlament die Auchebung der Immunität der beiden Abgeordneten Moravic und Carnogurski, gegen die ein Verfahren wegen Schmähung der slowakischen Staatsmänner, öffentlicher Ruhestörungen und Verbreitung unwahrer Nachrichten eingeleitet werden soll. Im Zusammenhang mit der Angelegenheit fordert die slowakische Preste die Beseitigung aller derjeni- gen Männer aus dem Parlament, die innerlich immer noch dem alten Regime anhangen- Virmmgbam vor der deutschen Vergeilung. UM •- jo 5 / / \ dR ’J Der Hauptsitz der englischen Metallindustrie und Mittelpunkt des steinkohlenreichen „Black Country", die Millionenstadt Birmingham, bekam die deutsche Vergeltung für die ruchlosen Anschläge der britischen Nachtflieger auf die Zivilbevölkerung von Hamburg, Kiel und Bremen zu spüren. Die untren- beten Stellen zeigen die wichtigsten Industriewerke von Birmingham, die durch den deutschen Großangriff in der Nacht vom 19. zum 20. November vernichtend getroffen wurden. — (PK.-Scherl-M.) Vom Feuerschein taghell erleuchtet. Von Kriegsdlrichier Dr. Werner Keller (PK). Großartige Erfolge der deutschen Schnellboote. London fühlte wieder die deutsche Vergeltung. — Angr ffe auf kriegswichtige Ziele in mehreren Gegenden Englands. [a Venezia^ die Befestigungswerke und ie werde ich Offizier -ei der Luftwaffe? I »-30 Glatt Karten Gießen Bahnhoistraße 49 - Ruf 3941 '’rit beleidig MARMAN 1 Ein feststehender Begriff erfolgreicher Kosrnetik für Schuhe das versuchte, sich dem Hafen nähern, ist von unserer Flug- und zum Rückzug gezwungen Oer Neubau der Verwaltung hat sich im Kriege bewährt. un- un- von von das tiches Kriegsschiff, von Lhisimaio zu waffe angegriffen worden. Strafte TNarsa Matruk—Vlr Lenays bombardiert. Feindliche Flugzeuge haben ohne Erfolg Bomben auf den Hafen von Tobruk abgeworfen. 3n Ostafrika hat der Feind eine intensive Ar- tillerietätigkeit gegen unsere Stellungen von Galla b a t unternommen. An unsere Stellungen herangekommen, ist er nach einem Gegenangriff zurückgewichen und hat Tote und Material zurückgelassen. Unsere Flugzeuge haben den Bahnhof von Showak (Sudan), Truppenkonzentrationen in Ghedaref, Lastwagen und Flakstellungen westlich von Gallabat und auf dem Reyan-verg sowie den Hafen von Aden bombardiert. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Feindliche Flugzeuge haben Bomben auf Asfab abgeworfen, die fünf Tote und neun Verwundete unter den Eingeborenen zur Folge hatten. Ein felnd- ? * DOH QlH Echt - Kristallschalen mit versilbertem Teller, das schöne Geschenk Ohne Silberanliefening 1 Juwelier o n vor ie verleg» Berlin, 21.Nov. (DNB.) Reichsminister des Innern Dr. Frick veröffentlicht zur Jahrestagung der Akademie für Deutsches Recht einen Aufsatz, in dem er sich über die Erfahrungen äußert, die mit dem Verwaltungsneuaufbau seit dem Erlaß des Gesetzes über den Neuaufbau des Reiches in dem vergangenen Kriegsjahre gemacht wurden. Er erinnert an die unglücklichen Verhältnisse während Les Weltkrieges, als der Führung des Reiches keine unmittelbare Befehlsgewalt über die , Verwaltung zustand, weil diese ausschließlich bei den bundesstaatlichen Regierungen lag. Die Schwerfälligkeit und die ungleichmäßige Ausführung der Befehle durch die bundesstaatlichen Verwaltungen haben sich damals verhängnisvoll ausgewirkt. Dem rechtzeitigen Neuaufbau der deutschen Verwaltung in den ersten Jahren nationalsozialistischer Staatsführung mußte also gerade für den heutigen Abwehrkampf des deutschen Volkes entscheidende Bedeutung zukommen. Die gemachten Erfahrungen beweisen, daß der Neuaufbau der Verwaltung alle Erwartun« gen erfüllt hat. Insbesondere haben die gleich |zu Beginn des Krieges getroffenen weiteren bei der Luftwaffe entfällt, so wird den Miturienten, die im Frühjahr das Reifezeugnis erlangen, doch angeraten, den Arbeitsdienst von Aprll bis Oktober als militärische Vorschule abzuleisten. Dein Bewerbungsgesuch kannst du ab sofort an die „Annahmestelle für Offizieranwärter der Luftwaffe" Hannover, Escher Str. 12, richten. 2. Auch ohne das Reifezeugnis kannst du Offizier werden, wenn du bei mehrmonatiger Bewährung als Soldat durch Charakter und Leistung hervorstichst und dir durch deine militärischen Vorgesetzten die Eignung zum Offizier zugesprochen wird. Bist du in der Flieger-HI. oder in dem NS.° Fliegerkorps vormilitärisch ausgebildet, so hast du erst recht die Pflicht, dich freiwillig zu melden. Richte dein Gesuch an deine Wehrersatzdienststelle! Dort erhältst du jede Auskunft. Oer Neichsbauernführer spricht. Nicht, wie ursprünglich gemeldet, am 23. November, sondern a m 14. Dezember, 10 Uhr, spricht Reichsbauernführer D a r r 4 zu der Eröffnung der Erzeugungsschlacht 1940/41 über alle beut« s ch e n Sender. Das hessen-nassauische Landvolk wird vollzählig die-se Rede mit anhören, in der gleichzeitig die erste Parole für die neue Erzeu- gungsfchlacht „Mehr und besseres Futter" gegeben wird.____________________________________ Kommandant des Londoner Sperrballondienstes. Er war vor einigen Tagen zum stellvertretenden Oberkommandierenden der britischen Luftwaffe im Nahen und Mittleren Orient neu ernannt worden und be- herbeigeschafft. Trotz ständiger Störungen durch feindliche Flieger ist diese Wüstenstraße heute fertig. Tag und Nacht rollen die Lastwagen mit Material, Lebensmitteln, Wasser und sonstigen Bedarfsartikeln aus 500 bis 600 Kilometer, aus Bengasi, an die Front. Wichtigstes Kriegsmaterial kommt zum größten Teil sogar aus dem 1700 Kilometer entfernten Tripolis. Den Engländern dagegen steht eine Eisen- bahn zur Verfügung, die von Alexandria in nur acht Stunden jedes Material in Güterzügen heran- schaffen kann. Der Redner betonte, daß die englischen Befestigungen bei Marsa Matruk ungemein stark und durch Wasserleitung und Eisenbahn mit dem Hinterland verbunden sind. 300 000 Man haben die Engländer heute tiefgestaffelt an der ägyptischen Grenze stehen. Es haydelt sich um Spezialdivisionen, um bestes Menschen- und Sachmaterial. General Wavell, der englische Oberkommandierende, ist als einer der besten englischen Generale bekannt. Da England weiß, was ein Verlust Aegyptens für fein Weltreich bedeutet, hat es sich in Aegypten auf größtmöglichen Widerstand eingerichtet. Aegypten ist die stärkste englische Stellung im Mittelmeer. Für Italien ist die Aufgabe um so schwieriger. Lang-Göns, den 22. November 1940 ________________________________________5227D ASTRA addiert, saldiert und schreibt Vorführung kostenlos u.unverblndlloh Zfalienischer Wehrmachlberichl. Rom, 21. Rov. (ÄRV.) Der italienische wehr- Nochtbericht vom Donnerstag hat folgenden TDort- lmt: An der griechischen Front, vor allem im ßortscha-Gebiet, sind wiederholte Angriffe des Fein- vor dem festen widerstand unserer Truppen Lrsenal von La Valetta getroffen, wo ein heftiger Lrand verursacht wurde. Alle unsere Flugzeuge sind zicückgekehrt. Lin englisches Flugzeug vom Wellington-Typ ist zur Landung in Sizilien gezwungen sorden. Die siebenköpsige Besatzung, darunter der lizeluftma rschall Voyd Awer Tudor, in Major und drei andere Offiziere wurden gelingen genommen. 3n Nordafrika hat unsere Luftwaffe einen jzuen glanzenden Erfolg erzielt. Liner unserer Zagdverbavde hat eine zahlenmäßig weit überlegene Kindliche 3agdformation entschlossen angegriffen, lei dem Kampf wurden sieben feindliche i d-z Fch |. Dtt t) auch ,3mis es Ti- kfl In eriflleit jutfdxn se Dir- r nicht rd) di! ahich ffod'lt Ms* Rte, iti r bann beul len sich >r beul' efiiM n QUi hr v«' W v euiltyi ibombit hil't- erhM Schwierige Lage in Indien. Oie Gesetzgebende Versammlung Indiens verweigert Anleihe zur Deckung ver Empire-Kriegskosten. rQ9«n I alles I iejktz! i 'Pin: tiiN j nich, * 0 0 3, i It di, kund,! «h W. stund: l und )ie in htuni- itte( - denn Stich« öolh, rtty 15 sich arbeit Tag'« mtn. dusch. 0011$, h nie reich. i|e b« * Midi! mis, 8 töar «inen .N iljtet p||o, das bewährte, hochmoderne Pflegemittel für jeden Schuh. Pilo schützt und schont das Leder. Ihre Vermählung geben bekannt Wilhelm Müller Gefreiter in einem Oiv.-Stab, z Z. im Felde Irma Müller, geb. Jung Uhrmachermeister Seltersweg 47 uuD Ruf Nr. 2373 lieber Naturschutz und Naturkunde n tu Jen allgemeinverständlichen Bl'chein es Hugo Dermühler Verlages, Der n- läehterselde. 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Sofort nach Befehlsübernahme habe Graziani mit auf bf- irrf'J ' Gnindl atze Dtr- er I* ttelbal« ib#* infoffl utuM-i in N ege w lie i H itiN /nah« mng $ Eil««' Liefe^' und 8 . erteil r fufj. ber#; ,If er 3^ sitz'- Iltens ein «V-, w* M- Sesailgennchme des englischen Vizelullmarschalls Griechische Angriffe zusammengebrochen. Müde Füße? Saltrat / das MÜge! Jnbien sich verschlechtert habe auf Grund des Beschlusses Mahatma G a n b h i s, bie zivile Ungehor- samkeitstampagne auszudehnen. Bedeutende Kon- gveßmitglieber feien in Jnbien verhaftet worben, ba sie sich eine Propagandatätigkeit hätten «i- fchulden kommen lassen, die herauf hinauslief, die Unterstützung Englands durch Jnbien zu schmälern. Nachdem am Donnerstagmittag bereits bekannt würbe, daß ber ehemalige Regierungschef In Bombay, Kher, wegen seiner antienglischen Einstellung verhaftet worben ist, heißt es jetzt, baß auch ber frühere Premierminister der Zentralprovinzen, Panbit Ravishankar Shukla, ms Gefängnis eingeliefert würbe. Auch er unterstützte ben zivilen Ungehorsamkeitsfeldzug in Jnbien. In bem Bericht der „Times" wirb noch einmal darauf verwiesen, daß sich Gandhi weiter weigert, die Beschlüsse des Arbeitsausschusses bes Kongresses anzunehmen, der materielle Hilfe gegen politische Konzessionen eintauschen wollte. Gandhi wende sich gegen ben Einsatz Jnbiens im Kriege unb würbe es auch bann tun, wenn eine Kongreß- ' regierung an die Macht käme. Gandhi trete f ü r den passiven Wider st and ein, wobei die „Times" hinzufügt, daß eine solche Haltung nur in einer West Erfolg haben könne, in der es keine Gewalt gäbe. „Ihnes“ deutet dann an, daß als nächste Maßnahme eine völlige Aenderung der Verfassung notwendig erscheine. Hierzu sei allerdings die Zusammenarbeit der Kongreßpartei Iunb der mohammedanischen Verbände erforderlich, die bis zur Stunde noch keinesfalls gewährleistet fei. Nag zeuge brennend zum Absturz gerächt, vier Gloster, zwei Hurricane und eine Blen- dm. Drei unsrer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Infere Cuftformationen haben die Eisenbahnlinien llexandrien—Kairo und Alexandrien—INarsa 2Ha- mf, den Flughafen von Vir Abu-Vatta, südlich von_________________________ larfa Matruk, und feindliche Lager neben der fanfr sich auf dem Wege zu seinem Po st en. Rom, 21. Nov. (Europapreß.) Die Gesetzgebende Versammlung Indiens hat einen Anleihevorschlag verworfen, der zur Deckung des durch den Krieg zu Gunsten des britischen Empires entstandenen Fehlbetrages bestimmt war. Ein amtlicher Bericht aus Delhi teilt das endgültige Scheitern der britischen Versuche mit, während des Krieges eine Zusammenarbeit zwischen den indischen nationalistischen Führern und dem Vizekönig herbeizuführen. Der Vizekönig, Lord Linlithgow, hat das indische Parlament einberufen, um ihm mitzuteilen, er habe fich entschlossen, auf die Pläne zur Erweiterung des Exekutiv-Rates z u verzichten. Er habe den Plan der Schaffung eines „beratenden Kriegsrats" auf „bessere Zeiten" zurückgestellt. In diesem Kriegsrat sollten die repräsentativsten Elemente Indiens zusammen mit hohen britischen Beamten vertreten sein. Jndienminister A m e r y machte im britischen Parlament, das angesichts der ständigen deutschen Bombenangriffe an einem nicht genannten Platz in England tagte, das bezeichnende Eingeständnis, Indien könnte nicht genügend Soldaten nach England schicken, weil es an Ausrüstungen fehle. Mit einem Unterton des Mißvergnügens meinte der Minister, daß Indien im Weltkriege nicht meniaer als eineinhalb Millionen Mann entsandt habe, während seit Ausbruch des Krieges, von Ende September 1939 bis heute nur 60 000 Mann von Indien in die Kampfzonen entsandt worden seien. Auf die äußerst schwierige Lage in Indien verweist ein längerer Bericht der Londoner „Dimes" aus Delhi, der feststellt, daß die politische Lage in Vereinfachungen der Verwaltung den rei- bungslosen Fortgang der Gesamtverwaltung ermöglicht und die Konzentration ber verfügbaren Kräfte auf die vordringlichsten Aufgaben fichergestellt. Als wesentlich hat sich bie Einheit der Verwaltung in ber Mitte Ist u s e ergeben, die als Grunbpfeiler beut? scher Verwaltung bleiben muß unb noch weiter ausgebaut werben wirb. Bei ben Reichsstatthaltern sowie bei ben preußischen Dberpräfibenten werben die Behörden der verschiedenen Fachverwaltungen bezirklich zusammengefaßt unb die widerstrebenden Interessen einer Mehrzahl von Mittelbehörden durch die Willensbildung eines Verwaltungschefs ohne Herbeiführung ber Entscheibung oberster Reichsbehörben, die somit von der Behand- lung verwaltungsmäßiger Einzelfragen befreit werben unb sich ausschließlich für die großen Aufgaben ber Verwaltungslenkung unb Rechtssetzung einsetzen können, mühelos zum Ausgleich gebracht. Je nachbem, ob es sich um bie Verwaltung im Reichs- gau, in einem Land ober in einer preußischen Provinz handelt, ist diese einheitliche Reichsmittelinstanz nur derForm nach verschieden; der Sache ti. idjfs brtj, >kni, mit X X er sorgfältigsten Vorbereitung ber eigentlichen friegshandlungen begonnen. Es handelt sich um Im Transport von ungeheuren Truppenmassen mb von riesigen Materialmengen nach Ausbau er neuen Aussallstellungen für ben täglichen Bears ber Truppen unb für bie Aufstapelung in den chllosen vorgeschobenen Stützpunkten. Für bieten .achschub ist ber Straßenbau durch die bürs- ige, völlig wasserlose und fast weglose Wüste über 50 Kilometer bis vor Marsa Matruk erste Vorbedingung. Neben ber Transportfrage ist bie ersorgung mit Wasser, bas aus weiten Sntjernungen herangeholt werben muß, bas Haupt- »roblem, das bie heute zwei Monate währenbe L hase des Stillstanbes bedingte. Währenb ber Feinb, ter im Besitze guter Straßen unb einer Eisenbahn it, solche Sorgen nicht kennt, wirb für bie vor- kiickenden Italiener bie Versorgungsfrage m i t ?bem gewonnenen Kilometer schwie- riqer. Dazu kommt der Sanb, der sich in alle $oren ber Haut, in bie Augen, in bie Motoren mb Waffen setzt. Die Mittagshitze betragt hs zu 50 Grab. Der Verschleiß ber Motoren unb Deutscher Junge, willst bu Offizier werben bei ber Flieger-, Flak- ober Lustnachrichtentruppe, bann gibt es für dich zwei Wege: 1. Mit Reifezeugnis (Abitur): Für bie unmittelbare Einstellung als Offiziersbewerber ist ber Besitz des Reifezeugnisses unb bie Vollenbung des 17. Lebensjahres Voraussetzung. Die nächste Einstellung erfolgt voraussichtlich am 1.10.1941. Wünsche für eine bestimmte Waffengattung (Flieger-, Flak- Luftnachrichten- ober Jngenieurossizier bes Flugzeugwesens) ftnb im Bewerbungsgesuch anzugeben. Auskunft erhältst bu bei allen We^rersatz- oienststellen. Auskunft über Verwendung bes Jnge- nieuroffiziers bes Flugzeugwesens gibt bir der Generalluftzeugmeister. G.L. P/L., Berlin W. 8, Leipziger Straße 7. . Wenn auch bie Ableistung ber Arbeitsdienst p f l i ch t im Kriege durch bie Annahme Heber bie Gefangennahme bes englischen Dize- luftmarschalls Boyd Awer Tudor wird noch bekannt, baß italienische Jagbslugzeuge bas in großer Höhe fliegende englische Flugzeug s ch r Sizilien [teilten unb verfolgten. Si ten bem Englänber ben Weg und zwangen ihn über Sizilien z u r Notlandung. Die italieni- schen Jäger kreisten so lange in geringer Hohe über ber englischen Maschine, bis aus bem nächsten Ort Militär herbeigekommen war, bas bie englische Be- satzung gefangen nahm. Dizeluftmarschall B o y b Awer Xubor war bis Mitte dieses Monats jufammengebrochen. Unsere Luftwaffe hat ben fiMblichen Stützpunkt von prevefa unb mllitä- lische Ziele in ben Abschnitten von T r i t f a la unb In Gebiet von kortscha bombarbierl Vier stier Flugzeuge sinb nicht zurückgekehrt. Liner screr Lnftverbänbe hat bie militärischen Ziele xlalta angegriffen unb badet ben Flughafen Aw- oiva'"^ * s Italiens Vorbereitungen für den Kampf in der Libyschen Wüste Bekanntmachung. Vetr.: ElerverleUung. Auf ben vorn 18. November bis 15. Dezember 1940 gültigen Bestellschein ber Reichseierkarte werben als 1. Rate zwei Eier für jeden Versorgungsberechtigten ausgegeben, und zwar auf Abschnitt a in ber Zeit vom 22. November bis 30. November 1940. 5229V Gießen, ben 22. November 1940. Der Oberbürgermeister ber Stabt Gießen. Ernährungsamt, Abtlg. B. familiendrucksachei' Verlobungsanzeigen Vermählungsanzelaep Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr.1 | Verkäufe | Gut erhalt., vol. bilRg zu verkauf. Labuftr. 15 p. r. Gut erhaltener Herrenwinie.’.iantel foroie Herrenhut für stärkere Figur zu verkauf. 03917 Frankf.Str.12tt | Kaufgesuchej 2Paar gebrauchte Miel Größe 38 39 und 40 42 zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 5228V a. o.G.A. Postwagen ist enorm. In den vergangenen zwei Monaten hat bie Ar- nee Grazianis, ber ein Meister im Kolonialkrieg ist, Inoorstellbares geleistet. Tausenbe unb aber Tau- Inbe von Soldaten waren zum Straßenbau fir einen regelrechten Lastkraftwagenverkehr ein- -esetzt. Steine unb Schotter für die 120 Kilometer linge Straße von ber Grenze, von Porto Barbia ?och Sibi Barani, würben über große Entfernungen nach sichert sie im gesamten Reichsgebiet die Einheit der Verwaltung in der Mittelstufe. Auch auf dem in den Landkreisen ange- bahnten Weg einer engeren Zusammenfassung der Verwaltungsbehörde in der Unter st ufe wird fortgeschritten werden, um Aufgaben oberster Reichsbehürden in noch weit größerem Ausmaß als bisher auf die Mittel- und Unterstufe zu verlaaern, um den Verwaltungsgang zu vereinfachen und zu beschleunigen. Die Erfahrungen zeigen ferner, daß eine Verwaltungsgerichtsbarkeit für die Entscheidung schwieriger Rechtsfragen unentbehrlich ist. Soweit eine genaue Feststellung des Tatbestandes durch eine umfangreiche Beweiserhebung erfolgen muß oder die Entscheidung für die Betroffenen von besonderer wirtschaftlicher Tragweite ist, verdient die verwaUungsgerichlliche Entscheidung den Vorzug vor der Erledigung im Verwaltungsverfahren. Die Neuregelung der Verwaltungsge- richtsbarkeit wird eine wesentliche Aufgabe für die Nachkriegszeit sein. Als Dauereinrichtung für die Nachkriegszeit, in der staatliche Maßnahmen mir Wirtschaftslenkung unverminderte Bedeutung haben werden, ist zum mindesten in der Mittelstufe eine staatliche Wirtschafts st euerung erforderlich. Die Organisationsform dieser Wirtschaftssteuerung und die Frage, inwieweit die heutige Unterstellung und Eingliederung von Organen der wirtschaftlichen Selbstverwaltung in Friedenszeiten entbehrlich ist, muß näherer Prüfung nach Kriegsende Vorbehalten bleiben. Kleine politische Nachrichten. Stabschef Lutze besuchte auf Einladung chres Kommandeurs eine Infanteriedivision und wohnte der Verleihung von Eisernen Kreuzen I. Klasse bei. Er benutzte die Gelegenheit, um die SA.-Männer, die in der Truppe stehen und im Standort zusammengezogen waren, zu begrüßen. * In Anwesenheit von Reichsprotektor Freiherr von Neurath und Reichsminister und Chef der Reichskanzlei Dr. Lammers sowie zahlreicher namhafter Vertreter von Partei, Behörden und Wehrmacht wurde am Mittwoch im Festsaal des Czernin-Palais die Verwaltungsakademie Prag feierlich eröffnet. Reichsarbeitsminister Seldte hat den deutschen Kriegsbeschädigten in dem neuen Erholungsheim Villa Ziriv in San. Remo einen Besuch abgestallet und chnen den Gruß der Heimat überbracht. In der Rioierastadt wurde dem Reichsminister von Behörden und Bevölkerung ein begeisterter Empfang bereitet. * In Rom fand die Beerdigung des Chefs der lla- llenischen Polizei, Staatsrat Senator B o c ch i n i, statt. Am Leichenbegängnis nahmen Vertreter der Regierung, der Faschistischen Partei, des Senats und der Kammer der Fasci und Korporationen sowie Reichsführer ff Himmler teil, der im Flugzeug in Rom eingetroffen* mar. Dor 25 Zähren wurde der Stahlhelm eingeMl. Am 23. November 1915, also nunmehr vor 25 Jahren, wurde zum erstenmal der Stahlhelm emgefuhrt, der heute schlechthin zum Symbol des deutschen Soldaten geworden ist. Er verdankte feine Entstehung der Beobachtung des berühmten Berliner Chirurgen Prof. August Bier (Mitte), der damals in einem Feldlazarett tätig war, und des Artilleriehauptmanns Prof. Dipl.-Jng. S ch w e r d (rechts), nach der mehr als 80 v. H. aller Kopfverletzungen durch kleine Eifenfplitter hervorgerufen wurden. Der Soldat und der Arzt machten darauf den Vorschlag, einen Helm aus Chromnickelstahl zu schaffen. Der Rust- meister Marx (links) schuf nach den Entwürfen Schwerds den Stahlhelm, der bald die volle Anerkennung der kämpfenden Truppe fand. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Die rumänische Königin-Muller Helene ist nach Venedig ab gereift. Sie wurde auf dem Bahnho-f von König Michael, dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Höria Sima sowie dem Diplomatischen Korps verabschiedet. * Der deutsche Botschafter in Tokio, Generalmajor Ott, übergab der Tokioter Univerfitäts- b ü ch e r e t eine Spende der deutschen Regierung von 700 Büchern, darunter 19 über Bismarck, die dazu bestimmt sind, die Bücher in der Tokioter Universitätsbücherei zu ersetzen, die feiner Zell bei dem Erdbeben durch eine Feuersbrunst verloren gingen. * Königin Alexandrin e von Dänemark hat der deutschen Buchaus st ellung inKopen- hagen einen einstündigen Besuch abaestattet. Die Königin äußerte ihre besondere Freude über die Fülle deutscher Ausgaben des dänischen Märchendichters O. H. C. Andersen und ließ sich neben vielen anderen auch schöne deutsche Bucheinbände und Buchdrucke zeigen. , Der Dampfer „Washington" hat mit 436 nord- amerikanischen Staatsbürgern, darunter auch einige Missionare, die sich auf Wunsch der USA.’Diegierung in die Heimat zurückbegeben, China verlassen. Ein australischer Minensucher ist bei der Einfahrt in den Hafen der Philippbay nach einem Zusammenstoß mit einem Handelsschiff g e - fünfen. Die ganze Besatzung des Minensuchers yoon 4 Offizieren und 19 Mann kam ums Leben An Bord des Handelsschiffes, das wieder in den Hafen zurückkehrte, gab es keine Verluste. Der 6114 BRT. große, unter englischer Kontrolle fahrende norwegische Motor Banker „Bedu- lieu" ging verloren. Von der Besatzung sind vier Mann ums Leben gekommen. Aus aller Welt. Orkan über Jamaika. Heber der Insel Jamaika ist ein heftiger Sturm niebergeqangen, der über hundert Todesopfer forderte. Alle Verbindungen mit der Insel sind unterbrochen Simplonslraße durch Granilblöcke gesperrt. Bei Sprengungen in einem Granitbruch am Monte Orfano (Lago Maggiore) fielen zwei riesige Blöcke auf die Simplonstraße. Der Verkehr auf der Straße muß daher für einige Tage umgeleitet werden. Wirtschaft. Von der Börse. Frankfurt a. M., 21. Nov. Die Aktienmärkte standen weiterhin im Zeichen von Anlagekäufen, wobei das Interesse sich mehr auf Spezialitäten verlegte, von denen man annimmt, daß I Die Rentenrnärkte waren weniger beachl Kursbewegunaen ähnelte jjdbijifo irft Tagesgelo unv. 1,75 jpg!, i vorn Hundert. ier ® zugeteilt. Stahlt witta" id an ( pnzuf «Och f \N u ’m Te! |anigtei ter ivei gesucht blieben Reichsschätze Folge 7; auch «Stern gutscheine I, die bis 108 angezogen hatten, bliebet siele den sie" Levett ** i die!? Oll "ich teilen 'M zenschli ige tQ1 *Ö tu nid)1 Eil \$a K M ar and IW ■ Frankfurter Schlachtvlehmarkt. a- Frankfurt a. M., 21. Nov. Es notierten i L'nji NDd je 50 Kilo Lebendgewicht: Ochsen a) 45,5 bis L( - 46,5, b) 41 bis 42,5, c) 37,5; Bullen a) 44 bis 44,\ E ‘ b) 39 bis 40,5, 34,5 bis 35,5; Kühe a) 43 bis 44,?, »xen b) 38 bis 40,5, c) 29 bis 34,5, d) 20 bis 25; Färia , a) 45 bis 45,5, b) 41,5, c) 34 bis 36,5; Kälber (Son, derklasse) 65, andere Kälber a) 59, b) 55 bis A, c) 46 bis 50, d) 35 bis 40; Hämrnel b2) 48 bis 51, c) 37 bis 44; Schafe a) 42 bis 44, b) 33 bis H c) 15 bis 30; Schweine a) 58, bl) 58, b2) 57, c) 55, d) 52, e) 50, gl) Sauen 58. Marktverkauf: oHt$ fte kursmäßig bisher zurückgeblieben feien Ein^ dieser Aktien konnten im Wochenverlauf ansehnlich Steigerungen verzeichnen, so Siemens plus 17 v. h deren Vorzüge plus 13 v. H., Rheinische Braunkoh len plus 20 v. H., Salzdetfurth Kali plus 10 v. h ebenso Ilse Bergbau. Brauereiwerte ebenfalls be achtet, Löwenbräu plus 12 v. H. Unverändertes 3n. tereffe fanden wieder Autoaktien, wo zwar Adler werke nur knapp gchatten blieben, Daimler jedoq gut 10 v. H., BMW. ebenfalls noch 7 v. H. anjogen, Stärkere Steigerungen hallen weiter Demag, Conü Gummi, Hoefch mit je 5 v. H., Ber. Stahlwerke, b".i längere Zeit die Aufwärtsbewegung nicht mitmach ten, mit 6,25 v.H., Mannesmann mit fast 9 o.fL Harpeger mit 8 v. H. zu verzeichnen. Don den hei..I mischen Werten konnten Buderus über 4 v. H. g(l I winnen. Chemieaktien dagegen diesmal eher etwa; I vernachlässigt; per Saldo gaben «Scheideanstall uni I Dt. Erdöl je 1 v. H. nach, doch Rütgers fast 5, auq I JG.-Farbenindustrie, bei denen der befürchtete Dnij I aus den deutsch-niederländischen Finanzerleichterun. I gen nunmehr beseitigt scheint, um 5,75 v. H. geste-1 gert. Am Elekllomarkt waren außer Siemens do? I allem Licht und Kraft mit 7 o. H erheblich feste; I daneben konnten Lahmeyer nochmals 4 v. H. g»| winnen AEG. schlossen per Saldo 7 v. H. niedrige; I doch ist dabei der Abgang der Bezugsrechte, die tnt I etwa 12 v. H. notiert wurden, zu berücksichtigen, g zunächst stark gefragt, um späterhin nachzulass^ da für eine derartige Steigerung kein ernsthaft Grund zu sinden fein dürfte. Jndustrieobliaationöi lagen eher vernachlässigt. In Pfandbriefen urü Kommunalobligativnen mll 4,50 v. H. BerzmsiM kam auf die Notierungen mit 102,5 v. H. Angebot heraus, zumal erneut namhafte Kündigungen dot> genommen wurden. Teilweise konnten die Notie« rungen bis auf 101,75 herabgesetzt werden. Der F r e i v e r k e h r lag im Berichtszeitraum freundlich, doch ohne größere Veränderungen. A« Einheitsmarkt war die Zahl der Notierungen ret hältnismäßig gering, die —2------ denen am variablen Markt. Tagesgel h, lyen '-IS Hauplichnslleuer: Dr. Friedrich ©tibeim Lange Stellvertreter fiel Haupnchriltietlers- Ernst Blumschein. Berantwortiich -ür uni BUder Dr. ftr. W. Lange für M3 Feui.ieton: Dr. Hans ThtzriN; rür Stabt Gießen. Pro mm, Winichau u. Sport: Scnn Äium,che n. Druck und Benag BÜihliche UnioentiateDruderet R. Lange S.G. Benaasletter Dr.-Zng. Erich Hamonn Anzeigenie ter Hane Beck. Per -mm'nrfi-rf» fit bi*n Inha’* her >)In-pt-ien- Therbrr ffftrnm» P N'S tttomr flfe): Wr 3ml Lmh Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Ihre Geschäftsdrucksachen stellen die Verbindung her zu Ihren Erzeugnissen. Man stellt eich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Briefumschläge, Postkarten, Rechnungen.Geschäftekarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sje Ihnen BrUhl’sche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2251 I i rSurnuä* löst den Schmutz biologisch schon beim Einweichen aus der Wasche heraus und macht gleichzeitig das Wasser weich. So nimmt „Burnus" spart - und das erfreut Arbeit, Kohle, Seife, Seit! „Burnus" löst den Schmutz.-2ugle»ie lernen viel und ernten reiches Willen Wer beweglich und fähig ist, wird gute Aufstiegsmögkichtetten finden. Der ©teSener Anzeiger stellt einen Lehrling sürvenBerus desBerlagsfachmannes ein. 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Havi Zljrrj 6iumid)f i>, 19t VW f ln Haue o-l Ümm- P p rft notierten a) 45,5 44 Ws 4. 43 bis )>er Reichsernährungsminister hat entschieden: veit ein Umtausch des Einzelabschnitts über tterschmalz in Reise- und Gaststättenmarken not» rdig ist, haben die Ernährungsämter dafür Reise- । Gaststättenmarken für Margarine auszugeben, i zwar ax\ Stelle von 100 Gramm Butterschmalz Gramm Margarine. Mengen unter 5 Gramm 1 abzurunden, z. B. für 50 Gramm Butter- aalz 60 statt 62,5 Gramm Margarine zu geben, sprechend sind 125 Quark in 60 Gramm Käse Im Vorprogramm sieht man die neue Wochenschau und, auf .der Bühne, eine kleine italienische Artistentruppe in einem vorzüglich durchgearbeiteten, sehr schwierigen Perche-Akt. Hans Thyriot. Ach «nt||| in letzten Augenblick gut und glücklich aus, aber die 1 Verhältnisse in Kristas Familie und die betonte Verkettung der Zufälle, die beinah zu einer Kata- 6 sliophe führen, erinnern lebhaft an die frühere , sümische Gestattung des gleichen Motivs. Dem i^ße l* nzenttichen Problem wird frellich auch durch solche im der Publikumswirkung und Spannung wlllen hrrbeigeführten Absichtlichketten nichts von seinem nundsätzlichen Gewicht genommen. Der Spielleiter ! knch W a s ch n e ck konnte dies kaum mildern, be- i mühte sich aber neben einer leisen Gesellschafts- rire die menschlichen Züge des Konfliktes heraus- ^arbeiten; darin wurde er darstellerisch sehr unter- Ltzt. Gisela Uhlen vornehmlich gab der Krista le mädchenhafte Süße, frühe Bewußtheit, gewin- i'nde Offenheit und Klarheit der Empfindung. 5iUq Fritsch spielte den Ingenieur schlicht, sicher Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Stadttheaier: 18.30 bis 21 Uhr „Der Barbier von oilla". — Gloria-Palast (Seltersweg): ..„Die un- »llkommene Liede". — Lichtspielhaus (Bahnhof- ftaße): „Wie konntest Du, Veronika". — Ober- \ isifcher Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung ! . Jmkamp im Foyer des Stadttheaters. Stadtkheater Gießen. Am heutigen Freitag wird die komische Oper von ! sssini „Der Barbier von Sevilla" wiederholt. Die Misikalische Leitung hat Otto Söllner, die Spiel- letung Dr. Paul Beckers a.G. Bühnenbild: Karl ßöffler. 10. Freitag-Miete. Ortszeit für den 23. November. Sonnenaufgang 9.01 Uhr, Sonnenuntergang 17.21 W r. — Monduntergang 14.20 Uhr, Mondaufgang — Umtausch von Zieisemarken bei Butterschmalz und Quark. ^jkinigkeiten, sagen die meisten Menschen und schen- J NÜm [e ihnen weiter keine Beachtung. Mit solchen Qit 9 d § chen darf man sich nicht aufhalten, denn größere )n ben. 21 fgaben stehen uns bevor, sagen andere. Wenn v.h' dann aber die großen Aufgaben kommen, verhalten fil viele Menschen ihnen gegenüber genau so wie b? den sogenannten Kleinigkeiten. Sie übersehen fig sie merken überhaupt nicht, daß sich in ihrem feeben etwas Entscheidendes vollzieht. gn Wirklichkeit sind eben die Kleinigkeiten das Mögliche, sie füllen meistens das Leben aus. Wer diesen Kleinigkeiten fertig wird, der steht dann oach größeren Aufgaben wohl gerüstet gegenüber. G ist ihnen gewachsen, weil er auf alltägliche Klei- rkteilen achtgab. Nur zwei Beispiele: Denn die Geschäfte jetzt um 18 bzw. 19 Uhr schießen, müssen mir nicht gerade eine Minute vor £i Anschluß erscheinen und noch alle möglichen ; ige kaufen wollen. Wird dann noch bei der Aus- Ml gezögert oder gar gemeckert, so dürfen wir u 3 nicht wundern, wenn der Kaufmann ärgerlich roi-b. Ein paar entschuldigende Worte über unser fifctes Kommen, einige freundliche teilnehmende Sorte an den Verkäufer, und schon ist die Lage «<0. Si®®1 n. ’ Lr.277 Zweites Blatt Aus der engeren Heimat Aus dem Reich & SCHAUMPON sc Der VDA. ist die geistige und moralische Der- körperung des Volksdeutschen Gedankens. Stärke seine Arbeit durch deine Spende für die Schul- sammlung am 22. bis 24. November! kein: 250 g fiunffhonig, 100 g Zucker. 50 g Butter (Hlargadne), 1 6.1 geftcTeel gemahlener Zimt. 2 Tropfen Dl Oetker Backaroma Bittermandel. 5 Tropfen Öl Oetker Ruthengeioüq-flromo. 1 Eßl IDaffer. 500 g LDeijenmehl 12 g (4 gefh. TeeL) Dl Oetker .Backin". 50 g Mandeln oder Aorinthen. 25 g Orangeat oder Zitronat. Tum Beltreicken: Etwas entrahmtef rifdunildi Zum Bestreuens Etwas bagelzuck-L ,-Seltsam", saigte der Marrn ernst. „Ich hatte immer das Gefühl, daß meine kleine Meerjungfrau mir wieder weggenommen werde." „Vielleicht treffen wir tyis einmal irgendwo in fremden Ländern —" Er schüttelte den Kopf: „Nein, Anita. Du hast dich entschieden; nun habe auch den Mut, die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Unwirklich schien mir unsere Liebe immer, Anita, und deshalb hält sie nicht stand, wenn der Alltag sie anfassen will. Eine unerfüllte Geschichte! Ich habe einmal irgendwo gelesen, daß die unerfüllten Geschichten die schönsten sein sollen. Lebe wohl, kleine Meerfrau; deine Augen gleichen noch mehr dem Wasser, wenn sie voll Tränen sind. Laß sie dir wegküsien, diese Tränen." Sie hing an seinem Hals. Eine heiße Umarmung, dann hatte er sich losgemacht, und die Tür fiel hinter ihm zu. Anita schluchzte auf. Sie lief ihm nach und sah, wie er die breite Uferstraße hinabschritt, aufrecht, schlank, gestrafft und ohne sich umzusehen. Jetzt erst kam ihr zum Bewußtsein, daß sie verweint und ohne Hut im hellen Sonnenlicht stand. Sie hatte Lust, sich irgendwo zu verkriechen. Sie konnte jetzt nicht durch die belebte Hotelhalle gehen, an dem überhöflichen Portier vorbei, konnte nicht zahllosen Blicken* standhalten. Da sah sie, klein, wacklig und hochbeinig, Onkel Franz an der Ecke stehen. Mit drei Schritten war sie am Wagen, öffnete die klapprige Tür und schmiegte sich in das geplatzte Kunstleder wie in den Arm einer Mutter! Sie weinte ihren heißen jungen Liebeskummer aus. Oh, wie gut das tat. Ihr Herz wurde leichter davon. „Natürlich wieder kein Taschentuch", sagte plötzlich eine brüderliche Stimme neben ihr; Peter Renz setzte sich zu ihr und wischte ihr die nassen Wangen ab. Sie schlang die Arme um ihn, und ihr war, als hielte sie mit seinem strohblonden Jungskopf ihre ganze Heimat in den Händen. Q Ebenso wie gespal- F M-Ztene Haarspitzen V ah AH • und Sch,nncn oft . Yrt/VtOW u\ * e|ne Folge der Kopf. Wäsche mit scharfen Waschmitteln. Abhilfe Ist leicht pflegen Sie ihr Haar so, daß kein Alkali und keine Kalkseife Im Haar Zurückbleiben, also mit deshalb wiederholt durch die Betriebsführung und zuletzt auch von dem Beauftragten des Reichstreuhänders in Offenbach erfolglos verwarnt. Auch eint Inschutzhaftnahme hatte keinen Erfolg, so daß die beiden Schwestern fristlos entlassen werden mußten. Nunmehr leitete der Reichstreuhänder der Arbeit in Frankfurt a. M. ein Strafverfahren ein. Das Amtsgericht Offenbach a. M. verurteilte die beiden Schwestern zu einer Gefängnis st rase von je sechs Monaten. 21. Kapitel. Erik wartete im Schreibzimmer, das neben der Hotelhalle lag, und in dem sich um diese Zeit kein Mensch aufhielt. „Du kommst, um mir zu gratulieren?" sagte Anita mit zitternden Lippen und nahm den Frühlingsblumenstrauß aus Erik Schmitterlöfs Händen. „Ich danke dir." ,Zch komme", sagte der Seeoffizier, „um dich zu fragen, ob du mit mir nach Oslo fahren willst, meine Eltern kennenzulernen. Das gestrige Gespräch soll begraben und vergessen sein. Wir könnten uns dann gleich verloben, Anita. Ich nehme an, daß du in Ruhe über alles nachgedacht hast." Anita war plötzlich, als lege sich ein Panzer um ihre Brust, als würde das Tor zu einer weiten sonnigen Zukunft zugeschlagen. „Ich kann doch nicht in wenigen Minuten über meine ganze Zukunft entscheiden, sagte sie beklommen. „Laß mir Zeit." „Ich habe keine Zeit, Anita. Mein Urlaub ist morgen zu Ende. Dann bin ich wieder wochenlang auf See." „Und ich soll meinen Beruf aufgeben, um auf dich zu warten? Ist das nicht etwas selbstsüchtig gedacht?" „Selbstsüchtig? Ich biete dir an, meine Frau zu werden?" „Nein", sagte Anita plötzlich schroff. „Nein, nein, nein!" Der Mann trat einen Schritt zurück: „Dann hast du mich nie liebgehabt!" „Doch, Erik, ich habe dich liebgehabt, und ich habe dich noch lieb, aber ich fühle plötzlich ganz stark, daß wir nicht glücklich werden würden — nein,' unterbrich mich nicht. Ich kann meinen Beruf nicht aufgeben, jetzt, wo meine Laufbahn eben erst richtig angefangen hat. Und täte ich es, Erik, ich würde es bereuen und bitter gegen dich werden — ach, sei nicht böse — ich muß mich so entscheiden, wenn es auch weh tut." Kundgebung in Dornholzhausen. * Dornholzhausen, 20. Nov. Im Rahmen einer großen Versammlungswelle der NSDAP, prach hier in der Turnhalle vor einer stark beuchten Versammlung Kreisleiter Haus über das Thema „Mit unseren Fahnen ist der Sieg". Der Redner behandelte dabei alle aktuellen politischen und militärischen Fragen und kennzeichnete besonders die Kriegstreiberei der Plutokraten und die von ihnen im Verlaufe dieses Krieaes wiederholt verkündeten Kriegsziele unserer Feinde. Demgegenüber stellte er die Friedenspolitik unseres Führers in den Vordergrund und betonte am Schluß den unverbrüchlichen Siegeswillen und die feste Siegeszuversicht aller Deutschen. Die NS.-Frauenschaft verschönte den Abend mit einigen Liedgesängen. Dann schloß Ortsgruppenleiter Reuter, der schon zu Beginn des Abends kurz zu der Versammlung gesprochen hatte, die Veranstaltung in der üblichen Weise. General a. O. Ferdinand von Hahn t- LPD. Darmstadt, 20. Nov. Im Alter von 81 Jahren starb auf Hof Illbach bei Reinheim im Odenwald General der Kavallerie a. D. Ferdinand von Hahn, der letzte Generaladjutant des früheren Großherzogs von Hessen. Vor drei Jahren konnte der Verstorbene sein 60jähptges Militärdienstjubiläum begehen. Nach dem Besuch der Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde kam er zu den hessischen Leibdragonern nach Darmstadt und wurde nach dem Besuch der Kriegsakademie 1891 als Rittmeister in den Generalstab berufen. Nach verschiedenen Kommandostellen in den Husarenregimentern 12 und 14 und nachdem er als Chef des Generalstabes des 4. Armeekorps in Magdeburg und der 14. Kavalleriebrigade in Düsseldorf tätig gewesen war, wurde er im Mai 1910 Generaladjutant des Sroßen-Busecker Heilkräutersammlung X Grohen-Buseck, 20. November. Wie wir gestern in anderem Zusammenhang schon be richtet Haden, hat die hiesige Schule in der H e i l k r ä u - tersammlung 1 9 4 0 einen Erfolg zu buchen, der beispiellos dasteht. Mit 464,5 kg getrockneter Heil, und Teedräuter und 26 kg Hagebutten hat sich unsere ländliche Volksschule an die Spitze aller Schulen des Kreises Wetterau und des Gaues Hes- sen-Nassau gesetzt. Möglich war das nur durch verständnisvolles Hand-in-Hand-Arbeiten des Bezirks- fammelstellenleiters, Rektor I n d e r t h a l, mit seinen Schülern, die mit ganzer Liebe bei der Sache waren und in der schulfreien Zeit und an allen Ferientaigen einen nicht mehr zu überbietenden Sammeleifer entwickelten. So führte unsere Jugend den Einsatz zu einem Erfolg, auf den mit ihr die ganze Dorfgemeinschaft stolz sein darf. Was hier im Dienste der Volksgesundheit und der deutschen Kriegswirtschaft geleistet wurde, ist ein schöner Beweis für die Starke der Heimat, die durch ihren Einsatz Führer und Wehrmacht in schlichter Weise danken will für den siegreichen Kampf um Deutschlands Freiheit. Bemerkenswert ist, daß auch die Kleinsten mit dabei sein und an irgendeiner Stelle ihre Freude zur Mitarbeit bekunden wollten. Durch Aehrenlesen brachten sie 1% Zentner Weizen und 1 Zentner Roggen auf. So vollbrachten Hunderte fleißiger Kinderhände in der Heilkräutersammlung und der Aehrenlese eine Leistung, für die die Arbeitskraft Erwachsener nicht zur Verfügung stehen kann. Das EErgebnis der Heilkräutersammlung setzt sich aus den folgenden Einzelleistungen zusammen: Kamillen 9,3; Holunderblüten 3,9; Holunderblätter 28,4; Huflattichblätter 13,2; Lindenblüten 6; Hasel- nußblätter 16; Maiblumenblätter 8,3; Johanniskraut 26,9; Odermennigkraut 22; Acker schacht elhalm (Zinnkraut) 37,8; Gartenerdbeerblätter 30,5; Walderdbeerblätter 2,5; Gartenhimbeerblätter 24,3; Waldhimbeerblätter 80,3; Waldbrombeerblätder 49,3; Brennesselblätter 3,5; Spitzwegerichblätter 3; Schafgarbe 71,5; Erdrauchkraut 10,3; Augentrost 10,7; Feldthymian 6,8; Taubnesselblüten 0,360 kg. Kaninchenschau in Großen-Linden. * Großen-Linden, 20. Nov. Am Sonntag fand im Saalbau von Ludwig Schaum unter Leitung des langjährigen Vorsitzenden PH. Zimmermann die diesjährige Lokalschau des Kaninchenzüchtervereins statt. Ausgestellt waren 114 Kaninchen, hauptsächlich anerkannte Wirtschaftsrassen. Als Preisrichter war Heinrich Dietrich (Klein-Karben) tätig, der große Mühe hatte, aus dem ausgestellten Material das Beste zu bewerten. Nachgenannte Preise wurden an folgende Züchter vergeben: Angora: Willi Zahrt ein Ehrenpreis, ein Landesbauernführer-E., zwei 2., ein 3. Preis; Karl Hofmann zwei 1., zwei 2., drei 3. — Wiener, weiß: Hch. Stein, Kreisfachgr.-E., zwei 1., ein 2., zwei 3.; Ph. Zimmermann ein E., ein 1., ein 2.; Albert Nolte ein 1., zwei 2., ein 3.; Karl Hofmann drei 3. — Vereinsrasse Kl-Chinchilla: Otto Rau vier 2., drei 3.; Hch. Würz ein 1., zwei 2., zwei 3.; Willi Zahrt ein E., ein 1., drei 2., ein 3.; Ph. Zimmermann Reichsfachgrup- pen-Ehrenpreis, fünf 1., ein 2., zwei 3.; Halter Schmelz ein E., fünf 1., zwei 2.; Rob. Stein ein 1., ein 3., Aug. Rinker zwei 2., drei 3.; Albert Hantel ein 1., ein 2., zwei 3.; Karl Röhn ein E.; Willi Stein ein 1., ein 2.; Ph. Lang zwei 3.; Karl Degen vier 3. — Marb. Feh: Willi Stein ein E., ein 1., ein 2., drei 3.; Willi Zahrt ein 1., ein 3.; Karl Röhn ein 2. — S ch w a r z s i l b e r: August Rinker ein E., ein 1., zwei 3.; Hch. Würz ein 2. Pr. Zeugnis ausgestellt. Die Arbeitsämter sind angd wiesen, Kurzschriftkenntnisse bei nachgewiesenei Schreibgeschwindigkeit von mindestens 120 Silben je Minute und Maschineschreiben bei einer Mindestleistung von drei Tastenanschlägen in der Sekunde in das Arbeitsbuch einzutragen. Arbeitskräfte für aus dem Wehrdienst entlassene selbständige Handwerker. Aus der Wehrmacht oder aus der Dienstverpflichtung entlassene selbständige Handwerker muffen Arbeitskräfte beim Arbeitsamt anfor- d e r n. Der Reichsarbeitsminister bemerkt, daß btt kleineren Handwerksbetriebe, die durch Einberufung des Inhabers zum Wehrdienst zum Erliegen gekommen sind, vielfach nur mit wenigen Kräften gearbeitet haben, die schon seit längerer Zeit in diesem Betriebe tätig waren. Bei der Eigenart dieser kleinen Betriebe werde der Inhaber versuchen, die früher bei ihm beschäftigten Arbeits k r ä f t e wieder zuaewiesen zu erhalten. Der Mini- ster bittet, diese Wünsche weitmöglichst zu unterstützen. Die Iugendgruppe, die sich vollzählig an der Schau beteiligte, hatte folgende Preise: Angora: Walter Zahrt ein E.; Karl Eichhorn ein 1., ein 2. — K l.- Chinchilla. Reinhard Zahrt ein E., ein 3.; Walter Zahrt ein 1.; Gerh. Becker ein 3.; Willi Röhn ein 3.; Reinh. Pitz ein 2.; Erwin Stein zwei 3.; Rudi Rau zwei 2. Preise. Die Schau hatte einen befriedigenden Zuspruch und hat ihre Werbung nicht verfehlt. Kaninchenausstellung in Grünberg. + Grünberg, 20. Nov. Vergangenen Sonntag veranstaltete der unter dem Vorsitz des Postschaffners Georg Stein stehende hiesige Kleintierzuchtverein seine diesjährige „Lokal- kaninchenausstellung" im Saale des Gasthauses „zum Taunus". Don den 43 Vereinsmitgliedern waren es die Kaninchenzüchter, die diese Ausstellung mit 90 Tieren beschickten. Zum Teil waren die Kaninchen an einem vorhergehenden Sonntag durch den Wertungsrichter Heinrich Dietrich (Kletn-Karben) bei einer Tischprämiierung ausgezeichnet worden. Auf Deutsche Widder entfielen bei der Tischprämiierung 2 Ehrenpreise (Züchter Iohs. Wagner und Hermann Gerhardt, Grünberg), 4 erste und 1 zweiter Preis, auf Helle Großsilber 2 Ehrenpreise (Züchter: Ludwig Hopp II., Lumda; Frau Luise Spengler, Grünberg); 6 erste, 8 zweite und 9 dritte Preise, auf Klein Chinchilla 1 Ehrenpreis (Züchter: Karl Wagner, Grünberg), 2 erste, 1 zweiter und 2 dritte Preise. Die mit Ehrenpreisen ausgezeichneten Deutschen Widder zählen nach Ansicht des Wertungsrichters zu den besten von Hessen. Die Ausstellung umfaßte natürlich auch eine große Anzahl nichtprämiierter Tiere. Insgesamt waren es 90 Nummern, und zwar 20 Deutsche Widder, 45 Helle Großsilber, 5 Schwarzloh, 13 Chinchilla, 6 Wiener Weiß und 1 Alaska. Die Ausstellung, die unter dem Motto: „Werben und fördern" stand, war von über 150 Interessenten besucht worden. Von der Möglichkeit, ausgestellte Kaninchen zu kau- fen, wurde rege Gebrauch gemacht; 22 Stück konnten auf diese Weise abgesetzt werden. Unter den »ern waren auch viele auswärtige Züchter eilen. Da durchweg gutes Material zu sehen war, kann der Verein die Schau als Erfolg bezeichnen. Sie erbrachte nebenbei durch ein geringes Entgelt dem Verein einen kleinen Gewinn. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß von dem Mitglied Ernst Stein 19 zugerichtete Kaninchenfelle ebenfalls auf der Ausstellung eingesehen werden konnten. Der Vereinsvorsitzerwe gab während der Ausstellung Auskunft über alle Züchtungsfragen, über die Verwertung und Herrichtung Der Kaninchenfelle. Landkreis Gießen ! Großen-Linden, 20. Nov. Nach lunger Pause tagte der Z w e i g v e r e i n „H ü t t e n b e r g" vom V H C. in seinem Vereinslokal. Seit Kriegsbeginn waren die Wanderungen eingestellt worden. Auf allgemeinen Wunsch wurde nun beschlossen, daß vom nächsten Monat ab wieder gewandert werden soll. Auch der Wanderplan für das Jahr 1941 wurde bereits ausgearbeitet. Außerdem wurde beschlossen, in jedem Monat eine Mitgliederversammlung abzuhalten. * Allendorf (Lah n), 21. Nov. Ayf Grund anerkennenswerter Leistungen auf dem Gebiete des Seidenbaues wurde der hiesigen Volksschule eine Auszeichnung durch die Reichsfachgruppe Seidenbauer in Berlin verliehen. Kreis Lauterbach. 0 UI r i d) ft e i n , 21. Nov. Die Dreschmaschine hat chre Arbeit in unserer Stadt jetzt beendet. Im ganzen gesehen, ist der A u s f a l l d e s Drusches zufrieden steilend gewesen. Wenn -er Berufsschulunterricht wegen Fliegeralarm ausfällt. An einigen Orten beginnt der Unterricht in den Berufsschulen nach vorhergehendem nächtlichem Fliegeralarm statt um 8 erst um 10 Uhr, um den Jugendlichen einen Ausgleich in der Nachtruhe zu verschaffen. Fallen die Unterrichtsstunden aus, dann darf der Betriebsführer die Jugendlichen während der Ausfallzeit nicht im Betriebe beschäftigen. Die ausgefallene Unterrichtszeit ist auf die Dauer der Arbeitszeit anzurechnen; die Erziehungsbeihilfe oder der Lohn für diese Zeit ist weiterzuzahlen. Werden die vor 10-Uhr liegenden Unterrichtsstunden 'auf eine spätere Tageszeit verlegt, darf der Betriebsführer die Jugendlichen nicht vor 10 Uhr beschäftigen. Fallen durch die Unterrichtsverlegung Arbeitsstunden aus, so dürfen sie zuschlagsfrei nachgearbeitet werden. Die Nacharbeit ist aber an den Tagen, denen ein nächtlicher Fliegeralarm von mehr als zwei Stunden vorherging, unzulässig. Für Jugendliche, die auf bestimmte Verkehrsverbindun- gen zwischen Wohn- und Betriebsort angewiesen sind, können die Gewerbeaufsichtsämter eine abweichende Regelung genehmigen. x Kurzschrist und Maschineschreiben kommen ins Arbeitsbuch. NÄz. Der Reichswirtschaftsminister hat die Industrie- und Handelskammer mit der Durchführung von Prüfungen in Kurzschrift und Maschineschreiben beauftragt. Es können folgende Prüfungen abgelegt werden: Stenotypisten-Anfänger-Prü- fung, Kurzschrift-Anfänger-Prüfung, Stenotypisten- Prüfung, Kurzschrift-Prüfung und Maschineschreid- Prüfung. Beim Bestehen der Prüfung wird ein „Ach, Peter", schluchzte sie. „Geht vorüber, Nuschka", tröstete er. „Putz mal. dein Näschen, und dann schau hinaus aufs Wasser. Da liegt die Welt, die dir offensteht. Die ganze! Welt, Anita. Soeben ist ein Angebot aus Kopenhagen gekommen." „Wirklich?" fragte Anita, und ein leises Lächelni erschien auf ihrem verweinten Gesicht. „Da sitzen wir nun", sagte Peter, „wie am Tage: unserer Abfahrt im Schoß von Onkel Franz." „Und wieviel hat sich inzwischen geändert —" „Das kann man wohl flüstern", bestätigte Peter befriedigt. „Nur eins hat sich nicht geändert. Meiiu Gefühl zu dir." „Ach, Peter", rief Antta ersttckt; „es ist ja gut, einen Menschen zu haben, der einen ganz versteht, auf den man sich verlassen kann. Du bist wirklich ein großartiger Kerl. Weiß Gott, ich habe bids bisher unterschätzt, deinen Mut, deine Geistesgegenwärtigkeit, deine Tüchtigkeit —" „Still", rief Peter, „das will ich alles gar nicht! hören. Ich habe zwanzig Jahre lang auf dich wartet, und ich werde auch noch die paar Iährchein warten, bis du zu der Einsicht kommst, daß H der richtige Lebenskamerad für dich bin." Anita zupfte ihn lächelnd am Aermel. „Richtig, du hast mir ja mtt fünf Jahren den ersten Heiratsantrag gemacht." ,Lch halte ihn aufrecht, Anita, was auch kommen möge. Augenblicklich habe ich allerdings wenig Zeitt an etwas anderes zu denken. Für mich ist fttz! Ohlsens Puddingpulverfabrik der Mittelpunkt." „lind für mich mein Beruf." „Na, siehst du, Nuschka." Anita schmiegte sich an ihn: ,Lu, Peter", sagt" sie leise, „wenn wir aber mal zum StandesaM fahren sollten, dann nur mit Onkel Franz — ja?" Peter sah sie von der Sette an. „Dann darfst du dich aber nicht allzu lange be [innen", sagte er und strich mit der Hand zärtliL über die verschlissenen Polster. „Sonst geht dem alten Herrn völlig die Puste aus." 3000Kilometer Siebe Roman von Olly Boeheim (Schluß.) „Da kennen Sie die Fische nicht", rief Peter. „Weich, nachgiebig, beeinflußbar, trägt auf zwei Schultern, wenig verläßlich, — übrigens bei Fischen, da fällt mir ein, haben Sie mein Reklameplakat für die Seefischhandlung Meier & Co. gesehen? Na, mein lieber Herr Ohlsen, das riecht direkt nach Fisch. Ich habe mir gedacht, in der Art müßte man dem Puddingpulver beikommen. Verstehen Sie? Nicht das übltche süße Kindergesicht, das sich Pudding um die Backen schmiert, sondern der Pudding selbst. Verstehen Sie, Herr Ohlsen, ,der Pudding an sich', um mit Kant zu sprechen, na, der hat es ,auf das Ding' bezogen, aber das bleibt sich gleich. Der Pudding ist ja auch ein Ding." Peter Renz zog ein Papier aus der Tasche und begann zu zeichnen. „Zum Beispiel Vanillepudding mit Himbeersoße, der muß leuchten wie ein Sonnenuntergang. Kinder müssen ihre Mütter in den Laden schleppen und diese köstliche Schöpfung verlangen. Und bann muß natürlich dieses Puddingbild, das sämtliche Himmelskörper überstrahlt, in die illustrierten Zeitungen auch in Deutschland. Außerdem muß für den Pudding ein klingender Name her, der Appetit macht. Ohlsens Puddingpulver ist viel^zu zahm. Haftet zu wenig, da wäre zum Beispiel —" Dera Verries hatte einen lächelnden Blick mit Arne Ohlsen getauscht und sich erhoben. Als sie in die Halle trat, Jab sie, wie Antta Erik Schmitterlöf begrüßte. Liebe, dachte sie. Liebe und Kunst. Zwei ewige Konkurrenten, und doch ist die Kunst nicht ohne Liebe denkbar. Mit einem nachdenklichen Lächeln stieg sie die Treppen zu ihrem Zimmer empor. mit 50g Jett und 1 Et? ßonig. Zucker und feil werden zerlassen und in eine Sthüffel gegeben. LDcnn die Masse fast erhaltet ift rührt man natheinanöcc das EL die Geioüqe, das IDaffer und 2/3 des mit JJachin“ gemischten und gesiebten Mehls hinzu. Den Reft des Mehls schüttet man aus ein Backbrett (Tifdiplatte). gibt daraus den Teigbrei. bestreut ihn mit den abgezogenen, ge- hachtenfflanöein (gereinigten Korinthen) und dem in kleine LDürfel geschnittenen Orangeat (Zitronat). Man bedeckt die fruchte mit Mehl und verknetet alles zu einem glatten Teig. Sollte der Teig hieben, gibt man noch etwas Mehl hinzu. Man macht daumendicke rl JL ja Rollen daraus, schneidet sie in gleichmastige Stücke, formt diese zu gut kirsckgrosten Kugeln und drückt fie etwas platt Sie werden auf der Oberstäche mit Milch bestricke^ in ßagelzucker gedrückt*) und auf ein gefettetes Backblech gelegt ihvA* •) Stattdessen Kann man auch die Pflastersteine sofort nach dem Bachen mit einem dickflüssigen Dmwm/UU/u/,, ütiClCRMfw üußaus 125 g geflehtem Puöecjucher unö 2-3 Eßlöffel heißem (Doffer beftreichen. Audi beibe _ Verzierungsarten je zur f) äffte wirken sehr nett B ach ] eil: Etwa 10 Minuten bei starker stihe. L* ■ (Unter Umständen die Hitze während 6e» Backens (thwadier »infMleiyD Bitte oaefdinelbent - M Iwf r"" ** Großherzogs von Hessen. Nach der Beförderung zum Generalleutnant wurde er in den erblichen Adels, stand erhoben. Im Wettkrieg war er u. a. Kam. mandeur der 48. Reservedivision in Flandern, in Polen, beim Winterfeldzug in den Karpathen und beim Vormarsch in Galizien, später Kommandeur der 28. badischen Reseroedioision, bis er 1917 nach Darmstadt zurückkehrte und 1933 aus dem Dienste schied. Schwere Bestrafung wegen Arbeitsveriragkbruchs. LPD. Frankfurt a. M., 20. November. Zwei Schwestern, Rosa und Klara B. aus Offenbach am Main, die in einem heereswichtigen Betrieb in Arbeit standen, blieben ohne stichhaltige Entschuldigung der Arbeit tage- und wochenlang fern. Sie wurden