W 'ME- /. i :7 I 7 M sf^,1 4V M M » V • .* W, Donnerstag. 21 Novemberl«>40 Ungarns Beitritt zum Dreimächtepakt H4 Genugtuung in Llngarn M. tagen h ■ azua p; es ibnr en M ■ 'legen« : elgeon uefrawi j j ibbeutli *;! tat! iki . [ maschig'. - ner ssp ne Sw 1 ( berüh« 1 ■ Landwirtschaft und Industrie lei st e Ungarn besonders im europäischen Sektor einen wesentlichen und konkreten Beitrag für die Sache der Achse und des Dreimächtepaktes. Die Tragweite des Paktes reiche bis zu dem im Artikel 3 vorgesehenen Bündnisfall, der bei Ein- mischuna einer weiteren Macht in den gegenwärtigen Krieg wirksam werde. Agenzia Stefani schreibt, es sei vorauszusehen, daß es nicht mehr lange dauern werde, bis der ganze europäische Kontinent mit den von Rom und Berlin verfolgten Mitteln der Gerechtigkeit und des Friedens vollkommen zu einem Block zusammengeschlossen sein werde. Des Führers Unterhaltung mit den Staatsmännern machten klar, daß es sich nicht um eine einfache Uebereinkunit handele, sondern um eine viel weitergehende und dauerhafte, da sie sich über die aanze künftige Verfassung des europäischen Kontinents erstrecke. an bta das nis auen » •genbrö erechli- lauft also so, daß im Zuge der Z)erausdräng»ng Enalands aus Europa die Briten einen politischen Posten nach dem andern verlieren. Auf dem Wege zum neuen Europa wird Stein um Stein beiseite geräumt. 8IuW । hod) ur- les Paktes hin, der eine K a m p fansa g e ae gen di e Kriegshetzer und gegen jeden Versuch einer Kriegsausweitung ist, und der einen Zusaw' menschluß zur baldigen Wiederherstellung des We t- friedens und die Schaffung einer gerechteren Welt- ordnung zum Ziele hat. Ungarn sei die erste Macht, die sich mit diesen Zielen solidarisch erklärt habe. Weitere Mächte würden dem Beitritt folgen. Es sei der unabänderliche Entschluß der in diesem Pakt vereinten Mächte, einen weltweiten Zusammenschluß aller wirklich aufbauwil- l i g e n , für einen gerechten Frieden arbeitenden jungen Völker herbeizuführen. teilt m terfN1! llen oic t Butte: ftrautF, fr, 1 'er tin 1 ’eltetji, >I>. len. x. , ten uj | andbn- eöun?(. melkt# ' 7% einte l ttljwijd ■ N end j? ? » Hilf flnnabme von Anzeige« füi die Mittagsnummer hi§H‘/Jlbr desVarmtttaaS fliuftaen«4.Arede' «nremente»! 7 Rvf le mm bei 22 mm Heilenbreite, Wertteil 50 ritvl. te mm bei 70 mm Heilenbrette Nachläße: Wiederholung Malstassell Abschlüsse Mengenuaüel B Platzvorlchrist (oorherige Vereinbarung 125». mehr Wesenheit des Reichsaußenministers eine längere Unterredung. Oer Führer an.den ungarischen Jteichsverweser. Wien, 21. November. (DUB. Funkspruch.) Der Führer hat aus Anlaß des Beitrittes Ungarns zum Dreimächtepakt an den ungarischen Reichsverweser, Admiral von horthy, folgendes Telegramm gerichtet: „Euer Durchlaucht bitte ich in dieser Stunde, in der Ungarn seiner Verbundenheit zu Deutschland, Italien und Japan durch den Beitritt zum Dreimächtepakt erneut Ausdruck gegeben hat, meine herzlichen Wünsche für das Wohlergehen Eurer Durchlaucht und für die glückliche Zukunft Ungarns entgegenzunehmen. Adolf Hiller." Oie ausländischen Gäste verlast en Wien Besprechungen beim Führer. Wien, 20. Nov. (DNB.) Der Führer empfing heute mittag im Schloß Belvedere aus Anlaß der Aufnahme Ungarns in den Dreimächtepakt in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop, den königlich Ungarischen Ministerpräsidenten Graf T e l e k i, den königlich Italienischen Minister des Aeuhern S r a f E i a n o, den königlich Ungarischen Minister des Aeußern G r a f E s a k y und den kaiserlich Japanischen Botschafter in Berlin kurusu. Bei dem Empfang waren anwesend der Ehef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarfchall Keitel, Reichspressechef Dr. D i e t r i ch, Reichsleiter Bormann und Reichsleiter von Schi rach sowie die führenden Mitglieder der Delegationen der beteiligten Mächte, ferner Gesandter Sztosay, Botschafter v o n M a ck e n s e n und Gesandter von E r d - mannsdorff. 90. Jahrgang Ur. 216 Sdcbetnt täglich, anbei Sonntags und feiertags Bvlaarikns Wea. Sofia, 21. Nov. (Europapreß.) In der So- branie kam der Regierungsabgeordnete Schüchkoff luf die Beaegming in Berchtesgaden ^ sprechen. Rach der Zusammenkunft zwischen Adolf Hitler und unö “£ et >« * !,Ä.r* fei«1’ - w» -M" ;«i l. btW König Boris sowie nach den letzten Wiener De- ivrechungen sei der Weg des bulgarischen Volkes klar v o r g e z e i ch n e t. Es sei notwendig, diesen Weg weiter zu gehen. Die nationalen' Ansprüche des bulgarischen Volkes könnten nur in einer europäischen Neuordnung erfolgreich verwirklicht werden. Das Regierungsblatt „Dnes stellt fest, Bulgarien habe seit dem Jahre 1919 eine gradlinige Politik verfolgt. „Unser Volk", so schließt das Bläll, „steht am Vorabend des Abschlusses einer neuen Ordnung, die Bulgarien in der europäischen Gemeinschaft einen neuen Platz als Element des Friedens sichern und ebenso eine neue Lage in Südosteuropa schaffen wird." Das Echo in Rom. ephM- ErinnW1'1 Ille ß- ® i>te fit •’ tt>art * , l"«1' * it 3* us, es - rbe bis) )ie W \ ^D?/beiden Großmächte haben sich Dadurch nicht nur das ganze Ungarn zu unvergänglichem Danke verpflichtet, sondern haben auch durch Taten bewie. fenP daß sie die Revision überall dort mit frieb- lichen Mitteln anstrebten, wo sich frie^u sble bringe' Wien, 21. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der ungarische Ministerpräsident Graf T e l e k i, der Minister des Aeußeren G r a f C s a k y und der italienische Außenminister G r a f C i a n o verließen am Mittwochabend wieder Wien. Reichsaußenminlster von Ribbentrop verabschiedete sich von seinen Gästen auf dem Bahnhof, wo eine an getretene Ehrenkompanie den Staatsmännern die Ehrenbezeigungen erwies. Zur Verabschiedung hatten sich Gauleiter Jury und Vertreter von Partei, Staat und besonderer Genugtuung den Artikel 5 des Berliner Dreimächtepaktes. Getreu seiner ungebrochenen, unveränderten außenpolitischen Vergangenheit und Friedenszielsetzung, gestärkt durch deren bisherigen Erfolge und im festen Glauben an die Zukunft schließt sich Ungarn dem Berliner Dreimächtepakt mit der Absicht an, sowohl jetzt als auch bei der Liquidierung des K r i eg es seinen Kräften angemessen zu der besseren und glücklicheren politischen und wirtschaftlichen Neuordnung Südosteuropas beizutragen. Nach Abgabe dieser Erklärung begrüßte der Reichsaußenmrmster Ungarn als neues Mitglied des rrs„ • - j.l , ..„S —:a,,F ■ Ma öXaiifurtn htP- In welch engen Beziehungen Ungarn bereits vor seinem Beitritt zum Dreimächtepakt stand, das ging ja bereits mit aller Klarheit aus der Rede hervor. Die Außenminister Graf Cfaky am 14. November vor dem ungarischen Abgeordnetenhaus hielt. Er erklärte darin, Ungarn sei außenpolitisch nach wie vor konsequent auf die Achsenmächte ausgerichtet: der Aufstieg dieser beiden Mächte bedeute auch den Aufstieg Ungarns. Der Außenminister verwies da- bei auf die von England und Frankreich gesteuerte Politik der Kleinen Entente und des Balkanbundes und zog für Ungarn aus den Erfahrungen der letzten zwanzig Jahre die Schlußfolgerung, „daß selbst ein dauernder Zusammenschluß kleiner und mittlerer Mächte zum Schutze ihrer Interessen sich unwirksam erweist, wenn er sich nicht auf eine raum- gebundene Großmächtegruppe stützt. Wenn kleinere Staaten auf Grund statistischer Summen Über ihre Bevölkerungszahl versuchten, große Staatsgebilde nachzuahmen, oder wenn sie sich gar den Großmächten entgegenstellten, dann aab es regelmäßig einen Fehlschlag". Der ungarische Außenminister begrüßte zum Schluß seiner Rede ausdrücklich das Berliner Dreimächteabkommen und sprach dabei die Hoffnung aus, daß dieser neue politische Kraftkern auch das Verhältnis Ungarns zu seinen Nachbarn günstig beeinflussen werde. So ist nunmehr ein weiterer bedeutsamer Schritt zur Ausrichtung Europas auf seine gemeinsamen eigenständigen Zukunftsziele erfolgt. Mit leDem solchen Schritte verliert gleichzeitig England eiste politische Schlacht. Gerade die südlichen Nachbar« gebiete Ungarns, d e r Balkan, haben ja bis weit in dieses Jahr hinein in den englischen Spekulationen für die Aufrechterhaltung von Unruheherden in Europa und für die Kriegsausweitung gegen Deutschland eine große Rolle gespielt. Diese Speku- lationen betrafen in erster Linie Rumänien, Griechenland und die Türkei. In Rumänien endeten die englischen Druckversuche und Sabotageakte mit dem Sturz des englandhörigen Earol-Systems. Die Türkei hat in der bisherigen Kriegsentwicklung schwerwiegende Gründe für die Aufrechterhaltung ihrer Neutralität gefunden. Und Griechenland muß die Auslieferung feiner Lebensinteressen an die Kriegsinteressen der englischen Plutokratie mit einer Katastrophe büßen, die vermutlich die von 1916/17 nocb weit hinter sich lassen dürste. Schritt für Schritt bringt bas neue europäische Ordnungsprinzip auch im Balkanraum vor, und es ist der Zeitpunkt abzusehen, in dem auch für den Balkan der Dauerfriede gesichert fein wird. Der Beitritt Ungarns, eines Balkananliegers, zum Dreimächtepakt ist geeignet, diesen Dauerfrieben für ben Balkanraum wirksam vorzubereiten. Von ben Balkonstaaten selbst unterhalten ja bereits das neue Rumänien und Bulgarien besonders enge Beziehungen zu den Achsenmächten. Der rumänische Ministerpräsident General Antonescu weilte erst kürzlich zu wichtigen Besprechungen in Rom, und Bulgariens König Boris hatte jetzt eine Unterredung mit dem Führer. Die Entwicklung ver- Unler Bild zeigt beim Abfchreiten der Front der Ehrenkompanie von links nach rechts Reichsmmtlter des Auswärtigen von Ribbentrop. den ungarischen Auß-nmlNlstcr G r as Csa kl und den ungarischen Ministerpräsidenten Gras Telekt. — sScherl-Bilderdienst-M.)^ yeilagen: DieNUustriene Siebener ftamiltenblätter Heimat imBilb DieScdolle SronaW-BezugSvreiS: Mit 4Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr. « -.25 ötucb bfri Nichterscheinen son einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Sernivrechanschluß 2251 Drahtanschrift; „Anzeiger" tfoftfcberf 11 Örr Rrnmff. M hast it chelhch 'en. fr' He, h ! en ch T griff li jlhNH . e Stltii T Lich . ein, fr Jen ur.| eg sitz Europa ordnet sich. Ungarn ist der erste Staat im Südosten unseres Erdtells, der seinen Beitritt zu . dem Berliner Dreimächtepakt vom 27. Septemoer 1940 vollzogen hat. Es bekundet damit seinen Willen, seine politische Freundschaft mit Öen Achsenmächten nun auch in den größeren Rahmen der kontinentalen Neuord« nung Europas zu stellen. Damit hat sich der Pakt erneut als ein allgemeines großes Ordnungsprinzip für Europa erwiesen, wobei das Hauptziel darin liegt, England, d. h. die verderblichen Einflüsse der englischen Plutokratie für immer aus unserem Erdteil auszuschließen und die dauernde Gewähr dafür zu schaffen, daß er sich hinfort nicht mehr nach englischem Diktat, sondern nach seinen eigenen vitalen geographischen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Gesetzen zum Segen aller m ihm wohnenden Völker entwickeln kann. Die Kürze des Wiener Protokolls zeigt deutlich, daß der Beitritt zum Dreimächtepakt für Ungarn einfach eine Angelegenheit zwingender Logik und lebenswichtiger Interessen war. Darüber hinaus gibt die ungarische Regierungserklärung eine bedeutsame Begründung für die Tatsache des Anschlusses ab, indem sie heroorhebt, daß die Achsenmächte sich um das heutige Ungarn die höchsten Verdienste erworben haben — im Gegensatz zu England, dem Ungarn die Zerstückelung des Magyaren- staates und den Verlust von vollen zwei Dritteln seines ehemaligen Gebietes zu verdanken hat. Wir erinnern nur an die vom Grundsatz der Gerechtig- kett getragenen Bemühungen der Achsenmächte in dem ungarisch-tschecho-slowakischen Grenzkonflikt und in dem ungarisch-rumänischen Streit, die in den Wiener Schiedssprüchen vom 2. November 1938 und vom 30. August 1940 gipfelten. leitet f ha« ik Wien. 20. Rov. (DJtB.) Am 20. November ift in Wien vom Reichsminister des Auswärtigen „ou Ribbentrop, dem italienischen Außenminister Graf L i a n o und dem japanischen Vot- Ichafter in Berlin, kurusu. einerseits sowie vom ungarischen Außenminister Gras L s a k i anderer- !eits ein Protokoll über den Beitritt 11 n - ^arns zu dem, am 27. September 1940 zwischen Deutschland. Italien und Japan abgeschlossenen Dreimächtepakt unterzeichnet worden. Das Protokoll hat folgenden Wortlaut: Die Regierungen von Deutschland. Italien und Japan einerseits und die Regierung von Ungarn «adererseits stellen durch ihre uuterzeichneten Ve- «ollmachtigten solgendes fest: Artikel 1. Ungarn tritt dem am 37. September 1940 in Berlin unterzeichneten Dreimächtepakt zwischen Deutschland, Italien und Japan bei. Artikel 2. Sofern die in Artikel 4 des Dreimächtepaktes vor- gesehenen gemeinsamen technischen Kommissionen fragen behandeln, die die Interessen Ungarns berühren, werden zu den Beratungen der Kommissionen auch die Vertreter Ungarns hinzugezogen werden. Artikel 3. Der Wortlaut des Dreimächtepaktes ist« diesem Protokoll als Anlage beigefügt. Das vorliegende Protokoll ist in deutscher, italienischer. japanischer und ungarischer Sprache ab- gefaßt, wobri jeder Text als Urschrift gilt. Ls tritt am Tage der Unterzeichnung in Kraft. Der MI der LMrzeichiiung im Selvedere. B u b a p e ft, 21. Nov. (Europapreß.) Die freundschaftliche Aufnahme der ungarischen Staatsmänner in Wien sowie der Beitritt Ungarns zum Dreimächtepakt nehmen in der ungarischen Presse breiten Raum ein. „Pester Lloyd^ sagt, die ungarchhe Oeffentlichkeit begrüße die Nachricht vom Beitritt Ungarns zum Dreimächtepakt mit um so größerer Freude und Genugtuung, als ja der Dreimachte- vertrag von der ungarischen Nation schon dei seinem Abschluß als ein ho'chbedeutendes weltpolitisches Instrument betrachtet' wurde, das in zwischen-kontinentalem Maßstab die Grundlinie einer gerechten und friedlichen Neuordnun g der Welt verwirkliche und die aufbauwilligen Kraste ;m Interesse der Zielsetzungen pHammenbradjte, rur die die Achse in Europa und Afrika zu Lande, zu Wasser und in dtt Luft kämpfe. Wenn England gegen dieses neue Europa Krieg fuhren wolle, sagt Magyarorszag", so trage es die Verantwortung dafür Deutschland und Italien hätten nach dem siege über Frankreich die Möglichkeit zu einem oernunp tiaen Friedensschluß geboten. Der Kontinent habe in mancher Beziehung seine b eso n? en Gesetz e, die man tn England gar "icht verstehen könne. Daran könne fein englisches MsssionA' wußtiein etwas ändern. Im Reg'.erungsb att „Esti Ujsag" heißt es, daß Ungarn auch diesmal sich unter den ersten befinde, die sich ui das große Werk der europäischen Wiedergeburt einfügen. Wien, 20. Nov. (DNB.) Heute mittag um 12.30 Uhr wurde im Schloß Belvedere in Wien die Ausnahme Ungarns in den Dreimächtepakt vollzogen. Vor dem Schloß des Prinzen »Eugen, bas m den letzten Jahren schon mehrfach " der Ort für bedeutsame Aktionen für Südosteuropa mar, hatte eine Ehrenkompanie Aufstellung genommen. Um 12.15 Uhr traf der Reichsmilusler des Auswärtigen von Ribbentrop und kur^ oar- □uf der italienische.Außenminister Gras Ciano und der japanische Botschafter Kurusu ein Sie begrüßten aus der großen Freitreppe des Schlosses 1 die Vertreter Ungarns, Ministerpräsident Gras < Teleki und Außenminister Gras E z oy . Die , in Begleitung des deutschen Gesandten in Budapest von Erdmannsdorfs um 12.30 Uhr eintrafen. Der i Reichsauhenminister geleitete die Vertreter der ver- H kündeten Mächte in den Gelben Saal und teilte I mit, daß die Königlich Ungarische Regierung den Wunsch ausgesprochen habe, in den Dreimächtepakt ouigenommen zu werden und die Regierungen der im Dreimächtepakt vereinten Staaten diesem Wunsch der ungarischen Regierung entsprochen hatten. Nach der Verlesung des Protokolls über ben Bestritt Ungarns zum Dreimächtepakt mürbe Die Unterzeichn u na vorgenommen. Sodann ver- las der Königlich Ungarische Außenmimster Gras Tele ki und Außenminister Gras 0-f a f 9 , Die Csakv in ungarischer und deutscher Sprache folgende ustgarifche Regierungserklärung.^ Deutschland, Italien und Japan haben ein BunD- itiß geschlossen, um der 'weiteren Ausweisung Des Krieges, Der die Menschheit schwer belastet, Schranken zu ziehen und um Der West so schnell wie möglich wieder einen Dauernden und gerechten Frieden zu schenken. Die Großmächte kämpfen um Die Herstellung einer -Neuordnung, die geeignet ift, bie Entwicklung Ler Völker in den ihnen zustehenden Raumen zu fördern und ihren Wohlstand zu heben. Ungar n roar durch die Pariser ungerechten und demoralisierenden Friedensdiktate zu Bode n g - lüorfen und wandte sich wahrend Zweier >Zayr- .zehnte an jene Mächte um Beistand, bie 00m glei- chen Schicksal und ebensolcher Ungerechtigkeit bestoffen. um ihre Lebensrechte kämpfend, die Revision der Diktate an-ftrebten D t e f e allelN waren ernsthaft geneigt und befähigt, ihrem an Kraft ge schwächten und schwer kämpfenden Sch'cksals^nos- fcn zu besseren Lebensmogllchkeiten zu vechrifen. Äm Laufe der letzten zwei Jahre gelang es Ungarn -tatsächlich, mit Unterstützung des D e u scheu Reiches und Italiens, ohne Blut zu nergießen und auf friedlichem Wege, terr i t 0- Ti a^l e Bestimmungen des Dnanoner Fne- Lensdiktates einer Revision zu unter« ’S S R ützi. IlljJ 'N "Hi u Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen rsragsr- Wsttwoch nachmittag hatte der Führer in Gegenwart des Relchsminifters des Auswärtlaen von Ribbentrop mit dem ungarifchen M- nisterpräfidenten Graf Teleki eine Besprechung, bei der auch der ungarische Mnifter des Aeußern Graf L s a k y zugeaen war. Anschließend empfing der Führer den königlich Italiensschen Außen- ...... . Minister Graf Ciano und hatte mit ihm in-An- Wehrmacht auf bem Bahnhof etngefunben. Rom, 20. Nov. (DNB.) Ungarns Bestritt zum Dreimächtepakt bildet bas chauptthema der römischen Abendpresse, die betont, baß es sich um eine weitere wichtige Etappe auf dem Wege der Neuordnung Europas und der Isolierung Enalands sowie zur Vermeidung der Auswestung des Krieges handelt . Giornaje d'Jtalia" erklärt die Lage auf dem Balkan, die bereits durch die starke Politik der Achse eine weitgehende Klärung erfahren habe, jedoch immer noch durch die englischen Manöver beunruhigt werde, habe damit eine weitere Festigung erfahren. Immer mehr werde der englische Einfluß auch auf den Sudosten Europas ausgeschaltet, und immer isolierter erscheinen die wenigen noch übrigbleibenden Inseln, auf denen sich dieser Einfluß noch geltend mache. Auf Grund seiner geogravhischen Lage im Norden des Balkans, seiner Bevölkerung von fast 12 Millionen, seines kriegstüchtigen Heeres sowie seiner produktiven Lieber 500000 kg Vomben auf Virmmgbam. Als Dergeltuna für kritische Angriffe auf Hamburg, Ä emen und Kiel. Kleines Ll-Boot versenkte bisher insgesamt 61500 ART. Der Wehrmachibericht vom Mlwoch. Berlin, 20.Jloo. (DJIB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Jur Vergeltung für die britischen Angriffe auf Wohnviertel in Hamburg, Bremen und kiel belegten in der Nacht vom 19. zum 20. November starke Kampfverbände der Generalseldmarfchälle K e f s e t r l n g und Sperrte die Zentren der britischen Rüstungs- und Versorgungsindustrie von Birmingham mit Bomben. 3n rollendem Angriff warfen Hunderte von kvmpffluozeugen über 500 000 kg Bomben auch der schwersten Kaliber ab. Die weithin sichtbaren Brände und Explosionen waren nochumfangreicher als bei dem Angriff auf L o v e n t r y. In der Nacht vom 18. zum 19. November fehle die Luftwaffe im übrigen ihre Angriffe auf London und andere wichtige Ziele in Süd- und Wittel- England fort. Line Anzahl von Flugplätzen, wie Marham, Norwich-Latton und Lranwell, wurden mit Bomben belegt und dabei hallen und Unterkünfte in Brand gesetzt und zerstört. Liverpool. Southampton und andere Häfen au der Lanalküste waren ebenfalls das Ziel deutscher Luftangriffe. Im Seegebiet vor der englischen Ostküste gelang es leichten Kampfflugzeugen, drei Handelsschiffe mit Erfolg anzugreisen. Ein kleines U-Boot unter Führung von Lapitänleutnant Wohlfahrt, das, wie schon gemeldet, bei seiner letzten Unternehmung vier feindliche Handelsschiffe mit 23880 BRT. versenkte, hat bisher insgesamt 61 500 BEI. feindlichen Handelsschiffsraums ver- nichlet. In der Nacht zum 20. November warfen britische Flugzeuge imReichsgeblet Bomben auf Wohnviertel und sonstige Ziele ohne militärische Bedeutung. Der gröhte Teil der feindlichen Flugzeuge, die gegen die R e i ch s h a u p l st a d t anflogcn, wurde durch Abwehrfeuer vorzeitig abgedrängt. Lin Flugzeug warf seine Bomben auf die historische Stadt Potsdam. Der hier wie an anderen Stellen Deutschlands angerlchlele Sachschaden ist unbedeutend und beschränkt sich im allgemeinen auf leichte Beschädigungen von Wohnhäusern und Stra- hen. Wiederum wurden mehrere Krankenhäuser getroffen. Zwei britische Bombenflugzeuge wurden bei Nacht vor Erreichen ihres Zieles durch Flakartillerie abgefchoffen. Fünf eigene Flugzeuge werden vermißt. Vernichtende Wirkung der Angriffe auf Birmingham. Berlin, 20. Nov. (DNB.) Zum Großangriff der deutschen Luftwaffe aus Birmingham, der als Vergeltung für die Ueberfälle der RAF. auf Bremen, Hamburg und Kiel in der Nacht vom 19. zum 20. 11. üurchgeführt wurde, wird von allen Besatzungen der Flugzeuge, die am Angriff teilnah' men, oerichtet, daß die Wirkung noch größer und durchschlagender war als in Coventry. Schon nach den Bombenwürfen der erften Wellen war d i e Stadt taghell erleuchtet von den Flammen riesiger Brände. Die nachfolgen, den Flugzeuge konnten bald vom Kanal ab auf jede Richtungspeilung verzichten, da der Brand roten Feuerschein bis in höchste Höhen strahlte und so der einfachste Wegweiser für sie wurde. Die deutschen Angriffe konnten bei guter Sicht und bei, geringer Bewölkung durchgeführt werden. U e b e r 500 000 kg Bomben jeder 21 r t und aller Kaliber wurden abgeworfen. Gleichzeitig fielen Tausende von Brandbomben in die Stadt, so daß sich zu der zerstörenden Sprengwirkung noch die alles vernichtende Wirkung des Feuers gesellte. Da sich bald Brandherd mit Brand- Herd vereinigte, entstunden ausgedehnte Brände. Zwischen diesen Grotzbränden, die Hal- len, Fabrikanlagen, Häuserblocks und schließlich ganze Straßenzüge erfaßten, entstanden unzählige kleine und kleinere Feuer, die zum größeren Teil auch wieder um sich fraßen und sich zu größe- ren Feuersbrünsten vereinigten. Die britische Ab- wehr durch Flut und Scheinwerfer war stark und ausdauernd. Sie hatte jedoch keinen spürbaren Erfolg. Die deutschen Verluste waren ä u ß e r st gering, nur fünf Flugzeuge werden vermißt. Der Londoner Korrespondent von „New Park Herold Tribüne" bezeichnet den deutschen Bergeb tungsschlag als einen der h e f t i g st e n Angriffe dieses Krieges. Die deutschen Flieger hätten d i e ganze Nacht über Tausende von Bomben nicht allein aus London, sondern auch auf die Städte der Midlands herabregnen lassen. Eine dieser Städte (gemeint ist Birmingham) sei besonders schwer angegriffen worden. Jeder Stadtteil wurde von einem dichten Bombenhagel getroffen, eine große Zahl Brände verursacht. „New $ort Times" sagt, jede Minute sei ein deutsches Flugzeug erschienen. „W i e Bienen" seien die Flugzeuge umhergeschwirrt, immer neue Angriffswellen seien eingetroffen. Wenn die englischen amtlichen Stellen die Behauptung aufstellen, die Bomben hätten „zumeist nichtmilitärische Ziele" getroffen, so ist dieses faden- scheiniae Manöver in diesem Falle noch absurder, denn in der Altstadt Birminghams liegen dichtgedrängt die Fabrikanlagen, und deutsche Bomben pflegen ersahrungs-gemaß ein derart deutlich erkennbares Ziel nicht zu verfehlen- Das englische Frohlocken, dem gestern noch die , Times" Ausdruck gab, indem sie schrieb: „Die Deutschen hätten infolge ihrer großen Verluste keine Bombenformationen mehr eingesetzt, sondern nur Iagd- flugzeuae und Einmannbomber, die sehr hoch flögen und daher Angriffen weniger ausgesetzt seien, aber auch weniger Schaden anrichteten , war keine längere Lebensdauer beschieden als allen früheren Illusionen. Birmingham ist eines der w i ch t i g ft e n Nüstungszentren Englands, welches durch seine E i s e n o e r a r b e i t u n g und Kraftfahrzeugproduktion besonders bekannt wurde. Es beherbergt Fabriken größten Ausmaßes und größter Kapazität, gleichzeitig aber Fabriken mittlerer Größe und Kleinbetriebe bis hinunter zu Handwerkerbetrieben und Heimbetrieben, von denen die letzteren in der ganzen Stadt verstreut liegen. Es werden hier Flugzeugmotoren und jede Art von Motorteilen, Flugzeugzellen, elektrische Zubehörteile und Apparate hergestellt; außerdem befinden sich hier Stahlwerke und Stahl- waren- und Aluminiumfabriken, die zu einem großen Teil an der Flugzeugherstellung arbeiten. Angehörigen der iberoamerikanischen Rasse bewohnten Ländern, die in so vielfacher Weise mit Spanien verbunden seien, ein neues Gibraltar schaffen wolle. Dadurch solle die Einmischung von Ländern begünstigt werden, die in diesem Teil der Welt nichts zu suchen hätten. Dieses Spiel sei nicht neu, schreibt „Popolo di Roma". Es sei das gleiche, das England während seiner jahrhundertelangen Seeräuberpolitik auf. allen Meeren der Welt und auch im Mittelmeer betrieben habe. Aus dem Mittelmeer werde England nun für immer hinausgeworfen. Afoentimsche Zweifel. Buenos Aires, 20. Nov. (Europapreß.) Stärksten Eindruck, namentlich in südamerikanischen Wirtschaftskreisen, hinterließen die letzten Nachrichten über die erneute Intensivierung deutscher Bombenangriffe aus London und die wichtigsten englischen Industriezentren. Dieser Eindruck wurde noch verschärft durch die ständig ansteigenden Versenkungsziffern britischer Handelstonnage. Die Wirksamkeit der Blockierung Englands gibt namentl'ch den Wirtschaft streifen viel zu denken. Man beginnt an der Durchführbarkeit der neuen Abmachungen mit England, di« eine lieber ft eigerung englischer Käufe in Argentiniers auf Grund des gegenwärtig ver- handelten Abkommens vorsehen, auch angesichts der ständig wachsenden Erschwerungen der Transportfrage ernsthaft zu zweifeln. Der Eindruck der kriegerischen Ereignisse zur See und in der Luft wird verstärkt durch die Wirkung der letzten diplomatischen Schritte der Achsenmächte, so namentlich durch die Berchtesgadener Verhandlungen mit Spanien, die unmittelbar auf die Berliner Besprechungen Molotows folgten und als eine Weiterentwickluna der dort begonnenen wichtigen Vorbereitungen für die weitere Initiative der Achse betrachtet werden. In einem Manifest der Allianza de la Iuventud Nacionalista wird erklärt, daß die Ueberlassung von Stützpunkten an die Vereinigten Staaten die Sicherheit und Souveränität der lateinamerikanischen Staaten gefährden würde. Der Regierung von Uruguay werde das Recht abgesprochen, auf diese Weise über einen argentinischen Fluh zu verfügen. Die Politik der guten Nachbarschaft diene den Vereinigten Staaten nur dazu, impe- rialistische Tendenzen zu tarnen. Amerikas neue Stützpunkte im Atlantik (brl ! A • -iXbüiI. )^H0N0U*A* Unsere Karte veranschaulicht die neuen Stützpunkte Amerikas auf den britischen Inseln in West- i n b i e n, die England für 50 Zerstörer auf 99 Jahre an USA. „verpachtet" hat. Die neuen Stützpunkte sind auf unserer Karte mit einem Kreuz gekennzeichnet. Mit der Pachtung dieser Stützpunkte hat Nordamerika praktisch die Kontrolle über alle Inseln und zugleich auch über die Ausfahrtstraßen aus dem Golf von Mexiko und der Karibischen See.. (Scherl- jaus der Zeitschrift für Geopolitikj M.) Starker Rückgang der englischen Guthaven in USA. Oer iderstand gegen die Stützpunktpolitik der USA. Die Regierung von Uruguay hat den Vereinigten Staaten in ihrer Suche nach strategischen Stützpunkten am amerikanischen Kontinent P u n t a del Este an der La-Plata-Mündung überlassen. Diese Tatsache hat in Montevideo selbst und in allen spanisch-amerikanischen Ländern Proteste hervorge- rufen. Der uruguayscke Unterrichtsminister hat nach Verkündung des Bescylusses aus patriotischen Gründen seinen Rücktritt erklärt, mehrere andere Minister sind seinem Beispiel gefolgt, sodaß eine Regie- rungstrife in Uruguay unvermeidlich wurde, deren folgen sich nicht absehenlassen. Am nächsten wird Argentinien durch die Abtretung berührt. In Buenos Aires wird der Dau eines amerikanischen Flotten- und Luftstützpunktes an der La-Plata. Mündung als unerträglich empfunden. Der La Plata ist der gewaltigste Strom des mittleren Südamsri- kas. Seme Mündung ist 300 Kilonketer breit. An ihm liegen die wichtigsten Wirtschaftsgebiete Argentiniens, Paraguays und Uruguays. 96 v. H. der Sanzen Ausfuhr dieser drei Staaten geht über die a-Plata-Münduna. Man spricht in Buenos Aires von einem Vorstoß des nordamerikanischen Impe- rialismus gegen die naturgegebenen Rechte der iberoamerikanischen Republiken. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika wollen weltpolitisch wirken, es fehlt ihnen aber das Augenmaß für fremde Wirtklichkeiten. So kann sich z. B. der Erfolg, den sie durch die Abtretung von Punta del Este erreicht haben, insofern in einen Mißerfolg verwandeln, als dadurch die so sehr betonte panamerikanische Einmütigkeit gestört wird und das alte Mißtrauen gegen den „big stick“ Onkel Sams wieder erwacht. Das Scho in Buenos Arres Washington, 20. Noo. (Europapreß.) Der USA.-Unterstaatssekretär des Aeußern, S u m n e r Welles, gab der Presse bekannt, es lägen in Washington keine Nachrichten darüber vor, daß ein hoher argentinischer Beamter gesagt habe, Argentinien wolle sich nicht an einer Zusammenarbeit der Mächte der westlichen Hemisphäre beteiligen und Stützpunkte anlegen, solange keine akute Angrifisgefahr vorläge. „New Dort Times" schreibt, Argentinien habe immer die Führung in Südamerika beansprucht, wobei unglücklicherweise die wirtschaftlichen Interessen der USA. mit denjenigen Argentiniens kollidierten. Argen, tiniens Widerstand gegen die Ueberlassung eines La-Plata-Stützpunktes an die USA. fei daher ver. stündlich. Argentinien und die anderen füdamerika- nischen Länder seien durchaus nicht davon über, zeugt, daß die Achse den Krieg verlieren werde. Sie seien daher bestrebt, sich die Märkte der Achsenmächte zu erhalten. Es sei aus diesem Grunde die erste Aufgabe der USA., den füd- amerikanischen Ländern— vor allem Argentinien — in dieser Hinsicht wirtschaftliche und politische Sicherheit zu verschaffen. Auch d;e Omfition in Lruguoy wächst. Montevideo, 21. Nov. (Europapreß.) Trotz lebhafter Agitation ist es den an der Anlage militärischer Stützpunkt« in der La-Plata-Mundung interessierten Kreisen nicht gelungen, die starke Op- Sofition zu überwinden, die sich auch innerhalb ruguays gegen den Plan geltend macht. In militärischen Kreisen erklärt man, die für die Stütz- punkte erforderlichen Ausgaben, die auf rund 150 Millionen Pesos veranschlagt werden, seien nutzlos, da die Stützpunkte nach wenigen Jahren veraltet sein würden. Die Haltung Argentiniens und Brasiliens hat trotz der Fühlungnahme ihrer Außenminister mit dem Auhen- mifter von Uruguay die Opposition hier gestärkt. Das Argument, daß die Frage von Stützpunkten am La-Plata nicht ausschließlich eine A n - gelegenheit Uruguays sei, hat hier Eindruck gemacht. Die Haltung der Nachbarländer wird hier dahin verstanden, daß eine Einmischung der Vereinigten Staaten a b g e l e b n t wird. Große Vs. findet in Uruguay als einer auf das fpa» nische Erbe stolzen Nation auch die Reaktion i n Spanien. Oie Eeeräuberpolitik Englands als Vorbild. Rom, 20. Nov. (Europapreß.) Die Italienische Presse meldet, daß in Spanien der hartnäckige Widerstand der iberoamerikanischen Länder gegen die Gewährung von Stützpunkten an die Vereinigten Staaten von Nordamerika aufmerksam verfolgt werde. Man sage in Madrid, daß man in den ton Mailand, 20. Nov. (Europapreß.) Wie „Ga- zetta del Popolo" aus Neuyork meldet, bat die britische Regierung Zwangsverkäuse der in englischem Besitz befindlichen amerikanifchen Wertpa p-iere angeordnet, um mit dem Erlös Materialankäufe in den Vereinigten Staaten zu bezahlen. Die englischen Guthaben in USA. hätten vor dem Kriege 6 Milliarden Dollar betragen, seien aber infolge der Rüstungskäufe bereits auf 1 Vi Milliarden gesunken. Parlamentär sche Niederlage Roosevelts. Washington, 20. Nov. (Europapreß.) Das Repräsentantenhaus lehnte. die von Roosevelt und dem demokratischen Fraktionsvorsitzenden geforderte Vertagung mit 191 gegen 158 Stimmen ab. Gegen die Regierung stimmten außer den Republi- Innern auch der Flügel der Demokratischen Partei, der einen von der außenpolitischen Linie Roosevelts abweichenden Standpunkt vertritt. Nach dieser parlamentarischen Niederlage sind dem Präsidenten außenpolitisch die Hände stärker gebunden, als es bet einer Vertagung der Fall gewesen wäre. Mit der Ablehnung im Re- präsentantenhaus ist automatisch auch die Vertagung des Senats abgelehnt. Der nordameri konische Senat hat als Nachfolger des verstorbenen Senators P i 11 m a n zum Präsidenten der Kommission für Auswärtige Angelegenheiten den demokratischen Senator King gewählt. Englische Kriegsvorbereitungen in Nori'irland. Rom, 20. Noo. (DNB.) Ein Reiseberichterstatter des „Giornale d'Italia" meldet, daß schon seit Monaten in Ul st er große Truppenbe- wegunaen zu beobachten seien. Desgleichen wird ausfallend viel Kriegsmaterial aufge- stapelt. Außerdem werden bet Belfast, der Haupt- ftaot Nord rlands, die dort stehenden Textilfabriken stark vergrößert Teilweise habe bereits die U e b erst« d l u n g der wichtigsten Tertilgesellschaften aus Liverpool und Manche st er begonnen. Ferner sei der Dau einer großen Fabrik für die Herstellung von Geschützen von der Firma V ick e r s in Angriff genommen worden. Es feien auch bereits verschiedene Munitionsfabriken aus der Umgebung der englischen Hauptstadt nach Ulster verlegt worden, wo sie binnen kurzem ihre Tätigkeit wieder aufnehmen. Schließlich feien di« in Belfast bestehenden Sch iffsbauwerf» len gewaltig umgebaut worden. Sühne für jedes Verbrechen. Für München, wo die Nachtpiraten Churchills eine nationale Weihestunde des deutschen Volkes tören wollten, kam der gewaltige Vergeltungsschlag auf Go oen tri), ein Zentrum der englischen Flug, zeugfabrikation Diese Rüstungsschmiede der briti. chen Piraten wurde, so schrieben amerikanische Korrespondenten, ebenso nachhaltig zerstört wie Warschau. Coventry ist heute ein nutzloser Trümmerhaufen. Trotz dieses furchtbaren Schicksals haben die britischen Nachtpiraten in Hamburg, Bremen und Kiel weitere Wohnviertel und Laza. rette bombardiert Ausdrücklich als Vergeltung für diese Angrifisoersuche aur deutsche Hansestädte haben deutsche Bomber in rollendem Angriff de« Stolz der britischen Industrie, die Millionenstadt Dir. m i n g h a m , mit einem neuen vernichtenden Schlag bedacht, sie haben dort Rüstungswerke und Roh- toffläger vernichtet. Die Heimat der Chamberlains ist derart heimgesucht worden, daß der OKW -De. richt mit seiner Formulierung „Die weithin sichtbaren Brände und Explosionen waren n o ch um- a n g r e i ch e r als bei dem Angriff von Coventry" wohl ein Bild der furchtbaren Zerstörung in jedem deutschen Leser umreibt. Birmingham hat einen Schlag erhalten, von dem es sich in diesem Kriege nicht wieder erholen wird. Damit ist eine der ge- waltigsten Rüstungsstätten Englands lahmgelegt. Birmingham war ein Begriff. Seit Beginn der industriellen Revolution, etwa seit 1750, hat sich der Ort zur größten englischen Stadt nach London entwickelt. Wie Stratford, der Geburtsort Shake- peares, am Avon gelegen, war sie das Zentrum der schwerindustriellen Midlands und hatte in der ganzen Welt einen Ruf als Hauptsitz der englischen Stahl- und Metallverarbeitung. Birmingham war neben Sheffield, das weiter nordwärts liegt, der Vorort für die Erzeugung von Waffen. So hatte die Birmingham Small Arms Company, die Gewehre, Revolver, Maschinengewehre, Munition herstellte, dort ihre Werkstätten, die Chamberlains waren daran maßgeblich beteiligt. Weiter befindet sich dort ein Werk der englischen Imperial Chemical Industries Ltd., das S p r e n g st o f f« herstellt, und ferner die M u n i t i o n s w e r k e der Firma Kynoch. Die Stadt selbst tft, wie die meisten englischen Industrieorte, außerordentlich häßlich. Rüstur^s- werke stehen mitten zwischen den armseligen Wohnstraßen der Arbeiter, und selbst eine äußerlich so saubere Industrie wie die elektrotechnische, die dort ebenfalls ihren Fabrikationssitz hat (General Electric Cie.) hat nichts an dem abstoßenden Charakter der Stadt ändern können. Birminghaim war ferner Sitz und Fabrikationsort der bekannten englischen A u t o s i r m e n Austin, Wolserey und Singer, die in diesem Krieg weitgehend auf die Herstellung ppn Flugzeugmotoren, Panzerwagen usw. umgestellt wurden. Schon im Weltkriege war Birmingham unter Lloyd George, dem damaligen Munitionsminister, zum Zentrum der englischen Rüstungen geworden. Die Vernichtung dieser Rüstungsstätten hat nicht nur in England, sondern auch in den USA. berechtigte Bestürzung erregt. Die englische Zensur hat zunächst die Nennung des Ortsnamens untersagt, ebenso wie die der übrigen Städte, auf die sich der Vernich- tungsregen der deutschen Bomben ergoß. Weitere Vergeltungsschläge werden folgen, denn einzelne englische Piraten griffen in der gleichen Nacht, da Birmingham vom Schicksal erreicht wurde, Berlin und Potsdam an. Sie haben, vom Fcuer der deutschen Flak verwirrt und zersprengt, ihre Bomben auf Krankenanstalten und Lazarette geworfen. Die Sühne für dieses neue Verbrechen wird folgen. Ein zweites Coventry, ein zweites Birmingham, so wird dis Reihe der deutschen Vernichtunqs- schläge fortgesetzt werden, bis alle Gemeinheiten der Churchill-Piraten vergolten sind. Unerhörte Provokation -er englischen Lustwaffe. Wieder Krankenanstalten in Berlin und Potsdam bombardiert. Berlin, 20. Nov. (DNB.) Unter dem Eindruck der schweren Schläge beim vorletzten Angriff auf die Reichshauptstadt, bei dem nicht weniger als zwölf englische Maschinen abgeschossen wurden, kamen die Flieger der RAF. diesmal mit äußerster Vorsicht und in großer Höhe. Es gelang der starken Flakabwehr, die meisten feindlichen Maschinen abzudrängen. Diejenigen, die durch die (Sperre durchkamen, machten gar nicht erst den Versuch, militärische oder industrielle Ziele anzufliegen, sondern luden ihre Bombenlast dort ab, wo sie glaub- ten, d i e Bevölkerung am empfindlichsten treffen zu können. Es wurden von Brandbomben einige Wohnhäuser getroffen und vor allem drei Krankenan st alten und ein Lazarett. Bei dem klaren wolkenlosen Himmel und nach Abwurf zahlreicher Leuchtbomben mußten die als Krankenanstalten weithin gekennzeichneten Ge- bäudekomplexe klar erkannt worden sein. Ihr sinn- loses Verbrechen kostete die Engländer zwei Maschinen, die noch beim Anslug durch Flak abgeschossen wurden. Während in Berlin bei diesen heimtückischen Angriffen nur geringe Verluste zu beklagen waren, wurden bei Sprengbombenabwürfen in Potsdam, die ebenfalls einem Krankenhaus galten, acht Schwestern in Ausübung ihres schweren Berufes verletzt, unter ihnen eine Schwester von 80 Jahren, die in dem Krankenhaus wohnte. Außer dem Krankenhaus wurde noch eine Schule der nationalsozialistischen Jugend getroffen. Auch dieser ruchlose Angriff wird vergolten werden, wie Coventry auf München folgte und Birmingham auf Hamburg und Kiel. Oie Ll-Booi-Floiie Rußlands. Die „3sroeftija" schreibt zur 10. Wiederkehr des Tages, da das erste U-Boot, das auf Sowjetwerften erbaut wurde, in Dienst gestellt wurde, seither habe Rußland eine gewaltige U-Boot-Flotte ausgebaut; die „Iswestija" nimmt sogar an, daß Rußland heute die m e i st e n U - Boote zur Verfügung habe. Sicherlich hat die Konstruktion von U-Booten auf den Sowjetwerften erhebliche Fortschritte gemacht. Der Nauticus 1939 gibt die Zahl der russischen U-Boote auf rund 160 mit 80 000 Tonnen Raum- geholt an und vermerkt, daß eine größere Anzahl verschiedener U-Boote im Bau sind. Die Sowjetrussen haben mit kleinen Typen begonnen und sind allmählich zu mittleren und großen U-Booten fortgeschritten. Es ist aber zu berücksichtigen, daß 6om* jetrußland Flotten in vier verschiedenen Gewässern unterhalten muß, nämlich im fernen Osten, im Schwarzen Meer, in der Ostsee und im nördlichen Eismeer. Nur das nördliche Eismeer ist mit dem finnischen Golf durch einen Kanal verbunden, der im Sommer für U-Boote und wahr« Ein Feldpostbries aus Norwegen polszeiwacht zwischen Narvik und dem Skagerrak. Schwere Kämpfe an der albanischen Front Iapans letzter Genro vytl l V11 IJl UV t* l livwee w * v • , < t _ .1 _ tenber Staatsmann des aus dem fahrhunderte- langen Schlaf erwachten Japans, das in wenigen! ^loWkkAjjtt ühA % Kathreiner eih altes Heyefil, dsu ktsUe wiedu giß-! von Ras :t junüi' x benfoE!' ' Dernih - . Weilni • einzeln j 3m hochalpinen Polizeirevier. Außer diesem Postendienst an der Grenze haben wir noch einen weiten Bezirk von fast 50 Quadratkilometer zu betreuen. Der größte Teil ist herrlicher dichter Kiefernwald. Da- zwischen wild zerklüftete Felspartien mit Schluchten und Tälern. Und mitten in dieser urigen Bergwelt liegt eine ganze Reihe kleiner Seen, abgrundtief und so kristallklar, daß man bei ruhigem Wetter meint, bis auf den Grund sehen zu können. Das ist das Revier unserer täglichen Streifengänge. Don der Urwüchsigkeit des norwegischen Waldes kann man sich gar keine Vorstellung machen. Forstwirtschaft wie bei uns zu fiaufe ist hier unbekannt Die Natur wird sich selbst überlasien. Wenn ein solcher Baumriese aus irgendeinem der Herbst- stürme, die jetzt das Land durchtoben, krachend niederbricht, bleibt er liegen. Moos und Farn über- wuchern ihn, und neue Triebe brechen aus dem Felsgestein. So wird in diesen Urwäldern der Strei- fenweg häufig zur hochalpinen K l e t t e r p a r t i e , denn Weg und Steg gibt es nicht. Mit Kompaß, Bergseil und Pickel ausgerüstet, brechen wir morgens auf und kommen in später Nacht zerschunden und abgerissen wi.eder. Was uns dabei besonders zu schaffen machte, waren die kaum faßbaren Tempraturunter° s ch i e d e. In 24 Stunden klettert das Thermometer von 15 Grad minus in der taghellen Frühlingsnacht auf 20 Grad plus in der Mittagssonne, um dann wieder am Nachmittag schon bis unter den frier- punkt zu fallen. Um dieser wahrhaft rheumatischen Witterung standzuhalten, hielten wir es wie die Norweger und tranken abwechselnd Lebertran und Aquavit. Wenn ihr dies in der Heimat lest, wißt ihr wenigstens, daß der euch manchmal vorenthal- tene Schnaps seine ordnungsmäßige Verwendung findet. Was deutsche Tatkraft vollbringt. So wie wir hier auf unserem Abschnitt, hallen unsere Kameraden von den anderen Polizeibataillonen aus der ganzen weiten Grenzlinie vom Skagerrak bis nach Narvik, bis in die Regionen des Polarkreises, stille Wacht in Wind und Wetter. Die Einsamkeit der nordischen Natur umgibt uns, und wir lernen mit Begriffen und Werten umgehen, die wir bisher nur aus den Schulbüchern kannten. Vorgestern sprach ich bei der Kompanie Polizei- männer, die zur ärztlichen Behandlung nach Oslo überwiesen wurden. Sie kamen aus dem Norden und haben dort wochenlang mit Lappen zu-- sammengehaust, haben von Renntierfleisch und Tran gelebt, weil andere Nahrung in ihre einsame Station nicht nachkommen konnte. Mittlerweile ist dies alles nach einer kurzen Uebergangszeit besser organisiert. Deutsche Energie hat das Unmögliche möglich gemacht. Ueberall sind Nachschub st raß en geschaffen, auf denen alles heranrollt, was die Truppe braucht. Und was es noch nie in Norwegen gegeben hat, das hat die deutsche Besatzung fertiggebracht: nämlich die erste durchgehende Autostraße von Drontheim nach Mo im Norden. Dies ist in den unwegsamen nördlichen „Marken" eine Kulturtat allerersten Ranges, für die uns die Norweger noch einmal sehr dankbar sein werden. Mr hier in unserer Einsamkeit lernen auch das Volk der norwegischen Bauern und Fischer viel besser kennen als in den Städten, Denn hier ist Norwegen. und nicht in den Kaffeehäusern Oslos. In mühsamen und schwerfälligen Gesprächen, in denen sich die Norweger die Worte sichtlich abringen, werden die ersten Brücken geschlagen über eine Kluft, die wider die Natur, wider das Blut ist. Der Norweger im Land begreift aus feinem gefunden Instinkt heraus unsere Weltanschauung in vielen Punkten schneller, als man ahnt, denn unsere weltanschaulichen Ideale sind auch in chm lebendig. An Bord des in Neuyork eingetroffenen britischen Dampfers „Samaria" befanden. sich lieber» lebende des im Juli im Kanal versenkten britischen Transportdampfers „Lan- c c st r i a". Laut „New York Post" erklärte ein Sprecher derselben, von den 6000 britischen Soldaten, die sich an Bord der „Lancastria" befunden hätten, seien 40 0 0 ums Leben gekommen. mger, h lliing i? MM icniger l i WUlti' t W' q der M «Dl* »e er n W liegen, > sie ichsten irt :anb* vor In W’ iimnel ö- - m*. hneten/ lW Die Luftformatione^ haben den Hafen Alexandrien, die Kaianlagen der Insel Von Lebertran und Aquavit. Die vielbesungene Romantik der nordischen Bergwelt zeigt sich uns von einer recht nüchternen Seite, es wird uns bestimmt nichts geschenkt. Man ist hier oben mit allen seinen Lebensäußerungen viel mehr o o m W e t t e r a b h ä n g i g als bei uns zu 5)ause. Aber mir können uns nun einmal mit unserem Dienst nicht nach dem Wetter richten. Wenn ich an die Schneeschmelze denke, als wir mit dem Truppentransporter nach einer Sturmfahrt über das Skagerrak an der Südküste landeten und bann auf dem Landwege ins Innere oorbran- gen! Don allen Bergen kam das Wasser in Sturz- büchen herunter, ununterbrochen. Tag und Nacht, und wir standen auf Posten bis an den Bauch im schmelzenden Schnee. Ich kam damals die ersten Tage überhaupt nicht aus der nassen Uniform, die Stiefel waren in dem Schneewasser so aufgequollen, daß ich sie mir nach einer Woche von den Beinen schnei- den mußte, hoffentlich bekommt unsere Verwaltung nicht Zustände, wenn sie dies lesen sollte. Aber sie soll sich beruhigen, ich trage seitdem em Paar pik- feine, garantiert wasserdichte Schnürstiefel, maae in Manchester. el Iln, den Flughafen, im Rififha-See vor Anker liegende Schiffe (südlich von 3 e m a i 1 a), die (Eifen- bahnanlagen von (El Hamman, die Anlagen von El haffab und von Bk Auani südöstlich von Marsa Malruk bombardiert, wobei Brande, (Explosionen und sichtbare Schaden entstanden. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Feindliche Flugzeuge haben wiederholt Tobruk bombardiert, ohne Schaden zu verursachen, ebenso Benghasi, wobei leichte Sachschäden entstanden und eine Mohammedanerin verletzt wurde. 3n 0 stafrlka hat eine unserer Patrouillen feindliche Einheiten bei dem Stützpunkt von Ocua, westlich von Gurafardo (oberer S u d a ns in die Flucht geschlagen. Unsere Bomber haben feindliche Zeltlager bei Aroma und bei Kafclm el Ghirba bombardiert. Ein feindlicher Kreuzer hat die Anlagen der Walzwerke von Dante beschossen und nur leichte Schäden verursacht. Feindliche Flugzeuge haben Bardera, Decamere, Agordal, Kheren und Blaf- saua bombardiert. Es hat keine Opfer und nur un- bedeutenden Schaden gegeben. Feindliche Flugzeuge haben versucht, an den westlichen Küsten Süditaliens einzufliegen. Angesichts der sofortigen Reaktion der Flugabwehr haben sie sich zurückgezogen, ohne Bomben abzuwerfen. Rom, 20. Rov. (DRV.) Der italienische Wehrnachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: wiederholte starke Angriffe südöstlich von K o - liha und zu beiden Seiten der Fahrstraße von Lai Iba kl sind mit schweren Berlusteu für den Zeind zurückgeschlageu worden. Unsere Luft- «affe hat in enger Verbindung mit den Landstreit, rüsten die feindlichen Truppen im Tiefflug ange- griffen und mit Maschinengewehren beschossen, wobei Straßen. Barackenlager und Truppenkonzen- Itdtionen getroffen worden sind. Außer den drei bereite Im italienischen Wehrmachtbericht vom Dienstag als abgeschossen gemeldeten Flugzeugen »nd weitere fünf feindliche Flugzeuge In Flammen zum Absturz gebracht worden. Lines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. 3n Nordasrika hat eine unserer Luftforma- flonen eine starke Gruppe feindlicher Panzerwagen südöstlich von Sidi Baraai gesichtet und ihr im Tiefflug zahlreiche Verluste beigebracht, indem sie einen Teil der Panzerwagen zerstörte und den Rest In die Flucht schlug. Unsere Schnellen Kolonnen haben später den Feind erreicht, ihn ent- schlosien angegriffen und zum Rückzug gezwungen. Unsere Luftformationen haben die zu ihrem Schuh eingesetzten englischen Jagdflieger angegriffen und sechs Flugzeuge vom Glo- sier-Typ in Flammen abgeschossen. Außerdem sind fünf feindliche Tanks, ein Dutzend Panzerwagen und einige Kanonen vernichtet wor- den. Alle unsere Flugzeuge find zu ihrem Stüh- punkt zurückgekehrt. ott >sse. (erlitt t. im me Mich, .! gen*, nichl k j derechtz ngt ch Mr » dien wi Birch; . nichchJ' ' lheiten k ldy, * n*r. i f «ft biej. :llte, i : ! m bare bortl: flibuftiv . i erner b, J i n M Serlidj’l dir te ■ ■ Ibarolu Meine politische Nachrichten. Reichsorgonifationsleiter Dr. Ley besuchte ae- meinfam mit Gauleiter und Oberpräsibent Lohse die Insel Helgoland, um als Abschluß seiner Inspektionsreise durch den Gau Schleswig-Holstein zu den schaffenden Menschen Helgolands zu sprechen. Jnü| M sj * * ch na, ! der b «Jeft jnm br 'M öon ejj 'iintückil^ igen . in P ;•#, R S* wie n ottf V N6 rberl-h^ omiet016 L H R 5* L Dl- >ien Für den arktischen Winter gerüstet. Das Hakenkreuz als uraltes nordisches Symbol ist den Bewohnern der Berge und Täler von ihren Ahnen her altoertraut. Sie führen im First ihrer Holzdächer die Sonnenrunen, sie benutzen das Hakenkreuz als Motiv zu ihren Holzschnitzereien und zeichnen damit ihr Hausgerät. Und weiter im Innern des Landes gibt es heute noch Täler, in denen die allen Bauern und Fischer den Heil-Gruß mit der erhobenen offenen Hand gebrauchen, fo wie ihre Altvordern sich zum Zeichen der friedlichen Absicht begrüßten. Daß der Krieg in seiner ganzen Härte erst kommen muhte, um in diesem urgermanischen Land nach Jahrhunderten wieder der germanischen Idee zum Durchbruch zu halfen, entbehrt allerdings nicht einer gewissen Tragik, aber dafür sind ja nicht wir verantwortlich. In wenigen Wochen liegt über dem Land der Fjorde und Berge die Nacht deslangen arktischen Winters. Doch wir sehen auch den kommenden Monaten getrost entgegen, denn es ist wirklich aufs beste Vorsorge getroffen. Für alle Besatzungstruppen, ganz gleich, ob Wehrmacht, ff ober Polizei, sind nach den Erfahrungen bekannter Fachmänner hölzerne Einheitsbauten als Winterquartiere geschaffen, in denen an alles gedacht ist, was die Truppe zu ihrem leiblichen Wohl braucht. Wenn wir von den Polizei-Bataillonen auch nicht den ganzen Miller diese Annehmlichkeiten genießen können, denn das verträgt unser Dienst nicht, so kehren wir doch von Zeit zu Zeit immer wieder zu unseren Einheiten zurück, und dann werden uns diese schönen neuen Häuser ein Stück Deutschland bedeuten, das die so ferne Heimat ersetzen muß Helmuth Koschorke. Jahrzehnten zu der führenden Großmacht Asiens emporstieg. Nachdem er mehrfach Ministerpräsident gewesen war, legte er im Jahre 1914 seine Aemter nieder und zog sich in seinen fürstlichen Ruhestand zurück, ohne zu ahnen, baß ihm noch zweieinhalb Jahrzehnte beschieden sein sollten, als getreuer Ecke- hard neben der Krone zu stehen. Japans junge aktivistischen Kräfte haben den Einfluß des noch' immer im Liberalismus wurzelnden Fürsten Saionni im letzten Jahrzehnt häufig als Hemmung empfunden. Die Figur des letzten Genro bildete oftmals das Bollwerk, das den Durchbruch des nationalistischen Aktivksmus in die Staatsführung verhinderte. Die Autorität des alten Recken aus der Glanzzeit des Aufstiegs fchsttzte zuweilen die schon erschütterten Bastionen des parlamentarischen Liberalismus. An diesem Widerstand ist der ftür- mllche Aktivismus des Nachwuchses gereift, bis er letzten Sommer in der Person des Fürsten K o n o y e bas Erb- Saionyis übernehmen konnte. streckt sich von Flandern bis Sizilien ein Kraftfeld gleichgerichteter Strömungen; auf dem sich der Neuaufbau vollzieht. Aus dem reichlichen Presie-Echo, das die historischen Kontakte der vergangenen Wochen ausgelost haben, mögen lediglich einige Sätze hervorgehoben fein. Der „Petit Parisien" hat u. a. geschrieben: Der Weg für einen Frieden, der keinen neuen Krieg nach sich zieht, ist offen. Deutschland hat durch seinen Sieg die Wahl zwischen der Zerstörung und der Zusammenarbeit. Adolf Hitler hat dsn Vertretern Frankreichs die Zusammenarbeit angeboien Unsere Vertreter haben sie angenommen. Die Verhandlungen fangen erst an, aber das Prinzip steht fest Es hängt von dem französischen Volk ab, dafür zu sorgen, daß die Widerstandszentren, die vom Ausland unterhalten werden, nicht die Tür wieder verschließen, die man ihm geöffnet hat." Die „France au Tra vail", die den Standpunkt der nationalen Arbeiter vertritt, stellt fest, daß die deutsch-französische Verständigung trotz aller Versuche der in Vichy tätigen versteckten England- Freunde auf dem Wege sei. — Doriot schreibt tm Cri du Peuple", daß der gegenwärtige Krieg die Perspektiven für einen Wiederaufbau Europas auf neuen Grundlagen eröffne. Frankreich befinde sich an einem Wendepunkt seiner Politik, dessen Konse- auenzen für England nicht abzusehen seien. Das Zusammentreffen des Führers und Pötains zeige bereits an, daß ein wichtiger Versuch tn gegenseitiger ll-’bereinftimmuna unternommen worben sei um die Grundlagen der Zusammenarbeit zu prüfen und vielleicht festzulegen. hübsche Frau des Fischers hatte einen kräftigen Jungen geboren, ihren ersten; die Freude war groß. Auch wir freuten uns und schickten, dies als eine Selbstverständlichkeit ansehend, einen „Ge. sandten" mit einem mächtigen Blumenstrauß über den Flur, um unser aller Glückwünsche anzubringen. Der kam zuerst überhaupt nicht wieder. Wir wurden schon unruhig, denn unser diplomatischer Vertreter war zur Nachtstreife eingeteilt. Zehn Minuten vor der Ablösung erschien er und mit ihm die ganze norwegische Nachbarsfamilie, mitsamt dem jüngsten, krällig strampelnden Erdenbürger. Und sie ließen nicht eher Ruhe, bis wir alle, der ganze Posten einschließlich seines Führers, hinüber wanderten und mitfeierten bis in den grauen Morgen. Seit diesem Tage gehören wir, die Männer des deutschen Polizeipostens, sozusagen zur Familie und nehmen an den Freuden und Sorgen unserer norwegischen Wirtsleute teil. Einige Schritte vom Fenster, auf einem Fels- vorsprung, steht unser Grenzposten. Auf dem anderen Ufer des Fjordes beginnt Schweden. Dort sicht ein Mann vom schwedischen Landsturm, halb Zivil, halb Militär, auf dem Kopf einen spitzen Bauernhut und in der Hand eine vorsintflutliche Flinte. Bei jeder Ablösung winken sie ganz kameradschaftlich herüber. Wenn der Fjord ruhig ist, setzen wir ab und zu über, um mit den schwedischen Grenzpostenführern dienstliche Fragen zu besprechen. Ihr Interesse ist sehr groß. Als wir das erstemal drüben waren, konnten sie gar nicht genug unsere Uniformen betasten und unsere blanken schwarzen Stiefel loben. Gewisse Zeitungen hatten nämlich geschrieben, unsere Uniformen wären aus Papier und die Stiefel wären aus Holz ... Ein Blockhaus dicht am Fjord rft unser Quartier. Arn Fenster vorbei kracht und brodelt dar» Wasser mit der ungebrochenen Kraft eines Wildbaches. Sem Donnern und Rauschen ist die tägliche Musik, die uns morgens weckt, und die uns selbst des Nachts in unseren Träumen nicht los läßt. Wir können uns dieses Stück Erde, auf dem wir seit Monaten hausen, ohne diese wilde Musik schäumender Wasserkaskaden schon überhaupt nicht mehr denken. Eigentlich gehört uns, den Männern eines deutschen Polizeipostens, nur die Hälfte dieses norwegischen Holzhauses. Auf der anderen Seite des Flurs wohnt die Fischerfamilie, von der wir die Räume gemietet haben. Zuerst mar das Verhältnis der Parteien recht kühl und abwartend. Wir sagten uns guten Tag und guten Weg und beschränkten uns auf die Innehaltung einer selbstverständlichen Höflichkeit, wie sie sich für Menschen unter dem gleichen Dach gehört. Die ,tysk soldiers". Gewiß, wenn wir eine Kleinigkeit brauchten, einen Topf Milch oder etwas Mehl und Fett, um felbst- geangelte Fische zu braten, das wurde uns nicht verweigert, zumal wir ja immer einen guten Preis bezahlen. Aber das Rechte war dieses Verhältnis noch nicht. Wir merkten, die da drüben wußten mit uns noch nichts anzufangen, sie hatten sich die „tysk soldiers" irgendwie anders oorgestellt, vielleicht als eine Art Kinderschreck Und nun traten ihnen keine Halbwilden entgegen, sondern ganz normale Europäer mit fast denselben Sitten und Bräuchen wie hierzulande. Aber sie trauten uns offenbar noch nicht über den Weg. Gewiß würden diese Barbaren eines Tages noch ihre wahre Natur zeigen! Dazu kam eine dem nordischen Menschen innewohnende Verschlossenheit und Kargheit, die Scheu, mehr von seinen Gefühlen und Gedanken zu verraten, als nötig ist. Das ging mehrere Wochen so, bis wir dann den ersten Schritt hinüber taten. Uns kam dabei der Zufall zu Hilfe. Die junge, Der Schweizer Bundesrat hat folgenden Beschluß gefaßt: Die Nationale Bewegung der Schweiz (NBS.) wird aufgelöst. Die Herausgabe ihres Wochenblattes „L'Action Nationale" sowie jedes anderen Propagandamaterials ist verboten. Das Verbot bezieht sich auch auf die Organisationen, die an die Stelle der verbotenen Bewegung treten. Französische Erkenntnisse Don unserem E.F.-Korrespondenien. Französische Erkenntnisse. . Paris, November 1940. Die tn Paris erscheinenden Blätter heben den sowohl für Frankreich als auch für ganz (Europa entscheidenden Charakter der in der letzten Zett geführten Besprechungen zwischen Adolf HiUer, Saoal. dem TOarfcbaU Petain sowie Genera Franco herpor Paris bat. wie sich aus tausend Anzeichen öeabachten Uetz. lehr lebhast auf die «ratzen Möglichkeiten reagiert die sich einer wirklich ehrlichen Zusammenarbeit des besiegten Frank reiche mit Deutfchland ,um Wahl »an ganz Europa ergeben könnten Man hat auch in den Parsie Blättern und hn Volk nicht unterlassen hervorM- heben. datz es nach dem No oe mb-rl9t8 al» es galt, den Frieden oarzubretten. keine per- sönlichen Fühlungnahmen »ifacni Öen Staatsmännern der westlichen Demokraten und des besiegten Deutschlands gegeben hat Damals gab es nOie Entehrung und die Verleumdung des- B- stegten. Die rittersiche und grotzherzrge Geste Ado s Hitlers des unbekannten Soldaten aus dem Well krieg, der jetzt den Sieger von Verdun empfa^en hat8 hat die Herzen der Franzosen aufs nachhai- h9Sie WMunfl. wie sie von öet }u[tänöi«en brüt- Ichen Stelle in Paris ZU dem Problem der deutsch sranzösischen Zusammenarbeit vertreten w rd. ist denkbar unkompliziert; sie spiegelt dabei auch die zwingende Loqrt wider die die Entscheidungen des französischen Partners wird bestimmen musseu Es gab schon im Mittelalter im Zeichen des Helgen Römischen Reiches Deutscher Nation einen Versuch zur europäischen Zusammenarbeit; damals hatte Frankreich gegen das Imperium optiert. Heute er- kommando wird In diesen Tagen in Berlin zurück- erwartet, während das Kommando des ^-Oberführers Sieckmeier die Aussiedlungsarbeit in bet Dobrudscha und im südlichen Buchen- land schon weit vorangetrieben hat. Die Aussiedler aus der Dobrudscha werden von Czernawoda aus mit Schiffen in das Lager Seml in bei Belgrad gebracht und von dort mit Zügen Ins Reich befördert. Der größte Teil hat diese Reise schon angetreten. Täglich gehen vier Eisenbahnttansporte mit je 500 Menschen über die Grenzstationen Flo- reni, Zoschna, Klausenburg und Grohwardein nach Budapest. Von dort aus geht ein Teil der Züge nach Graz, ein anderer Teil nach Süd- und Mitteldeutschland, wo die Volksdeutschen bis zu ihrer Ansiedlung in Lagern unteraebracht werden. Man rechnet damit, daß die Aussiedlung bis Mitte Dezember abgeschlossen werden kann. jHeinllch auch für kleine Kreuzer passierbar ist. Die Herstellung einer entsprechenden Kanaloerbindung mischen Ostsee und Schwarzem Meer dürfte noch Itwas auf sich warten lassen. In der Ostsee und im Eismeer waren 1938 72. im Schwarzen Meer 30 mb im Fernen Osten 58 U-Boote stationiert. 134000 Volksdeutsche «US Bessarabien und der Nordbukowina kehrten heim. Berlin, 20 Nov. (DfJlSB.) Die Rückkehr her Äalksdeutscheri aus Bessarabien und der Nordbuko- vina hat nun ihren Abschluß gesunden. Ins- efamt haben die Reichsgrenze überschritten 90 050 Zolksdeutsche aus dem erstgenannten und 44 371 cus dem letzgenannten Gebiet. Das im Dienste der Zolksdeutschen Mittelstelle stehende und von ff« Standartenführer Hosfmeyer geführte Aussiedlungs- Yokohama, 20. Nov. (Europapreß.) Japans letzter Genro, der 91jährige Fürst Saionyi, liegt im Sterben. Mit tiefer Anteilnahme verfolgt bas Publikum die mehrmals täglich erlchemenden Nachts Krankheitsberichte aus der fürstlichen Villa Okltsu an ie, Set der japanischen Riviera. )m ffat „Genros" gab es m Japan erst feit Ende des 19. Jahrhunderts, als der Erbauer des modernen Japans, Kaiser Meiji, einige seiner verdienstvollen Ratgeber mit diesem höchsten Ehrentitel aus- ^ßichnete. Alle anderen sind schon lange ihrem kaiserlichen Herrn im Tode Dorausqegangen ober gefolgt. <5aiont)i war ber einzige Ueberlebenbe, ber als Mythos aus Iapans großer Gründerzeit in Die moderne Gegenwart hineinragte und, obwohl in der letzten Zeit nicht mehr aktiv tätig, dennoch b s zuletzt als vornehmster Ratgeber der Krone die Staatspolitik Japans maßgebend beeinflußte. Saionni war neben dem Fürsten I t o em bedeu- . ...... kts.__mia hpm lahrhunberte» Die Midlands und die Mersey-Bucht Schon in der Ebene, roeiter südlich, liegt Birming- den 5223 D sofort gesucht. B221D Sdiwab/ Marburger Str. 44 Gießen (Am großen Morgen 2), den 20. November 1940. 03909 lAfCDDC DRUCKSACHEN VV CRDE Brühl. Gießen BGLORIrI Erstausführung! Heute Donnerstag: Donnerstag 5220 D - Stadttheater I Die neue einzigartige Ein neuer Ufa-Film Erich Waschnecks, in dem sich das Herzliche und das Dramatische eines echten Volksstückes mit der Kultur einer eleganten Gesellschaftskomödie verbinden, um zwischen Lachen und Weinen, zwischen Tragik und Heiterkeit ein starkes Erlebnis zu schenken von 8- 9 Hbr von 9-10 Uhr von 10-11 Ubr von 11-12 Uhr 401-450 451-500 .501-550 551-600 Die Beerdigung findet am Freitag, dem 22. November, um 14 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt Gießen lBahnhoffir. 90/92), den 20. November 1940 z.Z Llntv.^Zrauenliinil Geburtsanzeigen mi Brühl. Gießen Empfehlungen | RaDkroseo Basebrosen Poljrantharosen Parkrosen Ziersträucher BeerenohstB.ua. Bimheeren.PreuB. Blutenständen Polsterstauden Kolleren 03915 Bechenpilanzen Giehecer Staudeo-Gännerei u. Gehölz Baumschule Eberhard Schwarz Fernruf 4082. Jeder Mitarbeiter dpr VERTRIEBSABTEILUNG einer Tageszeitung hat ein vielseitiges, verantwortungsreiches Arbeitsfeld; aufmerksamen Blicks steht er an seinem Hebel, der in dem Schaltwerk des Vertriebs die vielgestaltigen Beförderungsmittel bewegt, die Post, die Bahn, das Auto und das Flugzeug, nicht zu vergessen das Heer der Boten. Auf allen diesen Wegen bringt er im Dienst am Leser die Zeitung zur gewohnten Stunde mit den letzten Tagesneuigkeiten auf die schnellste Weise in tausend Hände. Eine Aufgabe fürwahr, die einen ganzen Kerl erfordert und den Beruf des Verlagsfachmanns mit seinen guten Aufstiegsmöglichkeiten so anziehend und so lebendig macht. Eltern, die einem frischen aufgeweckten Kinde — ob Junge oder Mädel — ein gutes Vorwärts- kommen erschließen wollen, verlangen noch heute die Schrift »Zeitungsberufe, reich an Spannung und Erlebnis« von der Verlagsleitung des GIESSENER ANZEIGERS. Mercerisin* D i e. Se i den pflege am Samstag, 23. November 1940 von , 8- 9 Uhr Nr. 601-650 von 9-10 Uhr Nr. 651-700 von 10-11 Uhr Nr. 701-750 StiidL Schlachthof. Gießen. eine Reise durch Mittelengland macht, der wird wohl kaum eine Stelle finden, von der aus er nicht rauchende Schlote sehen kann. Allerdings mögen die deutschen Bomber dieser Tatsache schon ein Ende gemacht haben. Im einzelnen ist Leeds das Zentrum der Bekleidungsindustrie. Aber auch technische Werke fehlen nicht. Leeds ist mit 483 000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt Englands. Manchester ist der kommerzielle Mittelpunkt des größten Industriegebietes der Welt und dabei wieder besonders der Kattunindustrie Deshalb haben die Engländer für Manchester das Wort „Cottonopolis” geprägt. Manchester liegt auf einer sanft gewellten Ebene am Ostufer des Jrkwall, der wiederum in den Mersey- Fluß fließt, an dessen Mündung Liverpool liegt. Manchester hat 767 000 Einwohner und liegt im Herzen des dichtestbesiodelten Gebietes in Großbritannien. Sheffield ist, wie ein Engländer geschrieben hat, „eine der schmutzigsten Städte Englands mit der reizendsten landschaftlichen Lage." ten Jro-Berlag München in DÖUiger Neubearbeitung die I r o-S pezialkarte Griechenland. Die vielfarbige Ausführung zeigt durch die plastische Geländedarstellung und die Einfügung des Straßen- und Eisenbahnnetzes die Schwierigkeiten des Familien-Drucksachen Verlobungsanzelgen Vermählungsanzeigen bei Brühl,Schulstraße 7 Geburtsanzeigen lange Büroangeslellte eventl. Anfängerin, welche die Handelsschule besucht hat, für Freibankverkauf am Freitag, 22. Nov. 1940 5223A Mr freuen uns über die Geburt unseres Töchterchens und nennen eet £iefel Therese Schwarz, geb. Reinens Georg Schwarz, z.Z. im Felde 18.30 Uhr bis 21.00 Uhr AUSSER MIETE! Kabale und Liebe Trauerspiel von Schiller. Preise: RM 0.60 bis 8.10. I5200D 4 Zimmermädchen und 4 Küchenmädchen bei gutem Lohn gesucht Hotel Schütz, Gießen 5216 D Roßfdiladiterei Schilling Wetzsteingasse 10 Midlands das Rückgrad brechen. Das Penninische Gebirge ist das Rückenmark von Mittelengland. Ausgedehnte Kohlenfelder und reiche Eisenerzlager liegen auf beiden Seiten des Gebirges. Der höchste Berg (Sea Fell Pike) ist nicht einmal tausend Meter hoch, aber der Nutzen, welcher aus diesem Gebiet gezogen worden ist, übersteigt Tausende von Millionen englische Pfund. Die großen Industriestädte liegen an den südlichen Hän- aen und Ausläufern des Penninifchen Gebirges. Da ist Leeds, Manchester, Sheffield und Nottingham. Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leicbtverständlichen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugn sse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick In die Geheimnisse des Naturgeschehens unddamitdurcherweitertesWi-sen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift: „Freude am Leben“ Hugo Bermü hl er Verlag Berlin-Licht rfelde Für eine Apotheke Gießens gewissenhaftes Mädchen für die Spezialität.-Abteilung zum Anlernen zu mögl. bald gesucht.Zuschriften m.Zeugn.- Abschr. u. Bild erb. unt. 03896 an den Gießener Anzeiger. 9bc. Nr. Nr. Nr ■ Für die Buchhaltung in einer Gieß. Apotheke gewissenhafte weibliche odev männliche rKvast evtl, in Dauerstellung gejucht. Zuschriften mit Zeugnisabschr. und Bild unter 03895 an den Gießener Anzeiger erbeten. Verkäufe Gut crßaücner Kinderwagen zu verkauf. 03907 Zimmerschied, Bahnhofstr. 29. Einkoch-Dose aus Steingut mit Blechdeckel, Gummiring und dem neuen „Stark“-Verschluß einfach splitterfest dauerhaft hygienisch rostsicher preiswert Ein Versuch wird Sie überzeugen! Edgar Borrmann £ Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 u. 415» 5224 A Bücheriifch. — Zum italienisch-griechischen Konflikt erschien soeben in dem durch seine vielen Kriegskarten bekann- Betr.: Verpachtung von Plätzen zum Verkauf von Christbäumen in der Stadt Gießen. Bekanntmachung. Zum Verkauf von Christbäumen soll ein Platz von etwa 100 qm im Hofe des städtischen Verwaltungsgebäudes, Gartenstraße 2, für die Zeit vom 9. bis 24.12.1940 verpachtet werden. 5215A Schriftliche Angebote sind bis spätestens Samstag, den 30. November 1940, 12 Uhr. im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer 28, einzureichen. Gießen, den 20. November 1940. Der Oberbürgermeister. I. A.: gez. G ra v e rt. Morgen prima Fohlenfleifdi Schwer seidenes Msklell für Größe 48 zu verkaufen. 03913 Zu erfragen in d. Geschäftsstelle des Gieß. Anz. | Kaufgesuche | Gut erhaltener roeitoio zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unt.03908 an ben Gießen. Anzeig. Junge Bürogehilfin gesucht &217D Hotel Sdlüly, Gießen LIEBE. mit Gisela Uhlen, Ida Wüst, Liane Haid Hans Zesch-Ballot, Vera Hartegg SPIELLEITUNG: ERICH WASCHNECK Landhalbkugel der Erde ausgenützt, um im Zeitalter der wirtschaftlichen Weltausbeutung durch Handel und Industrie ein großes Weltreich aufzubauen. London ist das Herz oieses Reiches. Die Midlands aber — und damit ist M i t t e l e n g l a n g gemeint — sind das Herz Englands. In Mittelengland liegen die großen Bodenschätze, welcl)e den industriellen Aufstieg und damit die Entwicklung des britischen Reiches ermöglichten. In Mittelengland sind die großen Industriestädte entstanden, deren Produkte den Engländern jahrhundertelang die Vorhand gaben. Wer das britische Weltreich zerstören will, der muß London lahmlegen, und wer London in die Knie zwingen will, der muß t:r. PQLRST Giessen. Giefeener Vortragsring Volksbildungsstätte Giefceo, Goethe - Bund, Kul turelle Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein) und Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Montag, den 25. November 1040, abends Z‘/4 Uhr, Neue Aula der Universität: Lichtbilder- und Schmalfilm vortrag von Universitätsprofessor Dr. Hans Krieg Direktor der Zoologischen Sammlung des Bayrischen Staates in München: In den Indianern des Gran Chaco (Südamerika). Die Mitglieder des Goethe-Bundes, der Eulturellen Verein .gung und der Gesellschaft tttr Erd- und Völkerkunde haben auf Mitgliedsausweis, Kontrollabschnitt Nr.4, bis zu 3 Plätzen ireiea Eintritt. Ebenso haben die Mitglieder des «ortragsrnges der KdF. gegen Vorlegen des Mitgliedsausweises freien Ein ritt. !* Lgiieder der NS. Frauensc alt, des Landschatisbuudes Volkstum und H imai erhalten Eintrittskarten zum Preise von 60 Pf., Nichtmitglieder zu RM. 1.- bei Challier, Neuenweg, Kartenvorverkaufsstelle der KdF., Seltersweg60, und Abendkasse. Die Ar gehörten dcsVeraDStaltungsrinnes drr HJ. erhalten Eintrittskarten z. ermäßigten Preis von 30 Pf., Studenten, Militär und die übrigen HJ.- und BDM.-Angehörigen zu 40 Pf. 6100d Voranzeige: 2. Dez. Vortrag von Herbert Volck. Am 19. Nov. starb plötzlich und unerwartet mein herzensguter, unvergeßlicher Mann, unser lieber Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herr Franz Ries Wehrmacht-Kantinenpächter im Alter von 54 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Else Ries, geb. Böcker. verleiht nach dem Waschen empfindlichen Geweben aus Seide, Kunstseide, Zellwolle usw. weichen Seidenglanz und knirschenden Seidengriff, frischt die Farben auf und hat desinfizierende Eigenschaften. Besonders für Strümpfe empfohlenI Auch so gut wie die bekannten Jgtawtf Stoffarben Erhältlich in Drogerien, landapotheken u. anderen Fachgeschäften Eiifam.-Hans in guter Lage mit etwas Garten, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 5116D an den Gieß. Anz. erb. Kleine Anieigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in dieHei- matzeitung, den BießeMrAixeiflei Roms wcmimscw Achtung I Aenderung der Anfangszeiten Täglich 3.15 4.45 5.15 7.30 So. 2.30, 4.45, 7.30 Hauptf. Woche Hauptf. letzte V. meA In Sheffield sind die großen Stahlwerke, und noch ist es so, daß Messer und Gabeln mit dem Zeichen Sheffield in der Welt häufiger vorkommen als So- L _ , , linger Klingen. Aber auch das wird sich ändern.'Kampfgebietes. Auf eine genaue Darstellung der Nottingham ist eine Metropole für die Strümp f- inüustrie, die mit zahllosen Maschinenfabriken durchsetzt ist. Und Birmingham ist eine bekannte Metallfabrikationszentrale sowie die zweitgrößte Stadt Englands. Trotzdem hat auch diese Stadt schmale und enge Gassen. Es muß allerdings gesagt werden, daß großzügige Planungen angefangen wurden, um diese verrußte Stadt zu einer durch zahlreiche Parks verschönten Großstadt umzuwandeln. Liverpool liegt an der 32 Kilometer langen Mersey-Bucht und ist die drittgrößte Stadt Englands. Liverpool wird als Ausfuhrhafen nur noch von Lon- don übertroffen. Die Mersey-Bucht ist bei Liverpool über einen Kilometer lang. Weiter dem Meere zu erweitert sich die Bucht aber zu einem Bassin, das viereinhalb Kilometer weit ist. Der Mund der Bucht ist stark versandet und stark befestigt. Die Bucht ist 10 Kilometer lang, mit Dockanlagen gesäumt. Es ist unmöglich, diese Bucht von der Luft her nicht zu erkennen und deshalb ist jede Bombe ein Treffer. Jdinstliche SjebLsse, aus Kautschuk, Kunstharz, Metall und anderem Material werden ohne Bürste schnell und mühelos wieder wie neu, wenn Sie das vöm Zahnärztlichen Material-Prüfungsamt geprüfte und von mehr als 10000 Zahnärzten und Dentisten verordnete, unschädliche Kukident anwenden. Sie haben immer einen erfrischenden Geschmack, keinen Mundgeruch und blendend schöne Zähne, wenn Sie Kukident benutzen. Kukident ist sparsam im Gebrauch und dadurch nicht teuer. Da es leden Belag beseitigt, sitzt die Platte fest und ermöglicht Ihnen gutes Kauen. Verlangen Sie das Merkblatt für Gebißträger von der bekannten Kukirol-Fabrik, Berlin-Lichterfelde. Durch den OKW.-Bericht ist jedem Deutschen der I Schon in der Ebene, weiter südlich, liegt Birmmg- Begriff .Midlands" geläufig geworden. Eng- Ham. Und der große Ausfuhrhafen dieser Jndujme- land hat seine natürliche Lage als Mittelpunkt der Zentren ist Liverpool an der Mersey Bucht. Wer Inselwelt des Aegäischen Meeres wurde besonderer Wert gelegt. Die Reichweite von Bari im Westen bis über Istanbul im Osten und von der griecbi- schen Grenze im Norden bis einschließlich zur Insel Kreta im Süden und der große Maßstab lassen diese Karte ausgezeichnet zur Verfolgung der mitt, tärischen Ereignisse in Griechenland erscheinen. Preis auf Taschenformat gefajzt, 0,80 RM. Jro» Verlag München, München 2, Karlstraße 53. — „MehrKilo meter im Tan k." 200 Ratschläge zur Kraftstoffersparms bei unseren Kraftfahrzeugen. Von Wolf A. D o e r n h o e f f e r. Brei, denstein Verlagsgesellschaft, Frankfurt am Main — 219) — Die mit 38 Zeichnungen ausgestattete Schrift ist eine der wichtigsten Probleme der Kraft, fahrt überhaupt, dem ,Fraftstosfsparen", gewidmet. Aus der Praxis und für die Praxis geschrieben, verschafft das Buch dem Leser den notwendigen Ueberblick über alle Faktoren, welche auf den Verbrauch von Kraftstoff von unmittelbarem oder mittelbarem Einfluß sind. Die Befolgung der Der- stündlichen Ratschläge ermöglicht es jedem Kraftfahrer, unserer nationalen Wirtsckaft auf dem Gebiet des Kraftstoffverbrauchs ohne Leistungseinbuße Werte zu sparen und aus jeder Tankfüllung einige Kilometer mehr herauszuholen. Öaupnchnrüetter: Dr. Friedrich 43 ti beim t'ange ©tellbemetei öd pcmpnchrimefters' (Frnft Blumschetn. Beran lwortlich rür Bollti. un| Bilder Dr ,Vr. W. 2ange für das Feui.ieton: Dr. Hans Thdrivt; ifit Stad« Gießen, Provtn-, -jyfrtithaii u. Sport: Ernn Biumiche o. 3)nid unc> Berlag Brühljche Univet'ltQt»Drurfetei R. Lange $! ®, '-Setiaotleiter: Dr. - Ing. Erich Hamann iMn^eiflenle ter Hans Deck, 9tf*r.rnTtvm,f|d Deii- iden. keine» ieKuki- sbraudi iseltigt, Kauen. nn der seine alten Privatpatienten weiter, denen er nicht nur Arzt, sondern auch Freund und väterlicher Berater bis auf den heutigen Tag geblieben ist. Daß er auch jetzt in der Kriegszeit seine Kraft noch in den Dienst der Kranken stellt, gilt ihm als eine selbstverständliche Pflichterfüllung, der er sich gerne unterzieht. Am 29. März 1938 konnte Sanitätsrat Dr. Schliephake sein Goldenes Doktor-Jubiläum begehen. Aus diesem Anlaß ehrte ihn die Medizinische Fakultät der Universität. Gießen durch die Erneuerung des Doktordiploms. Seit früher Jugend war der Jubilar ein eifriger Tutner und tatkräftiger Förderer aller turnerischen Bestrebungen. Dem Männerturnverein Gießen gehört er seit 1891 ununterbrochen bis zum heutigen Tage an. Seit einer Reihe von Jahren ist er Ehrenmitglied des Vereins und außerdem noch aktiv tätiger Mitarbeiter im Vorstand des MTV. Für seine Verdienste um die Turnerei wurde er im Jahre 1935 mit dem Ehrenbrief des Sportkreises 8 (Lahn-Dill) des NSRL. ausgezeichnet. Dem im Dienste der Gießener Bevölkerung seit nahezu, fünf Jahrzehnten tätigen Arzt gelten zu seinem morgigen 80. Geburtstage auch unsere herzlichen Glückwünsche. Möchte es dem Jubilar ver- aönnt sein, noch lange Jahre im Kreise seiner Gießener Freunde einen schönen Lebensabend genießen zu können. — (Aufnahme: G.-A.-Archiv.) Ortszeit für den 22. November. Sonnenaufgang 8.59 Uhr, Sonnenuntergang 17.22 Uhr. — Monduntergang 13.52 Uhr, Mondaufgang 1.01 Uhr. Letztes Viertel 18.36 Uhr.__________________ 1 Sw 5 lem vl kfüllü- fohii. 5 lchk°. " Nti MUC " Wi ..... ier jDaft. Seine ersten Jugendjahre verlebte er "in Langsam erklimmt Frau Stein die Stufen zu ihrer Wohnung. Ihr Rücken ist leicht gekrümmt, uni) ihre Hände fassen am Geländer hinauf. Dicht vor der Wohnungstür verharrt sie einen Augenblick. Die Stimmen ihrer Kinder dringen dahinter hervor und lösen eine leichte Glut auf ihrem Gesicht. Stell richtet sie sich hoch. Schwere und Mühsal gleiten von ihr ab wie ein grauer Arbeitskittel. Gerüstet steht sie zu neuer Pflicht. Eben will sie anpochen, als Frau Marges leise chre Tür öffnet und die erstaunte Nachbarin zu sich in die Wohnung zieht. Sie drückt sie schweigend aus einen Stuhl nieder und ergreift ihre Hände, diese rauhen, harten Hände mit den Risten und Furchen, die eine Maschine reißt. • „Liebe Frau Stein, Ihrem kleinen Fritzi tft ein kleiner Unfall passiert. Sie brauchen nicht zu erschrecken. Es ist alles in bester Ordnung. Er liegt im Krankenhaus. In ein paar Tagen wird er wohl wieder zu Hause sein. Da Sie selbst doch nicht hm- gehen konnten, habe ich ihn mit Ihrer Großen besucht", berichtet Frau Marges. Auf dem Gesicht der Schlosserfrau haben Schreck und Angst mit einem Ausdruck des Erstaunens und der Ueberraschung gewechselt. Endlich nach langem Schweigen ringt es sich aus ihrer Kehle: „Sie waren ..." , Frau Marges streicht über ihre Hande. „Man weiß so wenig voneinander..Das klingt wie eine Entschuldigung. ,Ja, man weiß so wenig voneinander... hallt es in der Schlosserfrau nach Sie starrt auf ihre Hände und wiederholt leise: „So wenig..." „Aber nun will ich bei Ihnen ein wenig nach dem Rechten sehen, Frau Stein. Schon wegen der Kinder..." . Die Schlosserfrau dankt ihr mit einem Händedruck. Sie kann jetzt nichts sagen. Nicht immer treffen Worte so genau den Kopf. Unter den Kindern herrscht eine merkwürdige Be- fanqenheit, als die Mutter zu ihnen in die Stube tritt. Fritzis Unglück steht auf aller Gesicht, aber , bann deuten tausend Blicke auf das schönste und merkwürdigste Geschehnis dieses Tages: auf dem : Küchentisch liegt ein sauber zubereitetes stuck . Fleisch „Von Frau Marges flüstert die Große > mit einem scheuen Blick zur Wand. Jaja, sie ist plötzlich gläsern, und durchsichtig geworden diese Kameraden. < Von Georg W. pijet. ] Obwohl die beiden Frauen Wand an Wand mit- ( inanber wohnten, herrschte eine unerklärliche j »rerndheit zwischen ihnen. Frau Marges, die Brief- , rägersfrau, fand im Stillen an der Nachbann ; mancherlei auszusetzen. Nicht allein, daß es hinter । I.eren Tür ein wenig lärmend zuging. Vier Km- : : ern konnte man nicht so einfach den Mund zu- perren. Das war auch nicht der Grund für Frau karges Abneigung Man sprach nebenan in der Schlösserfarnilie alles etwas zu deutlich aus, zu ».art und sicher traf man alle Dinge auf den Kopf, während es die Briefträgerin vorzog, sich gewahl- :sr auszudrücken, Vor allem vermied sie es, alle hre Sorgen so einfach vor der Welt auszubretten. Sie zog es vor, ihre Sorgen hinter ihrem Antlitz pi verbergen Sie trat leise auf — in ihrer Wohnung und im Leben, als fürchtete sie, vor ihren iägenen Schritten zu erschrecken. Dagegen ließ man Obenan seiner Zunge freien Lauf Man war freigebig mit seiner Meinung und trug sein Herz auf ser Zungenspitze. Nur der tägliche Gruß hielt ihr r. achbarli'ches Verhältnis lose zusammen. Sonst ging man sich aus dem Weg. und kümmerte sich nicht umeinander , Leid und Pflicht schaffen neue Menschen. Der Krieg war auch in diese Hausgemeinschaft eingebro- Hen. Er hatte den Schlosser Stein hinweggeholt. Stein war gegangen, wie es seine Pflicht war uhig und verhalten, so als hätte er nur wie alle Morgen seinen Weg zur Fabrik anzutreten. Niemand war z5 ausgefallen. Nein, diese Menschen nahmen ihr Los so einfach hin und blickten ihm nrab *snb sicher in bie Augen. Nicht bas leiseste Zucken war darin. Und da der Wecker nebenan eben Morgen zur gleichen Stunbe anschlug und Me Tür nebenan pünktlich wie immer emgeklingt wurde, ahnte bei Marges niemand etwas von den 3eränberungen die jenseits ihrer Wände vorge- mllen waren Nur einmal war es der Bneftragerv- Ttau aufgefallen, daß die Schritte, die sich morgens iber den Flur entfernten, weniger hart und scharf m ihre Obren trafen Weiter hatte sie ledoch nicht darüber nachgedacht Es gab da letzt auch für sie Sorgen und Pflichten m Fülle Was scherten einen »o die anderen? ____ Zeitschriften. — Im Novemberheft der Zeitschrift „Neues Volk", Blätter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW. 68, lesen wir u. a. den Schluß einer grundsätzlichen Abhandluna „Weltkampf der Rassen" von Dr. F. Jeß. Gute Aufnah. men begleiten einen Bericht über das aktuelle Thema „Sturzkampfbomber im Bau". Professor Dr. 0. Reche verbreitet sich an Hand eines interessanten Bildmaterials über bie Frage bes erbbiologischen Abstammungsgutachtens, bas in Vaterschaftsprozessen eine entscheidende Rolle spielen kann. Die segensreiche Tätigkeit der NSD.-Schwe- stern im Gebirge wird in Wort unb Bild geschildert. Politisch wichtige Themen behanbeln ferner bie Beiträge „Afrikaner in Frankreich", „Deutsches Kolonisationswerk im Weichselraum" von Gauhauptstellenleiter Fritz Schubert unb „Englands sinkende Volkskraft unb machtpolitisches Enbe". — Kleine Hinweise unb Buchbesprechungen runden den vielseitigen Inhalt des Heftes ab. EinMusikinstrumentausSireichhölzern Als der junge spanische Geigenbauer Antonio Morales in Barcelona von der Behauptung horte, daß ein Musikinstrument einen um so schöneren Klang bekomme, je mehr Teile zu seiner Derfertt- gung benutzt würden, kam er auf eine originelle Idee. Er setzte sich in den Kopf, eine Gitarre zu bauen, die ausschließlich aus Streichhölzchen bestehe, unb tatsächlich oerroanbte er acht Monate darauf, das Instrument herzustellen. Mit peinlichster Genauigkeit fügte er Holz an Holz, unb als fein Werk fertig war, hatte er insgesamt 25 000 Streichhölzer verbraucht. Uebrigens hat ihm bie Theorie recht gegeben: bie Gitarre hat tatsächlich einen außergewöhnlich zarten, dabei aber vollen Klang. Am morgigen Freitag, 22. November, kann der in Gießen unb weit barüber hinaus bekannte Arzt, efaj?11 Sanitätsrat Dr. Fritz Schl iephake in aller r St? Nische seinen 80. Geburtstag begehen. ujjC. Sanitätsrat Dr. Schliephake wurde am 22. No- ijrijf h ntrnber 1860 als Sohn des Rentamtmannes Schliep- ie£? hüte in Gladenbach geboren. Seine Vorfahren ge- * irten einem alten niedersächsischen Freibauerngesiecht an unb wurden später im hessischen Gebiet •kauf 940 art 401-d 451-501 501-ö3i 55M) tbct ISt W 651-70 . 701-75 Gießrr 3um 60. Geburtstage des Malers Felix Klipstein. Am 21. November begeht der Maler und Radierer Felix K l i p st e i n in Laubach seinen 6 0. Geburtstag. Klipstein gehört zu den feinsten und stärksten Persönlichkeiten der hessischen Kunst in unserer Zeit. Den Gießener Kunstfreunden ist sein Werk seit vielen Jahren aus den Ausstellungen des Oberhessischen Kunstvereins vertraut; sie werden sich sogleich mancher charakteristischen Stücke erinnern, die des öfteren auch in größerem Zusammenhänge, auf den alljährlichen Gaukultur-Ausstellungen gezeigt wurden; wir nennen etwa das schöne und kraftvolle Gemälde „Das Strumpfweber. Haus", in dem, wie auf manchen anderen Bildern, die sichere Hand und die geprägte Linienführung des Radierers Klipstein zu spüren ist; ober die liebevoll unb fast beschaulich ausgeführte Natur- studie „Alte Eiche", burch leichte Aquarelltönung gehöht und belebt, trotz minutiöser Genauigkeit nir- gends kleinlich oder ängsllich wirkend. In diesem Blatt, wie überhaupt vor allem in den Radierungen unb Hanbzeichnungen („Hirschkäfer", „Stein- kauz") prägt sich ein an manche Blätter von Durer erinnernber Zug in Klipsteins künstlerischem Stil und Wesen aus: die Andacht zum Klemen, tue liebevolle Versenkung ins Detail, die Innigkeit und Klarheit der Naturbetrachtung, die von jeher zum vornehmsten Bestände im künstlerischen Weltbilde des Deutschen gehört hat. Das Bild rundet sich, wenn wir neben diese Stücke das weich gemalte sommerliche Stilleben mit den Rosen stellen, das vor einigen Jahren im Foyer bes Stadttheaters zu sehen war, die Radierung .Kloster Arnsburg' ober bie schönen, lebendigen Städtebilder von Laubach unb Marburg, Holzschnitte von ungemeiner Kraft und Geschlossenheit, die in ihrer Art die Tra- bition bet berühmten Ansichten vom Menan und Dilich fortzuführen scheinen. Eine der interessantesten unb lebendigsten Arbeiten Klipsteins ist das große Gemälde „Dorf Segovia", welches eine Frucht der Studienrerfe nach Spanien im Jahre 1909 darstellt: Teil einer großen, farbigen, südlich erregenden Welt, die der Künstler in prachtvollen Blättern seiner spanischen Mappe und in seinen : aus lebendiger Erinnerung gespeisten Schilderungen ' vor uns aufbaute, als wir ihn vor zwei Jahren Der §4 des Gesetzes zur Altersversorgung für das deutsche Handwerk erfordert, daß für eine Lebensversicherung, die zur Dollbefteiung von der Angestelltenoersicherung abgeschlossen wurde, monatlich mindestens ebensoviel Beiträge zu entrichten sind, als der Handwerker für die Angestelltenversicherung zu zahlen hätte. Für die HalHoersicherung gilt, daß mindestens die Hälfte an Beiträgen für si- aufzubringen ist, daß aber die nächst»iedrige Beitragsstufe genommen werden darf, wenn es keine dem Halbierungswert entsprechende Beitragsstufe gübt (siehe Beispiel 2). Grundlage für bie Bemessung bes monatlichen Beitrags ist nach bem Gesetz ber zwölfte Teil bes gesamten Jahreseinkommens. Dieses Zwölftel muß n^ch ben Bestimmungen an Hanb bes Einkommen- steuerbefcheibes jährlich neu ermittelt werben. Ergibt sich banach ein höherer Betrag als ber, ber bisher für bie Lebensversicherung entrichtet würbe, so muß bie Lebensversicherung entsprechend erhöht werden. Beispiel 1: Ein Haird werter hatte seiner Lebensversicherung ein Gesamteinkommen von 4200 Reichsmark zugrunde zu legen. Das entspricht einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 350 RM., für die er mindestens 16 RM. Beiträge monatlich I zu leisten hatte. Im Steuerjahr 1939 aber erzielte dieser Handwerker — angenommen — ein durch- I schnittliches Monatseinkommen von beispielsweise 550 RM. Diese fordern einen monatlichen Beitrags- I aufroanb von mindestens 25 RM., also 9 RM. monatlich mehr als bisher. Für diesen Beitrag muß I ber Hanb werk er innerhalb einer bestimmten Frist I eine zusätzliche bzw. eine Nachversicherung abschlie- I ßen, bie ebenso wie bie erste den Bestimmungen des Eines Nachmittags in der Dämmerstunde klingelte es an Frau Marges Tür. Ein Polizist er- i kündigte sich nach ber Familie Stein, zu der er i keinen Einlaß finden könne. Schließlich berichtete i er ber überraschten Briefträgersfrau, baß ber zehn- ! jährige Fritz Stein von einem Auto angefahren i unb sogleich zur Rettungsstelle mitgenommen worben sei. „Grund zu irgendwelchen Besorgnissen besteht jedoch nicht!" fügte er mit erhobener Stimme hinzu. „Würden Sie Frau Stein benachrichtigen, falls sie zurückkommt." Grüßend legte er seine Hand an die Mütze. Alles in Frau Marges sträubte sich gegen diesen Aufttag. Sie wollte doch nichts zu tun haben mit diesen Nachbarn. Vergeblich quälte sie sich ab, ein Wort des Widerspruchs aus sich hervorzugraben. Gerade wollte sich der Beamte der Treppe zuwenden, als das älteste Mädchen von Steins die Treppe heraufgestolpert kam. ,Wo ist denn deine Mutter?" empfing Frau Marges das Mädel. Das Kind blieb vor Frau Marges stehen. Seine Augen forschten im Gesicht der Frau. „Mutter?" fragte es langgedehnt. Em harter Ton war in diesem Wort. Und doch mischte sich ein Klang darein, der so zärtlich war, daß es der Frau nicht entging. „Mutter arbeitet doch... In der Fabrik ist sie. " gibt das Kind Bescheid. Ueber Frau Marges Gesicht huscht ein Schatten der Röte. Und da auch der Beamte seine Blicke so merkwürdig fragend auf sie richtet, schlägt ihr die Unruhe in dunklen Flammen ms Gesicht. Während der Beamte dem Mädchen noch einmal in vorsichtiger Form seine Mitteilung yysrichtet und ihm dabei beruhigend über den Kopf streicht, tanzt das erschreckte Gesicht des Kindes, das vor Betroi- senheit nicht einmal weinen kann, vor Frau Marges auf und nieder. Es zuckt darin auf vor Angst und Hilflosigkeit. „Der Fritzi? Unser Fritzi?" wiederholt es im tonlosen Singsang. In Frau Marges Händen zuckt es warm und weich. Sie spurt das Blut darin quellen und zum Herzen strömen. Zaghaft greift ihre Hand zum Kinde hin. Ueber Wan- , qen und Haar streicht sie ihm. Des Mädchens i Blicke sind voller Staunen „Wir gehen zu Fritzi i flüstert sie dem Mädchen leise zu. Aufgeregt ver- . schwindet sie in der Wohnung, füllt Obst und Su- i ßigkeiten in ihre Taschen und ergreift dann des Mädchens Hand. ____________ Sache des ganzen Volkes! Aufrus des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger zur Schulsammlung des VDA. vom 22. 24. Nov. Volkstumsarbeil ist nicht mehr die Arbeit eines kleinen Kreises, sondern Sache des ganzen deutschen Volkes. Diesen Volkstumskamps an allen Grenzen zu unterstützen, ist selbstverständliche pflicht jedes Volksgenossen. Ich rufe daher die Bevölkerung des Gaues yes- feN'Nassau auf, dem VDA. in seiner Schulsammlung durch Geldspenden die Mittel zur Verfügung zu stellen, die zu einer solchen Unterstützung notwendig sind. Sprenger, Gauleiter und Reichsstatthaller. ts 1881 das Gymnasium, an dessen Spitze damals L JÄWÄÄÄ 'f*“ ärztlich- Kunst unb durch (eine gewinnenden ffiniähria-^reimiüiaer beim Jni Mgt 116 in persönlichen Qualitäten eine dauernde Existenz. Jrn Ä » 1893 schloß er die Ehe mit der Tochter des Seine' Studienzeit verbrachte er in ^Gichen, frühverstorbenen Professor Zoeppritz, des Begrun- w'e^ zu d^i Schulern des Anatomen Eckhardt, ders der geophysikalischen, Wissenschaft. Sem Wir- d s Internisten Riegel unb ber Gynäkologen Kal- ken als Arzt unb aüeseit tatbereiter Helfer fan itnh G'ehror nohnrh» Während seiner Stu- eine äußere Anerkennung burch die im Jahre 1912 Ä^mulua auA in verschie- erfolgte Ernennung zum Sanitätsrat. Bei Aus- tl n SnZ tätia^m ftTbiuar 1887 folgte feine brud) des Krieges 1914/18 stellte er sich sofort dem ^AuÜrobatLn^^An!chl -ft-nd di-nt- -r Vut°riand zur"Verfügung, er mußt- aber wegen Shrin SimHiinJr 91^1 he ben Draaonem in seines vorgerückten Alters daran verzichten, tm Ufl 21 3 Wagonern m ' « ^für stellte er feine ganze ‘ S iLbm Militärdienst übersiedelte er nach Kraft und fein reiches ärztliches Wissen daheim in ßLHLKUKÄsPMWWZWZ ijng „Kloster" zahlreiche Freunde erworben hatte. Zeit, als das Kraftfahrzeug noch zu den großen eine Arbeitskraft und fein Wille als junger Arzt Seltenheiten im Verkehr zahlte voll aufgeschlossen ItUle er zunächst zwei Jahre lang im Institut bes | für di-s- Neuerung m ber damaligen Zeit Er war - - — * "• *• er-AC...— einer der ersten Autofahrer m Gießen, der durch sein Beispiel ein Wegbereiter des Kraftfahrwesens wurde, auch wenn er noch lange Jahre nach seinen ersten Fahrten im Kraftwagen dasselbe Auto zu raschen Besuchen seiner Kranken benutzte. Ein Autounfall im Jahre 1936 zwang ihn indessen, vom Kraftfahren Abschied zu nehmen. Damals gab er auch seine Kassenpraxis auf, praktizierte jedoch für Gesetzes entsprechen muß. Beispiel 2: Ein Handwerker schloß zum hnnti fnm or nnrfi (Siefcen sodaß man Zwecke der Halbbefreiung eine Lebensversicherung Ämtern Ld'°l-°Zt-n'^°"ß-Lr1-züch" L-r 2500 NM. S-in durchlchnit.lich-- Mnnn.s- >n kann In unserer Stadt besuchte er van 1876 j cmkommen bell-s sich nach dem damals maßgeben. Heimbeförderung ausländischer Landarbeiter. NDG. Die italienischen Landarbeiter müssen in diesem Jahre auf Anordnung des faschistischen Landarbeiterverb-andes in Rom restlos in die Heimat zurückkehren. Ausnahmen werden nicht zugelassen. Diesbezügliche Gesuche sind daher zwecklos. Italienische Landarbeiter, die jedoch vor dem nächst- jährigen allgemeinen Einsatz wieder zurückkehren wollen, sind auf einem oorgeschriebenen Vordrua dem Arbeitsamt sofort zu melden. Mit dem Eintreffen dieser Landarbeiter ist in der ersten Hälfte des Monats Februar 1941 zu rechnen. Italienische Landarbeiter, die im Frühjahr bei dem allgemeinen Einsatz wieder zurückkehren sollen, sind gleichfalls frühzeitig bsi dem zuständigen Arbeitsamt namentlich anzufordern. Die slowakischen Landarbeiter können überwintern. Namentliche Anforderungen sind ebenfalls rechtzeitig mit genauer Anschrift dem Arbeitsamt aufzugeben. Die polnischen Landarbeiter sind im allgemeinen über Winter zu halten. Dies gilt auch für die sogenannten Wanderarbeiter. Die für diese Gruppe notwendig werdenden Vertragsänderungen sind in Vorbereitung. Es muß damit gerechnet werden, daß polnische landwirtschaftliche Arbeitskräfte, die jetzt zurückkehren, im Frühjahr nicht mehr zur Verfügung stehen. Inwieweit Ersatz gestellt wer. den kann, läßt sich heute noch nicht übersehen. Es sollen daher nur kranke Arbeitskräfte, die ungeeignet sind, und Familien mit mehreren kleinen Kindern gegebenenfalls in die Heimat befördert werden. lieber die etwaige Abbeförderung der polnischen Jugendlichen ergeht noch weitere Anordnung. Die Abbeförderung der übrigen in- und ausländischen Landarbeiter (Bayern, Oberschlesier, Ostmärker, Bulgaren usw.) durch die Arbeitsämter ist für diesen Herbst nicht vorgesehen. Die Termine für die Rückbeförderung mit Sonderzug sind bereits von den zuständigen Ministerien festgesetzt. Sie können nicht abgeändert werden. Für die Abbeförderung der italienischen und slowakischen Landarbeiter geht den Betriebsführern ein Auftragsformular von den zuständigen Arbeitsämtern zu. Dieser Vordruck ist genau ausgefüllt (auch Heimatprovinz) dem Arbeitsamt sofort zurückzusenden. Polnische Landarbeiter, die unter keinen Umständen über Winter gehalten werden können, sind ohne Vordruck dem Arbeitsamt sofort zu melden. Nach Eingang des Antrags werden von dem Betriebsführer die Fahrtkosten vom Arbeitsamt angefordert. Die Kosten sind durch Zählkarte dem Arbeitsamt sofort einzuzahlen. Falls am Abfahrtstage des Sonderzuges die Fahrtkosten bei dem Arbeitsamt nicht eingegangen find, kann die Abbeförderung der Landarbeiter nicht erfolgen. Alle sich hieraus ergebenden Schwierigkeiten gehen zu Lasten des Be- triebsführers. Im übrigen ist das Rundschreiben, das den in Betracht kommenden Betriebsführern vom Arbeitsamt zugeht,'genau zu beachten. Weitere Auskünfte erteilt das zuständige Arbeitsamt. einmal In feinem Lcmbacher Haufe oben Im Walde besuchten — ihn und Frau Editha K l i p st e i n, die feinsinnige Lebensgefährtin, deren verwandte geistige Welt der vor ellichen Jahren erschienene Roman „Anna Linde" sehr anziehend spiegelt. Wir erinnern uns heute noch gerne und lebhaft dieses winterlichen Besuches, der eigentümlich starken und einhüllenden künstlerischen Atmosphäre, die den Besucher des kleinen Hauses oberhalb der Stadt umfängt; und wenn wir heute an den Meister denken, sehen wir ihn noch immer so, wie ihn die klaren, feinen, geistig belebten Züge des radierten Selbstbildnisses miehergeben; es wird vielen hessischen Kunstfreunden, die Felix K l i p st e i n heute ihren Gruß und ihren Glückwunsch barbringen, besonders gegenwärtig sein. — y — 85 Jahre alt. Am heutigen Donnerstag, 21. November, kann der Rentner Johannes M a g e l, Lindenplatz 4 wohnhaft, feinen 85. Geburtstag begehen. Der Jubilar stammt aus Odenhausen in der Rabenau, wo er nach dem Schulbesuch zunächst bei dem Baron von Rabenau in Friedelhausen als Fahr bursche tätig war. Später arbeitete er in der Wette rau als Müllerknecht in jenen Jahren, als man auf dem Lande Mehlsäcke noch auf Eseln beförderte. Nach seiner Militärdienstzeit bei den 116ern in Gießen wanderte er im Jahre 1888 nach Frankreich aus, wo er u. a. in Paris arbeitete. Nach der Heimat zurückgekehrt, fand er bei der Stadt Gießen Beschäftigung, in der er über 40 Jahre als Friedhofsarbeiter tätig war. Der Jubilar nimmt ttotz seines hohen Alters noch regen Anteil an den Ereignissen unserer großen Zeit, die er täglich in seinem „Gießener An-- feiger" mit starkem Interesse verfolgt. Don seinen beiden Söhnen ist ihm einer im Tode vorausge- aen. Seine zweite Frau, 16 Enkel und 21 Ur» umgeben den alten Herrn bei seinem Lebensabend. Dem Jubilar bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem Geburtstage dar. Gustav Fischer in Wetzlar f. Ueberraschend ist der Kreissportführer des Kreises Wetzlar, Gustav Fischer in Wetzlar, im Alter von 45 Jahren an einem Herzleiden verstorben. Fischer, der schon in dem Westdeutschen Spielver-- dand mehrere Aemter bekleidete, war weit über die Grenzen der engeren Heimat hinaus bekannt. Er war ein alter Pionier des Fußballsportes im Lahnkreis. Nach der Machtübernahme wurde er zum Kreissportführer des Kreises Wetzlar berufen. Auch hier leistete er auf Grund feiner Erfahrungen vorbildliche Arbeit. Daneben betreute er jahrelang den Sportverein Wetzlar als Dereinsführer. Durch feine Verdienste um den Sport hat er sich bleibende Erinnerung geschaffen. Für die Sportbewegung ist ein guter Kamerad und lauterer Mensch verloren gegangen, dessen Ableben eine Lücke gerissen hat. Bornotuen. Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater: 18.30 bis 21 Uhr .Kabale und Liebe". Gloria-Palast, Seltersweg: „Die unvollkommene Liebe". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wie konntest du, Veronika?". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung W. Jmkamp im Foyer des Stadttheaters. Stadttheater Gießen. Am heutigen Donnerstag -wird als Sondervorstellung Schillers Drama „Kabale und Liebe" wiederholt. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. Es wirken mit: Waltraut Goettke, Hilde Heinrich, Hella Henzky, Luise Prasser; Hansjoachim Büttner, Hans Caninenberg, Walter Erler, Gert Geiger, Hans Bernd Müller, Hans Albert Schewe, Hans Seitz, Karl Volck. Außer Miete! Gießener Vortragsring. Am 4. Vortragsabend, den im Rahmen des Gie- ßener Vortragsringes die Volksbildungsstätte Gießen, der Goethe-Bund Gießen, Kulturelle Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein) und Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde gemeinsam am Montag, 25. November, in der Neuen Aula der Universität veranstalten, wird der Direktor der Zoologischen Sammlung des Bayerischen Staates in München, Unioersitätsprofessor Dr. Hans Krieg, über das Thema „Zu den Indianern des Gran Chaco (Südamerika)" sprechen. Professor Krieg wird zu seinem Vortrag außer zahlreichen Lichtbildern auch einen interessanten Schmalfilm zeigen. Es sei hierbei noch besonders darauf hingewiesen, daß gerade in diesen Tagen in Berlin die Uraufführung seines neuen Expedittonsfilms erfolgte, der mit dem Thema feines Dorttages in besonders enger Verbindung steht. Literarische Feierstunde. Zugunsten des Winterhilfswerkes veranstaltet das Deutschs Frauenwerk eine literarische Feierstunde. Alle Volksgenossen sind herzlich dazu eingeladen. 3000Kilometer £teBe Roman von Olly Boeheim 33. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Anita sank in einen Sessel, halb lachend, halb weinend hörte sie Peter zu. „Die Gastspieltournee habe ich schon zusammengestellt. Zuerst Oslo, dann über Kopenhagen triumphaler Einzug in Deutschland." „Peter, mach Doch keinen Quatsch." ,Hch bin außergewöhnlich ernst, Ich habe gestern abend alle Chancen für dich wahrgenommen, die du im Dunkel der Hecken mit Erik Schmitterlöf ver- flüftert haft. Warum ist er übrigens roeggelaufen? Na, hoffentlich bleibt es dabei. Aber, Nufchka, ich bin tief enttäuscht. Ich habe einen Freudentaumel erwartet und finde ein nachdenkliches Gesicht." Das Telephon surrte wiederum. „Betrieb bei der Diva", sagte Peter Renz und rief in den Apparat: „Hier der Sekretär von Fräulein Silefen! Wie? Ja, wir kommen in die Halle. Schon wieder einer, der dir feinen Glückwunsch Übermitteln möchte, Anuschka", sagte Peter Renz, den Hörer einhänaend. Anita schnellte empor. „Erik?" fragte sie, und bas Blut stieg ihr in die Stirn. „Vorläufig ist es nur Herr Ohlsen. Zieh dich rasch an und komm runter. Wir frühstücken alle zusammen!" Kur§ darauf betraten Peter und Anita das Früh- stückszimmer. Aber Anita hatte keinen rechten Ap- Setii; sie sah überhaupt nicht aus wie ein junges Menschenkind, das am Ziel seiner Wünsche steht. Ihr Blick streifte nervös und unruhig die Tür. „Ja, mein liebes Fräulein Silesen", sagte Arne Ohlsen, der in seinem hellgrauen Frühlingsanzug aussah wie ein junger Gott, „der Anfang wäre geschafft. Sie haben — Ihr Können ganz beiseite — Die schwedische Dichterin Clara Nordström liest aus eigenen Werken vor. Sie, die in Schweden aufgewachsen, aber schon mit 17 Jahren nach Deutschland gekommen ist, kann uns heute so recht die Brücke schlagen zum Verstehen des schwedischen Volkes. Noch immer mit der Landschaft der ersten Hekmat verbunden, fühll sich Clara Nordstrom doch sehr hinoezogen zum deutschen Volk mit seiner großen Geschichte, seinem reichen Erleben und seiner unbändigen Dolkstumskraft. Dies Land wurde chre zweite Heimat und ist heute das Vaterland ihrer Kinder. Ihre ganze, reiche Liebe gehört Deutschland. Die Feierstunde findet am Sonntag, 24. November, 19.30 Uhr, in der Aula der Universität statt. gfs. Keine Vorgriffsmöglichkeit für Strickgarn. Die Fachgruppe Bekleidung gibt einen Bescheid der Reichsstelle für Kleidung bekannt, wonach die Vorschriften über die Dorgriffsmöglichkeiten auf der Reichskleiderkarte dann nicht gelten, wenn Strickgarn zur Herstellung eines Kleidungsstückes gekauft werden soll. Beim Kauf von Strickgarn kann also nicht vorgegriffen werden mit der Begründung, daß aus dem Strickgarn ein Kleidungsstück hergestellt werden soll, das auf Vorgriff gekauft werden kann. Kinder sind von der Fahrstraße fernzuhalten. Don zuständiger Stelle ergeht folgende Mahnung: Kinder, die sich unbeaufsichtigt auf und an der Fahrbahn aufhalten, bedeuten eine Hemmung des Kraftverkehrs und in der heutigen Zeit besonders eine Behinderung von Wehrmacht-Kraftfahrzeugen. Erfahrungsgemäß verhalten sich Kinder beim Heran nah en von Kraftfahrzeugen" oft falsch und verursachen schwere Unfälle, deren Opfer sie werden. In anderen Fällen, in denen Kraftfahrer versuchen, einen drohenden Unfall, z. B. durch plötzliches Hin- einlaufen eines Kindes in ein Kraftfahrzeug, abzuwenden, endet der Vorfall mit der Verletzung der Kraftfahrer und der Beschädigung des Fahrzeuges. Eltern und Erzieher, haltet die Kinder von der Straße fern! Männer und Frauen, benutzt die Fahrbahn nur vorschriftsmäßig,, beim Ueberqueren Vorsicht! Durchbrecht keine Wehrmachtkolonnen! Tagung der Ausstellungsgeflügelzüchter. Die Kreisfachgruppe Gießen der Ausstellungsge- flügelzüchter hielt im Hotel Hopfeld eine außerordentliche Hauptversammlung ab. Es wurde beschlossen, die Kreisschau am 11. und 12. Januar 1941 in Großen-Linden abzuhalten. Der Meldeschluß wurde auf den 4. Januar sestgelegt. Mit der Ausstellung soll eine Lehrschau oerbunben werden. Gießener Dochenmarklprelfe. * Gießen, 20. Nov. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, ausländische Eier 11, Kartoffeln, % kg 4, 5 kg 40, Wirsing, % kg 7, Weißkraut 5, Rotkraut 8, gelbe Rüden 7, rote Rüben 6, Spinat 15, Unterkohlrabi 5, ein geradezu unvorstellbares Glück gehabt. Ich muß sagen, daß ich selten ein solches Debüt erlebt habe. Nun kann der Tanz durch die Welt losgehen! Was?" „Vorläufig denke ich an ernste Arbeit, Herr Ohlsen. Sie haben recht, ich hatte Glück. Einerseits —" fügte sie etwas bitter hinzu. Herr Ohlsen lächelte. „Die kleine Herzensangelegenheit wird auch wieder in Ordnung kommen. - „Jch glaube nicht, Herr Ohlsen. Aber ich will die Zähne zusammenbeißen und arbeiten." „Durch Arbeit kommt man über alles weg", sagte Arne Ohlsen freundlich. „Hört, hört", rief Peter Renz anzüglich und köpfte sein Ei. Arne Ohlsen konnte nicht antworten, denn Vera Verries kam soeben in das Frühstückszimmer. Wie schön sie ist, dachte Anita. Liede macht schön. Geliebt werden ist mehr als alles andere auf der Welt. Die Tänzerin begrüßte herzlich ihre junge Kollegin: „Na, Kleines — entschie- öen?'z Anita nickte unbestimmt. „Es blieb mir bis jetzt keine Wahl." „Ach, er hat sich noch nicht gemeldet? Selbst auf die glänzenden Kritiken hin nicht? Arne hat sie mir schon telephonisch durchgesagt. Kind, hast du ein Glück. Da sitzt ein kleines rotblondes Etwas mit versonnenen Nirenaugen; gestern war sie noch eine unbekannte Anfängerin, und heute ist ihr Name in allen Zeitungen. Und sie sitzt da, als wäre nichts geschehen." „3a", rief Peter Renz. „Es töäre schließlich an der Zett, Pläne für die Zukunft zu machen. Das Gastspiel in Oslo ist so gut wie perfekt. Auch Kopenhagen wird zusagen, soviel ich gehört habe." „Nach dieser Presie bestimmt", warf Dera ein. „Ja", fuhr Peter fort, „man kann wohl sagen, daß unsere Expedition mit Onkel Franz geglücfi ist. Was meinst du, Anuschka? Wenn du mich als Manager und Reklamefachmann mitnehmen würdest?" Grünkohl 6, Rosenkohl 15 bis 18, Zwiebeln 12, Meerrettich 30, Schwarzwurzeln 15, Kürbis 7, Feldsalat C/io) 8, Aepfel, Vi kg 15 bis 30, Blumenkohl, das Stück 10 bis 40, Salat 8 bis 10, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 3 bis 5, Sellerie 5 bis 30, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf. ♦ ** Kriegsauszeichnung. Für hervor-- ragende Tapferkeit vor dem Feinde wurde der aus Gießen stammende Heinz Beck, Sohn des Inhabers des Betten- und Möbelgeschäfts Emil Beck in der Bahnhofstraße 56, von Generalfeldmarschall Sperrte mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet und zugleich vom Unteroffizier zum Feldwebel befördert. Feldwebel Beck hatte bis zum Tage feiner hohen Auszeichnung bereits 21 Feindflüge gegen England mitgemacht. — Der aus Gießen stammende Freiwillige Willi G o f f e l m e y e r, Beamter beim Amtsgericht in Gießen, wurde am 9. November rückwirkend vom 1. Oktober 1940 ab zum Unteroffizier befördert. Unteroffizier Goffel- meyer steht bei der Luftwaffe im Westen. ** Verkehrsunfall. Am gestrigen Mittwochabend stieß der Motorradfahrer Bernhard Pauly von hier in der Gartenftraße gegen einen vor dem Gaswerk stehenden Wagen mit Kohlen. Dabei erlitt der bedauernswerte Mann mehrere Rippenbrüche, fo daß er von der Bereitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes nach der Chirurgischen Klinik verbracht werden mußte. ** Derdunkelungspflicht von Untermietern und Hotelgästen. Immer wieder wird die Frage aufgeworfen, wer für die richtige Verdunkelung eines Hotelzimmers oder eines möblierten Zimmers verantwortlich ist: der Vermieter oder der Meter? Das neue Heft der „Sirene" des Reichsluftschutzbundes beschäftigt sich in dem Artikel „Das geht alle an!" eingehend mit dieser Frage und legt klar, wer für die richtige Verdunkelung dieser Zimmer sowie der Räume in öffentlichen Gebäuden, Büros usw. verantwortlich ist. Das Heft bringt außerdem noch eine Reihe interessanter Bildberichte sowie eine Seite Humor und enthält auch wieder die Mtteilungen des RLB.-Hräsidiums. Strafkammer Gießen. Der H. S. aus Gießen hatte sich wegen Unterschla- gung, Betrugs und Untreue zu verantworten. Er war beschuldigt, in den Jahren 1938. und 1939 in 9 Fällen als Verkaufskommissionär Garnschnellwickler, die im Eigentum des Zeugen W. standen, eigenmächtig verpfändet bzw. verkauft und den Erlös für sich verbraucht zu haben. Gegen Hingabe eines Schecks hatte er von dem Zeugen W. ein Dar- lehen von 173,70 RM. ausgenommen, wobei er dem Zeugen seine völlige Zahlungsunfähigkeit verschwieg. Hierdurch hatte W. einen Gesamtschaden von 375 RM. Von dem Zeugen H. nahm der Angeklagte unter bewußter Verschweigung seiner Der- mogenslage ein Darlehen von 25 RM. auf und versprach, es innerhalb vier Wochen zurückzuzahlen, was er aber bei seiner Vermögenslage nicht konnte. Der Angeklagte hatte einen Garnwickelapparat erfunden. Da er keine Mittel hatte, wandte er sich zwecks Verwertung feiner Erfindung an verschie- „Ich fürchte", sagte Herr Ohlsen lebhaft, „mein lieber Peter, dieser Posten würde keine restlose Auswirkung Ihrer Fähigkeiten zulassen. Sie sind nämlich ein verdammt tüchtiger Kerl." Peter schlug die Hacken zusammen: „Verbindlichsten Dank, Herr Ohlsen." „Nein, Spaß beiseite. Ich möchte Sie gern in meinem Betrieb haben. Ich besitze nun mal kein übermäßiges Interesse an der Zubereitung von Puddingpulver. Außerdem werde ich sehr bald heiraten und einen großen Teil des Jahres in Deutschland verleben, damit" — er suchte Deras Hand — „meine kleine Frau kein Heimweh bekommt. Wie wäre es, wenn Sie mich in dieser Zeit vertreten wollten?" Peter Renz blieb der Mund offen stehen. Er sah nicht gerade geistreich aus. „Sie bieten mir den Posten eines stellvertretenden Direktors an?" fragte er halb scherzend. „3a, das tue ich", sagte Arne Ohlsen. „Ich halte Jugend nicht, für einen Hinderungsgrund, einen großen Posten auszufüllen. Natürlich müssen Sie sich Respekt verschaffen. Wir können es fa probeweise versuchen." „Ei du Donnertöf", sagte Peter Renz benommen. „Entschuldigen Sie mich, ich muß ein Ferngespräch nach Berlin anmelden." Er tobte von bannen und riß dabei beinahe den Oberkellner um. „Wenn er mein Sohn wäre, müßte er mich auch vertreten", sagte Ohlsen lächelnd, Peter Renz nachblickend. „Große Ausgaben stärken die Kräfte. Ich denke außerdem an eine enge geschäftliche Zusammenarbeit mit seinem Vater in Berlin." „Nun laufen wir ja alle in einen Hafen ein", meinte Vera Verries lächelnd. ^.,Nur unsere Anni hat sich scheinbar noch nicht endgültig entschieden." „Doch", sagte Anita mii gesenkten Augen. ,Hch will bierbleiben. bis die Gastspiele in Ordnung gehen." „Nur die Gastspiele?" fragte Arne Ohlsen lächelnd. „Ja —, das andere ist entschieden", sagte Anita leise. bene Geldgeber. Nachdem sich zwei Geldgeber nach, erheblichen Verlusten von der Sache zurückgezogen hatten, wandte sich der Angeklagte an den Zeugen W. Mit diesem schloß er einen Vertrag ab, wonach er sich verpflichtete, 100 Apparate herzustellen, die der Zeuge W. finanzieren mußte und die nach Fertigstellung in das Eigentum des Zeiugen 5JL übergehen sollten. Es wurde nun dem Angeklagten zur Last gelegt, solche Apparate verkauft bzw. Der pfändet zu haben. Dem Zeugen W. soll bei diesem Geschäft ein Schaden von etwa 22 000,— RM. entstanden sein. Der Anklagevertteter beantragte wegen 7 selb, ständiger Handlungen eine Gesamtgefängnisstrast von zwei Jahren und Geldstrafen von dufammcn.! 190,— RM. Der Angeklagte wurde unter Freisprechung im übrigen wegen Untreue in sieben. Fällen, sowie wegen Betrugs in zwei Fallen zu einer Gesamtgefängnis st rase von einem Jahr und sechs Monaten, sowie zu Geldsttasen von zusammen 330,— RM. Der. urteilt. Die einschlägigen^Vorstrasen kamen stras- erschwerend in Bettacht. Aus der engeren Heimat. Nach Hastbeschwerde in Freiheit gesetzt. Der wegen des folgenschweren Dertohrsimfall; auf der Landstraße nach Rodheim a. d. Bieber, bei dem (wie gemeldet) der 16 Jahre alte Lehrling Kan Michel aus Rodheim a. d. Bieber tödlich verletz wurde, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft oer hastete Kraftwagenlenker Wilhelm Waldschmidt aus Krumbach ließ durch seinen Verteidiger Hast beschwerde gegen seine Verhaftung erheben. Die Besch werdekammer des Landgerichts Limburg gab ber Haftbeschwerde statt und hob den Haftbefehl auf; fo daß Waldschmidt wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. 6in krasser Falt von Fahrerflucht. Au dem aeftern gemeldeten schweren Verkehrs- Unfall auf Der Landstraße Herbstein—Altenfcklm hören wir auf Anfrage bei der Staatsanwalt-schsst, daß der Autolenker, der den tödlich überfahrenen Mann auf der Landstraße liegen ließ und sich mit seinem Auto der Verantwortung entziehen wollte, in der Person eines Einwohners von Groß-Felda festgestellt werden konnte. Diese Feststellung nxir der Staatsanwaltschaft an Hand des NmnmerschL des möglich, das der Kraftfahrer bei dem Unfall von feinem Auto verloren hatte und das man etoo 150 Meter von dem Toten entfernt auf der Land fttaße liegend vorfand. Der Autolenker, dessen Wagen bei dem Zusammenprall erheblichen Scha- den erlitt, hat nach den bisherigen Feststellungen der Staatsanwaltschaft den Ueberfahrenen beim Ueberholen zu Boden gerissen und das völlig -er- ttümmerte Fahrrad des Toten noch mehrere hundert Meter wett auf dem Kühler feines Wagen; mit geschleift. Der Mann hat trotzdem seine Fahrt, unbekümmert um das Schicksal des auf der Landstraße liegenden Verunglückten, fortgesetzt, sich also einer besonders krassen Fahrerflucht schuldig ge macht. Er ist gestern festgenommen worden iN wird heute dem Amtsgericht in Ulrichstein vorgeführt, anschließend in das Gerichtsgefängnis in Gießen eingeliefert werden. Landkreis Gießen 4- Steinbach, 20. Nov. Heute feierte Frau Katharine Elifabethe Fink Wwe., geb. Balser, ihren 8 4. Geburtstag. Frau Fink ist geistig j noch sehr regsam und lieft täglich ihre Zeitung. Wir gratulieren der Jubilarin herzlich.. )—( Ruppertsburg, 20.Nov. Die in diesen Tagen hier und in der Zelle Gonterskirchen durch, geführte Löffelspende der NS-Frauen- schäft hatte ein recht schönes Ergebnis. Es gingen ein 32 kg Mehl, 15,5 kg Zucker und 5 kg Fett. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 21. Nov. (Vorbericht.) Es kosteten: Ochsen 36 bis 46,50 RM., Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 34,50 bis 45,50, Kälber 30 bis 74, Hämmel 20 bis 51, Schafe 18 bis 44, Schweine 50 bis 58 RM. Marktverkauf alles zugeteilt. Zugendfußball. Jgv. Tv. Allendorf — Jgv. Tv. Heuchelheim 2d. Zu einem schönen Schülerspiel kam es am Sonntag in Allendorf. Die Gäste waren körperlich zwar schwächer, zeigten aber durch ihr schönes Zusammenspiel eine gewisse Ueberlegenheit. Das Rüchpiel findet am kommenden Sonntag in Heuchelheim statt „Ein Glück, Nuschka", rief Peter, der, schon wieder zurück, die letzten Worte gehört hatte. „Glaub mir, du würdest es nie überwinden, eine Laufbahn, dic so glänzend angefangen hat, aufgegeben zu haben noch ehe sie richtig begonnen hat. Das Heimweh nachher Kunst würde dir das Herz abdrücken." „Wer liebt, kennt kein Heimweh, Peter!" „Hach, du kleine Sentimentale. Du würdest nicht nur Heimweh nach der Kunst bekommen, fonbern auch Heimweh nach Deutschland. Ich würde dir raten, zu tanzen, zu tanzen, Anita, bis du keine Lust mehr hast. Dann würde ich an deiner Stelle einen Mann in leitender Stellung, sagen wir zM Beispiel den stellvertretenden Direktor einer Pub- dingpulverfabrik heiraten." Anita schüttelte lachend den Kopf: „Du gibst dir Hoffnung nicht auf, Peter." „Wer etwas aufgibt, hat schon verloren." Anita legte chre Hand auf Peters Rechte: „Du bist der liebste Kerl, dem ich je begegnet bin, Peter 3d) wollte, ich hätte etwas von deiner Energie und deinem geradezu Häuser umwerfenden Glauben." „Ich würde mich freuen, wenn du dich endlich nach dieser Richtung hin entscheiden würdest", sagte Dera Verries. „Für mein Gefühl wäre es die rich' tige Entscheidung. Aber du mußt sie selbst finden." „Ein Herr ist in der Halle und wartet auf Frau- lein Silesen", meldete der Page; „ein Herr Leutnant Schmitterlöf." Anita war rot geworden, dann verfiel sie in platz' liehe Blässe. „Erik", sagte sie. „Mein Gott, er ist nun doch zurückgekommen." „Anita, mach keine Dummheiten", warnte Peter. „Lassen Sie", flüsterte Dera Verries ihm zu. „Sie soll ganz allein entscheiden." „Ich denke, sie hat schon entschieden?" sagte Arne Ohlsen. (Schluß folgt!)