vrühlsche Universttatrdnickerel R. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Sietzen, 5chulstratze 7-9 Annahme von Anzeigen für bie Mittagsnummer bis8'/?Uhrdes Vormittags Grundvreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse MengenstaffelR Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/omehr Ermäßigte Grundvreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf. M. Jahrgang ltr.69 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Siebener Familienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte ,, 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsvrechanschluk 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Frankf./M. d Donnerstag, 2\. Freitag, 22. März Gießener Anzeiger Britischer Geleitzug zersprengt. Don deutschen Fliegern mehrere Schiffe versenkt oder schwer getroffen. Berlin, 20. März. (DJIB.) Auf der höhe von Scapa Alow wurde am Mittwoch gegen Abend ein durch Kreuzer und Zerstörer stark gesicherter britischer Geleitzug erfolgreich von deutschen Fliegern angegriffen und zersprengt. Mehrere Schiffe wurden verfenkt oder schwer getroffen. Unsere tapferen Besatzungen befinden sich auf dem Rückflug. Der erfolglose Angriff auf Sylt. Berlin, 20. März. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westen keine be- i anderen Ereignisse. Am 19. März gegen 20 Uhr griffen britische Flugzeuge die 3 nsel Sylt an. Die Angriffe wurden von einigen Flugzeugen bis 2.40 Uhr fortgesetzt. Lin Haus wurde getroffen, fönst dank der deutschen Abwehr kein Schaden angerichtet. Die meisten Bomben s Helen ins Wasser. Ein britisches Kampsflug- ieug wurde durch deutsche Flak abgeschossen. Sm Zusammenhang mit dem Angriff wurde von >en britischen Flugzeugen dänisches und niederländisches Hoheitsgebiet überflogen. * Der Angriff britischer Kampfflugzeuge gegen die Insel Sylt ist weiter nichts als eine lächerliche Provagandaaktion der Engländer, die keinen anderen Zweck verfolgte, als den in London höchst peinlich 1 »mpfundenen Eindruck möglichst schnell zu ver- - wischen, den der erfolgreiche deutsche Angriff auf I )'ie Home Fleet in Scapa Flow nicht nur im neu- iralen Ausland, sondern mindestens ebenso sehr «eim britischen Volk selber gemacht hat. Dieser | Zropagandacharakter des britischen Angriffs, dem Zeder Erfolg versagt blieb, obwohl die Briten wie- erum sich nicht scheuten, neutrales Hoheitsgebiet mcksichtslos zu überfliegen, geht eindeutig aus der < Tatsache hervor, daß der englische Rundfunk o nb das amtliche Reuterbüro den Angriff be- «its als großen Erfolg der britischen Luftwaffe Hin die Welt posaunten, als die britischen Flugzeuge loch auf dem Wege über die Nordsee □aren. Der Angriff begann gegen 20 Uhr und Ilauerte bis 2.48 Uhr morgens. Aber schon kurz lach 21 Uhr meldete der Londoner Rundfunk iiereits das (Ergebnis voraus, obwohl zu diesem Zeitpunkt in London über den Ausgang der Kampfaktionen noch nichts bekannt fein tonnte. Es ist selbstverständlich, daß der Londoner Rundfunk und das Reuterbüro bei ihren völlig nreführenden Berichten die Tatsache des Bomben- -Lwurfs über dänischem Hoheitsgebiet und das i eberfliegen holländischen Bodens durch die britishen Kampfmaschinen mit keinem Wort erwähnten. Wie an einen Strohhalm klammert Chamber- liin in seiner Unterhausrede sich an die eilig ! i,m hingereichten Lügen Meldungen Chur- iii i 11 s über Sylt. Wiederholt unterbrach er sah, um sich einen Beifall bei offener Szene zu er- pttern, mit der Mitteilung, daß ihm schon wie - 1-e r eine Erfolgsmeldung über die Hel- tentaten des „fliegenden Löwen" zugegangen sei. bomben, Kampf und Sieg; schwerer Schaden auf (ylt, zerstörter Flugplatz, deutsche Flugplatzan- 1: gen in Flammen und so. Nun wissen mir zwar, Laß die englischen „Rächer" für Scapa Flow lediglich ein friedliches Häuschen auf Sylt beschädigten rü> dafür einen ihrer Bomber als Preis zahlten. 2fcer etwas war doch dran an den Churchillschen 2-ombens Kampf- und Siegmeldungen des alten Chamberlain. Nur war er durch Herrn Churchill l licht davon unterrichtet, daß das alles im wesentlichen nicht über Sylt vor sich ging, sondern ülber der nahen dänischen Küste, über dim dänischen Esbjerg, im dänischen Holmslands Tit und dem dänischen Söndre Lyngria. Nur die knne Bebauung und Bevölkerung deses südländischen Küstenstriches ist schuld daran, daß der smerspeiende „geflügelte Löwe" hier nicht noch mehr Schaden mit seinen Brandbomben angerichtet Hut. So blieb es denn im wesentlichen trotz der Laftkämpfe Herrn Chamberlain bei den vom Luft- todiuck der Bombenexplosionen zertrümmerten dänischen Fensterscheiben. 3m Abwehrfeuer zusammengebrochen. Seht einziges militärisches Ziel getroffen. (P. K.) Nach dem erfolgreichen Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf Scapa Flow war ein Gegenbesuch feindlicher Flugzeuge zu erwarten. Es konnte uns daher nicht überraschen, als in der Nacht zum i Nittwoch englische Bomber die Insel Sylt an- giiffen. Wir wußten: die Insel ist gut gedeckt, und auf die erfolgreiche Abwehr durch un= |e*e Flak und Küstenartillerie konnten wir uns ver- ; la sen. Es ist sternenklare Nacht über der Insel Sylt, ntr hier und da ziehen ein paar helle Wolken, und über der Nordsee steht eine graue Wolkenwand. Dir Mond scheint heute besonders hell und läßt ales auf der Insel in einem blassen Licht erschei- nen. Von fernem Flakfeuer aufmerksam gemacht, |iri) wir ins Freie getreten. Da läßt eine heftige Ejplosion die Wohnbaracke erschüttern. Leise klirren fcü Scheiben. Das muß eine Bombenexplosion ge- töfien fein. Also der Tommy ist da. Aus allen Baracken stürzen nun auch die Kame- taDen heraus. Aufmerksam folgen unsere Augen bei weißen Strahlen der Scheinwerfer. Doch kein Flugzeug ist zu seh em, nur von ganz fern fö-en wir Motorengeräusch, ab und zu fallen ein paar Flakfchüffe. Jetzt ertönt neues starkes Moto- 1 tengeräufd). Dann erbebt wieder der Boden durch kzplosionen. Ungefähr stellen wir die Richtung fest inD kommen zu der Ueberzeugung, daß die bisher gefallenen Bomben keine militärischen Anlagen getroffen haben können. Jetzt ist in unserer Nähe deutlich Motorengeräusch vernehmbar. Doch die Flugzeuge müssen sehr hoch sein. Aber schon haben die Scheinwerfer eines von ihnen. Wie es sich auch dreht und wendet, sie lassen es nicht wieder los. Immer mehr kommen von allen Seiten hinzu und bieten so der Flak ein sichtbares Ziel. Und nun ergießt sich auch ein wahrer Feuer- regen über das Flugzeug. Es versucht, sich in die Wolkenwand über der See zu retten. Da setzen d i e er ft en Schüsse der schweren Flaks ein und sind deutlich aus dem wilden Gekläff der leichten Flak herauszuhören. Rings um das Flugzeug krepieren die Granaten. Gerade will es in die Wolkenwand verschwinden — da platzen unmittelbar neben dem Flugzeug noch ein paar Schüsse. Wir sehen, wie es steil kurvt, dann ist es unseren Blicken entschwunden. Kopenhagen, 20. März. (Europapreß.) Wie rücksichtslos und brutal England die Neuttalen gerade in diesen Tagen behandelt, und daß der von englischer Seite auch heute noch verkündete „Schutz der kleinen Staaten" nur eine lügnerische Farce ist, beweist mit seltener Überzeugungskraft die erneute grobe Verletzung der dänischen Gebietshoheit. An der dänischen Westküste auf Hanoe, in Esbjerg, auf i Ringköbbh Kiel Helgoland * IN. Englische Flugzeuge haben wieder das dänische Hoheitsgebiet verletzt und dabei sogar Bomben auf dänisches Land abgeworfen. Ein englisches Flugzeug wurde über Esbjerg gesichtet, und andere Maschinen warfen mehrmals über einer Landzunge an der westjütischen Küste, die den Ringköbing-Fjord (etwa 75 Kilometer nördlich von Esbjerg) von der Nordsee trennt, Brandbomben ab. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Holmslands Klit und in Ringköbing herrscht seit acht Stunden eine starke Empörung wegen der verheerenden Bombardierung, denen zahlreiche dänische Küstenorte und Punkte in der Nacht zum Mittwoch von englischen Fliegern ausgesetzt waren. Nachweislich wurden an über fünf Stellen englische Bomben, darunter Brandbomben, abgeworfen. Von mehr als zehn englischen Flugzeugen wurde die dänische Gebietshoheit verletzt. Gegen 0.30 Uhr geriet ganz Esbjerg durch mehrere Bombenexplosionen in Unruhe. Man fürchtete eine Wiederholung der Esbjerg-Katastrophe vom Herbst vorigen Jahres, als man überall Fensterscheiben klirren hörte, Erschütterungen verspürte und stellenweise die Bilder von den Wänden fielen. Brüssel, 20. März. (DNB.) Die französische Kammer hielt feit den gestrigen Abendstunden bis heute früh gegen 4.30 Uhr eine Geheimsitzung ab, die mit einer Abstimmung endete. Von den insgesamt 550 Abgeordneten nahmen 239 das Vertrauenvotum für die Regierung an. 303 Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Ein Abgeordneter, der Unabhängige Delaunay, stimmte gegen die Regierung. Sieben Abgeordnete waren beurlaubt. Der Stimme enthielten sich von der Linken 157 Sozialdemokraten, zahlreiche Abgeordnete der Französischen Union, die meisten Abgeordneten der Sozialistischen und Republikanischen Union und ein Teil der Unabhängigen Linken, von der Rechten 20 Abgeordnete der Republikanischen Föderation und zahlreiche Mitglieder der Demokratischen Allianz und der Nachbargruppen. Ministerpräsident D a l a d i e r und fein Kabinett übermittelten gegen 10.30 Uhr dem Präsidenten der Republik ihre Demission. Der Präsident hat die Demission angenommen und ein Mitglied des zurückgetretenen Kabinetts Daladier, Paul Rey - naud, mit der Neubildung der Regierung betraut. Reynaud ist seit langem als einer der größten Kriegshetzer bekannt. Ein Kriegshetzer ist also gegangen, ein noch schlimmerer ist an seine Stelle getreten. Man weiß, daß Reynaud besonders englandhörig ist und von England sich seit langem aushalten läßt. Er gehört im übrigen dem Comite des Forges an. Diese Tatsachen kennzeichnen Rey- Und schon wieder haben die Scheinwerfer nicht weit von uns ein neues Flugzeug ausgemacht. Wir können jede Einzelheit genau beobachten, das Flugzeug ist jetzt nicht mehr sehr hoch. Kaum ist es von einem Scheinwerfer erfaßt, da befindet es sich auch schon in einem ganzen Strahlenbündel. Wieder schießt es von allen Seiten. Auch der Flakstand unmittelbar hinter uns kommt diesmal ins Gefecht. Dann mischt sich die K ü st e n a r t i l l e r i e ein. Es ist ein ungeheueres Getöse. Der Wind trägt Pulvergeruch zu uns herüber. Das Flugzeug muß von den gutsitzenden Schüssen völlig durchsiebt fein. Es fängt an zu brennen, neigt sich nach vorn über und trudelt nun funkensprühend langsam ins Wasser. Das war der von der britischen Propaganda mit so großem Stimmaufwand verkündete „Gegenstoß", der die Antwort auf Scapa Flow sein sollte. Er brach an den Abwehrwaffen der Insel Sylt zusammen. Kein Schaden wurde angerichtet, außer dem Treffer in ein Haus. Kein einziges militärisches Ziel wurde getroffen. Der Bombenangriff fiel — buchstäblich ins Wasser. Hans E.Seidat. Tausende von Menschen waren kurz nach den Einschlägen auf den Straßen, Polizei und Rettungsmannschaften wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Die Krankenwagen standen einsatzbereit, als eine neue Welle von Explosionen die Stadt erschütterte und zahlreiche dänische .Luftabwehrgeschütze das Feuer auf die britischen Flieger eröffneten. Untersuchungen ergaben, daß die Bomben nicht im Zentrum der Stadt niedergefallen waren, sondern in den Randbezirken, wo es wegen der nächtlichen Dunkelheit nicht möglich war, sofort eingehende Nachprüfungen anzustellen. Jedoch hat der Chef der dänischen Polizei im Flugzeug eine Untersuchungskommission nach Esoserg entsandt, um dort von Sachverständigen das Ausmaß der Schäden feststellen zu lassen. Mittwoch früh 1 Uhr wurde die Esbjerg vorgelagerte Insel Hanoe durch den Einschlag mehrerer englischer Bomben erschüttert. Die Bewohner des Ortes N o r d b y wurden durch die erste Doppelexplosion aus dem Schlaf gerissen und in Panikstimmung versetzt, als etwa 40 Minuten später englische Maschinen die Insel aufs neue überflogen. 0.25 Uhr warfen weitere englische Flugzeuge über Holmslands Klit mehrere Brandbomben ab, die mehrere Fischerhäuser zerstörten. Der Abwurf erfolgte, nachdem sich die Flieger durch Leuchtbomben orientiert hatten. 30 Minuten nach diesem Bombardement, von dem man zuerst fürchtete, es hätte die einzige Ausfahrtsrinne von Ring- köbingfiord nach der Nordsee zerstört, überflogen sechs weitere Maschinen am gleichen Punkt dänisches Hoheitsgebiet. Sie kamen alle aus westlicher Richtung. Durch den Bombenabwurf bei Hvide Sande wurden die Fensterscheiben zahlreicher Häuser eingedrückt. Kurze Zeit nach diesem Bombenangriff fielen über dem Ort Lyngvig auf Holmslands Klit zwei Bomben. Durch die Explosion wurde ebenfalls Sachschaden angerichtet. Bei ihren Luftangriffen auf Sylt haben die Engländer sich einer Methode bedient, die für ihre unanständige Kampfesweise und ihre brutale Mißachtung der Rechte neutraler Staaten kennzeichnend ist. Von der nördlich von Sylt gelegenen d ä n i - scheu Insel Roem aus haben die englischen Flugzeuge immer wieder ihre Angriffe vorgetragen. Die Bevölkerung der.Insel ist über diese unerhörte Neutralitätsverletzung der britischen Luftpiraten auf das äußerste erregt. Maß ist auf Rvem überzeugt davoy, daß die Engländer sich bewußt und planmäßig immer wieder in den Schutz der dänischen Insel begaben, um die völlige Entfaltung der deutschen Abwehr zu verhindern. Man vertraut auf englischer Seite in hinterhältigster Weise auf die deutsche Rücksichtnahme auf die Neutralität Dänemarks und erwartet, daß die deutschen Flakbatterien es nach Möglichkeit vermeiden werden, daß ihre Geschosse auf neutrales dänisches Gebiet fallen. naud, der aller Wahrscheinlichkeit nach der kommende französische Ministerpräsident sein wird, als bas, was er ist, nämlich als ein neues Aushängeschild der britischen Plutokratenclique. ♦ Wir nehmen die Abstimmungen in der französischen Kammer und die Nachricht vom Sturz der Regierung Daladier ruhigsten Gemütes zur Kenntnis. Sie sind für uns eine innerpolitische Nervenkrifis, interessant allenfalls, weil sie die Unsicherheit und Zerrissenheit der französischen Stimmung bestätigen, die uns schon lange bekannt war. Auf unsere eigene Einstellung zu der Wirklichkeit der Dinge aber bleiben diese parlamentarischen Schattenspiele ohne jeden Einfluß. Ob in Frankreich nach Herrn Daladier Herr Daladier redivivus wiederkehrt ober mit Reynaud ein anderer Funktionär eines parlamentarischen Klüngels an seine Stelle tritt, ist uns völlig gleichgültig. Ob ein Viertel ober die Hälfte ober brei Viertel der schwanken Rohre der Abgeordnetenkammer auf eine Weile nach dem Hauch des parlamentarischen Windes sich zu ihm beugen, ist ohne jeden Belang. Unsere Gedanken über unseren Krieg und fein Ziel- werden von diesem Winde nicht bewegt. Es ist lediglich ein Barometer für den französischen innerpolitischen Wet- terftanb, wenn man feststellt, baß bie Stimmen für Daladier gegenüber der letzten Abstimmung s i ch Schwerste Verletzung dänischen Hoheitsgebietes. Größte Empörung in Dänemark über das englische Bombardement. ' Kulissenwechsel in Frankreich. Nach Daladier soll Reynaud ein neues Kabinett der Kriegstreiber bilden. Vom Heldentum -es Opfers. Opfer müssen sein, — das ist dis ernste Tatsache, an die uns der Karfreitag erinnern will. Denn in diesem Tag kommt dieser Gedanke am tiefsten zum Ausdruck; der Gedanke des Opfers für die andern. Das können wir verstehen. Hat doch auch Friedrich Nietzsche einmal das tiefe Wort gesprochen: „Nur wo Gräber sind, gibt es auch Auferstehungen!" Wir sind ja in unseren Tagen immer wieder daran erinnert worden, was das Opfer bedeutet. Im dankbaren Gedenken an das Heldenopfer unserer Gefallenen von einst und heute und an die erlösende, befreiende und unversiegliche Kraft, bie bis auf diesen Tag aus ihrem Opfer für uns geflossen ist und noch weiter fließen wird. Von uns Deutschen fordert es das Schicksal in ganz besonderem Maße. Wir sind wie kaum jemals ein anderes Volk zu einer Schicksalsgemeinschaft auf Tob und Leben miteinander verflochten. Auf uns selber stehen wir ganz allein im schwersten Kampf, den unsere Feinde uns aufgezwungen haben. 'So stehen wir in unserer Volksgemeinschaft, die wir auch als unsere höchste Gabe und Aufgabe anfehen, in einer einzigartigen Welt der Gemeinschaft und Solidarität, und damit zugleich auch in einer Welt ständigen Opfers. Denn nun kann keiner mehr aus sich selbst oder gar für sich selbst leben, sondern nur in der engen Schicksalsverflochtenheit aller miteinander und füreinander. Oder würden wir es lieber gewollt haben, daß es nicht fo wäre? Daß etwa unsere Volksgenossen, die bisher in der Ostmark und im Sudetenland, in Polen und Danzig und Memel unter fremder Willkür gelebt und gelitten haben, daß sie lieber auf solches Opfertum verzichtet hätten und damit auch auf Vaterland, Volkstum und Freiheit? Und wir jetzt in „Ruhe und Frieden" leben könnten? Wahre Gemeinschaft ist immer auch Opfer- und Leidens- gemeinschaft. „Wir fetzten unser Leben drein, wir sind nicht mehr verloren, aus tausend Opfern flammenrein ist neu das Volk geboren. Die durch den Tod geschritten, die sind in unsrer Mitten, und rufen uns zur Heldenschaft Herrgott, gib uns die ero’ge Kraft!" So wird dem Opfertum die Bitterkeit genommen, und es bleibt zuletzt nur bas wirklich Große übrig, das reine, große, edle Wollen, das heilige Müssen um der Wahrheit und Freiheit willen, jene letzte, tiefste Verbundenheit in der Kameradschaft bis in den Tod hinein. Das ist die wahre Volks- und Brudergemeinfchaft, besiegelt durch das Brudertum des Blutes und des Opfers. Solche Opfer helfen dann aber auch, wo sonst nichts mehr hilft. Denn sie wirken Wunder, well sie selbst etwas Wunderbares sind, etwas Ueberirdisches "Edouard Daladier. um mehr als die Hälfte verringert haben, und daß es nur französisch-parlamentarischer Gepflogenheit entspricht, wenn die starke Mehrheit von 303 Abgeordneten gegen ihn sich formell nur „der Abstimmung enthalten" hat. Jede von diesen „Enthaltungen" wiegt genau fo viel wie das glatte Nein des einzigen Mannes, der diese parlamentarische Komödie nicht mitmachte. Uns bedeutet der Rücktritt Daladiers nur ein Kulissenwechsel. Hinter der Kulisse bleibt die alte Wirklichkeit bestehen. Soll überhaupt ein Wort über die außenpolitische Bedeutung dieses Kabinettsrücktritts gesagt sein, so nur dies, daß natürlich ein Kabinettsrücktritt niemals ein Symptom errungener Erfolge.ist, und daß ebenso natürlich nach Finnland, nach -der Brennerbegegnung und nach Scapa Flow dieser Rücktritt in Frank- reich ein neuer Schlag für Chamberlain ist. Generalstabsbesprechungen zwischen den Westmächten und der Türkei. A m ft e r b a m, 20. März. (Europapreß.) Generalstabsbesprechungen zwischen ben Westmächten unb ber Türkei finben gegenwärtig in Ankara statt. Die türkische Delegation besteht aus Fachleuten aller brei Wehrmachtsteile unter Führung von General G u n b u z , dem stellvertretenden Generalftabschef. Auf feiten der Weftmächte find außer Stabsoffizieren der syrischen und mittelöstlichen Stteitkräfte die Wehrmachtsattachäs der britischen und französischen diplomatischen Vertre- tungen in Ankara, Bukarest und Sofia beteiligt. Die Gespräche sollen nicht eine sofortige Aktion gegen irgendeine Macht zum Ziel haben, sondern bienten dazu, einen gemeinsamen Operation s p l a n auszuarbeiten. und Ueberlegenes. In der Aufopferung liegt immer etwas Uebermenschliches, etwas Weltüberlegenes und Weltüberwindendes, etwas Göttliches. Und wo die Kraft zum Opfer ist, da ist auch die Kraft zum Sieg. Im höchsten Opfer liegt auch immer etwas von der Verheißung und der Seligkeit der Vollendung und des Sieges, wie es in dem Karfreitagswort zum Ausdruck kommt: es ist vollbracht! Darum ist auch kein Opfer jemals umsonst, auch wenn es einmal so aussehen könnte. Oder würden unsere Volksgenossen in den befreiten Gebieten, etwa in Polen, jetzt noch Leid tragen wollen um die Opfer, die sie bringen mußten an Gut und Blut, die ihnen aber für ihre Standhaftigkeit und Treue die Freiheit und das Vaterland gebracht haben! Nein. Wer die Größe unserer Zeit versteht, wird auch die Opfer bringen, die notwendig sind. Unser deutsches Volk mit seinem Führer, der selbst ein Vorbild persönlicher Aufopferung für sein Volk ist, hat die Kraft und den Willen zum Opfer auch immer aufgebracht, und es ist ihm von der göttlichen Vorsehung auch gelohnt worden. Noch nie sind unsere Arbeit und unsere Anstrengungen so sichtbar gesegnet worden wie jetzt. Wenn es aber der heilige Wille der Vorsehung ist, daß vor dem Erfolg und dem Segen der Schmerz und das Opfer stehen sollen, dann wollen wir die Opfer mit starken Herzen und heiliger Entschlossenheit bringen, die von uns verlangt werden, weil wir wissen: durch Opfer geht es zum Sieg! Wir denken an des Freiheitskämpfers Ernst Moritz Arndt stolzes Wort: „Die Treue steht zuerst und letzt, im Himmel und auf Erden. Wer ganz die Seele drangesetzt, dem soll die Krone werden! Englands Kriegsplan im Baltikum durchschaut. Riga, 20. März. (DNB.) Die Ausführungen Chamberlains über die von England geplante Finnlandhilfe haben auch in den baltischen Staaten vielen die Augen über die offen zutage tretende Schwäche Englands sowie über die durch die englische Politik drohenden Gefahren geöffnet. Denn bei einer englischen Intervention im finnischrussischen Krieg wären auch zwangsläufig die bat« tischen Staaten, die durch einen gegenseitigen Bei- standspakt mit Sowjetrußland verbunden sind, in Mitleidenschaft gezogen worden. Die englischen Pläne sahen zwar nur eine — reichlich bescheidene — militärische Hilfe für Finnland vor; im wesentlichen ging es aber England darum, die schwedische Erzzufuhr nach Deutschland restlos zu unterbinden. England soll den Plan gehabt haben, sobald es die Eisverhältnisse zulassen würden, gewaltsam sich den Eingang in die Ostsee zu schaffen mit dem Ziel, schwedische Häfen zu besetzen. Im schwedischen Hasen Karlskrona sollte der südliche Hauptstützpunkt der englischen Flotte in der Ostsee eingerichtet werden. Von Karlskrona aus plante dann England, seine See- und Fliegerangriffe gegen Deutschland und Sowjetruß- land vorzutragen unter völliger Nichtachtung der schwedischen Neutralität. Auch für die baltischen Staaten, die in Libau und Windau, auf den Inseln Oesel und Dago, in Baltisch-Port und anderen Orten auf Grund der gegenseitigen Beistandspakte Sowjetrußland militärische Stützpunkte eingeräumt haben, hätte die Durchführung der verbrecherischen englischen Pläne schwerst« Folgen nach sich ziehen können. Daher ist es verständlich, wenn man in den baltischen Staaten den Frieden zwischen Finnland und Sowjetrußland lebhaft begrüßt. Rationierung des Stahlverbrauch«! in England. A m st e r d a m, 20. März. (Europapreß.) Die deutsche Geaenblockade hat England wieder zu einer einschneidenoen zwangswirtschaftlichen Maßnahme gezwungen. Die erwartete Rationierung des Stahlverbrauches in England tritt am 1. April in Kraft. Sie erfaßt alle stahlverarbeitenden Industrien einschließlich der Kriegsindustrie und der Regierungsbetriebe. Die Zuteilung von Stahl wird nur nach dem von der Regierung anerkannten Bedarf erfolgen und erstreckt sich nicht nur auf die für das Inland, sondern bezeichnenderweise auch auf die für den Export bestimmte Produktion. Trotz der Bedenken der Automobilindustrie wird eine erhebliche Herabsetzung der Stahlzuteilungen für den Bau von Privatwagen erfolgen. Dr. Todt Reichsminister für Bewaffnung und Munition. Berlin, 20. März. (DNB.) Zur Durchführung des vom Führer aufgeslellken gewaltigen Waffen- und Munitionsprogramms ist es erforderlich, alle in der Waffenherftellung und Muni- tionserzeugung tätigen Stellen zu Höch st er Kraftentfaltung unter einheilticher Leitung zusammenzufassen. Der Führer hat damit zum R e i ch s m i n i st e r für Bewaffnung und Munition den Generalinspektor für das deutsche Strahenwesen, Dr.-Jng. Todt, berufen. ♦ Mit Dr. Todt hat der Führer in die überaus wichtige Stelle des Reichsministers für Bewaffnung und Munition einen Mann berufen, der durch die von ihm bisher geschaffenen Werke gezeigt hat, daß sich in ihm nationalsozialistische Tatkraft und äußerste Energie gepaart mit höchster Leistungsfähigkeit und einem ungewöhnlichen Organisationstalent vereinen. Das deutsche Volk beglückwünscht Dr. Todt zu dieser neuen ehrenvollen Berufung und ist überzeugt, daß genau so wie der Name Todt mit der Reichsautobahn und dem Westwall für alle Zeiten verbunden ist, auch hier wieder der richtige Mann auf den richtigen Platz ge- st e l l t wurde. Dr. Fritz Todt, 1891 in Pforzheim geboren, studierte Jngenieurwissenschaften an den Technischen Hochschulen in München und Karlsruhe und promovierte mit einer Arbeit über Straßenbau zum Dr.-Jng. Im Weltkrieg war Dr. Todt vom ersten bis zum letzten Tag an der Westfront. Bereits 1922 schloß er sich der NSDAP, an, wo er Fachberater für den Straßenbau war. 1933 wurde Dr. Todt durch den Führer zum Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen bestellt. Mit dem Bau der Reichsautobahn wurde seine Name für das deutsche Volk zu einem Begriff. Im Mai 1938 beauftragte ihn der Führer, den Westwall bis zum Herbst 1938 sertigzustellen. Bereits im September 1938 stand er vor der Dollendung. Für diese ungewöhnlichen Leistungen wurde Dr. Todt der deutsche Nationalpreis des Jahres 1938 verliehen. Dr. Todt, der SA.-Obergruppenführer ist und das Hauptamt für Technik der NSDAP, leitet, erhielt am 19. Oktober vorigen Jahres den Charakter als Generalmajor. Die Zusammenkunft am Brenner. Oie italienische presse gegen demokratische Schwindelmanöver. MW MW 4 U W - y / ' • fW -V.;/ Unser (telegraphisch nach Berlin übermitteltes) Bild zeigt die Begrüßung der beiden Staatsmänner. (Associated-Preß-M.) Mailand, 20. März. (Europapreß.) Von der italienischen Presse wird betont, daß die Zusammenkunft am Brenner die Wirksamkeit des deutsch- italienischen Bündnisses bestätigt habe. Der offiziöse „Popolo d'Italia" schreibt, das demokratische Gerede von einer sog. Friedensoffensive entbehre jeder Grundlage. Die unversöhnlichen Kriegshetzer seien in Europa die Demokratien, die die Aufteilung Deutschlands wie zur Zeit des Westfälischen Friedens verlangten. Die Solidarität der Achsenmächte verfolge das Ziel einer neuen Gerechtigkeit in Europa. Die Ziele der Achse stimmten mit den höheren Erfordernissen des Gleich- Öts und der Gleichberechtigung in Europa -t. Der „Corriere della Sera" betont, in Italien habe niemand von der Zusammenkunft eine Umwälzung der internationalen Lage erwartet. In Italien sei man zu vernünftig, um zu glauben, daß Mussolini sich zum Werkzeug von Friedens- und Vermittlungsversuchen machen würde, die von niemand verlangt wurden und daher zu keinem Ziel führen würden. Daß der Duce in der Besprechung am Brenner nicht die Rolle eines „Friedenstzngels" gespielt hat, erklärt auch Gaida im „Giornale d'Italia", es fei ebenso grotesk, wenn die Westmächte, die früher das faschistische Italien als dauernd aggressiv hingestellt hätten, nunmehr plötzlich den Duce unentwegt die dauernde Aufgabe eines „Friedensgesandten" und einer lausenden Vermittlung zur Lösung des Konflikts zuschreiben möchten. Ansaldo sagt im „Telegrafo", die Mehrzahl der westlichen Interpretationen wende sich sofort dem „Lichtblick des Friedens" zu und träume von einem Duce, der in aller Eil« über die Halbinsel sich hinwegbegebe, um perfönlich dem Führer Deutschlands Friedensvor- schlüge oder etwas noch Pittoreskeres zu überreichen. Die Begegnung sei jedoch mit keinem Frie- densplan der römischen Ministerien verbunden gewesen. Schweizer Echo. Genf, 20. März. (Europapreß.) Die Unterhaus- rebe Chamberlains hat die' Neutralen, unter deren Vertretern man in Genf offene Worte der Unge- hattenheit hört, stark verschnupft. Selbst die schweizerische Presse nimmt die Ausführungen des englischen Ministerpräsidenten über die Neutralen mit einer gewissen Kritik auf. So schreibt die „Neue Zürcher Zeitung", wenn das englische Volk die Haltung der Neutralen nur von einem sehr einseitigen Standpunkt aus beurteile, so sei es zu bedauern, daß die führenden Männer Englands, denen die Schwierigkeiten der Lage der Neutralen klar sein müßten, die volkstümlichen Ur- teile, wie sie sich in jeder auf Leben und Tod in einen Krieg verwickelten Nation fast notgedrungen nach und nach herausbilden müsse, durch derartige Aeußerungen schüren helfen. Die voreiligen Gerüchte und das Geschwätz aus London und Paris, daß eine deutsche Friedensoffensive größten Stils bevorstehe, wird in den neutralen Kreisen der Genfer Liga als Beweis dafür angesehen, daß die Nerven an der Themse und an der Seine äußerst schwach sind. Die schwei- zerische Presse geht kaum mehr auf alle die Sensationsmeldungen aus Paris und London ein. Sie spricht ruhig und ohne Kommentar von der Konferenz als einem bedeutenden Ereignis und läßt sonst den italienischen und den deutschen Stimmen das Wort. Britische Luftpiraten. Wehrlose deutsche Seeleute eines unbewaffneten Handelsschiffs mit Maschinengewehren beschossen. Be r l i n, 20.März. (DNB.) Aus zuverlässiger neutraler Quelle wird erneut eine brutale Verletzung des Völkerrechts durch britische Flieger auf hoher See bekannt. Der deutsche Dampfer „Adolf Leonhardt", der den Hafen Lobito am Abend des 8. Dezember 1939 verlassen hatte, wurde am Vormittag des 9. Dezember 1939 90 Seemeilen südwestlich von Benguela an der Küste der portugiesischen Kolonie Angola von einem englischen Flugzeug gestellt, das durch Maschinengewehrsalven ins Wasser und gegen die Bordwand sowie durch Zuwinken das Schiff aufforderte, Kurs nordwärts zu nehmen. Um der Aufbringung zu entgehen, gab der Kapitän des deutschen Handelsschiffes daraufhin den Befehl zur Selb st Versenkung. Als der britische Flieger dies bemerkte, beschoß er den Kapitän auf der Brücke und legte Ma- schinengewehrsalven in den Maschinen- und Heizraum. Der Kapitän beorderte dann die ganze Besatzung in die Boote, deren Besteigen der britische Flieger durch starkes Maschinengewehrfeuer verhindern wollte. Es wurde von ihm sogar auf die schon zu Wasser geführten Boote geschossen, wobei das Steuerbordboot beschädigt und vier Mann der Bootsbesatzung leicht verwundet wurden. Genau wie im Falle der „Watussi" haben britische Flieger in brutalster und rechtswidrigster Weise ein unbewaffnetes deutsches Handelsschiff beschossen und wehrlos« deutsche Seeleute selbst in den Rettungsbooten noch unter Maschinengewehrfeuer genommen. Die merkwürdige Häufung dieser Vorkommnisse zeigt, daß hinter dem unrühmlichen Vorgehen der britischen Flieger offenbar System und höherer Befehl stehen. Von einem derartig piraten- haften Verhalten wird die ganze rechtlich denkende Welt nur mit Abscheu und Empörung Kenntnis nehmen. „Queen Mary-' und „Mauretania" wollen auslanfen. N e u y o r k, 20. März. (Europapreß.) Die britischen Ozeanschiffe „Queen Mary" und „Mau- r e t a n i a" — die „Queen Mary" liegt seit Kriegsausbruch, die „Mauretania" feit etwa Jahresende im Neuyorker Hafen — scheinen nunmehr, aus* Drog. Winterhoit, Kreuzplatz 9. Drog. Piarenkemper, Seltersweg 69. Drog. Bornemann, Bahnhofstraße 17. Drog.Elges, Seltersw.66. Drog. Seibel ^ankf.Str. 39 Hasche R in Ihrer Drogeritt Bei Wenn das rote Licht leuchtet! Von Heinz Helnurth Giesle. Wer einmal dem Film sich verbunden hat, den läßt er nicht mehr los. Es ist das starke Fluidum, das tiefe Wesen dieser „geheimnisvollen" Kunst, das einen mit tausend Banden fesselt. Ich kenne begeisterte Kinogänger, die kein Programm ihres Stammkinos au51 affen. Die es sogar fertigbekommen, von einem Theater ins andere zu gehen und zwei volle Programme zu genießen. Um wieviel stärker müssen also die Fäden sein, die den Berichterstatter aus Neigung und Beruf mit dem Schaffen des Films verbinden. Immer wieder aufs neue bin ich durch die Arbeit in der Filmwerkstatt berührt, mitgerissen von dem Tempo, das seinen Ausdruck in allen Einzelheiten findet. Ueber Kabel und Latten, vorbei an Kulissen und Versatzstücken, führt der Weg zum Kern des Ateliers: zur Dekoration. Für den Besucher eröffnet sich ein unerhört fesselnder Anblick. Die Kamera im Aufbau, der Regietifch, der ganze technische Stab. Jede Kameraeinstellung wird genau besprochen, jede einzelne Szene probiert Dann ertönen die Kommandos: „Licht! — Zweiter Aufheller mehr nach rechts. Frontalfcheinwerfer ganzes Licht!" — „Ruhe", heißt es in den Kulissen. „Ruhe", heischen die Summer, die roten Lampen. — Tonfilm- auf nähme! So ist es in den meisten Ateliers. Nur jedesmal ein anderes Bild, aridere Schauspieler, andere Filmstoffe, andere Dekorattanen. Mitunter auch luftige Zwischenfälle. Die eiferne Tür öffnet sich. Vor mir die Dühnenwache. Ein neues Gesicht „Eintritt verboten!" Hinter mir ein gutmütiger Baß: „Mensch, Karle, bet ist doch eener von die Zeitung!" Beschwörend HM sich die Hand der Bühnenwache: „Von der Zeitung? Presse is beut nich zujelaffen .. Doch da sehe ich zum Glück Atelierchef M. Er nickt mir zu. Die Hand der Bühnenwache senkt sich verlegen. Ich darf bleiben — ausnahmsweise! Gern überlasse ich mich der freundlichen Führung des Atelierchefs. Ich bin ja heute herausgekommen, um einen Blick in den technischen Apparat der Film- Herstellung zu werfen. Kaum zu glauben, was dazu alles nötig itt. Da gibt es vor allem ein Materiallager, das alles enthält, was für den Notfall gebraucht wird: Latten, Hölzer, Sperrholzplatten für die szenischen Aufbauten; Schrauben m allen Größen und für alle Zwecke in Hunderten von Packungen aufgeschichtet; Di schle reib«darf; Farben aller Schattierungen; Schlosserartikel. Auf all dies hat her Verwalter ein wachsames Auge. Und es gibt wohl keine noch so ausgefallene Bedarfsanforderung, die ihn in Verlegenheit fetzen würde. Im Erdgeschoß sind die Einzelgarderoben der Solisten und dl« Gemeinschaftsgarderoben der Kleindarsteller un ter gebracht. Ein Pfeil zeigt die Richtung zu den Schminkräumen. Für Waschgelegenheit ist ebenso gesorgt wie für ein Vollbad. Auch die Tele- phonzelle ist schnell erreichbar. Das Sanitätszimmer ist hell, geräumig und mit allen Einrichtungen vorbildlich versahen. Ueberall praktische und geschickte Raumanordnung. Eine eiserne Tür führt zu den „technischen Räumen". Wir besichtigen den Dorführungssaal, der mit bequemen Sesseln ausgestattet ist. Hier werden di« Filmabschnitte vom vergangenen Arbeitstag vorgeführt und vom Regisseur geprüft. Die Kabine ist durchaus zeitgemäß und nicht anders als in einem großstädtischen Theater. Die Maschine na nlage gehört zu den modernsten Berlins. Vier große Generatoren, die den Strom für die Zwecke des Ateliers umwandeln, ruhen in starken Federungen. Alle Erschütterungen der Maschinenkraft werden dadurch ausbalanciert, so daß sich keinerlei Vibration auf den Aufnahmeraum überträgt. Die Geräusche werden durch schalldichte Wände absorbiert. Jede Stromschwankung wird vom Ausnahmeraum aus hem Maschinenmeister durch Lichtsignale gemeldet. Eine leistungsstarke Entlüfungsanlage sorgt für automatische Kühlung. — Eine Kunstschlosserei und eine Modelltischlerei vervollständigen die „Rüstungs"anlagen für den täglichen Bedarf des Ateliers. Einen flüchtigen Blick werfen wir noch in bi« Detonation. Das rote Licht bannt unseren Schritt. Ueberall gleichsam Erstarrung der Bewegung. Der Arbeiter dort links hört mit Hämmern auf. Die lebhafte Gruppe vor uns bricht ihre Unterha! ^ig ab. Wir lauschen den Szenen, die sich vor unseren Augen und Ohren abspielen. Es ist eigenartig, mit welcher Deutlichkeit auch das leis« gesprochene Wort all« Teile des Ateliers durchdringt. Wenige Bilder nur — und doch von blutvollem Leben erfüllt. Ewig ein neuer Wirbel des Erlebens. Die Galerie mit den Scheinwerfern, die Tonsteuerkabine, der Galgen, der jedes geflüsterte Wort peinlich genau registriert, das scharfe Auge des Objektivs. Aufleuch- ! ten die roten Lampen. „Ruhe", fordern die Summer. Eine neue Kameraeinstellung: Tonfilmauf-- nahme! Als ich schon gehen will, bemerke ich ein Riesenvogelbauer. Es ist verhängt. Di« Vögel — kostbare Exoten — scheinen zu schlafen. Doch nein — gerade wahrend einer neuen Aufnahme zwitschert es aus dem Käfig heraus. Ein luftiges kleines Ereignis im e-mften Ärbeitstempo des Films! Langschnäbel. < on Karl Scherer. Frühmorgens hatte dichter Märznebel zwischen den Rottannen des Bergwaldes gelegen und kalte Wellen in die Täler geschickt. Dann brach die Sonne durch, die Schneemassen in Gräben und Steinlöchern begannen zu schrumpfen, die Wildbäche schwollen an, und um Mitternacht kam mit dumpfem Brausen der Föhn über die Berge, und sein stürmisches schwüles Wehen weckte den Wald. Der Mond ist zeitig aufgegangen und beglänzt das weite Land. Aus dem braunen Laub unter dem Hartriegelbusch am Waldrand hebt sich im Abenddämmer mit klatschendem Schwingenschlag ein dunkler Schemen, schwenkt über die jungen Buchen, zwischen denen schon die roten Blüten des Zeilands stehen, huscht niedrig durch die kahlen Birkenbüsche, steigt und finkt und verliert sich im Hochwald. Auf der breiten Stellung taucht er wieder auf; nun ein tiefes gespenstiges Quarren, bald unter den Eichen, bald ÜDer der Lichtung. Da kommt er auf der abschüssigen Schneise, die an der Bachwiese endet, aus der Tiefe von neuem herangeschossen, doch jetzt sind es zwei, die im Zickzack winoschnell durch den Dämmer zucken, und nun gar drei! Die Schnepfe voraus, stechen die beiden Hähne eifersüchtig aufeinander, bis der schwächere zurückbleibt, und mit jäher Schwenkung zwischen die Fichten sinkt. Wo der moorige Wiesengrund unter Ellernbüschen und Espen an den Wald grenzt, fällt das Pärchen ein. Eilig trippelt die Henne lockend durch Löffelkraut und Linsenwicken, mit geblähter Kehle und gefächertem Stoß folgt ihr der hitzige Freier in arm- langem Abstand. Das dürre Laub rauscht, Riedgräser rascheln, daß die Schermaus, die unter dem Haselbusch an einer Nußschale knabbert, entsetzt in ihr Lock fährt. Die Schnepfe flattert über einen toten Ameisenhaufen, der Hahn surrt nach und schrillt und pfeift; bann nimmt sie das blattlose Schlehdorngebüsch auf, unter dem das weiche grüne Laubmoos keimt. So treiben sie es die mondhelle Nacht hindurch, bis das Zwielicht durch die Ahornheister am Hügelhang blickt. Mit ihm verschwinden die beiden Nachtvögel und verschlafen den Tag unter den dürren Heidelbeeren, in ihrem braun- gelben Federkleid kaum unterscheidbar vom Boden und Stauden; erst wenn der Abend kommt, werden sie wieder munter, und das Minnespiel beginnt von neuem ... Am Seeufer herrscht das drängende Leben des nordischen Vögelfrühlings. Kraniche stolzieren mit wippendem Busch am Gestade: kuruh, kuruh. Brachvögel rufen, Enten und Rohrhühner gleiten zwischen Riedstengeln hin und her, und auf der Moorwiese kollern und springen die Spielhähne. Der alte Schnepferich, der gestern von der weiten Reise über Meer und Gebirge aus dem Nil-Delta wieder in der Heimat an gekommen ist, hat Hunger; eilig trippelt er über die Torfblüten am Ufer, verhält sich, senkt die feinnervige Sonde des Stechers tief in den feuchten Boden und zieht einen fetten Ringelwurm ans Licht. Dem hilft kein Drehen und Winden: ruck-ruck — die Kehle hinunter! Die Wiese ist noch grau und tot; doch auf dem Wege am Waldesrand ist vor einigen Tagen der Bauer mit feinen Kühen entlanggefahren, um Holz aus dem Föhrenschlag zu holen, und an den Kuhfladen fam- mein sich die Aaskäfer und Würmer. Noch ist die Ausbeute gering, doch allmählich füllt sich der Magen ... lieber der Wegböschung taucht aus den niedrigen Buchenbüschen ein spitzer roter Kopf hervor. Die buschige Standarte zuckt, die Läufe strecken sich zum Sprung, und der mörderische Fang mit den scharfen weihen Reißzähnen klafft — da klatscht die Schnepfe steil in die Höhe und stiebt pfeifend in sausender Fahrt davon, hebt sich über den Waldrücken und landet an der warmen Quelle im Wiesengrunde ... Es ist wieder Abend geworden. Die Sonne steht schon tief, doch die Dämmerung im März währt lange. Von der Spitze der einsamen Samen sichte am Berghang singt die Drossel ihren Abendpsalm, und die kleinen Sänger, die als erste zurückgekehrt sind, suchen ihre Schlafwinkel im dichtesten Gezweig der rauhen Tannenwipfel. Silbern funkelt der Abendstern durch die schwarzen Aeste, kühl weht es unter den Bäumen, und über Wegen und Schneisen ziehen quarrend die Schnepfe« ... U- Fünf Jahre Fernsehen Fernaufklärer an der Arbeit nur Was können urirzu Ostern backen ma 25g sm um lüe/n ? Piraten- denkend, Kenntni Dr. Oetker Hackpuluef fettungs- genom- lodontm- Vorgehen Die briti- „Mau. it Kriegs- ahresend! )r, aus- lben bri. oidrigst« atsches 18 Jahren nur in Begleitung des Erziehungsberechtigten oder einer von ihm beauftragten voll- jäh riaen Person gestattet, und auch dann nur bis 2 3 Uhr. Die Vorschriften gelten nicht für Angehörige der Wehrmacht und des Reichsarbeitsdienstes. Die Bestimmungen über die Fernhaltung aus öffentlichen Lokalen gelten ferner nicht für Veranstaltungen der Partei sowie für Jugendliche, die sich nachweislich auf Reisen befinden. Jugendliche, die vorsätzlich gegen die Verordnung verstoßen, werden mit Haft bis zu drei Wochen oder Geldstrafe bis zu 50 RM. bestraft. Für Erwachsene sind Geldstrafen bis zu 150 RM. und in besonders schweren Fällen Haft bis zu sechs Wochen angedroht. Oer BebSrdendienst amOsterjamstag. Der Vorsitzende des Ministerrats für die Reichs- Verteidigung hat angeordnet, daß bei den staatlichen Behörden, den Gemeinden, Gemeindeverbänden und sonstigen Körperschaften, Anstalten und Sitzungen des öffentlichen Rechts mit Rücksicht auf die Kriegsnotwendigkeiten in diesem Jahre am Tage vor Ihre Waffe ist die Lüge! Wer hat die „glaubwürdigen Augenzeugenberichte" über angebliche deutsche Grausamkeiten verfaßt, um das Kriegsfieber und den haß unter den Völkern noch höher zu schüren? Der Jude! hier ein Selbslgesländnis von fast unfaßbarer Offenheit und Niedertracht. In dem jüdischen „Daily News" vom 16. November 1938 erklärt ein Jude: „Der Krieg ist etwas Schlimmes, aber die Niederlage in einem Krieg ist noch schlimmer als der Sieg. Aus diesem Grunde verpflichten wir uns schon jetzt, Brandartikel zu verfassen, glaubwürdige Berichte über Grausamkeiten zu schreiben, Photo- gravhten über diese Grausamkeiten zu ver- breiten und außerdem Artikel über den Krieg zu bringen, die das Publikum ausreizen." Wir haben in der Kampfzeit die jüdische Lüge überwunden, und wir wissen heute im Krieg mit der englisch-jüdischen Plutokratie nur allzu genau, mitwelchenWaffender Gegner kämpft. Der Panzer der deutschen Einigkeit und des deutschen Willens bietet ihnen keine Lücke. Wir siegen diesmal endgültig gegen Gemeinheit und haß, denn: Unsere Waffe ist die Tat! Den Teig bereitet man wie bei Jlufitocte* im Prospekt .Zeitgemässe Rezepte* oder nach Juifentorte“ im Bathburh .Bathen macht fceuöe“ oder im .Schulhodibuch flusg. D oder E". für das magipan werden die Kartoffeln zweimal burrhgepreflt dann mit Zucker und Oanillinjuthec verrührt und mit Aroma abgefdimecht für den fitem wird das Puddingpulver mit 3 Eßl von der flüffigkelt an gerührt Die übrige flüssigkeit schmeckt man mit Zucker und Zitronensaft ab, bringt sie zum kochen, nimmt sie von der fiochsselle, gibt das angerührte Puddingpulver unter Rühren hinein und lässt noch einige Male aufhochen. Mährend des Erhaltens rührt man den firem häufig um. Der q eisgekühlte Tortenboden (am besten vom Tage vorher I) wird zweimal durchgeschnitten. Den untersten Boden bestreicht man erst dünn mit Marmelade und dann mit fiartoffelrnarzipan (etwa 1/3 davon zurücklaffenl), 16 legt den zweiten darauf, bestreicht mit firem und bedeckt mit dem dritten. Rand und Oberfläche der Torte werden gleichmäßig mit dem übrigen fiartoffelrnarzipan bestrichen. Darauf streut man die mit fett leicht gebräunten ^afecflathen. Bitte auslchngiögn! sehe UM» rer Droge*. enkempet straße 1T ikf.Str.31 der Ka. W ben Als da er de« k Ma. lascht, beordert! e, deren tarte; indem »ie schon odei bas mn der iss- en. Her neu. jung der tzr Leon, 'end de, im Bor. sudwest. ? o rtu. 'M eng. Hinong«. Mbtoanb k Kur, Fünf Jahre sind seit jenem 22. März 1935 verstrichen, an dem die Deutsche Reichspost in den Räumen des Reichspostmuseums den deutschen Fernsehdienst eröffnete. Seither ist die Fernsehtechnik unaufhaltsam weiter entwickelt worden. Zunächst bereiteten Aufnahmen aus dem Freien und aus großen Versammlungsräumen noch erhebliche Schwierigkeiten. Für eine praktische Verwendung kamen nur die mechanischen Bildfeldzerleger in Betracht. Mit diesen konnten Filme und räumlich eng begrenzte Szenen aus verdunkelten Aufnahmeräumen nach dem Lichtstrahlabtastverfahren übertragen und gesendet werden. Bei Bildausschnitten aus dem Freien war man auf den Zwischenfilm angewiesen. Die Szene mußte zunächst auf einen Tonfilmstreifen ausgenommen und dann der Film unmittelbar nach der Entwicklung fernfehmäßig zerlegt und übertragen werden. Dieses Verfahren war zwar technisch hoch entwickelt, seine beschränkte Anwendung entsprach jedoch nicht dem Wunsch des Fernsehtechnikers nach dem unmittelbaren Fernsehen. Das „unmittelbare Fernsehen" ist heute dank der außerordenllichen technischen Entwicklung der Aufnahmegeräte, besonders der Bildspeicherröhre, verwirklicht. Die Aufnahmeräume im Deutschlandhaus in Berlin sind mit allen modernen technischen Einrichtungen ausgestattet worden; sie arbeiten nach der im Jahre 1938 festgelegten Fernsehnorm mit 441zeiligen Bildern nach dem Zeilensprungverfahren. Viele Kameras mit den Ueberwachungs- und Mischanlagen ermöglichen eine pausenlose Vortragsfolge. Sie bringt neben dem Fernsehspiel das zeitgemäße Ereignis. Gerade in dem Miterleben bedeutsamer Begebenheiten liegt die besondere Anziehungskraft des Fernsehens, wie die Uebertragung der Olympischen Ostern in gleichem Umfange Dien st zu leisten ist, wie an den anderen Samstagen. Vluttranssusion im Kampf gegen die Säuglingssterblichkeit. s blattlos« iche grü;< mondhell« ü Ahorn- -schwinden den Ta? m braun- M Äoden it, werden rginnt von Leben de» zieren w° ich. Brach leiten S""' der W t Der al« iien :lta wer; eu'f er, tii/trs fetten R Die Ws W "5 BW«"1” , aus Uen W Sb 2 l» fit kf auß W .H 4*«, tfS» r» * sS ev ®T\p K gesetzt werden. General von Lettow-Vorbeck 70 Jahre alt. Am 20. März beging General von Lettow-Vor- beck, der cheldemNütige Verteidiger von Deutsch-Ost- afriku, seinen 70. Geburtstag. Lettow-Vorbeck entstammt einem alten Soldatengeschlecht. Er wurde in Saarlouis geboren und im Kadettenkorps er- 30gerf. Von 1900 bis 1901 machte er im ostasiatiscben Expeditionskorps den Feldzug in China mit. 1904 wurde Lettow-Vorbeck zur südafrikanischen Schutztruppe versetzt, wo er sich während des Aufstandes 1904/06 besonders auszeichnete und auch schwer verwundet wurde. Er kehrte nach Deutschland zu- rück, wurde zunächst Adjutant beim Generalkommando des XI. Armeekorps, trat 1909 als Kommandeur des 2. Seebataillons in die Marine-Infanterie ein, blieb aber nur wenige Jahre in der Heimat. 1913 wurde er Oberstleutnant und Kommandeur der Schutztruppe von Kamerun, am 20. April 1914 Kommandeur der ostafrikanischen Schutztruppe. Was General von Lettow-Vorbeck während des Weltkrieges in Deutsch-Ostafrika geleistet hat, wie er zuletzt nur noch mit einer Handvoll Männer gegen eine hundertfache lieber- macht kämpfte, ist jedem Deutschen bekannt. Er verteidigte nicht nur mit vollem Erfolg deutschen Ko» lonialboden, sondern fiel auch siegreich in Feindesland ein. Nicht nur die Waffen, sondern auch Verpflegung und Bekleidung holte sich die tapfere kleine Schar, die von jeder Hilfe abgeschnitten war, beim Feinde. Zahllose Bücher berichten über die Heldentaten Lettow-Dorbecks, seiner Schutztruppe und seiner treuen Askaris. Der heldenmütige Verteidigungskampf in Deutfch-Oftafrika bleib ein unver- weltliches Ruhmesblatt deutscher Kriegs- und Kolomalgeschichte. Kartenabtrennung nur bei Lieferung von Ware. In einem Erlaß über die Durchführung des Kar- tenfystems hat der Reichsernährungsminister nochmals klargestellt, daß bewirtschaftete Erzeugnisse n u r gegen Bezugskarten ab- Der Bedarf an Blutspendern beträgt etwa einen auf 1000 Einwohner. Dementsprechend sind für das Reich etwa 60 000 Blutspender erforderlich. Die Blutspenderzentrale ist eine freiwillige Gemeinschaftsaufgabe der Krankenhäuser und Kliniken. Ein Spenderkreis soll mindestens aus 20 Spendern bestehen, die sich auf die vier Blutgruppen verteilen. Die Ueberwachung hat das Gesundheitsamt. Zentralstelle ist das Robert-Koch-Jnstitut in Berlin. Als Blutspender kommen nur gesunde, unbescholtene Personen im Alter von etwa 21 bis 50 Jahren in Betracht. Die Vergütung beträgt 10 RM. für die ersten 100 ccm, 5 RM. für jede weiteren angefangenen 100 ccm, mindestens aber 20 RM. Die Bluttransfusion hat besondere Bedeutung auch bei der Behandlung lebensbedrohender Krankheiten im Kindesalter. Darüber berichtet in einem Aufsatz Dozent Dr. Hofmeter, der Direktor des Kaiserin-Auguste-Viktoria-Hauses. Gerade bei Kindern muh eine Blutübertragung nicht ausschließlich als Ersatz verlorengegangenen Blutes vorgenommen werden. Länger dauernde Krankheiten, die den wachsenden Organismus schwer beeinträchtigen können, machen Transfusionen erforderlich, um die Heilung zu beschleunigen. Auch die Sterblichkeit der schwersten Durchfallstörung konnte gesenkt werden, und zwar wird in diesem Fall die Blutflüssigkeit übertragen. Es ist durchaus wahrscheinlich, daß diese Plasmatransfusion auch auf anderen Gebieten der Medizin gleich lebens- rettende Wirkungen entfalten wird. Dank dieser neuen Erkenntnisse kann die Säuglingssterblichkeit in Deutschland, die schon längere Zeit einen erfreulichen Tiefstand erreicht hat, noch weiter herab- Ä«! Nede^ »d-. Beivej; ; ichvej. I,e &n, e'N. Cie "d labt 5tWen Dunkelheit überhaupt zu erkennen sind, aus der Schneelandschaft ab, als schwarze Bänder und Linien ziehen sich Flüsse, Straßen und Eisenbahnen durch das Gelände. Jetzt ist der Aufklärungsraum erreicht, die Hauptaufgabe kann beginnen. Die erste aufklärende Station wird überflogen. Unbeweglich liegt die Bahnhofsanlage da, kein Lichtschein verrät irgendeinen Verkehr. Eine Fallschirmleuchtbombe könnte leicht Licht in den Bahnhof bringen, aber es gibt wichtigere Bahnhöfe bei diesem Auftrag. Also weiter über die Strecke! Da, plötzlich leuchtet rötlich eine Dampfwolke an der Strecke auf — ein Zug in Fahrt. Der helle Lichtschein wurde ihm zum Verräter. Fahrtrichtung und Zeit werden festgehalten. Nicht immer ist das Glück dem Beobachter so hold, daß er nachts einen Zug am Feuerschein erkennen kann. Weiter geht es. Viel Dunst liegt jetzt im Tal und erschwert die Orientierung wie auch die Aufklärung. Endlich aber findet das wachsame Auge die verschwindende Masse des großen Verfchiebebahnhofs. Eine Leuchtbombe fällt und schlagartig ist die große Anlage in taghelles Licht getaucht. Jetzt gilt es, möglichst viele Einzelheiten in kürzester Zeit zu erfassen und sich so einzuprägen, daß sie beim Abflug zu Papier gebracht werden können. Stark bestellter Verschiebebahnhof, viele hundert Waggons, teilweise zu Zü- gen zusammengestellt, zahlreiche Lokomotiven unter Dampf, ein Zug verläßt gerade den Bahnhof nach Norden. — Das ist das Resultat der kurzen Leuckt- zeit der Bombe. — Da, plötzlich am wieder nacht- dunklen Himmel ein, zwei, drei, vier und mehr tastende Strahlen — und schon ist das Flugzeug von den Scheinwerfern gefaßt. Nur das Blindflugkönnen des Flugzeugführers bringt das Flugzeug bald aus dem Leuchtbereich — und doch waren schon die Leuchtspuren leichter Flak in unangenehmer Nähe. Weiter zieht der Vogel ruhig seinen Weg, Aufklärungsergebnisse werden ausgezeichnet, bis nach Stunden der Auftrag beendet ist. Bekannter und bekannter wird das Gelände, noch eine Platzrunde, und schon setzt das Flugzeug nach glücklich beendetem Feindslug auf. Im Kraftwagen geht es sofort zur Befehlsstelle. Die Ergebnisse des Fluges werden schriftlich festgelegt und dem Staffelkapitän vorgelegt. Nach dessen Entscheidung wird der Beobachter seine Meldung fernmündlich sofort an die Armee weitergeben. Nun noch kurz aufwärmen und dann etwas essen, und dann ins Bett, um sich Kraft für neue Flüge zu holen. Morgendämmerung liegt über dem Platz, die in der Nacht zurückgekehrten Flugzeuge werden bereits wieder startfertig gemacht. Die Ergebnisse der Nachtluftaufklärung gilt es auszuweiten, der Führung Unterlagen für neue Entschlüsse zu schaffen. Schon rollt das Morgenflugzeug zum Start, und nach wenigen Minuten ist der Vogel den Blicken entschwunden. Immer noch aber ist die Bildstelle der Staffel mit der Auswertung der letzten Flüge beschäftigt. Bald ist das Ergebnis vollständig, und ein Kurierflugzeug bringt die wertvollen Bilder den vorgesetzten Dienststellen. So rundet sich des Tages Lauf bei einer Aufklärungsstaffel in harter Arbeit für die Führung. Major Emminghaus. Spiele 1936, des Nürnberger Parteitages 1937 und sportlicher Ereignisse immer wieder bewiesen haben. Zu solchen Uebertragungen sind heute alle technischen Voraussetzungen gegeben. Mit fahrbaren Geräten können an Ort und Stelle Aufnahmen gemacht werden. Drahtlose Zubringereinrichtungen verbinden zum nächsten Kabelanschlußpunkt oder unmittelbar zum drahtlosen Fernsehsender. Ein Breitbandkabelnetz überträgt zeitgemäße Ereignisse zum drahtlosen Sender int Amerikahaus in Berlin und später auch das Programm des Deutschlandhauses auf andere drahtlose Fernsehsender. Es verbindet wichtige Kulturzentren Großdeutschlands, wie z. B. Berlin, München, Leipzig, Nürnberg und Hamburg miteinander. Wien, Frankfurt a. M., Köln usw. werden ebenfalls in dieses Netz eingegliedert werden, so daß bald auck in andern großen Städten Deutschlands Fernsehsender errichtet werden können. Durch die Vervollkommnung der Aufnahme- und Sendetechnik konnte der allgemeine Fernsehrundfunk eingeführt und neben dem Gemeinschastsempfang in den Fernsehstuben auch der Heimempfang zugelassen werden. Die deutsche Industrie entwickelte unter Führung der Deutschen Reichspost den deutschen Fernseheinheitsempfänger, der auf der letzten Funkausstellung gezeigt wurde. Durch den Ausbau der Projektions- und Großprojektionsempfänger ist die Fernsehwiedergabe in großen Räumen unter kinoähnlichen Verhältnissen mit der beim Film erreichten Bildgüte möglich geworden. Alles in allem eine stolze Bilanz, die das deutsche Fernsehen mit seiner Entwicklung in diesen fünf Jahren aufzuweisen hat. Die hier in enger Zusammenarbeit von Behörde und Industrie erzielten Erfolge werden dem deutschen Fernsehen die führende Stellung auch in Zukunft sichern. (PK.) Die Luftwaffe bat Augen, die weit in den Feind reichen. Die Aufklärungsstaffeln find diese Augen. Die Tätigkeit einer solchen Staffel aufzuzeigen, soll die Aufgabe der nachfolgenden Zeilen sein. Spätnachmittag auf der Bildstelle der Staffel. Bild reiht sich an Bild auf dem großen Arbeitstisch zur Bildreihe einer wichtigen Eisenbahnstrecke im Feindesland. Bahnhof auf Bahnhof, jeder Streckenteil wird unter die Lupe genommen. Beobachter und Flugzeugführer, die den Flug durchgeführt haben, arbeiten zusammen mit dem Bildoffizier und den Auswertern an der Feststellung auch der un° bedeutendst erscheinenden Kleinigkeit. Im Kopierraum entsteht gleichzeitig Kopie nach Kopie, die in die Auswertung wandert. In mühevoller Kleinarbeit entsteht das Bild des Eisenbahnverkehrs auf der folgenden Strecke, das Bild einer Transportbewegung. Jeder Zug wird — das ist der Anhalt für die Bewertuna der Transporte — geprüft; jeder Bahnhof, befonoers die großen Verschiebebahnhöfe, zeigen in ihrer Belebung, ob der Feind dort besondere Maßnahmen, wie z. B. Zusammenstellung von Leermaterial zu Transportzügen oder Abstellung von beladenen Zügen, getroffen hat, ober ob der Bahnhof als normal friedensmäßig belegt angesprochen werden kann. So also entsteht das Bild einer Eisenbahnüberwachung, und es findet seinen Niederschlag in der Bildmeldung an die Armee. Um nun die Fühlung mit der Eisenbahntransportbewegung, die nach dem Aufklärungsergebnis vermutet wird, nicht zu verlieren, hat der Staffelkapitän vorsorglich eine Besatzung zur Nachtaufklä- rung eingeteilt und ihr den entsprechenden Austrag erteilt. Gerade kommt die Besatzung aus der Befehlsstelle, um nach dem Besprechungsraum zu gehen. Dort hängen Uebersichtskarten über das Feindgebiet, die Aufstellung der feindlichen Flak, soweit sie aus bisherigen Flügen bekannt ist, und die durch Jagdabwehr besonders gefährdeten Räume. Beobachter, Flugzeugführer und Bordfunker besprechen jetzt an Hand der Karten die Einzelheiten ihres bevorstehenden Fluges. Der Beobachter, der den vorhergehenden Flug geflogen hat, gibt der neueingeteilten Besatzung Auskunft über diese und jene taktische Einzelheit seines Fluges und über die von ihm erkannte Feindesabwehr. Während das alles, Flugweg, Flughöhe, Navigation und Funkverkehr durchgesprochen wird, hat sich eine sternenklare kalte Nacht über den Feldflugplatz gesenkt. Die Motoren werden angelassen und laufen warm. Die Besatzung kommt, dick eingemummelt in die warme Winterkombination und die Pelzstiefel. Der Staffelkapitän gibt letzte Anweisungen an die Besatzung, die drei Männer steigen ein. Ganz auf sich alleingestellt, nur das Dröhnen der Motoren in den Ohren, nimmt die Besatzung ihren bei Nacht hoppelt schweren Dienst wahr. Langsam gewinnt die Maschine Höhe, das Auge gewöhnt sich an die Dunkelheit, der Horizont und Einzelheiten des Geländes werden kenntlich. Während der Flugzeugführer das Flugzeug auf den befohlenen Kurs hält, versuchen die Augen des Beobachters mit angestrengtester Aufmerksamkeit das Dunkel zu durchdringen. Als "dunkle Masse heben sich die Wälder, als graue Schatten die Orte, soweit sie bei der 2 mittelgt. Eiet. 6 Eßl wasser. 125 g JuAet. 1 Päckchen Dl Oethcr VaniUinzuckec. 175 g Weizenmehl. 1/2 Päckchen Dc. Oetker puddmg- paloer Vanille-Leschmack. yg(3 gestrichene Teelöffel) Dc Oetker „Back in". TüUanq: 1 .) 2-3 gehäufte Eßlöffel tote Marmelade. 2 .) fiartoffelmarzipan: 200gungesalzene, gekochte Kartoffeln, 125gZucker. 1 päckcken Dr. Oetker Oanillinzucker. 7-12 Tropfen Dr. Oetker Back-Aroma Billermandet. S.) fitem: 1/2 päckcken Dl Oetker Puddingpulver Oanllle-Besckmack. 1/4 l Apfelsaft 06et -wein. 25 -50 g (1-2 gehäufte Eßl) Zucket, nach Belieben etwas Zitronensaft. lam Deciitctni 59 gfiaftcftoflreiL 2$gJDaaariiA Ministerpräsident und Außenkommissar M 0 l 0 - Iota tauschte am Mittwoch im Kreml mit den finnischen Abgesandten P a a s i k i v i und V 0 j 0 n - in a a die Ratifikationsurkunde für den russisch - finnischen Friedens vertrag vom 12. März und das Zusatzprotokoll aus. laufen zu sollen. Heber das Ziel und Zweck der Reise wird begreiflicherweise nichts verraten; jedoch nimmt man an, daß zunächst Halifax auf Neufundland angelaufen werden soll, um dort G e - schütze einzubauen. Sodann soll die Fahrt um Südamerika herum nach Australien gehen. Zum erstenmal seit langer Zeit steigen aus den Schornsteinen der beiden Ozeanriesen wieder Rauchwolken empor, und Dutzende von Schauerleuten sind damit beschäftiat, die Luxusmöbel an Land zu bringen und Leoensmittel an Bord zu schaffen. Um Sabotageakte auszuschließen, verschärfte die Neuyorker Polizei ihre Maßnahmen. Auf den an den Peers angrenzenden Straßen ist es Passanten und Kraftwagen verboten, anzuhalten. auf dem Hudson-Fluß, werden von zahlreichen Polizeivarkassen aus, die umhertreibenden Abfälle wegen etwaiger Minen und Bomben argwöhnisch beobachtet. (Sin seltsamer Diplomat. Washington, 20. März. (Eurooapreh.) Aus Kongreß kreisen werden scharfe Angriffe wegen des Verhaltens des USA.-©efanbten in Kanada, James Cromwell, laut, der Deutschland in einer Rede in Toronto verdächtigte, es würde im Falle seines Sieges den Frieden und das Wohlbefinden der neu-. trafen Staaten gefährden. In der Krtiik an Cromwell wird die Frage aufgeworfen, ob ein derartiges Verhalten, wie es Cromwell an den Tag legte, überhaupt mit den Aufgaben des diplomatischen Vertreters eines neutralen Landes zu vereinbaren sei. Der republikanische Abgeordnete Tinkham erklärte, daß für Cromwell angesichts dieser Hetzrede kein Platz mehr in den Rechen der amerikanischen Diplomaten sein könne. Cromwell habe ebensowenig wie ein anderer USA.-Diplomat das Recht, die Rolle eines Propagandisten für Großbritannien zu übernehmen. Der republikanische Abgeordnete Hamilton Fish erklärte, Cromwell gehöre offensichtlich zu den Kreisen jener USA.-Diplomaten, die mit allen Mitteln daran arbeiteten, die USA. zu einer Intervention in Europa zu veranlassen. — Die sofortige Abberufung von seinem diplomatischen Posten forderte der Senator Bennett Champ Clark (Missouri), der Cromwells Verhalten als eine „haarsträubende Verletzung seines Amtes- bezeichnete. Kleine politische Nachrichten. Der Führer empfing Mittwoch den bekannten isländischen Dichter Gunnar, Ounnarffon, der bei seinem Empfang durch den Führer vom Präsidenten der Nordischen Gesellschaft, Gauleiter Lohse, und Oberbürgermeister Dr. Drechsler (Lübeck) begleitet war. Gunnarsson hat im Winter in 44 deutschen Städten für die Nordische Gesellschaft mit großem Erfolg Vorlesungen aus seinen Werken abgehalten. Der Duce hat den Generalstabschef des italienischen Heeres Marschall G r a z i a n i empfangen und sich mit ihm eingehend über einige Probleme der militärischen Vorbereitungen Italiens unterhalten. Der 1585 BRT. große englische Dampfer „A b - botsf ord" gilt als verloren. Das Schiff hatte tun 8. März den Hafen von Gent verlassen und hätte {feinen Bestimmungshafen Dundee nach drei Tagen Erreichen müssen. Die Nederland sch Indische Tankstoomboot Mat- schappij teilt mit, daß ihr Motortankschiff „P h 0 - b 0 s" (7412 Brt.) an der Südost küste Englands au f eine Mine gelaufen ist. Das Schiff, das eine Ladung Rohöl an Bord gehabt habe, befinde sich noch rm treibenden Zustande. Bei der Explosion sind der erste Steuermann und sechs chinesische Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Eine Verordnung zum Schutze der Jugend. Eine Polizeiverordnung bestimmt, daß Jugendliche unter 18 Jahren sich auf öffentlichen Straßen und Plätzen oder an sonstigen öffentlichen Orten während der Dunkelheit nicht Herumtreiben dürfen. Der Aufenthalt in Gaffst ä 11 e n aller Art ist Jugendlichen unter 18 Jahren, die sich nicht in Begleitung des Erziehungsberechtigten oder einer von ihm beauftragten volljährigen Person befinden, nach 21 Uhr verboten. Jugendliche unter 16 Jahren dürfen sich ohne Begleitung des Erziehungsberechtigten oder Beauftragten in Gaststätten überhaupt nicht aufhalten. Der Besuch von öffentlichen Licht- Ipieltheatern, Variete- und Kaba- rettDorftellungen ist Jugendlichen unter 18 Jahren, die sich nicht- in entsprechender Begleitung befinden, nach 21 Uhr verboten. Jugendlichen unter 18 Jahren ist ferner in Gaststätten der Genuß von Branntwein oder überwiegend branntweinhaltigen Genußmitteln verboten, Jugendlichen unter 16 Jahren in Abwesenheit des Erziehungsberechtigten oder seines Beauftragten auch der Genuß von anderen alkoholhaltigen Getränken. Die Verordnung bringt ferner für Jugendliche unter 18 Jahren «in Verbot des Genusses von Tabakwaren in der Oeffentlichkeit. Der Aufenthalt in Räumen, in denen öffentliche Tanzlust bar- fetten statt finden und die Teilnahme an Tanz- fuftb ar feiten im Freien ist Jugendlichen unter gegeben werden dürfen. Andererseits dürfen Kartenabschnitte nur gegen Waren zur Verfügung gestellt werden. Es ist öfter beobachtet worden, daß Verteiler unausgenutzte Kartenabschnitte einbehalten haben und dadurch unberechtigt Waren beziehen konnten. Den Verteilern wird ausdrücklich verboten, Kartenabschnitte oder Bezugscheine entgegenzunehmen, abzutrennen oder zu entwerten, ohne daß dafür Ware geliefert wird. Durch Aushana in den Geschäften wird das Verbot auch der Verbraucherschaft mitgeteilt. Der Reichsinnungsmeister des Fleischerhandwerks hat die Betriebe erneut auf die strikte Einhaltung dieser Vorschriften hingewiesen. Arbeitsbuch des Einberufenen bleibt beim Betrieb. Nach den Bestimmungen wird durch die Einberufung zum Wehrdienst ein bestehendes Beschäftigungsverhältnis nicht gelöst. Die beiderseitigen Rechte und Pflichten ruhen nur für die Dauer der Einberufung. Dieser Vorschrift, die das Gefolgschaftsverhältnis aufrechterhält, entspricht es, bei den Arbeitsbüchern entsprechend zu verfahren. Danach haben die Unternehmer die Einberufung eines Arbeitsbuchinhabers zum Wehrdienst nicht als Beendigung der Beschäftigung im Arbeitsbuch einzutragen, in den Fällen der Einberufung das Arbeitsbuch auch nicht zurückzugeben, sondern weiterhin sorgfältig aufzubewahren.______________________ Aus aller Welt. Otto rNodersohn mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet. Der Führer hat dem Maler Otto Modersohn in Fischerhude bei Bremen aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsche Landschaftsmalerei die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. . Hinrichtung eines Mörders. Am 20. März wurde der 1912 geborene Max Ullmann aus Hirschfelde bei Zittau hmgench- tet, den die Strafkammer in Bautzen wegen Mordes zum Tode verurteilt hatte. Der mehrfach vorbestrafte Ullmann hatte feine Geliebte aus Eifersucht qualvoll erdrosselt. Der Ausbruch des Aetna. Der Ausbruch des Aetna hält an. Es handelt sich um die heftigste Eruption feit vierzig Jahren. Bereits im Sommer des vorigen Jahres hatte sich im Zentralkrater durch die Auswürfe von Lava, Asche und Lapilli ein Kegel gebildet, der in der letzten Zeit bis zum Rande des Zentralkraters emporgewachsen war. Durch den starken Ausbruch wurde nun dieser Kegel Hunderte von Meter in die höhe geschleudert. Die Ueberreste wurden in Form eines Aschenregens über die Straßen und Fluren am Osthang des Vulkans bis weit über Taormina hinausgetragen. Ein ungewohnte Lichterscheinung. Seit einigen Tagen wird in der oberitalienischen Stadt F a e n z a eine ungewohnte Erscheinung beobachtet. Während der Nacht und besonders in der Morgendämmerung wird der Himmel plötzlich von einem starken Lichtschimmer erhellt, der mehrere Minuten anhält. Der Leiter der Mailänder Erdbebenwarte erklärte, es handle sich wahrscheinlich um elektrische Strömungen, die während Erdbeben sehr häufig seien. Es sei aber auch nicht ausgeschlossen, daß diese Erscheinung mit den Stromunterbrechungen etwas zu tun hätten, die in den Hochspannungsleitungen des Bezirks beobachtet worden seien. Benzinlastwagen gegen ein Haus gefahren. In Audenaarde in Weftflandern stieß ein mit viertausend Litern Benzin beladener Militärlastkraftwagen gegen ein Haus. Das Benzin fing Feuer und explodierte. Die Ladung ging völlig in Flammen auf. Die Begleitmannschaft konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ein neuer Jnoianerstamm. Ein amerikanischer Forscher, der Anthropologe Charles Wagley von der Columbia-Universität, hat im brasilianischen Hinterland einen bisher völlig unbekannten Jndianerstamm entdeckt. Seit fünf Monaten lebt er in der Mitte der Indianer, über di- er jetzt seinen ersten ausführlichen Bericht er. stattet hat. Der Stamm haust in den unerforschten Gebieten von Matto Grosso und nennt sich Tapira- pes Der Forscher hat bei den Indianern überaus freundliche Aufnahme gefunden. Die Taplrapes laufen vollkommen unbekleidet umher. Für die Kleidung und ihren Zweck haben ste kein Verständnis. Was sie von dem Forscher im Austausch gegen andere Gebrauchsgeaenstände an Kleidungsstücken bekamen, benutzten sie als Wandbehang in ihren Hütten. Seltsam und schön soll ihre Musik fein, für die sich Wagley besonders interessiert. Sechzig ihrer langen Lieder, die es in Zyklen für jede Jahreszeit gibt sind schon aus Schallplatten gebannt. In den ersten Wochen bestaunten die Indianer den weißen Mann wie ein Wunder. Sie berührten seine Kleider, durchschnüffelten neugierig sein Gepäck und konnten vor allem die Finger nicht von der Schreibmaschine lassen. Zehn Monate will Wagley Sprache, Kultur und Sitten der Tapirapes studieren, die ihm gastfreundlich eine Hütte errichtet haben und -hm Gemüse aus ihren Gärten und Wildpret reichlich liefern Das Jndianerdorf liegt 1600 Kilometer von der Küste entfernt und etwa 320 Kilometer nordwestlich der Mündung des Tapirapes-Flufses. hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Verlag und Druck: Brühlfche Universitätsdruckerer R. Lange, K.-G., Derlagsleiter: Dr. Erich Hamann, alle in Gießen. w | M ■Er ■ r r.'< WM Verlobte Unser Stammhalter ist angekommen Lotte Stöhr, geb. Wehrheim ln derOfternummer ihrer Heimafzelfung Heuchelheim -Turnhalle 01049 1398 D ZhreVerlobung geben bekannt ausgeführt von einem Musikkorps der Luftwaffe! 01059 Ohne Gewähr Nachdruck verboten 18. März 194tz 17. Ziehungstag Ihre Vermählung geben bekannt In der Nachmittagsziehung wurden gezogen Karl Grimm Emmi Grimm, geb. Müller im März 1940 19. März 1940 In der Vormittagsziehung wurden gezogen 01039 Ende 17.15 Uhr Anfang 15 Uhr Preise von RM. 0.30 bis RM. 1.60 371829 374722 378569 LLckev OstevmavVt Anfang 19 Uhr Ende 22 Uhr Vermählte Preise von RM. 0.90 bis RM. 3.60 Kassenstunden am 2. Feiertag voran, von 11-12 Uhr die 01057 begrüßen von jeher ihre Freunde und bekannten durch eine Verlobungs-Anzeige 39961 253604 38888 137461 254257 310497 61447 279602 40503 143790 269928 337653 215766 75536 315442 49095 144502 271084 351888 10000 RM. 5000 RM. 4000 RM. 3000 RM. 213418 107457 10255 234747 3227 137014 74107 212330 73078 231562 384645 Gießen Wolfstraße 10 Gießen z. 3- im Felde Zngeborg Farr Albert Löw, Pol.-Oberwachtmeister Gießen Dammstraße 48 271760 117702 168086 148739 167040 196852 234987 242371 277270 277464 280796 285725 291171 385311 386529 394164 18. Ziehungstag Beginn 19.00 Uhr — Anschließend TANZ .1403 D 207689 357328 270582 309957 34537 37796 49210 53334 60277 37375 61217 91880 216541 15801 36106 80933 86341 91984 160324 162805 178504 179686 6 Gewinne zu 9 Gewinne zu 6 Gewinne zu 18 Gewinne zu 375778 381577 Schweine- und Krämermarkt am Osterdienstag, dem 26. März. Bei Beschickung des Schweinemarkles sind feuchenpolizeilichen Vorschriften zu beachten. Rudolf Rabus Zngeborg Rabus, geb. Göbel Gewinnauszug 5. Klaffe 2. Deutsche Reichslotterie Gießen, Hiffebrandstraße 8 Ravensburg (z. Z. Gießen) Ostern <1940 45 Gewinne zu 2000 RM. 110837 111546 157046 230638 329531 350060 358688 93 Gewinne zu 1000 RM. 49960 75232 80468 101726 Pirmasens (z.Z. Gießen, Kaiserallee 31) Mär? 1940 2. Feiertag: TreUpnnkt mit den Urlaubern Bepler 1421d Bahnhofstraße. Im Gießener Anzeiger 21 Gewinne zu 2000 RM. 293181 310016 330187 96 Gewinne zu 1000 RM. 101775 102011 125022 155776 Abends: Der Graf von Luxemburg Operette von Franz Lehar Musikalische Leitung: Richard Boeck Spielleitung: Harry Grüneke Am 24. März 1940 (1. Osterfeiertag) Großes Konzert Eugen Stöhr, Studien-Assessor 183416 194147 213683 213930 216209 249119 253198 262584 276564 283896 295695 305312 307019 326186 344710 357120 2. Feiertag, Montag, 25. März: Auf vielseitigen Wunsch 1 - Nachmittags — ■Z u kleinsten Preisen! Der müde Theodor Schwank von Neal und Ferner Spielleitung: Hans Geißler Bühnenbild: Karl Löffler 6 Gewinne zu 10000 RM. 153916 308620 6 Gewinne zu 5000 RM. 6 Gewinne zu 4000 RM. 27 Gewinne zu 3000 RM. 74149 278975 291291 397533 I. Feiertag, Sonntag, 24. März: Neueinstudierung! Der Freischütz Romantische Oper von Carl Maria v. Weber Musikalische Leitung: Paul Walter Spielleitung: Hans Geißler Anfang 19 Uhr Ende 22 Uhr Preise von RM. 1.20 bis RM. 4.10 Austriebszeit von 8.30 bis 9 Uhr. 1420D Der Bürgermeister der Stadt Lich. Auf jede gezogene Nummer find drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen 1, II und III Johanne sh irche Giefoen Karfreitag, den 22. März, 17 Uhr Malische Steiffier mit Chor-, Violine-, Solo- und Orgelwerken von J. S. Bach, Hch. Schütz und anderen. Ausführende: Kirchenchor d. Gesamtgemeinde; A. Rein, Violine; M. Nebeling, Sopran; Jobs. Nebeling, Orgel und Leitung. Acker am Aulweg zu verpachten Schr. Ang. unt. 14280 a.d.G.A. Vereine | Kammerjäger Lobinat aus Bielefeld kommt wieder u. vernichtet Ratten Mäuse, Wanzen Schwaben nsw. Bestellungen erbitte u. .Lobinat* sofort an d. Zeitg. Ganze Gemeinden niedrige Preise. VlMeven Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufnahmen aus dem Tier» und Pflanzenleden des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdruck» tafeln, mit lebendigem und auffchluhreichem Einführungstext von K.Gerhard u.G.Wolff. Preis RM. 4,80. „Es lebt und webt in dem Buche, und wer es versteht, mit empfänglichen Sinnen die bildgeword. Naturschönheiten in stck auf- zunebmen, dem fingen u. klingen die Tafeln tausend Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes." Reclams Universum Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter 3u beziehen durch jede Buchhandlung? Hugo Bermühler Verlag Berlin.Lichterfelde Verschiedenes | Jo . wer die „Astra" raucht, kann wirklich schmun*- zelnl Man schmeckt es gar nicht, wie leicht die^stra"* Ist- so voll ist ihr Aroma. Kein Wunder, daß immer mehr genießerische und überlegende Raucher zur „Astra" greifen. Da heißt es danrn Versucht - ge* schmeckt - und treu geblieben! Denn auch die „Astra" selbst bleibt sich in ihren Vorzügen stets gleich. Besonderes Wissen um den Tabak und seine edelsten Provenienzen, dazu besondere Tabak» Mischkunst - beides im Hause Kyriazi schon in der dritten Generation verwurzelt - sorgen dafür. Kaufen Sie noch heute eine Schachtel „Astra" und bedenken Sie: Eine Cigarette,die soviel verlangt wird, kommt auch stets frisch in die Hände des Rauchers. So werden alle Ihre Wünsche von der „Astra" erfüllt,’ Rauchen Sie „Astra" — dann schmunzeln Sie auch! 4J® Mit und ohne Mdstdc. ,--------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Immer wieder das Hotra Es hat drei gute Gründe: • Die„Astra" ist aromatisch! • Die „Astra" ist leicht! • Die„Astra" ist frisch! - M Ws t ßen A' M 'V* ' ' '.- ✓->/<.'. *>'V 21/22. mär$W Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Hr.69 Zweites Blatt Osterspaziergang rund um Gießen Blick vom Trieb zum Hangelstein. - iuch! Der Kapitelsaal in der Ruine Kloster Arnsburg. Eine schön gelegene Mühle tin ge- Saal rn $iet$ >d seine Tabak» n in der jf. Kau* und be# igtwird, ludiers, "erfüllt bevor chmurtr Astro* 1 immer her zur ht.ge« «h dl» Gießen—Lindener 2Nark—Rindsmühle—Gießen. Wir beginnen unsere Wanderung an der Universitätsbibliothek und folgen dem vom DHC. vor einigen Jahren neu angelegten roten T, das uns zum Erdkauterweg, am Gailschen Tonwerk vorbei, auf lauschigen Waldschneisen der Lindener Mark zur Theodorsrühe führt. Hier erfreuen wir uns von der Schutzhütte aus an dem prachtvollen Blick auf den Schiffenberg, gehen auf unserem seitherigen Weg gelben Punkten nach bis zur nächsten Schneise, wo die Zeichen nach links abbiegen, wir indessen geradeaus weiterschreiten. Nach einiger Zeit zweigt nach links ein Fußpfad ab, der uns alsbald zur Nikolausquelle, eine hübschen Anlage mit Ruhebänken, bringt. Vom nahen Waldrand bietet sich ein schöner Blick über ausgedehnte Wiesengründe nach den umliegenden Dörfern. Nicht weit von der Quelle führt in westlicher Richtung durch den Wald em Weg aufwärts, dem wir bis zur vierten Querschneise'folgen, diese nach links einbiegen, und nach kurzer Zeit die Rindsmühle, wo wir Raft machen können, erreichen. Den Heimweg nehmen wir über die Leihgefterner Straße. 3*/2 Stunden. Gießen — Hangeislein — Daubringer Paß — Alten-Vufeck — Wieseck. Zu dieser Wanderung benutzen wir zunächst die rote Keil- Markierung, die uns über Wieseck zum Hangelstein führt. Wir kommen an dem schönen Ausblick über dem Steinbruch und an der Felsenkanzel mit hübschem Staufenberg-Blick vorüber, steigen auf gewundenem Pfad hinab und folgen jetzt blauen Dreiecken, die uns an der Teufelskanzel und der Unionslinde vorüber dem Daub- ringer Pah geleiten. Auch hier erfreuen uns prächtige Blicke nach der Rabenau und dem Totenberg, auf Burg Staufenberg und das Busecker Tal. Wir verlassen jetzt das Wegezeichen, gehen abwärts nach Alten-Buseck. Dauer der Wanderung 3V- Stunden. Gießen—Fernewald—Ganseburg—Gießen. Eine hübsche Wanderung bietet die blaue Punktmarkierung, die am Schreiberweg ihren Anfang nimmt, durch das „Nizza" und unseren schönen Stadtwald, die alte Steinbacher Straße entlang führt. Nachdem wir den Wald Lange, ruckerel vnonn, ig) ert ftwaffe! TANZ 14012. bringt uns nach zwei Richtungen hin rasch und quem aus dem Inneren der Stadt hinaus, bis unsere Wälder und Felder. Und dann beginnt die frohe Wanderung. Wenn man den ganzen Winter über Tag für Tag an seinem Arbeitsplatz geweilt hat und die Wintersonntage meist in der Wohnung verbrachte, dann ist ein richtiges, anhaltendes Auslaufen durch die Natur im ersten Frühlingserwachen nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine gesundheitliche und zugleich selische Erholung. Darum holen wir diesmal gerne den Wanderstock hervor und machen uns freudig zu „Rittern der 533« «H277 B »eki Landstraße". Unser Ostermarsch rund um Gießen ist aber auch nicht unbedingt an einige Ausflugsgaststätten gebunden, oder nur auf ein paar Punkte beschränkt. Für viele Gießener wird es reizvoll sein, auch einmal nach anderen Zielpunkten zu marschieren, die nicht zum „allgemeinen Lauf" bei den üblichen Sonntagsausflügen gehören. Denken wir z. B. einmal an einen Streifzug durch den nicht allzu häufig begangenen Fernewald, vorausgesetzt natürlich, daß nach den langen Winterwochen die dortigen' Wegeverhältnisse zum Wandern geeignet sind. Wer diese etwas abgelegene Waldgegend kennt, wird zugeben müssen, daß auch dort mancherlei reizvoll für den erholungsuchenden Städter ist. Und wenn man zum Abschluß in Annerod „die Hacken unterstellt", so kommt man auch noch voll auf seine Rechnung. Ferner gehört ein Gang durch das B u - seckertal bis hinauf zu den Höhen bei Climbach nicht zu den alltäglichen, landschaftlich, aber doch reizvollen Ausflugsmöglichkeiten. Und ebenso wird der für die Schönheiten der Natur aufgeschlossene Mensch auf einer Wanderung durch das Hange!- st ein gebt et, oder bei einem Marsch durch den Krofdorf er Forst, nicht minder auch bet einem Ausflug in das Salzbödetal — die man samt und sonders zu Fuß erreichen und dabei die Reichsbahn schonen kann — viel Freude erleben. Das Biebertal mit dem Dünsberg gehört im allgemeinen auch nicht zu den überlaufenen Wander- zie'leu, es bietet-xiber immer wieder so vielerlei landschaftliche Reize, daß es sich schon verlohnt, während der Osterseiertage auch dort einmal umherzustreifen. „Rund um Gießen" mit dem roten Ring. Hier sei besonders auf die vor einiger Zeit vom VHC.-Gießen in dankenswerter Weise ausgeführte Wand er st recke „Rund um Gießen" hm- gewiesen, die sich, da sie insgesamt 11 Stunden Marschzeit umfaßt, wenigstens teilweise als Osterspaziergang eignet. Zum Teil durch Flur und Feld, teils durch prächtige Waldungen führend, bald auf der Höhe mit reizvollen Blicken, dann wieder im Tal gehend, bietet diese Wanderung in ihren einzelnen Teilen zu jeder Jahreszeit hohen Genuß. Wir beginnen unseren Marsch am Bismarckturm, wohin wir auf dem Gleiberger Weg gelangen. Hier oben erfreuen mir uns an dem prächtigen Panorama, das sich uns darbietet. Zur Linken erscheinen die Lahnberge mit dem Frauenberg, anschließend der Vogelsberg, der Taunus und ein Teil des Westerwaldes. Zu unseren Füßen das breite Lahntal und unsere Heimatstadt in ihrer ganzen Ausdehnung. Fürwahr ein entzückendes Bild! Hinter dem Turm ziehen sich die mit Gitter versehenen Weide- und Futterplätze für die Hühner des Oberen Hardthoses hin. Dem roten Ring, der uns auf der ganzen Strecke begleitet, folgen wir jetzt nach links, genießen zunächst. überraschende Blicke in das Biebertal, auf unsere Nachbarburgen mit dem dahintergelegenen Düns- berg und den vor uns liegenden Windhof. Die Rodheimer Straße überquerend, kommen wir Biebertal. durch einen Teil unseres Fragen; heute hat die Buche unendlich viel zu tun, um überall zugleich die flaumbedeckten seidenen Triebe in den blauen Frühling hinauszudrängen und den kalten Schneeflocken zu wehren, die mitunter mit den Märzschauern im Nordwest niederwehen. Auch, tausenderlei hat sie zu bedenken und zu besinnen, hat zu sprießen und zu wachsen und muß schon an die feinen kleinen Blüten denken, an die kleinen ftieligen Zwillingsjungfern und die baumelnden Bürschchen, die gleich nach den Blättern sprießen werden, kaum sichtbar den Leuten unten auf der Erde, aber dock) voll süßen milden Honigs für alle vieltausend Käfer und Kerfen, die als Hochzeitsgäste kommen werden. Denn: ob unter grünem ober rotem Gefieder, der Liebe Not und Freude sind die gleichen Als er in den behelfsmäßig eingerichteten des Feldlazaretts mit unsicheren Schritten trat und groß, leicht gebückt und rotfleckig auf den eingefallenen Wangen sich auf das ihm zugewiesene Bett hin bewegte, fühlten wir alle, ohne es gleich auszusprechen: daß ihn schon der kühle Wind des Jenseits Ml en von ?n. neinde; j Jobs. 01060, blieben. Ein guter Kamerad Von Werner Schumann. ^verböte« TtzS-e t 548®"“* __. Srz 1940 gen 645 jq36 215766 S* ® Ä 8 8* giiti1940 ze- stattlichen Nachbardorfes Heuchelheim, gehen die Bieber entlang, überschreiten die Lahn und die Bahn und erreichen das hochliegende Allen- dorfer Wäldchen, das wir auf steilem Pfad erklimmen. Nach genügender Augenweide von der Höhe wandern wir weiter auf aussichtsreichen Feldwegen, überschreiten bei Klein - Linden die Frankfurter Straße, später die Eisenbahnbrücke und gelangen am Eingang der Lindener Mark zum „Börnchen", wo mir ein Stündchen in besinnlicher Rast verweilen und uns dem Zauber des murmelnden Quellchens hingeben. Durch die ausgedehnte Waldung der Lindener Mark, vorbei Die Biutbuche. Von Hans Friedrich Blunck. Mitten im Hauswald steht sie im Schleier des ttften Laubes. Die Eichen rundum haben noch ihre Staunen vorjährigen Blätter unb fingen sogar vom Mißen Frühlingsschnee, ber vorhin burch ben Mittag trieb, bie Eschen haben noch nicht einmal Die j Knospen geöffnet, es sind launische Bäume, bie einmal früh, einmal spät treiben, auf die kein Ber- i| taß ist : Aber die Buche ist getreu, sie Ijat alles bedacht i wi'b ihre Knospen rechtzeitig so weit vorgetrieben, Ltofc an bem Ast, ben ber Märzsturm herabnß, schon des Rehwild äste. Nun schien die Sonne so warm, daß sie auf einmal alle Hüllen springen ließ, — sie rieseln bei jedem Windstoß nieder — unb über : dir letzten Schneeflocken lächeln barf. Grüßend steht der Baum mitten unter ben braunen Geschwistern Hub wenn man voll Verlangen über bie Eichwipfel Id aut und hofft, jenen rötlichen Hauch zu entdecken, ber vom Frühling kündet, so bleibt ber Blick leer. Ach, die meisten müssen überhaupt erst bas raschelnbe Liubhemd abwerfen, bas sie über Winter trugen, un nicht zu frieren. Nur bie Buche hat's gewagt unb schenkt sich unserer Freube. Ich glaube, in einem deutschen Mittelgebirge hat man zuerst eine Blutbuche entdeckt. Auf einmal hotte einer der Bäume sich besonnen; wo alle ordern grünes Laub trieben, hatte er em Neues ermüden und kleidete sich in Rot. Und es blieb nicht die Laune eines einzelnen, auch seine Reiser, bie man zum Treiben brachte, blieben bet der rcten Farbe, sogar die Sämlinge hatten nut) Den Schimmer, und einige wurden sogar noch purpur- nir als die Mutter. Indes, auch die Blutbuchen fir.b in den ersten Tagen des Fühlings noch einmal giün, färben sich erst langsam; es ist, als wollten jit nur verbergen, woher sie kamen. Ich gehöre zu den Sonderlingen, die auch Den tarnen Rede und Antwort stehen. Als Kind hat nun mir gesagt, daß in jedem Stamm ein eigenes Wesen wüchse, unb baß jebe Art auch ihre Mutter hebe, die sich eifrig um die Ihren sorgt. Ich habe oft nach den kleinen Wesen gesucht, die im Vlatt- n'»rk huschen, mitunter auch aus einer tiefen Kirbe dec Rinde hervortreten und mit den Km- tb rschteir ,QPira, Gratis "rapes die MH. An Wen . 'drei, Mr 9 ihrer Urzeit Jn den Men « Klei. FJhtb schreib. 'Prache id -hm schlich ter oon ' nord. auch an ber idyllischen Theoborsruhe mit dem reizenben Schiffenberg-Blick, gelangen wir auf Kreuz- unb Querwegen hinauf zum Schiffenberg, um uns hier eine Weile ber wohlverdienten Ruhe hinzugeben. Immer noch burch schönen Hochwald führt uns das Zeichen weiter nach Annerod, später durch das Buseckertal über Rödgen und Trohe bis zur Ludwigsburg, wo wir in das Hangelsteingebiet gelangen. An den Hängen des Berges her kommen wir über die Marburger Straße hinab zur Babenburg, von wo uns bas Zeichen am Ufer ber Lahn entlang, an idyllischen Plätzchen vorüber, bis zur Eisenbahnbrücke bei Wißmar führt, über die wir das jenseitige Flußufer erreichen. Den größten Teil von Wißmar umgehend, steigen wir bei den letzten Häusern wieder in die Höhe und kommen zur Waldeckslärche, einem stimmungsvollen Platz mit reizender Fernsicht, wo es sich ebenfalls wunderbar ruhen läßt. Immerzu schöne Fernblicke gewährend, führt uns unser Weg schließlich über ben Wettenberg zurück zum Bismarckturm, wo wir unfern Rundgang beschließen. leise anwehte. Im Liegen werden die Sinne geschärfter, das Auge hellsichtiger. Es war, als zöge ein Schatten durch den Saal, und auch den Robusteren unter uns, denen ein saftiger Soldatenscherz stets locker auf den Lippen saß, ward es in diesem Augenblick wieder erschreckend klar, wie zeitig die Lebenden von dort drüben angerufen werden können. Doch war es nur ein Atemverhalten auf eines Flügelschlags Länge, dann war das verstummte Gespräch wieder im Gange. Der „Neue" war ein echter Kölscher Junge. Ergreifend, zu sehen, wie das rheinische Temperament zwischen dem Auf und Ab der Fieberkurven immer wieder hochflackerte, wie die Lebenskraft sich noch lange nicht gebrochen erklären wollte. Wie ein Kind konnte er dann sein, das den Krankensaal mit den lichten Blumen des Sommers füllte, den Kummer fortlachte, dem Mißvergnügen die helle Jungenstirn bot und unbeschwert den Skat mit- durchschritten haben, gehen wir nach links an seinem Rande entlang, überschreiten bie Licher Straße und gelangen nicht weit vom Forsthaus Hochwart in den Fernewald, einen durch seine köstliche Ruhe und Einsamkeit bevorzugten Walddistrikt. Nach gut 2^'stündiger Wanderung, von Gießen aus gerechnet, gelangen wir bei der Ganseburg auf die Reiskirchener Landstraße. Auf der Ganseburg, einer einfachen, aber guten Wirtschaft, dürfte eine Erholungspause am Platze sein. Wenige Schritte vom Haus sehen mir die Höhen des Vogelsbergs. Das Wegezeichen führt vor bem Gasthaus einen Feldweg entlang nach Großen-Buseck. Wir ziehen jeboch vor, die Walbstraße nach Gießen zu wandern. Gießen—Wellenberg—Krofdorf—Vetzberg—Rodheim. Diese Wanderung ist, da sie wenig Schatten bie« tet, für die Frühjahrs- unb Herbstzeit zu empfeh* len. Wir gehen auf ber Krofborfer Straße bis zum Wegweiser am Launsbacher Weg, von hier rechts ben schwarzen Punkten nach, bie uns über eine Eisenbahnbrücke zum Wettenberg führen. Von seiner höchsten Erhebung, der sogenannten Napo- leonsnase, mit einem alten Ringwall, genießt man man einen prächtigen Runbblick. Namentlich bie Aussicht nach Westen auf bie Burgen Gleiberg und Vetzberg, auf Königsberg unb den Dünsberg ist besonders malerisch zu ‘nennen. Nach genügender Augenweide verlassen wir bas Wegezeichen und steigen nach Krofdorf hinunter, wo gute Gastwirtschaften zur Rast einlaben. Etwa eine Viertelstunde hinter Krofborf beginnt bie Ersteigung ber trutzigen Feste Vetzberg. In Robheim folgt bie Schlußrast. Dauer ber Wanberung höchstens br/ Stunben. brosch, ber zuweilen zwischen den Feldbetten im Gange war. Darauf folgten Abende, da plötzliche Hitze durch seinen geschwächten Körper wallte und die Augen, die gütigen und liebenswerten, sich böse entzündeten; Nächte, da er in flackernden Träumen geheime Angst hinausschrie, und wir, jäh aus dem Schlaf gerissen, voller Sorge zu ihm hinüber- und auf seinen stoßenden Atem lauschten. Eine rätselhafte Krankheit mochte den lieben, hilfsbereiten Jungen in der Zange haben. Und da ihm sonst niemand Feind war, hatte ihm das Schicksal den unerbittlichsten Feind gestellt, mit dem er nun so tapfer rang. Einer nach dem anderen wurde entlassen — er blieb. Mit stillen Augen verfolgte er, wie unser Kameradenbund sich langsam wieder aufzulösen begann, dieser wieder zur Truppe zurückkehrte, jener in ein anderes Lazarett übergeführt wurde; wie es von Tag zu Tag einsamer um ihn wurde und sich alles, was ihm Freund geworden war in schmerz- und scherzreichen Wochen, unaufhaltsam von ihm entfernte. Da faßte er sich ein Herz und stellte den Stabsarzt: „Ich bitte, zur Truppe entlassen zu werden!" „Nein — ich kann es nicht verantworten." Er schloß die Augen und sank zurück, um sich mit dem Unabwendbaren abzufinden. Den Morgen darauf, er stieg kühl und strahlend über die Waldhöhen, nahm ich als Letzter von den Alten Abschied von ihm. Weit offen standen dis Fenster, und die Stille des Saales war plötzlich erfüllt vom Gesang einer ausmarschierenden Kompanie: ... Fanfaren sie begleiten, hell zu ben Hügeln empor! Wir hatten gescherzt beim Packen und Rüsten, bis ich an sein Bett trat und ihm mit einem Händedruck bie Zuversicht zu schenken versuchte, baß er bald als ein Genesener uns nach folgen werbe. Er lächelte dankbar und ungläubig und hielt ben Atem an, als wolle er sich bas Wunderbare ausmalen. Dann roanbte er schnell den schmalen Kopf und mühte sich nicht mehr, die Tränen zurückzuhalten, bie uns ben Mund verschlossen, doch die Seele aufwühlten bis auf ben Grund, da ein Mann, ein tapferer Solbat und ein guter Kamerad stöhne Scham vor der Pforte zum Ewigen vergoß. Haufenwolken über oem Gleiberg. (Aufnahmen [4j: Neuner, Gießener Anzeiger.) Ostern zu Hause! Das ist für uns alle die arole zum Osterfest des Kriegsjahres 1940. Dieses Zuhause" braucht und soll nicht bedeuten, daß wir rnhrend der Feiertage in der Stube sitzen bleiben. ;ni Gegenteil! Wenn uns schönes Osterwetter be- giieben ist, das einen Gang ins Freie gestattet, nn werden die meisten Gießener sicherlich nicht ß.gern, hinauszuziehen in die erwachende Natur, liie Parole „Ostern zu Hause!" hat nur den Sinn, Je in Friedenszeiten üblichen Osterfahrten mit der i°eichsbahn in diesem Jahre zu unterlassen, da die leichsbahn jetzt den dringenderen Ausgaben der Wirtschaft Rechnung tragen und ihr rollendes Ma- irial vor allem für kriegswirtschaftlich wichtige Sransporte verwenden muß. Das „Zuhausebleiben" 4 ißt also unsere nationale Disziplin durch den frei- rülligen Verzicht auf die Ausflugsreisen mit der Lahn zu Ostern bekunden. * Äber wir Gießener sind ja, wenn wir uns wäh- hrb der Osterfeiertage auf Ausflügen ober Spaziergängen von ber Last bcs Alltags erholen wollen, c:r nicht unbebingt auf die Reichsbahn angewiesen, fit nächster Nähe unserer Stadt haben mir zahl- id)e, schöne Ausflugspunkte, die ohne allzu große iastrengungen zu Fuß zu erreichen sind. Und darum innen wir dieser Kriegsparole zu Ostern leichten jerzens Folge leisten. Wir machen eben unfern Oster- ritron mit Pirhuftpr^ Ranven! Die Straßenbahn dem reden, — kleine, rasche Frauen, die man oft nur bei einem Aufschlag der Lider sieht, und die gleich wieder enthuscht sind. Und gewiß Haden sie ich einem als Kind noch oft gezeigt. Als dann päter die Schulweisheit hinzukam, - wurden sie cheu und wiesen sich nicht mehr. Ich rede noch gern mit ihnen, und es gibt Augenblicke, wo man Antworten vernimmt, die so schnell ins Ohr fable n, daß man nicht weiß, hat man es richtig gehört ober sinb sie einem auf irgenbeine hexische Weise eingegangen. v , £ Oft stehe ich vor ber Blutbuche unb mochte fragen, wie es boch gekommen ist, baß ihre Ahnin auf einmal bas bunte Kleib erfanb. Sie sagt es mir nicht. Aber ich weiß genau, sie war einige Male bicht bavor, mir alles zu verraten, unb es bauert nicht mehr lang, — auf einmal hab ich es erfahren. Am Fuß ber Buche steht ein Gestrüpp von Himbeeren, wie es sich überall pflanzt, wo im Haus- malb eine Lichtung entstaub. Unb natürlich hat der Weiberich bie Stelle entbedt. Er reckt feine Wurzeln — so heißt es — vielhunbert . Schritt unb wartet unb harrt bis bie Bäume, bie sie beschatten, stürzen. Er lebt hunbert Jahre, fagt man, unb 'ist roieber ba, wenn über bem alten Wald- boben bie Sonne scheint. Auch bas ist eine List ber Weiberichmutter, bie ihre Kinber mit Ausdauer versorgte, unb es ist begreiflich, baß ba eine kluge Eldin nicht bem Zufall des Samenflugs vertraut. Oh, bie Tiermütter unb bie Blumenmutter sinb ja meist viel klüger, als wir wahr haben wollen Jetzt, wo wir um bie Buche ein wenig lichteten, grünt ber Weiberich weithin um bie Wurzeln unb wirb halb ein roter Teppich werben zu unser aller Freube. Aber was bie Blutbuche trieb, ihr Kleid zu tauschen, muß doch etwas anderes als List oder Weisheit gewesen sein. War's der Durst zum Wechsel, hat ein anderes Wesen ihr den Rest gegeben? Eines Tages im Sommer werde ich's erfahren, so in einer Mittagsstunde, wenn alle Kerfen und Küfer sich vor der Wärme verkriechen und ich still unterm Baum weile und auch gar nicht nachdenke. Vielleicht hatte der Verlocker seine Hand dabei im Spiel oder die Hollentöchter hatten sich mit der Buchenfrau erzürnt und wollten sie strafen, die Dummen! Heute ist's noch nicht die Stunde zum OJl.-'fpOTt Um die Meisterschaft im Handball. Die so erfolgreich gestartete Runde der Bereichs, klasse (b. i. der neue Name für die Handballgau- klaise) hat einen weiteren Schlag erlitten. Nachdem bereits Münchholzhausen und Hörnsheim die Segel streichen mußten, ist nunmehr auch der Mto. Gießen gefolgt. Durch das Ausscheiden des Mto. Gießen mußte das Programm der Runden der Bereichsklasse weiter reduziert werden. Dornholzhausen war ohne Spiel. — Aus der anderen Seite aber trat insofern eine Belebung ein, als überall, und zwar ihm Rahmen des Tages der Wehrmacht, Freundschaftsspiele gegen die Soldaten ausgetragen wurden. Die beiden noch verbliebenen Pflichtspiele zeitigten folgende Ergebnisse: Tv. Holzheim — Tv. Lützellinden 12:4 (4:3) Dv. Katzenfurt — Tv. Garbenheim 14:9 (10:2). Lützellinden war diesmal zu schwach, um gegen die verstärkt antretenden Gäste mit Erfolg antreten zu können. Während die erste Halbzeit ausgeglichen war, wendete sich das Blatt mehr und mehr. Holzheim lief zu einer Hochform auf und gewann wie es wollte. Anerkennenswert war der Eifer, mit der die junge Mannschaft der Gäste den Kampf durchstand. Unerwartet kommt die Niederlage, die Garbenheim einstecken mußte. Sie wird allerdings verständlich, wenn man weiß, daß auch diesmal wieder nur eine zweite Garnitur zur Verfügung stand. Tv. Hörnsheim — Wehrmacht 7:11. Die Hörnsheimer traten nach einer langen Pause ebenfalls wieder einmal an die Öffentlichkeit und erzielten sofort einen recht schönen Erfolg. Die Soldaten, die in stärkster Besetzung antraten, gaben einen vorzüglichen Gegner ab. Das Treffen nahm einen ausgezeichneten Verlauf und war über alle Erwartung gut besucht. Kriegs-Winterhilfekegeln beim ÄfD.-ReichSbahn. Dieser Tage fand auf der Kegelbahn des DfB.-R. ein Kegeln zu Gunsten des Kriegs-Winterhilfswerks statt, an dem sich der Polizeisportverein, der Post- sportverein und der VfB.-R. beteiligten. Den Sieger stellte der Polizeisportverein mit 363 Holz, Zweiter wurde der DfB.-R. mit 351 Holz und Dritter der Postsportverein mit 324 Holz. Im Einzelkegeln wurden die folgenden Teilnehmer mit Diplomen ausgezeichnet: Schmidt, Post-Spv. (96 Holz), Raab, Polizei-Spv. (95), Dauth, Polizei- Spv. (92), Pauly, VfB.-R. (92), Kramer, Polizei- Spo. (89), Rau, Polizei-Spv. (87). Aus Stiftungen der Vereine sowie der Sportgemeinschaft Kerber standen außerdem 8 Preise zur Verfügung. Als Endergebnis war die Einnahme von 43,50 RM. zu verzeichnen, die dem Kriegs-Winterhilfswerk überwiesen werden konnte. Fußball der Gauliga Hessen. Das erste Schlußspiel um die hessische Fußballmeisterschaft führt am Ostermontag den Titelverteidiger SC. 03 Kassel mit dem Altmeister Hanau 93 zusammen. Hanau 93 ist zuletzt wieder recht gut in Fahrt gekommen und stützt sich vor allem auf eine starke Abwehr, während der Sturm nicht immer allen Anforderungen gerecht wird. Kassel hat nicht nur eine glänzende Hintermannschaft, sondern auch einen schußfreudigen Sturm und das sollte den Ausschlag in diesem Treffen geben. — Zwei rückständige Punktspiele in der Nordgruppe bestreiten SpV. Kassel — Kurhessen Kassel und Hessen Hersfeld — BC. Sport Kassel am ersten Festtag. Spielvereinigung 4900 Gießen. Am Karfreitag fährt die 1. Jugend der Spielver- einigung 1900 nach Heuchelheim, um dort ein Spiel um die Bannmeisterschaft auszutragen. Die Gastgeber hatten erst am Vorsonntag gegen die Elf des ViB. hoch gewonnen. Heuchelheim erscheint auf eigenem Platz sehr gefährlich. Die Blauweißen werden alles daran setzen müssen, wenn sie gut abschneiden wollen. Man erwartet einen spannenden Kampf. 5:2-Ringersteg in Genua. Nach dem verlorenen Länderkampf stellte sich die deutsche Ringer-Nationalstaffel in Genua einer Auswahl von Ligurien zum Kampf. Die Deutschen waren ihren Gastgebern diesmal klar überlegen und siegten mit 5:2 Punkten Aus -er Stadt Gießen. Das Schneeglöckchen. Es ist der Erstling unter den Blumen des Jahres. Wie eine Schneeflocke trägt jeder Stengel eine weiße Blüte. Es hatte keine Zeit, mehrere zu formen oder gar so zierliche, wie sie das Maiglöckchen hat, dessen Vorläufer man es nennt. Es ist in Wind und Schnee, zitternd und frierend, groß geworden, eine richtige Schneeblume, wie ein arabisches Märchen auch zu erzählen weiß, wonach sich der aus dem Paradies vertriebenen Eva auf ihrer Wanderung durch eine weite Schneelandschaft ein Engel zugesellt und ihr aus dem Schnee eine Blume geformt habe mit den Worten: „Alles Vergangene kehrt wieder!" Das Schneeglöckchen gibt uns die erste frohe Botschaft, daß dem wirklich so ist. Der Wind kann frostig wehen, grauschwarzes Gewölk zusammen- fegen und sogar Schneegestöber bringen, als wäre es November, das Schneeglöckchen läutet schlicht und getrost, lautlos zwar und nur dem gläubigen Herzen vernehmlich: Der Lenz ist auf dem Wege, dessen sollt ihr gewiß und froh sein! Und wer begegnete ihm nicht mit Entzücken und Zärtlichkeit! Die meisten Frühlingsblumen, denen schon etwas vom Strahlengold der Sonne in die Blüte geträuft ist, mögen schöner sein, und die sommerlichen Rosen und Nelken wie Herzen, die von der Liebe wissen, brennend glühen: das zu den lilienartigen Gewächsen zählende Schneeglöckchen hat in feiner reinen Weiße etwas von kindlicher Unschuld und Unberührtheit. Und bann gleicht es, so alleinstehend, höchstens mit ein paar seinesgleichen beisammen, wirklich einem Kinde in weiter Einsamkeit, das sich gar nicht bewußt wird, wie sehr es sich verirrt hat und darum so unbekümmert dreinschaut und Wind wie Sonne sorglos hinnimmt. Es kennt die Gefahren der Nachtfröste nicht, weiß nicht, daß schon der nächste Tag sein Tod sein kann. Es stirbt wie kleine Kinder im frühesten Lebensmorgen. Um dieser Tapferkeit, willen, mit der es sein zartes Leben in der vordersten Linie des Vortrupps wider den Winter einsetzt, lieben mir das Schneeglöckchen am meisten. Weil es den Tod nicht fürchtet, der ihm nahe und gewiß ist. Bismarck erzählt aus seinen Petersburger Ge- sandtschaftstagen, daß die russische Kaiserin Katharina II. eine begeisterte Liebhaberin des Schnee- glöckchens gewesen sei. Sie habe eines Tages eine besonders große Blume auf einem Rasenplatz an der Newa entdeckt und zu ihrem Schutze einen Posten dort aufstellen lassen. Noch nach Jahren, als der Grund der Bewachung gar nicht mehr bestand und niemand wußte warum, bezog ein Posten regelmäßig seinen Platz. Bis schließlich Kaiser Alexander II. nach langen Nachforschungen den eigenartigen Fall klären konnte. Wir stellen keinen Posten vor unser Gartenbeet, aber wir hüte^ dennoch das Blümchen. Weil es an der Pforte zum Paradies des Frühlings steht und die frohe Botschaft lautet: „Alles Vergangene kehrt wieder!" P. B. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Die fremde Frau". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Leidenschaft". Tageskalender für Freitag: Gloria-Palast, Seltersweg: „Die fremde Frau". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Leidenschaft". 54 000 Reichsmark. Nach dem vorläufig festgestellten Gesamtergebnis brachte der „Tag der Wehrmacht" im Gebiet des Kreises Wetterau der NSDAP, den stattlichen Betrag von insgesamt rund 54 000 RM. für das Kriegs-Winterhilfswerk 1939/40. Das Ergebnis ist ein eindringlicher Beweis der unerschütterlichen Verbundenheit von Bevölkerung und Wehrmacht. Gießener Wochenmarktpreise. * G i e ß e n, 21. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 8 Rpf., Kartoffeln, 50 kg 3,70 bis 3,90 RM., Wirsing, gelb, kg 15 Rpf., Weißkraut 12, Rotkraut 15, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Unterkohlrabi 8, Zwiebeln 12 bis 13, Meerrettich 40 bis 60, Schwarzwurzeln 35, Aepfel 15 bis 35, Birnen 25, Lauch, das Stück 5 bis 20, Sellerie 10 bis 20, Rettich 10 bis 20 Rpf. ) Ostermontag nicht fleischlos. Das Reichsernährungsministerium gibt bekannt: Der diesjährige Ostermontag kommt als fleischfreier Tag in Fortfall, fo daß in den Gaststätten und Beherbergungsbetrieben an diesem Tage gegen Abgabe von Fleischmarken fleischhaltige Gerichte verabfolgt werden dürfen. Achtung, Wanderer und Ausflügler! Die Pflanzenschutzoerordnung verbiete die unbefugte Entnahme (ohne Erlaubnis des Eigentümers) von Schmuckreisig. Das Abreißen von Palmkätzchen aller Art ist hiernach verboten und wird als Diebstahl geahndet. Nehmt unfern Bienen durch Entwenden von Palmkätzchen nicht ihre erste Nahrung! Seidelbast ist völlig geschützt und darf überhaupt nicht gepflückt werden. Große Schneeglöckchen und Himmelschlüssel (Primel) sind teilweise geschützt. Die unterirdischen Teile dürfen nicht von ihrem Standort entfernt werden. Ein kleiner Handstrauß ist gestattet, doch ist es besser, überhaupt nichts zu pflücken! Das Abbrennen der Bodendecke von Wiesen, Feldrainen, an Hängen und Hecken ist ab 15. März verboten. Schützt die brütenden Vögel! Das Rauchen und Feuerwachen im Walde ist strengstens verboten. Abstand eines Feuers vom Wald mindestens 100 Meter! Nehmt Rücksicht auf das Wild und auf eure Nebenmenschen! Rastplätze sauber halten, Abfälle nicht wegwerfen, sondern mitnehmen, oder sie so beseitigen, daß man sie nicht mehr sieht (verstecken ober vergraben). Denkt an die, die nach euch kommen. Kein Lämmermord zu Ostern! NSG. Ein schöner Osterbraten hat zweifellos vieles für sich. Und wer zu diesem Zwecke nur in den Stall zu gehen und ein Ziegenlamm zu schlachten braucht, der ist fein heraus — meint er — meinen die anderen auch! Oder ist jemand anderer Meinung? Vielleicht ist eine kleine Ueberlegung am Platz ... Der Reichsbauernführer hat am 6. März die deutsche Landwirtschaft zur Milcherzeugungsschlacht aufgerufen. Auch die Ziegen helfen uns, die Fettlücke zu schließen. Im Kriege verdient die Ziegenhaltung ganz besonderes Interesse, weil es gerade mit dieser „Milchkuh des Heinen Mannes" möglich ist, so manche kleinere Futtermenge, die sonst nicht verwertet würde, für die menschliche Ernährung nutzbar zu machen. Alle auf dem Lande wohnenden Arbeiter und Beamten, die irgend Platz für die Einstellung einer Milchziege haben, sollten sich setzt wieder entschließen, wie im Weltkriege ihre Versorgung mit Milch und Butter durch eigene Ziegenhaltung zu verbessern. Dies ist natürlich nur möglich, wenn alle zuchttauglichen Ziegenlämmer aufgezogen und nicht gegessen werden. Es ist wirklich wichtiger, Milchziegen heranzuziehen, als den sonst gewöhnten Osterbraten auf dem Tisch zu haben. Meinen Sie nicht auch? Oie Einkaufstasche erspart das Einwickeln. In allen Läden mahnen uns kleine weiße Schilder, Verpackungsmaterial zu sparen. Für die einsichtsvolle Hausfrau ist das eine Selbstverständlich- feit Der Kaufmann tut ebenfalls das Seine, um diesen Grundsatz einzuhalten. Sein Bemühen, Verpackung zu sparen, hat jedoch dort eine Grenze, wo er es dem Kunden beim besten Willen nicht zumuten kann, die gekaufte Ware ohne Verpackung nach Hause zu tragen. Kauft der Kunde beispiels- weise sechs verschieden.» Gegenstände, so muß er sie ihm notgedrungen schon einpacken, es sei denn, daß der Kunde eine Tasche ober ein Netz bei sich hat. Die Tasche oder das Netz spart also Verpackungsmaterial. Backwerk zu Ostern. Festtage ohne Backwerk und ohne etwas Süße, sind für uns und unsere Kinder keine rechten Fest, tage. Darum muß die Hausfrau einmal überlegen, wie sie mit den vorhandenen Mitteln etwas Gutes Herstellen kann. Das einfachste Gericht ober Back- werk schmeckt noch einmal so gut, wenn der äußere Rahmen schön festlich anmutet. Einige FruhlingZ. blümchen auf bem Ostertisch, ansprechenber selbst- gebastelter Festschmuck, bazu schönes Geschirr, ver. Mitteln frohe Stimmung. Osterbrot und Oster- brezeln, Eier aus selbstgemachtem Kartoffelmarzi. pan dürfen nicht fehlen. O st e r b r e z e l n : 500 Gramm Mehl, 30 Gramm Hefe, knapp V« Liter entrahmte Frischmilch, eine Prise Salz, 50 Gramm Zucker, 30 Gramm Fett, etwas abgeriebene Zitronenschale, 100 Gramm Rosinen, etwas Zucker zum Bestreuen. Aus den Zutaten stellt man einen festen Hefeteig her, formt daraus eine Rolle und legt dieselbe als Brezel auf ein Blech. Nach dem Aufgehen wird die Brezel mit Wasser bestrichen -und mit grobem Zucker bestreut, dann bei guter Hitze gebacken. Osterkränzchen ober kleine Brezeln formt man aus demselben Teig. Osterhase: Aus 500 Gramm Mehl, V< Liter entrahmte Frischmilch, 40 Gramm Fett, 2 Messerspitzen Salz, Saft und Schale einer halben Zitrone, 80 bis 100 Gramm Zucker, 30 Gramm Hefe bereitet man einen Hefeteig, formt auf gefettetem Blech einen Hasen, steckt ihm als Augen Rosinen, als Schnurrbart Mandel- ober Nußstiftchen ein. Osterbrot: Aus oben angegebenen Zutaten, denen man noch 100 Gramm Rosinen und 100 Der weg gnm fcfllj- sttickstisch, das Mittagessen vdee Abendbrot wirb zum Ereignis, wenn ein mit Maizena zubereiteter Brei, ein Pudding, eine Suppe oder eine der vieler» Maizena • Dbg • und Süssspeisen zu erwarten ist. Vie Maizena- Speisen find jedeemal die freudige Aberra» fchung des «indes. Sie find nicht nur so schmackhaft, sondern vor allem nahrhaft, leicht verdaulich und bekömmlich Siebe Mutter, Vos fett über 70 fahren bewährt» Kindernährmittel Maizena für die Klasche, für den vr.ei, für den Pudding ist In ollen Kolonialwaren. Geschäften gegen die Kreuzabschnitte der Reichs» vrotkarte erhältlich. Rezepte liegen sedem Paket bei MAIZENA 1387 V Gramm gemahlene Nüsse zufügt, bereitet man einen Hefeteig, läßt ihn gut aufgehen, knetet nochmals gut durch. */< des Teiges läßt man zurück, aus dem übrigen formt man ein Brot. Aus dem zurückbehal- tenen Brot formt man zwei Rollen, die kreuzweise über das Brot gelegt werden, mit Wasser bestrichen und bei guter Hitze gebacken. Kartoffelmarzipan: 500 Gramm gekochte, geriebene Kartoffeln, 375 Gramm Zucker, 4 Eßlöffel Wasser, einige Tropfen Bittermandelöl. Zucker und Wasser zu Sirup kochen, die Kartoffeln ^azugeben und die Masse so lange rühren, bis sie sich vom Topfe löst. Dann gibt man die Geschmackszutaten dazu und formt Ostereier. Wer etwas Kakaopuloer hat, kann die Eier darin umwälzen. Gedeckte Hefeobsttorte: 300 Gramm Mehl, 30 Gramm Fett oder Oel, 60 Gramm Zucker, 20 Gramm Hefe, eine kleine Tasse lauwarme Milch und Salz verarbeitet man zu einem recht weichen Hefeteig, den man aufgehen läßt. Dann drückt man die Hälfte in eine Springform, gibt Vt bis s/< Liter eingemachte Zwetschen oder Kirschen (gut ab getropft) darüber und als Abschluß die zweite Hälfte Teig zu einer Platte ausgerollt. Man läßt nochmals gehen, bestreicht mit Milch, backt ziemlich schnell und bestreut mit Puderzucker. Man kann den Kuchen auch mit rohen geraspelten Aepseln, die man mit Rumessenz, Zucker und Zitronenschale mischte, füllen. Goldene Wolfe über Kcnatc. Roman von (jorR Blcrnath. 14. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) „Ich möchte mir Ihre Arbeiten gern ansehen, Fräulein Naumann!" bat er. Sie stand in dem warmen Gold licht des Ateliers vor ihm, und plötzlich entdeckte er einen rosigen Schimmer in ihrem Gesicht. Es war, als hätte sich ein einziger Tropfen ihres roten Blutes rasch unter der Haut ihrer Wangen verteilt. Und mit einem fast hellseherischen Scharfblick erkannte er, daß Not und Mangel hier häufigere Gäste waren als Kunstliebhaber mit Kaufabsichten und daß er mit seinem Wunsch, ihre Arbeiten zu sehen, das zarte Flämnr- chen einer ungläubigen Hoffnung angezündet hatte. Sie ging quer durch das Atelier zur gegenüber» liegenden Wand hin, wo Parker, der ihr langsamer folgte, die Türen eines eingebauten Schrankes entdeckte. „Ah, dort verbergen Sie Ihre Geheimnisse?" lächelte er. „Ich habe mich schon lange vergeblich umgeschaut ..." „Seit gestern", antwortete sie. „So lange haben sie das Atelier bevölkert. Aber man verliert das Urteil, wenn man sich allzuviel mit sich selbst-- oder vielmehr", verbesserte sie rasch, „mit den eigenen Arbeiten beschäftigt." Es klang wie ein Zitat. Achtung! dachte Parker mit üb erschürftem Gehör. Hier spricht ein anderer! Und er witterte den Gegen- spieler. Indessen hatte Renate Naumann den Schrank geöffnet, und Parker stieß ein überraschtes und ent» zücktes „Ah!" aus. * In den tiefen Fächern, die wohl für die Aufnahme von Wäsche bestimmt waren, saßen mit baumelnden Beinen grimmige Soldaten, den Arm um dralle Bauernmädchen geschlungen; goldbetreßte Generale brüteten ernsthaft und wichtig neue Schlachtenpläne aus; Räuber lugten mit wilden Gesichtern aus der Dunkelheit hervor; städtische Kaufherren klingelten mit goldenen Uhrketten; ein dürrer Tanzmeister zwirbelte seinen schwarzgefärbten Schnurrbart, und zierlich behaupte Damen he* trachteten diese böse Welt verwundert und ein wenig entsetzt durchs Stielglas. Parker: brauchte, feilte Freude zu heucheln, und dieser Augenblick, den er fast ein wenig gefürchtet hatte, fand ihn durchleuchtet und erwärmt wie ein Kind während der Geburtstagsbescherung. „Kinderpuppen?" rief er geradezu entsetzt. „Wie kommen Sie bloß darauf? Nein, das sind ja entzückende kleine Kunstwerke! Sie an Kinder verschenken, die ihnen womöglich die Haare au stammen und ihnen die Beine abreißen ... llm’s Himmels willen!" In seiner Begeisterung merkte er nicht, daß die Schöpferin dieser kleinen Welt mit seinen Ansichten nicht ganz übereinzustimmen schien; aber sie zeigte auch keine offene Enttäuschung und lächelte sogar leise, wie ein Gott lächeln mag, der in seiner Weisheit mit der Schöpfung von Austern und Zitronen ganz gewiß andere Absichten verband, als dafür das Lob wohlhabender Feinschmecker einzuheimsen. „Oh, ich werde Sie gründlich plündern!" rief er und begann auch schon, Männlein und Weib lein in bunter Reihe in seinen linken Arm zu legen. „Wozu soll ich mich lange quälen? Und wem soll man nun den Vorzug geben? Ich mache es mir leicht: Ich nehme von jedem Modell eins! Vorausgesetzt natürlich, daß ich darf ..." Sie konnte nur nicken; in ihrer Haltung und im Ausdruck ihrer Augen war etwas, als sei sie die Zuschauerin eines unbegreiflichen Wunders, und es lag falt eine Furcht darin, als könne im nächsten Augenolick das laute Rasseln einer Weckeruhr erbarmungslos Traum und Wirklichkeit zerschneiden. Parker lud seine bunte Fracht auf dem Tisch ab. Er gruppierte die Paare und drehte sich dabei halb zu Renate um. „Sie haben mir eine große lieber- raschung und Freude bereitet!" sagte er zart und rasch, als berühre er einen Punkt, über den er möglichst schnell hinwegzukommen wünschte. „Darf ich Sie jetzt bitten, mir die Summe zu nennen, die ich Ihnen schuldig bin?" „Die Geschäfte, für die ich zuweilen arbeite, geben mir für das Einzelstück sechs Mark", sagte sie unbefangen, „verkauft werden sie für zehn Mark. Ich schlage Ihnen acht Mark als Mittelwert vor — falls Sie tatsächlich die Absicht haben--" „Nein!" unterbrach er sie fast empört. „Ich bin nicht zu Ihnen gekommen, um Geschenke anzunehmen, sondern als Käufer! Und wenn die Geschäfte Ihnen für diese wundervollen Stücke solch einen Schandpreis zahlen, bann verpflichtet mich das noch lange nicht, diese — nun, verdammt, wie heißt es doch gleich? — Drückebergerei rnitzumachenl" „Preisdrückerei", verbesserte sie, von neuem belustigt, und fügte, während ihr Lächeln erlosch, hin- zu: „Ader Sie täuschen sich wirklich über den Wert meiner Arbeiten — und die Geschäfte können mich einfach nicht höher entschädigen, weil schon zehn Mark ein Preis für ein Spielzeug sind, den kaum femanb anlegt ... Bringen Sie mich also, bitte, nicht in Verlegenheit, Mister Parker!" Sie strich eine Locke zurück, die ihr in die Stirn gefallen war, und sah ihn mit einem rätselhaften Spitz bubend lick an. „Die Versuchung, Sie ein bißchen zu beschwindeln, war ohnehin groß genug!" Parker machte eine merkwürdige Bewegung: Er senkte den Kopf so rasch, als schütze er seine Augen vor einem aufzuckenden Lichtstrahl; seine Fingerspitzen rieben die Daum en ballen, und über seine Kaumuskeln lief ein flüchtiges Zittern. Renate fürchtete schon, ihn durch ihre Offenheit verletzt zu haben. „Sie beschämen mich...", sagte er etwas undeutlich, und ohne sie anzusehen. Für einen Augenblick gruben sich seine blitzenden Zähne in die Oberlippe, dann warf er den Kopf mit einem heftigen, fast trotzigen Ruck wieder empor. „Also gut! Es bleibt mir nichts anderes übrig, als Ihren Preis anzunehmen ..." Zwölf, dreizehn, vierzehn Puppen —! Zehnmal acht macht achtzig — viermal acht gleich zweiund- dreißig; zweiunddreihig und achtzig macht — — Lieber Gott, es ist ja unvorstellbar! Parker trat einen kleinen Schritt näher zu ihr hin; er hob die Hände mit einer beschwörenden Ge- bärbe: „Aber wenn Sie mich schon zwingen, Ihre Arbeiten so völlig unangemessen zu entgelten, bann gestatten Sie mir wenigstens noch eine Ditte ..." Sie sah ihn unsicher fragenb an. „Heute — oder wenn es Ihnen am besten paßt — mein Gast zu sein. Bitte, schlagen Sie mir diesen Wunsch nicht ab! Geben Sie mir eine Möglichkeit, Ihnen zu danken ..." ♦ Der Doktor hatte bis in die späte Nacht hinein an dem zerbrochenen Gebiß eines Patienten ge- arbeitet. Unterdessen saß Kasimir mit angezogenen Beinen auf dem Tisch; aber er schien schläfrig zu sein, und selbst die Scherze, die der Doktor mit dem Gebiß vorführte, konnten ihn nicht ermuntern- er blinzelte nicht einmal, wenn die Porzellanzähne nach seiner Nase schnappten oder schaurig an seinen Ohren klapperten. Der Doktor stand auf und reckte sich, um den Blutumlauf wieder in Gang zu bringen. Er nahm einen Aschbecher, der bis zum Rande mit Zlgaret- I tenstummeln angefüllt war, vom Tisch, um ihn im I Ofen auszuleeren. Das Fenster war weit geöffnet, I aber die Nachtluft war so still und schwül, daß von I einer Entlüftung des Zimmers kaum etwas zu I spüren war; der Rauch hing in dicken Schwaden I unter der Lampe. „Wir rauchen zuviel, Kasimir!" sagte der Doktor I und hüstelte rauh. „Wir hatten uns doch fest vor- I genommen, die verdammten Giftnudeln auf zehn I Stück am Tage herunterzudrücken — und jetzt sind I es wieder fast dreißig geworden!" Er bückte sich hinter den Schrank und holte eine I Milchflasche hervor, aber es mar leider nicht mehr I ein Tropfen drin. „Wasser tut's schließlich auch!" brummte der I Zahnarzt. Er drehte sich nach Kasimir um; es war I ihm, als hätte der edle Räuber soeben leise ge« I kichert .... „Du natürlich nur Bier!" grollte er. I „Aber mit dem Luderleben wird jetzt Schluß ge« I macht! Wasser ist sehr gesund!" Er ging zum | Waschbecken, drehte den Hahn auf, wusch sich die I Hände und schlürfte schließlich das rinnende Naß I gleich von der Leitung weg. „Nur: Es schmeckt I eben nach Wasser ..." Er trocknete sich die Hände I und beugte sich zum Fenster hinaus. Jenseits der Lindenreihen rasselte eine Trambahn vorüber. Die Straße unter ihm war fast feer. Die Dichter hinter den meisten Fenstern erloschen. Der Mond hing im letzten Viertel, dünn, wie eine abgewetzte Sichel, über den Dächern am fast schwarzen Nachthimmel. Der Doktor öffnete auch noch das zweite Fenster und befestigte an beiden die eisernen Sperrhaken in deck* Oesen. Das lange Sitzen hatte ihn steif gemacht. Und er traute dem Wetter nicht: Die Luft drückte, und der Mondwechsel konnte den Umschlag bringen. Diel« leicht war das heute schon die letzte Nacht, die man noch zu einem kleinen Straßenbummel ausnutzen konnte? Und außerdem war er nicht abgeneigt, sich auch noch irgendwo ein Halbes zu genehmigen ... Er überquerte den Stachus, schlenderte durch die Anlagen am Wittelsbacher Platz und bezwang vor einer Gaststätte mannhaft feine Regung, sich das versprochene Helle schon jetzt zu gönnen. (Fortsetzung folgtj 25P1 Aus der engeren Heimat IM Ge- An ) Gram Raubvogelvernichtung ist naturwidrig man eine nochmali !, aus de urückbehs^ freujmi1 beMch gegen Zahniteinonsatz, zahn- fleischkräftigend, mikrofein, mild aromatisch, - und so preiswert! w Jahr w, da der Zuwachs neuer Renten größer beugenden Gesundheitsfürsorge, die nn einMnen war als der Abgang durch den Tod. In der Folge- hier nicht näher aufgefuhrt werden können hat btt 2,eit wurde durch eine Reihe von Notverordnungen Landesversicherungsanftalt Heften im Snterefte mit einschneidenden Maßnahmen die Existenz der einer wirksamen Gesundheltssuhrung des deutschen _ «. v ■ । . .<. <... o___x . O) — ft«, n.fr f i »Mi (1«Slörtifrn imrtiO’tl tffl . IrtlnTO IM.S/ im Betracht. Der O. St. in G. war beschuldigt, im November □939 in Borsdorf die deutsche Wehrmacht beschimpft und verächtlich gemacht zu haben. Der Angeklagte behauptet, derartig betrunken gewesen zu sein, daß e* sich auf nichts entsinnen könne. Durch die Beweisaufnahme wurde er überführt. Der Anklage- sonenzahl im Landhaushalt ist eine Ersparnis von Milch ohne weiteres durchführbar. Die Landfrau, die die entrahmte Frischmilch und Buttermilch auf schnellstem Wege von der Molkerei zurückerhält, wird außer bei der Speisenzubereitung auch in der Getränkefrage in stärkstem Maße auf die entrahmte Frischmilch oder Buttermilch zurückgreifen, statt wie bisher auf Dollmilch. Eine Ber- fütterung von Vollmilch an Hunde oder Katzen kommt selbstverständlich ohnehin nicht mehr in Invalidenversicherung und damit auch der Landes- versicherun'gsanftalt Hessen auf eine sichere Grund- Verlauf in der Deutschlandhalle in Berlin wir schon berichtet haben, nahmen insgesamt 69 Turner aus allen NSRL.-Bereichen teil. Recht gut gehalten haben sich dabei die vier Vertreter des Bereichs Hessen. Alle konnten sie mit der silbernen Leistungsmedaille ausgezeichnet werden, da sie die geforderte Mindestleistung im Gerät-Zehn- kampf, die 133 Punkte betrug, erheblich übertrafen. In der Platzwertung erscheinen die Hessen wie folgt: An 44. Stelle Schöneich (Erbach, Westerwald), der für die Wehrmacht turnte, mit 167,5, an 46. Stelle Bi eg er (Kassel) mit 166,6, an 49. Stelle Gergs (Kassel) mit 166,1, an 61. Stelle Kaiser (Gießen) mit 139,6 Punkten. Noch keine 30 Punkte trennen Schöneich, Bieger und Gergs von dem neuen Meister Krötzsch (Leuna). Die vier Hessen, die sich in Berlin so gut bewährt haben, werden die Hauptstütze der hessischen Bereichsmannschaft sein, die am Karfreitag in Mainz im Gruppen-Mannschaftskampf gegen die Bereiche Ostmark, Bayern und Südwest antreten wird. Außer den Genannten sind für die» Hessen-Mannschaft noch vorgesehen: Herbert (Gießen), Bettin (Wiese ck), Seth (Großen-Lin- d e n), Krack (Bad Homburg - Kirdorf) sowie die Kasselaner Beyer, Metz, Etzel, Brundaler, Pagel, Schmeißing und Fink. ... gelangen, wie im Vorjahre, wiederum 5 v. H. Dividende auf iglich weniger ver- Grohdeutschland ein Mten und M tob* tag- brot inle, zwo ein ippe eien, unö cor- tno. -mal itro* Cie nai» Ihm VN' nl!6 Iflrtt e den «en. itbd » sich vvi> lawjufa«' jflfaopulwi den Deutschen Kriegsmeisterschaften im rätturnen der Männer, über deren eindrucksvollen fi, um dkl ! Er * irit um ihn eit geblfi«; ii(, daß vor etwas J , Schwab der DoM 'ch ftk X n an A um; -- * en ted« § groflt« • Schluß $ Ss af'XS' tDlt läge gestellt. Aber egt dem tatkräftigen Eingreifen der Regierung unseres Führers ist es zu verdanken, daß die Invalidenversicherung zum Wohle des deutschen Arbeiters in jeder Hinsicht gestärkt und in ihrem gesunden Kern gefestigt dasteht und befähigt ist, allen gesetzlichen Leistungen nachzukommen. Dies trifft in besonderem Maße für die Landesversicherungsanstalt Hessen zu, deren Verhältnisse in jeder Hinsicht geordnet sind. Neben den gesetzlichen Pslichtleistun- gen, der Gewährung von Invaliden-, Witwen-, Witwer- und Waisenrenten sowie der Erstattung der seit dem 1. Januar 1924 geleisteten anteilsmäßigen Beiträge für weibliche Versicherte anläßlich ihrer Verheiratung, beteiligt sich die Landesversicherunas• anstalt Hessen als Trägerin der Jnvalidenversiche- rung Nicht unwesentlich auf dem Gebiete der vorbeugenden Gesundheitsfürsorge, und hier insbesondere bei der Durchführung von Heilverfahren. Im Mittelpunkt stehen die Heilverfahren zur Bekämpfung der Tuberkulose und der Geschlechtskrankheiten für Versicherte und deren Angehörige. Aber auch zur Durchführung von Heilverfahren wegen allgemeiner Leiden (Herzkrankheiten, Magen- und Darmleiden, Nierenleiden, Bronchitis usw.) stellt die Landesversicherungsanstalt Hessen für Versicherte die erforderlichen Mittel zur Verfügung. Baudarlehen an versicherte Arbeiter tragen zur Verbesserung der Wohnverhältnisse der Arbeiter bei. Geeignete Heilstätten, Genesungsheime, Ertüch- tigungslager für Jugendliche sind in ausreichendem Maße vorhanden, um dem deutschen Arbeiter praktische und wirksame Hilfe auf dem Gebiete der vorbeugenden Gesundheitsfürsorge leisten zu können. Darüber hinaus beteiligt sich die Landesversicherungsanstalt Hessen mit ansehnlichen Mitteln bei der Gewährung von Zuschüssen zu fünft- lichen Gebissen. Es bedarf wohl keiner besonderen Betonung, daß auch die kinderreichen Mütter, soweit sie zu dem Kreise der versicherten Bevölkerung gehören, in diese Betreuungsaktion mit einbezogen sind. Nicht zu vergessen ist der Kampf gegen die Rachitis, durch die Verabreichung von Vigantol für Kleinkinder, dessen Finanzierung die Landesversicherungsanstalt Hessen zum größten Teil übernommen hat. Für alle diese Zwecke auf dem Gebiete der vor- i-n, wurden Glückwünsche übermittelt. Den einge- Ij pgenen Sangesbrüdern wurde mit der Zusendung icn Liebesgaben eine besondere Fre-ude bereitet. Den Rechnungsbericht verlas der stellvertretende | Kassenwart Wilhelm Gilbert. Die Rechnung ' zsigte ein befriedigendes Ergebnis. Für den er- Iranften zweiten Dereinsführer wurde Sangesbru- ?• « Ich Lote lii» um z,, forim rezel Qyi Mtreui, iIn formt mmittelbar benachbarten Gebäuden Durchgangs- nöglichkeiten geschaffen werden. Im Kellergeschoß testehender aneinander anstoßender Gebäude sind taher durch Mauerdurchbrüche Verbindungsöffnun- ccn herzustellen. Die Lage der Durchbruchstelle ist ft zu wählen, daß die Verbindungsöffnung leicht ■j finden und schnell erreichbar ist und Schorn- meine und Rohre nicht verletzt werden. Die Deff- iiing muß mindestens so groß sein, daß Menschen wußt sein, die zur Sicherung eines sorgenfrei« Lebensabends des deutschen Arbeiters und bet der Mitwirkung der Gesundheitsführung des deutschen Voltes zu erfüllen hat. Im vollen Bewußtsein ihrer sozialpolitischen Be< rufung hat die Landesoersicherungsanstalt aus Anlaß ihres nunmehr 50jährigen Bestehens ihre Vorsorge und Fürsorge für den deutschen Arbeiter weiter aus« gebaut. Neu eingeführt wurden kurze Gesundungskuren für angekrankte, im Gesundheitszustand geschwächte Arbeiter. Sie werden in von der Landes« Versicherungsanstalt Hessen betriebenen Gesundungsstätten durchgeführt werden und verfolgen den Zwecks den deutschen Arbeiter durch Hebung des Gesundheitszustandes widerstandsfähiger und kräftiger au machen. Ferner wird durch eine namhafte Spende an die NSV. die Errichtung von NSD.-Kindergärten in den Städten Hessens ermöglicht werden, in denen insbesondere werktätige, gegen Invalidität versichert« Mütter tagsüber ihre Kinder unterbringen können, wobei dort für Verpflegung der Kinder, Beaufsichtigung der Kinder hinsichtlich ihrer Schulaufgaben und dgl. mehr Sorge getragen wird. Auch weitere namhafte Zuschüsse an das Rote Kreuz, ferner zum Bau des Wanderheims Borstein zugunsten der Deutschen Arbeitsfront, um dem Gedanken der Familien» Wochenenderholung des deutschen Arbeiters Rechnung zu tragen, sind geplant und werden durchgeführt. öl«' fßlp1 ’Ä * tat* schafllich schädlichen Getreideschmarotzern, wie (En* gerünge, Raupen, Drahtwürmer usw. Außerdem hat der Schöpfer den Raubvogel in die Natur gesetzt, damit er alles schwache, seuche» befallene Getier ausmerzen soll, um dadurch die Tierwelt vor Degeneration usw. zu schützen. In der Natur ist nichts falsch oder irrtümlich geschaffen, sondern alles hat seine weise Begründung. Das gewaltige Schöpfungswerk hat im Wandel der Jahrtausende hinlänglich bewiesen, daß alles feine ausgleichschaffende, hohe und große Bedeutung hat. Wer daher als Nichtjagdberechtiater, d. h. also, ohne im Besitz eines Neichsjagdscheines zu fein, einen geschützten Raubvogel tötet, macht sich in doppelter Hinsicht strafbar und vergeht sich außerdem gegen den Naturschutz! Schießt er dazu noch an den von Menschen bewohnten Orten, fo verstößt er ferner gegen die Polizeioerordnung über die Gefährdung von Menschenleben innerhalb von bewohnten Oertlichkeiten, in denen das Gesetz das Schießen grundsätzlich verbietet. Jeder heimatliebende Deutsche trage daher an seinem Teile dazu bei, daß uns die wenigen, noch vorhandenen, naturgewollten und natumotmenbi* gen Geschöpfe erhalten bleiben, denn sie gehören zu unserer schönen, deutschen Landschaft. Damit wird hoffentlich auch die Unsitte aufhören, daßz.B. wertvolle zahme Falken, die sich gelegentlich der Falkenbeize (Abrichtung) verfliegen und dann ohne jede Scheu Anschluß bei den Menschen suchen, eh* jach totgeschlagen werden. ’z< öih: 2riNt pi* °lben St, \it _ . . „ iinni M lichme, für Gebäude in halboffener Bauweise dann: -------------*'----! Jtofinen, in ein. Raubvögel, die laut Reichsjagdgesetz geschützt sind, dürfen. nicht abgeschossen und gefangen werden, denn sie stehen unter Naturschutz, desgleichen ist das Zerstören der Nester (Horste) verboten. Abgesehen von der strafbaren Handlung, solche Tiere, die zum jagdbaren Wild gehören, in der gesetzlichen Schonzeit zu verfolgen, ist es eines Kulturvolkes unwürdig, wenn die zum Teil bereits im Aussterben begriffenen Raubvogelarten sinnlos vernichtet werden! Unsere Tierwelt ist ohnehin in ihrer urtümlichen Mannigfaltigkeit gegenüber früher wesentlich durch die fortschreitende Kultur zurückgedrängt worden, und unsere Heimatnatur wurde dadurch bereits seelenloser, ärmer und eintöniger! Auch das Gleichgewicht in unserer Natur ist stellenweise schon zerstört, denn früher waren es z. B. Uhu, Wanderfalke, Hühnerhabicht usw., welche die nestplündernden, rabenartigen Vögel kurzhielten. Heute haben sich die nestzerstörenden Krähen, Elstern und dergleichen vielfach derartig vermehrt, daß stellenweise bereits durch diese Nesträuber der Fortbestand unserer insektenoertilgenden Vögel stark gefährdet ist, weil ungezählte Singvögel- unö Wildgeflügelnester durch die rabenartigen Jungvögel» räuber und Eierdiebe vernichtet werden. Hätten wir also mehr Raubvögel, welche die Krähen, (Elftem usw. dezimierten, dann hätten wir auch wieder mehr insektenvertilgende Vögel, und es gäbe weniger von den ost überhandnehmenden landwirt- die berechtigten Geschäftsguthaben mit 4025,70 RM. zur Verteilung, während 430 RM. zur gesetzlichen Rücklage kommen und 247,63 RM. auf neue Rechnung vor getragen werden. Der Antrag des Vorstandes und Auftichtsrates, den Höchstbetrag für Einlagen, der seither mit 1 Million festgesetzt war, auf 2 Millionen zu erhöhen, wurde einstimmig angenommen. Die satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder des Auftichtsrates, Karl Iöckel VIII., Friedrich Wilhelm Frank und Heinrich Keil (Lauter) wurden wi ed er gewählt. Heimische Gerätturner in schweren Kämpfen. Die Vereine des Sportbezi-rks Gießen bereiten sich zur Zeit für die Versinsmeisterschasts» kämpfe im Gerätturnen der Männer und Frauen dot, die im April zum Austrag kommen. Landkreis Gießen. +, Grünberg, 17. März. Am Samstagabend fand in der festlich geschmückten Turnhalle eine Entlassungsfeier des obersten Jahrganges der Volksschule statt. Rektor Häusel als Lehrer der Oberklasse sprach über die Bedeutung der Feier. Lieder, Kurzgeschichten und Gedichte, einzeln oder im Chor gesprochen, und turnerische Vorführungen legten Zeugnis ab von der Arbeit der Schule. Den Schülern wurden von der Schule durck Rektor Häusel und von der Gemeinde durch Bürgermeister König Gedenkblätter überreicht. Der Musikverein wirkte bei der Feier mit Kreis Büdingen. K Nidda, 19. März. In einer stark besuchten Versamlung des hiesigen Gartenbauvereins sprach Gartenbamnspektor E n k l e r (Büdingen) über „Ausdehnung und Pfleye des Obstbaumbestandes". Ferner gab er reichliche Anregungen für den Gemüsegarten. Besonders kennzeichnete er die empfehlenswertesten Gemüsepflanzen, die frühzeitig und reichliche Erträge bringen. Dem dankbar begrüßten Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an. Schweinemarkt in Nidda. (D Nidda, 20. März. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 64 Ferkel aufaetrie* den. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 26 bis 32 RM., 8 bis 10 Wochen alte 33 bis 40 RM., 10 bis 12 Wochen alte Tiere 40 bis 45 RM. pro Stück. Der Handel war flott. Der Markt wurde rasch geräumt. Frankfurter Schlachlviehmorkt. Frankfurt a. M., 21. März. (Dorbericht.) Der Hauptmarkt für Großvieh und der Nebenmarkt für Kälber und Schweine nahm bet guter Anlieferung einen lebhaften Verlauf. Das gesamte Vieh mürbe zu etwa folgenden Preisen zugeteilt: Ochsen 37 bis 46,50 RM., Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 18 bis 44,50, Färsen 27 bis 45,50, Kälber 25 bis 65, Hämmel 30 bis 51, Schafe 20 bis 44, Schweine 49,50 bis 55,50 RM. a ytodjlt, 4 W Zucker uti Lpd. Frankfurt a. M., 20. März. In einem .+ Grünberg, 16. März. Der Vorschuß- U'iter Zwangsverwaltung stehenden Haus war nicht verein Grünberg hielt am Samstag in der genügend abgeblendet worden, was zu einer An- Gastwirtschaft von Friedrich Repp Wwe. seine z ige führte und den Zwangsverwalter unter An- ordentliche Hauptversammlung ab. Vorstandsmit- fege vor das Amtsgericht Frankfurt brachte. In gfted Müller erstattete den Geschäftsbericht für d»r Verhandlung wurde geltend gemacht, daß der das Jahr 1939. Trotz Krieg zeigt die Entwicklung Angeklagte ungefähr 80 Häuser zu betreuen hat der Kasse ein günstiges Bild, die wichtigsten Posten ii ib daß die Hausmeisterin verantwortlich sei. Dies weifen eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahre auf. t äre vom Gericht auch anerkannt worden, aber es Beispielsweise stiegen der Jahresumsatz von 11,9 e-gab sich, daß der Angeklagte keinerlei Verein- Millionen auf über 13 Millionen, die Bilanzsumme fnrung mit ihr getroffen hatte und daß sie sich von 978 716,37 RM. auf 1076131,21 RM., die lih-folgebeffen nicht um bie Derbunkelung kümmerte. Spareinlagen und Gelder in laufender- Rechnung 2 er Angeklagte wurde als der Verantwortliche mit von 740 000 RM. auf 840 000 RM., die flüssigen 3D RM. Geldstrafe belegt. Mittel von 383 497,09 RM. auf 484 020,62 RM. ., , , , , und die Wertpapiere von 268 653,59 RM. auf Xcurcr 4ÖClbnad)tet>r0lCn. 370 576,24 RM. Die Kreditnachfrage konnte voll LVD Warm« 18 März Der schwer vorbe- befriedigt werden: 24 Neukredite mit rund 78000 s»ast° 25jährige Karl R ö f er aus Worms wurde RM. wurden bewilligt. Die Gesamlausleihungen mn dem Sondergericht zu ° ch t I ° h r - n Z u cht° stellen sich unter B-rucks,cht>gung der zuruckg^ahl- Haus fünf fahren Ehrverlust und Siche -! ten Kredite, auf 594 7-3,45 RM. gegenüber rungsver Währung verurteilt, weil er unter 61091559 RM. Der Vorsitzende des Aufsichts- Ausnutzung der Verdunkelung in Herrnsheim kurz rates Fabn ant Heinrich Schmidt IL, berichtete vor Weihnachten 1939 sieben Gänse gestohlen hatte, über die Tätigkeit des Auftichtsrates Der Jahres- 9äser, dessen Bruder sich ebenfalls in Sicherungs- abschluß wurde genehmigt und Vorstand und Auf- o^rwahrung befindet, war schon in seinem Eltern- sichtsrat Entlastung erteilt. Die Verteilung des hius ein verdorbener Bursche, kam später in Für- Reingewinnes von 4703,33 RM. wurde in der vor- slrgeerziehung und verlegte sich schließlich auf Ein- geschlagenen Weise yutgehelßen. Danach gelangen d'uche und Diebstähle. 1 wie im Vorjahre, wiederum 5 v. H. Dividende auf Volkes als freiwillige Leistungen im Jahre 1937 = 844 350 RM., im Jahre 1938 = 1 181 040 RM^ im Jahre 1939 = 1458 345 RM. aufgewenbet So kann die Landesversicherungsanstalt Hessen mri Stolz auf ihre Entwicklung zurückblicken in der (Ein mägung, daß sie in den letzten 50 Jahren zum Vor* teil des deutschen Arbeiters segensreich mirtaN konnte. Sie erlebt ihr 50jädriges Jubiläum in exxwt Zeit, wo es Nicht angebracht erscheint, dieses Eres«, nis in besonderem Maße festlich zu feiern. Um so mehr wird sich die Anstalt der hohen Aufgabe te* Die von Bismarck verfaßte Botschaft Kaiser Wilhelms aus dem Jahre 1881 ist die Magna Charta der Sozialpolitik des Deutschen Reiches und hat die Entwicklung eingeleitet, die in allen Kulturländern Europas später Nachahmung gefunden hat. Aus dem Inhalt dieser Botschaft geht hervor, daß man bestrebt war> dem Volke neue und dauernde Bürgschaften seines inneren Friedens und den hilfsbedürftigen Volksgenossen größere Sicherheit und Ergiebigkeit des Beistandes, auf den sie rechtlichen Mauerdurchbrüche für Zwecke des Lustschuhes. Zur Verordnung über behelfsmäßige Luftschutz. Maßnahmen in bestehenden Gebäuden sind vom ^eichsluftfahrtminister und Reichsarbeitsminister gemeinsam ergänzende Bestimmungen über Mauer- wrchbrüche ergangen. Um die Möglichkeit, aus den Luftschutzräumen ins Freie zu gelangen, weiter zu erhöhen und um eine Hilfeleistung von außen oder ton Haus zu Haus zu erleichtern, müssen zwischen Frage. In vielen bäuerlichen Haushaltungen gibt die Möglichkeit, zur Ziegenmilch auszuweichen, weitere Gelegenheit zur Einsparung. Diese Beispiele Vertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von vier lassen sich für jeden Einzelhaushalt erweitern. । Monaten. Der Verteidiger beantragte Freisprechung Die im Haushalt und im Viehstall erübrigten ; rnb für den Fall einer Verurteilung eine Geld- Vollmilchmengen nehmen ihren Weg zur Molkerei, flrafe. Der Angeklagte wurde zu einer Gefäng - Dadurch wird sich die Zahl der milchabliefernden liisstrafe von drei Monaten verurteilt. Betriebe, wie schon in den vergangenen Jahren, i’ Degen starker Angetrunkenheit wurde ihm der noch weiter erhöhen. Die Landfrau als die Derant- [ Lchutz des § 51 II. StrGB. zugebilligt. Anderseits wörtliche für die Einsparung einer Milliarde Liter v-urde aber der Umstand, daß er einen gerade von Vollmilch im Haushalt weiß, wie entscheidend wich- b?r Front kommenden Wehrmachtsangehörigen jjg bie an sie gestellte Forderung ist. Sie, die es schwer beleidigt hatte, straferschwerend berückstch-I .allezeit in Treue und Einsatzbereitschaft dem tigt. Manne gleichgetan hat", wird auch diese zusätz- Segen die Verdunkelungsvorschristen ftch- Aufgabe zu°°rlässtg und erfüllen. verstoßen. Dorschußverein Grünberg. 50 Jahre Landesversicherungsanstalt Hessen Don Dr. jur. J. Reyl, Darmstadt, Präsident der Landesversicherungsanstalt Aeffen. mm ^uckt! FIer Betonte, oer ztngetiagre fei eryeoucy, oarun= Stellungen. Die Landbevölkerung und insbesondere irme « l:r wegen Diebstahls, vorbestraft, kurz nach feiner die Landfrauen müssen sich darüber klar sein, daß ^ lveicht' Entlassung aus der Strafanstalt habe er sich schon der Normalverbraucher in der Stadt überhaupt drückt M Wieder strafbar gemacht. Es handle sich um emen keine Vollmilch erhält. Wird beispielsweise in jedem -ienschen, dem durch eine empfindliche Strafe sein Landhaushalt nur ein Liter täßlir*' aut lsrwerfliches Tun klargemacht werden müsse. (Sr| hrnurht fn wniht llcki herHfs in (3rt leite W läßt nackt zienA Man kanl ,n Slepsel^ tronenscha» Anspruch haben sollen, zu geben, um auf diese Weise die im Volkskörper aufgetretenen sozialen Schäden zu heilen. Der Zweck der Sozialversiche- dindürchsteigen, ober ohne" große Mühe Dinburd). | run9 Ö"ri"' Ibiechen können. Sie braucht ober im allgemeinen M Ä J Ä h.. ege Breite von 75 cm und eine Hohe von einem d°r We4 °lf°ll des^Lebens Der m chr m^Ab^1Ühwonden'^ide?,eitiofto°L^chtteLn1°^ |!*£ hMUnfe rpi^lb npnffnpf nSist wohl die beste Lösung der sozialpolitischen 2luf= m»rh?nr 9abe einer wirksamen und würdigen Vorsorge für Ä besteht Sch°°ch°ren^in-b°s°ndere für die arbeitenden ftr Gebäude^ in geschlossener Bauweise ohne Aus- grundlegenden Gedanken führten neben wenn di- Häusergruppen mehr ote zwei' Boltge- ÄerLrsL 5'° Longe derHausergruppen I tu^'TOTO 22.3uni 1889. In Durchführung diese- p ter iiberfdjret^tet . Bte Herstellung der Reichsgesetzes wurde durch hesfischee Gesetz die Lon- urchbruche wird auf Antrag des ortlichenLuft. desversichenungsanftalt Hessen in Darmstadt -rrich- shutzl-iter- von der Baugenehmigungsbehord« an. w ^nn nunmehr auf ihr Svjähriges Bestehen jsordnet. zurückblicken. 50 Jahre lang Landesversicherungs- Gleßen-Klem-Lmoen. anstalt Hessen und damit zugleich 50 Jahre Jnva- Zu der 75. Jahreshauptversammlung des Ge- Nidenverstcherung im Land- Hessen Die Entwicklung singv-rein- Eintracht, die di-f-i Tage im Bereins- ber ßan6etoer!idyerrog6ai1ftatt ^61160 war Dan! 6es total abgehalten wurde, hatten sich die Mitglieder w rtschastl'chen Auffchwunge- den da-Reich m den !-s Vereins In stattlicher Zahl -ing-funden. Slud; erfkn OTOngmen ^a^r3el)nten nehmen tonnte eine imige auf Urlaub weilend- Kameraden von d-r st-t- °ufwartsstE°nrSw wucke > doch durch den Z-hrmacht nahmen an der Versammlung teil. Ausgang des Weltkneges IN empfindlicher Weife Vereinsführer Rinn erstattete zunächst den untewrogien. . ifcäftflbprifht dem folaenöes xu entnehmen ist: Die nach dem Weltkrieg eingetretene Schrumpfs l"ng ber Wirtschaft mit ihrem Ärbeitslosenheer von Ere Anforderungen die aber alle erfüUt merben|mehr als sechs Millionen Arbeitskräften hatte die connten An den WHW -Veranstaltungen wurde Gefahr herbeigefülmt, baß die irager Sozial- nH autem Grfola teUaeXm n Ser Verein Versicherung, die ihre bis zum Jahre 1923 ange- Dlrttc8 audi bei dem Leistunasstnaen in Heuchel, fammelten Vermögen zum größten Teil verloren , Ilm müunä ftan^njkaus'Vem^Set»erhmasaut. I>at*e11. ihren Verpflichtungen in der gesetzlich vor- .chten der G-sangsrichter zu ersehen ist, an bevor- gesehenen W-,se nicht mehr nachtommen konnten, wter Stelle «im «limi des verllalsenen Jahres Es liegt klar auf der Hand, daß auch die Landes- mternaMnE der Verein"ünter stärlster Beteiliauna Versicherungsanstalt Hessen von dieser Entwicklung Lr LiMder e7ne wöhsge/Üng-'n- SängerW nicht unberührt btirfn ®ur* i MK rmeo «. Äch^ ! bestehen geblieben, sondern nahmen von Jahr iossenen Jahr ihren 80. Geburtstag feiern tonn, Milchsparen im Landhaushalt. ter Reinhold Weller iii dl-s-s Amt berufen.! Der NS.-Gaudi°nst der Gauleitung Hefs-n-Nassau her Vorschlag, in den nächsten Wochen die Sing- fchreibt: Je mehr Vollmilch im Landhaushellt.er pari Hunden wieder zu eröffnen, wurde angenommen. Sn mehr Vollmilch im Landhaushalt erspart wird, je eher wird Englands Plan der Fettblockade in <$ic6tn» zunichte gemacht. Jede Milliarde Liter Vollmilch bringt eine Buttermenge von rund 40 000 Tonnen. Am gestrigen Mittwoch verhandelte das Sonder- s&enn Eigenverbrauch und Verfütterung von Voll- . «richt in Gießen gegen den P. St., aus Saar- milch in den landwirtschaftlichen Betrieben zusam- lvutern stammend, zuletzt in N. wohnhaft. Der An- men um 2 Milliarden Liter Vollmilch finken, so ! «klagte, z. Z. in Untersuchungshaft, war beschul- Hellen die hierdurch gewonnenen 80 000 Tonnen lügt Anfang Juni 1939 das Reich und feine Em- Butter ungefähr die friedensmäßige Menge der ü chtungen offensichtlich beleidigt zu haben (Ver- Buttereinfuhr dar. Wn gegen das Heimtückengesetz). Der Angeklagte Die Notwendigkeit der Ersparung an Vollmilch war im wesentlichen geständig. Der Anklagever- \-xm Landhaushalt erfordert natürlich gewisse Um- [ Her betonte, der Angeklagte sei erheblich, daran- stellungen. Die Landbevölkerung und insbesondere i^rwerfliches Tun klargemacht werden müsse. Er braucht, so ergibt sich bereits in em leantragte eine Gefängnisstrafe von einem Jahr sreiwerdender Milchertrag von rund 1,6 Milliar- md sechs Monaten und Anrechnung der Unter- fon Liter Vollmilch. Bei der meist großen Per- stchungshaft, soweit sie der Angeklagte nicht ver-'' " ' " ~ ' schuldet habe. Der Angeklagte wurde zu einer G e - fängnisftrafe von einem Jahr und sechs Monaten, abzüglich zwei Monate Un= t rsuchungshast, verurteilt. Die Vorstrafen und das L erleben des Angeklagten tarnen strafverschärfend Stark wirksam Bilanz am 31. Oerembev 1V3V Elise Gregorius, geb.Weber. In tiefer Trauer: Gießen (Hammstraße 3), den 21. März 1940. 01064 sucht. 01027 SelterSweg 5. Stellengesuche fm 77. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Die Beerdigung fand in Rheinhessen in aller Stille statt Wiesbaden - Biebrich. Rheingaustraße 28, 16. März 1940. 1430D I; Neh II K'cht« Watzenborn-Steinberg, den 20. März 1940. 1433 D nommen werden. 1426D 5t.ft 335512,05 114865,79 3556,24 3m Stadttheater in Dieben, Donnerstag, 28. Marz 1940, 20 Uhr 16668,26 3402,28 GASTSPIEL Romantisches Ballett Peters Pawlinin, München Tanz in höchster Vollendung 69207,95 Eintrittspreise 1.00 biS 2.50 NM. Samstag, den 30. Marz 1940, 20 Uhr. — 6. Ringveranstaltung 36510,73 375426,10 Summe der Erträge 375426,10 Karten im Vorverkauf in der Kartenverknufsstelle Seliersweg 60 1434 r> Arnold. Mattern. IvtalMUUV- Frau Luise Partenheimer Christelene Partenheimer. Las IM Mti Musikalische Leitung: Maria von Stubenrauch Werbe-Drucksachen liefert Brühl’sche Druckerei Heinr. Gregorius und Kinder. Am 19. März verschied nach schwerem Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Die Beerdigung findet Samstag, den 23. März, vormittags 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 225,— 36286,77 51.ff, 118826,38 Künstlerische Gesamtleitung: Helga Peter-Pawlinin 5000,— 10790,75 Knoblauch-Beeren „Immer Jünger** machen froh und frisch! \ Sie enthalt alle wirksamen \ Bestandteile des reinen un- I verfälschten Knoblauchs in 1 leicht löslicher, gut ver- | daulicher Form. Heute verschied nach längerem Leiden mein lieber Mann, mein guter Vater, Bruder und Schwager Die Beerdigung findet Karfreitag, den 22. März, nachmittags um 3 Uhr statt. Mitglrederbewegung: Anfang 1939: 1142 Mitglieder mir 1300 Ge- ichaftsantellen und 300000,— Haftsumme. Zugang 1939: 50 Mitglieder mit 52 Anteilen: Abgang durch Tod, Kündigung und Aus- ichlun: 86 Mitglieder mit 97 Anteilen. Bestand Ende 1939:1106 Mit« gheder mit 1255 Anteilen und 5t.ft1255000,— Haftsumme. Die Ge- ichäftsguthaben verminderten sich um ^^6488,56, die Haftsumme um Jif 45 000,—. Die ausstebenden Pflichteinzahlungen auf Ge« schaitsanteile betragen ^^36439,33. 1419d Giehen, den 18. März 1940. Handels-und Gewevbebanke.G.m.d.s. ' Zie 21 iet da lauber Herr Professor Jakob Partenheimer Oberstudienrat i. R. 1. Einnahmen aus Zinsen und Provisionen ........ 2. Erträge aus Beteiligungen ..... 3. Sonstige Vermögenserträge .. 4. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr. Heute Donnerstag | | Erstaufführung! | | Oster-Festprogramm | Tüchtigen 905- m#ti stellt sofort ein MIMzMl Seltene Natur, urkunden von den Halligen und vom Wattenmeer, die olle Naturfreund« und Doqelliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden: Unter SiilMMleni y.5eel®iöalben Beobachtungen und Natururkunden aus d. Vogelwelt d.deutschen Nordseeküste. - Don Tugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Naturaufnahmen.In Leinen gebunden RM. 3.90. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Derlangen Sie bitte dos ausführliche Werbeblatt. 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Reingewinn: Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5t.ft 3402,28 Gewinn 1939 5t.ft 33108,45 Summe der Sluf- wendungen Verkäufe Weitzer ZMgW zu verkaufen. Su erfrag, in der eschaftsstelle d. Gictz. Anz. (01055 Neuer leichter Wagen sowie l 1432V Schale fflilLäminer zu verkaufen. Auskunft Enörolfl Siedler Mühle, Londorf Wohnhaus mit Laden und Garten zu verkauf, (gute Wertanlage). Schriftliche Angeb. unt. 01043 a. d.G.A. Leere Söffet 12 Stück ohne Teckel (200 bis 300Liter fassend) 1 MallNel luftdicht, 500 Lit. fallend. Tio58 Noll Bahnbofstratze 6 | Mietgesuche | Suche 1-2 Zimmer mit 2 Betten, sowie eine ftürfje mit dem nötigen Geschirr f. 4 Personen. Schriftl. ^lngeb. u. 01056 an d. Gietz. Anz. Leeres Zimmer (auch Mansarde) hier od.auswärts zu mieten gesucht Schriftl. Angeb. unt. 01053 a. den Gietz. Anz. erb. Dame sucht sofort mit Zimmer Schriftl. Angeb. mit. 01066 a. den Gietz. Anz. erbet. Lehrling sucht möiUimiM’ mit eins. Abendessenzubereitung Schriftl. Angeb. unt. 1437D a. d. Gietz. Anz. erbet. Stellenangebote Keine Ursprungszeugnisse, lonbcm nur Zeugnisabschriften dem Be werbungsschreiben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungsuntev tagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Nü- men und Anschrift des Bewerbers tragen I Tücht.,znverläss. WMüeiker oder li4iav Wirtinnen und ein jüngerer Wnffenr für Lieferwagen sofort gesucht. CörJnöetWfll Seltersweg 55. 1. Kassenbestand ».Guthaben aufRclchs- -ÄJt bankgiro- u.Postschcckk. (Barre,erve) 2. Bestandswcchscl: ßQ 3) Wechsel (ohne d) .........359301,68 Davon sind ^.<-351772,10 Wechsel, die dem S 21 Abi. 1 Nr. 2 des Bank- gesetzes entsprechen (Handelsivechsel nach § 16 Abi. 2 des ReichsgeietzeS über das Kreditwesen) 5t.ft 259575,45 515641,43 3. Wertvaviere( soweit nicht in 7 enthalt.): 3) Anleihen u. Schatzanwellungen des Reichs und der Länder........... 4ooall,oo d) Sonstige verzinsliche Wertpaprere CO1P73 (Pfandbriefe u. ä.).............. ^173,7a c) Sonstige Wertpapiere........... 557083,73 In der Gesamtsumme 3. enthalten: 5t.ft 489968,40 Wertpapiere, die die Reichsbank beleihen darf. 4. Bankguthaben: . 3) Mit einer Fälligkeit bis zu 3 Mon.. 33) Bei genossenschaftl. Zentralkreditinstituten 51 Jt1096146,— dd) Bei sonstigen -mo Ärphitinftituten „ a2256,r0 1148402,/0 Bon der Gesamtsumme a) sind 5t.ft 396945,05 täglich fällig (Nostrogutbaben). . b) Längerfristige Guthaben bet geitop senschaftl. Zentralkreditinstituten .. 1148402,70 5. Schuldner: 3) Kreditinstitute m laufender Rechng. 51 Jt —,— b) Sonst. Schuldner ______ in lauft). Rechng. „ 1886666,28 6. Hhvotheken, Grund- und Renten- schulden, Kaufgelder u. dgl......... 7. Dauernde Beteiligungen einschl. der z. Beteiligung bestimmten Wertpapiere. 8. Grundstücke und Gebäude: 3) Unbebaute Grundstücke.......... 6a00, b) Bebaute Grundstücke............ -90500, 1886666,28 306197,77 6000,-* 297000,— 33) Dem Geschäftsbetrieb der Ge- nossensch. dien. 5t.ft 245000,— bb) Sonstige .... „ 45500,— 9. Betriebs- und Geschäftsausstattung. 10. Posten, die der Rcchnungsabgren- 1,— Summe der Aktiva _______ 497656^,^3 11. In den Aktiven und in den Indossamentsverbindlichkeit. sind enthalten: a) Forderungen an Vorstands- u. Auf- sichtSratsmitgl. ( § 33d Akll. 4 des Genossenschaftsgesetzes) ......... b) Forderungen an Mitglieder...... c) Forderungen an abhängige Unter- nehinen und Konzernunternehnien d) Anlagen nach § 17 Abs. 2 d. Reichs-' gesetzes über das 51reditwesen (Aktiva 7 und 8).................. Passiva: 19354,11 2708505,48 3871,43 303000,— 1. Gläubiger: IHT- 3) Aufgenommene Gelder und Kredite (Nostroverpflichtungen) 33) Bei genossenschaftlich. Zentralkreditinstituten .. 51.ft —,— bb) Bei sonst. Stellen „ 200,— 200,— b> Einlagen deutscher Kreditinstitute . 210286,21 c) Sonstige Gläubiger ......-...... 2766663,29 "20, 2977149,50 Von der Summe b) + c) entfallen: 33) 5tM 1782967,95 auf jederzeit fällige Gelder bb) 5t.it 1193981,55 auf feste Gelder und Gelder auf Kündigung. 2. Svareinlagen: ___ a) Mit gesetzlicher Kündigungsfrist... 51960a,83 b) Mit besonders vereinbarter Kündigungsfrist ..................... 622232,16 1141837,99 3. Langfristige ^Anleihen, Hpvotheken-, Grund- und Rcntenschitlden....... 4. Geschäftsguthabcn: 3) Der verbleibenden Mitglieder .... 436/61,4a b) Der ansscheidenden Mitglieder ... 17910,92 148000,— 454672,37 5. Reserven nach §11 deS Rcichsgesehcs über das Kreditwesen: Gesetzliche 9ieserven............... 6. Ruhegebaltsrücklage.............. 7. Posten, die derRechnungsabgrenzung dienen.......................... 8. Reingewinn: _ M M Gewinnvortrag aus dem Vorjahr.... 3402,28 Gewinn 1939 ...... 33108,45 200090,— 15000,— 3307,77 36510,73 Summe der Passiva 9. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften sowie aus Garantieverträgen....... 10. FndossamcntSverbindlichkeiten aus wciterbegebenen Wechseln........ 11. In den Passiven sind enthalten: 3) Verbindlichkeiten gegenüber abhängig. Unternehmen u. Konzern- - unternehmen (einschl. Jndossa- mentsverbindlichkeiten)......... b) Gesamtverpflichtungen nach § 11 Abs. 1 des Reichsgesetzes über das Kreditwesen.................. c) Gesamtverpflichtungen nach § 16 d. Reichsgesetzes üb. d.Kreditwesen d) Gesamtes haftendes Eigenkapitol nach § 11 Abs. 2 des Reichsgesetzes über das Kreditwesen 33) TatsächlichvorhandenesEigen- kapital................... 664672,37 bb) Haftsummenzuschlag ....... 199401,71 366724,99 4118987,49 2977149,50 864074,08 tvenbmmeu Gewinn- Und DeslustrechnUNg .. Erträge