-.25 4 Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" VostscheckllbssFrankf^M. Folgen her schweren Kämpfe um (Schon uni N n n elborj pfeif' zahlung NN nur em St* iahe ui i, höne> N ibrüd Druck und Verlag: vrühlsche Unlversitatrdruckerel R. Lange us dein iche mit ai freni- ß Go»! ifinbunj -ich.»' ernah» ieirot^ 16 i.. Den" andere ch einer »Rechte erten n habe"' (4:1). legen* J auf ifdjof. Dir ibrui dürfen f uni Wr Ingen, mehr h er* Richt Man* ieffer. )fd)OB te den le uni >n bei t bei" leaene; :n[d)ait n yieh wiebel ige drein auf , schob ch auch ck zur iuferl, l. hau- Iren niet lchi. Lh ittri W bet chen urd) acht l m Den den auer bet 11 in lein. Ein isten 25 den r bi. In* lerer mgi- bin un» ien, *’ r hi"«"! Iber W na« .nziw"? Jungk «rf‘* von vk en, sich nr" -- ff* Sorge Dienstag,2l. Mai 1940 Annahme von Anzeigen für die MittagSnummer biS8'/,Uhrde8VormittagS Grundpreise für 1 mmHöhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Brette 50 Pf. Wiederholung Malstaffel l Abschlüsse MengenftaffelL Plabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25 "/o mehr Ermäßigte Grundpreise Bädcranzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. Oer Aisne-Oise-Kanal erreicht. Laon gestürmt. — Feindliche Ausbruchsversuche zurückgewiesen «ul r Itei lcht. Monats-B ezugsvreis: Mit4Beilagen.NM.1.95 OineJllustrierte * 1.80 Alsteugebübr......27 miet) bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Waffen sind ungenügend. Nur bestimmte Kanonen sind in der Lage, die motorisierte Panzerwaffe am Boden sestzuhalten. Darum müssen sich das Kommando des Generalstabes, -die Truppen und besonders die Artillerie auf diese neue Form u m st e l l e n." Unter diesem Gesichtswinkel verstanden, ist es begreiflich, daß in der Pariser Presse immer wieder die Hoffnung auf den Faktor Zeit ausge- prochen wird. Man braucht Zeit, um die „Anpasungen" durchzuführen, — aber das Tempo diktieren eben die deutschen Truppen. General Duval erklärt im „Journal" vorsichtig, irgendeine Borans- age für das, was morgen sein wird, zu geben, sei „seiner Leser und seiner selbst nicht würdig." Duval gibt zu, daß sich die Westmächte vor einem Feind zurückziehen mußten, der mächtige und denen der Westmächte überlegene Mittel besitze. Auch Duval versucht auf die Zeit zu vertrösten. Schweizer Stimmen zur Ernennung Weygands. 10. Jahrgang Nr. M Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags örilanen: Die Illustrierte G ebener Familienblätter HkimatimBild DieScholle Kopenhagen, 20. Mai. (Europapreß.) Die Rede Winston Churchills hat die Furcht der Nation vor der Zukunft nur noch erhöht und über die Bevölkerung aufs neue die Schrecken der Ungewißheit gebracht. Sie werden noch verstärkt durch die in den letzten 48 Stunden fieberhaft in ganz England und Schottland eingeleiteten polizeilichen und m.u- tärischen Sicherungsmaßnahmen, deren Lasten und Unannehmlichkeiten die englische Bevölkerung vorerst zu tragen haben wird und die all das übersteigen, was man während des Weltkrieges erlebt hatte. Mit Einführung der Todessttafe für jede Sabotagehandlung hat man begonnen, die Belegschaften aller für die Kriegführung wichtigen Unternehmen, Mann für Mann, von Beamten des Scotland Yard auf ihre polittsche Zuverlässigkeit hin untersuchen zu lassen. Wer nur eben verdächtig ist wird entlassen und in ein Konzentrationslager übergeführt. Dor allen Jnduttriewerken und kriegswichtigen Unternehmen stehen stark bewaffnete Posten. In den Fabriken selber ist der Werkschutz verschärft worden. Die motorisierten Polizeieinheiten Englands fiel- len täglich neue Mannschaften ein. Die Straßen und Plätze Groh-Londons und der Industriestädte, wie Birmingham, Liverpool usw. werden Tag und Nacht von den schwarzen'Limousinen der Polizei- organe abgefahren. Die Waaen stehen in Radio- Verbindung mit der Scotland-Yard-Zentrale tn Whitehall. Die Beamten haben Befehl erhalten, jeden verdächtigen Passanten anzuhalten und jeden Kraftwagen zu untersuchen. Aus den Waffen- und Munitionsarsenalen der Londoner Vorstädte werden seit 48 Stunden Maschinengewehre über Maschinengewehre heraustransportiert, um an Wegekreuzungen, Brückenköpfen und Eisenbahnknotenpunkten u. dgl. aufgestellt zu werden. Was die Holländer vor etwa zehn Tagen taten, beginnen die Engländer heute. Stellenweise legt man die Straßenbäume um und errichtet Barrikaden, wodurch der für die Nahrungsmittelversorgung der Hauptstadt bestimmte Kraftwagenverkehr erheblich in Mitleidenschaft gezogen wird. In London selber gibt es kein staatliches oder kommunales Amtsgebäude mehr ohne militärische Bewachung. Barrikaden und Maschinengewehrnester schießen wie Pilze aus der Erde. Die Bank von E n g l a n d hat längst damit begonnen, wichtige Dokumente nach nordenglischen und schottischen Filialen zu transportieren. Das Derwaltungskomitee der Börse bereitet die Verlegung der Börse nach der Provinz vor. Presse und Funk fordern die Öffentlichkeit auf, die Luftschutzanordnungen auf das genaueste zu befolgen und die Verdunkelungsmaßnahmen erneut zu überprüfen. Die verschärften Luftschutzmaßnahmen und die wachsende Furcht vor einem deutschen Vorstoß in das Herz des englischen Weltreiches legen sich lähmend auf das gesamte öffentliche Leben der Hauptstadt. Die täglich starker angezogene Rationierungsschraube läßt jeden eng- In diesen Tagen war Sedan auf der großen Front von Antwerpen bls Montmedy eine der hech- umkämpften Schlüsselstellungen, die in siegreichem Sturm von unseren Truppen genommen wurde. Unser Bild zeigt durch Bombentreffer und Artilleriebeschuß der Franzosen zerstörte Hauser m Sedan. (PK.-Schäfer-Scherl-M.) Gehrückte Stimmung in Engtanh. der deutsche Vormarsch bedrohlich weit i französisches Gelände vorgetraae worden ist. Sie versuchen aber, ihre Leser auf die Zukunft zu vertrösten. „Excelsior" löst die Schwierigkeit, seinen Lesern die volle Ausdehnung des deutschen Vormarsches zu verheimlichen, dadurch, daß er erklärt, in der Verwicklung der gegnerischen Kräfte sei es nirgends gestattet, die Punkte festzuhalten, bis zu denen die Deutschen gekommen seien. Da die große Schlacht im Norden noch im Gange sei, könne man nicht voraussehen, wann die Entscheidung fallen werde. „Ordre" schreibt: „Die strategischen Bewegungen, die die Westmächte in Belgien ausführen, bringen eine Verkürzung der Front und dadurch eine Erhöhung der Dichtigkeit der Westmächte-Truppen mit sich." Pertinax erklärt im gleichen Blatt, das Problem sei sirr die Westmächte, ihre militärische Maschine einer Kriegsart anzugleichen, die sie nicht genügend vorberei- tet und vorausgesehen hätten. Im „Jour" schreibt General Br 6 card: „Die Massenverwendung von Panzereinheiten und Flugzeugen in niedrigem Flug haben dem Kampf einen besonderen Charakter gegeben. Das Maschinengewehrfeuer bricht den Kamps nicht mehr; es ist vor den starken Panzerplatten ohnmächtig. Selbst die Antitank- lischen Beobachter erkennen, daß die Gefahren für ein Land heute schon größer sind als je zuvor in der englischen Geschichte. Das Unterhaus wird am Dienstag zum ersten Male ohne eine parteimäßig gebundene große Opposition zusammentreten. Die bisherigen Haupt- kritiker der Regierung, die Fraktionsführer ifer Labour-Party und der Liberalen, Attlee und Sinclair, sitzen neben Churchill und Chamberlain aufderRegierungsbank. In polittscben Kreisen scheint man nicht so einig zu sein, wie dies bei einem Blick auf die Mitgliederliste der Koalitionsregierung aussehen könnte. Im Gegenteil macht sich in zunehmendem Maße eine Kritik nicht nur bei oppositionellen Abgeordneten, sondern auch im konservativen Lager gegen die Regierung und die Kriegführung in Frankreich geltend. Man sieht der Unterhaussitzuna demnach wieder mit einigem Interesse entgegen und erinnert sich daran, daß der mißglückte Feldzug Englands in Norwegen heftige Debatten und Kritik gegen die Regierung ausloste. Wie soll da der Mißerfolg der Westmächte in Holland, Luxemburg und Belgien nicht einen Sturm der Entrüstung entfachen, so fragt man sich. „Nicht vorausgesehen." Paris unter dem Eindruck der deutschen Panzerwaffe. Genf, 20. Mai. (Europapreß.) Die Pariser Presse vom Montag beschäftigt sich eingehend mit der Schlacht, die sich bei St. Quentin abwickelt. Dabei können die Blätter nicht verheimlichen, daß Basel, 21. Mai. (Europapreß.) Die Ernennung Weygands zum Oberkommandierenden hat in der Schweiz großes Aufsehen erregt. Die „Basler Nachrichten" meinen, es wäre nicht ausgeschlossen, daß die Berufung Weygands mit der besonderen Struktur der Streitkräfte der Westmächte zusammenhänge. Man dürfe nicht vergessen, daß diese Streitkräfte aus Truppen von vier verschiedenen Nationen bestünden: aus Engländern, Belgiern, Holländern und Franzosen. Es wäre nicht ausgeschlossen, daß zwischen den einzelnen Heerführern Meinungsverschiedenheiten über die gegenüber dem deutschen Einbruch zu befolgende Strategie aufgetaucht wären. Die „Nationalzeitung" veröffentlicht eine Meldung ihres Londoner Korrespondenten, in der es heißt, General G a m e l i n sei zweifellos ein Opfer der Theorie geworden, daß man den modernen Krieg durch beharrliche Defensive gewinnen könne. Diese Theorie sei durch die letzten Ereignisse schlagend widerlegt worden. Im Gegensatz dazu sei Weygand stets em Anhänaer der Offensive gewesen, ebenso wie Reynaud. Auch P6tain sei als Anhänger der Offensive bekannt und man verstehe nun Reynauds Andeutung, die dieser vor einigen Tagen gemacht habe, daß jeder Fehler ohne Schonung der Person sofort gebüßt werden müsse. Die „Tribüne de Lausanne" schreibt: „Die Situation an der französischen Front ist ä u ß e r st e r n st. Von Guise aus sind die leichten motorisierten Einheiten bis St. Quentin vorgestoßen. Die Deutschen sind jetzt auf drei wichtigen Straßen, die nach Paris führen. Sie befinden sich auf der Nationalstraße Nr. 51, auf der Nationalstraße Nr. 2 und auf der dritten großen Pariser Zugangsstraße, die über Noyon führt. Diese ungeheure Bresche, die in die französische Front geschlagen worden ist, hat natürlich bei den Westmächten eine ungeheure Erregung hervorgerufen." Buenos Aires, 20. Mai. (Europapreß.) „La Hncion" veröffentlicht mit einer Kartenskizze einen Lrrikel von General a. D. Jauregui über die pietsche Offensive im Westen. Der General erklärt, ler von den Deutschen so unerwartet schnell und s» vollkommen gebrochene Widerstand der West- Wchte habe den Beweis dafür geliefert, daß das brutsche Oberkommando die Initiative icllig in der Hand habe. Jauregui versichert, iic Sache Belgiens sei verloren, da die Schelde- En e zu schwach sei. In Belgien könne nur noch iWindeHer Widerstand geleistet werden. Die ?: o n t v e r ä n d e r u n g, die die Westmächte jetzt Mnehmen mühten, sei eine „sehr schwierige it b gefährliche Operation, zu deren 2lirchführung die deutschen Truppen dem Feinde leine Zeit lassen werden." General Jaure- HU! fährt dann fort: „Das deutsche Oberkommando erz w a n g den Bewegungskrieg, mit dem cs zweifellos die gesamte Daladier-Linie cu f rollen und vernichten wird. Die Ge fafr, die den Truppen der Westmächte droht, ist tor ernst." General Jauregui zieht aus seinen Ausführungen die Folgerung, daß die in Gang ländliche Schlacht die schwerwiegendsten Gilgen für England mit sich bringe» werde. Ak gegenwärtige Lage unterscheide sich grundlegend von der im Weltkriege, da Deutschland jetzt nur eine einzige feindliche Front habe. Bei Nacht und Nebel -Vs der Maginot-Linie verschwunden. Berlin, 20. Mai. (DNB.) Die britischen he?resverbäntze, die gewisse Frontabschnitte der Koginotlinie besetzt hielten, sind unmittelbar "ach dem Beginn der deutschen Offensive zurück- gezogen und auf schnellstem Wege in Rich - lung auf d i e Kanalküste abtranspor- li * r t worden. Aus politischen Gründen sollte diese Kiwegung verschleiert werden und im Schutze der Linkelheit vorgenommen werden. Es hat sich aber lad unter der lothringischen Bevölkerung herum- seprochen, daß die Verbündeten abzogen. In ver- ch ebenen Ortschaften unb Städten kam es beim : ktmarsch der Engländer zu feindseligen Aus den Serien. Der letzte Wehrmachtsbericht verstärkt den Eindruck, daß die feindlichen Verbündeten nach den chweren Niederlagen, die ihnen die deutschen Wasen in Belgien und Nordfrankreich zugefügt Habern ehr verschiedenen Zielen zustreben. Es soll sich anscheinend das wenig erhebende Schauspiel wie- derholen, das die im Gudbrandsdal geschlagenen Engländer ihren norwegischen Alliierten gaben, als ie ohne Halt auf Andalsnes zurückfluteten, sich auf ihren Schiffen auf und davon machten unb die Norweger ihrem Schicksal überließen. Bei Nacht unb Nebel finb bie einzelnen englischen Formationen, bie des Renommees halber in der Maginvt- linie eingesetzt waren, aus ihrem Abschnitt ver- chwunden. um rechtzeitig den Anschluß an das letzte Schiff zu bekommen, gewiß kein sehr ermunternder Eindruck für den französischen Bundesgenossen. Es ist den englisch-belgischen Truppen offenbar auch nicht gelungen, sich von den scharf nachdrän- genden deutschen Kampfverbänden soweit abzu- etzen, daß sie westwärts Brjissel eine Aufnahme- tellung hätten beziehen können. Sie mußten nun auch über die obere Schelde zurückweichen. Das befestigte Gent, die Hauptstadt Ostflanderns, liegt be- reits im Bereich der Operationen. Gent ist, dank großartiger Kanalbauten, die die altberühmte Handelsstadt, Mittelpunkt der flandrischen Tuchindustrie, mit Brügge und Ostende verbindet, Seehafen und wichtiger Knotenpunkt der Binnenschiffahrt. Ihre großartigen Bauten zeugen von stolzer Vergangenheit, ihre Universität ist ein wichtiger Kulturaktor des Flamentums. Die Engländer machen also alle Anstrengungen, die Kanalhäfen zu erreichen und überlassen es den Franzosen und Belgiern, ihren Rückzug zu decken. Darauf deutet der Ausbruchsversuch einer franzö- letzten ihm zur Verfügung stehenden Handgranatenmunition die zwei Offiziere und 38 Mann starke englische Besatzung zur Uebergabe. Oer englische Kreuzer vor Dohoe gekentert. Berlin, 20. Mai. (DNB.) Wie bereits bekannt wurde, lag ein schwerer englischer Kreuzer an der norwegischen Küste in der Gegend von Botz o e auf einer Klippe und hatte Schlagseite. Er ist nach den neuesten Ergebnissen der Luftaufklärung nunmehr gekentert. Damit ist wieder einmal die bekannte englische Taktik bestätigt, unter keinen Umständen einen Verlust größerer Kriegsschiffe durch die deutsche Luftwaffe zuzugeben. Kundgebungen. Stellenweise wurde Polizei, und französisches Militär eingesetzt, um die Menge abzudrängen, und die peinlichen Kundgebungen zu unterdrücken. Zn llffünhigem Aahkampf 6 feindliche Bunker erobert. Berlin, 20. Mai. (DNB.) Bei den letzten Kämpfen westlich Merzia Zeichnete sich der Kompanieführer in einem Infanterie-Regiment, Leutnant Richter, durch besondere Tapferkeit aus. Leutnant Richter drang in ein durch sechs feindliche Bunker besetztes Waldstück ein und zwang trotz eines Gegenangriffs durch feindliche Panzer in elfstündigem Nahkampf mit der Berlin, 20. Mai. (DNB.) Das Oberkommando bet Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Truppen haben heute Laon gestürmt. Auf der Zitadelle öon Laon weht die deutsche fniegsflagge. 3m Vorgehen von Laon nach Südwesten wurde der Oif e- Alsne-Kanal erreicht. Der Wehrmachtsbericht vom Mittag. Zührerhauptquartier, 20.Mai. (DNB.) Des Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: )n Belgien wird die Verfolgung im Kamps gqen feindliche Nachhuten fortgesetzt. Die Denbre jst überschritten und in der Verfolgung die obere Scheide erreicht. Lnglische Truppen streben in Eilmärschen den simalhäfen zu, während bei Maubeuge und südlich Valenciennes Angriffe einer nach Sitzen einen Ausweg suchenden französisch-belgischen Armee abgewiesen wurden. Der Feind hatte da- bd schwerste Verluste, besonders auch an Panzern, uvtz geht nach diesem vergeblichen Durchbruchsversuch Nlimehr stark erschüttert nach Westen zurück. Südwestlich davon gewannen unsere Panzer- und rwtorisierten Verbände das Schlachtfeld der Sornme- schacht von 1916 ander Straße Eambrai- Ä r o n n e. Stuka-, Kampf- und Zerstörerverbände zerschlugen eine von Laon nach Norden marschiere de Panzerkolonne und zwangen sie zur Um- kthr. Der gesamte innere Fortgürtel von Lütkich so- Je alle Forts von Namur bis auf eines find in ulierer Hand. 3n den Panzerkämpfen der letzten Dge in Belgien zeichnete sich der Oberleutnant in ebem Panzerregiment, Baron Nolde, durch be- so -aere Kaltblütigkeit aus. Um 19. 5. verstärkte die deutsche Luftwaffe lhie Angriffe auf rückwärtige Verbindungen und N ckzugswege des Gegners in Nordfrankreich und jdgien. Die Angriffe gegen feindliche Flugplätze lönben mit Erfolg fortgesetzt. 3m Verlaufe der be- löilfneten Aufklärung im $ eegeblet vor der stMzösisch-belgischen Küste wurden zwei feindlich e Zerstörer vernichtet, ein Zerstörer mtz das französische Torpedoboot „3 n c o rn p r i s e" fomie drei hndelsschiffe mit insgesamt etwa 15 000 Itnneu schwer beschädigt. Die G e f a mt- e< rluff e des Gegners betrugen am gestrigen 3(ße 14 3 Flugzeuge. Davon wurden im Luft- Impf 95, durch Flak 15 Flugzeuge abgeschossen, der Isst am Boden zerstört. 31 deutsche Flugzeuge wer- dkl" vermißt. Jn der Nacht vom 19. bis 20.5. wiederholten bri- Efje Flugzeuge ihren planlosen Bomben- toarf in Westdeutschland, wobei eine Reihe tu Zivilpersonen getötet und verletzt wurde. Das einige militärische Ziel, das getroffen wurde, ist ein Äi iegsgefangenlager. Line Anzahl von Uti egsgefangenen wurde getötet. Sie Miative in deutscher Sand. Ein argentinischer General über die deutsche Offensive. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen '“sxr & B ■ X*. r-.\- ■> v' Der Generalfeldmarschall würdigte die gewalti- Der Heichskommiffar für Holland. Göring über aktuelle Kragen -er Kriegführung. Keldherrngenie des Führers und die Tapferkeit der Truppen gewährleisten den Sieg Um die öffentliche Ordnung und das öffentliche Leben in dem unter dem Schutze der deutschen Truppen stehenden niederländischen Gebieten sicherzu- ftctien, hat der Führer den Reichsminister Dr. Seyß-Jnquart zum Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete bestellt. (Scherl-Bilderdienst-M.) dieser blitzschnelle siegreiche Vormarsch sich vollzieht. „Das deutsche Bolt“, so führte der Generalfeldmarschall aus, „weiß, daß es auch hier der Führer ist, derdieseErfolgeer- m ö glich t e. Seine geniale Führung hat die Grundlage für alle Erfolge geschaffen. Das deutsche Volk kennt seinen Führer. Die gewaltige Kraft der deutschen Volksgemeinschaft ist sein Werk. Als der große Staatsmann unserer Zelt ist er in den letzten Jahren ohne Waffenanwendung ein Mehrer des Reiches gewesen wie niemals ein Staatsoberhaupt Deutschlands zuvor. In seiner Person vereinigen sich staatsmännische Führung und geniale Feldherrnkunst. Ich habe das grohe Glück, das Vertrauen des Führers in einem solchen Matze zu besitzen, datz ich alle seine Gedanken und Pläne kennen lernen durfte. In unablässigem Denken und planen schuf der Führer den genialen Feldzugsplan. Wie die Anlage und Durchführung des polenfeld- zuges und die Kühnheit der norwegischen Aktion ist auch dieser plan sein ureigen st ens Werk. Es ist selten in der deutschen Geschichte, dah sich in einer Person die Weisheit des Staatsmannes und das Genie des Feldherrn so paaren. In Friedrich dem Grotzen hatte Deutschland eine solche Persönlichkeit. In Adolf Hitler hat die Vorsehung UNS wieder ein solches Genie beschert. )ie das Panzerwerk 505 genommen wurde Oie Tat des Oberleutnants Germer und seiner Pioniere. Der Führer besitzt wie kaum ein anderer vor ihm zwei unerläßliche Voraussetzungen des großen Feld- Herrn. Er verfügt einmal über ein umfassendes Wissen auf dem Gebiet alles Militärischen und Technischen. Es ist erstaunlich, und hat immer wieder hohe Generale und Admirale in Verwunderung versetzt wie eingehend der Führer die gesamte militärische Literatur kennt, wie er bis ins kleinste die Eigenart jeder Waffe beherrscht und dadurch ihre Wirkung zum durchschlagenden Einsatz bringt. Wie oft hat man sich in Gesprächen mit dem Führer gewundert, daß es kaum ein Kriegsschiff aller Rationen der Welt gibt, das er nicht genau bis ins Letzte kennt nach Gröhe, Bewaffnung, Panzerung, Geschwindigkeit usw. Es gibt keine modernen Waffen, deren Wirkung der Führer nicht ganz genau zu beurteilen vermag. Das allein schon ist eine entscheidende Voraussetzung für den, der heute Millionenheere führen will. Dazu kommt aber ein zweites, und dies besitzt vielleicht der Führer allein. Es ist einmalig, daß es einem Feldherrn vergönnt war, den größten aller Kriege vorher als einfacher Soldat mitzuerleben. Dadurch, dah der Führer den Weltkrieg als tapferster Soldat an vorderster Front miterlebte, kennt er wie kein anderer die Psychologie des Soldaten. Er kennt seine Sorgen, er kennt seine Bedürfnisse, er kennt seine Wünsche. Er weiß, was für den Landser vorn praktisch ist, und er weiß auch, worüber der Landser vor Staunen den Kopf schüttelt. Er kennt die Wirkungslosigkeit von Befehlen, wie sie erst jetzt wieder Gamelin an seine Truppen herausgegeben hat, daß etwa gegen Panzer „Manneszucht und innere Härte das beste Gegengewicht seien. Er weih aus dem Weltkriege aus vorderster Front, daß gegen die Panzer am besten Geschütze von höchster Durchschlagskraft wirken, und weil er das weiß, hat er solche Geschütze gebaut und dort eingesetzt, wo Panzer auftauchen. Er weiß, was der Soldat zu leisten vermag, was man von ihm verlangen kann und was. man von ihm nicht verlangen darf. Das ist die zweite Vor- sifch-belgische Armee, die zwischen Maubeuge und! Valenciennes nach Süden durchzustoßen sucht, aber unter heftigen Verlusten zurückgeschla- gen wurde und nun nach Westen weichen muß. Valenciennes, schon im Steinkohlengebiet der alten Grafschaft Hennegau, ein hübsches altertümliches Provinzstädtchen von 42 000 Einwohnern, kennen viele Weltkriegskämvfer als wichtigen Etappenort. 30 Kilometer südwestlich davon liegt das berühmte Cambrai, das schon auf eine römische Siedlung zurückgeht und in der Geschichte Frankreichs oft eine Rolle gespielt hat. An den Namen Cambrai knüpft sich die Erinnerung an das erste Massen- auftreten von Panzerwagen in der Tankschlacht vom 20. bis 29. November 1917. In der Reihe der schweren Abwehrschlachten im Herbst 1918 war Cambrai ein Brennpunkt des britisch-französiscken Angriffs. Am 8. Oktober mußten die deutschen Truppen nach erbittertem Ringen die von den Engländern rücksichtslos in Brand geschossene Stadt Berlin, 20. Mai. (DNB.) Generalfeldmarschall Göring hat die Gelegenheit eines kurzen Aufenthaltes in der Reichshauptstadt benutzt, um Antwort zu geben auf zahlreiche Fragen, die ihm in unzähligen Briefen aus dem Volk heraus gestellt xdot« den find. Auf Einladung des Reichsvrefsechefs sprach der Generalfeldmarschall vor der deutschen Presse. Zunächst behandelte er den Einsatz der Fallschirmtruppe, die seit Jahren eine neue Einheit der Luftwaffe bilde, deren Aufstellung d e m Plan d e s Führers entsprungen ist. Fallschirmtruppen sind Angehörige der deutschen Wehrmacht. Sie waren dem Ausland bereits im Fried en bekannt. Denn bei den letzten Paraden sind auch Fallschirmtruppen beim Führer vorbeirnarschiert, sie tragen die Uni’ iform der deutschen Luftwaffe. „Es ist eine Infamie", so sagte der Generalfeldmarschall, „zu behaupten, daß Fallschirmtruppen unter Der- kleidungen abgesetzt wurden. Diese Truppen sind ausschließlich in Uniform abaesprungen, genau so, wie sich der Flieger, der in Luftnot mit dem Fallschirm abspringt, ebenfalls stets in Uniform befindet. Wenn also Fallschirmtruppen gefangengenommen werden, so müssen sie völkerrechtlich genau so behandelt werden, wie alle anderen kriegsgefangenen Soldaten. Wer dagegen verstößt, muß damit rechnen, daß mit schärfsten Repressalien eingegriffen wird. Die deutsche Regierung hat das den Feindstaaten in nicht mißzu- verstehender Weise bekanntgegeben. Das deutsche Volk kann sich darauf verlassen, daß jeder Fall, in dem gegen Angehörige der Fallschirmtruvpen nicht nach Kriegsrecht und Kriegsbrauch verfahren, wird, peinlich von uns untersucht und exemplarisch bestraft wirb. Die Fallschirmtruppen sind damit genau so geschützt, wie alle anderen Truppen. nur wenig gelitten hat. Nur kurze Zeit spater haben sich die Pioniere bereits von Trichter zu Trichter bis in die toten Winkel des Panzerwerks vorge« arbeitet, haben ihre Sprengladung gelegt und die Zünduhr angesteckt. Infanterie uno Artillerie übernehmen wirksamen Feuerschutz und halten die Scharten-MG.s nieder. Die noch vor dem Panzerwerk liegenden Betonbunker und Feldstellungen der Franzosen sind durch den Artilleriebeschuß bereit» niedergekämpft. Die Sprengladung an der ersten Par^erkuppel geht hoch. Sie liegt richtig. Die Stahlkugel — zwei Meter im Durchmesser aus 30 Zentimeter dickem Stahl — hebt sich etwa einen Meter hoch aus ihren Verankerungen und fällt dann krachend schräa auf den Kuvpelring zurück. Die Oeffnung für geballte Sprengladungen ist frei, der Einbruch in das Panzerwerk gelungen. Unter heftigem MG- und Artilleriefeuer aus den Nachbaranlagen legen die Pioniere Spreng labung nach Sprengladung. Kuppel auf Kuppel, wird außer Gefecht gesetzt, Scharte auf Scharte gesprengt. Schwere Sprengladungen werden in das Panzerwerk geworfen, wo sie mit unaeheurem Krachen explodieren. Mehrere Kuppeln sind bereits eingebeult. Werk I schweiat. Schwefelgelbe Rauchschwaden ziehen aus allen Löchern. Das Derk brennt. Es ist außer Gefecht. Die Kämpfer krallen sich hier mit ihrer ganzen Zähigkeit an 505, und ebenso zähe und verbissen wehrt sich der Feind. Gegenstöße unterbleiben, aber heftiges Artilleriefeuer und MG.-Garben erschweren die weiteren Sprengungen. Meisterhaft-die Zusam' menarbeit mit der Infanterie, die die Arbeiten durch Flankensicherung deckt. Da plötzlich auf der Flanke ein feindlicher Angriff mit starken Panzern. Aber unsere Panzerjäger und unsere Flak sind auf der SyuL In ihrem Feuer bleibt der Angrift stecken. Drei schwere feindliche Panzer werden vernichtet. Die Geschützkasematte ist bereits in deutscher Hand unbesetzt. Das Werk II der Anlage aber schießt noch aus einem letzten MG. Die Nacht ist herein#* brachen. Ader alle Teile von Panzerwerk 505 blei* ben in deutscher Hand. Ein Eindringen ist vorerst noch nicht möglich, da Werk I noch brennt und Werk II durch Pulverdämpfe verqualmt ist. Die Entlüftungsanlage ist in beiden Werken außer Betrieb gesetzt. Die Waffen hinter den Scharten sind vernichtet. Panzerwerk 505 ist in allen seinen Teilen außer Gefecht. Der tapfere Erstürmer des Werkes Alfred PK. Der Heeresbericht vom 19. Mai verzeichnet den kühnen Handstreich, mit dem Oberleutnant Germer und feine Pioniere das Panzerwerk 505 der Maginotlinie stürmten und außer Gefecht setzten. Das Panzerwerk liegt südostwärts Billy, nordwestlich der Festung Montmedy und stellt den äußersten Flüael des Kernstückes der Maginotlinie Dar. Panzerwerke wie das jetzt eroberte mehrgeschossige, untereinander in Verbindung stehende und mit allen Schikanen neuzeitlicher Festungstechnik ausgebdtite Fort mit herausschiebbarer Panzerkuppel, bestückt mit zahlreichen MG s und mit Artillerie bis zu einem Kaliber von 10,5 cm liegen in der zweiten Welle, also im Mittelstreifen des Festungswalles. In blutigen Aufklärungsgefechten hatte die Infanterie erkundet, daß das Dorf Dilly durch aus* betonierte Keller, betonierte Unterstände und Bunker gesichert war, also bereits die erste Welle der Maginotlinie darstellte. Nach schwerem Kampf von Haus zu Haus, von Keller zu Keller, in dem die Artillerie immer wieder eingreift, und Bunker durch unmittelbaren Beschuß niederkämpfen mußte, wurde das Dorf genommen. Die Ausgangsstellung gegen das Panzerwerk, das etwa einen Kilometer weiter auf Dreiviertelhöhe eines Hanges lag, war gewonnen. Die Erkundungen hatten ergeben, daß das gesamte Werk 505 aus zwei Panzeranlagen, sogenannten Kampfblocks, und einer Geschützkasematte besteht, die untereinander und mit anderen Panzerwerken unterirdisch verbunden sind. Panzeranlagen und Geschützkasematte waren etwa 40 Meter voneinander entfernt. Das nächste Panzerwerk gleicher Art liegt zwei Kilometer tn Richtung auf Montmedy. Jede Panzeranlage verfügt übtr vier Panzerkuppeln, von denen eine versenkbar ist. Die Stoßtrupps stehen unten im brennenden Dorf Villy. Zur festgefetzten Zeit setzt ein Feuerhagel der deutschen schweren und mittleren Artillerie auf das Panzerwerk ein, der die Tarnung freilegt und das Gelände in ein Trichterfeld oer» wandelt. Es folgt direkter Schartenbefchuß. Die Pioniere haben sich zusammen mit der Infanterie bereits bis an den Fuß des Hügels vorgearbeitet. Sie können genau beobachten, wie die Einschläge unserer Tak- und Flakgeschütze haargenau in den Schartenlöchern liegen. Schließlich kommt das Kommando: „Sprung auf, marsch, marsch!" Der Sturmangriff beginnt. Rasendes MG.- und Geschützfeusr aus den Panzerkuppeln beweist, daß die Kampfkraft von 505 durch den Artillerieoeschuß räumen. I Jetzt haben die aus der Linie Le Cateau—St. Quentin noch Nordwesten vordringenden deuftchen schnellen Truppen die Straße Cambrai—Peronne erreicht und sichen damit auf dem erinnerungs» reichen Boden der Sommeschlacht von 1916. Die Somme, die bei St. Quentin entspringt und nach Aufnahme der Ancre bei Amiens unterhalb von Abbeville in den Kanal mündet, ist zum Schick- salssluß vieler deutscher Kämpfer des Weltkrieges geworden. Hier versuchten vom 24. Juni bis zum I 26. November 1916 Franzosen und Engländer mit Hilfe eines ungeheuren Einsatzes von Material die Front der zweiten deuftchen Armee des Generals Fritz von Delow zu durchbrechen. Aber trotz großer Anfangserfolge glückte der Durchbruch nicht, und nun tobte vier Monate lang eine Material-Dauer- «von damals noch ungeahntem Ausmaß, die ank des von Ludendorft beweglich gestalteten deutschen Abwehrkampfes nicht zu dem von den Alliierten erstrebten Ziel führte. Auch im März und August 1918 war der Somme-Abschnitt Schauplatz heftiger Kämpfe. Deutsche Schnelle Truppen eilen nun über dies denkwürdige Schlachtfeld, den Feind immer weiter nach Westen drängend. Ein Versuch, die durch das scharfe deutsche Zu- _________ packen in äußerste Bedrängnis geratenen feindlichen I $en Leistungen der Fallschirmjäger und der Luft- Armeen durch einen Vorstoß von Süden landetruppen, die es fertig gebracht haben, i m her von dem deutschen Druck zu entlaßen, kam Rücken der feindlichen Stellungen das nicht unerwartet und traf daher auf st arte deut- Haupttor in die Festung Holland offen zu halten, sche Gegenkräfte, so daß die von Laon Schärfsten Angriffen waren sie ausgesetzt; Tage nach Norden angesetzte französische Panzerkolonne unl) Rächte lang lagen sie unter schwerstem feine» von Stuka-, Kamps- und Zerstöreroerbanden zer- ^chen Artilleriefeuer. Französische Truppen, eng» schlagen und zurückgetrieben wurde. Daoei wurde, Kriegsschiffe und englische Bombenflieger, wie eine Sondermeldung bekanntgab, me Festung ß? Teile der hoständischen Streitmacht waren Laon genommen, ein wichtiger Bahn-, Straßen- ^gen diese Tapferen angesetzt, und trotzdem und Kanalknotenpunkt, nur noch 45 Kilometer west» I haben' sie die vom Führer befohlenen Aufgaben lich von Reims, und der Ai sne—Di]c»Stan.al reftfos durchgeführt. Es ist deshalb selbftverständ- erreicht. Hier kommen unsere Truppen schon m den 6ie Regierung alles getan hat und tun Bereich des schon im Weltkrieg schwer umkampsten mirb um diesen tapferen Soldaten den äußersten Chemin des Dames, und etwas weiter östlich Schutz angedeihen zu lassen." MKWU-SMMMW Champagne im Sruhja^r 1917, in ü T heit über die westlichen Gegner gewinnen konnte, 1918 anmortete der GE°lf°ldm°rsch°ll nur mit der aufkommen: „Die Artillerie erobert das Gelände, ftung der deutschen Wehrmacht in den letzten zehn die Infanterie besetzt es." Das verlustreiche Ringen Tagen und die Kämpfe beim Durchbrechen der um kleinste Geländestreifen, um strategisch bedeu- feindlichen Widerstandslinie und bei der Nieder- tunaslose Grabenabschnitte kennzeichnet am besten ringung der stärksten Festungen Lüttich, Antwer- die Erstarrung, in die der Krieg im Westen in den pen, Namur und Maubeuge. Diese glanzenden Jahren 1916/17 geraten war. Hier findet der B e - Siege sind ein Zeichen der heldenmütigen T a p «= megungstrieg, wie wir ihn jetzt auf dem ferkeit und der überlegenen Ausbildun g der Boden dieser selben Schlachtfelder erleben, keinerlei deuftchen Soldaten und der Genialität des Vergleichspunkte. In fast atemberaubenden Fort- Führers, nach dessen Plänen und Gedanken schritten stürmen unsere Schnellen Truppen im Ver- ein mit der Infanterie nach Westen und Süden -----------—----------------------------------- vor, von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde er- Kriegsschauplatz erleben. Panzerwaffe und Stukas fordert eine neue Lage neue Entschlüsse der unte- Laagen nach dem Vorbereitungsfeuer der Artillerie ren Führung sowohl, wie der Heeresleitung. Das ist ^ß Presche, die Infanterie vollendet den Durch- die Kampfart, die von Führung und Truppe das bru$ endlosen grauen Marschkolonnen der Höchste an Beweglichkeit des Geistes und des &orc Infanterie sind es auch, die mit den schnellen Trup- pers verlangt uno dabei Verluste, wie sie die 9^v- ajg B^hut die weitgesteckten operativen Hiele ßen Materialschlachten des Weltkrieges als felbfb bßr Heeresleitung, Ueberflügelung und Umfassung verständlich hinnehmen mußten, vermeidet. verwirklichen. Wir hatten bei unseren Betrachtungen zum Wehr- (5o ^gibt sich ein sorgfältig durchdachtes, fünft« Machtsbericht schon häufig Geleaenhett, aus die Ent-1 g organifiertes Ineinandergreifen und Zusam- fernungen hinzuweisen, die unsere Truppen oft: in menrotrten aller Waffen, von denen jede ihrer wenigen Tagen oder gar Stunden durchmessen Eigenart gemäß dort und dann zum Einsatz gehoben. Nicht immer aber wurde es deutlich, welch m0 und wann sie die höchste Wirkung zu er- ungeheure Marschleistungen sich hinter diesen naa- verspricht. Eine Kampfgemeinschaft, die ein ten Zahlen verbergen, die dabei angegeben wurden. Gedanke, ein einziger Wille immer wieder Denn die Infanterie ist ja auch heute noch, wie in nod) DOrne reißt, macht sich zum Herren des Schlacht- allen voraufgegangenen Jahrhunderten der Kriegs- eß^ßg ^^d in ihr ist die Infanterie mit ihrer mo- gsschichte, der Kern des Heeres, und es bedeutet ^rnen und ungeheuer vielseitigen Bewaffnung in keine Schmäleruna des Ruhmes der anderen Was- »7 rlQn ßtne Einheit von erheblicher Kampfkraft, fen, wenn man feststellt, daß im Stellungs- wie stählerne Rückgrat im Marsch, wie im Gefecht, im Bewegungskrieg, l.ni Angriff, wie in der Der- So trägt sie durch unendliche Strapazen und teidigung die Infanterie im Mittelpunkt der Kamps- Mühßn, durch opfervolles Ringen und verbisienes Handlung steht. Daran hat weder die Motorisierung Festhalten mutig und zäh den Sieg vor sich her noch die Mechanisierung der modernen H^ere etwas un^ mjr sollen ihr das nie vergessen, mag auch zu ändern vermocht. Und die deutsche Wehrmacht anbßre Waffen ein strahlenderer Nimbus umwirb heute dem Führer dafür dankbar sein, daß Dr. Fr. W. Lange, er, der im Weltkriege selbst als Infanterist die I y ethische, wehrpolitische und strategische Bedeutung dieser Waffe kennengelernt hat, unbeirrt von dem Meinungskampf, der in Militärkreisen des Auslandes über die Frage der radikalen Motorisierung I und Mechanisierung sich austobte, an der Infanterie I als dem Kern der deutschen Wehrmacht festgehalten und ihrer Gefechtsschuluna und Ausstattuna mtt modernen Waffen die größte Aufmerksamkeit geschenkt hat. Daß dabei weder Motorisierung noch Mechanisierung zu kurz gekommen sind, vielmehr alle Errungenschaften der modernen Waffentechnik für die deutsche Wehrmacht nutzbar gemacht wurden, verstand sich bei einem für den umwälzenden Einbruch des Motors in die Technik und seinen Einfluß auf die Entwicklung aller Zweige des menschlichen Lebens so aufgeschlossenen Menschen,! wie den Führer von selbst. Das beweist zudem täglich die unerhörte Durchschlagskraft unserer Panzer» verbände, wie die beispiellosen Leistungen unserer Lustwaffe. Aber beide bereiten im Verein mit Artillerie und Pionieren der Masse der Infanterie nur den Weg. Selbst schwerstes Vernichtungsfeuer, selbst schneidigster Einsatz von Panzerverbänden und Luftwaffe vermögen die Abwehrwaffen feindlicher Stellungen nicht so restlos niederzukämpfen, daß nicht die Infanterie die Stellung im Sturm nehmen und gegen feindliche Gegenstöße festhalten müßte. Und nicht anders ist es im weitausholenden Bewegungskrieg, wie wir ihn jetzt wieder mit staunender Bewunderung für den unvergleichlichen Angriffsgeist unserer Truppen auf dem westlichen aussetzung, Die den meisten Feldherren leider abge« gangen ist. Und dann als Krönung: Sein Feldherr n- genie. Auch hier ist der Führer ein Revolulio- när. Auch hier durchbrach er strategische Prinzipien und Grundsätze, die bisher als sakrosankt gegolten haben. Die Kühnheit seiner Entwürfeund seiner Planei st einmalig. Der Führer ist ein TNann der Praxis und ein Gegner aller Phrasen einer frontfremden Studierstubenstrategie. Wie viel ist über Umfassungstheorie, Vernichtungsschlachten usw. geredet und geschrieben worden. Hier hat ein Wann solche Schlachten im p olenf etb- z u g geschlagen, die wohl die größtenVer- nichtungsschla ch t en der ganzen Kriegsgeschichte sind, und in diesem Augenblick führt der gleiche Wann Schläge, deren Wirkung dem Gegner sehr bald klar werden wird. Es mar nicht immer leicht für den Führer, seine Gedanken und seine Pläne sofort verständlich zu machen, gerade deshalb, weil sie so oft im Gegensatz zu dem bisher Gelehrten und Gelernten gestanden haben. Um so freudiger wurden sie dann durchge- führt. Der Führer — das mag die große Beruhigung des deuftchen Volkes sein — gibt seiner Wehrmacht in täglich klaren Befehlen Weisung über Vormarsch, Angriff und Verteidiaung. Blitzschnell ändert er, wo notwendig, Marschdisposittonen der Armeen und Divisionen und vereinigt sie dort wo er den wuchtigen Schlag zu führen gedenkt. Hierzu ist kein langer Kriegsrat notwendig, sondern blitzschnell entspringen die Entschlüsse dem Hirn des Führers und werden ebenso schnell in die Tat umgesetzt. Begeistert führt die Truvpe seine Befehle aus, weil sie weiß, daß diese die Voraussetzung für den Erfolg sind. Es ist für jeden Oberbefehlshaber eine helle Freude, von dem Führer die Weisungen und Richtlinien zu empfangen, denn sie sind ebenso kühn wie sie auf der anderen Seite logisch durchdacht sind. Aber — und das ist das Interessante — der Führer denkt nicht nur in großen Plänen, in Armeen und Heeresgruppen, sondern auch an die kleinsten Dinge. So hat er sich alle Unternehmungen, die beim Angriff von Wichtigkeit waren, wie Wegnahme von Gruppen, von Befestigungen usw. im einzelnen vorlragen lassen, ja, in den meisten Fällen hat er sie selbst erdacht. Nur in dieser Summe von unerhörter Arbeit, von immer erneutem Ringen, Grübeln und Denken entstand dieser geniale Feldzugsplan, der in wenigen Tagen unsere Armeen bis nahe an die Kü st e gebracht hat, und der überall, wo unsere Wehrmacht zuschlägt, die feindlichen Stellungen niederkämpft. Aus seiner Erfahrung als einfacher kämpfender Soldat im Weltkriege heraus hat er alle seine De« fehle so gegeben, daß diese Erfolge mit geringsten Verlusten errungen werden konnten. Das, was das deutsche Volk immer geahnt und gehofft hat, daß in ; feiner schwersten Stunde der Führer mit seinem ; Genie auch die militärischen Operationen lenken und ■ leiten würde, ist zur wundervollen Gewißheit ge« i worden. Daher sehen wir in vollem Vertrauen auf = den Endsieg. ! Der deuftche Sieg ist gewährleistet durch die her« . vorragende Ausbildung aller Truppen, durch ihren > herrlichen Mut und die Einsatzfreudigkeit von Män- 1 nern und Führern aller Grade und Durch das Feld« - Iierrngenie Adolf Hitlers! ten Ist Ihn! nirc Mi »Ml I tem Iba!! 3 • oi’S 1 ben ' fi’ii I ' Hub ■ mei Feuer nahm, lag, mie meist, auf dem aanjerfpäf). L«„™ns [»'« H ta ? ■ F ^umpf Mcht-n sich di- Abschüsse der Pan- n"bnglisthen"und° frmizöfilchen" der amt^ F> zergeschutz« mit dem Geknatterder MasMn-n- ^Ln Ländern von der Presse unterstützt wird. Aber |ic gea>ei)te und Karadmer. Unaushorsich feuernd zog Deutschland wird sich keinesfalls mit der Bekundung Ii iM* ""fk^danzerspahwag«n jururf. ®tnct van |elner grenzenlosen Verachtung für solche ordinären ab chnen wurde durch ein Geschah durchschlagen, doch »l °~ ’ „ .„ / darauf dinaewielen lt- iTu9ä s LÄ w «ebotenen Rücksichtslasigkeit und^ Härte iurch- N satz zu bei Ser jüngste Kommandant versenkt einen Kreuzer überprüft, bie MG s neu durchgeladen. Mr waren CHLORODONT lpfeck ine 9i TlngftB oas bc haß h, feinen ihn uri fielt S' tuen« Der richtige Zahnpflege treibe» will, erhält kostenlos eine lehrreiche Aufklärungsschrift von dek Shlorodont,Fabrik Dresden N 6. Mr bereiteten schon alles auf den Angriff vor; be Bombenabwurfgeräte wurden eingeschaltet, alle rchalter und Hebel Wurden schnell noch einmal tu iem iflt. rifierte Spähtrupp, zumal in der Nacht, besonderen Mut und besondere Geschicklicheit. Immer wieder stoßen die Spähtrupps mit feindlichen Ab- teilungen zusammen, verstreuen sie oder halten sie in Schach, lösen sich von ihnen, um auf anderen Wegen schneller vorwärts zu kommen. Ein Beispiel ür viele: Ungehindert war ein Spähtrupp in eine jröfjere Ortschaft eingefahren, als plötzlich ra- en d e s F e u e r die vorfahrenden Spähwagen und yie nachfolgenden Kradschützen empfing. Zu angespannt war unsere Aufmerksamkeit, zu schlecht war zum Glück das feindliche Feuer gezielt, als daß es uns, die mir im Bruchteil von Sekunden die Kraft- rüder und Geländewagen zum Stehen brachten und im Straßengraben oder in Hausfluren in Deckung Verluste beibringen konnte. Bald flogen wir in großer H ö h e. Die Atem- £ rate wurden aufgesetzt, und schon näherten wir ag -inen * lein 1(h lenk) anbö IM rmafr I übe ilfint 'n k rt, u hiikp i blii n bti lt Uff. le aus ür hx er ein 'n Ur! >en|i 'M ■btt n, io ) an i alle w ' vao ragen rfi ' 000 ngeo, ge- nigeo bis insm ongeo Mit dem Panzerspähwagen auf dem Vormarsch durch Holland die hli ;ch ihiü )N Mär S o. o. Io. ih et tu tt m iiel iteti Hal Ib. sich der geborene Kanadier William Maxwell Aitken. Er machte drüben durch unsaubere Transaktionen mit Zementmühlen ein ungeheures Vermögen, dessen höchst fragwürdiger Entstehung die kanadische Presse auf die Spur kam. Der damalige Mr. Aitken mußte fluchtartig das Land verlassen, tauchte in London auf, stürzte sich in die Geschäfte, erhielt nach seiner Wahl ins Parlament (1) schnell den Baronstitel (!) und im Jahre 1916 den Titel „Lord Beaoerbrook". Im Februar 1918 wurde er sogar Minister für Information und Kriegspropaganda. Dieser dunkle britisch-kanadische Ehrenmann, Oer vom Börsenjobber und entlarvten Grohschieber zum englischen Lord, jetzt aum zweitenmal zum Mi- nister aufstieg, soll ungeachtet seiner absoluten sachlichen Unkenntnis den Flugzeugbau in England intensivieren, wenigstens soll sich der Mann auf der Straße das einbilden. 12 Uhr mittags auf dem Marktplatz aufzustellen; sie erschienen, wurden hin und wieder nach Waffen durchsucht und standen meist einige Stunden da, bis der französische Ortskommandant im Wagen Ausklärungsabteiluna hatte das unaufhaltsame Vorrücken der Panzerdivision ermöglicht. Fast 40 Stunden ist sie ununterbrochen ohne Nachtruhe auf dem Vormarsch. Fest nimmt die Division das Land in Besitz, durch das ihr die Aufklärungsabteilung den Weg gewiesen hat. Nicht früher wird die Division ihr Ruhequartier beziehen, als bis ihr Vormarschgebiet fest in deutscher Hand ist. Franz Pesendorfer. rer ö< b veE eiben. !"S Fackelumzüge. Hatte ein Deutscher irgend etwas verbrochen ober sich scheinbar widersetzt oder geroeiaert, so wurde Der Gemeinde eine ansehnliche Geldbuße auferlegt, zahlbar in 24 Stunden nach Festsetzung! Nicht selten wurden Uebungsplätze in der Nähe der Kirchen ober Krankenhäuser gelegt, unb die „Schwarzen" übten ihre Urwaldmusik in aller Herrgottsfrühe be- sonbers gern vor Altersheimen, Krankenhäusern ober öffentlichen Gebäuben, natürlich auf Anorb- nung ber französischen Kommanbantur. Wenn sich jemand über anmaßendes Verhaften der Bejatzungs- Im raschen Vorbringen erreichten die aus Pan- -rspähwaaen gebildeten Spitzen der Pan- rrdiVisionen, auftauchenbe feindliche Trup- n zersprengend, einen wichtigen Kanal im füb- ijen Teil bes mittleren Hollands. Selbstverständlich iben die Niederländer in Fortsetzung ihres finn- len Widerstandes auch die Brücke über diesen mal gesprengt. Sofort setzte einKradschützen- j g im Feuerschutz ber Panzerspähwagen über, [bete am gegenseitigen Ufer einen kleinen Brük- mtopf, währenddessen die Pioniere einen noch rankerten Schlepper zwischen die stehengebliebenen feiler der zerstörten Brücke lotsten. In ber Nähe ilfgefimdene Schienen und Bretter aus bem Ma- icial einer niieberläMschen Pionierkolonne bildeten >rlb bie Notbrücke. Inzwischen war die gesamte Aufklärungsabteilung »gelangt. Sie hatte mit ihrer Tagesleistung zufrie- d n fein können: an einem Tag war fast die Hälfte Hollands durchmessen und durch b:n Brückenschlag ber Vormarsch für den nächsten 2ng gesichert. Der Befehl, aber auch währenb r-r Nacht den Vormarsch fortzusetzen, spannte die Kräfte ber Aufklärung erneut zu Höchstleistungen Ici. Was bei Hebungen in Friedenszeiten meist als richt zweckentsprechend abgelehnt wird, muß nun derchgeführt werben: Die Aufklärung des Panzer- siähwagens in der Nacht. Stoßtrupps, bestehend aus Spähwagen und Kradschützen, erhielten ihren Marschbefehl und roll- tm über die Brücken ins nächtliche Feindesland. 5’t ein Spähtrupp an und für sich schon eine ber stzwierigsten Aufgaben, so fordert ber moto- „Lord Beaverbrook." Churchill hat den bekannten englischen Zeitungsmagnaten Lorb Beaoerbrook, ber die öffentliche Meinung Englanbs burch bie 3 Millionen Exemplare bes „Daily Expreß", bes Sunbay Expreß" und des „Evening Standard" täglich bearbeiten läßt, mit dem Ministerium für Flugzeugbeschaffung betraut, das überhaupt erst neu eingerichtet werden mußte. Unter dem hochtrabenden Titel eines Lord Beaverbrook verbirgt bere aber die Rüstungswerke, eine schwere Einbuße erlitten, wie sie in diesem Umfange überhaupt noch nicht bageroefen ift Die Plutokratie hat Frankreich leichtfertig in den Krieg gestürzt, aber sie ist auch nicht bereit, die nachteiligen Folgen auf sich zu nehmen. An ber Pariser Börse ergibt sich ,ag für Tag dieses Bild: Für bie Rüstungswerte, aber auch für bie Schiffahrtswerte findet sich bei starkem Angebot kein Käufer, sv daß nicht einmal eine Kursnotiz Zustandekommen kann. Auf diese Flucht ift wohl vom Einfluß, daß die Hauptproduktionsgebiete ber französischen Industrie nicht allzu weit von der französisch-belgischen Grenze entfernt liegen. Um Lille ist die Textilindustrie gelagert, um Lens bas gesamte ftanzösische Kohlengebiet, um Diebenhofen, nörblich von Metz, der weitaus größte Teil der Eisen- unb Stahlindustrie. Kein Wunder, daß bie Plutokratie die Aktien der Schwerindustrie ins Bodenlose fallen läßt. lidM uis bei blauem Himmel unb strahlendem WJLr Sonnenschein unserem Ziel. Kurz barauf riß bie schievl ' * Wolkendecke etwas auf, und man konnte wieder die t Srborientierung nach den tief ins Land hinein- rl nüchenden Fjorden aufnehmen. Tief verschneit lag i ift Dtormegen mit seinen hohen Gletschern unter uns. hrE $ Lange Zeit waren wir schon unterwegs, in einer litt Jr g, halben Stunde etwa muhte unser Flugziel erreicht 6 siim. letzt- Auch der Feind scheint einiges ^tomr« v^'Ms bekannt wir^d^ß ^ haben, denn außer I föe Fallschirmjäger, die vielleicht in Gefangenschaft 5>aC^ ?r?t, bjr1^! es mir ohne I geraten könnten, anders behandelt worden Verluste auf einem anderen Weg den Weitermarsch mären a(s äußerster Tapferkeit kämpfende und antreten tonnen. daher zu respektierende Soldaten. Das unvermutet schnelle Vorstößen ließ uns z 0 manche Gefangene machen. Besonders glücklich war ein Panzerspähwagen, der einen holländi- flUII ♦ scheu Divisionsstab samt dem Kommandeur Die deutsche Schutzaktion zu Gunsten Däne- gefangennahm. Der niederländische Oberst war nicht marks unb Norwegens hat Englanb von wenig erschrocken, als er an der Spiße seiner Wa° bem skandinavischen Holz unb Papier, vom balti- genkolonne einen deutschen Panzerspähwagen auf- sche» Flachs unb ben dänischen Lebensmitteln abtauchen sah, dessen drohend auf ihn gerichteten geschnitten. Die deutsche Aktion vom 10. Mai fügt Rohre von vornherein jeden Widerstand unmöglich dazu bie Abschneidung von Speck, Kondensmilch, machten. Der Oberft, der übrigens die Maas-Be- Butter, Eiern, Frühkartoffeln unb -gemüfe sowie feftigungen befehligte, konnte, in seinem militärischen Zwiebeln aus ben Nieberlanben unb von Stolz zutiefst getroffen, nur stammeln: „Daß fü ben ganz anbers gearteten Erzeugnissen Bel- schon hier sind, hatte ich nie ahnen können. Ihr giens unb Luxemburgs. Die Englänber schnelles Vordringen ist unglaublich." — DasI haben bereits bie Butter- unb Speckzuteilung, bie kühne Vorgehen Des Spähtrupps unb ber gesamten schon bisher knapp bie beutschen Mengen erreich- Ausklärungsabteilung hatte das unaufhaltsame Vor- ten, auf einen Bruchteil herabsetzen unb zugleich ..... I"i2ir2— - jn,bie Preise erhöhen müssen, weil ber Hanbel in Englanb politisch ungemein einflußreich ist unb bei seiner Einstellung gar nicht baran benkt, sich mit einer Gewinnschmälerung burch verringerten Um- legnügen. Hohe Preisspannen erscheinen Menschenrecht, bas auch in Kriegszeiten P. K. Fast 24 Stunden haben bie niederländischen Juppen an ber Maas-Linie und dem einige lometer westwärts gelegenen Befestigungssystem btr sog. Peel - Linie hartnäckigen Widerstand gtleiftet Sie konnten dies dank der starken Bunker unb Qjrbbefeftigungen, die von ben Holländern vor allem in den letzten Monaten der Frontstellung ge- an das Deutsche Reich in fieberhafter Eile ver- ffcrtt und in großer Tiefe ausgebaut worden waren. Denn Militärs urteilen, daß diese Linien in «rr, ein erst 26jähriger Straßburger, ist feit weni- gm Tagen Kompaniechef seiner Pioniere. Ein festes erergisches Gesicht leucytet voller Stolz auf, als er feinem General feinen Erfolg melden kann, den Einmarsch in den Ehiers-Bogen ermöglicht unb die Festung Montmeby ihres Flankenschutzes beraubt. Heinz Dieter Pilgram. Rückwirkungen auf das Mittelmeergebiet. Sofia, 26. Mai. (Europapreß.) Die Entscheidungsschlacht im Westen und ihr Einfluß auf bie Zöge im Mittelmeer findet in bulgarischen Kreisen große Beachtung. Man mißt befonbere Bebeutung ie, konnte man nun auch die beiden anderen Be- sctzungen in ihren Maschinen erkennen. Mt Rich- hug Nord ging es hinaus auf bie Nordsee. Gleich nach dem Verlassen der Küste waren trir in einem dicken Schneeschauer, so man bie Kettenflugzeuge nur noch als Schattin erkennen konnte. Die Nuginsttumente zeigten einroairbfrei an, und auf einen längeren Blindflug tioren wir vorbereitet. In kurzen Abständen wurden lausend Kursver- bisserunaen vorgenommen. Es zeigte sich bald, daß d« Winostärke erheblich zunahm, je weiter wir nach Dlorden kamen. Der Heckschütze hatte wiederholt die Brennstoft- ujren überprüft und war ber Ansicht, daß die Mohren bei jedem neuen Einsatz weniger Benzin verrauchten. Trotz des saumäßigen Wetters war bie „Stimmung der Truppe: Gut!" Mengen von 2,5 Millionen Tonnen R o h st a h l und 1,56 Millionen Tonnen Roheisen. Die bei- ische Stahlproduktion beträgt etwa 4,5 Millionen Tonnen. Englanb unb Frankreich aber finb längst von ihrer Vorrangstellung als Stahl-Großmächte in bas Hintertreffen zurückgesunken unb auf bei- gisch-luxemburgischen Stahl angewiesen. Dazu kamen bie manniafachen Erzeugnisse ber belgischen Fertigwaren-Jnbustrie, zu benen vor allem auch Waffen aller Art gehörten. Die große Waffen- chmiebe Belgiens um Lüttich ift für England unb Frankreich verloren. Das gewaltige Revier ber belgischen Fertigwareninbustrie zwischen Char- leroi unb Mons liegt unmittelbar am Ranbe ber Kriegszone unb ist in allen seinen Verkehrsverhältnissen entscheibenb gestört. Rechnet man bazu den Ausfall des schwedischen Erzes unb bie Behinberung bes englischen Kohlenbergbaues durch Mangel an Grubenholz, so läßt sich erst die jetzt einsetzenbe Wirkung ber beutschen Gegenblockabe ermessen unb bie Ironie bes Schickais verstehen, bas an Englanb selbst bas gegen Deutschlanb geschleuberte Agitationswort rächt: .Kanonen statt Butter!" pariser Börsenkrach. Die ftanzösische Plutokratte hat die Ereianisse vom und nach dem 10. Mai zunächst einmal mit einem gewaltigen Börsenkrach quittiert. An der Pariser Börse haben so ziemlich alle Werte, insbeson- vorbeigerast war. Wer zur verbotenen Zeit auf der Straße ange* troffen würbe, ganz gleich, ob man mit einem verspäteten Zug angekommen ober von französischen Patrouillen über Gebühr irgendwo aufgehalten worden war, mußte am anderen Tage zum „Autowäschen" antreten; bei diesen unb ähnlichen, zum Teil noch niedrigeren Arbeiten sah man Jugendliche unb gebückte Greise, kräftige Männer und alte Mütterchen. Täglich jagten Reiterhorben durch bie leeren Straßen, man sah schäumenbe Pferdemäuler, blitzende Säbel unb viel Weißes in ben Augen der „Schwarzen". Tanks unb Flugzeuge operierten auf ben Plätzen und lärmten manchmal die Nächte durch, von ben Uebungs- und Schießplätzen her Donnerten Abschüsse unb Einschläge. Bei Paraben schmetterten bie Clairons (Trompeten), blutrünstig aufwühlend, dazwischen grollten die dumpfen Todestrommeln ber französischen Kolonialtruppen, hin unb her sprengten die Offiziere ber Chausseurs d’Afrique (afrikanische Jäger) im langen weißen Burnus (Mantel) und wildem Turban auf ihren kleinen, behenden Araberhengsten; bei irgendwelchen Feiern gab es nachts noch atemlos rennende deutscher Hand uneinnehmbar gewesen mären, bann ist über ihre Stärke genügend viel gefegt. Nach kaum einem vollen Toa aber hat unsere Infanterie nach starker Artillevie-Borbereitung mit Unterstützung der Luftwaffe die Linien i e h m e n können. Noch in den Endphasen dieses ihm als Menschenrecht, bas auch in Kriegszeiten unter allen Umftänben burchgehalten werben muß. Schon reben bie Englänber ihren Arbeitern unb Angestellten zu, trotz ber feit Kriegsbeginn unausgesetzt fortschreitenben Teuerung aus Forberungen nach höheren Löhnen zu verzichten. Minbestens ebenso wichtig wie bie hollänbischen Lebensrnittel war für Englanb bie bisherige Einfuhr aus Belgien unb Luxemburg. Das gerüstet! j Wort Luxemburg beutet schon bie Art bieser Ein- Jn einem Wolkenloch lag der Fjorb unter uns. fuhr an. Luxemburg hat sehr viel Eisenerz, Im gleichen Augenblick rief der Heckschütze auch es produziert bie für das kleine Land erstaunlichen schon: „Unter uns ein großes Kriegsschiff. „Und daneben ein ganz großer Transporter." ----------------------------------------- Ich hatte im ersten Augenblick angenommen, daß *.S,'£ ZSST-.ÄÄ aber die Zer- auf den letzten Platz besetzt. Die große Anzahl Be- Qö. ii(tt N •lei. i Sonnenaufgang: 5.20 Uhr; Sonnenuntergang h 24 Uhr. — Monduntergang: 6.08 Uhr; Mond Aufgang: 22.22 Uhr. * Schutzmaßnahmen bei Lustangriffen. Aus der Stadt Gießen. Gemeinschaft der Herzen. Sie neue Siedlung am Rande der Stadt hat noch keinen Gemüseladen; doch an bestimmten Tagen der QQ0die kommt ein Händler mit seinem Wagen. Kaum ist er da, wird er von Kauflustigen umringt. Es rmb so viele, daß sich die Wartenden in einer Reihe 0timen müssen. Die Körbe auf dem Wagen bergen fim frische Frühlingsgaben des Gartens. Nach dem ^gen, harten Winter find diese Schätze begehrter nehmunq, die man von einem erhöhten Standort aus machen kann. 2Vir konnten in der verflossenen Nacht von einem der höchsten Punkte aus das ganze Stadtbild Überblicken und dabei die erfreuliche Feststellung machen, daß die Durchführung der Derdunkelungsmaßnahmen keinen Grund zu Bean- Gießen im Dunkeln. Nächtliche Kontrollgänge der Polizei und des Reichslustschuhbundes. Einige Kilometer südostwärts Gießens liegt — mitten im Walde — die Domäne Schiffenberg, deren Geschichte bis 1129 zurückverfolgt werden kann und die als schönster Ausflugsort Gießens gilt. Es ist wirklich ein schönes Fleckchen Erde, gleich ob man nun den von den Baulichkeiten gekrönten Schiffenberg aus den Wäldern aufragen sieht, oder ob man vom Berge aus feinen Blick in die Runde schweifen läßt bis zu den aus der Ferne grüßenden Höhen des Westerwaldes, des Taunus und des Spessart. Wer nur zum Schiffenberg geht, um einen schönen Spaziergang zu machen, oder um den Blick zu genießen, der sich von dort oben bietet, roiro sich vielleicht ein klein wenig darüber ärgern, daß man noch feinen bequemen Aufstieg zum Turm ge= cha fen hat, von dem aus man einen noch weiteren, umfassenderen Ausblick hätte. Die eiserne Feuerleiter, über die man jetzt auf den Turm gelangt, ist weder bequem noch schön, und außerdem is^ihr So aber fand er seine Fortsetzung: die Wohnfftube lag in Wärme und freundlichem Licht, von ider Decke tarn es und ward widerstrahlt von der Weißen Wand, dem Hellen, goldfarbenen Hvlze und Den Fensterbehängen, zart in B au und Rot ge- -mustert. Der Wandkasten, der Tisch, das Nahgerat der Frau, sie standen am alten Platz, und dem heimkehrenden Mann schien es in Wahrheit, durch die toten Dinge wurde ihm der zweite Willkomm So nahm er die Frau an der Hand und schritt durch die anderen Räume, nichts zu versäumen. Es sah in dem dunklen Zimmer, m dem einst die wenigen, lieben Gäste gesessen waren nach den Büchern und Gläsern, er horte die Uhr schlagem den wohlvertrauten, gedoppelten Schlag. Da überkam es ihn heiß, er mußte an die Bilder der Zerstörung denken, die er in dem feindlichen Lande gesehen, und ein Seufzer, jedoch em Seufz Erleichterung, der tiefen Dankbarkeit, rang fa) au5 seinem Munde. Es war gut, daß das folgende Zimmer im Dunkel lag, nichts ZU sehen war von fei- Der PeichLNÜmster D.er Luftfahrt und OberbeMs- lober der Luftwaffe gibt folgendes bekannt: Bei Luftangriffen muß mit der Zerstörung von Fenster- cheiben und den dadurch für Wohn- und Arbeu-- äume entstehenden nachteiligen Folgen gerechnet »erden. Einen unbedingt sicheren Schutz gibt es wogegen nicht. Man kann aber manches tun, um «itsprechenden Schaden zu verringern: (Sofern es die örtlichen Verhältnisse und die Sicherung gestatten, sollen möglichst viele Fenster gänzlich offen bleiben, bei W Ipelfe.iftern wenigstens die inneren Fenster Außer- lem sind Roll- und Klappläden und Jalousien nach Möglichkeit dauernd geschlossen zu halten. Beide Maßnahmen zusammen bieten den besten Schutz. Wo der Weg zum Luftschutzraum so kurz ist, daß t-ei Fliegeralarm noch genügend Zeit zum Dessnen er Fenster und Schließen der Läden vorhanden ist, tann dies bei Fliegeralarm noch geschehen. Es muh itur schnell gehen. Bei Dunkelheit ist hierbei darauf u achten, daß kein Licht nach außen : ringt. Das Bekleben der Fensterscheiben mit bapierstreifen und ähnlichem schützt die Scheiben mcht vor dem Zerspringen. .___ Die genannten Schutzmaßnahmen sind in einem Merkblatt zusammengefaßt, das in diesen Tagen ^Urd) die Amtsträger des Reichsluftschutzbundes an alle Haushaltungen verteilt wird. Die beiden wurden stiller und gingen weiter, der Bach lief entlang dem Wege. Es war ein wunderbares Spiel, die Kiesel aufzuheben und sie einzeln ins Wasser zu werfen, es gluckste und spritzte auf, die Tropfen glänzten wie Silber Eine Viertelstunde verharrte das Kind, und als der Vater weitergehen wollte, bat es so innig. Zu bleiben daß weitere geraume Zeit verging. Die Glocke Hub zu läuten an, und es war eine gute Strecke nach Hause. Da nahm der Vater das Kind auf den Arm und schritt schnell aus. Es spielte noch mit seinen Händchen, und wollte dies und jenes wissen aber allmühlig wurde es ruhiger und ruhig. Die Lider senkten sich über die Augen und das Kopflem sank auf die Schulter, die Spannkraft der Glieder loste sich, und der zarte Körper ward weich und hilflos. Dem Manne aber dünkte, er habe noch nie tn seinem Leben eine süßere Last getragen. Antlitz des Mannes. Er durfte stehen und horchen, und vor den leisen Atemzügen des Kindes kam auch er wieder zur Ruhe. So konnte er den Rückweg in die heitere Stube antreten ohne Zeugen feiner Bewegung, und durch nichts ward die Helligkeit des Abends getrübt. * Und es tarn der Morgen! Der Mann hatte tief in ihn hineingeschlafen, nach den unruhigen Nächten, zwischen den feinen, weißen Tüchern. Die tfran hatte das Frühstück gekocht, und das Kind fertig gekleidet, es schlang seine Aermchen um den Hals des Vaters und nannte vielmals seinen Namen. Die Sonne lachte und das Herbstlaub glühte, da nahm der Vater das Kind an der Hand und machte einen langen Weg mit ihm. Ganz fern war sein Denken dem vergangenen Erleben, denn viele, viele Fragen waren zu beantworten nach Name und Zweck der alltäglichen Dinge. Das Kind wollte wachsen und wachsen, die Welt hatte ihm sich nicht geändert. Es geschah nicht nur einmal, daß der Mund des Mannes verstummte, vor der heiligen Einfalt, aber fand er kein Wort mehr, so lach e er und zog das Kind an sich, wirbelte es im Kreise oder warf es in die Höhe, daß die jungen Glieder strampelten vor Lust und die Augen im Feuer des Uebermuts brannten. _ .Innen-Dekoration", Zeitschrift füL behagliches Wohnen. Maiheft 1940 RM 2 50. 23er. lagsanstalt Alexander Koch G. m. b. H., Stuttgart —z Die neuerbaute „Akademie der Luftwaffe" in Flo4 renz, eine Schöpfung des Florentiner Architekten Professor Dr. Raffaello Fagnoni, bringt einige Haupttendenzen der heutigen italienischen Baukunst zur Darstellung. Ein Jägerndorfer Wohnungsumbau von Prof. Fritz August Breuhaus zeigt außerordent« liches Geschick in der Erarbeitung reprafentatmetf Raumbilder trotz an sich ungünstiger architektonischer Voraussetzungen. In Norderney erhielt der umgebaute Ostflügel des Kurhauses eine neue Jnnenein« richtung. Die deutschen Werkstätten Hellerau und der Leipziger Architekt Ernst Max Jahn haben die Ausgabe in feiner Einstimmung auf den klassizistischen Charakter der Anlage gelöst. — Der Förderung des guten deutschen Hausrats in einheimischen Holzern und zu niedrigen Preisen dienen die Leistungen des W K.-Verbandes und des Reichsheimstattenamtes der DAF., aus dessen Grazer Ausstellung die „3nt nen-Dekoration" mehrere Abbildungen bringt. Aepfel, aus dem vergilbten der Birnen leuchteten die Früchte. Sie waren einzeln schon gefallen die vorhergegangene und die letzte Nacht, sie waren reif, ja überreif, aber die Frau hatte sich nicht behelfen können mit den schweren Leitern. Der Mann trug sie heran und lehnte sie zwischen Die Aeste, an die Mauer, es tat ihm das Herz weh, brach' er ein Zweiglein. Er stieg die Sprossen hman und nahm die Früchte, sie waren gut geraten dieses Jahr: dunkler Purpur die Aepfel ober roteber gelb unb rot gesprenkelt im heiteren Wechsel, bunfles Grün ber Birnen, bie spätreifen. Sie mögen Stuck für Stück in ber Hanb, unb ber Mann liebkoste sie mit Fingern unb Augen. Er trug Korb uni Korb in bas Stockwerk, wo bie Kammer lag, unb breitete sie auf ben Hoben. Nun erst war ber volle Segen sichtbar! Da freute sich ber Mann aus vollem Herzen unb freute sich umso mehr, weil nach bem Willen ber Feinbe bie Not kommen sollte über Die Daheimgebliebenen, je eher, je besser, ie großer, je besser: hier aber war ein Türlein zugeschlosien, durch welches sie hätte sich ins Haus schleichen können. Unb ber Blick bes Mannes ging in bie Weite, es sah bie taufenb Türchen unb Türen, Die dem einen glichen, aber er wußte sie verschlossen wie bieses unb wußte, baß seine Arbeit nur em Gleichnis war, Gleichnis einer unenblich größeren, einer wahrhaft heiligen Arbeit. „Liebesschule." Ueber den neuen Film im Gloria-Palast ist nicht viel zu sagen. Der Titel läßt schon vermuten, daß man nicht sonderlich stark in Anspruch genommen wird. Für einen guten Film reicht es nun einmal nicht aus, lediglich zwei Männer um ein Mädchen ich bemühen zu lassen und es hilft dem Film auch nicht, wenn dann in einem Augenblick der tljematts chen Schwäche der Schauplatz der ganzen Handlung in die Berge verlegt und die Akteure in Wmter- portkleidung gesteckt werden. Zwqr ist der Film mit einiger Laune gemacht, aber sie grenzt manchmal fast an Frivolität. Wem das Lachen locker in ber Kehle sitzt, wirb einige Möglichkeit haben, sich luftig zu machen. In ber weiblichen Hauptrolle hat Luise Ullrich bie Aufgabe, der Figur der kleinen Sekretärin einiges Leben einzuhauchen. Es gelingt ihr nicht völlig unb sie bleibt am stärksten m Den Augenblicken, in Denen sie ihre spitzen Lebensarten an bie beiben Männer bringt. Den verliebten Schriftsteller Heinz stellt Viktor Staal bar uni) den ebenfalls in bie Sekretärin verschossenen Tenor Enrico verkörpert Johannnes H e e st e r s. Für Jbee, Drehbuch unb Spielleitung zeichnete K. G, K ü l b verantwortlich. H. L. Neuner. Zeitschriften. Als bie Dunkelheit einfiel an biesem Abenb, ratterten von neuem bie Räber. Die Frau hatte uns zur Bahn begleitet, seltsam, wieviel ju jagen gewesen wäre unb wie wenig es in Wirklichkeit getan warb Wir nahmen uns an beiben Hänben, wie Kinber, wie Liebenbe ber ersten Maienzelt, Dies sagte alles. Dann lehnten wir allein in Der Ecke Des Abteils unD hielten Die Augen geschlossen. Nein, wir fangen nicht, schlugen keinen Lärm mit Worten, sahen nur still in uns hinein. Doch siehe, im Gebenken wuchs aus Der Wehmut Des AbschieDs Das anDere Gefühl: unberührt war Die Heimat unD prangte in makelloser, nicht verletzter Schönheit; wir hatten sie roieDer gesehen unD trugen ihr BilD in uns, farbiger unb tiefer benn je. Sollten wir nicht bereit sein, ihr immerhin zu gewahren, wessen sie beburfte? Wir schälten uns aus bem Mantel unb traten an bas Fenster, bas Herzblut trieb uns, unb in bie neue Fahrt begleitete uns in inniger Verkettung ... Das Glü^des^ Urlaubs. d Außerbem steht ba noch ein prallgefüllter Sack, । dgraus jeber eine schöne große Drange haben kann. , ^ehr hat ber Mann an biesem Tag nicht bekommen, , i'itb er will bas Wenig^yerecht verteilen. Aber auch , dic eine Drange wirbMgern genommen. Nur eine Krau — mit schon grauen Strähnen im Haar, aber iitd) jungem, freundMhem Gesicht — lehnt etwas erlegen ab. WaruM fragt ber Gemüsemann er Grünt, es seien boch beste Blutorangen, sehr groß mb wirklich süß. Ja, erklärt bie Frau, sie habe fünf Hnber, unb ba würbe biefe eine Frucht wohl zum Hmkapfel werben. Deshalb wolle sie lieber gar keine Ahmen. ., Nun, wenn es Das sei, sagt Der Gemüsemann mit einem lächelnDen Seitenblick auf Die WartenDen, b(nn könne sie schon zwei bekommen. Bevor Die ärau etwas erroiDern kann, rufen Drei von Den «Userinnen aus Der Reihe wie auf HerabreDung, nr HänDler möge «uch Die für sie bestimmte Drange Im zugeben, Damit jebes ber Kinber eine bekomme He Mutter will abwehren; boch ber Mann greift stmunzelnb in ben Sack unb gibt ihr noch brei seichte bazu. Die Frau bebankt sich sehr, bezahlt unb Jbt rasch in ben nahen Milchlaben. 1 Etwas später kommt sie wieber heraus. Ein junger Soldat ber vorher unter ben Wartenben stanb, eilt Alf sie zu unb reicht ihr noch eine Drange hin. Die 9rau will ganz entschieben ablehnen, aber er legt ilr bie qolben schimmernbe Frucht einfach in die Ein- kufstasche. Unb noch ehe bie Frau ihre Gelbborse iA Ifncn kann, hat'ber junge Mann sich auf fein Fahris geschwungen. Währenb er wegfährt, ruft er ber krau.zu: „Die ist für -bie Mutter, bie wir beinahe ftrgessen hätten!" - J- * Tageskalender' für Dienstag. Wehrwissenschaftlicher Vortrag ber Lubwigs-Uni- krfität: 20 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut, Lubwigstraße 34, Professor Dr. von Gall über .Behanblung ber Kriegsgefangenen burch Franzosen iib Englänber in ben Jnbianerkämpsen bes 18. Jahr- Lnberts". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Liebeschule". ,. v w . Notizen für den 22. 2Hai. ftanbungen gibt. ...... Diese Tatsache soll natürlich kein Freibrief sein für leichtfertige unb gebankenlose Mitbürger, Die etwa Def Meinung fein könnten, es komme allzu | genau nicht Darauf an. Jedermann muß sich darüber klar sein — unb wir haben diesen Eindruck in Der letzten Nacht an Hand einiger kleiner Lichtquellen außerhalb des Stadtbereichs, wahrscheinlich handelte es sich um Kraftfahrzeuge, erneut bestätigt gesehen — daß auch bic kleinste Lichtquelle nachts weithin sichtbar ist unb für einen feinblichen Flieger geradezu als Richtpunkt zum Anflug unb Damit zum Verberben für die Stadt wirb. Daher bie strenge Anforberung: Kemer- l G i Lichtquelle darf nachts nach außen bin sichtbar werden! Das gilt auch für einige Sünder, die gestern auf bem Runbgang im Stabtinnem erwischt wurden unb benen sicherlich noch ein unangenehmes Nachspiel zuteil werdet Ach damit begann der Urlaub: die geliebte Frau stand am Bahnhof,' von dem aus wir in die Freiheit fuhren, sie weinte leise und legte ihren Arm um uns. Einzuholen war sie gekommen und es war ein unendlich freundlicher Gruß gewesen Die Stunden der Bahnfahrt, ansonsten ms Endlo e gedehnt, durch die wachsende Ungeduld, sie flogen, flogen. Es ratterten die Räder und fang- die Lampe, wir saßen nebeneinander und schwiegen Die Mitreisenden kehrten zurück zu ihrem Gespräch, zum Buch, zur Zeitung, da wagte das Wort sich zwischen uns. Leise, gar bangend schlug es die erste Brücke über die vergangenen Monate, aber Dann, als Die HänDe sich im verborgenen fanDen, wurde es warm und innig. Bon der Heimat sprach es unb ber Frembe in ftänbigem Wechsel, war Frage unb Antwort, Heischen unb Gewahren, bie Umwelt versank bavor, mochte sie von neuem aufmerksam werben unb zusehen, ihre Blicke oder gelegentlich ein Wort auch einwerfen. Unb es geschah. Daß m -zwei Seelen die Ruhe einkehrte und die Heimlichkeit, der lächelnde, selige Friede. Die sorgsamste Verdunkelung der Stadt ist jetzt 1 mehr denn je dringende Notwendigkeit. Wieder- 1 holt ist von den zuständigen Stellen auf die genaueste Befolgung der Verdunkelungsvorschriften > hingewiesen worden. Eindringlich wurde dabei allen Volksgenossen klargemacht, daß j e d e rinder Nacht nach außen Dringende Lichtschein ein Richtpunkt für feindliche Flieger, ist und das größte Verderben für die ganze Stadt herbeiführen kann. Die fortgesetzten Belehrungen und Ermahnungen sind Denn auch erfreulicherweise von gutem Erfolg belohnt worden. Dieses Ergebnis ist zu einem großen Teil der verständnisvollen Einsicht der meisten Volksgenossen zuzuschreiben, im übrigen aber den seit einiger Zeit allabendlich nach Beginn der Dunkelheit bis tief in die Nachtstunden hinein, meist bis weit nach Mitternacht, Durchgeführten Straßenkontrollen Der Polizei unD Der Amtstrager Des Reichs- luftfchutzbunDes zu verDanken. Wenn in Den bisherigen Monaten bei leichteren Verstößen gegen Die VerDunkelungsvorfchriften noch gebührenpflichtige Verwarnungen bzw. Belehrungen erteilt würben, so ergab sich jetzt von selbst für Die verantwortlichen Stellen bes Luftschutzes, nämlich Polizei unb Reichslustschutzbunb, bie Notwenbigkeit, bie Zügel straff anzuziehen. Die strengere HanD- habung ber Verbunkelungsbestimmungen hat Denn auch bei allen einsichtigen Volksgenossen ohne weiteres volle unD Dankbare Zustimmung gefunDen, und sie wirD auch weiterhin bei jeDermann, Der sich Der Wichtigkeit Des sorgsamen VerDunkelns und der damit gegebenen weitgehenden Sicherung der Stadt gegen Fliegersicht bewußt ist, alle Zustimmung finden Immerhin ist es ratsam, gerade in der jetzigen Zeit durch fortlaufende nächtliche Straßenkontrollen die allgemeine Befolgung der Verdunkelungsbestimmun- gen zu überwachen, ober ba, wo es notwenbig ist, in entsprechenber Form sicherzustellen, um eben alle Sünbe auf biesem Gebiet zu verbannen. Auf unsere Bitte an Den örtlichen Luftschutzleiter war uns am gestrigen Montagabend Gelegenheit gegeben, an den Kontrollgängen Der Polizeibeamten und ber Amtsträger bes Reichsluftschutzbunbes teil-- zunehmen, um selbst einen Einblick in bie Durch- : führung ber Derbunkelungsmaßnahmen zu gewinnen Auf diesen Kontrollgängen wird Der Polizei- beamte stets von dem für die jeweiligen Straßen ' zuständigen fcmtsträger des Reichsluftschutzbunbes begleitet, so baß dem Repräsentanten Der Polizeibehörde immer Der örtlich genauestens unterrichtete Betreuer des Luftschutzes für Auskünfte ober bergt : zur Verfügung steht. Das Gesamtergebnis unserer = Beobachtungen können mir dahin zusammenfasfen, daß ber Stand der Verdunkelungun- s e r e r Str aßen gut ist. Nicht nur in den etra= ßenzügen selbst gewinnt man diese Ueberzeugung, jonbern sie wird noch verstärkt durch die Wahr- Schiffenberg Pjg ein Kulturdenkmal in Gefahr? - Und was ist zu tun? Schon wieder zu spät zum Dienst! Eine unangenehme Geschichte^bt> sonders dann, wenn immer „nur das Hühnerauge schuld war. Was macht man da? Elastocom mit den) Filzring drauflegen! Gleich kann man wieder laufen, und in einpaap Tagen ist das Hühnerauge weg» wird. . ..... Wenn da z. B. im Teufelslustgärtchen em völlig unverdunkeltes Fenster im hellsten Licht erstrahlt Wieoeryerileuung uer y>iuu|ieuie, u« und auf wiederholtes Klingeln, Rufen und Kwpftn 9 sorgsame Hand eines Fach-- niemand sichtbar ober hörbar wirb so bars sich e'rforbern biefer W°hnungsinhab-r nicht "Unbern wenn er Um nQ(f) „„ Wieb-rh-rst-llung weiter- Zer- Heute von bem Amtströger bes R^ichsluftlchutz. wirksam verhinbern zu können, wirb es dunbes gestellt unbpslchtgemas^> ber 9®' „otmenbig sein, botz bann ber Echiss-nb-rg unter melbet wirb; -bas birfe Enbe kommt bann nad). b ( bcren bebörblichen Schutz genommen wird. Glücklicherweise ist ein solcher Vorgang, ber von I Anregungen heute roiebergegebeit unerhörter Verantwortungslosigkeit zeugt, ^tzt °ber ^nn^-er Irlich klar, baß man Der Frage nur noch eine unrühmliche Elnzelerscheinung. Eimge morgen noch nicht nähertreten kann, foni leichtere Fehlerquellen ergaben dem baß man erst baL Enbe bes Krieges abmartert Stellen in ber Jmienstabt ^obei bie de ehr^^^^^ u„b auch bann^verden erst Derstänbigungen Aufklärung an. Ort unb Stelle gleich verstanbnis- v' bßn einzelnen Dienststellen notwendig sein, volle Wirkung gehabt hat. Doraussekungen bafür zu schaffen, baß der Wichtig ist «es vor allem auch, d^ur zuSchiffenberg als Kulturdenkmal in würdiger Gestalt daß keinerlei Licht aus einem an sich richtig ver- » H. L dunkelten Raum durch offenstehende Türen hindurch erhalten wirb uno ________ in einen nicht verdunkelten Raum und von dort aus . , ins Freie gelangen kann, ein Fehler, ber gelegentlich jiCIOt^UftpUHC immer noch gemacht wirb, ber aber genau lo die TeilUNQ V0N WohNUNgSN. verberblich werben kann, wie bie unmittelbare Be- lur . leuchtunq eines nicht verbunkelten Raumes. Auch auf NSG. Die bestehende Wohnungsnachfrage der die Verdunkelung der Oberlichtfenster und der unter ben gegenwärtigen befonberen Verhaltnisien Lichter in Treppenhäusern ist nach wie vor größte durch Neubau nicht genügend abgeholfen werden Sorafalt zu legen, damit auch von hier aus jeder kann, hat die Schaffung neuer abgeschlossener AZoy- Lichtaustritt ins Freie verhütet wird. . nungen durch Teilung von größeren Wohnungen Diese kleinen „Schönheitsfehler" werden sich ja und durch Umbau sonstigerMaume zu abgeschlossenen nun wohl auch überall verlieren, so daß wir dann Wohnungenmotwendig gemacht. Der Reichsstatthalter im kleinen ebenso zufrieden sein können, wie im in j)at in einer !Bero^entll^^u^g B. wiesen, daß für derartige Umbauten Reichszuschusse n B ---------- I von 50 v. H. der Gesamtkosten gezahlt werden. Der Höchstbetrag ist 800 RM. für jede neuerstellte Wohnung, sowie 600 RM. für jeden einzelnen An- und Ausbau. Darunter fallen auch zur Besserung der Wohnungsverhältnisse von Wald- und ßanbarbet* fern, sowie kinderreichen Familien (^amilie-n imt mindestens 3 Kindern in häuslicher Gemeinschaft) bie Schaffung neuer Wohnräume durch An- und Ausbauten. Anträge auf Gewährung von Reichs- Zuschüssen nehmen in ben ßanbaemeinben des ßan» ....... . ,, Ä’M lichen wieder zu beseitigen .. Oberen Bedingungen zu erfahren. Die An- Es sei anerkannt, daß schon manches getan mor- DOr beginn der Arbeiten zu stellen. Es den ist, um dem Verfall-entgegenzuurbeiten. Gm 9 ausbrütflid) barauf IiiHgemiefen, baß nachträg- neues Hozbach ruht auf bem G^"uer, gestellte Anträge keine Berücksichtigung finden es sei verzeihend baxub« een Da6 man 9 1 Arbeiten erst nach Erteilung des ^MkZl-ch^N. HZ nod; zu tun B°rb°sch°id°s begonnen werden darf. ■ 5 • • ,irfl Handharmonika-Konzerk. sucher und auch der Spieker bewies, daß diese Art von Volksmusik guten Anklang findet. Die Spieler, unter denen sich Kleine und Erwachsene befanden, brachten einige Märsche, vor allem aber Walzer und Polka-Weisen, vielfach von Nurtsch selbst komponiert, zu Gehör. Natürlich wurden auch Volkslieder, wie das Lied von der „Erika" u. a., gespielt, die eine Beteiligung der Zuhörer ermöglichten. Sehr erfreulich war das Spiel der Kleinsten, der „Küken- Grupve , die schon ganz nette Fertigkeiten zeigten. Anläßlich des Muttertages fang Frau Nurtsch ein selbstverfaßtes und selbstkomponiertes Wiegenlied, das sehr freundliche Aufnahme fand. Für die Eltern der Musikschüler brachte Herr Runk den Dank an Musiklehrer Nurtsch zum Ausdruck. Die zahlreichen Zuhörer kargten nicht mit chrem Beifall. Zucker sparsam verwenden. Die Zuckerrübe ist nicht nur Lieferant des Zuckers für den menschlichen Verzehr, sondern auch dazu berufen, uns in großem Umfange Futtermittel für die Schweinemast an Stelle ausländischen Futter-, getreides zur Verfügung zu stellen. Wir haben also ebenso wie bei der Kartoffel die Wechselwirkung, daß erhöhter menschlicher Zuckerverzehr zu einer Verringerung der Schweinefleisch- und -fetterzeu- gung führt, und umgekehrt jedes Kilo Hücker, das nicht für den menschlichen Verzehr benötigt wird, eine Vermehrung der Erzeugung von Schweinefleisch und Fett ermöglicht. Aus diesem Grundsatz ist beim Zucker unbeschadet der festgesetzten Rationen größte Sparsamkeit zu beobachten. Daraus ergeben sich folgende Forderungen für die Zuckerver- wendung: Zucker ist im Haushalt möglichst nicht als Süßstoff zu verwenden, sondern in erster Linie als Nahrungsmittel zu betrachten. In vielen Fasten, wo bisher Zucker zum Süßen benutzt wurde, vor allem im Kaffee und Tee, läßt sich der Zucker ohne weiteres durch Süßstoff ersetzen. Der der Verbraucherschaft zur Verfügung stehende Zucker muß vor allem angewandt werden, um eine volkswirtschaftlich nützliche Verwertung der Obsternte zu ermöglichen. Zeder Haushalt mutz deshalb während des ganzen Jahres Zucker für den Sommer und Herbst sparen. Es kommt nicht nur darauf an, im Sommer und Herbst genügend Zucker zu besitzen, um den durch den Obstanfall bedingten laufenden Zuckerbedarf zu befriedigen, es ist darüber hinaus erforderlich Zucker zu sparen, um den für das Konservieren der Obsternte erforderlichen Zucker in den Haushaltungen verfügbar zu machen. Es ist ferner notwendig, beim Einmachen selbst Methoden anzuwenden, bei denen wenig oder gar kein Zucker benötigt wird. Soweit als möglich, wird für die Haltbarmachung von Obst auch im Haushalt das Dörren oder Trocknen der Früchte anzuwenden sein. Auf alle Fälle muß durch Zurückstellung von Zucker aus dem laufenden Bedarf für die Ein- machezeit und durch die Anwendung zuckersparender Einmachmethoden sichergestellt werden, daß die anfallende Obsternte restlos verwertet bzw. konserviert wird. Weniger denn je darf im kommenden Sommer und Herbst Obst verderben. Schwierigkeiten, die sich bei der Erfüllung dieser Aufgabe ergeben können, weil Konservendosen, Weckgläser, Gummiringe usw. nicht oder nicht im vollen Umfange des stark gestiegenen Bedarfs bereitgestellt werden können, müssen durch die ver- schiedensten Selbsthilfemaßnahmen, vor allem durch das Dörren und Trocknen des Ob st es, ausgeglichen werden. Selbstverständlich darf mit dem Konservieren von Obst erst dann begonnen werden, wenn die Märkte so reichlich beschickt sind, daß die hierfür erforderlichen überschüssigen Mengen ohne Störung der laufenden Versorgung abgegeben werden können. Das Abwarten dieses Zeitpunktes liegt auch im eigenen Interesse jedes einzelnen Verbrauchers, denn nur bei einer wirklich reichlichen oder überreichlichen Beschickung der Märkte ist das Einmachen privatwirtschaftlich zweckmäßig. Wird der Zeitpunkt der reichlichen Beschickung der Märkte von den Hausfrauen nicht abgewartet, so sind außerdem dann, wenn es auf das Ginmachen ankommt, die bei den Hausfrauen vorhandenen Einmachegefähe durch zu frühes Einmachen bereits gefüllt, und die den laufenden Bedarf überschreitenden Obstmengen der Märkte müs- Das Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz. Der Führer sagte: „Ich rufe das deutsche Volk auf. durch Spenden für das Kriegshilfswerk sich der Opfer der Soldaten würdig zu erweisey." sen verderben. Zu frühes Einmachen ist also für den einzelnen teuer, schädigt zunächst andere Volksgenossen durch Störung der lausenden Versorgung und führt später zum Verderb von Obst, wenn es Aum Einmachen preiswert und reichlich zur Verfügung steht. * ** Vom Stadtth eate r. Bereits seit mehreren Wochen hat das Stadttheater Gießen seinen Sommerbetrieb in Bad-Nauheim ausgenommen und führt feinen Sommerspielplan, wie vorgesehen, Durch. Während in Gießen zur Zeit keine Vorstellungen stattfinden, sind die Vorbereitungen zu einer größeren Wehrmachts-Tournee in vollem Gange. Ebenso hat die Probenarbeit für den geplanten Theater-Sommerring bereits begonnen. Die augenblicklich ausfallenden Platz - Miete - Vorstellungen werden tm Laufe des Sommers nachgeholt. Aus -er engeren Heimat. Äereidigung der Polizeireservisten im Kreis Alsfeld. <£ Alsfeld, 20. Mai. Im festlich gesc^nückten Sitzungssaal des Landratsamtes fand di^ Vereidigung der im Kreis Alsfeld einberufenen Polizeireservisten statt. Zu der Feier, die unter Leitung von Landrat Dr. S ch ö n h a l s stattfand, waren u. a. der örtliche Hoheitsträger der NSDAP., Ortsgruppenleiter Mädrich, sowie die Vertreter der hl. des NSKK, der Kreisgendarmerie und von Seiten der Stadt Alsfeld Bürgermeister Dr. Völsing und Polizeimeister Rau zugegen. Landrat Dr. Schön hals wies in seiner An- R auf die besondere Bedeutung und Stellung olizei im nationalsozialistischen Staate hin unter Hinweis auf die gerade entgegengesetzte Auf- »über Polizei in der Systemzeit. Er richtete ppell an die Polizeireservisten zur gewissenhaften Erfüllung ihres Amtes und dankte ihnen zugleich für ihre bis jetzt im Kreise Alsfeld bereits geleisteten Dienste mit anerkennenden Worten. Gendarmerie-Kreisführer Stein wies in kurzen Worten auf die Bedeutung der Verpflichtung und Vereidigung hin. Diese wurde nach entsprechender Be- lehrung über die Heiligkeit und Wichtigkeit des Eides durch den Hauptmann der Landesgendarmerie Menneckes (Darmstadt), vorgenommen. Die Feier wurde dann mit dem Treuegelöbnis für den Führer und dem Gesang der beiden Nationallieder geschlossen. Landkreis Gießen. + Grünberg, 20. Mai. Am Muttertag wurde hier in einer schlichten Feierstunde, die im Saale des „Rappen" stattfand, eine Anzahl Mütter mit dem Ehrenkreuz der deutschen Mutter ausgezeichnet. Zu der Feier waren die Politischen Leiter, Vertreter der Gliederungen und Angehörige der Mütter erschienen. Ortsgruppenleiter Schütz eröffnete die Feier mit Begrüßungs- worten und ehrte das Andenken der kürzlich verstorbenen Frau Minna Hoffmann, geb. Port, die zur Auszeichnung mit dem goldenen Ehrenkreuz vorgeschlagen war. Abwechselnd folgten dann Musikvorträge, Gedichte von BDM.-Mädeln und Lieder der Jungmädel. In längeren Ausführungen sprach dann Ortsgruppenleiter Schütz über die Stellung der Frau im heutigen Staate gegenüber der früheren Zeit, wie dies auch durch die Stiftung des Ehrenkreuzes durch den Führer zum Ausdruck komme. Gemeinsam mit Bürgermeister König überreichte er dann an 23 Mütter Ehrenkreuze: 4 goldene, 5 silberne und 14 bronzene. Es erhielten: Goldenes Ehrenkreuz: Anna Schäfer, geb. Erbes; Helene Schlüter, geb. Seng; Lina Siek, geb. Jung; Ottilie Krumm, geb. Leicht. Silbernes Ehrenkreuz: Elisabeth Seid, geb. Jakob (steht im 90. Lebensjahr); Karoline Waoner, geb. Schultheiß; Berta Feldbusch, geb. Dietz; Anna Gehringer, geb. Dickel; Frieda Theiß, geb. Geist. Bronzenes Ehrenkreuz: Frieda Schönhals, geb. Bettina; Marie Kappes, geb. Schmidt; Karoline Henkel, geb. Mebus; Marie Sauer, geb. Gilbert; Marie Horst, geb. Jüngel; Mathilde Röhm, geb. Stein; Lina Röhm, geb. Schellhaas; Katharine Römer, geb. Steinmütter; Justine Schäfer, geb. Görnert; Lina Becker, geb. Frank; Meta Becker, geb. 5ranf; Lina Faulftich, geb. Lang; Elisabeth Reitz, geb. Müller, Lino Röhm, geb. Christ. Mit dem Gruß an den Führer fand Die Feier ihr Ende. * Utphe, 20. Mai. Bei der Arbeit verunglückte heute der Maschinist Wilhelm Filsinger von hier. Er geriet zwischen zwei Feldbahnlokomotiven und wurde verletzt. Er erlitt erhebliche Prellungen, sowie eine Gehirnerschütterung. Lebensgefahr besteht glücklicherweise nicht. Der bedauernswerte Mann wurde in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht. Kreis Alsfeld. § Alsfeld, 20. Mat. Dieser Tage hielt der Zweigverein Alsfeld des VHC. unter Vorsitz von Bürgermeister Dr. Völsing seine Mitgliederversammlung für das Dereinsjahr 1939 ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung wies der Äorfitzende auf die ruhmreichen Taten der deutschen Wehrmacht hin, mit Worten vollsten Vertrauens zu unserem Führer auf ein siegreiches Ende des Krieges. Zur Einleitung des Jahresberichts gedachte er dann des im März verstorbenen Wandermeisters des Vereins, Ferdinand Planz, der sich große 23er- dienste um den Verein erworben hat. Dem Bericht war zu entnehmen, daß die Mitgliederzahl nahezu unverändert geblieben ist. Die Vereinstätigkeit beschränkte sich tm wesentlichen auf die Durchführung Der planmäßigen Wanderungen, die eine gute Durchschnittsziffer aufzuweisen hatten. Die Jahresrechnung wies eine Einnahme von 454,42 RM. und eine Ausgabe von 397,68 RM. auf, sodaß ein Kas- senbestand von 56,74 RM. verblieb. Dem Kassen- wart wurde Entlastung erteilt. Der Voranschlag für das Vereinsjahr 1940 wurde in der vom Vorsitzenden vorgetragenen Fassung genehmigt. Das goldene Abzeichen für fleißige Wanderer wurde an 14 Vereinsmitglieder verliehen. Auf einmütigen Vorschlag der Mitgliederversammlung wurde durch den Vereinsführer Schulrat i. R. Rausch zum Wandermeister, Postinspektor Alb ach zum zweiten Vereinsoorsitzer ernannt. Der Verein hält auch im Jahre 1940 seine regelmäßige Wandertätigkeik aufrecht., Schweinemarkl In Butzbach. * Butzbach, 21. Mai. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 554 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis sechs Wochen alte Tiere bis 20 RM., sechs bis acht Wochen alte 20 bis 23MMer acht Wochen alte Ferkel bis 35 RM. Der HMdel war flott, der Markt wurde ausverkauft. Tuspo Bettenhausen Handbatt-Bereichsmeister. To. Hochelheim im Entscheidungsspiel 7:3 (3:1) geschlagen! Vor einer verhältnismäßig großen Zuschauermenge standen sich in Wetzlar beide Mannschaften zum entscheidenden Spiel gegenüber. Groh war der Einsatz, mit dem beide Partner kämpften, wenig Inhalt aber hatte die Spielweise. Denn selten ist in einem Endspiel technisch und takttsch so wenig, geleistet worden,' wie diesmal. Zugegeben, daß auf beiden Seiten noch in letzter Minute Ersatz eingestellt werden mußte. Dieser Umstand aber war keineswegs entscheidend für den Spielausgang. Ausschlaggebend war der mangelnde Einsatz. Beide Hintermannschaften arbeiteten aufopfernd und fast fehlerlos, dagegen wiesen die Stürmerreihen Mängel auf, die sich auswirken mußten. Besonders kroß machte sich gerade diese Tatsache bei Hochelheim bemerkbar, während Dettenhausen wenigstens Anzeichen eines besseren Könnens zu erkennen gab. Es kann deshalb auch nicht verhehlt werden, oah die Mannschaft zu Recht gewann. Die Spiele um den Lahnpokal. Tv. Dornholzhausen — Tv. Grüningen 15:5 (6:4) To. Dutenhofen — Tv. Atzbach 14:7 (6:4) To. Dutenhofen Jgd. — Tv. Lützellinden Jgb. 7:19 (2:10) Tv. Münchholzhausen — Tv. Garbenheim 11:17 (3:8) Mtv. Gießen — Tv. Heuchelheim 3:8 (0:4). Dornholzhausen konnte seine Überlegenheit erneut unter Beweis stellen. Trotzdem fleh Grüningen tapfer wehrte, gewannen die Gasigerer, wie sie wollten. — Dutenhofen hat die Scharte des Vorspiels allsgewetzt. Atzbach bezog eine empfindliche Niederlage, und zwar vollkommen zu Recht. — Zu einem harten Kampf kam es in Münchholzhausen. Trotz Ersatz gewann Garbenheim eindeutig. — Der Mio. hatte nicht seine etätsmähige Elf zur Stelle, während Heuchelheim diesmal sehr svielstark antrat. Unter diesen Umständen läßt sich die auf eigenem Platz erlittene Niederlage -schon verstehen. HZ. im Kampf um die Handball« Sebietsmeisterschast. Nach ihrem hervorragenden Abschneiden ist die Auswahl-Elf des Bannes 88 (Wetzlar) nunmehr in die Zwischenrunde gekommen, wo sie am 26. Mai auf eine Frankfurter bzw. Offenbach-Hanauer Mannschaft treffen wird. Es ist bekannt, über welche Spielstärke gerade die kommenden Gegner verfügen. Unter diese Umständen werden die Jungens aus Wetzlar einen sehr schweren Stand haben. Immerhin ist das bis jetzt an den Tag gelegte Rönnen derart ausgereift, daß Einerlei Bedenken hin- sichtlich des zukünftigen AbsHneidens zu bestehen orauchen. Es kommt noch hiillu, daß die Vertretung weiterhin verstärkt rourbÄpb daß die Schlagkraft dadurch erheblich größer V Die Festsetzung der Zwisckenrunden-Paarungen wird nach dem Vorliegen aller Vorrunden-Ergeb- nisse vorgenommen, so daß also in aller Kürze auch der Gegner für unsere Einheit feststehen dürfte. Fußball um die Gebietsmeisterschast. Banti 88 — Bann 118 1:4 (1:2). Am Sonntag trat der Bann 116 die Reise nach Löhnberg an, um dort das fällige Spiel um die Gebietsmeisterschaft auszutragen. Das Vorsviel in Gießen verlor der einheimische Bann, der damals mit einer Vereinsmannschaft antrat, mit 4:0 Toren. Für dieses Spiel am Sonntag wandte sich jedoch das Blatt. Die Gießener Hitler-Jugend spielte mit folgender Elf: Dinges (1900) Schlitz (BfB.^r.) Bötz (1900) Theis (1900) Heeg (1900) Dahmer (1900) Ehmann Kraft Funk Weniger Nachtigall (VfB.-R.) (1900) (DfB.°R) (1900) (1900) Bann 116 hatte Platzwahl und wählte den Wind zum Bundesgenossen. Die Elf fand sich schnell. Das Tor der Gastgeber war vielen Angriffen ausgesetzt. Einige Schüsse verfehlten ihr Ziel. Nach 10-Minuten war aber durch Kopfball von Funk, unhaltbar für den gegnerischen Tormann, der erste Erfolg fällig. Ein Mißverständnis in der Verteidigung nutzte dann der Gegner durch seinen Rechtsaußen zum Ausgleich aus. Die 88er tarnen nun mehr auf, die Verteidigung der Gießener wehrte aber erfolgreich ab. Dann nahmen Die Gießener das Heft wieder in die Hand. In der 32. Minute fiel der Führungstreffer. Mit 2:1 für 116 ging es in die Halbzeit. In den ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit dominierten die Gastgeber. Das Gießener Schlußdreieck war aber nickt zu schlagen. Bald kamen-aber die Gießener wieder auf, und Ehmann erhöhte nach schönem Alleingang und aus naher Entfernung sicher auf 3:1. Wenig später schoß er das 4. Tor für seine Mannschaft. Die Gießener zeigten eine scköne und geschlossene Leistung. Die Mannschaftsteile arbeiteten ausgezeichnet zusammen. Es gab keinen schwachen Punkt in -her Elf. Der Sieg war verdient. Die Elf des Bannes 116 wird also in den kommenden Spielen um die Gebietsmeisterschaft noch ein Wort mttzu« reden haben. * Vfv.-R. f. Jgd. — 1900 2. 3gd. 3:1. Die 2. Jugend der Blauweißen trat ebenfalls am Sonntag auf dem Platz des VfB.-R. zu einem Spiele an. Dabei gelang es den 1900em nicht, die Vorspielniederlage auszugleichen. Es lag vor allem daran, daß die Blauweißen in der ersten Halbzeit nicht den nötigen Eifer zeigten. Erst In der weiten Halbzeit fanden sie sich besser. Zum Sieg reichte es aber nicht mehr. Der Vannmeister 116 in Großen-Llnden 4:2 geschlagen. Am vergangenen Sonntag weilte der Bann- meister, Tv. Butzbach, in Großen-Linden, um dort ein Freundschaftsspiel auszutragen. Die Großen« Lindener gewannen das Spiel verdient. Großen« Linden zeigte eine gute Mannschaftsleistung, während sich die Butzbacher das Spiel durch vieles Umstellen ihrer Mannschaft selbst zunichte machten. Sie zeigten wohl gute Einzelleistungen, brachten aber feine gute Gesamtleistung zustande. Wirst üliKschOn,Lmo? Nomon von Martina ikckart-kjelm 33. Fortsetzung (Nachdruck verboten!) „Dann wollen wir auch nicht mehr lange davon reden. Strich drunter. Du gehst nach deiner Belzig- Brauerei. Und wenn wir hier schließen, dann kannst du alles gleich mitnehmen, Maschinen, Apparate und den Hefenfranz dazu. Kannst gleich alles auf dein väterliches Erde aufrechnen! Das mütterliche bekommst du von der Entschädigungssumme. Sieh zu, daß du da Drüben etwas Ordentliches zustande- bringst. Hoffentlich haft du Glück! Wie das Wasser ist, das weiß ich ja nicht, habe meine Bedenken. Aber du weißt ja selber Bescheid. Und ich — ich bau' dann meine paar Kartoffeln hier, wenn die Quellen hin sind, mein bißchen Getreide, Kleinbauer werd' ich spielen, und Dann sind wir wohl quitt!" Der alte Gräfe fällt schwer auf seinen Stuhl zurück wie ein alter Mann, der sich nickt auf seinen Beinen halten kann. Mitgenommen hat ihn das alles! Hermann steckt ihm abermals die Hände entgegen. „Vater, du muht mir das alles nicht übel- nehmen. Mußt versuchen, mich zu verstehen. Will dir ja nichts nehmen — ich brauche nur Luft!" „Na ja, werd' mich schon 'reinfinden! Ich muß fa! Hilft ja nichts. Wir find nun mal altes Eisen. Mach' nur, wie du denkst! Ich hab' das nun satt, das Gestreite. Frohe Gesichter will ich, meine Kinder sollen alle zufrieden sein!" „Nun bann gehe ich jetzt, Vater!" Hermann'schüttelt ihm die Hand. „Und wenn ich Erni das Spar- kassenbuch wiederbringen kann, dann gehöre ich wieder zu euch. Dann komme ich öfter." Christoph Gräfe sieht ihn gehen, seinen Aeltesten. Trotz allem, was er hat zugestehen müssen, ist er nun doch wieder stolz auf diesen Sohn. Der Hermann ist schon richtig! Ein Dickkopf, ein harter ... Beim Mittagessen fragen sie ihn alle nach Hermann. Und nun muh Christoph Gräfe erzählen, wenn es ihm auch nicht leicht fällt. Aber zum Schluß wissen sie es nun doch alle, wie anständig ihr Großer ist. „Alle Wetter, hätte ich gar nicht für möglich gehalten", nickte Jupp, auf beiden Backen kauend, zustimmend mit dem Kopf. „Nimm dir ein Beispiel!" Rudolf gibt ihm einen freundschaftlichen Stotz. „Uebrigens, Kunststück so zu sein", fügt er in nicht unbeträchtlichem Familienstolz hinzu. „Ein Gräfe! Bei so einem Vater!" Ja so ein Vater! Und sie sehen alle voll Stolz auf ihren Vater. Lena hat die Hände in den Schoß gelegt, fest in- einandergepreßt. Ihre Augen leuchten. Sie sieht niemanden rundum. Sie sieht nur das schmale braune Gesicht Hermanns vor sich. Eine jähe Welle von Zärtlichkeit erfaßt sie, eine schier unbezwingliche Sehnsucht, dieses Gesicht in ihre Hände zu nehmen. „Morgen mit’nanber." Dutschke-Karl, der Briefträger, tritt in die Stube und legt einen kleinen Stapel Postsachen auf den Tisch. Erni und Jupp machen lange Hälse. Rudolf hat das Verteilen übernommen. Jupp, der bisher alle Weibliche vom Jüngsten bis zum ältesten Kaliber mit „doof" bezeichnet hat, erhält eine Karte mit dem Bautzener Reichsturm. „Bestens dankend für deine Ansichtskarte vom Hutberg" — Rudolf räuspert sich —, „erwarte dich heute nach der Schule am umstehenden Turm — Ursel." „Hm, Hauptsache, daß du nicht nachsitzen mußt!" Jupp haut ab mit einem Kopf, der rot wie ein Luftballon vom Jahrmarkt ist. Und da ist nun noch (Erni, die Rudolf gern die Briefe aus der Hand nehmen möchte. Aber Rudolf verteilt seelenruhig: Vater, Vater, Lena, Erni — Er selbst hat eine fast aufreizend bunte Ankündigung einer Reisegesellschaft erhalten. Hochzeits- reisende, verlebt eure Flitterwochen im sonnigen Süden! Die biedere Gräfestube versinkt vor feinen Augen. Er sieht sich mit Jutta am Lido wandeln. Uno das ist gut so, denn sonst hätte er sich gewundert, wie Lena und Erni dastehen, jede den Brief der andern musternd, zwei Briefe derselben Schrift in Den Händen. Blaß und betreten sehen sie sich an. „Ich muß Vater die Post hinüberbringen." Rudolf meint, in der Brauerei. Aber er spricht vor leeren Wänden. Während seine Gedanken in Venedig weilten, haben (Erni und Lena, eine jede durch eine andere Tür, die Stube verlassen. (Eine jede ist in ihre Kammer gegangen. Lena Oettekings Hände zittern. Die Buchstaben flimmern, schieben sich ineinander, formen sich schließlich nur widerwillig zu Worten und Sätzen. Ihre Stirne wird heiß und fiebrig. „—begann schon das Verhängnis, als ich Den Gräfehof betrat. Warum mußte es gerade Erni fein, Die mir als erste entgegenkam?" Ja, damals! Lena denkt zurück, eine merkwürdige Stimme zog sie damals, als sie nach dem Schloß ging, zum Gräfehof zurück. „— weiß ich doch gewiß, daß ich Deiner Güte, Deiner Ausgeglichenheit nicht würdig bin, weiß, daß ich einen unfertigen, werdenden Menschen eintausche, weiß, daß es noch Kampf und Sturm mit (Ernt geben wird. Aber siehe, noch liebe ich diesen Kampf und Sturm, noch will mir ein geebnetes Leben nicht erstrebenswert erscheinen. Gewiß, vieles wäre wohl in deinen Händen besser bewahrt, trotzdem zieht es mich mit allen Fasern meines Herzens zu Erni Gräfe ..." Lenas Augen sind voller Tränen. Nicht aus Trauer oder Enttäuschung, sondern weil ein Schicksal sich hier vollendet, das unausbleiblich war. „.. .eines Tages tarn es über uns beide wie ein Sturzbach, das Geständnis, ja das ganze Wissen unserer Liebe. Du wirst mir diesen Treubruch verzeihen, ich weiß es. Du wirst Verständnis haben für unsere Liebe!" Lena atmet schwer. Nein, leicht fällt es ihr nicht, Bande zu lösen, an Die ihr Zukunftstraum gefettet war. Aber Das Geschick hat ihr Die Schmerzen dieser Loslösung auf viele Tage verteilt, sie sind Der Erklärung Gottfrieds schon oorangegangen. Heute nun, da Der Schlußpunkt gesetzt wird, ist in Lena alles klar. Sie liest den Brief noch einmal, denkt an Erni, die nicht den Mut gefunden hat, ihn einzugestehen, daß sie und Gottfried sich schon gefunden haben. Warum hat Gottfried den Mut zum Geständnis nicht gehabt, als er von ihr ging?, Lena sucht Anwort und Entschuldigung. Vielleicht hat man sie schonen wollen, vielleicht haben diese beiden geglaubt, mit ihrer Liebe fertig zu werden. Mit Der Liebe fertig werden? Gibt es Das überhaupt? Und nun spürt Lena, daß schon seit einer ganzen Weile eine leise Melodie in ihr singt, daß ihre Liebe, ihr ZukunftHhoffen schon längst eine Brücke zu einem anderen Menschen geschlagen hat. Beschämt verbirgt sie ihr Gesicht in Den Händem So schnell, so schnell ist ihr Gottfried Bonhoff unwichtig geworden? Nein, nicht schnell! Lena sieht zurück und erkennt, daß ihre Wege schon eine lange Weile auseinanderführten, ja, daß sie vielleicht nie ineinandergelaufen waren. Mit einem neuen, veränderten, klar und rein gewordenen Blick ins Leben steht Lena auf, faltet den Brief zusammen und legt ihn weg. Ihre Hände liebkosen ihn noch einmal. Schön war dieses kurze Begegnen. Aber es hatte einen Sturm nicht überstanden. Liebe? Jetzt erst weiß sie, was es heißt, wenn ein Herz voll Liebe ist. Die halbe Giebelwand des Gräfehauses ist nach der Wetterseite zu mit Schiefer gedeckt. Es sind lauter kleine, dicht verankerte Plättchen, die wie ein Schuppenpanzer aussehen. Wenn der Wind weht, bann klappern diese Schieferplatten. Die Leute im Grafehaus sind daran gewöhnt. Aber Lena, die diese Geräusche nicht kennt, kann Darüber nicht einschlafen. • Nie zuvor hat der Sturm so geheult wie in der heutigen Nacht. In den Kronen der Bäume ächzt und stöhnt es. Manchmal lauscht Lena nach (Erms Zimmer hinüber, bas nur durch eine Wand von dem ihren getrennt ist. Den ganzen Tag ist ihr (Ernt aus dem Wege gegangen. Nachmittags war sie in Plessen-Roda. Als sie abends heimkam, fang sie auf dem Wiesenpfad, her am Zaun entlang führt. Lena, Die Die letzten Früchte von Den Quittenbäumen nahm, hörte es. Daß sie dazu lächelte, davon hatte Erni freilich feine Ahnung. Mit unsteten Blicken saß sie dann am Abendbrottisch. Als der Sturm auffam, war sie die erste, die davonrannte, um im Haus alle Fenster zu schließen, (Fortsetzung folgt)